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Karlsruhe feiert - WV Verlag | Wirtschafts

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Bauen + Wirtschaft
®
Architektur der Region im Spiegel
382332-10/14
REGIERUNGSBEZIRK
KARLSRUHE
2014
Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft
mbH
ISBN 978-3-944820-16-3
STANDPUNKTE
6
Leistungsfähige Infrastruktur um Mobilität zu ermöglichen
Von Nicolette Kressl
Regierungspräsidentin, Regierungspräsidium Karlsruhe
16 300 Jahre Karlsruhe − Stadtjubiläum 2015
Beitrag: „Im Blickpunkt“
Bildnachweise siehe Redaktionsbeiträge
8
Einer der dynamischsten Umbruchphasen ihrer Geschichte
Von Dr. Frank Mentrup
Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe
9
Pforzheim hat Einiges zu bieten
Von Gert Hager
Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim
10
Stadtentwicklungsprozess stellt große stadtplanerische Herausforderungen
Von Dr. Peter Kurz
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
16 Multimediakomplex MUT – CampusOne, Hochschule für Musik Karlsruhe
Beitrag: „Im Blickpunkt“
12
Ingenieurinnen und Ingenieure prägen unsere Baukultur entscheidend
Von Dipl.-Ing. Rainer Wulle
Präsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg
13
„Man muss einem Haus die Freude ansehen, mit der es gebaut wurde.“
Von Helmut Zenker
Präsident Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Baden-Württemberg
e.V.
14
Ingenieur-Know-how für den Regierungsbezirk Karlsruhe –
Unabhängige Planungsbüros setzen weiterhin Maßstäbe
Von Stefan Zachmann
Vorsitzender des VBI-Landesverbandes Baden-Württemberg
26 Büchermagazin der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe
IM BLICKPUNKT
Beitrag: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe
15
Per Mausklick Überblick über Baubranche
Ausgaben der Architekturtitel des WV-Verlages unter www.bauenundwirtschaft.com als
Vollversion im Internet. Wir stellen auch Ihr Angebot mit vielen Serviceleistungen ins
Netz
16
Sehenswertes aus dem Badischen
Karlsruhes Stadtjubiläum im Jahr 2015 Anlass genug, die badische „Fächerstadt“
vorzustellen, dazu den Multimediakomplex MUT auf dem CampusOne der Hochschule
für Musik Karlsruhe und die Wohnanlage „WohnGut – an der Promenade“ im neuen
Heidelberger Stadtteil Bahnstadt
31
48 Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim (EBS), Mannheim
Beitrag: Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim
2
Inhalt
Online-Dienst für Bauen und Architektur
www.bauinsel.com – die Internet-Insel für alle Bauinteressierten / Unabhängiger,
überregionaler Online-Dienst der Insel online GmbH, der Partnerfirma des WV-Verlages
77
Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe: Die Energiewende wirtschaftlich
gestalten
Von Dipl.-Ing. Jörg Trippe
Geschäftsführender Gesellschafter T. P. l. Trippe und Partner Ingenieurgesellschaft.
m.b.H., Karlsruhe – Stuttgart – Schömberg (Kr. Calw)
101
58 Hauptfeuerwache und Leitstelle, Karlsruhe
Beitrag: Stadt Karlsruhe, Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
Wettbewerbsverfahren als Mittel zur Partizipation
Von Dr. Wolfgang Naumer, Freier Architekt AKBW
Naumer Architekten BDB, Mannheim
ÖFFENTLICHE BAUTEN
26
Magazingebäude für 18.000 lfm. Buchbestand
Neubau Büchermagazin der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe
40
Verkehr soll wieder sicher fließen
Regierungspräsidium Karlsruhe: Sechsstreifiger Ausbau der BAB A8 zwischen Karlsbad
und Pforzheim-West
42
78 Kombilösung Karlsruhe
Beitrag: KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH
Ausbau der Kleinkinderbetreuung in Mannheim
Anbau Kinderhaus Dresdener Straße / Neubau Kinderhaus Veilchenstraße / Anbau
Kinderhaus Luzenberg / Neubau Kinderhaus Belchenstraße
48
Wohlproportioniert und energetisch vorbildlich
Stadt Mannheim: Neubau für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim (EBS)
50
Neugestaltung Lena-Maurer-Platz
Stadt Mannheim: Herz und Zentrum für den Mannheimer Stadtteil Schönau mit neuem
Selbstbewusstsein
58
Vorausschauendes und nachhaltiges Bauen
Stadt Karlsruhe: Aufstockung Stadtarchiv – von der Pfandleihe zum Stadtarchiv /
Neubau Hauptfeuerwache und Leitstelle / Neubau Kinder- und Jugendtreff Südwest /
Erweiterung Walter-Eucken-Schule / Neubau Grundschule Südstadt-Ost / GoetheGymnasium, Neubau Pavillon
32 Grundbuchamt, Maulbronn
Beitrag: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim
78
Kombilösung Karlsruhe
Das große Infrastrukturprojekt entsteht in mehreren Bauphasen – vom Baubeginn
für die ersten unterirdischen Haltestellen bis zur Fertigstellung der neuen Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße
90
Seefrachtcontainer in etwas anderer Funktion
Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ auf dem Alten Schlachthof
ÖFFENTLICHE BAUTEN / SANIERUNG
32
Grundbuchamt Maulbronn
Rückbau und Umbau eines bestehenden Verwaltungsgebäudes zur Unterbringung der
neuen Dienststelle des Grundbuchamtes für den Bereich Karlsruhe-Bruchsal-Pforzheim
130 Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
Beitrag: Gaiser + Partner
Inhalt
3
34
Polder Rheinschanzinsel
Regierungspräsidium Karlsruhe: Eine Hochwasserschutzmaßnahme des Integrierten
Rheinprogramms (IRP)
46
98 „Synus“, Karlsruhe
Beitrag: EWG Eigentums-Wohnbau-GmbH & Co.
Im Kontext der Mannheimer Bäderkonzeption
Stadt Mannheim: Umgestaltung Gartenhallenbad Neckarau
52
Stadt Pforzheim setzt auf Nachwuchs
Kreativzentrum im Emma-Jaeger-Bad / Totalsanierung der Schulgebäude und Neubau
einer Dreifeldturnhalle für die Nordstadtschule
70
Hohe Investitionen für den Gewässerschutz
Das Tiefbauamt Karlsruhe setzt auf den zukunftsgerichteten Ausbau der Kläranlage
Karlsruhe-Neureut durch die Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, die
Erneuerung der Verbrennungslinie 2, die Modernisierung des Prozessleitsystems sowie
in Maßnahmen zur weitergehenden Abwasserreinigung
118 Unternehmenscampus, Karlsruhe
Beitrag: Vollack GmbH & Co. KG
120
Umbauten in Bruchsal bei laufendem Betrieb
Johann-Peter-Hebel-Schule Bruchsal: Umbau und energetische Sanierung / Handelslehranstalt Bruchsal: Umbau und energetische Sanierung sowie Sanierung Brandschutz
126
Historisierend rekonstruiert und erneuert
Dachgeschosssanierung für die Städtische Musikschule Mannheim
130
Bundesweit einmalige 24-Stunden-Bibliothek
Uni Campus Süd: Umbau, Sanierung und Erweiterung der Bibliothek des Karlsruher
Instituts für Technologie (KIT)
ÖFFENTLICHE BAUTEN / SANIERUNG / WOHNUNGSBAU
104
123 Kauffmannmühle, Mannheim
Beitrag: Kauffmannmühle GmbH & Co. KG
Für jede Lebenslage
41 Wohneinheiten in dem ersten großen Baugemeinschaftsprojekt in Mannheim:
C7-maisonNETT und C7-CITYLOFT / Generalsanierung des Katholischen Studentenwohnheims ADH in Mannheim / Neubau Kinderhaus Speckweg in Mannheim
WOHNUNGSBAU
102
245 Genossenschaftswohnungen in Mannheim
3. Bauabschnitt für den Schwarzwaldblock in Mannheim-Lindenhof
108
Kubische Formen, komplexes Raumprogramm
Einfamilienhaus mit Pool und Saunahaus in Römerberg-Mechtersheim
114
92 Sparkasse Karlsruhe Ettlingen, Karlsruhe
Beitrag: baumann.dürr architekten
4
Inhalt
Wohnwerte in Heidelberg
KurfürstenCarré: Urbanes Wohnen in der Weststadt / Eleonorengarten: Zeitgemäßes
Wohnen auf historischem Areal in Handschuhsheim
124
Ein Domizil für jeden Lebensabschnitt
Seniorenzentrum und Altenpflegeheim am Leimbach in Sandhausen / Wohnen am
Clignet Platz in Mannheim
128
Wohnraum in und um Pforzheim
Arcadia-Haus in der Bissinger Straße in Pforzheim / Mehrfamilienhaus in der Kantstraße
in Birkenfeld / Mehrfamilienhaus in der Vogelsangstraße in Pforzheim
WOHN- UND GESCHÄFTSBAUTEN / GEWERBEBAUTEN
110
Neue Top-Adressen im Zentrum von Karlsruhe
Wohnen und Arbeiten direkt am neuen Stadtpark: „Park Arkaden“ und „Park Plaza“
entlang der Ludwig-Erhard-Allee lassen an Qualität und Komfort nichts vermissen
WOHNUNGSBAU / GEWERBEBAUTEN
98
Ausdrucksstark und individuell
Karlsruhe: Leben und Arbeiten im „GartenCarré“ und „Synus“
GEWERBEBAUTEN
113
Repräsentatives Landmark als Visitenkarte
Erweiterung INIT Headquarters, Karlsruhe
118
Neuer Raum für Innovationen
Zwei weitere Bürogebäude für den Unternehmenscampus der CAS Software AG im
Technologiepark von Karlsruhe
SANIERUNG / WOHNUNGSBAU
123
Lofts im Dock
Wohnen und Arbeiten am Wasser: Revitalisierung der Kauffmannmühle in Mannheim
SANIERUNG / RESTAURIERUNG
92
Karlsruhe feiert
Der Regierungsbezirk Karlsruhe ist einer von vier
Regierungsbezirken im Bundesland Baden-Württemberg. Die Gesamtfläche beträgt 691.909 ha, und es
leben dort rund 2,75 Millionen Menschen. Der
Regierungsbezirk Karlsruhe wird in sieben Landkreise und fünf Stadtkreise gegliedert, insgesamt 211
Städte und Gemeinden. Das Gebiet wird zudem in
die drei Raumordnungs- und Planungsregionen
Rhein-Neckar, Mittlerer Oberrhein und Nordschwarzwald eingeteilt. Der Verwaltungssitz ist in Karlsruhe.
Architektonisch hat Karlsruhe einiges zu bieten.
Neben klassizistischen und barocken Bauten,
Fachwerk und Jugendstil, findet man mit der Dammerstock-Siedlung auch eine der bekanntesten
Bauten der Bauhaus Architekturschule. Ihr einzigartiges Stadtbild als „Fächerstadt“ verdankt Karlsruhe
ihrem Gründer, Markgraf Karl Wilhelm, der 1715
sein Schloss als Zentrum der Stadt anlegen ließ, von
dem die Straßen wie Strahlen ausgehen. Die Stadt
Karlsruhe feiert deshalb im kommenden Jahr ihren
300. Geburtstag. Die gesamte Schlossfassade wird
dabei zur Projektionsfläche, Bühnen werden Spielflächen für die zahlreichen Akteure. Die Eröffnungsfeier kehrt damit an den Geburtsort Karlsruhes
zurück.
Wir haben uns mit dieser Ausgabe die Aufgabe
gestellt, anhand ausgewählter Bauprojekte die vielfältige Bandbreite architektonischer Kreativität und
intelligenter Lösungskonzepte in und um Karlsruhe
aufzuzeigen. „Bauen + Wirtschaft, Architektur der
Region im Spiegel – Regierungsbezirk Karlsruhe
2014“ ist eine Publikation über die baulichen Aktivitäten in dieser Region und zugleich ein nützliches
Nachschlagewerk. Die vorgestellten und im Branchenverzeichnis „Die Bauspezialisten“ am Ende der
Ausgabe aufgeführten Firmen wurden von unseren
Redakteuren befragt. Die beteiligten Firmen präsentierten sich als leistungsstarke Baupartner, die durch
Kompetenz, Flexibilität und Innovationsbereitschaft
überzeugten.
Ihre WV Chefredaktion
Entwickelt wird für diesen einen, speziellen Platz
Sanierung der Gebäude Kaiserstraße – Hirschstraße der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen,
Karlsruhe / Umbau der Unterrichts- und Verwaltungsräume Karlshochschule, Karlsruhe
SERVICE
132
Die Bauspezialisten – Branchenverzeichnis
140
Diese Ausgabe finden Sie auch im Internet unter
www.bauenundwirtschaft.com
mit vielen Suchfunktionen und mehr!
Impressum
Inhalt
5
Leistungsfähige Infrastruktur um
Mobilität zu ermöglichen
Von Nicolette Kressl
Regierungspräsidentin, Regierungspräsidium Karlsruhe
Die Technologieregion Karlsruhe, die Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Fremdenverkehrsgebiete
des Nördlichen Schwarzwaldes, des Kraichgaus und des Odenwaldes sind auf Infrastruktur angewiesen – dazu gehören auch gute Verkehrsverbindungen. Unser Ziel ist deshalb, für die Region diese leistungsfähige Infrastruktur bereitzustellen und so Mobilität zu ermöglichen. Das Regierungspräsidium
plant und baut Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen einschließlich der Ingenieurbauwerke und
ist darüber hinaus für die Unterhaltung der Autobahnen zuständig. Wir erwerben die erforderlichen
Grundstücke für den Straßenbau und sorgen für Lärmschutz an Bundesfern- und an Landesstraßen.
Der Prüfung der Umweltverträglichkeit unserer Straßenbauprojekte kommt ein hoher Stellenwert in
unserem Handeln zu.
Auf der Grundlage des Bundesverkehrswegeplanes und des Generalverkehrsplanes des Landes entwickeln wir jährlich Bauprogramme für unsere Bundes- und Landesstraßen. Darüber hinaus fördern
wir verkehrswichtige Straßen der Landkreise, Städte und Gemeinden, den Öffentlichen Personennahverkehr sowie den Bau oder Ausbau von kommunalen Radverkehrsanlagen durch Zuschüsse nach
dem Landesverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Die Planfeststellungsbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe genehmigt neben Straßenbauvorhaben und Projekten zur Energieversorgung auch
den Aus- und Neubau von Schienenwegen im Nah- und Fernverkehr.
Kaum ein Thema wird in der Öffentlichkeit mit so viel Interesse und Aufmerksamkeit begleitet wie
der Straßenbau. Viele Baustellen werden durch ihre Eingriffe in den laufenden Verkehr als Ärgernis
empfunden. Die angestrebte verkehrliche Verbesserung gerät dabei während der Bauphase mitunter
schnell in Vergessenheit. Gerade bei Neubauprojekten muss der Straßenbau sorgsam mit den
Belangen des Umwelt- und Naturschutzes abgewogen werden. Als Behörde mit Bündelungsfunktion
und zahlreichen Fachreferaten unter einem Dach ist es auch Aufgabe des Regierungspräsidiums,
fachliche Prozesse und den Dialog mit der interessierten Öffentlichkeit zu moderieren und strukturieren.
Der Bestand an Straßen und Brücken von Bund und Land stellt ein enormes Anlagevermögen dar. Um
diese Werte langfristig zu sichern, investieren Bund und Land verstärkt in die Erhaltung ihrer Straßennetze und haben dafür Erhaltungsprogramme entwickelt.
2013 hat der Bund dem Regierungsbezirk Karlsruhe für die Bundesfernstraßen insgesamt rund 183
Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Das Land investierte 48 Mio. Euro in den Landesstraßenbau. Weitere rund 20 Mio. Euro konnten an Zuschüssen nach dem LGVFG bereitgestellt werden.
Auf den Autobahnen wurden im Jahr 2013 zahlreiche Fahrbahnschäden von Grund auf behoben. So
wurden u.a. auf der A5 bei Karlsruhe (Wolfartsweier Ost) für 11,1 Mio. Euro und auf der A6 bei
Alteichwald (5,8 Mio. Euro) kostenintensive Belagserneuerungen durchgeführt. Für den Neubau und
die Erweiterung der Bundesautobahnen im Regierungsbezirk Karlsruhe stellte der Bund mehr Haushaltsmittel zur Verfügung als in den Jahren zuvor. Weitergeführt werden konnte der sechsstreifige
6
Standpunkte
Ausbau auf der A8 im Bereich Friolzheim und zwischen den Anschlussstellen Karlsbad und PforzheimWest. Hier setzen wir bis 2015 insgesamt über 140 Mio. Euro um.
Ortsumgehungen sind wichtige Investitionen für die Verkehrssicherheit und für die Lebensqualität
unserer Bürgerinnen und Bürger. Bund und Land investieren auch in den nächsten Jahren Millionenbeträge in den Bau von Ortsumgehungen – so beispielsweise in die Projekte B292 Ortsumgehung Adelsheim (29,4 Mio. Euro), die B535 Ortsumgehung Schwetzingen – Plankstadt (62,7 Mio. Euro) und die
L536 Ortsumgehung Schriesheim – Branichtunnel (84,8 Mio. Euro).
Die Anforderungen an das Straßennetz sind heutzutage höher und vielfältiger als früher. Unsere
Gesellschaft verlangt nach immer mehr individueller Mobilität. Gleichzeitig fühlen sich immer mehr
Menschen durch den Straßenlärm belastet. Zusammenhängende Naturräume werden immer weiter
zerschnitten. Daher muss es unser Ziel sein, einen Ausgleich der verkehrlichen Bedürfnisse mit den sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Anforderungen zu finden. Nur wenn wir eine nachhaltige
und stetige Weiterentwicklung der Netzstruktur und deren weitgehende Akzeptanz in der Öffentlichkeit herstellen, wird unser Straßennetz und damit auch unsere Region zukunftsfähig sein. Dieser
Aufgabe und Verpflichtung stellt sich das Regierungspräsidium Karlsruhe gerne.
Infrastruktur muss auch geschützt werden. An erster Stelle sind hierbei Schäden durch Naturkatastrophen zu nennen. Die großen Hochwasserereignisse im Mai und Juni 2013 haben uns die Bedeutung des Hochwasserschutzes wieder deutlich vor Augen geführt.
Im Regierungsbezirk Karlsruhe müssen am Rhein große Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Im Rahmen des Integrierten Rheinprogramms wird derzeit der Polder Rheinschanzinsel bei
Philippsburg mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Euro gebaut. Der Polder Bellenkopf/
Rappenwört mit einem Rückhaltevolumen von 14 Mio. m³ befindet sich derzeit im Planfeststellungsverfahren. Daneben liegt ein großer Schwerpunkt auf der Ertüchtigung der Rheinhochwasserdeiche.
Im Regierungsbezirk Karlsruhe sind insgesamt noch Deiche mit einem Aufwand von rund 265 Mio. zu
sanieren. Der Rheinhochwasserdeich XXXIV wurde gerade fertiggestellt; der Rheinhochwasserdeich
XXX, mit dessen Sanierung vor gut drei Jahren begonnen wurde, ist mitten in der baulichen Umsetzung. Alleine für diesen Deich beträgt das Investitionsvolumen rund 30 Mio. Euro.
Aber auch an den anderen Gewässern besteht Handlungsbedarf. So wurde gerade in Rastatt an der
Murg ein großes Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt umgesetzt. Hier gelang beispielhaft die Verbindung von Schutz einer Stadt vor Hochwasser und der nachhaltigen ökologischen Verbesserung einer Flusslandschaft.
Vor dem Hintergrund dieser anstehenden Aufgaben freut es mich sehr, dass es gelungen ist, die
Finanzmittel für den Hochwasserschutz im Landeshaushalt 2013/2014 deutlich zu erhöhen. So
können auch im Regierungsbezirk Karlsruhe die notwendigen Hochwasserschutzmaßnahmen zügiger umgesetzt werden.
Standpunkte
7
Einer der dynamischsten
Umbruchphasen ihrer Geschichte
Von Dr. Frank Mentrup
Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe
Die Stadt Karlsruhe steht ein Jahr vor ihrem 300. Geburtstag in einer der dynamischsten Umbruchphasen ihrer Geschichte. Die Baustellen der Kombilösung und viele andere wichtige Infrastrukturprojekte verlangen von den Bürgerinnen und Bürgern eine wohlwollende Duldung der damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Einige Aktivitäten können nicht im gewohnten Rahmen oder am gewohnten Ort stattfinden. Dann müssen andere Lösungen gefunden und auch improvisiert werden.
Aber das Ziel steht klar vor Augen: Die Innenstadt erschafft sich für ihr viertes Jahrhundert neu.
Gleichzeitig investiert die Stadt kontinuierlich in städtische Gebäude, sowohl in Neubauten als auch
in den Gebäudebestand. Bauten für Bildung nehmen hier seit jeher einen bedeutenden Platz ein. Die
vorliegende Publikation zeigt dazu gute Beispiele. Die Entwürfe werden in der Mehrzahl durch Wettbewerbe gewonnen. Ich empfehle ausdrücklich solche Verfahren, besonders auch für den privaten
Sektor. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Mehraufwand für den Wettbewerb oder die Mehrfachbeauftragung in aller Regel vom größeren Nutzen, der dann oft auch wirtschaftlich besseren Projekten
mehr als aufgewogen wird.
Karlsruhe erlebt derzeit auch außerhalb der Innenstadt einen Entwicklungsschub. Die Intensität und
Geschwindigkeit der Stadtentwicklung wird beispielsweise an der östlichen Erweiterung der Karlsruher Südstadt deutlich: Mit ihren großvolumigen Baukörpern an der Ludwig-Erhard-Allee wird diese
deutlich früher als zuvor geplant vollständig bebaut sein. Entsprechend müssen weitere Flächen, früher
als ursprünglich vorgesehen, erschlossen werden, um den gegenwärtigen Schwung für eine dynamische Entwicklung nutzen zu können. Potenziale hat die Entwicklungsachse Durlacher Allee. Im Rahmen einer Planungswerkstatt unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wurden Entwurfsansätze gefunden, die in einem städtebaulichen Rahmenplan umgesetzt werden. Der östliche
Stadteingang wird so bald schon seine hohe stadtbauliche Kraft entfalten können. Hier gibt es bereits Bausteine, die abgeschlossen sind und sich erfolgreich in der Nutzungsphase befinden. Unmittelbar zu Beginn meiner Amtszeit durfte ich „PERFEKT FUTUR“ im Alten Schlachthof eröffnen. Dieses Existenzgründerzentrum für die Kultur- und Kreativwirtschaft zeigt die große Dynamik, mit der
sich Karlsruhe entwickelt.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von „Bauen + Wirtschaft“ eine anregende Lektüre.
8
Standpunkte
Pforzheim hat Einiges zu bieten
Von Gert Hager
Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim
Pforzheim ist die deutsche Hauptstadt der Schmuck- und Uhrenindustrie. Seit der Gründung im Jahr
1767 konnte hier eine Kompetenz aufgebaut werden, die unerreicht ist. Der Mythos lebt bis heute
fort. Aus den handwerklichen Fertigkeiten dieses Industriezweiges haben sich in den vergangenen
Jahrzehnten moderne Unternehmen der Feinmechanik, der Stanztechnik, der Medizintechnik oder
der Kreativbranche fast zwangsläufig entwickelt. Zahlreiche „Hidden champions“ haben heute am
Rande des Nordschwarzwaldes ihre Heimstatt gefunden.
Pforzheim ist reich an zahlreichen Attraktionen und Sehenswürdigkeiten. Kulturelle Highlights wie
das international bekannte Schmuckmuseum im Reuchlinhaus und die Erlebnis- und Einkaufsplattform Schmuckwelten Pforzheim zählen hierzu ebenso wie ein qualitativ hochwertiges Messe-, Kongress- und Veranstaltungsangebot unterschiedlichster Ausrichtung. Eine abwechslungsreiche museale Struktur rundet das Bild ab. Der große Humanist Johannes Reuchlin (1455 – 1522) hat von Pforzheim ausgehend an den großen Idealen der Menschheit mitgewirkt. Toleranz hat seit dieser Zeit einen
besonderen Stellenwert in dieser Stadt.
Das architektonisch vielfältige Stadtbild verfügt über zahlreiche sehenswerte Bauten und Kunstwerke. Neben der Entwicklung des Gewerbe- und Wohnstandorts Pforzheim und dem gesellschaftlichen
Miteinander in der Stadt widmen wir uns mit besonderem Nachdruck der Entwicklung der Innenstadt.
Auf der Grundlage des Rahmenplans Innenstadtentwicklung-Ost wollen wir ein Mischquartier mit Handelsflächen, Wohnbauten und Verwaltungseinrichtungen schaffen. Zudem gestalten wir die öffentlichen Räume und führen die Stadt ebenerdig an die Flüsse. Auch ein neues Verkehrskonzept wird dazu
führen, dass sich weitreichende städtebauliche und stadträumliche Potenziale öffnen.
Sie sehen, Pforzheim hat Einiges zu bieten. Ich jedenfalls würde mich sehr freuen, wenn Sie unserer
modernen und zugleich traditionsreichen Stadt einen Besuch abstatten würden oder wenn Sie Pforzheim – die Pforte zum Nordschwarzwald – als Wirtschaftsstandort wählen würden.
Standpunkte
9
Stadtentwicklungsprozess stellt große
stadtplanerische Herausforderungen
Von Dr. Peter Kurz
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Mannheim bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Metropolregion Rhein-Neckar
und befindet sich derzeit im größten Stadtentwicklungsprozess seit der Zeit des Wiederaufbaus
nach dem Zweiten Weltkrieg und damit vor großen stadtplanerischen Herausforderungen:
Bis zum Jahr 2015 werden 500 ha Konversionsflächen durch den Abzug der amerikanischen Truppen frei und sind in das Stadtgebiet zu integrieren. Mitten im Zentrum entsteht im Augenblick
auf ehemaligem Bahngelände ein neues Stadtquartier, das Raum für Kreativwirtschaft, Wissenschaft und qualitätvolles, stadtnahes Wohnen bietet. Das Thema Innenentwicklung greift die bestehende Stadtstruktur auf und verändert mit akzentuierten Eingriffen das Wohn- und Arbeitsumfeld der Innenstadt zu einem Raum mit zeitgemäßen Lebens- und Aufenthaltsqualitäten.
Darüber hinaus haben wir uns erfolgreich um die Bundesgartenschau 2023 beworben. Dies
bietet uns die Chance, einen grünen Masterplan über das Stadtgebiet zu legen, in dem zugewonnene Flächen und bestehende Stadtquartiere sinnvoll miteinander verknüpft und zu neuen
räumlichen Qualitäten und Gebietscharakteren entwickelt werden.
Alle Konzepte stehen unter dem Vorzeichen des qualitätvollen Bauens und der Förderung der
Baukultur – einem besonderen Schwerpunkt unserer städtebaulichen und architektonischen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund haben wir im Baudezernat eine Reihe von Instrumenten entwickelt, die die Qualität einer neuen Baukultur gewährleisten sollen.
Dazu gehört zum einen die Einrichtung eines Gestaltungsbeirates, der in seinen regelmäßigen
Sitzungen die Verwaltung bei der Qualitätssicherung einzelner Projekte – privat oder öffentlich
– berät und unterstützt. Zum anderen werden für städtebauliche Konzeptionen und einzelne Bauvorhaben Wettbewerbe und Mehrfachbeauftragungen ausgelobt, die uns bisher immer eine gute
Auswahl interessanter und teilweise auch innovativer Planungsansätze geboten haben.
Bei der Entwicklung und Konzeptionierung von Projekten pflegen wir eine frühe Einbindung von
10
Standpunkte
Politik und Bürgerschaft. In Planungsworkshops und Diskussionsveranstaltungen findet eine aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und des Gemeinderates statt. Dabei sollen gemeinsam
die bestmöglichen Lösungen für die Planungsaufgabe und ein breiter Konsens der Beteiligten gefunden werden. Auf diese Weise etablieren wir eine offene „Beteiligungs-Baukultur“.
Durch Vorträge zu aktuellen Fragestellungen des heutigen Bauens, durch Unterrichtsprojekte zur
Baukultur in Schulen, durch stadträumliche Aktionen wie unseren Baukulturwürfel, der auf gute
gebaute Beispiele innerhalb der Stadt aufmerksam macht, möchten wir das Thema Baukultur und
stadträumliche Qualität in den Fokus der Bürgerschaft rücken.
Und nicht zuletzt haben wir im Baudezernat eine Organisationsstruktur geschaffen, in der die an
Planung und Bau beteiligten Fachbereiche in gemeinsamen Konferenzen fachübergreifend zusammenarbeiten mit einem Bau- und Beratungszentrum, das Bauherren kompetent zu allen Fragen des Bau- und Planungsrechtes informiert. Mit einem eigenen städtischen Baustellen-Manager als direkten Ansprechpartner für die Bauprojekte in der Innenstadt werden durch eine optimale Koordination die belastenden Einflüsse auf Anwohner, Gewerbetreibende und Besucher so
gering wie möglich gehalten.
In hohem Tempo entstehen insbesondere dort nicht nur neue Gebäude, sondern ganze Quartiere mit verschiedenen Nutzungen, die durch gebaute Umwelt und Erscheinungsbild unsere Stadt
nachhaltig und für die Zukunft prägen werden. Die Attraktivität unserer Städte und unserer Region ist unser Kapital für die Zukunft: Neben interessanten Arbeitsplätzen, einem anspruchsvollen Kulturangebot und vielfältigem Freizeitangebot spielt dabei die gelebte Baukultur, die Qualität des Erscheinungsbildes unserer Städte und die Lebensqualitäten, die sie bieten werden, eine
entscheidende Rolle. Als Anziehungspunkt für junge Familien, Arbeitskräfte, Ideenfinder und Lebensgenießer muss die Stadt von morgen ein lebenswertes Wohn- und Arbeitsumfeld bieten. Dies
zu erreichen, sollte gemeinsames Ziel aller Akteure sein, die die gebaute Umwelt gestalten.
Standpunkte
11
Ingenieurinnen und Ingenieure
prägen unsere Baukultur
entscheidend
Von Dipl.-Ing. Rainer Wulle
Präsident der Ingenieurkammer Baden-Württemberg
Egal wohin man schaut, es sind Ingenieurinnen und Ingenieure, die unsere Umwelt prägen und das
Leben angenehm gestalten: Ingenieure aller Fachdisziplinen des Bauwesens planen und gestalten unsere Umwelt. Sie sorgen dafür, dass das Gebäude, in dem wir wohnen oder arbeiten, sicher steht. Sie
planen Brücken, Straßen und Autobahnen, Fernsehtürme, Klärwerke und Abfallanlagen. Sie schützen die Natur und bewahren vor Hochwasser- und Erdbebenschäden. Sie erschließen alternative Energiequellen und machen Gebäude und Anlagen energetisch fit. Die große Bandbreite an innovativen Ingenieurleistungen bilden die hier ausgewählten Bauten aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe
in eindrucksvoller Weise ab.
Die Planer in Deutschland verantworten jährlich rund 230 Mrd. Euro Bauvolumen. Diese gewaltigen
Investitionen zu bewegen und das Bauen sicher und kostengünstig zu steuern, ist eine immense
Herausforderung. Dabei kommt dem „Beratenden Ingenieur“, ein von Lieferinteressen unabhängiger
Ansprechpartner, eine besondere Bedeutung zu. Die Vergabe und Überwachung dieses Titels ist eine
der Aufgaben der Ingenieurkammer Baden-Württemberg im Sinne der Qualitätssicherung und des
Verbraucherschutzes. Außerdem führt sie sogenannte Fachlisten, in denen Ingenieurinnen und Ingenieure gegenüber Auftraggebern ihre berufliche Leistungsfähigkeit nachweisen können. Die Listen
sind zugleich ein qualifiziertes Angebot für Investoren, Bauherren, Behörden und andere Interessenten, die einen Experten für ein bestimmtes Fachgebiet suchen.
Eine weitere wichtige Aufgabe der Ingenieurkammer ist es, den Ingenieurberuf entsprechend seiner
großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung zu stärken. Dazu gehört es, die wichtige
Rolle der Ingenieurinnen und Ingenieure für die Baukultur in Deutschland zu verdeutlichen. Es gibt
heute kein anspruchsvolles Gebäude, das ohne Tragwerksplaner und Klimaingenieure errichtet wird.
Planungen sind heute in der Regel interdisziplinär. Die Schöpfer von Baukultur sind also
Architekten und Bauingenieure, Klimaingenieure, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten gemeinsam. Ohne die technischen Kompetenzen und den Erfindungsreichtum der Ingenieurinnen und Ingenieure ist Baukultur
heute nicht mehr denkbar.
12
Standpunkte
„Man muss einem Haus die Freude
ansehen, mit der es gebaut wurde.“
Von Helmut Zenker
Präsident Bund Deutscher Baumeister,
Architekten und Ingenieure Baden-Württemberg e.V.
Mit diesem Satz der Schweizer Lyrikerin Brigitte Fuchs (*1951) leite ich mein Grußwort deshalb ein,
weil man so manchem Bauwerk unserer Zeit eben diese Freude nicht ansieht. Dem festgestellten Mangel entsprechend, wird zwar – Beispiel Wohnungsbau – wieder mehr als noch vor Jahren gebaut. –
Mit Freude?
Das große Verkehrsprojekt in Karlsruhe, Umweltanlagen in Mannheim, die Komplettierung der A8,
zahlreiche Schulen der verschiedensten Art und nicht zuletzt der Wohnungsbau sind exemplarische
Stützen der Baukonjunktur im Regierungsbezirk Karlsruhe. Allerdings: Die nachfolgenden Zahlen zeichnen das vorherrschende Bild.
Bauwirtschaft in Nordbaden: Auf und Ab, keine Kontinuität
Jahr
Betriebe
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
1 881
1 875
1 855
1 765
1 709
1 649
1 614
1 556
1 544
1 530
1 551
1 568
1 592
1 600
Beschäftigte
27 883
26 137
24 642
22 873
21 325
20 393
19 818
19 922
20 748
20 476
20 647
21 216
21 474
21 222
Arbeitsstunden
(1.000)
2 749
2 604
2 501
2 294
2 305
2 319
2 138
2 098
2 326
2 197
2 315
2 178
2 255
2 335
Löhne/Gehälter
(1.ÏÑÑÏ
66 126
61 211
58 105
55 192
53 298
51 688
47 310
46 310
48 302
49 348
49 095
51 682
51 805
52 126
Nettoumsatz
(1.000 )
2 782 327
2 722 976
2 433 376
2 402 194
2 120 313
2 007 614
1 982 992
2 159 300
2 147 098
2 390 517
2 274 322
2 319 352
2 617 010
2 617 037
(Quelle: Statistisches Landesamt BW)
Der anhaltende Preiskampf verschärft die sichtbare Entwicklung. Er macht Bauwerke billig, der Verlust von Qualitätsbewusstsein, von „Freude“ wird in Kauf genommen.
Die Bundesregierung hat das Bauen einem Ministerium (Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit – BMUB) zugeordnet, das eher einer politischen Resteverwertung gleicht als einem Haus, das
Freude am Bauen vermittelt. – Kein gutes Beispiel.
Der BDB Baden-Württemberg leistet
mit seinen Mitgliedern Beiträge zu
mehr Freude am Bauen und zu qualitätsvollem Bauen – dazu Kontinuität
und Nachhaltigkeit.
Alles Gute!
Standpunkte
13
Ingenieur-Know-how für den Regierungsbezirk
Karlsruhe – Unabhängige Planungsbüros
setzen weiterhin Maßstäbe
Von Stefan Zachmann
Vorsitzender des VBI-Landesverbandes Baden-Württemberg
Die Bautätigkeit in einer Region ist ein wichtiges Barometer für die Wirtschaftsleistung. Nur wo gebaut wird, zeigen sich Wachstum, Innovation und Erneuerungsbereitschaft. Die Mitglieder des Verbandes Beratender Ingenieure sind im Regierungsbezirk Karlsruhe an diesem Prozess derzeit mit zahlreichen Bauprojekten maßgeblich beteiligt und haben, wie in dieser Publikation zu sehen ist, viele
Projekte zu Erfolgen gemacht.
Bauprojekte leben von den vielfältigen Ideen der beteiligten Planer. Den Ingenieuren kommt dabei
eine Schlüsselrolle zu. Ihre Fähigkeiten führen dazu, dass Visionen der Bauherren und ambitionierte
gestalterische Entwürfe der Architekten Wirklichkeit werden können. Denn mit der Arbeit der Ingenieure beginnen die Bauwerke richtig zu funktionieren und den Bauherrenanforderungen gerecht
zu werden. Erst ein stabiles Tragwerk, das auch gewagte Architektur stützt, oder ausgeklügelte Energie- und Heizkonzepte, die den Energieverbrauch minimieren und Menschen behaglich wohnen lassen, machen aus einem Projekt ein überzeugendes Bauwerk.
Aber auch viele andere Qualitäten, die nicht sofort zu sehen sind, beruhen auf Ingenieur-Know-how:
Jede innere oder äußere Erschließung aber auch Infrastruktur bedarf angepasster intelligenter Konzepte. Von der Autobahn bis zum Aufzug, vom intelligenten Wasserhahn bis zum Großklärwerk, von
der Gebäudeautomation bis zum Kraftwerk: Ingenieure sorgen dafür, dass alles funktioniert.
Das Fundament, auf dem VBI-Ingenieure ihre Leistungen erbringen, ist die Unabhängigkeit von Hersteller- und Lieferinteressen. Dies bedeutet, dass die Planer nur ihrem Auftraggeber verpflichtet sind.
Die Trennung von Planung und Ausführung ist die Voraussetzung, um die im Sinne des Bauherren optimale Lösung erzielen zu können – sowohl bei der Qualität als auch bei den Kosten.
Optimale Beratung und Planung haben aber ihren Preis. Sie sind ebenso wenig zum Null-Tarif zu haben wie gute Bauqualität. Beratende Ingenieure sind auf auskömmliche Honorare angewiesen, denn
in der Planungsphase werden die entscheidenden Weichen für die Gesamtkosten eines Bauwerks und
seine späteren Betriebs- und Unterhaltungskosten gestellt. An dieser sensiblen Stelle lohnt es sich,
durch eine gute Planung den Grundstein für den späteren Gesamterfolg eines Projektes zu legen.
Mit rund 3.000 Mitgliedern und etwa 40.000 Beschäftigten ist der VBI die berufspolitische und wirtschaftliche Interessenvertretung der planenden und beratenden Ingenieure in Deutschland. Seine Mitglieder sind als Planer, Berater, Prüfer und Sachverständige auf allen Gebieten des technischen, naturwissenschaftlichen und technisch-wirtschaftlichen Consulting tätig. Der Landesverband
Baden-Württemberg zählt insgesamt 311 hochqualifizierte Mitglieder, die das besondere Qualitätsmerkmal „VBI“ mit Überzeugung tragen. Die Adressen unserer Planer finden Sie unter www.vbi.de in
der VBI-Planerdatenbank.
14
Standpunkte
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Im Blickpunkt
15
Sehenswertes aus dem Badischen
Karlsruhes Stadtjubiläum im Jahr 2015 Anlass genug, die badische „Fächerstadt“ vorzustellen, dazu den
Multimediakomplex MUT auf dem CampusOne der Hochschule für Musik Karlsruhe und die Wohnanlage
„WohnGut – an der Promenade“ im neuen Heidelberger Stadtteil Bahnstadt
Im Jahr 2015 wird Karlsruhe 300 Jahre alt.
Doch auch ohne das Stadtjubiläum – das die
Stadt mit einem 15-wöchigen Festivalsommer
feiern wird – gäbe es Grund genug, sich näher
mit den Vorzügen der badischen „Fächerstadt“ zu befassen.
KARLSRUHE – DENKFABRIK MIT LEBENSART
Karlsruhe ist eine europäische Großstadt zwischen Schwarzwald und Rhein, einst badische
Residenz und Landeshauptstadt, heute „Residenz des Rechts“, ein Attribut, das sie den
höchsten deutschen Rechtsinstanzen, dem
Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof, verdankt. Rund 300.000 Menschen leben in der „Stadt im Grünen“. Ein
Viertel ihrer Fläche ist von Wald bedeckt, der
ebenso bis in den Stadtkern hineinreicht wie
der Zoologische Stadtgarten gleich gegenüber dem Hauptbahnhof. Dieser ist jetzt auch
an das Transeuropäische Verkehrsnetz (TEN)
angebunden. Seit Juni 2007 verkürzt der fran16
Im Blickpunkt
zösische Hochgeschwindigkeitszug TGV die
Fahrtzeit zwischen Karlsruhe und Paris auf
rund drei Stunden.
