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BIOLOX®delta - CeramTec

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CeramTec Medizintechnik
BIOLOX®delta
Die vierte Generation der Keramik
Wissenschaftliche Informationen
und Leistungsdaten
Offene Fragen der Hüftendoprothetik
Osteolyse
Die Hüftendoprothetik gehört zu den erfolgreichsten operativen Verfahren überhaupt.
Trotzdem bleiben ungelöste Probleme und offene Fragen. Sie betreffen nicht zuletzt
Design und Implantatmaterialien. Osteolyse und aseptische Lockerung sind laut Schwedenregister (2012) Ursache für 68,2 Prozent aller Revisionen. Das Gleitpaarungsmaterial,
die Anzahl, Größe und das biologische Verhalten der Abriebpartikel spielen eine entscheidende Rolle. Prothetisches Impingement und unzureichende Gelenkstabilität sind
die zweithäufigsten Risikofaktoren für die Dislokation.
Instabilität
Infolge eines Impingements der Komponenten kommt es zur Einschränkung des Bewegungsumfangs. Neben der exakten Positionierung der Implantate spielt deshalb der technische Bewegungsumfang (Range of Motion, ROM) eine entscheidende Rolle. Große Durchmesser von Kugelkopf und Pfanneneinsatz vergrößern den Bewegungsumfang. Sie gehen
aber bei PE, XPE und Me/Me häufig mit erhöhtem Abrieb einher. Bei Me/Me-Gleitpaarungen kann dies die Metallionenbelastung der Patienten im umgebenden Gewebe erhöhen.
Beide Wirkmechanismen sind Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Diskussion.
Hypersensitivität
Hypersensitivität und allergische Reaktionen gegen Metalle sind in den Industrieländern
weltweit auf dem Vormarsch. Bei Patienten mit einer Me/Me-Gleitpaarung kann eine
hypersensitive Reaktion von vornherein nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Eine post­
operativ festgestellte Metallallergie kann für den Patienten und für die Kostenträger
eine zusätzliche Belastung darstellen. Deshalb wird es immer wichtiger, Implantatmaterialien zu verwenden, die sich im Körper biologisch neutral verhalten.
2
Tribologie und Endoprothetik
Synoviale Schmierung
Bis heute sind die tatsächlichen Prozesse, die dem tribologischen Verhalten künstlicher
Gelenke zugrunde liegen, nur teilweise aufgeklärt. Im Gegensatz zum natürlichen Knorpel­
gewebe sind selbst modernste Materialkombinationen nicht für einen Schmierfilm ausgelegt, der die beiden Oberflächen dauerhaft voneinander trennt. Daher spielen in der Endoprothetik abriebfeste Werkstoffe mit optimalen Oberflächeneigenschaften beim
tribologischen Ergebnis eine Schlüsselrolle.
Konuskorrosion
Es hat sich herausgestellt, dass bei der HTEP die Korrosion im Konusbereich, das heißt zwischen Kugelkopf und Hals der Endoprothese, das Resultat in erheblicher Weise beeinflusst
und dass ihr Schweregrad zahlreichen Einflüssen unterliegt. Zunehmende Evidenz belegt,
dass Keramikkugelköpfe nicht nur einen geringeren Abrieb aufweisen, sondern auch
schaftseitig die Metallkorrosion im Konusbereich mildern und natürlich selbst keiner Korrosion unterliegen.
Tribologie und Endoprothetik
3
4
Bewährte Hochleistungskeramik
BIOLOX®delta
Eine mehr als 40-jährige Erfahrung auf dem Gebiet des keramischen Hüftgelenkersatzes und mehr als 10 Millionen implantierter BIOLOX® -Komponenten untermauern die Führungsposition von CeramTec in dieser Technologie.
Weltweit vertrauen Chirurgen auf unsere pinkfarbene BIOLOX®delta Keramik.
Bereits die Farbe gibt dem Chirurgen die Gewissheit, Implantate höchster Qualität
und Sicherheit für seine Patienten aus dem Hause CeramTec zu verwenden.
BIOLOX® delta ist die einzige Keramik mit 10 Jahren erfolgreicher klinischer Erfahrung und mit mehr als 4 Millionen implantierten Komponenten.
