close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Download - Göttinger WirtschaftsDienst

EinbettenHerunterladen
Wöchentliche Wirtschaftsnachrichten
aus Südniedersachsen,
Nordhessen und Nordthüringen
regional
1. November 2014
l
unabhängig
l
überparteilich
Ausgabe 38/2014
Aufsichsrat und Gesellschafter begrüßen die Universität als neue Pro City-Gesellschafterin: Wilhelm
Gerhardy, Wolfgang Meyer (beide Stadt Göttingen), Susanne Heller (Pro City e.V.), Prof. Dr. Ulrike
Beisiegel, Philipp Bremer, Ulf Hasse (VGH) und Michael Rappe (Sparkasse Göttingen, v.l.).
Stadt Göttingen
Pro City: Universität wird Gesellschafterin
>>
GÖTTINGEN. Die
Universität Göttingen ist
neue Gesellschafterin der Pro City GmbH Göttingen. Mit ihrer Unterschrift bekräftigte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel das Interesse der
Hochschule an einer attraktiven Innenstadt. Auch in
der Vergangenheit hatte es bereits zahlreiche Kontakte
zwischen der Universität und dem Citymanagement
gegeben. Jüngstes Beispiel ist die Mitwirkung von Pro
City am „Forum Studium“ bei der Immatrikulationsfeier des aktuellen Wintersemesters. Zuvor hatte die
Universität bereits im Rahmen der „Nacht der Kultur“
Foto: pro city
Gesprächsstoff
Architektenkammer Niedersachsen. . . . . . . . . . . . . 5
Becker, Klaus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Beisiegel, Prof. Dr. Ulrike. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Bremer, Philipp. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
BVMW. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Ev. Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH. . . . . 3
Freytag, Reinhard J.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Ganz, Daniel. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Gesundheitspark-Lenglern GmbH. . . . . . . . . . . . . . 3
Herbote, Thorsten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Hieb, Olga und Tobias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
HSP STEUER Göttingen GmbH. . . . . . . . . . . . . . . . 2
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Hungerland, Andrea. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
IHK Hannover. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Kreisvolkshochschule Südniedersachsen gGmbH. 4
Kühne, Dr. Roy. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung . . 1
MEKOM Regionalmanagement Osterode a.H. e.V.. 4
Meyer, Wolfgang. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
oaf | medium. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Scheuchzer, Dr. Marco. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Schmidt, Matthias. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Stadt Göttingen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Stadt Osterode am Harz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Universität Göttingen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
Wirtschaftsförderung des Landkreises Northeim . . 3
Fortsetzung auf Seite 2
Sie haben auch Gesprächsstoff über sich und Ihr
Unternehmen? Sprechen Sie uns an.
Landkreis Northeim
Besichtigung: Max-Planck-Gesellschaft sucht Nachnutzer
>>
Foto: freytag immobilien
KATLENBURG-LINDAU. Im Frühjahr ist das
Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung
von seinem bisherigen Standort in Lindau (Landkreis
Northeim) nach Göttingen umgesiedelt (WirtschaftsDienst berichtete). Der bisher genutzte Gelände- und
Gebäudekomplex soll nun einer neuen Nutzung zugeführt werden. Noch gebe es allerdings keine konkreten
Besichtigung für potenzielle Interessenten: Die ehemaligen
Gebäude des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau warten auf eine neue Nutzung.
8. Jahrgang
Pläne. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung
am Mittwoch, 19. November, wollen die
MaxPlanck-Gesellschaft als Eigentümerin und der von ihr
beauftragte Göttinger Makler Reinhard J. Freytag (
freytag immobilien) potenziellen Interessenten die
Gelegenheit zu einer Besichtigung geben. Auf dem
132.000 Quadratmeter großen Institutsgelände befinden sich mehrere Verwaltungs- und Forschungsgebäude, Ein- und Mehrfamilienwohnhäuser und
Hallen- beziehungsweise Garagengebäude mit einer
Bruttonutzfläche von rund 19.000 Quadratmetern. Die
Veranstaltung beginnt um 9.30 Uhr in der ehemaligen
Instituts-Cafeteria mit einer Einführung durch Uwe
Ahrens, Bürgermeister der Gemeinde KatlenburgLindau, sowie einer Präsentation des aktuellen Vermarktungsstandes. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer Besichtigung sowie für Gespräche. Eine
Anmeldung per E-Mail ist erforderlich. (RED)
Diese Ausgabe wird präsentiert von:
Ausgabe 38/2014 1
die Bühne auf dem Wilhelmsplatz präsentiert. Mit der
Beteiligung der Universität an der Pro City GmbH und
ihrer Mitarbeit im Beirat des Pro City e.V. soll diese
Zusammenarbeit in Zukunft noch verstärkt werden.
