close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Eine Überbauung, die Konventionen sprengt - Lokalinfo AG

EinbettenHerunterladen
GZA/PP 8048 Zürich
27. Jahrgang
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Nr. 44
ALTSTETTERSTRASSE 159 | CH-8048 ZÜRICH | FON 044 431 11 40 | PRAXIS@ZAHNARZT-BUEHLER.CH
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Eine Überbauung, die Konventionen sprengt
Die neue Wohnsiedlung
Rautistrasse sticht mit ihrer
Architektur aus dem
gewohnten Rahmen heraus.
Auch hinter den Kulissen
verbirgt sich Erstaunliches,
wie auf zwei Rundgängen
zu erfahren war.
te sich eindrücklich am Donnerstag
letzter Woche. Einerseits hatte das
Hochbaudepartement der Stadt Zürich zur Medienführung mit Stadtrat
André Odermatt geladen, andererseits stand eine Begehung für die
Quartierbevölkerung mit der Kulturkommission des Quartiervereins Altstetten auf dem Programm. Sowohl
der Vorsteher des Hochbaudepartements, der von einem «Paradebeispiel einer gekonnten Verdichtung
nach innen» sprach, als auch die Repräsentanten von «Kultur 48» waren
sich einig, dass die vom Zürcher Architekturbüro Undend entworfene
Siedlung neue Massstäbe setzt.
Marcus Weiss
Der Ersatzneubau der städtischen
Siedlung Rautistrasse hat das Bild an
der Altstetter Talflanke verändert.
Selbstbewusst recken sich die wie zufällig hingewürfelt erscheinenden,
strahlend weissen Baukörper mit den
«abgeschnittenen Ecken» am Hang
und ragen mit ihrer einprägsamen
Silhouette deutlich aus der Gartenstadt-Architektur des Umfelds heraus. Dass dies für Aufmerksamkeit
und Gesprächsstoff sorgen würde,
war abzusehen. Wie gross das Interesse im Quartier am Bauvorhaben,
dessen zweite Etappe kurz vor der
Vollendung steht, tatsächlich ist, zeig-
Massiv grösseres Bauvolumen
«118 Teams haben sich am offenen
Wettbewerb für den Neubau beteiligt,
den wir zu unserer Freude gewinnen
konnten», erklärte Undend-Architekt
Christian Meili gegenüber den Teilnehmenden der «Kultur 48»-Besichtigung. Er legte dar, welche Herausforderungen für die Planer zu bewäl-
Architekt Urs Egg (rechts) erklärt die Überlegungen, die bei der Gartengestaltung massgeblich waren.
F.: mw.
Fortsetzung auf Seite 5
Nun doch ganztägig zum HB
Nun stimmte alles am Herbstfest
Nun betreibt Gewobag auch Cafés
Das Tram 17 soll auch künftig ganztägig von der Grünau bis
zum Hauptbahnhof verkehren. Der Stadtrat setzt sich dafür
ein, dass der ZVV die jährlichen Kosten von 3,5 bis 4 Millionen Franken übernimmt.
Seite 3
Es stimmte einfach alles am 13. Herbstfest, zu dem die Ortsgeschichtliche Kommission eingeladen hatte, die dieses Jahr
ihr 60-jähriges Bestehen feiert: Im Altstetter Ortsmuseum
zeigte unter anderem ein Seiler sein Handwerk.
Seite 7
Die Wohnbaugenossenschaft Gewobag bietet nicht nur Wohnungen an: In jeder grösseren Siedlung will sie ein eigenes
Quartiercafé eröffnen. Der Start erfolgt am Samstag mit der
Bäckerei Café Fellenberg in Albisrieden.
Seite 9
2
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Über 4000 Weine aus aller Welt
auf den zwölf Schiffen der Expovina
Der Besuch der 12 Schiffe
der Zürichseeflotte ist für
rund 70 000 Weinfreundinnen und Weinfreunde alljährlich ein fester Termin.
Dieses Jahr ankern die
Zürcher Weinschiffe von
Donnerstag, 30. Oktober,
Die Entertainer Stephen Triffitt, George Daniel Long und Mark Adams,
bis Donnerstag, 13. NovemFoto: zvg.
alias Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin (v.l.).
ber, am Bürkliplatz.
Hommage an drei Musik-Legenden
«The Definitive Rat Pack»
lässt in der Maag Halle
den Swing der 60er Jahre
aufleben.
In den 60er Jahren traten sie im legendären Sands-Hotel in Las Vegas
auf: die Legenden Frank Sinatra,
Sammy Davis Jr. und Dean Martin.
Als «The Rat Pack» waren sie mit ihren furiosen Songs und den kabarettistischen Einlagen das Showmagnet
der Spielerstadt. In «The Definitive
Rat Pack» versammelt sich das legendäre Trio nochmals und wiederholt
das grandiose Konzert.
Die wohl weltbesten «Rat Pack»Nachfolger, die Entertainer Stephen
Triffitt, Mark Adams und George Daniel Long, lassen die 60er Jahre aufleben und sorgen mit swingvollen
Songs wie «Chicago», «Come fly with
me», «That’s Amore», «New York»
ANZEIGEN
Promotion
Lokalinfo-Leserinnen und -Leser
erhalten 20 Prozent Rabatt auf eine «Rat Pack»-Vorstellung nach
Wahl. Buchen Sie online unter
www.theratpack.ch/angebot
mit
dem Promocode LOKAL14TRP
oder über die Hotline 0900 101
102 (Fr. 1.19/Min. ab Festnetz),
Stichwort «Lokalinfo». Der Rabatt
gilt für folgende Vorstellungen:
Di–Do 19.30 Uhr, So 17 Uhr. Der
Rabatt ist nicht kumulierbar und
gilt für höchstens sechs Tickets.
für einen unvergesslichen Abend.
Das Trio wird begleitet von einer
neunköpfigen Big Band und drei Sängerinnen. (pd./mai.)
15. bis 30. November, jeweils Di–Sa 19.30
Uhr, So 17 Uhr (Mi, 18. Nov., spielfrei).
Maag Halle, Hardstr. 219, 8005 Zürich.
An der 61. Expovina – der grössten
Publikumsweinmesse Europas – werden an 170 Ständen Weine aus allen
wichtigen Anbauregionen der Welt
zur Degustation angeboten. Mit einer
Vielfalt an Weintypen und Weinländern versammelt sich hier fast die
ganze Weinwelt, in deren Mittelpunkt
jedoch der Schweizer Wein steht.
Weininteressierte haben Gelegenheit,
in- und ausländische Weine nebeneinander zu degustieren und zu vergleichen. Was mit Internet und ECommerce nicht möglich ist, kann an
Bord der Schiffe erfahren werden:
Prüfen und Geniessen mit Augen, Nase, Zunge und Gaumen. Das kompetente Fachpersonal an den Ständen
unterstützt bei der Orientierung
durch die Vielfalt von Traubensorten
und Weinstilen, gibt wertvolle Tipps
bei der Suche nach dem Lieblingswein oder bei der Entdeckung von
neuen Weinen.
Unter dem Patronat der Zeitschrift «Marmite» werden am 6. November, auf dem Schiff «Rosenstadt»
An der diesjährigen Expovina gibt es auch Südtiroler Weine.
Südtiroler Spezialitäten mit passenden Südtiroler Weinen angeboten.
Gäste können an diesem Tag zwischen einem besonderen Menu oder
À-la-carte-Gerichten auswählen. Expovina-Besucher kommen zudem in
den Genuss eines speziellen Südtiroler Rezeptbüchleins, das «Marmite»
zu diesem Anlass herausgibt.
Weineventlounge
Im Zelt des Weinforums wird wiederum ein abwechslungsreiches Programm geboten. Seminare, Work-
Foto: zvg.
shops, exklusive Degustationen oder
Begegnungen mit Weinproduzenten
stehen auf dem Programm. Ziel des
Weinforums ist es, Interessierten
mehr Wissen über den Wein und den
Umgang mit Wein zu vermitteln. (pd.)
Expovina: 12 Schiffe am Zürcher Bürkliplatz. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag:
13 bis 21 Uhr (Kassaschluss 20.30 Uhr),
Sonntag: 11 bis 19 Uhr (Kassaschluss
18.30 Uhr). Restaurants: 11.30 bis 24 Uhr
(Sonntag 11 bis 21 Uhr). Montag bis Freitag von 11.30 bis 12.30 Uhr ist der Zutritt
frei. Eintrittspreis, inkl. Katalog: Fr. 25.–,
Zutritt ab 16 Jahren. www.expovina.ch.
Zürich West
AKTUELL
IN KÜRZE
Regionalpolizei
Die Kantonspolizei hat die Regionalpolizei neu gegliedert. Deren
bisher grösste Abteilung für die
Region Winterthur/Unterland ist
neu in zwei gleich grosse Abteilungen aufgeteilt. Die Regionalpolizei interveniert in verkehrs-, sicherheits- und kriminalpolizeilichen Belangen meistens als Erste
am Einsatzort. Durch die Aufteilung entstehen vier ähnlich grosse Regionalabteilungen mit einem
praktisch identischen Aufgabengebiet.
Verhaftung
Am 23. Oktober verhaftete die
Stadtpolizei Zürich im Kreis 6 einen mutmasslichen Drogendealer
und stellte rund ein Kilogramm
Heroin sicher. Betäubungsmittelfahnder beobachteten im Kreis 6
zwei Drogenübergaben. Bei einer
anschliessenden
Hausdurchsuchung im Kreis 12 stiessen die
Polizisten auf das Heroin.
FDP-Vorstösse
Die FDP hat mehrere Vorstösse
zum Budget der Stadt eingereicht. Die städtischen Lohnkosten und die Aufwendungen für
Dienstleistungen Dritter will sie
um je 100 Millionen Franken reduzieren. Sie befragt ausserdem
den Stadtrat zum Sparpotenzial
bei Raumkosten der Verwaltung,
beim Gleichstellungsbüro und
dem Theater am Neumarkt.
Babini tritt zurück
Mario Babini hat seinen sofortigen Austritt aus der SVP der
Stadt Zürich erklärt. Damit
kommt der Zürcher Gemeinderat
einem Parteiausschlussverfahren
zuvor. Die SVP-Fraktion hatte
einstimmig beschlossen, Babini
aus der Fraktion auszuschliessen.
Gegen den 57-jährigen Parlamentarier läuft ein Verfahren wegen
Drohung und Hausfriedensbruch.
Neuer ZSG-Direktor
Der Verwaltungsrat der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG)
hat einen neuen Direktor gewählt. Per 1. Mai 2015 übernimmt Roman Knecht die operative Leitung des Unternehmens.
Der neue Chef der ZSG leitet seit
2010 die strategische und operative Entwicklung bei der SBB.
Neue Verlegerin
SP-Gemeinderätin Min Li Marti
tritt die Nachfolge von Koni Loepfe als Verlegerin des Parteiblatts
«P.S.» an. Bereits arbeitet sie an
einem Relaunch der 15 Jahre alten Parteizeitung.
Kunstschmuggel?
«Dolder
Grand»-Eigner
Urs
Schwarzenbach
musste
eine
Hausdurchsuchung wegen des
Verdachts auf Kunstschmuggel
über sich ergehen lassen. Der
Zoll untersucht, ob Schwarzenbach wiederholt Kunst ohne zu
verzollen in die Schweiz eingeführt hat. Schwarzenbach wehrt
sich gegen diese Vorwürfe.
Nr. 44
30. Oktober 2014
Tram 17 soll weiter ganztägig zum HB:
Petitionäre erfreut, aber wachsam
AUF
EIN WORT
Das Tram 17 soll auch
künftig ganztägig von der
Grünau bis zum Hauptbahnhof verkehren. Der Stadtrat
setzt sich dafür ein, dass der
ZVV die jährlichen Kosten
von 3,5 bis 4 Millionen
Franken übernimmt.
Karin Steiner
Thomas Hoffmann
9000 (!) Unterschriften hatte die IG
Hardturmquartier zusammen mit
den Quartiervereinen Grünau, Wipkingen und Kreis 5-Industrie, dem
Gewerbeverein Kreis 5 Züri-West
und der IG Am Wasser/Breitenstein
gesammelt. Die Petition fordert eine
ganztägige Tramverbindung von der
Grünau an den HB auch dann, wenn
das Tram 8 über die Hardbrücke bis
zum Werdhölzli in der Grünau fährt.
Eigentlich wollte die Stadt dann das
Tram 17 nur noch in den Stosszeiten
zum HB fahren lassen. Tagsüber hätten die Leute aus dem Quartier, die
beispielsweise zum Einkaufen ins
Stadtzentrum wollen, am EscherWyss-Platz umsteigen müssen.
Nun haben die VBZ die künftige
Tramlinienführung in Zürich West
vertieft analysiert, schreibt der Stadtrat. Dabei habe sich gezeigt, dass die
Verkehrszunahme im Raum Limmatstrasse in den Hauptverkehrszeiten
neben den Linien 4 und 8 eine dritte
Linie nötig mache. «Da in Zukunft
Der Stadtrat will, dass man mit dem 17er-Tram weiterhin ohne umzusteigen von der Grünau bis ins Stadtzentrum fahren kann.
Archivfoto: ho.
aber mit einer weiteren Steigerung
der Nachfrage zu rechnen ist, fassen
die VBZ einen ganztägigen Betrieb
der Linie 17 ins Auge.» Diesen wollen sie auch nach Inbetriebnahme
der Tramverbindung Hardbrücke im
Dezember 2017 aufrechterhalten. Zu
den Morgen- und Abendspitzen soll
die Linie 17 als Verstärkung der Linie
13 weiterhin bis zum Albisgüetli verkehren. Damit wären die Anliegen
der Petition erfüllt.
Der Stadtrat wird sich nun beim
ZVV dafür einsetzen. Die Mehrkosten
von 3,5 bis 4 Millionen Franken pro
Jahr hält er vertretbar, da das Zusatzangebot dem Gebiet Zürich West
einen grossen Nutzen bringt.
Der Vorstand der IG Hardturmquartier bewertet das Ergebnis als
sehr erfreulich. «Anlass zum Feiern
gibt dieser Entscheid des Stadtrats jedoch noch lange nicht», schreibt die
IG in ihrer Mitteilung. «Das Thema
findet erst seinen definitiven Abschluss, wenn die entstehenden
Mehrkosten gesprochen sind.» Die IG
Hardturmquartier blicke somit «beruhigter in die Zukunft des Trams 17,
aber sehr aufmerksam!»
AUS DEM GEMEINDERAT
Höhere Parkplatzgebühren
schmälern Attraktivität von Zürich
Velo zurückgelegt werden kann. Leider wollen aber auch viele den Blick
ins Grüne geniessen und wün-schen
eine moderne Wohnung, viele wollen
auch beim Einkaufen eine grosse
Auswahl haben. Und die Freizeitaktivitäten lassen sich geografisch nur
schwer einschränken. Und gewisse
Tätigkeiten wie etwa Einkaufen oder
Umziehen lassen sich nur mit einem
Auto sinnvoll und effizient bewerkstelligen.
Albert Leiser
In
regelmässigen
Zeitabständen
spriessen in der Stadt Zürich neue
Ideen, wie der motorisierte Privatverkehr be- und verhindert werden
kann. So werden immer wieder an
neuen Orten Schranken aufgestellt,
welche die Fahrt in die Stadt möglichst unattraktiv machen sollen,
Baustellen werden gehegt und gepflegt
und
Strassenverengungen
spriessen wie Pilze im milden Herbstregen. Gleichzeitig wird mit verschiedenen Tricks und Kniffs versucht, die
Anzahl der Parkplätze zu reduzieren,
abwechslungsweise einmal die öffentlichen und einmal die privaten.
Als jüngster Streich präsentiert
die Stadt Zürich in einer Weisung an
den Gemeinderat Vorschläge, wie die
Parkplatzgebühren erhöht werden
könnten. Und zwar so, dass sie – so
verlangt es eine Motion aus dem
links-grünen Parteienspektrum – eine
lenkungswirksame und effiziente
Nutzung ermöglichen. Konkret sollen
nun also die Parkgebühren teilweise
markant angehoben und gleichzeitig
auch die Betriebszeiten der Parkuhren ausgedehnt werden. Geplant
ist sodann, dass je nach Standort die
Parkuhren auch am Samstag und sogar am Sonntag gefüttert werden
müssen.
Noch ist Zürich attraktiv
Nach wie vor ist es angesagt, in der
Stadt Zürich zu wohnen, hier einzukaufen und die Freizeit zu verbringen. Die momentane hohe Attraktivität der Stadt ist aber leider nicht naturgegeben und kann – wenn sie
nicht gepflegt wird – auch wieder sinken. Ein Grund, Zürich künftig zu
meiden, könnte bald nicht mehr nur
Noch vor 150 Jahren wurden
Menschen mit Behinderung als
Strafe Gottes für die Familien gesehen und galten als nicht bildbar. Entsprechend wurden viele
von ihnen versteckt gehalten, weil
man sich ihrer schämte. Von Förderung und Integration in die Gesellschaft konnte keine Rede sein.