Keramikkomponenten aus BIOLOX® -Werkstoffen verdanken ihre überlegenen
Eigenschaften der einzigartigen Materialzusammensetzung, einer ausgefeilten
Fertigungstechnik auf höchstem Niveau und einer mehrstufigen, hundertprozentigen Qualitätskontrolle an allen
hergestellten Komponenten.
Hundertprozentige Qualitätskontrolle – 3D-Vermessung von
Kugelköpfen
Kompetenz in Keramik
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Bewährte Hochleistungskeramik
Extrem hohe Härte Reinste Rohstoffe und ein über Jahrzehnte verfeinertes Herstellungsverfahren sorgen für höchste Gleichmäßigkeit und mechanische Eigenschaften und – einer
der wichtigsten Faktoren – Materialhärte. Daraus resultiert höchste Verschleißfestigkeit.
Exakte Sphärizität Die Kugelköpfe werden in höchster Präzision gefertigt und dies
stellt sicher, dass die Gleitpaarung den geringst möglichen Verschleiß aufweist.
Optimales Spiel Ein genau definierter Spalt zwischen BIOLOX® -Kugelkopf und BIOLOX® -­
Pfanneneinsatz sorgt für einen exzellenten Schmierfilm, hohe Gleitfähigkeit, minimierten
Abrieb und effektive Funktionalität.
Unübertroffene Oberflächengüte Die präzise Endbearbeitung gibt der Keramik die geringste Oberflächen-Rauigkeit unter allen Implantatmaterialien. Die mittlere Rauigkeit der
hochpolierten Oberfläche beträgt bei BIOLOX®-Komponenten lediglich ca. 2 Nanometer.
Nahezu kein Dreikörperverschleiß Durch die unübertroffene Härte gibt es nahezu
keinen Dreikörperverschleiß bei Keramik/Keramik-Gleitpaarungen. Fremdpartikel werden
ohne Beeinträchtigung der Gleitflächen „zermahlen“ und nach außen gepresst.
Kratzfestigkeit Zementpartikel und die Berührung mit chirurgischen Instrumenten können auf keramischen Oberflächen keine Kratzer hinterlassen – ein wichtiger Vorteil bei
zementierter und minimalinvasiver Implantation.
Exzellentes biologisches Verhalten In der klinischen Langzeitanwendung sind keine
adversen Körperreaktionen auf keramische Partikel bekannt. Keramik ist bioinert, biokompatibel und biostabil, und es gibt keine bekannten Unverträglichkeiten.
Überragende Benetzbarkeit Starke Wasserstoffbrücken mit der keramischen Ober­
fläche sorgen für eine exzellente Benetzungsfähigkeit und die Ausbildung eines wirk­
samen Schmierfilms.
6
Materialeigenschaften
Text: CeraNews 2/2010 – Usbeck
7
Unter Extrembedingungen überlegen
Fremdköperpartikel, die härter sind als die Gleitpartner,
führen zu extrem hohem
Abrieb (links).
Polyethylen
Keramik
Oberflächen aus Hochleistungskeramik bleiben weitgehend unverändert (rechts).
Metall
Keramik
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Verkratzte Oberflächen erhöhen den Abrasionsverschleiß
an Pfanneneinsätzen aus PE,
XPE und Metall (links).
Nur eine nicht verkratzte,
glatte Oberfläche wie bei der
BIOLOX®-­Keramik ermöglicht
eine optimale Benetzung,
hervorragende Schmierung
und geringen Verschleiß
(rechts).
Starke Wasserstoffbrücken
mit der keramischen Ober­
fläche sorgen für eine exzellente Benetzungsfähigkeit
und die Ausbildung eines
wirksamen Schmierfilms.
Quelle: CeramTec GmbH
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Text: CeraNews
Materialeigenschaften
2/2010 – Usbeck
Molekulare Bindung
Lockeres Metallgefüge
Die molekularen Strukturen von metallischen Legierungen und keramischen Werkstoffen unterscheiden sich wesentlich. In der Metallbindung kreisen die Elektronen
ungeordnet und mit vergleichsweise geringer Bindungskraft um die Atomkerne. Aus
diesem „lockeren“ Gefüge lösen sich im Körpermilieu ständig Ionen und werden vom
umgebenden Gewebe aufgenommen. Dies wiederum kann vielfältige chemische und
biologische Reaktionen auslösen.