„Durch unser Engagement möchten wir aktiv zur Gestaltung der Innenstadt beitragen“, betont Beisiegel.
„Eine angenehme Atmosphäre und das richtige Angebot für Studierende, Lehrende und Forschende sind
eine wichtige Voraussetzung, um ‚die besten Köpfe‘ für
die Universität zu gewinnen.“
Die Pro City GmbH Göttingen wurde im März 1999
gegründet. Gesellschafter sind der Pro City e.V., die
Stadt Göttingen, die Sparkasse Göttingen sowie die
VGH – Landschaftliche Brandkasse Hannover und
nun auch die Universität Göttingen. Gemeinsam mit
dem Pro City e.V. verfolgt die Pro City Göttingen GmbH
das Ziel, die Attraktivität der Innenstadt zu steigern und
Konzepte und Maßnahmen zur ihrer Förderung zu entwickeln und durchzuführen. (RED)
Wolfgang Meyer (SPD), scheidender Oberbürgermeister der Stadt Göttingen und in dieser Funktion
Aufsichtsratsvorsitzender der Pro City GmbH, freute
sich über den neuen Gesellschafter und betonte den
herausragenden Stellenwert der Universität in der
Stadt. „Mit der Universität wird das Engagement von
Pro City für die Innenstadt auf eine noch breitere Basis
Mehr bei „Charlottes Stadtgespräch“
Region
„Mehr Netto“: Burggespräche zu Entgelt-Optimierung
>> NÖRTEN-HARDENBERG. „Es muss nicht immer
Mit einer professionellen Entgelt-Optimierung ließen sich
nicht nur das Image als attraktiver Arbeitgeber verbessern
und mehr Netto vom Brutto für
den Arbeitnehmer herausholen, sondern teilweise sogar
Dr. Marco Scheuchzer
zugleich die Lohnkosten beim
Arbeitgeber reduzieren. Während Gutscheine bis monatlich 44 Euro, etwa zum Tanken, oder auch pauschal
besteuerte Fahrtkostenzuschüsse oder Jobtickets bereits in vielen Unternehmen bekannt seien, gebe es
jedoch viele weitere Möglichkeiten, „um Mitarbeitern
etwas Gutes zu tun“. Bis zu 500 Euro im Jahr könnten etwa lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei für
von den Krankenkassen anerkannte Maßnahmen
der betrieblichen Gesundheitsförderung aufgewandt
foto: privat
foto: hsp steuer göttingen
Geld sein“ - mit dieser These begann Steuerberater
und Wirtschaftsprüfer Dr. Marco Scheuchzer, Geschäftsführender Gesellschafter der HSP STEUER Göttingen GmbH Steuerberatungsgesellschaft,
seinen Vortrag bei den „Burggesprächen“. Die Göttinger Kanzlei hatte gemeinsam mit der Northeimer
Rechtsanwaltskanzlei Kappuhne - Schreier - Herbote Mandanten und Geschäftspartner auf den Gräflichen Landsitz Hardenberg eingeladen. Im Fokus
standen arbeitsrechtliche und steuerliche Optimierungsmöglichkeiten zum Jahresende. Anstatt Geldes
warb Scheuchzer so auch für steuerlich begünstigte
Zuwendungen anderer Art an Arbeitnehmer.
