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Jahresbericht - OAK Oberallmeindkorporation Schwyz

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OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
BRÜÖL 2 • POSTFACH 449 • 6431 SCHWYZ
Geschäftsbericht 2013
Budget 2015
Ordentliche Oberallmeind-Gemeinde
Sonntag, 19. Oktober 2014
14.00 Uhr Landsgemeindeplatz Ibach
Anhang
Energie AG
Brüöl 2
Postfach 449
6431 Schwyz
7. Geschäftsbericht
Tourismo AG
3. Geschäftsbericht
OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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VERWALTUNGSRAT, KOMMISSIONEN
UND GESCHÄFTSLEITUNG
VerwaltungsratAmtsantritt
Albert Schuler, eidg. dipl. Elektroinstallateur, Rothenthurm (Präsident)
2003
Stephan Betschart, Verwalter KKS, Muotathal (Vizepräsident)
2005
Markus Bürgler, Bedachungsunternehmer, Illgau
2013
Josef Märchy, Metallbauer, Schwyz
2007
Beat Reichlin, dipl. Treuhandexperte, Sattel
2013
Simon Schelbert, Landwirt, Bisisthal
2011
Melk Schmid, Landwirt, Morschach
2003
Fidel Schorno, Zimmermann und Landwirt, Oberarth
2009
Jakob Schuler, dipl. Wirtschaftsprüfer, Schwyz (Säckelmeister)
2007
Josef Wiget, Landwirt, Unteriberg
2005
Paul Wiget, Brennerei, Steinen
2007
Forstkommission
Josef Märchy, Schwyz (Präsident)
Melk Schmid, Morschach
Markus Bürgler, Illgau
Beat Reichlin, Sattel
Alpkommission
Paul Wiget, Steinen (Präsident)
Simon Schelbert, Bisisthal
Fidel Schorno, Oberarth
Josef Wiget, Unteriberg
Finanzkommission
Jakob Schuler, Schwyz (Präsident)
Stephan Betschart, Muotathal
Josef Märchy, Schwyz
Paul Wiget, Steinen
Rechnungsprüfungskommission Richard Föhn, Betriebsökonom FH, Muotathal (Präsident)
Stefan Pfyl, Dr. iur., dipl. Steuerexperte, Rickenbach
Marcel Reichlin, Treuhänder mit eidg. FA, Brunnen
Verwaltung
Daniel von Euw, Brunnen
Felix Lüscher, Brunnen
Edi Wiget, Oberarth
Paul Betschart, Steinen
Philipp Achermann, Gersau
Kaspar Schelbert, Muotathal
Karl Betschart, Illgau
Silvan Betschart, Ibach
Stefanie Betschart, Muotathal
Bianca Gwerder, Unteriberg
-
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-
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-
Amtsantritt
2001
2007
2013
Geschäftsführer / Bereichsleiter Alp
Bereichsleiter Wald / Geschäftsführer-Stellvertreter
Bereichsleiter Bau
Betriebsförster
Betriebsförster
Verkaufsleiter Forst
Sachbearbeiter Alp
Sachbearbeiter Bau
Sekretariat
Lehrtochter (2. Lehrjahr)
Anschrift
Oberallmeindkorporation Schwyz / Brüöl 2 / Postfach 449 / 6431 Schwyz
Telefon 041 818 50 60 / Fax 041 818 50 61 / oak@oak-schwyz.ch / www.oak-schwyz.ch
GESCHÄFTSBERICHT 2013
OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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Sehr geehrte Korporationsbürgerinnen, sehr geehrte Korporationsbürger
Im Rückblick erscheint vieles in neuem Licht. Diese
Aussage trifft speziell auf das Jahr 2013 der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK) zu. Wir freuen uns,
Ihnen gemäss unseren Statuten Bericht über die
vielfältigen Tätigkeiten im vergangenen Jahr zu erstatten. Ein hoffentlich nachhaltig positives Ereignis
hat am 1. Januar 2013 mit der Bewirtschaftung der
Waldungen des Klosters Einsiedeln durch die OAK
begonnen. Wir sind überzeugt, dass mit diesem
Leistungsauftrag Synergien in Bezug auf den Einsatz von Personal und Maschinen genutzt werden
und damit beide Seiten profitieren können. Einige
Ereignisse haben uns im vergangenen Jahr kurzzeitig sehr stark beschäftigt. Als Beispiel soll an dieser
Stelle aus dem Bereich Alpwirtschaft der sehr nasse Frühling erwähnt werden, welcher zur Folge hatte, dass über 1’000 Schafe von der Weide in der Altmatt in Rothenthurm nach Seewen SZ und Bülach
ZH verstellt werden mussten. Dieses Ereignis hat
eindrücklich gezeigt, dass die OAK Probleme schnell
anpacken und effizient lösen kann.
Gemäss Leitbild und Strategie entwickelt sich die
OAK nachhaltig und langfristig nach ökonomischen
und ökologischen Grundsätzen. Dabei sollen einheimische und erneuerbare Rohstoffe gefördert
und die Umweltbelastung möglichst verringert
werden. In diesem Sinne wurde im Jahr 2012 in die
Photovoltaikanlage Grossenboden in Schwyz investiert. Als glaubwürdige Institution kann die OAK
Fast 7’000 Bürgerinnen und Bürger stachen in See und
profitierten von Gratis-Tageskarten für den Urnersee.
nicht nur von Dritten verlangen, dass diese den produzierten Strom abkaufen. Vielmehr gilt es, die Vorbildfunktion zu leben und den ökologisch produzierten Strom auch selber zu konsumieren.
Entsprechend hat der Verwaltungsrat beschlossen,
bei der Strombeschaffung jedes Jahr Mehrkosten
von Fr. 10’000 in Kauf zu nehmen. Folglich werden
Vertreter des Klosters Einsiedeln mit Abt Martin und der
Verwaltungsrat der OAK besichtigen den Holzschlag im
Chälenwald in Morschach.
jährlich rund 20’000 kWh Solarstrom bezogen, womit knapp 65 % des Strombedarfs der OAK abgedeckt werden.
Für die Mitgliederaktion 2013 konnte mit der
Schifffahrtsgesellschaft des Vierwaldstättersees
(SGV) AG eine Partnerschaft abgeschlossen werden. In der Zeit vom Montag, 19. August 2013 bis
Sonntag, 20. Oktober 2013 konnten die OAK-Mitglieder gratis Urnersee-Tageskarten inklusive TreibSeelisberg-Bahn beziehen. Das Angebot ist bei den
OAK-Bürgerinnen und -Bürgern sehr gut angekommen und ist innerhalb von neun Wochen nicht weniger als 6’978-mal genutzt worden. Auch aufgrund
der vielen positiven Rückmeldungen darf von einer
sehr gelungenen Aktion gesprochen werden.
Infolge der Amtszeitbeschränkung hat Präsident
Ernst Bürgler, Illgau sein Mandat als Verwaltungsrat der OAK zur Verfügung gestellt. Ernst wurde vor
12 Jahren gewählt, hat sich zuerst in der Alp- und
anschliessend in der Finanzkommission engagiert.
Die letzten beiden Jahre hat er als umsichtiger Verwaltungsratspräsident die Fäden der OAK gezogen.
Aus beruflichen und familiären Gründen sah sich
Felix Beeler, Alpthal nach 8 Jahren gezwungen,
sein Verwaltungsratsmandat niederzulegen. Felix
wurde 2005 gewählt, hat in der Alpkommission mitgearbeitet, diese zwei Jahre als Präsident geführt
und zuletzt zwei Jahre in der Forstkommission die
Strategie mitbestimmt. An dieser Stelle danken wir
Ernst Bürgler und Felix Beeler für ihren vorbildlichen Einsatz zum Wohle der OAK und wünschen
ihnen weiterhin alles Gute.
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OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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An der Oberallmeind-Gemeinde vom 20. Oktober 2013, welche bei angenehmem Herbstwetter
im Ring zu Ibach durchgeführt werden konnte, haben die Korporationsbürgerinnen und -bürger den
Jahresbericht 2012, das Budget 2014 sowie den Antrag des Verwaltungsrats betreffend Zonenplanänderung im Eigen, Unteriberg in eine Zone für Grüngutaufbereitung gutgeheissen. Mit Spannung
wurde das Traktandum Wahlen erwartet. Neu in
den Verwaltungsrat beordert wurden Markus
Bürgler, Illgau sowie Beat Reichlin, Sattel, welcher sich in einer Kampfwahl durchsetzen konnte.
Albert Schuler, Rothenthurm wurde einstimmig
zum neuen Verwaltungsratspräsidenten erkoren.
Anlässlich der Oberallmeind-Gemeinde wurde bezüglich Vertragsunterzeichnung zum Sonderwaldreservat Ybrig die Frage gestellt, ob der Verwaltungsrat der OAK dabei seine Kompetenzen
überschritten habe. Gemäss Statuten der OAK § 18
Abs. 9 obliege dieser Entscheid der OberallmeindGemeinde. Dazu ist festzuhalten, dass die Kompetenzabgrenzung zwischen der OberallmeindGemeinde und dem Verwaltungsrat bereits im Jahr
2004 juristisch abgeklärt wurde. Diese Abklärung
hat ergeben, dass die Beschlussfassung der Oberallmeind-Gemeinde für den Fall vorbehalten ist, wo es
um die Umnutzung von grösserem, zusammenhängendem land- und/oder forstwirtschaftlichem Gebiet in Baugebiet geht, beziehungsweise wo die
Erschliessung solcher Baugebiete zur Diskussion
steht. Im Falle der land- und forstwirtschaftlichen
Nutzungsweise besteht aufgrund der Generalklausel von § 21 Abs. 1 der Statuten eine umfassende
Kompetenz des Verwaltungsrates. Im Geschäftsreglement der OAK ist denn auch definiert, dass die
Entscheidungskompetenz in Bezug auf den Abschluss von Waldreservatsverträgen beim Verwaltungsrat liegt, denn der Wald wird weiterhin als
Wald genutzt.
Auszug Statuten OAK § 18 Abs. 9
Der Oberallmeind-Gemeinde obliegt:
Die Beschlussfassung über die Änderung in der
Nutzungsweise massgeblicher Korporationsgüter und über die Erschliessung von Baugebieten.
Bereits im vergangenen Geschäftsbericht haben
wir an dieser Stelle über die Aktionen zum Jubiläumsjahr der OAK berichtet. Bei Erscheinen des
diesjährigen Geschäftsberichtes sind die ersten beiden Aktionen bereits Vergangenheit: der Bezug
von Gratis-Tageskarten der Mythenregion an insge4
Verwaltungsrat der Jahre 2013/2014
Von links: Beat Reichlin, Josef Märchy (Forstpräsident), Jakob Schuler
(Säckelmeister), Paul Wiget (Alppräsident), Markus Bürgler,
Albert Schuler (Präsident), Stephan Betschart (Vizepräsident),
Simon Schelbert, Fidel Schorno, Josef Wiget und Melk Schmid
samt sieben Tagen sowie der vergünstigte Kinoeintritt für den Film «Tönis Brautfahrt». Bezüglich der
verbleibenden Aktionen und Anlässe verweisen wir
auf die letzte Seite dieses Geschäftsberichts.