Feste Keramikstruktur
In keramischen Molekülen folgen die Elektronen in der Keramikbindung exakt vorgegebenen Bahnen, den sogenannten gerichteten Elektronenorbitalen. Ihre Bindungskraft ist sehr hoch und daher sind die Moleküle äußerst stabil. Deshalb kommt es nicht
zur Bildung von Ionen, und chemische und biologische Reaktionen sind weitgehend
ausgeschlossen.
Metallbindung:
Die ungeordneten Elektronenbahnen erlauben die Entstehung von Ionen (links).
Keramikbindung:
Die festen Elektronenbahnen
schließen Ionenbildung und
chemische Reaktionen praktisch aus (rechts).
Atomkern
Elektron
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Materialeigenschaften
9
Härte und Zähigkeit kombiniert
Die extrem stabile Keramikbindung schließt eine plastische Verformung des Materials
nahezu aus. Dies bewirkt einerseits die gewünschte extrem hohe Härte, führt jedoch
auf der anderen Seite zu einer relativ hohen Sprödheit. Mit der optimalen Werkstoff­
zusammensetzung kann man jedoch gleichzeitig eine hohe Härte und eine hohe
­Zähigkeit erreichen. Vorbilder dafür gibt es in der Natur wie in der Technik.
Damaszener Stahl kombiniert
schichtenweise harte und weichere Legierungen zu einem
höchst schnitthaltigen und widerstandsfähigen Werkstoff.
Quelle: stienenDamast, Mönchengladbach, Deutschland
Quelle: J.D. Verhoeven, A.H. Pendray, W.E. Dauksch, Journal of Metals,
vol. 50, No. 9, p. 60 (1998)
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Das schützende Perlmutt verbindet Härte und Zähigkeit.
Es besteht aus hart-sprödem
Aragonit und sehr dehnfähigen
Zwischenschichten aus Proteinen
und Chitin.
10
Materialeigenschaften
11
Das MULTIGEN PLUS
Keramik-Knie
(Limacorporate, oben)
Das BPK-S Keramik-Knie
(Peter Brehm GmbH,
Mitte, unten)
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Text: CeraNews 2/2010 – Usbeck
Intelligente Verstärkungsmechanismen
Ein wesentlicher Unterschied
Die Materialwissenschaft unterscheidet zwischen Bruchfestigkeit und Bruchzähigkeit. Die Bruchfestigkeit bezeichnet die maximale mechanische Spannung, die ein
Material aushält, ohne zu brechen. Bruchzähigkeit, oder auch Risszähigkeit, beschreibt den Widerstand eines Materials gegen einsetzendes Risswachstum. Bisher
verwendete keramische Materialien wie BIOLOX®forte weisen bereits eine sehr
hohe Bruchfestigkeit auf.
BIOLOX® delta ist zusätzlich mit einer extrem hohen Bruchzähigkeit ausgestattet.
Viel besser als andere Keramiken kann es einsetzenden Rissen widerstehen und
einen Rissverlauf unterbinden. Diese Eigenschaft basiert auf zwei Verstärkungs­
mechanismen.
Stärke bei Höchstbelastung
Die größte Belastung des Materials tritt in Hart/Hart-Paarungen mit kleinen Durchmessern auf. Hier bietet die Stärke von BIOLOX® delta einen weiteren Vorteil: Das
millionenfach bewährte Aluminiumoxid mit einem Anteil von über 80 Volumenprozent sorgt für kompromisslose Härte. Zusätzliche keramische Verstärkungselemente
machen das Material gleichzeitig zäh und bruchfest.
Materialeigenschaften
13
Optimiertes Mikrogefüge
Das Gefüge von BIOLOX®delta
im Detail: Platelets mit Riss-Stopper-Funktion (1), Aluminiumoxid­
partikel (2), Zirkonoxidpartikel (3).
Im Gegensatz zu BIOLOX®forte
(links) ermöglicht die deutlich
kleinere Korngröße und höhere
Gleichmäßigkeit bei BIOLOX®delta
noch glattere Oberflächen.
3
1
2 µm
Quelle: CeramTec GmbH
Das Prinzip der Umwandlungsverstärkung: Zirkonoxidpartikel
wirken wie Airbags und nehmen
einwirkende Kräfte auf (links).
