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Um offen zu sein, ich fürchte,
ich bin nicht bei vollem Verstand.
(William Shakespeare, King Lear, Akt IV, Szene 7)
18.10. – 12.12. 2014
Die im Foyer der Draiflessen Collection gezeigten Kunstwerke der Wanderausstellung stehen in einem aktuellen,
gesellschaftspolitischen Zusammenhang. Die Kunst wirkt
wie ein Vermittler zwischen der Welt mit und der Welt
ohne Demenz. Sie rüttelt auf und hilft beim Abbau von
Vorurteilen. Dieser Krankheit kann nur mit Verständnis begegnet werden. Und gemäß dem Motto, dass man nur sieht,
was man weiß, hat der Ausstellungsbesucher auf einem
Demenzparcours die Möglichkeit, selbst zu erfahren, wie es
sich anfühlt, ein Leben mit einer demenziellen Einschränkung zu führen.
Die Ausstellung, der Erlebnisparcours an sieben Stationen,
die parallel aufgebaut sind, und das umfangreiche Begleitprogramm, für das wir ausgewiesene Experten gewinnen
konnten, bieten ein weites Feld, sich auf das Thema Demenz
in vielfältiger Weise einzulassen.
Wir laden Sie herzlich dazu ein und freuen uns sehr auf Sie!
Draiflessen Collection
Mettingen
Öffnungszeiten
Während der Laufzeit ist die Ausstellung montags von 14.00
bis 17.00 Uhr, freitags und sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr
sowie donnerstags von 11.00 bis 21.00 Uhr nach vorheriger
telefonischer Anmeldung geöffnet.
Bitte melden Sie sich unter der Telefonnummer
+49 (0)5452. 9168-3500 an.
Diese Leitung ist montags bis freitags jeweils von 10.00 bis
12.00 Uhr besetzt. Wir bitten um Verständnis, dass ein Besuch
der Ausstellung ohne vorherige Anmeldung nicht möglich ist.
Eintritt € 6
Die Eintrittsgelder werden vollständig als Spende an Einrichtungen und Vereine verwendet, die demenziell Betroffene und
deren Familien unterstützen.
Draiflessen Collection
Georgstraße 18
D-49497 Mettingen
info@draiflessen.com
www.draiflessen.com
„Kunst trotzt Demenz“ ist ein Projekt der Stiftung Diakonie in Hessen und Nassau und ihres
Stiftungsfonds DiaDem.
Kurator: Andreas Pitz
Verantwortlich für die Draiflessen eigene kuratorische Handschrift: Olesja Nein, Draiflessen
Ausstellungsarchitektur: Astrid Michaelis (MichaelisSzenografie, Münster)
Konzept und Begleitprogramm: Susanne Bornemann, Draiflessen
Beratung und Unterstützung: Demenz-Servicezentrum Region Münster und das westliche
Münsterland
© Hans Bock
„Das Herz wird nicht dement“ (Udo Baer)
Und das sehen wir in der lebensbejahenden Freude, die sich
in den Arbeiten von Eberhard Warns, Herbert Zangs und
Christian Zimmermann widerspiegelt, die in ihrer starken
Ausdrucksweise ein ganz anderes Bild von der Krankheit
Demenz entwerfen.
Vor rund 400 Jahren, zu Shakespeares Zeiten, gab es das
Wort „Demenz“ noch nicht, wohl aber die Problematik
der Krankheit. Heute gibt es einen Namen für den Zustand,
„nicht bei vollem Verstand“ zu sein, und ein wachsendes Bewusstsein der Bedeutung dieser Krankheit für unsere stetig
alternde Gesellschaft.
Ein Grund für die Draiflessen Collection, die einzigartige
Ausstellung „Kunst trotzt Demenz“, zu zeigen, die dieses
Thema in wunderbarer Weise aufgreift. Hier zeigen nicht
nur namhafte Künstler wie Jörg Immendorf, Felix Droese
oder Tatsumi Orimoto ihre künstlerischen Umsetzungen im
Umfeld des Ausstellungsthemas, sondern auch demenziell
betroffene Menschen ihre künstlerische Sicht auf die Welt.
Ausstellungseröffnung:
18. Oktober 2014
14.00 bis 17.00 Uhr
Zur Eröffnung spielt das
Veeh-Harfen-Ensemble Emsdetten.
zur Ausstellung
Sonntag, 2. November 2014, 15.00 Uhr, Eintritt € 6
Montag, 17. November 2014, 14.00 Uhr, Eintritt € 6
Sonntag, 23. November 2014, 15.00 Uhr, Eintritt € 6
Autorenlesung: Inkritt Störkel, „am tisch“.
Von schlagfertigen Antworten und berührenden
Momenten
Information: „Ilses weite Welt:
Komm her, wo soll ich hin?“
„Im Alter wurde meine Mutter schlagfertig“, so Inkritt
Störkel, Malerin, Fotografin und Sozialarbeiterin. Sie hat Tagebuch über die Zeit mit ihrer an Demenz erkrankten Mutter
geschrieben und schildert, was sich ereignete und welche
Gespräche sich „am tisch“ entwickelten. Sie hat mit der
Kamera Momentaufnahmen gemacht, die als beeindruckende Schwarz-Weiß-Fotografien in der Ausstellung gezeigt
werden. Zusammen bilden Worte und Fotos das berührende
Porträt einer alten Dame.
Im Buch „am tisch“ gibt es beides: traurige wie auch tröstliche Momente.
