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Nr. 85 | Oktober / November 2014
Körnerpost
Quartierszeitung für den Körnerkiez
02
Kurz gemeldet
NACHTUNDNEBEL
Kunst und Kultur im November
03
|
Giornale del quartiere di Körner
Porträt
Inklusionsnetzwerk
Neukölln
„Inklusion beginnt im Kopf“
03
Aktuelles
Peer Helper
Sieger*innen beim
JUGEND HILFT!-Preis
Foto: Claudia Mattern
Editorial
Inhalt
Liebe Leser*innen
der Körnerpost !
Projekte
05
KinderKulturMonat
Kostenlose Angebote
in ganz Berlin
Quartiersbüro
Körnerpark
Emser Straße 15
Tel. 62 98 87 90
team@qm-koernerpark.de
Sprechzeiten:
Mittwoch 15–18 Uhr
Donnerstag 10–13 Uhr
Mitarbeiter*innen:
Ulli Lautenschläger
Ayten Doğan
Tom Meier
Dr. Astrid Tag
Wie kalt es geworden ist! Doch bevor die Straßen leerer
werden, weil es auf dem Sofa zuhause gemütlicher
ist, kommt es am Schierker Platz am 25. Oktober 2014
zum öffentlichen Kunstspektakel. Dort kann man alle
Künstlerinnen treffen, die die Bewohner*innenjury für
die drei Kunstaktionen im Herbst 2014 ausgewählt hat
(siehe S. 7). Genauere Infos dazu gibt es in Kürze unter
www.qm-koernerpark.de.
Apropos kalt: Die Planungen für das weihnachtliche Kiez­
fest am 13. Dezember 2014 sind längst angelaufen. Am
Donnerstag, den 23. Oktober 2014 und Dienstag, den
25. November 2014 finden jeweils um 19 Uhr die Vorbereitungstreffen in der Lebenshilfe, Nogatstr. 14 statt.
Übrigens hat das Quartiersmanagement Körnerpark
jetzt nicht nur eine Facebook-Seite, sondern auch
einen monatlichen Newsletter. Wenn Sie immer auf
dem Laufenden bleiben wollen, schreiben Sie einfach
eine Email mit dem Betreff: Newsletter-Anmeldung an
team@qm-koernerpark.de
Sonnige Herbsttage wünscht
die Redaktion
06
Interview „Wir haben gelernt,
Vorbilder zu sein“
Konfliktlots*innen in der
Konrad-Agahd-Schule
Körnerkiezgeschichten
07
Kunstaktionen im
Herbst 2014
Zum Mitmachen auf
Straßen und Plätzen
Körnchen
08
Jede*r hat eine Stimme!
Malwettbewerb für Kinder
Kurz gemeldet
Anwohnerklopfen:
Samstag, 4. Oktober, 10–16 Uhr &
Sonntag, 5. Oktober, 10–15 Uh
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Es fallen 30 € Materialkosten an
(bitte bar mitbringen!)
Kontakt:
Tel. 90239-4087 oder
bettina.busse@bezirksamt-neukoelln.de
Anwohnerklopfen im Oktober
NACHTUNDNEBEL 2014
Alle Anwohner*innen des Körnerkiezes sind eingeladen,
sich am 4./5. Oktober 2014 auf den gestalterischen Prozess der Bildhauerei im herbstlichen Ambiente des Körnerparks einzulassen. Der Kurs wird von Bayardi Prantl
geleitet. Die Steinmetzwerkstatt mit Bildhauerböcken,
Werkzeugen und Schutzbekleidung bietet zwölf Arbeitsplätze. Alle, die sich einmal am Stein probieren wollen,
sind herzlich willkommen. Der Stein kann anschließend
mit nach Hause genommen werden.
Im Körnerkiez werden in diesem Jahr am 1. November
2014 von 18 bis 24 Uhr die folgenden Galerien, Ateliers
und Läden teilnehmen:
BA Neukölln, FB Kultur
Körnerpost-Stammtisch
Die Körnerpost wird mit
Mitteln aus dem Programm
Soziale Stadt finanziert.
Titel: Straße fegen macht Spaß –
Beim Herbstputz 2014 waren die
Kinder von „Marions Kochtheater“ mit großem Elan dabei.
Die Palette der Sprachen im Körnerkiez ist in den letzten
Jahren noch vielfältiger geworden. Welche Muttersprache haben Sie? Wir möchten auch die Körnerpost
sprachlich bunter machen und freuen uns über ein paar
Zeilen Ihres Lieblingsliedes oder über Ihr Lieblingsrezept
in der Sprache Ihres Geburtslandes.
Zum nächsten Körnerpost-Stammtisch am Montag,
den 3. November 2014 um 16.30 Uhr im Quartiersbüro,
Emser Straße 15 sind alle herzlich zu Kaffee und Saft, Kuchen und Keksen eingeladen!
cm
2
10/11 2014 Körnerpost # 85
kunstraum t27, Thomasstr. 27
WerkStadt Kulturverein Berlin e.V., Emser Straße 124
BAKTERIENLABOR , Jonasstraße 44
Galerie im Körnerpark, Schierker Str. 8
Laika, Emser Straße 131
Raum E116, Emser Straße 116
Fincan, Altenbraker Str. 26
Kunstlabor schwarzekatze\weisserkater e.V., Emser
Straße 128
Hope & Glory, Emser Str. 126
Liesl, Nogatstr. 30
Es wird auch in diesem Jahr wieder eine KunstfilialeFührung geben. Diese startet um 18 Uhr bei der
WerkStadt, Emser Str. 124
Sina Ness
Die Kunstfiliale Körnerkiez wird
mit finanziellen Mitteln aus
dem Programm Soziale Stadt
gefördert.
