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Gesamt-PDF - Der Patriot

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(pro Gramm Feingold)
GEGRÜNDET 1848
Größte Tageszeitung im
Wirtschaftsraum Lippstadt
LIPPSTÄDTER ZEITUNG
Montag, 13. Oktober 2014 - Nr. 237
B 1,30
LOKALES
Den (letzten) Tagen
mehr Leben geben
15 Jahre Hospizbewegung Geseke
GESEKE ■ Nicht für alle
Menschen kommt der Tod
sofort. Oft ist der Sterbeprozess ein langer Weg. Diesen
Weg kompetent und liebevoll zu begleiten, haben sich
die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hospizbewegung
Geseke zur Aufgabe gemacht. In der vergangenen
Woche feierte der Verein,
dem 30 Sterbebegleiter angehören, sein 15-jähriges Auch die Lokalprominenz nahm
Bestehen.
d Geseke an dem Festakt teil.
SPORT
Deutscher gewinnt
Hawaii-Ironman
KAILUA � Europameister Sebastian Kienle hat zum ersten
Mal den legendären Ironman
der Triathleten auf Hawaii geDie deutsche Fußball-Nationalwonnen. Der 30-Jährige aus
mannschaft hat am Samstagabend
Karlsruhe setzte sich nach eimit dem 0:2 in der EM-Qualifikatinem kräftezehrenden Renon im 19. Länderspiel gegen Polen
nen über 3,86 Kilometer
Schwimmen, 180,2 Kilometer
Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in 08:14:18
Stunden mit über fünf Minuten Vorsprung auf den USAmerikaner Ben Hoffman
durch. Peking-Olympiasieger
Jan Frodeno (Saarbrücken)
zeigte eine starke Leistung
und wurde Dritter. � dpa
➔ Sport ARNSBERG/DORTMUND � Überfüllte Flüchtlingslager, überforderte Betreuer und immer weiter steigende Flüchtlingszahlen
INHALT
– die Unterbringung der Asylbewerber bringt die Kommunen in
NRW an ihre Grenzen. Dabei ist
der Höhepunkt der Flüchtlingswelle vermutlich längst nicht erreicht. Vom Land fühlen sich einige Städte und Gemeinden
ziemlich im Stich gelassen.
Löw verspricht Wiedergutmachung gegen Irland
die erste Niederlage hinnehmen
müssen. Jetzt konzentriert sich der
Weltmeister auf den nächsten Gegner Irland und Bundestrainer Joa-
chim Löw verspricht nach der Pleite
Wiedergutmachung. Das deutsche
Team trifft morgen (20.45 Uhr/RTL)
in Gelsenkirchen auf die Mann-
schaft von der grünen Insel. Die
letzte Einheit auf dem Trainingsplatz steht heute in Essen auf dem
Programm. � Foto: dpa ➔ Sport
Wohin mit den Flüchtlingen?
Berauschende
Herbstkirmes
ANRÖCHTE ■ Im Avenger
fliegen, klebrige Lippen von
der Zuckerwatte haben und
den Duft von gebrannten
Mandeln in der Nase, rasante Fahrten im High Impress
oder ein Bierchen trinken
und Freunde treffen – die
Anröchter
Herbstkirmes
zog tausende Besucher in
die Gemeinde. d Anröchte
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Den Kommunen in NRW fehlen Unterkünfte und sensibles Personal / Kritik am Land
Stimmgewaltig
Die Sängerin Nana Mouskouri feiert heute ihren 80. Geburtstag. Ihre Erfolgsgeschichte begann in den
1950er Jahren. ➔ Kultur
Um 40 Prozent will das Land
seine Unterbringungs-Kapazitäten künftig noch einmal
aufstocken – dabei wurden
sie seit 2012 bereits verdreifacht. Etwas zeitverzögert
müssen die Kommunen nachziehen. Denn nach einigen
Wochen in den Aufnahmestellen des Landes werden die
Flüchtlinge, die aus Krisengebieten wie Syrien nach NRW
Versuchter Einbruch in Iserlohn
Eines der Misshandlungsopfer aus
dem Asylbewerberheim in Burbach
wird sich laut „Spiegel“ demnächst wegen Diebstahls vor Gericht verantworten müssen. Der
18-jährige Algerier ist angeklagt,
zusammen mit einem 32-jährigen
Landsmann Ende Mai in ein Juweliergeschäft in Iserlohn eingebrochen zu sein. Die beiden Männer
konnten nach Angaben aus Justizkreisen in der Nähe des Tatorts gefasst werden. Seither sitzen sie in
kommen, auf die Kommunen
verteilt. Nach dem bundesweiten Verteilungsschlüssel
nimmt das Land 21,2 Prozent
der neu in Deutschland ankommenden Flüchtlinge auf.
Ende vergangener Woche wa-
Sinkende Preise
Untersuchungshaft. Der 18-Jährige
ist der bislang unbekannte Flüchtling aus der Unterkunft im Siegerland, dessen Martyrium Ende April
auf einem Video festgehalten worden war. In dem Film ist zu hören,
wie zwei Wachleute den Asylbewerber auffordern, sich in sein Erbrochenes zu legen. Zuvor soll ihr
Kollege den Nordafrikaner geschlagen haben. Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt gegen die
Sicherheitsmänner. � epd
ren nach Schätzung der Bezirksregierung
Arnsberg
rund 7400 Flüchtlinge in den
zentralen Einrichtungen untergebracht.
„Wir suchen laufend nach
neuen Unterbringungsorten
Drei Attentäter töten mehrere Menschen
BAGDAD � Ein deutscher Islamist hat nach Angaben von
Comics lesen, aber nicht kauExtremisten und Kurden eifen: Das sind die Prinzipien
nen Selbstmordanschlag im
des deutschlandweiten ersNordosten des Iraks verübt.
ten Manga-Cafés in DüsselDie Terror-Expertenplattform
dorf. ➔ Land und Leute
Site berichtet, die Terrormiliz
Islamischer Staat (IS) habe
sich zu drei gestern verübten
beAus Sorge vor einem Massaker in
dor für Hilfs- und Waffenlieferungen Sprengstoffattacken
der nordsyrischen Stadt Kobane ha- geschaffen werde. Auch in der deut- kannt. Die Selbstmordattentäter seien laut IS ein DeutDie besten „Siedler von Caben Kurden aus ganz Deutschland
schen Politik wächst die Kritik an
tan“-Taktiker haben sich in
auf einer friedlichen Demonstration der Türkei. Ankara will lediglich im scher, ein Türke und ein SauBerlin getroffen, um unter ih- mehr Hilfe von der Türkei verlangt. Rahmen einer international verein- di gewesen. Die kurdische
nen den Weltmeister zu küIn Düsseldorf forderten mehr als
barten Militärstrategie gegen den IS Gorran-Partei meldete, es
ren. ➔ Blick in die Welt
20 000 Kurden auch die Bundesre- vorgehen, der Kobane am Wochen- habe sich um einen Deutgierung auf, ihren Einfluss geltend ende erneut angriff. Eine Unterstüt- schen, einen Türken und eizu machen, damit in dem von der
zung der Kurden in Syrien lehnt die nen Tunesier gehandelt. Bei
den Anschlägen auf ein lokaTerrormiliz
Islamischer
Staat
(IS)
atTürkei wegen deren Nähe zur ver6.10.
EURO 10.10.
les Regierungsgebäude, einen
tackierten Gebiet nahe der türkibotenen Kurdenpartei PKK ab.
� Foto: dpa ➔ Hintergrund
1,257$
1,263 $
Stützpunkt kurdischer Sischen Grenze ein Sicherheitskorri-
Skizziert
20 000 Kurden fordern Hilfe
Strategisch
DAX
16992 P.
cherheitskräfte und ein kurdisches Parteibüro wurden
nach kurdischen Angaben neben den Attentätern mindestens 14 weitere Menschen getötet.
Unterdessen wurden im
Südosten der Türkei drei freiberufliche Fotoreporter aus
Deutschland festgenommen.
Ihnen wird vorgeworfen,
Spione und Provokateure zu
sein. Das Auswärtige Amt in
Berlin bestätigte die Festnahme. Die drei Fotografen waren in der kurdisch geprägten
Region, um über die Proteste
gegen den Vormarsch der Terrormiliz IS auf die syrische
Stadt Kobane zu berichten.
� dpa
10.10.
16544 P.
Allgemeiner
Soester Anzeiger
Anzeiger
Steinerstraße
Mittelstraße
31 - 59457
16 Werl
Telefon
58553
0 29
Halver
22 /0 29
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Lippstadt
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10042
4 190555 801309
SV-Team bejubelt 7:0-Sieg
Deutscher verübt
Anschlag im Irak
Marktführer Aldi hat die Preise für Pommes frites und Zucker um rund 16 Prozent gesenkt. Andere Handelsketten
➔ Wirtschaft
ziehen nach.
6.10.
für Flüchtlinge“, sagte eine
Sprecherin der Stadt Duisburg. Sieben große Flüchtlingsheime und 239 Wohnungen gibt es schon – doch das
reicht nicht. Im Moment bereitet die Stadt ein früheres
Krankenhaus für 300 Asylbewerber vor. Dortmund sucht
ebenso händeringend nach
Immobilien. Für den Notfall
werde schon über Container
nachgedacht, hieß es.
Auch Personal für die Betreuung der vielen Flüchtlinge zu finden ist nicht einfach.
Dieser Bereich ist besonders
sensibel – vor allem, seit
Wachleute in drei Unterkünften in NRW Asylbewerber
misshandelt haben. Händeringend gesucht werden dafür Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, die Flüchtlinge Der SV Lippstadt erzielte gestern
betreuen und beraten. � dpa nicht nur den dritten Sieg in Folge,
Verbraucher klagen über unerlaubte Werbeanrufe
BERLIN � Trotz schärferer Regelungen und höherer Bußgelder werden offenbar weiterhin viele Verbraucher mit
unerlaubter Telefonwerbung
belästigt. Von fast 3000 Teilnehmern einer Befragung der
Verbraucherzentralen hätten
sich mehr als 80 Prozent über
solche Anrufe beschwert, berichtet der „Spiegel“. Die Betroffenen hatten ihrer Ansicht nach keine Einwilligung für Werbeanrufe erteilt
– diese sind dann verboten.
Telefonwerbung ist seit
2009 nur noch erlaubt, wenn
eine ausdrückliche Einwilli-
gung des Verbrauchers vorliegt. Ende 2013 wurden die
Regelungen verschärft; seither können Bußgelder bis
300 000 Euro gegen die Firmen verhängt werden. Zuvor
galt eine Obergrenze von
50 000 Euro. Allerdings ist die
Bundesnetzagentur
bisher
weit unter der erlaubten
Grenze geblieben. Den mit
57 000 Euro höchsten Bußgeldbescheid erhielt im August ein Unternehmen, das
Verbrauchern am Telefon
Abos für Hunde- und Katzenfutter aufzudrängen versuchte. � AFP/dpa
Treffer vor 428 Zuschauern erzielten zweimal Ardian Jevric (Bildmitsondern mit dem 7:0 gegen die TSG te), Nico Niemeier, Marcel Ramsey,
Sprockhövel auch einen der höchs- Danilo, Nils Köhler und Björn Trauten in der Vereingeschichte. Die
fetter. ■ Foto: Lütkehaus
Pulverisierte Gefahr
Mit Flohschutzpulver hat eine Frau in Halle-Neustadt Alarm
ausgelöst. Die 29-Jährige hatte sich mit einem Brief mit einer
wohl verdächtigen Substanz bei der Polizei gemeldet. Die Beamten riefen zur Prüfung des stark riechenden Pulvers die Gefahrstoffgruppe der Feuerwehr. Die fand heraus, dass der Brief
von einem Versand für Naturprodukte für Hunde kam. Da fiel
der Frau ein, dass sie das Pulver bestellt hatte. � dpa
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POLITIK UND KOMMENTAR
MONTAG
13. OKTOBER 2014
KOMMENTAR
ZUR PERSON
Senkung des Rentenbeitrags
Die Zeitbombe
tickt
Von Georg Anastasiadis
Zeit. Zwar verweisen die Grünen nicht zu Unrecht auf UnMit dem Rentenbeitrag ist es
wägbarkeiten für die Rentenwie mit der kalten Progression: kasse; tatsächlich verdunkelt
Was sich der Staat erst mal ge- sich der Konjunkturhimmel imkrallt hat, gibt er nicht wieder
mer mehr. Falsch aber ist ihre
her. Umso bemerkenswerter,
Forderung, das Sozialsystem
dass die Bundesarbeitsministe- müsse nun Geld für schlechtere
rin jetzt freiwillig die weiße Fah- Zeiten horten. Umgekehrt wird
ne hisst und für den 1. Januar
ein Schuh daraus: Geld, das in
2015 eine Senkung des Renten- den Taschen jener bleibt, denen
beitragssatzes von 18,9 auf
es gehört – den Beitragszahlern
18,6 Prozent in Aussicht stellt.
–, stärkt deren Kaufkraft und
So sieht es das Gesetz vor, wenn dämpft einen möglichen Abdie Rentenreserven einen beschwung. Vor allem aber verstimmten Umfang überschreiführt ein schrumpfendes Fiten. Auch die umverteilungswü- nanzpolster der Rentenversitige Genossin Nahles ahnt: Eine cherung die Regierenden nicht
weitere Debatte wie zum Ende zu neuen teuren Wahlgeschendes vergangenen Jahres, als die ken.
neue schwarz-rote Regierung
Klar ist: Die nächste Rentenbeidie eigentlich schon damals fäl- tragssatzerhöhung kommt so
lige Senkung der Rentenbeiträ- sicher wie das Amen in der Kirge kurzerhand zugunsten üppi- che. Aber nicht, weil die Regieger neuer Renten-Wohltaten
rung den Satz nun etwas senkt.
kippte, steht die Koalition nicht Sondern weil sie mit der Rente
durch. Die Entlastung der Beimit 63 eine tickende Zeitbombe
tragszahler kommt zur rechten gezündet hat.
Malala Yousafzai,
Kinderrechtsaktivistin, hat Stunden
nach ihrer Auszeichnung mit
dem Friedensnobelpreis via
Internet eine Drohung pakistanischer Extremisten erhalten. Eine Splittergruppe der
pakistanischen Taliban drohte ihr noch am späten Freitag
mittels Twitter: „Wir haben
scharfe und gewetzte Messer
für die Feinde des Islam vorbereitet.“ Die 17-jährige Malala, die sich für die Bildung
von Mädchen einsetzt und
vor zwei Jahren nach einem
Kopfschuss durch Taliban in
Pakistan fast ums Leben gekommen wäre, lebt heute in
Großbritannien. � dpa
Von der Leyen unter Beschuss
CSU-Chef und SPD-Minister kritisieren Amtsführung der Verteidigungsministerin
Freihandelsabkommen
BERLIN � Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU)
muss nun auch Kritik aus den
Spitzen der Koalitionspartner
SPD und CSU einstecken. CSUChef Horst Seehofer äußerte
Von Alexander Weber
vor einer Aushöhlung des euro- sich besonders scharf. Er bezog
päischen „Way of Life“ von der sich darauf, dass die Ministerin
Schuld an der AusrüstungsmiseSchon klar: Gerade eine Export- neuen EU-Kommission um
re der Bundeswehr auch ihren
nation wie Deutschland lebt
Kommissionspräsident Jeanvom möglichst zollfreien ZuClaude Juncker ernster genom- Vorgängern zugewiesen hatte.
„So was tut man eigentlich
gang zu ausländischen Absatz- men zu werden als von der
märkten und wenig Behindescheidenden Truppe. Besonders nicht“, sagte er dem „Spiegel“.
rungen durch die Bürokratie.
der geplante Investorenschutz,
Dass beispielsweise in Europa
der es Firmen ermöglicht, Staa- Seehofer sagte dem „Spieoder Amerika gebaute Autos
ten vor privaten Schiedsgerich- gel“, auch er habe als Minisnicht automatisch auch auf
ten wegen unliebsamer Gesetze ter und Ministerpräsident
Dinge übernommen, die ihn
dem Markt des anderen zugezu verklagen und damit deren
nicht erfreut hätten. „Aber
lassen werden dürfen, ist
Souveränität auszuhebeln,
ich habe mich nicht mit der
schwer nachvollziehbar. Insobringt die Abkommen bei den
Vergangenheit
beschäftigt
fern sind FreihandelsabkomMenschen in Verruf.
und nicht meine Vorgänger
men wie zwischen Europa und Sicher: Auch Deutschland hat
Kanada (Ceta) sowie den USA
über 130 Investitionsschutzver- mit Vorwürfen überzogen.“
(TTIP) grundsätzlich kein Teuträge mit anderen Ländern ab- Er verteidigte damit auch den
felszeug, sondern Chancen zur geschlossen. Aber die Dimensi- früheren CSU-Hoffnungsträger Karl-Theodor zu GuttenAbsicherung und Steigerung
on eines EU-USA-Abkommens
berg, der wegen Plagiatsvorunseres Wohlstands. Doch die
für zusammen 800 Millionen
würfen als einer der VorgänDollars am Firmament dürfen
Menschen schreit nach einer
ger der jetzigen Amtsinhabenicht blind machen für Gefahr. transparenten, mit unserem
rin zurücktreten musste.
Zuletzt schienen die Sorgen und etablierten Rechtssystem verDer CSU-Chef kritisierte
Ängste von Millionen Bürgern
träglichen Lösung.
von der Leyen auch wegen ih-
Bürger rufen zu Recht
nach Transparenz
IM BLICKPUNKT
Ein Missionar
auf Abwegen
Sänger Xavier Naidoo nach US-Kritik im Abseits
Von Christine Cornelius
MANNHEIM/BERLIN � In der
Rolle des Missionars zeigt
sich Xavier Naidoo gern.
Doch jetzt scheint er zu weit
gegangen zu sein. Für die Verkündung seiner Wahrheit hat
sich der Sänger ein Publikum
aus dem politischen Abseits
ausgesucht: Vor den rechtspopulistischen sogenannten
Reichsbürgern, die Deutschland nicht als souveränen
Staat anerkennen, predigte
er am Tag der Deutschen Einheit im Berliner Regierungsviertel über die von den USA
besetzte Bundesrepublik und
rief zum Widerstand auf. Von
den Zuschauern wurde er beklatscht – doch seither bekommt er viel Schelte. Er
selbst wolle sich dazu nicht
mehr äußern, sagt sein Management.
Auch in Naidoos Heimatstadt Mannheim ist die Irritation groß. „Wir distanzieren
uns von den fragwürdigen
und irritierenden politischen
Äußerungen und dem Auftritt Xavier Naidoos“, erklärt
die Popakademie, deren Mitinitiator der Sänger ist. Die
Gastdozententätigkeit
des
Sängers sei ausgesetzt, bis die
Direktion mit ihm über die
Angelegenheit
gesprochen
habe. Wer Naidoo kennt, den
Xavier Naidoo sprach bei einer
Protestkundgebung der Reichsbürger. � Foto: dpa
verwundern seine Berliner
Thesen nicht. Schon 2011
sagte er etwa im ARD-Morgenmagazin: „Wir sind nicht
frei. Wir sind immer noch ein
besetztes Land.“ Kritik an der
Politik der USA äußert er seit
Jahren. Experten stößt jetzt
aber das Forum bitter auf, das
sich Naidoo für seine Rede gesucht hat. „Was verwundert
ist, dass er sich ganz bewusst
auf die Bühne von Rechtspopulisten,
Verschwörungstheoretikern und Verfassungsfeinden stellt“, kritisiert Medienwissenschaftler
Marcus S. Kleiner von der
Hochschule Macromedia in
Stuttgart. Doch wie passen
der Sänger und die Reichsbürger zusammen? Der Göttinger Demokratieforscher
Jöran Klatt erläutert das so:
„Was Herrn Naidoo und die
Reichsbürger eint, ist die Empörung über eine angebliche
Fremdbestimmung.“ � dpa
Militär-Exporte
Die Bundesregierung hat einem
Medienbericht zufolge im ersten
Halbjahr milliardenschwere Exporte von Gütern bewilligt, die
sowohl für militärische als auch
zivile Zwecke verwendet werden
können. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sollen rund
5 000 Ausfuhrgenehmigungen
im Umfang von 2,3 Milliarden
Euro genehmigt worden sein.
Mehr als die Hälfte der Anträge
(2 692 Bewilligungen/1,2 Milliarden Euro) wurden für Krisenländer bewilligt, darunter Ägypten
und der Iran. In den Jahren seit
2010 wurden durchschnittlich
nur drei Prozent der Anträge abgelehnt. � dpa
rer Ankündigung möglicher
neuer Bundeswehreinsätze in
der Ostukraine und im Nordirak. „Die Angelegenheit ist
zu einem Zeitpunkt, als man
über das Ausmaß dieser Einsätze nur spekulieren konnte, an die Öffentlichkeit ge-
Ursula von der Leyen plant, militärische Schlüsseltechnologien
künftig auch aus dem Ausland
einzukaufen. � Foto: dpa
langt. So etwas ist nicht hilfreich.“ Zur Rüstungsindustrie
sagte Seehofer: „Ich finde, die
Deutschen sollten auch in Zukunft hochtechnologiefähig
sein und einen Hubschrauber
oder ein U-Boot bauen können.“
Rentenbeitrag
könnte sinken
BERLIN � Die Deutsche Rentenversicherung
erwartet
2015 eine Senkung des Beitragssatzes von derzeit 18,9
auf 18,8 Prozent vom Monatslohn. Bei diesem Wert soll es
dann bis 2018 bleiben, wie
die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf ein Papier der Sozialkasse berichtete. Ein Sprecher der Rentenversicherung
stellte dazu fest, endgültige
Zahlen lägen im November
vor. Bundessozialministerin
Andrea Nahles (SPD) hatte
kürzlich erstmals angekündigt, die Regierung werde einen möglichen Spielraum
zur Beitragssenkung 2015
nützen. In Regierungskreisen
wird aktuell auch eine Senkung auf 18,6 Prozent nicht
ausgeschlossen. Aus der Opposition kam scharfe Kritik.
Der
Linken-Rentenexperte
Matthias W. Birkwald nannte
eine Beitragssenkung kurzsichtig. Man müsse auch an
die zukünftige Rente der Arbeitnehmer denken. � dpa
➔ Kommentar
Die Ministerin hatte kürzlich eine Grundsatzentscheidung der Regierung über die
Zukunft der Rüstungsindustrie und deren Reform verlangt. Als Schlüsseltechnologien, die zwingend aus
Deutschland kommen müssen, sollen nur noch wenige
Bereiche wie Aufklärungstechnik und Schutzausrüstung gelten. Offen ließ sie,
wie mit den Sparten Handfeuerwaffen, U-Boote und gepanzerte Fahrzeuge umgegangen werden soll. In allen
drei Bereichen sind deutsche
Unternehmen Weltspitze.
Steinmeier vertrat im „Tagesspiegel am Sonntag“ eine
ähnliche Position: „Wir müssen Kernfähigkeiten im eigenen Lande erhalten, auch bei
Produktion und Entwicklung, schon um bündnisfähig
zu bleiben.“ Technologischer
Vorsprung solle nicht preisgegeben werden. „Das ist
nicht nur wirtschaftspolitisch vernünftig, sondern
auch
sicherheitspolitisch“,
sagte er. � dpa
Putin ordnet
Truppen-Abzug an
MOSKAU � Der russische Präsident Wladimir Putin hat
den Abzug der Truppen von
der Grenze zur Ukraine angeordnet und damit Hoffnung
auf einen Wendepunkt in der
Krise geweckt. Der Befehl
vom Samstagabend gelte für
17 600 Soldaten, die nach „abgeschlossenen Manövern“ in
der Region Rostow in ihre Kasernen zurückkehren sollten,
teilte der Kreml mit. Am
kommenden Freitag trifft Putin seinen ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko erneut zu Gesprächen über den
Ukraine-Konflikt.
Unterdessen hat der ukraiEuropaweit haben am Wochenende globalisierungskritischen Netzwerk nische Präsident Poroschentausende Menschen im Rahmen ei- „attac“ mit. Die in den Abkommen ko den umstrittenen Verteidigungsminister Waleri Geletej
nes Aktionstages gegen die geplan- vorgesehenen Schiedsgerichte
entlassen. Es sei an der Zeit
ten Freihandelsabkommen der Eukönnten unabhängig von staatliropäischen Union (EU) mit Kanada cher Justiz Schadenersatzforderun- für einen Führungswechsel,
und den USA protestiert (Bild aus
gen gegen Staaten verhängen. Das teilte das Präsidialamt in
Kiew mit. Heute will der PräBerlin). Allein in Deutschland waren betreffe alle Politikbereiche und
sident einen Nachfolger im
Kundgebungen und Aktionen in
führe dazu, dass sich die gesellmehr als 100 Städten geplant.
schaftliche Entwicklung an den Ge- Parlament vorschlagen. Die
Im Mittelpunkt der Kritik habe der winnerwartungen der globalen Un- Oberste Rada könnte morgen
über einen Kandidaten abbefürchtete Demokratieabbau geternehmen orientiere. � Foto: dpa
➔ Kommentar stimmen. � AFP/dpa
standen, teilte Dirk Friedrichs vom
Protest gegen Freihandel
Millionen für den Wiederaufbau des Gazastreifens
KAIRO/TEL AVIV � Die USA und
die Europäer haben bei einer
Geberkonferenz in Kairo
dreistellige Millionenbeträge
für den Wiederaufbau des Gazastreifens zugesagt. 450 Millionen Euro wolle die EU bereitstellen, sagte die EU-Außenbeauftragte
Catherine
Ashton am Sonntag auf dem
internationalen Treffen. Die
USA geben nach Angaben von
US-Außenminister John Kerry
212
Millionen
US-Dollar
(rund 168 Millionen Euro).
Deutschland steuert zusätzlich zu seiner Beteiligung an
den EU-Geldern weitere 50
Millionen Euro bilaterale Hilfe bei. Mit rund 792 Millionen
Euro bringt das Emirat Katar
die größte Einzelspende auf.
An der von Ägypten und
Norwegen initiierten Konferenz nehmen rund 30 Außenminister sowie regionale und
internationale Organisationen teil. Die Gelder werden
zur Beseitigung der Schäden
benötigt, die der Gaza-Krieg
hinterlassen hat. Die beiden
Kriegsparteien Israel und die
Hamas waren nicht geladen,
nur die palästinensische Autonomiebehörde Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
war anwesend. Abbas bezifferte die Wiederaufbaukosten des Gazastreifens auf vier
Milliarden Dollar. � dpa
Roswitha
Müller-Pipenkötter
(CDU), frühere NRW-Justizministerin, bleibt für weitere
vier Jahre Bundesvorsitzende
des Opferschutz-Vereins Weißer Ring. Die 64-Jährige wurde am Wochenende bei der
Delegiertenversammlung in
Radebeul in Sachsen wiedergewählt, wie die Organisation am Sonntag mitteilte.
Müller-Piepenkötter hat das
Amt seit 2010 inne. Mit bundesweit rund 3000 ehrenamtlichen Helfern bietet die Organisation Hilfe für Opfer
von Gewalttaten. � lnw
Helmut Kohl, Alt-Bundeskanzler, geht doch weiter juristisch gegen das Buch des Journalisten Heribert Schwan vor.
Nachdem Kohl zunächst eine
Beschwerde gegen das ganze
Buch beim Oberlandesgericht Köln zurückgezogen
hatte, kündigten seine Anwälte am Wochenende an,
„Antrag auf Unterlassung von
115 Zitaten aus dem Buch gestellt“ zu haben. Kohls Ex-Biograf Schwan zitiert in dem
Buch „Vermächtnis – Die
Kohl-Protokolle“ den Altkanzler mit drastischen Äußerungen über frühere Weggefährten, darunter die von
ihm 1991 in sein Kabinett berufene heutige Bundeskanzlerin
Angela
Merkel
(CDU). � dpa
INLAND
Beamte: Der Deutsche Beamtenbund beklagt eine zunehmende Zahl von Angriffen
auf Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Dies habe eine
Umfrage bei den Landesverbänden und Partnergewerkschaften ergeben, sagte der
Vorsitzende Klaus Dauderstädt. Es handle sich nicht
um ein Großstadtphänomen,
sondern um eines ohne regionale Begrenzung. Dauderstädt forderte die Politik auf
zu handeln. „Metalldetektoren am Eingang von Gebäuden könnten mancherorts
sinnvoll sein. Der rote Notfallknopf am Schreibtisch,
wie man ihn aus Banken und
von Juwelieren kennt, sollte
vielleicht bald zur Ausstattung von Behördenmitarbeitern gehören.“ � dpa
AUSLAND
Mexiko: Während seiner wöchentlichen
Live-Radiosendung ist ein mexikanischer
Moderator und Aktivist von
Unbekannten
erschossen
worden. Zwei Attentäter hätten drei Schüsse auf Atilano
Román abgefeuert, sagte der
stellvertretende Staatsanwalt
von Sinaloa, Sánchez Solís.
Lokalmedien zufolge vernahmen die Hörer der Radiosendung „Das hier ist mein
Land“ erst drei Schüsse. Anschließend hätten Mitarbeiter des Moderators geschrien:
„Sie haben ihn getötet, sie haben ihn getötet.“ � AFP
MONTAG
Sieben deutsche
Einzelkämpfer
14 deutsche Parteien sind nach
der Europawahl vom 25. Mai
2014 im EU-Parlament vertreten
– so viele wie nie. Weil das Bundesverfassungsgericht die Sperrklausel kippte, hatten diesmal
auch kleine Parteien eine Chance. Sieben Parteien sind mit je
nur einem Abgeordneten eingezogen – zum Teil reichten 0,6
Prozent der Stimmen. Die sechs
weiteren Einzelkämpfer neben
Martin Sonneborn im Überblick:
NPD: Ex-Parteichef
Udo
Voigt vertritt
die Rechtsextremen in Brüssel und Straßburg. Die NPD
steckt in einer tiefen Krise – sie
hat große Geldprobleme, die
Zahl ihrer Mitglieder sinkt. Der
Bundesrat reichte im Dezember
2013 beim Verfassungsgericht
einen Verbotsantrag ein. Daran
hat der 62-jährige Politikwissenschaftler, geboren in Viersen,
Anteil. Voigt führte die Partei
weiter nach Rechtsaußen.
Freie Wähler:
Für die Partei
aus Bayern sitzt
Ulrike Müller
ins Europaparlament. Die 52jährige Bäuerin
aus Missen-Wilhams war seit
2008 schon im Bayerischen
Landtag. Die verheiratete Mutter zweier Kinder ist 1987 in die
Partei eingetreten. Hauptziele:
Erhalt der ländlichen Räume,
Unterstützung des Mittelstands,
Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft und Erhalt von sozialem Miteinander.
Tierschutzpartei: Für die
1993 gegründete Tierrechtspartei sitzt Stefan Eck im EUParlament. Der
in Saarbrücken lebende 58-jährige Werbekaufmann ernährt sich
vegan. Anliegen des Parteichefs:
„Wer die Lebenssituation kennt,
in der sich ein großer Teil der
Weltbevölkerung und Milliarden
Tiere befinden, wer über die dramatische Zerstörung der Umwelt
informiert ist, darf nicht länger
schweigen.“
Familienpartei:
Als
Spitzenkandidat wurde Arne
Gericke ins Parlament
gewählt. 1964 in Hamburg geboren, lebt Gericke heute in Tessin
bei Rostock. Er und seine Frau
kümmern sich um vier eigene
und drei Pflegekinder. Nachdem
Gericke seinen Job als Heimleiter
eines Seniorenzentrums aufgegeben hatte, machte er sich
selbstständig als Redner und Berater. Er erhielt den Preis „Spitzenvater des Jahres 2012“, vergeben unter Schirmherrschaft
des Familienministeriums.
Piraten: Julia
Reda ist die
zweitjüngste
deutsche Abgeordnete im EUParlament. Die
1986 in Bonn
geborene Politikwissenschaftlerin lebt in Wiesbaden und ist seit
2009 bei der Piratenpartei aktiv.
Davor war sie einige Jahre lang
Mitglied der SPD. Reda stand
zwischen 2010 und 2012 an der
Spitze der Jungen Piraten.
ÖDP: Der
frühere
UniversitätsProfessor
Klaus Buchner
aus München
ist 1983 der
Ökologisch-Demokratischen
Partei beigetreten. Der Atomphysiker und Umweltexperte –
Geburtsjahr 1941 – ist der
zweitälteste deutsche EU-Parlamentarier sein. Der Vater von
vier Kindern nennt das Gelingen
der Energiewende durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien alternativlos.
� dpa
�
THEMA DES TAGES
�
13. OKTOBER 2014
Zwei Minuten gearbeitet
Satiriker Martin Sonneborn sitzt seit dem Frühsommer im Europäischen Parlament – als einer von wenigen Einzelkämpfern
Von Detlef Drewes
Thema des Tages
BRÜSSEL � Martin Sonneborn
hat Großes vor. Nach dem Ende
der EU-Gurkenkrümmungsverordnung vor fünf Jahren drängt
der ehemalige Chefredakteur
der Satire-Zeitschrift „Titanic“
auf eine Neuauflage, die er
„Waffenkrümmungsverordnung“ nennt. „Deutsche Waffen
sollen nur noch dann exportiert
werden dürfen, wenn ihr Lauf
auf zehn Zentimeter zwei Zentimeter gekrümmt ist“, sagt der
49-Jährige, der am 25. Mai 2014
als Vertreter der Spaßpartei
„Die Partei“ in das Europäische
Parlament gewählt wurde. Dort
beschäftigt er sich vor allem mit
der „Herausforderung“, die bereitgestellten „Geldmittel von
33 000 Euro pro Monat“ auszugeben.
SPLITTERPARTEIEN
IM EU-PARLAMENT
�
Dass die meisten auf Dauer
die Ernsthaftigkeit des Projektes lernen, lässt sich an
vielen politischen Biographien ablesen. Nicht einmal
EU-Chefsatiriker Martin Sonneborn bestreitet das: „Das
Video von meiner Frage an
Oettinger wurde auf YouTube
über 230 000 Mal angeklickt.
Ich merke, dass wir viele junge Leute ansprechen und deren Interesse wecken können.“ Wer satirisch zuspitzen
wolle, um Missstände zu entlarven, könne das nur, wenn
er sich vorher mit dem Thema befasst habe.
�
Sein
„Tätigkeitsnachweis“:
„In der vergangenen Woche
habe ich zwei Mal 60 Sekunden gearbeitet“, erzählt der
Satiriker, um seine beißende
Ironie auf die Spitze zu treiben. Den designierten deutschen Kommissar für den digitalen Binnenmarkt, Günther Oettinger, fragte er vor
laufenden Kameras, wie er
denn bei Einführung des
„Rechtes auf Vergessen“ im
Internet verhindern wolle,
dass seine „umstrittenen Äußerungen zu dem früheren
baden-württembergischen
Ministerpräsidenten Hans Filbinger und dessen nationalsozialistischer Vergangenheit
aus Versehen gelöscht“ würden. Von dem umstrittenen
ungarischen Bewerber Tibor
Navracsics, der für Bildung
zuständig sein sollte, obwohl
er in seinem Heimatland an
dem umstrittenen MaulkorbGesetz für die Presse mitgearbeitet hatte, wollte Sonneborn wissen, ob „demnächst
das kleine ABC des Nationalsozialismus von Joseph Goebbels europaweit auf den Lehrplänen“ stehen werde. „Nach
meiner Frage war ich der
meistgehasste
Mann
im
Saal“, erzählt er weiter.
Mit dem Skateboard
von Termin zu Termin
�
Dass auch er selbst eines Tages zum Abgeordneten wird,
der mit Akten unterm Arm
von einem Ausschuss zum
nächsten hetzt, hält der einstige Titanic-Chef für unwahrscheinlich: „Bei Dingen, bei
denen es auf Schnelligkeit
ankommt, werde ich das
Skateboard benutzen.“ Abseits solcher ironischer Äußerungen aber wird der Mann
inzwischen sogar geschätzt,
„weil er auch das Treiben der
Rechten sieht und aufs Korn
nimmt“, sagt ein Kollege aus
der
sozialdemokratischen
Fraktion, der bei der Kritik
Sonneborns „manches richtig findet“. Zum Beispiel
wenn der Satiriker sagt: „Ich
orientiere mich bei meiner
Tätigkeit in den Ausschüssen
stark an der ehemaligen FDPAbgeordneten Silvana KochMehrin. Die hat es geschafft,
eineinhalb Jahre lang stellvertretende Ausschussvorsitzende zu sein, ohne sich ein
einziges Mal sehen zu lassen.
Diesen Rekord will ich brechen.“
�
�
Dabei musste Sonneborn
sein Lieblingsprojekt schon
zu den Akten legen. Eigentlich wollte er nur einen Monat in Brüssel beziehungsweise Straßburg bleiben und
dann das Mandat an den
nächsten Parteifreund weitergeben, der ebenfalls nur
für 30 Tage EU-Arbeit machen
sollte. Doch daraus wird
nichts. „Es gibt da ein Gesetz,
das den Entzug des Mandates
vorsieht, wenn es mehrfach
weitergegeben werden soll“,
sagt Sonneborn. Jetzt will er
60 Leute jeweils für einen Monat als Sekretäre nach Brüssel holen und „gut bezahlen“.
EU-Gegner
werden zahlreicher
Sein kritischer Zynismus
reiht den inzwischen fraktionslosen Sonneborn ein in
die Reihe der insgesamt sieben Vertreter von Splitterparteien, die bei der Europawahl
am 25. Mai ein Mandat für die
europäische Volksvertretung
erringen konnten. Keineswegs alle stammen aus EUkritischen oder rechten Vereinigungen. Aber jeder sollte
nun an dem Projekt Europa
mitarbeiten. Manche aber
verstehen ihre Wahl dennoch
als Auftrag, die EU zugrunde
zu richten. „Denen geht es
doch nur darum, die Institutionen lächerlich zu machen“, heißt es unter den
christdemokratischen Abgeordneten mit Blick auf die erstarkte Rechte sowie die zahl-
nige, die verstanden haben,
dass Europa wichtig ist und
dass sie daran mitarbeiten
können. Andere tun alles, um
den Betrieb lahmzulegen.“
�
Martin Sonneborn, früher Chefredakteur des Satire-Magazins „Titanic“, wurde am 25. Mai als Vertreter der Spaßpartei „Die Partei“ ins
Europäische Parlament gewählt. Als fraktionsloser Abgeordneter versucht er, jeden Monat 33 000 Euro zu verjubeln. � Fotos: dpa
reicher gewordenen EU-Geg- sich persönliche Konsequenner. „Notfalls durch Unter- zen gezogen hat: „Ich fahre
wanderung.“
mit keinem Abgeordneten einer rechtsradikalen oder faschistischen Partei zusammen im gleichen Aufzug.“
�
Der Verdacht könnte durchaus stimmen, wenn man genauer hinsieht. In der kommenden Woche bewirbt sich
beispielsweise der dänische
Europa-Abgeordnete Morton
Messerschmitt um den Vorsitz der Parlamentsdelegation für Island, Norwegen und
die Schweiz. Der smarte 34Jährige von der rechten Dänischen Volkspartei gibt offen
zu, vor wenigen Jahren im angetrunkenen Zustand nazistische Lieder in einer öffentlichen Kneipe angestimmt und
den Hitlergruß gezeigt zu haben. Nun will er die Verhandlungen mit der Schweiz führen, die sich bei Volksabstimmungen
fremdenfeindlich
positioniert hat und inzwischen um ihre offene Nachbarschaft mit der EU ringt.
„Undenkbar“, sagt die sozialdemokratische Abgeordnete
Kerstin Westpfahl, die für
Ein Rechter im
Ausschuss für Freiheit
Manch ein rechter Politiker
hat sich zwar in den Parlamentsalltag
integriert,
nimmt dort aber eine zumindest befremdliche Rolle ein.
So sitzt zum Beispiel der
deutsche NPD-Politiker Udo
Voigt ausgerechnet im Parlamentsausschuss für bürgerliche Freiheit, Justiz und Inneres. Die Chefin des französischen Front National, Marine
Le Pen, ist in den Handelsausschuss eingezogen, wo das
TTIP-Abkommen mit den
USA ausgehandelt wird. „Sie
blockiert
einfach
jeden
Punkt“, heißt es von anderen
Mitgliedern. „Die Beratungen
sind unglaublich schwer geworden.“
�
Die weitaus meisten Vertreter deutscher Splitterparteien aber haben ihre politische
Heimat längst in großen
Fraktionen gefunden – wie
der frühere Universitäts-Professor Klaus Buchner von der
ÖDP, der zu den Grünen ging
und dort mit der Abgeordneten Julia Reda von der Piratenpartei zusammensitzt. Die
Vertreterin der Freien Wähler, Ulrike Müller, gehört zu
den Liberalen. Stefan Eck von
der Tierschutzpartei kam bei
der Vereinigten Linken unter.
Und Arne Gericke, der für die
Familienpartei ins Parlament
einzog, landete bei den Konservativen und Reformisten.
�
Dieser Fraktion gehören
auch die Abgeordneten der
Alternative für Deutschland
(AfD) an, die sich bei den Anhörungen der künftigen
Kommissare schon fleißig
profiliert haben. „Ich musste
mich ab und zu am Ohr zupfen, um nicht glauben zu
müssen, in einer Märchen-
Was Sonneborn und andere
Kritiker ärgert, ist die Machtlosigkeit des Parlamentes,
dem zur Vollwertigkeit ein
wichtiges Instrument fehlt:
die Möglichkeit, Gesetze
nicht nur zu bearbeiten, sondern auch anzustoßen. „Hier
wird nur abgenickt, was die
Kommission vorsetzt“, heißt
es von den EU-Gegnern. In
den großen Fraktionen denken viele ebenso, betonen
aber eben auch ihre Macht,
wenn es darum geht, Vorstöße der Kommissare abzuändern oder gar zu stoppen.
Wie beispielsweise das umstrittene
Acta-Abkommen
oder Regelungen zu einem
Abbau des Datenschutzes bei
Kontakten mit den USA.
stunde zu sitzen“, sagte der
frühere Chef des Bundesverbandes der deutschen Industrie und jetzige AfD-Abgeordnete Hans-Olaf Henkel nach
einer Befragung des früheren
finnischen Regierungschefs
Jyrki Katainen. Denn der
habe „kein Wort über die
Wirklichkeit verloren“, obwohl er demnächst für
Wachstum,
Arbeitsplätze
und Investitionen zuständig
sein wird. Andere lobten allerdings, dass Katainen sich
„Man muss Europa kritisiedrei Stunden lang bis ins De- ren, dann aber besser matail zu diesen Fragen höchst chen und nicht ins Lächerlikompetent geäußert hatte.
che ziehen“, sagt ein hoher
Vertreter des Hauses. „Ich
hoffe, dass auch das zum
Aufregung um
Lernprozess der verschiedeConchita Wurst
nen Volksvertreter gehört.“
Im parlamentarischen All- Ein erfahrenes Mitglied der
tagsbetrieb aber verschwim- Straßburger
Volkskammer
men manche Parteigrenzen ergänzt: „Die Sacharbeit
schnell. Als sich die AfD-Poli- fängt jetzt erst an. Da werden
tikerin Beatrix von Storch of- alle merken, wie wichtig es
fen über die Einladung der ist, gute Beschlüsse zu fällen,
Grünen an die österrei- die das Schicksal von Asylbechische Dragqueen und Euro- werben, Flüchtlingen oder
visions-Siegerin
Conchita Arbeitsuchenden mitbestimWurst aufregte, weil „Europa men. Spätestens dann ist der
wahrlich größere Probleme“ Spaß zu Ende und man erhabe, war der Beifall frakti- wartet von allen Abgeordneonsübergreifend. „Es gibt ei- ten, dass sie etwas bewirken.“
�
WIRTSCHAFT
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Stresstest:
Banken
entspannt
FRANKFURT � Die deutschen
Banken fürchten nach den
strengen
Bilanzprüfungen
und Stresstests durch die Europäische Zentralbank (EZB)
keine bösen Überraschungen.
„Der Stresstest ist eine harte
Prüfung für alle beteiligten
Institute. Die deutschen Banken sind aber gut kapitalisiert und solide“, sagte der
Präsident des Bankenverbandes und Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen.
Der ein oder andere werde
das Klassenziel womöglich
nicht sofort erreichen und
nachsitzen müssen. Sollte ein
Institut durchfallen, bedeute
dies auch nicht das Ende.
Die EZB übernimmt Anfang
November die oberste Aufsicht über rund 130 führende
Institute in den 18 Euro-Ländern. Davor hat sie die Geldhäuser eingehend durchleuchtet, auch um das Vertrauen in den Finanzsektor
zu erhöhen. In Deutschland
mussten sich 24 Banken den
Tests stellen. Die Ergebnisse
sollen am 26. Oktober, an einem Sonntag, veröffentlicht
werden. Die Banken werden
48 Stunden vor der Veröffentlichung informiert. Fitschen
nannte diesen Zeitraum eigentlich zu kurz, um Ergebnisse und Verfahren zu bewerten. � dpa
Air Berlin muss
alleine fliegen
In den Dreikampf
kommt Bewegung
Mercedes verkauft mehr Autos als Audi
Tiertransporte sollen wesentlich kürzer werden
Bundeslandwirtschaftsminister
Christian Schmidt (CSU) will sich
auf EU-Ebene dafür einsetzen,
dass Nutztiere nur noch eine bestimmte Zeit am Stück transportiert werden dürfen. Gemeinsam
mit seinen Kollegen aus Dänemark
und den Niederlanden wolle er vor
Jahresende eine Initiative starten,
um die Transportdauer auf „in der
Regel acht Stunden“ zu begrenzen, sagte Schmidt. „Es muss
Schluss damit sein, dass Tiere über
einen ganzen Tag hinweg zum
Schlachthof gefahren werden,
manchmal sogar ohne Kühlung“,
188 Millionen Tiere transportiert.
Schmidt kündigte auch an, die Haltebedingungen für Nutztiere in
Deutschland zu verbessern. Unter
anderem sollten Schweine so gehalten werden, dass sie sich „nicht
weiterhin gegenseitig die Schwänze abbeißen“. � Foto: dpa
konzern. Im September steigerte VW die Auslieferungen
um drei Prozent auf 881 300
Autos – und das, obwohl die
absatzstärkste
Kernmarke
Volkswagen Pkw den zweiten
Monat in Folge auf der Stelle
trat. Denn der Wachstumsgarant China schwächelte im
September: Dort legten die
Verkaufszahlen der Kernmarke nur um rund 4,5 Prozent
zu – in den ersten acht Monaten waren sie um mehr als 17
Prozent gewachsen.
Trotzdem bleibt der VWKonzern – inklusive seiner
Lkw-Töchter MAN und Scania
– auf Kurs zur Marke von
zehn Millionen verkauften
Fahrzeugen. Nach neun Monaten kommen die Wolfsburger mit ihren zwölf Marken
laut Konzernchef Martin
Winterkorn auf 7,5 Millionen
Autos. Sie liefern sich ein
Kopf-an-Kopf-Rennen
mit
dem aktuellen Branchenführer Toyota. Die Japaner haben
zwar noch keine Zahlen für
September veröffentlicht –
nach sechs Monaten lagen sie
aber nur noch mit rund
30 000 Fahrzeugen in Führung. � dpa
Pommes frites werden billiger
Verbraucher profitieren von der guten Kartoffelernte / Auch Zuckerpreise sinken
BERLIN � Erst Butter, dann Käse
und Sahne – nun Zucker und
Pommes. Die Verbraucher profiBERLIN � Seit zwei Jahren be- tieren von der guten Kartoffelstehende gemeinsame Flug- ernte und sinkenden Zuckerpreiverbindungen der Fluggesell- sen.
schaften Air Berlin und Etihad hätten nicht genehmigt Nach den Milchprodukten
werden dürfen. Das geht aus werden in Deutschland auch
einem Luftverkehrsabkom- Pommes frites und Zucker
men zwischen Deutschland billiger. Deutschlands Disund den Vereinigten Arabi- count-Marktführer Aldi hat
schen Emiraten hervor. Laut die Preise für Pommes frites,
Bundesverkehrsministerium Kroketten und andere Kartofdürfen
Luftfahrtunterneh- felerzeugnisse um teilweise
men aus den Emiraten wie mehr als 16 Prozent gesenkt.
Etihad in Deutschland nur Zucker wird sogar teilweise
die Flughäfen Frankfurt, um mehr als 20 Prozent günsMünchen, Düsseldorf und tiger angeboten. Und wie
Hamburg bedienen. Die ers- stets folgten weitere Handelsten drei seien im Fluglinien- ketten wie Norma, Netto,
plan der beiden Länder aus Edeka und Lidl dem Marktdem Jahr 2000 bestimmt und führer auf dem Fuße. Von anHamburg zwei Jahre später deren Discountern gab es bis
hinzugefügt worden. � dpa
gestern zunächst keine Informationen.
Aldi gebe damit gesunkene
Einkaufspreise an die Kunden weiter, hieß es. AldiPreissenkungen haben in der
Regel immer Auswirkungen
STUTTGART � Bosch-Mitarbei- auf den gesamten Handel.
ter können künftig am Ar- Denn viele Wettbewerber oribeitsplatz E-Mail, Internet entieren sich im Preiseinund Telefon auch privat nut- stiegsbereich am Aldi-Kurs.
Netto „senkt marktkonzen. Den Beschäftigten solle
damit der Arbeitsalltag er- form ebenfalls die Preise ausleichtert werden, teilte das gewählter EigenmarkenproTechnologie- und Dienstleis- dukte“, wie eine Sprecherin
tungsunternehmen in Stutt- am Samstag mitteilte. Sie
gart mit. Der Konzern will nannte unter anderem Zudemnach insgesamt die flexi- cker und Tiefkühlprodukte
ble Arbeitskultur ausbauen. wie Pommes Frites. Auch
Mit dem Betriebsrat wurden Norma folgt in den gleichen
dafür neue Vereinbarungen Warengruppen der Aldi-Preisgetroffen, die für die Beschäf- senkung. „Jeden an den intertigten in Deutschland gelten nationalen Einkaufsmärkten
sollen. Die Bosch-Mitarbeiter
dürfen auch ihre geschäftliche E-Mail-Adresse privat nutzen. � AFP
Bosch für privates
Telefonieren
Marktführer Aldi senkte die Preise für Pommes frites um rund 16
Prozent. � Foto: dpa
erzielten Preisvorteil geben
wir sofort an unsere Kunden
weiter“, heißt es in einer Mitteilung vom Samstag. „Auch
wir werden gesunkene Einkaufspreise an unsere Kunden weitergeben“, teilte ein
Edeka-Sprecher gestern mit.
Am liebsten in den Supermarkt
Gut die Hälfte der Deutschen erledigen ihre Einkäufe einer Umfrage
zufolge vor allem im klassischen
Supermarkt. 55 Prozent kaufen
überwiegend in solchen Läden ein,
während 31 Prozent vor allem zu
Discountern gehen, wie eine ForsaUmfrage für die Fernsehsendung
„RTL aktuell“ ergab. Vier Prozent
der Befragten gaben demnach an,
sich in erster Linie im Bioladen einzudecken. Drei Prozent nutzen vor
allem kleine Lebensmittelhändler
und ebenso viele gehen überwiegend auf dem Markt einkaufen.
Als wichtige Kriterien für den Kauf
eines Lebensmittels nannten zahlreiche Befragte die Qualität der
Produkte (98 Prozent) sowie Um-
welt- und Tierschutzfragen (84
Prozent). Den Preis bezeichneten
69 Prozent als wichtiges Kriterium.
21 Prozent der Befragten gaben
laut RTL an, dass sie täglich Fleisch
oder Wurst essen. 51 Prozent tun
dies mehrmals in der Woche, 13
Prozent mehrmals im Monat, zwölf
Prozent seltener und drei Prozent
essen nie Fleisch oder Wurst. Gemüse verzehren 62 Prozent der
Umfrageteilnehmer nach eigenen
Angaben täglich, 30 Prozent greifen mehrmals wöchentlich zu und
sechs Prozent mehrmals im Monat.
Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsunternehmen Forsa am 9. und 10. Oktober 1006
Menschen. � AFP
Der Discounter Lidl folgt der
Konkurrenz und will in
Deutschland seine Preise für
Pommes frites und Zucker
senken, wie eine Sprecherin
Sonntag mitteilte. Konkrete
Angaben zu den neuen Preisen kündigte sie erst für Anfang der Woche an.
Rekorderträge bei der Kartoffelernte haben die Preise
für die Erdäpfel auf Talfahrt
geschickt. Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft beschrieb die Lage drastisch:
„Die Ernte geht über den Bedarf hinaus, die Konkurrenz
ist groß und das Exportventil
ist weitgehend verstopft.“ Aktuell reichten vielerorts nicht
einmal die Lagermöglichkeiten aus. Und selbst die Möglichkeiten zur Verfütterung
der Kartoffeln in der Tierfütterung, in der Biogasproduktion und in der Stärkeindustrie seien oft schon ausgeschöpft. Trotz hoher Erträge
und guter Qualitäten seien
die Bauern die Verlierer.
Auch beim Zucker klagen
die großen deutschen Hersteller wie Südzucker bereits
seit Monaten über sinkende
Preise. Hier sorgt aber nicht
nur die gute Ernte für Probleme. Auch das für Ende September 2017 terminierte Auslaufen der Marktregulierung
wirft seine Schatten voraus.
Die Preissenkungen bei
Pommes frites und Zucker
passen aber auch in die aktuelle Strategie von Aldi. Der
Discounter versucht, mit
neuen Rotstift-Aktionen sein
Preisimage zu schärfen. � dpa
Steinmeier bringt Menschenrechte ins Spiel
Kraftstoffverbrauch nimmt zu
Der Kraftstoffverbrauch auf deutschen Straßen nimmt voraussichtlich auch 2014 zu – und wird nach
einem Bericht der „Bild“-Zeitung so
hoch liegen wie zuletzt 2003. Das
Blatt beruft sich auf Hochrechnungen auf Basis von Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft. Demnach
Das „D“ steht nicht für „Driverless“ (fahrerlos), sondern für die
technischen Neuerungen „Dual-Motor“ und „Drive“. � Foto: AFP
Tesla-Chef enttäuscht
hohe Erwartungen
Modell „D“ überzeugt nicht so recht
LOS ANGELES � Der US-Elektroautopionier Tesla hat eine
erweiterte Modellreihe vorgestellt – die zuvor hochgeschraubten Erwartungen an
eine Sensation jedoch enttäuscht. Firmenchef Elon
Musk enthüllte jetzt die neue
Version
„D“.
Wichtigste
Neuerung sind zwei Elektromotoren und ein Allradantrieb, der für eine besonders
rasante
Beschleunigung
sorgt.