Die vom Bund und Parlament verabschiedete
Agrarpolitik 2014–2017 soll die Alpwirtschaft
stärken und die nachhaltige Bewirtschaftung
sichern. Die Integration der bisherigen Sömmerungsbeitragsverordnung in die Direktzahlungsverordnung des Bundes hat punktuelle Auswirkungen auf die Alpverordnung der OAK. An der
Oberallmeind-Gemeinde vom 19. Oktober 2014
wird den Bürgerinnen und Bürgern deshalb eine
Teilrevision der Alpverordnung zur Abstimmung
vorgelegt.
Vorerst wollen wir Ihnen jedoch im nachfolgenden
Bericht die wichtigsten Zahlen, Fakten und Hintergrundinformationen erläutern. Gleichzeitig danken
wir Ihnen für das entgegengebrachte Interesse an
der Oberallmeindkorporation Schwyz. Aktuelle Angebote und Tätigkeiten der OAK finden Sie im Internet wie immer unter www.oak-schwyz.ch.
PERSONAL
OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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Personalbestand
Kategorie
Jahr 1980 1990 2000 2009 2010 2011 2012 2013
Verwaltungsangestellte
33344555
Festangestellte Wald
2441282121212021
Teilzeitangestellte Wald*
24.6 15.3 6.7 1.1 1.8
2 1.5 1.9
Teilzeitangestellte Alp- und Werkmeister*
1.1 1.8 1.8 2.2 2.2 2.1
Teilzeitangestellte Immobilien/Abwarte*0.40.80.80.80.80.7
Lernende Wald
74633345
Lernende Kauffrau
11121111
Angestellte total
* Pensen umgerechnet auf Vollzeitstellen
59.6 64.3 46.2 33.7 33.4 35.0 34.5 36.7
Personalaustritte 2013:
Beat Betschart, Forstwart/Maschinist, Muotathal
Roman Betschart, Riemenstalden
Fabian Schuler, Alpthal
Stellenwechsel nach 8 Dienstjahren
nach Lehrabschluss als Forstwart
nach Lehrabschluss als Forstwart
Wir danken Beat, Roman und Fabian für ihren grossen Einsatz und wünschen ihnen für den neuen Lebensabschnitt alles Gute.
Neu konnten wir folgende Mitarbeiter im OAK-Team begrüssen:
Urs Steiner, Alpthal
Forstwart
Übernahme vom Kloster Einsiedeln
Erich Tschümperlin, Euthal
Forstwart
Übernahme vom Kloster Einsiedeln
Fabian Schuler, Alpthal
Forstwart Lernender im 3. Lehrjahr
Übernahme vom Kloster Einsiedeln
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Ruedi Fleischmann, Hütten
Forstwart Lernender im 2. Lehrjahr
Übernahme vom Kloster Einsiedeln
Mario Dittli, Lauerz
Forstwart Lernender 1. Lehrjahr
Werner Reichlin, Forstwart/Maschinist, Schwyz
wechselte per Anfang Jahr vom Festangestellten im
Vollzeitpensum zum Teilzeitmitarbeiter. Josef Suter
wurde nach erfolgreichem Lehrabschluss als Forstwart/Maschinist fest angestellt.
Aus- und Weiterbildung
Alle Forstmitarbeiter besuchten im Februar eine
zweitägige Weiterbildung zum Fahren mit Gabelstapler. Mehrere Gruppenleiter absolvierten fünftägige Kurse zu Personalführung oder Waldbau.
Verschiedene Mitarbeiter bildeten sich zudem zu
ausgewählten Themen weiter. Im Durchschnitt ergaben sich 3 Tage Weiterbildung pro Mitarbeiter.
Arbeitsjubiläum
Unseren Arbeitsjubilaren danken wir für ihre treue,
pflichtbewusste Mitarbeit. Wir freuen uns auf die
Kari Betschart, Illgau
Sachbearbeiter Alp
30 Jahre
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weitere erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihnen alles Gute.
Stefan Suter, Muotathal
Forstwart
30 Jahre
FINANZEN
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Kennzahlen
Im Berichtsjahr lag der Umsatz mit 7.95 Mio. Franken um 8.7 % tiefer als im Vorjahr. Die Erlöse sind im
Bereich Holz und Holzprodukte um 4.6 %, bei den
übrigen Entgelten um 11.6 % und bei den Beiträgen
von Dritten um 29.0 % zurückgegangen. Diesen
Umsatzrückgängen stehen die leicht höheren Erträge aus den Liegenschaften (+ 2.0 %) und den
Abgeltungen (+ 13.9 %) gegenüber. Der Cashflow
(Reingewinn plus Abschreibungen) von 1.23 Mio.
Franken beziehungsweise 15.4 % im Verhältnis zum
Umsatz liegt im Bereich des Vorjahres und ist erfreulich. Insgesamt wurden im Jahr 2013 Nettoinvestitionen im Umfang von 3.71 Mio. Franken getätigt. Davon sind 1.47 Mio. Franken ins Mehrfamilienhaus an der Hauptstrasse 63a, Muotathal sowie
1.37 Mio. Franken als Finanzanlage in die Tochtergesellschaft OAK Energie AG investiert worden.
Entwicklung Finanzlage der OAK (in Tausend Fr. und %)
10'000
20
9'000
18
8'000
16
7'000
14
6'000
12
5'000
10
4'000
8
3'000
6
2'000
4
1'000
2
0
0
2009
2010
Umsatz / Gesamt (Fr.)
2011
Cashflow (Fr.)
2012
2013
Cashflow in % des Umsatzes
Netto-Investitionen in unsere Kernbereiche
(in Tausend Fr.)
20092010 2011 2012 2013
Mobilien
* 130194388256 329
Immobilien
* 5’4451’269 730 3761’990
Finanzanlagen 3101’000 567 1’365 1’392
Total5’8852’463 1’6851’997 3’711
* Diese Zahlen beinhalten die reinen Gestehungskosten. Der ordentliche Unterhalt der Anlagen, Geräte und Immobilien ist über die laufende Rechnung verbucht.
Erneut konnten wir als Arbeitgeber und durch die Vergabe von Drittaufträgen eine beachtliche, örtliche
Wertschöpfung auslösen. Dies zeigen die Zahlen in
der Tabelle «Personalkosten und Fremdarbeiten» eindrücklich. Getreu unserem «Leitbild und Strategie»
sind wir auch in Zukunft bestrebt, unseren Personalbestand zu halten und Aufträge, wenn immer möglich, an regionale Unternehmen zu vergeben.
Personalkosten und Fremdarbeiten (in Tausend Fr.)
20092010201120122013
Personalkosten3’040 3’089 3’116 3’124 3’338
Fremdarbeiten2’799 2’372 1’923 2’081 1’312
Total5’839 5’461 5’039 5’205 4’650
Kommentar Bereichsergebnisse
Bilanz und Erfolgsrechnung mit einer Übersicht der
Bereichsergebnisse sind im Anhang dieses Geschäftsberichts zu finden. Die wichtigsten Zusammenhänge
und Hintergrundinformationen zu den einzelnen Betriebsteilen werden nachfolgend erläutert.
• Wald- und Forstwirtschaft
Auf dem Holzmarkt herrschte zwar eine gute
Nachfrage, die Preise waren jedoch aufgrund der
Wechselkurse und der Importe weiterhin stark unter Druck. Aufgrund dieser nach wie vor schwierigen Holzmarktlage wurden die Nutzungen auf
dem tiefen Vorjahresniveau gehalten. Der Gesamterlös ist mit 3.89 Mio. Franken um 1.8 % tiefer
als im Vorjahr. Der Holzerlös liegt 5 % tiefer als im
Jahr 2012. Mit Fr. 678’849 bewegen sich auch die
Beiträge von Bund und Kanton auf äusserst tiefem
Niveau. Die Bewirtschaftung der Waldungen des
Klosters Einsiedeln hat dazu beigetragen, dass die
übrigen Entgelte gegenüber dem Vorjahr um
7.3 % gestiegen sind. Das Forstergebnis vor Abschreibungen ist mit Fr. 279’227 gegenüber 2012
um 21.8 % gesunken. Nach Abschreibungen von
Fr. 434’968 resultiert ein Verlust von Fr. 155’741.
•Alpwirtschaft
Mit Fr. 862’568 liegt der Umsatz um 2.2 % höher
als im Vorjahr. Auf der Ausgabenseite stehen
Fr. 794’743 zu Buche. Das sind gegenüber dem
Budget Mehrausgaben von 26 %. Grund dafür
sind höhere Ausgaben für Fremdarbeiten und
Unterhalt, wobei höhere Kosten für Tierschutzanpassungen, Wegsanierungen und Verbesserungen von Wasserversorgungen speziell erwähnt
werden müssen. Mit dem erreichten Ergebnis
von Fr. 67’825 und den notwendigen Abschreibungen von Fr. 152’624 resultiert ein Verlust von
Fr. 84’798. Dabei ist der Anteil der Alpwirtschaft
an den Verwaltungskosten und am Strassenunterhalt noch nicht einmal berücksichtigt.
• Liegenschaften / Ländereien
Der Ertrag aus den Liegenschaften / Ländereien
liegt bei 2.75 Mio. Franken und damit um 8.7 %
über dem budgetierten Betrag. Die Tourismus7
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anlagen haben im Rahmen der Vorjahreszahlen
abgeschlossen und liegen im Bereich der Erwartungen. Da der Steinabbau im Plattentobel,
Unteriberg beendet wurde, ist der Betrag bei den
übrigen Entgelten im Vergleich zum Vorjahr massiv gesunken. Die Abgeltung für den Gesteinsabbau Zingel, Seewen sowie die Einnahmen aus der
Parkplatzbewirtschaftung Ibergeregg, Schwyz
sind erfreulich. Für die in Angriff genommene
Rekultivierung des Steinbruchs im Plattentobel
wurde die im letzten Jahr getätigte Rückstellung
von Fr. 100’000 auf Fr. 30’000 reduziert. Der
Aufwand liegt mit Fr. 609’290 um 3.3 % höher als
budgetiert. Die steuerlich zulässigen Rückstellungen für Grossreparaturen im Umfang von
Fr. 203’000 wurden gebildet. Gesamthaft resultiert im Bereich Liegenschaften / Ländereien ein
gegenüber dem Budget um 11.7 % höherer Nettoertrag von Fr. 1’663’737. Dank diesem Ergebnis
ist die OAK in der Lage, die grossen Lasten an
Strassen-, Weg- und Bachunterhalt, welche sie
zum Wohl und Nutzen der ganzen Öffentlichkeit
trägt, zu finanzieren.
Bereichsergebnisse vor Abschreibung (in Tausend Fr.)
