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Das Lebensbuch Gottes - Erzabtei St. Ottilien

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2006 spielte er anlässlich der Orgelweihe im Beisein von Papst Benedikt XVI. die neue
Mathis-Orgel ein.
Auch überregional wird seine Kompetenz als Orgelsachverständiger bei Neubauten
und Restaurierungen geschätzt. 1985 wurde ihm der „Bayerische Staatsförderpreis“
für junge Künstler verliehen. Eine umfangreiche, internationale Konzerttätigkeit als
Organist führte Norbert Düchtel in verschiedene Musikzentren (Rom, Wien, Budapest, Paris, Madrid, Jerusalem, Ljubljana, Bogotá, Toulouse, Neapel, Zagreb, Breslau,
Pula u. a.).
Im Jahr 2004 erfolgte die Ernennung zum Professor für „Künstlerisches Orgelspiel“ an
der Staatlichen Hochschule für Musik Detmold durch das Land Nordrhein-Westfalen
und 2007 Verleihung des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich. 2010 wurde er zum Kustos der „Schwalbennestorgel“ in der Minoritenkirche
(Museum) Regensburg berufen.
Katrin Wende-Ehmer
Katrin Wende-Ehmer erfüllte sich 1989 mit der Gründung
des Münchner Frauenchores einen Herzenswunsch, nämlich den Aufbau eines Ensembles, das sie mit Beharrlichkeit
und großem Engagement zu einem der führenden Frauenchöre Deutschlands entwickeln konnte. Neben dem Studium am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg
(1978 bis 1983) absolvierte sie diverse Stimmbildungs- und
Chorleiterkurse und Fachseminare. Seit vielen Jahren ist
sie als Dozentin (Bad Feilnbacher Chorwoche) tätig, leitet
Frauenchorseminare und engagiert sich als Mitglied im Arbeitskreis Musik in der Jugend und im Musikausschuss des
Bayerischen Sängerbundes sehr stark für das Laienchorwesen.
1998 erhielt sie für ihre chorleiterische Tätigkeit ein Stipendium des Deutschen Musikrates. Im Oktober 2000 übernahm sie zusätzlich die künstlerische Leitung des gemischten Chores „cantica nova holzkirchen“. Daneben war sie acht Jahre als Sänfgerin
im von Prof. Kurt Suttner geleiteten „via-nova-chor München“ aktiv. 2007 gründete sie
den Münchner Mädchenchor, mit dem sie bereits 2009 den 1. Platz beim 8. Bayerischen
Chorwettbwerb erzielte.
Monika Lichtenegger
Monika Lichtenegger (Sopran), geboren in Regensburg,
studierte Opern- und Konzertgesang an der Hochschule
für Musik und Theater in München.
Ihr Konzertrepertoire umfasst alle wichtigen Werke
der alten Musik bis in die Moderne. Sie sang u.a. das
Brahms-Requiem in der Münchner Philharmonie und
die Schöpfung von J. Haydn im Prinzregententheater in
München. Weiterhin führte sie die Zusammenarbeit mit
den Regensburger Domspatzen und concerto cölln zu einer Konzertreise nach Italien. Sie nahm für den BR einen
Liederzyklus von Rudi Spring auf und wirkte bei der Fernsehaufzeichnung „Schöne
Stellen – ein Spiel mit Liedern“ für das Bayerische Fernsehen mit. Mit dem Ensemble
„Ars Amandi“ bringt sie innovative Kammermusik zur Aufführung, u.a. bei Münchner Opernfestspiele Festspiel + und dem Internationalen Theaterfestival in Hue (Vietnam). Weiterhin arbeitet sie in verschiedenen Projekten für die Internationale Stiftung
zur Förderung von Kultur und Zivilisation in München.
Erste Bühnenerfahrung konnte sie vor ihrem Studium an den Städt. Bühnen Regensburg sammeln. Während ihrer Studienzeit sang sie verschiedene Opernpartien u.a.
Florinda in der Händeloper „Rodrigo“, Gretel („Hänsel und Gretel“, Humperdinck),
Didone („La Didone“, F. Cavalli) und Euridice in Haydns „Orfeo ed Euridice“ im Akademietheater und Prinzregententheater in München. Außerdem war sie als Gräfin in
„Le nozze di Figaro“ von Mozart in Orvieto (Italien) zu hören und sang die Partien
Musica, La Speranza und Euridice in „L´Orfeo“ von Monteverdi u.a. in Schweinfurt.
