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insideB: November - WRO

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Am Oberrhein stehen die deutsch-französischen Beziehungen auch im Zeichen eines grenzüberschreitenden Ausbildungs- und Arbeitsmarkts. Ein wichtiger Motor dabei ist die Fondation Entente
Franco-Allemande (Fefa). inside B sprach exklusiv mit Stiftungs-Präsident Jean-Georges Mandon.
im Rahmen der Stiftung mit zukunftsorientierten Projekten beschäftigen. Somit ist sicher gestellt, dass in allen unseren Projekten beide Seiten richtig vertreten sind. Das ist genau das, was die
Gründer dieser deutsch-französischen Stiftung wollten.
Die Stiftung Fondation Entente Franco-Allemande (Fefa, Stiftung
Deutsch-Französische Verständigung), 1981 gegründet, positioniert sich nach einer Satzungsänderung Ende 2009 als Akteurin,
dessen Aufgabe es ist, die deutsch-französischen Beziehungen
am Oberrhein und in der Großregion zu stärken. Dabei steht
der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt im Fokus, insbesondere
was die Einbindung Jugendlicher und Erwachsener in leistungsstarke Bildungssysteme anbelangt. Auch die Hilfe für kulturelle
Jugendprojekte und das Fördern von sportlichen Begegnungen
wird groß geschrieben. „Es gibt viel zu tun“, sagt Fefa-Präsident
Jean-Georges Mandon im Gespräch mit inside B.
inside B> Die Fefa ist die erste Stiftung, die gemeinsam von
Deutschen und Franzosen verwaltet wird. Worin besteht hier der
größte Vorteil?
Jean-Georges Mandon> Nun, die Stiftung wurde ja 1981 gegründet, um eine deutsch-französische Fragestellung zu lösen
– die Frage der von der deutschen Wehrmacht zwangsrekrutierten Elsässer und Mosellaner. Diese historische Aufgabe ist nun
weitestgehend abgeschlossen, und so ist es ganz natürlich, dass
sich weiterhin deutsche und französische Verantwortungsträger
inside B> Stichwort grenzüberschreitender Ausbildungsmarkt:
Wo sehen Sie die Vorteile für alle Beteiligten?
Jean-Georges Mandon> Die Zeiten, in denen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Integration eher weltanschaulich ausgelegt war, sind vorbei. Heute hängt das wirtschaftliche
Überleben der Grenzregion von unserer Fähigkeit ab, die Arbeitsmärkte im Elsass und in Lothringen, in Baden, dem Saarland
und der Pfalz, aber auch in der Nordwestschweiz zu integrieren.
In einer Situation, in der die französischen Regionen unter einer
hohen Arbeitslosigkeit leiden, während andererseits die Nachbarn bereits einen Fachkräftemangel beklagen, erscheint die
Verschmelzung des Arbeits-, aber auch des Ausbildungsmarkts
als eine Notwendigkeit.
Eine von der Fefa und dem Euroinstitut 2011 durchgeführte
Studie belegt, dass die Region ohne ein gemeinsames Arbeitsmarktkonzept bis zum Jahr 2030 bis zu 50.000 Arbeitsplätze verlieren und für junge Talente uninteressant werden könnte. Daher
engagieren wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für eine
Entwicklung, von der die ganze deutsch-französische Grenzregion profitieren kann.
ri
Foto: Fondation Entente Franco-Allemande
Fefa-Präsident Jean-Georges Mandon versteht die Stiftung
als eine Art Bindeglied zwischen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen.
inside B> Die Fefa will die deutsch-französischen Beziehungen
am Oberrhein stärken. Wer sind die Verbündeten?
Jean-Georges Mandon> Zum Glück gibt es in der deutsch-französischen Grenzregion zahlreiche Akteure, die mit der gleichen
Perspektive arbeiten wie wir. Momentan arbeiten wir in unseren
Projekten mit so unterschiedlichen Partnern wie den deutschen
Arbeitsagenturen und dem französischen Pôle Emploi, aber
auch mit den Eurodistrikten, der Region Elsass, der Akademie
Straßburg und, was ganz wichtig ist, mit den Organisationen
der Zivilgesellschaft wie der Wirtschaftsregion Ortenau (WRO).
Es ist kein Zufall, dass sowohl der Generalsekretär der CDU im
Saarland, Roland Theis, WRO-Chef Manfred Hammes als auch
der Freiburger Bürgermeister für Soziales und Kultur, Ulrich von
Kirchbach, dieses Jahr in unseren Verwaltungsrat aufgenommen
wurden. Durch die deutsch-französische Zusammenarbeit innerhalb unserer Gremien ist sicher gestellt, dass auch alle unsere
Projekte konsequent deutsch-französisch sind. Dabei verstehen
wir uns als eine Art Bindeglied zwischen öffentlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen.
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Bildung
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