2009 2010 2011 2012 2013
Wald- und Forstwirtschaft -104 406 555 357 279
Alpwirtschaft321300 188209 68
Liegensch./Ländereien1’902 1’749 2’130 1’954 2’141
Strassen/Wuhren-375 -412-596-425 -559
Verwaltung-744 -742 -792 -810 -796
Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen, a.o. Posten1’000 1’301 1’485 1’285 1’133
Finanzen171164 157 181 193
Steuern-141-134 -119-104 -98
Ergebnis v. Abschreibungen1’0301’3311’5231’3621’228
Umsatzzahlen Bereiche
4'500'000
• Strassen / Wuhren
Es mussten weniger Unterhalts- und Strassenwiederherstellungsarbeiten ausgeführt werden
als im Budget vorgesehen waren. Entsprechend
tiefer sind sowohl die Kosten für Fremdarbeiten
als auch die Beiträge von Dritten (Subventionen)
ausgefallen. Nach Subventionsabzug von
Fr. 300’164 verbleiben für die OAK Restkosten
von Fr. 559’449. Diese Korporationsleistung
wird von der breiten Öffentlichkeit kaum zur
Kenntnis genommen und als selbstverständlich vorausgesetzt.
•Verwaltung
Die übrigen Entgelte liegen 11 % unter dem budgetierten Betrag. Darin werden unter anderem
die Personal- und Maschinenkosten der OAK
Energie AG und der OAK Tourismo AG verrechnet. Auf der Aufwandseite schlagen unter anderem die Kosten für die jährliche Bürgeraktion zu
Buche. Wie bereits in den beiden Vorjahren, wurden für die Jubiläumsfeierlichkeiten Fr. 25’000
zurückgestellt. Da auf der Aufwandseite insgesamt 8.3 % weniger ausgegeben wurden als
budgetiert, liegt der Nettoaufwand der Verwaltung erfreulicherweise um 5.7 % unter den vorgesehenen Ausgaben.
• Finanzen / Steuern
Mit Fr. 267’750 liegt der Finanzertrag um 16.4 %
über dem Budget. Zu diesem Ergebnis trägt vor
allem die jährlich ausbezahlte Dividende des EBS
bei. Aber auch der Zins des an die OAK Energie
AG gewährten Darlehens schlägt hier zu Buche.
Aufgrund der Sanierung und Aufstockung des
Mehrfamilienhauses an der Hauptstrasse 63a,
Muotathal sowie der Kapitalbereitstellung zu
Gunsten der OAK Energie AG wurde das Fremdkapital um 2.8 Mio. Franken auf 9.0 Mio. Franken
aufgestockt. Die Eigenkapitalquote liegt neu bei
63.9 %. Die Steuerbelastung ist erneut tiefer als
im langjährigen Mittel ausgefallen.
4'000'000
3'500'000
3'000'000
2'500'000
Forst
2'000'000
Alp
1'500'000
LiegenLiegenschaften
schaften
1'000'000
500'000
0
2009
8
2010
2011
2012
2013
WITTERUNG / INFRASTRUKTUR /
UNTERHALT
OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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Wetter und Naturereignisse
Der Vergleich des Wetters mit den Durchschnittswerten der vergangenen Jahrzehnte erfährt eine
Änderung, da MeteoSchweiz neu als Normperiode
die Mittel der Jahre 1981–2010 verwendet. Für die
neue Periode 1981–2010 beträgt die Jahresdurchschnittstemperatur (in Klammern Vergleich mit der
alten Periode 1961–1990) bei den offiziellen Messstationen in Luzern 9.6 Grad (8.8 Grad), in Altdorf
9.8 Grad (8.9 Grad) und in Einsiedeln 6.7 Grad (5.9
Grad). Die Jahresdurchschnittstemperaturen sind
also um knapp 1 Grad gestiegen. Auch der Anstieg
der Monatsdurchschnittswerte liegt zwischen rund
0.5 und 1 Grad. Bei den Niederschlägen und den
Sonnenscheinstunden sind bisher keine klaren
Trends erkennbar; die entsprechenden Jahresdurchschnittswerte sind regional geringfügig gestiegen. Gemäss dem Klimabulletin und den Wetterdaten von MeteoSchweiz lag die Jahresmitteltemperatur in der Region ziemlich genau
beim Normwert der neuen Periode 1981–2010. Der
Vergleich mit der alten Normperiode zeigt, dass es
wiederum ein warmes Jahr war. Die Jahresniederschläge lagen rund 10 % und die Jahressonnenscheindauer wenige Prozente unter der Norm. Die
Monate Februar, März und Mai waren zu kalt. Bis in
den April war es immer wieder winterlich, bis im
Mai kühl und sonnenscheinarm. Der März war sehr
trocken, der Mai sehr nass. Intensive Regenfälle
vom 31. Mai bis 2. Juni verursachten einige Strassenschäden und Hangrutsche (Würzstrasse,
Schwyz; Altstaffelstrasse, Sattel; Zwüschet Bäch
und Höchwald, Rothenthurm; Steinertal, Steinen).
Der Juli war überdurchschnittlich warm. Im Juli und
August war es überdurchschnittlich trocken und
sonnig. Trotz Kaltlufteinbrüchen ab Mitte September war der Oktober deutlich zu warm. Der Dezember war sehr trocken und ungewöhnlich nebelarm,
so dass an vielen Stationen Sonnenscheinrekorde
gemessen wurden.
Forst-, land- und alpwirtschaftliche Gebäude
Die Brentenhütte, Unteriberg diente früher als
Stützpunkt der örtlichen Forstgruppe sowie als Lagergebäude für forstliche und alpwirtschaftliche
Waren. Seit einigen Jahren stand das Gebäude
mehr oder weniger leer. Der Zahn der Zeit hat an
der Gebäudesubstanz seine Spuren hinterlassen
und das äussere Erscheinungsbild liess zu wünschen übrig. Die raumplanerischen Abklärungen
haben gezeigt, dass ein Abbruch mit Wiederaufbau
nicht bewilligt wird, eine Instandstellung mit Umnutzung zu Lagerzwecken jedoch zulässig ist. Entsprechend hat der Verwaltungsrat eine Gesamtsanierung beschlossen. Unter Einhaltung der
Wesensgleichheit konnte eine geringfügige Erwei-
Die alte Brentenhütte vor der Gesamtsanierung
terung umgesetzt werden. Das Gebäude umfasst
im Erdgeschoss neu fünf separate Einstell- und
Lagerräume sowie im Dachgeschoss diverse Lagerflächen. Die Realisation erfolgte mit örtlichen Handwerkern zur besten Zufriedenheit der Bauherrschaft.
Aufgrund der grossen Nachfrage nach Lagerräumen war das Gebäude bereits nach kurzer Zeit vermietet.
Das neue Lagergebäude an der Brentenstrasse in
Unteriberg erstrahlt nach erfolgreichem Um- und Anbau
in neuem Glanz.
9
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Die Sanierung der forstlichen Werkhütte Petersboden, Oberiberg wurde abgeschlossen. Nebst
der Vergrösserung um 6 Meter wurde das Gebäude
auch mit einer Regenwassernutzung ergänzt und
das Abwasser an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Ein grosser Teil der Arbeiten konnte
durch das eigene Forstpersonal ausgeführt werden. Nach Abzug der öffentlichen Beiträge sind
Restkosten von knapp Fr. 124’000 verblieben. Die
Werkhütte entspricht nun wieder den heutigen
Anforderungen sowohl bei Werk- und Aufenthaltsraum, bei den sanitären Anlagen als auch zum
Einstellen von Rückefahrzeugen. Zum Heben und
Transportieren von Lasten wurde ein OccasionGabelstapler angeschafft.
Die Alp Erigsmatt, Muotathal bildet das Hauptsömmerungsgebiet der Alpeinheit Hobacher–
Erigsmatt. Seit 13 Jahren betreut Alexander UlrichHeinzer, Muotathal die Schafalp und gilt als sehr
umsichtiger und erfahrener Schäfer. Mit seiner Frau
Yvonne und den beiden Buben sind sie den ganzen
Sommer vor Ort und setzen sich für eine tadellose
Die Werkhütte Petersboden, Oberiberg wurde
erweitert und den heutigen Anforderungen
entsprechend saniert.
Die Erigsmatt-Hütte, Muotathal bei Baubeginn ...
… und nach Abschluss der Arbeiten. Der Anbau gliedert sich vorzüglich an das bestehende Gebäude an.
Für die Sicherstellung der Wasserversorgung wurde ein
Wassertank versetzt.
10
Bewirtschaftung ein. Im Jahr 1983 wurde an die
Erigsmatt-Hütte ein Anbau, jedoch ohne WC und
Nassräume, realisiert. Mit dem Heranwachsen der
jungen Älplerfamilie wurde das Bedürfnis zur Errichtung von WC und Dusche im Wohnbereich immer dringender. Zudem musste die bestehende
Wasserversorgung mit einer Gesamtsanierung gesichert werden. Im Sommer 2013 konnten die Arbeiten in Angriff genommen und ohne wesentliche
Zwischenfälle durchgezogen werden. Rechtzeitig
vor dem Wintereinbruch wurden sämtliche Bauinstallationen deinstalliert und zurückverschoben. Die
veranschlagten Investitionskosten konnten eingehalten werden.
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Der Schattstall auf Milchbüelen, Bisisthal dient
nicht nur zum Einstallen von Tieren, denn jedes
Jahr werden im Stallteil die Sömmerungstiere sortiert und für den Transport vorbereitet. Im Interesse der Arbeitssicherheit und des Tierwohls wurde
ein Auszugskonzept erstellt. Ein Stallteil wurde mit
den entsprechenden Abtrennungen und Gerätschaften ausgestattet. Im gleichen Zuge wurden
die Heudiele erneuert und hinsichtlich der Tierschutzbestimmungen die notwendigen baulichen
Massnahmen getroffen. Die Sanierungskosten beliefen sich auf Fr. 54’341.
An verschiedenen Alpgebäuden mussten kleinere
und grössere Reparaturen ausgeführt werden. In
einigen Alpställen wurden die nötigen Tierschutzanpassungen vorgenommen. Der Aufwand dafür
ist sehr unterschiedlich. Dabei gilt es immer, geeignete und individuell abgestimmte Lösungen zu
suchen.
Im Schattstall auf Milchbüelen, Bisisthal wurden die
nötigen Anpassungen gemäss Tierschutzbestimmungen gemacht.
Im Alpgebäude Bannegg, Rothenthurm konnten die Anpassungen mit einfachen Mitteln vorgenommen werden.
Wasserversorgungsanlagen
Bei längeren Trockenperioden vermochte der Zufluss der Wasserversorgung der Alpeinheit Ober
Saum, Muotathal den Bedarf jeweils kaum mehr
zu decken. Der Verwaltungsrat beschloss Massnahmen zur Verbesserung der Situation zu ergreifen.
Dazu wurden alle drei bestehenden Quellen nachgefasst, neue Brunnenstuben versetzt, die bestehenden Reservoire instandgestellt und das Wasserleitungsnetz mit Tränkestellen teils erneuert. Weiter
wurden bei 15 bestehenden, teilweise im regionalen Flachmoor liegenden Flöschen die Schlammablagerungen entfernt.
Die bestehende Wasserversorgung im Ober Saum, Muotathal
wurde saniert.
