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Handel - Südwestfälische Industrie

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Südwestfälische
Wirtschaft
www.sihk.de
Das Magazin der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen
70. Jahrgang
November 2014
Handel
Konjunktur
Erwartungen brechen ein
Ausbildungsdialogtour
Ministerium vor Ort
Weltmarktführer
Region zeigt Stärke
www.seeberger.net
SIE FINDEN UNS
AUF ALLEN STRASSEN.
UND HIER.
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Wir liefern hochwertige Rohrprodukte „Made in Germany”. In Längen von 2 bis 500 mm,
in fast jedem Durchmesser und jeder Wandstärke, bis hin zu Vollmaterial. Und so vielfältig
die Möglichkeiten, so vielfältig sind auch die Einsatzmöglichkeiten: Wir produzieren für den
Maschinenbau, die Bau- und Kunststoffindustrie, die Elektro- und Medizintechnik, die Luft- und
Raumfahrttechnik, sowie die Kosmetik- und Automobilindustrie. So finden Sie uns zum Beispiel
auch auf allen Straßen – in nahezu jedem Fahrzeug.
Was können wir für Sie tun? Fordern Sie uns. Wir freuen uns darauf.
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
trauert um ihren
Ehrenpräsidenten
Harald Korte
* 04.10.1934
† 24.10.2014
Harald Korte hat mit großer Schaffenskraft und hohem persönlichen Einsatz die
Wirtschaft im Märkischen Südwestfalen vertreten. Seine gradlinige Haltung, sein
offenes Wort, seine Sachkunde und sein gesellschaftspolitisches Verantwortungsbewusstsein haben den Stil der SIHK in der Zeit seiner Präsidentschaft von 1995
bis 2007 geprägt. Er war eine Persönlichkeit mit hohen geistigen und menschlichen
Gaben.
Südwestfälische Wirtschaft Foto Titel: © Monkey Business - Fotolia.com; SIHK
Harald Korte hat sich sehr für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik in Südwestfalen eingesetzt, um die Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu verbessern. 2008 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Sein besonderes Engagement galt der Ausbildung junger Menschen, der Kooperation von Wirtschaft und Hochschule besonders in den technischen Verbundstudiengängen der Fachhochschule Südwestfalen, die ihn zum Ehrensenator ernannt hat.
Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen schuldet ihrem Ehrenpräsidenten Harald Korte Dank und Anerkennung über den Tod hinaus. Das
Gedenken an diesen hervorragenden Menschen wird uns Vorbild und Ansporn sein.
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Harald Rutenbeck
Präsident
Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick
Hauptgeschäftsführer
November 2014
1
INHALT
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10
11
Trübe Aussichten
Ernst-Schneider-Preis
Erfolgreich ausbilden
In der südwestfälischen Wirtschaft läuft
es im Herbst 2014 trotz noch guter Lagebeurteilungen nicht mehr rund. „Die
Verunsicherung der heimischen Wirtschaft ist in den Sommermonaten stark
gewachsen“, so SIHK-Präsident Harald
Rutenbeck: „Umsatz und Beschäftigung
entwickelten sich bis in den Sommer
hinein zwar weiter positiv, aber durch
die krisenhafte weltwirtschaftliche Gemengelage trübt sich in der heimischen
Wirtschaft die Stimmung deutlich ein
und der Aufschwung kam zur Jahresmitte zum Erliegen.“
Im größten deutschen Wettbewerb
für Wirtschaftspublizistik, dem von
den IHKs ausgeschriebenen ErnstSchneider-Preis, sind in Leipzig die
Preise verliehen worden. Die Artikel,
Hörfunkstücke und Filme thematisierten technische Veränderungen,
Digitalisierung und fortschreitende
Globalisierung. 27 Beiträge waren
nominiert. Die besten überzeugten
durch großartige Recherchen, kluge Einordnung und originelle Erzählideen.
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) des Landes
NRW suchte das Gespräch mit Unternehmern vor Ort, um herauszufinden
wo genau die Probleme bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden
liegen. „Eine zentrale Herausforderung stellen die zunehmenden Matchingprobleme am Ausbildungsmarkt
dar. Betriebe klagen über Schwierigkeiten, geeignete Jugendliche für ihre
Ausbildungsstellen zu finden. Auf der
anderen Seite gibt es noch zu viele
Jugendliche, denen der Einstieg in
eine betriebliche Berufsausbildung
nicht unmittelbar gelingt“, so SIHKBildungsgeschäftsführer Haensel.
SPEZIALTHEMA
Trotz des gebremsten Verkaufsflächen- und Umsatzwachstums
im Handel drängen immer neue Anbieter auf den Markt. Jeder
will ein Stück vom Kuchen abhaben. Dabei werden die Stücke
für die Einen immer größer, andere bekommen nur noch Krümel
ab.
Im stationären Einzelhandel kann man Waren anfassen, anprobieren, ausprobieren – und wird zudem noch gut beraten. Es
gibt also zahlreiche Argumente gegen den reinen Onlinehandel.
Doch auch die stationären Einzelhändler haben längst erkannt,
dass sie „online“ nicht nur präsent sein müssen, sondern dort
auch gute Geschäfte machen können.
Schaut man sich die großen Gewinner im Handel an, so haben
sie alle eines gemeinsam: Sie sind groß geworden, weil sie
schnell waren und ihr Wissen über den Kunden effektiv eingesetzt haben. Dabei gibt es keinen Unterschied zu seinerzeit den
SB-Märkten, den Kauf- und Warenhäusern oder den Shoppingcentern auf der Grünen Wiese: Sie gehen gezielt auf Kundenbedürfnisse ein und bieten dem Kunden Mehrwerte entweder
über niedrige Preise, ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis,
2
November 2014
eine besonders breite und vielfältige Sortimentsauswahl, überraschende Kundenservices oder die Nutzung technologischer
Entwicklungen. Heute sowie gestern und morgen gilt das
Motto: Der Kunde ist König. Der Händler muss immer auch
Trendforscher sein und seine Zielgruppe genau kennen. In unserer immer stärker pluralisierten Gesellschaft wächst die Herausforderung stetig seine Zielgruppe zu finden und in dieser
Nische eine Strategie zu entwickeln.
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Südwestfälische Wirtschaft Foto: Ernst-Schneider-Preis, Köln, Mar; © Rob Stark - Fotolia.com
Handel
INHALT
FORUM
Konjunktur: Lage noch gut – Erwartungen brechen ein
Neun Preise für besten Wirtschaftsjournalismus
Ausbildung: Der Schuh drückt – aber wo genau?
Starke Typen
Für EMAS sprechen gute Gründe
Energiewende in NRW: Mehr Schatten als Licht
Veranstaltungskalender
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11. November 2014
Umwelt-Update: Neuigkeiten
im Umweltrecht
SIHK zu Hagen, 9-17 Uhr
Telefon 02331 390-272
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11. November 2014
Automotive-Konferenz China
SIHK zu Hagen, 14-18 Uhr
Telefon 02331 390-224
SÜDWESTFALEN
Aktuelle Kurzinformationen
FÜR DIE PRAXIS
Außenwirtschaft · Preise
Steuern und Finanzen
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IHK-WELT
Aktuelle Veranstaltungen und Nachrichten
Bekanntmachung · Aus Berlin und Brüssel
Weiterbildung
Erfahrungsaustausch
Wirtschaftsjunioren
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SPEZIAL
Duftende Blaufichte mit echten Kerzen und in Rot
Schöne neue Welt des Einzelhandels
Mit gutem Service und Vertrauen punkten
Das kommt an: Individuelle und kreative Geschäftsideen
Warten auf die ersehnte Eröffnung
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41
43
45
47
19. November 2014
Mittendrin statt nur dabei –
Wirtschaft und Energiewende
mit NRW-Umweltminister
Johannes Remmel
SIHK zu Hagen, 17.30 Uhr
Telefon 02331 390-208
4. Dezember 2014
SIHK-Jahresveranstaltung
mit Bundeswirtschaftsminister
Sigmar Gabriel
Theater Hagen, 15.30 Uhr
E-Mail jahresveranstaltung@
hagen.ihk.de
15. Dezember 2014
Lohnsteuer aktuell
SIHK zu Hagen, 9-12 Uhr
Telefon 02331 390-337
15. Dezember 2014
Reisekosten aktuell
SIHK zu Hagen, 13-16 Uhr
Telefon 02331 390-337
BÖRSEN/REGISTER
Existenzgründung
Kooperation
Insolvenzen
Verbraucherpreisindex · Impressum
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REGIONALE WIRTSCHAFT
Südwestfälische Wirtschaft
Made in Südwestfalen
Aus Unternehmen/Persönliches
Neue Produkte
Zu allen Veranstaltungen sind
Unternehmer und Führungskräfte herzlich eingeladen. Nähere
Informationen und Anmeldungen
unter den jeweiligen Telefonnummern. Weitere Veranstaltungen
finden Sie unter www.sihk.de. Q
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54
58
MAGAZIN
Sport
Kultur
Reisen
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60
62
www.sihk.de
November 2014
3
SPEKTRUM
SIHK: Positive Signale
vom Ausbildungsmarkt
Hans-Peter Rapp-Frick die leichten Veränderungen im Ausbildungsmarkt zu deuten. Dies ist auch für viele heimische Unternehmen von großer Bedeutung, denn
die betriebliche Berufsausbildung ist der
wichtigste Weg zur Fachkräftesicherung
in der Region. Vor dem Hintergrund des
hohen Industriealsierungsgrades in der
Region ist es besonders erfreulich, dass
74 zusätzliche Ausbildungsplätze im gewerblichen Bereich besetzt werden konnQ
ten.
Mit dem SIHK-Ausbildungs-Signet 2015
um den Fachkräftenachwuchs werben
SIHK-Hotline zur
Unternehmensnachfolge
Die
Südwestfälische
Industrie- und Handelskammer zu Hagen macht
durch das AusbildungsSignet das vorbildliche
Engagement der aktiven
SIHK-Ausbildungsbetriebe
sichtbar, die als attraktive
Arbeitgeber für ihren eigenen Nachwuchs an Fachund Führungskräften sorgen. „Das ‚Wir
bilden aus‘-Signet schafft Vertrauen und
ist zugleich auch ein Qualitätsmerkmal
eines Unternehmens, dass sich um die
Am Donnerstag, 20. November, hat
die Südwestfälische Industrie- und
Handelskammer zu Hagen (SIHK) von
9 bis 17 Uhr ihre Telefon-Hotline zum
Thema Unternehmensnachfolge geschaltet.
