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Acker Vieh und Landwirtschaft - Weser Kurier

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Landkreis Oldenburg
SONNABEND
25. OKTOBER 2014
„Einfach mal etwas zulassen“
NACHRICHTEN IN KÜRZE
UNFALL I
Podiumsdiskussion über Inklusion im Ehrenamt zeigt Potenzial, aber auch Verbesserungsbedarf auf
13-Jähriger schwer verletzt
Ein behinderter Mann, der andere Menschen beim Kirchgang begleitet, eine Frau
mit Multipler Sklerose, die im Kindergarten mithilft, ein Bewohner der Diakonie
Himmelsthür, der für das Mehrgenerationenhaus Botengänge erledigt: Es gibt sie
schon, die Beispiele für Inklusion im Ehrenamt – allerdings bislang zu wenig, wie
sich die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion am Donnerstagabend im Kreishaus einig waren. Unter anderem fehle es oft
noch an der nötigen Offenheit in Vereinen
und Einrichtungen.
Dötlingen. Bei einem Unfall am Donnerstagnachmittag auf dem Bassumer Weg hat
ein 13-jähriger Junge aus Dötlingen
schwere Verletzungen erlitten. Laut Polizei
war er gegen 16.30 Uhr unvermittelt mit seinem Fahrrad auf die Fahrbahn gefahren,
ein 43-jähriger Autofahrer aus Wildeshausen konnte nicht mehr bremsen. Durch den
Zusammenprall wurde der Junge auf die
Straße geschleudert. Er kam per Rettungswagen ins Krankenhaus. Den Blechschaden bewertete die Polizei als gering.
UNFALL II
Fehler beim Abbiegen
V ON UTE W INS EM A NN
Wildeshausen. Als sie mit ihrem Stock hereinkam, habe die Kindergartenleiterin zunächst etwas sparsam geguckt, berichtete
eine Frau, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, am Donnerstagabend von ihren
persönlichen Erfahrungen mit der Inklusion im Ehrenamt. Erst im Gespräch „hat
sie gemerkt, dass ich ja ganz normal bin“.
Mittlerweile hilft die Frau, die wegen ihrer
Krankheit vorzeitig in Rente gehen musste,
auf freiwilliger Basis zwei Mal wöchentlich
im Kindergarten, spielt, bastelt oder liest
mit den Mädchen und Jungen. Die haben
ihrer „rasenden Oma“ – wie sie sie wegen
ihres Elektro-Scooters nennen – zwar anfangs eine Menge neugierige Fragen gestellt, sich aber ansonsten weniger voreingenommen gezeigt als viele Erwachsene.
Was die als Zuhörerin zur Podiumsdiskussion im Kreishaus gekommene Frau erzählte, wirkte wie ein Paradebeispiel zum
Thema des Abends, der Inklusion im Ehrenamt. Denn unter dieser Überschrift ging es
einmal nicht darum, was denn die „Normalen“ – wie auch immer man diese Normalität definiert – für „Behinderte“ tun können.
Vielmehr stand im Mittelpunkt, wie „Menschen mit Besonderheiten“ oder auch
„Menschen mit Unterstützungsbedarf“ –
so zwei Vorschläge für weniger diskriminierende Bezeichnungen – sich selbst aktiv
mit ehrenamtlichen Tätigkeiten in die Gesellschaft einbringen können und davon
letztlich alle Beteiligten profitieren.
Bislang habe er nur eine Handvoll Menschen mit verschiedensten Behinderungen
in eine ehrenamtliche Tätigkeit vermittelt,
sagte Thorben Kienert von der Freiwilligenagentur „Mischmit“, die zu der Diskussion
eingeladen hatte. Das entspreche dem allgemeinen Bild in Deutschland, denn etwa
95 Prozent aller Ehrenamtler seien nicht behindert. Nach seinem Eindruck liegt die ge-
Harpstedt. 13 000 Euro Schaden hat ein Unfall am späten Donnerstagnachmittag auf
der Burgstraße nach sich gezogen. Nach
Angaben der Polizei wollte ein 18-jähriger
Harpstedter gegen 17.45 Uhr mit seinem
Auto nach links in die Mullstraße abbiegen, übersah dabei aber den entgegenkommenden Wagen eines 44-Jährigen aus Wardenburg. Es kam zum Zusammenstoß, anschließend waren beide Fahrzeuge nicht
mehr fahrbereit.
