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Eine bescheidene Künstlerin mit weltweitem - Lokalinfo AG

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GZA/PP 8048 Zürich
80. Jahrgang
Donnerstag, 6. November 2014
Nr. 45
KARATE LIVE ERLEBEN!
KARATESHOW
SA./ SO. 8./ 9. NOV. 2014, 11 UND 14 UHR
Die Schweizer Shukokai-Weltelite zeigt Karate mit Kampf, Kata und
Selbstverteidigung.
Wer kommt, profitiert doppelt!
Alle Besucher erhalten als Geschenk einen Gutschein für einen speziellen
1-monatigen Karatekurs.
Neu Bonsai
für Vier- und Fünfjährige: Karate mit Spiel und Spass.
Kimura Shukokai International
Shihan Steve Lunt, 7. Dan, Chefinstruktor Schweiz, Webereistrasse 55, 8134 Adliswil
Telefon 044 709 09 02, www.shukokai-karate.ch
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
«En Schluck z’vill»
Resly Reis hat viele Jahre in New York gelebt und gearbeitet.
Nun lebt sie in der Enge und stellt bald ihr Lebenswerk aus.
Fotos: zvg./ jg.
Eine bescheidene Künstlerin mit weltweitem Renommee
Die Wahl-Engemer Künstlerin Resly Reis wird am
17. November 80-jährig –
und steckt mitten in den
Vorbereitungen zu einer
grossen Retrospektive.
Jeannette Gerber
Resly, eigentlich Maria Theresia, Reis
ist 1934 in Schänis SG geboren. Als
Kind hatte sie keinen Mentor, keine
Wurzeln und musste sich selbst erfinden. Über sich mag sie nicht reden,
schon gar nicht über Privates, doch
über ihre Kunst lässt sie sich gerne in
allen Farben aus. Es gehe hier nicht
um sie, sondern um die Kunst. Der
Hauch, die Stimme der Stille und das
leise Flüstern habe sie schon als Kind
verspürt. Eine bescheidene und in
sich gekehrte kleine Person, die gerne über die Kunst philosophiert. Zur
Malerei kam sie auf dem sonntäglichen Kirchgang in der Kirche von
Schänis. Sie habe immer die farbigen
Glasfenster betrachtet, die sie zum
Träumen brachten und in denen sie
je nach Sonneneinfall Gestalten oder
auch Krieger entdeckte.
Ausbildung in New York
In New York erlernte sie das Handwerk als Malerin und Bildhauerin
von Grund auf. Später wurde sie von
Sumi-e-Meistern aus Japan und China in japanischer TuschmalereiTechnik «Sumi-e» ausgebildet. Sumi-e heisst auf Japanisch Tuschebild
und ist die Schwarz-Weiss-Kunst der
Tuschmalerei. Diese Technik will
mehr andeuten als aussprechen und
arbeitet mit den
sparsamsten Mitteln. Ganz im
Sinne der sensiblen
Künstlerin.
Mit einem einzigen Strich kann
sie einen Menschen porträtieren, Bewegungen
von Tänzern einfangen,
einen
Streit zwischen
Krähen illustrieren. «Alles ist
Energie», das widerspiegeln die
Skizzen von TänResly Reis mit ihrem Lebensgefährten und Spielzeug- zern, auch von
designer Antonio Vitali. Nach langer Krankheit und Kreisen.
Aktder Pflege durch Resly Reis starb dieser 2008.
zeichnen ist eine
weitere ihrer Stilrichtungen, meistens
auch in einem Strich und immer «reduced to the max».
Manchmal sind die Strichbewegungen fast transparent, manchmal
kräftig, aber immer dynamisch geschwungen. Nur ein einziger Pinselstrich gibt dem leeren Raum eine Bedeutung. Die Landschaftsbilder sind
ruhig und entspannend, doch in einer unbeschreiblichen Farbintensität.
Sie sind zart und hinterlassen trotzdem einen sehr starken Eindruck.
Und beim näheren Hinschauen gibt
es immer etwas Erstaunliches zu entdecken. Da erscheinen irgendwo im
Wasserfall oder am Rande der Wellen, der Wolken oder in der Verästelung der Bäume plötzlich Gesichter,
Füsse und Fantasiegestalten. Doch
man muss sich schon bemühen, diese zu sehen. Die meisten Menschen
schauen zwar, doch sehen tun sie
trotzdem nichts. Im Weiteren arbeitet
sie mit Marmor und mit Kupfer, eine
unerschöpfliche Ideenquelle liegt in
ihr.
Zäsur durch Pflege des Partners
Von 1980 bis 1995 war Resly Reis die
rechte Hand von Prof. Hendersen der
«Art Student League of New York»
für Skizzen und Intensivstudium des
menschlichen Aktes. Sie errang viele
amerikanische, japanische und chinesische Auszeichnungen und wurde
in vielen Galerien in den USA und Japan ausgestellt. Seit 2001 ist sie wieder in der Schweiz, auch hier gab es
Ausstellungen in Herrliberg, Schänis
und Unterseen-Interlaken.
Doch von 2001 bis 2008 musste
sie sich von ihrer Arbeit zurückzie-
hen, denn sie hatte eine wichtige
Aufgabe, die Pflege ihres Lebenspartners bis zu seinem Tod. Die Trauer
verarbeitete sie in 30 Gedichten.
Im Zentrum: das Handwerkliche
Für Resly Reis ist das Handwerk das
Wichtigste in der Kunst. Erst wenn
man das Handwerk richtig beherrsche, könne man seine eigene Richtung finden: «Kopiere die grossen
Meister und finde dann deine eigene
Stimme», sagt sie. Nach vierzig Jahren in New York ist sie nun wieder in
die Schweiz integriert, auch wenn
man den langen Amerikaaufenthalt
an ihrem leicht amerikanischen Akzent erkennen kann.
Nun lebt und arbeitet sie ganz zurückgezogen in der Enge, in einem
barocken Anwesen mit grossen Räumen, die für ihr Atelier genau das
Richtige sind. Es ist aber eine Altbauwohnung und laut der Stadt ist ihr
Wohnen und Arbeiten im Muraltengut absolut rechtens. «Mittelfristig
werden wir die Nutzung dieses Teils
sicher überdenken, aber vorderhand
bleibt alles, wie es ist», sagt ein Sprecher aus Anfrage.
So kann Resly Reis hier weiterhin
ungestört, ja fast unbemerkt von der
Umgebung und von der Zürcher Hektik leben und arbeiten. Jetzt gerade
bereitet sie die Ausstellung im Kunsthaus Glarus unter dem Titel «Der
Atem meiner Seele» vor. Die Vernissage findet am Samstag, 6. Dezember, statt, die Ausstellung dauert bis
zum 16. Januar 2015. Schon vorher,
am Montag, 17. November, feiert die
rüstige Resly Reis ihr 80. Wiegenfest.
Herzliche Gratulation!
Es erging sicher schon manchem der
Zuschauer so, dass er nach einem
«Schluck z’vill» mit einem Riesenkater erwacht ist – aber sicher nur wenigen, in einem fremden Bett mit einer fremden Frau. Nicht nur mit einem Kater, sondern auch mit einem
Filmriss, ohne irgendeine Erinnerung
an den Abend zuvor. Doch in diesem
Fall ist der Schluckspecht, Herr Hagedorn, verheiratet und die Bettgefährtin ebenso. Ihr Ehemann ist zwar
auf Reisen, doch kommt er unerwartet mit einem Blumenstrauss nach
Hause (Gott weiss wieso). Dazu
kommt noch, dass Herr Hagedorn Direktor im Bundesamt für Gesundheit
ist, und dann noch ausgerechnet Chef
der Suchtprävention. Da sind Kreativität und Spontanität für Erklärungen
gefragt. Mit viel Fantasie wird ein
Spinnennetz von Lügen gebastelt, das
jedoch immer wieder zu neuen Lügen führt. Schliesslich kommt auch
noch der Rest der beiden Familien
dazu und macht es immer komplizierter. Am Schluss wird dann aus
der Komödie noch ein Kriminalfall
und alles findet ein völlig unerwartetes Ende. Na dann «Prost», jetzt darf
wieder angestossen werden.
Weitere sechs Aufführungen
Die Komödie wird vom Theater
Leimbach noch sechsmal im ref. Kirchenzentrum aufgeführt. Die Regie
führt Rita Kälin. Ihr Gatte Ralf spielt
die männliche Hauptrolle mit Bravour. Auch die Präsidentin des Theaters, Eveline Dinger, spielt ihre Rolle
hervorragend. Unser Tipp: Unbedingt
hingehen. (jg.)
Weitere Aufführungen: Freitag, 7., Samstag, 8., Sonntag, 9., Mittwoch, 12., Freitag,
14., und Samstag, 15. November 2014; Tickets: www.theater-leimbach.ch oder telefonisch 079 270 27 10, Mo–Fr 9.00–10.00
Uhr. Aufführungsort: Wegackerstrasse 42.
Rita Kälin, die Regisseurin aus
Leimbach, die auch selbst Stücke
schreibt.
Foto: jg.
Petition für Spielplatzerhalt
Massenpanik an der Züspa
Engemer Kicker im Förrlibuck
Regina Imfeld und André Villiger sind zwei der treibenden
Kräfte rund um die Petition zum Erhalt des Kinderspielplatzes inkl. Wiese beim Entlisbergschulhaus. Nun haben die
beiden rund 400 Unterschriften eingereicht.
Seite 5
Drei Kompanien der Milizfeuerwehr der Stadt Zürich standen am Samstag an der Jahresschlussübung in Oerlikon im
Einsatz. Ihre Aufgabe war die Erstversorgung von Verletzten
nach einem Säureunfall an der Züspa.
Seite 6
Bevor die Zürcher Hochschule der Künste ihre Türen öffnete,
gab es hier die Toni Molkerei. Und vorher? Da stand hier das
erste Zürcher Fussballstadion: Das Förrlibuck, wo auch der
in der Enge gegründete FC Young Fellows kickte.
Seite 11
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Stadt Zürich
Nr. 45
6. November 2014
AKTUELL
Relaxen, kuscheln, schlemmen
Vergessen Sie die Hektik
des Alltags und geniessen
Sie erholsame Urlaubstage
mit dem einzigartigen Vierwaldstättersee-Panorama
im See- und Seminarhotel
FloraAlpina in Vitznau.
Die Drillinge «O’Neill Sisters» sangen schon für Hilary Clinton.
Foto: zvg.
Ohrenschmaus und Augenweide
«Women of Ireland» begeistert mit einer Mischung
aus traditionellen irischen
Melodien, modernen Songs
und temporeichen TapDance-Choreografien.
Ein 20-köpfiges Ensemble, bestehend
aus den besten irischen Tap-Tänzerinnen, Musikerinnen und Sängerinnen, präsentiert ein energiegeladenes
und abwechslungsreiches Programm.
Im Vordergrund der Show stehen die
grosse Bandbreite und die Schönheit
traditioneller irischer Musik und des
irischen Tanzes, verflochten mit aktuellen Liedern und Rhythmen von
keltischer Prägung, garniert mit farbenprächtigen Kostümen und aufwendigem Lichtdesign.
Unter den Künstlerinnen von
«Women of Ireland» finden sich langjährige Leadtänzerinnen der Tanzshows «Riverdance» und «Lord of
the Dance» und viele weitere talenANZEIGEN
Publireportage
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 3x 2 Tickets für
«Women of Ireland» im Theater
Spirgarten. Um zu gewinnen, einfach bis 10. November eine Mail
mit Betreffzeile «Ireland» und
ganzem Absender senden an:
lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Ireland»
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
tierte Tänzerinnen. Im Mittelpunkt
stehen die O’Neill Sisters, Drillinge
aus County Kerry. Die bezaubernden
Damen teilten den roten Teppich
schon mit Stars wie Tom Cruise und
Miley Cyrus oder spielten und sangen
für Hilary Clinton. (pd./mai.)
Mittwoch, 19. November, 20 Uhr, Theater
Spirgarten, Lindenplatz 5, 8048 Zürich.
Das Feriendorf Vitznau liegt im Herzen der Schweiz, am Vierwaldstättersee, in einer malerischen Seebucht am Fuss der Rigi. Wer Ruhe
und Entspannung sucht oder seine
Ferien aktiv in der Heimat von Wilhelm Tell verbringen will, fühlt sich
hier heimisch. Zu erreichen ist diese
idyllische Gegend bequem und einfach per Zug und Schiff oder mit
dem Auto. In Vitznau, dem wohl beliebtesten Ort am Vierwaldstättersee, steht ein romantisches Haus mit
Persönlichkeit und ländlichem Charakter, zudem ausserordentlich gemütlich und grosszügig – das Seeund Seminarhotel FloraAlpina.
Das 3-Sterne-Hotel verfügt über
einen Park mit beheiztem Swimmingpool und grosszügiger Liegewiese sowie über insgesamt 57 neu
renovierte Zimmer. Die Zimmer mit
Seeblick sowie die Aussichtsterrasse
sorgen für einen traumhaften Ausblick. Die angenehm modern gestalteten Zimmer bieten jeglichen Komfort und eine herrliche Aussicht auf
die umliegende Landschaft.
Mindestens so genussvoll wie der
Ausblick auf See und Berge sind die
kulinarischen Köstlichkeiten. Frisch
zubereitet und mit Liebe präsentiert,
werden erlesene Köstlichkeiten aus
dem See, von der Wiese und aus
Traumlage über dem Vierwaldstättersee: Das «FloraAlpina».
Foto: zvg.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost ein KuschelWochenende für zwei Personen im
See- und Seminarhotel FloraAlpina
in Vitznau. Inbegriffen sind:
• 1 Übernachtung im Doppelzimmer
mit freistehender Badewanne;
• Romantisches Abendessen mit
Apéro
• Frühstückskorb im Zimmer
• 1 Flasche Prosecco im Zimmer
• Badeüberraschung im Zimmer
dem Wald serviert. Wenn das Wetter
mitspielt, lockt zusätzlich noch ein
einzigartiger und romantischer Sonnenuntergang.
Auch für Hochzeitsapéros, Familienfeiern und Geschäftsanlässe bieten die Aussichtsterrasse, das Pano-
• Schwitz & Relax in unserem Outdoor-Wellness (60 Min.)
(Gesamtwert: 440 Franken).
Wer gewinnen will, schickt bis 13.
November eine Postkarte mit vollständigem Absender an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb FlorAlpina
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich.
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
ramarestaurant und die Säle des
See- und Seminarhotels FloraAlpina
das richtige Ambiente. (pd.)
See- und Seminarhotel FloraAlpina AG,
Schibernstrasse 2, 6354 Vitznau. Telefon
041 399 70 70, welcome@floraalpina.ch
www.floraalpina.ch.
Stadt Zürich
AKTUELL
Nr. 45
6. November 2014
3
Stadt und Kanton skizzieren Ideen fürs Kasernenareal
Die Kantonspolizei zieht
voraussichtlich 2020 in das
neue Polizei- und Justizzentrum. Dann wird ein Grossteil
des Kasernenareals frei.
