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Die News Gesundheitswirtschaft.NRW

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Die News Gesundheitswirtschaft.NRW
21. Oktober 2014
Leitmarktwettbewerb
Der Startschuss für die neue Förderperiode des Operationellen Programms NRW 2014 – 2020 für den
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (OP
EFRE NRW) ist gefallen. Als erster von insgesamt acht Leitmarktwettbewerben ist der
Leitmarktwettbewerb
„Medien
und
Kreativwirtschaft“
im
Rahmen
von
zwei
Informationsveranstaltungen am 21. Oktober 2014 (Köln) und 24. Oktober 2014 (Dortmund) gestartet
worden.
Informationen zum Call entnehmen Sie bitte dem beigefügten Wettbewerbsaufruf. Diesen und andere
Informationen rund um die Leitmärkte finden sie auch unter www.leitmarktmagentur.nrw.de.
_________________________________________________________________________________
Die nue EU-Förderperiode 2014 bis 2020 – Chancen für kleine und mittlere
Unternehmen
Die neue Förderperiode und die Möglichkeiten, die sich für kleine und mittlere Unternehmen in
Nordrhein-Westfalen ergeben, stehen im Mittelpunkt von zwei Veranstaltungen des Europe Direct
Informationszentrum Mittlerer Niederrhein in Kooperation mit NRW.Europa / NRW.BANK und der
Stadt Düsseldorf bzw. dem Kreis Wesel am


6. November 2014 mit der Stadt Düsseldorf in der NRW.BANK (Link: http://nrw.enterpriseeurope-germany.de/veranstaltungskalender,show,details-2749,m-11,t-6,y-2014.html) und
25. November 2014 mit dem Kreis Wesel im Stadthaus Rheinberg (Link: http://nrw.enterpriseeurope-germany.de/veranstaltungskalender,show,details-2750,m-11,t-25,y-2014.html).
Zielgruppen sind Unternehmen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern,
Wirtschaftsförderungen, Cluster, Steuer- und Unternehmensberater. Weitere Informationen und die
Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Sie unter den oben aufgeführten Links.
_________________________________________________________________________________
Einladung zur Veranstaltungsreihe NRW-FIT in Europa für KMU am 17. November 2014
in Mülheim
Die eintägige Veranstaltung NRW-FIT in Europa "Möglichkeiten und Erfolgskriterien für kleine und
mittlere Unternehmen in Horizont 2020" richtet sich an Vertreter von kleinen und mittleren
Unternehmen (KMU) und stellt die verschiedenen Fördermöglichkeiten auf europäischer Ebene vor.
Im Fokus der Veranstaltung steht das neue EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation
"Horizont 2020", in dem neben der klassischen Verbundforschung auch neue Förderinstrumente
speziell für KMU implementiert sind. Hierzu zählen das "KMU-Instrument", "Fast track to Innovation
(FTI)" sowie kreditbasierte FuE-Finanzierungsprogramme. Um erfolgreich an einem EU-Projekt
teilzunehmen, sind einige Anforderungen zu erfüllen, die es auf der nationalen Förderebene nicht gibt.
Viele Unternehmen übersehen wichtige Förderparameter (wie Zusammensetzung des Konsortiums,
Umsetzungs- und Verwertungsstrategie, Ausgangspunkt/Level der technologischen Entwicklung, etc.)
und gewichten die Tatsache, dass Horizont 2020 ein "Exzellenzförderprogramm" ist, zu gering. Im
Mittelpunkt des Workshops steht daher neben der Darstellung fördertechnischer Inhalte die
Vermittlung von Erfolgsstrategien, welche die Wahrscheinlichkeit einer Beteiligung deutlich erhöhen.
Berücksichtigung finden auch die Erfahrungen und Erkenntnisse aus den ersten, bereits abgelaufenen
Antragsrunden dieses Jahres.
1
Die News Gesundheitswirtschaft.NRW
21. Oktober 2014
Weitere Informationen zum Programm sowie zur Online-Anmeldung finden Sie hier. Die maximale
Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Teilnahmegebühren betragen 50,00 EUR pro
Person zzgl. Mehrwertsteuer.
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Informationsveranstaltung
November 2014 in Berlin
zur
Gesundheitswirtschaft
in
Skandinavien
am
26.
Deutsche KMU haben die Möglichkeit sich über norwegische, dänische, schwedische und finnische
Märkte der Gesundheitswirtschaft zu informieren. Bei der eintägigen Informationsveranstaltung
werden den Teilnehmenden Informationen zu Marktentwicklung, Geschäftsmöglichkeiten und
Rahmenbedingungen in diesen Ländern vermittelt. Es handelt sich hierbei um eine projektbezogene
Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die aufgrund eines
Beschlusses des Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
gefördert wird.
Anmeldeschluss ist der 10. November 2014. Für das ganztägige Catering fallen pro Teilnehmer
30,00 Euro inkl. Mehrwertsteuer an. Ausführliche Informationen sowie das Programm finden Sie in der
beigefügten Anlage.
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Vorankündigung: “Von
Wertschöpfungsketten”
Clustern
unterstützte
Projekte
für
neue
industrielle
Die Europäische Kommission hat ihr Horizont 2020 Arbeitsprogramm 2014 / 15 für den Bereich
„Innovation in KMU“ überarbeitet. Für 2015 ist eine Ausschreibung zum Thema “Von Clustern
unterstützte Projekte für neue industrielle Wertschöpfungsketten” (INNOSUP-1-2015) geplant.
Gegenstand der Bekanntmachung wird die grenzüberschreitende und branchenübergreifende
Zusammenarbeit sein, um Innovation und Unternehmertum in verschiedenen Regionen und
Wertschöpfungsketten zu stimulieren. Clusterorganisationen sollen im Rahmen eines systemischen
Ansatzes, der verschiedene Ressourcen, Werkzeuge und Instrumente kombiniert, eine koordinierende
und begleitende Funktion einnehmen. Die Bekanntmachung zielt darauf ab, Innovationsakteure, v.a.
KMU mit sich wechselseitig verstärkenden Kompetenzen, dabei zu unterstützen, neue industrielle
Wertschöpfungsketten zu entwickeln. Dabei sollten Synergien mit den europäischen Strukturfonds
genutzt werden.
2
CreateMedia.NRW
Gesucht: Neue Ideen für d
­ en Leitmarkt
Medien und Kreatiwirtschaft in NRW
2
Gesucht: Neue Ideen für den Leitmarkt
Medien und Kreativwirtschaft in NRW
Im Zuge von Digitalisierung, Konvergenz und Vernetzung erleben wir die vierte
industrielle Revolution. Ob Shareconomy, Industrie 4.0 oder Internet der Dinge
– der kreative Einsatz neuer Technologien wird zunehmend zum Schlüsselfaktor für mehr Wachstum und Produktivität in sämtlichen Wirtschaftszweigen.
Gleichzeitig stellen diese Innovationen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Neue Formen der Zusammenarbeit von Kreativen entstehen. Es
gilt, dieser Entwicklung Rechnung zu tragen und passende Geschäftsmodelle zu
entwickeln.
Durch ihre besondere Nähe zu Mittelstand und Industrie erfüllen Medien und
Kreativwirtschaft zunehmend die wichtige Aufgabe eines Schnittstellenakteurs
und nehmen eine wichtige Vorreiterrolle ein. Für einen Medien- und Kreativstandort wie Nordrhein-Westfalen ist diese Entwicklung eine Bestätigung und
eine Verpflichtung: Wir sehen viele Ideen und Ansätze, sowie ein enormes Potenzial. In dieser Phase des Um- und Aufbruchs will die NRW-Landesregierung
die Medien und die Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen stärken und ihre
Strahlkraft in andere Wirtschaftsbereiche gezielt unterstützen. Im Zeitraum bis
2020 stehen in Nordrhein-Westfalen 40 Millionen EURO EU-Mittel aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) für den Leitmarkt Medien und
Kreativwirtschaft zur Verfügung, um Innovation, Wachstum und Beschäftigung
zu unterstützen.
Gesucht werden zukunftsfähige Geschäftsmodelle rund um das Internet, aber
ebenso Low-Tech- oder Social Innovations, die den Nährboden für weitere
marktfähige Innovationen schaffen können. Im Rahmen des EFRE-Programms
„Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014 – 2020“ wollen wir die
besten Projekte finanziell unterstützen und damit die Entwicklung des Medienund Kreativclusters in NRW weiter vorantreiben.
