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Liberty - Junge Liberale Schleswig-Holstein

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© ID1974 - Fotolia.com
Liberty
Mitgliedermagazin der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein
Ausgabe 2014-I
Schleswig-Holstein
Schwerpunkt: Außen- und Sicherheitspolitik
Gastbeitrag: Wehrbeauftragter Königshaus über die zukünftigen
Anforderungen an den Arbeitgeber Bundeswehr.
Liberty
2014-I
Inhalt
Inhalt / Impressum
2
Vorwort des Landesvorsitzenden
3
Leitartikel: Verlässlichkeit und Flexibilität
-wichtige Voraussetzungen für einen attraktiven Arbeitgeber Bundeswehr
4
Friede, Freude, Eierkuchen
6
Quo vadis Bundeswehr?
8
Yes Scotland, we´re better together - or aren´t we?
10
Der Europa-Wahlkampf
12
Der Norden trifft sich - Rückblick auf das Nord-PPW
14
Das Ombudsmitglied stellt sich vor
15
Organigramm der JuLis Schleswig-Holstein
16
#ProjektFreiheit
17
Neuer Arbeitsbereich: Mitgliederbetreuung
18
Neumitglieder stellen sich vor
19
Impressum
Liberty - Mitgliedermagazin der Jungen Liberalen Schleswig-Holstein
Herausgeber:
Junge Liberale Schleswig-Holstein e.V.
Eichhofstr. 27-29, 24116 Kiel
www.julis-sh.de
info@julis-sh.de
Chefredakteur:
Rasmus Rahn
Redakteure:
Gyde Jensen, André Classen, Christopher Klug
Autoren:
Hellmut Königshaus, Christian R.M. Koch, Jan Matthiesen, Christian Klähn,
Rasmus Rahn, Anne Vormelchert, Fin Brauer, Timon Kolterjahn
Layout:
André Classen
Redaktionsschluss: 13. Oktober 2014
Auflage:
1.000 Stück
Druck:
Flyeralarm GmbH, Würzburg
Namentlich gezennzeichnete Artikel geben nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wieder.
2
Vorwort des
Landesvorsitzenden
ihr haltet das Exemplar 2014-I unseres Mitgliedermagazins Liberty
in der Hand, welches seit dem Auslandsaufenthalt unserer langjährigen
vorherigen Pressesprecherin Gyde
nun federführend von Rasmus und
André erarbeitet wird.
Wir haben wieder einen sehr aktuellen und mitreißenden Themenblock ins Zentrum dieser Ausgabe
gestellt – die Außen- und Sicherheitspolitik Deutschlands und Europas. Der Gedanke eines Europas
des Friedens und der Nachbarschaft
von befreundeten Partnern gerät seit
über einem Jahr sehr stark ins Wanken. Im Osten Europas erleben wir
die größte unfreiwillige Landnahme
seit dem 2. Weltkrieg - Ausgang des
Ukraine-Konfliktes und zukünftige Staatsform der Ukraine sind ungewiss. An der Grenze zur Türkei
herrschen durch die IS-Kämpfer
barbarische Zustände, bei dernen in
Syrien und im Irak -und nicht zu
vergessen, auch in Afghanistan- täglich Zivilisten bestialisch ermordet
werden. Darüber hinaus der nicht
enden wollende Konflikt zwischen
Israel und der Hamas. Viele Konflikte bzw. Bürgerkriege wie die
im Nachgang des so erklärten Arabischen Frühlings finden in unserer
unmittelbaren Nähe statt. Die Frage,
was kann Deutschland unternehmen
und was hat Deutschland zu unternehmen, drängt sich einem daher
förmlich auf. Wir haben uns mit
mehreren Diskussionsbeiträgen mit
diesem Themenkomplex auseinander gesetzt. Ganz besonders freut es
mich, dass der Wehrbeauftragte der
Bundestages, Hellmut Königshaus,
einen Beitrag über die Bundeswehr
als Arbeitgeber und die familiären
Belastungen unserer Soldaten beigesteuert hat.
Mit dieser Liberty-Ausgabe führen
wir ein Stück weit die sicherheitspolitische Diskussion fort, welche unseren Verband auch sehr ausgiebig
auf dem Landeskongress Anfang
September in Eutin begleitet hat.
Aller Voraussicht nach wird uns das
Thema im Anbetracht der Schwere
der militärischen Auseinandersetzungen und der Qualität der Menschenrechtsverletzungen, nicht nur
als Mitglieder der Jungen Liberalen,
sondern auch im privaten Leben
noch eine ganze Weile beschäftigen.
Natürlich haben wir aber auch in
dieser Ausgabe etwas innerverbandliches zum Durchstöbern. So stellen
wir das Amt des Ombudsmitglieds
und des Mitgliederbetreuers vor und
es berichten Neumitglieder, wie es
so ist, frisch bei den JuLis dabei zu
sein.
Ich möchte mich ganz herzlich bei
allen bedanken, die am Mitgliedermagazin mitgewirkt haben, vor
allem den Autoren und der Presseund Öffentlichkeitsgruppe des Landesvorstandes.
Wir hoffen, dass ihr viel Freude
beim Lesen habt und viel Diskussionsstoff mitnehmt und im Freundeskreis oder mit der Familie anregende Debatten führt.
Dennys Bornhöft, KV Kiel
Landesvorsitzender
dennys.bornhoeft@julis-sh.de
3
Liberty
2014-I
Verlässlichkeit und Flexibilität
– wichtige Voraussetzungen für einen attraktiven
Arbeitgeber Bundeswehr
Verlässlichkeit und Flexibilität –
wichtige Voraussetzungen für einen
attraktiven Arbeitgeber Bundeswehr
– dies sind Schlagworte, mit denen
nicht wirklich alle etwas anfangen
können.
Eines vorweg: Der Soldatenberuf ist
kein Beruf wie jeder andere.
Gerade weil das so ist, sollte die
Bundeswehr bemüht sein, den Soldatinnen und Soldaten die Möglichkeit zu geben, das Besondere des
Soldatischen auch zu leben. Aber
auch die nicht zu vermeidenden Unannehmlichkeiten, die der Dienst
mit sich bringt, jedenfalls dort zu
verringern, wo dies möglich ist. Viele unserer Soldatinnen und Soldaten
zweifeln leider daran, dass dies auch
geschieht, wie mir vielfach berichtet
wird. Gerade junge Soldatinnen und
Soldaten äußern sich mir gegenüber
Er ist mit Belastungen verbunden:
Nicht nur durch einsatzbedingte Abwesenheiten, sondern durch
vielfältige Erschwernisse im täglichen Dienst. In der Bundeswehr
leben die Soldatinnen und Soldaten ganz selbstverständlich mit der
Gefährdung von Leib und Leben,
insbesondere in den Einsätzen. Ein
System von Befehl und Gehorsam
mit der Verpflichtung zu Tapferkeit
oft enttäuscht über das, was sie beispielsweise in den ersten Tagen und
Monaten erleben. Und hier beginnt
das Dilemma: Wenn junge Menschen bereits nach wenigen Tagen
oder Wochen den Dienst verlassen,
sollte man sich keine Illusionen machen, was sie wohl zu Hause und im
Freundeskreis erzählen.