werden. Aber auch Zuschüsse für die Kinderbetreuung in Kindergärten, Krippen oder vergleichbaren
Einrichtungen seien möglich - genauso wie die Bereitstellung von PC, Smartphones oder Tablets auch für
die private Nutzung oder Zuschüsse zur Verpflegung,
Heimarbeiterzuschläge oder Belegschaftsrabatte. In
vielen Betrieben würden Zuwendungen dieser Art
zudem bereits im sogenannten „Cafeteria-System“
angeboten: Arbeitnehmer können sich aus einem Gesamtangebot individuell und flexibel Leistungen auswählen. Fallstricke lägen jedoch vor allem darin, dass
sämtliche Leistungen zusätzlich zum geschuldeten
Arbeitslohn erbracht werden müssten, eine schlichte
Gehaltsumwandlung sei demnach also keine Lösung,
so Scheuchzer. Aus rechtlicher Sicht beleuchtete
Rechtsanwalt Thorsten Herbote im Anschluss vor
allem die Risiken einer „betrieblichen Übung“. „Einmal
und nicht immer wieder“, sei hier das Gebot, um bei
Sonderzahlungen auch dauerhaft die Freiwilligkeit zu
erhalten. Vielen Unternehmen sei nicht bewusst, dass
sich bereits durch dreifach wiederholtes Verhalten ein
Anspruch des Arbeitnehmers
ergeben könne - sofern die
Freiwilligkeit nicht rechtlich abgesichert werde. Zu beachten
seien zudem auch der Gleichbehandlungsgrundsatz sowie
das Mitbestimmungsrecht des
Thorsten Herbote
Betriebsrates, so Herbote. (AB)
Die „Burgespräche“ werden 2015 fortgesetzt. Interessenten können weitere Infos per
E-Mail anfordern.
Landkreis Osterode
Schnell laden in Osterode
>> OSTERODE. Eine Schnellladestation für Elektro-
fahrzeuge hat am Mittwoch Osterodes Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) offiziell in Betrieb genommen. Es ist bereits die dritte Säule in der Kreisstadt,
aber die erste, die in nur circa 30 Minuten die Batterie
eines Elektroautos aufladen kann. „E-Mobilität ist eine
Zukunftstechnologie – sie ist auch im Zusammenhang
mit der Mobilität im ländlichen Raum zu sehen“, so
Becker. Osterode sei von Anfang an dabei gewesen.
Bereits vor etwa zweieinhalb Jahren habe er sich mit
Matthias Schmidt von der MMS Concept GbR aus
Förste zusammengesetzt, um ein Konzept zu entwerfen, wie der gesamte Harz mit Ladetechnik versorgt
werden könne. Er selbst habe dabei Autos im Blick
gehabt, Schmidt habe den Schwerpunkt auf den von
ihm vorangetriebenen Tourismus mit E-Motorrädern
gelegt.
Acht Schnellladesäulen sollen in der Region Harz entstehen. Die Standorte müssen dabei mehrere Kriterien
erfüllen. So ist die Anlage in Osterode in unmittelbarer
Nähe der Bundesstraßen 241 und 243, also zweier
wesentlicher Durchfahrtsstraßen, errichtet. Die geforderte Aufenthaltsqualität für die Nutzer während des
Ladevorganges ist durch zwei gastronomische Betriebe in unmittelbarer Nähe und die wenige Schritte entfernte Altstadt gegeben. Schließlich sollen die Standorte höchstens 50 Kilometer voneinander entfernt sein,
um jederzeitiges Nachladen zu ermöglichen. Etwa
35.000 Euro hat die neue Anlage gekostet, das Land
Niedersachsen fördert hiervon 40,5 Prozent über die
NBank. Becker dankte den zahlreichen Beteiligten.
Dazu gehört der regionale Versorger Harz Energie
GmbH & Co. KG, die den ökologischen Strom bis auf
weiteres kostenlos zur Verfügung stellt ebenso wie die
Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen
Wolfsburg GmbH oder die Wolfsburg AG als Konsortialführer dieses Projektes mit ihrer technischen
Unterstützung. Die Stadt beteiligt sich im Rahmen des
„Schaufensters Elektromobilität“ am Projekt „Standardisierte bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur – eine Region wird vernetzt“. (RED)
Foto: löwe / stadt osterode am harz
gestellt. GmbH und Verein können sich glücklich schätzen, einen so kompetenten Partner an ihrer Seite zu
wissen“, so Meyer weiter. Philipp Bremer, Aufsichtsratsmitglied und Vorsitzender des Pro City e.V., dankte
Meyer für die stets konstruktive Begleitung der Arbeit
von Pro City. Gleichzeitig gab er seiner Hoffnung Ausdruck, dass Rolf-Georg Köhler das Engagement als
neuer Oberbürgermeister in gleicher Weise fortsetzt.
