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Außenwirtschaft฀aktuell - IHK Region Stuttgart - IHK24

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฀
11-12 / 2014
Globalisierung vor unserer Haustür:
Ausländische Unternehmen in der Region Stuttgart
Änderungen der Lieferantenerklärung
Neue Entwicklungen beim Russlandembargo
Rechtssicher auf Auslandsmärkten, Folge 12:
Produkthaftung in den USA
Inhalt
Im Blickpunkt
4
16
17
► Globalisierung vor unserer Haustür
17
Internationaler Warenverkehr
6
7
9
9
12
13
Zollverfahren:
Papierloses Ausfuhrverfahren
Anmeldepflichten bei Warenlieferungen
Wesentliche Anpassungen der AEO
Neuer Ausfuhrkassenzettel
Neufassung NATO-Abwicklungsschein
Präferenzen:
Keine neuen Lieferantenerklärungen bei Umfirmierungen / Umwandlungen
Warenverkehr mit Entwicklungsländern
► Änderungen bei Lieferantenerklärungen
Handelsabkommen mit Georgien und Moldau
Handelsabkommen Schweiz – China
TTIP – Umfragen der EU
Umfassendes Wirtschafts- und Handelsabkommen EU – Kanada (CETA)
Carnet ATA:
Singapur verlängert Frist für Carnet ATA
USA: Carnet ATA genügt für Wiederausfuhr
Europa News
18
18
18
19
EU-Kommission startet Umfrage zum
Dienstleistungsbinnenmarkt
Arbeitslosenquote des Euroraums
EU-Kommission verklagt Deutschland
wegen Mehrwertsteuerregeln
Südosteuropa: Kommission unterstützt
Reformen
Länder und Märkte
20
22
23
27
29
Europa
GUS- und Balkanstaaten
Asien und Ozeanien
Amerika
Afrika, Nah- und Mittelost
Länder Spezial
Exportkontrolle:
Merkblatt zu Genehmigungscodierungen
BAFA veröffentlicht Broschüre „Exportkontrolle“
Zoll erläutert Codierungen für RusslandSendungen
BMWI richtet Clearingstelle ein
► Russland-Embargo:
Höchstbetragsgenehmigungen und Individuelle
Pauschalgenehmigungen
Informationen zum Russland-Embargo der EU
Prüfschema Russlandembargo
Neue Telefon-Hotline zu Dual-Use-Gütern
30
Importregelungen der EU:
Formale Anforderungen bei Antidumpingverfahren
Zollwert und Referenzpreise
Außenwirtschaftsbarometer
Änderungen bei Antidumpingverfahren
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
14
Vierter Ideenwettbewerb develoPPP.de
Praktiker im Dialog: Zehnter Expertenkreis
Exportkreditgarantien
Neuer Online-Beratungsdienst zu
Hermes-Deckungen
► Folge 12: Produkthaftung in den USA
31
Kanada: Neue Marktchancen durch
Freihandelsabkommen CETA
Taiwan – Starker Wirtschaftspartner
Deutschlands in Ostasien
BW International
33
33
34
35
Der Wirtschaftsstandort Mexiko
Indien: Wirtschaftsdelegationsreise
Polen: IHK-Unternehmerreise nach
Warschau
Statistiken für Baden-Württemberg
Internationale Projekte und
Ausschreibungen
39
39
EU-Sektorseminar
Ausschreibungen GTAI
Rubriken
Außenwirtschaftsfinanzierung und
-förderung
16
16
BMWi unterstützt Mittelstand bei der Erschließung neuer Märkte
Bund plant 255 Messebeteiligungen im Ausland
41
42
45
46
47
Literatur- und Internet-Tipps
Termine
Messe News und Termine
Publikationen
Ansprechpartner
Im Blickpunkt
Globalisierung vor unserer Haustür
Ausländische Unternehmen in der
Region Stuttgart
(IHK Region Stuttgart) Die Region Stuttgart
ist für ausländische Unternehmen attraktiv:
über 14 Prozent der Unternehmen in der
Region sind in ausländischem Besitz – eine
stolze Zahl. Daneben gibt es noch eine
Vielzahl weiterer Unternehmen aus verschiedenen Ländern, die zur Internationalität der Region beitragen. Die viel zitierte
Globalisierung der Wirtschaft findet also
unmittelbar vor unserer Haustür statt. Das
ergab eine aktuelle Analyse der IHK Region Stuttgart.
Die Ergebnisse zeigen, dass im Ballungsraum Stuttgart insgesamt rund 23.000 Unternehmen aus fast 140 Ländern aktiv sind.
Die meisten Auslandsinvestoren in der Region Stuttgart kommen aus der Schweiz,
Türken sind vor allem Händler und Gastronomen, die eifrigsten Gründer sind Rumänen und Bulgaren. Insgesamt stellen ausländische Unternehmen rund 150.000
Arbeitsplätze in der Region und bereiten
aktuell ca. 1.700 Auszubildende auf das
Berufsleben vor.
100 Mitarbeiter und mehr und stellen damit
den Löwenanteil der hier durch ausländische Unternehmen geschaffenen Arbeitsplätze. Vierzig Prozent der ausländischen
Investoren sind im Bereich der wissenschaftlichen, technischen und organisatorischen Dienstleistungen tätig. Sie erbringen
für andere Unternehmen Service in Verwaltung, Führung und Beratung, Tätigkeiten in
Design, Fotografie und Übersetzung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung
und Marktforschung. Ein Sechstel ist im
Großhandel und ebenso viele sind im verarbeitenden Gewerbe aktiv.
Zusätzlich zu den ausländischen Investoren spielen nach Angaben der IHK auch
die zugewanderten Ausländer keine unbedeutende Rolle für den Wirtschaftsstandort
Region Stuttgart. Von rund 421.500 hier
lebenden Bürgern mit ausländischem Pass
betreiben etwa 20.700 ein Kleingewerbe.
Die größte Gruppe sind mit einem Fünftel
die Türken, gefolgt von den Italienern mit
rund 15 Prozent und den Griechen mit ca.
zwölf Prozent. Danach folgen Rumänen
und Kroaten. Türken als größte Ausländergruppe haben mit mehr als vier Prozent
den niedrigsten Anteil an Kleingewerbetrei-
Foto: © imago
stock&people
So sind die hiesigen Unternehmen nicht
nur besonders exportstark, ebenso ziehen
sie laut IHK ausländische Investoren aus
genau jenen Ländern an, in denen sie selber aktiv sind. Unter den Top-10Herkunftsländern der 2.200 Investoren mit
ausländischem Mutterunternehmen sind
neben der Schweiz die USA, Österreich,
Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, China, Spanien und Luxemburg.
Rund zehn Prozent dieser im Handelsregister eingetragenen Unternehmen haben
4
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
benden (KGT) unter den Ausländern, obwohl sie in Summe die meisten KGT stellen. Auch ist gemessen an der Größe der
hier lebenden Bevölkerungsgruppe der
Anteil der Kleingewerbetreibenden bei Italienern, Kroaten und Serben eher niedrig.
Hingegen weisen Staatsangehörige der ab
2002 hinzugekommenen EU-Staaten, zum
Beispiel Rumänen und Bulgaren, besonders hohe Quoten an Kleingewerbetreibenden auf. Ausländer gründen außerdem
im Verhältnis eher ein Kleingewerbe als
Im Blickpunkt
Deutsche. Bei der Branchenverteilung unterscheiden sich die KGT deutlich von den
im Handelsregister eingetragenen Unternehmen. Die ausländischen KGT sind zu
einem Viertel im Handel, zu 16 Prozent im
Gastgewerbe und zu 14 Prozent im Baugewerbe tätig. Dabei sind Türken, Italiener
und Kroaten vor allem in Handel und im
Gastgewerbe aktiv, die Griechen im Beherbergungsgewerbe und die Rumänen,
Polen und Bulgaren am Bau.
Ein Standort kann aber nur so attraktiv
sein, wie seine internationale Wettbewerbsfähigkeit hoch ist. Die IHK mahnt daher bei
der Politik neben einer leistungsfähigen
Infrastruktur, einem transparenten Steuerrecht und bezahlbaren Energiepreisen an,
die Bürokratie bei Zuwanderung und Jobvermittlung abzubauen. Willkommenskultur
und Standortvermarktung müssten sich
noch weiter verbessern.
Baden-Württemberg ist unter den deutschen Bundesländern einer der wichtigsten
Standorte für ausländische Unternehmen.
2013 beliefen sich laut Deutscher Bundesbank die bestehenden Direktinvestitionen
aus dem Ausland auf fast 102 Milliarden
Euro. Damit stellt der Südwesten rund 13
Prozent des ausländischen Investitionsbestands in Deutschland und ist auf Rang
vier unter den Bundesländern.
▶ Internet
Die IHK-Studie „Globalisierung vor
unserer Haustür“ finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 137470
▶ Ansprechpartner
Martin Fahling
Telefon 0711 2005-1533
martin.fahling@stuttgart.ihk.de
Ausländische Unternehmen im Bezirk der IHK Region Stuttgart –
nach TOP 20 Herkunftsländer (sortiert nach HR-Unternehmen)
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
5
Internationaler Warenverkehr
Papierloses Ausfuhrverfahren
deutscher Exporte
über die Niederlande
(www.zoll.de / IHK Region Stuttgart) Die
niederländische Zollverwaltung hat mitgeteilt, dass bei der Ausfuhr von Waren, die
in Deutschland zur Ausfuhr angemeldet
werden und in den Niederlanden die EU
verlassen, auf die Vorlage des Ausdrucks
des Ausfuhrbegleitdokuments (ABD) bei
niederländischen Ausgangszollstellen verzichtet wird (ausgenommen sind Marktordnungswaren, für die eine Ausfuhrerstattung
beantragt wird). Die elektronische Ankunftsanzeige an der Ausgangszollstelle ist
ausreichend.
Im Gegenzug wird für Waren, die in den
Niederlanden zur Ausfuhr angemeldet werden und in Deutschland das Zollgebiet der
Gemeinschaft verlassen, auf die Vorlage
des ABD bei der deutschen Ausgangszollstelle verzichtet.
Das papierlose Verfahren über die Niederlande funktioniert seit 25. September 2014.
▶ Internet
Die Meldung finden Sie unter
www.zoll.de/goto?id=525946
Wegen einiger Rückfragen: Das restliche
Verfahren bleibt unverändert, insbesondere
steht am Ende nach wie vor der Ausgangsvermerk (AGV) als zoll- und umsatzsteuerrechtlicher Nachweis für ein abgeschlossenes Verfahren.
Anmeldepflichten bei
Warenlieferungen an Schiffe,
Flugzeuge und Einrichtungen auf
hoher See
(DIHK / www.zoll.de) Das Merkblatt des
Bundesministeriums der Finanzen „Ausfuhrrechtliche und außenhandelsstatistische Anmeldepflichten bei Lieferungen von
Waren an Schiffe und Luftfahrzeuge / Flugzeuge sowie an Einrichtungen auf hoher
See mit Darstellung der Besonderheiten für
Marktordnungswaren mit Ausfuhrerstattung
und für verbrauchsteuerpflichtige Waren
(Stand Dezember 2012)“ ist überarbeitet
worden. Wesentliche Änderung ist die
erstmalige Aufnahme von Regelungen im
6
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Zusammenhang mit Offshore-Windenergieanlagen.
▶ Internet
Das Merkblatt steht unter www.zoll.de
unter der Rubrik Formulare und
Merkblätter in der neuen Version zur
Verfügung.
Wesentliche Anpassungen der
AEO-Dienstvorschrift
(IHK Region Stuttgart) Die Dienstvorschrift
Z0520 zum Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO) wurde angepasst. Darin sind
die Erkenntnisse aus den Verfahren der
letzten Jahre eingeflossen. Wesentliche
Klarstellungen sind:
• das Interne Kontrollsystem (IKS) bekommt mehr Bedeutung. Darunter werden unternehmensinterne Prozesse
verstanden, die Fehler in den Abläufen
verhindern sollen, insbesondere ungenehmigte Ausfuhren. Außerdem wird
Wert auf einen funktionierenden Meldeweg von festgestellten Fehlern gelegt.
• Eine Häufung geringfügiger Verstöße
(wiederholte Zuwiderhandlungen) können als schlecht funktionierendes IKS
beurteilt werden.
• Die Vorschriften zu den so genannten
Terrorismusverordnungen wurden konkretisiert. Unter anderem wurde klargestellt, wann eine Bankenerklärung für
die Abwicklung von Gehaltszahlungen
ausreicht und dass eine Mitarbeiterüberprüfung durch Dritte möglich ist.
Diese müssen die Tätigkeit dann aber
selbst durchführen und dürfen sie nicht
weiter verlagern.
• Sicherheitserklärungen sind nicht zwingend, vertragliche Vereinbarungen oder
Wareneingangskontrollen können Alternativen sein.
• Das Monitoring durch das Hauptzollamt
soll gebündelt mit anderen Verfahrenserleichterungen durchgeführt werden.
Der Turnus für alle AEO-Bewilligungen
beträgt jetzt einheitlich drei Jahre.
▶ Internet
Ausführliche Informationen zum AEO
finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 79749
Internationaler Warenverkehr
Neuer Ausfuhrkassenzettel
(IHK Region Stuttgart) Unter welchen Voraussetzungen kann der Verkauf über den
Ladentisch an Privatpersonen aus dem
Drittland steuerfrei erfolgen? Das Bundesfinanzministerium hat sein klar verständliches Merkblatt „Zur Umsatzsteuerbefreiung
für Ausfuhrlieferungen im nichtkommerziellen Reiseverkehr“ erneuert und im Internet
samt dem als Nachweisformular empfohlenen „Ausfuhrkassenzettel“ in aktueller Fassung veröffentlicht. Den Ausfuhrkassenzettel können Sie über den Webshop der
IHK beziehen.
▶ Internet
Das Merkblatt und den Link zum
Webshop der IHK finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 8103
Neufassung NATO-Abwicklungsschein
(IHK Region Stuttgart) Der NATO-Abwicklungsschein ist ein Nachweis für die zoll-,
umsatzsteuer- und verbrauchsteuerbefreite
Belieferung von Streitkräften. Die Neufassung der NATO-Abwicklungsscheine
gilt ab sofort, enthält aber nur marginale
Änderungen (das Drittstück für die Bundesbank entfällt und IBAN / BIC sind anzugeben). Ab 2015 sollte die Neufassung
verwendet werden. Den NATO-Abwicklungsschein können Sie über den Webshop
der IHK beziehen.
Keine neuen Lieferantenerklärungen
bei Umfirmierungen /Umwandlungen
(IHK Region Stuttgart) Langzeit-Lieferantenerklärungen bleiben auch dann gültig,
wenn die abgebende/empfangende Gesellschaft während der Gültigkeitsfrist der Erklärung umfirmiert oder ihre Rechtsform
umgewandelt, also beispielsweise aus einer AG eine GmbH wird. Dies ist dann der
Fall, wenn es sich um eine „formwechselnde Umwandlung“ laut § 190 Umwandlungsgesetz handelt. Bei dieser Umwandlung gehen alle Rechte und Pflichten auf
die neue Gesellschaft über.
Auch zollrechtliche Bewilligungen müssen
nicht neu beantragt werden, es besteht nur
eine Informations- beziehungsweise Anzei-
gepflicht gegenüber dem Hauptzollamt.
Dieser sollte rechtzeitig nachgekommen
werden.
Warenverkehr mit
Entwicklungsländern
(IHK Region Stuttgart) Nachdem zum Jahresbeginn 2014 umfassende Änderungen
im Allgemeinen Präferenzsystem (APS) in
Kraft getreten sind, gab es zum 1. Oktober
erneut Änderungen. Die nachfolgenden
Staaten werden wieder begünstigt:
• BW Botsuana
• CM Kamerun
• CI
Côte d’Ivoire
• FJ Fidschi
• GH Ghana
• KE Kenia
• NA Namibia
• SZ Swasiland
▶ Internet
Hinweise zum APS finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 121997
Änderungen bei
Lieferantenerklärungen 2015,
Neufassung als Download
(IHK Region Stuttgart) Es gibt keine wesentlichen Änderungen bei Lieferantenerklärungen gemäß Verordnung 1207/2001.
Der mögliche Länderkreis hat sich durch
das Inkrafttreten einiger Handelsabkommen erneut erweitert.
Seit 1. September 2014 sind die Handelsabkommen mit Georgien und Moldawien
(jetzt zweiseitig) vorläufig anwendbar. Bei
den Wirtschaftspartnerschaftsabkommen,
die das frühere AKP-Regime ablösen, gibt
es ebenfalls Veränderungen. Bei den
West-Pazifik-Staaten (WPS) ist die Vereinbarung mit Fiji in Kraft getreten (bislang nur Papua-Neuguinea), in der neuen
Ländergruppe CEMAC (Zentralafrika) ist
die Vereinbarung mit Kamerun in Kraft
getreten.
Auch ohne diese neuen Länder sind Lieferantenerklärungen gültig, sie können nur
nicht für Lieferungen in die fehlenden Länder verwendet werden.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
7
Internationaler Warenverkehr
Im Frühjahr soll die Vereinbarung mit Singapur folgen, das Abkommen mit Kanada
(CETA) steckt in der Pipeline.
In vielen Fällen fehlen auf Lieferantenerklärungen noch die bereits 2013 in Kraft getretenen Vereinbarungen mit Peru, Kolumbien
und den zentralamerikanischen Staaten.
▶ Internet
Eine unverbindliche Neufassung der
Lieferantenerklärungen mit den Fußnoten
der IHK-Organisation und weitere
Hinweise zu Lieferantenerklärungen
finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 34736
Handelsabkommen mit Georgien und
Moldau
(IHK Region Stuttgart) Zum 1. September
2014 sind die beiden zweiseitigen Handelsabkommen mit der Republik Moldau
und mit Georgien vorläufig in Kraft getreten. In den Amtsblättern der EU L 259 und
L 260 vom 30. August 2014 sind die Abkommen veröffentlicht. Als Präferenznachweis gilt ab 6.000 Euro Sendungswert die
Warenverkehrsbescheinigung EUR.1, ansonsten die Ursprungserklärung auf dem
Handelsdokument. Im Warenverkehr mit
Moldau können die bisherigen autonomen
Handelspräferenzen weiterhin angewendet
werden.
Handelsabkommen Schweiz – China:
Berichten Sie von Ihren Erfahrungen
(IHK Region Stuttgart) Am 1. Juli 2014
ist das bilaterale Freihandelsabkommen
Schweiz – China in Kraft getreten. Die
meisten Ursprungswaren werden vom Zoll
befreit, der Nachweis der Ursprungseigenschaft erfolgt mit dem „Ermächtigten Ausführer“ oder einer speziellen Warenverkehrsbescheinigung
EUR.1–China
(in
Richtung China) beziehungsweise mit einem speziellen Ursprungszeugnis (in Richtung Schweiz). Falls deutsche Unternehmen chinesische Waren in die Schweiz
liefern, fordern schweizerische Kunden
gelegentlich Zollfreiheit für diese Warenkonfrontiert. Allerdings kann das Abkommen China – Schweiz nicht mit dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und
der Schweiz kombiniert werden. Die chine8
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
sische Ware müsste mit einem chinesischen Präferenznachweis im Transit in die
Schweiz eingeführt werden.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit dem
Abkommen? Informieren Sie uns über
Ihre Erfahrungen entweder über die
IHK-Servicenummer Zoll und Exportkontrolle 0711 2005-1466 oder per Mail:
marc.bauer@stuttgart.ihk.de.
