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VB VereinsBrief
Steuern · Recht · Vereinsmanagement
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10 | 2014
Kurz informiert
Sozialversicherung: Vorstandsmitglieder sind in der Regel abhängig beschäftigt�1
Recht: Schiedsvereinbarung kann auch konkludent geschlossen werden�������������1
Gemeinnützigkeit: IPSC-Schießen in Übergangszeit noch nicht schädlich�������������2
Körperschaftsteuer: Ausgabe von Presseausweisen durch Berufsverband����������2
Steuerliche Behandlung von Vereinsheimen
Das sollten Sie zur Finanzierung und der steuerlichen Einordnung
von Vereinsheimen und anderen Vereinsanlagen wissen�����������������������������������������3
Zeitnahe Mittelverwendung und Rücklagenbildung im Verein
So setzen Sie freie Rücklagen virtuos ein�������������������������������������������������������������������8
Verein als Arbeitgeber
Sozialversicherungspflicht von Sportlern:
Das spricht für eine sozialabgabenfreie Selbstständigkeit�������������������������������������11
Vereinsgastronomie
Stichtag 12. Dezember: Die neue Lebensmittelinformationsverordnung betrifft auch Vereine���������������������������������������������������������14
Praxisfall
Verein generiert zusätzliche Einnahmen aus wirtschaftlicher
Nebentätigkeit: Wann liegt ein begünstigter Zweckbetrieb vor? ���������������������������18
Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
VB
Editorial
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Günter Göbel,
Stellvertretender
Chefredakteur
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Günter Göbel | Stellvertretender Chefredakteur
VEREINSBRIEF10-2014
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
Kurz informiert
VB
▶▶Sozialversicherung
Vorstandsmitglieder sind regelmäßig abhängig beschäftigt
| Vergütungen für die Vorstandsarbeit sind regelmäßig sozialversicherungspflichtig. Selbst ein Vorstand, der auf Honorarbasis für den Verein tätig ist, ist nur in Ausnahmefällen selbstständig. Das hat das Landessozialgericht (LSG) Thüringen bestätigt. |
Landessozialgericht
Thüringen macht
Vereinen Strich
durch die Rechnung
Im konkreten Fall ging es um ein Vorstandsmitglied, das zehn Stunden pro
Woche für den Verein tätig war. Es konnte seine Arbeitszeit frei gestalten,
nutzte aber Räumlichkeiten, Telefon und Büromaterialien des Vereins. Im
Hauptberuf war das Vorstandsmitglied selbstständiger Gewerbetreibender.
Für das LSG war Letzteres nicht ausschlaggebend. Wird zwei oder mehreren
Tätigkeiten nachgegangen, seien sie, wenn sie verschiedenartig sind, hinsichtlich der Versicherungspflicht getrennt zu beurteilen. Auch dem geringen
zeitlichen Umfang der Tätigkeit komme keine wesentliche eigenständige Bedeutung zu. Gegen eine selbstständige Tätigkeit sprachen daneben vor allem
die feste monatliche Entlohnung ohne Bezug zum Zeitaufwand und die Tätigkeit in den Räumlichkeiten des Vereins. Außerdem trug das Vorstandsmitglied kein Unternehmerrisiko (LSG Thüringen, rechtskräftiges Urteil vom
29.4.2014, Az. L 6 R 1224/12; Abruf-Nr. 142890).
Wichtig | Der Fall ist deswegen interessant, weil es gerade bei Vorständen,
die im Hauptberuf selbstständig tätig sind, naheliegt, auch deren Vorstandsarbeit auf Honorarbasis zu vergüten. Denkbar wäre das allenfalls, wenn diese für die Vereinsarbeit nur eigene Ressourcen nutzen. Aber selbst dann
würde noch die vereinsrechtliche Bindung an Weisungen der Mitgliederversammlung gegen eine selbstständige Tätigkeit sprechen.
▶▶Vereinsrecht
Schiedsvereinbarung kann auch konkludent geschlossen werden
| Streitigkeiten auf dem Gebiet des Sportrechts werden überwiegend vor
Schiedsgerichten verhandelt. Voraussetzung dafür ist eine Schiedsklausel
in der Satzung des Verbands, der sich die Mitglieder formell unterwerfen.
Diese „Unterwerfung“ kann nach Auffassung des LG Bremen aber auch
konkludent (= durch schlüssiges Handeln) geschehen. |
Anrufung des
Schiedsgerichts
bedeutet dessen
Anerkennung
Im konkreten Fall hatte ein Fußballverein, dessen erste Mannschaft in der
vierten Liga spielt, ausländische Spieler verpflichtet. Weil der Verein den
Spielern nicht die vom Verband geforderte Ausbildungsentschädigung zahlte,
setzte die FIFA als Strafe eine Geldbuße fest. Bei Nichtzahlung sollten ein
Punktabzug und der Abstieg in die nächstniedrigere Klasse erfolgen. Der
Verein argumentierte, er habe sich der Schiedsvereinbarung der FIFA nicht
wirksam unterworfen. Das Gericht sah dagegen die Frage nach der formellen
Unterwerfung unter die Schiedsklausel als bedeutungslos an. Durch die Anrufung des Schiedsgerichts und Teilnahme am Schiedsverfahren hätten sich
die Parteien – Verein und FIFA – auf die Zuständigkeit des Schiedsgerichts
verständigt. Unabhängig davon, ob über die Teilnahme am Spielbetrieb ein
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
1
Kurz informiert
VB
Einzelvertrag geschlossen wurde, hat sich der Verein zudem den entsprechenden Satzungsregelungen durch Teilnahme am Spielbetrieb unterworfen
(LG Bremen, Urteil vom 25.4.2014, Az. 12 O 129/13; Abruf-Nr. 142891).
▶▶Gemeinnützigkeitsrecht
IPSC-Schießen in Übergangszeit noch nicht schädlich
| IPSC-Schießen ist kein Sport im Sinne von § 52 Abs. 2 Nr. 21 AO. Bei der
nach der International Practical Shooting Confederation benannten Disziplin handelt es sich um ein sportliches Bewegungsschießen, das als reines
Kampfschießen bewertet wird und deswegen nicht als gemeinnützig anerkannt wird. Diese Regelung ist am 31. Januar 2014 neu in den Anwendungserlass zur AO (AEAO, zu § 52 Nr. 6) aufgenommen worden. Die OFD Frankfurt hat jetzt eine Übergangsregelung erlassen. |
OFD Frankfurt
gewährt Bestandsschutz bis zum
31. Dezember 2015
Wichtig | Bei als gemeinnützig anerkannten Vereinen wird das IPSC-Schießen als Satzungszweck bis zum 31. Dezember 2015 nicht beanstandet. Solche
Vereine verlieren erst ab dem 1. Januar 2016 die Gemeinnützigkeit. Dies aber
auch dann, wenn das IPSC-Schießen nur eine von mehreren Schießsportarten ist, die in dem Verein ausgeübt werden (OFD Frankfurt, Schreiben vom
7.3.2014, Az. S 0171 A – 180 – St 53; Abruf-Nr. 142892).
▶▶Körperschaftsteuer
Ausgabe von Presseausweisen durch einen Berufsverband
| Gibt ein Berufsverband gegen Gebühr Presseausweise aus, handelt es
sich nach Ansicht des BFH um einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, mit
dem der Verband körperschaftsteuerpflichtig wird. |
Tätigkeit führt laut
BFH zur Körperschaftsteuerpflicht
Im Urteilsfall ging es um einen Verband von Zeitungsverlegern, der die Ausweise an Mitglieder und, nach einem gesonderten Verfahren, auch an Nichtmitglieder ausgab. Der Verband hatte argumentiert, dass das Ausstellen von
Presseausweisen keine selbstständige Tätigkeit im Sinne von § 14 AO sei, mit
der er im Wettbewerb zu anderen steuerpflichtigen Organisationen stehe.
Deshalb läge kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb im Sinne von § 14 AO vor.