Fortsetzung von Seite 1
Schnellladestation eröffnet: Matthias Schmidt, Dr. Ralf
Benger (Wolfsburg AG), Klaus Becker, Andreas Sonnemann
und Dr. Hjalmar Schmidt (beide Harz Energie, v.l.).
Ausgabe 38/2014 2
Stadt Göttingen
Landkreis Northeim
Frühstück 2015 in Einbeck
>> USLAR. Am kommenden Montag, 3. November,
>>
eröffnet die
Gesundheitspark-Lenglern GmbH
(GPL), eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft
der Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH, ein Medizinisches Versorgungszentrum
(MVZ) in Uslar (WirtschaftsDienst berichtete). Ab 8
Uhr werden die ersten Patienten erwartet. „Gerade
nach der Schließung des Uslarer Krankenhauses
vor über zwei Jahren sehen wir uns in der Pflicht, für
die Bevölkerung im Solling ein adäquates Angebot
an Gesundheits-Dienstleistungen anzubieten, ohne
gleich nach Göttingen fahren zu müssen“, sagt GPLProkurist Daniel Ganz. Neben Göttingen-Weende
und Lenglern ist die Sollingstadt der dritte Standort
des Gesundheitsdienstleisters. „Wir freuen uns, dass
wir die ambulante, fachärztliche Versorgung in Uslar
und seiner Umgebung weiterhin sicherstellen können“, so Ganz.
Insgesamt investierte das Unternehmen rund
500.000 Euro in die Zusammenlegung der beiden
Standorte Graftplatz und Wolfhagen am neuen MVZ
im „Wolfhagen 8“. Die komplett renovierten, etwa 250
Quadratmeter umfassenden Räumlichkeiten entsprä-
Foto: ekw
Uslar: Erste Patienten im neuen Versorgungszentrum
Freuen sich auf die Eröffnung des neuen MVZ in Uslar: Die
Fachärzte Dr. Thomas Reitemeier, Matthias Völke und Dirk
Meihorst (v.l.).
chen damit den Anforderungen an eine moderne chirurgische Praxis. Neben einer digitalen Röntgenanlage sind zwei Spezialräume für ambulante Eingriffe
entstanden. Diese wurden mit OP-Leuchten ausgestattet. Für das klinische Personal gibt es separate
Räume für die Vorbereitung der Untersuchungen und
chirurgischen Eingriffe. Am neuen Standort stehen
den Patienten der Allgemeinmediziner Dr. Thomas
Reitemeier, der Chirurg Matthias Völke sowie der
Kardiologe und Internist Dirk Meihorst zur Verfügung. Am Freitag, 14. November, findet für interessierte Bürgerinnen und Bürger ab 14 Uhr ein „Tag der
offenen Tür“ statt. (RED)
NORTHEIM / EINBECK. Seit mittlerweile vier
Jahren veranstaltet die Wirtschaftsförderung des
Landkreises Northeim in Kooperation mit der
Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover ein
regelmäßiges „Unternehmerfrühstück“. Unter dem
Motto „Wirtschaft trifft Wirtschaft“ kommen jeweils
rund 100 Vertreter von Unternehmern und Einrichtungen aus dem Landkreis Northeim sowie den
angrenzenden Regionen zum gemeinsamen Austausch beim Frühstück zusammen. Anfänglich zu
Gast in den „ Seeterrassen“ in Northeim, bietet das
„ Hotel Freigeist“ am Gesundbrunnen in Northeim
seit 2012 den Rahmen für das von 8 bis 9.30 Uhr stattfindende Netzwerktreffen. Am Donnerstag, 11. Dezember, ist das Haus am Gesundbrunnen zunächst
letztmalig Veranstaltungsort. Die für den 12. Februar,
16. April, 24. Juni, 9. September, 21. Oktober sowie
17. Dezember angesetzten Termine des kommenden Jahres werden in der „ Genusswerkstatt“ im
PS.SPEICHER, Tiedexer Tor 5, in Einbeck stattfinden. Das Konzept, das auch einen etwa 20-minütigen
Vortrag umfasst, soll beibehalten werden. Die Teilnahmegebühr beträgt weiterhin 15 Euro brutto für das
Frühstück, eine Anmeldung ist erforderlich. (AB)
Expertentipp
Umsatzsteuerpflicht im Ausland - na und?
