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Alarmzentrale AZ 4 Bedienungsanleitung - ELV

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Alarmzentrale
AZ 4
Bedienungsanleitung
ELV AG • 26787 Leer
Tel.: 0491/6008-88 • Fax.: 0491/7016
1
Preiswerte Alarmzentrale mit 4 voneinander unabhängigen
Differential-Alarmschleifen, potentialfreiem Relaisausgang
(Öffner, Schließer), eingebautes 230V-Netzteil, Spannungsausgang, Sabotageschutz und Scharfschaltung mit Schlüsselschalter. Des weiteren ist die Scharfschaltung über eine
weitere Differentiallinie oder mit einem optional lieferbaren
Infrarot-Sicherheits-Codeschloss möglich.
Die wirksame Absicherung von Haus und Eigentum ist aufgrund der immer
weiter steigenden Anzahl von Haus- und Wohnungseinbrüchen nach wie
vor ein zentrales Thema. Mit 4 voneinander unabhängigen DifferentialAlarmschleifen bietet die Alarmzentrale AZ 4 bereits mit relativ wenig
Kostenaufwand eine gute Absicherung, auch bei größeren Objekten.
An jeder Alarmschleife, die auch einzeln desaktivierbar sind, dürfen nahezu
beliebig viele Melder angeschlossen werden.
Während die Alarmschleifen 1 bis 3 bei „unscharf” geschalteter Anlage
desaktiviert sind, stellt die Alarmschleife 4 eine Besonderheit dar. Diese
Alarmschleife ist eine sogenannte 24h-Schleife und für den Anschluss
von Alarmsensoren, wie Rauchmelder, Gasdetektoren, Wasserdetektoren,
Sabotagekontakte usw. vorgesehen. Die Alarmschleife 4 ist unabhängig
von der Scharfschaltung der Anlage ständig aktiv.
Die Alarmschleifen 1 bis 3 können wahlweise sofort oder mit einer einstellbaren Verzögerung von 3 bis 90 Sekunden arbeiten, während die 24hSchleife grundsätzlich sofort anspricht. Sämtliche Meldelinien werden auch
bei unscharf geschalteter Anlage ständig überwacht. Die Alarmschleifen 1
bis 3 lösen in diesem Betriebszustand keinen Alarm aus.
Der integrierte Gehäuse-Sabotage-Kontakt ist wahlweise in eines der
ersten 3 Alarmschleifen zu legen. Die Alarmschleife 4 ist für den GehäuseSabotage-Kontakt nicht empfehlenswert, da dann ein Öffnen des Gehäuses
ohne Alarmlösung grundsätzlich nicht möglich wäre.
Die Stromversorgung der AZ 4 erfolgt über ein eingebautes 230V-Netzteil.
Bei Stromausfall wird die Funktion der AZ 4 durch einen zu installierenden
12V-Blei-Gel-Notstromakku sichergestellt, der im Alarmfall auch die Sensorversorgung unterstützt. Der Akku wird über die Alarmzentrale ständig
im geladenen Zustand gehalten.
Die Versorgung der Alarmsensoren kann über einen mit 3,15 A abgesicherten Dauerspannungsausgang erfolgen. Der Ausgang ist im Alarmfall
durch Akkuunterstützung mit max. 3 A belastbar. Ein Sicherungsdefekt
im Bereich der Sensorversorgung wird jederzeit durch eine Leuchtdiode
angezeigt.
Zum Anschluss einer Alarmsirene oder einer Blitzlampe steht zusätzlich
ein geschalteter Gleichspannungsausgang (12V/0,8 A) zur Verfügung.
Bei Alarmauslösung schaltet ein potentialfreier Relaisausgang mit Wechselkontakt (1xum). Das Relais dient zum Anschluss von beliebigen Signalgebern und ist mit 30 V/5 A belastbar.
Die Alarmzeit der Alarmzentrale AZ 4 ist stufenlos von 3 Sekunden bis 3
2
Minuten einstellbar. Bei Alarmauslösung werden das Alarmrelais und der
geschaltete Gleichspannungsausgang für die Dauer der Alarmzeit (3 Sekunden bis 3 Minuten) aktiviert.