DIEBSTAHL
Einbrecher in zwei Firmen
Thorben Kienert (Freiwilligenagentur „Mischmit“), Margrit Haselei (Norle), Hans Sperveslage (Kreisbehindertenrat), Jörg Arendt-Uhde (Diakonie Himmelsthür) und Rita Rockel (Behindertenbeauftragte, v.l.) diskutierten miteinander und mit dem Publikum über Inklusion im Ehrenamt. FOTO: MÖLLERS
ringe Einbindung Behinderter unter anderem daran, dass viele Vereine oder Einrichtungen, die freiwillige Helfer suchen, von
vornherein befürchten, Behinderte brächten ihnen keine Entlastung, sondern sogar
zusätzliche Belastung. Er gehe dagegen
eher pragmatisch an die Vermittlung heran. „Jeder kann was“, meinte Kienert.
Wenn sich Menschen bei ihm meldeten, bespreche er mit ihnen, was ihre Interessen
und Fähigkeiten sind, und versuche dann,
unter den offenen Stellen etwas Geeignetes zu finden. So begleite etwa ein behinderter Mann, der selbst gern in die Kirche
geht, nun andere Menschen beim Kirchgang, die das allein nicht könnten.
Wichtig fand die Kreis-Behindertenbeauftragte Rita Rockel, dass sich die Beteilig-
ten bei derartigen Arrangements auf Augenhöhe begegnen. Das sei aber gerade
nicht mit Gleichheit gleichzusetzen. So
kenne sie einen Mann, der bei einem Fußballverein zwar nicht mit auf dem Feld stehe, sich aber als treue Seele um Getränke,
Trikots, das Maskottchen und sonstiges
Drumherum kümmere – und sich dadurch
nicht etwa ausgenutzt, sondern als Teil des
Ganzen und von den anderen akzeptiert
fühle.
Ein wenig unterschiedliche Ansichten
gab es auf dem Podium, wie schnell denn
die Inklusion im Ehrenamt vorangehen
kann. „Ich bin auch sehr ungeduldig“,
schloss sich etwa Margrit Haselei, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft Norle, mehreren Äußerungen aus
dem Publikum an. Hans Sperveslage, Vorsitzender des Kreisbehindertenrats, und
Jörg Arendt-Uhde, Regionalgeschäftsführer der Diakonie Himmelsthür, betonten dagegen, dass derartige Prozesse einfach Zeit
bräuchten. Die Lebenswelten behinderter
und nicht behinderter Menschen seien jahrzehntelang weitgehend getrennt gewesen,
sagte Arendt-Uhde, beide Seiten müssten
sich erst wieder aneinander gewöhnen.
Das dürfe aber keine Ausrede sein,
Dinge nur auszusitzen, meinte Dieter
Brüggmann vom „Mischmit“-Vorstand.
Wie es gehen kann, formulierte Margret
Hentemann vom Deutschen Roten Kreuz
(DRK): Man solle weniger darüber nachdenken, warum etwas nicht gehen könnte,
als „einfach mal etwas zulassen“.
Hude. In der Zeit von Mittwoch, 18 Uhr, bis
Donnerstag, 8 Uhr, haben Einbrecher zweimal in Hude zugeschlagen. An der Straße
Alter Damm und am Grenzweg haben unbekannte Täter laut Polizei bei zwei Firmen die Schlösser von Türen gewaltsam geöffnet. An dem ersten Tatort wurden diverse motorbetriebene Gartengeräte und
ein Fahrrad entwendet, an dem zweiten
Ort wurde offensichtlich nichts gestohlen.
Der Gesamtschaden wird auf 3000 Euro geschätzt.
BAUMFÄLLUNG
Behinderungen auf der A 1
Groß Ippener. Ab Montag, 27. Oktober,
und bis Freitag, 14. November, kommt es
auf der Autobahn 1 abschnittsweise in beiden Fahrtrichtungen zu Verkehrsbehinderungen, weil Tagesbaustellen für die Entfernung von Bäumen eingerichtet werden.
Zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und
der Anschlussstelle Groß Ippener werden
einzelne Bäume im Böschungsbereich entfernt. Dafür müssen laut Ankündigung
tagsüber Stand- und Hauptfahrstreifen gesperrt werden.
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Die Ergebnisse 2014 für Niedersachsen im Überblick
Mit den Erträgen und der Qualität der diesjährigen Ernte sind
die meisten niedersächsischen
Landwirte sehr zufrieden –
weniger erfreulich ist dagegen
die Entwicklung der Märkte.
