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Keimbahn-Polymorphismen des Epidermal Growth Factor Receptor

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UNIVERSITÄTSKLINIKUM HAMBURG-EPPENDORF
Klinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Direktor: Prof. Dr. med. Prof. h.c. Dr. h.c. Jakob R. Izbicki
Keimbahn-Polymorphismen des Epidermal Growth Factor Receptor
Intron-1 (EGFR-1) und des Hämoxygenase-1 (HMOX-1) Promoters
sind stadienunabhängige prognostische Faktoren des
Ösophaguskarzinoms
Dissertation
zur Erlangung des Grades eines Doktors der Medizin
der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg
vorgelegt von:
Florian Trump aus Bergisch Gladbach
Hamburg 2013
Florian Trump
Seite 2
Angenommen von der medizinischen Fakultät am 22.08.2014.
Veröffentlicht mit der Genehmigung der medizinischen Fakultät der Universität
Hamburg
Prüfungsausschuss, der/die Vorsitzende : Priv. Doz. Dr. Kai Bachmann
Prüfungsausschuss, 2. Gutachter/-in
: Prof. Dr. Kerstin Kutsche
Prüfungsausschuss, 3. Gutachter/-in
: Prof. Dr. Karl Wegscheider
Florian Trump
Seite 3
Für meine Tochter Amelie Mathilda
Florian Trump
Seite 4
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung ..................................................................................................................5
1.1 Hintergrund ..........................................................................................................5
1.2 Ziel der Arbeit.......................................................................................................8
2
Material und Methoden ...........................................................................................9
2.1 Studiendesign und Patienten.................................................................................9
2.2 Klinisch-pathologische Daten...............................................................................9
2.3 Experimentelle Techniken...................................................................................10
2.4 Statistik................................................................................................................12
3
Ergebnisse ...............................................................................................................13
3.1 GTn-Polymorphismus im HMOX-1 Promoter....................................................13
3.2 Ergebnisanalyse..................................................................................................15
3.3 CA-SSR-1 Polymorphismus beim EGFR-Gen ....................................................21
4
Diskussion ...............................................................................................................29
5
Zusammenfassung ..................................................................................................33
6
Abkürzungsverzeichnis..........................................................................................34
7
Literaturverzeichnis...............................................................................................36
8
Danksagung.............................................................................................................45
9
Lebenslauf ...............................................................................................................46
10 Eidesstattliche Versicherung .................................................................................49
Florian Trump
1
Seite 5
Einleitung
1.1 Hintergrund
1.1.1 Plattenepithel- (SCC) und Adenokarzinome (AC) des Ösophagus
Das Ösophaguskarzinom (EC) ist ein hochaggressiver Tumor und weltweit eine häufige
Todesursache.
Über
Jahre
war
die
Standardtherapie
des
lokal
begrenzten
Ösophaguskarzinoms ausschließlich chirurgisch. Das mediane Überleben ist auch unter
Einsatz von multimodalen Therapiekonzepten noch unbefriedigend. Eine klare Evidenz
zur stratifizierten Therapie dieser Patienten liegt bislang nicht vor, da die
Studienergebnisse hierzu kontrovers diskutiert werden. [1-6]. Das statistische 5-JahresÜberleben betroffener Patienten hat sich in den letzten Jahrzehnten zwar deutlich
verbessert, ist jedoch mit Raten um 25% nach wie vor als ausgesprochen schlecht
einzustufen [7-10]. Die Tumorinvasionstiefe und der Lymphknotenstatus konnten
bereits als prognostische Parameter für das Auftreten von Rezidiven und die
Überlebensprognose
identifiziert
werden
[11].
Aber
20%
der
histologisch
Lymphknotennegativen Patienten entwickeln dennoch ein systemisches Rezidiv. Bei
den Lymphknotenpositiven Fällen sind es bis zu 90% [12].
Für die Prognose des Krankheitsverlaufs existieren keine etablierten Marker, ebenso
wenig für die Auswahl einer spezifischen multimodalen Therapie. Eine spezifische
Zuordnung der Therapieoptionen bedarf einer exakten Einteilung in individuelle
Risikoprofile. Anforderungen an einen solchen Faktor sind leichte Bestimmbarkeit, vom
Tumorgewebe unabhängige Verfügbarkeit und genetische Stabilität auch unter einer
möglicherweise bereits durchgeführten, z.B. chemotherapeutischen Therapie. Ebenfalls
sollte der Marker reproduzierbar und untersucherunabhängig sein. Genetische
Variationen der Keimbahn-DNS könnten als stabile Prognosemarker bei Karzinomen
verwendet werden. [13-16].
Diverse Studien haben gezeigt, dass Keimbahn-Polymorphismen mit einer individuellen
Disposition gegenüber verschiedenen Malignomarten einhergehen [14-19]. Bezüglich
der Prognose von Erkrankung existieren bislang aber noch wenige Daten [20, 21].
Hoffnung auf Prognoseverbesserung bietet die sogenannte „Targeted Therapy“, die eine
Anwendung von Medikamenten beinhaltet, welche individuelle Tumoreigenschaften
Florian Trump
Seite 6
wie z.B. Expression von Wachstumsfaktoren oder deren Rezeptoren zielgerichtet
beeinflussen [22-24].
1.1.2 Epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor (EGFR)
Der EGFR ist eine Tyrosinkinase, welche eine wichtige regulatorische Funktion in
Signalketten ausübt, die für das Überleben, die Migration und Gewebsregeneration von
Zellen eine entscheidende Bedeutung haben [24, 25]. Er gehört zur erbB-Genfamilie,
die bereits als „Target“ für neuartige Therapien bei neoplastischen Erkrankungen
beschrieben wurde [26]. Derzeit sind Behandlungsmethoden dieser Art hauptsächlich
für das nicht-kleinzellige Bronchialkarzinom (NSCLC), Plattenepithelkarzinome der
sogenannten „Head & Neck – Gruppe“ und kolorektale Karzinome beschrieben- und
geprüft worden. Eine ähnliche Wirkung könnte bei AC und SCC des Ösophagus
vorliegen [27-32].
Molekularbiologische Analysen haben gezeigt, dass AC und SCC des Ösophagus in
hohem Maße EGFR exprimieren [33-36]. Derzeit gibt es vier zugelassene Substanzen,
die als monoklonale Antikörper oder Kinaseinhibitoren diesen Rezeptor blockieren [24,
37, 38]. Bislang existieren lediglich wenige-, meist kleine Studien zu fortgeschrittenen
Krankheitsstadien und mit dem Einsatz der Substanzen als „Second Line“ Behandlung
des EC. Die beschriebenen Ansprechraten reichen von 10-90% [39-42].
Der EGFR-Status eines Tumors wird in der Regel mittels Immunhistochemie (IHC)
oder Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) ermittelt. Hierbei kann jedoch
methodenbedingt
der
reale
Aktivierungsgrad
oder
die
Regulation
der
Rezeptorexpression nicht objektiv dargestellt werden [33, 35, 43-46]. Die Transkription
des EGFR-Gens ist von zwei bekannten genetischen Regulatoren („Enhancer“)
abhängig [47, 48]. Einer davon befindet sich auf dem als Intron-1 bezeichneten
Abschnitt, welcher in enger Nachbarschaft zu einem CAn-Repeat-Polymorphismus
(CA-SSR-1) liegt. Vorangegangene Studien konnten belegen, dass ein reziprokes
Verhältnis zwischen der CA-SSR-1 Länge und der EGFR-Proteinexpressionsrate
besteht [25, 48-50]. CA-SSR-1 wurde bereits als prognostischer Faktor für verschiedene
Tumoren identifiziert [51-55]. Zuletzt berichteten Huang & Tiseo et al. über den
prädiktiven Wert von CA-SSR-1 bei Patienten mit kleinzelligem Bronchialkarzinom
und Gefitinib-Therapie [56, 57].
Florian Trump
Seite 7
In anderen Studien wurde der mittels oben beschriebener Methoden (IHC & FISH)
ermittelte EGFR-Status von EC-Patienten bereits als Marker für ein schlechtes Outcome
identifiziert [33-36]. Die untersuchten Gruppen waren dabei stets relativ inhomogen
bezogen auf die therapeutischen Methoden. Die genaue Rolle des genannten
Längenpolymorphismus beim EC wurde nicht untersucht.
1.1.3 Hämoxygenase-1
Das induzierbare Isoenzym der Hämoxygenase (HO) ist die Hämoxygenase-1 (HO-1).
Diese ist klassifiziert als Hitzeshockprotein-32 (HSP32). Sie ist das Produkt des
Hämoxygenase-1 Gens (HMOX-1), welches auf Abschnitt 22q12 des menschlichen
Chromosomensatzes positioniert ist. Die HO-1 spielt unter anderem eine wichtige Rolle
beim Zellschutz und für die Homöostase [58].
Tumor Supressor Genen (TSG) wie p53 und p21 ist eine wichtige Rolle für die
Beeinflussung
der
Entwicklung
eines
EC
nachgewiesen.
Die
biologischen
Eigenschaften der HO-1 sind von Bedeutung für Regulation und Funktion von p53 und
p21 [59-61].
In vorangegangenen Studien wurde bereits gezeigt, dass das Enzym ebenfalls eine Rolle
bei Entstehung und Verlauf von malignen Tumorerkrankungen spielt [62, 63]. Der
Einfluss scheint dabei tumorspezifisch zu sein; Abhängig vom Erkrankungstyp können
tumorprotektive aber auch -supportive Eigenschaften vorliegen [64-69].
