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Ideensammlung Propädeutikum Japanologie

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Japanologie
Studentischer Wegweiser
der Fachgruppe der Japanologie Frankfurt
Fachbereich 9 – Sprach- und Kulturwissenschaften
© Fachgruppe Japanologie Frankfurt 2007-2014 (partiell aktualisiert). Dieses Skript
ist die Dokumentation des Propädeutikums 2007.
Achtung: Im Oktober 2014 werden Vertreter der Fachgruppe ein studentisches
Propädeutikum an den folgenden Tagen, jeweils 15:00 bis 19:00 h, anbieten.
Tag 1: 2.10. (Do) Hörsaal H I (Campus Bockenheim)
Tag 2: 7.10. (Di) Hörsaal H I (Campus Bockenheim)
Tag 3: 9.10. (Do) Hörsaal H I (Campus Bockenheim)
Tag 4: 10.10. (Fr) Hörsaal H I (Campus Bockenheim)
Inhaltsverzeichnis
Fachbereich 9 – Sprach- und Kulturwissenschaften....................................1
Grundlegendes....................3
1. Begrüßung...................................................................................................3
Die Fachgruppe heißt Euch herzlich willkommen!...............................................3
Zielsetzung der Veranstaltung.........................................................................3
Arbeitserleichterungen am Anfang....................................................................4
2. Das „richtige“ Bild der Japanologie..................................................................4
3. Das Leben an der Uni....................................................................................6
Eigeninitiative ist gefragt!.............................................................................6
Macht Euch Gedanken über folgende Fragen......................................................7
Aktive Mitarbeit während des Unterrichtes.........................................................8
Semesterferien..............................................................................................8
Auch wenn es unnötig erscheinen mag.............................................................9
Die japanische Sprache und
Schrift................................9
1. Hiragana ひらがな/平仮名..............................................................................11
Verwendung................................................................................................11
Lautveränderungen......................................................................................13
Dakuon 濁音..............................................................................................13
Han-dakuon 半濁音.....................................................................................13
Yōon 拗音.................................................................................................13
Sokuon 促音..............................................................................................13
Chōon 長音................................................................................................14
Und das alles gibt es auch in Kombination....................................................14
Verwendung................................................................................................14
Lautveränderungen......................................................................................16
Dakuon 濁音..............................................................................................16
Han-dakuon 半濁音.....................................................................................16
Yōon 拗音.................................................................................................16
Sokuon 促音..............................................................................................16
Chōon 長音................................................................................................16
Katakana-Kombinationen für im Japanischen ungebräuchliche Laute................16
Verwendung................................................................................................16
Kategorisierung............................................................................................17
Radikale - Bushu 部首...................................................................................17
Strichreihenfolge und –zahl...........................................................................18
Lesungen....................................................................................................18
Kleiner Exkurs: Warum eigentlich Kanji?.........................................................18
Wie lernt man nun diese Kanji?......................................................................19
So sieht ein durchschnittlicher Eintrag im „kleinen Hadamitzky“ aus:...............19
Wie macht man das am besten?..................................................................19
Wie merke ich mir ein Zeichen?...................................................................21
Ein paar Worte zu „Die Kanji lernen und behalten“ von James Heisig...............21
Eine kurze Anmerkung zu Computerprogrammen, die beim Lernen helfen sollen:
...............................................................................................................21
Zeichenlexika.................................................................................................22
Wörterbücher.................................................................................................22
Elektronische Wörterbücher - Denshi Jisho 電子辞書.............................................23
Wikipedia – Das Allheilmittel für Referate?.........................................................23
Arbeitskreise..................................................................................................24
An der Frankfurter Japanologie gibt es einige Arbeitskreise, sei es „J-Bungaku“, „Cool
Japan“, "Delicious Japan", "Japanisches Theater", „Kulturmanagement“ (KuMa) oder der
„Fukushima AK“. Für die Teilnahme bekommt man zwar keine Scheine oder Credit Points,
dafür aber etwas viel wichtigeres: Projekterfahrung..................................................24
Sprachtandem................................................................................................24
Japan-Aufenthalt.............................................................................................24
Zum Schluss......................25
Grundlegendes
1. Begrüßung
Die Fachgruppe heißt Euch herzlich willkommen!
Dieses studentische Propädeutikum geht auf eine Initiative der Fachgruppe
Japanologie zurück. Wir sind keine Dozenten, sondern auch Studierende. Eines
unserer Ziele ist, Euch als Eure „Senpai“ den Anfang des Studiums zu erleichtern.
Genau aus dem gleichen Zweck organisieren wir die studentische Studienberatung
und die Campus-Führung. Außerdem versuchen wir noch mit einigen anderen
Dingen, wie zum Beispiel der Organisation der Semesterabschlussfeiern, Euren
studentischen Alltag zu versüßen. Das macht sich aber alles nicht von allein, wir
freuen uns immer über Nachwuchs. Wenn Ihr Euch also an der Uni erst mal
eingelebt habt und Zeit und Lust habt, uns zu helfen, kommt einfach mal bei einem
unserer Treffen vorbei oder besucht eine unserer Sprechstunden. Öffnungszeiten
findet Ihr an der Tür zum Fachgruppenraum.
Zielsetzung der Veranstaltung
Was Ihr in dieser Veranstaltung hört und bearbeitet, wird sowohl im Rahmen dieser
Veranstaltung als auch in Eurem weiteren studentischen „Arbeitsleben“ benötigt und
eingesetzt. Es soll nur ein Anhalt sein und Euch helfen zu überblicken, was in
nächster Zeit vor Euch liegt und Euch zeigen, was erfahrungsgemäß als Strategie
bei der Bewältigung dieser Aufgaben helfen kann.
Wir wollen auch niemandem Angst machen, immerhin sind wir alle ja auch noch hier,
und wirklich keiner von uns ist in seiner Freizeit Wonderwoman oder Superman.
Echt. Es ist also durchaus zu bewältigen. Man muss auch wirklich keine intellektuelle
Ausnahmeerscheinung sein, um Japanisch zu lernen (und nebenbei auch noch
Japanologe zu werden, unterschätzt diesen Anteil nicht, er gibt dem Studiengang
schließlich seinen Namen!), es ist nur ein riesiger Haufen Arbeit. Und die muss
irgendwie strukturiert werden. Das wollen wir Euch bewusst machen, weil alles
andere unfair wäre.
Die beschriebenen Lerntechniken sind nicht bindend. Wer die Erfahrung macht, dass
er anders besser mit dem Stoff und dem Leben an der Uni klarkommt: Gebt es bitte
an Eure Kommilitonen und uns weiter, damit Eure Nachfolger auch von Euren
Erfahrungen profitieren können!
Arbeitserleichterungen am Anfang
Schaut Euch schon mal auf der Homepage der Japanologie unter dem Punkt „Lehre“
an, wer hier alles unterrichtet, damit Ihr bei Veranstaltungen wisst, wer da vor Euch
steht.
Meldet
Euch
im
Forum
der
Japanologie
unter
http://www.japanologie-forum.uni-frankfurt.de/ an, aber bitte mit einem vernünftigen
Namen und einigen Angaben, da wir Euch sonst für einen Spam-Bot halten und
sofort wieder rauswerfen.