2 µm
Quelle: CeramTec GmbH
Rissausbreitung
Das Prinzip der Platelet-Verstärkung: Plättchenförmige Kristalle
blockieren die Rissausbreitung
und potenzieren dadurch den
Verstärkungseffekt (rechts).
2
Rissausbreitung
Aluminium­
oxid
Platelets
Zirkon­
dioxid
Quelle: CeramTec GmbH
Quelle: CeramTec GmbH
Airbagfunktion
Risse stoppen
Der erste Verstärkungsmechanismus ist den ein- Der zweite Verstärkungsmechanismus wird
gelagerten tetragonalen Zirkonoxid-Parti­keln zu durch plättchenförmige Kristalle erreicht, die sich
verdanken. Diese Partikel sind einzeln in der sta- in der Oxidmischung in situ ebenfalls vereinzelt
bilen Aluminiumoxid-Matrix verteilt. Sie erzeu- bilden. Diese „Platelets“ bauen die Rissenergie
gen lokale Druckspitzen im Bereich der Risse und ab und unterbinden damit die Rissbildung und
wirken so der Rissausbreitung entgegen.
-ausbreitung. Beide Funktionen erlauben es, mit
BIOLOX®delta auch Komponentengeometrien zu
konstruieren, die früher mit Keramik nicht zu erreichen waren.
14
Materialeigenschaften
Text: CeraNews 2/2010 – Usbeck
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Langzeitfestigkeit
Verbesserte Materialeigenschaften
Bei der Berstlastprüfung werden die keramischen Komponenten gezielt einer axialen
Belastung ausgesetzt, die zum Materialbruch führt. Sie entspricht bei einem 28 mm
Kugelkopf aus BIOLOX® delta einem Druck von mehr als 80 kN. Bei größeren Kugelköpfen liegt die Berstlast sogar noch höher. Die Berstlast von BIOLOX® delta liegt erheblich
höher als die von herkömmlicher Aluminiumoxidkeramik. Tests an
Standardproben des Materials zeigen zudem, dass die Biegefestigkeit von BIOLOX® delta auch durch mehrfaches Autoklavieren nicht
negativ beeinflusst wird. Bei reinem Zirkon­oxid hingegen kann eine
hydrothermale Instabilität auftreten. Bei B
­ IOLOX® delta entsteht
sie aufgrund der Aluminiumoxidmatrix nicht.
Bessere Biomechanik
8 t
Berstlasttest am Kugelkopf.
Durch den Konus werden bis
zu 8 Tonnen eingebracht.
Die Vorteile keramischer Materialien werden bei großen Durchmessern (≥ 32 mm) besonders deutlich. Simulatorstudien zeigen, dass trotz der deutlich größeren Reibungsflächen
die Abriebraten niedrig bleiben, signifikant niedriger als bei anderen Materialien. Beim
Einsatz von Keramik muss der Chirurg nicht zwischen Abriebrate und Durchmesser abwägen, sondern kann ohne Einschränkungen die für den Patienten beste Option wählen.
Bessere Tribologie
Ein drastisch verringerter Abrieb, ein großer Bewegungsumfang sowie ein erhöhter Widerstand gegen Dislokation machen die Ke/Ke-Gleitpaarung mit großem Durchmesser
zur ersten Wahl, wenn es um eine Verbesserung von Funktionalität, Langlebigkeit und
Sicherheit geht. Im Gegensatz zu anderen Gleitpaarungen mit konventionellem und
hochvernetztem Polyethylen bleibt nämlich die Abriebrate bei Ke/Ke-Gleitpaarungen
mit größerem Durchmesser konstant und ist anderen Mateialkombinationen somit überlegen.
16
Materialeigenschaften
Berstlast (kN)
Berstlast (kN)
100
100
80
80
60
60
40
40
20
20
Anzahl der Tests (mit je 7 Kugelköpfen)
0
1
2
3
4
5
6
Negativ
Berstlast im Vergleich: Die
Berstlast bezeichnet den
Punkt, an dem die Komponente bricht. Sie entspricht
bei einem Kugelkopf aus
BIOLOX®delta einem Druck
von mehr als acht Tonnen
(links).
BIOLOX®delta weist auch
nach 10 Stunden Autoklavieren keine Veränderung der
Berstlast im Vergleich zu einem fabrikneuen Kugelkopf
auf (rechts).
