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Abschluss mit Traumnote Eins - Mainmetall

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22 RHEIN−MAIN & FRANKEN
MITTWOCH, 22. OKTOBER 2014
Saisonarbeiter stirbt
nach Betriebsunfall
FRANKFURTER NOTIZEN
Eine Stadt
geht stiften
WÖRTH. An schweren Quetschungen gestorben ist ein 44-Jähriger in
der Nacht zum Dienstag nach einem Betriebsunfall in einem Betonwerk in der Bergstraße in
Wörth (Kreis Miltenberg).
Wie die Polizei nun mitteilt,
handelt es sich bei dem Mann um
einen Saisonarbeiter, der aus Polen stammt. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt weiter den genauen
Ablauf des Unfalls, auch das Gewerbeaufsichtsamt, das in solchen
Fällen eingeschaltet wird, ist informiert.
Kollegen hatten den leblosen
Mann am Montag um kurz nach 14
Uhr an seinem Arbeitsplatz gefunden und sofort versucht, ihn zu
reanimieren (wir berichteten). Er
war alleine an einer Maschine zur
Betonbearbeitung eingesetzt. nle
von Eugen Emmerling
E
in Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine
Tante, die bloß Klavier
spielt. Wilhelm Busch wusste,
wovon er sprach. Er hatte
Jahre bitterer Armut durchlebt, bis er es, nicht zuletzt
durch Mäzene wie die Frankfurter Millionärin Johanna
Keßler, zu einigem Wohlstand
brachte. Diese Stiftertradition
lebt, Frankfurts Reiche spenden bis heute gern und reichlich für soziale, wissenschaftliche und kulturelle Aufgaben.
Dabei ist es nicht unbedingt
schädlich, wenn auf den Namen des Stifters auch ein paar
Strahlen vom Glanz des Beschenkten fallen.
Geschenke: 71 Millionen Euro
Mehr Asylbewerber
nach Würzburg
WÜRZBURG. Um die Aufnahmeeinrichtung in München zu entlasten, sind 63 Asylbewerber aus
Oberbayern nun in Unterfranken.
Wie die Regierung von Unterfranken mitteilte, werden die
Asylbewerber zunächst in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg
untergebracht. Dort wurden entsprechende Notkapazitäten eingerichtet. Von dort aus erfolgt die
weitere Verteilung.
Laut Mitteilung handelt es sich
um neun Familienverbände (30
Personen) und 33 alleinstehende
Frauen und Männer (unter anderem aus Syrien, Afghanistan,
Ghana, Eritrea, Ukraine, Burma,
Mazedonien und Libyen).
ari
Anzeige
A 3: Fahrschulauto
brennt völlig aus
UETTINGEN. Gelassen hat ein
17-jähriger Fahrschüler reagiert,
als plötzlich schwarzer Rauch aus
der Motorhaube des Fahrschulautos kam. Laut Polizei waren der
junge Mann und sein 61-jähriger
Fahrlehrer, beide aus dem Landkreis Main-Spessart, am Montag
gegen 16 Uhr in einem Golf auf der
A 3 Richtung Nürnberg unterwegs.
Als das Auto etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle
Helmstadt zu qualmen begann,
fuhr der 17-Jährige sofort auf
den Seitenstreifen, und die beiden Insassen brachten sich in Sicherheit. Kurz darauf stand der
etwa zwei Jahre alte Wagen auch
schon in Flammen und brannte
völlig aus. Brandursache war vermutlich ein überhitzter Vorderreifen.
Während der Löscharbeiten war
die Fahrbahn in Richtung Nürnberg etwa eine halbe Stunde gesperrt. Der Verkehr staute sich
mehrere Kilometer.
fka
Abschluss mit Traumnote: Die besten IHK-Absolventen mit Friedbert Eder (vorne Mitte).
Abschluss mit Traumnote Eins
Ausbildung: 54 Absolventen der Aschaffenburger Industrie- und Handelskammer mit besten Ergebnissen
ASCHAFFENBURG. 54 mal die
Traumnote »sehr gut«: Die besten Absolventen der Aschaffenburger Industrie- und Handelskammer (IHK) hat Präsident
Friedbert Eder kürzlich bei einer
Feierstunde in Aschaffenburg
verabschiedet.