Weiter wirkte sie bei zahlreichen UA zeitgenössischer Opern mit. Ihr beruflicher
Weg führte dabei sie u.a. zu Festival A*Devangarde (München), Münchner Biennale,
Wiener Festwochen, Berliner Festwochen. 2011 erhielt sie den bayrischen Kunstförderpreis.
PROGRAMM
Simone Brückner
Mezzosopran, genoss ihren ersten Gesangsunterricht bei
Karola Marckardt in Berlin nach erfolgreichem Abschluss
ihres Physikstudiums. Von 1997 bis 1999 absolvierte sie ein
praktisches Gesangsstudium bei Kammersänger Prof. Peter
Tschaplik an der Privatakademie für Gesang und Sprecherziehung in Berlin, deren Lehrer ebenso an der Hochschule
für Musik „Hanns Eisler“ unterrichten. Diese Ausbildung
setzt sie in München fort bei Hubert Kubes (2000 - 2007)
und Prof. Thomas Gropper (seit Juli 2007).
Neben ihrer Mitarbeit im via-nova-chor München wirkt sie
solistisch an vielfältigen Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum mit.Sie gestaltete u.a. die Dido in Henry Purcells Oper „Dido and Aeneas“, die Aristea in „Che
Originali“ von Johann Simon Mayr, sowie Messaggiera und Proserpina in „L‘Orfeo“
von Claudio Monteverdi.
Das breit gefächerte Repertoire von Simone Brückner umfasst deutsches und internationales Liedgut, geistliche Werke wie Oratorien und Passionen, Arien und Szenen aus
Oper, Operette und Muscial sowie Werke zeitgenössischer Komponisten.
Simone Brückner arbeitet intensiv mit mehreren Begleitern zusammen (u.a. Maharani
Chakrabarti und Max Hanft) und gestaltet mit ihnen Lieder- und Arienabende. Ihre
Bühnenerfahrung integriert Simone Brückner in die Tätigkeit als Systemischer Business Coach und Moderne Mentaltrainerin. Hier unterstützt sie Menschen u.a. dabei,
authentisch und überzeugend auf Bühnen und Podien zu agieren und ‚Freund Lampenfieber‘ als Verbündeten zu gewinnen.
Mit freundlicher Unterstützung durch die
Maria Strecker-Daelen Stiftung
19.10.
2014
15.30 Uhr
PROGRAMM
Das Lebensbuch Gottes
Oratorium von Joseph Haas
in der Klosterkirche St. Ottilien
Joseph-Haas Gesellschaft
Münchener Frauenchor und Münchner Mädchenchor
Mitglieder des Bayerischen Staatsorchesters
Solisten: Monika Lichtenegger – Sopran
Simone Brückner – Mezzosopran
Prof. Norbert Düchtel – Orgel
Leitung: Katrin Wende-Ehmer
Eintritt frei – Spenden erbeten
Das Werk:
Das „Lebensbuch Gottes“ hat unter den Oratorien, die ich vertont habe, eine Sonderstellung. Das Werk ist eine Art musikalisches Betrachtungs- und Bekenntnisbuch.
Das Leben, Lieben und Leiden des Herrn wird nicht im biblischen Sinne geschaut
wie etwa im „Messias“ von Händel oder in der Matthäus- und Johannespassion von
Bach. Selbstverständlich ist auch im Lebensbuch ein historisierendes Moment festzustellen. Aber es gibt nur den neutralen Hintergrund, auf dem sich die Ereignisse
abspielen. Der betrachtende und bekennende Mensch verlässt jedoch hier seinen IchStandpunkt. Sein „Ich“ geht in „Wir“ völlig auf, auch da, wo in der Ich-Person gesprochen und gehandelt wird. (Chor der Wissenden, der Gläubigen und der Begnadeten.)
Durch dieses Verfahren wird der Zuhörer zum Miterleben suggestiv gezwungen, die
dramatische Schlagkraft unterstrichen und der lyrische Ausdruck intensiviert. Diese
objektivierende Gestaltungsart entspricht auch am ehesten der Mystik eines Angelus
Silesius, dessen tieffurchende Worte im Lebensbuch Gottes in Musik eingekleidet wurden und am deutlichsten in den zeitnahen Vierzeiler offenbar werden:
„Dass Du nicht Menschen liebst,
das tust Du recht und wohl,
die Menschheit ist`s,
die man im Menschen lieben soll.“
Der einzig mögliche christliche Standpunkt ist doch der: Der Herr hat für alle, also für
die ganze Menschheit, gelebt, geliebt und gelitten.