Quelle: CeramTec GmbH
0
7
Fabrikneu
10 h Autoklav
Positiv
Abriebvolumen (mm3 je Million Zyklen)
Abriebvolumen (mm3 je Million Zyklen)
12
12
10
10
8
8
6
6
4
4
2
2
0
28 mm
36 mm
Metallkugelkopf/XPE
Metallkugelkopf/XPE
0
Deutlich erhöhter Abrieb mit
größerem Metallkugelkopf
(links), Hüftgelenksimulator
– hochvernetztes Polyethylen, Abriebrate nach 10 Millionen Zyklen.
Im Gegensatz zum Metallkugelkopf deutlich geringerer
Abrieb mit Keramikkugelkopf (rechts), Hüftgelenk­
simulator – hochvernetztes
Polyethylen, Abriebrate nach
10 Millionen Zyklen.
Quelle: Fisher J, University of Leeds (GB),
2006
36 mm
36 mm
Metallkugelkopf/XPE
Keramikkugelkopf/XPE
Materialeigenschaften
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Mehr Möglichkeiten
Neue Geometrien
Die überlegenen Materialeigenschaften von BIOLOX® delta erlauben Komponentengeometrien,
die mit anderen Keramikwerkstoffen nicht möglich waren. Mit einer geringeren Wandstärke der
Pfanneneinsätze, bei erhöhter Stabilität und Sicherheit, können Keramik/Keramik-Gleitpaarungen
mit großen Durchmessern angeboten werden. Anders als bei Metall und Polyethylen entsteht bei
Keramik mit größeren Durchmessern kein signifikant erhöhter Abrieb.
Präziser Schmierspalt
Ein weiterer Vorteil der Keramik bei dünnwandigen Komponenten ergibt sich aus der hohen
Steifigkeit des Materials. So wird der für die Ausbildung des Schmierfilms erforderliche, präzise
eingestellte Schmierspalt (Clearance) zwischen den Komponenten nicht durch eine unerwünschte
Deformation der dünnwandigen Elemente beeinträchtigt.
Größen und Materialkombinationen
Vom tribologischen Standpunkt aus können Kugelköpfe und Pfanneneinsätze in Gleitpaarungen
beliebig miteinander kombiniert werden. Kugelköpfe aus beiden Materialien lassen sich zudem
mit Pfanneneinsätzen aus Polyethylen und hochvernetztem Polyethylen kombinieren, die speziell für diese Anwendung entwickelt und von den zuständigen Behörden für diese Kombination
zugelassen sind.
BIOLOX®-Kugelköpfe dürfen nur in Kombination mit Femurschäften kombiniert werden, die speziell für diese Kombination von den
Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind. BIOLOX®-Pfanneneinsätze können nur in Kombination mit Pfannen verwendet werden, die speziell für
diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den
zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind. BIOLOX®OPTION-Kugelköpfe und -Hülsen dürfen nur mit Femurschäften
kombiniert werden, die speziell für diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und
in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind. BIOLOX®DUO-Bipolarsysteme dürfen nur in
Verbindung mit BIOLOX®forte- oder BIOLOX®delta-Kugelköpfen genutzt werden, die speziell für diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den zuständigen Behörden freigegeben
und zugelassen sind.
Wichtig: Bitte beachten Sie, dass kein internationaler Standard existiert, der das Design von Schaftkonen oder ihre Nomenklatur
beschreibt. Dies bedeutet, dass Angaben wie 12/14,10/12 etc. nicht bedeuten, dass ihr Design identisch ist.
Aus tribologischer Sicht können BIOLOX®forte-, BIOLOX®delta- und BIOLOX®OPTION-Kugelköpfe nur in Kombination mit
­BIOLOX®forte- oder BIOLOX®delta-Pfanneneinsätzen oder mit PE- oder XPE-Pfanneneinsätzen kombiniert werden, die speziell für
diese Kombination von den Implantatherstellern in Zusammenarbeit mit CeramTec entwickelt und in dieser Kombination von den
zuständigen Behörden freigegeben und zugelassen sind.
