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Ergebnisprotokol Wettbewerb Campus Charlottenburg - verlängerte

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Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee
Berlin Charlottenburg
Ergebnisprotokoll
Berlin, Oktober 2014
Wettbewerbskoordination
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Städtebau und Projekte
Referat II D
Patrick Weiss,
Brückenstraße 6
10179 Berlin
Wettbewerbsdurchführung
UmbauStadt
Urbane Konzepte . Stadtplanung . Architektur
Rico Emge
Philipp Heiduk
Vorprüfung
Annette Sprenger
Steffen Brodt
Mitarbeit bei der Vorprüfung
Caroline Dumke
Tanja Salmoun
Digitale Bearbeitung
Philipp Heiduk
Titelbild
1. Preis Lavaland GmbH, Berlin und TH Treibhaus
Druck
A & W Digitaldruck, Berlin
Inhaltsverzeichnis
1.
Protokoll der Preisgerichtssitzung am 22.09.2014 ................7
1.1
Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit............................7
1.2
Konstituierung des Preisgerichts..................................................7
1.3
Eröffnung der Preisgerichtssitzung..............................................8
1.4
Bericht der Vorprüfung.................................................................8
1.5
Zulassung der Wettbewerbsarbeiten ..........................................8
1.6Informationsrundgang..................................................................8
1.7
Erster Wertungsrundgang ...........................................................9
1.8
Zweiter Wertungsrundgang..........................................................9
1.9
Engere Wahl...............................................................................10
1.10Einzelbeurteilungen....................................................................10
1.11
Festlegung der Rangfolge und Preise........................................13
1.12
Empfehlung des Preisgerichts...................................................14
1.13
Öffnung der Verfasserumschläge...............................................14
1.14
Abschluss der Sitzung................................................................14
1.15
Protokollfreigabe der Preisrichter...............................................15
1.16Anwesenheitsliste......................................................................16
1.17
Teilnehmer des Wettbewerbs.....................................................20
2.
Bericht der Vorprüfung............................................................23
2.1 Vorlauf........................................................................................23
2.2 Einlieferung der Arbeiten............................................................23
2.3
Vollständigkeit der Arbeiten........................................................23
2.4 Vorprüfung..................................................................................24
2.5 Einzelberichte der Arbeiten 1041 bis 1047.................................26
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
1.
Protokoll der Preisgerichtssitzung
am 22.09.2014
Beginn der Sitzung :
1.1
10:00 Uhr
Begrüßung und Feststellung der Anwesenheit
Das Preisgericht tritt am 22.09.2014 um 10.00 Uhr in den Räumen der
Technischen Universität in der Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
zusammen. Herr Weiss, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt, begrüßt die Sitzungsteilnehmer und führt in die Aufgabenstellung
ein.
Herr Schwacke begrüßt die Anwesenden im Namen der Technischen
Universität.
Herr Weiss stellt anhand der Anwesenheitsliste die weitere Anwesenheit
fest.
1.2
Konstituierung des Preisgerichts
Herr Weiss bestätigt die Vollzähligkeit des Preisgerichts. Den Vorsitz des
Preisgerichts übernimmt wie beim Zwischenkolloquium Frau Loidl-Reisch.
Stimmberechtigte Fachpreisrichter/-innen
Cordula Loidl-Reisch (Vorsitzende)
Landschaftsarchitektin, Berlin
Dr. Gabriele Schultheiß
Landschaftsarchitektin, Berlin
Jürgen Weidinger
Landschaftsarchitekt, Berlin
Elisabeth Lesche
Landschaftsarchitektin, Berlin
Stimmberechtigte Sachpreisrichter/-innen
Marc Schulte Bezirksamt
Charlottenburg-Wilmersdorf
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten
Manfred Kühne
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Leiter Abteilung Städtebau und
Projekte
Martin Schwacke
Technische Universität Berlin
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
Als ständig anwesende stellvertretende Fachpreisrichter sind Christian
Rank, Landschaftsarchitekt Berlin, und Simon Colwill, Landschaftsarchitekt Berlin, anwesend. Als ständig anwesende stellvertretende Sachpreisrichter sind Robert Müller, UdK Berlin, und Peter Ostendorff, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, vertreten.
Das Preisgericht ist somit vollständig und entscheidungsfähig.
1.3
Eröffnung der Preisgerichtssitzung
Die Vorsitzende Frau Loidl-Reisch übernimmt die Leitung der Sitzung und
lässt sich von den Mitgliedern des Preisgerichts versichern, dass
• es im Vorfeld keinen Kontakt zu den Verfassern gegeben hat,
• die Anonymität der Arbeiten aus ihrer Sicht gewahrt ist,
• sie die Beratung des Preisgerichts vertraulich behandeln,
• sie es unterlassen werden, sich über vermutete Verfasser zu äußern,
• sie vom Zwischenkolloquium bis zum Preisgericht keine Kenntnis von
Wettbewerbsarbeiten erhalten haben,
• sie keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern über die
Aufgabe und deren Lösung geführt haben und während der Dauer der
Sitzung führen werden,
• sie die vorliegenden Arbeiten nur anhand der in der Auslobung
genannten Kriterien bewerten.
Frau Loidl-Reisch resümiert noch einmal die wichtigsten Aussagen aus
dem vorangegangenen Zwischenkolloquium.
1.4
Bericht der Vorprüfung
Die Vorprüfung hat einen schriftlichen Bericht erarbeitet, der dem
Preisgericht vorliegt. Herr Heiduk berichtet über den Ablauf der Vorprüfung,
sowie die Mitwirkung der Sachverständigen an der Vorprüfung. Erläutert
werden kurz die Vorprüfung in Bezug auf die Vollständigkeit der geforderten
Leistungen sowie die Kriterien zur qualitativen und quantitativen Vorprüfung
der Arbeiten (siehe Kapitel 4 im Vorprüfbericht).
1.5
Zulassung der Wettbewerbsarbeiten
Sechs Arbeiten sind nachweislich termingerecht eingereicht worden.
Die Arbeit 1047 wurde nicht fristgerecht eingereicht. Die Arbeit wurde
rechtzeitig vom Verfasser beim Logistik-Unternehmen eingereicht ist
aber durch das Unternehmen nicht rechtzeitig zugestellt worden. Das
Preisgericht beschließt einstimmig die Arbeit zu zulassen.
Die Anonymität aller Arbeiten wurde gewahrt. Der geforderte
Leistungsumfang war bei allen Arbeiten so weit erfüllt, dass sie prüfbar
waren. Bei der Arbeit 1045 wurde eine Perspektive zu viel erbracht, diese
nicht geforderte Leistung wurde von der Vorprüfung abgedeckt.
1.6
Informationsrundgang
Um 10.30 Uhr beginnt der Informationsrundgang ohne Wertung, bei dem
8
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
die Arbeiten in ihren charakteristischen Grundzügen von Frau Sprenger
(Vorprüfung) den Preisgerichtsbeteiligten vorgestellt und Verständnisfragen beantwortet werden. Anschließend haben die anwesenden Sachverständigen die Gelegenheit ihre Stellungnahmen zu den Arbeiten vorzutragen.
Der Informationsrundgang wird um 11.50 Uhr abgeschlossen.
1.7
Erster Wertungsrundgang
Im Anschluss an den Informationsrundgang beginnt der erste Wertungsrundgang. Die Vorsitzende Frau Loidl-Reisch weist darauf hin, dass im
ersten Wertungsrundgang Arbeiten nur durch einstimmigen Beschluss
ausgeschieden werden können. Der erste Wertungsrundgang ergibt
folgendes Ergebnis:
Zwei Arbeiten verbleiben im ersten Rundgang.
Arbeit 1043
Arbeit 1047
Die übrigen fünf Arbeiten verbleiben im Beurteilungsverfahrenerfahren.
Arbeit 1041
Arbeit 1042
Arbeit 1044
Arbeit 1045
Arbeit 1046
Arbeit 1047
Der erste Wertungsrundgang endet um 12:15 Uhr.
1.8
Zweiter Wertungsrundgang
Vor dem zweiten Wertungsrundgang erfolgt eine Diskussion der Beurteilungskriterien. Vor dem Hintergrund werden die in der Auslobung (Kapitel
1.12) formulierten Kriterien verlesen und diskutiert.
Um 12.20 Uhr beginnt das Preisgericht den zweiten Wertungsrundgang.
Die Mitglieder des Preisgerichts beurteilen im Wechsel einleitend die
einzelnen Arbeiten aus ihrer Sicht. Im Anschluss diskutiert das Preisgericht zusammen mit den Sachverständigen und Gästen die Arbeiten eingehend. Das Preisgericht stimmt anschließend mit einfacher Mehrheit ab,
welche Arbeiten im Wettbewerbsverfahren verbleiben und weiter bewertet
werden, wobei Stimmenthaltungen ausgeschlossen sind.
