close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Die ^erhanölungen in Locanw.

EinbettenHerunterladen
Ve- Ve-u» ^«r Teilung beginn! »i»
<i» ^ 6 !5 ! K t
ll
er
»enn niek! »»r <!«m >0,^>l^. 25.6«,
ilonet» <li» Nkk«!«!IU!!
z
ttz.
Lrschein« leclen Werktag.
Beigaben:
Mittwoch: ,Uinkei,r*
Donnerstag: .Hausu.Feld"
„Bildbericht".
Samztag: „tlinkehr", ,Für
unsere Frauen" u. »Frohe
jugend".
Monatl. zveimal: «Hol und
Garten".
Monatlich ein«»!: «Unsere
Heim»!" u. „Die deutsche
Glocke".
N«! Kicllterschewln m!c>>8« nül,«,»«
< ! ! !»!«!>! «e!n iin,l>rucl> »u!
6 « Llnlt«» ou
l « Ver^reilungUgebiatz 1 5 ^
die Kleinzeile, amtliche An
ewMAnzeiger
Anzeigeblau für «e OberamtsbeMe Reutlingen, Tübingen, Rottenburg, Herrenberg, Nürtingen, tlrach «. Münsingen,
Selchäftsstellen: Vurgftraß« 3/5. Mariltplatz «. — fern«?« 111, 7N »n»ä 1011. - Postlcheckwmw 8wttH«rt 5577. — Verlag 0«n 0ert«l » SpSrer.
«igen 20 ^ . Familien, und
kl. Privatanzeigen billig«,
im übrigen Württemberg»,
im Reich« 33 s>; Reklamen
lokal 5u , m Württemberg
und im lleich» 9v ^ : Sa»»
melanzeigen 50 Prai. Zu»
schlag. Lei Wiederkolüng
tariUester Rebatl. der bei
ldageerkebung, lwangsw.
Beitreibung und Konkursen
hinlaüig wird, ebenso wenn
Zaklun«: nickt »nnerualb
ein«» Woene «rlolgt. llein«
G««3kr lllr Plallvolfsonrilt
d l«'«loni«che NuNrag».
und
g
? -. H
und <»ler«l>l»-
«tand
V<5n den rr^eisten Behörden dos Vorbreitungsgobtat» zur Vorökiontlichung ihrer Bekanntmachungen benützt
38. Jahrgang
Die heutige Nummer umfaßt 10 Seiten,
Rundschau.
Reutlingen, Donnerstag den 15. Oktober 1925
Die ^erhanölungen in Locanw.
Der Weg zum Pakt.
3lr 242
dem polnischen Außenminister Grafen S l r z y n s l i
seinen formellen Gegenbesuch. Chamberlam
prach in der Mittagsstunde beim Reichsäuhemnini«
ier Dt. Siresemann vor.
den sein sollen. Der Sonderberichterstatter des «New
York Herald" will sogar erfahren haben, daß die
(Von unserem 15.0.»Mitarbeiter.)
deutsche Delegation s c h r i f t l i c h e Z u s i c h e r u n gen zu gewissen Zugeständnissen verlangt habe.
Locarno, den 14. Ottober 1923.
Unter
diesen deutschen Forderungen wird die RäuDerReichskllbineti trat am Mittwoch unl« dem
Das eiste NachkriegspioZekt für einen Ga«
v Lern» 1ä. Oktober. Die schweizensche
mung
der
Kölner Jone, die Milderung des VesatzVorsitz von Neichsrochrministei E-eßlei zusammen. rantiepakt entstand am 14. März 1919. DaDepeschenagentur meldet aus Locaino: Die deutmals waren Wilson und Lloyd George bei ungsregimes und die Wiederherstellung der deutschen schen, polnischen und tschechischen Juristen setzten
I n L o c a r n o hat geftern keine V o l l s i t z u n g den Veisäilltt Beratungen übereingekommen, denWiitschaftshoheit im Saargehiet genannt. Diese heute die Vereinigung der Ostschiedsverträge fort.
stattgefunden.
Krieg nicht lediglich durch einen Friedensschluß Foidemngen sollen nun Zu allerlei Differenzen An- Es kann wohl gesagt werden, daß die polnischen
laß gegeben haben. Es liegt der Verdacht nicht fern, B e s p r e c h u n g e n ü b e r „die Ostschiedsmit Deutschland aufhören zu lassen, sondern sich auch
Am 1. Noo embe,.i sollen wieder 2000 deutsch«
daß. hinter, den Kulissen mit allen zur Verfügung u e r i i a g e so g u t w i e a b g e s c h l a s s e n
gegenseitig wieder zu einer n e u e n V ü n d n i s O p t a n t e n aus Polen ausgewiesen werden.
stehenden Machtmitteln jetzt von dm Deutsch» s i n.d. Was die Gaiantierung der OftschiedWerj r o n t zu verständigen. Ebenso besprach Clemen»
n a t i o n a l e n versucht wird, solche Forderungen, träge durch F r a n k r e i c h anbelangt, so scheint
Die deutsch-französischen H a n d e l s u e r » ceau mit Wilson einen Gaiantiepaktvorschlag in Ver» wie sie vom „New Vork Herald" angeführt wurden, es, daß hier die mögliche Formel gefunden ist,
Handlungen werden am 20. Oktober wieder auf» sailles. Schon dies zeigt, daß die Schöpfer des Ver» in den V o r d e r g r u n d der Verhandlungen zu die einerseits den bestehenden Verträgen Xech«
failler Friedensvertrages bereits zur Zeit, als sie
genommen.
stellen und die deutschin Delegierten in diesem Sinne nung trägt und andererseits der Garantien.««,
noch an ihm arbeiteten, der Ansicht waren, ein wirk- auch zu beeinflussen.' Die 'rechtsorientierte Tele- jeden Charakter nimmt, der nach deutscher Tn«
licher, dauernder Friede könne damit nicht begründet graphen-Union spricht auch'in ihrem heutigen Depe- ficht nicht akzeptabel gewesen wäre.
werden. Sie fühlten sich unsicher und suchten nach schenmateiilll von einem o f f e n e n K o n f l i k t ,
Nenesch über die östlichen »Vchiedsverlröge.
weiteren Garantien.
der in Locamy wegen dieser. „Nehmfragen" ausge»
n Berlin, 14. Juni. Am 1. November müssen
"- London» 14. Oktober. Außenminister N e«
Der schon vor dem Krieg verworfene Plan eines brachen fein soll. . I n o f f i z i e l l e n A u s l a s »
wieder etwa 2000 deutsche Optanten Polen räunesch erklärte dem Berichterstatter der „Dailtz
men. Es handelt, sich um Grundbesitzer. Das Lager Tunnels unter dem Aermelkanal hatte auch nach dem f u n g e n ist d a v o n n i r g e n d s d i e Rede. M a i l " i n Locarno, daß abgesehen von technische«
Schneidemühl ist für 2—3000 Personen auch für Krieg Englands Widerstand gefunden. Dieses Pro- Es handelt sich also offensichtlich' um eine Krisen» Einzelheiten die Übereinstimmung über die oft«
den Winter. eingerichtet. Den Optanten ist, wie jekt artete jedoch zu einer Haupt- und Staatsaktion macherei mit einem beslimnüen Zweck. I m Gegen» lichen Schiedsvertrage mit Deutschland fast
die Blätter hören, der Verkauf und eventuelle zwischen den beiden Ländern aus. I n Cannes, im satz dazu belichtet die a m t l i c h e f r a n z ö s i s c h e u ö l l i g s e i .
Austausch ihrer Liegenschaften sehr schwer, gemacht Januar 1922, wurde dann «in englisch^ftanzösisches D e p e s c h e n a g e n t u r v o n H a v a s sehr opmorden. Sie haben Verluste dabei gehabt, zumal
Militärabkommen zm Sprache gebracht, doch Lloyd t i m i s t i s c h über den F o r t g a n g d e r V e r .
die Auszahlung i n Zloty erfolgte. Eine V e r p a c h t u n g wurde ihnen zum Teil v e r b o t e n . George widersetzte sich dem, und seither wuchs seine H a n d l u n g e n und meint sogar, daß nur noch
Paris, 14. Oktober. Der Tondeib«icht«statt«r
Unbeliebtheit bei den Franzosen., - Lloyd George mag die Teite des deutsch-polnischen' und des deutschdes „Newyork Herald" i n Locarno will erfahren
M ein Teil Schuld' daran tragen, daß mangels tschechoslowakischen i SchiH'sHenchtsveitrages endgül- haben, daß die, deutsche Delegation, nachdem si<
Die Situation hat sich gegen früher nicht getig'könne innerhalb eine schriftliche Erklärung von den Alliierteir.««
ändert, da P a l e n . an der starren Innehaltung isses, GegemprschlageZ zu den sranzosischm Wünschen
48
Stünden
geschehen,'
so
daH
M
Verhandlungen halten hat, nach, der die besondere Stellung
des Wiener Vertrages festhält und in; Gegensatz die öffentliche Meinung in Franlinch bis'in tzeiriyts
noch
in
dieser
Woche
abgeschl
ö
sstzn
-werden
könnten. Deutschlands beim Eintritt in den Völkerbund'b«<
»Nädilalt-Hllrtei^
iief
hinein
recht
leicht,
für-da«
M der deutschen Regierung auf die Inanfpruchnahme der vertraglichen Rechte n i c h t verzich» Ruhrimternehmen von Poincais,' hatte gewonnen Auch der englisäie AuszenministerOhambeilain riicksichtlgt wird, jetzt eine schriftliche Zusicherung
t e t/,. obwohl.die d e u.'t sche R e g i e r u n g im» werden kö.nnen>
,
, hat sich Pressevertretern gege,nüb«r, sehr o p t i « gewisser Zugeständnisse verlangt.' Nach dem Nero,
mistisch ausgesprochen. Schließlich meldet auch rjork Kerald sollen die deutschen. Forderungen fob
mer wieder vorgeschlagen hat, im Wege der Ee« - Die' Zeit des allgememen Äusrühens von V.e»
: .
genseitigkeit von einer I n a n s p ruch n ä h m e
noch dit Schweizer Depeschenagentur, daß die politi» gende sein:
sprechunZM
über
die
Ticherheitsftage
wurde
schließ,
d e r R e c h t e , a b z u s e h e n . Die Situation
1. Deutschland verlangt Aufhebung lilMtli'H«»
schen Besprechungen über den Ostschiedsvertrag so gut
für die deutschen Grundbesitzer ist sehr prekär. lich am 2. Mai 1923 durch das A n g e b o t eines wie abgeschlossen sind. Es.liegt gar keine Veranlas» einschränkender Luftfahrtbeftimnnnlgen u. Gleich«
Einem Verkauf des im ganzen 20000 Margen GotteZftiedens für Jahrzehnte seitens des deutschen sung vor, daß die Havas»Agentur irgend welche stellung mit den Alliierten.
betragenden Grundbesitzes stehen große Cchwie« K a b i n e t t es V u n o unterbrochen. Die fran» Differenzen verschweigen sollte, die in Locarno in den
2. Räumung Köln« bei Unterzeichnung des
^gleiten entgegen. Da essichum Iwangsver-zösischm Blätter des Nationalen Blocks fauchten Wut
letzten 24 Stunden zutagegelreten sind. Sollten Paktes und Erteilung des Versprechens, daß die
käufe handelt, sind keine günstigen Gebote zu er» und priesen Point«« als Retter des Vaterlandes,
Truppen der Kölner Jone nicht nach anderen Be«
halten, und so beträgt der Erlös nicht mehr als well er das deutsche An«rbietm ablehnte. Indessen solche Differenzen vorhanden: sein, so wäre sicher satzungsgebieten, sondern nach Frankreich zurück»
ein Viertel des Friedensweites. Die großen hatte aber im internationalen Lehen det Völkeisuvo davon auch in dtt französischen Presse zu lesen, denn geführt werden, damit die Posatzungskosten ver»
V e r m ö g e n s e i n b u ß e n für solche Schleu« eine stets wachsende Bedeutung gewonnen, und. alle, auch in Frankreich gibt es gewisse Kreise, die einmindert werden,
deruerkäufe werden noch dadurch, gesteigert, daß weiteren Verhandlungen über die Fragen sind setl Scheitern der Konferenz lieber sehen würden als
3. Die Räumung Kölns ist dahin zu verstehen,
einen Abschluß des Haltes.
die Auszahlungen i n Zloty erfolgen müssen, was
daß Deutschlands E«t«affnu«g»Verpflich»nge«
1923 mit dem Völlerbundsproblem verknüpft. Aus
bei der fortschreitenden Entwertung des Zlotys
erfüllt sind» kleinere, mit der Abrüstung zusam«
den Erlös weiter herabmindern muß. Erschwert den ersten G a r a n t i e p a k t v o r s c h l a g von
I n B e r l i n ' h a t gestern der R e i c h s p r a s i « menhängende Fragen tonnen Gegenstand einer
2
o
r
d
,
R
o
b
e
i
i
C
e
c
i
l
,
der
später
vom
Eng»
weiden die Verkäufe auch dadurch, daß die pol»
d e i N d«n Staatssekretär'Kempner e m p f a n « spateren gütlichen Vereinbarung, bilden,
nische Regierung 1n die Wohnungen deutscher land Macdonalds bei Seite geworfm wurde, folgte gen und von ihm den Bericht über die Lage in
4. Milderung des Besatzungsregiines i m Nhei«.
Optanten Zrucmgsmieier (größtenteils polnische die Amegung. von besoilderen Militärbündnissen, die Locarno entgegengenommen. I n der amtlichen
land,
Optanten) hineingesetzt hat, und zwar schon vor auf den französischen Oberst R«aüm, «in Mitglied
5. Veschleunigte RiiümunF a l l « Besah»»«»»
drei Monaten. Die Möglichkeit, den Grundbesitz der MUUaÄonrmisston d « Völkerbundes, zurück» Auslassung über diese Berichterstattung wird nicht
zu v e r p a c h t e n , ist ebenfalls erschwert, da die gehen. ^ Sie erlangten eine weit mindere Bedeutung gesagt, welche Stellung Hindenburg zu dem Bericht zonen.
6. Wiederherstellung der deutschen Wirtschaft««
polnischen Gerichte i n Birnbaum ein ig e r b a t als das noch heut« viel umstrittene Genfer Protokoll, eingenommen hat. Auch über den weiteren Verlaus
dagegen ausgesprochen haben. Die polnische Re« dessen Anfänge i n den amerikanischen Vorschlägen des Kabinettsrats,. der gestern unter dem Vorsitz Hoheit im Eaargebiet.
des ReichswehrministeiZ G e ß I e r tagte, verlautet
Das Blatt hobt besonders hervor, daß Luther
gierung hat es nicht für erforderlich gehalten, von Bliß'Miller^Nhotwell steckten.'
Fragen der deutschen Regierung, auf welches Genichts Positives. Soviel steht. fest, daß Z e r r und Ctresemann g r ö ß t e n W e r t darauf legen,
setz sich das Verbat stützt, zu beantworten. Die
Noch sind.wir m i t t e n i,n d e r E n t w i c k « K e m p n e r h e u t e a b e n d w i e d e r nach daßsiediese s c h r i f t l i c h e Zusicherung von den
Situation der Optanten ist keineswegs rosig, zu- l U n g . Die Lvcamoer Verhandlungen bilden auch L o c a r n o z u r ü c k l e h r e n w i r d . Er wird alliierten Delegierten erhalten. Vriand soll es
mal da es sich fast ausschließlich um Landwirte noch nichts Endgültiges. Dem Bedürfnis für Frie» bereits morgen in Locarno Reichskanzler uild Außen» jedoch abgelehnt haben, diese schriftliche Erklärung
handelt, deren Unterbringung i n Deutschland dm kann man nicht in so raschem Sturmschritt ge« minister über seine Eindrück« in Berlin unterrichien. abzugeben.
jetzt, nachdem die landwirtschaftliche Saison vorrecht werden, wie es die Link« in dn englischen Av> Es bestätigt sich übrigens, daß auch der Spezialist
über ist. nicht sehr leicht ist.
bMuvartbi wünscht, solange nicht die verfchiehmen für Völlerbundsfillgen im Auswärtigen Amt, Ge<
Die dritte Optantenwelle wird dae Land bis , Länder dazu vorbereitet sind, das heißt euch: sich heimrat von V ü l o w , nach Locarno abgereist ist.
^ Berlin, 14. Oktober» Staatssekretär Kemp»
zum i . J u l i 1828 verlassen müssen. Essinddasselbst dazu vorbettiten.' Ab« das S c h w e r g « « Der Zeitpunkt dies« Abreise steht, wie man von zu» n e t wurde heute vormittag 10,30 Uhr vom Reichs.
diejenigen Grundbesitzer, die im übrigen Polen w i c h t all« wnteien Verhandlungen über die ständiger Seite versichert, nicht im Zusammenhang Präsidenten von I i n d e n b u i g zur B e r i c h t »
wohnen, im ganzen über 5000 Personen.
e r s t a i t u n g über die Verhandlungen in 2ocar«o
Frage d « Garantie und d « Schiedsgenchtsverkäg» mit der Berichterstattung d«s Staatssekretärs empfangen. Um N-20 Uhr traten erneut die in
wird nach Locarno tünstig im V ö l k e r b u n d lie« Kempner..
Verlm anwesenden Minist« unter dem Vorsitz d »
gen, und so kann dieser dann noch ein« viel wich»
mittlerweile eingetroffenen ReichZwehrmmisters Dr>
iigere Roll« spielen.
G e ß l e r zusammen, um die Btnchterstattung d«5
^ v V l a r k t r e d w i t z . 14. Okt. Da« «Marltled.
SteatLsekrMiL in Fortsetzung d«r Verhandlung«
Die
Vtisaill«
Projekte
eines
nnsestigen
franzö«
«ltzer Xagblatt" meldet aus Marltleuthen: Fn det
von Festem abend weiter mtgegenzMehmen.
vergangenen Nacht gegen 2 Uhr entstand im Ge« sisch«amerilamschen und englisch-amerilaniichen Ver» x? L o c a r n « , 14. Oltob«. Der Sonder»
Von unterrichteter Seite Wird cillärt, daß ein«
trage«
wurden
in
Washington
ebensowenig
ratifiziert
V»nde der vbersrnnlischen Porzellanfabril Vate«
berichterstatter des W.T.V. meldet aus 2«camo:
u. To. aus unbekannter Ursache ein großer Vrand. wie. d « ganze Friedensvertrag. Aber vielleicht kann Gutem Nemehmen nach dürfte die auf heute nachmittag Besprechung des Etclaisi«!rMrs nüt l>«n Partei»
fühlein nicht geplant ist. Die Aufgabe d<s Waats»
Da» Nebengebäude brannte bis auf die Umfas« nach der Konferenz von Locarno wieder dort ange«
lungsmauern nieder. Die im «bersten Etsilwerl knüpft werdtn, wo man 1319steckenbliebe Beim angesetzte Vollsitzung a u s f a l l e n , da die Arbeiten seketaiL Kempner wird nach wie vor als die «in«
Wähnende F a m i l i e de» V o r z e l l a n s b e « . nun^allerdings g e m e i n s a m e n Uebereinlommen der lUnstisäM Sachveistänbiaen noch nicht soweit VerichtristaUung bezeichnet. Q f f 5 z i e N e B
d r e h e r s M a r t i n m i t zusammen acht der europäischen Staaten einschließlich Deutschland« vorgeschritten sind, um in der Vollsitzung den Haupt» schlülse der in B«Nn anwesenden Minist«! tomnn
b g schon
sch deZwigen
g ch
nicht gesaßt
gsaß wttdln,
wttdl
K ö pfenlonnteinfolgedesmitrasen»
delegierten nnterbteitot «erden zu können. Dagegen iim übrigen
i Habinett
H b i t t ohne
h R MMMM
n zl l « undd ohne
h R«ich«>
de« S c h n e l l i g k e i t um Zich g r e i f e n d e n mit Amerika zur Sicherung des Weltsriedens und zu Werden im Netlaufe be« Nachmittag« auf zeben Fall ein
auhmministcr
kaum
beschlußsähig
scm
d
Me.
F e u e r « nicht mehr g e r e t t e t w e r d e n noch kritischerer Betrachtung dl« V«rsMe.r Wertes.
die p e r s ö n l i c h e n B«fpr«chu«g«n zwischen den
And kam in den Flammen um. Den Nemiihungen
Der Ministerrat hat bid Mchncktagz, gegt« 1 Ü /
einzelnen Delegationen fortgeführt w«den.
der Feuerwehren gelang e, erst in den Morgen«
gidauert; «r ist dann, abgehlochen wordm und
ll L o c a r n o » 14. Ottobn. «Hlg. D r a h t » am slühm Nachnüttag sortgeseht Werden.
stunden» des Feuers Zerr zu Werden.
b « t icht.)Die heutig« Nachmitlagssihung der Kon>
D « I n W t des Bmchi5. dm Etctai^elrMr
- - I n Locarno I M gestern wieder lein« Voll»
serenz ist, wie gemeldet, abgesagt «ord«n. Die KemMx erstattet hat, wild schr gcheM, gehaliw
sitzung stattgefunden. Der Aufschub der Sitzung
nächste Sitzung wird voraussichtlich morgen statt» ««den. Der Krei? der Unterricht««« P auf ^ «
wird damit begründet, daß die Juristen mit ihren
finden.
Wmst« beschränk
n Kitschberg, 14. Oktober. Wie der „Bote au« Arbeiten Nicht ganz nachgekommen sind. Die
dem Riesengebilge" meldet, setzte auf dem Ge« nächste V o l l s i t z u n g soll am heutigen Don»
Die Mckrelse Kempmrs.
b i r g e i n der Nacht zum Dienstag Schneefall ein. n e r « j a g stattfinden. I n 5«n Norderglund o «
Locarno, 14. Oktober. Der, Sonbuberichterfiati«
Q N«In. 14< Okwb«. G ^ I . L r a h
der bis mittag bei e i n G r a d K a l t e und fast Verhandlungen werden jetzt von gewisser Seite dit
des
WolsMen
Tel«graph«nbüro«
meldet:
D
«
htu>
Eiaatsselretiil
KttNM« wird HMh «bmd 9>13
völliger, Windstille, anhielt. Die Echneelage auf
Z B
dem Kamm betrug am Mittag bereits gegen vier sogenannten N « b « n f ' r a g « n geschoben, das sind tige, Vormittag war wkd«p mit der Arbeit o« In« mit V«m sahrplamnäM« Fra
Holoenmgen,
die
von
den
deutschen
Delegierten
im
risten,
die
vorwiegend
Hen
Wchyatt
betrifft»
erfüllt.
v«rl<lssm
und
si
c
h
nach
L«n»M
Zentimeter und reichte bis zur Gegend 2er) Teiche
,Mamm«nhang M bck Hauptfragen «hob«« wol
Reich « l a n j l < r macht« heute »ornckiag
Staatssekretär Kempner wurde gestern vom
Reichspräsidenten zur VenchterstQttung üb« die
Lag« in Locarno empfangen.
Die Beratung
der Ostschiedsvertrage.
',, ^>
Reue Opiantenausweisungen.
Deutsche Forderungen?
Sitzung des Reichskabinetts.
Acht Menschen verbrannt.
Aufschub der Vollsitzung.
s
Krisenmacherei.
Schneefall im Riesengebirge.
persönliche Aussprachen.
' ?
Nonnsrstag, 45. OktoZor 192".
' '
^
'
Vor dem Abschluß
der Verhandlungen?
Nr. 2V
Zwei Denkmäler
unsere gefallenen
schelbung des Völktlbunde« auf Grund des Artikel 16 mit»
zuwirlen, notwendigerweise in jedem Falle beschränkt sei
durch d« materiellen MÄtel und die geographische Lag«
des Mitgliedes. E s v e r l a u t e t , daß « i n e e n d g ü l t i g » V e r e i n b a r u n g durch e i n e R e i h «
von E i n w ä n d e n , die v o n einzelnen Deleg a t i o n « « e r h o b e n w o r d e n s«ien. v e r z ö g e r t
w o r d e n sei.
Auch « D a i l y N e w « " , der im Sperrdruck «der Palt
in Sicht" verkündet, bezeichnet die H a u p t s c h w i e r i g l e i t e n h i n s i c h t l i c h des A r t i k e l 16 a l s ü b e r »
w u n d e n und schreibt weiter: Der Pakt ist so gut wie
vollendet und Deutschland ist so gut wie versprochen war«
den, daß Köln geräumt werde, wenn der Pakt unterzeich»
nel sei, daß die Besetzung in den anderen Ionen gemildert
oder so gut nne unsichtbar gemacht werde. Die Verkürzung
der Besetzungsfiist, die von Deutschland verlangt wurde,
ist ab« abgelehnt worden.
Giadi und Land.
Reutlingen, 15. Oktober.
I n Stadt und Land werden jetzt für unsere
gefallenen Helden Ehrenmale errichtet. Sa
wurde am Sonntag in Reutlingen für die Gefallenen des Nes.-Inf.-Regts. 122 ein Gedenkstein und ln VodelsHausen für die Gefallenen
ein K r i e g e r d e n k m a l eingeweiht.
Der Reutlinger Gedenkstein, der im Volksparl aufgestellt wurde, ist ein Findling aus dem
Tchwarzwald. Er ist 3,50 Meter hoch, an der
Basis 1,85 Meter breit und Y0 bis 65 Zentimeter
stark. Der Findling wiegt etwa 120 Zentner.
Die Tafel, die unterhalb eines Reliefs mit gro»
ßem Stahlhelm und Schwert angebracht ist, trägt
die Inschrift: „Dem Gedächtnis des Res.«Inf.^
Regts. 122, aufgestellt in Deutschlands Not Juni
1915. I n Feindesland die Heimat schützend starben
34 Offiziere, 1335 Mann, furchtlos und treu."
Das V o d e l s h a u s e r
Kriegerdenkm a l , das am unteren Eingang des Friedhofs
erstellt ist, zeigt über dem Eingang einen Steinblock mit Relief, einen verwundeten Krieger darstellend, dem von einem Kameraden Labung gereicht wird. Zu beiden Seiten find Tafeln angebracht, die die Namen der Gefallenen tragen.
Unsere Bilder zeigen links den Neutlinger
Gedenkstein und rechts das Bodelshaufer Krie»
gerdenkmal.
roeltungsgesetz in allen seinen schlimmen Wirkungen «lf
die Rechte der Bekwgten behandelte und an Hand von
plattMenBeispielen klar erläuterte, wobei ihm seine Prans
als Gllmdbuchbeamt«, sehr zustatten kam. da gerade die
Bestimmungen über Hypothekenaufwertuilg sehr kompliziert
sind. W«ml ein VoüsenWtid Ersolg haben soll, dann
müht« er von der großen Masse der Geschädigt«« gellagen
sein, auch seien echelMch« Kosten damit verbundtir.
Der Vorsitzende von Raven dankte dem Redner. Zur Bildung ein« OllsgMsipe d«« Hypochel«ngläubrg«' und
Spaleioerband«« wird «s hier wohl nicht kommen, dagegen
steht ein« groß«« Zahl von Beitlittsllklälungen zur
O r t s g r u p p e N « u l l i n g e n in Aussicht.
Wütlingen, 18. Okt. Am Dienstag fand in uns««
Gemeinde eine settm« T r a u « r f « i « l statt. Am Sonn»
tag waren d « üdei 85 Jahre alt« Am!sdi«n« Clemens
A r e n d l « und im Kianöenhaus in Urach Matthäus
H ö h von hier verschieden. So wurden beide Mann«
miteinander zur letzten Ruh« getragen, sie haben zusam>
men in den Jahren 1870/71 im Felde gestanden und wurden mit militärischen Ehren bestall«!. Schultheiß B o , l e r
legt« im Namen der Gemeinde am Grabe des Clemens
Blendle ein«« Klang nieder und gedachte de« Verstorbenen
in herzlichen Worten. Einen weiteren Kranz legt« im
Nam«n des M i l i t ä r v e i e i n s der Vorland G«org
Rapp nieder, der auch d«nl Matthäus Höh «inen Kran?
widmet«.
