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Abendprogramm WDR Sinfonieorchester 17.09.2014 - Berliner

EinbettenHerunterladen
Berliner Festspiele in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker
Bildnachweise
Titel: Muschel Donax variabilis. Foto: Wikimedia Commons
S. 8Claude-Louis Desrais, Aufstieg einer Mongolfiere am 19. Oktober 1783. Foto: Wikimedia Commons
S. 10 Foto: Antonia Chattey, „Mapping Silence – Marking Time“ (Detail), 2003.
S. 12 Wolfgang Rihm © Kai Bienert
S. 13Franz Schubert, Lithografie nach einem Gemälde von Josef Kriehuber. Foto: Wikimedia Commons
S. 14Jukka-Pekka Saraste © WDR Thomas Kost
S. 15Trio Jean Paul © Promo
S. 16 WDR Sinfonieorchester Köln © WDR Thomas Kost
M US I K FEST BERLIN 2 0 14
Musik fest Berlin 2014 5
Mittwoch 17. September
Konzertprogramm
6
Essay
12
Komponisten
14
Interpreten
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Musikfest Berlin 2014 Programmübersicht
28
Musikfest Berlin 2014 im Radio und Internet
29
Impressum
3
Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon vor Beginn des Konzerts aus.
Bitte beachten Sie, dass jegliche Mitschnitte und Fotografieren während des Konzerts nicht erlaubt sind.
Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur mitgeschnitten.
Sendung am 2. Oktober, 20:03 Uhr
Deutschlandradio Kultur ist in Berlin über UKW 89,6 MHz, Kabel 97,50 MHz,
digital und über Livestream auf www.dradio.de zu empfangen.
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Programm
20:00 Uhr
Philharmonie
19:00 Uhr
Einführung mit
Habakuk Traber
Mittwoch 17. September
Wolfgang Rihm (*1952)
Transitus für Orchester (2012/13)
Wolfgang Rihm
Trio Concerto für Violine, Violoncello,
Klavier und Orchester (2014)
Kompositionsauftrag des Westdeutschen Rundfunks,
Dallas Symphony und des Tonhalle Orchesters Zürich
Uraufführung
Pause
Franz Schubert (1797–1828)
Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 (1825/26)
I. Andante. Allegro ma non troppo
II. Andante con moto
III. Scherzo. Allegro vivace – Trio
IV. Finale. Allegro vivace
Trio Jean Paul
Ulf Schneider Violine
Martin Löhr Violoncello
Eckart Heiligers Klavier
Wdr Sinfonieorchester Köln
Jukka-Pekka Saraste Leitung
Eine Veranstaltung der Berliner Festspiele / Musikfest Berlin
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Essay
„…die menschenmögliche Flucht aus der Bedingtheit“
Man müsste eine Sinfoniegeschichte des Horns schreiben. Franz Schubert
erhielte darin einen bedeutenden Platz, selbstverständlich auch Richard
Strauss, der in diesem Jahr für seinen 150. Geburtstag befeiert wird, und
Wolfgang Rihm, unser Zeitgenosse. Schuberts Achte und letzte Symphonie
beginnt mit einem Hornruf. Leise soll er wirken, aber deutlich akzentuiert,
wie von ferne; deshalb spielen ihn zwar beide Hörner, aber mit suggestiver
Zurückhaltung. Das Eröffnungssignal erscheint im Zustand potenzieller
Energie, es hat noch einen weiten Weg vor sich. Im zweiten Satz „findet sich“
zur Mitte hin nach Robert Schumanns Worten „eine Stelle, da, wo das Horn
wie aus der Ferne ruft, das scheint mir aus einer anderen Sphäre herabgekommen zu sein. Hier lauscht auch alles, als ob ein himmlischer Gast im
Orchester herumschliche.“ Schumann schwärmt hier von einer Phase der
Zurücknahme und des Übergangs; vom Signal bleiben Tontupfer, ein Anfang
nach dem anderen. Die gedehnte Überleitung in eine erneuerte Wiederkehr
des Hauptthemas ist nicht durch das Formmodell, sondern einzig durch
Schuberts Musik gefordert, die sich aus der Zeit und den Schemata ihrer
Verwaltung hinaus sehnt. Der weltliche Bruder des himmlischen Gasts führt
im dritten Satz vom Rahmenteil ins Mittelstück hinüber; auch er verharrt
auf einem Ton, sammelt durch seine Repetitionen die Energie, die den sym­
phonischen Blick auf die ganz anders geartete Landschaft des Trios öffnet.
Auch das ein Übergang.
Transitus
In Wolfgang Rihms Orchesterstück „Transitus“ schafft das Horn mit seinem
Klang das weiträumig ausgreifende Melos, das sich als Gestalt und Desiderat durch das ganze Werk zieht. Es führt Dialoge etwa mit den Violinen,
aber auch mit anderen Gruppen der Streicher und Bläser, und es wirkt nicht
selten wie ein Magnetkern, dessen sammelnde Kraft alles Andere um sich
gruppiert. Im Titel des Werkes liegen viele Bedeutungen, denen Erwartungen
entspringen können. Das Partizip Perfekt des lateinischen „transire“ (hindurch-, hinübergehen) kann als Durchgang, als Übergang, als Verwandlung,
bildlich auch als Tod übersetzt werden. Übergang heißen in der Musik Passagen, die von einer Hauptsache zur nächsten führen. Als Theodor W. Adorno
seinen Lehrer Alban Berg einen „Meister des kleinsten Übergangs“ nannte,
registrierte er damit auch die Emanzipation solcher Wegstrecken aus ihrer
untergeordneten Funktion. Der Übergang befreit die Tonkunst aus den Rastern vorgezeichneter Strukturen und Verläufe. Wolfgang Rihm fand dafür
in den 1990er-Jahren den Begriff der „musique fleuve“: Durchgang wird zur
Sache selbst. „Ein Stück zu schreiben, das sich von selbst ergibt: Immer
wieder versuche ich es. Eines wächst aus dem anderen, alle Ereignisse führen
weiter in jene Unabschließbarkeit, die das Grundrauschen jeder Musik ist.
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Zwar ist Musik in der Zeit, aber sie gehört nicht der Zeit, sie ist die
menschenmög­liche Flucht aus der Bedingtheit. Eine Flucht, die natürlich
immer scheitert“, merkte der Komponist auf Fragen zu „Transitus“ an.