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Die Wasserversorgung der Saasalpen, Muotathal
an welcher zwei Alpeinheiten mit drei Alpgebäuden angeschlossen sind, war in einem sehr schlechten Zustand. Die Quellfassungen waren mangelhaft. Eine Speichermöglichkeit war nicht vorhanden,
so dass bei trockener Witterung die Wasserversorgung äusserst knapp war. Die bestehenden Quellfassungen wurden erneuert und eine dritte Quelle
neu gefasst. Um die Versorgungsengpässe zu vermeiden, wurden zwei Wassertanks versetzt. Im
Rutschgebiet musste die Wasserleitung neu verlegt werden. Die Baukosten beliefen sich auf total
Fr. 90’239. Das Projekt wurde mit 73 % öffentlichen
Beiträgen unterstützt.
Obersaas, Muotathal Sanierung Wasserversorgung
Strassen und Wege
Neubauten von lastwagenfahrbaren Maschinenwegen: Die im Vorjahr begonnenen Wege am
Schwarzenstock, Alpthal (1’250 m), in den Töbler
auf dem Stoos, Morschach/Muotathal (340 m)
und im Brünischart, Ingenbohl (145 m) konnten
fertig gestellt werden. Sie wurden von Bund und
Kanton mit Schutzwaldbeiträgen zwischen 83 %
und 94 % unterstützt. Im Berichtsjahr konnte mit
dem Bau eines weiteren lastwagenfahrbaren Maschinenweges vom Nüberg in den unteren Teil des
Gschwändwaldes in Oberiberg begonnen werden.
Grössere Instandstellungsarbeiten wurden an
folgenden Strassen und Wegen vorgenommen:
- Schneitwald- respektive Isentobelstrasse, Oberiberg
- Charrenstockstrasse, Unteriberg
- Höchwaldstrasse, Rothenthurm
Neu gebautes Wegstück im Brünischart, Ingenbohl
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Mit dem Inkrafttreten der angepassten Weisung zur
Fahrverbotsregelung auf Waldstrassen und in
Jagdbanngebieten des Umweltdepartements am
1. Juni 2013 wurde in den Gemeinden Rothenthurm,
Alpthal, Unter- und Oberiberg begonnen, die
rechtskräftigen Motorfahrzeugverbote aufzustellen. Gleichzeitig erhielten die berechtigten Benutzer (Grundeigentümer, Pächter/Mieter, Bewirtschafter etc.) ihre Ausweise zum Befahren dieser Strassen.
Diese Arbeiten zur Instandstellung und zum Aufstellen der Fahrverbote konnten mit Beiträgen von
Bund und Kanton sowie teilweise des Bezirkes realisiert werden. Die Beitragssätze schwankten dabei
je nach öffentlicher Bedeutung, Schutzwaldanteil,
Baugrund etc. zwischen 60 % und 83 %.
Die alpinternen Erschliessungen im Gebiet Obhäg,
Alt Stafel, Xanderstall und Schwantenring, Sattel waren in einem schlechten Zustand. Die bestehenden Transporterwege konnten stellenweise
nicht mehr befahren werden. In Zusammenarbeit
mit den Bewirtschaftern wurden die Wege punktuell verbreitert und instand gestellt. Auch die Wasserversorgung war im Schwantenring in einem
desolaten Zustand. Es waren weder eine ordnungsgemässe Quellfassung noch eine Speichermöglichkeit vorhanden. Dies führte bei anhaltend trocke-
Neues Motorfahrzeugverbot an der Spilmettlenstrasse
im Wald oberhalb von Rothenthurm
Oberhalb der Gwandelenfluh wurde ein Wassertank
versetzt und eine neue Wasserleitung zum Schwantenring,
Sattel verlegt.
Der bestehende Bewirtschaftungsweg im Xanderstall,
Sattel wurde saniert und punktuell befestigt.
ner Witterung zu einer äusserst knappen Wasserversorgung. Im Extremfall musste Wasser zugeführt werden. Neu wird die Alp Schwantenring ab
der Wasserversorgung «Hintergwandelen» versorgt. Dazu wurde ergänzend ein Wassertank versetzt und eine neue Wasserleitung verlegt. Im gleichen Zuge wurden an geeigneten Orten neue
Weidetränken eingerichtet.
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Der bestehende Alpweg ab dem Chatzenschwanz–Usserst Hütte, Riemenstalden hatte
Steigungen bis 35 % und wurde bei Starkniederschlägen immer wieder extrem erodiert. Zudem
waren die Kurven im Bereich «Zapfenzieher» sehr
eng. Der Alpweg wird mit landwirtschaftlichen
Fahrzeugen für die Bewirtschaftung der Alpen
«Usserst Hütte», «Fährlen» und «Lidernen» befahren. Die Bestossung der Alpen erfolgt ebenfalls
über diesen Weg. Gemeinsam mit der Genossame
Ingenbohl konnte das Wegprojekt unter der Projektleitung des Amtes für Landwirtschaft, Abteilung Strukturverbesserung umgesetzt werden.
Das Projekt wurde mit 74 % Strukturverbesserungsbeiträgen unterstützt. Die Restkosten wurden
durch die Genossame Ingenbohl und die OAK getragen.
Alpweg Chatzenschwanz–Usserst Hütte, Riemenstalden
Der Alpweg Pragel–Biet–Alpeli, Muotathal wurde anfangs der 80er Jahre als gemeinschaftliches
Bauwerk zwischen der Genossame Muotathal, der
Familie Ott und der Oberallmeindkorporation
Schwyz erstellt. Im Jahr 2012 wurde der Alpweg
einmal mehr durch ein starkes Gewitter arg in Mit-
Alpweg Pragel–Biet–Alpeli, Muotathal nach dem
Unwetter
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leidenschaft gezogen. Die Gesamtkosten für die
nötigsten Wiederinstandstellungsmassnahmen betrugen Fr. 50’381 und konnten über das Unwetterprojekt abgerechnet werden. Die Restkosten wurden zu je einem Drittel durch die Beteiligten
getragen.
Alpweg Pragel–Biet–Alpeli, Muotathal nach der
Wiederinstandstellung
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Wuhren
Die Oberallmeindkorporation Schwyz ist bei nicht
weniger als 37 Wuhrkorporationen Mitglied und
zahlt entsprechend Perimeterbeiträge.
Die Wuhrkorporation Minster, Ober- und Unteriberg hat die Planung im Los 2 fortgesetzt.
Diese umfassen die Sanierungsarbeiten oberhalb
des Dorfes Unteriberg bis zum Zusammenfluss von
Minster und Surbrunnenbach. Gemäss Bauprojekt
mit Rodungsgesuch und Ersatzaufforstungsplan
fallen auf Boden der OAK rund 1’600 m² permanente und knapp 300 m² temporäre Rodungen sowie
rund 160 m² Ersatzaufforstungen an. Auf der linken
Seite der Minster oberhalb des Hotels Ybrigerhof
konnte zu Gunsten der Erhaltung des Landwirtschaftslandes ausgehandelt werden, dass keine
Ersatzaufforstung erfolgt, sondern lediglich Ufergehölze in Form von Nieder-, Hoch- und Baumhecken gepflanzt werden. Entsprechend wurde die
Einwilligungsbestätigung zum Rodungsgesuch
unterzeichnet.
Die Wuhrkorporation Nidlaubach, Unteriberg
hat an ihrer Versammlung am 27. Mai 2013 neue
Statuten verabschiedet. Sie hat sich in den letzten
Jahren intensiv mit der Verbauung des Nidlaubaches beschäftigt und konnte durch die Wuhrversammlung das Gesamtprojekt im Betrage von rund
7,5 Mio. Franken genehmigen lassen. Im Los 1 wird
der Geschiebesammler ausgebaut und vergrössert.
Es wird am Ende des Sammlers ein Holzrechen installiert und das Gerinne unterhalb ausgebaut. Zudem wird das anfallende Aushubmaterial vom Kiessammler im Unterlauf des Nidlaubaches zur
Renaturierung eingesetzt. Die Bauarbeiten dazu
wurden am 22. April 2013 begonnen.
Das bestehende Wasserrechtsgesetz des Kantons
Schwyz ist mittlerweile 40-jährig. Am 28. Januar
2013 hat die Startsitzung zur Totalrevision des
Wasserrechtsgesetzes stattgefunden. In diesem
Zusammenhang steht auch das heutige System der
Wuhrkorporationen zur Diskussion. Die Vernehmlassung zur Totalrevision wird im Jahr 2014 durchgeführt.
Kompensation CO2 -Emissionen
Der CO2 -Fussabdruck wurde wiederum durch ein
externes Büro nach anerkannten Regeln ermittelt,
also der Verbrauch von Betriebsmitteln (Benzin,
Diesel, Öl), Heizenergie, Strom, Wasser, Papier,
Fahrten zum Arbeitsplatz und während der Arbeit,
sowie Arbeiten und Transporte durch externe
Dienstleister. Die gesamten Emissionen betrugen
398 Tonnen CO2 -Equivalente (Vorjahr 414 Tonnen)
und wurden über das eigene «Oberallmig Klimaschutzprojekt» kompensiert (Kosten Fr. 13’923).
Damit darf die Oberallmeindkorporation Schwyz
in Anspruch nehmen, dass ihr gesamter Betrieb in
allen Bereichen sogenannt «klimaneutral» respektive «kompensiert» abgewickelt wird.
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GRUNDEIGENTUM
Bauland / Zonenplanung
Im Jahre 2011 wurde die letzte Baulandparzelle im
Quartier Paradiesli in Unteriberg veräussert. Seither
besitzt die Oberallmeindkorporation Schwyz in Unteriberg kein baureifes Bauland mehr. Entsprechend hat der Verwaltungsrat beschlossen, das in
der Bauzone liegende Grundstück «Dörfli» in Studen mit den erforderlichen Infrastrukturanlagen zu
erschliessen. Zur Nutzung von Synergien und optimalen Erschliessung konnten zwei Nachbargrundstücke mit einer Fläche von total 3’120 m² käuflich
erworben und mit der eigenen Liegenschaft vereint werden. Im Berichtsjahr wurde mit der Planung
zur Erschliessung der neuen Baurechtsgrundstücke
begonnen. 2014 erfolgt die Umsetzung und anschliessend werden die einzelnen Parzellen zum
Bau von Wohneigentum im Baurecht abgetreten.
Das Grundstück «Dörfli» Studen, Unteriberg liegt bereits
seit mehreren Jahren in der rechtsgültigen Bauzone.
Ebenfalls in Unteriberg wurde dem Gemeinderat
das Gesuch zur Erweiterung der Bauzone Plangg
eingereicht. Durch verdichtetes Bauen soll mit der
wertvollen Ressource «Land» sorgsam umgegangen werden. Dazu wurde im Berichtsjahr die Erarbeitung des Erschliessungs- und Überbauungskonzeptes in Angriff genommen. Ziel ist, rund
70’000 m² Grundstücksfläche in zwei Etappen einzuzonen. Künftig sollen erschwingliche Baurechts-
grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser wie
auch für Mehrfamilienhäuser und Gewerbebauten
angeboten werden. Die Bebauung des neuen Quartiers wird sich über mehrere Jahrzehnte hinstrecken. Aufgrund der Vorgaben des neuen eidgenössischen Raumplanungsgesetzes ist jedoch mit
Verzögerungen bei der Bauzonenerweiterung zu
rechnen.
Die neue Zone für die Grüngutaufbereitung liegt gleich neben der Schnitzelhalle im Eigen, Unteriberg.