Die Militärkaserne wird neu
durch das Bildungszentrum
für Erwachsene genutzt, die
Zeughäuser stehen neuen
Nutzungen offen, die Wiese
wird zum zentralen Freiraum.
Der Kanton Zürich als Eigentümer
und die Stadt Zürich planen im Projekt «Zukunft Kasernenareal Zürich»
gemeinsam die künftige Entwicklung
des Areals. Nun liegt der Entwurf des
Masterplans vor. Dieser enthält eine
Leitidee sowie Aussagen zur Gestaltung und Nutzung des Kasernenareals. Zudem listet er ein Handlungsprogramm für die Planungspartner
auf, das in den nächsten Jahren umzusetzen ist, um das Areal sukzessive
weiterzuentwickeln.
Drei Teilbereiche
Voraussichtlich 2020 zieht die Kantonspolizei in das neue Polizei- und
Justizzentrum. Damit wird ein Grossteil des Kasernenareals im Kreis 4
frei. Dieses ist aufgrund seiner zentralen Lage und Grösse ein bedeutendes Areal im Stadtzentrum, heisst es
in der Medienmitteilung von Stadt
und Kanton. Die Baudirektion hatte
deshalb zusammen mit dem Hochbaudepartement der Stadt Zürich
mögliche neue Nutzungen für das
Areal geprüft. In einem breit angelegANZEIGEN
Blick von der Polizeikaserne, die bestehen bleibt, aufs Kasernenareal. Das provisorische Polizeigefängnis links kommt weg.
ten Beteiligungsverfahren wurde auch
die Bevölkerung einbezogen. Am 4.
November fand die vierte Veranstaltung statt, an der Kanton und Stadt
Zürich den Entwurf des Masterplans
zum Kasernenareal präsentierten.
Das gesamte Areal ist ein lebendiger,
möglichst allen zugänglicher Arbeits-,
Begegnungs- und Erholungsort. Bildungs- und Freizeitnutzungen, kleine
Gewerbebetriebe, kulturelle Nutzungen sowie Nutzungen mit sozialer
Ausrichtung sollen es prägen. Der
Zeughaushof und die Kasernenwiese
sind stadtteilverbindende Freiräume.
Das Areal als Ganzes soll kostendeckend, aber nicht gewinnorientiert
geführt werden.
Drei Teilbereiche sollen ein sinnvolles Ganzes ergeben. Der Masterplan sieht vor, das Areal in drei Teile
mit unterschiedlicher Ausrichtung
aufzuteilen, wobei sie ein sinnvolles
Ganzes bilden sollen. Die beiden Kasernengebäude bleiben weiterhin
kantonalen hoheitlichen Aufgaben
vorbehalten: Die Militärkaserne wird
durch das Bildungszentrum für Erwachsene genutzt, wobei das Erdgeschoss für publikumsorientierte Nut-
zungen geöffnet werden soll (zum
Beispiel Gastronomie). Die Polizeikaserne wird bis auf Weiteres von
der Kantonspolizei genutzt.
Gefängnis kommt weg
Für die Zeughäuser stehen dagegen
eher kleinflächige Nutzungen für Gewerbe, Kultur und soziale Einrichtungen im Vordergrund, die sich aus
dem aktuellen Bestand weiterentwickeln. Mit der Aufhebung des provisorischen Polizeigefängnisses und
seiner Umzäunung soll die Kasernenwiese zu einem zentralen Freiraum
Foto: Andreas Minor.
werden. Der Entwurf des Masterplans wird bis Ende Jahr in seine
endgültige Fassung gebracht, danach
müssen der Regierungsrat und der
Stadtrat den Masterplan als gemeinsames Handlungsprogramm genehmigen. Danach wollen sich die beiden Planungspartner weiter gemeinsam für die Entwicklung und den Betrieb des Kasernenareals einsetzen.
Dazu gehört, dass Kanton und Stadt
über die Abgabe des Zeughausareals
im Baurecht verhandeln. (pd./pm.)
www.kasernenareal-zuerich.ch
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Stadt Zürich
Nr. 45
6. November 2014
HINTERGRUND
Säureunfall: Die Milizfeuerwehr probt den Ernstfall
Drei Kompanien der Milizfeuerwehr der Stadt Zürich
standen am Samstag an der
Jahresschlussübung in Oerlikon im Einsatz. Ihre Aufgabe war die Erstversorgung
von Verletzten nach einem
Säureunfall an der Züspa.
Karin Steiner
Die Züspa lockt jedes Jahr Zehntausende in die Messe Zürich in Oerlikon. In der ganzen Menschenmenge
hat ein Standbetreiber versehentlich
ein stark säurehaltiges, konzentriertes
Reinigungsmittel
verschüttet.
Zahlreiche Personen wurden damit
kontaminiert. Der Vorfall löste eine
Massenpanik aus, bei der es weitere
verletzte Personen gab.
Dies war die Ausgangslage der
Übung «Omnes Vigiles 2014», welche
die Spezial-Kompanie, die SanitätsKompanie und die Verkehrs-Kompanie an der Jahresschlussübung zu bewältigen hatten. «Mit der Milizfeuerwehr haben wir eine solche Übung
noch nie von A bis Z durchgespielt»,
erzählt Urs Eberle von der Medienstelle Schutz & Rettung.
Frühmorgens begannen die Kompanien mit dem Aufbau der Dekontaminationscontainer und der Sanitätshilfestellen, während die VerkehrsKompanie die nötigen Umleitungen
rund ums Hallenstadion organisierte.
Nach 10 Uhr wurden die ersten «Ver-
letzten» auf den Platz gebracht. Sie
wurden von Personen mit Gasmasken und Sicherheitsanzügen in Empfang genommen und in die Dekontaminationscontainer gebracht. «Bei einem Säureunfall ist es wichtig, dass
die kontaminierten Personen gründlich gewaschen und ihre Kleider vernichtet werden», erklärt Urs Eberle.
«Sonst können sie weitere Personen
kontaminieren. Selbst wenn sie
schwer verletzt sind, kann man sie
erst nach der Dekontaminierung verarzten.»
Nach dem Wasch-Prozess wurden
die «Opfer», in Folien gepackt, in die
Sanitätshilfestelle gebracht und von
Notärzten und Rettungssanitätern
versorgt. Diese entscheiden auch, ob
die Person mit dem bereitstehenden
Rettungswagen in ein Spital gebracht
werden muss.
Hinter dem Hallenstadion werden die Dekontaminations- und Sanitätszelte aufgebaut.
3. Jahresschlussübung
Bereits zum 3. Mal hat die Milizfeuerwehr eine grosse Jahresschlussübung
mit sämtlichen Kompanien durchgeführt. In der ganzen Stadt Zürich
wurden am Samstag Brände gelöscht
und Wälder nach Sturmschäden aufgeräumt. Das Szenario in Oerlikon
war die anspruchsvollste Übung.
Rund 80 Männer und Frauen standen dafür im Einsatz. «Im Anschluss
werden die ganzen Übungen mit den
Kompanieleitern besprochen», sagt
Urs Eberle. «Abläufe, die noch nicht
hundertprozentig geklappt haben,
werden bei den nächsten Übungen
gezielt geübt.»
In Wärmefolie eingepackt werden die Personen zur Sanität gebracht.
ANZEIGEN
80 000 Personen
und mehr beträgt heute wegen der EUPersonenfreizügigkeit der Bevölkerungszuwachs pro Jahr. Das kann die Schweiz
auf die Dauer nicht verkraften.
Die ECOPOP-Initiative lässt immer noch
einen grossen Zuwanderungsüberschuss
von 16 000 Personen zu und ist damit
sehr massvoll.
Darum
ECOPOP-Initiative JA
Schweizer Demokraten (SD)
Postfach 9103, 8036 Zürich
Gut geschützt entkleiden und reinigen die Rettungskräfte die kontaminierten Personen.
Rettungssanitäter übernehmen die Patienten.
Die Rettungswagen führen die Verletzten ab.
Foto: kst.
Zürich 2
AKTUELL
Nr. 45
6. November 2014
AUF
EIN WORT
IN KÜRZE
«Liberal Award»
Bereits zum 15. Mal verleihen die
Jungfreisinnigen Kanton Zürich
den «Liberal Award» an eine liberal denkende und handelnde
Persönlichkeit oder Personengruppe. Der «Oscar des Liberalismus» 2014 wird alt Nationalrat
und Stadtrat Filippo Leutenegger
sowie Nationalrätin Natalie Rickli
für ihr ausserordentliches Engagement für liberale Lösungen in
der Medienpolitik verliehen.
Lorenz Steinmann
Meisterzeichnungen
2015 feiert die Grafische Sammlung im Kunsthaus Zürich ihr
100-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass sind vom 23. Januar
bis 19. April 2015 rund 120 auserlesene Zeichnungen des 16. bis
21. Jahrhunderts in der Ausstellung «Meisterzeichnungen» vereint – Werke von Raffael, Albrecht Dürer, Johann Heinrich
Füssli, William Turner, Paul Cézanne, Vincent van Gogh, Pablo
Picasso, Alberto Giacometti u.a.
Albisgüetli-Tagung
Die SVP des Kantons Zürich führt
am 16. Januar 2015 die 27. Albisgüetli-Tagung durch. Gastreferentin ist Simonetta Sommaruga,
Vorsteherin des Eidgenössischen
Justiz- und Polizeidepartements.
Weiter halten Nationalrat Alfred
Heer, Präsident der SVP des Kantons Zürich, die Begrüssungs- sowie alt Bundesrat Christoph Blocher, Vizepräsident der SVP
Schweiz, die Hauptansprache.
Neue Kantonsrätin
Die Direktion der Justiz und des
Innern hat die Historikerin/Unternehmerin Sylvie Fee Matter
aus Zürich als Mitglied des Kantonsrats gewählt. Sie tritt die
Nachfolge der zurückgetretenen
Monika Spring an. Die 33-jährige
Sylvie Fee Matter war drittes Ersatzmitglied auf der SP-Liste im
Wahlkreis IV (Kreise 6 und 10).
Münsterhof
Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Münsterhofs beginnen
im ersten Quartal 2015 und dauern voraussichtlich ein Jahr. Neu
ist der Münsterhof für den motorisierten Verkehr gesperrt – die
55 Parkplätze wurden bereits in
der Fraumünsterstrasse kompensiert. Für diese Arbeiten hat der
Stadtrat einen Objektkredit von
1,578 Millionen und gebundene
Ausgaben von 7,859 Millionen
Franken bewilligt.
Grabpflege
Die Gebühren für die Grabpflege
wurden 1995 festgesetzt. Seither
ist der Pflegeaufwand gestiegen,
doch wurde lediglich die Teuerung ausgeglichen. Aktuelle Berechnungen haben ergeben, dass
die Grabdienstleistungen bisher
nicht kostendeckend angeboten
wurden. Die Gebühren liegen
rund 30 Prozent unter den Vollkosten. Um kostendeckende Gebühren zu erreichen, müssen auf
Anfang 2015 die Gebühren ein
erstes und 2017 ein zweites Mal
erhöht werden.
Diskutieren über den bedrohten Kinderspielplatz: Andreas Ammann, Leiter der Parlamentsdienste, Petitionärin
Regina Imfeld, Gemeinderatspräsidentin Dorothea Frei und Petitionär André Villiger (v.l.).
Fotos: ls.
«Rettet den Kinderspielplatz»
In nicht einmal 10 Tagen
wurden fast 400 Unterschriften, damit die geplanten Schulcontainer nicht
neben einem Kinderspielplatz zu stehen kommen.
Regina Imfeld bringt es auf den
Punkt: «Warum will die Stadt einen
Spielplatz zusammenstauchen, der
beliebt und vom Elternverein Zürich 2 in den 1970er-Jahren in Fronarbeit erreichtet wurde?» Andre Villiger ergänzt, man könne den benötigten dreistöckigen Schulpavillon doch
auf dem Streifen der grossen Wiese
neben dem Entlisberger Schulhausplatz errichten. («Zürich 2» berichtete). Darum sammelten die beiden mit
weiteren Anwohnern in wenigen Tagen fast 400 Unterschriften gegen
das städtische Ansinnen, die Schulcontainer beim Spielplatz am Owenweg zu platzieren. Am vergangenen
Donnerstag übergab Imfeld und Villiger die Petition an Gemeinderatspräsidentin Dorothea Frei (SP) und an
Andreas Ammann, den Leiter der
Parlamentsdienste. Laut dem Hochbaudepartement kommt einzig der
kritisierte Standort infrage. Nun
muss die Politik entscheiden. (ls.)
Lernziele jüdischer Schulen werden überprüft
Gemäss der «NZZ am Sonntag» überprüft das Kantonalzürcher Volksschulamt momentan, ob an den jüdischen Schulen die Lernziele erreicht
werden. Im nächsten halben Jahr
führt es in mehreren Fächern Leistungserhebungen durch.
Sieben Institutionen betroffen
Drei Kindergärten und vier Schulen
der orthodoxen jüdischen Gemeinden
in der Enge und in Wiedikon besitzen
eine Bewilligung des Kantons. Die Institutionen unterrichten rund 500
Kinder. Die Schulbewilligungen durch
die Bildungsdirektion stammen freilich alle aus jener Zeit, als die jüdischen Kindergärten und Schulen ge-
gründet wurden. Nun müssen die
Kindergärtler und Primarschüler gewisse Tests absolvieren und bestehen, damit die jüdischen Institutionen eine neue Bewilligung erhalten.
Bekannt ist, dass der Religionsunterricht an orthodoxen jüdischen
Schulen Priorität geniesst, im Gegensatz zu Volksschulen, aber auch zu
konfessionslosen Privatschulen. Gemäss der «NZZ am Sonntag» steht
die Standortbestimmung durch das
Volksschulamt auch in Zusammenhang mit dem kürzlich abgelehnten
Begehren der islamischen Glaubensgemeinschaft, einen eigenen Kindergarten auf die Beine zu stellen –
Stichwort Gleichbehandlung. (zh2.)
Regina Imfeld und André Villiger
überbrachten die gesammelten Unterschriften ins Stadthaus.
Babini muss antraben
Gegen den Engemer Gemeinderat
Mario Babini, der 101 Tage in U-Haft
sass, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Dem 57-Jährigen, der
seit Kurzem nicht mehr Mitglied der
SVP ist, werden Drohung, Tätlichkeiten, mehrfacher Hausfriedensbruch
und mehrfache Sachbeschädigung
vorgeworfen, so auch ein Bierflaschenwurf gegen eine Autoscheibe
und Streitereien in einer Kinderkrippe. Deswegen muss er sich nun vor
Gericht verantworten. Momentan politisiert Babini als Parteiloser im Gemeinderat. Er bestreitet die Vorwürfe. In einem «Talk Täglich»-Interview
auf Tele Züri machte Babini einen
eher bedauernswerten Eindruck. (ls.)
KAMILS KOLUMNE
SMS-Texte «Luauki»,
«braduhi»? Ja!