Ich weiß, dass es schwer ist, die Herausforderungen, aber eben auch die
Chancen des Soldatenberufs einem
jungen Menschen zu vermitteln,
der in einem ganz anderen Umfeld
groß geworden ist. Als Schlüssel
zur Nachwuchsgewinnung und Bindung von Personal erscheint mir
Um junge Menschen für eine Karriere in der Truppe zu begeistern, muss sie ein attraktiver Arbeitgeber sein.
die Vereinbarkeit von Familie und
Dienst sehr wichtig. Hinzu kommt
die demografische Entwicklung und
die verschärfte Konkurrenz mit dem
zivilen Arbeitsmarkt, nicht nur bei
Spezialisten. Hier muss gehandelt
werden, wie ich es schon seit Jahren fordere. Dies machen die mich
erreichenden Eingaben seit Jahren
deutlich, denn hinter den Soldatinnen und Soldaten steht eine Familie.
Die Partnerin oder der Partner, die
Kinder und Eltern, sie alle müssen
die Belastungen und Entbehrungen
mittragen, die der Soldatenberuf
mit sich bringt. Gerade deshalb ist
es umso wichtiger, dass die Bundeswehr genau das bietet, was sich
Arbeitnehmer von einem attraktiven
Arbeitgeber wünschen: Verlässlichkeit, Rücksichtnahme und Flexibilität.
Ebenso wichtig ist der Ausbau der
- flexiblen - Kinderbetreuung. Die
Einrichtung von Betriebskindergärten und der Erwerb von Belegrechten an Kindertagesstätten externer
Träger schreitet zwar voran. Hier
ist es jedoch notwendig, nicht nur
an den großen Standorten, sondern
auch an den Ausbildungseinrichtungen, insbesondere für die Alleinerziehenden während der Lehrgänge,
eine bundeswehreigene Betreuung
anzubieten.
So muss man schon die grundsätzliche Frage stellen, ob die häufigen
Versetzungen wirklich nötig sind.
Den Soldatinnen und Soldaten sollte besser die Möglichkeit gegeben
werden, neben den Einsatz- und
Übungsverpflichtungen in ihrer Verwendung zu bleiben. Hierbei sei der
Hinweis erlaubt, dass ein ziviles
Unternehmen, das permanent ein
Großteil seines Personals in Ausbildung bindet, sei es als Auszubildender oder Ausbilder, innerhalb weniger Jahre vom Markt verschwinden
würde, weil dies weder effektiv
noch effizient ist.
Nicht zuletzt fallen auch bei Soldatinnen und Soldaten der Berufseinund aufstieg immer öfter mit der
Zeit der Familiengründung zusammen. In dieser Lebensphase eine
vernünftige Balance zwischen Beruf
und Familie zu finden, stellt gerade
für die Streitkräfte eine große Herausforderung dar. Erleichterungen
bieten flexible Arbeitszeiten, Teilzeitmodelle und mobiles Arbeiten,
in den Bereichen, wo es möglich ist.
In meinen Jahresberichten habe ich
immer wieder darauf hingewiesen:
Der heimatferne Einsatz mit der Folge oft jahrelangen Pendelns zählt zu
den Haupterschwernissen des Soldatenberufs. Infolge der Umstrukturierung der Bundeswehr mit vielen
Standortschließungen hat der Aspekt
der Planungssicherheit nochmals an
Bedeutung gewonnen.
An den jeweiligen Standorten müsste zudem für die Partnerinnen und
Partner in Zusammenarbeit mit der
örtlichen Wirtschaft die Arbeitsplatzsuche unterstützt werden, um
die Familien auch bei dienstlich erforderlichen Versetzungen zusammenhalten zu können.
miliären Verpflichtungen gerecht zu
werden, werden Verbesserungen nur
schwerlich erreichbar sein.
Ich freue mich, dass die Bundesministerin der Verteidigung diese Probleme jetzt angeht und an dieser Stelle einen Schwerpunkt ihrer Arbeit
setzen möchte. Natürlich werden
alle diese Maßnahmen nicht zum
Nulltarif zu haben sein. Viele Unternehmen haben schon lange erkannt,
dass aus dieser Investition ein Gewinn erwachsen kann. Eine Dienstgestaltung, die ein befriedigendes
Familienleben zulässt, jenseits aller
Entbehrungen, die der Soldatenberuf unvermeidbar mit sich bringt dies wäre ein großer Schritt, um die
Bundeswehr zukunftsfest als attraktiven Arbeitgeber - insbesondere aus
dem Blickwinkel junger Menschen
- zu positionieren.
Aber: ohne Vorgesetzte, die ein „offenes Ohr“ für die Ihnen unterstellten Soldatinnen und Soldaten haben
und es im Rahmen der dienstlichen
Erfordernisse ermöglichen, den fa-
Hellmut Königshaus (FDP)
Wehrbeauftragter des Deutschen
Bundestages
wehrbeauftragter@bundestag.de
© Foto: Moritz Gerlach
4
5
Liberty
2014-I
Friede, Freude, Eierkuchen
Die Aussetzung der Wehrpflicht gilt als liberaler
Thriumph. Doch war dieser Schritt langfristig richtig?
Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt.
Das feiern viele Liberale und vor allem Junge Liberale als ihren politischen Erfolg. Zurecht! Aber war diese Entscheidung aus heutiger Sicht
wirklich richtig? Sie war es sicherlich in einem Punkt: Die Wehrpflicht
war ungerecht. Nur Männer wurden
eingezogen, Frauen nicht. Es war
auch eher eine Lotterie – „Werde
ich gezogen, oder nicht?“ Die Ausgestaltung der Wehrpflicht war für
viele Wehrpflichtige sicherlich eine
Zumutung. War doch ihr Dienst geprägt durch Langeweile. Zumindest
war das ein Hauptargument gegen
diesen gehassten „Zwangsdienst“.
Schließlich sei es ja ungerecht, dass
junge Männer durch Nichtstun davon abgehalten werden würden, ihre
berufliche Laufbahn fortzusetzen
oder ein Studium aufzunehmen.
Das zweite Argument, weshalb es
vielen damals möglich und sinnvoll erschien, die Wehrpflicht auszusetzen, war die sicherheitspolitische Lage. Gerne wurde angeführt:
„Deutschland ist umzingelt von
Freunden“. Die Sowjetunion gab
es nicht mehr. Russland war damals
keine Bedrohung mehr. Es schien
langfristig sogar eine Einbindung
Russlands in die NATO möglich…
Also Friede, Freude, Eierkuchen ?!
„Lasst uns die Bundeswehr abschaffen! Sie kostet doch eh nur Geld!“,
so hört man es aus den anderen politischen Lagern, vor allem von den
Linken und den Grünen. Aber ist das
so? Oder haben wir in unserer Friedens- und Wohlstandsverwöhnten
Gesellschaft einfach nur die rosarote
6
Brille aufgesetzt und ignorieren die
sicherheitspolitische Lage?
Während China, Russland und Indien für ihr Militär stetig exorbitant
mehr Geld ausgeben und ihre Armeen modernisieren, denkt der
Westen über Abrüstung und Kosteneinsparung nach: Kriseninterventionstruppen, Eingreiftruppen. Kleine
Berufsarmeen sollen internationale
Krisen bewältigen. Landesverteidigung? Die brauchen wir doch nicht.
Das macht zur Not die NATO…
Die NATO? Das sind für viele die
USA. Doch die haben sich verändert. Sie haben wirtschaftliche
und innenpolitische Probleme. Sie
schreiten nicht einmal ein, wenn Assad eine vom US-Präsidenten gezogene „rote Linie“ überschreitet und
nachweislich mit Giftgas seine eige-
ne syrische Bevölkerung bekämpft.