Das Preisgericht kommt, unter Anlegung der in der Auslobung genannten
Beurteilungskriterien, zu folgenden Abstimmungsergebnissen:
(für Verbleib)
:
(gegen Verbleib)
Arbeit 10415
:2
9
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
Arbeit 10421
:6
Arbeit 10445
:2
Arbeit 10454
:3
Arbeit 10467
:0
Am Ende des zweiten Wertungsrundgangs ist eine Arbeit im 2. Rundgang
ausgeschieden. vier Arbeiten bleiben im Beurteilungsverfahren. Diese
bilden die engere Wahl.
Nach dem zweiten Wertungsrundgang findet von 13.15 Uhr bis 14.00 Uhr
eine Mittagspause statt.
1.9Engere Wahl
Von 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr werden die Arbeiten der engeren Wahl durch
die Fachpreisrichter schriftlich beurteilt. Die Textentwürfe werden anschließend im Plenum verlesen, diskutiert und in der folgenden Form verabschiedet.
1.10Einzelbeurteilungen
Arbeit 1041
Die Arbeit besteht aus einem klar gegliederten Konzept: einer Hauptachse,
dem sogenannten „CampusWalk“ als Mischverkehrsachse (Fußgänger,
Radfahrer, PKW), die von insgesamt 4 Plätzen unterbrochen wird. Als
zentrales gestalterisches Element zur Umsetzung dieser Achse wird
eine 1-, 3- oder 4-reihige Lindenallee vorgeschlagen. Dadurch wird die
Aufenthaltsqualität der angrenzenden Flächen stark beeinträchtigt: tiefer
Schatten, Honigtau und Rußpilze auf Sitzmöbeln, sowie schwacher Unterwuchs. Außerdem wird durch den engen Abstand der Gehölze deren Vitalität beeinträchtigt.
Bei den 4 Plätzen sind folgende Punkte besprochen worden:
1. „CampusEck“ (Auftakt Ernst-Reuter-Platz): generell begrüßt die Jury
der Gestaltung durch die Aktionswände, wünscht sich jedoch eine
Berücksichtigung der bestehenden Strukturen (Aufstellflächen, Fassadenbegrünung)
2. „Wasserplatz“: Aufgrund der hohen Herstellungs- und Pflegekosten
wird das Gestaltungselement Wasser in Frage gestellt.
3. MensaHof“: Hier wird die klare Ausformulierung mit Tischelementen
begrüßt und dem Ort als angemessen gesehen. Die Platzfläche im
Bereich der Herzallee bietet zu wenig Aufenthaltsqualität.
4. Das „FasanenForum“ als Auftakt der Herzallee ist sehr klar gegliedert und erscheint als große befestigte schräge Ebene mit punktuellen Sitzmöglichkeiten und einem zentralen Schaufenster. Durch die
formale Anordnung der Elemente wirkt der Platz sehr statisch. Unter
dem Aspekt der Denkmalpflege ist die Einbindung der bestehenden
Toranlage positiv zu bewerten. Bei der Betrachtung des Gesamtentwurfs scheint jedoch die Toranlage an dieser Stelle der Ausformulierung eines großzügigen Platzes zu wiedersprechen. Die Ausbildung
des Platzes als schiefe Ebene wäre noch zu klären, ebenso die Integration der Bestandsbäume in die befestigten Flächen (ausreichend
10
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
große Baumscheiben). Die Zufahrt zur Anlieferung des Bühnenzugangs der UDK fehlt. Die Sicherung des Übergangs Herzallee/Fasanenstraße durch Überquerungen wird begrüßt.
Insgesamt wird das Thema der Arbeit, den Campus zu vernetzen, durch die
Entwurfselemente (Steinbänder CampusEck, Beleuchtungen MensaHof,
Wegeführung im Hofbereich, Hertzallee) nur teilweise erreicht.
Arbeit 1044
Die Arbeit schlägt die Reaktivierung des Campusareals mit Hilfe von fünf
Bausteinen vor, die als Konstante, Aufräumen, Verbinden, Aktivieren und
Rekombinieren bezeichnet werden.
Die Umsetzung baut auf zwei dominierende Strukturen: die Herausstellung einer regelmäßigen Allee und die Etablierung einer großzügigen
linearen Bewegungs- und Aufenthaltsfläche. Der Campus erhält somit
ein wirksames Rückgrat und bindet an wichtige Eingangsbereiche zum
Campus und zu den Gebäuden an. Die Stellplätze wurden auf der restlichen Südseite der Hertzallee angeordnet. Die Freistellung der Allee
wird durch umfangreiche Baumfällungen erreicht. Das Kopfsteinpflaster
wird wiederverwendet, nachdem die Steine vorher bearbeitet wurden, um
glatte, erschütterungsarme Oberflächen zu erhalten.
Die Arbeit wurde kontrovers diskutiert. Einerseits ist die Entstehung einer
freistehenden Lindenallee als räumliches Rückgrat gelungen, jedoch wird
bezweifelt, ob mit dem Baumbestand diese kraftvolle Wirkung erreicht
werden kann, da für die Realisierung des Vorschlags eventuell weitere
Fällungen notwendig werden und eine neue Allee aufgebaut werden
müsste. Eine ähnliche Widersprüchlichkeit besteht in der Gestaltung
der linearen Fläche. Die Großzügigkeit der Fläche wird positiv bewertet,
andererseits kann das Motiv der Pixelung nicht überzeugen. Dies liegt
an den zu kleinteiligen Strukturen im Übergang zwischen gepflasterter
Fläche und Grünflächen. Der Vorschlag, die gepixelten Aufenthaltsflächen aus gebrauchtem Material herzustellen, ist wegen der Heterogenität
des vorhandenen Materials unglaubwürdig. Komfort und Nutzungsqualität
der angebotenen Sitzelemente werden angezweifelt. Die angestrebten
Zufallskompositionen sind nicht stark genug, um sich gegenüber der Heterogenität des Campus behaupten zu können. Insgesamt handelt es sich
um ein nachvollziehbares Konzept.
Arbeit 1045
Das räumliche Konzept sieht ein zentrales Belagsband vor, beidseits
begleitet durch jeweils eine Baumreihe.
Diesem Element, das die Linearität der ursprünglichen Allee unterstreicht,
steht ein mäandrierend angelagerter Aufenthaltsbereich zur Seite. Auf der
jeweils gegenüberliegenden Seite wirken großflächig zusammenhängende
Grünbereiche beruhigend. Der Verfasser begründet die Positionierung mit
einer guten Besonnung an den nordöstlichen Gebäudefassaden, im mittleren Abschnitt wechselt der Mäander nach Süden und profitiert damit von
einem Ausblick in den grünen Hofraum hinein.
Die sogenannten Knotenpunkte sind an den relevanten Querungen und
Einmündungen richtig platziert, und bilden platzartige Zäsuren aus, die
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
eine Orientierung und den Zugang zu den benachbarten Räumen des
Campus ermöglichen.
Sie bleiben weitgehend unmöbliert und werden daher der formulierten Zielsetzung, Kommunikationszonen zu bilden, nicht gerecht. In den Eingangsbereichen sind Aufenthaltsqualitäten durch eine funktionale Bespielung
aufgezeigt. Am nördlichen Ende setzt der Entwurf ausschließlich auf eine
Nutzung durch das künftige Campus-Café, ohne eigene Angebote zu
machen. Das Campus Entree wird durch eine großzügige Sonderfläche,
die dem „Schaufenster der Wissenschaften“ gewidmet ist, definiert, und so
zu einem nutzbaren Platzraum am Eingang zum Campus.
Positiv hervorzuheben ist die eigens gestaltete Möbelfamilie mit großflächigen Holzplattformen und verschieden angeordneten Lehnen, die den
Ansprüchen einer Campusnutzung in ihrer Flexibilität und auch informellen
Nutzbarkeit weitgehend gerecht wird und damit zu einer Belebung der
Aufenthaltsbereiche beiträgt.
Die Verfasser stellen ein praktikables und den konzeptionell formulierten
Ideen folgendes Beleuchtungskonzept vor, das die Bewegungsachse
durch Lichtstelen ausleuchtet
und an den Knotenpunkten durch zusätzliches Anstrahlen von Flächen
und Fassaden eine verstärkte Ausleuchtung erzielt.
