close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Bulletin_31_vom_14_10_2014 [PDF, 222 KB] - Kanton Glarus

EinbettenHerunterladen
Telefon 055 646 60 11/12
Fax 055 646 60 09
E-Mail: staatskanzlei@gl.ch
www.gl.ch
Staatskanzlei
Rathaus
8750 Glarus
Aus den Verhandlungen des Regierungsrates vom 14. Okt. 2014
Änderung bei der öffentlichen Finanzierung von Pflegeheimaufenthalten
Dem Landrat wird zuhanden der Landsgemeinde eine Änderung des Sozialhilfegesetzes
unterbreitet. Sie dient der Erfüllung der bundesrechtlichen Vorgabe, wonach durch den
Aufenthalt in einem anerkannten Pflegeheim in der Regel keine Sozialhilfeabhängigkeit
begründet werden soll.
Das Sozialhilfegesetz regelt, für welche Aufwendungen in welcher Reihenfolge die
Ausgabentilgung durch unterstützte Heimbewohner berechnet wird. Dies entscheidet
darüber, in welchem Umfang und unter welchem Titel Unterstützungsgemeinde und Kanton
zur Finanzierung des Heimaufenthaltes beitragen müssen (Unterstützungsgemeinde:
ungedeckte Heimkosten; Kanton: Ergänzungsleistungen, Sozialhilfe). Wie bisher stehen die
persönlichen Auslagen bis zum Höchstbetrag gemäss der
Ergänzungsleistungsgesetzgebung an erster Stelle. Darauf soll die vom Krankenversicherungsgesetz verlangte Beteiligung der Patienten an den Pflegekosten folgen, die
somit neu der Tragung der ungedeckten Heimkosten (Pensionierungs- und Betreuungskosten ohne Pflege) vorgeht.
Nach einer weiteren Änderung wird einerseits die öffentliche Finanzierung der ungedeckten
Heimkosten auf jene Heimbewohner beschränkt, über deren Gesuch um Ergänzungsleistungen eine aktuelle Verfügung vorliegt. Anderseits dürfen die Gemeinden diese Heimbewohner für ihre Leistungen an die ungedeckten Heimkosten grundsätzlich nicht mehr
belangen. Dies gilt insoweit nicht, als Heimbewohner gemäss der aktuellen Ergänzungsleistungsverfügung über nicht realisierte Einkommensteile (z.B. Vermögensverzehr,
unverteilte Erbschaft) verfügen.
Die Gesetzesänderungen führen zu einem Anstieg der ungedeckten Heimkosten. Dies wird
durch eine Erhöhung der maximalen Ergänzungsleistungsbeträge abzufedern sein, welche
zumindest die Änderung der Reihenfolge der Kostentilgung bei unterstützten Heimbewohnern auffangen soll.
Schliesslich sollen die Heimtarife neu der Genehmigung durch das zuständige Departement
unterliegen. Mit der bisherigen Festlegung von maximal anrechenbaren Tagestaxen konnten
nur die Ausgaben des Kantons für seine Ergänzungsleistungen beeinflusst werden. Mit dem
Genehmigungserfordernis wird auch dem Interesse der Selbstzahler an sachgerechten
Tarifen Rechnung getragen. Es hat insbesondere Auswirkungen darauf, ob und wann bisherige Selbstzahler Ergänzungsleistungen beantragen müssen. Grundlage der Überprüfung,
welche Tarife gerechtfertigt sind, werden künftig statt der Heimbudgets die gesicherten
Heimrechnungen sein. Dadurch entfällt das Abstellen auf Unwägbarkeiten wie die
prognostizierte Heimauslastung und der bisherige Termindruck kann vermieden werden.
Memorialsantrag auf Abschaffung der Ausnützungsziffer
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat zuhanden der Landsgemeinde die Ablehnung des
Memorialsantrages der SVP und der Grünliberalen „zur Abschaffung der Ausnützungsziffer“.
Der Memorialsantrag wird im Wesentlichen damit begründet, dass die Ausnützungsziffer den
Ausbau von Kellern und Estrichen im bereits überbauten Raum verhindere und eine unnötige
Baueinschränkung darstelle. Um Bauwilligen in kleinräumigen Strukturen flexible Rahmenbedingungen für ihre Bauvorhaben zu gewähren, solle die Ausnützungsziffer gestrichen
werden.
