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Gemeindegruß lesen... - Evangelische Kirche im Rheinland

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Gemeindegruß
Evangelische Kirchengemeinde St. Augustin
September / Oktober / November 2014
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Re
Impressum, Inhalt
Herausgeber
Presbyterium der Evangelischen
Kirchengemeinde St. Augustin
Redaktion
Dr. Benjamin Härte,
Christopher Lietmeyer,
Patricia Lietmeyer,
Claudia Lübcke,
Gabriele Müller-Schledorn,
Achim Schledorn
E-Mail: Team@ev-pauluskirchesankt-augustin.de
Nächste Ausgabe
Dezember 2014 bis Februar 2015
Redaktionsschluss: 20. Okt. 2014
Herstellung
Kirchendruckerei
Reintjes Printmedien GmbH
Kleve
Auflage
1700
Titelbild
Impressionen von Sankt Augustiner Schulen
Fotos: Claudia Lübcke
Titelthema
Termine
Gut und wahr und schön
Entwicklungen in der Religionspädagogik, Prof. Meyer-Blanck
4
Religionslehrerin werden
Persönliche Motivation einer
angehenden Religionspädagogin
6
Religion – ein Fach wie jedes
andere?
Aus der Praxis,
Astrid Sommerfeld, RSG
7
Aus dem Schulreferat
Zu den Aufgaben dieser Einrichtung, Dr. Beate Sträter
10
Religionsunterricht in
öffentlichen Schulen: ein
anachronistisches Privileg
der Kirchen?
Gesetzliche Regelungen
11
Adventsfeier
Termine, Einladungen
Gemeindefest 2014
Kindergarten Flohmarkt
Infoabend: Freihandel im Fokus
Gedichteabend
Herbstbasar
14
Kinderkirche
Abendmusik
Werkstatttag Fair-Antwortung
Ökumenischer Gesprächsabend
Adventssammlung
15
„…. und lehret sie halten alles, was
ich euch befohlen habe.“
19
Gottesdienste:
In der Pauluskirche und in den
Seniorenheimen
16
Wochentermine:
Regelmäßige Termine der Woche
im Gemeindezentrum
18
Terminkalender
der Gruppen und Kreise
19
Gemeinde Aktuell
Maigarten
Bilder eines schönen Abends
20
Sieben Wochen ohne und
Der andere Advent
Bericht über die Gesprächskreise 22
Besuch im Haus Heisterbach
24
Ausflug des Seniorentreffs
Jochen Fent berichtet
Gelebte Ökumene
Bilder vom Kaffeenachmittag
Das langwierige Asylverfahren
Unser neuer „Defi“
Rückblick
Konfirmation 2014
Amtshandlungen der
vergangenen Monate
Adressen
26
28
30
31
32
Liebe Leserin, lieber Leser,
eines der vielseitigsten, aber auch umstrittensten Schulfächer ist der Religionsunterricht. Vielseitig, weil hier
nicht nur kulturelles Faktenwissen vermittelt wird,
sondern die Schüler auch über sich, die Welt und ihren
Ort darin nachdenken. Umstritten, weil in einer Gesellschaft, in der „organisierte Religion“ mancherorts kritisch gesehen wird, eine Vermischung von Kirche und
Staat, „privatem“ Glauben und öffentlicher Aufgabe
befürchtet oder herbeigeredet wird.
Wir haben versucht, dieses Thema von möglichst vielen
Seiten zu beleuchten – Schule, Kirche und Universität.
Vielfalt prägt auch das Leben in unserer Gemeinde;
im zweiten Schwerpunkt wird das in Wort und Bild
lebendig. Vielen Dank für die rege Zusendung von
Fotos und Texten!
Viel Freude bei der Lektüre wünscht
Ihr Redaktionsteam
Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung der
Redaktion wieder.
2
Gemeindegruß 3/2014
S
o befiehlt es Jesus von Nazareth seinen Jüngern ganz am Ende des Matthäusevangeliums, bei „Matthäi am
Letzten“. Es ist nach seiner Kreuzigung
und seiner Auferstehung, als er den Jüngern
nochmal erscheint und ihnen den Auftrag
gibt, aller Welt die Frohe Botschaft auszurichten.
In diesem Missionsbefehl taucht ausdrücklich die Lehre auf. Und der Glaube
braucht sie, die Lehre, die Dogmatik. Es ist
wichtig, dass wir wissen, woran wir glauben
und woran nicht.
Die Dogmatik hat hier eine feinsinnige
und wohltuende Unterscheidung gemacht.
Es gibt zum einen den Glauben, durch den
wir glauben; und zum anderen das, was wir
glauben.
Der Glaube, durch den wir glauben, sitzt
tief in unserem Innersten. Luther nennt
diesen Ort einmal das Allerheiligste unserer
Person. Dort, im Fundament unseres Selbst,
wirkt Gott durch seinen guten Geist jenen
Glauben, der uns diesem Gott vertrauen
lässt; die Grundhaltung unserer Existenz;
das, worauf alles andere ruht.
Von diesem Glauben zu unterscheiden ist
das, woran wir glauben, die Glaubensinhalte,
kurz: die Lehre. Hier finden Auseinandersetzungen statt darüber, was der richtige
Weg ist, zum Beispiel in der Bibelauslegung
oder bei Fragen des menschlichen Verhaltens, der Ethik. Ja, hier soll und hier muss
man sich ab und an auch streiten.
Ganz anders auf der Ebene des Glaubens, der uns grundlegt. Hier kann und darf
es keinen Streit geben. Denn dass jemand
glaubt, ist allein seine oder ihre Angelegenheit.
Hier können wir auch gar nichts bewirken.
Das macht ausschließlich unser Gott durch
seinen guten Geist. Wir können ebenso
wenig den Glauben herstellen oder uns für
den Glauben entscheiden, wie wir beschließen können, einer bestimmten Person
oder einer Sache zu trauen. Hier ist unsere
bewusste Entscheidung ohne Macht. Hier
zählen auch keine Argumente oder schlaue
Gedanken. Hier zählt allein die Erkenntnis:
ja, ich glaube an Gott, den Vater, den Sohn
und den Heiligen Geist. Dies kleine Beispiel
zeigt schon, wie wichtig die „Lehre“ beim
Glauben und in der Kirche ist.
Wie sollten wir auch sonst den vielen Herausforderungen der heutigen Zeit gerecht
werden? Wie sollten wir sonst dem nachkommen, was der Apostel Paulus uns im 1.
Thessalonicherbrief mit auf den Weg gibt:
„Alles prüfet, aber das Gute behaltet!“
Wir sind aufgefordert zu prüfen, welche
Werte und welche Lebenseinstellungen
unserem Glauben gemäß sind. Wir sind
aufgefordert zu prüfen, wie wir auf dem
Fundament unseres Glaubens unser Leben
führen wollen.
Dazu müssen wir uns auskennen in den
Inhalten unseres Glaubens, in der Lehre der
Kirche. Deshalb ist der evangelische Religionsunterricht an öffentlichen Schulen so
wichtig; für unsere Kirche und für das Leben
in unserer Gesellschaft. Hier erfahren die
Schülerinnen und Schüler, was eigentlich
in der Bibel steht und welche grundlegenden Glaubensentscheidungen z.B. schon in
der Kirchengeschichte gefällt wurden. Hier
bekommen sie das Rüstzeug, ihre eigenen
Entscheidungen in Glaubensinhalten zu
fällen, abzuwägen und „zu prüfen, was das
Gute ist.“
Denn wir haben etwas zu sagen aufgrund unseres Glaubens, zum Beispiel zum
Zustand unserer Gesellschaft. Wir haben
etwas beizutragen zu den Diskussionen um
den richtigen politischen Weg. Und wie sollten wir Stellung beziehen, wenn wir uns in
unserer kirchlichen Lehre nicht auskennen?
Möge Gott uns den rechten Weg weisen;
möge er in uns den tiefen Glauben, das
Vertrauen zu Jesus Christus, seinem Sohn,
wecken; und möge er uns so zu fruchtbaren
Auseinandersetzungen über unsere Glaubensinhalte führen, in gegenseitigen Respekt und in der gemeinsamen Suche nach
der Wahrheit.
Pfarrer Achim Schledorn
Achim Schledorn, Pfarrer
Gemeindegruß 3/2014 3
Gut und wahr und schön
Die Strömungen in der evangelischen Religionspädagogik der letzten Jahrzehnte
Professor Dr. Michael Meyer-Blanck, Professor für Religionspädagogik an der Universität Bonn
Professor Dr. Michael Meyer-Blanck
W
Emotionen – Texte – Themen
ie lehren wir Religion?
So lautet der Titel eines
Buches des liberalen
Religionspädagogen Richard Kabisch (1868-1914) aus dem Jahre 1910.
Kabischs Antwort: durch Gefühle.
Kabisch wollte im Unterricht biblische Ereignisse „in ihrer gefühlsaufrührenden Wucht“ lebendig werden
lassen: Religion ist Emotion, Religion lehren heißt Emotionen erregen und so religiöse Vorstellungen
und Handlungsimpulse ins Spiel
bringen.
Nachdem
die
wechselvolle
Geschichte des 20. Jahrhunderts
ganz andere Problemstellungen vorgegeben hatte, kam die religionspädagogische Diskussion erst um
1970 wieder in eine ähnlich streitbare Diskussionslage wie kurz vor
1914. Eine qualitative Veränderung
lag darin, dass man jetzt nicht mehr
nach der Methodik fragte, sondern
primär nach den Inhalten: „Themen
statt Texte“ bzw. „Bibelorientierung
oder Problemorientierung?“ waren
damals die großen Kontroversen
– während sich auch der durch
und durch liberale Kabisch selbstverständlich ausschließlich mit der
Bibel befasst hatte.
Die so genannte „Problemorientierung“ hat wichtige Einsichten
4
Gemeindegruß 3/2014
erbracht. Die erste Einsicht: Bibel
und Alltag, Tradition und Subjekt
dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Denn in der real
vorhandenen Religion in den Köpfen und Herzen von Schülern und
Lehrern wirkt beides zusammen
und die Aufgabe des Unterrichts
kann es nur sein, beiden Dimensionen zugleich nachzugehen. Den
Gegensatz zwischen menschenverachtenden Bibelfreunden und bibelkritischen Menschenfreunden wird
heute niemand mehr ernsthaft aufmachen wollen. Die zweite Einsicht:
Der Unterricht schafft seine eigenen
Themen und Inhalte. „Probleme“
wie „Traditionen“ entstehen jeweils
neu. Man kann Unterrichtsinhalte
nicht als von vornherein feststehende Größen weitergeben.
Aus der breiten Diskussion in den
siebziger Jahren und danach folgt
aber in der Tat, dass die Themen des
Unterrichts auch weiterhin problemorientiert zu formulieren sind, – aber
so, dass die Bibel schon von vornherein eine wichtige Rolle spielt, nämlich bei der Problemformulierung
und nicht erst bei der Lösung. Die
Frage nach dem Wert und der Anerkennung des Menschen kann etwa
von der Christologie her und die
Frage nach seiner Religiosität (und
der Erkennbarkeit von Gott) von
der Trinität her zum Thema werden.
Die Schöpfung eröffnet einen poetischen und ästhetischen Zugang
zur Umwelt jenseits ethischer Engführungen oder der Verkürzung
auf die Alternative von „Evolution
oder Kreationismus“. Religiöse Probleme können evangelisch gesehen
nur im Rückgriff auf die Bibel und
die Bibel kann nur problemorientiert unterrichtet werden. Dabei
werden jedoch die Schwerpunkte
unterschiedlich gesetzt, im Bereich
des ethischen, dogmatischen und
des ästhetischen Lernens: Religion
und Religiöse Bildung beziehen sich
auf das Gute, das Wahre und das
Schöne.
Das Gute
Das ethische Lernen hat in den religionspädagogischen Konzeptionen
der letzten Jahrzehnte – von der
Problemorientierung über das ökumenische bis zum interreligiösen
Lernen – gewiss einen Schwerpunkt
dargestellt. Bei allem Positiven, das
diese Lernwege erbracht haben,
gibt es eine eher ungute „Nebenwirkung“: Die Problemorientierung
hat erneut die moralisch-ethische
Schlagseite der Religionspädagogik
verstärkt. Religiöse Bildung wird im
öffentlichen Diskurs bis heute vielfach gleichgesetzt mit der „Werteerziehung“.