Bei allen Kulturen ist ein deutlicher Preisrückgang zu verzeichnen. „Die Erträge sind
gut, die Erlöse ernüchternd“,
lautete die durchwachsene Bilanz von Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen,
anlässlich der Ernte-Pressekonferenz seines Hauses Mitte
Oktober in Zeven-Oldendorf.
„Trotz der Freude über die gute
Ernte ist letztendlich entscheidend, was am Ende im Portemonnaie ankommt“, sagte
Meyer zu Wehdel. Und damit
könnten die Landwirte kaum
zufrieden sein. Für Getreide
und Raps wurde deutlich weniger gezahlt, die Preise für Kartoffeln stürzten sogar ab. Eine ähnliche Entwicklung sei auch bei
Zuckerrüben, Mais und im
Ökolandbau zu erwarten, so
der Kammerpräsident. „Dieses
Minus wird auch nicht durch
leicht nachgebende Betriebsmittelpreise für Diesel und Dünger
kompensiert.“
Relativ gut kamen die Landwirte in weiten Teilen des Nordwestens weg. Sie blieben zum
großen Teil vom Starkregen verschont, und am Ende stimmten
Ertrag und Qualität bei allen
Kulturen. „Positiv an den Niederschlägen war, dass sie in großen Teilen Niedersachsens
gleichmäßig verteilt waren und
damit die Wasserversorgung
stimmte“, so Meyer zu Wehdel
weiter, sehr zum Vorteil von
Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais
und auch Grünland. So wurden
und werden durchweg gute Erträge erzielt, die zum Teil unter
sehr günstigen Bedingungen geerntet werden konnten oder
derzeit noch geerntet werden.
In Niedersachsen wurden im
Jahr 2014 816.000 Hektar (ha)
Getreide angebaut – eine Zunahme von 0,5 Prozent gegenüber 2013. Die Ernte fiel mit 6,6
Millionen Tonnen (t) vier Prozent höher aus. Die Qualität war
durch schlechtes Erntewetter
teilweise beeinträchtigt. Die
Kartoffel-Anbaufläche wurde
um drei Prozent auf 105 000 ha
ausgedehnt, die Erträge liegen
im Durchschnitt bei rekordverdächtigen 48,5 t/ha. Die Gesamternte liegt bei 5,1 Millionen –
16 Prozent mehr als 2013 und
drei Prozent mehr als im Mittel
der vergangenen fünf Jahre.
Die Zuckerrüben-Anbaufläche
wurde gegenüber 2013 um 3,5
Prozent auf 101 000 ha gesteigert. Für die laufende Ernte werden überdurchschnittliche Rübenerträge prognostiziert. Mit
Mais wurden 610 000 ha bestellt
(plus 2,5 Prozent).
Körnermais nahm um 14 Prozent auf 78 000 ha ab, dafür
wuchs die Silomaisfläche um
28 000 auf 530 000 ha. Gut
300 000 ha wird an Rindvieh
verfüttert, gut 200 000 ha werden in Biogasanlagen eingesetzt. Insgesamt wird von guten,
zum Teil sehr guten SilomaisErträgen ausgegangen. Auch
beim Körnermais werden gute
Erträge erwartet.
lwk/emsn
Geförderte Nachhaltigkeit
Zur Unterstützung einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen,
umweltschonenden, tiergerechten und multifunktionalen Landwirtschaft fördern Niedersachsen und Bremen unter finanzieller Beteiligung der EU investive
Maßnahmen in landwirtschaftlichen Unternehmen.
Förderfähig sind nur noch
Vorhaben, die besondere Anfor-
derungen in den Bereichen
Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz sowie bei Stallbauinvestitionen im Bereich Tierschutz erfüllen. Die Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Tierplätzen ergeben
sich aus der Anlage 1 zur AFPRichtlinie. Im Bereich Umweltoder Klimaschutz muss ein Gutachten eine Verbesserung um
mindestens 20 Prozent gegenüber dem Stand der Technik belegen.
Die Antragsannahme erfolgt
bis 30. Oktober beim Geschäftsbereich Förderung, AG 2.1.1,
der
Landwirtschaftskammer
Niedersachsen, Mars-la-TourStraße 1-13, 26121 Oldenburg.
Infos gibt es unter www.lwkniedersachsen.de.
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