Porträt
„Inklusion beginnt
im Kopf “
InklusionsNetzwerkNeukölln (INN)
Foto: Carolin Rosner
Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen fallen
beim Thema Inklusion häufig durch das Raster, denn oft
sind die Erkrankungen nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Nach 20 Jahren Berufserfahrung in der Psychiatrie hat Carolin Rosner, Einrichtungsleiterin des Übergangswohnheims Neukölln des UNIONHILFSWERK , zwar
einen geschulten Blick, doch auch für sie verschwimmen
häufig die Grenzen.
Gemeinsam mit Patrizia Di Tolla, der Regionalleiterin
der Psychiatrischen Dienste Neukölln und Treptow,
und ihrem Kollegen Klaus Körner, zuständig für das Betreute Einzelwohnen und therapeutische Wohngemeinschaften, hat sie im Mai das ­InklusionsNetzwerkNeukölln
(INN) ins Leben gerufen, das Menschen mit psychischen
Beeinträchtigungen helfen soll, an ihrem Umfeld besser
partizipieren zu können. Gemeinsam mit dem Nachbarschaftsheim Neukölln und den Selbsthilfegruppen
­bipolaris und Netzwerk Stimmenhören e.V. sollen zunächst der Bedarf und Ideen für Inklusionsangebote
gesammelt und Netzwerke geknüpft werden. Das
­UNIONHILFSWERK als Projektinitiator arbeitet seit Jahren
mit Selbsthilfegruppen zusammen, in denen jede*r aus
den Erfahrungen der anderen lernt. Mittlerweile haben
im Nachbarschaftsheim die ersten beiden inklusiven
Kurse Yoga und Malerei begonnen.
Der erste Schritt sei es, die gegenseitigen Barrieren
zu erkennen, sagt Carolin Rosner. Auch Teilhabe und
Selbstbestimmung sind wichtige Aspekte, ergänzt Klaus
Körner. Dass sie funktionieren können, sieht man, wenn
die Leute aus ihren Einrichtungen nach draußen gehen
und selbst aktiv werden.
Langfristiges Ziel des INN ist es, dass die Teilnahme
von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen
am ­Sozialraum immer normaler wird. Wenn der Begriff
des „Normalen“ ausgedehnt wird, bedeutet das für Patrizia Di Tolla in letzter Konsequenz die Umsetzung der
UN -Behindertenkonvention von 2006, nämlich, dass die
Betroffenen nicht weiter in Einrichtungen für Menschen
mit psychischen Beeinträchtigungen leben, sondern in
ihren eigenen Wohnungen.
Zu den Unterstützer*innen des INN gehören Bezirksvertreter*innen wie der Neuköllner Stadtrat für Soziales,
Bernd Szczepanski. Bei der Bezirksveranstaltung des
INN im August betonte er, dass es wichtig sei, bei Menschen mit Beeinträchtigung das Interesse an selbstbestimmtem Leben mehr in den Fokus zu rücken. Auch
Katharina Smaldino, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, befürwortet das Projekt. „Inklusion beginnt
im Kopf. Solange Veränderungen noch nicht in den Gedanken angekommen sind, müssen wir weiterreden.“
Wenn langfristig die Einrichtungen geschlossen würden,
müssten Carolin Rosner, Klaus Körner und alle in der
Psychiatrie Tätigen ihre Arbeit neu definieren. Wie es
mit dem INN weitergehen kann und welche weiteren
inklusiven Projekte beispielsweise im Kultur- und Filmbereich denkbar sind, soll bei der Zukunftswerkstatt
am 20. ­Oktober 2014 im Nachbarschaftsheim diskutiert
werden.
Claudia Mattern
Empfang im Schloss Bellevue
Das INN wird mit Mitteln von
„Aktion Mensch“ finanziert
Das ungekürzte Porträt
finden Sie unter
www.qm-koernerpark.de/
koernerpost/portraets
INN -Veranstaltung im August
mit vier Vertreter*innen (v.l.n.r.):
Ingrid Krumik,
Netzwerk Stimmenhören e.V.;
Uwe Wegener, bipolaris e.V.;
Bernhard Heeb,
Nachbarschaftsheim Neukölln
und Patrizia Di Tolla,
Regionalleiterin Neukölln und
Treptow Bereich Psychiatrie
Unionhilfswerk gGmbH
­JUGEND HILFT!-Camps, bei dem die Peer Helper unver-
gessliche Eindrücke und Erfahrungen sammeln konnten.
Das Projekt „Peer Helper“ wurde von der „Children for a
better World Foundation“ unter die zehn besten Projekte
aus ganz Deutschland gewählt.
Christian Hörr
Foto: Christian Hörr
Das Projekt „Peer Helper“ gehörte zu den zehn Siegern
des bundesweiten JUGEND HILFT!-Wettbewerbs und
nahm vom 17. bis 21. September 2014 am JUGEND HILFT!Camp in Berlin teil. Sechs Peer Helper aus dem Körnerkiez wurden fünf Tage mit den anderen Siegerteams des
Wettbewerbs in einem Jugendhotel in Kreuzberg untergebracht, wo sie an Workshops zu Themen wie Projektmanagement, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit teilnahmen.
Die JUGEND HILFT! - Siegergruppen wurden am 21. September im Schloss Bellevue von Daniela Schadt, der Frau
des Bundespräsidenten, empfangen. Frau Schadt nahm
sich Zeit und unterhielt sich mit den Peer Helpern über
ihr Engagement in Neukölln.