Dem widersprach der BFH: Selbstständigkeit ist in diesem Zusammenhang
nicht die persönliche Selbstständigkeit einer juristischen Person, sondern
die sachliche Selbstständigkeit der Betätigung – also eine Abgrenzbarkeit
von einem steuerbegünstigten Wirkungsbereich. Eine sachliche Selbstständigkeit liegt vor, wenn die betreffende Tätigkeit nicht mit anderweitigen Betätigungen derart zusammenhängt, dass ihre Ausübung ohne die anderweitige
Betätigung nicht möglich wäre. Genau das sah der BFH als gegeben an. Es
sei nicht ersichtlich, dass ein Berufsverband von Zeitungsverlegern seine begünstigte Verbandstätigkeit nur ausüben kann, wenn er auch Presseausweise ausgibt (BFH, Urteil vom 7.5.2014, Az. I R 65/12; Abruf-Nr. 142597).
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
2
Steuergestaltung
VB
KÖRPERSCHAFTSTEUER
Vereinsheime und anderen Vereinsanlagen:
So werden sie steuerlich behandelt
von Steuerberater Ulrich Goetze, Wunstorf
| Vereinsheime, andere Immobilien und sonstige Anlagen gemeinnütziger
Vereine unterliegen wie das gesamte Vereinsvermögen der Vermögensbindung. Bei der Anschaffung, der Nutzung, der Ausgliederung oder dem Verkauf von Vereinsvermögen entstehen je nach Zuordnung zu den vier steuerlichen Vereinssphären unterschiedliche steuerliche Folgen. Lernen Sie
nachfolgend die Möglichkeiten kennen, die Ihr Verein bei der ertragsteuerlichen Zuordnung von Anlagevermögen hat. |
Grundsätze zur Zuordnung von Anlagevermögen
Der Verein, der ein Wirtschaftsgut des Anlagevermögens herstellt oder anschafft, muss das prinzipiell einer der vier gemeinnützigkeitsrechtlichen
Sphären zuordnen – also dem ideellen Bereich, der Vermögensverwaltung,
dem Zweckbetrieb oder dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb. Die Abschreibungen und andere laufenden Aufwendungen für den Anlagengegenstand (Wartung, Betriebskosten) werden unabhängig von der Zuordnungsentscheidung auf die einzelnen Sphären verteilt; und zwar nach
dem Verhältnis, wie der Gegenstand in der jeweiligen Sphäre genutzt wurde.
Wirtschaftsgut muss
prinzipiell einer
einzigen Sphäre
zugeordnet werden
Die Zuordnung von Grundstücken und Grundstücksteilen
Für Grundstücke und Grundstücksteile gilt der obige Grundsatz „Zuordnung
nur zu einer Sphäre“ nicht. Hier hängt die Zurechnung davon ab, in welcher
Sphäre das Grundstück oder die Anlage anteilig genutzt wird.
Bei Grundstücken
gilt eine nutzungsbezogene Zuordnung
◼◼Beispiel
Ein Gebäude wird teils im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (selbst betriebene
Gastronomie), teils in der Vermögensverwaltung (verpachtete Gastronomie), teils
für eigene satzungsmäßige Zwecke im Zweckbetrieb und teils im ideellen Bereich genutzt. Folge: Jeder der vier unterschiedlich genutzten Gebäudeteile bilden ein besonderes Wirtschaftsgut. Gebäude und der dazu gehörige Grund und
Boden, die in verschiedenen Nutzungs- und Funktionszusammenhängen stehen,
stellen also steuerlich-buchhalterisch jeweils gesonderte Wirtschaftsgüter dar.
Wichtig | Anderes Anlagevermögen, wie zum Beispiel Fahrzeuge, Geräte
oder Maschinen, ist immer einheitlich in dem Bereich zu bilanzieren, in dem
es überwiegend genutzt wird. Eine Aufteilung der Anschaffungskosten und
deren Bilanzierung in mehreren Sphären ist nicht zulässig.
Geräte und Maschinen sind in einer
Vereinssphäre
zu bilanzieren
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
3
Steuergestaltung
VB
Zuordnung zum wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb
Generell sind Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die ausschließlich im
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb genutzt werden, ab ihrer endgültigen Fertigstellung und Funktionszuweisung zwingend notwendiges Betriebsvermögen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs. Auf den Ausweis in Buchführung
und Bilanz kommt es für die Beurteilung der Betriebsvermögenseigenschaft
nicht an.
Bei Grundstücken und Grundstücksteilen ist eine Aufteilung zulässig. Gebäude und der dazugehörende Grund und Boden werden einheitlich behandelt.
Die Außenanlagen (Beispiel: Einzäunung) oder Betriebsvorrichtungen (Beispiel: Bühne oder Sportanlage) gehören nicht zum Gebäude (auch nicht als
gesonderte Gebäudeteile) und werden eigenständig dem genutzten Bereich
zugeordnet und abgeschrieben.
Außenanlagen und
Betriebsvorrichtungen werden separat
abgeschrieben
Anlagegegenstände, die nicht ausschließlich betrieblich genutzt werden
(zum Beispiel Eigennutzung im Zweckbetrieb und daneben kurzfristige Überlassung an fremde Nutzer), können als gewillkürtes Betriebsvermögen dem
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet werden. Das setzt einen klaren
Willen des Vereins und dessen Ausweis in Buchführung und Bilanz voraus.
Auch Vereine
können gewillkürtes
Betriebsvermögen
bilden
In Grenzfällen hat der Verein darzulegen, welche Beziehung das Wirtschaftsgut zu seinem Betrieb hat und welche vernünftigen wirtschaftlichen Überlegungen ihn veranlasst haben, es als gewillkürtes Betriebsvermögen zu behandeln.
Beachten Sie | Entscheiden Sie sich dafür, den Gegenstand dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zuzuordnen, müssen Sie bei einem späteren Verkauf
einen Veräußerungsgewinn versteuern.
Zuordnung zum Zweckbetrieb oder ideellen Bereich
Da der Zweckbetrieb nicht ertragsteuerpflichtig ist, ergeben sich bei der Anschaffung oder Herstellung eines Anlagegenstands und dessen Zuordnung
keine Besonderheiten. Die Folgen einer gemeinnützigkeitsrechtlichen NichtAnerkennung des Zweckbetriebs werden später erläutert.
Zuordnung ist
steuerneutral
Auch die Zuordnung eines Anlagegenstands zum ideellen Bereich führt zu
keinen ertragsteuerlichen Auswirkungen. Mit anderen Worten: Der Verein
kann die Aufwendungen nicht steuerwirksam abschreiben. Er muss aber
auch keinen Veräußerungsgewinn besteuern, wenn er den Gegenstand verkauft.
Zuordnung zur Vermögensverwaltung
Eine Vermögensverwaltung liegt vor, wenn Vermögen nicht für eigene Zwecke genutzt wird, sondern vermietet oder verpachtet wird und die Erträge
verwendet werden, Satzungszwecke zu erfüllen. Erträge aus der Vermögensverwaltung werden nicht besteuert.
Erträge aus vermietetem Vermögen
werden satzungsgemäß verwendet
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
4
Steuergestaltung
VB
Anschaffung ist steuerbegünstigte Mittelverwendung
Die Anschaffung oder Herstellung von Anlagevermögen gilt als zulässige Mittelverwendung nach der Vorgaben des Gemeinnützigkeitsrechts, soweit die
Wirtschaftsgüter im ideellen Bereich oder im Zweckbetrieb genutzt werden.
Anlagevermögen für den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb darf nicht mit
zeitnah zu verwendenden Mitteln (zwei Jahre – § 55 AO) finanziert werden.
Spezialprobleme bei
der Finanzierung ...
PRAXISHINWEIS | In der Praxis wird das Einsatzverbot zeitnah zu verwendender Mittel vor allem bei gemischt genutzten Gebäuden häufig übersehen. Sofern
der Verein keine entsprechenden freien Mittel hat, muss er Gebäude in dem Umfang durch Fremdmittel finanzieren, wie er diese im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb nutzt. Die Tilgung und Verzinsung dieser Fremdmittel muss aus den Erträgen des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs erfolgen.
