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GO Nr. 43 Heraus zu Solidarität! - Roter Morgen

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GO
Gewerkschafts Opposition
Gegründet 1973 vom Vorsitzenden Josef Predatsch †
Nr. 43
> http://www.rotermorgen.info/
Heraus zur Solidarität!
Die Lokführer streiken, die Piloten streiken. Und beides mal ohne den DGB, sondern mit
unabhängigen Gewerkschaften. Ein beispielloses Gezeter und Gehetze gegen diese Arbeiter geht durch
die Republik und stellt den Verfolgungswahn in den 70er Jahren, als erstmals diese Gewerkschaft, die GO,
die sogenannten "wilden" Streiks organisierte in den Schatten. Da finden die Kapitalisten scheinheilig
plötzlich ihr Herz für die Passagiere und Bahnreisenden, wo sie sonst sich einen feuchten Kehricht
kümmern, Hauptsache der Profit stimmt. Ob der überlastete Pilot vorne einschläft oder der Lokführer, wenn
es dann knallt, dann geht ein Gejammer los. Sicherheit ginge vor Wirtschaftlichkeit wird dann getönt.
Wenn die meckernden Passagiere und Bahnkunden dann eine Presse bekommen, wird tunlichst
übersehen, was für eine schwere Verantwortung ein Pilot oder Lokführer haben, wenn sie hinter sich
mehrere hundert Tonnen plus Passagiere haben, Schicht arbeiten müssen, Arbeitshetze bis zum Abwinken
genießen dürfen. Kein Wunder wenn dann vorzeitlich Verschleiß da ist, wohl möglich Berufsunfähigkeit da
ist. Den Piloten will man den vorzeitigen Ruhestand streichen. Den Lokführern möchte man gleich das
Streiken verbieten. Bei den Piloten heißt es sie sind Großverdiener. Na und? Wenn dann ein Teil des
Gewinns statt in die Taschen der Aktionäre geht, bei den Piloten, wo ist da der Fehler? Aber mit einem
ver.di Chef Bsirske im Aufsichtsrat der Lufthansa hat das alles seine Richtigkeit. So ist es nur zu logisch,
daß es die Gewerkschaft Cockpit gibt. Nicht viel anders sieht es bei der Bahn aus. Der Ex-Chef Hansen
der Bahngewerkschaft wechselte gleich in den Aufsichtsrat über. So entstand auch hier deswegen die
Gewerkschaft der Lokführer.
In beiden Branchen ist gemeinsam, daß es sich um Staatsbetriebe handelt.
Zum staatsmonopolistischen Kapitalismus gehört, daß er aus einem riesigen unproduktiven
Beamtenapparat besteht der dem Steuerzahler Unsummen kostet. Um den abzuhelfen gliederte man
Bereiche wie Transport aus in Aktiengesellschaften. Mehr oder weniger erfolgreich. Bei der Lufthansa
klappte das lange Zeit erfolgreich. Bei der Bahn krepelt man heute noch deswegen herum. Aber wichtig
war, daß man die Arbeiter und Angestellten gnadenlos in den Löhnen und sozialen Errungenschaften
herunter würgte. So wie jetzt bei der Lufthansa. Bei der Bahn erfand man die Straße und den LKW, obwohl
das volkswirtschaftlich Unfug ist. Aber es ging darum die Organisiertheit der Arbeiter zu zerschlagen.
Aber es hat alles nichts genützt, die Staatsgewerkschaften als Anhängsel des Staates, die wohl möglich
noch den Arbeiter zur Staatstreue anhalten und wenn er mal streiken will gleich als Staatsfeind
brandmarken, sie die so gern sich als Hüter des Staates aufspielen, möchten gern die Grundrechte der
Arbeiter nach Zusammenschluss zu einer Gewerkschaft und dem Recht auf Streik zunichte machen.
Solches hatten wir unter Hitler und wenn sich dagegen nicht gewehrt wird, dann werden die Feinde von
Volk und Staat wieder vernichtet.
Die Ärzte mit ihrem Hartmannbund haben angekündigt wegen diesem zum
Bundesverfassungsgericht zu gehen, das Gericht, das das KPD-Verbot auf dem Gewissen hat. Erstens
haben wir keine Verfassung, sondern nur ein vorläufiges Grundgesetz. Und in dem von der KPD
mitverfassten Grundgesetz steht nirgendwo ein Verbot der KPD. Gern bedient man sich der Formel Gegner
der freiheitlich-demokratischen Grundordnung um sich so seiner Gegner zu entledigen. Nur davon steht
auch nichts im Grundgesetz. Alle unabhängigen Gewerkschaften, den es jetzt an den Kragen gehen soll,
sind mit Solidarität gefragt. Darum: Heraus zur Solidarität! 16.10.2014
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Seele and Geist
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