Das war gleichzeitig der Abschluss des 4-tägigen
Zukunftswerkstatt des
InklusionNetzwerkNeuköllns:
20. Oktober, 10–13 Uhr
Nachbarschaftsheim Neukölln
Schierker Str. 53,
Anmeldung:
INN@unionhilfswerk.de
Körnerpost # 85
10/11 2014
3
Das Projekt „Peer Helper“
wird mit finanziellen Mitteln
aus dem Programm
Soziale Stadt unterstützt.
Herzlichen Glückwunsch
an die JUGEND HILFT!- und
„Children for a better World
Foundation“-Preisträger:
die Peer Helper aus dem
Körnerkiez
Termine oktober / November
Verschiedene
Orte
Weitere Termine unter
www.qm-koernerpark.de/
aktuelles
>> Sitzung der Aktionsfondsjury Di, 7.10., 18 h
Quartiersbüro, Emser Str. 15
>> Sitzung des Quartiersrats
Do, 16.10., 18 h
Ort wird noch bekannt gegeben
>> Kulturstammtisch
„100 Jahre Körnerpark“
Di, 28.10. / 25.11., jeweils 18 h
Café eßkultur im Körnerpark,
Schierker Str. 8
>> Körnerpost-Stammtisch
mit Preisverleihung des
„Körnchen“-Malwettbewerbs
Mo, 3.11., 16.30 h
Quartiersbüro, Emser Str. 15
>> Vorbereitungstreffen
f.d. weihnachtliche Fest
im Körnerkiez
Do, 23.10. & Di, 25.11, jew. 19 h
Lebenshilfe, Nogatstr. 14
>> NACHTUNDNEBEL
Sa, 1.11., 18-24 h, an vielen Orten
im Körnerkiez, Führung um 18 h,
Start: WerkStadt, Emser Str. 124
>> Weihnachtliches Fest im
Körnerkiez Sa, 13.12., ab 14 h
Vor der Galerie im Körnerpark,
Schierker Str. 8
LAIKA
Emser Str. 131,
www.laika-neukoelln.de
>> Das Kriegstagebuch des
Flötisten Pankraz G.,
Frankreich 1915–18. Tagebuch lesung mit Theodor Schmidt
Di, 2.10. (Teil 3) & Fr, 7.11.
(Teil 4), jew. 20 h
>> Tying the knot –
John Riceburg
(Performance) Mi, 8.10., 20 h
>> Soli-Abend Berliner
Kinder- und Jugendtelefon
m. Jana Berwig & Max Kennel
Sa, 11.10., 20 h
>> dichtungsring (Lyrik-Lese bühne) Do, 16.10., 19.30 h
>> ErneuerBAR* (Diskussions abend der BUNDjugend)
Di, 21.10. & 18.11., jew. 19 h
>> Ariane Zita (Konzert)
Do, 23.10., 20.30 h
>> dicht.IT – Poetry Slam
Fr, 24.10. & 28.11., jew. 19.30 h
>> Ausstellung Sören Hiller
Konzert mit Edwina&DEKO und
Galeb & The Seagull
Sa, 1.11., ab 18 h
>> Spieltrieb (Konzert)
Mi, 5.11., 20 h
>> Die Peperonis (Improtheater)
Do, 13.11., 20 h
Café eßkultur
im Körnerpark
Schierker Str. 8
kunstraum t27
Salonmusik jed. Sonntag, 18 h,
Eintritt frei:
Thomasstr. 27, Tel. 5682 1964,
www.kunstraumt27.de,
Mi–So 15–19 h
>> 5.10.: Patricia Holtzmann &
Vincent Julien Piot
>>12.10.: Louis Durra
>>19.10.: Michael Raeder
>> 26.10.: JZ James Duo (Blues)
>> 2.11.: Hub Hildenbrand
Gitarre Solo (Ethno-Jazz)
>> 9.11.: Dernier Metro (Tango)
>>16.11.: Haymo Doerk &
Christian Sabot
>> 23.11.: Farhan Sabbagh &
Amir Czwink
>> 30.11.: Cassandra
Hoffmann & Ada Phoenix
& Julian Gretschel
>> Querüber Ellinor Euler,
Petra Tödter. Vernissage am
Fr, 10.10., 19.30 h, Finissage
mit Künstlerinnengespräch
am So, 9.11., 19.30 h
Nachbarschaftsheim
Neukölln
Schierker Str. 53, Tel. 8486 6586
TalentCampus der Coolen
Kids „Style Deinen Kiez“ in den
Herbstferien (20.–31.10.2014):
Galerie im Körnerpark,
Tel. 5682 3939, Di–So 10–18 h:
>> Es werde Licht (bis 12.10.)
Künstlerische Projekte zu
Schöpfungsgeschichten und
dem Ursprung des Lebens.
Führungen: jeden Sonntag, 15 h
>> Tempus Ritualis Griech.-dt.