Die quantitative Ausschüttung von HO-1 ist eng assoziiert mit einem GTnLängenpolymorphismus in der Anfangsregion des HMOX-1 Promoters. Kurze
Sequenzen (SGTn) führen zu einem hohen-, lange Sequenzen (LGTn) zu einem
niedrigen Proteinexpressionslevel [70]. In gleicher Weise wie oben für die HO-1
beschrieben, konnten auch direkte Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen GTnLängen und dem Verlauf von (Tumor-)erkrankungen nachgewiesen werden. Auch hier
zeigen sich wieder krankheitsspezifisch gegensätzliche Effekte [71-73]. Beispielsweise
geht das genotypische Vorhandensein eines SGTn-Allels beim malignen Melanom mit
einem höheren Erkrankungsrisiko einher, während beim Plattenepithelkarzinom des
Mundbodens (OSCC) protektive Effekte kurzer GTn-Sequenzen zum tragen kommen
[68, 71, 73].
Florian Trump
Seite 8
1.2 Ziel der Arbeit
Ein direkter und unabhängiger Einfluss der Keimbahnpolymorphismen in den
codierenden Genabschnitten für die HO-1 und den EGFR auf den Verlauf des EC wurde
bislang nicht untersucht. Diese Studie analysiert eine homogene Patientengruppe,
welche neben der chirurgischen- keine weitere neoadjuvante oder adjuvante Therapie
erhalten hatte. So kann unverfälscht der natürliche Krankheitsverlauf nach kompletter
Resektion beobachtet werden. Dazu wurden die Resultate der molekularbiologischen
Analyse mit den klinisch-pathologischen Parametern, dem Status möglicherweise
vorhandener disseminierter Tumorzellen (DTC) und dem Überleben verglichen.
Florian Trump
2
Seite 9
Material und Methoden
2.1 Studiendesign und Patienten
Diese Studie wurde vom Ethikkomitee der Ärztekammer Hamburg geprüft und
zugelassen. Sämtliche Patienten haben nach entsprechender Aufklärung schriftlich in
die Entnahme und Verwendung der EDTA-Blutproben zu wissenschaftlichen Zwecken
eingewilligt. Die erhobenen Daten der HMOX-1-Gruppe stammen von 297 retrospektiv
ausgewählten Personen mit primärem EC, welche in einem Zeitraum von 10 Jahren in
der Abteilung für Allgemein- Viszeral- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf operiert worden waren. Die Tumorentität war in allen Fällen
histologisch gesichert, die Resektionsränder tumorfrei (R0) und keiner der Patienten
hatte eine (neo-)adjuvante Chemotherapie erhalten.
In gleicher Weise wurden die Daten der EGFR-Gruppe von 241 Patienten mit primärem
EC erhoben, welche in einem Zeitraum von 7 Jahren in der Abteilung für AllgemeinViszeral- und Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf operiert
worden waren. Die klinisch-pathologischen und therapeutischen Eigenschaften waren
identisch mit denen der HMOX-1-Gruppe.
2.2 Klinisch-pathologische Daten
Alle Daten wie histologische Klassifikation, Tumorinvasionstiefe, Lymphknotenmetastasierung und Erkrankungsstadium waren prospektiv dokumentiert. Ein Rezidiv
wurde definiert als Entwicklung von lokalem Tumorwachstum sowie Entstehung von
Fernmetastasen nach vorangegangener R0-Resektion. Die klinischen Daten im
postoperativen Überwachungszeitraum wurden über eine Befragung der Hausärzte, in
unserer Ambulanz, aus den Patientenakten oder dem regionalen Krebsregister erhoben.
Für die Definition des rezidivfreien Überlebens (DFS) wurden die entsprechenden
Patienten am Tag der Diagnosestellung des Rezidives, am Todestag oder am Tage des
letzten Follow-Up zensiert, je nach dem was zuerst eintrat. Als Sterbedatum für die
Überlebensanalyse wurde der reelle Todestag oder das Datum des letzten erfolgten
Follow-Up
definiert,
je
nach
dem
was
zuerst
eintrat.
Der
Beginn
des
Überlebenszeitraums wurde als der Tag der Operation definiert. Patienten die beim
letzten Follow-Up noch ohne Rezidiv am Leben waren wurden ebenfalls zensiert.
Florian Trump
Seite 10
2.3 Experimentelle Techniken
2.3.1 Extraktion von Leukozyten DNS aus venösen EDTA-Blutproben
Im ersten Schritt wurde Patienten-DNS mittels einer standardisierten Methode
(„QIAamp Blood Tissue Kit“, Qiagen ; Hilden, Deutschland) aus den in EDTA®
Blutproben enthaltenen Leukozyten extrahiert und gereinigt.
2.3.2 Amplifikation durch Polymerase Ketten Reaktion (PCR)
Zur Vervielfältigung eines entsprechenden Genabschnitts welcher die gesuchte
CAn/GTn-Sequenz enthält wurde die PCR eingesetzt. Für HMOX-1 wurde als SensePrimer „OXY-F“ (5’-AGAGCCTGCAGCTTCTCAGA-3’) und als entsprechender
Antisense-Primer „OXY-RL*“ (5’-ACAAAGTCTGGCCATAGGAC-3’) ausgewählt.
Für EGFR wurden „EG-F-Fam*“ (5’-fam-GTTTGAAGAATTTGAGCCAAACC-3’)
und EG-R (5’-CGAAGCCAGACTCGCTCATG-3’) gewählt. Die mit Stern versehenen
Primer
waren
für
die
spätere
Auswertung
in
der
Kapillarelektrophorese
fluoreszenzmarkiert.
Die PCR für die Fragmentlängenanalyse erfolgte in einem 25µl Ansatz bestehend aus
0,25µl extrahierter DNS, 2,5µl „10x PCR Buffer IV“ (ABgene ; Epsom, Surrey, UK),
®
4µl dNTP (1,25mM) OXY-F/OXY-RL* bzw. EG-F-Fam*/EG-R Primer und 1,25µl TaqPolymerase aufgefüllt mit destilliertem und gereinigtem H2O.
Die PCR-Bedingungen waren wie folgt: 95°C für 2 Minuten, dann 40 Zyklen mit 95°C
für 1 Minute, 55°C für 30 Sekunden, 72°C für 1 Minute, gefolgt von einer
abschließenden Extensionsphase mit 72°C für 2 Minuten.
Die PCR für die spätere Gensequenzierung der EGFR-1 Proben erfolgte in einem 20µl
Ansatz bestehend aus 3,0µl extrahierter DNS, 2,0µl Puffer (ABI 5x Sequencing
Buffer ), 4,0µl ABI BigDye Dideoxyterminators Sequencing Mix V1.1 ) und einem
®
nicht
®
fluoreszenten
OXsFs-Primer
(5’-GGGTTGCTAAGTTCCTGATG-3’)
mit
Denaturierung bei 95°C für zwei Minuten gefolgt von 30 Zyklen mit 95°C für 45
Sekunden, 50°C für 10 Sekunden und 60°C für vier Minuten. Das Produkt wurde mit
dem QIAquick PCR purification kit (Quiagen ) gereinigt und mittels automatischer
®
Sequenzierung (ABI3110 ) analysiert.
®
Für die EGFR Proben erfolgte zunächst die Amplifikation mit dem nicht-fluoreszenten
Primer EG-F1 (5’-AGAGCTCATCCTGGCCAACA-3’) und EG-R bei gleichen PCR-
Florian Trump
Seite 11
Bedingungen wie oben beschrieben. Das Produkt wurde ebenfalls mit dem QIAquick
PCR purification kit (Quiagen ) gereinigt und mittels automatischer Sequenzierung
®
(ABI3110 ) analysiert.
®
2.3.3 Fragmentanalyse durch Gel- bzw. Kapillarelektrophorese
Zunächst erfolgte nun eine klassische Elektrophorese des PCR-Produktes mit einem
2,5%-Agarosegel zur Erfolgskontrolle. Die Fragmentlängenbestimmung erfolgte mittels
Kapillarelektrophorese auf dem Abi Prism Genetic Analyzer unter Verwendung des
®
folgenden Ansatzes: 40µl Formamid (HIDI, Applied Biosystems , California, USA),
®
0,2µl Genescan-500-ROX Standard sowie 0,1-2,0µl PCR-Produkt (Die ausgewählte
Menge richtete sich nach einer analogen Einschätzung der über die Gelelektrophorese
ermittelten Bandenqualität), welches zuvor bei 94°C für 2 Minuten denaturiert wurde.
2.3.4 Definition von Referenzfragmenten durch Gensequenzierung
Die Länge der CA/GTn-Repeats wurde errechnet aus dem Verhältnis der jeweiligen
Gesamt-Fragmentlängen zur Länge jeweils zweier Referenzfragmenten aus zuvor
mittels Gensequenzierung untersuchten homozygoten DNS-Proben. Referenzmarker
waren zwei Proben mit 23 und 30 GTn-Repeats für HMOX-1 sowie 16 und 20 CARepeats für CA-SSR-1.
Die Einteilung in kurze (<25=SGTn) und lange (≥25=LGTn) Allele (HMOX-1), sowie
kurze (<17=SCAn) und lange (≥18=LCAn) Allele (EGFR-Gen) erfolgte in Anlehnung
an das zuvor von anderen Autoren praktizierte Vorgehen [73, 74].
2.3.5 Aufsuchen disseminierter Tumorzellen (DTC)
Die bereits etablierte Prozedur der Detektion mikroskopischer Tumorzelldissemination
wurde im Verlauf der Datenerhebung über Jahre durch das Institut für Tumorbiologie
am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Prof. Dr. med. Pantel) begleitend nach
hausinternem Standard durchgeführt [75]. Sie beginnt mit der Aspiration von 4-8ml
Knochenmarkspunktat aus dem rechten Beckenkamm der Patienten als erstem Schritt
während des operativen Eingriffs zur Entfernung des Tumors. Durch die Beigabe von
Heparin wird eine Gerinnung des Materials verhindert, welches dann im Labor
weiterverarbeitet werden kann. Durch Dichtegradientenzentrifugation mit FicollHypaque (Pharmacia , Freiburg, Deutschland) bei 400g für 30 Minuten lassen sich die
®
mononukleare Zellen isolieren. Diese wurden dann bei Raumtemperatur mittels
Florian Trump
Seite 12
Zytozentrifugation bei 150g für drei Minuten auf einen Glasträger appliziert. Zur
Identifikation der Tumorzellen setzte man den monoklonalen Antikörper A45-B/B3
(IgG1; Micromet , München, Deutschland) ein, der ein Epitop verschiedener
®
Zytokeratine einschließlich der Zytokeratine 8, 18 und 19 erkennt. Als Kontrolle wurde
unspezifisches IgG1 benutzt. Die visuelle Darstellung erfolgte in APAAP-Technik und
Gegenfärbung mit Mayer’s Hamätoxylin. Um die Proben auf das Vorhandensein von
disseminierten Tumorzellen zu screenen, wurde der automatische Zell-Imager
ChromaVision (Medical Systems Inc., California, USA) eingesetzt.
