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Das Weitzer - STLP

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„Vom kleinen Unterschied bis
zum Sex“ (Gender, Sexualität)
16. wissenschaftliche Tagung der AVM
Graz, 23. bis 26. Oktober 2014
www.tagung-avm.at
Veranstaltungsort:
Das Weitzer, 8020 Graz
Wissenschaftliche Leitung:
Dr. Liselotte Mäni Kogler und
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold, Graz
Das Ausbildungsverantwortliche und
-anerkennungs-Gremium (AVNG) der AVM
Wissenschaftlicher Beirat:
ReferentInnen in alphabetischer Reihenfolge:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
Prof. Dr. rer. nat. Birgit Derntl, Aachen
Dr. phil. Steffen Fliegel, Münster
Annette Güldenring, Heide
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Dr. phil. Hans-Peter Kapfhammer, Graz
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Götz Kockott, München
Mag. rer. nat. Lydia Kogler, Aachen
Prim. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer, Graz
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold, Graz
Johannes Rudnik, Salzburg
Dr. med. Hildegard Stienen, Münster
PD Dr. rer. nat. Jennifer Svaldi, Freiburg
Während der Tagung werden Foto-, Video- und Audioaufzeichnungen gemacht.
Die Teilnahme an der Tagung wird wie folgt angerechnet:
Anerkennung für PsychologInnen/PsychotherapeutInnen: Berufliche Fortbildung:
Präworkshops .................................................................. … je nach Umfang: 5 oder 10 AE
gesamte Tagung ......................................................................................................... 10 AE
Postworkshops ........................................................ ……….. je nach Umfang: 5 oder 10 AE
Anerkennung für ÄrztInnen: ................................................Fachspezifische DFP-Punkte: 9
Für Ausbildungsteilnehmer: Unterrichtete Kleingruppen in der Ausbildung (KG):
Gesamte Tagung (1. oder 2. Ausbildungsabschnitt) ................................................ 8 AE KG
Präworkshops je nach Umfang: 5 oder 10 AE KG ......... Zuordnung: s. jeweiliger Workshop
Postworkshops je nach Umfang: 5 oder 10 AE KG ........ Zuordnung: s. jeweiliger Workshop
Anmeldung und Informationen:
Tagungsbüro der AVM: Paris-Lodron-Straße 32, 5020 Salzburg
Tel.: +43/(0)662/88 41 66, Fax: +43/(0)662/88 65 66
E-Mail: office@verhaltenstherapie-avm.at , weitere Informationen www.tagung-avm.at
„Vom kleinen Unterschied bis
zum Sex“ (Gender, Sexualität)
Tagungsverlauf
Freitag, 24. Oktober 2014
14.15 Uhr
Begrüßung der Gäste und Einführung
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold
Eröffnung der Tagung
Dr. Liselotte Mäni Kogler, Vorstandsvorsitzende der AVM
14.30 Uhr
Eröffnungsvortrag
Prim. Univ.-Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael Lehofer, Graz
„Gender-Aspekte von psychischen Erkrankungen“
15.15 Uhr
Dr. phil. Steffen Fliegel, Münster
„Talk about Sex in einer modernen Sexualtherapie“
16.00 Uhr
PD Dr. rer. nat. Jennifer Svaldi, Freiburg
„Der Feind im Spiegel – Aufrecht erhaltende Mechanismen der Körperbildstörung“
Moderation: Dr. phil. Gesine Schmücker-Schüßler
16.45 bis 17.15 Uhr Kaffeepause
17.15 Uhr
Prof. Dr. rer. nat. Birgit Derntl, Aachen
„Das gestresste Gehirn – Geschlechterunterschiede und psychische Störungen“
18.00 Uhr
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold, Graz
„Psychopharmakologische Therapie bei Frau und Mann“
Moderation: Mag. Dr. rer. nat. Matthias Reitzer
Abendveranstaltung ab ca. 19.00 Uhr
Köstlichkeiten aus der Steiermark.
Begrüßung neuer Mitglieder, Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen
Musik: http://www.jekylls.at
Ausführliche Informationen unter: www.tagung-avm.at
(Bitte um Anmeldung für die Abendveranstaltung – im Tagungsbeitrag inkludiert!)