Unter den Rufnummern 02331 390284 (Dienstleistung und Handel) und
02331 390-291 (Industrie) beantworten
die SIHK-Experten Bettina Michutta und
Franz Auer Fragen von Interessenten, die
einen Betrieb übernehmen wollen oder
die einen Nachfolger auf dem ChefsesQ
sel suchen.
Ausbildung des eigenen
Facharbeiternachwuches
kümmert“, davon ist SIHKBildungsgeschäftsführer
Thomas Haensel überzeugt.
Unternehmen, die das
Ausbildungssignet auf ihrer Internetseite präsentieren möchten oder es
anders einsetzen möchten, können es
als pdf-Datei bei der SIHK zu Hagen, Jens
Tempelmann, Telefon 02331 390-369,
tempelmann@hagen.ihk.de, anfordern. Q
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen
Hauptgeschäftsstelle
Bahnhofstraße 18
58095 Hagen
Telefon 02331 390-0
Fax
02331 13586
4
November 2014
Geschäftsstelle Lüdenscheid
Staberger Straße 5
58511 Lüdenscheid
Telefon 02351 9094-0
Fax
02351 9094-21
Geschäftsstelle Iserlohn
Gartenstraße 15-19
58636 Iserlohn
Telefon 02371 8092-0
Fax
02371 8092-80
Geschäftsstelle Ennepe-Ruhr
Pregelstraße 2
58256 Ennepetal
Telefon 02333 6030820
Fax
02333 6030902
Südwestfälische Wirtschaft Foto: SIHK
Die betriebliche Berufsausbildung hat
für die Schülerinnen und Schüler im Bezirk der Südwestfälischen Industrie- und
Handelskammer zu Hagen (SIHK) nicht
an Strahlkraft verloren. Trotz rückläufiger
Zahlen bei den Schulabgängern verzeichnet die SIHK mit 3.463 neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen zum Erfassungsstichtag 30. September exakt
dieselbe Zahl wie im Vorjahr, während
es im Land Nordrhein-Westfalen einen
leichten Rückgang um 3,6 Prozent gibt.
Besonders positiv ist aus Sicht der SIHK,
dass 130 neue Ausbildungsbetriebe im
Jahr 2014 gewonnen werden konnten.
„Die vielen Angebote der beruflichen
Orientierung öffnen den Schülerinnen
und Schülern die Augen für die vielfältigen und qualitativ hochwertigen Ausbildungschancen in der Region und helfen ihnen den Übergang von der Schule
in die berufliche Bildung zu meistern“,
weiß SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. h.c.
SPEKTRUM
Mittendrin statt nur dabei –
Wirtschaft und Energiewende
Von der Politik werden ehrgeizige Ziele zum Schutz des
Klimas, zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur
Verbesserung der Energieeffizienz formuliert. Doch eine
unkoordinierte
Umsetzung
und zahlreiche Eingriffe in den
Markt haben die Kosten der
Energiewende deutlich in die
Höhe getrieben und den Druck
auf die Wirtschaft erhöht. Das müssen
die Kunden im Netzgebiet der Enervie
AssetNetWork GmbH derzeit schmerzhaft erfahren. Am 19. November um
17.30 Uhr wird sich Johannes Remmel,
Umwelt- und Klimaschutzminister des
Landes NRW, in der SIHK einer Diskussion über die Rolle der Wirtschaft in
der Energiewende stellen. Die Energiewende stellt unsere Unternehmen einer-
SIHK-Jahresveranstaltung
mit Minister Sigmar Gabriel
seits vor enorme Herausforderungen, anderseits bieten
sich gute Chancen in neuen
Geschäftsfeldern. In der Öffentlichkeit wird aber eher
eine ablehnende Haltung der
Wirtschaft wahrgenommen,
obwohl sich die Unternehmen
vielfältig für einen effizienten
Energieverbrauch engagieren.
Die Veranstaltung „Mittendrin
statt nur dabei – Wirtschaft und Energiewende“ der Industrie- und Handelskammern in NRW beleuchtet die Rolle
der Wirtschaft in der Energiewende und
die Wahrnehmung dieser Position in der
Politik.
Information und Anmeldung unter
www.sihk.de/energie (Dok.-Nr. 125449)
oder telefonisch bei Frank Niehaus unter
Q
02331 390-208.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Bündnis 90/Die Grünen; SPD; © Torbz - Fotolia.com
Hoher Bedarf
an Sachverständigen
Der Bundesgesetzgeber hat die Industrie- und Handelskammern ermächtigt,
Sachverständige öffentlich zu bestellen
und zu vereidigen, wenn sie auf einem
speziellen Sachgebiet den Nachweis
besonderer Fachkenntnisse erbracht
haben. Dieser Personengruppe kommt
eine besondere Bedeutung zu, denn sie
erstatten für die Wirtschaft, Gerichte, Behörden und Privatpersonen Gutachten,
Stellungnahmen etc., die als Grundlage
für die Bewertung von Sachverhalten und
vor allem Schadensereignissen dienen.
In der letzten Zeit hat die SIHK vermehrt
festgestellt, dass ein großer Bedarf an
Sachverständigen auf den Gebieten der
Heizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik (Raumlüftung), Sanitärtechnik
besteht. Diese fehlen jedoch im Kammerbezirk, es kommt aktuell zu Wartezeiten
von einem Jahr und mehr. Wer aufgrund
seiner bisherigen Tätigkeit Interesse an
einer öffentlichen Bestellung zum Sachverständigen in diesem Bereich hat, kann
sich bei der SIHK bei Carmen Knollmann,
Q
Telefon 02331 390-230, melden.
Sigmar Gabriel,
Bundesminister für
Wirtschaft und Energie, hält die Festansprache auf der
64. Jahresveranstaltung der Südwestfälischen Industrieund Handelskammer zu Hagen (SIHK)
am 4. Dezember
um 15.30 Uhr im Theater Hagen.
Die Anliegen und Probleme der Unternehmen im Märkischen Südwestfalen
wird zuvor SIHK-Präsident Harald Rutenbeck darlegen, vor allem im Hinblick auf
die drohenden steigenden Energiekosten, hervorgerufen durch den drastischen
Anstieg der Netzentgelte im Märkischen
Südwestfalen. Und auch die Versorgung
der Unternehmen mit einem leistungsfähigen Internet wird im Mittelpunkt stehen: „Ein langsamer Internetanschluss
ist im privaten Umfeld zumeist vor allem ärgerlich, im Geschäftsleben kann
er zur Existenzfrage werden. Während
ein Internetzugang mit mindestens 16
Mbit/s in vielen Regionen Deutschlands
zur Selbstverständlichkeit geworden ist,
zeigt der SIHK-Breitbandatlas ein anderes Bild: Jedes sechste Unternehmen
hat eine Download-Bandbreite von weniger als 2 Mbit/s zur Verfügung“, so der
SIHK-Präsident.
Das Schlusswort vor den traditionell mehr als 1.000 Gästen aus der
Wirtschaft und dem öffentlichen Leben spricht SIHK-Hauptgeschäftsführer
Q
Hans-Peter Rapp-Frick.
Lehrgang zum
„Industriemeister
Elektrotechnik plus“
Die südwestfälische Industrie- und
Handelskammer zu Hagen bietet einen
IHK-Lehrgang „Geprüfter Industriemeister, Fachrichtung Elektrotechnik, in Hagen an. Für diesen Samstagslehrgang
ab dem 22. November (Dauer zwei Jahre)
sind noch Plätze frei.
Infos und Anmeldung: Edward Dzierzkowski, Telefon 02331 390-352, E-Mail
Q
dzierzkowski@hagen.ihk.de.
November 2014
5
6
November 2014
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © alphaspirit - Fotolia.com
FORUM
Konjunktur: Lage noch gut –
Erwartungen brechen ein
SIHK-Präsident Rutenbeck: „Das Schöne an Erwartungen ist,
dass sie nicht eintreffen müssen.“
aber keine Rezession.
Die Geschäftsentwicklung verlief im
ersten Halbjahr 2014 recht stabil. Immerhin noch 34 Prozent bewerten die
Geschäftslage derzeit mit gut, während es
im Januar noch 39 Prozent waren. Über
schlechte Geschäfte berichten sogar nur
12 Prozent, zwei Prozentunkte weniger als
zu Jahresbeginn. Aber in fast allen Wirtschaftsbereichen ist nach dem „Boomjahr“ 2013 seit den Sommermonaten
eine konjunkturelle Abkühlung spürbar.
Die Erwartungen sind eingebrochen. Der
Anteil derjenigen, die in den nächsten 12
Monaten eine schlechtere Geschäftsentwicklung erwarten, verdreifachte sich seit
Jahresbeginn auf 27 Prozent. Aufgrund
der rapide gesunkenen Erwartungen fiel
der IHK-Konjunkturklimaindex seit Jahresanfang um 24 Punkte auf jetzt 103 Punkte
und liegt damit deutlich unter dem langjährigen Mittel von 110 Punkten.
SCHWANKENDE ORDER –
SINKENDE MARGEN
Immer kürzere Orderfristen und stark
schwankende Ordervolumina verringern
die Planungssicherheit und fordern höhere Flexibilität bei sinkenden Margen. Der
Wettbewerbsdruck nimmt auf wieder enger werdenden Märkten zu. Die Auftrags-
lage und die noch gute Kapazitätsauslastung (83 Prozent) entwickeln sich seit zwei
Monaten rückläufig. Parallel dazu steigen
die Kosten bei Löhnen, Rohstoffen und
Energie, die aufgrund des Konkurrenzdrucks meist nicht weitergegeben werden
können, und die Erträge schmälern. Die
Ertragslage im Mittelstand hat sich daher
eingetrübt und engt notwendige Liquiditätsspielräume ein.
INDUSTRIE UND BAU:
SCHWIERIGERE GESCHÄFTE
Trotz Zuspitzung der geopolitischen Krisen und der zunehmenden Beeinträchtigung durch die sich ausbreitende EbolaEpidemie in Westafrika zeigt die Industrie
bislang nur wenige Blessuren. Der gesamtdeutsche Industrieumsatz stieg im
Saldo bis Ende Juli nochmals um 2,3
Prozent und im SIHK-Bezirk trotz des frühen Ferienbeginns bis Ende August sogar
um 3,0 Prozent auf über 14,2 Milliarden
Euro, während in NRW bereits ein schwacher Rückgang von 0,5 Prozent eintrat.
Mit Beginn der Ferien ist allerdings eine
merkliche Beruhigung bei Auftragseingängen und Produktion eingetreten. „Das ist
zur Zeit noch keine dramatische Entwicklung, aber Anschluss- und Neuaufträge
gehen zurück und bereiten Sorgen“, so
Südwestfälische Wirtschaft
In der südwestfälischen Wirtschaft
läuft es im Herbst 2014 trotz noch guter Lagebeurteilungen nicht mehr rund.
