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Der rosenkavalier« - Staatskapelle Dresden

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Im Rahm e n der R i ch a r d - Str au ss - Tage 20 1 4
d er Se m peroper Dres d en
»Der Rosenkavalier«
Stummfilm von Robert Wiene (1925)
mit der Musik von Richard Strauss
Frank Strobel Dirigent
IHRE PREMIERE
BESUCHEN SIE DEN ORT, AN DEM AUTOMOBILBAU EINER
PERFEKTEN KOMPOSITION FOLGT: DIE GL ÄSERNE MANUFAKTUR
VON VOLKSWAGEN IN DRESDEN.
I m Ra h me n d e r R ic hard- S trauss- Ta ge 2 0 1 4
d e r S e mp e r o p e r Dre sde n
»Der Rosenkavalier«
Stummfilm von Robert Wiene (1925)
mit der Musik von Richard Strauss
Frank Strobel Dirigent
PA R T N E R D E R
S TA AT S K A P E L L E D R E S D E N
+ 49 351 420 44 11
W W W.G L A E S E R N E M A N U FA K T U R . D E
EUROPÄISCHE
FILM PHILHARMONIE
Di e n s tag 11.11.14 2 0 U h r | S e m p e r o p er Dr e s d e n
Im Rahmen der Richard-Strauss-Tage der Semperoper Dresden
»Der Rosenkavalier«
Stummfilm von Robert Wiene (1925)
mit der Musik von Richard Strauss
Rekonstruierte Film- und Musikfassung (2006)
Premiere des Originalfilms
10. Januar 1926 in der Semperoper
unter der musikalischen Leitung von Richard Strauss
Erstaufführung der rekonstruierten Fassung
6. September 2006 in der Semperoper
unter der Leitung von Frank Strobel
Frank Strobel
Dirigent
Die Semperoper als Kinosaal
Ein Leckerbissen für alle Cineasten und Musikfreunde ist der legendäre
»Rosenkavalier«-Stummfilm von Robert Wiene, zu dem kein Geringerer
als Richard Strauss die Musik lieferte. In der Semperoper, in der 15 Jahre
zuvor schon die Uraufführung seiner gleichnamigen Oper für Furore
gesorgt hatte, stand Strauss 1926 bei der Filmpremiere selbst am KapellPult. Mit Frank Strobel nimmt sich ein ausgewiesener Filmmusikexperte
der Partitur am Uraufführungsort an – natürlich live zum bewegten Bild.
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»Rosenkavalier« – Stummfilm
»Der Rosenkavalier«
(Österreich 1925)
Rekonstruierte Film- und Musikfassung
Regie: Robert Wiene
Drehbuch: Ludwig Nerz & Robert Wiene
(nach Hugo von Hofmannsthal)
Musik: Richard Strauss,
Bearbeitung: Otto Singer & Carl Alwin,
für die restaurierte Filmfassung rekonstruiert
von Bernd Thewes, Einrichtung: Frank Strobel (2006)
Kamera: Hans Theyer, Hans Androschin &
Ludwig Schaschek
Bauten und Kostüme: Alfred Roller,
Hans Rouc & Stefan Wessely
Produktion: Pan-Film AG, Wien
Originallänge 2.996 m (= 115 Minuten bei 22 Bildern / Sekunde)
Restaurierte Filmlänge ca. 112 Minuten (bei 21,5 Bildern / Sekunde)
Rekonstruktion Filmarchiv Austria (2006)
Schauspieler
Huguette Duflos (Marschallin), Jaque Catelain (Oktavian),
Michael Bohnen (Baron Ochs von Lerchenau),
Paul Hartmann (Marschall),
Carmen Cartellieri (Annina), Friedrich Féher (Valzacchi),
Elly Felicie Berger (Sophie), Karl Forest (Faninal)
Orchesterbesetzung
3 Flöten (3. auch Piccolo), 3 Oboen (3. auch Englischhorn),
3 Klari­net­ten, Bassetthorn (auch Bassklarinette und 4. Klarinette),
3 Fagotte (3. auch Kontra­fagott), 4 Hörner, 3 Trompeten,
3 Posaunen, Tuba, Pauken, Schlagzeug, 2 Harfen, Klavier,
Celesta, Cembalo, Harmonium und Streicher
Rechte
FilmPhilharmonic Edition · Film mit Genehmigung von Prof. Dr. Walter Dillenz und dem Filmarchiv Austria · Musik mit Genehmigung von Schott Music GmbH & Co. KG · Eine Produktion von ZDF / arte
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Szenen aus dem Stummfilm:
Auszug aus dem Programmheft zur Premiere (1926)
»Rosenkavalier« – Stummfilm
Frank Strobel Dirigent
G
eschätzt als einer der vielseitigsten Dirigenten der Gegenwart,
erwarb sich Frank Strobel internationales Renommee mit einer
ganzen Reihe von Erst- und Wieder­auffüh­r ungen der Musik
Pro­­kof­jews, Schnittkes, Schrekers und Siegfried Wagners.
Er ist auto­r isierter Bearbeiter und Herausgeber der Werke
Schnittkes, ver­öffentlichte dessen Filmmusiken in eigens ar­rangierten Konzertsuiten und brachte in der Alten Oper Frankfurt Schnittkes Stummfilmmusik zu »Die letzten Tage von St. Petersburg« zur Uraufführung (1992).
In Filmkonzerten setzt sich Frank Strobel leidenschaftlich für die
Aufführung bedeutender Stummfilme und Originalpartituren ein. Er hat –
zumeist für ZDF / arte – die Musiken von zahlreichen Klassikern des Genres
mit Orchester eingespielt, u.a. zu »Faust« und »Der letzte Mann« von Fried­rich Wilhelm Mur­nau, zu »Die Generallinie« von Sergej Eisenstein und
zu »Die Büch­se der Pandora« von Georg Wilhelm Pabst. In Moskau und
Berlin leitete Strobel die Erstaufführung der rekonstruier­ten Original­
musik von Prokofjew zu Eisensteins »Alexander Newski«, auch rekonstruierte er Gottfried Huppertz’ Partituren zu Fritz Langs »Metropolis« und
»Die Nibelungen«. Bei der Berlinale dirigierte Frank Strobel die Premiere
der endgültig restaurierten »Metropolis«-Fas­sung (2010) sowie die Wieder­
aufführung von Eisensteins »Oktober« (2012), mit der NDR Ra­d io­phil­har­monie führte er in der Londoner Royal Albert Hall live zum Scien­ce-FictionFilm »Matrix« die zugehörige Musik auf (2011). Dem Strauss’schen »Rosenkavalier« widmete er sich, nachdem er die rekonstruierte Film-Partitur
mit der Sächsischen Staatskapelle erstmals erarbeitet hatte (2006), mit
weiteren renommierten Klangkörpern. Immer wieder zeichnet der gebürtige Münchner auch für die Einspielung der Musik von aktuellen Spielfilmund TV-Produktionen verantwortlich.
Enge künstlerische Beziehungen verbinden Frank Strobel mit Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester, dem London Symphony Orches­t ra,
der NDR Radiophilharmonie in Hannover, dem MDR Sinfonie­or­chester,
dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Sydney Symphony Orchestra.
Bis 1998 war Frank Strobel Chefdirigent des Filmorchesters Babelsberg, 2000 übernahm er die künstlerische Leitung der von ihm mitbegrün­deten Europäischen FilmPhilharmonie, die international Filmkonzerte realisiert. Seit vielen Jahren berät er das Stummfilm-Programm von ZDF / arte.
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»Rosenkavalier« – Stummfilm
Im Gesicht der stummen Sänger
So nahe wie im Film ist man der Oper selten
F
rank Strobel ist ein moderner Pionier des Stummfilms.