„Vom kleinen Unterschied bis
zum Sex“ (Gender, Sexualität)
Tagungsverlauf
Samstag, 25. Oktober 2014
9.00 Uhr
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Dr. phil. Hans-Peter Kapfhammer, Graz
„Broken heart, Gender“
9.45 Uhr
Annette Güldenring, Heide
„Transgeschlechtliche Identitäten – Transidentität (Transsexualität) im Wandel“
Moderation: Andrea Maria Hirzer, M. A.
10.30 bis 11.00 Uhr Kaffeepause
11.00 Uhr
Dr. med. Hildegard Stienen, Münster
„Sexuelle Störungen der Frau“
11.45 Uhr
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Götz Kockott, München
„Sexuelle Funktionsstörungen des Mannes“
Moderation: OA Dr. med. Martin Letmaier
ca. 12.30 Uhr – Ende der Tagung
Wer ist die AVM?
Die Arbeitsgemeinschaft für Verhaltensmodifikation (AVM) wurde 1976 gegründet und hat ihren Sitz in
Salzburg. Sie ist in acht Arbeitskreisen (Graz, Innsbruck, Innviertel, Klagenfurt, Liezen, Linz, Salzburg
und Wien), die die Mitglieder der AVM in den entsprechenden Regionen betreuen, organisiert.
Informationen zum Verein beziehen Sie über die
GESCHÄFTSSTELLE DER AVM
Roswitha Grill, Leiterin der Geschäftsstelle
Paris-Lodron-Straße 32, 5020 Salzburg
Tel.: +43/(0)662/88 41 66, Fax: +43/(0)662/88 65 66
Home / E-Mail
www.verhaltenstherapie-avm.at office@verhaltenstherapie-avm.at
Die AVM ist seit Bestehen des Psychotherapiegesetzes als fachspezifische Ausbildungseinrichtung
anerkannt und bietet Aus-, Fort- und Weiterbildung in Verhaltenstherapie an. Seit 1993/94 wird diese
durch das AVM-eigene „Institut für Verhaltenstherapie“ durchgeführt, welches als Gemeinnützige
Ges.m.b.H. organisiert ist.
Präworkshop zur Tagung
Überblick – Präworkshops
ReferentInnen in alphabetischer Reihenfolge:
Prof. Dr. rer. nat. Birgit Derntl & Mag. rer. nat. Lydia Kogler
„Empathie im klinischen Kontext“
Termin: 24. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Dr. phil. Steffen Fliegel
„Talk about Sex in einer modernen Sexualtherapie“
Termin: 23.–24. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Donnerstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold
„Psychopharmaka für jedermann und jedefrau“
Termin: 24. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
PD Dr. rer. nat. Jennifer Svaldi
„Ich will ja zunehmen, kann aber nicht!
Ernährungsmanagement und Körperbildtherapie bei Essstörungen"
Termin: 23.–24. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Donnerstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
AUSBILDUNG IN VERHALTENSTHERAPIE
Die Verhaltenstherapie vereint ein breites Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten und Methoden mit
dem Ziel, PatientInnen nach Einsicht in die jeweiligen Ursachen und in die persönliche
Entstehungsgeschichte ihrer Probleme, Hilfestellungen in die Hand zu geben, belastende Erfahrungen
zu bewältigen und neue Verhaltensweisen und Denk- und Erlebensmuster zu erlernen. Die vielfältigen
und gut anwendbaren Behandlungstechniken ermöglichen es, psychische und psychosomatische
Krankheiten oder Störungen durch gezielte Therapien nicht nur wesentlich zu verbessern, sondern sogar
auch gänzlich zu heilen. Zusätzlich erlernen PatientInnen Methoden, um mit ihren Problemen in Zukunft
selbst besser zurechtzukommen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der
Verhaltenstherapie. Für AbsolventInnen der Psychologie ist die Verhaltenstherapie besonders
interessant und attraktiv, da sie dieser entstammt und mit ihr kompatibel ist. Die Ausbildung ist in zwei
Abschnitte zu je vier Semestern unterteilt. Der erste ist dem Basistraining und den wichtigsten Problemund Störungsbereichen gewidmet, im zweiten Abschnitt folgt die eigenständige psychotherapeutische
Tätigkeit unter Supervision. Beendet wird die Ausbildung mit Fallberichten und einem Abschlussvortrag.
