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NACHRICHTEN,
TERMINE
UND
POSITIONEN
FEUILLETON FÜR AUGSBURG STADT/LAND UND WITTELSBACHER LAND
#14 | November 2014
monatlich/gratis
BRACHIAL
Ein Sonntag am Wannsee
Einem Teil dieser Ausgabe liegt
die aktuelle Wittelsbacher-LandZeitung bei.
www.wittelsbacherland.de
KULTURTERMINE
Foto: Eckhardt Matthäus
Mit einem aufregenden Angebot macht das Auktionshaus Rehm in diesem Herbst von sich reden.
Zum Aufruf kommt am 27. und 28. November das
Inventar des Schlosses Mering. Unter den 2.000
Kunstgegenständen befinden sich gesuchte Ölgemälde und Antiquitäten des 17. bis 20. Jahrhunderts. Für besonderes Interesse dürfte jedoch das
Gemälde »Ein Sonntag am Wannsee« von Max Liebermann sorgen. Auktionshauschef Georg Rehm
kann nicht nur für dieses Los mit großem Bieterinteresse rechnen.www.auktionshaus-rehm.de
Nach einer a3kultur-Umfrage vom
letzten Jahr werden in unserer
Kulturregion pro Jahr mehr
als 500.000 Theatertickets
verkauft. Dieser Level könnte
in der gerade angelaufenen
Spielzeit getoppt werden.
Denn spätestens seit Oktober
gibt die Theatermaschine in Augsburg wieder Vollgas und verlässt
gerade druckvoll die Startgerade. Die
Brechtbühne verstört vorzüglich mit
»Michael kohlhaas«. Unser Titel zeigt Tjark
Bernau als einen von vier Akteuren, die sich die
Titel- und alle weiteren Rollen teilen, loopen und
sampeln, nach seinem blutigen Tagwerk. Im
Großen Haus zelebriert man derweil perfekt das private Gemetzel im Familienkreis. Vorlage für diese Produktion ist das
Southern-Gothic-Meisterwerk »Die katze
auf dem heißen blechdach« von Tennessee Bühnengott Williams. Aber nicht nur
das Theater Augsburg hat sich für diesen
Herbst viel vorgenommen. Auch in der
freien Szene dreht man ordentlich an
großen Rädern. So sorgt die Selbstvermarktungsgroteske »love Peace and
Happiness« von Sebastian Seidel seit
der Premiere für ein ausverkauftes
Sensemble Theater. Mehr zu diesen
Ereignissen und die a3kultur-Theatervorschau für den Herbst finden Sie
auf den Seiten 4/5 (kaj)
für augsburg, wittelsbacher land
und augsburg land
für den Zeitraum vom
01.11. – 30.11.
Heißer Kabarettherbst
Unter anderem mit
Luise Kinseher. Sie ist am 12. November im Spectrum zu Gast. In einem fulminanten Figurenszenario spielt sich die preisgekrönte Kabarettistin durch
ihr neues Programm »Ruhe bewahren!«.
S. 14
Steile Sehnsucht Thomas Huber führt seine
Zuhörer auf eine Reise nach Patagonien, ins Land
des »Cerro Torre«. Am 13. November um 20 Uhr präsentiert der Weltklasse-Kletterer seine neue Multivisions-Show in der Singoldhalle Bobingen. S. 10
Jenseits von glatt Das tim zeigt 400 Fotos von
Elvira Rodriguez Puerto. Die Künstlerin offenbart
den Reiz der Frau, jenseits aller Schönheitsideale.
Der Titel »Ganz in Weiß« bezieht sich auf die individuell gestalteten Papierkleider der Models. S. 12
www.a3kultur.de
POlITIK & GESEllSCHAFT
1. bis 30. November
Nichts für Maulhelden
REGION AUGSBURG GEFÄLLT MIR
Beteiligung noch bis
zum 31.12. möglich!
Leben. Wohnen. Arbeiten.
Kreative Köpfe und attraktive
Arbeitgeber für die Region
Augsburg.
Die Fachkräfte-Kampagne für den Wirtschaftsraum Augsburg.
Region
Augsburg
www.region-augsburg-gefaellt-mir.de
IMPRESSUM – a3kultur
Chefredakteur: Jürgen Kannler (kaj) (V.i.S.d.P.)
Kontakt: jk@a3kultur.de
Titelvorlage: Eckhardt Matthäus
Grafik & Satz: Andreas Holzmann
Redaktionelle Mitarbeit in dieser Ausgabe:
Sarvara Urunova (sur), Patrick Bellgardt (pab),
Mariella Hosp (hom), Thomas Ferstl (fet),
Martin Schmidt (msc), Vanessa Eigler (vei),
Bettina Kohlen (bek), Arno Löb
Schlussredaktion: Christiane Kühn (S.1)
KINDERKULTUR
FREIER EINTRITT
OPEN AIR
INTERKULTUR
TOURISMUS
Redaktionsschluss #15: 17. November
Verlag: studio a ug,
Austraße 27, 86153 Augsburg, www.a3kultur.de
Tel.: 0821 – 508 14 57, Fax: 0821 – 349 91 37
Druck: Mayer & Söhne (Aichach)
www.a3kultur.de
studio a übernimmt für unverlangt eingesendete Unterlagen und
Daten keine Haftung. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben
nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Eine
Verwertung der urheberrechtlich geschützten Beiträge, Abbildungen, Anzeigen etc. ist unzulässig und strafbar, soweit sich aus
dem Urhebergesetz nichts anderes ergibt.
Die Interkulturelle Akademie Augsburg wagt sich
mit ihren Veranstaltungen dahin, wo es vielen
Menschen in unserer Gesellschaft wehtut, zuzuhören, geschweige denn, sich am Diskurs zu beteiligen. Wer das Programm für 2014/15 der
Veranstalterallianz aus Mühle, Mesopotamienverein und VHS zur Hand nimmt, stößt auf Themen
wie »Al-Qaidas deutsche Kämpfer – Die Globalisierung des islamistischen Terrors« oder »Eine Frage
der Ehre – Der Umgang der deutschen Justiz mit
dem Phänomen der sogenannten Ehrenmorde«.
Zugegeben, ein gemütlicher Abend sieht anders
aus und die Auswahl der Veranstaltungsorte
scheint nur sachlichen Kriterien zu gehorchen.
Dennoch, wer sich die Zeit nimmt und einen
Besuch wagt, kann einen spannenden Abend erleben, an dem auch kontroverse Diskussionen ihren
Platz finden. Der Schlüssel dafür liegt in der
klugen Referentenauswahl der Veranstalter. Hier
trifft man geübte Sprecher, die es verstehen, sehr
komplexe, für das Publikum oft fremde Themen zu
kommunizieren, und die im Frage- und Diskussionsteil des Abends geduldig klare Antworten
geben. Dafür kann man den Veranstaltern und
ihren Referenten Respekt zollen. Leider gilt es in
unserer Stadtgesellschaft wohl nicht als besonders
sexy, sich mit den Themen, die uns die Interkulturelle Akademie anbietet, wirklich zu beschäftigen.
So fanden Mitte Oktober zum Thema »Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft« gerade einmal
ein Dutzend Interessierte den Weg in die VHS, um
den spannenden Beitrag von Mirko Niehoff (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus) zu verfolgen. Wer sich daran erinnert, wie vehement noch
vor wenigen Wochen die israelfeindlichen Äußerungen im Verlauf einer Demonstration in der
Innenstadt medial plattgewalzt wurden, kann
angesichts des hier spürbaren Desinteresses nur
den Kopf schütteln. Interkulturelle Arbeit ist eben
nichts für Maulhelden. (kaj)
Weitere Termine: www.kresslesmuehle.de
+++ Die afrikanischen wochen feiern vom 7. bis
28. November ihren 25. Geburtstag. Neben dem
Jubiläumsfest am 21. November um 19 Uhr im
Grandhotel Cosmopolis stehen wie gewohnt Konzerte, Vorträge, Lesungen und Filme auf dem Programm. Unter www.werkstatt-solidarische-welt.
de kann man einen Blick auf das vielseitige Angebot werfen. +++ Für die kommenden Wochen hat
der Verein gegen Vergessen – für Demokratie
einige Veranstaltungen zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Euthanasie organisiert. So liest
Robert Domes am 27. November um 19:30 Uhr im
Annahof aus seinem Buch »Nebel im August. Die
Lebensgeschichte des Ernst Lossa«. Weitere Termine und Infos unter: www.gegen-vergessen.de
+++ Am 2. November um 11 Uhr veranstaltet das
Jüdische Kulturmuseum gemeinsam mit dem Sensemble Theater und dem Evangelischen Forum
Annahof eine Matinee im Rahmen der zeitzeugenreihe »lebenslinien«. Dieses Mal wird Helmut
Hartmann, Friedenspreisträger der Stadt Augsburg, im Augustanasaal zu Gast sein.
www.jkmas.de +++
02
Zukunftsblog Gaswerk
Augsburg, September/oktober 2014
Die Zukunftswerkstatt beginnt mit Kulturakteuren und Anwohnern, versammelt Clubbetreiber, Start-ups, Gewerbetreibende, Architekten
und Hochschulprofessoren, zuletzt Vertreter der
aktuellen Kulturparknutzer/-innen. Ein Brainstorming-Prozess mit ca. 150 Beteiligten und
sechs verschiedenen Zielgruppen sowie unterschiedlichsten Interessenlagen.
Erst am 15.11. im Rathaus wird man wissen, was
als Resultat der Workshops und Basis der Entscheidungsfindung an die Politik geht. Schon
jetzt kann man aber einige Argumentationslinien heraushören, die für die weitere Diskussion
des Themas bedeutsam werden könnten.
Zunächst gilt die im Januar vorgestellte und auf
Basis des Kulturpark-Inputs entstandene »Machbarkeitsstudie« des niederländisch-deutschen
Architektenkonsortiums als »Vorschlag«, der
aber ein Nutzungsbild schon definiert hat, das in
den Köpfen virulent ist. Dann ist allenthalben
von einem niederschwelligen, bedarfsorientierten Nutzungsmix aus Soziokultur, Gewerbe
und Freizeit sowie nachbarschaftlicher Alltagsnutzung die Rede, von möglichen »Freiräumen«
und kurzfristigen Zwischennutzungen, von
Kleinteiligkeit, Nutzergemeinschaften und
einem guten Mischungsverhältnis – und als
immer wiederkehrendes Statement: Die Entwicklung und Umnutzung des Gaswerkareals ist ein
Prozess über die Aneignung von Teilräumen, den
Aufbau von Nutzerallianzen mit räumlicher und
inhaltlicher Priorisierung! Geschenkt. Genau
diese Erkenntnisse lagen alle schon vor. Ohne
diese Auflistung keine Machbarkeitsstudie.
Wer bei der Diskussion mit dem ehemaligen Stadtwerkechef beim Grenzenlos 2013 dabei war, wer
sich die Machbarkeitsstudie genauer angeschaut
hat, der kennt exakt diese Ideen, Ziele und Umsetzungsszenarien, die seit zwei Jahren Konsens des
Diskurses sind – und wundert sich. Als Zukunftsaufgaben werden genannt die Balance zwischen
Niederschwelligkeit der Nutzung und Qualität der
Architektur und Ausstattung, Mehrgenerationenfähigkeit, das Entgegenwirken einer Gentrifizierung
Oberhausens und die Erreichbarkeit des Quartiers
aufgrund der »mentalen Distanz«. Alles klar?!
03
POlITIK & GESEllSCHAFT
1. bis 30. November
Akkuschraubär auf 65 Prozent
mit Crowdfunding werden jedes Jahr milliardenbeträge gesammelt. Kreativen bietet das modell eine
realistische möglichkeit, ihre ideen auf den Weg zu bringen. Eine Reportage von Patrick Bellgardt
ob Public enemy, Stromberg, foodsharing oder
Protonet – in den vergangenen Jahren hat crowdfunding mit den unterschiedlichsten Projekten
und Protagonisten die Schlagzeilen erobert.
ihren ursprung hat die »Schwarmfinanzierung«
in den uSa, wo mit indiegogo 2008 und kickstarter 2009 erste große online-Plattformen an den
Start gingen. in erster linie auf kunst- und kulturschaffende ausgerichtet, fanden schnell auch
erfinder und Start-ups anschluss. Die erfolgsgeschichten nahmen ihren lauf.
Im vergangenen Jahr
konnten mit Crowdfunding weltweit
rund 5 Milliarden
US-Dollar eingesammelt werden –
Tendenz steigend.
Und auch hierzulande ist die Richtung eindeutig: Während die Zahlen 2011 noch bei
rund einer halben Million Euro lagen,
wurden allein im zweiten Quartal dieses
Jahres 2,8 Millionen Euro umgesetzt. In
Nordamerika hat sich Crowdfunding als
alternative Finanzierungsmöglichkeit
bereits etabliert, auch in Deutschland
scheint sich das Modell allmählich
durchzusetzen.
bekannte Gesicht aus unserer Region stoßen:
Rund 20 Projekte aus Augsburg haben bislang
versucht, die Crowd für sich zu begeistern – etwa
die Hälfte davon war erfolgreich.
Die Bärenbibel
Die deutsche Sprache kennt unzählige Vertreter
der Bärenfamilie. Das Spektrum reicht von A wie
Akkuschraubär über K wie Kugelschreibär bis Z
wie Zinnobär – was jedoch bislang fehlt, ist
ein Nachschlage100%
90%
80%
70%
65%
60%
50%
40%
werk,
ein Bärenbuch. Diese Idee
kommt Markus Wülbern in
einer – wie er sagt – extrem
spannenden Mathestunde. Bei
Freunden und Familie für seine Wortwitze berüchtigt, soll das Projekt im
Designstudium endlich Wirklichkeit
werden. Wülbern versucht das Bärenbuch zweimal als Semesterarbeit zu realisieren, scheitert jedoch am immensen
Arbeitsaufwand. Nichtsdestotrotz ernten
die wenigen entstandenen Seiten viel
Zuspruch von Professoren und Kommilitonen. Als die Bachelorarbeit ansteht, ist das
Thema klar.
Die Pionierarbeit hierfür leisteten mit
dem Fotografen Denis Bartelt und
30%
dem Filmproduzenten Tino Kreßner nicht zufällig zwei Kreative.
Beide sprechen aus eigener Erfah20%
rung, wenn sie sagen, dass es neue
Ideen braucht, um Projekte
In den folgenden drei
durchzusetzen – gerade in Zeiten
Monaten tut der De10%
knapper Kulturetats. Im Septemsignstudent nichts
ber 2010 gründeten Bartelt und
anderes, als Bären zu
Kreßner die erste deutsche Crowdzeichnen. Es entsteht
funding-Plattform Startnext. Künstler, Kreaein 244 Seiten starkes, einzigartiges Buch, das
tive, Erfinder und Gründer stellen dort ihre Ideen
man irgendwo zwischen Collage, Wortvor, die mit der direkten Unterstützung intereswitzesammlung und Skizzenbuch-Kritzelei einsierter Menschen finanziert werden können.
ordnen könnte. Die Reaktion auf die fünf
gedruckten Exemplare ist durchweg positiv.
crowdfunding – kurz erklärt: EinzelperWülbern spürt, dass noch mehr geht, und versonen, Gruppen oder Unternehmen, denen
sucht das Projekt in einer höheren Auflage zu
das Kapital für ein bestimmtes Projekt, Propublizieren. Der Weg über die Verlage scheitert
dukt oder eine konkrete Geschäftsidee fehlt,
letztlich an der Hybridhaftigkeit des Buches. Von
können sich mittels Crowdfunding die benöder Finanzierungsmöglichkeit Crowdfunding
tigten Mittel beschaffen. Hierzu wird die Idee
hat der Künstler damals bereits vage Vorstelauf einer Online-Plattform wie Startnext vorlungen und entscheidet sich schließlich, es zu
gestellt und ein Zielbetrag fixiert. Innerhalb
versuchen.
eines im Vorfeld festgelegten Zeitraums können interessierte Internetnutzer (die Crowd)
Das ehrgeizige Ziel: 34.750 Euro. Dieser Betrag
das Vorhaben nun finanziell unterstützen.
wird benötigt, um 5.000 Exemplare in hoher
Die Supporter erhalten dafür eine GegenleisQualität drucken zu lassen, Material- und
tung, die sowohl einen materiellen als auch
Nebenkosten inklusive. Als »Dankeschön« für
einen ideellen oder altruistischen Wert besitdie Unterstützung stehen neben dem Bärenzen kann. Aus der Summe vieler kleiner Beibuch original Bärenbilder und persönliche
träge soll so etwas Großes entstehen. Wird
Bärenzeichnungen zur Auswahl. Das Crowddas angestrebte Ziel innerhalb des angegefunding startet schließlich am 22. August und
benen Zeitraums erreicht, kann das Projekt
soll über neun Wochen bis zum 26. Oktober
umgesetzt werden. Kommt der benötigte
gehen. Zu Beginn arbeitet Wülbern fast 16 StunBetrag nicht zusammen, fließt das Geld an
den täglich an der Realisierung des Projekts.
die Unterstützer zurück. Dieses Alles-oderDer Designer hat den Vorteil, sich und sein Vornichts-Prinzip gilt für die meisten Crowdfunhaben gekonnt in Videos und Fotos präsentieding-Plattformen.
ren zu können – die Faszination des Projekts
muss auf die Crowd überspringen. Man kann
Wer sich die Zeit nimmt und die Seiten von Startsich jedoch nicht allein auf die virale Verbreinext durchstöbert, wird auf das ein oder andere
tung über das Internet verlassen. Um auch off-
line zu aktivieren, besucht er unter anderem
Nachtflohmärkte und Buchmessen.
Anfang Oktober werden die Sorgen größer: Das
Finanzierungsziel scheint außer Reichweite. Doch
Aufgeben kommt für Wülbern nicht infrage. Das
Buch soll nun zunächst in einer kleineren Auflage
von 1.000 Stück erscheinen. Die Fundingschwelle
wird hierzu auf 10.000 Euro heruntergesetzt. Bislang wurde das Projekt von fast 200 Supportern
aus ganz Deutschland unterstützt. Schätzungsweise ein Fünftel rekrutiert sich aus Familie,
Freunden und Bekannten des Künstlers.
Zum Redaktionsschluss stand
noch nicht fest, ob
Wülbern sich den Traum vom eigenen Buch
erfüllen kann. Zuletzt waren rund 6.500 Euro, 65
Prozent des Zielbetrags, erreicht. Weitere Infos und
einen Blick ins Bärenbuch gibt es unter:
 www.startnext.de/dasbaerenbuch
Filmprojekt jenseits des mainstreams
Auch Martin Pfeil muss neue Wege gehen, um
sein aktuelles Projekt zu verwirklichen. Als sein
Low-Budget-Arthaus-Drama »Mia und Morgenrot« in Sachen Filmförderung leer ausgeht, stellt
sich der Regisseur die Frage: Ist ein Kinospielfilm ohne TV-Beteiligung und staatliche Filmförderung heute überhaupt noch möglich? Für
deutsche Produktionen jenseits des Mainstreams
war es in den letzten Jahren unglaublich schwer,
finanzielle Unterstützung zu erhalten. Mit »Mia
und Morgenrot« will Pfeil nun ein Zeichen setzen und zeigen, dass solche Projekte sehr wohl
funktionieren können – per Crowdfunding.
Nach dem Vorbild französischer Autorenfilme
soll ein Werk entstehen, das mit geringem Budget
hochwertig produziert ist. Erzählt wird die
Geschichte von Mia, die den Sinn des Lebens für
sich verloren hat. Sie flüchtet in eine virtuelle
Welt und begegnet Morgenrot. Was als Flirt
beginnt, wird für Mia immer mehr eine Reise in
eine neue, unbekannte Welt. In den Hauptrollen
sind mit Ana Dordevic (Ballettensemble Theater
Augsburg) und Guido Drell (Bluespots Productions) zwei vielversprechende junge Schauspieler
zu sehen.
Um mit den Dreharbeiten überhaupt beginnen
zu können, finanziert Pfeil das Projekt zunächst
aus eigener Tasche. Die Teammitglieder opfern
ihre Freizeit, der größte Teil der Gage wird
zurückgestellt. Crowdfunding kennt der Filmemacher bereits aus den Medien. Erfolgreiche
Beispiele von Kollegen machen ihn auf Startnext
aufmerksam. Seit dem 22. September ist auch
»Mia und Morgenrot« dort zu finden. Mit dem
ausgerufenen Betrag von 12.500 Euro soll das
Team bezahlt und die komplette Finanzierung
des Films gestemmt werden. Unterstützer können von handsignierten DVDs über eine Namensnennung im Abspann bis hin zur Übernachtung
am Drehort zwischen sorgfältig ausgewählten
»Dankeschöns« wählen. Für jeden Geldbeutel ist
etwas dabei.
