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Im Blickpunkt Ausgabe 03/2014 - BEW Bergische Energie- und

EinbettenHerunterladen
Im Blickpunkt
Das Kunden-Magazin Ihrer
Ausgabe 03.2014
Freizeit im Bergischen
Kann auch Strom
Abenteuer Energie
Modellfliegen
Multitalent Erdgas
Mondstrom
Seite 05
Seite 10
Seite 12
www.bergische-energie.de
Inhalt 02
INHALT
Alte Hasen und
junge Hüpfer:
Bei der BEW arbeiten viele Generationen unter
einem Dach gut
zusammen.
04 Achtung, Hochspannung!
„Krieg und Licht“: Ausstellung
erhellt ein Stück Heimatgeschichte.
Ausbilder zum Anfassen
05 Der Traum vom Fliegen
Besuch beim Flug-Modellbau-Club Bergisch-Land in Hückeswagen.
08 Grabenlos
BEW verlegt Strom- und Erdgas-­
leitungen schonend und günstig.
Schule bald vorbei und was dann? Ausbildungsbörsen in der Region helfen
jungen Leuten, den richtigen Beruf zu finden. Auch die BEW ist dabei.
Das Wermelskirchener Berufskolleg Bergisch Land lädt am 23. September
Schüler, Lehrer, Eltern und alle Interessierten zum 18. Ausbildungsbasar ein.
Die Messe informiert über die Möglichkeiten der Ausbildung in der Region, Berufsbilder, Zugangsvoraussetzungen sowie über offene Ausbildungs- und Praktikumsplätze. Über 70 Unternehmen
und Einrichtungen aus Industrie und
Dienstleistung sowie Ämter und Verbände werden sich in diesem Jahr auf dem
Ausbildungsbasar vor­stellen. Denen, die
auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, bietet die Veranstaltung viel
Raum für Gespräche und direkten Kontakt zu den Unternehmen.
Die Ausbildungsmesse für den Oberbergischen Nordkreis in Wipperfürth öffnet
am 30. September und am 1. Oktober
jeweils von 9 bis 16 Uhr in der „Alten
Drahtzieherei“ ihre Türen. Zum ersten
Mal sind auch duale Studiengänge im
Angebot; eine Studienberatung von der
Uni Wuppertal und der Fachhochschule
Köln werden vor Ort sein.
Die BEW ist auf beiden Messen mit
einem Infostand und ihren Azubis dabei.
Das Unternehmen bietet jedes Jahr ein
bis drei Ausbildungsplätze für angehende Industriekaufleute an. Fragen zur
Ausbildung bei der BEW beantwortet
Tim Hahn, E-Mail: tim.hahn@bergischeenergie.de, Telefon 02267 686-612.
09 Aktion
Bis zu 500 Euro gibt es jetzt für die Heizungsumstellung auf Erdgas.
Vorsicht bei Billigthermografien!
16 Kreuzworträtsel
Wir verlosen drei hochwertige Bosch Akkuschrauber.
Jetzt im Herbst bieten dubiose Fassadenfirmen wieder
billige „Thermografien für 99 Euro“ an. Der Trick: Auf den
Bildern werden angeblich drastische Wärmelücken sichtbar, die Firma verkauft den aufgeschreckten Hausbesitzern danach teure Dämmung. Alles über seriöse Thermografien erfahren: www.energie-tipp.de/sanieren
Meldungen 03
Land der Warmduscher
Jetzt ist es raus: In Deutschland leben die meisten Warmduscher!
Der Anteil derjenigen, die warm duschen, ist hierzulande am höchsten.
nicht warm
50
51
47
45
24
74
61
Italien
Großbritannien
Niederlande
Österreich
warm
Frankreich
75
35
16
61
Deutschland
Grafik: Terrence Whelan; Quelle: Vaillant Wärmebarometer
77
16
Russland
16
Angaben in Prozent
Zur E-Mobil-Rallye nach Bayern
Zwei BEW-Mitarbeiter nehmen an Deutschlands größter Elektromobil-Rallye teil: Die
eRUDA führt vom 27. bis 28. September rund
um den Ammersee. Alle Arten von E-Mobilen
sind zugelassen, ob Autos, Bikes oder Scooter.
Interessierte können die Rallye im Internet auf
www.bergische-energie.de verfolgen. Der Link
wird zeitnah eingestellt. Mit 650 Kilometern
haben die BEW-Mitarbeiter die weiteste Anreise von den 100 Teilnehmern. „Sicherlich ist
unsere Aktion nicht ganz so wagemutig wie die
Pionierfahrt von Bertha Benz“, so BEW-Fuhrparkleiter Frank Buchholz. „Aber es gehört
schon viel Begeisterung und Spaß an der neuen Technik dazu, um sich auf eine solche, für
Elektroautos noch weite Fahrt einzulassen.“
Von den Besten
lernen
Die BEW hat an einem freiwilligen
Leis­tungsvergleich mit anderen
Wasserversorgungsunternehmen in
NRW („Benchmarking“) teilgenommen. Unter die Lupe genommen
wurden in einem zertifizierten Prüfverfahren die Effizienz, Sicherheit,
Qualität und Nachhaltigkeit der
Wasserversorgung sowie der Kundenservice. Die Teilnahme ermög­
licht es der BEW, von den Besten
der Branche zu lernen und durch
noch bessere Prozesse die Versorgung mit dem wichtigen Lebensmittel Trinkwasser langfristig zu
sichern und preiswert zu halten.
Trinkwasser-Check
Der Regionale Installateurausschuss Gas/Wasser Bergisches
Land (RIA) bietet ab Novem‑
ber 2014 einen kostenlosen Trinkwasser-Check für Hausbesitzer an.