... gemischt genutzter Vereinsgebäude
kennen und
bewältigen
◼◼Beispiel
Der Verein baut ein Vereinsheim, das zu 20 Prozent der Fläche im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (selbst betriebene Gastronomie) und zu 10 Prozent in der
Vermögensverwaltung (vermietete Einliegerwohnung) genutzt wird. Die Herstellung kostet 200.000 Euro. Dem Verein stehen zur Finanzierung zur Verfügung:
180.000 Euro aus laufenden Mitteln, zweckgebundener Rücklage und Zuschüssen. Diese dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Außerdem
30.000 Euro aus freien Rücklagen. Die freien Rücklagen decken nicht den zu finanzierenden Anteil zur zweckfremden Verwendung (30 Prozent von 200.000 Euro = 60.000 Euro). Der Verein muss diese 60.000 Euro aber aus nicht zeitnah zu
verwendenden Mitteln aufbringen. Andernfalls verstößt er gegen das Mittelbindungsgebot. Es droht dann der Entzug der Gemeinnützigkeit.
Andere Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit gemischter Verwendung
müssen zu mehr als 50 Prozent im steuerbegünstigten Bereich genutzt werden, damit sie dem Zweckbetrieb in voller Höhe zugeordnet werden können.
In diesem Fall dürfen die Anschaffungen mit zeitnah zu verwendenden Mitteln finanziert werden. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb wird mit den auf
ihn entfallenden Anteil an AfA, Zinsen und laufenden Kosten belastet.
Was gilt bei Nutzungsänderungen?
Ändert sich die Nutzung eines Vereinsgebäudes, muss der Verein darauf auch
bilanztechnisch reagieren.
Überführung vom steuerpflichtigen in steuerbefreiten Bereich
Wird ein Wirtschaftsgut des Anlagevermögens dauerhaft nicht mehr im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb, sondern in einer anderen steuerlichen Sphäre
des Vereins genutzt, muss die Zuordnung entsprechend geändert werden.
Die Überführung einzelner Wirtschaftsgüter aus dem steuerpflichtigen in
den steuerbefreiten Bereich ist ein teilweiser Beginn der Steuerbefreiung
(§ 13 Abs. 5 KStG).
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Stille Reserven
bleiben unbesteuert
5
Steuergestaltung
VB
Die Finanzverwaltung verzichtet darauf, die während der Steuerpflicht im
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gebildeten stillen Reserven zu besteuern.
Der Entnahmewert, der nach ertragsteuerlichen Regelungen zu ermitteln
ist, ist zugleich der Anfangsbilanzwert für den gemeinnützigen Bereich.
Überführung vom steuerbefreiten in den steuerpflichtigen Bereich
Wird ein einzelnes Wirtschaftsgut aus dem steuerbefreiten in den steuerpflichtigen Bereich überführt, so stellt dies in erster Linie eine unzulässige
Mittelverwendung dar, die als qualifizierter Verstoß gegen das Gemeinnützigkeitsrecht zu werten ist und zum Verlust der Gemeinnützigkeit führt.
PRAXISHINWEIS | Für die Gemeinnützigkeit folgenlos ist dieser Vorgang nur,
wenn Mittel aus dem steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb in gleicher Höhe dem steuerbegünstigten Bereich zugeführt werden.
Risiko einer
unzulässigen
Mittelverwendung ..
... durch Mittelumschichtung
vermeiden
◼◼Beispiel
Weil der Fußballverein andernorts einen neuen Sportplatz bekommt, werden die
bisher für den Spielbetrieb genutzten Anlagen im Vereinsheim (Umkleidekabinen, Besprechungsraum, Duschen) nicht mehr für den Spielbetrieb (ideeller Bereich) benötigt. Der Verein vermietet sie an einen Gewerbetreibenden. Damit
überführt er Vermögen aus dem steuerbegünstigten Bereich in die Vermögensverwaltung. In Höhe des Zeitwerts der Gebäudeteile (30.000 Euro) muss er freie
Rücklagen auflösen. Das geschieht, indem er in Wertpapieren angelegte freie
Mittel für den Bau des neuen Sportplatzes verwendet.
Vom nichtgemeinnützigen Verein in die Gemeinnützigkeit
Erlangt ein bisher nicht als gemeinnützig anerkannter Verein die Gemeinnützigkeit, muss er zum Zeitpunkt der Beendigung der Steuerpflicht eine
Schlussbilanz für diejenigen Wirtschaftsgüter erstellen, die künftig gemeinnützigen Zwecken dienen. Dabei sind die Buchwerte anzusetzen (§ 13 Abs. 4
KStG). Stille Reserven, die während der Steuerpflicht gebildet wurden, müssen nicht versteuert werden. Wirtschaftsgüter, die dem künftigen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb dienen, sind dagegen mit dem
Teilwert anzusetzen.
PRAXISHINWEIS | Die so gebildete Schlussbilanz des nicht gemeinnützigen
Vereins ist zugleich die Anfangsbilanz für den gemeinnützigen Verein. Vorhandene – nicht zweckgebundene – Rücklagen des bisher nicht gemeinnützigen Vereins werden als Kapitalausstattung des nun gemeinnützigen Vereins eingestuft.
Sie unterliegen nicht der Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung.
Schlussbilanz
wird zur Anfangsbilanz des gemeinnützigen Vereins
Folgen bei Verlust der Gemeinnützigkeit
Verliert ein Verein seine Gemeinnützigkeit und wird somit in vollem Umfang
steuerpflichtig, ist zu unterscheiden, ob die Steuerpflicht durch einen qualifizierten oder einfachen Verstoß ausgelöst wurde.
Rückwirkender
Verlust der Gemeinnützigkeit droht
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
6
Steuergestaltung
VB
„„ Qualifizierter Verstoß: Als qualifizierter Verstoß gilt etwa eine Satzungsänderung, die zum Verlust der Gemeinnützigkeit führt oder eine erhebliche
Mittelfehlverwendung. Der Verein verliert dann seine Gemeinnützigkeit
steuerrechtlich von Anfang an. Es erfolgt eine Rückversteuerung für den
Zeitraum bis zu zehn Jahren zurück. Der Verein wird für diesen Zeitraum
steuerrechtlich entsprechend den für nicht gemeinnützige Vereine geltenden Vorschriften behandelt und die steuerlichen Ergebnisse entsprechend
ermittelt und besteuert. Der Verein hat zum Zeitpunkt des Beginns der
Steuerpflicht eine Anfangsbilanz mit den Buchwerten der Wirtschaftsgüter aufzustellen. Dadurch wird bei später realisierten stillen Reserven dieser Wirtschaftsgüter die Besteuerung für den Fiskus gesichert.
Erhebliche
Mittelfehlverwendung kostet
Gemeinnützigkeit
„„ Einfacher Verstoß: Durch einen einfachen Verstoß entfällt die Gemeinnützigkeit nicht von Anfang an, sondern lediglich für die Jahre, in denen einfache Verstöße begangen wurden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn in einem Jahr keine satzungsbezogenen Tätigkeiten ausgeübt werden. In diesen Fällen ist die Eröffnungsbilanz bei dem dann nicht mehr gemeinnützigen Verein mit Teilwerten aufzustellen. Dadurch werden stille Reserven im
Anlagevermögen aufgedeckt und das künftige Abschreibungsvolumen erhöht. Der Vermögenszuwachs wird dann in der Schlussbilanz der noch gemeinnützigen Periode nicht erfasst.