®
2.4 Statistik
Die statistische Auswertung erfolgte mit dem Programm SPSS für Microsoft Windows
®
®
(SPSS Inc., Chicago, Illinois, USA). Zur Identifizierung einer Korrelation zwischen
GTn-Fragmentlängen und den klinisch-pathologischen Parametern wurde der ChiQuadrat-Test genutzt. Die Überlebenskurven wurden nach der Kaplan-Meier-Methode
erstellt und mittels Log-Rank-Test analysiert. Für die multivariate Analyse zur Prüfung
des CA-SSR-1 und des Längenpolymorphismus im HMOX-1 Promoter als
unabhängigen prognostischen Faktor wurde die Cox-Regressionsanalyse verwendet.
Die Signifikanzgrenze wurde wie üblich bei p-Werten <0,05 im bidirektionalen Test
gesetzt.
Florian Trump
3
Seite 13
Ergebnisse
3.1 GTn-Polymorphismus im HMOX-1 Promoter
3.1.1 Charakteristika der untersuchten Studienpopulation
Eingeschlossen wurden insgesamt 297 Patienten mit malignen Tumoren der
Speiseröhre. Das durchschnittliche Lebensalter betrug 62,6 Jahre in einem Bereich
zwischen 34,5 und 81,7 Jahren. Der überwiegende Anteil der Patienten war mit 241
(81,1%) männlichen Geschlechts, entsprechend 56 (18,9%) Personen weiblich. Bei
allen Patienten erfolgte eine histologisch gesicherte R0-Resektion bei zum Zeitpunkt
der Operation fehlenden soliden Metastasen. Trotzdem waren 57 (19,2%) der Fälle als
M1 klassifiziert, da lymphatische Fernmetastasen vorlagen. Die histologische Diagnose
eines AC lag bei 145 (48,8%), die eines SCC bei 152 (51,2%) der untersuchten
Personen vor. Eine adjuvante- oder neoadjuvante Therapie war nicht durchgeführt
worden. In 166 (55%) Fällen war der DTC-Status bestimmt worden, davon in 65
(39,2%) als positiv. Der homozygote LL-Genotyp fand sich in 42 (14,1%) Patienten, SL
in 200 (67,3%) Fällen und bei 55 (18,5%) Personen war ein SS-Genotyp vorhanden.
Tabelle 1 zeigt die Charakteristika der gesamten Studienpopulation auf, geordnet in
zwei Gruppen für das AC und SCC.
Florian Trump
Seite 14
SCC
LL
SL
AC
Variable
ges.
SS
p-Wert
ges.
LL
SL
SS
p-Wert
gesamt
152
(100)
23
(15.1)
103
(67.8)
26
(17.1)
145
(100)
19
(13.1)
97
(66.9)
29
(20)
männl.
120
21
(17.5)
81
(67.5)
18
(15)
121
14 (11.6)
81 (66.9)
26 (21.5)
weibl
32
2
(6.3)
22
(68.8)
8
(25)
24
5 (20.8)
16 (66.7)
3 (12.5)
≤60
69
14 (20.3)
46 (66.7)
9 (13)
53
7 (13.2)
36 (67.9)
10 (18.9)
>60
83
9 (10.8)
57 (68.7) 17 (20.5)
92
12 (13)
61 (66.3)
19 (20.7)
pT1
21
3
(14.3)
9
(42.9)
9
(42.9)
29
8 (27.6)
20 (69)
1 (3.4)
pT2
33
3
(9.1)
23
(69.7)
7
(21.2)
52
5 (9.6)
41 (78.8)
6 (11.5)
pT3
81
13
(16)
60
(74.1)
8
(9.9)
57
6 (10.5)
34 (59.6)
17 (29.8)
pT4
17
4
(23.5)
11
(64.7)
2
(11.8)
7
-
2 (28.6)
5 (71.4)
neg.
59
3
(5.1)
38
(64.4)
18
(30.5)
45
12 (26.7)
29 (64.4)
4 (8.9)
pos.
93
20
(21.5)
35
(69.9)
8
(8.6)
100
7 (7)
68 (68)
25 (25)
neg.
125
15
(12)
87
(69.6)
23
(18.4)
115
17 (14.8)
77 (67)
21 (18.3)
pos.
27
8
(29.6)
16
(59.3)
3
(11.1)
30
2 (6.7)
20 (66.7)
8 (26.7)
G1
8
1
(12.5)
4
(50)
3
(37.5)
9
1 (11.1)
8 (88.9)
-
G2
102
13
(12.7)
69
(67.6)
20
(19.6)
61
11 (18)
40 (65.6)
10 (16.4)
G3
42
9
(21.4)
30
(71.4)
3
(7.1)
75
7 (9.3)
49 (65.3)
19 (25.3)
Nein
71
7
(9.9)
44
(42)
20
(28.2)
54
11 (20.4)
37 (68.5)
6 (11.1)
Ja
81
16
(19.8)
59
(72.8)
6
(7.4)
91
8 (8.8)
60 (65.9)
23 (25.3)
neg.
46
1
(2.2)
29
(63)
16
(34.8)
55
9 (16.4)
41 (74.5)
5 (9.1)
pos.
32
9
(28.1)
23
(71.9)
-
33
1 (3)
23 (69.7)
9 (27.3)
Geschl.
0.18
0.3
Alter (Lj.)
0.17
0.9
Tumorgr.
0.01
<0.001
LK-Stat.
<0.001
0.001
M1a
0.06
0.4
Grading
0.16
0.2
Rezidiv
0.002
0.03
DTC
Tabelle 1:
<0.001
Patientendaten und Korrelation von GTn mit klinisch-pathologischen
Parametern (Klammern in %)
0.02
Florian Trump
Seite 15
3.2 Ergebnisanalyse
Die drei genannten Genotypen wurden mit den klinisch-pathologischen Parametern
korreliert. Dabei fällt auf, dass sich die Expressionsrate der HO-1 im Falle der zwei
histologisch verschiedenen Tumorqualitäten am gleichen Zielorgan unterschiedlich
auswirkt. Beim SCC war ein starker Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein
eines langen Repeats (LL- oder SL-Genotyp) und einem aggressiveren Tumorwachstum
bzw. größeren Tumor zu verzeichnen. Ebenso lag in diesen Fällen statistisch eine
höhere Rate an Lymphknotenmetastasen (regional & fern) und DTC vor. Auffällig war,
dass keiner der SS-Allelträger zum Zeitpunkt der Operation DTC aufwies und lediglich
bei unter 10% dieser Personen eine lymphatische Tumoraussaat vorlag. Ebenfalls
weniger als 10%
dieser Subpopulation erlitten im Nachbeobachtungszeitraum ein
Rezidiv.
Im Gegensatz dazu scheint das Vorhandensein eines kurzen Allels (SS- oder SLGenotyp)
bei
den
untersuchten
AC
mit
einer
maligneren
Tumorbiologie
vergesellschaftet zu sein. Hier waren es diese Patienten, die größere Tumore, mehr
Lymphknotenmetastasen und eine höhere DTC-Rate aufwiesen. Patienten
homozygot
langen
Allelen
hingegen
brachten
lediglich
in
7%
der
mit
Fälle
Lymphknotenmetastasen, und in 3% DTC hervor. Entsprechend war hier die
Rezidivrate mit ebenfalls unter 10% recht gering. Die vollständigen Daten sind als
Übersicht in Tabelle 1 aufgeführt.
3.2.1.1 GTn-Sequenzlänge und klinisches Outcome
Eine sinnvolle Überlebensanalyse war für 21 (7,1%) der Patienten nicht durchführbar,
da diese perioperativ verstorben waren. Sie wurden daher aus der Statistik
herausgenommen. Von den übrigen 276 Personen verstarben 207 (75,0%) während des
Beobachtungszeitraums und 172 (62,3%) hatten ein Rezidiv. Analog zu den klinischpathologischen Parametern zeigte sich auch hier ein gegensätzlicher Effekt der
Allelkonfiguration auf das rezidivfreie Überleben (DFS) und das Gesamtüberleben (OS)
bei AC und SCC.
Die Kaplan-Meier-Analyse für das SCC zeigt eine deutliche Zunahme des OS und DFS,
je mehr kurze GTn-Sequenzen genotypisch vorhanden waren (Abb. 1a/b und Tabelle
3+4). Im Gegensatz dazu verhält es sich beim AC genau umgekehrt (Abb. 2a/b und
Tabelle 3+4).
Florian Trump
Seite 16
Schließt man die bei Operation als M1 klassifizierten Fälle aus und unterteilt die
Studienpopulation in Gruppen mit und ohne Lymphknotenmetastasen, so kommt man
zu ähnlichen Ergebnissen. Die SCC Patienten profitieren beim Gesamt- und
rezidivfreien Überleben von der Abwesenheit langer GTn-Sequenzen (Abb. 1c-f und
Tabelle 3+4). Wie auch in den zuvor beschriebenen Auswertungen zeigt sich das
gegensätzliche Verhalten der AC (Abb. 2c-f und Tabelle 3+4). Bei der geringen Anzahl
untersuchter Personen waren in den Subgruppen nicht alle Ergebnisse signifikant.