Anders als in vielen anderen Städten liegt in
Karlsruhe auch das Kongresszentrum mit der
repräsentativen Stadthalle verkehrsgünstig im
Zentrum und bildet den Rahmen für zahlreiche Kongresse und Ausstellungen. Vor den Toren der Stadt öffnete im Jahr 2003 die Messe Karlsruhe mit einer Ausstellungsfläche von
50.000 m² und einer Multifunktionshalle ihre
Pforten.
In der Stadt, die Markgraf Karl Wilhelm von
Baden-Durlach im Jahre 1715 gründete, haben Kunst und Kultur bis in die Gegenwart
ihren traditionell hohen Rang behalten. Diesen guten Ruf pflegen das Badische Staatstheater, zahlreiche private Bühnen, die Akademie der Bildenden Künste, die Musikhochschule, die Staatliche Kunsthalle und der
Badische Kunstverein sowie andere Einrichtungen aus allen Sparten der Kunst und Kultur.
Vom Karlsruher Schloss gehen fächerförmig 32
Straßen und Alleen aus. Deshalb gilt Karlsruhe überall
als „die Fächerstadt“. Die Stadt feiert 2015 ihr 300jähriges Bestehen mit einem 15-wöchigen Festivalsommer, vom 17. Juni, dem Tag der Grundsteinlegung
des Schlosses, bis zum 24. September, dem Tag der
Veröffentlichung des Privilegienbriefes
Abb.: Karlsruher Messe-und Kongress-GmbH; Fotograf:
Jürgen Rösner
Einen ganz besonderen Stellenwert hat sich
Karlsruhe in der internationalen Kulturszene
mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie gesichert. In einem denkmalgeschützten, 312 m langen ehemaligen Fabrikgebäude ist seit 1997 Europas größte Produktionsstätte für Medienkunst untergebracht mit dem weltweit ersten Medienmuseum. Unmittelbare Nachbarn in dem imposanten Hallenbau mit insgesamt zehn
Lichthöfen sind die Städtische Galerie mit
ihren Kunstschätzen von Hans Thoma bis Markus Lüpertz, das Museum für Neue Kunst mit
zahlreichen Werken zeitgenössischer Kunst
von Andy Warhol bis Sylvie Fleury.
Zwei Motive vor allem haben es fotografie-
renden Gästen angetan: Der im unverwechselbaren klassizistischen Stil seines Baumeisters Friedrich Weinbrenner bewahrte Marktplatz mit Karlsruhes Wahrzeichen, der Pyramide, und das Schloss, heute Heimat des
Badischen Landesmuseums. Dieses Schloss
spielt übrigens im wahrsten Sinne des Wortes eine zentrale Rolle in Karlsruhe: Von seinem Sitz aus ließ der Stadtgründer, ganz absolutistischer Fürst, fächerförmig 32 Straßen
und Alleen ausgehen. Deshalb gilt Karlsruhe
überall als „die Fächerstadt“.
In Forschung und Wissenschaft genießt
Karlsruhe weltweites Renommee. Karlsruhe
tickt in vielerlei Hinsicht anders. Das war, ist
so und wird auch so bleiben. Diese Tatsache
haben die Karlsruher ihrem Stadtgründer
Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach zu
verdanken, der Karlsruhe als erträumte und
erfundene Stadt 1715 mitten im Hardtwald
erschaffen hat. Mit dem Grundstein für eine
frei denkende und liberale Stadt, sollte auch
der Grundstein für manch anderes Novum gelegt werden. Mit dem Einzug ins Schloss
zogen auch Erfindertum und Forschergeist ein
und breiteten sich über die 32 Strahlen in die
Fächerstadt aus. „Und jedem Anfang wohnt
ein Zauber inne“ – dieser Zauber war und ist
in Karlsruhe oft zu spüren. Wie 1825, als eine
der ersten Polytechnischen Schulen Deutsch-
lands in Karlsruhe eingerichtet wurde. Der
Idee der Aufklärung zugewandt entwickelte
sich die Hochschule zu einem Thinktank, ohne
den die moderne Technik- und Mobilitätsentwicklung anders verlaufen wäre. 1854 folgte
die Kunstakademie, 1878 die Bauwerkschule
(heute HSKa) und das Conservatorium (heute Hochschule für Musik) 1884. Diese Neugründungen zogen viele kluge Köpfe nach
Karlsruhe und bildeten ebenso viele Söhne
der Stadt aus. Das war der Beginn einer Entwicklung, die sich bis heute wie ein roter Faden durchzieht.
Heute, knapp 190 Jahre später, hat sich
Karlsruhe mit über 40.000 Studierenden zu
einer beliebten Studentenstadt entwickelt
und liegt in Umfragen sogar vor Freiburg und
Stuttgart. Für rund 52 Prozent der Bevölkerung ist Karlsruhe eine typische Studentenstadt, bei den unter 30-Jährigen sind es
sogar über 64 Prozent. Aber nicht nur die
wachsende Größe von Hochschulen und Studentenzahlen zeigt wie attraktiv Karlsruhe für
junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geworden ist. Zu diesem Imagewandel haben auch erfolgreiche Projekte wie
die Erstwohnsitzkampagne oder Wohnraumkampagen beigetragen. So hat Karlsruhe seine ganz eigene Willkommenskultur für Erstsemester, die mittlerweile auch das gesamte
Stadtbild prägt. Über 3.000 rote CampusDraisler, die per Fahrradverlosung an die Studierenden ausgegeben wurden, sind nicht zu
übersehen. Internationaler Wind weht heute
nicht nur über das größte Forschungszentrum
Deutschlands, dem Karlsruher Institut für
Technologie (KIT), sondern auch in die Stadt
hinein, ins kulturelle Gesellschaftsleben und
Nachtleben. Knapp 70 Prozent der Befragten
sind überzeugt, dass die Studierenden das
kulturelle Leben Karlsruhes prägen. Das sind
nur einige Ergebnisse der aktuellen Studie
zum KIT, die die TechnologieRegion Karlsruhe, die städtische Wirtschaftsförderung und
das Karlsruher Stadtmarketing zur Untersuchung der Wirtschaftskraft des KIT in Auftrag
gegeben haben. Diese bestätigt den Trend,
dass die Wahrnehmung Karlsruhes bei Studierenden und in der Bevölkerung sich in den
letzten Jahren deutlich gewandelt und verbessert hat. Zu dieser Verbesserung trägt seit
2009 das Karlsruher Wissenschaftsbüro bei.
Um Synergien zu nutzen, Schnittstellen zu finÜber die Grenzen hinaus ist Karlsruhe auch bekannt
geworden durch das Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM). Seit 1997 ist diese Einrichtung in
zehn spektakulären Lichthöfen der über 310 m langen
ehemaligen Munitionsfabrik IWKA untergebracht und
bildet ein weltweit einzigartiges Ensemble aus zwei
Museen, den Institutionen für Musik und Akustik,
dem Institut für Bildmedien, sowie der integrierten
Hochschule für Gestaltung (HfG).
Abb.: ONUK
Im Blickpunkt
17
Dienstgebäude der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.
Karlsruhe ist heute „Residenz des Rechts“, ein
Attribut, das sie den höchsten deutschen Rechtsinstanzen, dem Bundesverfassungsgericht und dem
Bundesgerichtshof, verdankt
Abb.: ONUK
den und Partner an einen Tisch zu bringen,
wurde das Wissenschaftsbüro gegründet.
Dieses sitzt bei der Stadtmarketing Karlsruhe
GmbH, vernetzt Wissenschaft und Stadtgesellschaft miteinander und fördert den Dialog
durch Veranstaltungen. Dabei kooperiert es
mit Forschungseinrichtungen, Hochschulen,
Medien, Kulturträgern, Vertretern der Wirtschaft und dem Studentenwerk. Das „Fest der
jungen Forscher“ ist das Ergebnis und der Beweis für dieses gut funktionierende Wissenschaftsnetzwerk in Karlsruhe. Schulklassen
präsentieren hier ihre Schülerforschungsprojekte, die mit Unterstützung von Partnern aus
Forschungseinrichtungen und Unternehmen
aus der gesamten TechnologieRegion entstanden sind, einem breiten Publikum. Damit
lässt dieses Format auf unterhaltsame Weise
alle Teil haben am Karlsruher Forschergeist.
Darüber hinaus entwickelt das Wissenschaftsbüro vielseitige Marketingmaßnah18
Im Blickpunkt
men für die Studierenden. Mit ungewöhnlichen Aktionen und Veranstaltungen wurde
beispielsweise im Herbst 2012 mit der Initiative WO?HNRAUM FÜR STUDENTEN auf die
schwierige Wohnraumsituation für Studierende aufmerksam gemacht. Aktionen wie
„Schlafen im Schaufenster“, Speeddating
zwischen Vermietern und potenziellen Mietern oder ein Schlaf-Flashmob auf dem Marktplatz erregten große Aufmerksamkeit und
zeigten beeindruckende Erfolge bei der Zimmervermittlung. Das Angebot war im Vergleich zum Vorjahr doppelt so hoch. Karlsruhe soll neben einem modernen und innovativen Studien- und Wissenschaftsstandort auch
ein attraktiver Lebensraum für Studierende
und damit für die zukünftigen Fachkräfte sein.
Wissenschaft für die Menschen in Karlsruhe
erlebbar zu machen, ist beispielsweise mit
dem internationalen Science-Talent-Wettbewerb FameLab Germany erfolgreich gelungen. Kein anderes Veranstaltungsformat verknüpft so charmant Unterhaltung mit Lerneffekt wie FameLab, das sich bereits nach drei
Jahren in Karlsruhe etabliert hat. Ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen Stadtlebens
ist ab diesem Jahr auch das Wissenschaftsfestival EFFEKTE. Dieses fand erstmals 2013
in Karlsruhe statt und soll im Zweijahresrhythmus wiederkehren. Über zehn Tage haben
mehr als 100 Veranstaltungen von rund 35
Einrichtungen Karlsruhe in ein riesiges Mitmach-Labor verwandelt. Dabei standen neben
der Vernetzung der Wissenschaftsinstitutionen untereinander auch die Annäherung der
Wissenschaftler mit der Bevölkerung im Vordergrund. Dies ist eindrucksvoll geglückt. Daran soll die EFFEKTE 2015 anknüpfen.
Karlsruhe als junge und innovative Stadt rückt
als Wissenschafts- und Studentenstadt immer
mehr in das Bewusstsein der Menschen in
Karlsruhe und Baden-Württemberg. Im Jahr
2015, zum 300-jährigen Stadtjubiläum, soll
die Wissenschaftsstadt Karlsruhe deutschlandweit leuchten und nachhaltig präsent
bleiben. Das Jubiläum soll als „Green Event“
gefeiert werden, bei dem aktiv auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit geachtet wird.
(JUBILÄUMSFEIER-)PAVILLON IM
SCHLOSSGARTEN ARCHITEKTONISCHES
GLANZSTÜCK
Barockschloss trifft modernen Pavillon, Geschichte trifft Zukunft – zum Festivalsommer
2015 anlässlich des Stadtjubiläums erhält der
Karlsruher Schlossgarten ein architektonisches Glanzstück. Das international renommierte Architekturbüro J. MAYER H. konnte
sich mit seinem Entwurf eines dynamisch
transparenten Holzpavillons in einem nationalen Ausschreibungsverfahren der Stadtmarketing Karlsruhe GmbH in Bietergemeinschaft mit Rubner Holzbau durchsetzen. Vom
17. Juni bis zum 27. September 2015 ist der
Pavillon eine Plattform für ganz Karlsruhe und
die Region, Ort des Austauschs und Dialogs
sowie zentraler Infopunkt zum Stadtjubiläum
2015. Die Kosten für den Pavillon belaufen
sich insgesamt auf 1,2 Mio. Euro.
„Der Pavillon inmitten des Schlossgartens ist
das Herzstück des Festivalsommers“, sagt Dr.
Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt
Karlsruhe. „Das historische Barockschloss
und der moderne Pavillon: Sie bilden einen
reizvollen Kontrast und symbolisieren Innovation und Lebensqualität von Karlsruhe.“
Der Jubiläumspavillon ist nach der Mensa
Moltke das zweite Projekt in Karlsruhe von
Jürgen Mayer H., Gründer und Leiter des Architekturbüros. J. MAYER H. und Partner aus
Berlin wurde mit zahlreichen internationalen
Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem
Mies-van-der-Rohe-Emerging-Architects-Award2003 und dem Holcim-Award-Bronze-2005
für nachhaltige Architektur. Darüber hinaus ist
das Büro mit Projekten in Sammlungen wie
dem MoMA New York und dem San Francisco MoMA vertreten.
Ausgewählt wurde der Siegerentwurf von einer hochkarätigen Jury. Die fachlichen Aspekte wurden von Prof. Anett-Maud Joppien, Prof.
Claus Anderhalten, Prof. Norbert Aust und
Jórunn Ragnarsdottir bewertet, die zum Teil
im Gestaltungsbeirat Karlsruhes städtebauliche Entwicklung seit mehreren Jahren begleiten.
Im März 2015 beginnen die Aufbauarbeiten
für den temporären Pavillon im Schlossgarten,
der sich als selbstbewusste Holzskulptur in
der Sichtachse zwischen Schloss und See platziert. Die Tragstruktur besteht aus 164 hellgrauen, miteinander verbundenen Holzstäben. Als Wetterschutz werden zwischen den
Stützen transluzente Membranen eingezogen, die bei Bedarf geöffnet werden können.
Der gesamte Pavillon neigt sich dynamisch
Barockschloss trifft modernen Pavillon, Geschichte
trifft Zukunft – zum Festivalsommer 2015 anlässlich
des Stadtjubiläums erhält der Karlsruher Schlossgarten
ein architektonisches Glanzstück. Der dynamisch
transparente Holzpavillon wird eine Plattform für
ganz Karlsruhe und die Region, Ort des Austauschs
und Dialogs sowie zentraler Infopunkt zum Stadtjubiläum 2015
Abb.: Stadtmarketing Karlsruhe GmbH
Im Blickpunkt
19
Vom 21. Juni bis zum 24. September 2015 werden im
Pavillon am Schlossgarten täglich von morgens bis in
die Nacht Jubiläumsveranstaltungen stattfinden. Das
Spektrum reicht dabei von innovativen Mitmachaktionen über Karlsruher Traditionsveranstaltungen bis hin
zu internationalen Großevents
Abb.: Stadtmarketing Karlsruhe GmbH
und vorwärts strebend Richtung Westen.
Sein offener und transparenter Charakter
sorgt für einen fließenden Übergang zwischen
Gebäude und Schlossgarten. Als Baumaterial
wurde Holz als Referenz an die Bäume des
Hardtwaldes gewählt. Zudem greift er auf den
ersten Schlossbau zurück, der ebenfalls aus
Holz bestand.
Der Pavillon besitzt neben dem ebenerdigen
Veranstaltungsraum drei begehbare Plattformen. An der großen Infotheke im Erdgeschoss
erhalten die Besucherinnen und Besucher
während des Festivalsommers Informationen
zum Programm. Nebenan lädt ein Café zum
Verweilen ein. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich ein ca. 300 m² großer Publikumsbereich mit Bühne, der Platz für bis zu 250
Sitzplätze bzw. 500 Stehplätze bietet. Hier erwartet das Publikum ein abwechslungsreiches
Programm, gestaltet von Kulturschaffenden
aus Karlsruhe und der Region. Konzerte, Wissenschaftstheater, Lesungen lokaler Autoren,
20
Im Blickpunkt
Vorträge über die „Stadt des Rechts“, Kindertheater, Workshops, Filmvorführungen –
dort ist für jeden etwas dabei. Für große Veranstaltungen kann die Bühne des Pavillons
geöffnet und nach außen hin bespielt werden.
Auf der ersten Etage befindet sich ein weiterer Veranstaltungsbereich, der für Ausstellungen jeglicher Art genutzt werden kann. Die
oberste Etage dient als Aussichtsplattform, die
den Besucherinnen und Besuchern einen
neuen Blick auf Schlossgarten und Schloss ermöglicht.
Bei der Standortwahl und dem Beleuchtungskonzept wurde ein besonderes Augenmerk auf den Natur- und Umweltschutz gelegt. So wurde zum Beispiel darauf geachtet,
dass der Pavillon einen Mindestabstand von
mehr als 1,50 m zu den Baumkronen einhält
und dass die Vegetation nicht direkt angestrahlt wird. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden der Pavillon sowie seine Einrichtung und
Multimediakomplex MUT auf dem CampusOne,
Hochschule für Musik Karlsruhe: Der neue Multimediakomplex fügt sich so in die Anlage ein, dass seine
tatsächlichen Abmessungen kaum wahrgenommen
werden und die Wirkung des Ensembles aus Schloss
und Freifläche erhalten bleibt
Quelle Abbildungen: Architekten.3P; Fotograf: Toni Ott
Technik nach dem kompletten Rückbau wiederverwertet bzw. -verwendet.
MULTIMEDIAKOMPLEX MUT AUF DEM
CAMPUSONE, HOCHSCHULE FÜR MUSIK
KARLSRUHE
Schloss Gottesaue ist ein pittoreskes kleines,
wiederaufgebautes Lustschloss aus der Renaissance und steht mitten im Otto-Dullenkopf-Park in der Karlsruher Oststadt. Seit 1989
wird das Gelände von der Hochschule für Musik Karlsruhe genutzt. Doch auch nach dem
Einzug in einige der erhaltenen Nebengebäude reichte der Platz längst nicht aus,
außerdem fehlte ein großer Veranstaltungssaal für Konzerte und Theateraufführungen.
So wurde 2007 ein internationaler Realisierungswettbewerb für einen neuen Multimedia- und Bühnenkomplex durchgeführt, den
das Stuttgarter Büro Architekten.3P Feuerstein Rüdenauer & Partner für sich entscheiden konnte.
Auf dem Gelände, das sich jetzt CampusOne
nennt, sind nun alle Einrichtungen der Hochschule vereint. Der neue Multimediakomplex
schließt den Vorplatz zum Schloss seitlich
nach Norden hin ab. Er fügt sich dabei so ge-
schickt in die Anlage ein, dass seine tatsächlichen Abmessungen kaum wahrgenommen
werden und die Wirkung des Ensembles aus
Schloss und Freifläche erhalten bleibt.
Die Beendigung der Baumaßnahmen am Unterrichtsgebäude war im Oktober 2012 erfolgt; der Multimediakomplex und die Außenanlagen wurden im März 2013 bzw. Juni 2013
fertiggestellt. Bauherr war das Land BadenWürttemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden Württemberg,
Amt Karlsruhe, das auch für Planung und Entwurf der Unterrichtsgebäude verantwortlich
zeichnete.
Der dreigeschossige, 80 m lange Neubau setzt
sich aus zwei ganz unterschiedlichen Gebäudeteilen zusammen. Ein langer, schmaler Riegel liegt auf der Nordseite, in der Flucht der
gleich tiefen Nebengebäude, die den Platz
umrahmen. In ihm sind im Erdgeschoss Nebenräume wie Garderobe, Umkleiden, Toiletten untergebracht. In den beiden Obergeschossen Institutsräume für die Hochschule.
Von außen ist er schlicht weiß und glatt verputzt. Auf der nördlichen Straßenfassade zeigen Reihen schmaler, unregelmäßig verteilter
Im Blickpunkt
21
Lochfenster die Geschossigkeit dieses Nebentraktes an. Ein gleich hoher, etwas kürzerer, dafür aber wesentlich breiterer Quader ist
dem Riegel auf der Südseite vorgelagert. Er
beherbergt einen Konzert- und Theatersaal
mit über 400 Zuschauerplätzen sowie Foyer,
Proben- und Institutsräume. Trotz dieses
großen Raumprogramms tritt der Baukörper
hinter den zentralen Bereich des Platzes
zurück, der die Gebäudekanten des Schlosses
fortführt.
Eine harte, raue Schale aus glänzend-dunkelbrauner Keramik umhüllt beinahe das gesamte Volumen. Zwei markante Elemente mit
glatter, strahlend weißer Putzoberfläche heben sich stark dagegen ab: zum einen der
über dem Flachbau aufragende Bühnenturm,
zum anderen der Eingang zum Foyer, der wie
aus einem massiven Volumen herausgeschnitten scheint. Er besteht aus einer
großflächigen, etwa zwei Drittel der Gebäudehöhe einnehmenden Verglasung mit
weißen Profilen und liegt tief zurückversetzt
hinter der Fassadenebene. Die rechte Laibung
sowie der Sturz laufen als langgezogene
Schrägen darauf zu, wodurch die Öffnung in
Multimediakomplex MUT auf dem CampusOne,
Hochschule für Musik Karlsruhe
Quelle Abbildungen: Architekten.3P; Fotograf: Toni Ott
22
Im Blickpunkt
der Keramikhülle zusätzlich vergrößert wird.
Gleichzeitig entsteht dadurch eine optische
Täuschung, die noch mehr räumliche Tiefe
suggeriert.
Die beiden unähnlichen Gebäudekörper sind
optisch durch eine Fuge in Form eines Oberlichtbandes und zurückversetzter Glasfassaden voneinander getrennt. Funktional stellt
dieser Zwischenraum die Verbindung zwischen den verschiedenen Nutzungsbereichen
her. Er bildet einen über alle Geschosse reichenden, natürlich belichteten Luftraum mit
parallel dazu verlaufenden Erschließungskorridoren und Verbindungsstegen zwischen den
Gebäudeteilen.
Material und Oberfläche: Hinter den glatten,
weißen Putzflächen wie auch der dunklen,
vertikal strukturierten Keramikschale verbirgt
sich eine vorgehängte, hinterlüftete Fassadenkonstruktion. Die Hülle des Multifunktionssaals besteht aus verdeckt befestigten Keramikbaguettes mit einer Breite von 25 cm,
einer Höhe von 1,25 m und einer Tiefe von 9
cm. Die Baguettes sind Hohlkörper, deren eine
Außenseite gefaltet ist, dadurch ergeben sich
in der Fassadenansicht lange, vertikale Stäbe.
Jedes Baguette hat vier gleich breite Grate mit
unterschiedlichen Abständen. Die Architekten
definierten vier verschiedene Geometrien für
den Querschnitt der Baguettes, die wiederum
versetzt und gespiegelt in der Fassade angeordnet wurden. Es entstand eine variierte
Struktur der Fassade, in der die horizontalen
Reihen der Keramikelemente ablesbar sind.
Aufgrund der Fertigung der Fassadenziegel im
Strangpressverfahren verlaufen die Faltungen
leicht ungerade und es entsteht eine zusätzliche Unregelmäßigkeit, die die Keramikfläche wie handwerklich hergestellt erscheinen lässt. Für die Oberfläche wurde eine spezielle Glasur entwickelt, die bei 1.200 °C
eingebrannt wurde. Während des Brennens
kochten dabei Teile der Glasur auf und warfen kleine Blasen, die nach dem Brand bestehen geblieben sind. Da sich dieser Vorgang
nicht gänzlich kontrollieren lässt, erhielten die
Baguettes, trotz gleichzeitigen Brennens aller
Elemente, leicht unterschiedliche Farbtöne,
von Braun bis beinahe Schwarz, teilweise mit
mehr oder weniger starkem metallischem
Schimmer.
Die keramische Schale des neuen Multimediakomplexes erhält durch unterschiedliche
Faltungen, variierende Anordnung, Unregelmäßigkeiten in Form und Textur sowie durch
ihre Farbigkeit und den teilweise metallischen
Glanz eine lebendige Wirkung, die sich mit
wechselndem Licht immer wieder verändert.
Multimediakomplex MUT auf dem CampusOne,
Hochschule für Musik Karlsruhe: Fuge, Blick nach Osten
Quelle Abb.: Architekten.3P; Fotograf: Archigraphie Steffen Vogt
Im Blickpunkt
23
„WohnGut – an der Promenade“,
Heidelberg: Stadtvillen – exklusive 4- und
5-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen
von 135 m² bis 156 m² mit einer einzigartigen Lage direkt an der Promenade
Quelle Abb.: DIH
„WOHNGUT – AN DER PROMENADE“,
HEIDELBERG
Heidelberg vereint eine beeindruckende Geschichte mit zukunftsweisenden Forschungszentren; ist kosmopolitische und älteste Universitätsstadt Deutschlands, lebendiger Mittelpunkt der Metropolregion Rhein-Neckar
und populäres Reiseziel.
Ausgezeichnet durch die einmalige Lage und
das vielseitige städtebauliche sowie architektonische Konzept, gehört das Projekt
„WohnGut – an der Promenade“ zu den attraktivsten Wohnquartieren innerhalb der
Bahnstadt, dem neuen Heidelberger Stadtteil
mit einer Fläche von 116 ha. Mit der Bahnstadt werden auch aus ökologischer Sicht
neue Maßstäbe gesetzt: Für den gesamten
Stadtteil gilt die moderne Passivhaus-Bauweise – diese Flächendeckung ist bisher einzigartig in Deutschland.
24
Im Blickpunkt
Bauherr des Projekts „WohnGut – an der Promenade“ ist die DIH Deutsche Wohnwerte
GmbH & Co. KG, ein Beteiligungsunterneh-
men der bundesweit tätigen Deutschen Immobilien Holding AG (Zech Group), die sich als
Projektentwickler und Bauträger für hochwertige Wohnbebauung engagiert.
Mit dem WohnGut-Projekt entsteht attraktiver Lebensraum für individuellste Ansprüche
in bester Lage. Vier hochwertige Wohnformen
werden angeboten: „Etagen- und Penthousewohnungen“ – 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 60 m² bis 113 m²;
„Reihenhäuser“ – individuelle Häuser mit drei
Wohnebenen und fünf Zimmern auf rund 140
m² Wohnfläche; „Cross-Over-Häuser“ – ein
innovatives Hauskonzept mit vier Zimmern
und Wohnflächen zwischen 143 m² und 161
m² dazu „Stadtvillen“ – exklusive 4- und 5Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von
135 m² bis 156 m² mit einer einzigartigen
Lage direkt an der Promenade.
Individuelle Grundrisse und eine attraktive
Raumaufteilung lassen offene und geschlossene Wohnlösungen zu und richten sich ganz
nach den Bedürfnissen der Bewohner. Das
hochwertige Raumgefühl wird durch großzügige Freibereiche, wie private Gärten, Dachterrassen, Loggien bzw. Balkonen sowie Atriumhöfen, unterstrichen. Zudem gestalten bodentiefe Fensterelemente und lichte
Raumhöhen von rund 2,60 m bis 3 m, helle,
lichtdurchflutete Wohnräume, die zum Wohlfühlen einladen. Eingebettet in hochwertige
Gartenanlagen, ergeben sich reizvolle Ausblicke in die großzügig gestalteten Freibereiche sowie auf die Promenade und die dahinterliegenden Felder und Wiesen. Alle Woh„WohnGut – an der Promenade“, Heidelberg: CrossOver-Häuser – ein innovatives Hauskonzept mit vier
Zimmern und Wohnflächen zwischen 143 m² und 161
m²
Quelle Abb.: DIH
„WohnGut – an der Promenade“, Heidelberg:
Reihenhäuser – individuelle Häuser mit drei Wohnebenen und fünf Zimmern auf rund 140 m² Wohnfläche
Quelle Abb.: DIH
nungen sind mit einem warmen, hellen Eichenparkett in den Wohnräumen und in den
Bädern mit exklusiven Sanitärmöbeln namhafter Qualitätshersteller ausgestattet. Hochwertige Technikdetails, wie kontrollierte Komfort-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, Heizkörper als Bodenkonvektoren
mit regelbaren Raumthermostaten, elektrisch
betriebene Rollläden und Jalousetten, Multimedia-Heimnetzwerk, Videosprechanlage und
vieles mehr, runden die Ausstattung ab. Nicht
umsonst sind viele der verwendeten Ausstattungsdetails bereits mit zahlreichen Designpreisen wie „Red dot Award“, „iF product
Award“ oder „international design award“,
ausgezeichnet worden.
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Häuser haben einen unmittelbaren Zugang zu
ihren Stellplätzen im Untergeschoss.
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Baden-Württemberg,
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Neubau Büchermagazin der Badischen Landesbibliothek, Karlsruhe
NEUES AUSSENMAGAZIN SCHAFFT
ZUSÄTZLICHE KAPAZITÄTEN FÜR
BESTANDSZUWÄCHSE BIS 2025
Die Badische Landesbibliothek (BLB) ist zusammen mit der Württembergischen Landesbibliothek (WLB) in Stuttgart die Regionalund Archivbibliothek für Baden-Württem-
berg. Die BLB hat ihren Sitz in Karlsruhe und
ist speziell für die Regierungsbezirke Freiburg
und Karlsruhe zuständig.
Diese wissenschaftliche Universalbibliothek
geht auf das Jahr 1500 und die Pforzheimer
Schlossbibliothek der Markgrafen von Baden
zurück. 1982 überschritt der Bestand erstmals
die Millionengrenze. Seit dieser Zeit ist die
BLB in einem von Oswald Mathias Ungers
konzipierten Bibliotheksneubau in der Erbprinzenstraße untergebracht. 2012, drei Jahrzehnte später, umfasst der Bestand etwa 2,5
Mio. Medieneinheiten – darunter Bücher,
Zeitschriften und Zeitungen als Bände, lau-
Abb.: atelier altenkirch, Karlsruhe
26
Öffentliche Bauten
Die Planung des neuen Magazinbaus der BLB sieht
den Zuwachs von insgesamt bis zu 7.000 m²
Hauptnutzfläche vor. Realisiert wurden nun in einem
1. Bauabschnitt rund 3.000 m² Nutzfläche für 41 km
Regale. Dies erlaubt bis 2025 eine Lagerkapazität von
insgesamt 1,3 Mio. Bände unter optimalen klimatischen Bedingungen
Abb.: atelier altenkirch, Karlsruhe
fende Zeitschriften und Zeitungen als Papierausgaben, umfangreiche elektronische
Bestände, sowie AV-Medien, Mikroformen,
Digitale Medien (elektronische Zeitschriften,
Datenbanken und Einzelbestände) sowie
Sonderbestände.
Rechtzeitig zum Stadtjubiläum wurde ein
neues Außenmagazin errichtet, das die Auf-
nahme des ungebremst wachsenden Bestands bis mindestens 2025 sicherstellen soll.
Dieses Magazin ermöglicht auch den Ersatz
des Bücherspeichers im Naturkundemuseum,
in dessen Westflügel die Depotflächen der
BLB untergebracht waren (zusammen mit
den ebenfalls ausgelagerten Archivflächen
des Generallandesarchives). Auch dort waren
die Flächen mittlerweile an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen.
Rund eineinhalb Jahre dauerten die Bauarbeiten für den Magazinneubau der Badischen
Landesbibliothek auf dem Grundstück Am
Heegwald 25 a im Industriegebiet Grötzin-
gen. Dafür investiert das Land Baden-Württemberg rund 7,5 Mio. Euro. Es nimmt vorrangig die ausgelagerten Bestände aus dem
Westflügel des Naturkundemuseums sowie
ausgewählte Jahrgänge aus dem Offenen
und Geschlossenen Magazin auf. Insgesamt
handelt es sich dabei um ca. 18.000 lfm.
Buchbestand bzw. rund 640.000 Medien. Mit
dem Neubau und dem mittlerweile erfolgten
Umzug der BLB wurde gleichzeitig Raum für
die erforderliche Erweiterung des Naturkundemuseums geschaffen. Für die Architektur
des Magazinneubaus zeichnen SCHWEGER
ARCHITEKTEN aus Hamburg verantwortlich.
Öffentliche Bauten
27
Das neue Büchermagazin der Badischen Landesbibliothek am Heegwald 25a fasst künftig 18.000 lfm. an
Büchern, Zeitschriften und Zeitungen als Bände und
laufende Zeitschriften sowie Zeitungen als Papierausgaben, umfangreiche elektronische Bestände und AVMedien, Mikroformen, Digitale Medien (elektronische
Zeitschriften, Datenbanken und Einzelbestände) und
Sonderbestände. Es ist für Verkehrslasten bis 12,5
kN/m² konzipiert
Abb.: atelier altenkirch, Karlsruhe
aufbewahrt werden. Eine Herausforderung
stellten die hohen Verkehrslasten in den Magazinen (12,5 kN/m²) und der schwierige
Baugrund dar. Der viergeschossige Massivbau wurde wegen ungünstiger Bodenverhältnisse auf Pfählen gegründet, die bis zu 18
m in den tragenden Baugrund reichen. Das
eingebaute, passgenaue Regalsystem stellte
hinsichtlich der gewünschten äußerst geringen Durchbiegungen und Verformungen des
Bauwerks hohe Anforderungen an die tragende Konstruktion. Die gleichzeitig hohen
Nutzlasten, im Bibliotheksbetrieb setzt man
rechnerisch 1.250 kg/m² an, sowie die großen
Spannweiten stellten eine weitere Herausforderung für die Experten des Ingenieurbüros für Tragwerksplanung ProfessorPfeiferundPartner dar. Die Verwendung vorgespannter Betonfertigteildecken erwies sich als
ideale Lösung für die gestellte Aufgabe, ebenso die gut durchdachte Fugenführung in den
Deckenplatten. Darüber hinaus wurde durch
die Vorfertigung der Bauteile, Wandhalbfertigteile ebenso wie die genannten Deckenfertigteile, eine deutliche Reduzierung der
Bauzeit und somit die Einsparung von Kosten
erreicht. Ferner wird das Gebäude mittels
Geothermie geheizt und gekühlt. Der Austausch der dafür erforderlichen Energie aus
dem Erdreich erfolgt über die Bohrpfähle der
Gründung.
HOHE LASTEN, MINIMALER
ENERGIEAUFWAND, LANGFRISTIGE
PLANUNG
Nach außen dominieren großformatige Faserzementplatten den viergeschossigen, allseits geschlossenen Stahlbeton-Skelettbau.
Die Planung für den Magazinneubau der BLB
sieht einen weiteren Zuwachs von insgesamt
bis zu 7.000 m² Hauptnutzfläche vor. Realisiert wurden nun in einem 1. Bauabschnitt
rund 3.000 m² Nutzfläche für 41 km Regale.
28
Öffentliche Bauten
Dies erlaubt bis 2025 eine Lagerkapazität von
insgesamt 1,3 Mio. Bände unter optimalen
klimatischen Bedingungen. Die bereits
berücksichtigte Gebäudeerweiterung in künftigen weiteren Etappen soll den Flächenbedarf bis zur kommenden Jahrhundertwende,
möglicherweise dem Ende des „analogen
Zeitalters“, abdecken.
Als reiner Zweckbau steht die optimale
Funktionalität im Mittelpunkt: Die Bestände
sollen sicher, nachhaltig und wirtschaftlich
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Land Baden-Württemberg,
vertreten durch
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Amt Karlsruhe
Architektur und Planung:
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Projektleitung:
Vermögen und Bau
Baden-Württemberg,
Amt Karlsruhe
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und Ingenieurbau
• ProfessorPfeiferundPartner Ingenieurbüro für Tragwerksplanung
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Im Blickpunkt
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Grundbuchamt Maulbronn
Rückbau und Umbau eines bestehenden Verwaltungsgebäudes zur Unterbringung der neuen Dienststelle
des Grundbuchamtes für den Bereich Karlsruhe-Bruchsal-Pforzheim
REFORM DES GRUNDBUCHWESENS:
DIGITALE GRUNDBUCHAKTEN ZENTRAL VERWALTET
Für den freien und rechtsstaatlich abgesicherten Grundstücksverkehr ist das Grundbuch und somit ein sicheres, leistungsfähiges und modernes Grundbuchwesen entscheidend. Mit der Reform des
Grundbuchwesens in Baden-Württemberg
werden derzeit die bislang insgesamt über
650 staatlichen und kommunalen Grundbuchämter sukzessive bei 13 ausgewählten
Amtsgerichten eingegliedert. An diesen
neuen, zentralen Standorten sollen Grundbücher und Grundakten künftig nur noch
elektronisch geführt werden.
Die Grundbuchamtsreform ist bereits voran
geschritten: 2012 wurden die Ämter in Emmendingen, Achern, Tauberbischofsheim
32
Öffentliche Bauten / Sanierung
Ehemaliges Verwaltungsgebäude in Maulbronn ist
heute kaum wiederzuerkennen und Sitz der neuen
Dienststelle des Grundbuchamtes
Abbildungen: atelier altenkirch, Karlsruhe
und Villingen-Schwenningen sowie das
Grundbuchzentralarchiv mit sämtlichen landesweit bestehenden papiernen Grundbüchern und Grundakten in Kornwestheim
eröffnet. 2013 folgte das zentrale Grundbuchamt Maulbronn, und 2014 sollen
Mannheim, Böblingen, Heilbronn, Ravensburg, Schwäbisch Gmünd, Sigmaringen,
Ulm und Waiblingen folgen.
EHEMALIGES VERWALTUNGSGEBÄUDE
IN MAULBRONN MIT NEUER IDENTITÄT
Für die Unterbringung der neuen Dienststelle für den Bereich Karlsruhe-Bruchsal-
Pforzheim in Maulbronn konnte durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt
Pforzheim, ein ehemaliges Verwaltungsgebäude an zentraler Lage in Maulbronn erworben werden. Dort wurde der architektonische Entwurf von cheret bozic architekten aus Stuttgart realisiert. Die Besucher
finden hier heute eine attraktive Anlaufstelle zur Einsicht der Akten vor. Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen wiederum
wurden attraktive, helle Arbeitsplätze geschaffen. Nach außen bestimmt eine klare,
präzise Linienführung die Fassadengestaltung.
Zwischen November 2011 und April 2013
erfolgten die Bauarbeiten, in die das Land
rund 4,88 Mio. Euro investierte. Der sechsgeschossige Baukörper aus den 1970er Jahren wurde bis auf Stahlbetonkern bzw. -skelett zurückgebaut und einschließlich neuer
Fassade komplett wieder aufgebaut. Über
den zentralen Stahlbetonkern werden auch
heute alle Ebenen erschlossen. Die stützenfreien Flächen sind mit Systemtrenn-
wänden unterteilt. Neu ist die äußere Hülle mit geschosshohen, verglasten Fassadenelementen, die unmittelbar aus der
Skelettkonstruktion des Gebäudes entwickelt wurden. Die Auskragungen der ehemaligen Reinigungsbalkone bleiben als charakteristische Gestaltungselemente erhalten.
Die Grundrisse sind konsequent für eine einfache Installationsführung und einen wirtschaftlichen Gebäudebetrieb zoniert. Auch
das Nutzungskonzept folgt einer klaren
Gliederung. Der Besucherservice befindet
sich im Erdgeschoss nahe dem Haupteingang. Neben Foyer und Einsichtsraum sind
dort auch die Poststelle und Erfassungsräume zur Digitalisierung der Daten untergebracht. Die Büros wiederum sind vom Publikumsverkehr getrennt und verteilen sich
auf das erste bis vierte Obergeschoss. Ganz
Klare Linien und ein reduziertes Gestaltungskonzept
bestimmen das Erscheinungsbild innen und außen
gleichermaßen Abbildungen: atelier altenkirch, Karlsruhe
oben, im fünften Obergeschoss, profitieren
Schulungsraum, Bibliothek und Cafeteria
von der Aussicht in die Umgebung. Ganz
unten wiederum, im Hanggeschoss, kommen Aktentransport, Registratur und Technik unter.
Klar und konsequent ist auch die Innengestaltung. Wenige Materialien und Farben
bestimmen ein ruhiges, seriöses Erscheinungsbild. Die Möblierung wurde speziell
für das Grundbuchamt entwickelt. Dies erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbetrieb der Vollzugsanstalt Bruchsal.
Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg,
vertreten durch
Vermögen und Bau
Baden-Württemberg,
Amt Pforzheim
Architektur, Planung und Bauleitung:
cheret bozic architekten, Stuttgart
Öffentliche Bauten / Sanierung
33
Polder Rheinschanzinsel
Regierungspräsidium Karlsruhe: Eine Hochwasserschutzmaßnahme des Integrierten Rheinprogramms (IRP)
Durch das Gesamtkonzept des Integrierten Rheinprogramms verbessert sich der Hochwasserschutz, die
Siedlungsflächen werden gegenüber Grundwasseranstieg und Druckwasserproblemen geschützt und eine
stille, naturbezogene, attraktiv gestaltete Landschaft
steht für die Naherholung zur Verfügung
INTEGRIERTES RHEINPROGRAMM ZUM
SCHUTZ VOR JAHRHUNDERTHOCHWASSERN
Um die Gefahren von Jahrhunderthochwassern am Oberrhein zukünftig zu minimieren,
wurde in Baden- Württemberg in den 1980er
Jahren das Projekt „Integriertes Rheinprogramm“ (IRP) als Teil einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Frankreich und Deutschland ins Leben gerufen. Darin wird festgelegt,
dass der vor dem Ausbau des Rheins mit
Staustufen bis Iffezheim ehemals vorhandene Hochwasserschutz gegen ein statistisch
alle 200 Jahre einmal auftretendes Hochwasserereignis wiederhergestellt werden soll.