Der Komponist:
Joseph Haas wurde am 19. März 1879 in Maihingen im
schwäbischen Ries als drittes Kind des dortigen Lehrers
geboren. Schon früh zeigte sich seine musikalische Begabung. Zunächst wurde er aber Lehrer. Nach erfolgreicher
Prüfung versuchte er seine musikalischen Studien zu vervollkommnen. Entscheidend war dabei die Begegnung
mit Max Reger, dem er bis Leipzig folgte. Schon bald zeigten sich die ersten Erfolge als Komponist, die ihm 1911 die
Berufung als Lehrer für Komposition am Konservatorium
in Stuttgart und 1921 die Berufung an die Akademie der
Tonkunst in München brachten. Konsequent ging er in
seinem Schaffen von der Kammermusik über Lieder und Chorwerke zu den großen
Orchesterwerken, Oratorien und Opern. Von den bedeutenden Werken seien die beiden Opern „Tobias Wunderlich“ und „Die Hochzeit des Jobs“, die Oratorien „Die heilige Elisabeth“, „Das Lebensbuch Gottes“, „Das Jahr im Lied“ und „Die Seligen“, von
den Liederzyklen „Gesänge an Gott“ nach Gedichten von Jakob Kneip und „Unterwegs“ nach Gedichten von Hermann Hesse, von den Messen die „Speyerer Domfestmesse“ und die „Münchner Liebfrauenmesse“ sowie von den Kammermusikwerken
das Streichquartett A Dur op. 50, die Violinsonate h Moll op. 21 und die Klaviersonate
a- Moll op. 46 genannt.
Im Jahre 1921 gründete Joseph Haas mit Paul Hindemith und Heinrich Burkard die
„Donaueschinger internationalen Kammermusikfeste für Neue Musik“ und bewies
damit seine Aufgeschlossenheit für alles Neue, obwohl er selbst stets tonal komponierte. Schon bald war er einer der gesuchtesten Kompositionslehrer in Deutschland.
Aus seiner Meisterklasse gingen so unterschiedliche Künstler hervor wie Karl Amadeus Hartmann, Karl Höller, Philipp Mohler, Cesar Bresgen oder die Dirigenten Eugen
Jochum und Wolfgang Sawallisch. Joseph Haas war während der Zeit des Nationalsozialismus Angriffen als „Fortschrittsapostel“ (wegen seines Eintretens für die Neue
Musik in Donaueschingen) oder wegen „Romhörigkeit“ (wegen seines praktizierten
katholischen Glaubens) ausgesetzt. Die Übertragung des Wiederaufbaus der Musikhochschule in München nach dem Kriege als deren Präsident hinderte ihn selbst am
Komponieren. Erst nach 1950, als er in den wohlverdienten Ruhestand als Ehrenpräsident versetzt wurde, entstanden noch mehrere teils abendfüllende Werke. Als er am
30. März 1960 über der Reinschrift zur Hymne für den Eucharistischen Weltkongress
in München starb, war er der geachtete Nestor der deutschen Komponisten. Er hatte
viele Auszeichnungen erhalten, u.a. Ehrendoktor der Münchner Universität und des
päpstlichen Instituts für Kirchenmusik in Rom, Ehrensenator der Musikhochschulen
in Stuttgart, Dresden und Leipzig, Ehrenmitglied der GEMA und des Deutschen Komponistenverbandes. Seit 1949 gibt es eine Joseph-Haas-Gesellschaft, die sich um die
Verbreitung seines Werkes bemüht.
