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Die Schule der Sehenden - Jürgen Escher

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Kultur im Kreis
NR. 253, FREITAG, 31. OKTOBER 2014
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Fotografie im Kontext: Fotograf Jürgen Escher in der Ausstellung zur Bielefelder Fotoschule
:_dkV_ZVcV_ U`\f^V_eZVcV_ ViaVcZ^V_eZVcV_+ Jürgen Escher vor der Wand mit je einer Arbeit der Ausstellenden. Trotz aller Unterschiedlichkeit sieht er eine Gemeinsamkeit in der Auseinandersetzung mit ihren Kontexten. Die Fotos unten zeigen ArFOTOS (2): RALF BITTNER
beiten ehemaliger (Holzhäuser, Jäger) und aktueller Lehrender (Boss, Bezjak).
VON RALF BITTNER
¥ Herford/Bielefeld. Rund 250
Werke von 24 Fotografen, die
an der Fachhochschule Bielefeld oder davor an der Werkkunstschule seit den 1960erJahren Fotografie gelehrt, studiert oder erforscht haben,
sind derzeit in der Alten Stadtbibliothek Bielefeld in der
Ausstellung „Fotografie im
Kontext“ zu sehen. Einer der
ausgestellten Fotografen ist der
Herforder Jürgen Escher.
mentararbeiten (Siyblle Fendt,
Andrea Diefenbach), den offenen Tableaus Axel Grünewalds,
wegweisenden Arbeiten zu den
technischen Möglichkeiten des
Mediums (Gottfried Jäger, Karl
Martin Holzhäuser, Sebastian
Denz, Philipp Dorl), Selbstinszenierungen Katharina Bosses
oder strengen Konzeptarbeiten.
So unterschiedlich die Arbeiten sind, macht diese Unterschiedlichkeit für Escher die
Bielefelder Schule der Fotografie aus. „Die Bielefelder FH
zeichnete ein extrem demokratischer Ansatz aus, der den Studenten viel Offenheit lässt“, sagt
er: „Alle Professoren verfolgten
konsequent ihren eigenen
künstlerischen Weg und halfen
Studierenden dennoch auf der
Suche nach ihrem Weg – wie
unterschiedlich diese auch immer sein mochten. Das war damals längst nicht überall so, vielerorts herrschten an Fotoschulen noch fachliche Autoritäten,
deren Ansichten sich die Studenten nur fügen konnten.“
Escher studierte von 1977 bis
1983 an der FH Fotografie und
unterrichtete dort von 1987 bis
1992 als Lehrbeauftragter Bildjournalismus. Geprägt wurde er
durch die Ende der 1970er-Jahre aufgekommene sozialdokumentarische Fotografie. Die
verfolgt er heute noch mit Aufträgen für Cap Anamur oder
Adveniat.
An der zentralen Wand in der
Ausstellung ist jeder Fotograf
mit einer Arbeit vertreten. Klassische sozialdokumentarische
Arbeiten (Jürgen Heinemann,
Jürgen Escher, Jörg Boström)
hängen neben Roman Bezjaks
Studien zur sozialistischen Ar- =ZTYe3Z]U_Vc+ Karl Martin Holzhäuser schafft seine Arbeiten nur mit
chitektur, modernen Doku- Licht. Der Kunstverein Herford widmete ihm 2013 eine Ausstellung.