Insgesamt 1609 der 1722 Kandidaten hatten die Prüfungen bestanden. Die Quote von über 90
Prozent spreche für das hohe
Ausbildungsniveau, sagte Ebert.
Die Quote entspreche der des
Vorjahres, als 1538 von 1631 Prüflingen erfolgreich waren.
Eder lobte den Einsatz, die
Zielstrebigkeit und das Durchhaltevermögen der Absolventen.
Er sehe Potenzial für künftige
Leistungsträger der Gesellschaft.
Die IHK-Absolventen mit der Abschlussnote »sehr gut«:
Tobias Bessenbacher, Kahl, Automobilkaufmann (Ausbildungsbetrieb: Hermann Arnold, Hösbach); Kolja Scheffler, Bruchköbel, Fachinformatiker/Systemintegration (Avato Consulting, Alzenau); Nadine Sommer, Mainaschaff, Kauffrau im Einzelhandel (Baby One, Mainaschaff); Julia Weber, Faulbach, Kauffrau im
Gesundheitswesen (Bayerisches
Rotes Kreuz, Obernburg); Mario
Rüdiger Schilling, Leidersbach,
Kaufmann im Einzelhandel (BayWa, Aschaffenburg); Sabine Weiß,
Miltenberg, Bürokauffrau (Berufliches
Fortbildungszentrum
Aschaffenburg); Hanna Roth,
Aschaffenburg,
Verkäuferin
(Deichmann,
Aschaffenburg);
Mathias Jost, Niedernberg, Ver-
Stichwort: Industrie- und Handelskammer
Die Industrie- und Handelskammern
(IHK) sind berufsständische Körperschaften des öffentlichen Rechts. Zu
ihnen gehören Unternehmen einer Region – das ist gesetzlich vorgeschrieben. Mitglieder sind alle Gewerbetreibenden und Unternehmen mit
käufer (Deichmann, Stockstadt);
Marina Claudia Hepp, Aschaffenburg, Drogistin (DM-Drogerie,
Mömbris); Jan-Benjamin Havelka,
Laufach,
Industriemechaniker;
Fatih Kengel, Laufach, Gießereimechaniker (beide Düker, Laufach);
Francesco
Wengerter,
Obernburg, Kaufmann im Großund Außenhandel (Duesmann &
Hensel, Aschaffenburg); Christoph Sauer, Laufach, Bürokaufmann (Gesellschaft zur beruflichen Förderung, Aschaffenburg);
Andreas Kempf, Sulzbach, Betonund Stahlbetonbauer; Christopher
Popp, Bad Mergentheim, Betonund Stahlbetonbauer (beide Adam
Hönig Baugesellschaft, Aschaffenburg); Carina Steigerwald, Johannesberg,
Chemielaborantin
(Isega, Aschaffenburg); Elisabeth
Eck, Bürgstadt, Industriekauffrau
(Josera Erbacher Service, Kleinheubach); Tobias Göbel, Hösbach, Automobilkaufmann (Robert Kunzmann, Aschaffenburg);
Daniel Baron, Karlstein, Verkäufer; Fatma Celikten, Stockstadt,
Kauffrau im Einzelhandel; Sevda
Polat, Stockstadt, Verkäuferin; Johanna Schmitt, Glattbach, Verkäuferin (alle Lidl, Alzenau); Laura Aulbach, Schaafheim, Indus-
Ausnahme reiner Handwerksunternehmen, Landwirtschaften und Freiberufler, die nicht ins Handelsregister eingetragen sind. In Deutschland gibt es
insgesamt 80 IHKs. Die Regionen, für
die sie zuständig sind, sind unterschiedlich groß. (ari)
triekauffrau; Marco Dirnhofer,
Mainaschaff, Industriekaufmann;
Carina Goldhammer, Bessenbach,
Kauffrau für Bürokommunikation; Patricia Oberle, Karlstein,
Kauffrau für Bürokommunikation
(alle Linde Material Handling,
Aschaffenburg); Nina Kapraun,
Mömlingen,
Industriekauffrau
(Linde Hydraulics, Aschaffenburg); Daniel Langner, Aschaffenburg, Mediengestalter (Main
Echo, Aschaffenburg); Verena
Trabold, Miltenberg, Kauffrau im
Groß- und Außenhandel (Mainmetall Großhandelsgesellschaft,
