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DWS Steuern Aktuell - Deutsches Wissenschaftliches Institut der

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DWS Steuern Aktuell
Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,
mitten im August und in den Ferien erscheint wieder eine neue Ausgabe von „DWS Steuern Aktuell“,
dem Newsletter des Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V. Auch im Hochsommer stehen Rechtsprechung und Verwaltung nicht still und haben Material für unseren Newsletter
geliefert. Wir informieren außerdem über den Stand der Gesetzgebung, über Neuigkeiten aus dem
Steuerrecht und über unsere aktuellen Seminare. Auch auf die neuesten Produkte des Verlags des
wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater und der DWS-Steuerberater-Online GmbH möchten wir
Sie wieder hinweisen, damit Sie nach dem Urlaub gut vorbereitet in den Alltag starten können.
TOP Thema
Aus dem Inhalt
Das Bundesverfassungsgericht und die Erbschaftsteuer
In eigener Sache
 7. INTERNATIONALER DEUTSCHER
STEUERBERATERKONgRESS
 Kirchensteuerabzug ab dem
1. Januar 2015
Im Fortsetzungsroman zu der Frage, ob bzw. inwieweit die
Erbschaftsteuer mit dem Grundgesetz vereinbar ist oder
nicht, ist am 8. Juli 2014 mit der mündlichen Verhandlung
vor dem Bundesverfassungsgericht ein weiteres Kapitel
geschrieben worden.
Verschonung für Betriebsvermögen ja, aber wieviel?
Das Gericht hatte zahlreiche Sachverständige, darunter
auch die Bundessteuerberaterkammer, geladen, die es intensiv befragte. Es ging dabei vor allem um das Ausmaß der
Verschonungsregelung für Betriebsvermögen. Kritisch gesehen wurde besonders, dass die seit 2009 geltenden Regelungen bis hin zur völligen Steuerbefreiung führten. Es sei
fraglich, ob der Gesetzgeber damit nicht über das Ziel hinausgeschossen sei und man nicht von einer Überprivilegierung von Unternehmenserben gegenüber anderen Steuerpflichtigen sprechen könne.
Dagegen gehalten wurde, dass eine Verschonungsregelung
für Betriebsvermögen dringend erforderlich sei. Gerade
während des Betriebsübergangs brauchten Unternehmen
stabile Rahmenbedingungen. Bei der Unternehmensnachfolge dürfe eine Steuerbelastung nicht dazu führen, dass
Liquiditätsreserven und Investitionsfähigkeit beeinträchtigt
würden.
Nun gilt es wieder abzuwarten, bis das Gericht seine Entscheidung verkündet, die frühestens für den Herbst erwartet
wird. Es wird allgemein nicht davon ausgegangen, dass die
bestehenden Regelungen rückwirkend für nichtig erklärt
werden; vielmehr dürfte dem Gesetzgeber, wie schon in der
Vergangenheit, eine Frist für eine gesetzliche Neuregelung
gesetzt werden. Dabei wird er vermutlich dazu aufgefordert
werden, engere und zielgenauere Verschonungsregelungen
vorzusehen. Den Praktikern wäre damit gedient, wenn der
Gesetzgeber die Vorgaben sorgfältig beachtet und dabei
beide Interessen der Wirtschaft möglichst ausgewogen umsetzt: das Interesse, dass Betriebe nicht übermäßig von der
Erbschaftsteuer belastet werden, und das Interesse an
Rechtssicherheit und einem Gesetz, das dauerhaft als Planungsgrundlage geeignet ist.
Aktuelle Gesetzgebung
 Kroatien-Anpassungsgesetz in
Kraft getreten
 Entwurf eines BilanzrichtlinieUmsetzungsgesetzes veröffentlicht
Aktuelle Rechtsprechung
 EuGH zur Sanierungsklausel
 Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot
bei
vororganschaftlich verursachten Mehrabführungen?
Verwaltung
 Steuerschuldnerschaft
des
Leistungsempfängers bei Bauleistungen
 Teilwertabschreibung gem. § 6
Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG
 Umsatzsteuerrechtliche
Behandlung des Sponsorings aus
Sicht des Sponsors
Kurzinformation/ Sonstiges
 Realsteuer-Hebesätze 2014
 Neue Europäische Erbrechtsverordnung
DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
In eigener Sache
Themen
Weitere Kurzinformationen
7. INTERNATIONALER DEUTSCHER STEUERBERATERKONGRESS (Vereinigtes Königreich in Bristol)
Kirchensteuerabzug ab dem 1. Januar 2015
Renommierte Referenten geben den Teilnehmern Einblicke
in die aktuellen steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Vereinigten Königreich. Für Fachberater im Bereich Internationales Steuerrecht ist dieser Kongress mit 10
Zeitstunden als Pflichtfortbildung geeignet. Alle Kongressteilnehmer erhalten ein Teilnahmezertifikat. Der Tagungsausweis kostet 595 Euro, zzgl. 20 % britischer Umsatzsteuer. Darin enthalten sind das ausführliche Tagungsskript und
Verpflegung während des Kongresses.
Das neue Verfahren wird über das
Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)
abgewickelt.
Am zweiten Kongresstag findet eine Kooperationsbörse
statt, bei der Kontakte zu britischen Kolleginnen und Kollegen geknüpft und vertieft werden können. Das vollständige
Programm und das Anmeldungsformular sind abrufbar unter
www.bstbk.de/de/seminare-kongresse.
Offene Fragen bei der Neuregelung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers
Das Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an
den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer
steuerlicher Vorschriften (Kroatienanpassungsgesetz) ist am
31. Juli 2014 in Kraft getreten. Darin wurde der Anwendungsbereich des § 13b UStG auf Lieferungen von Tablet
Computern und Spielkonsolen sowie auf Lieferungen von
Edelmetallen und unedlen Metallen erweitert. Darüber hinaus wurden die Regelungen zum Reverse-ChargeVerfahren bei Bauleistungen geändert.
Die Bundessteuerberaterkammer hat vor dem Hintergrund,
dass Steuerberater diese Regelungen in der Praxis anwenden müssen, gegenüber dem Bundesministerium der Finanzen auf die Auswirkungen und die derzeit offenen Fragen
aufmerksam gemacht.
Die
Bundessteuerberaterkammer
weist darauf hin, dass auch Kapitalgesellschaften, die mindestens eine
natürliche Person als Gesellschafter
haben, auf das neue Verfahren umstellen müssen. Dazu müssen sich
die Kapitalgesellschaften bis zum 31.