„Das trifft auf uns nicht zu“, so oder so ähnlich sind
oft die Reaktionen, wenn es um das leidige Thema
ausländische Umsatzsteuer geht. Doch Vorsicht!
Gerade bei den so genannten Reihengeschäften,
kann man schnell in „die Falle“ tappen. Ein bis dahin
sehr ertragreiches Geschäft, kann so zum Verlustträger werden, wenn zusätzlich Umsatzsteuer von
mindestens 18 Prozent (in der EU) und Bußgelder
nachgefordert werden.
Ein Reihengeschäft liegt vor, wenn mehrere Unternehmer über einen Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen und dabei der Gegenstand unmittelbar
vom ersten Unternehmer an den letzten Abnehmer gelangt. Schnell kann
aus einer rein pragmatischen Entscheidung, bei der Ihr Vor-Lieferant (D1 aus
Deutschland) beispielsweise die Ware aus Deutschland direkt zu Ihrem Kunden (FR) nach Frankreich (und nicht zunächst zu Ihnen (D2) nach Deutschland)
bringt um Transportkosten einzusparen, eine Steuerpflicht für Sie in Frankreich
entstehen.
Die Folge: umsatzsteuerrechtliche Registrierung für D2 in Frankreich, Abgabe
von Steuererklärungen, Beachtung der französischen Rechnungslegung und
Steuergesetze.
von Andrea Hungerland
Durch eine geschickte Vertragsgestaltung kann allerdings in vielen Fällen das Risiko und der zusätzliche Aufwand vermieden werden. Eine Lieferung von D1 an
D2 mit der Vereinbarung „ab Werk“ kann da schon ausreichend sein.
Der durchschnittliche Mehrwertsteuersatz in der EU beträgt beispielsweise rund
22 Prozent und ist damit alles andere als zu vernachlässigen. Sie können die
Rechnung zwar nachträglich korrigieren, doch wenn der Kunde die Umsatzsteuer
dann nicht an Sie zahlt, kann das schnell zu empfindlichen Einbußen führen. Hinzu
kommen noch Bußgelder, Zinsen, Gebühren, Beratungskosten und Verwaltungsaufwand, die den Aufwand nochmal erhöhen. Über allem steht das Schreckgespenst Steuerhinterziehung.
Bitte denken Sie nicht, das Entdeckungsrisiko sei gering. Die europäischen Behörden vernetzen sich mehr und mehr. Es wird verstärkt abgestimmt, nachgefragt und
länderübergreifend mit Kontrollmitteilungen gearbeitet. Und der Steueranspruch
wird durchgesetzt. Im Zweifel durch den deutschen (!) Gerichtsvollzieher.
Es ist daher dringend zu empfehlen bereits bei Angebotsabgabe die unterschiedlichen umsatzsteuerlichen Konsequenzen zu analysieren. Nur wer sich im Vorfeld
informiert, kann gestalten.
Andrea Hungerland ist Steuerberaterin bei der
HSP STEUER Göttingen GmbH Steu-
erberatungsgesellschaft. Sie ist Expertin für Umsatzsteuer; insbesondere auch Auslandssachverhalte.
Ausgabe 38/2014 3
ANZEIGE
Stadt Göttingen
„TeamGrid“: Göttinger entwickeln Management-Software
Foto: oaf medium
Selbst entwickelt: Innerhalb von einem Jahr hat das Team
um Tobias und Olga Hieb (Mitte) mit „TeamGrid“ ein eigenes Projekt- und Aufgabenmanagement geschaffen.