Als Erwachsene fristeten die
meisten ein trostloses Leben in einem Heim, in dem jeder Tag wie
der andere aussah. Seitdem hat
sich vieles zum Positiven geändert. Kinder mit Behinderung besuchen, sofern es möglich ist, Regelklassen, wo sie Kontakt zu den
anderen Kindern haben und von
ihnen profitieren. Und auch die
anderen Kinder lernen viel über
Gelebte Integration
das Anderssein von Menschen
und akzeptieren sie ganz selbstverständlich. Für Kinder, die nicht
in die öffentliche Schule integriert
werden können, gibt es Schulen
wie die Visoparents-Tagesschule
für blinde, seh- und mehrfach behinderte Kinder, wo jedes Kind
seinen Fähigkeiten entsprechend
gezielt gefördert wird.
Nicht die Schwächen, sondern
die Stärken eines Menschen erkennen, lautet heute die Devise.
Entsprechend bekommen auch
erwachsene Menschen mit Behinderung Aufgaben, die sie fordern
und fördern. Zum Beispiel in der
Stiftung Altried. Es ist beeindruckend, zu sehen, mit welcher Begeisterung und welchem Stolz die
Menschen in den Werkstätten dieser Stiftung arbeiten und mit welcher Selbstverständlichkeit sie mit
der Kundschaft des Ladens verkehren – und umgekehrt. Das
funktioniert nur, weil der Umgang
zwischen Menschen mit und ohne
Behinderung heute offener und
selbstverständlicher geworden ist.
Weil man das Anderssein nicht
mehr als Schwäche und schon gar
nicht als Strafe Gottes ansieht,
sondern in dem Individuum auch
die Stärken erkennt. Nur so kann
die Integration gelingen.
… und Attraktivität sinkt
«Parkuhren müssten auch
am Samstag und Sonntag
gefüttert werden»
Albert Leiser, Gemeinderat FDP
der anscheinend fehlende Wohnraum, sondern die zunehmende Einmischung bei der individuellen Wahl
von Verkehrsmitteln und die Einschränkung und Verteuerung der
Parkplätze sein. Das Auto ist nicht a
priori schlecht, sondern neben Tram
und Bus, Velo und Motorrad ein Fortbewegungsmittel, das individuell und
situationsgerecht auszuwählen jeder
Mensch das Recht haben sollte. Dies
gilt auch für Menschen, die in Zürich
wohnen und leben.
Mobilität steigt kontinuierlich …
Es ist leider eine Tatsache, dass das
moderne Leben im Wesentlichen auf
der Mobilität basiert. Alle wünschen
sich, dass die Orte fürs Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und für die Freizeit
möglichst nah beieinander liegen und
der Weg dazwischen per Fuss oder
Wenn nun zunehmend Parkplätze
fehlen – oder unbezahlbar werden –
und die Suche mehr Zeit in Anspruch
nimmt als die geplante Tätigkeit,
werden rasch geografische Alternativen gesucht. Wenn das Auto zunehmend aus der Stadt gedrängt wird,
finden Kunden bald auf dem Land Alternativen – oder aber online. Mit
dem Ausbleiben der Kundinnen und
Kunden wird aber zunehmend das
Gewerbe in Mitleidenschaft gezogen.
Allenthalben sind Klagen von Ladeninhabern aus der Stadt zu hören, die
aufgrund des schlechten Geschäftsgangs bald ihre Läden schliessen
müssen.
Während Wohnungen und Freizeitvergnügen auch ausserhalb von
Zürich zu finden sind, hat es das Gewerbe schwer, einen Neustart ausserhalb der Stadt zu wagen. Leider
wird zusammen mit den Kunden und
dem Gewerbe auch das Steueraufkommen zurückgehen, und das wirtschaftliche Leben findet dann rund
um die Stadt Zürich herum statt.
Albert Leiser, Direktor Hauseigentümerverband Zürich, vertritt die FDP 9 seit
1999 im Gemeinderat. Er amtete
2012/2013 als Präsident des Gemeinderates (höchster Stadtzürcher).
ANZEIGEN
3
4
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Macht Friedhof leblos?
Billard-Schüeli: Meistens gewinnen die Mädchen
In vier Vorrunden können
sich Schüler der 2. bis 8.
Klasse in Albisrieden und
Oerlikon für den Final der
Billard-Schüeli qualifizieren.
Thomas Hoffmann
Allen 24 Schülerinnen und Schülern,
die es in den Final schaffen, winken
tolle Preise. Nebst einer Medaille gab
es letztes Jahr beispielsweise einen
Fussball, Billard-Queues, einen ferngesteuerten Helikopter … Insgesamt
liegen Preise für 2000 bis 2500 Franken auf dem Gabentisch.
«Je mehr Vorrunden man besucht, desto grösser ist die Chance, in
den Final zu kommen», verrät André
Keiser, «da die Punkte aus allen Vorrunden zusammengezählt werden.»
Sie finden am Mittwoch, 5. und 12.,
sowie Samstag, 8. und 15. November,
ab 14 Uhr statt: in Albisrieden in der
An der Billard-Schüeli können alle 2.- bis 8.-Klässer aus der Stadt Zürich teilnehmen.
Billardsporthalle Restaurant Ey, in
Oerlikon im Billard Golden 8. Anmelden kann man sich telefonisch oder
per Mail (siehe Inserat unten auf der
Seite), die Teilnahme ist gratis. «Es
ist auch möglich, am Turniertag vorbeizukommen», sagt Keiser, meist
habe es noch freie Plätze.
Der Billard Club Altstetten Albisrieden führt den Anlass für Schüler
der Stadt Zürich seit 1991 durch. Die
Teilnehmerzahl hat sich bei rund 150
eingependelt, erzählt Keiser. Einen
Boom gab es Anfang der 90er Jahre,
nachdem im Kino der Billardfilm
«The Color of Money» gelaufen war,
da kamen über 400 Schülerinnen
und Schüler.
«Mehrheitlich nehmen an der Billard-Schüeli Jungs teil», weiss Präsi-
Fotos: zvg.
dent André Keiser, «aber meistens
gewinnen Mädchen, sie überlegen
mehr und können sich besser konzentrieren.» Da es nicht auf die Kraft
ankommt, treten Knaben und Mädchen, 2.- und 8.-Klässler, in der gleichen Kategorie an. Für den Sieger
oder die Siegerin gibt es übrigens zusätzlich einen Wanderpokal. Der Final findet am 22. November statt.
GEWERBEVERBAND STADT ZÜRICH
Lückenlose Betreuung
für Kampfsäufer
Also, wo könnte man noch Geld ausgeben? Wer ist staatlich unterstützungswürdig und sollte subventioANZEIGEN
niert werden? Genau: die Komasäufer, auch Kampfsäufer genannt. Die
Komasäufer sind vor allem am Wochenende aktiv und kommen vorzugsweise aus den Nachbargemeinden. Wenn sie sich selber oder andere gefährden, werden sie zusammengelesen und in der Ausnüchterungsstelle (ZAS), im Volksmund auch Hotel Suff genannt, so weit instand gestellt, dass sie nicht in ihrem eigenen
Erbrochenen erwachen müssen.
Eine «Behandlung» kostet 950
Franken. Zu viel, finden SP und Grüne. Sie schlagen vor, dass die ZAS
neu ZAB heissen soll: Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle.
Die ZAB soll ihren «Klientinnen»
deutlich mehr bieten als bisher: Der
Dienst soll seine medizinischen Leistungen ausbauen, jede Nacht offen
sein (tagsüber Pikett) und auch abklären, ob die «Klientinnen» fürsorgerisch untergebracht werden müssen. Dafür werden die Preise ge-
senkt, von 950 Franken auf 450 bis
600 Franken, je nach Aufenthaltsdauer. 75 Prozent der Kosten bleiben
beim Steuerzahler hängen, obwohl
nur 40 Prozent der Komasäufer ihren
Wohnsitz in der Stadt haben, 60 Prozent sind Komasäufer-Touristen.
Verdoppelung der Parkgebühren
Auch dieses Geld muss irgendwo herkommen. Also greift man in die alte
Trickkiste der Gebührenerhöhungen.
Wieder einmal trifft es die Autofahrer. Der Stadtrat will die Gebühren
für Parkplätze verdoppeln. Ein Parkplatz mit ein paar weissen Linien soll
nun so viel kosten wie einer in einem
gut ausgebauten Parkhaus.
Das Zauberwort heisst «gesteigerter Gemeingebrauch». Aber bei diesen Gebühren kann von Kostendeckung schon lange nicht mehr die Rede sein. Die Autofahrer sind Milchkühe. Das ist doch eine verkehrte Welt.
Konsumenten werden mit allen Mit-
1. November 19 Uhr Stadthaus, Stadthausquai 17.
«Nacht-Stadt»:
Von Nachtschichten
und Nachtschwärmereien
Ausgabefreudige Stadt Zürich
Die Politik ist ein seltsames Ding. Wo
unsereiner überlegt, wo man weniger
Geld ausgeben könnte, praktiziert die
Politik das Gegenteil und stellt sich
ständig die Frage: «Wo dörf’s dänn
es bitzeli meh sii?»Und wir, die Bevölkerung, machen der Verwaltung
das Geld ausgeben einfach, denn wir
wollen immer mehr, unsere Stadt soll
immer schöner und immer sicherer
werden. So vorsichtig wir mit dem eigenen Portemonnaie sind, so freizügig sind wir mit dem Gemeinschaftstopf. Unser Gemeinderat weiss das
und beschliesst eine Ausgabe nach
der andern. Mit 8 Milliarden im Jahr
kommt unsere Stadt nicht mehr
durch und schreibt zum zweiten Mal
hintereinander ein Defizit.
Was für Bilder lösen Friedhöfe aus?
Was für Erwartungen hat die Bevölkerung an diese Anlagen? Welche
Aktivitäten, jenseits von Bestatten
und Trauern, sollen hier Platz haben? Was bewegt Menschen zu einer
Beisetzung ausserhalb des Friedhofs?
Am 1. November findet im Stadthaus
ein Podium zum Thema «Macht
Friedhof leblos?» statt. Es diskutieren: Christoph Sigrist, Pfarrer am
Grossmünster Zürich, Patrick Gmür,
Direktor Amt für Städtebau Zürich,
Andreas Vogel, Rektor der F+F Schule für Kunst und Mediendesign, Beat
Rölli, Geschäftsleiter von «Die letzte
Ruhe», Christine Süssmann, Leiterin
Kultur und Kommunikation Friedhof
Forum. Für die musikalische Umrahmung sorgt Emanuel Reiter, Singer
und Songwriter. Begrüsst werden die
Anwesenden von Raquel Delgado,
Leiterin Grabmalkultur Friedhof Forum. Der Eintritt ist frei. (pd./pm.)
Nicole Barandun.
Foto: zvg.
teln vergrault, und gleichzeitig werden diejenigen gehätschelt, die sich
daneben benehmen. Diese Politik ist
für normale Bürgerinnen und Bürger
manchmal wirklich nicht nachvollNicole Barandun-Gross,
ziehbar.
Präsidentin
Gewerbeverband der Stadt Zürich
Die Ausstellung «Nacht Stadt» im
Stadthaus gibt bis 7. März Einblicke
in die Stadt bei Nacht. Porträts, Filmdokumente und Soundinstallationen
in der Ausstellung und ein vielfältiges
Begleitprogramm mit Betriebsbesichtigungen und Stadtführungen beleuchten die Realitäten der heutigen
24-Stunden-Gesellschaft.
Zürich hat sich mit seinem Nachtleben zwischen Kulturszene, Clubs
und Bars als Anziehungspunkt für
ein Publikum aus der Schweiz und
dem süddeutschen Raum etabliert.
An Wochenenden gehen bis zu
100 000 Menschen in Zürich aus. Das
Nachtleben ist zu einem Wirtschaftsund
Tourismusfaktor
geworden.
«Nacht Stadt» untersucht als eine
Momentaufnahme verschiedene Aspekte vom Leben in der nächtlichen
Stadt. (pd./pm.)
«Nacht Stadt», bis 7. März 2015, Stadthaus, Stadthausquai 17.
Zürich West
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
5
SP5: Kein Kongresshaus
auf Carparkplatz
Eine Überbauung, die Konventionen sprengt
Die SP5 spricht sich gegen ein privat
finanziertes Kongresshaus auf dem
Carparkplatz aus. Er eigne sich
grundsätzlich nicht, und die negativen Auswirkungen für das gesamte
Quartier wären zu gross.
Der Hotelierverband und weitere
Wirtschaftsverbände sowie die Uni
und die ETH arbeiten gemäss einem
Bericht des «Tages-Anzeigers» auf
ein privat finanziertes Kongresszentrum hin. Die Zürcher Stimmberechtigten hatten 2008 ein Projekt der
Stadt abgelehnt, dass sie zusammen
mit Privaten realisieren wollte. Danach prüfte die Stadt Standorte wie
das Gerold-Areal und den Carparkplatz im vorderen Kreis 5. Nun konzentriert sie sich jedoch darauf, das
bestehende Kongresshaus zu modernisieren.
Die SP5 spricht bei der neuen
Idee von einem «architektonischen
Ufo» am Eingang des Wohnquartiers.
«Es verdrängt unseres Erachtens
günstigen Wohn- und Gewerberaum
und würde zu einem Anstieg der
noch relativ günstigen Mieten in der
Umgebung führen.» Ein Kongresshaus auf dem Carparkplatz liefere
keinen Beitrag an das Leben im vorderen Kreis 5 und passe nicht zum
Charakter des Quartiers. Mit dem
Umbau des heutigen Kongresshauses
für 140 Millionen werde die Stadt Zürich bald über ein attraktives Angebot verfügen, findet die SP5. Die Kapazität für Kongresse werde auf bis
zu 2500 Personen ausgebaut.
Fortsetzung von Seite 1
«Bezahlbare Wohnungen»
Sollte auf dem Carparkplatz eine Planung in Angriff genommen werden,
will die SP5 eine Entwicklung aus
dem Quartier für das Quartier. «Bezahlbare Wohnungen, günstiger Gewerberaum, eine Erdgeschossnutzung, die zur Belebung des öffentlichen Raums beiträgt und die Berücksichtigung von Quartieranliegen» lauten die Forderungen der Partei. Auch
die Integration des Carparkplatzes in
eine mögliche Überbauung müsse dabei geprüft werden. (ho.)
SVP 9: Empfehlungen
korrekt umsetzen
Die SVP Kreispartei Zürich 9 nimmt
das Ergebnis der Begleitgruppe Dialog Altstetten mit Wohlwollen zur
Kenntnis. Dieser Beschluss, dem
Stadtrat zu empfehlen, auf die geplante Verlegung der Tramlinie 2 zu
verzichten, entspricht den langjährigen Anträgen der SVP in Gemeindeund Kantonsrat.
Für die SVP Kreispartei Zürich 9
bilden die Empfehlungen der Begleitgruppe den grösstmöglichen Kompromiss zwischen theoretischer Planung verschiedener Verwaltungsabteilungen und den konkreten Bedürfnissen der Quartierbevölkerung und
des Gewerbes Altstetten.
Zentral für die SVP 9 ist ein mit
der Quartierbevölkerung abgestimmtes Vorgehen in Sachen Tramlinie 2,
Verlängerung Bus 31 und der weiteren Entwicklung der Altstetterstrasse. Die geplante Limmattalbahn und
die Bushaltestellen sollen so seitlich
an der Hohlstrasse angeordnet werden, dass möglichst kurze und sichere Fusswege zum Bahnhof ermöglicht
werden. Auch ist für die SVP die Nutzung des Altstetterplatzes als Busbahnhof grundsätzlich möglich. Einer
Verbesserung der Aufenthaltsqualität
in der Altstetterstrasse ist unter Berücksichtigung der Erreichbarkeit
der Liegenschaften und Betriebe für
Anlieferungen und mit Blick auf den
tigen waren. «Die Ausgangslage waren fünf Zeilen mit Atelier-Reihenhäusern aus den späten 1940er Jahren, die total 44 Wohnungen beinhalteten, insgesamt eine sehr idyllische
Situation», fasste Meili das Bild zusammen. Um die schnell und günstig
gebauten Häuser, für die sich eine
Sanierung nicht mehr lohnte, zu ersetzen, seien herausfordernde Vorgaben gemacht worden: Es sollten auf
dem Gelände nach dem Siedlungsneubau mehr als doppelt so viele
Wohnungen Platz finden als bisher.
«Das hiess für uns Planer, auf dem
Areal eine zweieinhalbmal so grosse
Baumasse unterzubringen als im ursprünglichen Bestand, was auf den
ersten Blick unmöglich erschien», berichtete der Architekt.
Schlank, dafür höher
Damit die vorbildliche Hanggestaltung nicht zerstört würde, habe man
sich entschieden, eher schlanke, dafür höhere Häuser zu planen, so blieben auch die Durchblicke in Richtung
Höngg gewährleistet. Dieses Konzept
mit sieben Baukörpern habe es darüber hinaus erlaubt, einige alte Bäume auf dem Grundstück zu erhalten.