Musk hatte die Erwartungen im Vorfeld kräftig angeheizt: Er kündigte die Präsentation im KurznachrichtenDienst Twitter mit einer mysteriösen Botschaft an. Es sei
an der Zeit, das „D“ zu enthüllen – und noch etwas anderes. Danach wurde spekuliert, der Buchstabe könne
für „Driverless“ stehen und
Tesla vor einem Durchbruch
beim
autonomen
Fahren.� dpa
ZUR PERSON
58 Prozent
abgelehnt
Chinas Premier will
mit Europa arbeiten
Opelaner für
Sozialtarifvertrag
BOCHUM � In dem vor der
Schließung stehenden OpelWerk Bochum haben 99 Prozent der Opelaner einem Sozialtarifvertrag zugestimmt.
Das teilte Werksleiter Manfred Gellrich der Belegschaft
mit. Die Regelungen sehen
unter anderem zum Jahresbeginn 2015 den Übergang in
eine Transfergesellschaft vor.
Sie soll die Beschäftigten innerhalb von zwei Jahren für
den Arbeitsmarkt weiterqualifizieren. Opel beendet zum
Jahresende wegen Überkapazitäten die Autoproduktion
im Ruhrgebiet. � dpa
argumentierte Schmidt. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes gibt es bislang keine zeitliche Begrenzung für den Transport
von Tieren. Oftmals seien die Rinder, Schweine oder Hühner tagelang unterwegs. Jährlich würden
allein durch Deutschland mehr als
WOLFSBURG � In den Dreikampf der deutschen Oberklassehersteller kommt Bewegung: Im September konnte Daimlers Kernmarke Mercedes-Benz zum ersten Mal in
diesem Jahr mehr Autos verkaufen als der Rivale Audi.
Spitzenreiter bleibt aber
BMW – die Münchner Nobelmarke steigerte ihre Verkaufszahlen
vergangenen
Monat um gut sechs Prozent
auf knapp 167 600 Neuwagen, wie das Unternehmen
mitteilte. Dahinter landete
Mercedes-Benz mit rund
162 750 Stück auf Rang zwei,
Audi setzte 159 950 Autos ab.
Beide wollen BMW spätestens 2020 vom Thron stoßen.
Auf Jahressicht bleibt die
Volkswagen-Tochter schärfster BMW-Verfolger. Mit fast
1,3 Millionen Neuwagen liegt
Audi nur hauchdünn hinter
den Münchnern, die 1,32 Millionen Autos mit BMW-Emblem verkaufen konnten.
Mercedes-Benz bleibt mit bislang knapp 1,2 Millionen Wagen auf Rang drei.
Audis Verkaufszahlen sind
auch ein Grund für das Absatzwachstum beim Mutter-
werden 2014 36,2 Millionen Tonnen
oder 43,2 Milliarden Liter Dieselkraftstoff verkauft. Beim Benzin
sind es 18,5 Millionen Tonnen oder
25 Milliarden Liter. Als Grund für
den steigenden Kraftstoffverbrauch
werden in der Branche sinkende
Preise genannt. � Foto: dpa
HAMBURG � China und die
Europäische Union setzen auf
eine intensive Zusammenarbeit. China sei bereit, mit Europa auf allen Bereichen zu
arbeiten, sagte Chinas Ministerpräsident Li Keqiang auf
der
Wirtschaftskonferenz
„China meets Europe“.
Auf europäischer Seite betonte
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Chinas
weltweiter Einfluss sei enorm
gewachsen und mit ihm das
Potenzial für eine ergiebige
Partnerschaft mit der Europäischen Union. „Die Finanzkrise hat gezeigt, wie abhän-
gig wir voneinander sind und
wie wichtig damit eine internationale Zusammenarbeit
ist“, sagte Schulz.
Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier
ermahnte die Wirtschaft zur
Einhaltung von Recht und
Gesetz: „Damit die Wirtschaftsvertreter
hier
im
Raum sich nicht allzu sehr
zurücklehnen: Wenn ich von
Regeln, Recht und Menschenrechten spreche, dann zeige
ich nicht nur auf die Politik
[...]. Auch Unternehmen müssen mit gutem Beispiel vorangehen.“ � dpa
Georg Fahrenschon, Sparkassen-Präsident, hat vor neuen
Verwerfungen auf den Finanzmärkten gewarnt. „Viele
Probleme sind nicht gelöst,
sondern mit zu viel billigem
Geld zugedeckt worden“, sagte er. „Die Welt versinkt weiter in Schulden“, verwies Fahrenschon
auf
insgesamt
„kaum noch fassbare“ 100
Billionen US-Dollar. Die globalen Ungleichgewichte nähmen zu. Fahrenschon nannte
es eine ungewollte Nebenwirkung der Bankenregulierung,
dass der Schattenbankensektor wachse. Er plädierte für
eine Regulierung der Kapitalströme. � dpa
BERLIN � Der US-Internetkonzern Google hat in den vergangenen fünf Monaten europaweit knapp 42 Prozent der
Anträge auf Löschung von Ergebnissen aus seiner Suchmaschine stattgegeben. Insgesamt seien seit dem Urteil des
Europäischen Gerichtshofes
im Mai rund 145 000 Löschanfragen eingegangen, wie aus
dem Transparenzbericht Googles hervorgeht. Mehr als 58
Prozent der in europäischen
Ländern gestellten Löschersuche wurden demnach abgelehnt. Der Europäische Gerichtshof hatte Mitte Mai
geurteilt, dass Internetnutzer
grundsätzlich das „Recht auf
Vergessen“ bei Suchmaschinen wie Google haben. Seit
Ende Mai können Betroffene
bei Google Anträge stellen,
um Links aus den Suchergebnissen des Konzerns löschen
zu lassen. � AFP
HINTERGRUND
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Aufmarsch
gegen
IS-Terror
Tod bis ins letzte
Detail geplant
Kranke 29-Jährige will am 1. November sterben
Kurden demonstrieren
friedlich in Düsseldorf
Von Barbara Munker
Von Jonas Mueller-Töwe
DÜSSELDORF � Der PKK-Führer Abdullah Öcalan blickt
von einem riesigen Porträt
auf die Menschenmasse vor
dem Landtag in Düsseldorf
hinab. Demonstranten haben
es über mehrere Ebenen des
gegenüberliegenden
Parkhauses gehängt. Der inhaftierte Mitbegründer der auch
in Deutschland verbotenen
„Arbeiterpartei Kurdistans“
(PKK) ist immer noch eine
Identifikationsfigur für viele
der Demonstranten. Überall
wehen die Flaggen der Autonomen Region Kurdistan.
12 000 Teilnehmer wurden
erwartet – am Samstagnachmittag sind es nach Polizeiangaben weit über 20 000 Demonstranten, die friedlich
durch die Düsseldorfer Innenstadt zum Landtag marschieren. Verschiedenste kurdische Verbände haben zur
Solidaritätskundgebung mit
der vom Islamischen Staat bedrohten Stadt Kobane in Syrien aufgerufen. Einige linke
Gruppen wie die MLPD und
Vertreter der Partei Die Linke
schlossen sich an.
Die schrecklichen Berichte
über das Morden der Terrormiliz IS in Kobane belasten
die Kurden auch im fernen
Deutschland. Viele Demonstranten wirken im Gespräch
höchst emotional. „Europa
und die USA schauen zu, wie
Kobane umzingelt wird – das
ist gegen die Menschlichkeit“, sagt Gazi Kahraman,
Bundespolizist Stefan Wellens (rechts) und sein Kollege Hartmut Lang kontrollieren am Hauptbahnhof Aachen Reisende, die mit dem Zug
aus Lüttich angekommen sind. � Foto: dpa
Wer sind die Guten?
Polizei ermittelt gegen Schleuser, die die Notlage von Flüchtlingen ausnutzen
Von Elke Silberer
AACHEN � Der Zug aus Paris
hält. Tim Reißmann und sein Kollege Serdar Can scannen die
aussteigenden Leute: Wer ist unsicher, weiß nicht richtig wohin,
sieht müde aus, wirkt nervös,
hat auffallend wenig Gepäck? In
dieses Muster passen Flüchtlinge, die über Belgien mit dem
Zug nach Deutschland einreisen.
Am diesem Morgen greifen die
Polizisten keinen Flüchtling auf,
aber tagsüber werden es noch
zehn. Und in der Nacht davor
waren es sieben auf der Autobahn.
In Aachen vergeht kein Tag,
ohne dass die Polizei unerlaubt eingereiste Flüchtlinge
ohne Ausweispapiere aufgreift. 2013 waren es 2300, in
diesem Jahr werden es wohl
40 Prozent mehr werden,
schätzt Pressesprecher Knut
Paul. Aachen hält hinter Rosenheim bundesweit Platz
zwei. Die Leute, die ohne Papiere unterwegs sind, werden
erkennungsdienstlich behandelt: persönliche Daten werden aufgenommen, Fotos gemacht und elektronische Fingerabdrücke registriert, damit später ihre Identität festKurden demonstrierten in Düs- gestellt werden kann. Dann
seldorf gegen den Terror der IS
und forderten die Freilassung
Öcalans. � Foto: dpa
ein dunkelhaariger junger
Mann mit leichtem Akzent.
„Die Kurden haben in Shingal
ein Massaker unter den Yesiden verhindert“, sagt er.
„Hier steht ein weiteres bevor
und niemand hilft den Kurden.“
Das ist die Stimmungslage
unter den meisten Teilnehmern. Sie sehen sich im
Kampf mit dem „IS-Faschismus“ vom Westen allein gelassen. Die Türkei spiele eine
falsches Spiel. „(Staatspräsident Recep Tayyip) Erdogan
versucht mit Hilfe des IS die
Kurden zu zerschlagen“, sagt
Gökay Akbulut, Sprecherin
der Veranstalter.
„Es ist eine humanitäre Katastrophe“, beklagt Akbulut.
Die Türkei müsse einen Sicherheitskorridor für Hilfslieferungen, Flüchtlinge, Kämpfer und vor allem Waffen einrichten. Das liege aber nicht
im Interesse des türkischen
Staatschefs Erdogan, der die
Gunst der Stunde nutzen wolle, um die kurdische Autonomie zu verhindern. Nun sitze
Kobane in der Falle zwischen
IS und türkischem Militär.
Selbst in Deutschland fühlen sich viele der Demo-Teilnehmer bedroht. „Hier laufen diejenigen, die nach Syrien fahren, um Menschen zu
ermorden, einfach frei herum.“ In den vergangenen Tagen war es in Hamburg und
Celle zu Auseinandersetzungen mit mutmaßlichen Sympathisanten des IS gekommen. � dpa
beginnt die Vernehmung mit
Hilfe eines Dolmetschers. Die
Polizei will alles über die
Schleusung wissen, um die
Routen konstruieren zu können.
„Schleuserkriminalität ist
die Kernaufgabe von uns“,
sagt Paul. Mit Menschenhandel, zu der auch die Schleuserkriminalität zählt, werde
nach Angaben der Vereinten
Nationen weltweit fast so viel
Geld verdient wie mit dem
Drogenhandel. Mit sehr hohem Risiko, wie die Flüchtlings-Katastrophen vor der
italienischen Insel Lampedusa zeigen. Das Bundesamt für
Migration und Flüchtlinge
geht davon aus, dass in den
nächsten Monaten mehr
Menschen als erwartet in
Deutschland Schutz suchen.
In den Vernehmungen sprechen die Flüchtlinge von einem Mohammed oder Ali.
„Viele Flüchtlinge sind eingeschüchtert, haben Angst“,
sagt Polizist Serdar Can. Die
Beamten müssten erst einmal vermitteln, dass sie die
Guten sind. Und dann noch
dieses grundsätzliche Problem: „Für die Flüchtlinge
sind die Schleuser keine Verbrecher, sondern die Erlöser.“
Trotz der oft grauenhaften
Kontrollen
Polizeibeamte fast aller Staaten
der Europäischen Union (EU)
weiten ab heute ihre Kontrollen
aus. Auch Deutschland ist an der
Aktion beteiligt, die den Namen
„Mos Maiorum“ trägt. Ziel ist es,
Fluchthelfer sowie Menschen
ohne gültige Aufenthaltspapiere
aufzuspüren. Die Operation wird
auf Initiative der italienischen
Ratspräsidentschaft bis zum 26.
Oktober stattfinden. Beteiligt
sind rund 25 EU-Mitgliedstaaten
und durch das Schengen-Abkommen assoziierte Staaten. � epd
Geschichten.
Wie die des 17-jährigen Syrers, dessen Vater von der
Terrormiliz Islamischer Staat
(IS) umgebracht wurde. Bei
der Flucht ertranken seine
beiden Brüder im Mittelmeer.
Die Brüder waren auf einem
dieser völlig überfüllten Boote, wie Paul erzählt: „Den
Schleusern ist das Schicksal
der Menschen scheißegal“ –
dem ansonsten sachlichen
Polizisten platzt der Kragen.
Aachen liegt an drei Schleuserrouten: Die SüdosteuropaRoute über die Türkei, Griechenland, Italien, Frankreich
und Belgien und die beiden
Routen von Nordafrika über
Spanien oder Italien. Flüchtlinge erzählten, dass sie den
Kriminellen insgesamt bis zu
15 000 Euro bezahlten, gestückelt jeweils nach den einzelnen Etappen. Auf Schleusungen stehen Haftstrafen von
bis zu zehn Jahren. Im vergangenen Jahr hat die Bundespolizei bundesweit rund
1500 Schleuser gestellt, 70
Prozent mehr als 2012.
Die Polizei schätzt, dass die
in nur etwa zehn Prozent der
Fälle mit den Flüchtlingen
unterwegs sind. Wie vergangene Nacht. Da haben Pauls
Kollegen einen Kongolesen
auf der Autobahn kurz hinter
der belgisch-deutschen Grenze erwischt – mit sieben
Flüchtlingen. Die wollten
nach Schweden. Der Fahrer
wollte der Polizei weismachen, er sei selbst Flüchtling.
Der elektronische Fingerabdruck sagte den Ermittlern
etwas anderes: Es war genau
der Mann, der zwei Monate
vorher drei Afrikaner eingeschleust hatte. Beim ersten
Mal blieb ihm die Haft erspart, seine Daten gingen
aber in ein Infosystem der
Schengen-Staaten. Jetzt ging
es ins Gefängnis. � dpa
PORTLAND � Mit 29 Jahren hat
Brittany Maynard ihren Tod
im Detail geplant. Sie will in
ihrem Ehebett sterben, mit
ihrem Mann und ihrer engsten Familie an der Seite. Dazu
soll leise Musik spielen, wenn
sie ein tödliches Betäubungsmittel schluckt. „Ich hoffe,
dass ich in Frieden sterben
werde“, sagt die todkranke
Amerikanerin in einem Video, das sie vor einer Woche
ins Netz stellte. Sie weiß auch
schon, wann sie aus dem Leben scheiden möchte. Maynard hat den 1. November gewählt. Ende Oktober will sie
noch den Geburtstag ihres
Mannes erleben.
Maynard leidet an einem aggressiven Gehirntumor. Im
Frühjahr gaben ihr die Ärzte
noch sechs Monate zu leben.
Ihr freimütiges Bekenntnis
für die Sterbehilfe sorgt in
den USA seit Tagen für
Schlagzeilen. Ihr Fall wird in
den Nachrichten, in Talkshows und in der Öffentlichkeit diskutiert. „Die Reaktionen von euch allen haben unsere kühnsten Erwartungen
übertroffen“, schreibt die
Todkranke auf ihrer Webseite. Im Namen ihrer Familie
bedankt sie sich für „die Welle von Liebe und Unterstützung“.
„Ihr Schicksal berührt viele
Menschen, sie ist so jung und
dennoch unglaublich entschlossen, etwas zu bewirken“, sagte Gwen Fitzgerald,
Sprecherin der SterbehilfeOrganisation „Compassion &
Choices“ der Nachrichtenagentur dpa. Maynard arbeitet eng mit der Organisation
zusammen. „Wir hoffen dasselbe wie Brittany, nämlich,
dass ihre Geschichte Anstoß
für Gesetzesänderungen ist,
so dass mehr Menschen Zugang zu einem würdevollen
Tod haben“, erklärt Fitzgerald.
Nur in fünf US-Bundesstaaten ist die Sterbehilfe erlaubt.
In Oregon trat der sogenannte „Death with Dignity Act“
(Gesetz für ein Sterben in
Würde) auf Drängen der
Wähler bereits 1997 in Kraft.
Nach den jüngsten Statistiken der Gesundheitsbehörde
haben seither 1173 Sterbenskranke ein tödliches Betäubungsmittel verschrieben bekommen. 752 von ihnen hätten sich mit den Medikamenten tatsächlich das Leben genommen.
In ihrem Heimatstaat Kalifornien hätte Maynard keinen Zugang zur Sterbehilfe
gehabt. Im vorigen Januar erhält Maynard die tödliche Diagnose. Die Ärzte operieren
und geben ihr zunächst weitere drei bis zehn Jahre. Doch
der Tumor kommt noch aggressiver zurück. Ihre Lebenserwartung sinkt auf wenige
Monate. In diesem Sommer,
nach einer Gehirnoperation
und der Rückkehr des noch
aggressiveren Tumors, der sie
nach ärztlicher Diagnose in
wenigen Monaten qualvoll
töten würde, ist die junge
Frau von San Francisco nach
Portland im Nachbarstaat
Oregon umgezogen.
Ihre restlichen Tage „auf
dieser wunderbaren Erde“
wolle sie mit ihrer Familie
und möglichst in der Natur
verbringen, sagt Maynard in
dem Video, das im August
aufgezeichnet wurde. Ihr Gesicht ist von den starken
Krebsmedikamenten sichtlich geschwollen. „Brittany
hat Krampfanfälle und starke
Schmerzen und braucht rund
um die Uhr Hilfe“, sagt Fitzgerald von „Compassion &
Choices“. „Wir wissen nicht
genau, ob sie es am 1. November tatsächlich tun wird. Natürlich kann sie ihre Meinung noch ändern.“
Die
ärztlich
assistierte
Selbsttötung ist in den USA
umstritten, die meisten Kirchen lehnen sie strikt ab.
Gleichzeitig gibt es in sieben
US-Staaten Initiativen für Gesetzesänderungen nach dem
Vorbild von Oregon. Brittany
Maynard hat die Debatte neu
angeschürt.
Es störe ihn, dass sie öffentlich ein Datum für ihren Tod
festgesetzt habe, sagte der
Bioethiker Arthur Caplan
vom Langone Medical Center
der New York University dem
US-Sender CNN. Selbsttötung
sollte das letzte Mittel sein.
„Mit dem Termin setzt sie
sich selbst unter Druck“, befürchtet Caplan. � dpa
Auf der Schmugglerroute nach Syrien
Kurdische Männer versuchen die türkische Grenze zu überqueren, um gegen den IS zu kämpfen
Von Shabtai Gold
SURUC � Nach Kobane wollen
sie, ausgerechnet in die seit
Wochen umkämpfte Stadt im
Norden Syriens. Eine Gruppe
kurdischer Männer hat sich
an diesem Abend auf der türkischen Seite der Grenze versammelt, um sich mit Anbruch der Nacht auf den Weg
zu machen. Seit knapp einem
Monat versucht die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), die
Stadt zu überrennen. Dass die
Gegenwehr der kurdischen
Volksschutzeinheiten (YPG)
noch lange aufrechtzuerhalten sein wird, scheint derzeit
eher unwahrscheinlich. Doch
genau deswegen sind sie ja
hier. Einige sind Kämpfer
und wollen ihre Brüder und
Schwestern auf der anderen
Seite der Grenze unterstützen.
Doch die türkische Regierung ist äußerst zurückhaltend damit, den Männern offiziell den Grenzübertritt zu
erlauben. Schließlich sollen
in Kobane auch Kurden mit
Verbindungen zur verbotenen
Arbeiterpartei
PKK
kämpfen. Die Kurdenpartei
aber steht in der Türkei, in
den USA und in europäischen
Ländern auf der Liste der Terrororganisationen. Bleibt also
nur der inoffizielle Weg.
Den geht auch Araf, der
gleich mehrere gut gefüllte
ihrem gefährlichen Vorhaben
abzuhalten. Verzweifelt warnen sie vor dem IS, der Menschen enthaupte. Doch bei
manchem löst das wohl eher
den gegenteiligen Effekt aus.
Ein eben noch zögerlicher Im Frühjahr 2014 gaben Ärzte Brittany Maynard noch sechs Monate
junger Mann springt auf, um zu leben, nun plant sie ihren Tod und hofft, dass sie damit anderen
�
sich jenen anzuschließen, die helfen kann. Foto: dpa
hinüber wollen.
Ganz anders die Gruppe, die
in der Nähe beisammen
steht. Sie sind zuvor aus der
entgegengesetzten Richtung
In den USA ist aktive Sterbehilfe
ein Mittel zur Selbsttötung bereit– aus Syrien – über die Grengenerell verboten, der ärztlich as- zustellen, das der Betroffene selbst
ze gekommen. Unter ihnen
sistierte Freitod aber in einigen
einnimmt, ist vom Grundsatz her
ist auch der Hirte Mustafa.
Bundesstaaten erlaubt. Oregon er- nicht strafbar. Unter Umständen
Der Hunger betrifft nicht nur
möglichte als erster US-Staat Ärz- können Unterstützer aber wegen
die Menschen in Syrien. So
ten, unheilbar Kranken ein tödliunterlassener Hilfeleistung oder
wissen die Hirten nicht mehr,
ches Medikament zu verschreiben, Totschlags juristisch belangt werwomit sie ihre Tiere noch fütdas der Patient dann selbst einden. Ärzten ist die Beihilfe zum Suitern können. Ganze Herden
nimmt. Ein Gesetz von 1997 sieht zid durch die Berufsordnung untersterben ihnen weg. Auch
dafür strenge Auflagen vor. Zwei
sagt.
Mustafa hat dieses Schicksal
Ärzte müssen bescheinigen, dass
In der Schweiz ist Sterbehilfe zwar
für seine Tiere bereits vor Auder Kranke voraussichtlich nur
weithin gesellschaftlich akzeptiert,
gen. Er steht mit zwei andenoch höchstens sechs Monate zu
eine aktive Unterstützung – wie
ren, völlig ausgehungerten
leben hat. Der Betroffene muss
etwa Tötung auf Verlangen – ist
Männern beisammen. 21
volljährig sein, seinen Wohnsitz in aber auch hier verboten. Die GeTage lang hatten die Grenzer
Oregon haben und seinen Sterbe- setze erlauben jedoch, aus nichtsie warten lassen. Dann entwunsch mehrfach mündlich wie
selbstsüchtigen Motiven sterbensschieden sie, nicht länger
schriftlich äußern. Ähnliche Rege- kranken Menschen auf Wunsch
auszuharren. „Ich habe alle
lungen gibt es in den Bundesstaa- Beihilfe zum Suizid zu leisten. Bei
meine Schafe auf der anderen
ten Washington und Vermont, in
der Einnahme eines tödlichen MeSeite“, sagt Mustafa. „Sonst
Montana und New Mexico entdikaments dürfen Sterbebegleiter
habe ich nichts auf dieser
sprechende Gerichtsentscheide.
sowie Angehörige und Freunde zuWelt. Ich hatte gehofft, die
In Deutschland ist die aktive Ster- gegen sein. Die Sterbehilfe-OrganiTürkei würde mir erlauben,
behilfe ebenfalls strafbar. Erlaubt
sation Exit akzeptiert nur Antragsie mitzubringen.“ Mittlerist passive Sterbehilfe, bei der Ärz- steller, die ihren festen Wohnsitz in
weile seien die ersten Tiere
te lebenserhaltende Maßnahmen
der Schweiz haben. Offen für Sterverhungert, weil er ihnen
abbrechen, indem sie etwa das Be- bewillige aus aller Welt ist die Ornichts mehr habe geben könatmungsgerät abschalten. Auch
ganisation Dignitas. � dpa
nen. � dpa
Aktive Sterbehilfe
Die kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) kämpfen in Kobane gegen die Islamisten – dieser Mann trauert um einen Verwandten, der
bei den Kämpfen starb. � Foto: dpa
Taschen mit Fladenbrot über
die Grenze schmuggeln will.
Damit versorgt er Hunderte
Flüchtlinge, die auf der syrischen Seite mit Autos und
Schafen darauf warten, in die
Türkei gelassen zu werden.
„Die Menschen dort drüben
sind sehr hungrig“, sagt Araf.
Währenddessen fliegt die von
den USA angeführte Koalition nahe Kobane einen Luftangriff, einige der um Araf
versammelten Männer beginnen zu jubeln.
Diejenigen, die nach Syrien
wollen, wissen, dass der Weg
über die Grenze gefährlich
ist. Die türkische Polizei
könnte sie festnehmen oder
gar das Feuer eröffnen. Auf
der anderen Seite sind die Extremisten des IS, die immer
näher an die Grenze vorrü-
cken. Ganz zu schweigen von
den Landminen, die auch
noch irgendwo vergraben
sind. „Ich kenne den Weg
zwischen den Minen hindurch“, sagt Araf. Mit dem
Aufbruch will er aber noch
ein bisschen warten, bis die
türkischen Sicherheitskräfte
wieder durch einen weiteren
Luftangriff abgelenkt sind.
Als es soweit ist, führt er die
Gruppe über die Grenze. Einige der Männer wurden in der
Türkei geboren, andere in Syrien, doch alle sind sie Kurden. Abgesehen von Araf haben die Männer, die kämpfen
wollen, keine Pläne für eine
Rückkehr in die Türkei. Als
sie sich anschicken, in der
Dunkelheit zu verschwinden,
versuchen noch einige andere, die dabeistehen, sie von
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...zieht den Helm: Da steigen
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dem steigenden Stress und
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Hälfte der Mitarbeiterinnen
des Familienzentrums St. Nicolai jetzt stets mit dem Rad
oder auf Inline-Skates zur Kita
– auch bei Regen. Unterwegs chener bin.“ Da kann der Graf
treffen sie sich und fahren den nur stehend Beifall klatschen.
letzten Weg zusammen. Erzie- Denn neben den Nerven der
herin Tanja Bülck: „Ich merke, Erzieherinnen schont die Aktidass ich dadurch viel ausgeglion auch die Umwelt.
FRAGE DES TAGES
Nach den ersten Ebola-Fällen in den USA:
Haben Sie Angst vor dem Ausbruch
der Krankheit in Deutschland?
INTERNET-PORTAL:
Ihr Votum unter:
www.derpatriot.de
An unserer letzten Internet-Umfrage haben sich 201
Leserinnen und Leser beteiligt. Die Frage lautete: Sie
gilt als das mutigste Mädchen der Welt. Jetzt hat die
17-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala den Friedensnobelpreis erhalten. Eine gute Entscheidung?
Das Ergebnis:
Auf jeden Fall
70 %
Ich weiß nicht
9%
Nein
21 %
Dohlen ausgeflogen: Abriss an der Preußenstraße soll bald starten
Eigentlich sollte an der Preußenund Möllerstraße schon im März
dieses Jahres die Abrisskugel anrollen. Die Bau- und Wohnungsgenossenschaft Lippstadt (BWG)
plant, dort acht Mehrfamilienhäuser abzureißen und dafür fünf
neue zu bauen (wir berichteten).
Polizei blitzt
an fünf Stellen
in der Stadt
LIPPSTADT ■ In dieser Woche überwacht die Polizei
wieder die Geschwindigkeit
im Stadtgebiet, und zwar an
folgenden Stellen: Am morgigen Dienstag, 14. Oktober,
lassen es die Ordnungshüter
an der L822 (Landstraße von
Göttingen über Lippstadt
nach Mettinghausen) und
L636 (Landstraße von Eickelborn über Overhagen
Aus diesem Grund stehen die Häuser auch schon seit dem geplanten
Abrisstermin im März leer. Aber
bis heute hat sich schräg gegenüber der Friedrichschule nichts getan. „Dort nistende Dohlen und
Fledermäuse haben den Abriss
verzögert“, erklärt BWG-Vorsit-
zender Alexander Loyal auf Patriot-Nachfrage. Erst vor Kurzem
habe die BWG ein Gutachten erhalten, auf dessen Grundlage sie
einen Befreiungsantrag an die Untere Landschaftsbehörde (ULB)
gestellt hat: „Darin wird begründet, warum der Abriss die Tiere
nicht gefährdet“, so Loyal. Die
Dohlen seien bereits ausgeflogen,
mit den Fledermäusen würde
dank einer biologischen Baubegleitung behutsam umgegangen.
Die Bau- und Wohnungsgenossenschaft geht nun davon aus,
dass die Freigabe durch die ULB
schnell erfolgt, sodass jetzt Ende
Oktober bzw. Anfang November
für den Beginn der Abrissarbeiten
angepeilt ist. „Im Frühjahr wollen
wir dann mit dem Neubau starten.
Wenn alles so klappt, wie geplant“, so der BWG-Vorsitzende
Loyal. ■ Foto: Raestrup
Web-Café für Jugendliche
technisch wieder in Topform
Große Freude im Shalom: Hueck-Stiftung fördert PC, Server und Software
LIPPSTADT ■ Nach langer Zeit
mit lediglich eingeschränktem
Betrieb und teilweiser Schließung ist das Internet-Café des
Jugendtreffs wieder technisch
auf dem neuesten Stand.
Seit einiger Zeit verschlechterte sich die Lage
des Internet-Cafés zusehends, immer mehr PC fielen aus und schließlich blieben nur einige wenige übrig, die halbwegs ihren
Dienst taten. Zwar gab es
weiterhin die Möglichkeit
einzelnen Besuchern bei Beund Esbeck nach Garfeln) werbungen Unterstützung
blitzen. Am Donnerstag, 16. zu bieten oder das „Surfen“
Oktober, stehen die Mastholter Straße und B55 auf
dem Programm. An der Bismarkstraße in Lipperode
wird dann noch am Freitag
kontrolliert. Davon unabhängig, darauf weist die Polizei ausdrücklich hin, führen der Kreis Soest und die
Stadt Lippstadt ebenfalls Radarkontrollen durch.
zu ermöglichen, jedoch
konnten beliebte Gruppenangebote, wie Bewerbungstrainings oder auch kreativer Videoschnitt nicht mehr
in die Angebotsstruktur des
Hauses mitaufgenommen
werden.
Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung
der Dr. Arnold Hueck-Stiftung und der Eigenleistung
der Evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt als Träger der Einrichtung konnte
das Internet-Café wieder auf
einen modernen Stand gebracht werden. Zur Verfügung stehen nun sechs bes-
tens ausgerüstete PC mit
entsprechender
Software
und ein funktionierender
Server. Eine kleine Eröffnungsfeier läutete die Wiedereröffnung feierlich ein.
Daran nahmen auch Herbert Schiene, Wolfgang
Roßbach und Jörg van der
Horst von der Dr. Arnold
Hueck-Stiftung teil und begutachteten die seitens der
Stiftung ermöglichte neue
Technik. Pfarrer Dr. Roland
Hosselmann von der Evangelischen Kirchengemeinde
zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über den neu eingerichteten
Medienbereich
des Jugendtreffs.
Christine Westermann,
Leitung des Shalom betonte
die Notwendigkeit des Medienangebotes und berichtete zufrieden, dass die erste
Veranstaltung in dem neuen Web-Café, eine Facebook-Infoveranstaltung , bereits komplett ausgebucht
ist. Bei selbst gebackenen
Kuchen und Cakepops, Kaffee und Saft feierten Jugendliche, Vertreter der Stiftung
und Gemeinde gemeinsam
die neuen Möglichkeiten
und freuen sich auf viele
Veranstaltungen in dem
„neuen“ Internet-Café.
Geänderte
Öffnungszeiten
LIPPSTADT ■ Während der
Herbstwoche gelten für das
Stadtmuseum
geänderte
Öffnungszeiten. Am Samstag, 18. Oktober, sowie von
Dienstag, 21. Oktober, bis
Samstag, 25. Oktober, ist
das Museum vormittags,
von 10 bis 12 Uhr, geöffnet.
Ab Dienstag, 28. Oktober, ist
das Museum dann wieder
zu den üblichen Zeiten von
10 bis 12 Uhr und von 15 bis
17 Uhr zugänglich.
Unverändert bleiben die
Öffnungszeiten der Galerie
im Rathaus während der
Herbstwoche. Hier ist derzeit noch die Fotoausstellung „Lippstadt – eine moderne Hansestadt“ zu sehen. Zu den üblichen Öffnungszeiten, dienstags bis
samstags von 10 bis 12 Uhr
und von 15 bis 17 Uhr, könDank der Unterstützung der Dr. Arnold Hueck Stiftung konnte der Jugendtreff Shalom sein „in die nen rund 100 Fotos, besichtigt werden.
Jahre gekommenes“ Web-Café wieder auf einen funktionstüchtigen Stand bringen.
Die Vorstands- und Delegiertenversammlung der Heimatgruppe
Bielitz-Biala fand in der Patenstadt Lippstadt statt. ■ Foto: Brode
Stube arbeitet
Nachlass auf
Heimatgruppe Bielitz-Biala tagte zum 62. Mal
LIPPSTADT ■ Auch in diesem
Jahr trafen sich die bundesweiten Vorstände und Delegierten der Heimatgruppe
Bielitz-Biala wieder zu ihrer
62. Jahrestagung in der Patenstadt Lippstadt. Bundesvorsitzender Peter Bucher
bedankte sich bei der anwesenden
stellvertretenden
Bürgermeisterin
Sabine
Pfeffer für die Unterstützung Lippstadts. Das werde
auch zukünftig so bleiben,
versprach Pfeffer.
Da Carsten Hess, der Betreuer der Lippstädter Heimatstube, verhindert war,
berichtete sein Vater Walter Hess über die aktuelle Situation der Bielitzer Stube,
die als Archiv, Museum, Bücherei und Tagungsort gleichermaßen dient. Neben
der Präsentation von Trachten, Fotos, Landkarten und
Kunstgegenständen sowie
einer
umfangreichen
Sammlung an heimatkundlichen Schriften sei man aktuell mit einer Aufarbeitung des Nachlasses und der
Aktualisierung der umfassenden Heimatkartei von
Bielitz-Biala beschäftigt.
Breiten Raum der Versammlung nahm der Jahresbericht des Bundesvorsitzenden ein. Bucher berichtete anhand von Fotos über
die besondere Problematik
seiner Besuchsreisen in
Lippstadts Patenstadt und
seinen kleinen Schritten
zur Verbesserung der Völkerverständigung. Gleichwohl freute er sich über den
herzlichen Empfang der Bevölkerung.
„Ich konnte mir nicht
vorstellen, dass die Deutschen so lustige Leute
sind!“, zitierte Peter Bucher
den Oberbürgermeister von
Bielitz-Biala am Ende der
Besuchsreise. Freilich sei
sein Versuch einer Einladung auf einen offiziellen
Gegenbesuch in Lippstadt
bislang noch erfolglos geblieben, berichtete der Vorsitzende, der jedoch die
Hoffnung noch nicht aufgeben will. ■ LB
Gartenlaube brannte aus
LIPPSTADT ■ Um den Brand
in einer Gartenlaube an der
Rixbecker Straße im Bereich
der Bahnlinie zu löschen,
rückte die Feuerwehr Lippstadt am Freitagabend aus.
Um 23.37 Uhr ging der Not-
ruf ein. Als die sechs Männer eintrafen, brannte die
Laube bereits in voller Ausdehnung, berichtete Christian Dicke, Sprecher der
Kreisleitstelle. Die Brandursache sei noch unklar.
Nr. 237 - DER PATRIOT
SPRUCH DES TAGES:
Menschen irren, aber nur
große Menschen erkennen
den Irrtum.
August von Kotzebue
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Eduard, Theophil
KINO
Montag,13. Oktober
Cinema-Studio-Center
„ WISH I WAS HERE“
20.15 Uhr
„Monsieur Claude und seine
Töchter“
18 Uhr
Kino für Kenner: Montagsauslese
„Die geliebten Schwestern“
17 + 20 Uhr
Cineplex
„THE EQUALIZER“
17.30 + 20.15 Uhr
„Annabelle“
20.30 Uhr
„Mein Freund der Delfin 2“
15.30 + 17.15 Uhr
„Prinz Ribbit“
15.30 Uhr
„Männerhort“
16, 18.15 + 20.30 Uhr
„Dracula Untold“
18.30 + 20.30 Uhr
„Hüter der Erinnerung“ THE GIVER
16.30 Uhr
„GONE GIRLS“ - Das perfekte
Opfer
19.45 Uhr
„Der kleine Nick macht Ferien“
15.30 Uhr
„WHO AM I - Kein System ist
sicher“
18 + 20.30 Uhr
„Sex Tape“
16 + 18.30 Uhr
KURZ NOTIERT
ESBECK ■ Am Montag, 13.
Oktober, um 15 Uhr, treffen
sich die Senioren im Pfarrheim in Esbeck. Das Seniorentreffen findet einmal im
Monat statt.
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LIPPSTADT
Montag
Bei Borderline
richtig trainieren
PARTEIEN
CDU-Stadtratsfraktion: 16 - 18 Uhr
Bürgersprechstunde im Rathaus.
SPD-Ratsfraktion: 15 - 18 Uhr Bürgersprechstunde im Rathaus.
STADT+KULTUR
Montag, 13. Oktober
Informationsveranstaltung in Beratungsstelle
LIPPSTADT Eine Informationsveranstaltung
zum
STEPPS-Trainingsproramm
bei Borderline-Persönlichkeitsstörung findet am Donnerstag, 16. Oktober, um
17.30 Uhr in den Räumlichkeiten der „BLICK“ Kontaktund Beratungsstelle für
Menschen in psychisch belastenden Lebenssituationen (SKM, Cappelstraße 50
bis 52) statt.
In Deutschland leiden
etwa zwei Prozent der Bevölkerung an einem sogenannten
Borderline-Syndrom, das sind rund 1,6 Millionen Menschen. Immer
mehr, zumeist jüngere Menschen (bis zu fünf Prozent),
leiden an dieser seelischen
Störung, die als BorderlineSyndrom bekannt ist.
Das Borderline-Syndrom
wird dabei dem Bereich der
Persönlichkeitsstörung zugeordnet.
Persönlichkeit
entwickelt sich durch genetische Faktoren sowie Erfahrungen, die Menschen in ihrem Lebensalltag machen
und daraus, wie diese Erfahrungen verarbeitet werden.
Ist die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit starken
Störungen
unterworfen,
kann eine Persönlichkeitsstörung die Folge sein.
In letzter Zeit werde in
der Öffentlichkeit immer
öfter auf die Erkrankungsund Lebenssituation und
die damit verbundene Belastung Betroffener aufmerksam gemacht, heißt es in einer Pressemitteilung des Sozialdienstes
Katholischer
Männer (SKM). Zudem ergeben sich sowohl im stationä■
ren wie auch im ambulanten Rahmen zunehmend
Möglichkeiten der therapeutischen Begleitung.
STEPPS ist dabei ein ambulantes
Trainingsprogramm für Menschen mit
einer Borderline-Persönlichkeitsstörung und Personen,
die an einer Störung der
Emotionsregulation leiden.
Die Teilnehmer lernen spezifische Fertigkeiten im
Umgang mit persönlichen
Emotionen und zur Steuerung ihres Verhaltens. Das
Training wird im ambulanten Bereich durchgeführt
und erstreckt sich über ca.
20 Wochen, einmal wöchentlich zwei Stunden. Das
Trainingsprogramm
gliedert sich dabei in drei Teile:
Die Krankheit erkennen
und annehmen, Fertigkeitentraining im Umgang mit
Emotionen und Verhaltenstraining.
Das Besondere an diesem
ambulant durchgeführten
Trainingsprogramm
ist,
dass Therapeuten, Freunde
und Angehörige mit einbezogen werden. Sie bilden
das sogenannte Helferteam,
um die neu erworbenen Fertigkeiten zu stützen und zu
fördern. Für die Betroffenen
ist es wichtig, sich selber
über ihre Erkrankung zu informieren und Spezialisten
im Umgang mit den eigenen
Fähigkeiten zu werden.
Über die Inhalte des Trainingsprogrammes
informieren Hildegard Bauer
und Hanna Rapp. Voranmeldung für diese Veranstaltung
unter
Tel.
(0 29 41) 9 73 40.
13. Oktober 2014
Thomas-Valentin-Stadtbücherei: 10
- 18 Uhr geöffnet.
Kombibad, Am Jahnplatz: 6.30-21 Uhr
geöffnet.
Stadtinformation: 19 Uhr Themenstadtführung - Lippstädter Lichtpromende, ab Rathaus.
VEREINE
Bridge-Club Lippstadt: 15 Uhr Spieltag im „Alten Gasthaus Voss“ Lipperode.
Parkinson-Regionalgruppe: 15 Uhr
Wassergymnastik in Bad Waldliesborn, Infos unter Tel.: (0 52 44) 97 58
58.
Gem. Chor Cäcilia Lipperode: 19.30
Uhr Chorprobe „Alle Stimmen“ in der
Gaststätte Zum Damm.
Gem. Chor 1861 Lipperode: 20 Uhr
Probe in der Aula der Graf-BernhardRealschule.
VERBÄNDE
KIA, Unionstr. 2b: 10-15 Uhr geöffnet,
Kaffeestube, Mittagstisch u. Tafel.
AWo-Begegnungzentrum, Steinstr. 9:
14 bis 18 Uhr geöffnet.
TAP - SKM e.V., Nußbaumallee: Erwachsene - 13.30 -15 Uhr Billardtreff
für Senioren.
DRK-Ortsverein LP: 10 - 11 Uhr Senioren-Turnen, Gaußstr. 11.
SENIOREN
Senioren-Internet: 11-12.30, 13.3016.30 u. 16.45-18.15 Uhr bei der INI,
Südstraße 18.
Evang. Kirchengemeinde LP: 9.30
Uhr Seniorentanz am Vormittag, im
Johanneshaus, Bunsenstraße.
Senioren Esbeck: 15 Uhr Treff im Pfarrheim.
AUS DEN KIRCHEN
Pastoralverbund LP-Mitte
St. Nicolai: 17.45 Uhr Fatimarosenkranz, 18.15 Uhr kfd: Gemeinschaftsmesse, anschl. Erntedankfeier im Pfarrheim.
St.Joseph: 19.15 Uhr Chor an St. Joseph.
St. Bonifatius: 16.30 Uhr Caritaskonferenz im Pfarrzentrum.
Pastoralverbund LP-Nord
St. Elisabeth: 10 Uhr Senioren-Gymnastik, 19 Uhr Selbsthilfegruppe
Angst.
St. Michael Lipperode: 14.30 Uhr Tanzkreis 60 Plus.
Pastoralverbund LP-Süd-West
St. Pius: 18 Uhr Walken für Frauen, ab
Piuskirche.
St. Antonius Eickelborn/Lohe: 14.30 Uhr
Handarbeitstreff in der Michaelsburg.
JUGENDTREFF
Sozialdienst katholischer Frauen: ,
18 - 20 Uhr Jugendkeller, im BWZ Juchaczstr. 4.
Jugendtreff Bökenförde, Jugendkeller im Gemeindezentrum: 20 - 22
Uhr Offener Treff.
Kleine offene Tür St. Elisabeth: 1518 Uhr Kindertreff ab 6 Jahren, 17 20 Uhr Jugendtreff ab 12 Jahren.
Pfadfinder Cappel: 17.30 Uhr Heimatabend für Jungen/Mädchen von 1215 Jahren im Kath. Pfarrheim, Beckumer Straße.
Jugendtreff Shalom: 11 - 16 Uhr Offener Treff ab 12 Jahren, 11 - 13 Uhr
Frühstücksaktion, 13-16 Uhr KreativWerkstatt.
KURORT AKTUELL
Bad Waldliesborn
Touristinformation: 9 - 12 Uhr u. 14 17 Uhr geöffnet, im Haus des Gastes,
Tel.: (0 29 41) 94 88 00.
Thermalsolebad: 7 - 21.30 Uhr geöffnet.
Sauna: 9 - 21.30 Uhr geöffnet.
MediActiv Treff: 8 - 12.30 + 13.30 19 Uhr geöffnet.
NOTDIENSTE
Ärzte: Zu erfragen unter
Tel.: 11 61 17, von 18 Uhr bis 8 Uhr
am nächsten Morgen.
Notdienst-Praxis im Oktober, 18 - 22
Uhr Sprechzeiten im Evang. Krankenhaus, Wiedenbrückerstr. 33, Lippstad, Tel. (0 29 41) 67 18 50.
Kinder- u. Jugendärztlicher Notfalldienst, Tel.: 11 61 17.
Zahnärzte: Zu erfragen unter Telefon (0
29 41) 66 28 51.
Apotheken Lippstadt und Umgebung: Zu erfragen unter Festnetz Tel.
0800/0 02 28 33
oder
Handy
2 28 33, Westtor - Apotheke, Kleiner
Hellweg 16 , Geseke, Tel. , Tel. (0 29
42) 23 44 (ab 9 Uhr morgens bis 9
Uhr des darauffolgenden Tages.
NACHRICHTEN
LIPPERODE ■ In der Pfarrkriche in Lipperode findet am
Dienstag, 14. Oktober, ein
Seniorennachmittag statt.
Beginn ist um 14.30 Uhr mit
einer heiligen Messe. Anschließend findet im katholischen Pfarrheim eine Erntedankfeier statt.
RAT UND HILFE
Montag, 13. Oktober
Stadt+Kultur-Information Lippstadt 10 - 18 Uhr geöffnet,
Tel.: (0 29 41) 5 85 11 (Kultur Infos+Kartenvorverkauf),
Tel.: 5 85 15 (Stadtinfos).
StadtTelefonLippstadt, Ideen- u. Beschwerdestelle:
Tel.: 98 07 00.
Stadtwacht Lippstadt: Tel.: (0 29 41) 98 05 51 oder 0151/15
25 27 33.
Sozialdienst kath.Frauen: Tel.: 2 86 82 20 MinderjährigenVormundschaften, Pflegekinderdienst, Schwangerschaftsberatung.
DONUM VITAE Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung, Marktstr. 4, Lippstadt: 9 - 12 Uhr Bürozeiten,
sowie nach tel. Vereinbarung, Tel.: 92 24 11.
Stadt Lippstadt Seniorenbüro + trägerunabhängige
Pflegeberatung: 9 - 12 Uhr u. n. Vereinbarung geöffnet,
Geiststr. 47, Tel.: 98 06 81.
Mobiler Einkaufswagen für Senioren: Anmeldung bis
Dienstag um 12.00 Uhr für Teilnehmer südlich der Bahnlinie: Fahrdienst Caritas-Sozialstation, Tel. 28 48 80,
Teilnehmer nördlich der Bahnlinie Fahrdienst des Senioren- + Pflegeheims Metropol, Tel.: 9 43 30.
Stadt Lippstadt Büro f. bürgerschaftliches Engagement:
8.30-12.30 Uhr u. 14-16 Uhr, in der Geiststr. 47, Tel.
98 06 81.
Lea, LP, Erwitter Str. 31: Ambulanter Pflegedienst, Tel.: (0 29
41)2 71 38 83.
Lebenshilfe Beratungsstelle für Behinderte und Angehörige,
Mastholter Str.46: Tel.: 96 70 - 16, Familienunterstützender Dienst/Freizeitangebote für Kinder u. Jugendl. mit Behinderung Tel.: 76 70-57, Frühförderung bei Problemen
i. d. kindl. Entwicklung bis 6 Jahre, Tel.: 96 70-17/-18.
Lippstädter Tafel: 12 - 13 Uhr Lebensmittelausgabe, Basterweg 27 (Jump in).
Hospizkreis Lippstadt, Geiststr. 10: Begleitung Schwerstkranker und Sterbender, Tel.: (0 29 41) 65 88 66.
AWO Beckumer Str. 14: Schuldner/Insolvenzberatung Tel.: 97
01 16/97 01 21, Schwangerschaftskonfliktberatung Tel.: 97
01 15, Ambulant Betreutes Wohnen - Hilfen für Menschen
mit Behinderungen Tel.: 34 63, Klusetor 9 , Jugendmigrationsdienst JMD, Klusetor 9, Tel.: 92 31 51.
Caritas-Pflegeberatungszentrum, Klosterstr. 37: Beratung
in Gesundheitsfragen, Kranken/Altenpflege, Seniorenberatung, Tel.: 28 48 80, Tagespflege St. Hildegard, Tel.: 2 84 88
50, Mutter/Kind-Kur (Termine n. Abspr.) Tel. 2 84 88 70.
Caritas-Erziehungsberatung, Steinstr. 9, Tel. 50 38.
Caritas Wohnberatungsstelle, Klosterstr. 37: 9-12 Uhr geöffnet, Tel. 2 84 88- 80.
Diakonie Ruhr-Hellweg, Niemöllerhaus, Brüderstr. 13: 8.30-
ANZEIGE
12 Uhr Suchtberatung geöffnet, Tel.: 55 03, 18-22 Uhr Krisentel.: 0171-2 20 34 17, Ambulante Kinder-, Jugend-,
Fam.-Hilfe Tel.: 9 78 55-23, Reisedienst Tel.: 0800-5 89 02
57, Betreuungsverein Tel.: 9 78 55-14.
INI, Südstr.7, 7.45-16.30 Uhr Jugendberatung, Tel. 75 21 72.
INI Erwerbslosenberatung, Cappelstr. 44: 8.30-13 + 1416.30 Uhr geöffnet. Tel. 75 21 06.
INI-Integrationsfachdienst + INI-Unterstützte Beschäftigung, Cappelstr. 44: 7.30 - 16.30 Uhr geöffnet, Tel.
75 21 25.
Avita Pflege+Gesundheit: Beratung unter Tel.: (0 29 41) 2
89 80 sowie 24 Stunden-Rufbereitschaft, Tagespflege
Oase, Tel. 2 89 81 09.
ambu cura Pflegedienst, Südstr.8: Tel. 24 75 70.
Diakoniestation am Evangelischen Krankenhaus Lippstadt: Beratung in Gesundheitsfragen, sowie Kranken- und
Altenpflege, Tel.: 98 89 30.
Dreifaltigkeitshospital + Caritas, Informationszentrum für
Pflege und Gesundheit: 11 - 13 Uhr Sprechzeiten im Schauroth’schen Palais, Klosterstr. 31, Tel.: 75 88 88.
Pflege- und Demenzberatung Haus Gisela:, Bad Waldliesborn, Grüner Weg 31, Tel. 9 44 80.
Wohnung für Frauen in Not: Tel.: (0 29 41) 98 02 00.
MS-Kontaktkreis: Tel.: 1 09 42 (Lippstadt), Tel.: (0 29 42)
32 80 (Geseke).
LWL Kliniken Eickelborn/Benninghausen, Bürgertelefon: Tel.: (0 29 45) 981 22 55.
Forensik-Bürgertelefon der Polizei: Tel.: (0 29 41) 91 00 55
55.
Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Lippstadt,
Woldemei 36-38: 9 - 13 + 14 - 18 Uhr geöffnet, Tel.:
94 88 20.
Sportverband Lippstadt, Geiststr. 2: 16 - 18 Uhr Geschäftsstelle geöffnet.
SKM Blick Kontakt- u. Beratungsstelle f. Menschen m.
Psychiatrieerfahrung, Cappelstr. 50-52: 8 - 16 Uhr geöffnet, Termine Tel. 97 34-51 o. 97 34-49, 10 - 12 Uhr Handarbeitsclub, 15 - 18.30 Uhr Blick-Treff im Bistro, 16.30 Uhr
Bingo im Bistro.
Blaues Kreuz: 20 Uhr Treffen der Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke, Medikamtenabhängige. Angehörige, Brüderstr.
13 (Niemöllerhaus), Info Tel. 1 73 30 oder www.blaueskreuz-lippstadt.de.
VdK Lippstadt: 14.30 - 16.30 Uhr Beratungsstelle geöffnet,
Bökenförder Str. 39, Tel. (0 29 41) 9 68 00 00.
Haus und Grund e.V., Poststr. 32: 14 - 17 Uhr geöffnet.
Spomobil e.V: 9 - 9.45 Uhr Mobilitätstraining und Sturzprophylaxe für Senioren und Hochbetagte in der Musikschule
Goth Cappelstr.18/ Stiftstr. 3, Infos unter Tel.( 0 29 41)
92 28 87.
TEL. (0 29 41) 201-203
Entwicklung
nach dem Tod
Bin Ladens
LIPPSTADT ■ Zur ersten Vortragsveranstaltung
nach
den Sommerferien heißen
Mitglieder und Freunde der
Gesellschaft für Wehr - und
Sicherheitspolitik (GfW) interessierte Gäste willkommen. Am Dienstag, 21. Oktober, um 19.30 Uhr lautet
das Thema: Bin Laden ist tot
– der militante islamistische Terrorismus eskaliert.
Als Referent wird Rolf Tophoven, Direktor des Instituts für Krisenprävention
(IFTUS), Essen, erwartet.
Veranstaltungsort ist der
Hubertushof an der Holzstraße in Bad Waldliesborn.
Der Vortrag umreißt die
Entwicklung des militant islamistischen Terrorismus
seit dem Tode bin Ladens bis
zur Gegenwart. Es handelt
sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung
des
Reservisten-Verbands Arnsberg und der Konrad-Adenauer-Stiftung, teilen Sektionsleiter Dr. Olav Freund
und der Geschäftsführer der
GfW, Dieter Brand, mit.
IMPRESSUM
Lippstädter Zeitung, Lippstädter Anzeiger,
Geseker Zeitung, Anröchter Nachrichten, Erwitter Nachrichten, Rüthener Volksblatt, Warsteiner
Nachrichten
Herausgeber und Verleger:
Dr. Michael Laumanns,
Dr. Reinhard Laumanns und
Christoph Barnstorf-Laumanns
Verlagsanschrift: Zeitungsverlag
DER PATRIOT GmbH, Hansastraße 2,
59557 Lippstadt, Postfach 2350/2360.
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201-297 (Redaktion)
201-249 (Anzeigenabteilung)
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Lippstadt: Wilfried Prange (Leitung),
Eckhard Heienbrok, Stefan Niggenaber
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Wirtschaftsmagazin: Axel Schwade
Kultur: Andreas Balzer
Kreis/Rundblick: Thomas Felder (Leitung),
Karl-Heinz Grüning
Sport: Heinz Nienaber (Leitung), Frank Lütkehaus, Thomas Wiegand
Alle Hansastraße 2, 59557 Lippstadt,
Tel. (0 29 41) 201-00.
Erwitte/Anröchte: Michael Görge (Leitung),
Björn Winkelmann
Hellweg 15, 59597 Erwitte,
Tel. (0 29 43) 9 78 50 12 oder
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Geseke: Dominik Friedrich (Leitung),
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Tageszeitungen, Hamm.
Chefredakteur: Martin Krigar.
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Nr. 237 - DER PATRIOT
LIPPSTADT
Montag
13. Oktober 2014
67 Erstspender
gewonnen
Wer gut isst,
lernt auch
gut!
„Das Frühstück ist der wichtigste
Muntermacher des Tages. Vollkorn- und Milchprodukte, Obst
und Rohkost sind die Garanten für
einen fitten Start. Sie sorgen dafür, dass Energie und Leistungsstärke in den Schulstunden nicht
nachlassen“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Zum Schulstart
liefert sie Tipps zu vitamin- und
nährstoffhaltigen Leckereien, die
auf dem Frühstücksteller und in
der Brot-Box für die Pause nicht
fehlen dürfen. Kinder und Jugendliche, die gefrühstückt haben, sind
aufmerksamer, leistungsfähiger
und ermüden nicht so schnell.