Erinnern wir uns: alleine der Verdacht, dass Saddam Hussein Giftgas
herstellen könnte, reichte schon einmal als Begründung für die Besetzung des Irak aus.
Was ist passiert? Die USA zeigen
Schwäche. Europa zeigt Schwäche
und mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, dem etwas entgegenzusetzen. Russland annektiert die für sich
militärisch und strategisch wichtige
Krim. Es hat keine Konsequenzen.
Doch, Entschuldigung: Sanktionen
- Das ist das Florett der heutigen
Sicherheitspolitik. Im Kindergarten
würde es heißen: „Wir spielen nicht
mehr mit Dir!“. Das ist ungemein
überzeugend, oder? Ich meine, die
Möglichkeit, die Sanktionen durch
weitere Annektionen zu umgehen,
ist doch unwahrscheinlich, oder?
Wehrpflichtige stehen der Truppe zukünftig nicht mehr zur Verfügung.
© Foto: Moritz Gerlach
Warum sollte Russland sich nicht
einfach ganz Europa einverleiben,
um die gegen sich gerichteten Sanktionen zu bekämpfen… ? „Die Europäer wehren sich ja eh nicht“, könnte Putin denken. Können sie ja auch
nicht: Landesverteidigung spielt
im aktuellen Weisbuch (2006) der
Bundeswehr aber auch der anderen
europäischen Staaten eine untergeordnete Rolle (Position 3 – „Schutz
Deutschlands und seiner Bürgerinnen und Bürger“). Eigentlich keine
- Deutschland hat seine Bundeswehr
auf 182.714 aktive Soldaten reduziert (wir hatten im Kalten Krieg
500.000 Soldaten stehendes Heer
und konnten durch Reservisten auf
1.000.000 Soldaten aufwachsen).
Um auf die Ukraine zurückzukommen, stellt sich die Frage: Wie hoch
ist für Putin das Risiko, wenn er
sich noch weitere Teile der Ukraine einverleiben möchte, dass dies
auch nachteilige militärische Konsequenzen hat? Und wie hoch wäre
für ihn dabei das Risiko, dass er der
Unterlegene in einer militärischen
Auseinandersetzung wäre? Ist also
es wirklich so abwegig für Putin´s
Russland, sich einfach zu nehmen,
was es will, wenn die Konsequenzen überschaubar und nicht bedrohlich sind? Russland hat durch seine
Rohstoffexporte sehr viel Geld eingenommen und dieses vornehmlich
in die Aufrüstung und Modernisierung der Armee, der Luftstreitkräfte,
der Marine und der Geheimdienste
investiert, während Europa seine
Streitkräfte veralten ließ und zum
großen Teil reduzierte. Eine gefährliche Situation!
Ich erinnere nur ungern an 1938,
aber da herrschte eine ähnliche
Situation. Ein militärisch erstarktes Deutschland hat einige seiner
Nachbarn „friedlich“ durch den
Einmarsch von Soldaten „befreit“.
Die Sogenannten „Rosenkriege“,
bei denen die Tschechoslowakei
und Österreich „heim ins Reich“
geholt wurden. Der Westen war
nach dem Ersten Weltkrieg und der
Wirtschaftskrise damals ebenfalls
wie heute friedenssehnsüchtig und
wollte einen teuren militärischen
Konflikt vermeiden. „Appeasementpolitik“ war aber genau das, was
letztlich den 2. Weltkrieg erst zu
dem hat werden lassen, was er dann
wurde. Indem man einem Aggressor
hat gewähren lassen, fühlte er sich in
seiner Vorgehensweise bestätigt und
verfolgte sie weiter. Sie hatte keine
negativen Konsequenzen für ihn. Es
lag kein Risiko in der Handlung, da
die andere Seite nicht „bereit“ und
schon gar nicht in der Lage war, sich
zu wehren bzw. dem etwas militärisch entgegenzusetzen.
Heute ist die Krim russisch. Das hat
sich vor vier Jahren, als die Wehrpflicht ausgesetzt wurde, niemand
vorstellen können.
Wenn ich mir die heutige sicherheitspolitische Lage anschaue, dann
komme ich nicht zu dem Schluss,
dass Deutschland von „Freunden
umzingelt“ ist. Dabei betrachte ich
nicht die Grenzen zu Dänemark,
Polen, Tschechien, Österreich, der
Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, den Niederlanden oder
Großbritannien. Nein! Ich schaue an
die Grenzen der EU. Und hier sehe
ich die Ukraine, die von einem russischen Aggressor destabilisiert und
scheibchenweise annektiert wird.
Ich sehe eine Türkei, die sich von einer laizistischen Demokratie hin zu
einem islamischen Sultanat ala Erdogan evolviert und ankündigt, bis
2023 eine der größten Militärmächte
der Region sein zu wollen. Ich sehe
eine islamistische Terror-Miliz, die
sich einfach Teile von Syrien und
dem Irak nimmt und eine Terrordiktatur unter dem Begriff „Kalifat“
einrichtet.
Die sicherheitspolitische Lage hat
sich verändert. Das müssen wir zur
Kenntnis nehmen. Es ist eben nicht
alles: „Friede, Freude, Eierkuchen“.
Wir müssen daraus politische Konsequenzen ziehen. Das bedeutet,
dass wir über das Thema Bündnisund Landesverteidigung sprechen
müssen. Die Bundeswehr muss ihren ureigensten Auftrag wieder priorisieren. Dafür muss sie aber auch
mit entsprechenden finanziellen
Mitteln und mit Personal ausgestattet werden. Das bedeutet auch: WIR
müssen wieder über die Wehrpflicht
reden. Vielleicht müssen wir aber
auch über eine Europäische Armee
nachdenken. Wir müssen bereit sein,
unsere Freiheit und unsere Menschenrechte zu verteidigen. Das gilt
für jede und jeden Deutschen. Und
deshalb ist auch die Wehrpflicht ein
wichtiges sicherheitspolitisches Instrument - denn Verteidigung darf
man nicht „outsourcen“. Das haben
schon die Römer leidvoll feststellen
müssen, als es zu spät war.
Christian R.M. Koch
Fördermitglied der JuLis und
Ratsherr der Stadt Flensburg
koch@fdp-flensburg.de
7
Liberty
2014-I
Quo vadis Bundeswehr?
Eine rüstungspolitische Sichtweise
Wir JuLis Schleswig-Holstein haben
uns auf dem vergangenen Landeskongress intensiv mit der Außen-und
Sicherheitspolitik befasst. Ein Thema, die Sicherheitspolitik, welches
in den vergangenen Jahren unseren
Verband eher partiell beschäftigt
hat. Dass sich dies geändert hat, da
gerade die geopolitischen Veränderungen aufzeigen, wie wichtig
dieses Thema ist, möchte ich sehr
positiv hervorheben. Nun besitzt
die Sicherheitspolitik aber noch ein
ungeliebtes Stiefkind, das aktuell
die Medien bestimmt: Die (Aus-)
Rüstungspolitik. Ein Politikfeld voller Rüstungslobbyisten, immensen
Verwaltungsapparaten, frustrierter
Fachpolitiker und nicht weniger
enttäuschter Bedarfsträger, unsere
Soldatinnen und Soldaten. Eine solche Definition dieses Politikfeldes
würden wohl die meisten Deutschen
ohne mit der Wimper zu zucken unterschreiben. Doch wie sieht es dort
wirklich aus? Und was bewirken wir
mit der Deutschen lieben Verdammung von Rüstungsindustrie und
Ausrüstung der Bundeswehr in der
öffentlichen Wahrnehmung?