Das Raumentwicklungs- und Baugesetz verlangt, dass die Gemeinden die Baudichte in den
verschiedenen Zonen ordnen. Es gibt aber nicht vor, in welcher Art dies zu geschehen hat.
Die Ausnützungsziffer ist eines von verschiedenen Instrumenten zur Steuerung der Bodennutzung. Dazu gehören nebst Zonenplanung, Baupolizei und Gestaltungsvorschriften auch
weitere Nutzungsziffern, wie Geschossflächenziffer, Baumassenziffer, Überbauungsziffer
und Grünflächenziffer. Die Gemeinden sind nicht verpflichtet, Ausnützungsziffern zu
verwenden.
Die Ausnützungsziffer bestimmt die maximal zulässige Überbauung eines Grundstücks
durch Festlegung der Verhältniszahl zwischen der anrechenbaren Fläche aller Geschosse
und der anrechenbaren Fläche des bebauten Grundstücks. Sie weist, wie andere Nutzungsziffern, Vor- und Nachteile auf. Unter anderem kann sie als Grundlage für die Dimensionierung der Erschliessung verwendet werden. Sie gewährt dank knapper Regelung eine
erhebliche Freiheit bei der Gestaltung von Bauten und sichert den Nutzungsanspruch. Auf
der anderen Seite ist sie ein starres Instrument, das kaum Ausnahmen zulässt. Zudem
erweist sich die Kontrolle unerlaubter Nutzungen als schwierig. Die Abschaffung der
Ausnützungsziffer ermöglicht meistens nur einen Ausbau von Estrich- oder Kellerräumen zu
Wohnzwecken. Es findet mithin lediglich ein Anstieg der individuellen Wohnflächennutzung
statt. Bei Dachvolumen in Mehrfamilienhäusern, wo allenfalls neue Wohnungen realisiert
werden könnten, werden dadurch wichtige Neben- und Estrichräume eliminiert. Zur
Verwirklichung der Verdichtung im bestehenden Baugebiet bieten sich wirksamere
Massnahmen an. So können mit Aufzonungen oder mit Mindestnutzungsziffern wesentlich
stärkere Verdichtungseffekte erzielt werden.
Mit der Abschaffung der Ausnützungsziffer entzöge man den Gemeinden ein bisher
etabliertes Gestaltungselement, ohne dass damit ein wesentlicher Beitrag zur erwünschten
baulichen Verdichtung geleistet würde. Die Gemeinden vermögen besser zu beurteilen,
welche Instrumente zur Regelung der Baudichte ihren Bedürfnissen gerecht werden. Die
Forderung des Memorialsantrags greift mithin ohne erkennbaren Nutzen in die Autonomie
der Gemeinden ein.
Strassenbauprogramm 2015 und Informationen zum öffentlichen Verkehr
Der Regierungsrat unterbreitet dem Landrat das Strassenbauprogramm 2015. Dieses beruht
auf dem Mehrjahresprogramm der Landsgemeinde 2010. Gleichzeitig wird über die Massnahmen im Bereich öffentlicher Verkehr informiert.
Strassenbau
Das Strassenbauprogramm für das kommende Jahr sieht Investitionen von 3,69 Millionen
Franken vor. Davon entfallen 2,1 Millionen Franken auf die über den laufenden Unterhalt
hinausgehenden Instandsetzungsarbeiten an der Kantonsstrasse und 1,59 Millionen Franken
auf Neu- und Umbauvorhaben. Die Investitionen sind durch Beiträge von Bund und
Gemeinden gedeckt. Für die im Jahr 2015 vorgesehenen Arbeiten zur Lärmsanierung an der
Kantonsstrasse sind Bruttoausgaben von 300’000 Franken vorgesehen.
2
Die Ausgaben für das Strassenbauprogramm präsentieren sich wie folgt:
Unterhalt Kantonsstrasse
Bei der Sanierung des Fuchsfallentunnels an der Kerenzerbergstrasse geht es um die
dringende Beseitigung des schlechten Zustandes. Es kommt immer wieder zu Abplatzungen
an der Tunnelauskleidung und die Bruchstücke fallen zum Teil auf die Fahrbahn. Mit der
Sanierung kann auch das ungenügende Lichtraumprofil korrigiert werden. Zum Schutz vor
Steinschlag an der Kerenzerbergstrasse ist für das nächstes Jahr eine weitere Etappe
südlich des Fuchsfallentunnels vorgesehen. Bei den Kosten für die Klausenstrasse im
Bereich Schmittenkehre-Pfaffenrank geht es um Abschlussarbeiten, bei jenen für die
Linthbrücke Näfels-Mollis um den Abschluss von Landerwerb und Bauabrechnung. Die
Kostenstellen Linthbrücke Mitlödi und Steinschlagschutz Sernftalstrasse Leimen betreffen
Vorbereitungs- und Projektierungsarbeiten.