Nach eingehender Besichtigung
der Räumlichkeiten des künftigen
Kinderhorts, der ebenfalls ein Novum
in der Siedlung darstellen wird, erreichte die «Kultur 48»-Gruppe via
Tiefgarage eine Musterwohnung im
«Haus 2». Die futuristisch anmutenden Fenster, die eigens für diese
Überbauung gefertigt wurden und
nicht nur den Gebäuden in der Aussenansicht, sondern auch den Wohnungen ein unverwechselbares Gepräge verleihen, zogen besonders viel
Aufmerksamkeit auf sich. Als der Öffnungsmechanismus
demonstriert
wurde, gab es kaum mehr ein Durchkommen, so sehr drängten sich die
Besucherinnen und Besucher um die
Fachpersonen. Auch der im Quartier
aufgewachsene Karl Weber, der auf
dem Rundgang gegenüber «Zürich
Durch die einzigartigen Fenster entstehen ungewohnte Raumeindrücke.
West» klar die Meinung vertreten
hatte, dass durch die hohen Bauten
der Quartiercharakter zerstört werde, räumte bei der Innenbesichtigung
ein, dass die Wohnungen für sich betrachtet gut gelungen seien.
nochmals zur Sprache. «Eigentlich
hatten wir vor, einen scharfen Kontrast zur grünen Natur zu bilden, indem wir kräftige Rottöne verwenden,
aber das Amt für Städtebau hatte dafür kein Verständnis», erklärte Urs
Fotos: Marcus Weiss
Egg. Nun spielten sich halt verschiedene Weisstöne gegeneinander aus.
Doch auch diese sind nicht zufällig
gewählt: Sie entsprechen gemäss den
Planern jenen der Altstadthäuser an
der Schipfe am linken Limmatufer.
Künstliche Nagelfluh im Garten
Als man ins Freie trat, um die Gartenanlage zu besichtigen, hatte bereits die Dämmerung eingesetzt.
Dennoch war deutlich zu erkennen,
wie viel Platz trotz der intensiven
Ausnutzung des Areals für die Gartengestaltung geblieben war. Architekt Urs Egg, ebenfalls Partner bei
Undend, zeigte den Anwesenden einen besonderen Clou: «Wir haben so
etwas wie künstliche Nagelfluh geschaffen, denn wir wollten keine gewöhnlichen Betonmauern im Garten.» Tatsächlich scheinen die Absätze aus Waschbeton dem natürlichen
Untergrund des Uetliberghangs entsprungen. Auch die Farbgestaltung
der Fassaden kam an dieser Stelle
Hinter den weissen Fassaden der Siedlung werden nach dem Bezug der
zweiten Etappe 352 Personen leben (181 Erwachsene und 171 Kinder).
PARTEIEN ZUM TRAM 2
gebietsnotwendigen,
motorisierten
Individualverkehr zu begrüssen.
Einzig die SVP hat sich geschlossen und konsequent in beiden Parlamenten gegen die Verlegung der
Tramlinie 2 und für das Quartier und
das Gewerbe Altstetten eingesetzt.
Um dieser Forderung den nötigen, politischen Nachdruck zu verleihen, stellt die SVP im kantonalen
Budget und KEF 2015–18 erneut den
Antrag, die eingestellten Gelder für
das Projekt Tramentwicklung Altstetten zu streichen.
Die SVP fordert den Stadtrat auf,
die Empfehlungen der Begleitgruppe
korrekt umzusetzen und den geäusserten Willen des Quartiers zu respektieren. Zudem ist die SVP 9 überzeugt, dass eine Limmattalbahn nur
unter Einbezug und Mitwirkung der
betroffenen Quartierbevölkerung erfolgreich realisiert werden kann und
nicht gegen den heute geäusserten
Willen. Der planerische Fokus muss
jetzt auf eine Neugestaltung der Wendeschleife am Farbhof und dem dortigen Anschluss der Limmattalbahn
an das städtische Tramnetz gelegt
werden.
SVP Kreispartei Zürich 9
Grüne 3/9: Wirkliches
Quartierzentrum
An einer öffentlichen Quartierveranstaltung im Spirgarten wurden die
Empfehlungen der Begleitgruppe zur
Linienführung Tram 2 vorgestellt. Die
Grünen 3/9 unterstützen die Empfehlung, das Tram 2 dort zu lassen, wo
es ist. Sie gehen aber mit ihrer Forderung nach einer deutlich verkehrsberuhigten Altstetterstrasse weiter
als die Begleitgruppe.
Die Grünen haben sich während
des Dialogprozesses überzeugen lassen, dass die Tramführung durch die
Altstetterstrasse viele Nachteile mit
sich bringt, und empfehlen, das Tram
dort zu lassen, wo es ist. Die Verwaltung hat versichert, dass die Anbindung des Bahnhofs Altstetten und die
Bewältigung der erwarteten Pendelströme auch mit anderen Verkehrslösungen wie zum Beispiel dem Ausbau der Buslinien gewährleistet werden können. Die Mehrkosten einer
Gleisverlegung und das Aufgeben der
Tramhaltestelle
Bachmattstrasse
drängen sich somit nicht auf.
Ohne 2er-Tram auf der Altstetterstrasse ist der Weg frei, diese Strasse
der Bevölkerung als weitgehend autofreies Zentrum zur Verfügung zu stellen. In diesem Punkt weichen die Grünen von der Empfehlung der Begleitgruppe ab, welche sich für die Beibehaltung des Autoverkehrs in der Altstetterstrasse ausgesprochen hat. Die
Grünen räumen den zu Fuss gehenden und Velofahrenden klar Vorrang
ein und möchten den Autoverkehr auf
ein Minimum beschränken. Selbstverständlich sollen Anwohnende, Gewerbetreibende und ihre Lieferanten und
Gehbehinderte Zufahrt haben, ansonsten aber soll die Strasse dem
Quartier als belebte Flaniermeile unter dem schönen Baumbestand zur
Verfügung stehen. Beispiele wie das
Limmatquai und die Bahnhofstrasse
zeigen, dass ein Strassenraum, welcher von Fussgängerinnen und Fussgängern sowie Velofahrenden und
dem öffentlichen Verkehr genutzt
wird, für die Bevölkerung sehr attraktiv ist und auch den Gewerbetreibenden zugute kommt.
Der Stadtrat wurde mit einer Motion beauftragt, das Zentrum Altstetten gemeinsam mit der Quartierbevölkerung weiterzuentwickeln. Die
Grünen werden sich in diesem Prozess engagiert für eine Altstetterstrasse einsetzen, welche dem Quartier ein lebendiges und attraktives
Zentrum für alle Bevölkerungsgruppen bietet.
Grüne Kreis 3/9
SP: Sinnvoller Verzicht
auf Tramverlegung
Die SP Stadt Zürich gratuliert dem
Quartier Altstetten zum Erfolg beim
Mitwirkungsprozess zur Tramlinie 2.
Der Verzicht auf die Verlegung ist
aber nicht nur ein reines Quartieranliegen. Die Verlegung hätte immense
Kosten verursacht, unübersichtliche
Umsteigewege für die Fahrgäste gebracht und städtische Infrastruktur
zerstört. Zudem schafft der Verzicht
auf die Verlegung die Voraussetzung
für eine attraktive Aufwertung der
Altstetterstrasse für die Zufussgehen-
den und die Velofahrenden. Dies entspricht zwei Motionen der SP, die von
einer überwältigen Ratsmehrheit unterstützt wurden. Es werden Ausgaben von rund 100 Millionen Franken
vermieden, die keinerlei Nutzen gebracht hätten und nun anderweitig
sinnvoller eingesetzt werden können.
Durch die Weiterführung der
Trolleybuslinie 31 bis Hermetschloostrasse an der Stadtgrenze werden
weniger Benutzerinnen und Benutzer
zum Umsteigen gezwungen werden.
Vor allem kann damit der Bahnhofplatz Altstetten für Pendlerinnen und
Pendler freigehalten werden. Wir fordern, dass dieser sicherer und übersichtlicher gestaltet wird.
Entgegen aktuellen Medienberichten wird mit dem Verzicht der Tramlinienverlegung das Gesamtsystem
des öffentlichen Verkehrs gestärkt.
Der Bahnhof Altstetten ist bereits mit
öffentlichen Verkehrsmitteln bestens
erschlossen. Zudem wird mit der
Limmattalbahn die Anbindung Richtung Limmattal wesentlich verbessert.
Die SP Stadt Zürich fordert den
Stadtrat und insbesondere den Tiefbauvorsteher Filippo Leutenegger
auf, die Planung der vom Verkehr
entlasteten Altstetterstrasse in Angriff
zu nehmen und den Lindenplatz für
den Velo- und Fussverkehr attraktiver zu gestalten. Auch muss endlich
die Verlängerung der Limmattalbahn
Richtung Hauptbahnhof – im Sinn
der geplanten Tramlinie 1 – angegangen werden.
SP Stadt Zürich
Zürich West
AKTUELL
Das Kino Etoile lädt zum Essen
und dem Film «Lunch Box». F.: zvg.
Kulinarische Genüsse
auch auf der Leinwand
Das einzigartige Liegestuhlkino mit
eigener Bar lädt am Freitag, 7. November, zum Special im Gemeinschaftszentrum Loogarten in Altstetten. Dann gibt es im Kino Etoile passend zum Film «Lunch Box» verschiedene indische Köstlichkeiten zu
geniessen. 18.30 Uhr Bar, 19 Uhr Essen mit indischen Spezialitäten,
20.30 Uhr Filmbeginn. Anmeldung
(mit oder ohne Essen möglich) bis 31.
Oktober bei geraldine.schneider@gzzh.ch oder Tel. 044 437 90 35.(e.)
Nr. 44
30. Oktober 2014
7
Ortsmuseum Altstetten bringt 200 Leute in Festlaune
Es stimmte einfach alles am
13. Herbstfest, zu dem die
Ortsgeschichtliche Kommission eingeladen hatte, die
dieses Jahr ihr 60-jähriges
Bestehen feiert.
Gegen 200 Personen fanden kürzlich
bei prächtigem Herbstwetter den
Weg ins liebevoll geschmückte
Studerhaus in Altstetten. Und sie hatten ihr Kommen wahrlich nicht zu
bereuen. In den Räumen des alten
Bauernhauses war viel Interessantes
aus früheren Zeiten zu erfahren.
Im
gemütlichen
Fäschtbeizli
konnte man sich stärken und den
lüpfig vorgetragenen Klängen der
«Airport-Örgeler» lauschen. Im Hinterhof zeigte Seiler Andreas Stucki
zusammen mit seiner Begleiterin, wie
früher mit viel Geschick Seile aus
Flachs hergestellt wurden. Einzelne
Zuschauer wurden zum Mithelfen
eingeladen und dafür mit einem
Stück Seil belohnt.
Als die Sonne am Nachmittag für
fast sommerliche Temperaturen sorgte, wurden Tische und Bänke spon-
Andreas Stucki zeigte, wie früher mit viel Geschick Seile aus Flachs hergestellt wurden.
tan ins Freie gestellt und die «Airport-Örgeler» kamen zu einem viel
beklatschten Open-Air-Auftritt. Zum
Abschied wurde allen Gästen eine
Tafel Schokolade überreicht, die mit
einem Bild des Museumsteams und
Fotos: zvg.
einem Hinweis auf die neue Website
www.ortsmuseum-altstetten.ch versehen war. Eine tolle Geste. (e.)
Anne-Sophie zieht
in Zürich West ein
Was 2012 im Rahmen einer Ausstellung zu sehen war, kommt nun definitiv nach Zürich West: die fünf Meter
hohe Chromstahl-Plastik einer Jugendlichen. Modell stand eine Studentin
der Zürcher Hochschule der Künste.
Die Freiluft-Ausstellung «Art and
the City» zeigte 2012 über 40 Kunstwerke im öffentlichen Raum in Zürich West. Drei davon wurden mit
dem Ankaufspreis «Art and the City
Award» ausgezeichnet, der von der
Hardturm AG gesponsert wird. Eines
der drei Werke war «Vanessa», eine
5,2 Meter hohe Skulptur aus Chromstahl des St. Galler Künstlers Alex
Hanimann. Für diese Darstellung
einer Frau hatte eine Gymnasiastin
aus Heerbrugg Modell gestanden. Die
Plastik stand für die Dauer von «Art
and the City» auf dem Steinfelsplatz
und ging danach nach Heerbrugg.
Dank der Sonne kamen die «Airport-Örgeler» zum Open-Air-Auftritt.
Alle Gäste erhielten eine Tafel Schokolade mit einem interessanten Link.
Döltschibach
wird saniert
Bazar-Erlös geht an drei Hilfswerke
Am 5. und 6. November
lockt der Bazar der Thomaskirche mit Handarbeiten,
dem Buchantiquariat und
dem Flohmarkt sowie Köstlichkeiten aus der Küche.
Der Stadtrat bewilligt für
die Sanierung von Bachsperren im Döltschibach
gebundene Ausgaben in der
Höhe von 3,69 Millionen
Franken.
Eine neue, gleichartige Plastik
Für Zürich hat Hanimann nun eine
gleichartige, aber formal neue Plastik
entwickelt, schreibt der Stadtrat in
einer Medienmitteilung. In Zusammenarbeit mit der in Zürich West befindlichen Zürcher Hochschule der
Künste (ZHdK) führte der Künstler
ein Casting unter den Studentinnen
durch. Ziel war, das Vorbild für eine
Figur zu finden, die prototypisch für
die aktuelle Generation der 20-Jährigen steht. Am Ende wählte Hanimann die Violinistin Anne-Sophie Bereuter als Modell für seine neue Plastik. Angefertigt wurde diese von der
Kunstgiesserei St. Gallen. Der Standort der Chromstahl-Plastik befindet
sich in unmittelbarer Nähe zur ZHdK
auf dem Areal «Hard Turm Park» an
der Pfingstweidstrasse 102.
Die Hardturm AG und die Halter
AG haben «Anne-Sophie» nun im
Rahmen ihres «Kunst & Kultur
Event» enthüllt und der Stadt als Geschenk überreicht. Stadtrat Filippo
Leutenegger, der politisch Verantwortliche für die Arbeitsgruppe
Kunst im öffentlichen Raum, sieht
den «Art and the City Award» als
«gelungene Verbindung von städtischem Know-how und privater Finanzierung». (zw.)
«Ein Herz haben für andere» ist ein
Satz, den man oft hört oder auch
schon selbst ausgesprochen hat. Er
umschreibt meistens einen Einsatz
für den Mitmenschen oder für andere
Geschöpfe von Gottes Schöpfung. Ein
Einsatz, der viele verschiedene Beweggründe und Prägungen haben
kann – doch eigentlich immer darauf
zielt, Gutes zu tun. Bald findet der
Bazar der Thomaskirche statt, und
rund um diesen finden sich überall
Menschen, die bereit sind, anderen
zu helfen und sich damit auch immer
selbst etwas Gutes tun.
Auftakt zum Kerzenziehen
«Wer nichts für andere tut, tut nichts
für sich», hat Goethe einmal gesagt
und damit den Nagel auf den Kopf
getroffen. «Ein Herz für andere haben» geschieht über alle religiösen
oder weltanschaulichen Grenzen hinweg. Eine tief verwurzelte Regung
des menschlichen Herzens? Neben
dem gewohnt reichhaltigen Angebot
an den vielen vor allem selbst hergestellten Produkten und Handarbeiten
haben am Thomaskirchen-Bazar
auch das Buchantiquariat und der
Flohmarkt geöffnet und eine grosse
Auswahl an verschiedensten Büchern
Begutachtung von Schnäppchen, die der Flohmarkt bietet.
und Artikeln bereitgestellt. Das Bazar-Restaurant kocht und serviert am
Mittwoch eine Minestrone-Vegi-Suppe mit Brot und Spaghetti Bolognese;
am Donnerstag Riz Casimir mit Trockenreis an milder Curry-Sauce und
Salat vom Buffet. Ebenso gibt es an
beiden Tagen die beliebten «beleite
Brötli» sowie Kuchen, Desserts und
Torten aus der Tee- und Kaffeestube.
Zugleich beginnt das diesjährige
Kerzenziehen und -giessen; und für
Kinder gibt es Interessantes im Kinderprogramm beim Basteln, Geschichten-Hören und dem Kasperlitheater zu erleben.
Der Erlös geht wieder an drei
Hilfswerke, welchen mit Geld geholfen werden kann, ihre Dienste zugunsten ihrer und unserer Mitmenschen tun zu können. Es sind dies:
Foto: zvg.
• ein Handwerker- und Fair-TradeProjekt in Malaysia der Mission 21
(ehemals Basler Mission)
• Projekte der Women’s-Hope-International, welche medizinische und
seelsorgerliche Hilfe für Frauen in
Afghanistan und Afrika ermöglichen.
• das Christuszentrum, eine sozialtherapeutische Arbeitsgemeinschaft
in Zürich, welche Menschen Arbeitsplätze, Wohnformen und Hilfe
anbietet, die bei uns «unter die Räder» gekommen sind.
Alle Vorbereitenden und am Bazar Engagierten freuen sich sehr, in
diesem Jahr wieder langjährige und
erstmalige Gäste am Markttreiben
begrüssen zu dürfen. Am Mittwoch
von 15 bis 20 Uhr und am Donnerstag von 10 bis 17 Uhr. (e.)