Mit „kreativen Technologien“, „crossmedialen Anwendungen“ sowie neuen
Modellen im Hinblick auf „kreative Räume und Netzwerke“ adressiert der Wettbewerb aktuelle und wegweisende Themenfelder für die künftige Entwicklung.
Wir laden Sie, die kreativen Köpfe der Medien- und Kreativwirtschaftsbranche in
Nordrhein-Westfalen, herzlich ein, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.
Viel Erfolg! Dr. Angelica Schwall-Düren
Garrelt Duin
Ministerin für Bundesanglegenheiten Europa
Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand
und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen
3
Bekanntmachung
des OP EFRE NRW 2014 – 2020 Leitmarktwettbewerbs
„CreateMedia.NRW – Innovation in Medien und Kreativwirtschaft“ des Landes Nordrhein-Westfalen
des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk
des Landes Nordrhein-Westfalen und der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des
Landes Nordrhein-Westfalen und dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Zusammenfassung
Medien und Kreativwirtschaft gehören zu den acht Leitmärkten des Landes
Nordrhein-Westfalen. Im hochdynamischen Wettbewerbsumfeld des Leitmarkts entstehen an der Schnittstelle von kreativer und technologischer Entwicklung kontinuierlich neue Chancen für Wertschöpfung und Beschäftigung.
Wie kaum eine andere Branche profilieren die Medien und die Kreativwirtschaft das Land als innovativen Dienstleistungs- und Technologiestandort.
Produkte, Strategien und Methoden der Medien und Kreativwirtschaft haben
dabei längst auch Eingang in andere Branchen gefunden, die damit zusätzlich
von der Innovationsfähigkeit des Leitmarkts profitieren.
Mit dem neuen Leitmarktwettbewerb CreateMedia.NRW will das Land die
Innovationskraft des Leitmarkts Medien und Kreativwirtschaft sowie die
Digitale Wirtschaft weiter stärken, um nachhaltig Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern und die internationale Sichtbarkeit Nordrhein-Westfalens als führenden Standort für Medien und Kreativwirtschaft zu
erhöhen.
Die Förderung bezieht sich auf die Bereiche Forschung & Innovation sowie
Kreative Strukturen, Räume und Netzwerke und richtet sich an Unternehmen, Hochschulen sowie an Forschungs- und kulturelle Einrichtungen.
4
1.Vorbemerkung
Für die Förderperiode 2014 – 2020 des Europäischen Fonds für Regionale
Entwicklung (EFRE) hat NRW seine Ziele im Operationellen Programm NRW
„Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (OP EFRE NRW) festgelegt.
Als wichtigstes Förderinstrument des Landes NRW für die kommenden Jahre
konzentriert sich das Programm auf die Säulen Innovation, Mittelstandsförderung, Klimaschutz und Stadtentwicklung.
Zur Auswahl der Projekte hat sich in der letzten Förderperiode gezeigt, dass
Wettbewerbsverfahren ein Instrument zur Verbesserung der Effektivität und
der Effizienz des Programms sind. Deshalb sollen die Wettbewerbsverfahren
auch in dieser Förderperiode fortgeführt werden. Sie sind das zentrale Instrument zur Auswahl von qualitativ hochwertigen, innovativen Fördervorhaben.
Ziel ist es, mit den geförderten Vorhaben einen maßgeblichen Beitrag zur
Verbesserung der Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu leisten.
Mit dem Ziel einer intelligenten Spezialisierung hat NRW bereits im Jahre 2013
seine Innovationsstrategie vorgestellt. Diese besteht aus einer intelligenten
Verzahnung der Forschungsstrategie „Fortschritt.NRW“, der „Leitmarktstrategie“ und der „Transferstrategie“. Während Fortschritt.NRW sich auf
Hochschulen und Forschungseinrichtungen bezieht, richtet sich die Leitmarktstrategie insbesondere an Unternehmen und deren Zusammenarbeit mit
Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Mit Hilfe der Transferstrategie
soll für eine schnelle Umsetzung von Inventionen in Innovationen mit hoher
wirtschaftlicher Bedeutung gesorgt werden. Durch die intelligente Verzahnung der drei Teilstrategien werden Potenziale sichtbar und die spezifischen
Stärken von NRW herausgestellt. Die Innovationsstrategie stellt die Grundlage
für die im OP EFRE NRW in der Prioritätsachse 1 „Stärkung von Forschung
und Innovation“ beschriebenen Maßnahmen dar. Dort sind im Handlungsfeld
„Förderung von innovativen Kooperations- und Transfervorhaben“ die Leitmarktwettbewerbe beschrieben. Es sollen Wettbewerbe in acht Leitmärkten
durchgeführt werden:
•
•
•
•
•
•
•
•
Medien und Kreativwirtschaft
Energie- und Umweltwirtschaft
Neue Werkstoffe
Gesundheit
Anlagen- und Maschinenbau/Produktionstechnik
Mobilität und Logistik
Life Science
Informations- und Kommunikationswirtschaft
Diese Leitmärkte wurden als besonders wichtig für NRW herausgestellt und
als Kerne für die wirtschaftliche Weiterentwicklung identifiziert. Die leistungsstarke und innovationsfähige Industrie Nordrhein-Westfalens soll in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft in diesen Märkten die Basis legen, um den
tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft und den großen globalen
ökonomischen und ökologischen Herausforderungen zu begegnen. Deshalb
werden analog zu diesem Aufruf in enger zeitlicher Abfolge Wettbewerbe in
jedem der anderen Leitmärkte veröffentlicht (www.efre.nrw.de und
www.leitmarktagentur.nrw.de).
5
Zukunftsgerichtete Lösungen – und damit Fortschritt – entstehen vielfach
durch interdisziplinäre und transdisziplinäre Zusammenarbeit – quer zu Branchen und Sektoren unter Einbeziehung vieler gesellschaftlicher Akteurinnen
und Akteure. In den Leitmarktwettbewerben sollen solche Projekte bevorzugt
gefördert werden, die umsetzungsorientierte Strategien und Lösungen für
gesellschaftliche Problemstellungen anbieten. Die Projekte sollen von hoher
strategischer Relevanz für die jeweilige Problemstellung und möglichst interdisziplinär und transdisziplinär ausgerichtet sein. Von besonderem Gewicht
sind in diesem Zusammenhang auch: Chancen einer zeitnahen Umsetzung
des Projekts, Bezugnahme auf internationale Entwicklungen und Standards,
das Verbreitungspotenzial bzw. die Marktchancen.
Damit Forschung und Entwicklung Motor der wirtschaftlichen Entwicklung
sind, muss für eine Verknüpfung von Forschung, Industrie und Produktion
gesorgt werden. Dieser Weg wird mit der Ausrichtung der Wettbewerbe auf die
Leitmärkte konsequent beschritten. Hier werden die Fördermittel strategisch
gebündelt, um eine größtmögliche Hebelwirkung zu entfalten. Da auch der
Transfergedanke stets verfolgt wird, richten sich die Leitmarktwettbewerbe
in erster Linie auf die Förderung von Projektverbünden aus Wirtschaft und
Forschung aus, die die Innovations- und Wertschöpfungskette abbilden.
Die Nachhaltigkeit von Projekten ist ausdrückliches Ziel der Landesregierung.
Deshalb begrüßt sie die Aktivitäten der Bundesregierung zum Deutschen
Nachhaltigkeitskodex. Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex macht Nachhaltigkeitsleistungen der Unternehmen in einer Datenbank sichtbar, mit einer
höheren Verbindlichkeit transparent und vergleichbar.
6
2. Ausgangslage und Zielsetzung des
Leitmarktwettbewerbs
Mit über 315.000 Beschäftigten und einer Bruttowertschöpfung von rund
13,5 Milliarden Euro ist die Medien- und Kreativwirtschaft einer der zentralen
Leitmärkte des Landes Nordrhein-Westfalen1. Seine wirtschaftliche Bedeutung
geht mit einem breit gefächerten Themenspektrum einher. Die Software-/
Games-Industrie, der Werbemarkt, die Designwirtschaft, der Musikmarkt, die
Filmwirtschaft, der Pressemarkt, der Architekturmarkt, der Kunstmarkt, der
Buchmarkt, die Rundfunkwirtschaft und der Markt für darstellende Künste
bilden in elf Teilbranchen den heterogenen Leitmarkt Medien und Kreativwirtschaft. Eingebettet in eine leistungsstarke Infrastruktur aus Hochschulen und
Universitäten, Zulieferern und Verbänden, zählen zum Leitmarkt etwa 50.000
Unternehmen und Freitberuflerinnen und Freiberufler. Medien und Kreativwirtschaft zeichnen sich durch kreative, soziale und technologische Entwicklungen
aus und sind als volkswirtschaftlicher Faktor Impulsgeber für die gesamte
Wirtschaft des Landes, die von der Innovationsfähigkeit des Leitmarkts profitiert.