August 2014 beim BZSt registrieren
lassen und die Zulassung zum Verfahren beantragen.
Es ist vorgesehen, dass jeweils zwischen dem 1. September und dem
31. Oktober eines Jahres eine sog.
Regelabfrage beim BZSt zu stellen
ist, um darüber das Kirchensteuerabzugsmerkmal für die jeweiligen Gesellschafter zu erfahren.
Nähere Informationen zu dem neuen
Verfahren sind auf der Website der
BZSt in der Rubrik „Kirchensteuer auf
Abgeltungsteuer“ zu finden. Der dort
zu findende Fragen- und AntwortenKatalog ist aktuell überarbeitet und
um die Gruppe „Einzelfragen zu Kapitalgesellschaften“ erweitert worden.
Mehr unter: PM BStBK
Mehr unter: Eingabe BStBK
Aktuelle Gesetzgebung
Themen
Weitere Kurzinformationen
Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an
den Beitritt Kroatiens zur EU und zur Änderung weiterer
steuerlicher Vorschriften in Kraft getreten
Entwurf
eines
BilanzrichtlinieUmsetzungsgesetzes (BilRUG) veröffentlicht
Das Gesetz wurde am 3. Juli 2014 vom Deutschen Bundestag und am 11. Juli 2014 vom Bundesrat verabschiedet und
ist vorbehaltlich eigenständiger Anwendungsvorschriften am
31. Juli 2014 in Kraft getreten (BGBl. Teil I, Nr. 36 vom 30.
Juli 2014, S. 1266). Gegenüber der Fassung des Regierungsentwurfs sind durch die Beratungen im Finanzausschuss des Deutschen Bundesstages noch weitere Änderungen in das Gesetz mitaufgenommen worden. Zu nennen
sind dabei z. B.:
Das Bundesministerium der Justiz
und für Verbraucherschutz (BMJV)
hat am 27. Juli 2014 den Referentenentwurf für ein Gesetz veröffentlicht,
mit dem die am 26. Juni 2014 verabschiedete EU-Jahresabschlussrichtlinie (Richtlinie 2013/34/EU) in nationales Recht umgesetzt werden soll.
Der Gesetzentwurf sieht dazu in begrenztem Umfang Änderungen der
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
 Erweiterung der Tatbestandsbeschreibung des § 50i
EStG um Anteile, die aufgrund der Einbringung eines Betriebs oder Teilbetriebs einer Personengesellschaft in
eine Körperschaft neu ausgegeben werden (Fälle des
§ 20 UmwStG).
 Sicherstellung, dass Erfassung der stillen Reserven nach
§ 50i EStG vollständig gewährleistet werden kann: § 50i
EStG soll für sog. Altfälle die Besteuerung künftiger Veräußerungs- bzw. Entnahmegewinne sicherstellen.
 Wiederaufnahme einer Regelung zur erstmaligen Anwendung des § 17 Satz 2 Nr. 2 KStG i. d. F. des Gesetzes zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts vom 20. Februar 2013.
 Rückkehr zur alten, vom BFH verworfenen (Verwaltungs) Rechtslage durch Aufnahme ins Gesetz hinsichtlich der
Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (§ 13b
UStG) bei Bauleistungen (inkl. gesetzlicher Aufnahme
der alten Vereinfachungsregelung des Abschn. 13b.8
UStAE).
 Ausschluss des Vertrauensschutzes nach § 176 AO für
den leistenden Unternehmer für die Fälle, in denen der
Leistungsempfänger unter Berufung auf die Rechtsprechung des BFH (Urteil vom 22. August 2013, Az. V R
37/10, BStBl. II 2014, S. 128) die Erstattung der Umsatzsteuer zurückfordert. Der leistende Bauunternehmer
kann seine Umsatzsteuerschuld nach der Neuregelung
mit Tilgungswirkung begleichen, indem er seine auf der
nachträglichen Inrechnungstellung der gesetzlich geschuldeten Umsatzsteuer beruhende Geldforderung gegen den Leistungsempfänger zivilrechtlich an die Finanzverwaltung abtritt.
 Erweiterung der Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Lieferungen von Edelmetallen und unedlen Metallen sowie von Tablet-Computern und Spielekonsolen.
 Aufnahme des Regelwerks „Mini-One-Stop-Shop“: Die
ab 1. Januar 2015 unionsrechtlich geltenden Regelungen
zur Bestimmung des Leistungsortes bei Telekommunikationsleistungen, Rundfunk- und Fernsehleistungen und
bei auf elektronischem Weg erbrachten Leistungen an
Nichtunternehmer werden im nationalen Recht umgesetzt.
Mehr unter: DrS 18-1995
Tarifautonomiestärkungsgesetz in Kraft getreten
Mit Inkrafttreten des Gesetzes ist erstmals in der Bundesrepublik Deutschland ein allgemeiner Mindestlohn eingeführt
worden, der grundsätzlich branchenunabhängig für alle
Arbeitnehmer gilt. Der Mindestlohn beträgt ab dem 1. Januar 2015 8,50 Euro brutto je Zeitstunde. Vereinbarungen, die
den Anspruch auf Mindestlohn unterschreiten oder seine
Geltendmachung beschränken oder ausschließen, sind
insoweit unwirksam. Bis zum 31. Dezember 2017 gelten
abweichende Regelungen eines allgemeinverbindlich gemachten Tarifvertrags fort; ab dem 1. Januar 2017 müssen
abweichende Regelungen jedoch ein Mindestentgelt von
brutto 8,50 Euro je Zeitstunde vorsehen. Eine gesonderte
Übergangsregelung wurde für Zeitungszusteller eingefügt.
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
bilanzrechtlichen Vorschriften des
HGB vor. Durch die Anhebung der
Schwellenwerte für die Einordnung
kleiner, mittelgroßer und großer Kapitalgesellschaften sowie mittelgroßer
und großer Konzerne sollen die bürokratischen Belastungen für kleine
Kapitalgesellschaften gesenkt werden. Außerdem soll auf solche Anhangangaben verzichtet werden können, die typischerweise nur für das
Verständnis von Kapitalgesellschaften
ab einer gewissen Größe nachgefragt
werden.
Die Richtlinie 2013/34/EU erfordert
darüber hinaus erstmals neue Regelungen für die Transparenz von Unternehmen des Rohstoffsektors über
Zahlungen an staatliche Stellen, für
die es im HGB bisher keine Entsprechung gibt.