Umschlossen von Rhein und vom Philippsburger Altrhein ist die Rheinschanzinsel ein
34
Öffentliche Bauten / Sanierung
wertvoller Lebensraum für viele andernorts in
ihrem Bestand bedrohte Pflanzen und Tiere.
Das auch landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiet wird bereits durch den Hochwasserdamm XXXIII vor Überflutungen geschützt. Der Polder Rheinschanzinsel bei Philippsburg ist einer von insgesamt 13
Hochwasserrückhalteräumen, die im Rahmen
des IRP längs der Rheinstrecke zwischen Basel und Mannheim auf baden-württembergischem Gebiet derzeit optimiert und ausgebaut werden. Insgesamt wird der Oberrhein
einen Rückhalteraum von rund 255 Mio. m³
bieten. Allein auf baden-württembergischem
Gebiet wird eine Kapazität von rund 170 Mio.
m³ geschaffen. Rund 100 Mio. m³ sind heute schon für den Hochwasserschutz verfüg-
bar, sodass aktuell bereits ein Schutz gegen
ein statistisch alle 100 Jahre einmal auftretendes Hochwasserereignis am Oberrhein unterhalb der letzten Staustufe (Iffezheim) gewährleistet werden kann.
Um die gesamten Anforderungen an den Polder Rheinschanzinsel gemäß Vereinbarung im
IRP gewährleisten zu können, sind derzeit
zwei Arten von baulichen Maßnahmen in der
Realisierung: der Bau des eigentlichen Polders auf der Rheinschanzinsel sowie Maßnahmen zum Schutz der Bebauung vor
Grundwasseranstieg. Das Investitionsvolumen beträgt rund 73 Mio. Euro. Die Bauherrenvertretung und Projektleitung liegt beim
Regierungspräsidium Karlsruhe, Ref. 53.2.
HOCHWASSERSCHUTZ, GRUNDWASSERSTANDSERHALT UND NATURSCHUTZ
Für den Bau des eigentlichen Polders wird auf
der Rheinschanzinsel derzeit der Polderdamm zu einem zuverlässigen Ringdamm
ausgebaut, ein kombiniertes Ein- und Auslassbauwerk am Baggersee Krieger errichtet
sowie der Ausbau des Schlutensystems und
zwei kleinerer Schleusen für die Restwasserentleerung realisiert. Über das kombinierte
Ein- und Auslassbauwerk kann bei einem
Polder Rheinschanzinsel mit neuem zentralen Ein- und Auslassbauwerk (oben) sowie erweitertem und modernisiertem Schöpfwerk (unten)
Die Rheinschanzinsel ist ein wertvoller Lebensraum für viele andernorts in ihrem Bestand bedrohte Pflanzen und
Tiere. Damit die naturschutzfachliche Bedeutung der Insel durch die seltenen, ca. alle 20 Jahre auftretenden
Flutungen nicht beeinträchtigt wird, sind regelmäßige, in Abhängigkeit von den Rheinwasserständen auftretende
flache Flutungen des Grabensystems und der besonders tiefliegenden Teile der Insel erforderlich. Die Möglichkeiten zur stillen, naturbezogenen Naherholung werden im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen erheblich
verbessert
(Grüner Punkt = fertiggestellte Baumaßnahme /
gelber Punkt = in Bau / roter Punkt = in Planung)
Hochwassereinsatz der in der Übersichtskarte hellblau gekennzeichnete Bereich geflutet
werden, sodass auf insgesamt 210 ha ein Volumen von bis zu 6,2 Mio. m³ Hochwasser
zurückgehalten werden. Im Bereich des Kernkraftwerkes verhindert ein Pumpwerk auf
Kraftwerksgelände den Grundwasseranstieg.
Ebenso vermeiden Brunnen beim Mittel- und
Unterhof einen verstärkten Grundwasseranstieg bei Polderflutung.
Während die Flutung und Entleerung des Polders ausschließlich durch das Ein- und Auslassbauwerk geregelt wird, sind die beiden
zusätzlichen Schleusen – Langwiesen und
Auenschleuse – nicht nur für den Retentionsbetrieb im Einsatz, sondern dienen bedarfsweise auch der Flutung zur Auenrenaturierung.
Die strömungsgünstige Formgebung des Einund Auslassbauwerks wurde durch Unger Ingenieure in Zusammenarbeit mit dem Karlsruhe Institute of Technology (KIT) optimiert
entwickelt. Für die Mess- und Steuereinrichtungen wurde ein separates Betriebsgebäude auf der Dammkrone errichtet. Der rhein-
seitige An- und Abströmbereich ist durch einen Gewässerzug im Charakter der für die
Rheinauen typischen Schluten geprägt.
Damit im Umfeld die bebauten Flächen von
Philippsburg keinen Schaden durch einen Anstieg der Grundwasserstände nehmen, werden im Polderfall die Wasserstände von Philippsburger Altrhein, Freyersee und Waltherseen abgesenkt. In diesem Zusammenhang
stehen die Neubauten von Pumpwerken
samt Abförderleitung und Einleitungsbauwerk sowie Neuanlage von Laichzonen an
Waltersee und Freyersee. Wesentlicher Baustein für den Polder Rheinschanzinsel ist der
Umbau des Schöpfwerks Philippsburg. Da das
Schöpfwerk zu jeder Zeit einsatzbereit sein
muss, erfolgen der umfangreiche Umbau und
die Sanierung des Bestandsgebäudes in zwei
Bauphasen. Der erste Bauabschnitt ist fertiggestellt und ging bereits in Betrieb.
Weitere flankierende Maßnahmen umfassen
Neubauten und Anpassungen am Straßendamm, Wildrettungshügel, der Bau eines Umschließungsdamms für die Aussiedlerhöfe, die
Entschlammung des Philippsburger Altrheins,
Geländemodellierung im An- und Abströmbereich des Ein- und Auslassbauwerks, Anpassungen im Wegenetz, die Verlegung der
Messstation des KKP sowie eine Aufweitung
des Auenschleusengrabens. Das Gesamtprojekt soll 2015 abgeschlossen sein.
Bauherr:
Bundesrepublik Deutschland und
Land Baden-Württemberg,
vertreten durch
Regierungspräsidium Karlsruhe,
Ref. 53.2
Partner am Bau:
• WALD + CORBE Beratende Ingenieure
GbR, WALD + CORBE Infrastrukturplanung GmbH
• wat Ingenieurgesellschaft mbH
• Lang Bau GmbH & Co. KG Hochbau
und Ingenieurbau
• Björnsen Beratende Ingenieure GmbH
• Dr. Hutarew & Partner
• UNGER ingenieure
• Harrer Ingenieure Gesellschaft
Beratender Ingenieure VBI mbH
Öffentliche Bauten / Sanierung
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Kompetenz in der Wasserwirtschaft
Die Firma WALD+CORBE ist eine unabhängige, inhabergeführte Ingenieurgesellschaft,
die im Jahr 1990 von den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Dipl.-Ing. Joachim
Wald und Dipl.-Ing. (FH) Joachim Corbe gegründet wurde. WALD+CORBE hat sich zu einer namhaften Ingenieurgesellschaft mit
mehreren Standorten und Tochtergesellschaften entwickelt und realisiert anspruchsvolle nationale und internationale Projekte in
den Bereichen Wasserwirtschaft, Wasserbau
und Infrastruktur.
Das Leistungsspektrum des Büros
WALD+CORBE umfasst u.a. Gutachten, Studien, Untersuchungen, Dokumentationen,
Planungen, Ausschreibungen sowie die Bauleitung und Projektsteuerung.
den sowie Baumaßnahmen bei deren Umsetzung zu überwachen und zu steuern.
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࡯ Flussbau / Gewässerausbau
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WASSERKRAFT
WASSERWIRTSCHAFT
࡯ Straßenbau
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WASSERVERSORGUNG
࡯ Flusskraftwerke
࡯ Pumpspeicherkraftwerke
࡯ Hydraulik / Hydrologie
࡯ Flussgebietsuntersuchungen
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Die besondere Kompetenz des Büros liegt in
der Fähigkeit, numerische Simulationen mit
der planerischen Tätigkeit nahtlos zu verbin-
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WALD+CORBE verfügt über einen breit gefächerten Mitarbeiterstamm mit über hundert
Mitarbeitern und einem Qualifikationsspektrum, das von Bauingenieuren über Hydrologen, Geologen, Biologen, Umweltingenieuren
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Rund 62 Mio. m³ Wasser vermag der Polder
Rheinschanzinsel im Fall von Hochwasser
zurückzuhalten. Die wat Ingenieurgesellschaft ist bei diesem komplexen Projekt im
Rahmen des Integrierten Rheinprogramms
des Landes Baden-Württemberg vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 53.2, mit
der Projektsteuerung beauftragt.
Die wasserbaulichen Projekte umfassen mehrere Neubauten und Ertüchtigungen. Dabei
waren acht beteiligte Planungsbüros zu koordinieren. Unter den Neubauten sind drei
Pumpwerke zur Grundwasserhaltung im Hinterland, eine Betriebs- und Steuerzentrale für
den Hochwasserbetrieb, ein Ein- und Auslassbauwerk im Polderraum, 5 km Umschließungsdämme sowie kleinere Durchlassund Schleusenbauwerke. Hinzu kamen Umbau und Erweiterung des Schöpfwerks Philippsburg sowie die Anlage eines Schlutenund Grabensystem im Polderraum für partielle ökologische Flutungen. In diesem Zusammenhang werden auch Pflanzmaßnahmen zur Schaffung von Grünland- und Wald-
flächen im Polderraum umgesetzt und drei
Wildrettungshügel errichtet. wat koordiniert
auch die Fachbüros für das Grundwassermanagement und die Beweissicherung für
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Verkehr soll wieder sicher fließen
Regierungspräsidium Karlsruhe: Sechsstreifiger Ausbau der BAB A8 zwischen Karlsbad und Pforzheim-West
Bis Ende 2015 wird die BAB A8 ein gutes Stück
sicherer sein. Dazu investiert der Bund 138 Mio. Euro
in den sechsstreifigen Ausbau auf dem knapp 9,2 km
langen Abschnitt zwischen Karlsbad und PforzheimWest
TOP-AUSBAUZUSTAND FÜR EINE DER
WICHTIGSTEN OST-WEST-VERBINDUNGEN IN SÜDDEUTSCHLAND
Die BAB A8 zwischen Karlsruhe und Stuttgart
hatte unter den Autofahrern einen recht
schlechten Ruf als „Vorkriegsautobahn“. Ihr
40
Öffentliche Bauten
hohes Alter – seit über acht Jahrzehnten rollen die Fahrzeuge über den Asphalt – und damit einhergehend ihr mangelhafter Ausbauzustand führten auf dieser wichtigen OstWest-Verbindung in Süddeutschland auch
immer wieder zu Unfällen, zumal das oh-
nehin hohe Verkehrsaufkommen unaufhaltsam weiter anwächst. Die prognostizierten
Zahlen für das Jahr 2020 beispielsweise belaufen sich auf 93.000 Fahrzeuge pro Tag.
2009 hatte das Regierungspräsidium Karlsruhe daher im Auftrag der Bundesrepublik
Deutschland den sechsstreifigen Ausbau auf
dem knapp 9,2 km langen Abschnitt zwischen Karlsbad und Pforzheim-West in mehreren Baulosen freigegeben. Mit der Realisierung des Erd- und Straßenbaus, der Pfinztalbrücke und weiteren Brückenmaßnahmen
sowie Stütz- und Lärmschutzwänden, umfangreichen Abdichtungsarbeiten und der
Verkehrssicherung (Lose 1, 3, und 4) wurde
Max Bögl beauftragt. Bilfinger Berger hatte
den Auftrag für die neue Bocksbachtalbrücke
(Los 2) erhalten. Bis Ende 2015 soll das 138Mio.-Euro-Projekt abgeschlossen und die
BAB A8 ein gutes Stück sicherer sein.
NEU KONZIPIERTE TRASSIERUNG
UMFASST U.A. ABSENKUNG, VERLEGUNG
UND ZWEI NEUE TALBRÜCKEN
Zunächst wurde hauptsächlich neben der
Strecke zwischen Karlsbad und dem Pfinztal
gebaut. Rund 1 Mio. m³ Erd- und Gesteinsmaterial wurde bewegt, um außer dem
sechsstreifigen Ausbau selbst auch die bestehende Trassierung nach modernen planerischen Gesichtspunkten zu ändern. Dies umfasst die streckenweise Verlegung der Autobahn, eine Absenkung der Höhenlage, den
Bau zweier Talbrücken und aktive Schutzmaßnahmen. Der Bau der Pfinztalbrücke an
der Nöttinger Senke im Baulos 1 umfasst eine
Gesamtbaulänge von 470 m, die südliche
Bocksbachtalbrücke im Baulos 2 rund 180 m.
Das südliche Teilbauwerk Bocksbachtalbrücke
ist bereits fertig gestellt. Die Erd- und
Zu den Baumaßnahmen zählt auch der Neubau der
Pfinztalbrücke an der Nöttinger Senke auf einer
Gesamtbaulänge von 470 m
Straßenbauarbeiten wurden für den Verkehr
hauptsächlich ab August 2012 spürbar. Den
ersten Schritt kennzeichnete dabei der Bau
der neuen Südfahrbahn in Richtung Stuttgart.
Im Dezember 2013 wurde der Verkehr auf die
neue Südfahrbahn umgelegt, um die Nordseite ausbauen zu können. Auch das vom Autobahnausbau betroffene, untergeordnete
Straßennetz wird bis zum vierten Quartal
2015 neu geordnet werden.
Bauherr:
Bundesrepublik Deutschland,
vertreten durch
Regierungspräsidium Karlsruhe,
Ref. 47.2-Mitte/Ref. 47.3-Süd
Planung:
Regierungspräsidium Karlsruhe,
Ref. 47.2-Mitte/Ref. 47.3-Süd
Ausführung
Los 1 - Pfinztalbrücke:
Max Bögl GmbH & Co. KG, Neumarkt
Los 2 - Bocksbachtalbrücke:
Bilfinger Berger Ingenieurbau GmbH,
Wiesbaden
Los 3 - Erd- und Straßenbau,
Ostabschnitt:
Max Bögl GmbH & Co. KG, Neumarkt
Los 4 - Erd- und Straßenbau,
Westabschnitt:
Max Bögl GmbH & Co. KG, Neumarkt
Partner am Bau:
• Ingenieurbüro Leuze
• HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
• Harrer Ingenieure Gesellschaft
Beratender Ingenieure VBI GmbH
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Öffentliche Bauten
41
Ausbau der Kleinkinderbetreuung in Mannheim
Anbau Kinderhaus Dresdener Straße / Neubau Kinderhaus Veilchenstraße / Anbau Kinderhaus Luzenberg /
Neubau Kinderhaus Belchenstraße
DRITTE UND VIERTE STUFE DES MANNHEIMER KRIPPENAUSBAUPROGRAMMS
Mannheim hat sich das Ziel gesetzt, zu einem
Vorbild für Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu werden. Das bedeutet, dass alle Kinder möglichst gleiche Bildungschancen erhalten. In diesem Zusammenhang baut die
42
Öffentliche Bauten
Stadt gemeinsam mit Freien Trägern das Angebot an Betreuungsplätzen für Kinder aller
Altersgruppen aus. Dazu wurde ein ambitioniertes Krippenausbauprogramm umgesetzt,
mit dem die Vereinbarkeit von Familie und
Beruf erleichtert und die frühkindliche Bildung gestärkt wird. Positiver Nebeneffekt:
Das Programm wirkte auch wie ein kleines
Konjunkturpaket für die regionale Bauwirtschaft.
Mit der Kampagne „Mannheim staunt Bauklötze“ verdeutlichte die Stadt, was sie mit
ihrem Krippenausbauprogramm leistet, das
durch eine fachbereichsübergreifende TaskForce koordiniert wurde: Für jede neue Krippengruppe für Unter-Dreijährige kam ein roter Würfel mit rund 50 cm Kantenlänge hinzu. Die Bauklötze wurden bei jeder
Krippeneinweihung zu einem Würfelturm
aufgebaut. Ziel war es, zwischen 2011 und
Ende 2013 insgesamt 93 neue Krippengruppen mit 935 Plätzen zu realisieren, damit mindestens 35 Prozent der Kinder unter drei Jahren betreut werden können. Zusätzlich zum
rein quantitativen Ausbau wurde auch großer
Wert auf die Qualität und Ausstattung der
Bauten sowie auf die Qualifizierung des notwendigen Fachpersonals gelegt.
Erweiterungsbau für das Kinderhaus in der Dresdener
Straße
Der Würfelturm ist zu einer stattlichen Größe
herangewachsen, die dritte und vierte Ausbaustufe mittlerweile abgeschlossen. Für ihr
Krippenausbauprogramm hat die Stadt
Mannheim in einem beachtlichen logistischen und finanziellen Kraftakt zusammen
mit ihren Partnern innerhalb eines ambitionierten Zeitfensters insgesamt 16 Maßnahmen umgesetzt. Dabei wurden Neubauten errichtet oder bestehende Gebäude erweitert,
bzw. den neuen Nutzungsanforderungen angepasst. Rund 26 Mio. Euro investierte die
Stadt in eigene Maßnahmen. Weitere 27 Mio.
Euro stellte sie Freien Trägern für den Ausbau
ihrer Angebote zur Verfügung.
Doch der Krippenausbau geht auch in den
nächsten Jahren weiter: Nach aktuellen
Schätzungen liegt der tatsächliche Bedarf an
Krippenplätzen in Mannheim höher als die
vom Bund gesetzten 35 Prozent.
ERWEITERUNG KINDERHAUS
DRESDENER STRASSE
Das Kinderhaus Dresdener Straße hat eine
jahrzehntelange Tradition als Tageseinrich-
tung im Stadtteil Vogelstang. Als Hort gestartet, kamen dort nach und nach auch Krippen- und Kindergartengruppen hinzu. Beim
aktuellen Ausbauprogramm wurde die Einrichtung um einen Anbau mit zwei Krippengruppen erweitert. Eine dritte Krippengruppe entstand durch die Umwidmung bestehender Horträume. Das erfolgte zwischen
Oktober 2012 und Oktober 2013 nach einem
Entwurf von Brummer Architekten und Ingenieure. Heute bietet das Kinderhaus Dresdener Straße eine qualifizierte Ganztagesbetreuung für 40 Krippen- und 20 Kindergartenkinder.
Dazu wurde ein komplett neuer Gebäudeflügel mit 435 m² Nutzfläche angebaut. Hier dominieren reichlich Tageslicht für Gruppen-,
Werk- und Schlafräume sowie eine durchweg
kindgerechte Gestaltung. Besonderes Augenmerk wurde auf Schall reduzierende
Decken gelegt.
Die Investitionskosten belaufen sich auf rund
1,7 Mio. Euro. Der Bund bezuschusste den Anbau sowie die Umwidmung bestehender
Räume mit 260.000 Euro.
Kinderhaus Luzenberg – Anbau an das ElKiZ
ANBAU AN DAS ELTERN-KIND-ZENTRUM
(ELKIZ) LUZENBERG
Im Januar 2014 wurde der Anbau an das Eltern-Kind-Zentrum im Mannheimer Stadtteil
Luzenberg offiziell eingeweiht. Seit 17 Jahren
ist das Kinderhaus bereits in Betrieb. Erweiterungen hat es seitdem immer wieder gegeben. Was 1997 mit 40 Kindern begonnen
hatte, setzte sich 1998 an einem neuen Standort fort. Dort standen zunächst Plätze für insgesamt 106 Kinder zur Verfügung. Durch spätere Umbauten wurde Raum für weitere 30
Kinder geschaffen. Seit 2011 bietet die Einrichtung als Eltern-Kind-Zentrum Luzenberg
auch Unterstützung für die Familien im
Stadtteil.
Aktuell wurde das ElKiZ im Rahmen des Krippenausbauprogramms um zwei Krippengruppen erweitert. Storch + Federle Freie Architekten entwarfen einen gut gegliederten
zweigeschossigen Baukörper mit Massivbau-Reminiszenzen an den Bestand im Einklang mit einer transparenten Außenhaut als
Öffentliche Bauten
43
Glasfassade mit frischen Farbakzenten. Zudem erschließt der Neubau das gesamte Kinderhaus nun barrierefrei.
In den Räumen fühlen sich die Kinder wohl,
und auch das Fachpersonal findet gute Arbeitsbedingungen vor. Schließlich geht es der
Stadt nicht nur um ausreichende Plätze, sondern auch besonders darum, dass die Kinder
qualitativ gut betreut sind.
Insgesamt können nun über 156 Kinder im
ElKiZ betreut werden – verteilt auf 40 Krippenplätze, 96 Kindergartenplätze und 20
Hortplätze. Knapp 1,5 Mio. Euro wurden in
den Neubau und die begleitenden Umbaumaßnahmen investiert.
NEUBAU KINDERHAUS
VEILCHENSTRASSE
2013 wurde auf dem Gelände des Kinderhauses Veilchenstraße ein eingeschossiger
Neubau fertiggestellt, in dem zwei Krippenund eine Kindergartengruppe Platz finden.
Kaupp + Franck Architekten waren zunächst
44
Öffentliche Bauten
mit Voruntersuchungen beauftragt, um zu
klären, ob das Vorhaben auf dem beengten
Grundstück möglich ist. Danach erstellten sie
auf dieser Grundlage die konkrete Planung
und realisierten den Neubau. Dazu rückten
Mitte Oktober 2012 die Bagger an.
Charakteristisch sind die bodentiefen Fensteröffnungen, die zusammen mit den vertikal akzentuierten Farbstreifen in dezenten
Grüntönen die Fassade des einfachen
Baukörpers strukturieren.
Heute bietet das Kinderhaus insgesamt 163
Betreuungsplätze, darunter 80 Plätze für
Hortkinder, 62 für Kindergartenkinder und mit
dem Neubau nun auch 20 Plätze in zwei Krippengruppen für Kinder unter drei Jahren sowie 20 zusätzliche Plätze für Kindergartenkinder.
In diesen Umbau hat die Stadt im Rahmen
ihres Krippenausbauprogramms 1,8 Mio.
Euro investiert.
Neubau Kinderhaus Veilchenstraße
NEUBAU KINDERHAUS
BELCHENSTRASSE
Im Mannheimer Stadtteil Niederfeld realisiert
die Stadt im Bereich des Grünzugs zwischen
Diakoniekrankenhaus, Moll-Gymnasium und
Schwarzwaldviertel derzeit einen Neubau für
eine viergruppige Kinderkrippe. klaus leber
architekten wurden mit dem architektonischen Entwurf an dieser städtebaulich anspruchsvollen Lage beauftragt. Eine beson-
Neubau Kinderhaus Belchenstraße
dere Herausforderung war, dass während und
nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Grundstück tonnenweise Schutt und Trümmer abgelagert worden waren. Daher musste der
Baugrund zunächst aufwändig von Kampfmitteln befreit werden: Bis die Bauarbeiten
auf dem Grundstück beginnen konnten, wurden 6.300 m³ Bodenmaterial gesiebt und 900
m³ Schutt und Trümmer entsorgt. 116 kg Munition und Bomben wurden dabei gefunden.
Die Sondierungsarbeiten haben den Baubeginn verzögert und auch die Kosten um
300.000 Euro auf 2,7 Mio. Euro erhöht. Doch
seitdem ist das Gelände für die Nutzung kindersicher. Der Boden wurde geebnet, die Bodenplatte gegossen und die Rohbauarbeiten
laufen.
Im dritten Quartal 2014 soll das Kinderhaus
in Betrieb genommen werden.
Bauherr:
Stadt Mannheim
Architektur und Planung
-Projekt „Kinderhaus Dresdener
Straße“:
Brummer Architekten und Ingenieure,
Mannheim
-Projekt „Kinderhaus Luzenberg“:
Storch + Federle Freie Architekten
BDA, Mannheim
-Projekt „Kinderhaus Veilchenstraße“:
Kaupp + Franck Architekten,
Mannheim
-Projekt „Kinderhaus Belchenstraße“:
klaus leber architekten, Darmstadt
Partner am Bau:
• Rolladenbau Lutz GmbH
• BRÜCKMANN HOLZBAU
• ALTUNTAS ESTRICHBAU
• HF-GmbH Elektroplanung
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Rolladenbau Lutz GmbH
Von-Steuben-Straße 13
67549 Worms
Tel. 0 62 41 - 56 27 0
und 0 62 41 - 95 51 00
info@rolladenbau-lutz.de
www.sonnenschutztechnik-lutz.de
www.rolladenbau-lutz.de
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Öffentliche Bauten
45
Im Kontext der Mannheimer Bäderkonzeption
Stadt Mannheim: Umgestaltung Gartenhallenbad Neckarau
In den vergangenen zwei Jahrzehnten investierte die Stadt Mannheim einiges in ihre Bäder. Das Neckarauer Bad am Großkraftwerkparkplatz ist eines von fünf Kernbädern, die
im Rahmen dieser Mannheimer Bäderkonzeption fit für die Zukunft gemacht wurden.
7,5 Mio. Euro nahm die Stadt dafür in die
Hand. Mit dem architektonischen Entwurf
war die Bauconcept Planungsgesellschaft aus
Lichtenstein beauftragt.
Das Konzept sah vor, das Bad aus den 1970er
Jahren attraktiver und barrierefrei zu gestalten sowie energetisch auf den neusten Stand
der Technik zu bringen. 65 Prozent der Betriebskosten (statt bislang 21 Prozent) sollen
künftig über die Besucher abgedeckt werden
können. Außerdem ist es durch die Erneuerung der technischen Infrastruktur gelungen,
den Energieverbrauch trotz ausgeweiteter
Öffnungszeiten zu senken.
Heute präsentiert sich das Bad mit seiner sanierten Schwimmhalle zugleich sportiv und
mit neuem Kleinkinderplanschbereich samt
Wickelmöglichkeit familienfreundlich. Hinzu
kommt eine attraktive Saunalandschaft mit
Finnischer Sauna, Dampfsauna, Saunarium,
Heute bietet das Neckarauer Bad ein sportliches
Ambiente für die ganze Familie sowie einen großzügigen Saunabereich
Abbildungen: © Ben Pakalski
Außensauna, Saunagarten und Ruhebereich.
Der Gastro-Bereich wurde zeitgemäß aufgewertet.
Mit der Umgestaltung des ehemaligen Gartenhallenbades in Mannheimer Stadtteil
Neckarau wurde in rund 14 Monaten Bauzeit
ein sportliches Familienbad mit großzügigem
Saunabereich und attraktiver Gastronomie
geschaffen. Charakteristisch ist die Öffnung
der Badeeinrichtung zum Grünbereich.
Bauherr:
Stadt Mannheim,
Dezernat für
Planung, Bauen, Verkehr und Sport,
Fachbereich Sport und Freizeit
Architektur und Planung:
Bauconcept Planungsgesellschaft,
Lichtenstein
Partner am Bau:
• Kaufmann GmbH & Co. KG
• Werner Genest und Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
46
Öffentliche Bauten / Sanierung
Intensive Bezüge nach außen werten den
Aufenthalt im sanierten und attraktiv neu
gestalteten Neckauaer Bad zusätzlich auf
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DNC-Blechbearbeitung
Metallbau
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Baugruppen für
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Kaufmann GmbH & Co. KG
Im Brühl 9-11
67365 Schwegenheim
Internet: www.kaufmann-ems.com
Mail
: info@kaufmann-ems.de
Öffentliche Bauten / Sanierung
47
Wohlproportioniert und energetisch vorbildlich
Stadt Mannheim: Neubau für den Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim (EBS)
15 JAHRE UND MEHR PIONIERGEIST
UND ÖKOLOGISCHES BEWUSSTSEIN IN
DER STADTENTWÄSSERUNG
Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Mannheim hat inzwischen eine langjährige Tradition. Über viele Generationen hinweg wurden
hier technischer Pioniergeist, Innovationsbereitschaft und ökologisches Bewusstsein gebündelt. Der Eigenbetrieb Stadtentwässerung
(EBS) ist 1997 als moderner kommunaler
Dienstleistungsbetrieb aus der gleichnamigen
Abteilung des früheren Tiefbauamts hervorgegangen. Zu den Kernaufgaben zählen die
48
Öffentliche Bauten
Ableitung von Schmutz- und Regenwasser
aus dem gesamten Stadtgebiet sowie die Behandlung und Ableitung des geklärten Abwassers in den Vorfluter Rhein. Die Vermeidung von Gesundheitsgefahren, der Schutz
der Gewässer und der Umwelt haben dabei
höchste Priorität.
2013 konnte der EBS sein neues Verwaltungsund Betriebsgebäude am Standort Kanalbetrieb in der Käfertaler Straße beziehen. Um
die Möglichkeiten innovativer Haustechnik
anschaulich vorzuleben, wurde der Neubau
im Niedrig-Energie-Standard gemäß Green-
Building-Label errichtet und soll damit als
Musterbeispiel für nachhaltiges kommunales
Bauen dienen. Die Wärmeversorgung erfolgt
vorrangig über ein Abwasser-Wärmepumpensystem, das gleichermaßen zum Heizen
und Kühlen dient. Die Spitzenlasten werden
durch den Anschluss an das Fernwärmenetz
der MVV abgedeckt. Im Innenhof sowie auf
den Dachflächen wird das Regenwasser gesammelt und kann nach Abschluss der geSchlank aufragend, weithin sichtbar: das neue
Verwaltungs- und Betriebsgebäude des EBS am
Standort Kanalbetrieb in der Käfertaler Straße
samten Baumaßnahme künftig durch eine Rigolenanlage direkt vor Ort versickern. Die extensive Dachbegrünung stellt dabei eine Vorfilterung des Regenwassers sicher. Durch diesen geringen Energieverbrauch, die Nutzung
regenerativer Energien und die Nachhaltigkeit im Betrieb spart der EBS trotz Neubau
Kosten ein und leistet zudem einen wichtigen
Beitrag zum Klimaschutz.
Der schlank aufragende, weithin sichtbare
Baukörper ist in Sichtmauerwerk erstellt und
bezieht sich damit auf ein in diesem Stadtteil weit verbreitetes Baumaterial. Zudem
sucht er den Dialog mit dem historischen En-
Offene, überlagernde Raumanordnungen, reduzierte
Materialisierung und geringe Verkehrsflächen spiegeln
das Selbstverständnis des EBS als kompetenter
kommunaler Dienstleistungsbetrieb wider
semble von Stadtentwässerung und Abfallwirtschaft. Dementsprechend wird die
straßenseitige Abfolge von Hof und Haus
typologisch fortgesetzt, jedoch über die signifikante Höhe des sechsgeschossigen Verwaltungsbaus neu interpretiert. Im Innern bestimmen überlagernde, offene Raumanordnungen und geringe Verkehrsflächen ein
angenehmes Arbeitsumfeld.
Bauherr:
Eigenbetrieb Stadtentwässerung
Mannheim
Architektur und Planung:
Arge Motorplan Stadtbauplan,
Heemskerk, Löffelhardt, Wondra,
Rausch, Reeg
Partner am Bau:
• Peschel Tiefbau GmbH
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࡯ Pflasterbau
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Franz-Grashof-Str. 47
68199 Mannheim
Tel.: 0621/875 24 902
Fax: 0621/875 24 906
info@peschel-tiefbau.com
www.peschel-tiefbau.com
Öffentliche Bauten
49
Neugestaltung Lena-Maurer-Platz
Stadt Mannheim: Herz und Zentrum für den Mannheimer Stadtteil Schönau mit neuem Selbstbewusstsein
LICHTER, OFFENER UND EINLADENDER
FÜR BEGEGNUNG
Die Neugestaltung des Lena-Maurer-Platzes
erfolgte im Rahmen der städtebaulichen Erneuerungsmaßnahme Soziale Stadt Schönau
Mitte. Im Sommer 2013 konnten die Bauarbeiten unter Federführung des Fachbereichs
Tiefbau der Stadt Mannheim und nach wettbewerbsbasierter Mehrfachbeauftragung von
faktorgruen aus Freiburg abgeschlossen werden.
Die konkreten Umbaukosten für den LenaMaurer-Platz waren ursprünglich mit 1,8 Mio.
Euro kalkuliert, konnten jedoch um zehn Prozent unterschritten werden. Der Platz umfasst
rund 4.000. m² und hat eine wichtige Funktion als zentraler Kommunikations- und Begegnungsort der Bürgerinnen und Bürger des
Stadtteils Schönau. Zur temporären Belebung
tragen Wochenmarkt, Weihnachtsmarkt und
50
Öffentliche Bauten
Stadtteilfeste bei. Hierüber wird das angrenzende, ebenfalls neu gestaltete Lebensmittelgeschäft angedient. An die gestaltete
Platzfläche schließt sich ein Parkplatz an.
Das Projekt ist eines von mehreren städtebaulichen Erneuerungsprojekten in „SchönauMitte“, die im Rahmen des Programms
„Soziale Stadt“ der deutschen Städtebauförderung durchgeführt werden. Insgesamt 52
Mio. Euro umfasst der Aufwand für diese umfassende Stadtteilaufwertung. 7,3 Mio. Euro
steuern aktuell Bund und Land bei, rund 4,9
Mio. Euro die Stadt. Möglicherweise wird diese Förderleistung von 12,2 auf 21,84 Mio.
Euro aufgestockt. Den Rest trägt die GBG –
Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft.
Im Vorfeld der Planung war unter Beteiligung
der Schönauer Bevölkerung ein Anforderungsprofil für die Umgestaltung im Rahmen
von Planungsworkshops erarbeitet worden.
faktorgruen setzte daraufhin in ihrem Wettbewerbsbeitrag die Leitidee „Platz der Siedler“ überzeugend um, indem sie eine lichte
und heitere Platzgestaltung für Begegnung,
Vielfalt sowie Austausch mit gezielten Elementen, beispielsweise dem vorhandenen
Brunnen, der Bepflanzung und Ausstattung,
realisieren.
Dem Einkaufsmarkt wurde eine Orangerie in
Form eines gläsernen Wintergartens vorgelagert und die Eingangssituation damit aufgewertet. Die klare Gestaltung der Fassade
des Einkaufsmarktes akzentuiert die Platzkante neu. Die Fläche wiederum ist durch einen einheitlichen Belag aus Betonplatten geprägt, die in Bändern mit unterschiedlicher
Breite verlegt wurden. Dabei sorgen taktile
Bänder aus Betonsteinpflaster um den Platz
herum für eine gute Orientierung. Den Kontrast dazu bildet im Bereich um den Brunnen
ein Feld aus wassergebundener Decke. Sitzund Aufenthaltsflächen um den Brunnen laden außerdem zum Boule-Spiel ein.
Die Bauarbeiten wurden in zwei Phasen von
Osten nach Westen realisiert, nachdem die
Platzfläche geräumt und die Baumfällarbeiten entlang der südlichen Platzkante, am
Danziger Baumgang und am Bromberger
Baumgang sowie vor dem östlichen Bunkereingang, abgeschlossen waren. Diese Bäume
wurden jedoch im Rahmen der Gesamtgestaltung des Platzes durch Neupflanzungen
von Kiefern und Gleditschien wieder ersetzt.
Insgesamt konnten die Rahmenbedingungen
An der Schnittstelle zum Lena-Maurer-Platz wurde
dem Einkaufszentrum eine verglaste Orangerie
vorgelagert. Lichtstelen tragen zur Aufenthaltsqualität
in der Dunkelheit bei. Klare Platzkante, einheitlich,
lichtvoll gestaltete Platzfläche und vielfältige
Begegnungszonen prägen den Lena-Maurer-Platz in
Schönau Mitte heute
Bauherr:
Stadt Mannheim,
Dezernat für
Planung, Bauen, Verkehr und Sport,
Fachbereich Tiefbau
Architektur und Planung:
faktorgruen, Freiburg
für die früheren Platzfunktionen optimiert sowie auch Voraussetzungen für neue Nutzungen geschaffen werden. Schlanke Lichtstelen
tragen das ihre zur verbesserten Aufenthaltsqualität auch während der dunkeln Tageszeiten bei.
Partner am Bau:
• BIENCO GmbH
• Kaufmann GmbH & Co. KG
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BIENCO GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 28
68169 Mannheim
Tel. 0621-79983-0
Fax 0621-79983-20
www.bienco.de, info@bienco.de
Öffentliche Bauten
51
Stadt Pforzheim setzt auf Nachwuchs
Kreativzentrum im Emma-Jaeger-Bad / Totalsanierung der Schulgebäude und Neubau einer
Dreifeldturnhalle für die Nordstadtschule
ZENTRALE PLATTFORM FÜR PFORZHEIMS KREATIVSCHAFFENDE IM EHEMALIGEN EMMA-JAEGER-BAD
Für den Medienstandort Baden-Württemberg
ist die Kreativwirtschaft ein sehr wichtiges
Zukunftsfeld. Pforzheim bietet dabei den
Kreativschaffenden besonders gute Entwicklungschancen. Dies liegt daran, dass die Kreativität in der Goldstadt eine lange Tradition
hat.
1767 wurde hier die Schmuck- und Uhrenfabrik gegründet. Präzises Arbeiten und kreatives Gestalten sind bis heute eine Spezialität
und diese in der Region tief verwurzelte Stärke gewinnt heute sogar neu an Kraft. Die
Wirtschaft wird durch Hochschulabsolventen,
Unternehmen, Freelancer und Existenzgründer aus der Kreativwirtschaft belebt. Geschult
wird das nötige Know-how vor Ort an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim sowie an der Goldschmiedschule. Pforz-
52
Öffentliche Bauten / Sanierung
heim will sich auch künftig als Kreativstandort mit Fokus auf Design und Gestaltung behaupten und überregional stark positionieren. Entsprechend wird die Kreativwirtschaft
gezielt gefördert.
Der Eigenbetrieb Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim forcierte dazu mit Hilfe von
Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und ergänzt
durch Finanzierungsmittel des Landes die
Clusterinitiative CREATE! PF. Mithilfe eines
gezielten Netzwerkmanagements und zusammen mit einem besonderen Bauvorhaben
sollen Kontakte, Informationen und Unterstützung sowie Synergien innerhalb der Unternehmen der Kreativwirtschaft im Rahmen
einer Gesamtkonzeption „Kreativ in Pforzheim“ gestärkt werden. Durch Projekte, Veranstaltungen und Beratungsangebote sowie
gemeinsam mit den regionalen Akteuren der
Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforz-
heim, der IHK Nordschwarzwald und der
Handwerkskammer Karlsruhe, vernetzt
CREATE! PF die Kreativschaffenden untereinander und mit den in Pforzheim und der
Region ansässigen Unternehmen.
Das zweite Standbein des Gesamtkonzepts
stellt das neue Kreativzentrum im alten
Emma-Jaeger-Bad in Pforzheim dar. Wenn die
Kreativen aus Werbung, Design und Fashion
unter einem Dach zusammenarbeiten, entstehen ungeahnte Synergien. Das ehemalige
Jugendstil-Gebäude am Enzufer und in direkter Nähe zur Fakultät der Gestaltung der
Hochschule Pforzheim soll genau dies u.a.
durch Werkstattplätze, Schreibtische und
Büroräume bieten, die man flexibel mieten
Das inspirierende Jugendstil-Ambiente des ehemaligen Stadtbads am Enzufer und in direkter Nähe zur
Fakultät der Gestaltung der Hochschule Pforzheim
wird zum Kreativzentrum umgebaut
Abb.: Stadt Pforzheim
und für die individuellen Ansprüche anpassen
kann.
Seit 2011 wird mit Hilfe von Fördermitteln
des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, des Landes Baden-Württemberg
und der Stadt Pforzheim das ehemalige
Emma-Jaeger-Bad zu einer zentralen Plattform für Pforzheims Kreative – Studierende
und Absolventen der Hochschule Pforzheim,
Existenzgründer, Freelancer, Agenturen und
Unternehmen – umgebaut. Im Sommer 2014
öffnet das Kreativzentrum seine Tore. Rund
2.500 m² stehen dann zu günstigen Konditionen für Coworking zur Verfügung.