Im Leitmarktwettbewerb Medien und Kreativwirtschaft soll die Innovationskraft der Branche weiter gestärkt werden, um nachhaltig Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern. Die internationale Sichtbarkeit
Nordrhein-Westfalens als führender Standort für Medien und Kreativität soll
erhöht werden.
Im Fokus der Förderung stehen Projekte aus Themenbereichen, die für die
zukünftige Entwicklung der Medien und Kreativwirtschaft maßgeblich sein
werden. Neben Kernthemen des Leitmarkts sind insbesondere auch Themen
relevant, die den Brückenschlag zu anderen Branchen bilden.
Vgl. MWEIMH (2012): Kreativ-Report NRW. Ökonomische Potenziale
1
der Kultur- und Kreativwirtschaft in Nordrhein-Westfalen.
7
3. Gegenstand des Leitmarktwettbewerbs
Der Leitmarktwettbewerb Medien und Kreativwirtschaft besteht aus den
Schwerpunkten Forschung & Innovation sowie Kreative Strukturen, Räume
und Netzwerke, zu denen es jeweils verschiedene Themenbereiche gibt.
Zu diesen Themen können neue – also noch nicht begonnene – Projekte
eingereicht werden, die in Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden sollen.
Die Förderung bezieht sich allein auf Vorhaben in einem frühen, noch marktfernen Entwicklungsstadium. Es werden die Projekte ausgewählt, die hinsichtlich der unter Punkt 5 dargestellten Kriterien überzeugen. Besondere Berücksichtigung findet dabei der Grad der konkreten Umsetzungsfähigkeit. Um eine
breite Beteiligung der Medien und Kreativwirtschaft zu erreichen und so das
gesamte Potenzial an innovativen Vorhaben zu heben, wurde die Themenauswahl möglichst weit gefasst.
3.1. Forschung & Innovation (Methoden, Prozesse,
Geschäftsmodelle)
3.1.1 Creative Technologies + Software Engineering
Informations- und Kommunikationstechnologien bestimmen maßgeblich die
Zukunft der Medien und Kreativwirtschaft. Der technologische Wandel verändert die Bedingungen menschlicher Interaktion in rasanter Geschwindigkeit
und mit Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Neue Technologien
und vernetzte Systeme verändern die Art und Weise, wie Menschen und
Maschinen bzw. Maschinen untereinander kommunizieren. Ebenso ändern
sich die Bedingungen, wie Inhalte kreiert, produziert, distribuiert und konsumiert werden. Damit entstehen immer auch neue Wertschöpfungspotenziale,
die im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs gefördert werden sollen.
Es werden folgende Themenbereiche benannt:
a. Visual Computing/Interface Design, z.B. innovative grafische Benutzeroberflächen, Point-of-Sales-Displays/-Anwendungen oder neue Technologien zur Visualisierung von Daten
b. Neue Technologien als Schnittstelle und Innovationstreiber zwischen
klassischen Branchen und Digital Business, z.B. das „Internet der Dinge“,
3D-Printing oder Mobile-Economy-Anwendungen
c. Hard- und Software-basierte Anwendungen mit spielebasierten-Komponenten (Gamification), z.B. im Gesundheitsbereich (HealthTech)
3.1.2Crossmedia-Entwicklung
„Any content, anywhere and anytime“ – Medieninhalte werden heute auf den
verschiedensten Endgeräten teilweise parallel rezipiert. Konsumenten erwarten
neben der allgemeinen Verfügbarkeit von Inhalten zugleich persönliche Mehrwerte durch die Nutzung von Medien. Contentanbieter müssen daher auf allen
Kanälen präsent sein, um Synergien zu bündeln, Aufmerksamkeit zu fokussieren
und Kosten zu sparen. Gleichzeitig gilt es, die einzelnen Medienformen kontinuierlich weiter zu entwickeln, um Nutzer möglichst dauerhaft zu binden.
8
Zu diesem Thema werden Vorhaben in folgenden Bereichen gefördert:
a. Digitale Inhalte und Vertrieb, z.B. innovative TV- bzw. AV-Formate, (360°-)
Plattformen, neue Ansätze im Feld der Informationsvermittlung und der
digitalen Distribution, Connected TV etc.
b. Interactive Media, z.B. neue Technologien und Geschäftsmodelle im
Games-Bereich; neue Konzepte und Anwendungen im Feld spielebasierter
Lernumgebungen (Serious Games), eBooks/eReading etc.
c. Media Marketing, z.B. neue Werbestrategien, -formate und Geschäfts modelle, Multichannel Marketing etc.
d. Online Media/Mobile Media/Social Media, z.B. neue Konzepte und
Geschäftsmodelle in den Bereichen Online-Marktplätze, Data Privacy &
Security, Analyse-, Personalisierungs- und Customization-Instrumente etc.
3.1.3 Neue Modelle der Innovationsentwicklung
In einem von globaler Konkurrenz geprägten Wettbewerbsumfeld wird
Innovation zum zentralen Faktor. Dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben nur
Unternehmen, die kontinuierlich die eigenen Produkte und Dienstleistungen
optimieren oder neue auf dem Markt positionieren. Dies gilt grundsätzlich für
alle Branchen, trifft aber in besonderem Maße für Medien und Kreativwirtschaft zu. Die Geschwindigkeit der technologischen Umwälzungen führt hier
zu sehr kurzen Produktzyklen und einem besonders hohen Innovationsdruck.
Innovationen sind in der Regel weniger das Produkt spontaner Eingebungen
als das Ergebnis gezielter Prozesse. Unkonventionelle Vorgehensweisen führen
dabei oft zu kreativen Lösungsansätzen. Davon profitieren nicht nur Medien
und Kreativwirtschaft, auch andere Branchen bedienen sich zunehmend und
erfolgreich kreativer Instrumente zur Entwicklung von Innovationen.
Die Konzeption und Erprobung neuer Modelle zur Innovationsentwicklung
werden im Rahmen des Leitmarktwettbewerbs gefördert. Im Fokus stehen
dabei insbesondere:
a. Innovationsstrategien, die kreativwirtschaftliche Methoden oder das
Know-How von Künstlern implementieren, z.B. Service Design,
Open / Social Innovation
b. Verfahren und Prozesse, die zur Erschließung wirtschaftlich relevanter
Technolgieumfelder beitragen, z.B. Design Thinking, Social Design
c. Projekte und Verfahren zur wirtschaftlichen Erprobung und Verstetigung
neuer kultur- und kreativwirtschaftlicher Wertschöpfungsprozesse, z.B.
in Fab- und Livinglabs, Hacker-, Maker- und Coworking-Spaces
d. Ansätze, die neue Anwendungsfelder und Märkte für kultur- und
kreativwirtschaftliche Verfahren und Techniken erschließen, z.B. durch
Manufacturing, DIY, Repaircafés
9
3.2
Kreative Strukturen, Räume und Netzwerke
3.2.1 Neue Arbeits- und Raumnutzungskonzepte
Kreatives Arbeiten ist heute oft gleichbedeutend mit digitalem Arbeiten und
damit prinzipiell an keinen festen Ort gebunden. Dennoch profitieren kreative
Arbeits- und Innovationsprozesse von einer festen lokalen Einbindung und
dem direkten Kontakt mit Gleichgesinnten, Mitbewerbern und Kunden.
Austausch und Vernetzung mit anderen Branchen vor Ort eröffnen darüber
hinaus neue Wertschöpfungschancen. Zugleich gewinnt das lokale Umfeld
durch einen dynamischen Kreativsektor, der so für Unternehmen und hochqualifiziertes Personal noch attraktiver wird.