Kein Wunder, dass er sich mit großem Erfolg auch des legen­
dären »Rosenkavalier«-Films annahm, der einst in der Sem­peroper mit der Filmmusik von Richard Strauss Premiere
feierte. Als 2006 am Ort der Uraufführung die rekonstruierte Filmfassung des Opernklassikers aus der Taufe gehoben wurde,
leitete niemand anderes als Frank Strobel die Sächsische Staatskapelle.
Nun kehrt der Münchner zurück in den Semperbau. Eine Zeitreise in
die Ära des Stummfilms, in das bürgerliche Opern-Kino und in das
Abenteuer der Musik.
Herr Strobel, der »Rosenkavalier« lebt durch seine Sänger: den ZeitMonolog der Marschallin, die Rosenübergabe, das Schluss-Terzett –
im Stummfilm mit Orchesterbegleitung ist das ein Problem, oder?
Könnte man denken, ja – aber das Gegenteil ist der Fall. Richard Strauss
hatte eine ganz klare Vorstellung davon, wie die Musik auf den Film
zu übertragen sei, und hat seine Mitarbeiter Singer und Alwin mit der
Transformation nach seinen Vorgaben beauftragt. Es fällt sofort auf,
dass gar nicht viel aus der Originalpartitur verändert werden musste.
Alle großen Gesangs­linien sind bereits im Orchesterpart angelegt.
Ich würde sogar sagen, dass der »Rosenkavalier« ohne Stimmen ganz
neue Perspektiven bietet.
Aber machen die Sänger die Oper nicht aus?
Wenn ich polemisch wäre, könnte ich sagen: Ja, wir haben den Luxus,
keine Rücksicht auf Sänger nehmen zu müssen. Das wäre aber eine Lüge,
denn Strauss’ Film-Partitur denkt die Stimme natürlich mit, das Erzählen
der Gesten, die Effekte der Aufführung, das Timing der Situationen –
all das überträgt sich in der Musik. Wir haben es also mit einem Gesang
ohne Stimme zu tun.
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Strauss war ein Pionier des Kinos in
der Oper. Was hat ihn so fasziniert?
Die ursprüngliche Idee kam ja
von Hugo von Hofmannsthal,
aber Strauss war sofort begeistert. Heute sagen viele, dass es
ihm dabei um finanziellen Erfolg
ging. Ich glaube das aber nicht.
Für Strauss waren der Film und
seine Musik eine Herausforderung. Immerhin hat er bis zum
Ende der Stummfilm-Ära immer
wieder selbst den »Rosenkavalier«
im Kino dirigiert – und er träumte
davon, auch die »Elektra« als Film
zu zeigen. Dazu ist es leider nicht
mehr gekommen.
Worin genau lag der Reiz für Strauss?
Dass er 1926, also 15 Jahre nach der Uraufführung des »Rosenkavaliers«,
die Filmmusik für Dresden hat einrichten lassen, zeigt sein ungeheures
Interesse für dieses damals moderne Genre des Films. Das bewegte
Bild war damals ein Ereignis, das die Welt veränderte – und das war
natürlich auch für die Oper spannend. Das Medium steckte noch in den
Kinderschuhen, der erste Film wurde 1895 gezeigt, und man darf sich
das Kino von damals nicht so vorstellen wie heute: Die Filmindustrie der
1910er Jahre zielte auf ein bürgerliches Publikum. Es gab die Großfilme
wie Murnaus »Tartüff« oder Langs »Nibelungen«, die sich an klassischen
Vorlagen orientieren. Gezeigt wurde all das nicht in profanen Kinos,
sondern in Filmpalästen mit zwei- bis dreitausend Zuschauern. Das waren gesellschaftliche Events, die mit der originalen Oper durchaus vergleichbar sind.
Heute reden wir von der Aura der Bühne, kritisieren mit Walter Benjamin
die »Reproduzierbarkeit der Kunst«. Was faszinierte die Leute damals am
Film? Und was fasziniert uns heute noch daran?
In einem Opernhaus hat das Publikum immer die Totale: Sie müssen sich
entscheiden, wohin sie auf der Bühne schauen. Im Film übernimmt diese
Aufgabe der Regisseur. Im originalen »Rosenkavalier«-Film war das kein
Geringerer als Robert Wiene, der auch durch »Das Cabinet des Dr. Caligari« berühmt geworden ist. Damals und heute ist es faszinierend für die
Zuschauer, dass sie den Sängern wirklich auf die Pelle rücken können,
»Rosenkavalier« – Stummfilm
dass sie ihre Augen, ihren Mund, ihre Finger, ihre Gesten sehen können.
Dass in Bildern eine zweite Ebene der Handlung erzählt wird. Im Film
erscheint die Oper realer, größer – echter. Plötzlich war es möglich, den
besten Ochs der Welt, Michael Bohnen, hautnah zu sehen. Und noch
heute wird uns bei diesen Bildern klar, dass er nicht nur ein großer Bass,
sondern auch ein genialer Komiker war!
Für Sie als Dirigenten gibt es aber weniger Freiheit: Sie können in Ihren
Tempi nicht flexibel sein, müssen sich nach der Geschwindigkeit der Bilder
richten ...
Das ist tatsächlich eine Herausforderung, und das ging bei der Uraufführung ja auch ziemlich in die Hose. Kurz vor der Vorstellung wurde der
Film umgeschnitten – und plötzlich passten die Bilder nicht mehr zur
Musik. Das größte Problem, vor dem wir standen, war, dass mit dem
Ende der Stummfilm-Ära fast alle Dokumente vernichtet wurden.
Heute haben wir die alten Klavierdirektionsstimmen, das sind jene
Noten, in denen man damals in einen Klavierauszug die Szenen auf der
Leinwand beschrieben hat, damit Film und Musik zusammenpassen.
Aus diesen Direktionsstimmen wurde damals auch dirigiert, und sie
sind für uns heute entscheidend: Mit ihnen können wir die damalige
Aufführungspraxis noch rekonstruieren.
Frank Strobel dirigiert den »Rosenkavalier« in der Semperoper (2006)
Sie haben jetzt ja den »richtigen« Film – wie gehen Sie mit dem Tempo um?
Mir bleiben nicht viel Möglichkeiten. Das macht das ganze ja so spannend. Schon als wir die Filmfassung 2006 in Dresden aufgeführt haben,
war die Staatskapelle beeindruckt vom zügigen Tempo, das der Film
vorgibt. An vielen Orten wird Strauss viel langsamer gespielt. Wenn man
sich an das Tempo des Filmes hält, entsteht ein ganz anderer als dieser
verkitschte, spätromantische Klang: Plötzlich hört sich alles nach Jugendstil an, durchsichtig, mit straffer Haltung. Und sofort wird jedem klar,
wie modern dieses Stück damals gewesen sein muss.
Wie waren die Reaktionen der Staatskapelle?
Es gibt wahrscheinlich kein Orchester der Welt, das mit den Opern von
Strauss so bekannt ist wie die Kapelle in Dresden. Seit 2006, als wir den
ersten »Rosenkavalier« zusammen gemacht haben, bewundere ich diese
Nähe des Orchesters zu Strauss und seine gleichzeitige Offenheit; das
Interesse jedes einzelnen Musikers an den Überlegungen, zu denen uns
das Korsett des Filmes zwingt. Für mich ist es immer ein ganz besonderes Ereignis, mit diesem Strauss-Orchester danach zu suchen, wie man
die historische Aufführungspraxis, wie sie das Tempo des Filmes vorgibt,
mit dem Wissen um Strauss’ Musik aus allen Zeiten verbindet.
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In den 1980er und 1990er Jahren erlebte der Opernfilm noch einmal
eine Renaissance, etwa mit Domingos »Carmen« und der Live-»Tosca« –
heute scheint diese Tradition aus der Mode gekommen zu sein ...
