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Kiew droht mit Ende des Friedensprozesses, Tagesspiegel. de

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Deutsche Botschaft Moskau
- Pressereferat Russland in deutschsprachigen (Online-)Medien
18.11.2014
Redaktion: Bettina Wagner
Russland in deutschen Medien wird zur internen Unterrichtung der Botschaft zusammengestellt und enthält eine
Auswahl von Artikeln aus in Deutschland, Österreich und der Schweiz erscheinenden Presseerzeugnissen, die aus
dem Internetangebot dieser Medien heruntergeladen werden, weshalb sich zeitliche Verschiebungen gegenüber der
Veröffentlichung im jeweiligen Druck-Medium ergeben können.
Russlands Verhängnis, Welt.online ................................................................................................. 1
Das Paar, das sich nicht traut, sueddeutsche.de ............................................................................... 2
Angela Merkels Ton gegenüber Russland wird rauer, Berliner Zeitung ......................................... 2
Wenn die Kanzlerin die Geduld verliert, Tagesspiegel.de .............................................................. 3
Zur Ukraine scheint alles gesagt, Zeit.online .................................................................................. 3
Steinmeiers Pendeldiplomatie soll Ukraine retten, Welt.online ...................................................... 4
Auf allen Kanälen, FAZ.net ............................................................................................................ 4
Putins Propaganda, FAZ.net ............................................................................................................ 4
"Putin wird nervös", Zeit.online ...................................................................................................... 5
Wir verlieren Russland, Tagesspiegel.de ........................................................................................ 5
Wladimir Putins Retourkutsche, taz.de ........................................................................................... 6
EU-Dialog mit Russland: Peitsche und Zuckerbrot, derStandard.at ............................................... 6
Interview auf ARD bei "Günther Jauch": Der sympathische Putin, derStandard.at ....................... 6
Wie die EU-Sanktionen Russland treffen, FAZ.net ........................................................................ 6
Was weiß Wikipedia schon von Russland?, FAZ.net ..................................................................... 7
Russland plant eine alternative Wikipedia, Zeit.online ................................................................... 7
Anna Chapman blüht beim Thema Putin so richtig auf, Welt.online ............................................. 7
Rapper für Russland, FAZ.net ......................................................................................................... 8
Im Existenzkampf, sueddeutsche.de ................................................................................................ 8
Russlands Verhängnis, Welt.online
Leitartikel von Torsten Krauel, 18.11.2014
Wladimir Putin will sein Land zu neuer Größe führen, macht es aber zum Zwerg. Am Ende des
Weges wird ein von Chinas Zentralbank beherrschtes Moskowiterreich stehen, dem auch
Atomwaffen nichts mehr nützen
Das russische Staatsfernsehen zeigt Ende vergangener Woche ein angebliches Satellitenbild, das
nach Moskauer Angaben den Augenblick des Abschusses der malaysischen Boeing durch ein
ukrainisches Kampfflugzeug am 17. Juli südwestlich von Lugansk festhält. Binnen Stunden wird
das Bild als plumpe Fälschung entlarvt – die sichtbare Wolkenformation stammt von einem
Satellitenfoto Ende August, die sichtbare Boeing aus einem Werbefilm des Herstellers; der kaum
sichtbare Schriftzug auf der Maschine steht für eine malaysische Maschine zu weit vorn am
Rumpf und ist auch viel zu kurz, denn er lautet schlicht "Boeing". […]
http://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article134442788/Russlands-Verhaengnis.html
Putin und Merkel
Das Paar, das sich nicht traut, sueddeutsche.de
Von Nico Fried, 17.11.2014
Sie kennen sich seit langem und reden Klartext miteinander - und doch scheint Kanzlerin Merkel
über Putin inzwischen verärgert zu sein. Auch weil unklar bleibt: Was will der russische
Präsident eigentlich erreichen?
Weit über 20 000 Kilometer hat Angela Merkel in den vergangenen Tagen zurückgelegt. Sie ist
ans andere Ende der Welt geflogen, hat am G-20-Gipfel zu Fragen der Weltwirtschaft
teilgenommen, und am Sonntag ist sie in Sydney eingetroffen. Am Abend fand dort mit dem
australischen Premier Tony Abbott eine Pressekonferenz statt. […]
http://www.sueddeutsche.de/politik/putin-und-merkel-das-paar-das-sich-nicht-traut-1.2222736
Angela Merkels Ton gegenüber Russland wird rauer, Berliner
Zeitung
Von Katja Tichomirowa, 17.11.2014
Die Bundeskanzlerin greift Wladimir Putin erstmals deutlich an – nach einem diplomatischen
Erfolg beim G-20-Gipfel in Australien klingt das nicht. Merkel wirft dem Präsidenten vor, das
internationale Recht mit Füßen zu treten.
