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Ausgabe 395 - 07. November 2014 - Standpunkt

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SCHWEIZERISCHE
7. NOVEMBER 2014
Nr. 20 – 131. Jahrgang
DIE ZEITUNG FÜR KMU
Regionalbund
AZA 4410 Liestal
Standpunkt-Ausgabe Nr. 395 – 17. Jahrgang
Die Wirtschaftskammer will, dass mehr Jugendliche die Berufsmatur machen.
Schülerinnen und Schüler des Niveaus P sollen neben dem gymnasialen den dualen Weg prüfen.
BERUFSMATUR –
DIE MEINUNG
Mit einer Lehre an die Hochschule
Von Christoph Buser,
Landrat, Direktor
Wirtschaftskammer
Baselland.
Und wieder sollen
die KMU bezahlen
N
achdem das Baselbiet 2012 die Pauschalbesteuerung abgeschafft hat,
wohnen von 16 Betroffenen noch
deren 3 hier. Die übrigen 13 sind weggezogen. Der Steuerausfall für die öffentliche
Hand beträgt 1,4 Millionen Franken pro Jahr.
Das räumt die Regierung in ihrer Antwort auf
eine entsprechende Frage von mir ein (siehe
Seite 3). All jene, die geglaubt haben, eine
Abschaffung der Pauschalbesteuerung im
Baselbiet würde schon nicht so schlimme
Folgen nach sich ziehen, haben sich geirrt. Es
ist zu hoffen, dass sie die Konsequenzen
ziehen und am 30. November ein Nein in die
Urne legen, wenn es darum geht, die Pauschalbesteuerung auch landesweit abzuschaffen. Denn wer die Steuerausfälle am Ende
begleichen muss, liegt auf der Hand: alle, die
nicht so mobil sind wie Pauschalbesteuerte.
Der Mittelstand. Die KMU.
Allgemein besteht die Tendenz, Mittelstand
und KMU finanziell mehr und mehr zur
Kasse zu bitten. Ein weiteres Beispiel ist das
vom Bundesparlament beschlossene neue
Radio- und Fernsehgesetz. Es sieht eine neue
Mediensteuer für alle vor. Das betrifft insbesondere die Unternehmen. Diese sollen – je
nach Umsatz – bis zu 39 000 Franken abliefern. Und das, obwohl ihre Mitarbeiter bereits
privat für das Radiohören und Fernseh­
schauen bezahlen müssen.
E
ine solche flächendeckende Doppelbesteuerung auf Bundesebene ist nicht
akzeptabel. Das gilt umso mehr, als das
Vorgehen des Bundes rechtsstaatlich nicht
unproblematisch ist. Denn die Einführung
einer neuen Steuer müsste über eine Verfassungsrevision erfolgen. Ob die neue Vorlage
also überhaupt verfassungsmässig ist, wird
darum von Staatsrechtlern bezweifelt.
Ich stelle fest, dass (fast) niemand die Bedeutung der KMU als das Rückgrat der Schweizer
Wirtschaft in Zweifel zieht. Umso stossender
ist es, dass stets die KMU geschröpft werden
sollen. So geht es nicht weiter. Sagen wir
darum Nein zur Pauschalbesteuerungsinitiative und unterschreiben wir das Referendum
des Schweizerischen Gewerbeverbands (sgv)
gegen die neue Mediensteuer.
HEUTE IN DER
PAUSCHALSTEUERBEILAGE
Argumente gegen die Abschaffung
auf einen Blick.
BILLAG-REFERENDUM 1
Jetzt sind Unterschriften
aus Ihrem KMU gefragt.
Was die vor drei Jahren von der Wirtschaftskammer Baselland, den Kantonen Basel-Landschaft und BaselStadt, dem Gewerbeverband BaselStadt und der Handelskammer beider
Basel gestartete Imagekampage
«Berufslehre­plus Berufsmatur» betreffe, sei er zufrieden, sagt Urs
Berger,­Stv. Direktor der Wirtschaftskammer und Leiter Berufsbildung.
«Aber gesamthaft gesehen kann ich
punkto Berufsmatur trotzdem nicht
zufrieden sein», sagt er im Interview
mit dem Standpunkt: «Die Zahl der
Jugendlichen, die eine Berufsmatur
absolvieren, muss erhöht werden.»
Zwei gleichwertige Wege
Die Lehrkräfte müssten den Schülerinnen und Schülern des Sekundarschulniveaus P aufzeigen, dass es
neben dem gymnasialen Weg auch
jenen der dualen Bildung gebe. Die
Jugendlichen sollten sich erst entscheiden, wenn sie sich beide Wege
angeschaut hätten. «Jugendliche auf
dem Sekundarschulniveau P, die eine
praxisorientierte Ausbildung möchten, sind mit dem dualen Bildungsweg besser bedient», sagt Berger.
Website erneuert
Welche Ausbildungsmöglichkeiten eine Berufsmatur eröffnet, zeigt eine
Grafik auf der kürzlich über­arbeiteten
Website der Berufsmatur-Kampagne.
Die Kampagne werde weitergeführt
«Für die Berufsmatur Werbung zu
machen, ist eine Dauer­aufgabe», sagt
Urs Berger. Mit dem Engagement für
die duale Bildung beweise die Wirtschaftskammer Baselland, dass sie
nicht nur klage, sondern auch etwas
unternehme. Reto Anklin SEITE 5
Bilder von der Berufsmatur-Kampagne: Wer seine Lehre, zum Beispiel als Laborantin, mit der Berufsmatur abschliesst, kann danach
an der Fachhochschule Life Sciences studieren und sogar an der Universität doktorieren.
FOTO ZVG
EIDGENÖSSISCHER URNENGANG –
Nein zu Ecopop, Nein zur Abschaffung der Pauschalsteuer.
Wirtschaftsrat fasst Abstimmungsparolen
Zwei Mal Nein und einmal keine Parole: So lauten die Beschlüsse, die
der Baselbieter Wirtschaftsrat am
Donnertagabend, 23. Oktober 2014,
zum kommenden eidgenössischen
Urnengang vom 30. November 2014
gefasst hat.
Die rund 70 anwesenden Mitglieder
des Wirtschaftsrats entschieden an
ihrer Sitzung im Haus der Wirtschaft
in Liestal, zur Volksinitiative vom
20. März 2013 «Rettet unser Schweizer Gold (Gold-Initiative)» keine Parole zu fassen. Das Parlament der
Wirtschaftskammer folgte damit der
Argumentation des Zentralvorstands.
Dieser hatte zuvor darauf verwiesen,
dass es sich bei der Initiative um ein
Geschäft handle, das nicht direkt
KMU-relevant sei.
Standpunkt der Wirtschaft: Offizielles Informationsorgan der
Ebenfalls dem Zentralvorstand folgten die Wirtschaftsräte in Bezug auf
die beiden anderen Vorlagen, die dem
Stimmvolk am 30. November zur Abstimmung vorgelegt werden. So beschlossen sie die Nein-Parole zur
Volksinitiative vom 19. Oktober 2012
«Schluss mit den Steuerprivilegien
für Millionäre (Abschaffung Pauschalbesteuerung)».
Ecopop zu radikal
Ebenfalls Nein sagen die Wirtschaftsräte zur Volksinitiative vom 2. November 2012 «Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen», der sogenannten Ecopop-Initiative.
Letztere sei mit der vorgesehenen
Beschränkung der Nettoeinwande-
rung in die Schweiz von jährlich maximal 0,2 Prozent der Wohnbevölkerung zu radikal.
Die Ecopop-Initiative gefährde die
KMU-Wirtschaft und damit den
Wohlstand in der Schweiz, hiess es.
Zudem werden, so die Begründung
des Zentralvorstands der Wirtschaftskammer Baselland, Dinge miteinander verknüpft, die nicht wirklich in
einem Zusammenhang zueinander
stehen, nämlich die Vergabe von Geldern für die Entwicklungszusammenarbeit und die Zuwanderung in der
Schweiz.
Unterstützung für Wahlkampf
Zuhanden des bevorstehenden Landrats- und Regierungsrats-Wahlkampfs
hat der Wirtschaftsrat aus dem «Ak-
tionsfonds der Baselbieter KMU» einen Kostenbeitrag von 100 000 Franken gesprochen.
Mit dem «Aktionsfonds der Baselbieter KMU» werden im Interesse der
Verbandsmitglieder Aktivitäten zur
Stärkung und Verteidigung der Positionen der regionalen KMU-Wirtschaft finanziert.
Dazu gehören insbesondere Kampag­
nen zur Förderung von KMU-wirtschaftsfreundlichen Anliegen und zur
Abwehr von wirtschafts- und unternehmerfeindlichen Volksinitiativen,
Referenden, Gesetzen, Verordnungen
und Reglementen. Über die Verwendung der Mittel und die Verwaltung
des Aktionsfonds bestimmt ausschliesslich der Wirtschaftsrat.
Daniel Schindler
Redaktion: Telefon 061 927 64 64 – Fax 061 927 65 50 – Internet: www.kmu.org – E-Mail: standpunkt@kmu.org
BL 2
HAUS DER WIRTSCHAFT
7. November 2014 – Schweizerische Gewerbezeitung
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
KMU-FORUM – Zwei
langjährige Mitglieder der ausserparlamentarischen Expertengruppe
wurden vor dem Baselbieter Regierungsgebäude mit einem Präsent verabschiedet.
Tozzo und Aerni verlassen das KMU-Forum
Bernhard Aerni, Kopf der Prattler
­Aerni-Gruppe, erinnert sich gut an
die Anfänge des KMU-Forums, das
2006 eingesetzt wurde (siehe Text
rechts): «Zu Beginn hatten wir häufiger Sitzungen als später.» Das habe
daran gelegen, dass damals alle bestehenden Gesetze und Verordnungen daraufhin geprüft werden mussten, inwieweit sie die KMU negativ
betreffen, sagt Aerni, der von Anfang
an als Vertreter der KMU-Wirtschaft
in der ausserparlamentarischen Expertengruppe mitwirkte.
Diese setzt sich aus Vertretern der
Wirtschaft und der Verwaltung zusammen, wobei die Wirtschafts­
kammer Baselland ein gesetzliches
Vorschlagsrecht hat.
Weniger Belastung für KMU
Das KMU-Forum dient als beratendes
Organ des Regierungsrats. Ziel ist es
gemäss Verfassungs- und Gesetzesauftrag vom 5. Juni 2005, für die
KMU die Regelungsdichte zu reduzieren und die administrative Belastung durch die Behörden und die Verwaltung abzubauen. Dieses Ziel sei
erreicht worden, sagt Aerni: «Den
grössten Nutzen des KMU-Forums
sehe ich darin, dass in der Verwaltung dank der Expertengruppe überhaupt an die Bedürfnisse der KMU
gedacht wird.» Die Behörden seien
sich bewusst, dass man beim KMUForum Rechenschaft ablegen müsse.
Verabschiedung der KMU-Forums-Mitglieder Karin Tozzo und Bernhard Aerni (Mitte) durch
Regierungsrat Thomas Weber (l.) und Forumspräsident Christoph Buser. FOTO SCHINDLER
DAS KMU-FORUM BASELLAND
Das KMU-Forum Baselland ist eine
ausserparlamentarische Expertengruppe. Es umfasst 13 ständige und
vier Ersatzmitglieder, die sich jährlich fünf bis sechs Mal treffen. Sie
vertreten KMU aus verschiedenen
Wirtschaftszweigen.