K UL T URK AL ENDER
Außerhalb des Kreises Herford
FREITAG
Bühne
26. Bielefelder Filmfest, Lichtwerk im Ravensberger Park,
Ravensberger Park, Bielefeld
Johann König: Feuer im Haus
ist teuer, geh raus!, 20 Uhr,
Stadttheater, Tonhallenstraße 3,
Minden
Lesung
Joe Bausch: Knast, 20 Uhr, Aula der Hauptschule, Offelter
Weg 21, Preußisch Oldendorf
Musik
Worried Men Skiffle Group,
20.30 Uhr, Bielefelder JazzClub, Beckhausstraße 72, Bielefeld
360 Grad Weltmusik – Georgia Dagaki, 20 Uhr, Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1,
Minden
Bluesnight am Wiehen, Mit
Zed Mitchell und Band, 21 Uhr,
Alte Ziegelei am Wiehen, Mindener Straße 69, Schnathorst,
Hüllhorst
SAMSTAG
Bühne
Der Besuch der alten Dame,
19.30 Uhr, Movement-Theater,
Haller Weg 38, Gadderbaum,
Bielefeld
Peer Gynt, Gregor Zöllig/
Gavin Bryars, 19.30 Uhr, Stadttheater, Niederwall 27, Biele-
feld
Musik
3. Liedmeisterklasse Neue
Stimmen, Abschlusskonzert,
19.30 Uhr, Theater Gütersloh,
Theatersaal, Barkeystraße 15,
Gütersloh
Musik/Klassik
Ensemble Wuppertrio: Musik
für Augen und Ohren, 19 Uhr,
Rittergut Groß Engershausen,
Engershausener Straße 16,
Preußisch Oldendorf
SONNTAG
Bühne
Killer Joe, Tracy Letts, 19.30
Uhr, TAMzwei, Alter Markt 1,
Bielefeld
Falstaff, 16 Uhr, Theater Gütersloh, Theatersaal, Barkeystraße 15, Gütersloh
Musik
Wann ist der Mensch ein
Mensch?, Konzert, 17 Uhr,
Bartholomäuskirche, Hauptstraße 48, Brackwede, Bielefeld
Duo Da Capo, 12 Uhr, Begegnungszentrum Druckerei, Kaiserstraße 14, Bad Oeynhausen
Jazz-Group Lübbecke, 11 Uhr,
Jazz Club, Gewölbekeller, Ostertorstraße
7,
Lübbecke
Anton Sjarov: Nocturne in Blau,
18 Uhr, Petrikirche, Minden
Musik/Klassik
Symphonisches Blasorchester
der Feuerwehr, 17 Uhr, Stadthalle Gütersloh, großer Saal,
Friedrichstraße 10, Gütersloh
MONTAG
Filme
Der Prozess, 19 Uhr, Lichtwerk in Ravensberger Park, Ravensberger Park, Bielefeld
DIENSTAG
Musik
Songs4Life, gemischter Chor
Minden-Hahlen, 19.30 Uhr,
Kulturzentrum BÜZ, Seidenbeutel 1, Minden
MITTWOCH
Bühne
Hamburger
Kammerspiele:
Jetzt oder nie – Zeit ist Geld,
Krimi, 19.30 Uhr, Theater im
park, Bad Oeynhausen
Lesung
Schlaglichter auf Bücher I, mit
Stephanie Kahle, 18.30 Uhr,
Thalia-Buchhandlung, Literaturcafé, Obertorwall 23, Bielefeld
Musik
Randy Hansen, 20 Uhr, Rosenhof, Rosenplatz 23, Osnabrück
The Black Lung, 21.00, Extra
Blues-Bar, Siekerstraße 20
Dazu kam, dass im Gebäude an
der Lampingstraße die verschiedenen Bereiche des Fachbereichs Gestaltung wie Modedesign, Grafikdesign oder
Fotografie zusammenkamen
und sich gegenseitig befruchteten.
Zum Austausch zwischen
Fotografen und Gestaltern trat
ab Ende der 1970er-Jahre auch
ein
bildwissenschaftlicher
Schwerpunkt, der mit zahlreichen Publikationen die Fortentwicklung in Theorie und
INFO
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´ Die Schau „Fotografie im
Kontext – Die Bielefelder
Schule“ ist bis zum 7. Dezember in der Alten Stadtbibliothek, Wilhelmstraße 3,
in Bielefeld zu sehen.
´ Geöffnet ist sie dienstags
bis sonntags von 11 bis 18
Uhr, donnerstags bis 21 Uhr
und samstags von 10 bis 18
Uhr.
´ Informationen im Internet auf www.die-bielefelderschule.de
Praxis vorantreibt. „Auch das
macht den speziellen Bielefelder Ansatz aus“, sagt Escher und
bedauert, dass die Historiker der
Bielefelder Universität den Begriff „Bielefelder Schule“ erfolgreich für sich beanspruchen. Daher sei der umständliche, wenn auch treffende Ausstellungstitel „Fotografie im
Kontext“ entstanden.
Gemeinsam ist allen Arbeiten eine innere Konsequenz und
die Auseinandersetzung mit ihrem jeweiligen Thema. Escher
verfolgt seit Jahren seinen sozialdokumentarischen Ansatz,
erst analog in Schwarzweiß,
heute digital und in Farbe. Die
Bildsprache hat sich jedoch wenig verändert, immer nah an den
Menschen ohne aufdringlich
oder überheblich zu sein. Thematisch ähnlich ist etwa Sibylle
Fendts Arbeit über Asylsuchende in Berlin. Sie verbindet jedoch eine Herangehensweise
aus Dokumentation und Reportage mit einem stringenten
künstlerischen Ansatz. Andere
Arbeiten vermitteln sich fast nur
nur über das zugrundeliegende
theoretische Konzept. Deshalb
gibt es für jeden Besucher ein
kleines Heft mit Informationen
zu Künstler und dessen ausgestellten Arbeiten.