Paris-Lodron-Straße 32
Paradisgasse 28/2/4
Büro Salzburg
5020 Salzburg
Büro Wien
1190 Wien
Telefon +43/1/320 41 32
Home / E-Mail
www.institut-avm.at
Telefon +43/662/88 41 66
office@institut-avm.at
Präworkshop zur Tagung
Prof. Dr. rer. nat. Birgit Derntl & Mag. rer. nat. Lydia Kogler
„Empathie im klinischen Kontext“
Termin: 24. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Prof. Dr. Birgit Derntl
Studium der Psychologie an der Universität Wien, 2006 Promotion, seit 2011 Juniorprofessorin
für Translationale Hirnforschung in Psychiatrie und Neurologie (JARA-BRAIN) an der RWTH
Aachen, Klinische und Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin in Ausbildung unter
Supervision (Verhaltenstherapie);
Forschungsschwerpunkte: Neuronale Grundlagen von sozio-emotionalen Kompetenzen bei
Frauen und Männern sowie PatientInnen mit psychischen Störungen (v. a. Schizophrenie,
Affektive Störungen); Hormoneffekte; Olfaktorik; Neurofeedback
Mag. Lydia Kogler
Studium der Psychologie an der Universität Wien. In Ausbildung zur Klinischen und
Gesundheitspsychologin. Seit 2012 Arbeit an der Dissertation im Internationalen
Graduiertenkolleg „Brain-behavior relationship of emotion and social cognition in schizophrenia
and autism“ an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der RWTH
Aachen.
Forschungsschwerpunkt: Kognitive Stressregulation und neuronale Korrelate der Stressreaktion
in gesunden Frauen und Männern sowie SchizophreniepatientInnen.
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, RWTH Aachen, Deutschland
Empathie bezeichnet die menschliche Fähigkeit, sich in die Gefühlslage anderer
hineinzuversetzen und emotional mit anderen mitzuschwingen. Empathischem Verhalten liegen
mehrere Aspekte, im Besonderen affektive und kognitive Anteile, zugrunde. Aktuelle empirische
Befunde weisen auf ein deutliches empathisches Defizit vieler PatientInnen mit
unterschiedlichen psychischen Störungen hin, allen voran jene Personen, die unter einer
Schizophrenie leiden. Im therapeutischen Kontext ist nicht nur das empathische Verhalten oder
Beeinträchtigungen der PatientInnen von Bedeutung, sondern auch die empathische
Befähigung der Therapeutinnen und Therapeuten. Wegweisende Studien konnten zeigen, dass
die therapeutische Empathie wesentliche Therapieparameter wie Länge oder Erfolg beeinflusst
und sie daher einen hohen Stellenwert in der Patient-Therapeut-Beziehung einnimmt.
Im Rahmen dieses Workshops sollen zum einen neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur
Erfassung und Messung der Empathiefähigkeit aufgezeigt, die eigenen kognitiven wie affektiven
Empathiefähigkeiten erhoben und Auswirkungen der therapeutischen Empathie bzw. der
Empathiedefizite spezifischer PatientInnen erörtert werden.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 5 AE Kleingruppe zum Thema
„Standardmethoden“.
Präworkshop zur Tagung
Dr. phil. Steffen Fliegel
„Talk about Sex in einer modernen Sexualtherapie“
Termin: 23.–24. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Donnerstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Diplom-Psychologe und approbierter Psychotherapeut für Erwachsene und Kinder/Jugendliche.
Herr Fliegel unterrichtet in Psychotherapie/Verhaltenstherapie und in Paar- und Sexualtherapie
und ist als Selbsterfahrungsanleiter und Supervisor, u. a. mit der Qualifikation als Lehrbefugter
der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS), tätig. Heute arbeitet er neben seinen
Ausbildungstätigkeiten freiberuflich in der Gesellschaft für Klinische Psychologie und Beratung
in Münster, u. a. psychotherapeutisch und als Gerichtsgutachter. Mit Hildegard Stienen leitet er
seit mehreren Jahren die sexualtherapeutische Weiterbildung bei der AVM.