Bürgstadt); Caroline Riggs, Miltenberg, Industriekauffrau (Odenwald Faserplattenwerk, Amorbach); Michael Kostka, Haibach,
Fachinformatiker/Systemintegration (Pass it-Consulting, Aschaffenburg); Vanessa Kunkel, Haibach, Bankkauffrau (Raiffeisenbank Aschaffenburg); Daniel Hart,
Wörth, Technischer Zeichner;
Stefanie
Kreher,
Obernburg,
Technische Zeichnerin; Sebastian
Schuck, Sulzbach, Elektroniker für
Betriebstechnik (alle Reis GmbH,
Obernburg); Sebastian Pawlik,
Sulzbach, Kaufmann im Einzelhandel (Rewe Markt, Sulzbach);
Caroline Kraus, Großostheim, In-
dustriekauffrau (Sand Profile,
Stockstadt); Patrick See, Großheubach,
Industriekaufmann
(Scheurich Keramikfabrik, Kleinheubach); Johanna Hanke, Haibach, Floristin (Bernd Seubert,
Bessenbach); Kristin Heßberger,
Alzenau, Bankkauffrau; Ronja
Paulus, Aschaffenburg, Bankkauffrau (Sparkasse, Aschaffenburg); Verena Münch, Großheubach, Bankkauffrau (Sparkasse,
Obernburg); Patrick Neun, Gedern, Mediengestalter (Grafik und
Druck Steiner, Alzenau); Philipp
Karpf, Aschaffenburg, Kaufmann
im Groß- und Außenhandel (Suffel Fördertechnik, Aschaffenburg); Jennifer Arnold, Aschaffenburg, Technische Zeichnerin;
Regina Roth, Mespelbrunn, Technische Produktdesignerin (beide
Takata, Aschaffenburg); Susann
Rosenberger, Mömbris, Kauffrau
im Einzelhandel (Toom Baumarkt, Alzenau); Jessica Grod,
Sailauf, Kauffrau im Einzelhandel
(Top-Teppichboden, Aschaffenburg); Lisa Alesch, Aschaffenburg, Kauffrau im Einzelhandel
(Venavital, Aschaffenburg); Karima Bueno, Mömbris, Tourismuskauffrau (Vtours, Aschaffenburg); Jan Kunkel, Hösbach, Maschinenund
Anlagenführer
(Waldaschaff Automotive, Waldaschaff); Alexander Walz, Großwallstadt, Verkäufer (Wolfgang
Walz – Handel mit Antiquitäten,
Großwallstadt); Franziska Neuberger, Neunkirchen, Industriekauffrau (Wika Alexander Wiegand, Klingenberg); Bianca Kunz,
Weilbach, Kauffrau im Einzelhandel (extern).
ari
Mit viel Wehmut: Abschied der Kapuziner vom Käppele
Kirche: Orden verlässt nach 265 Jahren das Kloster der Wallfahrtskirche – Pfarrer Treutlein übernimmt Seelsorge
WÜRZBURG. Es ist ein Abschied mit
Wehmut: Nach 265 Jahren verlassen die Kapuziner das Würzburger
Käppele.
Am Monatsende werden die drei
letzten im Kloster verbliebenen
Mönche abreisen. Pater Siegbert
Meyer geht nach Altötting: »Einen
solchen Ort verlässt man nicht mit
leichtem Herzen«, sagt der 72Jährige. »Auch wegen der Wertschätzung, die wir von den Menschen erfahren haben.«
»Man trauert uns nach«
Das Fahrschulauto qualmte erst, kurz
darauf stand es in Flammen. Foto: Polizei
Foto: IHK Aschaffenburg
Nicht nur beim Abschiedsgottesdienst mit dem Diözesanbischof
am vergangen Sonntag habe man
spüren können, »dass man uns
nachtrauert«. Aber die Entscheidung zu gehen, ist unumstößlich.
Der Nachwuchsmangel zwingt den
Orden, sich auf weniger Standorte
zu konzentrieren.
Auch Pater Matthias Doll (71)
sitzt auf gepackten Koffern. Sein
Weg führt ihn nach Erlangen, wo
er im Seniorenzentrum der Franziskanerinnen und in der Pfarrei
Herz Jesu seelsorgerische Aufgaben übernimmt.
Er war erst vor zehn Monaten
nach Würzburg übergesiedelt.