Wir werden Euch helfen, Euch mit der e-Learning-Plattform OLAT
vertraut
zu
https://olat.server.uni-frankfurt.de/olat/dmz/?lang=de&logout=true
machen, damit Ihr sie schnell nutzen könnt, sie ist ein unglaublich hilfreiches
Instrument und wir werden sofort damit arbeiten.
Meldet Euch unbedingt in den Kursen an, die Ihr belegt (Näheres dazu im
Propädeutikum)!
Meldet Euch in der Asien-Bibliothek (8. Stock Juridicum) an. Ihr könnt dort auch mit
dem Geld, das Ihr auf Eurer Goethe-Card gespeichert habt, kopieren und scannen.
Dort gibt es zwar Rechner, aber nicht viele, und die sind meistens belegt. Früher
oder später sollte man deshalb dem eigenen Computer Japanisch beibringen –
besser früher. Wie das geht, erfahrt ihr in unserem Forum unter
oder
im
Forum
des
http://www.japanologie-forum.uni-frankfurt.de/
Japanisch-Netzwerkes unter http://www.japanisch-netzwerk.de/forum.html.
2. Das „richtige“ Bild der Japanologie
Mit der Aufnahme des Studiums beginnt, zumindest für die meisten, ein neuer
Lebensabschnitt. Man wohnt wahrscheinlich das erste Mal nicht mehr zuhause, das
macht allein schon fast genug Arbeit, um regelmäßig daran zu verzweifeln.
Außerdem müssen viele nebenbei arbeiten, um sich das Studium finanzieren zu
können. Denn das Studium kostet neben dem Studienbeitrag noch mehr Geld, z.B.
für Bücher, Reader, Kopien, etc. – von Miete und Lebenshaltungskosten ganz zu
schweigen.
Japanologie ist kein „Fun-Studiengang“, die Lernbelastung ist wahrscheinlich mit
Jura oder Medizin vergleichbar.
Zitat eines unserer Lehrenden: „Alte Scherzfrage: Was macht der Japanologe nachts
um 02:00 Uhr? – Er sitzt am Schreibtisch und liest. Sie wollen ja als Japan-Profis
anerkannt werden und dann sollten Sie von japanischer Geschichte, Politik,
Geographie, Literatur, Kultur, sozialen Gegebenheiten u.ä. mindestens so viel wissen
wie ein japanischer Oberschüler. Und die brauchen dafür auch ein paar Jahre. Sie
haben also einiges aufzuholen. Und dann haben Sie die Sprache noch nicht gelernt,
in der viele der wirklich interessanten Werke darüber verfasst sind.“
Das heißt für Euch:
Der Lernaufwand muss neben den Aufgaben des täglichen Lebens bewältigt
werden, das geht nicht alleine und ohne gute Strategie.
Sozialisiert Euch!
Ihr werdet in einigen Veranstaltungen Referate und ähnliche Aufgaben im
Gruppenrahmen zu bearbeiten haben. Bedenkt bei diesen Gruppenarbeiten, dass
sich Eure Kommilitonen (und nebenbei bemerkt, auch Eure Dozenten!) auf Euch
verlassen. Verhaltet Euch also so, wie Ihr Euch wünscht, dass sich die anderen auch
verhalten sollen, d.h. erstellt Euren Teil der Arbeit bis zum vereinbarten Termin,
wenn Ihr damit nicht fertig werden solltet, dann teilt das den anderen rechtzeitig mit,
damit ihr rechtzeitig gemeinsam etwas unternehmen könnt, um die Angelegenheit
doch noch zu retten, das geht eigentlich fast immer.
(Lebensrettender Hinweis: Fangt um Himmels Willen rechtzeitig an!)
Bildet außerdem möglichst schnell Lerngruppen, in denen Ihr zu den
Veranstaltungen einzelne Themen vergebt, zu denen Ihr Zusammenfassungen
schreibt, die Ihr vor den Prüfungen untereinander austauscht und besprecht. Diese
Lerngruppen sind auch unglaublich wichtig, weil die Einbindung in eine
funktionierende soziale Struktur gepaart mit einem kleinen bisschen gesundem
„Gruppenzwang“ oft das Einzige sein wird, was Euch vom Abbruch des Studiums
abhalten wird.
Diese Phasen sind aber ganz normal, denkt Euch also nichts dabei, die sind schon
bei fast allen irgendwann da gewesen. Es geht das Gerücht, dass sogar manche
jetzigen Dozenten während ihres eigenen Studiums „den Krempel einfach
hinschmeißen“ wollten. In dieser Situation braucht man meistens einfach nur ein paar
Leute, denen man sein Herz ausschütten kann, die einem danach ein bisschen gut
zureden, einem zeigen, dass man nicht allein ist mit seinen Sorgen und Nöten und
einen eventuell auch mal eine Zeit lang mit „durchschleifen“. Das sollte aber dann
natürlich nicht zum Dauerzustand werden, denn man kann den anderen nur durch
deren Tiefs helfen, wenn man selbst nicht gerade mitten drin steckt. Es funktioniert
aber erfahrungsgemäß ziemlich gut, dass sich das Ganze immer wieder ausgleicht.
Auch unsere Dozenten sind alle keine Unmenschen. Wenn Ihr tatsächlich
schwerwiegende persönliche Probleme habt, die Euch in Eurem Studium zu
beeinträchtigen drohen, sind sicherlich alle gerne bereit, Euch nach Kräften zu
unterstützen. Was Ihr aber nicht verlangen könnt, ist, dass sie Euch schwierige
Situationen an der Nasenspitze ansehen, während Ihr unter 120 anderen
Erstsemestern sitzt. Und, es mag zwar überraschen, aber es gibt auch noch andere
Semester als Eures, in denen auch noch ein paar Studierende sitzen. Meldet Euch
also lieber, bevor Ihr schlimmstenfalls das Studium schmeißt und es hätte eigentlich
nur eines klärenden Gespräches bedurft und alles wäre geregelt gewesen.
Lerngruppen lassen sich natürlich gut im "Leiberspace" bilden – aber auch im
Cyberspace:
insbesondere
in
den
OLAT-Seiten
oder
auf
J-Wiki
(http://wiki.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/FB09_JWiki/index.php?title=Hauptseite).
3. Das Leben an der Uni
Die Uni ist ein Selbstbedienungsladen, in dem es (fast) alles gibt, aber die
Angestellten können einem nur die Abteilungen zeigen und für Fragen zur Verfügung
stehen, nicht aber jeden Einzelnen bei der Hand nehmen und auch die
offensichtlichen und leicht anzulesenden Sachverhalte ausgiebig darlegen. Die
Veranstaltungen zeigen nur auf, was zu erarbeiten ist (und meistens nicht mal das
genau), sich die Informationen besorgen, lernen und üben muss man selbst.
Die Universität hat also keine Bringschuld, sondern man selbst eine Holschuld.
Eigeninitiative ist gefragt!
Bevor ihr also die wirklich knappe Zeit der Dozenten mit einfach selbst zu
beantwortenden Fragen vertut, versucht erst einmal, die Informationen selbst zu
bekommen. Gute Anfangsquellen für eine Informationssuche sind immer die
Bibliothek, die Homepage der Japanologie und QIS/LSF (u.a. das
Online-Vorlesungsverzeichnis).
Wenn das nicht klappt, fragt im nächsten Schritt ältere Kommilitonen oder die
Fachgruppe,
wir
helfen
Euch
gerne,
wenn
wir
können.