Inzwischen ist der Film so gut wie im Kasten,
doch das Crowdfunding verläuft schleppend.
Zuletzt fehlten noch über 10.000 Euro. Einen
Aufschwung verspricht sich Pfeil mit dem ersten
Teaser des Films. Dieser ist nicht nur auf Startnext und Youtube zu sehen, sondern soll in den
nächsten Wochen auch in Augsburger Kinos
gezeigt werden. Nachdem die Dreharbeiten
abgeschlossen sind, kann das Team nun mehr
Energie ins zeitintensive Crowdfunding stecken.
Denn eines ist sicher: Geschenkt bekommt man
auch hier nichts.
Noch bis zum 11. November können Sie dabei helfen, »Mia
und Morgenrot« auf die Leinwand zu bringen. Erste Szenen aus dem Film finden sich unter:
 www.startnext.de/mia-und-morgenrot
Altpunks überspringen die Hürde
Bereits feiern können die Augsburger Pornorocker von Impotenz. Mitte September starteten die
Altpunks ein Crowdfunding für ihr neues Album
»Da musst du durch«. Zehn Songs hatte die Band
um Frontmann Arno Löb zu diesem Zeitpunkt
schon aufgenommen, nun sollte die frische Musik
aber auch auf CD erscheinen. Für 1.000 Exemplare, eine Präsentationsparty, die Aufnahme der
Songs im Studio, das Abmischen und das Mastering wurden 1.750 Euro gebraucht.
Bis zum 15. Oktober hatte die Band Zeit, dieses
Fundingziel zu erreichen. Nachdem es lange so
aussah, als ob das Vorhaben scheitert, legte die
Crowd in den letzten Tagen einen atemberaubenden Schlussspurt hin – und überbot die ausgerufene Summe sogar um 50 Euro. Insgesamt 46
Supporter haben das Projekt unterstützt. Allein
500 Euro konnten mit einem ganz besonderen
»Dankeschön« eingenommen werden. Das Angebot: Impotenz spielt in deiner WG ein exklusives
Akustik-Konzert, und das neue Album gibt es für
jeden Zuhörer handsigniert obendrauf.
Am 14. November um 21 Uhr steigt die Präsentationsparty zum Album im Bob’s am Bahnhof Oberhausen. Reinhören kann man weiterhin unter:
 www.startnext.de/da-musst-du-durch
Crowd erobert Direktion
Ein weiteres Projekt, das getrost als Best Practice
in Sachen Crowdfunding bezeichnet werden
kann, ist Ars Dilettanti. Ein sechsköpfiges Kreativteam bespielte im März vergangenen Jahres ein
leer stehendes ehemaliges Direktionsgebäude visà-vis dem Gaswerk. Die »dezentrale, unabhängige
und befristete Kunstansammlung« war erfrischend anders und wurde mit einer Mischung
aus Ausstellung, Film, Spoken Word, Livemusik
und DJ-Acts ein voller Erfolg.
Zu Ars Dilettanti als neuem Projekt, das sich ausschließlich auf Eigeninitiative stützte, passte das
Konzept des Crowdfundings perfekt. In nur zwei
Wochen sammelte das Team 2.175 Euro ein – 175
Euro mehr, als im Vorfeld als Ziel festgelegt
wurde. In der Nachbetrachtung war die Aktion
auf Startnext jedoch nicht nur finanziell ein
Gewinn: Die Unterstützung von rund 90 Supportern gab den »Direktoren« auch psychologisch und
emotional einen Schub, ihre Idee durchzuziehen.
Vom 20. bis 23. November geht Ars Dilettanti in
der Grottenau in die zweite Runde – ohne Crowdfunding. Neben der Location hat sich vor allem
die finanzielle Basis verändert: Die zweite Auflage
wird nun, dank des Erfolgs beim Debüt, von der
Stadt gefördert. Wie heißt es so schön: Der Appetit
kommt eben doch beim Essen.
Weitere Infos zu Ars Dilettanti 2 und die Dokumentation
der ersten Ausgabe gibt es unter:
 www.arsdilettanti.de
www.a3kultur.de
THEATER & Ballett
1. bis 30. November
Miau
I am now, I am wow
»Love, Peace and Happiness«
im Sensemble Theater
Tennessee Williams glückt im Großen Haus durch Reduzierung
Kleist lebt
04
Theater Augsburg gelingt Kohlhaas-Coup
Wer die Fachliteraturecke seines
örtlichen Buchhändlers durchstöbert, wird schnell feststellen: Man wird förmlich
erschlagen von Ratgebern in Sachen Selbstmanagement. Verschiedenste Ansätze wollen uns
organisierter, flexibler, effektiver, erfolgreicher,
schlicht »besser« machen. In Zeiten prekärer
Beschäftigungsverhältnisse und unsicherer Renten scheint jeder aufgerufen, sich selbst zu vermarkten. Die Logik der Märkte hat uns alle
befallen.
Das Sensemble Theater greift diese Thematik
mit »Love Peace and Happiness« nun erneut auf.
Bereits 2004 inszenierte Sebastian Seidel ein
Seminar zur Selbstverwirklichung – der Titel
damals: »Selbstmanagement 1–3«. Im Laufe des
Abends formt die Erfolgstrainerin (Daniela
Nering) einen eigentlich gar nicht so unzufriedenen Arbeitnehmer (Birgit Linner) vom zurückhaltenden 08/15-Angestellten zum gefragten
Global Player. Der Weg dorthin ist hart und
führt den Selbstmanagement-Neuling nicht selten an seine Belastungsgrenzen. Doch wer
möchte nicht auch ein »Wow-Projekt« werden?
Big Daddy (Gregor Trakis) is really not amused about his fu**** family. (Foto: Nik Schölzel)
Die Geschichte ist schnell erzählt.
Brick (Ronny Miersch) zerbricht
am Verrat an seinem Freund Skipper und säuft.
Seine Frau Margaret (Jessica Higgins) hat keine
Kinder und ist einsam. Big Daddy (Gregor Trakis) hat Krebs und stirbt. Auch Big Mama (Ute
Fiedler), der unerträgliche Rest der Familie und
weiteres Pack sind gefangen in einem selbst
gezogenen Gestrüpp aus Lüge, Neid und verpassten Gelegenheiten. Man darf sich natürlich
fragen, wie viel Brisanz Bricks unterdrücktes
Schwulsein oder der unerfüllte Kinderwunsch
seiner Frau heute noch haben, und ahnt dabei,
dass Williams Southern-Gothic-Meisterwerk
»Die Katze auf dem heißen Blechdach« anstandslos den Duft der schweren Parfums unserer
Großmütter verbreiten könnte, um damit das
Publikum bis weit in die hintersten Sitzreihen
zu narkotisieren. Tut es aber nicht, zumindest
nicht in Augsburg. Matthias Fontheim hat das
Stück ordentlich durchgeschüttelt, Verzichtbares weggelassen und einen formidablen Familienalptraum auf die Bühne gestemmt. Elisabeth
Pedross baute ihm dazu passend in die größte
Bühne, die unsere Stadt zu bieten hat, einen
Guckkasten mit schiefer Ebene hinein. Hier
sieht man die Akteure, deren Gesamtleistung
einfach beachtlich ist, stolpern und schlittern.
Sie beherrschen die Szene, und das verdammt
gute kurze 90 Minuten. Einen Tag nach der
»Kohlhaas«-Premiere zeigte das Schauspiel im
Theater Augsburg erneut, dass es mit all den
Verlierertypen, die der aktuelle Spielplan zu
bieten hat, hervorragend umzugehen weiß.
Mein Tipp: Sichern Sie sich ein Abo.
(Jürgen Kannler)
Zwischen Komik und kritischer Satire angesiedelt, besticht »Love Peace and Happiness« durch
zwei glänzend aufgelegte Schauspielerinnen:
Während Nering wortgewandt und eindringlich
die goldenen Regeln der Selbstverwirklichung
predigt, lebt Linners Spiel von ihrer unnachahmlichen Körpersprache. Besonders hervorzuheben ist auch der musikalische Part des Stücks,
für den sich Serge Davidov verantwortlich zeigt.
Der Titelsong ist übrigens absolut ohrwurmverdächtig und das dazugehörige Musikvideo
(youtu.be/AaLvLsDk_Kw) sollte man sich – ebenso wie den Theaterbesuch – auf keinen Fall entgehen lassen. (Patrick Bellgardt)
Weitere Termine: 1., 21. und 22. November, jeweils um
20:30 Uhr.  www.sensemble.de
Weitere Termine: 7., 9. und 14. November, 4. und 16.
Dezember. www.theater-augsburg.de
Anzeige:
Thomas Kitsche und Florian Innerebner mit Revolver im
blutigen Einsatz. (Foto: Eckhart Matthäus)
Ein Mensch erfährt Unrecht und
dreht durch. Die Zuschauer kennen und lieben diesen Plot. Egal, ob bei Bills
Braut, Gustl Mollath oder Michael Kohlhaas. Ein
unverzichtbares Kapitel des Rachespiels hat nun
das Theater Augsburg hinzugeschrieben. Ramin
Anaraki erzählt die Kleistnovelle so, dass sie
jeder versteht, der zuhören will. Mit vier
unglaublich guten Schauspielern (Helene Blechinger, Tjark Bernau, Florian Innerebner und
Thomas Kitsche), unterstützt von einem schön
zurückhaltend agierenden Kinderchor, galoppiert, tänzelt und schlägt er sich dieser »Michael
Kohlhaas« aufseiten der Zuschauer durch einen
rasanten Abend. Halt wird nur an Stellen
gemacht, die eine kluge Dramaturgie empfiehlt.
Dann aber hat das Ensemble Zeit, mit dem alten
Text ganz neu zu spielen. Er wird geloopt,
gesampelt, gehaucht, geschrien, gequetscht und
gesungen. Die Schauspieler wechseln Rollen
und Stimmungen, oft in Windeseile. Uns dass
dabei keiner auf der Strecke bleibt, schon gar
nicht Kleist, das ist eine Kunst, zu der Theater
fähig ist. Spannend zu unterhalten und zu
berühren. Einen 200 Jahre alten Text zu spielen,
ohne seine brennende Aktualität außer Acht zu
lassen, und dem Besucher quasi als Bonus einen
Gedanken mit auf den Nachhauseweg zu geben.
Zum Beispiel, dass jeder, der sich im Recht
befindet, darauf aufmerksam machen darf.
Auch wenn allen anderen bei dem Thema schon
längst die Hutschnur platzt. Dieses Recht hat
der Mensch, auch wenn es vordergründig nur
um »zwei gesunde und wohl genährte Rösser«
zu gehen scheint wie im Stück. (Jürgen Kannler)
»Michael Kohlhaas« ist der a3kultur-Tipp für den Oktober. Weitere Termine: 29. Oktober und 14. November,
dann wieder ab Januar 2015
 www.theater-augsburg.de
Theater & Ballett
www.timbayern.de
Theater und Kabarett freuen – eine Reise durch
die Abgründe des Augsburger Nachtlebens. Am
26. November um 20 Uhr meldet sich an selber
Stelle die Kabarett-Theater-Truppe »Döner mit
Sauerkraut« zurück. Die beiden Vorzeigemigranten Haydar und Halime machen mit ihrer
Familie Urlaub in der Türkei. Und sie sind nicht
allein: Ihre biodeutschen Freunde aus Augsburg
begleiten sie in die alte Heimat. Die Reisegruppe sorgt, wie kann es anders sein, für multikulturelles Chaos und heftige Turbulenzen. Alle
Termine der Kültürtage finden Sie unter:
 www.kueltuertageaugsburg.wordpress.com
Im Rahmen der Kültürtage lädt der Kültürverein in Zusammenarbeit mit Bluespots Productions am 3. November um 20 Uhr zu einer
genreübergreifenden Revue in die Kresslesmühle. Unter dem Titel »Haydars Nacht« dürfen sich
die Besucher unter anderem auf Tanz, Musik,
www.a3kultur.de
Es ist der Abend vor der Premiere, am Theater
herrscht große Betriebsamkeit: offene Generalprobe. Gezeigt werden soll ein überaus spannendes Kriminalstück. Der Zuschauerraum ist
zum Bersten gefüllt. Doch der Ersatzschauspieler, der für einen kurzfristig erkrankten Darsteller einspringen soll, ist noch nicht aufgetaucht.
Das Chaos nimmt seinen Lauf ... Das Theater in
der Frauentorstraße feierte im Oktober die Premiere der Komödie »Theater, Theater!« im Theatersaal des Kolpinghauses. Am 1., 9., 16. und 23.
November um 18 Uhr sowie am 22. November
um 20 Uhr stehen weitere Vorstellungen auf
dem Programm.  www.tif-augsburg.de
Daniela Nering hilft dem Selbstmanagement-Neuling
Birgit Linner auf die Sprünge. (Foto: Serge Davidov)
Der Kulturkreis Aystetten präsentiert mit »Mein
lieber Schwan« eine musikalische Komödie.
Mitte der Dreißiger des letzten Jahrhunderts:
Improvisation ist angesagt im Bühnenalltag
eines musikalischen Duos mit Auftrittsverbot.
So geraten die Tingeltangeldiva und der jüdische
Hinterhoftenor unter falschem Namen ausgerechnet auf die Bühne des Musikvereins Walhalla Wippelsdorf. Jedoch ist hier Wagners »Ring
der Nibelungen« gefragt und keine Schlager! Die
Bühne ist schon vorbereitet, doch was hat ein
Schwan in Wagners »Ring« zu suchen? Die Antwort gibt es am 15. November um 20 Uhr im
Porzellanzimmer des Schlosses Aystetten. Kartenvorbestellungen unter:
 www.kulturkreis-aystetten.de
Das Theater Augsburg feiert in den kommenden
Wochen gleich vier Premieren. Den Auftakt
macht »Der blaue Stuhl« am 9. November im
Großen Haus. Es folgen »Sindbad der Seefahrer«
am 16. November (Großes Haus), »Wir lieben
und wissen nichts« am 22. November (Brechtbühne) und der Ballettabend »Romeo und Julia«
am 29. November (Großes Haus). Bereits am 25.
Oktober startete Engelbert Humperdincks Oper
»Hänsel und Gretel«.
 www.theater-augsburg.de
Sa 01.11. Puppenkiste – Frau Holle (ab 3 J) 15:00
// Ein Sommernachtstraum 19:30 | brechtbühne – Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben, nach der Komödie von Kurt Wilhelm 19:00 |
Sensemble – Love, Peace and Happiness, von Sebastian Seidel 20:30
So 02.11. Puppenkiste – Frau Holle (ab 3 J)
14:00/16:00 | abraxas – Pippi Langstrumpf
(ab 4 J) 15:00 | Theater – Lohengrin, nach
der Oper von Richard Wagner 15:00 | brechtbühne – Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben, Komödie von Kurt Wilhelm 19:00
Mo 03.11. Kresseslesmühle – Kültürtage 2014:
Haydars Nacht 20:00
di 04.11. Ballonmuseum gersthofen – Mini
Mutig und das Meer (ab 4 J) 10:00
Mi 05.11. Ballonmuseum gersthofen –
Münchner Musikkindl (ab 6 J) 10:00 | Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab 3 J) 16:00 // Ein
Sommernachtstraum 19:30 | Theater – Jenufa,
nach der Oper von Leo Janácek 19:30
Do 06.11. Hoffmannkeller – Tschick, nach
Wolfgang Herrndorf 20:30
Fr 07.11. Ballonmuseum gersthofen – Der
kleine Häwelmann (ab 4 J) 10:00
| Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab 3 J) 16:00 // Die
kleine Entführung aus dem Serail 19:30 | Theater – Die Katze auf dem heißen Blechdach,
nach Tennessee Williams 19:30 | Stadthalle
Gersthofen – Opern auf Bayrisch: Der Ring in
einem Aufwasch 19:30 | Singoldhalle – Das
Phantom der Oper, Schauspiel der TheaterSchmiede 19:00 | Sensemble – Oleanna. Ein-
05
THEATER & Ballett
1. bis 30. November
Alles, nur nicht kindisch
am 27. und 28. November 2014
Der Herbst bringt eine Fülle an Theaterproduktionen für Kinder und Jugendliche
Bracket Clock,
Edinburgh,
19. Jh.
mit Gutachten,
„Sommer am Wannsee“
Max Liebermann,
Foto: Wolfgang Diekamp
Wir schreiben das Jahr 2023. Wir leben unser Leben im verrückten Internetsalon. Das reale Leben wird virtuell geträumt. Sogar richtige Partys laufen dort ab und
jede Menge Dates werden arrangiert. Eines Tages lernt Ricky die junge Sue kennen. Sie sagt, sie sei ein »Internetvirus« und erzählt ihm von merkwürdigen Dingen
»draußen in der Welt«. Mit Humor und Tiefgang finden die Protagonisten aus den Scheinwelten den Weg zu einer echten Begegnung. Aufgrund des großen Erfolgs
von »The Social Network Loves You« präsentiert das Klexs Theater mit Augsburg München Schauspiel weitere Termine des Stücks. Am 14. November,
23. Januar und 27. Februar wird jeweils um 20 Uhr im Abraxas gespielt. Das Stück ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.  www.klexs-theater.de
Das Marionettentheater der Volksbühne Mering zeigt im November das Grimm-Märchen Dornröschen. Nach der Erstaufführung 2004 wird
das Stück in einer etwas abgeänderten Neufassung wieder auf die Bühne gebracht. Die Premiere findet am 2. November um 17 Uhr statt.
Gespielt wird außerdem am 8., 9. und 30. November um 15 Uhr sowie am 15., 16., 22., 23. und 29. November um 15 und 17 Uhr. Für Schulen
und Kindergärten finden wochentags außer mittwochs jeweils um 9 und 10:30 Uhr Aufführungen statt. Weitere Infos und Reservierungen
unter:  www.volksbuehne-mering.de
Die Kinderkulturtage der Stadt Gersthofen haben vom 4. bis 12. November unter anderem vier Theaterprojekte im Programm. Das Theater
Sturmvogel aus Reutlingen präsentiert am 4. November mit »Mini Mutig und das Meer« ein interaktives Piratenstück ab 4 Jahren. Am 7.
November gastiert dann das Schweighofer Chausseetheater in Gersthofen. Das Puppenspiel »Der kleine Häwelmann« verspricht eine phantastische und temporeiche Reise mit viel Publikumsbeteiligung füt alle ab 4 Jahren. Die Grundlage für das Stück ist das gleichnamige Märchen
von Theodor Storm. Weiter geht es am 11. November: Das Figurentheater Pantaleon aus Kaufbeuren zeigt »Gullivers Reisen« (ab 7 Jahren) frei
nach der Fassung von Erich Kästner. Die Vorstellungen finden jeweils um 10 Uhr im Ballonmuseum statt. Ein weiteres Highlight ist zuletzt das
Familienmusical »Hänsel & Gretel« der Kleinen Oper Bad Homburg. Das Ensemble lädt am 9. November um 15 Uhr zu einer gekürzten Märchenoper im Outfit eine modernen Musicals in die Stadthalle Gersthofen. Alle weiteren Termine der Kinderkulturtage finden Sie unter:
 www.ballonmuseum-gersthofen.de
263.
HIGHLIGHTAUKTION
Diese Auktion findet in unseren Räumen in Augsburg statt.
mit dem Inventar des
Schlosses Mering (Bayern)
illustrierter Katalog 10,- €
Internetkatalog mit allen Abbildungen ab 14. November
unter: www.auktionshaus-rehm.de
BESICHTIGUNG:
Donnerstag 20. Nov.
- Mittwoch 26. Nov.
(auch Samstag und
Sonntag)
Das Kindertheater-Ensemble Schaubühne Augsburg um die Schauspieler Daniela Reith und Christian Beier debütiert am 9. November um
11 Uhr mit »Oh, wie schön ist Panama« in der Kresslesmühle. Das Stück ist für alle ab 3 Jahren geeignet. Der kleine Tiger und der kleine Bär
fürchten sich vor nichts, weil sie zusammen wunderbar stark sind. In ihrem Haus am Fluss haben sie es sehr gemütlich und der kleine Tiger
möchte eigentlich gar nicht fort. Aber der kleine Bär hat eine große Sehnsucht: Panama. Zusätzliche Aufführungen finden am 16., 23. und 30.