Kohlenhydrate, wie etwa ballaststoffreiche Vollkornprodukte in
Form von Brot oder Müsli, sollte
das Frühstück enthalten. Idealerweise werden diese Fitmacher mit
einem ungezuckerten Früchteoder Kräutertee ergänzt. Wer Zuhause reichhaltig gefrühstückt
hat, genießt in der Pause nur ein
Zwischensnack. Damit die Gefahr,
dass sich Schüler unterwegs mit
Soft- oder Energy-Drinks eindecken, sinkt, sollte ein geeigneter
Durstlöscher mit in die Schultasche wandern. Sich über das Mittagsangebot in der Schule zu informieren ist empfehlenswert. Ein
Schulkiosk mit Angeboten nach
den Empfehlungen der Deutschen
Gesellschaft für Ernährung (DEG)
würde zu einer besseren Ernährungssituation beitragen. Weitere
Tipps finden Eltern in der Broschüre „So schmeckt der Schultag“ –
erhältlich in den Beratungsstellen
der Verbraucherzentrale NRW.
Mehr Infos zu gesunder Schulverpflegung gibt’s auch unter
www.schulverpflegung.nrw.de
oder unter www.vz-nrw.de/ernaehrungsempfehlungen.
Beeindruckende Bilder sollen
den Zuschauern in Lipperode
Neuseeland näherbringen.
Neuseeland
mit Kamera
erkundet
TEL. (0 29 41) 201-203
Erfolgreiche Blutabgabe am Lippe-Berufskolleg
LIPPSTADT ■ 133 - 112 - 67
waren die erfreulichen Zahlen des Tages: 133 angetretene Spendewillige, 112 tatsächliche Spender (einige
Rückstellungen gibt es immer) und 67 Erstspender
konnten für die gute Sache
gewonnen werden. Die diesjährige Blutspende am Lippe-Berufskolleg war ein voller Erfolg.
Die hohe Beteiligung vom
letzten Jahr wurde somit
noch einmal verbessert - besonders die wesentlich höhere Zahl an Erstspendern
bot Anlass zur Freude. Die
Mitglieder vom Blutspendedienst waren von diesem Ergebnis begeistert. Sowohl
die gute Organisation im
Vorfeld, die vom DRK gelobt
wurde, als auch die Unterstützung des DRK-Teams
durch die Schüler der Oberstufe der Berufsfachschule
Gesundheitswesen am Blut-
spendetag trugen mit zum
Gelingen der Aktion bei.
Vorherige
Rundgänge
durch die Klassen informierten und motivierten
für die Blutspende.
Im nächsten Jahr
Zahlen knacken
Am Spendetag betreuten
die Schüler der Klasse GO
die Spender von der Anmeldung bis zum Ruheraum
und kümmerten sich ebenfalls um das leibliche Wohl.
Denn nach der Blutspende
konnte sich natürlich jeder
noch bei einem Imbiss stärken, bevor es für die meisten in den Unterricht zurückging. „Vielleicht können im nächsten Jahr auch
diese Zahlen wieder geknackt werden, denn jeder
Tropfen zählt“, heißt es in
einer Mitteilung des LippeBerufskollegs.
Animieren sich gegenseitig, vor und nach der Arbeit Sport zu machen – als Ausgleich zum gestiegenen Stress und Druck im Beruf: Die Erzieherinnen des Familienzentrums St. Nicolai. Die Hälfte von ihnen fährt mit dem Rad zur Arbeit.
Mal richtig Dampf ablassen
Erzieherinnen des Familienzentrums St. Nicolai halten sich durch Sport fit
LIPPSTADT ■ Die eine
schwingt sich jeden Morgen
aufs Rad und strampelt kilometerweit bis zur Arbeit, die
anderen treffen sich zum Frühschwimmen um 6.30 Uhr im
Kombibad. Keine Frage: Die
Erzieherinnen des Familienzentrums St. Nicolai (Soeststraße) tun etwas für ihre Gesundheit. Seit einigen Wochen
schon animieren sie sich gegenseitig, vor und nach der
Arbeit Sport zu machen – als
Ausgleich zum beruflichen
Stress und Druck, der durch
das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) enorm zugenommen hat.
Kitaleiterin Helena LewisCronshage schwört auf ihr
Fahrrad. Sie lebt in Langenberg, bis zur Kita sind es 20
Kilometer. „Wenn ich morgens hier ankomme, habe
ich mir auf der Fahrt den
Kopf
freigeblasen,
und
nachmittags kann ich beim
Radeln Dampf ablassen.“
Denn der sammelt sich
bei ihr und ihren 15 Kolleginnen in der fünfgruppigen Einrichtung schnell an.
Das Familienzentrum besuchen 100 Kinder, 28 davon
sind unter drei Jahre, zehn
von ihnen jünger als zwei
Jahre alt. „Es ist wunderbar,
mit den Kindern zu arbeiten
und sie zu fördern“, betont
die Kitaleiterin. „Aber wir
stehen unter so großem
Druck!“ So hätten die Arbeitsbelastungen und Anforderungen von Erzieherinnen in den letzten Jahren
kontinuierlich
zugenommen, besonders seit das
neue Kinderbildungsgesetz
(KiBiz) in Kraft getreten sei.
„Der gestiegene Anspruch
an die frühkindliche Bildung, die Übermittags-Betreuung oder das Wickeln
der Kleinsten, die seit KiBiz
einen Rechtsanspruch auf
einen Kita-Platz haben –
„wir müssen immer mehr
Aufgaben bei gleicher Arbeitszeit erfüllen“, bemängelt Lewis-Cronshage. „Zeit
für Pausen bleibt nicht.
Geld für mehr Personal
stellt das KiBiz aber nicht
zur Verfügung. Und daran
hat leider auch die jüngste
KiBiz-Revision nicht wirklich etwas geändert,“ kritisiert sie. Damit spricht die
Kitaleiterin ein Problem an,
das alle Kindertageseinrichtungen in NRW haben.
Der Stress macht krank.
Gar nicht selten heißt es bei
Erzieherinnen: Burn-Out.
Das geht aus einer Studie
der Unfallkasse NRW hervor, die von 2010 bis 2012
erstmals die Zusammenhänge der strukturellen
Rahmenbedingungen und
der Gesundheit des pädagogischen Personals in Kindertageseinrichtungen untersuchen ließ.
Krankheitsfälle:
Zahl ist alarmierend
Dabei kam unter anderem heraus, dass bei jeder
zehnten
pädagogischen
Fach-und Leitungskraft in
NRW innerhalb der letzten
zwölf Monate ein psychovegetatives Erschöpfungssyndrom diagnostiziert wurde.
Dies sei eine alarmierende
Zahl, heißt es in der Studie.
Doch auch ohne Burn-Out
drohen Krankheiten für die
Kita zu einem Problem zu
werden.
Helena
LewisCronshage: „Wir haben in
der Regel zwei Erzieherinnen pro Gruppe. Wenn die
mal ‚nur‘ richtig stark erkältet sind, müssten wir die
Gruppe schließen und die
Kinder nach Hause schicken. Wir können keine aus
einer anderen Gruppe abziehen.“ Damit es gar nicht soweit kommt, halten sich die
Erzieherinnen durch ihren
„Betriebssport“ körperlich
und seelisch fit.
So wie die Kitaleitern
fährt die Hälfte der Erzieherinnen jetzt immer mit dem
Rad oder auf Inline-Skates
zur Kita – auch bei Regen.
Unterwegs treffen sie sich
und fahren den letzten Weg
zusammen. Tanja Bülck:
„Ich merke, dass ich dadurch viel ausgeglichener
bin.“ Fünf weitere Kolleginnen kommen jeden Mittwoch besonders früh aus
den Federn. Um 6.30 Uhr
treffen
sie
sich
im
Schwimmbad, um noch vor
der Arbeit eine Stunde Bahnen zu ziehen. Diane
Werthmann-Pinnell merkt,
wie gut ihr das tut. „Gerade
in der Eingewöhnungszeit
habe ich die Jüngsten viel
getragen – abends hatte ich
dann immer massive Verspannungen. Durch den
Sport ist das viel besser geworden.“
LIPPERODE ■ Eine Fotopräsentation rund um Neuseeland und die Inseln auf dem
Pazifischen Feuerring von
Friedhelm Walter ist am
Donnerstag, 16. Oktober, ab
19.30 Uhr im Alten Gasthaus Voss in Lipperode zu
erleben.
Mit Proviant in der Tasche: 94 Teilnehmer erlebten Kinderbibeltage in Bad Waldliesborn
Neuseeland, mit seinen
BAD WALDLIESBORN ■ Unter
wunderschönen, teilweise
dem Motto: „Jona – Einer
unberührten Landschaften,
wie ich“ fanden jetzt in St.
wie den geothermischen Gebieten in und um Rotorua,
Josef Bad Waldliesborn die
den Vulkanen im Tongariro
15. Kinderbibeltage statt. 94
National Park, den gewaltiKinder begaben sich wie
gen Fjorden, der Wildheit
Jona auf eine abenteuerlider Westküste mit ihren
che Reise. Mit Proviant in
schroffen Klippen und dichder Tasche setzten sich die
ten Regenwäldern, sei einKinder mit den Gefühlen
zigartig, heißt es in einer
des Jona auf seiner Reise
Vorankündigung. Und weinach Ninive auseinander.
ter: Die Menschen sind
Auf ihrem Weg erledigten
freundlich und hilfsbereit,
sie zahlreiche Aufgaben. Sie
gestalteten u.a. einen Pass,
sie lieben ihr Land und sind
machten Fotos in Gewänsehr naturverbunden. Hödern, kletterten in einen
hepunkte waren TrekkingWal und durch eine Felstouren, wie der Tongariro
spalte; drehten einen Film
Alpine Crossing im Vulkanund bastelten einen Wutgebiet, der Abel Tasman Coball. Als Gemeinschaftsproast Track im lieblichen Küsjekt verzierten die Kinder eitenbereich und der Milford
nen Holzfisch mit HandabTrack, der durch den Regendrücken der verdeutlicht,
wald, vorbei an gewaltigen
„dass Gott immer da ist – als
Wasserfällen
über
den
Mackinnon Pass bis zum 94 Kinder begaben sich bei den Bibeltagen wie Jona auf eine Reise. Mit Proviant in der Tasche setzten Gemeinschaft können wir
uns gegenseitig halten“.
Milford Sound, führt.
sie sich mit den Gefühlen des Jona auf seiner Reise nach Ninive auseinander.
Wie Jona ins Abenteuer gestartet
Ein Schüler wird nach erfolgter Spende von einem DRK-Mitarbeiter behandelt.
Konfirmanden backen
80 Brote „für die Welt“ in Lipperode verkauft
LIPPERODE ■ Seine Backstube öffnete Bäckermeister
Jürgen Bals jetzt aus Lipperode für die Konfirmandengruppe der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Lipperode, und
zwar im Rahmen der Aktion
„5000 Brote“ der Evangelischen Kirche in Deutschland und des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerkes.
Mit Bäckerschürzen und
Bäckerschiffchen bekleidet
backten zwölf Jugendliche
unter der fachkundigen Anleitung von Bäckermeister
Jürgen Bals 80 Brote für
Brot für die Welt zugunsten
von Kinder- und Jugendbildungsprojekten in Bogotá
(Kolumbien), in Dhaka (Bangladesch) und Kumasi (Ghana). Mit großer Begeisterung und Engagement waren die Konfirmanden bei
der Sache. Sie kneteten,
formten und backten den
von der Bäckerei gestifteten
Teig zu ihren Broten, die sie
dann am Erntedankfest im
Anschluss an den von ihnen
mitgestalteten Familiengottesdienst verkauften.
Mit Bäckerschürzen und Bäckerschiffchen bekleidet backten
zwölf Jugendliche unter der fachkundigen Anleitung von Bäckermeister Jürgen Bals 80 Brote für Brot für die Welt zugunsten von
Kinder- und Jugendbildungsprojekten
Nr. 237 - DER PATRIOT
Montag
ERWITTE / ANRÖCHTE
13. Oktober 2014
TEL. (0 29 43) 9 78 50 12
TEL. (0 29 43) 9 78 50 13
Vielseitig farbenfroh
Musical Mix-T(o)ur gastiert in Bad Westernkotten
Ein wahres Vergnügen für die Augen sind die bunten Lichteffekte, die sich in den Abendstunden immer wieder auf der Herbstkirmes bieten. Dieses Foto zeigt den „High Impress“ – ein rasantes Fahrgeschäft. ■ Foto: Winkelmann
Kopfüber fliegen und die
Pferdchen rennen lassen
Herbstkirmes Anröchte punktet mit vielen Attraktionen bei Jung und Alt
ANRÖCHTE ■ Im Avenger mal
kopfüber fliegen, klebrige Lippen von der süßen Zuckerwatte haben und den würzigen
Duft von gebrannten Mandeln
in der Nase, rasante Fahrten
im High Impress, Spannung an
der Losbude, Spaß beim Entenangeln oder beim Frösche
(aus Plastik) kloppen, herzhaft
in eine Currywurst beißen
oder Reibekuchen mit Apfelmus genießen, sportlichen
Ehrgeiz beim Pferderennen
zeigen, im Crazy Clown oder in
Disneyflieger gemächlich seine Runden drehen, im Warsteiner Iglu oder am ArensStand abfeiern, sich spannende Verfolgungsfahrten im Autoscooter liefern. Oder einfach bei einem Gläschen Hugo
oder Helga an der ProseccoBar plaudern bzw. an den Bierständen ein kühles Blondes zischen sowie im Foyer des Bürgerhauses bei Kaffee und Kuchen entspannen und sich
über die erfolgreich getätigten Einkäufe in den heimischen Fachgeschäften freuen
– all dies steht für die Herbstkirmes Anröchte.
Viele tausend Besucher,
Jung und Alt gleichermaßen, Bürger aus der Gemeinde sowie unzählige
Gäste, eigens aus der näheren und gar weiteren Umgebung angereist, genossen
bisher bei wunderbarem
herbstlichen Wetter den
Rummel mit seinen Attraktionen, Aktionen, Aktivitäten und Angeboten. Alle fei-
erten gemeinsam in bester
Stimmung. Keine Frage, ihren Höhepunkt erlebte die
laufende Kirmes zweifellos
am gestrigen Sonntagnachmittag. Die Anröchter City
war pickepackevoll.
In kurzen Gesprächen
zeigten sich Marktmeister
Ralf Hüls, Markus Köster
dem Schwanenflieger, den
Autoscootern oder auch
dem Starklub und des
Breakdancers einer der Klassiker der Herbstkirmes, die
ihr auch den besonderen
Charme verleihen und sie so
einzigartigen Anziehungspunkt in der heimischen Region machen.
rar dafür: Tausende von Besuchern in den vier Tagen,
die gern nach Anröchte
kommen und genießen.
Zur Herbstkirmes gehört
aber auch, dass bestens gefeiert werden kann. Diesbezüglich ging’s am Freitagabend im Bürgerhaus gut
ab. Dort stieg die Fete der
JZI. Für die Musik
sorgte dabei DJ
Käpt’n Käse aus
Rüthen. Er spielte
Rock, Pop, Oldies,
Schlager
und
Stimmungshits,
so dass es „atemlos durch die
Nacht ging“; ganz
nach Helene Fischer.
In ihre letzte
Runde startet die
Herbstkirmes am
heutigen Montag
um 9 Uhr mit dem
Kram- und Topfmarkt, ebenfalls
ein
geschätzter
Pickepackevoll war’s gestern Nachmittag auf dem Rummel in der Anröchter Evergreen. Sowie
dem KindertrödelCity. ■ Fotos: Görge
markt. Klar, dass
aus Reihen des W.I.R.-VorSicher, die Marktmeister heute der Familientag angestandsteams und nicht zu- Ralf Hüls und Ralf Schulte sagt ist mit vielen tollen
letzt Schausteller, die unse- bekommen alljährlich
Vergünstigungen an Karusre Zeitung ebenfalls ansells, Fahrgeschäften und
sprach, recht zufrieden. DaStänden.
runter u.a. Waldo ParpalioNicht verpassen! Um 21
ni aus Enger/Westfalen. Seit
Uhr steigt am Abend wieder
35 Jahren ist der Kentuckydas Höhenfeuerwerk, das
Derbybetreiber, der längst einen starken Mix aus mo- zweifellos wieder zu einem
älter als 80 Jahre ist, in An- dernen und traditionellen Hingucker am Nachthimröchte mit von der Partie. Elementen, in Zusammen- mel avanciert. „Die Ohs und
Die Pferderennbahn der arbeit mit den Schaustel- die Ahs“ der Zuschauer inParpalionis ist, u. a. neben lern, perfekt hin. Das Hono- begriffen. ■ gö.
BAD WESTERNKOTTEN ■ Im
Rahmen ihrer Deutschlandtournee gastiert die Musical
Mix-T(o)ur am Sonntag, 19.
Oktober, um 15.30 Uhr erneut im Kursaal Bad Westernkotten. Einlass ist um
15 Uhr.
Die beliebte Musicalshow
gastiert bereits zum fünften
Mal im Heil- und Solebad.
Die Künstler präsentieren
die schönsten musikalischen Höhepunkte im Stile
der bekanntesten Musicals,
wie zum Beispiel „Mamma
Mia“, „Ich war noch niemals
in New York“, „Tanz der
Vampire“, „My fair Lady“,
„Rocky“ und „Elisabeth“,
um nur einige zu nennen.
„Hochkarätige Musicalkünstler werden die Besucher in die wundervolle
Welt des Musicals entführen“, heißt es in der Presseankündigung. Auf der Bühne stehen an diesem Nachmittag unter anderem: Verena Itze, Tamara Peters,
Pascal Vogt und Patrick
Phlipsen. Verena Itze spielte
schon in so manchen Musical-Tourneeproduktionen
die Hauptrolle. Patrick
Phlipsen ist zurzeit im Musical „Sophies Traum“ zu sehen.
Die Veranstalter versprechen „ein vielseitiges, farbenfrohes Musical-Konzert,
natürlich in den entsprechenden Kostümen. Alles in
einem, eine Musicalshow
für die ganze Familie“.
Karten gibt es im Vorver-
Ein buntes Musicalpotpourri ist am Sonntag, 19. Oktober, auf der
Bühne der Kurhalle in Bad Westernkotten zu sehen.
kauf gibt es bei der Touristinformation in Bad Westernkotten, Westerntor 5c,
Telefon (0 29 43) 9 76 58 10
sowie beim Veranstalter, Ticket- und Infohotline-Telefonnummer (02 03) 8 79 68
57 ab 17 Uhr.
„Die Musicalkünstler werden die Besucher in die wundervolle
Welt des Musicals entführen“, heißt es in der Ankündigung.
Obacht, Radarkontrollen
ERWITTE/ANRÖCHTE ■ Ins
Blitzlichtgewitter der Kreispolizeibehörde Soest können viel zu schnell fahrende
Verkehrsteilnehmer in dieser Woche auch im Stadtgebiet von Erwitte und im Anröchter Gemeindegebiet geraten.
Vorsicht ist am heutigen
Montag, 13. Oktober, auf
der B1 bei Erwitte geboten.
Hier stehen Polizeibeamte
mit der Blitzpistole am Straßenrand und entlarven Raser mit einem teuren Beweisfoto. Am Mittwoch, 15.
Oktober, ist dann die Kliever Straße in Anröchte im
Visier der Kreispolizeibehörde. Deshalb: Obacht und
Fuß vom Gaspedal. Darauf
Montag, 13. Oktober
Ev. Kirchengemeinde Erwitte:19.45
Uhr Posaunenchorprobe, Gemeindehaus.
Kath. Pfarrgemeinde St. Laurentius
Erwitte: 19 Uhr Messe, Pfarrkirche.
Kath. Pfarrgemeinde St. Johannes
Evangelist Bad Westernkotten: 15
Uhr Rosenkranzgebet, Kirche.
Ev. Kirchengemeinde Bad Sassendorf-Lohne im Kirchspiel Horn:
20.15 Uhr Probe tonArt, Mehrgenerationenhaus.
Josefsheim Erwitte: 10.15 Uhr Seniorengymnastik im Wintergarten.
Caritas-Konferenz Bad Westernkot-
ten: 9 Uhr Seniorengymnastik mit M.
Poschadel, Johanneshaus.
Jugendzentrum Böllhoffhaus: 15 bis
21 Uhr offener Treff.
Kreisjugendamt Soest: 9 bis 12 Uhr
Sprechstunde im Erwitter Rathaus.
AWO Erwitte: ab 14 Uhr Tagesstätte im
Böllhoffhaus geöffnet.
Kath. junge Gemeinde (KjG): 16.30
bis 18 Uhr Kindergruppe „Die Tigerenten“, Laurentiusheim.
Tambourkorps Völlinghausen: 18.30
Uhr Jugendausbildung; 19.30 Uhr
Gesamtprobe, Alte Schule.
Spielmannszug Stirpe: 18 Uhr Flötistenausbildung Gruppe 1, 18.30 Uhr
Gruppe 2, 18.45 Uhr Trommelausbil-
sollten die Verkehrsteilnehmer auch am Freitag, 17.
Oktober, auf der Lippstädter
Straße in Anröchte achten.
Hier misst die Polizei an diesem Tag die Geschwindigkeit von Auto-, Lkw- Motorrad- oder Rollerfahrern. Davon unabhängig führt der
Kreis Soest auch Radarkontrollen durch.
ERWITTE HEUTE
NACHRICHTEN
dung, 19.30 Uhr Gesamtprobe, Vereinsraum Alte Schule.
Kverneland-Accord-Chor: 16 Uhr Probe in den Schulungsräumen.
kfd Völlinghausen: 17 Uhr Radtour ab
Dorfplatz.
kfd Bad Westernkotten: 16 bis 17.30
Uhr Spielgruppe, Johanneshaus.
KAB Bad Westernkotten: 19.30 Uhr
Monatsversammlung im Johanneshaus.
Helfergruppe „Eikeloh aktiv“: 18 Uhr
Monatsversammlung im Bürgerhaus.
Familienzentrum Regenbogen Bad
Westernkotten: ab 20 Uhr Pilates.
Schlossbadverein Erwitte: 9 bis 10
Uhr Aqua-Fitness, Medivital.
ANRÖCHTE HEUTE
Montag, 13. Oktober
ERWITTE
Zu ihrem nächsten Klön-Nachmittag trefKath. Pfarrgemeinde St. Pankratius
fen sich die Schülerinnen
Anröchte: 10 Uhr Hl. Messe, Haus
und Schüler des Jahrgangs
Elisabeth.
1940/41 am Mittwoch, 15. Evangelische Kirchengemeinde AnOktober, um 14 Uhr auf
röchte: 9.30 Uhr Seniorengymnastik
dem Parkplatz der Hellwegim Gemeindezentrum.
Sole-Therme in Bad Westernkotten. Nach einem
KURORT AKTUELL
kurzen Informationsgang
durch den Ort geht es um
Montag, 13. Oktober
15.30 Uhr zum KaffeetrinKurprogramm: 10 Uhr Morgengymken ins Wallcafé.
■
nastik für Jedermann mit Marion
Nitsche, Kurmittelhaus; 15.30 Uhr
BERGE ■ Die RosenkranzanBegrüßung neu angereister Gäste,
dacht der kfd Berge findet
Kurhalle.
am Mittwoch, 15. Oktober, Hellweg-Sole-Thermen: 8 bis 22 Uhr
um 18 Uhr statt. Im Angeöffnet, Saunabereich 9 bis 22 Uhr
schluss treffen sich die
geöffnet; Wassergymnastik um 9,
10.30, 14.30 und 18 Uhr.
Frauen im Pfarrhaus zum
gemütlichen Ausklang des Therapie- und Trainingszentrum
Abends. Dazu servieren die
„Sport Point“: 8 bis 22 Uhr geöffnet.
Frauen ganz herbstlich Federweißer und leckeren Touristinformation: Telefon (0 29 43)
Flammkuchen.
9 76 58 10.
Kath. Bücherei Anröchte: 17 bis 18
Uhr Ausleihe in der Vikarie, Piepergasse 1.
AWO-Tagesstätte Anröchte: 14 bis
16.30 Uhr in der „Alten Schule“ geöffnet.
Schwimmhalle: 19.15 Uhr Treffen der
Senioren-Schwimmgruppe.
HERBSTKIRMES
Montag, 13. Oktober
• ab 8.30 Uhr Frühstück im Café, Foyer
Bürgerhaus Anröchte.
• ab 9 Uhr Kram- und Topfmarkt rund
ums Bürgerhaus und den Kapellenweg.
• ab 9 Uhr Kindertrödelmarkt im Bürgerhaus.
• 21 Uhr Höhenfeuerwerk auf dem Kirmesplatz.
Der heutige Montag ist „Familientag!“
Dies bedeutet, dass es ab 10.30 Uhr
auf den Fahrgeschäften wieder zwei
Fahrten für den Preis von einer Fahrt
gibt. Dazu auch Vergünstigungen an
allen anderen Ständen.
NOTDIENSTE
Montag, 13. Oktober
Bunte Luftballons gehören zur Kirmes einfach dazu – bei dieser Die Klassiker auf der Kirmes: Die Pferderennbahn von Waldo ParVielfalt war für jeden etwas dabei.
palioni und das „Frösche kloppen“.
Apotheken-Notdienst: Von Montag, 9
Uhr, bis Dienstag, 9 Uhr, dienstbereit:
Haarstrang-Apotheke, Hautstr. 81,
Anröchte, Tel. (0 29 47) 8 96 50;
Westtor-Apotheke, Kleiner Hellweg
16, Geseke, Tel. (0 29 42) 23 44. Nähere Informationen zu erfragen aus
dem Festnetz unter Tel. (08 00) 0 02
28 33 oder vom Handy unter 2 28 33.
Ärztlicher Notdienst: ab 18 Uhr bis 8
Uhr zu erfragen unter Tel. 116 117
(kostenfrei); der kinderärztliche Notdienst ist von 18 bis 20 Uhr über o.g.
Nummer erreichbar.
Notfallpraxis in Lippstadt: Evangelisches Krankenhaus Lippstadt, von 18
bis 22 Uhr geöffnet, Kernsprechzeiten
von 19 bis 20 Uhr; Tel. (0 29 41)
67 18 50.
Zahnärztlicher Notfalldienst: Zu erfragen unter der Rufnummer (0 29
41) 66 28 51.
Hospiz-Initiative Erwitte/Anröchte:
Telefon (0 29 43) 87 15 63. Handy:
(01 62) 3 21 90 64.
Nr. 237 - DER PATRIOT
RÜTHEN
Montag
13. Oktober 2014 TEL. (0 29 52) 80 27
Von Sushi bis
Bienenhaltung
Haus Buuck macht
Herbstferien
RÜTHEN ■ Der Weltladen
und das Haus Buuck bleiben
aufgrund der Herbstferien
vom 13. bis 19. Oktober geschlossen. Die Angebote
Mahl und Zeit am Dienstag,
14. Oktober und Freitag, 17.
Oktober, finden trotzdem
statt, ebenso wie der Spieletreff am Mittwoch, 15. Oktober. Ende Oktober findet
wieder der Kurs Silver Surfer statt und für die Kinder
beginnt wieder die Aktion
„Eine Stunde schenken“.
Fünf VHS-Veranstaltungen stehen an
NACHRICHTEN
RÜTHEN ■ In der kommenden Woche werden in der
Stadt Rüthen und in den
Ortsteilen die grünen Tonnen entleert.
RÜTHEN ■ In Rüthen werden vom 13. bis 17. Oktober
Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt.
TERMINE HEUTE
Montag, 13. Oktober
kfd Oestereiden: 19 Uhr Wortgottesdienst in der Kirche, anschließend gemütliches Beisammensein im Pfarrheim.
Kinderschutzbund Rüthen: 13.30 bis
16 Uhr Bastelnachmittag: „Herbstliche Windspiele aus Tontöpfen“ im
Schlangenpfad 1.
MSC Rüthen: 17 bis 20 Uhr Übungsmöglichkeit für Autofahrer in der Verkehrsübungsanlage Kaiserkuhle.
AWo Rüthen: 14 bis 16.30 Uhr Nachmittagskaffee in der Begegnungsstätte.
„Harmonie“ Altenrüthen: 20 Uhr Probe.
kfd Senioren-Gymnastikgruppe Rüthen: 15 bis 16 Uhr im Pfarrheim.
Kreativgruppe der ev. Gemeinde
Rüthen: 9.30 bis 12 Uhr Treffen im
Gemeindehaus.
Tanzkreis Drewer-Rüthen-Meiste: 15
Uhr Treffen in Rüthen.
Kinder- und Jugendzentrum „treff“Ferienprogramm: 15.30 bis 20.20 Uhr
Besuch einer Kochschule in Brilon.
Heimatfreunde Oestereiden: 18 Uhr
Klönabend in der Heimtstube der Luzia-Grundschule.
Erziehungsberatungsstelle Warstein:
9 und 10 Uhr Sprechstunde im Familienzentrum „Arche“ am Schlangenpfad.
NOTDIENSTE
Montag, 13. Oktober
Apotheke: Haarstrang-Apotheke, Anröchte, Hauptstraße 81, Tel.
(0 29 47) 8 96 50 (ab 9 Uhr bis 9 Uhr
am Folgetag). Weitere zu erfragen
aus
dem
Festnetz
unter
0 80 00 02 28 33, vom Handy unter
2 28 33.
Ärztlicher Notdienst, HNO- und Augenarzt: von 18 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag erreichbar unter Tel. 116 117
(kostenfrei), auch der kinderärztliche
Notdienst unter dieser Nummer erreichbar.
Zahnarzt: Tel. (0 29 41) 66 28 51.
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Andacht an den Quellen. „Ad fontes“ – zurück zu den Quellen – lautete schließlich das Motto der Zisterzienser, auf dessen Spuren sich
die Pilgerer aus dem Pastoralverbund Rüthen während ihrer Fahrt ins Burgund gemacht hatten. ■ Fotos: Oel-Lammert
Pilgerer genossen Burgund
Eine Woche lang auf den Spuren der Zisterzienser und den Sakramenten
RÜTHEN ■ Die ZisterzienserAbtei Himmerod in der Eifel
war das erste Ziel der Burgund-Pilgerer aus dem Pastoralverbund Rüthen. „Da berühren sich Himmel und Erde“
war das Motto der von Dietmar Lange organisierten einwöchigen Fahrt, die vor allem
nach Frankreich führte. Der
Untertitel lautete: Leben mit
den Heiligen Sakramenten.
„Jeden Tag wurde ein anderes
Sakrament in den Mittelpunkt
der Betrachtung gestellt“, berichtet der Teilnehmer Werner
Oel-Lammert.
So war der erste Tag
durch das Sakrament der
Taufe geprägt. Der Himmeroder Orden hatte sich einst
von den Benediktinern abgespalten, die Grunddevise
„Ora et Labora“ wurde jedoch weiterhin befolgt. Allerdings orientierte sich die
Gemeinschaft der Zisterzienser wieder mehr zum
Ursprung mönchischen Lebens hin: „ad Fontes“, zu
den Quellen.
Besonderen Eindruck hat
der Aufenthalt in Dijon hinterlassen, der Hauptstadt
des Burgund (und des Sen-
Genießen mit allen Sinnen: In Beaune besichtigten die Pilgerer
eine Senffabrik. In Chablis gab’s übrigens noch eine Weinprobe.
fes). Das Sakrament der Firmung fand hier besondere
Beachtung, stellt die Stadt
doch das geistige Zentrum
Burgunds dar. Dijon war
auch am nächsten Tag der
Ausgangspunkt für einen
Ausflung nach Beaune – mit
einem Zwischenstopp in Citeaux, dem Gründungsort
des Zisterzienserordens. „In
der neugebauten Ordenskirche konnten wir die Strenge
dieser klösterlichen Gemeinschaft spüren. Sie ist
sehr schlicht gestaltet. Der
Mensch soll zu sich finden
und sich nicht ablenken lassen durch allzu Weltliches“,
schildert Werner Oel-Lammert seine Eindrücke. Der
Markt in Beaune und das
rege Leben in der Kleinstadt
verdeutlichte den Kontrast,
ebenso wie eine Führung
durch eine traditionelle
Senffabrik mit anschließender Verkostung.
Die Gemeinschaft der
Kommunion erfuhren die
Pilgerer am nächsten Tag
unter anderem in Taizé, das
gerade jungen Menschen
neue Formen der Gemeinschaft zeigt. Danach ging es
weiter nach Cluny, wo die
Clynierzensiche Reformbewegung ihren Ausgang
fand. „Diese Abtei, die im
Mittelalter die größte Kirche des Abendlandes beherbergte, diente im Nachgang
der Französischen Revolution als Steinbruch. Wir standen also nur noch vor Resten des Gotteshauses“, berichtet Oel-Lammert.
Beeindruckt waren die
Rüthener von den außergewöhnlichen Säulenkapitellen der Kirche in Vezelay.
Am letzten Tag stand das
Weihesakrament im Mittelpunkt. In Fontenay besuchten die Pilgerer eine Abtei,
die zum größten Teil wieder
in den Urzustand versetzt
wurde und einen Eindruck
vermittelt, wie die Zisterzienserklöster im Mittelalter ausgesehen haben mögen.
RÜTHEN ■ Auf fünf anstehende
Veranstaltungen
macht die Volkshochschule
Lippstadt aufmerksam. Ein
„Sushi Workshop“ findet
am Samstag, 25. Oktober
von 11 bis 14.45 Uhr in der
Maximilian-Kolbe-Schule
statt. Sushi wird mit den
hier erhältlichen Zutaten
zubereitet. Eine zusätzliche
Lebensmittelumlage von ca.
13 Euro wird am Kursabend
erhoben. Getränke, Gefäße,
eine Schürze und ein Geschirrtuch nicht vergessen.
Der Kurs „Erste Schritte
mit
dem
AndroidSmartphone für Einsteiger“
findet ebenfalls am 25. Oktober zwischen 9 und 14
Uhr in der Maximilian-Kolbe-Schule statt. Mitzubringen sind das Smartphone
mit
Android-Betriebssystem, die Sicherheits-PIN
und das Ladekabel.
Der Vortrag „Bienenhaltung – Lust auf eigenen Honig?“ ist für Sonntag, 26.
Oktober, ab 10.30 Uhr im
Friedrich-Spee-Gymnasium
terminiert. Imker aus der
Region möchten in einem
Vortrag und anhand von
Anschauungsmaterial die
Welt der Bienen darstellen
und Tipps für die eigene Bienenhaltung geben. Eine
schriftliche Anmeldung zur
besseren Planung ist bis spätestens Dienstag, 21. Oktober erforderlich.
„Präsentieren mit PowerPoint 2010“ heißt es ab Mitt-
woch, 29. Oktober, um 18
Uhr an vier Terminen in der
Maximilian-Kolbe-Schule.
Voraussetzung sind MS
Word-Grundkenntnisse.
Aufbau und Gliederung einer Präsentation, einbinden
von Grafiken, Tabellen, Organigrammen, Bildschirmpräsentation, selbst ablaufende Präsentation, Fotoalbum, Übergänge, Animations-Effekte, Vorlagen (Masterfolien) sind die Inhalte.
„Nationalsozialismus in
Rüthen“ lautet der Titel eines Vortrags von Dr. HansGünther Bracht, den er am
Mittwoch, 5. November, um
19.30 Uhr im FriedrichSpee-Gymnasium
(Raum
N36) halten wird. Die geschichtlichen
Ereignisse
und ihre unterschiedlichen
Einflüsse auf die Gesellschaft werden an diesem
Abend in Teilstücken mit
Bezug auf Rüthen näher beleuchtet. Eine schriftliche
Anmeldung zur besseren
Planungssicherheit ist bis
spätestens Freitag, 31. Oktober, erforderlich.
Weitere Informationen
unter Tel. (0 29 41) 2 89 50.
Anmeldungen sind über die
VHS-Geschäftsstelle möglich, Barthstraße 2 in Lippstadt oder im Rathaus Rüthen mit der im Programmheft vorhandenen Anmeldekarte, per Fax unter
(0 29 41) 28 95 28 oder im
Internet.
www.vhs-lippstadt.de
Vier neue Messdiener
Die Pfarrgemeinde Meiste-Kneblinghausen sowie Hemmern freut
sich über vier neue Messdiener. Sie
wurden von Pastor Dieter Moors,
Hanna-Marie und Julia Langer sowie Renate Bracht ausgebildet und
auf ihr neues Amt am Altar vorbe-
reitet. Im Rahmen eines ErntedankGottesdienstes wurden die neuen
Ministranten der Gemeinde eingeführt. Es sind Marvin Schulze und
Simon Authmann für Kneblinghausen sowie Marius Todt und Edda
Tolkmitt für Hemmern.
WARSTEIN
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Tag der Pflege: Mehr
als Handanlegen
LWL-Jubiläumsveranstaltung zur 25. Auflage
WARSTEIN � Das pflegerische
Aufgabenprofil hat sich in
den vergangenen Jahren
grundlegend geändert. Es ist
vielfältiger und auch anspruchsvoller
geworden.
„Pflege ist mehr“, ist daher
die 25. Auflage des Warsteiner „Tags der Pflege“ überschrieben, den das Fort- und
Weiterbildungszentrum der
Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL)
im Kreis Soest organisiert
hat. Zu der Jubiläumsveranstaltung am Donnerstag, 30.
Oktober, im Festsaal der LWLEinrichtungen Warstein sind
noch kurzfristig Anmeldungen möglich.
Hochkarätige
Referenten
„Wie niedlich!“ Diese Anforderung erfüllen Kaninchen allemal. Bei den Zucht-Ausstellungen geht es aber um viel mehr. � Fotos: Schmitz
Einbrecher kamen
über Terrasse
WARSTEIN � Zwischen 16.45
und 21 Uhr drangen bisher
unbekannte Täter in ein
Wohnhaus in der Straße
Dahlborn in Warstein ein.
Nachdem sie eine Terrassentür aufgehebelt hatten durchwühlten sie Schränke und
Schubladen in sämtlichen
Räumen des Hauses. Entwendet wurden unter anderem
Bargeld und eine Spardose.
Verdächtige Beobachtungen
nimmt die Polizei Warstein
unter der Telefonnummer
02902-91000 entgegen.
Rasse-Kaninchenschau wird
langsam zur Seltenheit
Im „Hasenhaus“ haben Interessierte noch Gelegenheit, wertvolle Tiere zu bestaunen
NIEDERBERGHEIM � „Wenn
man hier ins „Hasenhaus“
kommt und sieht, wie schön und
dekorativ die Tiere ausgestellt
sind, da spürt man: da ist viel
Herz und Leidenschaft drin“,
stellte Bürgermeister Manfred
Gödde am Samstag während
seiner Eröffnungsansprache zur
Rassekaninchenschau des W66
Niederbergheim/Völlinghausen
anerkennend fest. Und tatsächlich hatten die Vereinsmitglieder das Schützenhaus mit dem
„Zweck bestimmenden Namen“
wieder in ein Schmuckstück verSICHTIGVOR � Ein außerge- wandelt.
wöhnliches Konzert kündigt
die Kirchengemeinde St. Mar- Üppige herbstliche Dekoratigaretha Mülheim-Sichtigvor on, vom Maisstängel über
für Freitag, 31. Oktober, an. Strohbunde bis hin zu den
Um 20 Uhr gastiert „Tasten- bunten Farbtupfern aus Aster
profi“ Wolfgang Bitter in der und Chrysantheme, dazu ein
Pfarrkirche. Das Programm reich bestücktes Kuchenbufumfasst Traum-Melodien für fet und liebevoll geschmückdie Seele. An seinem speziell te Tische hießen die Besufür ihn angefertigten De- cher, darunter auch Heinz
signflügel entführt Wolfgang Bode, Mitglied des KreisverBitter das Publikum in eine bandes, Patrick Hennecke,
Welt traumhafter Melodien Vorsitzender des Silberclubs
aus Klassik und moderner Sauerland, sowie „Hausherr“
Klavier- und Orchestermusik. Schützenoberst Franz-Josef
Einen solistischen Höhe- Schröer, willkommen. Die
punkt werden in diesem Ehrengäste und alle anwesenTraumkonzert Johanna Risse den Züchter und Interessieran der Geige und Sarah Pal- ten wurden von Paul Hilleme mit ihrem Gesang setzen. brand als W66- Vorsitzenden
Es werden bekannte Melo- herzlich begrüßt.
dien zu hören sein.
Als
Brieftaubenzüchter
Traumkonzert in
St. Margaretha
Die besten Züchter und Tiere
Vereinsmeister:
1. Werner Rademacher (483,5
Punkte), 2. Paul Hillebrand (483),
3. Günter Kalle (482,5)
Landesverbandsmedaille:
1. Zuchtgemeinschaft Franke
(386,0 Punkte), 2. Werner Rademacher (385), 3. Mattis Kalle (382)
Beste Familie: Günter Kalle
(384,5 Punkte)
Bester 1,0 Alt: Paul Hilebrand
weiß der Bürgermeister um
die Sorgen des Vereins: „Auch
wir suchen händeringend
Nachwuchs. Doch jeder weiß,
wer Kaninchen etc. hat, muss
jeden Tag in den Stall und hat
keine Zeit für Internet, Facebook und Co. .“ Er dankte Hillebrand und seinem Vorstand
für die verrichtete Arbeit und
ermutigte: „So lange es irgendwie geht – macht weiter!“
Ob es zukünftig eine Schau
in dem Umfang – 108 Rassetiere aus sechs verschiedenen
Rassen waren ausgestellt
worden – geben wird ist jedoch fraglich. „Unsere Nachbarvereine
Günne
und
Hirschberg haben bereits
„dicht“ gemacht – Suttrop
(97 Punkte)
Beste 0,1 Alt: Günter Kalle (97
Punkte)
Beste Wurfgeschwister jung:
Werner Rademacher (32/24 Punkte)
Bester 1,0 Jung: Werner Rademacher (8/6 Punkte)
Beste 0,1 Jung: Günter Kalle (8/6
Punkte)
Kreisverbandsehrenpreis: Mattis Kalle (382 Punkte)
veranstaltet keine Schauen
mehr. Uns fehlt einfach der
Nachwuchs“, bedauern Vorsitzender Paul Hillebrand
und der neue Vereinsmeister
Werner Rademacher die Entwicklung. Dass die „Konkurrenz“ kleiner geworden ist,
bedeutet für sie jedoch keinesfalls weniger Anspruch an
sich und ihre Tiere zu haben.
Zahlreiche Bestnoten der ausgestellten Deutsch Klein-Widder,
Zwergwidder,
Helle
Großsilber, Kleinsilber gelb
und schwarz, sowie Thüringer unterstreichen dies eindrucksvoll. „Unser Hobby fördert die Liebe zum Tier, die in
unserer heutigen hoch technisierten Welt oft vergessen
wird. Man kann bei seinen
Tieren im Stall wunderbar abschalten von aller Hektik
drum herum“, erklärt Hillebrand, warum er sich bereits
seit 1969 der Rassekaninchenzucht verschrieben hat.
Natürlich sei es auch immer
wieder schön, wenn sich Besucher bei den Schauen „an
der Vielfalt und Possierlichkeit der Tiere erfreuen könnten“ und – natürlich – biete
eine Ausstellung für den
Züchter auch die Gelegenheit
„im direkten Vergleich seinen eigenen Leistungsstand
zu überprüfen“.
Wie sehr die Züchter mit ihren Tieren verbunden sind
zeigt sich auch daran, dass in
Hillebrands Stall der älteste
Rammler bereits seit 14 Jahren für Nachwuchs sorgt und
falls er dies in nächster Zeit
nicht mehr schafft, ihm nicht
etwa das Hackebeilchen sondern ein liebevolles Gnadenbrot winkt. Wehe auch dem
Unwissenden der die ausgestellten, bis zu 100 Euro teuren Rassetiere, etwa mit „Karnickel“ tituliert. „Karnickel
laufen auf dem Feld – dies
hier sind Rasse-ka-nin-chen“,
korrigieren die Herren, die
seit vierzig Jahren tagein tagaus für ihre Tiere da waren
und sind, mit berechtigtem
Nachdruck. � yz
Auseinandersetzung mit dem Sterben
„Junge Kirche“ in Belecke bereitet Allerheiligengottesdienst vor / Weitere Mitglieder im Team willkommen
BELECKE � Dass sie es können, haben sie in den vergangenen drei Jahren eindrucksvoll bewiesen. Seit dem Jahr
2011 zeigen die Jugendlichen
und jungen Erwachsenen der
Belecker JungeKirche, dass
Gottesdienste auch jung, zeitgemäß und ansprechend für
jugendliches Publikum sein
können.
Seither bereitet die JuKiGruppe, die von etwa 10
Gründungsmitgliedern auf
aktuell etwa 25 Mitwirkende
angewachsen ist, jährlich
und weitgehend inhaltlich
und musikalisch in eigener
Verantwortung fünf bis sechs
Gottesdienste vor. Dabei
scheuen sie auch schwierige
Themen wie etwa die Auseinandersetzung mit dem Tod
nicht. Erstmalig trafen sich
die jungen Gläubigen am vergangenen Wochenende zu einem Projekttag um die Allerheiligen-Messfeier vorzubereiten.
„Sonst haben wir uns immer am Abend für ein oder
zwei Stunden zusammen ge-
setzt – einen ganzen Nachmittag intensiv zu arbeiten
ist wesentlich effektiver“,
sind die beiden „JuKi-Köpfe“
Lukas Zielinski und Till Schenuit zufrieden mit der ersten
Konzeptarbeit.
Dass es hier in den vergangenen Stunden kreativ zugegangen ist, lässt sich unschwer am Sitzungsraum des
Gemeindezeitrums
erkennen. Laptops, Stifte und Zettel mit teils durchgestrichenen
Gedankengängen
„schmücken“ die Tische. An
der Wand auf grünem Papier
prangt das Resultat: „Heilig!
Hier und Jetzt? Auch ich?!“
wird das Thema des Jugendgottesdienstes am 1. November um 18.30 Uhr in der Propsteikirche lauten.
„An Allerheiligen und Allerseelen wird in der Kirche den
Märtyrern und Heiligen aus
der Vergangenheit gedacht.
Wir wollten uns von der
kirchlichen Bedeutung ein
Stück weit lösen. Jeder kann
ganz individuell „heilig“, im
übertragenen Sinn, „wichtig“
Das Junge Kirche-Team geht das ernsthafte Thema durchaus mit
Spaß an und sucht weitere Mitstreiter.
sein. Wir fragen: Wer war
oder ist solch eine wichtige
Person für dich? Das kann
dann auch mal die Oma, der
Freund oder auch man selbst
sein, klärt die Gruppe über
Thema und Zielsetzung auf
und verspricht bereits: „Es
wird nicht die typische Samstagabendmesse, auch nicht
die typische Allerheiligenmesse – es wird irgendwie
nichts „typisch“ sein!“
Wer bereits die vergangenen Gottesdienste, die etwa
mit „Is God a DJ?“, „Dieser
Weg wird kein leichter sein!“
oder „Baustelle Kirche?!“
überschrieben waren, mit erlebt hat, weiß wovon die
Rede ist. Für Messfeiern ungewöhnliche Aktionen sorgen
immer wieder für Überraschungen. Da werden die versammelten Gläubigen etwa
um eine Abstimmung per
Handzeichen gebeten oder
eine Unterhaltung mit dem
Nachbarn angeregt. „Besonders“ ist auch stets die Musik.
Unter der Leitung von Roswitha Naujokat übt die JuKiBand auch für das aktuelle
Projekt wieder neues geistliches Liedgut ein, auch sehr
alte Gotteslob-Lieder werden,
in neuem musikalischem Gewand, dargeboten. Große
Mühe geben sich die jungen
Christen auch mit den erarbeiteten Liturgie-Texten und
der Dekoration des Kirchenraums. Da wurde der Altarraum in der Vergangenheit
bereits mit Bauzäunen und
Gefahrenschildern
„geschmückt“ oder zum Friedenslicht-Gottesdienst
das
komplette Kirchenschiff aufwendig illuminiert.
„Wer sich angesprochen
fühlt und gern in dem kreativen Team mitarbeiten möchte, kann sich nach dem Gottesdienst gern bei uns melden“, freut sich die Gruppe
stets auch über neue Mitglieder. � yz
In Referaten und Workshops gehen renommierte
Pflege-Experten gemeinsam
mit den Teilnehmenden der
Frage nach dem Wesen beruflicher Pflege auf den Grund.
Was nun das „Mehr an Pflege“ bedeutet, beleuchtet Prof.
Dr. Anke Fesenfeld (Bochum).
Unter dem Titel „Am Anfang
war die Ambivalenz…“ zeigt
Pflegedirektor Dr. Ralf Dremmel (Münster) Ansätze zum
Umgang mit AmbivalenzKonflikten auf.
André Nienaber (Gütersloh)
widmet sich dem Thema
„Pflege ist Beziehung manchmal sehr intensiv“.
Christoph Bröcher (Köln)
stellt die provokante Frage
„Pflege - ein Fall fürs Krankenhaus?“. Die Angehörigenarbeit wiederum steht im Fokus des Referats „Auch den
‚Anhang’ pflegen“ von Sonja
Bergenthal (Bielefeld), die das
auch an den LWL-Kliniken
Lippstadt und Warstein gestartete Projekt „Familiale
Pflege“ mit auf den Weg gebracht hat.
„Beruflich Pflegende leisten
mit diesem ‚Mehr’ an Pflege
einen wesentlichen Anteil
zur Unterstützung von Klienten, sowohl in der Somatik
als auch in der Psychiatrie
und allen Handlungsfeldern
beruflicher Pflegearbeit“, betont Monika Stich, die Leiterin des Fort- und Weiterbildungszentrums. „Im Bewusstsein der Menschen
muss verankert werden, was
Berufspflege alles so wunderbar, professionell und hilfreich leistet.“
Der „Tag der Pflege“ beginnt um 9.30 Uhr mit der Begrüßung durch Pflegedirektor Magnus Eggers und einen
Repräsentanten des LWL-PsychiatrieVerbunds. Bereits um
8.30 Uhr wird ein Stehcafé
angeboten.
Kurzentschlossene haben noch
die Möglichkeit, sich unter Tel.
02902 82-1060, -1064 oder
0151 40637430 anzumelden (EMail: info@lwl-fortbildung-warstein.de). Für beruflich Pflegende
ist die Zertifizierung beantragt.
GWK feiert Oktoberfest
Zum 15. Male Einladung zum Haus Wieskemper
WARSTEIN � Am kommenden
Wochenende feiert die Große
Warsteiner Karnevalsgesellschaft ihr traditionelles Oktoberfest in der Schulstraße im
Innenhof des alten Weinhauses Wieskemper. Bereits seit
fast 15 Jahren findet das
GWK-Oktoberfest im Stil der
bekannten
bayerischen
Volksfeste parallel zum Warsteiner Herbst statt. Auch in
diesem Jahr bietet die GWK
wieder ein abwechslungsreiches Programm. Beginn ist
am Samstag, den 18.10. um
18 Uhr mit dem Fassanstich
durch das amtierende Prinzenpaar, Hans-Jürgen und
Tina Nolte. Nach kurzen
Grußworten durch Präsident
André Dostal folgt die Oktoberfestparty mit Musik für Jedermann, aufgelegt von DJ
Törtel. Für das leibliche Wohl
ist bestens gesorgt, so bietet
die GWK neben Weißbier,
Pils und Obstler auch deftige
bayerische Snacks an. Für Gemütlichkeit sorgt neben passender
Oktoberfest-Deko
auch der mit wärmenden
Hackschnitzeln
ausgelegte
Innenhof des alten Weinhauses. Am Sonntag nimmt die
GWK mit dem Prinzenwagen
und Kinderprinzenwagen am
Brauerumzug teil. Außerdem
beginnt ab 13 Uhr der Oktoberfest-Familientag,
die
GWK-Cafeteria bietet neben
selbstgebackenem
Kuchen
auch Waffeln und heißen
Kaffee an.
Nach dem gemütlichen Ausklingen des Familien-Sonntags geht es am Montag ab 11
Uhr mit einem zünftigen
Frühschoppen weiter. Auch
in diesem Jahr freuen sich die
Karnevalisten, dass die Stadtkapelle Warstein die Gäste
wieder mit bester Blasmusik
unterhalten wird.
Terminabsprache in Suttrop
SUTTROP � Zur diesjährigen
Terminabsprache für das Jahr
2015 lädt Suttrops Ortsvorsteher Udo Koerdt am Dienstag,
28. Oktober, um 19.30 Uhr
Vertreter aller Vereine und
Gruppen des Ortsteils ins
Haus Steinrücken ein. Er bit-
te alle Suttroper Vereinsvertreter, sowie die Abordnungen der Institutionen, um
vollzähliges Erscheinen. Die
frühzeitige Angabe der Termineist ebenfalls wieder die
Grundlage des Suttroper-Heimatkalenders 2015.
Warsteiner Laubwochen
Kostenlose Abgabe ab Dienstag bei Lobbe
warstein � Erstmals finden
ab dem morgigen Dienstag
bis einschließlich Samstag,
15. November, die „Warsteiner Laubwochen“ statt. Damit will die Verwaltung dem
unmut zahlreicher Bürger begegnen, die Straßenbäume
vor ihrer Haustür oder ihrem
Grundstück haben. Für die
Entsorgung des im Herbst fallenden Laubes sind sie dann
auch zuständig, auch wenn
die Bäume städtisch sind. Dieses Laub wird nun erstmalig
als Pilotprojekt in am Wertstoffhof Lobbe gebührenfrei
angenommen.
Damit kommt die Stadt all
denen entgegen, die erhebliche Mengen an Straßen-
baumlaub zu entsorgen haben. Am Wertstoffhof steht
dafür zwischen dem 14. Oktober und dem 15. November
ein Container bereit. Kunststoffsäcke müssen ausgeschüttet werden. Laub lässt
sich auch im eigenen Kompost verwerten. Zerkleinert,
z.B. mit dem Rasenmäher,
läuft die Zersetzung der Blätter läuft schneller ab. Auch
zum Mulchen eignet sich
Laub. Vom Rasen sollte es allerdings entfernt werden, damit das Gras nicht gelb wird.
Nicht erlaubt ist das Ausbringen von Gartenabfall im
Wald. Es stört dort das ökologische Gleichgewicht und ist
ordnungswidrig.
SOEST
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Skepsis und Protest
gegen Abkommen
Soest
gesehen
Wir hatten uns länger nicht gesehen, und er neigt zu impulsiven Handlungen – als ein
Freund am Samstag auf dem
Markt aus einiger Entfernung
mir ein unüberhörbar vorwurfsvolles „treulose Tomate“ zurief,
war ich also nicht überrascht.
Die ältere Dame aber schon, die
genau in der Sicht- und Ruflinie
zwischen mir und ihm stand
und sich ganz offensichtlich angesprochen fühlte.