Ihr erreicht uns in den Sprechstunden im Fachgruppenraum (9. Stock im Juridicum)
oder im Forum der Japanologie. Dieses Forum verfügt über eine
„Suchen“-Funktion, postet also nicht einfach wild drauflos, sondern schaut zuerst
nach, ob das Thema nicht schon einmal behandelt wurde. Außerdem könnt Ihr uns
auch unter der Adresse japanologie@web.de erreichen.
Wenn eine Frage wirklich nur durch einen bestimmten Professor oder Dozenten zu
beantworten sein sollte, meldet Euch zu einem Termin während der Sprechzeiten an,
denn Gespräche „zwischen Tür und Angel“ verlaufen zumeist für beide Seiten
unbefriedigend.
Bei Kommunikation per E-Mail verwendet am besten Eure Uni-Adresse, die jeder
zu Beginn des Studiums automatisch erhält, und nicht solche Sachen wie
pupsi08@hotmail.com, masta87@playaz.de oder sexy_hexy@stringz.com. Das
macht keinen allzu ernstzunehmenden Eindruck.
Außerdem hat eine E-Mail immer eine aussagekräftige Betreffzeile, beginnt mit „Sehr
geehrte/r Frau/Herr Professor/Doktor Familienname“ und endet mit „mit freundlichen
Grüßen, Vorname Name“ - nur, um mal ein Warnschild vor dem Nesselfeld
aufzustellen. Übrigens gibt es in OLAT ausführliche und leicht verständliche
Erläuterungen unserer Netiquette und unserer Mail-Etikette – beides vernünftige
Regelungen.
Macht Euch Gedanken über folgende Fragen
„Warum Japanologie?“
„Was will ich damit erreichen und wie komme ich dort hin?“
Ihr werdet diese Fragen sicher noch das eine oder andere Mal zu hören bekommen,
und zwar inner- und außerhalb der Uni, also überlegt Euch schnell eine Antwort
darauf – und zwar keine Ausrede, sondern etwas, das von Herzen und mit
Begeisterung kommt! Wer darauf nicht ziemlich bald eine (vor allem für Euch selbst!)
befriedigende Antwort hat, sollte sich nach einem anderen Fach umsehen, für das er
diese Fragen beantworten kann. Ohne eine gute Motivation ist das Studium der
Japanologie nicht durchzuhalten! Das gilt allerdings auch für alle anderen
Studienfächer.
Schaut Euch hier in Eurer eigenen Japanologie um, wer was macht und in welchen
Themengebieten die einzelnen Dozenten spezialisiert sind. Quelle hierfür sind u.a.
der ausführliche Jahresbericht und das Vorlesungsverzeichnis. Momentan gibt es
innerhalb der Japanologie die folgenden Schwerpunkte:
Nr. FB Professur
1
09 Japanische Literatur und
Kultur
(Prof.Dr. Gebhardt)
2
09 Japanische
Ideengeschichte (Prof.Dr.
Kinski)
3
02 Japanische Wirtschaft
(Prof.Dr. Storz)
4
01
Japanisches Recht
(Prof.Dr. Bälz)
Internetseite
http://www.japanologie.uni-frankfurt.de/japlehr
e/geb/index.html
http://www.japanologie.uni-frankfurt.de/japlehr
e/kinsk/index.html
http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/de/abteilungen
/mm/professuren/storz/prof-dr-cornelia-storz.ht
ml
http://www.jura.uni-frankfurt.de/42773041/Bae
lz
Im Hauptfach besteht die Möglichkeit sich mit verschiedenen Schwerpunkten zu
beschäftigen. Es gibt drei Schwerpunkte, die untereinander so kombinierbar sind,
dass vier verschiedene Wahlmöglichkeiten entstehen:
Literatur &
Kultur Japans
Japanische
Wirtschaft
Japanisches
Recht
x
x
x
x
Literatur & Kultur Japans
(intensiv)
Literatur & Kultur
Japans
+
Japanische
Wirtschaft
x
x
x
Literatur & Kultur
Japans
+
Japanisches Recht
Japanische
Wirtschaft
+
Japanisches
Recht
Der Schwerpunkt „Literatur und Kultur Japans“ nimmt eine Sonderstellung ein,
da man diesen auch als alleinigen Schwerpunkt besonders intensiv behandeln
kann. Hingegen bedürfen die Schwerpunkte „Recht“ und „Wirtschaft“ jeweils
eines zweiten Schwerpunkts.
Studienordnung HF:
http://www.japanologie.uni-frankfurt.de/jap09_studium/studord/StudOD_BA_HF/index.html
Im Nebenfach besteht keine Wahlmöglichkeit. Man belegt automatisch den
Schwerpunkt Literatur und Kultur Japans.
Studienordnung NF:
http://www.japanologie.uni-frankfurt.de/jap09_studium/studord/StudOD_BA_NF/index.html
Sucht Euch also aus, wovon Ihr Euch am meisten für Eure Zukunft versprecht. Womit
wir wieder bei der Motivation wären. Bedenkt bitte folgendes:
Eure Noten zählen im Bachelor-Studiengang ab der ersten Prüfung für Eure
Endnote! Werdet Euch bewusst, was das heißt!
Aktive Mitarbeit während des Unterrichtes
Auch wenn eine gute Dokumentationen der Sitzungen wichtig für die
Wiederholung ist, sollte man nicht unbedingt jedes einzelne Wort mitschreiben,
sondern eher versuchen, dem Gedankengang bis zu seinem Ende zu folgen und in
seiner Gesamtheit am Ende in prägnanter Form festzuhalten. Manchmal, wenn es
einfach zu viel wird, kann hier eine Arbeitsaufteilung sinnvoll sein: Einer schreibt alles
auf, was gesagt wird, der andere hört zu und versucht, die Gedankengänge zu
erfassen und anschließend arbeitet man die Mitschrift gemeinsam durch und
strukturiert und ergänzt sie dabei, während man das Unwichtige „ausmistet“.
Bereits während der Veranstaltung sollte man sich Fragen überlegen und sie am
Ende auch stellen, z.B.:



Was hat man nicht verstanden und was wurde auch bis zum Ende der
Veranstaltung nicht befriedigend geklärt?
Worüber will man mehr wissen?
Wer hat darüber geschrieben?
Das wird von Euch erwartet, auch bei Referaten von Kommilitonen, aber haut die
Leute dabei nicht in die Pfanne! Wenn man merkt, dass der Referent bei einem
Thema unsicher ist, nicht genau dort nachbohren. Oder hättet ihr gerne, dass das
jemand bei Euch tut? (Außerdem erledigt das im Normalfall der Dozent, macht Euch
da mal keine Sorgen!)
Semesterferien
...gibt es nicht!
Es gibt nur eine vorlesungsfreie Zeit, während der – wie der Name schon sagt –
einfach nur keine Vorlesungen stattfinden. Diese paar kostbaren Wochen muss man
sich sehr gut einteilen, um Geld für die nächsten Studienbeiträge zu verdienen,
Hausarbeiten zu schreiben, den Überhang des letzten Semesters abzuarbeiten, sich
auf das kommende Semester vorzubereiten, Praktika zu machen, einen
Auslandsaufenthalt einzulegen und einfach nur sprachlich und schriftlich „im
Training“ zu bleiben. Außerdem brauchen auch die Härtesten unter uns tatsächlich
mal ein paar Tage, um einfach mal nur zu entspannen. Wenn Euch jemand etwas
über das Leben als fauler Student erzählt, werdet Ihr schon nach kurzer Zeit Gewalt
als Lösung für Konflikte in Betracht ziehen. Um ethisch vertretbar zu bleiben: Das
kann sie niemals sein! (Man denkt aber trotzdem öfter mal drüber nach...)