Die meisten Sperren im Döltschibach
im Abschnitt Hohenstein bis Gratweg
sind in einem schlechten Zustand
und müssen erneuert werden,
schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung. Ein Versagen der Sperren im Fall eines Unwetters könnte
eine Tiefenerosion auslösen und damit grossen Schaden anrichten. Die
künftige Baustelle liegt im Wald in
steilem Gelände. Aufgrund der Lage
ist eine sehr aufwendige Baustellenerschliessung nötig. So müssen einerseits die Baustellenzufahrten teilweise ausgebaut werden, andererseits ist
für die Arbeiten ein Seilkran nötig.
Zur Entlastung des Hangs und für
die Erschliessung der Baustelle müssen einzelne Bäume durch den Revierförster gefällt werden, teilt der
Stadtrat mit. Diese Massnahmen erfolgen im Winter, während der Vegetationsruhezeit. Nach den Sanierungsmassnahmen werden die Bäume ersetzt. Baubeginn ist Anfang
2015 vorgesehen. Die Arbeiten werden aus Rücksicht auf Flora und Fauna etappenweise durchgeführt und
dauern voraussichtlich bis Herbst
2016. (zw.)
8
Zürich West
Nr. 44
AKTUELL
30. Oktober 2014
VERSICHERUNGS-TIPP
Langfinger müssen draussen bleiben
Diebe machen sich die
frühe Dämmerung zunutze.
Einfache Massnahmen
helfen, Langfingern den
Riegel zu schieben.
Mit der Umstellung auf die Winterzeit
nehmen die Dämmerungseinbrüche
wieder zu. Diebe nutzen die frühe
Finsternis, um im Schutz der Dunkelheit in Häuser und Wohnungen einzudringen. Oft gehen sie den Weg des
geringsten Widerstands: Gekippte
Fenster und Türen sowie leicht erreichbare und dunkle Wohnungen
ziehen Langfinger regelrecht an.
Mit einfachen Mitteln lässt sich
das Einbruchsrisiko verringern. Insbesondere Licht schreckt Diebe ab.
Im Oktober dämmert es meist schon
um 17 Uhr. Dann sind viele noch auf
dem Weg nach Hause. Mit automatischen Zeitschaltuhren kann man kostengünstig Anwesenheit signalisieren. Lampen mit Bewegungsmelder
tragen ebenfalls zur Sicherheit bei.
Romeo Hofer weiss Rat.
Foto: zvg.
Richtig verhalten zum eigenen Schutz
ganz schliessen, wenn Sie das Haus
verlassen. Achten Sie bei längerer Abwesenheit darauf, dass der Briefkasten regelmässig geleert wird. Auch
bauliche Massnahmen helfen, die
«ungebetenen Gäste» fernzuhalten.
Etwa Türen mit Mehrpunktverschlüssen und einbruchsichere Rollläden.
Türen zu abgelegenen Sitzplätzen
können mit einem Beschlag verstärkt
werden, der im Boden und in der Decke verankert ist.
Vor Einbrüchen ist man nie hundertprozentig sicher. Auch wenn der
emotionale Wert eines entwendeten
Gegenstandes unwiederbringlich ist –
der finanzielle Schaden lässt sich zumindest versichern.
Vorsicht ist nicht nur am Abend geboten – viele Einbrüche passieren tagsüber. Richtiges Verhalten ist wichtig.
Fenster und Türen sollten Sie immer
Zurich Generalagentur Romeo Hofer,
Badenerstrasse 530, 8048 Zürich. Telefon
044 405 64 64, Mail zh.west@zurich.ch,
www.zurich.ch/hofer.
Mord bedroht Idylle
in Baugenossenschaft
Autor Stephan Pörtner liest am Donnerstag, 6. November, aus dem Genossenschafts-Krimi «Mordgarten».
Der Anlass der Familienheimgenossenschaft Zürich (FGZ) im Kurslokal
Hegianwandweg beginnt um 19.30
Uhr.
Stephan Pörtner ist einer der beliebtesten Krimiautoren der Schweiz.
Mit dem Roman «Mordgarten» erzählt er mit zurückhaltendem Witz
eine realitätsnahe Geschichte mit einem sympathischen Helden.
«Auf so etwas ist ja niemand vorbereitet. Wer hält es schon für möglich, irgendwann in einen Mordfall
verwickelt zu werden? Ich sicher
nicht. Trotzdem ist mir genau das
passiert. Mein Name ist Edgar Zingg.
Ich bin der Abwart der Genossenschaftssiedlung ‹Im Moorgarten›.» So
beginnt der Krimi des Zürcher Autors
Stephan Pörtner, den er im Auftrag
der
Wohnbaugenossenschaften
Schweiz geschrieben hat. Der mutmassliche Mord bedroht die Idylle
dieser Siedlung, die früher als Problemgebiet galt. Schnell wird ein möglicher Täter identifiziert, Unruhe
kommt auf. Zingg begibt sich auf
Spurensuche, um den Ruf der Siedlung zu retten und herauszufinden,
wer den Mann erschlagen hat. (e.)
Leserbriefe per Mail
«Zürich West» publiziert gern Leserbriefe zu Themen aus den Kreisen 3,
4, 5 und 9. Am einfachsten geht es
per Mail an zuerichwest@lokalinfo.ch. Redaktionsschluss ist jeweils
am Freitag um 10 Uhr für die Ausgabe vom folgenden Donnerstag. (zw.)
ANZEIGEN
Foto: Lorenz Steinmann
Lausanne sucht Marathonläufer in Wiedikon
Im Welschland scheint man zu wissen, wo Leuten
nicht schon nach hundert Metern der Schnauf ausgeht: in Wiedikon. Wohl deshalb haben die Organisatoren des Lausanne-Marathons ihr Plakat am Idaplatz
aufgehängt. Aus dem Kreis 3 kommen ja so schnelle
Marathonläufer wie Martin Abele von den Grünen
(Bestzeit 3:17), der 2013/14 den Zürcher Gemeinderat präsidierte. Oder SP-Kantonsrat Thomas Marthaler,
Friedensrichter für die Kreise 3 und 9. Er absolvierte
1984 den 1. Zürich-Marathon in sagenhaften 3:11. In
Lausanne sind zwar beide nicht angetreten – aber das
Plakat hing keineswegs vergebens am Idaplatz:
«Zürich West»-Redaktor Thomas Hoffmann nahm die
42,2 Kilometer am Genfersee unter die Füsse und lief
mit 3:57 ein – keine Konkurrenz für die Politiker. Sie
starteten am gleichen Tag in Luzern, Abele benötigte
wegen Wadenkrämpfen 3:44, Marthaler lief mit 3:53
seine beste Zeit seit 30 Jahren. (zw.)
KIRCHEN
Röm.-kath. Kirchgemeinde
Herz Jesu Wiedikon
www.herzjesu-wiedikon.ch
Donnerstag, 30. Oktober
9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
18.15 Gottesdienst AH Burstwiesen
Freitag, 31. Oktober
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
Samstag, 1. November
8.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
17.00 Eucharistiefeier
Allerheiligen, Oberkirche
Sonntag, 2. November
8.00 Eucharistiefeier entfällt
10.00 Eucharistiefeier entfällt
14.00 Eucharistiefeier, Allerseelen,
W. A. Mozart, Requiem in d-Moll,
mit Gregorius-Chor, Oberkirche
Dienstag, 4. November
19.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
Donnerstag, 6. November
9.00 Eucharistiefeier, Unterkirche
14.00 Gottesdienst AH Schmiedhof
18.30 Gottesdienst AH Sieberstrasse
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Wiedikon
Freitag, 31. Oktober
17.00 Bethaus: Fiire mit de Chliine
Leitung: Pfr. Thomas Fischer und
Team
Sonntag, 2. November
Reformationssonntag / Kirche und
Kunst
9.15 Einsingen, Bühlkirche
9.30 Beginn Gottesdienst mit
Abendmahl und Taufe
Pfarrer Thomas Fischer
Anschliessend Chilekafi
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Altstetten
Reformationssonntag, 2. November
10.00 Grosse Kirche: Gottesdienst
mit Abendmahl
Predigt: Pfr. F. Schmid
Orgel: D. Timokhine
Posaune: D. Bruchez
Anschliessend Chilekafi
Literatur-Treff mit Christina Falke,
Sozialdiakonin
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Albisrieden
Freitag, 31. Oktober
10.00 Altersheim Langgrüt:
Gottesdienst, Pfr. Ruedi Wöhrle
Sonntag, 2. November
9.30 Thomaskirche: Reformationssonntag, Gottesdienst mit Abendmahl, mit dem Trachtenchor Wiedikon, Pfrn. Jolanda Majoleth
Dienstag, 4. November
10.30 Kirchgemeindesaal: Turnen
Alter und Sport
Eintritt: 6 Franken pro Lektion
15.45 Unterrichtszimmer: Kolibri,
für alle Kinder ab dem 1. Kindergarten
Mittwoch, 5. November
15.00 bis 20.00 Thomaskirchenareal:
Bazar, Stände, Buchantiquariat und
Flohmarkt, Gastwirtschaft und
Kaffeestube, Kerzenziehen und
Programm für Kinder
18.00 Thomaskirche: Gebet für den
Frieden
Donnerstag, 6. November
10.00 bis 17.00 Thomaskirchenareal:
Bazar, Stände, Buchantiquariat und
Flohmarkt, Gastwirtschaft und
Kaffeestube, Kerzenziehen und
Programm für Kinder
Samstag, 8. November
18.00 Kirchgemeindesaal:
Kulinarischer Film- und Begegnungsabend «Les Grandes Ondes»
Nachtessen nur mit Anmeldung!
Informationen unter:
www.kirche-zh.ch/imgut
Sonntag, 2. November
9.30 Neue Kirche: Gottesdienst mit
Abendmahl am Reformationssonntag, Pfr. R. Wöhrle. Mitwirkung
Orchester unter der Leitung von
H. Weltin. Orgel Y. Jeong. Kollekte:
Prot. Kirchlicher Hilfsverein
17.00 Neue Kirche: Gemeindeabend
mit osteuropäischer Puszta
Company, anschliessend Apéro
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Sihlfeld
Samstag, 1. November
14.00 Treffpunkt am Paradeplatz
Kirche & Kunst: «Alois Carigiet in der
Stadt», Ausflug in Zürich mit
Pfr. Thomas Fischer, Wiedikon
Sonntag, 2. November –
Reformationssonntag
9.30 Andreaskirche: JubiläumsGottesdienst mit Abendmahl
«50 Jahre Monolith – Fels in der
Brandung», Pfrn. Heidi Scholz
Clowneske Einlage: Elise Brandstätter, Theaterpädagogin
Bassduo Freddy-Lukas: Jojo Kunz
und Herbert Kramis, Kontrabass,
Margrith Kramis Jordi, Orgel/Klavier
anschliessend Chilekafi
Montag, 3. November
20.00 Treffpunkt für Angemeldete:
Schauspielhaus (Haltestelle Kunsthaus): Treffpunkt Kultur
«Der schwarze Hecht», Komödie
Musik: Paul Burkhard
Mittwoch, 5. November
14.00 Kirchgemeindehaus:
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Im Gut, Thomaskirche
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Aussersihl
Sonntag, 2, November
10.00 Musikgottesdienst mit Taufe
und Begrüssung der neuen Kirchenpflege
Unser geistliches Haus, 1. Petr 2, 5;
Pfrn. V. Mühlethaler und Chor
canta musica.
Kollekte: Reformationskollekte
Evang.-ref. Kirchgemeinde
Zürich-Hard
Samstag, 1. November
18.00 Feier-Abend in der Bullingerkirche
Sonntag, 2. November
Reformationssonntag
9.30 Bullingerkirche: Gottesdienst
mit Abendmahl,
Pfr. Klaus J. Wagner und Bettina
Scherz, Cello.
Kinderbetreuung während des
Gottesdienstes, Kirchenkaffee
Ref. Kirchgemeinde Zürich
Industriequartier
Donnerstag, 30. Oktober
18.30 Kirchgemeindehaus
Mannestamm
Samstag, 1. November
9.30 Kirche Letten, Elki-Singen
Sonntag, 2. November
10.00 Johanneskirche, Gottesdienst
zum Reformationssonntag mit
Abendmahl. Pfrn. Sonja Keller
17.00 Johanneskirche, Orgelkonzert mit Preslava Lunardi,
anschliessend Apéro
Eintritt frei – Kollekte
Montag, 3. November
19.00 Kirchgemeindehaus,
Bibelgespräche
Dienstag, 4. November
9.30 Alterszentrum Limmat,
Andacht mit Beatrice Binder
14.30 Kirchgemeindehaus,
Gemeindenachmittag «Nelson
Mandala» mit Al Imfeld
anschliessend Zvieri
Zürich West
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
9
Baugenossenschaft schafft Treffpunkte
mit Cafés und Bäckereien
Die Wohnbaugenossenschaft
Gewobag bietet nicht nur
Wohnungen an: In jeder
grösseren Siedlung will sie
ein eigenes Quartiercafé
eröffnen. Der Start erfolgt
am Samstag mit der
Bäckerei Café Fellenberg
in Albisrieden.
Thomas Hoffmann
Die Gewobag bietet insgesamt rund
2000 Wohnungen an, allein in Albisrieden sind es 600. «Wir wollten den
Leuten etwas bieten, das sie im täglichen Leben gebrauchen können», erzählt
Genossenschaftspräsident
Fredy Schär. «Bisher haben wir nur
Wohnungen erstellt und Ladenflächen vermietet.» Geschäftsleiter
Lorenz Meng ergänzt: «Aber mit
einem Kleidergeschäft bieten wir keinen Mehrwert. Wir wollen auch
jenen Mietern, die alleine leben, Behaglichkeit und einen Ort zum Verweilen bieten.» Das Ziel der Gewobag
ist es, möglichst in allen ihren grösse-
ren Siedlungen eigene Quartiercafés
zu realisieren.
Die ursprüngliche Idee von Meng
und Schär war ein Veranstaltungsraum mit angegliedertem Café. Dann
schaukelten sie sich gegenseitig auf.
Jetzt ist an der Fellenbergstrasse 276
in Albisrieden ein Café mit gut 30
Sitzplätzen (und weiteren im Freien)
entstanden sowie einer eigenen
Bäckerei und Konditorei, das auch
der Quartierbevölkerung offensteht.
Zudem realisierte man angrenzend
einen 60-plätzigen Veranstaltungssaal für Mieter- und Mitarbeiteranlässe. Nächsten Frühling will die Gewobag in Höngg-Frankental ihr
Hauptgeschäft eröffnen: einen grossen Bäckereiproduktionsbetrieb mit
Café. Von hier aus sollen dann weitere Cafés in anderen Siedlungen beliefert werden.
Erfahrung im Bäckereigewerbe
«Wir konnten sehr gute Gastroprofis
und Bäcker einstellen und wir haben
einen
modernen
Produktionsbetrieb», schwärmt Fredy Schär. Der
Genossenschaftspräsident weiss, wovon er redet. Er hatte früher einen
grossen Bäckereibetrieb mit Kondito-
rei und Confiserie auf- und ausgebaut.
Die Cafés betreibt die Gewobag
selbst. «Sie bilden einen neuen
Zweig, der selbsttragend werden
muss», sagt Schär. Falls er Gewinn
abwerfe, komme dieser der Genossenschaft zugute. Dabei schaffe man
zugleich sinnvolle Arbeitsplätze, in
Albisrieden sind es deren vier. Geleitet wird der Betrieb an der Fellenbergstrasse von Joëlle Grimaldi.
«Hier soll man aber nicht nur einkaufen und konsumieren können»,
betont Schär. «In diesem Café können die Leute plaudern, sich kennenlernen, nach Herzenslust geniessen
oder einen Jass klopfen.»
Auch sonntags offen
Morgens locken in der Bäckerei Café
Fellenberg nebst frischen Gipfeli,
Semmeli oder «Tschinggeli» auch
Birchermüesli oder belegte Brote für
den Znüni sowie exzellenter Kaffee,
Tee oder Fruchtsäfte. Mittags sind
süsse oder währschafte Wähen angesagt, Salat- oder Fleischteller. Dazu
kann man ein Mineralwasser trinken,
heimisches Bier oder ein Gläschen
«Viva». So heissen die eigenen Rot-
Joëlle Grimaldi leitet die Bäckerei Café Fellenberg der Gewobag.
und Weissweine der Genossenschaft
aus Höngg. Nachmittags verführen
dann feine Patisserie, Kuchen und
Glaces. Geöffnet ist das Café auch am
Sonntag. «Der Zopf vom Samstag ist
zwar bereits frisch», schmunzelt Lo-
Zum 70. ein Buch
21-jährige Velofahrerin schwer verletzt
ANZEIGEN
renz Meng, «aber der vom Sonntag
ist noch frischer.» Übrigens: An der
Eröffnung vom Samstag, 1. November, lädt die Gewobag von 9 bis 11
Uhr zum Apéro.
«Wir sind in vielen Bereichen Vorreiter», erzählt Fredy Schär. Während
bei anderen Wohnbaugenossenschaften der Ersatz alter Liegenschaften
erst so richtig anläuft, hat man bei der
Gewobag bereits zwei Drittel neuoder umgebaut. «Und wir haben ein
eigenes Reinigungsteam, das in den
Liegenschaften für Ordnung und Sauberkeit sorgt.»