Jede Arbeit will für sich erschlossen sein, denn eine an formalen Gemeinsamkeiten erkennbare Schulbildung im
klassischen Sinne wie ihn etwa
eine Kunstakademie leistet,
bietet der demokratische Bielefelder Ansatz nicht. Dieser offene Ansatz bringt viele spannende unterschiedliche Bildwelten hervor. Deren Erschließung ist in dieser Geballtheit
aber so anstrengend, dass die
Ausstellung in ihrer Gesamtheit kaum für eine kurze Stippvisite zum Bildergucken taugt.
Sie will erarbeitet sein.
Zur Ausstellung erschienen
daher ein Bild- und ein Textband, die in der Ausstellung für
39 und 15 oder im Paket für 50
Euro erhältlich sind. Diskurs
und konsequente Bildfindung
sind auf dem Weg zu guten Bildern unverzichtbar. Die Bielefelder Schule steht für beides
und widmet jedem Bereich ei2cTYZeV\efcW`e`XcRWZV UZV 7cRXV_ deV]]e+ Roman Bezjak zeigt zerfallen- nen eigenen Band – Konsede Architektur im Ostblock.
FOTO: BEZJAK quenz auch hier.
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Comedian gastiert am 29. November im Universum Bünde
¥ Bünde. Auch wenn man ihn
nicht gleich sehen sollte auf der
Bühne, hören wird man ihn bestimmt. Hennes Bender ist weder übertrieben groß, noch
sonderlich leise. Deswegen trägt
seine neueste Show, zu erleben
am Samstag, 29. November, ab
20.30 Uhr im Universum Bünde, auch den treffenden Titel:
„Klein/Laut“.
Damit es jeder weiß: Da vorne steht nicht etwa ein hochgewachsener, stiller Mann sondern der Comedyhobbit der
deutschen Bühnen, stets auf 180
und immer kurz vorm Explodieren. Wie üblich holt Bender
nicht lange aus, sondern beißt
sich direkt und ohne Umwege
im Wahnsinn der Realität und
ihrer Nebenwirkungen fest. Er
ist klein. Und laut.
Ein kurzer Kracher, der lange nachhallt, oder wie sein Kollege Jochen Malmsheimer ihn
nennt: Das Cornichon des
deutschen Kabaretts. 1968 ist
Bender in Bochum geboren, von
wo er irgendwie nicht weggekommen ist und heute noch lebt.
Zur Welt kam er in der damaKinder
ligen Landesfrauenklinik am
Kammerpuppenspiele:
Die Stadtpark, welche ein paar JahOlchis, 16.30 Uhr, Theater im re später zur örtlichen NervenKamp, Niedermühlenkamp 43. heilanstalt umgewandelt wur-
de. Oder wie sein Vater manchmal sagte: „Man merkt, dass Du
in der Klapse geboren wurdest.“ Kindheit, Pubertät,
Schule und der ganze Rest. Ausmusterung und Abitur 1988.
Danach sofort das Studium der
Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften. Wo? In Bochum, genau. Von da an, in logischer Folge, zum bis dahin
Angerichteten, das Ergebnis:
Bender spielt den Hamlet. Wo?
In Bochum, genau. Nach dem
Versuch, Rockstar zu werden,
entstanden, mit zeitlichem Abstand, die ersten Comedyprogramme, angeblich hauptsächlich, um Frauen kennenzulernen. Bender braucht keine Pyroshow, er ist selber eine.
Karten gibt es in den NWGeschäftsstellen,
telefonisch
unter (0521) 555 444 und im Internet
unter
www.erwinevent.de
KULTUR
KA LENDER
Im Kreis Herford
FREITAG
Bühne
Manfred Reich: erkrankt,
Carsten Höfer kommt. 20 Uhr,
Brüngers
Kulturscheune,
Westkilver Straße 27, Rödinghausen
SAMSTAG
Bühne
Barbara Ruscher: Panierfehler!
Ein Fischstäbchen packt aus,
20.30 Uhr, Universum, Bünde
Musik/Klassik
Verleih uns Frieden gnädiglich, 18 Uhr, Auferstehungskirche, Laarer Straße, Herford
SONNTAG
Ausstellung
Clemens Krauss „Es ist Zeit“,
Marta, Herford
Bühne
Der talentierte Mr. Ripley,
Kriminalkomödie von Patricia
Highsmith, 19 Uhr, Stadttheater, Herford
Musik
Movie Stars, 19 Uhr, Gerbereimuseum, Enger
Musik/Klassik
Chor- und Orgelkonzert, 18
Uhr, Marienkirche, Herford
MITTWOCH
Bühne
3`TYf^Vc Rfd ÃSVckVfXf_X+ Hennes Bender wird vom Kollegen Jo- Marta einundzwanzig, 18 Uhr,
Marta, Herford
chen Malmsheimer „Cornichon des deutschen Kabaretts“ genannt.
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