Das sehe ich anders. Schauen Sie doch mal, wie viele Opernhäuser ihre
Aufführungen inzwischen in die Kinos übertragen – allen voran die
MET. In diesen Vorführungen erleben wir eigentlich etwas Ähnliches wie
damals zur Zeit von Strauss: Wir kommen den Sängern in Gesprächen
hinter der Bühne, aber auch auf der Bühne nahe. Wir sehen die realen
Weltstars, haben eine wunderbare Akustik, und das Publikum hat die
Chance, das, was an den großen Opernhäusern gezeigt wird, auch in der
Provinz zu sehen. Das war damals der Charme bei den ersten Aufführungen des »Rosenkavaliers«, und ich bin fest davon überzeugt, dass
diese Idee kein bisschen von ihrem Charme verloren hat. Oper im Kino –
das war und ist ein großes Bedürfnis der Menschen, weil sie der Bühne
hier so nahe kommen wie nirgendwo anders.
Di e Fr a g e n s t e l lt e A x e l B r ü g g e m a n n .
»Rosenkavalier« – Stummfilm
»… ein Film, der dem Werk erst
die rechte Volkstümlichkeit
zu verleihen berufen ist«
Der »Rosenkavalier«-Film von Robert Wiene
und Richard Strauss
D
ie Uraufführung von Richard Strauss’ vierter »DresdenOper«, dem »Rosenkavalier«, am 26. Januar 1911 war ein
denkwürdiges Ereignis, das die Musikwelt elektrisierte.
Mit Sonderzügen strömten Opernliebhaber in die Elbestadt, um die von Generalmusikdirektor Ernst von Schuch
geleitete Produktion zu sehen. Fast auf den Tag genau 15 Jahre später,
am 10. Januar 1926, sollte Dresdens Oper wieder zum Schauplatz einer
»Rosenkavalier«-Uraufführung werden: Premiere im Semperbau feierte
der »Rosenkavalier«-Stummfilm von Robert Wiene mit der Filmmusik
von Strauss, der diesmal selbst am Dirigentenpult stand.
Bühnenstück und filmische Adaption besitzen vielfache Berührungspunkte. So folgen die ersten 70 Minuten des Films den ersten
beiden Akten der Oper: Der junge Graf Oktavian hat ein Verhältnis mit
der verheirateten Feldmarschallin. Fast wäre alles aufgeflogen, als der
Vetter der Marschallin, Baron Ochs, seine Aufwartung macht. Nur verkleidet als Kammerzofe entkommt Oktavian der peinlichen Situation,
was wiederum den Hofintriganten Annina und Valzacchi nicht entgangen
ist. Oktavian wird als Ochsens Brautwerber (Rosenkavalier) zu Sophie
geschickt, der Tochter des gerade geadelten Faninal, und verliebt sich
in das Mädchen. Sophie erwidert seine Gefühle. Doch Ochs lässt nicht
locker und besteht auf Erfüllung des Heiratsvertrags.
Der Marschallin ist die neue Liebe von Oktavian nicht verborgen
geblieben. Sie will Gewissheit und veranstaltet ein Maskenfest, während
sich der eifersüchtige Marschall seiner Frau in Wien nähert. Der letzte,
2006 rekonstruierte Filmakt erzählt nicht ohne Ironie von einem glücklichen Ende – eine Mischung aus Verwechslungskomödie und melancho-
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lischem Sinnieren über die Vergänglichkeit der Liebe: Oktavian kompromittiert Ochs, indem er sich noch einmal verkleidet und Ochs zu einem
Rendezvous verführt, das im öffentlichen Eklat endet. Das happy ending
verdankt sich der Strippenzieherin Annina. Sie bringt die verwirrten
Gemüter durch vertauschte Kostüme noch weiter durcheinander, bis
auf einen Schlag die richtigen Paare zueinanderfinden. Nur Ochs hat
verloren, er bleibt auf seinen Schulden sitzen und reist unverrichteter
Dinge auf sein Schloss zurück.
Vorgeschichte und Umarbeitung
Der »Rosenkavalier«-Film ist eines der frühen Beispiele multimedialer
Verwertung einer populären Oper und schien ein Garant für einen großen
Erfolg zu sein, den sich die österreichische Filmproduktionsgesellschaft
Pan-Film erhoffte. Hugo von Hofmannsthal hatte ursprünglich die Filmidee. Das Filmprojekt will er »als eine reine materielle Sache« verstanden
»Rosenkavalier« – Stummfilm
Die Umarbeitung der Oper in eine Instrumentalfassung nehmen die langjährigen
Strauss-Mitarbeiter Otto Singer und Carl
Alwin vor, laut Filmkurier schon 1924.
Generalstabsmäßig geplant ist der Einsatz
der Strauss-Musik, ohne die der Film
nicht gezeigt werden kann. Die Musik
wird für zwei Besetzungen angeboten:
für großes Symphonieorchester und für
Salonorches­ter. Bei der Umarbeitung
der Oper werden die Gesangsstimmen
gestrichen und durch Zusätze bei einzelnen Instrumenten ergänzt. Die Oper
wird in ihrer Länge gekürzt, stellenweise
im Ablauf umgestellt und mit neuen
filmischen Handlungselementen besetzt.
Theaterzettel der Dresdner
Insgesamt besaß die auf zwei Akte aufgeFilmpremiere (1926)
teilte Instrumentalfassung eine Länge
von ca. 145 Minuten. Nach der Premiere,
die mit Pause 165 Minuten gedauert haben soll, wurde bei Folgeauf­
führungen auf eine Pausenunterbrechung verzichtet, nachdem Musik
und Film auf ca. zwei Stunden gekürzt waren.
Wirkungsvolle Filmfiguren
wissen. Von Anfang an pocht er darauf, die Filmhandlung nicht auf der
Handlung der Oper aufzubauen, ihm schwebt ein romanartiges Drehbuch
vor, bei dem die »Figuren der Oper die Dinge erleben, die der eigentlichen
Handlung der Oper vorausgehen«. Da entscheidet sich die Pan-Film, ohne
Hofmannsthal zu informieren, für ein anderes Konzept: für einen Film,
der eindeutig auf den Wiedererkennungseffekt mit der Oper setzt und
doch eine eigenständige Filmkomödie darstellt. Dafür schreiben Ludwig
Nerz und der Regisseur Robert Wiene ein neues Szenarium.
Bei der Entwicklung des Drehbuchs orientieren sich die beiden
Autoren an der Handlung der Oper, die sie in großen Erzählblöcken
zusammenfassen. Analog zu den drei Akten der Oper gliedert sich
die filmische Erzählung in drei große Einheiten. Zwischen diese sind
zwei Kriegsszenen gesetzt, die die Welt des in der Oper abwesenden
Marschalls vor Augen führen. Er tritt als handelnde Person vor allem am
Schluss des Films in Aktion, mit seinem Auftritt beim Maskenfest der
Marschallin befördert er die Auflösung der amourösen Verwicklungen,
die in der Oper bis zum Ende in der Schwebe bleiben.
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Für die Illustration der Welt des Marschalls wurde zusätzliche Musik
gebraucht, das Werk von Strauss bot dafür reichlich Material: den Präsentiermarsch »De Brandenburgsche Mars« von 1905 / 1906 (o. Op. AV 99),
den »Königsmarsch« von 1906 (o. Op. AV 100) sowie das dritte Stück der
»Lebenden Bilder« zur »Feier der goldenen Hochzeit des Großherzogs
Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach und der Großherzogin
Sophie, Prinzessin der Niederlande« (o. Op. AV 89), entstanden 1892.
Der »Militärmarsch in F-Dur« (o. Op. AV 112) wird von Strauss eigens für
den Film komponiert. Für das Gartenfest greift man auf den »Wirbeltanz«
aus der 1923 geschriebenen »Tanzsuite nach Klavierstücken von François
Couperin« (o. Op. AV 107) zurück.