P ^ tt. Oktober. Der Havasuertreter in
—* EwnulN« Entschädigung für Inhaber de» Veain»
2ocarno berichtet: Die Konferenz wird nur noch
tenscheins. Vom Württ. iitiegerbund, Abteilung für Kriegs»
den endgültigen Text des deutsch-polnischen und
beschädigten« und HinkrWebenen'Füisolge, wird uns g«»
schrieben: Inhabern des Veamlenscheins kann im Weg«
des deutsch-tschechoslowakischen Schiedsgerichtsver»
des Härleausgleichs gegen Rückgabe des Beamlenscheins
träges festzulegen haben, eine Arbeit, die wohl
«in« einmalig« Entschädigung von 1000 M l . gewährt wer»
n y ch 48 S t u n d e n i n Anspruch n e h m e n
den, wenn sie glaubhaft nachweisen, daß sie wegen eines
W i r d , obwohlsichalles auf gutem Wege befindet.
schweren Dauerleidens trotz ihrer Bemühungen eine VorUnter diesen Umständen wird die Konferenz am
merkung nicht erreicht oder davon abgesehen haben, «in«
kömmenden Samstag ihre Arbeiten zum Abschluß
solche zu erstreben, weil eine Uebernahme in den Beamten»
bringen können.
beruf mit Rücksicht auf.ihr Leiden offenbar aussichtslos
Der Korrespondent des „ O e u v t e" in Locarn«
war und wenn sie siir die nützliche Verwendung der einmallIM En!schädigultl! Gewähr biet««. Die Entschädi»
bezeichnst zwar ebenfalls den Erfolg der Konfegung wird nur auf Antrag Feroährt. Dieser ist bis spärenz alssicher,meint aber, daß die Konferenz,
testens I. März 1926 an das zuständige Äersorgungsamt
na» dem zu urteilen, wie die VerHandlungen seit
zu richkn.
zwei Tagen verlaufen, kaum schon diese Woche be»
—.' »Was ist und raa« will Neugeist?" I m großen
sndet werden könnte.
Saal«
des Gasthof« zur „Schwane" fand am Mittwoch
Der
Krieg
in
Marokko.
Der Berichterstatter des «Echo de Paris" in
abend der zweite, vom Neugeistbund veranstaltete V o r »
Locarno will wissen, daß die Zuteilung eines
v Paris, 14. Oktobu. Nach einer Havasmel« t r a g s a b e n d statt, der sich eines ebenso zahlreichen Be»
K o l o w i a l m a n d a t s an D e u t s c h l a n d für
düng
au? Fes weiden die aktiven militärischen Ope- suchs «freuen durste, wie der erste Vortrag. Herr F r i t z
He Zukunft eine im Prinzip beschlossene Sache sei
E b e r « p ä c h « r , der Vorstand der vereinigten Ort«und daß Italien einen ähnlichen Anspruch er- rationen demnächst eingestellt weiden, da die gluppen Stuttgllrt'Vannstatt des Deutschen Ntugelst-Vun»
Franzosen und die Spanier alle Ziele erreicht halten de«, sprach üb« da« Thema: » W a , ist u n d » a «
und die bevorstehende Regenzeit neue OZfenswen w i l l N t U g e i s t " . Er betont«, daß Neugeist «w wichpreffebanlett.
tig«! Fakt« im Leben aller Völler ist: « will durch die
unmöglich mache.
Elginarwgm, 14. Okt. Dr. G 2 tz au« Scheel, AugenKläfte d«s Geistes einen im Leben sieghaften Menschen
^ Vonm», 14. Oktober. Der Sonderberichter«
schassen. Der Geist soll immer mehr der Wh?« werden arzt in Augsburg, ist auf ein« Fahrt von Augsbmg nach
M i e r des Wolsffchen Telegraphenbürss meldet:
und so den Weg zu Gesundheit und zum Frieden «eisen. Meitingen mit einem Opelwagen infolge Platzen« eines
N a n n e r s t a g m i t t a g veranstaltet der I n Neugeist will eine W«d«geburt herbeiführm. An Hand Reifens s c h w e r v e r u n g l ü l i t . Sein Begleiter, Zahnternationale Vorband der I o u r , n a l i s t e n beim
seiner eigenen Entwicklung vom Freidenker zum Anhänger arzt Dr. Willy M s l « von hl«, kam mii dem Schlicken
Lllndesoersamulung der Eaz. Partei. Die d u Neugelstleb,« führ!« der Redner in die Hauptprobleme davon.
NMerbund im Grand Hotel in Locarno ein
P 4 < s s e l l l n l e t i z u Ehren der Hauptdelegier, ordentliche Landesuersammlung der Sozialdema« i>« Neugeistiaen Weltanschauung «in und gab Winke für
tjln. Diese «erden, soweit es mit den Arbeiten der lratischen Partei Württemberg-Hohenzollein tagt die Pnms. N«uanst sei leine Sekte, sondern «in« Welt»
Ebingm, 14. Oktober. Gestein abend g g M
de- Geiste«, spin'wLMtischer Monismus, der A 9 Uhr rvmde ein leichterer E i d stoß mit uut««
Konferenz vereinbar ist, «n dem Bankett teilney- am Samstag, d?n 84. und Sonntag d?n 25. Okto- lmschauung
d « GeP'alZ do5 Plimäii, die M c k r i t e^L das FMtt»
W das aus AailMMMldöu «mf 2W Personen,' ber im Konzertsaal dar LisüLLhalle in Stuttgart, dLre. als nur n.'ld!s>ti!en, sichtbar «ewoldenen Keilt an» ndischim Nollen loahrgenVMmen: leichiore Gegew
ist.
VerzäZiLung der deutsch-ftan«. Kandülsollv- sehe. Iides Atom WÄl nach einet !üm innewllüinln^en z stände roie Bilder gerieten ins Schwanken.
tiagQVerhandlungen. Die in Aussicht genommene Rillst, das Leben sei Geist und Geist Goil. und so alles ^ Neuenbülg. 14. Oit. D « 28 Jahr? alle T n t M l i Kait
Wiederaufnahme der Verhandlungen Zwischen Sein des ganzen Kosmas ein Tüll der göttlichen Cym» S a c ! mc> n n von GcrcigwHU war mit ein« Fmu Viemei
der deutschen und der franz. Wirtschaftüdelega- pl>on«. Der Allgei't oder Dc!t sei, die Ursache, das 5t2L> aus d-:m Moloiiad auf der Et^cüe Herienaüö—Dvbe!—
V Lllcarno, 14. Oktober. D« Sondtzibericht. 5tion, die am 16. Oktober stattfinden sollte, wird, mos die Wirkung. Neugeist s^i die Rellküon auf den krns> Wildbid un!erw?Z2. I n der Näh« des Dreimüitsleins
den V:i!>en ein Slul.gart« Auto in r u l M « Fahrt
Aatter des WMchm Telegraph-moüros meldet: wie Harms berichtet, wegen der Abwesenheit des sen, an l>« Wissenschaft zugrunde Mangenen Maleiialis»
F u f entgegen. An l>cm Moloirad scheint di« Brems»
Mamberlain empfing HMe vormittag die englische Ministerialdirektors EeriuyZ, der sich augenblick- mus und schließ« alle anderen.derartigen Bewegungen in
ein. Er unterscheide sich von ihnen nui dadurch, daß nonichtunI vevMgt zu hab-en. Die beiden gerieten unter
Messe und schilderte zunächst dm gegonuiärtigen lich in Budapest aufhält, um über einen franz.- sierchseine
Lehren in der Praxis verwertet und angewandt
Auto, wobei Sackmann schwere Verletzungen an den
der KonferenzarboÜLN und seine Eindrücke in ungarischen Handelsvertrag zu Verhandeln, eine wissen wolle. Der W « g , den Neugtist sein« Schiller nun da«
Beinen erlitt, während seine VeHleikrm mit lelchieven
auf deren Verlauf. Er sei immo: sehr be» Verzögerung erfahren. Die franz. Delegation weist, ist b « Weg d«t S e l b s t e r k t n n t n i « , durch dl« Verletzungen davoniam. I m Bezirlskranlenhau«, wohl«
zurückhaltend gewesen in der Forin, in dvr ei wird gegen den 20. Oktober der deutschen Dele- der Mensch zu einer sittlichen Persünlichleil geläutert wild. di« Neiden verblachl wurden, e r l a g Sasmann Montag
Hoffnungen M öcn Erfolg der Konferenz zum gation vom Geist des Entgegenkommens getra« Zuerst muß man «l«nmn leinen, daß G« d a n k e n nicht frühseinenVerletzungen.
zollftti. sind, ftndeln daß sie das ganz« Handeln de«
Muck gebracht habe.
Ulm, 13. Okt. Der Teilhaber der Firma »Ubo'< Hergens Gegenvorschläge unterbreiten.
Menschen infolge it>l« Iielsllebigkeit entscheidend beein« mann E i « c h , wollt« am Sonnlag mit seinem Auto bei
Heute könnt « ZUIsrsichtliä)«? sprechen,
Ungeheure Nahrungsmittelvorschwende«. Ein flussen. Wie der Mensch denkt, so handelt « auch. Da« Krumbach «wem ihm in den Weg gelaufenen Schäferhund
M N auch hie endMige Losung all« Fragen» di«
Professur
der Universität Köln, der sich zur Zeit erste, was NeuaM deshalb «erlangt, ist G e d a n k e n « ausweichen. Er zog die Bremse zu scharf an. wodurch sich
in Socariw zur Dislussirmstehen,noch nicht er«
schulung. Weitere Mittel, um zum Ziele zu gelangen,
« W a g e n ü i i erschlug. Der Nutobesitz« seW
z i ^ l t fei. Ee sei bereits ein solches Maß gemein« mit f l l n f z i g deutschen S t u d e n t e n in ist die bewußt« Anwendung d « V e d a n l e n l r a s i ln dwmde
dabei schwer v « t l « h t . Eine 13 Jahn alt«
Chicago
aufhält,
kündigt
einen
Bericht
an,
aus
Vereinbarungen eneicht worden, daß heute
der Suggestion und vor allem ln der N u i o s u g g « s t i o n. Tocht« wurd« g e t ü t e t , einem 10 I a h « alten Knaben
dem
Hervorgehen
soll,
daß
die
Vereinigton
Staa»
Regiewng mehr die Verantwortung dafür iiborWa« damit zu erreichen sei, zeigten deulllch .die Erfolg« «in F u ß a b g e d r ü c k t . Ein drittes Kind Web «»»
könne, bie Konferenzaiboiten zum Scheitom ten an einem Tage so viel Lebensmittel unnötig llouss. Schließlich wies d « Redner noch auf d«n Wer! verlehi.
zugrunde gehen lassen, als erforderlich wären, um de« S e l b s t v e r t r a u e n « , d « Neugeisl ebenfall« ver>
oiingik
ganz D e u t s c h l a n d in der gleichen Zeit zu milteli. und' dl« Schädigungen des Iweisel« hin. Weite«
Die Abmachungen, die ersirobt worden, seien ein« e r n ä h r e n .
Mittel zum Fortschreiten auf dem Weg« der Vergeistigung
Vier Häuser abgebrannt.
eutig reelle. Die Arbeit der Juristen habe nicht
sind: S c h w e l g e n , K o n z e n t r a t i o n und M » d l «
Kontrsllerleichterüng
in
Italien.
Wie
verM m Ziele die Ausstellung von Kompromißformeln
t a t l o n , kmz dl, Lehren oe«^ Radscha Y o g a .
Vundelfingen (Amt Donaueschingen). 14. Okt.
zum Ausgleich de. verschiedmon Meinungen, son« lautet, soll der Verkehr zwischen Italien, der Jedem Neugoistünhänger wurde zum Schluß noch die An» Gestern brach hier im Anwesen des Landwirt«
Schweiz
und
Deutschland
dadurch
erleichtert
werwendung eines ganz bestimmten Tagesylane« empfehlen. und Arbeiters Jakob R i e g e r Feuer aus, da«
dem Ne Festlegung von Fassungen, in denen die
bisherigen Vereinbarungen klar und ohne Interpre» den, daß demnächst bei der Ausreise die Paßkon- Dem Redner dankte reicher Beifall. Der Abend wurde auf die ebenfalls mit Schindeln gedeckten Wahn«
mit der AMndiyung eine« weltttm Vortrages in <iroa
tccküNZmöglichleiten niedergelegt werde. Das Er« irolle in Como nur noch i m Z u g e e r l e b i g t
und Oelonomiegebäude des Vrunnenmeisters
14 Tagen beschlossen.'
fteulichste an d m bleichten Ergebnissen weide sein, werden soll.
W a l z und der Landwirte Rösch und H a l l
Direkte Eisenbahnverbindung Leningrad—
daß sie nicht den Triumph einer bestimmten Kate»
—* Da« Eklinger Liederfest im FUm. Gestern abend übersprang. I m Verlauf weniger Stunden wut«
gorlü uan Ansichten und die Niederlage einer der bei« Berlin. I m Zusammenhang mit der Unterzeich- lief im VollKbildungzchHUs vor einer sehr kleinen Besuchet» den sämtliche nior Häuser vollständig eingeäschert.
d'm Seiten bedeuten werde, sondern nntiirlich erwach« nung dos deutsch-russischen Handelsvertrages be- zahl der Film über das im Juli ds. I « . ln ElMgen statt» Dem tatkräftigen Eingreifest der Donaueschinger
das Eisenbahnkümmissarlat direkte nefundlne 31> Mgemeine Liedersesi, an dem auch viele
leg seien aus geineinsmnen Intelessen und gegensei- absichtigt
Züge Leningrad—Königsberg und Leningrad— Reuiling« teilssenörnmen haben. Auf ihr« Kosten sind die
tigem guten Willen.
Besuch« nicht sehr gekommen, denn wem roll auch gern
Chamdnlam schloß mit den Worten:
I c h Berlin einzuführen.
wollen, daß der Film dem Nichtltilnehm« an
hoffe,
baß
Locaino
Europa
den
Beschlagnahm« einer Mstoryacht in de« neu- feststellen
dem EßNnger Fest einen guten Eindruck von d « H««ai<
dauernden Frieden dringen wird.
tralen Zsne. Ein Kommando französischer tigen Tl!lnehm«rzahl, vsn den hübschen Festzllgen, den
I n einer anschließenden Aussprache ergab sich Marwesoldatsn, das auf einem Flußkreuzer in »seien schönen Fahnen und der Ausdehnung der Mhatlen
d>r Eindruck, daß nach englischer Aufassung ein ge» K ö l n eintraf, beschlagnahmte die in der neu- And d « Vrsllschungszelt« gibt, ft wirkt er doch zuweilen
Ä s s u Optimilmus au6) in Bezug auf we Frage der tralen Jone liegende Mütorbootyacht des Köl- durch Va« Einerlei ermüdend. Zudem litt d « Eindruck
ystschiodsverträge vorherrsche, filr die Chamberlain ner Fabrikanten Jansen und fuhr mit ihr rhein- sehr M l « der viel zu schnellen Nbrolcklung de« Filme, dl«
s«m» und Kursts gute Dienst« als Vermittler auf aufwa'rts. Der Besitzer der Motoryacht erhob tln aenaues Sehen nicht zuließ. Vielleicht stand nur üb«
Ansuchen beider Tolle zur Verfügung gestellt habe. gegen die Beschlagnahme, deren Gründe unbe- der Ncullinger Vorführung ein Unstern.
Der voraussichtliche Endtermin der Konferenz, meinte kannt sind, Einspruch.
— ' Moftol'simarkt. Aus dem B a h n n o f waren am
Mittwoch n«u zugeführt ein Wagen deutsche Aevsel. «in
ChlMberlllln, könne Zwischen Sonnabend und Diens«
Der ueuo a««ri?a»isch2 Krieassekzetär. Der W
hessische und «in Wagen holländische. Vom Vorlass
Mg liegen.
bisherige UnterNaatüsekreiär im Krionsdep
10 W^aen ilberslnnd'V, lydaß insoesim! 12 W^nM
Nlont. Dwl^t I>a«l"!> l't zum Nachfolger d?<?
ftst
w««n. Dc>ven wurdcn «ll't W»««n bei einem
E^gll'schö
oK!>l
'^ionß
cmvM?idündcli
Hricg2s>:?r,ötü'
r
!5
Weols
Zcn!netpl.!3 von 9—9.30 M . uetl'usl. ftdaß der Handel
« T i m l ü"
London,
als s l o t t bezeichnet w«dcn kann, i'g dn UM«» ernannt
u, n. zur ^
einer unMz3»>ä?««
M
M
5
M
H
mit
den
Artiic.
16
de«
ch d «
WühmM, 14. Ott. Me überall, sosetztauch Hz«
hnül!Mgou. Der „Petit Parisien" , M ,nii^:l!ü,:
lön'..e,l, daß die döutsch-franMschon Sandlllsuer, eine starke VeroeZunZ gössen da« verschiede!« Auf«in. GeslllN'abend fand iin Voilslm. Die lÄHSl« veräen ^veick
tmgsuyiyandlungen am gkichen Tage, an dem werlungl!g<Ieh
schAlaebäude eine zahlreich besuchte Veisamm»
die
französischen
Gegenvorschläge
überreicht
werunk allein der Mlftrbun'd sei. Sk erkennen jedoch jeder
ig. äis Nlltürlicbe Lcküübeit
lung stali, in welch» Notar Ri«b«r-R«utling«n,
Hah das Matz, bis zu dem j«d«s Mitglied des Votier den, und zwar am 20. O k t o b e r w i e d e r «in bekannter eifriger Lortäinpfer der Äufweriungssach»,
«in« zw«eWldig«n Vorilag hmt, in «xlHem «r b « Auf»
^ ^ W M M M, «n j». Durchführung «in« Tni a u f g e n o « m « n »velde« würden»
Aus Hohenzollern.
politische ilmschau.
Ehamhsrlams Zlwsrstcki.
3l«uttlng«r
Mr. 245
Die Elsasser zum Westpakt.
F ü r Selbstbestimmung.
Auf dem sechsten Veitietertage des Hilfsbunfür die Elsaß-Lothringer im Reich, der dieser
läge in L e i p z i g stattfand, hielt der Bundes«
Vorsitzende Dr. D o n n e v e r t eins Ansprache, in
der er den Standpunkt der Elsaß-Lothringer zu
dem projektierten Westpakt zum Ausdruck brachte.
I n einer bemerkenswert objektiven Darstellung
mies er uf das Opfer hin, das der durch den
Pati ausgesprochene Verzicht Elsaß-Lothringens
bedeute, gleichzeitig betonte er jedoch die Not,
mendigkeit für Deutschland unbekümmert um die
Stimme des Gefühls den Weg nüchterner Vernunft zu gehen, um damit dem Frieden des Kontinents um» schließlich auch seinem Frieden zu dienen. Für die E l s a sser selbst, die die ganze
Wucht dieser politischen Entwicklung zu spüren
bekämen, fei jedoch die Frage Elsaß-Lothringen
damit nicht erledigt.
Die „Stellungnahme des Bundesvorstandes"»
erklärte der Redner, „geht dahin, daß mir die
elsaß-lathringische Frage durch den logenannten
Friedensvertrag nicht als gelost betracht e n , und daß wir eine endgültige Lösung dieser
Frage nur durch die unbeeinflußte Stellungnahme des elsaß-lothringischon Volkes als möglich betrachten. Ebenso wenig wie bei den verschiedenen politischen Umwälzungen der letzten
Jahre ist auch diesmal das elsaß-lothringische
Volk selbst bei der Gestaltung seines politischen
Geschickes um seine eigene Ansicht gefragt worden^ Die Fiktion einer Abstimmung, die Frankreich im Bewußtsein der Schwäche seiner Position
aufgestellt hat, wird von uns mit Fug und Recht
abgelehnt. Wenn wir also in dieser Frage das
S o l b s t b e f t i m m u n g s i e cht der V ö l k e r ,
das unsere früheren Gegner so oft im Munde
führten und so wenig in die Praxis übersetzten,
auch für das elsaß-lothringische Volk mit aller
Energie in Anspruch nehmen, so folgt daraus für
den vorliegenden Fall, daß w i r w e d e r
F r a n k r e i c h , noch D e u t s c h l a n d , noch
i r g e n d e i n e m a n d e r e n L a n d e das
Recht z u e r k e n n e n k ö n n e n , i n welcher
W e i s e es auch sei, ü b e r d i e Z u k u n f t
Vlsaß-2 othringens die e n d g ü l t i g e
E n t s c h e i d u n g zu t r e f f e n . Mögen Frankreich und Deutschland vom Standpunkt ihrer In»
teressen abmachen, was sie wollen, unserer Ueberzeugung nach bleibt das Recht der elsaß'lothringischen Selbstbestimmung davon nicht berührt."
Die Versammlung stimmte den Ausführungen
des Vorsitzenden einstimmig zu.
Ver VerlOt des Generalagenten
für Reparationszahlungen.
Da« Büro de« Generalagenten für R«pa»tiHi«lz»H»
lungen uerbttltti «in« Uedersicht über di« Einnahm«« und
Zahlungen i m 2. AnnuitütHjahr bis zum 8K September
l V N . W i r entnehinnk dein Bericht folgend» Angaben:
Die Einnahmen i m 2. Annuitatsjah« betrugen bisher
58224920,42 Ealdmarl. M i t dem Barbestand vom 3 1 .
N u M 1925 beträgt d « Gesamtbestand 165 238191.31
Voldmank. Di« Zahlungen i m 2. Amluitaisjahre bttiUHen
«n d i t Mächte 76 231485,15 G W . , für den Z i n s der
deutschen Ausländsanleihe » ° n 1924 11402 921,90 G M . ,
die Zahlungen für die Aufwendungen der Reparation««
lommWon 309 717,69 G M . , für das Büro der R e u « »
iwnZIahlungen 308212.7? GM», für die Rtznnlandlom,
m M y n 761869,11 G M , sül d « Militärlontiolllomnchsion
560 000 E M ^ zusammen 89 521803,61 G M . D K Iah»
lung<n an die Befttzungsvupven betrugen i m September
4 76? 177,34 G M . , die Lieferungen i n Natur« auf Grund
des Rheinlllndllblonnnens 6 400 000 G M . , d « Eachlief«.
rungen 47 405 644,64 G M , die Zahlungen »uf Grund
der R«plllation««R°covtrh«Act3 17358345,7? V N . und
für d « W«d«herftellung der VibLothek von 2 3 » e n
100316,90 G M .
Me Kandwerler zur Vreissentung.
Die ArbeiteZemeiilschaft des N ü r t t . Handwerk« trat
«lm 12. Oktober i n Stuttgart zusammen, u m zu dtt.Fvag«
der Preislenkung Stellung zu nehmen. Auf Grund «im«
v?n dem Vorsitzenden der Iandw.erl3tamm« StuNgart,
Stadtrat W o l f , «chatteten Bericht« ü b « d « Preis'senkungZaltion der R«ich5l«gi«unI bracht« di« Dlüsamm»
lung itzren Stawdswntl i n nachstehend« E n t s c h l i e ß u n g zum Ausdruck:
„Das K a M v e i l w i l l an der Preisftnlunigsakiiun mit»
w i r k « , soweit d » Verhältnisse d i « irgend gestatten. Matz»
gebend, für d«i» L«s«unI2plei3 ist d « Manktpreis. Ih>n
ist «uch bei Senkung zu folgen. Das Handwerk lehnt es
«bei ab, »i« F o l M d « Weltl<u«ung und d « Belastung
oe« inneren Mark!«« mit ungeheueren Eteu<rn und Ab«
Faben durch Verzicht au«f bescheidenen Gewinn und ang«>
Nllssene E n l l o l M n y auszugleichen Di« HandWerkZarbeit
muß nicht nur genügen, um die unbedingten Lehmlmot»
i i t
zu bestreite, snndem auch die Rücklage «lne«
Donnerstag, 15. Oktober 4925
Veneralanzesget
Npjgroschen» für « « F a M t « und da» M « r gestalten. I n « ,
besondere weP, das Handwerk di« Versuch« iHfenltich« und
privat« Mfiraggeber zurück, durch Vorll«ferunI von
Materialien di« selbständigen Handwerk» zu Lohmneiftein
heväbZuwülAg««. Die l x r ArbeilKgemnnschaft de« Württ.
Handwerks angtschlossemn Landezfachuerbän'dt sind bereit,
sofort «in« Prüfung der i n H « m Geweckt üblichen Preis«
vorzunehmen und i m Sinne der obigen Entschließung
unter Berücksichtigung der zurzeit vorliegenden Verhältnisse
an der Preissenkung mitzuwirken. Solang« i n der gegen»
wärHaen Lohn» und Tarifpolüil und i n der schematichen
Durchführung de« Achtstundentags nicht «benfall« «in«
duichgreifende Aenderung eintritt, w i r d die von d u Re«
gienmg eingtlerlet« Pr«i»senlunI>allion nicht den gt»
wünschten Erfolg haben. Unbedingt «ruh auch gefordert
wcrlxn, daß der Staat selbst m seinen eigenen Betrieben,
i n bemn er «w.« Monopo?t?llung innehat, m i t gutem Bei»
spiel in der Preissenkungsaktion vorangeht."
Eine Gefahr im Kalendewesen.
Die E » y n , g < l . P r e s s e l o i r e s p o n d e n z schleibt:
G«g<n «ine Gefahr im Kalenderwefen, di« im Vluk auf
di« Voltswobliahrl nicht unbeachtet bleiben darf, wend«
sich der « Z t l i u n g s v e r l a g - , da« Olga« lxs Verein«
Deutscher Zeitungsvetleyer, bekannt diuch seinen unermüdlichen Kampf g««n Schmutz» und Schwils^lanztigen,
mit folgenden beglüß«i»3wert<n «rnften Worten:
„Augenblicklich werden d i e H a l e n d e r f ü i 1926 v « .
beleitet bzw. versandt. I n einer ganzen Reihe altbewaht»
ter italender, diesicheine« guten stufe« erfreuen »der den
besonderen Ton auf ihren »atetländischen Charakter legen,
finden wir Schwindel» über Tchwmdelanzeigen. Haupt»
sächNch dominieren hier die Anzeigen, die »NuMstifch« Werke
anvr«sen, die berüchtigten ,Fl»uen"»3tnzeigen, Hellnnitel»
anzeigen, Anzeigen für Kauenbehandlung usw. Wir möch»
ten die Zeitungen drwgend bitten, bei der Ankündigung
bzw. Vesprechung dieser Kalender da, PubNum darauf
aufmellsam Zu machen, daß i m A n z e i g e n t e i l der
m e i s t e n d i e s e r K a l e n d e r f ü r sie F a l l s t r i c k e
ü b e r F a l l s t r i c k « liegen. Wir hoffen, daß durch diese
Aufklärung der Tageszeitungen die Kalender»«lage sich
bekehren lassen und lemerln Echwindcknseraie künftighin
mehr aufnehme» weiden.*
Ver Keuscher von Vernbmg
Hypnotiseur oder Betrüger?
Bernburg» 14. Oktober.
Vor dem Amtsgericht in B e i n b u r g be»
amm am Montag die auf sechs Tage ueran»
schlagt« Verhandlung gegen den Volksschullehrer
Drost wegen Betruges. Drost ist seit Jahren als
HeUhypnotiseur tätig und hat im Anhaltischen
viele Vorträge.über Hypnose gehalten. Vor einigen Jahren kam er auf die Idee, unter ZuHilfe«
nähme, eines Mediums Kriminalfälle aufzuklaren.