Eine Testfunktion erlaubt die Überprüfung der Alarmzentrale, ohne dass
die Alarmgeber aktiviert werden.
Über einen integrierten Sicherheitsschlüsselschalter erfolgt die „Scharfschaltung” der AZ 4. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, die Alarmzentrale mit einem außerhalb des gesicherten Bereiches zu installierenden
Sicherheitsschalter zu aktivieren.
Die Zuleitungen zum Sicherheitsschalter werden über eine weitere Differentiallinie geführt, so dass diese Zuleitungen sabotagegeschützt sind.
Des weiteren bietet die AZ 4 die Möglichkeit, ein Sicherheits-Codeschloss
mit 59047 Codierungsmöglichkeiten (10 Bit Trinär) einzubauen. Das
Scharfschalten erfolgt dann mit einer als Schlüsselbundanhänger ausgeführten Infrarot-Sicherheitsfernbedienung. Durch eine zusätzliche LED
am IR-Empfänger wird der Status (Scharf, Unscharf) angezeigt.
Das Scharfschalten der AZ 4 kann mit einer einstellbaren Verzögerungszeit von 0 bis 90 Sekunden erfolgen, wobei keine Störung (Meldelinien
angesprochen, Sicherung defekt) vorliegen darf.
Erfolgt die Scharfschaltung direkt an der Alarmzentrale, ist die verzögerte
Alarmauslösung zu wählen. Beim Betreten des Objekts bleiben dann bis
zu 90 Sekunden Zeit zum Betätigen des Schlüsselschalters.
Mit Hilfe von 11 Leuchtdioden wird jederzeit der aktuelle Status der
Alarmzentrale angezeigt.
Die einfach durchzuführende Installation der AZ 4 ist sorgfältig entsprechend dieser Bedienungsanleitung vorzunehmen.
Die in Abbildung 1 dieser Bedienungsanleitung dargestellte Zeichnung
zeigt die Anschlussbelegung, die Bedeutung der Kodierstecker und die
Einstellmöglichkeiten der AZ 4. Abbildung 1 ist zusätzlich im Gehäusedeckel der Alarmzentrale vorhanden.
Montage der Alarmzentrale
Durch Herausdrehen von 2 Schrauben an der rechten Gehäuseseite ist der
Deckel der Alarmzentrale zu lösen und zur linken Gehäuseseite aufklappbar.
Zur leichteren Montage ist der Deckel auch ganz abnehmbar.
4 versenkte Bohrungen im Bodenblech, die gleichzeitig einen Wandabstand
von 2,5 mm gewährleisten, dienen zur Wandmontage des AZ4- Gehäuses.
Die Kabelzuführung der Alarmsensoren und der Alarmgeber erfolgt durch
3 große Öffnungen im Bodenblech.
Anschluss der Versorgungsspannung
Die Alarmzentrale AZ 4 ist mit einem eingebauten 230V-Netzteil ausgestattet. Der Anschluss der Netzzuleitung darf nur von einem Fachmann
durchgeführt werden, der hierzu aufgrund seiner Ausbildung befugt ist.
3
Die geltenden VDE- und Sicherheitsvorschriften sind unbedingt zu
beachten! Die Netzzuleitung wird zuerst auf 7 cm Länge von der äußeren
Ummantelung befreit und von außen durch eine der drei großen Öffnungen im Gehäuseboden geführt. Während die Innenadern des grün-gelben
Schutzleiters direkt auf 5mm Länge abzuisolieren sind, werden die anderen beiden Innenadern auf ca. 3cm Länge gekürzt. Nun wird auf dem
Schutzleiteranschluss ein 6,3mm-Kabelschuh aufgequetscht. Die beiden
auf 3 cm Länge gekürzten Innenadern sind anschließend ebenfalls 5 mm
abzuisolieren und mit Aderendhülsen zu bestücken.
Danach ist der Schutzleiteranschluss an die dafür vorgesehene Stelle im
Gehäuseboden und die beiden 3 cm langen Innenadern an die Schraubklemme KL 300 der Netzteilplatine anzuschließen.