Die Verteidigungsministerin mag
von vielen Fachpolitikern belächelt
werden - was in militärischen Fragen auch berechtigt sein mag- was
die Ministerin aktuell aber perfekt
beherrscht, ist das Platzieren dieses Themas in der Öffentlichkeit.
Die Ausrüstung der Bundeswehr ist
wieder auf den Titelseiten und Leitbericht der Tagesthemen. Hier muss
man Frau von der Leyen wirklich loben, denn dieses Thema wurde schon
zu lange missachtet und die Ausrüs-
8
tung der Truppe ist längst nicht mehr
der Einsatzrealität entsprechend, geschweige denn, dass die Truppe mit
dem bestehenden Personalkörper in
der Lage ist, einige Systeme überhaupt zu betreiben. An dieser Stelle
müssten viele Aspekte nun erläutert
werden, jedoch möchte Ich explizit
den Beschaffungsprozess zum Thema machen. So sehr ich die Ministerin gelobt habe, so sehr platzt einem
der Kragen, wenn man bei all den
bekannten Mängeln der Ausrüstung
und der Beschaffung eine Ministerin
hört, die mit „nun sei die Industrie
am Zuge“ für sich die Verantwortungsfrage beantwortet und vergisst,
das eigene Haus und die Bundeswehr selbst zu betrachten.
Im Beschaffungsprozess der Bundeswehr fehlt seit Ende des Kalten
Krieges grundsätzlich jede strategische Weitsicht. Einsatzbedingter Sofortbedarf und technologische Leuchtturmprojekte (A400M,
Eurofighter, Drohnen, Fregatten
F124+F125) bestimmen den Alltag im Bundesamt für Ausrüstung,
Informationstechnik und Nutzung
der Bundeswehr (BAAINBw) und
Bundesverteitigungsministerium
(BMVg). Planerische Weitsicht?
Fehlanzeige! Betrachtet man diese Projekte nun genauer, so wird
schnell erkannt, dass nach dem
Schaffen der Projekt ARGEn - nach
Länderproporz - ein Produkt bestellt
wird, welches erst nach der Bestellung vom Bedarfsträger genauer
spezifiziert wird. Dies macht laufende Projekte immer komplexer, führt
zu Kostenexplosionen und letztlich
zu erheblichem Lieferverzug. Diesen Schuh muss sich zu allererst,
oder mindestens gleichberechtigt
das BMVg und damit die Ministerin
anziehen. Ebenso muss die Bundeswehr als Bedarfsträger endlich lernen vor Vertragsschluss zu klären,
welches Waffensystem sie wirklich
braucht, wie sie es betreiben und
Der Eurofighter Typhoon wurde seit den frühen 80er Jahren entwickelt und
2006 indienst gestellt.
© Foto: Julian Herzog - wikipedia.org
Das Transportflugzeug A400M soll baldmöglichst die veralteten Transall-Maschinen der Luftwaffe ersetzen.
© Foto: Julian Herzog - wikipedia.org
wie es in bestehende Systeme und
Strukturen integriert werden kann.
Im gleichen Atemzug muss man
aber auch die Industrie in die Pflicht
nehmen. Durch die ARGE-Strukturen in den Großprojekten sind auch
auf dieser Seite viele Fehler gemacht worden und man schiebt sich
gegenseitig den schwarzen Peter zu.
Dieses Verhalten trägt nicht zu einer
vernünftig ausgerüsteten Bundeswehr bei und hat Sie in die aktuell
missliche (Ausrüstungs-)Lage manövriert.
Doch wir Liberale müssen jetzt noch
klarer den Finger in die Wunde legen und dieses Thema öffentlich
diskutieren. Eine europäische Armee, oder in einem ersten Schritt
gemeinsam betriebene Waffensysteme (z.B. Die aktuell nicht auslieferbare frz. MISTRAL an Russland)
sind liberale Lösungen, die wir in
die politischen Debatten einbringen
können. Soll es aber zunächst nicht
der ganz große Wurf sein, so sollten
wir eine erhebliche Entschlackung
des deutschen Beschaffungsprozess
und der x-fach gespiegelten Dienstposten im BMVg und BAAINBw
auf die Agenda setzen. Die jährlichen Mittelabflussprobleme Ende
eines jeden Haushaltsjahres aus dem
Verteidigungsetat könnten durch
schlankere Prozesse und Strukturen
so vielleicht schon heute dazu führen, dass unsere Truppe besser ausgerüstet werden könnte. Dass die
Gelder, trotz vieler sinnvoller Ideen seitens des Bedarfsträgers, immer wieder nicht gebunden werden
können, ist aus Truppensicht eine
Katastrophe. Bürokratieabbau ist
hier das Stichwort. Und wer, wenn
nicht Wir Liberale, sollte zu Zeiten
einer trägen Großen Koalition ein
solches Thema besser ansprechen
können? Weiterhin sehe ich die FDP
und speziell uns JuLis durch das
Aussetzen der Wehrpflicht in besonderer der Pflicht, solch „Bundeswehr-Themen“ in die Gesellschaft
zu tragen. Die abnehmende Verankerung der Truppe in der Bevölkerung - bestimmt durch den Fakt das
nicht mehr aus allen Bereichen der
Gesellschaft der Truppendienst geleistet wird - durch den Wegfall der
Wehrpflicht, macht es umso wichtiger, dass wir das Thema Ausrüstung/Rüstung in der Öffentlichkeit
diskutieren. Schließlich klopfen wir
JuLis uns stetig für die Aussetzung
der Wehrpflicht auf die Schultern.
Für uns Liberale meint Diskutieren
eines solchen Themas aber auch
Diskutieren und kann nicht damit
getan sein, das eine Ministerin sich
zu PR Zwecken vor Kameras stellt
und jede Schuld von sich weist.
Beginnen Sie die Rüstungspolitik
endlich strategisch zu denken Frau
von der Leyen und überlassen Sie
es nicht Herrn Gabriel mit seinen
Konsolidierungsplänen der Rüstung
in der Bundesrepublik, vielen Dank.
Jan Matthiesen, KV Stormarn
ehemliger stellv. Landesvorsitzender
für Organisation
jan.matthiesen@julis-sh.de
9
Liberty
2014-I
Yes Scotland, we´re better
together - or aren´t we?
Beim Referendum stimmte eine Mehrheit der
Schotten gegen die Unabhängigkeit.
Einige Zeit ist seit dem schottischen
Unabhängigkeitsreferendum
nun
schon wieder vergangen. Unmittelbar vor der Abstimmung hatten auch
die deutschen Medien das Thema
für sich entdeckt. Doch die nunmehr
fürs Erste beantwortete Frage nach
der Eigenständigkeit Schottlands
beschäftigt die Schotten schon länger – und wird es in leicht veränderter Form auch in den nächsten Jahren tun.