Aus der Figur des »Baron Ochs auf Lerchenau« schlagen die
Filmautoren am meisten Kapital bei ihrem Versuch, einen auf Breitenwirkung hin angelegten »Rosenkavalier«-Film zu machen. »Der Ochs
von Lerchenau ist ein Kavalier. Roh, albern und geizig. Aber doch durch
und durch Edelmann. So muss die Rolle auch im Film gestaltet werden.
Zweifellos eine wirkungsvolle Filmfigur«, betonte Richard Strauss 1925
»Rosenkavalier« – Stummfilm
gegenüber dem Filmkurier. Ochs zieht sich als unverwüstlich komische
Gestalt durch den ganzen Film und muss in einer Szene noch seiner eigenen Persiflierung zusehen, wenn die Übergabe der »Silbernen Rose«
in einem kleinen Freilichttheater nachgespielt wird. Die Figur ist auf dem
Jahrmarkt angekommen. Hier zitiert sich der Film gewissermaßen selbst
und stellt noch einmal szenisch den vollzogenen Medienwechsel vor –
von der Oper in den Film, von der Hochkultur in die Massenkultur,
von der Literaturoper in eine Volks-Filmoper; oder Originalton Richard
Strauss: »Wie ich überhaupt davon überzeugt bin, daß der ›Rosenkavalier‹
einen Film abgeben wird, der dem Werk erst die rechte Volkstümlichkeit
zu verleihen berufen ist.« (Filmkurier, 26. Juni 1925)
Film und Musik
Die filmische Inszenierung liegt bei Robert Wiene und beginnt am
19. Juni 1925. Gedreht wird an zahlreichen Außenschauplätzen und in
den Studios von Schönbrunn, am Klavier begleitet von Joseph Holzer,
Kapellmeister des Carl-Theaters. Wiene ist Mitte der 1920er Jahre ein
populärer Regisseur, vielbeschäftigt und in allen Filmgenres erprobt, insbesondere versiert in der Arbeit mit Schauspielern wie Conrad Veidt oder
Fritz Kortner. In Michael Bohnen hat er wieder einen großartigen Darsteller an seiner Seite, der auf der Opernbühne lange Jahre als »die« Idealbesetzung der Rolle galt. Auf ihn sind viele Filmszenen zugeschnitten:
wie Ochs auf seinem Schloss ein Brief aus Wien überbracht wird, oder die
Ausein­andersetzung zwischen ihm und Faninal, der sein Vermögen gegen die Ansprüche seines künftigen Schwiegersohnes verteidigen muss.
Ansonsten funktioniert die höfische Welt im Film vor allem als
Staffage. Der männliche Film-Oktavian, dargestellt von dem französi­
schen Schauspieler Jaque Catelain, hat nichts mehr von der zauberhaften Erscheinung eines Mozart’schen Cherubino, der für die Hosenrolle
in der Oper Pate stand. Auch die Besetzung der Rolle der Marschallin mit
der jungen Schauspielerin Huguette Duflos nimmt der Figur einiges von
ihrer ursprünglichen Reflexionskraft, die die Marschallin in der Oper als
eine lebenskluge und melancholisch über das Wesen der Zeit nachdenkende Figur hat. Von großer Direktheit und komödiantischer Wirkung
sind dafür die beiden Intriganten Annina und Valzacchi – ihr Gewerbe
hat offenbar in jeder Epoche Konjunktur – und Michael Bohnen, der seine Bühnenpräsenz bruchlos in die Filmwelt überträgt. Insofern trifft
der Vorwurf, den man dem Film wegen seiner männlichen OktavianBesetzung naserümpfend gemacht hat, daneben. Müßig ist die Frage,
ob Hosenrollen im Film funktionieren, die Autoren haben anderes im
Sinn und konstruieren gerade mit den Figuren, die nicht zu den Prota-
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Dreharbeiten im Schlosspark Schönbrunn
gonisten der Oper gehören, eine burleske Handlung. Nicht umsonst ist
es die Hofintrigantin Annina, die das Ende einfädelt: kein sentimentales
Happy End, sondern Resultat einer geschickten Intrige.
Wienes Film mag als Film konventionell wirken, doch ist das
Film-Bild nur ein Teil des Konzepts. Der andere ist die Musik, die im
Zusammenwirken mit den Bildern ein großes erzählerisches Potenzial
entfaltet. Das in der Filmmusik übliche Verhältnis, dass die Musik nach
dem Film entsteht und sich ihm funktional anpasst, ist hier umgekehrt.
Die gespielte Musik (und nicht das Libretto) ist das Primäre; der Film
»bedient« mit seinen teilweise neu erfundenen Episoden die Musik, bei
der vor allem die populären Stellen der Oper zu einer neuen Fassung
umgearbeitet wurden, und auch die Choreografie der Darsteller ist
immer wieder ganz auf die Musik bezogen. Im Umgang mit seinem
Lieblingswerk zeigt sich Richard Strauss längst nicht so puristisch wie
Hofmannsthal. »Mei Musik paßt zu allem!«, wird er im Filmkurier zitiert.
Hier spricht der Musiker: Rein satztechnisch ist es beim »Rosenkavalier«
möglich, die Stimmen zu streichen, ohne dass das Kompositionsgefüge
der Musik zerstört wird. An einigen Stellen müssen Teile der gestriche­nen Vokalpartien auf die Instrumente übertragen werden. Zwangsläufig
»Rosenkavalier« – Stummfilm
Richard Strauss (am Klavier) mit den Hauptdarstellern des Films
und dem Regisseur Robert Wiene
und sich nicht weiter mit dem Problem exakter Synchronisierung von
Musik und Bild beschäftigt. Dies ist plausibel, da bei der Umarbeitung
der Oper und wohl auch bei der Drucklegung der Begleitmusik der fertig
geschnittene Film noch nicht vorlag.
Auffallend stark lässt der Artikel durchblicken, dass es bei der
englischen Filmpremiere, die Strauss drei Monate nach der Gala in
Dresden dirigierte, immer noch ein großes Synchronisierungsproblem
gab. Den letzten Schritt funktionaler Synchronisierung hat der Komponist
nicht vollzogen. Seine Unerfahrenheit beim Dirigieren zum Film dürfte
dabei ebenso eine Rolle gespielt haben wie der hybride Charakter des
Films als »Volks-Filmoper«, in der zwei divergierende Kunst-Konzepte
aufeinandertreffen. Von einer »sinfonischen Suite mit Film-Illustration«
spricht die B.Z. am Mittag nach der Uraufführung und beschreibt anschaulich, wie die Musik den Film zu Ungunsten des Gesamteindrucks
dominierte und damit auch sich selbst um ihre Wirkung gebracht hat.
Aufführungspraxis
ergeben sich neue Bedeutungen, wenn die Musik auf andere Handlungselemente trifft, die der Film wiederum verlangt, um als Komödie zu funktionieren. Strauss war all dem gegenüber aufgeschlossen.
Interessanter als die gerne kolportierte Geschäftstüchtigkeit des
Komponisten ist die Frage, ob es nicht musikalische Überlegungen gab,
die Strauss bewogen haben, beim »Rosenkavalier«-Film mitzumachen.
Bei der Verwandlung einer auf Vokalmusik fokussierten Opernmusik
in instrumentale Filmmusik entsteht eine Art programmmusikalische
»Tondichtung«, die die durch Text, Bühnenbild und Handlung gegebenen
Inhalte nun rein musikalisch transportieren muss. Dabei spielt die Leitmotivtechnik eine wichtige Rolle, aber auch die von der Programmmusik
her bekannten Illustrationen und atmosphärischen Tableaus sowie pantomimisch oder balletthaft zu verstehende musikalische Gestik. Alle diese
Aspekte hat Wiene in seine filmische Konzeption einbezogen.
