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Aktueller Newsletter vom 6. November 2014 - Städtebund Bodensee

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Newsletter
Ausgabe Nr. 45/2014 vom 6. November 2014
Die Internationale Bodenseeregion ist ein zentraler Lebens- und Wirtschaftsraum im BodenseeDreiländereck. Viele gleichartige Interessen von Kommunen werden häufig durch die Ländergrenzen
nicht abgestimmt und nicht gemeinsam vertreten. Der Städtebund Bodensee versteht sich als die
gemeinsame ideelle Interessenvertretung der Kommunen in der Internationalen Bodenseeregion. Die
wichtigste Aufgabe des Städtebundes Bodensee ist deswegen auch die Feststellung dieser gemeinsamen Interessen, deren Aufarbeitung und deren grenzübergreifende Vertretung gegenüber den politischen Entscheidungsträgern in den drei Ländern. Durch eine größere Mobilität und die grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Tätigkeiten ihrer Bewohner wächst auch die Internationale Bodenseeregion stärker zusammen. Der Städtebund Bodensee will dazu beitragen, ein regionales Bewusstsein
über Ländergrenzen hinweg zu wecken. Eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft,
Ökologie, Tourismus, Verkehr, Bildung und Kultur soll dies ermöglichen.
Weitere Informationen: www.staedtebund-bodensee.org
Sekretariat Internationaler Städtebund Bodensee
sekretariat@staedtebund-bodensee.org
6. November 2014
PRESSE-MITTEILUNG IN EIGENER SACHE
Mautfreies Dreiländereck?
Vorstoss des Städtebundes Bodensee
Der Internationale Städtebund Bodensee (ISB) unter dem Vorsitz von Bürgermeister Markus Linhart (Bregenz) hat sich ein brisantes, aber auch für die Region wichtiges Thema vorgenommen: Vorgeschlagen wird vom ISB die Bildung
einer Kommission aus Vertretern der Region. Ziel dieser Kommission soll es
sein, die Mautsituation und die dadurch bedingte Verschärfung der Verkehrsbelastung im Dreiländereck zwischen Lindau, Bregenz und St. Margrethen näher
zu betrachten. Aus der Kommission heraus sollen dann Vorschläge erarbeitet
werden und die Entscheider sowie die Organisationen und Parlamente der jeweiligen Länder in Gesprächen informiert werden.
Dringend nötig ist eine frühzeitige Auseinandersetzung mit der drohenden Verschärfung der Lage nach der Einführung einer dritten Maut in einem eng begrenzten Raum am östlichen Bodensee. Diese Meinung vertreten nicht nur
Bürgermeister Markus Linhart (Bregenz), sondern auch Kollegen in der Lenkungsgruppe des ISB aus allen drei angrenzenden Ländern. Eine der angedachten Lösungen könnte es sein, dass in einem Grenzkorridor jeweils auch die
Mautvignette des anderen Landes anerkannt wird. Auch andere Lösungen sind
denkbar. Wichtig ist dem ISB, dass die Gesundheit der Menschen und die
Funktionsfähigkeit des Grenzverkehrs durch sogenannte „Ausweichverkehre“
nicht ungerechtfertigt und über Gebühr belastet werden.
Der ISB wendet sich daher an verschiedene Partner in der Region mit der Bitte
um Unterstützung. Bereits vor kurzem hat die 43. Parlamentarierkonferenz Bodensee bei ihrer Tagung auf dem Hohen Kasten ohne Gegenstimmen zugesagt, sich an dieser Kommission beteiligen zu wollen. In dieser Konferenz sind
Parlamentarier der Vierländerregion am Bodensee vertreten. Der ISB wird mit
seinem Anliegen in Kürze auch bei der IBK und anderen Organisationen anklopfen.
Trotz aller politischen und organisatorischer Hürden und der bekannten Probleme bleibt der Vorsitzende des ISB, Bürgermeister Markus Linhart, entschlossen: „Wir müssen das jetzt für die Menschen und die Wirtschaft unserer Region
anpacken.“
- Sekretariat ISB – Möwenstrasse 35 – 88045 Friedrichshafen - +49 7541 31881 sekretariat@staedtebund-bodensee.org
Bregenz
Aus Sanatorium wird Hospizstation
Es bleibt zwar eine medizinische Einrichtung, seine künftige Funktion wird jedoch eine ganz andere
sein. Die Rede ist vom Sanatorium Mehrerau in Bregenz, das 1923 in Betrieb ging und mehr als 90
Jahre lang ein Krankenhaus war. Ab 2016 soll das Haus – auch zur Sicherung seiner Existenz – als
Hospizstation weitergeführt werden.