„Die Verunsicherung der heimischen Wirtschaft ist in den Sommermonaten stark
gewachsen“, fasst Harald Rutenbeck,
Präsident der Südwestfälischen Industrieund Handelskammer zu Hagen (SIHK), die
aktuellen Ergebnisse der Herbstumfrage
bei 200 Unternehmen mit 33.000 Beschäftigten zusammen. „Umsatz und Beschäftigung entwickelten sich bis in den
Sommer hinein zwar weiter positiv, aber
durch die krisenhafte weltwirtschaftliche
Gemengelage trübt sich in der heimischen
Wirtschaft die Stimmung deutlich ein und
der Aufschwung kam zur Jahresmitte zum
Erliegen.“ Nach kräftigen Rückgängen bei
Auftragseingängen und Industrieproduktion im August sehen die exportorientierten Firmen das internationale Umfeld mit
zunehmender Sorge. Das Wachstum der
Schwellenländer und des Welthandels hat
sich verlangsamt, die Erholung in Europa
lässt weiter auf sich warten. Dazu kommt
ein gehöriges Maß an krisenbedingter
geopolitischer Unsicherheit im Nahen
Osten, Russland/Ukraine und Nord- bzw.
West-Afrika. Demgegenüber ist einzig auf
die Binnenwirtschaft derzeit noch Verlass. Die SIHK erwartet in den nächsten
Monaten eine Konjunkturabschwächung,
November 2014
7
FORUM
VERBRAUCHER:
KAUFLAUNE BRICHT EIN
Unsicherheit und Angst um den Euro,
eine „an der Nulllinie kratzende Inflation“
und diverse Preissenkungsrunden haben
über einen längeren Zeitraum im Handel
die Bereitschaft zum Kauf teurer Güter
wie Einrichtungen, Autos oder Elektronik
gefördert. Mit Qualität und Markenpflege,
aber auch mit stark reduzierten Preisen
konnten die Händler bis Ende August landesweit ordentliche Umsätze (nominal
+ 2,1/real + 1,5 Prozent) generieren, die
allerdings kaum zu Ertragssteigerungen
führten. Die internationalen Konflikte und
die pessimistischen Meldungen aus der
Wirtschaft schlagen sich allmählich auf
die bisher ungebrochene Verbraucherlaune der Deutschen nieder, die nach GfKMeldungen schwindet. Im August sind
8
November 2014
SIHK-Präsident Harald Rutenbeck (re.) kommentiert die Ergebnisse der Konjunkturumfrage.
die Konjunkturerwartungen und der Konsumklimaindex des GfK-Instituts so stark
eingebrochen wie nie zuvor, ein erster
Hinweis darauf, dass die Verbraucher angesichts der krisenhaften Gemengelage
ihr Geld künftig mehr zusammenhalten.
Gleichwohl bleiben die wichtigsten Rahmenbedingungen – ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Einkommen und stabile
Preise – für den privaten Konsum günstig.
Bei 60 Prozent der Einzelhändler, aber 93
Prozent der Großhändler gestalteten sich
die Geschäfte befriedigend oder besser,
und 16 bzw. 28 Prozent erwarten eine
Eintrübung. Kaum anders sieht es im
Kfz-Handel aus, der unter starken Überkapazitäten leidet, und auch mit großen
Rabatten den erforderlichen Mengenabsatz bisher nicht erreichen konnte. Das
Dienstleistungsgewerbe
„schwimmt“
noch im Fahrwasser der stabilen Industriekonjunktur und wird ebenfalls durch
die Kauflaune gestützt. 93 Prozent berichten von guten oder befriedigenden
Geschäften. Gegenüber dem Vorjahr (13
Prozent) und Jahresbeginn (21) erwarten
jetzt bereits 36 Prozent einen schlechteren Konjunkturverlauf in den nächsten
Monaten. Während Verkehr und Lagerei
erneut unter stark steigenden Energiepreisen, sinkenden Margen und zunehmenden Personalproblemen leiden,
schraubt erstmals auch das Kreditgewerbe seine Erwartungen deutlich zurück.
Die unternehmensnahen und personenbezogenen Dienstleister erwarten eine
Beruhigung, aber keinen Einbruch ihrer
Geschäfte. Informations- und Kommunikationsdienstleister hoffen ihr hohes
Niveau in den nächsten Monaten halten
zu können.
ERWARTUNGEN VON
PESSIMISMUS GEZEICHNET
Die anhaltende Wachstumsschwäche
im Euroraum, ein schwächeres Wachstum in China sowie die geopolitischen
Krisen sorgen für ein eingetrübtes außenwirtschaftliches Umfeld und belasten
zunehmend Exporte und Investitionstätigkeit. Die Binnennachfrage wird trotz guter
Arbeitsmarktlage und Lohnsteigerungen
von einem zunehmenden Pessimismus
geprägt, weshalb die Wirtschaftsdynamik
im kommenden Jahr unter Druck gerät.
Wirtschaft, Entscheidungsträger und
Verbraucher werden nervöser, die Politik
hektischer. „In der Summe leiden darunter natürlich auch die Wirtschaftsperspektiven im exportabhängigen Südwestfalen, aber überzogener Pessimismus
hilft in dieser Situation nicht weiter und
behindert aktive Gegenmaßnahmen“, so
SIHK-Präsident Rutenbeck. Sorge bereiten insbesondere die fehlenden Wachstumsimpulse aus Europa, ohne die auf
dem Heimatmarkt kein dauerhafter dy-
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar
Rutenbeck. In der märkischen Industrie
werten daher gegenüber dem Jahresbeginn unverändert 37 Prozent der Betriebe
ihre Geschäftslage als gut. Die weltweiten
Turbulenzen hinterlassen aber auch bei
den südwestfälischen Industriekapitänen
Spuren der Verunsicherung, denn bereits
jetzt rechnen über 23 Prozent – nach
weniger als 4 Prozent im Januar – mit
schlechteren und insbesondere schwieriger werdenden Geschäften.
Für das Baugewerbe startete das Jahr
2014 mit mildem und „offenem“ Wetter,
so dass viele Bauprojekte ohne „Winterunterbrechung“ fortgeführt werden
konnten und zu höheren Umsätzen als in
einem normalen (kälteren) Winter führten. Die Lagebeurteilungen fallen daher
ausschließlich befriedigend und besser
aus. Jetzt scheint die Neubau- und Modernisierungswelle abzuebben oder doch
auf hohem Niveau nicht mehr steigerbar
zu sein, und – zwar dringend notwendige – Infrastrukturprojekte sind nicht oder
nur zögerlich in unzureichender Höhe in
Sicht. Die Erwartungen sind abgestürzt
und ein Drittel der Baubranche rechnet
mit schlechteren Geschäften in 2015.
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FORUM
Angebot trifft Nachfrage
– mitten im Geschehen
namischer Aufschwung gelingen dürfte.
Die heimischen Unternehmen sehen
dabei die größten Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Betriebe
in den kommenden Monaten in einem
sinkenden Inlands- (48) und Auslandsgeschäft (49), steigenden Energie- und
Rohstoffpreisen (52) sowie unzureichenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (59 Prozent). Fachkräftemangel (27), steigende Arbeitskosten (32),
Finanzierung (10) und Wechselkurse (10)
sind derzeit von nachrangiger Bedeutung.
EXPORT VERLIERT
AN STÄRKE
Südwestfälische Wirtschaft
Die Vielzahl aktueller internationaler
Krisenherde verunsichert insbesondere
die deutsche Exportwirtschaft. Die Weltwirtschaft wächst, aber sie entwickelt
sich zögerlicher als erwartet. Wachstumsimpulse kommen gegenwärtig vor allem
von den Vereinigten Staaten und einigen
Schwellenländern Asiens. Die Erholung
im Euroraum kommt dagegen nicht voran.
Die außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind somit insgesamt ungünstiger als bisher angenommen. Die Probleme in Europa und die Unsicherheit über
die gesamtwirtschaftlichen Perspektiven
in China, Indien und Russland belasten
das Exportgeschäft der Wirtschaft im
Märkischen Südwestfalen.
Angesichts dieser Unsicherheiten in
den Zielländern befürchtet die heimische
Wirtschaft zwar einen Exportrückgang,
trotzdem wird die Ausfuhr die konjunkturelle Entwicklung in der Region weiter
stützen. 21 Prozent (Jahresbeginn 10)
der Industrieunternehmen rechnen mit
geringeren Exporten, 75 Prozent (86) mit
gleichbleibenden oder höheren Auslandsgeschäften in den nächsten Monaten.
Bis einschließlich August 2014 nahmen
die Exportumsätze bei Unternehmen mit
50 und mehr Beschäftigten gegenüber
dem bereits hervorragenden letzten Jahr
nochmals um 3,0 Prozent (NRW plus 0,3
Prozent) auf 5,8 Milliarden Euro zu. „Die
außenwirtschaftlichen Vorzeichen sind
zwar schwieriger geworden, aber insbesondere in Europa, Nordamerika, China
und Indien sieht die heimische Wirtschaft
weiteres Potenzial“, so Rutenbeck.
SINKENDE
INVESTITIONSBEREITSCHAFT
Trotz aktuellem Niedrigzinsumfeld und
wenig problematischer Kreditversorgung
hinterlassen die deutlich ruhiger verlau-
fenden Geschäfte bereits erste Spuren
in der Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Märkische Wirtschaft
befindet sich im Umfeld der unsicheren
Erwartungen in einer „zögerlichen“ Phase
des Abwartens und Aufschiebens. Nur
noch 29 Prozent – nach 35 Prozent zu
Jahresbeginn und 31 Prozent vor einem
Jahr – planen höhere Investitionen. Die
Planungen beziehen sich in allen Wirtschaftsbereichen im Wesentlichen auf
Ersatzbedarf (73 Prozent) und Rationalisierung (45) sowie mit gewissem Abstand auf Investitionen in neue Technik
(34). Um den drohenden Wachstumsrückgang zu stoppen, sieht Rutenbeck
wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf
zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Investitionen der Wirtschaft
und der öffentlichen Hand, und fordert
schnelle steuerliche Investitionsanreize,
zum Beispiel die Wiedereinführung der
degressiven steuerlichen Abschreibung.
Für die Wirtschaft haben Planbarkeit und
Sicherheit für mehr Investitionen höchste
Priorität.