Da« Medium soll — nach der Behauptung Drosts
— im tieferen Trancezustand hellseherische Kräfte
entwickelt haben. Damals sind angeblich verschiedene Versuche gelungen. Wahrend Drost seine
Heiltätigkeit ohne Entgelt ausübte, soll er aus
seinen kriminalistischen Versuchen pekuniäre Vor«
teilegezogenhaben, trotzdem er selbst, wie die An»
klage behauptet, an die hellseherischen Kräfte sei»
nes Mediums nicht glaubte. Insbesondere will
man das betrügerische Verhalten in der Tatsache
erkennen» daß Drost in Fällen, wo er selbst be»
stöhlen wurde, auf die mediumistische Aufklärung v e r z i c h t e t e .
Ob der 2 e h r e r D « ost ein Betrüger ist oder
nicht? Der kleine magere Mann mit der spitzen
Fuchsnase und den wasserblauen Augen Hai mit
seiner kriminalistischen Hellseherei immerhin
einen gewissen Erfolg erzielt. Solange er ungestört wirkte, hat jeder Dieb in Vernburg a u s
Angst, von Drost hypnotisiert zu werden, sein
Vergehen schleunigst eingestanden. Aber es gibt
Leute in Vernburg, die meinen, es käme in dem
Prozeß nicht so sehr auf Drast an, als auf die
Frage, ob es Wirklich hellseherische Phänomene
gibt. Vs ist — so sagt man — der O k k u l t i s «
m u s selbst, der e i n e Schlacht schlagen
w i l l , angeführt von dem Verteidiger Dr. W i n»
t e r H e r g aus Berlin» der seinen Sachverständi»
gen, den homöopathischen Arzt Dr. K r ö n e i aus
Berlin, mitgebracht bat. Der Sachverständige des
Staatsanwalts ist der bekannte Kritiker aller
okkultistischen Disziplinen, Landgerichisdiiektor
Dr. H e l t w i g aus Potsdam. Als unparteiischer
Ca<H,erständiger ist Dr. Tischne r-München ge»
laden, sowie der Direktor der Vernburger Irren«
anstalt Dr. .Heys«.
Kaum ist die Sitzung eroffnet, so beginnt der
Kampf. Rechtsanwalt Dr. Winterberg beantragt
di« Aalehnung des Sachverständigen Hellwig. dem
er Befangenheit V0l»lrfi. Hellwig erwidert, er
sei nicht befangen.
Da« Gericht lehnt den Antrag ab, e« hält Dr.
Kellwig für unbefangen, die Zulassung Kröners
für unnötig, da genug Sachverständige zur Stelle
seien. Nun lehnt die Verteidigung da» ganze
Gericht wegen VelangMheit «5: «in E«icht«Hsf»
d « den einzigen »an de« Vetteidigung gestellten
sachverständigen ablehne, müsse M lwleinge.
nsmmen gelten. Nun bleibt dem Gericht nichts
anderes übrig, alssichbis zum Nachmittag zu vert a g e n . Vernbuig ist nämlich keine Veschlutzk a m m e i , die man erst aus Dessau z i t i e r e n muß.
Die aus Dessau im Automobil herbeigeeilte
fünfte Strafkammer des Landgerichts Dessau wies
d i e A b l e h n u n g des Gerichtshofes als u n b e g r ü n d e t zurück, sodaß endlich gegen 544 Uhr
nachmittags mit dem Prozeß begonnen werden
konnte.
Der Angeklagte Lehrer Drost wies alle Anschuldigungen von sich und erklärte, daß er als
unbescholtener Mann bisher gelebt habe, und daß
ihm niemand etwas Unrechtes nachsagen könne.
Insbesondere bestritt er, jemals für seine Versuche,
Geld gefordert zu haben. .Richtig sei, daß er in
der Inflationszeit gelegentlich Geschenke ange»
nommen habe. Aber auch diese seien freiwillig
gewesen und er habe sie keineswegs gefordert.
Jedenfalls sei er e i n ü b e r z e u g t e r Okkul«
i i st und glaube daran, daß seine Versuche einen
gewissen Wert gehabt hätten. Andererseits scheint
das Tatsachenmaterial gegen ihn nicht sehr schwer»
wiegend zu sein. Einer der stärksten Vorwürfe,
die man ihm macht, besteht darin, daß er vor Iah«
ren in seinem eigenen Zause einen Diebstahl erleben mußte. Damals war ein junger Mensch mit
Habseligkeiten des Lehrers Drost durchgebrannt.
Man macht ihm nun den Vorwurf, daß er damals
keineswegs hellseherische Versuche gemacht habe,
den Diebstahl aufzuklären. Darauf sagte er nicht
ohne Witz: » » « sollte ich denn damal» a»f,
klären, wo ich doch wußte, »er mit den Sachen
durchgegangen ist."
Dieser Prozeß ist in Wahrheit nur der Nahmen für eine Sammlung so ziemlich aller Krimi»
nalfälle, diesichin den letzten Jahren im Bern»
burgischen zugetragen haben. Fast alle Morde,
Diebstähle, Brandstiftungen — alles kommt hier
zur erneuten Besprechung, und das wirkt offen»
bar sinnverwirrend. Da vernimmt man einen
Mann, der wegen eines Diebstahls verurteilt ist
und die Strafe längst verbüßt hat. Der Vestohlene
hatte ihn immer im Verdacht gehabt, aber die
Kriminalpolizei hatte noch nicht gewagt, einzuschreiten. Immerhin, auf Wunsch der Polizei war
Drost hinzugezogen worden, das Medium hatte
den Vorgang des Diebstahls genau beschrieben.
Und dann hatte man drei Männer dem Medium
vorgeführt, zuletzt den Hauvtverdachtigen. lind
das Medium hatte gesagt: D e r ist es. Darauf
war dieser Mann verhaftet worden, der später
ein Geständnis ablegte und sich auch heute vor
Gericht als Täter bekannte.
Besonders angriffslustig ist der Landesgerichts»
direktor D r . H e l l w i g . Er begnügtsichdurchaus nicht damit, zu erklären, ob hier vielleicht
ein übernatürlicher Vorgang zu verzeichnen sei
oder nicht. Immer kommt es ihm darauf an, eine
Schuld des Angeklagten anzudeuten. Er meint:
Wie der Diebstahl ausgeführt wurde, das kann
auch auf andere Weise vorher zur Kenntnis des
Mediums gekommen sein. «Muskellesen" und
„Nahtelepathie" können mitgewirkt haben. Aber
der Bestohlene.wollte doch vor allem wissen, wo
s e i n Gelt» h i n g e k o m m e n ist, und dies«
ÄntwartbliebdasMediumschuldig.
Richtig Aber hatte Drost sich zu dem Fall ge»
drängt? Nein. Hatte er Geld gefordert? Nein.
Hatte er «inen Erfolg versprochen? Nein. Und
genau sostehtes in der Mehrzihl der bisher verhandelten Fälle. Einmal soll er eine größere
Summe verlangt haben für eine auswärts zu
lösende Aufgabe, die ihn viel Zeit gekostet hätte.
Man zahlte den Betrag nicht, Herr Drost blieb zu
Hause. Aber auch in diesem Falle wittert der
Staatsanwalt einen Betrug, weil er nachweisen
will, daß Drostsichimmer geweigert Hab«, zu er«
scheinen, wenn — wie auch hier beabsichtigt war
— der Hallenser Professor Kaufmann sein« Mit»
Wirkung zugesagt hatte.
Aber sonst . . . Di« Eröffnungen des M«<
diums sind nicht immer weltbewegend. Wer im
Detail erstaunlich sind sie oft. Ein Attentat auf
den Oberamtmann Fallenhagen kann es nicht
aufdecken. A b e r « s s c h i l d e r t — unge«
f r a g t — Vorgänge, di«
niemand
w u ß t e a l s der O b e r a m t m a n n , Drost
jedenfalls nicht. So gab da« Medium ein« ge«
naue Beschreibung der Kommission, di« zuerst am
Tatort zur Untersuchung erschienen war. Dies
schien dem Oberamtmann so merkwürdig, daß er
Diast und sein Medium freiwillig angemessen be»
schenkte. I n einem andern Fall gelang die Auf«
deckung eines Lederdiebstahls vollkommen. D a «
M e d i u m n a n n i e d i e schwierig« « V o r «
u n d H u n a m e n polnischer L a n d a r b « i »
te«. die später ihr« Verfehlung«« zugaben. '
Und immer wieder kämpfen die Sachverstän«
digen: Ist hier „Hellsehen" oder „Muslellesen"
oder „Telepathie"? Denn: de« Nachweis, daß
Drost oder sein Medium vorher versucht hatten,
alles Mögliche auf normalem Wege zu eruieren,
um dann chr Wissen auf scheinbar anormal« Weift
gegen Entgelt zu produzieren ^- der
H
hierfür wird ja ernsthaft zu führen kaum versucht!
Mnslellesen oder Telepathie?
Selbst der vernünftige Direktor der Vernbur«
ger Iirenllnstali spricht von MuskelleseNj als
märe das die bewiesenste Sache der Welt. Auf
Vorhalt des Verteidigers muß er zugeben, nie
Experimente dieser Art gemacht zu haben. Kann
Drost muskellesen? Wer kann muskellefen? Wer
hat muskellosen je gesehen? Muslellesen — eine
Hypothese wie Telepathie oder Hellsehen. Hat sich
Drost ze um diese Unterschiede gekümmert?
Schon heute ist von dem Verteidiger die Frage
gestellt worden, ob es nicht besser wäre, die Be»
weisaufnahme abzubrechen. Aber noch gibt sich
der Staatsanwalt nicht geschlagen. Uno der Ver»
teidiger sagt: „Na ja, die Staatskasse kann es, sich'
ja leisten/
Stand der Traubenernte
in Deutschland.
Das Statistische Reichsamt gibt über den
Stand der Reben und die Güte .der Trauben zu
Anfang Oktober folgenden Bericht heraus:
P r e u ß e n : Für die Entwicklung der Trauben war der naßlühle Verlauf des Septembers,
wodurch der Sauerwurm trotz stärkster AbwehrMaßnahmen gefördert wurde und viel Schaden
verursachte, sehr nachteilig. Feiner hat sich die
Rohfäule sehr ausgebreitet, sodaß in manche«
Lagern schon jetzt mit der Weinlese begonnen
werden muß, obwohl die Trauben noch nicht reif
sind. I m ganzen wird für den Mostertrag mit
einer l e i d l i c h e n M i t t e l e r n t e zu rechnen
sein; denn in sämtlichen Weinbcmgebieten außer
dem Gebiet der Mosel, Saar und Ruhr werde«
die Reben, mit 2,4 bis 2 I bewertet, also mit gut
bis Mittel; das letztgenannte Gebiet ist in diese«
Jahr ausnahmsweise mit der Note FH besondere
schlecht, weil die Reben den ganzen Sommer vom
roten Brenner beschädigt worden find. Die
Qualität des Heurigen wird sehr m ä ß i g «u«
'. da in keinem Gebiete die Traubengut«;
besser als Mittel, meist wesentlich schlecht« »l»
Mittel bewertet wird.
B a y e r n : I n den Weinberg«« der Pfalz ist
durch andauernd nasses Wetter trotz zahlreich«
Vekämpfungsversuche weiterer große« Wurm»schaden an den Trauben entstanden. Di« Gut«
mußte ebenfalls zurückbleiben. Es ist fast allge»
mein frühe Lese und mäßige Qualität zu «r»ar«
ten. Auch Unterfiankens Weinberge erfuhr««
teilweise eine Verschlechterung. Durch fortdau»
ernd regnerische Witterung geht die Trauben»
ernte langsam uonstatten und die Tiaubenfäul»
nis nimmt infolge Ausbreitung des Cauenmlrme'
zu. Die Hoffnung auf einen hinsichtlich d «
Güte entsprechenden Herbst ist iell»«ife ge«
schwunden. '
W ü r t t e m b e r g : Für die Weinberge, die
in diesem Jahr zu so schönen Hoffnungen berech«
tigten, war die Septembeiwitterung sehr ungunstig. Die Trauben konnten nicht gleichmäßig
ausreifen, auch hat da und dort der Sauetwunn
erheblichen Schaden angerichtet.
B a d e n : I n der Beurteilung des Standes
der Weinberge und des zu erhoffenden Neiner»,
trags ist eine weitere Verschlechterung «ingetr»>
ten. I n einigen, schon früher kenntlich gemachte«
wichtigen Rebgebieten (Gegend des Kaiserstuhls,
Maikgräfler-, Ortenauer und Vühlergegend) hat
sich der durch den Sauerwurm angerichtete Schaden mancherorts noch vergrößert. Nur dort, ««
mit arsenhaltige,! Abwehrmitteln kräftig und
wiederholt gespritzt und bestäubt wurde, ist der
Ertrag noch einigermaßen befriedigend. Dies
gilt im allgemeinen auch von den Gegenden und
Lagen, welche vom Wurm überhaupt verschont
geblieben sind. Allem Anschein nach wird auch
die Q u a l i t ä t meistens hinter den Vrwartun«
gen z u r ü c k b l e i b e n , weil sich die Trauben
wegen des fast gänzlichen Mangels an Sonn«
und Wärme nicht wie erforderlich eniwickeln
konnten.
H e l f e n : Die Trauben haben an allen Orten
durch SauerwuTM und Fäule stark gelitten. ' Neben einem geringen Ertrag wird auch eine mindere Qualität zu erwarten sein.
Amtliches.
E t VUldtN «rnanni: NeIieNli»g«ss<lsl,r 2 ^ F u c h s
bei dem Finanzamt Ludroisssburg zum N«gl<lung«r»t,
Ll«u«tpr»lMnt M e h n t l bei dem Finanzamt Ochriil».
g«n zum Obersteuerstlietäl: auf Ansuchen in d « dautrn»
lxn Vluhesund vtrst^t: VUuetobelwachtnniftu V « h b«t
d<m Finanzamt Sauly««.
Di« Pfarrei. OttmarZbeim, Det. Malbach, isl dem Pfan»
oestl Ewald V c h m i d d<^«ll>fi ülxr!«Lg«n «erden.
Die Beraerb« um die Pfarrei W i l l s b a c h , Del.
Weinsberg, haben sich binnen 8 Wochen bei dem E«.
Oberiilchtmat zu
M
»<>»» pollüllt l n »»«n »ö i,»t. LUruo.r>>!ltten
l l l l mit 1». Teugni«««,, « 2 « l l t «ioll v«i
«olort vä?r »pü.t«r » u ver
"^
Oll. unter ^^Ir> 1512" nn ä!o <3L»<!t>lUt»5tv!l« ä»», Z«ut!i neer »Jen«r«I
Mllt
finde« sofort dauernde Veschiistlgung bei guier
Bezahlung.
»
MeiderfabtiK
Vng<n Neuland««, X««tl.nz«n.
<
osmen» uns
In kl.«büt«V blwsen w l l s2N2 «l«nd« I>I«ullelt«n ln
mockrn. ?»rl«n «u WH0 9.50 s.«0 7.50 6.75
In 8»nlt- und V«lou»>llüt«n van eint»cn»t» dl»
s> 2U 33.50 26.2519.« 16.25 U.< 9.75 3.50 «.7V
Vntiüeilende henkelten ln 5l<s«l»«n» und
ln » . Vo
^ l l l
ck
l l t von un»
^
uns««
«;' Hen.H< und s
)
I>eld«nd« «ut« »len kostenlos
ad« dle,« n»tÜillck»t« u.
Itue
5«
h
gch
ss «ln« Palron« urnu» M« 2L Pf>
nun«. «<« auff <Nm« Vass«
cht h hs MM
< « andonn
Morgen
lllhl
hl sichsich
»«« »«lst«
lst Vchuwtz
Vchtz ltlcht
d
M
Fü seh«
Für
sh schtzt« wäscht
sch H,nuzt
H z dann dl» Hälft«
Hft d« <itlf«
f und dl«
halb« Kchz
ognunmt«»
g
t Waschvulv«
W ssch
chl
ftft »an nicht
chich b»n>chtn,
b c hch,
ftm«
sondem «ln«ggut« Kunstlfl
slf
d «t«a»EEod».
d
Dannhhat «andldle Gnnthyeu.
Gh
sf und
ddah
h hl«
hl Wasch«
Was außtrordenNlch
ß d N c h geschont
s c h t »kd
kd. den» Vmnu« <n<Mt knntrlll
sürt ««rdelt,
d l t L«tf« und
dle Faser anglelfend« «tosfe, und «an spürt
M M ZacM A.
Donn«3iag. 13. Oktober
und Land.
Reutlingen. 15. Oktober.
?
OteuewosausZahlungen.
Leber die im O k t o b e r 1925 f ä l l i g e n
Vorauszahlungen auf Einkommen«, Köiperschaftund Umsatzsteuer wird von amtlicherStelle mitgeteilt:
Bis zum 10. Oktober (Schonftist 1?. Oktober)
1925 sind Vorauszahlungen auf Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer zu
entrichten.
1. G e w e r b e t r e i b e n d s (Einzelpersonen,
Vrwerüsgesellschllften) haben Vorauszahlungen
auf die Einkommensteuer und KZrpcrschllftssteuer
für die Monate J u l i , August, September nach
Umsatz oder dem Vermögen zu leisten. Weift ein
Gewerbetreibender für die abgelaufenen vollen
Vierteljahre des Kalenderjahres 1925 oder des
Wirtschaftsjahres 1824/35 nach, daß er in diesem
Zeitraum Verlust oder so geringen Gewinn gehabt hat, daß die Vorauszahlungen die Steuern
für 192Z übersteigen würden, so werden die
Vorauszahlungen für denRest des Kalenderjahres 1925 oder oes Wirtschaftsjahres 1924/25 ganz
oder teilweise gestundet; hierbei werden die bereits entrichteten Vorauszahlungen angerechnet.
2. G e h a l t s e m p f ä n g e r mit Gehalt von
«»hr als 3000 Reichsmark im Vierteljahr. Angehörige der f r e i e n B e r u f e , Vermieter, Verpächter, Bezieher von Kapitalerträgen und sanfttgen Einnahmen haben Vorauszahlungen nach
dem Ueberfchuß der Einkünfte über die Werbungskosten in den Monaten Juli, August, September zu leisten. Der Tarif ist der gleiche wie
Hei der Zahlung im Juli. Beträgt der Ueberschuß weniger als 2ll0 Reichsmark oder die Noheinnahme weniger als 275 Reichsmark, so sind
Vorauszahlungen nicht Zu entrichten.
Der
«Steuerabzug wird angerechnet.
3. Die Vorauszahlungen auf die Umsatzsteuer sind, wie bisher, von den größeren
Steuerpflichtigen monatlich, d. h. für den Monat
September, und von den kleineren Steuerpflichtigen vierteljährlich, d. h. für Juli. August, September zu leisten. Der Satz beträqt dieses M a l
noch 1 ^ vom Hundert. Die Ermäßigung auf 1
vom Hundert gilt für die Umsätze nach dem 30.
September 1925.
^ 5
^ ,
Durchführung der ZeppeliwEcksner Spende
Am DienHtng nachmittag fand im Haus des Deutsch»
tun» in Stuttgart unter dem Vorsitz von Generalkonsul
Dr. W a n n er eme vorbereitende Sitzung zahlreicher
vtFan,ff<ttion«n, Verbände und Vereine z u r Durch»
f Ü h l u n g d « l I e p p e l i n » E 6 « n « r > S p e.-de in
Mikttemberg, der Heimat des Grafen Zeppelin, statt.
An der Sitzung «ahm auch Di. Ecken e i teil und gab
yüh«re AufiläiunllM über Art und Zweck der Sammlung.
Vr wie« besond«s darauf hin, daß die gesammelten Gelder
keineswegs M VerslärkniK der Vettlüdnnwcl d«? Zep'
pelinkonzenlZ disnen, sondern m« >om B a u
von
L u f t s c h i f f e n , und uon einem Km^'-Arium verwalk!
und aufbewahrt :uürd«l. Die Gesamtausgabe, die wir
zu « W e n hätten, sii die Vollendung des Wnkes des
Grafen Zeppelin als VcrkehrZinftrumcnt und als wissenschllMches Instrunmü. Der Bau eines Luftschiffes für die
«Hfoischung der Arktis sei nur ein Teil dieser Ausgabe, 0«
insolge der damaligen Popularität der Nordpolforschung
infolge des Fluges von Ämundsen herausgegriffen roo!>
den sei. Sowohl für die Polarfahlt, wie für den trans»
ozeanischen V«l«ht hauchen wir ein G r o ß l u f t s c h i f f
von mindestenI 109080 Kubikmeter. Sollte die Vot>
schMllionfoienz ^e« Bau ein«! VroßluflschisseZ aber nicht
genehmigen, ft müßte imni sich auf den Bau eines V e r »
!Uch«lll,ftschrffeL
von ZtlOW Kubitineter» b«.
M
schränken, «cm m i t ihm technisch« und navigatorisch«
! ^ , ^
PtoLlülno und VorstüFÄl zu lös«:. Die S p e n d e gebe
dem Luftschiffbau Zeppelin die Mittel, ihre Arbeit« und
Itig«lnio»re weiter zu beschäftige» und so die Weist zu
rotten. Zu diesem Zweck ist die «rsordcrliche Summe von
4 Million«« M m ! kemesWegs hock).
Die anwenden Neckober der verschiedenen Verein«
und Verbände sprachen sich sämtlich für «ine latlräslige
Unterstützung
der Sanunlung aus. General»
lönsul Dr. W a n n e i teilt« dinn mit, daß vorgesehen
sei, zunächst ein: Sammlung innerhalb dn verschiedenen
Organisationen, sodann eine S t r a ß e n » und H a u s »
s a m m l u n Z cm 31. Oltob« und 1. November und
«in« S c h u l s ü m m l u n g in gang Wkl^MberZ vom
1.—18. November 1923 zu veranstalten.
^>« "Die Jungfrau uon Orleans in der Vemkilnng
und dichtclisäM Behandlung der Jahrhunderte." Heber
dieses Thema sprach Frau Dr. L. N e b e n Z b ü r g im
groiM Eaal des VoAsbildungshaulses. Es wat «ine
M n e Iii«a?!sHe Gemeinde, die sich zu diesem Vollrage
eingefunden hatle. Dci2 war sehr bedauerlich, denn die
Nibnerin Füb mit ih«n ÄuösühLU>^cn seilet dem in
literarischen Dingen Kundigen noch viel des Iiltcrestauten.
MU Recht stellte sie an die Spitze ihrer Ausführuüge»
< Talfach«, daß das Problem der Jemne d'A« in «ine
«i!« Voleuchtunn gezogen worden ist durch B e r n h a r d
E i , « » . Auf Gvünd cineü umfassenden G!»^>ium2 der
vorhanden«« Qucllcu Zticile Frnu D> NebcnÄllrg dam»,
r, 242
euNlnger
wie der Stoff im Wandel bei Zeilen, insbesondere von
französischen Dich!ern, insbesondere auch von Voltaire und
Analole Franc, dann uon dem Engländer Shakespeare,
schließlich von Schill« und in unterer Zeil von Shaw
behindell wurde. Neben dem historischen Problem erscheint
bei der Behandlung vor allem das leelifche Problem
Reutlingen, 14. Oktober 1925.
wichtig: Wie verhall es sich mit der Mission der Jung«
Als
vor
wenig
Jahren
die Bestrebungen der Volks«
flau uon Orleans? Ist sie von Golt gesandt? Ha! sie
die Stimmen, die sie zu hören veimcmle, unmittelbar bildung durch Volkshochschullurse, Vorträge usw. auf»
von den Heiligen vernommen? Handel! es sich um ein kamen, entspann sich ein heftiger Kampf über die Frage
mediziniH'palalogifches Problem? Ist Johanna eine der Berechtigung dies« Bestrebungen. Für und Wider
Betrügerin oder eine betrogem Betrügerin? Alle diese standen sich ofl in schroffer Weife gegenüber. Die einen
Fragen haben im Laufe der Ieil-cn ihre Beantwortung sahen diese Weiterbildung als zwecklos, ja ofl geradezu
gesunken. Ganz auherordenllich besliiüend erschein! cZ,
wie V:i:chllid Shaw die Frage aclöst hat. Johanna als zweckwidrig an. Sie vertraten die noch immer,
von Orleans wird uns Modernen verständlich gemacht. hauptsächlich unter den Gebildelen, weilverbreilile Ansicht,
Vie miid beraubt aller romantischen Blöße, wild hinge» daß die einzig wahre und deshalb erstrebenswerte Vil»
stellt als slhlichks Wesen, oas nicht lesen und schreiben düng nur die ist, die das Wissen vermittelt, das jemand
lonnie. Sie ist mit einer sehr starten Einbildung begab!. unbedingt für feinen Beruf und seinen Qebenslreis
Auf Grund dieftr Einbildung vernimmt sie Stimmen des braucht. Alles Wissen, das darüber hinausgehe, sei vom
eigenen Ich aus sich heraus. Was in ihr als Enischluh
rnsle, enrpfand sie als die Summe von oben. Die Uebel. Einmal sei im allgemeinen lein wahres Inte»
Die Fahlheit im Durchhalten ist es, was sie auszeichnet. reffe dafür vorhanden und bei den wenigen, bei denen
W25 sie als Gottes Elimme erkannt hat, ist maßgebend es etwa vorhanden wäre, würde man durch Weiterbil»
für sie. Dadurch muß sie mit der MnIickMi in ^ o M i t düng nur eine Unzufriedenheit mit ihrem Beruf und mit
lommnl. Daraus erllär! sich ihr tragisches Ende. Solche ihren ganzen Lebensverhältnissen erzeugen. Die ande»
Menschen sind leAen Endes e:was die Gesellschaft Ier»! ren dagegen wollten in weiten Kreisen einen Hunger
störendes. Sie schaltet d« Mittlerrolle der Kirche aus ^
und wird dadurch Zur K<tferin. Das eogreisende in dtt Dar» ^ nach Weiterbildung festgestellt haben. Und diese letzte
sl-llung ist die Schilderung ohn« Phrase. BerwZard Shaw Ansicht hat, so kann man heuj« ruhig sagen, gesiegt.
wirft zum Schluß die ^rage im Epilog auf: M a n n wer»
Die Volksbildungsbestrebungen
weiden
heut«
den wir fähig weiden, auf Erden Zeilige zu empfangen?" ziemlich allgemein als gesund und snichlbar angesehen.
Er nibt die Antwort darauf: „Das wird nie der Fall fein."
— Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die Hörer den Man hält es für überaus erstrebenswert, möglichst vielen
schwollen Ausführungen der Rednerin, der man für diesen Voll-genossen, vor allem denjenigen, die leine höhere
Schule besuchen konnten, «in möglichst hohes Maß von
kteraiWen Abend danlbar sein mutz.
i>g.