Verpachtung eines bisher selbst betriebenen steuerpflichtigen Betriebs
Verpachtet ein gemeinnütziger Verein einen zuvor von ihm selbst betriebenen
wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb (zum Beispiel Gastronomie), werden die
Pachterträge so lange weiterhin dem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb zugeordnet und unterliegen der Körperschaft- und Gewerbesteuer, bis der Verein die Betriebsaufgabe erklärt (BFH, Urteil vom 4.4.2007, Az. I R 55/06; Abruf-Nr. 071890). Die Verpachtung eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs
wird ansonsten dem Bereich der Vermögensverwaltung zugeordnet.
Ohne eindeutige
Erklärung der
Betriebsaufgabe ...
Eine Betriebsaufgabe muss eindeutig gegenüber dem Finanzamt erklärt
werden. Die Aufgabe wird von der Finanzverwaltung für den vom Verein gewählten Zeitpunkt anerkannt, wenn sie spätestens drei Monate nach diesem
Zeitpunkt erklärt wird. Wird die Betriebsaufgabe nicht erklärt oder überhaupt
keine Erklärung abgegeben, geht das Finanzamt von einem fortbestehenden
steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb aus.
... bleibt das
Wirtschaftsgut im
wirtschaftlichen
Geschäftsbetrieb
Wird die Betriebsaufgabe erklärt, ist die Überführung des Betriebs vom steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb in die Vermögensverwaltung
zu Buchwerten möglich (§ 13 Abs. 4 KStG). Die Aufdeckung der stillen Reserven ist nicht erforderlich. Geht der Verein nach der Verpachtung wieder zur
Selbstbewirtschaftung über, sind die Wirtschaftsgüter weiter mit den Buchwerten anzusetzen.
SIEHE AUCH
↘↘ WEITERFÜHRENDER HINWEIS
•Im nächsten Teil des Beitrags erfahren Sie alles zur Ausgliederung von Teilbetrieben
und lernen die umsatzsteuerliche Besonderheiten von Vereinsanlagen kennen
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Fortsetzung in der
November-Ausgabe
der
7
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
GEMEINNÜTZIGKEIT
Mittelverwendung und Rücklagenbildung:
So setzen Sie freie Rücklagen virtuos ein
| In keinem Bereich des Gemeinnützigkeitsrechts hat sich in den letzten
beiden Jahren so viel geändert wie bei den Rücklagen und der zeitnahen
Mittelverwendung. Lernen Sie in einer Beitragsreihe den aktuellen Stand
kennen und stellen Sie Ihr Rücklagen- und Mittelverwendungsmanagement
auf eine sichere Basis. Erfahren Sie nachfolgend, warum freie Rücklagen
für Vereine mit das interessanteste Rücklageninstrument sind. |
Die freien Rücklagen (§ 62 Abs. 1 Nr. 3 AO) sind neben den Vermögenszuführungen (§ 62 Abs. 3 AO) die einzige Ausnahme vom Gebot der zeitnahen Mittelverwendung, für die weder ein bestimmter Grund (späterer Verwendungszweck) noch ein bestimmter Zeitrahmen vorgegeben ist. Die freien Rücklagen sind auch der Höhe nach nicht begrenzt.
Keine Vorgaben
bei Verwendungszweck und -frist
Jährliche Zuführungs-Obergrenze als einzige Beschränkung
Einzig für die jährliche Zuführung gibt es Obergrenzen. In die freie Rücklage
eingestellt werden darf in jedem Jahr
1. höchstens ein Drittel des Überschusses aus Vermögensverwaltung und
2.zusätzlich maximal zehn Prozent der sonstigen zeitnah zu verwendenden
Mittel.
Für die Auflösung der freien Rücklagen gibt es keine zeitlichen Vorgaben. Sie
können also bestehen bleiben, solange die gemeinnützige Einrichtung existiert. Das ist insbesondere deswegen interessant, weil die Erträge aus diesem Vermögensstock – als Einnahmen der Vermögensverwaltung – steuerfrei bleiben und diese Erträge wiederum eine höhere (ein Drittel der Überschüsse) Rücklagenbildung erlauben.
Freie Rücklagen
eignen sich ideal zur
Vermögensbildung
Ein-Drittel-Regelung für Überschüsse aus der Vermögensverwaltung
Zur Vermögensverwaltung gehören
„„ Miete und Pacht aus Immobilienbesitz (nur langfristige Vermietung),
„„ Erträge aus Wertpapieren,
„„ Zinsen aus Bank- und Sparguthaben,
„„ Erlöse aus dem Verkauf von Grundstücken (soweit sie nicht zu einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gehören) und
„„ Einnahmen aus der Verpachtung von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben
(zum Beispiel Vereinsgaststätte).
Bei der Ermittlung des Überschusses werden als Kosten Aufwendungen in
Form von Werbungskosten berücksichtigt. Das sind im Wesentlichen alle
Aufwendungen, die sich aus der vermögensverwaltenden Tätigkeit ergeben
(zum Beispiel Betriebskosten, Grundsteuer, Konto- und Depotgebühren).
Verschiedene vermögensverwaltende Tätigkeiten (zum Beispiel Zinserträge,
Vermietung) werden bei der Berechnung zusammengefasst.
Berechnungsprinzip
bei der Ermittlung
der Überschüsse
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
8
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
Zehn-Prozent-Grenze für die Rücklage aus sonstigen Mitteln des Vereins
Für die Zehn-Prozent-Grenze zur Bildung einer freien Rücklage aus sonstigen Mitteln des Vereins werden
„„ die Überschüsse/Gewinne aus den Zweckbetrieben,
„„ die Überschüsse/Gewinne aus den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben und
„„ die Bruttoeinnahmen aus dem ideellen Bereich
zugrunde gelegt.
Drei Determinanten
Wichtig ist, dass als Bemessungsgrundlage für den ideellen Bereich die Einnahmen – nicht die Überschüsse – gewertet werden.
Zweckbetriebe und wirtschaftliche Geschäftsbetriebe werden getrennt, aber
jeweils summiert betrachtet. Gewinne und Verluste aus den verschiedenen
Aktivitäten der beiden steuerlichen Bereiche werden jeweils verrechnet. Die
Ermittlung der Überschüsse (Bemessungsgrundlage) erfolgt aber für den
Zweckbetrieb und den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb getrennt. Verluste
im Zweckbetrieb mindern also nicht die Bemessungsgrundlage für den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb.
Getrennte
Berechnung
der Obergrenzen
Die Erträge der steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe werden
nach Steuer zugrunde gelegt. Eventuelle fällige Körperschaft- und Gewerbesteuern müssen also vom ermittelten Überschuss abgezogen werden, bevor
der Rücklagenanteil errechnet wird (AEAO Ziffer 12 zu § 58 Nr. 6).
Wichtig | Bei bestimmten steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben können die Gewinne pauschal ermittelt werden (§ 64 Abs. 5 und 6 AO).
Das gilt zum Beispiel für Altmaterialsammlungen oder Werbeeinnahmen in
Zusammenhang mit der steuerbegünstigten Tätigkeit. Für die Berechnung
der maximalen Rücklagenzuführung können hier aber statt der pauschalierten auch die tatsächlichen Gewinne unterlegt werden (AEAO, Ziffer 10 zu § 62).
Nicht ausgeschöpfte Rücklage kann vorgetragen werden
Seit diesem Jahr ist die Bemessung der Höchstgrenzen für die Bildung freier
Rücklagen nicht mehr auf das jeweilige Kalenderjahr bezogen. Wird die
Höchstgrenze in einem Jahr nicht voll ausgeschöpft, kann das in den beiden
Folgejahren nachgeholt werden (§ 62 Absatz 2 Nr. 3 AO).
PRAXISHINWEISE |
„„ Gemeinnützige Körperschaften können also künftig das nicht ausgeschöpfte
Volumen für die freie Rücklage für zwei Jahre vortragen. Grundsätzlich erweitert sich dadurch das Potenzial für die Bildung freier Rücklagen.
„„ Die Neuregelung ist am 1. Januar 2014 in Kraft getreten. Eine Nachholung nicht
ausgeschöpfter Rücklagen ist also erstmals im Jahr 2014 für die Jahre 2012
und 2013 möglich.
