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2. Folgebericht Unbekannte Substanz im Rhein bei - LANUV NRW

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29.10.2014
2. Folgebericht
Unbekannte Substanz im Rhein bei Kleve Bimmen, Lobith
Messesignal mit der Massezahl (Mz) 68
Intensivierte Gewässerüberwachung (INGO) in NRW
In den vorhergegangenen Berichten informierten wir Sie über erhöhte Konzentrationen einer
unbekannten Substanz mit der Massenzahl 68, wahrscheinlich 2-Methyl-Pentanedinitrile
(CAS 4553-62-2), in Mischproben des Rheins bei Bimmen (Rhein-km 865 links), Lobith
(Rhein-km 863,3 rechts), Düsseldorf-Flehe (Rhein-km 732,2 rechts), Stürzelberg (Rhein-km
725,9 links) und Bad Honnef (Rhein-km 640 rechts). Als Höchstbefund wurden 5,7 µg/l in
einer 8h-Mischprobe aus Dormagen-Stürzelberg vom 25.10.2014, ab 16:00 Uhr, gemessen.
Im ersten Folgebericht wurde bereits mitgeteilt, dass die Konzentrationen der Proben von
o.g. Messstellen wieder deutlich zurückgegangen sind, teilweise jedoch noch 1 µg/l
überschritten.
Aktuelle Daten 2. Folgebericht:
Seit dem letzten Bericht wurden in Mischproben aus Kleve-Bimmen und Lobith erneut
Konzentrationen der Substanz gemessen, die sich nun jedoch unter 1 µg/l befinden.
Einzelheiten entnehmen Sie bitte Tabelle 1.
Tab. 1: Konzentration der Hauptkomponente "m/z 68" im Rhein bei Bimmen und Lobith
Messstelle
Bimmen
Bimmen
Lobith
Lobith
Probenahme
Anfang
28.10.14 11:20
28.10.14 18:00
28.10.14 06:00
28.10.14 18:00
Ende
28.10.13 18:00
29.10.13 06:00
28.10.13 18:00
29.10.13 06:00
Konz. in µg/l
"m/z 68"
0.4
0.5
0.8
0.6
Die Konzentrationen wurden durch Abschätzung anhand des Internen Standards
Perdeutero-1,4-dibrombenzol ermittelt.
Die Tatsache, dass in Bad Honnef und Bad Godesberg deutlich niedrigere Befunde ermittelt
wurden als in Düsseldorf-Flehe und der internationalen Messstation Bimmen-Lobith, legt
nahe, dass es sich bei der Verunreinigung um eine mittige Einleitung handelt, die
rheinaufwärts außerhalb Nordrhein-Westfalens erfolgte und in Bad Honnef und Bad
Godesberg die Ufer noch nicht vollständig erreicht hat. Höchstwahrscheinlich ging die
Belastung von einem durchfahrenden Schiff aus.
Sollte es sich tatsächlich um die Substanz 2-methyl-Pentanedinitrile, CAS 4553-62-2
handeln, ist anzumerken, dass diese ausschließlich zu industriellen Zwecken, beispielsweise
bei der Herstellung von Green Solvents, Verwendung findet.
2-methyl-Pentanedinitrile ist laut Datenblatt des Herstellers Rhodia biologisch leicht
abbaubar, nicht persistent und verfügt über ein geringes Bioakkumulationspotential. Es wird
als nicht gefährlich für aquatische Organismen angesehen.
Eine genauere Identifizierung bzw. endgültige Bestätigung steht jedoch noch aus.
Die Zentrale Kriminalitätsbekämpfung der Wasserschutzpolizei NRW wurde informiert.
Die Bezirksregierung Düsseldorf wird benachrichtigt und um eine Suchmeldung über den
Warn- und Alarmdienst Rhein (WAP) gebeten.
Sobald Ergebnisse der weiteren Untersuchungen zur Identifikation des unbekannten Stoffes
vorliegen, werden wir erneut berichten.
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Gesundheitswesen
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