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Wie bereits eingangs erwähnt, wurde an der
Oberallmeind-Gemeinde 2013 der Zonenplanänderung im Eigen, Unteriberg in eine Zone
für Grüngutaufbereitung zugestimmt. Die Marty
Gartenbau AG, Unteriberg plant dort im Gebiet
«Eigen» die Erstellung einer neuen Aufbereitungsund Verwertungsanlage für Grüngut. Dieses Vorhaben ist seit Beginn vom Gemeinderat Unteriberg
unterstützt worden. Die Oberallmeindkorporation
Schwyz hat die Parzelle bereits bisher zur Zwischenlagerung von Rohkompost der Marty Gartenbau
AG vermietet. Die OAK hat für die vorgeschlagene
Einzonung der rund 2’800 m² grossen Fläche in die
«Zone für Grüngutaufbereitung» ihr grundsätzliches Einverständnis gegeben. Die Definition der
neuen Zone schliesst nebst Grünabfällen auch die
Lagerung von natürlichen Materialien ein. Damit
sollen weiterhin auch die Lagerung und der Umschlag von Holz, Kies, Sand, Steinen und Aushub
möglich bleiben. Nach Abschluss des öffentlichen
Informations- und Mitwirkungsverfahren zum Teilzonenplan Eigen durch die Gemeinde Unteriberg
hat auch das Volk der Gemeinde Unteriberg das Geschäft gutgeheissen. Die OAK wird der Firma Marty
Gartenbau AG, Unteriberg das benötigte Land im
Baurecht zur Verfügung stellen.
Baulandverkäufe / Baurechte
In den Kaufverträgen von Grund und Boden wurden jeweils Nachzahlungspflichten bei Weiterverkäufen der Grundstücke an Nichtkorporationsbürger vereinbart. Im Berichtsjahr haben vier Handänderungen in den Gemeinden Alpthal, Morschach
und Unteriberg Nachzahlungen im Gesamtbetrag
von Fr. 94’740 ausgelöst. Diese wurden dem Landverkaufsfonds gutgeschrieben.
Auf der Alp Bergen, Muotathal wurde 1954 die Bewilligung zum Erstellen eines Ferienhauses erteilt.
Im Zusammenhang mit einer Handänderung erfolgte die Bereinigung der amtlichen Vermessung.
Gleichzeitig wurde das bisherige Baurecht durch
ein neues selbständiges und 30 Jahre dauerndes
Baurecht gemäss ZGB abgelöst. Die Baurechtsfläche beträgt 250 m².
Anno 1896 wurde von der Oberallmeindkorporation Schwyz einer Privatperson im Karrenboden in
Unteriberg ein Bauplatz für ein Wohnhaus mit
einem Flächeninhalt von 648 m² bewilligt. Für den
Bauplatz wird der Grundeigentümerin seither ein
Bodenzins entrichtet. Im Zusammenhang mit einer
Handänderung innerhalb der Familie wurde das
bisherige altrechtliche Baurecht im Grundbuch gelöscht und ein neuer Baurechtsvertrag mit 90-jähriger Laufzeit abgeschlossen. Das neue Baurecht
umfasst eine Fläche von 651 m².
Im Zusammenhang mit der laufenden Grundbuchbereinigung Muotathal wurden wiederum verschiedene alte alpwirtschaftliche Hüttenrechte in
neuzeitliche Baurechte nach ZGB umgewandelt.
Mit folgenden Alpgebäudeeigentümern konnten
neue Baurechte vereinbart werden: Beat Betschart,
Muotathal (Alphütte und Stall Pragel), Zita AppertFöhn, Steinen (Alphütte und Stall Mittenwald sowie Alphütte und Stall Oberist Hütten), Werner Betschart, Muotathal (Alphütte und Stall Mittenwald
sowie die Ställe Bödmerenalp/Wolfsbüel). Die
Bereinigungsarbeiten werden im laufenden Jahr
fortgesetzt.
Landankäufe
Auf Antrag einer privaten Bauherrschaft soll auf vier
Parzellen im Gebiet Brüglen in Alpthal eine Terrassenbebauung mit sechs Eigentumswohnungen
realisiert werden. Zwei Parzellen lagen im Eigentum
der Oberallmeindkorporation Schwyz und zwei
gehörten der Genossame Alpthal. Zur klaren Regelung der Eigentumsverhältnisse hat die Oberallmeindkorporation Schwyz die zwei Grundstücke
der Genossame Alpthal mit einer Gesamtfläche
von 1’325 m² käuflich erworben. Nach erfolgter
Vereinigung aller vier Grundstücke wurde der Bauherrschaft ein Baurecht über die gesamte Fläche
von 2’387 m² eingeräumt. Mit den Bauarbeiten wurde im April 2013 gestartet. Das Baurecht dauert bis
ins Jahr 2095.
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Dienstbarkeiten / Servitute / Verträge
Im Berichtsjahr wurden folgende Verträge genehmigt oder im Grundbuch eingetragen:
Abgeschlossene Vereinbarungen im Jahr 2013
GemeindeUmschreibung
Allgemeines
Vertragspartner
Vertrag zur Erstellung Informationstafeln Naturschutzgebiet Ibergeregg Kanton Schwyz, Umweltdepartement
Alpthal
Streunutzungsrecht Zayen und Peter, Zwäckentobel
Alpthal
Baurechtsvertrag für verschiedene Forschungseinrichtungen der WSL
Alpthal
Dienstbarkeitsvertrag zur Erstellung einer Moblifunkanlage Holzegg
Alpthal
Kaufvertrag zwei Bauparzellen
Alpthal
Baurechtsvertrag Terrassenüberbauung Mythenblick, Brüglen
Imhof Daniel, Brunnen
Schweizerische Eidgenossenschaft
Kanton Schwyz, Baudepartement
Genossame Alpthal
Schuler Albert, Rothenthurm und Mettler Ernst,
Pfäffikon
Morschach
Morschach
Morschach
Morschach
Abänderung Baurechtsvertrag Ferienhaus Welesch, Stoos
Schuler-De Moliner Manuel und Petra, Sisikon
Baurecht für zwei Kehrichtsammelstellen, Stoos
Gemeinde Morschach
Nichtlandwirtschaftlicher Wintermietvertrag Alpgebäude Teufböni, Stoos Siegenthaler Urs, Wilen b. Neunforn
Recht zum Bau und Betrieb des Geschiebesammlers Rämsenweg, Stoos Gemeinde Morschach
Muotathal
Muotathal
Muotathal
Muotathal
Muotathal
Muotathal
Muotathal
Tauschvertrag / Arrondierung obere Teufbachbrücke
Baurechtsvertrag Ferienhaus Bergen
Baurechtsvertrag Alpgebäude Mittenwald und Oberist Hütte
Baurechtsvertrag Alpgebäude Pragel
Baurechtsvertrag Alpgebäude Mittenwald und Bödmerenalp
Abänderung des Dienstbarkeitsvertrages Urwaldreservat Bödmeren
Vereinbarung betreffend Kostenbeteiligung Werkleitungen Selgis
Gemeinde Muotathal
Dobler Monika, Rickenbach
Appert-Föhn Zita, Steinen
Betschart Beat, Muotathal
Betschart Werner, Muotathal
Stiftung Urwaldreservat Bödmeren, Schwyz
Schelbert AG, Muotathal
Oberiberg
Oberiberg
Oberiberg
Durchleitungsrecht für Kanalisationsanlage Forstgebäude Petersboden
Verlängerung Baurechtsvertrag Bergrestaurant First «Wildä Maa»
Dienstbarkeitsvertrag zur Erstellung einer Moblifunkanlage kleiner Sternen
Genossame Yberg, Unteriberg
Holdener Martin, Oberiberg
Kanton Schwyz, Baudepartement
Rothenthurm
Rothenthurm
Rothenthurm
Abtretungsvertrag Flüelistrasse an die Gemeinde
Landverkauf für Ausbau und Sanierung H8, Zweite Altmatt, Distel
Durchleitungsrecht für Wasserleitung Hafleren–Biberegg
Gemeinde Rothenthurm
Kanton Schwyz
Gemeinde Rothenthurm
Sattel
Nichtlandwirtschaftlicher Wintermietvertrag alte Alphütte Halsegg
Ulrich-Meier Martin, Sattel
Schwyz
Nutzungsrecht OAK an Raum im Rathaus Schwyz / Grundbuchberichtigung
Schwyz
Einräumung Fahrbewilligung Ibergeregg-Zwäcken-Müsliegg
Schwyz
Vertragsauflösung Energiecontracting Schulanlage MPS Schwyz
Kanton Schwyz
Unteriberg
Unteriberg
Unteriberg
Unteriberg
Auf der Maur Daniel, Unteriberg
Gemeinde Unteriberg
Horath Anton, Unteriberg
Krieg Hansruedi, Unteriberg
18
Baurechtsvertrag Wohnhaus Karrenboden 19
Baurecht für Kehrichtsammelstelle Hochgütschstrasse
Durchleitungsrecht für Elektroleitung Brentenhütte
Fuss- und Fahrwegrecht auf der Hochgütschstrasse inklusive Zubringer
Ski-Riege Beinwil, Beinwil/Freiamt AG
Bezirk Schwyz
MIETLIEGENSCHAFTEN
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Mietzinsentwicklung
Für die periodische Anpassung der Mietzinse an die
Kapitalmärkte gilt seit dem 10. September 2008 für
die ganze Schweiz ein einheitlicher Referenzzinssatz. Dieser stützt sich auf den hypothekarischen
Durchschnittszinssatz der Banken. Im September
ist der Zinssatz nochmals von 2.25 % um einen viertel Prozentpunkt auf 2 % gesunken. Die aktuellen
Mietpreise der Oberallmeindkorporation Schwyz
gelten als tief und liegen klar unter dem orts- und
quartierüblichen Niveau. Entsprechend hat der Verwaltungsrat erneut beschlossen, die Mietzinse auf
dem aktuellen Stand zu belassen. Für die Mietwohnungen der Oberallmeindkorporation Schwyz in
Seewen, Schwyz, Rothenthurm und Muotathal besteht anhaltend grosse Nachfrage.
Die Mietzinseinnahmen ohne Heiz- und Nebenkosten lagen im Berichtsjahr mit Fr. 1’311’192 (Vorjahr Fr. 1’306’415) in ähnlicher Grössenordnung wie
in den vergangenen Jahren. In den total 84 Wohnund Geschäftseinheiten fanden sieben Mieterwechsel statt, was etwa dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Infolge einer Gebäudeaufstockung im Muotathal konnte eine Wohnung während des ganzen Jahres nicht vermietet werden.
Der nach Abzug des Betriebsaufwandes resultierende Überschuss vor Abschreibung, Rückstellungen und Verzinsung des eingesetzten Kapitals
(Cashflow) von Fr. 1’084’910 (Vorjahr Fr. 1’050’927)
lag klar wieder über der Millionengrenze.
Liegenschaftsunterhalt
Der gesamte Betriebsaufwand für Reparaturen,
Unterhalt, allgemeine Betriebskosten und Verwaltung lag im Berichtsjahr mit Fr. 226’282 (Vorjahr
Fr. 255’487) im Bereich der vergangenen Jahre.