Ihr Mienenspiel sagte alles:
Überraschung! Was-will-derfremde-Mann-von-mir-Fragezeichen-Miene. Grübel-Gesicht.
Ratlosigkeit. Dann meine ihm
antwortende Stimme hinter ihr.
Erstes Erahnen, schnell gefolgt
von Erkenntnis. Sie hat´s kapiert.
Ich könnte schwören, dass ich
Erleichterung sah – vielleicht ja,
weil das schlechte Gewissen
doch schneller als alle Zweifel
gewesen war, weil sie diesen
Vorwurf schon öfter gehört hatte und sie einfach nur froh war,
wenigstens dieses eine Mal
doch keine treulose Tomate gewesen zu sein.
Nicht so wie ich. � kim
Fußgänger
umgefahren
und verletzt
Junger Sassendorfer
war wohl zu schnell
SOEST � Am Samstagabend
gegen 22.50 Uhr befuhr ein
18-jähriger Sassendorfer mit
seinem Pkw verkehrswidrig
und offensichtlich zu schnell
die Marktstraße in Richtung
Jakobistraße. Beim Abbiegen
nach links in die Jakobistraße
übersah er zwei Fußgänger,
die auf dem Gehweg in Richtung Jakobitor unterwegs waren.
Der 57-jährige Mann und
eine 56-jährige Frau erlitten
dabei Verletzungen im Unterschenkel- und Hüftbereich.
Beide wurden mit einem Rettungswagen zur stationären
Behandlung in ein Soester
Krankenhaus gebracht. � AN
Caterina Valente
im Seniorenkino
SOEST
Der nächste Filmnachmittag für Ältere im
Siegmund-Schultze-Haus ist
für den kommenden Freitag
geplant. Um 17 Uhr wird der
Film „Hier bin ich– hier bleib
ich“ mit Caterina Valente gezeigt.
Der Eintritt ist frei.
�
WAS WANN WO
Fahrbücherei Soest
13.15 bis 13.50 Uhr Ampen, Grundschule; 14.20 bis 14.40 Uhr Ostönnen, Holtweg, 14.45 bis 15.05 Uhr,
Lindweg/Alte Heerstraße; 17.10 bis
17.45 Uhr Enkesen/Bruch, Dorfmitte.
Kinos
Bürgerzentrum: „Diplomatie“,
20.30 Uhr.
Universum: „Männerhort“, ab 12
Jahren, 16.45 und 19 Uhr.
„Dracula untold“, ab 12 Jahren,
19.30 Uhr.
„Hüter der Erinnerung“, ab 12 Jahren, 15 Uhr.
„Gone girl“, ab 16 Jahren, 20 Uhr.
„Who am I“, ab 12 Jahren, 17 Uhr.
„Der 7bte Zwerg“, 15.15 Uhr.
„Biene Maja“, 15 Uhr.
„The Equalizer“, ab 16 Jahren,
17.15 und 21 Uhr.
„Sneak-Preview“, 21. 15 Uhr.
Radarkontrollen
Die Polizei kontrolliert in Lippetal an
der Schloßstraße, am Möhnesee an
der B 516, in Erwitte an der B1 und
in Geseke an der B1.
Der Kreis kontrolliert in dieser Woche in den Städten Warstein und
Rüthen insbesondere in der Nähe
von Kliniken, Pflegeeinrichtungen
und Kindergärten sowie an Unfallschwerpunkten.
152 Unterschriften gegen Freihandelsvertrag
VW Golf nach technischem Defekt ausgebrannt
Was zunächst wie die Fortsetzung
der Serie von Brandstiftungen in
den vergangenen Wochen aussah,
entpuppte sich in der Nacht von
Samstag auf Sonntag als Folge eines technischen Defektes. Das ist
jedenfalls das Ergebnis der bisheri-
gen polizeilichen Ermittlungen
nach einem Fahrzeugbrand auf der
Bergeder Warte (Foto oben). Kurz
nach Mitternacht war auf der
Soester Wache der Kreispolizei ein
Notruf eingegangen, dass an der
Niederbergheimer Straße ein Fahr-
zeug in Flammen stehen würde.
Die Soester Feuerwehr rückte aus,
konnte aber den bereits lichterloh
brennden VW Golf nicht mehr retten. Durch die Hitzeentwicklung
des am Fahrbahnrand abgestellten
Wagens wurde nach ersten Er-
kenntnissen auch die Bitumendecke in der Umgebung des ausgebrannten Wracks leicht beschädigt. Über die Höhe des Gesamtschadens konnte die Polizei gestern noch keine näheren Angaben
machen.. � kim/Foto: Müller
„Echte Fründe“ im Soester Norden
SOEST � Der Name ist sperrig,
die Auswirkungen des zwischen der EU und den USA geplanten Freihandelsabkommens mit dem Namen TTIP
(Transatlantic Trade and Investment Partnership) sind
gewaltig – soweit dürften
sich Befürworter und Kritiker
des Projektes einig sein. Während sich Erstere aber einen
kräftigen Schub von einem
Abschluss und den damit verbundenen wegfallenden Handelsbeschränkungen
zwischen beiden Wirtschaftsräumen versprechen, befürchten
Letztere Schlimmes und organisieren deshalb europaweite
Widerstand.
Das geschieht zum Beispiel
im Rahmen einer Unterschriftenaktion, die mehr als
240 Organisationen aus ganz
Europa unter dem Motto
„Stop TTIP“ initiiert haben
und die am Wochenende
auch auf dem Soester Markt
Unterstützung suchte.
Für Mitstreiter wie den
Sprecher der Soester Grünen,
Werner Liedmann, war diese
Form des Engagements Neuland. „Die Initiative Campact,
die diese Kampagne organisiert, hatte online zu der heutige Aktion aufgerufen und
Menschen gesucht, die sich
aktiv einbringen wollen. Bis
heute kannten wir uns gar
nicht“, erklärte er am Stand
auf dem Markt. So war er
nicht wenig überrascht, dass
sich hinter einem der UserNamen, die sich für die Unterschriftenaktion angemeldet hatten, sein Ratskollege
Walter Raubaum von der SOPartei verbarg.
In den zahlreichen Gesprächen mit Passanten wurde
vor allem deutlich, dass große Skepsis gegenüber den Politikern herrscht, die gegenwärtig noch das Abkommen
aushandeln. Befürchtet wird,
dass in der Folge gerade große Konzerne in einer Art
„rechtsfreiem Raum“ eigene
Interessen
ungehindert
durchsetzen könnten ohne
Rücksicht auf Bürger und deren gewählte Vertretungen
nehmen zu müssen. Die Konsequenzen wären bis in den
kommunalen Raum zu spüren.
Dass die Diskussion um
TTIP und das mit der kanadischen Regierung ausgehandelte Abkommen CETA viele
Menschen bewegt, wurde am
Samstag jedenfalls klar: Innerhalb weniger Stunden unterschrieben 152 Bürger die
Protesterklärung. � kim
Schützen der „Einigkeit“ bauten Terrasse für Walpurgis-Heim
röchter Firma Swecon zur
Verfügung gestellt, ebenfalls
kostenlos.
„Tolle Geschichte“, freuten
sich da nicht nur die Schützen. Um die Materialkosten
zum größten Teil zu decken,
spendeten Zugführer Heinz
Lindner und die Schützen des
dritten Zuges spontan 650
Euro. Das sorgte dann noch
einmal für richtig strahlende
Gesichter.
Ein sichtlich zufriedener
Kommandeur Kurt Mudersbach schmunzelte bei der
Geldübergabe am Samstagvormittag: „Man sieht hoffentlich: Die Einigkeit kann
nicht nur feiern, sondern
auch anpacken, wo Not am
Mann ist.“
Siegfried Dobel, Leiter des
Walpurgis-Heims, stimmte
dem nur allzu gern zu: „Das
war einmal mehr eine wirklich segensreiche Tat für die
Bewohner unseres Hauses.“
Die tatkräftige Verbundenheit der „Einigkeit“-Schützen
mit dem Walpurgis-Heim als
deutliches Zeichen dafür,
dass Menschen mit Behinderungen ganz selbstverständlich ein Platz mitten in der
Gesellschaft zusteht, das hat
eine lange Tradition, wie alle
unterstrichen: „Echte FrünKommandeur Kurt Mudersbach (ganz rechts) und die Offiziere der „Einigkeit“ freuten sich mit Sieg- de“ im Soester Norden. Horrifried Dobel (4. von rechts) über das fertige Werk und 650 Euro fürs Material. � Foto: Brüggestraße
do. � brü
SOEST � Soziales Engagement,
das ist für uns Ehrensache“, findet nicht nur Kommandeur Kurt
Mudersbach. Weil die Schützen
der „Einigkeit“ im Soester Norden kräftig in die Hände gespuckt haben, ist jetzt aus einem
ursprünglich ziemlich engen Balkon des Walpurgis-Heims eine
einladende, große und gemütliche Terrasse geworden. Und das
ging so.
Drei Wochenenden lang
schufteten
Kommandeur
Kurt Mudersbach und die Offiziere Marcus Brockmann,
Günter Pokehr, Klaus Lilge,
Detlef Menne, Alfons Schröder, Dr. Olaf Schulte und Dominik Kaminski für den guten Zweck.
Die Fläche für die neue Veranda wurde zunächst geschottert, dann wurden Kan-
tensteine gesetzt, der vorbei
führende Gartenweg wurde
um 40 Zentimeter angehoben. Zum Abschluss wurden
die Terrassenplatten verlegt.
Vorab gab es Unterstützung
von Fachfirmen – zum lobenswerten Nulltarif: Die Firma Gartenbau Mengeringhausen rodete kostenlos den
Bewuchs. Die nötigen Baumaschinen wurden von der An-
Ein Tag zum
Trödeln und
Bummeln
Dichtes Gedränge an
der Stadthalle
SOEST � Einen ziemlich perfekten Tag erwischten gestern die Veranstalter des Trödelmarktes an der Stadthalle
mit ihrer Veranstaltung. Bei
strahlendem Sonnenschein
nutzten zahllose Besucher
die Gelegenheit, verbanden
einen Spaziergang durch die
Stadt mit einem Abstecher
zur Stadthalle und stöberten
dort an den Ständen, die in
der Halle und im Rondell aufgebaut worden waren.
Der Trödelmarkt an der
Stadthalle hat sich längst zu
einem Magnet für Freunde
des Suchen und Findens von
mehr oder weniger Zweckmäßigem und Schönem entwickelt und ist neben dem
Markt in der Gräfte einer der
beliebtesten Trödelmärkte in
der Region geworden. � kim Dichtes Gedränge herrschte schon am Mittag beim Trödelmarkt an der Stadthalle. �
Zahlreiche Passanten standen für ihre Ablehnung des Freihandelsabkommens TTIP mit ihrem Namen ein. � Foto: Kienbaum
„Bei Husemeyer“
ist Geschichte
Traditionsbetrieb bei Kirmes nicht mehr am Markt
SOEST � Fast 70 Jahre lang
war für Besucher der Allerheiligenkirmes klar, was gemeint war, wenn als Treffpunkt im Gewühl des Riesenrummels „bei Husemeyer“
abgemacht war: Der Bratwurststand des alteingesessenen Soester Familienbetriebes stand am nördlichen
Rand des Marktes, dort verkauften mehrere Generationen Husemeyer die Produkte
des traditionsreichen Familienbetriebes. Damit ist es jetzt
aber vorbei.
Klaus Matteikat, Leiter des
Kirmesbüros und damit auch
federführend für die Vergabe
der Standflächen, nannte auf
Anfrage Gründe für diese Veränderung. So müssten alle
Schausteller sich jährlich neu
bewerben, Wechsel seien da
völlig normal und für eine
Kirmes, die lebendig und attraktiv sein wolle, auch nötig.
Außerdem habe es Veränderungen innerhalb des Unternehmens gegeben: Firmenchef Klaus Husemeyer war im
vergangenen Jahr mit dem
Betrieb von der Marktstraße
in die Thomästraße umgezogen, dafür war in die alten
Verkaufsräume die Wickeder
Fleischerei Hackethal eingezogen.
Die wird in wenigen Wochen auch den Stand auf dem
Foto: Niggemeier Markt betreiben, wo bislang
Klaus Husemeyer wird seine
Bratwürstchen bei der nächsten
Allerheiligenkirmes an anderer
Stelle verkaufen. � Foto. Dahm
Husemeyer „beheimatet“ gewesen war.
Kirmes und Husemeyer, das
wird aber auch weiterhin zusammengehören – sogar
noch mehr als zuvor: Denn
auf der diesjährigen Allerheiligenkirmes wird der Betrieb
gleich doppelt vertreten sein,
nur eben nicht mehr auf dem
Markt. Stattdessen wird Klaus
Husemeyer einen Stand an
der Waisenhausstraße aufbauen (neben Dudelmann)
und einen weiteren hinter
der Ressource auf dem Mittelaltermarkt. � kim
Nr. 237 - DER PATRIOT
GESEKE
Montag
13. Oktober 2014
Infoabend für
zukünftige
Flötenspieler
Geseke schwelgt
in Blau-Weiß
GESEKE ■ Für Musikinteressierte ab zehn Jahren bietet
das Tambourkorps Geseke
am Donnerstag, 23. Oktober, einen Infoabend zur
Flötenausbildung an. Er findet um 18 Uhr im Vereinsheim des Tambourkorps auf
dem Schützenplatz statt. Erwachsene, die Flöte spielen
neu lernen oder nach einer
Pause wieder aktiv werden
möchten, sind laut Mitteilung ebenfalls willkommen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Künftige Probenabende finden wie die Infoveranstaltung donnerstags
statt. Weitere Informationen gibt es im auf der Internetseite des Vereins.
www.tambourkorpsgeseke.de
Bürger feiern Seniorennachmittag
Jugendzentrum
sucht Künstler
GESEKE ■ Für die X-mas-Jam
am Samstag, 20. Dezember,
ist das Jugendzentrum (JUZ) Informierte die Anwesenden über die Diskussionen zur Sterbehilfe: Dr. Peter Liese, davor Pantomime Christoph Gilsbach, alias HeriGeseke derzeit auf der Su- bert, der Wanderer und die junge Pianistin. ■ Fotos: Wissing
che nach Bands (Musikrichtung egal) und Einzelkünstlern. Wer Lust hat, bei der
Abschlussveranstaltung
aufzutreten – der Beitrag
muss nicht zwingend musikalisch sein – kann sich via
Facebook beim JUZ melden
oder anrufen unter Tel.
(0 29 42) 5 00 70.
Den (letzten) Tagen
mehr Leben geben
Versicherungsamt
für eine Woche zu
GESEKE ■ Aufgrund einer
mehrtägigen
Fortbildung
der Mitarbeiter ist das Versicherungsamt der Stadt Geseke von Montag, 20. Oktober, bis einschließlich Freitag, 24. Oktober, geschlossen. Danach sei es zu den
üblichen Zeiten wieder
möglich, Rentenangelegenheiten zu erledigen, wie die
Stadt mitteilt.
KURSE & SEMINARE
GESEKE ■ Einen Fortführungskurs zum Thema
„Selbstbehauptung/Selbstverteidigung“ bieten das
AWO-Familienzentrum und
die VHS am Sonntag, 16. November, von 10 bis 13 Uhr
an. Anmeldung im Familienzentrum (Tel. 7 89 96)
oder bei der VHS (Tel.
50 09 00).
RAT UND HILFE
Montag,, 13. Oktober
Seelsorglicher Bereitschaftsdienst:
Telefon 01 75/9 76 71 23.
Telefonseelsorge: (Tag und Nacht) (08
00 ) 1 11 01 11 (evangelisch) und (08
00) 1 11 02 22 (katholisch).
Versicherungsamt der Stadt Geseke:
8 - 12.30 Uhr Erledigung von Rentenangelegenheiten (ohne Termin).
Caritas-Sozialstation: Telefon 83 50.
Hospiz-Bewegung Geseke: Sterbebegleitung, Trauerbegleitung Telefon 0
29 42/79 90 55.
Kreisjugendamt: 8.30-12 Uhr sowie
14-16 Uhr öffentliche Sprechstunde
in der Stadtverwaltung.
Tagespflege Haus Elisabeth: Telefon
59 55 02.
Ambulanter Pflegedienst Haus Maria: Telefon 24 00.
Home Care: Telefon 7 80 70.
Senioren Service AWO OWL: 8 -20
Uhr, Telefon 01 80/5 29 67 77.
Familienzentrum Strolchhausen: 716.30 Uhr, Tel. (0 29 42) 71 09.
Evangelisches
Familienzentrum
Senfkorn: Telefon (0 29 42) 7 74 88.
AWO-Familienzentrum Rasselbande:
Telefon (0 29 42) 7 89 96.
Familienzentrum
Ehringhausen:
7.30-16.30 Uhr, Tel. (0 29 42) 13 09.
VGW-Entstörungsdienst, Wasserversorgung:
Telefon
(0 52 42)
92 32 80.
Trägerunabhängige Pflegeberatung
Stadt Geseke: 8 - 12 Uhr, Telefon 0
29 42/5 00 - 36.
Suchtberatung: 15 - 17 Uhr Sprechstunde, Wichburgastraße 2.
Pflegefachkräfte der trägerunabhängigen Pflegeberatung Kreis
Soest: Telefon (0 29 21) 30 27 64.
Kinder- und Jugendtelefon: vertrauliche und anonyme Beratung von 14 20 Uhr unter Tel. 08 00/1 11 03 33.
Bürgerbüro der Stadt Geseke: 7.30 17 Uhr geöffnet.
Geseker Wirtschaftsnetzwerk: Telefon 0 29 42/5 00-71.
GESCHÄFTSSTELLE TEL. (0 29 42) 9 73 10
REDAKTION
TEL. (0 29 42) 97 31 20
Hospizbewegung wirft bei Festakt Blick auf Thema Sterbehilfe
GESEKE ■ Für die wenigsten
Menschen kommt der Tod von
einem Moment auf den anderen. Oft ist der Sterbeprozess
ein langer Weg. Diesen Weg zu
begleiten, kompetent und liebevoll zugleich, haben sich
auch die ehrenamtlichen Männer und Frauen der Hospizbewegung Geseke zur Aufgabe
gemacht. In der vergangenen
Woche feierte der Verein, dem
inzwischen 30 Sterbebegleiter
angehören, sein 15-jähriges
Bestehen.
setz zur Euthanasie“ gibt, allein der Bundestag. Dabei
machte er deutlich, welch geht es Dr. Liese nicht daFolgen damit verbunden rum, „das Leben um jeden
sein können. So sei laut ei- Preis zu verlängern“. Für
ner Studie in den Niederlan- die Mediziner bedeute dies,
den in 20 Prozent der Fälle sich zu einer bestimmten
das Leben des Patienten be- Zeit von der „Absicht zu heiendet worden, obschon das len“ zu lösen. In der Pallianicht dessen ausdrücklicher tivmedizin gäbe es viele
Möglichkeiten, dem SterWille gewesen sei.
Nach intensiver Diskussi- benden die Schmerzen zu
on habe man sich im Euro- nehmen, die mit Todesangst
parat in Straßburg zu der verbundene Atemnot zu linEmpfehlung entschlossen, dern oder ihn beispielsweise
dass ein grundsätzliches in einen künstlichen Schlaf
Verbot der Tötung von Tod- zu versetzen, der ihm vielIn der Aula der Geseker kranken und Sterbenden leicht die Möglichkeit gäbe,
Gesundheitsakademie, wo bestehen bleibe. Entschei- noch einmal Kraft zu schöpMitbegründerin Schwester dungsgewalt habe hier aber fen. Dabei hob er hervor,
Maria-Henrika in einem bewegenden Augenblick die
Hospiz-Kerze entzündete,
freute sich der ehemalige
Bürgermeister und Vorsitzende des Vereins, Franz
Holtgrewe, zahlreiche Besucher begrüßen zu können.
Unter ihnen auch Dr. Peter
Liese, Mitglied im EuropaParlament (CDU). Der ausgebildete Mediziner hielt den
Festvortrag mit dem Titel
„Hilfe beim Sterben statt
Hilfe zum Sterben“.
Am Beispiel von Belgien
und den Niederlanden, wo
es bereits seit 2002 ein „Gesetz zur Überprüfung bei Lebensbeendigung auf Verlangen und bei der Hilfe zur Ehrengäste: Dr. Remco van der Velden, Franz Holtgrewe, LandräSelbsttötung“ bzw. ein „Ge- tin Eva Irrgang, Christa Marx und Dr. Peter Liese (v.l.).
welch große Bedeutung den
Hospizbegleitern
zukomme, den Sterbenden und Angehörigen einen Abschied
in Würde zu ermöglichen.
Dass gerade diese Form
des Ehrenamtes wertvoll
sei, betonten auch seine
Vorredner Franz Holtgrewe,
Schirmherrin des Vereins
und Landrätin Eva Irrgang,
sowie Bürgermeister Dr.
Remco van der Velden. Letzterer unterstrich, dass sich
das, was hier geleistet werde, qualitativ von der Arbeit
in allen anderen Vereinen
noch einmal abhebe. Eine
Frau wurde an diesem Tag
besonders geehrt. Mit den
Worten „Sie war immer an
der Front“ dankte Franz
Holtgrewe mit einem Blumenstrauß Christa Marx,
die seinerzeit den Grundstein für die Hospizbewegung in Geseke legte.
Trotz des ernsten Themas
wurde bei der Feier viel gelacht. Frei nach den Worten
der Begründerin der modernen Hospizbewegung Cicely
Saunders: „Wir können
dem Leben nicht mehr Tage
geben, aber den Tagen mehr
Leben“, die von Eva Irrgang
zitiert wurde. Für die schöne Unterhaltung an diesem
Tag sorgten eine junge Pianistin und der Pantomime
Christoph Gilsbach. ■ hewi
Das neue Gotteslob kennen lernen
Obst gesucht für
Apfelaktion
STÖRMEDE ■ Nachdem die
anfänglichen Lieferschwierigkeiten überwunden waren, werden nun schon bereits seit ein paar Wochen
die Messen in den katholi-
nicht in Kontakt gekommen
ist, der kann es am Sonntag,
19. Oktober, um 17.30 Uhr
bei einer Veranstaltung in
der St.-Pakratius-Kirche in
Störmede besser kennen lernen.
Gestaltet wird der Abend
von der Musikgruppe Laudamus aus Stirpe. Im Fokus
der Veranstaltung stehen
neben zahlreichen neuen
sowie alten Liedern, die das
Gotteslob bietet, auch Texte
und Gebete. Die Kirchenbesucher erwarten gemeinsam gesungene Lieder, Meditationen sowie vorgetragene Texte. Alle Gläubigen,
die mithilfe des neuen Gotteslobes eine musikalische
Reise durch das Kirchenjahr
erleben möchten, sind willDas neue Gotteslob kommt in den Heiligen Messen bereits zum kommen. Die VeranstalEinsatz. Die Gruppe Laudamus aus Stirpe gestaltet am Sonntag, tung dauert voraussichtlich
19. Oktober, einen Abend rund um das Gebet- und Gesangbuch. bis 19 Uhr.
schen Kirchengemeinden
Gesekes und des Geseker
Landes mit dem neuen Gotteslob gefeiert.
Wer mit dem Gebet- und
Gesangbuch bisher noch
GESEKE ■ Blau-Weiß ist die
Farbe des Tages. Nicht allein
das Geseker Stadtwappen
zieren diese Farben, sondern auch die Servietten auf
der Kaffeetafel sind im bayrischen Blau-Weiß gehalten. Die Geseker, könnte
man meinen, haben quasi
Bayern im Blut. Was liegt da
näher, als den Seniorennachmittag gleich unter das
Motto „Oktoberfest“ zu stellen.
Die Malteser, die von jeher den Seniorennachmittag in der Aula der EdithStein-Schule ausrichten, haben jedenfalls dieses Motto
für die jüngste Auflage der
Traditionsveranstaltung gewählt und damit über 350
Männer und Frauen aus der
Kernstadt und Eringerfeld
angelockt.
Dem Festmotto getreu
hieß es pünktlich um 15
Uhr: „O zapft is“. Bier bekamen die Senioren allerdings
nicht sofort serviert, sondern Kaffee und Kuchen.
Für zünftige Blasmusiktöne
sorgten
zwischenzeitlich
die „Grandauer“, die stimmungsvolle Schunkellieder
wie unter anderem „In
München steht ein Hofbräuhaus“ anstimmten. Die Gäste erfreuten sich derweil an
unterhaltsamen
Gesprächen mit ihren Sitznachbarn.
Mit den illustren Tischgesprächen war es jedoch
schnell vorbei. Kaum stand
die Moderatorin Manuela
Nolte auf der Bühne, zitierte
sie sogleich Bürgermeister
Dr. Remco van der Velden,
die beiden stellvertretenden
Bürgermeister
Susanne
Schulte-Döinghaus und Dr.
Mia Kissenkötter hatte stets einen flotten Spruch auf den Lippen. ■ Fotos: Meschede
Günter Fiedler sowie Seniorenbeirat Wolfgang Hengsbach auf die Bühne. Diese
sollten keine langen Reden
schwingen, sondern zupacken, wie es sich für ein Oktoberfest gehört. Und das
hieß für das Quartett, beim
Nägelkloppen-Wettstreit
gegeneinander anzutreten.
Der fitteste unter ihnen war
Hengsbach, der für zwei Nägel gerade einmal sieben
Schläge brauchte, während
Schulte-Döinghaus mit über
20 Schlägen abgeschlagen
den letzten Platz belegte.
Zünftige Alphornklänge
von der Gruppe Waldfrevel
folgten schließlich auf der
Bühne. „Ich hatte das Gefühl, die Berge zu sehen“,
schwärmte Nolte von den
Alphornklängen. Das lose
Mundwerk der Komikerin
Mia Kissenkötter sorgte derweil für ganz andere Töne.
Das Publikum jauchzte vor
Vergnügen und amüsierte
sich prächtig. ■ mes
Remco van der Velden, Susanne Schulte-Döinghaus, Günter Fiedler und Wolfgang Hengsbach (v.r.) übten sich im Nägelkloppen.
TERMINE HEUTE
Montag, 13. Oktober
Ev. Kirchengemeinde Geseke: 15 Uhr
Elternberatung/Elternbegleitung,
19.45 Uhr Posaunenchor, jeweils im
Bodelschwingh-Haus.
SV 03: Der Kurs Rückenfit fällt heute
aus!
Stadtkirche: 18.30 Uhr Sport nach
Krebs im Pfarrheim.
Stiftskirche: 9 Uhr Spielgruppe „Stiftsflöhe“, 9 Uhr hl. Messe, besonders
für alle Frauen anschließend Frühstück, 15 Uhr Spielgruppe „Stiftsmäuse“, 17.30 Uhr MitarbeiterinnenVersammlung der kfd.
Bücherei Langeneicke: 16.30 - 18
Uhr geöffnet.
GW Steinhausen: 16 Uhr Treffen zum
Walking am Parkplatz hinter der
Turnhalle.
TuS 48 Ehringhausen: 8 Uhr Walking
ab Westenfeld, 9.30 - 10.30 Uhr Bewegungskurs für Kinder bis zu 3
Jahren in der Turnhalle, Triftweg 36.
Familienzentrum
Steinhausen:
„Toni singt mit dir - sing mit!“
16.45 - 17.30 Uhr Eltern-KindSinggruppe (für Kinder von 1,5 bis
3 Jahre).
Geseker Stadarchiv: 8.30 - 12 Uhr
und 14 - 16 Uhr geöffnet.
Koronargruppe Geseke: 18 Uhr
Sporttreff in der großen Sporthalle
der Dietrich Bonhoeffer Realschule.
Eine-Welt-Laden: 15 - 16 Uhr Trödelmarkt, Mühlenstraße 30, ehemaliges Café Niggemeier.
Kinderchor Cäcilia Kids: Keine Probe!
Singekreis Mönninghausen: Keine
Chorprobe!
SuS Störmede, Wirbelsäulenymnastik: 17 - 18 Uhr im Haus Nazareth.
Jugendzentrum 15.30 - 21 Uhr offener Treff für Teenies (ab 5. Klasse)
und Jugendliche.
Frauengymnastik 50plus: 15 - 16
Uhr Gymnastik im BodelschwinghHaus.
GESEKE ■ Um Apfelspenden
bittet der Förderverein des
Kindergartens Maria Frieden. Diese möchte er für seine Apfelaktion am Montag,
20. Oktober, verwenden.
Unterstützer der Aktion
können die Früchte vom 13.
bis 17. Oktober, in der Zeit
von 9 bis 15 Uhr, in die Sammelbehälter am Eingang
des
Kindergartens
am
Schneidweg 9 abgeben.
NOTDIENSTE
Im letzten Jahr organiMontag, 13. Oktober
fon 0 29 41/67 18 50.
sierte der Förderverein die
Apfelsaftaktion zum ersten Allgemeine Notrufnummer: 18-8 Zahnärzte: Zu erfragen unter Telefon (0 29 41) 66 28 51.
Uhr am Folgetag erreichbar unter
Mal. Damals war sie ein volTelefon 01 80 - 5 04 41 00 (kosten- HNO/Augenarzt: zu erfragen unter
ler Erfolg. Die KindergartenTelefon 116 117.
pflichtig) und Telefon 116 117
Kinder erlebten live mit, wie
Apothekendienst zu erfragen aus
(kostenfrei).
dem Festnetz unter 08 00/0 02 28
insgesamt 420 Liter Apfel- Kinder- und jugendärztlicher Not33, vom Handy unter 2 28 33.
falldienst von 18 - 20 Uhr erreichsaft gepresst wurden. Dieser
Westtor-Apotheke,
bar unter Telefon (01 80) 5 04 41 Apotheken:
reichte in der Einrichtung,
Kleiner Hellweg 16, Geseke, Tele00.
die den süßen Fruchtsaft Erwachsenen-Notdienst; Notfallfon 0 29 42/23 44. Rathaus-Apoanschließend bekam, ganze
theke, Rathausplatz 4, Paderborn,
praxis im Ev. Krankenhaus Lippzehn Monate lang.
Telefon 0 52 51/2 24 09.
stadt, 18 - 22 Uhr geöffnet, Tele-
BEZIRKSLIGA 7
KREISLIGA A
SPORT lokal
Spitzenreiter Hörste
stolpert beim 0:1
in Erwitte. Sport 3 d
Liesborner Elf nach
6:1-Sieg zurück in
der Spur.
Sport 2 d
Montag
13. Oktober 2014
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt 08
SpVg. Erkenschwick
SuS Neuenkirchen
SV Zweckel
Arm. Bielefeld II
SC Roland 1962
RW Ahlen
SuS Stadtlohn
Westf. Rhynern
1 ( 1)
2 ( 2)
3 ( 3)
4 ( 4)
5 ( 5)
6 ( 6)
7 ( 7)
8 (10)
9 ( 9)
10 ( 8)
11 (13)
12 (11)
13 (12)
14 (14)
15 (16)
16 (15)
17 (17)
18 (18)
— TSG Sprockhövel
— TuS Erndtebrück
— ASC 09 Dortmund
— VfB Hüls
— Eintracht Rheine
— Westfalia Herne
— FC Gütersloh
— TuS Ennepetal
— Hammer SpVg
RW Ahlen
Westf. Rhynern
TuS Erndtebrück
SC Roland 1962
SpVg. Erkenschwick
VfB Hüls
ASC 09 Dortmund
TuS Ennepetal
Eintracht Rheine
SuS Stadtlohn
SV Lippstadt 08
Hammer SpVg
TSG Sprockhövel
SuS Neuenkirchen
Arm. Bielefeld II
SV Zweckel
FC Gütersloh
Westfalia Herne
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Heimbilanz
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18
Ardian Jevric (l.) spielte wie aufgedreht: Erst köpfte der technisch starke Mittelfeld-Mann den SV Lippstadt mit 1:0 in Führung, unmittelbar nach dem Wechsel erhöhte er
dann mit einem Traumtor auf 3:0. Am Ende gewannen die Schwarz-Roten gegen die TSG Sprockhövel sogar mit 7:0. ■ Fotos: Lütkehaus
AUF EINEN BLICK
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt - TSG Sprockhövel 7:0
(2:0)
SV Lippstadt: Höttecke - Kickermann, Lübbers, Niemeier, Kolodzig (74. Schröder),
Pahlke (80. John), Parensen, Köhler, Danilo, Jevric, Ramsey (78. Traufetter)
TSG Sprockhövel: Knieps - Schulz, Rößler
(63. Orlowski), R. Meister, Kalina, Dudda,
Hodzic (A. Meister), Antwi-Adjej, Wasilewski (63. Oberc), Ülker, Canbulut
Tore: 1:0 (5.) Jevric, 2:0 (45.) Niemeier, 3:0
(48.) Jevric, 4:0 (61.) Ramsey, 5:0 (72.) Köhler, 6:0 (89.) Danilo, 7:0 (90.) Traufetter
Gelbe Karten: Parensen, Jevric - Kalina,
Antwi-Adjej
Zuschauer: 428
Schiedsrichter: Philipp Hüwe (Coesfeld)
TRAINER
Daniel Farke (SV Lippstadt): „Bei einem
7:0 muss man nicht mehr viel sagen, ein
großes Kompliment an meine Mannschaft!
In der ersten Halbzeit war es nicht so klar,
wie es nachher ausgegangen ist. Da hatten
wir einige Probleme, vor allem im taktischen Bereich. Besonders offensiv hat es
Sprockhövel in einigen Szenen sehr, sehr
gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben
es die Jungs eins zu eins umgesetzt , was
wir uns vorgenommen haben. Das tut dann
natürlich schon gut.“
Robert Wasilewski (TSG Sprockhövel):
„In der ersten Halbzeit sind wir durch zwei
Standards mit 0:2 in Rückstand geraten.
Dabei hatten wir nach dem 0:1 selbst gute
Möglichkeiten. Was dann in der zweiten
Halbzeit passiert ist, vor allem in den letzten drei Minuten – da fehlen mir die Worte! Es sind Dinge passiert, die dürfen nicht
passieren. Schon gar nicht in der Oberliga.
Wir haben den Gegner heute schön aufgebaut.“
Von Krise keine Spur mehr:
SV-Team im 7:0-Rausch
Drei Ecken, drei Tore. Lippstadt nach der Pause nicht mehr zu halten
LIPPSTADT ■ Jetzt ist der Knoten beim SV Lippstadt geradezu explosionsartig geplatzt:
Gegen die TSG Sprockhövel
feierten die Schwarz-Roten
gestern vor 428 Zuschauern
nicht nur den dritten Sieg in
Folge, sondern mit dem 7:0
auch einen der höchsten in der
Vereinsgeschichte. Auf Anhieb
konnten sich selbst die eingefleischtesten Fans nicht daran
erinnern, dass die Farke-Elf jemals ein MeisterschaftsMatch so deutlich gewonnen
hat.
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt - TSG Sprockhövel
7:0 (2:0)
Vor allem in der zweiten
Halbzeit war die alte Waldschlößchen-Stimmung wieder da: Kickermann und Co.
boten phasenweise eine echte
Fußball-Gala, und die Zuschauer bejubelten ihr Team
frenetisch. Dabei spielten die
SVer nicht nur mit Herz, sondern auch mit Köpfchen. Frühere Bolzplatz-Helden können sich noch erinnern: Damals hieß es drei Ecken, ein
Elfer. Bei den Lippstädtern
lautete die Devise: Drei
Ecken, drei Tore. Benjamin
Kolodzig flankte, und Ardian
Jevric, Nico Niemeier sowie
Marcel Ramsey trafen.
Daniel Farke hatte sein
Team auf einer Position geändert: Ardian Jevric stürmte
für Arda Nebi, dafür rückte
Nils Köhler von links nach
rechts. Zum dritten Mal fast
in der selben Besetzung und
mit zwei Siegen im Rücken
merkte man den Gastgebern
die neue Stabilität und Sicherheit sofort an. Mit jeder gelungenen Aktion wuchs auch
das Selbstvertrauen. Außerdem erwischten die SchwarzRoten einen Blitzstart: Bereits
in der 5. Minute köpfte Jevric
einen Kolodzig-Eckball zur
frühen Führung ins Tor. Der
28-Jährige hat einen Lauf und
war gestern der überragende
Akteur am Waldschlößchen.
Allerdings ließen es die
Platzherren Mitte der ersten
Halbzeit etwas schleifen.
Zweimal verhinderte Marcel
Höttecke den möglichen Ausgleich, erst rettete der SVKeeper gegen den durchgebrochenen Ülker, dann lenkte
er einen Gewaltschuss des
TSG-Stürmers mit den Fingerspitzen an die Latte. In dieser
Phase hatten die FarkeSchützlinge ein wenig Glück.
Doch genau vor dem Pausenpfiff fiel eine Art Vorentscheidung: Erneut zirkelte Kolodzig eine Ecke in den Strafraum, Sprockhövels Torhüter
verschätzte sich, und Niemeier nickte ein.
War das 2:0 zur Pause noch
das Ergebnis konzentrierter
Arbeit, so überwogen in der
zweiten Halbzeit die Show-
5
5
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10:4
8:2
5:2
17:3
10:5
9:3
9:7
10:5
7:4
13:6
9:9
12:9
4:6
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8 1 0 29:7
6 1 2 23:7
6 1 2 20:7
6 0 3 16:9
5 2 2 12:4
4 3 2 17:13
4 3 2 19:17
4 2 3 15:14
4 1 4 10:13
4 1 4 14:18
3 2 4 17:15
3 2 4 13:19
2 3 4 14:22
2 2 5 13:25
2 1 6 15:17
1 4 4 7:12
0 3 6 6:22
0 2 7 5:24
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Hammer SpVg
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Erkenschwick
SC Roland 1962
SuS Stadtlohn
TuS Ennepetal
ASC 09 Dortmund
SV Lippstadt 08
SuS Neuenkirchen
FC Gütersloh
SV Zweckel
Arm. Bielefeld II
Eintracht Rheine
Westfalia Herne
TSG Sprockhövel
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3
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13:3
11:4
6:4
11:9
7:8
7:2
6:5
5:9
6:7
9:12
4:9
7:15
4:14
3:6
3:8
2:11
0:10
7:18
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6
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3
2
1
1
1
1
1
„Wir hatten nicht
mehr verdient“
Für RWM reicht es in Dützen nur zu einem 1:1
MASTHOLTE ■ Die Mastholter mussten sich gestern
mit einem 1:1 in Dützen begnügen, verteidigten aber
dennoch auf Grund des besseren Torverhältnisses gegenüber Hövelhof und Spexard die Tabellenführung.
Vor dem Spitzenspiel am
kommenden Sonntag, wenn
die Rot-Weißen den SV Spexard empfangen, wartet
noch jede Menge Arbeit auf
RWM-Trainer Sellemerten,
denn wie schon gegen Wellensiek zeigte die Leistungskurve seiner Elf in der zweiten Halbzeit stark nach unten.
Landesliga 1
FT Dützen - RW Mastholte 1:1
(1:1)
Auf dem Kunstrasenplatz
in Dützen erwischten die
Mastholter den besseren
Start und bereits nach zwei
Minuten hatte Salzmann
eine gute Einschussmöglichkeit, aber er zögerte zu
lange. Als sich dann Flaskamp in einem Zweikampf
energisch den Ball erkämpf-
te und für Althoff auflegte,
hatte dieser keine Mühe, die
Mastholter Führung zu erzielen (31.). „Doch dann haben wir mit dem Fußballspielen aufgehört und den
Faden verloren,“ so RWMCoach Sellemerten, der nur
acht Minuten später mit ansehen musste, wie Köhler
aus 20 Metern die Kugel
zum 1:1 versenkte. Da war
auch RWM-Keeper Kaupmann machtlos, der kurz
zuvor noch mit einer glänzenden Parade den Ausgleich hatte verhindern
können. Nach der Pause
hatte Mastholte in einigen
Szenen Glück, dass Dützen
aus seinen Konterchancen
kein Kapital schlug. Als in
der 85. Minute ein Akteur
des Gastgeber Gelb-Rot sah,
bot sich RWM in Überzahl
durch Althoff sogar noch
die Chance zum Siegtreffer,
doch er scheiterte am Dützener Keeper. Sellemerten:
„Wir hatten heute aber
auch wirklich nicht mehr
verdient.“ ■ towi
FUSSBALL
SO GEHT ES WEITER
Landesliga St. 1
Oberliga Westfalen
10. Spieltag, 19. Oktober
FCE Rheine - SV Lippstadt (Sa. 14.30 Uhr)
TuS Ennepetal - RW Ahlen
FC Gütersloh - Roland Beckum
Westfalia Herne - Arminia Bielefeld II
TSG Sprockhövel - SV Zweckel
VfB Hüls - SuS Neuenkirchen
ASC Dortmund - SpVg Erkenschwick
TuS Erndtebrück - Westfalia Rhynern
Hammer SpVg - SuS Stadtlohn
LANDESLIGA 1
FT Dützen - RW Mastholte 1:1 (1:1)
RW Mastholte: Kaupmann, Lausc, Schledde, Wimmelbücker, Jablotschkin, Modica,
Timmerkamp, Eickel, Salzmann (84. Cinar),
Flaskamp (60. Siefert), Althoff.
Tore: 0:1 Althoff (31.), 1:1 Köhler (39.).
Gelb-rote Karte: Schumann (Dützen/85./
wegen Reklamierens).
Zuschauer: 100.
elemente. Absolut sehenswert das 3:0 (48.) durch
Jevric, als er die Kugel vom
linken Strafraumeck volley in
die Maschen knallte. Kurz danach klatschte der Ball nach
einer schönen Kombination
mit Danilo und Köhler an den
Pfosten. Beim SV lief es jetzt
wie am Schnürchen, und sie
hatten ja noch Benjamin Kolodzig: Diesmal fand seine
Ecke in Marcel Ramsey den
richtigen Abnehmer, der zum
4:0 (61.) einköpfte. Nach einem Superpass von Jevric erhöhte Köhler auf 5:0 (72.).
Nun brachen bei den Gästen alle Dämme: Keeper
Knieps lieferte eine SlapstickEinlage, die Danilo zum 6:0
(89.) nutzte. Und weil es so
schön war, durfte auch der
eingewechselte Björn Traufetter noch einmal jubeln: Der
besorgte in der 90. Minute das
7:0 und machte den Kantersieg perfekt. ■ lüt
RW Ahlen
SC Roland 1962
Eintracht Rheine
SpVg. Erkenschwick
Westf. Rhynern
ASC 09 Dortmund
TuS Erndtebrück
TuS Ennepetal
VfB Hüls
TSG Sprockhövel
SV Lippstadt 08
SuS Stadtlohn
Arm. Bielefeld II
SV Zweckel
SuS Neuenkirchen
Hammer SpVg
FC Gütersloh
Westfalia Herne
7:0
1:0
3:3
1:1
1:0
2:0
3:1
1:3
2:2
Immer eine gefährliche Situation: Gleich drei Kopfball-Treffer fielen gestern nach Ecken von Benjamin Kolodzig. Das gibt’s auch nicht alle Tage.
Hövelhofer SV
— SV Avenwedde
4:1
FT Dützen
— RW Mastholte
1:1
VfR Wellensiek
— SC Peckeloh
2:1
TSG Harsewinkel — Bad Oeynhausen
5:2
TuS Tengern
— SpVg Steinhagen
0:1
SC Verl II
— Suryoye Paderborn
2:0
SV Höxter
— RW Kirchlengern
0:0
RW Kirchlengern — VfR Wellensiek
1:2
SV Spexard
— SV Rödinghausen II
2:0
1 ( 1) RW Mastholte
8 6 1 1 20:8 19
2 ( 2) Hövelhofer SV
9 6 1 2 19:8 19
3 ( 5) SV Spexard
9 6 1 2 14:7 19
4 ( 6) SC Verl II
9 5 3 1 18:8 18
5 ( 3) TuS Tengern
9 5 1 3 14:7 16
6 ( 4) SV Rödinghausen II
9 5 1 3 17:13 16
7 ( 7) SpVg Steinhagen
9 4 3 2 11:13 15
8 (10) FT Dützen
9 3 2 4 17:18 11
9 ( 8) Suryoye Paderborn
9 3 2 4 15:17 11
10 ( 9) SC Peckeloh
8 2 4 2 12:10 10
11 (11) SV Höxter
9 2 4 3 7:8 10
12 (13) VfR Wellensiek
9 3 1 5 10:13 10
13 (14) TSG Harsewinkel
9 2 2 5 12:19 8
14 (12) SV Avenwedde
9 2 2 5 12:20 8
15 (15) RW Kirchlengern
9 1 2 6 9:21 5
16 (16) Bad Oeynhausen
9 1 0 8 7:24 3
Lukas Althoff (l.) brachte RW Mastholte gestern in Dützen zwar mit
1:0 in Führung, am Ende hieß es dann aber 1:1. ■ Foto: Wiegand
Nr. 237 - DER PATRIOT
SPORT LOKAL
Montag
13. Oktober 2014
SV-Siegeszug
vorerst gestoppt
BEZIRKSLIGA 7
Westfalen Liesborn - SVF Herringen 6:1
(1:1)
Westfalen Liesborn: Hronek, Nölle, Gaubatz, Mario Pejic, Johannes Drees (80./
Geisler), Jürgen Fahnenstiel, Sebastian
Kampmann, Holtmann (33./ Mönikes), Forte (67./ Philip Drees),Knüwer, Lienenklaus
Tore: 0:1 Wilcek (25.), 1:1 Holtmann (38.),
2:1 Lienenklaus (48.), 3:1 Jürgen Fahnenstiel (61./ Foulelfm.), 4:1 Mejic (76./ Handlefm.), 5:1 Drees (80.), 6:1 Nölle (85.)
Schiedsrichter: Ingo Günzel, Büren
Holsen gelingt im Derby der ersehnte Dreier
SV Drensteinfurt - SV Lippstadt 08 II 2:1
(0:0)
SV Lippstadt 08 II: Brinkmann, Schneider,
Aly Mahdy, Bölter, Heising, Schnittker, Ceken (64./ Ceken), Vorderstraße (81./ Meyer), Speer, Wessels, Tufo
Tore: 0:1Bölter (55.), 1:1 / 2:1 Sander (60./
93. jeweils Foulelfmeter)
TuS Wiescherhöfen - SuS Bad Westernkotten 0:2 (0:1)
SuS Bad Westernkotten: Philipp Spiekermann, Köthemann, Dyballa, Stiene (45./
Hengsbach), Janetzky, Jedrzejczyk, Buchmüller (73./ Grafe), Balzer, Mattina (61./
Gerling), Gierth, Schiller
Tore: 0:1 Schiller (37.), 0:2 Jedrzejczyk
(64.)
Bezirksliga, Staffel 7
Westf. Liesborn
— SVF Herringen
6:1
SG Bockum-Hövel — SpVg Bönen
2:1
TuS Wiescherhöfen — Westernkotten
0:2
Warendorfer SU
— Lohauserholz
2:2
Westf. Soest
— VfL Sassenberg
2:0
SV Drensteinfurt — SV Lippstadt 08 II
2:1
RW Westönnen
— Westf. Rhynern II
3:1
Türk. SC Hamm
— Vorw. Ahlen
ausgef.
1 ( 1) SV Drensteinfurt
9 6 3 0 22:10 21
2 ( 5) SG Bockum-Hövel
9 6 0 3 17:15 18
3 ( 2) Westf. Rhynern II
9 5 2 2 23:14 17
4 ( 6) RW Westönnen
9 5 2 2 21:14 17
5 ( 7) Bad Westernkotten
9 5 1 3 21:12 16
6 ( 3) Vorw. Ahlen
8 4 3 1 29:11 15
7 ( 4) TuS Wiescherhöfen
9 4 3 2 17:11 15
8 ( 8) Türk. SC Hamm
7 3 2 2 12:14 11
9 (10) Lohauserholz-Daberg
9 3 1 5 21:20 10
10 ( 9) SpVg Bönen
9 3 1 5 15:21 10
11 (14) Westf. Soest
9 3 1 5 20:27 10
12 (12) Warendorfer SU
9 2 3 4 14:22 9
13 (15) Westf. Liesborn
9 3 0 6 19:29 9
14 (11) SVF Herringen
9 2 2 5 15:28 8
15 (13) VfL Sassenberg
9 1 4 4 14:21 7
16 (16) SV Lippstadt 08 II
8 0 2 6 5:16 2
Bezirksliga, Staffel 4
Auch Mario Pejic (2.v.l.), hier im Luftkampf mit Herringer Gegenspielern, trug sich gestern in die Westfalen-Torschützenliste ein. Die
Liesborner boten im zweiten Abschnitt ein tolles Spektakel und fuhren am Ende einen hochverdienten 6:1-Erfolg ein. ■ Foto: Schlink
Beim 6:1 überrennt Liesborn
den Gegner nach der Pause
Meik-Elf siegt nach Gala in Wiescherhöfen 2:0. Bittere Niederlage für SV 08 II
LIPPSTADT ■ Freud und Leid
liegen derzeit bei den heimischen Bezirksligisten eng
beieinander. Ein Befreiungsschlag der besonderen Art
gelang gestern Westfalen
Liesborn, während die zweite Garnitur des SV Lippstadt
beim Spitzenreiter in Drensteinfurt erst durch einen
unberechtigen Foulelfmeter, so Trainer Brusciano, in
der Nachspielzeit verlor. Einen tollen Auftritt bot Bad
Westernkotten beim 2:0-Erfolg in Wiescherhöfen.
Bezirksliga 7
Westfalen Liesborn - SFV Herringen 6:1 (1:1)
An den eigenen Haaren
zogen sich die Westfalen
gestern aus dem Schlamassel. Wenn auch zu Beginn
mit etwas Sand im Getriebe
fand die Elf von Neu-Trainer
Kreisliga A Paderborn Nord
SuS Westenholz - TuS Egge Ralf Bellenhaus im Verlauf
über den Kampf immer besSchwaney 3:1 (1:0)
WESTENHOLZ ■ Nach einem ser ins Spiel. Dabei hatte es
überlegen geführten Spiel
besiegte SuS Westenholz
den TuS Schwaney verdient
mit 3:1. Campos-Figueiredo
(36.) hatte die NeuschäferElf mit 1:0 in Führung gebracht. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gäste stärker auf und erzielten
den
zwischenzeitlichen
Ausgleich (52). Durch ein EiTuS Mantinghausen
gentor (59.) ging Westenholz dann allerdings erneut Kreisliga B Paderborn Süd
in Führung. In der 65. wur- SV Steinhausen I - SV Atteln II
de ein Gästeakteur mit Gelb- 5:1 (3:1)
Rot des Feldes verwiesen STEINHAUSEN ■ Einen auch
und nun erspielte sich Wes- in dieser Höhe verdienten
tenholz Chance um Chance, Sieg landete die Gockel-Elf
um den Sieg klar zu ma- gegen SV Atteln II. Den Gäschen. Für die endgültige ten gelang nach einer Ecke
Entscheidung sorgte dann (15.) überraschend die FühKosfeld in der 83. Minute, rung, doch Kiekebusch (36.,
45.) und Henneböhle (37.)
der zum 3:1 traf. ■ da
verwandelten diese innerhalb von zehn Minuten in
eine beruhigende, aber verdiente Halbzeitführung von
3:1. Nach der Pause erhöhten Sven (83.) und Marvin
Kreisliga B Beckum
(90.) Zumdick zum EnderWestfalen Liesborn II - SuS En- gebnis auf 5:1. „Wir haben
nigerloh 4:3 (0:0)
zwar zu Beginn durch FahrLIESBORN ■ Einen Überra- lässigkeit dem Gegner die
schungscoup schaffte die Führung geschenkt, danach
Huchtkemper-Elf mit ihrem aber konsequent zu unseHeimsieg gegen den Tabel- rem Spiel gefunden und verlenzweiten aus Ennigerloh. dient gewonnen“, so SteinDabei nahm die Partie erst hausens Trainer Gockel zuin der letzten halben Stunde frieden.
so richtig Fahrt auf, in der SG Harth/Weiberg - SV 03 Gesedie Westfalen mit den Tref- ke II 6:4 (3:2)
fern von Fabian SchumaBeide Teams lieferten sich
cher (2) sowie Dennis Scherf einen offenen Schlagab(2) für rundum zufriedene tausch mit dem besseren
Gesichter bei den Verant- Ende für die Gastgeber.
wortlichen und den Zu- Harth/Weiberg lag nach 13
schauern sorgten. ■ fri
Minuten bereits mit 2:0 in
Arpe/Wormbach — Langenholthausen
1:1
SV Brilon
— FC Kirchhundem
0:3
TuS Plettenberg
— GW Allagen
1:3
TuS Sundern
— FSV Werdohl II
6:0
TuS Warstein
— Schmallenb.-Fredeb.
1:2
Langscheid/Enkhausen II — Nuhnetal
5:0
Spfr. Birkelbach
— Dorlar-Selling.
0:0
BC Eslohe
— Aue-Wingeshausen
5:0
1 ( 3) BC Eslohe
9 7 0 2 31:7 21
2 ( 2) Spfr. Birkelbach
9 6 3 0 22:11 21
3 ( 1) SV Brilon
9 6 2 1 18:7 20
4 ( 5) FC Kirchhundem
9 5 3 1 20:10 18
5 ( 4) Arpe/Wormbach
9 4 5 0 23:13 17
6 ( 8) Schmallenb.-Fredeb.
9 5 0 4 13:16 15
7 ( 9) TuS Sundern
9 4 2 3 27:13 14
8 ( 7) Langenholthausen
9 3 5 1 23:15 14
9 ( 6) TuS Plettenberg
9 4 2 3 17:18 14
10 (10) Langsch./Enkhns. II
9 4 0 5 24:19 12
11 (11) Dorlar-Sellinghausen
9 2 2 5 15:19 8
12 (14) GW Allagen
9 2 2 5 21:28 8
13 (12) FC Nuhnetal
9 2 1 6 15:28 7
14 (13) Aue-Wingeshausen
9 1 3 5 17:24 6
15 (15) TuS Warstein
9 1 1 7 7:28 4
16 (16) FSV Werdohl II
9 0 1 8 7:44 1
Eigentor bringt
SuS auf Siegstraße
schlecht begonnen. Erst verschätzte sich Keeper Hronek beim Herauslaufen,
doch Oles traf nur den Pfosten. Dies toppte Nölle mit einem katastrophalen Rückpass, den Wilcezek erlief
und zum 0:1 einschoss.
Doch die Liesborner haderten
nicht,
sondern
kämpften sich ins Spiel, übten immer mehr Druck aus
und erzwangen Standardsituationen, bei denen sie die
Schwächen der Herringer
offenbarten. Jeweils nach
Eckstößen
vollendeten
Holtmann vor (38.) und Lienenklaus nach (48.) der Pause und drehten damit das
Spiel. Einem Fouelfmeter,
von Holtmann eindrucksvoll erzwungen und von Jürgen Fahnenstiel zum 3:1
verwandelt folgte ein Handelfmeter zum 4:1 durch Pejic. Ein Drees-Freistoß zum
5:1 und Nölles Wiedergut-
machung mit dem 6:1 rundeten die Partie ab.