Ihr Netzwerkpartner für Lohn und Gehalt
Jetzt
AT
R
G ISMONAT
sichern
Ihr Netzwerkpartner
Ihr Netzwerkpartner
für Lohn und Gehalt
für Lohn und Gehalt
FÜR IHREN ERFOLG
War „TeamGrid“ bisher eine komplette Eigenentwicklung von oaf | medium, ist in Kürze die Überführung
in ein eigenes Unternehmen geplant. Der Beginn der
geschlossenen Beta-Phase erfolgt im Frühjahr 2015,
über 500 Unternehmen mit mehr als 6.400 Mitarbeitern haben sich hierfür bereits angemeldet. Vertrieben
werden soll „TeamGrid“ als Cloud-basierte „Softwareas-a-Service“-Lösung, bei der monatliche Gebühren
pro Teammitglied anfallen. Die Veröffentlichung des
Preismodells steht noch bevor. (RED / AB)
Impressum
Region
„Kurz und knackig“: Samstags-Akademie beginnt erneut
und praxisorientiert wichtiges Grundlagenwissen
vermitteln. Gemeint sind Intensivseminare, die die
Kreisvolkshochschule Südniedersachsen gGmbH
und der MEKOM Regionalmanagement Osterode
am Harz e.V. erneut im Rahmen der „Samstags-Akademie“ anbieten. Die 30 Tagesseminare widmen sich
dem Projekt- und Konfliktmanagement, der Rhetorik
und Präsentation oder auch der Stressbewältigung
oder Mitarbeiterführung. Der Business-Knigge und
das Seminar „Interkulturelle Kompetenz China“ bereiten auf wichtige Geschäftstermine vor. Praktisches
Computerwissen vermitteln Seminare zum Thema
„Excel“ oder zu „Prezi“, der Alternative zu Power Point.
Außerhalb der Arbeitszeit bieten die Samstagsseminare so Auszubildenden, Fach- und Führungskräften der
Region die Möglichkeit zur weiteren Qualifizierung.
Die Kleingruppen der Samstags-Akademie mit nur drei
bis acht Teilnehmern machen die Seminare besonders intensiv, effektiv und erfolgreich. In acht Unterrichtsstunden werden die wesentlichen Informationen
für Lohn und Gehalt
UNSER
*RŴ:LUWVFKDIWVGLHQVW[BLQGG
>> OSTERODE. „Kurz und knackig“ sollen sie sein
Ihr Netzwerkpartner
CLASSIC Paket
Team keine geeignete Lösung am Markt. „Im Endergebnis haben wir ein Grid kreiert, das eine optimale
Übersicht über anstehende Aufgaben und deren Fortschritt ermöglicht“, so Tobias Hieb. Die Bedienung der
relevanten Funktionen erfolgt via „Drag & Drop“. So
können Aufgabenkarten zwischen Teammitgliedern
verschoben und durch die Änderung der Reihenfolge
in ihrer Priorität sortiert werden. Das Starten der Zeiterfassung ist ebenfalls intuitiv gelöst – man bewegt
eine Aufgabenkarte einfach in die erste Reihe. In diesem Moment beginnt die Zeiterfassung und es öffnen
sich weitere Details zu der entsprechenden Aufgabe.
Da die Telefonie in vielen Teams von elementarer
Bedeutung ist, wurde zudem viel Detailarbeit in eine
nahtlose Integration der Business-Telefonie investiert.
COMFORT Paket
TeamGrid“ hat die Göttinger
Agentur oaf | medium in den vergangenen zwölf
Monaten eine eigene Software für das Projekt- und
Aufgabenmanagement entwickelt - und beginnt jetzt
mit der Markteinführung. „Als Werbeagentur standen
wir im Herbst 2013 vor der Herausforderung, unser
wachsendes Team konstant so zu strukturieren, dass
eine effiziente Arbeitsweise sichergestellt ist. Als
Agentur benötigen wir zahlreiche Echtzeit-Informationen, die uns Aufschluss über freie Ressourcen, Projektfortschritt, Budgetplanung und die Kommunikation
mit unseren Klienten liefern“, berichtet Inhaberin Olga
Hieb. Doch die 26-jährige Mediengestalterin und ihr
für das digitale Agenturgeschäft zuständiger Ehemann
Tobias Hieb fanden für das mittlerweile siebenköpfige
PREMIUM Paket
>> GÖTTINGEN. Mit „
zu einem Thema gegeben und auf die individuellen
Bedürfnisse Einzelner eingegangen. Bei der aktiven
Gestaltung der Seminare und den Gruppenübungen
wird das theoretische Wissen praktisch angewendet. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter betriebsintern
schulen möchten, können unter dem Motto „Bildung
auf Bestellung“ auch spezielle Fortbildungen oder die
Themen der Samstagsakademie zu ihrem Wunschtermin bei der KVHS Südniedersachsen buchen.