Projekt zur Krise in Europa
(bis 11.1.2015)
Lena Athanassopoulou,
Christina Dimitriadis,
Nina Fischer & Maroan el Sani,
Pia Greschner,
Susanne Kriemann, Lia
Nalbantidou, Christine Schulz,
Eva Stefani, Evanthia Tsantila
Vernissage am Fr, 24.10., 18 h
4
10/11 2014
1. Woche Street Art
>> 20.10.: Motive zeichnen zum
Thema: Meine Helden
>> 21.10.: Motive ausmalen und
für Schablonen vorbereiten
>> 22.10.: Motive als Schablonen
ausschneiden und Graffiti-Aktion
vorbereiten
>> 23.10.: Schablonen auf Papier
und auf eine Leinwand sprühen
>> 24.10.: Ausflug Street Art Berlin
2. Woche Siebdruck
>> 27.10.: Modul 1: Siebdruck mit
Schablonen auf Papier
>> 28.10.: Modul 2: Siebdruck
Körnerpost # 85
mit Schablonen auf Taschen und
Geschirrtücher
>> 29.10.: Modul 3: Siebdruck mit
Schablonen auf T-Shirts
>> 30.10.: T-Shirt-Siebdruck mit
ausgewählten Motiven,
Vernissage vorbereiten
>> 31.10.: Vernissage im
Stattknastg
Angebote für Erwachsene,
Infos unter Tel.0157-8847 9200
bzw. 848 55 687,
s.schmidt@nbh-neukoelln.de:
>> Aquarellieren, Malen,
Zeichnen Mo 18.30–20.30 h
>> Geselliger Tanzkreis für
Junggebliebene Di 10–11.30 h
>> Tezentao Karate/KungFu
Di + Do 18–19.30 h
Anm. Tel. 0176-4466 5402
>> Bewegung am Vormittag
Mi 10–11 h
>„Ariadne“
>
– Sticken,
Häkeln, Filzen Fr 10–13 h
>> Seniorentheatergruppe
„Die Sultaninen“, Fr, 10.30–13 h
Anm. Tel. 0177-633 1957
>> Tango Argentino
/Stadtteilzentrum
Anfänger Fr, 20–21.15 h,
Mittelstufe Fr, 21.30–22.45 h
Anm. Tel. 0151-5912 7052
>> Veranstaltungsreihe z.
Thema Wandel von
Familienformen im Rahmen
von „Vielfalt in Neukölln“ mit
Vorträgen und Puppenspiel.
27.–31.10.2014, Programm wird
noch bekannt gegeben
>> Kulturausflug
(Ziel wird noch bekannt gegeben)
Do, 30.10. & 20.11.
>> Musik – Bewegung –
Spiel für 1–2-Jährige mit
Eltern, Fr 14.30–16 h
>> Musikgarten für Kita-Kinder
und Eltern, Fr 16–17.30 h
Präventions- und Gesundheits kurse in der Jonasstr. 43:
>> Präventive Rückenschule
für junge Mütter (mit Baby)
Mo 11–12.30 h
>> Pilates Mo 16.15–17.45 h,
Beginn n.V.
>> Familien-Yoga (ab 4 Jahren)
Mo 17–18 h, Tel. 0176-7853 8496
>> Yoga für Frühaufsteher*innen Di & Do,
jeweils 7.30 h, Tel. 6672 0197
>> Offene Yogastunden
(Sivananda Tradition
Di & Mi, jew. 20–21.30 h
Tel. 0157-7044 6139;
info@Klang-hafen.de
>> Vinyasa Yoga
Einsteigerkurs Do 18–19.15 h
Offene Klasse Do 19.30–21 h
Tel. 0179-960 4543;
yogamitrike@gmx.de
Neuköllner
Leuchtturm
Emser Str. 117,
Tel. 6272 8727 (Büro),
6273 0337 (Leuchtturm),
Di–Fr 14–18 h
>> European Life (bis 7.11.)
Fotoausstellung mit Edgar Zippel
WerkStadt e.V
FABIZ*
*Familienbildungszentrum /
Nachbarschaftsheim Neukölln
Altenbraker Str. 12a
Tel. 4003 7884, 0152-5266 5188
>> Geburtsvorbereitungskurs
für Frauen 31.10.–2.11.2014
>> PEKiP Mo 10–11.30 h/
Mi 10–11.30 h, 10 Termine 65 €
>> Babymassage Mo 12–13.30 h
5 Termine 35 €/erm. 10 €
>„Griffbereit“
>
Zweisprachige
Spielgruppe für 1–3-Jährige
(türkisch-deutsch)
Di 10–12 h, Tel. 0177-912 6686
>> Rückbildungsgymnastik
für Frauen nach der Geburt
Di 12.15–13.45 h, Fr 12.30–14 h
>> Rumänisch-deutsche
Mutter-Kind-Gruppe
Mi 13.45–15.45 h,
Tel. 01521-760 5875
>„Griffbereit“
>
Zweisprachige
Spielgruppe für 1–3 Jährige
(arabisch-deutsch)
Do 10–12 h,
Tel. 0176-6343 2908
>> Krabbelgruppe
„Musik – Bewegung – Spiel
im ersten Lebensjahr“
(6–12 Mon.) Do 12–13.30 h
Emser Str. 124,
www.werkstadt-berlin.com
>> Holzworkshop im Rahmen
des KinderKulturMonats:
„Intarsien“ – kleine Kunstwerke
aus Holz für Kinder (8–12 J.)
info@kinderkulturmonat.de
Sa, 11.10., 14 h
>> Theateraufführung:
Kiezbühne „Zu Fall“ –
frei nach James Saunders
Sa, 11.10., 20 h
>> Theateraufführung
Michèle Stieber – „Riesenhaul“
Sa, 18.10., 20 h
>> Montoya – „A strange
way to pass through“
Vernissage am Fr, 24.10., 19 h
>> Lesung Doris Wiesenbach
Do, 6.11., 19.30 h
Projekte
„KulturSymbiosen“
im Fincan
Symbiose heißt „das Zusammenleben von Lebewesen
verschiedener Art zu gegenseitigem Nutzen“ (Duden).
Die Veranstaltungsreihe „KulturSymbiosen“ widmet sich
dem Zusammenleben von Kulturen unterschiedlicher
Art im Körnerkiez bzw. in Deutschland. Durch Symbiose
lösen sich Grenzen zwischen Kulturen auf, sie nähern
sich einander an und mischen sich. Die so entstehenden
neuen Lebensformen und -stile bereichern unseren Kiez.