A l l g e m e i n b i l d u n g zu vennitttln. Vielfach hört
— ' Württ. Volksbüdle. Heute abend 7>< Uhr findet man sogar die Ansicht ausgesprochen, daß im heuligen
in der Bundeshalle eine Aufführung von H e b b e l s mannigfachen Berufsleben, trotz sein» großenteils immer
d e u l s c h t i T r a g ö d i e „ A g n e s B e r n a u e i " in
der Vühnenbearbeilung und Inszenierung von Inkndanl mehr fortschreitenden Mechanisierung, wenn an ein Vor»
Herbert Maisch statt. Das zu dieser Nusfühnung neu er» wärtslommen gedacht werden soll, ein Mindestmaß von
schienen«! Hest 3 des 7. Jahrgangs der „Blätter der Württ. Allgemeinbildung notwendig ist. Auch vom ethischen
Volksbühne" ist im Vorverlauf und an der Abcwlasfe zum Gesichtspunkt sind diese Volisbildungsbefliebungen nicht
Preise von 20 Pfennigen einfchlietzlich Personenverzeichnis zu unterschätzen. Sie machen den Menschen nicht, wie
zu haben. Vühn«iri>ii!)er und ImZenkrung sini, b»i G. oft fälschlich behauptet wird, mit seinem Beruf und feinen
Besing« am Marll ausgestellt. Morgen abend ?5s Uhr
fiwet eine Wiederholung der heutigen Aufführung statt. Lebensverhältnissen, seiner ganzen sozialen Stellung un»
zufrieden, im Gegenteil, sie erweitern seinen Horizont,
— ' Klllvi2i°Abend. Für die nächste Zeit fleht für was sicher lein Fehler ist, sie gestatten ihm einen freieren
Musikfreunde ein interessanter Abend in Aussicht Am
21. O i i l l b e i oeranstallen in der BundesiMe S o f i e Ausblick und Ueberbück über das Leben, sie ermöglichen
S c h ö n h a r d t ' N e u t l i n g e n und Else S i h l e r » ihm, sich über die Dinge des Alltags zu, erheben. ZuS t u t t g a r t einen Müvieradend, an dem W e r k e f ü r sammenfassend kann nochmals gesagt werden: der Wert
z w e i p l a n i e r e aufgeführt werden. Die Vortrags-» der Volksbildung steht heute fest. Interesselosigkeit gefrige bringt solche Werte uon M a i Bruch, Robert Schü- genüber diesen Bestrebungen kann nicht mehr angenommann und W. A. Mozart. Es ist wich! zum «üslenmale. men werden, das beweist der starke Besuch der zu diesem
daß in Reutlingen ein Konzert aus zwei Klavieren Zeboien Zwecke veranstalteten Kurse und Vorträge. Di« Volks»
wird. Sofie Schönhardt ist die Tochter des Musikdirektors
Arnold Schönhaidt und ist von Professor Hans von Vesele bildungsdestielmngen und »Vereine haben gezeigt, daß si«
an der Musikhochschule in Stuttgart ausgebildet werden. Es lebensfähig sind und einem lebhaften Bedürfnis ent»
wäre zu wünschen, daß das erste öffentliche Auftreten sprechen.
eines Kindes unserer Stadt durch reges Interesse unter»
Größere und kleinere Städte wetteifern in der V«r»
stütz! wird.
llnftaliung von volksbildenden Vorträgen und Kursen.
-.» Neues Vollsstück von August Reiff. Von unserem Auch Reutlingen gibt sich große Mühe, was unbedingt
schwäbischen Dichter August Reiff ist soeben in dessen anerkannt weiden mutz, und bietet, wie seither, so auch
Selbstverlag ein neues heiteres Voltsftuck in drei Mten in diesem Winter, wie das NeianstaltungsverzeichniL
«Der Ehrenbürger" im Druck erschienen.
zeigt, so viel, daß sicher jedem etwas geboten wird.
— ' Deutscke Försierbundillgung. Am 19. und 20. Otto»
Großes Interesse wird in unserer Zeit von vielen den
der d5. I Z . tagt in Frankfurt a. M . die diesjährige Nun'
desoerscrmmlunF des Deutschen F ö r s l e r b u n d e s , an r e l i g i ö s e n P r o b l e m e n entgegengebracht. Leb»
der Vertret« der deutschen Föiftervernne aus alkn Teilen Haft wnd die Frage nach dem Wesen des Christentums,
nach seinen praktischen Auswirkungen, und inZbesonde«
des Meichos teilnchmen werden.
auch nach d«n Wesen des VoangHums erörtert. Um»
stiii!?n >ft d.12 Problom der Einwirkung Z?s EvanZeliun:«
, 14. Olt. Es i't — nun inbchtc fast sügen — ! auf die VuliZm?«! und ihre Hebung und recht oersckne»
üllköAich, daß m der jetzigen Zeit Feste gefeiert wcLdonl. ,
Wer in dem Sirudel der unnützen Feiern darf man doch ! den wird feine Stellung zu den sozialen Fragen und sein«
die nicht oerßchen, die zu feiern »wert" M . Ein solches ; Losungvvorsuche gezeichnet. Durch die Stockholm« Welt»
Fest dursten in der ersten Oktöberiuoche 3 Angestellte der! konferenz für praktisches Ehrislentum -wurde der heilsame
roettbeiHnntiN Vllumfchulen Firma Wich. R a l l m E n i n ^ ' Einfluß d>:2 Evllnc>»',ium2 auf das Vülkerlcben und seine
Gesundung gezeigt. Noch herrscht vielfach Streit und
Unklarheit darüber, ob sich hier roiiAiche Perspektiven zur
If^
Forderung der Nolleiuersohnung eröffnen, oder ob auch
treu« Angestellte seiner Firma. M i lhm zusammen feierte
auch die alte treue Dkmitn, Kklhar'me E i t e l , ihr 23- diese Konferenz von keinem größeren Erfolg gekrönt sein
jähriges Jubiläum in d«mfo!ben Haufe. Mehr als 23 Jahre wird, alZ die seitherigen Vülterbundskonferenzen. Ulbei
(28) steht d n vswährt« Bürodienu Karl Nicker im alle diese Probleme wird Stadtpfarrer S t a h l in all'
Dienste derselben Firma. Nach reiche: Beschenlung aller gemeinverständlicher Weise an verschiedenen Abenden spre»
dies Iubila« durch n<mchast< Geldgabe« lud d>er Ehef des chen (27. Oktober, 10. November, 24. November, 8. De»
Hauses alle seine.zahlreichen Angestellten z« «iner Freuden» zembn).
frier abends in 0« „Krone" in EninVen eii». Eine solanIe
Aus dem Gebiet der Geschichte wird «vtudienrat
TättMit dreier Aitgestellten ist doch der Beweis, d.iß
Tr«u<: und Ehrlichkeit stets dort zu finden sind, wo sie R i c h t e r , dessen Vorträge sich immer einer besonderen
auch gelohnt werden. Dies brach!« zuerst Heir Gottlob Beliebtheit erfreuen, über das A l t e r t u m i m L i c h t «
Nall am Abon^d zum Ausdruck, indem er seinen Iubilareu der m o d e r n e n F o r s c h u n g sprechen. Eingehend
für ihi« ireilen Dienste herzlich danVe. Und auch die An, wird das Dogma vom klassischen Altertum, das «01 allem
geftellien ihierftiis würdigten in danlbaren Worren die
AiüeilnÄMe an ihrem Geschick seitens der Firma. I n ftöh» viele Dichter, wie Goethe, Schiller, Hölderlin usw., wie
lrcher Sionmung, mit muftlalischen und i>Mamator,Men auch die meisten von uns, diesen Vorbildern folgend,
Vorträgen verlief der Abend kurzweilig. Mit dem fchümn als etwas unendlich Erhabenes, unerreichbar Großes, nie
EesW fm iahizchnicl«nge t«u« Arbeit belohn! worden Wiederkehrendes ansprechen, behandelt werden. Die groß»
zu sein, velmischl« sich Wahl das Gefühl des Arbeitgebers, artige griechische Slaalsidee, insbesondere auch des großen
daß auch er an seinen Arbeitern treue Stützen hat, zum griechischen Philosophen Platos Lehre vom Staat wird
W M sein« Firma.
klar vor Augen geführt werden.' Die Hauptprobleme der
Laichingen, 14. Oktober. Infolge Aus,gl«i!enK bei Aus» antiken Wirtschaftsgeschichte, übel die teilweise ein« g«.
füHrung von landw. Arbeiten stürzte die Ehefrau des radezu erschreckende Unwissenheit herrscht, werden ein»
Iohs. Schien!. (Holp) in einer Scheue: auf die Tenne her»: gehend gezeichnet. Rums lascher Ausstieg zu Macht und
ab. Der Arzt stell!« einen schweren Cchäd e l b r u c h fest. Grüße und der plötzliche Untergang der anliien Welt an
Die Frau war f o f o r l t o t .
ihr« Ueberlullur werden vor dem Hörer lebendig wer«
Tübingen, 14, Oi!. Aus der HHirkLiatssitzung «um den. Die Vortrag« finden statt am 20. Oktober, 3. No>
10. OltoHr ist mitzuieilcu: Die Rektorate der höheren
Schulen in R e u t l i n g e n bitlcn in ein« Eingabe um uember, 17. November, 1. Dezember.und 18. Dezember.
Gewährung von «2 chulgeldb'ei t r ä g e n durch die
Aus dem. reichen Schatze der deutschen L i t e r a t u r »
hiesige MniKlörPolsschaft si« K'mtxr aus Gonningen und g« schichte werden drei Dichter, ihr Werden und ihr
Rommelsbach. welche die höheren Schulen in Reutlingen Schaffen, besprochen werden. C o n r a d F e r d i n a n d
buchen. Die Zahl d« in Betracht kommenden K i A « M e y e r , geb. am 11. Oktober 1823» der also «rst kürz,
dmftc- nicht groß ftin. Es Handel! sich hiebei «rstling um
«ine Eemtinidesüche. Der Bezirl2«t ist deshalb nicht in der lich seinen hundertsten Veburt«lng feierte, ist uns allen
Zage, demssenann!««Wunsche zu «nlsprechcn! « muß e« bekannt aus seiner größeren Dichtung. «.HultenZ letzt«
vielmeh: den belresfenden Gemeinde» überlassen, ihrer» Tage". Es dürste sich« interessieren, über sein Leben
fcils die gebotenen Schrill« zu un!«n«hinen.
und SchaZfen noch Näheres zu erfahren. Seiner soll in
Vollsbildullgsarbeit
im Winter
«in« M o l g « n f « i « r am 8. Novench«. gedacht wer.
den. Die beiden jüngeren Dicht« M a , H a l b « und
F r i e d l i c h 2 i « n h a r d , haben diesen Monat ihren
00. Geburtstag gestiert. Aus diesem Anlaß wird Schrift'
leiter F l i t z B l a n d üb« ih« Persönlichkeit und ih«
Werke zwei Vorträge hallen, und zwar am i i . und
25. November.
I n d e r K u n s i g «schicht< wird Professor Dr. W« i>s««
Tübingen di« Meisterwerke der deutsch«» Kunst des Mittel»
alters in M a l « r « i und P l a s t i k behand«ln, Werke,
denen die heutige Generalion immer mehr entfremdet, an
txnen st« ofl achtlos vorübergeht, weil ihr das Verstand»
nis für sie fehlt. Kein Wunde! in einer Zeil, die ganz
andere Wert« geschaffen hat, die auch auf dim Gebiet« d«
Malerei und Plastik «in«, wenn wir so wollen, „Uinw««
tung all« Werte" hervorgerufen hat (Expressionismu,).
Professor D l . Weise wird hin ein feiner Fühl« sein (Frei»
tags, Beginn Anfang Dezember). — Noch näher wird iu
dei lunstgeschichtlichen Arbeitsgemeinschaft an sechs Nb<in<
den die mittelalterliche Plastik durch Fräulein Dr. O t t o «
Tübingen behandelt roerden. — Ueb« die griechische
K u n s t als L e b e n s w e l t für den h e u t i g e n M e n schen wird im AnWuß an di« Vortrag« von Studieniat
Nicht« Studienrat K a u f f m a n n^pfullingen (5. 11.)
sprechen. I n d« bildenden Kunst vergangen« Z«it«n sin»
den wir jeweils die höchsten Lebenskräfte kristallisiert. Sie
werden wieder lebendig und sprechen unmittelbar zur G«>
genlvart, sie dutch ihr« Wucht erschütternd und befruchtend.
Di« E r z i e h u n g s l t h l « ' (Pädagogik) beschäftigt
sich mit der gegenwärtig ebenfo aktuellen wi« umslrilt«n«n
Fing« d « I u g « n d b « w e g u n g . Sie deckt ihr« v«>
borgenen Wurzeln auf und zeigt damit, wie si« notwendig
in Erscheinung treten mutzte, weil« in weichen Formen
sie auftritt und was si« bis jetzt erreicht hat und schließt
mit «inem Ausblick auf di« Möglichkeit ihrer ro«it«nn
Entwicklung. Echulral W i t t m a n n wird am 29. Ol>
tober unld am 12. November über diefe Problem« sprecht«.
Auch zur Weiterbildung in den verschiedenen Gebieten
der V o l k s w i r t s c h a f t und T e c h n i l ift mannigfach«
Gelegenheit geboten. Syndiku« Dr. B l ock wird übel die
Berufsveroände der Wirtschaft in DeulMand und ih«
Stellung zu Wirtschaft und Staat sprechen, « ivird die
VeziehungM zwischen Staat und Wirtschaft historisch beleuchten, die Entstehung und Entwicklung der berufsflän»
digen Organisationen bis zum Ausbruch des Weltkrieg«!;
zeichnen und die wirtschaftlichen OvgiMalionen seit dem
Weltkriege und ihre künftigen EntwicklungsmöIlichleiten
und Bestrebungen besprechen (Beginn am 14. Dezember).
— Viel Sorgfalt wird auf die Bekanntmachung mit dem
Buchdruck verwandt. Die Entwicklung und Bedeutung
des Buches, das einen wichtigen KMu-Hallor darstellt,
wird UmversitälMdlioihelal G e h r i n g»Tübingn: von
allen Seiten beleuchten (19. und 2ß. November). — Dr.
phil. L«o:)»Tü'binFen wird, um einen Einblick in di«
öffentlichen Büchereien der Gegenwart zu gewähren, am
28. November eine Führung durch die U n i v e r f i »
i ä t s b i b l i o t h e t in Tübingen vornehmen. — lieber
die Einrichtung, das Ziel und den Bestand der städtisch««
V o l k s b ü c h e r e i NeulliNFen wird Oberlehi« H a a g
am 3. Dezember berichten. — I n das Wesen des moder»
nen Buchdrucks wird Buchdruckereibesitz« F r « « t a g am
10. Dezember einführen. Er wird an Hand von Licht»
bilden: und Filmen den Werdegang des Buches in <rn>
schaulicher Weift zeigen.
Um «.-inen Ewb-'is in da>? niu<, nunnnyr
zu FüTuäbren, wird Oberbaumt K e l l e r am 5. Dezember
cwe FV)N.V» übernehmen. Aus dem Gebiete der P h y«
s i l wird Professor K e e f e r die W a s f e r k r a f l m a <
I c k i n e n be!;ani>e!n (9. und 23. November). Als Vor.
der?i!ung finden E:perim«n>alvoriräZe stati.
Die h e i m a t k u n d l i c h e
Aibei!5gem«»N'
schüft roird sich mit dem Nesarlal von Roltenburg bis
NürtinHen beschäftigen. — Ueber die V o l k s t r a c h t e n ,
ih« Cck)önheil, ihre Bedeutung und Wege zu ihrer E?<
Haltung wird A u g u s t L ä m m l « (3V. 11.) sprechen.
Dieser Vortrag dürft« für die NeutlinO«, die an der
Betzinger Tracht ein lebendiges Anschauungsmatertal H2-»
den, besonders interessant'fein.
Das W u n d e r l a n d J a p a n wird Professor 2r>
Karl M i N l e »Königsberg an Hand uon LlchMdelN
dem Verständnis erschließen (Anfang Dezember).
Die Vorträge finden alle im VollÄbildungshaus statt.
Anmeldungen hierzu weiden vom 14. bis 20. Oktober
nachmittngs 3 bis 5<8 Uhr (ausgenommen Samstags)
entgegengenommen. Die Teilnehmergebühr beträgt für
die Abendstunde für die Mitglieder nur 80 Pfennige, für
NichimilIüedn 40 Pfennige. Die Vekanntmachunzen über
die Ku<< «folgen jeweils in der EamslaFWnnn« des
Amtsblatts.
Vielen Arbeitern und Angestellten ist es aber nicht wog»
lich, sich im Voraus auf bestimm!« Abende festzulegen.
Diesen sollte deshalb auch GelHercheil-gegeben werden,
an der Abendkasse noch Einzeliarten zu «halten. Dieser
rGiQl-.l-lNltlIV
'
in allen Preislagen
erdeten okne
»x ,-
. 35. Ottober T923.
Neutllng«.
5K. 24»
Wunsch »urd« aus un»Z«nnl 2»sert«ise von vielen Seikn
Htäuhert.
Angesichts der vielen Mühe, die sich der Neulling«
VoüsbUdungsver^in in der Auswahl und Zusammen»
slellung ftinel belehrenden Wnl<lveillnstÄllungen machte,
war« ihm als kleine Belohnung ein guter Besuch v«r ein»
ü
Abend« zu wünfchcn.
8ck.
Aus
Sieben Scheunen abgebrannt. I n Friedberg
brannten f i e b e n am Bahnhof gelegene, verschiedenen Besitzern gehörende S c h e u n e n n i e d e r .
Die Telephonleitungen nach den umliegenden
Ortschaften wurden durch den Brand außer Betrieb gesetzt. Die g e s a m t e E i n t s , die in
den Scheunen untergebracht war, ist vernichtet.
Es nnio B r a n d s t i f t u n g angenommen.
Tprilschiebungen. Umfangreichen langfristigen Spiritusschiebungen ist man in Neisse auf die
Kommens«!
13. littob«.
Di« 2.0. 6.V. vom L. Fanuar 1925 hatte
die alliiHlniche I . i < l u i ä « . t i o n der cleZellschatt i n
eenainmen, ^?eil e« nickt eewnzen ^2,r, in der
VerslHnclnis lar die LLstredunzen der Le-ellerlanzen und dem Unternehmen die ^usäskuunz zu eeben, die es nach der urspriwFlichen Idee
des.^oiuinenden Illges" haben rmiMe, um lür äi« 'Welt
Vedeutunz i u zerrinnen. Die L.V. dezckloll damals aat
Hniw« der Vernallunz. die Lesellzehat'l von der Lelrieb».
tükrunz der e e i s t i z e n U n l e r n e k m u n z e n «u
«nllasten uns die einzelnen wirtZchalllicken Vnternekmunden 2u v e r 5 e l l > 8 t , z n d i 8 « n > ä. b. nach ^lSzvurchlükrun« der I.i<iuidaUon
Ü«!<!
«Y.83
'685
. . . (1 !>u. 5t.'
(1 Kl.)
(l«U Kr)
(1»> K '
lg'>3
«»383
4.Ļz
20.335
«2N5
8N22
4.185
20.3N6
l».1«5
luv«?
»'.?<
W2«
O2H3
5Ü.12
>63,I>5
8<9<
1N275
!>2«< ,
39,2? !
»5,5
l.2 «< j
3^95j
l!rl„
Lei,!
«0.Ü«
8^.N5
(IM!
cio»>
!.««>,««14.0
:8^gz
4.203
20.358
A»H8
>g.N7
!«8!»
85,71
«3.«
!«<.'2
N2.33
'U.13
,»2.61
«3.2?
!2.,l?
5 873
s n l o h r RoUenbur«: Irä»Her «eatarden,
»der die ' U i l ^ e «ari« 2is«n!ottr e«d.
. »nil
I«UPl»n. 14. Okt, 8 u t t e r : 1. 0 u » l i t « 1.95 U
2. LuHlitzt 1.80 M . . besser« llzchtr«.««. ^7 « i e k k 3.8 >
mit 20 ?loi»nl r«ttz«k«llt. zrün« w ^ r « 0.62 bis 0.65 KN
N»u. H l l z i u e r N u n s k z , e : mit 45 Prozent. l?elt
leklllt 1.1L—1.40 Uk., rukiz. Nie?rei«« sind
v«rk2,ulÄpr«is« »b 8tatioi> de« LörZenZ«t)i«t» tür 1
ohne V
«l.N«
M.N7
4.13>
Kolainichmuggler. I n S t r a s b u r g rourd« «in »h««
m<ll«gtl dnnsch« H o r v e t l ü n l H p i t ä n MauM unt««
dem Verdacht des Aolllinl.chmua.gel5 o « l h « f t « t .
Er soll in letzter Zeil ständig zwischen Berlin und Vt«li)»
l>uig hin- und herg<r«ist sein und Flöhe« Kolainmenze»
aus Franireich nach Deutschland i n l p s r t i « l <
haben.
ll«.lud»liz»i Aopie» v o » « . NUah«. 2utukr 50 d
Isn; v m « t i 71 8»II«n: ?reis-. Nal!«rtausr 485—5
U k l
425—l30; rnter ^uspLüelchoplen 290—!
rukiz.
Lerlinir
eui Dritt«! n e r a b z u z e l - e n , wodurch «,ut jed«
pierinarkaktie von 1MX) Uk., äie »ut 10 M l .
worden va,r, eine Hus^ablunz von 6,66 W:. entN«I.
!<2ch äew Lveben erschienenen lieZchätlHerickt ist
« 6er Les«!1»ch»lt zelunzen, 3ich durch verlrazliche
H.bmn,chunz«n von der LetriedZlührunL der eeizlizen lln>
ternenniunzen zu enllazten.
Lleickaeiliz
2?,'eok3 sMterer I^c>8lö3unz der H,nl^8«ll äiezer
vntomekmuivzen .<Ucti«n im LelraL« von 820 0011 M l .
VLrsini>lllunz d3,kin gg e b u n d e n ,
Iiid
1.
«i« vedsr nm IiiquidktiansLrläF,
noch
vi«
1924 zun NrtmF der
bis
IInl«roekmun8«n wurden
äon V « r l » 3 , d « P e n z i o n s z e b ä u d e
31 H, u
di« iv^v?iLclisn teilvi'yiL« in
diezsr
vurdsn.
por
Vsrkkul« ^erä«l! 3ick ^UerdinZ« o « l in
ren zusammen. Ztzhn Perionen «uniden verletzt,,
darunter drei Kinder, von denen eins i m Ster»
ben liegt. Die Lokomotivführer der beiden zusammengcstoßenen Züge w a r e n s o f o r t t o t .
Deutschland-Amen!» drahtlos.
D r . Esau,
Professor an der Universität Jena, erklärte i « einer Versammlung, daß f ü r W e i h n a c h t e n
der drahtlose telephonische Verkehr m i t Amerika
als gesichelt betrachtet werden könne. E l fühlte
einen neuen Sender vor, der nur m i t einer 2M e t e r , W e l l e arbeitet. Nach seiner Erklärung ist die kurze Welle für drahtlose Telephokie
über große Entfernungen am geeignetsten.
Spur gekommen. Wegen Vergehens gegen das kenhaus gebracht. Der Täter stellte sich der PoliVranntmeinmonopolgesetz wurden verhaftet der zei. Das M o t i v der T a t ist noch nicht bekannt.
langjährige Buchhalter i n der Spiritusabteilüng
Verhaftung des Letter« der Liegnitzer K r i m i der Grießmannsoarfei Fabriken, P a l u s c h l i t z » nalpolizei. Gegen den Leiter der Liegnitzer K r i w e c z , ein Zollinspektor, ein Obeisekretär und minalpolizei, Kriminalkommissar Ernst K l e i n ,
die Inhaber der pharmazeutischen Fabrik Vinkus wurde auf Veranlassung der Landeslriminalpoli«
und Scheyer.' Diese Firma stand schon einmal zei i n Berlin wegen dienstlicher. Vergehen ein
wegen dieses Verdachtes unter Polizeiaufsicht.
Herfahren eröffnet.
Doppelmord und Selbstmord. I n Ober-Lud,
NutomobUnnglüs.
Nach Vlatteimeldungen
wigsdorf bei Görlitz hat der 50 Jahre alte araus Augsburg verlor der Möbelfabiilant Stech
beitslose und dem Trunk ergebene .Arbeiter
aus U l m beim Ueberfahren eines Hundes die
S c h u l z e , der mit einer Frau A l t zusammenGewalt über sein Auto. Der Wagen überschlug
lebte, die löjährigs Tochter und den 7 Jahre a l sich und stürzte i n den Straßengraben. Stech
ten Pflegefohn der Frau A l t m i t t e l s e i n e s
wurde schwer verletzt, seine 11jährige Tochter
H a m m e r s erschlagen.
Der Täter hat sich
g e t ö t e t , seine Frau und zwei weitere Kinder
darauf selbst erhängt.
erlitten leichtere Verletzungen.
Schwere Bluttat. Nach der Meldung eines
Iugszusammenstoh i n England. I n der Nähe
Berliner Blattes schoß i n H a r z g e r o d e auf
dem Bahnhof der V a h n a M e n t Tottschalk den von Leandulo (Wales) stieß nach einer Berliner
i n dem
Vahnhofvoisteher Heinecke mit einem Revolver Vliittermeloung ein Eisenbahnzug,
nieder. Schwer verletzt wurde dieser ins Kran- Schulkinder zur Schule fuhren, mit einem ande-
Die Hotienmzyn versteben siok in
14. Olct.
vi« L z
dis iurcn Lnind in der z p
t«n I^ee iu I.c»:2rno k^bsn solltyn, riälen »uck heute
am kieziMN l^ltelctsnmaM U n s i c h e r h e i t unä äbF
Lki zlillem (üezckält und 2urü«I:>
dsr Käuler tendierten di« üurs« aul den msistsn
nach unlen.
14. OKI,, v i s innsrpolilizcke VssurLniZ
wurde Keule wi«I«r durcll ein« kolknunLHvollere 3iira>
veräränzl. V«r Veckekr erülin«!,« 2u m«8l L>>
bei «emlich leiiklllten UinL^lxen. Vorübten neu« LetürchlunZen eine n-.chl«li8«
e 2U5, doch blisd der U 2 M w i d e r z t u n d s k r z l t i 8 und der lsZOr« Unterton bski«!l di« vberlmnd.
Lerlln, 14. Okt. Die Uoläuneen, v/onach in Loiarnc)
3c!»wieliK«ilen Äatze taucht ssien, wurden
iich
durch äie im Matrizen Uiuäzwlrai
Heut« vuräon Xäul« i n 240 Nk. pro
F ä«8 Il«ich«I:2i>in«!.t3, wonach
Limer «luzeZckIoxHen. OultliM betrieäizt durch^v«L. ^
äi« Nerncht« Wer Lckwwriekeityn in s«r inn««n ?o»
k
kosten zuter w
ü
litik z«8«NHtaQd«lc>3 zo^arä«!» sind. L«i Lröllnunz
)
ich di V '
l b p i e t und im
lür 3 KI,
IM. 17». l?5.
und 3
«»l!«l!iü<l»»
ION «1>o
o ^ p
eil
Uromen, ltotterdnm
i
99 Y
do.
3.893
Lei
ist »in gut« 'A«in zu erwarten. Lnäe
k«.im neuer ^Vein ze!».Lt werden, kreig nock
nicht bestimmt, MHN spricht jedoch ?on 200—^250 N .
pro Limer.
l>»ullen «>, N. Di« ?runl«8e iZt beenäizt. Der V«rk»ui iZ> Ziemlich l«Qk».kt. Die kreis« bewegen «ick bis
Keule je nach Oualilzt iwi-eken 240 bis 280 Nark kür
den Nimer. vi« 3pztl««« izt voll im <3«lnz.
kann tKzlich zel2,Ll werden.
ll»«lcll«lNM«ill. In den ?reik«rrl. von
8
n l iiu 1.«>,ul«
di« Vsein!e«e. InlolLL ilirer äuüsrordenUich
Lsr8l»8«n ^n den «teilen Mngsn des Ilorn»
Zind äie ^?«mberLe in di«3«m i».kr von 3rzkk>
k«iten 30 eut v i « verschont ßbbliedsn. v i « 1l»,uben
Lind »leichmäüie eut »U3Lereill und inlolz« de« c«in«n
H
von «Aül.litKt2sort«2 ist sin
t ü d i
«Nltz»
V « r l i 7>, 14.
138.00
<
r
o
)
( V e r b a n d )
li,>k
.
9 3 - 9 9 °/o
.i n^V».!l-u. v r » i »
» . 8 r » t «
.
78-80
.
.
. .
. .
.
td»rr«n
. .
68-8»
285-24Y
245-2«
2 4 b — 2 o
MM»«!!,» 99°/«
Ne!«mok°l8899'',e
Antimon li^ulu«
3i!kor in varren, i Nlo kein . .