Eine Reise durch den beratenden und psychotherapeutischen Prozess bei sexuellen
Problemen, die die Lust, das Erleben und die Funktion betreffen, soll zu verschiedenen
Stationen führen: der Informationsgewinnung, der Problembeschreibung, der Problemanalyse
und den Interventionen in der Einzel- und Paartherapie.
Diese Störungen haben vielfältige Ausdrucksformen: durch Worte, Gedanken, Gefühle wie auch
durch den Körper.
Im Vortrag wird ein Konzept praxisnah vorgestellt, wie man als Therapeutin und Therapeut all
diese Ausdrucksformen sexueller Störungen erfassen und mit Möglichkeiten der kognitiven
Verhaltenstherapie sowie Methoden der Emotions- und körperbezogenen Therapie behandeln
kann.
Im Workshop werden nach der Vorstellung des Ansatzes insbesondere die Arbeit mit
Fallvignetten und eigene Übungen (auch zum Selbsterfahren) im Vordergrund stehen.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 5 AE Kleingruppe zu dem Thema
„VT bei sexuellen Störungen“.
Präworkshop zur Tagung
Univ.-Ass. Dr. med. Annamaria Painold
„Psychopharmaka für jedermann und jedefrau“
Termin: 24. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Universität Graz mit Promotion 2005.
Fachspezifische Ausbildung in Verhaltenstherapie am Institut für Verhaltenstherapie (AVM) mit
Abschluss 2009.
Seit 2005 laufende Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin
am Universitätsklinikum Graz
Forschungstätigkeit mit Schwerpunkt im Bereich Neuropsychiatrie und EEG mit laufender
Kooperation mit dem „KEY Institute for Brain-Mind Research“, zugehörig zur Psychiatrischen
Universitätsklinik Zürich
Zahlreiche Betroffene (Frauen wie Männer) wählen eine Kombination aus Psychotherapie und
psychopharmakologischer Therapie zur Unterstützung ihres Genesungsprozesses. Das Wissen
um Grundsätze einer pharmakologischen Therapie von psychisch erkrankten Menschen kann
im Rahmen einer Therapie in Hinsicht auf ein erweitertes Verständnis für den Betroffenen stets
hilfreich sein. Andererseits kann ein solches Wissen natürlich auch dem eigenen
Wissenszuwachs und dem eigenen Interesse dienen.
In der Psychiatrie steht eine große Palette an verschiedenen Substanzen zur Verfügung.
Daraus ergeben sich durchaus Vorteile – es gibt viele verschiedene Auswahlmöglichkeiten und
bei Bedarf zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten als auch alternative Ein- und Umstellungsvarianten. Andererseits ist aber manchmal die gezielte Wahl des richtigen Medikaments
dadurch auch erschwert – im Sinne von je mehr, desto undurchschaubarer und komplizierter.
Inhalte des WS:
a) Vermittlung der Grundzüge einer allgemeinen Psychopharmakotherapie, wobei
diesbezüglich die verschiedenen Substanzgruppen (Antidepressiva, Antipsychotika,
Stimmungsstabilisierer und Antimanika sowie Anxiolytika) vorgestellt und besprochen
werden.
b) Eingehen auf verschiedene Aspekte (z. B. Wirkprofil, Nebenwirkungen, Abhängigkeitspotential, Komorbidität) im Rahmen der Auswahl der Medikamente und Erörterung dieser
anhand von praktischen Beispielen.
c) Beachtung und Vertiefung der Themen geschlechtsspezifische PsychopharmakoTherapie, Schwangerschaft und Stillzeit sowie Behandlung im höheren Lebensalter.
d) Notfälle im Rahmen einer Psychopharmakotherapie.
e) Umgang mit allgemeinen Fragen von PatientInnen zur medikamentösen Therapie (z. B.