TuS Wiescherhöfen - SuS Bad
Westernkotten 0:2 (0:1)
Ein tolles Spiel mit einem
verdienten Sieger, dazu
Glückwünsche vom Trainer
der Platzherren – Marco
Meik war voll des Lobes für
sein Team: „Wir haben fast
nichts zugelassen und hätten sogar noch höher gewinnen können.“ In der Tat hatten die Platzherren ihre beste Chance durch einen zweifelhaften Foulefmeter (12.),
den Keeper Spiekermann
aber gerechterweise parierte. Ihre Tore erzielten die
SuSler nach schönen Kombinationen. Vor der Pause
schloss Schiller eine Aktion
(37.) zum 0:1 ab. Und nach
dem
Wechsel
stellte
Jedrzejczyk frühzeitig (64.)
mit dem 0:2 die Weichen
auf Sieg.
SV Drensteinfurt - SV Lippstadt
SV Steinhausen mit
5:1-Kantersieg
Liesborn II
überrascht
TEL. (0 29 41) 201-254
TEL. (0 29 41) 201-288
verliert auswärts erneut trotz guter Leistung
Führung, die Hildebrandt
(27.) und Keskin (31.) ausglichen. Noch vor der Pause
(42.) gelang Harth/Weiberg
der erneute Führungstreffer. Hildebrandt (51.) traf
zum 3:3 Ausgleich. Allerdings schien dieser Treffer
bei Harth/Weiberg zusätzliche Kräfte freigesetzt zu haben, denn innerhalb von
nur
sechs
Minuten
(54.,57.,60.) gelangen den
Gastgebern drei Treffer zum
6:3, an dem auch Keskins
Treffer (70.) zum 4:6 nichts
mehr änderte.
SV Steinhausen II - SC Husen 4:3
(1:1)
Einen glücklichen, aber
verdienten Sieg kann Steinhausen II gegen Husen verbuchen. Die frühe Gästeführung (2.) glich Gösken (20.)
zum 1:1 aus. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt. Danach lieferten sich beide Mannschaften ein offenes Duell.
Dumler (47.) und wiederum
Gösken (50.) brachten die
Schulte-Elf wiederholt in
Führung, doch Husen ergab
sich nie auf und erzielte
zwei weitere Treffer (49.,
60.). Als sich alle bereits mit
einem Unentschieden abgefunden zu haben schienen
gelang Müller (90.) der vielumjubelte Siegtreffer zum
4:3 für Steinhausen II.
TSV Tudorf II - SV Büren II 4:3
(1:0)
Hatte Büren II bis zur ersten Halbzeit lediglich einen
Gegentreffer
hinnehmen
müssen, erhöhten die Gastgeber bis zur 70. Minute auf
3:0. Happe erzielte zwar für
Büren II (74.) den Anschlusstreffer, aber schon im Gegenzug stellte Tudorf den
alten Abstand wieder her.
Die weiteren Treffer für Büren II erzielten Lehmann
(83.) und wiederum Happe
(87.).
TuS Henglarn - TuS Mantinghausen 1:0 (0:0)
Die Timmer-Elf musste
nach guter Leistung beim
Aufsteiger in Henglarn erneut unglücklich in eine
knappe Auswärtsniederlage
einwilligen. Das Siegtor für
Henglarn fiel in der 66. Minute, wobei Mantinghausen
wiederholt Chancen zum
Ausgleichstreffer
ungenutzt ließ. ■ da
08 II 2:1 (0:0)
„Das war eine ganz, ganz
bittere Niederlage“ – Trainer Luigi Brusciano mochte
seine Enttäuschung kaum
verbergen. Erneut hatten
die Platzherren ihren Gegner unerklärlich auf Kunstrasen gebeten. Dennoch waren die Gäste die über weite
Strecken bessere Elf, hatten
mehr vom Spiel und die
Mehrzahl der Chancen.
Doch Speer und Vorderstraße konnten diese nicht nutzen. Die Gastgeber operierten fast nur mit langen Bällen. Nach einer Ecke sorgte
Bölter für das verdiente 0:1.
Ein Foulelfmeter (60.) führte durch Sander zum Ausgleich. In der Nachspielzeit
zeigte der Referee dann
nach einer regulären Aktion, so Trainer Brusciano, erneut auf den Punkt. Und
wieder trat Sander an und
traf zum 1:2. ■ uli
Kreisliga A Paderborn Süd
VfB Salzkotten - SV Geseke 5:3
(1:0)
GESEKE ■ 250 Zuschauer
hatten bei strahlenden Sonnenschein den Weg ins Hederauenstadion gefunden.
Salzkotten erwischte in diesem Derby den besseren
Start und ging früh durch
Duda (3.) in Führung. Beide
Mannschaften verstanden
im Verlauf der ersten Spielhälfte nicht, das Mittelfeld
mit schnellen Bällen zu
überbrücken und so hatten
beide Abwehrreihen keine
Mühe, weitere Treffer zu
verhindern.
Nach der Pause ein ganz
anderes Bild: Geseke drückte unbedingt auf den Ausgleich und vergab dabei innerhalb von fünf Minuten
zwei Großchancen durch
Pekalla und Pfennig. Mit einem sehenswerten Freistosstor gelang Peters (58.)
die 2:0-Führung des VfB, die
Meißner (63.) aus abseitsverdächtiger Position auf 3:0
ausbaute. Mit einem sicher
verwandelten Strafstoßtreffer verkürzte Essers (81.) auf
1:3.
Als dann Pfennig (81.)
nach schöner Einzelleistung
zum
2:3-Anschlusstreffer
einschoss, keimte auch bei
den vielen mitgereisten Geseker Zuschauern noch einmal Hoffnung auf, die aber
Peters (85.) mit seinem zweiten Treffer zum 4:2 nach einem eklatanten Geseker Abwehrfehler erstickte. Zwar
gelang Franzander (89.) aus
dem Gewühl heraus nochmals der Anschlusstreffer
zum 3:4, doch in der
Schlussminute netzte Siegmund nach einem Konto
zum vielumjubelten 5:3
Sieg des VfB Salzkotten ein.
SV Verlar - VfB Holsen 1:3 (0:3)
„Holsen hatte heute von
Beginn an verstanden, worum es ging. Aufgrund der
guten Holsener Leistung aus
der ersten Halbzeit geht der
Sieg in Ordnung“, urteilte
Verlars Trainer Bertelsmeiser. Klaus (2) und Thomas
Bertelsmeier hatten nach 35
Minuten für die selbstbewusst aufspielenden Holsener eine beruhigende 3:0Führung herausgeschossen,
der Verlar an diesem Tag
nichts
entgegenzusetzen
hatte. Der Ehrentreffer für
Verlar gelang Raschke (57.)
per Strafstoss.
SG Siddinghausen/Weine - SC
Verne 2:2 (2:2)
Nach 25 Minuten sah die
Grundmann-Elf nach zwei
Treffern von Damm (18.,
24.) wieder einmal wie der
sichere Sieger aus, aber
nach zwei individuellen
Fehlern auf Verner Seite
(28., 30.) gelang Siddinghausen/Weine der Ausgleich
noch vor der Halbzeit. „In
der zweiten Halbzeit boten
sich beiden Teams wiederholt
spielentscheidende
Möglichkeiten, es blieb aber
schlussendlich beim gerechten Unentschieden“, so Vernes Trainer Grundmann.
TSV Tudorf - SV Büren 1:1 (1:1)
Nach einem ausgeglichen
geführten Spiel trennten
sich beide Teams nach 90
Minuten leistungsgerecht
1:1. Die Tudorfer Führung
(13.) egalisierte Poloczek
(32.) auf Bürener Seite. ■ da
BEZIRKSLIGA 4
TuS Warstein - SV Schmallenberg/Fredeburg 1:2 (0:1)
Warstein: Fegler, Barkschat, Schamne,
Hohlweck, Raulf, Menke (70./ Maliqi), Turan (60./ Mertin), Eßfeld, Severin (46./ Günther), Siepe, Zein Al Dine
Tore: 0:1 Feldmann (44.), 1:1 Siepe (65./
Foulelfmeter), 1:2 Steringer (90./ Foulelfm.)
TuS Plettenberg - TuS GW Allagen 1:3
(0:2)
Allagen: Oel, Mazur (83./ Lietz(, Wächter,
Wienecke, Kirsch, Liebig, Heppe, Schröder,
Navarro (75./ Deutschendorf), Dube (89./
Kemper), Niklas Störmann
Tore: 0:1 / 0:2 Heppe (11./ 34.), 1:2 Sachsenröder (88.), 1:3 Heppe (93./ Foulelfm.)
Rote Karte: Marc Schröder (71., wg. Tätlichkeit).
Trotz einer engagierten Leistung unterlagen die Geseker (rote Trikots) in Salzkotten mit 5:3. ■ Foto: Raestrup
Warstein nicht belohnt
1:2-Strafstoßtor in der Schlussminute. Heppe Allagener Torgarant
Bezirksliga 4
TuS Warstein - SV Schmallenberg/Fredeburg 1:2 (0:1)
WARSTEIN / ALLAGEN ■ Das
war bitter! In der Schlussminuten kassierte der TuS gestern durch einen Foulefmeter eine weitere Niederlage.
Dabei gestalteten die Platzherren die Partie zumeist
offen und hatten überdies
ein Chancen-Plus. Doch Siepe und Zein Al Dine konnten nach der Pause gute
Chancen nicht nutzen,
nachdem die Gäste fast mit
dem Pausenpfiff in Führung
gegangen waren, als die
TuS-Abwehr nicht im Bilde
war. Dann nutzte Siepe ei-
nen Foulelfmeter (65.) zum
verdienten Ausgleich. Die
Warsteiner hatten nun
Spiel und Gegner im Griff,
konnten aber daraus kein
Kapital schlagen. Eine Uneinigkeit von Keeper Fegler,
Hohlweck und Schamne beschwor in der 90. Minute einen Strafstoß hervor, den
die Gäste zum Siegtreffer
nutzten.
TuS Plettenberg - TuS GW Allagen 1:3 (0:2)
Weniger mit der spielerischen Leistung als eher mit
der Laufbereitschaft seines
Teams war Allagens Trainer
Sebastian Wessel zufrieden.
Ein Doppelschlag von Hep-
pe brachte die Gäste zur
Pause in Führung. Heppe
verpasste nach dem Wechsel sogar das 0:3. Zudem trafen Störmann, Wächter und
Liebig nur das Aluminium.
Dann der Schreck in der 88.
Minute, als die Platzherren
auf 1:2 verkürzen konnten.
Doch zwei Minuten später
gab es einen Foulelfmeter
für die Gäste und Heppe erzielte sein drittes Tor. Unrühmlicher Höhepunkt in
der 71. Minute war eine
Rote Karte gegen Marc
Schröder, der sich mit dem
Ellenbogen seines klammernden Gegenspielers entledigte. ■ uli
Nr. 237 - DER PATRIOT
SPORT LOKAL
Montag
13. Oktober 2014
Knalleffekte
in der A-Liga
AUF EINEN BLICK
Oberliga Westfalen: 9. Spieltag
Spvgg Erkenschwick - TuS Erndtebrück
1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Oerterer (79.).
Schiedsrichter: Topp (Büren).
Zuschauer: 483.
Bes. Vork.: 62. Min. Rote Karte für Tuysuz
(Erndtebrück).
SV Lippstadt 08 - TSG Sprockhövel 7:0
(2:0)
Tore: 1:0 Jevric (5), 2:0 Niemeier (42.), 3:0
Jevric (48.), 4:0 Ramsey (61.), 5:0 Köhler
(71.), 6:0 Danilo (89.), 7:0 Traufetter (89.).
Schiedsrichter: Hüwe (Coesfeld).
Zuschauer: 428.
SuS Neuenkirchen - ASC Dortmund 3:3
(3:2)
Tore: 1:0 Braininger (8.), 2:0 Braininger
(11.), 3:0 Husmann (37.), 3:1 Seifert (38.),
3:2 Münzel (45.+2), Rudnik (56.).
Schiedsrichter: Tendyck (Gelsenkirchen).
Zuschauer: 293.
SV Zweckel - VfB Hüls 1:1 (0:0)
Tore: 1:0 Shala (48.), 1:1 Kaya (73.).
Schiedsrichter: Altgeld (Witten).
Zuschauer: 585.
Bes. Vork.: 17. Min. Rote Karte für Koch
(VfB Hüls).
Arminia Bielefeld U 23 - FC Eintracht
Rheine 1:0 (0:0)
Tor: 1:0 Bolat (67.).
Schiedsrichter: Krämer (Münster).
Zuschauer: 160.
Bes. Vork.: 90.+4. Min. Rote Karte für
Dieckmann (Eintracht Rheine).
SC Roland Beckum - Westfalia Herne
2:0 (2:0)
Tore: 1:0 Daglar (35.), 2:0 Ucar (42.).
Schiedsrichter: Hinterberg (Petershagen).
Zuschauer: 230.
Rot Weiss Ahlen - FC Gütersloh 3:1
(1:0)
Tore: 1:0 Ivancicevic (24.), 2:0 Yildirim
(47.), 3:0 Ivancicevic (53.), 3:1 Schubert
(90.).
Schiedsrichter: Stor (Oetinghausen).
Zuschauer: 1467.
SuS Stadtlohn - TuS Ennepetal 1:3 (1:2)
Tore: 1:0 Roßmöller (14. Foulelfmeter), 1:1
Strohmann (16.), 1:2 Strohmann (23.), 1:3
Enzmann (89.).
Schiedsrichter: Erk (Herne).
Zuschauer: 350.
Bes. Vork.: 59. Min. Rote Karte für Terhaar
(SuS Stadtlohn).
Warstein II schlägt Viktoria und Erwitte den VfL
Hart aber fair wird hier Mönninghausens Kahr vom Spielgerät getrennt. Der Cappeler Rerich (r.) kann allerdings aus dieser Situation keinen Profit schlagen. Das Topduell zwischen dem SuS Cappel und dem FC Mönninghausen endete leistungsgerecht 1:1.
FUSSBALL
Klare Siege
für SVB und
Wadersloh
Kreisliga A Beckum
SV Benteler - FSG Ahlen 5:0
(2:0)
BECKUM■ „Spätestens nach
dem verschossenen Elfer der
Gäste kurz nach dem Wechsel war die Partie entschieden“, so ein hochzufriedener SVB-Co-Trainer Heimeier. Lübbert und Vokshi trafen im ersten Abschnitt, ehe
erneut Vokshi sowie Hoffmeister und Laumeier mit
ihren Treffern den Kantersieg perfekt machten.
SpVg Beckum II - TuS Wadersloh 2:5 (2:2)
„In der zweiten Halbzeit
hat die Mannschaft das endlich mal clever gemacht und
auch keine Chancen der
Beckumer mehr zugelassen“, so Waderslohs Trainer
Weimann. Die Beckumer
Führung
(10.)
drehten
Kroczek (11.) und Große
Wienker (12.) schnell, ehe
die Hausherren noch einmal zurückschlugen (22.).
Nach der Pause trafen dann
Mose (54./78.) sowie wiederum Kroczek (85.) zum Auswärtserfolg. ■ fri
Remis im Verfolgerduell
SuS Cappel und FC Mönninghausen trennen sich leistungsgerecht 1:1
CAPPEL ■ Beiden Mannschaften merkte man die
Wichtigkeit des Spieles an.
Die Partie waren zerfahren
und von Nervosität geprägt.
Die Gäste erschienen gestern zwar in der Spielanlage
den Tick besser, doch das
1:1-Unentschieden
entspracht letzlich dem Spielverlauf.
Kreisliga A Lippstadt
SuS Cappel - FC Mönninghausen
1:1 (0:0)
Flüssige Aktionen bekamen die Zuschauer in
Cappel gestern nur selten
geboten, denn beide Mann-
schaften agierten hektisch
und nervös. Die Gäste zeigten dabei die etwas bessere
Spielanlage gegen teilweise
überhastete Hausherren. So
setzten die Gäste die ersten
Ausrufezeichen, als Semrau
(21.) und Kahr (26.) gute
Chancen zu Führung ausließen. Auf der Gegenseite versuchte es Schmelter aus der
Distanz (28.). Im Gegenzug
stellte Cappels Keeper Stracke sein Können unter Beweis, als er gegen den freistehenden Polaczek klärte.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen dann
die Gastgeber besser ins
Spiel. So zog Glennemeyer
auf und davon, wurde aber
im allerletzten Moment am
Torschuss gehindert (34.).
Vier Minuten später köpfte
Rerich nach schöner Bökenkamp-Flanke nur an das Außennetz. Praktisch mit dem
Pausenpfiff lag das 1:0 förmlich in der Luft, doch Glennemeyer „nagelte“ das Leder an den Pfosten.
Die zweite Halbzeit war
dann eigentlich ein Spiegelbild der ersten, wenngleich
nun Treffer fielen. Nach
sehr schöner Einzelleistung
gelang Rennkamp die Gästeführung (65.). Acht Minuten
später glich Ickemeyer für
den SuS aus. Die Partie blieb
dennoch zerfahren und nervös. So passte die Ampelkarte gegen Cappels Gausemeier ins Bild. Am Ende blieb es
beim letztendlich gerechten
1:1-Unentschieden.
LIPPSTADT ■ Das waren
schon richtige „Knaller“,
die Ergebnisse aus Warstein
und Erwitte. So feierte der
TuS Warstein II mit dem 3:2
seinen ersten Sieg und der
Westfalia gelang wohl die
größte Überraschung beim
1:0-Sieg über den VfL Hörste/Garfeln.
Kreisliga A Lippstadt
TuS Warstein II - Viktoria Lippstadt 3:2 (1:1)
Schon früh brachte Nonte
die Gäste in Führung (2.)
und hätte diese wenig später ausbauen können, doch
er verschoss einen Strafstoß
(10.). So nutzte der TuS seine Chancen effektiv und zog
durch Schreiber, Feldhaus
und Sühl auf 3:1 davon, ehe
Di Gaudio für eine enttäuschende Viktoria noch das
3:2 gelang.
BW Dedinghausen - TuS Ehringhausen 1:1 (0:0)
Etwas glücklich gingen
die Gastgeber mit der Nullnummer in die Pause. Luca
Hauswirth besorgte die verdiente Gästeführung, die
Jens Jungemann ausglich.
In der offenen Schlussphase
war dann ein Sieg für beide
Teams möglich.
Westfalia Erwitte - VfL Hörste/
Garfeln 1:0 (0:0)
Sicher, die Gäste waren
über die gesamte Spielzeitdominant, doch gut stehende Gastgeber ließen fast gar
keine Chancen des VfL zu.
Im zweiten Abschnitt wurde das Spiel etwas ausgeglichener. Mohammed El-Khatib avancierte zum Erwitter
Helden, denn ihm gelang
das Siegtor.
SC Lippstadt - SV Bad Waldliesborn 0:0
Denkbar glücklich war
dieser Punktgewinn für den
SCL, der in der Schlussphase
Nguyen per Ampelkarte verlor und froh sein konnte,
dass die Gäste etliche Großchancen ausließen.
RW Horn - Arminia Langeneicke 3:2 (2:0)
Nach einer vermeintlich
sicheren Führung durch
Treffer von Kramer und Tolputt, wurde das Spiel doch
noch sehr eng. Weier sowie
Ronstedt per Elfmeter sorgten für den Ausgleich. Büse
sorgte für die erneute Führung der Gastgeber, die sich
in der Schlussphase wütenden Langeneicker Angriffen
erwehren mussten.
TSV Rüthen - BW Lipperbruch
4:1 (2:1)
Gastgeschenke verteilte
Lipperbruch. So waren die
ersten drei Treffer von Liggesmeyer, Unterburger sowie Sendler absolut vermeidbar. Maier sorgte fürdas zwischenzeitliche 2:1.
Henrik Brings entschied das
Spiel zu Gunsten des TSV.
SW Overhagen - TuS Lipperode
1:2 (1:2)
Im ersten Abschnitt spielten die Gastgeber noch
recht ordentlich und glichen die Gästeführung von
Vollmer durch Grieß aus.
Wieder brachte Vollmer die
Gäste aus Lipperode in Führung, die sie gegen Overhagener Gastgeber relativ problemlos bis zum Schlusspfiff behaupteten.
SuS Cappel: Stracke, Neumann, Bökenkamp, Basner, Gausemeier, Nonnast, Rerich (45. Ickemeyer), Köller (72. Richter),
Glennemeyer, Scholz, Schmelter (60. Litzbarski)
FC Mönninghausen: Adler, Feichtinger,
Greger, Fastlabend, Semrau, Polaczek (56.
Kuitkowski), Rennkamp, Hilliges, Rohde
(69. Haselhorst), Kahr, Fuhrmann
Nur Siege für die Gastgeber
Dedinghausen II gewinnt Derby gegen Esbeck mit 2:1. Stirpe verliert in Sichtigvor klar mit 1:4
LIPPSTADT ■ Einen Spieltag Freistoß von Böddicker in hardt 0:0 (0:0)
Gegen defensiv agierende
der Heimteams gab es am der Schlussminute für die
zugunsten Hausherren hatte der TVK
Wochenende in der Lipp- Entscheidung
städter Kreisliga B, denn der BWD-Reserve. Zuvor etwas mehr Spielanteile,
sechs der sieben Partien hatte Vromen kurz vor der „ohne jedoch richtig zwinwurden von den Gastgebern Pause per Kopf die Gästefüh- gend zu werden“, so Gästegewonnen. Nur Pena Madri- rung von Knorr egalisiert.
trainer Arnskötter.
dista musste sich gegen Kal- SG Oestereiden/Effeln - TuS Al- SuS Sichtigvor - Germania Stirpe 4:1 (2:0)
lenhardt mit einem torlosen lagen II 1:0 (0:0)
Remis begnügen.
„Das hätte auch noch höKnapp ging es auch beKreisliga B Lippstadt
reits am Samstagnachmit- her ausfallen können“, so
BW Dedinghausen II - Germa- tag in Oestereiden zu. Hier Sichtigvors Trainer Risse.
nia Esbeck 2:1 (1:1)
markierte Rasche in der 48. Gudenoge und Prinz vor der
In einem über weite Stre- Minute den Siegtreffer für Pause sowie Schöne und T.
Schmitz erzielten die SuScken hektisch geführten die Stojanovski-Elf.
Kreisliga A Gütersloh
GW Langenberg - TSG Harse- Derby sorgte der direkte Pena Madridista - TV Kallen- Tore. Nur nach dem zwiwinkel II 0:1 (0:0)
LANGENBERG ■ Eine bittere
Niederlage mussten die Langenberger hinnehmen, die
der abstiegsgefährdeten Reserve der TSG Harsewinkel
mit 0:1 unterlagen. Nach
torloser ersten Hälfte markierten die Gäste in der 65.
Spielminute das goldene Tor
zum Auswärtssieg.
RW Mastholte II - Suryoye Verl
2:4 (0:0)
„Ich bin stocksauer, dass
wir zumindest den einen
Punkt, den wir in der
Schlussphase sicher hatten,
noch durch Dummheit abgeben mussten“, so RWMCoach Sinder. Die Mastholter Führung durch Pytel
drehten die Gäste, ehe
Ewert zehn Minuten vor
dem Ende noch einmal ausglich. Danach vergaben die
Rot-Weißen mehrfach die
Entscheidung, die den Verlern durch die Treffer in der
90. und 92. Minute noch ge- Dedinghausens Jan-Niklas Böddicker (l.) sorgte mit seinem direkt verwandelten Freistoß in der
Schlussminute für den 2:1-Sieg der Blau-Weiß-Reserve im Derby gegen Esbeck. ■ Foto: Risse
lang. ■ fri
Späte Gegentore
ärgern Sinder
TEL. (0 29 41) 201-254
TEL. (0 29 41) 201-288
schenzeitlichen Anschlusstor durch Reen wurde es
kurz etwas spannend.
SV Schmerlecke - BW Völlinghausen 4:1 (2:0)
Eine klare Angelegenheit
auch in Schmerlecke, wo die
Hilger-Elf die Treffer von
Sohlich, Becker (2) und Klötzer bejubeln konnte. Das
Ehrentor zum Endstand gelang Schweighöfer beim
Stand von 4:0.
TuS Belecke - DJK Mellrich 6:1
(4:1)
„Schon nach 23 Minuten
war die Partie nach dem 4:1
entschieden“, so Beleckes
Trainer Uli Gilbert. Dabei
begann die Begegnung für
die Gäste verheißungsvoll,
denn A. Salzmann brachte
die Mellricher schon in der
ersten Minute per Fallrückzieher in Führung. Danach
schlug jedoch die große
Stunde von Beleckes Christoph Lülsdorff, der fünfmal
einnetzte. Zudem war noch
Pfeiffer erfolgreich.
SuS Störmede - GW Benninghausen 4:2 (1:0)
„Einen hochverdienten
Sieger“ sah Störmedes Trainer Kalli Wallmeier beim
Erfolg seiner Mannschaft.
Brinkhaus, Dewald und Jütte hatten zunächst für eine
klare Führung des SuS gesorgt, ehe die Gäste durch
Nachlässigkeiten und zwei
Treffer von Kebernik noch
einmal herankamen. Erneut Jütte sorgte mit seinem 4:2 dann für die Entscheidung. ■ fri
Nach dem Ausgleich kurz vor der Pause verlor Eikeloh (graue Trikots ) den Faden und am Ende auch das Spiel. ■ Foto: Feichtinger
Eickelborn setzt sich
im Spitzenspiel durch
SC Mettinghausen lässt zu viele Chancen liegen
Kreisliga C Lippstadt
SW Eikeloh - FC Mönninghausen
II 2:5 (2:2)
LIPPSTADT ■ Die SchwarzWeißen hatten die Gäste bis
zur 40. Minute und dem
Stand von 2:0 im Griff, kassierten bis zur Pause jedoch
noch das 2:2. Nach dem
Wechsel dominierten die
FCM-Spieler und kamen am
Ende zu einem verdienten
5:2-Erfolg. SW-Trainer Fritz
Struhs war enttäuscht:
„Wer weiß, wie es ausgegangen wäre, wenn wir das
2:0 bis zum Wechsel gehalten hätten.“ Für Eikeloh trafen Florian Bömer und Andre Fikus, für den FCM waren Andreas Micheilis (2),
Sebastian Engels, Marvin
Coböken und Martin Wesseling erfolgreich.
SC Lippstadt II - SuS Bad Westernkotten II 0:1 (0:0)
Die
Heimmannschaft
musste in dieser Partie auf
vier wichtige Stammspieler
verzichten und kam nicht
zu klaren Torchancen. Der
Gast aus Westernkotten
spielte in der Defensive clever und ließ nichts anbrennen. Der entscheidende
Treffer gelang Michael Ha-
senauer in der 82. Minute.
SC Mettinghausen - BW Eickelborn 0:2 (0:2)
Die Entscheidung im Spitzenspiel fiel schon in der
ersten Hälfte, als die BlauWeißen durch Tore von Fabian Westerhoff (35.) und
Maxim Buss (43.) mit 2:0
führten. Nach dem Wechsel
hatten die Gastgeber vieleChancen auf den Ausgleich,
doch selbst ein Elfmeter
wurde nicht verwandelt. So
blieb es bis zum Ende beim
2:0 für den Gast. ■ uf
Die weiteren Ergebnisse:
Hellas Lippstadt - SVA Langeneicke II
11:2 (6:1)
Torfolge: 1:0 Crespo (1.), 2:0 Tsesmentzis
(5.), 2:1 Kruse (9.), 3:1 Michailidis (19.), 4:1
Krause (35.), 5:1 Gabriello (42.), 6:1 Kerasidis (44.), 6:2 Kruse (53.), 7:2 Crespo (60.),
8:2, 9:2 Tsesmentzis (64./68), 10:2 Piscopiello (70.), 11:2 Michailidis (83.).
SW Overhagen II - TuS Lipperode II 1:3
(0:2)
Torfolge: 0:1 , 0:2 Mickler (9./34.), 1:2
Ernst (63.), 1:3 Henneboel (90.).
Westfalia Erwitte II - Viktoria Lippstadt
II 1:4 (0:1)
Torfolge: 0:1 Gugenheimer (12.), 0:2 Burbach (47.), 1:2 Fuller (49.), 1:3 Burbach
(77.), 1:4 Scrocca (90.).
TuS Belecke II - VfL Hörste-Garfeln II 1:1
(0:0)
Torfolge: 1:0 Prasnik (63.), 1:1 Behnke
(67.).
SC Internazionale Lippstadt - BW Lipperbruch II 3:2 (1:2)
Torfolge: 0:1 Völkerath (19.), 0:2 Maas
(28.), 1:2 Orru (32.), 2:2 Pollmeier (53.), 3:2
Weise (68.)
Nr. 237 - DER PATRIOT
SPORT LOKAL
Montag
Rundum gelungenes Turnier
Auch Reiterinnen des Gastgebers RV Erwitte tragen sich in Siegerliste ein
ERWITTE ■ Über ein rundum
gelungenes Hallenreitturnier freuten sich der Vorstand und die Mitglieder des
RV Erwitte. Für die guten
Vorbereitungen und den
reibungslosen Ablauf erntete man auch von den teilnehmenden Reitern lobende Worte. Die Meldestelle
verzeichnete noch weitere
Nennungen, so dass insgesamt 400 Starts notiert wurden.
Die erste Prüfung, die
Dressurprüfung der Klasse L
Trense, konnte Yamina Rieffel vom gastgebenden RV
Erwitte auf Starbuck 5 für
sich entscheiden. Sie siegte
mit der Wertnote 8.10 vor
Anja Sielhorst auf Lardana
Lay vom RV Altenautal
(7.90). Über den sechsten
Platz freute ich Sonja Werner auf Aragon 316, ebenfalls vom RV Erwitte. Alena
Böning (RV Altenautal) auf
Hamilton 37 siegte in der
Dressurprüfung Klasse L
Kandare mit der Wertnote
7.80.
Über einen zweifachen
Sieg konnte sich Anne
Horstmann auf Lifetime 14
Über einen Zweifachsieg in Erwitte konnte sich Anne Horstmann
vom RFV Hille auf Lifetime 14 freuen.
vom RFV Hille freuen. In der
Dressurprfg. Klasse M** siegte sie im getrennten Richtverfahren mit 72,695 Prozent. Petra Reckmeyer vom
RFV Herzebrock-Rheda mit
Cajetano 2 folgte auf Platz
zwei.
In der Dressurprüfung
Klasse S* hieß die Siegerin
ebenfalls Anne Horstmann.
Die Richter bewerteten ih-
ren Ritt mit 70.542 Prozent.
Platz zwei ging an Marion
Schleypen vom RV NeussGrefrather RC auf White
Kiss (69.833 Prozent).
Der nächste Tag startete
mit der Springpferdeprüfung Klasse A**. Den Sieg
nahm Ronja Aistermann
vom ZRFV Rietberg-Druffel
auf 74 Cordeum (7.80) mit
nach Hause. Für den RV Er-
Clasing läuft zur Deutschen Meisterschaft
Christina Clasing vom SuS Cappel
hat, startend für die LG Hamm-Kamen-Holzwickede, in Baunertal mit
ihren Soester Kolleginnen bei den
Deutschen Meisterschaften die 4 x
400 Meter in der Altersklasse W 50
gewonnen. Die Siegerstaffel lief
nach 5:30,80 Minuten ins Ziel und
verwies die zeitweilig führende
Staffel aus Pulheim auf den zweiten
Platz. Die deutsche Meisterstaffel
setzt sich zusammen aus Christina
Clasing, Mechthild Osthoff Lange,
Susanne Uhr und Gabirele Perschke
(von links).
Geschick überprüft
Erstes Indoor-Tenniscamp mit 18 Kindern aus fünf Vereinen
LIPPSTADT ■ Anfang Oktober fand im Tennispark
Lippstadt erstmals ein Indoor-Tenniscamp statt. Der
Vereinstrainer des TC Bad
Westernkotten, Sebastian
Burghardt, konnte neben
Kindern aus seinem Heimatverein, auch Tennisasse aus
Östereiden, Erwitte, Stirpe
und vom TC Grün-Weiß
Lippstadt begrüßen.
In drei Gruppen aufgeteilt, durfte jedes Kind pro
Tag an 3,5 Trainingsstunden teilnehmen. Neben dem
Technik- und Taktiktraining wurden auch Einheiten zur Koordination, Beweglichkeit, Schnelligkeit,
Kraft und Ausdauer mit in
den Trainingstag eingebunden. Zum Abschluss der ersten beiden Tage stand ein je
TABELLENSPIEGEL + + + TABELLENSPIEGEL +++ TABELLENSPIEGEL
Kreisliga A Lippstadt
Kreisliga B Lippstadt
Kreisliga C Lippstadt
TuS Warstein II
— Vikt. Lippstadt
3:2
SuS Cappel
— Mönninghausen
1:1
Dedinghausen
— TuS Ehringhausen
1:1
SC Lippstadt DJK — Bad Waldliesborn
0:0
TSV Rüthen
— BW Lipperbruch
4:1
RW Horn
— SVA Langeneicke
3:2
Westf. Erwitte
— Hörste/Garfeln
1:0
SW Overhagen
— TuS Lipperode
1:2
1 ( 1) Hörste/Garfeln
9 8 0 1 36:10 24
2 ( 2) RW Horn
9 7 1 1 26:8 22
3 ( 3) SuS Cappel
9 5 3 1 30:10 18
4 ( 4) Mönninghausen
9 5 3 1 21:14 18
5 ( 5) Vikt. Lippstadt
9 4 3 2 15:11 15
6 ( 6) SVA Langeneicke
9 4 2 3 14:13 14
7 ( 7) Dedinghausen
9 4 2 3 12:11 14
8 ( 8) SW Overhagen
9 3 3 3 17:16 12
9 (11) TSV Rüthen
9 3 2 4 19:17 11
10 ( 9) SC Lippstadt DJK
9 3 1 5 14:19 10
11 (13) TuS Lipperode
9 3 1 5 13:28 10
12 (10) TuS Ehringhausen
9 1 6 2 18:18 9
13 (14) Westf. Erwitte
9 3 0 6 6:19 9
14 (12) BW Lipperbruch
9 2 1 6 20:24 7
15 (15) Bad Waldliesborn
9 1 2 6 14:33 5
16 (16) TuS Warstein II
9 1 0 8 12:36 3
TuS Anröchte
— SW Suttrop
0:1
BW Dedinghausen II — Germ. Esbeck
2:1
Madridista LP
— TV Kallenhardt
0:0
Oestereiden/Effeln — GW Allagen II
1:0
SuS Sichtigvor
— Germ. Stirpe
4:1
SV Schmerlecke
— BW Völlinghausen
4:1
TuS Belecke
— SpVg Mellrich
6:1
SuS Störmede
— GW Benninghausen
4:2
1 ( 3) SV Schmerlecke
9 6 2 1 19:8 20
2 ( 4) TuS Belecke
9 6 1 2 32:10 19
3 ( 1) SW Suttrop
9 6 1 2 21:12 19
4 ( 2) Germ. Stirpe
9 5 2 2 20:13 17
5 ( 6) Oestereiden/Effeln
9 4 2 3 14:12 14
6 ( 7) BW Dedinghausen II
9 4 1 4 16:12 13
7 ( 8) SuS Sichtigvor
7 4 0 3 17:15 12
8 ( 5) GW Allagen II
9 3 3 3 16:15 12
9 ( 9) SuS Störmede
9 3 3 3 21:23 12
10 (10) Madridista LP
9 2 4 3 12:17 10
11 (12) TV Kallenhardt
8 2 4 2 11:17 10
12 (11) BW Völlinghausen
9 3 0 6 15:24 9
13 (13) TuS Anröchte
9 2 2 5 17:21 8
14 (14) SpVg Mellrich
8 2 2 4 17:26 8
15 (15) Germ. Esbeck
8 2 0 6 13:20 6
16 (16) GW Benninghausen
8 1 1 6 12:28 4
SW Eikeloh
— Mönninghausen II
2:5
SC Lippstadt II
— Westernkotten II
0:1
SC Intern. Lippstadt — Lipperbruch II
3:2
Westf. Erwitte II — Vikt. Lippstadt II
1:4
TuS Belecke II
— Hörste-Garfeln II
1:1
SW Overhagen II — TuS Lipperode II
1:3
Mettinghausen
— BW Eickelborn
0:2
Hellas Lippstadt
— Langeneicke II
11:2
1 ( 1) BW Eickelborn
9 7 2 0 32:7 23
2 ( 2) Hellas Lippstadt
9 7 1 1 50:18 22
3 ( 4) Mönninghausen II
9 6 3 0 23:9 21
4 ( 3) Mettinghausen
9 5 3 1 21:11 18
5 ( 5) TuS Lipperode II
9 4 4 1 13:9 16
6 ( 6) SC Intern. Lippstadt
9 5 1 3 21:21 16
7 ( 8) Westernkotten II
9 4 1 4 13:17 13
8 ( 7) Hörste-Garfeln II
9 4 1 4 17:24 13
9 ( 9) SW Overhagen II
9 2 3 4 22:24 9
10 (10) SC Lippstadt II
9 3 0 6 17:24 9
11 (13) TuS Belecke II
8 2 2 4 14:19 8
12 (11) Langeneicke II
9 2 2 5 12:29 8
13 (12) Lipperbruch II
8 2 1 5 23:23 7
14 (16) Vikt. Lippstadt II
9 2 1 6 20:29 7
15 (14) Westf. Erwitte II
9 1 2 6 13:34 5
16 (15) SW Eikeloh
9 1 1 7 10:23 4
Kreisliga C Beckum
Kreisliga A Beckum
Kreisliga B Beckum
SV Benteler II
— Aramäer Ahlen II
2:1
FSG Ahlen III
— VfJ Lippborg II
0:2
SuS Ennigerloh II — FSG Ahlen II
6:3
RW Vellern II
— BW Sünninghausen II
2:3
Germ. Stromberg II — SpVg. Dolberg
1:2
Neubeckum III
— Fort. Walstedde II
1:2
SpVg. Oelde IV
— Baris Spor Oelde II
3:0
SpVg. Oelde III
— BSG Eternit
0:1
1 ( 2) SV Benteler II
9 7 2 0 24:5 23
2 ( 3) BSG Eternit
9 7 1 1 45:15 22
3 ( 1) Aramäer Ahlen II
9 6 2 1 33:15 20
4 ( 4) BW Sünninghausen II
9 5 3 1 29:17 18
5 ( 6) VfJ Lippborg II
8 5 1 2 24:12 16
6 ( 5) SV Neubeckum III
9 4 2 3 17:9 14
7 ( 7) Fort. Walstedde II
9 4 2 3 23:19 14
8 (12) SuS Ennigerloh II
9 3 2 4 24:23 11
9 ( 8) Germ. Stromberg II
8 3 1 4 18:19 10
10 (13) SpVg. Oelde IV
9 3 1 5 10:12 10
11 (10) SpVg. Oelde III
9 3 0 6 19:24 9
12 ( 9) FSG Ahlen II
9 2 3 4 24:30 9
13 (11) RW Vellern II
9 2 3 4 15:21 9
14 (14) FSG Ahlen III
9 2 1 6 13:33 7
15 (16) SpVg. Dolberg
9 1 1 7 9:36 4
16 (15) Baris Spor Oelde II
9 1 1 7 6:43 4
Roland Beckum II — Baris Spor Oelde
3:1
SV Benteler
— FSG Ahlen e.V.
5:0
Westf. Vorhelm
— Ahlener SG
3:2
Germ. Stromberg — SV Neubeckum
5:4
VfJ Lippborg
— BW Sünninghausen
0:2
SuS Enniger
— Fort. Walstedde
6:4
SpVg Beckum II
— TuS Wadersloh
2:5
SpVg Oelde
— RW Ahlen II
0:3
1 ( 2) Westf. Vorhelm
9 7 2 0 34:8 23
2 ( 1) SpVg Oelde
9 7 0 2 28:14 21
3 ( 5) SuS Enniger
9 5 2 2 33:19 17
4 ( 3) SV Neubeckum
9 5 2 2 24:15 17
5 ( 6) Germ. Stromberg
9 5 1 3 22:18 16
6 ( 7) Roland Beckum II
9 5 1 3 23:20 16
7 ( 4) SpVg Beckum II
9 5 0 4 21:21 15
8 ( 8) Ahlener SG
9 3 3 3 17:20 12
9 ( 9) Fort. Walstedde
9 3 2 4 25:23 11
10 (12) TuS Wadersloh
9 3 2 4 16:16 11
11 (13) RW Ahlen II
8 3 1 4 18:20 10
12 (10) FSG Ahlen e.V.
8 3 1 4 15:17 10
13 (11) VfJ Lippborg
9 3 1 5 11:20 10
14 (14) SV Benteler
9 2 1 6 19:23 7
15 (15) BW Sünninghausen
9 1 2 6 16:28 5
16 (16) Baris Spor Oelde
9 0 1 8 7:47 1
Westf. Liesborn II — SuS Ennigerloh
4:3
Westf. Vorhelm II — Ahlener SG II
4:1
SuS Enninger II
— SV Diestedde
2:3
SpVgg Oelde II
— Vorw. Ahlen II
0:2
Aramäer Ahlen
— SV Neubeckum II
1:1
RW Vellern
— SKS Ahlen
1:3
Vorw. Ahlen III
— SC Roland III
5:1
1 ( 1) Aramäer Ahlen
9 7 1 1 51:7 22
2 ( 2) SuS Ennigerloh
9 7 0 2 31:12 21
3 ( 4) Westf. Vorhelm II
8 6 2 0 23:4 20
4 ( 3) SV Neubeckum II
9 6 2 1 24:12 20
5 ( 5) Vorw. Ahlen III
7 5 2 0 27:14 17
6 ( 7) Westf. Liesborn II
8 5 0 3 19:13 15
7 ( 6) SpVgg Oelde II
8 4 2 2 18:17 14
8 ( 9) Vorw. Ahlen II
9 3 0 6 12:19 9
9 (13) SV Diestedde
8 2 1 5 17:25 7
10 (14) SKS Ahlen
7 2 1 4 10:20 7
11 ( 8) TuS Wadersloh II
8 2 1 5 15:31 7
12 (10) RW Vellern
8 2 0 6 10:24 6
13 (11) Ahlener SG II
9 2 0 7 9:34 6
14 (12) SuS Enninger II
8 1 2 5 15:24 5
15 (15) SC Roland III
9 0 2 7 6:31 2
Kreisliga A PB-Nord
Kreisliga A PB-Süd
Kreisliga B PB-Süd
Heide Paderborn II — TuS Sennelager
2:4
SC Borchen II
— TuS Altenbeken
0:3
Delbrücker SC II
— SSG Paderborn
2:1
Türk-Gücü Paderborn — SC Ostenland
2:2
SJC Hövelriege
— SF DJK Mastbruch
2:2
SuS Westenholz
— Schwaney
3:1
SV Schöning
— Bad Lippspringe II
3:2
1 ( 1) TuS Sennelager
9 8 0 1 28:15 24
2 ( 2) SF DJK Mastbruch
9 6 2 1 30:8 20
3 ( 3) SuS Westenholz
8 6 1 1 23:7 19
4 ( 5) Delbrücker SC II
8 5 1 2 22:11 16
5 ( 4) SJC Hövelriege
8 4 3 1 14:7 15
6 ( 9) TuS Altenbeken
9 4 2 3 17:12 14
7 ( 6) Heide Paderborn II
8 4 1 3 22:19 13
8 ( 8) SC Ostenland
9 4 1 4 20:20 13
9 ( 7) TuS Egge Schwaney
8 4 0 4 20:16 12
10 (10) TuRa Elsen
8 3 1 4 16:17 10
11 (12) SV Schöning
8 3 0 5 9:21 9
12 (11) SSG Paderborn
9 1 4 4 14:21 7
13 (15) Türk-Gücü Paderborn
8 0 2 6 6:21 2
14 (14) Bad Lippspringe II
9 0 2 7 8:31 2
15 (13) SC Borchen II
8 0 2 6 5:28 2
Siddinghausen/Weine — SC RW Verne
2:2
BW Verlar
— VfB SR Holsen
1:3
TSV Tudorf
— SV 21 Büren
1:1
SV 21 Brenken
— Wünnenbg./Leibg. I
2:2
Wewelsb./Ahden — Meerh./Essentho
0:1
VfB Salzkotten
— SV 03 Geseke
5:3
SCC Scharmede
— BSV Fürstenberg
4:2
VfL Lichtenau
— SV Anreppen
1:3
1 ( 1) SV Anreppen
9 7 1 1 33:15 22
2 ( 2) VfB Salzkotten
9 7 1 1 27:13 22
3 ( 3) BSV Fürstenberg
9 6 1 2 23:18 19
4 ( 4) SV 03 Geseke
9 6 0 3 34:16 18
5 ( 5) SV 21 Brenken
9 5 3 1 17:9 18
6 ( 6) SC RW Verne
9 5 1 3 21:12 16
7 ( 8) Meerhof/Essentho
9 4 2 3 16:18 14
8 ( 7) SV 21 Büren
9 3 4 2 19:19 13
9 ( 9) SCC Scharmede
9 3 4 2 19:21 13
10 (10) TSV Tudorf
9 2 3 4 18:20 9
11 (12) Wünnenbg./Leibg. I
9 2 2 5 10:19 8
12 (11) VfL Lichtenau
9 2 2 5 13:24 8
13 (13) Wewelsburg/Ahden
9 2 1 6 10:22 7
14 (15) Siddinghausen/Weine
9 1 3 5 16:22 6
15 (14) BW Verlar
9 2 0 7 12:24 6
16 (16) VfB SR Holsen
9 1 0 8 13:29 3
SV Steinhausen II — RW Husen
4:3
TSV Tudorf II
— SV Büren II
4:3
SV Steinhausen I — SV Atteln 21 II
5:1
GW Holtheim
— BW Etteln
2:2
GW Henglarn
— TuS Mantinghausen
1:0
Haaren-Helmern — SV Upsprunge II
3:0
Harth/Weiberg
— SV 03 Geseke II
6:4
RW Bentfeld
— SuS Boke
4:1
1 ( 1) BW Etteln
9 7 2 0 32:9 23
2 ( 2) Haaren-Helmern
9 7 1 1 31:11 22
3 ( 3) Harth/Weiberg
9 7 1 1 27:14 22
4 ( 5) GW Holtheim
9 5 2 2 16:12 17
5 ( 4) TuS Mantinghausen
9 5 1 3 24:12 16
6 ( 6) SV Steinhausen I
9 5 1 3 19:14 16
7 ( 8) SV Steinhausen II
9 4 2 3 13:17 14
8 (11) GW Henglarn
9 2 5 2 19:16 11
9 ( 7) SV Atteln 21 II
9 3 2 4 18:25 11
10 ( 9) SV 03 Geseke II
9 2 3 4 21:24 9
11 (10) RW Husen
9 3 0 6 15:23 9
12 (14) TSV Tudorf II
9 2 3 4 14:22 9
13 (12) SV Upsprunge II
9 2 2 5 13:22 8
14 (13) SV Büren II
9 2 2 5 8:20 8
15 (16) RW Bentfeld
9 1 1 7 18:36 4
16 (15) SuS Boke
9 0 2 7 7:18 2
Kreisliga C1 PB-Süd
Kreisliga C2 PB-Nord
Frauen Landesliga, Staffel 1
Wewelsburg/Ahden II — Anreppen II
0:6
BW Verlar II
— RW Verne II
1:5
VfB Holsen II
— Scharmede II
1:2
Mantinghausen II — SV Upsprunge III
2:7
SuS Boke II
— SV Steinhausen III
4:1
VfB Salzkotten II — SV Sudhagen II
5:5
SV 03 Geseke III — VfL Thüle II
1:1
1 ( 1) SV 03 Geseke III
9 8 1 0 35:8 25
2 ( 2) VfL Thüle II
9 6 3 0 24:3 21
3 ( 4) SuS Boke II
9 6 2 1 33:13 20
4 ( 5) Scharmede II
9 6 2 1 19:10 20
5 ( 7) GW Anreppen II
9 5 3 1 30:10 18
6 ( 6) RW Verne II
9 6 0 3 31:12 18
7 ( 3) VfB Salzkotten II
9 5 3 1 37:20 18
8 ( 8) BW Verlar II
9 4 0 5 29:31 12
9 ( 9) VfB Holsen II
9 2 1 6 14:15 7
10 (12) SV Upsprunge III
9 2 0 7 18:36 6
11 (11) SV Sudhagen II
9 1 2 6 12:26 5
12 (10) SV Steinhausen III
9 1 1 7 17:26 4
13 (13) Mantinghausen II
9 1 0 8 16:57 3
14 (14) Wewelsburg/Ahden II
9 1 0 8 11:59 3
GW Espeln III
— FC Stukenbrock III
2:3
SuS Westenholz II — Hövelhofer SV III
2:3
SV Schöning II
— FC Stukenbrock II
0:8
Stukenbrock-Senn. II — Westerloh L. II
3:1
FC Hövelriege
— FC Hövelriege II
1:0
1 ( 1) FC Stukenbrock II
7 7 0 0 36:3 21
2 ( 3) Hövelhofer SV III
7 6 0 1 28:9 18
3 ( 2) FC Hövelriege II
7 5 1 1 21:6 16
4 ( 4) FC Hövelriege
7 5 0 2 26:7 15
5 ( 6) FC Stukenbrock III
7 5 0 2 15:14 15
6 ( 5) SuS Westenholz II
6 4 0 2 22:7 12
7 ( 7) Stukenbr.-Senn.
7 3 1 3 16:11 10
8 ( 8) SJC Hövelriege III
7 2 1 4 22:14 7
9 ( 9) GW Espeln III
8 2 0 6 16:28 6
10 (10) SV Schöning II
8 1 1 6 9:34 4
11 (11) Westerloh Lippling II
8 1 0 7 5:31 3
12 (12) Stukenbrock-Senn. II
9 1 0 8 8:60 3
SV Upsprunge
— SV Lippstadt 08
7:1
SC Wiedenbrück — VfL Holsen
3:1
BV Werther
— SC Enger
7:0
FC Donop-Voßheide — Holzh./Sylbach
1:1
SV Thülen
— Ottbergen-Bruchhsn.
3:3
TuS Sennelager
— Hovest./Nordwald
3:2
1 ( 1) BV Werther
5 4 1 0 21:4 13
2 ( 4) SV Upsprunge
5 4 0 1 19:8 12
3 ( 3) Ottbergen-Bruchhsn.
5 3 1 1 16:11 10
4 ( 2) SC Enger
5 3 1 1 15:14 10
5 ( 5) SV Thülen
5 2 2 1 19:14 8
6 ( 6) Hovestadt/Nordwald
4 2 0 2 18:11 6
7 ( 9) SC Wiedenbrück
5 2 0 3 13:18 6
8 ( 7) FC Donop-Voßheide
4 1 2 1 10:7 5
9 ( 8) Holzhausen/Sylbach
5 1 2 2 11:15 5
10 (12) TuS Sennelager
5 1 0 4 8:15 3
11 (10) VfL Holsen
5 1 0 4 6:18 3
12 (11) SV Lippstadt 08
5 0 1 4 5:26 1
Frauen Bezirksliga, Staffel 2
Frauen Kreisliga A PB
witte verbuchten Katharina
Rickert-Schulte auf Hototo
Platz drei (7.50) und Anja
Schulte auf Christin S Platz
vier (7.40). Die Stilspringprüfung Klasse A* gewann
Vanessa Heintze (RV St. Georg Salzkotten) auf Casanova 431 mit der Wertnote
8.30. Anja Schulte vom RV
Erwitte landete hier auf
Platz acht mit Felix S (7,40).
In der 1. Abteilung der darauffolgenden Springprüfung der Klasse A** gelang
ihr mit einem fehlerfreien
Ritt und 41,39 Sekunden auf
Kreisliga D, Staffel Nord
Kreisliga D, Staffel Süd
Felix S dann der Sieg. Über Kreisliga A Gütersloh
Langenberg — TSG Harsewinkel II
0:1 SuS Cappel II
— SV Waldliesborn II
4:1 Oestereiden/Effeln II — Warstein III
7:2
den zweiten Sieg am Wo- GW
Germ. Lette
— SC Verl III
3:1 Vikt. Lippstadt III — Germ. Esbeck II
1:3 SuS Sichtigvor II
— TuS Warstein IV
4:0
chenende freute sich Yami- Germ. Westerwiehe — SW Sende
1:1
0:7 TSV Rüthen II
— TV Kallenhardt II
4:1
4:1 Mettinghausen II — Germ. Stirpe II
na Rieffel mit Rubinya 3 in Tur-Abdin Gütersloh — BW Gütersloh
4:3 TuS Anröchte II
Gütersloher TV
— Vikt. Clarholz II
4:2 Mönninghausen III — RW Horn II
— SW Suttrop II
verl.
der Stilspringprüfung Klas- RW Mastholte II — Suryoye Verl
2:4 TuS Lipperode III — SuS Cappel II
1:2 Hirschberger SV
— SSV Menzel
2:1
SCW Liemke
— VfB Schloß Holte II
4:1 TuS Lipperode III — Dedinghausen III
se L, Wertnote 8.00.
4:3 FCA Bökenförde — DJK Mellrich II
abgebr.
FC Isselhorst
— DJK Bokel
4:1 TuS Ehringhausen II — Schmerlecke II
1:7
Das Highlight des Tages, 1 ( 1) Tur-Abdin Gütersloh
1 ( 2) SuS Sichtigvor II
7 5 2 0 15:2 17
9 7 1 1 26:11 22
1 ( 1) SuS Cappel II
7 7 0 0 36:5 21
9 5 4 0 28:9 19
die Springprüfung Klasse 2 ( 2) SW Sende
2 ( 1) TuS Warstein III
7 5 1 1 34:16 16
2 ( 2) SV Waldliesborn II
7 4 1 2 15:9 13
Liemke
9 6 1 2 25:15 19
3 ( 3) Hirschberger SV
7 5 1 1 20:7 16
M*, entschied Justine Kleis 34 (( 3)5) SCW
Germ. Lette
9 5 2 2 23:16 17
3 ( 5) Germ. Esbeck II
7 4 0 3 10:16 12
4 ( 5) TSV Rüthen II
6 4 1 1 21:9 13
9 5 0 4 26:15 15
vom RFV Ostönnen auf 5 ( 4) Vikt. Clarholz II
4 ( 3) SuS Störmede II
6 3 1 2 21:13 10
5 ( 4) SSV Menzel
7 3 2 2 13:6 11
Verl
8 4 2 2 22:24 14
5 ( 7) SV Schmerlecke II
6 3 0 3 23:11 9
Aquilinoson für sich. Mit ei- 67 (( 7)6) Suryoye
SC Verl III
9 4 2 3 16:19 14
6 ( 6) TuS Anröchte II
5 3 0 2 23:18 9
6
(
4)
Mettinghausen
II
7
3
0
4
12:19
9
ner fehlerfreien Runde in 8 ( 9) Gütersloher TV
9 3 4 2 20:19 13
7 ( 9) Oestereiden/Effeln II
6 3 0 3 18:21 9
7 (10) Mönninghausen III
6 2 2 2 15:18 8
Germ. Westerwiehe
9 3 2 4 21:24 11
46.15 Sekunden ritt sie drei 109 (10)
8 ( 7) DJK Mellrich II
6 2 1 3 6:14 7
( 8) GW Langenberg
9 3 2 4 13:18 11
8 ( 6) TuS Ehringhausen II
6 2 2 2 9:16 8
Sekunden schneller als der 11 (12) FC Isselhorst
9 2 4 3 17:15 10
9 ( 8) FCA Bökenförde
5 2 0 3 17:15 6
9 (12) TuS Lipperode III
6 2 1 3 11:11 7
(15) TSG Harsewinkel II
8 3 0 5 8:17 9
5 1 2 2 8:9 5
zweitplatzierte Maurice de 12
10 (13) Germ. Stirpe II
7 2 1 4 15:31 7 10 (10) SW Suttrop II
13 (11) BW Gütersloh
9 2 2 5 15:21 8
7 1 1 5 8:21 4
6 2 0 4 14:14 6 11 (11) TuS Warstein IV
Sonnaville vom Warsteiner 14 (13) RW Mastholte II
9 2 1 6 16:29 7 11 ( 8) RW Horn II
6 0 1 5 5:33 1
7 2 0 5 21:32 6 12 (12) Oestereiden/Effeln III
9 1 3 5 13:24 6 12 ( 9) Vikt. Lippstadt III
RV auf Bravour van de Bos- 15 (14) VfB Schloß Holte II
16 (16) DJK Bokel
9 0 2 7 12:25 2 13 (11) Dedinghausen III
6 1 2 3 15:22 5 13 (13) TV Kallenhardt II
6 0 0 6 9:26 0
winning mit 49,92.