„Transitus“ ist in einem Satz ohne Zäsuren durchkomponiert. Augenblicke,
die wie Einschnitte erscheinen könnten – Fermaten oder gehaltene Einzeltöne – akkumulieren Energie oder signalisieren ihr Versickern, gehören also
zum Strom des Werkes. Das Grundtempo – Allegro – wird vielfach modifiziert, beruhigt sich bis ins Adagio und wird angefeuert bis zum „feroce“
(wild). Einmal angeschlagen, wandelt es sich beständig, bleibt selbst im
Fluss und wirkt nicht als dessen Regulator. Denn Tempo ist, wie der Dirigent
Ferenc Fricsay formulierte, „keineswegs allein das Zeitmaß. Tempo ist ein
Zusammenwirken von Zeitmaß, Rhythmus, Prägnanz, Phrasierung, Dynamik,
Klang, Ausdruck“, kurz: die Außenwirkung der „Energie-Weitergabe“ (Rihm),
die Musik ausmacht. Sie schärft bei Rihm das rhythmische Drängen und
gewährt reflektierende Ruhe, blüht auf in einem Reichtum der Klangfarben
und schafft „eine glückliche Mischung starker emotionaler Wirkungen“
(Luciana Galliano).
„Transitus“ ist ein großer Gesang: ohne Worte, extensiver in seinen Aufschwüngen und Bögen als menschliche Stimmen dies leisten könnten. Das
Werk ist durchmelodisiert vom Anfang bis zu dem Augenblick, in dem es
nach oben entschwindet. Die große Linie, von den Hörnern vorgezeichnet,
wird von einer Instrumentenkonstellation an die nächste weitergereicht, sie
setzt sich in beständiger Wandlung fort und erhält ihre Gegenparts. Verschiedene Gruppen des Orchesters führen Dialoge und Trialoge, Stimmen
fächern sich auf und setzen Geflechte aus sich frei. Gegensätzliche Gesten
lassen kleine Dramen entstehen. Der Weg des Melos und seiner Umgebung
führt durch viele Gegenden. In Phasen der Zurücknahme – noch im ersten
Drittel und ganz gegen Ende – erinnert „Transitus“ daran, dass Musik nicht
nur Intensität und Energie gibt, sondern auch aus ihrem Vergehen lebt:
Was uns in ihr weiterträgt, ist im Augenblick seiner Wirkung bereits dahin.
Das neue Werk
Als die Regeln der Publizistik den Abschluss dieses Textes verlangten, war
die Partitur des neuen Werkes von Wolfgang Rihm noch ganz beim Komponisten. Mutmaßungen nach einem ersten „Lesen der Schrift“ über das,
was nun erstmals in Berlin erklingen wird, ließen sich also nicht anstellen.
Erwartungen, deren Reiz in ihrer gespannten Unkonkretheit liegt, bilden
sich trotzdem. Wolfgang Rihms œuvre enthält eine nicht geringe Anzahl an
konzertanten Werken, die Soli der meisten sind für Instrumente geschrieben,
die von Natur aus „singen“ können, für Streicher oder Bläser, vornehmlich
Holzbläser. „Das Orchester ‚begleitet’ nicht nur, es ist seinerseits substanzieller Teil des kantablen Prozesses.“ (Rihm) Die expressive Direktheit, die
im Gebrauch der menschlichen Stimme liegt, tragen einige Kompositionen
auch im Titel, etwa das Violinkonzert „Gesungene Zeit“ oder die Trilogie
7
Essay
der „Doppelgesänge“ für die möglichen Paarungen von Klarinette, Viola
und Violoncello; einzelne von ihnen nannte Rihm „instrumentale Kantaten“.
Werke mit obligatem oder konzertantem Klavier bilden eine spezifische
Gruppe. Sie verlangten bisher entweder kleine Ensembles um den Solopart
oder forderten, wie „La musique creuse le ciel“, zwei Tasteninstrumente. Das
Klavierkonzert, das vor gut drei Wochen in Salzburg uraufgeführt wurde,
eröffnet in diesem Kontext einen neuen Bereich. Der Komponist äußerte, es
würden wohl „der gesangliche Charakter vieler Partien“ und die „kammermusikalische Feinzeichnung“ auffallen. „Das Virtuose bleibt eingebunden in
den Gesang des Ganzen.“ Wie wird es nun beim Tripelkonzert sein, das – je
nach Blickwinkel – ein konzertantes Trio als einen Solisten oder drei Solisten
mit, im und vor dem Orchester spielen lässt? Alle drei sind Saiteninstrumente, zwei tendieren von Natur aus zur Kantabilität, beim dritten und größten
werden die Töne angeschlagen, seine Natur neigt zum Perkussiven. Zugleich
verfügt das Klavier aber auch über hohe Simulations- und Suggestionsqualitäten. Die Kunst des kantablen Spiels ist seiner physischen Wirklichkeit
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abgetrotzt, aber sie wirkt und hält sich über die Epochen als Ideal. Rihm
schrieb sein (2.) Klavierkonzert nach „Transitus“, und viel von der Kultur des
Über- und Durchgangs findet sich neu und in anderen ästhetischen Konstellationen wieder. Dem Klavierkonzert folgte als nächstes Werk das Tripelkonzert. Im dem großen Speicher potenziell verfügbarer Musik gibt es nur ein
Werk dieses Typus, das hin und wieder aufgeführt wird: Beethovens op. 56,
komponiert in einer erwartungsfrohen Zeit neben so gegensätzlichen Werken wie der „Appassionata“, der „Waldstein“-Sonate, der Vierten Sinfonie
und dem Vierten Klavierkonzert.
Die Große
Franz Schubert ist ein Freund der Aufbruchsgeister. Kaum ein Exponent
neuer Musik in den letzten siebzig Jahren, der sich ihm nicht zugetan fühlte.
Es besteht eine Geistesverwandtschaft über die Epochen hinweg, sie liegt
wohl im humanen Drängen der Kunst und wird nicht durch das, was wir
Stil nennen, gebändigt. Schubert komponierte in seiner Großen C-DurSymphonie auf ungeheure und zugleich befreiende Weise Zeit im Sinne von
Wolfgang Rihms „Transitus“-Kommentar: „Die Musik ist in der Zeit, aber sie
gehört nicht der Zeit“, die Zeit gehört ihr. Robert Schumann brachte diese
Beobachtung auf den viel zitierten Begriff der „himmlischen Länge“. Sie wird
zunächst durch eine Emanzipation der ruhigeren Partien der Sinfonie suggeriert. Die Introduktion, die aus dem und um das Hornthema des Anfangs
entsteht, ist mehr als nur Einleitung oder Vorspann, sie schafft vielmehr
einen eigenen Raum; ohne ihn gäbe das, was folgt, keinen richtigen Sinn:
nicht der Schwung des Hauptthemas im schnellen Teil, das mehr auf Geste
und Rhythmus als auf melodische Kontur aus ist; nicht das Seitenthema,
das dem Gesang so nahe kommt wie dem Tanz; vor allem aber nicht die
Posauneneinwürfe, die Stimmen aus der Tiefe, die sich des Mottos bemächtigen, und denen die hohen Holzbläser mit dem Gesangsthema entgegnen.