▶ Internet
Informationen zum Abkommen
China – Schweiz finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 136807
TTIP – Umfragen der EU
(IHK Region Stuttgart) Im Rahmen der fortlaufenden Bemühungen der Europäischen
Kommission, ihre Verhandlungen mit den
USA so offen und transparent zu gestalten
wie kein anderes Handelsgespräch zuvor,
leitet die Kommission verschiedene öffentliche Konsultationen und Umfragen ein.
Handelsbarrieren für KMU
Insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) richtet sich die
bis 15. Dezember 2014 laufende Umfrage
zu den Handelsbarrieren, mit denen europäische KMU konfrontiert sind, wenn sie in
die USA exportieren oder aus den USA
importieren. Das Abkommen zur Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) soll bestehende tarifäre
und nicht-tarifäre Handelshemmnisse weitest möglich abbauen. Da kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) wegen
begrenzter Ressourcen besonders unter
Handelsbarrieren leiden, richten die Unterhändler besonders hierauf ihr Augenmerk.
So soll TTIP das erste EU-Abkommen
werden, das ein eigenes KMU-Kapitel beinhaltet. Falls Ihnen der jetzt auf deutsch
vorliegende Fragebogen zu umfangreich
ist, können wir auch einzelne Aspekte für
Sie an die Kommission melden.
▶ Internet
Die Umfrage finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 134811
Internationaler Warenverkehr
Umfassendes Wirtschafts- und
Handelsabkommen EU – Kanada
(CETA)
(IHK Region Stuttgart) Die Europäische
Kommission hat den Text des mit Kanada
ausgehandelten Wirtschafts- und Handelsabkommens (CETA) ins Internet eingestellt. Die Verhandlungen über CETA, die
sich über fünf Jahre erstreckt haben, wurden im August 2014 abgeschlossen. Der
juristische Dienst der EU-Kommission
überprüft derzeit den Text des Abkommens. Sobald die Übersetzungen in alle
EU-Amtssprachen vorliegen, werden der
Rat der EU und das Europäische Parlament das Abkommen erörtern. Falls sowohl
der Rat auch das Europäische Parlament
das Abkommen 2015 billigen, könnte es ab
2016 angewandt werden. Voraussetzung
dafür ist allerdings, dass auch der kanadische Gesetzgeber den Text billigt.
Worum geht’s bei CETA?
•
•
•
•
•
•
•
•
Abschaffung von Zollabgaben
Zugang zu öffentlichen Aufträgen in
Kanada für EU-Unternehmen
Verstärkte Zusammenarbeit bei der
Regulierung
Schutz europäischer Innovationen und
landwirtschaftlicher Erzeugnisse mit
besonderem geografischem Ursprung
Erleichterung des Handels mit Dienstleistungen
Investitionsförderung und Investitionsschutz
Gewährleistung guter künftiger Zusammenarbeit
Wahrung der Demokratie sowie der
Verbraucher- und Umweltschutznormen
▶ Internet
Die Informationen der EU-Kommission
zu CETA finden Sie unter
http://ec.europa.eu/trade/policy/
in-focus/ceta/index_de.htm
Singapur verlängert Frist für
Carnet ATA
(IHK Region Stuttgart) Seit 1. Oktober 2014
gilt in Singapur eine neue Frist für die Ein-
fuhr von Ware per Carnet ATA. Diese Waren müssen innerhalb eines Zeitraums von
sechs Monaten (bisher: drei Monate) nach
dem Einfuhrdatum wieder ausgeführt werden. Eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer der Ware ist bis zur Gültigkeitsdauer
des Carnets möglich.
USA: Carnet ATA genügt für
Wiederausfuhr – weitere
Zollanmeldungen nicht erforderlich
(IHK Region Stuttgart) Entwarnung: Die
zunächst geplante Regelung, nach der
Waren, die per Carnet ATA in die USA eingeführt wurden, elektronisch zur Wiederausfuhr angemeldet werden müssen, tritt
nun doch nicht in Kraft. Die Zollbehörden
der Vereinigten Staaten haben beschlossen, das Carnet ATA von der Pflicht zur
elektronischen Wiederausfuhranmeldung
zu befreien.
Nicht befreit sind ausfuhrgenehmigungspflichtige Waren und Waren, die eine
Genehmigung für die Einfuhr in die USA
benötigen (zum Beispiel ITAR, CITES). Bei
der Wiederausfuhr dieser Waren ist zusätzlich zum Carnet ATA eine elektronische
Wiederausfuhranmeldung durch einen Zollbroker vorzunehmen.
Zoll aktualisiert Merkblatt zu
Genehmigungscodierungen
(IHK Region Stuttgart) Das „Merkblatt
des Bundesministeriums der Finanzen
(BMF) zu den Genehmigungscodierungen
und zur elektronischen Anmeldung und
Online-Abschreibung genehmigungspflichtiger Ausfuhren im IT-Verfahren ATLASAusfuhr“ wurde aktualisiert. Die neue Fassung vom 2. Oktober 2014 enthält nun
auch die Codierung Y920/RU sowie Y938
und Y939 sowie Hinweise auf die neu geschaffenen „Individuellen Pauschalgenehmigungen“ im Zusammenhang mit dem
Russland-Embargo.
▶ Internet
Das Merkblatt finden Sie unter
www.zoll.de unter nachstehendem Pfad:
Fachthemen/Zölle/ATLAS/
ATLAS-Publikationen/Merkblätter
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
9
Internationaler Warenverkehr
BAFA veröffentlicht Broschüre
„Exportkontrolle und das BAFA.
Was finde ich wo?“
C052/RU – Ausfuhren, die mit einer Individuellen Pauschalgenehmigung des BAFA
ausgeführt werden.
(IHK Region Stuttgart) Mit der neuen Publikation hilft das Bundesamt für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Unternehmen, die erstmals mit Exportkontrolle in
Berührung kommen. Übersichtlich und in
verständlicher Sprache abgefasst, zeigt die
Broschüre Informationsquellen und Grundlagen der Exportkontrolle. Für jedes Thema
ist auch ein BAFA-Ansprechpartner mit
Kontaktdaten genannt.
BMWI richtet Clearingstelle für
Exportkontrollverfahren ein
▶ Internet
Die Broschüre steht zum Download
bereit unter www.ausfuhrkontrolle.info.de
Zoll erläutert Codierungen für
Russland-Sendungen
(IHK Region Stuttgart) Hinweise zu den
Handelssanktionen gegen Russland und
den hierfür verwendeten Ausfuhrcodierungen gibt die aktuelle ATLAS-Teilnehmerinfo
4242/14 vom 7. Oktober 2014. Danach
sind die Codierungen in ATLAS-Ausfuhr
folgendermaßen zu verwenden:
Y939 – „Waren, die keinen Einschränkungen nach der VO (EU) Nr. 833/2014 (betrifft nicht von Anhang II erfasste Güter und
Technologie) unterliegen (Russland)“. Laut
ATLAS-Info 4242/2014 ist diese Codierung
vorgesehen für die Erklärung, dass Güter
zwar von einer Warennummer des Anhang
II der VO (EU) Nr. 833/2014 erfasst sind,
aber konkret keiner Genehmigungspflicht
unterliegen. Damit kommt eine Codierung
mit Y939 nur bei folgenden Warennummern in Betracht, weil hier die Genehmigungspflicht nur für die in der Güterbeschreibung genannten Güter gilt (das
müssen Sie in Anhang II prüfen):
• ex 8431 3900
• ex 8431 4300
• ex 8431 49
Y920/RU – „Güter und Technologien, die
keinen Einschränkungen nach der VO (EU)
Nr. 833/2014 unterliegen (Russland)“. Laut
ATLAS-Info 4242/2014 dient diese Codierung der Erklärung, dass das Ausfuhrvorhaben keinen sonstigen Beschränkungen
der VO (EU) Nr. 833/2014 unterliegt.
10 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
(BMWi) Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat bekannt gegeben,
eine Clearingstelle für Exportkontrollverfahren bei Dual-Use-Gütern einzurichten. Ziel
ist es, Exportgenehmigungsverfahren für
Dual-Use-Güter effektiver zu gestalten, so
dass sie schneller zum Abschluss gebracht
werden können.
Russland-Embargo:
Höchstbetragsgenehmigungen und
Individuelle Pauschalgenehmigungen
(IHK Region Stuttgart) Das Bundesamt
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
hat für genehmigungspflichtige Ausfuhren
von Gütern des Anhangs II der EmbargoVerordnung (EU) Nr. 833/2014 Verfahrenserleichterungen eingeführt. Die
Höchstbetragsgenehmigungen und Individuellen Pauschalgenehmigungen können Unternehmen nutzen, die für eine
Vielzahl gleichartiger Ausfuhren an einen
oder mehrere Endverwender Ausfuhrgenehmigungen benötigen.
▶ Detaillierte Informationen
zu diesen Verfahrenserleichterungen
finden Sie im „Merkblatt zum Außenwirtschaftsverkehr mit der Russischen Föderation“ unter www.bafa.de
oder unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 137203
Informationen zum RusslandEmbargo der EU
(IHK Region Stuttgart) Die IHK hat auf ihrer
Internetseite eine Übersicht über die verschiedenen Sanktionsmaßnahmen zusammengestellt. Dort finden Sie neben den
Rechtsgrundlagen und einem Prüfschema
für Güterlieferungen (siehe Seite 11) auch
Links zum Informationsangebot des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) im Zusammenhang mit dem
Internationaler Warenverkehr
Russland-Embargo. Gut lesbar ist das
„Merkblatt zum Außenwirtschaftsverkehr
mit der Russischen Föderation“ mit den
„Häufig gestellten Fragen“.
▶ Internet
Die Übersicht finden Sie unter
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 137203
Prüfschema Russlandembargo für Güterlieferungen
(ohne Beschränkungen bei Dienstleistungen)
Nein
Quelle: IHK Region Stuttgart
ohne Gewähr
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
11
Internationaler Warenverkehr
Neue Telefon-Hotline zu Dual-UseGütern und Rüstungsgütern
(BMWi) Unternehmen, die laufende Anträge auf Ausfuhrgenehmigung von Dual-UseGütern und Rüstungsgütern haben, können
sich seit 16. Oktober über eine TelefonHotline über den aktuellen Stand ihrer Genehmigungsverfahren erkundigen. Täglich
von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr ist die Hotline
(Telefon 06196 908-868) geschaltet. Das
BAFA erweitert mit diesem zusätzlichen
Modul seine Informationssysteme, die es
schon bisher ermöglichten, elektronisch
über das IT-Portal ELAN-K2 Auskunft zum
Stand des Antragsverfahrens abzufragen.
Formale Anforderungen bei
Antidumpingverfahren beachten
(IHK Region Stuttgart) Beim Import von
Waren, die von einem Antidumpingzoll
betroffen sind, kann eine Ermäßigung
der Abgaben erreicht werden. Bestimmte
Hersteller werden mit niedrigeren Antidumpingzöllen belegt, falls diese im Antidumpingverfahren mit der EU-Kommission
kooperiert haben. Eine zwingende formale
Voraussetzung ist allerdings, dass zum
Zeitpunkt der Einfuhr in die EU eine Verpflichtungserklärung oder eine Handelsrechnung mit besonderer Erklärung des
chinesischen Herstellers vorgelegt wird.
Diese muss unterschrieben sein. Eine
nachträgliche Vorlage oder eine fehlende
Unterschrift führt zwingend zur Erhebung
des vollen Strafzolls, eine Erstattung ist
nicht möglich.
Zollwert und Referenzpreise:
Vorgehensweise
(IHK Region Stuttgart) Der bei der Einfuhr
angemeldete Zollwert ist die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Eingangsabgaben. Dieser Zollwert muss auf
Basis des GATT-Zollwertcodes und der
korrespondierenden Vorschriften des EUZollkodex ermittelt werden. Dieser Wert
kann von den Zollverwaltungen überprüft
werden. Bei bestimmten Warengruppen
greifen die Zollbehörden auf Referenzpreise zurück, wenn der angemeldete Wert zu
niedrig erscheint. Dies ist in der letzten Zeit
häufiger der Fall gewesen. Die betroffenen
12 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Importeure können und sollten die Zollverwaltung von der Richtigkeit des angemeldeten Wertes überzeugen, indem die Kalkulation offengelegt wird. In diesem Fall
muss der angemeldete Zollwert akzeptiert
werden, auch wenn dieser unterhalb des
Referenzpreises liegt.
Steuerschuldumkehr bei
innerdeutschen Lieferungen von
Schrott und (Edel)metallen
(„Reverse charge“)
(IHK Region Stuttgart) Ab 1. Januar 2015
unterliegen außer Schrottlieferungen auch
Lieferungen von (Edel-)Metallen der Steuerschuldumkehr. Die (Neu-)regelung gilt für
innerdeutsche Lieferungen von allen in den
Anlagen 3 und 4 zum Umsatzsteuergesetz
abgedruckten Liefergegenständen. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um bestimmte Abfallstoffe und seit 1. Oktober
2014 auch um Metalle, die sich über ihre
Zolltarifnummern identifizieren lassen.
Informationen zu Funktionsweise, Rechnungsstellung und Meldepflichten finden
Sie im Internet unter www.stuttgart.ihk.de,
Dokumentnummer 77859. Dort ist auch ein
Link zum Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik hinterlegt, in dem die Zolltarifnummern recherchiert werden können.
Umsatzsteuer: Neuregelung für
elektronische Dienstleistungen ab
2015
(IHK Region Stuttgart) Zum 1. Januar 2015
müssen elektronische Dienstleistungen
sowie Telekommunikations-, Rundfunk- und
Fernsehdienstleistungen an Nichtunternehmer im Mitgliedstaat des Kunden der
Umsatzsteuer unterworfen werden und
nicht mehr wie bisher im Sitzland des Leistungserbringers. Das bedeutet insbesondere, dass deutsche Unternehmer, die diese
Dienstleistungen an Privatpersonen im EUAusland erbringen, die Umsatzsteuer des
jeweiligen Bestimmungslandes in Rechnung stellen müssen. Um zu vermeiden,
dass sich der betroffene Dienstleister in
jedem Mitgliedstaat, in dem er Dienstleistungen für seine Kunden erbringt, umsatzsteuerlich registrieren und die Umsatzsteuer abführen muss, wird zeitgleich ein
vereinfachtes Deklarationsverfahren einge-
Internationaler Warenverkehr
führt, die sogenannte „kleine einzige Anlaufstelle“ (KEA oder MOSS = Mini-OneStop-Shop).
•
Offenmaschiges Gewebe aus Glasfasern (KN-Codes ex 7019 5100, ex 7019
5900) mit Ursprung in China, ausgeweitet auf aus Indien versandte Einfuhren.
Die EU-Kommission überprüft geltende
Antidumpingzölle.
•
Acesulfam (KN-Codes ex 2106 9092,
ex 2106 9098, ex 2934 9990 und ex
3824 9097) mit Ursprung in der VR
China. Die EU-Kommission prüft die
Festsetzung von Antidumpingzöllen.
•
Fahrräder (KN-Codes ex 8712 0030
und ex 8712 0070). Die EU-Kommission prüft, ob geltende Antidumpingzölle, die gegen Einfuhren von Fahrrädern
mit Ursprung in der VR China festgesetzt worden sind, durch dieselben Einfuhren aus Kambodscha, Pakistan und
den Philippinen umgangen werden.
•
Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücke aus Eisen oder
Stahl (KN-Codes ex 7307 9311, ex
7307 9319 und ex 7307 9980) mit Ursprung in der Volksrepublik China, ausgeweitet auf die Einfuhren aus Taiwan,
Indonesien, Sri Lanka und den Philippinen. Die EU-Kommission überprüft geltende Antidumpingzölle.
•
Kornorientierte flachgewalzte Erzeugnisse aus Silicium-Elektrostahl (KNCodes ex 7225 1100 und ex 7226
1100) mit Ursprung in der VR China,
Japan, der Republik Korea, Russland
und den Vereinigten Staaten von Amerika. Die EU-Kommission prüft die
Festsetzung von Antidumpingzöllen.
•
Kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus
nicht rostendem Stahl (KN-Codes 7219
3100, 7219 3210, 7219 3290, 7219
3310, 7219 3390, 7219 3410, 7219
3490, 7219 3510, 7219 3590, 7220
2021, 7220 2029, 7220 2041, 7220
2049, 7220 2081, 7220 2089) mit Ursprung in China. Die EU-Kommission
prüft die Festsetzung von Ausgleichszöllen.
▶ Detaillierte Informationen
zu diesem Verfahren sowie praktische
Hinweise für die Entrichtung der Steuer
finden Sie unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 137100
Warennummer / Warenverzeichnis
2015
(IHK Region Stuttgart) Im Außenhandel
werden Waren nach Warennummern (Zolltarifnummern) klassifiziert. Im Warenverzeichnis 2015 lassen sich die Nummern
recherchieren.
Das Warenverzeichnis sowie Hilfestellungen für die Einreihung von Waren finden
Sie ab Mitte November 2014 im Internet
unter www.stuttgart.ihk.de, Dokumentnummer 18132. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten des Statistischen Bundesamtes.
Für die Ermittlung der Warennummer für
die Ausfuhr erhalten Sie dort Hilfe.
Änderungen bei
Antidumpingverfahren
(Handelskammer Hamburg) Folgende Änderungen haben sich bis einschließlich
20. Oktober 2014 ergeben:
•
Folien aus Aluminium (KN-Code ex
7607 1119) mit Ursprung in Russland.
Die EU-Kommission prüft die Festsetzung von Antidumpingzöllen.
•
Folien aus Aluminium (KN-Code ex
7607 1119) mit Ursprung in Brasilien
und der Volksrepublik China. Die EUKommission überprüft geltende Antidumpingzölle.
•
Nahtlose Rohre aus Eisen oder Stahl
(KN-Codes ex 7304 1910, ex 7304
1930, ex 7304 2300, ex 7304 2910, ex
7304 2930, ex 7304 3120, ex 7304
3180, ex 7304 3910, ex 7304 3952, ex
7304 3958, ex 7304 3992, ex 7304
3993, ex 7304 5181, ex 7304 5189, ex
7304 5910, ex 7304 5992 und ex 7304
5993) mit Ursprung in der VR China.
Die EU-Kommission überprüft geltende
Antidumpingzölle.
Internationaler Warenverkehr
Marc Bauer
Telefon 0711 2005-1235
Telefax 0711 2005-1435
marc.bauer@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
13
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
Produkthaftung in den USA
(IHK Region Stuttgart) Sobald deutsche
Unternehmen beabsichtigen in den USA
aktiv zu werden, beschäftigt sie das Thema der Produkthaftung. Gefürchtet werden
vor allem die exorbitant hohen Strafschadenersatzsummen, die in der Presse
kursieren. Wenn man genauer hinschaut,
erkennt man aber: Meist sind die großen
Player betroffen, und die Zahl der Unternehmen, die tatsächlich ein Produkthaftungsproblem haben, ist relativ gering.