REITEN
Ergebnisse Erwitter Hallenreitturnier
1 Dressurprüfung Kl. L - Trense:
1. Yamina Rieffel (RV Erwitte e.V.) 258
Starbuck 5, 8.10; 2. Anja Sielhorst (RV Altenautal e.V.) 177 Lardana Lay, 7.90; 3. Alena Bönig (RV Altenautal e.V.) 152 Hamilton
37, 7.70;
2 Dressurprüfung Kl. L - Kandarre-:
1. Alena Bönig (RV Altenautal e.V.) 152 Hamilton 37, 7.80; 2. Nadja Sachs (RFV Ostönnen e.V.) 196 Mr. Big 5, 7.60; 3. Carina Kulke (RFV Vellinghausen e.V.) 143 Giacomo
125, 7.40;
3 Dressurprüfung Kl. M**:
1. Anne Horstmann (RFV Hille e.V.) 182 Lifetime 14, 741.50 / 72,696 %; 2. Petra
Reckmeyer (RFV Herzebrock-Rheda e.V.) 25
Cajetano 2, 709.00 / 69,510 %; 3. Wolfgang Düsterhus Dr. (RFV Hövelhof e.V.)
222 Riverside Drive, 693.00 / 67,941 %;
4 Dressurprüfung Kl. S*:
1. Anne Horstmann (RFV Hille e.V.) 182 Lifetime 14, 846.50 / 70,542 %; 2. Marion
Schleypen (Neuss-Grefrather RC 1983 e.V.)
269 White Kiss, 838.00 / 69,833 %; 3. Katharina Hemmer (RV Altenautal e.V.) 226
Royal Flash 87, 825.00 / 68,750 %;
5 Springpferdeprüfung Kl. A**:
1. Ronja Aistermann (ZRFV Rietberg-Druffel e.V.) 74 Cordeum, 7.80; 2. Dominique
Richter (Ländl.RFV Datteln e.V.) 293 Bayardo 4, 7.70; 3. Katharina Rickert-Schulte (RV
Erwitte e.V.) 164 Hototo, 7.50;
6 Stilspringprüfung Kl. A*:
1. Vanessa Heintze (RV St.Georg Salzkotten
e.V.) 36 Casanova 431, 8.30; 2. Anna Stijohann (RV Lippstadt e.V.) 288 Caprioso 3,
8.10; 3. Sophia Glasenapp (ZRFV RietbergDruffel e.V.) 64 Coeur de Lion SG, 8.00;
7/1 Springprüfung Kl. A**:
1. Anja Schulte (RV Erwitte e.V.) 121 Felix
S, 0.00 / 41.39; 2. Markus Hillemeier (RFV
des Delbrücker Land Westenholz) 53 Chenoa 3, 0.00 / 47.86; 3. Barbara Brand (RFV
Herzebrock-Rheda e.V.) 283 Paulina 37,
0.00 / 49.30;
7/2 Springprüfung Kl. A**:
1. Anne Schäfer (RFV St.Kilian e.V. Korbach) 214 Qienna, 0.00 / 44.62; 2. Katja
Kiel (RV Hellefeld e.V.) 275 Zagnola, 0.00 /
48.09; 3. Vanessa Höwekenmeier (ZRFV SC
Blau Weiss Ostenland e.V.) 50 Charleroi 5,
0.00 / 49.85;
8 Stilspringprüfung Kl. L:
1. Yamina Rieffel (RV Erwitte e.V.) 231 Rubinya 3, 8.00; 2. Lara Hölscher (RV Rüthen
e.V.) 69 Con Carinjo 2, 7.80; 3. Stephanie
Menkel (RFV Avenwedde e.V.) 76 Cosmopolitan 31, 7.60;
9 Springprüfung Kl. L m. Siegerrunde:
1. Charlotte Walters (Warsteiner RV e. V.)
297 Pina Colada, *0.00 / 34.51; 2. Justine
Kleis (RFV Ostönnen e.V.) 9 Aquilinoson,
*0.00 / 35.16; 3. Lara Hölscher (RV Rüthen
e.V.) 69 Con Carinjo 2, *0.00 / 35.30;
Prfg. Nr. 10 Springprüfung Kl. M*:
1. Justine Kleis (RFV Ostönnen e.V.) 9 Aquilinoson, 0.00 / 46.15; 2. Maurice de Sonnaville (Warsteiner RV e.V.) 22 Bravour van de
Boswinning, 0.00 / 49.92; 3. Kevin Eckertz
(ZRFV Arnsberg-Holzen e.V.) 166 Isabella
156, 0.00 / 51.06.
TEL. (0 29 41) 201-254
TEL. (0 29 41) 201-288
13. Oktober 2014
einstündiges Matchtraining
auf dem Trainingsplan.
Der letzte Tag des Camps
begann mit einem Kondiwettkamp in der jeweiligen
Trainingsgruppe.
Hierbei
wurde die Sprintfähigkeit,
die Sprungkraft, das Wurfvermögen, die Geschicklichkeit und die Fähigkeit des
Seilspringens in fünf Wettkämpfen überprüft.
Wintersport
beim TVK
KALLENHARDT ■ Nach den
Herbstferien starten die
neuen Winterkurse beim
TV Kallenhardt in der Turnhalle. Am Montag, 20. Oktober, geht die Ski- und Fitnessgymnastik los. Im zweiwöchigen Rhythmus findet
montags Sport und Spiel für
Grundschulkinder statt. Ab
Mittwoch, 22. Oktober gibt
es Zumba und ab Donnerstag, 23. Oktober, Sport für
Männer. Ab Freitag, 24. Oktober, startet Zumba für
Kids. Für Vorschulkinder ist
der Kurs immer mittwochs.
Donnerstags können Eltern
mit ihren Kindern in der Die Teilnehmer des Indoor-Tenniscamps haben sich in Sachen Koordiantion, Schnelligkeit und AusTurnhalle turnen.
dauer weiterentwickelt.
Frauen Kreisliga A LP
SuS Störmede
— TuS Warstein
0:4
TuS Warstein
— TuS Ehringhausen
3:1
Soest-Müllingsen — TuS Lipperode
0:2
Mönninghausen — Soest-Müllingsen
9:1
Mönninghausen — Bad Sassendorf
1:3
Bad Sassendorf
— MFFC Soest
3:0
Hovestadt/Nordw. — SW Overhagen
0:6
SW Overhagen
— TuS Belecke
5:0
SuS Günne
— TuS Bremen
0:1
Alem. Bökenförde — SV Welver
1:2
TuS Lipperode
— SuS Störmede
6:2
TuS Lipperode
— Hovestadt/Nordwald
4:0
Westf. Erwitte
— Hovestadt/Nordwald
0:3
SV Schmerlecke II — SC Neuengeseke
1:0
1 ( 1) TuS Bremen
9 9 0 0 45:3 27
2 ( 2) Bad Sassendorf
9 8 0 1 55:3 24
3 ( 3) SW Overhagen
9 7 1 1 50:12 22
4 ( 4) TuS Lipperode
9 7 1 1 47:9 22
5 ( 5) TuS Warstein
9 7 1 1 38:9 22
6 ( 6) SuS Günne
9 6 2 1 38:10 20
7 ( 7) TuS Ehringhausen
8 6 0 2 45:7 18
8 ( 8) SV Welver
9 5 2 2 15:10 17
9 ( 9) SV Schmerlecke II
8 5 0 3 12:9 15
10 (10) Mönninghausen
9 4 1 4 28:19 13
11 (11) TuS Belecke
9 3 1 5 20:27 10
12 (15) Hovestadt/Nordwald
9 2 0 7 8:33 6
13 (12) Soest-Müllingsen
9 2 0 7 8:62 6
14 (13) MFFC Soest
9 1 2 6 10:24 5
15 (14) SuS Störmede
9 1 1 7 8:41 4
16 (16) Westf. Erwitte
9 1 0 8 14:52 3
17 (17) SC Neuengeseke
9 0 0 9 4:38 0
18 (18) Alem. Bökenförde
9 0 0 9 1:78 0
SV Spexard
— SV Schmerlecke
2:0
TuRa Elsen
— BW Benhausen
5:1
FC Sürenheide
— SJC Hövelriege
0:4
TSV Tudorf
— FC Hövelriege
14:0
SSV Würgassen
— GW Varensell
0:2
TuS Sennelager II
— Hövelhofer SV
0:9
Delbrücker SC
— BW Dedinghausen
4:0
Ahden/Stein./Wew. — Westenholz
5:2
Sabbenhausen
— Germete-Wormeln
3:1
Eintr. Paderborn
— Dahl/Dörenhg.
2:3
SV 03 Geseke
— Phönix Höxter
4:2
Fürstenberg
— Siddinghs./Weine
5:2
RSV Barntrup
— Germ. Stirpe
3:1
SC GW Paderborn — SC Borchen II
1:4
1 ( 1) RSV Barntrup
7 7 0 0 23:7 21
2 ( 3) SV Spexard
7 5 2 0 21:8 17
2 ( 2) SC Borchen II
7 7 0 0 54:5 21
3 ( 2) Germ. Stirpe
7 5 1 1 27:10 16
3 ( 4) TuRa Elsen
7 6 0 1 45:5 18
4 ( 4) Delbrücker SC
7 5 0 2 22:8 15
4 ( 3) SC GW Paderborn
7 6 0 1 22:10 18
5 ( 5) SV 03 Geseke
7 4 2 1 18:11 14
5 ( 7) BSV Fürstenberg
7 4 0 3 19:22 12
6 ( 6) GW Varensell
7 4 1 2 18:9 13
6 ( 8) TSV Tudorf
7 3 1 3 30:16 10
7 ( 7) Sabbenhausen
7 3 2 2 14:13 11
7 ( 5) BW Benhausen
7 3 1 3 20:22 10
8 ( 9) SJC Hövelriege
7 3 0 4 14:16 9
8 ( 6) Siddinghausen/Weine
7 3 1 3 15:17 10
9 ( 8) Phönix Höxter
7 2 0 5 17:17 6
9 ( 9) Ahden/Stein./Wew.
7 3 1 3 18:31 10
10 (10) SV Schmerlecke
7 2 0 5 7:15 6
10 (11) Eintr. Paderborn
7 1 0 6 12:29 3
11 (11) SSV Würgassen
7 2 0 5 12:24 6
11 (10) TuS Sennelager II
7 1 0 6 17:37 3
12 (12) Germete-Wormeln
7 2 0 5 10:23 6
12 (12) FC Hövelriege
7 1 0 6 8:39 3
13 (13) BW Dedinghausen
7 1 0 6 9:21 3
13 (14) Dahl/Dörenhagen
7 1 0 6 9:58 3
14 (14) FC Sürenheide
7 0 0 7 8:38 0
14 (13) SuS Westenholz
7 1 0 6 6:67 3
1 ( 1) Hövelhofer SV
7 7 0 0 83:0 21
LAND UND LEUTE
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Spur zum Lösegeld
im Fall Reemtsma
Rhein
Westfälisch
Nicht Baustellen, nicht Unfälle,
nein: Ein entlaufener Hund hat
auf der A1 in der Nähe der
Anschlussstelle Unna-Zentrum
am Samstag einen neun
Kilometer langen Stau
verursacht. Der tierische RoadTrip begann gegen 17 Uhr, als
Autofahrer den schwarzen
Hund der Polizei meldeten. Die
reagierte sofort und
verlangsamte den Verkehr auf
der A1 in Richtung Köln.
Danach stand Fleißarbeit für die
Beamten an: Sie lockten den
Ausreißer zunächst einmal von
der Fahrbahn. Ins Netz ging den
Gesetzeshütern der
Herumtreiber jedoch noch
nicht, sondern lief auf die
Autobahn zurück. Die in der
Zwischenzeit frei gegebene
Bahn mussten die Beamten nun
erneut entschleunigen – zum
Leidwesen der Autofahrer.
Mittlerweile hatte sich auf der
A1 nämlich schon der besagte
Neun-Kilometer-Stau gebildet.
Eine aussichtslose Situation,
möchte man meinen – wären
da nicht noch die beiden
Frauchen gewesen. Die 48 und
22 Jahre alten Frauen aus Essen
tauchten endlich auf, und
gegen 18.30 Uhr gelang es
ihnen mit der Unterstützung
mehrerer Polizisten, den kleinen
Strolch unverletzt einzufangen.
Warum der Hund überhaupt
auf die Autobahn lief, will die
Polizei noch klären. Jedenfalls
bleibt ihnen, den Pendlern und
Viel-Fahrern nur zu raten: Lieber
ein paar Leckerlis im
Handschuhfach, als vor Frust ins
Lenkrad beißen... � bib/ots
GLÜCKSZAHLEN
6 aus 49:
1 - 23 - 32 - 34 - 36 - 44
Superzahl: 0
Spiel 77: 0 6 9 6 5 3 3
Super 6: 2 6 1 4 1 0
Elferwette und 6 aus 45
im Sportteil
Wochenziehung Glücksspirale:
Endziffern
Gewinn in Euro
9
10,00
04
20,00
296
50,00
2 236
500,00
87 940
5 000,00
679 121
100 000,00
039 484
100 000,00
Prämienziehung
7 500 Euro monatlich als Sofortrente
Losnummer 4 004 621
Losnummer 2 017 099
ARD-Fernsehlotterie
1 189 983 Auto
8 336 869 Auto
0 635 400 Reise
5 245 356 Reise
6 617 820 100 000 Euro
Aktion Mensch
Geldgewinne: 9 390 461
Traumhäuser: 2 749 947
Zusatzgehalt: 8 492 199
Rente lebenslang: 7 020 247, 5 084 676
(ohne Gewähr)
Erpresser der Entführer steht vor Gericht
11000 Mangas hat Tatsuhiro Mizutani, Inhaber des neu eröffneten Düsseldorfer Manga-Cafés, im Angebot. � Foto: dpa
Kaufen und kleckern verboten
Erstes deutsches Manga-Café bietet in Düsseldorf 11 000 japanische Comics
Von Katja Heins
DÜSSELDORF � Nur lesen, aber
nicht kaufen – und bitte nicht
kleckern: Das sind die Prinzipien, nach denen ein MangaCafé funktioniert. In Düsseldorf
hat das erste in Deutschland eröffnet. Im Angebot: Mehr als
11 000 Comics zum Lesen, dazu
Suppen, Currys und Kaffee.
Die Gäste haben es sich in
Sesseln bequem gemacht und
lesen japanische Comics. Niemand spricht. Im Hintergrund läuft leise Musik. Die
dicken Flokati-Teppiche verschlucken jeden Schritt. Ein
Mädchen, das in einem Sitzsack lümmelt, kichert plötzlich über ein Buch gebeugt
vor sich hin. „Psssssst“
kommt es von einem Besucher zurück.
Der Laden in der Düsseldorfer Innenstadt erinnert auf
den ersten Blick an eine
Stadtbücherei. Die Regale
sind über und über mit Lesestoff gefüllt. Genauer gesagt
mit mehr als 11 000 Comics.
Allerdings ist es wesentlich
gemütlicher als in einer Bibliothek – und das Wichtigste: essen und trinken ist erlaubt. Der Besitzer des Manga-Cafés Tatsuhiro Mizutani
bietet Misosuppen, Currys,
Kaffee und Limonaden an.
Kleckern verboten! Zur Si-
Bedeckt
cherheit sind die japanischen
Comics, Manga genannt, in
durchsichtige Folie eingelassen. „Bisher ist alles gutgegangen“, sagt der 39-jährige
Inhaber.
Seit Juli betreibt Mizutani
sein Manga-Café – laut Szenekennern ist es das bisher einzige in ganz Deutschland. In
Japan entstanden die ersten
Manga-Kissa, wie sie dort heißen, bereits in den 1970er
Jahren. Bei einer Tasse Tee
konnte zum Zeitvertreib in
einem Comic geblättert werden. Heute gibt es allein in
Tokio mehrere hundert solcher Läden. Das Prinzip ist in
den vergangenen 40 Jahren
aber dasselbe gelieben: Nur
lesen, nicht kaufen.
Fünf Euro kostet bei Mizutani in Düsseldorf eine Stunde
schmökern im sogenannten
offenen Bereich, in einem der
Sitzsäcke oder Sessel. Getränke sind im Preis inbegriffen.
Wer lieber ungestört sein
möchte, kann sich für sechs
Euro à 60 Minuten auch eine
kleine Kabine mieten. Die
Schuhe müssen allerdings
draußen bleiben. Filzpantoffeln stehen bereit. Um die 30
Besucher kommen über den
Tag verteilt ins Manga-Café,
berichtet Mizutani. Die meisten bleiben ein bis zwei Stunden. „Der längste Besuch war
neun Stunden am Stück.“
Eigenes Genre
Manga ist die japanische Bezeichnung für Comics. Die Taschenbücher sind sehr bildlastig
und meist in schwarz-weiß gehalten. Zum typischen, modernen Zeichenstil gehören große
Augen und Kindchenschema.
Mangas werden von hinten nach
vorne und von rechts nach links
gelesen. Im Ursprungsland bilden Mangas eine der Hauptsäulen des Verlagswesens. In
Deutschland etablierte sich das
Genre ab den 1990er Jahren.
Besonders begehrt sind zurzeit die Shingeki no Kyojin-Titel, zu Deutsch „Angriff auf
die Titanen“. In der Serie geht
es um einen Jäger und seine
Adoptivschwester. Die beiden
wollen die Menschheit vor
Riesen schützen. „Klingt
platt, ist aber sehr spannend“, sagt Besucherin Miyuki (26). Seit zwei Jahren ist die
Japanerin in Deutschland. Sie
studiert in Duisburg. Für sie
ist das Café ein Stück Heimat.
Die 34-jährige Aletta dagegen
nutzt die Comics für ihr Japanologie-Studium. „Ich steigere damit meine Lesefähigkeit, trainiere Schriftzeichen
und Vokabeln.“
Um im Düsseldorfer MangaCafé lesen zu können, muss
man allerdings nicht zwingend
Japanisch
können.
Rund 700 Comics sind auf
Deutsch – auch diese werden
von hinten nach vorne angeschaut. Wer das Buch auf die
westliche Art aufschlägt,
stößt sogleich auf eine Warnung: „Dies ist die letzte Seite
des Buches. Du willst dir doch
nicht den Spaß verderben
und das Ende zuerst lesen!?“
Die Manga-Szene hat sich in
Deutschland etabliert, da ist
Katrin Aust vom Hamburger
Comic-Verlag Tokyopop sicher. „Dass es nun auch hier
ein Manga-Café gibt, ist ein
deutliches Signal. Mangas
sind kein Nischenprodukt
mehr, sondern ein Teil der
Pop-Kultur“, sagt Aust. Rund
20 neue Titel bringe der Verlag jeden Monat heraus. Unter den Autoren seien auch
immer mehr deutsche Künstler.
Mit 8200 Mitgliedern ist in
Düsseldorf nach London und
Paris die drittgrößte japanische Gemeinde Europas zu
finden. Der Standort sei also
perfekt, sagt die Comic- und
Mangazeichnerin Martina Peters. Doch die 29-jährige Düsseldorferin übt auch Kritik:
„Gerade mal 700 deutschsprachige Mangas – das reicht
für den hiesigen Markt als
Anreiz nicht aus. Zumindest
jetzt noch nicht.“ � dpa
AACHEN � Die verschwundene Millionen-Beute aus der
Reemtsma-Entführung
ist
wieder ein Fall für die Aachener Richter – zumindest indirekt. Ein 62-jähriger Mann
soll gewusst haben, dass zwei
Rocker der Hells Angels aus
dem Frankfurter Rotlichtmilieu Teile aus dem Lösegeld
gewaschen haben.
Die Rocker sollen ihm
80000 Euro gezahlt haben,
damit er mit seinem Wissen
nicht zur Polizei geht – monatlich zwischen 2000 und
3000 Euro in den vergangenen sechs Jahren. Von Mittwoch an muss sich der Mann
wegen Erpressung im besonders schweren Fall verantworten. Seine 59 Jahre alte
Schwester wird der Beihilfe
beschuldigt. Sie bestreitet die
Tat. Die Polizei hatte den
Mann auf Mallorca gefasst,
die Frau in Aachen. Laut dem
Magazin „Der Spiegel“ war
bei Ermittlungen gegen hessische Hells Angels aufgefallen, dass sie monatlich Geld
nach Brasilien überwiesen.
Außerdem hätten Ermittler
Kutsche überschlägt sich
Zwei Frauen schwer verletzt / Alkohol im Spiel?
HENNEF � Acht Frauen sind
bei einer Kutschfahrt in Hennef im Rhein-Sieg-Kreis teils
schwer verletzt worden. Die
beiden Pferde gingen auf einem Feldweg durch. Das Gespann kam vom Weg ab und
überschlug sich auf einer
Wiese. Zwei Frauen wurden
unter der Kutsche eingeklemmt. Die Feuerwehr und
Hubschrauber rückten zu ihrer Rettung an. Die Gruppe
war auf einem Betriebsausflug. Dabei hätten die Frauen
Felix Genn (64), Münsteraner
Bischof, hat sich dafür ausgesprochen, die Priesterseminare in Deutschland zusammen
zu legen. Die Ausbildungsor-
Unserer Vorhersageregion nähert
sich ein Tief aus Südwesten. Dessen Kaltfront bestimmt das Wetter.
Österreich, Schweiz: Bei wechselnder Bewölkung Regenfälle oder
Schauer, 17 bis 22 Grad.
Südskandinavien: Heiter, Südschweden und Dänemark Regen, Tageshöchstwerte 9 bis 15 Grad.
Großbritannien, Irland: In Südengland und in Ostirland Regen, sonst
bewölkt und niederschlagsfrei, 12 bis
15 Grad.
Italien, Malta: Wechsel zwischen
Sonne und Wolken, kaum Niederschlag, 25 bis 28 Grad.
Spanien, Portugal: Freundlich, am
Atlantik Regenschauer, 17 bis 22, in
Katalonien 25 Grad.
Griechenland, Türkei, Zypern: An
der türkischen Riviera Wolken, sonst
verbreitet Sonne, 20 bis 26, auf
Zypern 28 Grad.
Benelux, Nordfrankreich: Meist viele Wolken, dazu im Nordosten leichter
Regen oder einzelne Schauer, 16 bis
21 Grad.
Südfrankreich: Regenfälle oder
Schauer, 19 bis 24 Grad.
Israel, Ägypten: Viel Sonne mit nur
ganz wenigen Wolken, trocken, 28 bis
35 Grad.
Mallorca, Ibiza: Am Vormittag auf
Menorca noch Wolken, sonst meist
sonnig, um 26 Grad.
Madeira, Kanarische Inseln: Vielerorts freundliches Wetter, örtlich auch
wolkig, meist niederschlagsfrei, 20
bis 27 Grad.
Tunesien, Marokko: Heiter, an der
Straße von Gibraltar Wolken, 23 bis
30, Djerba 36 Grad.
Morgen ist es heiter bis wolkig und
überwiegend trocken. Am Mittwoch
wechseln sich Sonne und viele Wolken ab, nachmittags Schauer und
Gewitter.
Meere
Die Kopfschmerzanfälligkeit ist etwas
erhöht. Sowohl bei zu hohem als
auch bei zu niedrigem Blutdruck können Kreislauf-Beschwerden auftreten. Bei Bluthochdruck am Morgen
und Abend größere Aktivitäten im
Freien vermeiden!
Nordsee
Ostsee
Algarve
Adria
Westl. Mittelmeer
Östl. Mittelmeer
Deutschland
Heute überwiegen die Wolken, und
zeitweise regnet es, örtlich auch
kräftig. Vereinzelt gibt es Gewitter.
Nur im Südosten ist es nach
gebietsweisem Nebel zeitweise
sonnig und meist trocken. Die Luft
erwärmt sich auf 14 bis 23, bei
Föhn bis 26 Grad.
Regenrisiko
15 bis 17 Grad
14 bis 15 Grad
21 bis 22 Grad
20 bis 22 Grad
21 bis 25 Grad
23 bis 27 Grad
te für Priester sollten auf einige wenige größere Seminare
zusammenwachsen.
„Nur
dann ist gewährleistet, dass
die Lerngruppen so groß
sind, wie sie für die Erfahrung einer kirchlichen Gemeinschaft und einer Glaubensgruppe notwendig sind“,
sagte Genn. Er schlug vor,
auch Studenten anderer Fächer in den Seminaren wohnen zu lassen. Ein solches
„WG-Projekt“ hat das Bistum
Münster in diesem Jahr gestartet. � dpa
Reisewetter
NRW-Aussichten
Biowetter
auch Alkohol getrunken. Der
Kutscherin wurde eine Blutprobe entnommen. � dpa
Lage
Heute fällt bei wechselnder Bewölkung zeitweise schauerartiger
Regen. Örtlich sind Gewitter möglich. 19 bis 21 Grad. Schwacher bis
mäßiger Südwind.
51
Acht Frauen verunglückten mit
einer Kutsche. � Foto: dpa
LEUTE, LEUTE
NRW-Vorhersage
3
Gespräche von dort abgehört,
in denen der Angeklagte sich
über säumige Zahlungen beklagt und mehr Geld gefordert habe.
Die Entführung des Hamburger Millionen-Erben Jan
Philipp Reemtsma im Jahr
1996 gilt als eines der spektakulärsten Verbrechen der
deutschen Kriminalgeschichte. Sie hielt Öffentlichkeit
und Behörden fast fünf Wochen in Atem. Reemtsma
kam gegen das mit 30 Millionen Mark bis dahin höchste
Lösegeld in Deutschland frei.
Zwar erhielten die Täter lange Haftstrafen, doch nur ein
kleiner Teil der Beute wurde
entdeckt.
Die Staatsanwaltschaft Aachen hat sich vor dem Prozess nicht auf die Frage eingelassen, ob es noch Chancen
gibt, dem Lösegeld auf die
Spur zu kommen. Als Zeugen
sind unter anderem die
Rocker vorgeladen, die den
Mann monatlich fürs Schweigen bezahlt haben sollen. Das
Urteil wird am 28. Oktober
erwartet. � dpa
25%
0%
50%
75%
100%
-14-10
-9 -5
-4-0
1-5
Deutschland morgen
Hamm
Lippstadt
Lüdenscheid
Soest
Unna
18°
18°
16°
19°
17°
wolkig
heiter
wolkig
wolkig
wolkig
Europa morgen
6-10
11-15
16-20
21-25
26-30
31-35
Pollenflug
36-40
41-45
Es sind keine Konzentrationen der
hauptallergenen Pollenarten mehr zu
erwarten.
Sonne und Mond
DER PATRIOT - LIPPSTÄDTER ZEITUNG,
SONDERVERÖFFENTLICHUNG, MONTAG, 13. OKTOBER 2014
Leser unterwegs ...
Mitglieder und Freunde der Gesellsch
aft für Wehr- und Sicherheitspolitik Sekt
ion Lippstadt unternahmen gemeinsam
tendorf-Gymnasiums eine Info-Tour
nach Düsseldorf zum Landtag NRW und
mit Schülern der Marienschule und des
sind hier - nach einer Führung - beim
OsWestdeutschen Rundfunk zu sehen.
ns eine Tageses 20-jährigen Bestehe
ihr
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ndmaschinen Altenge
Die „Freunde alter La m Detmold unternommen.
eu
fahrt zum Freilichtmus
Mit einem historischen Deutz fuhren die rüstigen Rentner aus Langeneicke bei ihrer Saison-Abschlussfahrt ins Sauerland. Auf dem Weg sangen sie Lieder wie „Hoch auf dem gelben Wagen“.
Ein Museumsgang stand nun auf dem Stundenpla
n des Differenzierungskurses „Informatik/Tec
hnik“ des Gymnasiums Schloss Overhagen. Schw
„Jacquard-Webstuhl“ und ein coolMINT-Worksh
op zum Thema „Sensoren“. Der Kurs der Klasse
erpunkt im Heinz-Nixdorf-Forum in Paderborn
8 besuchte das Museum, die Neuntklässler baute
waren der
schen Geräten genutzt werden.
n elektronische Schaltungen, die als Sensoren in
vielen techni-
Die Warsteiner Brauerei war Ziel des ehemaligen Schützenkönigspaars aus Horn-Millinghausen, Ulrich und Bärbel Klute. Gemeinsam mit
Schützen und Freunden besuchten sie nun die Warsteiner Welt – eine Einlösung eines Gewinns aus dem vergangenen Jahr.
hte besuchte auf seiDer Stammtisch „Die Knobelfreunde“ aus Anröc
WDR.
den
ner Kölner Tour unter anderem auch
TRIATHLON
Kienle gewinnt den
Ironman auf
Hawaii.
➔ Sport 3
Sport
FORMEL 1
Konstrukteurs-Titel
für Mercedes nach
Doppelsieg.
➔ Sport 3
Montag
13. Oktober 2014
EINWURF
FUSSBALL
EM-Qualifikation
Nationalmannschaft
Kein Grund, gleich
schwarz zu sehen
Gruppe A
Von Jens Greinke
Was hätte es für ein Nationalmannschafts-Debüt von Karim
Bellarabi sein können, wenn, ja
wenn der Leverkusener nur eine
seiner Großchancen genutzt
hätte. Man hätte dann davon
sprechen können, dass im Land
des Weltmeisters schon wieder
ein neuer Star geboren worden
ist.
So aber wird im Land des Weltmeisters lieber darüber diskutiert, was der Titelgewinn von
Rio de Janeiro für die nahe Zukunft bedeuten könnte. Ob er
vielleicht eine Belastung oder
gar Bürde ist.
Eher nicht. Natürlich muss sich
die Mannschaft nach den Rücktritten von Philipp Lahm, Per
Mertesacker und Miroslav Klose
in ihrer Hierarchie neu ordnen.
Doch das Potenzial, das Joachim Löw zur Verfügung steht,
ist in den meisten Bereichen beeindruckend. In Warschau fehlten verletzungsbedingt mit Bastian Schweinsteiger, Marco
Reus, Sami Khedira oder Mesut
Özil zudem wichtige Persönlich-
Karim Bellarabi
Karim Bellarabi � Foto: dpa
chim Löw durchblicken ließ.
„Mit Karim war ich absolut
zufrieden. Er ist immer besser ins Spiel gekommen, hatte immer bessere Aktionen.
Ich fand ihn wahnsinnig aktiv, er war nach vorne ständig
präsent, hatte einige Torabschlüsse. Er hat für das erste
Länderspiel wahnsinnig agil
und aktiv gespielt. Im Laufe
des Spiels hat er es immer
besser gemacht und er war
auch gefährlich nach vorne“,
lobte der Bundestrainer den
73. Debütanten in seiner Ära.
Aber nicht nur der Bundestrainer äußerte sich positiv
über den Auftritt des Senkrechtstarters. „Er hat einen
starken und erfrischenden
Eindruck hinterlassen“, urteilte Toni Kroos, und Ersatzkapitän Manuel Neuer befand: „Er hat für sein erstes
Spiel eine richtig gute Partie
gemacht. Schade, dass er seine Leistung nicht mit einem
Tor gekrönt hat.“ Das sah
auch Teammanager Oliver
Bierhoff so: „Das war ein starker Auftritt, aber Karim hat
sich leider nicht belohnt. Das
kann er am Dienstag gegen
Irland nachholen.“ � sid
STATISTIK
Polen – Deutschland 2:0
Polen: Szczesny (FC Arsenal/24 Jahre/20 Länderspiele) - Piszczek (Borussia Dortmund/29/
37), Szukala (Steaua Bukarest/30/8), Glik (FC
Turin/26/26), Wawrzyniak (Amkar Perm/31/43
- 84. Jedrzejczyk/FK Krasnodar /26/11) - Grosicki (Stade Rennes/26/25 - 71. Sobota/FC Brügge/27/16), Krychowiak (FC Sevilla/24/21), Jodlowiec (Legia Warschau/29/33), Rybus (Terek
Grosny/25/30) - Milik (Ajax Amsterdam/20/11
- 77. Mila/Slask Breslau/32/31), Lewandowski
(Bayern München/26/63)
Deutschland: Neuer (Bayern München/28/
55) - Rüdiger (VfB Stuttgart/21/3 - 83. Kruse/
Borussia Mönchengladbach/26/7), Boateng
(Bayern München/26/48), Hummels (Borussia
Dortmund/25/37), Durm (Borussia Dortmund/
22/4) - Kramer (Borussia Mönchengladbach/
23/8 - 71. Draxler/FC Schalke 04/21/14), Kroos
(Real Madrid/24/54) - Bellarabi (Bayer Leverkusen/24/1), Götze (Bayern München/22/38),
Schürrle (FC Chelsea/23/42 - 77. Podolski/FC
Arsenal/29/119) - Müller (Bayern München/
25/59)
Schiedsrichter: Proença (Portugal)
Zuschauer: 56 934 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Milik (51.), 2:0 Mila (88.)
Gelbe Karten: Lewandowski, Piszczek, Szukala / Bellarabi, Boateng
WARSCHAU � Keine 14 Stunden
nach der historischen Pleite von
Warschau wurden die niedergeschlagenen Weltmeister im Flug
LH 343 nach Düsseldorf hoch
über der Berliner Fanmeile noch
einmal an ihren Triumph von Rio
erinnert. Doch statt wohliger
Gedanken herrschte bei der
Mannschaft um Bundestrainer
Joachim Löw Ernüchterung.
Das in mehrerlei Hinsicht geschichtsträchtige 0:2 (0: 0) gegen Polen hat tiefe Spuren
hinterlassen bei den Helden.
„Jetzt“, forderte Löw mit
Blick auf das nächste Spiel in
der EM-Qualifikation morgen
(20.45 Uhr/RTL) gegen Irland
in Gelsenkirchen, „jetzt müssen wir eine gute Reaktion
zeigen.“ Angesichts des WMBlues’ seiner Spieler stellt
sich jedoch die Frage: Wie?
Und so tapste Löw nach dem
Schlusspfiff entgeistert über
den Rasen, während seine
Stars nur 90 Tage nach dem
Triumph in Brasilien mit hängenden Köpfen an ihm vorbei
in die Kabine trotteten. Dort
quälten sie sich fassungslos
noch einmal mit einer Zusammenfassung des Spiels im
polnischen TV. „Da kamen 20
Szenen im polnischen Strafraum – und zwei bei uns“,
sagte Thomas Müller kopfschüttelnd, und fasste damit
das ganze Elend zusammen.
Vor dem Irland-Spiel werde
die gravierende Abschlussschwäche „das Hauptthema
bei uns“ sein, so Löw.
Die Chancenwucherer mit
den vier Sternen auf der
Brust sind nach zwei Spielen
der Quali nur Dritter (wegen
des Direktvergleichs gegen
Schottland) in Gruppe D. Das
könnte unter Umständen
selbst nach dem Aufblähen
der Endrunde auf 24 Mannschaften nicht für ein Ticket
zur Euro nach Frankreich reichen. Löw bezeichnete die
Lage dennoch mit gespielter
Gelassenheit als „nicht allzu
dramatisch“. Er sieht trotz
der ersten Niederlage gegen
Polen im 19. Duell und der
überhaupt höchsten Auswärtspleite in einer Ausscheidungsrunde (EM und WM)
„keine großen Probleme in
der Qualifikation“. Das dürfte
angesichts der kommenden
Gegner wie Irland, Gibraltar
oder Georgien stimmen.
Doch seine noch immer zahlreichen Baustellen sind Löw
in
Warschau
abermals
schmerzhaft vor Augen geführt worden.
Der Bundestrainer wollte
seiner Elf zwar „nur einen
einzigen Vorwurf machen“:
Dass sie eben keine ihrer 28
Torschüsse nutzte. Doch Probleme gab es in allen Mannschaftsteilen. Vorne wird in
der Ära nach Miroslav Klose
und angesichts der Verletzung von Mario Gomez ein
Stoßstürmer zumindest als
Alternative arg vermisst.
Beim 2:1 gegen Schottland
war Müller mit zwei Treffern
eingesprungen. Doch der Bayer spielte diesmal wie seine
Nebenleute, darunter Neuling Karim Bellarabi, glücklos. „Wir haben vor dem Tor
nicht die richtigen Entscheidungen getroffen“, sagte Müller, und kündigte eine lange
Nacht an: „Wir müssen das
erstmal verarbeiten und wer-
Andorra - Israel
Bosnien-Herz. - Belgien
Wales - Zypern
Weichselbrücke in die Innenstadt oder gleich in die umliegenden Kneipen. Viele singen, inzwischen schon etwas
heiser, andere sind ganz still,
blicken immer noch ungläubig und sind sprachlos. Es ist
tatsächlich geschehen: Polen
hat einen Fußballsieg über
Deutschland errungen, über
den Weltmeister.
Auf diesen Moment musste
Polen seit der ersten FußballBegegnung im Jahr 1933 warten. Und ausgerechnet in
dem Jahr, in dem Deutschland in Rio den vierten WMTitel holt, gelingt das „Wun-
0
0
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heute, 20.45
heute, 20.45
heute, 20.45
1. Wales
2. Belgien
3. Israel
4. Zypern
5. Bosnien-Herz.
6. Andorra
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1
0
Sonntag, 16. November: Belgien – Wales,
Zypern – Andorra (beide 18 Uhr), Israel – Bosnien-Herzeg. (20.45 Uhr).
Gruppe C
Ukraine - Mazedonien
Weißrussland - Slowakei
Luxemburg - Spanien
1. Slowakei
2. Spanien
3. Ukraine
4. Mazedonien
5. Weißrussland
6. Luxemburg
1:0
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10:3
3:1
4:8
2:6
3:8
9
6
6
3
1
1
Samstag, 15. November: Luxemburg –
Ukraine (18 Uhr), Mazedonien – Slowakei,
Spanien – Weißrussland (beide 20.45 Uhr).
Gruppe D
Irland - Gibraltar
Schottland - Georgien
Polen - Deutschland
1. Polen
2. Irland
3. Schottland
4. Deutschland
5. Georgien
6. Gibraltar
7:0
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2:0
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1
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9:1
2:2
2:3
1:3
0:14
6
6
3
3
0
0
den nicht innerhalb einer
halben Stunde einschlafen.“
Das lange Grübeln sah man
14. Oktober: Deutschland – Irdem ein oder anderen Spieler Dienstag,
land, Gibraltar – Georgien, Polen – Schottland
am Morgen danach noch an, (alle 20.45 Uhr). Freitag, 14. November: Geals der DFB-Tross mit Präsi- orgien – Polen (18 Uhr), Deutschland – Gibraldent Wolfgang Niersbach an tar, Schottland – Irland (beide 20.45 Uhr).
der Spitze um kurz vor elf Gruppe E
0:1
den Flieger bestieg. „Nun Estland - England
0:2
sind wir zu Hause in der Litauen - Slowenien
Pflicht“, gab ihnen Teamma- 1. England
3 3 0 0 8:0 9
2. Slowenien
3 2 0 1 3:1 6
nager Oliver Bierhoff auf den 3.
Litauen
3 2 0 1 3:2 6
Weg. Das gilt auch für die Ab- 4. Estland
3 1 0 2 1:2 3
2 0 0 2 0:3 0
wehr, die erneut Schwächen 5. Schweiz
6. San Marino
2 0 0 2 0:7 0
offenbarte. Ersatzkapitän Manuel Neuer verschuldete das Dienstag, 14. Oktober: San Marino –
0:1 durch den Ex-Leverkuse- Schweiz (20.15 Uhr). Samstag, 15. November: England – Slowenien, San Marino – Estner Arkadiusz Milik (Ajax land (beide 18), Schweiz – Litauen (20.45).
Amsterdam/51.), als er zu zö- Gruppe F
gerlich aus seinem Tor kam Rumänien - Ungarn
1:1
1:1
(Neuer: „War mein Fehler“). Finnland - Griechenland
Nordirland - Färöer
2:0
Beim 0:2 von Sebastian Mila
(88.) stellte sich Linksverteidi- 1. Nordirland
2 2 0 0 4:1 6
2. Finnland
2 1 1 0 4:2 4
ger Erik Durm gegen den an- 3.
Rumänien
2 1 1 0 2:1 4
sonsten abgemeldeten Vorla- 4. Ungarn
2 0 1 1 2:3 1
2 0 1 1 1:2 1
gengeber Robert Lewan- 5. Griechenland
6. Färöer
2 0 0 2 1:5 0
dowski naiv an. Rechts machte es Antonio Rüdiger insge- Dienstag, 14. Oktober: Färöer – Ungarn,
samt nicht besser. TV-Experte Finnland – Rumänien, Griechenland – Nordirland (alle 20.45 Uhr). Freitag, 14. NovemJens Lehmann brachte es auf ber: Griechenland – Färöer, Ungarn – Finnden Punkt, als er analysierte: land, Rumänien – Nordirland (alle 20.45 Uhr).
„Was wir nach wie vor nicht Gruppe G
haben, sind Außenverteidi- Österreich - Montenegro
1:0
Russland - Moldawien
1:1
ger.“ � sid
Schweden - Liechtenstein
Die Polen schweben nach dem Sieg über Weltmeister Deutschland im Fußball-Himmel
In Warschau ging es drunter und drüber nach dem Sensations-Sieg
gegen Deutschland – und zwar nicht nur auf dem Platz. � Foto: afp
2
2
1
0
0
0
Gruppe B
Das Wunder an der Weichsel
WARSCHAU � Lukasz Piszczek
war sich der historischen Dimension des Geschehenen
voll und ganz bewusst. „Die
ganze Nation ist zufrieden
und wird feiern“, sagte der
Profi von Borussia Dortmund
freudestrahlend im Nationalstadion von Warschau. „Wir
haben Geschichte geschrieben, zum ersten Mal gegen
Deutschland gewonnen, auch
gegen den Weltmeister.“
Auch Sebastian Mila, dem in
der 88. Minute der Treffer
zum 2:0-Endstand gegen die
Auswahl von Bundestrainer
Joachim Löw gelungen war,
konnte sein Glück kaum fassen. „Wir hatten den Hunger,
das Unmögliche zu schaffen.
Mein großer Traum ist wahr
geworden.“
Die meisten Fans in der
ganz in die polnischen Nationalfarben Weiß und Rot getauchten Arena sind nach
dem Schlusspfiff im Fußballhimmel und liegen sich freudetrunken in den Armen.
Tausende strömen über die
2
2
2
2
2
2
Sonntag, 16. November: Niederlande –
Lettland (18 Uhr), Tschechien – Island, Türkei
– Kasachstan (beide 20.45 Uhr).
NATIONALELF Doch Löw sieht nach 0:2 gegen Polen „keine großen Probleme“
Von Marco Mader
und Jürgen Zelustek
heute, 18.00
heute, 20.45
heute, 20.45
1. Island
2. Niederlande
3. Tschechien
4. Kasachstan
5. Lettland
6. Türkei
Die Ernüchterung
Im Fokus
Immerhin seiner Mutter
konnte Karim Bellarabi noch
eine große Freude machen.
„Meiner Mama schenke ich
mein erstes Nationaltrikot,
darüber wird sie sich sehr
freuen. Schließlich ist sie mitverantwortlich dafür, dass
ich für Deutschland spiele“,
sagte der 24-Jährige mit süßsaurer Miene nach seinem
Länderspieldebüt mit viel
Licht, aber auch einigem
Schatten. Beim 0:2 (0:0) der
Weltmeister in der EM-Qualifikation in Warschau gegen
Polen war der Neuling von
Bayer Leverkusen zwar der
auffälligste Spieler seiner
Mannschaft, aber irgendwie
auch der traurigste. „Es tut
mir leid für die Mannschaft.
Ich hätte mindestens zwei
Tore machen müssen“, sagte
der offensive Mittelfeldspieler selbstkritisch und niedergeschlagen zugleich angesichts seiner vier Großchancen in der 38., 68., 79. und 87.
Minute.
Dass er erstmals das Trikot
mit den vier Sternen trug,
war dem Deutsch-Marokkaner, der sich in der Schlussphase noch eine Gelbe Karte
einhandelte, zuvor nicht anzumerken. „Natürlich war
ich aufgeregt, als mir der
Bundestrainer gesagt hat,
dass ich von Beginn an spiele.
Aber auf dem Platz habe ich
keine Nervosität mehr gespürt und mein Ding gemacht“, berichtete Bellarabi.
„Das ist nicht Wildes, ich
kann am Dienstag gegen Irland spielen“, sagte Bellarabi,
der in Gelsenkirchen mit
ziemlicher Sicherheit zu seinem zweiten Länderspieleinsatz kommt, wie auch Joa-
Kasachstan - Tschechien
Island - Niederlande
Lettland - Türkei
keiten. Deutlich wurden beim
0:2 gegen die Polen aber auch
die Probleme, die die aktuelle
DFB-Mannschaft plagen. Auf
den defensiven Außenpositionen fehlt derzeit das adäquate
Personal, sie bleiben große
Schwachstellen. Außerdem
wurde deutlich, dass es nach
dem Rücktritt des unvergleichlichen Klose schlichtweg an Alternativen auf der 9 mangelt.
Der derzeit verletzte Mario Gomez ist zwar einer dieser reinen
Strafraum-Stürmer, doch fehlt
dem Ex-Münchner im DFB-Trikot mitunter die nötige Fortune.
Zudem ist er extrem verletzungsanfällig. Hier könnte sich
vielleicht doch noch eine Chance für den von Löw konsequent
verschmähten Stefan Kießling
ergeben.
Unter dem Strich gibt es aber
keinen Grund, schwarz zu sehen. Löw war, ist und bleibt ein
guter Trainer, der seine Mannschaft neu strukturieren und orEin Weltmeister hat’s nicht immer leicht: Joachim Löw verlässt den Rasen in Warschau. � Foto: dpa
ganisieren wird. Soviel Vertrauen muss man einfach haben
nach dieser wundervollen Nacht
von Rio.
1. Österreich
2. Russland
3. Schweden
4. Montenegro
5. Moldawien
6. Liechtenstein
2:0
3
3
3
3
3
3
2
1
1
1
0
0
1
2
2
1
1
1
0
0
0
1
2
2
4:2
6:2
4:2
2:1
2:5
0:6
7
5
5
4
1
1
Samstag, 15. November: Österreich – Russland, Moldau – Liechtenstein (beide 18 Uhr),
Montenegro – Schweden (20.45 Uhr).
der an der Weichsel“. „Heute Gruppe H
heute, 20.45
ist Geschichte geschrieben Kroatien - Aserbaidschan
- Italien
heute, 20.45
worden!“ jubelte der polni- Malta
Norwegen - Bulgarien
heute, 20.45
sche Stadionsprecher gleich
1. Italien
2 2 0 0 4:1 6
nach dem Abpfiff.
2. Kroatien
2 2 0 0 3:0 6
Die Polen hatten der Begeg- 3. Norwegen
2 1 0 1 3:2 3
2 1 0 1 2:2 3
nung entgegengefiebert und 4. Bulgarien
5. Aserbaidschan
2 0 0 2 2:4 0
wie so oft gehofft, den Fluch 6. Malta
2 0 0 2 0:5 0
der Sieglosigkeit gegen das Sonntag, 16. November: Aserbaidschan –
Team aus dem Nachbarland Norwegen, Bulgarien – Malta, Italien – Kroabrechen zu können. „Das ist tien (alle 20.45 Uhr).
das Spiel der Spiele, der Klas- Gruppe I
1:1
siker der Klassiker, der Armenien - Serbien
1:1
Kampf der Kämpfe!“, hatte Albanien - Dänemark
2 1 1 0 3:2 4
der Liveticker des Portals 1. Dänemark
2. Albanien
2 1 1 0 2:1 4
„Sport.pl“ denen, die nicht 3.
Serbien
1 0 1 0 1:1 1
vor Ort sein konnten, schon 4. Armenien
2 0 1 1 2:3 1
1 0 0 1 0:1 0
zum Matchbeginn einge- 5. Portugal
heizt. Am Ende fehlten auch Dienstag, 14. Oktober: Dänemark – Portugal, Serbien – Albanien (beide 20.45 Uhr).
den Autoren die Worte: „Wir Freitag, 14. November: Portugal – Armewissen nicht, was wir noch nien, Serbien – Dänemark (beide 20.45 Uhr).
schreiben können. Wir hatModus
ten sehr viel Glück (auf PolFür die Endrunde in Frankreich (10. Juni bis 10.
nisch szczescie) und noch Juli 2016) qualifizieren sich die neun Gruppenmehr Szczesny.“
sieger, die neun Zweiten und der beste Dritte
„Ein Traum ist wahr gewor- (wobei in den Sechser-Gruppen die Spiele geden Letzten nicht gewertet werden). Die
den“, lautete einer der Kom- gen
acht restlichen Dritten spielen vom 12. bis zum
mentare im Nachrichtensen- 17. November 2015 im Play-off-System die
der „TVN 24“, der immer wie- letzten vier Plätze aus. Laut UEFA-Reglement
der direkte Vergleich bei Punktgleichheit
der die beiden polnischen wird
mehrerer Mannschaften erst nach Abschluss
�
Treffer zeigte. dpa
aller Gruppenspiele angewendet.
SPORT
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Heldt
verteidigt
Keller-Aus
„Thank you“
USA Abschied von Landon Donovan
SCHALKE „Nicht dem
Mediendruck erlegen“
GELSENKIRCHEN � Sportvorstand Horst Heldt vom Fußball-Bundesligisten Schalke
04 hat erneut die Trennung
von Trainer Jens Keller verteidigt. „Im Innenverhältnis hatten wir immer eine klare Absprache. Zu meinen Aufgaben gehört es aber einfach
auch, Worst-Case-Szenarien
durchzuspielen“, sagte der
Ex-Nationalspieler im Fußballtalk
Doppelpass
bei
Sport1. Heldt weiter: „Jens
Keller wusste sicherlich nicht
immer, mit wem ich zu welchem Zeitpunkt Gespräche
führe, aber dass es verlangt
wird, Alternativen aufzubauen. Wir sind dem Mediendruck nicht erlegen.“
Der Zeitpunkt der Entlassung sei doch für alle überraschend gekommen, äußerte
der Manager. „Wir haben es
in der Länderspielpause gemacht, damit der
neue
Trainer
die
Mannschaft und die
Gegebenheiten kennenlernen kann. So
kann er das nächste Spiel vorbereiten und
schon seinen Stempel aufdrücken“, betonte der 44-Jährige.
Keller sei letztlich die fehlende Leistungskonstanz der
Mannschaft zum Verhängnis
geworden. Heldt: „Nach der
erfolgreichsten Rückrunde
der Vereinsgeschichte hatten
wir Hoffnung, jetzt Stabilität
hineinzubekommen. Das hat
sich dann nicht bewahrheitet.“
Das Bestmögliche für den
Verein zu tun, stehe immer
über allem, erklärte Heldt:
„Und wenn etwas nicht gut
läuft, dann muss man es auch
verändern. Die Aufgabe eines
Trainerteams und jeden einzelnen Spielers ist es, auch in
den normalen Spielen präsent zu sein.“ Der Schalker
Manager hat dabei großes
Vertrauen in Keller-Nachfolger Roberto Di Matteo. „Er
hat einen klaren Plan, wie er
eine Mannschaft führen
will.“ � sid
FUSSBALL KURZ
Bayern München: Der Rekordmeister hat die vergangene
Saison aus finanzieller Sicht
so erfolgreich wie noch nie
abgeschlossen. Der deutsche
Fußball-Primus steigerte den
Konzernumsatz um 22 Prozent auf 528 Millionen Euro
und durchbrach damit erstmals die Grenze von einer
halben Milliarde Euro.
Arsenal London: Laut englischen Medien soll Bayern
München daran interessiert
sein, im Winter Nationalspieler Mesut Özil zu verpflichten. Özil ist derzeit wegen einer Knieverletzung voraussichtlich bis zum Jahresende
außer Gefecht. Die Londoner
wollen derweil angeblich
Schalkes Julian Draxler holen.
Schweiz: Der ehemalige Bundesliga-Trainer Markus Babbel wird Chefcoach beim
Erstliga-Schlusslicht FC Luzern.
Regionalliga Nordost: Das Regionalliga-Spiel
zwischen
dem FSV Zwickau und dem 1.
FC Magdeburg (1:0) ist von
Ausschreitungen überschattet worden. In der ersten
Halbzeit hatten Magdeburger
Fans ein Tor zum Spielfeld
aufgebrochen und waren in
den Stadioninnenraum gelangt. Die Begegnung musste
von Schiedsrichter Michael
Wilske für knapp 20 Minuten
unterbrochen, konnte anschließend allerdings fortgesetzt und zu Ende gespielt
werden. � dpa/sid
Weiter optimistisch: Dortmunds Trainer Jürgen Klopp. � Foto: dpa
„Hart arbeiten – fertig“
DORTMUND Klopp ist sich sicher, dass sein Team aus dem Tief heraus kommt
Von Volker Gundrum
DORTMUND � Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp
lässt sich auch von der sportlichen Krise des Fußball-Bundesligisten nicht beirren. „Für mich
ist das eine Phase als Trainer, in
der wir hart arbeiten müssen fertig. Wenn ich den Glauben
verlieren würde, was ich nicht
habe, dann wäre es relativ
schwierig, mit unserer Situation
umzugehen“, sagte Klopp. Man
habe zwar „sicher Fehler“ gemacht, aber die seien nicht so
dramatisch groß gewesen,
„dass wir nur sieben Punkte hätten kriegen müssen“, sagte der
47-Jährige.
Der deutsche Vizemeister
belegt in der Bundesliga lediglich Rang 13 und hat bereits einen Rückstand von
zehn Punkten auf Rekordmeister FC Bayern München.
