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22.10.2014 AZ Werwolf - Das Da Theater

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Mi, 22. Okt. 2014
Aachener Zeitung - Stadt / Lokales / Seite 16
Wer hat Angst vorm kleinen Werwolf?
Wenn es dunkel wird im Das-Da-Theater: Neues Kinderstück nach Bestseller von Cornelia Funke feiert am
25. Oktober Premiere
Von Rauke Xenia Bornefeld
Aachen. Über Bühne und Zuschauerraum senkt sich die Dunkelheit. Aufregung und angenehmer Grusel
überkommt die Kinder im Das-Da-Theater, die das neue Kinderstück gestern probesehen durften. Kein
Wunder bei dem Titel: „Der kleine Werwolf“ nach dem Buch von Cornelia Funke feiert am Samstag, 25.
Oktober, Premiere.
Ob sie, wie die Hauptfigur Moritz – von allen nur Motte genannt – auch am liebsten die Dunkelheit
abschaffen würden, wird an diesem Vormittag nicht geklärt. Kichern, Bäh-Rufe bei Küssen zwischen
Mottes Eltern, gespannte Stille – dass die Erst- bis Viertklässler der Katholischen Grundschule Feldstraße
und der Grundschule Kohlscheid-Mitte nach ganz kurzer Zeit bereits voll ins Stück abgetaucht sind, ist
schnell deutlich.
Viel Witz, ein wenig Grusel
„Wir hatten anfangs ein bisschen Sorge, dass die Kinder Angst bekommen“, erklärte Regisseur Achim
Bieler. „Deshalb arbeiten wir viel mit Witz und Slapstick, damit der Grusel nur als Moment existiert.“
Die Geschichte ist in der Tat äußerst spannend: Motte wird in einer Unterführung von einem Wolf
gebissen. Danach verwandelt er sich zusehends – gelbe Augen, tiefe Stimme, übermäßiger Haarwuchs,
geschärfter Geruchssinn. Zusammen mit seiner besten Freundin Lina will er sein Schicksal, zukünftig als
Werwolf sein Dasein zu verbringen, nicht hinnehmen.
Die drei Schauspieler sind dabei auf ganz unterschiedliche Weise gefordert: Während Michelle Bray und
Bernhard Schnepf in ganz kurzer Zeit Kostüme und Rollen wechseln – beide haben jeweils sechs Figuren
–, muss Mario Thomanek als Motte besonders stark auf die Reaktionen der Kinder achten. „Seine
Verwandlung zum Werwolf kann er ganz extrem oder auch dosiert spielen“, meinte Bieler. „Je nachdem,
wie die Kinder im Publikum reagieren.“
Doch auch die Zuschauer haben eine Aufgabe: Vorstellungsvermögen und Kreativität sind gefragt. Frank
Rommerskirchens Bühne besteht nur aus farbigen, aufklappbaren Kisten, Mottes Verwandlung wird nicht
durch Requisiten unterstützt. Einzig die Rollenwechsel von Bray und Schnepf bekommen Unterstützung
durch verschiedene Kostüme von Michaela Gabauer. „Der hohe Einsatz an Kostümen braucht bereits viel
Aufmerksamkeit. Da brauche ich mit der Bühne kein Feuerwerk mehr abzubrennen“, fand
Rommerskirchen.
Kein Problem für die Tester aus den Grundschulen: Motte hat haarige Hände und gelbe Augen, die Kisten
stellen eine ganze Stadt dar samt Dachbodenversteck und Naturkundemuseum. „Wir müssen ihnen keine
perfekte Illusion bieten. Denn Kinder spielen auch so“, weiß Theaterleiter Tom Hirtz.
Mit nach Hause nehmen können die kleinen Theaterfans trotzdem etwas: Die neuen Kinderlieder von
Christoph Eisenburger – gewohnt Ohrwürmer – gibt es zusammen mit den Liedern der vergangenen und
laufenden Spielzeit des Das-Da-Theaters pünktlich zur Premiere auf CD.
Noch Karten für Premiere zu haben
„Der kleine Werwolf“ feiert am Samstag, 25. Oktober, um 15 Uhr Premiere im Das-Da-Theater in der
Liebigstraße. Weitere Vorstellungen sind am 26. Oktober, 8., 9., 22. und 23. November sowie am 6., 7.,
20. und 21. Dezember. Für alle Vorstellungen gibt es noch Karten, auch für die Premiere. Kartentelefon
22.10.2014 08:05
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☎ 161688. Für die mobilen Vorstellungen in Schulen gibt es ebenfalls noch Termine.
Das Stück dauert 60 Minuten und ist geeignet für Kinder der ersten bis sechsten Klasse.
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Bildung
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