Dass es Strauss mit dem »Rosenkavalier«-Film ernst war, zeigt
auch ein Pressegespräch anlässlich der von ihm dirigierten Londoner
Filmpremiere im Tivoli, erschienen in der englischen Fachzeitschrift
Bioscope vom 15. April 1926: »Bereit für weitere Filmadaptionen« lautet
die Titelzeile, und im Text folgt der Verweis auf die beiden StraussOpern »Elektra« und »Salome«, die der Komponist für eine Verfilmung
freigeben würde. Wie der Artikel ausführt, habe sich Strauss mit seinen
Arrangeuren bei der Umarbeitung der Oper daran orientiert, dass die
neu entstehende Filmmusik die Atmosphäre der jeweiligen Szenen treffe,
18
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Das nicht gelöste Problem der Synchronisierung überschattet die Aufführungsgeschichte des »Rosenkavalier«-Films und bringt das Unternehmen
in Misskredit. Die Uraufführung des Films war aufführungstechnisch ein
mittleres Desaster, da Musik und Film nicht zueinanderpassen. Warum?
Der gedruckte Notensatz entspricht einer frühen Version des Films, der
für den Einsatz im Kino noch einmal gekürzt wurde, während die bereits
gedruckten Musikmaterialien unredigiert blieben.
Wie überlieferte Fotos belegen, war eine Reihe von Szenen
gedreht worden, die in der überlieferten Fassung nicht mehr vorhanden
sind. Selbst Sequenzen, für die zusätzlich Musik in die Instrumentalfassung aufgenommen worden war, wurden eliminiert. Hier stoppte die
Projektion in Dresden, möglicherweise markiert mit Schwarzfilm.
So wurden zahlreiche Passagen rein musikalisch gegeben: »Das Orches­ter aber spielt den Walzer, die Serenade, den (neukomponierten)
Kriegsmarsch, den rhapsodisch bearbeiteten Armeemarsch, das Terzett,
das herrliche Adagio und viele andere Kabinettstücke der Oper bis zum
letzten Takt aus. Dann erst wird durch Strauss selbst das Zeichen zur
weiteren Vorführung durch den Vorführer gegeben.« (Licht-Bild-Bühne
vom 11. Januar 1926). Eine perfekte Synchronisierung erfährt der Film
erst bei seiner Kinopremiere im Berliner Capitol-Kino, die der erfahrene
Kinokapellmeister Willy Schmidt-Gentner geleitet hat; dafür war die
Filmkopie auf eine Länge von weniger als zwei Stunden gekürzt worden,
nachdem die reine Spielzeit bei der Dresdner Uraufführung länger als
zweieinhalb Stunden gewesen war.
»Rosenkavalier« – Stummfilm
Dem »Rosenkavalier«-Film blieb der große Erfolg versagt, er ist in der
Praxis an dem gescheitert, was seine besondere Qualität ausmacht:
die Instrumentalmusik von Richard Strauss. Sie war laut Reichsfilmblatt
Bedingung, den Film aufführen zu können. Doch viele Kino-Orchester
hatten nicht die Zeit für die dafür notwendigen Proben. Für die großen
Opernhäuser mit Strauss-erfahrenen Symphonieorchestern war die
Musik wiederum als Filmmusik keine Attraktion, so sehr sich der Film
auch bemühte, die Nähe zur Welt der Oper zu betonen. Ausdruck dieses
Bemühens war der Entschluss der Produzenten, Richard Strauss die
nationalen Filmpremieren dirigieren zu lassen – eine PR-Maßnahme,
die die finanziell angeschlagene Pan-Film viel Geld gekostet haben
dürfte. Wie auch immer, im anbrechenden Tonfilm-Zeitalter hatte die
Pan-Film keine Chance mehr, ihre Prestigeproduktion weiterhin zu
vermarkten. Im Gegenteil, einem Gerücht zufolge war in den USA ein
Tonfilm-Remake geplant, was wiederum voraussetzte, dass alle noch
existierenden Stummfilm-Kopien vom Markt verschwinden mussten.
Der »Rosenkavalier«-Film als hybrides Produkt war, dem populären Titel
zum Trotz, schon in der Stummfilmzeit nicht einfach zu vermarkten und
landete unwillkürlich zwischen den Lagern der Hoch- und Massenkultur:
der Musikwelt als Film suspekt, für den Filmmarkt wiederum zu sehr
mit dem Geruch der Hochkultur behaftet – und in der Rezeption der
20
21
folgenden 80 Jahre kaum gewürdigt, da der Film nach der Stummfilmzeit
nur selten mit der großen Orchestermusik aufgeführt wurde.
Überlieferung und Rekonstruktion
Die ersten Schritte der Wiederentdeckung des Films lassen sich Ende
der 1950er Jahre feststellen, als der damalige Präsident des Österreichischen Filmarchivs (heute Filmarchiv Austria), Joseph Gregor (auch
Librettist der späten Strauss-Opern), den Auftrag gab, nach dem Film
zu suchen, und tatsächlich im Tschechischen Filmarchiv fündig wurde.
Zur Renaissance des Films haben dann später die Aufführungen mit
Salonorchesterbegleitung beigetragen, die Manfred Reichert (Dirigent
der 1981 vorgelegten Salonorchester-Einspielung) leitete, sowie Berndt
Heller. Unter seiner Leitung fand im Filmarchiv des Bundesarchivs
Berlin Anfang der 1990er Jahre eine Filmrestaurierung statt, bei der die
Bildfassung der tschechischen Kopie um Sequenzen einer im National
Film Archive London erhaltenen Kopie ergänzt und zum Teil nach der
Musik »remontiert« wurde. Die Bundesarchiv-Fassung endet nach der
ursprünglich siebten Rolle des Films.
Von der gleichen Quellenlage ging die Rekonstruktion aus, die
2006 im Filmarchiv Austria unter Leitung von Nikolaus Wostry erfolgte,
»Rosenkavalier« – Stummfilm
da der »Rosenkavalier«-Film ausschließlich in den zwei besagten Exportkopien überliefert ist, bei denen jeweils die letzte (achte) Rolle fehlt:
einer Nitrokopie mit englischen Zwischentiteln (NFTVA London) und
einer tschechisch getitelten (Národní Filmový Archiv, Prag). Geht man
von einer Kino-Premierenlänge von 2.996 m bzw. ca. 115 Minuten (bei
22 Bildern / Sekunde) aus, sind insgesamt ca. 20 Minuten Film nicht mehr
erhalten. Die beiden Quellen wurden abgeglichen und nach ihrer Umkopierung von Fumiko Tsuneishi zu einer neuen Fassung mit deutschen
Zwischentiteln montiert. Die Umkopierung wurde bei Synchro Film, Wien
vorgenommen. Die zweifarbige Virage (durchgeführt bei Colorspace, Jan
Ledecký in Prag) folgt der Einfärbung der beiden Nitrokopien.
Begleitend zur Quellensicherung rekonstruierte und adaptierte
Bernd Thewes die Filmmusik. Bei der Festlegung des Aufführungstempos war eine historische Aufnahme der Filmmusik unter Strauss
entscheidend; auf dieser Zeitbasis fand der Abgleich von Film und Musik
statt. Grundsätzlich war das Problem zahlreicher Musiküberhänge zu
lösen. Leitfaden für Bernd Thewes gemeinsam mit Frank Strobel in der
Frage, was wegfällt und was nicht, waren Übereinstimmungen zwischen
Film und Musik in Hinblick auf personen- und situationsbezogene Leitmotive sowie programmmusikalische Parallelitäten.
Die Rekonstruktion des Finales baute auf der Idee auf, den Film
auch musikalisch als »Komödie für Musik« enden zu lassen, und wurde
für Aufführungen des Films mit der Originalmusik konzipiert. Die ursprünglich ca. 15-minütige Finalmusik wurde um ein Drittel gekürzt
und im Gewand einer viersätzigen Orchestersuite »reformuliert«.