November jeweils um 11 Uhr statt. Zusatzvorstellungen für Kindergärten, Kitas und Schulen sind am 11., 18. und 25. November jeweils vormittags nach Absprache geplant. Weitere Infos und Kartenreservierung unter:  www.kresslesmuehle.de
Im Oktober feierte das Junge Theater Augsburg die Premiere von »Rotkäppchen auf der Flucht«. Das interaktive Klassenzimmerstück thematisiert anhand des in vielen Ländern und Sprachen bekannten Märchens die Fluchterfahrungen von Kindern und Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern. Das Stück kann auf Anfrage an Schulen gespielt werden und ist für die erste und zweite Jahrgangsstufe geeignet. Das
nächste Mal zu sehen ist »Rotkäppchen auf der Flucht« am 15. November um 16 Uhr in der Werner-Egk Grundschule.  www.jt-augsburg.de
Das Theater Eukitea präsentiert mit »Die Kristallkugel« ein Wintermärchen voll inniger Anmut, stiller Weisheit und bezaubernder Bilderpracht – inszeniert mit Puppen, Tanz und Livemusik. Das Stück ist geeignet für Kinder ab 4 Jahren. Die Premiere findet am 30. November um
16 Uhr statt. Weitere Vorstellungen stehen am 7., 14., 21., 26. und 28. Dezember auf dem Programm.  www.eukitea.de
Nach einer Handelsreise, mit zahlreichen Überraschungen und Erlebnissen, laufen Sindbad der Seefahrer und sein bester Kumpel Navid, ein
verwaistes Erdmännchen, mit ihrem Schiff in einen Hafen irgendwo im Orient ein. Jeder will ihre Geschichten hören, von fremden Kulturen
und Bräuchen, Magie und Abenteuer, doch Sultan Alim will dass sie sofort aufbrechen, um seinen Sohn, den Prinzen Amir, zu befreien. Das
Theater Augsburg feiert am 16. November um 15 Uhr die Premiere von »Sindbad der Seefahrer«. Marcus Mislin inszeniert das Kinderstück
nach Tausendundeiner Nacht. Die nächsten Termine sind daraufhin am 17., 21., 23. und 24. November.  www.theater-augsburg.de
im November
Machtspiel, von David Mamet 20:30
Sa 08.11. Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab
3 J) 15:00
// Die kleine Entführung aus dem
Serail 19:30 | Singoldhalle – Das Phantom
der Oper, Schauspiel der Theater-Schmiede 19:00
| Theater – Jenufa, nach der Oper von Leo
Janácek 19:30 | Stadthalle Gersthofen –
Der kleine Horrorladen (Musical) 19:30 | Sensemble – Oleanna. Ein Machtspiel, von David
Mamet 20:30
So 09.11. Kresslesmühle – Oh, wie schön ist
Panama (ab 3 J) 11:00
| Puppenkiste – Der
gestiefelte Kater (ab 3 J) 14:00/16:00
| abraxas – Die zweite Prinzessin (ab 5 J) 15:00 // Der kleine Muck (ab 5 J) 15:00
| Stadthalle Gersthofen – Hänsel & Gretel, Familienmusical
nach der Oper von Engelbert Humperdinck mit
der Kleinen Oper Bad Homburg 15:00
| Singoldhalle – Das Phantom der Oper, Schauspiel der Theater-Schmiede 17:00
Mo 10.11. abraxas – Der kleine Muck (ab 5 J)
09:00 / 10:30 │
Di 11.11. abraxas – Die zweite Prinzessin (ab 5 J)
10:00
| Ballonmuseum gersthofen –
Gullivers Reisen (ab 7 J) 10:00
Mi 12.11. Ballonmuseum gersthofen – Kostprobe I (ab 6 J) 10:00
| Puppenkiste – Der
gestiefelte Kater (ab 3 J) 16:00
// Die kleine Entführung aus dem Serail 19:30 | Sensemble –
Improvisationstheater: linner & trescher 20:30
Do 13.11. abraxas – Die zweite Prinzessin (ab 5
J) 10:00 | Theater – Hänsel und Gretel, nach
der Oper von Engelbert Humperdinck 19:30 |
AUKTION:
Donnerstag 27. Nov./
Freitag 28. Nov.
Augsburger
Patrizierschrank um 1700
mit „Güt Siegel“
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Die KULTURTERMINE präsentiert Ihnen:
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Parktheater – Kabaretttheater Distel: Klare
Ansage: Total versteuert! 19:30 | Planetarium
– Folie à Deux: Wahnsinn zu Zweit, Theaterinszenierung von BluespotProductions 19:30 | Hoffmannkeller – Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben...?, eine Hommage zum 60.
Todestag von Oscar Straus 20:30
Fr 14.11. Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab
3 J) 16:00
// Die kleine Entführung aus dem
Serail 19:30 | Theater – Die Katze auf dem heißen Blechdach, nach Tennessee Williams 19:30 |
brechtbühne – Michael Kohlhaas, nach einer
Novelle von Heinrich von Kleist 19:30 | abraxas – The Social Network Loves You 20:00
Sa 15.11. Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab
3 J) 15:00 / Die kleine Entführung aus dem Serail 19:30 | abraxas – Der kleine Prinz (ab 6 J)
15:00/17:00
| Theater – Hänsel und Gretel,
nach der Oper von Engelbert Humperdinck 19:30
| brechtbühne – Where I end and you begin,
Choreografien von Edward Clug und Katarzyna
Kozielska 19:30 | Schloss Aystetten – Mein
lieber Schwan 20:00 | Sensemble – Oleanna.
Ein Machtspiel, von David Mamet 20:30
So 16.11. Puppenkiste – Der gestiefelte Kater (ab
3 J) 14:00/16:00 | abraxas – Eine kleine Dickmadam (ab 3 J) 15:00 | Theater – Premiere:
Sindbad, der Seefahrer, in der Fassung von Marcus Mislin 15:00
Mo 17.11. Theater – Sindbad, der Seefahrer, in
der Fassung von Marcus Mislin 9:00/11:15
Do 20.11. Sensemble – Die Partei, Impro-PolitKomödie 20:30
s Stadtsparkasse
Augsburg
pro Theater: Best of Impro 20:00
Fr 21.11. Theater – Sindbad, der Seefahrer, in
s
Stadtsparkasse
Fr 28.11. Theater – Jenufa, nach der Oper von
der Fassung von Marcus Mislin 9:00
| PupLeo Janácek 19:30 | Hoffmannkeller – Eine
penkiste – Tischlein deck dich (ab 5 J) 16:00 Augsburg
//
Sommernacht, von David Greig und Gordon
Die kleine Entführung aus dem Serail 19:30 |
McIntyre 20:30 | SENSEMBLE – Alle sieben WelSensemble – Oleanna. Ein Machtspiel, von Dalen, von Daniel Glattauer 20:30
vid Mamet 20:30
Sa 29.11. Stadthalle Gersthofen – Ziemlich
Sa 22.11. Puppenkiste – Tischlein deck dich (ab
beste Freunde, Komödie nach dem gleichnami5 J) 15:00
// Die kleine Entführung aus dem
gen Film 19:30 | Theater – Premiere: Romeo
Serail 19:30 | Theater – Lohengrin, nach Riund Julia, ein Ballettabend mit Choreografien
chard Wagner 17:00 | brechtbühne – Wir lievon Young Soon Hue und Musik von Sergej Proben und wissen nichts, nach Moritz Rinke 19:30
kofjew 19:30 | brechtbühne – Der Brandner
| Schwabenhalle – 3 Musketiere: Das Musical
Kaspar und das ewig’ Leben, Komödie von Kurt
20:00 | Sensemble – Oleanna. Ein Machtspiel,
Wilhelm 19:30 | SENSEMBLE – Alle sieben Welvon David Mamet 20:30
len, von Daniel Glattauer 20:30
So 23.11. Puppenkiste – Tischlein deck dich (ab
So 30.11. Puppenkiste – Tischlein deck dich (ab
5 J) 14:00/16:00
| abraxas – Eisbär sucht ei5 J) 14:00/16:00
nen Freund (ab 3 J) 15:00 // Giraffe, Krokodil und
| abraxas – Der Talentdieb
ziemlich viel Gefühl (ab 5 J) 16:00 | Theater
in der Tasche (ab 5 J) 15:00 // Rosa Parks. Als Sitzenbleiben noch geholfen hat (ab 8 J) 16:00
– Sindbad, der Seefahrer, in der Fassung von Mar|
cus Mislin 15:00
Eukitea – Die Kristallkugel 16:00
| HOFFMANKELLER – Hei| Themat? Da war ich noch nie! 19:00
ater – Hänsel und Gretel, nach der Oper von
Mo 24.11. Theater – Sindbad, der Seefahrer, in
Engelbert Humperdinck 19:00 | brechtbühne
der Fassung von Marcus Mislin 09:00
– Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben, Ko| abmödie von Kurt Wilhelm 19:00
raxas – Eisbär sucht einen Freund (ab 3 J) 10:30
Volksbühne/Mering – Marionettentheater:
| HOFFMANKELLER – Heimat? Da war ich
Dornröschen 17:00 SO 02.11. 15:00 Sa 08.11. 15:00
noch nie! 19:00
So 09.11. 15:00/17:00 Sa 15.11. 15:00/17:00 So
Di 25.11. abraxas – Giraffe, Krokodil und ziem16.11. 15:00/17:00 SA 22.11. 15:00/17:00 So 23.11.
lich viel Gefühl (ab 5 J) 10:00
| Puppenkiste
15:00 SA 29.11. 15:00 So 30.11
– Frau Holle (ab 3 J) 10:00
Do 27.11. abraxas – Giraffe, Krokodil und ziemlich viel Gefühl (ab 5 J) 10:00
| brechtbühne – Wir lieben und wissen nichts, nach Moritz
Rinke 19:30 | Kresslesmühle – Fastfood Im-
www.a3kultur.de
LIVEMUSIK & CLUBEVENTS
Der November startet mit einem Tanzverbot
(due to Allerheiligen), dann aber rappelt es wie
im neuen »Boxtrolls«-Film im Karton. Denn: Wie
schön ist es, in dieser Kolumne von Underground Rap galore zu schreiben und dabei ein
Augsburger Projekt meinen zu dürfen.
1. bis 30. November
Die Regierung sagt: Mehr Bass!
Der Sommer war sehr groß, sagt Rilke. Der Herbst wird größer, sagt die Musik:
Great beats. Big jangle. Und große Ehre für die Kantine
Eine Kolumne von Martin Schmidt
MC Mr. Feat und Produzent Dot von Blindspot
sporten in Sachen Kappenträgerkultur derart
viel Leftfield und Abstract Hip-Hop, dass sie mit
lässiger Geste Augsburgs Zwiebeltürmchen-Landschaft in die Skyline von New York City umhämmern. Man muss sich fragen, warum Blindspot
nicht schon längst von Anticon gesignt wurden,
und gleichermaßen muss man sich fragen, was
man am Samstag, 15. November, denn so Genaues
vorhat. Denn da feiern Blindspot den Abschluss
ihrer gemeinsamen sechswöchigen Tour mit
Underground-Gigant Ancient Mith (Denver, Colorado). Auf der Soho Stage (ab 23 Uhr) präsentiert
der für seine dynamischen Performances bekannte Rapper sein viertes Album »And The Dead Shall
Lie There«. KuSpo, ruhe in Frieden!
Spielstättenpreis für die Kantine
Der groovy Bass des Erfolgsbookings der Kantine
Augsburg lässt seit zwölf Jahren die LivemusikSzene in Augsburg immer wieder wohlig erzittern. Und doch ist es auch der Club selbst, der um
seine Zukunft zittert. Der Mietvertrag mit der
Stadt endet 2017. Der weitere Verbleib: ungeklärt.
Nun wurde die Kantine mit dem Spielstättenpreis der Bundesregierung prämiert. Clemens
Wieser und Sebastian Karner nahmen die Auszeichnung in Hamburg im Rahmen des Reeperbahn Festivals stellvertretend für das ganze
Kantine-Team entgegen. Der Preis zeichnet kulturell herausragende Livemusik-Programme aus,
im bepreisten Jahr 2013 umfasste das KantineProgramm an 81 Konzerttagen 222 Liveacts.
»Neben dem Buchen von Bands aus aller Welt ist
die regionale Nachwuchsförderung stets ein zentrales Anliegen und fester Bestandteil der täglichen kulturellen Arbeit gewesen«, so Sebastian
Karner. »Hierbei sind aber noch lange nicht alle
Register gezogen und wir sehen auch in Zukunft
Früher gab es die TV-Sendung »Locker vom Hocker«. Das weiß Ancient Mith (auf Stuhlturmspitze, erregt) nicht. Er ist
zu jung. Drum macht er lieber Power Rap. Am 15. November zusammen mit den Augsburgern Blindspot auf der Soho
Stage. (Foto: Pressefreigabe)
viel Potenzial im spannenden Bereich der Nachwuchsförderung.«
Welcome to the jangle!
Hinweisen muss man, nicht nur im Monat
November, aber auch auf das fantastische,
geschmacks- und stilsichere Booking der Veranstaltungsreihe »Going Underground«. Denn die
ist inzwischen ein Markenzeichen für ausgesuchten Psychedelic Jangle. Die beiden ersten
Events (Einlass: 21 Uhr, Start 21:30 Uhr) enden
mit einem DJ-Set der »Going Underground«Macher, das zum Tanz bis in den frühen Morgen
einlädt. Am Freitag, 7. November, spielen The
Mantles aus San Francisco wunderbaren 60ies/
Westcoast/Jangle Pop. Wem die neuseeländische
»Flying Nun«-Szene geläufig ist und wer sein
Wohnzimmer in Paisley tapeziert hat, der horche
auf. Angesiedelt zwischen The Byrds, The Feelies
und The Clean. Am Freitag, 28. November, gastiert
dann die australische Indie-Band Full Ugly (Melbourne) im City Club. Mit Vergleichen wie The
Replacements, Lemonheads und The Pastels liegt
man nicht ganz daneben. Unterstützt werden die
Australier von der Augsburger Wüsten-Psychedelic-Combo San Antonio Kid. Am ersten Advent,
Sonntag, 30. November, kommen dann Allo Darlin’. Auf ihrer ausgedehnten Tour spielen die nur
zwei Konzerte in Deutschland, das eine in Köln,
das andere bei uns in Jangleburg. Das wird der
Frühling am ersten Advent: leichtfüßige Melodien und Clap-your-hand-Rhythmen erinnern an
Twee- und Indie-Pop-Lieblinge wie Belle and Sebastian, Camera Obscura oder The Lucksmiths.
Einlass: 18 Uhr. Start: 19 Uhr. Sängerin: hübsch.
Freitag, 28. November, ab 22 Uhr im Bob’s in Oberhausen gefeiert. Vorband sind die Hamburg Ramönes.
+++ Das Donauwörther Nachtleben hat
Zuwachs bekommen: Seit September hat jeden
Freitag und Samstag (immer von 19:30 bis 2 Uhr)
der doubles Starclub (Kronengasse 17) geöffnet.
Neben Cocktails, Billard und Flipper ist das wohl
Wichtigste die Bühne. Weil Clubmacher Michael
Wanke einen Musikalienhandel betreibt, finden
internationale Stars in die Käthe-Kruse-PuppenStadt. Bereits Dave Lombardo (Ex-Slayer), Vom (Die
Toten Hosen) oder Pete York waren vor Ort, um
Instrumente anzutesten. Dass über diese Beziehungen dabei immer wieder ein Workshop oder
eine spannende Solo-Performance abspringen, ist
klar. Am 13. November spielt Helmut A. Binser
(Musikkabarett), am 22. November Bürgermeista
(Pop, Reggae, Mundart) und am 12. Dezember The
Whiskey Foundation (Psychedelic Blues Rock aus
München). www.doublesweb.com +++
www.a3kultur.de
Sa 01.11. Kesselhaus – Aka Aka feat. Thalstroem
23:00 (Tech House)
So 02.11. Parktheater – Die Nostalphoniker: Die
Comedian Harmonists sangen ... 19:30 | Grandhotel – Heinz Ratz und Strom & Wasser (Singer/
Songwriter) 20:00 | Der Rabe – Karl Poesl 20:00
Di 04.11. Parktheater – Marco Lobo e Convidados feat. Njamy Sitson (Brasilian Percussion) 19:30 |
Spectrum – Fish & Band: The Moveable Feast Tour
2014 (Rock) 20:30 | Der Rabe – arTrio & friends
(Blues) 20:30
Mi 05.11. Spectrum – Wacken Roadshow Part 2:
Lacrimas Profundere & Nightmare & Jaded Heart &
Grailknights (Metal) 19:00
Do 06.11. Parktheater – Autschbach & Illenberger: No Boundaries (Akustische Gitarrenmusik)
19:30 | Grandhotel – Rider’s Connection (Blues/
Soul) 20:00
Fr 07.11. Kantine – I Heart Sharks & Heinrich (Indietronic) 19:30 / Peer Kusiv (Electro) 23:00 | Parktheater – LaLeLu: Die dünnen Jahre sind vorbei
(A-Cappella) 19:30 | Hoffmannkeller – Liedgut
aus Böhmen und Mähren 19:30 | Soho Stage –
Soho Folk Night: Town of Saints & Jack Snipe 20:00
| Ballonfabrik – Kaligola Disco Bazar (Folkstep/
Dub) 21:00 | City Club – The Mantles (Psychedelic)
21:30 | Bob’s – Eulenspiegel (Ska/Jazz) 22:00 | Kesselhaus – Neon 3D: Elements of life 22:00
Sa 08.11. Kantine – [:SITD:] & Bhambhamhara &
Enter and Fall (Dark Electro) 19:30 // R.E.L.O.A.D.E.D
(Techno) 23:00 | Soho Stage – The Cadcatz
(Rockabilly) 20:00 | Diverse Locations – Riegele
Honky Tonk 20:00 | Ballonfabrik – Cern & Ruction & KlockKlock (Drum’n’Bass) 22:00 | Mahagoni Bar – Raw Dee Album Relase Party (HipHop/
Rap) 22:30 | Kesselhaus – Noisecontrollers 23:00
So 09.11. Soho Stage – Jesper Munk (Soul/Folk)
20:00 | Spectrum – Staubkind: Alles was ich bin
(Rock) 20:00
Mo 10.11. Parktheater – Pasión de Buena Vista:
A Music & Dance Experience live from Cuba 19:30 |
Der Rabe – Slavko & Filip (Blues) 20:30
Di 11.11. Parktheater – The Henry Girls: Louder
than Words (Irish Folk) 19:30
Mi 12.11. Parktheater – Levantino: Chapter One
(Gypsy/Indierock/Jazz) 19:30
Do 13.11. Kongress am Park – Konstantin Wecker: 40 Jahre Wahnsinn (Rock/Pop) 20:00 | Ballonfabrik – Obidaya (Reggae) 21:00 | Kesselhaus – WiWi-Fete goes Kesselhaus 22:00 |
Mahagoni Bar – FH goes Maha 22:00
Fr 14.11. Ostwerk – Moop Mama (Brass/HipHop/
Die Augsburger BassDenker Deep mit
Gesang
–
das
geschieht
selten.
»Grau (an/aus)« ist ein
7’’-Split des Duos
zusammen mit der Hamburger Hardcore Band
Yacøpsæ. Limitiert auf 77 Stück, graues Vinyl. »Das
ist keine klassische Split-Platte, wo jede Band unabhängig voneinander eine Seite vollklatscht«, verkündete Bernd Spring bereits bei der
Release-Pressekonferenz in der Villa Hammerschmidt in Bonn. Die Bands gaben sich Samples
und Aufgaben vor. Das Wutgeschrei der Hamburger und die Indie-Shoegazer-Stimme von Bernd
Spring bilden eine Art mit Glasscherben versetztes
süßes Bonbon, das sich durch den Bauchnabel in
die Eingeweide dreht. Ein großartiger Hybrid in,
wie Loriot es sagen würde, »frischem Steingrau«.