Bäckerei Café Fellenberg, Fellenbergstrasse 276, 8047 Zürich-Albisrieden. Mo–Fr
6.30–18.30, Sa 6.30–16, So 9–16. Eröffnungsapéro Sa, 1. November, 9–11 Uhr.
www.quartierbeck.ch.
Mit dem Café und der Bäckerei an der Fellenbergstrasse will die Wohnbaugenossenschaft einen Ort zum Verweilen bieten.
Im Kreis 5 verunfallte vergangenen
Mittwoch eine Velofahrerin und zog
sich schwere Kopfverletzungen zu.
Die Stadtpolizei sucht Zeugen.
Kurz nach 9.15 Uhr war die 21jährige Velofahrerin auf dem Radweg
der Pfingstweidstrasse, vermutlich
von der Hardstrasse her kommend,
in Richtung Technopark unterwegs.
Aus noch ungeklärten Gründen kollidierte sie rund 100 Meter nach der
Hardstrasse mit einem Metallpfosten
Foto: zvg.
sowie einem Baum und stürzte. Mit
schweren Kopfverletzungen musste
die bewusstlose Frau sofort ins Spital
gebracht werden, teilte die Stadtpolizei Zürich mit. Sie konnte vorerst
nicht befragt werden. Weshalb es zu
diesem Unfall gekommen war, sei unklar. Alarmiert wurde die Polizei von
Bauarbeitern, die erklärten, dass sie
beim Verlassen der Baustelle ein Geräusch gehört und dann die verletzte
Frau gesehen hätten. Die Stadtpolizei
und die Staatsanwaltschaft Zürich
klären nun mit Spezialisten des Unfalltechnischen Dienstes und des Forensischen Instituts Zürich ab, wie es
zum Unfall gekommen ist. In diesem
Zusammenhang werden auch Auskunftspersonen gesucht. Hinweise
zum Unfall an der Pfingstweidstrasse,
etwa 100 Meter nach der Hardstrasse
Fahrtrichtung
stadtauswärts,
nimmt die Stadtpolizei unter Telefon
0 444 117 117 entgegen. (zw.).
«Von vorgestern nach übermorgen» heisst das Buch, das die
Gewobag anlässlich ihres 70-jährigen Bestehens herausgab. Es
entführt auf 252 Seiten auf eine
Zeitreise durch die Jahre 1943
bis 2013. «Das Buch erzählt die
Geschichte der Gewobag chronologisch und detailreich», schreibt
Präsident Fredy Schär im Vorwort, «angereichert und aufgelockert mit unterhaltsamen Anekdoten, einzigartigen Bildern und
wissenswerten Fakten.»
Visualisierung: zvg.
Ja zu CO2-Abgabe für Flüge
Der Zürcher Gemeinderat hat mit 66
Ja zu 49 Nein ein Postulat der beiden
GLP-Gemeinderäte aus den Kreisen 3
und 9, Markus Baumann und Isabel
Garcia, überwiesen. Es fordert den
Stadtrat auf, in seiner Funktion als
Mitglied des Verwaltungsrats der
Flughafen AG und in Zusammenarbeit mit dem Regierungsrat, sich für
die Einführung einer CO2-Abgabe für
alle ab Zürich abfliegenden Passagiere von mindestens 10 Franken einzu-
setzen. Damit soll die Stadt ihre Verantwortung für eine umweltverträglichere Weiterentwicklung des Flughafens wahrnehmen und einen konkreten Schritt zur 2000-Watt-Gesellschaft unternehmen. Die GLP 3&9
zeigt sich in einer Pressemitteilung
hoch erfreut über das Abstimmungsergebnis. Im Kantonsrat ist ein analoges Postulat von Andreas Hauri,
GLP 3&9, hängig. Es soll demnächst
verhandelt werden. (zw.)
10
Zürich West
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Zehn Hunderternoten
auf Strasse gefunden
Widerstand gegen Nagelhäuser-Abriss
Eine ehrliche Finderin
bewahrte im Kreis 5 einen
Rentner vor dem Verlust
von 1000 Franken.
Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Häuser
an der Turbinenstrasse 12
und 14 abgerissen werden
dürfen. Dennoch formiert
sich im Quartier Widerstand.
Um 13.30 Uhr war am vergangenen
Freitag eine 57-jährige Frau auf dem
Trottoir gegenüber der Tramhaltestelle
Quellenstrasse
unterwegs.
Plötzlich entdeckte sie auf dem Boden
mehrere Banknoten, schreibt die
Stadtpolizei in einer Mitteilung. Sofort sammelte sie das Geld ein und
brachte die zehn Hunderternoten in
die nahegelegene Regionalwache Industrie der Stadtpolizei Zürich. Dort
hatte sich kurz vorher ein 74-jähriger
Rentner gemeldet, der 1000 Franken
im Bereich der Tramhaltestelle verloren hatte. Gemäss seinen Angaben
waren ihm die Noten offenbar unbemerkt auf den Boden gefallen, als er
sein Mobiltelefon aus der Hosentasche genommen hatte. Der Rentner
war überglücklich, als ihn die Stadtpolizei so kurz nach der Verlustmeldung telefonisch kontaktierte und
ihm mitteilen konnte, dass sein Geld
von einer ehrlichen Finderin abgegeben worden sei. Auch sie zeigte sich
sehr erfreut, so die Stadtpolizei, als
man ihr mitteilte, dass sie demnächst
ihren verdienten Finderlohn von 10
Prozent, also 100 Franken, erhalten
werde. (zw.)
Gemäss dem Bundesgerichtsurteil
vom September darf der Kanton hier
eine Strasse bauen, um das MaagAreal zu erschliessen. Das stösst im
Quartier auf wenig Gegenliebe. Die IG
Hardturmquartier rief für das vergangene Wochenende zu einer Sympathiekundgebung «Pro Nagelhäuser
Zürich West» auf. Unterstützt wurde
die Aktion von den Kreisparteien
EVP 4&5, FDP 4&5, SP 5, Grüne 5,
Grünliberale 5 und Jungsozialisten
der Stadt Zürich sowie der Reformierten Kirche Kreis 5 und weiteren
Institutionen.
Das Bundesgericht habe zwar das
ursprüngliche Strassenprojekt ge-
schützt, das verlangt, dass die Turbinenstrasse im rechten Winkel auf die
Pfingstweidstrasse stossen müsse,
und somit die beiden Häuser an der
Turbinenstrasse zu enteignen und
abzureissen seien. «Doch das muss
nicht sein», schreibt die IG Hardturmquartier, «denn eine andere Linienführung der Strasse ist möglich.»
Dies habe das Bundesverwaltungsgericht bestätigt, doch das Bundesgericht kippte den Entscheid.
«Kein zweites Zürich Nord»
«Die letzte Charme-Résistance im
uniformen Hochglanzquartier, das
weit über Zürich hinaus bekannte,
originäre Zürcher Nagelhaus soll
bleiben», fordern die IG Hardturmquartier und die verschiedenen
Kreisparteien. Im Quartier wolle eigentlich niemand die pittoresken
«Nagelhäuschen» weg haben. Die
Einwohnervereinigung IG Hardturmquartier möchte deshalb den Kanton
und die Stadt Zürich dazu motivie-
ren, «auf
gerei zu
braucht
Quartiere
Nord.»
die technokratische Zwänverzichten. Unsere Stadt
lebendige, durchmischte
und kein zweites Zürich
«Renaissance-Gebäude abreissen»
Bereits am Freitag vergangener
Woche haben die Jungsozialisten der
Stadt Zürich eine Protestaktion gegen
den Abriss der Nagelhäuser durchgeführt. Die Juso kritisieren, dass auch
noch das letzte Idyll und die letzten
preisgünstigen Wohnungen abgerissen würden. «Wenn ein Gebäude
einer Zufahrtsstrasse weichen soll»
so die Juso in ihrer Medienmitteilung, «dann das Renaissance-Gebäude, in dem seit geraumer Zeit
Luxuswohnungen nicht verkauft werden können und darum freistehen.»
Wenn nun die Nagelhäuser an der
Turbinenstrasse abgerissen würden,
schreiben die Juso weiter in ihrer
Mitteilung, «dann wird dem Quartier
der letzte Charme geraubt.» (ho.)
Leserbriefe per Mail
IMMOBILIEN
«Zürich West» publiziert gern Leserbriefe zu Themen aus den Kreisen 3,
4, 5 und 9. Am einfachsten gehts per
Mail an zuerichwest@lokalinfo.ch.
Redaktionsschluss ist jeweils am
Freitag um 10 Uhr für die Ausgabe
vom folgenden Donnerstag. (zw.)
Treffpunkte im Quartier
Weitere Informationen finden Sie im
Internet unter www.burstwiese.ch oder
www.tiergarten.ch
Burstwiesenstrasse 20, 8055 Zürich
Telefon 044 454 45 00
Dienstag, 4. November, 14.30 Uhr
«Abenteuer Meer»
Bildvortrag von W. Meli
im Mehrzweckraum
Samstag, 15. November, 14.30 Uhr
Konzert mit dem
Bündner Gemischten Chor Zürich
im Mehrzweckraum
Sonntag, 30. November, 10.30 Uhr
Konzert zum 1. Advent
Kinderchor der Musikschule
Konservatorium Zürich
im Restaurant
Wiedikon
Sieberstrasse 10, 8055 Zürich
Telefon 044 454 47 00
Tausende feierten mit der ZHdK
die Creative City im Toni-Areal
Für viel Vergnügen sorgten künstlerische Darbietungen, wilde Quartierfeste und spontane Aktionen von Studierenden. Wegen der Umstellung
auf die Winterzeit wurde das Fest um
eine Stunde verlängert.
Die ZHdK ist im Toni-Areal angekommen, und mit ihr ein Feuerwerk
an künstlerischen Ideen und Kreativität. Ein Bild davon machen konnte
sich das Festpublikum von «Creative
City» am Samstag, als das Toni-Areal
Die Stadtpolizei Zürich nahm in der
Nacht auf Sonntag im Kreis 4 einen
Taschendieb fest, der einem Passanten das Portemonnaie gestohlen
hatte.
Kurz vor 1.45 Uhr näherte sich
ein Unbekannter vor einem Lokal an
der Langstrasse einem 25-jährigen
Passanten und entwendete ihm das
Portemonnaie aus der Hosentasche,
schreibt die Stadtpolizei in ihrer
Medienmitteilung. Der Geschädigte
bemerkte den Diebstahl und konnte
den Täter zusammen mit zwei
Sicherheitsangestellten des Lokals
zurückhalten. In der Folge konnten
sie eine vorbeifahrende Streifenwagenpatrouille der Stadtpolizei Zürich anhalten und den Dieb den Polizisten übergeben. Das Portemonnaie
wurde dem Geschädigten zurückgegeben. Der Tatverdächtige, ein 46jähriger Algerier, wurde verhaftet
und der Staatsanwaltschaft Zürich
zugeführt. (zw.)
ANZEIGEN
Eine der vielen Darbietungen: Tänzerinnen und Tänzer faszinierten mit
Foto: Johannes Dietschi, ZHdK
«Stonehenge».
Am Samstag herrschte im
Toni-Areal, dem neuen
Standort der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK),
der Ausnahmezustand. Über
10 000 Besucherinnen und
Besucher feierten das
ZHdK-Fest «Creative City».
Taschendieb
im Kreis 4 verhaftet
zum ersten Mal künstlerisch inszeniert wurde. Neben Darbietungen für
alle Sinne zogen Mitmachformate besonders viel Publikum an. Unter anderem gab es Karaoke mit Liveband,
verschiedene Fotoshootings und eine
audioreaktive Installation im Zentrum der Rampe. An den fünf Quartierfesten wurde bis zwei Uhr nachts
getanzt – und die Umstellung auf die
Winterzeit zur einstündigen Verlängerung genutzt. «Auf dem Toni-Areal
ist Zürich halt so cool wie New
York», twitterte ein Besucher.
Creative City – das ZHdK-Fest war
der letzte Grossanlass zur Eröffnung
des neuen Campus der ZHdK. Das Interesse der Öffentlichkeit am neuen
Bildungs- und Kulturzentrum war beeindruckend. Mit jährlich rund 600
öffentlichen Veranstaltungen bietet
die ZHdK weiterhin viele Gelegenheiten, Kunst und Design im Toni-Areal
zu erleben. (pd.)
Wohnen können Sie überall, zu Hause sind Sie an der Rosinlistrasse 1–5 in
Wetzikon
Samstag, 1. November, 14.30 Uhr
Seniorenbühne / Theater
im Mehrzweckraum
Montag, 3. November, 9.30 Uhr
Unterwäscheverkauf
Empfangsgalerie
Freitag, 7. November, 14.30 Uhr
Tanznachmittag mit dipl. Tanzlehrer
in der Cafeteria
Dienstag, 11. November, 15.00 Uhr
Musikalischer Auftakt zum
Fasnachtsbeginn
mit Guggenmusik «Limmat Liiche»
in der Cafeteria
Dienstag, 18. November, 14.30 Uhr
Konzert Quantett «Johannes Kobelt»
im Mehrzweckraum
Sonntag, 30. November 2014
10.00 bis 12.00 Uhr
Abstimmung
im Mehrzweckraum
Sie sind herzlich zu unseren
Veranstaltungen eingeladen.
4½-Zimmer-Wohnungen, ab 103 m²
Die letzten Wohnungen bieten Ihnen eine topmoderne Küche, aussergewöhnliche
Grundrisse, eigene Waschmaschine und Tumbler und leisten dank Minergie
einen grossen Beitrag an eine saubere Umwelt.
Die Überbauung THE GATE liegt in unmittelbarer Nähe des Sees und des
Naturschutzgebietes.
VERIT Immobilien AG, Ackeretstrasse 3, 8400 Winterthur
Christoph Kübler, Tel. 052 245 00 27, christoph.kuebler@verit.ch
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
Die Vorzeigedame für eine bestimmte Lebenshaltung
Wer «LifeStyle» hört, denkt fast automatisch
an die gleichnamige Sendung von Patty
Boser auf TeleZüri. Viele schauen sie, auch
wenn oft von reinem Zufall die Rede ist.
So, wie ja fast niemand offiziell die «Glückspost» oder die «Schweizer Illustrierte» liest.
«LifeStyle» auf TeleZüri: Das ist wie eine gefilmte «Schweizer Illustrierte» oder «Glückspost». «Berieselung, eine Prise
Voyeurismus, Trendmagazin und Promiwundertüte in einem», wie die Selbstdeklaration der Redaktion um Kult-Moderatorin Patty Boser erstaunlich ehrlich lautet. Dass sich
die Sendung durch Produktewerbung zu finanzieren
scheint, ist ähnlich offensichtlich wie bei der «Schweizer
Illustrierten».
Zu Besuch in der Agglo-Wohnung
Aber egal – wenn Patty Boser mit ihrem charakteristischen
Lächeln zum nächsten PR-Block überleitet, weiss man, was
zum gestylten Leben einfach dazugehört. Zumindest in einer der typischen, riesigen und blitzblank geschrubbten
Agglo-Wohnungen, die im «SwissDinner» gezeigt werden.
Immerhin. Im Gegensatz zu diesem offensichtlich vom «Das
perfekte Dinner» abgekupferten TV-Format ist «LifeStyle»
ein komplett selbst aufgezogenes Gewächs – zugeschneidert
auf die Moderatorin Patty Boser. Dabei hat Boser (47) am
Radio angefangen – bei «Radio 24». Vor 22 (!) Jahren brach
sie zusammen mit dem heutigen Kommunikationsprofi Siro
Barino den Weltrekord im Dauermoderieren. Bekannt wurde Boser schweizweit dann als «Kupplerin der Nation»
durch die Fernsehsendungen «ZüriDate» und später
«SwissDate». Seither tritt die ausgebildete Schauspielerin
Boser («Lüthi und Blanc») mit ihrem Format «LifeStyle» jeden Freitag in die Stuben von Herr und Frau Zürcher. Und
Das ist typisch «LifeStyle» auf TeleZüri und den Partner-TV-Stationen: Patty Boser (r.) posiert nach dem Interview
– hier mit Hotelière Ljuba Manz.
Foto: Ursula Litmanowitsch
weil das übrige Programm zu langweilen scheint, sind die
Quoten gar nicht mal so schlecht. Und ja, ja: Manchmal ist
das Ganze wirklich ganz unterhaltend. Auf die Frage der
«Coop-Zeitung», woher ihr Faible fürs Wohnen stamme,
antwortet Boser: «Mein Vater hat eine Kosmetikzeitschrift
herausgegeben und meine Mutter in der Modebranche gearbeitet, weshalb ich schon in jungen Jahren mit Einrich-
tung, Mode und Lifestyle in Berührung gekommen bin. Diese Faszination hat mich bis heute nicht losgelassen.» Eigentlich schön, kann Boser diese Faszination jeden Freitag
am Bildschirm ausleben. (ls.)
Sendezeiten: jeweils am Freitag, 18.30 bis 19 Uhr auf TeleZüri und
weiteren Lokalsendern wie TeleM1 etc.