Ein RIA-Vertragsinstallateur überprüft dabei Ihre komplette Trinkwasserhausinstallation. Teilnehmende Betriebe finden Sie im Netz
unter www.ria-live.de
Neuer Anstrich für Straßenlaternen
Etwa 6.000 Laternenmasten in Wipperfürth, Hückeswagen
und Wermelskirchen erhalten einen neuen Korrosionsschutzanstrich. Bereits im Juli hat die von der BEW beauftragte Firma Goldkuhle damit in Wermelskirchen begonnen. Sollten Beleuchtungsmasten auf Privatgrund stehen,
müssen die Maler diesen betreten. Störende Hecken und
Büsche werden für die Dauer der Arbeiten zurückgebunden; Äste von Bäumen, die in den Lichtkegel ragen und die
Arbeiten behindern, werden zurückgeschnitten. Wenn Sie
sich nicht sicher sind, fragen Sie nach dem Dienstausweis
oder rufen Sie die BEW unter 02267 686-816 an. Die
Arbeiten werden 2015 und 2016 fortgesetzt.
Impressum
BEW Bergische Energie- und
Wasser-GmbH Wipperfürth
Sonnenweg 30, 51688 Wipperfürth
Telefon 02267 686-0, Telefax 02267 686-599
Internet www.bergische-energie.de
E-Mail info@bergische-energie.de
Lokalseiten: Sonja Gerrath (verantw.)
Verlag: Frank Trurnit & Partner Verlag GmbH
Redaktion: Heiko Küffner (verantw.),
Kerstin Mahnke und Dr. Jürgen Bermes
Gestaltung & Satz: Nina Döllein
Ausstellung 04
Achtung, Hochspannung!
Wie hat der Strom den Alltag der Menschen im Bergischen Land verändert? Die Sonderausstellung mit dem Titel „Krieg und
Licht“ im LVR-Freilichtmuseum Lindlar erhellt ein bislang wenig beachtetes Kapitel unserer Heimatgeschichte.
Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts der elektrische
Strom ins Bergische kam, begegneten die Menschen ihm mit großer Skepsis: Die unsichtbare Kraft
war ihnen unheimlich – unvorstellbar, dass ein Griff
in die Steckdose tödlich sein konnte. Die Vorteile
überwogen jedoch, und so verflog das Misstrauen
schnell und der Strom fand rasche Verbreitung. Allerdings war er zunächst noch sehr teuer. Wer sich
einen Hausanschluss leisten konnte, verwendete
ihn daher äußerst sparsam. Der Industrie und der
Landwirtschaft im Bergischen brachte die Elektrifizierung dennoch enormen Aufschwung.
Später Elektroboom
Das elektrische Bügeleisen
wurde über eine Vorrichtung an der Lampenfassung angeschlossen. Diese
nannte man „Ochsenkopf“
oder „Stromräuber“.
Turmstation reif fürs Museum
Fotos (2): LVR-Freilichtmuseum Lindlar
u? ElekDer Traum jeder Hausfra
shalt auf
trisch ausgestatteter Hau
industrie
einem Plakat der Strom
Noch lange Zeit vom Strom unberührt blieben indes
die Haushalte. Firmen wie AEG oder Prometheus
brachten zwar schon vor dem Ersten Weltkrieg ein
beachtliches Arsenal an elektrischen Haushaltsgeräten auf den Markt, die meisten aber waren unerschwinglich. Eine 1910 von AEG entwickelte Kühlanlage kostete das Jahreseinkommen einer Arbeiterfamilie. Über Jahre stellte das elektrische Bügeleisen die einzige Erleichterung im Haushalt dar.
Kühlschränke, Boiler und Elektroherde eroberten ab
Mitte der 1930er-Jahre allmählich die Haushalte.
Einen regelrechten Elektroboom gab es dann in den
1950er-Jahren. Die Themen der Ausstellung „Krieg
und Licht“ spiegeln sich in vielen Exponaten wider,
die aus der Sammlung des Freilichtmuseums sowie
von Privatpersonen, anderen Museen und Firmen
stammen. Aus dem Industriemuseum Engelskirchen kommt zum Beispiel das größte Exponat, eine
Flachring-Dynamomaschine von 1885. Mit ihr gewann der Spinnereibesitzer Christian Alexander
Baldus einst Strom aus der Strömung der Agger
und erhellte damit nicht nur seine Fabrik, sondern
auch noch 50 Häuser in der Umgebung.
Nachgestellte Alltagszenen und interaktive Stationen
machen den Museumsbesuch abwechslungsreich
und spannend für Groß und Klein. Die „Dunkelkammer“ etwa stellt eine Reihe von Kuriositäten aus,
darunter ein beleuchteter Stopfpilz, angeblich erfunden von Bundeskanzler Konrad Adenauer, oder ein
furchteinflößender Dauerwellenapparat. Die Exponate leuchten erst auf, wenn man an einer Taschenlampe kurbelt. Für Staunen und Verwunderung
beim Publikum sorgt auch der „Gesundheitskoffer“.
Dem Gerät mit den ulkig geformten gläsernen Elektroden wurden damals allerhand medizinische Wirkungen zugetraut, ob bei Asthma, Gicht oder Zysten.
Den „Außenposten“ der Ausstellung bildet eine alte
BEW-Turmstation aus Hückeswagen von 1913. Über
viele Jahrzehnte wurde darin die Mittel- in Niederspannung umgeformt, um die Abnehmer in der Nähe mit Strom zu versorgen. Die im bergischen Stil
gehaltene Station war mithilfe der BEW aufs Museumsgelände verfrachtet und restauriert worden.
Kurz und bündig
Größtes Exponat der Ausstellung ist diese
Dynamomaschine aus Engelskirchen.
„Krieg und Licht“ im LVR-Freilichtmuseum Lindlar
ist noch bis zum 14. Dezember zu sehen. Die Ausstellung öffnet täglich außer montags von 10 bis
18 Uhr, ab 1. November bis 16 Uhr. Der Eintritt bis
18 Jahre ist frei, Erwachsene zahlen 6 Euro. Nähere
Infos: www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de
Freizeit 05
Fliegen
Der Traum vom
Markus Böhm, mehrfacher
Deutscher Meister im Segelkunstflug, schultert seinen
Großsegler und trägt ihn
Richtung Rollbahn.