Mit seiner starken lebenskundlichen und ethischen Orientierung hat
sich der Unterricht in der Tat selbst
eine offene Flanke geschaffen. Dass
man Werte nicht weitergeben kann
wie binomische Formeln liegt daran,
dass Werte mit der Selbst- und Weltdeutung des Menschen verbunden
sind. Wer sinnliche Eindrücke und
empirische Daten für das Ganze
der Welt hält, wird anders über den
Schwangerschaftsabbruch
urteilen als jemand, zu dessen Leben
es gehört, Ps 139,13 zu beten. Wer
mit diesem Psalm von der Inkarnation Gottes in die Welt, ja in das
menschliche Herz hinein weiß, der
wird göttliche Gebote und Gesetze
anders beurteilen als jemand, für
den die unerreichbare und menschlich unfassbare Majestät Gottes im
Mittelpunkt des Glaubens steht.
Auch hieraus ergeben sich wieder
zwei Einsichten: erstens sind Werte
nicht religiös neutral zu unterrichten
und zweitens müssen auch diese im
Unterrichtsgeschehen jeweils neu
entstehen. Werte lassen sich nicht
als solche vermitteln. „Weitergeben“
lässt sich immer nur ein bestimmter
Stil des Fragens nach dem Guten.
Auf jeden Fall gilt: Religiöse Bildung ist immer auch ethische Bildung, weil der religiöse Mensch
handelt. So hat die Religionspädagogik der letzten Jahrzehnte auch von
moralpädagogischen
Einsichten
vieles gelernt und bemüht sich an
so manchem Ort, an einer Schulkultur der Gerechtigkeit mitzuwirken.
Doch das gelingt vor allem da, wo
Moralpädagogik und Religionspädagogik voneinander unterschieden
bleiben, so wahr sie aufeinander
bezogen sind. Das Gute muss nach
dem Wahren fragen, um pädagogisch wirksam sein zu können.
Das Wahre
Die Frage nach der Wahrheit kommt
in letzter Zeit von einer ganz anderen Seite wieder neu in die Diskussion. In manchem Zeitungskommentar kann man schon von der
Re-Christianisierung der deutschen
Gesellschaft durch die Präsenz
von Muslimen lesen. Wieso habt
ihr eigentlich drei Götter und nicht
einen? – so werden Jugendliche auf
dem Schulhof von muslimischen
Mitschülern gefragt. Häufig bleiben
sie die Antwort schuldig, weil die
Trinität im Unterricht nicht dran
war – ebenso wenig wie in der Ausbildung mancher Religionslehrer.
Die Religionspädagogik lernt gegenwärtig wieder, neben dem Guten
auch nach dem Wahren und neben
dem Verbindenden auch nach dem
spezifisch Christlichen zu fragen.
Religiöses Lernen muss auch dogmatisches
Lernen sein, wenn denn die Dogmatik die
Bemühung der Glaubenden um die Deutung der Bibel in der Gegenwart ist (und
nicht, wie es die Karikatur suggeriert, die doktrinäre Verordnung von
Satzwahrheiten).
Ob Gott wahrhaft bei den Menschen ist, ob er sich ansprechen lässt
und unser individuelles Geschick
offenbart (1. Kor 14,24f.) – oder ob
er selbst unerkennbar bleibt und wir
nur Mutmaßungen über einen uns
prinzipiell fremd bleibenden Gott
anstellen können – das alles hängt
am Verständnis der Trinität. Ob
Jesus ein großer Prophet Gottes war
oder ob er die Beziehung Gottes zur
Welt selbst war und ist (Joh 1,1-4) –
darum ging die Wahrheitssuche der
alten Kirche der ersten 5 Jahrhunderte. Unterricht hat keine Dogmen
weiterzugeben (ebenso wenig wie
Werte). Aber wenn Unterricht nicht
an dieser Suche nach der Wahrheit
Anteil gibt, dann könnte man in
der Tat gleich „Ethik“ unterrichten.
Religiöse Bildung ist immer auch
Lehre, weil der religiöse Mensch
über den Augenblick hinaus glaubt
und einen inneren Zusammenhang
seiner Überzeugungen benötigt.
Freilich geht es im Unterricht nicht
– mit einer treffenden Formulierung von Henning Schröer – um
die Lehre, die wir anderen verordnen, sondern um die Lehre des
Evangeliums, in die wir gemeinsam
hineinkommen. Empirische Religionslehrerstudien der letzten Jahre
zeigen, dass die Lehrerinnen und
Lehrer gerade an diesem Punkt ihre
Professionalität ausbilden: Sie sind
kirchlich gerade dadurch, dass sie
die kirchliche Lehre weder repetieren noch negieren, sondern diese
mit den Schülern eigenständig zu
rekonstruieren suchen.
Das Schöne
In den letzten 15 Jahren hat es
schließlich in der Religionspädagogik eine Art von „ästhetischer
Wende“ gegeben. Religion ist nicht
nur Denken und Handeln, sondern
entzündet sich an der Wahrnehmung, an Bildern und Zeichen, an
Kirchenräumen und Medien – und
schließlich auch wieder an der Liturgie (der gegenüber man ab 1970,
kurz nach der kirchlich verengten
Konzeption der „Evangelischen
Unterweisung“, große Zurückhaltung geübt hatte). Symboldidaktik,
Kirchenraumpädagogik, Bild- und
Kunstdidaktik haben dabei den
christlichen Glauben wieder als
ästhetisches Phänomen zu Bewusstsein gebracht. Denn Religion und
Kunst weisen eine Strukturähnlichkeit auf: In ihnen drückt der Mensch
aus, was ihn unbedingt angeht, was
er im Innersten fühlt und was er
gestalten möchte, um sich selbst zu
verstehen und um von anderen verstanden zu werden. Der professionelle Künstlerbetrieb kann die Tatsache verstellen, dass jeder Mensch
Künstler ist, indem er sich selbst
und seine Weltdeutung zum Ausdruck bringt.
Wir verstehen so unsere Freiheit
als eine geschenkte, die wir jeweils
neu ergreifen dürfen und bewähren müssen, ohne aus uns selbst
begründen zu können, warum
dies möglich und verheißungsvoll
ist. Und erst recht sind die christlichen Inhalte Glaube, Liebe und
Hoffnung unvollständig, wenn sie
auf Einsichten und Motivationen
reduziert werden. In künstlerischer
Gestalt rührt uns das an, was schon
gilt, aber noch nicht zweifelsfrei
die Wirklichkeit bestimmt, sondern
Gemeindegruß 3/2014 5
Religion - ein Fach wie jedes andere?
wahrgenommen werden will. Religiöse Bildung ist immer auch ästhetische Bildung, weil Menschen in Wahrnehmungen
leben und weil die Religion das Ganze der
Wirklichkeit und das nicht Beobachtbare
thematisiert.
Schwerpunkte
unterschiedlich
gesetzt werden. Warum denkt der
Mensch und was denkt er, wenn er
denkt? Warum traut er sich zu handeln, obwohl er scheitert und was
nimmt er wahr und was für wahr?
Gewiss: Diese Fragen lassen sich
auch philosophisch beantworten.
Religiöse Bildung
Die Religionspädagogik der letz- Die Religionspädagogik tritt aber
ten Jahrzehnte hat erbracht, dass dafür ein, dass diese Fragen wirklich
das Gute, Wahre und Schöne glei- von jedem gestellt werden können;
chermaßen Bezugspunkte religi- und sie selbst beantwortet sie mit
öser Bildung sind, wenn auch die der Möglichkeit, die Perspektive des
Redens über Religion und die Perspektive des religiösen Redens zu
unterscheiden und aufeinander zu
beziehen. Das Fach Religion enthält
außerdem in sich die Nötigungen zu
Übergängen, die sonst als Wechsel
zwischen verschiedenen Fächern
(etwa: Mathematik, Deutsch und
Kunst) bewältigt werden müssen.
Das heißt kurz und knapp: Von der
Religion kann man einiges Gutes,
Wahres und Schönes lernen.
Religionslehrerin werden
Corinna Groß, Lehramtsstudentin für ev. Religion und Mathematik, schreibt über ihre Motivation
W
Corinna Groß, Lehramtsstudentin
ie ich zu meinem Berufswunsch gekommen bin
hat viele Gründe, an erster Stelle steht eine Antwort, die sich
gar nicht direkt mit Religion verbinden lässt.
Meine Beobachtung schon während der eigenen Schulzeit war, dass
Schulen immer mehr zu Ganztagsbetrieben ausgebaut werden und wo
man früher nur zum Lernen hinging verbringen die Schüler heute
den Großteil ihres Alltages, d.h. von
einer Lernstätte ist die Schule zu
dem sozialen Mittelpunkt im Leben
des Schülers geworden. Verstärkt
wird das nun durch die Umstellung
von G9 auf G8, sprich nun werden die Abiturienten nach 8 Jahren
ins Abitur geführt. Es muss also in
weniger Zeit mehr Unterrichtsstoff
6
Gemeindegruß 3/2014
gelehrt und gelernt werden, während gleichzeitig Erziehung und
Ausbildung von Sozialverhalten
ebenfalls immer mehr in den Aufgabenbereich der Schule rückt.
Mir wurde in meiner eigenen
Schule und auch in den Praktikumsschulen, die ich bereits besucht
habe, von Lehrern immer wieder
berichtet, dass neben dem Unterricht viel zu wenig Zeit für diese
soziale Erziehung bleibt. Im Matheunterricht beispielsweise kann der
Lehrer den Unterricht nur schwerlich für mehrere Stunden unterbrechen, um Aufklärung über Zigaretten, Drogen oder vielleicht eine
Einheit gegen Mobbing oder zum
sicheren Umgang mit dem Internet
zu machen, da sonst Schulleiter und
Eltern vor seiner Tür stehen und
fragen, warum die Klasse im Stoff
zurückhängt.
Im Religionsunterricht hingegen
kann man als Lehrer jegliche sozialen Themen relativ problemlos in
den Unterricht einbauen und auch
spontan aktuelle Probleme der
Schüler in das Unterrichtsgeschehen
einbringen.
Das ist der Hauptgrund, warum
ich Religionslehrerin werden will.
Dazu kommt natürlich noch der
vielleicht im ersten Moment offensichtlichere Grund, dass ich als
Christin das Bedürfnis habe meinen Glauben bzw. meine Religion
anderen Menschen näher zu bringen, und wo könnte man besser
beginnen als im Jugendalter. Ich
kann von meinem eigenen Religionsunterricht berichten, dass meine
letzte Religionslehrerin mich genau
auf den Weg gebracht hat, den ich
jetzt eingeschlagen habe und das
gegen alle Erwartungen, die Familie
und Bekanntenkreis an mich hatten.
Nicht durch Worte, sondern durch
ihre liebevolle Art und ihr offenes
Ohr für die Probleme der Schüler
hat jeder sie in ihr Herz geschlossen und sie konnte wirklich etwas an
dieser Schule bewegen. Ich möchte
auch etwas bewegen und Schüler
erreichen, die von ihrem Elternhaus
aus noch nicht mit dem Thema Religion und Kirche in Berührung kommen durften. Ich möchte das Herz
von Jugendlichen erreichen, und wo
würde ich da besser anfangen als
dort wo die Jugendlichen sich die
meiste Zeit aufhalten?
Zum Religionsunterricht am Gymnasium
Text: Astrid Sommerfeld, Religionslehrerin am Rhein-Sieg-Gymnasium
„D
er Religionsunterricht
ist in den öffentlichen
Schulen (...) ordentliches Lehrfach“ (§ 7, Abs. 3 Grundgesetz). Das Wort „ordentlich“ hier natürlich im juristischen Sinne
gebraucht - führt mich zu der Frage:
Ist der Religionsunterricht manchmal auch ein „un-ordentliches“
Fach, ein Fach also, das die Ordnungen und Gesetzmäßigkeiten des Systems Schule zuweilen überschreitet?