SCC
AC
GTn
n
Median
95%CI
p-Wert
ges.
140
16
10.5-21.6
<0.001
n
Median
95%CI
p-Wert
ges.
136
16.5
13.4-19.6
<0.001
LL
23
9.1
8.1-10.1
LL
19
48.4
39.4-57.4
SL
95
SS
22
16.6
10.3-23
SL
92
16.4
13.3-19.6
45.8
36.4-55.2
SS
25
9.3
2.1-16.6
N0M0
LL
52
45.7
19.4-71.9
N0M0
39
45.9
38.2-53.5
2
12
-
LL
11
55.5
46.8-64.2
SL
34
32
17.6-46.4
SL
25
43.8
34.1-53.5
SS
16
53.5
45.2-61.9
SS
3
12
7.7-16.3
N1M0
63
10.6
6.1-15.0
N1M0
71
14.5
11.8-17.3
LL
13
7.6
5.2-10.0
LL
6
33.4
11.1-55.8
SL
46
14.0
6.9-21.1
SL
49
14.7
11.4-18.0
SS
4
19.0
8.6-29.4
SS
16
9
2.7-15.3
0.2/0.006
0.007 / 0.9
0.3/0.01
0.1 / 0.01
Tabelle 3: GTn und rezidivfreies Überleben (in Monaten)
SCC
AC
GTn
n
Median
95%CI
p-Wert
ges.
140
15.4
11.3-19.5
<0.001
n
Median
95%CI
p-Wert
ges.
136
21.6
16.8-26.4
<0.001
LL
23
9.6
3.1-16.1
LL
19
50.0
41.9-58.1
SL
95
SS
22
15.5
10.2-20.8
SL
92
19.3
12.8-25.9
54.4
24.2-84.5
SS
25
15.5
1.8-29.9
N0M0
LL
52
36.5
22.1-51.0
N0M0
39
47.8
40.5-55.2
2
7.5
0-16.5
LL
11
60.7
55.2-66.1
SL
34
27.1
11.2-43.0
SL
25
44.2
24.8-63.5
SS
16
45.5
34.8-56.2
SS
3
23.3
20.0-26.6
N1M0
63
10.3
6.6-14.0
N1M0
71
18
13.5-22.5
LL
13
9.0
6.5-14.2
LL
6
27.3
14.5-40.2
SL
46
10.3
6.5-14.2
SL
49
19.3
12.3-26.4
SS
4
12.5
0-28.3
SS
16
9.9
1-19.5
0.02 / 0.05
0.1 / 0.3
Tabelle 4: GTn und Gesamtüberleben (in Monaten)
0.03 / 0.2
0.3 / 0.007
Florian Trump
Abbildung 1: HO-1 und das SCC des Ösophagus
Seite 17
Florian Trump
Abbildung 2: HO-1 und das AC des Ösophagus
Seite 18
Florian Trump
Seite 19
3.2.1.2 GTn als unabhängiger prognostischer Faktor
Die teils hochsignifikante Korrelation von GTn mit dem klinischen Verhalten der
untersuchten Fälle im Bezug auf das gesamt- und rezidivfreie Überleben veranlasste
mich, eine Analyse der Rolle von GTn als diesbezüglich unabhängigem prädikativem
Faktor nach erfolgter Ösophagusresektion durchzuführen. Mittels Cox-Regression
untersuchte ich das vorliegen eines signifikanten Risikos für klinisch-pathologische
Parameter wie Alter, Geschlecht, Tumorgröße, Lymphknotenstatus, Grading und GTnGenotyp. Der DTC-Status wurde bei der Auswertung nicht berücksichtigt, da dieser
nicht für alle Patienten vorlag und so den Ausschluss von 68 (44,7%) Personen aus der
SCC-Gruppe und 53 (36,6%) Personen aus der AC-Gruppe zur Folge gehabt hätte.
Letztlich ergab die Analyse, dass der GTn-Allelotyp ein starker prognostischer Faktor
für das Auftreten von Rezidiven und Tod beim Ösophaguskarzinom ist. SS-Patienten
hatten ein 80% niedrigeres Risiko für ein Rezidiv und ein 70% geringeres Risiko zu
sterben, verglichen mit Trägern eines LL-Allels. Der Unterschied erschien ähnlich
zwischen LL- und SL-Patienten, erreichte aber in dieser Studie keine statistische
Signifikanz (Tabelle 5).
Im Gegensatz stehen die Ergebnisse bei den AC-Patienten. Hier hatten SS-Träger ein
mehr als vierfach erhöhtes Risiko für Rezidiventstehung und Tod als die LL-Patienten.
Hier zeigten auch die SL-Typen gegenüber den LL-Typen ein statistisch signifikant
verdoppeltes Risiko bei der Rezidiventstehung und ein dreifaches Risiko zu versterben
(Tabelle 5).
Von den übrigen Faktoren konnte lediglich der Lymphknotenstatus mit signifikanten pWerten als prognostischer Faktor für das Gesamt- und rezidivfreie Überleben bei SCC
und AC bestätigt werden (Tabelle 5).
Florian Trump
Seite 20
SCC
Rezidiv
Variable HZ
95%CI
AC
Tod
pWert
HZ
95%CI
Rezidiv
p-Wert
HZ
95%CI
p-Wert
Tod
HZ
95%CI
p-Wert
Geschl.
männl.
vs.
weibl.
1.1
0.6-2.2 0.7
1.2
0.7-2.0 0.6
0.6
0.3-0.9 0.05
0.6
0.4-1.1 0.07
vs. 0.8
0.4-1.3 0.3
1.1
0.7-1.6 0.8
1.1
0.7-1.7 0.7
0.8
0.5-1.2 0.3
1.1-3.4 0.02
1.6
1.0-2.5 0.04
1.4
0.8-2.3 0.2
1.3
0.8-2.0 0.4
1.5-5.3 0.001
2.7
1.6-4.5 <0.001
3.1
1.7-5.5 <0.001
3.2
1.8-5.7 <0.001
0.5-1.9 0.9
0.9
0.6-1.6 0.8
1.5
0.9-2.6 0.2
2.0
1.2-3.4 0.01
Alter
≤60
>60
Tumor
pT1/2
vs.
pT3/4
2.0
LK-Stat.
neg. vs. 2.8
pos.
M1a
neg. vs. 1.0
pos.
Grading
G1
G2
vs. 1.4
0.4-4.7 0.6
0.9
0.3-2.1 0.7
2.3
0.5-9.6 0.3
1.2
0.4-3.9 0.8
G1
G3
vs. 1.4
0.4-5.3 0.6
0.9
0.4-2.4 0.9
4.0
0.917.3
0.06
2.6
0.8-8.8 0.1
LL
SL
vs. 0.6
0.2-1.1 0.09
0.6
0.3-1.1 0.05
2.3
1.1-5.0 0.03
3.0
1.4-6.7 0.007
LL
SS
vs. 0.2
0.070.7
0.3
0.1-0.7 0.01
4.6
1.910.9
4.3
1.710.8
GTn
0.01
Tabelle 5: Multivariate Analyse für Rezidivrate und Tod (GTn)
0.001
0.002
Florian Trump
Seite 21
3.3 CA-SSR-1 Polymorphismus beim EGFR-Gen
3.3.1 Charakteristika der untersuchten Studienpopulation
Eingeschlossen wurden 241 Patienten. Der Altersdurchschnitt lag bei 62,8 Lebensjahren
im Bereich zwischen 34,5 und 85,1 Jahren. Der Großteil der Patienten war mit 192
(79,7%)
männlich.
Alle
Patienten
hatten
eine
vollständige
chirurgische
Ösophagusresektion erhalten, wobei die Resektionsränder histologisch sicher tumorfrei
waren (R0). Es bestand kein Anhalt für solide Fernmetastasen. Wegen vorliegender
nichtregionaler Lymphknotenmetastasen wurden 23 (9,5%) Patienten trotzdem als M1a
klassifiziert. Ein AC lag in 123 (51%), ein SCC in 118 (49%) der Fälle vor. Keiner der
Patienten war (neo-)adjuvant therapiert worden. Etwa 70% der Personen waren auf
DTC gescreent, wobei in 29,9% dieser Fälle ein positiver Befund vorlag. Bezogen auf
die oben definierten Grenzen fand sich bei 57 (23,7%) der Patienten ein LL-Genotyp,
116 (48,1%) waren SL-Träger und die verbleibenden 68 (28,2%) hatten zwei kurze
Allele. Die Spezifikationen der Gruppe sind Tabelle 2 zu entnehmen.
Florian Trump
Seite 22
gesamt
Variable
gesamt
N
241
(100)
LL
57
(23.7)
SL
SS
116
68
(48.1) (28.2)
192
(79.7)
49
(20.3)
37
(64.9)
20
(35.1)
97
58
(83.6) (85.3)
19
10
(16.4) (14.7)
116
(48.1)
125
(51.9)
27
(47.4)
30
(52.6)
59
30
(50.9) (44.1)
57
38
(49.1) (55.9)
38
(15.8)
76
(31.5)
110
(45.6)
17
(7.1)
21
(36.8)
18
(31.6)
18
(31.6)
14
3
(12.1) (4.4)
42
16
(36.2) (23.5)
55
37
(47.4) (54.4)
5
12
(4.3) (17.6)
77
(32)
164
(68)
38
(66.7)
19
(33.3)
218
(90.5)
23
(9.5)
54
(94.7)
3
(5.3)
108
56
(93.1) 82.4)
8
12
(6.9) (17.6)
25
(10.4)
119
(49.4)
97
(40.2)
8
(14)
34
(59.6)
15
(26.3)
12
5
(10.3) (7.4)
60
25
(51.7) (36.8)
44
38
(37.9) (55.9)
71
(29.5)
156
(64.7)
29
(52.7)
26
(47.3)
29
11
(26.9) (17.2)
79
53
(73.1) (82.8)
96
(39.8)
72
(29.9)
32
(82.1)
7
(17.9)
48
16
(56.5) (36.4)
37
28
43.5) (63.6)
AC
p-wert
SCC
LL
SL
SS
30
53
40
(24.4) (43.1) (32.5)
p-wert
LL
SL
SS
27
63
28
(22.9) (53.4) (23.7)
p-wert
Geschl.
männl.
weibl.