Seit seiner Einsetzung am 5. April 2006 hat das KMU-Forum seine
Kontakte zu Bund und Kanton deutlich verstärkt. So haben unter anderem auch Besuche beim KMU-Forum
des Bundes und beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) in Bern
stattgefunden. Pro Jahr nimmt das
KMU-Forum ­Baselland durchschnittlich zu mehr als einem Dutzend Gesetzen und Vorlagen Stellung.
2012 betrug die Anzahl Stellungnahmen 18, 2013 waren es 16 und
2014 bis jetzt 12 Stellungnahmen.
Präsidiert wird das KMU-Forum von
Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser.
dan
Die Arbeit geht nicht aus
Karin Tozzo, Inhaberin der Gelterkinder Officeaktiv – und wie Bernhard Aerni seit den Anfängen Mitglied des KMU-­Forums –, pflichtet
bei: «Das Werkzeug, das mittels des
Gesetzes geschaffen wurde, wird gut
verwendet.
Das KMU-Forum sei heute fest verankert im Denken der Verwaltung.
So habe die Expertengruppe dazu
beigetragen, «bei Kostenfolgen und
der Verschlankung von Abläufen einiges zu erreichen», sagt Karin Tozzo.­
Bernhard Aerni stimmt zu, gibt aber
zu bedenken, dass es noch immer
viel bürokratischen Aufwand für
KMU gibt. Dem KMU-Forum geht die
Arbeit also noch nicht so bald aus,
auch wenn Karin Tozzo und Bernhard A
­ erni dieses aus Zeitgründen
verlassen haben. Daniel Schindler
POLIT-KOLUMNE
Kein Steuer-Sonderfall Schweiz, aber...
W
as haben das Fürstentum Liechtenstein, Grossbritannien, die Zwergstaaten Monaco und Andorra,
Österreich, Portugal, Spanien, Hongkong,
Singapur, Belgien und noch ein paar andere
Länder gemeinsam mit der Schweiz? Auch sie
besteuern vermögende Ausländer nach anderem Recht als die einheimischen Staats­an­
gehörigen.­So gesehen gibt es also keinen
Grund, die schweizerische Praxis der Pauschalbesteuerung von Ausländern nach dem
Lebensaufwand (statt nach effektivem Einkommen und Vermögen) als besonders verwerflichen Fiskalsonderfall anzuprangern.
Aber darüber reden und nachdenken muss
man sehr wohl, um am kommenden
30. November an der Urne eine Abstimmungsantwort geben zu können.
I
m vergangenen Jahr lebten 5634 Personen
in der Schweiz, die pauschal besteuert wurden. Insgesamt zahlten sie 695 Millionen
Franken an Gemeinden, Kantone und Bund,
also durchschnittlich 123 400 Franken. Die
tiefste einkassierte Steuer belief sich auf
10 000 Franken, die höchste auf mehr als
8,2 Millionen Franken. Fünf Kantone haben
in den letzten Jahren die Besteuerung nach
dem Aufwand abgeschafft (AR, BL, BS, SH,
ZH). In weiteren fünf Kantonen wurden die
Voraussetzungen zur Aufwandbesteuerung
verschärft (AI, BE, LU, SG, TG). Dies ist auch
auf nationaler Ebene geschehen: Für den
Bund und die Kantone gilt ab 2016 als
Mindest­betrag für den Lebensaufwand das
Siebenfache des Mietzinses oder des Eigenmietwerts statt wie bisher das Fünffache.
Nach dem Aufwand können nur Personen
besteuert werden, die folgende Voraussetzungen erfüllen: Ausländische Staatsangehörigkeit, Wohnsitz in der Schweiz, keine Erwerbstätigkeit in der Schweiz. Wer dies erfüllt, hat
das Recht, bei der direkten Bundessteuer nach
dem Aufwand besteuert zu werden. Es ist den
Kantonen überlassen, die Aufwandbesteuerung auch bei den Kantons-­und Gemeindesteuern vorzusehen.
IMPRESSUM
standpunkt
Peter Amstutz, ehemaliger
Leiter der BundeshausRedaktion der «Basler Zeitung»
B
ei der Aufwandbesteuerung werden die
Steuern pauschal aufgrund der Lebenshaltungskosten im In-­und Ausland
veranlagt. Dazu gehören der Mietzins (bzw.
der Eigenmietwert) für die Unterkunft sowie
die Ausgaben für Nahrung, Bekleidung,
Bildung, Hauspersonal, Reisen, Autos usw.
Eine Mindestbesteuerung kennen auch die
Kantone. Sind die Einnahmen aus schweizerischen Quellen (z. B. Kapitalerträge) aber
höher als der Aufwand, so werden diese für
die Berechnung der Steuer verwendet. Ist
schliesslich der Aufwand ermittelt, wird die
Steuer nach dem ordentlichen Tarif berechnet.
Die Volksinitiative «Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre» (Abschaffung der
Pauschalbesteuerung) der Alternativen Linken (AL), über die Volk und Stände am
kommenden 30. November an den Urnen
befinden, will diese Sonderbesteuerung verbieten. Denn die Pauschalbesteuerung sei eine
Abweichung vom Prinzip der Besteuerung
nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit.
Dem hält Bundesrätin Eveline WidmerSchlumpf als Finanzministerin entgegen: «Die
Herausgeber/Verlag:
Schweizerischer Gewerbeverband sgv,
Schwarztorstrasse 26, Postfach 8166, 3001 Bern,
Tel. 031 380 14 14 – verlag@sgv-usam.ch
Redaktion sgz: Schwarztorstrasse 26, 3007 Bern
Tel. 031 380 14 14 – redaktion@sgv-usam.ch
Aufwandbesteuerung erfolgt nach klaren
Regeln. Für manche Kantone hat die Pauschalbesteuerung eine grosse wirtschaftliche
Bedeutung. Um vermögende und sehr mobile
Personen herrscht ein intensiver internationaler Steuerwettbewerb.»
Die Besteuerung nach dem Aufwand hat vor
allem in der Westschweiz eine lange Tradi­
tion. Drei Viertel aller Pauschalbesteuerten
leben in den sechs Kantonen Waadt (1396
Personen), Wallis (1300), Tessin (877), Genf
(710), Graubünden (268) und Bern (211). Die
Finanzdirektoren der Kantone warnen vor
nachteiligen Folgen für diese Kantone, sollte
die Initiative angenommen werden.
D
er Zuger Finanzdirektor Peter Hegglin,
Präsident der Finanzdirektorenkonferenz, möchte die Frage der Pauschal­
besteuerung den Kantonen überlassen. Dafür
brauche es kein Bundesdiktat.
Insbesondere
in den Kantonen, in denen die Mehrzahl aller
Pauschalbesteuerten lebt, weckt die bevor­
stehende Abstimmung die Sorge, es könnten
reiche ausländische Steuerzahler vertrieben
werden. Diese liessen sich bei der Wahl ihres
Lebensmittelpunktes nämlich sehr wohl von
der Frage leiten, wo sie vergleichbare Steuerprivilegien vorfinden könnten wie in der
Schweiz.
Nach der Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Zürich sind mehr als die
Hälfte der so Besteuerten weggezogen. Es gibt
Schätzungen, dass sich bei einem Ja am
30. November ebenfalls etwa die Hälfte der
rund 5600 Pauschalbesteuerten in der Schweiz
nach einem günstigeren Steuerdomizil um­
sehen könnten. Für Niklaus Scherr, ALGemeinde­rat in Zürich und geistiger Vater der
Initiative, sind solche fiskalischen Auswirkungen kein Thema: «Im Vordergrund steht die
Frage der Steuergerechtigkeit, pekuniäre
Erwägungen sind zweitrangig.»
Der Autor gibt seine eigene Meinung wieder. Diese muss sich
nicht mit jener der Wirtschaftskammer decken.
Regionalbund «Standpunkt»
Herausgeber: n Wirtschaftskammer Baselland
n Arbeitgeber Baselland n Unabhängiges
Podium für eine liberale Wirtschaft und
Gesellschaft, Haus der Wirtschaft,
Altmarktstrasse 96, 4410 Liestal
Tel. 061 927 64 64, Fax 061 927 65 50
Internet: www.kmu.org
E-Mail: standpunkt@kmu.org
Verantwortung: Christoph Buser, Direktor
Redaktion/Umbruch: Reto Anklin (ra)
Produktion: IWF, Postfach 633, 4410 Liestal
ARBEITGEBER-ZMORGE
Arbeitgeber Baselland und die
TRETOR AG bereiten auf 2015 vor.
Rechnungslegung
nach neuem Recht
für KMU
Damit alle Unternehmen optimal auf das Geschäftsjahr 2015 vorbereitet sind, informiert
­Arbeitgeber Baselland zusammen mit der Liestaler TRETOR AG über die Änderungen und allfälligen Probleme des neuen Rechnungslegungsgesetzes. Der nächste Arbeitgeber-Zmorge steht
deshalb unter dem Motto «Das neue Rechnungslegungsrecht – Auswirkungen und erste Erkenntnisse für KMU». Er findet am Dienstag, 18. November 2014, um 8 Uhr im Burgensaal des Bad
Bubendorf Hotels statt.
Vor knapp drei Jahren, am 23. Dezember 2011,
hat das Parlament einem neuen Rechnungs­
legungsrecht zugestimmt. Dieses ist daraufhin
am 1. Januar 2013 mit einer Übergangsfrist von
zwei Jahren in Kraft getreten. Es ist somit spätestens ab dem 1. Januar 2015 anwendbar.
Grundsätzlich alle Unternehmen betroffen
Die neuen Bestimmungen des Rechnungs­
legungsrechts betreffen grundsätzlich alle Unternehmen. Das neue Recht unterscheidet jedoch
nicht mehr nach Rechtsform, sondern nach der
wirtschaftlichen Bedeutung des jeweiligen Unternehmens. Ein Kriterium ist die Unternehmensgrösse. Dabei wird zwischen Kleinstunternehmen, KMU und grösseren Unternehmen unterschieden.
Mit dem neuen Rechnungslegungsrecht wurden
die Kriterien für die Buchführungspflicht geändert. Sie sind nun neu im Gesetz eingetragen.
Dieses Gesetz ersetzt die bisherigen Artikel des
Obligationenrechts zur kaufmännischen Buchführung und zur Rechnungslegung, die unter
dem 32. Titel zusammengefasst sind. Es soll als
leicht verständliches Rechnungslegungskonzept
eine zuverlässige Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens ermöglichen.
Offene Fragen bei KMU
Allerdings gibt es bei vielen Klein- und Mittelunternehmen noch offene Fragen und Unklarheiten. Prof. Philipp Hammel, Partner der TRETOR AG und Dozent an der Fachhochschule
Nordwestschweiz, FHNW, sowie Adrian Schaller, Partner der TRETOR AG und Dozent an der
Fachhochschule Nordwestschweiz, FHNW, werden am Arbeitgeber-Zmorge genauer über das
Thema informieren.