[wfb]
Fachmesse für Werkzeugund Formenbau
17. und 18. Juni 2015
Siegerlandhalle, Siegen
www.wfb-messe.de
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ARBEITSMARKT TROTZT
DER KRISENSTIMMUNG
Die Arbeitslosigkeit im märkischen
Südwestfalen ist im Jahresverlauf um
2,9 Prozent auf 30.437 Arbeitslose Ende
September 2014 gesunken. Gleichzeitig
hat sich der Aufbau der Beschäftigung
in der Region moderat fortgesetzt. Die
konjunkturelle Abkühlung der letzten Wochen macht sich am Arbeitsmarkt bisher
nur marginal bemerkbar, da der Arbeitsmarkt der Konjunktur gewöhnlich erst
mit etwa einem halben Jahr Verzögerung
folgt. Die positiven Tendenzen setzten
sich – zwar verlangsamt – bis in den
Spätsommer fort, die Dynamik schwächt
sich aber zunehmend ab und die sonst
übliche Belebung nach der Sommerpause fällt schwächer aus als in den Vorjahren. Derzeit hinterlässt der Arbeitsmarkt
aber noch einen stabilen Eindruck. „Die
Beschäftigungspläne der Firmen werden
zwar vorsichtiger, sind aber eindeutig auf
Beschäftigungssicherung und Halten der
Stammbelegschaften ausgerichtet“, betont der SIHK-Präsident. Für die kommenden zwölf Monate beabsichtigen nur noch
14 Prozent der Unternehmen zusätzliche
Kräfte einzustellen. 64 Prozent wollen ihren jetzigen Mitarbeiterstand halten und
nur 22 Prozent planen einen Personalabbau. Der komplette 130. KonjunkturbeQ
richt: www.sihk.de, Dok.-Nr. 2791.
Rudolf Wittig
November 2014
9
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Veranstaltungen der
November
Carl Hanser Verlag GmbH
& Co. 2014
KG
9
FORUM
Neun Preise für besten
Wirtschaftsjournalismus
Im größten deutschen Wettbewerb
für Wirtschaftspublizistik, dem von den
IHKs ausgeschriebenen Ernst-SchneiderPreis, sind am 6. Oktober in Leipzig die
Preise verliehen worden. Mehr als 400
Gäste aus Wirtschaft, Politik und Medien
waren der Einladung der drei sächsischen
IHKs in die Media City Leipzig gefolgt. Sie
sahen eine glänzend aufgelegte Maybrit
Illner, die durch den Abend führte. Illner
gelang es, die unterschiedlichen Beiträge der Autoren inhaltlich zu verknüpfen.
„Reden wir nicht immer vom Wandel?“,
fragte sie, „und davon, die folgenreichen
Umbrüche in der Wirtschaft den Menschen zu erklären.“
Die Artikel, Hörfunkstücke und Filme
thematisierten technische Veränderungen, Digitalisierung und fortschreitende
Globalisierung. 27 Beiträge waren no-
10
November 2014
miniert. Die besten überzeugten durch
großartige Recherchen, kluge Einordnung
und originelle Erzählideen. Illner rief prominente Laudatoren auf die Bühne, die
in den Jurys gearbeitet hatten und die
Entscheidungen begründeten, unter anderem die Intendantin des MDR, Prof. Karola Wille, und den Intendanten von Radio
Bremen, Jan Metzger. Hans Leyendecker,
der große investigative Zeitungsjournalist, zeichnete die Gewinner der überregionalen Printmedien aus. Die Chefin
von Phoenix, Michaela Kolster, würdigte
die Preisträger in der Kategorie Große
Wirtschaftssendung. Die Gewinner des
Journalistenpreises der deutschen Wirtschaft hatten sich gegen rund 1.000
Mitbewerber durchgesetzt.
Die Preisträger des Jahres 2014 im
Überblick:
Wirtschaft Online: Nadine Oberhuber,
Marlies Uken und Sascha Venohr, „DispoProjekt“, Zeit Online.
Wirtschaft in regionalen Printmedien:
Tiemo Rink, „Die Spuren der Arbeit“, Der
Tagesspiegel.
Wirtschaft in überregionalen Printmedien: Anita und Marian Blasberg, „Warum
muss Joy hungern?“, Zeit.
Förderpreis für Nachwuchsjournalisten:
Antonia Bauer, „Dein Spiegel“.
Hörfunk Kurzbeitrag: Martina Meißner, „1863: Gründung der Farbwerke
Hoechst“, WDR.
Hörfunk Große Wirtschaftssendung: Lorenz Rollhäuser „Shoppen in China – Afrikanische Händler in Guangzhou“, NDR/
SWR.
Fernsehen Kurzbeitrag: Ines Ziglasch
und Elisa Kern, „Lehrlingsbootcamp“,
MDR.
Fernsehen Große Wirtschaftssendung:
Jo Schück, Peter Ruppert und Michael
Strompen, „Flucht in die Karibik – Die
Steuertricks der Konzerne“, ZDF.
Technik: Preisteilung: Sönke Gäthke
„Von AC zu DC. Auf dem Sprung ins
Gleichstromzeitalter“, Deutschlandfunk,
und Katharina Prokopy „Die gestrickte
Bandscheibe – Erfolg mit neuen TextiliQ
en“, SWR Fernsehen.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Wolfgang Zeyen
Die ausgezeichneten Beiträge der Preisträger überzeugten durch
gute Recherchen, kluge Einordnung und originelle Erzählideen.
FORUM
Ausbildung: Der Schuh
drückt – aber wo genau?
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) des Landes NRW
sucht das Gespräch mit Unternehmern vor Ort, um herauszufinden wo genau
die Probleme bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden liegt.
Die Ausbildungsdialogtour 2014 des
Ministeriums für Arbeit, Integration und
Soziales (MAIS) des Landes NRW führte den Leiter der Abteilung Arbeit und
Qualifizierung, Roland Matzdorf, auch
nach Hagen. Die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen, die
agenturmark und das MAIS hatten 15
Unternehmensvertreter zu einem Ausbildungsdialog in das Hagener Bildungszentrum eingeladen. Die heimischen
Unternehmen nutzten die Chance, die
besonderen Herausforderungen des regionalen Ausbildungsmarktes im märkischen Südwestfalen mit Roland Matzdorf
zu erörtern.
Dabei stand einmal mehr der sich
verändernde Ausbildungsmarkt im Mittelpunkt: Landesweit wurden weniger
Ausbildungsverträge abgeschlossen als
im Vorjahr und zugleich stieg die Zahl unbesetzter betrieblicher Ausbildungsplätze an. „Eine zentrale Herausforderung
stellen die zunehmenden Matchingpro-
Roland Matzdorf (im Bild ganz links) suchte das Gespräch mit den Unternehmern vor Ort.
bleme am Ausbildungsmarkt dar. Betriebe klagen über Schwierigkeiten, geeignete Jugendliche für ihre Ausbildungsstellen zu finden. Auf der anderen Seite gibt
es noch zu viele Jugendliche, denen der
Einstieg in eine betriebliche Berufsaus-
bildung nicht unmittelbar gelingt“, fasst
SIHK-Bildungsgeschäftsführer Thomas
Haensel die Situation zusammen. Nachwuchskräfte sind knapp – nicht nur im
Märkischen Südwestfalen. Die Schulabgänger- und Ausbildungsbewerberzahlen
DER WEG IST
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Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar (4)
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November 2014
11
FORUM
sinken im Zeichen des demografischen
Wandels. „Die Zahl der Schulabgänger
wird in den nächsten Jahren deutlich
sinken. Bis 2019 gibt es in Südwestfalen über 20 Prozent weniger Schulabgänger“, so Haensel und betonte: „Die
fehlenden Azubis von heute sind der
Fachkräftemangel von morgen.“
Die duale Berufsausbildung hat einen hohen Stellenwert in Deutschland. Mehr als die
Hälfte eines Altersjahrgangs beginnt
demnach eine Ausbildung in einem der
circa 330 nach dem Olaf Baum
Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung
(HwO) anerkannten Ausbildungsberufe.
„Ein entscheidender Vorzug des dualen
Berufsausbildungssystems ist die Nähe
zum Beschäftigungssystem. Einerseits
ermöglicht sie Unternehmen, ihren Fachkräftenachwuchs praxisnah und bedarfsgerecht auszubilden. Andererseits sichert sie den Auszubildenden hohe Übernahmequoten in Beschäftigung und ist
somit eine wesentliche Voraussetzung
für eine eigenständige Lebensführung“,
so der SIHK-Bildungsgeschäftsführer.
Deutschland verzeichnet mit unter acht
Prozent die niedrigste Jugenderwerbslosigkeit in Europa.
„Um die ausgezeichnete Facharbeiterschaft beneidet uns die halbe Welt.
Aber immer mehr Eltern wollen für ihre
Kinder das Abitur und dann das Studium“,
hat Roland Matzdorf aber einen Trend
festgestellt, der für die Wirtschaft sehr
schädlich sein kann. Denn beim „Master
statt Meister“-Trend verschärft sich der
Fachkräftebedarf dramatisch. „Künftig
wird es noch stärker darauf ankommen,
alle Potenziale – leistungsstarke wie
auch schwächere Jugendliche – für den
Ausbildungsmarkt zu erschließen, um
den Fachkräftenachwuchs für Deutschland zu sichern“, so Matzdorf.
Wie es in der Praxis aussieht, davon
berichteten sehr anschaulich die Unternehmer. „Es wird immer schwieriger
geeignete Azubis zu finden. Häufig sind
die Ergebnisse einfacher Standardtests
katastrophal und wenn man die Jugendlichen dann darauf anspricht heißt es
lapidar: Ich kann doch googlen“, berichtet
Olaf Baum von der Schnöring GmbH aus
Schalksmühle. Und auch Silke Zirkenbach, Oil-Center Zirkenbach aus Ennepetal, stellte fest, dass die kaufmännische
Grundbildung der „normalen“ Schulabgänger verbesserungswürdig ist und
sie deshalb bevorzugt
Jugendliche
von Berufskollegs
zum Vorstellungsgespräch einlädt.