Montag, 3. November 2014, 17.30 bis 20.00 Uhr,
Eintritt € 6
Expertenrunde Demenz: Ein Thema, drei Experten
Die Medizinerin Stefanie Oberfeld, der Richter Matthias
Bieling und der bekannte Autor Erich Schützendorf nähern
sich in medizinischen, juristischen und ganz lebenspraktischen Fragestellungen dem Thema und werden Fragen
beantworten, Tipps und Ratschläge geben.
Sonntag, 16. November, 15.00 Uhr, Eintritt € 6
Lesung und Musik: Der alte König in seinem Exil
Arno Geiger lernt seinen Vater neu kennen. Er geht mit ihm
durch die Landschaft, in der sie beide ihre Kindheit verbracht
haben, hört auf dessen nur scheinbar sinnlose und oft wunderbar poetische Sätze, entdeckt, dass es auch im Alter in der
Person des Vaters noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde.
Lesung: Sebastian Aperdannier, Schauspieler, Münster
Musik: Christoph Falley, Saxophon
Sophie Rosentreter hat als Model und Moderatorin bei
MTV gearbeitet, bis sie hinter die Kamera wechselte und
als freischaffende Redakteurin Beitrage für Stern TV, Leute
heute, Brisant, Explosiv oder das SAT.1-Frühstücksfernsehen
produzierte. Als ihre Großmutter an Demenz erkrankte,
pflegte sie sie bis zu deren Tod.
2012 gründete sie die Firma „Ilses weite Welt“ und unterstützt seitdem demenzkranke Menschen sowie deren
Angehörige und Betreuende.
Donnerstag, 20. November 2014, 19.00 Uhr,
Eintritt frei im Zusammenhang mit vorheriger
Führung, ansonsten Eintritt € 6
Filmabend: „Vergiss mein nicht“,
von David Sieveking
David Sieveking sagt über seinen vielfach preisgekrönten
Film:„Aus der Tragödie meiner Mutter ist kein Krankheits-,
sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer
Heiterkeit erfüllt ist.“ Eine absolute Empfehlung für alle, die
sich dem Thema Demenz annähern wollen.
David Sieveking ist Filmemacher, Regisseur und Autor.
Sein Dokumentarfilm „Vergiss mein nicht“ erhielt 2012
u. a. in Locarno den Kritikerpreis und wurde, wie schon
sein Debütfilm, beim Hessischen Filmpreis als „bester
Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.
Autorenlesung und Diskussion:
„Vergiss mein nicht – Wie meine Mutter ihr
Gedächtnis verlor und meine Eltern ihre Liebe
neu entdeckten“, mit David Sieveking
Ein sehr nachdrückliches Erlebnis bereitet uns David Sieveking, wenn er die sensibel formulierten Sätze aus seinem
Buch vorträgt. Trauer, Lebensfreude und Tragikomisches,
lichte und heitere Momente, die sich abwechseln mit ganz
lebenspraktischen Aufgaben, lassen uns in sehr persönlicher
und berührender Weise die demenzielle Erkrankung seiner
Mutter miterleben. Nach der Lesung ist Zeit für ein Gespräch
mit dem Autor.
Mittwoch, 26. November 2014, 17.30 Uhr, Eintritt € 6
Autorenlesung: „Frieden schließen mit Demenz“,
mit Sabine Bode
Menschen mit Demenz sind keine alten Kinder, die man
bemitleiden muss. Es ist an der Zeit, den Horrorszenarien im
Zusammenhang mit Demenz eine positive Vision entgegenzusetzen.
Sabine Bodes Buch beschreibt eine gute Zukunft. Denn die
Probleme, die heute da sind, und jene, die auf uns zukommen werden, sind lösbar. Welche Optionen bleiben? Weiter
weggucken? Darauf warten, dass das rettende Medikament
gefunden wird? Oder unser Schicksal in die Hand nehmen,
unsere Zukunft gestalten. Sabine Bode besuchte Alten- und
Pflegeheime, sprach mit Pflegepersonal, Wissenschaftlern
und porträtiert Helfer, die unermüdlich Demenzerkrankten
helfen, in Würde zu altern. Sie vollführt einen Perspektivwechsel, indem sie festgefahrene Ängste zum Einsturz bringt
und unzählige gute Ansätze und Mut machende Erfahrungen
zeigt. Dieses Buch ist ein Plädoyer für ein Umdenken.
Sabine Bode lebt als freie Journalistin in Köln, schreibt Sachbücher und arbeitet für die Kulturredaktionen des Hörfunks
von WDR und NDR.
Donnerstag, 11. Dezember 2014, 19.00 Uhr,
Eintritt € 6
Theatervorstellung über Demenz und Diskussion: „Dachstube“, mit Thomas Borggrefe
Ein Dirigent ist demenzkrank: Er dirigiert, er sucht seine
Partitur, er ist verwirrt, er sucht in seiner Erinnerung, und
immer wieder ist es die Musik, die ihn festhält und unterstützt … er bleibt Dirigent.
„Dachstube“ ist eine Theatervorstellung mit Texten, Musik,
Heiterkeit und Schwere über Demenz.
Sie zeigt nicht nur die Gefühlswelt des demenzkranken
Mannes, sondern beleuchtet auch die Bedeutung der Musik
im Verlauf des Prozesses. Das Stück wurde in den Niederlanden in Theatern, Pflegeheimen, Kirchen und auf Kongressen
mit großem Erfolg gespielt.
Thomas Borggrefe ist Schauspieler und Seelsorger. Nach
seinem Theologiestudium (Bielefeld, Göttingen, Utrecht)
studierte er an der Hochschule der Künste in Utrecht Theater und Drama. Neben seiner Theaterarbeit ist er als Seelsorger in einem Pflegehaus in den Niederlanden tätig.
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Seele and Geist
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