Nach dem Referat haben die Teilnehmenden
beim anschliessenden Frühstück die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Referenten und den anderen Gästen. Die Einladungen
zum Arbeitgeber-Zmorge wurden per Post an
die Mitglieder von Arbeitgeber Baselland verschickt. Um eine Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten.
Tamara Körner
Arbeitgeber-Zmorge für Mitglieder
der Wirtschaftskammer Baselland:
«Das neue Rechnungslegungsrecht – Auswirkungen
und erste Erkenntnisse für KMU»
Dienstag, 18. November 2014, 8.00 Uhr,
Bad Bubendorf Hotel.
TRETOR AG
Die TRETOR AG mit Sitz in Liestal ist eines
der führenden Treuhandunternehmen der
Nordwestschweiz. Durch die profunde Ausbildung und Erfahrung der Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter ist das Treuhandunternehmen in der Lage, seinen Kunden eine ganzheitliche betriebswirtschaftliche Beratung anzubieten.
Gleichzeitig unterstützt die TRETOR AG
auch Firmen bei der Erarbeitung und Neu­
ausrichtung ihrer Unternehmenspolitik
und -strategie.
tk
Abonnement im Mitgliederbeitrag inbegriffen
Adressänderungen:
Bitte an Wirtschaftskammer Baselland
E-Mail: standpunkt@kmu.org
Der Abdruck von Textbeiträgen mit vollständiger
Quellenangabe ist erlaubt.
ARBEITSMARKT
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
REFERENDUM
sgv bekämpft Radio- und TV-Gesetz
– Wirtschaftskammer hilft mit.
KMU gegen neue
Mediensteuer
Gegen die vom Parlament beschlossene Billag-Steuer,
die ab 2018 die heutigen Empfangsgebühren ersetzen
soll, werden jetzt Unterschriften gesammelt.
Das Bundesparlament hat im September 2014
eine für KMU folgenschwere Änderung des
­Radio- und Fernsehgesetzes beschlossen. Mit
137 zu 99 Stimmen (bei sieben Enthaltungen)
verabschiedete das Parlament das Gesetz, das
vorsieht, den Service public in Radio und Fernsehen künftig durch eine neue, geräteunabhängige­
Abgabe zu finanzieren. «Die neue Abgabe soll
– mit Ausnahmen – von allen Haushalten und
Unternehmen entrichtet werden», teilt das
Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation mit.
Im Klartext: In der Schweiz soll eine Mediensteuer für alle eingeführt werden. Das neue Gesetz fordert von allen Privatpersonen, dass sie
die volle Billag-Gebühr bezahlen, unabhängig
davon, ob sie in ihrem Haushalt Radio hören
oder Fernsehen schauen können oder wollen.
Jetzt unterschreiben
Weiter verlangt das Gesetz, dass Unternehmerinnen und Unternehmer künftig als Privat­
personen und als juristische Personen doppelte
Billag-Gebühren entrichten. Betroffen von dieser
zusätzlichen Mediensteuer sind alle Firmen mit
mehr als 500 000 Franken Umsatz jährlich. Abhängig von der Umsatzhöhe sollen diese Unternehmen nochmals zwischen 400 und
39 000 Franken (!) im Jahr bezahlen.
«Das ist absolut inakzeptabel», sagt Wirtschaftskammerdirektor Christoph Buser. Den KMU werde bereits eine enorme Steuer- und Abgabelast
zugemutet. «Die Löcher im Steuersystem dürfen
nicht immer auf Kosten der KMU gestopft werden.» Um diese neue Steuer zu bekämpfen, hat
sich rund um den Schweizerischen Gewerbeverband sgv das Referendumskomitee «Nein zur
neuen Billag-Mediensteuer» gebildet. Die Unterschriftensammlung ist angelaufen.
Daniel Schindler
Unterschreiben Sie jetzt die Referendumskarte, die
dieser Ausgabe des Standpunkts beiliegt!
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BL 3
Schweizerische Gewerbezeitung – 7. November 2014
Das KIGA hat die erste Baselbieter Fachtagung organisiert für die Mitglieder
jener Behörden und Kontrollorgane, die gegen Schwarzarbeit und Lohndumping kämpfen.
SCHWARZARBEIT –
Weiterbildung für Kontrolleure
Die Baselbieter Sozialpartner sind
sich einig: Schwarzarbeit und
Lohndumping darf im Kanton kein
Raum gewährt werden. Entsprechend
leisten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände seit jeher auch ihren
Anteil an deren Bekämpfung.
Anfang Oktober 2014 haben sich erstmals sämtliche Vertreterinnen und
Vertreter der kantonalen Spezial­
behörden sowie der Kontrollorgane
der Sozialpartner, namentlich auch
die Zentrale Paritätische Kontrollstelle, ZPK, und die Zentrale Arbeitsmarkt-Kontrolle, ZAK, zur gemeinsamen Schulung getroffen.
Neue Gesetze in Kraft
Die Schulung ist eine der vielen wichtigen Neuerungen des im vergangenen Februar in Kraft gesetzten «Gesetzes über die Arbeitsmarktaufsicht
und über Entsendungen von Arbeitnehmenden und Dienstleistungserbringenden in die Schweiz (Arbeitsmarktaufsichtsgesetz, AMAG)» sowie
des auf das gleiche Datum hin revidierten «Gesetzes über die Bekämpfung der Schwarzarbeit (GSA)». Eingeladen waren Behörden und Kontrollorgane, beziehungsweise die mit
der Kontrolle von Baustellen betrauten Personen. Für die Durchführung
der Veranstaltungen ist das Kantonale Amt für Industrie, Gewerbe und
Arbeit (KIGA) verantwortlich.
Zusammenarbeit mit Behörden
Beim Kampf gegen Lohndumping
und Schwarzarbeit braucht es auch
griffige gesetzliche Bestimmungen
und eine effektive Zusammenarbeit
mit allen Behörden. Mit den im vergangenen Februar in Kraft getretenen
Bestimmungen sind im Kanton Baselland die nötigen Voraussetzungen
geschaffen worden. Angeregt wurden
die Gesetzesänderungen durch eine
parlamentarische Initiative der Land-
Landrat Markus Meier, Vizepräsident der Zentralen Paritätischen Kontrollstelle, ZPK, und Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, formulierte die Erwartungen der Politik und der Sozialpartner an die neuen Gesetzesbestimmungen.
FOTO ZVG
räte Christoph Buser, Direktor der
Wirtschaftskammer Baselland, und
Daniel­ Münger, Zentralsekretär der
Gewerkschaft Syndicom. Die Initiative wurde von Arbeitgeber- wie von
Arbeitnehmerseite unterstützt.
Im Mittelpunkt der Startveranstaltung standen die konkreten Aufgaben
der Vollzugsbeteiligten sowie die
Schnittstellen zwischen den Spezialbehörden wie dem KIGA Baselland,
der SVA Basel-Landschaft (Ausgleichskasse), der Polizei Basel-Landschaft, der Staatsanwaltschaft, dem
Amt für Migration, der Steuerverwaltung Basel-Landschaft und der Kontrollorgane.
«Es braucht uns alle zur Bekämpfung
von Schwarzarbeit und Lohndumping», sagte KIGA-Vorsteher Thomas
Keller bei der Eröffnung der Tagung.
Anschliessend erläuterte Stefan
Bloch, Abteilungsleiter Arbeitsbedin-
gungen beim KIGA, die wichtigsten
Eckpunkte der neuen Gesetze. Die
Erwartungen aus Sicht der Politik
und auch der Sozialpartner formulierte Landrat Markus Meier, Vizepräsident der Zentralen Paritätischen
Kontrollstelle, ZPK, und Stv. Direktor
der Wirtschaftskammer Baselland.
Verschiedene Rollen und Pflichten
Hans Jakob Speich, Leiter Rechtsdienst des Regierungsrats BaselLandschaft, und Ursula Stucki, Leiterin Aufsichtsstelle­Datenschutz, beleuchteten in ihren Referaten einerseits die verschiedenen Rollen und
Pflichten der Kontrollorgane innerhalb der kantonalen Verwaltung und
betonten andererseits die Wichtigkeit
des Persönlichkeits- und des Datenschutzes.
Danach wurden Prozessabläufe, Verantwortlichkeiten und vor allem die
Schnittstellen zwischen allen Beteiligten besprochen. Alle Teilnehmenden waren sich einig, dass nur durch
Schaffung eines breiten Bewusstseins
betreffend der negativen Folgen von
Schwarzarbeit, illegaler Beschäftigung und Lohndumping sowie durch
gezielte Kontrolle und konsequente
Ahndung von Verstössen der unlautere Wettbewerb im Kanton wirksam
bekämpft und damit eingedämmt
werden kann.
Die erste gemeinsame Tagung von
Anfang Oktober hat dazu eine wichtige neue Basis gelegt. Weitere Zusammenkünfte und Workshops, verbunden mit dem regelmässigen Erfahrungsaustausch, werden diese Basis weiter stärken. Das un­erwünschte
und schädliche Wirken von Schwarzarbeitern und Lohndumpern im Baselbiet wird so künftig noch mehr
erschwert.
Reto Anklin
Wirtschaftsrat hat die Parolen
für den Urnengang vom 30. November gefasst.
ABSTIMMUNG –
Pauschalsteuer soll
beibehalten werden
Eine schweizweite Abschaffung der
Pauschalbesteuerung liegt nicht im
Interesse der KMU. Darum hat der
Wirtschaftsrat an seiner Sitzung vom
23. Oktober die Nein-Parole zur Pauschalbesteuerungsinitiative gefasst.
Das Volksbegehren aus linken Kreisen hat zum Ziel, Steuerprivilegien
für natürliche Personen zu verbieten
und die Pauschalbesteuerung in der
Schweiz gänzlich abzuschaffen.
Für das Nein ausschlaggebend waren
nicht theoretische Überlegungen,
sondern die praktischen Erfahrungen, die im Kanton Baselland gemacht wurden. Nachdem nämlich
das B
­ aselbieter Stimmvolk 2012 die
Pauschalbesteuerung auf Kantons­
ebene abgeschafft hatte, haben bis
heute von 16 pauschal Besteuerten
deren 13 das Baselbiet verlassen, wie
die Regierung kürzlich eine entsprechende Anfrage von Wirtschaftskammerdirektor und Landrat Christoph
Buser beantwortete. Demnach entgehen der öffentlichen Hand deswegen 1,4 Millionen Franken pro Jahr.
Die Wirtschaftsräte zeigten sich überzeugt, dass eine schweizweite Ab-
schaffung der Pauschalbesteuerung
den KMU schadet. Der Grund: Die
rund 5500 Pauschalbesteuerten bezahlen rund 1 Milliarde Franken
Steuern. Die Steuerausfälle müssten
«die KMU und der Mittelstand
­decken», sagte ein Wirtschaftsrat.
22 000 Arbeitsplätze in Gefahr
Pauschalbesteuerte seien wichtige Investoren für KMU, hiess es an der
Versammlung weiter. In der Tat beziffert die eidgenössische Steuer­
verwaltung die entsprechenden jährlichen Ausgaben auf drei Milliarden
Franken. Rund 22 000 Arbeitsplätze
stünden in direktem Zusammenhang
damit. «Auch darum sollten diese
Leute nicht verjagt werden», sagte
ein Wirtschaftsrat.