Jeden Sommer kommen Flug-Modellbau-Fans
von nah und fern zum Großseglertreffen auf
eine idyllisch gelegene Waldwiese bei Hückeswagen. Hier hat der Flug-Modellbau-Club
Bergisch-Land seit mehr als 40 Jahren die
„Lufthoheit“. Der Verein bietet auch kostenlose
Schnupperkurse für Nachwuchspiloten an.
>> Lesen Sie weiter auf Seite 06
Freizeit 06
D
as ist der Flieger von Papa!“ Das
Mädchen zeigt auf einen weißorangenen Modellflieger am Startbahnrand und strahlt: „Und das ist der
Wohnwagen, in dem wir schlafen.“ Ihr Papa, Markus Böhm, ist in der Szene kein
Unbekannter. Der Velberter ist mehrfacher
Deutscher Meister im Segelkunstflug. Wie
viele Teilnehmer kommt er seit Jahren mit
der Familie hierher nach Niederburghof
zum Großseglertreffen des Flug-Modellbau-Clubs Bergisch Land. Auch diesmal
zieht der Meis­ter das Publikum mit atemberaubenden Loopings, Sturzflügen und
Rollen in den Bann, die er vom Boden aus
mit dem Steuerknüppel seiner Fernbedienung am Himmel dirigiert.
Veteran der Modellfliegerei
Unten: (li.) Eine Propellermaschine aus
der Schweiz macht
sich fertig zum Abflug;
(re.) Am Rand des
Rollfelds: Die Piloten
am Boden und die im
Cockpit müssen auch
mal entspannen.
Der Flug-Modellbau-Club (FMC) hat 32 Mitglieder, das jüngste ist neun, das älteste
knapp 70. Der Erste Vorsitzende Jochen
Müller ist schon seit Vereinsgründung vor
mehr als 40 Jahren dabei – ein Veteran. „Mit
14 bekam ich von meinem Vater, der auch
ein begeisterter Modellbauer war, meinen
ers­ten Flieger, und seitdem bin ich der Modellfliegerei mit kurzen Unterbrechungen treu
geblieben“, berichtet der 62-Jährige Remscheider. Fast jeden Samstag geht er auf die
Piste. Diese liegt auf einer großen Wiese mitten im Wald zwischen Hückeswagen und
Wipperfürth, gut fünf Kilometer abseits der
Bundesstraße. Die letzten paar Hundert Meter fährt man über einen holprigen Feldweg.
Segler, Jets und Quadrocopter
Jochen Müller lädt den Rumpf seiner Propellermaschine aus dem Kombi und montiert die Flügel und die Kabinenhaube. Es ist
eine original „Raven Kunstflugmaschine“,
ein Großmodell: 2,20 Meter lang, 2,50 Meter
Spannweite, elf Kilo schwer. Ihre 10,3 PS reichen an die Leis­tung eines größeren Aufsitzrasenmähers heran, erklärt der Besitzer.
„Wir haben heute Wind aus Süd-Südost –
die einzige Richtung, die uns Probleme
macht, weil man bei der Landung manchmal
Böen hat“, sagt Müller noch und wirft den
Motor von Hand an. Langsam rollt die Raven
auf die 200 Meter lange und 30 Meter breite
Startbahn und hebt ferngesteuert in den
blauen Himmel ab.
Thomas Kellermann, Zweiter Vorsitzender
des Modellflieger-Clubs, hat das in der Szene
längst etablierte Großseglertreffen in Niederburghof vor elf Jahren ins Leben gerufen.
Neben Seglern mit und ohne Motor kann
man hier heute auch Düsenjets und Helikop­
ter am Himmel und am Boden bestaunen.
Freizeit 07
Als Junge brachte der Hückeswagener seinen ers­ten Segler in die Luft. Inzwischen ist
Kellermann aber auch vom Jetfliegen fasziniert. „Diese Flieger können bis zu 300 km/h
erreichen.“ Kaum ausgesprochen, da heulen
oder kaputt geht, kommt schon mal vor.
Gerade bei den schnellen Jets können kleine
Flugfehler große Folgen haben“, räumt
Thomas Kellermann ein. Die meis­ten Piloten
haben deshalb ihren Werkzeugkoffer stets
dabei – und für die mit Kerosin
betankten Düsenjets, die bei
einem Crash leicht entflammen,
natürlich immer einen CO2-Feuerlöscher. Zum Glück kommt der
heute nicht zum Einsatz.
Gruppenbild mit
„Raven“ (v. li.): Jochen
Müller, 1. Vorsitzender
des Flug-ModellbauClubs, Kassenwart Peter
Bünger, Mario Ratz, der
2. Vereinsvorsitzende
Thomas Kellermann und
Dr. Ralf Röth
‚‚Wir fliegen zu jeder Jahreszeit, sogar bei Schnee.‘‘
Jochen Müller, Erster Vorsitzender des Flug-Modellbau-Clubs
die Triebwerke bei Mario Ratz‘ Düsenjet auf.
Das Modell rollt mit Getöse in Richtung Startbahn. Die Freigabe erteilt heute Flugleiter
und Modellflugveteran Ralf Röth. Gerade erst
hat der seinen Quadrocopter, einen wendigen Mini-Hubschrauber mit vier Rotoren,
in die Luft gebracht.
Bruchlandungen gehören dazu
Der erste Startversuch scheitert. „Der Jet hat
nicht genug Schub“, murmelt Kellermann.
Ratz, seit 15 Jahren beim FMC, ist angespannt, denn dies ist der erste Flugversuch
nach einem Absturz vor ein paar Monaten,
der aufwendige Reparaturen zur Folge hatte.