3
Umfahrungen Näfels und Netstal
Wegen der Ablehnung der Preiserhöhung bei der Autobahnvignette an der eidgenössischen
Volksabstimmung vom 24. November 2013 konnte der damit verknüpfte Neue Netzbeschluss Nationalstrassen noch nicht in Kraft gesetzt werden. Somit verbleibt die Strasse
Zubringer–Kreisel Glarus weiterhin in der Hoheit des Kantons, und die geplanten Bauvorhaben für die Umfahrungen Näfels und Netstal können nicht dem Bund zur Realisierung
übergeben werden. Der Regierungsrat erachtet es als sinnvoll, vor einem Genehmigungsentscheid zur Umfahrung Netstal das Ergebnis des Bundesgerichtsentscheids zur
Umfahrung Näfels abzuwarten. Damit je nach Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens
weitere Schritte eingeleitet werden können, sind im Budget 50’000 Franken einzusetzen.
Stichstrasse Näfels-Mollis
Das Vorprojekt wurde im Mai 2014 fertiggestellt und in die Vernehmlassung geschickt.
Zurzeit laufen die Abstimmung mit dem Projekt ATR der SBB sowie die Abklärungen
aufgrund der eingegangenen Stellungnahmen. 2015 soll das Projekt öffentlich aufgelegt
werden. Nach der Projektgenehmigung sind bereits erste Teile des Landerwerbs vorgesehen. Dafür und für die weiteren Projektierungsarbeiten sind im Budget 1’290’000 Franken
aufzunehmen.
Querspange Netstal
Im kommunalen Richtplan der Gemeinde Glarus ist der Entwicklungsschwerpunkt Grosser
Zaun in Netstal vorgesehen. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden Glarus und Glarus
Nord wird nun der definitive Korridor für die neue Strasse festgelegt. Seitens des Kantons
müssen für die Grundlagenbeschaffung und die Abklärung der Verkehrsauswirkungen im
Budget 50’000 Franken eingestellt werden.
Kantonsstrasse Glarus, Rückbau und Umgestaltung Zentrum
Noch dieses Jahr wird mit einem Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Hauptstrasse
Glarus gestartet. Dazu wurde ein Auftrag an das gleiche Planungsbüro erteilt, welches für
die Gemeinde Glarus ein Verkehrsberuhigungs- und ein Parkierungskonzept erarbeitet hat.
In einem ersten Schritt werden verschiedene Varianten von Betriebskonzepten über die
gesamte Ortsdurchfahrt entwickelt, wobei der Fokus auf den Zentrumsabschnitt gerichtet
sein wird. Die Beurteilung erfolgt in einer breit abgestützten Begleitgruppe mit Vertretungen
der Gemeinden, der politischen Parteien, der Verbände, des Gewerbes und der Anwohner.
Für die Grundlagenerhebung und die Erarbeitung des Betriebs- und Gestaltungskonzept sind
200’000 Franken in das Budget aufzunehmen.
Öffentlicher Verkehr
Fahrplanangebot
Zum Fahrplan 2015 gingen zahlreiche Begehren ein:
- Realisierung des Eckanschlusses in Ziegelbrücke für Verbindungen von/nach Mühlehorn
und ins Glarnerland;
- S6 verkehrt anstelle von S25 ganztägig bis Linthal; während den Hauptverkehrszeiten und
Wochenenden einzelne S25 bis Linthal;
- Halt der S25 in Bilten;
- Halt der S2 in Bilten;
- IC-Halte in Ziegelbrücke;
- Anbinden Bus Glarner Unterland in Ziegelbrücke zur vollen Stunde;
- Bus 513 verkehrt auch über Bahnhof Ziegelbrücke und wird bis Fachmarkt Krumm,
Näfels, verlängert;
4
- Herstellen Busanschluss zwischen Linien 501 und 511 im Bahnhof Näfel–Mollis;
- Bus 501 verkehrt auch sonntags mindestens auf der Strecke Bahnhof Glarus–
Kantonsspital-Riedern.