Auch wenn es unnötig erscheinen mag
Es sagt niemand etwas, wenn man mal einen Schluck während einer Veranstaltung
trinkt, aber für ausgedehnte Mahlzeiten ist der Hörsaal nicht der geeignete Ort.
Außerdem ist es den Anderen gegenüber unfair, die selbst nichts zu essen dabei
haben und vielleicht auch schon ganz schön Kohldampf haben – das ist der
Konzentration nicht gerade zuträglich!
Man sollte es auch schaffen, 90 Minuten ohne Zigarettenpause zu überleben. Das
gleiche gilt für Toilettenbesuche, hier natürlich mit der Ausnahme, in Notfällen einer
Überschwemmung des Lehrgebäudes vorzubeugen. Dann ist auch keine Abmeldung
wie in der Grundschule erforderlich, um den Verlauf des Unterrichts nicht zu stören.
Den Besitzern nicht abgeschalteter Mobiltelefone, die während einer Veranstaltung
geklingelt haben, sollen übrigens auch schon höchst unerfreuliche Dinge widerfahren
sein...
Und wenn das während einer Prüfung passiert – und sei es in der am Rand der
Sitzreihe abgelegten Tasche – wird die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet. Das
ist kein Witz!
Die japanische Sprache und Schrift
Neben vielen anderen Veranstaltungen wird das Erlernen der japanischen Sprache
und Schrift den größten Teil Eurer Studienzeit in Anspruch nehmen. Und es ist etwas
völlig anderes, eine Sprache zu lernen, als über reines Faktenwissen in
modularisierten Prüfungsblöcken abgefragt zu werden. Die Sprachkursmodule bauen
inhaltlich logischerweise aufeinander auf und man muss ständig ALLES parat
haben, was man bisher gelernt hat, weil das neu Erlernte sonst zusammenhanglos
im Raum schwebt. Das Crash-Lernen für eine Klausur, das nur über das
Kurzzeitgedächtnis läuft, funktioniert hier NICHT! Es wird schon im zweiten
Semester zu viel, glaubt es uns! Nur durch regelmäßiges Üben könnt Ihr der „Welle“
entgehen.
„Um das direkte Objekt bei transitiven Verben (im Deutschen normalerweise als
Akkusativobjekt realisiert) zu kennzeichnen, wird gewöhnlich die Partikel を
nachgestellt.“
Wem dieser Satz gar nichts sagt, der sollte sich dringend noch einmal mit der
deutschen Schulgrammatik auseinandersetzen! Wie wollt Ihr eine eurer
Muttersprache so fremde Sprache wie die japanische lernen, wenn Ihr zur Klärung
von Fragen nicht auf einer Metaebene darüber sprechen könnt?
Unbedingt in „Kanji und Kana 1 – Handbuch der japanischen Schrift“
von Wolfgang Hadamitzky die Seiten 9-64 lesen!
Zur Not in der Bibliothek kopieren, am Besten kaufen, es wird Euch
noch eine Weile begleiten!
Der „kleine Hadamitzky“
Als Transkriptionssystem für die Darstellung japanischer Texte wird an der
Frankfurter Japanologie das modifizierte Hepburn-System mit Längungsstrichen
verwendet. Dies nur als Information, man verwendet es nur in Ausnahmesituationen.
Lernt so schnell wie möglich Kana lesen und schreiben!
Das bringt uns auch schon zum eigentlichen Thema, der japanischen Schrift in all
ihrer Schönheit und Komplexität.
Beispiele für japanische Texte
Ein älterer Text:
Quelle: NATSUME Sōseki 夏目漱石: Sanshirō 三四郎 (1909)
Ein moderner Text:
Quelle: Nihon keizai shinbun (Nikkei) 日本経済新聞 01.08.2007
Es fällt auf, dass neben vereinzelten lateinischen Buchstaben viele Zeichen
unterschiedlicher Komplexität sowohl horizontal als auch vertikal angeordnet sind.
Außerdem passen alle diese Zeichen in gleichgroße imaginäre Quadrate. Bedenkt
das bei Euren Schreibübungen und orientiert Euch an dieser Quadratform. Dazu
benutzt Ihr am besten spezielles Übungspapier (am billigsten als Druckvorlage zum
Download auf der Homepage der Japanologie erhältlich) oder notfalls normales
kariertes Papier, dann aber 2x2 Kästchen, sonst habt Ihr bei komplexeren Zeichen
nicht genug Platz.
Und nun wollen wir ein wenig Licht in dieses scheinbare Durcheinander bringen.
1. Hiragana ひらがな/平仮名
Japanische Silbenschrift, die den gesamten Lautbestand der japanischen Sprache
wiedergibt.
Verwendung
Hiragana werden in erster Linie für die Wiedergabe von Konjunktionen, Hilfswörtern
(Partikeln), Wort- und Flexionsendungen (Okurigana), Prä- und Suffixen sowie als
Ersatz für schwierige Kanji eingesetzt. Sie können auch als Lesehilfe, als sog.
Furigana, für Kanji Einsatz finden, indem sie extrem klein geschrieben (bei
horizontaler Schreibweise) oberhalb eines Kanji erscheinen.
Japanisch ließe sich theoretisch allein mit Hiragana schreiben, doch gibt es das
Problem der vielen Homophone (Worte, die gleich ausgesprochen und demzufolge
auch in Kana gleich geschrieben werden). Dazu später im Kapitel zu den Kanji mehr.
Die 50-Laute-Tafel der Hiragana
Ø
k
s
t
n
h
m
y
r
w
Spalten:
Zeilen:
Lernen!
„Ausnahmen“:
a
あ
a
か
ka
さ
sa
た
ta
な
na
は
ha
ま
ma
や
ya
ら
ra
わ
wa
ん n
I
い
I
き
Ki
し
Shi
ち
Chi
に
Ni
ひ
Hi
み
Mi
り
Ri
u
う
u
く
ku
す
su
つ
tsu
ぬ
nu
ふ
fu
む
mu
ゆ
yu
る
ru
a, i, u, e, o,
Ø, a, k, s, t, n, h, m, y, r, w, n
aiueo, akasatanahamayarawan
shi し chi ち tsu つ fu ふ
e
え
e
け
ke
せ
se
て
te
ね
ne
へ
he
め
me
れ
re
o
お
o
こ
ko
そ
so
と
to
の
no
ほ
ho
も
mo
よ
yo
ろ
ro
を
wo
ん als eigener Laut
Die „leeren Stellen“ waren z.T. früher einmal besetzt, doch werden diese Zeichen in
modernen Texten nicht mehr verwendet, da sich die Aussprache des Japanischen im
Laufe der Zeit so verändert hat, dass sie nicht mehr gebraucht werden.
Die 50-Laute-Tafel in ihrer Anordnung auswendig zu lernen hilft nicht nur bei der
Wiederholung der Kana am Anfang des Studiums, sondern ist auch später noch
unentbehrlich, da japanische Nachschlagewerke nach diesem System angeordnet
sind. Also gleich mitlernen, es erleichtert Euch das Lernen der Zeichen selbst, da Ihr
immer alle Zeichen vor Eurem „geistigen Auge“ wiederholen könnt ohne eines zu
vergessen und später schlagt ihr einfach schneller nach, wenn Ihr nicht über diese
Reihenfolge nachdenken müsst.