Die Arbeit setzt sich in besonderem Maße mit dem Bestand an vorhandenen Belägen auseinander. Sie weist nach, dass die bestehenden Materialien nahezu vollständig wiederverwendet und in eine neue Ordnung
gebracht werden können. In Anbetracht der funktionalen Anforderungen
des Campusbetriebs - sowohl Fußgänger als auch Radfahrer nutzen die
verlängerte Hertzallee in hoher Frequenz - erscheint das Material Kopfsteinpflaster der Alleeflächen jedoch wenig praktikabel. Es ist zu erwarten,
dass insbesondere Radfahrer die als unkomfortabel empfundenen Kopfsteinpflasterflächen vermeiden und damit nicht die direkte Verbindung
nutzen würden. Resultierend wären Konflikte mit den Nutzern der seitlichen Aufenthaltszonen unvermeidlich.
Es ist besonders positiv zu bewerten, dass ein Großteil des Baumbestandes auf schlüssige Art und Weise in das Gestaltungskonzept integriert
wird.
Fraglich ist, ob die gestalterische Grundidee im Falle einer abschnittsweisen Realisierung tragfähig bleibt. Der Gedanke einer rhythmisierten
Raumabfolge mit verschiedenen, jedoch wiederkehrenden. Querschnitten
wäre bei einer fragmentarischen Umsetzung nicht mehr erkennbar.
Arbeit 1046
Der Entwurf verschränkt in überzeugender Weise die Idee des Campus als
eines geräumigen Ortes mit der Idee der ehemaligen Kurfürstenallee als
Transitraum zwischen den angrenzenden städtischen Räumen des ErnstReuter-Platzes und des Zooareals mit der Volkswagenbibliothek mit den
einfachen Mitteln der Materialwahl für die Bodenflächen.
Im gesamten Projektbereich spannt eine Mosaikpflasterdecke aus Basalt
einen gleichförmigen, deutlich lesbaren Raum zwischen den Fassaden
auf, in den über die gesamte Länge die lineare Transitachse mittig wie
eine streifenförmige Intarsie aus Granitplatten eingelegt ist.
12
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
Der über die Basalt-Mosaikfläche aufgespannte Raum wird beidseits
der von den Verfassern Fuge genannten Granitachse durch eingelegte
Streifen aus Granitkleinpflaster räumlich gegliedert, die jeweils Bereiche
intensiverer Angebote markieren.
Vor den Fassaden der Gebäude und vor den Bildhauerateliers der UDK
liegen streifenförmig gefasste Staudenbeete in der Basaltdecke, teilweise
als Unterpflanzung des Baumbestandes, teilweise als freie Flächen.
Der Baumbestand der Allee bleibt weitgehend erhalten, nur zum
Campuspark werden durch Gehölzentnahmen neue Blickbezüge ermöglicht.
Das Preisgericht würdigt insbesondere, dass durch diese klare und gleichförmige Behandlung der Bodenbelagsflächen, die den lang gestreckten
Raum des Campus bis zu den Fassaden weitet, und die konsequent durchlaufende kontrastierende lineare Achse mit wenigen Mitteln eine deutlich
lesbare Ordnungs- und Orientierungsstruktur innerhalb der heterogenen
Umgebung des Campus entsteht.
Innerhalb dieser Raumstruktur markieren die Verfasser vier platzartige
Bereiche: am Institut für Bergbau und Hüttenwesen mit gastronomischer
Nutzung, zwischen Erweiterungsbau und Hauptgebäude, am zukünftigen Hybrid-Lab-Gebäude als Gelenk zwischen Mensa und Park bzw.
Hauptgebäude, und den Entréeplatz Fasanenstraße genannten weiträumigen Platzbereich im Realisierungsteil. Das Preisgericht hebt lobend
hervor, dass dieses Entrée mit seinem Möbelangebot aus Bank, Langbank, Lounger und Tisch Gelegenheit für gemeinsames Arbeiten im Freien
schafft. Die Verfasser wollen die Aufenthaltsqualität des Entrées zusätzlich
durch eine gastronomische Nutzung erhöhen, die in einem Gebäudehybrid
aus Technikanlage, Schaufenster der Wissenschaften und Campus-Kiosk
untergebracht ist.
Als besonders gelungen wird bewertet, dass das starke lineare Element
der Fuge der ehemaligen Kurfürstenallee gleichwohl innerhalb des umfassenden, durch das Basaltmosaik markierten Gesamtraumes verbleibt und
auf diese Weise die räumliche Qualität dieses lang gestreckten Campus
betont wird.
Darüber hinaus lässt die Kombination schwarzer Basaltflächen, ockerbis orangefarbener Klinkergebäude, dem hellgrauen Granitband, der
dezenten Farbigkeit von Gräser- und Staudenflächen und dem Grün der
Bäume eine ruhige und gleichzeitig elegante Atmosphäre erwarten. Es
gelingt der Arbeit in besonderem Maße, die hohe Wertigkeit des Ortes
deutlich sichtbar zu machen.
1.11
Festlegung der Rangfolge und Preise
Im Anschluss an die Verabschiedung der Beurteilungstexte besprechen
die Preisrichter die jeweiligen Arbeiten der engeren Wahl und geben eine
erste Einschätzung zur Einstufung in die Rangfolge. Dabei wird deutlich,
dass eine Mehrheit des Preisgerichts die für eine Prämierung in Frage
kommenden Arbeiten 1044 und 1045 in ihrer Qualität als gleichrangig
betrachten. Einstimmig wird die in der Auslobung vorgesehene Preisverteilung geändert und beschlossen, dass ein 1. Preis und zwei 3. Preise
vergeben werden sollen. Die Neuaufteilung des Preisgeldes für den 2. und
3. Preis ergibt einen Betrag von jeweils 3.000 EUR für die beiden 3. Preise.
13
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
Einstimmig werden folgende Preise vergeben:
1. Preis Arbeit 1046
ein 3. Preis Arbeit 1044
ein 3. Preis Arbeit 1045
Somit verbleibt die Arbeit 1041 in der engeren Wahl.
Aus der geänderten Verteilung der Preise ergeben sich folgende Dotierungen:
1. Preis5.750 €
ein
3. Preis3.000 €
ein
3. Preis3.000 €
1.12
Empfehlung des Preisgerichts
Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die Arbeit 1046 zur
Grundlage der Realisierung der Freiraumgestaltung des Campus Charlottenburg, der verlängerten Hertzallee, zu machen und die Verfasser der
Arbeit entsprechend Punkt 1.14 der Auslobung mit der weiteren Planung
zu beauftragen.
Bei der weiteren Bearbeitung sind folgende Punkte zu beachten:
• Um eine bessere schrittweise Umsetzung des Entwurfs zu ermöglichen sollte der Realisierungsteil um den Vorplatz des zukünftigen
Hybrid-Lab/ Mensa-Kreuzung erweitert werden, um so einen sinnvollen Abschluss des ersten Bauabschnitts zu erhalten.
• Der Realisierungsteil soll entwurfsgetreu umgesetzt werden, die Integration provisorischer Nutzungen oder Installationen in diesem Bereich
konterkariert die Intention der Arbeit, eine klare nüchterne Ordnung in
die aktuell vorhandene Heterogenität zu bringen
1.13
Öffnung der Verfasserumschläge
Die Öffnung der Umschläge der Verfassererklärungen erfolgt ab 15.35
Uhr. Von Herrn Weiss werden die Verfasser aller sieben Arbeiten verlesen.