Nebst den üblichen Unterhaltsarbeiten können im
Jahr 2013 die nachfolgenden Ereignisse besonders
erwähnt werden:
Die Oberallmeindkorporation Schwyz hat im Jahre
1985 mit dem Mehrfamilienhaus Landsgemeindestrasse 5, Rothenthurm den Einstieg in die
Immobilienbranche gewagt. Seither ist das Immobilien-Portefeuille stetig gewachsen. Bald ist das
Gebäude in Rothenthurm mit sieben Mietwohnungen bereits 30-jährig. Im Jahr 2013 wurde im
Zusammenhang eines Mieterwechsels eine umfangreiche Gesamtsanierung der 2-Zimmer-Wohnung ausgeführt.
Das Mehrfamilienhaus Landsgemeindestrasse 5 liegt
am Dorfrand von Rothenthurm in einem ruhigen
Wohnquartier ohne Durchgangsverkehr.
Die Wohnbebauung Rösslimatt 1 und 2 in Seewen umfasst total 28 Wohneinheiten. Den Mietern
stehen für ihre Fahrzeuge lediglich 17 Garagenplätze, 12 Aussenparkplätze und fünf Besucherparkplätze zur Verfügung. Für die heutigen Bedürfnisse
galt dieses Angebot als zu gering. Bei jedem Mieterwechsel bestand das Problem der fehlenden Parkierungsmöglichkeiten. Zur Verbesserung des Angebotes wurden auf dem Rasenplatz zwischen den
beiden Wohnhäusern fünf zusätzliche Aussenparkplätze geschaffen.
Die steigende Nachfrage nach zusätzlichen Parkplätzen für
Motorfahrzeuge veranlasste zu einer Erweiterung des Angebotes.
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OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
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Das 1982 erstellte und im Jahr 2002 von der OAK
erworbene Mehrfamilienhaus Hauptstrasse 63a,
Muotathal wurde im Berichtsjahr einer umfangreichen Erneuerung unterzogen. Nebst der eigentlichen Fassadensanierung mit Balkonanbauten
wurde das Gebäude um ein Stockwerk erhöht und
vier zusätzliche Autoeinstellgaragen erstellt. Dazu
musste die Dachwohnung abgebrochen und das
Treppenhaus erweitert werden. Die vier bestehenden Wohnungen wurden grösstenteils belassen.
Einzig zwei Bäder und eine Küche wurden saniert.
Die Mieterinnen und Mieter mussten während den
10 Monaten Bauzeit einige Emissionen in Kauf nehmen. Das Verständnis der Mieterschaft war jedoch
sehr gross. Mit den vorwiegend örtlichen Handwerkern erfolgte eine ausgezeichnete und rei-
Bei besten Witterungsverhältnissen wurde das
oberste Geschoss abgebrochen und in Holzbauweise
zwei neue Etagen mit drei Wohnungen aufgebaut.
Die OAK kann viele langjährige Mietverhältnisse
ausweisen. Derartig lange Verbindungen sind in
der heutigen kurzlebigen Zeit mit der hohen Mobilität nicht mehr selbstverständlich. Als Wertschät-
bungslose Zusammenarbeit. Mit der Gebäudeerweiterung konnten zwei zusätzliche Mietwohnungen realisiert werden. Das Wohnungsangebot umfasst neu sechs grosszügige 4.5-Zimmerwohnungen und eine moderne 3.5-Zimmer-Dachwohnung mit 150 m² Wohnfläche. Die zwei neuen
Familienwohnungen konnten umgehend nach der
Fertigstellung im Dezember vermietet werden. Aufgrund der wertvermehrenden Investitionen wurden die Mietzinse der bestehenden vier Wohnungen per Anfang 2014 angemessen erhöht.
Das Mehrfamilienhaus Hauptstrasse 63a, Muotathal umfasst neu sieben Wohneinheiten und einen Gewerbeteil.
zung der langjährigen Treue werden die Mieterverhältnisse ab dem 20. Jahr anerkannt und die Mieter
erhalten ein kleines Präsent.
Im Jahr 2013 konnten folgende Mieterinnen und Mieter geehrt werden:
- Schädler Rosina und Bernhard, Rösslimatt 2, Seewen 40 Jahre
- Weisshaupt Rita und Alfred, Rösslimatt 1, Seewen
35 Jahre
Liegenschaftsunterhalt (in Tausend Fr.)
20092010 2011 2012 2013
Unterhalt/Reparaturen 96 93 82118 81
Betriebskosten4334434049
ausserord. Aufwendungen
14
29
21
45
44
Verwaltungskosten5352535252
wertvermehrende Investitionen
10352000
Total Liegenschaftsunterhalt
309
260
199
255
226
Anzahl Wohneinheiten8282828284
Mieterwechsel66577
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WALDWIRTSCHAFT
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Bewirtschaftung der Waldungen des Klosters Einsiedeln
Nach umfangreichen Vorarbeiten konnte die Bewirtschaftung am 01. Januar 2013 gestartet werden.
Auf diesen Zeitpunkt wechselten zwei Forstwarte
und zwei Forstwart-Lernende zur OAK. Der Übergang beim Personal und bei den Arbeiten im Wald
draussen verlief weitgehend problemlos, erforderte von der Bereichsleitung aber einigen Zusatzaufwand. Die 933 ha Klosterwaldungen gliedern sich in
445 ha Wirtschaftswald (48 %), 321 ha Schutzwald
(34 %) und 167 ha Naturwald (18 %). Wie im Leistungsauftrag festgelegt, sind die Waldungen ergebnisorientiert, nachhaltig und naturnah sowie
nach modernen forst- und betriebswirtschaftlichen
Grundsätzen zu bewirtschaften. Der Forstbetrieb
der OAK besorgt alle Arbeiten im Wald des Klosters,
unter Berücksichtigung der Waldgesetzgebung
und im Rahmen des festgelegten Budgets. Die Koordinationskommission mit je zwei Vertretern von
Kloster und OAK wahrt und koordiniert die Interessen der Vertragspartner. Das gesamte Rechnungswesen wird über einen separaten Mandanten innerhalb der OAK-Buchhaltung abgewickelt. Alle
Aufwendungen (Drittrechnungen sowie die Stunden von Personal und Maschinen der OAK) und alle
Erlöse (Holzerlöse, Beiträge etc.) werden auftragsweise zugeordnet und verrechnet. Ein gemeinsam
beauftragtes Forstingenieurbüro erstellt auf Grund
Einsatz Kombiseilgerät im Klosterwald
der bereit gestellten Unterlagen die forstliche Betriebsabrechnung (BAR), prüft die Plausibilität und
erstellt die Schlussabrechnung. Mit dem gewählten
Verrechnungsmodell wird sichergestellt, dass jeder
Vertragspartner genau seine Leistungen finanziert
und beide die Risiken gemeinsam tragen. Die Bewirtschaftung der Klosterwaldungen ist für die OAK
kostendeckend.
Zwischenrevision Betriebspläne
Gemäss Waldgesetzgebung muss in sogenannten
Betriebsplänen die Waldbewirtschaftung waldeigentümerverbindlich geregelt und vom Kanton
genehmigt werden. Sie beschreiben die waldbauliche Planung, legen den Hiebsatz fest und sind 20
Jahre gültig. Nach 10 Jahren sind im Rahmen einer
Zwischenrevision die waldbauliche Planung zu erneuern und der Hiebsatz zu überprüfen. Die OAK
hat für die Periode 2003–2022 einen Grundlagenplan und fünf Betriebspläne sowie für 2004–2023
einen Betriebsplan; bisher mit Hiebsätzen von
total 36’000 fm. Die Zwischenrevisionen für den
Grundlagenplan und drei Betriebspläne wurden
vom Kanton genehmigt. Ab 2013 betragen die
Hiebsätze für die Betriebspläne Muotathal-Bisisthal-Pragel 5’000 fm (bisher 6’500 fm), MuotathalFronalpstock 5’500 fm (bisher 6’000 fm) und
Mythen-Urmiberg 5’000 fm (bisher 6’000 fm). Der
Gesamthiebsatz reduziert sich damit um 3’000 fm
auf provisorisch 33’000 fm. Die restlichen drei
Betriebspläne Ybrig, Alpthal und RothenthurmRossberg werden im Jahr 2014 aktualisiert.
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OBERALLMEINDKORPORATION SCHWYZ
BRÜÖL 2 • POSTFACH 449 • 6431 SCHWYZ
Holzmarkt und Holzerlöse
Die weltweiten Holzmärkte wirken sich auf Europa
und die Schweiz aus. Verbunden mit dem nach wie
vor starken Schweizer Franken blieb der Importdruck
von Fertig- und Halbfertigprodukten hoch, trotz und
wegen der anhaltend robusten Binnenkonjunktur.
Auch in diesem schwierigen Umfeld blieb die Nachfrage unserer regionalen Kunden nach Nadelsägerundholz und Nadelindustrieholz hoch. Im Sommer
und Herbst konnten leichte Preiserhöhungen beim
Nadelsägerundholz realisiert werden, sodass der
durchschnittliche Erlös gegenüber dem Vorjahr um
6 % stieg. Dieses wichtigste Sortiment für die OAK
macht 56 % der gesamten Verkaufsmenge aus. Auch
beim Nadelindustrieholz (10 % der Verkaufsmenge)
konnten um 7 % höhere Erlöse realisiert werden. Das
Energieholz (33 % der Verkaufsmenge) wurde entweder als verarbeitetes Brenn-Stückholz respektive als
Brennholz-lang an regionale Kunden verkauft oder
von der OAK Energie AG übernommen, gehackt und
als Holz-Schnitzel in den von ihr belieferten Anlagen
verfeuert respektive der AGRO Energie Schwyz AG
verkauft. Der durchschnittliche Energieholzerlös
ging als Folge des grösseren Anteils an Kronenmaterial geringfügig zurück. Insgesamt wurden rund
19’000 Schüttraummeter Holzschnitzel über die OAK
vermarktet. Mit sehr wenigen Ausnahmen wurde das
gesamte Holz in der Region verkauft.
Grosser Holzumschlag im Brentenboden, Unteriberg
22
Durchschnittliche Holzerlöse gemäss Betriebsabrechnung
(BAR) (in Fr. pro m3 inkl. MWSt)
120
100
80
60
40
20
0
2009
Rundholz
2010
Industrieholz
2011
2012
Energieholz
2013
alle Sortimente
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Holznutzungen
Holzmarktbedingt lagen die Holznutzungen im
OAK-Wald mit 24’820 m³ geringfügig über dem Vorjahr. Im Wirtschafts- und im Naturwald ging die
Nutzung zurück, im Schutzwald stieg sie an. Im
Klosterwald wurden weitere 6’738 m³ genutzt und
durch die OAK verkauft.
Die genutzte Holzmenge in den Waldungen der
OAK wurde mit folgenden Rückeverfahren an die
Waldstrasse bereitgestellt:
- Kombiseilgeräte
56 %
- übrige Seilanlagen
7%
- Forstschlepper und Pistenfahrzeug
32 %
- Helikopter
3%
- nicht gerückt und liegen gelassen
2%
Insgesamt fielen mit 3’645 m³ respektive 15 % der
Gesamtnutzung verhältnismässig wenige Zwangsnutzungen an. Davon entfielen knapp die Hälfte
auf Rutschungen und knapp ein Viertel auf Schneeschäden. Die Borkenkäferschäden sind glücklicherweise seit Jahren sehr tief.