„Bildung, Austausch und Netzwerkarbeit sind wichtig,
um die Wirtschaftskraft der Region zu halten und zu
stärken“, so MEKOM-Vorstandsvorsitzender Dr.-Ing.
Rainer Beyer. „Daher freut es uns sehr, dass die
Kooperation mit der KVHS so positiv seitens unserer
Mitglieder angenommen wird.“ Alle Seminare sind
offen für jeden Interessierten, unabhängig von Wohnort oder Betriebszugehörigkeit. Die Veranstaltungen
finden in Osterode und zum Teil zusätzlich auch in
Hann. Münden und Duderstadt statt. Das detaillierte
Programm steht im
Internet bereit, weitere Auskünfte erteilt Jörg Hüddersen unter Telefon 05522
960453. (RED)
Göttinger WirtschaftsDienst
WirtschaftsDienst.info Mediengruppe
Zentrale Redaktionsadresse:
Volgersweg 58 a, 30175 Hannover
Telefon 0700 26750000
redaktion@goewd.de •
www.goewd.de
Der Göttinger WirtschaftsDienst erscheint wöchentlich.
Redaktionsschluss: jeweils Montag, 12 Uhr. Auf
www.goettinger-wirtschaftsdienst.de können Sie sich für
ein kostenloses E-Mail-Abonnement anmelden.
Für unaufgefordert eingesandte Texte, Fotos, Manuskripte,
Zeichnungen, etc. übernehmen wir keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Artikel geben nicht die Meinung des
Herausgebers wieder.
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2014.
Herausgeber / Redaktionsleitung:
Andreas Bosk (V.i.S.d.P.) •
ab@goewd.de
Verlag und Anzeigen:
movémos / Strategie und Kommunikation
Inhaber Andreas Bosk
Volgersweg 58 a, 30175 Hannover
Telefon 0700 26750000
info@movemos.de
Ausgabe 38/2014 4
Stadt Göttingen
Architekten: „Kammer vor Ort“ im Aqua-Institut
>> GÖTTINGEN. Zur „Kammer vor Ort“ lädt die
Architektenkammer Niedersachsen am Dienstag,
4. November, in die Räume der
AQUA - Institut
für angewandte Qualitätsförderung und Forschung
im Gesundheitswesen GmbH im Maschmühlenweg
8-10 in Göttingen. Gemeinsam mit Architekt Gregor
Brune ( Architekten Brune + Brune, Göttingen)
führt der Bauherr durch den Erweiterungsbau. Im
Mittelpunkt der traditionellen Veranstaltung stehen
vor allem berufspolitische Themen. Markus Prause, Justitiar der Kammer, informiert anschließend
über die „Partnerschaftsgesellschaft mbB“ als neue
Rechtsform. Kammervizepräsident Hartmut Rü-
diger berichtet vom Versorgungswerk und Hauptgeschäftsführer Dr. Mathias Meyer diskutiert Anreize für mehr Fortbildung, bevor Matthias Rüger,
Obmann der Kammer und Moderator des Abends,
Klimaschutzaktivitäten in Göttingen vorstellt. Anschließend ist ausreichend Gelegenheit zur offenen
Aussprache und zum Umtrunk. Vorab sowie am Vormittag des Folgetages gibt es Gelegenheit, sich von
Mitarbeitern der Bayerischen Architektenversorgung
beraten zu lassen. Die Abendveranstaltung beginnt um
18 Uhr, die Teilnahme ist grundsätzlich Kammermitgliedern vorbehalten, weitere Informationen können per
E-Mail angefordert werden. (RED)
Region
Landkreis Northeim
Business-Treff: „No limits“
Kühne im Bundesausschuss
>> GÖTTINGEN. „NO LIMITS - Wie schaffe ich mein
>> BERLIN / NORTHEIM. Der Northeimer Bundes-
Ziel“, lautet der Vortrag von Ausdauersportler und
Unternehmer Joey Kelly beim „Business-Treff“ des
Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft e.V.