Im letzten Arbeitsschritt wird die äußere Ummantelung der Netzzuleitung mit
der zugehörigen Zugentlastungsschelle im Gehäuseboden festgesetzt.
Notstromversorgung
Zur Notstromversorgung ist ein 12V/2,2Ah-Blei-Gel-Akku, der bei
Alarmauslösung auch die Stromversorgung der extern angeschlossenen
Alarmgeber unterstützt, zu installieren.
Bei Netzausfall erfolgt die unterbrechungsfreie Umschaltung von Netz- auf
Batteriebetrieb vollautomatisch. Über das eingebaute 230V-Netzteil der
Alarmzentrale wird der Akku ständig im geladenen Zustand gehalten.
Für die Installation des Notstromakkus ist an der rechten Gehäuseseite
neben der Leiterplatte ausreichend Platz vorhanden.
Beim Anschluss des Akkus ist unbedingt auf die korrekte Polarität zu
achten, wobei die rote Anschlussleitung mit dem Pluspol und die schwarze
Leitung mit dem Minuspol des Akkus zu verbinden ist.
12V-Dauerspannungsausgang
An der Anschlussklemme KL 7 (U-Dauer) steht gegenüber Schaltungsmasse
(KL 8, GND) eine Betriebsspannung von 12 V zur Versorgung von externen
Alarmmeldern und Alarmgebern zur Verfügung. Der Spannungsausgang
darf dauernd mit max. 300 mA und im Alarmfall mit bis zu 3 A belastet
werden. Über die Sicherung SI 1 ist die Gesamtversorgung der externen
Sensoren mit 3,15 A abgesichert.
Die mit 12 V betriebenen externen Sensoren und Alarmgeber sind mit
dem Pluspol an KL 7 (U-Dauer) und mit dem Minuspol an KL 8 (GND)
anzuschließen.
Geschalteter 12V-Ausgang
Zum Anschluss einer Alarmsirene oder einer Blitzlampe ist an der Alarmzentrale AZ 4 ein geschalteter 12V-Ausgang vorhanden. Dieser Ausgang
darf max. mit 800 mA belastet werden. Der Pluspol des Alarmgebers ist mit
4
der Schraubklemme KL 9 (U-Schalt) und der Minuspol mit der Schraubklemme KL 10 (GND) zu verbinden. Die Aktivierungszeit des geschalteten
12V-Ausgangs entspricht der eingestellten Alarmzeit (3 Sekunden bis
3 Minuten).
GND
U-Schalt
GND
IR-Key-Code
Alarmzentrale
AZ 4
1
ohne
Fernbedienung
gebrückt
Sicherung Sensoren
3,15A
U-Dauer
Alarm-Relais
Lade-Endspannung
13,38V
+Akku
AlarmZeit
AlarmVerzögerung
Alarm
Test
Linie1
Unverzögert
Verzögert
Aus
1
Linie1
Unverzögert
Verzögert
Aus
Linie2
GND
GND
1
Linie4
Linie3
1
Linie3
Linie2
Unverzögert
Verzögert
Aus
Aus
Ein
Akku-GND
GND
ScharfschaltVerzögerung
GND
Extern
Scharf
Überfall
GND
Linie4
Sabotage
GND
Bild 1: Kodierstecker, Einstellmöglichkeiten und
Anschlussbelegung der AZ 4
5
Potentialfreier Relaisausgang
Ein potentialfreier Relaisausgang mit Wechselkontakt ist mit 30V/5A
belastbar und dient zum Anschluss von beliebigen Signalgebern. Zum
Anschluss der Relaiskontakte dienen die Anschlussklemmen KL 11 bis
KL 13, wobei im Ruhezustand KL 11 und KL 13 miteinander verbunden
sind (Öffner). Die Anzugszeit des Relais entspricht der eingestellten
Alarmzeit (3 Sek. bis 3 Min.)
Differential-Linien
Die Alarmzentrale AZ 4 verfügt über insgesamt 6 voneinander unabhängige
Differential-Linien, von denen 3 Eingänge zum Anschluss von beliebigen
Alarmsensoren vorgesehen sind.