Hiebsatz und verkaufte Holzmenge (in m³)
40'000
35'000
30'000
25'000
20'000
15'000
10'000
5'000
0
2009
Gesamtnutzung
2010
Hiebsatz
2011
Wirtschaftswald
2012
2013
Schutzwald
Naturwald
Holzrücken mit umgebautem Pistenfahrzeug im Teuftobel, Alpthal
23
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Betriebswirtschaftliche Ergebnisse
Die Auswertung erfolgte wie in den Vorjahren mit
der schweizweit standardisierten forstlichen Betriebsabrechnung. Die Kostenträger für den OAKWald gliedern sich dabei wie folgt:
-Waldbewirtschaftung
• Wirtschaftswald
2’475 ha
(27 %)
• Schutzwald
4’997 ha
(56 %)
• Erholungswald
0 ha
(0 %)
• Naturwald
1’568 ha
(17 %)
-Sachgüterproduktion
-Dienstleistungen
Insgesamt ist das Ergebnis gemäss Betriebsabrechnung negativ. Der Naturwald und die Dienstleistungen wiesen einen Gewinn, dagegen Wirtschaftswald, Schutzwald, Erholungswald und
Sachgüterproduktion ein Defizit aus. Das Ziel des
effor2-Projekts aus dem Jahr 1999 mit einer Eigenwirtschaftlichkeit von 75 % wurde übertroffen:
83 % der Erlöse wurden selber erwirtschaftet und
lediglich 17 % erfolgten durch Beiträge von Bund
und Kanton. Gesamthaft wurden im Wald 44’670
produktive Stunden geleistet, davon 41 % im
Schutzwald, 15 % im Wirtschaftswald, 3 % im
Natur- und Erholungswald, 21 % für Sachgüter und
Dienstleistungen, 11 % für Verwaltungsarbeiten
und Weiterbildung sowie 9 % für den Unterhalt von
Maschinen, Geräten und Forstgebäuden. Hinzu
kommen 4’497 Stunden, welche im Klosterwald
geleistet wurden. Neu angeschafft wurde ein Occasion-Gabelstapler für die Forsthütte Petersboden.
Ersatzbeschaffungen waren notwendig für ein Personenfahrzeug, einen PW-Anhänger und einen
Laufwagen mit Motorausspuler für konventionelle
Seilanlagen. Die Unterhaltskosten bewegten sich
im Rahmen der Vorjahre.
24
Neuer Laufwagen Slackpuller im Einsatz unterhalb der
Bärfallen, Ingenbohl
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Wirtschaftswald
Nach dem untypischen Bild im vergangenen Jahr
wegen den Rodungsarbeiten für die neue Stoosbahn gleicht das Berichtsjahr wieder den Vorjahren.
Insgesamt resultierte ein Verlust von Fr. 13.–/m³. Für
Pflege, Holzernte und übrige Arbeiten wurden
6’854 Stunden eingesetzt und 7’273 m³ Holz gerüstet und verkauft. Die Produktivität konnte auf
1.06 Std./m³ verbessert werden.
Aufwand und Ertrag im Wirtschaftswald gemäss Betriebsabrechnung (in Fr./m³, Aufwand 2. PS = Holzernte;
Aufwand 1. PS = Bestandesbegründung, Pflege, Schlagräumung, Anzeichnung; übriger Aufwand = Unterhalt,
Verwaltung, Weiterbildung)
200
150
100
50
0
-50
-100
-150
-200
2009
2010
2011
2012
2013
Nettoholzertrag
Beiträge u. übrige Erträge
total Aufwand 2. PS
total Aufwand 1. PS
total übriger Aufwand
Gewinn
Verlust
Jungwald am Grossbrächenstock, Alpthal über
10 Jahre nach dem Orkan «Lothar»
Schutzwald
Das Defizit konnte gegenüber dem Vorjahr auf
Fr. 9.–/m³ reduziert werden. Der Aufwand konnte
zwar verkleinert werden, aber auch die Beiträge
gingen zurück. Mit den Holzerlösen finanzierte die
Oberallmeindkorporation Schwyz 64 % (Vorjahr
58 %) der Aufwendungen für die Schutzwaldbe-
wirtschaftung und weitere 7 % über das Defizit;
Bund und Kanton tragen 29 % der Kosten. Insgesamt wurden 17’971 Stunden für Pflege, Holzernte
und übrige Arbeiten eingesetzt und 16’872 m³ Holz
gerüstet und verkauft. Die Produktivität verschlechterte sich leicht auf 1.07 Std./m³.
Aufwand und Ertrag im Schutzwald gemäss Betriebsabrechnung (in Fr./m³)
200
150
100
50
0
-50
-100
-150
-200
2009
2010
2011
2012
2013
Nettoholzertrag
Beiträge u. übrige Erträge
total Aufwand 2. PS
total Aufwand 1. PS
total übriger Aufwand
Gewinn
Verlust
Höchwald, Rothenthurm über 10 Jahre nach dem Orkan
«Lothar»
25
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Naturwald
Die rechtskräftigen Reservatflächen von 1’568 ha,
davon Naturwaldreservate 1’044 ha und Sonderwaldreservate 524 ha, erfuhren keine Änderungen.
Mit Entschädigungen für Naturwaldreservate von
knapp Fr. 92’000, wovon rund sechs Siebtel durch
die Hauser-Stiftung, Weggis und der Rest durch
Bund und Kantone getragen werden, sowie Beiträgen von Bund und Kantonen an Massnahmen zur
Förderung der Biodiversität von knapp Fr. 23’000 ist
dieser Teil der Waldbewirtschaftung zurzeit der einzig regelmässig gewinnbringende.
Öffentliche Führung im Naturwaldreservat Bödmeren,
Muotathal
Sachgüterproduktion und Dienstleistungen
Der Mehraufwand beim Brennstückholz konnte reduziert werden. Zum Beschicken des Schneidspalters und Lagern des Holzes wurde ein Hoflader angeschafft. Die Herstellung von Brunnentrögen,
Tischen und Bänken ist knapp kostendeckend.
Beim gewinnbringenden Holzhandel halbierte sich
die Menge holzmarktbedingt auf 600 m³. Beim umsatzmässig grössten Bereich, den Arbeiten für Dritte wurde die Gewinnschwelle knapp nicht erreicht.
Dank dem gewinnbringenden «Oberallmig Klimaschutzprojekt» schlossen die Dienstleistungen insgesamt positiv ab. Der Verkauf der entsprechenden
Brunnentrog zur Auslieferung bereit
26
CO2 -Zertifikate auf dem freiwilligen Markt zur Kompensation von nicht vermeidbaren Emissionen
konnte auf 3’290 Tonnen gesteigert werden. Das
Problem der Doppelzählung durch den Bund hat
sich insofern gelöst, als er nicht die gesamte Senkenleistung des Waldes im Rahmen des Kyoto-Protokolls anrechnen kann und somit die restliche Senkenleistung frei verfügbar ist. Da es in der Schweiz
keine grösseren Senkenprojekte gibt, entsprechen
alle Zertifikate der OAK den Regeln der CO2 -Kompensation und die Käufer können ihre Leistung als
«klimaneutral» oder «kompensiert» bezeichnen.
ALPWIRTSCHAFT
Auf einen ausserordentlich verregneten und kalten
Mai folgte auf den Hochalpen ein Sommer, wie man
ihn wieder nehmen würde. Der Herbst hingegen
gestaltete sich wieder eher trüb und nass. Mit einer
Bestossung von rund 90 % der total verfügten Nor-
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malstösse sind unsere Alpen recht gut bestossen
worden. Dazu tragen im Wesentlichen die Älplerinnen und Älpler bei, welche die ihnen anvertrauten
Tiere umsichtig und gut betreuen.
Leitbild Obhäg-Altmatt-Hochstuckli
Bereits liegt die Ersterarbeitung des Leitbildes
Obhäg-Altmatt-Hochstuckli 5 Jahre zurück. Turnusgemäss hat der Verwaltungsrat die Überarbeitung
im Berichtsjahr an die Hand genommen. Die Zielvorgaben wurden analysiert und deren Umsetzung
eingehend beraten. Auch hat der Verwaltungsrat
Begehungen im besagten Leitbildperimeter durchgeführt. Rückblickend konnten zwar nicht alle Zielvorgaben umgesetzt werden, das Wesentliche
jedoch ist, dass es in die richtige Richtung geht.
Die Gebiete Obhäg und Altmatt haben typischen
Voralpcharakter. Das Angebot von langen Alpzeiten spielt in der Sömmerung eine zentrale und
immer wichtigere Rolle. Damit unsere Hochalpen
auch weiterhin ausreichend bestossen werden können, sind sie auf das Zusammenspiel der Frühatzungsalpen angewiesen. Das vorhandene Potenzial ist schrittweise zu optimieren.
Im November wurde gemeinsam mit den Älplern
und Hütteneigentümern das sogenannte Älplergespräch durchgeführt. Dabei wurde Rückblick auf
die letzten 5 Jahre genommen und über die laufenden Projekte orientiert. Diese gemeinsamen Gespräche stellen für alle Parteien einen Gewinn dar
und tragen zu einer guten Zusammenarbeit bei.
Alpgebiet Obhäg, Sattel – im Hintergrund die Alp Eigen
Alpbegehung 2013 mit dem OAK-Verwaltungsrat
Alpgebiet Rothenthurm–Sattel: Spilmettlen, Bannegg,
Hochstuckli
Schiessplatz Altmatt, Rothenthurm – Herbstatzung
der Schafe
27
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Besatzzahlen der OAK-Alpen (Auflage und Pacht)
Kühe (inkl. Galtkühe)
Andere Kühe (Mutterkühe)
Rinder über 2 Jahre
Rinder 1 bis 2 Jahre
Jungvieh bis 1 Jahr inkl. Mastkälbern
Pferde (Ponys, Kleinpferde und Esel)
Ziegen
Schafe
20092010201120122013
1’080
1’110
1’100
1’140
1’150
420
410
430
410
440
1’370
1’390
1’390
1’320
1’310
2’480
2’380
2’430
2’280
2’330
1’380
1’410
1’330
1’370
1’370
140
150
150
150
100
580610570650670
5’0505’2704’8705’2205’530
Auf folgenden Alpen finden per 2014 Bewirtschafterwechsel statt:
Alp
Bisheriger Bewirtschafter
Neuer Bewirtschafter
Butzen*
Gabriel Betschart, Muotathal
Werner Betschart, Muotathal
Tröligen-Füdlen
Paul Gwerder-Schelbert, Pirmin Gwerder, Muotathal
Muotathal
Käsern Ängi, Obere Franz Kryenbühl-Suter,
Sonja Kryenbühl, Unteriberg
GuggernhütteUnteriberg
Näppenalp Metzg-Ober Tritt, Alfred Gwerder-Holdener, Oberallmeindkorporation
Maurishütte Ried-Muotathal
Schwyz
Näppenalp, Spälten
Baptist Reichmuth-Weber, Schwyz Oberallmeindkorporation
Schwyz
* Bewirtschafterwechsel erfolgte bereits im Jahr 2013
Wir benutzen die Gelegenheit gerne, den abtretenden Älplern und ihren Familienangehörigen für den
treuen und langjährigen Einsatz bestens zu danken
und wünschen ihnen, aber auch ihren Nachfolgern,
viel Glück und Gesundheit.