(BVMW) am Donnerstag, 27. November. Ab 18 Uhr
sind BVMW-Mitglieder und Gäste in der MercedesBenz Niederlassung Göttingen, Willi-Eichler-Straße
34, zum Austausch eingeladen. Nach der Begrüßung
durch Jörn Kater, Leiter des BVMW-Kreisverbandes
Göttingen, Northeim, Osterode, Holzminden, um
18.30 Uhr wird zudem erstmals der regionale „BVMW
Unternehmerpreis 2014“ vergeben. Im Anschluss an
den inhaltlichen Teil ist ein unternehmerischer Austausch in lockerer Atmosphäre geplant. Die Teilnahme am „Business-Treff“ ist für BVMW-Mitglieder kostenlos, Gäste zahlen 35 Euro netto. Eine Anmeldung
über die Eventseite des Netzwerks XING oder per
E-Mail bis zum Sonntag, 23. November, ist erforderlich. (RED)
tagsabgeordnete Dr. Roy Kühne (CDU) wurde vom
Bundesvorstand in den Bundesfachausschuss Gesundheit und Pflege der CDU Deutschlands berufen. Ziel des parteiinternen Fachgremiums ist es, den
zukünftigen Weg der Union bei den Schlüsselthemen
der Gesundheits- und Pflegepolitik zu diskutieren und
festzulegen. „Ich freue mich sehr über das mit entgegengebrachte Vertrauen des Bundesvorstands und
auf diese neue Herausforderung. Gerade als Vorsitzender des Landesfachausschusses Gesundheit der
CDU Niedersachsen ist es mir besonders wichtig, die
in diesem Gremium besprochenen Themen und Beschlüsse auch im Bundesfachausschuss einbringen
und diskutieren zu können“, ist Kühne zufrieden. Der
47-jährige Physio- und Sporttherapeut ist seit 2013
Mitglied des Bundestages und ordentliches Mitglied
im Ausschuss für Gesundheit sowie im Ausschuss
für Tourismus. (RED)
Charlottes
Stadtgespräch
Stärke zeigen und Freiraum geben
Dass die Universität ein großes Interesse an einer
lebendigen Göttinger Innenstadt hat, leuchtet ein.
Ließ man bisher jedoch andere sich darum kümmern, setzt die Hochschule nun mit dem Eintritt
in den Gesellschafterkreis der Pro City GmbH ein
deutliches Zeichen, dass die Abhängigkeit von
Innenstadt und Universität erkannt wurde. Die
Zeiten, in denen Studierende aus der Vielzahl der
Bewerbungen ausgewählt werden konnten, sind
vorbei. Heute müssen sich auch Universitäten bei
ihren „Kunden“ bewerben - und dabei zählen nicht
nur das Lehrangebot, sondern auch die sogenannten „weichen Faktoren“. Ganz vorne steht da auch
die City. Dass die Georgia Augusta darüber hinaus
auch als Immobiliennutzer eine wichtige Rolle innerhalb des Walls spielt, kommt hinzu. Bei Pro City
kann die progressive Präsidentin Prof. Dr. Beisiegel nun ein Wörtchen mitreden - und das ist gut
so. Der erweiterte Gesellschafterkreis, dem neben
dem aus Einzelhändlern, Immobilienbesitzern und
Multiplikatoren bestehenden Pro City e.V. auch die
Stadt, die Sparkasse und die VGH angehören, ist
damit noch einmal stärker geworden. Nun gilt es,
diese Stärke auch in die Praxis umzusetzen. Dabei
sollte nicht nur die Organisation verkaufsoffener
Sonntage und verkaufsfördernder Aktionen im
Vordergrund stehen, sondern auch eine mittel- und
langfristige, strategische Weiterentwicklung der Innenstadt. Nicht selten hatten die Akteure hierbei in
der Vergangenheit Gegenwind. Ein erstes Zeichen
der neuen Stärke könnte sein, der im Dezember
antretenden neuen Geschäftsführerin nicht nur Rückenwind, sondern auch viel Freiraum zu geben.
Ihre Charlotte
Diese Partner unterstützen den Göttinger WirtschaftsDienst:
GÖTTINGEN
HSP STEUER Göttingen GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
HAUSVERWALTUNG
Ausgabe 38/2014 5
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
34
Dateigröße
3 950 KB
Tags
1/--Seiten
melden