Die Namen der Wettbewerbsteilnehmer, die mit Preisen ausgezeichnet
wurden, sind:
1. Preis Arbeit 1046
Lavaland GmbH, Berlin und TH Treibhaus, Berlin
3. Preis Arbeit 1044
A24 Landschaft, Berlin und COBE Berlin GmbH, Berlin
3. Preis Arbeit 1045
ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH, Berlin
1.14
Abschluss der Sitzung
Die Vorsitzende, Frau Loidl-Reisch, schließt die Sitzung um 15.45 Uhr mit
einem Dank an die Preisrichter, Sachverständigen und Vorprüfer für die
14
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
1.16Anwesenheitsliste
Nichtoffener kooperativer freiraumplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee
Berlin Charlottenburg
Preisgerichtssitzung
Montag, den 22.09.2014, Beginn 10:00 Uhr bis 15:45 Uhr
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin , Raum 3503
16
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
1.17
Teilnehmer des Wettbewerbs
Preisträger
Arbeit 1046
1. Preis:
Lavaland GmbH, Berlin und TH Treibhaus, Berlin
Verfasser:
Laura Vahl und Deniz Dizici
Mitarbeiter:
Victor Garcia Segarra, Michal Boleraszky
Sonderfachleute/
Berater
Lichtplanung, Anselm von Held
Arbeit 1044
ein 3. Preis:
Verfasser:
Mitarbeiter:
Arbeit 1045
ein 3. Preis:
A24 Landschaft, Berlin und COBE Berlin GmbH,
Berlin
Steffan Robel und Prof. Dr. Vanessa Miriam
Carlow
Sibylle Lacheta, Sara Perovic, Sophie Bejanin,
Yue Guan, Javier Fernandez, Matteo Basta, Jana
Gutge, Friedeman Hack, Maximilian Seebach
ANNABAU Architektur und Landschaft GmbH,
Berlin
Verfasser:
Sofia Petersson
Mitarbeiter:
Vincenzo Arduino, Antonio Festa, Tomas
Kopecky
Engere Wahl
Arbeit 1041
Engere Wahl:
Agence Ter .de GmbH Landschaftsarchitekten,
Karlsruhe
Verfasser:
Henri Bava
Mitarbeiter:
Jo Ehmann, Mariam Farhat, Kirsten Schomakers,
Adrian Stadle, Carina Seckler, Jeffrey Jones,
Robin Nagel,
20
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
2. Rundgang
Arbeit 1042
2. Rundgang:
OKRA Landschapsarchitecten, Utrecht
Verfasser:
Martin Knuijt
Mitarbeiter:
Bart Dijk. Bas Heesels, Roel Ridderikhoff, Mar
Nadal, Laura Knoops
1. Rundgang
Arbeit 1047
1. Rundgang:
Latz + Partner Landschaftsarchitekten Stadtplaner
bdla, Kranzberg
Verfasser:
Tilman Latz
Mitarbeiter:
Linus Clade, Anna Pilawska
Arbeit 1043
1. Rundgang:
Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Verfasser:
Till Rehwaldt
Mitarbeiter:
Ulrike Zänker, Michal Michalski, Susi Hübner
21
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
2.
Bericht der Vorprüfung zur Sitzung des Preisgerichts am 22. September 2014
2.1
Vorlauf
Das nichtoffene kooperative freiraumplanerische Wettbewerbsverfahren
mit einem Realisierungs- und einem Ideenteil (RPW 2013) wurde über die
Ausschreibungsplattform „Wettbewerbe Aktuell“ am 14. Mai 2014 veröffentlicht. Darauf bewarben sich europaweit 46 Bieter bzw. Bietergemeinschaften.
In einem Auswahlverfahren wurden sieben Teilnehmerbüros für die Bearbeitung im Planungswettbewerb benannt. Die Auslobungsunterlagen
wurden am 17. Juni 2014 elektronisch per E-Mail in digitaler Form zum
Downloaden bereitgestellt.
Rückfragen zu den Auslobungsunterlagen konnten bis zum 4. Juli 2014
schriftlich per Mail und beim Zwischenkolloquium am 14. Juli 2014 mündlich gestellt werden. Die Beantwortung der Rückfragen zur Auslobung
wurde am 11. Juli 2014 per E-Mail an die Teilnehmer versendet. Am 28.
Juli 2014 wurden die Beantwortung der Rückfragen aus dem Zwischenkollquium wiederum per E-Mail an alle Bearbeiterteams versendet.
2.2
Einlieferung der Arbeiten
Der Abgabetermin für die Wettbewerbsarbeiten war der 25. August 2014,
16 Uhr. Bis zu diesem Termin mussten alle Wettbewerbsbeiträge bei der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Brückenstr. 6, 10179
Berlin vorliegen. Es galt nicht das Datum des Poststempels.
Im Ergebnis lagen zu diesem Abgabetermin sechs Beiträge fristgerecht
vor. Der siebte Beitrag wurde von dem beauftragten Logostikunternehmen,
trotz nachweisbar ordnungsgemäßer rechtzeitiger Einreichung durch den
Teilnehmer, erst am 26. August 2014 bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt abgegeben.
Die Einlieferung der sieben Wettbewerbsarbeiten wurde in einer Eingangsliste protokollarisch erfasst. Im Anschluss wurden die Wettbewerbsarbeiten
in die Räume der Vorprüfung, R. 3503 des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin befördert.
Eine Anonymisierung der eingereichten Unterlagen ist erfolgt. Nach dem
Auspacken und Hängen der Wettbewerbsbeiträge wurden die Arbeiten in
zufälliger Reihenfolge mit den Nummern 1041 bis 1047 versehen.
2.3
Vollständigkeit der Arbeiten
Die Vollständigkeit der Wettbewerbsarbeiten wurde gemäß Punkt 1.11 der
Auslobung geprüft. Das Ergebnis wurde in einer Prüftabelle notiert, Unregelmäßigkeiten wurden mit Fußnoten versehen und benannt.
Die Arbeiten 1046 und 1047 haben jeweils nur einen Prüfplan abgegeben.
Bei Arbeit 1045 ist eine zusätzliche zweite Perspektive angefertigt worden,
23
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
24
gefordert war nur eine Visualisierung. Die Vorprüfung hat die zweite
Perspektive auf dem Ausdruck der Arbeit abgedeckt.
Tabellarische Übersicht zur Vollständigkeit der Arbeiten
AZ-Nummer
1041
1042
1043
1044
1045
1046
1047
Lageplan M 1:2000
x
x
x
x
x
x
x
2
Entwurfsplan M 1:500
x
x
x
x
x
x
x
3
Entwurfsplan Realisierungsteil M
1:200
x
x
x
x
x
x
x
4
Schnitte und Ansichten
x
x
x
x
x
x
x
5
Detailzeichnung M 1:50
x
x
x
x
x
x
x
6
Visualisierung/ Perspektive
x
x
x
x
x*
x
x
7
Ggf. freie Darstellungen
x
x
x
x
x
x
x
8
Prüfplan 2) M 1:500
x
x
x
x
x
-
x
9
Prüfplan 3) M 1:200
x
x
x
x
x
x
-
10
Erläuterungsbericht
x
x
x
x
x
x
x
11
Formblatt Flächen und Mengen
x
x
x
x
x
x
x
12
Verfassererklärung
x
x
x
x
x
x
x
13
Verzeichnis der eingereichten
Unterlagen
x
x
x
x
x
x
x
.tif Dateien der Präsentationspläne
x
x
x
x
x
x
x
.pdf Dateien der Präsentationspläne
x
x
x
x
x
x
x
.dxf oder .dwg des Prüfplans
x
x
x
x
x
x
x
Erläuterungstext
x
x
x
x
x
x
x
Formblatt Flächenermittlung
x
x
x
x
x
x
x
14
CD-ROM
1
x
–
Leistung liegt vor;
Leistung liegt nicht vor;
*
zusätzliche Perspektive angefertigt
2.4
Vorprüfung
Die Vorprüfung wurde vom 29. August bis zum 19. September 2014
in dem Raum 3503 des Hauptgebäudes der Technischen Universität
Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin durchgeführt. Die Vorprüfung erfolgte durch eine Vorprüferin für Landschaftsarchitektur (Annette
Sprenger) sowie einen Kostenprüfer (Steffen Brodt) und wurde von zwei
technischen Mitarbeiterinnen (Caroline Dumke und Tanja Salmoun) unterstützt. Die Vorprüfung unterstütze des weiteren ein Mitarbeiter (Philipp
Heiduk) des den Wettbewerb betreuenden Büros. Die Vorprüfung koordinierte der Vertreter der auslobenden Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (Patrick Weiss).
Prüfung der quantitativen Daten
Die in der Ausschreibung geforderten Flächennachweise (Formblatt
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
Flächenermittlung) wurden von der Vorprüfung nachgemessen und
berechnet bzw. anhand von Verfasserangaben auf Plausibilität geprüft.
Prüfung der qualitativen Daten
Die für die Vorprüfung angelegten Prüfkriterien sind aus der Auslobung
unter 1.12 benannten Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten
abgeleitet und durch die Vorprüfung in Zusammenarbeit mit den Sachverständigen angepasst worden.
Anmerkung zur technischen Infrastruktur
Im Rahmen der Vorprüfung wurde festgestellt, dass bereits heute direkt
auf den Leitungstrassen des bestehenden Fernwärmenetzes wesentliche Baumpflanzungen vorhanden sind. In der Weiterentwicklung dieser
vorhandenen Baumreihen werden von allen Wettbewerbsteilnehmern
weitere Baumpflanzungen konzipiert.
Die Plausibilität der vorhandenen Planungsunterlage (Leitungsplan)
scheint nicht gegeben zu sein und sollte im weiteren Verfahren überprüft
werden.