Jessica Hamann,
Avery
Dennison
Material GmbH aus
Schwelm, sagt: „Wir Jessica Hamann
haben die besten Erfahrungen mit den
Jugendlichen gemacht, die sich freiwillig – also außerhalb der schulisch vorgeschriebenen Zeit – für ein Praktikum
bei uns in den Herbst- oder Osterferien
beworben haben.“
Beim Werben um
die besten Azubis
setzt die Hawker
GmbH, Hagen, seit
Jahren auf das
bewährte Konzept
„Azubis werben Azubis“. Hawker-Ausbildungsleiter Mladen
Visic: „Auf den Aus- Mladen Visic
bildungsmessen,
an denen wir uns beteiligen, haben wir
stets Azubis mit auf dem Stand, die
ganz schnell mit den Jugendlichen ins
Gespräch kommen und so für unsere
Ausbildungsberufe werben.“
Auch den Hinweis von Magdalene
Sparla, MK Technology GmbH Lüdenscheid, im Hinblick auf den Berufsschulunterricht von Fachklassen nahm
Roland Matzdorf mit nach Düsseldorf, denn: „Wir haben in diesem Jahr
keine Azubis gefunden, da es den Jugendlichen aus Lüdenscheid nicht zuzumuten ist, zweimal wöchentlich um
8 Uhr bei der Berufsschule in Düsseldorf zu sein. Hier sollte dringend
über die Möglichkeit von Blockunterrichtsphasen nachgedacht werden“, so
Q
Sparla.
Thomas Marotzke
Beratung aus erster Hand beim GRÜNDERGIPFEL NRW 2014
Experten der STARTERCENTER NRW, der Förderbanken NRW.BANK
und KfW Bankengruppe sowie des Bundeswirtschaftsministeriums stehen
an diesem Tag rund um die Themen Existenzgründung, Unternehmensentwicklung und -finanzierung zur Verfügung. Darüber hinaus haben die
Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen,
Kontakte zu knüpfen und sich von Unternehmen, die über ihre eigene
erfolgreiche Gründung berichten, inspirieren zu lassen.
Am Vorabend des GRÜNDERGIPFEL NRW 2014 wird zum dritten Mal der
GRÜNDERPREIS NRW 2014 verliehen. Der Preis zeichnet besonders
12
November 2014
erfolgreiche und innovative Geschäftsideen in NRW mit Preisgeldern von
insgesamt 20.000 Euro aus.
Veranstalter des GRÜNDERGIPFEL NRW 2014 sind das nordrheinwestfälische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand
und Handwerk gemeinsam mit der NRW.BANK, der KfW Bankengruppe
und dem Bundeswirtschaftsministerium.
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Auf dem GRÜNDERGIPFEL NRW 2014 am 14. November haben Gründungsinteressierte und Jungunternehmer die Möglichkeit, sich umfassend zu
allen Phasen der Gründung zu informieren und beraten zu lassen.
FORUM
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November 2014
13
FORUM
(v. li.) Walter Mennekes (Mennekes Elektronik GmbH & Co. KG), Ulrich Grillo, Arndt G. Kirchhoff, SIHK-Präsident Harald Rutenbeck.
Starke Typen
Bernd Martens war freigiebig. Bereitwillig verteilte das Audi-Vorstandsmitglied seine E-Mail-Adresse an die rund
200 Teilnehmer beim Tag der Weltmarktführer in Westfalen in Meschede. „Kommen Sie auf mich zu“, lockte Martens.
Der Chefeinkäufer der VW-Tochter sucht
dringend „Lieferanten, die mit uns nach
Mexiko gehen“. Im Bundesstaat Puebla
zieht Audi ein Werk hoch, in dem von
2016 an jährlich bis zu 150.000 Fahrzeuge vom Typ Q5 vom Band laufen sollen.
Den Unternehmensvertretern, die einer
Einladung der WirtschaftsWoche sowie
den Industrie- und Handelskammern in
Arnsberg, Hagen und Siegen gefolgt waren, schmeichelte die Audi-Offerte. Ohne
ihre Zuliefererteile, so die Botschaft,
läuft nichts.
LEICHTBAU
AUS MEINERZHAGEN
Zu den 142 Unternehmen in der Region Südwestfalen, die mit ihren Produkten
weltweit auf einem der ersten drei Plätze liegen, gehören etliche Mittelständler,
die mit der Autoindustrie schon dick im
Geschäft sind. Und deren Rolle als innovativer Partner wird immer wichtiger
– zum Beispiel beim Leichtbau, der beim
Erreichen ehrgeiziger Umweltziele hilft.
Hinrich Mählmann etwa, persönlich haf-
14
November 2014
tender Gesellschafter des in Meinerzhagen beheimateten Leichtbauspezialisten
Otto Fuchs, verwies darauf, dass seine
geschmiedeten Felgen bis zu 20 Prozent
leichter sind als die herkömmlich gegossenen Pendants. Das honoriert BMW,
die das Modell BMW i3 damit ausrüstet.
Auch beim Porsche 911 und 918 Spyder
kommen Fuchs-Felgen zum Einsatz.
KEINE ZU
SCHNELLE EXPANSION
Vor übereilter Expansion ins Ausland
warnte jedoch Michael Huber. Der Generalbevollmächtigte von Trilux bemängelte unter anderem fehlende Fremdsprachenkenntnisse der bodenständigen,
aber selten polyglotten Mittelständler.
Als „Weltmarktführer bei explosionsgeschützten Feuchtraumleuchten“, wie Trilux sie etwa für Waschstraßen anbietet,
könne man im Ausland punkten – „aber
nur, wenn man das auch übersetzen
kann“, so Huber augenzwinkernd. Negative Auswirkungen der Energiewende
für die deutschen Tüftler und Erfinder
kritisierte EU-Energiekommissar Günther
Oettinger. Von den 28 Mitgliedstaaten
der EU setze jeder zweite weiterhin auf
Stromerzeugung durch Kernspaltung.
„Die deutsche Ingenieurkompetenz ist
nicht mehr dabei“, bedauerte Oettinger,
der in der EU-Kommission demnächst für
digitale Wirtschaft zuständig sein wird.
Ulrich Grillo, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie,
verwies auf die negativen Folgen der
hohen Energiekosten für den Standort
Deutschland: „Eine Abwanderung industrieller Produktion findet bereits statt.
BASF und SGL Carbon investieren in den
USA, weil sie dort nur ein Viertel der
Stromkosten zahlen.“ Patrick Sensburg,
Vorsitzender des NSA-Untersuchungsausschusses im Deutschen Bundestag
und CDU-Abgeordneter für den Hochsauerlandkreis, mahnte die Mittelständler,
sorgsamer mit Entwicklungen und anderen Interna umzugehen. E-Mails müssten
verschlüsselt werden. „Ein Großteil der
mittelständischen Unternehmen macht
das nicht“, bemängelte der Jurist. Freilich: Auch ohne Cyberangriffe können
Unternehmen in die Krise fahren. So
schilderte Detlef Borghardt, Vorsitzender der Geschäftsführung beim Lkw-Zulieferer SAF-Holland aus Bessenbach bei
Aschaffenburg, wie der Konzern in der
Finanzkrise 2008/2009 ins Schlingern
kam. Seine Botschaft: auf größtmögliche
Flexibilität in der Konzernstruktur achten.
Daher bunkert SAF-Holland aktuell schon
45.000 Mehrarbeitsstunden als Puffer
Q
für schlechte Zeiten.
Thomas Glöckner, WirtschaftsWoche
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Jc
Auf dem Tag der Weltmarktführer Südwestfalen im sauerländischen Meschede diskutierten
prominente Referenten und mehr als 200 Teilnehmer über Innovationsfähigkeit, Markenbildung
sowie Strategien für Internationalisierung und Digitalisierung im Mittelstand.
FORUM
Südwestfälische Wirtschaft
Regeln für eine erfolgreiche
Nachfolge beachten
Der
Attendorner
Unternehmer Arndt G.
Kirchhoff stellte auf
dem Tag der Weltmarktführer nicht nur die
weltweit operierende
Kirchhoff Gruppe vor,
deren Geschäftsführender Gesellschafter er ist. Er gab auch einen Einblick in
die Nachfolgepolitik des Unternehmens.
Er ist zusammen mit seinen Brüdern J.
Wolfgang und Dr. Johannes F. Geschäftsführender Gesellschafter, alle haben
Kinder, die theoretisch die Nachfolge
antreten könnten. Das sei natürlich eine
besondere Spannung, wenn Familie und
Unternehmen quasi eins seien, so der
Präsident des Arbeitgeberverbandes
Metall NRW. Als er 1990 seinem Vater
Dr. Jochen F. Kirchhoff als Geschäftsführender Gesellschafter in das Unternehmen gefolgt ist, sei es noch völlig normal
gewesen, dass das Kind die Nachfolge
antritt. „Heute ist das alles nicht mehr
so einfach“, so Kirchhoff. Es gebe zehn
goldene Regeln der Nachfolge, die man
beachten sollte. „Vor dem Hintergrund,
dass gerade einmal zehn Prozent der
Familienfirmen auch noch in der vierten
Generation existieren, gilt es dringend,
nach den Ursachen für Existenzgefährdungen zu suchen.“ Ob Konflikte innerhalb der Familie oder die Frage der
familieninternen Nachfolge, es gibt verschiedene Gründe. Es sei wichtig, das
Thema mit allen Familienmitgliedern zu
thematisieren. Trotzdem sei es immer
wichtig, „die unternehmerisch dringlichen Aspekte und die vordringlich familiären Anliegen getrennt voneinander zu
betrachten und zu erörtern.“
Auch die Modalitäten zur Nachfolge
im eigenen Unternehmen sind klar. In
die Geschäftsführung darf man erst mit
35 Jahren und vorher gilt es, Erfahrungen außerhalb des Unternehmens gesammelt zu haben. „Zudem darf ein Familienmitglied im operativen Geschäft
nur in der Geschäftsführung arbeiten,
nicht in anderen Bereichen des Unternehmens.“ Zudem sei es wichtig, die
Nachfolgeentscheidung nicht alleine
intern zu treffen. „Sinnvoll ist es, externe Berater in die Entscheidungsfindung
einzubinden.“ Und man dürfe nie ganz
ausschließen, Alternativen zur familiären Nachfolge in Betracht zu ziehen. Q
Für EMAS
sprechen gute Gründe
Das Umweltmanagementsystem EMAS stand schon immer
im Schatten der internationalen DIN ISO 14.001. Dabei spricht
eine Reihe handfester Gründe für die EU-Variante.
So sind Unternehmen, die
Ausgleichsregelungen nach
dem aktuellen Erneuerbare
Energien Gesetz (EEG) in Anspruch nehmen wollen, von
der Verpflichtung ausgenommen, ein zertifiziertes Energiemanagementsystem einzuführen, wenn sie EMAS-zertifiziert
sind (§ 64 Abs.1 Nr. 3 EEG in
Verbindung mit § 64 Abs. 3
Nr. 2 EEG).
Doch zunächst ein paar grundsätzliche
Informationen: EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und basiert
auf der Verordnung (EWG) Nr. 1836/93
von 1993. EMAS II und das zurzeit aktuelle EMAS III sind Weiterentwicklungen, die
in den Verordnungen (EG) Nr. 761/2001
bzw. (EG) Nr. 1221 2009 geregelt sind.