Demnächst erhältlich bei Dhyana Records. (msc)
 www.dhyanarecords.com
Da wartete die Welt
bis vor Kurzem noch
auf ein neues AphexTwin-Album, dabei
haben wir doch den
Augsburger Markus
Mehr, der mit »Binary Rooms« (Hidden
Shoal) einen Quantensprung innerhalb seiner bisherigen Ambient-Vita
hinlegt. Fiel das Werk von Richard D. James recht
retro und blubbrig aus, so schafft es Mehr, sich
zwischen IDM und Neuer Musik zu platzieren. Im
Gepäck behält er dabei seine Drones und seinen
Dark Ambient, der ihn seit 2008 aus dem Popkontext (siehe Unemployed Ministers und Aroma)
hinauskatapultierte. Markus Mehr, der fuckin’ PopKiller! Hochabstrakt und fordernd bilden Glitches,
Drones, Ambient und Field Recordings ein tiefgekühltes Klangmoiré, das wie die versierte Vertonung eines sterbenden iPhones klingt.
Internationales Parkett, eines der besten Releases
aus Augsburg zurzeit. (msc)
 www.markusmehr.de
Die KULTURTERMINE präsentiert Ihnen:
cLUBEVENTS & lIVEMUSIK
+++ Song Slam auf der Soho Stage: Am Freitag, 28.
November, treten im ludwigianischen Kreativkeller
ausgesuchte SingersongwriterInnen gegeneinander an. Ganz nach dem Motto: Die Gitarre ist ein
Schlaginstrument. Es moderiert Heide Ewerth. Einlass: 20 Uhr, Beginn: 20.30 Uhr. +++ Am Samstag, 8.
November, findet in Augsburg zum 21. Mal das
Riegele Honkey Tonk statt. In Kneipen nach jedem
Geschmack gibt es Livemusik nach gusto: von
Swing, Son und Salsa über Blues, Soul und Boogie
bis zu Rock und Folk. Das komplette Programm
und eine Kneipenübersicht finden sich auf www.
riegele-honky-tonk.de. +++ Neu im Raben im Kulturhaus Abraxas ist die irische Musik-Session. Alle
Musiker, die ein irisches Repertoire auf ihrem
Instrument beherrschen, sind eingeladen zum
gemeinsamen Musizieren. Und alle Fans irischer
Musik zum Zuhören! Nächster Termin ist Sonntag,
16. November, ab 19 Uhr. www.der-rabe-im-abraxas.de +++ 30 Jahre Generation N: Das wird am
06
Rap) 20:00 | Bob’s– Impotenz: Da musst du durch
(Punk) 22:00 | Ballonfabrik – Endlose Emotion
(Wave/Postpunk) 22:00 | Kantine – AfroCosmix
feat. DJ Stefan Egger (World Beat) 22:00 / Substation
#16: Afrikan Simba 23:00
Sa 15.11. Kantine – Dyse (Noiserock) 19:30 / Maxim & Helen Kaiser (HipHop/Reggae) 20:00 / 180
Minuten Party 23:00 | Brechts Bistro – Room
To Move 20:00 | Hoffmannkeller – Felix Oliver
Schepp: hopp hopp hopp 20:30 | Kesselhaus –
180min Party 21:30 | Ballonfabrik – Starry &
Idle Class & Four of No Kind (Punkrock/Hardcore)
21:00 | Soho Stage – Blindspot & Ancient Mint
(Underground Rap) 23:00
So 16.11. Kongress am Park – Leonid Agutin
(Russischer Pop/Rock) 19:00 | Der Rabe – Irische
Session 19:00 | Hoffmannkeller – Felix Oliver
Schepp: hopp hopp hopp (Chanson) 19:00 | Parktheater – Catherine Le Ray: Méditerrannée
(Chanson) 19:30
Mo 17.11. Kongress am Park – Jennifer Rostock
& Dune (Pop/Rock) 20:00
Di 18.11. Stadthalle Gersthofen – Soweto Gospel Choir: In Honour of Nelson Mandela 20:00 |
Kantine – We Invented Paris & Delorian Cloud
Fire (Indiepop) 20:30 | Der Rabe – Flo Pfeifer
20:30 | Soho Stage – I Am Oak & Pinewood Soul
(Folk/Pop) 21:00
Mi 19.11. Parktheater – Rosemie & Company
(Varieté) 19:30 | Stadthalle Gersthofen –
voXXclub: Rock mi 20:00 | Soho Stage – Die
Höchste Eisenbahn, mit Francesco Wilking und
Moritz Krämer (Singer/Songwriter) 21:00
Do 20.11. abraxas – Musikwerkstatt Augsburg
e.V.: Blues & mo’ 19:00 | Parktheater – Die Zuckerwattecombo: Komm ein bisschen mit nach Italien (Schlager) 19:30 | Grandhotel – The Rambling Wheels (Rock) 20:00 | Kongress am Park
– Robin Schulz & LCAW & Ryan Stephens (Electro)
20:00
Fr 21.11. Hoffmannkeller – The Gary G. Ensemble: Candle Light (Swing) 19:30 | Parktheater –
Cristin Claas: Songpoesie (Pop/Jazz) 19:30 |
Stadthalle Gersthofen – ABBA Night: The Tribute Concert 19:30 | Kantine – 257ers (Rap)
20:00| abraxas – FUNplugged: Die ultimative
Chartshow 20:00 | Hempels – Jonas Herpichböhm (Percussion) 20:30 | Soho Stage – B_Daltons (Post Punk) 21:00 | Ballonfabrik – Irie Riddim Soundsystem (Reggae/Dancehall) 22:00 |
Kesselhaus – 90er November 22:00 | Glyzerin
– Lovepop (Pop/Dance/Indie) 23:00 | Kantine – Hy-
s Stadtsparkasse
Augsburg
percat (Electro House) 23:00 // Hirnschraube (Techno) 23:00 | Mahagoni Bar – Time 4 Rap 23:00
Sa 22.11. doubles Starclub – Bürgermeista (Pop/
Reggae) 19:30 | abraxas – Dying Passion & Dante
(Progressive Metal) 19:45 | Kantine – Eskimo Callboy & To The Rats And Wolves (Electro Metalcore)
20:00 / Heiko Laux @ 2 Jahre Freiraum zum Tanzen
(Techno) 23:00 | Ballonfabrik – Wild Eyes & Cellophane Suckers & Kimiko (Punk/Rock’n’Roll) 21:00
| Soho Stage – Der Nino aus Wien (Artsy Austrian Pop) 21:00 | Kesselhaus – 180min Party 21:30
| Bob’s – Fabio Esposito 22:00
So 23.11. Kirche St. Jakob – Liederabend Reza
und Berenice Chitsaz (Worldmusic) 17:00 | Der
Rabe – Markus Schlesinger 20:30
Mo 24.11. Parktheater – Klangwelten 2014:
Weltmusik mit Rüdiger Oppermann 19:30 | Soho
Stage – Kültürclash 2. Die Reise geht weiter! 20:00
Di 25.11. Parktheater – Bluegrass Jamboree!: Festival of Bluegrass & Americana Music 19:30 |
Stadthalle Gersthofen – Annette Louisan: Zu
viel Information 19:30 | Spectrum – Reinhold
Beckmann & Band 20:00 | Der Rabe – Solo 20:30
Mi 26.11. Neruda – Dontana live (Weltmusik)
20:00 | Schwabenhalle – Status Quo (Rock)
20:00
Do 27.11. Parktheater – Camille O’Sullivan:
Changeling 19:30 | Sensemble – Das Hobos20:30
Fr 28.11. Kantine – Dame (HipHop/Rap) 19:30 /
One Night in Ibiza 22:00 / Residents Club (Techno)
23:00 | Parktheater – The Divine Teasers Boylesque Show 19:30 | Soho Stage – Soho Song
Slam 20:00 | abraxas – So what: Can’t wait until
Xmas!! SoWhat... 20:00 | Neruda – Augsburg Afrika 21:00 | City Club – Full Ugly 21:30 | Bob’s –
Generation N 22:00 | Mahagoni Bar – Blumentopf Soundsystem (HipHop) 22:00 | Ballonfabrik
– Code Red (Jungle) 23:00
Sa 29.11. Kantine – Triggerfinger & Big Sugar
(Rock) 19:00 | abraxas – SoWhat: Can’t wait until
Xmas!! SoWhat... 20:00 | Diverse Wirtshäuser
– Die wilde Nacht der Wirtshausmusik 20:00 |
Ballonfabrik – Pralla (Oriental Pop/Jazz/Reggae)
21:00
So 30.11. Lokalhelden – Allo Darlin’ (Indie)
19:00| Kongress am Park – Die Paldauer (Schlager) 19:00 | Stadthalle Gersthofen – Max
Raabe: Übers Meer 19:30 | Grandhotel – Yesterday Shop 20:00 | Spectrum – Unantastbar: Fluch
und Segen (Punkrock) 20:00 | Schwabenhalle
– Wise Guys (Pop) 20:00
07
FILM
1. bis 30. November
Ein Tag im November
In John Turturros »Plötzlich Gigolo« (6. November) ist der Name Programm.
eine Kolumne von Thomas Ferstl
Der kalte Regen prasselt hernieder, die Blätter
der Bäume sind braun und säumen die Gehsteige. Ohne Schal und Schirm braucht man
sich nicht mehr aus dem Haus zu wagen. Wie
schön, dass es, wenn Sie das doch müssen,
einen Ort gibt, an dem Sie Schutz und Geborgenheit finden: das Kino. Was Sie dort erwartet und auf was Sie sich freuen dürfen, erfahren
Sie hier.
Wir finden uns bei »Im Labyrinth des Schweigens« (6. November, Kinodreieck) im Deutschland des Jahres 1958 wieder. Der Krieg samt
seinen Verbrechen liegt 13 Jahre zurück und niemand scheint davon noch etwas zu wissen. »Auschwitz« ist ein weitgehend unbekannter Begriff.
Dies beginnt sich erst zu ändern, als der Journalist Thomas Gnielka in Frankfurt am Main einen
ehemaligen Wärter des Vernichtungslagers
Top 5 der erfolgreichsten Filme:
(Stand 5. Oktober in Deutschland)
1. Monsieur Claude und seine Töchter
(2.973.233 Besucher)
2. Drachenzähmen leicht gemacht 2
(2.598.143 Besucher)
3. Transformers: Ära des Untergangs
(2.507.462 Besucher)
4. Vaterfreuden
(2.349.692 Besucher)
5. Rio 2 – Dschungelfieber
(1.732.962 Besucher)
anzeigen möchte. Größtenteils stößt er damit auf
Ablehnung. Nur der junge Staatsanwalt Johann
Radmann (Alexander Fehling), unterstützt von
Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Gert Voss), hat
ein Interesse an der Aufklärung der Vorgänge.
Radmann schottet sich ab, vernachlässigt sein
Privatleben und versinkt schließlich völlig in
einem Netz aus Lügen, Verleugnung und Verdrängung. Dennoch gelingt es ihm, den Weg für
die »Auschwitz-Prozesse« zu ebnen. Regisseur
Giulio Ricciarellis Kinodebüt inszeniert die 50er-
FilmEVENTS
SA 01.11. CINEMAXX – Bizets »Carmen« aus der
Met 18:00
SO 02./09./16./23./30.11. Cineplex – Reisedokumentationen über Spanien, Kroatien, Neuseeland,
Portugal, USA
MO 03.11. KINODREIECK – Architekturfilm: Wem
gehört die Stadt?
DI 04./18.11. KINODREIECK – Cinema Italiano mit
Allacciate le cinture // Il capitale umano
MI 05.11. KINODREIECK – KDFB Frauen-Filmreihe:
Sein letztes Rennen 19:00
SA 22.11. CINEMAXX – Rossinis »Barbier von Sevilla« aus der Met 19:00
MI 26.11. CINEMAXX, Cineplex – Donizettis
»L’Elisir D’Amore« 20:15
Weitere Kinostarts im November:
DO 13.11. CINEMAXX – Bevor der Winter kommt |
CINEMAXX, CINEPLEX – Dumm und Dümmehr |
Cineplex – Ruhet in Frieden DI 18.11. KINODREIECK – Achtzehn – Wagnis Leben DO 20.11. CINEMAXX – Keine gute Tat MI 26.11. Cineplex
AICHACH - Lunchbox DO 27.11. CINEMAXX, CINEPLEX – Kill the Boss 2 // Die Pinguine aus Madagascar SO 30.11. KINODREIECK – Zeit der Namenlosen
Jahre perfekt, doch ohne Klischees und Pathos
kommt dieser Film nicht aus. Das ist aber zu verschmerzen, denn es handelt sich nicht um eine
Samstagabenddokumentation der ÖffentlichRechtlichen, sondern um einen Spielfilm. Erwähnenswertes Detail: Die Augsburgerin Michelle
Jancik spielt eine kleine Nebenrolle.
Filmfigur des Monats:
Alexander Fehling
– Geboren am 28. März 1981 in Ostberlin
– Ausbildung an der Hochschule
für Schauspielkunst »Ernst Busch« Berlin
– 5 Theaterstücke, 14 Spielfilme und 2 Hörbücher
– Singstimme: Bariton
– Spielt Klavier und Gitarre
– Gewann vier Preise, u.a.
»Shooting Star« Berlinale 2011
In John Turturros »Plötzlich Gigolo« (6. November, Kinodreieck, CinemaxX) ist der Name Programm. Buchladenbesitzer Murray (Woody Allen)
kommt auf die Idee, seinen Freund Fioravante
(John Turturro) als professionellen Belami mit
seiner Hautärztin (Sharon Stone) zu verkuppeln.
Bald hat Fioravante den Dreh raus, bei den unterschiedlichsten Frauentypen zu landen, und die
Brieftaschen der Männer füllen sich. Das sündige
Geschäft scheint gut zu laufen, bis, wie kann es
anders sein, die Liebe in die Quere kommt. Dieser
Film ist so sehr Woody Allen, wie es das Werk
eines anderen Regisseurs nur sein kann. Inhalt,
Ort und Wortwitz erinnern frappierend an seine
Klassiker. Die Figuren sind präzise gezeichnet,
fesselnd und vom Starensemble wunderbar mit
Leben erfüllt. Wer Allens »Der Stadtneurotiker«
oder »Eine Sommernachts-Sexkomödie« liebt, der
wird auch etwas für Turturros »Plötzlich Gigolo«
übrig haben.
Wissenschaftler, Politiker und Aktivisten prophezeien uns, was in Christopher Nolans »Interstellar« (6. November, CinemaxX, Cineplex,
Kinodreieck) bereits eingetreten ist. Die gesamte
Menschheit steht kurz vor einer Nahrungsmittelknappheit und natürlich ist die einzige Chance
zur Rettung ein von der US-Regierung finanziertes Projekt, bewohnbare Planeten in anderen
Sternensystemen ausfindig zu machen. Typisch
Hollywood. Das Trailer-Trio kommt allerdings so
bombastisch daher, dass auch Fans des neapolitanischen Kunstfilms nicht blindlings an diesem
Streifen vorbeigehen sollten. In den kurzen Appetithappen ist ein Matthew McConaughey zu
sehen, der weiterhin in Hochform zu sein scheint.
Hans Zimmers dramatischen Score und die faszinierenden digitalen Effekte sollte auch der wählerischste Cineast diesen Monat nicht auslassen.
In eigener Sache: Zwecks eines studentischen Projekts unterhalte ich demnächst einen Blog, der
sich der Entwicklung des Films/Kinos ab dem Jahr
1914 widmet. Wenn Sie interessiert sind, schauen
Sie gerne unter  1akintopp.blogspot.de vorbei.
Royal Opera House
Opern- und Ballet-Highlights
live auf der großen Leinwand.
cinemaxx.de
/cinemaxx
www.a3kultur.de
ESSEN & TRINKEN
ko nzerte
kongresse
events
k o n g r e s s A M PA r k
AUgsBUrg
1. bis 30. November
Zauberhaft
08
Gastronomisches vergnügen am Rande der Stadt.
Das Hexenhäusle Von Arno Löb
Es war an einem sonnigen Herbstnachmittag als ich durch den
Siebentischwald, am Eiskanal entlang, Richtung
Hochablass radelte. Mein Ziel: das »Hexenhäusle«.
Für den neuen Augsburger Gastroführer »Augsburgs beste Kneipen« hatte ich als Thekenreporter schon vor Monaten rund 250 Augsburger
Lokale aufgespürt. Ich sah mich in die Rolle von
Hänsel und Gretel versetzt, die im Märchen bei
der kannibalischen Hexe landen, als sie sich, von
den am Hungertuch nagenden Eltern ausgesetzt,
im dunklen Wald verirren, bis sie auf ein Häuschen stoßen. Es war aus Brot gebaut, das Dach mit
Kuchen gedeckt und die Fenster aus hellem
Zucker. Das reinste Schlaraffenland für die hungernden Kinder.
Biergarten. »Gibts heut Kässpätzle?«, blinzeln sie
die Oberhexe neckisch an, die sie in charmantem
Österreichisch auf den nächsten Tag vertröstet.
Morgen würde sie dazu auch einen Federweißen
kredenzen, verspricht die Wirtin und zaubert
zufriedene Mienen auf die Gesichter ihrer Gäste.
Nun taucht auch noch der Wind auf. In der Person von Manfred. Er weht von seinem schutzblechlosen Sportrad ab, mit dem er aus dem
Univiertel über die Ilsungheide angeradelt kam.
Tatsächlich ist er ein Windmacher, erfahre ich.
Ein professioneller. Sein Betrieb in Gersthofen
stellt Kompressoren her. Motto für die Produkte:
»Wir legen uns für Ihre Druckluft richtig ins
Zeug!« Tja, da hätte es die kindermästende Hexe
Na
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11/12
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MILLIonen…
• Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791): Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV KV 495
Eine Auslese an populären Schmankerln und begehrten Raritäten in erstklassigen
• Anton Bruckner (1824–1890): Symphonie Nr. 7 E-Dur; Radek Baborák: Horn
Interpretationen der K&K Philharmoniker und des Österreichischen K&K Balletts.
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D O N N E R S TA G
s a m s ta g / s o n n ta g
K O N S TA N T I N W E C K E R & B A N D
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»40 JAHRE WAHNSINN«
D A s P H A n tA s t I s C H e s H o w t H e At e r
Wahnsinn… Deshalb ist Konstantin Wecker im Herbst 2014 wieder unterwegs.
Eine
traumhafte
Mischung
Akrobatik,
Theater, Comedy, Musik und MitmachUm Mut
zu machen.
Und Lust. aus
Auf den
schönenTanz,
Wahnsinn!
Aktionen voller Phantasie und Lebensfreude – zum Staunen, Lachen, Träumen.
NOVEMBER
Januar
15
21
S A M S TA G
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Nachfolge von Georg
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ZDF-Sendung
»Neues aus der Anstalt«
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Pointen-Marathon
durch
sämtliche
Bild-Schlagzeilen
und Ereignisse
des
Jahres mit Vollgas durch 365 Tage Nachrichten aus Politik, Sport und Gesellschaf t.
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S O N N TA G
s o n n ta g
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ANDERSEN: MÄRCHEN
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Märchendichters
umfasst
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3 Autobiographien,
Erzählungen,
5 Reiseberichte,
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sind mystisch,6magisch,
bewegend
und ihreTheaterstücke
Konzerte einund
Gänsehautgarant.
145 Sprachen übersetzt wurden. Märchenhafte Matinée mit ausgewählten Märchen – zur
Die zwölf Sänger aus England verneigen sich vor den größten Filmmusiken.
Adventszeit genau das Richtige. Mit Stefan Schön und Sandra Pagani.
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s o n n ta g
M O N TA G
e r l e s e n e o r t e – l i t e r at u r r e i h e
Das Hexenhäusle befindet sich neben dem Waldpavillon an der Sportanlage Süd, Ilsungstraße 13, Augsburg-Hochfeld
Heute tauchen keine wilden Tiere auf, statt
gefährlicher Wölfe höchstens Hunde mit ihren
Herrchen und Frauchen. Als ich am Hexenhäusle
ankomme und mein Rad abstelle, quält mich
kein Hunger. Zwei Frauen sitzen mit Kaffeetassen
in der herbstlichen Sonne. »Hallo«, sage ich zu
ihnen, »so eine Überraschung, gleich zwei Hexen.«
»Wir haben heute dienstfrei«, lacht eine, »wenn
Sie was wollen, müssen Sie zur Oberhexe rein.«
Hänsel und Gretel knabberten bei den Grimms
am Häuschen der Hexe, die schon ihr Fleisch
genüsslich roch: »Knusper, knusper, Knäuschen,
wer knuspert an meinem Häuschen?« Und die
Kinder antworten: »Der Wind, der Wind, das
himmlische Kind.«
Ich schaue mich im Hexenhäusle um, das aus
Brettern gebaut zu sein scheint. Links ist die
Theke mit Zapfhahn und Durchreichfenster,
rechts ein Tisch mit viel Platz für Gäste bei
schlechtem Wetter. Im Winter ist hier täglich
ab Nachmittag geöffnet, um die Einkehrenden
mit Glühwein aufzuwärmen. Von der Wand
blickt mich der Märchenkönig an. In Neuschwanstein war vom Telefon bis zur elektrisch
beleuchteten Badegrotte Technik vom Feinsten
eingebaut. Im Hexenhäusle stehen immerhin
ein hoher Kühlschrank und ein CD-Player für
unterhaltsamen Sound.
weggeweht, wenn Hänsel und Gretel einen
starken Industrie-Kolbenkompressor aus Gersthofen volle Pulle auf das schlimme Menschenfresserweib gerichtet hätten.