Älplerehrungen
Mit Verwaltungsratsbeschluss aus dem Jahr 1996
sind die Grundsatzregelungen für die Älplerehrungen festgehalten worden: Höchstens einmal, frühestens bei 25-jähriger zufriedenstellender Tätigkeit auf einer OAK-Alp. Im Jahr 2004 wurde dieser
Beschluss durch die Alpkommission dahingehend
präzisiert, dass die Alpjahre frühestens ab dem
16. Altersjahr angerechnet werden.
Da die Älplerehrungen in der Vergangenheit nicht
in allen Teilen gut verlaufen sind, hat die Oberallmeindkorporation Schwyz in enger Zusammenarbeit mit dem Alpwirtschaftlichen Verein Innerschwyz und dem Alpwirtschaftlichen Verein Ybrig
nach geeigneten Lösungen gesucht. Der Verwaltungsrat hat die Grundsatzregelung wie folgt angepasst:
28
1.In Zukunft werden die Älpler frühestens nach
20 Jahren Alpdienst auf OAK-Alpen geehrt. Die
Ehrung kann für Einzelpersonen oder eine Familienehrung (Älplerpaare) ausgestellt werden.
2.Die Ehrung wird wie bisher an der Generalversammlung des jeweiligen Vereins vorgenommen.
3. Die geehrten Älpler der OAK werden in Zukunft
sowohl im Geschäftsbericht, als auch an der
Oberallmeind-Gemeinde im Jahresbericht des
Präsidenten erwähnt.
4. Nach weiteren 10 Jahren (bei 30, 40, 50 Jahren)
können Ehrungen im kleineren Rahmen vorgenommen werden.
5.Die Vorschläge für die Älplerehrungen haben
künftig in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Vereinen zu erfolgen.
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Folgende Älplerinnen und Älpler konnten für ihren
langjährigen Einsatz auf OAK-Alpen geehrt werden.
Seit 31 Jahren ist Benno Trütsch, Miesboden, Unteriberg Älpler auf Käsern. Die ganze Familie Benno und Priska Trütsch setzt sich voll und ganz für
eine tadellose Bewirtschaftung der Alp Schülberg
Benno und Priska Trütsch, Alp Käsern Schülberg,
Unteriberg
Den geehrten Älplerinnen und Älplern danken wir
für ihre treue, pflichtbewusste Arbeit. Wir wün-
ein. Für 27 Alpsommer konnten Franz und Doris
Büeler-Burch, Hausmattli, Ried-Muotathal geehrt werden. Das Ehepaar bewirtschaftet auf dem
Wasserberg die Äbnenmatt sowie das Chalberloch
zu unserer besten Zufriedenheit.
Franz und Doris Büeler, Alp Wasserberg Äbnenmatt,
Muotathal
schen ihnen noch viele gute Alpsommer und alles
Gute.
Ausblick zum Ersten: Agrarpolitik 2014–2017 (AP 14–17)
Die neue AP 14–17 hat zum Ziel, die Alpwirtschaft
zu stärken und die nachhaltige Bewirtschaftung zu
sichern. Dies ist grundsätzlich erfreulich. Die AP
14–17 sieht drei neue Beitragsarten vor. Der bisherige Sömmerungsbeitrag wird von Fr. 330 auf
Fr. 400 pro Normalstoss (NST) erhöht. Neu kann für
artenreiche Grün- und Streuflächen, sogenannte
Biodiversitätsförderflächen (BFF), ein Beitrag von
Fr. 150 pro Hektare ausbezahlt werden. Als dritte
Beitragsart können für Massnahmen, welche die
Landschaftsqualität (LQ) positiv beeinflussen,
Beiträge ausgelöst werden. Um einen Anreiz zur
Sömmerung von Tieren zu schaffen, wird den Tierbesitzern ein Alpungsbeitrag von Fr. 370 pro NST
für ihre in die Sömmerung gegebenen Tiere ausbezahlt.
Weidegebiet, welches die nötige Qualität für BFF-Beiträge
erreichen wird (Ibergeregg, Schwyz).
29
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Flösch: Ein solches Kleingewässer kann neu als LQElement angemeldet werden (Ober Saum, Muotathal).
Die Stärkung der Alpwirtschaft sowie die Sicherung
einer nachhaltigen Bewirtschaftung entsprechen
genau dem Sinn und Geist der Alpverordnung der
OAK, welche im Jahr 2003 von der OberallmeindGemeinde genehmigt worden ist. Damit ist der
OAK eine aktive Rolle in der Erhaltung und Förderung der benötigten Infrastrukturen und Alpverbesserungsmassnahmen übertragen worden. Diese Verantwortung hat die OAK in den vergangenen
zehn Jahren auch wahrgenommen und im Durchschnitt der letzten 10 Jahre Aufwendungen von
mehr als einer halben Million Franken jährlich in die
Alpwirtschaft ausgewiesen. Die neue Direktzahlungsverordnung des Bundes sieht vor, dass mindestens 80 % der Sömmerungsbeiträge, der Beiträge für artenreiche Grün- und Streuflächen und für
die Landschaftsqualität an die Älplerinnen und Älpler ausbezahlt werden. Ein Teil der Beiträge kann
wie bisher an öffentlich-rechtliche Körperschaften
ausgerichtet werden, welche wie die OAK einen
wesentlichen Beitrag an die Alpverbesserung leisten. Die Grundsätze der Alpverordnung der OAK
haben sich in der Praxis bewährt und sollen auch in
Zukunft umgesetzt werden. Bezüglich Finanzierung der Alpverbesserungsmassnahmen wird der
Oberallmeind-Gemeinde am 19. Oktober 2014 eine
Teilrevision der Alpverordnung zur Abstimmung
vorgelegt.
Ausblick zum Zweiten: Nutzungskonzept Schiessplatz Altmatt, Rothenthurm
Der Bund setzt aktuell auf allen seinen militärischen
Übungsgebieten das Projekt Natur, Landschaft,
Armee (NLA) um. Davon ist auch der Schiessplatz
Altmatt, Rothenthurm betroffen. Erste Priorität
geniesst klar die militärische Nutzung. Ziel ist aber
auch, neben der Förderung der Biodiversität auf
dem Schiessplatz Altmatt eine zukunftsorientierte,
optimale, landwirtschaftliche Nutzung umzusetzen. Deshalb wurde für den Schiessplatz Altmatt
auch ein landwirtschaftliches Nutzungskonzept
erarbeitet, welches die Grundlage der künftigen
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung bildet. Bei
der Umsetzung der NLA-Massnahmen wird die OAK
als Pächterin alleinige Ansprechpartnerin des Bundes sein und somit auch die Aufsicht über die Restnutzung der landwirtschaftlichen Flächen innehaben. Neben dem Recht der Frühatzung für Grossvieh und Schafe konnte auch die Herbstweide
durch die OAK gesichert werden. Dazwischen wird
das Land im Sinne der Gebrauchsleihen von Landwirten aus Rothenthurm bewirtschaftet. Die
Zwischennutzung der Parzellen auf dem Schiessplatzareal wird aufgrund des landwirtschaftlichen
Nutzungskonzepts mit den einzelnen Landwirten
separat geregelt. Dabei werden für jede Parzelle
entsprechende Massnahmen wie Unkrautbe30
kämpfung und dem Standort angepasste Düngung
definiert. Die OAK wird über die Umsetzung der
Massnahmen die Aufsicht halten.
Die Frühjahrs- und neu auch die Herbstweide konnten im
neuen Pachtvertrag mit der Armasuisse verankert werden
(Altmatt, Rothenthurm).
SCHLUSSBEMERKUNGEN /
ZUKUNFTSAUSSICHTEN
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Jubiläumsfeierlichkeiten 2014
Das aktuelle Geschäftsjahr steht ganz im Zeichen
der Jubiläumsfeierlichkeiten. Den Ausschlag dazu
gaben zwei historisch verbürgte Jahreszahlen, 1114
und 1814. Aus dem Jahr 1114 stammt die erste
bekannte Urkunde, die auf allmendgenossenschaftliches Handeln der Leute von Schwyz und
damit auf die Ursprünge der Oberallmeind hinweist. Darin geht es um den Marchenstreit zwischen dem Kloster Einsiedeln und den Schwyzern.
Zudem ist auch 1814 ein wegweisendes Jahr:
Damals fällte die Landsgemeinde den Grundsatzentscheid, die Allmendgenossenschaften der Oberund Unterallmeind von Bezirk und Kanton Schwyz
zu trennen.
1’375 Bürgerinnen und Bürger profitierten von GratisTageskarten der Mythenregion.
Nachdem die ersten beiden Aktionen (Gratis-Tageskarten Mythenregion / Vergünstigung Kinoeintritt
«Tönis Brautfahrt») Geschichte sind, möchten wir
Sie auf die verbleibenden Aktionen und Anlässe
dieses Jubiläumsjahres aufmerksam machen,
welche auf der letzten Seite dieses Geschäftsberichts aufgeführt sind. Zudem wurde ein Klassenwettbewerb für die 1. und 2. Oberstufe im Bezirk
Schwyz lanciert. Die Wettbewerbsarbeiten werden
am Jubiläumstag vom 27. September 2014 in der
Markthalle Rothenthurm ausgestellt.
Der Kinofilm «Tönis Brautfahrt» entführte die Zuschauer
in die Welt der Senntenbauern der Innerschweiz.
Schlusswort und Dank
Trotz Jubiläumsjahr werden wir unsere Kräfte dafür
einsetzen, unsere drei Kernbereiche Wald-, Alpwirtschaft und Liegenschaften getreu unserem
«Leitbild und Strategie» zu pflegen, zu nutzen und
zu fördern. Dabei gilt es immer auch die politischen
und gesellschaftlichen Entwicklungen im Auge zu
behalten und in unsere Entscheidungen einfliessen
zu lassen.
Zitat von Celia Layton Thaxter
(Schriftstellerin 1835-1894)
«In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger
Sommer.»
Es ist uns ein sehr grosses Anliegen, zum Schluss
unseres Jahresberichtes auf alle Seiten DANKE
zu sagen:
- Allen Verwaltungsräten und dem gesamten Personal in den verschiedenen Bereichen der OAK
für die sehr gute Zusammenarbeit.
- Den Älplerinnen und Älplern mit ihren Familien
für die zuverlässige und treue Arbeit auf unseren
Alpen.
- Unseren treuen Kunden für die wertvolle Unterstützung und die erfreuliche Zusammenarbeit.
- Den Gemeinde-, Bezirks- und Kantonsbehörden
für ihr Wohlwollen.
- Allen, die uns im vergangenen Jahr begleitet und
unterstützt haben.
Im Namen des Verwaltungsrates
und der Geschäftsleitung
Albert Schuler, Präsident
Daniel von Euw, Geschäftsführer
31
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