Nach ein paar Anläufen ist das Fluggerät
aber in der Luft. Die Erleichterung ist dem
Besitzer und den Fliegerkollegen anzusehen.
„Das Basteln und das Reparieren gehören
mit dazu, denn dass so ein Flieger abstürzt
Wo die gute Thermik ist
Lautlos kreisen hoch am Himmel nicht nur ein paar Modellsegler, sondern
auch Bussarde und Milane. Auf der Suche
nach Thermik gesellen sich die Greifvögel
schon mal zu den Fliegern oder umgekehrt.
Warum lange suchen, wenn man weiß, dass
dort, wo die Vögel gerade kreisen, gute Thermik ist? Und umgekehrt haben die Greifvögel von Niederburghof gelernt, dass dort wo
die Segler sind, auch gute Thermik herrscht.
Wer das Modellfliegen ausprobieren, sich
aber nicht gleich ein teures Fluggerät kaufen
möchte (Anfängermodelle kosten ab etwa
600 Euro), kann sich gern an den FMC wenden (siehe Kasten rechts). Der Verein bietet
Schnupper-Stunden mit einem Fluglehrer
an. Dafür stehen etwas unempfindlichere
und stabilere Übungsflieger zur Verfügung,
die in den ersten Stunden vom Fluglehrer in
die Luft gebracht werden, bevor dem Schüler dann das Steuer überreicht wird.
Kontakt
Die Startbahn des Flug-Modellbau-Clubs Bergisch-Land e.V.
ist bei genügender Interessentenzahl samstags und sonntags ab 14 Uhr nach Freigabe
durch den Flugleiter geöffnet.
Gastflieger zahlen 4 Euro,
Schnupperkurse sind frei.
Vereinsbeitrag: 110 Euro/Jahr.
Kontakt: t_kellermann
@fmc-bergisch-land.de,
Tel: 02192 83477 oder
hj_mueller@fmc-bergischland.de, Tel: 02191 590165.
Weitere Infos und eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie
im Internet unter www.fmcbergisch-land.de
Technik 08
Grabenlos
Die BEW verlegt neue Erdgas- und Stromleitungen mit hoch
innovativen Verfahren, die schnell, schonend und wirtschaftlich
sind. Zwei Beispiele aus Wipperfürth.
Das Spezialbohrgerät „spült“ einen Tunnel frei, in den beim
Rückzug der Bohrlanze die Erdgasleitung eingezogen wird.
Der wendige Kabelpflug ist auf Ketten unterwegs und
kommt so auch in schwierigem Gelände klar.
Für die aktuelle Erschließung des
Wipperfürther Gewerbegebiets
Niederklüppelberg setzt die BEW
das sogenannte Bohrspülverfahren ein. Dabei wird untertage –
fast ohne Aufbruch der Oberfläche und ganz ohne Ziehung
eines Grabens – von zwei Kopflöchern aus gearbeitet. Das macht
die Verlegung schnell und wirtschaftlich.
Bei dem Verfahren treibt ein Spezialbohrgerät ein Hohlrohrgestänge, auf dem vorne ein mit Düsen
bestückter Bohrkopf sitzt, horizontal in den Boden. Aus den
Düsen tritt beim unterirdischen
Vormarsch mit hohem Druck ein
Wasser-Bentonit-Gemisch aus,
das den Boden löst und zugleich
das entstandene Bohrloch stabilisiert und schmiert. Am Führungsstück des Bohrgestänges,
der Bohrlanze, ist ein Sender
befes­tigt, der permanent die Position des Bohrers signalisiert.
Nach dieser Pilotbohrung wird
der Bohr- gegen einen Aufweitkopf ausgetauscht und das
Bohrgestänge zurückgeholt. Dabei wird die Gasleitung sachte in
das ausgeweitete und stabile
Bohrloch eingezogen.
Ein anderes innovatives Verfahren hat die BEW erst kürzlich zwischen Isenburg und Wüstemünte
eingesetzt. Um die Versorgungssicherheit zu erhöhen, wurde dort
eine störungsgefährdete Freileitung durch ein Erdkabel ersetzt.
Doch statt mit dem Bagger erst
einen Graben auszuheben, um
ihn nachher wieder zu verfüllen,
wurde das Stromkabel von einer
spezialisierten Arbeitsraupe sozusagen „eingepflügt“. Die rund
2.500 Meter lange Kabeltrasse
war in nur einem Tag verlegt.
Das Arbeiten mit dem Leitungspflug spart erhebliche Kosten
und Zeit – und nachher sieht
man kaum etwas davon.
Eigener Strom und günstige Wärme für das Bürgerbad
Im Bürgerbad in Hückeswagen erzeugt seit
vergangenem Juni ein modernes Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom und Wärme für den
Schwimmbadbetrieb. Die mit Erdgas betriebene Anlage ersetzt den in die Jahre gekommenen Vorgänger.
BHKWs nutzen auch die Abwärme, die bei
der Stromerzeugung mit einem Motor entsteht. Diese sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung ist wesentlich effizienter und damit umweltfreundlicher, als wenn man Strom und
Wärme auf herkömmliche Weise getrennt
voneinander im Heizungskeller und im Großkraftwerk produzieren würde.
Blockheizkraftwerke sind überall dort besonders wirtschaftlich, wo das ganze Jahr über
größere Mengen Strom, Wärme und Warmwasser benötigt werden. Das Bürgerbad mit
Schwimmbad, Sauna und Mehrzweckhalle –
Wärmebedarf rund 3.000.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr – ist somit ein idealer
Einsatzort. Die Anlage mit 830 kW Wärme-
und 140 kW elektrischer Leistung ist bereits
die zweite, die die BEW für die Stadt Hückeswagen im Rahmen eines Wärmeliefervertrags geplant und finanziert hat.