Die Detailbearbeitung der Begehren zeigte, dass nur wenige von ihnen umgesetzt werden
können. Die meisten Anliegen scheitern an fahrplantechnischen, infrastrukturellen und
finanziellen Hürden. Der fehlende Eckanschluss in Ziegelbrücke wird ebenso bleiben wie die
Stillstandzeiten auf der S25 in Schwanden. Für das Begehren, die direkte Verbindung
zwischen Zürich und dem Glarnerland in Schwanden beginnen bzw. enden zu lassen,
bedürfte es eines neuen Landsgemeindebeschlusses. Bekanntlich hat der Landrat einen
Memorialsantrag, welcher die Einführung eines integralen Halbstundentakts zwischen
Ziegelbrücke und Schwanden verlangt, an seiner Sitzung vom 24. September 2014 für nicht
erheblich erklärt.
Am 29. August 2014 hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) die Referenznetzgrafik STEP
Ausbauschritt 2025 veröffentlicht. Darin fehlt die Überholgleisanlage Schübelbach, welche
benötigt wird, um den Halt der S2 in Bilten wieder zu ermöglichen. Der Kanton Glarus hat
zusammen mit dem Kanton Schwyz das BAV umgehend auf diesen Fehler aufmerksam
gemacht. Die Abklärungen dazu sind noch in Gang.
Im Koordinationsausschuss Ausbauschritt 2030 in der Planungsregion Ostschweiz wurden
vonseiten des Kantons Glarus folgende Angebotsanpassungen gefordert:
- Halt der S2 in Bilten;
- Herstellen des Eckanschlusses in Ziegelbrücke für Fahrten von Linthal bis Glarus in
Richtung Mühlehorn–Sargans–Chur und umgekehrt;
- Wegfall des acht-minutigen Aufenthalts in Schwanden durch eine neue Kreuzungsstelle
zwischen Schwanden und Linthal.
Der Koordinationsausschuss hat diese Begehren aufgenommen. In der weiteren Planung
und bei der Abstimmung mit den anderen Planungsregionen bzw. dem BAV wird sich
weisen, welche Anliegen tatsächlich berücksichtigt werden können.
Mit Schreiben vom 29. April 2014 ersuchte der Kanton Glarus Andreas Meyer, CEO SBB,
einen stündlichen Intercity-Halt in Ziegelbrücke ernsthaft zu prüfen. In seiner Antwort erklärt
Andreas Meyer, warum ein Intercity-Halt in Ziegelbrücke fahrplantechnisch nicht möglich ist.
Die wichtigsten Gründe dafür sind:
- Konflikt mit dem Railjet sowie mehreren Regionalverkehrs-Trassen;
- Verlust des Anschlusses an den REX nach Buchs SG in Sargans;
- Verlust der Anschlüsse an die RhB in Landquart und Chur.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die Planungshoheit des Fernverkehrs in der
alleinigen Kompetenz des Bundes liegt. Die Kantone werden lediglich im Rahmen der
Angebotsplanungen angehört.
Investitionsplanung
Die SBB sanieren mit dem Projekt ATR Glarnerland die Bahninfrastrukturanlagen. Das
Projekt umfasst u.a. die Erneuerung von Fahrleitungsanlagen, die Vereinfachung der
Gleisanlagen, den Ausbau der Fernsteuerung, die Sanierung eines unbewachten Bahnübergangs, die Erneuerung von Publikumsanlagen in Glarus und den Neubau von Perrons in
Ennenda und Mitlödi. Der Baubeginn ist auf März 2015 geplant.
Die Vorlage zum Busbahnhof Glarus wurde an der Landsgemeinde 2014 abgelehnt. Als
Begründung wurden unter anderem zu hohe Kosten und Doppelspurigkeiten, z.B. bei den
Warteräumen und WC-Anlagen, ins Feld geführt. Kanton und Gemeinde sind sich einig, dass
es Massnahmen für die Bushaltestellen beim Bahnhof Glarus braucht. Bis spätestens 2023
müssen aufgrund des Behindertengleichstellungsgesetzes barrierefreie Zugänge
5
gewährleistet werden. Der Umfang eines Nachfolgeprojekts muss jedoch noch geklärt
werden.
Mehrjahresprogramm für Hochbauten 2015–2019
Allgemeines
Mit dem Mehrjahresprogramm 2015–2019 unterbreitet der Regierungsrat dem Landrat die
für das Budgetjahr 2015 anstehenden Investitionen für Hochbauten zur Genehmigung und
die für die folgenden Jahre vorgesehenen Investitionen zur Kenntnisnahme.