6°>d
j««r.
plntin
, »
«uplor»
Oktober
»40—ÄlN
134-l«
».82
14.«
13.
123 d !.3>»Ll22>/»<3
124'/« d I2<"»Nl24 L
— d l23'/«L>23 L
— d
— k
12? >, 12?
.
2s
U.0U«»>«r
—
-
b ,25
k l'H>,,
b
7«».««: M l ,
Nl»«l
7? b
— b 78
— b
73V« b ?3>/<L 73
— b
Oktober .
der
«r.
26
—
TV/»» 7« 0
d 75»/.N ?l 0
d ?< 3 7 « . «
73»/» ST» 0
— d 7»
75
-
d 73V.S 73
?fH kaü,
DZ? 2
ück «^^d'.e
dem
2
in
vom ö. «'luius,!' 1325 nuf. 6,6L !1k. p w H^U« : u r .^
lune LelHNZsil. 2 m H,nliÄ5 «,ui v o ! 12«, H, n d »z? I, i <7 u l ä a , lic> n äsr LsWl'Zck^ft 52: rur^sN no«:d N!:>.t
r. >ve:I sin 7«:^ 6«i- X^v^la'HnIeßsn, ersi ^n
Iknzerer üsil Nu-?!? sssn^ckt ^e«!Hn knnn« unä
,
. <)kt.
« I ä«m Verknul von «ini^eu Lrund8tüo<cen
18.
Hurt!.
ll
««n, mürk. 213—216, 0kt. 229, V«2. 232,5—233,
23?.b-Z38.b. lMsr. 1^ 0 3l?en. märlc. 102—155. Okt,. 167
diz 169, ve«. 173-^1?4> HI5« 182—183, teZler. L 2 r » i , «
i «z «rtorserlich» äi« N«L«lun« ü«r »nlreich
'UintsrLerst« 170—173, Lonunüreorzis märl:. 210—235,
^ulverlunzzlliulprüche «,bluv?3,rt«n. Dsr <3
Ftill. I l ^ l e r , mück. 183—191, V03. 189. N r - 191 bis
?t tür da« lezUicn« viitlal d«« HlllierHHpitHk sei 191,5, Lteliz, ^e:2«mn«kl 27F5—31^5,
mekl 22—24.2L, 8ÄI, ^«ixenkleie 10,7,
Di« V»i»v».Inlnz «lv?2rlel «in d«lri«cÜ8«nä«3 Resultat lcleitz 8.9—9,3, malt, Viklorik«ck3LN 26—31, V
26—28. rultHrerbZen 31—24, V^icksn 22—25,
clsr x?«iter«n Liquidation, vi«
k
1LZ—15,4. I^einliuonLN 22—22,2.
Var2UlZ«».icti«n w i t
9, vollw. Zuch«rzchnit2«l 20,4—20,6,
n«.ch eir»«m HntlHFe, cl«r ö«r am 3 1 . v k t 0 d « r
9,5, ^Ä,rt,ott«IllollI:«n 14.8—14Z.
l>«oüukt»»nlll« vo» 13. 0Uod«. Vi«
»ich lür 1 »inLlilWQi!ch»u hu«n»l in,
Lenw l e w v o k f e i x e n : l^oter
m /
loco 1<34>i: kurtor älo. 163'/«: ^ats loea 94?/,;
Lprinz V7koat elear« 700—750.
llkiezza:
'lV«!
Vl«un«n, 14. Okt. N» u m w a l l e . ^lisÄinz uni- l e n : per Nat nU^r: 143^; neuer l44: per V«2. «.Iler
l44^l, neusr l44V»; Nozzen,: per ^lat 3 7 ^ : psr Osi.
l t ä ä lol:o 28.88 Cents per «nz!. plund.
l»lv«i>ool« NlliunvollQoliLiunne'l vom 14. Okt. i'eN' 82-, U n i z : per KIki 80'/»: per Oktober 80^»; p«r De«.
' / : U a k e r : per l ^ i 4 4 « ; per v«2> 39^
chch. veiewd«!' 1W5 1l.1<l—H.lL, Is.iw«,r 1926
.18. l,!äl2 11.24. Uai 11.30—11.31.
^
14.X.
I.kll
4 ^ ' . 8w>z^>,
0«
o'.ea
<«!<«!!:« i»»!v»n!n,!. «!»><(. 5^^m.^«.<»
^s»»1» In M!»>n!»« s s » » « ! . <>!,pm.e«»<!!«
,
2.05
1.123
n>» ««»»» »»»»>,»!>»».»!!:!> ln
4i
^
.
.
<H
»5H5 95.10
. M
4M3c!,.',.«
4^zt!,u>N.«.!l
.
«»
u
M»!>«UI>>!>!!>»
«MH^,1.»,?'
—
^>
«H » 0»1<
4^ , , . ! . 0.120
0,2««
0,l«5
»z «»»«!,»,
«U>»»»!!
e.ea
«.»
5.80
92.00
133.75 125.25 z«>»!!,',k.>3>M >»«o
2l>?5 «3.«
«0.«
57 20 57.«
32.«
20!«
«3H0 lo.«
)NA »««l.'LK.
«Hki
3»«!. «l. !<!>!»>!<,
^>»^!:!,!< ^!«!> ^ .
Is.0«
0,032 0.<U0 3«! 8«!l««!>l!!!
5.!» 5 «
WiUM«,,!»»!! «1.«
«.25
1 525
52.« 5g?50
H2.7L «24.25
o.oe>
4>!,i
0.5«
,',M«.K.„«,
«4.«
U»lM«>«<>«
Ü«»»«>>« L»l,!>
0t.UK«««!!»!>!, »<H> «i^o
?4.«75
0t.V,!«,lck>»ck
Ni!l.Nn>.!K.
«2.50
152.0
. LM»>.!Ä.
. L«k«.-L!cl>.
«4.X.
! »H.X. ,l.X.
!?, !.!«!>! «.Xil« l>5.« VV30
«5.00 km»»
«1.50
30«
2 0 . « ü°«>,s!>
ai»5
20.«
023
V2.50 !:!!>.«!!!«>
50«
Wenzf. k«HMn,
104.0 104.« n«!n!n2 Tß^«^
«20 0 , « N!>.'»!.«,«»!>.V.
s«W»<!l».
57.55 575 öt«.3tünn
« 0 N»>!>.!<»l«!<,U.
««!>^2«!ul.t!z. 3S.0
4«« 4«.«
1l».0
<<H»Le!,l!!»
»«<»«»!
<!««'».!.«»!»>
23,«
33,«
20.«
3L5
W . « üd!^«^ll!!.!««!. 133.0? 1«3H
«7H» «7.25
Lo!«t!>!!<!!!l
«.«
»,<>!«, s!k««»
«0.«
27^0
>.«i«!««>>.Vi,!l.
l.«ll>>!»»»!>.
74.0
««Äl,«!'
M«!>
45?«
<-/>»kt!
iö?>o
<^
l».« 2«.«
104.0
I«5
lol.«
»2«
ty.ra
«^
»5»
22.25
21.50
l> . l.Uc^>,>, 11>l«
120,25
kü>«i<.f.M
77.»
V2.7Ü t^s'il ^»»6.
25.2» I M «!«'«««>. 0H« 0 . 3 0
11.75
L4.« « , 2 5
1lO.Y
0.44 « . 4 4
5sH>
H».0
3.50
^-
U»».!!i5«<».
<<M ««!«,«>!>.
N».5 11LH w i t m . » » .
«>M.».s.
57^0
«7H0
<?.M
L!.»!.Mn!!»!,
«»!«««>. f«l«ck.
»»^«
«.« «.2»
U!.«!.7,!^..
««»»^^>. »7>« »7.»0
2 l l . « ».«>
0b»w»»!
82W
2 » 0 0 ».« Xll!^I !.»<»!
«0.25
« 2 . 0 0 32«
ll»ut«!>«V»!>»,«7.0 127.«
« . « > «.«
12«
«>«
l!i«>j.H«!»!»I!s!. «2«
«««»»t.r.it«^ 1A.5 12«.« «»«»»A.kl!!!»»,
IM!<««f««<!l» Ü«H« « 0 0
«50 « . 7 «
H3.50 35.30 Wn«!^««
lX>.« 5 1 H 5
t)v^(üt^. 3te<?!m
.
«3.»
ll»!«!, l!«!«
»«
75.«
3H,T
<7.0
«ll«
«0
«725
»«.
«?»
88.23
E3.5
27.0
20«
24H5.
42.0
412l>
«7.«
«.«
78.5
42.«
«0
zz«
28.«
4.1«
e5.?0
»5,5
V0«
«4.«
.. » « M « 7S.50
«?>«
«4.«
tO«
UW
Ll«»4i>«»!,8«>'.
. 01^!«!.
».»
^5H«
37,0
59.0
0.34
«3.7«
l7,?5
74.0
2,l
!"-
51.«
«0.75
»H«
, lmnMi«! «3.7»
t.«^«t lnüli.
" IM»»
lü»><«
Iszs
F»M»»L«>«!»
47.5
W6.W«»!,!.
Mck»M. l!»>!ll.
. »>!«»»!«,
-—
3«!>v!t,<i!l!n!,«> 41.!»
«7»«
!.!»ln^uM»
«.«
»7.«
»2.52
«4.«
25.0
«4«!
«5.«
öl»
«Hl»
7 M e«Ä«>.
13.X.
,4.X !
1.52
^«>!>i. l t u ü m .
3»>«
50.«
<i5><5 <>5,«
«» . K»!,!. «.«
. l.M.
«X.
»3.X.
3«>0 W.0 7«««!«« M<!X « H
5575
25« »4.25
»25
, NHll««» «.5
74.«
<«.!> « 0 0
I 0N»l»!» 540
5«.5«
??>«
45.«
110.5
22.«
14.X.
5, «
W«
»H
»»ww!>^>»
-
13.X.
<56.V0 l?on. v^«l^<«l
« » X,ck!Zck
Hl.5« X » p Ä « « »
k!,ck,n!l»L«!>m,
3««
Ln!!»»!u»
«0.«
177.0 (Ü>M, <Vni»«!l«.
Lnlln«!
«l»
Llwm.'l.IM!,«»
lilln z M ü l « »3«
75H0 7 4 M Ü,!«M!!>,!«f<!. «4.«
140.0 > H . M » . M ! i
,
L»!ä«nl>. 175 0 1A.0
««.?»
,
LilȀ^ 120H5 NA75
«.
102«
»<^«»M»»
. W»>!,6!!>.
101.»7
MM,
!«!« 100.25
0.240 f!»Ml><»le,!>!> «0.« ««.<»
«HM«.
«!»o
fi»ckl,»ss>.L!>. 6.20
5«.5ll 5».» «ö!0«!!!.
3»!,^. 03 0,»» —
»<»»!»b. !»l.!Ä. «40
5.«
^U»>, 3t»»<»>»Z!>»f«
.«i!«
4>/,^(j«!«.!>U<! ll.<7b! 2><0
<V,iL«>',Vl>i« 7.70 ?Hl5 «!,!.«<,, V«!. dl«. 7 . « 7.«
^»»«M»«»,.! 0.L«! «.»5 0ü>«!.!<«H!,
7.10 ?.3ll
-—
8l«n°« §«>>!»!,><,
<sb»me^l!«lös^.
62.«
, ^«cku niz,
« UM!>'7!l«!
. VV«!,,,.M
12.X.
5 « « <n!»«.«»»!!!«.
»^. WelWt.
^.«) !,!»«zck!»!«!>
77.«
«5.«
» . « R«!l!»!<!>2!»<1l»
45.«
« , « 5,!>sV«>!!!!!l»,
111.«
f,»«> » V«!>
0.25
«.»
W« Hl« lVllmx^eliO», TV 2 7>75 »«>!!»«!«» Nt.
2 0 « 20.«
«ec»
70H« «,,5 ««!>!!«!< » » > .
N'll.f>!!<!.
33.50 33.90 k>»!>!<!>
»!5.« ll«!>«Ü»>f!!!»>»!.
^nnül.
0H>
55.«
sb'o
75 30
—1
ll».5 30,0
40,25 41^25
8^00
04,0
T4>« 8^!U»»!<W!!>!!.
>2.« 7 2 «
42 0
41.00 4 3 « »!i»U.«<>!
20.75 »?,la
»Djy ^ ^ 8«w«!»
52<Xl
04«
042
4.« ««!,>>!> !^«!i
32!«
007? 0«8 Hl^Ull!,»»
««.«
2««
1«H 1«.0
2.25
l0.<»
N.«
»4.«
103.25 104.7«
,03.« 104.5
lX.'««>,>.e,n!> 33«
«,l:l»!.>!V,«>«d> 7».«!
79.«
>H>m.>v.!?n»»ld<>.
alten dwdi
«!.«
.
L1.« 8<H5
!.'K. >. Ul»».
L»!m!3l«ül»»«!>' 1.02 5 1.05
b « « . L . ^ . « i . 7 2 « 70.«
a,»x> e«>!.«.>!.v,i>!<. «.« «.«
27« «7>!0
o.zea
2,!t,!M(!»!«Z. «5.5
123«
^^ ^,
0,2!» 0.LU
0.1!»
0.2»)
ü>5>m.»!.!'!!««!
«4.X.
120,0
13, X.
5.«
7.50
3.20
8.30
10.30
7.75
1.25
ÜHn!t»Xt!<n
o..:-!
4 ^ 5 . «,<!.<
815
1.«
2.35
«.
»«
n,x.
ßü'ÜMM
»^
4800 4 9 ^ «
5.70 5.72.^ k^ > Lud«,
5.7Ü 5.72,5 ^ L«!^ V. 04 23.75 <o.co i ' i ' i
^«.
» !>
4'/,»
° >!1
— N «,>.!.'.«>>«!<.
4i . U
4? . ^>lUÄ.
4'/,Wi>zMi3 »,«>
4Mv. 1i!4 3 8 0
1°^«
4«L°^!«M
^«U'.v.iZ,«
4'l,^4.^.3l>,!i.
4'z
^,
?«
«.«
7.50
.«OllXXl,
210
0.75
4z«>!m.>l!!NV,
»H.X. 4N«ck. < « ! ^
0.224 0.225
4»,
.
«
»H775 0.275
0.4« 0.450 4> V. <2!>z
,
O. ^ « z i p ^ l i z , zd üemburz « n 29.
I).
^ 2l,lliQ «^ Nz,iÄklrz «.m 2. ^luvernb«, »b llu»»
m 8. November, v . Ikurinei«. »b lüunburz »m
12. dlovemd«!-. !>l«l<:k H « . n » d » : v . V f t k U
Vnt«ii«»»1l»n. Intolze einzutreten«?
in einzelnen <3«m«mä«n L««t«,i.l«t. ein« Voll«« 29. Okladsr, v . Ikuiin«iÄ. «ml 12.
v.
tb i L t i ^ t I I
kalt»», »e n«.ch I^«.e« und Lekundlunz äer ^einderze,
«in, 31. Oktober.
z i
uack den 8ort«u s«r Ir»ul»n v?vwä«n Leuchte
: v . Xsrmit ca. 24, Oktober, v^ ll«««» «».
von 52—70 Qnld n^ch O«ch»Ia i««!!e«3t«lll. In Volkach
wurden in i v e i iHzeil !>Io3i8»v,'ichw van 81—85 Lr^d 7. d!ovam1>Ll. ^ z « : k d « r O s t k ü s t »
le5teo2l«l!t. VolHU3«ichUich sürllen sich äi« ?rei«L per r i k « . : ll. ^ieäer^illü zm 17. Oktober, v .
»W 24. Oktober, v . ?«.rzeu«>.v « n 24. Oktober, v . V»üo>»
100 Kilo? in äsn Lr«n2«n 2^«chen^ 22—L0 M b
am 4. l?ovewder, I). I,izuri«> <un 14. Ilov,m>b«r. l l . lli^
eräsü jeäoch 40—60
Vrlurt lmi 14. Ksovernbor. !i».ok ä « r ^ » « i l c 0 » t «
»
8 u d », m e r i k H : v . Unrä», «.in 17. Oktober, «in vunpler
Illoslobslouullt »nl Ü»M
ll
»m 23. Oktober, v . ^«Ilenv'.Iä « » 33. Oktober. ll»ei>.
Olcton«. Hu^8«»3tellt ^«.l«n 143
,
(! ub «,—Hl « x i k o : v . 1'oledo <u» 30. Oktober, v .
100 ^?HAeu n«u ruzetükrt, nämlich «,us ^OllUHmbelz 2, Z o k l e e ^ «in 30. Okt,ol»r, D. Ad>l1ü>. « » b. X
kreulien 19, N«s««n s. ÜHä«» 1, llalland 9, 7»ch«cho- v . tUo l?»nuco « n 10. !^ov«lQd«r. !^«>.oli V » » t
zlov?.I:ei 1, 8üdsl»,visn 19, Numinien 8, Ilnzz^rn 1, Il«.> i n d i e n — ^ » « t k Ä s t «
2«».tr».!»,i2»li»:3.: I ) ,
U«n 10, ?r2,nkreich 24. lX»ch »u«v,'3,rt« «nd 56 ^Vll^en l^zi» »m 17. Okloder, ein v«inpt»r » » ?. lüov«Nd«f, v .
«.bzeLÄN^en. kreis v?N82N^-«ls» tu? 10000 ky von 1800 Isutoni«, »m 21. November, v . I k n n 0.» l . v«»mb«r.
biz 1650 M>. im LI«inverk«lat 7^0—8>50 Nk. M 1 2 l i . ^ 2 ek 0 z t » s i e n : v. >üob!«N2 » « 17. Oktober, v .
VLNsst«« am 24. Oktober, ll. I^u<li,?!Vkl»t«n >un 28. v l »
lo'.«r, v . ?r«u!!«n »m 31. Oktober, v . <3it? ot 3k»«k»i
nm ?> November, ^».ek A l r i k z ^ v . U«vcku»» «u»
»s»l»»nl»t»r»lnll»!MN!Z!»> I n ä « Nanc!ol«
l
^ m t « « » r i « : k l N o t l e n b u r e vurä« «i^ 9. 1?. Oktober. N
Oktober 1925 «inT»lr»z«n: bei der ?irm». I o k « . n n « s >>ch ein I)«anpler.
vom 14.
V 10
KÄ8L2N!?t!LtUNN!3N
uz
2b
6«
niszs durch üi«
«,lll!<
>>«!
: v.
ist mn
18«
«0.0
«7.0
4«.«
^.
«0,0
«.0
55.<25
555
««.23
54.0
5«.ll
57.1l
»
14.55
3.50
5.«!
84.5
53.«
2.15
e.20
1.5,
l8k
AllliW
«1.0 «».75
115.0 N 7 0
»<.!<»!«>»! !ch,v 101.0
17A0
10?>0
»2l,0 12,0
?«.o
«.0 «5 ^,ll»>.f.»i«»!,z ÄL.«
«3.7«
54.5
L x x . ü«»di«m 70.0
«0
3s.«
10>>°
175.0
><7>0
'?.»
27.5
700
10?>«> 1«>0
«.0 «5l25
«>»!>)«!!»>s
l)d«!«!»
«,5 ».«
34.»
««Vil^!»«!,
2«5 »2!>
"^
73.25 72.»
»-» tt> >N.8<»«>!«>>I, 133.« 132«
»?H «.20
0H>
24H5 35«
8 » ^ . «<!!!»»«> «».»
«.0
7300 73.«
7«>!«
l2.« 53.«
Unl«/»»»»
»0«
zoo 3«H»
»,!.
b7H
»25
«0 « 0 . «
v««.li«.c»»»»! le.5 »1H
2.15
5 i » !^««»« «.30
5t«l«<!I«»W. «1.0
1.53
9^75
«?.« .».0
«.75
«1,0
44,0
i0.ll 4 0 . 5
?1.«0
«8,0
,225 « 2 . 0
U0.0 107>?5 8v^.!.'l!l»!!»>>« 2«U> « U l l
>!»>!»!»! ku,!!U 520
«»'
8,0
7» 5» ? « . 8
77.25 73.75
«.<>
«.0
<«.o 102.7«
!««!M>«
71.«
W M ! , ! . ««Zl «1>«
!«<!»«»
45.«
!»!f!<«!
!«L»!<!>>>
X,!l ^«ü>ln!t!>.
<»«!!. X»!,«»
«loi
Ne«. L,«!!,X»!>!.
N» ««!,«>^<! 34«
«» 0Ü,»>»°!>
14.55
«^ !>«<!». X»!i
3.50
5^ fkuü.5««». «80
»4.5
5» lü«!». »>>>.
5i>A>.^!>.'0«». !7.?5
?«,!»
1«^0
172.0
70«
1«0.0
«72 Ü
124.« <»>a
142.0 <42«
7<>« 71<0
1?H <?.«
«.«
42.«»
>X«««!<.!^»!!»Kö
.
«^5
57»5
., " > . V « ? H .
«0,0
llttH^NIM»
N»«»ü>.VV»!!>»t,
WH
«?H
»,«
<l2ü
77H» 7 7 2 5
2<H
«>0^ 8«!»M,K<».8<. 31.5
H5,0l) »«M^lll^^
Wa Vei.L^in.ßl.f!!.
70»
V»».N!»«>M».
41.0 . 41.0
7»
7»
??>»
«0.«
««.l« « l . « l >
«!.«
»0.« « « »
«««
A»t>Vli»!>»l>>«!>. «>«
v»l. !«!!«>«!!
53.«
t».5
V2H
V>Ä!.>6>Ä>.
V0.5
2.70
«0.0 « 0 . «
87,0
«.«
22.Y0
bHvlä.»«!:
l
15.H»
^»
Ü4,«
M»^.
. ^ «^
«4>75 «.?« «»«Wl-Xck!« I ».l« » . 4 , VNt. I««t»v»». 24.«
»4H
H
?^,^
«ll«
Wer
sucht
» et»« »nzellZt t « ,
auf un
wird
»lwünlcht« NK«r
finden l
5teu!tltnget
ging von Rtutlmgm bis
Alltlmra <ln V«»tt«2ir.
Abzugeben gegen B««
lohouna Weinaärtn«str.4.
Vetzingen.
Eine besondere Schünswürdigkeit ist die auf einem bemal«
Empfehle l/Ibst«ing«lochte«
beten Felsen über der Stadt erbaute Kirche Madonna del
Sasso. Diese Kirche ist ein beliebter Wallfahrtsort und
birgt ein Altarbild von Vramantino, das die Flucht der
Eltern Jesu mit dem Kindlcin nach Aegypten darstellt.
Durch eine wilde Schlucht gelangt man in etwa 20 Minuten
(nur Zucker und Früchte)
hinauf zu diesem Wahrzeichen Locarnos. Writhin sichtbar
blmbeer...
Mli. l.—
thront hier ein Meisterwerk, eine Vereinigung von Kunst
3ohannl5beer
,. —.80
und Natur, über der ganzen Gegend.
Llachelbeer.. „ " . 7 ö
Hocarno wird mit Recht die „Perle des öago Maggiore" genannt. Es ist ein stiller, beliebter Winterlurort
Apselgelee . . » —.<W
und von der Natur außerordentlich begünstigt. Mit Stolz,
Melmark
.. « —Hl
weisen die Bewohner der Stadt darauf hin, dah sie mit
per
1
Pfund.
einer mittleren Jahrestemperatur von 11,9 Grad Celsius
die wärmste aller schweizerischen Ortschaften ist. Noch
stolzer sindsiedarauf, daß es bei ih:ien viel weniger regnet
Konditorei.
als an den übrigen Seen Norditaliens. - I n der Tat
Gesälz
ttonig
Nlüten«. Vchleuder», «««nu).
«in. l0'«to.«Vüch<« Wlrck»
N l . IOLU. etwa» »unN«
« t . IN.-, balb« VU.«... »loch«
nan««L0«ta.»«dr V M
Leor«l»-».,lld«»n«n!»»<l U M
ltl.«le«tn. Lebend« Nie»»
laut »l»«N«l«.
Auf Wochen hinaus wird der Name des Städtchens.
das die „Sicherheitskonferenz in ihren Mauern gastlich
aufgenommen hat, in aller Munde fein, nachdem unter
den Schweizer Orten Luzern, Lausanne, Lugano und
Hocarno, die seltsamerweise alle mit L anfangen, die Wahl
auf Iocarno gefallen ist. Man begreift kaum, weshalb
die Auswahl des Tagungsortes soviel Kopfzerbrechen gemacht hat. Wir Deutsche hätten es vielleicht! lieber gesehen, wenn die Konferenz in Iuzern abgehalten worden
wäre, in einer Stadt mit deutscher Sprache und deutscher
Kultur, aber letzten Endes ist es doch zu begrüßen, daß
man als Tagungsort eine Stadt goll-ählt hat, die abseits
von dem Lärm des Verkehrs liegt und eine Bürgschaft
dafür bietet, daß äußere Emstüsse auf der KoilfereiH
nicht wirksam sind.
Locarno liegt malerisch an dem nördlichen Ufer des
2ago Maggie«, der hier auch öocarner See genannt wird,
am Einflun der Maggia in den See, 268 Meter über dem
Meere und baut sich amphitheatralisch an den Bergen auf.
Es gehört zu dem schweizerischen Kanton Tessin, und war
h abwechselnd mit Lugano und Bellinzona Sitz der
seit Jahrhunderten der schweizerischen Eidgenossenschaft
«eutlinge».
angehört, eine Bevölkerung mit italienischer Sprache und
Nationalität. Das Städtchen, das m i t den sich eng anschließenden Dörfern 8000 bis 9090 Einwohner zählt,
unterscheidet sich von den übrigen Ortschaften durch den
internationalen Fremdenverkehr. Gäste aus aller Herren
Zander suchen es auf, um Licht, Wärme und Naturschönhcit zu genießen und Erholung und Gesundheit mitzunehmen. S o hat die Stadt einen sehr lebhaften Fremdenverkehr, wenn auch der früher ziemlich bedeutende Handel
llsyullsrNocliofen
sowie
zu vtitauftn
Kathlliinenstraß« 15.
E m noch sehr guleihalt.
Kochofen
(außen hlizbar)
preismert zu »erkaufen
Klllfttiftraße 49.
Va» Oranb Hotel, das
liegt auch Lvcarno wunderbar geschützt, und die Norii«
winde haben leinen Zutritt. Dafür bremH die südliche
Sonne senkrecht auf die Häuser. So kommt es auch, daß
sich in den Gärten Locarnos eine tropische Vegetaitwir
findet, die an die Riviera erinnert.
Das stille, liebliche Locarno ist, wie kaum ein
anderer der zahlreichen köstlichen Erdenflecke der Schweiz,
38r unsere Ltettstypie
laufen mir dauernd
auch zerbrochene Sachen.
N o r t e l H «p«ls«r
Vteutting«», Vurgstr. 3/3
mit i5—20 Zentner Trag»
traft, neu oder gebraucht
sucht zu laufen
H»lel <llpl<made, d« deutsche Quai-iier
tscam, am tag» Magglo«
Kantonregierung, während heute Bellinzyna die alleinige
Hauptstadt ist. Locarn«» liegt abseits von den Haufttverkrhrsstraßen, wenn es auch sowohl vom Gatthard als
auch vom Simplon leicht unü bequem zu erreichen ist;
denn unweit des Städtchens führt die G^tchardbahn vorüber, und von BMnzona aus, wo vor etlva anderthalb
Jahren bei dem furchtbaren O^ugunglück D r . Karl
belfferich einen so schrecklichen Tod fand, bringt eine
Nebenbahn den Reisenden in etwa einer halben Stunde
nach Locarnv.