Kamil Krejci
Heute haben wir Premiere. Ich stehe
mit lauter jungen Menschen auf der
Bühne, und wir verstehen uns prächtig. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und auch privat. Zwar bin
ich zwanzig Jahre älter als der Älteste von allen, aber unsere Freuden,
Problemchen und Probleme scheinen
die ähnlichen zu sein. Wenn da nicht
dieses kleine Gerät wäre, welches
mir mein Alter immer wieder vor Augen führen muss. Mein Handy grinst
mich mehrmals täglich schadenfroh
an und amüsiert sich ob meiner Ratlosigkeit. Ich versteh die Chatmitteilungen meiner Bühnenkolleginnen
und Bühnenkollegen nicht. Völlig ratlos und von Minute zu Minute mehr
alternd lese ich so wichtige Nachrich-
ten wie: akla,
wayne,
luauki
oder fanta. Ich
wäre völlig aufgeschmissen,
wenn mir mein
Sohn diese Hieroglyphen nicht
entwirren würde.
«Akla» bedeutet:
«alles klar». Irgendwie
nachKamil
Krejci vollziehbar, finde
über moderne ich. Bei «wayne»
denk ich persönSMS-Sprache.
lich an John,
aber den kennen weder mein Sohn
noch die meisten meiner Bühnenpartner. «Wen interessierts» löst
mein Junior auch diese Knacknuss.
Mir wird mein Alter wieder einmal
sehr bewusst. Unter «luauki» verstehen sowohl mein Nachfahre wie auch
meine Mitschauspieler die einfache
Frage: «Lust auf Kino». Mein Alte-
rungsprozess scheint mir schneller
als Usain Bolt zu sein. Dass es sich
bei «fanta» nicht um das mir geläufige Getränk handelt, habe ich mir
schon gedacht. Bei der Erklärung, es
bedeute: «Fahre noch tanken», will
ich ebenfalls losfahren, aber mehr,
um mich in einem Altenheim um einen Platz zu bewerben. Doch die
mich umgebenden Menschen stützen
mich. Kurz nach dem ich meine Nöte
formuliert und mich als fossiles Individuum geoutet habe, erscheint mit
einem mitleidigem Pling auf dem
Bildschirm meines iPhones die Meldung: braduhi? Meine Frau hat es
mir übersetzt. Es bedeutet: «Brauchst
du Hilfe?»
Kamil Krejci schreibt jede Woche fürs
«Zürich 2». Heute Donnerstag hat das
Stück «Z wie Züri», in dem auch Kamil
Krejci mitspielt, Schweizer Premiere. Aufgeführt wird es im Bernhardtheater. Alle
Infos: www.z-wie-zueri.ch.
Die am 30. November zu Abstimmung gelangende Ecopop-Volksinitiative darf man noch lange
nicht abschreiben. Ich verstehe
die Ängste rund um die Themen
Überbevölkerung,
zubetonierte
Schweiz, überbordendem Wachstum und Ausländer absolut. Darum hier einige Fakten.
1. Die Einwanderung sorge für
den oft zitierten Dichtestress,
heisst es von Ecopop. Das stimmt
– am Beispiel des Autoverkehrs –
nicht. Dieses Wachstum lässt sich
nur zu etwa 40 Prozent auf die
Zuwanderer abwälzen, die anderen 60 Prozent gehen auf das
Konto der Alteingesessenen, wie
die «Zeit» schreibt. Vor allem wir
Ecopop: Endlich
einmal Klartext
Schweizer fahren also mehr als
früher. Ein Grund ist die Raumplanung, die oft zitierte «Hüsli»Schweiz in der Agglo, auf dem
Land. Darum zu Punkt
2: die Zersiedelung der Landschaft. Diese hat wenig bis nichts
mit Ausländern, aber viel mit der
Missachtung des Volkswillens zu
tun. Im Kanton Zürich ist das
konkret die Kulturlandinitiative,
national die Zweitwohnungsinitiative. Wenn es der Politik ernst wäre mit der zitierten «BetonSchweiz», sollte sie diese Verfassungsartikel umsetzen. Tut sie
aber nicht. Lieber wird überall
Land eingezont für Einfamilienhäuser und billige, einstöckige Industriebauten à la Lidl.
3. Was der Energieverbrauch
mit dem Ausländeranteil zu tun
hat, ist schleierhaft. Wir müssen
uns vielmehr an der eigenen Nase
nehmen – und verzichten lernen,
wie dies sogar der Ecopop-Befürworter «Schwellen-Ruedi» Aeschbacher kürzlich im «Tagi» postulierte. Der Wohnflächenanteil pro
Kopf hat sich in den letzten 40
Jahren fast verdoppelt, mit entsprechendem Energieverbrauch,
inkl. Handy- und Computernutzung und allgemein gestiegenem
Wohlstand, inkl. Ferien auf den
Malediven. Dass hier die Ausländer, die in der Mehrheit in Tieflohnberufen tätig sind, schuld
sein sollen? Sicher nicht.
4. Ecopop will das Kinderkriegen in der Dritten Welt regulieren,
mit künftig zehn Prozent der nationalen Ausgaben für Entwicklungshilfe. Dazu Folgendes: Vor
der Industrialisierung und Sozialisierung der Schweiz hatten auch
unsere Vorfahren nicht selten 7
oder 8 Kinder. Grund: die eigene
Altersvorsorge.
Erst mit der Bildung sank das
Kinderkriegen. Genaus so ist es in
der Dritten Welt. Mehr Bildung =
weniger Kinder. Renommierte Zukunftsforscher gehen davon aus,
dass die Bevölkerung der Erde
von heute 7,2 Milliarden darum
«nur» noch auf rund 9 Milliarden
ansteigen wird und dann wieder
zurückgehen wird.
Fazit: Die Ecopop-Initiative ist
eine clevere Vermischung von
Umweltschutz und Einwanderungsregulierung. Sie führt aber
ins Leere, denn sie setzt die Hebel
am falschen Ort an. Auf (m)ein
Wort: Ich stimme Nein!
5
6
Stadt Zürich
Nr. 45
6. November 2014
Zürcher sind überdurchschnittlich sportlich
Die Zürcherinnen und Zürcher sind
im schweizerischen Vergleich überdurchschnittlich sportlich. Und sie
wünschen sich einen Ausbau der Jugend- und Nachwuchsförderung im
Sport. Dies ergab eine kantonale Befragung von 2796 Personen zu ihrem
Sportverhalten. Die Studie «Sport im
Kanton Zürich 2014» ist die dritte
solche Studie, die das Observatorium
Sport und Bewegung Schweiz im Auftrag des Kantons Zürich durchgeführt
hat. Sie liefert damit Vergleichswerte
zum Stellenwert des Sports auf nationaler Ebene und beleuchtet gleichzeitig die Entwicklung der letzten Jahre.
Bereits die früheren Studien hatten eine deutliche Zunahme der
sportlichen
Aktivitäten
zwischen
2003 und 2008 festgestellt. Seit 2008
haben sich diese auf hohem Niveau
stabilisiert. 73 Prozent der Zürcherinnen und Zürcher treiben mindestens einmal wöchentlich Sport. Die
Zürcher sind polysportiver geworden.
Die beliebtesten Sportarten sind
Wandern, Radfahren und Schwim-
men. Frauen sind heute ebenso häufig sportlich aktiv wie Männer. Die
Sportaktivität der 30- bis 44-Jährigen
ist zwar deutlich geringer als in jüngeren Jahren, bleibt danach aber bis
ins höhere Alter erstaunlich konstant.
22 Prozent der Befragten sind
Mitglied in einem Sportverein. In den
letzten Jahren kam es im Kanton Zürich zu einer Zunahme der Mitglieder
in Fitnesszentren. Mittlerweile besitzen 22 Prozent eine Mitgliedschaft in
solchen. 41 Prozent der Zürcher
üben Sport unabhängig von Verein
und Fitnesszentren aus. Dies geschieht am häufigsten in der freien
Natur. Wanderwege, Velorouten und
Bäder erfreuen sich grosser Beliebtheit. Hauptmotive für das Ausüben
von Sport sind Gesundheit, Freude
an der Bewegung sowie Spass und
Fitness. Ebenso wichtig sind der Bezug zur Natur und das Abschalten
vom Alltag. Häufigste Ursache für
Sportabstinenz ist Zeitmangel. Weniger aktiv sind Menschen mit niedrigem Bildungsstand. (pd./pm.)
Image von Zürich ist positiv
Die Region Zürich gilt als weltoffen,
dynamisch, vielfältig und gleichzeitig
zuverlässig, sicher und gepflegt. Die
Lebensqualität und das Ansehen in
Bereichen wie Bildung, Gesundheit
und Sicherheit sind positiv. Besonders geschätzt werden die Stabilität
von Politik, Wirtschaft und Infrastruktur sowie die Nähe zu natürlichen Erholungsgebieten. Negative
Wahrnehmungen von Hektik, hohen
Preisen, Lärm oder Fortbewegung im
Strassenverkehr sind in der Minderzahl. Das ergibt die repräsentative
Studie «Zürich Image Monitoring».
Im Zeitvergleich ist das Image von
Zürich stabil, wie ein Vergleich mit
der Erhebung von 2010 zeigt. Zwischen den Befragten im In- und Ausland, verschiedenen Nutzer- und Bevölkerungsgruppen zeigen sich nur
geringe Unterschiede in der Wahrnehmung.
Die Studie wurde vom Amt für
Wirtschaft und Arbeit und der Staats-
kanzlei in Zusammenarbeit mit der
Kalaidos Fachschule realisiert. Sie erfasst das Image der Region Zürich bei
der Bevölkerung im Kanton, der
Schweiz und im Ausland. Untersucht
wurden das allgemeine Image wie
auch das besondere Image in verschiedenen Politbereichen. Der Regierungsrat nutzt die Ergebnisse zusammen mit weiteren Grundlagen für
die Entwicklung des Standorts und
für die Planung der kommenden Legislaturperiode 2015–2019.
Zuversichtlich in die Zukunft
Die Zürcherinnen und Zürcher erwarten, dass die heute schon als sehr
hoch geltende Lebensqualität in den
kommenden Jahren gleich bleibt
oder sich sogar nochmals verbessert.
Als Risiken dafür werden die Zuwanderung von ausländischen Arbeitskräften, Preiserhöhungen und die
Verknappung des Lebensraums identifiziert. (pd./pm.)
AKTUELL
Eine Traumwelt aus Schnee und Eis
Der russische Clown-Visionär Slava Polunin, bekannt
aus der Cirque-du-SoleilShow «Alegria», kommt das
erste Mal mit seiner viel
gepriesenen «Snow Show»
in die Deutschschweiz.
Bei «Slava’s Snowshow» verschwimmen die Grenzen zwischen Fantasie
und Realität, Traurigkeit und Glück
und bilden ein Kunstwerk aus faszinierenden Bildern und mitreissender Musik. Die Zuschauer dürfen sich über
die kuriosen Abenteuer einer ganzen
Truppe von Clowns – garantiert keine
gewöhnlichen – amüsieren. Die
Clowns erschaffen mit kleinsten Bewegungen und präziser Mimik grossartige Momente, in die sie das Publikum
mit einbeziehen. Ob in einen bis in den
Saal wirbelnden Schneesturm, ein riesiges über die Köpfe der Zuschauer gespanntes Spinnennetz oder eine Wasserschlacht – Slava hält immer eine
Überraschung bereit. Seine Welt hat
die vielfältigsten Facetten, und er jongliert mit den kleinen und grossen Tücken unseres Alltags.
Clown Slava präsentiert eine
Show, die Erwachsene wieder zu
Hält viele Überraschungen bereit: Clown Slava.
Foto: zvg.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 5x 2 Tickets
(Bons, Datum nach Wahl) für «Slava’s Snow Show» im Theater 11.
Um zu gewinnen, einfach bis 10.
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Kindern werden lässt und Kinder
gleichsam berührt und verzaubert
wie ihre Eltern. (pd.)
Absender senden an:
lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Snow Show»
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Theater 11, Thurgauerstr. 7, 8050 Zürich,
18. bis 23. November, um 19.30 Uhr, Sa
zusätzlich 14.30, So zusätzlich 14 Uhr.
AKTUELLES VOM HAUSEIGENTÜMERVERBAND
Publireportage
Warnung vor Laub auf Strassen und Wegen
Es entspricht allgemeiner Lebenserfahrung, dass bei Laubfall – insbesondere in Verbindung mit Schnee,
Eis und Regen – besondere Vorsicht
geboten ist. Man schützt sich vor Unfallgefahren, indem man vorsichtig
fährt oder geht und die Geschwindigkeit den lokalen Strassenverhältnissen anpasst. Der Laubfall in mit Bäumen und Sträuchern bepflanzten Orten muss somit in der Regel geduldet
werden, und es besteht keine Unterhaltspflicht des Eigentümers einer
Strasse, die jeden Unfall ausschliesst.
Der Eigentümer muss nur diejenigen Massnahmen und Vorkehrungen
treffen, die gemäss den Sicherheitserwartungen des betreffenden Verkehrs geeignet sind, Gefahren mög-
lichst abzuwenden. Diese Massnahmen müssen zudem wirtschaftlich
zumutbar sein. Aus diesem Grunde
besteht auch keine Pflicht des zuständigen Eigentümers bzw. Gemeinwesens, herabfallende Blätter jeweils
unverzüglich zu entfernen.
Es kann von allen Verkehrsteilnehmern, einschliesslich Fahrradfahrern und Fussgängern, erwartet werden, dass diese sich auf die im
Herbst lauernden Gefahren einstellen
und sich entsprechend vorsichtig verhalten.
Cornel Tanno, Leiter
Rechtsberatung/Prozessführung,
Hauseigentümerverband Zürich
Cornel Tanno.
Foto: zvg.
Hauseigentümerverband Zürich, Albisstr.
28, 8038 Zürich, Telefon 044 487 17 00.
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Zürich. Diese Inserate sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr, bei
uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text bitte in Blockschrift ausfüllen
(pro Feld 1 Buchstabe, Satzzeichen oder Wortzwischenraum).
❏ Freizeit/Ferien
❏ Unterricht/Kurse
❏ Fitness/Gesundheit
❏ Musik/Unterhaltung
❏ Diverses
❏ Fahrzeuge
Name/Vorname:
Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
❏ Wohnungen
❏ Möbel/Antiquitäten
Zürich 2
AKTUELL
Mit grossem Engagement haben alle
Mitglieder
der
Pfadi-Abteilung
Vennes zum guten Gelingen des
Abends beigetragen. Nebst einem
köstlichen Abendessen mit anschliessendem Kuchenbuffet wurde den
zahlreichen Gästen ein Unterhaltungsprogramm in Form von Theater- und Filmbeiträgen geboten. Mit
dem Verkauf von Bingo- und Tombolalosen wurden zudem Spenden für
Foto: zvg.
den Neubau gesammelt. Ein Höhepunkt des Abends war die Versteigerung eines goldfarbenen Pfadiaufnähers, der einen regelrechten Bieterwettstreit unter den Anwesenden
auslöste. Der Aufnäher wechselte für
über einhundert Schweizerfranken
den Besitzer – ein wohl rekordhoher
Preis für einen Pfadiaufnäher. Die
eingenommene Spendensumme ist
noch offen, sie wird in den nächsten
Tagen auf http://vennes.pfadi.ch publiziert.