„Es glaubt ja niemand, aber
das allerkleinste Problem ist
irgendein Abstand zu den
Bayern“, sagte
Klopp. Der Trainer ist sicher, dass
sein in der Champions League erfolgreiches Team auch
in der Bundesliga wieder auf
Kurs kommen wird: „Wir rücken zusammen. Wir sind
uns vollkommen einig, dass
wir da rauskommen.“
Die Verletzungsproblematik der Borussia lässt Klopp
nicht als Ausrede gelten:
„Dass jetzt Fragen nach der
Einstellung meiner Mannschaft gestellt werden, halte
ich für völlig normal. Da
steht Borussia Dortmund
drauf, da hat also auch Borussia Dortmund drin zu sein.
Du kannst dann zwar alle aufzählen, die fehlten, aber es
heißt nur: na und? Du hast
doch noch elf, oder?“
Die Gefahr, dass Spieler
nach Verletzungen zu früh
zurückkommen,
versucht
der Coach zu verhindern.
„Ich bin mir sicher, dass die
Jungs ganz schnell viel wollen. Der Geduldsfaden von Ilkay Gündogan ist nach 14
Monaten zu Ende, der hat so
viel Bock, dass er kaum noch
zu bremsen ist. Bei Reus und
Mkhitaryan ist es genauso.
Wir gehen mit dieser Thematik sehr diszipliniert um“, betonte Klopp.
Allerdings
reißen
die
schlechten personellen Nachrichten nicht ab. Während
der Länderspielwoche traf es
diesmal Shinji Kagawa, der
nach einer Kopfverletzung
vorzeitig von der japanischen
Nationalmannschaft zurückkehrt. Wie der BVB am Samstag auf seiner Homepage mitteilte, soll die Verletzung Kagawas, der am Freitag beim
Spiel gegen Jamaika (1:0) am
HARTFORD � Die Legende
ging, die Erinnerungen an 15
Jahre
Nationalmannschaft
bleiben: Landon Donovan hat
sich aus der US-Fußball-Nationalmannschaft verabschiedet
-– nur ein Tor gelang dem Rekordschützen nicht mehr.
Beim 1:1 im Freundschaftsspiel gegen Ecuador bekam
er in Hartford bei seiner Auswechslung in der 41. Minute
standing ovations von den
36 265 Fans und eine Umarmung von Trainer Jürgen
Klinsmann.
„Ich habe ihm gratuliert
und gedankt. Und ich habe
ihm schon vorher gesagt,
dass die Tür für ihn immer offen ist“, betonte Klinsmann.
Der Schwabe gab sich äußerst
professionell. Dennoch waren die Diskrepanzen zwischen ihm und Donovan
spürbar. Seitdem Klinsmann
den Kalifornier Ende Mai
überraschend aus dem Kader
für die Weltmeisterschaft in
Brasilien strich, herrscht zwischen beiden Eiszeit. Donovan betonte auf einer eigens
zu seinem Abschied in den
ESPN-Studios von Bristol/
Connecticut
einberufenen
Pressekonferenz, dass er immer noch der Überzeugung
sei, nach Brasilien hätte fahren zu müssen. Mit Klinsmann selbst habe er seit seiner Ausbootung nicht mehr
geredet.
Klinsmann indes sprach in
den vergangenen Tagen immer wieder darüber, dass Do-
novan seiner Meinung nach
nie an seine Leistungsgrenze
herangegangen sei, sondern
sich zu früh mit dem Erreichten zufriedengegeben habe.
Sowohl bei Bayer Leverkusen
und Bayern München, als
auch beim FC Everton konnte
sich der Angreifer nie durchsetzen und kehrte deshalb
immer wieder in die Major
League Soccer (MLS) zurück,
wo er zum Gesicht der Liga
avancierte.
Für die Los Angeles Galaxy
wird Donovan noch einige
Partien bestreiten, ehe er
nach der MLS-Saison seine
Karriere mit nur 32 Jahren
beendet. Von der ganz großen Fußball-Bühne hat er
sich als Rekordtorschütze
und Vorbereiter der US-Auswahl verabschiedet. Das erste
Heimspiel der Amerikaner
nach der WM stand ganz im
Zeichen des Mannes mit der
Rückennummer 10. „Legend10“, hieß auf der Internetseite des US-Verbandes,
„Thank you Landon“ hallte es
von den Rängen.
„Fußball hat mein Leben geprägt und ich bin dankbar,
was für Erfahrungen ich
durch diesen Sport gemacht
habe“, meinte Donovan. Fast
wäre ihm beim Good-byeGame sogar ein 58. Länderspieltor gelungen, der Ball
landete nach einer halben
Stunde jedoch am Pfosten.
„Ich hatte natürlich für ihn
und für uns gehofft, dass er
trifft“, so Klinsmann. � dpa
Kiefer getroffen wurde, nicht
gravierend sein. Nach BVBAngaben ist von einer „leichten
Gehirnerschütterung“
die Rede.
Ob und wie lange der Japaner pausieren muss, soll bei
einer medizinischen Untersuchung in Dortmund ermittelt
werden. Nach Angaben des
japanischen Fußballverbandes habe sich Kagawa nach
dem Spiel schwindlig gefühlt
und sei in ein Krankenhaus
gebracht worden. Das japanische Team bestreitet das
nächste Spiel am Dienstag in
Singapur gegen Brasilien
ohne Kagawa.
Offensivspieler
Henrich
Mkhitaryan ist derweil am
Samstag ins Dortmunder
Training zurückgekehrt. Der
armenische Nationalspieler
hatte sich vor drei Wochen einen knöchernen Bandausriss
in der rechten Fußwurzel zuAbschied von einer Ikone des US-Fußballs: Landon Donovan hat seigezogen. � dpa
ne Nationalmannschafts-Karriere beendet. � Foto: afp
Seleção auf dem Weg der Erholung
Angst vor Ebola
LÄNDERSPIEL Brasilien gewinnt den Superclasico gegen Argentinien mit 2:0
AFRIKA-CUP Marokkos Antrag abgelehnt
PEKING � Das Trauma des 1:7
im WM-Halbfinale gegen
Deutschland ist noch längst
nicht verarbeitet, dennoch
zeigt Brasiliens Seleção erste
Anzeichen der Erholung. Mit
dem 2:0 (1:0) im Superclásico
gegen den Erzrivalen Argentinien feierte der WM-Vierte
am Samstag in Peking den
dritten Erfolg nacheinander
unter dem neuen Trainer Carlos Dunga und setzte damit
den Aufwärtstrend fort. „Ein
Sieg gegen den Vize-Weltmeister, der vor einem Monat
einen fantastischen Sieg gegen Deutschland errang,
stärkt unser Selbstvertrauen“, erklärte Dunga, der in
seinen ersten Spielen als
Coach der Seleção bereits gegen Ecuador und Kolumbien
jeweils 1:0 gewann. Am
Dienstag tritt Brasilien in Singapur in einem weiteren Testspiel gegen Japan an.
Beide Treffer für den fünffachen Weltmeister erzielte
Diego Tardelli (28./64. Minute). Bis zum ersten Tor hatte
Argentinien das bessere Spiel
gezeigt. Dreimal verpasste
Sergio Agüero in den ersten
Minuten das Tor, ehe der ExMünchner Martín Demichelis
dem Stürmer von Atlético Mineiro mit einem Schnitzer
das 1:0 ermöglichte.
Die Albiceleste hatte die
große Möglichkeit, dem Spiel
eine Wende zu geben, als der
chinesische
Schiedsrichter
Fan Qi in der 39. Minute nach
einem angeblichen Foul im
Strafraum an Ángel Di María
Klarer Sieger im Duell mit Lionel Messi: Brasiliens Superstar Neymar � Foto: afp
auf den Elfmeterpunkt deutete. Lionel Messi scheiterte jedoch mit dem schwach geschossenen Strafstoß an Keeper Jefferson. „Wenn ich getroffen hätte, wäre es ein
neues Spiel geworden“, sagte
der Superstar des FC Barcelona.
Stattdessen schwang sich
Neymar vor allem in der
zweiten Halbzeit in Reihen
der Brasilianer immer mehr
zum Regisseur auf und gewann das Privatduell der
Weltstars gegen seinen Clubkollegen um Längen. Zweimal verfehlte er aus guter Position das von Sergio Romero
verteidigte Tor. BarcelonaProfi
Javier
Mascherano
konnte Neymar häufig nur
mit Fouls stoppen. Ein Tardelli-Kopfball nach Oscars Ecke
besiegelte den Sieg der Brasilianer, bei denen Luiz Gustavo vom VfL Wolfsburg 90 Minuten spielte und eine ordentliche Leistung bot. Nach
der Auswechslung Tardellis
kam Kaka aufs Feld. Der Weltfußballer von 2007 stand erstmals seit 18 Monaten wieder
in Brasiliens Kader.
„Wir haben Fehler begangen, die gegen einen Rivalen
wie Brasilien teuer zu stehen
kommen“, erklärte Argentiniens Coach Gerardo Martino, der bei seinem Debüt als
Nationalcoach im September
in der Final-Revanche in Düs-
seldorf einen 4:2-Sieg gegen
Weltmeister Deutschland gefeiert hatte. Das Team sei unter dem neuen Coach noch
im Umbruch, sagte Messi.
„Wir versuchen neue Dinge,
und das braucht Training,
Zeit und Spiele“, betonte der
viermalige Weltfußballer.
Das Spiel in der chinesischen Hauptstadt fand im
Rahmen des Wettbewerbs
„Superclásico das Américas“
statt, den Brasilien zum dritten Mal in Folge gewann.
Nach dem 100. Länderspiel
gegen Argentinien führen die
Brasilianer in der Statistik
der südamerikanischen Erzrivalen mit 40 Siegen gegen 36
der Albiceleste. � dpa
KAIRO � Gastgeber Marokko
ist mit seinem Antrag gescheitert, den Afrika-Cup
2015 aufgrund der sich ausweitenden Ebola-Epidemie in
Westafrika zu verschieben.
Wie die Afrikanische FußballKonföderation CAF mitteilte,
werde es „keine Änderungen
im Ablaufplan der Spiele und
Events“ geben. Die Kontinentalwettkämpfe sollen vom 17.
Januar bis 8. Februar stattfinden.
Das marokkanische Gesundheitsministerium hatte
am Freitag bei den Organisatoren des Turniers den entsprechenden Antrag gestellt
und dies mit Gesundheitsrisiken begründet. Die drei am
stärksten von Ebola betroffenen Länder sind Guinea, Sierra Leone und Liberia. Guinea
und Sierra Leone sind noch in
der Qualifikationsrunde aktiv.
Ob das Turnier auch wie geplant in dem nordafrikanischen Land stattfinden wird,
ließ die CAF allerdings noch
offen. � sid
Italien will den
Videobeweis
Neun Millionen
für Werder
ROM � Italiens Verbandschef
Carlo Tavecchio hat in einem
Brief an Fifa-Präsidenten Joseph S. Blatter die Einführung des Videobeweises in
der Serie A beantragt. Dabei
sollen strittige Spielszenen
auf einem Monitor nochmals
aufgrund sogenannter „Challenges“ (je zwei Mal pro Halbzeit) der Trainer überprüft
werden können. Italien ist zu
einer Testphase bereit, die
mit dem Weltverband Fifa abgestimmt werden soll, kündigte Tavecchio in seinem
Schreiben an. „Der italienischen Fußballverband will
sich für den Schutz der Fußballtraditionen
einsetzen,
will sich jedoch auch für deren Modernisierung engagieren“, schrieb der Verbandschef. � sid
BREMEN � Werder Bremen
hat den Vertrag mit dem Vermarktungspartner
Infront
vorzeitig verlängert. Der
neue Kontrakt tritt mit Beginn der Saison 2019/20 in
Kraft und hat eine Laufzeit
von zehn Jahren. Die Vereinbarung ist mit einer Sofortzahlung im hohen einstelligen Millionenbereich verbunden. Der Tabellenletzte der
Fußball-Bundesliga kassiert
rund neun Millionen Euro.
Damit könnten in der Winterpause neue Spieler geholt
werden. „Wir werden wirtschaftlich unseren Beitrag
leisten, damit der SV Werder
Bremen auch sportlich wieder an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen kann“, teilte
Infront-Executive-Direktor
Günter Netzer mit. � dpa
SPORT
MONTAG
13. OKTOBER 2014
Kienle „gottfroh“
Sorgen um
Bianchi
halten an
TRIATHLON Ironman-Triumph auf Hawaii
Zustand weiterhin
sehr kritisch
SOTSCHI � Auch eine Woche
nach seinem verheerenden
Unfall befindet sich Formel-1Pilot Jules Bianchi (Foto) in einem
besorgniserregenden
Zustand. Der 25 Jahre alte
Franzose kämpft mit schweren Kopfverletzungen im
Krankenhaus von Yokkaichi
weiter ums Überleben. Familie und engste Freunde sind
bei ihm. Sein Zustand wird
als kritisch, aber stabil bezeichnet.
Bianchis Rennfahrer-Kollegen zeigten sich noch immer
tief betroffen, nachdem der
Franzose am 5. Oktober in Suzuka gegen Ende des Großen
Preises von Japan von der
teils regennassen
Strecke
abgekommen
und unter einen Bergungskran
gerast
war. Bei der
Formel-1-Premiere in Russland traten sie unter anderem mit Aufklebern an Helmen und Autos an mit den
Worten: „Alle sind bei Jules.“
In der Box mit dem Namen
und der Nummer 17 des Marussia-Piloten stand ein fertig
aufbereiteter
Rennwagen.
Zum Einsatz kam er aus Respekt vor dem verunglückten
Piloten aber nicht. Auf einen
Ersatzfahrer, der in Sotschi
den Regeln entsprechend
hätte antreten dürfen, verzichtete Marussia. Im Fahrerlager herrschte an den Tagen
in Russland eine gedrückte
Stimmung.
Allen war der Schock noch
anzumerken, bei jedem war
die Sorge um Bianchi riesengroß. „Ich denke die ganze
Zeit daran“, sagte Jean-Eric
Vergne von Toro Rosso, ein
guter Freund von Bianchi.
FIA-Chef Jean Todt, dessen
Sohn Nicolas den verunglückten Piloten seit Jahren als Manager betreut, sprach von einer Tragödie. „Als Mensch ist
es für mich sehr hart. Es betrifft mich sehr“, sagte der
Präsident des Internationalen
Automobilverbandes. � dpa
Der erste Titel für Mercedes ist eingefahren: Lewis Hamilton feiert mit seinem Team in Sotschi. � Foto: dpa
Mit „viereckigen Reifen“
FORMEL 1 Rosberg verliert die WM-Krone aus den Augen / Titel für Mercedes
Von Thomas Wolfer
SOTSCHI � Nach dem womöglich vorentscheidenden Fehler
im Kampf um den Fahrer-Titel
machte sich bei Nico Rosberg
Frust breit, selbst der MercedesTriumph in der KonstrukteursWM war nur ein schwacher
Trost. „Das war einfach unnötig,
ich ärgere mich sehr“, sagte der
Mercedes-Pilot nach seinem
zweiten Platz bei der RusslandPremiere der Formel 1.
Während Stallrivale Lewis
Hamilton nach seinem vierten Triumph in Serie die Siegestrophäe von Russlands
Staatspräsident Wladimir Putin in Empfang nahm, verliert Rosberg den Titel mit
nun 17 Punkten Rückstand
zunehmend aus den Augen.
Zwar sicherte sich Mercedes
in Sotschi vorzeitig als erstes
deutsches Team überhaupt
die Konstrukteurs-WM, und
auch nach dem neuerlich verlorenen Privatduell mit Hamilton rang sich Rosberg ein
Lächeln ab („Die Hälfte von
mir ist happy“) – doch der 29Jährige ärgerte sich sichtbar
über seinen verheerenden
Bremspatzer bei fast 300
Stundenkilometern, der ihm
schon früh den Tag verdarb.
„Ich habe zu spät und zu hart
gebremst. Meine Reifen waren viereckig, und ich musste
an die Box“, sagte Rosberg.
Nach dem Manöver fiel er ans
Ende des Feldes zurück, fuhr
anschließend aber sehenswert ohne weiteren Stopp auf
Rang zwei nach vorne. Während Hamilton (291 Punkte)
seine Titelambitionen eindrucksvoll unterstrich, muss
Rosberg („Ich dachte schon,
das war’s“) in den verbleibenden drei Rennen in den USA,
Brasilien und Abu Dhabi den
größten Rückstand in diesem
Jahr aufholen. Trotzdem si-
cherte sich Mercedes, das den
neunten Doppelsieg der Saison feierte, den ersten wichtigen Titel und löste Sebastian
Vettels
Red-Bull-Rennstall
nach vier Jahren als bestes
Team ab. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff freute
sich mit einem Glas Champagner über den „historischen
Moment“ nach dem Sieg in
der Teamwertung: „Mercedes
ist Weltmeister, und das zum
ersten Mal.“
Der viermalige Weltmeister
Vettel, der 2015 angeblich zu
Ferrari wechseln soll, landete
auf seiner Abschiedstour
nach einer durchwachsenen
Vorstellung auf Rang acht.
„Viel mehr wäre nicht drin
gewesen, aber ein bisschen
schon“, sagte Vettel, der erneut mit der Strategie haderte. Dritter hinter den Silberpfeilen wurde Valtteri Bottas
im Williams.
Rosberg war nach dem Start
Reiter auf
Rang fünf
„Es ist wie ein Traum“
BARCELONA � Auch in der
letzten wichtigen Mannschaftsprüfung des Jahres haben die deutschen Springreiter nicht nur den angepeilten
Sieg, sondern sogar das Podium verpasst. Nach Platz vier
bei der WM landeten die
Schützlinge von Bundestrainer Otto Becker beim hochdotierten Nationenpreisfinale von Barcelona auf Platz
fünf. Wie schon bei den Weltreiterspielen ging der Sieg an
die Niederlande, die fehlerfrei vor Kanada (4) und
Schweden (8) triumphierten.
Der viermalige Olympiasieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Chiara, Christian
Ahlmann (Marl) mit Codex
One, Daniel Deußer (Wolvertem/Belgien) mit Cornet
d’Amour und Marcus Ehning
(Borken) mit Plot Blue sammelten zwölf Fehlerpunkte,
einzig Deußer blieb ohne Abwurf. � sid
MOTORRAD Der Spanier Marquez wird erneut MotoGP-Weltmeister
KURZ NOTIERT
Tennis: Roger Federer hat das
ATP-Turnier von Shanghai gewonnen und den 23. MastersTitel seiner glorreichen Tennis-Karriere erobert. Der
Schweizer setzte sich mit 7:6
(8:6), 7:6 (7:2) gegen Gilles Simon aus Frankreich durch. Er
krönte damit ein Wochenende, an dem er im Halbfinale
einen famosen Sieg über Novak Djokovic gefeiert hatte
und sicherte sich seinen vierten Turniersieg 2014. � dpa
MOTEGI � Marc Marquez zog
das Samuraischwert und ließ
den großen weißen Ballon
mit der aufgedruckten „1“
durch einen gezielten Streich
in den Himmel über Motegi
steigen. Filmreif von seinem
Honda-Team inszeniert feierte das spanische Wunderkind
die erfolgreiche Titelverteidigung in der Motorrad-Königsklasse MotoGP. Beim Großen
Preis von Japan reichte dem
Dominator gestern ein zweiter Platz, um sich erneut die
WM-Krone aufzusetzen.
Dem 21 Jahre alten Überflieger fehlten die Worte. „Es ist
wie ein Traum, ich bin einfach überglücklich“, sagte
Marquez, der auf der nicht
ganz spontanen Zeremonie
einen goldenen Helm überreicht bekam und diesen jubelnd auf der verdienten Ehrenrunde präsentierte. Nach
nur 15 von 18 WM-Läufen ist
Marquez der Titel nicht mehr
zu nehmen, ein Ende seiner
Erfolgsgeschichte ist noch
lange nicht abzusehen. Auch
bei Honda war der Jubel grenzenlos. Der Katalane Marquez
ist der erste Werksfahrer, der
auf der vom Hersteller gebauten Hausstrecke Weltmeister
wurde. Als ihr Schützling mit
der linken Faust in die Höhe
gereckt über die Ziellinie
fuhr, lagen sich Mechaniker
und Betreuer in den Armen.
Auch die japanischen Fans
auf den Rängen ehrten den
neuen und alten Weltmeister
zwar kurz an Polesetter Hamilton vorbeigezogen, doch
durch den Patzer mit anschließendem
Boxenstopp
wurde er bis auf Rang 20
durchgereicht. Einmal mehr
kostete den Sohn von ExWeltmeister Keke Rosberg
ein Fehler ein besseres Resultat. Während Hamilton eiskalt und hochkonzentriert
agiert, könnten die eigenen
Schwächen Rosberg die WMKrone kosten.
Vor dem Saisonfinale ist der
Engländer Hamilton, Champion von 2008, der klare Favorit. „Ich will diesen Titel
unbedingt“, hatte er schon
vor dem Start in Sotschi gesagt. Mit seiner kontrollierten aber trotzdem aggressiven Fahrweise verlieh er seinen Worten Nachdruck. Es
scheint momentan niemand
in der Lage zu sein, mit ihm
auf der Strecke Schritt zu halten. � sid
� Sebastian
KAILUA-KONA
Kienle schnappte sich die
schwarz-rot-goldene Flagge,
schlurfte mit einem letzten
Schritt über die Ziellinie und
sank dann völlig entkräftet
auf den Boden von KailuaKona. „Ich bin so gottfroh,
dass es endlich geklappt hat“,
sagte der 30-Jährige nach seinem WM-Triumph beim legendären Ironman auf Hawaii: „Ich wusste, dass ich es
drauf habe. Aber es dann
auch zu zeigen, ist wieder etwas ganz anderes.“ Doch
Kienle (Karlsruhe) tat es – und
wie: Der Europameister und
zweimalige Weltmeister über
die Halbdistanz deklassierte
die Konkurrenz und beendete
die
3,86
Kilometer
Schwimmen, 180,2 Kilometer
Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen in starken
8:14:18 Stunden.
Der US-Amerikaner Ben
Hoffman (8:19:23) auf Rang
zwei wies bereits mehr als
fünf Minuten Rückstand auf,
Peking-Olympiasieger
Jan
Frodeno
(8:20:32/Saarbrücken) schleppte sich bei seinem Hawaii-Debüt knapp dahinter auf einen hervorragenden dritten Rang. Zuletzt hatten 2006 in Weltmeister Norman Stadler und Faris Al-Sultan (Platz drei) zwei Deutsche
auf dem Podest gestanden.
„Man muss das Rennen
durchziehen. Ich wollte echt
nur ins Ziel kommen, alles
andere war mir egal. Am
Ende ist ja alles gut gegangen“, sagte Frodeno, der in
Führung liegend von einem
Reifenschaden eingebremst
worden war und zudem wegen eines unkorrekten Überholvorgangs eine Zeitstrafe
von vier Minuten aufgebrummt bekam. „Das hat
mich mental ganz schön angehauen. Aber hinten kackt
die Ente“, sagte der 33-Jährige. Einen Wettkampf fast wie
aus dem Bilderbuch lieferte
unterdessen Kienle ab. Im
Schwimmen,
seiner
schwächsten Disziplin, hielt
er den Rückstand unter anderem auf den führenden Frodeno gering. Nach dem Ausstieg aus dem 26 Grad warmen Wasser lancierte Kienle
seine Attacke auf die Spitze
und übernahm dank eines
wahren Husarenritts auf dem
Rad nach nur 80 Kilometern
die Führung. Kienle baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf knapp neun Minuten
aus. Den abschließenden Marathonlauf absolvierte er
zwar nicht mit der letzten
Angriffslust, aber zu jeder
Zeit kontrolliert und ohne erkennbare
Schwächephase.
„Ich kann es mir nicht erklären, wie ich das geschafft
habe“, sagte Kienle, der ausgerechnet in den Wochen vor
dem Saisonhöhepunkt in ein
kleines Leistungsloch gefallen war.
Bei der WM über die halbe
Distanz verpasste er Anfang
September als 18. deutlich
den Titel-Hattrick. Als einen
„kräftigen Arschtritt“ bezeichnete Kienle diesen Wettkampf rückblickend. Nach
schwachen Trainingseinheiten auf Hawaii habe er zudem
„an allem gezweifelt“ und
kurz mit dem Gedanken gespielt, „nach Hause zu fliegen
und die Karriere zu beenden“. Kienle blieb, erinnerte
sich daran, wie glücklich er
sich doch fühlen könne, einen solchen Sport „mit so
viel Freiraum“ ausüben zu
dürfen. Er triumphierte – und
verriet dann sein simples Erfolgsrezept: „Man muss immer weiter machen, immer
durchziehen. Erst am Schluss
wird abgerechnet.“ � sid
Bekele in Chicago
„nur“ Vierter
CHICAGO � Zwei Wochen
nach dem Marathon-Weltrekord des Kenianers Dennis
Kimetto in Berlin hat Äthiopiens Läuferstar Kenenisa Bekele in Chicago eine neue
Weltbestmarke verpasst. Der
32 Jahre alte dreimalige Auf dem Weg zum Glück: Sebastian Kienle auf den letzten Metern
Olympiasieger lief in seinem des Ironman in Hawaii. � Foto: dpa
erst zweiten Marathon eine
Zeit von 2:05:51 Stunden und
wurde Vierter. Der Sieg ging
LEUTE, LEUTE
an den 29 Jahre alten Kenianer Eliud Kipchoge (2:04:11). .
Das Treppchen komplettierten seine Landsleute Sammy
Kitwara (2:04:28) und Dickson Chumba (2:04:32).
Bei den Frauen setzte sich in
2:24:35 Stunden Titelverteidigerin Rita Jeptoo (Kenia)
durch. Zweite wurde die
Der Mann mit dem goldenen Helm: Marc Marquez. � Foto: afp
Äthiopierin Mare Dibaba
(2:25:37) vor Florence Kiplamit Ovationen. „Den Titel in
Während an der Spitze der gat aus Kenia (2:25:57). � sid
Justin Gatlin, Sprint-Star, fühlt Alessandro Zanardi hatte sich
Motegi zu gewinnen, ist et- Spanier Jorge Lorenzo unbesich von Diskus-Olympiasie- gerade seinen nächsten Lewas ganz Besonderes“, sagte helligt zum Sieg fuhr, zeigte
ger Robert Harting zu Un- benstraum erfüllt, da haderte
Marquez.
der Zahlinger Stefan Bradl
recht als „ewiger“ Doper ge- der Italiener bereits mit den
Das Ausnahmetalent, das (Honda) ein solides Rennen
brandmarkt. „Es macht mich schwierigen Bedingungen in
klassenübergreifend seinen und wurde Siebter. Die deuttraurig festzustellen, dass vie- Kailua-Kona. „Dieser Wind –
insgesamt vierten WM-Titel schen Fahrer in den weiteren
feierte, machte den Erfolg in Klassen blieben dagegen hin- MÜNCHEN � Tobias Schreindl le Menschen offenbar den- ohne ihn hätte ich das Ganze
einem packenden Duell mit ter den Erwartungen zurück. (26) hat sich erstmals den ken: einmal ein Doper, im- unter neun Stunden gedem neunmaligen Weltmeis- In der Moto2 landeten Sandro deutschen Meistertitel im mer ein Doper“, sagte der US- schafft“, sagte der zweifache
ter Valentino Rossi perfekt. Cortese
(Berkheim/Kalex) Marathon gesichert. Der Pas- Sprinter, der in seiner Karrie- Paralympics-Sieger nach seiRunde um Runde kämpften und Marcel Schrötter (Torde- sauer gewann nach interna- re zweimal des Dopings über- ner erfolgreichen Ironmandie beiden Spitzenfahrer um ra/Spanien/Mistral)
nach tional höchstens zweitklassi- führt und dessen Sperre von Premiere auf Hawaii. Der Exdie zweite Position, die für Fahrfehlern im Kiesbett. Jo- gen 2:21:47 Stunden den 29. acht auf vier Jahre reduziert Formel-1-Pilot, nach einem
Marquez zum Titelgewinn nas Folger (Tordera/Spanien/ München-Marathon und setz- worden war. Harting hatte schweren Crash 2001 beidseireichte. Yamaha-Pilot Rossi Kalex) startete schwach und te sich gegen Dominik Fabia- angekündigt, nur dann für tig beinamputiert, hatte eileistete verbissen Wider- kam nicht über den zwölften nowski (Köln) und Ybekal Da- die Wahl zum Welt-Leichtath- gentlich gar keinen Grund
stand, musste den waghalsig Platz hinaus. In der Moto3 ka- niel Berye (Kassel) durch. Bei leten des Jahres anzutreten, Trübsal zu blasen. 9:47:14
agierenden Titelverteidiger men Philipp Öttl (Ainring) den Frauen holte sich Steffi wenn der 2001 und 2006 des Stunden benötigte der 47-Jähwenige Runden vor Ende auf Rang 17 und Luca Grün- Volke (38, Regensburg) in Dopings überführte Gatlin rige für die Strecke, die er im
aber doch noch passieren las- wald (Waldkraiburg) auf Platz 2:44:37 nach 2011 zum zwei- von der Kandidatenliste ge- Handbike und Rennrollstuhl
strichen wird.
absolvierte. � dpa
sen.
21. � sid
ten Mal den Titel. � dpa
Schreindl holt
Marathon-Titel
SPORT
MONTAG
RICHTIG GETIPPT?
1 Rumänien – Ungarn
2 Armenien – Serbien
3 Polen – Deutschland
4 Finnland – Griechenland
5 Albanien – Dänemark
6 Österreich – Montenegro
7 Weißrussland – Slowakei
8 Bosnien-Herzegowina – Belgien
9 Norwegen – Bulgarien
10 Deutschland – Irland
11 Polen – Schottland
12 Finnland – Rumänien
13 Dänemark – Portugal
FUSSBALL
1:1 0
1:1 0
2:0 1
1:1 0
1:1 0
1:0 1
heute
heute
Dienstag
Dienstag
Dienstag
Dienstag
6 aus 45: Glückszahlen erst am Mittwoch
Zusatzspiel:
(ohne Gewähr)
FUSSBALL
Bundesliga Frauen
FF USV Jena - 1899 Hoffenheim
Herforder SV - SC Freiburg
SC Sand - VfL Wolfsburg
SGS Essen - 1. FFC Frankfurt
Bayer Leverkusen - MSV Duisburg
1. FFC Turbine Potsdam - B. München
1. VfL Wolfsburg
2. Bayern München
3. 1. FFC Frankfurt
4. Turbine Potsdam
5. SGS Essen
6. SC Freiburg
7. 1899 Hoffenheim
8. FF USV Jena
9. Bayer Leverkusen
10. SC Sand
11. Herforder SV
12. MSV Duisburg
7
7
7
7
7
7
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7
7
7
7
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1
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5
6
1:1
2:3
0:4
1:3
0:0
0:1
16:1
17:2
22:6
15:6
11:7
14:12
4:9
9:13
5:12
5:14
9:26
1:20
19
17
16
15
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8
6
6
4
2
1
Regionalliga West
FC Hennef 05 - SV Rödinghausen
1. Viktoria Köln
2. 1. FC Köln II
3. Alemannia Aachen
4. Bor. M’gladbach II
5. RW Essen
6. RW Oberhausen
7. SC Wiedenbrück
8. SV Rödinghausen
9. SC Verl
10. Sportfreunde Lotte
11. KFC Uerdingen 05
12. Fort. Düsseldorf II
13. FC Kray
14. SG Wattenscheid 09
15. FC Schalke 04 II
16. VfL Bochum II
17. Sportfreunde Siegen
18. FC Hennef 05
11
11
11
11
11
11
11
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11
11
11
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8
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5
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7
8
9
29:8
19:12
16:9
21:17
21:17
18:14
14:13
12:13
13:9
14:13
15:15
14:19
15:17
12:14
10:19
19:20
9:22
8:28
26
20
20
20
18
17
17
17
16
16
15
15
14
10
9
8
5
2
Freitag, 17. Oktober, spielen: Sportfreunde
Siegen – Rot-Weiss Essen, FC Viktoria Köln –
Sportfreunde Lotte (beide 19.30 Uhr). Samstag, 18. Oktober, spielen: Bor. Mönchengladbach II – Alemannia Aachen, FC Kray –
VfL Bochum II, Rot-Weiß Oberhausen – KFC
Uerdingen 05, SG Wattenscheid 09 – FC Hennef 05, SC Verl – ortuna Düsseldorf II, SV Rödinghausen – 1. FC Köln II, FC Schalke 04 II –
SC Wiedenbrück 2000 (alle 14 Uhr).
Oberliga Westfalen
SV Lippstadt 08 - TSG Sprockhövel
SpVgg Erkenschwick - TuS Erndtebrück
SuS Neuenkirchen - ASC 09 Dortmund
SV Zweckel - VfB Hüls
Arminia Bielefeld II - FC Eintr. Rheine
SC Roland Beckum - Westfalia Herne
Rot Weiss Ahlen - FC Gütersloh 2000
SuS Stadtlohn 19/20 - TuS Ennepetal
7:0
1:0
3:3
1:1
1:0
2:0
3:1
1:3
1. Rot Weiss Ahlen
2. Westfalia Rhynern
3. TuS Erndtebrück
4. SC Roland Beckum
5. SpVgg Erkenschwick
6. VfB Hüls
7. ASC 09 Dortmund
8. TuS Ennepetal
9. FC Eintr. Rheine
10. SuS Stadtlohn 19/20
11. SV Lippstadt 08
12. Hammer SpVg
13. TSG Sprockhövel
14. SuS Neuenkirchen
15. Arminia Bielefeld II
16. SV Zweckel
17. FC Gütersloh 2000
18. Westfalia Herne
25
19
19
18
17
15
15
14
13
13
11
11
9
8
7
7
3
2
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
8
6
6
6
5
4
4
4
4
4
3
3
2
2
2
1
0
0
1
1
1
0
2
3
3
2
1
1
2
2
3
2
1
4
3
2
0
2
2
3
2
2
2
3
4
4
4
4
4
5
6
4
6
7
29:7
23:7
20:7
16:9
12:4
17:13
19:17
15:14
10:13
14:18
17:15
13:19
14:22
13:25
15:17
7:12
6:22
5:24
Westfalenliga 1
SV Schermbeck - SC Herford
Victoria Clarholz - SC Paderborn 07 II
SC RW Maaslingen - VfB Fichte Bielefeld
SC Preußen Münster II - DJK GW Nottuln
VfL Theesen - TuS Dornberg
1. FC Gievenbeck - TuS Hiltrup
Delbrücker SC - SpVgg Vreden
DJK Eintr. Coesfeld - FC Viktoria Heiden
3:2
1:3
3:0
0:1
1:0
1:1
0:1
0:1
1. SC Preußen Münster II
2. VfL Theesen
3. SC Paderborn 07 II
4. TuS Hiltrup
5. SpVgg Vreden
6. Delbrücker SC
7. DJK GW Nottuln
8. VfB Fichte Bielefeld
9. SV Schermbeck
10. FC Viktoria Heiden
11. Victoria Clarholz
12. TuS Dornberg
13. 1. FC Gievenbeck
14. SC Herford
15. SC RW Maaslingen
16. DJK Eintr. Coesfeld
19
17
16
16
15
15
13
13
12
12
12
11
11
9
6
6
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
6
5
5
5
5
5
4
3
3
3
3
3
3
2
2
2
1
2
1
1
0
0
1
4
3
3
3
2
2
3
0
0
2
2
3
3
4
4
4
2
3
3
3
4
4
4
7
7
21:8
18:16
23:14
21:13
17:14
16:13
15:10
13:13
17:18
10:13
12:16
8:9
7:12
9:12
10:23
9:22
Westfalenliga 2
Hombrucher SV 09/72 - SC Hassel
FC Iserlohn - Langscheid/Enkhausen
DJK TuS Hordel - Mengede 08/20
SV Horst-Emscher - TuS Witten-Heven
SpVgg Holzwickede - Kaan-Marienborn
TSV Marl-Hüls - FC Brünninghausen
DSC Wanne-Eickel - Westfalia Wickede
TuS Erndtebrück II - Kirchhörder SC 58
1:2
5:2
1:0
1:2
0:0
3:1
1:0
3:0
1. TSV Marl-Hüls
2. DSC Wanne-Eickel
3. FC Iserlohn 46/49
4. FC Brünninghausen
5. SC Hassel
6. DJK TuS Hordel
7. Westfalia Wickede
8. TuS Erndtebrück II
9. Kaan-Marienborn
10. Mengede 08/20
11. Kirchhörder SC 58
12. TuS Witten-Heven
13. Langscheid/Enkhausen
14. SV Horst-Emscher
15. SpVgg Holzwickede
16. Hombrucher SV 09/72
20
19
18
16
15
15
15
15
14
12
10
7
7
6
5
2
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
9
6
5
5
4
4
4
4
4
3
4
3
2
2
1
1
0
2
4
3
4
3
3
3
3
5
0
1
1
1
3
2
2
1
0
1
1
2
2
2
2
1
5
5
6
6
5
6
7
28:10
17:5
24:11
18:9
19:9
20:13
15:9
13:10
16:12
19:15
7:17
8:26
11:31
9:18
10:14
2:27
U19, EM-Qualifikation
In Jurmala/Lettland:
Lettland – Deutschland
EISHOCKEY
Länderspiele
Großer Preis von Russland
USA – Ecuador
Chile – Peru
Kolumbien – El Salvador
Brasilien – Argentinien
Frankreich – Portugal
1:1
3:0
3:0
2:0
2:1
B-Junioren Bundesliga West
Euskirchener TSC - Arminia Bielefeld
FC Schalke 04 - VfL Bochum
1. FC Köln - MSV Duisburg
Borussia Dortmund - Bor. M’gladbach
Viktoria Köln - Rot-Weiss Essen
Preußen Münster - Fortuna Düsseldorf
1:3
1:1
0:1
4:1
3:2
1:1
1. Borussia Dortmund
2. Bayer 04 Leverkusen
3. MSV Duisburg
4. Preußen Münster
5. Arminia Bielefeld
6. FC Schalke 04
7. VfL Bochum
8. Fortuna Düsseldorf
9. SC Paderborn 07
10. 1. FC Köln
11. Euskirchener TSC
12. Rot-Weiss Essen
13. Viktoria Köln
14. Bor. M’gladbach
14
14
14
13
12
11
11
10
9
9
7
4
4
3
7
6
7
7
7
7
7
7
6
7
7
7
7
7
4
4
4
4
4
3
3
3
2
3
2
1
1
1
2
2
2
1
0
2
2
1
3
0
1
1
1
0
1
0
1
2
3
2
2
3
1
4
4
5
5
6
15:9
9:3
12:9
14:15
11:11
17:8
9:7
11:10
11:7
14:11
10:17
6:11
10:22
6:15
DEL
Grizzly A. Wolfsburg - Berlin
n.V. 4:3
Düsseldorfer EG - Kölner Haie
5:4
EHC München - Augsburger Panther
4:3
ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters
5:2
Krefeld Pinguine - Nürnberg Ice Tigers
5:3
Straubing Tigers - Hamburg Freezers
2:5
Schwenninger WW - Adl. Mannheim
5:2
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
Adler Mannheim
EHC München
Augsburger Panther
ERC Ingolstadt
Iserlohn Roosters
Eisbären Berlin
Krefeld Pinguine
Nürnberg Ice Tigers
Schwenninger WW
Düsseldorfer EG
Grizzly A. Wolfsburg
Hamburg Freezers
Kölner Haie
Straubing Tigers
10
10
10
10
10
9
10
10
10
11
10
10
10
10
8
6
6
6
6
5
6
5
5
5
4
4
2
2
2
4
4
4
4
4
4
5
5
6
6
6
8
8
41:22
36:25
36:29
34:36
33:26
30:25
28:28
39:31
28:28
33:43
32:34
27:34
21:34
19:42
24
19
19
18
17
16
16
15
14
14
13
13
7
5
BASKETBALL
Bundesliga Männer
HANDBALL
Champions League Männer
Gruppe A:
HC Brest – THW Kiel
Croatia Zagreb – Metalurg Skopje
Paris St. Germain – Naturh. Logroño
1. Paris St. Germain
2. THW Kiel
3. Croatia Zagreb
4. Naturhouse Logroño
5. HC Brest
6. Metalurg Skopje
24:25
19:17
32:25
3 3 0 0 86:69 6
3 2 0 1 84:83 4
3 2 0 1 68:69 4
3 1 0 2 96:97 2
3 1 0 2 83:88 2
3 0 0 3 63:74 0
Gruppe B:
SG Flensburg-Handewitt – Wisla Plock 35:28
Alingsås HK – KIF Kolding
19:23
FC Barcelona – Besiktas Istanbul
35:25
1. KIF Kolding
2. FC Barcelona
3. SG Flensburg-Handewitt
4. Wisla Plock
5. Alingsås HK
6. Besiktas Istanbul
3 3 0 0 91:64 6
3 3 0 0 103:78 6
3 2 0 1 87:84 4
3 1 0 2 81:84 2
3 0 0 3 68:92 0
3 0 0 3 68:96 0
Gruppe C:
Medwedi Tschechow – Celje Pivovarna 30:35
MKB Veszprem – Montpellier AHB
30:29
Vardar Skopje – Rhein-Neckar Löwen 28:25
1. Vardar Skopje
2. MKB Veszprem
3. Rhein-Neckar Löwen
4. Celje Pivovarna Lasko
5. Montpellier AHB
6. Medwedi Tschechow
3 3 0 0 94:79 6
3 3 0 0 94:85 6
3 1 0 2 84:79 2
3 1 0 2 90:92 2
3 1 0 2 88:94 2
3 0 0 3 90:111 0
Gruppe D:
Kad. Schaffhausen – Dünkirchen HB
Aalborg HB – Pick Szeged
1. KS Vive Kielce
2. Pick Szeged
3. Aalborg HB
4. Kadetten Schaffhausen
5. Dünkirchen HB
6. HC Saporoschje
25:23
25:28
2 2 0 0 70:60 4
3 2 0 1 87:88 4
3 1 1 1 74:72 3
3 1 1 1 76:79 3
3 1 0 2 67:72 2
2 0 0 2 47:50 0
Modus: Gruppen-1. bis 4. im Achtelfinale
Bundesliga Männer
Füchse Berlin - THW Kiel
Hann.-Burgdorf - Balingen/Weil.
HC Erlangen - TBV Lemgo
TuS N-Lübbecke - MT Melsungen
FA Göppingen - TSV GWD Minden
BBM Bietigheim - SG Flensburg/H.
Bergischer HC - VfL Gummersbach
27:38
29:23
31:25
28:28
29:28
30:38
28:26
1. R-N-Löwen
2. THW Kiel
3. FA Göppingen
4. Balingen/Weil.
5. Flensburg/H.
6. SC Magdeburg
7. Bergischer HC
8. Gummersbach
9. Hann.-Burgdorf
10. Füchse Berlin
11. MT Melsungen
12. HSV Hamburg
13. N-Lübbecke
14. HSG Wetzlar
15. GWD Minden
16. HC Erlangen
17. TBV Lemgo
18. Friesenheim
19. Bietigheim
16:2
14:4
13:3
11:9
10:4
9:7
9:7
9:9
9:9
8:8
8:10
8:10
8:10
7:7
6:12
5:13
4:10
4:10
2:16
9
9
8
10
7
8
8
9
9
8
9
9
9
7
9
9
7
7
9
8
7
6
5
5
4
4
4
4
4
3
3
3
3
3
2
2
2
1
0
0
1
1
0
1
1
1
1
0
2
2
2
1
0
1
0
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0
1
2
1
4
2
3
3
4
4
4
4
4
4
3
6
6
5
5
8
269:205
260:219
218:206
248:255
206:177
220:210
216:219
251:248
242:244
224:227
249:247
235:234
249:251
194:188
244:253
210:253
199:213
172:201
244:300
28:27
37:33
27:25
24:20
31:27
22:27
25:26
24:25
24:18
32:20
1. SC DHfK Leipzig
2. DJK Rimpar
3. HSG Nordhorn-L.
4. TV Bittenfeld
5. Großwallstadt
6. Bad Schwartau
7. TV Neuhausen
8. HSC Coburg
9. EHV Aue
10. ASV Hamm-W.
11. Empor Rostock
12. ThSV Eisenach
13. Henstedt-U.
14. TV Emsdetten
15. HG Saarlouis
16. TV Hüttenberg
17. Tusem Essen
18. Bayer Dormagen
19. Eintr. Hildesheim
20. Eintr. Baunatal
16:0
14:2
13:3
12:4
12:4
11:5
10:6
10:6
8:8
8:8
8:8
7:9
6:10
5:11
4:12
4:12
4:12
4:12
2:14
2:14
0
0
1
0
0
1
2
0
0
2
0
1
0
1
0
0
0
0
0
0
Alba Berlin
Bayern München
Artland Dragons
Baskets Oldenburg
Baskets Bamberg
Mitteldeutscher BC
TBB Trier
Eisbären Bremerhaven
Riesen Ludwigsburg
ratiopharm Ulm
Frankfurt Skyliners
medi Bayreuth
Baskets Bonn
Ph. Braunschweig
Phoenix Hagen
BG Göttingen
Crailsheim Merlins
Walter Tigers Tübingen
4
4
4
4
4
4
4
3
4
4
4
3
4
4
4
4
4
4
4
4
4
3
3
3
2
2
2
2
1
1
1
1
1
1
0
0
0
0
0
1
1
1
2
1
2
2
3
2
3
3
3
3
4
4
349:274
356:288
349:288
326:297
338:315
327:322
309:292
237:231
321:324
302:311
331:333
205:212
309:332
295:323
338:383
301:360
293:340
301:362
0
1
1
2
2
2
2
3
4
3
4
4
5
5
6
6
6
6
7
7
8
8
8
6
6
6
4
4
4
4
2
2
2
2
2
2
0
0
BC Marburg - Angels Nördlingen
NB Oberhausen - Chemcats Chemnitz
TuS Bad Aibling - Avides Rothenburg
Rhein-Main Baskets - USC Freiburg
SV Halle Lions - Herner TC
TSV Wasserburg - TV Saarlouis Royals
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
TSV Wasserburg
Herner TC
TV Saarlouis Royals
Avides Rothenburg
SV Halle Lions
BC Marburg
Chemcats Chemnitz
Angels Nördlingen
NB Oberhausen
USC Freiburg
Rhein-Main Baskets
TuS Bad Aibling
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
4
3
2
2
2
2
2
1
1
1
0
0
0
1
2
2
2
2
2
3
3
3
4
70:61
51:64
72:76
67:79
75:78
92:73
360:228
319:257
309:299
293:300
298:292
269:260
257:307
285:262
259:295
282:311
281:322
236:315
8
8
6
4
4
4
4
4
2
2
2
0
Champions League Männer
1. SVS Niederösterreich
2. Eslövs AL
3. Chartres ASTT
4. Werder Bremen
2:3
3:2
3 2 1 8:5 5
3 2 1 7:7 5
3 1 2 5:6 4
3 1 2 5:7 4
Gruppe C:
Angers Vaillante – 1. FC Saarbrücken
Werchnaja Pyschma – HB Ostrov
1. UMMC Werchnaja Pyschma
2. 1. FC Saarbrücken
3. Angers Vaillante
4. HB Ostrov
1:3
3:1
3 3 0 9:2 6
3 2 1 6:5 5
3 1 2 5:8 4
3 0 3 4:9 3
Gruppe D:
Bogoria Grodzisk M. – Hennebont TT
SPG Walter Wels – Borussia Düsseldorf
1. Borussia Düsseldorf
2. Bogoria Grodzisk Mazowiecki
3. SPG Walter Wels
4. Hennebont TT
3:0
1:3
3 3 0 9:1 6
3 1 2 4:6 4
3 1 2 4:7 4
3 1 2 3:6 4
Modus: Gruppen-1. und 2. im Viertelfinale
231:191
209:183
228:198
231:200
208:185
218:205
216:186
213:194
199:200
229:232
214:229
219:200
215:214
223:236
214:234
197:217
176:206
193:224
191:235
178:233
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
5
4
3
3
3
3
2
1
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
2
2
2
2
3
4
4
5
3:0
15:1
13:8
12:8
11:8
11:9
10:9
6:11
6:13
5:14
7:15
10:0
8:2
6:4
6:4
6:4
6:4
4:6
2:8
2:8
0:10
ROLLHOCKEY
Bundesliga Herren
SKG Herringen - RSC Darmstadt
TuS Düsseldorf-Nord - Valkenswaardse
1. SK Germania Herringen
2. SC Bison Calenberg
3. RSC Cronenberg
4. ERG Iserlohn
5. HSV Krefeld
6. TuS Düsseldorf-Nord
7. RESG Walsum
8. RSC Darmstadt
9. IGR Remscheid
10. Valkenswaardse RC
3
2
2
1
2
3
2
3
1
3
3
2
2
1
1
1
0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
1
1
0
0
0
0
0
0
1
2
1
2
1
3
9:4
10:1
18:8
19:13
8:3
6:0
14:11
16:15
4:8
11:17
3:4
2:22
9
6
6
3
3
3
1
1
0
0
Nationen-Turnier der Frauen
In Umag/Kroatien:
Deutschland – Polen
Kroatien – Serbien
1. Kroatien
2. Polen
3. Deutschland
4. Serbien
24:33
31:26
3 2 0 1 84:76 4
3 2 0 1 84:82 4
3 1 1 1 75:78 3
3 0 1 2 76:83 1
AMERICAN FOOTBALL
In Berlin:
Braunschweig FFC – Schwäbisch Hall U. 47:9
Fahrer-Wertung: 1. Lewis Hamilton 291; 2.
Nico Rosberg 274; 3. Daniel Ricciardo 199; 4.
Valtteri Bottas 145; 5. Sebastian Vettel 143; 6.
Fernando Alonso 141; 7. Jenson Button 94; 8.
Nico Hülkenberg 76; 9. Felipe Massa 71; 10.
Kevin Magnussen 49; 11. Sergio Perez 47; 12.
Kimi Räikkönen 47; 13. Jean-Eric Vergne 21;
14. Romain Grosjean 8; 15. Daniil Kwjat 8; 16.
Jules Bianchi 2
Team-Wertung: 1. Mercedes 565; 2. Red Bull
342; 3. Williams 216; 4. Ferrari 188; 5. McLaren Mercedes 143; 6. Force India 123; 7. Toro
Rosso 29; 8. Lotus 8; 9. Marussia 2
Nächstes Rennen: GP der USA am 2. November in Austin/Texas
RADSPORT
Paris – Tours (237,5 km): 1. Jelle Wallays
(Belgien) - Topsport Vlaanderen 5:26:18 Std.;
2. Thomas Voeckler (Frankreich) - Europcar
gleiche Zeit; 3. Jens Debusschere (Belgien) Lotto-Belisol + 0:12 Min.; 4. Roy Jans (Belgien) - Wanty-Groupe Gobert; 5. Heinrich
Haussler (Australien) - IAM; 6. Jean-Pierre
Drucker (Luxemburg) - Wanty-Groupe Gobert;
7. Kristian Sbaragli (Italien) - MTN Qhubeka;
8. Pierre-Luc Perichon (Frankreich) - BretagneSéché Environnement; 9. Guillaume Levarlet
(Frankreich) - Cofidis; 10. Jos van Emden (Niederlande) - Belkin alle gleiche Zeit; ...43. John
Degenkolb (Erfurt) - Giant-Shimano + 0:39
REITEN
Nations Cup
TISCHTENNIS
1. Borussia Düsseldorf
2. TTC Grenzau
3. TTF Ochsenhausen
4. SV Werder Bremen
5. TTC Fulda-M.
6. 1. FC Saarbrücken
7. TTC Hagen
8. TTC Frickenhausen
9. PSV Mühlhausen
10. Bergneustadt
16. von 19 Läufen zur Weltmeisterschaft,
Endstand nach 53 Runden (309,745 km):
1. Lewis Hamilton (England) Mercedes
1:31:50,744 Std. (Schnitt: 202,333 km/h); 2.
Nico Rosberg (Wiesbaden) Mercedes + 13,657
Sek.; 3. Valtteri Bottas (Finnland) Williams +
17,425; 4. Jenson Button (England) McLaren
Mercedes + 30,234; 5. Kevin Magnussen (Dänemark) McLaren Mercedes + 53,616; 6. Fernando Alonso (Spanien) Ferrari + 1:00,016
Min.; 7. Daniel Ricciardo (Australien) Red Bull
+ 1:01,812; 8. Sebastian Vettel (Heppenheim)
Red Bull + 1:06,185; 9. Kimi Räikkönen (Finnland) Ferrari + 1:18,877; 10. Sergio Perez (Mexiko) Force India + 1:20,067; 11. Felipe Massa
(Brasilien) Williams + 1:20,877; 12. Nico Hülkenberg (Emmerich) Force India + 1:21,309;
13. Jean-Eric Vergne (Frankreich) Toro Rosso +
1:37,295; 14. Daniil Kwjat (Russland) Toro
Rosso + 1 Runde; 15. Esteban Gutiérrez (Mexiko) Sauber + 1 Runde; 16. Adrian Sutil (Gräfelfing) Sauber + 1 Runde; 17. Romain Grosjean (Frankreich) Lotus + 1 Runde; 18. Pastor
Maldonado (Venezuela) Lotus + 1 Runde; 19.
Marcus Ericsson (Schweden) Caterham + 2
Runden
Ausfälle: Max Chilton (England) Marussia (9.
Runde); Kamui Kobayashi (Japan) Caterham
(22. Runde)
Schnellste Rennrunde: Valtteri Bottas (Williams) 1:40,896 Min.
Pole Position: Lewis Hamilton (Mercedes)
1:38,513 Min.
Paris – Tour
Bundesliga Frauen
TTF Ochsenhausen - PSV Mühlhausen
Tusem Essen - TV Emsdetten
ASV Hamm-W. - ThSV Eisenach
TV Bittenfeld - HG Saarlouis
EHV Aue - TSV Bayer Dormagen
TV Neuhausen - Eintr. Hildesheim
Henstedt-Ulzburg - HSG Nordhorn-L.
TV Hüttenberg - Empor Rostock
HSC 2000 Coburg - Bad Schwartau
TV Großwallstadt - DJK Rimpar Wölfe
SC DHfK Leipzig - Eintr. Baunatal
8
7
6
6
6
5
4
5
4
3
4
3
3
2
2
2
2
2
1
1
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
83:97
74:97
92:85
73:87
91:80
88:68
84:71
81:92
Bundesliga Herren
2. Bundesliga Männer
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
8
Ph. Braunschweig - Mitteld. BC
Phoenix Hagen - Bayern München
Artland Dragons - Baskets Oldenburg
BG Göttingen - TBB Trier
Riesen Ludwigsburg - Crailsheim M.