Verärgert war sie auch vorher schon, schließlich redet die Kanzlerin mit Wladimir Putin so oft
sich die Gelegenheit dazu bietet. Nur hielt sie es offenkundig nie für besonders klug, Emotionen
zu zeigen oder sich gar von ihnen leiten zu lassen. Das vorerst letzte Gespräch zwischen Angela
Merkel und dem russischen Präsidenten war ausführlich. Mehr als drei Stunden sprachen die
beiden am Rande des G-20-Gipfels im australischen Brisbane über den neu entflammten Krieg in
der Ostukraine. Ungezählte Gespräche sind dieser Unterredung vorausgegangen, persönlich,
telefonisch, unter vier Augen oder, wie am Sonntag, unter Zeugen. Ohne Erfolg.
Putin war längst auf dem Heimweg, da nutzte Merkel am Montag die Gelegenheit, ihn schärfer
anzugreifen, als sie es in den vergangenen neun Monaten der Ukraine-Krise getan hat. „Altes
Denken in Einflusssphären, das internationales Recht mit Füßen tritt, das darf sich nicht
durchsetzen“, sagte sie in ihrer Rede vor dem Lowy Institut für Internationale Politik in Sydney.
Über Inhalt und Verlauf des vorangegangenen Gesprächs verlor Merkel kein Wort, über Putins
Haltung dagegen schon: Er verweigere sich einer Konfliktlösung in gegenseitigem Respekt,
erklärte die Kanzlerin. Er setze auf das Recht des Stärkeren, nicht auf demokratische und
rechtsstaatliche Mittel. Und sie warnte, es gehe nicht allein um die Ukraine. Es gehe auch um
Moldawien, um Georgien und womöglich um den Balkan. Russland stelle nach dem Schrecken
zweier Weltkriege und dem Ende des Kalten Krieges die europäische Friedensordnung in Frage.
Sie wolle nicht zurück in die Zeit der DDR, in der ohne die Zustimmung Moskaus keine
politische Entscheidung möglich gewesen sei: „Ansonsten muss man sagen: Wir sind zu
schwach, passt auf Leute, wir können keinen mehr aufnehmen, wir fragen erst in Moskau nach,
ob das möglich ist. So war es 40 Jahre lang, und da wollte ich eigentlich nicht wieder hin
zurück“, sagte Merkel.
Der Westen muss zusammenhalten
Nach einem diplomatischen Erfolg in Brisbane klang das nicht. Dennoch werde die Europäische
Union gemeinsam mit den USA auch künftig nichts unversucht lassen, Russland zu einer
solchen Lösung zu bewegen, versicherte Merkel. „Die größte Gefahr ist, dass wir uns
auseinanderdividieren lassen“, warnte sie. Es sei wichtig, dass der Westen seinen gemeinsamen
Weg in dieser Frage fortsetze.
Die Bundesregierung bringe in dieser Angelegenheit viel Geduld auf, sagte Merkels Sprecherin
Christiane Wirtz am Montag: „Man könnte sagen, dass es dicke Bretter sind, die es da zu bohren
gilt.“ Dicke Bretter bohren musste auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am
Montag in Brüssel, wo es im Rat der europäischen Außenminister um eine Abstimmung in der
Frage nach neuen Sanktionen gegen Russland ging. Und dann auch wieder am Dienstag in Kiew
und Moskau, wo Steinmeier mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko,
Ministerpräsident Arseni Jazenjuk und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow
zusammentreffen wird.