Die Entwicklung neuer Arbeits- und Raumnutzungskonzepte wird im Leitmarktwettbewerb gefördert, wobei folgende Themenbereiche adressiert
werden:
a. Entwicklung und innovative Umsetzung neuer Raumnutzungskonzepte
mit sozio-ökonomischem Bezug, z. B. Zwischen- und Umnutzungs strategien, Co-Working etc.
b. Entwicklung von Arbeits- und Organisationsstrukturen, die systematisch
Räume für das Zusammentreffen heterogener Produktionsweisen öffnen,
z.B. Intrapreneurship-Konzepte, Inkubatorenmodelle
3.2.2 Vernetzungs- und Vermittlungsaktivitäten
Wo Stärken gezielt gebündelt werden, kann Neues entstehen. Gerade die komplementäre Verbindung unterschiedlicher Kreativbranchen mit klassischen
Wirtschaftszweigen kann als Katalysator für die Innovationsentwicklung wirken.
Im Leitmarktwettbewerb Medien und Kreativwirtschaft werden daher Entwicklungsstudien sowie Strategiekonzepte und deren innovative Umsetzung
gefördert, die Anknüpfungspunkte zwischen Medien- und Kreativwirtschaft
und anderen Branchen untersuchen und deren wirtschaftliches Verwertungspotenzial ausloten.
Im Fokus stehen insbesondere Entwicklungs- und Strategiekonzepte und
deren innovative Umsetzung zu den Themen:
a. Cross-Cluster-Kooperationen z.B. Anwendungen in den Bereichen
Gesundheit, Mobilität, Tourismus oder Energie
b. Spill-over-Effekte aus der Kultur (Konzepte, Indikatoren, Instrumente)
10
4. Teilnahme
4.1
Teilnahmeberechtigt sind:
•
•
•
•
Unternehmen2
Hochschulen
Forschungseinrichtungen
kulturelle Einrichtungen
4.2Teilnahmevoraussetzungen
• Das jeweilige Vorhaben muss thematisch, zeitlich und finanziell abgrenzbar sein und darf mit Ausnahme von Vorplanungen sowie Marktanalysen noch nicht begonnen worden sein.
• Die Gesamtfinanzierung muss unter Einbeziehung der Eigenbeteiligung nachweislich gesichert sein.
• Das Projekt muss in Nordrhein-Westfalen durchgeführt und vorwiegend
verwertet werden.
• Die Projektlaufzeit sollte 36 Monate nicht überschreiten.
Verbundvorhaben werden vorrangig gefördert. Diese Vorhaben sollen sich im
Aufbau an der Wertschöpfungskette ausrichten. Die Partner und Partnerinnen
müssen ihre Rechte und Pflichten in einem Kooperationsvertrag regeln.
Ziel der Forschungsaktivitäten muss es sein, die Projektergebnisse zu einem
späteren Zeitpunkt in marktgerechte Produkte zu überführen. Im Projektvorschlag soll dargelegt werden, wie das Projektthema nach Ablauf dieser Förderung weitergeführt werden soll.
Zudem müssen die Akteure und Akteurinnen belegen, inwiefern ihr Vorhaben
einen signifikanten Beitrag zu den Zielen des EFRE OP NRW der Innovationsstrategie des Landes NRW liefert.
Das OP EFRE NRW sowie die Innovationsstrategie des Landes NRW sind unter
www.efre.nrw.de abrufbar.
2
Hierzu zählen Unternehmen aller Größenklassen, insbesondere
kleine und mittlere Unternehmen (KMU), einschließlich Handwerk,
Freie Berufe und wirtschaftlich tätige Genossenschaften und Vereine,
nach der EU-Unternehmensgrößenklassifikation (2003/361/EG),
einschließlich kommunale Unternehmen, Stadtwerke, Wärmeversorger und Krankenhäuser, die nicht in öffentlicher Trägerschaft sind.
Landwirtschaftliche Betriebe können nicht gefördert werden.
11
5. Auswahlkriterien
(einschließlich Gewichtung der Auswahlkriterien, Scoring-Verfahren)
Die Auswahl erfolgt mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens, bei dem jedes Vorhaben anhand einer Kriterienliste bewertet wird. Die Gesamtpunktzahl jedes
Vorhabens bestimmt sich anhand der gewichteten Bewertungskriterien und
der jeweils vergebenen Punkte und erlaubt das Ranking der eingereichten
Projektvorschläge.
Die Auswahlkriterien des Förderwettbewerbs orientieren sich an den Zielen
des OP EFRE NRW 2014 – 2020 und an den wettbewerbsspezifischen Zielen.
Bei einer Teilnahme am Wettbewerb ist zu folgenden Kriterien Stellung zu
nehmen. Die Erfüllung dieser Kriterien sollte anhand quantitativer beziehungsweise qualitativer Angaben unterlegt werden.
Von Interessierten ist – sofern zutreffend – auszuführen, inwieweit im fachlichen Gebiet der EFRE-Antragstellung bereits Projekte mit einer vorherigen
Förderung durch das siebte Forschungsrahmenprogramm oder Horizont 2020
durchgeführt wurden. Dabei sind ggf. Bezüge zum beantragten EFRE-Projekt
darzulegen. Zudem ist – sofern zutreffend – vom Interessierten auszuführen,
inwiefern weitere Antragstellungen in Horizont 2020 auf der Grundlage des
geplanten EFRE-Projekts projektbegleitend oder im Anschluss geplant sind.
Dabei sind ggf. Bezüge zum beantragten EFRE-Projekt darzulegen. Bei gleicher
Wertigkeit zweier Projekte wird jenem Projekt ein Vorrang eingeräumt, das
Synergien aufweist.
5.1
Maßnahmenspezifische Auswahlkriterien
5.1.1. Beitrag zur NRW-Innovationsstrategie, insbesondere zur Entwicklung des entsprechenden Leitmarkts
Gewichtung 10 %
Generelle Zielsetzungen der Leitmarktwettbewerbe sind:
•
•
•
•
•
•
die Förderung technologischer, wirtschaftlicher und sozialer Innovationen
die Vernetzung der Beteiligten innerhalb von Wertschöpfungsketten
die Erschließung von neuen Märkten
die Profilierung des Wirtschaftsstandortes NRW
die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit
die Sicherung und der Ausbau von existenzsichernder Beschäftigung
Es ist zu erläutern, welchen Beitrag das Vorhaben zu den genannten Feldern
im entsprechenden Leitmarkt leistet.
12
5.1.2. Beitrag zur NRW-Innovationsstrategie, insbesondere zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen (Megatrends)
Gewichtung 10 %
Gemäß der NRW-Innovationsstrategie sollen Lösungen zu den folgenden
großen gesellschaftlichen Herausforderungen aufgezeigt werden:
• Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Rohstoffe
• Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln aus nachhaltiger Produktion
• Sichere, saubere und effiziente Energieversorgung
• Intelligente, umweltfreundliche und integrierte Mobilität
• Gesundheit und Wohlergehen im demografischen Wandel
• Sicherheit, Teilhabe und sozialer Zusammenhalt im gesellschaftlichen
Wandel
Es ist zu erläutern, welchen Beitrag das Vorhaben zu einem oder mehreren
dieser Bereiche leistet.
5.1.3. Innovationsgehalt des vorgeschlagenen
Vorhabens
Gewichtung 15 %
Es wird von einem umfassenden Innovationsverständnis ausgegangen, das
mit ganzheitlichem und systemischem Ansatz sowohl technische als auch
soziale Innovationen einbezieht. Diese sind als Umsetzung von neuen Ideen
am Markt und in der Gesellschaft zu verstehen. Sie sollten umsetzungsorientiert, also auf die Anwendung und Verbreitungsfähigkeit von Lösungen
ausgerichtet sein und nicht nur die technologische Umsetzung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ideen in marktgängige Produkte, sondern
neue Verfahren und Lösungen für alle gesellschaftlichen Bereiche umfassen.
Weiterhin sollen sie positive Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit des
gesamten wettbewerbsteilnehmenden Konsortiums sowie auf die Wirtschaft
in NRW insgesamt haben. Es ist zu erläutern, wodurch sich der Innovationsgehalt des Vorhabens – charakterisiert durch Neuheit, technisches und wirtschaftliches Risiko sowie gesellschaftliche Relevanz – auszeichnet.
5.1.4. Wirtschaftliches Anwendungspotenzial unter
Berücksichtigung der Verwertungsstrategie
Gewichtung 15 %
Die mögliche wirtschaftliche Verwertung von Projektergebnissen ist ein
wichtiger Aspekt eines Forschungsvorhabens, denn sie trägt direkt zur Wertschöpfung bei. Eine Verwertungsstrategie befördert weiterhin alle Beteiligten
dabei, das im Vorhaben anvisierte Ergebnis zielgerichteter auf die zukünftige/
mögliche Anwendung zu fokussieren. Die wirtschaftliche Verwertung und die
13
sozialen Effekte der Projektergebnisse sind im Rahmen einer Verwertungsstrategie unter Zugrundelegung der branchenspezifischen Marktsituation
darzulegen.