Um die politische und kulturelle
Konstitution Großbritanniens – und
Schottlands im Besonderen – zu verstehen, muss man in die Geschichte
zurück gehen. Hier liegen über weite
Teile des Mittelalters und der frühen
Neuzeit zwei unabhängige Herrschaftsgebiete vor, die in häufigen
gegenseitigen Spannungen stehen,
sich aber gelegentlich auch ihre Monarchen teilen. Heutige schottische
Identitätskonstruktionen bedienen
sich dabei vor allem der historischen
Persönlichkeiten William Wallace
und Robert the Bruce (beide sind
dem cineastisch mehr oder minder
gebildetem Menschen zumindest
aus Mel Gibsons „Braveheart“ bekannt) sowie Charles Edward Stuart, besser bekannt als Bonnie Prince Charlie. Bei ihnen handelt es sich
um schottische Heerführer, die –
mehr oder minder erfolgreich – sich
gegen eine Dominanz eines englischen Herrschaftshauses durchsetzen konnten. Sie werden in der
gegenwärtigen Debatte häufig dazu
verwendet, das schottische Streben
nach Eigenständigkeit zu untermauern. Ob diese Deutungsweise als
historisch angesehen werden kann,
darf zumindest bezweifelt werden.
Für die gegenwärtige Debatte sind
sie aber dennoch als emotionale
Argumente für eine Eigenständig-
Bleibt Teil Großbritanniens: Glen Coe in Schottland.
© Foto: Christian Klähn
10
keit nicht zu unterschätzen. Fakt ist
aber, dass Schottland und England
sich 1707 mit dem Act of Union
und der Vertagung des schottischen
Parlaments vereinigten – und zwar
im Wesentlichen, weil schottische
Kolonialbemühungen in Panama zu
einem Quasi-Bankrott des ganzen
Landes geführt hatte. In der Bevölkerung war der Zusammenschluss
aber damals sehr unpopulär.
Neben diesen historischen Persönlichkeiten tragen auch diverse – teilweise Klischeebesetzte – Kulturgüter zur Schottischen Identität bei.
Das sind neben Kilt und Tartan (Karomuster, meist auf den Kilts) vor
allem Dudelsack und Whisky.
Wesentlich wichtiger für die Identitätsfrage sind aber vermutlich die
generelle politische Ausrichtung
Schottlands und der damit verbundene Gegensatz zu England. Während
England sehr von den Konservativen
(Tories) dominiert wird, haben diese
in Schottland einen schweren Stand.
In der letzten Zeit schafften sie es
in Schottland selten, mehr als einen
von ca. 60 Abgeordneten nach Westminster zu entsenden. Schottland,
das kann man unumwunden sagen,
ist ein Land mit einer klaren linken
politischen Mehrheit. Dieser Gegensatz ist vor allem nach dem Zweiten
Weltkrieg und mit dem endgültigen
Niedergang des British Empire signifikanter geworden. Manche versuchen diesen Unterschied oberfläch-
lich damit zu begründen, dass man
in Schottland traditionell mehr Wert
auf Gemeinschaft legt, als im individualistischeren England. Klar ist
aber, dass der zunehmende Gegensatz zwischen einem mehrheitlich
links wählenden Schottland und den
Siegen der Tories, insbesondere unter Maggie Thatcher, die Unzufriedenheit mit dem jeweiligen Status
Quo gemehrt hat.
In der jüngeren Vergangenheit gab
es auf dem Weg zum unlängst abgehaltenen Referendum vor allem
zwei wesentliche Schritte. Zum einen versuchte man bereits 1979 ein
eigenständiges schottisches Autonomie-Parlament zu errichten. Dieser
Versuch scheiterte aber daran, dass
eine absolute Zahl an Stimmen für
die Autonomie nicht erreicht wurde – obgleich eine relative Mehrheit sich für ein eigenes Parlament
ausgesprochen hatte. Diese Bedingungen des Referendums von 1979
wurden in den späteren Jahren von
den Befürwortern der Unabhängigkeit häufig als Betrug seitens Westminsters ausgelegt. Man fühlte sich
durch die Sonderregelung um das eigene Parlament gebracht. Das Thema war damit aber keinesfalls ad
acta gelegt. 1997 fand ein weiteres
Referendum statt, eingesetzt von der
breiten Mehrheit des damals neuen Labour-Premierministers Tony
Blair – obgleich dieser selbst kein
passionierter Befürworter der schottischen Autonomie war. Dieses neue
Referendum wurde erdrutschartig
gewonnen und das neue schottische
Parlament, das sich 1999 das erste
Mal konstituierte, bekam weitgehende Autonomierechte.
Seit den 1960er- und 70er-Jahren
bekam die Scottish Nationalist Party (SNP) zunehmend Zulauf. Trotz
zwischenzeitlich schwächerer Ergebnisse wurde sie 2007 stärkste
Kraft im schottischen Parlament und
bildete eine Minderheitsregierung.
Vier Jahre später, in den Wahlen
von 2011 konnte sie ihr Ergebnis sogar ausbauen und hatte eine eigene
Mehrheit im Parlament – und London musste sich der zentralen Forderung der SNP nach einem Unabhängigkeitsreferendum beugen.
Trotz einiger Auswüchse und Beschimpfungen in den sozialen Medien verlief die Debatte jedoch weitestgehend positiv. Die Gesellschaft
wurde in einem Maße politisiert, wie
es in der jüngeren Geschichte Europas wohl einzigartig ist. Verschiedenste Menschen engagierten sich
für die jeweiligen Kampagnen („Yes
Scotland“ und „better together“) und
bei weitem nicht nur die politisch
organisierten. Eine Beteiligung von
85% ist für jedes Land sehr gut, im
Vergleich mit den Parlamentswahlen, an denen sich meist nur etwas
mehr als die Hälfte beteiligte, war
das Referendum aber einmalig.
Noch wenige Monate vor dem Referendum sahen die Umfragen so
aus, als dass die Unabhängigkeitsbefürworter allerhöchstens 40%
hinter sich versammeln könnten.
Insofern war man in Westminster
vergleichsweise entspannt und auch
better together hielt es nicht für nötig, einen so fleißigen und begeisternden Wahlkampf zu machen wie
Yes Scotland. Als die Umfragen
aber zu kippen drohten und ca. zwei
Wochen vor der Abstimmung das
erste (und einzige) Mal das Yes-Lager vorne gesehen wurde, begann
die große Hektik. Panisch ließen
die Westminster-Spitzen die traditionelle PMQ (Fragestunde an den
Premierminister) ausfallen, um in
Schottland für die Union zu werben. Zugleich unterschrieben sie pathetisch einen offenen Brief an die
Schotten, in dem sie ihnen weitere
Autonomierechte versprachen. Dies
ist durchaus als Panik-Reaktion auf
die knapperen Umfragen zu bezeichnen, da die SNP immer für eine
so genannte DevoMax-Option (weitestgehende Autonomie) als dritte
Möglichkeit auf dem Wahlzettel geworben hatte. Dies hatte Westminster aber abgelehnt.
Das Ergebnis des Referendums ist
hinlänglich bekannt: 45% der Schotten sprachen sich für die Unabhängigkeit aus, 55% dagegen. Politisch
äußerst spannend wird der weitere
Weg Schottlands jedoch auf jeden
Fall werden. Wie weit wird die Autonomie gehen? Kommt es sogar zu
einer Föderalisierung des Vereinigten Königreiches mit einem eigenen englischen Parlament wie u.a.
UKIP-Chef Nigel Farage es fordert?