Nicht nur für die Hiragana sondern auch für Katakana und Kanji gilt: Schreibt in der
richtigen Strichreihenfolge, da man sonst schnell geschriebene, gebundene Zeichen
nicht lesen kann!
Lautveränderungen
Lautveränderungen werden dargestellt durch diakritische Zeichen (Zusatzzeichen,
die die Aussprache eines Schriftzeichens verändern, wie z.B. bei ö, ū, å, ñ) oder
durch Kombination mit weiteren Schriftzeichen in gleicher oder halber Größe.
Dakuon 濁音
‶ = Nigoriten = Dakuten = Tenten
=> Trübung (Veränderung hin zur Stimmhaftigkeit) des Lautes z.B.
か=>が さ=>ざ
ka=>ga
sa=>za
し=>じ ち=>ぢ
す=>ず
つ=>づ
shi=>ji
chi=>ji
su=>zu
tsu=>zu
は=>ば
ひ=>び
ふ=>ぶ
へ=>べ
ha=>ba
hi=>bi
fu=>bu
he=>be
ほ=>ぼ
ho=>bo
Han-dakuon 半濁音
˚ = Handakuten = Maru
=> Halbtrübung (Plosivierung) des Lautes, nur in der h-Reihe
は=>ぱ
ha=>pa
ひ=>ぴ hi=>pi
ふ=>ぷ fu=>pu
へ=>ぺ he=>pe
ほ=>ぽ
ho=>po
Yōon 拗音
Brechung des Konsonanten, Gleitlaut
Anhängen von や , ゆ oder よ in halber Größe nach einem Schriftzeichen aus der
i-Spalte, z.B.:
きゃ kya
にゅ nyu
りょ ryo
Nicht verwechseln mit:
きや kiya
にゆ niyu
りよ riyo
Ausnahmen し shi und ち chi:
しゃ sha
しゅ shu
しょ sho
ちゃ cha
ちゅ chu
ちょ cho
Sokuon 促音
„Gedrückte“ Laute, Verdoppelung des nachfolgenden Konsonanten.
Hiefür wird ein つ in halber Größe vor den zu verdoppelnden Konsonanten gestellt,
z.B.:
やった yatta
きっぷ kippu
Ausnahme: Verdoppelung des n durch Voranstellung des Schriftzeichens ん.
おんな onna
Chōon 長音
„gelängte“ Vokale
Bei Auslaut -a, -i oder –u immer Nachstellung des vokalischen Auslautes der Silbe
als reiner Vokal, z.B.:
かあ kā しい shii ゆう yū
Bei Auslaut –e normalerweise Nachstellung von い, z.B.:
れい rei
Bei Auslaut –o normalerweise Nachstellung von う, z.B.:
どう dō
Doch es gibt Ausnahmen, z.B.:
おおかみ
ōkami
Wolf
Und das alles gibt es auch in Kombination
びょうき
byōki
しゅっぱんしゃshuppansha
ぶっきょう
bukkyō
Krankheit
Verlag
Buddhismus
2. Katakana カタカナ/片仮名
Verwendung
Im Gegensatz zu Hiragana und Kanji, deren Einsatzbereich fest umrissen ist,
herrscht bei den Katakana eine große Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten.
Grundsätzlich jedoch ist der Anteil von Katakana in der heutigen Rechtschreibung
gering.
Verbindlich ist der Gebrauch von Katakana in der modernen japanischen
Orthographie in den folgenden drei Fällen:
1. Fremdwörter (solange sie nicht als Zitat in der Originalschreibweise, z.B. als
lateinische Buchstaben stehen).
2. Lehnwörter (gemeint sind insbesondere aus dem europäisch-amerikanischen
Bereich stammende Wörter)
3. Orts-, Personen- und Eigennamen des Auslands (Ausnahme: Chinesische und
koreanische Namen, diese erscheinen oft in Kanji)
Die unten aufgeführten Wortkategorien werden häufig in Katakana notiert, wobei dies
aber nicht bindend ist. Allgemein betrachtet garantiert der Gebrauch von Katakana
(wie GROSSBUCHSTABEN, Fettdruck o.ä. bei uns) ein gewisses Hervorstechen
des betreffenden Wortes aus dem Textzusammenhang. Darüber hinaus können
Katakana
zur
eindeutigen
Identifikation
von
schwer
lesbaren
bzw.
missverständlichen in Kanji geschriebenen Ausdrücken dienen:
• Laut- und Zustandsmalerei
• Interjektionen
• umgangssprachliche Wörter
• Tier- und Pflanzennamen
• sprichwörtliche Ausdrücke
• Ersatz für schwierige Kanji
• fachspezifische Begriffe
• Künstlernamen und Werbeartikel
• allgemeine Hervorhebung im Text
• Telex und Telegramme
• Lesehilfe für Eigennamen in amtlichen Schreiben
Die 50-Laute-Tafel der Katakana
Ø
k
s
t
n
h
m
y
r
a
ア
a
カ
ka
サ
sa
タ
ta
ナ
na
ハ
ha
マ
ma
ヤ
ya
ラ
ra
I
イ
I
キ
Ki
シ
Shi
チ
Chi
ニ
Ni
ヒ
Hi
ミ
Mi
リ
Ri
u
ウ
u
ク
ku
ス
su
ツ
tsu
ヌ
nu
フ
fu
ム
mu
ユ
yu
ル
ru
e
エ
e
ケ
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セ
se
テ
te
ネ
ne
ヘ
he
メ
me
レ
re
o
オ
o
コ
ko
ソ
so
ト
to
ノ
no
ホ
ho
モ
mo
ヨ
yo
ロ
ro
w
ワ
wa
ン
n
ヲ
wo
Erklärung siehe Hiragana
Lautveränderungen
Dakuon 濁音
Siehe Hiragana
Han-dakuon 半濁音
Siehe Hiragana
Yōon 拗音
Siehe Hiragana
Sokuon 促音
Siehe Hiragana
Chōon 長音
Gelängte Vokale werden nicht durch nachgestellte Einzelvokale dargestellt, sondern
durch einen Dehnungsstrich.
ビール bīru
Bier
コーヒー
kōhī
Kaffee
Natürlich gibt es auch hier wieder Ausnahmen.
Katakana-Kombinationen für im Japanischen ungebräuchliche Laute
Wie bereits erwähnt, werden die Katakana u.a. benutzt um fremdsprachige
Ausdrücke ins Japanische zu transkribieren. Dies macht es z.T. erforderlich, auch
dem Japanischen nicht eigene Laute darstellen zu können (s. „Kanji und Kana 1“, S.
31).
3. Kanji 漢字
Verwendung
Kanji (bedeutet: Schriftzeichen aus der chin. Han-Dynastie) sind Sinnschriftzeichen,
d.h. sie vermitteln eine Bedeutung, die sich oftmals im Deutschen nicht mit einem
einzelnen Wort wiedergeben lässt. Je nach Verwendungszusammenhang können
diese Bedeutungen auch bei ein und dem gleichen Zeichen sehr unterschiedlich
sein.