Im Erdgeschoss gibt es darüber hinaus Veranstaltungsflächen für Ausstellungen, Podiumsdiskussionen, Tagungen und Workshops,
die sowohl von Mietern als auch von externen Unternehmen und Institutionen genutzt
werden können. Das ganze an historischem
Ort: dem inspirierenden Jugendstil-Ambiente des ehemaligen Stadtbads, dessen Bau
1911 hauptsächlich durch die Mäzenatin
Emma Jaeger finanziert worden war.
Rund 2.500 m² stehen den Studierenden und Absolventen der Hochschule Pforzheim, Existenzgründern, Freelancern, Agenturen und Unternehmen zu günstigen Konditionen für Coworking zur Verfügung. Im Erdgeschoss
gibt es repräsentative Veranstaltungsflächen
Abb.: Stadt Pforzheim
Öffentliche Bauten / Sanierung
53
NORDSTADTSCHULE UMFASSEND
SANIERT UND MIT NEUER SPORTHALLE
Die Nordstadtschule an Brettener-, Sachsenund Karolingerstraße ist eine öffentliche
Grund-, Haupt- und Werkrealschule mit Ganztages-Hauptschule. Sie stammt aus den Jahren 1914 – 1920, wurde im Stil der Neorenaissance erbaut und steht heute unter
Denkmalschutz. Charakteristisch ist die dreiflügelige Anordnung, die den Gebäudekom-
plex um einen Innenhof gruppiert. Kunststeingegliederte Putzfassaden und Walmdächer prägen das Erscheinungsbild.
Zwischen 1933 und 1945 war die Nordstadtschule in Adolf-Hitler-Schule umbenannt, nach Kriegsende erhielt sie jedoch
wieder ihren alten Namen. Zwischenzeitlich
war sie als Kochschule und Stadtbildstelle sowie als Sitz des Staatlichen Schulamts Pforzheim genutzt. Einige Jahre kamen hier das
Kepler-Gymnasium und die Nordstadtschule
III (Sonderschule für Lernbehinderte) unter.
Ein katholischer Kindergarten, das Stadtarchiv Pforzheim und der Mittelschulzug der
Nordstadtschule I zählen ebenso zu den Nutzern der vergangenen Jahrzehnte.
Nachdem 1990 Nordstadtschule I (Hauptschule) und Nordstadtschule II (Grundschule
mit Kindergarten) zusammengelegt wurden
und im Jahr 2000 die erste Ganztagsschule
in Pforzheim gebildet wurde, hat das Gebäude seine angestammte Funktion wieder
aufgenommen. Doch massive Sicherheitsmängel in der Statik des rund 100 Jahre alten Gebäudes waren der Anlass für eine
Generalsanierung inklusive umfassender
Deckenerneuerung der Nord- und Ostflügel.
30 Klassenräume kamen zwischen Herbst
2011 und 2013 in einer provisorischen Ersatzschule, bestehend aus rund 150 Containern, an der Schanzallee unter.
Die Gesamtkosten für Generalsanierung und
Neubau Sporthalle betragen rund 30,5 Mio.
Euro. Der sanierte Südflügel konnte bereits
wieder bezogen werden. In der SachsenDie Nordstadtschule ist 100 Jahre alt und wird derzeit
umfassend saniert. Der Südflügel ist bereits fertiggestellt und wieder bezogen. Die Arbeiten an Nord- und
Ostflügel laufen noch. Zwischenzeitlich kommen die
Klassen in einer Ersatzschule aus rund 150 Containern
unter
Abb.: Pforzheimer Zeitung
54
Öffentliche Bauten / Sanierung
Abb.: Peter W. Schmidt
Mit dem Neubau für eine Dreifeldsporthalle erhält die
Nordstadtschule moderne Trainingsbedingungen im
Passivhausstandard. Zugleich wird das Schulgelände
im Norden arrondiert und räumlich abgeschlossen
straße 32 konzentrieren sich heute Freizeitbereich, Mensa, Schülercafé und die Schulsozialarbeit. Die Sanierung von Nord- und
Ostflügel laufen noch.
In einem nächsten Schritt erhält die Nordstadtschule einen Sporthallen-Neubau nach
erstprämiertem Wettbewerbsentwurf des
Pforzheimer Architekten Peter W. Schmidt.
Der Neubau dieser 7 m hohen Dreifeldsporthalle mit drei abtrennbaren Einheiten von je
15 m auf 27 m steht im Kontext der Neuausrichtung der Nordstadtschule als Ganztagsschule. Baubeginn soll 2015 sein, wenn die
Sanierung der Schule beendet und alle Container auf dem Gelände abgebaut wurden.
Mit dem Sporthallenbau wird das stadtbildprägende dreiflügelige Schulgebäude um einen kubischen, scharfkantigen Neubau auf
einem bislang wenig genutzten Bereich des
Schulgeländes ergänzt. Der Baukörper wird
sich in Nord-Süd-Richtung in die Topographie
einfügen und das historische Schulgebäude
im Norden räumlich fassen. In Verbindung mit
dem Allwettersportplatz, den Freispielflächen
der Kindertagesstätte und dem Pausenhof bildet er eine präzise räumliche Kante zwischen
Karolingerstraße und Friesenstraße.
Die gewählten Materialien sorgen für eine
warme Ausstrahlung. Es wurde darauf geachtet, dass sie natürlich altern und in einen
Dialog mit dem Bestand treten können. Die
Schlichtheit in Form und Gestaltung bildet einen respektvollen Kontrast zum reich verzierten eigentlichen Schulgebäude. Optisch
Abb.: Pforzheimer Zeitung
bestimmen Klinkerfassaden mit strukturierten
Oberflächen das Erscheinungsbild nach
außen, während die Halleninnenwände umlaufend mit Prallwänden aus Holzelementen
verkleidet werden und der flächenelastische
Hallenboden einen wirkungsvollen farbigen
Akzent setzt.
Zweischalige Fassade, kompakte Gebäudekubatur und eine Lüftungsanlage mit Wärmeund Kälterückgewinnung ermöglichen die
Ausbildung des Gebäudes in Passivhausstandard bei vertretbarem Aufwand. Zur hohen Energieeffizienz und Behaglichkeit tragen auch die natürliche Belichtung über die
Ost- und Westseite, hochwertige Sonnenschutzmaßnahmen mit integrierter Lichtlenkung für einen optimierten Tageslichtquotienten bei, gepaart mit nach Norden ausgerichteten, gestreut angeordneten Oberlichtern für eine maximale Gleichförmigkeit
des Lichteinfalls. Die Südseiten der Oberlichter bilden mit einem Winkel von 45 Grad
schließlich auch optimale Flächen für Photovoltaikanlagen. Rund 6,6 Mio. Euro soll die
Dreifeldsporthalle kosten.
Bauherr:
Stadt Pforzheim, vertreten durch
Gebäudemanagement, Pforzheim
Partner am Bau:
• ThyssenKrupp Aufzüge GmbH
• kieback&peter GmbH & Co. KG
Gebäudeautomation
• Dipl.-Ing. (FH) Marcus Elsäßer
Bauunternehmung
• Elotec Elektro Gellert GmbH
• Steinshorn & Schulz GmbH
• HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
Öffentliche Bauten / Sanierung
55
Ausführende Firmen
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BLUE – für die Zukunft entwickelt
Die neue Aufzugs-Generation von ThyssenKrupp setzt neue Maßstäbe
Die Anziehungskraft der Großstädte wird immer größer. Schon jetzt lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Metropolen. Tendenz steigend. Doch was bedeutet diese Entwicklung für Architekten, Immobilienplaner
und Entwickler von Mobilitätslösungen? Und
wie lassen sich trotz steigender Rohstoff- und
Energiepreise noch individuelle Anforderungen erfüllen? Die Antwort liegt auf der Hand:
Gefragt sind Lösungen, die sich sowohl
durch Leistungsfähigkeit und Qualität auszeichnen als auch durch eine positive Energieperformance.
Erklärtes Ziel von ThyssenKrupp Aufzüge ist
es, die urbane Zukunft nachhaltig mitzugestalten – mit einer Produkt-Generation, die
das Leben in den Städten komfortabler, sicherer und umweltfreundlicher macht. Mit
gutem Grund, denn Immobilien haben mit
ca. 40 Prozent den größten Anteil an dem Ge-
56
samtjahres-Energieverbrauch noch vor der Industrie und dem Verkehr. ThyssenKrupp Aufzüge setzt mit den neuen Aufzügen der BLUEGeneration nicht nur neue Maßstäbe, das Unternehmen lädt auch Kunden, Betreiber und
Fahrgäste dazu ein, gemeinsam das nächste
Level in puncto Energieeffizienz zu erreichen.
DAS HERZ DER NEUEN AUFZUGSGENERATION
Welche Innovation in der jungen Aufzugsgeneration steckt, beweist allein schon die zukunftsweisende E.COR-Steuerung. Durch automatisches Umschalten in den High-SpeedModus während Stoßzeiten sowie in den
Eco-Modus während Phasen geringerer Nutzung reduziert E.COR die Warte- und Fahrzeiten sowie den Energiebedarf auf ein Minimum. Während einer Ruhephase versetzt
E.COR die Anlage in den Stand-by-Betrieb.
Auch in puncto Optik erfüllt die BLUEGeneration individuelle Wünsche. So besteht
die komplette Innenverkleidung einer
EVOLUTION® BLUE oder synergy® BLUE Kabine aus langlebigen, recyclebaren Materialen. Auch die energiesparende LED-Beleuchtung trägt ein gutes Stück zum Umweltschutz
bei. Alles in allem sorgt die BLUE-Generation
für beste Zukunftsaussichten. Denn sie erfüllt
sowohl sämtliche Bedingungen für eine Gebäudezertifizierung nach LEED, DGNB oder
BREEAM, als auch alle Kriterien der Energieeffizienzklasse A für den Stillstands- und Fahrbetrieb.
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Vorausschauendes und nachhaltiges Bauen
Stadt Karlsruhe: Aufstockung Stadtarchiv – von der Pfandleihe zum Stadtarchiv / Neubau Hauptfeuerwache
und Leitstelle / Neubau Kinder- und Jugendtreff Südwest / Erweiterung Walter-Eucken-Schule / Neubau
Grundschule Südstadt-Ost / Goethe-Gymnasium, Neubau Pavillon
AUFSTOCKUNG STADTARCHIV
Das 1906 erbaute Gebäude, im Rahmen der
Altstadtsanierung in den 1960er Jahren vom
Abriss bedroht, wurde 1990 durch Umbau
zum Stadtarchiv. Heute ein Kulturdenkmal,
beinhaltet das Gebäude Magazingeschosse
für Kulturgut der Stadtgeschichte und Räume
für die Öffentlichkeit zur Einsicht und Ausleihe. Vorausschauend wurde mehr Magazinfläche geschaffen, die vorübergehend als
Bürofläche diente, jetzt als Lagerfläche gebraucht wird.
58
Öffentliche Bauten
Im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung unter fünf Architekturbüros wurde das Architekturbüro Peter Eisemann aus Karlsruhe beauftragt, durch Umbau und Erweiterung,
neue Büroflächen zu schaffen. Die Baumaßnahme wurde im April 2013 abgeschlossen.
Die zweigeschossige Aufstockung, 6. und 7.
OG, des Stadtarchivs hebt sich in ihrer Form
und Materialität einerseits vom Bestandsgebäude ab, andererseits stellt es durch die konsequente Aufnahme der Fensterachsen und
Proportionen eine Verbindung her. Die ver-
glasten Giebelseiten und die davor gestellten
Sonnenschutzlamellen betonen die Bogenform des Tonnendaches und vermitteln den
Eindruck einer großzügigen, eingeschossigen
Aufstockung.
Die Anordnung der Innenräume entlang eiAufstockung Stadtarchiv: Die zweigeschossige
Aufstockung, 6. und 7. OG, des Stadtarchivs hebt sich
in ihrer Form und Materialität einerseits vom
Bestandsgebäude ab, andererseits stellt es durch die
konsequente Aufnahme der Fensterachsen und
Proportionen eine Verbindung her
Abb.: Atelier Altenkirch
Aufstockung Stadtarchiv: Die verglasten Giebelseiten
und die davor gestellten Sonnenschutzlamellen
betonen die Bogenform des Tonnendaches und
vermitteln den Eindruck einer großzügigen, eingeschossigen Aufstockung
Abb.: Atelier Altenkirch
ner Innenachse mit Flur und Treppe machen
die Form der Tonne auch im Innern erlebbar.
Die gewählte dominierende Farbe Weiß neutralisiert die Raumaufteilung, absorbiert die
vielen Details im Stahlbau und wirkt beruhigend auf die Mitarbeiter. Der rote Fußboden
und die roten Treppenstufen bilden eine verbindende Linie zwischen den Geschossen. Die
symmetrische Anordnung der Beleuchtung
und der Lüftungstechnik unterstreichen die
streng axial ausgerichtete Architektur.
Einhergehend mit der Aufstockung wurde der
Aufstockung Stadtarchiv: Die Anordnung
der Innenräume
entlang einer
Innenachse mit Flur
und Treppe machen
die Form der Tonne
auch im Innern
erlebbar
Abb.: Atelier Altenkirch
Öffentliche Bauten
59
Aufzug um eine Haltestelle bis zum 6. Obergeschoss verlängert, ein Behinderten-WC im
Untergeschoss eingebaut, die Klimatisierung
der Magazine erneuert und in den neuen
Büroräumen eine Lüftung mit der für die
wertvollen Bücher erforderlichen Feuchtigkeitsregelung eingebaut.
60
Öffentliche Bauten
Neubau Hauptfeuerwache und Leitstelle: Der Entwurf
für die Hauptfeuerwache erstreckt sich als in der Höhe
gestaffelter Baukörper entlang der Wolfartsweierer
Straße. Der abgesetzte Baukörper der Leitstelle im
Norden bildet mit seinem fünfgeschossigen Baukörper
den Kopf und stellt sowohl einen markanten
Blickpunkt als auch einen Gelenkpunkt zwischen
Stadtpark im Nordwesten und dem Otto-DullenkopfAbb.: Harder, Stumpfl, Schramm
Park im Osten dar
NEUBAU HAUPTFEUERWACHE UND
LEITSTELLE
Die 1924 errichtete Hauptfeuerwache in der
Ritterstraße kann die heutigen Anforderungen an den Betrieb nicht mehr erfüllen.
Gleichzeitig soll der Hauptfeuerwache die integrierte Leitstelle für Feuerwehr, Rettungs-
Neubau Hauptfeuerwache und Leitstelle: Es handelt
sich um eine anspruchsvolle und bedeutsame Aufgabe
aufgrund der Komplexität und hohen Anforderungen
an die Organisation und Abläufe einer Leitstelle und
einer Feuerwehr
Abb.: Harder, Stumpfl, Schramm
dienst und Katastrophenschutz räumlich zugeordnet werden. Ein Neubau für Hauptfeuerwache und Leitstelle wurde beschlossen. Es
handelt sich um eine anspruchsvolle und bedeutsame Aufgabe aufgrund der Komplexität
und hohen Anforderungen an die Organisation und Abläufe einer Leitstelle und einer
Feuerwehr, die rund um die Uhr im 24-Stunden-Dienst die Sicherheit für der Bürgerinnen
und Bürger gewährleisten.
Der Planung ging ein im Dezember 2009 ausgelobter zweistufiger Wettbewerb für interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaften bestehend aus Architekten, Stadtplanern und Garten- und Landschaftsarchitekten voraus, bei
dem die Arbeitsgemeinschaft Harder III
Stumpfl Freie Architekten aus Stuttgart mit
dem Stadtplanungsbüro Christina SimonPhilipp aus Stuttgart und dem Landschaftsarchitekturbüro Eurich.Gula aus Wendlingen
den 1. Preis erhielten, mit der Empfehlung,
diesen Entwurf umzusetzen.
Da sich das Grundstück der zukünftigen
Hauptfeuerwache und Leitstelle in besonders
exponierter Lage am südöstlichen Stadteingang Karlsruhes an einer der Hauptzufahrtsstraßen und nördlich der ICE-Strecke Karlsruhe–Mannheim befindet, ist die städtebauliche und grünplanerische Einbindung sowie
Neubau Hauptfeuerwache und Leitstelle: Da sich das
Grundstück in besonders exponierter Lage befindet,
ist die städtebauliche und grünplanerische Einbindung
sowie die Qualität der architektonischen Ausformung
am „Stadteingang“ dort von besonderer Bedeutung
Abb.: Harder, Stumpfl, Schramm
die Qualität der architektonischen Ausformung am „Stadteingang“ dort von besonderer Bedeutung.
Der Entwurf für die Hauptfeuerwache erstreckt sich als in der Höhe gestaffelter
Baukörper entlang der Wolfartsweierer
Straße. Der abgesetzte Baukörper der Leitstelle im Norden bildet mit seinem fünfgeschossigen Baukörper den Kopf und stellt sowohl einen markanten Blickpunkt als auch einen Gelenkpunkt zwischen Stadtpark im
Nordwesten und dem Otto-Dullenkopf-Park
im Osten dar.
Die Durchführung des Bauvorhabens erfolgt
in zwei Bauabschnitten, wobei die Leitstelle
den 1. Bauabschnitt darstellt.
Das Raumprogramm der Leitstelle umfasst im
Wesentlichen die Einsatzzentrale der Leitstelle mit Nebenräumen, die Stabs- bzw. Unterrichtsräume, Büros, Aufenthalts- und Ruheräume sowie die Gebäudetechnik.
Das Leitziel „Passivhausstandard“, nachgewiesen gemäß der Leitlinie Energieeffizienz
und Nachhaltiges Bauen der Stadt Karlsruhe
auf der Berechnungsgrundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 mit einer geforderten Unterschreitung in Höhe von
30 Prozent der Werte gegenüber dem Referenzgebäude, wird durch den Neubau der
Leitstelle sogar übererfüllt.
Der Baubeginn ist im Sommer 2013 erfolgt.
Der Terminplan sieht die Fertigstellung des
Gebäudes der Leitstelle bis zum 1. Juli 2016
vor.
Öffentliche Bauten
61
NEUBAU KINDER- UND JUGENDTREFF
SÜDWEST
Der Neubau des Kinder- und Jugendtreffs
Südwest entstand in der Bauzeit von März
2012 und März 2013 als eingeschossiger
markanter Baukörper am Brauerboulevard/Ecke Südendstraße auf dem Grundstück
der Heinrich-Hertz-Schule. Die gewählte
Dachform reagiert als fünfte Fassade in gelungener Weise auf die besondere Situation,
dass das Gebäude auch von oben betrachtet
wird. Zudem fügen sich sowohl das amorphe
Gründach als auch die Grundrissgliederung
harmonisch in den vorhandenen Freibereich
ein.
Der neue Zugang erfolgt auf der Ostseite und
bietet mit dem weit auskragenden Dach einen zusätzlichen Aufenthaltsbereich im Freien.
Die Architekten plus+ bauplanung GmbH aus
Neckartenzlingen hatten für ihren Entwurf
den Namen „Fliegender Teppich“ gewählt –
62
Öffentliche Bauten
eine sehr treffende Beschreibung, wenn man
sich dem langgestreckten Baukörper mit dem
geschwungenen Dach nähert. Auch im Gebäude ist die Dynamik des wellenförmigen
Daches in jedem Raum spürbar. Der Jugendtreff öffnet sich mit vielen Glasflächen nach
allen Seiten und spiegelt so die offene und
einladende Haltung der Einrichtung wider.
Die Gebäudekonstruktion besteht aus einer
Stahlbeton-Bodenplatte und Holzrahmenbauweise mit massiven Innenwänden, die
Fassade aus einer Holzständerwand außen
mit vertikaler Douglasienschalung und Fenstern mit Dreifach-Verglasung. Das Dach entstand in Holzbauweise mit Sparren, die eine
zweifach gekrümmte Fläche beschreiben. Die
Dachfläche ist extensiv begrünt. Im Innenausbau wurden Bodenbeläge aus Kautschuk
verwendet. Die Sanitärbereiche wurden gefliest, die Innenwände gespachtelt oder verputzt und gestrichen. Das gesamte Gebäude
verfügt über eine Holzdecke. Die Wärmever-
sorgung erfolgt über Fernwärme. Der Neubau
mit einer BGF von 424 m² verfügt über eine
Fußbodenheizung im Niedertemperaturbereich und eine raumlufttechnische Anlage mit
Wärmerückgewinnung.
Im Inneren werden die Räume vom zentral
angelegten Foyer erschlossen. Der große
Gruppenraum, der Intensivraum und die WCRäume liegen auf der südlichen Gebäudeseite, der kleine Gruppenraum und das Büro
im nördlichen Teil. Die Küche als separater
Raum grenzt an den offenen Essbereich mit
Theke an.
Der kleine Gruppenraum mit Foyer sowie der
große Gruppenraum sind unabhängig nutzbar. Es besteht daher die Möglichkeit, die
Neubau Kinder- und Jugendtreff Südwest: Der Neubau
entstand als eingeschossiger markanter Baukörper.
Die gewählte Dachform reagiert als fünfte Fassade in
gelungener Weise auf die besondere Situation, dass
das Gebäude auch von oben betrachtet wird
Abb.: bild_raum, Stephan Baumann
Neubau Kinder- und Jugendtreff Südwest: Der neue
Zugang erfolgt auf der Ostseite und bietet mit dem
weit auskragenden Dach einen zusätzlichen Aufenthaltsbereich im Freien
Abb.: bild_raum, Stephan Baumann
Räume separat, auch für private Veranstaltungen, anzumieten. Die großzügige, bestehende Freifläche kann vom Kinder- und Jugendhaus als Außenanlage genutzt werden.
Teilweise wurde sie daher neu gestaltet.
Die künstlerische Gestaltung im Foyer wurde
von der Karlsruher Künstlerin Heidrun Malcolmes umgesetzt. Im Sommer 2012 fand
dazu ein Fotoworkshop statt, bei dem sich die
Kinder darstellen konnten und fotografiert
wurden. Eine Auswahl der Fotos wurde von
der Künstlerin bearbeitet, die Konturen der
Kinder und Jugendlichen auf Plexi-Glas übertragen und in ein Lichtobjekt verwandelt. So
sind die Kinder und Jugendlichen immer im
Raum präsent.
Neubau Kinder- und Jugendtreff Südwest: Auch im Gebäude ist die Dynamik des wellenförmigen Daches in
jedem Raum spürbar
Abb.: bild_raum, Stephan Baumann
Öffentliche Bauten
63
ERWEITERUNG WALTER-EUCKEN-SCHULE
Die Walter-Eucken-Schule ist eine Berufsschule mit kaufmännischem Profil. Das Bestandsgebäude, erbaut 1973, ist aufgrund
steigender Schülerzahlen zu erweitern.
Im Rahmen eines VOF-Verfahrens wurden
fünf Teilnehmer zur Planung von Lösungsvorschlägen ausgewählt. Das Architekturbüro
Hotz + Architekten aus Freiburg wurde beauftragt, die Erweiterung für die fehlenden
Unterrichtsflächen und Schülerarbeitsbereiche zu realisieren. Das Vorhaben ist im Bau
und soll Ende 2014 fertiggestellt sein.
Die Erweiterung ist städtebaulich in den
Grünraum eingebunden, im Norden an eine
Baumallee und dem „Schlängelweg“ der diagonal durch das Schulgelände verläuft. Der
Entwurf hat eine hohe Modularität, ein einfaches Tragsystem, was eine flexible Entwicklung im Grundriss ermöglicht. Die Anordnung der Schülerbereiche – nicht nur im
EG, sondern auch im 1. und 2. OG verbunden
mit Galerien – vermittelt den Schülern eine
gute Lern- und Aufenthaltsqualität. Wichtige
Erweiterung Walter-Eucken-Schule: Ansicht Süden
1/200. Der Erweiterungsbau ist an das bestehende
Schulgebäude über einen verglasten, unbeheizten
Zwischenbau in allen Geschossen barrierefrei
angebunden. Durch die Anbindung aller Geschosse
wird die flexible und nachhaltige Nutzbarkeit der
Abb.: Hotz + Architekten
Erweiterung gewährleistet
Ziele sind die Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen unter Einbeziehung der Lebenszykluskosten, insbesondere wurden dabei die
„strategischen“ Bauteile, z.B. Fassade, Dach
und Fußböden, genau betrachtet. Die Realisierung unterschreitet die Anforderungen
der EnEV 2009 um ca. 30 Prozent. Im Wesentlichen wird dies erreicht durch eine wärmebrückenfreie Gebäudehülle, sehr guter
opaker Fassadendämmung und mit einer
Drei-Scheibenverglasung. Die mechanische
Lüftung ist kombiniert mit dem natürlichen
Lüftungskonzept und ist CO2-gesteuert. Die
natürliche Lüftungsmöglichkeit dient zusätzlich zur sommerlichen Nachtauskühlung des
Gebäudes. Nachts entweicht verbrauchte
Luft über alle Geschosse aus den Klassenzimmern wie bei einem Aufwindkraftwerk.
Über fassadenintegrierte Lüftungselemente
gelangt Außenluft in die Klassenzimmer und
über Überstromöffnungen zur Abluftöffnung
an höchster Stelle über Dach. Die Energiebilanz aus intelligenter Lüftungstechnik, Wärmerückgewinnung und die geplante Photovoltaikanlage generiert eine Energiebilanz
über den Eigenbedarf hinaus. Das Vorhaben
wird vom Institut für Projektmethodik und
Systemdienstleistungen (IPS), Prof. H. Balck,
im Rahmen eines Forschungsprojektes des
Bundes begleitet.
Erweiterung Walter-Eucken-Schule: Lageplan 1/500.
Die Erweiterung ist städtebaulich in den Grünraum
eingebunden, im Norden an eine Baumallee und dem
„Schlängelweg“ der diagonal durch das Schulgelände
verläuft
Abb.: Hotz + Architekten
64
Öffentliche Bauten
NEUBAU GRUNDSCHULE SÜDSTADT-OST
Die Stadt Karlsruhe hatte für den Neubau einer Grundschule in dem neuen Wohngebiet
Karlsruhe Südstadt-Ost einen beschränkten
Wettbewerb ausgelobt. Ziel war die Errichtung einer einzügigen Grundschule mit einer
Ganztagseinrichtung sowie einer Einfeldsporthalle. Eine Erweiterung um die Sekundarstufe I sollte möglich sein. Bei der Planung
spielte das pädagogische Konzept der Schule eine wichtige Rolle. Besonderer Wert war
des Weiteren auf die Wirtschaftlichkeit und
Nachhaltigkeit des Gebäudes sowie auf die
umliegende Freiraumqualität gelegt worden.
Die Schule wurde nach Plänen der h.s.d. Architekten aus Lemgo – den Gewinnern des
1. Preises – im Dezember 2013 fertiggestellt.
Eine Stahlbetonkonstruktion ist primäres
Tragsystem; sekundäre Konstruktionselemente sind sowohl in Ortbeton als auch teilweise als Fertigteile,z.B. Deckenbinder, ausgeführt. Die Dächer sind extensiv begrünt. Die
Fassade wird durch das Wechselspiel von geschlossenen und verglasten Flächen geprägt.
Eine hoch wärmegedämmte, hinterlüftete
Fassade aus geschosshohen verzinkten Stahlblechen wird ergänzt durch farbliche Akzente an der Westfassade sowie an den Eingangsbereichen.
Der Passivhausstandard wird annähernd erreicht, zudem die gesetzlichen Vorgaben der
EnEV 2009 um 47 Prozent unterschritten, ca.
44 t CO2-Emissionen und ca. 10.300 Euro Energiekosten im Jahr eingespart. Die Energieversorgung erfolgt über die städtische Fernwärme.
Durch den Passivhausstandard haben insbesondere die Klassenräume bei Nutzung einen
geringen Wärmebedarf. Eine mechanische
Lüftungsanlage mit einer hoch wirksamen
Wärmerückgewinnung sorgt mit den Luftqualitätsfühlern dafür, dass immer nur die
Luftmenge in jeden Raum gebracht wird, die
notwendig ist, um Luftqualität für die Kinder
Neubau Grundschule Südstadt-Ost: Eine hoch
wärmegedämmte, hinterlüftete Fassade aus geschosshohen verzinkten Stahlblechen wird ergänzt durch
farbliche Akzente an der Westfassade sowie an den
Eingangsbereichen
Abb.: Christian Richters
sicher zu stellen. Die Räume verfügen über
eine Raumautomation, über die Heizung, Lüftung, Beleuchtung und Jalousien bedarfsund nutzungsabhängig geregelt werden.
Die Beleuchtungssteuerung erfolgt durch die
Einzelraumregelung belegungs- und tageslichtabhängig.
Neubau Grundschule Südstadt-Ost: Klassenraum
Abb.: Stephan Baumann, www.bild-raum.com
Öffentliche Bauten
65
GOETHE-GYMNASIUM, NEUBAU PAVILLON
Im Westen des Schulhofes des Goethe-Gymnasiums hatte ein zweigeschossiger Pavillon
aus den 1960 Jahren gestanden. An seiner
Stelle wurde in einer Bauzeit zwischen November 2010 und November 2011 der Neubau zur Unterbringung der Ganztageseinrichtung mit vier Klassenräumen errichtet.
Entwurfsbestimmende Parameter waren der
Erhalt großer Bäume auf der Westseite, ein
grundbuchrechtlich abgesichertes Überfahrtsrecht für Müllabfuhr und Feuerwehr auf
der Schulhofseite, vom Baurecht vorgegebene Grenz- und Gebäudeabstände sowie die
Aufnahme wesentlicher Baufluchten. Für die
Planung zeichneten die Karlsruher gassmann-architekten verantwortlich.
Das äußere Erscheinungsbild reagiert zurückhaltend auf die Dominanz des historischen
66
Öffentliche Bauten
Goethe-Gymnasium, Neubau Pavillon:
Abb.: Stephan Baumann, www.bild-raum.com
Bestandes. Das Grün der Fassade ist als Komplementärfarbe zum roten Naturstein des
Hauptgebäudes zu sehen. Der Neubau mit einer BGF von 788 m² ist als Ortbetonkonstruktion errichtet. Das Obergeschoss wurde
mit einem Vollwärmeschutz versehen; das
Erdgeschoss hat an den Stirnseiten einen robusten Außenwandaufbau aus Sichtmauerwerk mit Kerndämmung. Die überdachten
Längsseiten sowie die Unterseiten der Auskragungen sind mit einer hinterlüfteten,
weißen Holzverschalung verkleidet.
Im Inneren besticht eine mutige und frische
Farbgebung mit entsprechender Materialität: silberfarbene Strukturwände in den Fluren und Klassenzimmer, mit OSB-Spanplattenschalung hergestellt, sowie Bodenbe-
schichtungen in Pink (Flur), Ochsenblutrot
(Klassenzimmer) und Lachsfarben (Aufenthaltsräume). An den Decken und vor den Lüftungsanlagen befinden sich aufwendige
Akustikmaßnahmen, die in die Gestaltung
der Räume integriert wurden.
Der Neubau unterschreitet die Vorgaben der
aktuellen Energieeinsparverordnung um 30
Prozent. Im Erdgeschoss befinden sich der
Speiseraum, die Küche, WC-Anlagen und die
Technik. Die Klassenräume und die Aufent-
Goethe-Gymnasium, Neubau Pavillon: Im Inneren
besticht eine mutige und frische Farbgebung mit
entsprechender Materialität
Abb.: Stephan Baumann, www.bild-raum.com
haltsräume liegen im Obergeschoss. Das auskragende Obergeschoss überdacht auf der
Westseite einen Freibereich vor dem Speisesaal – in dem 120 Schülerinnen und Schüler
gleichzeitig essen können – und auf der Ostseite den Haupteingang und einen Teil der
Pausenfläche. Das Gebäude ist mit dezentralen Lüftungsanlagen und Fußbodenheizung
in sämtlichen Räumen ausgestattet und zudem barrierefrei.
Bauherr:
Stadt Karlsruhe,
vertreten durch das
Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
Partner am Bau:
• Pfirmann Industriebau GmbH & Co. KG
• bender + urich ingenieurbüro für
techn. gebäudeausrüstung
• Büchele Lufttechnik GmbH & Co. KG
• Künstlin ingenieure Ingenieurbüro für
Tragwerksplanung mbH & Co. KG
• Schenk Stahlbau Service GmbH
• HOLL STAHL- UND METALLBAU GmbH
• T.P.I. Trippe+Partner
Ingenieurgesellschaft
• GHJ Ingenieurgesellschaft für
Geo- und Umwelttechnik
• WENZEL + WENZEL FREIE ARCHITEKTEN
- DIPL.-ING. – PARTNERSCHAFT
• HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
• Harrer Ingenieure Gesellschaft
Beratender Ingenieure VBI mbH
Öffentliche Bauten
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Hohe Investitionen für den Gewässerschutz
Das Tiefbauamt Karlsruhe setzt auf den zukunftsgerichteten Ausbau der Kläranlage Karlsruhe-Neureut
durch die Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, die Erneuerung der Verbrennungslinie 2, die
Modernisierung des Prozessleitsystems sowie in Maßnahmen zur weitergehenden Abwasserreinigung
MODERNISIERUNG FÜR EINE HOCHWERTIGE UND UMWELTVERTRÄGLICHE
ABWASSERENTSORGUNG
Ein der wichtigsten Lebensgrundlagen ist
sauberes Wasser in Grundwasser, Flüssen,
Seen und Meeren. Zu einem wirkungsvollen
Gewässerschutz gehören v.a. in Siedlungen
und Städten ein gut funktionierendes Abwassernetz und eine technisch hochwertige
Abwasserreinigung. Karlsruhe baut in diesem
70
Öffentliche Bauten / Sanierung
Zusammenhang seit 1913 seine damals
schon in Betrieb genommene Kläranlage in
Neureut stufenweise aus. Seit 1962 wurden
in die Kläranlage Karlsruhe insgesamt über
140 Mio. Euro investiert. In den Ausbau und
die Sanierung des Kanalnetzes investierte die
Stadt im gleichen Zeitraum weitere rund 230
Mio. Euro.
Heute kann man Kläranlagen mit modernen
Fabrikationsanlagen vergleichen, dessen Pro-
dukt „sauberes Wasser“ ist. Schrittweise wird
das Abwasser aufbereitet. Im Gegensatz zur
Industrieproduktion jedoch darf eine Kläranlage nicht abgestellt werden und die Reinigungsleistung im Dauerbetrieb ist gesetzlich
vorgegeben. Diese ständige Verfügbarkeit erDas Klärwerk Karlsruhe-Neureut wird seit rund einem
Jahrhundert sukzessive ausgebaut und auf dem
neuesten Stand der Technik gehalten
fordert insbesondere für die maschinellen Anlagen, die ständig im Einsatz sind, ausreichende Reserveeinheiten. Unerwartet auftretende Betriebsstörungen müssen durch
das Personal nicht nur schnell erkannt, sondern auch prompt behoben werden.
Um die Leistungsfähigkeit der Kläranlage sowie eine hohe Reinigungsqualität zu optimieren, wurde in jeder Ausbaustufe der
Kläranlage Karlsruhe-Neureut versucht, neue
Anlagenteile möglichst wartungsarm, ökonomisch und störungsunanfällig zu konzipieren. So konnten sukzessive alle Betriebsstufen gemäß den technischen Möglichkeiten
automatisiert werden. Gesteuert und über-
wacht werden sie von der Betriebszentrale
aus.
Die bislang mit Weitblick und Sachverstand
eingesetzten Mittel haben dazu geführt,
dass Karlsruhe über einen qualitativ hochwertigen Entwässerungsstandard verfügt
und gleichzeitig von den deutschen Großstädten eine der niedrigsten Abwassergebühren ausweist. Dennoch erfordert ein
zukunftsgerichteter Betrieb nicht nur weitere Investitionen in die grundlegende Substanzerhaltung, sondern auch erhebliche Anstrengungen in einen maßvollen weiteren
Ausbau unter Umweltgesichtspunkten. Durch
die adsorptive Behandlung des biologisch
gereinigten Abwassers – bestehend aus Filteranlage, Aktivkohlereaktor und Sedimentationsbecken – kann ein deutlicher Rückgang
der gesamten organischen Restverschmutzung, eine weitgehende Entfernung von Spurenstoffen aus Arzneimittelrückständen sowie eine nahezu vollständige Elimination des
Leitparameters Phosphor verzeichnet werden. Die umweltpolitischen und rechtlichen
Vorgaben zeigen in diesem Bereich die maßgeblichen zukünftigen Handlungsfelder für
die Abwasserreinigung auf – und die Zukunft
hat in Karlsruhe bereits begonnen.
Auf der Grundlage einer vorausgegangenen
Studie zur Machbarkeit der Umrüstung am
bestehenden Klärwerk Karlsruhe-Neureut hat
das Regierungspräsidium Karlsruhe für die
Modernisierung des Klärwerks in KarlsruheNeureut Landesmittel in Höhe von mehreren
Millionen Euro freigegeben. Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert die geplanten Maßnahmen für eine zukunftsorientierte und vorbildliche Abwasserreinigung, die
über die derzeitige gesetzliche Anforderung
hinausgeht, mit einem Zuschuss von 20 Prozent.
AUSBAU DER LEISTUNGSSTÄRKE IN DER
ABWASSERREINIGUNG
Das Klärwerk Karlsruhe befindet sich seit inzwischen einem Jahrhundert am gleichen
Standort in Neureut und reinigt heute das Abwasser der Stadt Karlsruhe sowie der Umlandgemeinden Ettlingen, Malsch, Rheinstetten-Forchheim und des Abwasserverbandes
Beierbach. Ausgehend von einer ursprünglich
rein mechanischen Stufe ist das Klärwerk inzwischen über eine biologische Stufe bis hin
zur weitergehenden Nährstoffelimination
(Stickstoff, Phosphor) ausgebaut und den jeweiligen Umweltanforderungen angepasst
worden. Die Abwassermenge liegt derzeit bei
ca. 35 Mio. m³ pro Jahr. Die Menge des beim
Reinigungsprozess anfallenden Klärschlamms beträgt ca. 11.000 t Trockensubstanz (TS) pro Jahr. Diese wird in zwei eigenen Klärschlammverbrennungslinien, die im
Wechsel betrieben werden, thermisch verwertet. Neben dem eigenen Klärschlamm
werden ca. 2.500 t TS/a Klärschlamm aus
dem Umland angenommen und gemäß den
umwelttechnischen Anforderungen verwertet. Insgesamt können damit beide Linien
kontinuierlich beschickt und sinnvoll ausgelastet werden. So ist das Klärwerk Karlsruhe
ein positives Beispiel für eine gut funktionierende interkommunale Zusammenarbeit und
leistet durch den Zusammenschluss zu einer
größeren Einheit einen wichtigen Beitrag zur
Öffentliche Bauten / Sanierung
71
Strukturverbesserung und zum effektiven
Umweltschutz.
Die im Prozess entstehende Abwärme wird
zur Energieversorgung im eigenen Betrieb
verwendet. So können der Wärmebedarf al-
72
Öffentliche Bauten / Sanierung
ler verfahrenstechnischen Anlagen und das
gesamte Klärwerk inklusive aller Gebäude
ganzjährig mit dieser regenerativen Wärme
versorgt werden. Zusätzlich wird in einer modernen Dampfturbine elektrische Energie zur
Nutzung im eigenen Klärwerk erzeugt. Die
kontinuierliche Verbesserung der Energieeffizienz im gesamten Klärwerk ist seit vielen
Jahren ein Unternehmensziel der Stadtentwässerung Karlsruhe. Exemplarisch für die
Vielzahl in dieser Hinsicht laufenden Einzelprojekte sei hier der momentan stattfindende Austausch der alten Oberflächenkreiselbelüfter in den Belebungsbecken durch
moderne feinblasige Druckluftbelüftungsaggregate erwähnt. Allein bei dieser Einzelmaßnahme kann die Energieeffizienz für die
technische Belüftung bei der Abwasserreinigung um weitere 30 Prozent gesteigert und
können Stromkosten in Höhe von 200.000
Euro pro Jahr eingespart werden.
Der tatsächliche Anlagenzeitwert des Klärwerkes liegt derzeit bei ca. 42 Mio. Euro.
Insgesamt rund 25 Mio. Euro werden derzeit in die
umweltverträgliche Umrüstung und zukunftsorientierte Modernisierung der Anlagen investiert, koordiniert
durch das Klärwerk Karlsruhe
Einen wichtigen Modernisierungsschritt stellen der
Umbau und die Sanierung der mechanischen
Reinigungsstufe dar, die derzeit in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Oben: Erneuerung der
Rechenanlage
Demgegenüber steht ein Wiederbeschaffungswert von mindestens 250 Mio. Euro. Zu
den aktuell anstehenden Projekten im Rahmen der Substanzerhaltung der Anlagen
zählen der Umbau und Sanierung der mechanischen Reinigungsstufe, die Erneuerung
der Verbrennungslinie 2, die Modernisierung
des Prozessleitsystems deren Prozessleittechnik zur Überwachung und Bedienung der
Anlage heute weit über der branchenüblichen Nutzungsdauer dieser Systeme liegt, sowie in Maßnahmen zur weitergehenden Abwasserreinigung.