Die Zeit-Emanzipation im zweiten Satz entfaltet sich nur beim Hören, der
Schriftgestalt des Werkes ist sie kaum abzulesen. Das gemessene, aber nicht
wirklich langsame Stück gliederte Schubert in fünf Teile nach dem Schema
A-B-A-B-A. Im klassischen Sinn könnte er mit der ersten Wiederkehr des
A-Teils abgerundet werden, doch der Romantiker will Weite. Er schafft sie in
den Übergängen zwischen den Abschnitten: Sie vergrößern sich. Er verfolgt
sie in den Dimensionen und dem Innenleben der Teile: Sie wachsen und intensivieren sich. Er verwirklicht sie durch die Ausdehnung der Form, die dann
nicht mehr als gegliederte, sondern als sich ständig fortführende erlebt wird.
Immer deutlicher erscheint das Kreisen der Gedanken auch innerhalb der
Themenbereiche als Grundzug dieses Satz. Er beschreibt eine Spiralbewegung, die wieder und wieder die gleichen Orte durchkreuzt, in neuem Licht
und veränderter Konsistenz erfährt. Sie zielt auf keinen Abschluss. Ihr Ende
setzen Selbstzweifel: Erst tritt sie auf der Stelle, dann tritt sie ab und macht
einer neuen Szene Platz.
9
Essay
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Dem Ideal des Fließens bei Rihm entspricht bei Schubert die fiktive Gestalt
des Wanderers als virtuelles Subjekt der Sinfonie, das aktiv und passiv zu
denken wäre. Mit dem Gang von einem Themenbereich in den nächsten wechseln im ersten Satz die Schauplätze, die sich gut romantisch als
menschliche Erlebnisbereiche denken lassen. In der Durchführung treffen sie
simultan aufeinander wie in einem verarbeitenden Gedächtnis. Hier durchmisst das Subjekt die verschiedenen Gebiete. Im zweiten Satz erfährt es die
gegensätzlichen Abschnitte als vorüberziehende Begebenheiten. Schumann
verglich die Sinfonie mit einem „Roman in vier Bänden, etwa von Jean Paul“.
Das bedeutete unter anderem, dass wohl jeder Teil, jeder Satz seinen eigenen Sinn und Charakter besitze, dass sie aber alle quasi erzählerisch verbunden seien, auch durch formale Entsprechungen. Das Scherzo erhält, wie
die beiden vorangehenden Sätze, eine Einleitung, es konkretisiert sich durch
Elan (in den Rahmenteilen) und im Gesanglich-Tänzerischen (in der süßen
Wehmut des Trios). Damit kommt es auf bestimmende Ausdrucksformen
des ersten Satzes zurück, ohne zu zitieren.
Das Finale nimmt die Entwicklung des Kopfsatzes wieder auf, verknüpft
sie mit Merkmalen der Mittelsätze und steigert sie. Das einleitende Motto
verwandelt sich durch den Schwung des Scherzos in eine energische Fanfare;
„Rakete“ nannte man solche Gebilde damals. Liedartige Melodik delegiert
Schubert an das Hauptthema des Satzes, das seinen Überschwang nicht
aus weiten Bewegungen, sondern aus innerem Antrieb bezieht. Das Seitenthema klingt wie das Trio zum Scherzo nach dem Viel-Völker-Wien. Neben
den Fanfaren wird es zur entscheidenden Triebkraft des Satzes, in dem der
Komponist nach Schumanns Erkenntnis zu „solch eigentümlicher Behandlung der Instrumente wie der Masse des Orchesters gelangte, die oft wie
Menschenstimmen oder Chor durcheinander sprechen.“ Es ist, wie bei Rihm,
das Leitbild des (imaginären) Gesangs, das in diesem instrumentalen Jubelchor mit Fragezonen zur „menschenmöglichen Flucht aus der Bedingtheit“
animiert.
Habakuk Traber
11
Biografien
Komponisten
Wolfgang Rihm
In über 40 Jahren schöpferischer Tätigkeit hat der 1952 in
Karlsruhe geborene Wolfgang Rihm ein Œuvre geschaffen, das an die 350 veröffentlichte Werke umfasst. Die
kompositorische Begabung Wolfgang Rihms wurde schon
während der Schulzeit manifest. Prägenden Einfluss auf
den jungen Musiker hatte später der Unterricht bei Karlheinz Stockhausen, dessen unbedingte Konzentration
und Hingabe an das eigene Schaffen Rihm nachhaltig
beeindruckten. 1976 setzte dann Rihms eigentliche Karriere als Komponist mit der Uraufführung des Orchesterstücks „Sub-Kontur“ ein. Dieses Werk beginnt mit einer
sehr entschiedenen Geste, einem Hammerschlag äußerster Schallstärke. Es ist die Geste eines Komponisten, der
sich über alle Konventionen hinwegsetzt und unbedingt
auf den Ausdruck in der Musik zielt. Zwei Jahre später
machte die Uraufführung der Kammeroper „Jakob Lenz“
an der Hamburgischen Staatsoper, die alsbald an anderen Bühnen nachgespielt wurde, den jungen Komponisten schließlich einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Seitdem ist Wolfgang Rihm einer der angesehensten und am
häufigsten aufgeführten Komponisten unserer Zeit.
Wenn man einen Schlüsselbegriff für das Schaffen Wolfgang Rihms benennen möchte, ist das die künstlerische
Freiheit. Denn Rihm ist allen Kompositionsstrategien gegenüber, die seiner klanglichen Imagination Fesseln
anlegen würden, zutiefst
skeptisch
und
vertraut
stattdessen seinem Ausdrucksimpuls. Sein Schaffen
zeichnet sich durch eine expressive Kraft aus. Künstlerische Freiheit charakterisiert
auch Rihms Umgang mit
den musikalischen Mitteln.
Etiketten wie tonal, atonal,
avantgardistisch und traditionalistisch passen nicht auf
sein Schaffen. Es ist vielmehr
gekennzeichnet von einer
außerordentlichen Fähigkeit
zur plastischen Gestaltung
musikalischer Vorgänge.