Steinmeiers Sprecher Martin Schäfer erklärte, die Verschärfung des Tons auf beiden Seiten
bereite dem Außenminister Sorge. „Wir haben eine Situation, die der in der zweiten Augusthälfte
nahekommt“, sagte Schäfer. Er lese, dass auch der ukrainische Präsident Poroschenko von Krieg
spreche. Wer immer da mit dem Feuer spielt, sollte wissen, dass es für alle Beteiligten in einer
Tragödie enden werde, so Schäfer. Steinmeier gehe es darum, zu sondieren, welche
Möglichkeiten es gibt, zu einer Entschärfung der Lage beizutragen. „Wir werden beiden Seiten
deutlich machen, dass dieser Konflikt militärisch nicht zu lösen ist.“ Das Minsker Abkommen
möge nicht in allen Details perfekt sein, erklärte Schäfer, „aber es ist das, was wir derzeit haben.
Wir sollten daran festhalten.“
http://www.berliner-zeitung.de/politik/ukraine-krise-angela-merkels-ton-gegenueber-russland-wirdrauer,10808018,29069728.html
Angela Merkel und der Ukraine-Konflikt
Wenn die Kanzlerin die Geduld verliert, Tagesspiegel.de
von Claudia von Salzen, 17.11.2014
Fast 40 Mal hat Angela Merkel mit Wladimir Putin wegen des Ukraine-Konflikts
telefoniert. Doch bewegt hat sich bislang nichts. Nun verschärft die Kanzlerin den Ton.
Wie geht es weiter?
Den G-20-Gipfel in Australien verließ der russische Staatschef Wladimir Putin vorzeitig.
Bundeskanzlerin Angela Merkel, die mehrere Stunden lang mit Putin gesprochen hatte, fand am
Rande des Treffens ungewöhnlich deutliche Worte für Russlands Rolle im Ukraine-Konflikt.
Putin selbst erklärte in einem ARD-Interview seine Sicht des Konflikts. […]
http://www.tagesspiegel.de/politik/angela-merkel-und-der-ukraine-konflikt-wenn-die-kanzlerin-diegeduld-verliert/10992586.html
Gespräche mit Russland
Zur Ukraine scheint alles gesagt, Zeit.online
von Carsten Luther, 17.11.2014
Stundenlange Gespräche zum Ukraine-Konflikt: ohne Ergebnis. Stattdessen Putins
Fernsehinterview und Merkels große Rede in Sydney, die doch nur belegen: Es hat wenig Sinn.
Wladimir Putin braucht seinen Schlaf – dies war vorgeblich der Grund, warum der russische
Präsident am Wochenende vorzeitig vom G-20-Gipfel in Brisbane abreiste: Lange Reise,
Zwischenstopp, und an diesem Montag wieder ein Tag voller Arbeit, man müsse Verständnis
haben. Geschenkt, schließlich blieben auch viele andere Staatsoberhäupter nicht bis zum
Schluss, Kanzlerin Angela Merkel etwa machte sich ebenfalls früh auf den Weg. Beide dürften
gleichermaßen frustriert gewesen sein, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. […]
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/russland-ukraine-merkel-sanktionen
Kiew und Moskau
Steinmeiers Pendeldiplomatie soll Ukraine retten, Welt.online
von Julia Smirnova, 18.11.2014
Der Bundesaußenminister vermittelt erneut in Kiew und Moskau. In der Ukraine erwartet man
von Steinmeier mehr Druck auf Russland – dort ist das Gesprächsklima noch deutlich frostiger
geworden.
Nächster Anlauf der deutschen Krisendiplomatie: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier
(SPD) reist am Dienstag zu Gesprächen nach Kiew und Moskau. Die ukrainische Regierung
befürchtet derzeit eine neue militärische Eskalation im Osten des Landes. "Wir müssen uns
leider derzeit auch mit den schlimmsten Szenarien befassen", erklärte Präsident Petro
Poroschenko am Wochenende. Man bereite sich auch auf ein Szenario des "totalen Krieges" mit
Russland vor. Die Waffenruhe wird nicht eingehalten, die Kämpfe am Flughafen von Donezk
und weiteren Orten gehen weiter. […]
http://www.welt.de/politik/ausland/article134441308/Steinmeiers-Pendeldiplomatie-soll-Ukraineretten.html
Die Lügen des Kreml
Auf allen Kanälen, FAZ.net
von Friedrich Schmidt, 17.11.2014
Der Kreml nutzt seine enorme Medienmacht, um eine Parallelwelt aufzubauen, in der Russland
einem Angriff aus dem Westen ausgesetzt ist. Fernsehsender schüren Urängste und werden zum
Teil des Waffenarsenals im Ukraine-Konflikt.