Da von dem letzten Akt kein szenisches Filmmaterial mehr auffindbar
ist, wurden für die visuelle Gestaltung des Finales animierte Fotos,
Texte (Referenz waren entsprechende Textpassagen der Oper sowie
zeitgenössische Filmrezensionen) und Szenen aus einem Kino-Trailer
benutzt, der damals schon für die Bewerbung des Films hergestellt
worden war. In dieser gekürzten Version ist es möglich, Film und Musik als ein formal geschlossenes Werk aufzuführen.
80 Jahre nach der Premiere des Films in der Semperoper fand
am 6. September 2006 am selben Ort seine Wiederaufführung statt:
eine Koproduktion des Filmarchivs Austria, der Sächsischen Staatsoper
Dresden und des ZDF in Zusammenarbeit mit arte. Die damalige,
für TV und DVD aufgezeichnete Vorführung bildete den Auftakt zahlreicher großbesetzter Aufführungen bis heute, die dem faszinieren­den Filmprojekt des diesjährigen Komponistenjubilars Strauss einen
späten Nachruhm bescheren.
N I NA GO S LA R · F I LM R EDAKT I ON Z DF / A R TE
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»Rosenkavalier« – Stummfilm
Richard Strauss,
die Sächsische Staatskapelle
und die semperOper
Ein Überblick
W
enn Richard Strauss von seinen »lieben Dräsdnern«
sprach, dann schwang darin – neben bayerischem Humor – eine feine Prise verschmitzte Ironie, vor allem
aber eine gehörige Portion Respekt und Anerkennung
mit. Schon früh avancierte Dresden mit der Königlichen
musikalischen Kapelle und der Hofoper zu einem Zentrum Strauss’scher
Musik, zahlreiche seiner Werke erlebten hier ihre Uraufführung. Eine
Schlüsselrolle nahm Ernst von Schuch ein, Strauss’ »allertreuester Leib­
dirigent«: Der Dresdner Generalmusikdirektor machte beizeiten das Publi­
kum der Elbestadt in den Symphoniekonzerten der Kapelle mit Strauss’
Tondichtungen bekannt, von »Till Eulenspiegel« über »Zarathustra« bis
zur »Sinfonia domestica«. Unter »des genialen Schuch unermüdlichem
Zauberstab« wurde, wie Strauss betonte, Jahre später schließlich auch die
Reihe der »vorbildlichen Uraufführungen« seiner Opern in Dresden eröffnet. Mit Werken wie der »Salome«, »Elektra« und dem »Rosenkavalier«
stieg Strauss zum führenden Musikdramatiker seiner Zeit auf. Allein neun
Opern ließ er in Dresden, seinem »Dorado für Uraufführungen«, aus der
Taufe heben – und widmete zum Dank die »Alpensinfonie« der Dresdner
Kapelle. Häufig stand Strauss selbst am Pult des Orchesters, er dirigierte
es in Konzerten und Opernvorstellungen (nicht nur in Aufführungen eigener Werke) und auch beim Gesamtgastspiel der Dresdner Staatsoper 1936
in London. Ihren Anfang nahm die Dresdner Strauss-Tradition im ehrwürdigen »Tonkünstler-Verein zu Dresden« (der in der heutigen »Kammermusik der Sächsischen Staatskapelle« fortlebt), als Kapell-Musiker 1882 die
frühe Bläserserenade op. 7 von Strauss uraufführten. Immer wieder war
Strauss in der Folge als Pianist und Liedbegleiter höchstpersönlich im
»TV« zu Gast: Im »schönen (Dresdner) Tonkünstlerverein«, so der Komponist rückblickend, hat »so ziemlich meine öffentliche Laufbahn begonnen«.
Eine Laufbahn, deren innige Verbindung zu Dresden sich in unzähligen
denkwürdigen Ereignissen niederschlägt, die derzeit auch in einer Ausstellung in der Semperoper beleuchtet werden – mit originalen Exponaten aus
dem Bestand des Historischen Archivs der Staatsoper Dresden.
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Die Semperoper um 1920, von der Katholischen Hofkirche aus gesehen
27.11.1882Uraufführung von Strauss’ Bläserserenade op. 7 im
Dresdner Tonkünstler-Verein (TV) in einem Konzert
mit Kapell-Musikern im Saal des Gasthauses zu den
»Drei Raben« (Leitung: Franz Wüllner).
19.12.1883Strauss tritt als Pianist im Tonkünstler-Verein auf und
spielt mit dem befreundeten Kapell-Cellisten Ferdinand
Böckmann die Violoncellosonate op. 6.
19.12.1884Unter Ernst von Schuch zum ersten Male Aufführung
eines Strauss-Werkes in den Symphoniekonzerten
der Dresdner Hofkapelle: die Concertouvertüre in
c-Moll o. Op. AV 80.
29.1.1886Im Tonkünstler-Verein erklingt das (1885 in Meinin­gen uraufgeführte) erste Hornkonzert op. 11, dessen
Parti­t ur Strauss dem Dresdner Kapell-Hornisten
Oscar Franz widmet (Leitung: Karl Riccius, Solist:
Oscar Franz).
»Rosenkavalier« – Stummfilm
10.1.1890»Don Juan« op. 20 steht wenige Wochen nach der Weimarer Uraufführung zum ersten Male auf dem Programm der Kapelle (Leitung: Adolf Hagen); Strauss
berichtet: »Das Dresdner Orchester ist unstreitig jetzt
das schönste, die Blä­ser sind alle ideal u. haben ein pp,
das einfach fabelhaft ist.«
20.12.1895Ernst von Schuch dirigiert »Till Eulenspiegels lustige
Streiche« op. 28 erstmals in den Kapell-Konzerten.
2.4.1897»Also sprach Zarathustra« op. 30 unter Schuch zum
ersten Male in den Kapell-Konzerten.
8.10.1897»Tod und Verklärung« op. 24 unter Schuch zum ersten
Male bei der Kapelle.
28.2.1899»Aus Italien« op. 16 unter Schuch zum ersten Male bei
der Kapelle.
29.12.1899Unter Schuch erste Kapell-Aufführung des »Helden­
lebens« op. 40.
21.11.1901Uraufführung der ersten »Dresden-Oper« von Strauss:
»Feuersnot« op. 50 unter der Leitung Schuchs
(Libretto: Ernst von Wolzogen).
17.1.1902»Don Quixote« op. 35 unter Schuch zum ersten Male
bei der Kapelle.
24.5.1904Anlässlich des 50. Geburtstags des Tonkünstler-Vereins
und des 40. Geburtstags von Strauss Ernennung des
Komponisten zum Ehrenmitglied des TV.
15.11.1904 »Sinfonia domestica« op. 53 unter Schuch zum ersten
Male bei der Kapelle.
8.3.1905Strauss’ Leitung eines Aschermittwochskonzerts (u.a.
mit der »Sinfonia domestica«) wird zum Auftakt zahlrei­
cher Dirigate am Pult der Kapelle in Konzert und Oper
9.12.1905Uraufführung der »Salome« op. 54 unter Schuchs
Stabführung (Text nach Oscar Wilde).
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Porträtfoto von Richard Strauss (um 1909) mit einer Widmung an den
Dresdner Generalmusikdirektor Ernst von Schuch, der sich mit Leidenschaft
für Strauss einsetzte und zu einem engen Vertrauten des Komponisten wurde
»Rosenkavalier« – Stummfilm
25.1.1909»Elektra« op. 58, die erste gemeinsame Arbeit mit Hugo
von Hofmannsthal als Librettisten, wird unter Schuchs
Leitung uraufgeführt und als weiterer Meilenstein der
Musikgeschichte gefeiert; die Uraufführung bildet den
Auftakt der erstmals veranstalteten Richard-StraussWoche in Dresden, die als Institution bis heute unter
wechselnden Titeln fortgeführt wird.