Zugleich wird der Nutzen der Vielfalt oft verkannt, was
viele Kiezbewohner*innen durch Alltagsrassismus und
Ausgrenzung zu spüren bekommen. Die Veranstaltungsreihe setzt sich gemeinsam mit den Bewohner*innen
des Körnerkiezes und weiteren Interessent*innen mit
dieser spezifischen Mischung aus Fremdsein und Zugehörigkeit und mit dem Gefühl auseinander, zwischen
den Kulturen zu sein.
Den Auftakt bildet die poetische Musik-Tanz-Performance „I step on Air/Ich gehe auf Luft“ von Oxana Chi und
Layla Zami im Rahmen des Festivals NACHTUNDNEBEL
am Samstag, 1. November 2014 um 18 Uhr im Fincan,
Altenbraker Str. 26. In einem beeindruckenden Manifest
gegen den Rassismus verarbeiten die Künstlerinnen das
Werk der afrodeutschen Schriftstellerin, Aktivistin und
Pädagogin May Ayim. Die Verbindung der politischen
Message von May Ayim mit künstlerischen Darstellungsformen lädt das Publikum ein, sich mit Formen von Alltagsrassismus, Ausgrenzung und sprachlicher Diskriminierung auseinanderzusetzen. In Filmvorführungen,
Workshops, Konzerten oder Theaterprojekten erforscht
die Veranstaltungsreihe im Zeitraum von einem Jahr unterschiedliche Kultur-Symbiosen.
„I step on Air/Ich gehe auf Luft“
Oxana Chi: Moderation,
Choreographie & Tanz
Layla Zami: Vortrag, Text & Klang
am Sa, 1.11.2014, 18 Uhr
im Fincan, Altenbraker Str. 26
Weitere Veranstaltungen siehe
www.fincan.eu.
Die Musik-Tanz-Performance
„I step on Air/Ich gehe auf Luft“
wird mit finanziellen Mitteln aus
dem Programm Soziale Stadt
unterstützt.
Christina Saulich
Im Oktober ist
KinderKulturMonat!
Und was heißt das? Überall in der Stadt gibt es kostenlose Angebote für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren,
auch bei uns im Kiez, z.B. im Kreativraum neben der Galerie im Körnerpark oder in der WerkStadt. Aber warum
nicht auch mal in die Liebermann-Villa, ins Fabriktheater
Moabit oder ins Museum für Kommunikation fahren?
Weitere Infos gibt‘s unter: www.kinderkulturmonat.de
Im Rahmen des berlinweiten KinderKulturMonats, der
jährlich im Oktober stattfindet, führt die WerkStadt auch
KinderKultur-Parcours für die Konrad-Agahd-Schule
durch. Das sind mehrtägige, kulturelle Lernreisen für
die ganze Schulklasse. Während der Parcours lernen die
Schüler, wie Kunst entsteht und wie sie ausgestellt wird,
um anschließend selbst in Workshops künstlerisch tätig
zu werden. Dieses Jahr gibt es einen Musik-Parcours, der
das Klingende Museum und die Philharmonie besucht
und dann ein eigenes Musikstück einstudiert und aufführt, sowie eine Kunst-Parcours zum Thema „Selfie“,
wo es um Porträts geht und auf welche Weise man sich
selbst darstellen kann (gemalt, gesprüht, gezeichnet, fotografiert etc.).
Als Abschluss der Parcours findet eine gemeinsame Abschlussausstellung aller beteiligten Neuköllner Schulklassen am Freitag, 17. Oktober 2014, 12 bis 16 Uhr im
Young Arts NK, Donaustr. 42 statt. Kommt vorbei!
Die Parcours werden über
den Fachbereich Kultur des
Bezirksamts Neukölln sowie
mit Mitteln aus dem Programm
Soziale Stadt gefördert.
Chris Benedict
KinderKulturparcours 2013
Körnerpost # 85
10/11 2014
5
Interview
„Wir haben gelernt,
Vorbilder zu sein“
Ana, Sedina, Riazul und Scarlett von der Konrad-­
A gahdGrundschule haben sich im letzten Schuljahr zu Konfliktlots*innen ausbilden lassen. Insgesamt gibt es 20 Konfliktlots*innen in der 6. Klasse. In der knapp sechsmonatigen Ausbildung haben sie viel über Gefühle und Mitgefühl
für andere gelernt - und letztlich auch über sich selbst.
„Dieses Jahr haben wir eine besonders große und sehr engagierte Truppe. Sie nehmen uns viel Arbeit ab“ erklärt Kerstin Brade von der Schulstation, die gemeinsam mit Lena
Gebhardt die Ausbildung durchgeführt hat. In Kombination
mit dem Sozialen Lernen und dem Klassenrat ist ihrer Meinung
nach die Sozialkompetenz in der Schule erheblich g
­ estiegen.
Scarlett, Riazul, Sedina und Ana, warum habt ihr
euch denn zu Konfliktlots*innen ausbilden lassen?
Das ungekürzte Interview
finden Sie unter
www.qm-koernerpark.de/
koernerpost/interviews
Ana: Als ich in der 4. Klasse war, habe ich ein paar Mitschüler gesehen, die als Konfliktlotsen in den Hofpausen
unterwegs waren. Ich fand es spannend und schön, wie
sie den Kinder geholfen haben. Ich helfe auch gerne Kindern, deshalb bin ich auch Konfliktlotsin geworden.
Sedina: Ich habe mich beworben, weil ich es mag, Streit
zu klären.
Riazul: Ich finde es auch wichtig, dass die Kinder mich
respektieren.
Und was sind jetzt eure Aufgaben?
Konrad-Agahd-Schule
Thomasstr. 39
Tel. 63225 0680
www.agahd.de
Scarlett: Wenn wir z.B. in der Hofpause sehen, dass ein
Streit anfängt, gehen wir dazwischen.