5.1.5. Wissens- und Technologietransfer für eine breite
Anwendergruppe
Gewichtung 10 %
Ein intensiver Wissens- und Technologietransfer ist wichtig, um innovative
Produkte, Prozesse und Dienstleistungen rascher zur Anwendung bzw. in
den Markt zu bringen. Es ist zu erläutern, welchen Beitrag das Vorhaben zur
Stärkung privater Forschungs- und Innovationsaktivitäten und zur Verbesserung des Technologie- und Wissenstransfers zwischen öffentlichem und
privatem Sektor leistet.
5.1.6. Synergien zu anderen Wirtschaftszweigen und
Anwendermärkten
Gewichtung 12,5 %
Der Leitmarkt Medien und Kreativwirtschaft zeichnet sich durch kreative,
soziale und technologische Entwicklungen aus und ist als volkswirtschaftlicher
Faktor Impulsgeber für die gesamte Wirtschaft des Landes. Es ist seitens der
Antragsteller zu erläutern, inwieweit die eingereichten Projekte einen Beitrag
zur Konvergenz der Märkte leisten, Synergien zu anderen Wirtschaftszweigen
und Anwendermärkten aufweisen und wie diese von der Innovationsfähigkeit
des Leitmarkts profitieren.
5.1.7. Professionalisierung von KMU und Kleinstunternehmen
Gewichtung 12,5 %
Unternehmen sichern ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig nur durch eine
professionelle Aufstellung in allen wirtschaftlichen Belangen. Gerade bei KMU
und Kleinstunternehmen der Medien und der Kreativwirtschaft gibt es hier oft
noch Defizite und entsprechende Verbesserungsmöglichkeiten. Es ist zu erläutern, inwieweit die Projektbeiträge einen Einfluss auf die nachhaltige Professionalisierung dieser KMU bzw. Kleinstunternehmen ausüben.
5.1.8. Nationale und internationale Sichtbarkeit
Gewichtung 5 %
Die Projekte sollen Nordrhein-Westfalen als innovativen Medien- und Kreativstandort profilieren und dessen nationale und internationale Sichtbarkeit stär-
14
ken. Attraktivität und Leistungsfähigkeit des Standorts sollen über die Grenzen
des Landes hinaus bekannt gemacht werden und so kontinuierlich für weiteres
Wachstum sorgen. Es ist darzustellen, inwieweit die eingereichten Projekte einen
Beitrag zur nationalen und internationalen Sichtbarkeit des Standorts leisten.
5.2.Querschnittsziele
Gewichtung 10 %
5.2.1. Nachhaltige Entwicklung des Vorhabens unter
ökologischen, ökonomischen und sozialen
Aspekten
Gewichtung 5 %
Nachhaltige Entwicklungen in den Bereichen Markt, Umwelt, Arbeitsplatz
sowie Gemeinwesen sind zentraler Bestandteil der NRW-Innovationsstrategie.
Sie verdeutlichen die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen. Es
geht um ein Unternehmertum, das ökonomische, ökologische und soziale
Unternehmensziele ausbalanciert. Dabei stehen der Nutzen für das Unternehmen und der Nutzen für die Gesellschaft nicht im Gegensatz, sondern sie
ergänzen und befördern sich. Es ist zu erläutern, welcher Beitrag zu marktspezifischen Nachhaltigkeitsaspekten erbracht wird, welche sozialen Aspekte
berücksichtigt werden und insbesondere welcher Beitrag zur Unterstützung
einer umweltgerechten Entwicklung geleistet wird.
5.2.2. Gleichstellung von Frauen und Männern und Beitrag zur Nichtdiskriminierung einzelner Gruppen
Gewichtung 5 %
In den Leitmarktwettbewerben soll die Gleichstellung von Frauen und Männern sowie die Nichtdiskriminierung einzelner Gruppen als Querschnittsziel
systematisch gefördert werden. Die Antragstellenden haben in der Projektbeschreibung darzustellen, wie sie einen Beitrag zur Chancengleichheit und
Nichtdiskriminierung leisten. Zusätzlich ist wettbewerbsspezifisch zu beschreiben, wie auch innerhalb des Vorhabens positive Wirkungen bzgl.
Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung erreicht werden sollen. In der
gesamten Projektstruktur gilt es Gleichstellungsziele und Nichtdiskriminierung zu beachten.
15
6. Förderempfehlung durch ein
Gutachtergremium
Die eingegangenen Projektskizzen werden auf der Basis der o. a. Auswahlkriterien in förderrechtlicher, wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht
sowie hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Relevanz geprüft und bewertet. Auf
Grundlage der Wettbewerbsbeiträge schlägt ein unabhängiges Gutachtergremium eine Auswahl förderungswürdiger Projekte für das Antragsverfahren
vor.
Das Gutachtergremium besteht aus:
• Prof. Ursula Bertram-Möbius, TU Dortmund, ID-Factory-Zentrum für Kunsttransfer
• Prof. Dr. Linda Breitlauch, Professorin für Game Design an der Hochschule
Trier
• Andreas Enslin, Leiter Miele Design-Center Gütersloh / Vizepräsident
Verband Deutscher Industrie Designer (VDID)
• Valentina Kerst, Geschäftsführerin, Topiclodge, Köln
• Nico Lumma, Autor und Berater, Hamburg
• Prof. Birgit Mager, Fachhochschule Köln, Pro-Dekanin der Fakultät für Kultur
und Geisteswissenschaften
• Prof. Kurt Mehnert, Rektor der Folkwang Universität der Künste, Essen
• Hartmut Miksch, Architekt, ehem. Mitglied des Vorstands der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen (AKNW), Düsseldorf
• Petra Müller, Geschäftsführerin, Film- und Medienstiftung NRW, Düsseldorf
• Dr. Sebastian Olma, Serendipity Lab, Amsterdam
• Marc Schröder, Geschäftsführer, RTL Interactive / Mitglied der Geschäftsleitung RTL Mediengruppe Deutschland, Köln
Die Zusammensetzung des Gutachtergremiums kann – wenn erforderlich –
geändert werden. Änderungen werden umgehend unter www.efre.nrw.de
bekannt gegeben.
Das Gutachtergremium empfiehlt grundsätzlich nur Vorhaben zur Förderung,
bei denen alle erforderlichen Nachweise eingereicht wurden. Die Wettbewerbsbeiträge müssen ein abschließendes Votum ermöglichen.
In der jeweiligen Projektbeschreibung ist das Konzept zur praktischen
Umsetzung des Vorschlages unter Berücksichtigung der unter Punkt 5
genannten Kriterien zu beschreiben. Darüber hinaus sind Angaben zu den
Vorhabenkosten und der Finanzierung sowie die einzelnen Arbeitsschritte
und Meilensteine darzustellen. Die Benutzung des Bewerbungsbogens ist zwingend vorgeschrieben.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wettbewerbs werden im Nachgang
der Gutachtersitzung durch die LeitmarktAgentur.NRW über das Ergebnis des
Auswahlprozesses informiert.
Die Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer erklären sich im Falle einer
Förderempfehlung des Gutachtergremiums einverstanden, dass ihre Namen
und der Titel des Vorhabens, ggfs. auch eine Kurzbeschreibung, von der
Landesregierung veröffentlicht werden.
16
7.
Verfahren
Zu diesem Wettbewerbsaufruf können in zwei Einreichungsrunden Beiträge vorgelegt werden.
Termine
Einreichungsfrist
Auswahlrunde
Projektskizzen
Möglicher
Förderbeginn
1. Einreichungsrunde
bis 21.01.2015
April 2015
Oktober 2015
2. Einreichungsrunde
bis 21.11.2015
Februar 2016
August 2016
Ein zweiter Wettbewerbsaufruf – ggfs. mit neuen Themenschwerpunkten –
ist für 2017 geplant und wird separat bekannt gegeben.
Wettbewerbsbeiträge müssen zu den o.g. Terminen jeweils bis 16.30 Uhr bei der
LeitmarktAgentur.NRW schriftlich vorliegen.