Die vierte Alarmschleife dient zum Anschluss von Alarmsensoren wie
Rauchmeldern, Gassensoren und Sabotagekontakten, die ständig, auch bei
„unscharf” geschalteter Anlage, aktiv sein müssen.
Zum Anschluss eines unabhängigen Überfallmelders (Taster) dient eine
weitere unabhängige Differential-Linie, die ebenfalls ständig aktiv ist.
Des weiteren ist für das Scharfschalten der Anlage mit einem extern montierten Sicherheitsschalter eine Differentiallinie vorhanden.
Differential-Alarmschleifen 1 bis 3
Die Alarmzentrale AZ 4 verfügt über 3 voneinander unabhängige
Differential-Alarmschleifen, die sowohl direkt als auch verzögert auszulösen
sind. Bei dem hier zugrunde liegenden Funktionsprinzip wird der Strom, der
durch die jeweilige Meldergruppe (Alarmschleife) fliesst, ständig überwacht.
Der Strom ergibt sich durch den Gesamtwiderstand der
Alarmschleife, der 10 kΩ betragen soll.
Die max. zulässige Abweichung des Gesamtwiderstandes beträgt ± 40 %,
so dass eine Alarmauslösung erfolgt, wenn der Gesamtschleifenwiderstand
< 6 kΩ oder > 14 kΩ wird.
Die Alarmschleifen 1 bis 3 stehen an folgenden Anschlussklemmen zur
Verfügung:
Alarmschleife 1
Alarmschleife 1
Alarmschleife 3
Linie 1 (KL1), GND (KL 2)
Linie 2 (KL3), GND (KL4)
Linie 3 (KL18), GND (KL19)
An den Alarmschleifen können entsprechend Abbildung 2 nahezu beliebig
viele Alarmsensoren angeschlossen werden, die wahlweise mit einem Öffner
(NC) oder einem Schließer (NO) als Alarmkontakt ausgestattet sind.
Der Schleifenwiderstand muss dabei grundsätzlich 10 kΩ betragen.
Nicht benötigte Alarmschleifen sind immer mit einem 10 kΩ-Abschlusswiderstand zu beschalten.
6
KL3
Sabotage
KL16 KL17
Öffner
10k �
KL2
10k �
KL4
Schließer
KL1
Schließer
Bild 2: Anschlussbeispiel für die Differential-Alarmschleifen,
wobei wahlweise Öffner oder Schließer einsetzbar sind. Der
als Öffner arbeitende Gehäuse-Sabotage-Kontakt ist in eine
beliebige Alarmschleife zu legen.
Differential-Alarmschleife 4 (24h-Schleife)
Die Alarmschleife 4 arbeitet vom Funktionsprinzip wie die Alarmschleifen
1 bis 3 mit einem Schleifenwiderstand von 10 kΩ. Diese Schleife arbeitet
ohne Verzögerung und ist für den Anschluss von Alarmmeldern vorgesehen,
die ständig, auch bei „unscharf” geschalteter Anlage, in Betrieb sein müssen. Üblicherweise werden hier Rauchmelder, Gassensoren oder ähnliche
Melder, die rund um die Uhr zu Alarmauslösung dienen, angeschlossen.
Auch an dieser Schleife dürfen nahezu beliebig viele Alarmsensoren
angeschlossen werden, die wahlweise mit einem Öffner (NC) oder einem
Schließer (NO) als Alarmkontakt ausgestattet sind.
Zum Anschluss stehen die Schraubklemmen KL 22 (Linie 4) und KL23
(GND) zur Verfügung. Die Beschaltung erfolgt wie das Beispiel (Abb.
2) zeigt.
Wird diese Schleife nicht benötigt, ist ein 10kΩ-Abschlusswiderstand
zwischen die Schraubklemmen KL 22 und KL 23 zu legen.