Einfluss auf die Psychotherapie, Absetzwunsch, Nebenwirkungen, Abhängigkeit).
f) Raum und Zeit für individuelle Fragen und Wünsche der TeilnehmerInnen.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: keine Anrechenbarkeit für Kleingruppen.
Präworkshop zur Tagung
PD Dr. rer. nat. Jennifer Svaldi
„Ich will ja zunehmen, kann aber nicht!
Ernährungsmanagement und Körperbildtherapie bei Essstörungen"
Termin: 23.–24. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Donnerstag, 14.00 bis 18.00 Uhr
Freitag, 9.00 bis 13.00 Uhr (inkl. Mittagessen)
Diplompsychologin; Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie); Supervisorin;
wissenschaftliche Mitarbeiterin am Psychologischen Institut der Universität Freiburg. Habilitation
11/2012. Tätig als Dozentin für diverse Ausbildungsinstitute in Deutschland, Österreich und der
Schweiz.
Die Therapie der Essstörungen, v. a. der Anorexia nervosa, erweist sich oftmals als
anstrengend und schwierig, sodass es häufig zu einem stagnierenden Therapieverlauf mit
unzureichender Gewichtszunahme und/oder anhaltendem Erbrechen sowie Spannungen
innerhalb der therapeutischen Beziehung kommt. Die Überbewertung von Figur und Gewicht
und die damit einhergehende Körperunzufriedenheit stellt dabei einen der wichtigsten Faktoren
in Bezug auf die Aufrechterhaltung von Essstörungen dar. Für die Psychotherapie von
Essstörungen werden im Rahmen kognitiv-behavioraler Ansätze insbesondere drei
Behandlungsbausteine eingesetzt, die an den für die Störungen charakteristischen
Auffälligkeiten ansetzen: Ernährungsmanagement, Reduktion der Körperschemastörung und
der negativen Einstellungen und Gefühle gegenüber der Figur; Veränderung des funktionalen
Zusammenhangs zwischen Belastungen und Essverhalten. Die meisten Therapieprogramme
setzen innerhalb der drei genannten Behandlungsbausteine verhaltensbezogene
Interventionen, aber auch kognitive Strategien ein, um die Patientinnen anzuregen, ihre
Sichtweisen und Überzeugungen zu überprüfen und ggf. zu neuen Denkweisen und
Gefühlsmustern zu gelangen, die der Realität angemessen und für das Wohlbefinden förderlich
sind. Im Workshop sollen die wichtigsten Grundprinzipien der Essstörungstherapie inkl.
störungsspezifischen Motivationsstrategien, Aufbau einer geregelten Mahlzeitenstruktur mit
Zuhilfenahme von Essprotokollen und Gewichtsverträgen sowie Bearbeitung der
Körperschemastörung durch Videoeinsatz und Spiegelübungen vermittelt werden. V.a. in Bezug
auf die Behandlung der Körperschemastörung wird auf geschlechtsspezifische Unterschiede
hingewiesen werden. Mittels Fallbeispielen, Videodemonstrationen und Rollenspielen sollen die
Interventionen möglichst praxisnah vermittelt werden. Der Einsatz einzelner therapeutischer
Interventionen soll dabei durch Vermittlung aktueller empirischer Befunde zur Psychopathologie
der Essstörungen untermauert werden. Darüber hinaus sollen die einzelnen Therapiebausteine
und Interventionen im Kontext der S3 Leitlinien diskutiert und vermittelt werden.
Dieser Workshop ist ein Fortbildungsworkshop für bereits fertige und eingetragene
PsychotherapeutInnen und daher für AusbildungsteilnehmerInnen nicht offen.
Postworkshop zur Tagung
Überblick – Postworkshops
ReferentInnen in alphabetischer Reihenfolge:
Annette Güldenring
„Transsexualität, Transidentität, Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie“
Termin: 25.–26. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 9.00 bis 13.00 Uhr
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Götz Kockott
„Sexuelle Funktionsstörungen des Mannes“
Termin: 25. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Johannes Rudnik
„Freundschaft: Kongruenz in komplexer Kommunikation“
Termin: 25. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Dr. med. Hildegard Stienen
„Sexuelle Funktionsstörungen der Frau“
Termin: 25.–26. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 9.00 bis 13.00 Uhr
WEITERBILDUNGEN IN VERHALTENSTHERAPIE
Zusätzlich zur Ausbildung in Verhaltenstherapie werden vom Institut für Verhaltenstherapie
(AVM) auch unterschiedliche Weiterbildungen angeboten.