Ferner wurde auf die finanzielle Situation von sozialen Institutionen
verwiesen. Pauschalbesteuerte seien
grosszügige Unterstützer von Kulturund Sportveranstaltungen sowie kari­
tativen Organisationen. Auch diese
wären Leidtragende, wenn die Ini­
tiative angenommen würde, hiess es
an der Sitzung.
Daniel Schindler
Für den Wirtschaftsrat ist klar: Nach einer Annahme der Pauschalbesteuerungsinitiative
müssten KMU und Mittelstand die Steuerausfälle begleichen.
GRAFIK: ZVG
PAROLEN WIRTSCHAFTSRAT
Rund 70 Mitglieder des Baselbieter Wirtschaftsrats haben am
Donnerstagabend, 23. Oktober,
ihre Sitzung abgehalten.
Dabei beschloss das Parlament
der Wirtschaftskammer Baselland,
aus dem «Aktionsfonds der Baselbieter KMU» 100 000 Franken für
den Landrats- und RegierungsratsWahlkampf im kommenden Jahr
zu sprechen.
Damit folgte der Wirtschaftsrat
dem Antrag des Zentral­vorstands
der Wirtschaftskammer. Auch
in Bezug auf den eidgenössischen Urnengang vom kommenden 30. November 2014 folgte der
Wirtschaftsrat den Anträgen des
Zentral­vorstands und fasste die
folgenden Abstimmungs­parolen:
• KEINE Parole zur Volksinitiative
vom 20. März 2013 «Rettet unser
Schweizer Gold (Gold-Initiative)»,
• NEIN-Parole zur Volksinitiative­
vom 19. Oktober 2012 «Schluss
mit den Steuerprivilegien für Millionäre (Abschaffung Pauschal­
besteuerung)»,
• NEIN-Parole zur Volksinitiative
vom 2. November 2012 «Stopp der
Überbevölkerung – zur Sicherung
der natürlichen Lebensgrundlagen» (Ecopop-Initiative).dan
BL 4
KMU-ORGANISATIONEN
7. November 2014 – Schweizerische Gewerbezeitung
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
Das KMU Podium 2014 im Gymnasium Laufen stand unter dem Titel
«Wohnen im Laufental – Eine Chance für die Region». Eingeladen hatte Promotion Laufental.
KMU PODIUM LAUFEN –
Laufental geht es besser als gedacht
Sowohl Walter Jermann, e. Nationalrat und Präsident der Promotion Laufental, als auch Thomas Kübler, re­
gionaler Wirtschaftsförderer, wiesen
am KMU Podium im Gymnasium
Laufen auf die Standortvorteile des
Laufentals hin.
Kübler bezeichnete das Laufental an
der Veranstaltung von Promotion
Laufental im vergangenen Monat als
Region der kurzen Wege. Er wies auf
die Nähe zum Zentrum Basel, auf
den noch verfügbaren Raum zum Arbeiten und Wohnen, ein breit gefächertes Kulturangebot und eine hohe
Lebensqualität inmitten von Naherholungsgebieten hin.
Dem Laufental gehe es viel besser,
als viele meinten oder oft politisch
beklagen würden. Das Problem bestünde vielmehr darin, dass diese positive Botschaft zu wenig vertreten
werde. In dieser Erkenntnis waren
sich am Schluss der Veranstaltung
alle Podiumsteilnehmer einig.
Keine Verzögerung bei Doppelspur
Für Regierungspräsident Isaac Reber
hat das Laufental in der Kombination
«Wirtschaft, Wohnen und Natur» bereits heute eine sehr gute Ausgangslage. Trotzdem bestehe im Verkehrsbereich ganz klarer Handlungs­
bedarf. Der Doppelspurausbau müsse nun raschmöglichst realisiert
werden.
Mit dem für den Kanton einmaligen
Vorfinanzierungsmodell habe das Baselbiet für die Realisierung dieses unverzichtbaren Ausbauschrittes die
Auf dem KMU-Podium in Laufen diskutieren (von links): Thomas Kübler, regionaler Wirtschaftsförderer; Regierungspräsident Isaac
­Reber; Alexander Imhof, Stadtpräsident Laufen; Lukas Richterich, Verwaltungsratspräsident Ricola Holding; Josef Zindel, ehemaliger
Kommunikationsleiter FC Basel; Stefan Marbach, Senior Partner Herzog de Meuron.
FOTO MWB
entscheidende Voraussetzung geschaffen. Der Regierungsrat werde
weitere Verzögerungen wegen allfälliger Kapazitätsprobleme im Bahnhof
Basel SBB nicht akzeptieren, betonte
Reber.
Hinsichtlich der Umfahrung Zwingen-Laufen sieht Reber angesichts
der fehlenden Finanzen ein pragmatisches Vorgehen in Form von Etappierungen. Und was die Verkehrs­
situation rund um den Laufner Bahnhof betrifft, verweist Reber auf das
Beispiel der Verkehrsdrehscheibe
Arlesheim-Dornach. Ein ähnlicher
Busbahnhof würde die Position von
Laufen als natürlichem regionalem
Zentrum deutlich stärken, ist Reber
überzeugt.
Es braucht Laufentaler Marke
Der Laufner Stadtpräsident Alexander­
Imhof und Stefan Marbach, Senior
Partner Herzog de Meuron, stellten
das Projekt Nau vor. In Ergänzung
zum alten Stadtkern soll auf dem
heutigen Nau-Areal beidseits der Birs
ein neues Stadtquartier mit insgesamt
190 Wohnungen, Stadtgärten und einem Birspark entstehen. Laut Marbach soll die Birs zur Aufwertung des
Lebens- und Wohnraums beitragen.
In der anschliessenden Podiumsdiskussion, an der auch Lukas Richterich, Verwaltungsratspräsident der
Ricola Holding, und Josef Zindel,
ehemaliger Kommunikationsleiter
des FC Basel und KommunikationsUnternehmer in Blauen, teilnahmen,
waren sich alle über die Vorteile des
Laufentals als Lebens- und Wohn­
standort einig. Laut Zindel weiss man
ausserhalb des Laufentals gar nicht,
was die Region bietet. Richterich
doppelte nach und forderte eine Marke Laufental und vor allem ein selbstbewussteres Auftreten aller Laufentaler Akteure.
Marcel W. Buess
BEHÖRDENAPERO
KMU Laufental hatte zum Treffen
mit den Behörden eingeladen.
Plattform
für KMU
und Behörden
Der Landratsvizepräsident und vorübergehend
als höchster Baselbieter amtierende Franz Meyer liess es sich nicht nehmen, den Teilnehmern
des diesjährigen Behördenapéros des Gewerbevereins KMU Laufental die offiziellen Grüsse
des Kantons Basel-Landschaft zu überbringen.
Es sei quasi seine erste Amtshandlung ausserhalb des Landrats, bemerkte der Grellinger mit
einem verschmitzten Lächeln.
Meyer dankte den Laufentaler KMU für ihr grosses und nicht selbstverständliches Engagement.
Die im Juni durchgeführte Gewerbeausstellung
AGLAT habe wiederum auf sehr eindrückliche
Weise die Leistungs- und Innovationskraft der
regionalen Gewerbe- und Handwerksbetriebe
gezeigt, sagte Meyer. «Die KMU müssen sich
entwickeln können, dazu brauchen sie vernünftige Rahmenbedingungen.»
Der frühere Grellinger Gemeindepräsident weiss,
dass auch der Standort Laufental noch Verbesserungsbedarf hat. Zuoberst auf der Liste stehe
hier der Ausbau der Strasse mit der Umfahrung
Zwingen–Laufen und jener der Schiene mit der
PUBLIREPORTAGE
TCS BEIDER BASEL -
Touring Club bietet neue Dienstleistung für Private und Unternehmen an.
Car-Clean – eine saubere Sache fürs Auto
Das vor Schmutz strotzende Auto
mitsamt Schlüssel abgeben, gemütlich einen Kaffee trinken oder im Bistro ein Gipfeli essen. Und nach etwas
mehr als einer Stunde ein wie neu
aussehendes Auto zurückbekommen.
So sieht der neue Rundumservice des
TCS beider Basel an der Ufer­strasse 10­
in Füllinsdorf aus.
Verantwortlich für das sogenannte
Car-Clean ist Paulo Rodrigues. Nach
der Übernahme des Kundenautos
fährt er dieses zuerst in die Wasch­
strasse und reinigt das Fahrzeug
gründlich von aussen.
Danach geht es an die Innenreinigung: Passagierraum, Armaturenbrett, Türfälze, Kofferraum, Scheiben
und natürlich Teppiche reinigt Paulo
Rodrigues minutiös. Sogar die Pneus
werden zum Abschluss geschwärzt.
«Nach unserer Behandlung sieht
auch das ­dreckigste Auto praktisch
wie neu aus», sagt Rodrigues.
Das Car-Clean-Angebot des TCS beider Basel kostet für Mitglieder
118 Franken. Nichtmitglieder bezahlen 137 Franken. Als weitere Dienstleistung bietet der TCS auch die Polsterreinigung der Sitze an. Mitglieder
bezahlen für die Reinigung aller Sitze 90 Franken und für die Auffrischung der Lederpolster 60 Franken
Doppelspur. Franz Meyer ist überzeugt, dass
solche wichtigen Standortprojekte nur gemeinsam von der Politik und der Wirtschaft erfolgreich realisiert werden können. Auch insofern
stelle der Behördenapéro, zu dem der Gewerbeverein KMU Laufental bereits zum siebten Mal
eingeladen hatte, eine wichtige Gesprächs- und
Kontaktplattform dar.
pro Sitzreihe. Nicht­mitglieder bezahlen für diese Dienstleistungen 100,
bzw. 70 Franken.
Und sogar eine Motor- und Chassisreinigung ist im Angebot. Auch hier
bezahlen TCS-Mitglieder etwas weniger als nicht (oder noch nicht) Mitglieder.
Eigener Business Park ist wichtig
Der diesjährige Behördenapéro fand nicht zufällig in den Räumen des Business Parks Laufen­
tal & Thierstein (BPLT) statt. Mitte dieses Jahres
hat sich der BPLT vom Business Park in Reinach
losgelöst und firmiert seither als eigenständige
Stiftung.
KMU-Laufental-Präsident Marc Scherrer, der
auch der Stiftung vorsteht, wies in seiner Begrüssung auf die Leistungsvereinbarung hin, die mit
den Kantonen Basel-Landschaft und Solothurn
abgeschlossen werden konnte und die auch die
Grundlage für die Tätigkeit des Business Parks
darstellt. Dem BLPT steht ein kompetenter Beraterpool zur Verfügung, der jeweils die Geschäftsideen und Businesspläne überprüft und
den Start von Jungunternehmen begleitet. In
den vergangenen Monaten fanden bereits zwölf
Beratungen statt.
Paketlösung für Unternehmen
Für Lukas Ott, seit Januar 2014 Geschäftsführer des TCS beider Basel,
ist diese Preisstrategie bewusst so
gewählt. «Mitglieder des TCS sollen
einen spürbaren Nutzen von ihrer
Mitgliedschaft haben», sagt er.