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
Vereinsjahre 2012
und 2013 sind noch
rücklagenrelevant
9
Gemeinnützigkeitsrecht
VB
So wird die freie Rücklage berechnet
Die Bemessungsgrundlage der Rücklage muss für jedes Jahr getrennt ermittelt werden. Ist in einem Jahr die rechnerische Höchstgrenze niedriger
als die überschüssigen Mittel, wird die Differenz ins nächste Jahr vorgetragen, mithin also zur Höchstgrenze des Folgejahres addiert. Sind auch im Folgejahr nicht genügend Mittelüberhänge vorhanden, um beides auszuschöpfen, kann der Vortrag aus dem ersten ins dritte Jahr übernommen werden.
Eine weitere Kumulation der Vorträge ist nicht möglich. Eine Höchstgrenze,
die im Jahr 2014 nicht ausgeschöpft werden konnte, verfällt im Jahr 2017.
Übertrag nicht
ausgeschöpfter
Höchstgerenzen
Wichtig | Vorgetragen werden nicht ausgeschöpfte Höchstgrenzen, nicht
Mittelüberhänge. Waren die verfügbaren Mittel in einem Jahr also größer als
die ausgeschöpfte Höchstgrenze für die Rücklagenbildung, ist deswegen im
Folgejahr keine höhere Rücklagenbildung möglich.
◼◼Beispiel
2014
1
Höchstgrenze für die Bildung freier Rücklagen insgesamt
16.000,00 Euro
2
./. tatsächlich gebildete Rücklage
7.800,00 Euro
3
= Vortrag
8.200,00 Euro
So wird der Vortrag
konkret berechnet
2015
4
Höchstgrenze für die Bildung freier Rücklagen insgesamt
17.000,00 Euro
5
+ Vortrag aus 2014
6
= Höchstgrenze für die Rücklagenbildung
25.200,00 Euro
7
./. tatsächlich gebildete Rücklage
18.000,00 Euro
8
verbleibender Vortrag aus 2014 (= 4 ./. 7 + 5)
9
Vortrag aus 2015 (= 4 ./. 7)
8.200,00 Euro
7.200,00 Euro
0,00 Euro
2016
10
Höchstgrenze für die Bildung freier Rücklagen insgesamt
15.000,00 Euro
11
+ in 2014 nicht ausgeschöpfter Vortrag aus 2013
12.
+ Vortrag aus 2015
13
= Höchstgrenze für die Rücklagenbildung
22.200,00 Euro
14
./. tatsächlich gebildete Rücklage
20.000,00 Euro
15
Vortrag
7.200,00 Euro
0,00 Euro
0,00 Euro
2017
16
Höchstgrenze für die Bildung freier Rücklagen insgesamt
15.000,00 Euro
17
+ in 2016 nicht ausgeschöpfter Vortrag aus 2016
0,00 Euro
18
+ Vortrag aus 2016
0,00 Euro
19
= Höchstgrenze für Rücklagenbildung
15.000,00 Euro
20
./. tatsächlich gebildete Rücklage
13.000,00 Euro
21
Vortrag
2.000,00 Euro
ARCHIV
↘↘ WEITERFÜHRENDER HINWEIS
Ausgaben 7 | 2014
bis 9 | 2014
•Zusätzlichen zu den bisherigen Beiträgen im Archiv finden Sie in der nächsten Ausgabe
noch einen Beitrag zum Thema „Rücklagen zum Erwerb von Gesellschaftsrechten“.
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
10
Steuergestaltung
VB
VEREIN ALS ARBEITGEBER
Sozialversicherungspflicht von Sportlern: Das
spricht für eine abgabenfreie Selbstständigkeit
| Wenn sich ein Sozialversicherungsprüfer anmeldet, gehen im Verein regelmäßig alle Alarmglocken an. Zu Recht. Viele Vereine haben schon tausende Euro nachgezahlt, weil der Prüfer vermeintlich sozialabgabenfreie
Vergütungen als abgabenpflichtig behandelt hat. Gut zu wissen, dass gerade die jüngere Rechtsprechung Vereinen Argumentationshilfen für anstehende Betriebsprüfungen geliefert hat. Lernen Sie in einer Beitragsserie
die neuesten Entwicklungen kennen und nutzen Sie Gestaltungsmöglichkeiten, damit Vergütungen an Sportler sozialabgabenfrei bleiben. |
ARCHIV
Wichtig | Wenn es sich nicht um nur geringfügige Vergütungen für einen
Einsatz aufgrund mitgliedschaftlicher Vereinsbindungen handelt (VB 9/2014,
Seite 1) oder um echten Aufwandsersatz, sind Vergütungen an Sportler nur in
einem Fall sozialversicherungsfrei: Es liegt eine selbstständige Tätigkeit vor
– und keine abhängige Beschäftigung.
Ausgabe 9 | 2014
Seite 11 – 14
Voraussetzungen einer selbstständigen Tätigkeit
Auch für Sportler gelten dabei die allgemeinen Vorgaben für die sozialversicherungsrechtliche Einstufung: § 7 IV. Sozialgesetzbuch (SGB IV) nennt als
Kriterien für eine nichtselbstständige Beschäftigung:
Kriterien für
eine abhängige
Beschäftigung ...
„„ Eine Tätigkeit nach Weisungen: Beschäftigte unterliegen einem Zeit, Dauer, Ort und Art der Ausführungen umfassenden Weisungsrecht des Arbeitgebers.
„„ Eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Vereins.
Typisch für eine nichtselbstständige Tätigkeit sind deshalb
„„ feste Arbeitszeiten,
„„ die Pflicht, die Arbeitsleistung persönlich zu erbringen,
„„ feste Bezüge und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall,
„„ Urlaubsanspruch,
„„ enge und ständige Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern,
„„ Berichtspflichten gegenüber dem Arbeitgeber,
Demgegenüber ist typisch für eine selbstständige Tätigkeit
„„ die unternehmerische Initiative (zum Beispiel bei Werbung und Auftragsakquise) und ein unternehmerisches Risiko,
„„ das Vorhandensein einer eigenen Betriebsstätte und eigener Betriebsmittel,
„„ die im Wesentlichen frei gestaltete Tätigkeit und Arbeitszeit sowie
„„ die Möglichkeit, auch für andere Auftraggeber tätig zu werden.
... als Abgrenzungsmaßstab zur
selbstständigen
Tätigkeit
Diese Kriterien sind dabei für jeden Einzelfall zu gewichten. Für Sportler gelten hier natürlich spezifische Bedingungen. So müssen sie ihre „Arbeitsleis-
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
11
Steuergestaltung
VB
tung“ in jedem Fall persönlich erbringen. Eine Vertretung durch eine Ersatzperson ist kaum denkbar. Typischerweise gibt es auch – zumindest für den
Wettkampf – feste Orts- und Zeitvorgaben. Beides spricht für eine abhängige
Tätigkeit, schließt aber eine Selbstständigkeit nicht generell aus.
Die Einbindung in den „Betrieb“ ist wegen der unterschiedlichen organisatorischen Voraussetzungen bei Mannschaftssportarten zwangsläufig höher als
bei Einzelsportarten (gemeinsame Trainingszeiten). Als Faustregel gilt deswegen: Athleten aus Einzelsportarten können im Einzelfall als Selbstständige behandelt werden – Mannschaftssportler gelten dagegen fast immer als
abhängig Beschäftigte.
Einbindung in den
Betrieb hat bei
Mannschaftssportlern starkes Gewicht
Selbstständige Tätigkeit bei Einzelsportarten
Sportler in Einzelsportarten gehen Bindungen gegenüber einem Sportveranstalter in der Regel nur für einen oder einige Termine ein. Sie verpflichten
sich also lediglich, an einem Leichtathletikwettkampf, einem Tennisturnier
oder einem Boxkampf teilzunehmen. Meist fehlt es hier an weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit. Dann liegt eine
selbstständige Tätigkeit vor.