Die Kommune spart mit der Modernisierung
rund 20 Prozent Energiekosten im Jahr, und
der Umwelt werden 3.700 Tonnen CO2 weniger zugemutet. Die Ins­tallation des BHKWs
im Bürgerbad überahmen lokale Handwerker im Auftrag der BEW. Sie sorgen künftig
auch für die Wartung der Anlage.
Aktion 09
Wärme genießen – mit Erdgas einfach
aus der Leitung. Ob für
Heizung,
Warmwasser,
oder zum Kochen: Erdgas
ist die sparsame, umweltschonende und
effiziente Lösung.
Bis zu 500 Euro Umstellbonus
Sie haben einen Erdgasanschluss im Keller, nutzen ihn aber nicht? Dann stellen Sie jetzt Ihr Haus auf diese komfortable
und sparsame Heizenergie um. Die BEW unterstützt die Heizungsumstellung mit bis zu 500 Euro.
Die BEW fördert bis zum 31. Dezember 2014
Ihre Heizungsumstellung von Öl oder Flüssiggas auf Erdgas mit bis zu 500 Euro – vorausgesetzt es befindet sich ein nicht genutzter
Erdgasanschluss in Ihrem Keller. Die BEW
hat im Sommer bereits alle Kunden über die
Aktion per Brief informiert. Die Höhe des Zuschusses richtet sich nach der Leistung des
neuen Erdgas-Heizkessels: Für bis zu 20 Kilowatt (kW) Leistung gibt es 200 Euro, bis
25 kW 250 Euro, bis 30 kW 300 Euro usw.
Den Höchstbetrag mit 500 Euro gibt es ab
45 kW Kesselleistung. Wie groß der neue
Heizkessel sein muss, hängt von der Quadratmeterzahl und der Bauweise des Hauses
ab. Ihr Heizungsinstallateur berät Sie gern.
Ein Anschluss, viele Vorteile
Die Heizenergie Erdgas hat viele Vorteile,
doch der größte ist ihre Effizienz. In Verbindung mit einem modernen Brennwertkessel
ist Erdgas kaum zu schlagen (siehe Seite 11).
Eine Erdgasheizung braucht wenig Platz und
ist in der Anschaffung vergleichsweise preiswert. Ein weiterer Vorteil: Die Heizkos­ten verteilen sich durch monatliche Abschlagszahlungen gleichmäßig aufs Jahr.
Wenn Sie lieber heute als morgen von den
Vorteilen profitieren, Ihr Erspartes aber für etwas anderes ausgeben möchten als für einen
neuen Heizkessel, dann lohnt es sich über
„BEW Ecowärme“ nachzudenken. Bei diesem Angebot errichten wir auf unsere Rechnung die neue Erdgasheizung in Ihrem Keller
und kümmern uns auch um Wartung, Instandhaltung und Reparaturen.
Rundum-sorglos-Paket
Dafür, dass gar Sie nichts tun müssen, bezahlen Sie uns eine feste monatliche Heizungs„Miete“. Die liegt nur wenig höher, als würden
Sie dieselbe Heizung in Eigenregie betreiben.
In dem Rundum-sorglos-Paket enthalten sind
15 Jahre Funktionsgarantie auf die Anlage
und ein 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Und
die Umstellerförderung bis 500 Euro können
Sie auch noch kassieren, wenn Sie Ihren ungenutzten Erdgasanschluss aktivieren.
Interessiert? Ihre Fragen zum Erdgas-Förderprogramm für die Heizungsumstellung und zu
BEW Ecowärme beantworten Michael Täger,
Telefon 02267 686-522, oder Armin Schächinger,
Telefon 02196 7225-532.
Weiterbildung
für Experten
Der Regionale Installateurausschuss Gas/Wasser Bergisches
Land (RIA) lädt Fach- und Führungskräfte von Installationsunternehmen zu Weiterbildungsveranstaltungen zum Thema „Gasinstallation und Arbeitssicherheit“ ein:
• Dienstag, 23. September,
17 bis 20 Uhr, Aula Gymnasium,
Bergisch Gladbacher Straße 10,
51519 Odenthal
• Donnerstag, 25. September, 17 bis
20 Uhr, Kompetenz- und Innovationszentrum Leppe, Am Berkebach,
51789 Lindlar-Remshagen
Erdgas 10
Richtig
Gas geben
Erdgas heizt ein, erzeugt Strom – komfortabel
und umweltschonend. Modernisierer und Bau­
herren treiben mit innovativen Erdgas­anlagen
die Energiewende zu Hause voran. Das wird
mit Fördermitteln belohnt.
Foto: www.plainpicture.com
80 %
des
zu
uchs
Energie­verbra
Hause gehen auf das
Konto von Heizung und
Warmwasser. Wer modernisiert, hat’s mollig warm
und kann kräftig sparen!
Erdgas 11
K
Kraftwerk fürs
Eigenheim
omfort, Sicherheit und zuverlässige Versorgung punkten: Verbraucher sind mit Erdgas als
Heizenergie hochzufrieden. Das zeigt
erneut eine aktuelle Studie des Bundesverbandes der Ener­gie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Kein fossiler
Brennstoff setzt weniger CO2 frei. Erdgas spielt seine Trümpfe aus, wenn
Bauherren oder Modernisierer effiziente und innovative Heiztechnologie
suchen, die auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein wird.
Mit Erdgas betriebene Blockheizkraftwerke er­
zeugen gleichzeitig Wärme und Strom. Als Na­
no-, Mikro- oder Mini-BHKWs kommen sie in
größeren Ein- und Zweifamilienhäusern zum
Einsatz. Anders als beim Heizkessel: Weil ein
BHKW auch Strom erzeugt, arbeitet es umso
wirtschaftlicher, je länger es in Betrieb ist.