Ich möchte die Aufgabe und
Bedeutung des Religionsunterrichts
(RU), wie ich ihn als Religionslehrerin am Rhein-Sieg-Gymnasium verstehe und erlebe, anhand von drei
klassischen Vorurteilen beschreiben.
„Reli ist doch nur ein Laberfach“
Auch im RU gibt es wie in jedem
anderen Fach fest umrissene, vom
Curriculum vorgegebene Inhalte
und Themen. Und wie in jedem
anderen Fach verknüpft der neue
Kernlehrplan (KLP) diese Inhalte
mit klar definierten, überprüfbaren „Kompetenzen“, d.h. Fähigkeiten, die durch den Unterricht
Tafelbild zum Thema „Schöpfung“
vermittelt werden. Im RU sind dies:
„Wahrnehmen – Deuten – Beurteilen – Gestalten – in einen Dialog
treten“, dazu kommen methodische
Kompetenzen. Gefragt sind also
eine differenzierte Reflexions- und
Dialogs-Fähigkeit sowie fundierte
Urteile – nicht nur die bekannte und
beliebte
„Aus-dem-Bauch“-Haltung: „Da hat halt jeder seine eigene
Meinung“.
Warum hält sich trotz dieser recht
anspruchsvollen Vorgaben so hartnäckig das Vorurteil bei manchen
Schülerinnen und Schülern (z.T.
auch bei KollegInnen), man müsse
für Religion nichts besonderes können und wissen, man müsse nur zu
immer den gleichen gesellschaftlichen Themen (Klassiker: „Drogen
und Sexualität“!) gut „labern“ können?
Vielleicht darum: Mehr als jedes
andere Fach ist der RU dadurch
bestimmt, die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (SuS) – ihre
Erfahrungen, Fragen und Probleme
– zum Gegenstand des Unterrichts
zu machen, d.h. nicht nur zum blo-
Astrid Sommerfeld, Religionslehrerin am RSG
ßen „Aufhänger“ am Anfang jeder
Reihe.
Aber der RU bleibt eben nicht
dabei stehen: Die Erfahrungen der
SuS sind nur ein Pol einer Wechselbeziehung, sie werden verschränkt
und in Beziehung gesetzt mit Positionen des christlichen Glaubens
und anderer Religionen, mit modellhaften Personen der Bibel und der
Geschichte.
Dies wird oft von den SuS selbst
eingefordert: Vernachlässigt die
Lehrkraft den zweiten Pol, kommt
i.d.R. schnell die Frage „Was hat
das jetzt mit Religion zu tun?“ –
d.h. auch die SuS wollen nicht
„labern“, sondern sich durchaus
anspruchsvoll mit alternativen, auch
biblisch-christlichen Modellen der
Lebensgestaltung und Sinnfindung
auseinandersetzen.
„In Reli kriegt man immer mindestens eine Drei“
Auch im Fach Religion gibt es Tests,
Klausuren und Abiturprüfungen, es
zählen Heftführung, mündliche Beiträge, Referate usw., die Leistungen
werden mit Noten anhand transpaGemeindegruß 3/2014 7
renter Kriterien bewertet – sind sie
vollständig, strukturiert, sachgemäß,
durchdacht oder nicht?
Dennoch zeigt die Erfahrung –
auch meine eigene: Religionslehrkräften fällt es zumindest in der
Unter- und Mittelstufe schwer, ganz
schlechte Noten zu vergeben. Nicht
umsonst hört man bei Konferenzen
nicht selten den Satz: „Mit Schüler
X sieht‘s nicht so gut aus – außer in
Religion und Kunst nur schlechte
Noten ...“
Gerade bei zurückhaltenden SuS,
die im überwiegend mündlichen
Fach RU ihre Schwierigkeiten haben,
oder bei solchen, die mangels kirchlicher Sozialisation ihre religiöse
Sprachfähigkeit erst mühsam ausbilden müssen, scheut man sich vorm
„ausreichend“ oder „mangelhaft“.
Andererseits wünschen die SuS
sich eine faire Rückmeldung über
ihren Leistungsstand, auch im
Unterschied zu anderen. Wenn ich
im Unterricht anhand des Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg diese Frage thematisiere, lautet
meist die einhellige Meinung: „Glei-
8
Gemeindegruß 3/2014
che (d.h. gleich gute) Noten für alle?
– Lieber nicht!“
Was die SuS und die Lehrkraft eint,
ist vielleicht der Wunsch, im RU ein
Lernklima entstehen zu lassen, das
dem Fach Religion angemessen ist,
in dem kein Platz ist für Zwang,
Leistungsdruck und Versagensangst
... – Und wenn sich die SuS in meinem Unterricht auch ein wenig von
der Anstrengung und dem Druck
in anderen Fächern erholen? Dann
werden sie sich später an den RU als
etwas Aufbauendes und Wohltuendes erinnern – damit kann ich gut
leben!
„Reli ist nichts für mich – ich
glaub ja nicht an Gott (alternativ:
„Ich geh ja nicht zur Kirche“)
Dass der RU ein Fach ist, in dem
es nicht nur um verpflichtenden
Lernstoff, sondern um persönliche
Haltungen geht, die nicht erzwingbar sind, zeigen dessen besonderen
Bestimmungen: SuS können sich
mit 14 Jahren aus Gewissensgründen abmelden bzw. die Eltern entscheiden über die Teilnahme – man
stelle sich das bei Mathematik oder
Deutsch vor!
Andererseits: Die persönlichen
Glaubensüberzeugungen der SuS
sollen laut KLP ausdrücklich nicht
überprüft und erst recht nicht
bewertet werden, der (evangelische)
RU ist offen für alle SuS, die teilnehmen möchten. Und seine Ziele
sind im KLP sehr weit und offen
formuliert: Die SuS sollen „eine
eigene religiöse Identität ausbilden“,
„die religiöse Dimension der Wirklichkeit wahrnehmen“ – d.h. nicht
unbedingt die christliche.
Auch das Verhältnis des RU zur
Gemeinschaft der Gläubigen, zur
Kirche, ist ambivalent – hier spiegelt
sich die wechselvolle Geschichte
des Verhältnisses von Staat und
Kirche in Deutschland wider: Zum
einen wird er „in Übereinstimmung
mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt“ (§7,3 GG),
für die Lehrkräfte ist die Erlaubnis
(Vocatio bzw. Missio) der Kirchen
notwendig, die Kirchen wirken an
Lehrplänen mit usw.
Zum anderen: Die Religionsfachschaften an staatlichen Schulen
arbeiten zwar – z.B. bei Schulgottesdiensten – eng mit den Kirchengemeinden zusammen, aber der RU
ist nicht „Kirche an der Schule“,
sondern er ist ganz und gar Schule
– eben ein „ordentliches Lehrfach“,
das die Ziele der Schule als Ort der
Meinungsvielfalt und freien Auseinandersetzung teilt.
SuS lernen im RU die Kirche kennen, ihre Geschichte, ihre Organisation, ihren Auftrag, setzen sich auch
kritisch mit ihr auseinander – über
gängige Klischees und Vorurteile
hinaus –, entwickeln eigene Ideen
und Visionen, aber das Ziel ist nicht
die Werbung von aktiven Mitgliedern für die Kirche.
Schließlich kann auch das seinen
Platz im RU finden und die kognitive Auseinandersetzung ergänzen:
die kreative Gestaltung von Formen • Mehr als in anderen Fächern
sind die Schülerinnen und
der Spiritualität, von Ritualen oder
Schüler selbst Gegenstand des
Meditationen. Also doch nur etwas
Unterrichts – ihre Persönlichfür Gläubige? – Der KLP sieht diese
keit, Überzeugungen, Werte, ihr
Möglichkeit vor, aber nur verbunden
Verhalten, ihre Lebensgestaltung
mit der Möglichkeit, die Teilnahme
auch außerhalb der Schule. Es
begründet abzulehnen. Es bleibt
ist faszinierend, wenn sich ihre
eine vorsichtige, gut reflektierte
und verantwortete Gratwanderung,
Denk- und Urteilskraft weiter
entwickelt, wenn sie Verbindunein offenes Ausprobieren, das auf
gen zwischen „Lernstoff“ und
unbedingter Freiwilligkeit beruht
ihrem Leben herstellen oder
und natürlich im bewertungsfreien
wenn sie sich darauf einlassen,
Raum stattfindet.
sich selbst in Frage zu stellen.
Religion – für mich mehr als ein • Vielleicht mehr als in anderen
Schulfach
Fächern ist die gute Beziehung
zwischen der Lehrkraft und den
Über die genannten Ambivalenzen
SuS ausschlaggebend für einen
zwischen ordentlichem und „unvertrauensvollen, offenen Ausordentlichem“ Lehrfach hinaus: was
tausch. Ich selbst als Person bin
macht für mich als Religionslehrerin
gefordert, Nähe herzustellen,
den RU zu einem Geschehen, das
Akzeptanz und Wertschätzung
einerseits ganz und gar im Rahmen
des Systems Schule stattfindet, aber
auszudrücken. Dies ist anstrengend und gelingt auch nicht
andererseits diesen Rahmen immer
immer, aber wenn es gelingt, ist
wieder sprengt, oder man kann auch
es sehr beglückend.
sagen: transzendiert?
• Und dann sind da schließlich
noch diese besonderen Momente
– diese Sternstunden des RU –
Momente, in denen – wie ich es
für mich nenne – „echte Kommunikation“ stattfindet: Ein
Schüler stellt eine für ihn existentielle Frage oder sucht einen
Rat für eine Entscheidung, eine
Schülerin berichtet von einem
einschneidenden Erlebnis, ich
kann eine Rückmeldung geben,
eine Antwort versuchen, beraten und Hilfestellung leisten –
manchmal ist es auch andersherum ...
Natürlich sind die „normalen“,
lernziel- und kompetenzorientierten, methodisch-didaktisch geplanten und strukturierten Unterrichtsstunden die Regel und sollen es auch
sein, aber ohne diese besonderen,
kostbaren Momente, die man nicht
erzwingen kann und sollte, wollte
ich keine Religionslehrerin sein, und
wegen dieser Momente liebe ich dieses Fach.
Gemeindegruß 3/2014 9
Aus dem Schulreferat
Information von unserer Schulreferentin
Dr. Beate Sträter
D
r. Beate Sträter ist seit
2009 Schulreferentin der
Evangelischen Kirchenkreise An Sieg und Rhein, Bad
Godesberg-Voreifel und Bonn. Dr.
Benjamin Härte stellte ihr Fragen zu
den Aufgaben des Schulreferats und
zum Thema „Religionsunterricht an
den Schulen“.
1.Was sind die Aufgaben des ev. Schulreferats?
Ein wichtiger Schwerpunkt ist die
Fortbildung und Weiterbildung von
Ev. Religionslehrkräften, hierzu
erstellen wir halbjährlich ein Programm, das allen Schulen und allen
Religionslehrerinnen und Religionslehrern in unseren drei Kirchenkreisen zugeht. In unserer umfangreichen Mediothek können alle Arten
von Literatur und Material für den
Religionsunterricht
ausgeliehen
werden. Darüber hinaus beraten
wir in allen Fragen, die den Religionsunterricht betreffen, wir sind
Ansprechpartner für Lehrerinnen
und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern.
Unsere Aufgabe ist es auch Sorge
dafür zu tragen, dass der Religionsunterricht überall ordentlich erteilt
werden kann. Wenn eine Schule
nicht über ausreichend Lehrkräfte
verfügt, vermitteln wir, soweit es uns
möglich ist, kirchliche Lehrkräfte
oder qualifizieren durch Zertifikatskurse Lehrkräfte nach, die das Fach
nicht studiert haben. Auf regionaler
und landeskirchlicher Eben haben
die Schulreferate gemeinsame Gre-
10
Gemeindegruß 3/2014
mien, in denen es um den Religionsunterricht und Fragen der Lehrerfort- und Weiterbildung geht. Die
Landeskirche verhandelt diese Fragen entsprechend mit den zuständigen Ministerien.
2.Religionsunterricht wird oft als „Kirche in der Schule“ betrachtet. Gibt es
da Spannungen zwischen Schule bzw.