Die Rechtsprechung hat sich mit der sozialversicherungsrechtlichen Bewertung von Profisportlern nur wenig befasst. Das gilt besonders auch für Einzelsportarten. Eine Ausnahme bildet eine Entscheidung des Landessozialgerichts (LSG) Bayern. Für das LSG sprechen bei einem Ringer folgende Kriterien für eine selbstständige Tätigkeit (LSG Bayern, Urteil vom 17.1.2012, Az. L
5 R 589/10; Abruf-Nr. 142894):
Rechtsprechung
entwickelt
Kriterien ...
„„ Der Sportler ist selbst dafür verantwortlich, für einen optimalen Fitnessund Trainingszustand zu sorgen und ist nicht in ein Training beim Verein
eingebunden.
„„ Er entscheidet selbst über Taktik und Ausführung des Wettkampfs.
„„ Anders als in einem Mannschaftssport ist der einzelne Ringer nicht in ein
Team eingegliedert und in eine gemeinsame Strategie und Aufstellung mit
anderen Athleten eingebunden.
„„ Der Sportler kann einen Wettkampfeinsatz ablehnen und bei Turnieren anderer Veranstalter antreten.
PRAXISHINWEIS | Dass bei Sportturnieren Spielzeiten, Trikots und Trainerweisungen vorgegeben sind, ist bei Einzelsportarten noch kein gewichtiges Indiz für
eine betriebliche Eingliederung (Sozialgericht [SG] Dortmund, Urteil vom
24.9.2010, Az. S 34 R 40/09). Eine Einbindung in die Organisation ist daneben weniger gegeben, wenn Sportler nur für einzelne Veranstaltungen oder eine kürzere Veranstaltungsreihe engagiert werden.
... für das Vorliegen
einer selbstständigen Tätigkeit
Wird ein Athlet nur für die tatsächliche Teilnahme an einer Veranstaltung bezahlt und erhält keine davon unabhängige Festvergütung, spricht das ebenfalls für eine selbstständige Tätigkeit – so das FG Sachsen-Anhalt hinsichtlich der lohnsteuerlichen Behandlung. Daraus ergibt sich nämlich ein unter-
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
12
Steuergestaltung
VB
nehmerisches Risiko, das ein gewichtiges Argument für die Selbstständigkeit
ist (FG Sachen-Anhalt, Urteil vom 30.11.2011, Az. 2 K 49/07; Abruf-Nr. 121998 –
VB 7/2012, Seite 7).
Das gilt umso mehr, wenn die Vergütung – in Form von Siegprämien – ganz
oder teilweise erfolgsabhängig ist (SG Dortmund, Urteil vom 24.9.2010, Az. S
34 R 40/09).
Erfolgsabhängige
Bezahlung ist
starkes Argument
Wird der Sportler über einen längeren Zeitraum oder für eine Veranstaltungsreihe verpflichtet, kann das aber zu einer anderen Bewertung führen.
Hier kommt es aber auf den Einzelfall an.
◼◼Beispiel
Ein Einzelsportler (zum Beispiel ein Leichtathlet), der sich selbst vermarktet,
verpflichtet sich, in der laufenden Saison für einen Leichtathletikverein zu starten. Er dürfte als selbstständig gelten, wenn er sich die Wettkämpfe selbst auswählen kann, einen eigenen Trainer hat und Ort, Zeit und Inhalt des Trainings
selbst bestimmen kann.
Selbstständige Tätigkeit bei Mannschaftssportarten
In Mannschaftssportarten stellt sich die Situation in aller Regel anders dar.
Die Spieler sind durch die Trainingseinheiten – meist auf der vereinseigenen
Trainingsanlage – und durch den festen Turnus der Ligawettkämpfe weitgehend gebunden und unterliegen darin engen Weisungen des Vereins.
Weisungsrecht
des Vereins ...
Für Mannschaftssportarten ergibt sich zudem die Notwendigkeit, dass sich
die einzelnen Sportler in ein Team einfügen und nach einer vorgegebenen
Strategie und Aufstellung spielen. Damit ist ein wesentliches Kriterium für
eine abhängige Beschäftigung erfüllt – die Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Weisungsgebers (Vereins). Daneben besteht ein – meist umfängliches – Weisungsrecht des Trainers. Auch das zweite Hauptkriterium für eine abhängige Beschäftigung liegt also in aller Regel vor.
... ist hier viel
stärker ausgeprägt
Für Fußballer, die aufgrund eines mit ihrem Verein abgeschlossenen Vertrags
nach dem (früheren) Vertragsspieler-Statut des Deutschen Fußballbunds
(DFB) laufende Bezüge erhalten, hat das Bundessozialgericht (BSG) ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis angenommen (BSG,
Urteil vom 20.12.1961, Az. 3 RK 65/57). Auch für Saisonspieler geht die Rechtsprechung von einer Sozialversicherungspflicht aus. Das gilt zumindest,
wenn der Verdienst keine untergeordnete Rolle spielt, wie etwa bei einem
Profibasketballer (SG Frankfurt, Urteil vom 14.11.2005, Az. S 25 KR 4401/01).
ARCHIV
↘↘ WEITERFÜHRENDER HINWEIS
Ausgabe 9 | 2014
Seite 11 – 14
•Beitrag „Sozialversicherungspflicht von Sportlern: So profitieren Sie von der aktuellen
Rechtsprechung“ VB 9/2014, Seite 11
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
13
Vereinsmanagement
VB
VEREINSGASTRONOMIE
Stichtag 12. Dezember: Die neue Lebensmittelinformationsverordnung betrifft auch Vereine
| Am 12. Dezember 2014 löst die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV 1169/2011) nach einer zweijährigen Übergangszeit die vorherige
Lebensmittelkennzeichnungsverordnung ab. Ab dann verlangt der Gesetzgeber auch für nicht vorverpackte Lebensmittel (lose Ware) eine verbindliche
Kennzeichnung der 14 häufigsten Allergene. Wer Speisen und Getränke verkauft, muss neue Informations- und Kennzeichnungspflichten beachten,
auch Vereine. |
Die Änderungen bei der Kennzeichnungspflicht
Künftig muss eine Allergenkennzeichnung bei allen losen Waren erfolgen.
Als solche gelten unverpackte und frisch zubereitete Lebensmittel, wenn
diese gegen Entgelt für den sofortigen oder alsbaldigen Verzehr abgegeben
werden (Art. 44 Abs. 1 lit. a LMIV 1169/2011).
Auszeichnung
unverpackter und
frisch zubereiteter
Lebensmittel
14 Allergene müssen gekennzeichnet werden
Die nachstehenden allergie- oder unverträglichkeitssensiblen Zutaten und
deren Derivate müssen für den Verbraucher deutlich erkennbar gekennzeichnet werden (Art. 9 Abs. 1c LMIV 1169/2011):
14 Zutaten sind
„unverträglichkeitssensibel“
„„ Glutenhaltiges Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Grünkern)
„„ Krebstiere
„„ Eier
„„ Fische
„„ Erdnüsse
„„ Sojabohnen
„„ Milch
„„ Laktose
„„ Schalenfrüchte (Nüsse, Pistazien)
„„ Sellerie
„„ Senf
„„ Sesamsamen
„„ Schwefeldioxid und Sulfite in Konzentration von über 10 mg/kg bzw. 10 mg/l
„„ Lupinen
„„ Weichtiere (Muscheln, Schnecken)
Wer ist in der Verantwortung?
Die LMIV nimmt alle beteiligten Lebensmittelunternehmen in die Verantwortung für die Verbraucherinformation: von der Herstellung über die Weiterverarbeitung bis zum Vertrieb bzw. der Abgabe an den Endverbraucher.
Auch der Vertrieb
wird in die Pflicht
genommen
Für die korrekte Information bzw. Kennzeichnung sind zwar nur die Lebensmittelunternehmer verantwortlich, deren Name auf dem Produkt steht (Art.