Mehr unter: Referentenentwurf
Erneuerbare-Energien-Gesetz 2014
Mit dem Gesetz zur grundlegenden
Reform des Erneuerbare-EnergienGesetzes und zur Änderung weiterer
Bestimmungen
des
Energiewirtschaftsrechts soll die Umsetzung der
Energiewende vorangetrieben werden. Bis 2050 sollen mindestens 80
Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Außerdem soll
die Kostendynamik beim Ausbau der
erneuerbaren Energien durchbrochen
und so der Anstieg der Stromkosten
für Stromverbraucher begrenzt werden. Das Gesetz ist am 1. August
2014 in Kraft getreten (BGBl. I 2014
Nr. 33 S. 1066).
Während Anlagenbetreibern bisher
ein fester Vergütungsanspruch pro
eingespeister Kilowattstunde Strom
für eine Dauer von 20 Jahren garantiert wurde, sieht das EEG 2014 nunmehr vor, dass der Strom aus erneuerbaren Energien stets direkt vermarktet werden soll. Eine Ausnahmeregelung gibt es jedoch für Kleinanalagen, deren Strom, wie bisher
eingespeist und vergütet werden
kann.
Außerdem wird im Gesetz ein Korridor zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien für verschiedene
Technologien festgelegt. Ist abseh-
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
Die Einhaltung des Gesetzes soll durch die Behörden der
Zollverwaltung kontrolliert werden. Bei Nichteinhaltung der
Vorschriften können Geldbußen bis zu 500.000 Euro, wenn
das Arbeitsentgelt nicht oder nicht rechtzeitig gezahlt wird,
oder bis zu 30.000 Euro bei anderen Verstößen erhoben
werden.
bar, dass die Ziele nicht erreicht oder
übertroffen werden, verringert oder
erhöht sich die Degression der technologiespezifischen Vergütungssätze.
Mehr unter: EEG 2014
Mehr unter: DrS 18/20/10 (neu)
Aktuelle Rechtsprechung
Themen
Weitere Kurzinformationen
EuGH zur Sanierungsklausel
Befugnis einer im EU-Ausland niedergelassenen
Steuerberatungsgesellschaft zur geschäftsmäßigen
Hilfe in Steuersachen
Die EU-Kommission hatte die Sanierungsklausel des § 8c
Abs. 1a KStG mit Beschluss vom 26. Januar 2011 rückwirkend als nicht mit dem EU-Beihilferecht vereinbar erklärt.
Deutschland hatte gegen diesen Beschluss Nichtigkeitsklage eingelegt, die als unzulässig abgewiesen wurde, da sie
zu spät eingegangen sei. Das dagegen eingelegte Rechtsmittel der Bundesrepublik ist mit Beschluss vom 3. Juli 2014
vom EuGH zurückgewiesen worden. Damit ist die Klage
Deutschlands gegen die EU-Kommission endgültig verfristet. Derzeit sind der Sache noch 14 Klagen von betroffenen
Unternehmen beim EuGH anhängig.
Mehr unter: C-102/13 P
Verstoß gegen das Rückwirkungsverbot bei vororganschaftlich verursachten Mehrabführungen?
Mit Beschluss vom 27. November 2013 hat der BFH eine
Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Frage
eingeholt, ob die Qualifikation vororganschaftlich verursachter Mehrabführungen als Gewinnausschüttung durch § 14
Abs. 3 KStG 2002 i. d. F. des EURLUmsG gegen das verfassungsrechtliche
Rückwirkungsverbot
verstößt.
Im
EURLUmsG sind erstmals gesetzliche Grundlagen für die
Berücksichtigung sog. vororganschaftlicher Mehr- und Minderabführungen geschaffen worden. Mehrabführungen, die
ihre Ursache in vororganschaftlicher Zeit haben, gelten danach als Gewinnausschüttungen der Organgesellschaft an
den Organträger; Minderabführungen, die ihre Ursache in
vororganschaftlicher Zeit haben, sind als Einlagen durch
den Organträger an die Organgesellschaft zu behandeln (§
14 Abs. 3 Satz 1 und 2 KStG 2002). Die Neuregelung ist
erstmals für Mehrabführungen von Organgesellschaften
anzuwenden, deren Wirtschaftsjahr nach dem 31. Dezember 2003 endet (§ 34 Abs. 9 Nr. 4 KStG 2002).
Mehr unter: I R 36/13
Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden
Der BFH hat mit Beschluss vom 5. Juni 2014 dem EuGH
mehrere Fragen zur Vorsteueraufteilung bei Eingangsleistungen für ein gemischt genutztes Gebäude sowie zur Berichtigung des Vorsteuerabzugs vorgelegt. In der Sache
ging es zum einen um die Höhe des Vorsteuerabzugs im
Jahr 2004 aus Baukosten sowie aus laufenden Kosten für
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
Mit Beschluss vom 20. Mai 2014 hat
der BFH ein Vorabentscheidungsersuchen mit mehreren Fragen zur geschäftsmäßigen Hilfe in Steuersachen
durch eine im EU-Ausland niedergelassene Steuerberatungsgesellschaft
an den EuGH gerichtet. Es soll geklärt werden, ob eine ausländische
Steuerberatungsgesellschaft aufgrund
der unionsrechtlich gewährleisteten
Dienstleistungsfreiheit vom Ausland
aus Steuererklärungen für nach deutschem Recht steuerpflichtige Personen erstellen und an die Finanzbehörden übermitteln kann.
Mehr unter: BFH vom 20.05.2014
II R 44/12
Keine Zusammenveranlagung für
nicht
eingetragene
Lebenspartner – Steuerliche Ungleichbehandlung von Ehegatten einerseits
und zusammenlebenden homosexuellen Paaren andererseits vor
Einführung des LPartG nicht zu
beanstanden – Berücksichtigung
von Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastung
Mehr unter: BFH vom 26.06.2014
III R 14/05
Zur Frage der Anwendung der sog.
Mindestbemessungsgrundlage bei
steuerpflichtiger Verpachtung an
einen zum vollen Vorsteuerabzug
berechtigten Unternehmer
Mehr unter: BFH vom 05.06.2014
XI R 44/12
Begriff
des
Vorabgewinnanteils
4
DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
ein Wohn- und Geschäftshaus, mit dem die Klägerin sowohl
steuerfreie als auch steuerpflichtige Vermietungsumsätze
ausführte. Außerdem hat der BFH Zweifel daran, ob es mit
dem Unionsrecht vereinbar ist, dass das Finanzamt einen
teil der in den vergangenen Jahren anerkannten Vorsteuerbeträge zurückverlangte, weil auch insoweit nunmehr der
Flächenschlüssel gelte.