Dem Werk von Joseph Haas wird man nur gerecht, wenn man es an dem misst, was
er selbst zur Sinngebung in der Musik gesagt hat: „Die Musik soll erfreuen, nicht beleidigen; sie soll erschüttern, nicht zerschmettern; sie soll veredeln, nicht banalisieren.“
(Wolfgang Haas)
Die Ausführenden:
Münchner Frauenchor
Seit 1989 bereichert der Münchner
Frauenchor unter der Leitung von
Katrin Wende-Ehmer die bayerische Chorszene mit originaler Frauenchormusik, eine Gattung, die
hierzulande bisher selten gepflegt
wird. Bekannt ist der Chor für seinen warmen, vollen Chorklang, die
abwechslungsreiche und lebendige
Gestaltung seiner Konzerte und die
Aufführung von zeitgenössischen
Originalkompositionen. Eine kontinuierliche stimmliche Schulung aller Sängerinnen
ist ein wichtiger Bestandteil der Chorarbeit. Hierfür hat der Chor zwei Stimmbildnerinnen engagiert, welche die Schulung des Chores nach den klanglichen Vorstellungen
von Katrin Wende-Ehmer hervorragend durchführen. Neben Konzerten in Bayern
und über die Landesgrenzen hinaus nimmt der Münchner Frauenchor, der Mitglied
im Bayrischen Sängerbund ist, regelmäßig an nationalen und internationalen Wett-
bewerben teil. Stationen des Erfolgs waren: Ein zweiter Platz beim Internationalen
Chorwettbewerb Marienhöhe in Darmstadt (1995) und beim Internationalen Chorwettbewerb Llangollen in Wales (2000 und 2007). Ein erster Platz beim Bayerischen
Chorwettbewerb in den Jahren 1997, 2001 und 2005. Beim Deutschen Chorwettbewerb
erreichte der Münchner Frauenchor 2002 und 2006 einen zweiten Preis. Im Juni 2011
konnte der Münchner Frauenchor beim internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Wernigerode in den Kategorien sacrale Musik und Kammermusik jeweils
Gold erzielen. Das Erreichen des Finales beim internationalen Chorwettbewerb Florilege Vocal de Tours, Frankreich, im Mai 2012 war der jüngste Erfolg des Münchner
Frauenchores.
Münchner Mädchenchor
In mittlerweile drei Chören wird mit viel Freude die eigenen Stimme erkundet und in
den Gesamtklang eines Chores eingebunden.
Die Förderung und Schulung des Instrumentes Stimme sowie die gleichzeitige Vermittlung von musikalischen Allgemeinkenntnissen, Haltung und Atmung wird durch
ein kompetentes Team von Chorleitung und Stimmbildung vermittelt. Die Mädchen
im Grund- und Mädchenchor erhalten in jeder Probe individuellen Gesangsunterricht.
Je nach Altersgruppe wird Literatur vom einstimmigen Lied, über Kanon, mehrstimmige Chorsätze und Singspiele bis hin zur klassischen originalen Frauenchorliteratur
erarbeitet.
Die Chorgruppen treten sowohl bei eigenen Konzerten als auch gemeinsam mit dem
Münchner Frauenchor auf. Es gibt Probenwochenenden, Konzertfahrten und die Teilnahme an Wettbewerben.
Bisherige Höhepunkte waren 2009 der 1. Platz beim Bayerischen Chorwettbewerb
und 2010 das Mitwirken beim Walpurgiszauber am Tegernsee mit Eberhard Schoener.
Prof. Norbert Düchtel, Orgel
Norbert Düchtel, studierte Kath. Kirchenmusik (B-Examen mit Auszeichnung), Komposition (Prof. B. Hummel) und Orgel in Würzburg (Staatskonservatorium
für Musik) und München (Hochschule für Musik /
A-Examen). 1978 Künstlerische Staatsprüfung im Konzertfach „Virtuoses Orgelspiel“ bei Prof. Gerhard Weinberger an der Hochschule für Musik, München.
Er ergänzte seine Orgelstudien bei Jiri Reinberger
(Prag), Michael Schneider (Köln/Freiburg), Ewald Kooiman (Amsterdam / Detmold), Michael Radulescu (Wien / Hamburg) und Daniel Roth (Paris). Seit 1979
ist er Dozent für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule
für Kath. Kirchenmusik und Musikpädagogik in Regensburg und von 19882011 war er Leiter einer internationalen Orgelklasse für „Künstlerisches Orgelspiel“
an der Staatlichen Hochschule für Musik in Detmold. 1984 wurde er Organist
an der päpstlichen Basilika „Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle“ in Regensburg.
Er gab den Anstoß zur Rekonstruktion der Andreas-Weiß-Orgel in der Alten Kapelle und entwarf das Konzept der neuen „Papst-Benedikt-Orgel“. Am 13. September
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