Produkthaftung ist wichtig, aber …
Keine Frage: Es ist wichtig und sinnvoll,
sich im Vorfeld der Marktbearbeitung in
den USA mit dem Thema auseinanderzusetzen. Da Klagen in den USA schnell und
kostengünstig erhoben werden können, ist
die Gefahr, verklagt zu werden, ungleich
höher als in Deutschland. Dennoch: Wer
ein paar Regeln beachtet, kann in den
USA gute Geschäfte machen, ohne jemals
nennenswerte Probleme mit der Produkthaftung zu bekommen.
Vertriebstöchter helfen nicht
Viele Firmen denken, Sie könnten dem
Risiko durch Gründung einer Tochtervertriebsfirma in den USA begegnen. Das
geht schnell und ist kostengünstig. Dabei
muss man allerdings im Blick haben, dass
grundsätzlich jeder in der Lieferkette eines
Produkts haftet. Durch die Gründung einer
Vertriebsfirma schafft man allenfalls einen
weiteren Verpflichteten, nicht aber Abhilfe.
Der Umgang mit der Produkthaftung
Das Risiko, in einen zeit- und kostenaufwändigen Produkthaftpflichtprozess, zumal
vor amerikanischen Gerichten, hineingezogen zu werden, lässt sich durch
entsprechende Präventivmaßnahmen minimieren. Der Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung ist dabei fast zwingend. Allerdings: Die Versicherung deckt
nicht alle Risiken ab und ist in Abhängigkeit von Produkt und Gefahreneinstufung
desselben durch das Versicherungsunter
nehmen sehr teuer. US-Geschäfte sind in
14 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Foto: debos
den üblichen Haftpflichtverträgen der Unternehmen nicht eingeschlossen, sondern
werden immer individuell vereinbart. Das
ist wichtig, wenn man sich überlegt, zu
welchem Preis man sein Produkt in den
USA anbieten möchte. Da vor allem die
Verteidigung gegen erhobene Produkthaftungsansprüche teuer ist, sollte eine
Versicherung diese Kosten abdecken. Zu
prüfen ist auch, ob über einen amerikanischen Vertriebspartner eine Haftpflichtversicherung für das Produkt geschlossen
werden kann. Das ist häufig kostengünstiger.
Sorgfältige Produktentwicklung und
Risikomanagement
Produkte, die man in den USA auf den
Markt bringt, müssen nicht nur den einschlägigen, zum Teil bis auf Regionalebene heruntergebrochenen Vorschriften entsprechen; empfehlenswert ist es zudem,
diese mit den für die Produkte üblichen
Bildern und Warnhinweisen zu versehen
und alle diesbezüglichen Maßnahmen
unternehmensintern zu dokumentieren.
Hilfreich ist es, sich Konkurrenzprodukte
auf dem US-Markt anzuschauen.
Rechtssicher auf Auslandsmärkten
Geeignete Vertriebspartner einbinden
und Risikosphären schaffen
Auch ein geeigneter Vertriebspartner oder
ein sonstiger Importeur in den USA kann
weiterhelfen und insbesondere die Verpflichtung übernehmen, den Markt und das
eigene Produkt mit Blick auf mögliche
Problemfelder zu beobachten. Das schafft
die Möglichkeit, rechtzeitig und bevor es
möglicherweise zum Produkthaftungsfall
kommt, zu reagieren.
Daher sollten Vertriebspartner in den USA
„ins Boot geholt“ und es sollte vertraglich
fixiert werden, welche Verpflichtungen sie
hinsichtlich des Produkts treffen. Da Produkthaftung als im Grundsatz außervertragliche Haftung nicht ausgeschlossen
werden kann, sollten durch die Zuweisung
von Verantwortungsbereichen Risikosphären im Vertrag geschaffen werden. So
bleibt zumindest die Möglichkeit, Schäden
weiterzugeben.
Was tun, wenn die Klage ins Haus
flattert?
Ganz klar: Man muss sich verteidigen.
Wer das nicht tut, riskiert, dass ein
Versäumnisurteil, das dann ergeht, in
Deutschland vollstreckt wird. Schlimmer
noch ist aber, dass dem betroffenen Unternehmen der amerikanische Markt damit
für lange Zeit verschlossen bleibt.
▶ Weiterführende Informationen
erhalten Sie auf unserer Internetseite
www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 22504
In unserer Serie „Rechtssicher auf
Auslandsmärkten“ informiert Sie die
IHK Region Stuttgart in Zusammenarbeit
mit Coface Deutschland unter anderem
über die Themen Vertragsgestaltung,
Länderrisiken und Inkasso.
Ihre IHK-Ansprechpartnerin
Claudia Schneider
Telefon 0711 2005-1269
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
▶ Veranstaltungstipp
Produkthaftung und Betriebsanleitungen im US-Geschäft
Das Seminar informiert über die
bestehenden Haftungsrisiken und die
Eingrenzung von Gefahrenpotenzialen.
Neben den rechtlich relevanten
Informationen und Tipps zur Risikominimierung erhalten die Teilnehmer
einen Einblick in die Besonderheiten
der Produkthaftungsversicherung für
den US-Markt.
Teil einer Vorsorgestrategie, die
deutsche Unternehmen in Bezug auf
die US Produkthaftung verfolgen
können, ist es sorgfältige, klar verständliche Warnhinweise und
Gebrauchsanleitungen auszuarbeiten.
Tipps und Tricks zum Erstellen von
Bedienungsanleitungen bilden deshalb
einen weiteren Schwerpunkt des
Seminars. Einer Analyse von Produkthaftungsfällen in den USA zu Folge
wurden nur neun Prozent der
Schadensfälle von Produktionsfehlern
verursacht, aber 44 Prozent von
unzureichenden oder fehlerhaften
Warnhinweisen.
Termin und Ort:
25. November 2014
10:00 bis 14:00 Uhr
IHK Bodensee-Oberschwaben
Lindenstraße 2
88250 Weingarten
Referentin:
Dr. Susanne Kratzsch
Rechtsanwältin / Partnerin der Kanzlei
Thümmel, Schütze & Partner
Kosten:
190,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer
Anmeldeschluss: 18. November 2014
▶ Kontakt
Faye Schikofsky
Telefon 0711 2005-1364
faye.schikofsky@ihk-exportakademie.de
Nihal Kuru
Telefon 0711 2005-1396
nihal.kuru@ihk-exportakademie.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
15
Außenwirtschaftsfinanzierung und -förderung
BMWi unterstützt Mittelstand bei der
Erschließung neuer Märkte
(BMWi) In der veröffentlichten Ausschreibung wurden Maßnahmen zu rund 50
Ländern auf Basis der Projektmodule des
Markterschließungsprogramms (Informationsveranstaltungen, Markterkundung, Geschäftsanbahnung, Leistungspräsentation,
Einkäufer- / Informationsreisen) veröffentlicht. Die für eine Vielzahl unterschiedlicher Branchen und Fachthemen
relevanten Maßnahmen sollen 2015 –
schwerpunktmäßig im ersten Halbjahr –
stattfinden.
Das BMWi-Markterschließungsprogramm
soll kleinen und mittleren Unternehmen
den Einstieg in neue Märkte erleichtern
und zu weiteren Erfolgen der Exporttätigkeit dieser Zielgruppe führen. Das
Programm ist für Fachthemen mit
unterschiedlichen Branchenschwerpunkten ausgerichtet. Ausgenommen sind die
Bereiche Erneuerbare Energien, Energieeffizienztechnologien und Ernährungswirtschaft, für die eigene Förderangebote
bestehen.
▶ Internet
Die gesamten Unterlagen der im
EU-Portal SIMAP veröffentlichten
Ausschreibung einschließlich der
Projektliste finden Sie unter
http://kurzlink.de/ausschreibungen
Bund plant 255 Messebeteiligungen
im Ausland
(AUMA) Das BMWi plant im nächsten
Jahr 255 Gemeinschaftsbeteiligungen für
deutsche Unternehmen auf Messen in
43 Ländern. Dies ist das Ergebnis der
Herbstsitzung des Arbeitskreises Auslandsmessebeteiligungen beim AUMA
(AKAM) am 17. September 2014 in München, an der die Bundesministerien für
Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), das
Auswärtige Amt, die Bundesländer, die
Spitzenverbände und die exportorientierten Fachverbände der deutschen Wirtschaft teilgenommen haben.
16 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Das Auslandsmesseprogramm 2015 ist
damit vollständig festgelegt, denn auf der
Frühjahrssitzung in diesem Jahr wurden
durch die späte Beratung des Bundeshaushalts 2014 zunächst nur 202 Messebeteiligungen vorgesehen. Für die Realisierung der Beteiligungen des BMWi für
das Jahr 2015 stehen voraussichtlich 42,2
Millionen Euro zur Verfügung.
110 Beteiligungen werden in Süd-Ost- und
Zentralasien organisiert, darunter 55 in
China und Hongkong. Weitere wichtige
Zielregionen sind die europäischen Länder
außerhalb der EU (59), darunter 43 in
Russland, sowie der Nahe und Mittlere
Osten (28) und Nordamerika (21). Lateinamerika ist mit 18 und Afrika mit zwölf
Messebeteiligungen vertreten.
Das Bundeswirtschaftsministerium ermöglicht jährlich in Kooperation mit dem AUMA
vor allem kleinen und mittelständischen
Unternehmen, sich auf Gemeinschaftsständen unter der Dachmarke „made in
Germany“ zu günstigen Konditionen an
Auslandsmessen zu beteiligen. Auf den
German Pavillons werden die Aussteller
organisatorisch und technisch durch eine
deutsche Durchführungsgesellschaft unterstützt.
Die Messen im Auslandsmesseprogramm
2015 sind in der AUMA-Messedatenbank
veröffentlicht. Die Broschüre zum Auslandsmesseprogramm 2015 steht Anfang
November 2014 beim AUMA zur Verfügung.
▶ Internet
www.auma.de
Vierter Ideenwettbewerb
develoPPP.de 2014
(IHK Region Stuttgart) Vom 15. November bis 31. Dezember 2014 findet der
vierte develoPPP.de Ideenwettbewerb
statt. Der Wettbewerb richtet sich an alle
Unternehmen, die in Entwicklungs- und
Schwellenländern aktiv werden und ihr
Engagement nachhaltig gestalten wollen.
Im Rahmen von develo-PPP.de werden
Außenwirtschaftsfinanzierung und -förderung
Unternehmen finanziell und fachlich unterstützt. Jedes Unternehmen, das die Mindestkriterien erfüllt (mindestens zehn Mitarbeiter, mindestens eine Million Euro
Umsatz, seit mindestens drei Jahren am
Markt) und mit einem nachhaltigen und
breitenwirksamen Vorhaben überzeugt,
kann einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Projektkosten (maximal 193.000
Euro) erhalten. Das Programm wird durch
das Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
gefördert und durch drei Durchführungsorganisationen umgesetzt:
•
sequa gGmbH
•
GIZ (Gesellschaft für internationale
Zusammenarbeit)
•
DEG (Deutsche Entwicklungsgesellschaft).
Unternehmen können frei wählen, bei
welcher der oben genannten Institutionen
Projektvorschläge eingereicht werden.
Weitere Informationen zum develoPPP.de
finden sich auf der neu gestalteten Webseite. Hier sind auch die erforderlichen
Vordrucke zur Teilnahme am Wettbewerb
hinterlegt.
▶ Internet
www.developpp.de
Praktiker im Dialog: Zehnter
Expertenkreis Exportkreditgarantien
(Exportkreditgarantien) Jubiläum: Mitte
September tagte der Expertenkreis Exportkreditgarantien zum zehnten Mal. In
dem vor fünf Jahren eingerichteten Gremium treffen sich Vertreter von Exportunternehmen, Banken und Verbänden und
diskutieren mit Bund und Mandataren über
aktuelle Fragen der Außenwirtschaftsförderung und -absicherung. Im Mittelpunkt
der letzten Sitzung standen unter anderem
die Themen Restrukturierung, Zukunftsmärkte sowie nationale und internationale
Herausforderungen staatlicher Exportkreditagenturen. In den vergangenen fünf
Jahren hat der informelle Austausch im
Expertenkreis Exportkreditgarantien dazu
beigetragen, den Dialog mit der Wirtschaft
weiter zu fördern.
Neuer Online-Beratungsdienst zu
Hermes-Deckungen
(Exportkreditgarantien) Ob Russland, die
Ukraine oder der Nahe Osten – in der aktuell angespannten geopolitischen Lage ist
der Informationsbedarf der Exporteure
sehr groß. Entsprechend hoch ist die
Nachfrage nach Beratung durch den AGAAußendienst. Der enge Kontakt zu den
Exporteuren ist ein wichtiger Bestandteil
des qualitativen und ganzheitlichen Beratungsansatzes der AGA.
Künftig soll das Zusammenwirken von
Exporteuren, Banken und Mandataren im
Beratungs- und Antragsprozess weiter
intensiviert werden. Darüber hinaus ist die
Einrichtung einer Online-Beratungsstelle
geplant. Per Online-Anfrage können sich
Exporteure dann bereits im Vorfeld eines
möglichen Deckungsantrags kostenlos
darüber informieren, ob das Ausfuhrgeschäft überhaupt hermesdeckungsfähig
ist.
Der AGA-Außendienst hat eine ausschließlich beratende Funktion. Er informiert Exporteure und Banken über das
Förderinstrument und dessen Handhabung, erläutert die aktuelle Deckungspolitik des Bundes und unterstützt
die Unternehmen beispielsweise dabei,
entscheidungsreife Anträge einzureichen.
▶ Kontakt
Euler Hermes Aktiengesellschaft /
Exportkreditgarantien
Telefon 040 8834-9000
info@exportkreditgarantien.de
▶ Internet
http://kurzlink.de/agaportal
▶ Internet
www.developpp.de
www.sequa.de
www.deginvest.de
www.giz.de
▶ Ihr IHK-Ansprechpartner
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
17
Europa News
EU-Kommission startet Umfrage zum
Dienstleistungsbinnenmarkt
(IHK Region Stuttgart) Die Europäische
Kommission hat das Binnenmarktforum
2014 ins Leben gerufen. Es soll geprüft
werden, wie gut der EU-Binnenmarkt in der
Praxis tatsächlich funktioniert. Es gilt, Probleme aufzudecken, deren Lösung es Unternehmen, dem Einzelnen und Behörden
erlauben würde, den größtmöglichen Nutzen aus einem immensen Markt ohne
Grenzen zu ziehen. Eine ganze Reihe von
Vorschriften sollen den EU-Binnenmarkt für
alle Europäer Wirklichkeit werden lassen:
als Unternehmer, Verbraucher, schöpferisch Tätige, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die öffentliche Verwaltung ... Wie gut
aber funktionieren diese vor Ort? Profitieren die Menschen vom Binnenmarkt, so
wie es sein sollte, oder werden sie von
immer noch bestehenden Hürden daran
gehindert? In einigen Bereichen wurden
neue EU-Richtlinien erlassen – wie werden
diese nun umgesetzt?
Mit einer Reihe von Veranstaltungen und
Online-Umfragen möchte die EU-Kommission evaluieren, wo Unternehmen noch auf
regulatorische oder tatsächliche Hindernisse bei ihrer grenzüberschreitenden Tätigkeit im Binnenmarkt stoßen. Unternehmen
sind aufgefordert, ihre Erfahrungen mit
dem Dienstleistungsbinnenmarkt mit Hilfe
eines Online-Fragebogens zu übermitteln.
Sie können den Online-Fragebogen im
Internet aufrufen (siehe unten) und an der
EU-weiten Umfrage teilnehmen.
Die kommenden Veranstaltungen sind in
folgende sechs Themenbereiche gegliedert:
•
Binnenmarkt für Dienstleistungen
•
Digitaler Binnenmarkt
•
Anerkennung beruflicher Qualifikationen
•
Crowdfunding in der EU
•
Öffentliches Auftragswesen
•
Rechte am geistigen Eigentum
18 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Zu jedem der Themen findet mindestens
eine Veranstaltung statt. Zielgruppe sind in
erster Linie Unternehmen, die ihre konkreten Erfahrungen einbringen sollen. Die Abschlusskonferenz des Binnenmarktforums,
auf der die Ergebnisse der Workshops vorgestellt werden, wird voraussichtlich am 26.
März 2015 in Brüssel stattfinden.
▶ Internet
Unternehmen können an der
Online-Umfrage zum europäischen
Dienstleistungsbinnenmarkt
teilnehmen. Sie finden die Umfrage
unter www.stuttgart.ihk.de
Dokumentnummer 138854
Arbeitslosenquote des Euroraums
bei 11,5 Prozent
(DIHK) Im August 2014 lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote laut Eurostat
im Euroraum der 18 Eurostaaten bei 11,5
Prozent. Vor einem Jahr, im August 2013,
lag die Quote bei 12,0 Prozent. In der
EU28 lag die Arbeitslosenquote im August
2014 bei 10,1 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit Februar 2012. Im August
2013 lag die Quote bei 10,8 Prozent. Dabei
verzeichneten die EU-Staaten Österreich
(4,7 Prozent) und Deutschland (4,9 Prozent) die niedrigsten Arbeitslosenquoten,
Griechenland (27 Prozent im Juni 2014)
und Spanien (24,4 Prozent) die höchsten
Quoten.
EU-Kommission verklagt
Deutschland wegen
Mehrwertsteuerregeln
(DIHK) Die Europäische Kommission hat
beschlossen, Deutschland wegen bestimmter Mehrwertsteuer-Vorschriften vor dem
Gerichtshof der Europäischen Union zu
verklagen. Ihrer Meinung nach wirken sich
die deutschen Regeln für Anträge zur Mehrwertsteuererstattung auf Markbeteiligte aus
Nicht-EU-Staaten diskriminierend aus.
Wer als Nicht-EU-Bürger in einem EU-Land
einkauft, kann sich die Mehrwertsteuer für
innerhalb der EU gekaufte Ware zurück-
Europa News
erstatten lassen. Die Erstattungsmöglichkeit gilt für die meisten Waren, die aus der
Europäischen Union ausgeführt werden
sollen. Gleiches gilt für Dienstleistungen,
die an jenseits der EU-Grenzen Wohnende
erbracht werden. Deutschland verlangt nun
von Nicht-EU-Bürgern, den Antrag auf Erstattung der Mehrwertsteuer persönlich zu
unterschreiben. Eine Bestimmung, nach
der Antragsformulare für die Mehrwertsteuer-Erstattung eigenhändig zu unterschreiben wären, kennt das EU-Recht
nicht.
Die Kommission hält die entsprechenden
Vorschriften des deutschen Umsatzsteuergesetzes für diskriminierend und unverhältnismäßig. Erstens gilt die Anforderung,
den Erstattungsantrag persönlich zu unterschreiben, nicht für in Deutschland ansässige Marktbeteiligte: Sie können eine dritte
Person für die Unterzeichnung und Einreichung ihres Antrages bevollmächtigen.
Die Pflicht zur eigenhändigen Unterschrift
erschwert Nicht-EU-Bürgern nach Auffassung der Kommission, eine Mehrwertsteuererstattung zu erhalten beziehungsweise
lässt ihr Recht sogar leerlaufen. Das erklärte Ziel, Steuerhinterziehung zu bekämpfen
und ein ordnungsgemäßes Erstattungsverfahren sicherzustellen, könne Deutschland
auch dadurch erreichen, dass es das Recht
beziehungsweise die Pflicht, einen Steuervertreter zu bestellen, auf die ausländische
Personengruppe ausdehnt.