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Die Stärken von BIOLOX®delta
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Vielseitige Verwendung
Optimierte Revision
BIOLOX®OPTION bietet eine geeignete Lösung für den seltenen Fall einer Keramikfraktur. Mit dem Keramikkugelkopf für die Revision (BIOLOX®OPTION) lässt sich die
abriebbedingte Osteolyserate nach der Revision eines Hüftgelenkersatzes signifikant reduzieren. Bei einer Pfannenrevision mit in situ verbleibendem Prothesenschaft, der gut fixiert und für BIOLOX®OPTION zugelassen ist, kann der Operateur
zwischen einer Ke/PE, Ke/XPE- und Ke/Ke-Gleitpaarung wählen.* So lässt sich eine
Upgrade-Lösung nutzen, um eine Gleitpaarung zu implantieren, die u. U. eine bessere Abriebfestigkeit aufweist als die zuvor implantierten Materialien.
Knieendoprothetik
Die Geometrie der knieendoprothetischen Gleitpaarung ist wesentlich komplexer
als die des Hüftgelenks. Die verbesserten Materialeigenschaften von BIOLOX® delta
haben es möglich gemacht, sichere keramische Komponenten auch für solche Formen herzustellen.
Schulterendoprothetik
In der Schulterendoprothetik zählen Polyethylenabrieb, Lockerung, Metallallergie und
Infektion zu den größten Problemen, so dass sich hier der Einsatz von BIOLOX®-Keramik geradezu von selbst anbietet. Durch den Einsatz der BIOLOX® -Keramik in der
Schulterendoprothetik wird das klinische Applikationsspektrum dieses Materials
noch breiter.
* Schaftkonus-Deformationen sind in der Gebrauchsanweisung für BIOLOX®OPTION beschrieben.
Die Stärken von BIOLOX®delta
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Weitere Applikationen
Unsere Kunden im Bereich der Medizinproduktetechnik kontaktieren uns regelmäßig
hinsichtlich neuer Anwendungsbereiche unserer Biokeramikmaterialien. An erster
Stelle dieser Anfragen stehen die Reduktion der Abriebpartikel, eine bessere Darstellung in der Bildgebung, Vermeidung mikrobieller Kontamination und die Bereitstellung von Alternativen für Patienten mit Hypersensitivität auf Metalle. Bioinerte
Keramikkomponenten bieten sowohl bewährte als auch potenzielle Lösungsansätze
für diese Probleme und stehen im Mittelpunkt unserer Anstrengungen in Forschung
und Entwicklung.
Ziel von CeramTec Medical Engineering ist es, Keramik­produkte für neue medizinische Behandlungsoptionen in den Bereichen Wirbelsäule, kleine Gelenke und Dentalversorgung zu schaffen.
Die Stärken von BIOLOX®delta
• Exzellentes biologisches Verhalten*
• Signifikant niedrigere Konuskorrosion*
• Keine Freisetzung von Metallionen*
• Keine bekannte pathogene Reaktion auf Keramikpartikel*
• Widerstandsfähig gegen Dreikörperverschleiß*
• Sehr gute Benetzungsfähigkeit*
*Literatur auf Anfrage von CeramTec GmbH erhältlich
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Die Stärken von BIOLOX®delta
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Literatur:
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in der Broschüre enthaltenen Produkte und/oder Verfahren sind allgemeiner Natur und stellen weder einen ärztlichen Rat noch eine ärztliche Empfehlung dar. Da diese Informationen keinerlei diagnostische oder therapeutische Aussagen über den jeweiligen medizinischen Einzelfall treffen, sind individuelle Aufklärung und Beratung des jeweiligen Patienten unbedingt erforderlich und werden
durch dieses Dokument weder ganz noch teilweise ersetzt. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben wurden von medizinischen Experten und qualifizierten Mitarbeitern von CeramTec nach
bestem Wissen erarbeitet und zusammengestellt. Es wurde größte Sorgfalt auf die Richtigkeit und Verständlichkeit der dargebotenen Informationen verwendet. CeramTec übernimmt jedoch keine
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der Informationen verursacht werden, aus. Sollte dieses Dokument als Angebot verstanden werden, gilt dieses als unverbindlich und ist schriftlich zu bestätigen. Einige Produkte sind in den USA und
anderen Ländern nicht zugelassen. Bitte fragen Sie Ihren zuständigen Vertriebsmitarbeiter, ob das jeweilige Produkt für Ihr Land zugelassen ist. (Durchsicht: Oktober 2014)
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