Letztere trat im Januar 2010 in Kraft.
EMAS oder Öko-Audit bzw. EU-Öko-Audit, wie das System auch genannt wird,
zielt auf „kontinuierliche Verbesserungen
der Umweltleistung von Organisationen“
(Art. 1 EMAS III).
VIER SCHRITTE ZU EMAS
Im Wesentlichen führen vier Schritte
zur Registrierung (Art. 4 EMAS III): Am Anfang steht die Umweltprüfung, womit eine
umfassende Untersuchung der umweltrelevanten Fragen der Betriebe gemeint ist.
Es geht unter anderem um die Erfassung
des Inputs etwa von Wasser und Strom
und des Outputs wie Produkte und Emissionen in Menge, Art und zeitlichem Anfall
sowie um die Zusammenstellung der bestehenden Vorschriften und Regelungen
und die aktuelle betriebliche Organisation des Umweltschutzes.
Auf dieser Grundlage ist ein Umweltmanagementsystem einzuführen, das
zu 100 Prozent die Anforderungen von
ISO 14.001 enthält, in einigen Punkten
aber darüber hinausgeht, so bei der Mitarbeiterbeteiligung und der Kommunikation nach außen.
Es folgt die Umweltbetriebsprüfung, die das Funktionieren des Systems unter
die Lupe nimmt. Wesentliche Prüfungsfelder sind die
Umsetzung der formulierten
Umweltpolitik, der konkreten
Umweltziele und des maßnahmenorientierten Umweltprogramms. Ferner wird die
Einhaltung umweltrechtlicher
Vorschriften geprüft. Die Umweltbetriebsprüfung nimmt ein unabhängiger, staatlich zugelassener Umweltgutachter vor.
Am Ende steht die Erstellung einer
Umwelterklärung. Diese ist eine in der
ISO-Norm nicht vorgesehene umfassende Information der Öffentlichkeit und anderer interessierter Kreise zu Struktur
und Tätigkeit des Betriebs mit seinen
Umweltauswirkungen sowie zu den Umweltzielen und dem Umweltmanagementsystem. Sie enthält die Kernindikatoren:
• Energieeffizienz: jährlicher Gesamtenergieverbrauch mit Anteil der erneuerbaren Energien
• Materialeffizienz: jährlicher Massenstrom der verschiedenen Einsatzmaterialien
• Wasser: jährlicher Wasserverbrauch
• Abfall: jährliches Abfallaufkommen und
Aufkommen gefährlicher Abfälle
• Biologische Vielfalt: Flächenverbrauch
• Emissionen: jährliche Gesamtemissionen von Treibhausgasen und anderen
Emissionen
Sind diese Schritte mit Erfolg gegangen, ist die Prüfung bestanden und
die Umwelterklärung validiert, kann die
Eintragung in das öffentliche EMAS-Register erfolgen und das EMAS-Zeichen
verwendet werden. In Deutschland führen gemäß § 32 Umweltauditgesetz die
Industrie- und Handelskammern und die
Handwerkskammern das EMAS-Register.
Für NRW ist die IHK Duisburg federfüh-
November 2014
15
FORUM
rend. Die Umweltbetriebsprüfung ist regelmäßig, spätestens alle drei Jahre, zu
wiederholen und zu validieren. Die Umwelterklärung ist jährlich zu aktualisieren
und alle drei Jahre zu validieren. Kleine
und mittlere Unternehmen können bei
der Registrierungsstelle längere Validierungszyklen beantragen.
Europaweit sind gut 4.000 Organisationen (EMAS steht nicht nur Unternehmen offen) validiert, gut 1.000 davon in
Deutschland und davon wiederum mehr
als 100 in NRW. Die Zahl der Einträge
stagniert seit Jahren, was mit dem nicht
zu unterschätzenden Aufwand zu tun hat
und der Dominanz des weltweit etablierten Regelwerks ISO 14.000.
VIER GRÜNDE FÜR EMAS
tiven Image beitragen und Wettbewerbsvorteile mit sich bringen.
In einigen Fällen können EMAS-Betriebe von finanziellen und rechtlichen
Vorteilen profitieren. Ein Beispiel hierfür
wurde oben mit der EEG-Bestimmung
bereits genannt. In vielen Bundesländern
können EMAS-Betriebe darüber hinaus
bei behördlichen Leistungen Gebührenreduktionen von in der Regel 20 bis
30 Prozent erhalten, etwa im Immissi-
ons- und Abfallrecht, aber auch in den
Bereichen Wasser, Abwasser und Bodenschutz. Hinzu kommen Vorteile bei der
öffentlichen Beschaffung. Bundesweit
sind Vollzugserleichterungen im Immissions- und Abfallrecht in der EMAS-Privilegierungs-Verordnung rechtlich verankert. Somit kann EMAS also bedeuten:
Tue Gutes, und rede darüber – und verQ
bessere damit die Kasse!
Dr. Jens Ferber
EMAS-Tag in der IHK Duisburg
Am 26. November findet in der IHK
Duisburg, Mercatorstraße 22-24, von 10
bis 16 Uhr ein EMAS-Tag statt. Motto:
„Umweltmanagement: Chancen nutzen
– Vorteile bündeln.“ Im Fokus stehen Fragen, wie EMAS am besten einzuführen
ist und welche Chancen und Nutzen es
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mit sich bringt. Referenten sind unter
anderem Vertreter des Bundesumweltministeriums, des Umweltgutachterausschusses, des Deutschen Industrie- und
Handelskammertages und validierter Unternehmen. Die Teilnahme ist kostenlos,
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Dabei gibt es für das Projekt EMAS
gute betriebliche Gründe. Zum einen
sparen EMAS-Unternehmen systematisch Energie und Ressourcen und damit Geld. Auch stellt EMAS sicher, dass
alle Umweltvorschriften, einschließlich
der Genehmigungsbedingungen, eingehalten werden. Darüber hinaus können
die Betriebe mit dem EMAS-Logo ihren
Stakeholdern vor Augen führen, dass
sie ihre gesellschaftliche Verantwortung
ernst nehmen. Das Logo ist dafür ein
sichtbares Zeichen und kann zum posi-
FORUM
Energiewende in NRW:
Mehr Schatten als Licht
Die Mehrheit der Unternehmen in NRW steht der Energiewende skeptisch gegenüber.
Das geht aus dem „Energiewende-Barometer NRW 2014“ hervor, das IHK NRW vorgestellt hat.
„Die Zahlen zeigen, dass die Unternehmen dramatisch von der Energiewende
betroffen sind“, sagt Stefan Schreiber,
IHK-Federführer Energie und Klimaschutz.
In NRW bewerten rund 40 Prozent der
befragten Unternehmen die Auswirkungen
der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit als negativ oder sehr negativ.
Positive bzw. sehr positive Auswirkungen
machen dagegen nur knapp 13 Prozent
der befragten Unternehmen aus. Besonders negativ fällt die Einschätzung der
NRW-Industrieunternehmen aus. 64 Prozent schätzen die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit
als negativ oder sehr negativ ein.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die
Einschätzung der Unternehmen in NRW
weiter verschlechtert. Vor einem Jahr lag
der Anteil der Unternehmen mit einer kritischen Bewertung um neun Prozentpunkte
niedriger bei 31,8 Prozent, der Anteil mit
einer positiven Einschätzung lag mit 14,1
Prozent auf einem vergleichbaren Niveau.
Eine Ursache der anhaltenden Skepsis
insbesondere bei den Industrieunternehmen ist die Sorge um die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit. Bei den
Industrieunternehmen musste mehr als
jeder vierte Betrieb (27,4 Prozent) im vergangenen Jahr Probleme bei der Stromversorgung verzeichnen. Die Ausfälle führten
bei mehr als jedem fünften Unternehmen
(21,2 Prozent) zu einer relevanten Beeinträchtigung der Produktion. Die Zahl der
Fälle, die zu wirtschaftlichen Schäden in
den Unternehmen geführt haben, ist gegenüber dem Vorjahr (14,4 Prozent) damit
deutlich angestiegen. „Die Versorgungssicherheit leidet unter der Energiewende“,
so Schreiber, „neben den finanziellen Belastungen kommt dies erschwerend für
unsere Unternehmen hinzu“.
Aus Sicht der Unternehmen besteht
auch nach der EEG-Reform politischer
Handlungsbedarf, um die Energieversorgung sicher, bezahlbar und umweltverträglich zu gestalten. An erster Stelle sehen
die Unternehmen dabei die Notwendigkeit,
den Netzausbau weiter zu unterstützen
(78,7 Prozent). Mit dem Ziel, die Versorgungs- und Planungssicherheit zu erhöhen, setzen die Unternehmen auf eine
stärkere Abstimmung der politischen Maßnahmen (67,7 Prozent). „Die Energiewende krankt an mangelnder Abstimmung in
der Politik“, erklärt Schreiber das Ergebnis
der Befragung. „Daneben muss die Politik
dafür Sorge tragen, dass die Strompreise nicht weiter steigen und die Verbraucher entlastet werden.“ Nach den Zahlen
des Energiewende-Barometers erwarten
die Unternehmen ein stärkeres Einwirken auf die Entwicklung der Strompreise
etwa durch eine Reduktion der Steuern
und Abgaben (63,5 Prozent) sowie eine
stärkere wettbewerbliche Ausrichtung der
Strom- und Gasmärkte (61,8 Prozent).
Unter den Industrieunternehmen hat die
Senkung der Strompreise oberste Priorität
(75,5 Prozent). „Die Unternehmen werden auch selbst aktiv“, sagt Dr. Matthias
Mainz, Geschäftsführer von IHK NRW. Der
Schwerpunkt der Aktivitäten liegt dabei
auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Über die Hälfte der befragten
Unternehmen plant einen Wechsel ihres
Lieferanten oder Versorgers bzw. hat einen
solchen bereits vollzogen. Fast ebenso
viele bemühen sich um langfristige Lieferverträge und treffen Vorkehrungen gegen
mögliche Stromausfälle.
Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks sind aber auch bei über zehn Prozent Maßnahmen zur Einschränkung der
Produktion bzw. der Verlagerung von Kapazitäten ins Ausland geplant oder bereits in
der Umsetzung. „Dies zeigt deutlich, dass
für viele Unternehmen bei der Höhe der
Strompreise die Grenze der Belastbarkeit
erreicht oder bereits überschritten ist“,
so Mainz.
Seit 2012 erheben die IHKs jährlich
das Energiewende-Barometer, eine bundesweite Befragung, in der die zentralen
Auswirkungen der Energiewende aus Sicht
der Unternehmen untersucht werden. In
die Untersuchung flossen die Antworten
Q
von über 2.200 Unternehmen ein.