Mehr unter: XI R 31/09
i. S. d. § 35 Abs. 3 Satz 2 Halbsatz 2
EStG 2002
Mehr unter: BFH vom 05.06.2014
IV R 43/11
Steuerbefreiung für letztwillige
Zuwendung eines Wohnungsrechts
an Familienwohnung an längerlebenden Ehegatten
Teilentgeltliche Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter
In Rechtsprechung, Finanzverwaltung und Literatur werden
derzeit die Begriffe der sog. strengen Trennungstheorie,
modifizierten Trennungstheorie und Einheitstheorie diskutiert. Je nach Standpunkt ergeben sich dabei unterschiedliche Antworten auf die Frage ob und wann stille Reserven
bei teilentgeltlichen Übertagungen von Wirtschaftsgütern
aufgedeckt werden. Nunmehr hat der BFH in einem Beschluss vom 19. März 2014 das BMF zum Verfahrensbeitritt
aufgefordert und ihm die folgenden Fragen vorgelegt:
1. Liegt dem Streitfall ein teilentgeltlicher Vorgang oder
aber eine vollentgeltliche Übertragung in Gestalt einer
Einbringung gegen Mischentgelt zugrunde?
2. Unterstellt, es sei der vom IV. Senat des BFH zur Behandlung teilentgeltlicher Vorgänge vertretenen „modifizierten Trennungstheorie“ zu folgen: Käme es hierdurch
zu Schwierigkeiten bei der Besteuerung des Erwerbers
des teilentgeltlich übertragenen Wirtschaftsguts?
3. Unterstellt, es sei der vom IV. Senat des BFH zur Behandlung teilentgeltlicher Vorgänge vertretenen „modifizierten Trennungstheorie“ zu folgen: Welche Auswirkungen hätte dies für die Beurteilung teilentgeltlicher Übertragungen von Wirtschaftsgütern des Privatvermögens?
4. Welche Argumente sprechen aus Sicht des BMF für die
von ihm vertretene „strenge Trennungstheorie“?
Mehr unter: BFH vom 03.06.2014
II R 45/12
Zur Abgrenzung von (steuerfreier)
Vermittlung zum (steuerpflichtigen)
Vertrieb von Fondsanteilen – Abschnittsbesteuerung
Mehr unter: BFH vom 14.05.2014
XI R 13/11
Abzugsverbot für Bestechungsgelder umfasst auch Kosten des
Strafverfahrens und einen für verfallen erklärten Betrag
Mehr unter: BFH vom 14.05.2014
X R 23/12
Nachträgliche Anschaffungskosten
bei Verzicht auf Kleinanlegerprivileg
Mehr unter: BFH vom 06.05.2014
IX R 44/13
Mehr unter: X R 28/12
Unangemessener
Fahrzeugaufwand eines Freiberuflers
Vorfälligkeitsentschädigung bei Immobilienverkauf keine Werbungskosten
Mehr unter: BFH vom 29.04.2014
VIII R 20/12
Der BFH hat mit Urteil vom 11. Februar 2014 entschieden,
dass eine Vorfälligkeitsentschädigung grundsätzlich nicht
als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung
und Verpachtung abziehbar ist. Zwar können Schuldzinsen,
die mit Einkünften in einem wirtschaftlichen Zusammenhang
stehen, nach § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG als Werbungskosten geltend gemacht werden. Im zu entscheidende Fall
bestand nach Auffassung des BFH aber kein Veranlassungszusammenhang mit Einkünften aus Vermietung und
Verpachtung. Vielmehr habe die Klägerin eine Vertragsanpassung mit der Darlehensgläubigerin vereinbart, weil sie
sich zur lastenfreien Veräußerung des Grundstücks verpflichtet hatte. Ein wirtschaftlicher Zusammenhang bestehe
daher gerade nicht zwischen der Vorfälligkeitsentschädigung und der vormaligen Vermietung der Immobilie, sondern zwischen der Vorfälligkeitsentschädigung und der Veräußerung der Immobilie. Die aktuelle BFH-Rechtsprechung
zum Abzug nachträglicher Schuldzinsen (BFH-Urteil vom
20. Juni 2012 IX R 67/10, BFHE 237, 368, BStBl. II 2013,
Nutzung des gewerbesteuerlichen
Verlustvortrags bei Beteiligung
eines Kommanditisten als atypisch
stiller Gesellschafter der KG – Entstehung einer doppelstöckigen
Mitunternehmerschaft
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
Mehr unter: BFH vom 24.04.2014
IV R 34/10
Säumniszuschläge bei zu Unrecht
versagter AdV
Mehr unter: BFH vom 24.04.2014
V R 52/13
Auswärtstätigkeit im Ausland –
Werbungskostenabzug – Abgren-
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
S. 275) ändert an diesem Ergebnis nichts, denn im vorliegenden Fall konnte die Klägerin die im Veräußerungszeitpunkt noch bestehenden Darlehensverbindlichkeiten vollständig durch den aus der Veräußerung der Immobilie erzielten Erlös tilgen.
Mehr unter: IX R 42/13
Zu den Grundsätzen der Ausübung des Entschließungsund Auswahlermessens bei der Festsetzung eines Verzögerungsgelds
Auch in Fällen, in denen der Steuerpflichtige seiner Mitwirkungspflicht bei einer Außenprüfung schuldhaft nicht nachgekommen ist, darf das Finanzamt ein Verzögerungsgeld
nicht ohne nähere Begründung festsetzen, so der BFH in
seinem Urteil vom 24. April 2014.
Wenn der Steuerpflichtige seinen Mitwirkungspflichten (u. a.