Schulträger und der Kirche? Wo liegen
die Knackpunkte?
Religionsunterricht ist ein ordentliches Unterrichtsfach und sollte
in seiner Praxis von Kirche und
Gemeinde deutlich unterschieden
werden. Während es dort darum
geht, gemeinsam mit anderen den
eigenen Glauben zu leben, findet im
Religionsunterricht ein Nachdenken
über den Glauben statt. Der Religionsunterricht ist auch kein Ort
für „Missionierung“. Hier gilt, wie
in anderen Fächern auch, das sog.
„Überwältigungsverbot“. Er soll
vielmehr Kinder und Jugendliche in
die Lage versetzen, sich neben der
Erlangung von Kenntnissen über
Kirche, Glauben und Theologie mit
religiösen Fragen und Grundfragen
des Lebens auseinander zu setzen
und eine eigene Position zu entwickeln. Der Glaube bietet hier Deutungsangebote. Religionsunterricht
soll religiöse Bildung vermitteln.
Dabei ist der Begriff der Bildung
wichtig, denn es geht eben nicht
allein um die Vermittlung von Wissen und Kompetenzen, sondern um
den ganzen Menschen.
Was den Religionsunterricht
betrifft, so kommt die Kirche bei
der Verantwortung der Inhalte, die
in den Lehrplänen festgelegt werden, mit ins Spiel, ebenso bei der
Fortbildung und Weiterbildung der
Lehrkräfte.
Grundsätzliche Spannungen zwischen Kirche und Schule habe ich
bisher nicht erlebt. Es gibt viele
Beispiele von Kooperationen, von
denen beide profitieren. Wenn
ein Reibungspunkt zwischen Kirche und Schule entsteht, dann im
Zusammenhang mit organisatorischen Fragen. So fällt es vielen
weiterführenden Schulen zunehmend schwerer, angesichts von G8
und dem Ganztagsunterricht, den
Dienstagnachmittag in den Jahrgangsstufen 7 und 8 für den Konfirmandenunterricht frei zu halten.
An den Grundschulen ergeben sich
manchmal Probleme im Zusammenhang mit den Schulgottesdiensten bzw. der Aufsichtspflicht für
Schülerinnen und Schüler, die nicht
an dieser freiwilligen Schulveranstaltung teilnehmen. Hier zu vermitteln
und nach Lösungen zu suchen, ist
eine Aufgabe der Schulreferate.
3.Religionsunterricht muss bekenntnisgebunden sein. Trotzdem kommt es in der
Praxis sehr häufig vor, dass „ökumenischer“ Religionsunterricht erteilt wird.
Wie schätzen Sie diese Entwicklung
ein?
Ökumenischen Religionsunterricht kann es eigentlich nicht geben,
denn eine Lehrkraft wird immer
einen ihrer Konfession und ihrer
Ausbildung entsprechenden Unterricht erteilen. An Grundschulen,
aber auch an vielen Haupt- und
Gesamtschulen sind es nach meiner
Wahrnehmung häufig organisatorische Gründe, die es für eine Schule
einfacher machen, im Klassenverband zu unterrichten und nicht
nach Konfessionen getrennt. Dies
ist in der Grundschule laut Gesetz
auch in den ersten 10 Wochen möglich, jedoch nicht über mehrere
Schuljahre. Ein weiterer Grund
mag sein, dass auch manchen Religionslehrkräften die Unterschiede
nicht deutlich oder nicht wichtig
sind. Grundsätzlich habe ich gegen
eine Unterricht in konfessioneller
Kooperation überhaupt nichts ein-
zuwenden, dies kann für alle bereichernd sein, allerdings nur dann,
wenn auch die nötige Transparenz
besteht und die konfessionellen
Unterschiede nicht unter den Tisch
fallen, sondern bewusst gemacht
werden - natürlich mit gegenseitiger
Wertschätzung. Dies würde allerdings ein geordnetes Verfahren und
Absprachen beinhalten. Solange die
römisch-katholische Kirche offiziell
hierzu nicht bereit ist, wird der sog.
ökumenische Religionsunterricht in
einer Grauzone bleiben.
Bei allen Schwierigkeiten und
Anfragen bleibt für mich der Religionsunterricht die entscheidende
Schnittstelle zwischen Kirche und
Gesellschaft. Deshalb braucht
er – wie auch die Lehrkräfte, die
ihn unterrichten – von allen Seiten unsere Unterstützung. Gerade
Eltern haben große Einflussmöglichkeiten, an den Schulen ihrer
Kinder zur Wertschätzung des
Faches beizutragen. In einer Zeit,
in der es nicht mehr selbstverständlich ist, dass Kinder zu einer
christlichen Kirche gehören und
in der sie immer weniger über das
Christentum wissen, bieten sich hier
Chancen für alle, Dimensionen des
Lebens und des Glaubens offen zu
halten, die in einer zunehmend auf
Effizienz und Messbarkeit konzentrierten Bildungslandschaft drohen
verloren zu gehen.
Religionsunterricht in
öffentlichen Schulen:
ein anachronistisches
Privileg der Kirchen?
Text: Gabriele Müller-Schledorn
„R
eligionsunterricht
an
Schulen ist falsch. Was
die Leute glauben, geht
den Staat nichts an. An staatlichen
Schulen hat Religionsunterricht deswegen nichts verloren. Außerdem
ist Religion das einzige Schulfach,
in dem Meinungen als Wahrheiten verkündet werden….“, schreibt
Alan Posener am 24.1.09 auf der
Titelseite der „WELT“. Und spätestens seit der Diskussion um LER
(Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde), das seit 1996 an brandenburgischen Schulen den Religionsunterricht ersetzt, wird deutlich,
dass ein großer Teil der Deutschen
so – oder ähnlich – denkt: Die Kirchen benutzen die Schulen, um Mit-
glieder zu rekrutieren und zu halten,
um den Glauben, der im Alltag so
wenig Relevanz hat, als versetzungsrelevanten Lernstoff zwangsweise
allen Schülern zu vermitteln. Lieber solle doch Ethikunterricht die
„abendländischen Werte“ vermitteln
und Informationen über Religion –
und möglichst viele Religionen und
Konfessionen – wertneutral lehren.
Das würde der gesellschaftlichen
Wirklichkeit weit eher entsprechen
als der konfessionelle Religionsunterricht. Warum also erteilen wir
weiterhin evangelischen Religionsunterricht?
1. Religionsunterricht ist das einzige
Unterrichtsfach, das im Grund-
gesetz verankert ist.“ (Artikel 7(3)
GG)
Diese Entscheidung der „Mütter und Väter“ des Grundgesetzes kam nicht von ungefähr: Die
Erfahrungen mit der Erziehung
in der Nazizeit, in der der Staat
sich angemaßt hatte, „die einzige
und totale Ordnung menschlichen Lebens (zu) werden“ und
den Staat zur obersten Instanz
des Gewissens zu ernennen , „als
gebe es Bereiche unseres Lebens,
in denen wir nicht Jesus Christus,
sondern anderen Herren zu eigen
wären“ (Barmer theologische
Erklärung, eine der Bekenntnisschriften der Rheinischen Kirche).
Gemeindegruß 3/2014 11
Um diesen Wertepluralismus
unabhängig von der personellen
und wirtschaftlichen Situation
der Kirchen zu erhalten, richtete
man den Religionsunterricht als
ordentliches Lehrfach ein, dessen
Erteilung durch Lehrer, die Landesbeamte oder Angestellte des
Landes sind, vom Land bezahlt
wird. Religionsunterricht ist keine
kirchliche Veranstaltung in der
Schule.
Religionslehrer werden nach
der Ausbildung durch Staat/
Land (Hochschulstudium, Referendariat) und einer kirchlichen
Fortbildung von der Kirche in
ihr Amt berufen (Vokation). Mit
einigen evangelischen Freikirchen, die in der Regel Mitglied in
der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ sind, gibt es Vereinbarungen zur gegenseitigen
Anerkennung der Vokation.
2.Religionsunterricht ist grundsätzlich konfessioneller Unterricht, der in Absprache mit
den
Glaubensgemeinschaften
geschieht (Artikel 7 (3) GG): denn
„Das Christentum gibt es nur
in seinen konfessionellen Ausprägungen.
Konfessionalität
wird begründet aus der Einheit
von Glaubensinhalt und Glaubensleben in der Gemeinde, im
Bekenntnis und gelebten Glaubenszeugnis, in der Liturgie und
Diakonie…. Die Christenheit
bekennt gemeinsam einen Glauben, der sich durch unterschiedliche Herausforderungen und
Entscheidungen zu verschiedenen Konfessionen ausgeprägt
hat. Schülerinnen und Schüler
haben ein Anrecht darauf zu
wissen, worauf sie sich im evangelischen
Religionsunterricht
einlassen…..“(Positionspapier
der Ev. Kirche im Rheinland).
12
Gemeindegruß 3/2014
„Und Sie, Glauben Sie das eigentlich wirklich?“ – Wenn Schüler
mir diese Frage stellen kann ich
mich nicht mehr auf Faktenwissen, auf „Religionslehre“ zurückziehen, dann bin ich gefragt als
Christin. Dann geht es nicht um
das, was ich gelernt habe, sondern um mein Bekenntnis. Da
bin ich nicht mehr „neutral“ –
und genau das wollen die Schüler von mir. Sie wollen wissen, ob
mein Reden, mein Glaube und
mein Handeln übereinstimmen,
ob sie mir glauben können und
ob ich das glaube, was ich ihnen
zumute. Glauben lernen wir in
der Begegnung mit glaubwürdigen Menschen. Das ist die größte
Schwierigkeit des Religionsunterrichts und zugleich seine größte
Chance, denn „dabei kann der
konfessionelle und damit eben
nicht neutrale Religionsunterricht in der Begegnung mit einer
bestimmten Glaubensüberzeugung und Glaubenspraxis zu
einer tragfähigen Lebensorientierung beitragen (Kernlehrplan
Katholische Religionslehre an
Gymnasien in NRW).Welche
dieser konfessionellen Glaubensüberzeugungen und Entscheidungen den Schülern besonders
wichtig sind ist sicher abhängig
von der Lebenssituation und dem
jeweils herrschenden „Zeitgeist“.
In meinem Unterricht mache ich
die Erfahrung, dass das zurzeit
besonders zwei „ur-evangelische“
Themen sind:
Die Rechtfertigungslehre und
unsere Vorstellung von der
christlichen Kirche.
Gerade im Medienhype um religiöse Führerfiguren wie den Dalai
Lama und den Papst begeistern
sich Schüler für die Vorstellung
von der Kirche als Leib Christi,
in dem alle voneinander abhängig
sind, niemand verzichtbar ist und
nur Christus die Herrschaft hat.
Außerhalb von Sportlerehrungen
habe ich noch nie Jugendliche
so stolz erlebt auf die Gemeinschaft, zu der sie gehören, wie bei
der Erkenntnis, welch wichtigen
Platz sie im presbyterial-synodalen Entscheidungs- und Leitungssystem unserer Rheinischen
Kirche haben – ob die Landessynode und die Kirchenleitung bei
ihren Entscheidungen zu Verwaltungsstrukturen und der Art
und Weise, wie in den letzten 15
Jahren Entscheidungen in der
Kirche forciert werden, um diese
Identifikation junger Menschen
mit ihrer Kirche weiß?
Und unsere evangelische Rechtfertigungslehre, die Erkenntnis,
dass unsere Beziehung zu Gott
unabhängig ist von unserem
Zutun und unserer Leistung lässt
Jugendliche aufatmen, die an
unserer von Beurteilungen, Vergleichen und Zertifikaten geprägten Bildungslandschaft zu zerbrechen drohen. Nicht von ungefähr
ist der einzige Schulgottesdienst,
zu dem wir in vergangenen Jahren Rückmeldungen und Dank
gehört haben, einer über das
Gleichnis von den Arbeitern im
Weinberg, die nicht nach ihrer
Leistung bezahlt werden sondern
danach, was sie brauchen.