Und er will den Car-Clean-Service
noch weiter ausbauen. «Die Idee ist,
dass wir für Unternehmen eine Paket­
lösung anbieten.» Das Konzept: Unternehmen, die eine gewisse Anzahl
Fahrzeuge pro Monat beim TCS reinigen lassen, erhalten entsprechende
Rabatte oder allenfalls Zusatzleistungen. «Ich denke, dass wir schon ab
Januar 2015 spezielle KMU-Angebote­
anbieten können», sagt Ott. Konkreter will der TCS-Geschäftsführer aber
noch nicht werden.
10er Karten und Gutscheine
Unternehmen, die nicht bis im Januar­
warten möchten, haben aber bereits
heute attraktive Möglichkeiten, den
Car-Clean-Service zu nutzen. So bietet der TCS beispielsweise Weihnachtsgutscheine an. «Eine Firma
kann diese Weihnachtsgutscheine
­ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als Weihnachtsgeschenk abgeben oder auch an Kunden weiter­
geben», sagt Ott.
Am Behördenapéro angetroffen (v.l.): Landratsvize­
präsident Franz Meyer; Marc Scherrer, Präsident KMU
Laufental; Gerda Vögtlin, Geschäftsführerin Birs-Golf AG;
Patrik Doppler, doppler und saner GmbH.
FOTO MWB
Paulo Rodrigues sorgt als Car-Clean-Verantwortlicher beim TCS beider Basel dafür, dass
auch stark verschmutzte Fahrzeuge wieder wie neu aussehen. FOTO TCS
Gerade im Winter sei so mancher
Autofahrer froh, wenn er sein Fahrzeug reinigen lassen könne.
Das Bedürfnis für den Service jedenfalls sei gross, so Ott. Es wachse ständig. Darum gibt es neu auch eine
Zehnerkarte. Wer sein verschmutztes
Auto neun Mal vom Team um Paulo
Rodrigues reinigen lässt, hat für sein
Fahrzeug die zehnte Reinigung
kosten­los zugut.
LINK
www.tcsbasel.ch
Erster Golfplatz im Baselbiet
Offizieller Gastgeber des Behördenapéros war
in diesem Jahr die Firma doppler und saner
GmbH, Zwingen. Patrik Doppler, der zugleich
auch Vizepräsident der Stiftung BPLT ist, freute
sich über die stattliche Teilnehmerschar. Nächstes Jahr wird die Birs-Golf AG den Apéro ausrichten. Deren Geschäftsführerin Gerda Vögtlin
stellte ihren Betrieb vor und berichtete über die
aufgrund verschiedener naturschutzbedingter
Auflagen nicht einfache Realisierung des ersten
Golfplatzes im Baselbiet. Die Birs-Golf AG beschäftigt heute fünfzehn Mitarbeitende und will
Golf als Familiensport fördern.Marcel W. Buess
BERUFSBILDUNG
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
KMU BUSINESS-TREFF
Die Wirtschaftskammer Baselland
und die BG Mitte laden ein.
Sichere
Finanzierung
für KMU
Die Wirtschaftskammer Baselland informiert
zusammen mit der Bürgschaftsgenossenschaft
BG Mitte über die Möglichkeiten der Sicherstellung von Bankkrediten: Der KMU Business-Treff
findet unter dem Motto «KMU – Finanzierung
mit Bürgschaften» am Donnerstag, 27. November 2014, um 18 Uhr im Haus der Wirtschaft in
Liestal statt.
Bürgschaftsgenossenschaften sind seit mehr als
60 Jahren ein wirkungsvolles Wirtschaftsförderungsinstrument in der Schweiz. Die Sicher­
stellung von kostengünstigen Bürgschaften
schafft für KMU die Möglichkeit, bei einer Bank
ihrer Wahl Kredite in der Höhe von bis zu
500 000 Franken zu attraktiven Konditionen zu
erhalten.
Renaissance im Bürgschaftswesen
Seit rund sieben Jahren erlebt das Schweizerische Bürgschaftswesen eine eigentliche Renaissance, nachdem der Bund entsprechend angepasste Vorschriften erlassen hat. Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge dem Gläubiger
eines Dritten gegenüber, für die Verbindlichkeiten des Dritten geradezustehen.
Begleicht der Dritte seine Schuld nicht, muss
der Bürge den Schaden des ursprünglichen
Schuldners tragen. Der Gläubiger sichert sich
durch die Bürgschaft für den Fall einer Zahlungsunfähigkeit seines Schuldners ab. In vielen Fällen kann eine Bürgschaft die Kreditgewährung
einem KMU bei einer Bank erleichtern. Denn
für Umstellungen, Erweiterungs- und Erneuerungsarbeiten im Betrieb benötigen KMU zusätzliche finanzielle Mittel.
Eigenkapital reicht oft nicht aus
Oftmals reicht dazu das Eigenkapital nicht aus.
Daher sind die Unternehmen auf Fremdkapital
angewiesen, meist in Form eines Bankkredits.
Alle Banken arbeiten eng mit den zuständigen
Bürgschaftsorganisationen zusammen, so auch
mit der BG Mitte.
Urs Baumann, Regionalverantwortlicher BG Mitte, Landrat Markus Meier, Stv. Direktor Wirtschaftskammer Baselland und VR-Mitglied BG
Mitte, sowie André Kormann, Direktor BG Mitte,
werden im Verlauf des Anlasses genauer über
das Thema informieren. Nach dem Referat haben die Teilnehmenden beim anschliessenden
Apéro riche die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Referenten und den anderen
Gästen.
Die Einladungen wurden per Post an die Mitglieder der Wirtschaftskammer Baselland verschickt. Um Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen gebeten.
Tamara Körner
KMU Business-Treff für Mitglieder
der Wirtschaftskammer Baselland:
«KMU – Finanzierung mit Bürgschaften»,
Donnerstag, 27. November 2014, 18 Uhr,
Haus der Wirtschaft.
BG MITTE
Die BG Mitte ist Partnerin für alle Klein- und
Mittelunternehmen. Sie unterstützt diese bei
der Beschaffung von Startkapital für Neugründungen und stellt die Finanzierung von Investitionen für Ausbau und Nachfolgeregelung
­sicher.
Die BG Mitte fördert und unterstützt gewerbliche KMU-Betriebe durch die Sicherstellung
von risikobehaftetem Kapital. Die Genossenschaft will ihre Bedeutung für das Gewerbe,
Banken und die Volkswirtschaft im Allgemeinen vergrössern und ihre Stellung im Markt
ausbauen. Somit strebt die BG Mitte ein qualitatives und quantitatives Wachstum nach dem
Grundsatz «Qualität vor Quantität» an.
tk
BL 5
Schweizerische Gewerbezeitung – 7. November 2014
Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer und Leiter Berufsbildung, will,
dass sich Jugendliche im Niveau P neben dem gymnasialen auch den dualen Weg anschauen.
BERUFSMATUR –
« ‹P› heisst nicht a priori Gymnasium»
Vor drei Jahren haben die Wirtschaftskammer Baselland, die Kantone Basel-Landschaft und BaselStadt, der Gewerbeverband BaselStadt und die Handelskammer beider
Basel die Imagekampage «Berufslehre­
plus Berufsmatur» gestartet. Jetzt
wurde die Website der Kampagne
aufgefrischt. Für die Berufsmatur
Werbung zu machen, sei eine Dauer­
aufgabe, sagt Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland
und Leiter Berufsbildung.
Standpunkt: Herr Berger, welche
Bilanz ziehen Sie nach drei Jahren
Kampagne für die Berufsmatur?
Urs Berger: Es ist uns gelungen, die
n Jugendlichen, deren Eltern und die
Lehrkräfte für das Thema zu sensibilisieren. Es ist aber ein Thema, auf
das immer und immer wieder hingewiesen werden muss.
«DIE BERUFSMATUR
IST EIN THEMA, AUF DAS
IMMER UND IMMER
WIEDER HINGEWIESEN
WERDEN MUSS.»
Die Kampagne wird weiter­geführt?
Ja. Ursprünglich war sie auf zwei
n Jahre befristet. Wir haben aber entschieden, die Berufsmatur-Förderung
als gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft und Kanton – mit einem etwas
geringeren Mitteleinsatz – weiterzuführen. Mittlerweile steht sie bereits
im dritten Jahr. Vor kurzem haben
wir die Website und die Broschüre­
aufgefrischt und aktualisiert.
Was ist neu?
Wir haben Sie mit einer Grafik ern gänzt, welche die Bildungswege aufzeigt, die den Berufsmaturandinnen
und -maturanden offenstehen. Sie
zeigt auch, wie Jugendliche zu einer
Berufsmatur kommen, nämlich mit
einer Berufslehre mit eidg. Fähigkeitsausweis oder mit dem Besuch
einer Informatik- oder Wirtschaftsfachschule. Nach der Berufsmatura
stehen alle Wege offen, vom Studium
an einer Fachhochschule bis zum
Universitätsstudium. Die Grafik ist
auch auf der Website der Berufsschau
BILDUNGSWEGE –
Urs Berger, Stv. Direktor der Wirtschaftskammer Baselland und Leiter Berufsbildung, sieht sich als Vermittler zwischen der Wirtschaft
und den Schulen.
FOTO ARCHIV
aufgeschaltet. Und wir zeigen sie den
Jugendlichen und ihren Eltern, zum
Beispiel an Elternabenden oder wenn
wir im Rahmen des Programms «Fit
in die Lehre» Schulen besuchen.
Was wollen Sie mit dieser Grafik
aufzeigen?
Bei den Schülerinnen und Schülern
n des Niveaus P ist es wichtig, direkt
vor Ort zu zeigen, dass es neben dem
gymnasialen Weg auch den Weg der
dualen Bildung gibt. Wenn jemand
das Niveau P besucht, soll das nicht
a priori heissen, dass er danach ans
Gymnasium und später an die Uni
geht. Die Jugendlichen sollen diese
Entscheidung erst machen, wenn sie
sich beide Wege, den gymnasialen
und den dualen, genau angeschaut
haben. Das ist meine Hauptbotschaft
an die Jugendlichen, aber auch an
deren Eltern und an die Lehrkräfte.
Wie kommt die Botschaft bei den
Lehrkräften an?
Gerade von den Lehrkräften erwarn te ich, dass sie sich gegenüber dem
dualen Bildungsweg offen zeigen und
sich nicht auf den universitären Weg
versteifen. Es gibt ganz tolle Lehrkräfte, die beide Wege aufzeigen. Ich
war vergangene Woche im Waldenburgertal und konnte das erleben.
Aber es gibt immer noch andere
Lehrkräfte, für die nur der universi-
«JUGENDLICHE, DIE EINE
PRAXISORIENTIERTE
AUSBILDUNG MÖCHTEN,
SIND MIT DEM DUALEN
WEG BESSER BEDIENT.»
täre Weg etwas zählt, und die das
den Schülerinnen und Schülern auch
so vermitteln. Die Berufsverbände
unternehmen grosse Anstrengungen.
Für die Lehrkräfte ist es Pflicht, auf
diesen Bildungsweg hinzuweisen.
Wollen Sie den Gymnasien die
Schülerinnen und Schüler abspenstig machen?