Kann die schottische Gesellschaft
ihre gegenwärtige Spaltung überwinden? Eines ist ganz sicher: Der
regelmäßige Blick auf schottische
und britische Nachrichtenseiten
lohnt sich in den nächsten Jahren auf
jeden Fall.
Christian Klähn, KV Kiel
ehemaliger Landesprogrammatiker
christian.klaehn@gmail.com
11
Liberty
2014-I
Der Europa-Wahlkampf
JuLis aus Schleswig-Holstein und Hamburg warben
gemeinsam für die liberale Sache.
Der Europawahlkampf – immer eine
schwierige Sache. Für die einen völlig uninteressant, da Europa weit
weg zu sein scheint, man hier nicht
für das eigene Mandat wirbt und sich
gefühlt kaum ein Bürger dafür interessiert. Dazu noch die Situation,
dass dieser Wahlkampf für uns der
vierte in Folge innerhalb von zwei
Jahren war. Das hat Kraft gekostet
und unsere Ressourcen dezimiert.
Auf der anderen Seite hingegen engagieren sich im Europawahlkampf
vor allem die echten Überzeugungstäter und leidenschaftlichen Wahlkämpfer. Diejenigen, die nach drei
Wahlkämpfen mit immer schlechter
werdenden Ergebnissen noch immer
Kraft und Lust aufbrachten, für die
liberale Sache zu kämpfen. Der Europawahlkampf trennt also sprichwörtlich die Spreu vom Weizen, was
die Kampagnenfähigkeit betrifft.
Das wollten wir uns zu Nutze ma-
chen. Der Landesvorstand hat sich
auf eine Kampagne geeinigt, die die
Fehler vergangener Wahlkämpfe
aufgegriffen hat und unsere Stärken
nutzte. Wir haben uns den Mitgliedern zugewandt und ausgemacht,
wo der Landesvorstand unterstützen
konnte und landesweit die Kräfte
gesammelt werden mussten. So sollten Situationen vermieden werden,
wie die, dass zwei JuLis irgendwo
im Land über Stunden hinweg in
leeren Innenstädten wenige Flyer
verteilen.
Im Ergebnis haben wir uns auf verschiedene Veranstaltungen an den
Wochenenden vor der Wahl im
Großraum Hamburg geeinigt, wo
wir zum einen unsere Kräfte gesammelt haben, zum anderen starke
Unterstützung von den JuLis Hamburg erhielten. Im Gegenzug hatten
wir die Gelegenheit, die JuLis Hamburg bei ihrem Wahlkampf zu unterstützen. Parallel dazu haben sich
die JuLis landesweit in den Kreisen
aufgemacht für die FDP zu werben.
Zum Teil auf sich gestellt, zum Teil
in Zusammenarbeit mit der örtlichen
FDP. So haben wir das Maximum
rausgeholt und überall Farbe bekannt.
Die gegenseitige Unterstützung über
die Landesgrenzen hinweg werden
wir sicher zukünftig noch weiter
ausbauen, vor allem im kommenden
Bürgerschaftswahlkampf in Hamburg.
Hier noch einmal die wichtigsten
Momente im Überblick:
Zu den besten Momenten gehörte
wohl die Premiere der blauen Morphsuits. Kevin Wurthmann (Schatzmeister der JuLis Lübeck) legte ihn
an und verwandelte sich in „Captain
Europe“. Urplötzlich waren wir von
Scharen von Menschen umgeben.
Der Anzug wirkte wie ein Magnet
auf die Interessierten. Besonders
gut wirkte der Austausch mit einer
Gruppe junger Frauen, die auf einem Jungesellinnenabschied waren
und dringend Schnäpse mit Captain
Europe trinken wollten.
Nicht weniger großartig war Hubertus Hacke (Landesgeschäftsführer der JuLis SH), als er, ebenfalls
verkleidet als Captain Europe, durch
die Straßen Itzehoes rannte und
„Wir müssen Europa retten“ rief (zu
finden auf dem Youtube-Channel
der JuLis SH).
Kim Jöns als „Captain Europe“ gemeinsam mit unserer EuropaAbgeordneten Britta Reimers beim Wahlkampf in Neumünster.
© Foto: André Classen
12
JuLis auf der Demo „Freiheit statt Angst“ in Hamburg.
© Foto: André Classen
Besonderes Aufregen verursachten
auch Gyde Jensen ( damalige stellv.
Landesvorsitzende für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit) und Kim Jöns
(Stellv. Landesvorsitzender für Organisation), ebenfalls in den blauen
Morphsuits, am Rande einer Großveranstaltung mit Angela Merkel in
Neumünster.
Der Dreh der Videos im Garten unseres Landesvorsitzenden, Dennys
Bornhöft, war ebenfalls ein großes
Highlight. Nach weniger als einer
Stunde waren alle Videos abgedreht
und wir standen zur Verfügung um
im Garten zu helfen. Dabei musste ein schwerer Strandkorb 20 Höhenmeter weit getragen und mittels
einer provisorischen Rampe, bestehend aus einer Leiter und Seilen,
auf den Balkon gehievt werden. Es
ist alles gut gegangen und die Bornhöfts genießen den Ausblick vom
Balkon nun aus ihrem Strandkorb.
Demonstration „Freiheit statt Angst“
des gleichnamigen Aktionsbündnisses in Hamburg. Gemeinsam mit
einer bunten Mischung verschiedenster Gruppierungen von links bis
nicht ganz so links demonstrierten
die JuLis für Bürgerrechte und gegen Überwachung. Dabei skandierten wir „Meine Daten sind privat!
Stoppt den Überwachungsstaat!“
Buhmann (Stellv. Kreisvorsitzender
JuLis Segeberg), der den Morphsuit
anlegte.
Am Vormittag desselben Tages veranstalteten die JuLis Segeberg mit
Unterstützung aus Hamburg in Bad
Bramstedt eine Demonstration, die
sich ebenfalls gegen staatliche Überwachung richtete. Hier war es Erik
Mir hat es großen Spaß gemacht den
Wahlkampf zu organisieren und mit
Euch gemeinsam ein paar echt geniale Tage verbracht zu haben. Danke
dafür.
Alles in allem haben wir einen sehr
ordentlichen Wahlkampf hingelegt
und können äußerst stolz auf uns
sein. Die Morphsuits werden uns sicher noch bei weiteren Kampagnen
begleiten.
Rasmus Rahn, KV Stormarn
stellv. Landesvorsitzender für
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
rasmus.rahn@julis-sh.de
Ein weiterer großer Moment war die
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Liberty
2014-I
Der Norden trifft sich...
Beim Nord-PPW in Rotenburg kamen JuLis aus ganz
Norddeutschland zusammen.
Am 26. September trafen sich JuLis
aus allen Ecken Norddeutschlands,
um gemeinsam im schönen Rotenburg an der Wümme in vier Arbeitsbereichen programmatisch zu arbeiten.
Nach monatelanger Organisation der Landesverbände Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen war es endlich
soweit und circa 50 motivierte junge
Menschen trafen sich, um über die
Bundeswehr, Bildungsföderalismus,
den Hamburger Hafen und Landärztemangel zu diskutieren.
Mit Hilfe vieler kompetenter Referenten und den bemühten Arbeitskreisleitern hatten die Teilnehmer
die Möglichkeit, viel über die jeweiligen Themen zu erfahren und ihre
Meinungen einzubringen.
Im Arbeitskreis „Die Entwicklung
Eröffnungsrede am Freitagabend des Nord-PPW.