Einbeziehung der Sachverständigen
Im Rahmen der Vorprüfung hatten die Sachverständigen am 12. September
2014 die Gelegenheit, die Wettbewerbsarbeiten zu begutachten. Folgende
Sachverständige haben von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und
eine Stellungnahme verfasst:
Werner Arndt, SenStadtUm - Städtebauliche Projekte Ingeborg Stude, SenStadtUm - Barrierefreies Bauen, Stellungnahme
Cagla Ilk, SenStadtUm - Frauenbeirat (Gender Mainstreaming) Carola Heffter, TU Berlin
Petra Schubert, TU Berlin
Paul-Martin Richter, Koordination Aktives Zentrum City West
Ingrid Hermannsdörfer, LKA Berlin - Städtebauliche Kriminalprävention
Sarah Wiesner, Landesdenkmalamt
Wiltrud Barth, Landesdenkmalamt
Die Stellungnahme ist der Anlage zum Vorprüfbericht zu entnehmen.
25
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
2.5
Einzelberichte der Arbeiten
Jede Wettbewerbsarbeit wird auf zwei Seiten (2 Abbildungen und Einzelbericht) dargestellt.
Die Abbildungen umfassen: den Entwurfsplan (gesamter Wettbewerbsbereich) und die Perspektive/ Visualisierung.
Die Textseite auf der rechten Seite enthält die Ergebnisse der qualitativen
Prüfung nach dem unter 4. dargestellten Kriterienkatalog und gliedert sich
in die folgenden Bereiche:
- Leitidee
- Gesamtkonzept
- Gestaltung/ Nutzung
- Realisierbarkeit
Die Vorprüfberichte beginnen jeweils mit einer Beschreibung der „Leitidee“
aus dem Erläuterungstext der Verfasser. Die Zitate und von den Verfassern verwendete spezielle Begriffe sind grundsätzlich kursiv gedruckt.
Der folgende Abschnitt „Gesamtkonzept“ erläutert die städtebauliche
Einbindung des Entwurfs sowie die Aussagen zum Ideenteil und zur
Verflechtung mit dem übrigen Campus. Im Bereich „Gestaltung/ Nutzung“
wird der Realisierungsteil eingehend beschrieben. Der letzte Abschnitt
„Realisierung“ enthält Aussagen zur Umsetzbarkeit der Arbeiten und eine
Einschätzung der Herstellungs- und Unterhaltungskosten im Realisierungsteil.
Die Einschätzung der Baukosten erfolgt ausschließlich für den Realisierungsteil des Wettbewerbs.
Als Basis für die Kostenermittlung dienen die Flächen- und Mengenangaben der Verfasser.
Die Einheitspreise sind in €, brutto angegeben. Sie basieren auf Mittelpreisen von Ausschreibungen vergleichbarer Bauvorhaben.
Herstellungskosten
Das Ergebnis der Kosteneinschätzung gliedert sich in drei Gruppen.
• Vergleichsweise geringe Herstellungskosten (< 800.000 €, brutto)
• Vergleichsweise mittlere Herstellungskosten (800.000 - 1.100.000 €,
brutto)
• Vergleichsweise hohe Herstellungskosten (>1.100.000 €, brutto)
Pflegekosten
zur Einschätzung des Pflegeaufwands wurden die Flächenangaben zur
intensiven Pflanzung, der einfachen Pflanzung sowie der Rasenansaat
miteinander verglichen und in drei Gruppen eingeteilt.
• Pflegeaufwand vergleichsweise gering
• Pflegeaufwand vergleichsweise weniger aufwendig
• Pflegeaufwand vergleichsweise aufwendig
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
27
Agence Ter | engere Wahl
1041
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Agence Ter | engere Wahl
Leitidee
„Wissen verbindet – der vernetzte Campus“ benennen die Verfasser ihren Entwurf.
Wir sehen mit der geplanten Umgestaltung (...) die
Chance, ein kohärentes Zwischenspiel zwischen
Allee- und Campusidee herzustellen, die Verwebung
von Stadt und Universität zu stärken sowie neue
stadträumliche Bezüge zu schaffen.
Gesamtkonzept
Der Entwurf entwickelt einen CampusWalk, eine regelmäßige drei- und vierreihige Lindenallee. Sie wird
bis zum Bahnhof Zoo weitergeführt.
Die Fasanenstraße wird durch eine Ampelanlage einfacher zu überqueren sein.
Der CampusWalk ist durch vier Platzsituationen gegliedert: das CampusEck an nordwestlichen Ende, den
Wasserplatz, der auf eine zukünftige Wasserachse
zum Landwehrkanal hinweist, den MensaHof mit
seinem gemeinsamen Esstisch als Knotenpunkt vor
dem HybridLab und das FasanenForum als offenem,
barrierefreien Platz.
An die breite Hauptachse lagern sich Belagsbänder
an, die zwischen den gliedernden Plätzen unterschiedliche Funktionen aufnehmen: Parkbuchten
im nördlichen Teilabschnitt der verlängerten
Hertzallee, Rasenflächen im Bereich der zentralen Grünfläche, bodendeckende Pflanzungen im
Realisierungsabschnitt.
Die zentrale Grünfläche CampusGrün erhält neue
Wegeverbindungen, die netzartig die verschiedenen
Wissensorte miteinander verbinden.
Gestaltung und Nutzungen
Der CampusWalk hat eine Breite von 7 m und ist mit
gesägtem Granitpflaster befestigt. Der nach Süden
angelagerte 5m breite Streifen mit nicht gesägtem
Granitpflaster nimmt im Bereich vor der Mauer zum
UdK-Gelände acht Sitzblöcke auf sowie drei langgestreckte, mit gerundeten Granitborden gefasste
Pflanzflächen für Stauden.
Vier Zugänge zu den Institutsgebäuden werden mit
Granitriemchenpflaster, von Stahlkanten gefasst,
neu gestaltet. Für einen Zugang zur UdK wird die
Umfassungsmauer geöffnet.
Gastronomische Nutzung wird am CampusEck vorgesehen, außerdem sind Aktionswände vorgesehen. Als
Bodenbelag ist Ortbeton mit Granitpflasterbänderung
vorgesehen.
Die Platzfläche vor dem ehemaligen Heizkraftwerk
wird mit großformatigen Ortbetonplatten bis zur
1041
29
Straßenkante befestigt, schmale Granitbänder
im Abstand von 4m gliedern die Fläche quer zur
Alleeachse. Auf der Fläche befindet sich ein gläsernes
Schaufenster, die bestehende Technikzentrale ist als
Kubus grau dargestellt. 22 weitere Sitzquader mit integrierten Lichtbändern bieten die Möglichkeit zum
Verweilen. Vier vorhandene Bäume werden in die
rasterartige Platzgestaltung integriert. Der historische
Zaun bleibt erhalten, alle drei möglichen Zugänge
sind geöffnet.
Die Ausleuchtung des Hauptweges mit Mastleuchten
wechselt in drei Abschnitten von der nördlichen zur
südlichen und wieder nördlichen Seite. Mastleuchten
stehen auch an den Institutseingängen. Eher lichtgestalterische Inszenierungen gibt es im MensaHof
mit schwebenden Leuchten und am FasanenForum
mit Leuchtwürfeln. Die Anstrahlung der beiden
Schornsteine ist vorgesehen.
Eine gepflasterte Entwässerungsrinne zwischen den
Granitpflasterflächen leitet Oberflächenwasser über
gußeiserne Einläufe ab.
Realisierbarkeit
• Ein zusätzlicher Zugang zur UdK erfolgt durch einen Mauerdurchbruch.
• Die Herstellungskosten sind vergleichsweise
hoch.
• Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise gering.
OKRA Landschapsarchitekten | 2. Rundgang
Leitidee
„Science in the City“ - Im Mittelpunkt dieser Identität
steht es, die Wissenschaft und die künstlerischen
Funktionen auf dem Campus sichtbar und erlebbar
zu machen.(...)
Wichtig ist den Verfassern die Verbesserung
des Blickes auf die Straße, die Betonung ihres
durchgängigen Charakters und die Entscheidung für
ein deutliches Berliner Profil.
Gesamtkonzept
Die Verfasser bedienen sich aus einer toolbox für das
Campusgelände: Campusstraße, Campusweg, Hof,
Platz, Garten und Park.
Die Hertzallee wird in ihrer Verlängerung als Straße
mit städtischem Profil vom Bahnhof Zoo her ausgebildet, die Fasanenstraße niveaugleich überquert. Die
Neugestaltung der verlängerten Hertzallee beginnt
an der Bordsteinkante der Fasanenstraße und erstreckt sich bis zur Hofsituation am nordwestlichen
Ende.
Die bisherige PKW-Zufahrt zwischen Haupt- und
Erweiterungsbau wird zum Campusweg, vor der
Mensa und vor dem ehemaligen Heizkraftwerk entstehen langgestreckte Plätze.