Nein. Ich will nicht das eine Sysn tem gegen das andere ausspielen. Es
geht nicht um ein Entweder-oder. Ich
rede lieber von einem Sowohl-alsauch. Zieht ein Jugendlicher den
gymnasialen Weg vor, so ist dagegen
auch nichts einzuwenden.
Aber?
Jugendliche im Niveau P, die eine
n eher praxisorientierte Ausbildung
möchten, sind mit dem dualen Bildungsweg besser bedient. Zudem
verhindern wir mit dem Hinweis auf
einen alternativen Bildungsweg auch
viele Schulabbrüche auf der gymnasialen Stufe. Wenn die Jugendlichen
plötzlich merken, dass der universitäre Weg für sie nicht der richtige ist.
Wie steht es mit der Bereitschaft
der Lehrbetriebe, Lernende auszubilden, welche die Berufsmatur
machen wollen?
Am Anfang war da eine kleine Skepsis. Aber mittlerweile erhalte ich fast
täglich Anfragen von KMU, die Lernende suchen, welche die Lehre mit
Berufsmatur machen wollen. KMU
können sich so ihre Fachleute selber
aufbauen. Interview: Reto Anklin
Den Berufsmaturandinnen und -maturanden stehen alle Bildungswege offen.
Berufsmatur bringt Lernende an die Uni
Wer sich für die Berufsmaturität entscheidet, ergänzt die drei- oder vierjährige berufliche Lehre mit erweiterter Allgemeinbildung. Neben dem
Berufsabschluss erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Berufsmaturitätszeugnis. Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden
stehen alle Möglichkeiten offen:
n Sie haben einen Berufsabschluss
mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und können als Fachleute auf ihrem Beruf arbeiten.
n Mit der Berufsmaturität haben sie
Zugang zu einem weiterführenden
Studium an einer Fachhochschule.
n Nach dem Ablegen einer Ergänzungsprüfung (Passerelle) können sie
auch an einer Universität, der ETH
oder einer pädagogischen Hochschule studieren.
Reto Anklin
LINK
www.berufsmaturbb.ch
Die Grafik auf der Website der Kampagne «Berufslehre plus Berufsmatur» zeigt alle Weiterbildungsmöglichkeiten, die Berufsmaturandinnen und -maturanden offenstehen. Via Passerelle können sie sogar an der Universität studieren.
GRAFIK ZVG
BL 6
BRANCHENVERBÄNDE
7. November 2014 – Schweizerische Gewerbezeitung
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
Die Baselbieter Wirtinnen und Wirte haben sich bereits 1892 zum Wirteverein Baselland zusammen­
geschlossen. Heute nennt sich der Verband GastroBaselland und engagiert sich stark in der Aus- und Weiterbildung.
GASTROBASELLAND –
Einer der ältesten Berufsverbände
IN KÜRZE
GastroBaselland gehört unbestritten
zu den ältesten und traditionsreichsten Branchenverbänden des Kantons.
Die Gründung fand am 14. März 1892
im Restaurant Schlüssel in Liestal
statt. Insgesamt 80 Baselbieter Wirte
hoben den Wirteverein Baselland aus
der Taufe und beschlossen gleichzeitig den Beitritt zum Schweizerischen
Wirteverein, der fast genau ein Jahr
vorher, nämlich am 12. März 1891,
von zehn kantonalen Wirtevereinen
konstituiert worden war.
In den ersten fünfzehn Jahren seines
Bestehens stieg der Mitglieder­
bestand des Zentralverbands auf
22 Kantonalvereine mit 71 Untersektionen und fast 6000 Mitgliedern.
Die Anfangsgeschichte der organisierten Baselbieter Wirte verlief nicht
so reibungslos. Der an der Gründungsversammlung gewählte Präsident – ein gewisser Kommandant
Meyer von Pratteln – konnte die Verbandsgeschicke nur bis Ende 1894
leiten. Nach seinem gesundheitlich
bedingten Rücktritt übernahm Carl
Flubacher, Gastwirt zum Bad Bubendorf, das Ruder.
Auflösung und Neugründung
Das weitere Schicksal des Baselbieter
Wirtevereins wird in einer frühen
Festschrift dann wie folgt beschrieben: «Mit Ende 1898 hatte die Mitgliederzahl so bedenklich abgenommen, dass man sich mit dem Gedanken der Auflösung des Vereins befasste. Am 17. Mai 1899 (im
Wonnemonat) sodann wurde diese
denn auch wirklich beschlossen und
das Protokoll und die vorrätigen
Schreibmaterialien dem damaligen
Aktuar, Herrn Th. Hartmann, zum
Engel in Liestal, zur Aufbewahrung
übergeben...»
Der verbandslose Zustand war jedoch höchst unbefriedigend – nicht
GastroBaselland
Gegründet:
1892
Anzahl Mitglieder:
460
Jedes Jahr absolvieren an die 600 Lernende ihre Überbetrieblichen Kurse im Ausbildungszentrum von GastroBaselland in Liestal. Die
Küche und auch die übrigen Bereiche wurden 2010 modernisiert.
FOTO ZVG
zuletzt auch für die Regierung und
die Wirtschaftspolizei, der damit ein
wichtiger Partner in der Durchsetzung der gesetzlichen Regelungen
nicht mehr zur Verfügung stand.
Schliesslich unternahmen die Baselbieter Wirte im Januar 1902 einen
erneuten Anlauf und belebten den
kantonalen Wirteverein wieder. Zum
Präsidenten wurde der alte gewählt,
nämlich der Wirt des Bad Bubendorf,
Carl Flubacher.
Früh in Berufsbildung investiert
Die «Hebung des Wirtestandes und
Wahrung der Berufsinteressen» standen bei der Gründung sowohl des
schweizerischen als auch des basellandschaftlichen Wirtevereins zu Gebote. So wurde zum Beispiel kurz
nach der Gründung des Zentralverbands mit der Herausgabe und Verbreitung der «Schweizerischen Wirtezeitung» – dem heutigen «GastroJournal» – begonnen. 1900 wurde
eine schweizerische Berufsbildungs-
kommission ins Leben gerufen. Diese lancierte in den Sektionen Fachkurse in Service, Küche, Keller und
Buchführung.
Bald einmal fanden schweizweit 60
Kurse mit mehr als 1000 Kursteilnehmern im Jahr statt. 1924 entstand
schliesslich die Schweizerische
Wirte­fachschule in Zürich.
Mit einem neuen kantonalen Wirtschaftsgesetz hielten 1959 auch im
Baselbiet die Vorbereitungskurse zur
Erlangung des Fähigkeitsausweises
Einzug. Mitte 1960 erfolgte­der erste
Wirtekurs mit 26 Teilnehmern im
Gasthof zum Eidgenossen in Oberdorf. Diese Kurse wurden zu einer
immer bedeutenderen Verbandsaufgabe, sodass mit der Zeit der Wunsch
nach einem eigenen Ausbildungszentrum reifte. Nach verschiedenen Anläufen konnte dieses ambitiöse Projekt 1986 an der Grammetstrasse in
Liestal verwirklicht werden. Zum ersten Verwalter wurde Alfred Roos bestimmt, der als Präsident von 1981
bis 1987 massgeblich an der Verwirklichung des verbandseigenen Ausbildungszentrums beteiligt war.
Ausbildungszentrum umgebaut
2010 fand schliesslich ein umfassender Umbau statt. So wurden nicht
nur der Restaurations- und der Küchenbereich den Anforderungen an
eine zukunftsgerichtete Ausbildung
angepasst. Gleichzeitig wurden die
haustechnischen Anlagen wie Heizung, Lüftung und Wasseraufbereitung instandgestellt oder erneuert.
Mit nicht unerheblichen Investitionen in Millionenhöhe hat GastroBaselland damit die regionale Ausbildung im Bereich Gastronomie sichergestellt.
Marcel W. Buess
Der Standpunkt der Wirtschaft präsentiert
in einer Serie alle Branchen­verbände, die
der Wirtschaftskammer Baselland
angeschlossen sind.
Als nächstes Porträt erscheint:
Holzbau Schweiz – Region Basel.
Vorstandsmitglieder:
n Enrique Marlés, Muttenz, Präsident
n Marcel Blättler, Vizepräsident, Waldenburg
n Daniel Hollenstein, Ressort Finanzen,
Seltisberg
n Fabienne Ballmer, Ressort PR/Marketing,
Arboldswil
n Regula Nyffeler, Beisitzerin, Liestal
Berufsbilder:
n Küchenangestellte/r EBA
n Koch/Köchin EFZ
n Restaurationsangestellte/r EBA
n Restaurationsfachfrau/-mann EFZ
n Hotellerieangestellte/r EBA
Davon profitieren Mitglieder:
n Eigenes Ausbildungszentrum in Liestal
n Vergünstigung bei den Überbetrieblichen Kursen
n Sozialversicherungen GastroSocial
n Interessenvertretung an vorderster Front
n Wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit
n Breit gefächertes Weiterbildungsangebot
LINKS
www.gastro-baselland.ch
INTERVIEW – Bruno Gruber, Geschäftsführer von GastroBaselland, fordert einen schweizweit einheitlichen Fähigkeitsausweis für Wirte. Mit gutem Grund
habe sich GastroBaselland als Berufsverband auf kantonaler Ebene für den obligatorischen Wirtekurs und den Fähigkeitsausweis eingesetzt.
«Wir können uns den Ausbildungs-Föderalismus nicht mehr lange leisten»
Mit dem verbandseigenen Ausbildungszentrum leistet GastroBaselland nicht nur Basisarbeit in der Berufsbildung, sondern bietet – neben
dem Wirtekurs – auch im Bereich
der Weiterbildung ein umfassendes
Kurs-Angebot.
Geschäftsführer
Bruno­ Gruber will die Baselbieter
Wirte für die Zukunft fit machen und
als bestens ausgebildete Gastgeber
positionieren. Gesamtschweizerisch
sieht er hingegen gewisse Lücken.
Standpunkt: Herr Gruber, es gibt
in unserem Land sehr unterschiedliche Regelungen, wer unter welchen Voraussetzungen einen
Gastro-Betrieb führen darf. Finden
Sie das gut?
n Bruno Gruber: Die 26 unterschied-
lichen kantonalen Gastgewerbe­
gesetze­haben es bislang leider verhindert, dass es schweizweit einheitliche Wirtekurse gibt. In acht Kanto-
Bruno Gruber,
Geschäftsführer
GastroBaselland.
nen – zum Beispiel Zürich oder
Solothurn – werden weder eine Ausbildung noch Kenntnisse vorausgesetzt, um einen Gastro-Betrieb zu
führen. Ich bin froh, dass sowohl im
Baselbiet als auch in Basel-Stadt das
Ablegen einer Fachprüfung immer
noch Pflicht ist. Mit gutem Grund
haben wir uns als Berufsverband für
den obligatorischen Wirtekurs und
den Fähigkeitsausweis eingesetzt.