Nachdem Deutschland auf eine im September 2012 versandte, mit Gründen versehene Stellungnahme nicht mit einer
Änderung der fraglichen Normen reagiert
hat, erfolgte am 25. September 2014 die
Klage als dritter Schritt in einem Vertragsverletzungsverfahren.
Südosteuropa:
Kommission unterstützt Reformen
mit 11 Milliarden Euro
(EU News) Zur Unterstützung von Reformen in den westlichen Balkanstaaten und
in der Türkei in den nächsten sieben Jahren hat die Kommission mehr als elf Milliarden Euro zugesagt.
Štefan Füle, Kommissar für Erweiterung
und Europäische Nachbarschaftspolitik,
wies darauf hin, dass damit jene Länder
unterstützt werden, für die eine europäische Perspektive besteht, „damit sie auf
dem Weg zum EU-Beitritt vorankommen
und Brücken zu ihren Nachbarn bauen“, so
Füle.
Die finanzielle Unterstützung soll die regionale und territoriale Zusammenarbeit stärken. Zu den Schlüsselbereichen gehören
die Reform der öffentlichen Verwaltung,
Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte sowie
die Förderung von Wirtschaftswachstum
und Wettbewerbsfähigkeit.
Die Schlüsselbereiche, in die der Großteil
der Hilfe fließen soll, wurden in Zusammenarbeit mit den Behörden der betroffenen Länder ermittelt. Das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedstaaten sowie
Organisationen der Zivilgesellschaft, internationale Organisationen und Finanzinstitutionen wurden hierzu konsultiert. Die Finanzmittel werden im Rahmen des neuen
Instruments für Heranführungshilfe (IPA II)
bereitgestellt. Das neue Instrument IPA II
knüpft an das frühere IPA an, zeichnet sich
jedoch durch vereinfachte Regeln aus, die
den Begünstigten den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern.
Präzise Indikatoren und Zielvorgaben ermöglichen eine genaue Überwachung
und Evaluierung der Programme. 2017
und 2020 werden Leistungsbewertungen
durchgeführt.
▶ Enterprise Europe Network
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
Telefax 0711 2005-601230
thomas.bittner@stuttgart.
ihk.de
Dorothee Minne
Telefon 0711 2005-1325
Telefax 0711 2005-601325
dorothee.minne@stuttgart.
ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
19
Länder und Märkte
Belgien • Deutschland • EU-Länder • Kroatien • Litauen
 EUROPA
Belgien: Lohn- und
Lohnnebenkosten
(gtai) In Belgien nehmen die Arbeitskosten
zwar leicht ab, bleiben aber die höchsten in
der Eurozone. Der Arbeitsmarkt ist stark
reguliert und überdies durch einen Strukturwandel der Industrie belastet. Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen leidet.
Von der neuen Föderalregierung werden
dringend notwendige Reformen erwartet,
etwa die automatische Anpassung der
Löhne an die Inflation (Lohnindexierung)
und die Lohnnebenkosten betreffend.
Deutschland: Hersteller von
Nahrungsmittel- und
Verpackungsmaschinen bleiben
Weltmarktführer
(gtai) Die deutschen Hersteller von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen
erlebten 2013 ein Rekordjahr. Die Maschinenproduktion stieg um sieben Prozent und
damit das vierte Jahr in Folge. 80 Prozent
der Produktion wurden in mehr als 100
Länder weltweit exportiert. Die Branche
ist zugleich Zugpferd für die Automatisierungstechnik. Ausfuhren von Brauereimaschinen und Maschinen zur Früchteverarbeitung wuchsen 2013 zweistellig. Die
Subsahara-Region wird für die Branche ein
zunehmend interessanter Absatzmarkt.
EU-Länder: Umsatzsteuer bei der
grenzüberschreitenden
Dienstleistungserbringung
(gtai) Dienstleistungen, die ein Steuerpflichtiger in der EU gegen Entgelt erbringt,
unterliegen der Mehrwertsteuer. Erbringt
ein Unternehmen seine Dienstleistungen
nicht nur im In-, sondern auch im EUAusland, muss insbesondere beantwortet
werden, wo die Dienstleistung besteuert
wird und wer dem Fiskus die Umsatzsteuer
schuldet. Davon hängt unter anderem ab,
20 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
welcher Mehrwertsteuersatz angesetzt
werden muss, welche Rechnungsvorschriften einschlägig sind und ob sich das Unternehmen im EU-Ausland zu Mehrwertsteuerzwecken registrieren lassen muss.
Kroatien: Bau von Abfallzentren
muss beschleunigt werden
(gtai) Kroatien hat seine Pläne zum Bau
von Abfallwirtschaftszentren stark gestrafft.
Statt 21 regionaler Anlagen soll es nur
noch 13 geben. Brüssel stellt dafür Kofinanzierungen von 425 Millionen Euro zur
Verfügung. Zum Einsatz kommen soll Spitzentechnologie, was deutschen Anbietern
gute Beteiligungschancen gibt. EU-Gelder
fließen auch in die Sanierung von rund 100
Deponien. Investitionen von privaten Recyclingunternehmen stoßen auf Widerstände durch die Raumplanung.
Litauen: AHK-Umfrage – Litauen führt
Euro zum 1. Januar 2015 ein
(DIHK) Am 23. Juli hat der Rat zugestimmt,
dass Litauen am 1. Januar 2015 den Euro
einführen wird. Zuvor hatten bereits die
EZB und das Europäische Parlament grünes Licht gegeben. Litauen wird damit das
19. Mitglied der Eurozone.
Die EZB wird zudem im Rahmen des Single Supervisory Mechanismus die Bankenaufsicht der größten litauischen Banken
übernehmen. Der festgelegte Umrechnungskurs ist 1 Euro = 3,45280 Litas. Die
EZB hat eine Übersicht der wichtigsten
Daten über den Umtausch der litauischen
Währung in Euro veröffentlicht. Der Umtausch wird wie bereits bei den Euroeinführungen in anderen Ländern von einer Informationskampagne begleitet.
Die in Litauen aktiven Unternehmen rechnen durch die geplante Euro-Einführung
zum 1. Januar 2015 in der Zukunft mit weiteren Vorteilen für ihren geschäftlichen
Erfolg. Das zeigt die Umfrage der AHK
Norwegen • Schweden • Slowakei • Spanien • Türkei
Baltische Staaten zur Euroeinführung in
Litauen. Ausgehend von einer einhergehenden Senkung der Transaktionskosten
und einer höheren Preistransparenz befürworten mehr als drei Viertel der Befragten
den Beitritt zur Eurozone.
Norwegen: Lohn- und
Lohnnebenkosten
(gtai) Norwegen zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Dies spiegelt sich
auch in vielen internationalen Lohnkostenvergleichen wider, in denen das Land weit
oben rangiert. Die höchsten Löhne werden
in der Öl- und Gasindustrie gezahlt. Arbeitsproduktivität, Ausbildungsniveau und Flexibilität der Beschäftigten kompensieren die
Lohnkostennachteile teilweise. Vor allem im
Norden Norwegens fehlen Ingenieure.
Schweden: Investitionen in den
Ausbau der Fernwärme
(gtai) Vor allem in städtischen Gebieten
bietet Schweden in Zukunft gute Perspektiven für Fernwärme. Das gilt besonders für
den Großraum Stockholm, wo die Bevölkerung bis zum Jahr 2030 um circa 150.000
Menschen anwachsen dürfte. Entsprechend rege war der Andrang zur ElmiaFernwärmemesse in Jönköping Anfang
Oktober. In diesem Jahr gab es einige Gesetzesänderungen, die sich auch auf die
Fernwärmebranche auswirken dürften.
Slowakei, Tschechische Republik:
Im Sog der Russland-Sanktionen
(gtai) Die Russland-Sanktionen und die
Krise in der Ukraine belasten auch die
Wirtschaftsentwicklung in Tschechien und
in der Slowakei. Einige Hersteller von Nahrungsmitteln und vereinzelte Maschinenbauer geraten ins Schlingern. Dennoch
bleibt die positive Konjunkturlage in beiden
Ländern nach derzeitigem Stand intakt. Die
Regierungen in Prag und Bratislava haben
ihre Wachstumsprognosen sogar angehoben. Die starke Verflechtung mit dem EUBinnenmarkt erweist sich nun als Rettungsanker.
Spanien: Branche kompakt –
Kfz-Industrie und Kfz-Teile 2014
(gtai) Als wichtiger Motor der wirtschaftlichen Erholung läuft die Automobilindustrie
Spaniens wieder auf hohen Touren und will
2014 die Produktion auf 2,4 Millionen Kfz
steigern (Ziel bis 2017: drei Millionen Einheiten). Die Werke konnten weitere Modelle hinzugewinnen und investieren. Dank
staatlicher Kaufanreize gab es auch auf
dem Markt für neue Pkw 2013 eine positive
Trendwende, die sich 2014 weiter ausprägt. Die Einfuhr von Kfz-Teilen wächst,
wobei Deutschland nach Frankreich wichtigstes Bezugsland ist.
Spanien: Branche kompakt –
Maschinenbau und Anlagenbau 2014
(gtai) Nach mehreren rezessionsbedingten
Jahren der Kontraktion nimmt die spanische Nachfrage nach Maschinen und Anlagen im Zuge der wirtschaftlichen Erholung wieder zu. Die Maschineneinfuhren
zogen im ersten Halbjahr 2014 um 11,4
Prozent auf fast 9,1 Milliarden Euro an, mit
überdurchschnittlicher Dynamik im Fall
Deutschlands, dem wichtigsten Lieferanten. Der spanische Maschinenbau wiederum hat sich in der Krise intensiv auf ausländische Märkte umgestellt und ist ein
interessanter Geschäftspartner.
Türkei: Umfangreiche Investitionen
in die Infrastruktur
(gtai) Die Türkei verfolgt ehrgeizige Großprojekte zur Entwicklung der öffentlichen
Infrastruktur. Die geplanten Investitionen
sind mehrheitlich mit dem Einsatz von
Hochtechnologien verbunden, was eine
intensive Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern erfordert. Vor allem in Verbindung mit den Megaprojekten im Großraum Istanbul ergibt sich vielfältiger Bedarf
an Bauleistungen, Baumaterialien, Baumaschinen und technischen Ausrüstungen.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
21
Kasachstan • Russland
 GUS- UND BALKANSTAATEN
Kasachstan: Branche kompakt –
Medizintechnik 2014
(gtai) Die Nachfrage nach Medizintechnik
in Kasachstan steigt. Die größten Impulse
gehen von staatlichen Investitionen aus.
Der Spielraum des Staates für Gesundheitsausgaben hat sich in den vergangenen Jahren stark erweitert. Negativ auf die
Geschäfte wirkt sich derzeit jedoch die
Währungsabwertung von Februar 2014
aus. Bei Medizintechnik ist Kasachstan so
gut wie vollkommen auf Importe angewiesen. Mit einem Marktanteil von fast einem
Viertel war Deutschland 2013 wichtigstes
Lieferland.
Russland: GTAI veröffentlicht Spezial
(GTAI / DIHK) Die GTAI informiert fortlaufend in Ihrem Internet-Spezial über die
Russland-Sanktionen.
▶ Internet
Die gesammelten Beiträge in Kooperation mit dem BMWi finden Sie unter
www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/
Trade/Maerkte/Specials/
russland-sanktionen.html
Russland: AHK-Umfrage Russland –
Unternehmen sehen weiter viel
Potenzial in Russland
(AHK / DIHK) AHK-Präsident Rainer Seele
und Volker Treier, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Außenwirtschaftschef
des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), stellten im September gemeinsam die Ergebnisse im Haus
der Deutschen Wirtschaft vor.
Der Erhebung zufolge erwarten zwei Drittel
der in Russland aktiven Unternehmen bis
zum Jahresende 2014 gleichbleibende
oder – zum Teil stark – steigende Erlöse.
Das verbleibende Drittel rechnet dagegen
mit Einbrüchen um bis zu 50 Prozent und
mehr.
22 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Besonders stark ist der innovative deutsche, zumeist mittelständisch geprägte
Maschinen- und Anlagenbau betroffen,
einerseits direkt durch die verhängten
EU-Sanktionen oder die Unklarheit ihrer
Anwendung, andererseits durch die für
russische Auftraggeber aufgrund der Kreditverknappung und der Rubel-Abwertung
deutlich verteuerte Finanzierung.
Am stärksten betroffen sind 24 Prozent
der Unternehmen von den Regelungen
für Dual-Use-Güter. Firmenbezogene und
Finanzmarkt-Sanktionen bereiten 23 beziehungsweise 14 Prozent der Betriebe die
größten Probleme.
Für 58 Prozent der Befragten hat der Konflikt in der Ukraine direkte Auswirkungen
auf ihre Geschäfte. Allerdings sind bisher
nur insgesamt 38 Prozent der Unternehmen von den beiderseitigen Sanktionen
betroffen. Auch sind die Unternehmen in
der Mehrheit der Ansicht, dass die politischen Ziele mit den Sanktionen nicht erreicht werden dürften.
So erwarten 71 Prozent der befragten Unternehmen bis zum Jahresende 2014 eine
rezessive oder schlechte wirtschaftliche
Entwicklung – das sind 16 Prozent mehr
als noch im Dezember 2013. Sollte sich die
Situation weiter verschlechtern oder die
Sanktionen lange Bestand haben, sähen
sich die Unternehmen gezwungen, Projekte zu stornieren, Kurzarbeit einzuführen,
Mitarbeiter zu entlassen oder sich ganz aus
Russland zurückzuziehen.
Trotz aller politischen Begleitumstände und
der anhaltenden militärischen Auseinandersetzung in der Ukraine schätzen nach
wie vor etwa drei Viertel der befragten
deutschen Firmen das Marktpotenzial
Russlands langfristig als hoch oder sehr
hoch ein.
▶ Internet
Weitere Informationen finden Sie unter
www.dihk.de/presse/meldungen/
2014-09-09-russland-pk
Russland • Ukraine • ASEAN
Russland: Regierung fördert
Automobilabsatz
(gtai) Die russische Kfz-Industrie befindet
sich in der Krise. Absatz- und Produktionszahlen schrumpfen 2014 das zweite Jahr in
Folge. Besonders stark fallen die Importe
von Neufahrzeugen. Um die örtliche Montage anzukurbeln, gewährt der Staat vom
1. September bis 31. Dezember 2014 Rabatte beim Kauf eines Neufahrzeugs aus
Produktion in Russland, wenn im Gegenzug ein Gebrauchtfahrzeug abgegeben
wird. Das Programm gilt für alle Arten von
Kraftfahrzeugen – Pkw, leichte Nutzfahrzeuge, Lastkraftwagen und Autobusse.
Russland: Sanktionen beeinflussen
Wirtschaftskurs
(gtai) Die Sanktionen der EU und der USA
werden zweifellos in die russische Wirtschaftsgeschichte eingehen. Insbesondere
die Öl-, Gas- und Verteidigungsindustrie
sind betroffen. Für ausgewählte russische
Banken hat sich der Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten eingeengt. Im
Unterschied zu den bisherigen Restriktionen muss Russlands Regierung jetzt mit
einem Kurswechsel bei der Haushalts- und
Wirtschaftspolitik reagieren.
Ukraine – EU: Inkrafttreten des
Freihandelsabkommens
aufgeschoben –
Assoziierungsabkommen zwischen
EU und Ukraine ratifiziert
(DIHK) Das Europäische und das ukrainische Parlament haben am 16. September
zeitgleich das Assoziierungsabkommen
zwischen der EU und der Ukraine ratifiziert.
Allerdings wird der integrierte Freihandelsteil des Assoziierungsabkommens zwischen der EU und der Ukraine nicht
wie ursprünglich geplant am 1. November
dieses Jahres in Kraft treten. Dies hatte
die EU-Kommission nach einem Treffen
des Handelskommissars Karel De Gucht,
des ukrainischen Außenministers Pawlo
Klimkin und des russischen Entwicklungsministers Alexej Uljukajev am 12. September bekanntgegeben. Mit dem Aufschub
der wirtschaftlichen Integration beider Regionen bis zum 31. Dezember 2015 soll der
Waffenstillstand in der Ostukraine gefestigt
werden. Die EU wird bis zu diesem Zeitpunkt „autonome Handelspräferenzen“
anwenden, nach denen der EU-Markt einseitig für die Ukraine geöffnet wird.
Das Assoziierungsabkommen gilt als starkes Zeichen der Unterstützung für die Ukraine und soll Wachstum und Wohlstand
fördern. Es wird nach der Ratifizierung vorerst provisorisch gelten. Erst nach der zusätzlichen Ratifizierung durch die 28 EUMitgliedstaaten kann es offiziell in Kraft
treten. Lesen Sie im Fact Sheet der EUKommission mehr zum Assoziierungsabkommen.
▶ Internet
Den Fact Sheet finden Sie unter
http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/
2014/january/tradoc_152074.pdf)
Der DIHK betrachtet es als weiteres Signal
der Dialogbereitschaft von Seiten der EU
an Russland, dass das Freihandelsabkommen mit der Ukraine zum Teil verschoben wird. Für die Ukraine ist der Aufschub
in der Sache kein Verlust, sondern bedeutet, dass die Zölle auf europäische Waren
eben erst später sinken werden.
 ASIEN UND OZEANIEN
ASEAN: Automobilkonjunktur in
ASEAN-Region läuft 2014 rund
(gtai) Indonesien wird 2014 mit hoher
Wahrscheinlichkeit Thailand als größten
Automobilmarkt in Südostasien überholen.
Das Königreich dürfte aber mittelfristig
wichtigster Produktionsstandort in der
Region bleiben. Obwohl die Kfz-Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2014 in
Indonesien und Malaysia um jeweils gut
sechs Prozent sowie in den Philippinen und
Vietnam um mehr als 20 Prozent zum Vorjahr zunahmen, sank die Gesamtzahl im
ASEAN-Raum um elf Prozent. Schuld war
die implodierende Nachfrage in Thailand.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
23
Asien
Asien: Deutscher Außenhandel mit
Asien-Pazifik wächst im ersten
Halbjahr 2014 – China und Japan
sind die Hauptabnehmerländer
(OAV) Nachdem der deutsch-asiatische
Handel im Jahr 2013 leicht rückläufig war,
entwickelten sich die bilateralen Handelsbeziehungen im ersten Halbjahr 2014 positiv. Vor allem die deutschen Exporte in die
Region konnten mit einem Zuwachs von
3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zulegen.
Die deutschen Ausfuhren nach Asien
wuchsen somit stärker als die deutschen
Exporte insgesamt (+2,4 Prozent) und beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf
77,1 Milliarden Euro. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Importe, welche um 1,1
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 75,4 Milliarden Euro stiegen und
somit nur knapp unter dem Zuwachs der
deutschen Einfuhren insgesamt lagen (+2,6
Prozent). Abermals konnte Deutschland
einen Handelsbilanzüberschuss von knapp
1,7 Milliarden Euro erwirtschaften (Gesamtjahr 2013: 1,9 Milliarden Euro). Der Handel
mit der Region Asien-Pazifik entspricht
etwa 15 Prozent des deutschen Handels
mit der Welt.