Erteilung von Auskünften oder Vorlage von Unterlagen) im
Rahmen einer Außenprüfung innerhalb einer angemessenen Frist nicht nachkommt, kann das Finanzamt ein Verzögerungsgeld von 2.500 € bis 250.000 € festsetzen (§ 146
Abs. 2b AO). Ob es zur Festsetzung kommt, steht im Ermessen des Finanzamts. Um eine dem Verhältnismäßigkeitsgrundsatz geschuldete Waffengleichheit zwischen der
Finanzverwaltung und Steuerpflichtigen zu gewährleisten,
hat der BFH hohe Anforderungen an die von der Finanzverwaltung zu treffende Ermessensentscheidung gestellt. Das
Finanzamt muss sämtliche Besonderheiten des Streitfalles
in seine Ermessensentscheidung einbeziehen und abwägen. Im Streitfall war zu berücksichtigen, dass sich der
Steuerpflichtige gegen die Vorlage der Unterlagen mit einem
Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz gewandt hat und dieser
im Zeitpunkt des Ablaufs der Frist noch nicht beschieden
war. Das Ermessen wird zudem fehlerhaft ausgeübt, wenn
das Finanzamt früheres (Fehl-)Verhalten des Steuerpflichtigen, welches vor der Aufforderung zur Mitwirkung lag, in
seine Ermessenserwägungen mit einbezieht.
zung zwischen lediglich „vorübergehender“ Entsendung und von
Anbeginn dauerhafter Entsendung
an den neuen Beschäftigungsort
Mehr unter: BFH vom 10.04.2014
VI R 11/13
Verlust einer Darlehensforderung
als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger
Arbeit
Mehr unter: BFH vom 10.04.2014
VI R 57/13
Arbeitslohn Dritter; Rabatte beim
Abschluss von Versicherungsverträgen
Mehr unter: BFH vom 10.04.2014
VI R 62/11
Zufluss von Scheinrenditen in
Schneeballsystemen – Prüfung der
Festsetzungsverjährung
gemäß
§ 169 Abs. 2 Satz 2 AO
Mehr unter: BFH vom 02.04.2014
VIII R 38/13
Wechsel zur Fahrtenbuchmethode
Mehr unter: BFH vom 20.03.2014
VI R 35/12
Steuerbare
Leistungen
eines
Sportvereins – Entgeltliche Überlassung von Sportanlagen ist keine
„Vermögensverwaltung“
Mehr unter: IV R 25/11
Keine Riester-Zulage für Mitglieder berufsständischer
Versorgungseinrichtungen
Mit Urteil vom 8. Mai 2014 hat das Finanzgericht BerlinBrandenburg entschieden, dass von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreite Mitglieder berufsständischer Versorgungseinrichtungen keinen
unmittelbaren Anspruch auf Altersvorsorgezulage haben.
Der Ausschluss von der unmittelbaren Zulageberechtigung
begegnet dabei nach dem FG keinen verfassungsrechtlichen Zweifeln. Gegen die Entscheidung ist Revision zugelassen worden.
Mehr unter: 10 K 14253/12
Mehr unter: BFH vom 20.03.2014
V R 4/13
Steuerliche Behandlung von Pensionszahlungen an ehemaligen
Mitunternehmer – Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei
der Ausgestaltung des Verlustabzugs
Mehr unter: BFH vom 06.03.2014
IV R 14/11
„Kein anderer Arbeitsplatz“ i. S. d.
§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b Satz 2 EStG
Mehr unter: BFH vom 26.02.2014
VI R 11/12
Verwaltung
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
Themen
Weitere Kurzinformationen
Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei
Bauleistungen
Richtsatzsammlung 2013
Mit Datum vom 31. Juli 2014 hat das BMF ein weiteres
Schreiben zur Umsetzung des BFH-Urteils vom 22. August
2013 (Az. V R 37/10, BStBl. II 2014, S. 128) vorgelegt, das
sich zur Frage des Vertrauensschutzes bei Inanspruchnahme des leistenden Unternehmers äußert. Mit dem durch das
Kroatien-Anpassungsgesetz neu eingeführten § 27 Abs. 19
UStG wird festgelegt, dass der leistende Unternehmer keinen Vertrauensschutz genießt, wenn der Bauträger sich in
Altfällen auf die BFH-Rechtsprechung zu § 13b UStG beruft.
Behandelt werden in dem Schreiben die Besteuerung des
leistenden Unternehmers, die verfahrensmäßige Abwicklung
der Änderungsanträge der Leistungsempfänger, die Nachzahlungszinsen nach § 233a AO – der Antrag des Leistungsempfängers auf Erstattung der zunächst von ihm entrichteten Umsatzsteuer gilt als rückwirkendes Ereignis
i. S. d. § 233a Abs. 2a AO; der Zinslauf von Nachzahlungszinsen beginnt in diesen Fällen folglich erst 15 Monate nach
Ablauf des Kalenderjahres, in dem das rückwirkende Ereignis eingetreten ist – und die Abtretung der zivilrechtlichen
Forderungen innerhalb der Finanzverwaltung.
Mehr unter: IV A 3 - S 0354/14/10001; IV D 3 - S
7279/11/10002
Teilwertabschreibung gem. § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG
Mit Schreiben vom 16. Juli 2014 hat das BMF die bisher in
verschiedenen Schreiben enthaltenen Grundsätze zusammengefasst. Damit gibt es nun eine grundlegende Bezugsstelle für alle mit einer Teilwertberichtigung im Zusammenhang stehenden Problempunkte. Die bisherigen BMFSchreiben vom 25. Februar 2000 (BStBl. 2000 I S. 372),
vom 12. August 2002 (BStBl. 2002 I S. 793), vom 26. März
2009 (BStBl. 2009 I S. 514) und vom 10. September 2012
(BStBl. 2012 I S. 939) werden aufgehoben.
Schwerpunkt des Schreibens ist die voraussichtlich dauernde Wertminderung als Grundvoraussetzungen für eine Teilwertabschreibung. Die Finanzverwaltung übernimmt weitgehend die Rechtsprechung des BFH (Urteile v. 21. September 2011, I R 89/10 und I R 7/11) zur Teilwertabschreibung
nach Kursschwankungen bei börsennotierten Aktien im
Anlagevermögen und bei Investmentanteilen.
Mehr unter: IV C 6 - S 2171-b/09/10002
Umsatzsteuerrechtliche Behandlung des Sponsorings
aus Sicht des Sponsors
Nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens vom 13. November 2012 (BStBl. I S. 1169) ist regelmäßig nicht von
einer Leistung des Zuwendungsempfängers an den
Sponsor auszugehen, wenn der Empfänger der Zuwendung
auf Plakaten, in Veranstaltungshinweisen, in Ausstellungskatalogen, auf seiner Internetseite oder in anderer Weise
auf die Unterstützung durch den Sponsor lediglich hinweist.
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
Das BMF hat am 29. Juli 2014 die
Richtsatzsammlung 2013 veröffentlicht. Die Richtsätze sind ein Hilfsmittel für die Finanzverwaltung, Umsätze
und Gewinne der Gewerbetreibenden
zu verproben und ggf. bei Fehlen
anderer geeigneter Unterlagen zu
schätzen. Sie sind für die einzelnen
Gewerbeklassen auf der Grundlage
von Betriebsergebnissen zahlreicher
geprüfter Unternehmen ermittelt worden und gelten nicht für Großbetriebe.