Das Mehrjahresprogramm dient als Planungsinstrument für die Erhaltung der kantonalen
Hochbauten in den nächsten 25 Jahren. Es wird jedes Jahr überarbeitet und der finanziellen
Ausgangslage angepasst. Mit der Neubeurteilung wurde die Entwicklung der Zustandswerte
der kantonalen Gebäude für die 25-jährige Zeitperiode errechnet.
Mit den aktuell vorgesehenen Einstellungen für das Budgetjahr 2015 und für die Jahre 2016–
2019 sind nicht ausreichend Mittel verfügbar, um den guten baulichen Zustand zu erhalten
und Rückstände (Kantonsschule) zu korrigieren. Der durchschnittliche Gebäudezustand
kann knapp gewahrt werden.
Investitionsvorhaben für das Budgetjahr 2015
Kantonsspital‚ Geschützte Operationsstelle; Einbau Rechenzentrum; 200’000 Franken
Gemäss dem Baurechtsvertrag mit der Kantonsspital Glarus AG ist der Kanton für die
Sanierung der Geschützten Operationsstelle zuständig. Der Einbau des Rechenzentrums
erfolgt in der zweiten Hälfte 2014. Anfang 2015 erfolgen noch Abschlussarbeiten und die
Inbetriebnahme der neuen Anlagen der Haustechnik.
Kantonsspital‚ Geschützte Operationsstelle; Sanierung und Rückbau; 300’000 Franken
Die Sanierung erfolgt in der zweiten Hälfte 2014. Anfang 2015 erfolgen noch Abschlussarbeiten.
Kantonsspital, Haus 3; 530’000 Franken
Auf dem Areal des Kantonsspitals blieb das Haus 3, da für das Spital nicht betriebsnotwendig, im Eigentum des Kantons. Zurzeit wird dieses Haus im Erdgeschoss und im
1. Obergeschoss durch die Beratungs- und Therapiestelle Sonnenhügel genutzt. Um
Ausgaben für Objektmiete einsparen zu können, wird das Haus 3 im Unter- und Dachgeschoss innen saniert, aus- und umgebaut.
Terrassenhaus; 50’000 (570’000) Franken
Das Terrassenhaus muss nach einer Nutzung von fünfzig Jahren saniert werden. Die
Sanierung erfolgt in unabhängigen Jahresetappen. Dabei werden die ganze Haustechnik
saniert und die Fenster ausgewechselt. Die Raumaufteilung wird in eine zeitgemässe
Wohnform überführt. Die Anlage wird energetisch und behindertengerecht saniert. Es ist
vorgesehen, dieses Vorhaben direkt über das Bilanzkonto 10840.03 zu verbuchen. Die dazu
erforderlichen Mittel sind in Klammern aufgeführt.
Kantonsschule, Allgemein; 300’000 Franken
Der Einbau einer Evakuationsanlage, der Ersatz von Schliessanlage und Beleuchtung sowie
die Sanierung der Elektroinstallationen (Gebäudeautomation) erfolgen parallel zur Fassadensanierung.
6
Kantonsschule, Fassadensanierung; 4’000’000 Franken
Die dritte und letzte Etappe der Fassadensanierung beinhaltet im Wesentlichen den
Fassadenersatz Süd und Ost, einschliesslich Ersatz der Haustechnik im Fassadenbereich.
Bei der integralen Fassadensanierung 2013–2015 handelt es sich um eine gebundene
Ausgabe, welche die Regierung am 5. Juli 2012 beschlossen hat.
Liegenschaft Kirchstrasse 2; 600’000 Franken
Die Liegenschaft des Departements Bau und Umwelt an der Kirchstrasse wird optimiert.
Gegen Norden wird zum Nachbargebäude ein Zwischenbau erstellt, welcher die Baulücke
auch in den Obergeschossen füllt. Die Nutzung im Erdgeschoss bleibt unverändert (Velound Geräteraum), in den drei Obergeschossen entstehen ein zusätzliches Sitzungszimmer
sowie zwei Büroräume mit je 1–2 Arbeitsplätzen. Die Räume werden vom Zwischenpodest
der bestehenden Treppe erschlossen.