Zugpferd der deutschen Exportwirtschaft
des ersten Halbjahres war die Volksrepublik China. Obwohl sich das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik in den letzten
Quartalen leicht abmilderte, stiegen die
deutschen Ausfuhren nach China in den
ersten sechs Monaten stark um elf Prozent
auf insgesamt 35,9 Milliarden Euro – über
46 Prozent der deutschen Exporte nach
Asien-Pazifik. Auch die Importe legten um
knapp 1,1 Milliarden Euro beziehungsweise
3,1 Prozent auf insgesamt 36,6 Milliarden
Euro zu. In der Folge verringerte sich das
deutsche Handelsbilanzdefizit im ersten
Halbjahr auf nur noch 758 Millionen Euro
(erstes Halbjahr 2013: 3,2 Milliarden
Euro).
Ebenfalls einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hatten die deutschen Exporte nach
Japan, welche um 2,9 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro zunahmen. Weiterhin rückläu-
24 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
fig waren hingegen die deutschen Einfuhren aus Japan (-2,3 Prozent), durch welche
sich das traditionelle Handelsbilanzdefizit
mit Deutschlands zweitwichtigstem Partner
in der Region auf nur noch 1,3 Milliarden
Euro verringerte. Ein ähnliches Bild ergibt
sich bei einem Blick auf den deutschkoreanischen Handel: Während sich die
positive Entwicklung der deutschen Exporte nach Korea auch im ersten Halbjahr
2014 fortsetzte (+3,6 Prozent), verringerten
sich die Einfuhren nach Deutschland um
2,8 Prozent. Ein Grund für die seit Jahren
rückläufigen Importe aus Japan und Korea
kann in der Auslagerung von japanischen
und koreanischen Produktionsstätten nach
Asien und Osteuropa gesehen werden.
Weiterhin im Rückgang befindet sich der
deutsche Außenhandel mit Indien: Während die Importe mit 0,7 Prozent nur leicht
zurückgingen, fielen die Ausfuhren deutscher Güter stark um 13,7 Prozent auf nur
noch 4,2 Milliarden Euro (erstes Halbjahr
2013: 4,8 Milliarden Euro). Die Ausfuhren
in den Nachbarstaat Bangladesch entwickelten sich hingegen positiv: In den ersten
sechs Monaten führten deutsche Exporteure Waren im Wert von knapp 276 Millionen
Euro (+17,5 Prozent) aus. Auch die Importe
aus Bangladesch nahmen um 8,7 Prozent
auf insgesamt 1,9 Milliarden Euro zu.
Negativ entwickelten sich die deutschen
Exporte nach ASEAN. Die deutschen Ausfuhren in den Staatenbund gingen mit 5,1
Prozent verhältnismäßig stark zurück und
beliefen sich auf knapp 10,4 Milliarden Euro. Einen starken Einbruch erlebten die
deutschen Exporteure vor allem in Indonesien (-25,9 Prozent) sowie in Malaysia (-8,2
Prozent). Ein positives erstes Halbjahr
konnte indes der deutsch-philippinische
Handel erleben, bei dem sowohl Aus(+17,3 Prozent) als auch Einfuhren (+18,4
Prozent) robuste Wachstumsraten zu verbuchen hatten. Bemerkenswert sind zudem
die steigenden Importe aus Myanmar, welche in den ersten sechs Monaten um 62,9
Prozent zulegten, wenngleich sich diese
lediglich auf 38,3 Millionen Euro beliefen.
Insgesamt stiegen die Importe aus der Region um 1,1 Prozent auf 13,9 Milliarden
Euro.
China
China: Automotive
Implementierungsrichtlinien für
CCC Zertifizierung überarbeitet
(Cisema) Am 21. August 2014 hat die
CNCA mit der Bekanntmachung 31/2014
für alle bestehenden Implementierungsrichtlinien (Implementation Rules) für die
CCC Zertifizierung von Automobilprodukten, Fahrzeugen wie auch Komponenten,
Aktualisierungen in Chinesisch veröffentlicht.
Insbesondere für die Produktgruppe „Interieur Materialien“ gibt es gravierende Neuerungen. Es wurden Produkte aufgenommen, die zuvor nicht zu dieser Gruppe
zählten, wie Materialien zur Hitze- und
Schalldämmung, die zum Beispiel im Motorraum eingesetzt werden. Auch sollen
zuvor nicht CCC-relevante Produkte wie
Instrumententafeln, Mittelkonsolen, herausnehmbare Fußmatten und Kofferraumverkleidungen von Sportwagen und Kabrios
zertifizierungspflichtig werden.
Des Weiteren wurden neue Definitionen
zum Inspektions- und Ersatzteilwesen festgelegt, die in den vergangenen Jahren
schon vereinzelt durch chinesische Zertifizierungsorganisationen verwendet wurden.
Am 1. Januar 2015 sollen alle aktualisierten Implementierungsrichtlinien in Kraft
treten.
China: Dritte Deutsch-Chinesische
Regierungskonsultationen
(DIHK) Am 10. Oktober 2014 fanden die
dritten Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen statt. Nach einem bereits
beachtlichen gegenseitigen Besuchsprogramm – so waren Chinas Präsident Xi
Jinping im März in Deutschland, Vizekanzler Gabriel im April und Bundeskanzlerin
Merkel im Juli in China – reiste nun der
chinesische Ministerpräsident Li Keqiang
mit einer über hundertköpfigen Delegation
und 14 Ministern nach Berlin. Die Volksrepublik China führt diese Art von Konsultationen weltweit bisher nur mit der
Bundesrepublik.
Neben den politischen Gesprächen zwischen den Regierungschefs und den beteiligten Ministern beider Länder trafen sich
rund 400 deutsche und chinesische Unternehmen auf dem Deutsch-Chinesischen
Forum für wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit. Am Rande der Regierungsgespräche wurden eine Vielzahl
von Kooperationen und Verträgen zwischen der deutschen und chinesischen
Wirtschaft besiegelt. Vor dem Hintergrund
der beschlossenen Innovationspartnerschaft wurde zwischen beiden Regierungen ein Aktionsrahmen für die deutschchinesische Zusammenarbeit mit dem Titel
„Innovationen gemeinsam gestalten“ beschlossen.
China: 13. Fünfjahresplan wirft seine
Schatten voraus
(gtai) China beginnt mit den Vorarbeiten für
den nächsten Fünfjahresplan, der ab 2016
in Kraft treten wird. Die Programme für die
wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sind wichtige Indikatoren, wie die
Regierung ihre Prioritäten setzt, und finden
daher hohe Aufmerksamkeit. Während der
laufende 12. Fünfjahresplan bis Ende 2015
noch zu erfüllen ist, beginnen bereits die
Vorarbeiten und Konsultationen für die
nächste Phase.
China: Neue Standards sollen
Lebensmittelsicherheit erhöhen
(gtai) Kaum eine Frage beschäftigt den
chinesischen Verbraucher so wie die, ob
sein Essen sicher ist. Mit neuen Vorschriften und mehr Kontrollen versuchen die
Behörden, für mehr Lebensmittelsicherheit
zu sorgen. Die Erfahrung zeigt: Vermarkter
aus Gastronomie und Handel tun gut
daran, ihren Lieferanten schärfer auf die
Finger zu sehen. Dadurch wird die Lebensmittelüberwachung zum Wachstumsfeld. Hiervon profitieren auch deutsche
Lieferanten von Laborausrüstungen.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
25
Korea • Malaysia • Myanmar • Philippinen
Korea: Branche kompakt –
Maschinenbau und Anlagenbau 2014
Malaysia: Branche kompakt –
Maschinenbau und Anlagenbau 2014
(gtai) Der Maschinen- und Anlagenbau ist
eine der Schlüsselbranchen der koreanischen Wirtschaft. Besonders stark sind die
lokalen Hersteller bei Standardausrüstungen. Importbedarf besteht vor allem in
hochspezialisierten Nischen. Firmen aus
Deutschland sind mit einer starken Stellung
und guten Aussichten im Markt vertreten.
Deutsche Produzenten profitieren von den
koreanischen Bemühungen, das industrietechnische Niveau anzuheben. Hinzu
kommt das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Korea.
(gtai) Malaysias Industrie muss angesichts
niedriger Arbeitslosigkeit, steigender Löhne
und Energiekosten stärker in Automatisierung und Effizienz investieren. Wegen begrenzter Finanzen zielen viele kleine und
mittlere Betriebe auf Halbautomatisierung
und Nachrüstung. Die großen Firmen, vor
allem in der Elektro- und Elektronikbranche
sowie der Chemie, setzen auf Hochtechnologie. Da der lokale Maschinenbau auf einfachere Produkte beschränkt ist, werden
hochwertige Produktionsmittel importiert.
Korea (Rep.): Kfz-Markt in Südkorea
sorgt für Schlagzeilen
Myanmar: Erstmals
Geschäftslizenzen an
Auslandsbanken vergeben
(gtai) Der südkoreanische Kfz-Hersteller
Hyundai wird in Seoul einen neuen Hauptsitz errichten. Dafür zahlte das Unternehmen einen Rekordpreis für ein Grundstück
in Gangnam, was Kritiker auf den Plan rief.
Trotz steigender Verkäufe auf dem Binnenmarkt verliert Hyundai wie auch andere
lokale Fahrzeugproduzenten Marktanteile.
Im Gegenzug haben Importeure, die stärker als lokale Hersteller auf Diesel-Modelle
und treibstoffsparende Technologien setzen, in den vergangenen Jahren deutlich
zugelegt.
(gtai) Myanmars Zentralbank hat im Oktober 2014 die ersten neun Auslandsbanken
zugelassen, die allesamt aus der AsienPazifik Region stammen. Die Schwerpunkte liegen im Firmenkundengeschäft und der
Handelsfinanzierung, die in Dollar oder in
Euro abgewickelt werden. Die Lizenz ist
vorläufig auf ein Jahr befristet und hängt
von der Erfüllung von Auflagen, wie etwa
einem Eigenkapital von 75 Millionen Dollar
ab. Angeboten werden mehr Finanzprodukte sowie Kooperationen mit lokalen Banken.
Korea (Rep.): Displays dominieren
Photonikmarkt
Philippinen: Import soll 2014 weiter
anziehen
(gtai) Südkorea ist einer der weltweit wichtigsten Käufer photonischer Erzeugnisse
Made in Germany. Hauptgrund dafür sind
Stärken in der Elektronik und generell im
verarbeitenden Gewerbe sowie hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung.
Gleichzeitig ist das Land Weltmarktführer
bei Displays und auch insgesamt einer
der wichtigsten Produzenten in der Photonik. Neben Displays spielen vor allem
OLED und LED eine wichtige Rolle. Zahlreiche deutsche Anbieter sind in Südkorea
aktiv.
(gtai) Der philippinische Außenhandel kann
2014 weiter zulegen. Ob dabei der Importoder der Exportzuwachs höher ausfallen,
lassen Prognosen zur Jahresmitte offen.
Jedenfalls hat die Entwicklung im ersten
Halbjahr das Handelsbilanzdefizit weiter
sinken lassen. Bei den Lieferungen expandierten solche in die EU und nach Deutschland weit überdurchschnittlich. Auch die
deutsche Ausfuhr in den Archipel erhöhte
sich signifikant. Deutschlands Bedeutung
als wichtigster europäischer Handelspartner nahm zu.
26 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Philippinen • Sri Lanka • Taiwan • Vietnam • Argentinien • Brasilien
Philippinen: Stärken Position für
neuen Wirtschaftsblock
(gtai) Die Philippinen sind Teil des neuen Wirtschaftsblocks ASEAN Economic
Community (AEC), der Ende 2015 in Südostasien entsteht. Gegenwärtig mit sehr
dynamischem Wachstum, will das Land
seine Wettbewerbsposition gegenüber anderen Mitgliedern stärken. Laut Global
Competitiveness Index hat diese sich in
den letzten fünf Jahren um 33 Plätze bereits deutlich verbessert. Dennoch liegen
einige Nachbarländer davor. Der Kampf um
Investitionen und Produktionsstätten in der
Region bleibt intensiv.
Sri Lanka: Wirtschaftliche Aussichten
hellen sich auf
(gtai) Das Wirtschaftswachstum in Sri Lanka nimmt an Dynamik zu. Seit dem Ende
des langjährigen Bürgerkriegs bieten sich
erhebliche Investitions- und Geschäftschancen. Vor allem die zahlreichen Projekte für den Wiederaufbau sind hierbei hervorzuheben. Die Regierung hat einen
Zehn-Jahres-Entwicklungsplan erstellt, um
den Aufbau des Landes zu fördern. Allerdings ist die Struktur des Wachstums unausgewogen. Die ländliche Entwicklung
schreitet nur langsam voran.
kaufen auch zunehmend Unternehmen aus
der Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie dem Konsumgütersektor in Vietnam
ein. Vor allem Waren in Kleinserien mit
hohem Qualitätsanspruch eignen sich. Dahingehend wird Vietnam bei Massenwaren
langfristig durch steigende Lohnkosten an
Wettbewerbsvorteil verlieren. Ein Vermittlerbüro vor Ort kann bei der teils schwierigen Projektanbahnung und -abwicklung
unterstützen.
 AMERIKA
Argentinien: Modifikation der
Importzölle
(gtai) Argentinien hat die Einfuhrzölle für
verschiedene Importwaren geändert. Betroffen sind laut dem Dekret 1.676/2014
rund 100 Zolltarifpositionen, für die bis auf
weiteres in den meisten Fällen der laut
WTO zulässige Höchstsatz von 35 Prozent
gelten soll. Lieferungen, die aus dem südamerikanischen Wirtschaftsverbund Mercosur stammen, bleiben von der Maßnahme ausgenommen. Von den Änderungen
betroffen sind unter anderem Motorjachten, Champagner, verschiedene Pflanzenschutzmittel und Formen für das Druckgießen von Metallen.
Taiwan: Außenhandel wächst 2014
(gtai) Taiwan dürfte seinen Außenhandel
2014 ausweiten. So legten die Auftragseingänge, die für die exportabhängige Wirtschaft einen wichtigen Wachstumsindikator
darstellen, in den ersten sechs Monaten
2014 stark zu. Daraus lässt sich auch
ein höherer Importbedarf ableiten, wovon
deutsche Lieferungen offensichtlich profitieren können. Im ersten Halbjahr wuchsen
sie zweistellig und damit deutlich schneller
als die taiwanischen Einfuhren insgesamt.
Vietnam: Beim Sourcing gibt es noch
viel zu entdecken
Brasilien: Wirtschaft stagniert, bleibt
aber langfristig interessant
(gtai) Das klare Aus gegen Deutschland
bei der Fußballweltmeisterschaft im eigenen Land zu verdauen, ist momentan nicht
die einzige Herausforderung für Brasilien.
Nach der euphorischen und hoffnungsvollen WM, die dem Land immerhin zwölf
Stadien von Weltniveau sowie einige Verbesserungen des öffentlichen Personentransports gebracht hat, kehrt der Alltag
zurück. Wichtige Wirtschaftsindikatoren
deuten nach unten. Doch gleichzeitig
machen die langfristigen Perspektiven
Hoffnung.
(gtai) Neben den klassischen Sektoren wie
der Textil- und der Nahrungsmittelindustrie
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
27
Kanada • USA
Kanada: Lebensmittelbranche weiter
auf Wachstumskurs
USA: Nahrungsmittelnachfrage in
den USA im Wandel
(gtai) Die Aussichten für die kanadische
Nahrungsmittelindustrie bleiben positiv. Der
Umsatz dürfte künftig im jährlichen Durchschnitt um drei Prozent wachsen. Die
Nachfrage nach Bio-Erzeugnissen soll
noch stärker zulegen. Die USA sind wichtigstes Lieferland. Jedoch könnte das geplante Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union (EU) die Absatzchancen
für europäische Anbieter verbessern.
Deutschland exportierte 2013 Lebensmittel
im Wert von 270 Millionen kanadischen
Dollar nach Kanada – ein Plus von elf
Prozent.
(gtai) In den USA wächst das Interesse an
Snacks auf Kosten von vollwertigen Mahlzeiten. Aufgrund des steigenden Gesundheitsbewusstseins von Teilen der Bevölkerung zieht die Nachfrage nach Angeboten
auf organischer Basis an. Auch Produkte
mit einem hohen Vollkornanteil sind gefragt. Die Nahrungsmittelindustrie erweitert
derzeit kräftig ihre Sortimente. Eine sehr
hohe Dynamik ist im Joghurt-Segment zu
verzeichnen. Zahlreiche Hersteller investieren in neue Produktionsanlagen.
Mexiko: Deutsche Hersteller errichten
drei neue Kfz-Fabriken
(gtai) Die mexikanische Automobilindustrie
zieht ungebremst Investitionen an. Audi,
Mercedes und BMW haben im ersten Halbjahr 2014 angekündigt, in den kommenden
Jahren neue Werke in Mexiko errichten zu
wollen. Zusätzliche Fertigungskapazitäten
und eine kräftige Nachfrage in den USA
treiben die Produktion und den Export an.
Der Inlandsmarkt entwickelt sich hingegen
schwach, und auch die Nutzfahrzeughersteller leiden unter der schwachen Konjunkturentwicklung in Mexiko.
USA: Vertrieb und
Handelsvertretersuche
(gtai) Der Umsatz im US-Einzelhandel
legte in den ersten sechs Monaten 2014
um 3,6 Prozent zu. Aufgrund positiver
makroökonomischer Rahmenbedingungen
prognostizieren Analysten eine Wachstumsbeschleunigung für das zweite Halbjahr sowie für 2015. Zahlreiche ausländische Unternehmen investieren in den
Sektor. Aldi plant eine kräftige Expansion
und Lidl den Markteinstieg. Auch der
irische Textildiscounter Primark sowie
Tesco, die britische Supermarktkette, nehmen den US-Markt ins Visier.
28 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
USA: Warenimporte aus
Deutschland legten im
ersten Halbjahr zweistellig zu
(gtai) Trotz eines im ersten Quartal rückläufigen Bruttoinlandsprodukts (BIP) haben
die US-Warenimporte in den ersten sechs
Monaten 2014 um 3,2 Prozent gegenüber
dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Mit
einem Plus von 10,4 Prozent entwickelten
sich die Bezüge aus Deutschland dabei
weiterhin überdurchschnittlich. Positiv wirkten sich die wieder anziehende Nachfrage
nach deutschen Maschinen und Fahrzeugen sowie die starken Liefersteigerungen
bei Chemieprodukten aus.
USA: Investitionsklima und -risiken
(gtai) Mit der Erholung der weltweiten Investitionsströme haben 2013 auch die ausländischen Direktinvestitionen in den USA
wieder zugelegt. Der wichtigste Zielsektor
ist dort das verarbeitende Gewerbe, auf
das im vergangenen Jahr rund 41 Prozent
der Auslandsinvestments entfielen. Der
andauernde Öl- und Gasboom hat den
Produktionsstandort USA insbesondere für
energieintensive Branchen attraktiver gemacht. Deutsche Unternehmen weiteten
ihre US-Engagements 2013 leicht aus.