Teppich-Haus Milchbuck GmbH:
Schön auf dem Teppich bleiben
Publireportage
Foto: zvg.
Publireportage
Das neue Kompetenzzentrum
für Haut und Laser
Im Zürcher Seefeld stehen seit August die Türen des Decamed Haut- und
Laserzentrums offen. Unter der Leitung von Frau Dr. med. Valérie Enderlin werden auf über 400 Quadratmetern alle Aspekte der Haut behandelt. Die neue Praxis bietet auch Laserbehandlungen und hat zwei zertifizierte Operationssäle. Zur Praxis gehört das Kosmetikinstitut Decaspa
Medical Beauty. Ergänzend zu den klassischen Spa-Angeboten wie Massagen oder Pedicure werden ästhetische Eingriffe wie zum Beispiel Mesotherapie oder Faltenbehandlungen angeboten. Das Decaspa steht für
medizinische Kosmetik auf höchstem Niveau und bietet im Stadtzentrum
eine Oase der Ruhe für Körper, Geist und Seele.
Decamed Haut- und Laserzentrum (Tel. 044 806 20 00, Fax 044 806 20
01, info@decamed.ch) und Decaspa Medical Beauty (Telefon 044 806
20 02, Fax 044 806 20 01, info@decaspa.ch).
BAUMANN+WILD AG
Carrosserie & Spritzwerk
Oldtimer –– unsere Passion · Individuelles –– unsere Stärke
8910 Affoltern am Albis · Tel. 044 76114 14 · www.baumann-wild.ch
Das Teppich-Haus Milchbuck
ist ein Fachgeschäft für
Orientteppiche, Hochflor,
Sisal, Spannteppiche,
Parkett, Laminat, PVC,
Lino, Vinyl und Rasenteppiche. Dienstleistungen
sind Teppichreinigungen
und Teppichreparaturen.
Das Teppich-Haus Milchbuck toleriert
unter keinen Umständen den Einsatz
von Kindern und stellt bei allen Produktionen sicher, dass die einschlägigen Bedingungen nach gültigen Regeln eingehalten werden. Es wird nur
von Lieferanten bestellt und gekauft,
welche die Mitgliedschaft bei einem
Verband oder einer Organisation gegen Kinderarbeit nachweisen können.
Teppichreinigung
Eine richtige Öko-Reinigung muss
fachmännisch, ökologisch, sauber
und preiswert sein. Das TeppichHaus Milchbuck vereint das Wissen
um die Reinigungs- und Veredlungsprozesse für Teppiche. Es verfügt
über eine perfekte Infrastruktur.
Durch optimal abgestimmte Abläufe
werden ein Reinigungs- und ein Pflegeergebnis erreicht, das nicht zu
Teppich-Haus Milchbuck: 20 Jahre
tätig im Bereich Teppiche, Bodenbeläge, Teppichreinigungen und
Reparaturen.
Foto: pm
überbieten ist. Eingesetzt werden nur
kaltes Wasser und organisch abbaubare Seifen.
Teppichreparaturen
Im Teppich-Atelier werden alle Wolloder Seidenteppiche repariert und
restauriert. Zu den Dienstleistungen
gehören zudem Entfernung von Verfärbungen, Kurbeln, Fransen, Teppiche kürzen, Restaurierung von Löchern, Rissen und Brandflecken, Mottenfrass sowie Nachknüpfungen.
Ein erfahrener Berater steht der
Kundschaft zur Verfügung. Zudem ist
der Lieferservice gratis. (pd./pm.)
Teppich-Haus Milchbuck GmbH, Schaffhauserstrasse 123, www.teppich-haus.ch,
info@teppich-haus.ch, Tel. 044 350 21 66.
11
12
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AUTOMOBIL
Mitsubishi Space Star
als «Color Collection»
Mitsubishi Schweiz lanciert für den
Kleinwagen Space Star die Sonderserie Color Collection. Basis ist die Variante 1.2 Intense mit 80 PS, StoppStart-System, Nebellampen, Klimaautomatik, Sitzheizung, Keyless-Go, Regen- und Lichtsensor und vielem
mehr. Als exklusive Extras bietet Mitsubishi für 600 Franken ein Ausstattungspaket im Wert von 1600 Franken an. Es bietet die Wahl aus sechs
Metallicfarben, mit schwarzen 15Zoll-Rädern, Einstiegsleisten aus Alu
mit eingeprägtem Schriftzug und ein
spezielles Seitendekor.
Das Dach, die Aussenspiegel sowie die Einfassungen der Nebellampen sind ebenfalls schwarz lackiert.
Der Mitsubishi Space Star Color Collection kostet ab 15 898 Franken
(schwarzmetallic). (zb.)
Scharfer Franzose
Renault stellt den neuen Boliden für
den Markenpokal Renault Sport Trophy vor. Renault Sport R.S. 01 nennt
sich die Flunder, die Renault auf dem
Moskauer Autosalon erstmals der
Weltöffentlichkeit präsentiert. Der
Renault Sport R.S. 01 ist exakt zwei
Meter breit, 4,71 Meter lang, nur
1,12 Meter hoch und wiegt dank
Kohlefaserchassis lediglich 1100 Kilogramm. Angetrieben wird der Mittelmotor-Rennwagen von einem 3,8Liter-V6-Biturbomotor, der über 500
PS leistet und ein maximales Drehmoment von über 600 Newtonmeter
bei 6800 Umdrehungen generiert.
Diese geballte Kraft wird über ein sequenzielles Siebenganggetriebe auf
die Hinterachse geleitet. (zb.)
Scharf: Renault Sport R.S. 01. F: zvg.
AUTONEWS
Neuer Corsa
Die fünfte Generation des Opel
Corsa ist ab Anfang Oktober bestellbar. Der Preis beginnt bei
14 950 Franken für die dreitürige
Variante mit Benzinmotor, die
fünftürige Version kostet 550
Franken Aufpreis. Die ersten
Fahrzeuge treffen ab Dezember
bei den Händlern ein.
Honda-Hörprobe
Honda kehrt nächstes Jahr in die
Formel 1 zurück. Am Grand Prix
von Japan in Suzuka präsentierte
Honda nun einen Film, inklusive
Hörprobe des neuen Motors.
Luxus verpfändet
Besitzer von Luxuskarossen verpfänden in Deutschland ihre Autos weit mehr als solche von
günstigen Wagen. Am meisten
werden mit einem Anteil von 15
Prozent BMW-Modelle zu Geld
gemacht, gefolgt von Mercedes
(11 Prozent) und Porsche (8 Prozent). Dies geht aus einer Erhebung von Auto-Pfandhaus.ch hervor, für die Daten aus über sieben Jahren ausgewertet wurden.
Lange Haube, moderne Technik: Der Mercedes AMG GT kommt 2015. Der Zweiplätzer trägt einen V8-Biturbo und leistet bis zu 510 PS.
Fotos: zvg.
Mercedes greift mit AMG GT den 911 an
Mit einem bombastischen
Marketingaufwand hat Mercedes AMG die neue Sportwagenikone der Marke vorgestellt. Der AMG GT soll
mit V8-Biturbo und bis zu
510 PS ab 2015 zum Porsche-Jäger werden.
Marc Leutenegger
Der AMG GT sei zwar ein reinrassiger Sportwagen, aber nicht der Nachfolger des kürzlich ausgelaufenen SLS
AMG – so lautete die eine Botschaft
der Mercedes-Verantwortlichen in
Affalterbach. Gleichzeitig liessen sie
wissen, der neue GT nutze die «technologische DNA des SLS». Da soll
noch einer schlau werden.
Tatsache ist, die beiden Traumsportwagen weisen eklatante Gemeinsamkeiten auf. Beide sind Eigenentwicklungen von AMG, und
zwar die bisher einzigen. Beide bauen auf dem Transaxle-Prinzip auf,
der Motor sitzt vorn, das SiebenGang-Doppelkupplungsgetriebe
an
der Hinterachse. Das sorgt für eine
austarierte Gewichtsverteilung und
senkt den Schwerpunkt, weil die beiden Grossteile nicht übereinander
eingebaut werden müssen. Auch optisch ist eine Verwandtschaft nicht zu
leugnen: Zwei Plätze, extremlange
Haube, weit hinten sitzendes Greenhouse, ausfahrbarer Heckspoiler sind
die Kennzeichen.
Nur die Flügeltüren des SLS, diese Reminiszenz an den wunderbaren
300 SL der Fünfzigerjahre, fehlen
beim GT; er hat Seitentüren.
Eine Zeiterscheinung ist die Abweichung beim Motor. Hatte der ausgelaufene SLS einen V8-Sauger unter
der Haube, so fährt der GT zwar
ebenfalls mit acht Zylindern, aber als
Biturbo vor. Das drückt den Normverbrauch auf 9,3 Liter. Auch bei den
Pferdestärken ist der GT ein Stück
bescheidener unterwegs: 462 PS hat
er in der Basis, 510 PS als GT S – das
sind 51 Pferde weniger als beim vermeintlichen Vorgänger. In Sachen
Beschleunigung macht der GT S die
Differenz aber wett, mit 3,8 Sekunden im Sprint auf 100 egalisiert er
die SLS-Marke.
Porsche und Jaguar im Auge
Der GT wird einiges günstiger als der
rund 300 000 Franken teure SLS. In
Fachkreisen kursieren Einstiegspreise um die 130 000 Franken. In diesen
Sphären operiert Porsche mit dem
Der AMG GT hat schon jetzt den Ruf eines Porsche-Jägers. An den 911 erinnert vor allem das Heck.
911 oder Jaguar mit dem F-Type.
Und in diesem Segment gehen andere Stückzahlen weg als in der Nachbarschaft von Ferrari, Lamborghini
und Co.
Grosse Ambitionen
Die Ambitionen, die Mercedes mit
dem neuen Flaggschiff hat, sind
gross. Anders lässt sich der gigantische Marketingaufwand nicht entschuldigen. Aus fast allen Erdteilen
haben die Schwaben Journalisten
nach Affalterbach eingeflogen, an
den Geburtsort und die Entwicklungsstätte von AMG.
Innen wurden die Mercedes-typischen Flugzeuganleihen noch gesteigert, mit einem Armaturenbrett, dessen oberer Teil wie ein Flügel geformt ist und die Luftdüsen, vier sind
es allein in der Mitte, wie Triebwerke
trägt. Der untere Teil des Dashboards
ist optisch versteckt, die Knöpfe wurden in eine riesige Mittelkonsole umgelagert. Horizontal statt vertikal,
lautete dabei die Devise.
Der 4-Liter-V8-Biturbo ist eine
Neuentwicklung. Der Clou: Die beiden Turbolader sitzen im V zwischen
den Kolben – Fachleute reden vom
«heissen Innen-V». Das und die Trockensumpfschmierung – noch eine
Gemeinsamkeit mit dem SLS – senken den Schwerpunkt. Dass der neue
Motor, obwohl kein Sauger, mächtig
lärmen kann, demonstrierte AMG auf
dem Prüfstand: Wie der Patient im
OP wirkte das Aggregat hinter der
Scheibe, wobei die thermischen Kräfte, das infernale Glühen des Abgasstranges, fast noch mehr Eindruck
machte als das Gebrüll des Achtzylinders.
Interessant auch die Unterrichtsstunde in Sachen Leichtbau: 231 Kilo
wiegt das Chassis im Rohbau, bei
1540 bis 1570 Kilo Endgewicht.
Hauptsächlich wird im AMG GT Aluminium verbaut. Eine Frontstrebe,
vier Kilogramm schwer, besteht aus
Magnesium. Die Heckklappe wiederum ist aus Stahl, weil damit die gewünschte Steifigkeit mit einem geringeren Gewicht zu erreichen war als
in einer Aluausführung. Nur vier Kilogramm schwer ist schliesslich die
Antriebswelle, die die Kraft nach hinten führt. Sie stammt aus dem Rennsport und besteht aus Karbon.
Mit dem Materialmix werden sich
auf anderer Ebene auch die Kunden
beschäftigen, etwa im Falle der erwähnten, das Interieur dominierenden Mittelkonsole. Diese sieht gemäss
Mercedes aus wie direkt «aus dem
Rennsport» übernommen. Ob man in
der Formel 1 auch zwischen «Silberchrom, Carbon matt, Carbon glänzend, Black Diamond oder Glasfaser
in Silber» seine Oberflächen aussucht, sei dahingestellt.
Viele, viele Extras sind zu haben
Wie immer bei Mercedes gibt es eine
Vielzahl von Optionen. In der S-Version kommt der GT gegenüber der Basis zwar bereits mit einer variablen
Abgasanlage und mit einem elektronischen statt mechanischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse, das
schneller und präziser anspricht.
Wer will, kann sich dazu aber noch
eine Keramikbremsanlage, dynamische Antriebs- und Getriebelager sowie Sportreifen von Michelin kaufen.
Solche Extras lassen vermuten,
dass man es mit dem GT ziemlich
bunt treiben kann. Aber eben nur
ziemlich. Im Extrembereich regelt
das Auto beispielsweise die Gaspedalkennung neu, was nichts anderes
heisst, als dass zu viel Übermut gebremst wird.
Wer elektronischen Helferchen
besonders aufgeschlossen gegenübersteht, der kann übrigens die ganze
Assistenztechnik der S-Klasse ordern.
Stadt Zürich
30. Oktober 2014
13
Hautnah, auch für VIPs
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Von links: Micha Damev, Migros Kulturprozent, Musikerin Irina Nikitina
Haefliger, Hotelier Felix Schlatter («Laudinella», St. Moritz), Friends-Musical-Olympus-Präsidentin Ljuba Manz-Lurje.
Junge Musiker,
grossartige Interpreten
Bereits zum 13. Mal konnte der Vorstand von «Friends Musical Olympus» (Irina Nikitina Haefliger, Ljuba
Manz-Lurje, Madlen und Thomas
von Stockar, Siegfried Breitling,
Werner-Patrick Pfenninger) das Publikum im kleinen Tonhalle-Saal zu
einem Förderkonzert willkommen
heissen. Drei junge Solisten sorgten
für fulminante Auftritte mit internationalem Touch. Präsidentin Ljuba
Manz-Lurje verhiess zwei unbeschwerte Stunden, in denen man alle
Sorgen vergessen werde. Die jungen
Interpreten rissen das Publikum zu
stehenden Ovationen hin. Der franzö-
Nr. 44
sische Cellist Victor Julien-Laferrière, der russische Pianist Daniil Kharitonov und die südkoreanische Sopranistin Seyoung Park offenbarten
ihr hohes Können in der Wiedergabe
von Werken von Schumann, Richard
Strauss,
Debussy,
Bach-Busoni,
Rachmaninov, Verdi und anderen.
Alle drei wurden bereits mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Dank
der Foundation finden neben Zürich
auch in New York und St. Moritz
Konzerte statt. Hotelier Felix Schlatter vom «Laudinella» freut sich, auch
2015 wieder in St. Moritz Gastgeber
für ein Konzert sein zu dürfen.
Von links: Madlen von Stockar, Victor Julien-Laferrière, Seyoung Park,
Jonas Vitaud, Hyoungjin Park, Daniil Kharitonov, Thomas von Stockar.
Hier durfte mit Lust und Laune geschmiert und gesalbt werden. Die
Lancierung der neuen Naturkosmetiklinie von Similasan wurde in der
«Pflanzbar» lanciert. Viele Interessierte kamen. Darunter auch Wettermoderatorin Jeannette Eggenschwiler
von Tele Züri, die nebst ihrer Erstausbildung als Lehrerin noch eine Ausbildung als Naturheilpraktikerin absolviert hat. Als prominente TV-Lady
weiss auch SRF-Börse-Moderatorin
Patrizia Laeri, wie kostbar die Erhaltung einer schönen Haut ist, denn
Fernsehkameras sind gnadenlos. Stylistin und Schönheitsexpertin Sabrina
Pesenti schwört ebenfalls auf natürliche Ingredienzien und möglichst wenig synthetische Wirkstoffe.
Similasan ist bekannt von den
«Kügelchen». Als Hersteller von homöopathischen Heilmitteln habe sich
die Marke seit Jahren ein grosses
Vertrauen aufgebaut, stellten Similasan-Cosmetics-Firmeninhaberin
Jeannette Jüstrich und ihr Bruder
Michel Jüstrich (Nahrin AG) fest. Die
Einführung der Naturkosmetiklinie
sei eine logische Folgerung auf ein in
den letzten Jahren gewachsenes
Kundenbedürfnis, führte Urs Lehmann, CEO des Unternehmens aus.
Die Nachfrage nach Pflegemittel für
empfindliche Haut habe stark zugenommen. Begeistert von der Pflegelinie ist auch Conny Kissling, die
Gattin von Urs Lehmann. Die ehemalige Skiakrobatin ist gemeinsam mit
Tochter Nina immer viel an der frischen Luft und weiss, dass Wind und
Wetter die Haut strapazieren.