0.006
23
45
(76.7) (84.9)
7
8
(23.3) (15.1)
32
(80)
8
(20)
0.6
14
52
26
(51.9) 82.5) (92.9)
13
11
2
(48.1) (17.5) (7.1)
0.001
Alter (Lj.)
≤60
>60
0.7
13
24
13
(43.3) (45.3) (32.5)
17
29
27
(56.7) (54.7) (67.5)
0.4
14
35
17
(51.9) (55.6) (60.7)
13
28
11
(48.1) (44.4) (39.3)
0.8
Tumorgr.
pT1
pT2
pT3
pT4
-
<0.001
12
8
1
(40) (15.1) (2.5)
10
24
14
(33.3) (45.3) (35)
8
20
18
(26.7) (37.7) (45)
1
7
<0.001
(1.9) (17.5)
9
6
2
(33.3) (9.5) (7.1)
8
18
2
(29.6) (28.6) (7.1)
10
35
19
(37) (55.6) (67.9)
4
5
(6.3) (17.9)
17
12
(56.7) (22.6)
13
41
(43.3) (77.4)
21
(77.8)
6
(22.2)
0.001
LK-Stat.
negativ
positiv
29
(25)
87
(75)
10
(14.7)
58
(85.3)
<0.001
6
(15)
34
(85)
<0.001
17
(27)
46
(73)
4
(14.3)
24
(85.7)
<0.001
M1a
negativ
positiv
0.03
28
49
33
(93.3) (92.5) (82.5)
2
4
7
(6.7) (7.5) (17.5)
0.2
26
59
23
(96.3) (93.7) (82.1)
1
4
5
(3.7) (6.3) 817.9)
0.1
Grading
G1
G2
G3
0.02
2
4
3
(6.7) (7.5) (7.5)
17
19
9
(56.7) (35.8) (22.5)
11
30
28
(36.7) (56.6) (70)
0.06
6
8
2
(22.2) (12.7) (7.1)
17
41
16
(63) (65.1) (57.1)
4
14
10
(14.8) (22.2) (35.7)
0.3
Rezidiv
nein
ja
<0.001
17
13
5
(56.7) (26.5) (13.9)
13
36
31
(43.3) (73.5) (86.1)
0.001
14
(56)
11
(44)
16
6
(27.1) (21.4)
43
22
(72.9) (78.6)
0.01
DTC
negativ
positiv
<0.001
16
20
(84.2) (57.1)
3
15
(15.8) (42.9)
9
(36)
16
(64)
0.006
16
(80)
4
(20)
28
(56)
22
(44)
7
(36.8)
12
(63.2)
-
-
-
-
-
-
0.02
Tumortyp
SCC
AC
118
(49)
123
(51)
Tabelle 2:
27
63
28
(47.4) (54.3) (41.2)
30
53
40
(52.645) (.7) (58.8)
0.2
-
-
-
-
-
-
-
Patientendaten und Korrelation von CA-SSR-1 mit klinisch-pathologischen
Parametern (Klammern in %)
-
Florian Trump
Seite 23
3.3.2 Ergebnisanalyse
Die drei definierten genotypischen Gruppen des Längenpolymorphismus wurden mit
den klinisch-pathologischen Parametern korreliert. Tumorgröße, Lymphknotenstatus,
DTC und die Rezidivrate zeigten eine enge Assoziation mit der ermittelten
Fragmentlänge. Es zeigte sich ein signifikant steigendes Risiko von LL- über SL- bis zu
den SS-Genotypen, einen biologisch zunehmend malignen Tumor auszubilden. LLPatienten hatten eher kleine Tumoren und keine Lymphknotenmetastasen oder DTC.
Die Rezidivrate war signifikant niedriger als bei Trägern von SL- oder SS-Allelen.
Zwischen den SL- und SS-Trägern war eine Tendenz zu aggressiveren Tumoren in der
SS-Gruppe zu erkennen. Diese Ergebnisse waren bei beiden histologischen Entitäten
ähnlich. EC-Patienten mit SS-Genotyp hatten im Durchschnitt signifikant häufiger
schlecht differenzierte G3-Tumoren. Eine Verbindung zwischen CA-SSR-1 und M1aLymphknotenstatus war lediglich in der gesamten Studienpopulation objektivierbar und
in der Subgruppenanalyse für die histologischen Entitäten nicht mehr signifikant.
Interessanterweise waren in der Subpopulation der SCC fast 50% der LL-Träger
weiblich trotz insgesamt höherer Anzahl männlicher Patienten in der Gruppe. Aus
Tabelle 2 können die ausführlichen Ergebnisse zur Korrelation zwischen CA-SSR-1
und den tumorspezifischen Parametern entnommen werden.
3.3.2.1 CA-SSR-1 und klinisches Outcome
Vierzehn Patienten waren perioperativ verstorben und wurden daher aus der
Überlebensanalyse ausgeschlossen. Das mediane Follow-Up betrug 17,5 Monate
(zwischen 2,3 und 60 Monaten). Im beobachteten Zeitraum entwickelten 156 (64,7%)
der Patienten ein Rezidiv und 193 (80,1%) verstarben. Der CA-SSR-1 Status hatte einen
signifikanten Einfluss auf das DSF und OS. Die Kaplan-Meier-Analyse veranschaulicht
einen kontinuierlich abfallenden Kurvenverlauf für DFS und OS von LL- über SL- zu
den SS-Patienten (Abb. 3a/b, Tabelle 6+7). Im Weiteren erfolgte die Gruppierung der
Studienpopulation nach dem Histologischen- und Lymphknotenstatus. Die Fälle mit
positivem M1a-Status wurden ausgeschlossen, da dies bereits ein Stadium IV nach
Definition der UICC repräsentiert. Diese Gruppe wurde separat ausgewertet.
Über alle Subgruppen hinweg war ein signifikant besseres DFS und OS für Patienten
mit LL-Genotyp verglichen mit der SL- und SS-Gruppe zu erkennen. Zwischen SL- und
SS-Trägern ist auch hier ein weiterer Abfall der Kurve zu verzeichnen. (Abb. 3, Tabelle
Florian Trump
Seite 24
6+7). In einigen kleineren Subgruppen (z.B. AC ohne Lymphknotenmetastasen) waren
auch ähnliche Ergebnisse bezüglich des Outcome zu erheben. Andere kleine Gruppen
(z.B. SCC und AC ohne Lymphknotenmetastasen) beinhalteten auffällig wenige SSAllele. Beispielsweise trugen von den SCC-Patienten ohne Lymphknotenmetastasen
lediglich drei ausschließlich kurze Allele in ihrem CA-SSR-1 Abschnitt. Aufgrund der
geringen Subgruppengröße war eine Ermittlung von signifikanten Ergebnissen jedoch
nicht möglich (Tabelle 6+7).
Das mittlere OS bei den M1a-positiven Fällen betrug 12,3 Monate (95%
Konfidenzintervall (CI) = 8,1-16,5). Von insgesamt 23 Patienten mit nicht-regionalen
Lymphknotenmetastasen starb einer perioperativ. Von den übrigen 22 trugen nur drei
den LL-Genotyp. Acht trugen den SL- und elf den SS-Genotyp. Ein erheblicher
Unterschied deutete sich hier zwischen den SL-Trägern mit 14,8 Monaten (95% CI =
8,6-21,0) und den SS-Trägern mit 9,7 Monaten (95% CI = 6,6-12,9) an. Statistisch
signifikant waren diese Ergebnisse jedoch nicht (p=0,1) (Tabelle 6).
Der Einschluss von DTC als Kriterium in der Subgruppenanalyse verkleinerte diese
weiter, so dass letztendlich nur für die DTC- und Lymphknotenpositive Gruppe
genügend Fälle vorhanden waren um eine sinnvolle Überlebensanalyse durchzuführen.
Hier zeigte sich, dass 26 der Patienten SL-, 22 SS- und nur 2 Patienten LL-Allele
trugen. Das DFS differierte signifikant (p=0,001) zwischen SL mit 6,1 Monaten (95%
CI = 4,9-7,2) und SS mit 6,1 Monaten (95% CI – 13-22,3). Ähnlich war das OS mit
17,6 Monaten (95% CI = 13,0-22,3) beim SL-Genotyp verglichen mit 8,9 Monaten
(95% CI = 4,9-13,1) beim SS-Genotyp signifikant unterschiedlich (p<0,0001).
Florian Trump
Abbildung 3: CA-SSR-1 und Karzinome des Ösophagus (SSC & AC)
Seite 25
Florian Trump
Seite 26
Total
AC
N
medianes
Überl.
(Monate)
95% CI
p-Wert
N
medianes
Überl.
(Monate)
Total
227
18.0
16.1-19.9
<0.001
115
18.0
LL
55
55.0
41.9-68.0 <0.001*
30
40.8
Genotyp
SCC
N
medianes
Überl.
(Monate)
15.1-20.8 <0.001
112
18.0
15.5-20.5 <0.001
11.6-70.0 <0.001*
25
56.6
44.6-68.6 <0.001*
59
16.5
13.7-19.2
28
12.9
8.8-17.1
95% CI
p-Wert
95% CI
p-Wert
alle Pat.
