close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

25/14 Getreide, Raps und Grünland für den Winter rüsten - Beiselen

EinbettenHerunterladen
∙∙∙ kompetent beraten – eigene Feldversuche - Grundlage unserer Empfehlungen ∙∙∙
Pflanzenbau Aktuell Nr. 25/2014
Getreide, Raps und Grünland für den Winter rüsten
Getreide – Bekämpfung von Virusvektoren im Herbst
Durch die anhaltend warme Witterung im Oktober hat der Zuflug von Blattläusen und Zikaden stark
zugenommen. Die Virusüberträger wandern aus den befallenen Mais- und Grünlandbeständen nach der
Ernte in die grünen Gerstenflächen ab. Besonders Frühsaaten in warmen, windstillen Lagen sind
gefährdet.
Blattläuse übertragen vorwiegend das Gelbverzwergungsvirus der Gerste (BYDV). Zu
Vegetationsbeginn im Frühjahr deutlich an der gelblichen Verfärbung der Blätter und Kümmerlingen zu
erkennen. Diese Symptome treten in kreisrunden Nestern auf. Dagegen übertragen Zikadenarten meist
das Weizenverzwergungsviurs (WDV), dessen Auftreten sich innerhalb der Drillreihe durch
Kümmerpflanzen ebenfalls im Frühjahr bemerkbar macht.
Die Schadschwelle bei Blattläusen als Virusüberträger liegt bei 10 befallenen Pflanzen/m2. Eine
Indikation zur Zikadenbekämpfung in Wintergetreide liegt derzeit nicht vor. Kontrollieren Sie deshalb Ihre
Flächen regelmäßig auf Schädlingsbefall, so dass Sie rechtzeitig mit Insektiziden auf Befallsdruck
reagieren können.
Insektizid
max. zugel.
Aufwandmenge
in l bzw. kg/ha
Wirkstoff
Wirkstoffgehalt
in g/l od. kg
Bulldock
0,3
betaCyfluthrin
25
Decis flüssig
0,3
Deltamethrin
25
Fastac SC Super Contact
0,125
Karate Zeon
0,075
Sumicidin Alpha
0,2
Esfenvalerat
50
Trafo WG
0,15
lambdaCyhalothrin
50
alphaCypermethrin
lambdaCyhalothrin
100
100
zugel.
Anwendungszeitraum
Nach
Schadschwelle
Nach
Schadschwelle
Nach
Schadschwelle
Nach
Schadschwelle
Nach
Schadschwelle
Nach
Schadschwelle
zugel. gegen
(Indikation)
zugel.
Anwendungen
Blattläuse als
Virusvektoren
Blattläuse als
Virusvektoren
Blattläuse als
Virusvektoren
Blattläuse als
Virusvektoren
Blattläuse als
Virusvektoren
Blattläuse als
Virusvektoren
1
1
2
2
3
2
Getreide - Düngung der Wintergerste
Durch den relativ nassen Spätsommer, die erheblichen Bodenverdichtungen vor allem in den
Fahrspuren sowie die teilweise geringen noch pflanzenverfügbaren Stickstoffmengen im Boden, ist eine
mineralische Düngegabe zu Wintergerste sinnvoll, insbesondere wenn das Stroh der Vorfrucht nicht
abgefahren wurde. Da die Wintergerste, im Gegensatz zu Winterweizen, die Ährenanlagen schon jetzt
bildet, wirkt sich ein Nährstoffmangel im Herbst direkt auf den Ertrag aus. Zur ammoniumbetonten
N-Düngung eignen sich NPK 5-16-24 sowie NPK 11-8-16, je nach Nährstoffbedarf. Viehlose Betriebe,
bei denen das Stroh auf dem Feld verbleibt, sollten beispielsweise PK 20-20 zum Nährstoffausgleich
einsetzen.
Außerdem reagiert besonders Wintergerste positiv auf eine Mikronährstoffdüngung. Vor allem
Mangan, Zink und Kupfer tragen zur Verbesserung der Winterhärte und kräftigeren Wurzelbildung bei.