Architekten auch vor Ort
Natürlich durften auch die Informationen zum geplanten Pfadiheim nicht
fehlen. Das Projektteam stellte sein
Bauvorhaben in einer kurzen Präsentation vor. Bei Interesse konnten sich
die Gäste zusätzliche Informationen
direkt beim angehenden Architekten
am Informationsstand holen. Die
Ausgangslage präsentiert sich heute
wie folgt: Das rund 50-jährige Pfadiheim der Vennes, welches sich in Itschnach bei Küsnacht befindet, ist in
die Jahre gekommen und soll deshalb komplett abgerissen und von
Grund auf neu errichtet werden. Die
Entwürfe für den Neubau liegen vor,
damit das Projekt aber richtig Fahrt
aufnimmt, benötigen die Vennes finanzielle Mittel; ausserdem erfolgte
am Samstag ein Aufruf, dass noch
engagierte Freiwillige für das Projektteam gesucht werden.
Es ist den Vennes zu wünschen,
dass sie den Elan und die Freude aus
dem gelungenen Spendenanlass vom
Samstag in die Umsetzungsphase des
Bauvorhabens mitnehmen und der
erste Spatenstich für das neue Pfadiheim nicht mehr allzu lange auf sich
warten lässt.
http://vennes.pfadi.ch. Infos und Kontakt:
Matthias Haug, Weitlingweg 63, 8038 Zürich, 076 454 37 41.
Petition für Strassenbezeichnung nach Hitler-Attentäter
Der Gemeinderat Simon
Kälin gibt nicht auf. Auf
den Jahrestag des Hitlerattentats von Maurice
Bavaud hin will er eine
Petition für einen Zürcher
Strassennamen lancieren.
Am Sonntag, 9. November, jährt sich
zum 76sten Mal der Tag des Attentatsversuchs des Schweizer Hitlerattentäters Bavaud. Auf diesen Termin hin will der umtriebige Gemeinderat Simon Kälin (Grüne) eine Petition starten mit dem Ziel der öffentlichen Würdigung und Anerkennung
von Maurice Bavaud in Zürich mit einer Strassen- oder Platzbenennung.
Der entsprechende politische Vorstoss wurde im Gemeinderat überwiesen, das Geschäft ist aber noch
ANZEIGEN
7
Beim Konzert des Zürcher
Kammerorchesters mit dem
deutschen Pianisten Sebastian Knauer dreht sich alles
um Väter und Söhne.
Spenden für ein neues Pfadiheim
Matthias Schumacher
6. November 2014
Musik der Familien
Bach und Mozart
Die Pfadiabteilung Vennes bedankte sich nach dem gelungenen Abend bei allen Beteiligten.
Die Pfadiabteilung Vennes
hat am Samstag im Wollishofer Kirchgemeindehaus
St. Franziskus einen Spendenanlass für den Neubau ihres Pfadiheims in
Itschnach/Küsnacht organisiert.
Nr. 45
pendent in der
Strassenbenennungskommission. Es brauche
noch etwas öffentlichen Druck,
wie Kälin betont.
Freilich
betrachtet
die
Strassenbenennungskommission das Anliegen
eher distanziert, Der hingerichtete
wie diese vor
Längerem gegenüber «Zürich 2» verlauten liess. So sei es gemäss Praxis
üblich, dass der Bezug zu Zürich Voraussetzung für die Ehrung mit einem
Platz- oder Strassennamen ist, was
bei Maurice Bavaud nur mit ziemlich
viel Fantasie herzuleiten ist. Nicht infrage komme laut der Stadtrat zudem
die Umbenennung des künftigen Eu-
Hitler-Attentäter Bavaud.
Foto: zvg.
ropaplatzes. Die Bauten in der Europaallee seien bereits weit fortgeschritten und die SBB vermarkten
das Areal mit den vom Stadtrat beschlossenen Namen. Die Frage, wo
eine Strasse oder ein Platz nach Maurice Bavaud benannt werden kann,
werde geprüft, wenn die Beratungen
abgeschlossen seien. (zh2.)
Sein Konzertdebüt hatte Sebastian
Knauer bereits mit 14 Jahren gegeben. Seither etablierte sich der deutsche Pianist mit seinem einzigartigen Stil in der internationalen Musikwelt. Am Dienstag, 18. November, widmet er sich nun gemeinsam
mit dem Zürcher Kammerorchester
dem Thema «Väter und Söhne» –
auf dem Programm stehen Werke
der Familien Bach und Mozart.
Wolfgang Amadeus Mozart hatte das
Glück, in Leopold einen erfahrenen
Musiker zum Vater zu haben, der
sein Potenzial erkannte und förderte. Bachs Söhne waren allesamt musikalisch und stark durch die Ausbildung bei ihrem Vater geprägt. Wilhelm Friedemann, der Älteste und
zugleich Begabteste, tat sich jedoch
Pianist Sebastian Knauer.
Foto: zvg.
mit dem väterlichen Erbe besonders
schwer.
Dem Thema des Konzerts entsprechend erhalten Väter und Söhne
sowie prinzipiell Eltern, die das
Konzert in der Tonhalle mit ihrem
Kind oder ihren Kindern besuchen,
jeweils einen Eintritt geschenkt. (e.)
Dienstag, 18. November, 19.30 Uhr, Tonhalle Zürich, kleiner Saal, Claridenstr. 7,
8002 Zürich. Tickets: Billettkasse Tonhalle
oder über www.zko.ch.
Shell-Tankstelle an der
Albisstrasse überfallen
Gegen 21 Uhr betraten zwei maskierte Unbekannte den Shell-Tankstellenshop an der Albisstrasse 115. Sofort
bedrohten sie die Angestellte mit einer Faustfeuerwaffe und zwangen sie,
das Geld aus der Kasse zu geben. Mit
mehreren hundert Franken flüchteten
die beiden Räuber danach aus dem
Shop. Die beiden Unbekannten wer-
den wie folgt beschrieben: Beide ca.
170 bis 180 cm gross, schlanke Statur, trugen auffällige silberne, glänzende Gesichtsmasken und schwarze
Jacken mit leuchtenden Streifen und
Kapuzen. Einer der Täter hatte eine
schwarze Faustfeuerwaffe. Weil die
Täter noch flüchtig sind, hat die
Stadtpolizei einen Zeugenaufruf erlassen: Personen, die am Samstagabend,
1. November, zirka um 21 Uhr im Bereich des Shell-Tankstellenshops an
der Albisstrasse 115 verdächtige
Beobachtungen im Zusammenhang
mit dem Raubüberfall gemacht haben, werden gebeten, sich bei der
Stadtpolizei Zürich, Tel. 0 444 117
117, zu melden. (pd.)
Kleidersammlung
3. Rang für FCA
Die Firma Tell-Tex sammelt vom 10.
bis 14. November in der Stadt Zürich
Kleider und Schuhe. Der Erlös aus
dieser sinnvollen Sammlung kommt
vollumfänglich der kispex Kinder-Spitex Kanton Zürich zugute. Die Kinder-Spitex dankt für die Unterstützung, wie sie in einer Mitteilung
schreibt. Der Sammeltag für den
Kreis 2 ist am Montag, 10. November. Die Säcke sollten vor 7 Uhr hinausgestellt werden. (eing.)
Der FC Adliswil überwintert im guten
3. Rang. Im letzten Match vor der
Winterpause schlug der Drittligist
den FC Freienbach vor 123 Fans mit
1:0. Den nächsten Ernstkampf bestreiten die Perri-Boys am Sonntag,
29. März 2015, um 10.15 Uhr gegen
den FC Affoltern am Albis. Der FCA
(mit 21 Pkt.) wird dann auf den Leader (mit 30 Pkt.) treffen. (pd.)
Kurz vor 21 Uhr am Samstagabend überfielen zwei
Unbekannte den Shell-Tankstellenshop an der Albisstrasse 115 in Wollishofen.
Die Stapo sucht Zeugen.
www.fcadliswil.ch
8
Stadt Zürich
Nr. 45
AKTUELL
6. November 2014
ABSTIMMUNG: ZÜRCHER AUSNÜCHTERUNGS- UND BETREUUNGSSTELLE (ZAB)
Das Hotel Suff Kontra: «Störer und
ist umstritten Randständige verbannen»
Die Stadtzürcher Stimmberechtigten entscheiden
am 30. November über die
definitive Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle ZAB, das sogenannte
Hotel Suff.
Luca Maggi ist
Vizepräsident
der
Grünen
Schweiz und
Vorstandsmitglied der Grünen Stadt Zürich.
ist die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle ZAB nicht eine Luxuseinrichtung?
Die ZAB kostet nun mal so viel. Ich
bin ja auch der Meinung, dass es dieses Projekt nicht braucht. Wenn aber
eine solche Institution betrieben werden soll, müssen die Kosten zwingend vom Staat getragen werden.
Pia Meier
Berauschte Personen, die sich oder
andere ernsthaft gefährden, können
vorübergehend in polizeilichen Gewahrsam genommen und in der Zürcher Ausnüchterungsstelle ZAS unter
medizinischer Betreuung ausgenüchtert werden. Diese Stelle in der
Hauptwache der Stadtpolizei hat sich
in den vergangenen vier Jahren als
Pilotbetrieb bewährt. Daher soll sie
unter dem Namen Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle ZAB in
den definitiven Betrieb überführt
werden. Diese kostet 1,7 Millionen
Franken pro Jahr. Sie ist jeden Tag
während 24 Stunden offen. Die Gegner argumentieren, dass dadurch
Kampftrinker beim Ausschlagen ihres Rausches subventioniert werden.
Weiter kritisieren sie die Kosten dieses Luxusprojekts. Auch sollen diese
nicht auf einzelne Gruppen von Verursachern überwälzt werden.
Stadtrat und Gemeinderat empfehlen die Annahme der Vorlage. Ja
sagt ebenfalls SP und GLP. Nein sagen Grüne, SVP, FDP, CVP, AL.
Luca Maggi, warum braucht es keine solche Einrichtung?
Das Komitee «Hotel Suff Nein» stört
sich an zwei zentralen Punkten der
ZAB: Erstens wird sehr stark in die
Grund- und Freiheitsrechte von Menschen eingegriffen, die gegen kein
Gesetz verstossen haben. Die einzelnen Fälle zeigen, dass keineswegs
nur «jugendliche Kampftrinker» (wofür die ZAB geschaffen wurde) dort
landen. Viel mehr dient die ZAB dazu, Leute, die von der Polizei als Störer wahrgenommen werden oder
randständig sind, aus dem öffentlichen Bild zu verbannen. Zweitens
wird ein Teil der Kosten auf die Inhaftierten abgewälzt. Damit werden
Tür und Tor geöffnet, in Zukunft weitere Polizeikosten auf Dritte abzuwälzen. Wir sind klar der Meinung, dass
die Polizei über die Steuern und nicht
über Verursacher und Benutzer bezahlt werden soll.
Sind die Kosten von 1750 Franken pro
Person nicht zu hoch? Beziehungsweise
Animiert eine solche Einrichtung nicht
zu Trinkgelagen beziehungsweise zum
Kampftrinken?
Nein. Wer die Zahlen anschaut, sieht
klar: In der ZAB landen erstens Menschen, die von der Polizei als störend
erachtet werden und zweitens Randständige. 200 der rund 1000 Fälle,
welche im letzten Jahr in der ZAB
landeten, wurden von den 10 gleichen Personen verursacht. Das sind
keine «Kampftrinker», sondern alkoholsüchtige Menschen. Nur gerade
36 Personen waren minderjährig.
Wenn die ZAB von der Stadtzürcher
Stimmbevölkerung abgelehnt wird, welche Lösung schlagen Sie vor für Personen, die sich selbst oder andere unter
Alkoholeinfluss gefährden könnten?
Für Menschen, die straffällig werden,
gibt es ein Strafgesetz. Wer dringend
medizinische Unterstützung braucht,
gehört zu einem Rettungsdienst. Wer
das Personal in den Notaufnahmen
unterstützen will, muss schauen,
dass dort die nötigen Vorkehrungen
getroffen werden.
Pro: «Die ZAB entlastet
die Polizei»
Alan
David
Sangines
ist
Co-Präsident
des Komitees
«Ja zur ZAB»
und Gemeinderat (Mitglied
der
Polizeiund Verkehrskommission).
Alan David Sangines, warum braucht es
eine solche Einrichtung?
Die ZAB schützt das Gesundheitspersonal der Spitäler vor aggressiven
Betrunkenen. Gleichzeitig erhöht sie
auch die Patientensicherheit, indem
diese nicht wegen aggressiven Betrunkenen unnötig lange auf ihre Behandlung warten müssen oder gar
angegriffen werden. Die Polizei wird
ebenfalls vor Ausnüchterungen auf
ihren Regionalwachen entlastet – eine Aufgabe, für die sie nicht ausgebildet wurde und wertvolle Zeit verschwendet, in der die Polizei auf der
Strasse sein könnte.
Sind die Kosten von 1750 Franken pro
Person nicht zu hoch? Ist ein Hotel Suff
eine Luxuseinrichtung?
Zum Vergleich: Ohne ZAB werden
randalierende Berauschte auf den
Notfallstationen der Spitäler ausgenüchtert. Kosten pro Person: mind.
2940 Franken. Verletzungen und Arbeitsausfälle von attackierten Pflegefachfrauen, Ärzten oder anderen Pa-
tientinnen, nicht eingerechnet. In
Lausanne musste ein Spital bereits
600 000 Franken für Security budgetieren. Von einem Luxusprojekt kann
also keine Rede sein. Ausserdem: In
der ZAB beteiligen sich die aggressiven Berauschten an den durch sie
verursachten Sicherheitskosten mit
einer verhältnismässigen Gebühr von
600 Franken. Ohne ZAB müssen die
Steuerzahlenden vollständig für die
Sicherheitskosten von Ausnüchterungen in Spitälern aufkommen.
Animiert eine solche Einrichtung nicht
zu Trinkgelagen beziehungsweise zum
Kampftrinken?
Nein, im Gegenteil. Die Einrichtung
wurde gerade wegen aggressiver
Kampftrinker nötig. Die ZAB entlastet
die Polizei, schützt das Gesundheitspersonal und erhöht die Patientensicherheit in den Notaufnahmen –
also von uns allen.
Wenn die ZAB von der Stadtzürcher
Stimmbevölkerung abgelehnt wird, welche Lösung schlagen Sie vor für Personen, die sich selbst oder andere unter
Alkoholeinfluss gefährden könnten?