EMOTIONSFOKUSSIERTE THERAPIE
SCHEMATHERAPIE
SEXUALTHERAPIE
VERHALTENSTHERAPIE BEI KINDERN UND JUGENDLICHEN
VERHALTENSNEUROPSYCHOLOGIE
Genaue Details zu den Weiterbildungen finden Sie auf der Homepage des Instituts für
Verhaltenstherapie (AVM).
Paris-Lodron-Straße 32
Paradisgasse 28/2/4
Büro Salzburg
5020 Salzburg
Büro Wien
1190 Wien
Telefon +43/1/320 41 32
Home / E-Mail
www.institut-avm.at
Telefon +43/662/88 41 66
office@institut-avm.at
Postworkshop zur Tagung
Annette Güldenring
„Transsexualität, Transidentität, Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie“
Termin: 25.–26. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 9.00 bis 13.00 Uhr
Annette Güldenring ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin der Abteilung
Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Westküstenklinikum in Heide. Sie leitet dort
die psychiatrische Institutsambulanz, die psychiatrisch-psychotherapeutische Tagesklinik und
die sexualmedizinische Ambulanz. Mitarbeiterin im Referat sexuelle Orientierung der DGPPN,
Beisitzerin im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung, mandatiert zur
Mitarbeit an der S3 Leitlinie Geschlechtsdysphorie nach den Vorgaben der AWMF.
Seit 1979 aktiv in der Transgenderbewegung, Mitherausgeberin der Zeitschrift EZKU –
Zeitschrift von Transsexuellen für alle Terraner – Anfang der 80iger. Zahlreiche Vorträge und
Workshops zum Thema Transidentität (Transsexualität).
Bisher letzte Veröffentlichung: Zur „Psychodiagnostik von Geschlechtsidentität“ im Rahmen des
Transsexuellengesetzes: Zeitschrift für Sexualforschung 2013; 26; 160–174.
Die traditionelle, in erster Linie biologisch begründete Zweigeschlechtlichkeit ist im
kulturellen Wandel der letzten Jahre ins Wanken geraten. Geschlechtliche und sexuelle
Vielfalten erheben zunehmend Anspruch auf gleichberechtigten Lebensraum.
Transgeschlechtliche Menschen fordern eine menschenrechts- und bedürfnisorientierte
Trans*-Gesundheitsversorgung, die die Vielfalt geschlechtlicher, auch transgeschlechtlicher
Identitäten individuell und problemorientiert unterstützt. Damit ist an die therapeutischen
Disziplinen der Auftrag gerichtet, sich mit dem Thema Geschlecht, seinen Variationen und
den damit verbundenen Fragen der Behandlungsbedürftigkeit auseinanderzusetzen.
Therapeutische Arbeit mit transgeschlechtlichen Menschen benötigt als Basis ein
differenziertes Wissen um die speziellen Probleme und Entwicklungsphasen und eine
Reflexion des mit geschlechtlichem Anderssein verbundenen „Krankheitswerts“.
Dieser Workshop möchte durch Vermittlung folgender Grundlagen auf die therapeutische
Arbeit mit transidenten/transsexuellen Menschen vorbereiten:
• Die zentralen Probleme des Lebensalltages transgeschlechtlicher Menschen im Konflikt
mit zweigeschlechtlichen Ordnungssystemen
• Entwicklungen und Konflikte transgeschlechtlicher Menschen in ihren einzelnen
Lebensphasen (Kindesalter bis hohes Alter)
• Inhalte und Stellenwert der psychiatrisch-psychotherapeutischen Begleitung
• Kenntnis der somatischen Behandlungstechniken
• Indikationsstellung für somatomedizinische Maßnahmen
• Die Kooperation der therapeutischen Disziplinen im interdisziplinären Setting
Der Workshop möchte insbesondere der Gruppe die Möglichkeit zum persönlichen Austausch
über Themen zu Geschlecht und Transgeschlechtlichkeit geben. Erfahrungen aus eigenen
Behandlungen dürfen gerne mitgebracht und gemeinsam diskutiert werden.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 10 AE Kleingruppe zu den Themen 5 AE
„Persönlichkeitsstörungen“ und/oder 5 AE „VT bei sexuellen Funktionsstörungen“.