Überfall-Linie
Die Überfall-/Notrufmelder-Linie arbeitet ebenfalls als Differential-Linie
und löst bei jeder Störung, d. h. auch im „unscharf” geschalteten Zustand,
7
Alarm aus. Die Beschaltung kann, wie bei den anderen Meldelinien, mit
beliebig vielen Meldern erfolgen, sofern der Schleifenwiderstand von
10kΩ eingehalten wird.
Der Anschluss der Überfallmelder erfolgt an die Anschlussklemmen KL 27
(Überfall) und KL28 (GND).
Wird diese Schleife nicht benötigt, so sind die Anschlussklemmen KL 27
und KL28 unbedingt mit einem 10kΩ-Abschlusswiederstand zu beschalten. Sämtliche Alarmschleifen der AZ 4 werden auch im „unscharfen”
Zustand ständig überwacht, jedoch erfolgt bei den Schleifen 1 bis 3 nur
im „scharfen” Zustand die Alarmauslösung.
Gehäuse-Sabotagekontakt
Der an KL 16 und KL 17 (Sabotage) anliegende und als Öffner arbeitende
Gehäuse-Sabotagekontakt ist in eine der Differential-Schleifen zu legen
(siehe Abb. 2). Sobald das Gehäuse der Alarmzentrale geöffnet wird,
erfolgt dann die Alarmauslösung.
Scharfschaltung der Anlage
Über einen integrierten Schlüsselschalter erfolgt die Scharfschaltung der
Alarmzentrale AZ 4, wobei die Scharfschaltverzögerung von 0 bis 90 Sekunden einstellbar ist. Nach dem Betätigen des Schlüsselschalters bleiben damit bis zu 90 Sekunden Zeit, um den gesicherten Bereich zu verlassen.
Bei verzögerter Alarmauslösung bleiben beim Betreten des Objekts ebenfalls
bis zu 90 Sekunden Zeit zum Betätigen des Schlüsselschalters.
Alternativ zum integrierten Schlüsselschalter besteht auch die Möglichkeit, die AZ 4 durch einen außerhalb des gesicherten Bereichs anzubringenden externen Sicherheitsschalter scharf zu schalten. Der externe Sicherheitsschalter ist an die Schraubklemmen KL 20 und KL21 (extern scharf)
anzuschließen, wobei der Eingang ebenfalls als Differential-Linie arbeitet
und dementsprechend auch mit einem Schleifenwiderstand von 10kΩ zu
beschalten ist. Nach dem gleichen Funktionsprinzip wie bei den Alarmschleifen sind sowohl Öffner als auch Schließer zum Scharfschalten einsetzbar, wobei die Anlage scharf ist, wenn der Schleifenwiderstand < 6 kΩ
oder > 14 kΩ wird, d. h. um ± 40 % vom Soll-Wert (10 kΩ) abweicht.
Zum Anschluss des externen Schlüsselschalters stehen die Anschlussklemmen KL 20 (extern scharf) und KL 21 (GND) zur Verfügung. Ohne externen
Sicherheitschalter ist zwischen diesen Anschlussklemmen unbedingt ein
10 kΩ-Abschlusswiderstand zu schalten.
Auch bei Installation eines externen Schlüsselschalters kann der interne
Schlüsselschalter weiter genutzt werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Anlage grundsätzlich mit dem Schalter „unscharf” geschaltet
wird, mit dem die Scharfschaltung erfolgte. ( Die AZ 4 ist aktiviert, so
lange einer der beiden Schalter in Stellung „scharf” steht.)
8
Einstellung der Alarmzeit
Mit einem kleinen Schraubendreher kann die Alarmzeit am Einstelltrimmer
R 21 verändert werden. Bei Linksanschlag (entgegen dem Uhrzeiger-sinn)
ist die minimale Alarmzeit von ca. 3 Sekunden und bei Rechtsanschlag (im
Uhrzeigersinn) die maximale Alarmzeit von ca. 3 Minuten eingestellt.
Einstellung der Alarmverzögerung
Die Alarmverzögerungszeit ist mit R 16 veränderbar. Befindet sich R 16
entgegen dem Uhrzeigersinn am Linksanschlag, so ist die minimale Verzögerungszeit von ca. 3 Sekunden eingestellt, während bei Rechtsanschlag
die maximale Verzögerungszeit ca. 90 Sekunden beträgt.