Wic> Lugano und die meiste» anderen Ortschaften der
Italienischen Schweiz hat auch Locaruu, obgleich es schon
erheblich abgenommen hat. Das Haufttleben d i r Stadt
wickelt sich um wü> auf dem langg^streÄten Marktplatz,
der Piazza Grande, ab, wo an einigen Wochentagen Märkte
abgehalten werden, die «in südländisch lebhaftes Bild
eigen. I n der Nähe, mitten i n der Stadt, liegen auch
ie Gebäude, in denen die Konferenz abgehalten wird,
und zwar befindet sich das eigentlich« für die Versamm?
lungen der Delegierten bestimmte Gebäude, der J u s t i z Palast, in der Via della Palma. Es ist ein zweistöckiger
älterer Bau, und der Konferenzsaal ist im eisten Stock
gelegen.
A n der
i n einem
ehemaligen
g .
e Piazza
P z z Grande
G
e
Regierungsgebäude
Regierungsgebäude, das jetzt Eigentum der EktMzitHts
gesellschaft von Locarno ist, sind Arbeitsräume für die
übrigen Teilnehmer der Konferenz hergerichtet worden.
I n uifmittelbarer Nähe liegt das G r a n d H o t e l , wo die
englische und französische Delegation untergebracht ist,
während das K u r h v t e l E f p l a n a o e , wo die deutsche
Delegation wohnt, in dem Stadtteil Minufio gelegen ist,
Der Gerlcht»pa<ast ln tocamo, da« ««nsesenzgelilud«
etwa eine halbe Stunde vom Mttelpunkt der Ntadt
entfernt.
wte geschaffen als O r t zu friedlich-schiedlicher Beratung,
Der deutsche Name der Stadt Luggarus ist fast ganz und wenn «ine idyllische, ja paradiesische Umgebung die
i n Vergessenheit geraten, doch erinnert in Qocarno noch kalten Herzen der alliierten Unterhändler beeinflussen kann,
vieles an die Vergangenheit, vor allem das noch aus der so sind alle Vorbedingungen dafür aufs.beste vorhanden,
Langobardenzeit herrührende, im Jahre 1531 teilweise daß die europäischen Staatsmänner den Weg zum wirk«
zerstörte Schloß,, die ehemalige Burg der Mailändischen lichen Frieden i n Hocarno finden, können, wenn sie ihn
Herzöge, die dort im 14. und 15. IaHchundert regierten. nur «rnsthlljt suchen möchte^
oliak
Hau» tzerrmann
zum „Hirsch^
212221'
Metallbetten
dt«. an««»Ullt«Hat«188 3 l « i
»N«n«zd«lfaor.«»l,I.Ibü«.
Iet.enbnrg.
Ein 8 I a h « altes, gute«
unter jeder G««m»i« zu
»«kaufen
Hau» Nr. 105.
XU«
^ — < i ^ — ^ " ^ "
kmpov «lurek Vieb selbst!
3tll»!K2ge für leten. «r >m Leuen vorwärt»
tomme» und etwa« t««iche>» wlll. <>««« <l!n»
llndun« von M t . » . - . Kant» ölnchn 20 V l » . « « «
'
^
, » , ««lne» un««8»n»hmen r!»uN,ld«n
ln Q«sl»Il van pM«ln, kinnen mÄ
M»«5«lN not,» iell. dank Ihrer» « k
möekt» b»!»upl«n. wundermiuel, ein»
«el«a«u v«r«U««nd» Wirkung ««»«««.
0 « «chent, WNel i«t °nn° Z«e>l»l dl«
i ^ P v
.,.. »cl»«5c>»«l,n«
Donnerstag, t 5 . OkloV«
5tr.
V
h
ist es zu danken, daß die stark gefähr- Varberini erstach e i n S a l d a t den franzö-I
deten Nachbarhäuser
erhalten
blieben. Die fischen Iesuitenpaier Paul G e n y, Professor an ^
3 g
seinem
Fährnisse konnten zum größten Teil gerettet der gregorianischen Universität, m i t
Die schöne Ateratur (Herausgeber: Will Vesper. Nerwerden, dagegen nicht die Futter- und Winter- B a j o n e t t . Der verhaftete Attentäter erklärte, lüH: N>. Avenartus, Leipzig. P « i s : Viertelj. ^ t 2.—)
die Tat begangen zu haben, da der Priester seine wldinet ihr Dkloberheft zwei Iubilaren: Friedrich Lien»
uo:räte. Vier Familien sind obdachlos.
V««in« elmätzigl. Pieiö (3 Doppelzellen 40 <3oldps«nni>Z
Mutter während des Krieges durch die falsche hard, dem YOsähngen, und Conrad Ferdinand Men«, des»
Nachricht vom Tode ihres Gatten ins Grab ge- ftn 10k Geburtstag am 11. Oktober all«! Orten festlich be»
bracht habe. Der Mörder wurde M i Untersu- Mngen wird. Dem erste»?, wird ein Aufsatz „ I d « und Donneisiag, den 15. Ollobeii Württ. N°ll«bühn«: Thea»
Geltllllung" foioi« »in« »ollftäNdig« und darum sehr wert«
chung seines Geisteszustands ins I r r e n h a u s
lei'Vorstelluna, / , „Agnes Btinauei", Bundeshalle, 7)^
vr-lle BmioHnlphi« darIebracht, wähnnd üb« Conrad
gebracht.
Uhr. — Oeff«nNche Hersammlung der Poii«!e, ,N«rk<
Eine deutsche Fassung der Augustana entdeckt.
Ferdinand Meyer drei Nußätz« handeln: Sein Echo in der
nn!d Schachtmeist« vom Baugewerbe, R«ft<w!<rti»»t N«>
Wie ein Münchner Blatt meldet, ist es dem PfarEin Niinhaum voll Weintrauben. Ein «ig«nartig«2 K M l von 1885 bis 1923, «in unbekannt«! Brt«s ftin«
ael Zum Gartentür, 6 Uhr. — Kammerlichffpiel«; täglich
rer a. D. Dr. Wilhelm Gußmann gelungen, in NaluHHauspiel kann zurzeit in F e l k b e r g . Amt Mull, Tchwtst«! Vetsy üb«! txn Dicht«! »Brud«! und ein«
Vorfühiungen. — CafK Finclh: Heut« Tanz, 4—6 lml»
einem Folioband der von Echeuerlschen Bibliothek heim, beobachtet werden. I m Garten des Landwirt« Studie zum "Heiliaen", d>m bedeut<ndst«n Wer!« d<«
8 - 1 1 Ul>r.
in dem Germanischen Nationalmuseum zu Nürn- Georg Bronn« ficht «in Birnbaum, d n Ülxr und üb« voll Dicht««. Ein« FllltMil«btilaa« gibt Meyer» Niederschrift
berg die seit Jahrhunderten yerclebens gesuchte schöner, reifer, saftig« Trauben hängt. Ein« EUnngrebe d«Z Gedicht«« „Di« Schmied«^ au« .Hutt«n« letzt« Tag«"
wledtr. Auch unl«! d«n w«rtooll«n V«spr«chünF«n finden
deutsche Fassung des Aua.sbura.er GlaubensbeWetterverich l.
hat sich um den Stamm de« Baum«« gewunden und istsich Sp»zilllwüidlgung«n jüngst«! M«!«!lit«atul. Auhti
kenntnisses zu entdecken, die die Nürnberaer Gebis
zu
einer
Höh«
non
«!wa
zwölf
N«ter
empongtklelttrt,
N««m«tersland:
731 Mill. (VeiänbeiU Zunahm, SVlill.
den Aufsätzen und zahlreichen Besprechungen enthält das
sandten in Auqsbura am 15. J u n i 153N dem Rate
ihrer Stadt übersandt haben. Der Fund reiht sich die Schöhchen der R«b« haben sich um die Zweige u^» I e f l noch ein« Zufammenstellung d«r ««uuscheinunyen im Nied«sl«l 3h«lmom«t«sll,nd heut« früh ? Uhr: — 0 Z » C .
tzöchlt«! Stand de« Thermomelei« amz>«fttig. l a g : -»- 2 « ^>
der Entdeckung der ältesten Redaktion der Äugu« Aest« des Birnbaums gelegt und bilden nun ein harmoni» September, «in« I«itsch!ift<nlchau Septemb«. Uraussüh» Tonnenausgani am lö.Oltbr. 6.27 Untergang: 5U4UH,.
sches
Ganzes
Die
Rebe,
ist
weder
geschnitten,
gespritzt,
rungsbtncht«
und
Mitteilungen.
DK
16>M<ie
Beilage
stana auf dem Nürnberger Kreisarchin durch Dr.
Mutmaßliche, Netter für Freitag nnb samstag. Der
Schornbaum und Dr. Kolde im Jahre 1905 will« noch geschwefelt worden und trotzdem sind die Früchte gut .Die Iah«5nnt«^ bringt Gedichte von Fr. W. Bischofs
und Hern». Claudius. AU« in allem: Wiederum «in leich» üb«! Mitteleuiopa liegende Luftdruck wild von «wer
diss an und übertrifft diese sogar noch an Wissen- geraten.
haltig«», b«d«ut<nl>e» Heft dieser wirlkich führenden lit«a. nördlichen Depression, deien K « n üb« Dönemarl l l e A
schaftlicher Vedeutunss. Dadurch ist auch das bisEin eigenartiges Mißgeschick widerfuhr einem bi«oe«n
hart dedlängt, so daß fm Freitag und Sam«t«<, l l i r t «
her letztfehlende Mittelglied in der Enistehunasge- Schuhmacher in Lichtenau, der während eines Spazier» risck-ckritiichen Monat-lchrisl!
bewölktes, wechselhaftes und «gnerischls Wettn zu- «l»
schichte des deutschen Bekenntnisses ans Licht ge«
Der MilchschafzLchl«. Zeitschrift für die sild- und mitte!»' warten ist.
zoqen und damit die Möglichkeit eines kritisch ge« genge« bemerkte, daß da« E i s e n b a h n g l e i s der,
dtulfche
Milchschaszucht.
'
'
sicherten Textes zum Ersatz für das spurlos ver- Ttnse Prag—PolknMn in ein« Biegung a u « e i n »
Di« Entwicklung mck Rentabilität d«r oltfries. Milch»
an d e r geschraubt war. De? Schuhmacher eilt« auf
schwundene Orginal gegeben.
Verstorbene in Reutlingen.
schaszucht im deutschen Binnenland« hat «« notwendig <,«,
dem Bahngleis zum Vahnwächterhause, wo « auf die macht, «ine «igei« Fachzeitschrift erscheinen zu lassen. Wie
Margarete N u r s t e r , W»«.. g«b. Müll«, 7< Iah« «N.
Erdbeben. Die Erdbebenwarte der Vuda- drohende Gefahr ausmertsllm macht«. So wurde denn in aus dem Inhalt de, mit Abbildungen verfehenen neuen
pester Universität zeigte am 13. Oktober 6.51 all«. Eile das «New wieder instand Fesetzt, sodaß der knapp Heft« uslchWch ist. ist d « V«llag auf dem besten Weg«
nachmittag ein Feinbeben a n . . Das Beben dau- daraus heranfahvmde Personenzug der sicheren K a t « > «in iiutzeH w«tnoll«s Fachorgan zu gestalten und damit Für den Inhalt ««anlwortlich: - Fritz V . a n d :
Mr den Anzeigenteil: K a r l b e l l « . All« in Reutlingen.
erte etwa 2 Sekunden. Die größte Ausfchunn« s t r b p h e e n l i a n - n , die um so größer gewesen wärt, du Müchschafzucht n«u« Inl««ss«nten zuzuführen. Di«Druck (Runddruck) und Verlag » o n 2 « l l « l K T p o r « l .
gung betrug 8,5 Millimeter. Der Herd des Be- als der vollbesetzte Zug an «in«n Felsen angerannt wärt. ZeNchlift lostet vierlXjähinH ^ 1.— uild fft durch den
bens dürfte i n einer Entfernung von 2000 Kilo- D<» W h g e M l des <mn<n. Schuhmachers, d u so viel« Ntllaa Der Mlchschafzüchlei München, Rottmannstratz« 12
metern liegen. Dem Erdbeben ging um 1.15 Uhr Menschenleben yentki halt«, ist, daß « l v e g « n u n e r » zu beziehen. Probeheft« liefert d « Vtilag gratis.
i«cl» »nge»
l a u b t e n B « g « l > « « 3 d.«s G l e i s e s m i t « i n « .
ein Vorlieben voran.
^ fertigt von der
Vl«
yi«
belproch,t«n
«.alle
sonst
angezeiaten
Werte
besorgt
V e l dstr a s e von 20 Tfchechotionen belegt rourde.
Ermsrdung eines Jesuiten-Priester« bei Rom.
P a l m ' « Vuch» u n d M u s t l a l i e n h a n d l a .
Chicagos Einwohnerzahl. .Nach der letzten Zählung
I m Zentrum Roms spielte sich heute früh eine
Nntinuarla». Reutlingen, Markiplatz.
beträgt
die
Einwohnerzahl
Chicago,
«
n
d
drei
VlUlionen.
Aufsehen erregende Szene ab. I n der Piazza
Vom Büchertisch.
Siadi- und VereiMalendtt
Bunte Zeitung.
>^^^LLI2I5K5L5I. 15. Okt. 1925
: Im V « e n 9
G e.su chl m e i d e n
l «eilende
tiichtlze
31
zum P««taul von V«l«n. Fett« u n d S e i f e n ,
prodvlt« an d i , Landtundschaft gegen hohe Pro.
ulsion evtl. später
— E< wollen sich nur
äter Vehalt. —
solch« weidli
n»lche schon
scho genlst
lst haben
h b unddbei
bid
eidliij n»lche
der
Me
8llIjMlW8NU.Wl.lli.NW ^
IN «ckänel
tür
Ull«el ßut«
?»u! Vollvr
jetlt
unä
l r
beste-n»
Büß« bla«e
Trauben
und W«io«n solch« billigst
abgegeben bei
: tUMtv
rult luren» I o l u l p»»«l.
»
Winl.jl.cksn
n i « s e r » t e n kreisen
Wllge
<«»^ « i -«».»«»»»^
zum „stttliau
lst «ln gutes Hausmittel N«»»ling«n,
h
qegen Husten, Katarrh,
stratze, 3e>«pl,°n 641.
Verschleimung, Maaen»,
Lungen»«. Nierenleiden. Vleich»«.Wassersucht, Gicht,
tzui»ll> ml» «ute
Rheumatismus. Nsthnm. haupllächlich zur Blut.
«inigung. Solcher ist «m Samstag auf dem «ebrllt v l n ! ?»rl «lort
»ulM a « l t bei der ,T«<-«be" zu haben. — Flasche
mitbringe» l
I n Uecker
l_oc.sn -
b«». Kundschaft gut eingeführt sind.
^«rh«t«n u n t « ,,Nr. l»N8" an di« Geschäfts»
stell« d«s Reutlinger <Ne»tlal»Anz«ig«r.
Wcht
Wir krel»r«n uns. alle Verwandle, freund«,
und bekannte, sowie Ichulkainerad«»
und 3chu!!<»mer3d!nnen «u unserer
de» l ? . Oktober >Y2H im Zaaldau «ur
bürg in 3l>nde!l>ng«n «ialtlmdenden
für Stadt und Land. Hoher Verdienst.
Off. unt. „Nr. 1514" cm die Geschäfts»
stelle des Reutlinger Generalanzeiger.
lreundlickst einiuladen.
?«lt«8 N2cluu.
2 Unr.
äi« L«,r!» Tübineen,
W
plllllingen Ullll
Qlot«! iHgerposten — velt unter prel.
3rl»iclc
ick
!4.»«^»»»<»,
zn», bl«», zrlülU«», blau
g
19.- 34.-28.-34>> 42.-
tüx Xaltotkel. Obst u. Qetreiä«
in 6er «Lr»ph. Lrancke» Renntv nisse d««it»r. — Not» Provision.
Angebot»
U!r beeliren un»
,
,
l^2chd2rn u. Zelnnnte «u unserer »m lilrcl»»
17. VKIbs. 1925 lm 62«!»
3" ln
»n
13.» 2ö.. L l . . 35.-
MV
13t
nn ll»m si
Reutlingen.
ir b'nten llw
un>
lldr.
,2 Ui»r
in
vor
PN«zhausen, den 15. Ottober 1925.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Ve»
kannten machen wir die traurige Mit»
teilun^. daß unser lieber Gatte. Aaler,
Großuater und Schwiegoroater
ert
nicht unter l8 Jahren, perfekt in Stcnoqrllphie und
Maschinenschreiben, sowie mit sonstigen Mroarbeiten
utltraut, p « 1. November
IL.lO
Lnlngen u.
Am S a m s t a g den
17. V t t . 1925 kommen
voy v o r m i t t . 9 l l h r an
Angebote «rbcte« unter ,,N«. li16" an die Geschäfts»
im Städtisch. Pfand«
stelle de« ReutNngtt Gen«ral»Anz«ig«.
l o l a l (Nanzlelplatz), zur für Ami»» und Gemeinde
' Versteigerung:
gencht
Eine. Partie Herren« und Damenkteider,
Schuhe, Hausrat. Möbel. 1 Riibenmühle. l Eis»,
sind zu haben i n l>«r
schrank. Plltenldetlröste, 2 Glüse'nwagen (t00 kß
VÜchblMenj d «
und 850 kz). l Möstfaß (650 Liter). 1 doppelt.
Kontorpult mit Stuhl, gut erhalten, l Rund» «NeMllxze« «e»m>l«««.''
schiffmaschine. l Sitz» und 1 Üiegebadwanne
(Zinkblech). Waschmaschine, l Motor f. Fahrrad.
M«»nckelter»5ckmMt Reutlingen
AllMießend im
2 Büfetts und 2 Hunde.
VlM* gesucht. 'H«l
Malm
1331
zum
its-kreier
lreündüelist
Luck
Baßner. Kommissär
HWW
«loli duroll «nälw»
«l!»6o liulianchung m i t dem
!
k
l
i
mlt Fymilie.
Me Vlördiguug, findet am Gamö»
tag nachmittag 2 Uhr statt.
i n v ö l l i g »«umeiilozor 8L>l,»tl>LQ»i>d!ul>g oll
de,»
jeäs L«rul««<oruvg HUÜ<z«t
HUÜz«t ^^ i ii k « » « , d
Bring« den Herren Nulobesitzern
meine best «ingerichtel« Wertstätt«
mit gutem e r f a h r e n e n Personal
fllr Personen» «nd Lastwagen»^'
parat««« aller Art unter ZuNcher»
ung schneller, reeller und billiger Er»
in empiehlendr Erinnernng
kämplun. Prozpolcta kniztenl««.
dnr groü« Nrlo1ßio> 6un»tiss« 2
g
älngungon. ^ppkratsvoräol» »u«uv«lwi«t«t.
8tl2lZ<: 47«
>r«-il
>A
UV
äe«
I n . tiefer Trauer:
Die Gattin:
Barbara Kchmled, geb. Bauer
Lest» Loscl,
te»ln«lÄ
litt
nach lu.rzem, schwerem Lciden nn A l t «
von 68 Jahren uns entrissen wurde.
erlsuben un» Ves«»n6le,
und 3ek»nnte «u unserer «m
den 17. Oktbr. 1325 lm <.»»!k»u»
" ln
1011
lN
WM
M
-
zl
llo!»t
)N«l>l
«nbl
m lwü Volllmulk-lllztitut:
>l<eu»!l
e>npfel)Ie n<>'no
t»rV»^
n. > inmc>l)iii»>»
««ü«1>izlt
Ut
entl
t>w«
Telephon Nr. 82
Interessenten zur gefl, Veniltzung.
n , LindenftroHe 33
tilr 2»M» und FlAchmaschmen '
sowie Spulerinnen, auch H«<lerAn«n
sucht
Nanen und Mäuse
. Die repärannbodursligen
auf Nerlanaeu abneholt
oder
lledr.
K»
«gen
«ick dei Le6«t iu
n.
Versäumen sie äaber nickt 6ie«
ll. m. l^ «.
N«NlN
WNU.
42
Llull»ut«sel«geull«it!
lleMWn k. v.
NenNinger Firma
l«»n>»l>«at« inNllndllellen
seh« deg«!»it und beliebt find.
srlorllyrn
unll i8t öissem Umswnll bei
Über»«« yro85sr
Neolmung gelr»g«n!
w «11« orsüen
4«
such»
«inen intensiv arbeitenden
»eiledelltttet
».
V - " u.
b»eUi»el,»lntel, tlott« rör.
»en «».— 16.50 dl, 7.50
. 5«!»»!.
- null «llellW»lltl«l
»ns v»«odl»ntM«
»»enlllei6«r, «bön« X»ra«
rwä 5tr<-ilen 8.5U b i , 5H1
v»»«n «ilntel in»t»p»l«rt.
Stalten Äi.— 18.50 di« 9H>
V»«enlll«l6er,
vielen?»d«n
v»»en
v»«enlcl«l«.«l', elegant» ^
illllrung in Popeline, «Ja.
d d i usv.
42.— 30.— bis
32.— 24.— dl,
v»»en»Mlntel in Velour,
u. «üb«
2«
V»»en > llostil««
4 8 . - 3».— b i , 15.—
». IlnsVlMlllßl». »linr«». v»u». <»u. ltckr
und beize in »lle» «Irülien und
l.»««»r8elce, «in -»-«llener
a
s.l» «.—bis 4.50
X«»»l»ril«ll» in lllp». <3»b»>
sl«, »«sei,
»el»r
lell»»ne lnll««»«t» »lt u. o. x«l»el
4
t ,,
Okevlot in
10.50 7.50
Mrberei"
Arbeiter
sowie «inen
Onrnpaser
sucht zu fofortigtm Eintiilt
Lachen«««. slUMing«
Färberei.
Jg., tllchlig». stlbftän.
dig»
lienne, A n n«Hl.
in »paiteu I»od«l»rb«n
».
u. llüuer
v«b mit tn«n«rllchen
. . . . .
«esana, P«ei»««ltt«ilun«, B « I » s n n «
und nachfolgendem Tanz stau.
Hi«n laben wir unfe« Mitglieder mit
Angehörigen freundlichst ein.
Stichtmitglied« haben leelnen 3«t«itt l
lege» bolz« ««»»llion. sei
intenNv« V«titi»»ul» bietet
die!« ««Neu »«te »dantlndi!
" !llten». - Gut b«l«u«un»
b « n » « i t b«N» <l»v»
feblunn »ollen sich »«Iden
unter Nr. l»l3 < uich dl« »e« N8. Vaben für die Verlolung bitten » i , an
lbiltUftell ee» «eutlin»«l
Samstag nachm. von 2 Uhr ab in du Vnndeshalle
i
abgebe^zu wollen
lusben- n. >2scllsn-8»e«tel', neu« ?«««. 4 « «.
in plÄckUsen ?«d«n
Am E a m s t a s den 17. bkt«ber»
abends ? Uhr, findet in der Vunl«h«lle
unsere diesjährige
in dunklem
3.35
llinÄermint«! uns llinäer»
6er «iell« ^n»
in »Ilen Vrsllsn
v«uuenblu»«n uns
van l.25 »n
von Ull. 4.—» »n
für Inst«llati«n. sucht in
Rtutlinan« «d. Umgebung
bi« l » . vltobei od. 1. No.
»emb» Dau«rsteUung. Tv.
auch Arbeit«« f. auswärts.
Gest. Angebote unter
„Nr. l4«8« an die « e .
fchäMtelle des Reutlinger
G l A i
«lltvoen den 2l. vllt., abend« 8!
Nlaoieradenc!
kl»« 3Ml»3r.
V « s l l « i n r 2 «laviere
Vartr«g«lolz«: Lrn«b. 8«»»»»»»». ll»«»rt
X«u-t«l -n lllc. 2». lW «><l 1HI d«l
auf Vint«»Lmk«.Mllschine
für Sportartikel bei gutem «»«!»»»»»!!»»»»»»»
Lob« und dauernder Ve»
v o r Verein I l Ä t « u 8onnt»z d«ü 18.
schäftigung g«sucht.
i l n I.ln«l»ol,«>»l
Angeb. unter «Nr. 1509"
an di« Gelchnft«stelle l»es
R e u l l M « Eeneial»Nnz,
Aelt«re, unabhängige
n»ü«ln««n,
verdunäeu mit
!« 7
in allen Teilen de« Hau«»
Halts «fahr., wtzrd« allein»
stetMdem H e r r n gegen
m ä ß i g « Entschädigung
vlwttlich und gewissenhaft
den Haushalt führen.
Angtb.unt«r..Nr.I5l3"
an die G«schäitsst«ll^ de»
Reutling« General »Anz.
!)»» lt«nMl V««itl«« von
6ie
^
von 6er
. 2 in un8«r«i Il«lb»»u »n s«r
^
V IUblng«s5ts«55« 9s U
23 verlegt l«ben. Vn5«re grolle, nelusMick «lngericktete
«
VerkzliMe ermvglickt «5 unz, jeäe Vorkommens« In»
2>3 5t«m68«tluns uns Uoberkolung von pyrzonen» u. I<»8t»
^
in KUr«8ter 2eit, bei biNlgzter veroenpung,
^
«
^
^
vor^unenmen.
^
Veiter empienlen v i r unz im
^
M UM' Ullll inIa5M'inl2M D
W
8 l l
U8V. V
I l b
2.45
ü
mit Klp,elu«»tl! 2.75
) « » . Ntten,
Viut»«lu«Ut« 2.50
tur Netten
2.41 t.V5
«» und v»t«rl»«»«n
t.lln»b«n und lttdeli«». tue
jd
^
l
d
illr
2.50 1.45
», s c l l t , « l t
und «ün« Deiwel 1.45 sil ^
ln br«un u. sl«u v.
vyn?.— »n
!
von
»n
uns reicllIl»IUzle»
und Hl>tsslied«r erzeben«^ «in.
3 vl»r
Der
s
It. 8t»t. 2
Velegen der?Ili.t2» ist niedt ll««.«ttst.
von sil ^ »u
Xln»l«««»'Kt««n v 7V </ «n
oder 3leben«»e»b
Ei« deute noä» an
» i n U « « , «d.?«
Ulilt
l
8onntsg ösn 18. Nktoder .928
,
Vlnter
1.85 1.50 «0«>
', velb und i«blß
4.50 gH5
S.-4.50 d l , 2H«
«!«»!tl,z,<!l!
26.—t8.-"
,pkd.. ^onsl.
r»blill»t
1.251.-»5«^
4.3V
parl»
3» 4 v l l r .
E i n t r i t t »lc. 1.—
Vermietung von Lin8teUka!1on
1
Qi-oüe« I<»>ZVr i n
für nlit«. Figur
«nt «halten. ,u verlanfen
Nähe«» bei k r Gesch..
«lelle b. «entl. «tn..«uz
cVNtlNSN»al»l«Q«K
- u.
hält stets oorrätig der
<!er
- unä 0peI-l<r2kt>VIson
Z
LroL«
Z Mlnymtr. 98
. 1V26 Ul«t«s, pslstot«
» uns
u.
oztllm
: «lte und neu« Nr«tt«rb«d«> u.
p
pen lov!« «dgsnMe gostricke« Llld«» w'.t
Nllok», l3!u»»n
nonen < 8 i l t > izt 5o.
l "
D l^
>5t man»
8
ize, er»
näkter 8eilenverdrlluc:n unä oll
ssleckbiläune in 6er wikcl,«
üntniirten 3ie 6«z M>58yr <iunck einen
von
uuä
ll»
'
ßliegen. Die,Lllttel»i;eli«', gelb, wt,dlÄUn «»
xeugt wlmdei-zckLn« kÄi-den, eln«n vunde»
vollen, p«!-!iott.»nlgen ttockgi«« u. kt »»tl
^vllllldar, oline d»L s«sd«u.cll»ni lelüen.
5!o fleckt nlckt, lckmuht nickt u. lilit llck
ükl
«uNwaen. Nusgleblg u.
ltL
t2lick
die
«Uv
Le»mt« und »lte Xuuden «lu»«
Kl«l»«) V««z»«»» «der dtonat, ll»t«»
Nenko dinset äen
g .
vnrel veick vie lle,Zen>v28zer, 8ie sparen
«m Wazenmittel un6 kaden immer eine
Dannetstag, /l5. Oktober 1925.