Dominierten in seinem Schaffen anfangs Wildheit und ei­
ne fragmentarische Gestaltungsweise, so eroberte Rihm
sich später eine ganz eigene lyrische Kantabilität und ein
besonderes, weite Verläufe tragendes musikalisches Fließen. Inspiration erhielt er dabei in vielfacher Weise von
der Literatur, und hier insbesondere vom Surrealismus,
etwa dem Theater Antonin Artauds, und von der bildenden Kunst. Häufig haben ihn abstrakte bildnerische Vorstellungen beim Komponieren geleitet, und wenn er über
Musik spricht, bedient sich Wolfgang Rihm oft eines aus
der bildenden Kunst stammenden Vokabulars. Eine Reihe
von Werken hat er analog zur Übermalung eines Gemäldes mehrfach überarbeitet und in jeweils neue, für sich
stehende Zustände versetzt.
Wolfgang Rihm ist ein eminent reflektierter und theoriebewusster Künstler, der aus einer profunden Kenntnis der
Tradition und der Entwicklungen der Musik der Gegenwart
heraus schafft. Mehrere Bände Schriften und Gespräche
sind erschienen, die beredt, originell und erhellend von der
Musik anderer Komponisten und künstlerischen Fragen
handeln, wobei er sich auch mit Künstlern wie Sibelius
oder Pfitzner auseinandersetzt, die für viele seiner Kollegen nicht Gegenstand ihrer Überlegungen sind. Gegen
das erklärende Sprechen und Schreiben über die eigenen
Kompositionen hat Rihm
dagegen einen Widerwillen.
Seine Musik soll für sich
selbst stehen.
Seit 1985 lehrt Wolfgang
Rihm Komposition an der
Musikhochschule Karlsruhe.
Zu seinen prominentesten
Schülern zählen Rebecca
Saunders, Márton Illés und
Jörg Widmann. Trotz all
seiner Verpflichtungen arbeitet Wolfgang Rihm in
einer Reihe bedeutsamer
Gremien des Musiklebens
mit. Für sein Wirken hat der
Komponist zahlreiche Ehrungen und Preise erhalten.
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Franz Schubert
Franz Schuberts Stellung im Musikleben seiner Zeit lässt
sich im Nachhinein nicht einfach bestimmen. Zu viele Mythen haben sich vor die historische Wirklichkeit geschoben,
und zu wohlfeil ist das romantische Klischee vom bitterarmen verkannten Genie. Tatsächlich war Schubert keineswegs ein unbekannter Komponist, sondern konnte stetige
und wachsende Erfolge verzeichnen und durchaus von seinem Schaffen leben. Seine wahre Bedeutung ist indessen
zu seinen Lebzeiten nicht im Entferntesten erkannt worden. Dies geschah erst posthum, nachdem Robert Schumann und Felix Mendelssohn Bartholdy die Uraufführung
der großen C-Dur-Symphonie D 944 ermöglicht hatten.
Stelle als Sängerknabe an der Wiener Hofkapelle zuerkannt, die mit einem Stipendium für das Wiener Stadtkonvikt und das Gymnasium verbunden war. Schubert
erhielt hier neben dem Schulunterricht vor allem eine
umfassende und gründliche musikalische Ausbildung,
für die in erster Linie der Hofkapellmeister Antonio Salieri verantwortlich war. Salieri legte den Unterricht Schuberts breit an, zielte darin aber insgesamt auf die Oper
ab, und so komponierte Schubert in seiner Jugend eine
ganze Reihe von Singspielen und dramatischen Szenen.
Im Alter von siebzehn Jahren schlug Schubert zunächst
den vom Vater vorgezeichneten Weg ein und war ab
Schubert wurde am 31. Januar 1797 in einem kleinen Ort 1814 an dessen Schule als Hilfslehrer tätig, wobei er dain der Nähe Wiens als Sohn des örtlichen Schulleiters neben noch für etwa zwei Jahre seine musikalischen
geboren. Seine musikalische Begabung trat früh zuta- Studien fortsetzte. Das Jahr 1817 brachte eine Wende in
ge und wurde gefördert. Mit elf Jahren wurde ihm eine Schuberts Leben. Er erhielt vom Grafen Esterházy das
verlockende Angebot, seinen beiden Töchtern Musikunterricht zu erteilen, und so verbrachte er die Sommerferien auf dessen Sommerresidenz. Dieser Aufenthalt
muss Schubert neue Horizonte eröffnet haben. Er kehrte nicht mehr an die Schule zurück, was den zeitweisen
Bruch mit seinem Vater nach sich zog, und entschloss
sich, als Musiker und Komponist in Wien zu leben. Aus
finanziellen Gründen teilte er mit dem befreundeten
Dichter Johann Mayrhofer eine Wohnung. Damit hatte
Schubert die ihm gemäße Lebensform gefunden, und
bis zu seinem frühen Tod im November 1828 wohnte er
in verschiedenen Zweckgemeinschaften. Der Austausch
mit Freunden war für Schubert wichtig. Regelmäßig
traf er sich mit einem im Laufe der Jahre wechselnden
Kreis von Gleichgesinnten, dem auch Musiker angehörten, der aber von Literaten und Malern dominiert wurde.
Nach seiner Übersiedelung nach Wien suchte Schubert
den Weg in die musikalische Öffentlichkeit und fand ihn
auch rasch. Bereits im November 1818 erhielt er den Auftrag, die Musik für ein Bühnenstück zu schreiben, und
auch in den folgenden Jahren beschäftigte sich Schubert
mit wechselndem Glück mit verschiedenen Opern- und
Bühnenprojekten. 1820 begann er dann, seine Lieder zu
publizieren – mit durchschlagendem Erfolg. Obwohl er
an den im Selbstverlag erscheinenden Liederheften sehr
13
Biografien
Interpreten
Jukka-Pekka Saraste
gut verdiente, zog er es bald vor, die Zusammenarbeit
mit kommerziellen Verlegern zu suchen, um von der Arbeit des Vertriebs entlastet zu sein. Um die Jahreswende 1822/23 infizierte sich Schubert offenbar mit Syphilis.
Die Krankheit brach Mitte des Jahres aus, und es ist davon auszugehen, dass sich Schubert fortan wiederholt
Quecksilberkuren unterzog, die mit heftigen Nebenwirkungen verbunden waren.
Ende der 1820er Jahre begannen auch Verlage außerhalb
Wiens, sich für Schuberts Schaffen zu interessieren, vor
allem auch für seine Instrumentalwerke. Der Komponist
war in ernsthafte Verhandlungen eingetreten, als er Anfang November 1828 plötzlich schwer erkrankte. Offenbar
von den Quecksilberbehandlungen ohnehin geschwächt,
gelang es ihm nicht mehr, sich zu erholen. Schubert verstarb am 19. November 1828.