Diese
reformatorischen
Erkenntnisse „Sola Gratia“
(allein durch Gnade)und „Solus
Christus“ (Allein Christus ist der
Herr) sind die zentralen Aussagen
unseres evangelischen Glaubens,
deren Wichtigkeit und Wirkmächtigkeit mir im Schulalltag
immer wieder deutlich werden,
die sich aber in einem neutralen,
bekenntnis-übergreifenden Religionsunterricht verbieten würden.
3. Religionsunterricht ist kein konfessioneller
Ethikunterricht.
„Manchmal wird religiöse Bildung bloß als eine Form der
Werteerziehung angesehen. Aus
evangelischer Sicht geht jedoch
mit dem Bezug auf Gott die
Wahrheitsfrage allen Werten voraus. Der Glaube beruht nicht
auf Werten, sondern umgekehrt folgen Werte aus dem
Glauben.“(Religionsunterricht.
10 Thesen des Rates der EKD,
2006). „Sola fide“, allein der
Glaube rechtfertigt uns, nicht
unser Wohlverhalten oder ein
ethisches Regelwerk. In den
Lehrplänen für den Evangelischen Religionsunterricht wird
sehr deutlich, dass der zentrale
Inhalt die Bibel ist, „sola scriptura“, allein die Schrift, des Weiteren die Lehre von der Kirche,
ein wenig Kirchengeschichte und
grundlegende
Informationen
über andere Religionen.
4. Religionsunterricht ist Pflichtfach, aber niemand kann zur
Teilnahme am Religionsunterricht gezwungen werden. In den
meisten weiterführenden Schulen
besuchen die Schülerinnen und
Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, verpflichtend den Unterricht in „Praktischer Philosophie“.
Zudem kann in NRW auch
jüdischer, alevitischer, orthodoxer und islamischer Religionsunterricht eingerichtet werden,
wenn hinreichend viele Schüler bindlichen, für alle Schüler gültigen
für einen solchen Unterricht vor- Werte-Unterricht, in dem Glaubenshanden sind.
aussagen gleichsam durch die Hintertür zu gesellschaftlichen Normen
Ist konfessioneller Religionsunter- erhoben werden, sondern unterrichricht an öffentlichen Schulen nun ten entsprechend unserem Bekenntein Zeichen dafür, dass wir Deut- nis in einem konfessionell (bekenntschen „endlich kritisch denken“ ler- nis-orientierten) Religionsunterricht.
nen müssen, wie der amerikanische Dadurch ist sichergestellt, dass
Journalist Eric. T. Hansen in „ZEIT die Aussagen unseres Glaubens in
online“ jüngst unterstellte?
einem sichtbar als ReligionsunterFür mich ist der konfessionelle richt deklarierten Unterricht artikuReligionsunterricht
sichtbarer liert werden - und nicht z.B. in den
Beweis der Religionsfreiheit im Naturwissenschaften. Das Bekenntunserer Demokratie – aber eben nis zu Gott als dem Schöpfer überdiese Religionsfreiheit müssen wir lässt das „wie“ der Weltentstehung
im Religionsunterricht auch leben, getrost den Naturwissenschaftlern
indem wir Schüler nicht leichtfertig – die das wesentlich kompetenter
unter dem Deckmantel der Toleranz lehren können.
einen religiösen Einheitsunterricht
Aber: Unser Unterricht muss
aufnötigen.
den Kern reformatorischer Lehre
Und gerade der Religionsunter- deutlich machen: Allein Chrisricht vollzieht in den Schulen die tus, allein die Schrift, allein der
Trennung von Kirche und Staat: Glaube, allein die Gnade. Sonst
Wir erteilen keinen allgemein ver- machen wir ihn überflüssig.
Rechtliche Informationen zum Religionsunterricht an den Schulen finden Sie auf den Internetseiten des Evangelischen Schulreferats, Bonn:
www.ekir.de/bonn/vksv/sr/schulreferat/rechtliche-informationen-zum-religionsunterricht-105.php
Gemeindegruß 3/2014 13
Sie sind eingeladen!
Herbst 2014
Flohmarkt
Gemeindefest 2014
Abendmusik in der Pauluskirche
Kinderkirche
Der Kindergarten veranstaltet wieder einen Kindersachenflohmarkt
im Gemeindezentrum:
Wie in den letzten Jahren wird an zwei Tagen an der Pauluskirche gefeiert.
Das Maigarten Team sorgt für Stimmung beim gemütlichen Vorabend:
CVJM-Posaunenchor Sankt Augustin e.V.
Alle Kinder von 6 - 11 Jahren
sind eingeladen!
Sa.27.09.2014, 11:00 - 13:00 Uhr
Es werden Kinderbekleidung, Spielsachen und andere Artikel rund ums
Kind angeboten.
Zur Stärkung gibt es Kaffee,
Kuchen (auch zum Mitnehmen)
und Waffeln zu moderaten Preisen.
Der Erlös aus Standgebühr und
Cafeteria kommt in vollem Umfang
den Kindern des Kindergartens
zugute. In naher Zukunft muss
das Sandspielhaus ersetzt werden
und der Erlös dieses und auch der
nächsten Flohmärkte soll ein wenig
zur Kostendeckung beitragen.
Alle sind herzlich willkommen zum
Stöbern oder Genießen eines leckeren Stück Kuchens.
Tischreservierungen (5€ pro Tisch):
 elter nbeirat.pauluskirche@
yahoo.de) oder
☎ 0160/93455316 (Frau Janssen)
Herbstbasar
Nach dem Gottesdienst laden wir
wieder zum Basar ein:
So.16.11.2014, ab 11:00 Uhr
Gerade in der Vorweihnachtszeit
ist man auf der Suche nach praktischen und hübschen Geschenken,
eben einem kleinen “Mitbringsel”.
Wir haben Schals, Baby-Schühchen,
Mützen, Kinderschürzen und eine
große Auswahl an Grußkarten
und vieles mehr. Bei uns finden Sie
handgearbeitete Unikate.
Der Erlös ist in diesem Jahr für den
Evangelischen Kindergarten der
Paulus-Kirchengemeinde bestimmt.
Auf Ihren Besuch freut sich
Ihr Bastel- und Handarbeitskreis
14
Gemeindegruß 3/2014
Samstag,
6.September2014, ab 18:00 Uhr
Es werden Getränke und Knabbereien angeboten.
Am nächsten Tag geht es weiter:
Gottesdienst „anders“
Sonntag,
7.September2014, 10:00 Uhr
Es folgt ein buntes Programm mit Attraktionen für Jung und Alt.
Wir bitten um Essensspenden für das Mittagsbüfett und die Kuchentafel!
Freihandel im Fokus
Offiziell heißt es „Transatlantische Handels- und
Investitionspartnerschaft“ oder einfach „Freihandelsabkommen“: Die umstrittene geplante
Lockerung von Handelshemmnissen wird in der
Öffentlichkeit breit diskutiert (siehe auch den
Beitrag in der vorigen Ausgabe des Gemeindegrußes). Komplexe Hintergründe und teils
geheimnisumwitterte Verhandlungen machen es
vielen schwer, sich eine Meinung zu diesem Thema zu
bilden. Die möglichen Konsequenzen für Umwelt, Sozial- und Rechtssystem auch in Deutschland sind dabei erheblich und betreffen jeden Bürger.
In einem Vortrag am
Dienstag,
28.Oktober 2014, 19:00 Uhr
im Gemeindezentrum erläutert Dr. Pedro Morazán, Wissenschaftlicher
Mitarbeiter bei Südwind e.V. – Institut für Ökonomie und Ökumene in
Siegburg, die Hintergründe des Abkommens und die möglichen Folgen für
Bürger und Wirtschaft.
Ringelnatz trifft Bekannte: Gedichte-Abend
Mögen Sie Balladen und Gedichte?
Donnerstag,30.Oktober, 19:30 Uhr bis ca. 21:15 Uhr
Vorgetragen von Elke Grönitz, begleitet von der Gläsner-Band
im Gemeindezentrum der Pauluskirche, An den Drei Eichen.
Herzliche Einladung
Sonntag, 02.November2014, 17:00 Uhr
Pauluskirche, An den Drei Eichen
Wir haben diesmal Stücke von Fünfgeld, Weckesser, Riegler,
Joh. Seb. Bach, Antonin Dvorak u.a. ausgesucht.
Wir freuen uns auf Sie!
FAIR-Antwortung an Rhein und Sieg
Werkstatt-Tag in Mülldorf
Samstag,
22.
November
2014, 10:00 bis 16:00 Uhr
Projekte kennenlernen,
die von Gruppen aus evangelischen und katholischen Gemeinden heute
umgesetzt werden
Ideen diskutieren,
was man sinnvoll tun kann, auch mit kleinen Schritten
Anregungen mitnehmen,
wie andere begonnen haben und wer Informationen geben kann
Rahmen-Programm:
• Einführung mit Eindrücken von der ökumenischen Vollversammlung
in Busan/Korea
• Musik aus anderen Ländern
• Verpflegung fair, ökologisch und /auch vegetarisch
• Kurz-Interviews zu Projekten
Projekte stellen sich vor:
• Grüner Hahn – Umweltschutz in Gemeinden
• Ökufaire Beschaffung – Wie kaufe ich eigentlich nachhaltig ein?
• Ökologische Ernährung in der KiTa – Von klein an mit Bewusstsein
für die Schöpfung
• EineWeltKaffee – Partnerschaft, die die Welt verbindet
• Oikocredit – Mikrokredite für Arme
• Kochen für Menschen im „Bauhof“ – Fairness vor Ort
• Stiftung Salzkorn – Menschen in Indonesien und Deutschland unterstützen sich gegenseitig!
Wer?
Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, katholische und
evangelische Christen und Interessierte aus Siegburg, Sankt Augustin und
Umgebung
Wo?
Dietrich-Bonhoeffer-Haus
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 39
53757 Sankt Augustin
in Kooperation mit dem Ökumenischen Netz Mittelrhein
Sa. 20.09.2014,11:00 - 14:00 Uhr,
So. 21.09.2014,10:00 - 12:00 Uhr
sowie
Sa. 29.11.2014, 11:00 - 14:00 Uhr,
So. 30.11.2014, 10:00 - 12:00 Uhr
Pauluskirche, An den Drei Eichen 2
Wir singen, spielen, beten, hören
biblische Geschichten, haben Spaß,
bereiten den Gottesdienst am Sonntag vor......
Am Sonntag wollen wir zusammen
„brunchen“. Jeder und jede bringt
was mit und wir essen gemeinsam
nach dem Gottesdienst. Wir kümmern uns um Brot und Getränke.
Der Rest kommt von Euch.
Wir freuen uns auf Euch!
Pfarrer Achim Schledorn,
Team und Berta.
Adventssammlung 2014
Die diesjährige Adventssammlung
läuft unter dem Motto
„Türen öffnen“
Es wird in folgendem Zeitraum
gesammelt:
22.11.2014 - 14.12.2014
Nähere Infos erfahren Sie unter
http://www.wirsammeln.de.
Ökumene vor Ort
Ökumenischer Gesprächsabend
Dienstag,
23.09.2014, 19:30 Uhr
Pfarrer Schledorn spricht zum
Thema „Taufe“ im Gemeindezentrum Pauluskirche.
Gemeindegruß 3/2014 15
GOTTESDIENSTE
Dienstag,
erste Stunde,
Schulgottesdienst!
Pauluskirche, An den Drei Eichen 2,
Sonntag 10:00 Uhr
CBT-Wohnheim
St. Monika
Dienstag, 10:30 Uhr
02. September
07. Oktober
04. November
09. Dezember
Prädikant Härte
Prädikant Härte
Prädikant Härte
Prädikant Härte
September
September
07.09.2014 Gottesdienst „anders“
Anschließend Gemeindefest
Samstag, 13.09.2014 18:00 Uhr Abendgottesdienst
14.09.2014 Gottesdienst
21.09.2014 Gottesdienst
28.09.2014 Gottesdienst
Pfarrer Schledorn
Pfarrer Schledorn und Team
Prädikantin Kemper
Pfarrer Schledorn und Team
Pfarrer Schledorn
Oktober
Oktober
05.10.2014
12.10.2014
19.10.2014
26.10.2014
Freitag, 31.10.2014
Sankt Franziskus
Seniorenzentrum
Samstag, 10:30 Uhr
27. September Prädikantin
Kemper
25. Oktober
Prädikantin
Kemper
22. November Prädikantin
Kemper
Abendmahl mit Saft
Taufen
Kinderkirche – im Anschluss
wird gebruncht.