Neben mir unterhalten sich zwei Läuferinnen im
engen Sportoutfit mit Kopfhörer für Musik und
Pulsmesser am Handgelenk über ihre verbesserten
Laufzeiten und Kniegelenkprobleme. Die brauchen keine Brotbrösel auszustreuen, die haben in
ihrem eingesteckten Smartphone sicher eine GPSApp, damit sie sich nicht im Wald verirren. Und
wenn: Mit den grellfarbigen Laufschuhen würde
man die noch im tiefsten sibirischen Wald finden.
Ich strecke meine Radlerbeine aus und überlege,
wann in Augsburg zum letzten Mal eine unschuldige Frau so lange gefoltert wurde, bis sie gestand,
eine böse Hexe zu sein, und
dann rechtlich legitim verbrannt wurde. Eine rote Brille
hatte sie damals sicher nicht
auf. Später fahre ich vielleicht
Richtung Hexenbrunnen weiter.
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Ein Fest der Literatur mit Stefan Schön als Leser: ungewöhnliche Texte an außerge4 Jahre nach dem letzten ausverkauften Konzert der Berliner ElectroPunkRocker mit der
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charismatischen Frontfrau holt das Kantine-Team die Band diesmal in den Kongress am Park.
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w w w. k o n g r e s s – a u g s b u r g . d e
»Was darf es denn sein?«, fragt mich freundlich die
Oberhexe mit roter Brille und blauen Fingernägeln, nachdem ich meinen neugierigen Rundblick
beendet habe. Ich entscheide mich für Bier. Die
Wirtin stellt mir eine Flasche Chabeso Radler und
ein leeres Glas auf den Tisch, an dem ich mich
niederlasse. Unter einem großen Lindenbaum.
Eine kleine Kreidetafel verkündet die Speisen für
die Gäste. Wienerle, Debrecziner, Käsekrainer und
Wurstsemmel. Für die Vegetarier eine Käsesemmel. Kinderfleisch ist nicht im Angebot.
Kinder sind hier selten. Nur eins kommt vorbei,
noch im Bauch seiner Mutter, die sich etwas
Süßes gönnt: ein Eis am Stiel. Ich entschließe
mich bei ihrem Anblick für was Herzhaft-Saures:
eine Fischsemmel.
Zwei Stammgäste, die nicht vom Joggen, Nordic
Walken oder Klettern kommen, sondern nach der
Arbeit eintrudeln, setzen sich in den schattigen
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ein so großes Maul.
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09
BILDUNG
1. bis 30. November
2009 begann der Bau des neuen Zentrums für
Kunst und Musik an der Universität Augsburg, 2012 wurde es fertiggestellt. Letzten
Sommer fand die offizielle Eröffnungsfeier
statt. Ein Grund, sich dort näher umzusehen.
Hier entlang zu Kunst und Musik
Das Zentrum für Kunst und Musik an der Universität Augsburg besteht seit
gut einem Jahr. Eine Reportage von Vanessa Eigner
Auf meinem Weg zum Zentrum für Kunst und
Musik steige ich an der Haltestelle Universität
aus, die sich inmitten des Campus befindet. Ich
gehe geradeaus, an der neuen Mensa und dem
zentralen Verwaltungsgebäude vorbei, bis ich
auf einen Wegweiser treffe. Mein Ziel ist dort
allerdings noch nicht angeschrieben. Also setze
ich meinen Weg auf eigene Faust fort. Er führt
mich entlang des kleinen Bachs an der Zentralbibliothek vorbei in Richtung Campussee und
bringt mich schließlich zu einem flach wirkenden, quadratischen Gebäude. Um besser über
das Zentrum berichten zu können, habe ich dort
zwei Termine: eine Führung durch die Räume
der Kunstpädagogik und eine zweite, um das
Musikzentrum kennenzulernen.
Einige Wochen später führt mich Prof. Dr. Bernhard Hofmann, der Lehrstuhlinhaber für Musikpädagogik, durch den musischen Teil der Anlage.
Er erzählt mir, dass sich die Uni Augsburg
bereits seit über zwanzig Jahren ein musisches
und künstlerisches Gebäude gewünscht hat, um
alle entsprechenden Fakultäten auf dem Campus vereinen zu können. Dieses Ziel wurde nun
umgesetzt, indem das Zentrum die Kunstpädagogik, Musikpädagogik, Musikwissenschaften
und Teile des Leopold-Mozart-Zentrums, das zur
Philosophisch-Sozialwissenschaftlichen Fakultät
gehört, zusammenführt.
Dass Kunst und Musik keine getrennten
Wege gehen, macht sich nicht nur in der
Aufteilung des Gebäudes bemerkbar
Zuerst treffe ich mich mit Dr. Christiane SchmidtMaiwald, einer der hauptamtlich Lehrenden am
Lehrstuhl für Kunstpädagogik. Sie klärt mich
zunächst über die Hintergründe auf, die zum
Bau der Anlage führten: Vor der Fertigstellung
des Gebäudes im Jahr 2012 mussten die Musikund Kunstpädagogen zwischen dem weit entfernten Standort der ehemaligen pädagogischen
Hochschule in der Schillstraße in Lechhausen
und dem Campus im Univiertel pendeln. Da der
Neubau jedoch bereits jetzt zu klein ist, hat dieser Umstand für viele noch immer kein Ende
gefunden. Neben dem Zentrum ist allerdings
Platz für einen Erweiterungsbau, auf den sowohl
Studierende als auch Lehrkräfte schon sehnsüchtig warten.
Dass die Räume für die Musik mindestens genauso sehenswert und hochwertig ausgestattet sind,
wie es bei der Kunst der Fall ist, merkt man
schnell. Den Studierenden steht eine Vielzahl
von Instrumenten erstklassiger Qualität zur Verfügung, wie beispielsweise ein Piano der Marke
»Steinway & Sons«. Wo nötig, wurden erfinderische Notlösungen geschaffen: Da der Transport
der Orgel aus der Schillstraße sowohl unglaublich teuer als auch logistisch schwer zu bewältigen gewesen wäre, hat man sich mit einem
beeindruckenden Keyboard-Arrangement aus
der Patsche geholfen. Was aber nicht heißt, dass
man Kosten und Mühen gespart hätte, um den
Bau zu verwirklichen: Mit 19,7 Millionen Euro
aus Baumitteln des Sonderprogramms »Zukunft
Bayern 2020« wurde die Anlage vom Freistaat
Bayern finanziert. Die Mozartstadt Augsburg
macht ihrem musischen Erbe somit alle Ehre.
An allen Ecken und Enden des Gebäudes
sind Arbeiten ausgestellt
Die 3.600 Quadratmeter große Anlage wurde
vom Leipziger Architekturbüro Knoche entworfen. Dieses entwickelte ein zweistöckiges Gebäude, das durch drei Innenhöfe geprägt ist, die sich
auf unterschiedlicher Höhe befinden und sich
alle am Foyer orientieren. Die großen Fenster an
den Außenseiten des Gebäudes und die Innenhöfe lassen viel Licht in den Bau, wodurch eine
warme und freundliche Atmosphäre entsteht.
Das Zentrum hat eine klare, ruhige Struktur und
lässt viel Platz, um es kreativ und künstlerisch
auszufüllen.
Dass Kunst und Musik keine getrennten Wege
gehen, macht sich nicht nur in der Aufteilung
des Gebäudes bemerkbar: Die Räumlichkeiten
sind keineswegs strikt voneinander getrennt
und auch bei großen Veranstaltungen, wie der
offiziellen Eröffnungsfeier in diesem Jahr,
arbeiten die Künstler und Musiker zusammen.
In Zukunft soll dies auch durch gemeinsame
Seminare bzw. Vorlesungen umgesetzt werden.
Der schönste Raum im neuen Gebäude ist zweifelsohne das große Auditorium, in dem auch das
Eröffnungskonzert im Sommersemester stattfand. Blickfang ist die weite Bühne und auch die
Akustik des Raums ist dank hervorragender
Technik grandios. Das Zentrum steht nicht nur
den Musikstudenten offen, auch die Mitglieder
des »collegium musicum«, das aus Kammerchor,
Uni Big Band, Universitätschor und Uniorchester
besteht und an dem alle Universitätsangehörigen teilnehmen dürfen, sind willkommen.
Dass dies auch getan wird, ist bereits beim Betreten zu erkennen. Im Foyer steht ein großes Bett
mit einem riesigen Mobile (Foto) darüber, an
dem verschiedene Bilder hängen. Auf diesen ist
unter anderem das Gesicht einer schreienden
Frau zu erkennen: die Projektarbeit einer Kunstpädagogikstudentin, die sich mit ihrem
schlimmsten Albtraum auseinandergesetzt hat.
Geht man die Treppe hoch, trifft man auf ein
zusammengeschweißtes Elefantenkalb. Die
Wände sind unter anderem mit Bildern der Ausstellung »Germania in Italia« geschmückt, die
von der jährlichen Exkursion der Kunstpädagogen nach Umbrien inspiriert sind und anlässlich
der offiziellen Eröffnung des Zentrums zu sehen
waren.
An allen Ecken und Enden des Gebäudes sind
verschiedenste Arbeiten ausgestellt, die es somit
gestalterisch ausfüllen. Die Arbeiten sind oftmals den verschiedenen Werkstätten zugeordnet. Davon gibt es einige: die Druckwerkstatt, die
Bildhauerwerkstatt, die Textilwerkstatt und Malsäle, um nur einige zu nennen. Bis auf Kleinigkeiten – der Textilraum ist etwas zu klein geraten
und bietet wenig Platz zum Verstauen, die Malsäle sind zu länglich angeordnet – sind alle Werkstätten sehr beeindruckend und glänzen mit
ausgezeichnetem Werkzeug und ebensolcher
Ausstattung, wie auch Christiane Schmidt-Maiwald zu berichten weiß.
Die 3.600 Quadratmeter große Anlage wurde vom Leipziger Architekurbüro Knoche entworfen. (Fotos: Martin Kohnle)
Dies ist der vielleicht wichtigste Faktor des
neuen Zentrums: Es bietet einen Platz, an dem
sich die Studenten kreativ ausleben und zusammenarbeiten können. Es ist ein Ort des kulturellen Austauschs nicht nur für Studierende,
sondern für alle Bürger Augsburgs entstanden,
insbesondere durch mit den vielen Ausstellungen und Konzerten, die auch für Nichtuniversitätsangehörige gedacht sind. Damit dieser
Austausch tatsächlich stattfinden kann, ist es
umso wichtiger, dass das Zentrum auch von
jedem gefunden wird. Was also noch fehlt, ist
eine Beschilderung: »Hier entlang zum neuen
Zentrum für Kunst und Musik«.
JEHYE LEE
ENTDECKEN
Hören Sie doch mal bei uns rein!
SIGNUM QUARTETT
LENA
NEUDAUER
SABINE MEYER
So, 19. Oktober 2014
Kleiner Goldener Saal
So, 30. November 2014
Kleiner Goldener Saal
So, 01. März 2015
Kleiner Goldener Saal
So, 22. März 2015
Rokokosaal
So, 17. Mai 2015
Kongress am Park
JEHYE LEE Violine
TAE-HYUNG KIM Klavier
SIGNUM QUARTETT
LENA NEUDAUER Violine
PAUL RIVINIUS Klavier
JAKOB SPAHN Violoncello
AUGSBURGER
STREICHQUARTETT
ROBERT LEHRBAUMER Klavier
SABINE MEYER Klarinette
AUGSBURGER PHILHARMONIKER
Deutsches Mozartfest 2015
VORVERKAUF Theatergemeinde Augsburg · info@theatergemeinde.org · Tel.: 0821 / 455 79 00
GENAUE INFORMATIONEN in unserem Saisonflyer, erhältlich bei der Deutschen Mozart-Gesellschaft: info@mozartgesellschaft.de · Tel.: 0821 / 51 85 88
www.a3kultur.de
BILDUNG
1. bis 30. November
10
Sehnsucht nach Torre
15.11.
Erwin Pelzig
Thomas Huber präsentiert seine
neue Multivisions-Show
Es sind Geschichten über das Sehnen und Suchen
nach Glück. Sehnsucht ist ein inniges Verlangen,
es macht uns neugierig, es lässt uns suchen und
finden. »Sehnsucht Torre« ist eine Art wilder
Roadtrip zu Thomas Hubers Seele, der ihn auf
eine Reise an das andere Ende der Welt bringt –
nach Patagonien, in das Land des »Cerro Torre«.
Ein wilder Berg, der das Verlangen vieler Bergsteiger in sich trägt. Am 13. November um 20 Uhr
präsentiert der Weltklasse-Kletterer aus Berchtesgaden seine neue Multivisions-Show in der Singoldhalle Bobingen.
 www.stadt-bobingen.de
+++ Als Autor der »Herr der Ringe«-Saga ist J. R. R.
Tolkien wohl den meisten ein Begriff. Weniger
bekannt ist, dass der Schriftsteller Professor an der
Oxford University war und sich auch als Sprachwissenschaftler und Mittelalterforscher einen
Namen gemacht hat. Die Ringvorlesung »J. R. R.
Tolkien und sein Werk« will dementsprechend
nicht nur eingefleischten Tolkien-Fans, sondern
allen literarisch, linguistisch und historisch Interessierten »Nachhilfe« leisten.  www.philhist.
uni-augsburg.de/lehrstuehle/anglistik/ +++ In
zehn Vorträgen im Augsburger Zeughaus widmet
sich das Studium generale der Universität und
der VHS Augsburg im Wintersemester 2014/15
unterschiedlichsten Aspekten des Themas »Grenzen«. Weitere Infos:  www.vhs-augsburg.de +++
Das neue Kreativworkshop-Programm des Kulturparks West und des Popoffice ist vor Kurzem
erschienen. Im November werden unter anderem
Kurse zu Acrylmalerei (Eva Krusche), Fotografie
(Frauke Wichmann), Adobe Photoshop (Markus
Bruch) sowie Burlesque und Showtanz (Rebecca
Kehrle) angeboten. Unter  www.kulturparkwest.de gibt es weitere Infos zu dem erneut breit
aufgestellten Programm. Anmeldungen sind ab
sofort – ebenfalls online – möglich. +++
VORTRÄGE im November
Oktober November
01.10.
02.10.
04.10.
05.10.
06.10.
08.10.
09.10.
10.10.
11.10.
12.10.
15.10.
16.10.
17.10.
18.10.
19.10.
22.10.
23.10.
24.10.
25.10.
26.10.
29.10.
30.10.
31.10.
01.11.
06.11.
07.11.
08.11.
09.11.
12.11.
13.11.
14.11.
15.11.
16.11.
19.11.
20.11.
21.11.
22.11.
23.11.
26.11.
27.11.
27.11.
28.11.
29.11.
Das Geld liegt auf der ...
Holger Paetz
Maria Peschek
Hubert Burghardt
Lizzy Aumeier
Rainer Schmidt
Martin Zingsheim
Peter Vollmer
Martin Sierp
Ausbilder Schmidt
Josef Hader
Ecco Meineke
Monaco Bagage
David Leukert
Stephan ZINNER
TBC
Fastfood Best of Impro
Frank Lüdecke
Dietrich “Piano” Paul
Josef Pretterer
Augsburger Schaumschläger
Severin Groebner
Holger Edmaier
Die Buschtrommel
Tilman Birr
Matthias Matuschik
Faltsch Wagoni
Die Lästerschwästern
Luise Kinseher
Chin Meyer
Nico Semsrott
Erwin Pelzig
Michael Krebs
Augsburger Schaumschläger
Pigor und Eichhorn
Mistcapala
Team & Struppi
HG Butzko
Döner mit Sauerkraut
Fastfood
Andreas Rebers
Schwarze Grütze
Till Reiners
www.kresslesmuehle.de
Tickets an allen AZ-Kartenservice-Vorverkaufsstellen|Hotline: 0821 / 777 3410
und der Stadtzeitung am KÖ|Restkarten an der Abendkasse
www.a3kultur.de
So 02.11. Sensemble – Lebenslinien: Deutsch-jüdische Familiengeschichten 11:00
Mo 03.11. Uni – Exploring the Linguistic Past
through the Work(s) of J. R. R. Tolkien 17:30 | VHS –
Johann Gottlieb Fichte: Die Bestimmung des Menschen 19:00 // Kommunikation und Umgang mit an
Demenz erkrankten Menschen 19:00 // Malerei seit
1945. Von Jackson Pollock bis Neo Rauch 19:30
Di 04.11. Neue Stadtbücherei – Monumentum
Ancyranum: Tatenbericht des vergöttlichten Augustus 18:15 | VHS – Welche Produkte zur Kapitalanlage sind aktuell noch zweckmäßig? 19:00 // 125 Jahre
Mayerling. Chronik einer Tragödie: Kronprinzessin
Stephanie 20:00
Mi 05.11. Zeughaus – Kunst un Katastrophe: Literatur und Geschichtsschreibung 10:00 | VHS – Heilkraft der Farben 19:00 // Nicht mehr jung und noch
nicht alt: Vom Sinn des Älterwerdens 20:00
Do 06.11. VHS – Selbstbewusstsein stärken 18:15 //
Erbrecht und Erbrechtsirrtümer: Wissenswertes für
die Testamentsgestaltung 19:00 // Der Protestantische Friedhof 20:00 | Annahof – Leben und Sterben in einer »staatlichen Unheilanstalt«. Lebensgeschichten und Selbstzeugnisse von Opfern der
NS-Euthanasie 19:30
Fr 07.11. Uni – Sternstunden der Mathematik: 1545.
Die kubische und die quartische Gleichung 12:15 |
Unteres Schlösschen – Histörchen spezial:
Krieg & 100 Jahre Beginn des Ersten Weltkriegs & 75
Jahre Beginn des Zweiten Weltkriegs 19:30
Mo 10.11. Landesamt für Umwelt – Umweltschutz heute: Schutz der natürlichen Ressourcen
14:00 | Uni – Storyworld Mittelerde 17:30 | VHS –
Gebrauchsanleitung Mensch: Eine faszinierende
Einführung in die Funktionsweise unseres Gehirns
18:00 // Philosophie des 20. Jahrhunderts: Eine Einführung 19:00 // Malerei seit 1945: Von Jackson Pollock bis Neo Rauch 19:30
Di 11.11. Fugger- und Welser museum – Stadtgeschichten. Von Glaube, Handel und Dichtung in
Augsburg: Religiöse Ökonomie. Der Ablass und Luthers Ablasskritik 18:30 | Annahof – Sekem heißt
Lebenskraft 19:30 | VHS – Rechtliche Fragen bei
Trennung und Scheidung 20:00 // 125 Jahre Mayerling. Chronik einer Tragödie: Rudolf und die Frauen
20:00 // Speakers Corner Macht: Ausübung und ihre
Legitimation 20:00 // Meditation: Freude im Hier
und Jetzt 20:15
Mi 12.11. Zeughaus – Texte Versehrter/versehrte
Texte: Therapeutisches Schreiben und Groteske 10:00
| Uni – Grosse Werke der Literatur: Winterreise
18:15 | VHS – Das neue Verbraucherrecht 19:00 // Mit
Widerstandskraft zum Erfolg: Umgang mit belastenden Lebenssituationen 19:00 // Luthers Alltag 20:00 |
Kongress am Park – Augsburger Allgemeine Wissen: Zufällig erfolgreich, mit Vince Ebert 19:30
Do 13.11. Zeughaus– Studium Generale: Die Grenzen Europas. Weltanschauung und politische Strategie 17:00 | VHS – Die politischen Hintergründe der
Eurokrise 18:00 // Einführung in die islamische Religion 19:00 // Stillstand: Zur Praxis literarischer Entschleunigung 19:00 | Singoldhalle – Sehnsucht
Torre, Multivisionsshow mit Thomas Huber 20:00
Fr 14.11. Uni – Sternstunden der Mathematik: 1572.