Einstellung der Scharfschaltverzögerung
Die Scharfschaltverzögerung der Alarmzentrale AZ 4 ist mit R 47 stufenlos
zwischen 0 und 90 Sekunden einstellbar. Die minimale Verzögerungszeit
ist eingestellt, wenn sich der Trimmer am Linksanschlag befindet, und die
maximale Verzögerungszeit von 90 Sekunden wird erreicht, wenn R47
(Scharfschaltverzögerung) im Uhrzeigersinn bis an den Rechtsanschlag
gedreht wird.
Lade-Endspannung
Die Erhaltungsladespannung des installierten Blei-Gel-Notstromakkus
von 13,38 V (2,23 V je Zelle) ist vom Werk korrekt eingestellt und sollte
daher vom Anwender nicht verändert werden.
Wird der Einstelltrimmer versehentlich verstellt, ist der korrekte Abgleich
folgendermaßen möglich:
- zuerst ist der Notstromakku auszubauen und die Sicherung der
Sensorversorungsspannung zu entfernen
- danach wird ein Spannungsmessgerät (20V-Messbereich) mit dem
Pluspol an der roten Akkuzuleitung und mit dem Minuspol an der
schwarzen
Akkuzuleitung angeschlossen
- alsdann ist durch Verändern des Einstelltrimmers eine Spannung von
13,38 V (± 0,02V) einzustellen
- nach Einsetzen der Sicherung und Einbau des Notstromakkus ist die
Alarmzentrale AZ 4 wieder betriebsbereit
Kodierbrücken Linie 1, Linie 2, Linie 3
Mit Hilfe der Kodierbrücken Linie 1, Linie 2, Linie 3 (Abbildung 1) ist die
Betriebsart der universell einsetzbaren Alarmschleifen auszuwählen.
9
Die Schleifen können wahlweise unverzögert oder verzögert arbeiten. Des
weiteren sind mit Hilfe dieser Kodierbrücken die Alarmschleifen einzeln
abschaltbar.
Kodierbrücke Linie 4
Mit dieser Kodierbrücke ist die 24h-Alarmschleife (entsprechend Abb. 1)
desaktivierbar.
Kodierbrücke JP 3
Die Kodierbrücke JP 3 (unterhalb des Einstelltrimmers zur Einstellung der
Alarmverzögerung) dient zur Überprüfung des Gesamtsystems. Im Testmode ist die Überprüfung ohne Auslösung der Alarmgeber anhand der
Alarm-LED möglich. Während des normalen Betriebs muss sich die
Kodierbrücke in Stellung „Alarm” befinden, d. h. die beiden rechten zu
den Leuchtdioden weisende Stifte sind verbunden.
Alarmspeicher
Die Alarmzentrale AZ 4 ist mit einem Alarmspeicher ausgestattet, so dass
später jederzeit nachvollziehbar ist, welche Linie zur Alarmauslösung
führte.
Solange die Alarmzentrale „unscharf” geschaltet ist, wird jede Störung
der Alarmlinien durch Aufleuchten der dazugehörigen LED angezeigt. In
diesem Betriebszustand leuchten die LEDs grundsätzlich so lange, wie die
Störung der Linie vorliegt.
Im „scharfen” Betriebszustand wird die erste auftretende Störung, d. h.
Alarmauslösung, automatisch gespeichert. Mit dem Wechsel vom „scharfen” in den „unscharfen” Zustand wird der Alarmspeicher automatisch
gelöscht.
Der Alarmspeicher speichert grundsätzlich die Differential-Linie, an der
das erste Eindringen in den gesichterten Bereich erfolgte. Des weiteren sind
fehlerhafte Sensoren, die z. B. sporadisch Fehlalarm auslösen können, mit
dem Alarmspeicher schnell lokalisierbar.
Leuchtdioden
Scharf: Die Leuchtdiode zeigt den Betriebszustand der Alarmzentrale an
und leuchtet im scharfgeschalteten Zustand.