Außerdem haben sie meistens mehrere Lesungen, die sich aus der Geschichte der
Übernahme dieser ursprünglich chinesischen Zeichen zur Verschriftlichung der
japanischen Sprache ergeben.
Sie werden verwendet, um Substantive, Verben, Adjektive und Adverbien zu
schreiben. Oftmals wird dabei noch eine grammatikalische Endung in Hiragana
angefügt. Diese abschließenden Hiragana werden als Okurigana ( 送 り 仮 名 )
bezeichnet. Okurigana werden in Wörterbüchern oft durch einen Punkt oder
Klammern abgetrennt.
Oftmals werden auch mehrere Kanji zu einem Begriff zusammengesetzt. Diese
Zeichenzusammensetzungen nennt man Komposita oder Jukugo (熟語).
Nun zu der Frage, die immer alle quält: Wie viele Kanji gibt es denn eigentlich?
In den größten Zeichenlexika sind ca. 50.000 verzeichnet, Ihr müsst aber bis zum
Ende Eures Studiums „nur“ die 1.945 Jōyō-Kanji ( 常 用 漢 字 „ Kanji des täglichen
Gebrauchs“) lernen, die von der japanischen Regierung festgelegt wurden.
Kategorisierung
Nach ihrer Entstehungsweise und Bildstruktur werden die Kanji in drei Gruppen
eingeteilt:
1.
Abbilder:
Vereinfachte Abbildungen alltäglicher Gegenstände, z.B.:
山 Berg
口
Mund 目
Auge
Der Anteil dieser ursprünglichen Abbildungen an der Gesamtzahl der Kanji ist
gering.
2. Sinnbilder:
Für abstrakte Begriffe und Zahlen wurden Zeichen erfunden, die das
Gemeinte mit wenigen Strichen darstellen, z.B.:
一
eins
上
oben
中
Mitte
3. Bildkombinationen:
Zur Erweiterung
Zusammenstellung
vermitteln, z.B.:
森
Wald
男
Mann
好
mögen
des Zeichenschatzes bediente man sich der
einzelner Zeichen, um neue, komplexere Sachverhalte zu
(zusammengesetzt aus drei „Bäumen“)
(zusammengesetzt aus „Reisfeld“ und „Kraft“)
(zusammengesetzt aus „Frau“ und „Kind“)
Radikale - Bushu 部首
Es gibt 214 traditionelle Radikale, wobei ein Kanji immer nur genau ein Radikal
enthält. Man kann sich diese Radikale als den „Familiennamen“ des Kanji vorstellen.
Zeichenlexika sind nach diesem System geordnet, um das Auffinden eines Kanji zu
erleichtern.
Die restlichen Bestandteile des Zeichens werden als Grapheme bezeichnet. Diese
existieren oftmals auch als Radikal, was manchmal die Zuordnung eines Zeichens
erschwert, z.B.:
好 Radikal:女
曜 Radikal:日
為 Radikal:丶
Strichreihenfolge und –zahl
Strichzahl und Strichreihenfolge sind für jedes Zeichen verbindlich festgelegt.
Die Strichreihenfolge erleichtert das Schreiben eines Zeichens, da sie sich
normalerweise am flüssigsten Bewegungsablauf orientiert. Außerdem ermöglicht sie
es, ein Zeichen, das schnell handschriftlich geschrieben wurde, wobei oftmals
Striche miteinander verbunden werden, zu lesen.
Die Strichzahl eines Zeichens muss man kennen, um es im Lexikon finden zu
können, da man Kanji nach Radikal und Zusatzstrichzahl sucht. Auch sie ist nicht
immer auf Anhieb ersichtlich.
z.B.
口
3 Striche
山
3 Striche
曜
Gesamtstrichzahl: 18
Radikal 日 + 14 Zusatzstriche
Lesungen
Grundsätzlich unterscheidet man:
1. ON-Lesung ( 音 読 み onyomi): Sino-japanische Lesung, die sich an der
chinesischen Lesung des Zeichens orientiert und diese mit dem Lautbestand
der japanischen Sprache wiedergibt.
Die ON-Lesung wird in Zeichenlexika entweder mit Katakana oder lateinischen
Großbuchstaben wiedergegeben.
2. kun-Lesung (訓読み kunyomi): Japanische Lesung, die das japanische Wort
für die Bedeutung des Zeichens wiedergibt.
Die kun-Lesung wird in Zeichenlexika entweder mit Hiragana oder kleinen
lateinischen Buchstaben wiedergegeben.
Kleiner Exkurs: Warum eigentlich Kanji?
Warum schreibt man Japanisch denn eigentlich mit diesen vielen unglaublich
komplizierten Zeichen?
Das liegt hauptsächlich an den überdurchschnittlich vielen Homophonen in der
japanischen Sprache, also an Worten, die gleich ausgesprochen werden, aber eine
unterschiedliche Bedeutung haben. In der gesprochenen Sprache funktioniert das
ganz gut, bei uns weiß ja im Normalfall auch jeder, dass man auf einer Bank ein
Konto eröffnen oder sich auch mal kurz hinsetzen kann. Von diesen „Teekesseln“
gibt es aber im Japanischen sehr viele und das erschwert die schriftliche
Kommunikation ungemein.
Kleines Beispiel gefällig? Die folgenden Komposita werden alle „seikō“
ausgesprochen, haben aber jeweils „leicht“ voneinander abweichende Bedeutungen:
成功 Erfolg
精巧 Ausgefeiltheit
性交 Geschlechtsverkehr
Wie gesagt, von diesen Homophonen gibt es einige, und ohne Kanji würde es wohl
oft zu mehr oder weniger lustigen Verwechslungen kommen.
Wie lernt man nun diese Kanji?
So sieht ein durchschnittlicher Eintrag im „kleinen Hadamitzky“ aus:
Ein solcher Eintrag enthält sehr viele Informationen, die Ihr alle auf Abruf parat haben
solltet:
1. Strichreihenfolge
2. Bedeutungen
3. Lesungen
Wie macht man das am besten?
Die Strichreihenfolge lässt sich nur durch wiederholtes Schreiben eines Zeichens
sicher und dauerhaft einprägen.
Für Bedeutung und Lesung eignen sich am besten „Kanji-Kärtchen“.
Die folgenden Beispiele sollen nur als Anhalt dienen, jeder muss selbst herausfinden,
wie er am besten lernen kann.
Beispiele:
Kanji-Karte „Anfänger“:
Vorderseite:
Kanji mit Strichreihenfolge,
Radikal hervorgehoben, Nummer
im Hadamitzky,
ein Kompositum
Rückseite:
Lesungen in lateinischen Buchstaben,
Bedeutungen
Kanji-Karte „Profi“:
Vorderseite:
Kanji mit Strichreihenfolge,
Radikal hervorgehoben, Nummer
im Hadamitzky,
mehrere Komposita
Rückseite:
ON-Lesung in Katakana, kun-Lesung
in Hiragana,
Bedeutungen
Das Material ist eigentlich egal, aber handelsübliche Karteikarten haben sich gut
bewährt.
Karteikastensystem:
Unterteilung in 5 Fächer, mit allen Karten in der Mitte anfangen, die „Guten“ ein Fach
nach vorne, die „Schlechten“ ein Fach nach hinten, hintere Fächer öfter wiederholen.
Man kann die Karten auch lochen und mit einem Ring oder Faden zusammenbinden,
um sie ordentlich mitnehmen zu können. U-Bahnfahrten sind eh immer langweilig,
warum diese Zeit also nicht produktiv nutzen?