Grund für die Neukonzeption ist die mittlerweile fehlende Auslastung. Das Minus bei den Patientenaufnahmen beträgt über 20 %. Das liegt vor allem daran, dass viele Operationen heute ambulant
durchgeführt werden können. Und für jene Fälle, in denen stationäre Aufenthalte nötig sind, bieten die
größeren Spitäler des Landes genügend Kapazitäten.
Sanatorium Mehrerau
All das stellt die Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit des Sanatoriumsbetriebes in Frage. Dieser
dauert deshalb nur noch bis April 2015, dann wird um rund 2 Millionen Euro umgebaut. Das Personal
– angefangen bei der Ärzteschaft über die Pflegekräfte bis hin zur Verwaltung – kann in andere Einrichtungen wechseln. Die Fertigstellung der Hospizstation mit zehn Betten ist dann für 2016 geplant.
Außerdem werden nach dem Umbau auch noch Arztpraxen und Physiotherapieräume vermietet.
Eine Hospizstation ist eine Einrichtung für Menschen mit stark fortschreitenden oder bereits weit fortgeschrittenen schweren Erkrankungen, wobei die Betroffenen mit einer entsprechend begrenzten Lebenszeit rechnen müssen. Die Führung der neuen Hospizstation am Bodensee wird die CARITAS
übernehmen.
Thema „Betteln“ im Dornbirner Rathaus
Bürgermeisterin Andrea Kaufmann initiierte Gedankenaustausch
Zu einem Austausch der Vorarlberger Städte, dem Land, den Sicherheitseinrichtungen und der
Caritas zum Thema „Betteln“ hat Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann gestern Nachmittag ins Dornbirner Rathaus geladen. Ziel dieser Veranstaltung war es, die aktuelle Situation
landesweit zu betrachten und gemeinsam mögliche Strategien zur Verbesserung zu erarbeiten. Neben klaren Vorgaben aus dem neuen Landessicherheitsgesetz und deren Umsetzung
ging es auch um soziale Aspekte. Ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen wurde dabei
vereinbart.
Seit rund einem Jahr hat sich die rechtliche Grundlage zur Thematik „Betteln“ verändert. Galt früher
ein generelles Bettelverbot, ist das stille und nicht-organisierte Betteln als Ergebnis eines Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs nun erlaubt. Grundsätzlich ist diese Form des Sammelns von Almosen auch kein Problem, wie von allen Beteiligten festgestellt wurde. Schwierig wird es aber, wenn
Bettler organisiert nach Österreich kommen, fordernd und aggressiv auf die Menschen zugehen oder
wenn im Umfeld solcher Aktionen andere Straftaten verübt werden.
Seitens der Caritas wurde klar gestellt, dass der Großteil der Bettler aus den ärmsten Gebieten Europas,
vorwiegend aus Rumänien nach Österreich kommen.
Vielfach handle es sich um Familienverbände, die als
Notreisende kommen und darauf hoffen, mit den Almosen ihre im Heimatland lebenden Familien zu unterstützen. Rund 200 Menschen, die aufgrund dieser Armutsmigration ins Land kommen, werden von der Caritas
regelmäßig betreut.
In den Städten hat die deutliche Zunahme von Bettlern
auch zur Verunsicherung bei der Bevölkerung geführt.
In Feldkirch und Dornbirn wurde die neue Gesetzeslage kommuniziert und parallel dazu die Kontrollen verstärkt. Als problematisch wurde von den Anwesenden gesehen, dass viele Bettler in Gruppen
auftreten, die teilweise in Zeltlagern in abgelegenen Bereichen der Städte „hausten.“ Eine solche Unterbringung ist nicht menschenwürdig und deutet auf organisierte Banden hin.
Als Ergebnis des Runden Tisches wurde vereinbart, dass von der Sicherheitsdirektion des Landes
verstärkt Maßnahmen zur besseren Koordination und einer einheitlichen Vorgangsweise der Sicherheitseinrichtungen gesetzt werden. Organisiertes aber auch aggressives Betteln soll konsequent verfolgt und damit auch erschwert werden.