SL
108
17.2
14.7-19.8
SS
64
11.6
9.1-14.2
28.5-58.4
/
<0.001
$
49
19.3
14.1-24.6
36
10.4
5.9-14.8
/
<0.001
$
/
0.004
$
N0M0
Total
73
43.4
LL
37
50.3
SL
28
SS
#
22.2
<0.001
34
43.4
18.6-68.2
0.01
39
38.0
26.2-49.8 <0.001
45.1-55.5 <0.001*
17
48.6
#
39.3-57.9
0.1*
20
56.6
46.7-66.5 <0.001*
22.9-47.8
/
16
15.3
10.6-20.0
1.4-42.9
8
19.1
11.4-26.8
121
15.4
13.9-17.1
/
0.2
12
$
35.4
0.002
$
5
20.8
6.9-34.7
69
15.4
12.6-18.2 <0.001
3
18.5
63
15.5
/
0.9
$
N1M0
Total
<0.001
LL
15
33.1
24.8-41.4 <0.001*
SL
72
16.9
13.6-20.4
SS
45
10.9
7.8-14.2
Total
22
12.3
8.1-16.5
LL
3
12.3
SL
8
14.8
/
<0.001
$
39.7-64.7
12.7-20.2
11
27.7
22.1-33.2
0.02*
4
52.2
33
18.0
12.2-23.8
/
39
16.5
25
10.4
6.3-14.4
0.3
12
8.6
7.1-10.2
6.4-18.2
0.8*
2
8.7
8.6-21.0
/
4
4.0
0.001
$
12.8-18.1 <0.001
#
0.004*
/
0.03
$
20
12.5
6.7-18.3
0.4
10
12.5
10.8-14.2
0.2
-
0.3*
1
12.3
-
0.04*
0-18.7
/
4
14.8
10.4-19.2
M1a
SS
11
Tabelle 6:
9.7
6.6-12.8
0.1
$
6
7.8
4.9-10.7
CA-SSR-1 und Gesamtüberleben (in Monaten)
# - Mittleres Überleben, Median nicht erreicht
* - LL vs. SL Genotyp
$ - SL vs. SS Genotyp
0.8
$
5
10.7
8.7-12.6
/
0.8
$
Florian Trump
Seite 27
Total
AC
N
medianes
Überl.
(Monate)
95% CI
Total
227
11,9
10,5-13,3
<0,001 115
LL
55
37,5
31,2-43,8
<0,001*
30
SL
108
10,0
7,9-12,1
SS
64
6,0
5,4-6,6
Total
73
29,0
12,7-45,3
LL
37
42,0
31,7-52,3
SL
28
12,0
8,8-15,2
SS
8
11,0
8,5-13,5
Total
132
9,6
7,5-11,6
LL
15
24,0
13,5-34,5
SL
72
10,0
7,5-12,5
SS
45
5,8
4,9-6,6
Genotype
p-Wert
N
medianes
Überl.
(Monate)
SCC
N
medianes
Überl.
(Monate)
95% CI
p-Wert
95% CI
p-Wert
12,0
9,1-14,9
<0,001 112
10,0
7,9-12,1
<0,001
32,2
14,3-50,0
0,002*
25
42,0
34,9-49,1
<0,001*
49
12,1
6,7-17,4
59
9,0
7,8-10,2
36
6,0
5,7-6,3
28
6,0
2,1-10,0
<0,001
34
37.2
10.1-64.2
0,002
39
25,2
4,5-45,8
<0,001
0,001*
17
55.0
28.2-81.8
0.2*
20
41,0
33,3-48,7
<0,001*
12
29,0
17,5-41,1
16
9,0
4,5-13,5
5
11.0
5.3-16.7
3
10,0
9,0-12,9
<0,001
69
11.0
7.4-14.6
<0,001
63
9,0
7,3-10,7
<0,001
0,001*
11
17.8
16.1-19.4
0.07*
0,004*
33
11.0
6.0-16.0
25
6.0
4.9-7.1
Alle Pat.
<0,001
$
<0,001
$
0,003
$
N0M0
0,26
$
<0.001
$
0,68
$
N1M0
Tabelle 7:
<0,001
$
<0.001
$
4
43,0
13,2-72,7
39
9,8
7,6-12,1
20
5,0
2,0-8,0
<0,001
CA-SSR-1 und rezidivfreies Überleben (in Monaten)
* - LL vs. SL Genotyp
$ - SL vs. SS Genotyp
3.3.2.2 CA-SSR-1 als unabhängiger prognostischer Faktor
Die multivariate Analyse mittels Cox-Regression unter der Verwendung von Alter,
Geschlecht, Tumorgröße, regionaler- und nichtregionaler Lymphknotenmetastasen,
Grading, Zelltyp und Polymorphismuslänge wurde zur Evaluation des prognostischen
Wertes von CA-SSR-1 für ausschließlich chirurgisch therapierte EC-Patienten
durchgeführt. Da das Screening nach DTC nicht für alle Patienten erfolgt war, wurde
dieser Parameter ausgeschlossen. Die Einbeziehung des DTC-Status hätte zum
Ausschluss von fast 30% der Fälle aus der Risikoanalyse geführt, was die Ergebnisse
für den grundlegenden Einfluss des Polymorphismus auf die Rezidiventstehung und
Überlebenswahrscheinlichkeit verfälscht hätte.
Der CAn-Repeat konnte hier als starker Prädiktor für die Rezidiventstehung und das OS
mit steigendem Risiko von LL- über SL- bis hin zum SS-Genotyp ermittelt werden. Der
prognostische Wert bleibt in beiden Subgruppen für AC und SCC erhalten. Das Risiko
von Trägern heterozygoter SL-Allele auf ein Rezidiv war 2,3fach- (p=0,001), und das
Sterberisiko sogar 3,3fach (p<0.001) erhöht, verglichen mit Trägern homozygoter LLAllele. Träger von SS-Allelen hatten ein 6fach (p<0,001) erhöhtes Risiko auf ein
$
Florian Trump
Seite 28
Rezidiv und ein 6,5fach (p<0,001) erhöhtes Sterberisiko verglichen mit LL-AllelTrägern (Tabelle 8).
Als weiterer prognostischer Faktor konnte der Lymphknotenstatus mit hinreichender
Signifikanz ermittelt werden. Hier zeigten Lymphknotenpositive Patienten ein 2,5fach
(p<0,001) erhöhtes Risiko für ein Rezidiv und ein 2fach (p=0,001) erhöhtes Risiko zu
versterben (Tabelle 8).
Rezidiv
Variablen
Gesamtüberleben
HR
95%CI
p-Wert
HR
95%CI
p-Wert
0.8
0.5-1.2
0.2
0.8
0.5-1.2
0.2
1.1
0.8-1.6
0.4
0.9
0.7-1.3
0.8
1.8
1.2-2.5
0.03
1.4
0.9-2.0
0.05
2.5
1.6-3.9
<0.001
2.0
1.3-3.0
0.001
1.4
0.8-2.3
0.2
1.4
0.9-2.3
0.1
G1 vs. G2
1.4
0.8-2.5
0.3
1.7
0.9-3.1
0.08
G1 vs. G3
2.2
1.2-4.1
0.01
1.9
1.0-3.5
0.04
0.9
0.7-1.3
0.6
0.9
0.7-1.4
0.9
Geschl.
Männl. vs. Weibl.
Alter (Lj.)
≤60 vs. >60
Tumorgröße
pT1 & 2 vs. pT3 & 4
LK-Status
neg. vs. pos.
M1a
neg. vs. pos.
Grading
Tumortyp
SCC vs. AC
CA-SSR-1 Genotyp
LL vs. SL
2.3
1.4-3.8
0.001
3.3
1.9-5.4
<0.001
LL vs. SS
6.0
3.3-10.8
<0.001
6.5
3.6-11.6
<0.001
Tabelle 8: Multivariate Analyse für Rezidive und Gesamtüberleben (CA-SSR-1, in Monaten)
Florian Trump
4
Seite 29
Diskussion
Dies ist die erste Studie, welche den GTn-Polymorphismus des HMOX-1 Gens als
unabhängigen prognostischen Faktor für das Überleben von ausschließlich operativ
behandelten Patienten mit AC und SCC des Ösophagus beschreibt. Gleiches gilt für den
CA-SSR-1 Polymorphismus des EGFR-Gens, welcher bislang ebenfalls noch nicht als
prognostischer Marker beim Ösophaguskarzinom untersucht wurde.
HO-1 befindet sich auf Chromosom 22, auf dem verschiedene genetische Abschnitte
beschrieben sind, die eine wichtige Rolle bei der Entwicklung zahlreicher Tumoren
spielen können [76-78]. Die Expressionsregulation der HO-1 ist unter anderem
abhängig von der Transkriptionsrate des betreffenden HMOX-1 Gens, welche
wiederum von dem oben beschriebenen GTn-Polymorphismus im entsprechenden
Promoter beeinflusst wird [70]. Verschiedene Studien haben bereits Zusammenhänge
zwischen GTn und dem Verlauf degenerativer-, entzündlicher- und chronischer
Erkrankungen dargelegt. Auch ein Einfluss auf Immunologische Vorgänge nach
Organtransplantationen, auf maligne Tumorerkrankungen wie das AC des Magens und
der Lunge, gastrointestinale Stromatumoren (GIST), SCC des Mundbodens (OSCC)
oder das maligne Melanom wurde bereits beschrieben [68, 69, 71-73, 79]. Die
Auswirkungen scheinen dabei, wie auch in der hier vorliegenden Arbeit beschrieben,
tumorspezifisch zu sein. Beispielsweise beim OSCC und AC der Lunge scheinen
SGTn-Sequenzen tumorprotektive Effekte zu bewirken, beim malignen Melanom
hingegen gehen kurze GTn-Abschnitte mit einer höheren Tumoraggressivität einher
[68, 73, 79].