Jeder Ausbauschritt des Klärwerkes wurde
aufgrund der speziellen Anordnung der Anlage (keine Vorklärungseinheit, zwei biologische Reinigungsstufen) stets durch wissenschaftliche Untersuchungen und Versuche im
halbtechnischen Maßstab begleitet. So ist es
gelungen, sehr fundierte, wirtschaftliche, gut
funktionierende und dauerhafte Lösungen
umzusetzen. Dieser Weg soll auch in Zukunft
beibehalten werden.
UMBAU UND SANIERUNG DER MECHANISCHEN REINIGUNGSSTUFE IN MEHREREN BAUABSCHNITTEN
Da die zentralen Bestandteile dieser Stufe aus
den 1960er Jahren stammen, sind die wesentlichen bau- und verfahrenstechnischen
Komponenten inzwischen erschöpft und ein
umfassender Um- sowie teilweise Neubau ist
unumgänglich. Der Kostenumfang für die Sanierung der gesamten mechanischen Stufe
beträgt ca. 15 bis 20 Mio. Euro. Die Umsetzung des 1. Bauabschnittes – die Sanierung
des Sand- und Fettfangs – wurde bereits abgeschlossen. Bauabschnitt 2 umfasst im Wesentlichen eine neue Rechenanlage mit technischer Gebäudeausrüstung sowie die Sanierung des Grünsalzbunkers.
Die Erneuerung der Rechenanlage umfassen
drei Stück Rechen mit Rechengutförderung
und Rechengutbehandlung. Um Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten zu ermöglichen, wird über der Rechenanlage eine Krananlage installiert. Ebenso wird in diesem Be-
reich die komplette EMSR-Technik samt
Schaltanlage erneuert. Hinzu kommen neue
Nebenaggregate für Heizungs-, Lüftungsund Abluftbehandlung.
Im Bereich vor der Rechenanlage werden
außerdem die drei Zulaufschütze saniert. Und
auch die vorhandene Sandfanganlage wird
maschinentechnisch komplett erneuert. Dies
beinhaltet unter anderem neue Räumer, neue
Ablaufschütze, neue Sandpumpen sowie die
komplette Verrohrung und Installation der
vorgenannten Aggregate. Außerdem werden
die Sandfangrinnen zur Vermeidung von
Aerosolbildung abgedeckt und an die vorhandene Abluftanlage angeschlossen. Die Bauwerke werden komplett betonsaniert. Auch in
diesem Bereich wird die gesamte EMSR-Technik inklusive Schaltanlage erneuert.
Selbst die maschinen- und klärtechnische
Ausrüstung der Fettfanganlage wird vollumfänglich erneuert. Dazu zählt ebenfalls eine
EMSR-Technik auf dem neuesten Stand. Baulich defekte Betonabdeckungen werden ausgetauscht sowie der gesamte Bereich betonsaniert.
Der Grünsalzbunker nahe der Einlaufgruppe
Öffentliche Bauten / Sanierung
73
neuem Anstrich und sofern erforderlich betonsaniert.
SANIERUNG DER KLÄRSCHLAMMVERBRENNUNGSLINIE 2
Diese Linie ging 1991 in Betrieb und ist nun
nach beinahe 20 Jahren im ununterbrochenen Dauereinsatz in wesentlichen Komponenten am Ende ihrer Laufzeit angelangt. Die
Erneuerung der Anlage steigert gleichzeitig
die Energieeffizienz im Bereich Dampf- und
Stromerzeugung und damit den Wirkungsgrad der Anlage.
Dies umfasst im Wesentlichen die Erneuerung
der Anlagenteile Verbrennungsofen, Abhitzkessel, zwei Dünnschichtschlammtrockner
sowie Dampfturbine mit Speisewasseraufbereitung und weiteren Nebenanlagen.
ist durch seine langjährige Betriebszeit stark
verschlissen und sanierungsbedürftig. Diese
Maßnahme umfasst die PEHD-Auskleidung
einer Kammer sowie die neue Installation der
gesamten technischen Ausrüstungen, darunter Dosierpumpen, Umwälzpumpen, Ab-
74
Öffentliche Bauten / Sanierung
deckungen, Rohrleitungen, Armaturen usw.
Auch die komplette Dosierleitung zu den Dosierstellen sowie die Elektrotechnik für die
vorgenannten klärtechnischen Einrichtungen
werden erneuert. Nach außen präsentiert sich
der Grünsalzbunker künftig verfliest, mit
Das Klärwerk vollzieht in kürzester Zeit auf engem
Raum, das was in der Natur bei der Selbstreinigung
der Flüsse mit Hilfe von Bakterien langsam abläuft.
Die Bakterien werden im Klärwerk in hohen Konzentrationen gezüchtet; sie „ernähren“ sich dort von den
gelösten Schmutzstoffen und reinigen so das
Abwasser
WEITERGEHENDE ABWASSERREINIGUNG: REDUKTION DER ORGANISCHEN
RESTBELASTUNG
Im Zulauf des Karlsruher Klärwerkes werden
im Vergleich zu anderen Städten erhöhte Konzentrationen mit organischen Verunreinigungen festgestellt. Dies liegt u.a. daran, dass
das Kanalnetz nur wenige Undichtigkeiten
aufweist, über die Fremdwasser eintreten
kann. Diese an sich gute Ausgangslage führt
dazu, dass trotz hoher Reinigungsleistung
insbesondere nach längeren Trockenperioden
CSB-Werte > 60 mg/I auftreten können. Der
zulässige Grenzwert von 75 mg/I wird allerdings sicher eingehalten. Phosphor als ein
weiterer wichtiger Parameter überschreitet
jedoch in Einzelfällen den Grenzwert von 1
mg/I im Ablauf. Vor diesem Hintergrund ist die
Reduzierung der organischen Restbelastung
und die weitgehende Phosphorelimination
das zentrale Handlungsfeld beim weiteren
Ausbau des Klärwerkes.
Durch eine Feinstfiltration (Sandfilteranlage)
mit vorgeschalteter Aktivkohleadsorption ist
es möglich, die partikuläre und gelöste Fraktion der organischen Verschmutzung deutlich
zu reduzieren, sodass Ablaufwerte im CSB
Nach 20 Jahren ununterbrochenem Betrieb wird nun
die Klärschlammverbrennungslinie 2 komplett
erneuert
von 25 bis 35 mg/I erreicht werden. Weitere
und noch wesentlich bedeutsamere Effekte
dieser beiden Ausbaukomponenten sind die
nahezu vollständige Phosphorelimination
und die ca. 60 bis 80 prozentige Entfernung
von Spurenstoffen wie z.B. Arzneimittelwirkstoffen. Gerade letztere können mit der bisherigen Technik nicht zurückgehalten werden.
Das Regierungspräsidium hat der Stadt
Karlsruhe sowohl für die Untersuchungen als
auch für den weiteren Ausbau Fördermittel
zugesagt. Das Tiefbauamt der Stadt Karlsruhe ergänzt vor diesem Hintergrund den bestehenden Klärprozess durch den Neubau einer nachgeschalteten Filtrationsstufe und einer vorgeschalteten Aktivkohleadsorptionsstufe in zwei Bauabschnitten. Die Auslegung
der Maßnahmen geht auf halbtechnische Versuche auf der Kläranlage unter Betriebsbedingungen zurück. Bis 2015 wird die Filtrationsstufe realisiert, ab 2016 bis 2018 ist die
Bauausführung der Adsorptionsstufe vorgesehen.
Bauherr:
Stadt Karlsruhe,
vertreten durch das
Tiefbauamt, Karlsruhe
Generalunternehmer
-Proj.: „Sanierung der mechanischen
Reinigungsstufe“
Leonhard Weiss, Satteldorf
-Proj.: „Neubau Filtration und
Absorption“
Wolff & Müller, Stuttgart
-Proj.: „Modernisierung der Automatisierungs- und Prozessleittechnik“
BN Automation AG, Ilmenau
Partner am Bau:
• TUTTAHS & MEYER INGENIEURGESELLSCHAFT für Wasser-, Abwasser- und
Energiewirtschaft mbH
• IBR Ingenieurbüro Redlich u. Partner
GmbH
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Bedingt durch die hohen Abgaben,
hauptsächlich durch die stark gestiegenen
Subventionen für Ökostrom (EEG-Abgabe),
zahlen deutsche Unternehmen inzwischen
fast den höchsten Strompreis in Europa.
Dem stehen im Bereich von Gewerbe und Industrie große Energieeffizienz-Potenziale gegenüber, deren Erschließung einen wichtigen
Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und zum Klimaschutz
leisten kann.
ENERGIE-EFFIZIENZ UND EEWG
Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
(EEWG) schreibt bei Neubauten zur Deckung
des Wärmebedarfs einen definierten Anteil
durch Erneuerbare Energien vor (wobei auch
der Kältebedarf zu berücksichtigen ist). Hier
ist zu prüfen, welche Energieversorgungssysteme, die zur Erfüllung der gesetzlichen
Vorgabe geeignet sind, wirtschaftlich Sinn
ergeben.
Für Unternehmen mit Bestandsgebäuden und
Neubauten ist es daher sinnvoll, ein Gesamtenergiekonzept zur Identifizierung von wirtschaftlichen Potenzialen durch Energie-Effizienz-Maßnahmen und durch Einsatz von Erneuerbaren Energien zu erstellen.
Mittelständische Unternehmen (KMU) können sich diese Ingenieurleistungen mit rund
60 Prozent von der KfW bezuschussen lassen.
Dass sich ein solches Gesamtenergiekonzept
für Unternehmen lohnen kann, wird im Folgenden anhand eines konkreten Beispiels dargestellt.
WIRTSCHAFTLICHE CO2-EINSPARPOTENZIALE IN EINEM INDUSTRIEUNTERNEHMEN
Unter dem Aspekt, die CO2-Emissionen des
Produktionsbetriebes mit möglichst geringem
Investitionsaufwand zu reduzieren, wurden
dazu die CO2-Vermeidungskosten für verschiedene Lösungsansätze bewertet.
Interessanterweise ergibt sich eine große
Bandbreite: Während man im hier untersuchten Fall mit Wärmepumpen (Abwasser und
Kühlwasser), BHKW oder Pellet-Kessel (Biomasse) rund 50 Euro investieren muss, um
eine Tonne CO2 einzusparen, ist mit einer Solaranlage der achtfache Investitionsaufwand
notwendig (430 Euro), um dasselbe Ergebnis
zu erreichen. Dies sagt aber noch nichts über
Ökonomie trifft Ökologie
die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Maßnahmen aus. Um nun Klimaschutz-Effizienz und
Wirtschaftlichkeit zusammenzubringen, werden Ökologie und Ökonomie gegenübergestellt. Dabei zeigt sich, dass bei vier EffizienzMaßnahmen geringe CO2-Minderungskosten
gepaart sind mit hoher Wirtschaftlichkeit. Deren Realisierung senkt die CO2-Emissionen um
40 Prozent (bei CO2-Vermeidungskosten von
nur 44 Euro/t CO2) und die Investitionen
amortisieren sich in weniger als drei Jahren.
Hier trifft Ökologie auf Ökonomie (s. Abb.).
Das Unternehmen erhielt dafür den Jurypreis
2012 für Energieexzellenz des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft.
FAZIT
Die Identifizierung und Umsetzung wirtschaftlicher Energieeffizienz-Maßnahmen
kann Unternehmen einen wichtigen Wettbewerbsvorteil bringen. Darüber hinaus wird
hierdurch ein Höchstmaß an ökonomisch-ökologischer Effizienz erreicht. Daher ist die Erhöhung der Energieeffizienz im Gebäude- und
Produktionsbereich ein wirkungsvolles Instrument, um den CO2-Ausstoß dort zu mindern, wo es auch ökonomisch sinnvoll ist.
Von den über 20 untersuchten Varianten sind vier Systemlösungen
sowohl ökologisch als auch ökonomisch sehr sinnvoll.
Kapitalrück- Co2-Einsparung
(t/a)
flußzeit (a)
Investition
(T€)
Ertrag
(T€/a)
1. WRG aus Kühlturm
125
110
1,1
452
2. Wärmepumpe an
14°C Kühlwasser
317
136
2,3
489
3. Wärmepumpe an
Abwasser
368
127
2,9
413
4. BHKW
485
95
5,1
630
1.295
468
Ø 2,85
1.984
Summe
Im Blickpunkt
77
Kombilösung Karlsruhe
Das große Infrastrukturprojekt entsteht in mehreren Bauphasen – vom Baubeginn für die ersten unterirdischen Haltestellen bis zur Fertigstellung der neuen Straßenbahntrasse in der Kriegsstraße
DER ERFOLG DES KARLSRUHER
MODELLS: ERSTER BAUSTEIN DER
KOMBILÖSUNG
Der Erfolg des Karlsruher Modells stellte die
Stadt Karlsruhe schon sehr rasch nach der Inbetriebnahme der ersten „Umlandlinien“
vor in diesem Ausmaß unerwartete Herausforderungen: Nachdem 1979 die Stadtbahn
nach Neureut eröffnet worden war und innerhalb von nur zehn Jahren bis nach Hochstetten verlängert wurde, nachdem ab 1992
die ersten Zweisystemfahrzeuge auf der
Strecke zwischen Karlsruhe und Bretten eingesetzt wurden, ergaben sich in rascher Folge weitere Streckennetzerweiterungen. Für
die Karlsruher Innenstadt bedeutet dies eben
auch, dass immer mehr Bahnen mit einer
stark ansteigenden Zahl von Fahrgästen aus
dem Umland in immer dichterer Taktfolge
durch die Karlsruher Fußgängerzone fuhren.
Hatten bis Ende der 1970er Jahre noch die
Straßenbahnen und die wenigen, mit Gleichstrom betriebenen Fahrzeuge der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) zwischen Bad Herrenalb und Karlsruhe-Neureut die Innenstadt
durchquert, kamen innerhalb weniger Jahre
viele neue Stadtbahnen hinzu: Die Strecke
nach Bretten wurde sukzessive bis Heilbronn
(und später bis Öhringen) erweitert, am
Marktplatz war aber auch der Einstieg in die
78
Öffentliche Bauten
Stadtbahn nach Pforzheim (und in der Folge
sogar bis Bad Wildbad) ebenso möglich wie
in Richtung Freudenstadt, Bühl, Achern und
natürlich in die Pfalz zunächst nach Wörth
und dann auch nach Germersheim. Die Fahrgastzahlen in Karlsruhe stiegen: Mitte der
1980er Jahre beförderten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) noch 55 Millionen Fahrgäste pro Jahr. 1990 wurden fast 70 Millionen Mitfahrende gezählt, 1995 bereits 76
Millionen, im Jahr 2003 schon rund 100 Millionen Personen. 2013 verzeichneten alleine
die VBK 115 Millionen Fahrgäste, innerhalb
des Karlsruher Verkehrsverbunds mit dem
Knoten Karlsruhe waren es 178 Millionen.
Die Schieneninfrastruktur in der Karlsruher Innenstadt hielt mit diesem Wachstum nicht
mit. Die Bahnen fuhren in der City im Grunde auf denselben Trassen wie vor 100 Jahren.
In der Kaiserstraße, in der sich bis zu den
Von 2018 an ein Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße. Und in Richtung Süden vom Marktplatz bis zur
Augartenstraße – mit modernen, komfortablen und
sicheren U-Haltestellen. In der Kriegsstraße ab 2019
eine Straßenbahntrasse zwischen Radwegen und
Baumalleen. Unten ein durchgängiger Autotunnel
vom Karlstor bis zum Mendelssohnplatz. Mit Ein- und
Ausfahrten für den City- und Anliegerverkehr im
Bereich Karlstor und Ettlinger Tor. Zwei Umbaumaßnahmen, die untrennbar zusammengehören und sich
gegenseitig perfekt ergänzen. Das ist die Kombilösung
Quelle Abb.: KASIG
1970er Jahren noch Straßenbahnen, Autos,
Radfahrer und Fußgänger den Straßenraum
ohne Probleme teilten, fuhren vor Baubeginn
der Kombilösung abschnittsweise bis zu acht
Straßen- und Stadtbahnlinien. Im Schnitt fuhr
in den Hauptverkehrszeiten jede Minute eine
Bahn pro Richtung durch die Kaiserstraße –
immerhin die Haupteinkaufsstraße der
Fächerstadt. Zudem wurden die Bahnen aufgrund des hohen Fahrgastaufkommens länger und breiter. Ein Zugverband mit zwei
Stadtbahnwagen hat eine Länge von 75 m
und eine Breite von 2,65 m. Bis zu 500 Fahrgäste werden in einem einzigen Stadtbahnzug mit Doppeltraktion befördert. Durch diese hohe Verkehrsleistung mit einer dichten
Zugfolge behinderten sich die Bahnen – abgesehen von querenden Fußgängern, Lieferantenverkehr, Straßenquerungen mit einem
hohen Aufkommen an Individualverkehr –
untereinander in der Kaiserstraße gegenseitig: Wartezeiten vor den Haltestellen und den
Signalanlagen wurden immer länger. Ein
Wachstum innerhalb der bestehenden Infrastruktur und mit den fahrgastfreundlichen
Prämissen des umsteigefreien Stadtbahnverkehrs zwischen Umland und Innenstadt, die
das Karlsruher Modell so erfolgreich haben
werden lassen, war nicht mehr möglich. Weder zusätzliche noch längere Bahnen konnte
Das Projekt Kombilösung besteht aus zwei Teilprojekten: dem Bau eines Stadtbahntunnels (s. Abb.oben)
unter der Kaiserstraße mit einem Südabzweig unter
der Karl-Friedrich-Straße und der Ettlinger Straße
sowie der Umgestaltung der Kriegsstraße (s. Abb.
unten)
Quelle Abb.: KASIG
die Kaiserstraße verkraften. Eine Lösung
musste gefunden werden, die die Leistungsfähigkeit des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erhält, auch in der Zukunft
Fahrgastzuwachs erlaubt und gleichzeitig die
Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone
deutlich verbessert.
VON DER „U-STRAB“ ZUR „KOMBILÖSUNG“
Überlegungen für eine Untertunnelung der
Kaiserstraße gab es bereits in den 1970er
Jahren. Konkreter wurden die Pläne aber erst
mit dem durch das wachsende Fahrgastaufkommen erzeugten Verkehrsdruck mitten in
der Fußgängerzone. Ziel der Überlegungen
war, die städtebauliche Qualität der Karlsruher City zu verbessern, ohne die Erreichbarkeit der Innenstadt mit dem umweltfreundlichen und bequemen Verkehrsmittel Stadtbahn zu verschlechtern.
Anfang der 1990er Jahre beschloss der
Karlsruher Gemeinderat den Bau eines Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße. Die sogenannte „U-Strab“ („Unterpflaster-Straßenbahn“) sah die oberirdische Entlastung der
durch die Kaiserstraße führenden Gleise
durch einen darunterliegenden Tunnel – mit
Südabzweig am Marktplatz – vor. Die Verdoppelung der betrieblichen Kapazität von
bisher zwei (oberirdischen) Gleisen auf vier
Gleise (zwei oberirdisch, zwei unterirdisch)
stieß aber bei den Bürgern auf wenig Gegenliebe: Denn trotz der Investitionen wären
auch künftig Bahnen in der Fußgängerzone
verblieben. Daher wurden die Pläne für die
„U-Strab“ 1996 in einem Bürgerentscheid
abgelehnt. Im Anschluss daran untersuchte
zahlreiche oberirdische Alternativen stellten
sich dann entweder als technisch nicht realisierbar oder wegen fehlender Zuschuss-
fähigkeit als nicht finanzierbar heraus.
Ein vom Gemeinderat eingesetzter Arbeitskreis aus Stadtplanern, Verkehrsexperten und
Kommunalpolitikern schlug 2001 erneut eine
Tunnellösung vor. In einem umfangreichen
Bürgerbeteiligungsprojekt unter dem Titel
„City 2015“ beschäftigten sich 2002 über
800 Bürger mit der Zukunft der Karlsruher Innenstadt. Nach der Bürgerbeteiligung wurde
die „Kombilösung“ geboren: Der Karlsruher
Gemeinderat verabschiedete sie am 23. Juli
2002 und beschloss gleichzeitig, auch über
die „Kombilösung“ einen Bürgerentscheid
herbeizuführen. Am 22. September 2002 hat
sich schließlich die Karlsruher Bürgerschaft
bei einer Wahlbeteiligung von 74 Prozent mit
55,55 Prozent für die Umsetzung der Kombilösung entschieden.
DIE KOMBILÖSUNG – EINE KOMBINATION
VON ZWEI TEILPROJEKTEN
Das Projekt Kombilösung besteht aus zwei
Teilprojekten: dem Bau eines Stadtbahntunnels unter der Kaiserstraße mit einem Südabzweig unter der Karl-Friedrich-Straße und
der Ettlinger Straße sowie der Umgestaltung
der Kriegsstraße. Der Individualverkehr wird
hier künftig durch einen Tunnel geführt, der
Ziel- und Quellverkehr kann über Rampen in
den Tunnel ein- bzw. ausfahren. Oben auf den
Autotunnel wird eine neue Trasse für die
Straßenbahn gebaut, die die südliche Innenstadt in Ost-West-Richtung zwischen Men-
Öffentliche Bauten
79
delssohnplatz und Karlstor für den ÖPNV erschließt. Nach heutiger Kenntnis (Fortschreibung vom Dezember 2013) liegen die voraussichtlichen Baukosten, wie sie sich aus
den Berechnungsgrundlagen des Gemeindeverkehrsfinanzierungs-Gesetzes (GVFG) ergeben, aktuell bei 683,7 Mio. Euro – für beide Teilprojekte zusammen. Davon entfallen
auf den Stadtbahntunnel voraussichtlich
486,3 Mio. Euro, auf die Umgestaltung der
Kriegsstraße 197,4 Mio. Euro. Ändern sich
beispielsweise konjunkturell bedingt die Kosten für Baumaterialien, kann dies natürlich
Auswirkungen auf die Kombilösung haben.
Die Kosten können dann höher werden –
aber auch niedriger. In jedem Fall unterliegen
die Zahlen einer ständigen Überprüfung. Eine
Prognose für 2019 vom Dezember 2013 geht
davon aus, dass die Baukosten gemäß GVFG
bei 801,3 Mio. Euro liegen werden – 579 Mio.
Euro für den Stadtbahntunnel und 222,3 Mio.
Euro für die Kriegsstraße. Werden darüber
hinaus noch die Kosten für die Finanzierung
80
Öffentliche Bauten
der Kombilösung, die Lohnkosten für das Personal des Bauherren Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) und die Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit einbezogen,
so liegt die Prognose für die sogenannten Gesamtherstellungskosten bei 868,8 Mio. Euro.
60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten
werden vom Bund bezahlt, 20 Prozent steuert das Land Baden-Württemberg hinzu – beide tragen also gesamt 80 Prozent. Steigen die
Kosten für die Kombilösung, steigen auch verbindlich die Anteile von Bund und Land. Die
restlichen Kosten werden über die Karlsruher
Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG)
aufgebracht. Dieses Geld wird im Rahmen
des Konzernausgleichs über die Karlsruher
Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen GmbH
(KVVH) bereitgestellt.
Mit der Umsetzung (Planung, Bau und finanzielle Abwicklung) der Kombilösung wurBaustelle Stadtbahntunnel: Das Teilprojekt Stadtbahntunnel hat eine Gesamtlänge von 4,6 km - 3,9 km
werden in einem Tunnel geführt
Quelle Abb.: KASIG
de die dazu gegründete Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH (KASIG) beauftragt. Sie ist ein Tochterunternehmen der
Karlsruher Versorgungs-, Verkehrs- und Hafen-GmbH (KVVH), die sich zu 100 Prozent im
Eigentum der Stadt Karlsruhe befindet.
Spatenstich für die Kombilösung war am 21.
Januar 2010 am Europaplatz. Dort wurde mit
dem Bau der ersten von insgesamt sieben
neuen unterirdischen Haltestellen begonnen. 2014 bildete – abgesehen von zwei
oberirdisch notwendig gewordenen Haltestellenneubauten – den Beginn für den Umbau der Kriegsstraße. Die Tunnelvortriebsmaschine beginnt Ende Oktober 2014 mit
dem Vortrieb der 2 km langen Röhre unter der
Kaiserstraße, während gleichzeitig der 1 km
lange Südabzweig mit seinen Haltestellen
und Tunnelabschnitten entsteht. Die Inbetriebnahme des kompletten Stadtbahntunnels ist für 2018 vorgesehen, die Fertigstellung auch des Teilprojektes Kriegsstraße und
damit der Kombilösung für 2019.
DER BAU DES TEILPROJEKTES STADTBAHNTUNNEL
Das Teilprojekt Stadtbahntunnel hat eine Gesamtlänge von 4,6 km – 3,9 km werden in
einem Tunnel geführt. Insgesamt sind sieben
unterirdische Haltestellen geplant, davon
vier auf der Ost-West-Achse (Kaiserstraße)
und drei im Bereich der Nord-Süd-Achse
(Südabzweig). Um Unterfahrungen von Gebäuden zu vermeiden, folgt die zweigleisig
konzipierte Trasse in den Tunnelröhren dem
Straßenverlauf der Kaiserstraße und ab dem
Marktplatz in Richtung Süden dem Verlauf
der Karl-Friedrich-Straße und Ettlinger Straße.
Die Verbindung der beiden Achsen erfolgt
über ein höhengleiches Gleisdreieck am
Marktplatz mit der anschließenden „Haltestelle Marktplatz“. Die unterirdischen
Streckengleise werden über drei Rampen an
das bestehende oberirdische Netz angeschlossen. Die Tunnelröhre in Ost-West-Richtung wird in maschineller Tunnelbauweise
mit einer Tunnelvortriebsmaschine (TVM)
aufgefahren. Auf der Vortriebsstrecke mit einer Länge von etwas mehr als 2 km durchfährt die TVM ab November 2014 insgesamt
drei bereits in Deckelbauweise hergestellte
künftige unterirdische Haltestellen. Im Bereich des Südabzweiges werden die Haltestellen Marktplatz und Ettlinger Tor über ei-
Baustelle Kriegsstraße: Erste Maßnahmen für die
Umgestaltung der Kriegsstraße sind bereits erfolgt
Quelle Abb.: KASIG
nen bergmännischen, in Spritzbetonbauweise herzustellenden Tunnel mit einer Länge von 250 m verbunden, der Vortrieb erfolgt
hierbei unter Druckluft. Die übrigen Tunnelabschnitte werden offen gebaut. Das Besondere an der Kombilösung ist das Bauen inmitten einer lebendigen Innenstadt. Mit der
Kaiserstraße als Haupteinkaufsstraße und
dem Marktplatz als wichtigem Versammlungs- und Veranstaltungsplatz sind zwei besonders sensible Bereiche direkt betroffen.
Zusätzlich muss während der gesamten Baumaßnahme der Betrieb der Stadtbahnen und
Straßenbahnen in der Kaiserstraße berücksichtigt werden.
DIE UMGESTALTUNG DER
KRIEGSSTRASSE
Erste Maßnahmen für die Umgestaltung der
Kriegsstraße sind bereits erfolgt: So wurden
Haltestellen in Nord-Süd-Fahrtrichtung der
Bahnen neu gebaut, um Platz für die spätere Geometrie nach dem Umbau zu schaffen.
Das zentral am Schnittpunkt der beiden Teilprojekte liegende „Kombibauwerk, in dem
sich unterirdischer Stadtbahntunnel, unterirdischer Autotunnel und oberirdische Straßen-
bahntrasse kreuzen werden, wird Ende 2014
begonnen. Der Autotunnel wird in Abschnitten offen gebaut, während der jetzt noch in
zwei Unterführungen laufende Autoverkehr
in dieser Bauphase oberirdisch geführt werden wird.
Projektleitung:
KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH, Karlsruhe
Partner am Bau:
• ZERNA Baumanagement GmbH
• Spiekermann GmbH Consulting
Engineers
• Harrer Ingenieure Gesellschaft
Beratender Ingenieure VBI mbH
• HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
• LOGIC Logistic Engineering GmbH
• Hemminger Ingenieurbüro
GmbH & Co. KG
• BVV Baustoff Vermittlung und
Verwertung GmbH
• GHJ Ingenieurgesellschaft für
Geo- und Umwelttechnik
• Planungsgemeinschaft Kriegsstraße
DB International GmbH und BUNG
Ingenieure AG
• Oettinger GmbH
• HOLL STAHL- UND METALLBAU GmbH
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Nie mehr Stadtbahnstau in der Innenstadt
In der Kaiserstraße wird die Stadtbahn zur U-Bahn
Die Kaiserstraße in der Karlsruher Innenstadt
ist eine beliebte Einkaufsstraße mit viel
Fußgängerverkehr. Sie ist auch Knotenpunkt
der Stadtbahnen. Um diese Verkehrsströme
zu entzerren und die Geschwindigkeit der
Stadtbahn zu erhöhen, hatte sich die Stadt
Karlsruhe schon im Jahr 1993 mit ersten Vorplanungen für einen Stadtbahntunnel be-
fasst. Das Vorhaben wurde jedoch durch
einen Bürgerentscheid zunächst verhindert.
Im Jahr 2002 entschloss sich der Stadtrat, einen weiteren Bürgerentscheid herbeizuführen. Dabei wurden die beiden Projekte in
der Kaiser- und Kriegsstraße als sogenannte
Kombilösung zusammengeführt. Nach diesem positiven Bürgerentscheid wurde 2004
mit der Planung begonnen.
Den Planungsauftrag erteilte die KASIG
Karlsruher Schienen-Infrastrukturgesellschaft
mbH an eine Arbeitsgemeinschaft mit Beteiligung der Spiekermann GmbH Consulting
Engineers.
Zum Auftragsumfang gehörten die Untersuchung von Varianten, der Entwurf und die Genehmigungsunterlagen, die Mitwirkung im
Planfeststellungsverfahren sowie die Erstellung des Finanzierungsantrags (GVFG).
Ab dem Jahr 2008 erfolgten dann die Fortschreibung der Entwurfsplanung, die Aufstellung der Leistungsverzeichnisse sowie die
Vergabe der Rohbauarbeiten für den Tunnel
in der Kaiserstraße. Für die Tunnelstrecke
wurde als Bauverfahren ein Schildvortriebsverfahren und für die sieben unterirdischen
U-Bahn-Haltestationen eine Deckelbauweise
ausgeführt.
Mit den Bauarbeiten für die Kombilösung
wurde Anfang 2010 begonnen. Zum weiteren Auftrag der Planungsgemeinschaft gehörten die Beratung bei der Ausführung sowie
die Abstimmung mit der Planung des Innenausbaus.
Eine anspruchsvolle Aufgabe im Zusammenhang mit der Planung der ca. 3,4 km langen
unterirdischen Stadtbahnlinie durch die
Innenstadt von Karlsruhe (Stadtbahntunnel
Kaiserstraße mit dem Südabzweig Ettlinger
Straße) war die Planung der Neuordnung des
Stadtbahnverkehrs an der Oberfläche. Insbesondere die gegenseitige Berücksichtigung
des Individual- und öffentlichen Verkehrs in
der Kaiserstraße stellte hohe Anforderungen
an die Trassierung der Stadtbahngleise.
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fühlen uns verantwortlich und tun deshalb unser Größtmögliches, um die individuellen
Bedürfnisse zu berücksichtigen, die Fähigkeiten zu stärken und zu motivieren. Dadurch
entsteht Spaß, echtes Interesse, Motivation und letzten Endes Erfolg. Wir verstehen uns als
soziales Unternehmen, welches der tiefen Überzeugung ist, dass nur zufriedene Mitarbeiter
ein wachstumsstarkes und stabiles Unternehmen ausmachen.
Unser Fuhrpark besteht aus Spezialmaschinen, die wir in unserer betriebseigenen Werkstatt
ständig den wechselnden Anforderungen anpassen und optimieren.
So sollte jede Aufgabe für uns lösbar sein.
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Fachplaner für Flüssigboden
und unterirdische Infrastruktursysteme
Wir machen Flüssigboden planbar – logisch!
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„ Yh>/dd^^/,ZhE'^/E^d^sKE&>m^^/'KE
Flüssigboden ist das Ergebnis der Anwendung eines modernen Verfahrens, der dadurch
entsteht, dass der vor Ort ausgehobene Boden mit natürlichen Zusätzen in einer Mischanlage verflüssigt und wieder in die Baugrube eingebracht wird. Der Flüssigboden lässt
sich leicht und schnell verarbeiten, umschließt Rohre und Leitungen ohne Hohlräume
und muss nicht mehr verdichtet werden.
Das Flüssigbodenverfahren bietet zusammen mit modernster Verlegetechnologie und
einem flexiblen Kombischachtsystem die zukunftsweisende Alternative für schnelleres
und günstigeres Bauen. Als Fachplaner für Flüssigbodenanwendung und komplexe, unterirdische Infrastruktursysteme und als Beratende Ingenieure verfügt die LOGIC Logistic
Engineering GmbH über Know-how und langjährige Erfahrung, um innovative Lösungen
auf der Grundlage der mit dem Flüssigbodenverfahren verbundenen neuen Technologien für nahezu jedes Infrastruktursystem optimal nutzbar zu machen.
LOGIC schafft die Voraussetzungen für den korrekten Einsatz des Flüssigbodenverfahrens,
indem durch exakte Planung und Vorbereitung die technischen und technologischen
Risiken eliminiert und die bauliche Umsetzung kalkulierbar wird.
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Seefrachtcontainer in etwas anderer Funktion
Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ auf dem Alten Schlachthof
68 Seefrachtcontainer, variabel gestapelt in der
historischen, sanierten Schweinemarkthalle, bilden als
abgeschlossene, unmöblierte und wandelbare
Arbeitszellen Büros oder Ateliers von unterschiedlicher
Größe – mit zusätzlichen, attraktiven Funktionen auf
den Dachterrassen
Abb.: Hochschule Karlsruhe
KREATIVES KONZEPT FÜR DEN NACHWUCHS DER KREATIVWIRTSCHAFT
Mit rund 15.000 Beschäftigten gilt Karlsruhe
als aufstrebendes Zentrum der Kreativwirtschaft im Südwesten. Auch in Zukunft sollen
hochqualifizierte Absolventen kreativer und
technologischer Studiengänge der Hochschulen und Universität auch über ihre Studienzeit hinaus für die Stadt gewonnen werden. Sie sollen bleiben und dort ihre jungen,
innovativen Büros, Ateliers und Unternehmen
gründen. Für das perfekte Umfeld einer erfolgsversprechenden Zukunft wurde 2013 auf
dem Areal des ehemaligen Schlachthofs das
Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ eingeweiht. In der sanierten Schweinemarkthalle finden heute all jene eine ideale Startup Adresse, die sich mit einer innovativen
Idee und einem überzeugenden Konzept in
den Bereichen Architektur, Design, Werbung,
Film, Medien oder Software/Games eine
Existenz aufbauen wollen und dazu kostengünstige Räumlichkeiten in einem inspirierenden Umfeld suchen.
2004, im Rahmen der Bewerbung der Stadt
Karlsruhe als Kulturhauptstadt Europa 2010,
wurde das Konzept für ein Kreativgründungszentrum entwickelt und schließlich im
Masterplan 2015 um die Idee der Förderung
junger Start-ups der Kultur- und Kreativwirtschaft auf dem ehemaligen Schlachthofareal
ergänzt. Seit der Stilllegung des Schlachthofs
2006 entwickelt sich dieses Gelände bereits
als Zentrum der vielseitigen Kultur- und Kreativszene in Karlsruhe, die dem Areal heute ein
lebendiges neues Flair verleihen. Bis 2015,
zum 300-jährigen Bestehen der Stadt, soll die
Konversion des Alten Schlachthofs in eines
der wichtigsten Kreativquartiere der Region
abgeschlossen sein. Das Gründerzentrum in
der denkmalgeschützten Schweinemarkthalle im Viehhof ist dabei ein essentieller Baustein.
Das historische Bauwerk stammt aus den
1920er Jahren. Seine Architektursprache ist
der Neuen Sachlichkeit verpflichtet und setzt
sich damit spürbar von den in repräsentativem Stil erbauten anderen Gebäuden aus der
Zeit des späten 19. Jh. ab. Markant wirken die
beiden auf das Flachdach gesetzte Schiffe
Abb.: Karlsruher Fächer GmbH (KFE)
90
Öffentliche Bauten
Variables Raum-in-Raum-Konzept bietet reizvolle,
bezahlbare Arbeitsplätze für junge Existenzgründer in
den Bereichen Architektur, Design, Werbung, Film,
Medien und Software/Games inmitten eines der
bedeutendsten Kreativquartiere der Region – dem
Alten Schlachthof in Karlsruhe
Abb.: Karlsruher Fächer GmbH (KFE)
mit großen Glasfenstern zur Optimierung von
Beleuchtung und Belüftung, die auch im Innern zum charakteristischen Ambiente der
Halle beitragen.
PERFEKT FUTUR IN DER EHEMALIGEN
SCHWEINEMARKTHALLE
Für den Umbau der rund 1.600 m ² großen,
sensibel sanierten Halle wurde ein Raum-inRaum-Konzept realisiert. 68 gebrauchte Seefrachtcontainer wurden gestapelt und zu einer Containerstadt gruppiert. Den Start-ups
stehen unterschiedlich große, abschließbare
Büroeinheiten zur Verfügung, die mit offenen
Dachflächen und Freiräumen kombiniert ein
abwechslungsreiches Umfeld für Kommunikation und Begegnung schaffen. Jeder Seefrachtcontainer bietet rund 12 m². Wahlweise können bis zu drei Container im unmöblierten Zustand für bis zu drei Jahre,
maximal für fünf Jahre, angemietet werden.
Die monatliche Miete pro Container beträgt
100 Euro, zuzüglich Nebenkosten und Mehrwertsteuer. Im Eingangsbereich des Existenzgründerzentrums befindet sich das Café
alina als informeller Treffpunkt und Veranstaltungsort für Nutzer und Gäste.
Anfang 2013 wurde das Existenzgründerzentrum „Perfekt Futur“ auf dem Kreativpark
Alter Schlachthof in Karlsruhe eröffnet. 2,6
Mio. Euro investierte die Karlsruher Fächer
GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG in das
Projekt. Für inhaltliche Betreuung arbeitet das
K3 Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro und die
Karlsruher Fächer GmbH & Co. Stadtentwicklungs-KG interdisziplinär zusammen.
Bauherr:
Karlsruher Fächer GmbH & Co.
Stadtentwicklungs-KG
Partner am Bau:
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Öffentliche Bauten
91
Entwickelt wird für diesen einen, speziellen Platz
Sanierung der Gebäude Kaiserstraße – Hirschstraße der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen, Karlsruhe / Umbau
der Unterrichts- und Verwaltungsräume Karlshochschule, Karlsruhe
SANIERUNG SPARKASSE KARLSRUHE
ETTLINGEN
Die Sparkasse Karlsruhe Ettlingen wird seit
März 2013 nach Plänen von baurmann.dürr
architekten aus Karlsruhe saniert – mit der
Fertigstellung ist Mitte 2015 zu rechnen.
Die zu sanierenden Gebäude bilden den Abschluss an der Nord-West-Ecke des „Kundenzentrums Europaplatz“ der Sparkasse.
Hier mündet die Hirschstraße, eine wichtige
Nord-Süd-Verbindung von Karlsruhe, in die
Kaiserstraße. Die Hirschstraße führt von Beiertheim über die Südwest-Stadt bis in die Innenstadt. Durch die neue ebenerdige Radund Fußgängerüberführung an der Kriegsstraße wurde die Hirschstraße als Verbindung
in die Innenstadt gestärkt.
Die Überlegungen des planenden Büros basieren auf zwei Beobachtungen:
Die Fassade entlang der Kaiserstraße hat einen Kopfbau zum Europaplatz, eine vertikal
gegliederte Lochfassade aus Stein und eine
horizontal gegliederte Glasfassade entlang
92
Sanierung / Restaurierung
der Kaiserstraße mit einem sechsten Geschoss als Staffelgeschoss mit Flugdach, das
bisher keinen Abschluss findet. Die Architekten schlagen vor, die Fassade entlang der Kaiserstraße durch das neue Gebäude zu fassen
und dem Staffelgeschoss einen Abschluss zu
geben.