«e. 2
Gamoa als „Mandaisgebiei".
, I u m moralischen Gedeihen und zum sozialen Fortschritt der Bevölkerung" —
Neuseeländisch statt deutsch - Chinesenkulis - Treue ein leerer Wahn.
Von Richard Katz.
A p i a (S«l!»a), 1. September.
Ein roeicher Höhenzug wächst aus der Eüdfee, in
dtliiat« Rundung um ein Palmental geschwungen:
U » o l a , ln« Miltelmsel der S a m o a < Gruppe, einft
deutsches Land . . .
Während der Dampfer langsam zwischen zwei Korallen»
lUen manövriert, weiden die hellen kleinen Europäer»
Haus« der „Hauptstadt" A p i a kenntlich, cin halber Elia»
henWF so knapp am Meer, als ob sein« h«ihrot<n Schill
ixioächer dem Schaum des ÄoiallemifsZ entgegenliefen,
der «in« Bision von Tchme und Kühlung gibt. Die frei»
lich den Schweiß nicht nocknet. Samoa hat ewls der
üb«Ht«n tropischen Klimaten, dem ich bisher begegnet bin:
feuchcheiß bei Tag und bei Nach!; die Schuhe fchimmeln
an den Füßen; kein richtig« Land für den weißen Vkiniu
I m flachen Walser zwischen den Brechern des Korallenriffs und den zerflederten Kokospalmen der Küst« liegt
titloben ein Wrack, das Skektt des deutschen Krie^sschiffts
, A d l < r " . Seit 36 Jahren verlostet «s hier, seil lxr
Streit dr«i<r Großmächte um Samoa von dex größeren
Macht eines Hmricans geschlichtel wurl«. Niemand weiß
so recht, wtshalb sich Deutschland, Amerika und England
um Tamoa erbosten, wählend gesündere unk «rniodiZeie
Archipele nahebei (wie Tonga) unbeachlet blieben. Im»
meihin, sie tai«n es lange genug, schmunzelten Wessen «in,
bestachen Zäupilin-g« uni> hetzten di« friedlichen hellbraunen
Eingeborenen so ioacke? durcheinander, daß bald jedes
Dorf auf sein« Nachbarn schoß. Di« großen Holztamtams
beal«ieten nicht mehr die ebenso graziösen w!« frivolen
Eamoanertänze, sondern. dröhnten andauernd Kriog«Märsche, und die Kisen Samoanelmädchen schleppten Muni«
tkon, statt ihren Freunden die K«van?urzel voizutaucn und
sich das Schwaizhaai mit HybiskusdNien zu dekorieren...
Am 13. März 1389 kreuzten die Kriegsschiff« drei«!
Großmächte vor d « offenen Reed« von Apia: „ A d l e r " ,
, E b « r " , unii „ O l g a " , von Deutschland «nisandi, drei
«meiikamslh« PanZerbooie und di« britisch« „ C a l l i o p e " .
E i ist anzunehmen, daß leine Partei blired geladen hatte.
Aber bevor sie noch Truppen landen konnten, brach ein
H u i r i c a n los, einer der fürchterlichsten Wirdelstürn«,
l»i< der Eüdfe« eigen sind, und schmetterte das deutsche
Di«, das amerikanisch« Geschwader über d« Iack«n des
KoialltniissZ. Nur die „Ealliope" «nlnlnn ihm . . .
Worauf sich die Parteien überraschend schnell einigten und
Samoa im Berliner Pali von 1889 neutral «Märten. MZ
« zehn Jahre später wiederum Unfrieden gab (Thronstiei»
Hgleüen, an. denen di« „Echutzmächie" nicht ganz unschuldig
«arm), hielt di« Erinnerung an den Hurrican noch vor,
«md di« drei Konlunenien einigten sich güüich auf Kosten
> « Eingeborenen. A m e r i k a , bekam H>ie unfruchtbar«
vstgiuppe mit dem guten Hafen P a n g o - P a n g o («5
Benutzt «3 als StützpuM seiner pazifischen Flott«), roäh»
»eyd Deutschland >dm guten PlantllHenboden der W e st >
zrupp« echM, di« allerdings Ismen sicheren Hafen hat.
E n g l a n d tauscht« seia« Ansprüche gegen beuhche B o
Atzungen im Salomon-Archipel «in.
Das arme, umstrittene Eamoa bekam also endlich Ruhe
»nd die Eingeborenen kehrten aufatmend zu ihrem g«»
Wohnten Nichtstun zurück, zu dem bolannten »sonnigen
Dasein", über das einig« lausend- Novellen Aufschluß geben.
I m Westen lernten sie «Heil dir im Tiegeckanz!", im
Osten di« Hnnm« d « ^Sterne und Greisen". Damit roar
dcs Interesse der Männer erschöpft. Da« der Frauen ging
»eil«r, was durch die stnning wachien^e Menge HNscher,
lttmefarbiGer HÄbblutkinder bewiesen wird. Da, jtdoch
Vänn<i wie Frauen die Lotznanbeit verweigerten, muh»
ten die Plantagenbesitzer EtzineseniuVs einsühien und
Schwarze Papuas von NeU'Gmma. Auch die wurden
Mllich aufgenommen und «niwickelten neue Farbenstalen
<M Nachwuchs der Samoaner. Namentlich di« Ehinesen
zeigen sich sehr geschickt darin.
Alles ging friedlich. Di« "DtUffche, Handel«« und
P
^
i
f
halt« schon 80000 Htttar »oll,
tragender Kokosplanlagen, lleineTe deutsch« Farmer zusammen 14 000 Heltar. und englische Pflanzer bebauten
etwa 11000 Hektar, der Gesamlhandel der Kolonie roae
auf ewa 10 Millionen Mark gestiegen (etwa halb und
halb Import und Eipoil)! als der K r i e g losdrach und
N e u s e e l a n d die Kolonie „eroberte". Ausgerechnet
Neuseeland, ein dünn bevölkert« Dominion, acht Tage»
reisen von Samoa, selbst überreich an sruchtdaiem Land,
ohne den mindesten Eipansionsgrund, ohne di« leisesten
H2ndel,sbeziehunIcn mit diesem Archipel. WeshaN es
gerade Neuseeland war, ersuhr ich von ün-em Pflanger:
Eigenilich hatten ja die F i j i . I n s e l n Appetit auf
Samoa gehabt, oder genauer gesagt, eine groß« englische
Zllntzelsßesellschasl auf Fiji, die ihren Südfeebesitz mit den
deulschen" Kolosplantagen „abrunden" wollt«. Aber das
irdische Autzenminisieliüm hatte denn doch Bedeuten,
Tamoa von dessen Kopralonlulrenien ^erobern" zu lassen,
und da es Eigenmächtigleiten der rührigen Firma besorgt«,
sandle es rasch einen Neuseeländer Kreuz« hin, die
„Psyche", welche die „Eroberung" rasch und mit keinem
andern Opser vornahm, als dem gebrochenen Vcine «ineZ
übereifrig erobernden Matrosen.
Der deutz'che Gsuveineul, Herr Schulz, war an diesem
Tag« bei einer HäuMnILversammIunZ, und fand vollendete Tatsachen, vor. Deutsch-Tamoa war eine Koloni« des
britischen Dominions Neuseeland geworden, «in Enlellmd
Elvalands sozusagen. Die Konfe«nz von Versailles alzep»
liert« diese Ahberntz^it wie all« andern, und der Völkerbund
bestätigte sie mit der kisen Adschwächung, daß'Neuseeland
Weslsamoa unter s e i n e m Austrage verwllltet. « Z u m
moralischen G e d e i h e n und zur
sozialen
H e b u n g der E i n g e b o r e n e n " , so heißt «5 im
Mandat, und „mit der Verpflichtung,berauschendeGe»
tiänke fernzuhalten".
Es dürft« leichter sein, «inen Tack Flöh« zu hüten, als
diese Vedinaunlltn zu erfüllen. Wer könnt« einem Süd»
seeoolk M ' o r a ! " beibringen? Wer vermöchte kindlich
heitere, in jeder Beziehung entgegenkommende Leute davon
zu, überzeugen, daß ihre See!« (die ihnen egal ist) mehr
bedeutet als ihr schöner Körper (auf densiesicheine ganze
Menge einbilden). Generationen von Missionaren haben
sich vergeblich um diese Aufgabe bemüht undsichschließlich
mit der Kontrolle regelmäßig«« Kirchenbesuchs zufrieden»
gegeben. Und wer lönnle einen Samoaner „ s o z i a l "
I>obcn? Die Häupilinaswürde in Dorf und Vezir! ist erb,
lich und wird'von der neuseeländischen Regierung ebenso
respektiert wie von der deutschen. Tatsächlich kommt die
weih« Verwaltung in keine diiH« Berührung mit dem
eingeborenen Voll, sondern verhandelt n u r m i t d e n
H ä u p t l i n g e n der k o m m u n i s t i s c h organisierten
Dorsgemeinschllfien. Wohin soll der Samoaner gehoben
werden? I n die untere VeamteMufbahn oder gar in
die mittlere? Er Halle kaum, Verständnis dafür. Di« B<<
dürsnisse dieses vergnüg!«« Volles sink minimal. Zwei
Stunden Tagesarbeit bringen dem Eomoamarm mehr
Fische, Kokosnüsse und Bammen, als seine Familie aufessen kann. Ennem WohnungVoedürsnik genügt ein«
Küti« au« sechs Hohvfühlen und einem Dach aus Palm»
wedeln. Schweine, Rinder, Pfend« laufen überall halb»
wild herum: im Ueheifluß. Sollte den Eingeborenen
Bargeld reizen? Er braucht.nur Kokosnüsse zu pflücken
und an d«n nächsten Koprahändler zu verlaufen. Das
einstig« Deu.isa>Tamoll hat 300 000 Hektar k u l t i v i e r »
i e n Boden, und oavon gehören den Eingeborenen noch
immer 235 <XV. Das bed«ut«i 8 Hektar guten- Kölns»
oder Kalackndes auf den Kopf jedes d « 30 000 Ginge»
bonene» oder 32 H e k t a r f ü r j e d e S a i n o a n e i »
f l l N t i l i « . Bleibt noch das Importverbot für A l l o »
h o l . Seit Jahrtausenden trinken di« Eingeborenen di«
mild berauschend« «Kavll", die sie selbst gären: auch ver»
stehen sie die Iubl»itung von Obstwein sehr roohl. Da»
von abgesehen, gibt «5 natürlich auch Whisky ,hini«nherum" und Gin nicht minder (so oft ich abends über den
Strand bummle, wird mir welcher angeboten). Es wäre
gescheiter und humaner gewesen, den Import der Grippe
zu »erbieten, die I s i s aus Neuseeland eingeschleppt wurde
und binnen sechs Monaten 8000 Samoawer umbrachte («in
Viertel der V^amtbevöllerllng).
Ich muß die Kindergart«riM<t)5 k«5 Mandats aus»
fillMcher behandeln, um den ganzen Widersinn dies«
moralisch verbrämten „Eroberung" aufzuZeigen. Es ist
3 u lmnnn: man nimmt die Kolonie von Deutschland, das
die Samoaner ohne Härte behandelt und den Boden sau?
ber bemirtschaM hat, und man gibt sie den Neuseeländern,
einem tüchligen Baucrnuoll zwar, aber ohne jegliches
Kolonialbedürfnie, das mit Tamoa «kva ebenso viel anfangen kann, wie ein Eamoan« mit „moralischem Gedeihen und sozialer Hebung". Es wäre nicht minder
schmerzlich glu>es«n, roeim Tmnoa an «in andeces Enten»
lenvoll gefallen wäre, das — gleich Deutschland — Kapi»
tal zu irwestieren oder einen Bevökltrungsüberschuh zu
vlacieren hätte. Aber man hätte das doch wenigstens ve»
stehen können. D i e s « Zuteilung jedoch ist so dumm, daß
sie wi« bösartiger Hohn aussieht.
Nur so aussieht. Der Neuseeländer verwaltet Lam°a
im großen ganzen als G e n t l e m a n . Das sei unum»
wunden sestZestelli. Während des Krieges hat er die In»
ternierungen deutscher Staatsbürger ohne Härte gehandhabt (die meisten deutschen Pflanzer kamen in gesunde —
manch« sagen „behagliche" —Lager). Nach Friedensschluß
echielierc die Deutschen, die mit Samoanerinnen verheiratet
war««, ihr Vermögen zurück, und gegenwärtig leben hier
wieder mehr als fünfzig deutsche Geschäftsleute und Farmer. Ihr« kommerziellen und gesellschaftlichen Beziehungen
sind reibungslos. Der Vrohbesitz der „Deutschen
H a n d e l « ' u n d P l a n t a g e n - G e s e l l s c h a f t wird
noch immer von neuseeländisch«« Regielungsbenmten verwaltet. Ich sah dies« Tag« ihr« ausgedehnten Kokos»
plamagen. Sie sind sauber gehalten und rperden v«>
kültniemätzig gut gegen den Rhinozerosläfer verteidigt.
I m letzten Jahre brachten sie 23000 Pfund (300000 Mach
ReinZeruinn. Allerdings sind s e i t 1 9 1 4 k e i n e P a l men n a c h g e p f l a n z t worden und die Plantagen
drohen zu überaltein. Di« neuseeländische Regierung sucht
deshalb einen Pächter, der die Verpflichtung übernimmt,
den ganzen Palmenbestand binnen 40 Jahren zu er»
neuein. Als Pachtz'chMng fordert sie 11000 Pfund
(220090 Mai!) jährlich.
as Außenhandel hat sich gegen 1913 wenig geänixrt. Importe unä> Vlpyrte sind dem Wert« nach um
etwa je 20 v. H. gestiegen, was (der höheren Preise roe»
gen) einen Rückgang ihrer M e n g e n bedeutet. Mm» kann
nicht» sagen, daß Samoa verwahrlost ist, aber man hat den
Eindruck, daß es s t i l l < st < ht. Was von Deutschland g«>
schaffen wurde, ist echal.en geblieben (einschließlich vieler
Vermerke: „Rauchen verboten!"), aber es ist nichiZ Neues
dÄZUHklommen. Während die HandelLstatMk Samoas
unter deutscher Herrschaft einen ständigen Auftrieb zeigte,
ist sie irun seit Jahren stabil geblieben. Wi« könnte das
auch anders sein? Kein Neuseeland« investiert Kapital
oder Arbeit in Camoa. Sein eigenes Land ist «giebig«
(und gesünder dazu).
Dies« Tag« hört« ich eine Red« des neuen Gouver»
neurs. Er verwies darauf, daß Neuleela«d keinen Nutzen
aus Camoll gezogen habe und zu ziehen wünsche. Es lüg
nahe, ihn zu fragen, warum ersichdann nach Samoa be»
müht habe. Venwlllich hätte er mit den Wort«« des Völkerbunds geantwortet: »Zum moralischen Gedeihe« und
zum sozialen Fortschritt der Bevölkerung".
Es war« sehr HMch, wenn ich zuguterletzt schildern
könnte, wie anhänglich die Samoaner der alten deutschen
Herrschaft geblieben sind. Ick) beduure, ich kann «s nicht.
Viele Tage hübe ich Eingeborenendörser durchstreift und
manche Kokosschale voll Kava mit den freundlichen „EhiesZ"
der Gemeinde getrunlen. So oft ab« das Gespräch auf
Politik kam, so oft erkaltete die Herzlichkeit und der braune
Mann verschanzte sich hm!« «in Eüdsee-EnMch, aus dem
kein Mensch klug werden konnte. «Bist du jetzt zrffiieden?"
" „5«j." — «Warst du vor d«m Krieg zufrieden?" —
«Isj, lüller." — Kaum «bei begann ich «in anderes Them«,
etwa üb« di« «fitulich dicken schwarzen Schweine auf d «
Matte nebenan oder üb« die steigenden Koyrap.eij«: gleich
wüte der Sllinoaner auf. sprach das korrekte Englisch der
Missionllrschule über brachte gar einen deutsch«« Satz zu»
weZe. Die ausführlichste Antwort, die mir «m Samoaner
gab — es war ein alter Münir und er hatte «in iniellig«««
tes, ich möchte W sagen, «in w e i ß e s Gesicht —, war
diese: «Deutsche und N « u s « e l a n d e r . . . Beid«
sind W « i h e . . . Beide wollen uns«« Kopra und unstte
Frauen . . . Welche ich l i e b e r habe? . . ; Fragst du
mich, ob ich den R h i n o z e r u s l ä f e r Leb« habe, der
unsere Palmen frißt, oder den M o s k i t o , der un» dicke
Beine macht? . . . " — Nein, mit treu« Anhänglichlnt der
Tamoai«r habe ich leider nicht aufzuwarten. Er singt
jetzt: „6oä ?Z,v<; tk« km?" Wr selbigen Melodie unl> mit
derselben inneren Anteilnahme wi« einst „Heil dir i m
ZiegeitmnZ"; das ist alles. Dieses Volk ist liebenswürdig,
friedlich und amüsani — „treu" P es nicht,
Gerichiszeitung.
Anttsgericht Tübingen. Am 5. August de. I s . »Ulli«
im Jagdgebiet des GulspächinL Jäger zum Lindenhof in
E n i n g e n im Waidieil Katzenbuckel e i n R e h « n g e »
schössen. Jagdaufseher Schober will den Wilder« als
den Zöjährigen Korbmacher F r i e d r i c h Mezg-er von
Emngen, welcher wegen Jagdvergehens vorbestraft ist, be»
stimmt erkannt und am folgenden Tag auf der Such« nach
dem verendeten Reh mit seinem Freimd Grundler in der
Nähe des Tatorts gesehen haben. Vor Gericht ltuyn«te
Mezger die Tat hartnäckig, verwickelte sich aber hitlxi
wahrend seiner 36 Tag« dauernden Untersuchungshaft in
verschiedene Widersprüche; so z. B. gab er an, «r sn in
den Wald gegangen um Himbeeren zu holen, obwohl«?
im Katzenbuckel gar kein« Himb«ren gibt uick' nicht <ine
einzige Be«re bn ihm gesunden wurde; dann d«ücht« er
vor, ein Amtsrichter habe ihn in den Wald geWst, um
Steine für ihn zu sammeln. Sehr belastend fft für ihn,
5aß anläßlich «wer Haussuchung Patronen v«rs«t»l«d«i»m
Kalibers, 1 Gewehiwischer und «ine DnihtsckKny« m stiner
Wohnung beschlagnahmt wurden. Auf Vorhalt gab b n
Angellagie an, diese Sachen gehören sein«nl Vaier..—
Der Staatsanwalt war von der Schuld des Unyellelgt«»,
welcher einen großen Hang Zur Wildern habe, WeHeugt
und beantragie gegen ihn «rne Gefängnlsstlast von i w i
Monaten. Die Verteidigung plaidierte auf F l t i s p l e »
chuny, worauf das G«richt auch nwngHQn» fich
Beweises halber, unter Uebtrncchm« d«l K«p«n
Ttaatskass« «rlannte.
llueken
«telit «Kur bo«I» am M b r v s r t l Di« dsstev, Il»ImllG»>
mitte!, vie Nutter, Zuoker, Nisr, Mlob. Aetll«»».
ginä in lbm vereiuigt unä durH Vi?« V«>tll««»'l»
, , U l » « l i l n " , u einom locken»,
und leiobt verälluliylisn <3»>il>5«n « »
iormt. Die«« ü>t«!«1,» «ollt»
8lv einen Venuel» « t t :
Dr.
L«lll»l««'
A« z Lutivl
!5N ^ N»l»U,«n
5 Lltzr, <
Lolme«
8,1,
: Dl» Lutter lildr« «zb»m>llll,
NF«!b. Ucki, sie««« »lt <l«m
.
eb l w l l uus «ul«t-t A» lll»w»n. Ro
uns <l«u Li«r««l>nee. SAU» M« U«»« w H
uns b»o!i« «ku ^uebeu 1 dl» 1»/,
aon
von»
l
lH»
8
^
Sonne von Andalusien.
Von Erika G r u p e - L ö t c h e i .
61» Fortsetzung.
(Nachdruck »«boten.)
2ch.ging nach Hause in dem frohen, starken, Huyer»
sichtsgefiihl, daß auch in unsenn d«uts6)en Volke das
junge Reis erscheinen und sichtbar weidenund «starke«
werde! Und seht — alle meine deutschen Landsleul«!
Hiersehenmir. daß »nein Glaub« zur Wahrheit wurde!
Hier sehen wir die jungen Reiset an Deutschlands
Eichel Deutschlands Jugend!
Wenn wir sie hierbetrachten,dann dürfen wir glauben, das; Deutschlands Kraft, seine Lebenskraft, unuer
Deutsche Äcich! Und wenn trotzdem
sick unter diesen -Zeiten einer so ungeheuren seelischen
unc> körperlichen Belastungsprobe erhalten -"- und <üfs
neue durchsetzen konnte, so ist's ein Zeichen, das; ein
Volk unausrottbar sein wird!
Aber wenn wir jetzt all d,cse jungen Freunde
gnHen. die nach den langen Jahren des Eingeschlossenseins in die Welt hinausgezogen s M , um Herz und
Sinn aufs.neue zu erweitern und die reichen Flüchte
ihrer Eindrücke wiederum der Heimat zum Nutzen zu»
zutragen, so wollen wir zugleich auch derer gedenken,
ki« uns in erster Linie mit' diese junge Generation geschenkt und — erhalten unk aufgezogen haben! De:
deutschen Frauen und Mütter!"
E r machte eine Pause. Eine leise Bewegung strich
durch die Schar der Anwesenden. Regungslos nefes»
seit hatten alle bisher zugehört. Zeder fühlte W ge»
packt. Zeder wukte. daß jener ihm aus dem «ignen
Herzen sprach. 2nuner w a r m « ryurde der Ton des
Sprechenden. Zmmer'mehr blkam man den Eindruck,
das; der Redner eine,' Saite berührte, die ihm selbst
mitklang. M a r i a , Lmsa lich. jetzt den Blick von ihm
M « n und,sah M f die gefalteten Hände i m Schoß.
»Vor kurzem n » M bei Ausgrabungen im Orient
bei einem Tempel ein wundervoller Fries ans Tages»
licht befördert, auf dem ein« Reihe von Frauengestalten
hintereinander den Fries des Tempels — also sein«
Decke seine Wölbung. — auf ihren Häuptern trugen.
Nicht gebeugt, gleich Lastträgeiinnen. sondern auftech»
ten Ganges! Was unsere deutschen Frauen und Mütter
während der KrkgLjahle.und der ebenso schweren
Nachkriegsjahre geleistet und gelitten — und dennoch,
wie Sie alle hier in diesen jungen Gestalten verkörpert
sehen, siegreich duichgeliiten haben. — da« bleibt ein
ungeschriebenes, aber ewig unvergängliches Heldenbuch!
Tömpeltrageriimen waren unser« delüfchen Frauen
während des Krieges, indem sie uns unser Haus, un»
sere Familien. — und unsere Jugend erhielten. Tem»
peltriigerinneu werden sie auch künftig sein, die Plattform darstellend, auf der unser Wiederaufbau fußt!
Darum — diesen jungen deutschen Freunden einen
Gruß, die zu uns hergezogen sind und uns in dem
Wunsche, uns hier dmusjen wieder einmal unter dem
einen großen Gedattlwn des deutschen Vaterlandes zu»
sammenzuschliesM, diesen Abend boten, — und mit ihm
die Fülle unserer herrlichen deutschen Volks« und
Vaterlands» und Wanderlieder! Unsere herzlichen
Wünsche ziehen mit ihnen. Aber einen Gruß auch all
den deutschen Miitieru. die uns diese starke, lebens»
und arbeitsfrohe junge Generation Herangezogini
Einen Gruß all densemgen deutschen Mädchen, die einst
die Frauen dieser neuen Generation sein werden. —
und dem deutschen Valerlan.de ihre Gaben bringen
werden!
Daß. wenn diese Äahre des Sichdurchsetzenmiisfens
endlich überwunden sind. Deutschland nicht mehr als
zersplitterter Gichbaun^> sondern wieder als unsere Äto,
herrlich grünende starke Eiche dastehen wird!"
Sekundenlang blieb' es M l . Gin Schweig«» der
Ergriffenheit schw«hte über dem großen Kreis, Dann
brach der 2 u M los. der Beifall, die ehrliche -Iustim»
mung. Das war ihmzn allen hier au« dem Herzen
g§redetl Daß das autzgesplocheu. was manchtm uul»
lnchl. unbewußt ftlbst P Herz und Sinn gelegen.
Maria Luis« MhrHsich mit 5«in« B.wla.unH. Hl«
unklare Gegenwart hinweg zu einer lichteren Zukunft
fühlend, vereinigt lag.
Was alles äußerlich an ihr norbelgeglitten M d sich
dann abgespielt hatte, Maria Luisa mußte es nicht.
Sie kam sich selbst vor wie ein Schemen, wie «tw«
Wesenloses. Um sie lichtete sich der Kreis, man verabschiedete sich gegenseitig. Der Gütienplatz begann sich
zu leeren.
^
Dietward hatte den Arm unter den der Schwester
geschoben und führte sie. Camillo schritt nlbenh«. Es
war, als ob er von dies« Stunde an jeden Einfluß,
jede Fühlung mit Maria- Lüisa verloren habe.
Er selbst war sich dessen nicht klar, nickt bewußt,
sondern er versuchte, als man die elektrische" Straßen»
bahn bestieg, sofort wieder einen Platz neben seiner
Braut zu bekommen. Es gelang ihm. Aber Maria
Luisa fühltesichfremd neben ihm. Ach. wie fremd und
fern!
I h r Schweigen legier als Müdigkeit aus. A l s . « '
sie fragte, nickte sie nur still undstimmtedem zu. H r
aber entdeckte «ttvas. was seine ganz« Aufmerksamkeit
auf sich zog. Ilmen gerade gegenüber saß ein deutsches Eljopaak. Die Frau hatte ein etwa zwcUtzrlg«
Bübchen auf dem Schöße sitzen. Es lehnte den'Kopf
an die Brust der Mutter und schien nach wenigen M .
nuten fest eingeschlafen zu sein. Es war ein wunderschöner Knabe mit einer Fülle reicher blonder Lücke«..
alte Heimat zerschlagen, als sei es ein«, Schmach, ein
Camillo starrte das Kind unverwandt an.
Deutscher zu sein. — die bekannten sich jetzt wieder
Der
Vater des Kindes bemerkte es und sagt«
freudig im nmcrstarkendcn Gefühl der Zuversicht:
lächelnd
und
halb sich entschuldigend zu Maria LuiM
„Deutschland. Deutschland über alles!"
..Der Zunge gehörte ja seilt eigentlich i n sein NÜt.
.... ..sollen in der Welt behaupten, >—
Aber mein« Frau und ich hätten nicht an diesem A b M
Ihren alten guten Klang!
teilnehmen können. Wir wollten ihn Nicht vtz« Auf»
Am Schlüsse folgte meder- eine sekundenlange sicht allein zm Hause lassen. M b deswegen "
Stille. Alle hatten Methoden. Die Männer standen, wir ihn w i l l "
das Haupt entdlöht. die Frauen du Hände herabhän»
Maria Luisa M M ihm als Zuttinmung zu.
gend ineinandergefaltet. Es warivie in einem Gottes« MlZlo aber meinte auf spanisch zu dun- B « w »
menst. Ueber ihnen «Mb!« sich Hn «wlaer WaZestlit VewmchKNNl>n «Zvas f A «in schöne« Kindl. H i i«che
der dunkelsamlne Himnul. vyn Meinen besticht. Und noch nie ein Kind mit so " "
" '
^ "- "-"
ihnen allen war, als ob in duser; Augenblicken die sehen!«
V«lUllNgtnhili be« dtulschen Battttende«, ü o u M noch
Tränen stürzten ihr in die Augen. Sie sa;cken ihr in
den Schoß. Sie rührte sich nicht, um sie wegzuwischen.