Dies ist die erste Studie, welche die Rolle von GTn beim EC untersucht. Die
vorliegenden Daten zeigen gegensätzliche Auswirkungen der verschiedenen GTnLängen bei den untersuchten Patienten mit AC und SCC. Haben LL-Träger mit einem
SCC statistisch gesehen größere Tumoren und häufiger Lymphknotenmetastasen, DTC
und auch Rezidive, so haben die Fälle mit AC und LL-Genotyp kleinere Tumoren,
weniger Lymphknotenmetastasen, seltener DTC und Rezidive. Darüber hinaus waren
auch die Überlebenskurven bei AC und SCC von der GTn-Länge gegensätzlich
beeinflusst.
Florian Trump
Seite 30
Eine Studie die AC des Magens mit einer gesunden Kontrollgruppe vergleicht stammt
von Sawa et al. und stellt ein erhöhtes Risiko für SGTn-Träger fest [80]. Weitere
Studien haben protektive Effekte von SGTn bei OSCC gezeigt [68, 71]. Dies sind zwar
verschiedene Tumorlokalisationen, jedoch repräsentieren sie generell maligne
Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts und könnten möglicherweise eine erste
Wirkungsdifferenzierung der HO-1 für eine spezifische Erkrankungsgruppe darstellen.
Auf der anderen Seite beschreiben Lo et al. auch eine höhere Frequenz von AC des
Magens bei vorliegendem LGTn-Allelotyp [72]. Ein möglicher Grund für diese,
zunächst nicht ins vorgeschlagene Schema passende Erkenntnis könnte neben der
unterschiedlichen Studienpopulation (Taiwan/Japan) auch die jeweils benutzte
Einteilung der GTn-Abschnitte in LGTn und SGTn sein. Ein weiteres generelles
Problem von transkriptionsbeeinflussenden Polymorphismen ist, dass die konsekutive
Proteinexpression nicht ausschließlich über diesen Mechanismus kontrolliert wird.
Potentielle Mutationen und Genamplifikationen bleiben bei diesen Untersuchungen
unbeachtet. Yamada et al. zeigen einen Zusammenhang zwischen SGTn und der HO-1
Expression [70].
Vergleicht man all diese Ergebnisse mit Studien zu anderen Polymorphismen (wie z.B.
der ebenfalls in dieser Arbeit behandelte CA-SSR-1 des EGFR-Gens) so suggerieren sie
das Vorliegen eines generell wirksamen Mechanismus der Beeinflussung über die
Länge der repetitiven Gensequenzen [47, 49].
Einen exakten und allgemein gültigen „Cut-Off“ zur Definition der verschiedenen
Fragmentlängeneinteilungen festzulegen ist jedoch schwierig, weil die genauen Abläufe
der Transkription sowie potentielle Mutationen und Amplifikationen des HMOX-1
Gens nicht ausreichend erforscht sind. In unserer Arbeit haben wir die am häufigsten
angewandte Einteilung der GTn verwendet [73].
Weitere Studien zeigen einen direkten Einfluss des Proteins HO-1 auf maligne
Tumoren. Die meisten Arbeiten identifizieren HO-1 als protektiven Faktor für das
Überleben neoplastischer Zellen. Es gibt jedoch auch Autoren, die Apoptosefördernde
Effekte bei malignen Zellen beschreiben [64, 65, 81-83].
Unter der Annahme das SGTn grundsätzlich mit einer hohen HO-1 Expression
einhergehen, bestätigen die Ergebnisse bezüglich des OSCC die Daten für das SCC des
Ösophagus.
Niedrige
HO-1
Expression
ist
dabei
ebenfalls
mit
höherer
Florian Trump
Seite 31
Lymphknotenmetastasierung und das Vorliegen von SGTn-Allelen mit einem besseren
Überleben vergesellschaftet [68, 71, 84, 85].
Ähnliche Mechanismen scheinen auch beim EGFR zum Tragen zu kommen. Im Intron1 des entsprechenden Genabschnitts findet sich ein CAn-Polymorphismus, dessen Rolle
als prognostischer Marker für das EC in dieser Studie erstmals beschrieben wird. Dabei
zeigt sich, das CA-SSR-1 ein unabhängiger prognostischer Faktor für das Überleben bei
Patienten mit EC ist, welche lediglich operativ behandelt und nicht einer (neo)adjuvanten Chemotherapie unterzogen wurden. Hierbei werden AC und SCC in
gleicher Weise beeinflusst. Ein starker Zusammenhang zwischen dem Polymorphismus
und DTC lässt eine wichtige Rolle von EGFR für die hämatogene Tumoraussaat beim
EC zusätzlich vermuten [86-88].
Die EGFR-Expression wird bekanntermaßen schon auf Transkriptionsebene reguliert
[47]. Hierfür zuständige Abschnitte liegen im Bereich des 5’-Endes sowie Intron-1 des
betreffenden Gens. Nahe einem Downstream-Enhancer findet sich die CAWiederholungssequenz „CA-SSR-1“, deren Länge sich bei den einzelnen Individuen
unterscheidet. Die Länge der Sequenz korreliert dabei ebenfalls reziprok mit der
Transkriptionsrate des EGFR-Gens [25, 49, 74]. Der prognostische Wert von CA-SSR-1
ist bereits für verschiedene Tumorentitäten bekannt [50, 52, 54, 57, 74, 89-91].
Lediglich einige wenige Studien untersuchen die EGFR-Proteinexpression als
prognostischen Faktor beim EC [33, 92-94].
Die therapeutischen Strategien beim EC zeigen weltweit große Unterschiede, abhängig
von dem zu Grunde liegenden histologischen Subtyp. Es werden Monotherapien und
multimodale Konzepte durchgeführt [95, 96]. Diese Studie untersucht ausschließlich
Patienten, bei denen eine vollständige operative Tumorresektion in kurativer Absicht
erfolgte, ohne das eine adjuvante oder neoadjuvante Therapie nach- beziehungsweise
vorgeschaltet wurde. Dabei konnte CA-SSR-1 als unabhängiger prognostischer Faktor
für Rezidiventstehung und Gesamtüberleben beim EC identifiziert werden.
Der Polymorphismus spiegelt eine ererbte und unveränderliche Transkriptionsaktivität
wieder, welche nicht von der genetischen Instabilität in Tumorzellen beeinflusst wird
[47]. Dieser Tatsache kommt eine besondere Bedeutung bei der Evaluation des
Prognosefaktors unter spezifischer „Targeted-Therapy“ zu, da sich der Keimbahnpolymorphismus zum einen auch unter solch einer Therapie nicht verändern wird und
Florian Trump
Seite 32
zum Anderen aus einer einfachen, periphervenösen Blutprobe bestimmt werden kann
[37].
Die Entscheidung eine Anti-EGFR Therapie durchzuführen hängt zwangsläufig vom
histopathologischen Rezeptorstatus ab. Derzeit werden hierzu IHC- und FISH-Analysen
durchgeführt und das Protein- beziehungsweise Genexpressionslevel evaluiert. Diese
Methoden setzen das Vorhandensein von Tumorgewebe voraus und besitzen nur
eingeschränkte Sensitivität. Sauter et al. haben die Zusammenhänge von verschiedenen
Methoden zur EGFR-Detektion und der Anzahl der von einer Anti-EGFR Therapie
profitierenden Patienten untersucht. Hierbei erscheint die IHC als insuffiziente Technik,
da sie zu einer Überbewertung des Potentials für eine erfolgreiche Therapie führt und
somit zu viele Patienten positiv selektiert. Im Unterschied dazu bewertet der Autor die
FISH zwar als besseres Instrument, welches jedoch ebenfalls fehlerbehaftet ist, da sie
„low-gene-copy numbers“ unterschlagen kann [97, 98].
Es ist naheliegend, dass andere Merkmale als die direkte Genexpression oder die
Anzahl der jeweiligen Genprodukte zur Charakterisierung der Tumorbiologie
notwendig
sind.
Zweifelsohne
ist
zur
praktikablen
„unkomplizierter Marker“ für den klinischen Alltag
Therapieplanung
ein
unverzichtbar. Diese Arbeit
kennzeichnet CA-SSR-1 als solch einen möglichen Prognosefaktor bei Patienten mit EC
und ausschließlich operativer Therapie.
Als Schwachpunkt dieser Arbeit sei an dieser Stelle das retrospektive Design genannt,
welches
trotz
präoperativer
Gewinnung
der
Blutproben
und
prospektiver
Datenerfassung bestehen bleibt. Des Weiteren haben wir keine Analyse des EGFR und
HO-1 Proteins in Abhängigkeit des zu Grunde liegenden Genotyps der einzelnen
Polymorphismen durchgeführt. Folglich kann ein unmittelbarer Einfluss der
untersuchten Polymorphismen auf die Entstehung des Ösophaguskarzinoms so auch
nicht bewiesen werden, welcher zum Beispiel durch eine „Genom Wide Association
Study“ möglich wäre. Unsere Ergebnisse implizieren eine prognostische Rolle der
untersuchten Polymorphismen im Hinblick auf die klinisch relevantesten Parameter,
nämlich Rezidivrate und Überleben, beim Ösophaguskarzinom.
Florian Trump
5
Seite 33
Zusammenfassung
Die Prognose von Tumorerkrankungen ist für den Patienten von größter Bedeutung.
Diesbezügliche existente Faktoren beim Ösophaguskarzinom sind aktuell noch
unzureichend. Keimbahnpolymorphismen sind stabile und leicht detektierbare
Varianten des Erbguts. Sie bleiben in der Leukozyten-DNS aus periphervenösen
Blutproben auch nach systemischen Behandlungen (z.B. Strahlen- oder Chemotherapie)
unverändert, wohingegen die DNS im Tumorgewebe selbst starken Variationen
unterliegt.
Der GTn-Polymorphismus der HO-1 sowie der CA-SSR-1 Polymorphismus wurden als
stadienunabhängige Prognosefaktoren beim EC evaluiert. Es zeigte sich im Falle des
Hämoxygenasegens eine gegensätzliche Korrelation von GTn-Länge und Prognose bei
den histologischen Subtypen. Lange Sequenzen resultieren beim SCC des Ösophagus in
einer insgesamt tumorfördernden Wirkung wobei kurze Sequenzen einen protektiven
Einfluss versprechen. Beim AC hingegen verhält es sich genau umgekehrt.