Es gibt fertige Karten zu kaufen, doch sind diese ziemlich teuer und nicht nach der
Reihenfolge geordnet, nach der sie im Unterricht zu lernen sind. Außerdem ist das
eigenhändige Schreiben schon eine gute erste Übung des Zeichens
(„Spickzettel-Effekt“). Wenn Ihr meint, diese „professionellen“ Karten unbedingt
haben zu müssen, vergleicht die Karten einzelner Anbieter gut, es gibt große Preisund Qualitätsunterschiede!
Übrigens: zusätzlich wurden elektronische Kanjitrainer bei uns entwickelt, die neben
dem klassischen Karteikartenausdruck auch das online-Training ermöglichen, z.B.
http://www.kanjiwiki.de/index.php?cc=1
(Benutzername:
KanjiWiki,
Passwort:
G2SS09). Viel Spaß damit!
Wie merke ich mir ein Zeichen?
Die meisten Kanji setzen sich nach einer Art „Baukasten-Prinzip“ aus kleineren
Bestandteilen, den oben erwähnten Graphemen zusammen. Die meisten dieser
Bausteine lernt man nach einer gewissen Zeit mit ihrer Bedeutung kennen. Daraus
lassen sich gute Eselsbrücken bilden. Je ausgefallener, „blöder“ und individueller
diese Eselsbrücken sind, desto leichter lassen sie sich merken.
z.B.
好 „mögen“: 女 „Frau“/子 „Kind“
=> Jede Frau mag ihr Kind.
禁 „Verbot“:
林 „Wald“/示 „zeigen“
=> Auf den Wald zeigen ist verboten!
Damit lassen sich allerdings nur Bedeutung und Gestalt eines Kanji verknüpfen, die
Lesungen muss man immer noch zusätzlich lernen.
Eine Möglichkeit dafür ist, sich beim Schreiben des Zeichens die Lesungen immer
wieder vorzusagen. Aber auch hierfür kann man sich Eselsbrücken schaffen, diese
verlangen aber noch mehr Phantasie als die für die Schreibweise.
Ein paar Worte zu „Die Kanji lernen und behalten“ von James Heisig
Als Inspiration zur Bildung von Eselsbrücken gut geeignet.
ABER: Es wird immer nur EINE grundlegende Bedeutung eines Kanji gelernt und
KEINE Lesung.
Ihr müsst aber ALLE Bedeutungen und ALLE Lesungen aus dem „kleinen
Hadamitzky“ können, da dieses Buch sich am Erlass des japanischen Kabinetts
orientiert!
Außerdem ist für das Heisig-System die Reihenfolge, in der man die Kanji lernt, sehr
wichtig und das ist eine völlig andere als die, die hier im Sprachunterricht gelehrt
wird.
Also: Mal reinschauen, aber eher nicht kaufen.
WICHTIG: Dies alles sind nur Vorschläge!
Beobachtet Euch beim Lernen selbst und entwickelt Eure persönliche Lernmethode,
die Euch am besten entgegenkommt. Der eine lernt eher optisch, der andere
akustisch usw.
Unterhaltet Euch mit Euren Kommilitonen über Lerntechniken und denkt ständig
darüber nach, wie ihr das Lernen rationalisieren könnt!
Eine kurze Anmerkung zu Computerprogrammen, die beim Lernen helfen
sollen:
Die meisten Programme sind für Anfänger nur bedingt geeignet.
Später können sie eine gute Unterstützung sein, doch am Anfang führt an Stift und
Papier kein Weg vorbei.
Es gibt keine Zaubermittel, egal, was man Euch verspricht!
Wenn man bei ca. 1000 Kanji angelangt ist, kann eine Unterstützung durch Software
gut sein, aber wartet noch mit der Anschaffung und lest erst in einschlägigen Foren
und redet mit älteren Studenten, sonst werft Ihr nur Geld zum Fenster hinaus!
Das Gleiche gilt übrigens auch für die vielen Vokabeltrainer-Programme, die es gibt.
Die meisten sind für das Studium an der Universität nicht geeignet und haben den
Hobby-Lernenden als Zielgruppe. Auch hier sind oft die einfachsten die besten und
flexibelsten, und die gibt es meistens sogar umsonst!
Was kann einem sonst noch das Leben erleichtern?
Zeichenlexika
Für die ersten zwei bis drei Semester reicht der „kleine Hadamitzky“ vollkommen!
Später, wenn man dann fremde Texte liest, entweder
der „Nelson“:
„The modern Reader´s Japanese-English Character Dictionary“, Andrew Nathaniel Nelson
oder
der „große Hadamitzky“:
„Langenscheidt Großwörterbuch Japanisch-Deutsch“, Wolfgang
Hadamitzky, Mark Spahn, O. Putz
- je nachdem, mit welchem Ordnungssystem man besser zurechtkommt.
Wörterbücher
Am Anfang braucht man eigentlich gar keines, weil die Vokabeln im Lehrbuch erklärt
werden. Wenn man meint, dass man unbedingt doch eins braucht, dann am besten
das kleine Langenscheidt, weil es nicht viel kostet und spätestens im zweiten
Semester sowieso unbrauchbar wird und man dann nicht allzu viel Geld ausgegeben
hat.
Bei schwierigeren Wörtern „Kimura“ und „Kenkyūsha“, die gibt es in der Bibliothek.
Weil sie entweder nicht mehr aufgelegt werden oder einfach unverschämt teuer sind,
können wir nur bedingt zu einer Anschaffung für die Hausbibliothek raten.
Von einem Mittelweg ist abzuraten, weil man sich oft ärgert, wenn man ca. 50 Euro
für ein Wörterbuch ausgegeben hat, das einem nicht die Informationen liefert, die
man braucht.
Gegen Ende Eures Studiums solltet ihr so weit sein, ein einsprachiges Wörterbuch
wie „Kōjien“ zu benutzen. Dies sollte das Ziel sein, spart vorher Euer Geld, Ihr könnt
es später besser anlegen!
Der Ausweg: Das Online-Wörterbuch „Wadoku“, das es auch als Offline-Version gibt,
die sich z.B. in das kostenlose Textverarbeitungsprogramm JWPce integrieren lässt.
Es basiert auf dem Open-Source-Prinzip, mit allen Stärken und Schwächen, die
dieses System beinhaltet, also viele Beiträge aus vielen Themengebieten, aber die
Qualität der einzelnen Einträge ist manchmal zweifelhaft. Nichtsdestotrotz ist es
aufgrund einer hervorragenden Pflege der Datenbank eigentlich uneingeschränkt
empfehlenswert, doch im Zweifelsfall nicht zitierbar. Bis ihr aber vor dem Problem
steht, wirklich eine zitierfähige Quelle für eine Übersetzung nachweisen zu müssen,
könnt ihr schon mit den „richtigen“ Wörterbüchern umgehen!
Elektronische Wörterbücher - Denshi Jisho 電子辞書
Hierfür gilt sinngemäß das gleiche wie für Kanji-Programme: Für den Anfang nicht
geeignet, später vor der Anschaffung mit vielen Leuten reden und sich gut
informieren.
Wikipedia – Das Allheilmittel für Referate?
Wikipedia ist KEINE zitierfähige Quelle, weil jeder in den Artikeln schreiben kann,
was er will. Und Ihr kommt mit Sicherheit genau dann auf einen Eintrag, wenn sich
gerade irgendein Spaßvogel einen Scherz erlaubt hat.