Alba Berlin - ratiopharm Ulm
Frankfurt Skyliners - Baskets Bonn
Tigers Tübingen - Bask. Bamberg
Gruppe B:
Chartres ASTT – Eslövs AL
SVS Niederösterreich – Werder Bremen
German Bowl
0:3
FORMEL 1
Nations Cup-Finale, Europa Division 1, in
Barcelona, Nationen-Preis: 1. Niederlande
0 Strafpkt./248,01 Sek.; 2. Kanada 4/243,12;
3. Schweden 8/248,25; ...5. Deutschland
(Christian Ahlmann/Marl - Codex One, Marcus
Ehning/Borken - Plot Blue, Daniel Deußer/Mechelen/Belgien - Cornet d’Amour, Ludger Beerbaum/Riesenbeck - Chiara) 12/245,17
MOTORRAD
Großer Preis von Japan
Moto3 (20 Runden à 4,801 km/96,02 km):
1. Alex Márquez (Spanien) Honda 39:26,830
Min. (Schnitt: 146,0 km/h); 2. Efren Vazquez
(Spanien) Honda + 0,357 Sek.; 3. Brad Binder
(Südafrika) Mahindra + 0,484; 4. John
McPhee (England) Honda + 0,672; 5. Jack Miller (Australien) KTM + 1,161; ...17. Philipp Öttl
(Ainring) Kalex KTM + 40,080 WM-Stand
nach 15 von 18 Rennen: 1. Alex Márquez
(Spanien) Honda 231 Pkt.; 2. Jack Miller (Australien) KTM 206; 3. Alex Rins (Spanien) Honda
194; 4. Romano Fenati (Italien) KTM 174; 5.
Efren Vazquez (Spanien) Honda 174; 6. Alexis
Masbou (Frankreich) Honda 140; ...23. Philipp
Öttl (Ainring) Kalex KTM 10
Moto2 (23 Runden à 4,801 km/110,423
km): 1. Thomas Lüthi (Schweiz) Suter
42:50,219 Min. (Schnitt: 154,6 km/h); 2. Maverick Viñales (Spanien) Kalex + 1,209 Sek.; 3.
Esteve Rabat (Spanien) Kalex + 3,631; 4. Johann Zarco (Frankreich) Caterham Suter +
7,797; 5. Mika Kallio (Finnland) Kalex + 8,472;
...12. Jonas Folger (Schwindegg) Kalex +
23,303 WM-Stand nach 15 von 18 Rennen:
1. Esteve Rabat (Spanien) Kalex 294 Pkt.; 2.
Mika Kallio (Finnland) Kalex 256; 3. Maverick
Viñales (Spanien) Kalex 224; 4. Dominique Aegerter (Schweiz) Suter 143; 5. Thomas Lüthi
(Schweiz) Suter 141; 6. Johann Zarco (Frankreich) Caterham Suter 117; ...10. Sandro Cortese (Berkheim) Kalex 66; ...12. Marcel Schrötter (Pflugdorf) Tech 3 57
MotoGP (24 Runden à 4,801 km/115,224
km): 1. Jorge Lorenzo (Spanien) Yamaha
42:21,259 Min. (Schnitt: 163,2 km/h); 2. Marc
Marquez (Spanien) Honda + 1,638 Sek.; 3. Valentino Rossi (Italien) Yamaha + 2,602; 4. Dani
Pedrosa (Spanien) Honda + 3,157; 5. Andrea
Dovizioso (Italien) Ducati + 14,353; ...7. Stefan Bradl (Zahling) Honda + 19,531 WMStand nach 15 von 18 Rennen: 1. Marc
Marquez (Spanien) Honda 312 Pkt.; 2. Valentino Rossi (Italien) Yamaha 230; 3. Dani Pedrosa (Spanien) Honda 230; 4. Jorge Lorenzo
(Spanien) Yamaha 227; 5. Andrea Dovizioso
(Italien) Ducati 153; 6. Aleix Espargaro (Spanien) Forward Yamaha 117; ...9. Stefan Bradl
(Zahling) Honda 96
Nächstes Rennen: GP von Australien am 19.
Oktober in Phillip Island
LEICHTATHLETIK
Marathon-DM in München
GOLF
Männer: 1. Tobias Schreindl (Passau) 2:21:47
Std.; 2. Tobias Sauter (Spergau) 2:22:28; 3.
Dominik Fabianowski (Köln) 2:23:16; 4. Holger Freudenberger (Heilbronn) 2:24:17; 5.
Niels Bubel (Berlin) 2:25:14; 6. Benedikt Hoffman (Heilbronn) 2:25:35
Frauen: 1. Steffi Volke (Regensburg) 2:44:37
Std.; 2. Monika Heiß (Regensburg) 2:48:12; 3.
Sandra Klein (Wenden) 2:49:05; 4. Tinka
Uphoff (Frankfurt/Main) 2:50:32; 5. Silke Optekamp (Kassel) 2:52:31; 6. Anja Maurer (Feuerbach) 2:53:52
Portugal Masters, in Vilamoura (2 Mio.
Euro/Par 71), Endstand nach 2 Runden: 1.
Alexander Levy (Frankreich) 124 (63+61)
Schläge; 2. Nicolas Colsaerts (Belgien) 127
(60+67); 3. Felipe Aguilar (Chile) 129 (65+
64); ...21. Marcel Siem (Ratingen) 135
(67+68); 68. Maximilian Kieffer (Düsseldorf)
140 (71+69); 115. Moritz Lampert (St. LeonRot) 147 (74+73) (Turnier wegen Unwetters
auf 2 Runden verkürzt)
13. OKTOBER 2014
VOLLEYBALL
WM der Frauen in Italien
Endspiel:
USA – China
Spiel um Platz 3:
Brasilien – Italien
Halbfinale:
USA – Brasilien
Italien – China
3:2
3:0
1:3
KUNSTTURNEN
WM in Nanning/China
Männer:
Boden: 1. Denis Abljasin (Russland) 15,750
Pkt.; 2. Kenzo Shirai (Japan) 15,733; 3. Diego
Hypolito (Brasilien) 15,700; ...17. Fabian Hambüchen (Wetzlar) 15,300 (Qualifikation)
Seitpferd: 1. Krisztian Berki (Ungarn) 16,033
Pkt.; 2. Filip Ude (Kroatien) 15,783; 3. Cyril
Tommasone (Frankreich) 15,600; ...42. Andreas Toba (Hannover) 14,333 (Qualifikation)
Ringe: 1. Liu Yang (China) 15,933 Pkt.; 2. Arthur Nabarrete Zanetti (Brasilien) 15,733; 3.
Denis Abljasin (Russland) und You Hao (China)
beide 15,700; ...34. Andreas Toba (Hannover)
14,875 (Qualifikation)
Sprung: 1. Ri Se Gwang (Nordkorea) 15,416
Pkt.; 2. Igor Radiwilow (Ukraine) 15,333; 3.
Jacob Dalton (USA) 15,199 (keine deutsche
Beteiligung)
Barren: 1. Oleg Wernjajew (Ukraine) 16,125
Pkt.; 2. Danell Leyva (USA) 15,933; 3. Ryohei
Kato (Japan) 15,666; ...13. Fabian Hambüchen
(Wetzlar) 15,333 (Qualifikation)
Reck: 1. Epke Zonderland (Niederlande)
16,225 Pkt.; 2. Kohei Uchimura (Japan)
15,725; 3. Marijo Moznik (Kroatien) 15,000;
...22. Fabian Hambüchen (Wetzlar) 14,366
(Qualifikation)
Frauen:
Mehrkampf: 1. Simone Biles (USA) 60,231
Pkt.; 2. Larisa Iordache (Rumänien) 59,765; 3.
Kyla Ross (USA) 58,232; ...22. Lisa-Katharina
Hill (Stuttgart) 52,198
Boden: 1. Simone Biles (USA) 15,333 Pkt.; 2.
Larisa Iordache (Rumänien) 14,800; 3. Alija
Mustafina (Russland) 14,733; ...46. Sophie
Scheder (Chemnitz) 13,200 (Qualifikation)
Sprung: 1. Hong Un Jong (Nordkorea) 15,599
Pkt.; 2. Simone Biles (USA) 15,554; 3. Mykayla
Skinner (USA) 15,366 (keine deutsche Beteiligung)
Schwebebalken: 1. Simone Biles (USA)
15,100 Pkt.; 2. Bai Yawen (China) 15,033; 3.
Alija Mustafina (Russland) 14,166; ...23. Kim
Bui (Stuttgart) 13,833 (Qualifikation)
Stufenbarren: 1. Yao Jinnan (China) 15,633
Pkt.; 2. Huang Huidian (China) 15,566; 3. Daria Spiridonowa (Russland) 15,283; ...7. LisaKatharina Hill (Stuttgart) 14,333
TRIATHLON
Ironman-WM
In Kailua-Kona/Hawaii:
Männer (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen): 1. Sebastian
Kienle (Mühlacker) 8:14:18 Std.; 2. Ben Hoffman (USA) 8:19:23; 3. Jan Frodeno (Saarbrücken) 8:20:32; 4. Andy Potts (USA) 8:21:38; 5.
Cyril Viennot (Frankreich) 8:22:19; 6. Nils
Frommhold (Berlin) 8:22:29; 7. Tim van Berker
(Australien) 8:23:26; 8. Frederik van Lierde
(Belgien) 8:24:11; 9. Bart Aernouts (Belgien)
8:28:28; 10. Romain Guillaume (Frankreich)
8:30:15; 11. Maik Twelsiek (Lemgo) 8:31:06
Frauen (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren, 42,195 km Laufen): 1. Mirinda Carfrae (Australien) 9:00:55 Std.; 2. Daniela Ryf
(Schweiz) 9:02:57; 3. Rachel Joyce (Großbritannien) 9:04:23; 4. Jodie Swallow (Großbritannien) 9:10:19; 5. Caroline Steffen
(Schweiz) 9:12:43; 6. Julia Gajer (Ditzingen)
9:16:58; 7. Elizabeth Lyles (USA) 9:18:11; 8.
Gina Crawford (Neuseeland) 9:19:21; 9. Mary
Beth Ellis (USA) 9:20:46; 10. Liz Blatchford
(Großbritannien) 9:23:34
TENNIS
Internationale Turniere
ATP-World Tour Masters in Shanghai/China, Halbfinale: Roger Federer (Schweiz/3) –
Novak Djokovic (Serbien/1) 6:4, 6:4; Gilles Simon (Frankreich) – Feliciano López (Spanien)
6:2, 7:6 (7:1) Finale: Roger Federer (Schweiz/
3) – Gilles Simon (Frankreich) 7:6 (8:6), 7:6
(7:2)
WTA-Turnier in Osaka/Japan, Halbfinale:
Samantha Stosur (Australien/1) – Jelina Switolina (Ukraine/3) 7:6 (8:6), 6:2; Sarina Dijas (Kasachstan/5) – Luksika Kumkhum (Thailand)
6:2, 7:5 Finale: Samantha Stosur (Australien/
1) – Sarina Dijas (Kasachstan/5) 7:6 (9:7), 6:3
WTA-Turnier in Tianjin/China, Halbfinale:
Belinda Bencic (Schweiz/3) – Peng Shuai (China/2) 3:1 Aufgabe; Alison Riske (USA/6) –
Zheng Saisai (China) 6:0, 6:1 Finale: Alison
Riske (USA/6) – Belinda Bencic (Schweiz/3)
6:3, 6:4
WTA-Turnier in Linz/österreich, Halbfinale: Karolina Pliskova (Tschechien/7) – Anna–
Lena Friedsam (Andernach) 2:6, 6:3, 6:3; Camila Giorgi (Italien) – Karin Knapp (Italien)
6:4, 6:2 Finale: Karolina Pliskova (Tschechien/
7) – Camila Giorgi (Italien) 6:7 (4:7), 6:3, 7:6
(7:4)
US SPORT
Eishockey
NHL: Carolina Hurricanes – New York Islanders 3:5, Boston Bruins – Washington Capitals
0:4, St. Louis Blues – Calgary Flames 4:1, Detroit Red Wings – Anaheim Ducks 2:3, Columbus Blue Jackets – New York Rangers 5:2, Philadelphia Flyers – Montréal Canadiens 3:4
n.P., New York Islanders – Carolina Hurricanes
4:3, Toronto Maple Leafs – Pittsburgh Penguins 2:5, Florida Panthers – New Jersey Devils 1:5, Tampa Bay Lightning – Ottawa Senators 2:3 n.P., Nashville Predators – Dallas Stars
4:1, Chicago Blackhawks – Buffalo Sabres 6:2,
Colorado Avalanche – Minnesota Wild 0:3,
Arizona Coyotes – Los Angeles Kings 3:2 n.V.,
San José Sharks – Winnipeg Jets 3:0, Vancouver Canucks – Edmonton Oilers 5:4 n.P.
Europa-Tour
TV-TIPPS
Montag, 13. Oktober
9 Uhr: Eurosport live: Radsport:, UCI World
Tour, Tour of Beijing, 4. Etappe
12 und 17 Uhr: Eurosport live: Tennis WTA
Damen, BGL Luxembourg Open
19.45 Uhr: Sport1 live: Fußball, Regionalliga
Nord, SV Meppen – FC St. Pauli II
Wallays triumphiert
Außenseiter Jelle Wallays (Foto)
hat die 108. Auflage des letzten
Radsaison-Klassikers Paris - Tours
gewonnen. Topfavorit John Degenkolb (Frankfurt) hatte keine
Chance, seinen Vorjahreserfolg zu
wiederholen. Wallays war nach
237,5 Kilometern im Spurt schnel-
ler als der Franzose Thomas Voeckler. Beide hatten auf regennasser und zum Teil spiegelglatter
Fahrbahn zwölf Sekunden Vorsprung vor den ersten Verfolgern
ins Ziel gerettet. Der DeutschAustralier Heinrich Haussler fuhr
auf Rang fünf. � Foto: afp
Brutale Konkurrenz
KUNSTTURNEN Lisa Hill überrascht positiv
NANNING � Im chinesischen
Jahr des Pferdes ist die WMKonkurrenz in Nanning an
den deutschen Kunstturnern
förmlich „vorbeigaloppiert“.
„Die Konkurrenz ist brutal
hart geworden geworden“,
stellte Chefcoach Andreas
Hirsch zum Abschluss der
Weltmeisterschaften ungewohnt nüchtern fest. Und
auch Trainerkollege Wolfgang Hambüchen staunte:
„Das waren Wettkämpfe auf
unglaublich hohem Niveau.“
Dies bekam besonders sein
Sohn Fabian zu spüren. Dass
er beim Reckfinale gestern
nur Zuschauer war, hatte zumindest teilweise noch mit
einer schwer zu rechtfertigenden Bewertung in der Vorrunde zu tun gehabt. Doch
im Mehrkampf war der achte
Platz eine durchaus leistungsgerechte Einstufung. An einen Sieg am Königsgerät war
angesichts der frappierenden
Sicherheit von Titelverteidiger Epke Zonderland eh nicht
zu denken. Der Olympiasieger aus den Niederlanden
turnte mit einem Ausgangswert von 7,7 und einer Bewertung von 16,225 Punkten
die schwierigste und beste
Übung der gesamten WM.
Der mittlerweile fast 27-jährige Hambüchen hat in der
südchinesischen Metropole
erkennen müssen, dass er in
der Königsdisziplin zumindest bei Welttitelkämpfen
nur noch geringe Chancen
auf Edelmetall hat. Bis Olympia 2016 in Rio de Janeiro
wird der Wetzlarer aber auf
jeden Fall weiter an allen
sechs Geräten trainieren, um
die deutsche Riege optimal
zu unterstützen. „Wenn die
jungen Turner gut durchkommen, wird es schwierig
für mich. Nun steht die
Mannschaft für mich eben
noch mehr im Fokus“, sagte
der ehemalige Reck-Weltmeister, der mit Rang acht
zumindest die direkte Qualifikation für die Weltcup-Serie
unter Dach und Fach brachte.
Erste Station wird am letzten
November-Wochenende traditionell der DTB-Pokal in
Stuttgart sein.
So stand in Nanning eine
Athletin im Vordergrund, die
als Nobody ins Reich der Mitte gereist war. Lisa-Katharina
Hill, bislang bestenfalls als
solide Mannschaftsturnerin
aufgefallen, setzte im Guangzi Sports Center im reiferen
Turnerinnen-Alter von 22 Jahren zu einem überraschenden Höhenflug an. Rang 22
im Mehrkampf-Finale ließ die
Stuttgarterin einen siebten
Platz in der Medaillen-Entscheidung am Stufenbarren
folgen. Fast noch besser war
die rot-blonde Maschinenbaustudentin in der Qualifikation mit einer absoluten
Weltklasseübung am Doppelreck. „Wenn ich diese Übung
auf diesem Niveau stabilisieren kann, ist Olympia 2016 in
Rio de Janeiro ein realistisches Ziel für mich“, sagte die
gebürtige Kielerin, die sich
2012 in London, durchaus
umstritten, mit der Rolle der
Ersatzturnerin hatte begnügen müssen und ihre Karriere
danach beenden wollte. Vier
Jahre später könnte Hill für
Bundestrainerin Ulla Koch
erste Wahl sein: „Auf Lisa ist
Verlass.“ � sid
Erhielt viel Lob: die routinierte
Lisa Katharina Hill. � Foto: dpa
Weiter im freien Fall
EISHOCKEY Köln verliert auch das Derby
DÜSSELDORF � Die Trennung
von Trainer Uwe Krupp hat
den Kölner Haien kurzfristig
noch keinen Erfolg beschert.
Der kriselnde deutsche Eishockey-Vizemeister
verlor
auch die zweite Partie unter
dem neuen Coach Niklas
Sundblad. Köln musste im
Prestigeduell mit der Düsseldorfer EG eine knappe 4:5Niederlage hinnehmen und
bleibt Vorletzter der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
Bei der sechsten Liga-Pleite
der Kölner nacheinander vor
8870 Zuschauern in Düsseldorf wurde es im Schlussdrittel mit sechs Toren turbulent.
Nach einem 2:4 und 3:5
kämpften sich die Haie zwar
noch einmal heran, ein
Punktgewinn gelang jedoch
nicht mehr. Solidaritätsbekundungen der Kölner Fans
für Krupp wie am Freitagabend gegen Krefeld blieben
diesmal aus. � dpa
KULTUR/MENSCHEN UND MEDIEN
MONTAG
Rückgang
bei
Besuchern
Babyface
„Der talentierte Mr. Ripley“ in Castrop-Rauxel
Von Achim Lettmann
Bilanz der Frankfurter
Buchmesse
FRANKFURT � Der Strukturwandel in der Branche hat
bei der 66. Frankfurter Buchmesse Spuren hinterlassen.
Der weltgrößte Branchentreff
ging am Sonntag erneut mit
einem Besucherrückgang zu
Ende. Bei den Fachbesuchern
wurden zwei Prozent weniger gezählt. Das Lesepublikum liegt zahlenmäßig nach
einer vorläufigen Bilanz etwa
auf Vorjahresniveau.
Insgesamt kamen nach Angaben von Messe-Sprecherin
Katja Böhne rund 270 000
Menschen. 2013 waren es
276 000 gewesen, ein Jahr zuvor noch über 280 000. Auf
der Messe, die vom Dachverband der Buchbranche organisiert wird, hatten rund
7000 Aussteller aus 100 Län- Lulu zwischen den Männern: In Münster tanzen Tommaso Balbo (reicher Freier, links), Maria Bayarri Pérez (Lulu) und Adam Dembczynski
dern ihre Produkte gezeigt. (Dr. Schön) in einer Inszenierung von Hans Henning Paar. � Foto: Berg
Als Gründe für den Rückgang
sieht die Messe auch die
schwierige
wirtschaftliche
Lage in Ländern wie Italien
und Spanien. Das Interesse
an Finnland auf der Messe sei
„überwältigend“, sagten die
Organisatoren. Allein 130 Titel sind dieses Jahr ins Deutsche übersetzt worden. � dpa Von Edda Breski
lone. Auch der Freier, an den „Vater“, oder besser, Zuhäl- chen überfällt, ist ein Verfüher Lulu weiterreicht, ist eine ter. Beide nähren sich, indem rer, der grausame Tod die
MÜNSTER �
Laster, dein Symbolfigur. Tommaso Balbo sie Frauen Energie stehlen. Strafe für ihre NachgiebigName ist Weib! Was tut ein stolziert mit ihr am Arm, Den Schigolch bringt Erik keit, die allerdings perfiderMann, wenn er sich amourös Geldscheine werfend. Lulu Constantin als dickgestopf- weise in ihrer passiv-weibliverstrickt hat und sowohl vor wandert von einem Liebha- ten Sukkubus hervor, der in chen Natur liegt. Zwischen
der Frau als auch vor sich als ber zum anderen, wird zur einer umgekehrten Evasgeste erotischem Kitzel und Horror
FRANKFURT � Vor 16 Jahren auch vor seinen Rivalen bla- Femme fatale, beobachtet Lulu mit einem Apfel ver- lag der Reiz dieser Stoffe.
hat Martin Walser als Frie- miert ist? Da er ein Mann ist, von ihren früheren Ichs. Paar führt. Clever gemacht, und Schon in der vergangenen
denspreisesträger des Deut- reagiert er dramatisch: Er fragt nach Individualität und eine schön gruselige Schluss- Spielzeit bewegte sich Paar
schen Buchhandels vor einer hängt sich auf. In diesem Fall, Fremdbild. Lulu forscht ver- geste ist es, als der Ripper mit „Der schwarze Garten“
„Instrumentalisierung
des in Hans Henning Paars Versi- gebens: Wer ist sie, wieviel dem Schigolch eine Verbeu- zwischen Frühromantik und
Holocaust“ gewarnt. Jetzt hat on des „Lulu“-Stoffs am Thea- von ihr ist ein Spiegelbild der gung macht. Liebesgrüße von viktorianischem
Schauer.
der 87-jährige Autor erneut ter Münster, nimmt er statt Männerwünsche. Der Tanz Monster zu Monster.
Stoffe, die aus der Realität falbedauert, dass er nach der des Stricks einen Frauen- kann die Lulu-Geschichte als
Die Szene – im Hintergrund len, liegen ihm. Seine Tänzer
Debatte ein Versöhnungsan- schlüpfer. Womit die Schuldi- Geschichte eines Körpers er- sitzt das Orchester – wird mit hat er gut geschult, dass sie in
gebot des jüdischen Zentral- ge klar benannt wäre. Des- zählen.
Andeutungen gefüllt: einer rasend schnellen Sequenzen
ratspräsidenten Ignatz Bubis halb geht die Frau zugrunde.
Die Gräfin Geschwitz, die Straßenlaterne, einer Zinkba- sich umeinander schlingen,
nicht angenommen habe. Er
Münsters Tanzchef hat frei mit Lulu in die Armut ab- dewanne, Zaunteilen (Bühne ganze Körperskulpturen bilsei ein „Vollidiot“ gewesen, nach dem Schauspiel von steigt, hat sich den Männern und Kostüme: Kristopher den. Das ständige sich Winsagte er auf der Frankfurter Frank Wedekind ein unter- zumindest in ihrer Kleidung Kempf ). Es gibt eine Videose- den und das pathetische sich
Buchmesse. Walser hatte auf haltsames modernes Hand- angepasst; die große, schma- quenz, in der das Mädchen Recken können affektiert
der Bücherschau sein Buch lungsballett geschaffen, zwei le Agnès Girard streckt ihre Lulu eine ältere Version wäh- wirken.
über den jiddischen Klassiker kurzweilige Stunden mit ein- langen Gliedmaßen in einem rend einer ihrer Affären
Das Modernste ist, neben
Sholem Yankev Abramovitch gängigen, gelegentlich allzu engen Hosenanzug, als wolle filmt, Paar verortet sein Tanz- Paars lustvoll körperbetonvorgestellt. � dpa
plakativen Szenen und inte- sie aus einem Gefängnis he- theater auf der Höhe von mo- tem Tanzstil, die Musik. Paar
ressanten Ideen.
raus. Später gibt es noch eine dernem Schauspiel. Ähnlich hat Expressionisten und
Paar bedient sich eines vierte Lulu (Anna Caviezel). wie in Theater-Inszenierun- Grenzgänger gewählt: Kurt
Kunstgriffs, der nicht neu ist. Sie lebt im Elend und ver- gen nutzt er eine stilistische Weill, Paul Dessau, das KlaKURZ NOTIERT
Er bringt Lulu mit zunächst kauft selbst ihren Körper; als Collagentechnik mit Comic- vierkonzert des rasanten Stildrei Tänzerinnen auf die Büh- Selbstausbeuterin überant- elementen, Slapstick, Panto- mischers Viktor Ullmann.
Die Trauerfeier für den Schrift- ne: das neugierige Kind (Ma- wortet sie sich ihrem Mörder. mime, Klischees, die gebro- Das Sinfonieorchester Münssteller Siegfried Lenz soll am ria Bayarri Perez), die verPaars Motive stammen oft chen oder aber kommentar- ter unter Thorsten Schmidt28. Oktober im Hamburger spielte junge Frau (Priscilla aus der dunklen Romantik. los auf die Bühne gebracht Kapfenburg und die Solistin
Michel stattfinden, bestätigte Fiuza) und die Verführerin Dr. Schön, Lulus erster Lieb- werden.
Elda Laro sind hochkonzeneine Sprecherin des Verlags (Elizabeth Towles). Das Mäd- haber, tanzt mit ihr wie CopIm Grunde nimmt Paar den triert am Werk. Sie bieten
Hoffmann und Campe.
chen wird von ihrem „Vater“ pelius mit seiner künstlichen Wedekindstoff, der zur Zeit Melodie und Farbigkeit, ihre
feilgeboten. An den Chefre- Puppe. Ein ebenso gut be- einer Sitten- und Moralwende Rhythmik und stilistische
Raja Alem (44), saudi-arabi- dakteur Dr. Schön (Adam kanntes wie einschlägig abge- spielt, und führt ihn rück- Wandelbarkeit brechen die
sche Schriftstellerin, ist auf Dembczynski) wirft sie sich grastes Motiv der Schauerlite- wärts durch die Viktorianik, Stimmung noch einmal.
der Frankfurter Buchmesse voll Lebensfreude, doch der ratur ist die Figur Jack the wohl wissend, dass die Grumit dem „LiBeraturpreis“ für will sie als Gespielin, nicht Ripper. Er bringt auch in der sel- und Kriminalgeschichten
18., 24., 10.; 2., 7., 27. 11.; 14.,
ihren Roman „Das Halsband als ehrbare Ehefrau. Das wird Vorlage Lulu um, nur macht der Epoche nichts anderes
26. 12.; 17., 21., 31. 1. 2015; 24.
der Tauben“ ausgezeichnet flott durcherzählt, Dr. Schön Paar aus dem Ripper den Wi- sind als Sittenbilder; Dracula,
2.; 6. 3.; Tel. 0251/ 5909 100;
worden.
bleibt eigentlich eine Schab- derpart des Schigolch, Lulus der ein unschuldiges Mädwww.theater-muenster.com
Mit Körperskulpturen
Wedekinds „Lulu“ wird in Münster ein kurzweiliges Handlungsballett
Walser: War ein
„Vollidiot“
„Der Beifall für dich wird nie enden“
Die griechische Sängerin Nana Mouskouri wird 80 Jahre alt und schaut auf eine internationale Karriere zurück
Von Takis Tsafos
ATHEN � Die Frau mit der
schwarzen Brille begeistert
noch immer die Massen.
„Nana, komm bitte wieder“,
skandierten fast 5000 Menschen im Juli in Athen nach
dem Auftritt von Nana Mouskouri. Zuvor hatte die wohl
bekannteste griechische Sängerin in ihrer Heimatstadt
fast drei Stunden lang für
ihre Fans gesungen. Heute
wird sie 80 Jahre alt und singt
in Hamburg.
„Man muss nicht leise sein,
nur weil man alt ist“, sagt sie.
„Ich feiere mit meinem Publikum auf der Bühne. Die Menschen im Hintergrund – das
war für mich immer wie eine
Familie. Meine Tochter wird
mit mir und für mich singen.
Mein Mann wird auch da
sein.
Meine
Schwester
kommt aus Athen, meine
Freunde aus Paris. Alle sind
13. OKTOBER 2014
Nana Mouskouri � Foto: dpa
bei dem Konzert dabei.“
2008 absolvierte die Sängerin eigentlich ihre Abschiedstournee. Doch vier Jahre später kehrte sie zurück. Derzeit
reist sie auf ihrer „Happy
Birthday Tour“ um die Welt.
Ihre Fans freut der Sinneswandel.
Bei dem Konzert in Athen
gab es schon nach Betreten
der Bühne unterhalb der
Akropolis stürmischen Beifall. „Nana! Nana!“, riefen die
Fans der Sängerin zu. Die
Sängerin („Weiße Rosen aus
Athen“) erreicht dabei auch
die Jüngeren.
Die Erfolgsgeschichte Mouskouris begann in den 50er
Jahren. In einigen Heimatfilmen dieser Zeit tauchte eine
leicht verunsicherte junge
Dame auf: Nana Mouskouri,
damals noch ohne Brille. Wer
heute die alten Aufnahmen
sieht, kann nur bestätigen,
was viele ältere Griechen immer wieder sagen: Sie sei
schüchtern gewesen, aber
ihre Stimme habe damals
schon wie eine Nachtigall geklungen. Wer Ohren hatte,
habe hören können, dass sie
sehr weit kommen würde.
Nana Mouskouri hält einige
Rekorde: Sie gehört zu den
ersten griechischen Sängern,
die im Ausland Erfolg hatten.
Angefangen hat Mouskouri
mit klassischer Musik und
Jazz. Vorurteile gegenüber
Schlagern hatte sie aber nie.
„Man muss respektieren,
dass die Leute das mögen.“
Mouskouri hat über 250 Millionen CDs verkauft. Mit ihrer neuesten CD „Meine Reise
– von 1962 bis heute“ will sie
die Höhepunkte ihrer Karriere präsentieren. „Auf der CD
sind auch ein paar weniger
bekannte Lieder dabei, die
vor langer Zeit noch auf
Schallplatten
erschienen
sind. “, sagt sie.
Ihr Markenzeichen, die Brille, setzt sie seit Anfang der
60er Jahre auf. Mit ihr begann
die Karriere im Ausland.
„Ohne Brille wäre ich wohl
nicht Nana Mouskouri. Sie
hat mir Erfolg gebracht und
ist ein Teil von mir. Sie ist wie
ein Schutzschild für mich.“
Auch politisch war Nana
Mouskouri aktiv. In den 90er
Jahren ging sie für die konservative griechische Partei Nea
Dimokratia ins Europäische
Parlament. Doch nach dem
Ende der Legislaturperiode
gab sie auf: „Ich war von der
Politik enttäuscht. Hier gibt
es keine Wahrheit und keine
Freiheit“, sagte sie. 1993 wurde sie Unicef-Botschafterin.
Ihrem Land ist die Sängerin
sehr verbunden, obwohl sie
niemand bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele
2004 in Athen haben wollte.
„Man hat mir aber gesagt, ich
passe nicht ins Konzept“, sagte sie damals.
Ihr Rückzugsort ist die
Schweiz, hier lebt sie. Die
Griechen lieben sie dennoch.
Athens Ex-Bürgermeister Kaklamanis sagte vor Jahren:
„Nana, der Beifall für dich
wird in unseren Herzen nie
enden.“ � dpa
CASTROP-RAUXEL � Irgendwo
in den Straßenschluchten
New Yorks greift Tom Ripley
nach der Chance seines Lebens. Er nimmt das Angebot
von Mr. Greenleafs an und
fährt 1954 nach Italien, wo
der Sohn des Werftbesitzers
das Dolce Vita genießt. Er soll
aber Schiffe bauen und nach
Hause kommen. Tom flippt
aus, so eine Reise, und Thomas Zimmer bewegt den
schüchternen Burschen auf
seinem Weg zur „Menschwerdung“ energiegeladen, gierig
und ohne Angst vor der eigenen Courage.
Am Westfälischen Landestheater in Castrop-Rauxel
verdichtet Regisseur Lothar
Maninger die ersten Szenen
aus Patricia Highsmiths Psychothriller „Der talentierte
Mr. Ripley“ (1955) zu einem
Film noir: stumpfe Backsteinwände, fahles Licht und tiefsitzende Hüte. Es fühlt sich
wie ein Komplott an, das die
Männer da verabreden. Kann
der Vater nicht seinen Sohn
in Italien selbst besuchen? Etwas Unaufrichtiges ist der
Keim einer Geschichte, die
ein Welterfolg wurde und als
Verfilmung (mit Matt Damon
und Jude Law) psychologisches
Unterhaltungskino
(1999) geboten hat.
Regisseur Maninger entwickelt im Studio der WLT-Bühne ein pointiertes Dialogtheater (Fassung: Bastian Kraft).
Auf zwei beweglichen Stellwänden flackern kurze Videos (Maik Rosenkiewicz) zu
Montebello, Neapel, Rom,
Sanremo und Venedig; es
sind keine Touristenbilder,
sondern Stimmungen mit
Text-Zeit-Angaben. Jazzstandards sind im Tempo Dexter
Gordons zu hören.
Dass Babyface Tom dem introvertierten Maler Dickie
ein Freund wird, der Musik
und das leichte Leben genießt, bleibt am Anfang mehr
Behauptung, als das ein Moment spürbar wird, der beide
verbindet. Bülent Özdil ist als
eitler Dickie zu introvertiert,
als das seine Sorglosigkeit
überzeugt, mit einem ihm
unbekannten US-Boy das
Haus zu teilen. Dagegen erprobt Thomas Zimmer seine
Figur Tom als Self-made-Man,
der mal den Partykumpel,
mal den Kunstfreund gibt.
Auch als Kummerkasten
bleibt er vordergründig loyal,
um gleichzeitig seine Vorteile
ins Auge zu fassen. Ein Spiel,
das vor allem im zweiten Teil
die situative Tiefe erhält, die
dem Theaterabend gut tut.
Thomas Zimmerman gelingt
es den Sunnyboy in einen
Hochstapler zu verwandeln,
der seinem fehlenden Selbstwertgefühl mit Kalkül begegnet. Sowie ihm Mr. Greenleaf
per Brief die Unterstützung
aufkündigt, und Dickie ihm
die kalte Schulter zeigt, beherrschen Wut und Verzweifelung Toms Mimik. Er
schreit und hat Angst, sein
Doppelleben zu verlieren. Als
„Dickie“ will er eine neue
Identität annehmen, es allen
zeigen. Mit einem Paddel erschlägt er den Amerikaner,
streichelt die Leiche und versenkt sie. Alles ist als Schattenspiel hinter der Stellwand
zu sehen. Etwas Monströses
gibt Tom tatsächlich Format.
Regisseur Maninger portioniert die Dramaturgie des
Thrillers in zahlreichen Bildern. Die kurzen Auftritte dosieren die Spannung und lenken den Fokus immer wieder
auf Tom. Daneben wird Marge, die in Dickie verliebte
Schriftstellerin, von Samira
Hempel skeptisch, aber vor
allem indigniert und lethargisch gegeben. Lebemann
Freddie, den Thomas Tiberius
Meikl spitzfindig und mit
amüsanter Überheblichkeit
bewegt, deckt Toms Spiel auf
und wird erdrosselt. Als unangenehme Fragensteller rütteln der eifrige Kriminalist
und der coole Detektiv (beide
Guido Thurk) an Toms Lügengerüst, ohne es zu Fall zu
bringen. Es ist eine Jagd, bei
der Tom seine Gegner täuschen kann. Das unterhält
und fasziniert. Toms perfide
Winkelzüge sind vor allem
die Schau der Inszenierung
am WLT. „Der talentierte Mr.
Ripley“ hat sein Babyface am
Ende gegen ein Gewinnerlächeln getauscht.
21.10. Castrop-Rauxel und andere Orte; Tel. 02305/97 80 20;
www.westfaelischeslandestheater.de
Richard (Bülent Özdil, links) überrascht Tom (Thomas Zimmer) in der
Inszenierung „Der talentierte Mr. Ripley“. � Foto: Beushausen
LEUTE, LEUTE
Hannah Reid (25), Sängerin der
Gruppe London Grammar,
hat ein ausverkauftes Konzert in der Düsseldorfer Tonhalle am Samstagabend abgebrochen. „Es tut uns schrecklich leid“, teilten die Festivalveranstalter mit. „Sängerin
Hannah ging es leider nicht
gut. Sie hat alles versucht, die
Kraft reichte aber nur für 45
Minuten.“ London Grammar
war der Höhepunkt des New
Fall Festivals.
Frank Schätzing (57), Romanautor, stimmt der Verfilmung
seines
Werks
„Breaking
News“ zu. Die Produktionsfirma Ufa Fiction will eine
sechsteilige TV-Serie drehen.
„Wir planen eine Miniserie
auf internationalem Niveau“,
sagte
Schätzing
(„Der
Schwarm“) dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Der
Action-Teil sollte mit ,James
Bond’ oder der ,Bourne’-Reihe mithalten können.“
BLICK IN DIE WELT
MONTAG
Zweiter
Ebola-Fall
in den USA
Verurteilung nach
McDonald´s-Mord
Religiöse Fanatiker werden hingerichtet
Pfleger hat sich
angesteckt
DALLAS � In den USA gibt es
einen zweiten Fall von Ebola.
Eine Krankenschwester habe
sich bei der Versorgung des
kürzlich verstorbenen Patienten aus Liberia angesteckt,
meldete die Gesundheitsbehörde von Texas. Das habe
ein vorläufiger Test ergeben,
der noch bestätigt werden
müsse. Der in Mazedonien gestorbene Brite, bei dem eine
Ebola-Erkrankung vermutet
worden war, ist nach offiziellen Angaben nicht dem Virus
erlegen. Eine Obduktion soll
die Todesursache klären. Unterdessen forschen auch russische Wissenschaftler nach
Regierungsangaben an möglichen Impfstoffen gegen das
Virus. Drei Präparate sollten
im Laufe des kommenden
halben Jahres getestet werden. � dpa
Überschlag mit
Hubschrauber
REUTTE � Ein deutscher Hubschrauber hat sich bei einer
Notlandung in den Tiroler
Bergen mehrmals überschlagen. Der 63-jährige Pilot aus
Bayern überlebte unverletzt,
sein 42-jähriger Passagier erlitt nur leichte Verletzungen.
Die beiden waren am späten
Nachmittag von Wiedergeltingen westlich von München
gestartet. Nahe der Grenze zu
Österreich fiel die Leistung
des Kleinhubschraubers ab,
und der Pilot versuchte eine
Notlandung in steilem Gelände. Er setzt hart auf, und der
Helikopter überschlug sich
mehrmals. � dpa
Wieder Ausgang
für Uli Hoeneß
LANDSBERG AM LECH � Vier
Monate nach seinem Haftantritt hat Uli Hoeneß erneut einige Stunden Ausgang bekommen. Einen entsprechenden Berichte bestätigten Hoeneß’ Anwalt Steffen Ufer und
ein Sprecher des bayerischen
Justizministeriums. Laut Bericht genoss der ehemalige
Präsident des FC Bayern München am Samstag drei Stunden Freizeit mit seiner Familie und Freunden in seinem
Haus am Tegernsee. � dpa
Kind stürzt in
Jaguar-Gehege
Longboarder haben ihr Ziel erreicht
Nach einer 1400 Kilometer langen
Tour quer durch Deutschland sind
vier Longboarder an ihrem Ziel
Schloss Neuschwanstein in Bayern
angekommen. „Sie sind kaputt,
aber überglücklich“, sagte ihr
Sprecher Alexander Moths. Bei der
Ankunft wurde das Quartett von
jugendlichen Fans empfangen. Die
jungen Männer besichtigten das
Schloss und schrieben bei strömendem Regen Autogramme. Am 2.
JUNEAU � Polizisten im USStaat Alaska haben den falschen Eltern mitgeteilt, dass
ihr Sohn bei einem Verkehrsunfall gestorben sei. Wie Medien berichten, fuhren die Eltern des 29-Jährigen daraufhin sofort zu dessen Haus
nach Anchorage, um seiner
Freundin die traurige Nachricht zu übermitteln. Dort
öffnete ihnen der vermeintlich tote Sohn die Tür. Der Polizei war ein tragischer Fehler
unterlaufen. Das wirkliche
Unfallopfer hatte den gleichen Namen, allerdings ein
anderes Geburtsdatum. � dpa
September war Felix von der Laden
mit seinen Freunden Simon, Julien
und Cheng auf Sylt gestartet. Der
20-Jährige aus Köln, der vor allem
unter seinem Online-Pseudonym
„Dner“ bekannt ist, zählt zu den
PEKING � Zwei Anhänger einer religiösen Bewegung sind
in China zum Tode verurteilt
worden, weil sie eine Frau in
einer McDonald’s-Filiale totgeprügelt hatten. Die beiden
wurden des Mordes und der
„Nutzung einer bösartigen
Kult-Organisation zur Unterwanderung des Gesetzes“
schuldig gesprochen, wie ein
Gericht in Yantai in der östlichen Provinz Shandong bekanntgab. Ein dritter Angeklagter erhielt eine lebenslange Haftstrafe, zwei weitere Mitglieder der „Kirche des
Allmächtigen Gottes“ wurden zu zehn und sieben Jahren Gefängnis verurteilt.
Die fünf Anhänger der religiösen Bewegung hatten laut
Gericht die Frau erschlagen,
weil sie ihnen nicht ihre
Handy-Nummer geben woll-
te. Die „Kirche des Allmächtigen Gottes“, die Elemente der
christlichen Lehre mit dem
Glauben an den Weltuntergang verbindet, ist in China
seit den 1990er Jahren verboten. Dennoch gelang es ihr
seit mehr als einem Jahrzehnt, sich in einigen ländlichen Gebieten auszubreiten.
Im Jahr 2012 wurden fast
tausend Anhänger der Bewegung festgenommen, als sie
die Ankunft eines „weiblichen Jesus“ meldete. Laut Berichten der Staatsmedien rief
sie damals auch zum Sturz
der Kommunistischen Partei
auf, die sie als „großen roten
Drache“ bezeichnete. Nach
dem Tod der Frau bei McDonald’s wurden erneut fast
tausend Mitglieder in sechs
Provinzen
festgenommen.
� AFP
erfolgreichsten Youtubern
Deutschlands. Jeden Tag legte die
Gruppe etwa 30 bis 50 Kilometer
zurück; bis zu vier Paar Schuhe hat
jeder während der fast 40-tägigen
Tour verschlissen. � Foto: dpa
Mit Glück und Strategie
Der Este Sander Stroom ist neuer „Die-Siedler-von-Catan“-Weltmeister
Von Alexander Riedel
BERLIN � Sie kamen aus Malaysia, Australien oder Peru: In Berlin trafen sich die besten „Siedler von Catan“-Taktiker aus 35
Nationen, um den Weltmeister
beim beliebten Brettspiel aus
Deutschland zu ermitteln.
16 Tische, 64 Spieler – und
alle wollten den Titel als
Weltmeister im Spiel „Die
Siedler von Catan“. Der deutsche Gesellschaftsspielklassiker wird auch im Ausland immer beliebter. Im großen
Lichthof des Museums für
Kommunikation waren am
Samstag und Sonntag die besten „Siedler“-Strategen aus
35 Nationen zusammengekommen, um den allerbesten
unter ihnen zu ermitteln.
Bislang konnte in mehr als
zehn Jahren noch kein Weltmeister seinen Titel verteidigen – auch diesmal nicht.
Aber am Ende kam der Gewinner am Sonntag in Berlin
erneut aus Europa. Sander
Stroom (25) aus Estland freute sich über Prestige, Pokal
und Preis: eine Kreuzfahrt
entlang der mexikanischen
Küste. Der beste Deutsche,
Thorsten Mandler, kam im-
Zwei Tage lang suchten die 64 „Siedler“-Strategen ihren Meister: In
dem Esten Sander Stroom haben sie ihn gefunden. � Foto: dpa
merhin ins Finale und wurde
Vierter. Catan-Erfinder Klaus
Teuber aus Hessen war ebenfalls dort, um das Turnier zu
eröffnen. Er vermarktet das
Spiel inzwischen mit seinem
Familienunternehmen und
wurde kurz von den Fans gefeiert. Catan ist Teubers Meisterstück. Es trägt entschieden
zum exzellenten Ruf deutscher Brettspiele im Ausland
bei.
Die Verkaufszahlen von älteren Klassikern wie Monopoly oder Risiko erreichen die
„Siedler“ zwar nicht – doch
LITTLE ROCK � Ein dreijähriges
Kind ist in einem Zoo im USStaat Arkansas in ein JaguarGehege gestürzt und schwer
verletzt worden. Wie ein TVSender berichtet, fiel das
Kind über eine Brüstung etwa
fünf Meter in die Tiefe und
wurde von einem Jaguar angegriffen. Es erlitt tiefe Wunden an Körper und Kopf. Unklar sei, ob die Verletzungen
vom Tier oder vom Sturz
stammen. � dpa
Todesnachricht
für falsche Eltern
13. OKTOBER 2014
Schachteln des Spiels fanden
weltweit schon mehr als 20
Millionen Käufer. Für Teuber
liegt der Erfolg vor allem im
kommunikativen Teil des
Spiels begründet, das auch
Frauen anspreche. „Wenn
Frauen Catan nicht so gerne
spielen würden, hätte es auch
nicht so einen Erfolg gehabt“,
sagt er.
Bei der WM kämpften nun
die Top-Strategen um Siegpunkte. Dazu bauten sie Siedlungen und Straßen, gewannen Rohstoffe und tauschten
diese nach harten Verhand-
lungen miteinander. Städte
und Handelsstraßen wuchsen auf den Spielplänen. Die
Atmosphäre war konzentriert, Lautstärke entstand
nicht an den Tischen, sondern wegen der Besucher. Ab
und an wurde einer der
Schiedsrichter an einen Tisch
gerufen, um eine Regelauslegung zu klären.
Der jüngste Teilnehmer war
mit 17 Jahren Richard Ooi aus
Malaysia. Für ihn war es die
erste Reise nach Deutschland. Erst im vergangenen
Jahr hat er angefangen, „Siedler“ zu spielen. „Ich mag die
Anspannung, wenn man nur
einen Siegpunkt vom Gewinnen entfernt ist, und das Gefühl, die richtige Strategie zu
haben und die richtigen Züge
zu machen.“
Wie so viele Catan-Enthusiasten bei der WM spielt Ooi
viel online, um zu trainieren.
Für den Weltmeister von
2012 aus Österreich, Herbert
Schager, war der Auftakt sogar erst die zweite Partie am
Brett in diesem Jahr. Meist
spielt der 51-Jährige gegen
den Computer. „Der ist so
fies, da ist ein Spiel hier bei
der WM im Vergleich richtig
herzlich.“ � dpa
Freispruch nach 17 Jahren
Gericht wohl von Lügnerin in die Irre geführt
Tote durch Wirbelstürme
Zwei verheerende Wirbelstürme haben in Indien und Japan mehrere
Menschen in den Tod gerissen und
viele verletzt. Der gewaltige Taifun
„Vongfong“ verletzte im Süden Japans mindestens 25 Menschen. Er
wird in dieser Woche auch im Raum
Tokio erwartet. Mehr als 210 000
Menschen waren aufgerufen, sich
in Sicherheit zu bringen. In Indien
starben mindestens fünf Menschen
beim Zyklon „Hudhud“. Fast
400 000 Menschen im Bundesstaat
Andhra Pradesh sowie im benachbarten Orissa mussten ihre Häuser
verlassen. � Foto: AFP
LOS ANGELES � Nach 17 Jahren hinter Gittern ist eine
Frau im US-Bundesstaat Kalifornien vom Verdacht des
Mordes freigesprochen worden. Ein Gericht in Los Angeles hob ein früheres Urteil gegen die 59-jährige Susan Marie Mellen auf und ordnete
ihre schnellstmögliche Freilassung an. Der Richter begründete dies mit offenkundig falschen Zeugenaussagen,
die die Justiz zu einer Fehleinschätzung verleitet hätten. Bei der Urteilsverkündung brandete lauter Applaus im Gerichtssaal auf.
Mellen warf ihren Kindern
Luftküsse zu. Mellen war
1997 wegen Mordes an einem
Mann zu lebenslanger Haft
ohne die Möglichkeit einer
vorzeitigen Entlassung verurteilt worden. Der verkohlte
Leichnam des Mannes war im
Hafenviertel von Los Angeles
entdeckt worden.
Das damalige Mordurteil
fußte vor allem auf der Aussage einer Frau, die von einem
angeblichen Geständnis Mellens berichtet hatte. Anwälte
zogen die Glaubwürdigkeit
der 2006 verstorbenen June
Patti jedoch in Zweifel. Selbst
deren als Polizistin arbeitende Schwester bezeichnete die
Zeugin als „die wahrscheinlich größte Lügnerin, die ich
in meinem Leben kennengelernt habe“. � AFP
22-Jähriger beißt Kontrahenten halbes Ohr ab
HEILBRONN � Wie bei Mike Tyson und Evander Holyfield:
Ein 22 Jahre alter Mann hat
einem 17-Jährigen im Streit
fast ein halbes Ohr abgebis-
sen. Dem Streithahn fehlte
nach der Auseinandersetzung gut ein Drittel seiner
rechten Ohrmuschel, er kam
in eine Spezialklinik. Wie es
zu der Beißattacke kam,
konnten die Beamten nicht
sagen. Die Geschichte erinnert an einen der größten
Skandale in der Boxgeschich-
te, bei dem Holyfield ein
Stück seines rechten Ohrs
eingebüßt hatte – und sein
Gegner Tyson seine Lizenz.
� dpa
Noch mehr Vulkan-Tote
Rund 500 Bergungskräfte von Polizei, Feuerwehr und Militär haben
ihre Suche nach weiteren Opfern an
dem vor mehr als zwei Wochen ausgebrochenen Vulkan Ontake in Japan fortgesetzt. Unter einem Felsbrocken fanden sie eine weitere Leiche. Damit stieg die Zahl der Toten
auf 56. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte Teile einer weiteren Leiche, konnten diese aber noch nicht
identifizieren. Noch immer werden
mindestens sieben Wanderer vermisst. Der Vulkan war am 27. September plötzlich ausgebrochen.
� Foto: dpa
Schule beginnt zu früh
Auch Arbeitsleben läuft innerer Uhr zuwider
FRANKFURT � Arbeitsleben
und Schulzeiten laufen dem
Rhythmus der meisten Deutschen nach Ansicht des Neurobiologen Peter Spork zuwider. Nur ein Drittel der Bundesbürger seien Frühaufsteher, sagte Spork der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Der Rest werde hingegen
später wach und habe ein erstes Leistungshoch erst am
Mittag. „Für den Durchschnitts-Deutschen sind unsere gängigen Arbeits- und
Schulzeiten also zu früh.“
Viele Menschen lebten des-
wegen zeit ihres Schul- und
Berufslebens an jedem Werktag „drei, vier Stunden vor ihrem biologischen Rhythmus“, so der Mediziner. Das
führe zwangsläufig zu chronischem Schlafmangel und
einem erhöhten Risiko etwa
für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Erschwerend hinzu
komme, dass Langschläfer
kulturell geächtet würden.
„Wer wenig schläft, hat in unserer Gesellschaft gute Chancen, erfolgreich zu sein“, monierte Spork. Wer dagegen
lange schlafe, gelte schnell
als faul. � KNA
LEUTE, LEUTE
Herzogin Kate (32), Prinz Williams schwangere Ehefrau,
will noch in diesem Monat
wieder einen offiziellen Termin wahrnehmen. Gemeinsam mit ihrem Ehemann wolle sie am 21. Oktober den Präsidenten von Singapur, Tony
Tan, zum Staatsbesuch in
London empfangen, teilte das
Königshaus mit. Die Herzogin von Cambridge erwartet
ihr zweites Kind und leidet
wie bei ihrer ersten Schwangerschaft an einer extremen
Form
schwangerschaftsbedingter Übelkeit. � AFP
Edward Snowden (31), früherer
US-Geheimdienstmitarbeiter
und Informant, ist wieder mit
seiner Freundin vereint, die
er auf Hawaii zurückgelassen
hatte. Lindsay Mills sei im
Juni – rund ein Jahr nach
Snowdens Flucht mit Unterlagen des Geheimdienstes NSA
– nach Moskau gezogen, bestätigte ein Vertrauter. Davon
ist auch die Rede im neuen
Dokumentarfilm
„Citizenfour“ der Filmemacherin Laura Poitras, der am 6. November auch in Deutschland ins
Kino kommt. � dpa
In Erinnerung an meine liebe Mutter
Wir haben unseren geliebten Emil verloren,
aber einen Schutzengel gewonnen,
der uns für immer begleiten wird.
Mechthild Beumer
* 4. 4. 1943
† 13. 10. 2012
Es gibt Dinge, die man nicht versteht.
Träume, die man nicht vergessen kann.
Tage, an denen man begreift, was einem wirklich fehlt.
Einen Menschen, den man sehr vermisst.
Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden, das ist falsch.
Man lernt nur damit zu leben.
Emil Noah
* 29. 7. 2012 † 8. 10. 2014
Mama, Papa und Lias
Omas, Opas, Tanten, Onkel, Cousinen und Cousin . . .
Ich hätte mir gewünscht,
du wärst geblieben.
Deine Tochter Tanja
Traueranschrift:
Familie Zergiebel · Fritz-Kortner-Straße 2e · 10318 Berlin
Wir nehmen Abschied am Mittwoch, dem 15. Oktober 2014, um 12.00 Uhr
in der Friedhofskapelle des Karlshorster Friedhofes,
Robert-Siewert-Straße 57/67, 10318 Berlin.
Rehasport
Anstelle von Blumen und Kränzen bitten wir um eine Spende für krebskranke Kinder
auf Emils Konto: IBAN: DE93 1005 0000 1061 9180 05, BIC: BELADEBEXXX.
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Als die Kraft zu Ende ging,
war Erlösung eine Gnade.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die unseren lieben Verstorbenen auf seinem letzten Weg begleiteten und ihre
Verbundenheit und Anteilnahme in vielfältiger Weise zum
Ausdruck brachten.
Agnes Schlief
und Familien
Erwin
Schlief
Rüthen, im Oktober 2014
* 29. 1. 1938
† 17. 9. 2014
Das 30-tägige Seelenamt ist am Samstag, 18. Oktober 2014,
um 17.30 Uhr in der St.-Nikolaus-Kirche zu Rüthen.
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Das Schönste, das ein Mensch hinterlassen kann, ist, dass man lächelt,
wenn man sich seiner erinnert.
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Engelbert Hiegemann
* 14. 7. 1922
† 20. 8. 2014
Wir möchten allen danken, die ihm im Leben Zuneigung und Freundschaft schenkten, mit ihm fröhliche und ernste Stunden verbrachten, die
in stiller Trauer mit uns fühlten und ihre Anteilnahme und Verbundenheit auf vielerlei Weise zum Ausdruck brachten.
Anne Locher
Birgit Hiegemann
Verena Canisius
Doris Hiegemann-Hoppe
mit Familien
Meiste, im Oktober 2014
Das Sechswochenamt ist am Sonntag, dem 19. Oktober 2014, um 11.00 Uhr in der
St.-Ursula-Kirche zu Meiste.
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