Die Wettbewerbsbeiträge sind in 3-facher Ausfertigung (ausgenommen Finanzierungsunterlagen), ungebunden, ungeheftet und einseitig auf DIN A4 bedruckt
sowie gelocht einzureichen. Zusätzlich sind die Dokumente auf CD- bzw. DVDROM im pdf-Format mitzuliefern.
Projektvorschläge sind zu richten an die:
LeitmarktAgentur.NRW
CreateMedia.NRW
c/o Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
52425 Jülich
Die persönliche Abgabe der Wettbewerbsbeiträge
ist unter folgender Adresse möglich:
LeitmarktAgentur.NRW
Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
Technologiezentrum Jülich
Karl-Heinz-Beckurts-Str. 13
52428 Jülich
Aktuelle Informationen über Termine, Veranstaltungen etc. können auf der
Internetseite der EFRE-Verwaltungsbehörde (www.efre.nrw.de) bzw. der
LeitmarktAgentur.NRW (www.leitmarktagentur.nrw.de) abgerufen werden.
Auf diesen Internetseiten finden sich zudem weitere Informationen und
Erläuterungen zum Wettbewerbsverfahren sowie zu den Fördergrundlagen.
Es wird empfohlen, sich vor Einreichen eines Beitrags zum Leitmarktwettbewerb
von der LeitmarktAgentur.NRW beraten zu lassen.
Martin Schlütter
Tel.: 02461-61 8817
ma.schluetter@fz-juelich.de
Philipp Tascher
Tel.: 02461-61 6522
p.tascher@fz-juelich.de
oder: Sekretariat der LeitmarktAgentur.NRW, Tel.: 02461-61 2718
17
8.
Informationen zum anschließenden
Antrags- und Bewilligungsverfahren
Für die zur Förderung empfohlenen Beiträge schließt sich ein reguläres
Antrags- und Bewilligungsverfahren an. Die prüffähigen Antragsunterlagen
sind innerhalb von acht Wochen nach der schriftlichen Aufforderung bei der
Leitmarktagentur einzureichen. Den Antragstellenden wird hierzu durch die
LeitmarktAgentur.NRW eine qualifizierte Beratung angeboten.
Spätestens sechs Monate nach Aufforderung zur Antragstellung erlischt das
positive Votum des Gutachtergremiums.
Die Förderungen sollen anteilig durch Zuwendungen mit Mitteln des Operationellen Programms EFRE NRW 2014 – 2020 „Investitionen in Wachstum und
Beschäftigung“ nach folgenden Förderrichtlinien erfolgen:
• Rahmenrichtlinie über die Gewährung von Zuwendungen aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung im Zielbereich Investitionen in
Wachstum und Beschäftigung (EFRE) in der Förderperiode 2014-2020 im
Land Nordrhein-Westfalen (EFRE-Rahmenrichtlinie)
• Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Forschung, Innovation
und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen (FIT) oder Folgerichtlinien
• Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen und Darlehen zur Förderung von Kreativität, Innovation und Medienkultur im Land NordrheinWestfalen (KIM.NRW)
• Landeshaushaltsordnung (LHO)
• Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013
(De-minimis-Beihilfen)
Die Höhe der möglichen Fördersätze hängt ab von der Art der Antragstellerin/
des Antragstellers, von der Größe des antragstellenden Unternehmens und
der Art des zur Förderung beantragten Vorhabens. Grundlage für ihre Bemessung sind die Unionsrahmen für staatliche Beihilfen sowie die KMU-Definition
der Europäischen Kommission in der jeweils geltenden Fassung.
Der finanzielle Zuschuss aus EFRE-und Landesmitteln im Rahmen dieses
Leitmarktwettbewerbs beträgt für Unternehmen mit
• 1 bis 9 Beschäftigten und einem Umsatz bis 2 Mio. € oder
einer Jahresbilanzsumme bis 2 Mio. €
höchstens 80 %
• 10 bis 49 Beschäftigten und einem Umsatz bis 10 Mio. € oder
einer Jahresbilanzsumme bis 10 Mio. €
höchstens 70 %
• mehr als 49 Beschäftigten
höchstens 50 %
18
Für Hochschulen und Forschungs- oder kulturelle Einrichtungen, welche das Projekt
im nicht-wirtschaftlichen Bereich durchführen
• höchstens 90 %
der förderfähigen Gesamtausgaben des einzelnen Projektes. Diese Höchstsätze gelten lediglich für die Fälle, bei denen die zutreffenden Unionsrahmen für staatliche
Beihilfen bzw. Richtlinien des Landes NRW diese oder sogar höhere Sätze zulassen.
Sollten Unionsrahmen oder NRW-Richtlinien aufgrund der speziellen Art des Vorhabens nur niedrigere Fördersätze erlauben, so sind diese als Höchstgrenzen anzusetzen.
Unabhängig von diesen Festlegungen gilt für den Leitmarkwettbewerb
CreateMedia.NRW, dass Vorhaben zu den Themen 3.1.1 und 3.1.2 mit maximal 50 %
der zuwendungsfähigen Ausgaben gefördert werden können.
Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht erst mit der Bestandskraft des Bewilligungsbescheides. Der Zuwendungsgeber entscheidet auf Basis der o. a. Förderrichtlinien im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. Die Förderung erfolgt im Wege der
Ausgabenerstattung. Antragstellende erklären sich im Fall der Förderung mit der Aufnahme in das öffentliche Verzeichnis der Begünstigten gemäß Art. 6 und 7 der VO EG
Nr. 1828/2006 einverstanden. Zuwendungsbescheide werden nach den jeweils zum
Zeitpunkt der Bewilligung geltenden Bestimmungen der vorgenannten Förderrichtlinien oder ihrer Nachfolgeregelungen erteilt.
19
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noch von Wahlwerbern und -werberinnen oder Wahlhelfern und -helferinnen
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sowie auch für die Wahl der Mitglieder des Europäischen Parlaments.
Missbräuchlich ist insbesondere die Verteilung auf Wahlveranstaltungen,
an Informationsständen der Parteien sowie das Einlegen, Aufdrucken oder
Aufkleben parteipolitischer Informationen oder Werbemittel. Untersagt
ist gleichfalls die Weitergabe an Dritte zum Zwecke der Wahlwerbung. Eine
Verwendung dieser Druckschrift durch Parteien oder sie unterstützende
Organisationen ausschließlich zur Unterrichtung ihrer eigenen Mitglieder
bleibt davon unberührt.
Unabhängig davon, wann, auf welchem Weg und in welcher Anzahl diese
Schrift der Empfängerin oder dem Empfänger zugegangen ist, darf sie auch
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verwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten
einzelner Gruppen verstanden werden könnte.
Impressum
Redaktion: LeitmarktAgentur.NRW
Kontaktadresse:
LeitmarktAgentur.NRW
Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
Technologiezentrum Jülich
Karl-Heinz-Beckurts-Str. 13
52428 Jülich
Postadresse:
LeitmarktAgentur.NRW
c/o Forschungszentrum Jülich GmbH
Projektträger Jülich
Geschäftsbereich Technologische und regionale Innovationen (TRI)
52425 Jülich
Bildnachweis
Titel: robertsrob/iStock/Thinkstock
Ministerium für Wirtschaft, Energie,
Industrie, Mittelstand und Handwerk
des Landes Nordrhein-Westfalen
Berger Allee 25, 40213 Düsseldorf
www.mweimh.nrw.de
Ministerin für Bundesangelegenheiten
Europa und Medien
des Landes Nordrhein-Westfalen
Stadttor 1, 40219 Düsseldorf
www.mbem.nrw.de
www.efre.nrw.de
www.leitmarktagentur.nrw.de
Informationsveranstaltung zu Marktentwicklung, Geschäftschancen und
Rahmenbedingungen der Gesundheitswirtschaft in Skandinavien
Norwegen |Schweden |Dänemark |Finnland
26. November, 2014
Nordische Botschaften Gemeinschaftshaus
Rauchstraße 1, 10787 Berlin
08.30 Uhr
Teilnehmerregistrierung.
09.00 Uhr
Grußwort.
09.05 Uhr
Kurzvorstellung des Markterschließungsprogrammes.
AHK
09.15 Uhr
Durchgang der Veranstaltungsagenda und Vorstellungsrunde der
einzelnen Teilnehmer.
Moderator / Teilnehmer
Schweden
09.30 Uhr
Der schwedische Markt der Gesundheitswirtschaft: Struktur, Chancen und
rechtliche Rahmenbedingungen.
Reidar Gårdebäck, Geschäftsführer, ReGarde AB.