Ana: In den großen Hofpausen hat jeder von uns abwechselnd Dienst. Wir fragen Kinder, die Streit hatten,
was passiert ist und bitten sie, in der zweiten Pause zu
uns zu kommen, schreiben es auf und versuchen es zu
klären. Nach ein, zwei Wochen machen wir einen neuen
Termin mit ihnen und schauen, ob alles wieder okay ist.
Sedina: Wenn die Schülerinnen und Schüler nach Schulschluss streiten, dann können wir auch helfen.
Könnt ihr mal Beispiele nennen, worum es
bei den Streitereien geht?
Riazul: Um alles Mögliche, z.B. wenn Kinder Ausdrücke
sagen, andere bedrohen, erpressen oder spucken.
Sedina: Oder es geht um Mobbing. Wenn jemand kämpft,
gehen wir gleich hin.
6
Riazul, du hast vorhin das Thema Respekt angesprochen. Klappt das denn mit dem Respektieren?
Ana: Nicht immer. Zum Beispiel hören ein paar Kinder
der ersten und zweiten Klasse und auch ein paar der älteren Kinder nicht auf uns.
Scarlett: Als wir in der 5. Klasse waren, haben uns die
Sechstklässler nicht so ernst genommen. Aber jetzt sind
wir ja die Sechstklässler. Es gibt in der 3. Klasse ein paar
freche Kinder, die nicht auf uns hören. Wenn es immer
dieselben Kinder sind, machen wir als Konfliktlotsen
auch Klassenbesuche. Wir klären es mit der ganzen
Klasse und mit der Klassenlehrerin.
Haben die Kinder vor der ganzen Klasse mehr
Respekt vor euch?
Ana: Ja, so ein Einzelgespräch hilft manchmal nicht.
Wenn die Kinder nicht auf uns hören, müssen wir eben
einen Erwachsenen rufen, einen Lehrer oder Kerstin
oder Lena.
Riazul: Wir laden Kinder, die nie auf uns hören, auch zu
unseren Konfliktlotsentreffen mit Kerstin und Lena ein.
Einmal haben zwei Mädchen aus der 5. Klasse immer
wieder Erstklässler geschlagen und geärgert. Sie haben
uns nicht ernst genommen. Erst als wir sie zum Konfliktlotsentreffen eingeladen haben, haben sie endlich
damit aufgehört.
Scarlett: Wenn die Kinder überhaupt nicht aufhören,
rufen wir sie auf der Schulversammlung auf.
Foto: Claudia Mattern
Eine besonders große und
engagierte Truppe:
die Konfliktlots*innen der
Konrad-Agahd-Schule
Scarlett: Wenn wir in den Pausen herum laufen,
kommen auch Kinder von sich aus zu uns.
10/11 2014 Körnerpost # 85
Warum ist es eurer Meinung nach wichtig, dass sich
auch Kinder in Konflikte einmischen?
Riazul: Wenn es keine Konfliktlotsen gäbe, dann würde
es sehr viel mehr Streits geben und die Kinder würden
viel öfter schlimme Wörter sagen.
Ana: Hätten wir keine Konfliktlotsen, dann hätten die
Lehrer und Kerstin und Lena ganz viel Arbeit. Sie haben
immer noch viel Arbeit, aber wir nehmen ihnen auch
ein bisschen Arbeit ab. Wären keine Konfliktlotsen da,
würden manche Kinder machen, was sie wollen.
Und was hat euch die Ausbildung
persönlich gebracht?
Ana: Ich habe gelernt, dass man Streit nicht mit Kämpfen
lösen soll, sondern mit Worten und dass man dabei Geduld haben muss. Konfliktlotse zu sein ist ein schönes
Gefühl. Man hat wie die Lehrer das Recht, etwas zu sagen.
Scarlett: Wenn ich Streit geklärt habe, habe ich ein gutes
Gewissen. Ich habe auch viele kleine Kinder besser kennengelernt, weil sie mich immer rufen.
Verhaltet ihr euch in bestimmten Situationen jetzt
anders als vorher?
Ana: Wir haben gelernt, Vorbilder für die Kleinen zu sein,
die hier neu sind.
Machst du das auch zu Hause, bist du dann
auch ein Vorbild?
Ana: Ja, denn ich habe ja einen kleinen Bruder.
Die Fragen stellte Claudia Mattern
Körenerkiezgeschichten
„Zugegeben, unser
Leben hier ist sicher“
Seit 2012 bietet der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein
e.V. (KKH) neben Integrations- und Sprachkursen, Beratungen und beruflicher Qualifizierung kostenlose
Deutschkurse (Niveau A1) an. Flüchtlinge, die seit kurzem
in Deutschland sind, haben keinen offiziellen Anspruch
auf Deutschkurse oder Integrationskurse. Die Sprachkurse für Flüchtlinge des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge (BAMF ) sind nur begrenzt verfügbar.
Die Geflüchteten kommen aus verschiedenen Nationen,
viele kommen aus Syrien, Iran, Libanon, Irak, Afghanistan, Kamerun und Ägypten. Viele Geflüchtete sind
erst seit ein paar Monaten in Deutschland. Die Nachfrage an Deutschkursen ist fortwährend hoch.
KKH e.V.
Sundus T. M. (47 J.)
Ich bin 1966 in Bagdad, Irak geboren und seit etwa sieben
Monaten in Deutschland. Ich studierte damals Pharmazie.