Die Erfahrungen beweisen: Die ZAB
ist die bestmögliche Lösung, um diese Menschen medizinisch kontrolliert
auszunüchtern. Alles andere wäre
mit massiv mehr Kosten oder Mehrbelastungen für Gesundheitspersonal
und Polizei verbunden. (Interviews:
pm.)
«Die EU ist eine Gefahr für die direkte Demokratie»
Der bekannte Zürcher
Rechtsanwalt Valentin
Landmann trat als Gastreferent am 18. Kongress des
Kantonalen Gewerbeverbands in Küsnacht auf.
Pascal Meister
Fast 300 Gäste versammelten sich am
letzten Donnerstag zum 18. Kongress
des Kantonalen Gewerbeverbands Zürich (KGV) in Küsnacht. In seiner Präsidialadresse gab KGV-Präsident Hans
Rutschmann (SVP) den Anwesenden
einen Einblick in die Konjunkturlage
des KGV. Neben der Wohnbaupolitik
und den Kantonsratswahlen 2015 war
ANZEIGEN
das zentrale Thema seiner Rede die
zusammen mit dem Hauseigentümerverband (HEV) eingereichte Volksinitiative «Ja zu fairen Gebühren». Die
Initiative setze sich zum Ziel, dem Gebührenwahn von jährlich 2,6 Milliarden Franken ein Ende zu bereiten.
«Für die Behörden ist es immer viel
einfacher, die Gebühren zu erhöhen
als den Steuerfuss», sagte Rutschmann und forderte, dass künftig die
Gebühren wie die Steuern durch den
Souverän festgesetzt werden.
Das von vielen erwartete Highlight
des Abends war dann die Rede von
Valentin Landmann zum Thema «Gefahren für die direkte Demokratie».
Der Rechtsanwalt, Buchautor und Dozent für Strafverteidigung an der Universität Luzern, begann mit einem Zi-
Valentin Landmann spricht am
Foto: Pascal Meister
KGV-Kongress.
tat von Benjamin Franklin, dem Wegbereiter der amerikanischen Verfassung: «Wer Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende
beides verlieren.» Landmann zufolge
werden seit dem 11. September 2001
grundlegende Verfassungsrechte nicht
nur in den USA, sondern auch in der
Schweiz mit Füssen getreten. Massnahmen, die einst zur Bekämpfung
des Terrorismus legitimiert waren,
würden nun plötzlich gegen das eigene Volk eingesetzt.
Als Staatsfeind Nr. 1 in Bezug auf
die direkte Demokratie sieht Landmann jedoch die Europäische Union.
Er liess verlauten, dass der Bundesrat
schon lange einen Vormund für die
Schweiz suche, den «guten Onkel von
ausserhalb», der die Rechtssituation
im Herzen Europas mitbestimmen
könne. Landmann ist sich sicher, dass
die Schweiz im Fall eines EU-Beitritts
nicht mehr zu sagen hätte als etwa
der Neuzugang Kroatien. Bei einem
EU-Beitritt, so Landmann, würde jedes EU-Recht über der Schweizer Verfassung stehen. Theoretisch könnte
damit jeder EU-Mitgliedsstaat jeden
Schweizer Bürger, der nach dem jeweiligen, Staatsrecht eines Delikts bezichtigt wird, ausgeliefert bekommen.
Heute, mit der Bundesverfassung im
Rücken, sei dies nicht möglich.
«Man muss sich in Zukunft gut
überlegen, ob man internationale Verträge über die eigene Verfassung stellen möchte, denn das wäre eine echte
Gefahr für die direkte Demokratie»,
betonte Landmann. Seine eindringliche Rede endete dann aber doch noch
in einer Pointe, als er dem KGV zum
18-jährigen Bestehen und damit zur
neu erlangten Mündigkeit gratulierte.
KULTUR
Zürich 2
Nr. 45
6. November 2014
9
Man macht Krieg, aber man könnte auch den Frieden «machen»
Ab heute zeigt der in
Adliswil aufgewachsene
Theo Dannecker seine Ausstellung «Frieden schaffen»
im Kulturtreff Adliswil. Im
Interview erzählt der Konzeptkünstler von seinen Inspirationen und darüber,
weshalb die Hoffnung auf
das Gute im Menschen nie
verloren gehen sollte.
Stephan Schmid
In Zürich-Oberstrass befindet sich das
Atelier des in Adliswil aufgewachsenen Künstlers Theo Dannecker, sein
Arbeitsplatz in doppelter Hinsicht.
Die Zeugnisse seiner künstlerischen
Arbeit – zahlreiche Notizen, Bücher,
Zeitungsausschnitte, Skizzen, viel
Werkzeug und natürlich die fertigen
oder sich noch in Arbeit befindlichen
Werke – sind im Raum aufgestellt, an
den Wänden aufgehängt und auf einem langen Tisch in der Mitte des
Raums verteilt. Wenn seine Schüler
da sind, muss vieles wieder an einen
anderen Ort ausweichen. Seit 1972
unterrichtet er Schüler verschiedener
Altersklassen, wovon er manche auf
den Eintritt in Kunstschulen vorbereitet. Dannecker selbst war an der
Kunstgewerbeschule Zürich und besuchte später an der Königlichen Akademie für Schöne Künste in Kopenhagen eine Bildhauer-Klasse. Aber auch
seine Reisen als freischaffender
Künstler, während denen er Kontakte
herstellen und sich als Künstler entwickeln und finden konnte, zählt er
mitunter zu seiner Ausbildung. Dabei
entdeckte er das Thema «Frieden»
für sich, das seine Arbeit nun seit
Jahrzehnten prägt und in Adliswil
zum sechsten Mal einer Ausstellung
den Namen gibt: «Frieden schaffen».
Harte Arbeit für den Frieden
Aus den Inspirationen für seine Kunst
macht Dannecker kein Geheimnis. So
erzählt er, wie betroffen der Einmarsch der USA 2001 in Afghanistan
seine Frau und ihn gemacht habe.
Am Tag, als sie davon hörten, habe er
an einem Strand einen mit charakteristischen Einbuchtungen versehenen
Stein gefunden und zu ihr gesagt:
«Das kann ich besser gar nicht ausdrücken, was heute wieder passiert
mit diesem Krieg.» Daraus entstand
sein «Mahnmal gegen den Krieg», eine dem Stein nachempfundene Skulptur aus Gips, die an einen Schädel erinnert und das vom Krieg ausgelöste
Leiden symbolisiert.
Er komme langsam davon weg,
dass er auch das Elend des Kriegs
zeige, sagt Dannecker allerdings. So
inspirieren ihn auf der anderen Seite
Ansätze zu einem friedlichen Zusammenleben. Ob christliche oder kulturgeschichtliche Einflüsse, das Genossenschaftswesen oder der Bauern-
«Sag Ja zum Frieden»: Theo Dannecker zeigt in seinem Zürcher Atelier Exponate seiner neuen Austellung im Kulturtreff Adliswil.
stand, die direkte Demokratie oder
das Völkerrecht – Theo Dannecker
findet die Ansätze an vielen Orten
und lässt andere daran teilhaben.
Auf seinem 2 mal 5 Meter grossen
Atelierbild «besuchen» ihn Menschen
in seinem Atelier, Persönlichkeiten
der Menschheitsgeschichte, die in
Wort und Tat Akzente für den Frieden gesetzt haben und für ihn Garanten sind, dass Menschen auch Frieden statt Kriege schaffen können.
Sind Friedensaktivisten naiv?
Es ist natürlich verständlich, dass
Menschen das denken, bei all dem,
was man jeden Tag so liest. Wie soll
denn da Frieden möglich sein? Das
werde ich an den Ausstellungen auch
gefragt. Immanuel Kant erläuterte
dieses Problem in seinem Buch «Zum
ewigen Frieden». Auch er könne
nicht sagen, dass es das je gäbe. Sicher sei, dass man diesen Gedanken
nicht aufgeben könne. Wo führte das
hin, wenn wir den nicht mehr haben?
Welche Vorstellungen machten Sie sich,
als Sie nach der Kunstgewerbeschule auf
Reisen gingen?
In Ibiza hatte ich noch gedacht, in
der Einsamkeit müsste ich gross werden und als Künstler wachsen. Damals fragte mich dort ein Kunsthistoriker, ob er mal sehen könne, was ich
so mache. Ich war in einer Stimmung, in der ich das eigentlich gar
nicht wollte. Er überzeugte mich
dann doch, ihm mein Zimmerchen zu
zeigen. Dort lag alles herum, ein bisschen wie hier im Atelier, und er erkannte sehr scharfsinnig, was gut
und was weniger gut war. Er sagte zu
mir, ich werde als guter Zeichner
herauskommen.
Was hat sich nach diesem Erlebnis für
Sie geändert?
Er war einer, der mir absolut den Rücken gestärkt und mich aufgestellt
Ausstellung mit Adliswiler Zeichnungen
Die Ausstellung in Adliswil, wo
Dannecker aufgewachsen ist, findet
in dem Zimmer statt, in dem er die
ersten drei Jahre zur Schule gegangen ist. Daher wird Theo Dannecker vier Zeichnungen mit einem
Bezug zu Adliswil ausstellen, die er
extra für diese Ausstellung gemacht
hat. Sie zeigen sein Geburtshaus,
ein «bedeutender Hof», der mittlerweile abgerissen wurde, ein Selbstporträt von sich, wie er vom Kindergarten nach Hause kommt und
von einem Fotografen überrascht
wird sowie Erinnerungen an sein
Schulzimmer und an eine Schulhauseinweihung 1949. Die Besucher erwarten nebst einigen Werken, wie dem Mahnmal oder dem
Atelierbild, die bereits an anderen
Orten im Rahmen von «Frieden
schaffen» gezeigt wurden, auch
mehrere neue Installationen. So hat
Dannecker als Hommage an den
französischen Bildhauer und Zeichner Auguste Rodin, dessen «Höllentor», das seit 1949 die Fassade des
Zürcher Kunsthauses schmückt, rudimentär nachgebildet und ergänzt.
Über dem Inferno mit all den
Schrecklichkeiten und ungelösten
Problemen erstreckt sich ein Turm,
an dessen Aussenwänden die Menschenrechte festgehalten sind. Auf
dem Turm steht eine Figur, die ein
Schild mit der Aufschrift «Frieden
schaffen» emporhebt. «Es braucht
dazu alle, die guten Willens sind»,
steht ergänzend darunter.
hat. Ich habe gemerkt, ein Künstler
braucht immer, auch wenn er es
nicht so wahrhaben will, einen mitmenschlichen Anstoss.
«Es spielt sich in der Kunst – wie
auch sonst im Leben – sehr viel über
Beziehungen ab», sagt Theo Dannecker heute. Als Kunstkritiker und
Sammler mit der Zeit auf ihn aufmerksam wurden, bekam er auf dem
Platz Zürich seine Anerkennung und
einen Namen. «Man hat mich ausgestellt, aber ich hatte noch keine richtige Befriedigung.» Um Geld zu verdienen, arbeitete er dann in Libyen
für die Schweizerische Handelszentrale am Aufbau einer Messe und
wurde später angefragt, ob er bei der
Weltausstellung 1967 in Montreal
helfen könne. Dort schloss er Bekanntschaften mit mehreren Künstlern und konnte mit ihnen zusammen
seine erste Ausstellung gestalten. Er
bekam auch etwas mit von der Stimmung in Amerika zu Zeiten des Vietnamkriegs. Der Bruder einer Bekannten sei aus den USA abgehauen
und nach Montreal gekommen, damit
er nicht in den Krieg hätte gehen
müssen. Man wusste, wie Dannecker
sagt, dass das dort grausig läuft und
die Amerikaner Unglaubliches hinterliessen. Er begann sich Gedanken zu
machen, was er als Künstler für den
Frieden ausrichten könnte.
Das Tonhalle-Orchester Zürich soll ab
2017 als Provisorium für drei Jahre
in die Maag-Hallen ziehen und rund
die Hälfte der Fläche der MAAG Music & Arts AG bespielen. So will es die
Absichtserklärung, welche die Tonhalle-Gesellschaft Zürich und die
MAAG Music & Arts AG Ende Okto-
Appell für Gleichwertigkeit
Der Turm scheint wie eine Aufforderung zum Frieden und zeigt auch
Voraussetzungen, die es dafür
braucht: Die gegenseitige Hilfe, Ausdauer, Würde, Neutralität, Schutz,
Ernährung und nicht zuletzt das Denken, symbolisiert durch Rodins «Den-
Wann haben Sie begonnen, ihre Kunst
um das Thema Frieden zu verwirklichen?
Ich kam zurück von Amerika und
sagte, man müsste doch etwas tun
können. Ich habe mich aufs Menschliche konzentriert und mich gefragt,
was der Mensch eigentlich braucht.
Was haben Sie erkannt?
Der Älteste auf meinem Atelierbild ist
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Die Tonhalle geht temporär ins Exil
Was schon länger gemunkelt wurde, wird jetzt
Tatsache. Das TonhalleOrchester möchte temporär
in die Maag-Hallen zügeln.
ber unterzeichnet haben. Bedingung
eines Umzugs ist, dass die Stadt Zürich der MAAG Music & Arts AG die
Bewilligung für den geplanten Umbau erteilt. «Zürich West kommt der
Vielseitigkeit des Tonhalle-Orchesters
entgegen», ist sich Ilona Schmiel, Intendantin der Tonhalle-Gesellschaft
Zürich, sicher. Ziel ist, während der
Renovation der Tonhalle und des
Kongresshauses von 2017 bis 2020
für ein Provisorium von drei Jahren
in die Zürcher Maag-Hallen zu ziehen. Der Standort sei die beste aller
Möglichkeiten, die man in Betracht
gezogen und detailliert geprüft habe,
Foto: St. Schmid
sagt Martin Vollenwyder, Präsident
der Tonhalle-Gesellschaft Zürich.
Nicht zuletzt das aufstrebende urbane Umfeld in unmittelbarer Nachbarschaft zu anderen renommierten Institutionen des Kulturbetriebs. Das
Tonhalle-Orchester wird rund die
Hälfte der Gesamtfläche der MaagHallen beanspruchen und auf der
Fläche des heutigen Theaters eine
«Box in der Box» bauen.
Über den Kredit für den Umbau
des Kongresshauses und der Tonhalle wird das Stadtzürcher Stimmvolk
Ende 2015 oder Anfang 2016 befinden. (eing.)
ker». Eine andere Installation setzt
sich aus einer Weltkarte und einem
rot-weiss gestreiften Leuchtturm
zusammen. «Es ist das Gewissen,
das uns die Orientierung gibt», verkündet der Leuchtturm. Jedes Land
auf der Karte hat Dannecker mit einem eigenen Farbton versehen und
zieht das Fazit: «Alle Länder sind
gleichwertig, jedes Land ist einzigartig.».
Diese kurze, aber aussagekräftige Formel wendet er auch auf den
Menschen an: «Alle Menschen sind
gleich, jeder Mensch ist einzigartig.» Der Satz scheint widersprüchlich. Ist er es wirklich? Danneckers
Werke ermutigen die Betrachter
zum Nachdenken. Er zeigt in ihnen
Gedanken aus Tausenden Jahren
Menschheitsgeschichte. Was in Erinnerung ruft, wie lange der Kampf
für Frieden und gegen Krieg schon
anhält.