Gartenabschnitte sind den Gebäuden direkt vorgelagert, im Realisierungsteil beidseitig nördlich und südlich der verlängerten Hertzallee, im Ideenteil liegen
sich die Gartenabschnitte versetzt gegenüber.
Die zentrale Grünfläche ist ausgelichtet, die
Wegeführung neu geordnet.
Die PKW-Stellplätze werden im nordwestlichen
Bereich beidseitig senkrecht unter der Lindenreihe
eingeordnet, vor dem Ernst-Ruska-Haus gibt es keine Stellplätze.
Gestaltung und Nutzungen
Die baumgesäumte Campusstraße ist in Berliner
Materialiät befestigt. Der mittige Streifen ist 4 m breit
und kopfsteingepflastert (wieder verwendet), in den
4 bzw. 6,50 m breiten angrenzenden Grünstreifen
stehen die ergänzten Lindenreihen, wiederum beidseitig gibt es einen 2 m breiten Gehweg aus 35x35er
Betonplatten.
Einzelne Bänke bieten sich zum Aufenthalt an. Als
gastronomische Nutzung wird die Einrichtung eines
Cafés mit Terrasse am Hof zum Ernst-Reuter-Platz
vorgeschlagen. Es sind Objekte mit Kletterpflanzen
vorgesehen.
Die direkt den Gebäuden vorgelagerten Gardens of
Art and Knowledge sind 2 bis 6 m breit und enthalten
niedrige mehrjährige Pflanzen, eine Beschilderung
mit möglichen Verwendungszwecken ist vorgesehen.
1042
31
Am südlichen Ende der Campusstraße entsteht eine
höhere Platzfläche, das Granit-Kleinpflaster erhält
eine eingelegte Belagsfläche aus Natursteinplatten.
Pflanzbeete und Bänke bzw. Podeste aus Holz sind
den Eingängen zugeordnet, der Höhensprung durch
eine Sitzmauer abgefangen.
Der Zaun zur Fasanenstraße wird entfernt.
Fahrradstellplätze sind eingangsnah vorgesehen.
Die Regenwasserentsorgung wird Gestaltungselement: Von den Fallrohren neben den Eingängen
wird das Wasser zunächst über offene Rinnen geführt, verschwindet im mittleren Platzbereich in unterirdischen Sammlern und kommt durch kleine
Düsen unter dem Sitzrand der Sitzmauer wieder zum
Vorschein. Es spritzt auf das Pflaster und wird dann
endgültig der Kanalisation zugeführt.
Die Ausleuchtung des Hauptweges und der Gehwege
erfolgt mit niedrigen Pollerleuchten in vier Lichtlinien,
der Platz vor dem ehemaligen Heizkraftwerk erhält 5
Mastleuchten. An den fensterlosen Fassaden werden
interaktive Lichtprojektionen realisiert.
Realisierbarkeit
• Es gibt keine Darstellung gegen unerlaubtes
Befahren des Geländes.
• Die Herstellungskosten liegen im Vergleich in der
Mitte.
• Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise aufwendig.
Rehwaldt Landschaftsarchitekten | 1. Rundgang
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32
Rehwaldt Landschaftsarchitekten | 1. Rundgang
Leitidee
Der Campus wird zum verbindenden Raum (..),
die verlängerte Kurfürstenallee zur symbolischen
Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. (...)
Die Ausbildung von Landschaftsarchitekten und
Künstlern ist der Anlass, den Freiraum nicht
nur als Kulisse, sondern auch als Objekt von
Lehrveranstaltungen zu betrachten.
Gesamtkonzept
Der Verlauf der ehemaligen Kurfürstenallee wird zum
verbindenden Campusband entwickelt, das vom
Zoo bis zum Ernst-Reuter-Platz reicht. Sie wird als
Promenade ausgestaltet und beginnt im Nordwesten
mit einem Mineralplatz und endet am Hertzplatz
an der Fasanenstraße an der Gehwegkante, eine
Markierung auf der Fahrbahndecke ist sofort, eine
Anhebung der Fahrbahn und ein Materialwechsel
mittelfristig denkbar.
Durch die Entfernung von Gehölzen wird die
Besonnung der Campusflächen verbessert, es
entstehen begleitend zum Campusband Wegraine,
die als experimentelle Gartenlabore wechselnd
bepflanzt oder für künstlerische Installationen genutzt
werden sollen.
Die zentrale Grünfläche Campusgarten wird
organisch neu gestaltet, die neuen Raseninseln
erhalten Sitzkanten, die Verbindung zwischen Mensa
und Hauptgebäude ist in Einzelwege mit fließenden
Breiten aufgelöst.
Der Platzbereich vor der Mensa enthält ein
Retentionsbecken, Kornfeld, Kräuterbeet und
Obstplantage sind Pflanzenbilder an diesem Ort.
Die
PKW-Stellplätze
werden
hinter
dem
Erweiterungsbau des Hauptgebäudes beidseitig
senkrecht zur Fahrspur eingeordnet.
Gestaltung und Nutzungen
Das Campusband ist 9 m breit, der Ortbeton hat ein
charakterischen Fugenmuster. Angegliedert ist eine
Funktionszone von 3 m Breite, hier sind eine lineare
Baumreihe erhalten sowie Aufenthaltsangebote
wie Bänke und Sitzkanten, aber auch Fahrradbügel
eingeordnet. Die Oberfläche wird mit wieder
verwendetem Pflaster befestigt. Im Realisierungsteil
werden an den Zugängen zu den Instituten
mittelformatige Steinplatten verwendet.
Die Platzfläche am nördlichen Ende erhält eine
Oberfläche aus kleinformatigem Granitpflaster mit
eingestreuten Fremdmineralien.
Am südlichen Ende der Promenade wird der
Höhensprung durch eine Sitzmauer abgefangen. Es
entsteht eine höher gelegene Gussasphaltfläche mit
zwei Pflanzbeeten und eine tiefer gelegene Fläche
mit kleinformatigem Natursteinbelag. Die vorhandene
Technikzentrale ist als Infokubus verkleidet unter den
Lindenbäumen eingeordnet.
Das vorhandene Tor wird entfernt. Hier wird es als
1043
33
Eingangsmarkierung einen Lichtschirm geben, der
zwischen den Hausfassaden aufgespannt wird.
Die Gartenlabore übernehmen teilweise die
Entwässerung der Wegeflächen, eine bewachsene
Steinrinne leitet Wasser in die Kanalisation ab.
Die Ausleuchtung des Hauptweges erfolgt mit Leuchtstelen mit senkrechtem Lichtaustritt, Bodenstrahler. Im
zentralen Gartenbereich über-nehmen Bodenleuchten
und linienförmige Elemente in den Sitzkanten die
Ausleuchtung. An den fensterlosen Fassaden werden
interaktive Lichtprojektionen realisiert.
Realisierbarkeit
• Es gibt keine Darstellung gegen unerlaubtes
Befahren des Geländes.
• Die Feuerwehrzufahrt zur UdK ist mit
Rasenoberfläche dargestellt.
• Die Herstellungskosten sind vergleichsweise
gering.
• Der
Pflegeaufwand
ist
vergleichsweise
aufwendig.
A24 Landschaft und COBE | ein 3. Preis
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34
A24 Landschaft und COBE | ein 3. Preis
Leitidee
Berlin Brut betiteln die Verfasser ihren Entwurf und
schlagen zur Reaktivierung des Campusareals fünf
Strategien vor:
Konstante! Aufräumen! Verbinden! Aktivieren und
Rekombinieren!
Gesamtkonzept
Die ehemalige Kurfürstenallee wird als Lindenallee
wieder erstellt. Sie führt von Nordwesten nach
Südwesten über das Campusgelände und über
die Fasanenstraße hinaus weiter bis zum Bahnhof
Zoo. Dabei ist die Allee im Campusbereich in vier
Abschnitte untergliedert, so dass sich an markanten
Stellen platzartige Öffnungen bilden. Diese gezielte
Aufwertung an strategisch wichtigen Orten erfolgt
an der Eingangssituation am Ernst-Reuter-Platz, im
Bereich zwischen TU-Haupt und -erweiterungsbau,
am Kreuzungspunkt Mensa/ verlängerte Hertzallee
und als neue Platzgestaltung Entree vor dem
ehemaligen Heizkraftwerk.
Die Bewegungsfläche wird als durchgehend
begehbare und durch die Pflasterung strukturierte
Fläche vorgeschlagen. Die nördlichen Ränder dieser
Pflasterfläche münden in eine Gartenpromenade,
die Campusmitte und der Platz vor dem ehemaligen
Heizkraftwerk profitieren von den veränderten
Besonnungsverhältnissen.
Unter den Bäumen sind im nordwestlichen Bereich
der Allee PKW-Stellplätze vorgesehen.