Mehr unter: Richtsatzsammlung 2013
Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO)
Mehr unter: BMF vom 01.08.2014
IV A 3 - S 0062/14/10005
Umsatzsteuerbefreiung
für
die
Vermietung und Verpachtung von
Grundstücken nach § 4 Nr. 12 UStG
Mehr unter: BMF vom 22.07.2014
IV D 3 - S 7168/08/10005
Geldwerter Vorteil für die Gestellung eines Kraftfahrzeugs mit Fahrer
Mehr unter: BMF vom 15.07.2014
IV C 5 - S 2334/13/10003
Anwendung des § 10 Abs. 1 Nr. 2
Satz 1 Buchst. a EStG bei Beiträgen an berufsständische Versorgungseinrichtungen
Mehr unter: BMF vom 08.07.2014
IV C 3 - S 2221/07/10037 :005
Bewertung mehrjähriger Kulturen
in Baumschulbetrieben nach § 6
Abs. 1 Nr. 2 EStG; Neuregelung für
die Wirtschaftsjahre ab 2013/2014
ff.
Mehr unter: BMF vom 27.06.2014
IV D 4 - S 2163/14/10001
Neues Merkblatt zur Umsatzsteuerbefreiung für Ausfuhrlieferungen
im nichtkommerziellen Reiseverkehr und Vordruckmuster „Ausfuhr- und Abnehmerbescheinigungen für Umsatzsteuerzwecke bei
7
DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
Dieser Hinweis kann unter Verwendung des Namens, Emblems oder Logos des Sponsors, jedoch ohne besondere
Hervorhebung oder Verlinkung zu dessen Internetseiten,
erfolgen (Abschn. 1.1 Abs. 23 UStAE).
Laut Schreiben vom 25. Juli 2014 gilt ergänzend hierzu
Folgendes: Weist umgekehrt der Sponsor auf seine Unterstützung ohne besondere Hervorhebung lediglich hin, liegt
ebenfalls kein Leistungsaustauschverhältnis vor. Von einem
zu vernachlässigenden Hinweis i. d. S. kann jedoch nicht
ausgegangen werden, sofern dem Sponsor das ausdrückliche Recht eingeräumt wird, die Sponsoringmaßnahme im
Rahmen eigener Werbung zu vermarkten. Der Umsatzsteuer-Anwendungserlass wird entsprechend geändert.
Mehr unter: IV D 2 - S 7100/08/10007 :003
Ausfuhren im nichtkommerziellen
Reiseverkehr“
Mehr unter: BMF vom 12.08.2014
IV D 3 - S 7133/14/10001
Neues BMF-Schreiben zur Anwendung des Fünften Vermögensbildungsgesetzes (5. VermBG)
Mehr unter: BMF vom 23.07.2014
IV C 5 -S 2430/14/10002
Weitere Informationen erhalten Sie
unter:
www.bundesfinanzministerium.de
Kurzinformation/ Sonstiges
Themen
Weitere Kurzinformationen
Realsteuer-Hebesätze 2014
Leistungsort für elektronisch erbrachte Dienstleistungen ab 1. Januar 2015
Der DIHK hat die aktuellen Hebesätze aller Gemeinden mit
mehr als 20.000 Einwohnern veröffentlicht. Besonders in
Nordrhein-Westfalen und Hessen ist es zu zum Teil massiven Hebesatzanhebungen gekommen. Die Spreizung beim
Gewerbesteuerhebesatz reicht von 530 Prozent in Marl bis
zu 280 Prozent in Bad Soden am Taunus. Bei der Grundsteuer B ist der durchschnittliche gewogene Hebesatz binnen Jahresfrist um 4 Prozentpunkte auf 502 Prozent geklettert.
Mehr unter: Realsteuer-Hebesätze
Neue Europäische Erbrechtsverordnung
Die Bundesregierung hat darauf hingewiesen, dass 2012
neue EU-Erbschaftsregeln erlassen wurden, die von den
europäischen Staaten innerhalb von drei Jahren in nationales Recht umgesetzt werden müssen. Das neue Recht regelt ab dem 17. August 2015, welches nationale Erbrecht
anzuwenden ist, wenn Vermögen in mehreren EU-Staaten
zu vererben ist.
Zukünftig folgt das Erbrecht nach der neuen Verordnung
immer dem Recht des „gewöhnlichen Aufenthalts“. Lebt und
stirbt ein Deutscher in Frankreich, unterliegt die Erbschaft
dementsprechend französischem Recht, wenn nicht im Testament ausdrücklich die Anwendung deutschen Erbrechts
festgelegt wird. Die neuen Vorschriften sehen außerdem ein
Europäisches Nachlasszeugnis vor. Damit können Erben
und Nachlassverwalter überall in der EU ohne weitere Formalitäten ihre Rechtsstellung nachweisen. Das bedeutet vor
allem schnellere und kostengünstigere Verfahren.
Mehr unter: Bundesregierung
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
Ab dem 1. Januar 2015 gelten neue
Vorschriften zur Bestimmung des
Leistungsortes für Telekommunikations-, Rundfunk- und elektronische
Dienste. Sie werden zukünftig für
Verbraucher in dem Land besteuert,
in dem der Kunde ansässig ist. Unternehmen können in diesem Zusammenhang ein Land als einzige
Anlaufstelle für MwSt-Identifikation,
Abgabe von MwSt-Erklärungen und
Entrichtung der in allen Verbrauchsmitgliedstaaten geschuldeten Mehrwertsteuer bestimmen. Die Einführung des sog. Mini-One-Stop-Shops
erlaubt es Unternehmen, die Nichtsteuerpflichtigen in anderen Mitgliedstaaten, in denen sie selbst nicht ansässig sind, Telekommunikations-,
Rundfunk- und Fernsehdienstleistungen oder elektronische Dienstleistungen erbringen, die auf diese Umsätze
geschuldete Umsatzsteuer über ein
Internetportal in dem Mitgliedstaat
abzurechnen, in dem sie steuerlich
identifiziert sind. Die Teilnahme an
der Regelung ist freiwillig. Die EUKommission hat hierzu einen Leitfaden entwickelt, der nunmehr in 24
Sprachen übersetzt wurde.