Die Ecke Kaiserstraße/Hirschstraße wird zurzeit durch das gegenüberliegende sechsgeschossige Gebäude mit zwei Staffelgeschossen beherrscht. Dem setzen baurmann.dürr
architekten bewusst einen sechsgeschossigen Abschluss der Fassade entlang der Kaiserstraße entgegen, der zur Einleitung in die
Hirschstraße um die Ecke geführt wird.
Durch die Wahl von Betonwerkstein als Material für die Fassade erhält das Gebäude das
nötige Gewicht, um die unterschiedlichen
Fassaden entlang der Kaiserstraße zusammenzubinden und zu fassen. Die Lochfassade des Bestandes aus Stein mit seiner vertikalen Gliederung wird aufgenommen. Zusammen mit diesem Bestand bildet die neue
Fassade einen Rahmen für die dazwischenliegende Glasfassade. Beherrschend in
der neuen Ansicht sind die stehenden Formate, die dem Bau seine zeitlose Eleganz verleihen. Mit durchlaufenden Pfeilern werden
in einigen Bereichen zwei Geschosse zusammengefasst. Die Fassade erhält dadurch eine
zusätzliche Gliederung. Die Einschnitte entlang der Hirschstraße markieren besondere
Punkte – zum einen die Durchfahrt in den
Hof, zum andern die Einleitung in die Kaiserstraße. Durch den Einschnitt an dieser Stelle
wird ein Kopf ausgebildet, der gleich einem
Turm die Ecke markiert.
Das Bestandsgebäude der Hirschstraße 9 ermöglicht in seiner Grundstruktur mit Erschließungssystem und Geschosshöhen keiSanierung Sparkasse Karlsruhe Ettlingen: Durch die
Wahl von Betonwerkstein als Material für die Fassade
erhält das Gebäude das nötige Gewicht, um die
unterschiedlichen Fassaden entlang der Kaiserstraße
zusammenzubinden und zu fassen
Abb.: Stuchlik 3D
ne zufriedenstellende und zeitgemäße Büronutzung. Diese Büroflächen wären in ihrer
Nutzung und Einteilung sehr unflexibel und
könnten bei moderner technischer Nachinstallation mit der geringen Geschosshöhe
auch keine arbeitsrechtlich erforderliche lichte Raumhöhe mehr aufweisen. Der bauliche
und damit finanzielle Aufwand für eine Sanierung zu Bürozwecken wäre zu hoch im
Verhältnis zu dem mängelbehafteten Ergebnis. Etwas differenzierter stellt sich die Situation in der Hirschstraße 11 dar. Bei diesem
Gebäude wäre in den Obergeschossen für
eine Büronutzung ausreichende Raumhöhen
vorhanden mit Ausnahme des Dachgeschosses. Allerdings verhindert hier das rückseitig
quergestellte Treppenhaus zum einen eine
Flächenoptimierung beim Gebäude der
Hirschstraße 9 als auch eine vernünftige Erschließung von der Hirschstraße aus. Die Anbindung an die Geschossflächen über einen
Großteil der rückwärtigen Fassade erweist
sich ebenfalls als äußerst nachteilig. Aus den
oben genannten Gründen und dem Ziel, mit
den modernisierten Flächen der Hirschstraße
9 – 11 eine optimale Anbindung an die Kai-
serstraße 229 und damit das Bestandsgebäude der Sparkasse Karlsruhe Ettlingen zu
gewährleisten, sahen die Architekten es als
die wirtschaftlichste und funktionalste Vorgehensweise, die Gebäude der Hirschstraße
9 – 11 zurückzubauen. Mit einem Neubau
können nicht nur die funktionalen Mängel
des Bestandes komplett beseitigt werden, es
ist auch eine optimale Anbindung an die Kaiserstraße 229 möglich. Zudem könnten die
Nutzflächen unter Berücksichtigung des baulichen Kontextes beträchtlich erhöht werden,
und ein Neubau bietet auch die besten Möglichkeiten, die Lebenszykluskosten zu optimieren. Des Weiteren bietet sich in diesem
Zusammenhang die Möglichkeit, dem „Sparkassengebäude“ in der Hirschstraße ein zusammenhängendes und einheitliches Erscheinungsbild zu verschaffen.
Sanierung Kaiserstraße 229: Die Grundstruktur des Gebäudes mit seinem Raster von 1,25
m und der gut platzierte Erschließungskern
an der Kaiserstraße lassen eine sinnvolle Sanierung des Gebäudes zu. Der zweite durchgehende Erschließungskern wird bis ins Erdgeschoss zurückgebaut, und der Aufzug wird
Sanierung Sparkasse Karlsruhe Ettlingen: Die
Aufstockung in der Kaiserstraße 229 nimmt durch die
beiden zusätzlichen Staffelgeschosse im 5. und 6.
Obergeschoss die „losen Enden“ der angrenzenden
Bebauung auf und führt sie in einer Art einer
abgetreppten Dachlandschaft zu Ende Abb.: Stuchlik 3D
ausschließlich als Lastenaufzug für den Ankermieter zur Verfügung stehen.
Der Einbau eines neuen Erschließungskerns
ermöglicht die wichtige Trennung von Anlieferung REWE und der angemessenen Erschließung des neuen Bürohauses. Da nach
dem statischen Gutachten die Dachdecke bei
einer Aufstockung verstärkt werden müsste,
haben sich baurmann.dürr architekten entschlossen, die Dachdecke ganz zurückzubauen und durch eine neue zu ersetzen, um in
diesem Geschoss die notwendige Höhe von
3 m im Lichten und den stufenlosen Anschluss an den Neubau zu erreichen. Die
Brandschutzsanierung der alten Rippendecken in den anderen Geschossen in Form
einer Ertüchtigung zur F-90-Decke kann mittels eines Spritzputzes vorgenommen werden. Die Aufstockung durch die beiden zusätzlichen Staffelgeschosse im 5. und 6. OberSanierung / Restaurierung
93
Umbau Karlshochschule: Durch die Aufgabe der
traditionellen Klassen- und Seminarraumstruktur
zugunsten vollverglaster, offener Lösungen vermochte
es die Hochschule, ihr Image zu wandeln und von
einem verstaubten Lernort zu einem beflügelnden
Arbeitsplatz zu werden
Abb.: S. Baumann, bild_raum
zügen. Durch einen Lichthof fällt das Licht bis
ins 1.Obergeschoss – benutzt man die Treppe, läuft man ins Licht. Dadurch wird die Erschließung erheblich aufgewertet.
geschoss nimmt die „losen Enden“ der angrenzenden Bebauung auf und führt sie in einer Art einer abgetreppten Dachlandschaft zu
Ende.
Durch den Abriss von Hirschstraße 9 und 11
wird der Weg frei, das Erschließungskonzept
grundlegend zu überarbeiten. Statt der bisher fünf Erschließungskerne und frei im
Grundriss verteilten diversen WC-Anlagen
Umbau Karlshochschule: Durch die Transparenz des
Raumabschlusses wird die Einheitlichkeit des
Großraums gewahrt – besonders reizvoll sind die
Durchblicke und überraschenden Perspektiven, die die
eingestellte Struktur der Glaswände nun zulässt
Abb.: S. Baumann, bild_raum
wird es nur noch drei Erschließungskerne mit
angeschlossenen WC-Anlagen geben. Sie
sind im Grundriss optimal verteilt. Durch diese Maßnahme erhält man einen großen, zusammenhängenden, völlig freien Grundriss,
der sich nach Belieben einteilen lässt. Die
Struktur ist äußerst flexibel: Von Zellenbüros
über Kombibüros bis zur offenen Arbeitslandschaft kann alles gestaltet werden. Das
Bürorastermaß von 1,25 m unterstützt diese
Flexibilität. Die Haupterschließung ist genau
in der Mitte des neuen Bürohauses situiert.
Der Zugang liegt direkt an der Hirschstraße,
und über eine Lobby gelangt man zu den Auf-
UMBAU KARLSHOCHSCHULE
Der zwischen 2011 und 2013 realisierte Umbau der Unterrichts- und Verwaltungsräume
der Karlshochschule illustriert das Bestreben
der baurmann.dürr architekten, Lernräume
als Möglichkeitsräume zu denken. Durch die
Aufgabe der traditionellen Klassen- und Seminarraumstruktur zugunsten vollverglaster,
offener Lösungen vermochte es die Hochschule, ihr Image zu wandeln und von einem
verstaubten Lernort zu einem beflügelnden
Arbeitsplatz zu werden.
Dazu wurde das mehrgeschossige Gebäude
in Karlsruher Innenstadtlage weitgehend
entkernt, lediglich die Sanitärbereiche sowie
die ursprüngliche, im Laufe der Jahre bis zur
Unkenntlichkeit verkleidete Stahlbeton-Tragstruktur blieben erhalten. Die neuen HolzGlas-Trennwände verbinden mehr, als dass
sie trennen, und belassen dem Tragwerk seine Eigenständigkeit und ordnende Kraft. Der
bewusst zurückhaltende Materialkanon –
Holz, Glas, weiße Deckenflächen, dazu das
Betongrau der Tragstruktur – bildet eine ruhige Folie für die Aktivitäten von Studierenden und Lehrenden.
Durch die Transparenz des Raumabschlusses
wird die Einheitlichkeit des Großraums gewahrt, beim Blick durch die Seminarräume
begreift sich jeder Einzelne als Teil des
Ganzen. Besonders reizvoll sind die Durchblicke und überraschenden Perspektiven, die
die eingestellte Struktur der Glaswände nun
zulässt. Zugleich soll die neue Offenheit die
Professoren in ihrem Bemühen, die einzelnen
Studienfächer untereinander besser zu vernetzen, unterstützen.
Planende Architekten:
baurmann.dürr architekten, Karlsruhe
Partner am Bau:
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• Engineering Consult Gesellschaft für
Heizung, Lüftung und Sanitär mbH
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Außergewöhnliches Design an der Wand – in Betonoptik
Nicht nur optisch sieht der Wandbelag wie echter
Beton aus. Er fühlt sich auch genauso an
(Foto: epr/stonewallpapers)
(epr) Das Ambiente in einem Raum wird
grundlegend durch die Gestaltung der Innenwände beeinflusst. Wandbelag, der dem
Aussehen und der Haptik von klassischem
Beton nachempfunden ist, verleiht Räumlichkeiten ein ganz einzigartiges Erscheinungsbild. Die biegsamen Dekore von STONE WALLPAPERS zum Beispiel sehen nicht
nur täuschend echt aus, sondern fühlen sich
auch an wie echt. Der biegsame Wandbelag
ist unglaublich leicht, denn anstelle von
schwerem Gestein wird feines Marmormehl
auf Bahnen gepresst. In der gewünschten
RAL-Farbe harmonieren die wetterbeständigen Dekore für den Innen- und Außenbereich
mit ihrem Umfeld. Mehr unter www.stonewallpapers.com.
Außergewöhnliche Wohnträume einfach umgesetzt:
Biegsamer Wandbelag in Betonoptik verleiht Räumen
ein elegantes, zeitloses Aussehen
(Foto: epr/stonewallpapers)
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Ausdrucksstark und individuell
Karlsruhe: Leben und Arbeiten im „GartenCarré“ und „Synus“
Die EWG Eigentums-Wohnbau-GmbH & Co.
realisiert als Bauträgergesellschaft seit über
50 Jahren, vorrangig in der Region Karlsruhe, hochwertige Wohn- und Gewerbeprojekte. Mit den aktuellen EWG-Projekten GartenCarré und Synus in Karlsruhes Südweststadt – nahe dem ZKM, auf dem ehemaligen
IWKA-Areal – entsteht seit 2012 ca. 26.000
m² Fläche für Büros, Wohnen, Gewerbe und
Praxen. Beide Gebäude, entworfen vom
Darmstädter Architekturbüro Kramm & Strigl,
GartenCarré: Insgesamt verfügt das gemischt
genutzte GartenCarré über eine Fläche von
ca. 16.000 m² – für Leben und Arbeiten in der Stadt
Abb.: Kramm & Strigl
sind unterirdisch miteinander verbunden.
Die zweigeschossige Tiefgarage unter GartenCarré und Synus ist unterteilt in einen privaten Teil für die Hauptnutzer der Gebäude
und in einen öffentlichen Teil mit ca. 200 Stellplätzen.
GartenCarré und Synus profitieren gleichzei-
tig von der sehr guten Verkehrsanbindung
und der attraktiven Nachbarschaft mit architektonisch ausdrucksstarken Gebäuden
wie bspw. dem ZKM-Zentrum für Kunst und
Medientechnologie.
GARTENCARRÉ
In Zusammenarbeit mit der Stadt Karlsruhe,
wurde für das Gebäude eigens ein Architekturwettbewerb initiiert. Insgesamt verfügt
das gemischt genutzte GartenCarré über eine
Fläche von ca. 16.000 m² – für Leben und Arbeiten in der Stadt. In dem vorderen Teil des
Gebäudekomplexes, in der Gartenstraße 69
und 71, entstehen auf ca. 3.500 m² moderne
Arztpraxen & Büros. Die Einheiten haben eine
Größe von ca. 116 m² bis ca. 800 m² pro Etage. Auch die Verbindung einzelner Einheiten
über mehrere Geschosse ist möglich. Im Erdgeschoss des Gebäudes entstehen Gewerbeeinheiten, u.a. wird hier ein Tagescafé mit
Außenbewirtschaftung eröffnen. An der Ecke
Lorenzstraße befindet sich ein Boarding-House
mit 34 Apartments. Daneben befinden sich
Bürogebäude „Synus“: Blick von der Brauerstraße
Abb.: Kramm & Strigl
98
Wohnungsbau / Gewerbebauten
die Flächen der Akademie für zahnärztliche
Fortbildung (AZF). Die 66 Eigentumswohnungen werden in der Lorenzstraße sowie
den dahinterliegenden Gebäudeteilen realisiert.
SYNUS
Das wellenförmige Bürogebäude Synus bietet mit insgesamt ca. 9.600 m², verteilt auf
sechs Geschosse, repräsentative Büroflächen
in zentraler Lage. Pro Etage können Einheiten ab ca. 120 m² bis ca. 1.800 m² genutzt
werden.
Eine Besonderheit ist die innovative Gebäu-
Synus: Das wellenförmige Gebäude bietet mit
insgesamt ca. 9.600 m², verteilt auf sechs Geschosse,
repräsentative Büroflächen in zentraler Lage
Abb.: EWG
dekühlung, die für Synus und auch für das benachbarte GartenCarré zum Einsatz kommt.
Die neueste Technologie wird in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Karlsruhe und der
Technischen Universität Berlin umgesetzt. Die
Kältelieferung erfolgt dabei auf Basis von
Fernwärme unter Einsatz eines trockenen
Rückkühlers. So kann auch bei Außentemperaturen weit über 30 °C klimaschonende
Kühlung gewährleistet werden.
Bauherr:
EWG Eigentums-Wohnbau-GmbH & Co.,
Karlsruhe
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(saP, gemäß §§ 44, 45 BNatSchG)
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•Eingriffs-Ausgleichs-Bilanzierung
– Umweltbericht, Grünordnungsplanung
– Naturschutzfachplanungen
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Wettbewerbsverfahren als Mittel zur Partizipation
Von Dr. Wolfgang Naumer, Freier Architekt AKBW
Naumer Architekten BDB, Mannheim
DAS INSTRUMENT
Wettbewerbe waren schon immer ein hervorragendes Instrument der öffentlichen Vermittlung von Architektur und Baukultur. In der
am 22. Februar 2013 veröffentlichten Richtlinie für Planungswettbewerbe (RPW2013)
wird darüber hinaus erstmalig die Partizipation verankert, sodass schon bei der Bestimmung der Ziele des Wettbewerbs die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden können.
Partizipation ist die Beteiligung von BürgerInnen an Entscheidungsprozessen. Neben
den klassischen Formen der Beteiligung wie
Wahlen, Teilnahme an Demonstrationen und
die Arbeit in Bürgerinitiativen wird aktuell –
aufgrund der öffentlichen Diskussion in den
letzten Jahren über Planungen – als neues Instrument eine mitgestaltende Bürgerbeteiligung an Planungs- und Entscheidungsprozessen forciert. Diese soll dazu beitragen,
Transparenz zu schaffen, Vertrauen zwischen
Einwohnerinnen und Einwohnern, Verwaltung
und Politik aufzubauen und eine neue Beteiligungskultur zu entwickeln.
DIE VORSCHRIFT
Die neu veröffentlichte Verwaltungsvorschrift
der Landesregierung zur Intensivierung der
Öffentlichkeitsbeteiligung hat das Ziel, die Be-
teiligungskultur zu fördern und diese weiterzuentwickeln. Augenhöhe, Transparenz und
die Einbeziehung von Bürgerideen sind das
Ziel einer stärkeren Öffentlichkeitsbeteiligung. Diese soll bei Planungs- und Zulassungsverfahren die Qualität der Planungen
und ihrer Durchführung weiter verbessern sowie Lösungswege und Alternativen bei Konflikten aufzeigen.
Der Heidelberger Gemeinderat beschloss
schon 2012 Leitlinien für eine systematische
Bürgerbeteiligung. Nach dem Verständnis
dieser Leitlinien meint Mitgestaltende Bürgerbeteiligung „… die gemeinsame Gestaltung von Vorhaben und Projekten der Stadt
Heidelberg. Sie basiert auf der verlässlich geregelten Zusammenarbeit von Einwohnerinnen und Einwohnern, Gemeinderäten und der
Verwaltung (Trialog). Sie ersetzt nicht den politischen Wettstreit und die politische Entscheidungskompetenz des Gemeinderates
und der Verwaltungsspitze.“
DIE IDEE FÜR DIE ZUKUNFT
Die Bedeutung des öffentlichen Raums und
die Qualität der gebauten Umwelt für unsere Gesellschaft sind unumstritten. Bei großen
Bauaufgaben ist es selbstverständlich, dass
eben diese Qualität mithilfe eines konkurrierenden Verfahrens um die beste Lösung für
städtebauliche und architektonische Aufgaben erreicht und erhalten werden kann.
Eine frühzeitige Form der Bürgerbeteiligung
ist die Einbindung der Bürger in Wettbewerbsverfahren, so wie dies in der RPW2013
vorgesehen ist. Dabei können nach meiner Erfahrung sowohl die Belange der direkt Betroffenen im Umfeld wie auch die spezielle
Kenntnis des sozialen Umfeldes neue Aspekte für die Aufgabenstellung aufzeigen.
Die Rahmenbedingungen und Aufgabenstellung richtig zu formulieren, ist die Aufgabe
des Auslobers. Die Qualität des Wettbewerbsergebnisses hängt von der Qualität der ausformulierten Aufgabenstellung ab. Kompetente Betreuung des Verfahrens durch einen
Wettbewerbsbetreuer der neben den inhaltlichen auch die Bedingungen des Umfelds und
der Bürger wertschätzt ist daher unerlässlich.
Alle Regeln für derartige Wettbewerbe in
Deutschland beruhen auf bereits 1867 definierten elementaren Grundsätzen und Prinzipien. Diese Grundsätze haben bis heute ihre
Gültigkeit:
Gleichbehandlung aller Teilnehmer im Wettbewerb, auch im Bewerbungsverfahren / eine
klare und eindeutige Aufgabenstellung / das
angemessene Preis-Leistungs-Verhältnis / ein
kompetentes Preisgericht / Anonymität der
Wettbewerbsbeiträge / das Auftragsversprechen.
Auf diesen Regeln basierend finden Auftraggeber und Auftragnehmer in einem klar
strukturierten, transparenten Verfahren auf
faire und partnerschaftliche Weise zueinander.
Wettbewerbe fordern im wetteifernden Vergleich die schöpferischen Kräfte heraus und
fördern innovative und nachhaltige Lösungen
für eine bürgergerechte Umweltgestaltung.
Weitere Informationen im Internet unter
www.heidelberg.de/hd,Lde/HD/Rahaus/Leitli
nien+Buergerbeteiligung.html und http://
www.naumer-architekt.de/wettbewerbe.html.
Die Bürgerbeteiligung ist als Prozess zu gestalten.
Eine Schwierigkeit von Bürgerbeteiligung ist häufig,
dass insbesondere Großprojekte über Jahre hinweg
geplant werden. Findet Bürgerbeteiligung zu früh
statt, sind viele Fakten noch nicht bekannt – zu einem
späteren Zeitpunkt sind hingegen oft schon wichtige
Grundsatzentscheidungen gefallen
Abb.: Bürgerbeteiligung zur Planungskonkurrenz Betriebshof
der rnv in Heidelberg
Im Blickpunkt
101
245 Genossenschaftswohnungen in Mannheim
3. Bauabschnitt für den Schwarzwaldblock in Mannheim-Lindenhof
Die Wohnanlage Schwarzwaldblock im bevorzugten Mannheim-Lindenhof setzt an
zentraler städtischer Lage neue Maßstäbe im
genossenschaftlichen Wohnungsbau. Der
SPAR+BAUVEREIN realisierte hier 245 bezahlbare Mietwohnungen mit attraktiven
Grundrissen, Raumhöhen von 2,62 m, zeitgemäßer Ausstattung und komfortablen
Wohnungsgrößen. Nicht nur junge Familien
sind hier angesprochen: Die generationsübergreifend konzipierten und ab Tiefgarage
barrierefrei erschlossenen Wohnungen tragen
auch der demografischen Entwicklung Rechnung. Balkone, Loggien und Terrassen erweitern den Wohnraum nach außen. Im Innenbereich der Bebauung bietet eine großzügige Grünanlage Raum für Spiel, Kommunikation und Begegnung. Das energieeffiziente Konzept schließlich trägt zu überschaubaren Betriebskosten bei.
Der 3. Bauabschnitt wurde 2013 bezugsfertig. Zwischenzeitlich erhielt der Spar- und
Bauverein für den Schwarzwaldblock die
„Hugo Häring Auszeichnung 2011“ sowie
eine „Besondere Anerkennung des Deutschen Bauherrenpreises Neubau 2012“.
Bauherr:
SPAR+BAUVEREIN Baugenossenschaft,
Mannheim
Architektur und Planung:
Stefan Forster Architekten,
Frankfurt am Main
Partner am Bau:
• Friedrich Morsch GmbH & Co. KG
• C-E-G Consulting-Engineers-Göttig
• Senger GmbH Heizungsbau
• Konrad Spiegel GmbH
• Dipl.-Ing. FH Andreas Macha Öffentlich
bestellter Vermessungsingenieur
• ALTUNTAS ESTRICHBAU
Abbildungen: Lisa Farkas
102
Wohnungsbau
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sprechen für attraktive Lösungen vom Fachbetrieb Friedrich Morsch GmbH & Co KG
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103
Für jede Lebenslage
41 Wohneinheiten in dem ersten großen Baugemeinschaftsprojekt in Mannheim: C7-maisonNETT und C7CITYLOFT / Generalsanierung des Katholischen Studentenwohnheims ADH in Mannheim / Neubau Kinderhaus Speckweg in Mannheim
Arealüberbauung im Baugemeinschaftsmodell mitten
in der Mannheimer City, im Quadrat C7: Das
Blockinnere des Areals wird gegen Osten geöffnet und
durch eine zentrale, kommunikative Mitte inszeniert.
In den bestehenden Altbauten entstehen die
CITYLOFTS. Zusätzlich werden auf vier Parzellen
moderne Wohnhäuser in zeitgemäßer Architektursprache mit hochwertigen, interessant geschnittenen
Neubauwohnungen realisiert
104
41 WOHNEINHEITEN IM HERZEN VON
MANNHEIM: BAUGEMEINSCHAFTEN C7MAISONETT UND C7-CITYLOFT
Das erste große Baugemeinschaftsmodell in
Mannheim entsteht im Quadrat C7, in der
Mannheimer Oberstadt zwischen Universität, Reiß-Museum und Zeughaus. Hier bietet die Stadt Mannheim an zentraler Lage
Grundstücke für Baugemeinschaften an.
Mehrere Workshops und ein Architektenwettbewerb haben das ambitionierte Projekt
vorbereitet. KAUPP+FRANCK Architekten
entschieden den Wettbewerb für sich und erarbeiteten daraufhin die konkrete Rahmenplanung.
Nach ihrem erstprämierten Wettbewerbsentwurf wird das Blockinnere des Areals über einen Zugang von Osten her geöffnet und
durch eine Grünachse mit Bäumen, Grünflächen sowie einem großzügigen Spielplatz
als zentrale Mitte des gesamten Areals ins-
Öffentliche Bauten / Sanierung / Wohnungsbau
zeniert. Adressbildendes Eingangstor zum
neuen Innenbereich wird das ehemalige
Amtsgebäude.
In dem bestehenden Altbau entstehen hochwertige loftartige Wohnungen – die CITYLOFTS. Die historische Altbausubstanz, die
hohen Decken, großflächige Fenster und
großzügige Erschließungsflächen werden dabei weitgehend erhalten. Zusätzlich entstehen auf vier Parzellen moderne Wohnhäuser
in zeitgemäßer Architektursprache mit hochwertigen, interessant geschnittenen Neubauwohnungen – u.a. die Baugemeinschaft
maisonNETT. Die Baukörper sind straßenzugewandt großmaßstäblich konzipiert,
während im Blockinneren kleinere Einheiten
geschaffen werden. Lufträume unterstreichen
im Innern das lichte Ambiente. Südbalkonen
öffnen den Wohnbereich zum ruhigen Innenhof.
Die Gestaltung der Wohnungen und Häuser
im Detail entwickeln die Baugemeinschaften
direkt mit den Architekten und setzen dabei
ihre individuellen Schwerpunkte: Auf familiengerechtes Wohnen, hochwertigen Ausstattungskomfort, Ökologie, Barrierefreiheit oder
besonders kostengünstiges Bauen. Geparkt
wird in der gemeinsamen Tiefgarage.
Das Katholische Studentenwohnheim ADH aus dem Jahr 1967 wurde während eines Jahres grundlegend nach
modernen energetischen und technischen Standards saniert, aufgewertet und durch eine ansprechende Gestaltung wirkungsvoll revitalisiert
SANIERUNG UND ERWEITERUNG DES KATHOLISCHEN STUDENTENWOHNHEIMS
ADH (ALFRED-DELP-HAUS) IN MANNHEIM
Das Katholische Studentenwohnheim ADH
(Alfred-Delp-Haus) in Mannheim stammt aus
den 1960er Jahren und wurde durch
KAUPP+FRANCK Architekten im Auftrag des
Trägers Katholische Gesamtkirchengemeinde
Mannheim während eines Jahres grundlegend nach modernen energetischen und
technischen Standards saniert und revitalisiert. Die Generalsanierung zum Energieeffizienzhaus umfasste nicht nur eine verbesserte Dämmung oder eine moderne, sparsame Belüftungstechnik, sondern auch eine
zeitgemäße Gestaltung und Ausstattung der
Wohnheimzimmer sowie eine ästhetisch einladende Aufwertung der Gemeinschaftsbereiche. Das ADH steht allen Konfessionen, Religionen und Nationalitäten als bezahlbare
Studentenunterkunft und als gelebter Ort der
Toleranz und des Austauschs offen. Auch die
Katholische Hochschulgemeinde hat im ADH
ihren festen Platz. Die Investitionskosten von
5,5 Mio. Euro teilten sich die Gesamtkirchengemeinde und die Erzdiözese Freiburg.
Öffentliche Bauten / Sanierung / Wohnungsbau
105
Zwei Krippen-, drei Kindergartengruppen und ein
Mutter-Kind-Zentrum kommen in diesem Neubau am
Speckweg unter
KINDERHAUS SPECKWEG MIT FÜNF
GRUPPEN UND VERANSTALTUNGSBEREICH
Im Rahmen des Krippenprogramms der Bundesregierung realisierte KAUPP+FRANCK
Architekten für die Stadt Mannheim ein fünfgruppiges Kinderhaus mit zwei Krippen- und
drei Kindergartengruppen als Ersatzneubau
eines nahegelegenen, kleinen evangelischen
Kindergartens. Betreiber ist die evangelische
Kirche. Zu den Nutzern zählt auch das ElternKind-Zentrum, dem die Räume in den Nachmittags- und Abendstunden zur Verfügung
stehen.
Der kompakte zweigeschossige Baukörper
fasst in seiner Mitte eine zentrale Halle. Der
Eingangsbereich wird durch das auskragende Dach auf der gesamten Fassadenlänge akzentuiert. Hier ist auch eine Außentreppe angeordnet, über die man die obere Spielebene erreicht.
Im Erdgeschoss richten sich die beiden Krippengruppen mit ihren Aufenthaltsbereichen
direkt zum teilweise überdachten Außen106
gelände nach Südwesten aus. Die beiden für
eine flexible Nutzung zusammenschließbaren
Mehrzweckräume sowie Küche und Nebenräumen, die durch das Eltern-Kind-Zentrum
genutzt werden, befinden sich ebenfalls im
Erdgeschoss. Das Obergeschoss steht den
drei Kindergartengruppen zur Verfügung, deren Spielbereiche auf Loggien, Außentreppen
und eine Rutsche hinunter ins Außenspielgelände erweitert werden. Vielfältige Spielund Wegebeziehungen verzahnen Innen und
Außen. Prägnant sind die frischen Farben und
einfachen Materialien, deren Intensität und
Vielfalt sich in den Innenräumen u.a. an bunten Oberlichtern und Garderoben entfaltet.
Das Gebäude ist ein moderner, hochgedämmter Holzständerbau mit hinterlüfteten
Fassaden und Brettstapel-Stahlbetonverbunddecken. Es erfüllt u.a. dank Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Brettstapelakustikdecken modernste Anforderungen an Schallschutz, Gebäudetechnik und
Energieoptimierung.
Öffentliche Bauten / Sanierung / Wohnungsbau
Bauherr
-Proj. „Wohnen in C7“:
Baugemeinschaften CITYLOFT und
maisonNETT, Mannheim
-Proj. „Revitalisierung Katholisches
Studentenwohnheim ADH“:
Katholische Gesamtkirchengemeinde
Mannheim
-Proj. „Kinderhaus Speckweg“:
GBG Wohnungsbaugesellschaft mbH,
Mannheim
Architektur und Planung:
KAUPP+FRANCK Architekten GmbH,
Mannheim
Partner am Bau:
• ALTUNTAS ESTRICHBAU
• DIPL.-ING. CHRISTOPH BRUHN BAUUNTERNEHMUNG
• MICHAEL JÖRDER MALERBETRIEB
• M.C. Abbruch UG
• C-E-G Consulting-Engineers-Göttig
• ELSÄSSER HOLZBAUWERTE
• Harrer Ingenieure Gesellschaft
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107
Kubische Formen, komplexes Raumprogramm
Einfamilienhaus mit Pool und Saunahaus in Römerberg-Mechtersheim
Das Spiel mit verschiedenen Formen für unterschiedliche Gebäudetrakte sorgt dafür, dass sich das
Wohnhaus mit seinem komplexen Raumprogramm
respektvoll in den kleinteiligen Maßstab des Wohngebietes einfügt, dabei jedoch seine übergeordnet
moderne gestalterische Handschrift bewahrt
Auf einer Baulücke an leichter Hanglage am
Ortsrand von Römerberg-Mechtersheim errichtete Plan F ein Wohngebäude mit Pool
und Saunahaus. Der Neubau setzt sich aus
mehreren Trakten zusammen, die versetzt in
den Hang platziert wurden und die Topographie baulich und formal artikulieren. Die terrassiert befestigte Gartenanlage bildet den
klaren Abschluss zum Straßenraum. Ein nach
außen geschlossenes, durch ein Lichtband
strukturiertes Saunahaus schirmt den dahin-
108
Wohnungsbau
terliegenden, privaten Poolbereich vor unerwünschten Einblicken ab. Zum Pool selbst
wiederum ist der Ruhebereich des Saunahauses durch eine großflächige Fensterfront
geöffnet. Im Innern sorgt die Pultdachkonstruktion für überhohe Räume und einen
noch größeren Erholungseffekt. Das
Schwimmbecken außen ist in die ansprechend gestaltete Gartenanlage integriert.
Für das Wohnhaus wiederum wurden zwei
Formen miteinander verschmolzen. Die tra-
ditionelle Erscheinung des Einfamilienhauses
mit Giebeldach wurde schnörkellos umgesetzt und durch zwei kubische, auch farblich
abgesetzte Volumen zu einem neuen Ganzen
zusammengefügt. Auf der rückwärtigen Seite des Grundstücks ist die Erschließung des
Gebäudes als formal abgesetztes Element integriert. Im Hang etwas tiefer versetzt wiederum erweitert ein modern inspirierter,
lichtdurchfluteter kubischer Gebäudetrakt
mit Dachterrasse das Wohnhaus. Zu den vielfältigen Außenbereichen mit jeweils eigenständiger Aufenthaltsqualität zählt auch ein
Balkon. Die horizontalen Fensterschlitze des
Saunahauses finden sich als durchgängiges
gestalterisches Motiv in allen drei Bauteilen.
Ein ressourcenschonendes Energiekonzept
rundet die differenzierte Planung ab.
Die im Wohngebiet von Römerstein-Mechtersheim
vorherrschende traditionelle Bauweise wird durch die
Verbindung mit moderner Formensprache sowie
einem reduzierten Farb- und Materialkonzept
zeitgemäß interpretiert
Bauherr, Architektur und Planung:
Plan F
Architektur & Ingenieurbüro,
Mannheim
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Wohnungsbau
109
Neue Top-Adressen im Zentrum von Karlsruhe
Wohnen und Arbeiten direkt am neuen Stadtpark: „Park Arkaden“ und „Park Plaza“ entlang der LudwigErhard-Allee lassen an Qualität und Komfort nichts vermissen
Upper East, City Park, Park Office … diese Begriffe gehören seit einiger Zeit ebenso zum
Stadtbild Karlsruhes wie die Pyramide oder
das Schloss. Der Bauboom in der Südoststadt
am neuen City Park ist Anlass, zwei Bauprojekte der Karlsruher Göbelbecker Bauträger
und Beteiligungs-GmbH vorzustellen. „… in
der Gemeinschaft sind wir stärker!“ – Getreu
diesem Motto wurde das Unternehmen von
dem Geschäftsführer der IBA, Paul Heinze,
und dem Geschäftsführer der Immotrend
GmbH, Gerd Göbelbecker, im Jahr 2003 gegründet.
PARK ARKADEN
Der östliche Stadteingang von Karlsruhe sollte im Rahmen enger städtebaulicher Vorgaben neu gestaltet werden. In dem hierfür ausgeschriebenen Wettbewerb belegten GJL
Architekten BDA Grube Jakel Löffler aus
Karlsruhe mit ihrem Entwurfsansatz den
1. Platz und wurden mit der weiteren Ausführungsplanung beauftragt.
Das architektonische Konzept der im März
2014 fertiggestellten Park Arkaden in der
110
Ludwig-Erhard-Allee 8 – 14 sah drei miteinander verbundene Baukörper vor, die sich nur
durch unterschiedliche Fensterformate bei einer ansonsten einheitlichen Materialität und
Farbigkeit abzeichnen. Der monolithisch wirkende, 170 m lange und sieben- bis achtgeschossige Baukörper der drei Häuser begleitet den Straßenraum und vermittelt eine urbane und städtebaulich ansprechende
Anmutung.
In den Erdgeschossen sind verschiedene gewerblich genutzte Flächen und Gastronomiebereiche entstanden, das 1. Obergeschoss ist für Büros und Dienstleistungsunternehmen konzipiert. In den darüberliegenden
Geschossen wurde Wohnraum für unterschiedlichste Ansprüche und flexible Nutzung
realisiert; von kostengünstigen Studentenwohnungen bis zu hochwertigen 5-ZimmerWohnungen mit Dachterrasse und Blick über
die Stadt.
Auf die Lärmbelastung durch die Ludwig-Erhard-Allee reagieren die Fassaden mit schmalen Fensteröffnungen. Die markanten Pfeilerstellungen, welche flächig in die Fassade
Wohn- und Geschäftsbauten / Gewerbebauten
integriert sind, weisen den Weg zu den jeweiligen Eingängen in die einzelnen Nutzungsbereiche.
Durch die Stützenreihe des zusammengefassten Erd- und Obergeschosses sowie der
durchlaufenden Gesimsausbildung am Übergang 5./6. OG wird eine klassische Dreigliederung der Fassade mit Sockelgeschoss, Mittelteil und Architrav erreicht. Mit zwei großen
Einschnitten in der Kubatur im 6. und 7. OG
zeichnen sich die drei Nutzungsschwerpunkte Eigentumswohnungen, studentisches
Wohnen deutlich ab und gliedern die langen
Fassaden. Nach Süden öffnen sich die Wohnungen großzügig über vorgelagerte Terrassen und Balkone zum Stadtpark.
Unter dem Komplex befindet sich eine dreigeschossige Tiefgarage, welche den Stellplatzbedarf für die gesamte Bebauung der
Parkarkaden aufnimmt. Zu- und Abfahrt erfolgen ausschließlich über die Ludwig-ErhardPark Arkaden: Das ca. 180 Meter lange Gebäude
nimmt Läden und Gastronomie, hochwertige Büros
sowie komfortable Eigentumswohnungen auf
Quelle Abb.: Göbelbecker
Park Arkaden: Von den Wohnungen genießt man den
herrlichen Blick auf die Esplanade und den grünen
City Park oder über den Boulevard auf die Stadt
Quelle Abb.: Göbelbecker
Allee, sodass auf Parkseite die Garagennutzung nicht wahrgenommen wird.
Der Bau wurde seitens des Generalunternehmens ARGE Parkarkaden Karlsruhe (Bilfinger/Züblin AG/Heberger) schlüsselfertig erstellt. Die Planung und Ausführung erfolgte
in enger Zusammenarbeit mit dem Generalunternehmen. Das Büro GJL Architekten BDA
Grube Jakel Löffler war verantwortlich für die
komplette Werkplanung, die zu erarbeitenden
Details, die Realisierung der Nutzerwünsche
sowie für die künstlerische Oberbauleitung.
PARK PLAZA
Das Park Plaza – ein Büro- und Verwaltungsbau an der Karlsruher Ludwig-ErhardAllee 6 mit Läden, Wein-Lounge, Eiscafé und
Restaurant und einer dreigeschossigen Tiefgarage – ist bereits im November 2013 fertiggestellt worden. Der Neubau steht selbstbewusst gegenüber dem bunten Gebäude
der LBBW und bildet damit den westlichen
Abschluss der mächtigen Neubauten entlang
der Ludwig-Erhard-Allee. Das Gebäude präsentiert sich dem Betrachter in dem vielgestaltigen Umfeld angenehm klar und prägnant. Mit der Fertigstellung dieses Gebäudes
hat der City-Park für jedermann an der Innenstadt „angedockt“.
Die große Auskragung der unteren Geschosse signalisiert die Bedeutung der HenrietteObermüller-Straße als Haupterschließung für
das neue Wohngebiet. Der dadurch entstandene überdachte Bereich ist für das dort angesiedelte italienische Restaurant eine willkommene Fläche für die Außengastronomie
mit südländischem Flair. Die klaren, raumhohen Fensteröffnungen machen die Büros
großzügig und unterstützen das nachhaltige
Energiekonzept. Durch ein weitgespanntes
Tragwerk sind sowohl kleine Einzelbüros,
Gruppen-, Großraum- und Kombibüros ermöglicht geworden. Dadurch können die
Mieteinheiten in Flächen von 200 bis 6.000
m² große Einheiten aufgeteilt werden.
Die dreigeschossige stützenfreie Großgarage,
die sich noch hinter das Gebäude der ParkPark Plaza:
Quelle Abb.: Göbelbecker
arkaden zieht und sich unter der Esplanade
befindet, ist allein schon einen Besuch wert.
Der gesamte Komplex ist barrierefrei angelegt und besitzt auf jeder Parkebene einen Zugang zum Hauptgebäude. Ein in die Decken
eingelegtes Rohrleitungssystem (Bauteilaktivierung) trägt sowohl zur Beheizung als auch
zur „sanften“, gleichmäßigen Kühlung bei
und sorgt für angenehmen Raumkomfort.
Die Karlsruher archis architekten und ingenieure gmbh, die bereits den Wettbewerb
„Parkoffice“ gewonnen hatte, lieferte mit
dem Park Plaza binnen kurzer Zeit das zweite gelungene Projekt in der Gebäudereihe ab.
Als Generalunternehmer zeichnete die Implenia Schweiz AG verantwortlich.
