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Ausgabe vom 21.10.2014 - Elgger Zeitung

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Dienstag, 21. Oktober 2014
AZ 8355 Aadorf
Nr.119 / 41. Jahrgang
/
Amtliches Publikationsorgan für die Gemeinden Elgg, Hagenbuch und Hofstetten – Lokalzeitung für die Gemeinde Aadorf
Redaktion: 052 511 27 27 / 29, Fax 052 511 27 28, Mail: redaktion@elgger-zeitung.ch – Inserate 052 511 27 19, Mail: verkauf@elgger-zeitung.ch oder Verlag 052 511 27 25, Fax 052 366 12 84, Mail: info@elgger-zeitung.ch
HEUTE AKTUELL
Letzte Tage
THURGAU – Noch bis zum 26. Oktober
können Besucher Tanzania im Thurgau
erleben.
SEITE 2
Halbzeit
Ehrung
Am Start
Altweibersommer
ELGG – Halbzeit beim Bärenhof: Im
ersten Dachgeschoss fehlt noch der ein
Meter hohe Kniestock und einige Mauern, dann können die Zimmerleute die
Dächer aufrichten.
SEITE 3
ELGG – Im Rahmen einer kleinen Feier
sind am Samstag die vier erfolgreichen
Faustballmannschaften U12, U14, U16
und U18 durch Faustball Elgg geehrt
worden.
SEITE 5
FAUSTBALL – Am Hallenfaustballturnier in Waldkrich gehen auch die zwei
Mannschaften der Faustballgemeinschaft Elgg-Ettenhausen, Nationalliga A
und B, an den Start.
SEITE 5
LANDWIRTSCHFT – Die etwas besondere Bezeichnung «Altweibersommer»,
hat fast nichts mit dem weiblichen Wesen, sondern mit den Spinnennetzen zu
tun.
SEITE 6
Raiffeisenbank Aadorf macht sich vorgezogenes Jubiläumsgeschenk
Ein Jahr vor ihrem
100-jährigen Bestehen
macht sich die Raiffeisenbank Aadorf mit der neuen
Schalterhalle ein Jubiläumsgeschenk. Die Investition von rund 2 Millionen
Franken dient vorab den
Kunden- und Sicherheitsbedürfnissen.
AADORF – Auch wenn für Aussenstehende schon 19 Jahre nach dem Neubau
der Bank eine komplette Neugestaltung
der Schalterhalle überraschend früh erschienen sein mag, so hatte der Verwaltungsrat dafür seine triftigen Gründe:
«Die Verbesserung der Infrastruktur, so
die Investition in die Sicherheit, für angepasste Kundenbedürfnisse, in Geräte
und Diskretionsräume, wären so oder so
angestanden und hätten über die Hälfte
der aufgewendeten Summe notwendig
gemacht», sagte Bankleiter Peter Bühler
am Abend vor der offiziellen Eröffnung.
Noch einige Jahre aufschieben wäre
nicht lohnenswert gewesen. Zudem ha-
be man mit dem gewählten Zeitpunkt
des Umbaus auch den derzeitigen Neubau der Raiffeisenbank Elgg im Auge
gehabt.
«Einmal und nie wieder»
Verwaltungsrat Dr. Ruedi Strehler war
es vorbehalten, das rote Band zur Eröffnung zu durchschneiden. Dies in
Gegenwart von Mitarbeitenden, Behördevertretern und Gästen. Sie alle waren
tief beeindruckt vom lichtdurchfluteten,
grosszügig und klar konzipierten Grossraum. Strehler bezeichnete das ambitiöse und sportliche Projekt als Bekenntnis
zur Zukunft, in die man mit Innovationskraft und voller Tatendrang schreiten
könne.
Bauleiter Hansruedi Reusser sprach
von einer wahren Challenge, der in der
dreimonatigen Umbauphase von den
Handwerkern geleistet worden war. «Das
Zusammenspiel hat bestens geklappt,
doch einmal und nie wieder möchte ich
das erleben.» Die dadurch vom intensiven Lärm gestörten Mitarbeitenden des
oberen Stockwerks beschenkte er mit
einem Blumenstrauss.
Architektin Katrin Schmid, Projektleiter René Blöchlinger, VR-Präsident Ruedi Strehler und Bauleiter Hansruedi Reusser (von li.).
Bilder: Kurt Lichtensteiger
FORTSETZUNG AUF SEITE 4
Das modernste Teleskop der Schweiz
Die 1979 eröffnete Sternwarte Eschenberg hat dieser Tage ein hochmodernes 60cm-Teleskop in Betrieb genommen, mit dem
das Winterthurer Observatorium weiterhin wertvolle
Forschungsbeiträge leisten
kann.
WINTERTHUR – Das voll computergesteuerte Instrument hat auch einen
Namen bekommen: «Heuberger-Astrograf». Er ehrt die Winterthurer Unternehmer Robert und Ruth Heuberger, die
seit Jahren mit grosszügigen Vergabungen viele kulturelle, gesellschaftliche und
sportliche Institutionen, darunter auch
die Sternwarte Eschenberg, begleiten.