10.30 Uhr
Kaffeepause (15 Minuten)
Finnland
10.45 Uhr
Der finnische Markt der Gesundheitswirtschaft: Struktur, Chancen und
rechtliche Rahmenbedingungen.
Michael Berner, Mitglied des Vorstands, Sailab ry (Verband für Lieferanten der
Krankenhäuser und Laboratorien) und Mitglied des Vorstands, Berner OY
11.45 Uhr
Besonderheiten der skandinavischen Geschäftskultur
Anne Geitmann, Market Entry & Business Development, Deutsch-Schwedische
Handelskammer
12.15 Uhr
Diskussion
12.30 Uhr
Mittagspause
Norwegen
13.30 Uhr
Der norwegische Markt der Gesundheitswirtschaft: Struktur, Chancen und
rechtliche Rahmenbedingungen.
Trond Dahl Hansen, Geschäftsführer, LFH – the Norwegian Trade Association for
Health- and Welfare Technology
Dänemark
14.30 Uhr
Der dänische Markt der Gesundheitswirtschaft: Struktur, Chancen und
rechtliche Rahmenbedingungen.
Helene Nielsen, Marketing Manager, Healthcare Denmark
15.30 Uhr
Kaffeepause (15 Minuten)
15.45 Uhr
Bericht eines deutschen Unternehmens über praktische Erfahrungen auf den
skandinavischen Märkten.
N.N.
16.15 Uhr
Diskussion
16.30 Uhr
Abschlussdiskussion / Erfahrungsaustausch
17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
In Kooperation mit:
GESUNDHEITSWIRTSCHAFT IN
SKANDINAVIEN
Informationsveranstaltung zu Geschäftschancen für
deutsche Produkte der Gesundheitswirtschaft in
Norwegen, Dänemark, Schweden und Finnland
26. November 2014, Berlin
BMWi-Markterschließungsprogramm für KMU
Die Informationsveranstaltung
Norwegen
Am 26.11.2014 haben deutsche Firmen die Möglichkeit,
sich über die norwegischen, dänischen, schwedischen und
finnischen Märkte der Gesundheitswirtschaft zu informieren.
Die dem norwegischen Staat vier unterstellten Gesundheitsbehörden sind die wichtigsten Einkäufer in Norwegen
und investieren jedes Jahr bedeutende Summen. In den
kommenden Jahren werden erhöhte Investitionen für die
Modernisierung mehrerer Krankenhäuser erwartet.
Bei einer eintägigen Informationsveranstaltung werden
den Teilnehmern (in erster Linie KMU) Informationen zu
Marktentwicklung, Geschäftsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen in diesen Ländern vermittelt.
Es handelt sich hierbei um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWi-Markterschließungsprogramms für KMU, die aufgrund eines Beschlusses des
Deutschen Bundestages durch das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie gefördert wird.
Die skandinavische Gesundheitswirtschaft
Das skandinavische Wohlfahrtsstaatenmodell hat inzwischen internationale Bekanntheit erlangt. Charakteristisch
ist dabei die dominante Rolle des Staats in der Gestaltung
der Wohlfahrtspolitik und dem zugehörigen starken
öffentlichen Sektor. Innerhalb Skandinaviens treten zwar
auch viele landesspezifische Merkmale auf, starke Ähnlichkeiten gibt es jedoch hinsichtlich der umfangreichen und
universellen sozialen Versorgung und den kostenlosen
bzw. stark subventionierten Leistungen. Alle vier Länder
verfügen über eine gut ausgebaute Krankenhausinfrastruktur und bieten hochentwickelte Behandlungen durch
Spezialisten.
Um diesen hohen Standard zu halten und den Bedürfnissen einer relativ stark alternden Bevölkerung gerecht
zu werden, werden die skandinavischen Länder auch in
Zukunft weiterhin in den Ausbau und die Optimierung des
Gesundheits- und Pflegesektors investieren. Für deutsche
Unternehmen ergeben sich Geschäftschancen in der Lieferung von Qualitätsprodukten, u. a. in den Segmenten
Medizin- und Rehabilitationstechnik, Telemedizin, bildgebende Diagnostik, Orthopädie, Prothetik sowie Informationssysteme und mobile Gesundheitsdienste.
Dänemark
5.600.000.000 Euro – Dänemark investiert kräftig in
seinen Gesundheitssektor. Mit dem Geld werden fünf
sogenannte „Superkrankenhäuser“ gebaut, während elf
bereits existierende Krankenhäuser erweitert und saniert
werden. Bauträger sind die fünf dänischen Regionen. Das
Budget der den Regionen angeschlossenen Einkaufszentralen stieg seit 2010 um 7,7 % auf 10,1 Mrd. Euro im
Jahr 2013 an.
Schweden
Die Errichtung und die Modernisierung von Krankenhäusern dürften in den kommenden Jahren für einen
anhaltend hohen Medizintechnikbedarf in Schweden
sorgen. Besondere Beachtung findet derzeit der Neubau
des Großklinikums Karolinska in Solna bei Stockholm mit
über 550 Mio. Euro allein für medizintechnische Ausrüstungen. Geplant ist auch ein hochmoderner Bau für experimentelle Medizinforschung, in dem bis zu 1.700 Forscher
und Mitarbeiter Beschäftigung finden sollen.
Finnland
Zukünftig sieht die Gesundheitspolitik Finnlands eine
zunehmend private Beteiligung an den Ausgaben für
medizinische Dienstleistungen vor. Diese strukturellen
Veränderungen im finnischen Gesundheitswesen werden
in den kommenden Jahren für einen spürbaren Nachfrageschub in der Gesundheitswirtschaft sorgen.
Programmschwerpunkte

Struktur und Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in
den Ländern Norwegen, Dänemark, Schweden und
Finnland

Wirtschaftliche, marktspezifische und rechtliche
Rahmenbedingungen

Nachfrage und Geschäftspotenzial

Erfahrungsberichte und Referenzbeispiele

Erfahrungsaustausch und Networking
Interessenbekundung
1
Bei Interesse bitte die Angaben unten ausfüllen und diese
Seite per E-Mail senden an: mikaela.jaanti@dfhk.fi oder
Interessenbekundung
Hinweise zur Teilnahme
Bei Interesse bitte die Angaben unten ausfüllen und diese
Seite per E-Mail an anne.geitmann@handelskammer.se
oder per Fax an +46 8 665 18 04 senden.

Der Anmeldeschluss ist am 10. November 2014.

Ich habe Interesse an der Teilnahme an der Informationsveranstaltung „Gesundheitswirtschaft in Skandinavien“ am
26. November 2014 in Berlin.
Kostenbeitrag: Für das ganztägige Catering fallen pro
Teilnehmer 30 Euro inkl. MwSt. an. Eine Rechnung
geht Ihnen nach Erhalt der Anmeldung zu.

Bitte senden Sie uns per E-Mail oder Fax weitere
Informationen (Programm, Anmeldeformular und KMUErklärung) an folgende Adresse zu:
Die Teilnahme setzt die Zusendung des vollständig ausgefüllten Anmeldeformulars sowie der KMU-Erklärung
voraus.

Einige Vorträge werden auf Englisch gehalten. Bei
Bedarf wird eine englisch-deutsche Simultanübersetzung angeboten.
Unternehmen: ______________________________
Ansprechpartner(in):__________________________
Tel.: _____________________________________
Fax: _____________________________________
E-Mail: ___________________________________
Webseite:__________________________________
Ich bin damit einverstanden, dass einige der Vorträge
auf Englisch gehalten werden.
Veranstaltungsort
Nordische Botschaften Felleshus / Gemeinschaftshaus
Rauchstraße 1
D-10787 Berlin
Impressum
Herausgeber
Deutsch-Norwegische Handelskammer
Stand
September 2014
Druck
Eigendruck
Gestaltung und Produktion
Deutsch-Norwegische Handelskammer
Bildnachweis
imago
Redaktion
Deutsch-Norwegische Handelskammer
3
Chancen für deutsche Firmen der Gesundheitswirtschaft in Norwegen,
Dänemark, Schweden und Finnland
Informationsveranstaltung für KMU, 26. November 2014 in Berlin
Das skandinavische Wohlfahrtsstaatenmodell hat inzwischen internationale Bekanntheit erlangt und
zeichnet sich durch die dominante Rolle des Staats in der Gestaltung der Wohlfahrtspolitik und dem
zugehörigen starken öffentlichen Sektor aus. Innerhalb Skandinaviens treten zwar viele landesspezifische
Merkmale auf, trotzdem gibt es starke Ähnlichkeiten hinsichtlich der umfangreichen und universellen
sozialen Versorgung und den kostenlosen bzw. stark subventionierten Leistungen. Alle vier Länder verfügen
über eine gut ausgebaute Krankenhausinfrastruktur und bieten hochentwickelte Behandlungen durch
Spezialisten.