Bauherr
-Proj. „Park Arkaden“:
Göbelbecker Bauträger- und
Beteiligungs-GmbH, Karlsruhe
-Proj. „Park Plaza“:
Park Plaza GmbH & Co. KG, Karlsruhe
Partner am Bau:
• Ed. Züblin AG
• Werbelicht Karlsruhe GmbH
• HF-GmbH Elektroplanung
Wohn- und Geschäftsbauten / Gewerbebauten
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über 80 Jahren maßgeschneiderte Lösungen für anspruchsvolle Bauvorhaben und bietet ihren
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Fertigteilen oder im Bereich Public Private Partnership – Züblin setzt Maßstäbe.
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Die init innovation in traffic systems AG, weltweit führender Anbieter auf dem Gebiet der
Telematik und der elektronischen Zahlungssysteme für Busse und Bahnen, erweitert ihre
Firmenzentrale in Karlsruhe. FKS Generalplaner haben einen Neubau entworfen, für den
ein Teilabbruch des Bestands den erforderlichen Raum geschaffen hat. Die Ed. Züblin AG
ist seit August 2013 mit der Realisierung des
Bauvorhabens beauftragt, das Mitte 2015 abgeschlossen werden soll. In der Käppelestraße 4 – 6 in Karlsruhe wird dann weithin
sichtbar ein Hochhaus mit Tiefgarage, Erdgeschoss und neun Obergeschossen in den
Stadthimmel ragen.
Die optisch elegant anmutende Fassade ist
als Pfosten-Riegel-Konstruktion konzipiert
und mit Faserzementplatten samt integrierter Photovoltaikanlage verkleidet. Ein Panoramaglasaufzug führt in Sekundenschnelle
ins neunte Obergeschoss, in dem ein repräsentativer Konferenzbereich mit zwei Dachterrassen den eindrucksvollen Blick über
Karlsruhe eröffnet. Die Büroetagen selbst sind
mit Lüftungsanlagen und Einzel-Umluftkühlgeräten ausgestattet, die den Nutzern jeweils
individuellen Komfort ermöglichen.
Bauherr:
init innovation in traffic systems AG,
Karlsruhe
Architektur und Planung:
FKS Generalplaner, Karlsruhe
Generalunternehmung:
Ed. Züblin AG, Direktion Karlsruhe
Bereich SFB und IB
Partner am Bau:
• Kerlen Taucher GmbH
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Wohnwerte in Heidelberg
KurfürstenCarré: Urbanes Wohnen in der Weststadt / Eleonorengarten: Zeitgemäßes Wohnen auf historischem Areal in Handschuhsheim
WESTSTADT: URBANES WOHNEN IM
KURFÜRSTENCARRÉ
In einem der begehrtesten Stadtteile Heidelbergs, in zentraler Innenstadtlage, befindet
sich das KurfürstenCarré. Die Conceptplan &
Kalkmann Wohnwerte GmbH & Co. KG realisierte westlich des neuen Justizgebäudes
eine repräsentative, stilbewusste Wohnanlage nach Entwurf von Auer + Weber + Assoziierte aus Stuttgart. Weit geschnittene, lichtdurchflutete 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen mit
lichten Raumhöhen von bis zu ca. 2,90 m
gruppieren sich zwischen Bahnhofstraße,
verlängerter Kleinschmidtstraße und Kurfürsten-Anlage um einen 460 m² großen, begrünten Innenhof.
Urbanes Wohnen im KurfürstenCarré bedeutet, fließende Übergänge zwischen den Bereichen Kochen, Essen, Wohnen und Freisitzen sowie insgesamt eine angenehme
Großzügigkeit der variantenreichen Grundrisslösungen. Ein Großteil der Wohnungen
wurde barrierefrei konzipiert. Bodentiefe Fenster sowie Balkone, Loggien und Terrassen
stellen intensive Bezüge nach außen her. Im
Innern dominiert eine hochwertige Ausstattung mit Parkett- bzw. Fliesenböden, Fußbodenheizung, elektrisch betriebene Außenjalousien und kontrollierte Wohnraumbelüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
KfW-70-Standard und eine Wärmeversorgung über das Fernwärmenetz der Stadtwerke gewährleisten eine nachhaltige Verringerung des Energieverbrauchs und somit
niedrige Betriebskosten.
Im mit 5,60 m sehr hoch konzipierten,
schwellenlos vom Gehweg aus erschlossenen
Erdgeschossbereich sind auf rund 2.160 m²
nicht störendes Gewerbe, Praxen und Büros
sowie eine Kindertagesstätte mit bis zu vier
Gruppen und insgesamt rund 40 Kindern im
Alter von bis zu drei Jahren vorgesehen. Diese Einrichtungen sowie alle Wohnetagen der
drei- bis viergeschossigen Bebauung sind be-
quem ab der zweigeschossigen privaten Tiefgarage mit 167 Stellplätzen erschlossen. Ansonsten ist der Baukörper durch fünf separate Zugänge mit eigenen Treppenhäusern
strukturiert. Die Architektursprache ist klar
und modern, geprägt durch einfache Linienführung und eine wohlproportionierte, ruhige Fassadengestaltung.
Für das KurfürstenCarré werden im Sinne des
Wohnungsentwicklungsprogramms der Stadt
Heidelberg rund 15 Prozent der Wohnungen
als mietpreisgebundene Wohnungen mit
rund 8 Euro Miete pro Quadratmeter vermietet. So wird sichergestellt, dass allen Generationen auch mit mittlerem und unterem
Einkommen bezahlbarer Wohnraum geboten
ist.
Das KurfürstenCarré: attraktive, hochwertig ausgestattete und nachhaltig konzipierte Stadtwohnungen an
zentraler Lage in der Heidelberger Innenstadt
unverbindliche
Illustration
114
Wohnungsbau
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WOHNEN IM ELEONORENGARTEN
In der Mühltalstrasse von Heidelberg-Handschuhsheim befand sich seit 1913 das Eleonorenhaus – eine Entbindungsklinik, die
nach der großzügigen Förderfamilie von
Eleonore Gilg benannt war. Nachdem die Anlage in jüngerer Vergangenheit als heilpädagogisches Kinderheim genutzt worden
war, wird auf dem 7.580 m² großen historischen Gelände in der Mühltalstraße 101
künftig abermals eine neue Nutzung erfolgen. Die Conceptplan & Kalkmann Wohnwerte GmbH & Co. KG realisiert hier nach
Entwurf von SSV Architekten aus Heidelberg
eine familienfreundliche Wohnanlage mit
acht Eigentumswohnungen im historischen,
umgebauten und modernisierten Eleonorenhaus, sechs auf dem Areal in zwei Reihen
locker verteilte Doppelhäuser und eine Villa.
Die Grundstückszufahrt wird erhalten und als
verkehrsberuhigter Wohnweg bzw. als Spielstraße gestaltet. Bis auf fünf oberirdische Besucherstellplätze sind 34 Stellplätze in einer
unverbindliche
Illustration
gemeinsamen Tiefgarage vorgesehen. Im
Rahmen des Baulandmanagements der Stadt
Heidelberg wird auch bei diesem Projekt ein
Teil der Wohnungen als preisgebundener
Wohnraum angeboten.
Die Einfamilienhäuser sowie die Villa sind allesamt in Passivhaus-Bauweise konzipiert, sodass Wärmeverluste vermieden und freie
Wärmegewinne optimiert werden. Dazu trägt
die ausgezeichnete Wärmedämmung bei,
eine ressourcenschonende Komfortlüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung für ein optimales Wohnklima, sowie
große, bodentiefe Südfenster mit DreifachIsolierverglasung. Das Eleonorenhaus schließlich wird energetisch derart saniert, dass auch
dort künftig erhebliche Energieeinsparungen
möglich sind.
Auf Teilgrundstücksflächen mit bis zu 540 m²
entstehen die Einfamilienhäuser, die als Doppelhaushälften mit bis zu sechs Zimmern und
rund 204 m² Wohnfläche realisiert werden.
Großzügige Räume, gehobene Ausstattung
unverbindliche
Illustration
Wohnen im Eleonorengarten: auf historischem Areal
ensteht eine familienfreundliche Wohnanlage mit acht
Eigentumswohnungen, einer Villa und sechs Doppelhäusern
und viel Tageslicht tragen dabei zu einem bewusst exklusiven Wohnerlebnis an dieser besonderen Lage bei. Alle Haushälften richten
sich nach Süden aus und erweitern dort den
Wohnraum auf eine Terrasse und in den Garten im Erdgeschoss sowie auf eine Dachterrasse im Dachstudio.
Die Villa ist als frei stehendes Passiv-Einfamilienhaus im Südwesten des Eleonorengartens angeordnet. Während die Doppelhäuser
über zwei Vollgeschosse, ein Dachstudio und
ein Untergeschoss für Keller und Hobbyraum
verfügen und dabei in ihrer Formensprache
mit einem Steildach den lokalen Bezug aufgreifen, setzt die Villa als moderner Kubus mit
begrüntem Flachdach und zwei Vollgeschossen einen neuen Akzent auf dem Areal. Hier
werden rund 208 m² Wohnfläche sowie 90 m²
Fläche im Keller geschaffen. Hinzu kommen
die gegen Süden ausgerichtete überdachte
Wohnungsbau
115
Terrasse, ein großzügiger Balkon sowie die
Gartenanlage.
Im historischen Eleonorenhaus verteilen sich
großzügig geschnittene 2- bis 4-Zimmer-Eigentumswohnungen mit bis zu rund 192 m²
auf den drei Vollgeschossen und in den zwei
Dachgeschossen. Bodentiefe Fenster sorgen
auch hier für helle Räume und lichtdurchflutetes Wohnerleben. Maisonette-Wohnungen
mit Blick in die Rheinebene erstrecken sich bis
unter das Dach. Alle acht barrierefrei per Auf-
zug erschlossenen Wohnungen verfügen über
einen Balkon oder eine Loggia bzw. eine Terrasse sowie im Gartengeschoss über individuell zugeordnete Gärten.
Bauträger und Projektentwickler:
Conceptplan & Kalkmann Wohnwerte
GmbH & Co. KG, Dossenheim
Vermarktung:
Kalkmann Wohnwerte
GmbH & Co. KG, Heidelberg
Partner am Bau:
• Essenpreis Haustechnik GmbH
• Becker GmbH
• Schumann Trockenbau GmbH
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Gartengestaltung und Landschaftsbau auf höchstem Niveau dank Tradition und Innovation.
In der Metropolregion Rhein-Neckar kennt man uns und vertraut auf
unsere professionelle Projektabwicklung und eine termingerechte Übergabe. Mit innovativen Methoden und Freude an der Verwirklichung
anspruchsvoller Aufgaben meistern wir alle Herausforderungen.
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74939 Zuzenhausen
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Bodengleiche Duschlösungen für noch mehr Flexibilität im Bad
Die besonders flache Duschwanne erfüllt höchste
Ansprüche an ein formschönes Bad, und dank der
glatten und fugenfreien Oberfläche ist der Duschbereich
(Foto: epr/Villeroy & Boch)
auch leicht zu reinigen
(epr) Eine Dusche gehört heute zu einem modernen Badezimmer einfach dazu. Auch Senioren oder Menschen mit Behinderung kommen dank flächenbündiger Modelle in den
entspannenden Bade- oder Duschgenuss. Dabei liegen die Duschwannen von Villeroy &
Boch, die bodengleich installiert werden
können und sich farblich an den Bodenbelag
anpassen, besonders im Trend. „Squaro Superflat“ zum Beispiel schafft ein unverwechselbar schönes Bad. Neben den superflachen
Duschwannen bieten extravagante Walk-InDuschabtrennungen Wellness pur. Alle aus
Quaryl gefertigten Duschwannen besitzen
eine porenfreie Oberfläche, die sich leicht reinigen lässt. Mehr unter www.villeroyboch.com.
Transparente Walk-In-Duschabtrennungen sind wie
gemacht für moderne, minimalistische Bäder, die
jedes Bad und jede Dusche zum Erlebnis werden
lassen
(Foto: epr/Villeroy & Boch)
Produktinfo
117
Neuer Raum für Innovationen
Zwei weitere Bürogebäude für den Unternehmenscampus der CAS Software AG im Technologiepark von
Karlsruhe
Im grünen Technologiepark von Karlsruhe ist
eine Innovationswelt der außergewöhnlichen Art entstanden: Ein Ensemble von heute fünf CAS-Gebäuden auf 6.500 m² in der
Wilhelm-Schickard-Straße (heute CAS-Weg)
bilden den neuen Unternehmens-Campus.
Dieser spiegelt mit Offenheit, Freundlichkeit
und Transparenz die Unternehmens-Philosophie der CAS Software AG wider. Die sogenannten InnovationCenter umfassen den
zentralen Campus-Innenhof mit seinen Kommunikationsinseln. Auf dem Campus befinden sich aktuell neun SmartCompanies mit
über 250 festen Mitarbeitern und vielen weiteren Arbeitsplätzen für freie Mitarbeiter sowie Bachelor- und Masterthesis-Absolventen.
Alle gemeinsam arbeiten sie an den Softwarelösungen der Zukunft.
Im Sommer 2012 ist mit der Fertigstellung
zweier neuer CAS InnovationCenter samt Culinarium der Grundstein für weiteres Wachstum, neue Produkte und Arbeitsplätze gelegt
worden. Geplant und gebaut wurden die beiden Gebäude von der Vollack Gruppe. Die Gebäudestrategen haben mit CAS gemeinsam
das kundenindividuelle Konzept entwickelt
und in neun Monaten einzugsfertig realisiert.
118
Gewerbebauten
Die Bürofläche schafft Platz für rund 120
neue Arbeitsplätze: Zum Beispiel für hochqualifzierte Software-Ingenieure, die durch innovative, nachhaltige Lösungen die CAS
Software AG zum Innovationsführer im Bereich xRM entwickeln.
Die beiden neuen, dreigeschossigen Bürogebäude mit insgesamt rund 2.000 m² Nutzfläche ergänzen die schon drei bestehenden
Gebäude zu einer geschlossenen Einheit.
Durch die Grundstückserweiterung um rund
3.300 m² vergrößerte sich das CAS-Gelände
auf über 7.700 m² mit einer Bürofläche von
insgesamt ca. 6.500 m².
Als innovationsfreudiges Unternehmen war
es CAS ein großes Anliegen, eine umweltbewusste Energiequelle zu nutzen. Aufgrund
der Beratung durch Vollack und mit Unterstützung der Stadtwerke Karlsruhe werden
beide Bürogebäude deshalb mit Fernwärme
versorgt. Zudem unterschreiten die Gebäude,
dank vorausschauender Planung, die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV um 20 Prozent.
CAS SOFTWARE AG
Die CAS Software AG wurde 1986 von Mar-
tin Hubschneider und Ludwig Neer gegründet. Heute ist das Unternehmen deutscher
CRM-Marktführer für den Mittelstand und
Pionier für xRM, dem universellen Beziehungsmanagement der nächsten Generation.
Das Produktportfolio umfasst CRM-Systeme,
xRM-Lösungen und Branchenlösungen, mit
denen Unternehmen und Organisationen erfolgreiche und nachhaltige Geschäftsbeziehungen aufbauen, das Unternehmenswissen
besser nutzen und die Effizienz ihrer Mitarbeiter steigern. Über 250.000 Anwender arbeiten täglich mit Produkten der CAS Software.
Die Karlsruher CRM- und xRM-Spezialisten
engagieren sich in zahlreichen Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler
Ebene. Für seine innovative Produktpalette
und sein Engagement im Mittelstand hat das
Unternehmen mehrere Auszeichnungen und
Preise erhalten u.a. als „Arbeitgeber des Jahres“ 2009 und „Innovator des Jahres“ 2006
und 2011.
Zwei neue CAS InnovationCenter samt Wohlfühlrestaurant Culinarium (roter Kubus rechts im Bild)
ergänzen den Unternehmenscampus um insgesamt
rund 2.000 m² Nutzfläche
Quelle Abb.: Vollack
Klare, lichtdurchflutete und wohnliche Architektur, die
ebenso genügend Platz für Kommunikation wie
Rückzug bietet
Quelle Abb.: Vollack
unterstützt Vollack Auftraggeber bundesweit
an mehreren Standorten und international,
indem Bauherren ins Ausland begleitet werden. Kundenindividuelle Lösungen für die stetige Optimierung ihres Geschäfts machen
Vollack zu einem langjährigen Wegbegleiter
namhafter Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen. In einer eigenen Akademie
mit Tagungszentrum bilden sich die Mitarbeiter für gegenwärtige und zukünftige Aufgaben weiter.
Konzeption, Planung und Bau:
Vollack GmbH & Co. KG, Karlsruhe
VOLLACK
Mit einem Team von 270 Mitarbeitern, davon
150 Architekten und Ingenieuren, ist Vollack
Spezialist für die methodische Entwicklung,
Planung und Realisierung sowie Revitalisierung nachhaltiger, energieeffizienter Gebäude im Bereich Büro, Industrie, Gesundheit. Ge-
nau zugeschnitten auf den Bedarf und die
Prozesse der Bauherren entstehen nach der
von Vollack entwickelten 4-Phasen-Methode
für Entwicklung, Planung, Bau und Werterhalt
von Büro- und Industriegebäuden, beginnend
mit der Phase NULL® Arbeitswelten mit Alleinstellungscharakter. Dezentral organisiert
Partner am Bau:
• Haser Metallbau GmbH
• PANraumsysteme GmbH
• Werbelicht Karlsruhe GmbH
• HETTMANNPERGER
Bohrgesellschaft mbH
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Gewerbebauten
119
Umbauten in Bruchsal bei laufendem Betrieb
Johann-Peter-Hebel-Schule Bruchsal: Umbau und energetische Sanierung / Handelslehranstalt Bruchsal:
Umbau und energetische Sanierung sowie Sanierung Brandschutz
JOHANN-PETER-HEBEL-SCHULE
Die Johann-Peter-Hebel-Schule Bruchsal wurde im Jahr 1966/1967 als Grund- und Hauptschule (Volksschule) errichtet. Die Schule liegt
an der Wilderichstraße 14, in direkter Nachbarschaft zum barocken Bruchsaler Schloss
mit Schlossgarten und einem großen Spielplatz. Seit 2009 wird die Schule als vierzügige Grundschule betrieben.
Der Gebäudekomplex, gebaut in Stahlbetonskelettbauweise, besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäudeteilen: dem drei-
geschossigen Schulgebäude, dem Übergangsbau und der Turnhalle.
Folgende Maßnahmen wurden zwischen
2010 und 2012 realisiert: Die energetische
Sanierung aller Dach- und Fassadenteile, die
Elektroinstallationen, Sanitäranlagen, Heizkörper und Leitungen, Brandschutzmaßnahmen, Anbau einer neuen Fluchttreppe sowie
Interimsmaßnahmen zur Erweiterung von
Unterrichtsflächen im Erdgeschoss.
Alle Maßnahmen wurden bei laufendem Betrieb der Schule durchgeführt. Durch die
Johann-Peter-Hebel-Schule: Um den Schulbetrieb
weiterhin durchgängig zu gewährleisten, kam eine
besondere Strategie der Fassadensanierung zum
Einsatz. Die neue Fassade wurde vor dem Bestand
aufgebaut und sukzessive von innen her zurückgebaut
Abb.: Patrick Beuchert
Schaffung der Interimsräume im EG, dem
ehemaligen überdachten Pausenbereich, war
es möglich, drei Klassenräume aus den Obergeschossen auszulagern und die betreffenden Räume zu sanieren. Es mussten keine externen Lösungen wie z.B. Behelfsbauten aus
Containern vorgesehen werden.
Um den Schulbetrieb weiterhin durchgängig
zu gewährleisten, kam eine besondere Strategie der Fassadensanierung zum Einsatz. Die
neue Fassade wurde vor dem Bestand aufgebaut und sukzessive von innen her zurückgebaut.
Die neue Fassade wanderte im Zuge der Sanierungsmaßnahme um ca. 80 cm nach
außen. So mussten die umlaufenden Wartungsbalkone nicht gedämmt werden; die
neu entstehende Fläche wurde den Klassenräumen zugeschlagen. In den umlaufenden
Streifen der ehemaligen Wartungsbalkone
wurden neue Installationsleitungen gelegt.
Die Pfosten-Riegel-Fassade aus Aluminiumprofilen ist mit Metalljalousien verschattet
worden. Diese verbergen sich hinter einem
markant ausgebildeten Metallkoffer aus Aluminiumverbundplatten, in Anlehnung an die
ursprüngliche Fassadengestaltung. Die neue
Johann-Peter-Hebel-Schule: saniertes Klassenzimmer
Abb.: Patrick Beuchert
120
Öffentliche Bauten / Sanierung
Handelslehranstalt Bruchsal: Der Verwaltungsbereich
wurde neu organisiert und mit moderner Technik
ausgestattet
Abb.: Patrick Beuchert
Fassadenkonstruktion erfüllt die Vorgaben
der EnEV 2009.
Im Zuge der Brandschutzmaßnahmen erhielt
die Haupttreppe eine skulptural wirkende
Einhausung zur sicheren Entfluchtung der
Klassen. Das Gebäude ist mit einer flächendeckenden Brandmeldeanlage ausgestattet
worden; die bestehenden Decken wurden
zum Teil brandschutzmäßig ertüchtigt.
Der Baumaßnahme ist die Auszeichnung
„Beispielhaftes Bauen“ im Landkreis Karlsruhe 2006 – 2013 verliehen worden.
HANDELSLEHRANSTALT BRUCHSAL
Das Gebäude der Handelslehranstalt Bruchsal wurde ab 1957 in drei Bauabschnitten errichtet. Um die Schule mit ca. 1.400 Schülern
zukunftsfähig zu machen, wurden in einem
ersten Abschnitt die Verwaltung und die Fassaden umgebaut und saniert. Die Fassaden
sind als zweischalige, vorgehängte Konstruktionen mit Glaspaneelen als Fassadenbekleidung ausgebildet.
Handelslehranstalt Bruchsal: Um die Schule mit ca.
1.400 Schülern zukunftsfähig zu machen, wurden in
einem ersten Abschnitt die Verwaltung und die
Fassaden umgebaut und saniert Abb.: Patrick Beuchert
Der Verwaltungsbereich wurde neu organisiert und mit moderner Technik ausgestattet.
Der Umbau aller Bauteile fand bei laufendem
Betrieb der Schule in den Jahren 2008 bis
2011 statt. Der Brandschutz des gesamten
Gebäudekomplexes wurde aufwendig ertüchtigt und saniert.
Das Aulagebäude Haus C, welches sich auf
der anderen Seite der Stadtgrabenstraße am
Gebäudekomplex des Landratsamtes Bruchsal befindet, wurde aufwendig energetisch
saniert. Die Aula erhielt eine neue Innenraumgestaltung und kann als multimedialer
Mehrzweckraum genutzt werden, u.a. für externe Theaterveranstaltungen oder für Abiturprüfungen.
Der Innenraum wurde komplett entkernt und
überarbeitet. Es wurden diverse Brand-
Öffentliche Bauten / Sanierung
121
Handelslehranstalt Bruchsal: sanierte Aula
Abb.: Patrick Beuchert
tungsanlage und die komplette Erneuerung
der Elektroinstallation waren dringend notwendig gewesen.
Die Sanierungsmaßnahmen wurden im Juni
2011 abgeschlossen.
Planender Architekt (LpH 1 – 8):
Feigenbutz Architekten, Karlruhe
Bauherr
-Proj. „Umbau und energetische
Sanierung Johann-Peter-HebelSchule“:
Stadt Bruchsal
Bau- und Vermessungsamt
-Proj. „Umbau und energetische
Sanierung Handelslehranstalt
Bruchsal“:
Landkreis Karlsruhe
Amt für Gebäudemanagement
schutzmaßnahmen durchgeführt, u.a. die Ertüchtigung der Bestandsdecken.
Die energetischen Maßnahmen an der Gebäudehülle beinhalteten das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems von ca. 22
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122
Öffentliche Bauten / Sanierung
cm Stärke mit teilweiser Bekleidung aus Naturstein sowie den Einbau neuer Fenster und
Türen sowie die Sanierung und Neueindeckung des Daches.
Der Einbau einer neuen Heizungs- und Lüf-
Partner am Bau:
• EUTEK GmbH
Maler & Gipser
• Ingenieurbüro Sikora
Lofts im Dock
Wohnen und Arbeiten am Wasser: Revitalisierung der Kauffmannmühle in Mannheim
Im DOCK 31, dem ehemaligen Lagergebäude
der Kauffmannmühle in der Hafenstraße 31
in Mannheim, wird ab Ende 2014 gewohnt.
Die Kauffmannmühle, zwischen 1881 und
1883 direkt am Verbindungskanal errichtet,
markierte als erste von sechs dampfgetriebenen Großmühlen den Auftakt für das in Süddeutschland bedeutendste Mühlenzentrum
um die Jahrhundertwende. Das Mühlengebäude selbst, das Silo und die Lagerhallen
standen jahrzehntelang leer, doch sie bilden
bis heute ein imposantes Ensemble.
Im Rahmen des städtebaulichen Gesamtkonzepts für die Wiederaufwertung des Hafenviertels Jungbusch wurde das gegenüberliegende Verwaltungs- und das Kantinengebäude bereits saniert. Mit einem in drei
Bauabschnitte gegliederten „DOCK“-Projekt
und einem Finanzvolumen von rund 32 Mio.
Euro wird nun die restliche historische
Mühlenanlage der Kauffmannmühle nach
Entwürfen von Ingenieurbüro B.S.c. Swara Arif
und MCS Projekt GmbH unter weitgehender
V
Beibehaltung der historischen, denkmalgeschützten Substanz neuen Nutzungen zugeführt.
Der denkmalgeschützte Flachbau, DOCK 31,
bildet dabei den 1. Bauabschnitt mit 38 geschossübergreifend konzipierten Einheiten. Im
37 m hohen Silo, dem DOCK 29, werden auf
neun Stockwerken 32 Lofts entstehen. Dabei
kann die Fassade zum Wasser hin geöffnet
und der Wohnraum durch Balkone an der Südwestseite erweitert werden. Unter der Freifläche südlich des Silos soll eine zweigeschossige Tiefgarage für 100 Stellplätze sorgen. Darüber komplettiert in einem letzten
Bauabschnitt ab 2015 ein Neubau mit weiteren 30 Wohneinheiten, der sich in Größe und
Erscheinung am im Bau befindlichen Kreativzentrum orientiert, das Bauvorhaben.
Hochwertige Materialien und neueste Technik
bieten in Verbindung mit den bestehenden
flexiblen Loftstrukturen beste Voraussetzungen für einen zeitgemäßen, attraktiven Lifestyle. Insgesamt 100 Wohneinheiten werden
dabei Raum für individuelle Gestaltungsideen
bieten. Entlang der Hafenstraße sollen sich in
den Erdgeschossbereichen, eingebettet in
den historischen Industriecharakter und direkt
am Wasser, auch Gewerbe und Gastronomie
ansiedeln.
Der 1. Bauabschnitt ist bereits in der Realisierung. Erschlossen werden die Lofts im
DOCK 31 über einen großzügigen Eingangsbereich mit Atrium. Die meisten Lofts profitieren vom Blick auf das Wasser. Im zurückgesetzten Staffelgeschoss locken großzügige
Dachterrassen nach draußen. Die Wohn-Module wurden derart konzipiert, dass sie horizontal und vertikal auf bis zu drei Etagen miteinander verbunden werden können – zu Bijou-Lofts, Executive-Lofts oder Big-Lofts. Die
Fertigstellung ist für Ende 2014 geplant.
Ab Ende 2014 erfolgt auch der Aus- und Umbau des Silogebäudes sowie der Neubau der
Tiefgarage.
Bauherr:
Kauffmannmühle GmbH & Co. KG,
Mannheim
Architektur und Planung:
Ingenieurbüro B.S.c. Swara Arif,
Mannheim, und
MCS Projekt GmbH, Karlsruhe
Verkauf:
Dahler & Company, Mannheim
Partner am Bau:
• Doege + Sohn Malerbetrieb GmbH
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MALERBETRIEB GMBH
FRITZ-ULLMANN-STR. 12
55252 MAINZ-KASTEL
TEL. 06134 / 20497, TEL. 0611 / 60926912
FAX 06134 / 204999
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Altbausanierung
Wärmedämmung
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Ausführung feiner Malerarbeiten
Sanierung / Wohnungsbau
123
Ein Domizil für jeden Lebensabschnitt
Seniorenzentrum und Altenpflegeheim am Leimbach in Sandhausen / Wohnen am Clignet Platz in
Mannheim
SENIORENZENTRUM UND ALTENPFLEGEHEIM AM LEIMBACH IN SANDHAUSEN
Die HPI – Heberger Projektentwicklung und
Immobilien GmbH gehört zum Firmenverbund der Heberger-Gruppe mit Sitz in Schifferstadt, die zu den technisch führenden Bauunternehmen im In- und Ausland zählt. Das
Tätigkeitsfeld der Heberger-Gruppe umfasst
neben Bau- und Ausbauleistungen auch die
Bereiche Betonprodukte und Projektentwicklung. Mit dem Neubauprojekt am Leimbach in Sandhausen realisierte das Unternehmen Wohnraum mit maßgeschneiderten
Service für Menschen im Alter.
Das „Domizil am Leimbach“ ist als Pflegeresidenz für 75 Pflegeappartements mit hoher Wohnqualität konzipiert. Die Architekten
Swoboda + Behr-Swoboda Architekten + Ingenieure aus Braunfels entwarfen dazu einen
Baukörper in klassisch-moderner Architektursprache, geprägt durch ideenreiche Grund-
124
Wohnungsbau
risslösungen für lichtdurchflutete Einzelappartements mit Duschbad. Reizvolle Ausstattungsdetails, darunter bodentiefe Fenster,
Eichenparkett, Fußbodenheizung, Sanitärkeramik von Ideal Standard, formschöne
Armaturen von HansGrohe sowie stilvolle
Steckdosen und Schalter, unterstreichen die
elegante Ausstrahlung in den betreuten
Wohnungen in Penthauslage.
Die Wohnflächen variieren zwischen 40 und
80 m². Aufzüge erschließen die Etagen schnell
und komfortabel, und auch die Wohnungen
selbst sind barrierefrei konzipiert. In zwei
Wohnungen besteht die Option, die Bäder
rollstuhlgerecht auszustatten. Im Erdgeschoss
des Pflegeheims befinden sich Cafeteria, Multifunktionsraum und Verwaltungsräume sowie die Demenzabteilung mit allen Funktionsräumen. Der Aufenthaltsbereich orientiert
sich zum Innenhof, der an den Gartenbereich
angrenzt. In den Obergeschossen verteilen
sich die Hausgemeinschaften mit jeweils 15
Bewohnern, die Aufenthaltsbereich, Küche
und Essplatz, Funktions- und Nebenräume
gemeinsam nutzen.
Im benachbarten „Betreuten Wohnen im Solitär“ wiederum befinden sich im Untergeschoss ein Wellnessbereich, ein Pflegebad
und ein Gemeinschaftsraum, der auch für
Gymnastik und Therapie genutzt werden
kann. Dieser Bereich steht allen Bewohnern
von Solitär und Domizil zur Verfügung.
Auch der „Solitär am Leimbach“ ist im Stil
klassisch-moderner Architektur konzipiert.
Im Eingangs- und Flurbereich des benachbarten Solitärgebäudes trägt ein Lichthof zur
natürlichen Belichtung und einem besonderem Ambiente bei. Dort variieren die einzelAuch im Alter selbstbewusst wohnen – in Sandhausen: Pflegedomizil mit 75 Apartments und daneben
durch den Arbeiter-Samariter-Bund betreutes Wohnen
16 attraktive Eigentumswohnungen mit urbanem
Flair am Clignet Platz in Mannheim
nen Wohnflächen zwischen 50 und 88 m²,
und in elf dieser Wohnungen sind die Bäder
für eine optionale rollstuhlgerechte Ausgestaltung vorbereitet. Im Solitärgebäude des
Projekts Domizil am Leimbach kann man
auch im Alter leben wie immer – frei, unabhängig, individuell, sicher und geborgen, mit
soviel Selbstständigkeit wie möglich und soviel Hilfe wie nötig.
MEHRFAMILIENHAUS AM CLIGNET
PLATZ IM MANNHEIMER STADTTEIL
NECKARSTADT-OST
Am Clignet Platz im Mannheimer Stadtteil
Neckarstadt-Ost realisiert die Heberger Projektentwicklung & Immobilien GmbH in energieeffizienter KfW-70-Bauweise ein fünf-
geschossiges Wohngebäude mit Staffelgeschoss für insgesamt 16 großzügige Eigentumswohnungen und eine Tiefgarage mit 18
Stellplätzen. Motorlab Architekten entwarfen
hierfür einen kompakten Baukörper mit
straßenseitig großzügigen Fensteröffnungen
und über Eck verlaufenden wintergartenartigen Bereichen. Dadurch erhält die Fassade
ihre urbane Ausstrahlung und charakteristische Identität im Stadtraum. Die hofseitige
Fassade wiederum öffnet sich gegen Südwesten mit viel Glas und großzügigen, fächerartig am Sonnenverlauf orientierten, witterungsgeschützten Balkonterrassen für eine
hohe Aufenthaltsqualität. Zwei natürlich belichtete Treppenhäuser mit Liftanlage erschließen die Wohnetagen. Großzügige Grun-
drisslösungen lassen den individuellen Einrichtungswünschen der Bewohner viele Freiheiten. Alle Wohnungen des 1. Bauabschnitts
sind bereits verkauft.
Bauherr:
Heberger Projektentwicklung &
Immobilien GmbH, Schifferstadt
Bauausführung:
Heberger Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH, Schifferstadt
Partner am Bau:
• KONE GmbH
• BVT DYNIV® GmbH
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Wohnungsbau
125
Historisierend rekonstruiert und erneuert
Dachgeschosssanierung für die Städtische Musikschule Mannheim
NEUES DACH FÜR ÜBER 5.400 ENGAGIERTE MUSIKSCHÜLERINNEN UND
MUSIKSCHÜLER
Vier Jahrzehnte lang hatte die Städtische
Musikschule Mannheim unter einem Nachkriegsnotdach unterrichtet. Der stattliche,
städtebaulich prägnante Gebäudekomplex
im E4 steht der Musikschule seit 1971 zur
Verfügung. Seitdem wird dort ein breites
Spektrum von elementarer Musikpädagogik
über den Einzelunterricht hin zu Bands, Orchester und Ensemble geboten – für Kleinkinder mit Bezugspersonen, Kinder im Vor-
126
Öffentliche Bauten / Sanierung
schulalter, junge Menschen im Schulalter bis
hin zu jungen Erwachsenen. Geprägt ist die
Geschichte durch zahlreiche begabte Schülerinnen und Schüler, die sich als Preisträgerinnen und Preisträger bei „Jugend musiziert“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene auszeichnen konnten.
Die Musikschule ist beliebt. Seit den 1970er
Jahren hat sich die Zahl der Schülerinnen
und Schüler verdoppelt. Über 5.400 Schülerinnen und Schüler werden mittlerweile in
dem historischen Gebäude unterrichtet.
Dabei hat sich in jüngerer Zeit der spezielle
Fokus der Musikschule von der Spitzenförderung in Richtung frühkindliche Musikerziehung und Sprachförderung mit musikalischen Mitteln, den Einbezug von Familien in finanziell schwierigen Lagen sowie
zahlreiche Kooperationen mit Mannheimer
Schulen und Kitas verschoben. Das Motto
der Musikschule lautet „Menschen machen
Musik – Musik macht Menschen“.
Zwischen 2011 und 2012 waren naumer
freie architekten mit dem Abriss des
Nachkriegsnotdaches und dem Neubau
einer historisierenden Rekonstruktion
des Dachgeschosses beauftragt. Rund 3,5
Mio. Euro wurden durch die Stadt Mannheim in das Bauvorhaben investiert. Heute
stehen unter dem Dach helle, attraktive
neue Unterrichtsräume mit Aussicht zur
Verfügung.
Bauherr:
Stadt Mannheim
Architektur und Planung:
naumer freie architekten bdb,
Mannheim
Partner am Bau:
• ELSÄSSER HOLZBAUWERTE
• birgit dursy
Steinmetz- und
Steinbildhauermeisterin
• Rudi Steigert
Bildhauerei, Kunstwerkstätte
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Tel. 06333 - 6020110 • Fax 06333 - 6020111 • rudi.steigert@freenet.de
Öffentliche Bauten / Sanierung
127
Wohnraum in und um Pforzheim
Arcadia-Haus in der Bissinger Straße in Pforzheim / Mehrfamilienhaus in der Kantstraße in Birkenfeld /
Mehrfamilienhaus in der Vogelsangstraße in Pforzheim
WOHNEN AM UFER DER ENZ: ARCADIAHAUS IN DER BISSINGER STRASSE IN
PFORZHEIM
Auf dem Areal der Scheideanstalt Degussa
wurde es im Jahr 1994 ruhig. Nachdem die
Pforzheimer Niederlassung geschlossen worden war, konnte das Grundstück an der Enz
vorübergehend als Parkplatz genutzt werden.
Die Industriebrache entlang der Bissinger
Straße zwischen der neuen Seniorenresidenz
Die städtebauliche Situation an der Bissinger Straße
wurde durch den Lückenschluss des Arcadia-Hauses –
zwischen der Seniorenresidenz Ambiente (links) und
dem denkmalgeschützten Melanchthonhaus (rechts) –
wirkungsvoll aufgewertet. Hier kann man heute in 54
urbanen Wohnungen zentral und direkt an der Enz
wohnen
128
Wohnungsbau
„Ambiente“ und dem denkmalgeschützten
Melanchthonhaus wartete jedoch über ein
Jahrzehnt auf eine neue Nutzung. Seit 2012
nun wird das Grundstück, das sich immer
noch im Besitz einer 100-prozentigen Tochter der Degussa Bank, der Industria Bau- und
Verwaltungsgesellschaft, befindet, mit einer
Wohnanlage für gehobenes Wohnen in allen
Facetten belebt.
Für rund 13 Mio. Euro entstanden an dieser
innerstädtisch reizvollen Lage am Wasser 54
attraktive Wohnungen und eine Tiefgarage
mit 73 Stellplätzen. Zeitler Architekten aus
Pforzheim entwarfen einen Neubaukomplex
in moderner Formensprache, der sich mit seiner geschwungenen Fassadengestaltung
nahtlos in die bestehende Uferbebauung ein-
gliedert und zur städtebaulichen Aufwertung des gesamten Areals beiträgt – das sogenannte Arcadia-Haus. Die zentrumsnahe
Wohnanlage ist ab Tiefgarage barrierefrei
und zudem energieeffizient konzipiert. Im
Erdgeschoss befinden sich Ladengeschäfte, in
den sechs Obergeschossen die zum Fluss ausgerichteten Wohnungen mit überdachten
Balkonen. Der großzügige Wohnraum mit integriertem Kochbereich ist durch die bodentiefen Fensteröffnungen lichtdurchflutet. Vier
separate Zugänge erschließen das in vier
Häuser unterteilte Ensemble.
MEHRFAMILIENHAUS KANTSTRASSE
Mitten im ruhigen Ortskern von Birkenfeld
realisieren Zeitler Architekten ein Mehrfami-
lienhaus mit sechs 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen, die sich mit Balkonen und Terrassen
nach außen ausdehnen. Junge Familien, Paare und Senioren profitieren gleichermaßen
von der zentralen Lage und den barrierefreien Grundrisslösungen. Besonders attraktiv
sind die beiden Dachwohnungen mit Galeriegeschoss, die sonnenseitig bis unter den
Giebel geschossübergreifend verglast wurden. Geparkt wird in sechs individuell zugewiesenen Garagen im Sockelgeschoss. Die
Formensprache greift die ortstypischen Architekturelemente auf, interpretiert sie jedoch
in moderner Schlichtheit und klarer Linienführung.
WOHNEN IN DER VOGELSANGSTRASSE
In der Vogelsangstraße sind weitere acht topmoderne, helle und offen konzipierte Wohneinheiten vorgesehen, die Zeitler Architekten
im Auftrag von Sima Zeitler plant und bis
2016 realisiert. Sie verteilen sich auf vier Geschosse zweier Baukörper mit eigenständiger
Identität, die durch ein transparentes zentrales Erschließungsgelenk verbunden sind.