Gestaltung und Nutzungen
Die verlängerte Hertzallee erhält auf der gesamten
Länge und in großer Breite von ca. 20-25 m eine
Oberfläche aus neuem Naturstein-Großsteinpflaster
mit eingelegten Naturstein-Gehwegplatten. Das
Kopfsteinpflaster wird gesägt. Es wird davon
ausgegangen, dass vorhandenes Material wieder
verwendet werden kann.
Als Aufenthaltsangebot werden dreidimensionale
Körper angeboten, die aus unterschiedlich hoch
gestapeltem,
gleichformatigem
Bodenmaterial
bestehen. Teilweise werden einzelne Stapel mit
Holzplatten versehen. Eine gastronomische Nutzung
ist im Bereich des Zuganges am Ernst-Reuter-Platz
vorgesehen. Auf dem Platz vor der Mensa sind große
Tische vorgeschlagen.
Im Bereich vor der Grundstücksmauer zur UdK ist ein
Skulpturengarten vorgesehen.
Die Pflanzflächen der Gartenpromenade erhalten
hohe Gräser. Möglich ist hier auch die Intervention
durch das Institut für Landschaftsarchitektur und
Umweltplanung.
Der Platz vor dem ehemaligen Heizkraftwerk
nimmt den vorhandene Höhensprung durch eine
Sitzkante auf. Zur Fasanenstraße gibt es eine 12
m breite Treppe, zur verlängerten Hertzallee hin
mehrere kleine Treppen und eine breite Rampe zur
1044
35
Überwindung des Höhenunterschiedes.
Die ehemalige Zaunanlage zur Fasanenstraße ist
durch eine neue Schranke und eine Pollerreihe
ersetzt.
Die Technikzentrale und ein Platzhalter für ein
Schaufenster der Wissenschaften sind auf den
Plänen dargestellt.
Die Beleuchtung der verlängerten Hertzallee erfolgt
über Mastleuchten, der genannte Leuchtentyp ist
eine Ansatzleuchte mit senkrechtem Lichtaustritt.
Die Entwässerung ist über Punkteinläufe in den
Randbereichen vorgesehen.
Realisierbarkeit
• Die Fahrradbügel am Konzertsaal der UdK
verstellen Anlieferwege und Fluchtmöglichkeiten.
• Die Herstellungskosten sind vergleichsweise
hoch.
• Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise gering.
ANNABAU | ein 3. Preis
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ANNABAU | ein 3. Preis
Leitidee
Ziel des Entwurfes ist es, die Hertzallee zu einer
Campusallee zu entwickeln, die durch eine
gestalterische
Neuordnung
einen
attraktiven
Mittelpunkt im Campus schafft und die Fakultäten der
TU und der UdK miteinander vernetzt.
(...) Durch den klar strukturierten Raum wird eine
einfache Orientierung innerhalb des Campus
geschaffen. (...) Neue Blickbeziehungen schaffen
eine bessere Orientierung auf dem Campus.
Gesamtkonzept
Die Achse der ehemaligen Kurfürstenallee wird als
Lindenallee durch Fällungen und Neupflanzungen
wieder erstellt und zur verbindenden Campusallee
entwickelt, die als städtische Allee weiter bis zum
Bahnhof Zoo führt. Die Verbindungsachse erhält vier
Öffnungen an Knotenpunkten, die platzartig entwickelt
werden. Sie liegen an den Eingangsbereichen der
Campusallee im Nordwesten und Südosten sowie im
Bereich zwischen Haupt-und Erweiterungsbau und
der Mensa.
Die Allee erhält eine bandartige Flächengliederung,
seitlich mit Sitzmöglichkeiten, mittig als shared space.
Die Aufenthaltszonen verspringen abschnittsweise
und liegen, von Nordosten nach Südwesten
beschrieben, zunächst unter der nördlichen, dann
unter der südlichen und dann wieder unter der
nördlichen Baumreihe. So werden jeweils die
sonnigeren Abschnitte ausgenutzt bzw. der Blick in
den weiten Innenbereich möglich.
Das CampusEntree an der Fasanenstraße wird offen
gestaltet, der Kreuzungsbereich der Fasanenstraße
wird gepflastert.
Die PKW-Stellplätze werden im bisherigen Bereich
im nordwestlichen Campusbereich senkrecht zur
Fahrspur mit einer Nachnutzung als Aufenthaltsfläche
dargestellt.
Gestaltung und Nutzungen
Die Verkehrsfläche der Campusallee ist 7 m breit
und durch wieder verwendetes Kopfsteinpflaster in
drei Abschnitten befestigt. Die seitlich angrenzenden
Aufenthaltszonen sind zwischen 7 m und 11 m breit
und mit wiederverwendeten Natursteinplatten und
ergänzendem Alt-Material belegt. Das vorhandene
Mosaikpflaster wird im Traufbereich des ehemaligen
Heizkraftwerkes wieder verwendet. Tiefborde
grenzen die Flächen voneinander ab.
Als Aufenthaltsangebot ist ein Sitz-/Liege- und
Lernmöbel aus massiven Holzelementen entworfen.
Sie sind unter der Lindenreihe und auch an der
Ostseite des Campusentrees Fasanenstraße
geplant. Die platzartigen weiteren Knotenpunkte
bieten Raum für spontane Möblierung oder auch
künstlerische Installationen. Eine gastronomische
Nutzung ist auf dem Eingangsplatz am Ernst-ReuterPlatz vorgesehen.
1045
37
Auf dem Platz vor dem ehemaligen Heizkraftwerk wird
der Höhensprung durch eine Sitzmauer abgefangen.
Die zentrale Fläche wird zum Schaufenster der
Wissenschaften. Die Technikzentrale erhält eine neue
Fassade und dient als Möglichkeit in der Vertikalen
(Banner, Lichtinstallationen), auf Ausstellungen und
Aktionen aufmerksam zu machen. Außerdem entsteht
ein Schaugarten. Der Übergang zur Fasanenstraße
wird durch Möblierung und versenkbare Poller
abgegrenzt.
Fahrradstellplätze sind unter der südlichen Baumreihe
durch den gesamten Campus eingeordnet.
Die Ausleuchtung des Hauptweges erfolgt mit
Leuchtstelen, ausrichtbare Strahler sind als
Platzbeleuchtung vorgesehen.
Die Entwässerung erfolgt über offene Rinnen und
Punkteinläufe.
Realisierbarkeit
• Es gibt Berechnungen zur Wiederverwendung
von vorhandenem Natursteinmaterial.
• Die Herstellungskosten liegen im Vergleich in der
Mitte.
• Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise weniger
aufwendig.
Lavaland & TH Tre bhaus | 1. Peis
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38
Lavaland & TH Tre bhaus | 1. Peis
Leitidee
Dynamische Fuge im Campus nennen die Verfasser
ihren Entwurf. Die ehemalige Kurfürstenallee wird in
einen axialen Raum zurückgeführt, der Querschnitt
der Achse wird jedoch erweitert und uminterpretiert;
es entstehen Suborte in einem prägnanten
langgestreckten Ort.(...)
Die Tatsache, dass die bestehenden Gehölze nicht
exakt parallel zur Hertzallee oder auch teilweise
auf ihrer Verlängerung stehen, wird (...) bewusst
akzentuiert.
Gesamtkonzept
Die achsiale Verbindung durch den Campus liegt in
der Fortsetzung der Fahrbahn der Hertzallee und wird
durch einen gleichmäßigen Plattenstreifen gebildet.
Beidseitig angrenzend wird die Bewegungsfläche
gepflastert, die Linden stehen teilweise im Pflaster,
teilweise
in
langgestreckten
Pflanzflächen.
Aufenthaltsbereiche liegen eher in den nördlichen
Bereichen, während in den schattigeren, die Allee
südlich begleitenden Flächen die Stellpätze für PKWs
und Fahrräder untergebracht sind.
Am nordwestlichen Ende der Allee entsteht ein
Auftaktplatz, am südöstlichen Ende gibt es ebenfalls
einen platzartigen Abschluss der Lindenallee.
Vor den Fassaden des Erweiterungsbaus, des ErnstRuska-Hauses und im Abschnitt zwischen UdK und
AStA liegen langgestreckte Flächen mit niedrigen,
flächigen Pflanzungen. Zur Campusgrünfläche sind
durch Gehölzentnahmen Blickbezüge möglich, die
Wegeführung ist hier neu geordnet.
Zwei Lichtsignalanlagen ermöglichen eine bessere
Anbindung an den Bereich östlich der Fasanenstraße.