© Foto: JuLis Niedersachsen
des Hamburger Hafen und seine
Hinterlandanbindung“ diskutierte
man lange über mit dem Hafen verbundenen Umweltthemen und Seeschifffahrt im Allgemeinen. Man
erarbeitete wichtige Punkte, wie
die Elbvertiefung, heraus und kam
zu dem Schluss, dass man die län-
Die norddeutschen JuLis vor der Jugendherberge in Rotenburg.
© Foto: JuLis Niedersachsen
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derübergreifende Zusammenarbeit
zwischen den Häfen Bremerhaven,
Hamburg und dem Jade-Weser-Port
unbedingt intensivieren sollte, wobei es perspektivisch sinnvoll wäre,
wenn sich die Häfen spezialisieren
und Aufgaben untereinander verteilen würden.
Der zweite Arbeitskreis trug den Titel „Die Bundeswehr – verwurzelt in
Norddeutschland mit Verantwortung
in der Welt.“ und beschäftigte sich
mit den strukturellen und institutionellen Veränderungen der „neuen“
Bundeswehr. Weiterhin hatten die
Teilnehmer in diesem Arbeitskreis
die Gelegenheit, über die aktuellen
Einsatzgebiete und die Kapazitäten
der Bundeswehr mit zwei Jugendoffizieren zu diskutieren. Unter anderem kam man zu dem Entschluss,
dass die JuLis sich für den Ausbau
von bewaffneten Drohnen aussprechen sollten.
Der von Schleswig-Holstein initiierte Arbeitskreis „Landärztemangel – Herausforderungen und Alternativen“ beschäftigte sich mit den
Folgen des demographischen Wandels in Bezug auf mden Mangel an
Ärzten im ländlichen Raum. Hier
war eine Kinderärztin aus Niedersachsen zu Gast, die tiefe Einblicke
in das „Wirrwarr“ des deutschen
Gesundheitssystems gab und viele Probleme aufzeigte. „Wir kamen
zu dem Schluss, dass alles noch viel
schlimmer ist als erwartet, doch diese Probleme sind durch kluge Politik
durchaus zu bewältigen.“ sagte Fin
Brauer, Leiter des Arbeitskreises,
abschließend.
Der vierte Arbeitskreis „Kooperation – verbieten oder geboten? Bildung ist Ländersache?!“ hatte sich
das Kooperationsverbot zwischen
Bund und Universitäten zum Thema
gemacht. Doch kam es bald, in einer offenen und angeregten Debatte
über Bildung und Vor- und Nachteile
von Bildungsföderalismus, zu einem
Konzept für ein hypothetisches Bil-
dungssystem.
Am Samstagnachmittag stellte sich
Dr. Wieland Schinnenburg als Vertreter der Hamburger Bürgerschaft,
nach kurzen Einblicken in die Planungen zur Bürgerschaftswahl im
Februar 2015, den kritischen Fragen
des Auditoriums.
Neben den Arbeitskreisen, die einen programmatischen Austausch
zwischen Landesverbänden ermöglichten, bestand an den Abenden die
Möglichkeit zum gemütlichen Beisammensein.
Nach drei Tagen inhaltlicher Arbeit
und tollen neuen Kontakten kamen
die Teilnehmer geschlossen zu dem
Ergebnis, dass dieses erfolgreiche
Format auch im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden muss!
Anne Vormelchert, KV Kiel
Beisitzerin für Organisation
anne.vormelchert@julis-sh.de
Fin Brauer, KV Dithmarschen
stellv. Landesvorsitzender für
Programmatik
fin.brauer@julis-sh.de
Das Ombudsmitglied stellt
sich vor
Im Juni 2013 haben wir bei den
JuLis Schleswig-Holstein ein neues
Amt eingeführt: das Ombudsmitglied. Doch was genau tut so ein
Ombudsmitglied?
Zum einen ist das Ombudsmitglied
für
die
Überwachung
des
Vorstandes in politischer Hinsicht
verantwortlich. Es überprüft also,
ob Pressemitteilungen, Aktionen,
Kampagnen, aber auch Anträge
zum FDP-Landesparteitag mit der
Beschlusslage vereinbar sind, bzw.
ob der Vorstand gefällte Beschlüsse
auch umsetzt.
Zum
anderen
dient
das
Ombudsmitglied als Vermittler und
Schlichter bei Konflikten zwischen
Mitgliedern und / oder Vorständen.
Derzeit ist das Ombudsmitglied
Patrick
Löffel,
unser
exLandesvorsitzender.
Ihr erreicht ihn unter:
patrick.loeffel@julis-sh.de
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Liberty
2014-I
Organigramm der JuLis SH
Kreisvorstände
unterstützt
Kreiskongresse
unterstützt
zweithöchstes
Beschlussgremium
nimmt vollständig Teil
bilden Plenum
LandesGeschäftsführer
verwaltet
benennt
vermittelt bei
Konflikten zwischen
Mitgliedern und / oder
Vorständen
Landeskongress
höchstes
Beschlussgremium
wählt Delegierte
Bundeskongress
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Landesvorstand
Mitglieder
bilden Plenum
Die JuLis Lübeck haben aus einem alten
Lastenfahrrad einen echten Hingucker gebaut.
entsenden je ein Mitglied
erweiterter
Landesvorstand
wählen
#ProjektFreiheit
wählt
überwacht
wählt
OmbudsMitglied
Nach vielen Wahlkämpfen in den
letzten Jahren kommt jetzt die Zeit
der Programmatik. Dennoch sollten
wir uns häufig in der Öffentlichkeit
zeigen, dachten sich die Lübecker
JuLis. So wurde eines Abends auf
dem Hansetag in Lübeck lange überlegt, was man machen könnte. Der
Konsens war, „Wir müssen schnell
aktuelle Themen aufnehmen“.
Zu dieser Feststellung kam auch
ein Problem. Wie solle man schnell
reagieren, wenn doch für alles eine
Standgenehmigung gebraucht wird.
Die Lösung von einer „roten“ Partei schien für uns zu teuer. Doch da
wurde ein „günstiges“ (nicht fahrtüchtiges) Lastenfahrrad in unserer
Nähe entdeckt. So wurde ein Budget festgelegt (Dank an unsere Förderer!) und das Fahrrad erworben.
Zum Glück war der Schaden kleiner
als erwartet und durch den Kreisvorsitzenden Timon Kolterjahn schnell
behoben. Aus einer fehlerhaft bedrucken Beachflag wurde (mit ein
wenig Unterstützung aus dem JuLis
Umfeld) der erste Schmuck geschaffen. Für das weitere JuLi-Branding
trafen sich einige Lübecker JuLis
an einem sonnigen Wochenende.
Lübecks Kreisschatzmeister Kevin
Wurthmann durfte nach einem Planungstreffen zunächst in einem Baumarkt auf Shoppingtour gehen.
Das eigene Anfertigen eines Deckels
stellte sich als größte Herausforderung heraus. Zunächst hemmte ein
Planungsfehler das Fortschreiten,
dann fehlerhafte Bohrungen, doch
schlussendlich war es geschafft. Der
Die Lübecker JuLis, hier mit FDP-Landeschef Garg, präsentieren ihr JuLiFahrrad auf dem CSD in Lübeck.
© Foto: privat
Deckel schloss fest und dicht ab.