Mein Mann ist als Ingenieur tätig. Nach meinem Studium
arbeitete ich zuerst in einem Krankenhaus in Akra, einer
Stadt im Norden Iraks. Denn die Arbeitsverhältnisse dort
waren wesentlich besser als in Bagdad, obwohl strenge
Regeln herrschten und es bezüglich der Medizin und Pharmazie viele Einschränkungen gab. Dennoch war ich an die
Regeln der irakischen Regierung gebunden und arbeitete
von 1993 bis 2001 ausschließlich für den Staat. Ich wollte
mich aber davon loslösen und eröffnete eine eigene Apotheke, die ich fünf Jahre betrieb. Wegen Drohungen islamistischer Terrorgruppen floh ich im Jahre 2006 aus dem Irak.
Aufgrund meiner religiösen Einstellung – ich bin christlichen
­ laubens – und meines akademischen Hintergrundes war
G
ich gezwungen, den Glaubenskämpfern regelmäßig hohe
Summen auszuzahlen. Bei einer Verweigerung drohten sie
mir mit dem Tod. Ich ergriff die Flucht und reiste mit meinen
Kindern nach Syrien. Sechs Jahre blieb ich dort, bis schließlich
der Bürgerkrieg ausbrach und ich mit meinen Kindern nach
Deutschland reiste und bei meiner Schwester unterkam. Damals holte ich mir ein Visum in Bagdad. Nach einem Monat
verlängerte ich meinen Aufenthalt in Deutschland und
stellte einen Asylantrag. Zugegeben, unsere Situation jetzt
in Deutschland ist, verglichen mit unserer Vergangenheit,
viel besser und unser Leben hier ist sicher. Allerdings muss
ich auch bemängeln, dass man sich von den Institutionen
ein wenig diskriminiert fühlt. Ich musste häufig erleben,
dass Mitarbeiter des Sozialamtes uns als „Schmarotzer“
bezeichneten. Sie taten es nicht direkt, aber sie behaupteten, ich wäre nur hier, um auf „ihre“ Kosten zu leben. Das
ist ganz und gar nicht wahr! Wir sind aus wirklich schwerwiegenden Gründen nach Deutschland gekommen. Unsere
Lebenslage damals im Irak war sehr kritisch und der darauffolgende Kriegszustand in Syrien brachte das Fass zum
Überlaufen. Obendrein hat meine Tochter seit ihrer Geburt
gesundheitliche Probleme. In Syrien brachte ich sie damals
zu einem Spezialisten, doch richtig geheilt ist sie nicht. Nun
kann sie auch hier nicht ärztlich behandelt werden, da wir
keine Pässe besitzen. Auch was die Wohnungssuche betrifft,
läuft alles sehr kompliziert und nicht gerecht ab. Mehrmals
mussten wir uns mit Absagen abfinden, weil entweder der
Vermieter nicht zustimmte oder die zuständigen Behörden
nicht einwilligten. Es herrschen hier im deutschen Staat viele
Regeln und Verbote für Flüchtlinge und Asylbewerber. Ich bin
dankbar, in Sicherheit und Freiheit leben zu dürfen, doch ist
es wiederum ein unmenschliches und entwürdigendes Dasein für meine Kinder und mich.
Media Haji Younis ist seit ca.
einem Jahr ehrenamtlich in der
Flüchtlingsarbeit tätig. Inzwischen
ist sie hauptamtlich beim KKH e.V.
für den Bereich Zuwanderung/
Flüchtlingshilfe zuständig.
Weitere Interviews mit
Teilnehmer*innen der
Deutschkurse des KKH e.V.
und einen
Kommentar von
Media Haji Younis
finden Sie unter
www.qm-koernerpark.de/
koernerpost/kiezgeschichten
und in den nächsten Ausgaben
der Körnerpost.
Interview: Media Haji Younis
Kunstaktionen im
Herbst 2014
17 Künstler*innenteams haben sich im September auf
die Ausschreibung für das Projekt „Kunstaktionen im
Körnerkiez“ beworben, um im Herbst Kunstaktionen auf
den Straßen und Plätzen durchzuführen. Die Kunstaktionen finden im Rahmen des Projektes „Kultur für alle
Generationen“ statt, das die WerkStadt organisiert.
Eine Bewohner*innenjury hat nun drei Aktionen ausgewählt, und bei diesen können die Bewohner*innen des
Körnerkiezes auf viele Arten mitmachen.
Die Künstlerinnen Iona Dutz und Josephine Raab
möchten für ihr Projekt „Kitchen Stories“ in die Küchen des Kiezes gehen und diese sowie die dort lebenden Menschen fotografieren. Die Fotografien
werden in einer öffentlichen Ausstellung ab Ende November 2014 präsentiert, und bei dieser Gelegenheit
werden sich die teilnehmenden Menschen kennen
lernen. Wer mitmachen möchte, kann sich unter
kitchenstories.koernerkiez@gmail.com anmelden.
Für ihre Kunstaktion „Cooking Exchange Workshop“
laden Carolina Duarte und Blanca Dominguez beim gemeinsamen Kochen und Essen verschiedener internationaler Gerichte auf dem Schierker Platz vom 24. bis 26.
Oktober 2014 zum gegenseitigen Kennenlernen ein. Hier
kann bei der Auswahl und Zubereitung der Rezepte mitgemacht werden: now.ground@gmail.com
Haben Sie sich schon einmal von einer Künstlerin porträtieren lassen? Valentina Michelini treffen Sie am
18. ­Oktober 2014 im Körnerpark und am 15. November
2014 auf dem Emser Platz. Die Besonderheit bei der
Kunstaktion „Play Portraits im Körnerkiez“ ist, dass die
Künstlerin beim Zeichnen mit den Menschen im Augenkontakt bleibt und nicht auf die Leinwand schaut.
Alle Künstlerinnen sind am 25. Oktober 2014 auf dem
Schierker Platz anzutreffen, der an diesem Tag zum öffentlichen Kunstzentrum des Körnerkiezes wird. Kochen,
zeichnen, fotografieren und miteinander reden – alles im
Zeichen der Kunst.