Netz: Diese LED leuchtet solange die Spannungsversorgung über das
interne 230V-Netzteil erfolgt.
Akku: Bei Netzausfall signalisiert diese LED, dass die Alarmzentrale über
den eingebauten Notstromakku versorgt wird.
Linie 1 bis Linie 4: Im „unscharfen” Zustand leuchtet die zur jeweiligen
Meldelinie gehörende LED so lange, wie eine Störung vorliegt. Bei „scharf”
10
geschalteter Alarmzentrale wird grundsätzlich die erste Störung einer beliebigen Meldelinie gespeichert.
Störung: So lange sich eine Alarmlinie im gestörten Zustand befindet
oder die Sicherung der Sensorversorgungsspannung defekt ist, zeigt die
Alarmzentrale „Störung” an. Im gestörten Zustand kann die AZ 4 nicht
„scharf” geschaltet werden.
Sicherung: Eine defekte Sicherung wird durch Aufleuchten dieser LED
signalisiert.
Alarm: Die Alarm-LED leuchet solange das Alarmrelais anzieht.
Technische Daten: Alarmzentrale AZ 4
Meldelinien.......................................... 4, davon 3 Linien einzeln aktivierbar,
wahlweise verzögert/unverzögert
24h-Linie................................................................................ desaktivierbar
Überfallmeldergruppe................................................................................. 1
Scharfschaltung................................................................Schlüsselschalter
extern über zusätzliche Differential-Linie
Verzögerung 0 - 90 sek.
Alarmausgänge........................................................... Potentialfreies Relais
30 V/5 A, Spannungsausgang 12 V/0,8 A
Dauerspannungsausgang................... 12 V/ 3 A abgesichert und überwacht
LED-Statusanzeigen................................................................Linien 1, 2,3,4
Netz, Akku, Sicherung
Alarm, Scharf, Störung
Spannungsversorgung........................................ eingebautes 230V-Netzteil
Netzstromakku.........................Blei-Gel 12V/2,2 Ah (nicht im Lieferumfang)
Gehäuse...........................................................Metall (mit Sabotagekontakt)
Abmessungen (L x B x H)................................................ 228 x 196 x 40 mm
Fernbedienung
Als Zusatz ist eine Infrarot-Fernbedienung mit Sicherheitskodierung lieferbar, die an die 4polige Stiftleiste (IR-Key-Code) in der rechten oberen Ecke
der Leiterplatte anzuschließen ist. Durch mehr als 59.000 Kodierungsmöglichkeiten ergibt sich eine hohe Sicherheit gegen Fremdbeeinflussung.
Die Decoderplatine wird direkt im Gehäuse der Alarmzentrale AZ 4 an die
dafür vorgesehene Stelle eingebaut und über einen Steckverbinder mit der
4poligen Stiftleiste verbunden. Der nachträgliche Einbau ist somit völlig
problemlos innerhalb kürzester Zeit möglich.
Nach Einbau des IR-Fernbedienungs-Decoders ist der Kodierstecker
unterhalb der 4poligen Stiftleiste (IR-Key-Code) zu entfernen.
11
Das Infrarot-Empfangsmodul mit integrierter IR-Diode befindet sich in
einem kleinen kompakten Gehäuse und wird an geeigneter Stelle (z. B.
direkt hinter einer Scheibe) montiert.
Die Verbindung zur Decoderplatine innerhalb der AZ 4 erfolgt über eine
4adrige Zuleitung (3 Adern + Abschirmung), deren Länge bis zu 10 Metern
betragen kann.
Das Scharfschalten kann durch eine externe LED angezeigt werden.
Zusätzlich ist im Set der Sicherheits-IR-Sender enthalten, der besonders
kompakt als Schlüsselbundanhänger ausgeführt ist.
Entsorgungshinweis
Gerät nicht im Hausmüll entsorgen!
Elektronische Geräte sind
entsprechend der Richtlinie
über Elektro- und ElektronikAltgeräte über die örtlichen
Sammelstellen für ElektronikAltgeräte zu entsorgen!
12
ELV AG • 26787 Leer
Tel.: 0491/6008-88 • Fax.: 0491/7016
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