Änderung der Jagdverordnung betreffend Nachweis der Treffsicherheit
Dem Landrat wird eine Änderung der Jagdverordnung unterbreitet, wonach die Berechtigung
zur Jagd einen Ausweis der Treffsicherheit voraussetzt. Bei dieser Gelegenheit wird eine
überholte Vorschrift betreffend Verfügbarkeit einer zur Jagd geeigneten Waffe aufgehoben.
Das Inkrafttreten ist für den 1. Januar 2015 vorgesehen.
Durch eine Änderung der eidgenössischen Jagdverordnung aus dem Jahre 2012 werden die
Kantone beauftragt, zur Sicherstellung der tierschutzgerechten Jagd einen periodischen
Nachweis der Treffsicherheit als Voraussetzung für die Jagdberechtigung (Erhalt Jagdpatent) einzuführen. Der Kanton Glarus hat bisher keinen Schiessnachweis oder Treffsicherheitsnachweis verlangt. Seit 2013 kann der Schiessnachweis als Übergangslösung
freiwillig absolviert werden.
In Anlehnung an die von der Mehrheit der Kantone vorgesehenen Regelungen soll ein
jährlicher Nachweis verlangt werden. Gesamtschweizerisch wurde ein einheitliches
Schiessprogramm für den Treffsicherheitsnachweis ausgearbeitet, das von allen Kantonen
anerkannt wird. Die Festlegung des Programms soll dem Regierungsrat obliegen. Dies
ermöglicht eine rasche Anpassung, sollten sich die Kantone dereinst auf ein anderes
Programm einigen.
Kreditüberschreitung bei Fördermassnahmen im Energiebereich
Der Regierungsrat beschliesst in eigener Kompetenz eine Überschreitung des Budgetkredits
bei den Fördermassnahmen im Energiebereich im Betrag von 150’000 Franken.
Aufgrund mehrerer Änderungen beim nationalen Förderprogramm wurden die kantonalen
Ansätze innerhalb der vergangenen beiden Jahre verdoppelt. Zusammen mit dem erweiterten Förderkatalog ergibt sich ein stark angestiegenes Fördervolumen. Durch zeitliche Verzögerung von Zusicherung und Auszahlung entsteht jedes Jahr ein Überhang an zugesagten
Fördergeldern. Gegen Ende des Jahres 2013 wurden überdurchschnittlich viele Gesuche
abgeschlossen. Um eine Budgetüberschreitung zu vermeiden, wurde die Auszahlung von
165’000 Franken aus Gesuchen der Vorjahre erst im Januar 2014 vorgenommen.
Für das Jahr 2014 zeichnet sich eine ähnliche Situation ab. Die budgetierten Gelder reichen
nicht aus, um alle Gesuche auszahlen zu können. Bereits jetzt sind 95 Prozent der
budgetierten Mittel aufgebraucht. Parallel zu den ausbezahlten Förderbeiträgen, aber
ebenfalls mit einer Verzögerung, läuft die Rückvergütung der Globalbeiträge durch den
Bund. Diese gleicht in der Gesamtrechnung des Energiefonds den Betrag der Kreditüberschreitung mehr als aus.
7
Personelles
Der Regierungsrat gratuliert zu folgenden Dienstjubiläen:
– Ruth Bertsch, Niederurnen, Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst, 15 Jahre;
– Shpresa Keka, Glarus, Mitarbeiterin Raumpflege, 15 Jahre.
Von den Departementen wurden folgende Anstellungen vorgenommen:
– Lars Kalt, Ennenda, als Technischer Angestellter bei der Kantonsschule, mit einem
Pensum von 75% und Stellenantritt am 15. Oktober 2014;
– Dietrich Schindler, Leuggelbach, als Ingenieur in der Hauptabteilung Tiefbau, mit einem
Pensum von 100% und Stellenantritt am 1. März 2015;
– Susana Sajeras, Näfels, als Kaufmännische Angestellte bei den Sozialen Diensten,
Stützpunkt Mitte, mit einem Pensum von 60% und Stellenantritt am 1. Oktober 2014;
– Colette Laager, Mollis, als Fachstellenleiterin Justizvollzug, mit einem Pensum von 100%
und Stellenantritt am 1. Januar 2015.
Vom Rücktritt von Manuela Feuz, Schwanden, Mitarbeiterin Raumpflege, per 30. Oktober
2014, wird unter Verdankung der geleisteten Dienste Kenntnis genommen.
8
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
17
Dateigröße
222 KB
Tags
1/--Seiten
melden