Der 1956 geborene Finne Jukka-Pekka Saraste begann
seine Karriere als Orchestergeiger, bevor er bei dem prominenten Dirigierlehrer Jorma Panula, zu dessen Schülern bekannte Maestri wie Esa-Pekka Salonen und Sakari
Oramo zählen, an der Sibelius-Akademie in Helsinki Dirigieren studierte. Bei mehreren renommierten Orchestern bekleidete Jukka-Pekka Saraste wichtige Positionen.
Unter anderem wirkte er als Chefdirigent beim Scottish
Chamber Orchestra (1987–1991), beim Finnish Radio Symphony Orchestra (1987–2001), von dem er danach zum
Ehrendirigenten ernannt wurde, und beim Toronto Symphony Orchestra (1994–2001). Zudem war er von 2002 bis
2005 Principal Guest Conductor beim BBC Symphony Orchestra. Von 2006 bis 2013 leitete Jukka-Pekka Saraste als
Chefdirigent und Music Director das Oslo Philharmonic
Orchestra, das ihm zum Ende seiner Amtszeit ebenfalls
den Titel eines Ehrendirigenten verlieh. Das WDR Sinfonieorchester Köln übernahm der Dirigent zur Saison 2010/11.
Vor Kurzem verlängerte er seinen Vertrag mit dem WDR
bis zum Jahr 2016.
Als Gastdirigent arbeitete Jukka-Pekka Saraste mit zahlreichen führenden Orchestern zusammen. In dieser Saison stehen etwa Konzerte mit dem London Philharmonic
Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, dem
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Trio Jean Paul
Konzerthausorchester Berlin und dem Kammerorchester
Lausanne auf dem Programm des Dirigenten. Ein wichtiges Anliegen Jukka-Pekka Sarastes ist die Auseinandersetzung mit der Musik unserer Zeit, wobei er sich besonders den finnischen Komponisten Magnus Lindberg und
Kaija Saariaho und dem im letzten Jahr verstorbenen
Henri Dutilleux verbunden fühlt. Auch in der umfangreichen Diskografie von Jukka-Pekka Saraste nehmen die
Namen dieser drei Komponisten einen prominenten Platz
ein.
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Mit der Wahl des deutschen Dichters Jean Paul als Namenspatron ihres Ensembles bezeugen Eckart Heiligers,
Ulf Schneider und Martin Löhr, die seit über zwanzig Jahren in dieser Besetzung miteinander musizieren, ihre besondere Affinität zur Musik des Jean-Paul-Verehrers Robert Schumann. Wettbewerbserfolge in den frühen 1990er
Jahren ebneten dem Trio Jean Paul den Weg auf die Konzertpodien. Seither tritt das Trio in den großen Konzertsälen auf, spielt auf ausgedehnten Tourneen in aller Welt
und ist regelmäßig zu Gast bei internationalen Festivals.
Das Repertoire des Trios umfasst neben den Klassikern der
Gattung von Haydn bis Brahms zahlreiche Werke des 20.
und 21. Jahrhunderts. Dabei setzen sich die drei Musiker
auch für weniger bekannte Werke ein und engagieren sich
stark für die zeitgenössische Musik. Eine enge Verbindung
besteht zu Wolfgang Rihm, dessen Werke für Klaviertrio
das Trio Jean Paul zusammen mit den Klaviertrios von
Schumann auf CD eingespielt hat. Die umfangreiche
Diskografie des Ensembles verzeichnet exemplarische
Aufnahmen von zentralen Werken für Klaviertrio. Seine
Einspielung der Urfassung des 1. Klaviertrios von Brahms
und von Schönbergs Sextett „Verklärte Nacht“ in der Bearbeitung für Klaviertrio von Eduard Steuermann erhielt
den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.
Biografien
Interpreten
WDR Sinfonieorchester Köln
Das WDR Sinfonieorchester Köln wurde 1947 gegründet, damals noch als Orchester des Nordwestdeutschen
Rundfunks. Als Chefdirigenten des Orchesters amtierten
unter anderem Christoph von Dohnányi, Zdenek Macal
und Gary Bertini. Besonders produktiv war die Amtszeit
von Semyon Bychkov (1997–2010), in der das Orchester
seinen internationalen Ruf auf Tourneen durch Europa,
Asien und Amerika festigen konnte. Seit Beginn der Saison 2010/11 ist Jukka-Pekka Saraste Chefdirigent des WDR
Sinfonieorchesters. Das WDR Sinfonieorchester Köln tritt
als Hausorchester regelmäßig in der Kölner Philharmonie
auf und gibt zahlreiche Konzerte in prominenten Konzertsälen in Nordrhein-Westfalen. In diesem Jahr gibt es zudem Gastspiele unter anderem in Salzburg, Amsterdam
und Turin und unternimmt im Dezember eine ausgedehnte Japan-Tournee. Neben der Pflege des klassisch-romantischen Repertoires bildet die Auseinandersetzung mit der
Musik des 20. Jahrhunderts einen Schwerpunkt der Arbeit
des WDR Sinfonieorchesters Köln. Zahlreiche bedeutende Komponisten wie Luciano Berio, Hans Werner Henze,
Mauricio Kagel, Krzysztof Penderecki, Igor Strawinsky,
Karlheinz Stockhausen und Bernd Alois Zimmermann haben mit dem Orchester zusammengearbeitet und dabei
oftmals Auftragskompositionen des WDR einstudiert und
aufgeführt.
Viele beispielhafte, oft preisgekrönte Interpretationen des
WDR Sinfonieorchesters Köln sind auf CD eingespielt. Aktuell steht die erste Folge einer im Entstehen begriffenen
Gesamteinspielung der sinfonischen Werke von Robert
Schumann unter der Leitung von Heinz Holliger auf der
Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik.