8 Abs. 1 und 2 LMIV). Es sind aber auch die Lebensmittelunternehmer aller
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
14
Vereinsmanagement
VB
anderen Produktions-, Verarbeitungs- und insbesondere Vertriebsstufen in
der Pflicht, Lebensmittel, die den Anforderungen der LMIV nicht entsprechen, nicht in den Verkehr zu bringen.
Welche Vereine sind „Lebensmittelunternehmer“?
Lebensmittelunternehmer sind alle Unternehmen, die mit der Produktion,
der Verarbeitung und dem Vertrieb zusammenhängende Tätigkeiten ausüben
(Art. 2 Abs. 1 LMIV).
Drei typische Fälle im Verein
Von den Kennzeichnungspflichten betroffen sind Vereine also in folgenden
drei Fällen:
1. Ein Verein verfügt über feste gastronomische Einrichtungen.
2. Ein Verein verkauft regelmäßig bei Veranstaltungen Speisen und Getränke.
3.Ein Verein führt große Veranstaltungen mit Bewirtung durch.
In diesen Fällen
sind auch Vereine
in der Pflicht
◼◼Beispiel zu Punkt 2
Ein Verein verkauft jedes Wochenende bei seinen Heimspielen Bratwurst und
Pommes frites an einem Imbissstand. Da der Verkauf nicht nur gelegentlich erfolgt, muss er die eventuell enthaltenen Allergene (zum Beispiel Laktose in der
Wurst) auszeichnen. Es reicht, wenn er auf der Preistafel „enthält Laktose“ angibt.
Typischer Fall
aus dem Alltag
eines Sportvereins
Die Aus- und Kennzeichnungspflichten gelten auch, wenn die Verpflegung
nur Teilleistung ist und nicht getrennt bezahlt wird.
◼◼Beispiel
Bietet ein Verein zur Betreuung von Kindern ein Mittagessen an, das im Gesamt­
entgelt für die Betreuung enthalten ist, gilt er als Lebensmittelunternehmer.
Dasselbe trifft auf einen Schulförderverein zu, der gegen Entgelt eine Verpflegung für die Schüler anbietet. Wird die Verpflegung in der Einrichtung selbst hergestellt, ist der Verein deklarationspflichtig.
Wichtig | Kontrollpflichten bestehen auch, wenn die gemeinnützige Organisation Dienstleister einschaltet.
Kontrolle von
Dienstleistern
◼◼Beispiele
Bezieht die Einrichtung die Verpflegung von einem externen Caterer, muss dieser
zwar die enthaltenen Allergene kennzeichnen. Die Einrichtung kann die Verantwortung jedoch nicht einfach an ihn abgeben. Sie muss vielmehr selbst gewährleisten, dass keine Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden, die den Anforderungen der LMIV nicht entsprechen. Auch Vereine, die Feste veranstalten, bei
denen im Eintrittsgeld eine Speise, Getränke oder ein Kuchenbasar eingeschlossen sind, werden in die Verantwortung genommen, einen eventuell beauftragten
Caterer nur dann zuzulassen, wenn er die Regularien der LMIV erfüllt.
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
15
Vereinsmanagement
VB
Ausnahme: Gelegentlicher Verkauf in kleinem Rahmen
Eine Ausnahme gilt für kleinere Veranstaltungen. Die gelegentliche Handhabung, Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln sowie die Speisenzubereitung durch Privatpersonen bei kirchlichen, schulischen Veranstaltungen,
Dorffesten usw. fallen nicht in den Geltungsbereich der Verordnung (Leitfaden für die Durchführung bestimmter Vorschriften der Verordnung (EG) Nr.
852/2004).
Verordnungsgeber
verschont Feste mit
privat hergestellten
Speisen
PRAXISHINWEIS | Die Befreiung gilt deshalb auch für die Durchführung von
Straßen- oder anderen Vereinsfesten mit „Mitbringbuffets“, bei denen die Speisen also von Vereinsmitgliedern privat hergestellt und gespendet werden.
Begründet wird das damit, dass die Vorschriften nur für Unternehmen gelten
sollen, bei denen eine gewisse Kontinuität der Tätigkeiten und ein gewisser
Organisationsgrad bestehen. Die Betonung liegt hier aber auf „gelegentlich“,
„in kleinem Rahmen“ und „Privatpersonen“.
Wichtig | Im Einzelfall kann es also unklar sein, ob eine Kennzeichnungspflicht besteht. Wir empfehlen in einem solchen Fall, dies vor der Veranstaltung mit der Kontrollbehörde zu klären. Das sind die Veterinär- und Lebensmittelkontrollbehörden der Stadt- und Kreisverwaltungen.
Zweifelsfälle zur
Sicherheit mit
der Kontrollbehörde klären
PRAXISHINWEIS | Selbst wenn im konkreten Fall keine Informationspflichten
bestehen, sind die Angaben zu den Allergenen für Besucher ein hilfreicher Service. Schließlich sind unter den Besuchern und Gästen meist Betroffene und das
Verkaufspersonal ist mit entsprechenden Fragen schnell überfordert.
Anforderungen nicht unterschätzen
Auf die kennzeichnungspflichtigen Anbieter kommen neben der Auszeichnung große Herausforderungen im Produktmanagement zu – vom Einkauf
über die Planung von Speiseabfolgen und Zusammensetzung bis hin zum Allergiemanagement in der Küche. Vom Küchen- bis zum Servicepersonal wird
künftig neben den Kenntnissen zu den gesetzlichen Vorgaben zur Kennzeichnung auch Grundwissen zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten erwartet.
Werden ausschließlich unverarbeitete Nahrungsmittel verarbeitet, ist die
Einschätzung, was deklariert werden muss, einfach. Sobald aber verarbeitete oder vorgefertigte Komponenten wie zum Beispiel Gewürzmischungen
oder Soßenbinder verwendet werden, könnten darin gleich mehrere kennzeichnungspflichtige Zutaten wie Gluten, Laktose, Sellerie oder Senf enthalten sein. Bei Nussmusen und Sesam muss darauf hingewiesen werden, dass
diese Rohstoffe durch die Verarbeitung in einer Produktionsanlage verunreinigt worden sein können. Diese Möglichkeit muss beim verpackten Produkt
deklariert sein, bei der Weiterverarbeitung für den Endverbraucher nun aber
auch in die Kennzeichnung übernommen werden.
Kennzeichnung
im verpackten
Produkt reicht nicht
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
16
Vereinsmanagement
VB
Wie muss gekennzeichnet werden?
Die Verordnung zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend
die Information der Verbraucher über Lebensmittel (EU-Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung) macht in Art. 1 § 4 sehr detaillierte Vorgaben. Es gilt im Einzelnen:
„„ Der Angabe der Allergene ist das Wort „enthält“ voranzustellen. Zum Beispiel: „enthält Kuhmilch, Gewürze (enthält: Senf, Sellerie), …
Die Angaben müssen gemacht werden
„„ in deutscher Sprache,
„„ gut sichtbar, deutlich und gut lesbar,
„„ auf einem Schild auf dem Lebensmittel oder in der Nähe des Lebensmittels,
„„ auf Speise- und Getränkekarten oder in Preisverzeichnissen (Fußnoten
sind in der Regel nicht ausreichend) oder
„„ durch mündliche Auskunft eines fachkundigen Mitarbeiters spätestens bei
der Abgabe des Lebensmittels.
Fußnote auf
Speise- oder
Getränkekarten nicht
mehr ausreichend
Beachten Sie | Eine mündliche Auskunft reicht nur aus, wenn der Lebensmittelunternehmer eine schriftliche Aufzeichnung der verwendeten Zutaten
oder Verarbeitungshilfsstoffe für die zuständige Behörde zur Einsichtnahme
bereithält und zwei Wochen ab dem Tag der Herstellung aufbewahrt.