USA • Angola • Burkina Faso • Marokko • VAE
USA: Markt für Industrieroboter mit
Wachstumsperspektiven
Marokko: Verjährung im
marokkanischen Recht
(gtai) Der Auftragseingang bei den USAnbietern von Industrierobotern ist im
ersten Halbjahr 2014 beträchtlich gewachsen. Hersteller gewinnen aufgrund technologischer Fortschritte bei ihren Produkten
neue Kunden aus zahlreichen Branchen.
Flexiblere, kostengünstigere Maschinen
drängen auf den Markt und bedienen
den Bedarf mittelgroßer Firmen. Gute
Geschäftsmöglichkeiten bestehen in der
Luft- und Raumfahrt- sowie in der Elektround Elektronikindustrie.
(gtai) Das marokkanische Recht kennt im
Gegensatz zum islamischen Recht, das
zum Teil auch in Marokko gilt, das Rechtsinstitut der Verjährung (taqādum, prescription). Dieses regeln im Wesentlichen die
Art. 371 ff. des marokkanischen Gesetzes
betreffen Obligationen und Verträge. Im
Gegensatz zum deutschen Recht ist die
Verjährung nach marokkanischem Recht
im Grundsatz als prozessuale Verjährung
und nicht als Anspruchsverjährung ausgestaltet, das heißt gemäß Art. 371 mOG
führt die Verjährung zum Verlust des Klagerechts infolge Zeitablaufs.
 AFRIKA, NAH- UND MITTELOST
Marokko: Profilierung als
Logistikstandort
Angola: Wirtschaftsentwicklung 2013
(gtai) Angolas Wirtschaft bleibt auf stetigem
Wachstumskurs. Allerdings kann diese
Dynamik bislang nur unzureichend in Entwicklung und Beschäftigung umgewandelt
werden. Probleme bereitet auch die immer
noch sehr hohe Abhängigkeit von Erdöl
und Diamanten, wobei verstärkte Bemühungen zur Diversifizierung erste Früchte
tragen. Da die Regierung die Angolanisierung der Wirtschaft vorantreibt, empfehlen
sich für ausländische Investoren Partnerschaften mit Unternehmen unter lokaler
Leitung.
Burkina Faso: Aktuelle Trends
(gtai) Burkina Faso war in den vergangenen Jahren wirtschaftlich sehr erfolgreich,
trotz Trockenheit und trotz Unruhen in den
Nachbarländern Mali und Côte d’Ivoire.
Das BIP-Wachstum pendelte zwischen fünf
und sieben Prozent. Sehr groß ist die Abhängigkeit vom Goldsektor, der in den vergangenen Jahren viel zur wirtschaftlichen
Dynamik im Land beigetragen hat. Der
Bausektor blickt sehr optimistisch in die
Zukunft, da diverse Infrastrukturvorhaben
sowie auch private Hochbauprojekte Aufträge bringen.
(gtai) Marokko hat sich mit seinem Tiefseehafen Tanger Med zu einer Drehscheibe des internationalen Handels entwickelt.
Auch die zunehmende Liberalisierung und
Anbindung an den Weltmarkt sowie die
bisherige politische Stabilität machen das
Königreich für ausländische Unternehmen
interessant. Ein neuer Wirtschaftsführer
bietet deutschen Unternehmen einen
Überblick.
Vereinigte Arabische Emirate:
Großer Bedarf an Klimatechnik
(gtai) Der Markt für Klima- und Lüftungstechnik in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist riesig. Anreize für den Einsatz
energieeffizienter Geräte gibt es dabei
nicht. Die Importe von Klimatechnik kommen zum Großteil aus Asien. Moderne
Gebäudetechnik spielt nur in luxuriösen
Gebäuden eine Rolle. Oft werden stattdessen die zahlreich zur Verfügung stehenden
billigen Arbeitskräfte eingesetzt. Sanitärund andere Armaturen werden ganz überwiegend importiert. Führender Lieferant ist
Italien.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
29
Länder Spezial
Kanada: Neue Marktchancen durch Freihandelsabkommen CETA
Foto: debos.de
(DIHK, Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie) Kanada ist mit einem jährlichen Handelsvolumen von mehr als 13
Milliarden Euro bereits heute ein wichtiger
Wirtschaftspartner Deutschlands – doch in
unseren Wirtschaftsbeziehungen liegt noch
ein hohes Potenzial. Das Handelsabkommen CETA (Comprehensive Economic
Trade Agreement) zwischen der EU und
Kanada wird die Rahmenbedingungen
weiter verbessern – und Handel und Investitionen einen signifikanten Schub geben. Die 2009 begonnenen Verhandlungen
wurden am 26. September 2014 offiziell
beendet. Das Abkommen könnte dann ab
2016 angewandt werden.
Das Freihandelsabkommen bietet viel Potenzial für die deutsche Wirtschaft und für
die Weiterentwicklung eines fairen und
transparenten globalen Handelssystems:
Für alle Industriegüter werden die Zölle
abgeschafft. Für den weitaus größten Teil
gilt dies schon im Zeitpunkt des Inkrafttretens. Bislang sieht das kein anderes
Abkommen der EU vor. Übergangsfristen
gelten für beide Seiten vor allem für Automobile und im Schiffebau.
Bei Dienstleistungen und im öffentlichen
Auftragswesen sieht der CETA-Entwurf
30 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
einen großen Schritt zur Marktöffnung vor,
insbesondere weil in Kanada künftig auch
die Provinzen und Kommunen ihre Beschaffungsmärkte für europäische Anbieter
öffnen müssen.
Der DIHK setzt auf eine unbürokratische
Ausgestaltung, damit insbesondere auch
mittelständische Unternehmen den verbesserten Marktzugang und die reduzierten
Zölle nutzen können.
▶ Veranstaltungstipp
Einzelgespräche mit kanadischen
Wirtschaftsförderern in Stuttgart
6. November
Wirtschaftsförderer aus Kanada laden
deutsche Unternehmen zu kostenlosen
Einzelgesprächen in Stuttgart ein.
Informieren Sie sich über die Möglichkeiten, die der Standort Kanada bietet.
Organisiert wird die Veranstaltung unter
anderem von der Botschaft von Kanada
in Berlin, dem Konsulat von Kanada in
Stuttgart sowie Invest in Canada.
Weitere Details finden Sie unter
www.considercanada.com
Länder Spezial
Taiwan – Starker Wirtschaftspartner
Deutschlands in Ostasien
▶ Veranstaltungstipp
Kanada:
Kooperations-Symposium
in Stuttgart
26. November
Treffen und Einzelgespräche mit
Unternehmen aus Alberta, Kanada,
die an einer technischen Zusammenarbeit mit deutschen Firmen interessiert sind.
Das German-Canadian Center for
Innovation and Research – GCCIR –
veranstaltet am 26. November 2014
von 9:00 bis 14:00 Uhr im Hotel
Le Meridian Stuttgart ein Symposium
zur Kontaktaufnahme und Kooperationsanbahnung zwischen Unternehmen aus Kanada (Alberta) und
Deutschland.
Mittelständische Firmen aus Kanada,
die an der technischen Zusammenarbeit mit deutschen Firmen interessiert sind, präsentieren ihre aktuellen
Erzeugnisse und Technologien
sowie Vorschläge zu einer möglichen
gemeinsamen Entwicklung von
Produkten, die den Anforderungen
des nordamerikanischen und des
europäischen Marktes entsprechen
sollen. Die Projekte werden von dem
Alberta-Germany Collaboration Fund
und von deutscher Seite von ZIM
(Zentrales Innovationsprogramm
Mittelstand) gefördert. Vertreter beider Institutionen werden anwesend
sein.
Die Profile der teilnehmenden
kanadischen Firmen werden vorab
zur Verfügung gestellt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung –
inklusive Lunch-Buffet – ist kostenlos.
▶ Kontakt
Atlantic Link Consulting Stuttgart
Theo Rudolf Schweiker, Honorarkonsul von Kanada a.D.
Anmeldung unter ‚Symposium
26. Nov‘ per E-Mail unter
info@atlantic-link.de
Foto: Sean Pavone / Shutterstock
(AHK Taiwan) Taiwan gehört mit einem
BIP von 358,6 Milliarden Euro im Jahr 2013
zu einer der entwickeltsten Volkswirtschaften in Ostasien. Das BIP pro Kopf betrug
2013 15.364 Euro und liegt damit im asiatischen Vergleich direkt hinter Singapur,
Japan und Hongkong und noch vor China,
Thailand und Indonesien.
Im Jahr 2013 verzeichnete Taiwan ein
Wirtschaftswachstum von 2,19 Prozent.
Das Wirtschaftswachstum konnte im Vergleich zum Vorjahr zulegen, bleibt aber im
Vergleich zu den Jahren 2010 (10,76 Prozent) und 2011 (4,07 Prozent) schwach.
Dies
ist unter anderem auf die weiterhin nur
schwach steigenden Exporte sowie den
stagnierenden privaten Konsum zurückzuführen. Das Wachstum der Exporte von nur
unter einem Prozent wird insbesondere
durch die Abschwächung der Nachfrage
aus Schwellenmärkten beeinflusst. Für
2014 lag die offizielle BIP-Wachstumsprognose Ende August bei 3,41 Prozent.
Die Insel Taiwan liegt in der Asien-PazifikRegion sehr zentral, mit guten Anbindungen zu den Knotenpunkten Hongkong,
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
31
Länder Spezial
Singapur, Shanghai und Tokyo. Sie ist
wirtschaftlich und kulturell stark mit der
ostasiatischen Region und vor allem mit
dem chinesischen Festland verflochten.
Weitere Standortvorteile Taiwans sind die
hohe Rechtssicherheit, immer noch geringe
Produktions- und Energiekosten, sowie
eine gut ausgebaute Infrastruktur.
In der Produktion von Notebooks, Motherboards, Netbooks, LCD-Monitoren, ICTesting und IC-Verpackung ist Taiwan
weltweiter Markführer. Taiwans Hauptexportgruppen sind dementsprechend Produkte der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) wie Optoelektronik
und Halbleiter. Weitere führende Exportindustrien sind der Maschinenbau und die
Fahrradindustrie. Auch im Export von Plastikteilen und Chemikalien ist Taiwan sehr
konkurrenzfähig. Für 2014 erwartet das
Industrial Economics and Knowledge Center (IEK) ein Wachstum der Industrieproduktion von 3,4 Prozent, wobei die
Elektronik sowie IKT-Branchen am stärksten zulegen sollen, gefolgt von der chemischen und petrochemischen Industrie.
IHK-Unternehmerreise
Werkzeugmaschinenindustrie,
2. bis 5. März 2014 Taiwan
Wir laden Sie herzlich ein, an der IHKUnternehmerreise nach Taiwan vom 2. bis
5. März 2015 teilzunehmen. Bei der Reise
nach Taipei und Taichung wird Ihnen die
Chance geboten, sich vor Ort über die
Marktbedingungen in der Maschinenbauund insbesondere WerkzeugmaschinenIndustrie zu informieren. Sie nehmen an
der Eröffnung der Messe Taipei International Machine Tool Show (TIMTOS) teil und
erhalten in diesem Rahmen die Gelegenheit, Ihr Unternehmen auf einer Fachkonferenz zu präsentieren und mit relevanten
Akteuren ins Gespräch zu kommen. Für
einen offenen Erfahrungsaustausch besuchen Sie außerdem lokale und deutsche
Unternehmen in Taichung, wo 70 Prozent
der Werkzeugmaschinenhersteller angesiedelt sind. Über ein individuelles Matchmaking besteht zudem die Möglichkeit,
Gespräche mit potenziellen taiwanischen
Geschäftspartnern zu führen, die speziell
32 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
nach Ihren individuellen Vorstellungen gesucht werden.
Anmeldeschluss: 19. Dezember 2014
▶ Weitere Informationen
unter www.ihk-exportakademie.de/
Unternehmerreisen/Taiwan/
▶ Ihre IHK-Ansprechpartner
Sonja Bachofer
IHK Region Stuttgart
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
Matthias Gaugler
IHK-Exportakademie GmbH
Telefon 0711 2005-1313
matthias.gaugler@ihk-exportakademie.de
Taiwans Maschinenbaubranche ist
von kleinen und mittelgroßen Unternehmen geprägt, die in Produktionsnetzwerken zusammenarbeiten. Etwa 70
Prozent aller taiwanischen Werkzeugmaschinenhersteller sind in Taichung
angesiedelt. Taiwans Maschinenbau
strebt ein höheres Technologieniveau
an und will sich mithilfe von Automatisierungstechnik und Robotik gegenüber
der Konkurrenz vom chinesischen Festland absetzen.
Taiwan ist der drittgrößte Werkzeugmaschinenexporteur weltweit, nach Japan
der zweitgrößte in Asien. Die steigende
Nachfrage in Entwicklungsländern wird
auch in der Zukunft für ein Wachstum
der taiwanischen Werkzeugmaschinenindustrie sorgen. Die Branche ist mit
einem Anteil von 76 Prozent des branchenrelevanten Handelsvolumens sehr
exportorientiert. Insgesamt wurden 2013
Maschinenbauerzeugnisse in einem
Wert von 0,53 Milliarden Dollar nach
Deutschland exportiert. Die Maschinenbaubranche erwartet 2014 eine bessere
Entwicklung als im vergangenen Jahr,
ausgehend von einem starken vierten
Quartal 2013. Ein Fokus liegt auf der
Prozessautomatisierung sowohl hinsichtlich der Herstellung als auch der
Anwendung der Maschinen, um die
Lohnkostenentwicklung auszugleichen.
BW International
Der Wirtschaftsstandort Mexiko –
Neue Stärke durch Wandel
am 20. November 2014 in Ludwigshafen
(bw-i)
Der
mexikanische
Präsident
Enrique Peña Nieto hat eine Reihe von
Reformen angestoßen, die auch die Wirtschaft beflügeln sollen. Über die damit
einhergehenden
Geschäftsmöglichkeiten
können sich auslandsaktive Unternehmen
am 20. November 2014 in Ludwigshafen
informieren.
Die zweitgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas ist traditionell ein wichtiger Partner
Deutschlands. Die enge Beziehung könnte
sich dank der nachhaltigen Reformen, die
unter anderem die Energiewirtschaft, das
Arbeitsrecht und das Steuersystem betreffen, weiter vertiefen.
Um die neuen Chancen, um erfolgsversprechende Strategien, aber auch um
Markteintrittsbarrieren geht es bei der Veranstaltung „Der Wirtschaftsstandort Mexiko: Neue Stärke durch Wandel“, die das
Kompetenzzentrum Lateinamerika der IHK
▶ Veranstalter
IHK Pfalz in Zusammenarbeit mit der
IHK Rhein-Neckar
Termin und Ort
20. November 2014, 09:30 Uhr
IHK Pfalz
Ludwigsplatz 2-4
67059 Ludwigshafen
Teilnahmeentgelt
90 Euro inklusive Seminarunterlagen
und Verpflegung
Die Kosten für den Vorabend tragen
die Teilnehmer.
▶ Programm und Anmeldung
www.pfalz.ihk24.de
Dokumentnummer 7785
▶ Ihr Ansprechpartner
IHK Pfalz, Ludwigshafen
Kompetenzzentrum Lateinamerika
Frank Panizza
Telefon 0621 5904-1930
frank.panizza@pfalz.ihk24.de
Pfalz in Zusammenarbeit mit der IHK
Rhein-Neckar ausrichtet.
Hochrangige Referenten beleuchten ab
9:30 Uhr in den Räumen der IHK Pfalz die
mexikanische Reformagenda, die Potenziale ausgewählter Branchen, die Suche
nach geeigneten Geschäftspartnern und
interkulturelle Hürden. Auch ein vor Ort
aktiver Unternehmer kommt zu Wort.
Nach der Mittagspause besteht die Möglichkeit, das Stammwerk der BASF SE in
Ludwigshafen zu besuchen, einen der
deutschen Top-Investoren in Mexiko.
Bereits am Vorabend des Wirtschaftstages
können die Teilnehmer einander bei einem
Get-together kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen.
Indien: Wirtschaftsdelegationsreise
vom 19. bis 24. Januar 2015 nach
Mumbai und Nashik
unter Leitung des Ministers für Europa,
Bundesrat und internationale Angelegenheiten Peter Friedrich MdL
(bw-i) Die Entwicklungen in Indien in den
ersten Monaten nach den Wahlen stimmen
optimistisch. Indiens neuer Premierminister
Narendra Modi präsentiert sich als Mann
der Tat. Erklärtes oberstes Ziel der neuen
Regierung ist, Indien auf den Wachstumspfad zurückzuführen und den Investitionsstau der vergangenen beiden Jahre zu
lösen. Der Tatendrang der Regierung steht
unter den Schlagworten Wachstum, Ausbildung, Gesundheitsversorgung und Infrastruktur.
Vor diesem Hintergrund organisiert BadenWürttemberg International vom 19. bis 24.
Januar 2015 eine Wirtschaftsdelegationsreise nach Mumbai und Nashik unter Leitung des Ministers für Europa, Bundesrat
und internationale Angelegenheiten Peter
Friedrich und lädt Unternehmen aus Baden-Württemberg zur Teilnahme ein.
Vor Ort nehmen Sie teil an einem zielgerichteten Fachprogramm zur Geschäftsanbahnung sowie individuell für Sie terminierten Kontaktgesprächen mit potenziellen
indischen Geschäftspartnern.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
33
BW International
Die Reise endet mit der Eröffnung der
Veranstaltung „Stuttgart meets Mumbai“,
die im Rahmen der Städtepartnerschaft
zwischen Stuttgart und Mumbai vom Stuttgarter Unternehmer und Honorarkonsul der
Republik Indien, Andreas Lapp, organisiert
wird und eine geeignete informelle Plattform bietet um Kontakte zu knüpfen.
Die An- und Abreise nach Indien ist individuell gestaltbar und mit weiteren eigenen
Terminen kombinierbar.
Anmeldeschluss: 17. November 2014
▶ Weitere Informationen und Unterlagen
unter www.bw-i.de/event/570
reitungsphase Treffen mit passenden Firmen vereinbart. Dolmetscher sind im Preis
enthalten.
Polen ist sowohl als Absatzmarkt als auch
als Investitionsstandort sehr interessant für
deutsche Firmen. In keinem Land der EU
hat sich die Volkswirtschaft so schnell entwickelt wie in Polen, das mit 38,5 Millionen
Einwohnern das größte Land in Mittelosteuropa darstellt.
Die IHK-Unternehmerreise findet auf Initiative und mit Förderung aller baden-württembergischen Industrie- und Handelskammern statt und ist daher ein attraktives Angebot für baden-württembergische Firmen.
▶ Kontakt
Baden-Württemberg International,
Stuttgart
Anna Krywalski
Telefon 0711 22787-936
anna.krywalski@bw-i.de
Gerne können Sie auch im Vorfeld mit den
Organisatoren Rücksprache halten, ob Ihre
Produkte auf dem polnischen Markt Potenzial haben, und gegebenenfalls weitere
Fragen zu dieser Reise klären.
Anmeldeschluss: 23. Januar 2015
Polen: IHK-Unternehmerreise vom
24. bis 26. März 2015 nach Warschau
(bw-i) Auf dieser IHK-Kurzreise werden Sie
in nur drei Tagen wichtige Fortschritte in
der Erschließung des polnischen Marktes
für Ihre Produkte erzielen.