Für seine Musik-Karriere bei «The
Voice of Germany» will Chris Rellah
über einen makellosen Teint verfügen. Ganz natürlich mag es auch die
amtierende Miss Earth Shayade Hug,
nicht nur von Amtes wegen. Und, wer
hätte das gedacht: Karin Prinzessin
zu Schaumburg Lippe badet nicht in
goldener Wanne im Champagner,
sondern mag ganz einfache Schönheitsmittel wie Gurken- oder QuarkMasken. Die Gäste wurden an der exklusiven Party mit vegetarischen
Köstlichkeiten von Hiltl bewirtet.
Vegi-Unternehmer Rolf Hiltl verwöhnte den Gaumen der Gäste.
Naturkosmetik in der «Pflanzbar». Von links: Similasan-CEO Urs Lehmann, Conny Kissling, Juristin Jacqueline Jüstrich und Martin Jüstrich,
Inhaber und VR-Präsident Similasan.
Von links: Ex-«Bachelor» Lorenzo Leutenegger, Miss Earth Shayade Hug
und Unternehmerin Adriana Tripa.
Moderatorin Patrizia Laeri (r.) mit
Kollegin Nicole Schönenberger.
Sängerin Vera Kaa, Chris Rellah
(Teilnehmer «Voice of Germany»).
Sabrina Pesenti mit Darryl von Däniken (l.) und Gordon Müller (Brand
Affairs).
ANZEIGEN
Jede Woche
das Neueste und Aktuellste
aus dem Quartier:
www.lokalinfo.ch
Finest Cashmere
Jetzt NEU an der Sternenstrasse 31, (Eingang Seestrasse)
8002 Zürich-Enge
www.pukarcollection.ch
Telefon 043 300 32 32
Kaufgesuch: BRIEFMARKEN!
(Auch alte Briefe und Ansichtskarten)
Sofort bar oder als Auktionseinlieferung
Schwarzenbach Auktion Zürich
Merkurstrasse 64, 8032 Zürich
Eigene Firmen-Parkplätze vorhanden!
Bitte Termin vereinbaren: Tel. 043 244 89 00
info@schwarzenbach-auktion.ch
14
Zürich West
Nr. 44
30. Oktober 2014
Veranstaltungen & Freizeit
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
BUCHTIPP
Donnerstag, 30. Oktober
Die Stadtbibliothek Opfikon
empfiehlt:
Spiel der Königin
Heinrich
VIII.
hatte schon fünf
Königinnen
an
seiner Seite. Als
sechste sucht er
sich
Katherine
Parr aus – sie ist
erst 31, aber
schon zweifache
Witwe. Er hätte keine Bessere finden können, denn Katherine ist
klug und auf Ausgleich bedacht.
Ihr Herz gehört aber schon Thomas Seymour, dem Bruder der
dritten Ehefrau Heinrichs, und
Katherine beginnt eine Affäre mit
ihm. Aber nicht deswegen hängt
ihr Leben an einem seidenen Faden – es tobt auch immer noch ein
blutiger Religionskrieg in England.
In diesem sorgfältig recherchierten
Roman ist eine moderne Frau zu
entdecken, die viel zu lang im
Schatten ihres Mannes und ihrer
Vorgängerinnen stand. Elisabeth
Fremantle, eine britische Journalistin, hat einen wunderbaren historischen Roman geschrieben, der
die Zeit am Hof Heinrichs VIII. lebendig werden lässt, was sicher
auch daran liegt, dass sie den Leibarzt des Königs, die Dienstmagd
und Katherine Parr erzählen lässt.
Elisabeth Fremantle. Spiel der Königin – ein
Tudor-Roman. C. Bertelsmann 2013.
Die Sache mit
meiner Schwester
Die Schwestern
Heike und Nele
könnten
nicht
unterschiedlicher
sein. Heike ist
glücklich verheiratet, hat drei
Kinder und lebt
in einem Haus
mit Garten im Vorort. Nele ist unsteter Single und geniesst das
Grossstadtleben. Kurzum: Sie leben in zwei Welten und gehen sich
aus dem Weg. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihr Pseudonym
«Sanne Gold», unter dem sie erfolgreich Romane veröffentlichen –
und selbst die schreiben sie in
Wahrheit nicht mehr selber. Nur
noch für öffentliche Auftritte machen sie gute Miene zum bösen
Spiel. Doch nach einer gemeinsamen Talkshow wird Heike bei einem Unfall schwer verletzt. Voller
Schuldgefühle beginnt Nele, ihr
bisheriges Geschwisterleben zu rekapitulieren und stellt sich die Frage, wie es nur so weit kommen
konnte. Bald schon findet sie Antworten, die das Leben der beiden
vollkommen auf den Kopf stellen …
Anne Hertz ist das Pseudonym
der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam
schreiben, sondern als Schwestern
auch einen Grossteil ihres Lebens
miteinander verbringen. Der Roman überzeugt durch seinen flotten Schreibstil, jede Menge Witz,
sympathische Figuren und ein
Wechselspiel aus lustigen und leisen Tönen.
Anne Hertz. Die Sache mit meiner Schwester. Pendo. 2014.
«Abfallgeschichten»: Ausstellung der Interviews
zum Thema Abfall. Täglich bis Ende November.
Pflegezentrum Bachwiesen, Flurstrasse 130.
13.00–18.00 Armutsforum von Caritas Zürich: Bezahlbar wohnen – drei Visionen. Anmeldung und
Detailprogramm:
www.caritas-zuerich.ch/armutsforum. Volkshaus, Stauffacherstrasse 60.
14.30 Tanzkafi: Der Entertainer Peter Korda spielt
zum Tanz auf. Temporäres Alterszentrum Triemli, Birmensdorferstrasse 489.
18.00–20.00 Vernissage: «Willkommen zu Hause».
Eine Ausstellung zu Gewalt in Familie und Partnerschaft. Bis 16. November. Weitere Informationen zu Rahmenveranstaltungen: www.stadt-zuerich.ch/gleichstellung. Ref. Kirchgemeindehaus
Zürich-Wiedikon, Bühlstrasse 11.
20.00 Lesung: Mit Silvio R. Baviera. Galerie im
Kunst Hof 5, Zwinglistrasse 5.
20.00 Tanz: Dance Company América Baila: El Ritmo de la Vida. Reservation: info@americabaila.ch
oder 079 369 77 44. Kulturmarkt, Aemtlerstr. 23.
20.30 «Bouvard und Pécuchet»: Schauspiel nach
dem Schelmenroman von Gustave Flaubert. Regie: Wolfgang Beuschel. Text: Helmut Peschina.
Mit René Ander-Huber, Helmut Vogel. Sogar Theater, Josefstrasse 106.
Freitag, 31. Oktober
18.00–21.00 Finissage: Ausstellung von Adina
Gheorghiu, «Eine leise Melodie». Werk2, Grubenstrasse 45.
19.45 «Der Schuhteufel»: Comedy von Placid Maissen und Hanspeter Allenspach. Türöffnung: 19.30
Uhr. Eintritt frei, Kollekte. Anmeldung erwünscht:
043 317 91 17, www.schuhtheater.ch. Action &
Fashion GmbH, Kanzleistr. (Ecke Langstr.) 70.
20.00 Tanz: Siehe Donnerstag.
20.30 «Bouvard und Pécuchet»: Siehe Donnerstag.
17.00 Lesung: Heinz Nehrwein zeigt Aquarelle aus
33 Jahren. Christoph Haldimann liest Geschichten. Galerie zum Hüsli, Risweg 1.
17.00–19.00 35. Wiediker Kunstausstellung: 3. Vernissage. Künstlerinnen und Künstler im Quartier.
Die Ausstellung dauert bis 7. November und ist
von So bis Fr von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Eintritt
frei. www.quartierverein-wiedikon.ch. Ortsmuseum Wiedikon, Steinstrasse 8.
17.00 «Bouvard und Pécuchet»: Siehe Donnerstag.
17.15 Räbeliechtli-Umzug: Treffpunkt für sehr kleine Kinder direkt um 18 Uhr In der Ey. Auch die
Esel des GZ sind am Umzug dabei. GZ Bachwiesen, Bachwiesenstrasse 40.
18.00 Räbeliechtli-Umzug: Im Kreis 5. Besammlung ab 17.30 Uhr auf dem Pausenplatz. Mit Gugge 11er Frösch. Limmatschulhaus, Limmatstr. 90.
18.00 Räbeliechtli-Umzug Albisrieden: Findet bei
jeder Witterung statt. Nach dem Umzug werden
alle Sujets auf dem Pausenplatz des Schulhauses
in der Ey aufgestellt. Anschliessend Platzkonzert
der Musikvereine auf dem Pausenplatz. Würste
vom Grill. Letzigraben.
20.00 Tanz: Siehe Donnerstag.
Sonntag, 2. November
10.00 Matinee: Willkommen zum Frühschoppen
mit der Blaskapelle Leuebuebe. Alterszentrum
Limmat, Limmatstrasse 186.
14.30 Theater: Figurentheater Lupine führt «Ida
hat einen Vogel, sonst nichts» auf. Ab 5 Jahren.
GZ Heuried, Döltschiweg 130.
17.00 «Bouvard und Pécuchet»: Siehe Donnerstag.
17.00 Ungarischer Gemeindeabend: Den Auftakt
macht das Kirchgemeindeorchester. Dann unterhält die Puszta Company mit ungarischen Csardas, Boras und Wiener Weisen . Anschliessend
ungarisches Gulasch. Neue ref. Kirche Albisrieden, Ginsterstrasse 50.
Montag, 3. November
Samstag, 1. November
9.00–17.30 Eröffnung der sanierten Schauhäuser:
Rahmenprogramm für Gross und Klein: Rundgänge, ein grosser Indoor-Sandkasten, Verkauf
von Topfpflanzen und vieles mehr. Stadtgärtnerei, Sackzelg 25.
11.00 Öffentlicher Frauenstadtrundgang: «Dass mir
das Herz im Leib ist kalt». Die Frauen und der
Tod. Ein historischer Rundgang auf dem Friedhof
Sihlfeld.
www.frauenstadtrundgangzuerich.ch.
Friedhof Sihlfeld (Haupteingang), Aemtlerstr. 151.
12.00–2.00 Tag der offenen Tanztür: Ein Happening
für alle Tanzbegeisterten mit Gratis-Schnupperkursen, Party, feinem Essen und Wettbewerben
ohne Ende. Tanzwerk 101, Pfingstweidstr. 101.
14.00–16.00 Ortsmuseum geöffnet: Ortsmuseum
Studerhaus Altstetten, Dachslernstrasse 20.
13.30–15.30 Strickmoden-Verkauf: Präsentation der
aktuellen Herbst- und Winterkollektion für Damen. Senior Joy Damenmode. Alterszentrum
Grünau, Bändlistrasse 10.
14.00 Hausbesichtigung: Das Haus wird gezeigt
und Frangen beantwortet. Ohne Anmeldung. Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstr. 267.
16.30 Podiumsdiskussion: «Im Fokus 14». Ein Unternehmen zu gründen, ist eine Entscheidung mit
vielen Konsequenzen. Podiumsdiskussion. Technopark (Auditorium), Technoparkstrasse 1.
19.30–21.00 «Prävention sexueller Gewalt»: Informationen und Anregungen für den Erziehungsalltag. Fachstelle Limita zur Prävention sexueller
Ausbeutung (www.limita-zh.ch). Ref. Kirchgemeindehaus Zürich-Wiedikon, Bühlstrasse 11.
20.30 «Bouvard und Pécuchet»: Siehe Donnerstag.
Dienstag, 4. November
14.00–17.00 «Kinderschutz»: «Wir ziehen alle am
selben Strick – bis er reisst!». Interaktive Podiumsdiskussion moderiert durch Theater anundpfirsich. Mädchenhaus (www.maedchenhaus.ch),
Schlupfhuus (www.schlupfhuus.ch). Im Rahmen
der Ausstellung «Willkommen zu Hause». Ref.
Kirchgemeindehaus Wiedikon, Bühlstrasse 11.
17.00–21.00 Basar: Mit attraktiven Verkaufsständen, Flohmarkt, Kulinarischem. Ref. Kirchgemeindehaus Altstetten, Pfarrhausstrasse 21.
18.15–19.15 Abendführung: «Entdecken, erfahren,
erleben: Der Campus auf der grünen Wiese».
ETH Zürich, Hönggerberg, Wolfgang-Pauli-Strasse 10-15 14.
19.30 Infoabend: Es gibt sie, die Privatschule …
www.zielschule.ch. ZIEL Schule AG, Albisriederstrasse 243.
20.30 «Bouvard und Pécuchet»: Siehe Donnerstag.
Mittwoch, 5. November
9.00–17.00 Basar: Mit attraktiven Verkaufsständen, Flohmarkt, Kulinarischem, Kinderprogramm. Ref. Kirchgemeindehaus Altstetten,
Pfarrhausstrasse 21.
10.00 Kindertreff PBZ: «Ryte, ryte Rössli». Für Eltern mit Kleinkindern von 9 bis 24 Monaten. Animation mit Brigitte Schanz. Pestalozzi-Bibliothek
Sihlcity, Kalanderplatz 5.
14.30 Tanz und Unterhaltung: Das Duo Heinz &
Heinz unterhält mit Schlagern und Evergreens.
Alterszentrum Mathysweg, Altstetterstrasse 267.
15.00–20.00 Basar: Verkaufsstände, Flohmarkt
und Buchantiquariat, Kaffee- und Teestube mit
Abend- und Mittagessen. Kerzenziehen und Kinderprogramm. Org.: Kirchgemeinde Zürich-Im
Gut. Thomaskirche, Burstwiesenstrasse 44.
15.00 Kindertreff PBZ: Bücherkiste. «Die Kinderbrücke». Animation mit Marina Maffei. Für Kinder von 4 bis 7 Jahre. Pestalozzi-Bibliothek Sihlcity, Kalanderplatz 5.
16.30 Kindertreff PBZ: Theaterkoffer. «Das magische Baumhaus». Animation mit Brigitte Schanz.
Für Kinder von 6 bis 10 Jahre. Pestalozzi-Bibliothek Altstetten, Lindenplatz 4.
18.00–19.30 Inputreferate, dann Diskussion: Sexuelle Gewalt – Alkohol: «... ohne Alkohol ist er ein
lieber Mensch». Frauenberatung sexuelle Gewalt
(www.frauenberatung.ch) Zürcher Fachstelle für
Alkoholprobleme (www.zfa.ch). Ref. Kirchgemeindehaus Wiedikon, Bühlstr. 11.
18.30 Konzert: Mit dem Handharmonika-Orchester-Zürich. Alterszentrum Grünau, Bändlistr. 10.
19.30 Diskussion: «Sozialhilfe zwischen Unterstützung und Arbeitszwang». Moderiert durch die
Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht.
www.sozialhilfeberatung.ch. Gemeinschaftsraum
der ABZ, Seebahnstrasse 201.
ANZEIGEN
Kirchgemeinde Zürich – Im Gut
Thomaskirche
Burstwiesenstrasse 44, Tram 9 oder 14, Heuried
Bazar
Mittwoch, 5. November, 15 – 20 Uhr
Donnerstag, 6. November, 10 – 17 Uhr
Verkaufsstände
Kleine (Weihnachts-)Geschenke für Jung und Alt, Leckereien, schöne
Karten, Modeschmuck, Selbstgenähtes für die ganze Familie, viel
Handgestricktes, liebevoll gestaltete Krippenfiguren, Engel und allerlei
Tiere aus Ton und vieles mehr . . .
Flohmarkt und Buchantiquariat mit vielen Kinder- und Jugendbüchern
Restaurant, Kaffee- und Teestube
mit Abend- und Mittagessen, Canapés, Desserts, Kuchen
Kerzenziehen
und Kinderprogramm mit Basteln, Geschichten, Kasperlitheater
Der Erlös des Bazars ist für drei verschiedene Projekte im In- und Ausland
bestimmt.
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 25’952 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.56/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Thomas Hoffmann (ho.),
E-Mail: zuerichwest@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Sabrina Stallone (sab.), Toni Spitale (tsp.)
Hanna Lauer (lau.), Sarah Koller (sk.),
Marcus Weiss (mw.), Heinz Schluep (hs.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Thomas Käser, Tel. 044 913 53 33
E-Mail: thomas.kaeser@lokalinfo.ch
Produktion:
AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich
Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Zürich West
Veranstaltungen & Freizeit
Puszta Company bringt ungarische Stimmung
Den Auftakt zu diesem Gemeindeabend am Reformationssonntag in
der Neuen Kirche Albisrieden macht
das Kirchgemeindeorchester unter
der Leitung von Hansjörg Weltin mit
Weisen des Ungaren Béla Bartók.
Mit Bildern von der Gemeinde-Ungarnreise leitet Pfarrer Gerhard Bosshard über zur «Puszta Company», die
das Publikum in professioneller Weise
mit ungarischen Csardas, Boras und
Wiener Weisen unterhält. Vier Musiker und zwei Tänzerinnen präsentieren ein hinreissendes Programm:
Feurig, rassig, und traditionell lautet
die Philosophie der Gruppe. Das Zusammenwirken der Musikgruppe und
der Csardas-Tänzerinnen ist einzigartig. Anschliessend laden Pfarramt,
Gemeindekonvent und Kirchenpflege
Albisrieden alle zu einem ungarischen
Gulasch ein. (e.)