Eine davon abweichende Auszeichnung (zum Beispiel mit grafischen Formen
oder Symbolen) ist nur zulässig, wenn das der zuständigen Behörde zwei Monate vorher mitgeteilt wird. Dabei muss nachgewiesen werden, dass die Anforderungen nach Artikel 35 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 erfüllt
sind. Zusätzlich muss die zuständige Behörde spätestens zwei Wochen nach
der erstmaligen Benutzung der Formen und Symbole informiert werden.
Diese Sanktionen drohen bei Verstößen
Bei Verstößen gegen die Kennzeichnungspflicht gelten die allgemeinen
Sanktionen des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuchs. In der Regel erlassen die zuständigen Behörden bei Verstößen Auflagen. Werden sie nicht
eingehalten, drohen Bußgelder und die Schließung der gastronomischen
Einrichtung bzw. ein Verkaufsverbot.
↘↘ WEITERFÜHRENDE HINWEISE
•Amtsblatt der EU zur LMIV 1169/2011: http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Kennzeichnung/VO_EU_1169_2011_Lebensmittelinformation_nurAmtsblatt.
pdf?__blob=publicationFile
Bußgelder
und letztlich
Verkaufsverbot
INFORMATION
Mehr Informationen
im Internet
•Nationale Durchführungsverordnung: http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/Kennzeichnung/Allgemeine_Kennzeichnungsvorschriften/_Texte/NationaleVerordnungLMIV.html
•Leitfaden für die Durchführung bestimmter Vorschriften der Verordnung (EG) Nr.
852/2004
über
Lebensmittelhygiene
www.dvfb.org/services/files/leitfaden_zur_
vo_8522004.pdf
10-2014VEREINSBRIEF
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
17
Steuergestaltung
VB
PRAXISFALL
Zusätzliche Einnahmen aus wirtschaftlicher
Nebentätigkeit: Begünstigter Zweckbetrieb?
| Wirtschaftsbetriebe, die inhaltlich keinen Satzungsbezug haben, aber
mittelbar den Satzungszwecken dienen, können Zweckbetriebe sein. Vo­
raussetzung ist aber, dass sie keinen größeren Umfang annehmen als für
die Erfüllung der Satzungszwecke erforderlich. |
F R A G E : Wir sind ein gemeinnütziger Jugendhilfe- und Bildungsträger, der Jugendliche ohne Schulabschluss zur Ausbildungsreife führen soll. Dazu vermitteln
wir unter anderem praktische handwerkliche Grundkenntnisse. Nun ist die Idee
entstanden, Erzeugnisse, die im Rahmen dieser praktischen Ausbildung produziert werden (vor allem Holzspielzeug), auch zu verkaufen. Werden wir damit
steuerpflichtig? Es geht hier um Umsätze von 15.000 bis 20.000 Euro pro Jahr.
Bildungsträger
will das von
benachteiligten
Jugendlichen ...
A N T W O R T : Im Rahmen von Ausbildungszwecken kann ein solcher Geschäftsbetrieb ein ertragsteuerlich begünstigter Zweckbetrieb sein. Er ist
dann in bestimmten Fällen auch umsatzsteuerlich begünstigt.
„„ Der Betrieb muss einen Bezug zum Satzungszweck haben (Zweckverwirklichung). Das ist hier der Fall, weil er den Ausbildungszwecken dient.
„„ Er muss notwendig sein, um den Satzungszweck zu erreichen (Zwecknotwendigkeit). Das trifft zu, wenn auch der Vertrieb der Erzeugnisse den Ausbildungszwecken untergeordnet ist. Soweit auch kaufmännische Inhalte
zur Ausbildung gehören, ist der Verkauf grundsätzlich zwecknotwendig.
„„ Der Geschäftsbetrieb darf nicht mehr als unvermeidbar zu nicht begünstigten Betrieben in Wettbewerb treten. Diese Vorgabe ist erfüllt, wenn der
Betrieb nicht größer ist als notwendig, um den Ausbildungszweck zu erfüllen. Hier gibt es zwar keine festen Vorgaben, in der Regel werden aber
Betriebe mit Einnahmen unter 35.000 Euro pro Jahr nicht beanstandet.
Da die genannten Einnahmen unterhalb der Umsatzfreigrenze für steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe bleiben, wären die erzielten
Überschüsse aber ohnehin nur körperschaft- und gewerbesteuerpflichtig,
wenn es noch andere steuerpflichtige Einnahmen gibt.
Umsatzsteuer
Der ermäßigte Umsatzsteuersatz für Zweckbetriebe greift in solchen Fällen
nicht immer, weil § 12 Abs. 2 Nr. 8a UStG solche zusätzlichen Umsätze nicht
begünstigt. Einer Vereinfachungsregelung der Finanzverwaltung zufolge sind
aber Umsätze bis ebenfalls 35.000 Euro begünstigt (Abschnitt 12.9, Abs. 11
Umsatzsteuer-Anwendungserlass). Im genannten Fall gilt also der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent.
10-2014VEREINSBRIEF
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... im Zuge der
Ausbildung
erstellte Holzspielzeug verkaufen
LESERFORUM
Behandlung als Zweckbetrieb
Für solche Geschäftsbetriebe, die als Nebeneffekt eines anderen gemeinnützigen Zwecks Einnahmen erzielen, gelten ertragsteuerlich die Vorgaben für
allgemeine Zweckbetriebe in § 65 AO.
18
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Mindestlohn und weitere
aktuelle Änderungen
Acht für Lohnabrechner relevante Gesetze haben jüngst den
Bundesrat passiert, darunter der neue Mindestlohn, lohnsteuerliche
Änderungen durch das Kroatien-Anpassungsgesetz, Neuregelung
der Beiträge zu den gesetzlichen Krankenkassen, die Altersrente mit
63 Jahren, eine deutliche Ausweitung der Prüfung der Künstlersozialabgabe und vieles mehr. Außerdem müssen Kapitalgesellschaften
bis spätestens zum 31. Oktober erstmals die Kirchensteuerabzugsmerkmale ihrer Gesellschafter abrufen. Viele haben die notwendigen
Vorarbeiten hierfür noch nicht abgeschlossen.
Raschid Bouabba,
MBA, Dipl.-Ing.
Diese gesetzlichen Änderungen und tagesaktuelle Meldungen aus der
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Teilnehmerkreis
Themen am 17.10.2014
Steuerberater
• Der Mindestlohn kommt – und mit ihm zahlreiche Probleme
• Lohnsteuerliche Änderungen
durch das Kroatien-Anpassungsgesetz
• Neues Verfahren: Kirchensteuerabzugsmerkmale
bis Ende Oktober abrufen
• Neue BMF-Schreiben zur Dienstwagenbesteuerung
• Urlaub richtig vergüten und abgelten
• BSG-Urteile: Rentenversicherungspflicht für angestellte
Freiberufler, Eingriffe in abgeschlossene Prüfzeiträume
und Beitragspflicht auch bei Pensionskassen
Ihre Vorteile
• Regelmäßiges Wissens-Update: fortlaufend einmal
im Quartal (Einstieg jederzeit möglich!)
• Teilnahme wählbar und flexibel: per Einzelbuchung
oder im Rahmen eines Abonnements mit Preisvorteil
• Topaktuelle Themen schnell aufbereitet
• Sprachkommunikation zwischen Teilnehmern
und Referenten möglich
• Reisekosten und -zeiten entfallen
Mitarbeiter Lohn- und
Gehaltsbuchhaltungen
Termine
17.10.2014, 30.01.2015,
24.04.2015, 31.07.2015
jeweils von 13:00 bis 15:00 Uhr
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Weitere Inform
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Teilnahmegebühr
Einzelgebühr 105 € zzgl. USt.
Abonnement 85 € zzgl. USt. pro Seminar
Eine Online-Seminar-Reihe im
Abonnement umfasst vier Seminartermine in zwölf Monaten.
Buchungs-Nr. 451
Praxiswissen auf den Punkt gebracht.
VB
Notizen
VEREINSBRIEF10-2014
STEUERN • RECHT • VEREINSMANAGEMENT
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Kunst und Fotos
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