Daher empfehlen wir in Kombination mit einer Herbizid-/Insektizidmaßnahme ab BBCH 13-29 (3- bis 6Blattstadium):
 1,0-1,5 l/ha BeiselenTOP GetreideMix
 2-3 l/ha BeiselenTOP Mangan 150 oder 1,0-1,5 l/ha BeiselenTOP Mangan 235
Copyright © Beiselen GmbH . Alle Rechte vorbehalten . Keine Weitergabe an Dritte!
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko
∙∙∙ kompetent beraten – eigene Feldversuche - Grundlage unserer Empfehlungen ∙∙∙
Getreide – Spätsaat Winterweizen
Bitte achten Sie bei Spätsaaten auf die Sortenwahl (Spätsaatvertäglichkeit, Ertragstyp,…) sowie eine
angepasste Saatstärke. Pauschal erhöhte Saatstärken sind nicht automatisch von Vorteil, da die höhere
Pflanzenanzahl später zu einer Konkurrenzsituation um Wasser und Nährstoffe führen kann. Generell
sollte Winterweizen mit mindestens zwei Blättern in den Winter gehen, da in diesem Stadium auch das
Wurzelsystem ausreichend ausgebildet und die Nährstoffaufnahmemöglichkeit sichergestellt ist.
Getreide – Herbizide für die Herbstanwendung in Dinkel
Herbizid
max. zugel. Aufwandmenge
in l bzw. kg/ha
Axial 50
0,9
Boxer/Filon
5,0
Herold SC
0,5 – 0,6
Lexus
0,02
Stomp Aqua
3,5
zugel. Anwendungszeitraum
NAH
13-29
VA;
bis 5 Tage n. d. Saat
NAH
10-13
NAH
13-29
VA & NAH
Zielpflanzen
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, keine Unkräuter
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Jährige Rispe,
Unkräuter (außer Kamille)
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Jährige Rispe,
Unkräuter
Ackerfuchsschwanz, Windhalm,
Unkräuter (außer Klettenlabkraut)
Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Unkräuter
Raps – Düngung
Stickstoffmangel in Winterraps zeigt sich an der Aufhellung des Bestandes. Verfärben sich einzelne
Blätter rot, kann von einem erheblichen Mangel ausgegangen werden. Eine bedarfsgerechte Düngung
sollte also auch hier noch im Herbst eingeplant werden, damit auch schwächer entwickelte Bestände mit
acht Blättern den Winter erreichen. Achten Sie ebenfalls auf eine ausreichende Schwefelversorgung der
Schläge, besonders auf leichten, sandigen Böden. Eine Blattdüngung mit Mikronährstoffen wie
beispielsweise Bor, macht den Raps zusätzlich fit für den Winter. Ab dem 4- bis 6-Blattstadium
empfehlen wir:
 1,0-2,0 l/ha BeiselenTOP Bor 150 oder
 2,0-3,0 l/ha BeiselenTOP RapsMix
Machen Sie Ihr Grünland winterfest und fit für den guten Start ins Frühjahr
Denken Sie vor dem Winter auch an ihre Grünlandflächen. Die Bestände sollten mit max. 5-7 cm
Wuchshöhe in den Winter gehen. Wird die Grasnarbe zu weit zurückgeschnitten, gehen wichtige
Reservestoffe verloren. Bleiben die Bestände allerdings zu lang, stirbt überschüssiges Pflanzenmaterial
im Laufe des Winters ab und bietet Schneeschimmel und Fusarien einen hervorragenden Nährboden
bzw. erstickt die darunterliegende Grasnarbe. Werden Flächen bereits dieses Jahr nicht mehr genutzt,
sollte noch ein letzter Pflegeschnitt (mulchen oder mähen) erfolgen. Auf eine gute Befahrbarkeit der
Fläche muss jedoch unbedingt geachtet werden. Von Nachsaaten sollte zu diesem Zeitpunkt, trotz
günstiger Witterung, abgesehen und lieber das kommende Frühjahr genutzt werden.
Copyright © Beiselen GmbH . Alle Rechte vorbehalten . Keine Weitergabe an Dritte!
Alle Angaben wurden nach bestem Wissen erstellt. Die Umsetzung erfolgt auf eigenes Risiko
Document
Kategorie
Gesundheitswesen
Seitenansichten
11
Dateigröße
219 KB
Tags
1/--Seiten
melden