26.1.1911Die Uraufführung des »Rosenkavalier« op. 59 (Libretto: Hofmannsthal) unter Schuch besiegelt endgültig
Strauss’ Weltruhm, der Komponist bezeichnet Schuch
fortan als seinen »allertreuesten Leib­d irigenten«.
21.9.1912Anlässlich der Feier zum 40-jährigen Amtsjubiläum von
Schuch dirigiert Strauss bei der Kapelle eigene Werke.
10.5.1914 Tod Ernst von Schuchs in seinem Haus in Niederlößnitz (Radebeul).
7.1.1915Gedenkkonzert für Schuch mit Strauss als Dirigenten.
28.10.1915Mit Strauss am Pult bringt die Kapelle die eigentlich
für Schuch geschriebene »Alpensinfonie« op. 64 in der
Berliner Philharmonie zur Uraufführung, zwei Tage
später Dresdner Erstaufführung; Strauss widmet das
Werk »Dem Grafen Nicolaus Seebach und der Königlichen Kapelle zu Dresden in Dankbarkeit«.
30.11.1917Unter Fritz Reiner zum ersten Male »Macbeth« op. 23
in den Kapell-Konzerten.
17.12.1917Strauss leitet den 100. Dresdner »Rosen­k avalier«.
13.10.1922Fritz Busch dirigiert zum ersten Male die Orchestersuite
aus »Der Bürger als Edelmann« op. 60 bei der Kapelle.
Juni 1923Unter Fritz Busch erste Strauss-Aufnahmen der Kapelle
auf Schallplatte (Polydor): die beiden Menuette aus dem
»Bürger als Edelmann«.
31.5.1924Außerordentlicher Aufführungsabend aus Anlass des
70-jährigen Bestehens des Tonkünstler-Vereins und
28
29
zur »Vorfeier des 60. Geburtstages unseres Ehrenmitgliedes Dr. Richard Strauss«.
3.11.1924In einem Kammerkonzert im Dresdner Residenzschloss
zum 60. Geburtstag von Strauss begleitet der Komponist am Flügel eigene Lieder.
4.11.1924Uraufführung von »Intermezzo« op. 72 unter dem
Dirigat Buschs im Dresdner Staatsschauspiel
(Libretto: Strauss).
16.10.1925Uraufführung des »Parergon zur Sinfonia domestica«
für Klavier und Orchester op. 73 unter Buschs Leitung
mit dem Pianisten Paul Wittgenstein.
10.1.1926Uraufführung des »Rosenkavalier«-Films im Opernhaus mit Strauss am Kapell-Pult.
26.3.1927Strauss dirigiert in Dresden Beethovens erste und
neunte Symphonie.
6.6.1928Uraufführung der »Ägyptischen Helena« op. 75 unter
der Leitung Buschs (Libretto: Hofmannsthal).
13.2.1933»Tristan und Isolde« in Dresden unter Strauss’ Leitung.
1.7.1933Unter Clemens Krauss Uraufführung der »Arabella« op. 79, des letzten gemeinsamen Werkes von
Hofmannsthal und Strauss.
10.6.1934Anlässlich des 70. Geburtstags von Strauss und des
80. Geburtstags des TV leitet der Komponist im Dresdner Schauspielhaus im Rahmen einer »Richard-StraussMorgenfeier« (als Auftakt zur Dresdner RichardStrauss-Woche) die Bläserserenade op. 7.
24.6.1935Uraufführung der »Schweigsamen Frau« op. 80 unter Karl Böhm; Strauss setzt gegen den Widerstand
der National­sozialisten durch, dass der Name des
jüdischen Librettisten Stefan Zweig auf dem Theaterzettel erscheint, und wird daraufhin seines Amtes als
Präsident der Reichs­musikkammer enthoben.
»Rosenkavalier« – Stummfilm
Werkstatt des Invaliden« o. Op. AV 135 und verfügt, dass
das Stück »ein für alle Mal auf private Aufführung im
verdienstvollen Tonkünstlerverein zu beschränken« sein
solle (Dirigent der Uraufführung: Karl Elmendorff).
26.9.1948Im Festkonzert zum 400-jährigen Bestehen der Staatskapelle leitet Joseph Keilberth u.a. die »Alpensinfonie«,
Strauss gratuliert: »Aus der Fülle der herrlichen Erinnerungen meiner künstlerischen Laufbahn rufen die
Klänge dieses Meisterorchesters stets von neuem Gefühle
innigster Dankbarkeit und Bewunderung wach, mit denen ich jedes Mal, zuletzt im Mai 1944, aus dem geliebten Theater schied.«
Richard Strauss auf dem Weg vom Hotel »Bellevue« zur Semperoper (1924)
November 1936Gesamtgastspiel der Dresdner Staatsoper in London,
Strauss leitet »Ariadne auf Naxos« in Covent Garden sowie »Don Quixote« und »Till Eulenspiegel« in der Queen’s
Hall, unter Karl Böhm Aufführung des »Rosenkavalier«.
15.10.1938Uraufführung der »Daphne« op. 82, der neunten und
letzten Dresdner Strauss-Oper, unter Karl Böhm
(Libretto: Joseph Gregor).
18.6.1939Letztes Strauss-Dirigat bei der Kapelle: »Arabella«.
Mai / Juni 1944Strauss-Tage zum 80. Geburtstag und in Anwesenheit
des Komponisten, mit Aufführungen von »Ariadne«,
»Capriccio« und »Rosenkavalier«, außerdem Konzerte
unter Karl Elmendorff und Kurt Striegler, u.a. mit dem
»Festlichen Präludium« op. 61 in der Frauenkirche;
bei diesem letzten Dresden-Besuch hört Strauss (nachdem er 1943 noch während der Proben zur Salzburger Uraufführung nach Garmisch zurückgereist war)
erstmals sein Hornkonzert Nr. 2 o. Op. AV 132 mit dem
Kapell-Hornisten Max Zimolong als Solisten.
18.6.1944Strauss überträgt dem TV zum 90-jährigen Bestehen
die Uraufführung seiner ersten Bläsersonatine »Aus der
30
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11.6.1949Strauss-Konzert unter Keilberth zum 85. Geburtstag
des Komponisten.
8.9.1949Tod Richard Strauss’ in Garmisch-Partenkirchen.
15.9.1949Gedächtnisfeier unter Keilberth mit Strauss-Werken.
9.10.1949Auf Einladung Wieland Wagners reist die Kapelle für
ein Gedenkkonzert nach Bayreuth und führt unter
Keilberth im Festspielhaus die »Metamorphosen« und
»Tod und Verklärung« auf.
21.5.1986Uraufführung der Romanze für Violoncello o. Op. AV 75
in der Fassung für Cello und Orchester unter Günter Neuhold mit dem Konzertmeister Violoncello Jan Vogler (die
Fassung für Cello und Klavier hatte Strauss dem eins­t igen Kapell-Cellisten Ferdinand Böckmann zugeeignet).
14. & 19.4.2014Uraufführung der vom damaligen Capell-Compositeur
Wolfgang Rihm komponierten Orchesterfassung des
letzten Strauss-Lieds »Malven« unter Christian Thielemann bei den Osterfestspielen Salzburg 2014 (Auftragswerk der Osterfestspiele Salzburg und der Sächsischen
Staatskapelle Dresden); Aufführung zusammen mit
Strauss’ »Frühling«, »September«, »Beim Schlafengehen« und »Im Abendrot« als »Letzte Lieder« (Solistin:
Anja Harteros), Wiederholung am 8. und 9. Juni 2014
in der Semperoper.