Deshalb sollte das Haus einen Wärmebedarf
von mindestens 20.000 Kilowattstunden pro
Jahr sowie einen großen Warmwasserbedarf
haben. Dann kann die Anlage auch im Sommer
rentabel arbeiten, wenn eigentlich nicht ge­
heizt werden muss. Die kleinen Kraftwerke kos­
ten je nach Hersteller und Leistung zwischen
15.000 und 20.000 Euro. Wegen der guten Um­
welteigenschaften gibt es für alle modernen
Erdgasheizanlagen staatliche Fördermittel so­
wie Vergütungen für den erzeugten Strom.
Flexible Einsatzmöglichkeiten
Fotos: Vaillant/Buderus
Erdgas-Brennwertkessel und -thermen
setzen sogar noch die Abgase zur Wärme­
gewinnung ein. So nutzen sie die Energie be­
sonders effektiv. Die Folge: Verbrauch und
Kosten sinken. Ein Erdgas-Brennwertgerät ist
oft kleiner als ein Kühlschrank und findet in
jeder Nische im Haus seinen Platz – im Kel­
ler, auf dem Dach­boden oder in der Wohnung.
Die Technik ist kombinierbar mit einer Solar­
wärmeanlage zur Warmwasser­bereitung und
Heizungs­unterstützung. Auch Bio-Erdgas
lässt sich als Energieträger einsetzen. Eine
Flächenheizung im Haus nutzt die Sonnen­
energie optimal. Anschaffungskosten von
rund 8.000 Euro inklusive Montage, spar­
samer Energieverbrauch und zuverlässige
Technik machen Erdgas-Brennwertgeräte für
Modernisierer und Bauherren interessant.
Energie im UmweltDoppelpack
Eine Erdgaswärmepumpe kombiniert den
umweltschonenden Energieträger mit Um­
weltwärme. Idealerweise kommt noch ein So­
larkollektor aufs Dach. Wärmepumpen ent­
ziehen Luft, Wasser oder Erdreich Wärme zum
Heizen. Für neue Ein- und Zweifamilien­
häuser sowie sanierte Altbauten mit guter
Dämmung und Flächen­heizung empfehlen
sich platzsparende Adsorptions-Wärmepum­
pen. Flächenheizungen brauchen niedrige
Vorlauftemperaturen, das erhöht den Wir­
kungsgrad des Heizsystems. Gegen­über mo­
dernen Erdgas-Brennwertgeräten lassen sich
noch einmal bis zu 28 Prozent Primär­energie
einsparen. Das Arbeitsprinzip: Ein Erdgas­
brenner wandelt in porösen Zeolithsteinen
gebundenes Wasser zu Wasserdampf um, der
kondensiert und gibt die Wärme an die Hei­
zung ab. Bisher sind nur wenige Zeolithanla­
gen auf dem Markt. Erdgaswärmepumpen
gibt es als Komplettpaket mit Flachkollek­
toren, 300-Liter-Solarspeicher und Zubehör
ab 15.000 Euro zu kaufen.
Energie-Tipp
Beim Austausch eines mehr als 15 Jahre al­
ten Heizkessels sinkt der Energieverbrauch
um 30 Prozent oder mehr. Doch eine Moderni­
sierung kostet Geld. Nutzen Sie dafür Förder­
mittel des Bundes und der BEW (siehe S. 09).
Welche Zuschüsse Sie für moderne Erdgas­
anlagen beantragen können, lesen Sie hier:
www.energie-tipp.de/erdgas-foerderung
Michael Täger,
Energieberater
bei der BEW
Abenteuer Energie 12
André Brößel testet seine
Kugeln in Barcelona. Kurios:
Selbst aus Mond­licht erzeugen
sie geringe Mengen Strom.
Abenteuer Energie 13
Mondstrom
Die Energiesammler des deutschen Architekten André Brößel sind
absolute Hingucker. Gut möglich, dass seine clevere Entwicklung die
Photovoltaikbranche schon bald kräftig durcheinanderwirbelt.
Fotos: Rawlemon
D
André Brößel,
Erfinder und
Architekt
ie Idee zu seinen Solarkugeln kam
André Brößel beim Frühstück. Seine Tochter hatte eine Murmel mitgebracht und in ihren Eier­becher gelegt.
Brößel beobachtete den wandernden
Brennpunkt. „Und dann hat’s Klick gemacht“, erinnert er sich. „Beta.ray war geboren!“ Wenig später, Anfang 2011, meldete Brößel den Energie­sammler zum Patent an, seine Firma Rawlemon will ihn
vom spanischen Barcelona aus bald auf
den Markt bringen. Das Besondere an den
Glaskugeln ist ihre enorme Effizienz. „Egal
ob die Sonne scheint oder der Himmel wolkenverhangen ist: Unsere Kugeln produzieren immer Strom“, sagt Brößel. Und das
liegt am Microtracking: „Diese Technik
bringt die Photovoltaikmodule samt Minigeneratoren immer in die optimale Position, indem sie mit der Sonne mitwandern.“
Während klassische Photovoltaik­zellen einen Wirkungsgrad von höchstens 20 Prozent aufweisen, kommen Brößels Kugeln
auf 50 Prozent und mehr. „Mit einer nur
50 mal 50 Zentimeter großen Zelle produziert eine Beta.ray schon jetzt mehr Strom
als herkömmliche Paneele auf einem Quadratmeter“, erklärt der Tüftler. Der Grund:
Die transparenten und mit Wasser gefüllten Quarzglaskugeln funktionieren wie
große Linsen. Je nach Durchmesser der
Kugeln treffen die Sonnenstrahlen bis zu
20. 000-fach verstärkt im Brennpunkt ein.