Reformationssonntag, 2. November, 17
Uhr, Neue Kirche Albisrieden, Ginsterstrasse 50.
Die «Puszta Company»: Feurig, rassig, und traditionell.
Foto: zvg.
Von Armenfürsorge zur Disziplinierungsagentur
2005 erfolgte in der Schweiz eine
fundamentale Umgestaltung der Sozialhilfe. Bei der Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe steht seitdem
nicht mehr ein wohlfahrtsstaatliches
Verständnis (Welfare) im Zentrum.
Stattdessen wurde das Prinzip von
Leistung und Gegenleistung eingeführt respektive Transferleistungen
werden an «Aktivierungsmassnahmen» gekoppelt. Ein radikaler Bruch
in Richtung Workfare-Politik. Jeder
und jede Einzelne steht damit in der
Pflicht, sich fortwährend und aktiv
um Arbeit zu bemühen. Mögliche
Sanktionen erhöhen dabei den Druck
erheblich.
Am Mittwoch, 5. November, diskutieren im Kreis 4 zunächst die Soziologen Kurt Wyss und Peter Streckeisen. Kurt Wyss beleuchtet den Umschwung, den Paradigmawechsel von
der Welfare- zur Workfare-Politik. Im
Anschluss wird Peter Streckeisen die
Grundlagen und die gesellschaftlichen Auswirkungen der «Aktivierungspolitik» erläutern. Danach gibt
es genügend Zeit, um sich gemeinsam über die aktuelle Debatte zur Sozialhilfe-Poilitik auszutauschen und
Konzepte einer alternativen Politik zu
diskutieren. (e.)
Sozialhilfe zwischen Unterstützung und
Arbeitszwang. Mittwoch, 5. November,
19.30 Uhr, Seebahnstrasse 201, 8004 Zürich. Eingang über die Kanzleistrasse
GEMEINSCHAFTSZENTREN
GZ Grünau
Grünauring 18, 8064 Zürich
Telefon 044 431 86 00
www.gz-zh.ch/5
Räben schnitzen: Mi, 5./Fr, 7./Sa, 8.
Nov., ab 14 Uhr.
Koffer-Geschichten: Mi, 5. Nov., 17
Uhr.
Brunch am Freitag: 7. Nov., 9 Uhr.
Räbeliechtli-Umzug: Sa, 8. Nov., ab
18.30 Uhr.
Mütter-/Väterberatung: jeden 1. und 3.
Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
Anlaufstelle Kinderbetreuung: jeden 1.
und 3. Di im Monat, 9.30 bis 11 Uhr.
Räume zum Mieten: Infos im GZ.
GZ Loogarten
Salzweg 1, 8048 Zürich
Telefon 044 437 90 20
www.gz-zh.ch/loogarten
Vater-Kind-Werken: Sa, 1. Nov., 10.15
bis 11.45 Uhr für Kinder von 3 bis 7
Jahren.
Halloween-Familiendisco: So, 2. Nov.,
14 bis 17 Uhr.
Räbeliechtli schnitzen: Di, 4. Nov.,
ANZEIGEN
14.30 bis 17.30 Uhr und Mi, 5. Nov.,
14.30 bis 18 Uhr.
Räbeliechtli-Umzug: Sa, 8. Nov. Kinder
unter 6 Jahren in Begleitung.
Haare schneiden für Kinder: Di, 4. Nov.,
14 bis 17 Uhr.
GZ Heuried
Döltschiweg 130, 8055 Zürich
Telefon 043 268 60 80
www.gz-zh.ch/6
Rollender Donnerstag: 30. Okt., 9 bis
11 Uhr im Atrium für Kinder von 1
bis 6 Jahren.
Gestalten nach Lust und Laune: Do, 30.
Okt., 14.30 bis 18 Uhr für Kinder ab
6 Jahren in Begleitung.
Chumm-in-Stall-Namittag: Do, 30. Okt.,
15 bis 16 Uhr, für Kinder ab 3 Jahren mit Begleitung.
Figurentheater: So, 2. Nov., 14.30 Uhr
für Kinder ab 5 Jahren.
Rollender Montag: 3. Nov., 15 bis 17
Uhr, im Atrium, für Kinder von 1 bis
6 Jahren.
Mütter-/Väterberatung: Mo, 3. Nov., 14
bis 16 Uhr im Saal.
Kreativ am Abend: Mo, 3./Di, 4. Nov.,
19 bis 21 Uhr, für Erwachsene. Anmeldung: 079 237 50 64.
Basteln Klein mit Gross: Di, 4. Nov.,
14.30 bis 18 Uhr.
Zinngiessen: Mi, 5. Nov., 14.30 bis 18
Uhr, für Kinder im Schulalter.
Japanische Kalligrafie: Mi, 5. Nov.,
18.30 bis 20.30 Uhr für Kinder und
Erwachsene. Anm.: 079 211 59 29.
Start Kurs «Russisch und Zentralasien»:
Mi, 5. Nov., 19.45 bis 21.15 Uhr. Anmelden: Tel. 044 451 32 14.
GZ Bachwiesen
Bachwiesenstrasse 40, 8047 Zürich
Telefon 044 436 86 36
gz-Bachwiesen@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/3
Räbenschnitzen: 30./31. Okt., 14 bis 17
Uhr.
Räbenliechtli-Umzug: Sa, 1. Nov. Treffpunkt 17.15 Uhr oder 18 Uhr im Restaurant «In der Ey» unterhalb des
Schulhauses.
Zu Tisch! Fr, 7. Nov., ab 18.30 Uhr.
Mütter-/Väterberatung, Anlaufstelle Kinderbetreuung: jeweils Do 14 bis 16 Uhr,
im grossen Saal im GZ.
Nr. 44
30. Oktober 2014
15
16
Zürich West
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Schule am Üetliberg:
Tag der offenen Tür
Gut gelaunte Gardisten fuhren aus
Die Schuelstube am Üetliberg ist eine
staatlich bewilligte private Tagesschule am Schützenrain 1 in Albisrieden mit 15 bis 20 Kindern für die 1.
bis 6. Klasse der Primarschule. Hier
nehmen sich die Lehrpersonen Zeit
für jedes einzelne Kind. Das ist ein
erster Grundstein zum Erfolg. Jede
Schülerin, jeder Schüler arbeitet
nach einem individuellen Lern- und
Förderprogramm.
Hausaufgabenstress gehört der Vergangenheit an.
In der Familie bleibt so Zeit, um die
Beziehungen zwischen Eltern und
Kind zu pflegen. Durch die regelmässig stattfindenden musischen Projekte steigern die Schüler ihre Konzentrationsfähigkeit und den Gemeinschaftssinn. Einen besonders hohen
Stellenwert hat die Förderung der
Sozialkompetenzen. An einem Tag
der offenen Tür, zu dem auch die
Kinder willkommen sind, kann man
sich näher informieren: Samstag, 15.
November, 14 bis 16.30 Uhr, mit anschliessendem Apéro. (e.)
Am Bettag fuhren die Mitglieder der «Alten Garde»
Altstetten in die Innerschweiz. Die Gardisten und
deren Partnerinnen freuten
sich über gutes Essen,
Gespräche und tolle Musik.
http://schuelstube.ch
Stolzes Holz küsst
archaische Leinwand
Christoph Sidler und Gastausstellerin
Stéphanie Bader laden zur Ausstellung in der Genossenschaft Gleis 70
im Kreis 9 ein. «Uns verbindet die
Liebe zu natürlichen und alten Werkstoffen», sagt Sidler. Er sieht die Natur als Vorbild und nutzt charakterstarkes Massivholz in Reinkultur, sodass jedes einzelne Werk seine eigenen Eigenschaften hat und durch ein
archaisches, unverwechselbares Dasein besticht. Stéphanie Baders Kunst
passt zu diesem Verständnis: Ihre
Bilder sind einzigartig, weder modern noch einfach dekorativ. Jedes
stark in seiner Wirkung und wie
nicht aus dieser Zeit. (e.)
Donnerstag, 30., und Freitag, 31. Oktober,
jeweils von 18 bis 22 Uhr. Genossenschaft
Gleis 70, Hermetschloostrasse 70, Zürich.
Volksmusik-Erneuerer
im «heuwender»
Beim letzten «heuwender» in diesem
Jahr ist im Ortsmuseum Albisrieden
ein aussergewöhnlicher Musiker zu
Gast: Noldi Alder. Er gilt als einer der
grossen Erneuerer der Schweizer
Volksmusik. Aus der berühmten
Alder-Dynastie stammend, hat er seinen eigenen Weg eingeschlagen. Mit
Geige, Hackbrett, Stimme und einer
grossen Lust an der Improvisation
führt er die Klänge seiner Appenzeller Heimat in neue Gefilde. Wenn er
seine Naturjodel klingen lässt, tief
aus der Seele heraus, dann spürt
man die urwüchsige Kraft dieser Musik, jahrhundertealt und taufrisch.
Zwischendrin, im Gespräch, erzählt
Noldi Alder am Sonntag, 9. November, ab 11 Uhr, von seinen Kraftquellen, seiner Arbeitsweise und seiner
Inspiration. (e.)
www.heuwender.ch
ANZEIGEN
moor entlang. Immer wieder wusste
Hans Kaufmann interessante frühgeschichtliche Begebnisse und aktuelle
Informationen mitzuteilen. Er tat dies
sehr versiert und mit dem ihm eigenen pointierten Humor. Vom Sattel
her fuhr die «Alte Garde» hinunter
nach Steinen und weiter dem Kantonshauptort Schwyz am Fuss der beider Mythen entgegen.
Georges Mäder
Und plötzlich schien die Sonne
Höhepunkte des von Hans Kaufmann
ausgezeichnet organisierten Bettagausflugs in die Innerschweiz waren sicherlich der Feldapéro vor der geschichtsträchtigen
Loretto-Kapelle,
das feine Mittagessen im «Weissen
Rössli» (Wirt ist Sepp Trütsch) am
Schwyzer Dorfplatz sowie der Besuch
auf Schloss Heidegg über dem luzernischen Seetal.
Zuvor waren am Sonntagmorgen
57 Gardisten mit ihren Gemahlinnen
per Car von Altstetten aufgebrochen.
Entschuldigt hatten sich der Präsident
Ferdi Ladner und der Aktuar Ruedi
Kern. Bei kühlem, aber trockenem
Wetter machte die Ausflugsschar darauf im Landgasthof Ried in Feusisberg
einen Kaffeehalt.
Weiter fuhr man den drei Altmatten und dem Rothenthurmer Hoch-
Das Mittagessen bot Gelegenheit, sich
auszutauschen und ebenso Hans
Kaufmann, mit der Handorgel sein
musikalisches Können darzubieten.
Kaufmann hatte schlicht gesagt alles
im Griff, denn alle Outdoor-Tätigkeiten
fanden bei trockenem Wetter statt.
Nach kurzem Gewitterregen während
der Carfahrt zum Schloss Heidegg
schien die Sonne und ermöglichte einen kurzen Spaziergang im schönen
Rosengarten. Der Heimweg führte die
restlos zufriedenen Gardisten durchs
Götzental und am Kloster Muri vorbei
zurück an den Lindenplatz. Hans
Kaufmann, der Carchauffeur, welcher
die Reiseschar gut und sicher über
den kurvenreichen Parcours manövrierte, und die Ad-hoc-Hobby-Prosa
des Autors am Mikrofon ernteten tosenden Applaus.
Die Alt-Gardisten besuchten auch die Loretto-Kapelle Biberegg.
Foto: zvg.
Ausstellung: Wenn zu Hause die Angst regiert
Heute eröffnet Stadtrat
Richard Wolff im reformierten
Kirchgemeindehaus Wiedikon
die Ausstellung «Willkommen
zu Hause – eine Ausstellung
zu Gewalt in Familie und
Partnerschaft».
Fachorganisationen und der Stadtpolizei organisiert. Sie informiert und
sensibilisiert zum Thema Häusliche
Gewalt in all ihren Ausprägungen. 14
Stationen mit begehbaren Elementen
sowie Video- und Tondokumenten
geben einen Einblick in die Lebenswelt Betroffener.
Die Wanderausstellung mit Führungen für Schulklassen und einem vielfältigen Rahmenprogramm wird von
der Fachstelle für Gleichstellung der
Stadt Zürich und dem Mädchenhaus
Zürich unter Mitwirkung lokaler
Die vielfältigen Formen und Auswirkungen von häuslicher Gewalt unter
Erwachsenen werden ebenso thematisiert wie die Situation von betroffenen Kindern und Gewalt in Teenagerbeziehungen. Wichtiger Bestand-
Wege aus der Gewalt aufzeigen
teil der Ausstellung ist das Aufzeigen
von Wegen aus der Gewalt. Das polizeiliche Handeln, das lokale Hilfsangebot und die gesetzlichen Bestimmungen werden anschaulich vorgestellt.
Die Ausstellung wurde von der
Fachstelle Koordination Gewaltprävention des Kantons Luzern, der Bildungsstelle Häusliche Gewalt Luzern
und der Interkantonalen Polizeischule IPH erarbeitet. In Zürich wird sie
von der Fachstelle für Gleichstellung
der Stadt Zürich und dem Mädchenhaus Zürich unter Mitwirkung lokaler
Fachorganisationen und der Stadtpo-
Mädchenpowertag 2014 mit neuem Logo
Für den 15. kantonalen
Mädchenpowertag kann
man sich noch bis zum
8. November anmelden.
Der kantonale Mädchenpowertag, an
dem sich auch die OJA Kreis 9 &
Hard beteiligt, wird erwachsen und
präsentiert sich in einem neuen
Look. Das neue Logo ist das Siegerprojekt des Logowettbewerbs und
wurde von einem zwölfjährigen Mädchen aus dem Kanton Zürich gezeichnet und eingereicht. Das Organisationskomitee des Mädchenpowertages
ist davon begeistert. Es wirkt stark,
mutig und soll den Diskurs über das
Frausein in der heutigen Zeit (wieder) anregen.
Das OK ist gespannt, wie den
Mädchen das neue Logo gefällt, und
erhofft sich viele spannende und
lehrreiche Gespräche am nächsten
Das neue Mäp-Logo.
Foto: zvg.
Mäp am 15. November im GZ Buchegg in Zürich.
Der 15. Mädchenpowertag hält
ein vielfältiges Angebot an Workshops in den Bereichen Sport/Bewe-
gung, Eventorganisation, Körper/
Gesundheit sowie Kreativität/Kultur
bereit. Eingeladen sind Mädchen im
Alter von 11 bis 17 Jahren aus dem
ganzen Kanton Zürich, die gerne
Neues ausprobieren, Kontakte knüpfen und Spass haben wollen. Es ist
ein Tag, an dem die Mädchen vollkommen unter sich sein können. Die
Workshops werden durch ein vielfältiges Rahmenprogramm ergänzt, und
am Abend gibt es eine offene Bühne
für alle anwesenden Mädchen.
Am Mädchenpowertag werden
die Mädchen von vielen Jugendarbeiterinnen betreut, die Kurse werden
von erfahrenen Kursleiterinnen geführt, und der ganze Tag ist für die
Mädchen kostenlos. Anmelden kann
frau sich direkt auf der Homepage
www.meitlipower-zürich.ch. Anmeldeschluss ist am 8. November. Achtung: Die Teilnehmerinnenzahl ist beschränkt. (zn.)
lizei gezeigt. Die Ausstellung dauert
vom 30. Oktober bis zum 16. November und wird von einem vielfältigen
Rahmenprogramm inklusive Führungen für Schulklassen begleitet. (pd.)
Zur Eröffnung der Ausstellung «Willkommen zu Hause – eine Ausstellung zu
Gewalt in Familie und Partnerschaft» findet heute Donnerstag, 30. Oktober, ab 18
Uhr eine Vernissage statt. Die Eröffnungsrede hält Stadtrat Richard Wolff. Reformiertes Kirchgemeindehaus Wiedikon,
Bühlstrasse 11, 8055 Zürich, Nähe Tramhaltestelle Goldbrunnenplatz. Dienstag bis
Freitag 11 bis 18 Uhr (Do bis 20 Uhr),
Samstag und Sonntag 10 bis 15 Uhr. Die
Räumlichkeiten sind rollstuhlgängig.
Die frohe Botschaft
der «Gospel Colors»
Gospel heisst übersetzt die frohe Botschaft. Genau diese werden die «Gospel Colors Zürich» musikalisch und
gesanglich an ihrem Jahreskonzert
verbreiten, das am Samstag, 15. November, ab 18 Uhr in der Thomaskirche an der Burstwiesenstrasse 44
in Wiedikon stattfindet.
Mit ihrem neuen Programm «Majesty» – einem Mix aus gefühlvollen
Worship-Liedern und fetzigem Power-Gospel – verwandelt sich die Thomaskirche in eine Church, wie man
es aus den USA kennt. Rund 30 Sängerinnen und Sänger geben diesem
Gospelchor die stimmliche Power.
Mehrere Solostimmen aus den eigenen Reihen sorgen dafür, dass Abwechslung garantiert ist. Mit dabei ist
in Wiedikon auch wieder die «Gospel
Colors Band». (e.)
www.gospelcolors.ch
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
139
Dateigröße
4 836 KB
Tags
1/--Seiten
melden