Mehr unter: Leitfaden zur einzigen
Anlaufstelle
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
Seminare der Bundessteuerberaterkammer
7. INTERNATIONALER DEUTSCHER STEUERBERATERKONGRESS –
VEREINIGTES KÖNIGREICH 2014 am 25. und 26. September in Bristol
Die Bundessteuerberaterkammer führt am 25. und 26. September 2014 den 7. INTERNATIONALEN
DEUTSCHEN STEUERBERATERKONGRESS durch. Veranstaltungsort ist Bristol – historische Hafenstadt, kreatives Zentrum Südenglands und Tor nach Devon und Cornwall.
Deutschsprachige Referenten aus den Bereichen Rechts- und Steuerberatung, die überwiegend in
Großbritannien leben und arbeiten, erläutern den Teilnehmern alles Wissenswerte zu den aktuellen
steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen im Vereinigten Königreich. Sie informieren darüber,
was für Mandanten, die dort Immobilien erwerben oder eine Niederlassung des Unternehmens gründen wollen, wichtig ist. Die Themen im Einzelnen:
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Das Vereinigte Königreich als Investitionsstandort – Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Rechtliche Rahmenbedingungen für Investitionen im Vereinigten Königreich
Steuerliches Verfahrensrecht und Verhältnis Steuerpflichtiger/Steuerberater/Finanzbehörden
Bilanzrecht/Rechnungswesen
Besteuerung natürlicher Personen im Vereinigten Königreich
Besteuerung von Unternehmen im Vereinigten Königreich
DBA Deutschland/Vereinigtes Königreich
Immobilienrecht und Immobiliensteuerrecht
Deutsch-britische Erbschaften
Spezialfragen zur Umsatzsteuer
Am zweiten Kongresstag besteht die Möglichkeit mit Hilfe einer Kooperationsbörse Kontakte zu britischen Kolleginnen und Kollegen zu knüpfen.
Ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm rundet das Kongressangebot ab. Besonders können
sich die Teilnehmer auf einen Festabend in einem alten englischen Landsitz, Ashton Court, freuen.
Informationen unter www.bstbk.de, Rubrik Seminare/Kongresse oder unter Telefon 030 240087-24.
Weitere Angebote finden sie unter: www.bstbk.de
Seminare des DWS-Instituts
Das DWS-Institut lädt zur 47. Jahres-Arbeitstagung „Recht und Besteuerung der Familienunternehmen 2014“ ein.
Am 12. September findet in Wiesbaden die Auftaktveranstaltung „Recht und Besteuerung der Familienunternehmen 2014“ des Deutschen wissenschaftlichen Instituts der Steuerberater e.V. (DWSInstitut) statt. Renommierte Steuerexperten werden zu den folgenden Themen referieren:
„Familienunternehmen in der Gestaltungspraxis – Aktuelles für Personen- und Kapitalgesellschaften"
StB/RA Prof. Dr. Michael Schaden LL.M. / StB/RA Dr. Hartmut Winkler, Stuttgart
„Bewertung von KMU“
StB/WP Dr. Torsten Kohl / StB Jan König, Bonn
„Verkauf von Familienunternehmen“
StB Prof. Dr. Andreas Söffing / StB Dr. Jan Frederik Bron LL.M., Frankfurt a. M.
„Aktuelles zur Erbschaftsteuer“
Dipl.-Finanzw. OAR Wilfried Mannek, Kempen
Die Veranstaltung findet auch in den folgenden Städten statt:
08.10.2014
14.10.2014
23.10.2014
Baden Baden
Nürnberg
Dortmund
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
24.10.2014
30.10.2014
07.11.2014
04.12.2014
München
Berlin
Saarbrücken
Hamburg
DWS-Seminar:
Update Zölle und Verbrauchsteuern – Aktuelle Entwicklungen, Rechtsänderungen,
Rechtsprechung
Steuerberatern, die Fragen zum Zoll- und Verbrauchsteuerrecht haben und ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen möchten, bietet dieses Seminar die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen zu informieren. Für Fachberater/innen für Zölle und Verbrauchsteuern ist das Seminar eine geeignete Fortbildung.
Das Seminar richtet sich an Teilnehmer mit Vorkenntnissen. Es bietet besondere Themenschwerpunkte aus den Bereichen Zölle und Verbrauchsteuern und behandelt aktuelle Änderungen in Legislative, Judikative und Administrative. Die Referenten, Prof. Dr. Sabine Schröer-Schallenberg,
Lengerich, und Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, StB, Münster, sind erfahrene Experten dieser
Rechtsgebiete.
Seminartermin:
14. und 15. November 2014, Stadthotel Münster, Münster
Weitere Informationen sind unter www.dws-institut.de abrufbar.
Neue Lehrgänge „Fachberater/in für Internationales Steuerrecht“ und „Fachberater/in für Zölle
und Verbrauchsteuern“
Das DWS-Institut wird 2015 wieder Fachberaterlehrgänge anbieten.
Ab dem 12. März 2015 findet an sieben Wochenenden jeweils von Donnerstag bis Samstag der Lehrgang zum/r „Fachberater/in für Internationales Steuerrecht“ in Berlin statt. Die wissenschaftliche
Leitung des Kurses liegt in den bewährten Händen von Univ.-Prof. Dr. Stephan Kudert, Professor für
Betriebswirtschaftliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung, Europa-Universität Viadrina in Frankfurt
(Oder).
Steuerberaterinnen und Steuerberater, die den amtlichen Titel „Fachberater/in für Zölle und Verbrauchsteuern“ erwerben wollen, können ab 14. September 2015 den Lehrgang in Münster besuchen. Wissenschaftlicher Leiter ist StB Prof. Dr. Hans-Michael Wolffgang, Leiter der Abteilung Zölle
und Verbrauchsteuern des Instituts für Steuerrecht der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster.
Der Lehrgang findet über vier Veranstaltungswochen, jeweils montags bis freitags in Münster statt.
Beide Lehrgänge umfassen jeweils 120 Zeitstunden und drei vierstündige schriftliche Leistungskontrollen sind vorgesehen. Hoch qualifizierte Dozententeams vermitteln das nötige Fachwissen sehr
anschaulich und kompetent. Durch komplexe Fallstudien und Praxisbeispiele werden die Teilnehmer
auf die Klausuren bestens vorbereitet.
Lehrgangspreise:
3.900 Euro zzgl. 250 Euro
kontrollen (jeweils zzgl. USt).
für
die
Teilnahme
an
den
Leistungs-
Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und den Lehrgängen sind beim DWS-Institut e. V. unter Telefon 030/246250-24 oder im Internet unter www.dws-institut.de erhältlich.