Die Zahl, die es nicht gibt 12:15 | VHS – Erlebnisvortrag: Stressbewältigung durch Achtsamkeit. Die
MBSR Methode 19:00 | Parktheater – Michael
Wigge: Ohne Geld ans Ende der Welt. Von Berlin in
die Antarktis 19:30
Sa 15.11. Uni – Tagung: Renouveau Catholique als
Perspektive bayerisch-schwäbischer Literaturgeschichtsschreibung 10:00
Mo 17.11. Landesamt für Umwelt – Umweltschutz heute: Schutz der natürlichen Ressourcen
14:00 | Uni – One Ring to bring them all and in the
darkness bind them: Transkriptionsprozesse zwischen Film und Trailer bei »Herr der Ringe« 17:30 |
VHS – Engelsgleiche Stimmen: Die Welt der Kastraten 18:30 // Philosophie des 20. Jahrhunderts 19:00 //
Malerei seit 1945: Von Jackson Pollock bis Neo Rauch
19:30 | Zeughaus – Afrika und der erste Weltkrieg
19:30
Di 18.11. Neue Stadtbücherei – Augsburg Oberhausen, die augusteische Eroberung des Voralpenlandes 18:15 | Zeughaus – China. Gesellschaft
und Wirtschaft im Wandel: Gewerkschaften und Arbeitskämpfe 18:30 | VHS – Wanderbares Deutschland 19:00 / Der Ehevertrag 20:00 // 125 Jahre Mayerling. Chronik einer Tragödie: Marie Louise
Larisch-Wallersee 20:00 // Speakers Corner: Gott ist
tot oder die Promis leben 20:00
Mi 19.11. Zeughaus – Kunst im Konzentrationslager: Bewältigungsversuche und Auftragswerke
10:00 / Der Koflikt in Mali 19:30 | Uni – Blutige Geschichten. Historische Gewaltakte und ihre Folgen:
Die Bartholomäusnacht 18:15 | VHS– Jugendstil in
Augsburg 19:00 | Sensemble – Jakob Fugger Consulting 19:30
Do 20.11. VHS – Afghanistan nach Abzug der NATO:
Ende oder Wende eines Albtraums? 19:30 // Länderkunde am Donnerstag: Korea früher und heute
20:00 // Einführung in den Buddhismus 20:00 | Annahof – Tödliche Gefahrenzone: Fürsorge in der
NS-Zeit. Biografien aus der Augsburger Erinnerungswerkstatt. 19:30 | Weltladen – KhoiSan: Salz aus
Fairem Handel 19:30
Fr 21.11. Uni – Sternstunden der Mathematik: 1654.
Gott würfelt nicht, aber der Mensch 12:15
Mo 24.11. Landesamt für Umwelt – Umweltschutz heute: Schweres Erbe? Der Umgang mit Altlasten in Bayern 14:00 | Uni – The Green Man: Vegetation Myths, Masculinity and Ambiguous Spaces in
the Works of J. R. R. Tolkien 17:30 | VHS– Jemen: Felix Arabia 15:00 // Philosophie des 20. Jahrhunderts
19:00 // Hans Holbein d. Ä. und sein Sohn: Eine Malerfamilie aus Augsburg 19:00
Di 25.11. VHS– Moderne Epochen der deutschen Literatur 18:00 // Sicherheitspolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts 19:00 // Kaiser Friedrich
II. von Hohenstaufen: Das Staunen der Welt 20:00 //
125 Jahre Mayerling. Chronik einer Tragödie: Mary
Vetsera 20:00 | Neue Stadtbücherei – Augustusmausoleum: Augustus und die neue Familie 18:15 |
Annahof – Was ist aus der Arabellion geworden?
19:30
Mi 26.11. Zeughaus – Das Beschweigen der Shoah
im Kunstbetrieb nach 1945 10:00 | Uni – Grosse
Werke der Literatur: Andenken 18:15 | VHS – El Greco 19:00 // So finden Sie einen Verlag 19:00 // Jüdisches Leben im Mittelalter: Beispiel Erfurt 20:00
Do 27.11 Zeughaus – Studium Generale: Ressourcenknappheit? Warum wir uns selbst Grenzen setzen müssen 17:00 / Faszination Mathematik und
Physik: Mit Bits und Bytes dem Zufall auf der Spur
19:00 | VHS – Blindschirm statt Bildschirm? Netzhautschäden durch blaues Licht? 19:00 // Der Einfluss des Orients auf den mittelalterlichen Westen:
Avicenna & Co 19:00 // Augsburg auf dem Weg zur
befestigten Stadt 20:00 | Annahof – Mikrokredite
reichen nicht 19:30
Fr 28.11. VHS – Work-Life-Balance pflegen: Burnout
vorbeugen 20:00
So 30.11. Parktheater – Erde Extrem: Die Geheimnisse unserer Erde, mit Carsten Peter 19:30
11
LITERATUR
1. bis 30. November
Jugendstil in Augsburg –
das ist eine Epoche, die in
der Stadt der Renaissance
bisher kaum Beachtung
fand. Zu Unrecht, wie
Karl Fieger meint. Der
ehemalige Geschichtslehrer bietet schon seit längerem Führungen zum
Thema an und hat nun
die beeindruckendsten
Spuren der Jugendstilzeit in einem prächtigen Bildband versammelt. Über 400 Fotos zeigen eindrucksvoll, dass auch die Jahre vom Ende des
19. Jahrhunderts bis in den Ersten Weltkrieg das
Gesicht der Stadt z. B. im Beethoven- und Prinzregentenviertel nachhaltig geprägt haben. Karl Fieger
erkundet das reizvolle Miteinander verschiedener
Stile in Augsburgs Vierteln, und schon nach wenigen Seiten weiß man: Wer genauer hinsieht, entdeckt ungeahnte Schätze.  www.wissner.com
»Das Gold der Fugger.
Gastein und Rauris – Bergbau der Fugger im Salzburger Land« des Historikers
Fritz Gruber schließt eine
Lücke in der Fuggerforschung. Die dortigen Unternehmungen waren die
»Blaupause« für den europaweit führenden Montankonzern der Familie. www.context-mv.de
FÜHRUNGEN im November
So 02.11. H2 – Jaume Plensa. Das Geheimherz 11:00
| Staatsgalerie – Jörg Immendorf: Versuch, Adler zu werden 12:00 | Gaswerk – Jaume Plensa.
Das Geheimherz 14:00 | Schaezlerpalais – Turnusführung 14:00 // Rocci, die kleine Rocaille (6–12 J)
14:00
| Maximilianmuseum – Turnusführung 15:00
Mi 05.11. Jakobertor – Es gibt nicht nur die
Fuggerei: Die Jakober Vorstadt und ihre geheimen Winkel 14:00
Sa 08.11. H2 – Natürlich Kunst (8–12 J) 10:30 // Fotografie und Kunst (ab 12 J) 13:30
So 09.11. H2 – Jaume Plensa. Das Geheimherz 11:00
| tim – Kleider machen Leute: Vom Rohstoff zur
Mode 14:00 | Staatsgalerie – Jörg Immendorf:
Versuch, Adler zu werden 12:00 | Maximilianmuseum – Turnusführung durch das Lapidarium
14:00 / Turnusführung 15:00 // Das Mäxchenmuseum: Kleine Leute, große Entdeckungen (8–12 J) 15:00
| Schaezlerpalais – Turnusführung 14:00
Di 11.11. Schaezlerpalais – Georg Philipp Rugendas: Der Schlachtenmaler? 18:00
Mi 12.11. Schaezlerpalais – Nonnen, Macht und
Frömmigkeit: Bescheidene? Darstellungen mächtiger Frauen 10:30
Sa 15.11. Zeughaus – Von alten Römern und jüngsten Schäden (ab 10 J) 11:00
So 16.11. H2 – Jaume Plensa. Das Geheimherz 11:00
| Schwäbische Galerie im Schwäbischen
Volkskundemuseum Oberschönenfeld –
Sonntagsführung 11:00 | Staatsgalerie – Jörg
Immendorf: Versuch, Adler zu werden 12:00 | Gaswerk – Jaume Plensa. Das Geheimherz 14:00 |
Schaezlerpalais – Turnusführung 14:00 | Maximilianmuseum – Turnusführung 15:00
Di 18.11. Schaezlerpalais – Ein Geburtstagsgruß
an die Familie Mozart: Leopold, Wolfgang Amade
und sein Nannerl 18:00
Sa 22.11. Staatsgalerie – Natürlich Immendorff
(8–12 J) 10:30 // Du Immendorff, wir Adler (ab 12 J)
13:30
So 23.11. H2 – Jaume Plensa. Das Geheimherz 11:00
| Staatsgalerie – Jörg Immendorf: Versuch, Adler zu werden 12:00 | Schaezlerpalais – Von
Mord und Totschlag: Krimis auf Bildern 14:00 // Turnusführung 14:00 | Maximilianmuseum – Turnusführung 15:00
Di 25.11. Schaezlerpalais – Woher das Schaezlerpalais seinen Namen hat: Die Familie Schaezler im
Porträt 18:00
Mi 26.11. Staatsgalerie – Immendorf entspannt
11:00
Sa 29.11. Maximilianmuseum – Kleine Welten.
Historisches Spielzeug 15:00
So 30.11. H2 – Jaume Plensa. Das Geheimherz 11:00
| Staatsgalerie –Jörg Immendorf: Versuch, Adler zu werden 12:00 | Schaezlerpalais – Turnusführung 14:00 | Maximilianmuseum – Turnusführung 15:00
LITERATUR IM NOVEMBER
Sa 01.11. Märchenzelt – Hulle-Bulle-Märchen
(ab 4 J) 16:00
Do 06.11. Neruda – Babylon. Poesie und Musik
20:00 | Ballonmuseum – Singe, fliege, Vöglein
stirb, Lesung mit Janet Clark
Fr 07.11. brechtbühne – Grand Slam 20:30
Sa 08.11. Märchenzelt – Hulle-Bulle-Märchen
(ab 4 J) 16:00
/ Frauenmärchen (für Erw.)
20:00
So 09.11. Jakobus – Von Wien nach Augsburg,
eine literarisch-musikalische Traverse von 1930
- 1989 mit Edgar Mathe, Udo Korzer und Swing
de Paris 19:30
Mo 10.11. Märchenzelt – Die Legende von St.
Martin (ab 3 J) 10:00/16:00
// St. Martin mit
Hang-Musik und Glühweinprobe (für Erw.)
19:00 | Neue Stadtbücherei – Unterwegs in
der Märchenwelt 15:30
Di 11.11. Neue Stadtbücherei – Andreas Altmann liest: Verdammtes Land, Eine Reise durch
Palästina 19:30
Do 13.11. Restaurant EdelweiSS – Der Trafikant besucht Pfersee, mit Matthias Klösel und
Tom Gratza (Klavier) 19:30 | Buchecke Diedorf – Bücher öffnen Welten, Eröffnung der
Diedorfer Kinder - und Jugendbuchtage 20:00 |
Neruda – Interkültüreller Lyrikwettbewerb
20:00
Fr 14.11. Hoffmannkeller – Wo sie war, war
das Paradies: Die Tagebücher von Adam und Eva
von Mark Twain, mit Karla Andrä und Andreas
Nohl 20:00 | Eukitea – Junges Literarisches
Quartett 20:00 | Odeon – Augsburg liest ein
Buch: Wiener Liederabend 21:00
Sa 15.11. Märchenzelt – Das türkische Töpfchen und die Bienenkönigin (ab 4 J) 16:00
//
Glücksrittermärchen (für Erw.) 20:00
So 16.11. Kongress am Park – Erlesene Orte:
Märchen von Hans Christian Andersen11:00
Mi 19.11. Märchenzelt – Kinder kommt und
ratet, was im Ofen bratet (ab 3 J) 09:00/10:30 |
Stadtteilbücherei Lechhausen – Peter
und der Wolf, Märchen und Musik für Kinder
(5–8 J) 15:00
| Sensemble – Jakob Fugger
Consulting, Lesung & Gespräch 19:30
Do 20.11. Theater – Literarischer Salon Spezial II: Eine Stadt liest ein Buch 20:00
Fr 21.11. Neue Stadtbücherei – Peter Pan
19:00 | Märchenzelt – RotWeinNacht, mit
Foto: SINISSEY
SONNTAG 30.11.
19:30
Neue Stadtbücherei – Der unbestrittene Höhepunkt der Lese-Initiative »Augsburg liest ein Buch«: Robert Seethaler
gibt sich die Ehre – und liest aus dem »Trafikanten«. Dazu schreibt der österreichische Autor: »Liebe Augsburger, aus der
Ferne erfahre ich immer wieder, was mit
dem Trafikanten geschieht – und es ist
wundervoll.«
Weinprobe (für Erw.) 20:00
Sa 22.11. Märchenzelt – Russische Märchen
(ab 5 J) 16:00
// Märchen von Glück, Liebe und
Tod (für Erw.) 20:00
Mo 24.11. Taschenbuchladen – Ellen BandaAaku: Patchwork 20:00 | Soho Stage – Kültürclash 2: Die Reise geht weiter 20:00
Di 25.11. Bahnpark – Eine erotische Zeitreise
in das Wien des Trafikanten 19:30
Mi 26.11. Sensemble – Augsburger Literaturgespräche 16:Essen 19:30 | Soho Stage – Literarisches Scharmützel 20:00
Do 27.11. Soho Stage – Da Billi Jean is ned mei
Bua 20:00 | Annahof – Nebel im August: Die
Lebensgeschichte des Ernst Lossa, mit Robert
Domes 19:30
Fr 28.11. Märchenzelt – Kinder kommt und
ratet, was im Ofen bratet16:00 (ab 3 J)
// Märchen, Bio-Glühwein und Hang-Musik (für Erw.)
19:30
Sa 29.11. Märchenzelt – Adventskranzäpfel
filzen und Märchen (ab 5 J) 10:00
// Von Faulpelzen und Dummköpfen (ab 4 J) 16:00 // Märchen von Mut, Kraft und Herzensstärke (für
Erw.) 19:00
So 30.11. Neue Stadtbücherei – Robert Seethaler in Augsburg 19:30
www.a3kultur.de
AUSSTEllUNGEN & KUNSTPROJEKTE
1. bis 30. November
12
Der Moritzpunkt feiert in diesen Tagen nach Renovierungsarbeiten und der sich daraus
ergebenden Neukonzipierung
sein 10-jähriges Jubiläum. Für
die Auftaktausstellung in den
neu gestalteten Räumen konnte georg kleber gewonnen
werden. Der Augsburger Künstler wird eine Auswahl seiner Werke präsentieren. Die Vernissage
findet 30. Oktober um 19:30 Uhr statt. Die Schau
ist daraufhin bis zum 31. Januar zu sehen.
 www.moritzkirche.de
Kunst für Kids Das Kunstmusem Walter verfügt mit Burga Endhardt über eine Museumspädagogin, die selbst als Künstlerin arbeitet. Zudem ist sie an der Montessori-Schule in Wertingen
als Kunstlehrerin tätig. Die großen und kleinen Besucher des Museums im Glaspalast treffen somit
auf eine Frau vom Fach. Nachdem das musemspädagogische Programm in der Vergangenheit unter
dem Namen »Palette« bzw. »GoKart!« geführt wurde, stellt sich das Ganze ab sofort wie folgt auf: Im
Angebot sind neben Führungen für Kindergartengruppen oder Schulklassen mit Malen im Atelier
(Dauer: 2,5 Stunden) auch Kindergeburtstage im Museum, Führung und Malen inklusive (Dauer: 3
Stunden). Buchbar sind die künstlerischen Entdeckungstouren unter office@kunstmuseumwalter.
com oder Tel.: 0821–8151163.  www.kunstmuseumwalter.com
offene Ateliers in der Ballonfabrik und im Kulturpark West
Der November lädt zur ausgiebigen Entdeckungstour durch Augsburgs Kreativzentren. Ob
Malerei, Grafik, Design, Fotografie, Bildhauerei,
Keramik, Textiles oder High Heels – gleich zwei
Mal öffnen Künstler ihre Ateliers. Den Anfang
macht die Ballonfabrik am 9. November von 11 bis
19 Uhr. Um 14:30 Uhr findet eine kostenlose Führung durch das Haus statt. Treffpunkt ist vor dem
Raum 201 im zweiten Obergeschoss. Pünktlich
zum ersten Adventswochenende folgt dann der
Kulturpark West. Am 29. und 30. November öffnen die Künstler der Sommestraße 38/40 ihre Pforten. Für musikalische Highlights sorgen Bands und
Musiker von KUKI. Geöffnet ist am Samstag von 14 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
Weitere Infos:  www.ballonfabrik-augsburg.info und  www.kulturparkwest.de
Das Künstlerhaus Marktoberdorf öffnet seine Pforten noch bis zum 5. Januar für die 36. ostallgäuer
kunstausstellung. Die Zahl der in diesem Jahr
eingereichten Werke ist beachtlich: Von insgesamt
308 Bildern und Skulpturen von 177 Künstlern hat
die Jury 78 in die Schau aufgenommen. Wegen des
zunehmenden überregionalen Zuspruchs wurde
die Ausstellungsfläche erweitert und die Dauer
erstmals auf zehn Wochen verlängert.
 www.kuenstlerhaus-marktoberdorf.de
Die Galerie No1 im Meister-Veits-Gäßchen 2 zeigt
vom 14. November bis 23. Dezember Gemälde,
Skulpuren und Grafik von ernst fuchs. Der österreichische Maler, Architekt, Grafiker und Musiker gilt heute als einer der Gründer der Wiener
Schule des Phantastischen Realismus. Eines seiner bekanntesten Werke ist sein eigenes Museum:
die Otto-Wagner-Jugendstilvilla in Wien, die
Fuchs selbst restaurierte und umgestaltete.
Die contemporallye ist wieder da – auf 1.600 Quadratmetern im Martini Park. Neu ist die Aufnahme von Gruppenausstellungen ins bekannte
Konzept: die »contemporallye Subjektive«. Die
Die ausdrucksstarken Fotografien von Elvira Rodriguez Puert
Bildern gelingt es der in Havanna geborenen Künstlerin, die
Frauen einzufangen. Damit macht die Künstlerin auch die e
seits aller Schönheitsideale und Alterscodes offenbart. Dabe
angelegten Performance-Projektes dar. In zahlreichen Städte
dels brautgleich in »unschuldiges« weißes Papier gehüllt. Di
kluge Symbolik Puertos verweist aber auch auf die Integrität
Art aber auch die Ungleichheit der Geschlechter. Im Rahmen
rund 400 dicht gehängten Fotos. Der besondere Klang der Sc
ein weiteres tim-Projekt zu fördern. Zu sehen bis 1. März. 
Kültürtage-Fotokunst
In Augsburg haben 40 Prozent der Menschen
einen Migrationshintergrund. Viele von ihnen
sind Einwanderer der ersten Generation, angekommen als Arbeitssuchende, Flüchtlinge, Studenten ... Was haben sie für Erinnerungsstücke
an ihre erste Heimat? Stefan Rehbinder hat sich
auf eine fotografische Erinnerungssuche gemacht und Migrantinnen und Migranten mit
ihrem persönlichen Erinnerungsstück porträtiert. Eine Auswahl der Fotos wird während der
Kültürtage vom 27. Oktober bis 28. November im
Neruda Kulturcafé präsentiert.
 www.kueltuertageaugsburg.wordpress.com
Zum Advent
www.a3kultur.de
»Subjektive« versammelt Künstler, die gemeinsam in einer Stadt leben und wirken. Die contemporallye wählt einen Künstler aus, der eine Schau
von mindestens drei Generationen seiner Stadt
konzipiert und organisiert. Diese werden in den
zur Verfügung gestellten Räumen mit dem Organisator präsentiert. Die erste Vernissage ist am 29.
November um 18 Uhr im Martini-Park, Provinostrasse 52, Gebäude A1/A2. Auftakt an diesem
Abend ist die »Subjektive Augsburg«. 13 Künstler
aus Augsburg, mit Wohnorten von Wien bis Berlin und von Zürich bis München, sind zu sehen.
 www.contemporallye.com
Heilige Nü
Das Architekturmuseum Schwaben vermitt
Sakralbauten martin elsaess
Auch in diesem Jahr präsentiert
das Maximilianmuseum püntklich zur Advents- und Weihnachtszeit altes Spielzeug. Was
Kinder einst erfreute, kann
im Schauraum im zweiten
Stock des Hauses bestaunt
werden: Puppen in prächtigen Kleidern, zierliches
Geschirr aus Kupfer, Zinn und
Messing oder fein möblierte Stuben. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr Familien- und Gesellschaftsspiele. Vom 29. November bis 1. Februar ist
die Ausstellung »kleine welten. Spielzeug in
alten zeiten« zu sehen.
 www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de
Von der weit verbreiteten Jesuskindverehrung zeugen in Bayerisch-Schwaben zahlreiche Orte.