Postworkshop zur Tagung
Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Götz Kockott
„Sexuelle Funktionsstörungen des Mannes“
Termin: 25. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Studium der Medizin 1953–1959 an der Humboldt-Universität in Berlin (Charite),
1959 Staatsexamen. Psychiatrische Ausbildung an den Universitäten Berlin, Düsseldorf,
Montreal/Kanada. Mehrjährige Tätigkeit am Max-Planck-Institut für Psychiatrie München.
Danach Oberarzt, leitender Oberarzt und kommissarischer Direktor der Psychiatrischen Klinik
rechts der Isar der Technischen Universität München. Seit 2000 pensioniert; weiterhin
ambulante fachärztliche Tätigkeit. Seit Jahrzehnten aktiv in der Sexualforschung; hierzu viele
Veröffentlichungen, auch in Buchform, z.B. Beck-Wissen: Die Sexualität des Menschen, Beck
Verlag München, 1995 (geeignet für den interessierten Laien).
1980 Habilitation für das Fach Psychiatrie mit einem sexualmedizinischen Thema; seit 1986 apl.
Professor
Erektionsstörungen in Form unzureichender Gliedsteife und der vorzeitige Orgasmus
(Samenerguss) sind die häufigsten sexuellen Funktionsstörungen des Mannes. Ausbleibender
oder stark verzögerter Orgasmus ist selten, sexuelle Appetenzstörungen nehmen an Häufigkeit
zu. Bei jüngeren Patienten sind diese Störungen vorwiegend psychisch bedingt, mit
ansteigendem Lebensalter nehmen körperliche Störungen als (Teil-)ursache zu. Die
Symptomatik gibt Hinweise auf eine vorwiegend Psycho- bzw. Organogenese. Psychische
Ursachen sind vor allem Partnerprobleme, Bindungs- und sonstige Ängste. Eine zentrale Rolle
bei der Aufrechterhaltung einer Funktionsstörung spielt die sexuelle Versagensangst.
Psychotherapeutisch sind die Bearbeitung der Partner- und Persönlichkeitsproblematik wichtig.
Im Zentrum der psychotherapeutischen Arbeit stehen unverändert das Vorgehen nach Masters
und Johnson und dessen Variationen (z.B. das Hamburger Modell). Sildenafil (Viagra) hat die
therapeutischen Möglichkeiten stark erweitert; das müssen Psychotherapeuten berücksichtigen.
Im Workshop werden das Patientengespräch über Sexualität, diagnostische und
differentialdiagnostische Möglichkeiten und sich daraus ergebende Konsequenzen besprochen.
An Hand von Beispielen sollen Beratungssituationen und Behandlungsstrategien diskutiert
werden. Fallbeschreibungen der Teilnehmer sind sehr willkommen.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 5 AE Kleingruppe zu dem Thema „VT bei
sexuellen Funktionsstörungen“.
Postworkshop zur Tagung
Johannes Rudnik
„Freundschaft: Kongruenz in komplexer Kommunikation“
Termin: 25. Oktober 2014, Dauer: 5 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Johannes Rudnik ist Psychotherapeut, Physiotherapeut und Psychologe. Er arbeitet psychotherapeutisch im Rahmen einer Versorgungsinstitution ambulant zu Kassentarifen, „embedded“
als Organisationsentwickler und als AMS-Trainer. Er ist Lehrtherapeut der AVM und engagiert
sich berufspolitisch. Die bewusste Gestaltung der therapeutischen Beziehung ist ihm seit
langem ein großes Anliegen.