Die russische Führung legt Wert darauf, nicht „Teilnehmer“ des „innerukrainischen Konfliktes“
zu sein. Offiziell sind keine russischen Soldaten in der Ukraine. Die neue Führung in Kiew hat
Moskau anerkannt und verkündet, man respektiere die Souveränität der Ukraine. Die
„Volksrepubliken“ von Donezk und Luhansk erkennt Russland dagegen weiter nicht an, formell
auch nicht, der eigenen Ankündigung zum Trotz, die Wahlen Anfang dieses Monats. […]
http://www.faz.net/aktuell/politik/die-luegen-des-kreml-auf-allen-kanaelen-13270932.html
Putins Propaganda, FAZ.net
Kommentar von Berthold Kohler, 17.11.2014
Der russische Präsident erzählt weiter Märchen, nun auch im deutschen Fernsehen.
Bundeskanzlerin Merkel glaubt sie ihm nicht. Doch der Westen will die Sanktionsschrauben
auch nicht zu fest ziehen.
Ein Beleg für den „Konformitätsdruck“, den Außenminister Steinmeier in den deutschen Medien
ausgemacht haben will, war dieses „Interview“ nun gerade nicht. […]
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kommentar-putins-propaganda-13270944.html
Russland-Konflikt
"Putin wird nervös", Zeit.online
Interview von Ludwig Greven, 17.11.2014
CDU-Fraktionsvize Andreas Schockenhoff fordert, im Ukraine-Konflikt mit Russland nicht
nachzugeben. Putins jüngste Äußerungen wertet er als Zeichen der Schwäche.
ZEIT ONLINE: Putin ist international weitgehend isoliert, wie sich auf dem G-20-Gipfel
gezeigt hat. Doch trotz der mehrfach verschärften Sanktionen bewegt er sich keinen Millimeter.
Ist der Westen mit seiner Politik der Härte gescheitert? Muss er einen anderen Kurs einschlagen?
Andreas Schockenhoff: Im Gegenteil! Putin hat sich mit seiner Politik selbst isoliert. Es hat
immer wieder Gesprächsangebote des Westens gegeben. Die Kanzlerin hat mit ihm in Brisbane
vier Stunden lang gesprochen und zahllose Telefonate mit ihm geführt. Und wir bleiben
natürlich weiter dialogbereit. Aber dazu gehören zwei Seiten. Putins Verhalten zeigt, dass die
Sanktionen sehr deutlich wirken. Ein militärisches Eingreifen haben wir immer ausgeschlossen.
Aber mit unserer soft power haben wir ein sehr starkes Machtinstrument. Dass die EU und die
USA bereit sind, diese Mittel geschlossen einzusetzen, hat Putin unterschätzt. Nun ist er mit den
Folgen konfrontiert. […]
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-11/putin-russland-ukraine-interview-andreas-schockenhoff
Plädoyer für einen Neuanfang der Beziehungen
Wir verlieren Russland, Tagesspiegel.de
von Martin Hoffmann, 18.11.2014
Schluss mit den Sanktionen! Russland muss wieder als Partner des Westens geachtet und
akzeptiert werden. Russische Bürger müssen spüren, dass sie in Europa willkommen sind.
Ein Gastbeitrag.
Dies ist ein Weckruf. Ein Weckruf an all jene in der Politik, die schlafwandelnd auf die
Überlegenheit des Westens vertrauen. An diejenigen, die davon überzeugt sind, der Westen
müsse endlich Stärke zeigen und seine Sanktionen verstärken. Auch an jene Ostpolitiker mit
Augenmaß, die auf den Dialog setzen, aber überzeugt sind, ein Krieg sei ausgeschlossen und am
Ende werde die Vernunft siegen. […]
http://www.tagesspiegel.de/meinung/plaedoyer-fuer-einen-neuanfang-der-beziehungen-wir-verlierenrussland/10992794.html
Eiszeit zwischen Russland und der EU
Wladimir Putins Retourkutsche, taz.de
von Klaus-Helge Donath, 17.11.2014
Der Kreml antwortet auf die Ausweisung von russischen Diplomaten aus Polen: Vier polnische
Corps-Angehörige in Moskau müssen ihre Koffer packen.