Dennoch musste zum Gelbeinfärben wieder alles demontiert werden
… und schon war ein Riesen-Puzzle
geschaffen. Anstelle von Streichen
entschloss man sich auf Grund der
Haltbarkeit und der Optik für gelbe
Folie.
Am Sonntagmorgen hieß es „nur
noch“ alles wieder zusammensetzen. Wie es sein musste, passte nicht
mehr alles, wie es noch am Tag vorher passte. Mit viel Geduld wurde
es geschafft. Ein nicht übersehbares JuLis-Fahrrad war geschaffen.
Noch ein Verschluss an den Kasten
und einige blaue Reflektoren angebracht, dann wurde es für einsatzbereit erklärt. Bei der ersten Aktion
zum CSD in Lübeck haben wir viel
Aufmerksamkeit erfahren und auch
der FDP-Landesvorsitzende befand
es als gut.
Timon Kolterjahn, KV Lübeck
Kreisvorsitzender der JuLis Lübeck
timon.kolterjahn@julis-luebeck.de
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Liberty
2014-I
Neuer Arbeitsbereich:
Mitgliederbetreuung
Neumitglieder stellen sich vor
Mit Beginn des neuen Amtsjahres
führte der Landevorstand einen neuen Arbeitsbereich ein: Mitgliederbetreuung. Dieses Postens hat sich zunächst Rasmus Rahn angenommen.
Hobbys und Interessen: Wasserball, Philosophie und Politik
Der Landesvorstand sah die Notwendigkeit diesen Posten zu schaffen, da eine schwindende Beteili-
Erste Projekte im neuen Arbeitsbereich waren unter anderem die Potenzialanalyse der Kreisverbände
oder auch das auf dem vergangenen
Landeskongress in Eutin erstmals
abgehaltene Neumitgliederseminar.
Eduard Hübner
18 Jahre, KV Kiel
Landesvorsitzenden mussten wir die
Aufgaben im Landesvorstand neu
verteilen. Somit wird die Mitgliederbetreuung jetzt von Alexander
Goedecke wahrgenommen.
Durch den Rücktritt von Gyde Jensen und Rasmus Wahl zum stellv.
Aufgaben des neuen Ressorts „Mitgliederbetreuung“
Unterstützung der
Kreisverbände
Einbindung und Motivation
der Mitglieder
•
Guidelines / Erhalt der
Strukuren
•
Evaluation von
Veranstaltungen
•
Hilfspakte
z.B. Wahlkampf-Material
•
Sammlung von Ideen der
Mitglieder
Manpower bei Aktionen in
den Kreisverbänden
•
Wettbewerbe
•
„Onboarding“ von neuen
Mitgliedern
•
Fortbildung
Wie bist Du zu den JuLis gekommen?
Ein Freund, der bei den JuLis aktiv
ist, hat mich mit mitgenommen.
17 Jahre, KV Kiel
Neumitgliederseminar
beim Lanndeskongress
Hobbys und Interessen: Fußball,
Schiedsrichter, Politik, Freunde.
•
Seminare zu speziellen
Arbeitsbereichen
Wie bist Du zu den JuLis gekommen?
Durch den Wahl-o-Mat vor der Europawahl und ein deutliches Ergebnis pro Liberal.
Schulungen unter dem
Titel „how to JuLi“
Was ist Dein politisches Herzensthema?
Bildungspolitik, da es mich als
Schüler am meisten betrifft.
Jonas Meereis
•
•
Warum die JuLis?
Zum einen, weil mich der Liberalismus anspricht, und zum anderen,
weil die Leute interessant und aufgeschlossen sind.
Warum die JuLis?
Weil ich mich für eine gute Sache
einsetzen möchte.
Was ist Dein politisches Herzensthema?
Die Gerechtigkeit in allen möglichen Facetten, sowie das Harmonieren verschiedener Kulturen in einer
starken Gesellschaft.
„Wie ich zu den JuLis gekommen bin.“
Henning Mextorf, KV Nordfriesland
gung der Mitglieder an den großen
landesweiten Veranstaltungen festzustellen war und in einigen Kreisen
strukturelle Probleme und Nachwuchsmangel aufkamen.
Auf der Klausurtagung diskutierte
der Landesvorstand intensiv über die
Aufgaben für diesen Arbeitsbereich
und setzte einen Rahmen. Zusätzlich
haben wir mit den anwesenden Mitgliedern beim LAK Organisation am
27. April darüber gesprochen.
18
Euer Mitgliederbetreuer ist
Alexander Goedeke aus Kiel.
Ihr erreicht ihn unter:
alexander.goedeke@julis-sh.de
oder unter 0170 / 285 83 70.
Liebe JuLis,
dies ist der Grund für meinen
Eintritt, weil ich mitreden möchte
und ihr mich lasst. Noch mehr
sogar, ich werde aktiv gefragt nach
meiner Meinung, nach meinen
Beweggründen
und
meinen
Anliegen. Ich fühlte mich direkt gut
aufgenommen und integriert.
Nun möchte ich nicht die Politik neu
schreiben, doch die Chance nutzen
als Teil der APO 2.0 die Politik der
GroKo kritisch zu hinterfragen.
Dabei liegt mein Interesse als
angehender Betriebswirt mit dem
Schwerpunkt Banken und Finanzen
vor allem in den Bereichen Finanzen
und Wirtschaft. Weiterhin schaue ich
auch kritisch auf die Veränderungen
im Bildungswesen. Selber habe ich
als Schüler die Kinderkrankheiten
der Profiloberstufe erleben müssen
und
durch mein Engagement
im Jugendbereich sehe ich auch
immer noch, dass es dort viel
Handlungsbedarf gibt.
Ganz bewusst bin ich im letzten
Herbst nach dem schlechten
Abschneiden
der
FDP
im
Bundestagswahlkampf
an
die
Jungen Liberalen herangetreten.
Wie viele andere neue Gesichter
im Kreise der JuLis will ich helfen
der FDP wieder ein Gesicht mit
konkreten Themen zu geben. Ich
möchte zeigen, dass wir auch zu
wirtschaftsunspezifischen Themen
Wissen haben und Lösungen
präsentieren können.
19
Der Landesvorstand der JuLis Schleswig Holstein
Dennys Bornhöft
KV Kiel
Landesvorsitzender
dennys.bornhoeft@julis-sh.de
Rasmus Rahn
KV Stormarn
stellv. Landesvorsistzender
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
rasmus.rahn@julis-sh.de
André Classen
KV Flensburg
Beisitzer
Homepage / Grafik
andre.classen@julis-sh.de
Alexander Goedeke
KV Kiel
Beisitzer
Mitgliederbetreuung / Newsletter
alexander.goedeke@julis-sh.de
Fin Brauer
KV Dithmarnschen
stellv. Landesvorsitzender
Programmatik
fin.brauer@julis-sh.de
Kim Jöns
KV Kiel
stellv. Landesvorsitzender
Organisation
kim.joens@julis-sh.de
Michael Stötzler
KV Rendsburg-Eckernförde
Beisitzer
Programmatik
michael.stoetzler@julis-sh.de
Anne Vormelchert
KV Kiel
Beisitzerin
Organisation
anne.vormelchert@julis-sh.de
Cord Weber
KV Nordfriesland
Landesschatzmeister
cord.weber@julis-sh.de
Philipp Lohse
KV Pinneberg
Beisitzer
Organisation / Finanzen
philipp.lohse@julis-sh.de
Liberty
Schleswig-Holstein
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