Im Gegensatz hierzu war beim CA-SSR-1 kein Unterschied in der Beeinflussung des
Erkrankungsverlaufs beim SCC und AC zu verzeichnen. In beiden Fällen waren lange
CAn-Sequenzen mit einer tendenziell besseren Prognose vergesellschaftet.
Diese Ergebnisse zeigen Konformität mit einer Vielzahl vorangegangener Studien,
jedoch konnten die zu Grunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen noch
nicht erschöpfend evaluiert werden. Hier besteht noch reichlich Forschungsbedarf, um
in Zukunft gezielte, wissenschaftlich fundierte und in der Breite anwendbare
Therapiekonzepte entwickeln zu können.
Florian Trump
6
Seite 34
Abkürzungsverzeichnis
AC
Adenocarcinoma / Adenokarzinom
APAAP
Alkalische Phosphatase Anti Alkalische Phosphatase
CA-SSR-1
CAn-Repeat-Polymorphismus des EGFR-Gens
CI
Confidence Interval / Konfidenzintervall
DFS
Disease Free Survival / Rezidivfreies Überleben
DNS
Desoxyribonukleinsäure
DTC
Disseminated Tumor Cells / Disseminierte Tumorzellen
EC
Esophageal Carcinoma / Ösophaguskarzinom
EDTA
Ethylendiamintetraacetat
EGFR
Epidermal Growth Factor Receptor
EGFR-1
Intron-1 des codierenden Gens des Epidermal Growth Factor Receptor
erbB
Eine Familie von Tyrosinkinasen
FISH
Fluoreszenz In Situ Hybridisierung
GIST
Gastrointestinaler Stromatumor
HMOX-1
Codierender Genabschnitt der Hämoxygenase-1
HO
Hämoxygenase
HO-1
Hämoxygenase-1
HSP-32
Hitzeschockprotein-32
IHC
Immunhistochemie
LCAn
Long CAn Repeats / Lange CAn Wiederholungssequenzen
LGTn
Long GTn Repeats / Lange GTn Wiederholungssequenzen
LL
Zwei lange Allele
NSCLC
Non Small Cell Lung Cancer / Nicht Kleinzelliges Bronchialkarzinom
OS
Overall Survival / Gesamtüberleben
OSCC
Oral Squamous Cell Carcinoma / Orales Plattenepithelkarzinom
PCR
Polymerase Chain Reaction / Polymerase Kettenreaktion
p21 & p53
Zwei Tumor Supressor Gene
SCAn
Short CAn Repeats / Kurze CAn Wiederholungssequenzen
SCC
Squamous Cell Carcinoma / Plattenepithelkarzinom
Florian Trump
Seite 35
SGTn
Short GTn Repeats / Kurze GTn Wiederholungssequenzen
SL
Ein kurzes- und ein langes Allel
SS
Zwei kurze Allele
TSG
Tumor Supressor Gen
UICC
Union internationale contre le cancer
Florian Trump
7
1.
Seite 36
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Florian Trump
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Seite 45
Danksagung
Herrn Prof. Dr. med. Prof. h.c. Dr. h.c. Jakob R. Izbicki für die Möglichkeit der
Durchführung dieser Studie in der von ihm geleiteten Klinik.
Herrn Dr. med. Yogesh K. Vashist und Prof. Dr. med. Emre Feza Yekebas für die
Betreuung während der Arbeit an dieser Dissertation.
Herrn Prof. Viacheslav Kalinin und dem Team des chirurgischen Forschungslabors für
die Einführung und Hilfe bei den experimentellen Arbeiten.
Meiner Ehefrau Linda für die familiäre Geborgenheit, Ruhe und Fürsorge, ohne die
diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.
Meinen Eltern für all die menschliche und nicht zuletzt auch finanzielle Unterstützung
während des gesamten Studiums.
Florian Trump
9
Seite 46
Lebenslauf
Name
:
Florian Trump
Adresse
:
Goethestraße 76
51429 Bergisch Gladbach
Geburtsdatum :
27. Dezember 1979
Geburtsort
:
Bergisch Gladbach, Deutschland
Geschlecht
:
männlich
Nationalität
:
deutsch
Familienstand :
verheiratet
Konfession
:
evangelisch
Vater
:
Konrad Trump (Fabrikant, Metallindustrie)
Mutter
:
Monika Trump (Buchhalterin)
Bruder
:
Christian Trump (Informatikassistent)
Ehefrau
:
Linda Trump, geb. Wilke (Ärztin)
Tochter
:
Amelie Mathilda Trump
Ausbildung
1986 – 1990
Grundschule
(Evangelische Grundschule Paffrath, Bergisch Gladbach)
1990 – 1999
Gymnasium
(Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, Bergisch Gladbach)
April 1999
Abitur
(Nicolaus-Cusanus-Gymnasium, Bergisch Gladbach)
10/1999 – 07/2000
Grundwehrdienst als Marinesanitäter
(5. MVS Sylt & BwSanZentrum Hardthöhe, Bonn)
10/2000 – 09/2001
Krankenpflegeausbildung (nur erstes Jahr)
(Marienkrankenhaus Bergisch Gladbach)
Florian Trump
10/2001 – 03/2002
Seite 47
Diplomstudiengang Chemie
(RWTH Aachen)
04/2002 – 09/2002
Diplomstudiengang Mineralogie
(Universität zu Köln)
10/2002 – 09/2004
Studium Humanmedizin, Vorklinik
(Georg-August-Universität Göttingen)
September 2004
Ärztliche Vorprüfung „Physikum“ mit der Note „befriedigend“
(Georg-August-Universität Göttingen)
10/2004 – 09/2008
Studium Humanmedizin, Klinik
(Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
Dezember 2008
2. Ärztliche Prüfung mit der Note „gut“
(Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf)
Beruflicher Werdegang
03/2009 – 06/2011
Assistenzarzt (Common Trunk) in der Viszeral-, Gefäß- und
Transplantationschirurgie
(Universitätsklinikum Witten/Herdecke am Krankenhaus KölnMerheim, Chefarzt Prof. Dr. med. M.M. Heiss)
06/2010 – 06/2011
Rotationsstelle „Operative Intensivstation“ der Abteilung für
Anästhesiologie und operative Intensivmedizin
(Universitätsklinikum Witten/Herdecke am Krankenhaus KölnMerheim, Chefarzt Prof. Dr. med. F. Wappler)
06/2011 – 04/2013
Assistenzarzt in der Sektion Gefäßchirurgie
(Universitätsklinikum Witten/Herdecke am Krankenhaus KölnMerheim, Chefarzt Prof. Dr. med. M.M. Heiss, Sektionsleiter
Prof. Dr. med. M. Aleksic)
ab Mai 2013
Rotationsstelle „Viszeralchirurgie“
(Universitätsklinikum Witten/Herdecke am Krankenhaus KölnMerheim, Chefarzt Prof. Dr. med. M.M. Heiss)
Florian Trump
Seite 48
Publikationen (als Co-Autor)
April 2007
Short tandem repeat polymorphism in exon 4 of esophageal
cancer related gene 2 predicts relapse of oral squamous cell
carcinoma.
(M. Blessmann et al., Oral Oncology 2007)
September 2008
Microsatellite GTn-repeat polymorphism in the promoter of heme
oxygenase-1 gene is an independent predictor of tumor recurrence
in oral squamous cell carcinoma.
(Y. K. Vashist et al., J Oral Pathol Med. 2008)
Februar 2013
EGFR intron-1 CA repeat polymorphism is a predictor of relapse
and survival in complete resected only surgically treated
esophageal cancer.
(Y.K. Vashist et al., Target Oncol 2013)
Wissenschaftliche Vorträge
September 2011
Therapie eines Arteria iliaca interna Aneurysmas bei bestehendem
Verschluss der Gegenseite nach endovaskulärer
Aneurysmaausschaltung.
(F. Trump et al., DGG-Kongress in Erlangen, Deutschland)
Oktober 2012
Septische Aortenarrosion bei Spondylodiszitis:
eine komplizierte Konstellation.
(F. Trump et al., DGG-Kongress in Wiesbaden, Deutschland)
Februar 2013
Die Tibiakopfschraube als Ursache für eine Läsion der Arteria
poplitea mit nachfolgender Thrombose, Embolie und
rezidivierendem Hämarthros.
(F. Trump et al., OGS in Bielefeld, Deutschland)
Preise
Oktober 2012
René-von-Dongen Posterpreis
(DGG-Kongress in Wiesbaden, Deutschland)
Florian Trump
Seite 49
10 Eidesstattliche Versicherung
Ich versichere ausdrücklich, dass ich die Arbeit selbständig und ohne fremde Hilfe
verfasst, andere als die von mir angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und
die aus den benutzten Werken wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen einzeln
nach Ausgabe (Auflage und Jahr des Erscheinens), Band und Seite des benutzten
Werkes kenntlich gemacht habe.
Ferner versichere ich, dass ich die Dissertation bisher nicht einem Fachvertreter an einer
anderen Hochschule zur Überprüfung vorgelegt oder mich anderweitig um Zulassung
zur Promotion beworben habe.
Unterstützung und Beratung bei der experimentellen Arbeit, Auswertung des Materials
sowie der Erstellung dieses Manuskripts erhielt ich von
-
Herrn Dr. med. Yogesh K. Vashist, Abteilung für Allgemein- Viszeral- und
Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
-
Herrn Prof. Viacheslav Kalinin, Abteilung für Allgemein- Viszeral- und
Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
-
Herrn Prof. Dr. med. Emre Feza Yekebas, Abteilung für Allgemein- Viszeralund Thoraxchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
______________________
Köln den 25.05.2013
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Gesundheitswesen
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