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November 2014
17
SÜDWESTFALEN
Energiewende – Chancen und
Herausforderungen für die Gebäudetechnik
Das Thema „Energiewende – Chancen und Herausforderungen für die Gebäudetechnik“ stand im Zentrum eines
Workshops des Vereins Gebäudetechnik
Südwestfalen e. V.. Im Rahmen eines
Impulsvortrages referierte zunächst Peter Krümmel, BDEW Bundesverband der
Energie- und Wasserwirtschaft e. V., über
Marktanforderungen und aktuelle politische Rahmenbedingungen. Die Energiewende stellt vor allem Versorgungsunternehmen vor große Herausforderungen, da
konventionelle Kraftwerke aufgrund des
Einspeisevorrangs erneuerbarer Energien
zunehmend unrentabel werden. Gleichzeitig besteht die Verpflichtung, die Versorgungssicherheit aufrecht zu erhalten.
Künftig werden Versorgungsnetze immer
stärker mit Informationsnetzen zusammenwachsen, um die vorhandenen Kapazitäten möglichst effektiv nutzen zu können.
Dabei kommt einem intelligenten Lastmanagement immer mehr Bedeutung zu.
Sebastian Redecker, EnergieAgentur.NRW,
informierte über die rechtlichen Rahmenbedingungen der Energiewende. Während
die Verschärfungen durch die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) noch
moderat ausfallen, besteht nach den Vorgaben der EU ab 2021 eine Verpflichtung
zum Niedrigstenergiegebäudestandard im
Dirk Hackenberg, Peter Krümmel, Sebastian Redecker und Anja Hundeshagen (v. li.).
Neubaubereich. Dann dürfte eine Beheizung von neuen Gebäuden mit fossilen
Energieträgern nicht mehr zulässig sein.
Der Verein Gebäudetechnik Südwestfalen e. V. sieht die Energiewende als Chance
für die Einführung innovativer Produkte,
die wesentlich zur Verbesserung der Energieeffizienz in Gebäuden beitragen. Da in
Südwestfalen eine Vielzahl von Herstellern
gebäudetechnischer Produkte und Systeme ansässig ist, bestehen gute Chancen
für eine regionale Profilierung als führende
Kompetenzregion für innovative Lösungen
im Rahmen der Energiewende. Schon heute bieten die einzelnen Unternehmen eine
Vielzahl von Produkten zur Verbesserung
der Energieeffizienz an. Eine Vernetzung
dieser Teillösungen verspricht weiteres
Wachstumspotenzial. Die Mitglieder des
Vereins Gebäudetechnik Südwestfalen e. V.
werden in Kürze eine Übersicht über BestPractice-Anwendungen aus Südwestfalen
erstellen, um die in der Region vorhandenen Kompetenzen deutlich zu machen. Q
Südwestfälische
Wirt schaft
Anzeigenschluss
für die nächste
Ausgabe ist am
12. November 2014
www.sihk.de
18
November 2014
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar
Das Magazin der
Südwestfälischen Industrie- und
Handelskammer zu Hagen
SÜDWESTFALEN
Mit ihrer Regionalmarketing-Kampagne „Südwestfalen – Alles echt!“ setzt
die Südwestfalen Agentur GmbH seit
2012 ein Ausrufezeichen zum regionalen Standortmarketing. Das von regionalen Unternehmen getragene Konzept soll
auch ab dem Jahr 2015 weiter konsequent umgesetzt werden.
Im Zuge des Regionalmarketings werden seit 2012 konkrete Maßnahmen
entwickelt, um künftig benötigte Fachund Führungskräfte für das Leben und
Arbeiten in Deutschlands Industrieregion
Nummer drei zu gewinnen. Unternehmen,
Kammern und Arbeitgeberverbände haben sich zu diesem Zweck im Jahr 2011
zum Verein Wirtschaft für Südwestfalen
e. V. zusammengeschlossen. Gemeinsam
mit den fünf Landkreisen Soest, Hochsauerland, Olpe, Siegen-Wittgenstein und
Märkischer Kreis gehen sie diese Aufgabe an. Konzipiert wurde eine MitmachKampagne, die den starken Wirtschaftsstandort Südwestfalen gezielt profiliert:
Beispielsweise durch das professionelle
Setzen von Themen auch in der bundesweiten Presse, durch eine freche Anzeigenkampagne, Präsenz auf Karrieremessen oder auch das stetig weiterentwickelte Standortportal www.suedwestfalen.com. Zudem werden Arbeitgebern und
Kommunen der Region zahlreiche
Instrumente zur Fachkräfte-Akquise und vielfältiges Material
zur Standortwerbung an die
Hand gegeben.
Die Agentur zieht eine Zwischenbilanz: „Wir sehen mit
Freude, dass die KampagnenIdee funktioniert: Die Zahl der ur-
Freuen sich über eine positive Zwischenbilanz der Kampagne „Alles echt!“: (v. li.)
Hubertus Winterberg, Marie Ting und Geschäftsführer Dirk Glaser.
sprünglich 30 Gründungsmitglieder des
Vereins Wirtschaft für Südwestfalen e. V.
hat sich in drei Jahren verfünffacht. Mehr
als 160 Unternehmen ziehen inzwischen
an einem Strang“, sagt Marie Ting, die
das Regionalmarketing in der Südwestfalen Agentur GmbH leitet. „Deutschlandweit fassen Bewerber die attraktiven
Arbeitgeber der Region ins Auge, wie wir
anhand der Klicks auf unserem Standortportal sehen – gleiches melden uns einige Personalleiter der Region zurück.
Ganz aktuell konnten zwei mehrseitige Veröffentlichungen zum
starken
Wirtschaftstandort
Südwestfalen in landes- und
bundesweiten Zeitungen platziert werden“, so Ting weiter.
Auch der Kampagnentitel findet viel positiven Widerhall in der
Verpackungsspezialist
für Sonderverpackungen
und Standardholzkisten
Region: „Derzeit startet der Kunstverein
Südsauerland eine Ausstellungsreihe mit
dem Titel ‚Alles echt‘. Gerade sind wir
im Gespräch mit regionalen Herstellern,
die ihre Produkte mit dem Standortsiegel veredeln wollen. Das sind einige Beispiele von vielen, die belegen, dass die
Kampagne ‚Südwestfalen – Alles echt‘
ankommt und immer weitere Kreise
zieht.“ Hubertus Winterberg, stellvertretender Geschäftsführer der Südwestfalen
Agentur GmbH, unterstreicht: „Für uns
ist das ein eindeutiges Zeichen: Die Region ist auf dem richtigen Weg. Wir möchten die strategischen Ansätze mit starken
Partnern auch ab 2015 konsequent weiterführen und ausbauen!“
Weitere Informationen zum Verein Wirtschaft für Südwestfalen sind unter www.
suedwestfalen.com/verein zu finden. Q
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Südwestfälische Wirtschaft Foto: Südwestfalen Agentur GmbH, Olpe
„Südwestfalen – Alles echt!“: Zwischenbilanz
und Weiterentwicklung der Kampagne ab 2015
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SÜDWESTFALEN
Ministerpräsidentin Hannelore Kraft
besucht 6. Ausbildungsmesse im Ennepe-Ruhr-Kreis
Unter dem Motto „Für die
Zukunft ausbildEN" fand im
Busdepot in Ennepetal die
6. Ausbildungsmesse EnnepeRuhr statt, die von 7.000
Schülerinnen und Schülern
besucht wurde. Ein Höhepunkt der diesjährigen Messe war der Besuch von NRWMinisterpräsidentin Hannelore
Kraft, die sich Zeit für einen
ausgiebigen Messerundgang
nahm. Auf großes Interesse
der Ministerpräsidentin stießen auch die Angebote des
Kompetenzzentrums Frau und
Beruf Märkische Region und
des zdi-Netzwerkes EnnepeRuhr – zdi steht für Zukunft
durch Innovation und ist die
Gemeinschaftsoffensive des
Landes zur Förderung des
naturwissenschaftlich-techni-
schen Nachwuchses. Träger
des zdi-Netzwerkes EnnepeRuhr ist der Verein Technikförderung Südwestfalen. Im
Bild (v. li.): Bettina Schneider,
Kompetenzzentrum Frau und
Beruf, Vanessa Rudolph, zdiNetzwerk, EN-Landrat Dr. Ar-
nim Brux, Ministerpräsidentin
Hannelore Kraft, Messebesucherin Viola Schneider, Tharsika Sivalingam, zdi-Netzwerk. Q
Wer härtet noch sauberer?
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November 2014
21
FÜR DIE PRAXIS
AUSSENWIRTSCHAFT
PREISE
Wirtschaftsministerium
plant 255 Messebeteiligungen
Zenit schreibt
Innovationspreis aus
Das Bundeswirtschaftsministerium plant im nächsten
Jahr 255 Gemeinschaftsbeteiligungen für deutsche Unternehmen auf Messen in 43
Ländern. Dies ist das Ergebnis
der Herbstsitzung des Arbeitskreises Auslandsmessebeteiligungen, an der die Bundesministerien für Wirtschaft
und Energie (BMWi) sowie Ernährung und Landwirtschaft
(BMEL), das Auswärtige Amt,
die Bundesländer, die Spitzenverbände und die exportorientierten Fachverbände der
deutschen Wirtschaft teilgenommen haben.
Das Auslandsmesseprogramm 2015 ist damit vollständig festgelegt, denn auf
der Frühjahrssitzung in diesem Jahr wurden durch die
späte Beratung des Bundeshaushalts 2014 zunächst nur
202 Messebeteiligungen vorgesehen. Für die Realisierung
der Beteiligungen des BMWi
für das Jahr 2015 stehen voraussichtlich 42,2 Mio. Euro
zur Verfügung.
110 Beteiligungen werden
Unter dem Motto „Wirtschaft trifft Wissenschaft“
schreibt das Mülheimer Netzwerk Zenit in diesem Jahr
seinen mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis aus.
Ausgezeichnet werden beispielhafte Kooperationen zwischen mindestens einem Unternehmen und einer Hochschule oder Forschungsein-
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Personalwesen:
Arbeitsrecht,
Zeitarbeit, Sicherheit
Südwestfälische
Wirtsch aft
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November 2014
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VERLAGSSPEZIAL 2014
richtung, aus denen innovative Produkte oder Dienstleistungen entwickelt wurden
oder werden.
Teilnahmeberechtigt sind
kleine und mittlere Unternehmen sowie Hochschulen und
Forschungseinrichtungen aus
NRW. Bewerbungsschluss ist
der 28. November. Infos unter
Q
www.netzwerk.zenit.de.