Menzius, ein chinesischer Philosoph.
Der hat für mich auf total plausible
Art erklärt, dass der Mensch in der
tiefsten Reaktion eigentlich gut ist.
Aber man hat seine Geschichte und
die Menschheitsgeschichte, wo sehr
vieles schief rausgekommen ist. Heute weiss man aber wirklich sehr viel
über den Menschen. Man macht
Krieg, aber man könnte auch den
Frieden machen. Dies bestätigte sich
bei meiner Auseinandersetzung mit
verschiedenen Philosophen, Künstlern und Humanisten.
«Frieden schaffen» im Kulturtreff, Haus
Brugg Bahnhofplatz 5, Adliswil. 6.–28. November. Öffnungszeiten: Mo 14–17 Uhr, Di
9–11 und 18–20 Uhr, Mi 14–19 Uhr, Do
9–11 und 16–18 Uhr, Fr 17–20 Uhr, Sa
10–15 Uhr in Anwesenheit Theo Danneckers. Führung nach Absprache.
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Zürich 2
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Zürich 2
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Als die Engemer noch auf dem Toni-Areal kickten
Bevor die Zürcher Hochschule der Künste ihre Türen öffnete, gab es hier die Toni
Molkerei. Und vorher? Da
stand im Kreis 5 das dritte
respektive erste Zürcher
Fussballstadion: Das Förrlibuck, wo auch der in der
Enge gegründete Fussballclub Young Fellows kickte.
Robert Schönbächler
Am Tag der offenen Tür sowie am
Eröffnungsfest Ende Oktober strömten Tausende von Interessierten ins
Gelände des neuen Hochschulcampus
in Zürich West. An gleicher Wirkungsstätte gab es das schon früher –
jahrzehntelang: Von 1924 bis Ende
der 1950er-, Anfang der 60er-Jahre
wurde hier nämlich Fussball gespielt.
Notabene bereits fünf Jahre vor der
Platzeröffnung des ehemaligen Hardturmstadions.
Young Fellows holten hier den Cup
Hier im «Grossen Förrlibuck» wurden auch vier Länderspiele der
Schweizer Nationalmannschaft ausgetragen (siehe Katen). Und nachdem
der FC Young Fellows (YF) 1927 den
Cupfinal gegen die Grasshoppers im
Förrlibuckstadion verloren hatte,
wurde YF im Jahr 1936 Cupsieger
gegen Servette mit 2:0. Ob dereinst
Zürich wieder mal einen Cupfinal
austragen wird, steht in den Sternen,
2015 findet er in Basel statt. Doch die
Schweizer Nati wird am 31. März
wieder ein Länderspiel in Zürich austragen: Gegner ist auf dem Letzigrund das «Klinsi»-Team der USA.
Zwei SBB-Linien übers Stadion
Zurück in die Vergangenheit: Auf
dem Gelände des Förrlibuck-Stadions
Das Stadion Förrlibuck 1925, wo später die Toni-Molkerei erstellt wird und heute die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) steht. Das Foto stammt
aus der Pionierzeit der Flugfotografie im Jahr 1925 mit Pilot Walter Mittelholzer.
und im Stadion selber werden verschiedene Veranstaltungen durchgeführt. Nebst den Heimspielen des FC
Industrie endet hier die «Tour de
Suisse» im Jahr 1939. Am 4. und 5.
Juli 1942 werden die Sportfesttage
der Reichsdeutschen Jugend, später
zahlreiche Vereinswettkämpfe wie
zum Beispiel des «Turnvereins Kaufleute Zürich» sowie diverser Vereine
des Firmensportverbandes durchgeführt. Die eigentliche Ursache, dass
der Förrlibuck aufgehoben wird, liegt
in den vorgesehenen Bahn- und
Quer übers Stadion Förrlibuck wird der SBB-Käferbergviadukt Altstetten–Oerlikon gebaut und am 1. Juni 1969 eröffnet.
Strassenbauten. Die SBB bauten damals eine neue Güterzugslinie von
Altstetten und eine Linie Richtung
Hauptbahnhof. Diese beiden Linien
trafen sich genau beim Sportplatz
Förrlibuck, wodurch das Fussballstadion verloren ging. Durch einen
Landabtausch im Jahr 1965 mit dem
Milchverband Winterthur verlegte die
Grossmolkerei ihren Sitz von der Militär-/Lagerstrasse an die Pfingstweid-/Förrlibuckstrasse. Im Jahr
1999 kehrte die «Toni» der Stadt Zürich den Rücken.
Vier Länderspiele,
zwei Siege
Zwei Neujahrsblätter
über Fussballstadien
Vier Länderspiele der Schweizer
Nationalmannschaft fanden auf
dem Förrlibuck (siehe Artikel)
statt, von denen man die letzten
zwei verlor.
1924: Schweiz - Ungarn 4:2 (0:0)
1925: Schweiz - Holland 4:1 (2:1)
1927: Schweiz - Öster. 1:4 (0:2)
1928: Schweiz - Italien 2:3 (1:2)
Robert Schönbächler, Alt-Gemeinderatspräsident und Fussballer,
schrieb zwei Neujahrsblätter über
die Stadien Hardturm, Letzigrund
und Förrlibuck. Wenige Exemplare sind noch für 20 Franken erhältlich: Hier die Kontaktdaten:
Telefon 079 406 58 42, EMail
r.schoenbaechler@bluewin.ch.
Der Sportplatz Hardturm links und das Stadion Förrlibuck rechts, inmitten von Gartenanlagen im Jahr 1935.
Im Hintergrund die Bernoulli-Häuser und die Limmat.
Fotos: zvg.
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Stadt Zürich
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AUTOMOBIL
Citroën C4 Cactus, reduziert aufs Wesentliche
Citroën ist anders. Das
bringt oftmals Gutes mit
sich – ab und zu löst es
auch nur Stirnrunzeln aus.
So auch der C4 Cactus: Er
ist ein spannendes Auto,
das mit einer amüsanten
Weltneuheit aufwartet;
doch nicht all seine Eigenheiten überzeugen.
rerseite; auch die Beleuchtung dafür
hat sich Citroën geschenkt. Eine Beleuchtung fehlt übrigens auch im
Fond, wie wir später beim Entladen
des Fahrzeugs im Dunkeln feststellen
werden. Auch die in die Scheibenwischer integrierten Spritzdüsen dienen
der Gewichtsersparnis, weil so ein
kleinerer Flüssigkeitstank verbaut
werden kann; in unserem Testwagen
haben die Wischblätter allerdings einen Grossteil des Reinigungsmittels
über die A-Säulen hinweg ins Niemandsland befördert: Bei all diesen
«Kleinigkeiten» hat Citroën am falschen Ort gespart.
Unter gütiger Mithilfe des Navis
verfahren wir uns vor Clermont-Ferrand gehörig und kommen so unverhofft zu einem Ausflug durch enge
Altstadtgassen und später durch kurvige Landstrassen. Ein Handlingwunder ist der Cactus nicht, das muss er
aber auch nicht sein. Wer den Dieselmotor ausreizt, wird in schnellen
Kurven ein ausgeprägtes Untersteuern feststellen, was gut zu dieser
Fahrzeugart passt. Der Abrollkomfort
ist gut, die Geräuschkulisse absolut in
Ordnung.
Dave Schneider
Um den Citroën C4 Cactus kennenzulernen, fahren wir damit 2000 Kilometer quer durch seine Heimat an
die französische Atlantikküste und
zurück. Vor Fahrtantritt begutachten
wir das Auto ausgiebig: Schliesslich
bietet das extravagante Design ordentlich Gesprächsstoff. Die schmalen LED-Tagfahrlichter gefallen uns,
ebenso das faltenlose Blechkleid –
das wirkt wie aus einem Guss. Die
Luftkissen an den Seiten und die in
unserem Testwagen in matt-grauem
Plastik ausgeführte Heckschürze wollen nicht so recht dazu passen. Diese
Luftkissen, genannt Airbumps, sollen
den Cactus vor unerwünschtem Kontakt schützen, wie es beim Namensgeber die Stacheln tun; das sieht
nicht chic aus, könnte aber, gerade in
Frankreichs Grossstädten, tatsächlich
Sinn machen.
Dank Verzicht leicht gebaut
Beim Beladen stechen weitere Eigenheiten des Franzosen ins Auge: Die
Rückbank lässt sich zwar umklappen,
aber nicht zwei- oder sogar dreiteilen, wie das heute üblich ist. Das Gepäck findet dennoch Platz, es stehen
348 bis 1170 Liter Ladevolumen zur
Verfügung. Beim Einstellen der Sitzposition haben Fahrer und Beifahrer
die gleiche Empfindung: In der Gesässgegend drückt etwas unangenehm; ein Polsterwulst, wie wir feststellen. Das Ziel im Navigationssystem via Touchscreen zu programmieren, fällt leicht – 1000 Kilometer Stre-
AUTONEWS
Hertz eröffnet
Filiale Dietlikon
Am 1. November hat die Autovermietung Hertz an der Brandbachstrasse 9 in Dietlikon ein Nutzfahrzeug-Center eröffnet. Dort
werden Nutzfahrzeuge und Personenwagen – 120 Modellen von
35 verschiedenen Herstellern –
angeboten. Als Eröffnungsangebot erhalten alle Mieter bis zum
1. Februar 2015 kostenlos eine
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Der nächste Winter kommt bestimmt. Darum heisst es rechtzeitig die Winterreifen montieren.
Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), eines der grössten
Marktforschungsunternehmen
weltweit, befragte im Auftrag von
Continental 1000 Schweizer nach
dem Zeitpunkt ihres Reifenwechsels. Das Ergebnis ist alarmierend: Jeder siebte Autofahrer in
der Schweiz wechselt zu spät.
Komfortverzicht ist Ansichtssache
Der C4 Cactus ist ein spannendes Auto. Die Luftpolster sollen Kratzer vermeiden helfen.
cke liegen vor uns. Wir fahren frühmorgens auf die leere Autobahn. Hier
fällt bereits die nächste Eigenheit des
C4 Cactus auf: Aus Gewichts- und
Kostengründen wurde nämlich auf
einiges verzichtet, was für andere
Hersteller (und für viele Autofahrer)
unverzichtbar ist. Es fehlt ein Drehzahlmesser.
Die Fenster im Fond lassen sich
nicht versenken, sondern lediglich
leicht ausstellen. Das grosse Glasdach
kann weder geöffnet noch verdeckt
werden. Und der Getränkehalter – es
gibt davon nur einen – ist so flach,
dass wir uns vorerst nicht getrauen,
den Kaffeebecher während der Fahrt
hineinzustellen. Man kann diese Aus-
legung des Fahrzeugs als pragmatisch, als sparsam oder als «Reduktion auf das Wesentliche» betrachten;
wir wollen es an dieser Stelle mit
dem Wort «unkomfortabel» zusammenfassen. Immerhin ist der Cactus
dadurch tatsächlich sehr leicht geworden: 1,1 Tonnen bei einer Fahrzeuglänge von 4,16 Metern ist ein toller Wert.
«Geschmeidiger» Motor
Der 1,6-Liter-Dieselmotor läuft geschmeidig und ist mit einer Leistung
von 99 PS und einem maximalen
Drehmoment von 254 Newtonmetern
zwar nicht kräftig, aber doch ausreichend kraftvoll. Immer wieder wan-
Fotos: zvg.
dert die Hand am Schaltstock nach
rechts unten und wird dort durch
furchtbare Geräusche noch rechtzeitig aufgehalten, bevor aus Versehen
in voller Fahrt der Rückwärtsgang
eingelegt wird. Auf einen sechsten
Gang wurde nämlich ebenfalls verzichtet, auch wenn ihn der Cactus
brauchen könnte, das sagen unser
Gefühl und unser Gehör, beweisen
können wir es nicht, dazu fehlt uns
der Drehzahlmesser.
Inzwischen scheint die Sonne
durch das nicht verdunkelbare, aber
getönte Glasdach, und mein Beifahrer will den Sitz der Sonnenbrille im
Schminkspiegel kontrollieren. Den
gibt es zwar, jedoch nur auf der Fah-
Am Atlantik angekommen, ziehen
wir Bilanz: Der C4 Cactus ist ein
spannendes Auto, ein aussergewöhnliches, ein auffallendes. Der Franzose
hat einen ganz eigenen Charakter,
und der Preis ab 27 100 Franken
(Topversion Shine) ist fair bemessen.
Ob die Luftkissen tatsächlich sinnvoll
sind, haben wir nicht in Erfahrung
gebracht.
Doch «stachelig» ist der Cactus
mit all seinen Eigenheiten allemal:
Das Fehlen von nötigen Ausstattungsgegenständen macht es uns
schwer, echte Freude am Franzosen
zu empfinden. Citroëns Sparwut ging
hier in die falsche Richtung: Der Cactus wurde dadurch zwar leichter,
sparsamer und billiger, dafür büsste
er spürbar an Komfort ein. Wer allerdings die richtige Einstellung mitbringt, wird sich mit dem futuristischen Crossover anfreunden können.
«Auto Zürich» ist völlig ausgebucht
Alle Schweizer Autoimporteure zeigen neue Modelle.
Ihren Besuchern verschafft
die grösste Automesse
der Deutschschweiz so von
Donnerstag bis Sonntag
einen optimalen Überblick
über alle aktuellen Autos.
Wie bereits in den Vorjahren ist die
«Auto Zürich Car Show» bis auf den
letzten Quadratmeter ausgebucht. Erneut bietet die grösste Mehrmarkenausstellung der Deutschschweiz einen vielfältigen automobilen MesseMix aus Neuwagen, Tuning, Zubehör,
Dienstleistungen und Motorsport.
Fläche ist bereits knapp
Viele Aussteller der diesjährigen «Auto Zürich Car Show» wollten mehr
Fläche buchen als bisher, doch leider
ist der Platz in den sieben Hallen der
Messe Zürich nicht gewachsen. Zudem hat sich eine Reihe von neuen
Ausstellern, zum Beispiel im Reifensektor, neue Ausstellungsflächen gesichert.
Im Bereich der Neuwagen hinterliess der Rückzug von Chevrolet aus
Europa nicht die erwartete Lücke,
denn mit Caterham kam eine sportliche Marke zum reichhaltigen Fahr-
Ob Aston Martin oder Suzuki, ob Nobelrenner oder Alltagsauto: An der Auto Zürich zeigen Schweizer Importeure die neusten Modelle, aber auch Trends und die eine oder andere Studie.
Foto: Andreas Minor
zeugsortiment der «Auto Zürich Car
Show» hinzu. Sportlich bleibt es auch
weiterhin in der Racing-Zone in Halle
5, wo in diesem Jahr eine Reihe von
GT3-Fahrzeugen aus der Langstreckenrennszene erwartet werden.