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Besetzungsliste
WDR Sinfonieorchester Köln
Violine IJosé Maria Blumenschein – 1. Konzertmeister,
Slava Chestiglazov – 1. Konzertmeister, Naoko Ogihara – Konzertmeisterin,
Susanne Richard – 2. Konzertmeisterin, Ye Wu – 2. Konzertmeisterin,
Christine Ojstersek – Vorspielerin, Alfred Lutz – Vorspieler,
Faik Aliyev, Hans-Reinhard Biere, Andreea Florescu, Caroline Kunfalvi,
Anna de Maistre, Pierre Marquet, Emilia Mohr, Ioana Ratiu,
Mischa Salevic, Cristian-Paul Suvaiala, Jerzy Szopinski
Violine IIBarennie Moon – Stimmführerin, Brigitte Krömmelbein – Stimmführerin,
Carola Nasdala – stv. Simmführerin, Christel Altheimer, Maria Aya Ashley,
Lucas Barr, Adrian Bleyer, Pierre-Alain Chamot, Weronika Godlewska,
Ea-Jin Hwang, Jürgen Kachel, Keiko Kawata-Neuhaus, Ute Klemm,
Johannes Oppelcz, Johanne Stadelmann
ViolaStephan Blaumer – Solo, Junichiro Murakami – Solo,
Sophie Pas – stv. Solo, Katja Püschel – stv. Solo,
Katharina Arnold, Gaelle Bayet, Laura Rayén Escanilla Rivera,
Christian Fischer, Eva Maria Gambino, Stephanie Madiniotis,
Mircea Mocanita, Tomasz Neugebauer, Klaus Nieschlag
VioloncelloJohannes Wohlmacher – Solo, Oren Shevlin – Solo,
Simon Deffner – stv. Solo, Susanne Eychmüller – stv. Solo,
Anne-Sophie Basset, Sebastian Engelhardt, Gudula Finkentey-Chamot, Bruno Klepper,
Frank Rainer Lange, Christine Penckwitt, Juliana Przybyl, Leonhard Straumer
KontrabassStanislau Anishchanke – Solo,
Michael Peus – stv. Solo, Axel Ruge – stv. Solo,
Raimund Adamsky, Michael Geismann, Stefan Rauh, Jörg Schade, Christian Stach
FlöteMichael Faust – Solo, Jozef Hamernik – Solo,
Hans-Martin Müller – stv. Solo, Martin Becker,
Piccoloflöte
Leonie Brockmann
OboeManuel Bilz – Solo, Maarten Dekkers – Solo, Svetlin Doytchino – stv. Solo, Bernd Holz
KlarinetteThorsten Johanns – Solo, Nicola Jürgensen-Jacobsen – Solo, Uwe Lörch – stv. Solo
BassklarinetteAndreas Langenbuch
FagottOle Kristian Dahl – Solo, Henrik Rabien – Solo, Ulrike Jakobs – stv. Solo, Hubert Betz
Kontrafagott Stephan Krings
HornPaul van Zelm – Solo, Ludwig Rast – stv. Solo,
Andrew Joy, Rainer Jurkiewicz, Joachim Pöltl, Kathleen Putnam, Hubert Stähle
TrompetePeter Mönkediek – Solo, Frieder Steinle – stv. Solo,
Daniel Grieshammer, Peter Roth, Jürgen Schild
PosauneTim Beck – Solo, Fred Deitz, Stefan Schmitz, Michael Junghans
TubaHans Nickel
PaukeWerner Kühn – Solo, Peter Stracke – Solo
SchlagwerkJohannes Steinbauer – 1. Schlagzeuger, Johannes Wippermann – 1. Schlagzeuger
HarfeAndreas Mildner
17
WO
Klassik & Oper / CD DVD
Stöbern. Entdecken. Mitnehmen.
•
KOMPONISTEN BESTER
STIMMUNG SIND
JONAS KAUFMANN Du bist die Welt für mich
Bei dieser CD stimmt einfach alles: Jonas Kaufmann
und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin präsentieren
die Pop-Hits der 20er und 30er Jahre. Mit Dein ist mein
ganzes Herz, Heut’ Nacht oder nie u.v.m.
Die limitierte Erstauflage mit Bonus-DVD
erscheint am 19.9.2014
Friedrichstraße
Mo-Fr 9-24 Uhr
Sa 9-23:30 Uhr
IGOR LEVIT Bach Partiten
Der Pianist Igor Levit hat für seine erste CD
mit späten Klaviersonaten sensationelle Kritiken
bekommen. Auch bei seiner zweiten CD beschäftigt
er sich mit einem nicht minder anspruchsvollen
Zyklus, den Partiten von J. S. Bach – und begeistert
auch hier mit seiner ganz eigenen Sichtweise.
www.kulturkaufhaus.de
Foto: © Oliver Lechner
08.08.14 12:39
Foto: © Robert Dämmig
Sony Anz Musikfest_Levit_Kaufmann_NEU.indd 1
Konzert | So, 28. September, 20 Uhr
Theater | Sa, 18. und So, 19. Oktober, jeweils 19 Uhr
Goldberg-Variationen
Todessehnsucht in Black Jeans
Ragna Schirmer, Klavier
Die Zoogeschichte von Edward Albee
mit Alexander Scheer als Jerry
und Gerd Wameling als Peter
präsentiert von kulturradio (rbb)
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Medienpartner
128 – DAS MAGAZ I N DE R B E R LI N E R PH I LHAR MoN I kE R
D i e pflichtle ktü r e
fü r klass i kfr e Sony
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Lesen Sie in der neuen Ausgabe:
+++ Zwischen Inferno und Mauerfall – Musik im geteilten
Berlin +++ Beethovens Neunte in DDR und BRD +++
Rammstein und die Berliner Philharmoniker – Zwei Schlagzeuger im Drum Duett +++ Christian Tetzlaff im Porträt +++ Tabu:
Auftrittsangst – Weit mehr als Lampenfieber +++ Ein Sachse
im Süden – G. F. Händel in Italien +++
www.berliner-philharmoniker.de/128
Neu
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Cinema Paris
Kurfürstendamm 211
10719 Berlin
2014
THE LEGEND OF LOVE
Sonntag, 26. Oktober 2014
DIE TOCHTER DES
PHARAO
Sonntag, 23. November 2014
LA BAYADÈRE
Sonntag, 7. Dezember 2014
2015
SCHWANENSEE
Sonntag, 25. Januar 2015
DER NUSSKNACKER
Sonntag, 21. Dezember 2014
ROMEO UND JULIA
Sonntag, 8. März 2015
IWAN DER
SCHRECKLICHE
Sonntag, 19. April 2015
Do., 2.10.14 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
Di., 10.2.15 · 20 Uhr · Philharmonie *
Mi., 13.5.15 · 20 Uhr · Philharmonie *
Schubert: Klaviersonate B-Dur D 960
Werke von Scrjabin
Spanische Klaviermusik von
Albéniz, Mompou und Granados
Klavier
Beethoven: „Waldstein-Sonate“C-Dur
Prokofjew: Sonate Nr. 4 c-moll
Chopin: Mazurkas (Auswahl)
Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 15
Violine
St. Petersburger Philharmoniker
Yuri Temirkanov, Leitung
Brahms: Violinkonzert D-Dur
Beethoven: Symphonie Nr. 3 „Eroica“
Yuja Wang Klavier
Jewgenij Kissin
Yuja Wang
Staatskapelle Weimar · Werke von
Wagner, Flotow, Mozart und Lehár
Cecilia Bartoli
Klazz-Brothers & Cuba Percussion
Daniil Trifonov
Hélène Grimaud Klavier
Piano Battle
„Das Publikum als Jury“:
Eine Konzertshow von und mit Andreas
Kern und Paul Cibis
Verdi: Messa da Requiem
Chorgemeinschaft Neubeuern
Orchester der KlangVerwaltung
Enoch zu Guttenberg, Leitung
Hélène Grimaud
The Philharmonics
A.S. Ott & F. Tristano
Münchner Rundfunkorchester
„Du bist die Welt für mich“
Mo., 15.6.15 · 20 Uhr · Philharmonie *
Anne-Sophie Mutter Violine
Jonas Kaufmann
Lambert Orkis, Klavier
Beethoven: Sonate G-Dur
Ravel: Tzigane · Bartók: Sonate Nr. 2
Respighi: Sonate h-moll
Mi., 1.7.15 · 20 Uhr · Philharmonie
Anne-Sophie Mutter
Bobby McFerrin
& Chick Corea
Together again
Fr., 17.4.15 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
So., 11.1.15 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
Wiener Neujahrskonzert
Jonas Kaufmann Tenor
Julia Fischer
Do., 19.3.15 · 20 Uhr · Philharmonie
Klaus Florian Vogt
So., 30.11.14 · 20 Uhr · Philharmonie *
„Jeux d’eau“ – Werke von Schubert, Liszt,
Ravel, Debussy, Fauré, Albéniz u.a.