»Rosenkavalier« – Stummfilm
»Der Rosenkavalier« (Stummfilm)
Orchesterbesetzung
1. Violinen
Michael Eckoldt
Jörg Faßmann
Federico Kasik
Christian Uhlig
Volker Dietzsch
Johanna Mittag
Jörg Kettmann
Martina Groth
Wieland Heinze
Henrik Woll
Anselm Telle
Franz Schubert
Renate Peuckert
Yoriko Muto
2. Violinen
Heinz-Dieter Richter / Konzertmeister
Annette Thiem
Jens Metzner
Alexander Ernst
Beate Prasse
Mechthild von Ryssel
Elisabeta Schürer
Emanuel Held
Kay Mitzscherling
Martin Fraustadt
Johannes Hupach**
Jürgen Karwath*
Bratschen
Michael Neuhau / Solo
Andreas Schreiber
Anya Muminovich
Uwe Jahn
Zsuzsanna Schmidt-Antal
Marie-Annick Caron
Susanne Neuhaus
Juliane Böcking
Ekaterina Zubkova
Elizaveta Zolotova
Violoncelli
Kleif Carnarius* / Solo
Uwe Kroggel
Johann-Christoph Schulze
Jörg Hassenrück
Jakob Andert
Matthias Wilde
Titus Maack
Stefano Cucuzzella**
Kontrabässe
Petr Popelka / Solo
Martin Knauer
Christoph Bechstein
Thomas Grosche
Johannes Nalepa
Marco-Vieri Giovenzana
Flöten
Andreas Kißling / Solo
Bernhard Kury
Dóra Varga
Oboen
Bernd Schober / Solo
Volker Hanemann
Florian Hanspach**
Klarinetten
Wolfram Große / Solo
Egbert Esterl
Jan Seifert
Rainer Greis*
Fagotte
Joachim Hans / Solo
Hannes Schirlitz
Andreas Börtitz
Hörner
Erich Markwart / Solo
David Harloff
Harald Heim
Julius Rönnebeck
Klaus Gayer
Trompeten
Mathias Schmutzler / Solo
Peter Lohse
Sven Barnkoth
Posaunen
Nicolas Naudot / Solo
Jürgen Umbreit
Danilo Koban**
Tuba
Jens-Peter Erbe / Solo
Pauken
Thomas Käppler / Solo
Schlagzeug
Frank Behsing
Jürgen May
Dirk Reinhold
Stefan Seidl*
Harfen
Vicky Müller / Solo
Astrid von Brück / Solo
Klavier / Celesta
Johannes Wulff-Woesten
Harmonium / Cembalo
Christopher Bruckman
* als Gast
** als Akademist/in
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33
»Rosenkavalier« – Stummfilm
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Vorschau
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Im Rahmen der Richard-Strauss-Tage
der Semperoper Dresden
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2. Kammerabend
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♣♠♥♦♦
♣ ♠ ♥♦♦
d o n n e rs tag 2 0 .11.14 2 0 UH R
S EMPER OPER d r e s d e n
Bube, Dame, König, Strauss!
Z u m
1 5 0 . G e b u r t s t a g
v o n
R i c h a r d
S t r a u s s
Mitwirkende Gäste
Carolina Ullrich Sopran
Paul Rivinius Klavier
Gunther Anger Klavier
Jobst Schneiderat Klavier
Ausführende
Matthias Wollong Violine
Norbert Anger Violoncello
Eine außergewöhnliche Ausstellung über
Richard Strauss und seine Dresdner Uraufführungen,
zu sehen in den Foyers der Semperoper.
Richard Strauss
Violinsonate Es-Dur op. 18
Violoncellosonate F-Dur op. 6
Ausgewählte Lieder
4. Symphoniekonzert
S o n n tag 2 3.11.14 18 U h r
M o n tag 2 4 .11.14 2 0 U h r
S e m p er o p er Dr e s d e n
Christian Thielemann Dirigent
Renée Fleming Sopran
Robert Langbein Horn
PA R T N E R D E R S E M P E R O P E R U N D
D E R S TA AT S K A P E L L E D R E S D E N
Semperoper
Dresden
Richard Strauss
Hornkonzert Nr. 1 Es-Dur op. 11
»Reisefieber und Walzerszene« aus »Intermezzo« op. 72
»Meinem Kinde« op. 37/3
»Liebeshymnus« op. 32/3
»Das Bächlein« o. Op. AV 118
»Ruhe, meine Seele!« op. 27/1
»Die heiligen drei Könige aus Morgenland« op. 56/6
»Frühlingsfeier« op. 56/5
»Also sprach Zarathustra« op. 30
»Rosenkavalier« – Stummfilm
I m p r e ss u m
Sächsische
Staatskapelle Dresden
Künstlerische Leitung/
Orchesterdirektion
Sächsische Staatskapelle Dresden
Chefdirigent Christian Thielemann
Spielzeit 2014 | 2015
H e r au s g e b e r
Sächsische Staatstheater –
Semperoper Dresden
© November 2014
R e da k t i o n
Dr. Torsten Blaich
G e s ta lt u n g u n d L ayo u t
schech.net
Strategie. Kommunikation. Design.
Dr u c k
Union Druckerei Dresden GmbH
A n z e i g e n v e r t ri e b
Christian Thielemann
Chefdirigent
Juliane Stansch
Persönliche Referentin
von Christian Thielemann
Jan Nast
Orchesterdirektor
Tobias Niederschlag
Konzertdramaturg,
Künstlerische Planung
Dr. Torsten Blaich
Programmheftredaktion,
Konzerteinführungen
Matthias Claudi
PR und Marketing
Agnes Monreal
Assistentin des Orchesterdirektors
EVENT MODULE DRESDEN GmbH
Telefon: 0351/25 00 670
e-Mail: info@event-module-dresden.de
www.kulturwerbung-dresden.de
Sarah Niebergall
Orchesterdisponentin
B i l d n ac h w e is
Agnes Thiel
Dieter Rettig
Notenbibliothek
Abbildungen zum originalen »Rosenkavalier«Film: Walter Dillenz und Film­a r­chiv Austria;
Bühnenansichten Semperoper der Filmaufführung 2006: Matthias Creutziger / Walter Dillenz
und Film­a r­chiv Austria; Porträts Frank Strobel:
Thomas Rabsch; Außenansicht Semperoper
sowie Theaterzettel und Programmheft zur
Filmpremiere 1926: Historisches Archiv der
Semperoper Dresden; Porträt Richard Strauss:
Strauss Archiv München (SAM), Sammlung
Stephan Kohler; Strauss auf dem Weg zur
Semper­oper: Deutsche Fotothek / SLUB Dresden.
Matthias Gries
Orchesterinspizient
RICHARD
STRAUSS
E EKTRA
E V E LY N H E R L I T Z I U S
ANNE SCHWANEWILMS
WALTRAUD MEIER
RENÉ PAPE
STAATSKAPELLE DRESDEN
CHRISTIAN THIELEMANN
T e x t n ac h w e is
Der Einführungstext von Nina Goslar ist ein
Originalbeitrag für die Sächsische Staatskapelle Dresden und erschien erstmals im
Programm­heft zum Filmkonzert des Orchesters
am 6. September 2006. Das Interview mit Frank
Strobel von Axel Brüggemann ist ebenfalls ein
Originalbeitrag für die Publikationen der Sächsischen Staatskapelle.
Urheber, die nicht ermittelt oder erreicht
werden konnten, werden wegen nachträglicher
Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten.
Christian Thielemanns großartige „Elektra“ –
live aus der Berliner Philharmonie.
Private Bild- und Tonaufnahmen sind aus
urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet.
Die Gesamteinspielung auf Deutsche Grammophon.
Ab sofort als CD und Download erhältlich.
www.Richard-Strauss-150.de
w w w. s ta at s k a p e l l e - d r e s d e n . d e
36
PA R T N E R D E R
S TA AT S K A P E L L E D R E S D E N
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Seele and Geist
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