Flauto Dolce Sankt Augustin
Kirchenchor
16
Gemeindegruß 3/2014
Pastorin Poliak
Prädikant Dr. Härte
Pastorin Poliak
Pfarrer Schledorn und Frauenkreis-Team
Ehre Gott mit deinen Opfern
gern und reichlich, und gib deine
Erstlingsgaben, ohne zu geizen.
Sirach 35,10
November
02.11.2014
09.11.2014
16.11.2014
Mittwoch, 19.11.2014
Gottesdienst „anders“ Gottesdienst
Gottesdienst
19:00 Uhr Buß und Bettag:
Ökumenischer Gottesdienst in der
Christuskirche, Hangelar
Bei Bedarf steht ein Fahrdienst zur Verfügung
23.11.2014 Ewigkeitssonntag
30.11.2014 1. Advent, Gottesdienst
Zeichenerklärung
Abendmahl mit Wein
Erntedankfest
Gottesdienst
Gottesdienst
Gottesdienst
19:00 Uhr Reformationstag:
Gemeinsamer Gottesdienst mit den Kirchengemeinden Sankt Augustin Niederpleis / Mülldorf und Menden / Meindorf
im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Mülldorf
November
Alle Bewohner, sowie Gäste und
Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen!
Sei getrost und unverzagt,
fürchte dich nicht und lass dich
nicht erschrecken!
1. Chronik 22,13
Pfarrer Schledorn
Prädikant Dr. Härte
Pastorin Poliak
Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für
das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen
Recht, tretet ein für die Witwen!
Jesaja 1,17
Pfarrer Schledorn
Pfarrer Schledorn und Team
Dezember
Dezember
07.12.2014 2. Advent, Gottesdienst „anders“
Nach jedem Gottesdienst in der Pauluskirche werden im Gemeinderaum
Kaffee, Tee und kalte Getränke angeboten. Nehmen Sie sich noch ein
wenig Zeit und nutzen Sie diese Gelegenheit zum Gedankenaustausch und
zu Gesprächen untereinander.
Pfarrer Schledorn
So steht es im Stundenplan der
Hans-Christian-Andersen Grundschule in der Uhlandstraße. Zu
diesem Termin kommen jede
Woche rund 40 Schülerinnen
und Schüler der 3. und 4. Klassen rüber in die Pauluskirche. Der
Ablauf, die Liturgie ist an unseren
Sonntagsgottesdienst angelehnt;
und hat doch seine ganz eigene
Art, die den Schülerinnen und
Schülern im Alter zwischen acht
und zehn Jahren gerecht wird.
Es ist ein bisschen die „Quadratur
des Kreises“: neben den traditionellen Chorälen wie „Lobe den
Herren“ gibt es neue geistliche
Lieder wie „Ein junger Mann aus
Nazareth“. Der Psalm am Anfang
ist ebenso fester Bestandteil des
Ablaufes wie das „Ehr‘ sei dem
Vater“, die Predigt als biblische
Geschichte und dem Vaterunser
am Schluss. Das ganze ist eine
gesunde Mischung aus Tradition
und Moderne und verbindet eben
beides so miteinander, dass die
Kinder die normale Gottesdienstform fast nebenbei kennenlernen.
Zweifellos stellt dieser Gottesdienst am Dienstag in der ersten
Stunde ein „Kleinod“ in der Gottesdienstlandschaft unserer Kirchengemeinde dar. Wir sollten ihn
weiter hegen und pflegen, bietet
er uns doch die Möglichkeit, Kinder in diesem für den Glauben so
wichtigen Alter zwischen acht und
zehn Jahren einmal wöchentlich
zu erreichen.
Gemeindegruß 3/2014 17
Regelmäßige Termine
Sonntag
Montag
10:00 Uhr Gottesdienst
Anschließend Kaffeestunde
15:00 Uhr Jugendtreff
Jugendliche von 12 bis 16 Jahren
15:00 Uhr Seniorentreff
ab 3.11.2014, 14:30 Uhr Wechselndes Programm
Margret Lehmacher und Team, ☎ 20 43 15
19:30 Uhr Übungsabend des Kirchenchores
Reinhard Nolde ☎ 33 29 91
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
8:00 Uhr Schulgottesdienst Grundschule
16:30 Uhr Katechumenen-Nachmittag
(Unterricht und offene Tür für Katechumenen)
18:00 Uhr AKKU (ArbeitsKreis Kirchlicher Unterricht)
9:00 Uhr Bastel- und Handarbeitskreis
16:30 Uhr Konfirmanden-Nachmittag
(Unterricht und offene Tür für Konfirmanden)
18:00 Uhr AKKU (ArbeitsKreis Kirchlicher Unterricht)
19:00 Uhr Übungsstunde des Posaunenchores
9:30 Uhr „Bewegung bis ins Alter“
Frau Ritter, ☎ 943 08 98
19:00 Uhr Probe von Flauto Dolce Sankt Augustin,
14-täglich
Leitung: Reglindis Steger, ☎ 0 22 41 - 33 74 46
Übungsstunden des Posaunenchores
Helmut Nachtsheim, ☎ 31 29 15
16:30 Uhr Anfänger
17:15 Uhr Jungbläser
18:00 Uhr Fortgeschrittene
Terminkalender
Taufseminare
Glaube gibt zu denken
Vorbereitungsabende vor der Taufe, Infos Pfarrer Schledorn ☎ 2 13 39
Gesprächsabende
Infos: Pfr. Schledorn ☎ 2 13 39
Donnerstag:
Donnerstag,18.September 2014, 20:00 Uhr und
Donnerstag,25.September 2014, 20:00 Uhr
Seminar zum Taufgottesdienst am 28. September 2014
Morgenkreis
Ein Bildungsangebot in unserer Gemeinde, Infos: Ulla Pabst ☎ 33 26 96
Dienstag,
9.September 2014, 9:00 Uhr
Theologinnen und Theologen auf Briefmarken
– Mehr heiter als ernst –
Referent: Pfarrer Hagen Schwarz, Troisdorf-Spich
Dienstag, 14.Oktober 2014, 9:00 Uhr
Ein visueller Spaziergang durch Beuels industrielle Vergangenheit
– mit einem Film von Georg Divossen, Sankt Augustin –
Referentin: Ulla Pabst
Dienstag, 11.November 2014, 9:00 Uhr
Maria Magdalena
– die Jüngerin, die Jesus liebte –
Referentin: Aliki Gnieser, Lohmar
Frauenkreis
Infos: Renate Haupt, ☎ 33 29 39
Mittwoch, 10.September 2014, 19:00 Uhr
„Die Kartoffel – das Gold der Erde“
Referentin: Margret Stößel
Mittwoch, 1.Oktober 2014, 19:00 Uhr und
Mittwoch, 22.Oktober 2014, 19:00 Uhr
Bibelarbeit mit Pfarrer Schledorn
zur Vorbereitung des Gottesdienstes am 26. Oktober 2014
Mittwoch, 12.November 2014, 19:00 Uhr
„Geliebte Klara...“
– Der letzte Brief von Franz von Assisi an seine Freundin Klara –
Referentin: Renate Haupt
Adventsfeier 2014
Bitte vormerken:
In diesem Jahr findet die Ökumenische Adventsfeier für unsere
Seniorinnen und Senioren im katholischen Pfarrzentrum St. Maria
Königin statt, am
Dienstag, 2.Dezember 2014, 14:30 Uhr
Es werden Einladungen verschickt!
18
Gemeindegruß 3/2014
11.09. 2014, 19:30 Uhr
Dienstag
21.10. 2014, 19:30 Uhr
Donnerstag
27.11. 2014, 19:30 Uhr
Themen der jeweiligen Abende
erscheinen auf der Homepage
Arbeitskreis „Eine Welt“
Infos: Gabriele Müller-Schledorn
☎ 2 13 39
Mittwoch:
10.09. 2014, 20:00 Uhr
08.10. 2014, 20:00 Uhr
12.11.2014, 20:00 Uhr
Besuchsdienst
Dienstag:
18.11.2014, 19:30 Uhr
Gemeindegruß-Verteiler Treffen
und Verteilung der Sammlungsunterlagen
Kleidersammlung
Die nächste Kleidersammlung für
die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel findet in der folgenden
Zeit statt:
03. bis 08. November 2014,
jeweils von 8:00 bis 17:00 Uhr
Plastiksäcke zur Verpackung sind
im Foyer des Gemeindezentrums
erhältlich. Abgabestelle ist die
Garage rechts neben der Pauluskirche, An den Drei Eichen.
Gemeindegruß 3/2014 19
Vierter Maigarten auf dem
Gelände der Pauluskirche
Ein gelungener Abend bei wechselhaftem Wetter – Jürgen Ullrich berichtet
D
as
„Maigarten-OrgaTeam“ war sich schon
früh einig: auch in
diesem Jahr sollte wieder ein
Maigarten(fest) angeboten werden.
Auf den Erfahrungen der Vorjahre
aufbauend liefen die Vorbereitungen fast schon routinemäßig ab. Als
einziger Schwachpunkt blieb leider
bei der Festlegung des Termins 9.
Mai 2014 unberücksichtigt, dass
dieser genau mit der schon länger
geplanten Konfi-Freizeit zusammenfiel. So konnten die betroffenen
Jugendlichen einschl. der betreuenden AKKUs und Pfarrer Schledorn
dieses Jahr leider nicht am Maigarten teilnehmen. Das Orga-Team hat
sich aber vorgenommen, diese organisatorische Klippe beim nächsten
Maigarten zu umschiffen.
Am 9. Mai wurden vormittags die
vorbestellten frischen Waren abgeholt und am Nachmittag die notwendigen Vorbereitungen für den
Abend getroffen, wie z.B. Aufstellen des Maibaums und von Tischen,
Bänken, Grill und Getränkestand.
Die Wettervorhersage gab Hoffnung auf einen zwar kühlen, aber
überwiegend
niederschlagsfreien
Abend.
Wenngleich der Start des Maigartenfests für 18:00 Uhr angekündigt
war, erschienen die ersten Besucher
erst gegen 18:20 Uhr. Im Verlauf
der nächsten Stunde füllte sich der
„Festplatz“ vor dem Gemeindebüro aber mit 30 Besuchern und
gegen Viertel vor Acht genossen 35
20
Gemeindegruß 3/2014
Gäste Grillwürstchen in Brötchen,
Maibock-Bier und vor allem Maibowle. Speziell der süffigen Maibowle wurde dieses Jahr unerwartet
gut zugesprochen, so dass bereits
kurz vor 20:00 Uhr die ursprünglich
geplante Menge aufgebraucht und
die in einer Art Panikkauf besorgte
Reserve angebrochen wurde.
Der Feuerkorb, der gegen 20:00
Uhr angezündet wurde, verbreitete
eine gemütliche Atmosphäre und
gab zudem eine angenehme Wärme
ab.
Die Maigartenbesucher unterhielten sich angeregt, den Gesichtern
nach zu urteilen zumeist in fröhlicher, ausgelassener Stimmung.
Diese wurde auch nicht durch die
zwei kurzen, recht heftigen Regenschauer getrübt, während derer die
unter freiem Himmel stehenden
Stehtische kurzer Hand unter die
Überdachung gerückt und anschließend wieder ins Freie zurück bewegt
wurden.
Gegen 23:00 Uhr verließen die
letzten Besucher das Maigartenfest,
das Orga-Team räumte anschließend noch weitgehend auf und
am nächsten Morgen wurden die
wenigen noch verbliebenen Spuren
beseitigt.
Fazit, das sich aus Äußerungen der
Besucher ergibt: Das Maigartenfest
bot eine ungezwungene Möglichkeit
für ein gemütliches Miteinander bei
einfacher, aber leckerer Verpflegung,
und sollte auch im kommenden Jahr
wieder ausgerichtet werden.