Berühmte Kindlein wie das der Margareta Ebner in
Maria Medingen, das Jesulein von Holzen oder das
Jesulein in Kicklingen/Dillingen dienten lange Zeit
als Wallfahrtsziel. In der Abteikirche der Zisterzienserinnen in Oberschönenfeld findet sich bis heute
eine »anberührte« Kopie des Prager Jesuleins. Die
Ausstellung »göttliches kind – Jesuskinder als
Seelentröster und wallfahrtsziel« zeigt die intensive Verehrung des Christkindes anhand zahlreicher Fatschenkinder, Andachtsbilder, seriell in
Heimarbeit hergestellter kleiner Kastenbilder,
Kindlein aus Wachs und vielem mehr. Zu sehen ist
die Schau vom 30. November bis 1. Februar im
Volkskundemuseum Oberschönenfeld.
 www.schwaebisches-volkskundemuseum.de
Weihnachten ist nicht zufällig ein Fest der Präsente,
denn an Weihnachten schenkt Gott sich selbst den
Menschen. Seit jeher ist die Menschwerdung Christi eines der beliebtesten Themen in allen Bereichen
der Kunst und neben den klassischen Darstellungen der Geburt im Stall auch in den Ereignissen
vor und nach der Niederkunft der Jungfrau Maria
gegenwärtig. Ausgehend von diesem Gedanken
zeigt das Diözesanmuseum St. Afra mit der Sonderausstellung »weihnachten ist PräSeNT« vom 19.
November bis 8. Februar eine breite Palette an weihnachtlichen Darstellungen aus den eigenen Beständen, darunter zahlreiche bisher nie gezeigte Werke
und einige bemerkenswerte Krippen.
www.bistum-augsburg.de
Ganz in
Anzeige:
Die MEWO Kunsthalle präsentiert bis zum 6. Januar
religiöse Arbeiten aus dem Werk des Memminger
Malers Josef Madlener. Viele seiner Werke, ob sie
nun die Weihnachtsgeschichte in die oberschwäbische Landschaft kolportieren oder Gut und Böse
in geometrischen Zeichnungen kartieren, sind Auseinandersetzungen mit dem Glauben und der
Schöpfung. Die Ausstellung »Die heilige kunst«
bietet einen Querschnitt durch das religiöse Werk
Josef Madleners, welcher ab dem 6. Dezember
durch weihnachtliche Motive im Antoniersaal
ergänzt wird. www.mewo-kunsthalle.de
Die protestantischen Kirchen Martin Elsaesse
Die Gestaltung ist keine rasant moderne, ehe
erweist sich die Architektur als erlesen, Details wie die exz
von der grundsoliden Backsteinarchitektur ab. Elsaesser ko
stab mit eleganter, handwerklich hervorragender Ausstatt
ersten Blick etwas behäbig daherkommt, aber den Gläubig
mittelt. Elsaessers Räume strahlen eine Erhabenheit aus, di
dies in der Stadtpfarrkirche Stuttgart-Gaisburg (1912–13),
symbolisiert.
Elsaesser hatte sich der Erneuerung des protestantischen K
Neu- und Umbauten fließen technische Innovation, liturg
Bauformen zusammen. Er meinte: »Die Nüchternheit mode
heiligen Nüchternheit werden.« Die Ausstellung (bis 23. No
len auch von Elsaesser gestaltete Ausstattungsgegenstände
Elsaesser erweist sich keinesfalls als Himmelsstürmer der M
nüchtern konzentrierte sakrale Architektur – mit erlesen-e
 www.architekturmuseum.de/am-schwaben/home/
13
AUSSTELLUNGEN & KUNSTPROJEKTE
1. bis 30. November
Epische Videokunst
Saodat Ismailova zeigt drei ihrer
Installationen im Höhmannhaus
Schwarze lange Haare hängen im
Halbdunkel von der Decke. Sie verbergen einen Lautsprecher, aus dem leise Stimmen ertönen. Geht man nah heran, nimmt man
den Geruch des Pferdehaares wahr. Die Worte
stammen aus einem zentralasiatischen Epos
über 40 junge Frauen, die zu Pferde ihr Land
gegen verschiedene Invasoren verteidigen.
n Weiß
to nehmen den Betrachter unmittelbar in Beschlag. Mit ihren
e Würde und Individualität der in weißes Papier gekleideten
einzigartige Schönheit der Frauen sichtbar, die sich hier jenei stellen die Fotografien selbst nur ein Stadium eines groß
en Europas hat die Künstlerin insgesamt über 1.000 Laienmoies geschah im Sinne eines Designs für den Augenblick. Die
t der Frauen, thematisiert auf sehr elegante und oft lustvolle
n einer Foyerausstellung zeigt das tim nun eine Auswahl von
chau überzeugte auch die Sparda-Bank, mit »Ganz in Weiß«
www.timbayern.de
üchternheit
telt einen umfassenden Überblick über die
sers im süddeutschen Raum
Foto: Rose Hajdu
ers (1884–1957) haben etwas ungemein Wohnliches an sich.
er ist sein Bauen dem Heimatstil verhaftet. Doch im Detail
zentrische Kuppelhaube eines Gemeinderaumes heben sich
ombiniert bodenständiges Bauen und sein Gefühl für Maßtung. Er schafft eine Behaglichkeit, die vielleicht auf den
gen eine Heimat schafft, das Gefühl des Zuhauseseins verie aber niemals (Ehr-)Furcht auslöst. Idealtypisch zeigt sich
deren zentraler Innenraum die Idee der Gemeindekirche
Kirchenbaus verschrieben. In seinen mehr als 50 sakralen
gische Reform und intelligenter Umgang mit überlieferten
erner Bauweise [...] kann in der Hand des Künstlers zu einer
ovember) zeigt neben Entwürfen, Plänen, Fotos und Model– diese leider in Vitrinen liegend.
Moderne, doch er schuf menschengerechte, klar gestaltete,
extravaganten Details. (Bettina Kohlen)
Dieses Epos wird auch in der Videoarbeit über
die zwangsverheiratete Prinzessin Gulaim und
ihr Pferd Atamker in betörenden Bildern thematisiert. Assoziativ geschnitten, Wiederholungen,
extreme Verlangsamungen, Landschaftsaufnahmen, dann wieder das Mädchen, dazwischen
unruhige Details des schwarzen Pferdes. Die
Geduld, eine halbe Stunde zu sehen und zu
hören, wird belohnt.
»Celestial Circle« befasst sich mit dem Himmelskreis. Eine usbekische Stickerei mit diesem traditionellen Motiv wird mit einer Videoarbeit
konfrontiert: Man blickt von unten in die grüne
Krone eines Baumes, während sich die Kamera
um die eigene Achse dreht.
Das alles hat nichts mit Folklore zu tun, sondern mit der Verwurzelung der Künstlerin in
Zentralasien. Sie setzt sich stimmig und vielschichtig mit den Traditionen Usbekistans, mit
der Rolle der Frau in diesem Land, mit der kulturellen Identität auseinander. Ernsthaft, poetisch, klar. (Bettina Kohlen)
 www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de
Erobert die Grottenau!
Zentrale, unabhängige und befristete
Kunstansammlung
Mit ihrer zweiten Ausgabe bezieht Ars Dilettanti
vom 20. bis 23. November das (fast) leer stehende
Postgebäude in der Grottenau. Das unabhängige
Kunstprojekt ist, wie im letzten Jahr in der
Direktion, eine kurzzeitige Zwischenraumnutzung. Ars Dilettanti ist dabei keiner städtischen
Einrichtung unterstellt und agiert ohne institutionelle Anbindung. Die Veranstalter schreiben
sich daher nachdrücklich auf die Fahne: »Wir
müssen nicht, wir wollen!«.
Rund 30 Künstler aus den verschiedensten
Bereichen bespielen drei Etagen mit Performances, Installationen, Malerei, Grafik, Bildhauerei, Fotografie, Videokunst, Film und Spoken
Word. Die »Direktoren« der Kunstaktion haben
ein breites Spektrum an Kreativen eingeladen,
die sich mit dem Ort auseinandersetzen und mit
ihren Performances und Installationen auf die
Räume reagieren. Im obersten Stockwerk wird
eine Panoramabar installiert – mit einem Blick
über die ganze Stadt.
Geöffnet ist am Donnerstag von 19 bis 1 Uhr, am Freitag
und Samstag von 16 bis 1 Uhr sowie am Sonntag von 12
bis 18 Uhr. Weitere Informationen zu Künstlern und Programm unter:
 www.arsdilettanti.de
AUSSTELLUNGEN im NOVEMBER
Abraxas/BAllettsaal – Zeig dein Viertel. Zeig deine Stadt / bis 30. November| abraxas/BBKGalerie – Beste Kunst / bis 21. Dezember | anna: CafÈ – Fabian Schreyer: Die toskanische
Angelegenheit / bis 11. Januar | Architekturmuseum Schwaben – Martin Elsaesser: Weihestätten. Protestantischer Sakralbau und Moderne / bis 23. November // Weiß ist ein guter Anfang (installative Plastik im Garten) / bis 25. April 2015
| Augsburger Puppentheatermuseum – Fädeln, Löten, Programmieren: Mechanische Wesen im Figurentheater / bis 12. April
2015 | Ballonfabrik – Offene Ateliers / am 9. November | Diözesanmuseum St. Afra –
Weihnachten ist PRÄSENT / bis 8. Februar | Contemporallye – Subjektive Augsburg / ab 29.
November | Galerie No.1 – Ernst Fuchs / bis 23. Dezember | Galerie Noah – Markus Lüpertz: Arkadien. Bilder, Skulpturen, Grafik 1984–2014 / verlängert bis 16. November | Gaskessel – Jaume Plensa: Das Geheimherz / bis 25. Jajnuar 2015 | Grafisches Kabinett – Nachrichten zum Nutzen und Vergnügen: Das Deutsche Zeitungsmuseum zu Gast / bis 18. Januar 2015 |
Grotteanau – Ars dilletanti 2 / von 20. bis 23. November | H2 – Jaume Plensa: Das Geheimherz
/ bis 25. Januar / in Farbe! Figur. Landschaft. Abstraktion / bis 21. November| Heimatmuseum
Krumbach – Jugendkunstausstellung 2014 / bis 9. November // Streiflichter / bis 19. November
| Höhmannhaus – Saodat Ismailova: Celestial Circle / bis 7. Dezember | Holbeinhaus –
Nezaket Ekici: Zwei Welten / bis 21. Dezember
| KAffeehaus Dichtl – Dorothea Dudek:
Paysage / bis 6. November | Kulturpark West – Offene Ateliers / am 29./30. November Januar 2015 | Kunsthaus Kaufbeuren –
forms follows nature: Natur als Inspirationsquelle für Architektur / bis 16. November |
Künstlerhaus Marktoberdorf – 36. Ostallgäuer Kunstausstellung / bis 4. Januar 2015
| Kunstraum Schwifting – Luis Buñuel /
bis 7. Dezember
| Maximilianmuseum
– Kleine Welten. Spielzeug in alten Zeiten / ab
29. November | MEWO Kunsthalle Memmingen – Artefakte. Bilder der Natur von Maximilian Moritz Prüfer und Nikola Irmer / bis
5. November // Ovid’s Girls / bis 9. November //
Josef Madlener: Die heilige Kunst / bis 6. Januar
2015 | Moritzpunkt – Georg Kleber: Bilder
/ bis 31. Januar | Museum und Galerie
Schwabmünchen – Stefan Wehmeier: felsenzart. Zeichnung und Malerei / bis 2. November | Rathaus Gersthofen – Johanna
Schreiner: [m:uv] mittendrin und unverhüllt
– zeichnung und mehr / bis 7. November |
Rathaus Bobingen – 100 Jahre Weltkrieg /
bis Januar 2015 | Schaezlerpalais – JauFoto: A.R. Jenchen
me Plensa: Das Geheimherz / bis 25. Januar
bis 21.12.
2015 // 66. Große Schwäbische kunstausstellung / ab 29. November | Schwäbische Galholbeinhaus – Unter dem Titel »Zwei
erie Oberschönenfeld – 404 Fabian Hesse
Welten« zeigt Nezaket Ekici noch bis zum
21. Dezember eine Auswahl ihrer Arbei/ bis 7. Dezember | Schwäbisches Volkten im Holbeinhaus. Sie setzt sich mit den
skundemuseum Oberschönenfeld –
Unterschieden von Kulturen auseinander,
Göttliches Kind: Jesuskinder als Seelentröster
arbeitet mit alltäglichen Dingen und lässt
und Wallfahrtsziel / ab 30. November | Sisi
sich von Architektur und Orten zu ihren
Schloss Aichach – Sisi. Fernweh einer KaiWerken inspirieren. Dabei lässt die Künstleserin / bis 2. November | space2b – Scissabob:
rin immer wieder Welten aufeinanderpral66anthecities. Roadtripfotos durch die USA /
len und geht an Grenzen. Auch überführt
| Staatsgalerie im
bis 1. November
sie in ihren Arbeiten zweidimensionale
Glaspalast – Jörg Immendorf: Versuch AdGemälde aus der Kunstgeschichte in lebenler zu werden / bis 17. Mai 2015 | tim – Elvira
dige Performances.
Rodriguez Puerto: Ganz in Weiß / bis 1. März |
unterer Rathausflez – In Memoriam. / bis 14. November | VHS – Werkschau Aquarellmalerei // Gertrud Pöllmann: Wunderwelt / bis 27. Februar 2015 | WEltladen – Schule und soziale Arbeit im Sahel / bis 29. November
www.a3kultur.de
KABARETT
1. bis 30. November
MARKUS LÜPERTZ
14
Aus Merkel wird keine Rampensau
Körpersprache-experte und infotainer Stefan verra im interview mit a3kultur
Arkadien
unser körper sagt nichts, spricht aber umso
mehr – und das auch noch entwaffnend ehrlich.
Stefan Verra entschlüsselt unsere Mimik, gestik
und Haltung und gibt Tipps, wie wir uns und
andere besser verstehen. Die Vorträge und Shows
des österreichers begeistern jährlich zehntausende Teilnehmer. er ist Dozent an der Steinbeis
Hochschule berlin, gastreferent an diversen universitäten, autor (im Januar erscheint sein neues
buch »Hey, mein körper spricht!«), unternehmenscoach und TV-experte. zurzeit lebt der gefragte
fachmann in München. kurz vor dem Tourstart
seines Programms »ertappt! wenn der körper
spricht« nahm sich Stefan Verra zeit für ein
interview. Die Fragen stellte Patrick Bellgardt.
verlängert bis
16. November
Stefan, kannst du überhaupt noch in ein Gespräch gehen,
ohne die Körpersprache deines Gegenübers genau unter
die Lupe zu nehmen?
Du fragst, ob ich ein Psychopath bin (lacht). Nein,
ernsthaft: Ich habe keinen zusätzlichen Sinneskanal oder so etwas, allerdings ist bei mir die Wahrnehmung der Körpersprache ein wenig detaillierter
als bei anderen Menschen. Es ist aber nicht so, dass
ich jeden Gesprächspartner von oben bis unten
scanne und auf nichts mehr anderes achte.
12. September bis 9. November 2014
GA L E R I E N OAH
Beim Glaspalast 1 | 86153 Augsburg | T 0821-8151163 | F 0821-8151164
www.galerienoah.com | Di–Do 11–15 Uhr; Fr/Sa/So/Feiertage: 11–18 Uhr
Da gehen dir doch sicher viele potenzielle Auftraggeber
verloren …
Ich lehne unglaublich viele Aufträge ab, weil Menschen zu mir kommen, die etwas aus sich machen
möchten, das nicht in ihrer Persönlichkeit steckt.
Da bin ich einfach zu sehr der Wissenschaft verhaftet. Eine Angela Merkel wird man beispielsweise auch nicht zur Rampensau machen können.
Schwäbische Galerie
im Volkskundemuseum
Oberschönenfeld
404
Fabian Hesse
Sind Frauen oder Männer empfänglicher für körpersprachliche Signale?
Kunstpreisträger des Bezirks Schwaben 2013
Schwäbische Galerie im
Volkskundemuseum Oberschönenfeld
03. Oktober: 3D-Druck-Workshop
mit F. Hesse, (nur m. Anmeldung)
Oberschönenfeld 4, 86459 Gessertshausen
Tel. (0 82 38) 30 01-0, svo@bezirk-schwaben.de
Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr, montags
geschlossen. An allen Feiertagen geöffnet.
12. und 26. Oktober,
jeweils 15 Uhr: Sonntagsführung
19. Oktober, 15.00 – 16.30 Uhr:
Familienführung mit
kreativem Gestalten
www.bezirk-schwaben.de
www.a3kultur.de
Nehmen wir einmal das konkrete Beispiel erstes Date: Ist
hier die verbale oder die nonverbale Kommunikation entscheidend?
Eindeutig die nonverbale Kommunikation. Die
Verhaltensforschung weiß, dass die Persönlichkeit beim Verlieben nahezu keine Rolle spielt.
Wir verlieben uns blitzschnell und sind uns dessen gar nicht bewusst. Da spielt die Körpersprache eine ganz starke Rolle. Die viel zitierte Liebe
auf den ersten Blick gibt es also wirklich. Dasselbe gilt übrigens für Bewerbungsgespräche: Die
erste Entscheidung fällt binnen Sekunden, erst
später findet das Vernunfthirn rationale Gründe,
warum es klug ist, gerade diese Person einzustellen oder eben nicht.
Dein Programm »Ertappt! Wenn der Körper spricht«
könnte man neudeutsch als »Infotainment« bezeichnen.
Bist du mit dieser Zuschreibung einverstanden?
Ja, allerdings mit einer Zusatzbemerkung: Ich
wehre mich ganz stark gegen das häufig auch
durch die Medien verbreitete »verpsychologisierte«
Halbwissen zum Thema Körpersprache. Meine
wichtigste Aufgabe ist es, dem Publikum klarzumachen, was ein Mythos und was tatsächlich wissenschaftlich haltbar ist. Ich bin der Meinung, dass
Menschen am leichtesten lernen, wenn sie lachen.
Das ist meiner Ansicht nach auch das Erfolgsgeheimnis meines Programms: Am Ende des Abends
gehst du raus, hast unglaublich viel gelacht und
ebenso viel gelernt.
Auf seiner Facebook-Seite www.facebook.com/stefanverra
gibt Stefan Verra wöchentlich neue Tipps zur Körpersprache.
Die Videos behandeln Themen wie Augenkontakt, Maniküre oder Schlurfen und sind kostenlos abzurufen. Am 26.
November um 20 Uhr gastiert der sympathische Österreicher mit seinem Programm »Ertappt! Wenn der Körper
spricht« im Spectrum. www.spectrum-club.de
KABAReTT im NovemBeR
Bis 7. Dezember 2014
www.schwaebisches-volkskundemuseum.de
Haftet jedem Menschen naturgegeben eine bestimmte
Körpersprache an?
Ein Großteil unserer nonverbalen Kommunikation ist genetisch festgelegt. Wenn jemand ein eher
zurückhaltender Mensch ist, wirst du das bei ihm
nicht grundlegend ändern können. Nur einen kleinen Teil können wir bewusst steuern. Und das ist
der Bereich, worüber ich in meinen Shows spreche.
Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass man mit
viel Coaching jede mögliche körpersprachliche
Persönlichkeit annehmen könne.
Frauen! Über ihre Sinnesorgane können Frauen
detailliertere Informationen entschlüsseln und
damit auch feine körpersprachliche Signale. Das
gilt nicht für alle, aber im Schnitt können sie
das besser. Dabei wäre es für jeden Menschen
wichtig, sich damit zu beschäftigen. Denn Studien belegen eindeutig, dass Menschen, die auf die
Körpersprache achten, erfolgreicher sind. Privat
und beruflich!