Hätte die Branche eine Lösung für
eine landesweit einheitliche Ausbildung?
n Mit dem Gastro-Grundseminar G1
stünde eine ideale Lösung zur Verfügung. Das G1-Zertifikat von GastroSuisse orientiert sich an den heute
bestehenden strengsten kantonalen
Ausbildungs- und Prüfungsvorschriften. Deshalb ist dieses Zertifikat auch
in der ganzen Schweiz als Fähigkeitsausweis anerkannt, aber es ist längst
nicht überall Pflicht. Im Interesse unseres Berufsstandes können wir uns
diesen Ausbildungs-Föderalismus
nicht mehr lange leisten. Es braucht
unbedingt einen einheitlichen Wirtekurs.
Welche Kurse und Aktivitäten
finden im Ausbildungszentrum
sonst noch statt?
n Einerseits absolvieren jährlich etwa
600 Lernende in den gastgewerblichen Berufen die Überbetrieblichen
Kurse in Liestal. Im Weiteren haben
wir ein sehr vielfältiges Kursangebot
im Bereich der Weiterbildung. So
fand in dieser Woche beispielsweise
unter dem Titel «Alte Baselbieter Rezepte» ein ganz spezieller Kochkurs
statt. Wiederkehrende Kursthemen
sind Wein, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Kalkulation von
Verkaufspreisen oder Tischdekorationen mit Blumen. Wir führen sogar
einen «Servicecrashkurs für Quereinsteiger» durch.
Trotz dieser umfassenden Ausund Weiterbildung kämpft die
Branche aber auch mit Problemen.
n Das ist richtig. Wie andere Branchen müssen auch wir ständig darum
kämpfen, dass sich unsere Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern. Die Senkung der Promillegrenze oder das flächendeckende Rauchverbot im Baselbiet haben unseren
Betrieben, vor allem den klassischen
Dorfbeizen, praktisch das Verschwinden des traditionellen Stammtisches
und zum Teil empfindliche Umsatzeinbussen beschert. Andererseits
dürfen wir aber nicht verkennen,
dass wir auch mit hausgemachten
Problemen zu kämpfen haben.
Wie sehen diese aus?
Zum Teil wurde der Werterhalt in den
Betrieben verpasst. Plötzlich sehen
sich einzelne Wirte mit einem grossen Investitionsbedarf konfrontiert,
den sie alleine nicht mehr stemmen
können. Dies und der nicht recht­
zeitige Generationenwechsel führen
dann leider zu Betriebsschliessungen, wie wir sie gegenwärtig auch im
Baselbiet erleben müssen. Jeder Betrieb braucht ein auf seine Möglichkeiten und sein Umfeld zugeschnittenes Konzept. Und vor allem muss
ein Wandel vom Beizer zum Gastgeber stattfinden.
Interview: Marcel W. Buess
RATGEBER
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
RATGEBER PENSIONSKASSE
BL 7
Schweizerische Gewerbezeitung – 7. November 2014
Bei der Tiba AG ist es nicht ungewöhnlich, dass gleich mehrere
Mitglieder der gleichen Familie im Betrieb arbeiten, und dies zum Teil schon seit Jahrzehnten.
FAMILIENFREUNDLICHKEIT IN KMU –
Ein stark verankerter Familienbetrieb
Roland Minnig,
Unternehmensberater
ASGA Pensionskasse
Genossenschaft.
Wer weiss, wo mein
Altersguthaben ist?
Frage: Ich weiss nicht, wo sich mein BVGAltersguthaben befindet. An wen kann ich
mich wenden?
Antwort: Informationen über vergessene Guthaben erteilt die Zentralstelle für die 2. Säule
(www.sfbvg.ch) auf schriftliche Anfrage. Die
Pensionskassen müssen der Zentralstelle 2. Säule alle Guthaben melden, die die Versicherten
nicht beanspruchen. Meldepflichtig sind die Pensionskassen auch, wenn sie nicht mehr mit ihren Versicherten in Kontakt treten können.
Die Zentralstelle führt ein zentrales Register, in
dem solche Guthaben eingetragen werden. Aufgenommen werden zudem Freizügigkeitskonten
und Freizügigkeitspolicen von Versicherten, mit
denen die Pensionskassen keinen Kontakt mehr
herstellen können.
5-PUNKTE-PLAN
Regierung prüft Plan
gegen Verkehrskollaps
Der Landrat hat am 23. Oktober die Postulate
der Landräte Christoph Buser, Direktor der Wirtschaftskammer Baselland, und Christof Hiltmann zum 5-Punkte-Plan an die Regierung
überwiesen. Einzig die Behandlung des Vorstosses zur Y-­Variante des Herzstücks der Regio-SBahn wurde­verschoben.
ra
Die seit 1947 in Bubendorf domizilierte Tiba AG blickt auf eine mehr
als hundertjährige Geschichte zurück. Im Jahr 1902 gründete Heinrich
Schweizer eine mechanische Werkstätte mit vier Beschäftigten und legte den Grundstein für die heutige
Firma. 1997 wird die Tiba AG von
der Familie Bühler übernommen, die
das Unternehmen bis heute erfolgreich führt.
Das in den Bereichen Holz- und Zentralheizungsherde, K
­ aminöfen und
Wärmesysteme tätige Unternehmen
beschäftigt rund 100 Mitarbeitende,
die sich auf neunzig Vollzeitstellen
verteilen. Der Frauenanteil macht 20
Prozent aus.
Meist langjährige Mitarbeiter
Geschäftsführer Lukas Bühler ist
stolz darauf, dass sehr viele Mitarbeitende bereits seit Jahrzehnten bei
der Firma tätig sind. «Den Rekord
halten zwei Mitarbeiter, welche je
seit 47 Jahren bei uns sind.»
Es ist für den inhabergeführten
­Familienbetrieb auch nicht aussergewöhnlich, dass ganze Familien im
Betrieb tätig sind. Ein gutes Beispiel
ist die Familie Wahl. Mit insgesamt
fünf Mitgliedern bringen sie es zusammen auf 110 Jahre Tiba-Betriebszugehörigkeit. Eine weitere Familie
ist mit vier Mitgliedern und eine andere mit drei Angehörigen vertreten.
Diese eindrücklichen Beispiele und
die mehrheitlich langjährigen Mitarbeitenden zeugen vom familien­
freundlichen Credo der Betriebsinhaber.
Die Familien- und Mitarbeiterfreundlichkeit der Tiba AG lässt sich an fol-
genden Beispielen konkret fest­
machen: Jeder Mitarbeitende hat
mindestens fünf Wochen Ferien pro
Jahr. Zusätzlich können Brückentage
über die betriebliche Gleitzeit kompensiert werden.
Die Firma ermöglicht auf allen Stufen Teilzeitmodelle und beschäftigt
auch Arbeitnehmende mit Leistungseinschränkungen. So wurden bei
zwei Mitarbeitern, die aufgrund von
Freizeitunfällen und der daraus resultierenden Invalidität nur noch eingeschränkt arbeiten können, Lösungen für die Weiterbeschäftigung gefunden. Das Spektrum der Teilzeitpensen reicht von der 5- bis zur
80-Prozent-Stelle.
Die Tiba AG gewährt den Mutterschaftsschutz nicht nur für die gesetzlich vorgeschriebenen 14, sondern für 16 Wochen. Und selbstverständlich bietet die Firma Hand, dass
Mütter weiter beschäftigt werden
können. Gut die Hälfte der Mitarbeiterinnen arbeitet in einem Teilzeitverhältnis.
Alle fünf Jahre erhalten die Mitarbeitenden ein Dienstaltersgeschenk von
1500 Franken und jeweils zwei bis
drei zusätzliche Freitage im
Jubiläums­jahr.
Pro Kind ein Weihnachts-Gutschein
Die Kinderfreundlichkeit des Unternehmens kommt darin zum Ausdruck, dass jeder Mitarbeitende an
Weihnachten pro Kind einen Gutschein über 200 Franken erhält. Der
soziale und familiäre Zusammenhalt
der Belegschaft wird darüber hinaus
mit einem grossen Sommer- und einem Weihnachtsfest unterstrichen.
Die familienfreundliche Geschäftskultur werde durch langjährige, zufriedene Mitarbeitende und deren qualitativ hochstehende Arbeit belohnt, sagt Lukas Bühler, Geschäftsführer der Tiba AG.
FOTO MWB
An einem dieser beiden Anlässe sind
jeweils auch die Angehörigen eingeladen; in diesem Jahr ist dies an
Weihnachten der Fall.
An Ostern erhalten die Mitarbeitenden einen Schoggihasen und am 6.
Dezember ein Niggi-Näggi-Säckli.
Und zum Geburtstag gratuliert die
Geschäftsleitung mit einer Karte und
einem Präsent.
Diese familienfreundliche und sozial­
gelebte Firmenkultur zahlt sich mit
langjährigen und zufriedenen Mitarbeitenden sowie in der qualitativen
Leistung des Unternehmens aus, ist
Geschäftsführer Lukas Bühler über-
zeugt. Und mit der Rekrutierung von
Mitarbeitenden, die in erster Linie
aus der Region stammen, sorgt die
Tiba AG einerseits für kurze Wege
und sorgt andererseits für eine starke­
Verankerung in der Region.
Marcel W. Buess
Der Standpunkt der Wirtschaft hat in loser
Folge jene KMU vorgestellt, die am
kantonalen Programm «Familien-Checkup» teilgenommen haben. Dies war die
letzte Folge.
LINK
www.familienfreundliche-kmu.bl.ch
RATGEBER RECHT – Vorformulierte Vertragsbestimmungen wie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen tragen zur Verein-
fachung des Geschäftsverkehrs bei. Aber Vorsicht: Im Ernstfall verfehlen sie oftmals ihre Wirkung.
Allgemeine Geschäftsbedingungen als Stolperfalle
Sie sind aus dem Rechtsverkehr nicht
mehr wegzudenken: Allgemeine Geschäftsbedingungen, kurz AGB. Es
handelt sich dabei um vorformulierte Vertragsbestimmungen, die Grundlage für eine Vielzahl von Verträgen
Markus
Prazeller,
Rechtsanwalt
bei der Kanzlei
Battegay,
Dürr, Wagner.
bilden und nicht individuell verhandelt werden. Sie sind eine grosse Hilfe für Dienstleistungsbetriebe und
Handelsunternehmen, da sie den Geschäftsalltag vereinfachen.
Das Papier nicht wert
Doch oftmals sind AGB das Papier
nicht wert, auf dem sie stehen. Denn:
AGB-Klauseln sind nur dann für die
Parteien bindend, wenn sie zum Vertragsbestandteil werden. Man spricht
hier vom Erfordernis der Einbeziehung der AGB.
Mit anderen Worten: Nur wer um die
AGB weiss und die Möglichkeit hat,
diese zu lesen und im Zweifelsfall
seine Zustimmung zu verweigern,
muss sich diese Bestimmungen entgegenhalten lassen. Wer demnach in
einem Online-Shop ein Buch bestellt
und die AGB erst zusammen mit der
Ware und dem Kaufbeleg zugestellt
erhält, wird aufgrund der AGB nicht
verpflichtet.
Kommen AGB zum Einsatz, muss
deshalb sichergestellt werden, dass
der Vertragspartner diese vorgängig
zur Kenntnis nehmen kann und dies
auch tatsächlich tut.