Die Grundform der Beziehung ist nicht das Paar mit all den Verwicklungen von Erotik,
Fortpflanzung, gesuchter Nähe und Ergänzung im anderen Sexus. Die Grundform ist die
Freundschaft als Kernzelle im sozialen Netz. Millionen von Jahren hat der Mensch in kleinen
Gruppen von Verwandten gelebt. Dafür haben die alten Regeln der Sippe und die alte Sprache
ohne Begriffe gereicht. Veränderung war selten, vor allem gezielte und geplante Veränderung.
Zugehörigkeit war Überleben, das Recht des Stärkeren und Älteren regelte Alles.
Erst in den letzten Jahrtausenden sind Städte wie Staaten entstanden mit der Last zunehmend
entgrenzter Konkurrenz und Komplexität. Der soziale Entwurf einer globalen Gesellschaft als
Konsequenz des organisatorischen und technischen Erfolges mit dem Ideal des souveränen
Individuums bringt uns die Freiheit als Geschenk und die Einsamkeit als Last. Im Paar zu sein
hat die Stütze der Tradition verloren. Es soll ein Ort sein von lebendiger Liebe und von Erfolg.
Dieser romantische Entwurf kann nur gelingen, wenn gilt, dass das Risiko des Gebens
eingegangen wird und Geiz nicht das Allergeilste ist.
Wenn Kraft und Belastbarkeit nicht mehr reichen, Erfolg und Gesundheit verloren geht und nicht
einmal mehr die Freunde zu trösten vermögen, werden Beziehungsprofis aufgesucht, die
Verständnis, Nähe, Intimität im Gespräch und Uneigennützigkeit als hoch spezialisierte
Dienstleistung anbieten. In dieser befristeten Begleitung durch einen „Profifreund“ soll wieder
Orientierung und Sinn, Vertrauen und seelische Gesundheit entstehen. Das erfordert sorgsame
Beziehungsgestaltung.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 5 AE Kleingruppe zu dem Thema
„Therapeutische Beziehung“.
Postworkshop zur Tagung
Dr. med. Hildegard Stienen
„Sexuelle Funktionsstörungen der Frau“
Termin: 25.–26. Oktober 2014, Dauer: 10 AE
Samstag, 14.30 bis 18.30 Uhr (inkl. Mittagessen)
Sonntag, 9.00 bis 13.00 Uhr
Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Sexualmedizinerin, arbeitet in eigener Praxis in
Münster. Als Lehrbefugte der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) leitet sie seit
Jahren zusammen mit Steffen Fliegel die sexualtherapeutische Weiterbildung bei der AVM.
Ausbildungen in den Therapieverfahren Verhaltenstherapie, Psychodynamik und systemische
Therapie. Mit dem Schwerpunkt Sexualität ist sie Referentin, Supervisorin und
Weiterbildungsleiterin an mehreren Instituten. Zusatzqualifikation in der Behandlung von
Sexualstraftätern. Besonderes Interessengebiet ist das Thema weibliche Sexualität und
Sexualität und Krebserkrankung.
Sexualität trägt zur Erfüllung psychosozialer Grundbedürfnisse bei, zum Beispiel nach Bindung,
Angenommen-Sein und Sicherheit. Sie kann lustvoll, erregend, leidenschaftlich und
entspannend erlebt werden.
Befriedigende weibliche Sexualität betont die Beziehungsdimension oft mehr als die Funktion.
Frauen mit problematisch erlebter Sexualität beschreiben vor diesem Hintergrund neben der
gestörten Funktion insbesondere eine Beeinträchtigung der emotionalen Befindlichkeit sowie
die Frustration ihrer Grundbedürfnisse und Einbußen im Selbstwerterleben.
Im Vortrag werden Formen und Ursachen von sexuellen Störungen der Frau sowie deren
Behandlungsansätze vorgestellt.
Im Workshop geht es um die Praxis der Diagnostik und spezifische therapeutische Ansätze zur
Behandlung problematisch erlebter Sexualität, wie mangelndes oder übersteigertes sexuelles
Interesse, Erregungsstörungen, Schmerzen im Zusammenhang mit Sexualität. Die
Interventionen werden an Fallbeispielen erläutert.
Für AusbildungsteilnehmerInnen: anrechenbar für 5 AE Kleingruppe zu dem Thema
„VT bei sexuellen Funktionsstörungen“.
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