Gemeindegruß 3/2014 21
„Sieben Wochen ohne“ und
„Der andere Advent“
Die Gesprächsgruppen unter Leitung von Renate Haupt finden regen Zuspruch
Text: Gabriele Gläsner, Fotos Renate Haupt
F
astenzeiten sind beinahe
so alt wie die Menschheit.
Allerdings fasteten unsere
Urahnen nicht freiwillig. Wenn die
nahrungsarme Zeit anbrach und sie
nicht rechtzeitig und ausreichend
für Vorräte gesorgt hatten, mussten
sie eben hungern.
Heute wird nahezu in allen Religionen zu bestimmten Zeiten gefastet, man denke nur an den Monat
Ramadan im Islam sowie an den
großen Fastentag im Judentum, den
Versöhnungstag „Jom Kippur“.
Die Bibel überliefert uns, dass
auch Jesus gefastet hat, 40 Tage in
der Wüste.
Nun müssen wir heutzutage natürlich nicht mehr in die Wüste gehen,
um zu fasten.
Seit mehr als 30 Jahren bietet die
Evangelische Kirche in Deutschland
eine Fastenaktion an, die den Titel
„Sieben Wochen ohne“ trägt. Auch
wir, hier in der Pauluskirche, beteiligen uns schon nahezu 14 Jahre an
dieser Aktion.
22
Gemeindegruß 3/2014
Wie gesagt, sieben Wochen vor
Ostern bis hin zum Osterfest trifft
sich unsere Gruppe einmal in der
Woche im Gemeindezentrum. Die
Aktion steht jedes Jahr unter einem
anderen Motto und wird von Renate
Haupt geleitet.
Unsere Gruppe besteht meistens aus 10 bis 15 Teilnehmern und
jeder, der gern mitmachen möchte,
ist herzlich willkommen. Die Termine beider Gesprächskreise werden vorher jeweils im Gottesdienst
oder Gemeindegruß bekannt gegeben.
Bei einer Tasse Tee werden dann
von allen die Themen aufgearbeitet,
die von der Landeskirche vorge-
geben sind, aber auch persönliche
Anliegen sind uns nicht fremd.
Natürlich überlegt sich auch ein
jeder von uns, auf was er sieben
Wochen lang verzichten möchte,
und das ist oftmals gar nicht so
leicht. Einige verzichten auf Süßigkeiten, andere wollen mehr zu Fuß
gehen oder nicht mehr so viel fernsehen, wieder andere wollen auf
Alkohol verzichten, die Möglichkeiten, Verzicht zu üben, sind ja so
vielfältig wie wir Menschen selbst.
Und was das Durchhalten betrifft
… nun, manche schaffen es, manche nicht die ganze Zeit über, aber
das wird natürlich nicht kontrolliert,
es ist schließlich jedermanns eigene
Sache, wie er mit seiner Verzichtsabsicht umgeht. Aber die Gruppe
motiviert.
Anschließend
an
unsere
Gesprächsrunde haben wir dann
auch noch die Möglichkeit, einen
Passionsgottesdienst zu besuchen.
Fasten ist ja bekanntlich „anstrengend“ und so freuen wir uns jedes
Jahr nach Ostern auf das sogenannte „Fastenbrechen“, wo sich
unsere Gruppe noch einmal bei
Kaffee und Kuchen (natürlich von
den Teilnehmern selbst gebacken)
im Gemeindezentrum trifft und die
Aktion bei netten Gesprächen ausklingen lässt. Bis dann zum nächsten Jahr ….
Der Gesprächskreis „Der andere
Advent“ ist ähnlich aufgebaut wie
der Kreis „Sieben Wochen ohne“.
Auch hier treffen wir uns einmal
in der Woche in unserem Gemeindezentrum, um uns nach vorgegebenen Themen auf den Weg zur
Krippe hin zu begeben. In diesen
Wochen vor Weihnachten wollen
wir versuchen zu erkennen, was der
Advent für uns bedeutet, ob er nur
aus Hektik, Einkaufen, Vorbereitung für das Fest, oder aber auch
aus Besinnung, Innehalten, Auszeit,
Ruhe und Hinwendung zu Menschen besteht, denen es nicht so gut
geht wie uns selbst.
Am Ende dieses Weges steht
Weihnachten, die Geburt unseres
Herrn Jesus Christus.
Wir haben uns in diesen beiden
Gesprächskreisen auch überlegt,
wie und mit was wir Menschen, die
in Not sind, helfen könnten, und so
steht immer eine Spardose auf dem
Tisch, in die jeder nach seinen Möglichkeiten spenden kann.
Die Spende in diesem Jahr sollte
der Einrichtung „Bausteine für das
Leben“ im Haus Heisterbach in
Königswinter zugute kommen und
so machte sich unsere Gruppe am
28. Mai 2014 auf, um sie dort persönlich zu übergeben.
Gemeindegruß 3/2014 23
Gesprächskreis zu Besuch
im Haus Heisterbach
• Es wurde betont, dass man es als
vordringliche Aufgabe ansieht,
das Vertrauen der Bewohnerinnen zu erlangen. Das stelle ich
mir besonders schwierig vor.
Berichte von Teilnehmern
• Um das Haus herum haben die
Kinder Spielmöglichkeiten ohne
Gefährdung durch Straßenverkehr: ein kleines Paradies inmitten einer rauen Welt.
A
T
eilnehmer des Gesprächskreises zur diesjährigen
Fastenzeit „Sieben Wochen
ohne…“ besuchten unter Leitung
von Frau Renate Haupt am Mittwoch, dem 28. Mai nachmittags das
Haus Heisterbach im ehemaligen
Kloster. Wir wollten dort die von
uns angesammelte Spende übergeben und uns gleichzeitig über diese
Einrichtung – ein Hilfs- und Informationszentrum für Schwangere und Alleinerziehende in Notlagen – informieren.
Im Mittwochscafé, das allen Besuchern zugänglich ist, zeigte uns
Herr Jochen Beuckers ein Video
über Entwicklung, Ziele und Zweck
dieses Hauses. Er ist der Leiter und
einer von drei hauptamtlichen Kräften. Ansonsten trägt sich diese Ein-
24
Gemeindegruß 3/2014
richtung durch Spenden und ehrenamtliche Helfer, die den besonderen
Bedürfnissen der zeitlich befristeten
Bewohnerinnen individuell mit Rat
und Tat zur Seite stehen. Die Beratungsangebote wie Elterngeld, Sozialrecht, private Finanzplanung und
allgemeine Betreuung erfolgen kostenlos. Selbst Kochkurse und sportliche Aktivitäten sind im Programm,
manches zu einem kleinen Kostenbeitrag. Wir staunten über den angelegten Kräutergarten und das „Heisternestchen“, ein Second-Hand-Laden
für kleine Leute. Das Gelände selber ist weitläufig und ideal für Kinder zum Spielen und Toben. Der
angrenzende Wald lockt zu Spaziergängen, nicht nur bei schönem
Wetter. Die Wohnungen des Hau-
ses sind unterschiedlich groß und
unterschiedlich geschnitten. Leider
konnten wir keine besichtigen, da
alle belegt waren. Insgesamt finden
die Bewohnerinnen hier geradezu
ideale Bedingungen zur Selbstfindung, Weiterbildung und Übergang
in ein eigenständiges Leben.
Last not least bleibt zu erwähnen,
dass wir den von Ehrenamtlichen
bereitgestellten Kuchen und Kaffee zu familienfreundlichen Kosten
genossen haben. Wir waren nicht
die einzigen Besucher.
Die dem Leiter des Hauses übergebene Spende erfüllt sicher seinen
erwarteten Zweck.
Gisa und Jörg Marschner
ls Besucher der Gottesdienste in der Pauluskirche
kann man hin und wieder
den Begriff „Haus Heisterbach“
hören, da die Klingelbeutelkollekte
mehrerer Sonntage im Jahr dieser
Einrichtung zugute kommt. Haus
Heisterbach wird dabei als „Hilfsund Informationszentrum für
Schwangere und Alleinerziehende in
Notlagen in Königswinter“ bezeichnet.
In der Fastenzeitsgesprächsgruppe „Sieben Wochen ohne“
wurden in diesem Jahr anlässlich
der wöchentlichen Treffen wiederum kleine Spenden gesammelt, die
in diesem Jahr ebenfalls für „Haus
Heisterbach“ bestimmt waren.
Am Ende der Fastenzeit kam in
der Gruppe die Frage auf, ob es
möglich wäre, dass die Gruppe Haus
Heisterbach besuchen könne, um
dabei etwas mehr über diese Einrichtung zu erfahren und gleichzeitig die Spende persönlich zu übergeben. Da einige der Teilnehmer der
Gruppe Haus Heisterbach nicht aus
eigener Anschauung kannten, stellte
sich schnell heraus, dass an einem
solchen Besuch reges Interesse
bestand. Frau Haupt nahm sich des
Anliegens an und vereinbarte mit
dem Leiter des Hauses als Besuchstermin den 28. Mai 2014.
Haus Heisterbach ist ein Gebäude
in einem alten, großen Klosterkom-
Nach dem Besuch äußerten sich
die Teilnehmer mehrfach, dass
sie einen sehr positiven Eindruck
plex, das sich vor etwas mehr als 20 gewonnen hätten und dass der
Jahren in einem recht baufälligen Besuch die Motivation gestärkt
Zustand befand, heute aber einen habe, auch künftig und verstärkt für
soliden Eindruck vermittelt. Unser Haus Heisterbach zu spenden. „Man
Besuch begann im hauseigenen gibt lieber, wenn man sich persön„Café“, das einmal in der Woche lich davon überzeugen kann, wie die
geöffnet hat und Kaffee, Tee und Spenden verwendet werden.“
selbstgebackenen Kuchen anbietet.
Hier erfuhren wir etliches aus den
Jürgen Ullrich / Elke Grönitz
Anfängen der Initiative und den
späteren weiteren Entwicklungen.
Sicherlich haben jeden Teilnehmer
andere Details angesprochen und
a wir in diesem Jahr „Haus
jeder hat eigene Eindrücke mitgeHeisterbach“ im Klinnommen.
gelbeutel-Kollektenplan
aufgenommen hatten, war ich als
Hier einige Stimmen der Teilneh- Presbyterin sehr gespannt, was
mer:
mich dort erwartete. Die Tatsache,
dass Haus Heisterbach auf eine rein
• Mich hat besonders beeindruckt, ehrenamtliche Initiative hin entdass Haus Heisterbach vollkom- standen ist, sich nur durch Spenden
men auf Privatinitiative gegrün- finanziert und auch die Begleitung
det ist und völlig ohne öffentliche der Bewohnerinnen durch FreiwilMittel geführt wird. Das gewährt lige geschieht, macht das Ganze zu
der Hausleitung Entscheidungs- einem bisher einmaligen Projekt.
freiheit, ohne dass auf politische Für die Frauen und Kinder, die hier
Einflussnahme Rücksicht genom- konkrete Hilfe finden, kann es wirkmen werden müsste.
lich ein entscheidender „Baustein
für das Leben“ sein.
• 12 Wohnungen, eine VerweilIch bin beeindruckt, Haus Heisdauer in Haus Heisterbach von terbach kennen gelernt zu haben,
ein bis drei Jahren und jährlich ca. und weiß unsere Kollekte in guten
180 Aufnahmeanträge, das erfor- Händen.
dert ein sehr gutes EinfühlungsMargret Lehmacher
und Urteilsvermögen und viel
persönliches Engagement bei der
Fotos: Renate Haupt
Führung des Hauses.
D
Gemeindegruß 3/2014 25
Kleines Abenteuer
und großartige Aussicht
AM 2. Juni 2014 war der Seniorentreff zum jährlichen Ausflug unterwegs
Text: Jochen Fent, Bilder: Jochen Fent und Jürgen Ullrich
D
er diesjährige Ausflug des
Seniorentreffs ging durch
das Ahrtal zum „Steinerberghaus“, ein Geheimtipp, den
vorwiegend Wanderer kennen.
Die Auffahrt mit ihren vielen
Kurven und Spitzkehren über eine
Strecke von fast fünf Kilometern
stellte schon einige Anforderungen
an unseren Busfahrer.
Er brachte uns aber sicher zu dem
auf einer Höhe von 513 Metern liegendem Steinerberghaus.