Die Ungewöhnlichkeitsregel
Ein weiterer, wichtiger Punkt: Die
AGB-Bestimmungen dürfen den Vertragspartner nicht in einer Weise benachteiligen, mit der er schlicht
nicht zu rechnen hat. Werden nämlich AGB als Ganzes mittels einer
global erklärten Zustimmung in den
Vertrag einbezogen, greift die sogenannte Ungewöhnlichkeitsregel.
Diese wurde von der Rechtsprechung entwickelt und besagt, dass
LEGAL-TEAM
Der Rechtsanwalt Markus Prazeller arbeitet bei der Kanzlei­
Battegay, Dürr, Wagner. Diese ist
Partnerin im Legal-Team der Wirtschaftskammer Baselland. Das
Legal-Team steht den Mitgliedern der Wirtschaftskammer für
Auskünfte zur Verfügung. Es ist
­erreichbar unter­ ­der Telefonnummer 061 927 66 70 oder via E-Mail
an dessen Leiterin,­Fürsprecherin
Barbara Gfeller: b.gfeller@kmu.org.
die schwächere V
­ ertragspartei nicht
an eine AGB-­Bestimmung gebunden
sein soll, mit der sie nicht zu rechnen hatte. Je stärker die Rechtsstellung des Vertragspartners eingeschränkt wird, desto eher ist eine
AGB-Bestimmung ungewöhnlich
und damit unwirksam.
Das Problem nur: Für den Verfasser
von AGB ist es zuweilen schwer zu
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beurteilen, ob eine Bestimmung bereits im rechtlichen Sinne ungewöhnlich ist.
Rechtliche Fragen abklären
Zudem stellen sich bei der Anwendung von AGB – je nach Ausgangslage – weitere rechtliche Fragen, die
genau abgeklärt werden sollten. So
können AGB-Bestimmungen unter
Umständen gegen das Lauterkeitsrecht verstossen. Es empfiehlt sich
daher dringend, bei der Ausarbeitung
von Allgemeinen Geschäftsbedingungen fachliche Hilfe in Anspruch zu
nehmen. Damit kann sichergestellt
werden, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Streitfall auch
tatsächlich Geltung erlangen und
nicht zur Stolperfalle werden.
BL 8
FIRMENREGISTER
7. November 2014 – Schweizerische Gewerbezeitung
Haus der Wirtschaft – Dienstleistungs- und Kompetenz-Zentrum für KMU aus Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Industrie
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ganz Ihrer Arbeit widmen können.
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NÜTZLICHE ADRESSEN
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Brunner Mulden GmbH
411 03 33 Pumpwerkstr. 39, 4142 Münchenstein
www.brunner-mulden.ch
061
REWAG Recycling & Entsorgung,
816 99 70 Rinaustrasse 633, 4303 Kaiseraugst,
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Bodenbeläge
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921 94 37 Oristalstrasse 87, 4410 Liestal
www.glatt-vettiger.ch
Brandschutz
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Roth AG Lausen
926 77 20Malerei/Brandschutz/Isolation
Industriestrasse 12, 4415 Lausen
www.roth.ch
Briefkästen
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Fünfschilling AG Metallbau
426 91 41 Hauptstrasse 20, 4102 Binningen
Grubenstrasse 20, 4303 Kaiseraugst
www.fuenfschilling.ch
061
MARX.AG Gebäudehüllen
466 70 00Herrenmattstrasse 25, 4132 Muttenz
www.marx.ag info@marx.ag
Fenster
061
Gerber-Vogt AG
487 00 00 Fenster- und Fassadenbau
www.gerber-vogt.ch
061
Schreinerei Schneider AG
826 90 90Meierhofweg 9,
4133 Pratteln
061
Ausländerdienst Baselland
827 99 00Bahnhofstrasse 16
4133 Pratteln
www.ald-bl.ch info@ald-bl.ch
Flachdach
061
A + B Flachdach AG,
381 70 004102 Binningen/Basel
www.abflachdach.ch
Internet/Telefonie
Fotoreportagen/Pressebilder
079
Heinz Dürrenberger, 4127 Birsfelden
371 52 90Presse/PR/Reportagen/Internetbilder
hdu@bluewin.ch
Gartenbau
061
Bugmann Gartenbau GmbH
406 95 95Sägestrasse 7
4104 Oberwil
Gipsergeschäfte/Wandsysteme
061
STÖCKLI WADESCO AG
823 00 004133 Pratteln, Götzisbodenweg 2
www.stoeckliwadesco.ch
Grafik/Werbung
061
HAUSER Carrosserie/Fahrzeugbau
481 33 88Binningerstrasse 99b
4123 Allschwil
061
Newsign Grafik GmbH, Reinach BL
717 82 60 Logo-, Print- & Webdesign
www.newsign.ch
061
WENGER Carrosserie/Fahrzeugbau
686 99 00Klingentalstrasse 77, 4057 Basel
www.wenger-basel.ch
061
Grafik – massgeschneidert für KMU
927 65 25Erwin Schönholzer, Grafik-Atelier,
Altmarktstrasse 96, 4410 Liestal
info@esch.ch
Facility Services
061
Gottlieb AG, Facility Services
689 91 91Markgräflerstrasse 50
4057 Basel, www.gottlieb.ch
061
typo.d AG, Baselstr. 8, 4153 Reinach
713 25 35 typografie, grafik, app- und webdesign
www.typod.ch
Haushaltgeräte
061
M. Wagner & Co AG
821 11 12 Schlossstrasse 21, 4133 Pratteln
www.wagnerhaushalt.ch
061
ImproWare AG – Breitband.ch
826 93 07Zurlindenstrasse 29, 4133 Pratteln
www.breitband.ch
Internet/Webdesign
061
CS2 – Creative Solutions GmbH
333 22 22Gerbegässlein 1, 4450 Sissach
www.cs2.ch info@cs2.ch
Isolation
061
indivisuell Identity Communication
911 11 44 Packaging, Benzburweg 30a,
4410 Liestal, www.indivisuell.ch
061
Transoft GmbH – gegr. 1982
301 33 36Hard- und Softwaredienstleister
transoft@magnet.ch
061
ICSystems + Support AG
716 29 30 ... ihr kompetenter IT-Partner
www.icsystems.ch
Integrationsfragen
061
Gundeli-Carrosserie AG
711 44 35 Duggingerstrasse 18, 4153 Reinach
www.gundeliag.ch
Computer
061
CSF AG
467 99 33Sorgenfreie IT
www.csf.ch info@csf.ch
061
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406 14 14 Schönmattstrasse 4, 4153 Reinach
www.sowacom.ch
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MEVO-Fenster AG
717 10 10 Chr. Merian-Ring 25, Reinach
www.mevo.ch
Carrosserie & Fahrzeugbau
061RE/MAX Commercial
855 98 71Nordwestschweiz
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Informatik
084
Aerni Fenster AG
811 55 66 Hauptstrasse 173, 4422 Arisdorf
www.aerni.com
Buchhaltung & Verwaltungen
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205 44 51Peter Merian Strasse 58, 4052 Basel
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Roth AG Lausen
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Industriestrasse 12, 4415 Lausen www.roth.ch
Lichtkuppeln
061
ISBA AG
761 33 44Tageslichtsysteme, 4222 Zwingen
www.isba.ch
Markenschutz
061
lic.iur. Stefanie C. Dolder
554 13 11 Ringstrasse 13, 4123 Allschwil
www.dasmarkenrecht.ch
Mulden-Transport
061
Brunner Mulden GmbH
411 03 33 Pumpwerkstr. 39, 4142 Münchenstein
www.brunner-mulden.ch
Parkettbeläge
Patent- und Markenanwälte
061
BOHEST AG, ehemals
295 57 00A. Braun Braun Héritier Eschmann AG
Holbeinstrasse 36–38, 4051 Basel
www.bohest.ch mail@bohest.ch
061
Braunpat Braun Eder AG
307 90 30Reussstrasse 22, 4054 Basel
www.braunpat.ch, info@braunpat.ch
Qualifizierung-Kalibrierung
061
und Validierung
826 97 26Pharmatronic AG, 4133 Pratteln
www.pharmatronic.ch
Rechtsschutz
061
AXA ARAG Rechtsschutz AG
841 06 66Reinhard Stahlke
Esterliweg 10, 4464 Maisprach reinhard.stahlke@axa-arag.ch
Schreinereien
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Schreinerei Schneider AG,
841 06 66Wannenweg 6, 4133 Pratteln
Schriften & Reklame
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Donelli Schriften, Basel
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Software-Entwicklung/SPS
061
und Visualisierungen
826 97 26Pharmatronic AG, 4133 Pratteln
www.pharmatronic.ch
Stellenvermittlung
061
Personal Contact Group AG
685 91 11 St. Jakob-Strasse 110, 4132 Muttenz
www.personal.ch
061
Personal Contact Liestal AG
926 93 93Rathausstrasse 34, 4410 Liestal
061
Personal Contact Laufen AG
765 91 00 Bahnhofstrasse 16, 4242 Laufen
Storen/Rollladen
061
Storen Fust AG,
716 98 98 Seewenweg 3, 4153 Reinach
www.storenfust.ch
Transport
061
Felix Transport AG
766 10 10 Talstrasse 47, 4144 Arlesheim
www.felixtransport.ch
Treuhand
061 BANDO TREUHAND AG
406 62 62 Brühlmattweg 5, 4107 Ettingen
www.bandotreuhand.ch
061
ONLINE TREUHAND AG
717 81 91 Nenzlingerweg 5, 4153 Reinach
www.onlinetreuhand.ch
Treuhand/Revision
061
BDO AG
927 87 00Gestadeckplatz 2, 4410 Liestal
www.bdo.ch
061
BDO AG
317 37 77 Münchensteinerstr. 43,4052 Basel, www.bdo.ch
061
BDO AG
766 90 60Baselstrasse 160, 4242 Laufen
www.bdo.ch
061
Testor Treuhand AG
205 45 45Holbeinstrasse 48, 4002 Basel
www.testor.ch
061
TRETOR AG
926 83 83Industriestrasse 7, 4410 Liestal
www.tretor.ch
Vermessung
061
Geoprat AG,
827 98 98Ingenieurbüro für Geomatik
4133 Pratteln, www.geoprat.ch
061
Jermann Ing. + Geometer AG
706 93 93Arlesheim, Binningen, Sissach
Zwingen, www.jermann-ag.ch
Versicherungen
061
Die Mobiliar, 4147 Aesch
756 56 56Generalagentur Stephan Hohl,
www.mobiaesch.ch
Weine und Destillate
061
Siebe Dupf Kellerei AG
921 13 33 Kasernenstr. 25, 4410 Liestal
www.siebe-dupf.ch
Werbeanlagen & Beschriftungen
061
Neonwidmer AG Werbeanlagen
751 44 55 Weidenweg 18, 4147 Aesch
www.neonwidmer.ch
Wintergärten/Verglasungen
061
Furrer Metallbau AG
921 58 80Kanalstrasse 1, 4415 Lausen
www.furrer-metallbau.ch
061
Glatt & Vettiger AG
921 94 37 Oristalstrasse 87, 4410 Liestal
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Neueinträge nimmt Frau S. Zihlmann von Atelier Donelli entgegen (Kontaktadresse siehe unten).
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Atelier Donelli, Frau S. Zihlmann, Postfach, 4009 Basel
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