Erfreuliches gibt es auch von einem langjährigen Partner der «Auto
Zürich Car Show» zu berichten. Die
schweizerische Gasindustrie hat ihr
Engagement um weitere drei Jahre
verlängert und wird in der «Green
Car Lounge» weiterhin umfassend
über den Bereich der umweltfreundlichen Mobilität mit Erdgas und Biogas informieren.
Die TCS-Sektion Zürich ist zusammen mit Training & Events mit einem
Stand im Eingangsbereich an der
«Auto Zürich» vertreten. Hier erhal-
ten Besucherinnen und Besucher
fachliche Beratung rund um die Mobilität und einen Einblick in unser
grosses Shop-Angebot wie z. B. Kindersitze, Freizeitbekleidung und Autozubehör. (pd.)
Auto Zürich Car Show vom 6. bis 9. November in der Messe Zürich in Oerlikon.
Öffnungszeiten: Do und Fr von 10 bis 21
Uhr, Sa und So von 10 bis 19 Uhr.
Stadt Zürich
Nr. 45
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ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Die Jacobs-Familie mit Unternehmer und Rechtsanwalt Johann Christian Jacobs, ältester Sohn des Mäzens
Klaus J. Jacobs und Vorsitzender der Foundation, mit seinen Halbschwestern Nathalie (l.) und Lavinia Jacobs.
Auma Obama, Halbschwester von US-Präsident Barack Obama, Stiftungsrat Jacobs Foundation, mit Shohreh von Maydell (r.), Gattin des deutschen Steuerberaters Olav von Maydell und Gründerin der Stiftung
«Odysseas» für Flüchtlingskinder in Griechenland.
VIPs feierten
25 Jahre Jacobs Foundation
Die Jacobs Foundation lud zur exklusiven Feier ihres 25-jährigen Bestehens in die herrschaftliche Jugendstilvilla am Seefeldquai 17.
Die Stiftung, vom 2008 verstorbenen Klaus J. Jacobs und seiner
Familie gegründet, möchte dazu beitragen, die Entwicklung und Bildung
heutiger und künftiger Generationen
junger Menschen zu verbessern. «Dadurch können sie zu verantwortungsbewussteren Mitgliedern unserer Gesellschaft gemacht werden», sagte
Johann Christian Jacobs, Vorsitzender des Stiftungsrats: «Mein Vater
war überzeugt, dass alle jungen Menschen das Potenzial für eine positive
Entwicklung haben, vorausgesetzt,
man schafft ihnen geeignete Rahmenbedingungen. Und genau das
wollen wir.»
Er sehe die Stiftung als «sozialen
Innovator», so Jacobs. Auch seine
Halbschwestern Nathalie Jacobs
und Lavinia Jacobs sind im Stiftungsrat. Zum 25-jährigen Bestehen
hat die Foundation nun den Doppelband «Our Promise to Youth» herausgegeben und zeigt parallel dazu
eine Foto-Ausstellung.
Von den 25 Autoren, die am Bildband mitgearbeitet haben, waren
Gartenarchitekt Enzo Enea und der
erst 17-jährige Felix Finkbeiner von
«Plant for the Planet» anwesend. Unter den Gästen waren auch die ehemaligen Stiftungs- und Alt-Bundesräte Pascal Couchepin und Flavio
Cotti.
Ebenso genossen drei der Fotografen (Reto Albertalli, Malte Jäger
und Nadia Schärli) den Abend, an
dem die Gäste vom Belvoirpark (Hotelfachschule) kulinarisch verwöhnt
wurden. Das Flying Dinner setzte
sich aus Köstlichkeiten aus sechs
Ländern zusammen. Es gab Spezialitäten aus Argentinien, Deutschland,
Elfenbeinküste,
Kolumbien,
der
Schweiz und Uganda wie etwa Matoke (Kochbananen mit Poulet) und Rolex (Omelette im Fladenbrot).
Extra aus Lausanne angereist: Patrick de Maeseneire, CEO Adecco
Human Resources AG (von Klaus J.
Jacobs gegründet).
Denise und Michael Hengartner,
Rektor Uni Zürich. Die Jacobs
Foundation unterstützt das Kompetenzzentrum für Jugendforschung.
Sandro Giuliani, Geschäftsführer der Foundation, mit
Maria und Enzo Enea, Gartenarchitekt, der als Autor
im Bildband mit einem Beitrag vertreten ist.
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Alt-CVP-Bundesrat Flavio Cotti hat
in «movingAlps», einer bedeutenden Initiative der Jacobs Foundation, seinen Beitrag geleistet.
V. l.: Katharina von Nottbeck-Bolte, Annette Jacobs
(Gattin von Christian Jacobs), Sabine Neumann (Neumann Gruppe, führender Kaffeebohnenhändler).
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Zürich 2
Nr. 45
6. November 2014
DR. GAMBLE
Thomas W. Enderle
Es geht
ums Konzept
Begriffe-Raten ist schon seit Langem
bekannt. Da gab es zum Beispiel «Pictionary» oder «Montagsmaler», bei
denen einer einen Begriff zeichnet
und die anderen ihn erraten müssen.
Oder im Spiel «Scharade», wo man
sich nur pantomimisch ausdrücken
darf. Oder bei «Tabu», wo die Begriffe
zwar mündlich umschrieben werden
dürfen, aber gewisse – meist nützliche – Wörter verboten sind.
In die Reihe dieser Party-Spiele
reiht sich nun «Concept» ein. Statt
aber den Zeichenstift zu schwingen
oder die Glieder zu verrenken, müssen hier alle eher ihre Gehirne um die
Ecke denken lassen. Begriffe, Titel
oder Redewendungen dürfen nur mit
117 Piktogrammen erklärt werden.
Der Spielplan mit den Symbolen
liegt auf dem Spieltisch. Darunter
konkrete wie ein Mond und eine Sonne, eine Filmkamera oder ein Wassertropfen. Dazu solche mit Farben, Formen oder – ganz abstrakt – mit Pfeilen in verschiedene Richtungen.
Zwei Spieler versuchen nun gemeinsam mit Hilfe von Spielsteinen
einen Begriff so zu erklären, dass einer der anderen Spieler ihn errät. Die
Spielsteine sind in fünf Farben gehalten, und in jeder Farbe gibt es eine
grosse Spielfigur. Damit sollen die
«Darsteller» gewisse Konzepte bei der
Begrifferklärung unterscheiden. Will
man zum Beispiel «Milch» erklären,
kann man die grosse Figur zunächst
auf den Wassertropfen stellen, um zu
zeigen, dass es sich um eine Flüssigkeit handelt. Ein zugehöriger kleiner
Spielstein dann noch auf den weissen
Farbklecks und auf das Symbol für
Nahrungsmittel und schon sollte der
Begriff erraten werden können.
Bei komplexeren Begriffen können
mit den weiteren Farben eigene Aspekte eines Begriffs gesondert dargestellt werden. Ein Beispiel: Die grosse
grüne Figur steht auf «Bauwerk», ein
kleiner grüner Spielstein auf dem
«Stahl». Dazu stellt man nun noch die
grosse rote Figur auf «Land/Geografie» und kleine rote Steine auf die Felder «blau», «weiss» und «rot». Können Sie den Begriff erraten? Richtig,
es handelt sich um den Eiffelturm.
Wird der Begriff erraten, gibt es
Punkte für die Darsteller und den Erratenden. Wer am Ende die meisten
Punkte hat, gewinnt.
Dr. Gamble meint: «Concept» erfordert gehöriges «Um-die-Ecke»Denken. Nicht jeder sieht das Gleiche
in den bunten Piktogrammen. Und ist
«Milch» vielleicht noch einfach darzustellen, wie gehen Sie bei «Asterix
und Obelix» ans Werk? Mit der richtigen Spielrunde ist «Concept» eine
echte Alternative zu gängigen Partyspielen – und dabei kann die Punktevergabe getrost aussen vor gelassen
werden. Wer es etwas weniger abstrakt und kopflastig mag, der sollte
wohl eher auf andere Titel wie
«Times Up» oder «Tabu» ausweichen.
Dr. Gambles Urteil:
Concept, Repos Production, ab 4 Spielern,
ab 10 Jahren.
Veranstaltungen & Freizeit
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Jeden Montag und Mittwoch
Hatha Yoga in Wollishofen: Montag 9.30–11 Uhr im
ref. Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse 21,
Mittwoch, 18.30–20.00 und 20.15–21.45 Uhr, im
Rhythmiksaal des Zentrums für Gehör und Sprache, Frohalpstr. 78. Eingang Hauptgebäude, hinten links. Heidi Risi, Diplom-Yogalehrerin YS/EYU,
Tel. 044 481 86 08. www.pranava-yoga.ch
Freitag, 7. November
20.00 Konzert: «Turn Turn Turn» mit dem Gospelchor Kilchberg. Wie in den Vorjahren wird der
Chor von international bekannten Musikern begleitet, so vom Pechrima-Trio und der Adam Taubitz Band. Tipp: Bitte frühzeitig kommen, die
Platzzahl ist leider beschränkt. Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten. Ref. Kirche,
Bahnhofstrasse 41, Kilchberg.
Samstag, 8. November
17.00 «You Remain»: Konzert mit den Gospel Singers Wollishofen. Alte Kirche Wollishofen, Kilchbergsteig 21.
Sonntag, 9. November
17.00 Konzert: «Ein Paradies auf Erden?». Klassi-
Wohnen im höheren
Lebensalter
Im Auftrag der Age Stiftung wurden
2003, 2008 und 2013 in der Deutschschweiz Befragungen zur Wohnsituation der älteren Bevölkerung durchgeführt. Interviewt wurden jeweils
über tausend 60-jährige und ältere
Personen in Privathaushalten und
Heimen.
Nun werden die Ergebnisse von
den beiden Spezialisten François
Höpflinger und Joris Van Wezemael
präsentiert. Prof. Dr. François Höpflinger ist Mitglied der Leitungsgruppe
des Zentrums für Gerontologie an der
Universität Zürich, Prof. Dr. Joris Van
Wezemael ist Privatdozent am Departement Architektur der ETH Zürich.
Die informative Veranstaltung findet
statt am Dienstag, 11. November, von
18 bis etwa 20 Uhr, inkl. Diskussionsrunde und Apéro. Ort: Pro Senectute Bibliothek, Bederstrasse 33,
8002 Zürich, Tel. 044 283 89 81. Der
Eintritt ist kostenlos. (eing.)
sches Konzert mit dem Konzertchor Singkreis
Egg, dem Orchester Ars Classica, Martin Achrainer (Bassbariton), Richard Resch (Tenor) und Seraina Perrenoud (Sopran). Leitung: Ernst Buscagne. www.singkreis-egg.ch. Ref. Kirche Wollishofen, Kilchbergstrasse 12.
Freitag, 14. November
17.00 Vernissage: «Les Lumierès Noires».
Schwarz-Weiss-Fotogramme und Collagen von
Betty Webber, Dakar/Zürich. Finissage: Freitag,
12. Dezember, 17 Uhr. nadelBAUM, Lampen, Möbel, Atelier, Seestrasse 314.
Dienstag, 11. November
14.00 «Lebensstufen»: Ökumenische Bildungsreihe. Auskunft und Anmeldung: Hans-Ruedi Simmen, Pfarramt St. Franziskus, Kilchbergstrasse 5,
8038 Zürich, hansruedi.simmen@zh.kath.ch, 044
485 56 03 oder 079 192 65 75. Kath. Pfarreizentrum St. Franziskus, Kilchbergstrasse 1.
Mittwoch, 12. November
10.00 Kindertreff PBZ: «Buchstart: Geschichtenzeit». Für Eltern mit Kleinkindern von 2 bis 3
Jahren.
Animation
mit
Marina
Maffai.
www.pbz.ch. Schule Albisriederplatz, Norastrasse 20.
14.30 Kindertreff PBZ: «Theaterkoffer: Das magische Baumhaus». Animation mit Brigitte Schanz.
Für Kinder von 6 bis 10 Jahren. www.pbz.ch.
Schule Albisriederplatz, Norastrasse 20.
15.00 «Bingel, Bengel und Bangel»: Musiktheater
von und mit Zapzarap, ab 5 Jahren. Theater Purpur, Grütlistrasse 36.
Samstag, 15. November
8.00–11.00 Leimbacher Wochenmarkt: Rest. Hüsli.
10.00–17.00 Basar mit Koffermarkt: Org.: Frauenverein Adliswil. Kirchgemeindehaus Im Sihlpark,
Kirchstrasse 2.
18.00 Engemer Räbeliechtli-Umzug: 15.30: Räbenschnitzen im Pfarreisaal Dreikönigen. 17.45: Besammlung für den Umzug vor dem Schulhaus
Gabler. 18.00: Abmarsch; Schulhausstrasse – Engimattstrasse – Hügelstrasse – Galberstrasse –
Steinhaldenstrasse – Schulhausstrasse – Bürglistrasse – Bederstrasse – ref. Kirchgemeindehaus.
18.45: Ausklang am Feuer hinter dem Kirchgemeindehaus. Schule Gabler, Schulhausstrasse 21.
Sonntag, 16. November
14.00–16.00 Hello backstage!: «Let’s play!». Für
Kinder ab 5 bis 12 Jahren. Anmeldung unter
info@theater-purpur.ch oder Tel. 044 201 31 29.
www.allesokidoki.ch. Theater Purpur.
KIRCHEN
Reformierte Kirchgemeinde
Wollishofen
www.kirchewollishofen.ch
Donnerstag, 6. November
12.00 Mittagstisch für Primarschüler, Jugendraum Hauriweg
Freitag, 7. November
18.00 Salbungsfeier mit Pfr. Walter
Wickihalder, Alte Kirche
Samstag, 8. November
17.00 «You Remain» Konzert
Gospel-Singers Wollishofen, Alte
Kirche
Sonntag, 9. November
10.00 Gottesdienst mit Pfarrer
Walter Wickihalder und dem
Konzertchor Singkreis Egg
Kollekte: SBS Schweizerische
Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte, Kirche Auf der Egg
Anschliessend: Chilekafi
Montag, 10. November
19.00 Probe Kirchenchor, Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse
Dienstag, 11. November
14.00 SeniorInnen Bildungsreihe
«Lebensstufen»
Pfarrei St. Franziskus
20.00 Probe Gospel-Singers, Kirchgemeindehaus Kilchbergstrasse
Mittwoch, 12. November
19.15 Ökumenisches Nachtgebet
Alte Kirche
Pfarrei St. Franziskus
www.st-franziskus.ch
Samstag, 8. November
Ab 17.15 Beichtgelegenheit
18.00 Eucharistiefeier
Sonntag, 9. November
9.30 Eucharistiefeier
11.15 Eucharistiefeier
17.30 Santa Messa auf Italienisch
Kirche Enge
www.kirche-enge.ch
Donnerstag, 6. November
Ökumenische Wandergruppe
Treffpunkt: 13.20 Bahnhof
Enge/Bederstr.
Wanderzeit: ca. 2 Std.