Parallel dazu werden gemeinsam mit der Caritas Pilotprojekte entwickelt, um auf die Bettler in den
Städten persönlich zuzugehen und mehr über die Hintergründe ihrer Armutsmigration zu erfahren,
gleichzeitig aber auch um dort zu unterstützen, wo die Hilfe auch direkt den Menschen und nicht organisierten Bettelbanden zugute kommt.
Weiters wurde angeregt, die Bevölkerung weiterhin und verstärkt darüber zu informieren, dass sie mit
ihren Spenden mitunter nicht den einzelnen Menschen, sondern eine Organisation unterstützen und
es mitunter sinnvoller wäre, dieses Geld direkt der Caritas zur Armutsbekämpfung zur Verfügung zu
stellen.
Markt der Ideen zur Stadtentwicklung
Hauptattraktion der Schlussveranstaltung zu den diesjährigen Workshops «Begegnungsräume» werden die Ausstellung und die Präsentationen der Resultate sein. Dazu gibt es am 22.
November zwischen 9.30 und 16 Uhr ein interessantes Rahmenprogramm.
Am Samstag, 22. November wird Gelegenheit geboten, sich inspirieren zu lassen, sich mit den Teilnehmenden des diesjährigen Workshopverfahrens zur Stadtentwicklung für die Ausstellung «Begegnungsräume in der Hafenstadt» auszutauschen, Ideen zu diskutieren und auch selber Anregungen
einzubringen. Im Rahmenprogramm werden konkrete Beispiele zur Umsetzung von Visionen präsentiert.
Engagierte Vorbereitung
Auf Stadtgebiet sind derzeit überdurchschnittlich viele Bewohnerinnen und Bewohner mit Fotoapparat
unterwegs. Das mag daran liegen, dass zahlreiche Teilnehmende des Workshopverfahrens zur Entwicklung von Romanshorn geeignete Sujets für ihre Ausstellung vom 22. November 2014 erkunden.
Die vier Gruppen «Kultur & Bildung», «Freizeit & Sport», «Wirtschaft & Verkehr» sowie «Gastro &
Einkaufen» möchten die Ergebnisse ihrer Arbeiten möglichst gut vermarkten. Dabei hat sich inzwischen gezeigt, dass unter den Gruppen eine belebende Konkurrenzsituation entstanden ist.
Nach den Ideen die Umsetzung
Im Frühling dieses Jahres haben sich 100 Personen gemeldet, um sich aktiv zur Entwicklung von
Romanshorn einzubringen. Nun liegt eine Vielzahl von Ideen vor und die Entwicklungsrichtungen
wurden in 19 Leitsätzen festgehalten. Bevor der Stadtrat die Prioritäten setzt und Umsetzungsprojekte angeht, soll bereits im Rahmenprogramm zur Schlussveranstaltung der diesjährigen Arbeiten das
Thema der Umsetzung aufgegriffen werden. Dementsprechend werden zwei erfahrene Persönlichkeiten, nämlich die Soziologin und Raumentwicklerin Joëlle Zimmerli sowie der Gemeindeammann von
Altnau, Beat Pretali, anhand von Beispielen aufzeigen, wie nicht alltägliches angegangen und realisiert werden kann. Dazu gehören die vorbildliche Seeuferentwicklung mit Realisierung eines visionären Stegprojekts in Altnau.
Klar im Vordergrund des Programms stehen – neben der Ausstellung – die Präsentationen der Gruppenarbeiten. Die Bevölkerung von Romanshorn darf gespannt sein.
Programm
Am Samstag, 22. November 2014, stehen im Erdgeschoss des Aulatrakts der Kantonsschule Romanshorn die Türen von 09.30 bis 16 Uhr für die Öffentlichkeit offen. Die Bevölkerung ist eingeladen,
während dieser Zeit die Ausstellung individuell zu besuchen.
Die mündlichen Präsentationen der Workshoparbeiten dauern von 11 bis 12.30 Uhr. Danach sind alle
zu einem Apéro riche eingeladen. Der Input von Beat Pretali, Gemeindeammann Altnau, zur Umsetzung von visionären Seeuferprojekten beginnt um 10.10 Uhr. Die Soziologin Joëlle Zimmerli wird um
09.30 sowie um 14 Uhr Praxisbeispiele zeigen, wie Betroffene zu Partnern werden.
Zeitungen online auf einen Klick über die Stadtbibliothek Schaffhausen
Die Bibliotheken Schaffhausen bauen ihr digitales Angebot weiter aus und bieten neu Zugang
zu den Artikeln der letzten zehn bis zwanzig Jahre von Hunderten deutschsprachiger Zeitungen.