Ende der Diskussion.
Aber: Wikipedia kann ein guter Ausgangspunkt für eine weiterführende Recherche zu
einem Thema sein, von dem man keine Ahnung hat. Oftmals finden sich in den
Artikeln Links zu weiterführenden Seiten, auf denen man gute Literaturangaben
finden kann.
Zu echten Büchern!
Seht Euch auch die Ausgaben eines Artikels in allen anderen Sprachen an, derer Ihr
halbwegs mächtig seid, diese wurden normalerweise von anderen Autoren verfasst,
die ein Thema manchmal aus einem völlig anderen Blickwinkel angehen.
Für eine ernstzunehmende Recherche müsst Ihr Euch tatsächlich über kurz oder
lang in die Bibliothek bequemen, da führt kein Weg daran vorbei. Außerdem müsstet
ihr verdammt lange „googeln“, um diese Menge an japanologischem Fachwissen aus
vernünftigen Quellen zusammenzutragen. Und in der Bibliothek bekommt Ihr es auf
dem Silbertablett präsentiert, es wäre also ziemlich „ungeschickt“, diesen Service
nicht zu nutzen.
Arbeitskreise
An der Frankfurter Japanologie gibt es einige Arbeitskreise, sei es „J-Bungaku“,
„Cool Japan“, "Delicious Japan", "Japanisches Theater", „Kulturmanagement“
(KuMa) oder der „Fukushima AK“. Für die Teilnahme bekommt man zwar keine
Scheine oder Credit Points, dafür aber etwas viel wichtigeres: Projekterfahrung.
Die Teilnahme an diesen Arbeitskreisen sei Euch wärmstens an Herz gelegt, denn
die Zeit, die Ihr dafür investiert, rentiert sich wirklich. Ihr bekommt zudem noch, je
nach Arbeitskreis, Informationen zu dem jeweiligen Thema, die Euch in keiner
Veranstaltung des regulären Curriculums vermittelt werden.
Sprachtandem
Man sucht sich eine Japanerin/einen Japaner, die/der Deutsch lernen möchte und
trifft sich regelmäßig, um die eine Hälfte der Zeit Deutsch, die andere Hälfte
Japanisch zu sprechen. Dafür haben wir eine eigene Internetplattform geschaffen,
das Link http://moodle.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/moodle/ findet Ihr auch in den
OLAT-Kursbegleitungen.
Ihr solltet möglichst schnell mit der Suche beginnen, da das nicht immer einfach ist.
Am Anfang eigentlich nur zur Verbesserung von Aussprache und Hörverständnis
oder als „Hausaufgabenhilfe“ geeignet, aufgrund des zu Beginn mangelnden
Vokabulars wird eine wirklich flüssige Unterhaltung erst später möglich sein.
Die höchste Stufe des Sprachunterrichts im B.A.Studiengang ist eine
Live-Veranstaltung: Ihr werdet über Video-Konferenz-Schaltung mit japanischen
Studenten an unseren Partnerunis sprechen. Aber da müsst Ihr erst mal fit für sein!
Der Unterricht bis dahin ist auch entsprechend intensiv, aber es lohnt sich auf jeden
Fall, sich einen Tandempartner zuzulegen.
Japan-Aufenthalt
UNBEDINGT!
Die Frage ist nur: „Wann?“
Am besten wäre natürlich jedes Wochenende. Da die meisten aber nur eine
begrenzte Menge Geld zur Verfügung haben, ist abzuwägen, ob man möglichst früh
und oft, dafür aber jeweils für kürzere Zeiträume nach Japan geht, um möglichst
schnell ein Gefühl für Land, Sprache und Kultur zu bekommen, oder ob man das
Geld für einen längeren Aufenthalt nach ein paar Semestern spart, wenn man schon
einen guten Grundstock an Vokabular und Schriftverständnis hat. Beides hat seine
Vor- und Nachteile, überlegt gut, was am besten zu Euch und Euren
Lebensumständen passt!
Nutzt auch die von der Japanologie angebotenen Stipendienberatungen, hier
bekommt Ihr die gesammelten Informationen und Erfahrungen der letzten Jahre zu
diesem Thema.
Ein guter Schreibstil
Als Japanologen ist unser Hauptwerkzeug die Sprache. Und zwar – und das mag auf
den ersten Blick überraschen – nicht die Japanische, sondern die, in der wir unsere
Arbeiten verfassen. Wenn z.B. ein begnadeter Astrophysiker keinen geraden Satz
herausbringt, ist das vollkommen egal, solange seine Formeln stimmen.
Bei uns als Kultur- oder Geisteswissenschaftlern sieht die Sache aber schon ein
bisschen anders aus. Wir geben uns der Lächerlichkeit preis, wenn wir uns
anmaßen, z.B. über Literatur zu urteilen, wenn unsere eigenen Sätze vor
Rechtschreibfehlern nur so strotzen.
Aber ein guter Schreibstil beinhaltet noch wesentlich mehr Komponenten als die
reine Orthographie. So sollte man klar strukturierte Gedankengänge in präzisen
Formulierungen zu Papier bringen können. Das lernt sich sicherlich nicht von alleine,
weshalb es an der Uni auch spezielle Kurse dafür gibt. Wenn Ihr merkt, dass Ihr in
diesem Bereich Defizite habt, solltet Ihr den Besuch einer derartigen Veranstaltung
durchaus in Betracht ziehen, der Erfolg stellt sich meist recht schnell ein und Ihr
erhöht damit tatsächlich Eure Chancen auf gute Noten.
Am besten zu schreiben lernt man übrigens durch Lesen. Macht Euch, während Ihr
ein Buch lest, neben dem Verarbeiten der Inhalte auch Gedanken über die Art und
Weise, wie in diesem Buch Informationen vermittelt werden. Denkt darüber nach,
warum verschiedene Bücher zum gleichen Thema unterschiedlich informativ sind,
und warum manche Bücher trotz dünnen Informationsgehaltes anstrengend, andere
hingegen trotz einer hohen fachlichen Dichte vielleicht sogar unterhaltsam zu lesen
sind.
Beachtet auch die Zielgruppe Eurer Arbeit. Dieses Handout ist z.B. in einer anderen
Sprache verfasst, als ein Handout zu einem Referat, ein Artikel in einer Zeitschrift
oder eine Bachelor- oder Magisterarbeit verfasst sein sollten.
Nutzt die Angebote während des Studiums, um Euch in diesem Bereich zu
verbessern, denn richtiges, präzises und im Optimalfall nicht allzu langweiliges
Schreiben
ist
eine
der
Schlüsselqualifikationen
eines
erfolgreichen
Geisteswissenschaftlers!
Zum Schluss
Wie bereits eingangs erwähnt, sollte Euch nichts in dieser kurzen Zusammenfassung
einschüchtern oder verschrecken, im Gegenteil. Wir wollen, dass Ihr Euch so schnell
wie möglich hier einlebt, möglichst gute Resultate mit Eurer Arbeit erzielt und so den
Spaß am Studieren findet.
Wir hoffen, dass uns das gelungen ist und würden uns über
Verbesserungsvorschläge von Eurer Seite sehr freuen.
Also viel Erfolg und vor allen Dingen viel Spaß während Eures Studiums!
頑張って!
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Seele and Geist
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