E s war ihr. als stünde ihr Herz unter einem ungeheuer
eigenartigen starken Bann. Wie gut hatte sie ihn ner«
standen! O wie gut!
Und immer mehr war ihr unter seinen Worten die
Tragweite ihres eigenen Entschlusses begreiflich ge»
worden.
Camilla sah neben ihr m i t stereotypen Lächeln
der Höflichkeit. E r hatte ja kein Wort verstanden,
wußte nicht, um was es sich handele. Ader Dietnnrd
an ihrer andern Seite fühlte ihr Hlles nach. Als fein
Mick si<! jetzt streifte, sah er sie still weinen. Er waat,e
es nicht einmal, ihr leise mit der Hand slber ihre un
Schoß ruhenden Hände zu streichen, weil «r fürchtete,
diese Bewegung von Zärtlichkeit könne ihr zetzt den
Rest von Selbstbeherrschung rauben.
Aber die Stimmung rings um sie schwoll immer
höher und immer wärmer und stärker. Der Aelteste
der Studenlcngruppe hat'e eben in einigen kurzen, mar«
kigen Worten gedankt. Dann stimmte er das Deutsch,
landlied an.
Und alle stimmten ein! J a , die alte deutsche Kraft
und Zuversicht lebte noch! Das klang jetzt aus diesem
Liede, aus diesem Gesänge. Sie alle, die hier dchußen
in den letzten Jahren Zeiten durchgemachi, als fei die
^^
Donnerstag, i 5 . Ottober 1928.
Veneralanzelge?
Jüngsten gcnoß, die er bisher empfangen hatte. ten. Nichts anderes stand darin zu lesen als ein:
Wußte die Mutter, wie es um ihn stand? Sie Gottlob! Und jede hielt ihr Kind an 5as eigene
Vcmetzt den Schritt! Vemeßt den Schwung!
war heschäftigt, die Gäste nahmen sie in An- pochende Herz.
Die Erve bleibt noch lange jung!
spruch, und alles dauerte doch nur wenige Tage.
Dort fallt ein Korn, das stirbt und ruht.
Tage können für Kinder zu Ewigkeiten werDie Ruh' ist süß. Es hat es gut.
den.
Dem Fünfjährigen zerbrach eine Welt.
Hier eins, das durch die Schalle bricht.
I
h
m
fehlte
die rasche Anpassung, er sah, wie er
Es hat es gut. Süß ist das Licht.
zu einer bedeutungslosen Nebenfigur herabsank,
Und keines fällt aus dieser Welt
und Mäxli, ein lachender kleiner Tyrann, ihn erUnd jedes fällt, wie's Gott gefällt.
barmungslos überrannte. Ein fünfjähriges Kind
Tonr. Feld. Mcr,« sgcb. 11. Ott. 1823).
findet keine Warte, für etwas ihm UnbegreifliHumoreske von Gustav Serrmctnn.
ches, für ein plötzliches Versagen eines gewohnten
Nonifazius Leitner, Postverwalter des kleinen
Gefüges. I n Wahrheit geschah ihm ja kein Un- bayerischen Kurortes Pörfchlach, befand sich in
bill. Nur daß ein niedlicher kleiner Eindring- ziemlicher Spannung. Ein fanatischer Junggeling ihm das Letztgeborenenrecht der Verwöh- selle, großer Nimrod vor dem Herrn und Iägernung mubte und er, verwirrt, ohnmächtig, rat- lateiner, sahsichder kräftige Vierziger am Stammlos, sich cincm unverständlichen Schicksal gegen- tisch der „Ehefeinde" im VräuMbel völlig verüber sah. Nicht mehr der Jüngste — das war waist, nachdem auch aus dem letzten Saulus ein
nicht auszudenken . . . Was bedeutete es dage- Paulus geworden war. Von Natur ebenso gegen, daß Mäzli seinem Pferd den Schweif abriß sellig, wie geizig veranlagt, mußte er überdies
Aon H e l e n e K l e p e t a r .
und sein schönes Milchbecheichen Zerschlug — was voller Mißbehagen erleben, daß. hie und da eine
Er wat der Jüngste. I n den fünf Jahren sei- sollte von nun an weiden?
der alten Beziehungen, die er mit den Villenbenes Lebens hat er es nicht anders gekannt. Da
Der Schreck fraß sich in ihn hinein. Er ver- sitzern unterhielt, einschlief. I n der letzten Zeit
w « um ihn der Wall der älteren Geschwister,
die dazu angehalten waren, dem „Kleinen" wand ihn nicht, als bereits der Wagen vor dem hatte er sich die ganze Woche reihum durchgefüttert
Schutz und Sorglichleit angedeihen ZU lassen, ihn Hause hielt, der die fremde Tante mit Mäxli, — aber das Repertoire seiner Schnadahüpfl war
wohl ein wenig begönnerten, dennoch aber mit von der abschiednehmenden Familie begleitet, erschöpft und manche wiederholten.Hie Auffordedem Hilfsinstintl und der Uebeilcgeichoit älterer nach dem Bahnhof brachte, und er der Abfahrt rung nicht mehr. Nun hatte Vonlfazius mit
Kinder alle Fortschritte seines Tuns teils stolz, vom Fenster aus zusah. Würde nun alles wie- Freude aus der einlaufenden Post bemerkt, daß
teils nachsichtig überwachten. Da waren die der so sein wie früher? Die Furcht raubte ihm im letzten Häusel am See eine neue Familie eingezogen war. Es wurde kürzlich von einem OberstDienstboten des stattlichen Haushalts, die in ihm den Atem, die Freude drohte ihn zu ersticken.
leutnant
a. D. von Mentz käuflich erstanden, der
den verhätschelten Mittelpunkt der Familie be- M ä r l i winkte Lebewohl, der unheimliche Spul mit seiner Frau dort die Inflätionsrefte und seine
trachteten. Da war der Vater, der vielbeschäf- war verschwunden. Langsam wich der Alp. schmale Pension verzehrte und überdies in irgend
tigte große Arzt, welcher dem Cpntgeborenen ANein sein Vertrauen zum Leben hatte den er- einem Fache fchriftstellerte. Vonifazius ließ sich
feine besondere Aufmerksamkeit und Zärtlichkeit sten Stoß erlitten.
zu zeitweiligem Schalterdienste herab, um die Neuwidmete. Und dann war die M u t t e r . . . Die
Und dann kam das Schreckliche. Noch an dem- linge kennen zu lernen — und schon am kommen»
Mutter, zu der jedes Kind seinen eigenen Weg
selben Taa. besuchte ein ehemaliges Dienstmäd- den Donnerstag folgte er der freundschaftlichen
der Zuflucht fand, und die dem Kleinen dennoch
chen, das letzt auf dem Lande verheiratet war, Einladung „gegessen, nach dem Abendbrote — auf
als sein, ganz sein erschien, weil ihm deuchte, daß
seine einstige Herrin, und brachte stolz ihr Kind- ein Glas Vier und eine Zigarre." Das Ehepaar
sie niemanden so ausschließlich gehörte wie ihm.
en mit. Freundlich empfing die Dame den war aus Narddeutschland zugezogen, und Vom»
Nicht, daß er dabei ein Ausbund an Verwöhnung
ast, mütterlich nahm sie ihm den wohluerpackten fazius kannte seine Pappenheimer.' Er erschien in
Und Unart geworden wäre Ein gepflegtes, gut
der Krachleden'.en, einer funkelnagelneuen, aus
Säugling ab. Der Fünfjährige war zugegen.
geleitetes Kind, das Gcharchcn «lernt hatte,
Ganlsdecke — schwarz, mit grüner Stickerei, einem
„Sieh ihn dir doch an", scherzte die Mutter, echten „Loechtaler" mit Hirschhornknö'pfen— unter
nie eine Bosheit verübte, weil ihm selbst keine
widerfuhr, dem es nie eingefallen wäre, ein Tier „jetzt hast du einen kleinen Bruder bekommen!" dem Arme die Laute, im Rucksack das Posthörndl
zu quälen, seinen, Willen zornig durchzusetzen, Damit legte sie das Wickelkind sorglich auf den seliger Großuaterzeiten — und trug seinen ganzen
»eil der seine vernünftig geachtet wurde und je- Nähtisch neben dem Fenster und verließ, von der Vorrat an E'stanzln, Anekdoten und boarisch herzder fremde, wenn es die Erziehung erforderte, jungen Bauersfrau begleitet, einen Augenblick erfrischenden Deutlichkeiten im künstlerisch frisierdas Zimmer.
ihm i n Liebe aufgenötigt wurde.
ten Schädel. Bald war die Freundschaft geschlossen und Vonifazius riskierte schon dies und jenes
Der
Fünfjährige
stand
regungslos:
Einen
Fünf Jahre vergingen wie ein einziges VerVerschen, weil er die schelmischen Augen der stattweilen i n einer sanften Umfriedung, einem kleinen Bruder! Keinen Gast, mit dem man lichen, noch überaus begehrenswerten Frau des
Zinewtnachsen i n das Dasein, das sich um ihn Spielzeug, Liebe und Bewunderung zu teilen Hauses gar so munter auffordernd blitzen» sah.
schloß wie eine Dünung rieselnden weißen San- hatte, und, der nach einigen Tagen davonfuhr, Er.pries die holde Weiblichkeit — wobei er seine
des» wo jedes Branden des Meeres oder, Geräusch sondern einen kleineren Bruder, der i m m e r da- prinzipielle Abneigung gegen jedwede eheliche
des Festlandes verhallte. Der Jüngste sein, hieß bleiben würde, immer der Jüngste war, ihn auf Bindung nachhaltig betonte'— und warf der schövon einer dreifachen Ringmauer von Eltern-, ewig zurückdrängte, aus einem Glück stieß, das er nen Frau Baronin, wie er sie galant fünfmal i n
Geschwister- und Diensttreue umgeben zu sein, bisher genossen? Das durfte nicht sein, das der Minute betitelte, verstohlen, feurige Blicke zu.
beobachtet, geschont, beschützt zu werden. Alles konnte nicht sein! Das fremde Kind mußte weg, Der Gatte amüsiertesichim stillen hierüber ebenso,
war so selbstverständlich und konnte czarnicht an- rasch weg, wie etwas Garstiges, vor dem ihm wie er schon gleicherweise einen Rachefeldzugsplan
der« sein. Das „wenn ich groß bin", der Wach- graute. Das fremde Kind war der Feind, weg entwarf, um den lauten Verächter der Ehe im
traum jedes Kindes erlosch in der gehegten Enge mit ihm, weg mit ihm!
Kreise solcher Gemeinschaft bei Gelegenheit
der glücklichen Geborgenheit. Er war nie allein.
Keinen Blick warf er auf das weiße Bündel gründlich auf den Sand zu setzen. Er lauschte
Er kannte leine Furcht vor Strafe, weil dem Ver, uuf dem Nähtisch. Aber er kletterte auf den scheinbar gläubig den wilden Iagdabenteuern, die
gehen rechtzeitig vorgebeugt wurde. Er wohnte Stuhl, öffnete den Ausguck des vielschoibigen Vanifaz nun auftischte, seufzte, erzählte, daß dies
i n dem großen alten Hause, tummelte sich im Fensters, so streng es ihm auch verboten war. Er für ihn alles verlorene Paradiese wären — wohinSommer auf der geräumigen Veranda, die nach wußte nichts von Töten, hatte nie etwas von gegen die einzige Tochter seines verstorbenen Bruder Bauart der alten Stadt um den ganzen I n - Mord gehört. Nichts Schlechtes wollte er, sondern ders, eines immens reichen, schon in jungen Jahnenhof lief, und blickte von dem Fenster, wo nur das sein, was er bislang gewesen war — ren verwitweten Rittergutsbesitzers i n Schlesien,
Mutiors Nähtisch stand, hinüber zu der zmeilür- Mutters jüngstes Kind. Und dazu mußte das noch auf Auerochsen pirsche. Die-Glückliche! Van
märchenhafter Schönheit sei Henriette. und dazu
Mlgen Kirche, aus der an Festtagen feierliche weiße Vündel vom Nähtisch Verschwinden.
eine wahre Diana vor dem Herrn! Auf tausend
Prozessionen mit prunkvoll gewandeten Priestern
Weg mit ihm! Der Niegel wich, er stand auf Meter treffe sie ein Eichhorn-Vlattschuß. Frau
Weihrauchgefiiße schwingenden Ministranten und
— e s Margot schaute ihren Gatten mit offenem Munde
Scharen sonntäglich gekleideter Menschen ström- dam Fensterbrett, zog an, dem
ten. Wollte er wissen, was sich ganz unten auf war schwer — an dem Windelband, schnell, nu an, sie wußte rein gar nicht, wo er mit diesen
Räubergeschichten hinaus wollte. > Denn einen
der Straße begab, öffnete ihm die Hand eines schnell! Schon lag das Steckkissen zur Hälfte üb
Erwachsenen oder eines der älteren Geschwister dem Fenstersims, tief neigte er sich darüber um Bruder hatte der Oberstleutnant nie besessen —
den Ausguck des uielschsibigen hohen Fensters — nachzuschieben — wußte er, daß der Stoß ihn und sie selbst nannten nur einen Söhn- ihr eigen.
beileibe nicht den ganzen Flügel — und hielt ihn selbst in die Tiefe schleudern konnte?
Vonifazius hatte dem Erzähler gespannt zugefest, damit er zwei Stock tief hinab lugen konnte.
Da ging die Tür auf. Zwei Mütter standen hört, er fühlte düster, daß er mit seinem Haßgesang
And wieder war es eine leitende Hand, die ihn auf der Schwelle. Ein Schrei.'aus zwei Kehlen, gegen die Ehe und seinem fanatischen Preisen
auf dieselbe Straße führte oder an der er seine ein Hinzustürzen, ein Zmückreißen der Kinder, freier Liebe wohl etwas bei dem alten Militär
Ausflüge machte. Die alte Stadt, die bunte Men- ein Zuschlügen des Fensters. Zwei bleiche und den solchen Herren eigenen, Wengen/Anschau-«
schenmenge, das große behagliche Haus, waren Frauengesichter blickten einander entsetzt an. Die ungen ins Fettnäpfchen getreten wät. '"Er lenkte
nur der Nahmen zu seinem eigenen kleinen Ich. junge Bauersfrau nahm ihr Kindchen an sich. das Gespräch auf seinen letzten Münchner Besuch
das hineinwachsen, in ihm aufgehen sollte. Un- Die Dame des Hauses hob den Fünfjährigen zur Maibockfeier. Es sei wahrhaft erhebend ge«
bewußt fühlte ersichals Zellkern dieser schützenden herab. Die Kinder waren gerettet. Das kleine wesen! Ais Mittag 1 Uhr wurden im HofbräuUmwandlung.
weiße Bündel begann leise gu quäken. I n ein- hcmse über 130 Hektoliter Maibock ausgeschenkt
facher Selbstverständlichkeit mit der schönen Ge- und 25 000 Nkißwürst. 800» Paar-Schweinswürst.
Und dann kam ein Tag, wo die Ringmauern
bärde der stillenden Mutter öffnete die Bäuerin 3 l M Paar Wiener, 3000 Regensburger und 33 000
zu klaffenden Fugen barsten. Kein Unglück hatte
ihr Kleid und reichte dem Säugling die Brust. Brote verzehrt. Der Herr Oberstleutnant brach in
sich ereignet, nur ein Verwandtenbosuch. Eine
Zitternd ließ sich die Dame auf ihren gewohnten ein dröhnendes Gelächter aus. Vonifazius meinte
fremde Tanto war anaekommen und hatte ihr
Platz am Fenster nieder und hob ihren Jüngsten befremdet: „Sie glauben's wohlnet? H i n steht's
SöynHen mitgebracht, das Mäxli. Mazli war
schwarz auf w M in der Zeitung!" Damit reichte
auf ^den Schoß.
ein nicdlilhes Vllrschchün von drei Jahren, dem
er seinem Gegenüber, dem nach immer die Tränen
Vielleicht hätte siv später nie sagen können,
in dem linderliehendon gastlichen Hause niemand
über die Backen liefen, die Nummer vom 12. Juni.
gram sein konnte. Der Fünfjährige wurde ihm was sie damals blitzartig durchfuhr: Daß der „Großartig" — prustete Herr von Mentz —. Also
Wog dieses Kinde?, das sie soeben vor Verbrechen prosit, mem Lieber!" Bonifazius schüttete, hoch«
zum Spielkameraden zugesellt.
oder eigenem Untergang bewahrt hatte, einmal
„Du mußt Miixli dein Pferd geben . . . du Leiden heißen würde. Daß das Glück, das ihm befriedigt über die Zustimmung Preußens, das
mußt aufpassen, Mäxli ist doch noch so klein . . > seine Kindheit geboten hatte, nur eine Pforte ihm dargebotene Doppelglüs Arsch Hinunter —
nein-, du darfst Ma,r.!i nicht stoßen . . . wart, erst späterer Schmerzen war. Würden Erziehung, und dann noch eins, und dann noch eins. Endlich
bekommt Miizli seine Milch . . . siehst du, wie Gesittung, Stählung des Willens. Gewöhnung stieg ihm aber die Sentimentalität in der Kehle
brav Mäzli die Suppe i>;t . > ." tl'nto es den an Verzicht genügen, um die dunklen Mächte zu hoch und er bUes vom Aalkon, auf dem Posthörndl
mit viel Gefühl und Spuke über den mondbeMnz»
ganzen Tag.
bannen, die den Fünfjährigen triebhaft erfaßten? ten See: „Vehüt dich Gott, es war' so schön ge»
Der Fünfjährige starrte: Die Mutter, s e i n e War eine Ringmauer von'Eltern« und Geschwi- wesen!" Er dachte wohl an den Maibock und die
Mutter, nahm das freyldo Miizli auf den Schoß! sterliche Schutz gegen die Selbstsucht der Vergär, Schwoinswilrstl. To fand dieser, erste. Abend im
Was nützte es, wenn die Tante gleichfalls ihn an teluna,? Wie führte man ein Kinderdasein i n Hause von Vtentz einen ebenso erhobenden Ab«
die Welt der Verantwortung, der Gesetze? Wann Muß. —
sich zog? Sie wollte er nicht.
endete die Schuldlosigkeit des Kindes, und wann
Kaum acht Tage darauf klopft es ans Amts,
„Mäxli ist nur unser Gast, bald fahrt er wie- begann die Schuld des reifenden Menschen? Wie
zimmer des Herrn Postuorstetzors. .Heroin! Ah
der fort", trösteten die Geschwister.
würde der. Fünfjährige sich bewahren, wenn der — Herr Varon — habe die Ehre —." De« Oberst»
Er schwieg, eingeschüchtert durch das Unfaß« gegebene Schutz einmal naiurnotw endig um ihn leutnant reicht Vonifazius di« Sand: „Grüß Gatt!
bare: E« gab Kinder,-die noch jünger waren als zerbröckeln mußte?' Hatte er eine Untat gewollt Denken Me, welche Freude! Meine, Nichte, dl«
er? Nicht er wahr mehr der Jüngste, Bewunderte. oder hatte sein Gemüt tiefere Wunden erlitten, Iägerin und Millionärin aus Schlesien, hat uns
Drollige? Kein König konnte sich entthronter, als sie geahnt? Sie wußte nur das Eine: Daß mit ihrem Besuche überrascht! Sie kommen doch
lein aus dem Nest gefallener Vogel heimatloser sie für ihn da sein mußte . . . Keiner ihrer Ge- heute abend zu uns, gell?" „Eigentlich bin ich
fühlen als er. Der Vater scherzte mit beiden danken formte sich zu klaren Bildern. Sie zuckten bei Frau ZofopernMngerin >—" „Ach. die wird
Hindern, aber Mäzlis Heldentaten wurden her- ihr durchs Hirn rascher als Lichtsendungen. Der Sie schon entschuldigen» Absage bei uns gibt's
«orgeHobon! Gewiß, er teilte mit ihm seine Kleine war in ihrem Arm zur Ruhe gekommen, er nicht! Denken Sie, die Auerochsen! U,rd ein ganz
Spielsachen, gehorcht«, wie er bisher zu gehorchen fühlte sich an seinem. .heHersehnt.en Platz. Der modernes Mädel, das auch Uschis vom Heiraten
gewohnt war» aber jede Sicherheit hatte ihn vor- Säugling trank. Ueher -die^Köpfe beider Kinder wissen will! Bubikopf, Herrenschnitt — sieht aus
lassen. Mazli war an seine Stelle getreten, hinweg trafen sich die Blicke der zwei Mütter, der wie'tt 6erl. aber fesch!" V m M z l u s lächelt: „Also.
U M ! War d«r Kleine, der die Verzärtelung des der Frau aus dem Volle, dev Gattin des Eelehr» K e n Baron, ich erscheine!" Der ruft noch beim
G ä e r s p s u ch.
Ger Ehefeind auf Kreiersfüßen.
Der Jüngste.
- >>
Verlassen des Postgebäudes: „Und diesmal ungegessen!. Und die Klampfen und 's Pasthörndl
mitbringen — Servus!"
Daheim, hei Muttern, herrscht große Freude.
Karlheinz, ihr Einziger, ist auf Ferien gekommen.
Obwohl er schon an achtzehn Jahre reicht, trägt
er einen Pagenkopf und schaut mit seinen Pfirsichwangen wie ein Mädel aus. Eben kehrt der Vater, den Hohenfriedberger pfeifend, zurück. Er ist
glänzender Laune und eröffnet sofort Mutter und
Sohn seinen Tchlachtenplan. Für Karlheinz, der
ein Ausbund kecker Streiche ist, ein herrliches
Fressen! Und auch Frau Margot willsichtotlachen.
Gegen sieben Uhr nimmt sie den Buben mit in ihr
Allerheiligstes, er bekommt Stockelschuhchen und
champagneifaibige Seidenstrümpfe anzuziehen, dazu eine lnappanliegende Robe. Nicht zu tief
ausgeschnitten, aber doch durch gefällige Vauschung
allerlei ahnen lassend. Die. Haare werden leicht
emgerollt, Lippenstift, Puder — e i n e reichliche
Ausstiiubung mit Parfüm Eoty — Baronesse
Henriette Mentz auf Mentzingen ist fertig.
Vonifazius ist pünktlich zur Stelle. E« sitzt
zur Seite Henriettens, welche mit madonnenhaftem
Augenniederschlag die preisenden Reden des „Onkels" über sich, ihren Reichtum, ihre Iägeitugenden hinnimmt. Sie laßt fast kein Wort über
ihre Korallenlippen, um so mehr redet Vonifaz,
der auch gehörig den aufgetischteir Weinen und
hochprozentigen Likören zuspricht. Es ist schont
späte Mitternacht, als der Oberstleutnant sich erhebt: „Nun gehört aber mein Nichtchen ins' Bett
und Sie, lieber Freund, muß ich um I h r e Ritterdienste bitten. Sie wissen ja selbst, wie beschränkt
leider unsere Räumlichkeiten sind. W i r könnten
unserer verwöhnten kleinen Schloßherrin unmöglich zumuten, in irgend einer Kabuse zu nächtigen,
sa habe ich ihr eine Reihe Zimmer im „Hotel See«
bürg" reservieren lassen. Sie haben doch die Güte,
I h r e Tischnachbarin dorthin zu begleiten. Unter
Ihrem Schütze weiß ich sie sicher!"
Vonlfazius verneigt sich. Auf der Landstraße
hat er zunächst das Gefühl, als beträte er eine
Rolltreppe. Onkel und Tante verabschieden sich
zärtlich vom Nichtchen, das bei den ersten Bäumen
des zu durchschreitenden Waldes ängstlich fragt, ob
siesichin ihres Kavaliers Arm einhängen dürfe.
Sie darf. Sie schmiegt sich dicht an Vonifaz, im-»
mer dichter. Der aktiv werdende Alkohol und das
mit dicken Schwaden in seine Nüstern wallende
Cotygedüft verwirren dem armen BonifaZerl ganz
den Sinn — die Sinne erwachen übermächtig.
„Deifi. Deifi." denkt er, sich, als ihm Henriette
schmachtend ins Auge blickt und den übergeworfenen Abendmantel lüftet, sodaß der matte Mondstrahl über, ihren Vusenausschniit schweift, „diese,
norddeutschen Weiber tun daheim, als ob sie nicht
bis drei zählen könnten, und kaum ist man mit
ihnen allein — " Weiter geht's nicht, die Holde
hat ganz fest ihren Leib an seinen gepreßt, Vonifaz ist kein Kostverächter und pappt ihr einen Kuß
so kräftig auf den begehrlich offenen Mund, daß
es im Walde widerhallt! Dabei schlicht er Henriette stürmisch in seine Mannesarme. Da feit sie
nix! Rasch entwindet sich das Mädel seinem
Griffe, stößt hastig hervor: „Du Lieber! Hab Erbarmen, schon meine Unschuld! Sprich morgen
mit Onkel und Tante, ich beichte ihnen sofort —"
und heidi ist es im knackenden Gehölz lange«
Sprunges, wie ein flüchtiges Reh verschwunden.
— Vanifazius ist
beinahe wieder nüchtern. Pistolen, Ehe, Amtsenthebung, hundert grausliche Bilder wirbeln durch
sein fühlbar schlapperndes Hirn. —
Am kommenden Mittag, ein Uhr, steht er i n
Gala vor dsm Herrn Oberstleutnant. Auf dem
Wege zur Hinrichtung hat er sich überlegt, daß
eine reiche, hübsche, adlige Majoratsheirin, junges Blut, immerhin eine saftige Heniermahlzeit
ist. Herr von Mentz spricht väterlich. Er bittet
nur eins zu entschuldigen — das mit dem Rittergute und'dem vielen Geldesei Latein gewesen, er
wisse ja, er sei ja selbst Jäger! Vanifazius knickt
merklich in den Knien zusammen und bekommt
Schlappohren, wie sein Hühnerhund. I n Wirklichkeit sei Henriette arm wie eme Kirchenmaus,
auch etwas durchtriebener Natur, sodaß er sich
vor Hörnern hüten müsse. Na — dafür sei er ja
wohl noch Manns genug — gute Spurnase, und
feste Hand! „And was nochmals das Geld anbelangt — Euch Beamten geht's doch jetzt recht gut
— " Der zwangsweise Viäutra.am will schon ein
Gegenwart riskieren — da fällt sein Blick auf
allerhand hübsch die Wände dekorierendes Schießzeug, er sackt hilflos auf den Sessel nieder. Del
Baron ruft lachend: «Mutter — Karlheinz —
schnell ein Glas Wasser, dem Herrn Postuerwalter
ist übel!" . Und hereingepreM kommt in tollem
Gelächter der Bub — und hinter ihm, mit einem
Tablett voll schäumender Vierglitser und belegter
Brötchen, die Frau Varomn. Bald ist alles aufge»
klärt. Vonisazius schnappt nach Luft, gleich einem
an den Strand gespültdn Karpfen. ,.' bißchen
Hundshaare auflegen, Herr Postuerwatter! Vielleicht etwas Salzhering gefällig? Oder ziehen Sie
sauren vor?"
Dem Leben und der Ehelosigkeit wiedergo«
wannen, laßt sich Vonifazius Loiiner nicht lumpen
und beteiligt sich tapfer am Versohnungstrunle
und der Friedenspfeife. Erst gegen Dunkelheit
wankt er nach Hause, aber diesmal hängt er sich
beim entdufteten, durchaus männlichen Karlheinz
ein, und beide singen: n<3»,u6««llw5 i i
j
A
«vruu«".
Das altdevvilkrte. vorsüOicke unä 2uver2ur
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
23
Dateigröße
2 805 KB
Tags
1/--Seiten
melden