In den Kugeln befinden sich ein wärmebetriebener Minigenerator und eine Photovoltaikzelle, die mit einem speziell entwickelten Schwenkmechanismus immer optimal zur Sonne stehen und das Licht in
Strom umwandeln. Die Kugeln lassen sich
sowohl auf Flach- als auch Satteldächern
anbringen. Brößel kann sich aber auch eine vollkommen andere Nutzung vorstellen,
zum Beispiel als Stromtankstelle: „Hier in
Spanien ist die Elektromobilität enorm beliebt, sehr viele E-Bikes, aber auch immer
mehr Elektroautos sind auf den Straßen zu
sehen. Und die könnte man mit dem Strom
aus unseren Kugeln einfach und formschön aufladen“, erklärt Brößel.
Obwohl der Erfinder via Crowdfunding gut
200.000 Dollar eingesammelt hat, wird es
wohl noch länger dauern, bis die Glaskugeln
auf unseren Dächern zu sehen sind. „Sie in
großem Stil herstellen können wir leider noch
nicht, dazu bräuchten wir viel mehr Geld“,
sagt Brößel. Und aus diesem Grund sucht
der Architekt auch nach potenziellen Partnern und Geldgebern aus der Industrie.
Sein Team arbeitet gerade an einem weiteren
Ener­gieprojekt. „Mit unserer Beta.ray-Technik können wir eine ganze Hausfassade verkleiden. Und damit nicht nur Strom erzeugen, sondern das Gebäude auch kühlen“, so
Brößel. Besonders interessant ist das natürlich bei energiefressenden Hochhäusern. Dazu hat der Architekt bereits Kontakte geknüpft: „Wenn wir ein Haus verkleiden, dann
sollten wir es geschafft haben!“ Mit dem
Crowdfunding-Geld will Brößel im Herbst
aber erst einmal sein erstes Produkt herausbringen: „Es heißt Beta.ey und ist eine Art
XXS-Version von Beta.ray.“ Mit dem Solar­
ladegerät, das selbstverständlich mit einer
Glaskugel arbeitet, sollen sich Smartphone,
Tablet und mobile Geräte besonders stylisch
aufladen lassen.
Energiewende 14
2030
Versetzung
gefährdet!
Die Hälfte des deutschen Energiebedarfs soll aus erneuerbaren
Energien gedeckt werden. Heute
sind es 27 Prozent.
2022
Eher mangelhaft oder doch gut? Wo steht die Energiewende heute? Ein
kritischer Blick auf das größte deutsche Projekt seit der Wiedervereinigung.
Über ein Viertel unseres Stroms stammt inzwischen aus Wind, Sonne
oder Bio­masse. Die Zahlen des Bundesverbandes der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft belegen den kontinuierlichen Anstieg: 2006
kamen 6,4 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien, im vergangenen Jahr waren es 23,4 Prozent. Doch die Bevölkerung beäugt den Fortschritt zunehmend kritisch. Laut BDEW-Energiemonitor findet die Mehrzahl, die Energiewende komme „weniger gut“ oder „gar nicht gut“ voran.
Warum stellen die Deutschen ihr ein so schlechtes Zeugnis aus?
Die letzten deutschen
Kernkraftwerke werden
vom Netz gehen.
2020
Eine Million Elektroautos
sollen über Deutschlands Straßen rollen.
Kosten: mangelhaft
Hauptkritikpunkte sind die durch die Energiewende verursachten Kos­ten
und Preiserhöhungen. Über die EEG-Umlage finanzieren Verbraucher
und mittelständische Betriebe die Inves­titionen in die Erneuerbaren. 2014
erhöhten sich die Zahlungen auf 6,24 Cent pro Kilo­wattstunde. Stromintensive Unternehmen können sich befreien lassen. Auf Druck der EU wurde
nun nachgebessert: In Zukunft profitieren nur noch 68 Wirtschaftszweige
und damit rund 500 Betriebe weniger als bisher von den Ausnahmen.
Netz: ausreichend
Entlang der geplanten „Stromautobahnen“ durch Deutschland wächst
der Widerstand der Anwohner. Dabei ist der schleppende Ausbau von
Netzen und Speichersystemen ein Hemmschuh für die wirtschaftliche
Verteilung des Ökostroms. 1876 Leitungskilometer sind insgesamt ge­
plant, rund 17 Prozent davon sind derzeit erst realisiert.
2011
Fukushima
2010
Der Ausstieg
vom Ausstieg
Die neue schwarz-gelbe
Regierung steigt aus dem
2000 beschlossenen Atom­
ausstieg wieder aus.
2003
Klima: ungenügend
Auch beim Klimaschutz entspricht die Umsetzung der Energiewende bisher nicht den Anforderungen. Als Übergangslösung für den Atomausstieg
wird auf Kohlekraftwerke gesetzt: Von den zehn schmutzigsten Kraftwerken Europas stehen sieben in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden
hierzulande zwei Prozent mehr Kohlendioxid ausgestoßen als im Vorjahr.
Deutschland belegt damit Platz sieben der weltgrößten CO2-Emittenten
nach China, den USA, Indien, Russland, Brasilien und Japan und ist im
EU-Schnitt weit abgeschlagen.
Gesamtnote: ?
Trotz des schnell steigenden Anteils erneuerbarer Energien im Strommix
gibt es deutlichen Nachbesserungsbedarf – in diesem Punkt sind sich
Bevölkerung und Experten einig. Wirtschaft, Verbraucher und Gutachter
bemängeln das Fehlen einer schlüssigen Gesamtstrategie. Empfehlung
der Experten: Die Regierung muss in Sachen Energiewende auf jeden Fall
nachsitzen. Klassenziel bisher nicht erreicht, Versetzung gefährdet!
Ein Erdbeben und der
da­rauffolgende Tsunami
zerstören das Atomkraftwerk
Fukushima. Innerhalb nur
weniger Monate wird in
Deutschland die Energiewende beschlossen.