Sa 01.11. kreSSleSMüHle – Die Buschtrommel:
Schonungslos 20:00
Mi 05.11. ParkTHeaTer – Carmela de Feo: Träume
und Tabletten 19:30
Do 06.11. STaDTHalle gerSTHofeN – Chris Boettcher: Spieltrieb 19:30 | kreSSleSMüHle – Tilmann Birr: Holz und Vorurteil 20:00
fr 07.11. kreSSleSMüHle – Matthias Matuschik:
Heilige Scheiße 20:00
Sa 08.11. kreSSleSMüHle – Faltsch Wagoni: Ladies first, Männer Förster 20:00
So 09.11. PfarrzeNTruM ST. MicHael/aicHacH
– Die Well Brüder aus dem Biermoos 18:00 |
kreSSleSMüHle – Die Lästerschwästern: Best Off
18:00 | ParkTHeaTer – Alfons: Mein Deutschland 19:30
Mo 10.11. SPecTruM – Bill Mockridge: Was ist Alter? 20:00
Mi 12.11. SPecTruM – Luise Kinseher: Ruhe bewahren! 20:00
Do 13.11. STaDTHalle gerSTHofeN – Mehlprimeln: Mit Spott und Satire durch 2014 19:30 |
kreSSleSMüHle – Chin Meyer: Reichmacher! Reibach sich wer kann! 20:00
fr 14.11. kreSSleSMüHle – Nico Semsrott: Freude
ist nur ein Mangel an Information 20:00
Sa 15.11. ParkTHeaTer – Cavewoman: One Woman Show in Sachen Mann-Frau-Beziehung 19:30 |
koNgreSS aM Park – Frank-Markus Barwasser
alias Erwin Pelzig: Pelzig stellt sich 20:00
So 16.11. kreSSleSMüHle – Michael Krebs: Zusatzkonzert 18:00
Mo 17.11. kreSSleSMüHle – Kültürtage: Unterwegs in Klischees 20:00
Di 18.11. ParkTHeaTer – Die Leipziger Pfeffermühle: Drei Engel für Deutschland 19:30
Do 20.11. STaDTHalle gerSTHofeN – Perlinger,
Fitz, Moresco: Weiberpower pur 19:30 | SiNgolD-
DoNNeRSTAG 13.11.
 19:30
STaDTHalle gerSTHofeN – Einmal
bissig-hintergründig, einmal wehmütig
blicken die Mehlprimeln mit ihrem neuen
Programm »Mit Spott und Satire durch
2014« auf den Zustand zwischen Schattenkabinett und Schattentheater, medialer
Mobilmachung und meditativem Rückwärtsgehen. (Foto: Rainer Martini)
Halle bobiNgeN – Chris Boettcher: Spieltrieb
19:30 | kreSSleSMüHle – Pigor singt. Benedikt
Eichhorn muss begleiten: Volumen 8 20:00
fr 21.11. kreSSleSMüHle – Mistcapala: Wurst
statt Käse 20:00
Sa 22.11. ParkTHeaTer – Georg Ringswandl:
Mehr Glanz! 19:30 | kreSSleSMüHle – Team &
Struppi: Die Machtergreifung 20:00
So 23.11. kreSSleSMüHle – HG Butzko: Super Vision 18:00
Mi 26.11. kreSSleSMüHle – Kültürtage: Döner
mit Sauerkraut 20:00 | SPecTruM – Stefan Verra:
Ertappt! Wenn der Körper spricht 20:00
Do 27.11. SPecTruM – Andreas Rebers: Rebers
muss man mögen 20:00
fr 28.11. kreSSleSMüHle – Schwarze Grütze:
Endstation Pfanne 20:00
Sa 29.11. kreSSleSMüHle – Till Reiners: Da bleibt
uns nur Wut 20:00
So 30.11. abraxaS/Der rabe – Comedy Lounge
mit Michi Marchner 19:30
15
KlASSIK & JAZZ
1. bis 30. November
Pflichttermine
Das neue DmG-Programm ist da
lgheri
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Fruch rlot und Sy m leicht wü ten
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In Aug
Am 30. November begrüßen die Kooperationspartner DMG und Theatergemeinde das erlebenswerte Signum Quartett mit Werken von Haydn, Janácek und Beethoven unter dem
Titel »Licht und Schatten«. Ort: Kleiner Goldener Saal, Beginn: 11 Uhr. (Foto: Irène Zandel)
»Poetisch«, so betitelt die in Augsburg ansässige
Deutsche Mozart-Gesellschaft (DMG) ihr soeben
gestartetes Programm 2014/15. Also lassen wir
uns verführen und besuchen das erste Konzert der
Reihe am letzten strahlenden Sonntagvormittag,
den dieser Herbst zu bieten hat. Die Sonne steht
tief und kraftvoll am Himmel und führt das Kommando im Kleinen Goldenen Saal. Manche Herren
an der südlichen Fensterseite streifen ihr Jackett
ab und posieren lässig wie auf einer Hollywoodschaukel. Das Programm verspricht heute »Virtuoses saitenweise«. Zu Gast sind Tae-Hyung Kim, ein
ebenso junger wie vielversprechender Pianist aus
Korea, und seine Landsfrau, die Geigerin Jehye Lee.
Ihr liegt das hiesige Klassikpublikum spätestens
seit ihrem Soloauftritt in Peter Konwitschnys
Janácek-Inszenierung »Jenůfa« zu Füßen, mit der
das Theater Augsburg gerade Erfolge feiert.
Das Programm startet Ort, Zeit und Anlass gerecht
mit Franz Schuberts Violinsonate in A-Dur, seinem »Grand Duo«. Schon die ersten Takte zeigen
in elegant swingender Manier, wie die Künstler
das Konzert angehen werden, nämlich ausgeschlafen, lustvoll und bisweilen sanft versonnen.
Auch die Teamarbeit klappte.
Matinee gelten. Alles ist etwas lockerer, nicht so
steif und knöchern wie oft genug bei Abendkonzerten. Alles in allem machte dieser Einstieg in das
neue Programm Lust auf die kommenden Termine.
Für viele Anwesende war jedoch das zweite Stück
der Höhepunkt des Vormittags. Lee interpretierte
Eugène Ysaӱes Sonate Nr. 3 op. 27 für Solovioline,
genannt »Ballade«, mit größtmöglicher Zuneigung und ganzem Herzen. Auch hier bewies diese
ausgezeichnete Künstlerin ihr großes Verständnis
für den Klang des frühen 20. Jahrhunderts und
ihr Talent fürs Expressive. Lang anhaltender
Applaus und zahlreiche Bravorufe lagen folgerichtig schon in der Luft, bevor das furiose Stück sein
dramatisches Ende fand.
So hält Dr. Jürgen Hillesheim, der charmanteste
Schalk der Augsburger Literaturwissenschaft, einen
Vortrag im Rahmen des DMG-Programms. Sein
Thema »Frivole Verwandtschaften – Die Zyklisierung in Mozarts Da Ponte-Opern« wird ihm sicher
gut gelingen. Die Staatsbibliothek lädt dazu am 4.
Dezember ab 18:30 Uhr auf ihre Baustelle und
beschließt damit den diesjährigen Programmteil.
Wie soll gegen diesen Sturm nun Mozarts e-MollSonate, gewidmet einer greisen Kurfürstin,
ankommen? Muss sie zum Glück erst gar nicht. Die
Dramaturgie der Programmauswahl folgte nämlich den Gesetzen, die eben für eine gelungene
Das kommende Jahr wird natürlich vom 64. Deutschen Mozartfest dominiert, das in Augsburg
zwischen dem 7. und 17. Mai gefeiert wird und
sich ganz dem Thema »Mozart und die Klarinette«
widmet. Viel Vergnügen! (Jürgen Kannler)
S
POLI
VINO
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67 Au 6 Uhr
1
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nzel-S – 19.30 / S / 70 02 9
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Mo – F
polis.
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www
Alle Termine der DMG-Saison 2014/15 finden Sie unter:
 www.mozartgesellschaft.de
Die KULTURTERMINE präsentiert Ihnen:
KLASSiK im NovemBeR
Sa 01.11. 12 aPoSTel kircHe – Portale öffnen sich
zu anderen Welten, mit Stephanie Knauer (Klavier)
und Isabell Münsch (Gesang) 19:00 | eV. erlöSerkircHe/baD wöriSHofeN – Vuimera:
Stille im Raum. In Dir 19:30
Mo 03.11. koNzerTSaal/lMz – Seraphin Trio
20:00
SoNNTAG 30.11.
19:30
koNgreSS aM Park – Zum ersten Adventswochenende feinste Blechblaskunst
erleben: Das Stuttgart Brass Quartett setzt
sich aus Musikern hochkarätiger Orchester zusammen. In ihrer neuen Adventsgala, mit der sie erstmals auf Tour gehen, präsentiert das Ensemble die ganze Bandbreite
des Repertoires von Barock bis Jazz, von
Klassik bis Weihnachtslied und sorgt damit für festliche, schwung- und stimmungsvolle Stunden.
Di 04.11. HoffMaNNkeller – Auxburg Jam Session 20:30
fr 07.11. STaNDeSaMT – Casanovas Frauen, mit
Stefanie Knauer (Klavier) und Sarah M. Newman
(Sopran) 19:30
Sa 08.11. MozarTHauS – Liederabend von F. Schubert 19:00
So 09.11. ST.MoriTz kircHe – Celestial Harmonies, 17. Benefizkonzert zugunsten der Steinmayer
Orgel 16:00 | kaTH. Heilig kreuz kircHe – Heilig Kreuzer Spuren zu großen Musikern, mit Musica Suevica Chor 16:00 | fuggerei/leoNHarDkaPelle – Die Fugger und die Musik: PlingPlong,
Musik für Lochbandspieluhr und Gitarre 17:00 |
kleiNer golDeNer Saal – Projekt Mozart Sinfo-
s Stadtsparkasse
Augsburg
nien 25, mit Leopold Mozart Kammerorchester
17:00
Di 11.11. koNgreSS aM Park – 2. Sinfoniekonzert:
Hörnerklang 20:00
Mi 12.11. koNgreSS aM Park – 2. Sinfoniekonzert: Hörnerklang 20:00
fr 14.11. MozarTHauS – Geburtstagskonzert:
Hausmusik bei Leopold 19:00
Sa 15.11. golDeNer Saal – Con gran affetto: Cellomusik für Julius Berger 20:00
So 16.11. MaN MuSeuM – Opera Brass 11:00 | eV.
Heilig-kreuz – Lions-Benefizkonzert: Bach &
Händel 18:00 | STaDTHalle gerSTHofeN –
Nacht der Operette 19:00
Mo 17.11. PuPPeNkiSTe – Wolfgang Lackerschmied & Low Blow 20:30 Di 18.11. HoffMaNNkeller – Auxburg Jam Session
Mi 19.11. MozarTHauS – Mozartstädter musizieren im Mozarthaus 18:00
Do 20.11. koNzerTSaal/lMz – Gitarrenabend
19:30
fr 21.11. koNzerTSaal/lMz – Dozentenkonzert
des LMZ 19:30 | eukiTea – Saitenzauber: Uschi
Paar (Harfe) und Dino Contenti (Contrabass) 20:00
Sa 22.11. zeugHauS – Canzone 11: Sie & Er 19:00
So 23.11. STaDTHalle gerSTHofeN – Familienkonzert der Augsburger Philharmoniker: Peter
und der Wolf 15:00 | fugger- uND welSer erlebNiSMuSeuM – Die Fugger und die Musik: Message in a bottle, Musik von Legnani bis Sting 19:00
| ParkTHeaTer – Passo Avanti: Delikatessen
19:30
Mi 26.11. ParkTHeaTer – Zauber des Belcanto:
Große italienische Operngala 19:30
Do 27.11. koNzerTSaal/lMz – Kammermusik
für Oboe 19:30
Sa 29.11. ParkTHeaTer – Benefizkonzert der Hessingpark-Clinic, mit Juan José Chuquisengo (Klavier) und Teresa Schwamm (Viola) 19:30
So 30.11. kleiNer golDeNer Saal – Signum
Quartett: Licht und Schatten, mit Werken von L. v.
Beethoven, J. Haydn, L. Janáček 11:00 | MozarTHauS – Schubertiade 17:00 | SYNagoge – Im
Schatten der Macht, Bayerische Kammerphilharmonie mit den Werken von M. Weinberg, D. Schostakowitsch, F. Schrecker 18:00 | koNgreSS aM
Park – Adventsgala mit dem Stuttgart Brass Quartett 19:30
+++ Das Seraphin-Trio (Foto) präsentiert zusammen mit Ludwig Schmalhofer (Viola) am 3.
FESTLICHE
ADVENTSGALA
Stuttgart Brass Quartett
November um 20 Uhr ein Konzert zum RichardStrauss-Jahr im Konzertsaal des Leopold-MozartZentrums. Neben Strauss’ Sonate für Violine und
Klavier Es-Dur op. 18 erklingen unter anderem
Werke von Paul Ben-Haim und Hans MüllerOertling. +++ Stefanie Knauer (Klavier) und Sarah
M. Newman (Sopran) spielen am 7. November um
19:30 Uhr ihr neues Programm »Casanovas
Frauen« im Standesamt Augsburg. +++ Am 16.
November um 18 Uhr lädt der Lions Club Augsburg Elias Holl zum benefiz-weihnachtskonzert
in die Ev. Heilig-Kreuz-Kirche. Die Leitung des
Abends, an dem unter anderem die Augsburger
Domsingknaben mitwirken, hat Wilhelm F.
Walz. Karten gibt es unter:  www.theatergemeinde.org +++ canzone 11, ein junges Vokalensemble aus München, singt am 22. November
um 19 Uhr Werke mit und ohne Klavier zum
Thema »Sie & Er« im Musiksaal des Zeughauses.
 www.canzone11.de +++ »Im Schatten der
Macht« – unter diesem Motto steht das Programm der bayerischen kammerphilharmonie
am 30. November um 18 Uhr in der Synagoge.
Dialog-Saal im Kongress am Park Augsburg
Sonntag, 30. November 2014
19.30 Uhr
Tickets von 28 € bis 35 €
Karten unter: 08 21 – 7 77-3410
Eine Veranstaltung von
Kulturmarketing München
www.kulturmarketing-muenchen.de
Unter der Leitung von Gabriel Adorjan (Foto) werden Werke von Mieczyesław Weinberg, Dimitri
Schostakowitsch und Franz Schreker dargeboten.  www.kammerphilharmonie.de +++
www.a3kultur.de
DESIGN
Der König von Augsburg persönlich zu Gast
In dem Laden werden an den Kleiderstangen aus
Birkenästen und auf den Regalbrettern aus alten
Holzkisten T-Shirts, Tanktops und Sweater präsentiert, die mit ihren Prints für ein Schmunzeln
sorgen und das repräsentieren, was die beiden
Köpfe hinter dem Label, Fabian Frei und Wolfgang
Schimpfle, auf ihrer Homepage versprechen: »Kleidung für freshe Individuen, die ein besonderes
Lebensgefühl tragen wollen«. Degree versteht sich
dabei als »Kombination aus unglaublich scharfer
Kleidung und deren fairer Herstellung«.
Intensive Handwerkskunst
Textilmarkt im tim am 22. und 23. November
Scharf und fair
Für Fabian Frei und Wolfgang Schimpfle von Degree Clothing
ist eine ökologische und faire Produktion keine Imagestrategie oder
Marketingfrage, sondern der einzige Weg, Kleidung herzustellen
Text von Mariella Hosp, Foto: Frauke Wichmann
bedruckt«, erklärt Fabian den Produktionsablauf.
Nach dem Eintreffen in Augsburg legen die Jungs
selbst Hand an und veredeln ihre Stücke noch
mit verschiedenen bunten Details wie aufgenähten Taschen und Ärmelapplikationen. Wer sich
von den flinken Fingern überzeugen möchte,
sollte einfach einen Blick in den Laden werfen,
der Verkaufsraum, Produktionsstätte und Büro
in einem ist. Im Schaufenster wird die aktuelle
Kollektion präsentiert und an den Arbeitstischen
im hinteren Teil entstehen die Entwürfe. Hier
wird auch der Onlineshop betreut, der Papierkram erledigt und an der Nähmaschine gerattert.
Winterkollektion mit Glühweinpulli
Für Fabian und Wolfgang, die mitten im Masterstudium Umwelt- und Verfahrenstechnik stecken, ist »die ökologische und faire Produktion
keine Imagestrategie oder Marketingfrage, sondern eine Selbstverständlichkeit und der einzige
Weg, Kleidung herzustellen, die sich mit guten
Gewissen tragen lässt. Die Shirts und Sweater
sind aus Bambusviskose, PET- und baumwollverschnittrecycelten Fasern und werden von GOTSund Fair-Wear-zertifizierten Produzenten in
Portugal und der Türkei hergestellt und in Berlin
www.a3kultur.de
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Die neueste Errungenschaft ist eine mechanisch
betriebene Strickmaschine älteren Modells, auf
der die Mützen für die anstehende Winterkollektion entstehen. Erste Prototypen sind fertig und
von der ersten Masche bis zur letzten Verschlussnaht selbst gemacht. Neben den Mützen wird es
in der Winterkollektion auch neue Shirts und
Sweater geben. Was man sich unter einem »Glühweinpulli« vorstellen darf, wollten die beiden
allerdings noch nicht verraten. Mit der kalten
Jahreszeit hat dann auch das Kopfzerbrechen
über den T-Shirt-Print »Wenn Bayern ein Meer
haette …« ein Ende und Degree zeigt mit dem
Slogan »Weil Bayern Berge hat« neue Horizonte
auf. Die aktuelle Kollektion und die anstehende
Winterkollektion gibt es im Degree-Showroom,
im Onlineshop und bei Titus.
Ziel ist es, die Produktion der DegreeKollektionen in die Region zu verlegen
Für die Zukunft haben Fabian und Wolfgang
ambitionierte Pläne. Ihr Ziel ist es, die Produktion der Degree-Kollektionen in die Region zu verlegen und auch die Rohstoffe von hier zu
beziehen. Dass dies möglich ist, zeigt die Erfolgsgeschichte von Sina Trinkwalder und ihrer Marke
manomama.
Wo sich die Jungs in einigen Jahren selbst sehen?
– »zwischen Red Bull und Gopro … bloß fair und
mit Respekt gegenüber der Umwelt«. Unterstützt
werden Fabian und Wolfgang mit ihren ehrgeizigen Zielen von einem ganzen Team an
Extremsportlern, bestehend aus Boardern,
Surfern, Bikern, BMXern und Freeskiern, die ausgestattet mit den Shirts und Sweatern das Image
des Freestyle-Labels aus Augsburg in die ganze
Welt tragen. Wen wundert es bei so viel kreativem und sportlichem Input, dass Degree nicht
nur Kleidung, sondern auch Longboards im Sortiment hat, die natürlich in der Region produziert werden.  www.dgr-clothing.de
57 Kunsthandwerker, Textilkünstler und Modemacher aus sechs Ländern präsentieren jeweils
von 9 bis 18 Uhr ihre Arbeiten im Textil- und
Industriemuseum. Ausgefallene Kreationen wie
dreidimensionale Teppiche oder lebensgroße
Tiertrophäen aus Filz oder Schmuck aus verstricktem Golddraht sind hier ebenso zu finden
wie traditionelle Handweberei oder Klöppelspitzen, Nützliches und Tragbares von Jacken und
Schals bis zu Hüten, Taschen, Spielzeug und
Accessoires.
Foto: I. Misiak
Einen weiteren optischen Anziehungspunkt
gewinnt der Markt durch die Drachen-Installation »In die Luft gebaut« der österreichischen
Künstlerin Anna Rubin und die Ausstellung »Zerbrechlicher Halt« von Traudel Lindauer mit
zarten Objekten aus pflanzlichen Materialien. In
der Filzwerkstatt gibt es Workshops für Erwachsene und im Museum können Kinder beim Stoffdruck selbst kreativ werden.
 www.textilmarkt-im-tim.de
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Gaskessel Augsburg
August-Wessels-Str. 30 I Augsburg
©Jaume Plensa, Courtesy Galerie Scheffel, Bad Homburg
Seit August bereichert der Showroom von
Degree Clothing am Oberen Graben die Augsburger Modeszene. In den kleinen Laden
drängten sich am Eröffnungstag rund 200
Gäste, unter denen sich hoher Besuch befand.
Der König von Augsburg höchstpersönlich
mischte sich unters Volk, um zu sehen, was aus
dem Label wurde, für dessen Durchbruch er in
gewisser Weise mitverantwortlich war – denn
so richtig ins Rollen kam alles 2013 mit dem
»König von Augsburg« T-Shirt, das sich im
Degree-Onlineshop und bei Titus zu einem Verkaufsrenner entwickelte. Seither versorgt
Degree Clothing die Fuggerstädter mit exklusiver ökologisch und fair produzierter Kleidung.
1. bis 30. November
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Kunst und Fotos
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