Der Blick von dort in das Tal und
die umliegenden Höhenzüge bis zur
„Hohen Acht“ ist einfach wunderschön. Auch Petrus hatte unsere
Bitten um gutes Wetter erhört.
Der Empfang war sehr freundlich
(eigentlich ist Montag Ruhetag). Die
26
Gemeindegruß 3/2014
Tische waren für uns an den Fenstern eingedeckt. Es gab fünf verschiedene leckere hausgebackene
Blechkuchen und Getränke nach
Wahl.
Der Seniorchef, Herr Bräutigam,
erzählte uns etwas über Land, Leute
sowie Geschichtliches und beantwortete unsere Fragen.
Das Steinerberghaus wurde im
Jahr 1911 vom Eifelverein zunächst
als Schutzhütte errichtet. Die
Gebäude wurden in beiden Weltkriegen zerstört, aber immer wieder
verbessert neu aufgebaut und auf
den heutigen Stand erweitert.
Ich denke, dieser eindrucksvolle
Ausflug wird bei unseren Seniorinnen und Senioren in guter Erinnerung bleiben.
Liebe Seniorinnen und Senioren
Unser Seniorentreff kann noch Verstärkung gebrau- Hiermit ergeht eine herzliche Einladung an Sie, uns
chen.
kennenzulernen.
Wir treffen uns montags in der Zeit von 15:00 bis
16:30 Uhr bei Kaffee und Kuchen. Unser abwechslungsreiches Programm wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern gestaltet.
Gemeinsam werden Geburtstage gefeiert und schöne
Ausflüge erlebt.
Wenn Sie Lust auf etwas Abwechslung von der alltäglichen Routine haben und in angenehmer Gesellschaft einen schönen Nachmittag erleben möchten, ja
dann schauen sie gerne einmal montags in unserem
Gemeindezentrum vorbei.
Margret Lehmacher
Gemeindegruß 3/2014 27
Mit sommerlich gedeckten Tischen und einem tollen Kuchenbüfett erwarten wir unsere katholischen Gäste.
Gelebte Ökumene
Beim Begrüßungscocktail kommen alle gleich ins Gespräch.
Unsere Gäste haben für jeden von uns eine Rose und ein Büchlein
mitgebracht.
in sankt Augustin Ort
Stimmungsbilder vom ökumenischen
Kaffeenachmittag am 9. Juli 2014
Ö
kumene findet nicht nur am Weltgebetstag
statt! Auch während des Jahres treffen sich die
Frauen von St. Maria Königin und der Pauluskirche immer wieder mal. So verbrachten über 40
Frauen am 9. Juli 2014 einen gemütlichen Kaffeenachmittag mit buntem Programm im Gemeindezentrum
der Pauluskirche.
A
lle sind sich einig: Dieses Treffen war wieder ein Höhepunkt unserer ökumenischen
Gemeinschaft!
Es wird zusammen geraten.
Es wird gesungen.
28
Gemeindegruß 3/2014
Renate Haupt
Das Kuchenbüfett wird gestürmt!
Wir verstehen uns!
Fröhlich sei das Kaffeetrinken!
Gemeindegruß 3/2014 29
Konfirmation 2014
Das Warten ist das Schwerste...
Petitionen zur Beschleunigung des Asylverfahrens
Text: Achim Schledorn
D
as Warten ist das allerschwerste, das Warten und
die Ungewissheit.
Denn ungewiss ist das Schicksal
der beiden Asylantenfamilien, eine
aus dem Iran, die andere aus Ägypten mit zwei kleinen Kindern. Sie
warten nun schon über anderthalb
Jahre auf eine Entscheidung über
ihr Asylverfahren, ob sie bei uns
bleiben können oder ob sie abgeschoben werden.
Sie warten eigentlich schon viel zu
lange. So fand es unser Presbyterium.
In drei Petitionen an den Stadtrat,
den Kreistag und den Landtag bittet
das Presbyterium unserer Kirchengemeinde die zuständigen Behörden, das Asylverfahren zu beschleunigen, damit es zumindest zu einer
Entscheidung kommt.
Denn die Ungewissheit ist kaum
noch zu ertragen. Die ganze Zeit,
seit sie hier in Sankt Augustin zugezogen sind, besuchen die Migrantinnen und Migranten unsere Gottesdienste, sind mittlerweile fester
Bestandteil unseres Gemeindelebens geworden und würden sich
auch gerne weiter engagieren, vor
S
allen Dingen auch beruflich. Aber
genau das dürfen sie aufgrund ihres
Status in unserem Land nicht. Selbst
wenn wir eine Arbeitsstelle oder
einen Ausbildungsplatz für jemand
von ihnen finden würden, dürfte er
ihn nicht annehmen.
Die drei Petitionen lagen zusammen mit Unterschriftenlisten, in
die man sich eintragen konnte, eine
Woche lang im Gemeindezentrum
aus. Insgesamt haben sich ca. 130
Gemeindeglieder dem Anliegen des
Presbyteriums angeschlossen.
Das ist gut so. Und das tut unseren Mitchristen aus dem Iran und
aus Ägypten gut. Es tut ihnen gut,
zu wissen, dass ihre Schwestern
und Brüder in unserer Gemeinde
sie nicht alleine lassen, sondern
dass wir mit ihnen fühlen und alles
Mögliche dafür tun, dass sie in unserem Land bleiben können. Denn
zuhause in Ägypten oder im Iran
kann der christliche Glaube sie das
Leben kosten.
I
30
Gemeindegruß 3/2014
des Verletzten zu retten. Der Ersthelfer muss lediglich den Anweisungen folgen und entsprechend handeln.
Der weiße Kasten mit dem Glassichtfenster, der im Foyer, an der
Wand zwischen Kücheneingang
und Treppenflurabgang angebracht
wurde, beinhaltet dieses Gerät. Es
ist immer einsatzbereit und wer
damit umgehen kann, sollte keine
Glaubenszeugnisse der Jugendlichen im Fokus der Feier, Ergebnis
der intensiven Auseinandersetzung
mit der christlichen Botschaft, ihrer
Auslegung und dem eigenen Leben.
Taufen
Bestattungen
Erik Bichler, Alte Heerstr. 86
Dorothea Bellingkrodt, 76 Jahre
CBT Wohnheim St. Monika
Dr. Inge-Maria Plock geb. Kluth, 80 Jahre
Weimarstr. 32
Hans Peter Esch, 92 Jahre
Pauluskirchstr. 23
Gertrud Schwarz geb. Günther, 84 Jahre
Danziger Str. 24
Hanna Garbe geb. Gerleick, 89 Jahre
41063 Mönchengladbach
Willi Schwarz, 100 Jahre
Danziger Str. 24
Karin Heller geb. Bähr, 66 Jahre
Goldregenweg 12
Gisela Stieler geb. Schneider, 89 Jahre
Berlin-Neukölln
Milla Chiara Hauser, Huflattichweg 25
Pauline Heyroth, Goldregenweg 14
Marie Kreuzberg, Hermann-Löns-Str. 7
Xenia Kuczynski, Malvenweg 23
Scheu haben, es im Ernstfall auch
zu nutzen.
Für die Ersthelfer wurde noch ein
kurzes Einweisungsseminar durch
Herrn Thomas Kaballo (Medizinprodukteberater) abgehalten und so
nochmals ein korrekter Umgang mit
dem Gerät sichergestellt.
Wollen wir alle hoffen, dass der
„Defi“ nie zum Einsatz kommt.
firmandinnen und Konfirmanden
in die Pauluskirche ein, um unter
Gebet und Segen ihren Weg in und
mit der Kirche in eigener Verantwortung fortzusetzen. Neben der Einsegnung standen die persönlichen
Rückblick
Ella Marie Kämpfer, Großenbuschstr. 38a
Der Kasten an unserer Wand...
...nun ist er da, unser „Defi“!
m letzten Gemeindegruß wurde
über den Ersthelferlehrgang
berichtet, ein Defibrillator
wurde u.a vorgestellt. Wir hatten
bereits in Gottesdiensten Situationen, bei denen ein selbständig arbeitendes Gerät uns manche Notlage
erleichtert hätte.
Wenn der „Defi“ angeschlossen
wird, übernimmt er alle Funktionen
und Entscheidungen um das Leben
trahlender Himmel, strahlende
Gesichter - beste Voraussetzungen für die diesjährige
Konfirmationsfeier am 18. Mai.
Festlich geleitet durch den CVJMPosaunenchor zogen die 17 Kon-
Felix Gillo, Pestalozzistr. 14
Sarah Maria Muntean, Kamillenweg 110
Reinhold Kinas, 96 Jahre
Theodor-Storm-Allee 5
Peter Rehfeld, 53119 Bonn
Klaus Gläsner
Gemeindegruß 3/2014 31
Adressen
Evangelische Kirchengemeinde St. Augustin
Pauluskirchstr. 3c
53757 Sankt Augustin
Internetadresse: www.ev-pauluskirche-sankt-augustin.de
PAULUSKIRCHE
An den Drei Eichen 2
PFARRER Achim Schledorn
Fröbelstr. 2
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Dr. Benjamin Härte
KIRCHENMUSIK
Reinhard Nolde
CVJM-POSAUNENCHOR
www.cvjm-posaunenchor.info
Helmut Nachtsheim
KÜSTER
Michael Honka und Karola Honka Makies
Pauluskirchstr. 3b
DIAKONIN
Margitta Reinhardt
☎ 0 22 41 - 2 13 39
 achschle@web.de
☎ 0 22 41 - 9 32 14 64
 praedikant@haerte.de
☎ 0 22 41 - 20 49 34
 0 22 41 - 9 45 49 43
st.augustin@ekir.de
Öffnungszeiten:
Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag
9:30 bis 12:00 Uhr
Konto der Ev. Kirchengemeinde St. Augustin
IBAN: DE32 3705 0299 0025 0008 11
Swift-BIC: COKSDE33, Kreissparkasse Köln
Kindergarten
☎ 0 22 41 - 31 29 15
☎ 0 22 41 - 9 45 49 45
☎ 02241 - 9 05 26 88
 margittareinhardt@web.de
Pauluskirchstr. 3a
Karin Menz, Leiterin
☎ 0 22 41 - 20 24 47
evkiga-pauluskirche@web.de
Bürozeit im Kindergarten:
Montag, 8:00 bis 12:00 Uhr
Sprechzeiten nach Vereinbarung
Pflege zu Hause
Pflegedienst des „Karren“, Sankt Augustin
Vorsitzender
☎ 0 22 41 - 2 13 39
Weitere Presbyterinnen und Presbyter
Klaus Gläsner
☎ 0 22 41 - 33 23 86
Bärbel Hartleib
☎ 0 22 41 - 20 52 77
Dr. Monika Heiden
☎ 0 22 41 - 92 39 43
Margret Lehmacher
☎ 0 22 41 - 20 43 15
Claudia Lübcke
☎ 0 22 41 - 34 45 09
Helmut Nachtsheim
☎ 0 22 41 - 31 29 15
Reinhard Nolde
☎ 0 22 41 - 33 29 91
Ingo Scharnbacher
☎ 0 22 41 - 92 30 20
Doris Sieben
☎ 0 22 41 - 33 78 35
Daniel Zils
Pauluskirchstr. 3c
Doris Sieben
☎ 0 22 41 - 33 29 91
Ihr Presbyterium
Pfarrer Achim Schledorn
Gemeindebüro
(Eingang Pauluskirchstr. 3c)
☎ 0 22 41 - 165 72 09
Uhlandstr. 4
Leitung: Dorle Walther
☎ 0 22 41 - 8 79 13 40
 0 22 41 - 8 79 13 42
 pflege@karren.de
Montag bis Freitag 10:00 bis 15:00 Uhr
Weitere Information: www.karren.de
Pfarrstelle für
Behindertenarbeit
Pauluskirchstr. 3c
(Zugang: An den Drei Eichen 2)
53757 Sankt Augustin
☎ 0 22 41 - 20 55 26
Pfarrer Paul Zenner und
Pfarrerin Katrin Wüst
www.pfarrstelle-fuer-behindertenarbeit.de
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