Regine Wosnitza
Informationen über Orte und
Zeiten ab Oktober unter
www.werkstadt-berlin.com.
Die Kunstaktionen werden
mit finanziellen Mitteln
aus dem Programm Soziale
Stadt unterstützt.
Künstlerinnen beleben im
Herbst 2014 die Straßen und
Plätze des Körnerkiezes:
Carolina Duarte, Blanca
Dominguez, Valentina
Michelini, Josephine Raab
(v.l.n.r.)
Körnerpost # 85
10/11 2014
7
K:ornchen
Malwettbewerb:
Jeder hat eine Stimme!
Claudia Mattern
Zeichnung: Nisrin Datta
Vielen Dank für eure schönen Bilder, die ihr für den Körnchen-Malwettbewerb eingereicht habt! Einige haben
schon nachgefragt, wie es jetzt weitergeht. Alle dürfen
mit abstimmen, wer das schönste Bild gemalt hat.
In der ersten Herbstferienwoche vom 20. bis 24. ­Oktober
werden alle Bilder im Quartiersbüro ausgehängt. Jeder
darf eine Stimme abgeben. Die Preisverleihung für
alle, die ein Bild gemalt haben, findet am Montag, den
3. ­November um 16.30 Uhr beim Körnerpost-Stammtisch im Quartiersbüro, Emser Str. 15 statt.
„Ich heiße Nisrin und besuche die 6. Klasse des
Albrecht-Dürer-Gymnasiums. Ich habe diesen Ort gezeichnet, weil ich ihn sehr faszinierend finde. Außerdem
hat der Brunnen eine schöne Struktur. Als ich von diesem
Wettbewerb hörte, wusste ich sofort, welchen Platz ich
nehmen würde.“
Schreiben im Körnerpark
Das Albrecht-Dürer-Gymnasiums hat im Rahmen der ganzheitlichen Sprachbildung auch einen Zusatzkurs „Schreiben
in der Oberstufe“ eingeführt, der die Schüler*innen in einem
zusätzlichen Rahmen an Textproduktion und – überarbeiDer Kurs
„Schreiben in der Oberstufe“ tung heranführen soll. Somit wird zum einen versucht, die
am Albrecht-Dürer-Gymnasium wegfallende 11. Klasse zu kompensieren und zum anderen
wird von Daniela Wolf und Anika wird die ganzheitliche Sprachbildung der ADO unterstützt.
Schmitt durchgeführt. Im Rahmen dieses Kurses gibt es auch ein Modul zum außer­
unterrichtlichen Schreiben, bei dem die Schüler*innen z.B.
in den Körnerpark gehen, dort Beobachtungen sammeln
und diese Beobachtungen in Texte umwandeln. Das Besondere hierbei ist, dass die Schüler*innen für die Darstellung
der gemachten Beobachtungen die Perspektive eines Gegenstandes des Körnerparks wählen, z.B. einer Statue oder
eines Baumes. Die Ergebnisse werden in den nächsten Ausgaben der Körnerpost veröffentlicht.
Daniela Wolf
Mein aufregendes
Leben im
Körnerpark!
Von Baker El-Sayed
Ich bin derjenige mit dem aufregendsten Leben im
ganzen Körnerpark und sehe alle Menschen aus der
Froschperspektive. Manchmal bin ich groß, meistens
aber klein. Haben Sie schon erraten, wer ich bin? Nein?
Ich bin ein Grashalm! Um genau zu sein, bin ich Grashalm Nummer 1417.
Mein Alltag ist nicht so langweilig und monoton, wie der
des Brunnens oder der Parkbank. Mein Alltag ist geprägt
von Spaß, Spannung und Adrenalin. Es ist Dienstag, der
9. September 2014. Für viele im Körnerpark ist es ein Tag
wie jeder andere auch, doch für mich ist es ein besonderer Tag. Ich möchte mich gerade entspannen, doch
plötzlich höre ich ein lautes Motorengeräusch! Es ist
ein Gärtner, der mir mit seinem Rasenmäher das Leben
nehmen will. Glücklicherweise erwischt es nicht mich,
sondern meinen Nachbarn, Grashalm Nummer 1418. Da
hab ich nochmal Glück gehabt. Nach diesem Adrenalinkick darf ich mich jetzt endlich entspannen. Die Sprinkleranlage ist auf mich gerichtet! Im Gegensatz zur Parkbank, welche es als störend empfindet, nass zu werden,
empfinde ich es als eine angenehme Erfrischung.
Wie ihr sehen könnt, ist das Leben im Körnerpark aufregender, als es auf den ersten Blick scheint. Mal sehen,
was für ein Abenteuer morgen auf mich wartet.
Impressum
Herausgeber: Quartiersmanagement Körnerpark
Emser Straße 15, 12051 Berlin | Tel. 6298 8790 | Fax 6298 87910
www.qm-koernerpark.de | team@qm-koernerpark.de
V.i.S.d.P.: Claudia Mattern | Redaktion: Claudia Mattern, cmattern@gmx.de
Die Körnerpost
wird gefördert von:
8
10/11 2014 Körnerpost # 85
Autor *innen dieser Ausgabe: Chris Benedict, Baker El-Sayed, Christian Hörr, Sina Ness,
Christina Saulich, Daniela Wolf, Regine Wosnitza | Layout: www.polytechnics-berlin.com
Druck: Ronald Fritzsch | Auflage: 2.500 | Die Körnerpost erscheint 2014 neunmal jährl.
Die nächste Ausgabe für Dezember/Januar erscheint Anfang Dezember 2014.
Redaktionsschluss: 20. November 2014
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