Sechs gemäß modernen und zeitgemäßen Ansprüchen konzipierte Wohnungen verteilen sich auf den Neubau des
Mehrfamilienhauses in der Kantstraße in Birkenfeld
Acht Wohneinheiten sollen bis 2016 in der Vogelsangstraße 31 entstehen
Bauherr:
Sima Zeitler, Pforzheim
Architektur und Planung:
Karl W. Zeitler, Freier Architekt,
Pforzheim
Partner am Bau:
• GIMBEROPTIMALER
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Wohnungsbau
129
Bundesweit einmalige 24-Stunden-Bibliothek
Uni Campus Süd: Umbau, Sanierung und Erweiterung der Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
AN 1.000 ARBEITSPLÄTZEN STUDIEREN
BEI TAG UND BEI NACHT
Der Campus Süd im Herzen der Stadt Karlsruhe konzentriert sämtliche universitären
Einrichtungen. Dort befindet sich auch eine
der beiden Zentralbibliotheken – die KITBibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie mit ihrem fachlichen Schwerpunkt
auf den Natur- und Ingenieurwissenschaften.
Zusammen mit der Bibliothek auf dem Uni
Campus Nord werden insgesamt rund 25.000
Studierende sowie ca. 8.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem breitgefächerten, interdisziplinären Literaturbestand von über 2 Mio. Büchern, Forschungsberichten plus 28.000 Zeitschriften in
gedruckter und elektronischer Form versorgt.
Die Universitätsbibliothek Karlsruhe auf dem
heutigen Campus Süd wurde 1966 fertiggestellt. Sie war damals als 14-geschossige Magazinbibliothek für rund 8.000 Studierende
konzipiert. In den unteren Etagen konzentrieren sich die öffentlichen Bereiche mit Leseplätzen und einem kleinen Teil an Freihandbeständen. Darüber schließen die Magazinebenen mit Kompaktanlagen für die
130
Öffentliche Bauten / Sanierung
wissenschaftliche Literatur an.
Bereits in den 1980er Jahren erforderte der
Zuwachs an Studierenden und Bibliotheksbeständen eine Erweiterung der Bibliothek
sowie der Mensa. Die Planung sah neben
dem erforderlichen Bedarf an Mehrflächen
auch eine städtebauliche Neuordnung vor. Erweiterungen und Bestand sollten gemeinsam
einen geschützten, belebten und zentralen
Platz als neues Forumsareal für Ausbildung,
Information, Kultur, Versorgung und Erholung
ausbilden. Wettbewerbssieger Prof. Heinz
Mohl aus Karlsruhe wurde mit der Realisierung seines Gesamtkonzepts beauftragt. Diese übergeordnete Planung wurde 2002 durch
das Auditorium Maximum ergänzt.
Mit der Erweiterung der Bibliothek, deren
Bau durch die Arbeitsgemeinschaft Prof.
Heinz Mohl und Architekten Gaiser + Partner
ausgeführt und im Jahr 2006 fertiggestellt
Mit der Erweiterung der Bibliothek war im Jahr 2006
der letzte Meilenstein für das zentrale Uni-Forum des
Campus Süd fertiggestellt. Allerdings mussten im
bestehenden Turmbau einige bauliche Anpassungen
vorgenommen werden. Diese erfolgten bei laufendem
Betrieb in drei Etappen. 2014 wird das Projekt
abgeschlossen
Abb.: Thilo Mechau
wurde, war der letzte Meilenstein dieses neuen zentralen Uni-Forums abgeschlossen. Der
langgestreckte Anbau bildet zusammen mit
dem bestehenden Turm eine neue Einheit und
ordnet zugleich wirkungsvoll die zuvor undefinierte Eingangssituation zum Campus.
Mit dieser Erweiterung hat die KIT-Bibliothek
Süd zudem eine topmoderne 24-Stunden-Bibliothek erhalten, dessen System der Buchsicherung in Kombination mit der automatisierten Ausleihe und Rückgabe von Büchern
eine bundesweit einmalige Nutzung von
1.000 vernetzten Arbeitsplätzen in vier Fachlesesälen bei Tag und bei Nacht erlaubt. In der
Konsequenz mussten das bisherige bibliothekarische Nutzungskonzept modernisiert
und auch bauliche sowie technische Anpassungen im Bestand durchgeführt werden.
UMBAU DES 14-GESCHOSSIGEN BIBLIOTHEKSTURMS
Diese baulichen Anpassungen wurden in drei
weiteren Bauetappen zwischen 2005 und
2014 bei laufendem Betrieb realisiert. Die Pläne stammen in diesem Fall von Prof. Heinz
Mohl in Arbeitsgemeinschaft mit den Architekten Gaiser + Partner. Letztere zeichneten
auch für die Ausführungsplanung und Baudurchführung verantwortlich. Das Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Karlsruhe, trat dabei als
Bauherr und Projektleiter auf.
Mit dem Anbau waren rund 4.000 m² Nutzfläche für den öffentlichen Benutzungsbereich neu hinzugekommen. Alt- und Neubau
sind durch Übergänge auf drei Ebenen miteinander verbunden und können so als Einheit betrieben werden. Zusammen mit dem
Bestand ergeben sich damit heute rund 6.500
m² allein für den öffentlichen Bereich. Die
baulichen Gegebenheiten in den unteren vier
öffentlich konzipierten Etagen im Bestand
wurden in zwei Etappen umgebaut und
gemäß den aktuellen technischen Vorschriften umfassend saniert.
Im Altbau erwarten die Studierenden heute
große zusammenhängende, offene Studienbereiche mit gut belichteten Einzelarbeits-
Offene, helle und zusammenhängend konzipierte
Studienbereiche mit Galerien sowie größere Gruppenarbeitsräume laden zum Recherchieren ein
Abb.: Dirk Altenkirch
plätzen, im zweiten Obergeschoss zusätzlich
ergänzt durch eine einladende Galerie. Im ersten Obergeschoss wurden außerdem größere Gruppenarbeitsräume geschaffen. Der bisherige Eingangsbereich im Erdgeschoss, mit
Garderobe, Ein- und Ausgangsschalter, Abholregal sowie Teilen der Lehrbuchsammlung,
wurde rückgebaut und komplett neu konzipiert, da bereits im Neubau zwei Eingänge
gegeben sind. Die Garderobe befindet sich
heute im Untergeschoss des Neubaus. Selbstausleihe bzw. Rückgabeautomat ersetzen die
bisherigen Schalter, stattdessen konnte der
gewonnene Raum für eine Erweiterung der
Lehrbuchsammlung genutzt werden. Abholregale und Lehrbuchsammlung jedoch blieben an ihrem Platz.
Der Zeitschriftenlesesaal im dritten Oberge-
schoss konnte ganz aufgelöst werden. Diese
Bestände sind inzwischen auf die Fachlesesäle in Alt- und Neubau verteilt. Nach Umbau und Renovierung dieser Etage dient sie
nun als Zentrum für audiovisuelle Wissenschaftskommunikation und wird für weitere
Arbeitsplätze genutzt.
Bauherr:
Universitätsbauamt Karlsruhe,
vertreten durch
Vermögen und Bau Baden-Württemberg,
Amt Karlsruhe
Architektur und Planung:
Arbeitsgemeinschaft
Prof. Heinz Mohl, Karlsruhe, und
Gaiser + Partner, Karlsruhe
Partner am Bau:
• HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
Öffentliche Bauten / Sanierung
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WENZEL + WENZEL
Freie Architekten Dipl. Ing.
Partnerschaft
Donaustraße 24
76199 Karlsruhe
Tel. 0721/598400
100
Professor Pfeifer
und Partner
Ingenieurbüro für
Tragwerksplanung
Ahastraße 7
64285 Darmstadt
Tel. 06151/36270
Wald + Corbe
Beratende Ingenieure GbR
Am Hecklehamm 18
76549 Hügelsheim
Tel. 07229/187600
wat
37
Ingenieurgesellschaft mbH
Wasser- und Abfalltechnik
Kleinoberfeld 5
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/98720
Björnsen Beratende
Ingenieure GmbH
Maria Trost 3
56070 Koblenz
Tel. 0261/88510
39
Dr. Hutarew & Partner
Wasser - Energie - Umwelt
Wilhelmshöhe 15
75173 Pforzheim
Tel. 07231/20000
39
Unger Ingenieure
Ingenieurgesellschaft mbH
Colombistraße 17
79098 Freiburg
Tel. 0761/680090
39
Genest und Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
Parkstraße 70
67061 Ludwigshafen
Tel. 0621/586150
47
Bender + Urich
Ingenieurbüro für Technische
Gebäudeausrüstung
Kriegsstraße 234
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/984560
69
künstlin ingenieure
Ingenieurgesellschaft
für Tragwerksplanung
mbH & Co. KG
Hirschstraße 11a
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/68078670
69
14
30
IBR Ingenieurbüro
76
Redlich und Partner GmbH
Beratende Ingenieure
für Elektrotechnik
Rheingauer Straße 9
65388 Schlangenbad
Tel. 06129/50630
36
Ingenieurbüro Leuze
41
Beratung - Planung - Bauleitung
Paul-Rein-Straße 1
76229 Karlsruhe
Tel. 0721/946030
Ingenieurbüros
VBI Verband
Beratender Ingenieure
Budapester Straße 31
10787 Berlin
Tel. 030/260620
www.vbi.de / vbi@vbi.de
RETECH Gesellschaft
30
für Regelungstechnik und
Gebäudeautomation mbH
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. 0721/66303590
SAG-Ingenieure
76
Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur GmbH
Niederlassung Karlsruhe
Unterreut 6
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/86489812
TBF + Partner AG
Planer und Ingenieure
Herrenberger Straße 14
71032 Böblingen
Tel. 07031/2380660
76
Tuttahs & Meyer
76
Ingenieurgesellschaft für
Wasser-, Abwasser- und
Energiewirtschaft mbH
Universitätsstraße 74
44789 Bochum
Tel. 0234/333050
ZERNA
Baumanagement GmbH
Niederlassung Karlsruhe
Karlsruher Straße 88
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/9338170
82
Spiekermann GmbH
Consulting Engineers
Fritz-Vomfelde-Straße 12
40547 Düsseldorf
Tel. 0211/5236124
84
Hemminger Ingenieurbüro GmbH & Co. KG
Röntgenstraße 1/1
73730 Esslingen
Tel. 0711/939440
87
LOGIC Logistic
Engineering GmbH
Wurzner Straße 139
04318 Leipzig
Tel. 0341/244690
87
Planungsgemeinschaft
88
Kriegsstraße
DB International GmbH / BUNG
Ingenieure AG
Englerstraße 4
69126 Heidelberg
Tel. 06221/3060
T.P.I. Trippe+Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
Fritz-Erler-Staße 1-3
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18100
91
HF-GmbH Elektroplanung
Hopfenstraße 14
76185 Karlsruhe
Tel. 0721/82485950
95
Engineering Consult
96
Gesellschaft für Heizung, Lüftung
und Sanitär mbH
Schirmerstraße 4
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/912190
Dr.-Ing. Orth GmbH
97
Ingenieurbüro für Bodenmechanik,
Grundbau und Umwelttechnik
Ellmendinger Straße 23
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/400890
Ingenieurbüro Sikora
Oberwaldstraße 5
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/385921
Ingenieurbüro
für Abwasser- und
Abfalltechnik
TBF + Partner AG
Planer und Ingenieure
Herrenberger Straße 14
71032 Böblingen
Tel. 07031/2380660
GHJ
88
Ingenieurgesellschaft für Geo- und
Umwelttechnik mbH & Co. KG,
Büro Karlsruhe
Am Hubengut 4
76149 Karlsruhe
Tel. 0721/978350
122
76
Ingenieurbüro für
Abwasserreinigung
SAG-Ingenieure
76
Süddeutsche Abwasserreinigungs-Ingenieur GmbH
Niederlassung Karlsruhe
Unterreut 6
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/86489812
Ingenieurbüro für
Baumanagement
ZERNA Baumanagement
GmbH
Niederlassung Karlsruhe
Karlsruher Straße 88
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/9338170
82
Die Bauspezialisten
133
Ingenieurbüro
für Bauphysik
Genest und Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
Parkstraße 70
67061 Ludwigshafen
Tel. 0621/586150
Ingenieurbüro für
Gebäudetechnik
47
GHJ
88
Ingenieurgesellschaft für Geo- und
Umwelttechnik mbH & Co. KG,
Büro Karlsruhe
Am Hubengut 4
76149 Karlsruhe
Tel. 0721/978350
Dr.-Ing. Orth GmbH
97
Ingenieurbüro für Bodenmechanik,
Grundbau und Umwelttechnik
Ellmendinger Straße 23
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/400890
Ingenieurbüro für
Elektrotechnik
95
91
Ingenieurbüro
für Flüssigboden
und komplexe unterirdische Infrastruktursysteme
LOGIC Logistic
Engineering GmbH
Wurzner Straße 139
04318 Leipzig
Tel. 0341/244690
134
Ingenieurbüro für
Gesamttechnische
Planung
Björnsen Beratende
Ingenieure GmbH
Maria Trost 3
56070 Koblenz
Tel. 0261/88510
87
Engineering Consult
Gesellschaft für Heizung,
Lüftung und Sanitär mbH
Schirmerstraße 4
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/912190
96
RETECH
30
Gesellschaft für Regelungstechnik
und Gebäudeautomation mbH
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. 0721/66303590
Spiekermann GmbH
Consulting Engineers
Fritz-Vomfelde-Straße 12
40547 Düsseldorf
Tel. 0211/5236124
Tuttahs & Meyer
76
Ingenieurgesellschaft für Wasser-,
Abwasser- und Energiewirtschaft
mbH
Universitätsstraße 74
44789 Bochum
Tel. 0234/333050
Professor Pfeifer
und Partner
Ingenieurbüro für
Tragwerksplanung
Ahastraße 7
64285 Darmstadt
Tel. 06151/36270
30
künstlin ingenieure
69
Ingenieurgesellschaft für Tragwerksplanung mbH & Co. KG
Hirschstraße 11a
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/68078670
122
Ingenieurbüro für
Wasserbau und
Wasserwirtschaft
Wald + Corbe
Beratende Ingenieure GbR
Am Hecklehamm 18
76549 Hügelsheim
Tel. 07229/187600
36
Ingenieurbüro
für Wasser-EnergieUmwelt
Dr. Hutarew & Partner
Wasser - Energie - Umwelt
Wilhelmshöhe 15
75173 Pforzheim
Tel. 07231/20000
39
Ingenieurbüro
für Wasser - Abfall Energie
Unternehmen
Unger Ingenieure
Ingenieurgesellschaft mbH
Colombistraße 17
79098 Freiburg
Tel. 0761/680090
39
Ingenieurbüro
für Wasser- und
Abfalltechnik
RETECH
30
Gesellschaft für Regelungstechnik
und Gebäudeautomation mbH
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. 0721/66303590
Ingenieurbüro für
Mobilität, Umwelt
und Energie
Ingenieurbüro für
Wasser, Abwasser
und Energiewirtschaft
69
Ingenieurbüro für
Tragwerksplanung
Ingenieurbüro Sikora
Oberwaldstraße 5
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/385921
Ingenieurbüro
für Mess-SteuerRegeltechnik
Ingenieurbüro für
Gebäudeautomation
Die Bauspezialisten
39
Ingenieurbüro für
Heizung, Lüftung,
Sanitär
Ingenieurbüro für
Energie und Gebäudetechnik
T.P.I. Trippe+Partner
Ingenieurgesellschaft mbH
Fritz-Erler-Staße 1-3
76133 Karlsruhe
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Bender + Urich
Ingenieurbüro für Technische
Gebäudeausrüstung
Kriegsstraße 234
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/984560
39
Ingenieurbüro für
Bodenmechanik
und Grundbau
HF-GmbH Elektroplanung
Hopfenstraße 14
76185 Karlsruhe
Tel. 0721/82485950
95
Ingenieurbüro für
Geo- und Umwelttechnik
Ingenieurbüro für
Bauüberwachung
Björnsen Beratende
Ingenieure GmbH
Maria Trost 3
56070 Koblenz
Tel. 0261/88510
HF-GmbH Elektroplanung
Hopfenstraße 14
76185 Karlsruhe
Tel. 0721/82485950
Ingenieurbüro
für Technische Gebäudeausrüstung
wat
37
Ingenieurgesellschaft mbH
Wasser- und Abfalltechnik
Kleinoberfeld 5
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/98720
Ingenieurbüro
für Wasser- und
Abwassertechnik
84
Ingenieurbüro Leuze
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Ingenieurbüro f.d. Bauwesen
Schelmenwaldstraße 24
75417 Mühlacker-Lienzingen
Tel. 07041/816868
Dipl.-Ing. Christoph Bruhn 107
Bauunternehmung
Schulzenstraße 7
68259 Mannheim
Tel. 0621/7900361
112
Bodenverbesserungstechnik
BVT DYNIV® GmbH
E
125
Bodenverbesserungstechniken
Schrempfstraße 8
Elektro
70597 Stuttgart
Tel. 0711/41195261
Brandschutz
Hemminger Ingenieur-
87
büro GmbH & Co. KG
Röntgenstraße 1/1
73730 Esslingen
Tel. 0711/939440
Brückenbau
Harrer Ingenieure
85
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Kaufmann GmbH & Co. KG 47
Elektro- und Metalltechnik
Im Brühl 9-11
67365 Schwegenheim
Tel. 06344/944540
ELOTEC Elektro
Gellert GmbH
Pfälzerstraße 39
75177 Pforzheim
Tel. 07231/160710
57
BN Automation AG
Gewerbepark „Am Wald“ 5a
98693 Ilmenau
Tel. 03677/8550
76
Entkernungen
Reinhold-Frank-Straße 48b
Rolladenbau Lutz GmbH
Von-Steuben-Straße 13
67549 Worms
Tel. 06241/955100
Baudekorationen
45
M.C. Abbruch UG
Carl-Zeiss-Straße 1
67227 Frankenthal
Tel. 06233/8792770
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
Brunnenbau
Betoninstandsetzung
123
Michael Jörder
Malerbetrieb
Robert-Bosch-Straße 10
68542 Heddesheim
Tel. 06203/405660
107
107
Entsorgungen
HETTMANNSPERGER
Doege + Sohn
Malerbetrieb GmbH
Fritz-Ullmann-Straße 12
55252 Mainz-Kastel
Tel. 06134/20497
129
Maler- und Lackierermeister
Beschattungsanlagen
B
Rund ums Dach
Klaus Frei GmbH
Bellenstraße 34
68163 Mannheim
Tel. 0621/8282115
Dynamische
Intensivverdichtung
113
Bauunternehmen
Ed. Züblin AG
Direktion Karlsruhe
An der Tagweide 18
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/62040
45
82
Bodenbeläge
Aufzüge
D
Bildhauer
Bohrgesellschaft mbH
Industriestraße 22
76470 Ötigheim
Tel. 07222/968770
86
BVV Baustoff Vermittlung 87
und Verwertung GmbH
Karl-Seckinger-Straße 41
76229 Karlsruhe
Tel. 0721/946520
Die Bauspezialisten
135
Erdarbeiten
BVV Baustoff Vermittlung 87
und Verwertung GmbH
Karl-Seckinger-Straße 41
76229 Karlsruhe
Tel. 0721/946520
Estrich
Bozic Estriche GmbH
Gaußstraße 31-33
73230 Kirchheim/Teck
Tel. 07021/950290
99
Altuntas Estrichbau
Waldhofstraße 83
68169 Mannheim
Tel. 0621/33647158
107
56
56
100
109
Die Bauspezialisten
Schenk Stahlbau
Service GmbH
Im Bipples 25
76187 Karlsruhe
Tel. 0721/56831022
69
Ed. Züblin AG
Direktion Karlsruhe
An der Tagweide 18
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/62040
Hemminger Ingenieurbüro GmbH & Co. KG
Röntgenstraße 1/1
73730 Esslingen
Tel. 0711/939440
112
87
H
109
Schwimmbad
Henne GmbH
Kieselbronner Straße 42
75177 Pforzheim
Tel. 07231/95650
Kieback&Peter
Technologie für GebäudeAutomation
Niederlassung Karlsruhe
Kleinoberfeld 7
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/986630
57
Bender + Urich
Ingenieurbüro für Technische
Gebäudeausrüstung
Kriegsstraße 234
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/984560
69
Essenpreis Haustechnik
GmbH
Justus-von-Liebig-Straße 8
76684 Östringen
Tel. 07253/92990
116
85
Ed. Züblin AG
Direktion Karlsruhe
An der Tagweide 18
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/62040
112
Elsässer GmbH & Co. KG
Holz- und Fertigbau
Max-Born-Straße 16-18
68169 Mannheim
Tel. 0621/322330
127
Brückmann Holzbau
Kieback&Peter
Technologie für GebäudeAutomation
Niederlassung Karlsruhe
Kleinoberfeld 7
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/986630
57
Friedrich Morsch
GmbH & Co. KG
Sanitär - Heizung - Klima
Gutenbergstraße 7
69214 Eppelheim
Tel. 06221/79190
103
Senger GmbH
Heizungsbau
Augusta-Anlage 53
68165 Mannheim
Tel. 0621/4222421
103
Essenpreis Haustechnik
GmbH
Justus-von-Liebig-Straße 8
76684 Östringen
Tel. 07253/92990
116
45
In den Breitwiesen 3
67251 Freinsheim
Tel. 06353/989222
Elsässer GmbH & Co. KG
Holz- und Fertigbau
Max-Born-Straße 16-18
68169 Mannheim
Tel. 0621/322330
127
I
Industriebau
Hochbau
109
Harrer Ingenieure
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Reinhold-Frank-Straße 48b
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
Holzbau
Heizung
Hallenbäder
Freibäder
136
57
Gutachter
Fliesen
Schwimmbad
Henne GmbH
Kieselbronner Straße 42
75177 Pforzheim
Tel. 07231/95650
116
Generalunternehmen
Fassaden
FliesenDesign Sabic
Unterdorfstraße 14
68542 Heddesheim
Tel. 06203/953698
Becker GmbH
Garten-, Landschafts- und
Sportplatzbau
Im Rohrbusch 5
74939 Zuzenhausen
Tel. 06226/784250
Geländer
Fahrtreppen
MBM
Konstruktionen GmbH
Alte Stadt 4
74219 Möckmühl
Tel. 06298/380
Garten- und
Landschaftsbau
ELOTEC Elektro
Gellert GmbH
Pfälzerstraße 39
75177 Pforzheim
Tel. 07231/160710
Fahrsteige
ThyssenKrupp
Aufzüge GmbH
Niederlassung Karlsruhe
An der Raumfabrik 33a
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/4999710
RETECH
30
Gesellschaft für Regelungstechnik
und Gebäudeautomation mbH
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. 0721/66303590
Gebäudetechnik
F
ThyssenKrupp
Aufzüge GmbH
Niederlassung Karlsruhe
An der Raumfabrik 33a
76227 Karlsruhe
Tel. 0721/4999710
G
Haustechnik
Lang Bau
29+38
GmbH & Co. KG
Hochbau und Ingenieurbau
Beim Runden Plom 13
76275 Ettlingen
Tel. 07243/320130
Lang Bau
29+38
GmbH & Co. KG
Hochbau und Ingenieurbau
Beim Runden Plom 13
76275 Ettlingen
Tel. 07243/320130
Pfirmann Industriebau
GmbH & Co. KG
Heilbronner Straße 17
75179 Pforzheim
Tel. 07231/60070
68
Harrer Ingenieure
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Reinhold-Frank-Straße 48b
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
85
Ingenieurbau
LLang Bau
29+38
GmbH & Co. KG
Hochbau und Ingenieurbau
Beim Runden Plom 13
76275 Ettlingen
Tel. 07243/320130
Ingenieure
(s. Verzeichnisbeginn)
Innenausbau
Schumann Trockenbau
GmbH
Große Ahlmühle 23
76865 Rohrbach
Tel. 06349/9963851
116
86
103
Essenpreis
Haustechnik GmbH
Justus-von-Liebig-Straße 8
76684 Östringen
Tel. 07253/92990
116
Werbelicht
Karlsruhe GmbH
Hohleichweg 27
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/66531555
103
Werbelicht
Karlsruhe GmbH
Hohleichweg 27
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/66531555
103
Klima
RETECH
30
Gesellschaft für Regelungstechnik
und Gebäudeautomation mbH
Haid-und-Neu-Straße 7
76131 Karlsruhe
Tel. 0721/66303590
112
112
107
123
Gimber Optimaler
Maler- und Lackierermeister
Hammerstraße 9-13
75175 Pforzheim
Tel. 07231/33274
129
Büchele Lufttechnik
GmbH & Co. KG
Gablonzer Straße 3
76185 Karlsruhe
Tel. 0721/958950
69
69
Spiegel Metallbau GmbH 103
Siemensstraße 9
67227 Frankenthal
Tel. 06233/77000
Haser Metallbau GmbH
Weiherdamm 8
77716 Haslach
Tel. 07832/91440
119
Metalltechnik
103
Naturschutz
Beck und Partner
100
Planungsbüro
Regionalstudien-UmweltgutachtenBeratung
Rankestraße 6
76137 Karlsruhe
Tel. 0721/374723
Naturstein
ZEEB Steinmetz- und
Natursteinbetrieb GmbH
Durlacher Straße 26 + 29
76275 Ettlingen
Tel. 07243/12309
FliesenDesign Sabic
Unterdorfstraße 14
68542 Heddesheim
Tel. 06203/953698
91
109
Netzwerke
Metallbau
57
109
N
Doege + Sohn
Malerbetrieb GmbH
Fritz-Ullmann-Straße 12
55252 Mainz-Kastel
Tel. 06134/20497
Holl Stahl- und
Metallbau GmbH
Babbergerstraße 3
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/352510
Mosaik
FliesenDesign Sabic
Unterdorfstraße 14
68542 Heddesheim
Tel. 06203/953698
Eutek GmbH
122
Maler & Gipser
Werner-von-Siemens Straße 73
76646 Bruchsal
Tel. 07251/9823280
Kieback&Peter
Technologie für GebäudeAutomation
Niederlassung Karlsruhe
Kleinoberfeld 7
76135 Karlsruhe
Tel. 0721/986630
Senger GmbH
Heizungsbau
Augusta-Anlage 53
68165 Mannheim
Tel. 0621/4222421
116
M
Michael Jörder
Malerbetrieb
Robert-Bosch-Straße 10
68542 Heddesheim
Tel. 06203/405660
Lüftung
Kampfmittelräumdienst
Essenpreis Haustechnik
GmbH
Justus-von-Liebig-Straße 8
76684 Östringen
Tel. 07253/92990
Maler
Lichtwerbung
Kampfmittelerkundung und
-beseitigung
C-E-G ConsultingEngineers-Göttig
Spießstraße 18
67547 Worms
Tel. 06241/974570
Friedrich Morsch
GmbH & Co. KG
Sanitär - Heizung - Klima
Gutenbergstraße 7
69214 Eppelheim
Tel. 06221/79190
Leuchtreklame
Kampfmittelerkennung
C-E-G ConsultingEngineers-Göttig
Spießstraße 18
67547 Worms
Tel. 06241/974570
69
L
K
HETTMANNSPERGER
Bohrgesellschaft mbH
Industriestraße 22
76470 Ötigheim
Tel. 07222/968770
Büchele Lufttechnik
GmbH & Co. KG
Gablonzer Straße 3
76185 Karlsruhe
Tel. 0721/958950
Kaufmann GmbH & Co. KG 47
Elektro- und Metalltechnik
Im Brühl 9-11
67365 Schwegenheim
Tel. 06344/944540
BN Automation AG
Gewerbepark „Am Wald“ 5a
98693 Ilmenau
Tel. 03677/8550
76
P
Pflasterarbeiten
Peschel Tiefbau GmbH
Franz-Grashof-Straße 47
68199 Mannheim
Tel. 0621/87524902
49
BIENCO GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 28
68169 Mannheim
Tel. 0621/799830
51
Die Bauspezialisten
137
Dipl.-Ing. (FH) Marcus
57
Elsäßer Bauunternehmung
Ingenieurbüro f.d. Bauwesen
Schelmenwaldstraße 24
75417 Mühlacker-Lienzingen
Tel. 07041/816868
Eutek GmbH
122
Maler & Gipser
Becker GmbH
Garten-, Landschaftsund Sportplatzbau
Im Rohrbusch 5
74939 Zuzenhausen
Tel. 06226/784250
116
Dipl.-Ing. (FH) Marcus
57
Elsäßer Bauunternehmung
Ingenieurbüro f.d. Bauwesen
Schelmenwaldstraße 24
75417 Mühlacker-Lienzingen
Tel. 07041/816868
Tel. 07251/9823280
Q
Qualitätsmanagement
Photovoltaik
Dr. Hutarew & Partner
ELOTEC Elektro
Gellert GmbH
Pfälzerstraße 39
75177 Pforzheim
Tel. 07231/160710
57
39
Wasser - Energie - Umwelt
Wilhelmshöhe 15
75173 Pforzheim
Tel. 07231/20000
Projektmanagement
Dr. Hutarew & Partner
Wasser - Energie - Umwelt
Wilhelmshöhe 15
75173 Pforzheim
Tel. 07231/20000
39
Harrer Ingenieure
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Reinhold-Frank-Straße 48b
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
85
R
109
Schumann
Trockenbau GmbH
Große Ahlmühle 23
76865 Rohrbach
Tel. 06349/9963851
116
PANraumsysteme GmbH 119
Trennwandsysteme und
Saunen
Schwimmbad
Henne GmbH
Kieselbronner Straße 42
75177 Pforzheim
Tel. 07231/95650
Raiffeisenstraße 4
82
77704 Oberkirch
Tel. 07802/701870
Recycling
85
Planungsgemeinschaft
Kriegsstraße
DB International GmbH /
BUNG Ingenieure AG
Englerstraße 4
69126 Heidelberg
Tel. 06221/3060
88
Karl-Seckinger-Straße 41
76229 Karlsruhe
Tel. 0721/946520
Rolltreppen
KONE GmbH
Aufzüge - Rolltreppen -
125
103
109
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/9507319
Sonnenschutz
Rolladenbau Lutz GmbH
Von-Steuben-Straße 13
67549 Worms
Tel. 06241/955100
45
Sonnensegel
Rolladenbau Lutz GmbH
Von-Steuben-Straße 13
67549 Worms
Tel. 06241/955100
45
Rund ums Dach
Klaus Frei GmbH
Bellenstraße 34
68163 Mannheim
Tel. 0621/8282115
109
Holl Stahl- und
Metallbau GmbH
Babbergerstraße 3
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/352510
69
Schenk Stahlbau
Service GmbH
Im Bipples 25
76187 Karlsruhe
Tel. 0721/56831022
69
Spiegel Metallbau GmbH 103
Siemensstraße 9
67227 Frankenthal
Tel. 06233/77000
Holl Stahl- und
Metallbau GmbH
Babbergerstraße 3
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/352510
69
Schenk Stahlbau
Service GmbH
Im Bipples 25
76187 Karlsruhe
Tel. 0721/56831022
69
Automatiktüren
Babbergerstraße 14
100
Stahlbau
Schlosserei
BVV Baustoff Vermittlung 87
MBM
Konstruktionen GmbH
Alte Stadt 4
74219 Möckmühl
Tel. 06298/380
Spengler
Schrankwände
Harrer Ingenieure
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Reinhold-Frank-Straße 48b
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
Die Bauspezialisten
Rund ums Dach
Klaus Frei GmbH
Bellenstraße 34
68163 Mannheim
Tel. 0621/8282115
Friedrich Morsch
GmbH & Co. KG
Sanitär - Heizung - Klima
Gutenbergstraße 7
69214 Eppelheim
Tel. 06221/79190
und Verwertung GmbH
138
Dipl.-Ing. Christoph Bruhn 107
Bauunternehmung
Schulzenstraße 7
68259 Mannheim
Tel. 0621/7900361
Sanitär
Raumsysteme
Projektsteuerung
ZERNA Baumanagement
GmbH
Niederlassung Karlsruhe
Karlsruher Straße 88
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/9338170
Sonderkonstruktionen
Sanierungen
Werner-von-Siemens Straße 73
76646 Bruchsal
Mayer Pflasterbau GmbH 100
Am Hambiegel 16
76706 Dettenheim
Tel. 07247/4757
S
Putz
Spiegel Metallbau GmbH 103
Siemensstraße 9
67227 Frankenthal
Tel. 06233/77000
Steinmetz
ZEEB Steinmetz- und
Natursteinbetrieb GmbH
Durlacher Straße 26 + 29
76275 Ettlingen
Tel. 07243/12309
91
birgit dursy Steinmetz- 127
und Steinbildhauermeisterin
staatl. gepr. Steintechnikerin
Restauratorin
Hauptstraße 36
67098 Bad Dürkheim
Tel. 06322/9559189
T
Straßenbau
Peschel Tiefbau GmbH
Franz-Grashof-Straße 47
68199 Mannheim
Tel. 0621/87524902
49
BIENCO GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 28
68169 Mannheim
Tel. 0621/799830
51
Oettinger GmbH
Ottostraße 12
76316 Malsch
Tel. 07246/9449910
88
Kerlen Taucher GmbH
Tauchermeisterbetrieb
Saarstraße 3
63450 Hanau
Tel. 06181/6689742
Stuck
123
Stuck- und Natursteinrestaurierungen
127
Systemschrankwände
PANraumsysteme GmbH 119
Trennwandsysteme und
Schrankwände
Raiffeisenstraße 4
77704 Oberkirch
Tel. 07802/701870
Systemtrennwände
PANraumsysteme GmbH 119
Trennwandsysteme und
Schrankwände
Raiffeisenstraße 4
77704 Oberkirch
Tel. 07802/701870
116
Michael Jörder
Malerbetrieb
Robert-Bosch-Straße 10
68542 Heddesheim
Tel. 06203/405660
U
Peschel Tiefbau GmbH
Franz-Grashof-Straße 47
68199 Mannheim
Tel. 0621/87524902
49
Umbauten
BIENCO GmbH
Rudolf-Diesel-Straße 28
68169 Mannheim
Tel. 0621/799830
51
Dipl.-Ing. Christoph Bruhn 107
Bauunternehmung
Schulzenstraße 7
68259 Mannheim
Tel. 0621/7900361
Harrer Ingenieure
Gesellschaft Beratender
Ingenieure VBI mbH
Reinhold-Frank-Straße 48b
76133 Karlsruhe
Tel. 0721/18190
85
Oettinger GmbH
Ottostraße 12
76316 Malsch
Tel. 07246/9449910
88
Umweltschutz
Planungsgemeinschaft
88
Kriegsstraße
DB International GmbH / BUNG
Ingenieure AG
Englerstraße 4
69126 Heidelberg
Tel. 06221/3060
Mayer Pflasterbau GmbH 100
Am Hambiegel 16
76706 Dettenheim
Tel. 07247/4757
Ed. Züblin AG
Direktion Karlsruhe
An der Tagweide 18
76139 Karlsruhe
Tel. 0721/62040
112
Kerlen Taucher GmbH
Tauchermeisterbetrieb
Saarstraße 3
63450 Hanau
Tel. 06181/6689742
113
Beck und Partner
100
Planungsbüro
Regionalstudien-UmweltgutachtenBeratung
Rankestraße 6
76137 Karlsruhe
Tel. 0721/374723
V
107
Eutek GmbH
122
Maler & Gipser
Werner-von-Siemens Straße 73
76646 Bruchsal
Tel. 07251/9823280
Gimber Optimaler
Maler- und Lackierermeister
Hammerstraße 9-13
75175 Pforzheim
Tel. 07231/33274
129
Wegebau
Becker GmbH
Garten-, Landschafts- und
Sportplatzbau
Im Rohrbusch 5
74939 Zuzenhausen
Tel. 06226/784250
116
Werbeanlagen
Vermessungsingenieure
Dipl.-Ing. FH
Andreas Macha
Öffentlich bestellter
Vermessungsingenieur
Beethovenstraße 13 b
68623 Lampertheim
Tel. 06206/519151
W
Wärme-DämmVerbund-System
113
Tiefbau
Mayer Pflasterbau GmbH 100
Am Hambiegel 16
76706 Dettenheim
Tel. 07247/4757
Rudi Steigert
Stuck- und
Natursteinrestaurierungen
Hauptstraße 27
66919 Weselberg
Tel. 06333/6020110
Schumann Trockenbau
GmbH
Große Ahlmühle 23
76865 Rohrbach
Tel. 06349/9963851
Tauchermeisterbetrieb
Planungsgemeinschaft
88
Kriegsstraße
DB International GmbH / BUNG
Ingenieure AG
Englerstraße 4
69126 Heidelberg
Tel. 06221/3060
Doege + Sohn
Malerbetrieb GmbH
Fritz-Ullmann-Straße 12
55252 Mainz-Kastel
Tel. 06134/20497
Trockenbau
Werbelicht
Karlsruhe GmbH
Hohleichweg 27
76189 Karlsruhe
Tel. 0721/66531555
112
132
Die Eintragungen im Verzeichnis die „Bauspezialisten“ erfolgen auf Wunsch
des Kunden/Beitragstellers
und sind somit kostenloser
Service in der Publikation.
Der Verlag übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit
der Eintragungen.
Z
Zimmerei
Brückmann Holzbau
In den Breitwiesen 3
67251 Freinsheim
Tel. 06353/989222
Elsässer GmbH & Co. KG
Holz- und Fertigbau
Max-Born-Straße 16-18
68169 Mannheim
Tel. 0621/322330
45
127
Die Bauspezialisten
139
Impressum
Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft mbH
Küferstraße 9 – 11
D-67551 Worms
Tel. 0 62 47/ 9 08 90-0
Fax 0 62 47/9 08 90-10
E-Mail info@wv-verlag.de
www.wv-verlag.de
www.bauenundwirtschaft.com
Gastautoren:
Nicolette Kressl –
Regierungspräsidentin,
Regierungspräsidium
Karlsruhe
Dr. Frank Mentrup –
Oberbürgermeister der
Stadt Karlsruhe
Gert Hager –
Oberbürgermeister der
Stadt Pforzheim
Dr. Peter Kurz –
Oberbürgermeister der
Stadt Mannheim
Dipl.-Ing. Rainer Wulle –
Präsident der
Ingenieurkammer
Baden-Württemberg
Helmut Zenker –
Präsident Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure
Baden-Württemberg e.V.
Geschäftsführer:
Uwe Becker
Organisation/Verkauf:
WV Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft mbH
Chefredakteur:
Christian Heinz (v.i.S.d.P.)
Herstellungsleiter:
Andreas Lochinger
140
Impressum
Stefan Zachmann –
Vorsitzender des VBILandesverbandes
Baden-Württemberg
Dipl.-Ing. Jörg Trippe –
Geschäftsführender
Gesellschafter T.P.I.
Trippe und Partner
Ingenieurgesellschaft
m.b.H.
Dr. Wolfgang Naumer –
Naumer Architekten BDB
(Anschriften: siehe Seite 132)
Redaktion:
Anette Sommer,
Sabine Renz,
Hans Wolfrum
Fotonachweis:
Architekten, Beitragsteller
u.a. (siehe Urheberrechtshinweise).
Herstellung:
Michaela Schaalo,
Ilka Becker
Autorenbeiträge geben nicht
in jedem Fall die Meinung
der Redaktion wieder.
Kundenbetreuung/
Anzeigenverwaltung:
Erna Becker, Ute Zbawiony,
Petra Butty, Irina Peters,
Wolfgang Frenzel
21. Jahrgang S 283
ISBN 978-3-944820-16-3
Druck:
ABT Print Medien GmbH
Bruchsaler Straße 5
D-69469 Weinheim
Tel. 0 62 01/18 90-0
Fax 0 62 01/18 90-90
Titelfotos (von links oben
nach rechts unten):
„Hauptfeuerwache und
Leitstelle, Karlsruhe“ (Beitrag:
Stadt Karlsruhe, Amt für
Hochbau und Gebäudewirtschaft; Abb.: Harder,
Stumpfl, Schramm); „Sparkasse Karlsruhe Ettlingen,
Karlsruhe“ (Beitrag: baumann.dürr architekten; Abb.:
Stuchlik 3D); „Bibliothek des
Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT) Karlsruhe“
(Beitrag: Gaiser + Partner;
Abb.: Thilo Mechau); „Eigenbetrieb Stadtentwässerung
(EBS), Mannheim“
(Beitrag/Quelle Abb.: Eigenbetrieb Stadtentwässerung)
Verkaufs-/Einzelpreis bei
Nachbestellungen:
19,90 Euro, zzgl.
Verpackung/Versand
Alle Rechte vorbehalten:
© 2014 WV Wirtschafts- und
Verlagsgesellschaft mbH,
D-67551 Worms
Diese Publikation ist in ihrer Gesamtheit urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung, die
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überschreitet, ist ohne schriftliche Genehmigung des Verlages
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insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmung und die Einspeicherung
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auf Vollständigkeit, wurden jedoch mit größtmöglicher Sorgfalt
recherchiert. Aus diesem Grund
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