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
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DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
DWS Steuerberater-Online-GmbH
>> Azubi-Pakete
Erfolgreich einsteigen – 1. Ausbildungsjahr
Das Seminarpaket für das 1. Ausbildungsjahr beinhaltet 4 Module, mit denen
die Teilnehmer in die wichtigsten Themen einsteigen:
1.
2.
3.
4.
Grundlagen des allgemeinen Steuerrechts/Grundzüge AO
Buchführung und Bilanzierung
Umsatzsteuer
Einkommensteuer
Paket bestellen
Mehr Fragen zu den Seminaren
finden Sie in der neuen DWS-Quiz-App!
Vertiefen und umsetzen – 2. Ausbildungsjahr
Im 2. Ausbildungsjahr werden die Inhalte aus dem 1. Jahr vertieft. Der Fokus des zweiten
Seminarpakets liegt dabei auf der praktischen Umsetzung des Gelernten. Themen sind:
1. Verfahrensrecht in der Praxis: Das Einspruchsverfahren
2. Buchführung und Bilanzierung:
Buchführung/Abschlusstechniken/Erstellen von Abschlüssen
3. Umsatzsteuer: Besonderheiten und praktische Umsetzung
4. Einkommensteuer – ein Praxisfall
Paket bestellen
Mehr unter: www.dws-steuerberater-online.de
Verlag des wissenschaftlichen Instituts des Steuerberater
>> Dokumentation für die Vorsorge
Vorsorgeplaner für den Steuerberater*
Mit dem digitalen Vorsorgeplaner kann sich der Steuerberater bestens auf eine Notfallsituation vorbereiten. Er gibt den Hinterbliebenen wichtige Angaben und Hinweise über Erben,
Nachlass und notwendige Maßnahmen in der privaten und beruflichen Sphäre. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich der Praxisfortführung oder -übertragung im Todesfall.
Alle wichtigen Informationen können in das WordDokument elektronisch eingetragen werden. Entscheiden Sie selber, ob Sie die Datei digital speichern
oder ausdrucken und in einem Ordner ablegen. Diese
Version des Vorsorgeplaners ist für die Nutzung durch
einen Steuerberater vorgesehen.
W
Vorsorgeplaner für den Mandanten
Bestellen sie HIER
Daneben bietet der DWS-Verlag einen Vorsorgeplaner für den Mandanten in verschiedenen Varianten an. Dieser Vorsorgeplaner gibt checklistenartig die wichtigsten Hinweise für den Notfall.
als ausfüllbares Heft
Das Heft ist perforiert und gelocht, so dass die Seiten in einem Ordner abgelegt werden
können.
Logo
DWS-Institut I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin
11
DWS Steuern Aktuell I Newsletter I Ausgabe 4/2014
W
auf USB-Stick mit Aufdruck Ihrer Kanzleidaten*
Ab einer Bestellmenge von 10 USB-Sticks können Sie Ihre Kanzleidaten auf den Stick
drucken lassen. Die Lieferzeit beträgt ca. 3 Wochen.
Logo
W
auf USB-Stick*
Der Vorsorgeplaner für den Mandanten befindet sich als Word-Datei auf dem USB-Stick.
Diese Worddatei kann der Mandant elektronisch ausfüllen. Eine Datei mit Benutzerhinweisen ist ebenfalls enthalten. Der USB-Stick bietet zudem zusätzlichen Speicherplatz mit
insgesamt 2 GB.
*Nutzungsvoraussetzungen: Windows-Betriebssystem sowie Office-Version 2007, 2010 oder 2013
Ordner mit Visitenkartentasche
Zur Ablage der Printauflage oder des ausgedruckten Vorsorgeplaners sowie weiterer
Dokumente bieten wir zusätzlich einen Ordner mit der Aufschrift „Vorsorgeplaner“.
Sie möchten den Vorsorgeplaner einer größeren Anzahl von Mandanten elektronisch zur Verfügung stellen? Kein Problem, melden Sie sich bei uns unter 030/28 88 566 oder info@dwsverlag.de und wir erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.
Eine Übersicht über die aktuellen Produktangebote finden Sie unter www.dws-verlag.de
Impressum
HINWEIS FÜR DEN LESER:
Der Inhalt von „DWS Steuern Aktuell“ wird nach bestem Wissen erstellt, Haftung und Gewähr müssen
jedoch wegen der Komplexität und dem ständigen Wandel der Rechtslage ausgeschlossen werden.
Herausgeber:
Deutsches wissenschaftliches Institut der Steuerberater e.V. I Behrenstraße 42 I 10117 Berlin I
Tel.-Nr.: 030/24 62 50 – 10 I Fax-Nr.: 030/24 62 50 – 50 I
info@dws-institut.de I http://www.dws-institut.de
Redaktion:
Dipl.-Vw. Dr. Carola Fischer, StBin
RAin Claudia Kalina-Kerschbaum, LL.M.
Dipl.-Kfm Jörg Schwenker, StB
Das 1963 gegründete Deutsche wissenschaftliche Institut der Steuerberater e. V. (DWS-Institut) wird von der
Bundessteuerberaterkammer und den 21 regionalen Steuerberaterkammern getragen. Das DWS-Institut fördert
die wissenschaftliche Durchdringung des deutschen und internationalen Steuer- und Finanzrechts sowie europa-,
verfassungs-, wettbewerbs- und berufsrechtlicher Fragen des Berufsstands der Steuerberater. Unterstützt wird es
hierbei von seinen wissenschaftlichen Arbeitskreisen, die Stellungnahmen zu den für die Berufspraxis relevanten
Grundsatzfragen des deutschen Steuer- und Berufsrechts erarbeiten. Diese Analysen und die Inhalte der hierzu
jährlich stattfindenden Fachtagungen und Symposien greift das DWS-Institut in seiner Schriftenreihe auf. Außerdem hat sich das DWS-Institut die fachwissenschaftliche Förderung der Berufsarbeit der Gesamtheit der Steuerberater in der Bundesrepublik Deutschland zur Aufgabe gemacht. Das DWS-Institut unterstützt Steuerberaterinnen und Steuerberater in der Qualitätssicherung ihrer Beratungspraxis durch Fortbildungsveranstaltungen und
Herausgabe von Fachschriften. Ferner bietet es einen Gutachten-, Auskunfts- sowie Archivdienst an.
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