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AVAD (PDF, 31KB) - BaFin

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Stellungnahme der AVAD zum Rundschreiben-Entwurf der BAFIN
Im Unterschied zum Rundschreiben 9/2007 wird das AVAD-Verfahren nicht mehr an
mehreren Stellen erwähnt, sondern als
Unterpunkt 3 zu B. IV. Regelungen für die Zusammenarbeit mit allen Arten von
Vermittlern.
Diese Änderung ist sehr sinnvoll und gelungen, da es die Klarheit und Lesbarkeit des
Rundschreibens erleichtert, ohne die Kernaussage der BAFIN zum AVAD-Verfahren zu
berühren. Dies begrüßen wir ausdrücklich.
Die Kehrseite des kurzen und prägnanten Punktes 3 ist allerdings, daß es zwei
Sachverhalte gibt, die erörterungsbedürftig sind.
Untervermittler:
Im deutschen Versicherungsmarkt sind eine Vielzahl von sogenannten Vertriebs- oder
Vermittlungsgesellschaften (VG) tätig. Der überwiegende Teil sind juristische Personen.
Die unter diesen angebundenen Vermittler haben regelmäßig keine direkte
Vertragsanbindung an die Versicherungsunternehmen (VU).
Nach dem Wortlaut des neuen Entwurfes wären jeweils nur die
Geschäftsführer/Vorstände zu überprüfen. Es sollte aber sichergestellt sein, daß
insbesondere über die für die VG tätigen Vermittler Auskünfte bei der AVAD eingeholt
werden. Bisher wurde dies sehr effektiv dadurch geregelt, daß die VU bei der
Zusammenarbeit mit derartigen Gesellschaften vereinbarten, daß diese ihrerseits am
AVAD-Verfahren teilnehmen. Mittlerweile nehmen knapp 300 VG am AVAD-Verfahren teil.
Im Jahr 2013 kamen aus diesem Kreis 21.201 Anfragen zu Vermittlern. Durch die im
Rundschreiben 9/2007 BI Nr. 4 getroffenen Regelungen wurde es ermöglicht, daß die für
VG tätigen Vermittler bei der AVAD gemeldet wurden. Dadurch, daß die VU dies auf die
VG delegieren konnten, war dies auch eine sehr praxisnahe und unkomplzierte Lösung.
Dies sollte beibehalten werden und könnte bspw. durch Einfügung nur eines Satzes
erreicht werden.
„Bei der Zusammenarbeit mit VG sollte im Regelfall sichergestellt werden, daß diese am
AVAD-Verfahren teilnehmen und ihre Vermittler überprüfen“.
Das wäre auch kurz und müsste ausreichen.
Besondere Vermittler:
Durch die Kombination „Regelungen für die Zusammenarbeit mit allen Arten von
Vermittlern“ in der Überschrift von B.IV und die Fomulierung –unabhängig vom
gewerberechtlichen Status- in Punkt 3 entsteht der Eindruck, daß über alle Vermittler
Auskünfte eingeholt werden sollten.
Dies ist für den Bereich der produktakzessorischen Vermittler aus Sicht der AVAD wenig
sinnvoll. Über Reisebüros, Autohäuser, Optiker oder ähnliche Vermittler kann man bei der
AVAD kaum geeignete Informationen abrufen. Wir erhalten unsere Informationen nur aus
dem Kreis der VU. Da bei derartigen „branchenfremden“ Vermittlern so gut wie keine
Fluktuation zwischen den VU stattfindet, gibt es regelmäßig keine Auskünfte, die
eingeholt werden könnten. Hier dürften die üblichen Kreditauskünfte etc. geeigneter sein.
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Bildung
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