Auf einer sorgfältig vorbereiteten Kooperationsbörse, die das Kernstück der Reise
bildet, treten Sie in Kontakt mit potenziellen
Kunden und Geschäftspartnern. Unser
Partner vor Ort ist die deutsche Auslandshandelskammer, die für Sie in der Vorbe-
▶ Ihre Ansprechpartner
IHK Region Stuttgart
Barbara Effenberger
Telefon 0711 2005-1407
barbara.effenberger@stuttgart.ihk.de
IHK-Exportakademie GmbH, Stuttgart
Matthias Gaugler
Telefon 0711 2005-1313
matthias.gaugler@ihk-exportakademie.de
▶ Weitere Informationen und Unterlagen
unter
www.ihk-exportakademie.de/Polen
Foto: thinkstock
34 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Außenwirtschaftsbarometer
Ausgabe 3 / November 2014 – IHK Region Stuttgart
Aussichten und Entwicklungen für
Deutschland und Baden-Württemberg
Exporte – Januar - August 2014 / 2013
Deutschland
Baden-Württemberg
(DIHK / IHK Region Stuttgart) Im Herbst
trübt sich die Geschäftslage der Unternehmen ein. Die Zuversicht der Unternehmen
erhält einen deutlichen Dämpfer. Geopolitische Sorgen hinterlassen nicht nur bei den
Geschäftsbeziehungen mit Krisenregionen
ihre Spuren. Der Deutsche Industrie- und
Handelskammertag (DIHK) senkt für 2014
seine Wachstumsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent.
Die Südwestwirtschaft befindet sich im
Herbst weiterhin in einer überdurchschnittlich guten Lage. Jedoch haben die Auftriebskräfte in den Sommermonaten nach
und nach an Kraft verloren. Ihre aktuelle
Geschäftslage bewertet knapp die Hälfte
der Unternehmen (46,2 Prozent) aber als
gut. Allerdings sind dies bereits drei Prozentpunkte weniger als noch zur Mitte
dieses Jahres. Das ergibt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Baden-Württemberg, an
der sich knapp 4.000 Unternehmen aus
743,6 Mrd. Euro
( + 2,7 %)
119,3 Mrd. Euro
(+ 4,6 %)
allen Branchen, Größenklassen und Landesteilen beteiligt haben.
Die Auftragseingänge aus dem Ausland als
auch aus dem Inland sind im Vergleich
zum Frühsommer rückläufig. Ersichtlich ist
dies deutlich über die IHK-Konjunkturindikatoren. Die Entwicklung des Auftragseinganges ist hier um über 18 Prozentpunkte zurückgegangen. Die schwächere
Auslandsnachfrage beruht darauf, dass
drei von fünf Weltwirtschaftsregionen vorerst als mögliche Impulsgeber ausfallen.
Der Anteil der Exportoptimisten im Südwesten ist seit Mitte des Jahres von 39,5
auf 35,4 Prozent zurückgegangen und der
Anteil der Pessimisten von neun auf vierzehn Prozent gestiegen. Die Exporterwartungen sind in nahezu allen Branchen
leicht zurückgegangen.
Erwartungen:
Entwicklung des
Auslandsumsatzes
für die kommenden 12 Monate
(Exportierende
Betriebe)
Umsatz:
Entwicklung des
Auslandsumsatzes
im letzten Quartal
zum Vorjahresquartal (Exportierende
Betriebe)
Auftragseingang:
Aktuelle Tendenz
aus dem Ausland
(Exportierende
Betriebe)
© IHK Region Stuttgart
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
35
Außenwirtschaftsbarometer
Erwartungen der exportierenden Wirtschaft – nach Branchen
Die im Frühjahr noch schwungvolle Nachfrageentwicklung ist im
Herbst zum Erliegen gekommen.
Die Erwartungen der Industrie
sind daher leicht rückläufig.
Begründen lässt sich dies vorwiegend durch die geopolitischen
Krisen in der Ukraine und im
Nahen Osten.
Im Handel lassen sich ähnliche
Tendenzen erkennen. Der Geschäftsverlauf des Großhandels
folgt der konjunkturellen Entwicklung seiner Kundschaft. Somit
bremst die verlangsamte Industriekonjunktur die Expansion des
Großhandels. Im Einzelhandel
schwächelt nach einem kurzfristigen Frühjahrshoch erneut der
Kfz-Handel. Im restlichen Einzelhandel ist die Zufriedenheit dagegen leicht gestiegen.
Beim Blick auf die gesamte
Branche der Dienstleister lässt
sich eine sehr leichte negative
Tendenz feststellen. Trotz dessen bleibt die Exporterwartung
auf einem hohen Niveau.
Die Erwartungen der Unternehmen im Bereich Transport
und Verkehr sind auf einem
ähnlichen Niveau wie im Frühjahr
und sogar um wenige Prozentpunkte positiver als im Vorjahr.
36 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Außenwirtschaftsbarometer
Erwartungen der exportierenden Wirtschaft – nach Weltregionen
Sinkende Auftragseingänge aus
dem Ausland schlagen sich negativ auf die Exporterwartungen
der Südwestindustrie nieder.
Die schwächere Auslandsnachfrage beruht darauf, dass drei
von fünf Weltwirtschaftsregionen
vorerst als mögliche Impulsgeber
ausfallen: Aufgrund des UkraineKonfliktes, rechnen die hiesigen
Osteuropaexporteure mit deutlichen Einbußen. Dies spiegelt
sich auch in den Umfrageergebnissen wider: Der Exportindikator
ist im Vergleich zum Jahresbeginn deutlich gesunken. Von Lateinamerika verspricht sich die
hiesige Exportwirtschaft auch nur
noch geringe Zuwächse, da insbesondere Brasilien in zunehmend schwierigeres Fahrwasser
geraten ist. Schließlich hat sich
die Erholung der Nachfrage aus
der Europäischen Union verlangsamt. Bleiben allein Nordamerika
und Asien als Wachstumsregionen übrig, von denen anhaltend
positive Nachfragesignale ausgehen. Außer im Fahrzeugbau,
der mit den USA und China zwei
seiner größten Märkte in diesen
Regionen hat, reichen die möglichen Nachfragezuwächse auf
diesen Märkten jedoch nicht
aus, um nicht nur die Schwäche
der anderen Märkte zu kompensieren, sondern darüber hinaus noch als Wachstumstreiber
für die Südwestwirtschaft zu fungieren.
Methodische Erläuterungen
IHK-Konjunkturberichte: Die Berichte der IHK Region Stuttgart erscheinen seit 2007 drei Mal pro Jahr. Die in diesem Außenwirtschaftsbarometer enthaltenen Daten basieren auf der Mitte September 2014 abgeschlossenen Umfrage. Für den Konjunkturbericht Baden-Württemberg werden knapp 9.000 Unternehmen befragt, von denen sich circa 45 Prozent an der Umfrage
beteiligen. Die Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg erstellen Berichte zur Wirtschaftslage seit 1952. Sie sind
die Organisation mit der größten Erfahrung für diesen Bereich.
IHK-Konjunkturindikatoren: Sie werden als Saldo der positiven beziehungsweise negativen Antworten zu den jeweiligen Fragen
ermittelt und können demnach zwischen minus 100 und plus 100 Prozentpunkten liegen. Ein Indikator von Null zeigt an, dass
sich die positiven und negativen Antworten genau die Waage halten. Ein positiver Indikatorwert bedeutet, dass es mehr positive
als negative Antworten gibt.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
37
Außenwirtschaftsbarometer
Außenhandelspartner
Baden-Württembergs
Der Exportaufschwung zum Jahresende
2013 setzt sich bislang im laufenden Jahr
fort. So konnte die baden-württembergische
Exportwirtschaft in den ersten acht Monaten
dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum von über vier Prozent verzeichnen. Auch die Importe haben
mit einem Wachstum von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2013 deutlich
zugelegt. Zielland Nummer eins bei den
Warenlieferungen ins Ausland bleiben weiterhin die USA, gefolgt von Frankreich und
der Schweiz. Spanien kann sich weiterhin
auf Rang zehn der Top Zielmärkte halten,
nachdem es zum Jahresanfang Russland
von dieser Position abgelöst hatte. Die
Ukraine-Krise hat ihre Spuren im badenwürttembergischen Exportgeschäft hinterlassen. Die Ausfuhren nach Russland sanken in den ersten acht Monaten des Jahres
um über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Ausfuhren in die Ukraine
gingen sogar über 35 Prozent zurück.
Ausfuhren
Top Ten nach Wachstum*
Top Ten nach Umsatz
Top Ten
Ausfuhren
Baden-Württemberg
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Jan-Aug
2014 / 2013
in Prozent
Top Ten Wachstumsmärkte
Ausfuhren
Baden-Württemberg
Jan-Aug 2014
in Euro
∑ Deutschland
∑ Baden-Württemberg
Vereinigte Staaten
Frankreich
China
2,72%
4,61%
9,24%
1,81%
19,11%
743 562 027 010
119 297 658 561
13 391 583 186
9 430 715 754
9 284 634 391
Schweiz
Niederlande
Vereinigtes Königreich
Österreich
Italien
Belgien
Spanien
-1,52%
1,98%
13,80%
-1,41%
3,45%
7,29%
8,34%
8 773 945 440
7 974 042 584
7 535 808 786
5 691 325 974
5 154 809 504
3 706 530 741
3 225 874 681
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Jan-Aug
2014 / 2013
in Prozent
Saudi-Arabien
Rumänien
Vereinigte Arabische
Emirate
China
Portugal
Republik Korea
Ungarn
Finnland
Vereinigtes Königreich
Tschechische Republik
Jan-Aug 2014
in Euro
35,03%
32,46%
28,24%
1 404 620 520
1 143 868 550
903 363 300
19,11%
18,73%
18,39%
16,12%
14,01%
13,80%
12,42%
9 284 634 391
667 278 752
2 347 329 222
2 661 296 442
781 884 703
7 535 808 786
2 996 449 307
Einfuhren
Top Ten nach Wachstum*
Top Ten nach Umsatz
Top Ten
Einfuhren
Baden-Württemberg
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
*
∑ Deutschland
∑ Baden-Württemberg
Schweiz
Niederlande
Frankreich
Italien
Vereinigte Staaten
China
Vereinigtes Königreich
Tschechische Republik
Österreich
Ungarn
Jan-Aug
2014 / 2013
in Prozent
1,76%
10,01%
3,16%
17,29%
6,97%
17,80%
12,79%
-2,29%
22,26%
10,76%
-3,30%
9,75%
Top Ten Wachstumsmärkte
Einfuhren
Baden-Württemberg
Jan-Aug 2014
in Euro
610 185 000 881
101 074 721 189
8 897 401 557
8 025 772 937
7 904 286 782
7 666 524 861
6 829 737 951
6 247 368 814
5 939 926 125
4 771 278 911
4 079 700 819
3 712 770 402
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Algerien
Finnland
Irland
Russische Föderation
Ägypten
Kasachstan
Nigeria
Singapur
Republik Korea
Mexiko
Jan-Aug
2014 / 2013
in Prozent
6449,10%
128,32%
76,37%
73,39%
65,70%
61,37%
48,57%
43,03%
29,87%
28,18%
Jan-Aug 2014
in Euro
556 438 205
871 199 266
2 607 641 589
1 352 176 769
458 038 760
729 026 106
603 229 092
1 709 403 710
542 070 824
373 824 858
Aus allen Ein- und Ausfuhrländern wurden zunächst die 40 umsatzstärksten Länder vorselektiert und die Reihenfolge
daraus errechnet. Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Stand 22.10.2014
38 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Internationale Projekte und Ausschreibungen
EU-Sektorseminar
„Der Energiesektor in EUAußenhilfeprogrammen“
(DIHK) Am 27. November 2014 findet in
Brüssel ein Seminar zu den EUAußenwirtschaftsprogrammen im Energiebereich mit anschließender Kontaktbörse
statt. Das Seminar wird von den Ständigen
Vertretungen und Handelsförderorganisationen der EU-Mitgliedstaaten veranstaltet
(für Deutschland gtai und DIHK). Das
Seminar richtet sich in erster Linie an Beratungsfirmen aus der EU, aber auch an
Unternehmen aus folgenden Subsektoren:
• Energieeffizienz
• Solarenergie
• Windkraft
• Wasserkraft
• Geothermische Energie
• Biokraftstoffe
• Erdgas
• Biomasse
• Energieinfrastruktur
• Transeuropäische Netze
• Energieverteilung
• Elektrifizierung ländlicher Gebiete
• Intelligente Netze
Innerhalb des neuen EU-Finanzrahmens
2014 – 2020 stehen zahlreiche Projekte in
EU-Außenhilfeprogrammen im Energiesektor vor der Ausschreibung, die Geschäftschancen für in diesem Sektor tätige deutsche Unternehmen eröffnen. Dazu zählen
zum Beispiel Ausschreibungen in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, Demonstrationsprojekte in Jordanien oder Lieferung und Errichtung von
73 eigenständigen Solar-PV-Systemen für
landwirtschaftliche Einrichtungen in Eritrea.
Am Vormittag des Sektorseminars informieren Vertreter der Europäischen Kommission über Geschäftschancen und Beteiligungsmöglichkeiten im Rahmen der
verschiedenen EU-Außenhilfeprogramme
(unter anderem ENI, IPA II, EEF, EZI). Unternehmen aus der ganzen EU diskutieren
während einer Podiumsdiskussion praxisnahe Fragen. Am Nachmittag findet eine
Firmenbörse statt, bei der die Teilnehmer
Kontakte mit potenziellen Kooperationspartnern für künftige Ausschreibungen
knüpfen können. Für Unternehmen, die
noch keine Erfahrung mit EU-Außenhilfeprogrammen haben oder ihr Wissen über
EU-Finanzierungsmöglichkeiten auffrischen
wollen, wird zu Beginn des Seminars ein
Einführungsworkshop zu den Ausschreibungsverfahren angeboten. Vertragsexperten der Europäischen Kommission sowie
Vertreter der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Europäischen Bank für
Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE)
beantworten individuelle Fragen der Teilnehmer.
▶ Internet
www.sectorseminars.eu
▶ Ihr IHK- / AHK-Ansprechpartner
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
GTAI-Ausschreibungen
(gtai) In Kooperation mit der Germany
Trade and Invest, Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH
(gtai), bietet die IHK Region Stuttgart ihren
Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, sich
in einer tabellarischen Übersicht über aktuelle Projekte und Ausschreibungen im Ausland zu informieren.Germany Trade and
Invest ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland.
Eine der Aufgaben der gtai ist die Beratung
und Unterstützung deutscher Unternehmen
bei der Markterschließung im Ausland.
Interessierte Unternehmen können diese
Hinweise auch im Rahmen des neuen
branchen-spezifischen Newsletters „Tenders & Projects Daily“ beziehen, der die
bisherige Exportmail ablöst. Der Newsletter
ist kostenlos und enthält Übersichten mit
Kurztexten (die Ansicht einer vollständigen
Meldung kostet 2,50 Euro inklusive Mehrwertsteuer). Ferner besteht die Möglichkeit, ein Jahresabonnement für Ausschreibungs- und Projekthinweise für 232 Euro
(Preis inklusive Mehrwertsteuer) zu bestellen.
▶ Weitere Informationen
zum Newsletter erhalten Sie auf der
Internetseite
www.gtai.de/ausschreibungen
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
39
Internationale Projekte und Ausschreibungen
Übersicht
Land
Titel
Afghanistan
Algerien
Argentinien
Aserbaidschan
Burkina Faso
China
China
Ghana
Ausbau von Umspannwerken
Bau, Zementwerk
Videokonferenzausrüstung
Informationssystem (E-Agriculture)
Ausrüstung, Wärmekraftwerk
Kläranlagenausrüstung
Fernwärmeausrüstung (Zhongyang)
Consulting / Kompetenzaufbau, Wasser- / Abwasser- /
Hygieneprogramm (Accra)
Indien
Hadronentherapieanlage
Indien
Planung / Bau, Straßensanierung (SH-58, SH-116)
Indonesien
Medizinische Ausrüstung / Krankenhausausstattung
Jamaika
Betrieb einer zentralen Referenzdatenbank für die
Übertragbarkeit von Telefonnummern (Lizenzvergabe)
Kamerun
Consulting, Projektevaluierung (Landwirtschaftliche
Entwicklung)
Kroatien
Bau, Biomasseheizkraftwerk Osijek
Liberia
Baustellen-Camp und Camp-Dienstleistungen
Luxemburg
Consulting / Unterstützungsleistungen,
Bankwesen / IT-Technologie
Marokko
Infrastrukturbaumaßnahmen, Hafen Nador
Mexiko
Wetterstationen
Montenegro
Instandsetzung, Eisenbahnbrücke
Nicaragua
Datenkommunikationsdienstleistungen /
Finanzbehörden
Niger
Consulting, Programm für reproduktive Gesundheit
Nigeria
Bau, Wasserversorgung Ibadan (Bundesstaat Oyo)
Pakistan
Laborausstattung, -zubehör
Palästinensische Sicherheitsdienste, Objekt- / Personenschutz
Gebiete
Ruanda
Trafos, Schaltanlagen
Rumänien
Instandsetzung einer Stadtstraße
Salomonen
Verlegung von Untersee-LWL-Netz
Sri Lanka
Humanalbumin, Bedarf 2015
Südafrika
Stromleitungsbau
Tansania
Soft- / Hardware, Web-Portal
Trinidad-undBau / Betrieb einer Kläranlage
Tobago
Türkei
Ausrüstung für Schulungs- und Beratungszentren
Uruguay
Straßenbau
USA
Consulting, Humanressourcenmanagement-Zertifizierung
Die Liste mit aktuellen Ausschreibungen
ist
auf
unserer
Internetseite
www.stuttgart.ihk.de in der Rubrik
„Starthilfe und Unternehmensförderung“,
„Auftragsberatungsstelle“, „IHK-Ausschreibungsdienst“ hinterlegt.
40 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Termin
gtai-Nr.
13.01.2015
20.12.2014
18.11.2014
03.12.2014
03.12.2014
28.11.2014
26.11.2014
21.11.2014
10094005
10084008
10104029
10094007
10094021
10104052
10144029
10134033
28.11.2014
26.11.2014
24.11.2014
01.12.2014
10144013
10144034
10094006
10104041
27.11.2014
10134060
07.01.2015
25.11.2014
24.11.2014
10084023
10084001
10134057
10.10.2015
24.11.2014
08.12.2014
24.11.2014
10134026
10134037
10144006
10144026
25.11.2014
24.11.2014
01.12.2014
17.11.2014
10084013
10134028
10084002
10144003
10.12.2014
26.11.2014
12.12.2014
18.11.2014
04.12.2014
27.11.2014
01.12.2014
10104048
10104034
10104058
10094041
10134045
10094054
10094053
15.12.2014
03.12.2014
15.12.2014
10094002
10094013
10104049
▶ Ihr gtai-Ansprechpartner
Germany Trade and Invest (gtai)
Georg Hochstatter
Telefon 0228 24993-377
georg.hochstatter@gtai.de
Literatur- und Internet-Tipps
Informationsbroschüre „Frankreichspezifische Meldeverfahren“
Das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung in Frankreich
Mittels unserer Informationsbroschüre sollen häufig auftretende Fragen hinsichtlich
der Pflichten für Hersteller und Vertreiber,
der abzurechnenden Produkte und der
Abrechnungsmodalitäten beantwortet sowie die Besonderheiten der einzelnen
Herstellerzusammenschlüsse verdeutlicht
werden.