In den nordischen Ländern stehen in naher Zukunft sowohl große Neubau- und Modernisierungsprojekte als
auch eine generelle Optimierung des Gesundheits- und Pflegesektors an. Für deutsche Unternehmen
ergeben sich Geschäftschancen in der Lieferung von Qualitätsprodukten, u. a. in den Segmenten Medizinund Rehabilitationstechnik, Telemedizin, bildgebende Diagnostik, Orthopädie, Prothetik sowie
Informationssysteme und mobile Gesundheitsdienste.
Am 26. November 2014 erhalten deutsche Unternehmen die Möglichkeit, sich in Berlin über die
Geschäftschancen für deutsche Produkte der Gesundheitswirtschaft in Norwegen, Dänemark, Schweden und
Finnland zu informieren. Fachexperten aus den nordischen Ländern geben Auskunft über die Entwicklung,
Geschäftsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen der jeweiligen Märkte. Darüber hinaus berichten
deutsche Unternehmen über ihre praktischen Erfahrungen.
Die Informationsveranstaltung wird von der Deutsch-Norwegischen Handelskammer organisiert.
Interessierte Unternehmen können sich bis zum 10. November 2014 anmelden. Das Programm und nähere
Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter www.handelskammer.no oder bei Frau Anne Geitmann
unter +46 8 665 18 15 oder
anne.geitmann@handelskammer.se
Es handelt sich um eine projektbezogene Fördermaßnahme im Rahmen des BMWiMarkterschließungsprogramms für KMU und wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages
durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Informationen zu weiteren Projekten
des BMWI-Markterschließungsprogramms für KMU erhalten Sie unter www.ixpos.de/markterschliessung.
Vorankündigung: "Von Clustern unterstützte Projekte für neue
industrielle Wertschöpfungsketten"
15. Apr. 2015
ec.europa.eu/research/participants/portal/doc/call/h2020/common/1617610-part_7_innovation_in_smes_
Die Europäische Kommission hat ihr Horizont 2020 Arbeitsprogramm 2014 / 15 für den Bereich
„Innovation in KMU" überarbeitet. Für 2015 ist eine Ausschreibung zum Thema "Von Clustern
unterstützte Projekte für neue industrielle Wertschöpfungsketten" (INNOSUP-1-2015) geplant.
Gegenstand der Bekanntmachung wird die grenzüberschreitende und branchenübergreifende
Zusammenarbeit sein, um Innovation und Unternehmertum in verschiedenen Regionen und
Wertschöpfungsketten zu stimulieren. Clusterorganisationen sollen im Rahmen eines
systemischen Ansatzes, der verschiedene Ressourcen, Werkzeuge und Instrumente kombiniert,
eine koordinierende und begleitende Funktion einnehmen. Die Bekanntmachung zielt darauf ab,
Innovationsakteure, v.a. KMU mit sich wechselseitig verstärkenden Kompetenzen, dabei zu
unterstützen, neue industrielle Wertschöpfungsketten zu entwickeln. Dabei sollten Synergien mit
den europäischen Strukturfonds genutzt werden.
Weitere Informationen:
http://ec.europa.eu/research/participants/portal/doc/call/h2020/common/1617610-part_7_innovation_in_s
Vollständiger Text der Vorankündigung:
Specific challenge: The challenge is to develop new cross-sectoral industrial value chains across
the EU, by building upon the innovation potential of SMEs. The EU needs to support the
development of emerging industries, which will provide the growth and employment of the future.
The reindustrialisation of the EU's industrial base has to focus on the development of long-term
internationally competitive goods and services that require combining different competences and
innovative solutions. The development of new industrial value chains calls for the collaboration
and integration of different innovation actors, including large enterprises and especially SMEs,
across different sectors towards the implementation of a joint vision.
SMEs need help to generate, take up and better capitalise on all forms of knowledge, creativity,
craftsmanship and innovation - including for the application of existing cross-cutting or emerging
technologies, ICT, eco-innovative and resource-efficient solutions, new business models, service
innovation and design. The potential of clusters, that represent favourable ecosystems for
innovation, need to be better exploited in this respect.
Scope: Cross-border and cross-sectoral collaboration, innovation and entrepreneurship across
different regions and value chains shall be promoted. The coordination and facilitation shall be
led by cluster organisations and other intermediary organisations, by following a systemic
approach that combines different resources, tools and instruments. Innovation actors, especially
SMEs with mutually reinforcing competences, shall be supported in view of creating new
industrial value chains that foster the development of emerging industries in Europe.
To this end, proposals shall outline a strategic vision for building new industrial value chains
across the EU and Associated Countries. They shall specifically focus on integrating and
supporting groups of SMEs in collaboration with other innovation actors in addressing specific
problems and challenges. Cluster organisations or other SME intermediaries shall be invited to
set up collaboration and networking activities for SMEs and create a favourable "open space" for
cross-sectoral fertilisation and value chain innovation to take place. Each proposal should
demonstrate the capacity to:
1.
validate ideas for structured innovation projects driven by SMEs from different sectors and
countries in collaboration with other innovation actors and facilitate the coordination towards new
industrial value chains through this collaboration space.
2.
support innovation activities and/or channel a mix of different targeted entrepreneurial and
innovation support measures (such as mentoring, coaching, innovation and technical assistance
vouchers, etc.) directly to the innovation actors of the validated innovation projects to further
support their development, integration and large-scale demonstration in a strategic manner. At
least 75% of the total proposed budget shall be allocated to support innovation in SMEs directly.
Further background information on the systemic approach and strategic focus to be envisaged,
will be provided to applicants. Synergies with the European Structural and Investment Funds that
may further12 support such large-scale demonstration projects will also be actively encouraged,
notably through the engaged SME intermediaries. "Large-scale" does not necessarily refer to the
amount of financial support provided for a particular project but to the extent of the roll-out of a
staged process of experimentation and implementation with accompanying support that reaches
out to groups of mutually reinforcing SMEs. This approach aims at "demonstrating at large scale"
the potential impact of innovative solutions to specific challenges, rather than supporting isolated
projects or SMEs.
The Commission considers that proposal requesting a contribution from the EU of between EUR
2.5 and 5 million would allow this specific challenge to be addressed appropriately. Nonetheless,
this does not preclude submission and selection of proposals requesting other amounts.
Expected impact:
·
Strengthen industrial leadership in the EU and Associated Countries by reinforcing value
chains that integrate innovative solutions in SMEs, along and across existing value chains.
·
Stimulate the creation of new globally competitive industrial value chains across the EU
and Associated Countries to accelerate the development of emerging industries, which will boost
industrial competitiveness and underpin future economic growth, jobs, and progress towards a
resource-efficient economy.
·
Further leverage and complement support for innovation in SMEs and other funding, which
may be provided by national or regional authorities (including under the European Structural and
Investment Funds) and/or by private investors (upfront or as follow-up investments).
·
Contribute to regional smart specialisation strategies by capitalising upon concentrated
and complementary competences for the development of new industrial value chains and
emerging industries with a clear EU added-value.
·
Provide a clear and measurable contribution to the innovation performance of the
supported SMEs in the short-term - as revealed by indicators such as numbers of new or
significantly improved products (goods and/or services), processes, new marketing methods, or
new organisational methods -, and to its impact on resource efficiency and/or turnover. A wider
impact is also expected in the medium-term.
·
Improve the business environment of the supported SMEs by establishing open
collaboration spaces that can involve innovation actors from different sectors and countries. This
will lead to the creation of new ideas for innovation and new collaboration partnerships, which will
be subject of further development and with the potential for further impact on business turnover.
Quelle: Europäische Kommission
Kategorie: Gesund älter werden: Ressourcen stärken - Potenziale nutzen,
Maschinenbau/Produktionstechnik, Neue Werkstoffe, Mobilität und Logistik, IKT-Leitmarkt,
Energie und Umwelt, Medien und Kreativwirtschaft, Gesundheit, Life Science, Automotive
Redaktion: 30. Sep. 2014
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