Samstag, 8. November
16.00 in der Kirche Enge: Fiire mit
de Chliine, Pfrn. Stina Schwarzenbach und Team
Sonntag, 9. November
10.30 Musik-Gottesdienst in der
Kirche Enge, Tag der Völker
Pfarrerin Stina Schwarzenbach
Kantorei Enge & Capriccio Barockorchester: Monteverdi, Marienvesper (Auszüge)
Kollekte: HEKS Partnergemeinde
Dienstag, 11. November
12.00 bis 13.30 Mittagstisch mit
biblischen Geschichten für PrimarschülerInnen, Kirchgemeindehaus,
Bederstrasse 25
17.00 bis 18.00 Kinderchor
17.45 bis 18.45 Jugendchor 1
18.45 bis 19.45 Jugendchor 2
Kirchgemeindehaus Bederstr. 25
www.kirche-enge.ch/kinderchor
Kontakt: Barbara und Ulrich
Meldau: 044 781 25 25
Donnerstag, 13. November
14.00 Jassnachmittag, Kirchgemeindehaus, Bederstrasse 25
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 16’954 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.50/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen vor Erscheinen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Lorenz Steinmann (ls.),
Tel. 079 660 28 59,
E-Mail: zuerich2@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Bruno Lendenmann (bpl.), Beni Frenkel,
Marcus Weiss (mw.), Gabi Faerber (gf.),
Adriana Zilic (az.), Kamil Krejci (kam.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Simona Demartis-Lüdi, Tel. 079 306 44 41
demartis@gmx.ch
Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich,
Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch,
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Zürich 2
Veranstaltungen & Freizeit
Ebenfalls zu hören: Die Kinder aus dem Wollishofer Kinderchor St. Franziskus.
Jetzt erschienen: Die Wollishofer CD
«Klassenhits» von Manuela Crola
«Klassenhits» ist eine
Zusammenstellung von 26
Liedern mit ganz engem
Wollishofer Bezug.
Die neu erhältliche CD ist eine schöne Wollishofer Quartierproduktion:
Denn die Texte/Kompositionen der
26 Lieder stammen aus der Feder
der Wollishofer Musikerin: Manuela
Crola. Und: Ein Lied dazu (Nr. 5
«Blick uf See», ehemals «Wolliblues»)
hat Ruedi Achermann, der ehemalige
Schulleiter des Schulhauses Wollishofen beigesteuert. «& Kinder»: Damit
sind die 70 Kinder aus dem Wollishofer Kinderchor St. Franziskus gemeint, die im Studio von Greg Galli –
ebenfalls Wollishofer – die Songs eingesungen haben, dessen Einfluss übrigens in den Arrangements erkennbar ist. Zudem haben dieselben Kinder unter Anleitung von Patricia Col-
Manuela Crola ist die Komponistin
und Produzentin der CD. Fotos: zvg.
lenberg die Figuren auf dem Cover
gestaltet, die Urs Bachmann*, der für
die Gestaltung der CD verantwortlich
war, so liebevoll in Szene gesetzt hat.
grafien zu den Liedern entstanden in
der Zusammenarbeit mit dem Jugendarbeiter der Kirche St. Franziskus, Gregory Arcement und Eleni Papidas (Regie-Choreografie-Assistenz
des Kinderchors St. Franziskus).
«Klassenhits», das sind 2 CDs mit 27
Songs, davon 16 in Mundart, 6 deutsche Lieder, 5 englische Songs, für
und von Kids zwischen 6 und 12 Jahren. Mit sämtlichen Liedtexten, sowie
Akkorden, mit Play-along-CD sämtlicher Titel über Freundschaft, Tagträume, Wohnortwechsel, Pausenplatz-Geschehnisse, über die Schwierigkeit, still zu sitzen, sich zu versöhnen oder über Versagensängste im
Turnunterricht. (eing.)
*ebenfalls alles Wollishofer
Freundschaften und Tagträume
Wer einen visuellen Eindruck zu den
Liedern erhalten möchte, kann auf
YouTube das filmische Werk von Albin Neupert* bestaunen. Die Choreo-
Erhältlich auf 123buehnefrei.ch unter der
Rubrik CD-Projekte (inklusive Versandkosten 27 Franken).
GEMEINSCHAFTSZENTREN / QUARTIERVEREINE
Theater PurPur
Grütlistr. 36, 8002 Zürich
Telefon 044 2013151
www.theater-purpur.ch
«Bingel, Bengel, Bangel»: Mi, 12., 19.
Nov., jeweils 15 Uhr. Musikalische
Geschichte für Gross und Klein.
«Pisa vs. Kunst»: Do, 27. Nov., 20 Uhr,
André Grieder, Leiter der kantonalen
Stelle schule&kultur.
Vorschau: Im November sind Manuel
Löwensberg mit «Michels Kindergeschichten» und «Schertenleib&Seele»
mit «Der Bär, der ein Bär bleiben
wollte» zu Gast.
Kinderhaus Entlisberg
Butzenstrasse 49, 8038 Zürich
Telefon 044 488 10 11
E-Mail entlisberg@zuerich.ch
www.stadt-zuerich.ch/offener-bereich
OFFENER BEREICH ENTLISBERG
Anlaufstelle Kinderbetreuung.
Di 9 bis 12 Uhr, Mi 15 bis 8 Uhr; im
offenen Bereich Selnau Do 9– 12 Uhr.
Adventsbasteln: Mi, 26. Nov., 14.30
bis 16.30 Uhr im grossen Saal, für
Kinder von 2 bis 5 Jahren, in Begleitung. Anmeldung erforderlich.
Familien-Schneesportlager: Mi, 5. Nov.,
19 bis 21 Uhr Informationsabend,
grosser Saal.
Themenabend Rituale: Do, 4. Dez., 19
bis 21.30 Uhr im grossen Saal. Freie
Plätze: Bitte anfragen.
Suppenzmittag: Mi, 10. Dez., 12.30 bis
14.30 Uhr im grossen Saal, für Jung
und Alt.
OFFENER BEREICH SELNAU
Sihlamtstrasse 18, 8001 Zürich
PEKiP: Neuer Kurs seit Mi, 22. Okt.,
8.45 bis 10.15 Uhr, offener Bereich
Selnau. Anmeldung erforderlich.
GZ Leimbach
Rebenweg 6, 8041 Zürich
Telefon 044 482 57 09
Räben schnitzen: Fr, 7. Nov., 14 bis
17.30 Uhr, Sa, 8. Nov., 10 bis 13 Uhr
für Kinder ab Schulalter oder in Begleitung.
Räbeliechtliumzug: Sa, 8. Nov., 18.15
Uhr, Besammlung beim Ladenzentrum.
Ton-Rohlinge bemalen: Fr, 7./14. Nov.,
je 14 bis 17.30 Uhr für Kinder ab
Schulalter oder in Begleitung.
Offene Holzwerkstatt/offene Töpferei:
Sa, 8./Mi, 12. Nov., 14 bis 17.30 Uhr
für Gross und Klein.
Kerzenziehen: Di, 11. Nov., 15 bis 18
Uhr; Mi, 12. Nov., 14 bis 18 Uhr.
Abendkerzenziehen: Mi, 12. Nov., 20
bis 23 Uhr, für Erwachsene.
Filzen: Mi, 12. Nov., 14 bis 17.30 Uhr
für Erwachsene und Kinder ab Schulalter oder in Begleitung.
Offenes Atelier: Fr, 14. Nov., 14 bis
17.30 Uhr für Kinder ab Schulalter
oder in Begleitung.
Bistro am See: Do, 6. Nov., 11.30 bis
17 Uhr; So, 9. Nov., 13 bis 17 Uhr;
Di, 11. Nov., 10 bis 17 Uhr, mit Kinder-Spielsaal.
Qi Gong am Montag: Mo, 10. Nov., 10
bis 11 Uhr. Anmeldung: beapfeifer@swissonline.ch.
GZ Neubühl, Erligatterweg 50
Offenes Werken, Räben schnitzen: Mi,
12. Nov., 14 bis 17.30 Uhr. Kinder
unter 6 Jahren in Begleitung. Umzug
am 1. Nov.
Quartiertreff Enge
Gablerstrasse 20, 8002 Zürich
Telefon 044 201 60 64
www.quartiertreff.ch
Die Engelstimmen: Do, 6. Nov., 20 Uhr.
Aufbau Kerzenziehzelt: Sa, 8. Nov. Infos: werken@quartiertreff.ch.
Kerzenziehen: Di, 11. Nov., bis 7. Dez.
immer während der Café-Öffnungszeiten.
Quartierverein Enge
www.enge.ch
Wochenmarkt auf dem Tessinerplatz:
Jeden Donnerstag 10.30 bis 19 Uhr.
GZ Wollishofen
QV Wollishofen
GZ Neubühl
GZ Wollishofen, am See, Bachstr. 7
GZ Info-Drehscheibe, Albisstr. 25
GZ Neubühl, Erligatterweg 53
Telefon 043 243 11 37
www.gz-zh.ch, gz-wollishofen@gz-zh.ch
GZ am See, Bachstrasse 7
www.wollishofen-zh.ch
Ortsmuseum Wollishofen
Widmerstrasse 8, 8038 Zürich
Permanente Ausstellung: Wollishofen,
vom Bauerndorf zum Stadtquartier.
Während der Schulferien geschlossen. So von 14 bis 16 Uhr geöffnet.
Nr. 45
6. November 2014
15
16
Zürich 2
Nr. 45
AKTUELL/ SPORT
6. November 2014
Der FCW reitet auf Erfolgswelle
Drei Torschützen, drei Punkte. Gegen das zweite Team
des SV Höngg siegte der FC
Wollishofen auswärts mit
3:0 (1:0). Die Sonnau-Boys
haben einen Lauf wie noch
nie in der Klubgeschichte.
Bruno Lendenmann
60 FCA-Spieler, darunter viele Junioren, sammelten Altpapier.
Foto: zvg.
FC Adliswil sammelt
100 Tonnen Altpapier
An der von den Senioren des FC
Adliswil traditionsgemäss organisierte Altpapiersammlung wurde kürzlich von den Senioren, Aktiven, A-, Bund C Junioren knapp 100 Tonnen
Altpapier zusammengetragen und
fand so den Weg in den Recycling
Prozess.
Klopapier für alle Adliswiler
Unter Leitung des Präsidenten der
Fussball-Senioren, Christoph Geisseler, waren rund 60 Spieler im Einsatz, die mit sieben von Firmen zur
Verfügung gestellten Fahrzeugen dieses respektable Sammelresultat erzielten. Mit dem gesammelten Altpapier könnten rund 935 000 Rollen Toilettenpapier hergestellt werden, die
für jede und jeden Einwohner der
Stadt Adliswil den Bedarf für ein ganzes Jahr abdecken würden. «Die Unterstützung der Firmen Ehringer,
Hotz Bedachungen, Sieber Gärtnerei,
ANZEIGEN
Singenberger AG, Stegra AG, Nötzli
Bauunternehmung und Bisig AG sind
für uns wichtig und ein toller Beitrag
für ein schönes Sammelresultat»,
sagt Geisseler. Diese Zusammenarbeit mit dem hiesigen Gewerbe ist für
den Fussballclub wichtig und ein Anliegen. Neben dem Oktoberfest, der
ZKB-Junioren-Hallenmeisterschaft,
dem Tüfi Cup und dem Schüeli sowie
dem Sommerferienangebot AXPOTrainingscamp ist die Altpapiersammlung ein wichtiger Beitrag zur
Finanzierung des 340 aktive Mitglieder zählenden Vereins. Geisseler
konnte bei der Organisation auf Unterstützung zählen: Hans Will, Urs
Weber, Marc Schwander, Ive Schweizer und Martin Föhn. «Besonders toll
finde ich es, wenn die Senioren eng
zusammen mit den Junioren für das
Wohl des FC arbeiten. Das gibt mir
ein sehr gutes Gefühl», betont Geisseler. (eing.)
Die Quartierfussballer aus Zürich Süd
sind nicht aufzuhalten. Das Team von
Trainer Adrian Frare verblüfft immer
wieder mit gelungenen Personal-Rotationen. Das zweite Team der Höngger konnte überholt werden, und der
FCW besetzt nun den 3. Tabellenrang
eine Runde vor Schluss der Herbstrunde mit 23 Punkten auf dem Konto.
Die rassige und faire Darbietung
auf dem Kunstrasenplatz hätte mehr
als nur 80 Zuschauer verdient. Goalie
Sandro Marzullo musste mehr eingreifen als sein Antipode. Herausragend waren eine gekonnte Faustabwehr in der Anfangsphase und sein
spektakulärer Hechtsprung (37.) mit
dem er einen Einschuss ins hohe Eck
verhinderte. Zuvor aber, in der 22.
Minute, gingen die Gäste durch Yannick Gross in Führung. Das war sogar verdient, obwohl der Goalie der
Platzherren gar nie gefordert wurde.
Andererseits wurden die Angreifer
vom Abwehrstrategen Sodano und
seinen Mitspielern souverän in die
Schranken verwiesen.
Nach dem Tee suchten die Gastgeber möglichst rasch den Ausgleich
und kamen auch zu Chancen. Die
beste vereitelte Marzullo nach zehn
Die beschwingte Spielanalyse auf dem Hönggerberg – nach dem starken
3:0-Auswärtssieg gegen den SV Höngg.
Foto: bpl.
Minuten. Als dann Wermelinger in
der 65. Minute beherzt aus über 20
Metern abzog und daraus das 0:2
entstand, konnten die Wollishofer
Anhänger beruhigt wie selten dem
Spielende entgegensehen und das
herrliche Herbstwetter auf der schönen Anlage auf dem Hönggerberg geniessen.
Penalty verschossen, aber egal
Ein Highlight hatte dann noch Muino
in der 87. Minute zu bieten, wie er
solo aufs Tor ziehend, den allgemein
wenig beschäftigten Torhüter mit sattem Schuss unter die Torlatte zum
3:0 bezwang. Da konnte man als Fan
verkraften, dass er zum Schluss noch
einen Strafstoss neben den Kasten
setzte. Ein höheres Resultat hätte
dann doch den Blick auf das effektive
Kräfteverhältnis verzerrt. Hohe Effizienz im Auswerten von Torgelegenheiten wird das Sonnau-Team sicher
auch benötigen, wenn am Sonntag
zum Abschluss der FC Lachen/Altendorf bei den Zürchern gastiert (10.15
Uhr). Tabelle (zum Aufhängen): 1. FC
Regensdorf 28 Pkt.; 2. SC YF Juventus 24; 3. FC Wollishofen 23; 4. FC
Einsiedeln 20. Ferner: 10. FC RedStar ZH 2 14; 12. FC Oerlikon/Polizei
14; 13. FC Zürich-Affoltern 10; 14.
FC Srbija ZH 6.
Aufstellung FCW: Marzullo; Sodano,
Schmid, Hess (Lüönd), M.Iseli, Gross (Caldarazzo), Muino, Bindi, Schwendener,
Baumberger, Wermelinger
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