Einführung der
EEG-Umlage
0,41
Cent
1980
taucht der Begriff Energie­
wende zum ersten Mal auf. Das
Ökoinstitut veröffentlicht eine
Studie über den Ausstieg aus
der Atomkraft und die Abkehr
von fossilen Brennstoffen. Der
Titel: „Die Energie-Wende“.
pro Kilowattstunde
Strom betrug die
EEG-Umlage bei ihrer
Einführung. Heute sind es
6,24 Cent – 15-mal mehr!
Bundesnetzagentur:
Rundum-Kontrolleure
Eisenbahn
• Anbieter
• Preise
• Schienennetz
Energie
• Anbieter
• Preise
• Stromnetz
• Erdgasnetz
• Wasser- und
Abwassernetze
Grafik: Terrence Whelan
Pro & Contra 15
Post
Telekommunikation
BNetzA
• Anbieter
• Preise
• Festnetz und Mobilfunknetz,
Rundfunk, Richtfunk, Flugfunk u. a.
• qualifizierte elektronische Signatur
• öffentliche Sicherheit
Netzausbau
• beschleunigter Ausbau der
Netze für die Energiewende
Hüterin der Netze
Zu viele Aufgaben für eine Behörde? Die Bundesnetzagentur
ist für die Aufsicht über Strom- und Erdgasnetze zuständig.
Lohnt sich der bürokratische Aufwand für die Verbraucher?
Telekommunikation, Post, Eisenbahn, Strom und Erdgas – Unter­
nehmen in diesen Bereichen
sind auf die Nutzung von Netzen
angewiesen. Damit fallen sie in
den Zuständigkeitsbereich der
Bundesnetzagentur
(BNetzA).
Zu deren Aufgaben gehört es,
den verschiedenen Anbietern einen freien Netzzugang zu gewährleisten und den Wettbewerb
untereinander zu fördern.
Doch ist die Behörde mit ihren
2.500 Mitarbeitern nun eher ein
büro­kratischer Wasserkopf oder
eine notwendige Wettbewerbshüterin? Beispiel Energie: Um Kunden eine Wahlmöglichkeit zwi­
schen verschiedenen Energieversorgern zu bieten, muss es diesen
Unternehmen möglich sein, Strom
und Erdgas durch die Netze anderer Unternehmen zu leiten – und
zwar zu fairen Preisen. Deshalb ist
die Behörde insbesondere für die
Genehmigung der Höhe von Netz­
entgelten verantwortlich, die für
die Durchleitung von Strom und
Erdgas fällig werden.
Netzkosten verringern
Um diese Netzentgelte zu senken,
existiert seit 2009 das System der
Anreizregulierung. Dabei gibt die
Bundesnetzagentur jährlich Erlös­
obergrenzen vor, die sich an der
Effizienz der Betreiber orientieren.
Der Anreiz für Unternehmen
besteht nun darin, die Effizienzvorgaben zu erfüllen oder zu unter-
• Anbieter
• Preise
• Verteilwege
schreiten. Höhere Effizienz bedeutet höhere Rendite für die Unternehmen und niedrigere Netzkos­
ten für die Verbraucher.
Das komplexe System hat seinen
Preis. Besonders kleineren Energieversorgern fällt es schwer, die
bürokratischen Anforderungen zu
erfüllen, obwohl sie die Kosten für
den Netzbetrieb im vereinfachten
Verfahren ermitteln. Trotzdem
müssen sie neben der Anzahl von
Störungen im Netz eine Vielzahl
anderer Daten erheben. Zudem
gibt es Bedenken, dass sich die
Bundesnetzagentur zu einer „Superbehörde“ im Bereich Energie
entwickelt. Seit 2011 ist sie zusätzlich auch für den beschleunigten
Ausbau der Stromnetze im Rahmen der Energiewende verantwortlich. Bisher allerdings mit mäßigem Erfolg: Erst rund 17 Prozent
der erforder­lichen 1.876 Leitungskilometer sind fertiggestellt.
Bundesnetzagentur im
Schnell-Check
Pro:
• fairer Wettbewerb für Strom
und Erdgas
• Wahlfreiheit für Verbraucher
Kontra:
• genehmigte Erhöhung der
Netzentgelte
• hoher bürokratischer Aufwand für Netzbetreiber erhöht die Energiepreise
• mögliche Wettbewerbsnachteile für kleine Unternehmen
• starke Machtkonzentration
in nur einer Behörde
Mehr Infos über die Bundesnetz­
agentur finden Sie im Internet:
www.bundesnetzagentur.de
Aktuelles zum Netzausbau:
www.netzausbau.de
Inhalt 02
Rätsel
16
Ran an den Schrauber!
Sauerstoffaufnahme
6
Firlefanz
Krempel
Westeuropäer
3
Laufvogel
Reptil
2
8
alte
franz.
Goldmünze
7
Ausdruck d.
Überraschung
5
persönliches
Fürwort
ein
Adverb
Schornstein
schlimm
ehemaliger
Schah
Persiens
1
Kykladeninsel
Sprechweise
einer dt.
Ligatur
1
2
3
4
5
6
9
7
8
9
4
Die Buchstaben in den nummerierten Kreuzwort­rätsel-Kästchen ergeben das Lösungswort.
Schicken Sie es an:
BEW Bergische Energie- und Wasser-GmbH, Energiequiz 3/2014, Sonnenweg 30, 51688 Wipperfürth. Per E-Mail senden Sie Ihre Lösung an:
raetsel@bergische-energie.de. Bitte vergessen
Sie Ihren Namen und Ihre Anschrift nicht!
Einsendeschluss ist der 13. Oktober 2014.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen,
Sammeleinsendungen bleiben unberücksichtigt.
Das Lösungswort des Kreuzworträtsels in Heft 2/2014 lautete ENERGIEBERATER.
Jeweils einen Kugelgrill gewonnen haben Matthias Hemmerich aus Wermelskirchen,
Leo Stefer aus Kürten und Xaver Steinl aus Hückeswagen. Viel Spaß damit!
Unter den richtigen Rätsel-Einsendungen
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