▶ Bezug
Die Broschüre kann kostenlos bei der
Abteilung Umwelt der AHK Frankreich
bestellt werden
www.francoallemand.com
Informationsseite
der IHK Region Stuttgart zu
den Russland-Sanktionen
Die Abteilung Umwelt der AHK Frankreich
hat eine Informationsbroschüre herausgegeben, die grundlegende Bestimmungen
der wichtigsten französischen Herstellerzusammenschlüsse beziehungsweise Meldeverfahren, von denen exportierende Unternehmen betroffen sind, aufzeigt.
Am 30. Juli 2014 hat die EU Sanktionen
der dritten Stufe gegen Russland beschlossen. Mit Wirkung zum 12. September
wurden die Maßnahmen verschärft.
Das Prinzip der erweiterten Herstellerverantwortung wurde Mitte der 70er Jahre fest
in der französischen Gesetzgebung verankert und gewinnt seit Anfang der 90er
Jahre mit der Verabschiedung der französischen Haushaltsverpackungsverordnung
mehr und mehr an Bedeutung.
In vielen Bereichen setzt Frankreich mittlerweile sowohl europäische Richtlinien
als auch nationale Verordnungen mittels
der Einrichtung von Herstellerzusammenschlüssen um, welche die Rücknahme und
Entsorgung bestimmter Produkte und Produktverpackungen organisieren, koordinieren und finanzieren.
Die Informationsbroschüre soll die grundlegenden Bestimmungen der wichtigsten
französischen Herstellerzusammenschlüsse beziehungsweise Meldeverfahren aufzeigen, von denen exportierende Unternehmen betroffen sind.
© Fotolia
Die IHK-Region Stuttgart informiert Sie
auf ihrer Internetseite laufend zum EUEmbargo gegen Russland. Dazu werden
unter anderem folgende Punkte näher erläutert:
• Rechtsgrundlage
• Informationen und Hilfestellung
• Inhalt der Sanktionen
• Unterlagencodierung für Zollanmeldungen
• Russische Gegenmaßnahmen
▶ Internet
http://kurzlink.de/Russland-aktuell
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
41
Termine
Veranstaltungen der IHK Region Stuttgart
Termin
Veranstaltung
Entgelt
Ansprechpartner
11.11.2014 Basisinformationen Export
10 Euro
13.11.2014 Erstellen von Exportpapieren
für EU und Drittländer
340 Euro
14.11.2014 Lieferantenerklärungen für
Fortgeschrittene: Organisation
im Unternehmen
17.11.2014 Lieferantenerklärungen
100 Euro
20.11.2014 Importe effizient gestalten
150 Euro
24.11.2014 Ermittlung der richtigen
Warennummer
175 Euro
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Monika Oppel
Bezirkskammer Ludwigsburg
Telefon 07161 6715-8432
monika.oppel@stuttgart.ihk.de
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Oliver Kettner
Bezirkskammer Rems-Murr
Telefon 07151 95969-8724
oliver.kettner@stuttgart.ihk.de
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
November
100 Euro
Dezember
02.12.2014 Basisinformationen Import
10.12.2014 Änderungen im Zollund Außenwirtschaftsrecht
2014/2015
15.12.2014 ATLAS Ausfuhr –
Spezialseminar
10 Euro
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
75 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
175 Euro Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Februar 2015
Februar
2015
China 2015: Politische und
wirtschaftliche Herausforderungen im Jahr der Ziege
n.n.
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
IHK Region Stuttgart mit Unterstützung Fiducia Management
Consultants
Weitere Veranstaltungen finden Sie unter
www.bw.ihk.de. Unter www.stuttgart.ihk.de
erhalten Sie detaillierte Informationen und
können sich online anmelden. Fragen zur
Anmeldung beantwortet Ihnen das Zentrale
Veranstaltungsmanagement.
42 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
▶ Veranstaltungsorganisation
Zentrales Veranstaltungsmanagement
Telefon 0711 2005-1380 oder -1381
Telefax 0711 2005-1383
zvm@stuttgart.ihk.de
Termine
Veranstaltungen anderer Organisationen
Termin
Veranstaltung
Kontakt
10.11.2014 14.11.2014
Zertifikatslehrgang Ländermanager
China
in Stuttgart
19.11.2014
Organisation des Imports –
unentbehrlich auch für AEO oder
Zugelassene Ausführer
in Stuttgart
Zollwertberechnung
in Stuttgart
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
Telefon 0711 2005-1364
faye.schikofsky@ihkexportakademie.de
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
November
20.11.2014
20.11.2014
21.11.2014
Rechtsschutz im Zoll- und
Außenwirtschaftsrecht
in Stuttgart
25. Partnerschaftsjubiläum
Baden-Württemberg und
Kanagawa, Japan
in Stuttgart
24.11.2014 +
25.11.2014
Grundlagen, Zollwert, Zollverfahren
und Zollanmeldungen
in Stuttgart
25.11.2014
Zollabwicklung und Umsatzsteuerregeln in der Schweiz
in Stuttgart
Zoll- und Außenwirtschaftsrecht für
die Geschäftsleitung
in Stuttgart
Einfuhrbestimmungen Brasilien
in Stuttgart
26.11.2014
27.11.2014
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
Präfektur Kanagawa mit BadenWürttemberg International (bw-i)
und Industrie- und Handelskammer
(IHK) Region Stuttgart
VWA Württembergische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie
Telefon 0711 21041-16
scherera@w-vwa.de
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Dezember
01.12.2014
Doing Business mit Indern
in Stuttgart
02.12.2014
Russland und Zoll
in Stuttgart
03.12.2014
Die Dual-Use Güterlisten – zentraler
Baustein der Exportkontrolle
in Stuttgart
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
43
Termine
03.12.2014
04.12.2014
04.12.2014 06.12.2014
und
11.12.2014 13.12.2014
08.12.2014 +
09.12.2014
11.12.2014
11.12.2014
BMWi-Initiative: Thailand –
KfZ Branche: Fahrzeuge und
Fahrzeugzubehör
in Stuttgart
Exportkontrolle organisieren und
strukturieren – im Mittelstand und in
komplexen Organisationen
in Stuttgart
Zertifikatslehrgang Fachkraft für
Export- und Zollabwicklung
in Stuttgart
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
German-Asia Pacific Business
Association (OAV) mit Unterstützung der Auslandshandelskammer
(AHK) Thailand, Thailand Board
of Investment (BOI), Landesbank
Baden-Württemberg (LBBW),
Verband der Automobilindustrie
(VDA) und Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o
Versandrecht / Außenwirtschaftsrecht
und Außenhandelsstatistik
in Stuttgart
Versand- und Zollpapiere für EU und
Drittländer mit Fallbeispielen
in Stuttgart
Das US- (Re)-Exportkontrollrecht
in Stuttgart
VWA Württembergische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie
s.o.
GARP Bildungszentrum
Telefon 07153 8305-520
www.garp.de/
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Best Practice: Import von Waren
aus Drittländern - Voraussetzungen,
Abfertigung, Normen und Standards
der EU
in Stuttgart
35-Stunden Schulung für Sicherheitsbeauftragte beim Bekannten
Versender und Reglementierten
Beauftragten
in Stuttgart
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Januar 2015
15.01.2015
26.01.2015 30.01.2015
▶ Weitere Veranstaltungen
www.ixpos.de
www.bw-i.de
▶ Weitere Veranstaltungen
www.bw.ihk.de
www.ihk-exportakademie.de
44 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Faye Schikofsky
IHK-Exportakademie GmbH
s.o.
Messe News und Termine
Messen legen im ersten Halbjahr
2014 nochmals zu
Weiter robuste Messe-Konjunktur in
Deutschland
(AUMA) Nach leichtem Wachstum im Jahr
2013 haben die internationalen und nationalen Messen in Deutschland im ersten
Halbjahr 2014 nochmals zugelegt. Das
ergaben vorläufige Berechnungen des
AUMA Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.
Die 107 Messen, die von Januar bis Juni
stattfanden, verzeichneten im Durchschnitt
rund ein Prozent mehr Aussteller und zwei
Prozent mehr Besucher als die jeweiligen
Vorveranstaltungen. Die Aussteller-Standflächen blieben etwa konstant. Die Messekonjunktur erwies sich erneut als robust –
sowohl im Wettbewerb mit anderen Marketinginstrumenten als auch angesichts der
teilweise labilen Verfassung der internationalen Wirtschaft. Auch die zunehmende
Zahl internationaler Krisenherde hatte bisher keine nennenswerten Auswirkungen auf
die internationalen Messen in Deutschland.
Die Endergebnisse der einzelnen Messen
des ersten Halbjahres sind bereits nahezu
vollständig in der Online-Datenbank des
AUMA verfügbar.
Termin
Ort / Land
Messe
Kontakt
09.12. 12.12.2014
Shanghai, China
(Volksrepublik)
Automechanika Shanghai
Messe Frankfurt Exhibition
GmbH, Frankfurt / Main
Fahrzeuge
08.12. 11.12.2015
SNIEC –
Shanghai New
International
Expo Centre
08.12. 12.12.2014
Messegelände
Moskau
07.12. 11.12.2015
Russische
Föderation
Telefon 069 7575-0
info@messefrankfurt.com
Firmengemeinschaftsausstellung
ZDRAVOOKHRANENIYE
Internationale Fachmesse
für das Gesundheitswesen,
Medizintechnik
Messe Düsseldorf GmbH,
Düsseldorf
Telefon 0211 4560-01
info@messeMedizintechnik, Gesundheit, duesseldorf.de
Pharmazie, Pflege
Firmengemeinschaftsausstellung
06.01. 09.01.2015
Messegelände
Las Vegas
07.01. 10.01.2016
USA
International CES –
CEA Consumer Electronics
Consumer Electronics Show Association, USA
The Source for Consumer
Technologies
Telefon +1 703 907-7600
cesinfo@ce.org
Unterhaltungselektronik,
Multimedia
Firmengemeinschaftsausstellung
▶ Weitere Messetermine
www.auma.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
45
Publikationen
Neuerscheinungen
Veranstaltungsbroschüre Außenwirtschaft
Alle IHK-Veranstaltungen zum Thema Außenwirtschaft für das 2. Halbjahr 2014
Format DIN A5, erschienen im Juli 2014, Dokumentnummer 27259
Exporte und Auslandsinvestitionen
Die Unternehmen aus der Region Stuttgart treiben 2014 ihre
Internationalisierung voran
Format DIN A4, erschienen im Mai 2014, Dokumentnummer 135083
Kostenfrei
Zwölf Forderungen zur Stärkung der Wirtschaft im internationalen
Wettbewerb
Anwendung der drei wichtigsten Abkommen im Carnet-Verfahren in
Staaten außerhalb der EU
Made in Germany – Herkunftsbezeichnung und Qualitätsmerkmal
Handelsabkommen der EU
Lieferantenerklärung nach EG-Verordnung 1207/01
Passive Lohnveredelungsverkehre
Softwareverkäufe ins Ausland – Zollrechtliche und
umsatzsteuerrechtliche Behandlung
Export in Drittländer – Kurzinformationen
Import aus Drittländern – Kurzinformationen
Weinimport aus Drittländern
Aussteller von Ursprungszeugnissen und Handelsrechnungen
Verbrauchssteuern im innergemeinschaftlichen Warenverkehr
Ausstellen eines Carnets A.T.A / C.P.D.
Carnet A.T.A / C.P.D. – IHK Reisepass für Waren
Merkblatt zum Einheitspapier
Auslandsmesseförderung
Außenwirtschaft Aktuell (Informationsdienst alle zwei Monate)
Informationsmöglichkeiten zur Europäischen Union
IHK ProServ International
IHK Ausschreibungsdienst International
UN-Kaufrecht
INCOTERMS 2010
Dienstleistungsangebot der Firmenauskunft – Ausland
Ausländische Handelskammern in Deutschland
Praktika und Jobs im Ausland – Adressliste
Online-Newsletter
Außenwirtschaftsbarometer (im Februar, Juni und November)
Kostenpflichtig
Globalisierung zwischen Krise und Boom –
Potenziale und Strategien beim „Going international“
Praktische Arbeitshilfe Export / Import, 16., überarbeitete Auflage 2012,
(mit CD-Rom), Basisinformationen und Hinweise zu Formularen mit
Formular-Ausfüll-Software auf CD-Rom
Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit
in der erweiterten Europäischen Union
Die Erweiterung der Europäischen Union im Umweltbereich
Arbeitnehmerfreizügigkeit und andere Fakten der EU-Erweiterung
Preis (in Euro)
0,00
0,00
Dokumentnummer
124766
7904
10377
10411
10385
10399
7494
8771
8677
10369
8694
8151
17315
17005
4780
9892
117664
72641
16768
3035
20571
34848
10392
16609
10393
12579
117910
Preis (in Euro)
25,00
29,95
6,00
14,00
3,80
Kostenfreie Publikationen unter www.stuttgart.ihk.de. Kostenpflichtige Publikationen sind
per Bestellung erhältlich unter auwi@stuttgart.ihk.de.
46 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Ansprechpartner
Geschäftsbereich International
Außenwirtschaftspolitik, Grundsatzfragen
Geschäftsführung
Sekretariat
Tassilo Zywietz
Telefon 0711 2005-1231
Telefax 0711 2005-1410
tassilo.zywietz@stuttgart.ihk.de
Vanessa Carciofalo Dio
Telefon 0711 2005-1223
vanessa.carciofalodio@stuttgart.ihk.de
Christina Moschonas
Telefon 0711 2005-1232
christina.moschonas@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaftsstatistiken,
Redaktion Außenwirtschaft Aktuell
Carolin Hildinger
Telefon 0711 2005-1427
carolin.hildinger@stuttgart.ihk.de
Referat Internationaler Warenverkehr
Zollverfahren, Exportkontrolle, Handelspolitische Grundsatzfragen, Ursprungsrecht
Bescheinigungsdienst, Warenbegleitpapiere,
Ursprungszeugnisse, Verkauf von Formularen
Marc Bauer
Telefon 0711 2005-1235
Telefax 0711 2005-1435
marc.bauer@stuttgart.ihk.de
Pervez-Iqbal Jaffari
Telefon 0711 2005-1387
pervez-iqbal.jaffari@stuttgart.ihk.de
Export- und Importabwicklung, Zollverfahren,
Exportkontrolle, Zollpräferenzen,
Carnets ATA und CPD
Petra Lau
Telefon 0711 2005-1207
petra.lau@stuttgart.ihk.de
Robert Thimm
Telefon 0711 2005-1209
robert.thimm@stuttgart.ihk.de
Kirsten Stürner
Telefon 0711 2005-1335
kirsten.stuerner@stuttgart.ihk.de
Andrea Schubode
Telefon 0711 2005-1234
andrea.schubode@stuttgart.ihk.de
Meike Refardt
Telefon 0711 2005-1378
meike.refardt@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
47
Ansprechpartner
Referat Länder und Märkte
Portugal, Mittel- und Südamerika,
Australien, Ozeanien, Indien, Nordafrika,
Naher und Mittlerer Osten
Skandinavien, Baltikum, IHK ProServ,
Enterprise Europe Network,
Außenwirtschaftsfinanzierung /-förderung
Júlio Neto
Telefon 0711 2005-1279
Telefax 0711 2005-1410
julio.neto@stuttgart.ihk.de
Thomas Bittner
Telefon 0711 2005-1230
thomas.bittner@stuttgart.ihk.de
Mittel- und Osteuropa, GUS, Balkan,
Türkei
Westeuropa, Subsahara-Afrika
Barbara Effenberger
Telefon 0711 2005-1407
barbara.effenberger@stuttgart.ihk.de
Julia Klett-Carré
Telefon 0711 2005-1243
julia.klett-carre@stuttgart.ihk.de
Nordamerika, Neue Medien
Internationales Wirtschaftsrecht
Konstanze Lochner-Krieger
Telefon 0711 2005-1419
konstanze.lochner@stuttgart.ihk.de
Claudia Schneider und Martin Fahling
Telefon 0711 2005-1455
claudia.schneider@stuttgart.ihk.de
martin.fahling@stuttgart.ihk.de
Asien
Adressenservice Ausland
Sonja Bachofer
Telefon 0711 2005-1236
sonja.bachofer@stuttgart.ihk.de
Nelly Grandel
Telefon 0711 2005-1257
nelly.grandel@stuttgart.ihk.de
Enterprise Europe Network
Dorothee Minne
Telefon 0711 2005-1325
dorothee.minne@stuttgart.ihk.de
Referat Dienstleistungen
Internationalisierung von Dienstleistungen
Jürgen Leinwand
Telefon 0711 2005-1270
Telefax 0711 2005-601270
juergen.leinwand@stuttgart.ihk.de
48 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
Ansprechpartner
Bezirkskammern
Bezirkskammer Böblingen
Steinbeisstraße 11
71034 Böblingen
Telefon 07031 6201-0
Telefax 07031 6201-8250
info.bb@stuttgart.ihk.de
Tilo Ambacher
Telefon 07031 6201-8224
tilo.ambacher@stuttgart.ihk.de
Jutta Keil
Telefon 07031 6201-8247
jutta.keil@stuttgart.ihk.de
Peggy Vollmer
Telefon 07031 6201-8245
peggy.vollmer@stuttgart.ihk.de
Karin Schultheiss
Telefon 07031 6201-8238
karin.schultheiss@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen
Fabrikstraße 1
73728 Esslingen
Telefon 0711 39007-0
Telefax 0711 39007-8330
info.esnt@stuttgart.ihk.de
Annika Beuter
Telefon 0711 39007-8332
annika.beuter@stuttgart.ihk. de
Julia Schatz
Telefon 0711 39007-8324
julia.schatz@stuttgart.ihk.de
Bismarckstraße 8-12
72622 Nürtingen
Telefon 07022 3008-0
Telefax 07022 3008-8630
info.esnt@stuttgart.ihk.de
Hubert Greiner
Telefon 07022 3008-8615
hubert.greiner@stuttgart.ihk.de
Helmi Veygel
Telefon 07022 3008-8612
helmi.veygel@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Göppingen
Franklinstraße 4
73033 Göppingen
Telefon 07161 6715-0
Telefax 07161 6715-8484
info.gp@stuttgart.ihk.de
Gernot Imgart
Telefon 07161 6715-8431
gernot.imgart@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Ludwigsburg
Kurfürstenstraße 4
71636 Ludwigsburg
Telefon 07141 122-0
Telefax 07141 122-1039
info.lb@stuttgart.ihk.de
Ute Minßen
Telefon 07141 122-1012
ute.minssen@stuttgart.ihk.de
Bezirkskammer Rems-Murr
Kappelbergstraße 1
71332 Waiblingen
Telefon 07151 95969-0
Telefax 07151 95969-8739
info.wn@stuttgart.ihk
Raffael Walter
Telefon 07151 95969-8736
raffael.walter@stuttgart.ihk.de
Corinna Kobus
Telefon 07151 95969-8738
corinna.kobus@stuttgart.ihk.de
Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
49
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50 Außenwirtschaft aktuell 11-12/2014
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