Von der Eintrübung der politischen Beziehungen zwischen Russland und der EU bleiben auch
die diplomatischen Kanäle nicht mehr verschont. Am Montag gab das Außenministerium in
Moskau bekannt, dass Russland einige polnische Diplomaten des Landes verwiesen habe. Dem
war die Ausweisung mehrerer russischer Angehöriger des diplomatischen Corps in Polen
vorangegangen. „Die russische Seite hat angemessene Gegenmaßnahmen ergriffen. […]
http://www.taz.de/Eiszeit-zwischen-Russland-und-der-EU/!149653/
EU-Dialog mit Russland: Peitsche und Zuckerbrot, derStandard.at
Kommentar von Thomas Mayer, 17.11.2014
Putins Vorstellungen von Wahrheit und Vertrauen sind fundamental anders
Wladimir Putin hat es leicht. In einem Interview mit der ARD gab der russische Präsident, ohne
mit der Wimper zu zucken, zu, dass die Annexion der Krim mithilfe des russischen Militärs
erzwungen wurde. Im Frühjahr hatte er diesen klaren Völkerrechtsbruch - das direkte Eingreifen
in einem souveränen Land - bei der Volksabstimmung noch geleugnet. […]
http://derstandard.at/2000008267100/EU-Dialog-mit-Russland-Peitsche-und-Zuckerbrot
Interview auf ARD bei "Günther Jauch": Der sympathische
Putin, derStandard.at
von Margarete Affenzeller, 17.11.2014
Das deutsche Fernsehen nahm sich die Freiheit, dieses Putin-Interview auch zu
kommentieren
Wladimir Putin sitzt in einem legeren Anzug mit kariertem Hemd dem deutschen
Fernsehjournalisten Hubert Seipel ausgeschlafen gegenüber. Entspannt und interessiert hört er
den Fragen des Westens zu, mit klarem, festem Blick. Seine Gesichtszüge scheinen angeregt.
Keine Krawatte, bequeme Haltung, es menschelt. […]
http://derstandard.at/2000008267334/Interview-auf-ARD-bei-Guenther-JauchDer-sympathische-Putin
Konflikt mit dem Westen
Wie die EU-Sanktionen Russland treffen, FAZ.net
von Benjamin Triebe, Henrike Roßbach, Moskau/Berlin, 18.11.2014
Putin nutzte seinen Auftritt im deutschen Fernsehen, um die Aussichten für die Wirtschaft seines
Landes rosig darzustellen. Die Sanktionen seien gar von Vorteil. Experten sehen die Lage etwas
anders.
Mit seinem Interview für die ARD hat Russlands Präsident Wladimir Putin auch den
Staatsmedien im eigenen Land Futter gegeben. Am Montag wurde es im Fernsehen am
laufenden Band wiederholt, und für russische Ohren waren gute Nachrichten dabei: Der
Präsident stellte für 2015 ein Wachstum von 1,2 Prozent und für 2016 von 2,3 Prozent in
Aussicht – weit mehr, als die russische Zentralbank schätzt. Auch hätten die Sanktionen der EU
und der Vereinigten Staaten den Vorteil, dass die russische Wirtschaft diese Waren jetzt selbst
herstellen werde. […]
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/russlands-wirtschaft-leidet-unter-densanktionen-13271190.html
Nationales Online-Lexikon
Was weiß Wikipedia schon von Russland?, FAZ.net
von Felix-Emeric Tota, 17.11.2014
Unzuverlässig und unglaubwürdig erscheint zwei großen russischen Bibliotheken das OnlineLexikon Wikipedia. Ein eigenes nationales Projekt soll sie ergänzen. Und übertreffen.
Mit dem Sputnik 1 stellte die Sowjetunion den ersten von Menschenhand angefertigten Satelliten
in die Umlaufbahn, und mit der Tupolew TU-144 schenkte sie der Welt die ersten Flüge in
Überschallgeschwindigkeit. Technisch war Russland stets auf Eindruck bedacht und baute für
die Ewigkeit. Was in den heutigen digitalen Zeiten fehlt, ist ein ausreichend repräsentatives und
großes, dabei aber spezifisch russisches Nachschlagewerk im Internet. […]
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/russland-plant-nationale-wikipedia-alternative13270906.html
Online-Enzyklopädie
Russland plant eine alternative Wikipedia, Zeit.online
von Johannes Wendt, 17.11.2014
Russische Bibliotheken wollen eine eigene Online-Enzyklopädie. Sie soll ein objektiveres Bild
von Russland zeigen. Der Plan passt ins Bild der neuen Kulturhegemonie.