Darunter sind wichtige Schweizer Zeitungen wie Tagesanzeiger, NZZ, Basler Zeitung oder
der Blick, aber auch grosse
deutsche Zeitungen wie die
Süddeutsche oder die Welt, dazu viele Regionalzeitungen, zum
Beispiel der Südkurier. Auch
Wochenzeitungen wie die Weltwoche, der Spiegel oder die Zeit
sind dabei. Die Lizenzierung
dieser Datenbank erfolgte gemeinsam und dadurch kostengünstiger durch die Bibliotheken
Schaffhausen und die Kantonsbibliotheken Thurgau und Appenzell Ausserrhoden.
Der Zugang zu diesem Presseportal erfolgt über die Datenbank
Genios unter der Adresse
https://bib-ostschweiz.genios.de/. Erforderlich ist die Eingabe der Nummer des Bibliotheksausweises mit
dem dazugehörigen Passwort, danach hat man Zugriff auf alle Artikel, zumeist im pdf-Format. Sie können
gelesen, ausgedruckt und für den persönlichen Gebrauch gespeichert werden. Es handelt sich um eine
Artikeldatenbank zur Volltextrecherche mit Stichwörtern. Sie ist daher bestens geeignet, um nach einem
bestimmten Artikel zu suchen - zum Beispiel nach Rezensionen - oder um herauszufinden, wo ein Thema
in welcher Art behandelt wurde.
Die neue Artikeldatenbank ist jedoch nicht dafür konzipiert, in digitalen Tagesausgaben online zu blättern.
Für diesen Zweck stehen schon seit längerem die Online-Zeitungen in der E-Medien-Plattform dibiost zur
Verfügung.
Weingarten
Internationale Weingartener Tage für Neue Musik
"Offenen Ohres durch die Alltagswelt“
Weingarten - Carola Bauckholt zählt heute zu den maßgeblichen Komponistinnen, und sie
stellt ihr Werk dieses Wochenende vom 7. – 9. November mit namhaften Künstlern auf dem
überregional maßgeblichen Festival der Gegenwartmusik vor.
Anregungen gewinnt Bauckolt, wenn sie sich ganz auf Alltagswelt und Alltagsgeräusche einlässt, um „sich von der Schönheit und Vielfalt“ dieser oft
überhörten „Klänge und Geräusche anregen zu lassen. Besonders interessante Klangphänomene macht sie zur Grundlage von Stücken, indem sie
deren Eigenschaften auf Instrumente überträgt, wobei Verwandlung, nicht
Imitation, das bestimmende Merkmal ihres Komponierens ist“ (Deutscher
Musikrat). Dass dies überaus spannend sein kann, hat auch den Förderkreis der Internationalen Weingartener Tage für Neue Musik überzeugt und
Carola Bauckolt eingeladen. Bei dem seit 1986 jährlich stattfindenden Festival, das die PH-Musikdozentin Rita Jans damals wie heute federführend
prägt, stehen jeweils Schaffen und Persönlichkeit eines Komponisten im
Mittelpunkt. Obschon keine Massenveranstaltung, tragen die Tage für Neue
Musik nachhaltig zur überregionalen Wahrnehmung der Stadt bei. Die 1959
in Krefeld geborene und in Köln wirkende Bauckholt jedenfalls schätzt die
Einladung als Auszeichnung: "Und jetzt erlebe ich, dass meine eigene Arbeit dort im Zentrum steht. Das ist der Traum jeder Komponistin. Denn wir sind nicht autonom - unsere Arbeit wird erst durch eine Aufführung lebendig und braucht die Hilfe von Veranstaltern, Musikern
und Publikum." Künstlerin und Veranstalter laden zu vier Konzerten in den Schlossbau der PH: Heute
gastieren um 20 Uhr das Schlagquartett Köln und drei weitere Instrumentalisten. Am Samstag beginnt
um 17 Uhr das Gesprächskonzert, bei dem Bauckolt sowie Nürnberger Musikstudenten und Biberacher Schülerinnen zusammen auftreten. Um 20 Uhr folgt das Abendkonzert mit dem Ensemble Cikada aus Oslo, das sich seit Jahren für Bauckolts Werk einsetzt. Und die phänomenalen Neuen Vocalsolisten aus Stuttgart präsentieren am Sonntag um 11 Uhr Werke aus ihrer über 20-jährigen Zusammenarbeit mit der Komponistin.
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