Das neue Teleskop ist in Italien gebaut
worden, enthält aber eine Präzisionsoptik aus St. Petersburg, Russland, sowie
eine Hochleistungskamera mit einem
speziell grossen Chip aus den USA. Gesteuert wird das Teleskop in seinen sämtlichen Funktionen von einem portablen
Computer aus über ein drahtloses Netz-
Eschenberg Observatory mit internationaler
Ausstrahlung
Die von der Astronomischen Gesellschaft Winterthur vor 35 Jahren mit gerade
mal 65’000 Franken und umfangreichen Frondienstleistungen erbaute Sternwarte Eschenberg hat sich sehr rasch mit ihren Publikumsführungen weit über die
Stadtgrenzen hinaus etabliert. Jeweils an schönen Mittwochabenden und bei
speziellen Himmelsereignissen bietet die AGW mit ihren ehrenamtlich tätigen
Demonstratoren öffentliche Führungen. Zusätzlich empfangen sie gut 60 Gruppen pro Jahr, darunter viele Schulklassen, Vereine und auch Firmen für exklusive
Besichtigungen. Die Stadt Winterthur leistet seit acht Jahren einen jährlichen
Betriebskostenbeitrag von knapp 27’000 Franken. Investitionen sind in diesem
Beitrag ausdrücklich inbegriffen.
1998 qualifizierte sich das Winterthurer Observatorium mit Referenzmessungen im internationalen Netzwerk von wissenschaftlichen Stationen und erhielt
vom Minor Planet Center aus den USA den Stationscode 151 zugeteilt. Mit bis
heute weit mehr als 21’000 hochgenauen Positionsmessungen an gegen 2’500
Asteroiden und Kometen ist die Sternwarte Eschenberg heute auch international
anerkannt. Im November 2002 war der Leiter der Sternwarte an der Entdeckung
des Asteroiden 2002 VE68 mitbeteiligt, der sich kürzlich als «Quasi-Mond» der
Venus entpuppt hat. Für Aufsehen sorgte auch der auf dem Eschenberg entdeckte
Asteroid «Helvetia», der im Frühling 2009 durch eine nachtleuchtende Sonderbriefmarke der Schweizerischen Post geehrt worden ist.
(AGW)
werk (WLAN). «Die Beschaffung und
Installation dieses rund 500 kg schweren
Instrumentes waren für mein Team eine
gewaltige Herausforderung», sagt Markus Griesser, der langjährige Leiter der
Sternwarte. «Da zwei Kollegen eine kleinere Montierung gleichen Typs privat im
Einsatz haben, profitierten wir von deren
Erfahrungen.» Doch bei aller sorgfältigen Planung übersahen die Initianten,
dass das neue Teleskop nicht durch die
Eingangstüre der Sternwarte passte. Also
musste für die Montage kurzfristig ein
Auto-Kran aufgeboten werden. Ursula
Hasler-Gloor, ein Gründungsmitglied
der Astronomischen Gesellschaft Winterthur, schenkte der Sternwarte spontan
die dafür nötigen Zusatzkosten. Bei der
Produktion zusätzlicher Gegengewichte
aus rostfreiem Stahl leistete das Ausbildungszentrum Winterthur (azw) ganz in
der Tradition der leistungsfähigen lokalen Industrie schnelle, kompetente und
grosszügige Unterstützung.
gewesen.
Der «Heuberger-Astrograf» ersetzt das
40cm-«Friedrich-Meier»-Teleskop, das
seit dem Sommer 2000 höchst erfolgreich im Einsatz stand. Mit ihm wurden
auf dem Eschenberg bis 2009 insgesamt
zehn neue Asteroiden entdeckt, darunter
auch die Kleinplaneten mit den heute
offiziellen Namen «Winterthur», «Hannawieser», «Piwowarski» und eben auch
«Heuberger». Neuentdeckungen sind
allerdings schwierig geworden. So wird
das neue Instrument hauptsächlich für
das Verfolgen von Asteroiden eingesetzt,
die aufgrund ihrer ovalen Bahn unserer
Erde nahe kommen.
Die Winterthurer Sternwarte hat sich
auf diesem Spezialgebiet einen guten
Namen gemacht: Mehr als zwei Drittel
aller bisher ans Minor Planet Center in
Sternwarte-Leiter Markus Griesser freut sich
über das neue Teleskop, das er von seinem
portablen Computer aus komplett über WLAN
steuert. Bild: agw
den USA übermittelten Positionsmessungen betrafen solche NEOs (Near
Earth Objects).
(AGW)
Erdnahe Kleinplaneten
im Visier
Das neue Teleskop wurde mit einem
Gesamtbudget von 160’000 Franken
beschafft. Der Kanton Zürich beteiligte
sich über den Lotteriefonds mit einem
Beitrag von 80’000 Franken. Doch ohne
die grosszügigen Vergabungen der Familie Heuberger mit ihrer Stiftung und
den seit der Gründung rein ehrenamtlich geleisteten Einsätzen von zahlreichen Mitgliedern der Astronomischen
Gesellschaft Winterthur wäre diese bedeutende Modernisierung nie möglich
Erste Testfotos dokumentierten Ende September am nur etwa 70 Meter kleinen, eben neu entdeckten und erdnahen Asteroiden 2014 SV261 über eine Distanz von 14 Millionen Kilometer eine
Bild: mgr
ausgezeichnete Messgenauigkeit. 
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