Die russischsprachige Wikipedia genügt russischen Bibliotheken nicht länger. Der eigene Staat
und seine Gesellschaft würden nur ungenügend und vor allem unzuverlässig dargestellt. Das gab
die Bibliothek des Präsidenten Boris Jelzin, einer der größten Bibliotheken Russlands, in der
vergangenen Woche bekannt. […]
http://www.zeit.de/digital/internet/2014-11/wikipedia-alternative-russland
Russische Ex-Spionin
Anna Chapman blüht beim Thema Putin so richtig auf,
Welt.online
Von Julia Smirnowa, 18.11.2014
Bei der neuen Show der Ex-Spionin Anna Chapman geht es kaum um Inhalte, sondern um SexAppeal und Patriotismus. Doch sie gibt tiefe Einblicke ins russische Showgeschäft. Etwa zum
Thema Homosexualität.
Was macht eigentlich Anna Chapman, die rothaarige russische Spionin, die vor vier Jahren aus
den USA ausgewiesen wurde? Zurück in der Heimat hatte sie den klassischen It-Girl-Weg
eingeschlagen. Fernsehauftritte, ein paar erotische Shootings, Modeln und eine eigene
Wohltätigkeitsstiftung. Das klassische Chapman-Bild setzt sich aus Sex-Appeal, Mystik und
Patriotismus zusammen, alles ziemlich gefragt im heutigen Russland. Nun versucht sich die
ehemalige Agentin an einer neuen Fernsehshow. […]
http://www.welt.de/vermischtes/article134455785/Anna-Chapman-blueht-beim-Thema-Putin-sorichtig-auf.html
Tschetschenischer Popstar
Rapper für Russland, FAZ.net
von Kerstin Holm, 17.11.2014
Ideologische Tabus sind nun auch in der tschetschenischen Popszene en vogue. Asketische
Musiker sind nicht nur Helden der Popkultur: Timur Junussow passt den Russen gut in den
Kram.
Am tschetschenischen Wesen soll Russland genesen. Der Chef der gewaltsam befriedeten
Kaukasusrepublik, Ramsan Kadyrow, verlieh dem tschetschenischen Rapper Timur Junussow
(Künstlername Timati) soeben den Ehrentitel „verdienter Künstler Tschetscheniens“, weil er als
Kultfigur der nationalen Popszene weder trinke noch rauche, zudem professionell Sport treibe
und so Millionen von jungen Leuten ein positives Beispiel gebe - ganz im Unterschied zu
gewissen anderen einheimischen Pop-Idolen, die westlichen Moden wie Drogenkonsum oder
nichttraditioneller sexueller Orientierung nacheiferten, ergänzte Kadyrow und verwies so auf den
russischen Popsänger und eleganten Narziss Dima Bilan, den der kleingewachsene,
muskelbepackte Timati unlängst dafür rügte, dass er beim jüngsten Konzertauftritt wie
zugedröhnt ausgesehen habe. […]
http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/tschetschenischer-popstar-timur-junussow-fuer-russland13269477.html
Flüchtlinge in der Westukraine
Im Existenzkampf, sueddeutsche.de
Von Frank Nienhuysen, 17.11.2014
Tausende Krimtataren und Ostukrainer sind vor Krieg und Besatzung geflohen. Manche haben
versucht, sich im Westen des Landes ein neues Leben aufzubauen. Doch die Kiewer Regierung
ist auf die Neuankömmlinge schlecht vorbereitet.
Dutzende Bratpfannen sind an die Wand gemalt, aber das war nicht seine Idee. Schewket
Jusbaschew hat alles so übernommen, die Bratpfannen an der Wand, acht hellbraune Tische, die
Lampen mit Korbschirmen, die eingetöpferten Grünpflanzen am Fenster. Nichts in dem Café
deutet auf seine Herkunft hin, auf die ukrainische Sonnenhalbinsel Krim, auf Feodosia. Von dort
ist er geflüchtet. Es war nicht die Zeit, um wählerisch zu sein beim Interieur, um dem Raum eine
persönliche, eine tatarische Note zu geben. Außer bei der Speisekarte natürlich. […]
http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlinge-in-der-westukraine-im-existenzkampf-1.2220820
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Seele and Geist
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