Gestaltung und Nutzungen
Die durchgehende Achse ist 5,60 m breit und
durch wieder verwendete Granitsteinplatten im
Format 60x60 befestigt, die seitlich angrenzenden
Aufenthaltszonen erhalten eine Oberfläche aus
Basalt-Mosaiksteinen, in passe verlegt. Bereiche
intensiverer Angebote heben sich durch die
Verwendung von hellem Granitkleinpflaster ab. Für die flächigen Pflanzungen ist eine Artenliste mit
Stauden, Gräsern, Farnen und Zwiebelpflanzen
beigefügt.
Die befestigte Platzfläche des Entréeplatzes an der
Fasanenstraße erstreckt sich vom Umweltinstitut
bis zum Konzertsaal der UdK und wird ebenfalls
als Mosaikfläche ausgeführt. Die Zaunanlage wird
zurückgebaut, eventuell nur das Stahlgitter, neue
Gehölze akzentuieren die Fläche.
Zentral eingeordnet ist die bestehende Technikanlage,
ein Campuskiosk und das Schaufenster der
Wissenschaften. Seine Glasfassadenteile
im
Süden und Osten können entweder als klassisches
Schaufenster oder als Projektionsfläche einer
1046
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digitalen Ausstellung genutzt werden.
Das Dach des Kioskes und der Technikanlage wird
aus Holzleimbindern gefertigt.
Als Aufenthaltsangebot ist eine Möbelfamilie mit
Bank, Langbank, Tisch und Lounger entwickelt.
Die Oberflächen bestehen aus dunkel lackierten
Holzlatten.
Eine gastronomische Nutzung ist auf dem
Eingangsplatz am Ernst-Reuter-Platz und auf dem
Platz an der Fasanenstraße vorgesehen.
Fahrradstellplätze sind im Realisierungsteil unter der
südlichen Baumreihe in zwei Blöcken eingeordnet.
Die Ausleuchtung des Hauptweges erfolgt mit
einer Reihe Mastleuchten mit Auslegern, höhere
Lichtpunkte und flächige Leuchtbilder werden
durch Bodenleuchten, die die Fassaden anstrahlen,
entstehen.
Die Entwässerung erfolgt durch Rinnen, die
Pflanzflächen
ermöglichen
die
Versickerung
anfallenden Regenwassers.
Realisierbarkeit
• Weiteres Bestandspflaster kann auch zur
Befestigung der PKW-Stellplätze dienen, die
dann wie Intarsien wirken werden.
• Die Herstellungskosten liegen im Vergleich in der
Mitte.
• Der
Pflegeaufwand
ist
vergleichsweise
aufwendig.
Latz + Partner | 1. Rundgang
1047
40
Latz + Partner | 1. Rundgang
Leitidee
Die Hertzallee soll (…) als prägnante Stadt- und
Campusachse den Park des Südgeländes stärken,
Kommunikation und Ordnung erleichtern, den Raum
heller und übersichtlicher erscheinen lassen.
Gesamtkonzept
Die ehemalige Kurfürstenallee wird als breite
Promenade mit einer durchgängigen Lindenallee
wieder erstellt. Sie führt von Nordosten nach
Südwesten über das Campusgelände und über
die Fasanenstraße hinaus weiter bis zum Bahnhof
Zoo. Dabei ist die Allee im Campusbereich in
drei Abschnitte untergliedert. Es entstehen so
ein baumfreier Innenhof mit Industriecharakter
im Nordosten, an der Verbindung von der Mensa
zum Hauptgebäude entsteht die Kreuzung und am
südwestlichen Ende des Wettbewerbsgebietes das
Gelenk unter Einbeziehung der Fasanenstraße bis
zur Universitätsbibliothek.
Im Übergang zum zentralen Park erhält die Allee nur
eine Baumreihe, die Wegeführung ist neu geordnet.
Die Neuordnung der Lindenallee wird durch die
Entnahme aller Sträucher sowie der dritten Baumreihe
außerdem der Silberahorne und Pappeln erreicht. Es
entstehen Bänder aus besonnten Flächen, lichtem
Baumschatten und Schlagschatten der Gebäude.
Im nördlichen Bereich der ehemaligen Hertzallee sind
die PKW-Stellplätze beidseitig unter der Lindenreihe
und Fahrradstellplätze eingangsnah verortet.
Gestaltung und Nutzungen
Die verlängerte Hertzallee erhält eine mittige
Promenade von 15 m Breite, diese ist mit
Asphalt und heller Einstreudecke befestigt. Die
angrenzenden Rast- und Beobachtungsstreifen
mit den Baumstandorten und Bänken erhalten
eine Oberfläche aus wassergebundener Decke
in demselben hellen Farbton. Gefasst werden
die Bereiche mit Natursteinbändern. Entlang der
nördlichen Kante zwischen AStA-Gebäude und
ehemaligem Heizkraftwerk ist dieser Streifen als
Sitzmauer ausgebildet.
Als Aufenthaltsangebot werden dreidimensionale,
ringartige Körper auf den Wiesenflächen sowie
konventionelle Bänke angeboten. Litfaßsäulen
und Kunst erzeugen besondere Orte, die den
Orientierungswert erhöhen. Im Realisierungsabschnitt
gibt es 8 Litfaßsäulen. Sie dienen als Schaufenster der
Wissenschaften und Künste. Eine gastronomische
Nutzung ist im Bereich des Zuganges am ErnstReuter-Platz vorgesehen.
Der Platz vor dem ehemaligen Heizkraftwerk liegt
um vier Stufen höher als die Promenade, die
Asphaltoberfläche bleibt erhalten, eine umrahmende
Rasenfläche ist vorgesehen. Hier gibt es eine mobile
1047
41
Fahrradwerkstatt.
Das Promenadenende der Hertzallee ist nach Norden
hin aufgeweitet und mit Mosaiksteinpflaster sowie
Gehwegplatten befestigt. Die ehemalige Zaunanlage
zur Fasanenstraße ist entfernt.
Fahrradstellplätze sind gegenüber vom AStAGebäude und am Eingang zum Umweltinstitut
vorgesehen.
Die Beleuchtung der verlängerten Hertzallee erfolgt
über Mastleuchten.
Die Entwässerung der Promenade wird über offene
Rinnen der Kanalisation zugeführt.
Realisierbarkeit
• Es ist keine Möglichkeit dargestellt, die Zufahrt
für den motorisierten Individualverkehr zu
unterbinden.
• Die Technikzentrale vor dem Heizkraftwerk soll
versetzt werden.
• Die Herstellungskosten liegen im Vergleich in der
Mitte.
• Der Pflegeaufwand ist vergleichsweise weniger
aufwendig.
Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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Campus Charlottenburg - verlängerte Hertzallee | Ergebnisprotokoll
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6.Anhang
Stellungnahme Sachverständige:
Ingeborg Stude, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Koordinierungsstelle
Barrierefreies Bauen
Insgesamt zeigen die Entwürfe wenig Aussagen bzw. Innovation zum Thema „Design for All“.
Generell zu begrüßen sind die Schaffung besserer Sichtachsen und breiter Flanier- und Aufenthaltsbereiche.
Die Zonierung der Hauptachsen in Aufenthalts- und Verkehrsflächen ist ein guter Ansatz.
Die Differenz von Bodenbelägen in Bezug auf deutliche Kontraste, optisch ebenso wie taktil, ist oft nicht
ausreichend.
Eine großflächige Verwendung von Kleinsteinpflaster im Aufenthaltsbereich geht zu Lasten des Gehkomforts.
Belagsmuster als funktionsloses „Verwirrspiel“ bzw. als Quer- oder Diagonalstreifen tragen wenig zur
Orientierung bei.
Interessant erscheint das differenzierte Angebot z.B. in Arbeit 1046.
Hier können sich ganz undefiniert Nutzerspuren herausbilden (Fahrrad/ Fußgänger).
Über die Abgrenzung von Einbauten (Masten, Poller) oder Baumscheiben mit Fußpunktmarkierungen
(Kontrasten taktil und optisch) wurde kaum nachgedacht.
Auch bei weiteren Möblierungen wird wenig auf Kontraste gesetzt.
Verkehrsberuhigte – oder Begegnungszonen an der Fasanenstraße zerstören meist die Gehwegstrukturen in
der Fasanenstraße. In Arbeit 1042 wurde hier ein interessanter Ansatz entwickelt.
Fast alle Arbeiten versagen im Bereich der Querungsstellen (Knotenpunkte) an der Hauptpromenade. Auf den
geschaffenen Platzflächen verliert sich jegliche Orientierung.
Bei allen Arbeiten werden Nachbesserungen erforderlich.
Es wird daher empfohlen sich mit der Koordinierungsstelle Barrierefreies Bauen bei der SenStadtUm in
Verbindung zu setzen.
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