Zuvor war er von 2008 bis Ende
2013 Pfarradministrator der Gemeinden Hösbach-Bahnhof und
Schmerlenbach im Kreis Aschaffenburg. Außerdem wirkte er dort
in den Großostheimer Ortsteilen
Pflaumheim und Wenigumstadt
sowie in Krombach. 1980 bis 1992
war Doll auch Betriebsseelsorger
für den bayerischen Untermain.
»Der Umzug ist stressig«, sagt
Pater Doll: »Aber ich sehe auch mit
Optimismus meiner neuen Aufgabe und der Mitwirkung in der
Pfarrei entgegen.«
So, wie jetzt bei der Feier des
hundertjährigen Bestehens der
Goethe-Universität. Da kamen
Geburtstagsgeschenke im Wert
von 71 Millionen Euro zusammen. Die Homburgerin Johanna Quandt, zweitreichste
Deutsche (nach ihrer Tochter
Susanne Klatten), spendete 20
Millionen in bar, das Ehepaar
Karin und Carlo Giersch
schenkte der Uni seine
Prachtvilla am Schaumainkai
samt Museum im Gesamtwert
von 27 Millionen Euro. Übernahme der Betriebskosten auf
30 Jahre inklusive.
Bei der Geburtstagsfeier in der
Paulskirche machte sich Bundespräsident Johannes Gauck
zwar freundlich lustig über die
geringe Präsenz der Studierenden in der grauköpfigen
Honoratiorenschar, doch würdigte er begeistert die Stiftungs-Tradition der Frankfurter Bürger-Universität.
Gönnerisch bei Jubiläen
Während Ministerpräsidenten
in anderen Bundesländern
mühelos in die repräsentative
Mäzenatenrolle ihrer feudalen
Vorgänger schlüpfen und sich
bei Jubiläen von Hochschulen,
Staatstheatern oder Museen
gönnerisch geben können, hat
es der jeweilige hessische Ministerpräsident schon schwerer. Denn in der größten Stadt
Hessens finden die meisten
Repräsentationstermine ohne
das Land statt. Vier der sechs
Frankfurter Hochschulen sind
Stiftungen – neben der Goethe-Universität die renommierte Kunstakademie Städelschule, die katholischtheologische Hochschule St.
Georgen und die Frankfurt
School of Finance, die gerade
am Alleenring einen großen
Neubau plant. Die Städtischen
Bühnen mit Schauspiel und
Oper sind ohne Landeseinfluss. Die Alte Oper lebt in
vielen Programmbereichen
von Stiftungsmitteln. Das Städel-Museum ist nicht nur eine
der bedeutenden Kunstsammlungen Europas, sondern
auch eine Stiftung.
Wenn das Städel in vier
Jahren sein 200-jährigen Bestehen feiert, wird sich also
Hessens Landesvater allenfalls
in einer Statistenrolle wiederfinden. Sozusagen als Onkel,
der bloß Klavier spielt…
Islamist aus Hessen
in Syrien getötet
Die Patres (von links) Joachim Wrede, Mathias Doll und Siegbert Meyer kurz vor dem
Abschied für immer vom Käppele-Kloster.
Foto: Christoph Niekamp (POW)
Das Käppele bleibt nach dem
Auszug der Kapuziner seelsorgerisch nicht verwaist: Neuer Wallfahrtsseelsorger wird Josef Treutlein (63), bisher Pfarrer in Würzburg-Grombühl. Am 2. November
zieht er in die Räume der Kapuzi-
ner ein. Unterstützt wird er vom
Franziskaner-Minorit Pater Martin
Koch. Dieser wird jedoch nicht auf
dem Nikolausberg wohnen, sondern weiterhin im Würzburger
Franziskanerkloster in der Altstadt.
rr
FRANKFURT. Ein Islamist aus Hessen ist bei Kämpfen in Syrien ums
Leben gekommen. Es handele sich
um einen 24 Jahre alten Mann aus
Hattersheim
(Main-TaunusKreis), sagte eine Sprecherin der
Frankfurter Staatsanwaltschaft am
Dienstag. Zuvor hatte die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« über
den Fall berichtet. Details zum Tod
des jungen Mannes nannte die
Sprecherin nicht.
Nach Angaben der »FAZ« hatte
sich der 24-Jährige im Umfeld von
Salafisten aus dem Rhein-MainGebiet radikalisiert. Er sei vor einigen Wochen nach Syrien ausgereist.
dpa
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