Kremerata Baltica
Chopin: Klavierkonzert Nr. 1 e-moll
Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-moll
Di., 10.3.15 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
Do., 27.11.14 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
Classic meets Cuba
Mo., 18.5.15 · 20 Uhr · Philharmonie
Daniil Trifonov Klavier
Mo., 3.11.14 · 20 Uhr · Philharmonie
Klaus Florian Vogt Tenor
Jewgenij Kissin
Do., 19.2.15 · 20 Uhr · Kammermusiksaal
Mi., 22.10.14 · 20 Uhr · Konzerthaus
Cecilia Bartoli Mezzosopran
I Barocchisti · Diego Fasolis, Leitung
Barocke Arien und Szenen aus dem
17. und 18. Jahrhundert
Julia Fischer
Alice Sara Ott &
Francesco Tristano Klavier
Ravel: Boléro & La Valse
Debussy: 3 Nocturnes
Strawinsky: Le Sacre du Printemps u.a.
Enoch zu Guttenberg
Fr., 3.7.15 · 20 Uhr · Philharmonie
Martin Grubinger
The Percussive Planet Ensemble
Brazilian Salsa Night
Martin Grubinger
* in Zusammenarbeit mit der Konzert-Direktion Adler
0800 - 633 66 20
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Programm 2014
Musikfest Berlin 2.– 22.9.
Jazzfest Berlin 30.10.– 2.11.
Treffen junge Musik-Szene 6.– 10.11.
Treffen junger Autoren 20.– 24.11.
Martin-Gropius-Bau
Walker Evans – Ein Lebenswerk 25.7.– 9.11.
Die Welt um 1914: Farbfotografie vor dem Großen Krieg 1.8.– 2.11.
Die Wikinger 10.9.2014 – 4.1.2015
Pasolini Roma 11.9.2014 – 5.1.2015
Memory Lab: The Sentimental Turn 17.10.– 15.12.
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Mo-Fr 9-24 Uhr
Sa 9-23:30 Uhr
New York
Philharmonic
Alan Gilbert
Do 30.04.2015
20:00
Fr 01.05.2015
20:00
mit
Anne Sofie von Otter Mezzosopran
Russell Braun Bariton
in Köln
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Foto: Sander/F1online
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DAS Musik feSt Berlin 2014
prOGrAMMüBerSicht
Di
02.09.
19:00
Philharmonie
StAAtSKApelle Berlin
GUStAVO DUDAMel
Mi
03.09.
20:00
Philharmonie
StAAtSKApelle Berlin
GUStAVO DUDAMel
Do 04.09.
20:00
Kammermusiksaal
pierre-lAUrent AiMArD
Fr
05.09.
20:00
Philharmonie
SÄchSiSche StAAtSKApelle DreSDen
chriStiAn thieleMAnn
Sa
06.09.
15:00
Ausstellungsfoyer des
Kammermusiksaals
„QUArtett Der KritiKer”
17:00
Kammermusiksaal
iSABelle fAUSt, AleXAnDer MelniKOV,
teUniS VAn Der ZWArt
20:00
Philharmonie
rOYAl cOncertGeBOUW OrcheStrA
AMSterDAM, MAriSS JAnSOnS
11:00
Kammermusiksaal
MOJcA erDMAnn, KUSS QUArtett
17:00
Kammermusiksaal
nicOlAS hODGeS
20:00
Philharmonie
Münchner philhArMOniKer
SeMYOn BYchKOV
Mo 08.09.
20:00
Philharmonie
BAMBerGer SYMphOniKer
JOnAthAn nOtt
Di
09.09.
20:00
Philharmonie
GeWAnDhAUSOrcheSter leipZiG
AlAn GilBert
Mi
10.09.
20:00
Philharmonie
rUnDfUnK-SinfOnieOrcheSter Berlin
VlADiMir JUrOWSKi
Do 11.09.
20:00
Philharmonie
the cleVelAnD OrcheStrA
frAnZ WelSer-MÖSt
Fr
12.09.
20:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
peter eÖtVÖS
Sa
13.09.
19:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
peter eÖtVÖS
22:00
Philharmonie
pAtriciA KOpAtchinSKAJA
So
07.09.
M US I K FEST BERLIN 2 0 14
So
11:00
Philharmonie
OrcheSter Der DeUtSchen Oper Berlin
DOnAlD rUnnicleS
17:00
Kammermusiksaal
MAhler chAMBer OrcheStrA
DAniel hArDinG
DAMeS DeS riAS KAMMerchOreS
flOriAn helGAth
20:00
Philharmonie
lOnDOn SYMphOnY OrcheStrA
Sir JOhn eliOt GArDiner
Mo 15.09.
20:00
Philharmonie
SWr SinfOnieOrcheSter BADen-BADen
UnD freiBUrG, frAnÇOiS-XAVier rOth
Di
16.09.
20:00
Philharmonie
DeUtScheS SYMphOnie-OrcheSter Berlin
tUGAn SOKhieV
Mi
17.09.
20:00
Philharmonie
WDr SinfOnieOrcheSter KÖln
JUKKA-peKKA SArASte
Do 18.09.
20:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
Sir SiMOn rAttle
Fr
19:00
Kammermusiksaal
iSABelle fAUSt
20:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
Sir SiMOn rAttle
19:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
Sir SiMOn rAttle
20:00
Kammermusiksaal
enSeMBleKOlleKtiV Berlin
ennO pOppe
11:00
Philharmonie
KOnZerthAUSOrcheSter Berlin
iVÁn fiScher
16:00
Kammermusiksaal
Die 12 celliSten
Der Berliner philhArMOniKer
MAriAni KlAVier QUArtett
20:00
Philharmonie
Berliner philhArMOniKer
Sir SiMOn rAttle
20:00
Philharmonie
KOnZerthAUSOrcheSter Berlin
iVÁn fiScher
Sa
So
14.09.
19.09.
20.09.
21.09.
Mo 22.09.
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DAS Musik feSt BeRLIN 2014 IM RADIO uND INteRNet
Deutschlandradio Kultur
Die Sendetermine
Fr 05.09.
Mi 10.09.
Do 11.09.
Fr
So
Di
So
12.09.
14.09.
16.09.
21.09.
Do 25.09.
Do 02.10.
So 05.10.
20.03 Uhr SächSISche StAAtSKApeLLe DReSDeN
20:03 Uhr „QuARtett DeR KRItIKeR“
20:03 Uhr ISABeLLe fAuSt, ALexANDeR MeLNIKOv,
teuNIS vAN DeR ZwARt
20:03 Uhr BeRLINeR phILhARMONIKeR
20:03 Uhr ROyAL cONceRtgeBOuw ORcheStRA AMSteRDAM
20:03 Uhr BAMBeRgeR SyMphONIKeR
20.03 Uhr SwR SyMphONIeORcheSteR BADeN-BADeN
uND fReIBuRg
20:03 Uhr RuNDfuNK-SINfONIeORcheSteR BeRLIN
20.03 Uhr wDR SINfONIeORcheSteR KöLN
20:03 Uhr pIeRRe-LAuReNt AIMARD
Live-Übertragung
Aufzeichnung vom 06.09.
Aufzeichnung vom 06.09.
Live-Übertragung
Aufzeichnung vom 06.09.
Aufzeichnung vom 08.09.
Aufzeichnung vom 15.09.
Aufzeichnung vom 10.09.
Aufzeichnung vom 17.09.
Aufzeichnung vom 04.09.
Deutschlandradio Kultur ist in Berlin über 89,6 MHz, Kabel 97,50, digital und über Livestream auf www.dradio.de zu empfangen.
Kulturradio vom rbb
Die Sendetermine
Di
02.09.
20:05 Uhr
StAAtSKApeLLe BeRLIN
Live – zeitversetzte
Übertragung
So
So
21.09.
28.09.
20:00 Uhr
20:04 Uhr
BeRLINeR phILhARMONIKeR
BeRLINeR phILhARMONIKeR
So
28.09.
20:04 Uhr
BeRLINeR phILhARMONIKeR
So 05.10.
Sa 18.10.
Sa 25.10.
Sa 01.11.
20:04 Uhr
20:04 Uhr
20:04 Uhr
20:04 Uhr
BeRLINeR phILhARMONIKeR
MüNchNeR phILhARMONIKeR
ORcheSteR DeR DeutScheN OpeR
DeutScheS SyMphONIe-ORcheSteR BeRLIN
Live-Übertragung
Aufzeichnung vom 18.09.
Teil 1
Aufzeichnung vom 19.09.
anschließend an Teil 1:
Teil 2
Aufzeichnung vom 20.09.
Aufzeichnung vom 07.09.
Aufzeichnung vom 14.09.
Aufzeichnung vom 16.09.
Kulturradio vom rbb ist in Berlin über 92,4 MHz, Kabel 95,35, digital und über Livestream auf www.kulturradio.de zu empfangen.
Digital concert hall
Die Sendetermine
Sa
Sa
Do
Fr
13.09.
13.09.
18.09.
19.09.
19.00 Uhr
22.00 Uhr
20.00 Uhr
20.00 Uhr
BeRLINeR phILhARMONIKeR
pAtRIcIA KOpAtchINSKAjA
BeRLINeR phILhARMONIKeR
BeRLINeR phILhARMONIKeR
Digital Concert Hall
Digital Concert Hall
Digital Concert Hall
Digital Concert Hall
M US I K FEST BERLIN 2 0 14
Live-Übertragung
Live-Übertragung
Live-Übertragung
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Impressum
Musikfest Berlin
Veranstaltet von den Berliner Festspielen
in Zusammenarbeit mit der Stiftung Berliner Philharmoniker
Künstlerischer Leiter: Dr. Winrich Hopp
Organisationsleitung: Anke Buckentin
Mitarbeit: Chloë Richardson, Ina Steffan
Presse: Patricia Hofmann, Dorka Humbach-Batizi
Programmheft
Herausgeber: Berliner Festspiele
Redaktion: Dr. Barbara Barthelmes
Mitarbeit: Anke Buckentin, Jochen Werner
Komponisten- und Künstlerbiografien: Dr. Volker Rülke
Korrektorat: Kathrin Kiesele
Gestaltung: Ta-Trung, Berlin
Grafik: Christine Berkenhoff, Fleck·Zimmermann
Anzeigenservice: Runze & Casper Werbeagentur GmbH
Herstellung: enka-druck GmbH Berlin
Stand: 14. August 2014
Programm- und Besetzungsänderungen vorbehalten
Copyright: 2014 Berliner Festspiele, Autoren und Fotografen
Berliner Festspiele
Ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen
des Bundes in Berlin GmbH
Gefördert durch die Beauftragte der
Bundesregierung für Kultur und Medien
Intendant: Dr. Thomas Oberender
Kaufmännische Geschäftsführerin: Charlotte Sieben
Presse: Claudia Nola (Ltg.),
Sara Franke, Patricia Hofmann, Dorka Humbach-Batizi
Redaktion: Christina Tilmann (Ltg.),
Barbara Barthelmes, Jochen Werner
Internet: Frank Giesker, Jan Köhler
Marketing: Stefan Wollmann (Ltg.),
Gerlind Fichte, Christian Kawalla
Grafik: Christine Berkenhoff
Vertrieb: Uwe Krey, Florian Hauer
Ticket Office: Ingo Franke (Ltg.),
Simone Erlein, Gabriele Mielke, Marika Recknagel,
Torsten Sommer, Christine Weigand
Hotelbüro: Heinz Bernd Kleinpaß (Ltg.), Frauke Nissen
Protokoll: Gerhild Heyder
Technik: Andreas Weidmann (Ltg.)
Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
10719 Berlin
Telefon +49 30 254 89 0
www.berlinerfestspiele.de
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Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
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Veranstalter
Die Berliner Festspiele
werden gefördert durch
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