Red Dot Award
Am 3. November ist der
Startschuss für den Red Dot
Award gefallen: Product Design
2015. Weltweit sind Hersteller
und Designer aufgerufen, ihre
Produkte für den renommierten Designwettbewerb anzumelden. Eine internationale
Jury aus unabhängigen Gestaltungsexperten begutachtet, testet und bewertet jede
Einreichung und zeichnet nur
die besten Produkte mit dem
begehrten
Qualitätssiegel
„Red Dot“ aus.
Die rund 40-köpfige Red
Dot-Jury widmet sich drei Tage
lang allen Produkten live vor
Ort. Innovationsgrad, formale
Qualität, Funktionalität und
ökologische
Verträglichkeit
sind einige der Kriterien, die
in das Urteil einfließen. Ein
wichtiges Merkmal des Red
Dot Award: Product Design
ist die Vielfalt physischer Einreichungen aller Größen und
Branchen, wie Professor Dr.
Peter Zec, Initiator und CEO
von Red Dot, weiß: „Produkte
auf einem Foto oder nur durch
Texte zu bewerten ist selbst
für die größten Gestaltungsexperten der Welt unmöglich
– auf einem Stuhl muss man
sitzen, ein Stift muss in der
Hand gehalten und ein Fahrrad
gefahren werden.“
Mit den Anmeldephasen
„Early Bird“, „Regular“ und
„Latecomers“ werden mittelständische Unternehmen wie
Weltmarken, Stardesigner wie
Young Professionals aufgefordert, sich dem internationalen
Vergleich zu stellen. Preisträger nutzen die Auszeichnung
in ihrer Kommunikation, um
sich in der Branche und auf
dem Markt verdientermaßen
hervorzuheben. Zudem werden sämtliche Sieger im Red
Dot Design Museum, im Red
Dot Design Yearbook sowie
auf verschiedenen Online-Portalen präsentiert.
Seit 1955 zeichnet das Design Zentrum Nordrhein Westfalen exzellente und innovative
Produkte mit dem Red Dot aus.
Der Red Dot Award: Product
Design bietet 31 Kategorien,
in denen Hersteller und Designer ihre industriell gefertigten
Neuheiten einreichen können.
Die ausgezeichneten Designs
werden traditionell auf der
großen Preisverleihung, der
Red Dot Gala, geehrt. 2014
verzeichnete der Wettbewerb
4.815 Einreichungen aus 53
Nationen, von denen nur 72
die höchste Einzelauszeichnung „Red Dot: Best of the
Best“ erhielten.
Weitere Informationen und
Anmeldung unter www.red-dot.
Q
de/pd.
Südwestfälische Wirtschaft
in Süd-Ost- und Zentralasien
organisiert, darunter 55 in
China und Hongkong. Weitere
wichtige Zielregionen sind die
europäischen Länder außerhalb der EU (59), darunter 43
in Russland sowie der Nahe
und Mittlere Osten (28) und
Nordamerika (21). Lateinamerika ist mit 18 und Afrika mit
12 Messebeteiligungen vertreten.
Das Bundeswirtschaftsministerium ermöglicht jährlich
in Kooperation mit dem AUMA
vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen,
sich auf Gemeinschaftsständen unter der Dachmarke
„made in Germany“ zu günstigen Konditionen an Auslandsmessen zu beteiligen. Auf den
German Pavilions werden die
Aussteller
organisatorisch
und technisch durch eine
deutsche Durchführungsgesellschaft unterstützt.
Die Messen im Auslandsmesseprogramm 2015 sind
in der AUMA-Messedatenbank
unter www.auma.de veröffentQ
licht.
FÜR DIE PRAXIS
STEUERN UND FINANZEN
Neues Förderprogramm
für die Kreativwirtschaft
Die NRW.BANK bietet im
Auftrag des Landes NordrheinWestfalen seit dem 1. Oktober
für Freiberufler und Gewerbetreibende, die einer der elf
Teilbranchen des Kreativclusters in Nordrhein-Westfalen
angehören, Mikrokredite an.
Die Antragstellung läuft direkt
über die NRW.BANK. Die Darlehensbeträge können zwischen
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Das Bundeskabinett hat
beschlossen, den INVESTZuschuss für Wagniskapital
von den Ertragssteuern zu
befreien. Die steuerrechtliche Regelung ist Teil des
Regierungsentwurfes eines
„Gesetzes zur Anpassung
der Abgabenordnung an den
Zollkodex der Union und zur
Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“, dem das
Kabinett auf Vorschlag des
Bundesministeriums der Finanzen zugestimmt hat. Die
steuerrechtliche
Regelung
soll rückwirkend auch für das
Jahr 2013 und damit für alle
bislang ausgezahlten INVESTZuschüsse gelten.
Mit INVEST erhalten private Investoren 20 Prozent
ihrer Eigenkapital-Investition
erstattet. Voraussetzung ist,
dass sie sich mit mindestens 10.000 Euro an jungen
innovativen Unternehmen beteiligen und die Beteiligung
mindestens drei Jahre halten.
INVEST verringert damit das
Investitionsrisiko der Business Angels und verbessert
gleichzeitig die Chancen der
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mehrerer Investoren im Wert
von insgesamt bis zu einer
Million Euro pro Kalenderjahr
bezuschusst werden.
INVEST ist im Mai 2013 gestartet. Bislang wurden mehr
als 600 Business Angel-Investitionen gefördert und über 45
Millionen Euro an Wagniskapital für Start-ups mobilisiert.
Für die Umsetzung der Maßnahme ist das Bundesamt für
Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zuständig. Mehr
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November 2014
23
IHK-WELT
IHK-Handelsvertreterforum:
Chancen liegen im Ausland
Besuchen Sie uns
auf der FMB!
tere es Unternehmen, grenzüberschreitend
geeignete
Handelsvertreter zu finden.
Dirk Rosenberg, Geschäftsführender Gesellschafter der
Fa. aquatherm GmbH, informierte die Teilnehmer über
die Vertriebspraxis seines
Unternehmens: Die Produkte
(Kunststoffrohrleitungssysteme) werden weltweit über
Vertriebspartner vor Ort vermarktet. Diese müssten „leidenschaftliche
Markenbotschafter des Unternehmens“
sein und dessen Werte, Visionen und Philosophie überzeugend vertreten. „Wichtig
ist für uns ein partnerschaftlicher, in vielen Fällen sogar
familiärer Umgang mit unseren Vertragspartnern“, so Rosenberg. Das Unternehmen
findet seine ausländischen
Partner auf Messen wie der
ISH in Frankfurt.
Als Handelsvertreter gab
der Attendorner Unternehmer
Michael Schulte Einblicke in
die Praxis. Über seine Firma
Josef Schulte e. K. handelt
er mit elektronischen und
elektromagnetischen Komponenten. Er versteht sich als
„Produktveredler“ und bietet
auf spezielle Kundenanforderungen maßgeschneiderte
Produkte und Lösungen an.
„Das ist nur möglich, wenn
ich die Systeme und Produkte
sowie die Firmenphilosophie
der Kunden kenne. Unternehmensbesuche gehören für
mich deshalb zum Alltag“,
so Schulte. Zu seinem Kundenkreis zählen besonders
anspruchsvolle Kunden, etwa
aus der Luft- und Raumfahrt.
Über sein zweites Unternehmen, die MSA Electronic Systeme GmbH, liefert Schulte
hauptsächlich Standardprodukte für die Industrie. „So
bin ich in der Lage, sowohl
kundenspezifische Anforderungen als auch den Markt
für Standardkomponenten zu
bedienen“, erläuterte Schulte
Antreiben.
Steuern und Bewegen.
Heben und Senken.
Transportieren.
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Positionieren.
Schieben.
Führen.
Öffnen und Schließen.
24
sein Konzept.
Rechtsanwältin Britta Kilhof, Hauptgeschäftsführerin
des CDH-Landesverbandes
Westfalen-Mitte, riet den
Teilnehmern, bei Verträgen
mit ausländischen Partnern
nach Möglichkeit deutsches
Recht und einen deutschen
Gerichtsstand zu vereinbaren
und sich vorher über die unterschiedlichen gesetzlichen
Bestimmungen zu informieren.
Sorge bereitet den Handelsvertreterverbänden, dass
die Handelsvertreterrichtlinie
aus dem Jahre 1986 zurzeit
auf dem Prüfstand steht.
Dazu Döpfer: „Die Richtlinie
hat sich bewährt. Sollte sie
aufgehoben werden, droht
ein Flickenteppich nationaler Sonderregelungen. Daran
kann niemand Interesse haben. Wir setzen uns deshalb
mit Nachdruck dafür ein, dass
die Handelsvertreterrichtlinie
Q
erhalten bleibt.“
Entwicklung fortschrittlicher
Maschinenbausysteme.
www.as-technik.de
Südwestfälische Wirtschaft Foto: IHK Siegen
Handelsvertretungen leisten heute aufgrund ihrer Kundennähe einen wesentlichen
Beitrag zur Weiterentwicklung von Produkten. Davon
ist Rechtsanwalt Eckhard
Döpfer, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Centralvereinigung
Deutscher
Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb
e. V., Berlin, überzeugt. Beim
4. Handelsvertreterforum, zu
dem die Industrie- und Handelskammern Arnsberg, Bochum, Dortmund, Hagen
und Siegen eingeladen hatten, empfahl Döpfer, bei der
Übernahme einer Handelsvertretung auch ausländische
Hersteller und Lieferanten zu
berücksichtigen. „Hier können Sie Ihre Marktkenntnisse vor Ort und Ihre Nähe zum
Kunden gut ausspielen.“ Die
international vernetzte Handelsvertreterplattform
der
CDH für Deutschland (www.
handelsvertreter.de) erleich-
IHK-WELT
Delegation aus Ayancik in Iserlohn
Der Bürgermeister der
nordtürkischen Stadt Ayancik,
Ayhan Ergün, besuchte mit Vertretern der Ratsparteien die
Stadt Iserlohn. Die Mehrheit
der türkischen Bewohner Iserlohns stammen aus dieser Region am Schwarzen Meer und
so haben sich in den letzten
Jahrzehnten vielfältige Kontakte in allen gesellschaftlichen
Bereichen ergeben. Auf dem
Programm stand neben den
Besuchen der Firmen Dorn-
SIHK-Geschäftsstellenleiter Frank Herrmann begrüßt Bürgermeister Ayhan Ergün und Abgeordnete
aus Ayancik sowie Vertreter der Stadt Iserlohn.
bracht und Durable, der Fachhochschule Südwestfalen und
dem Berufsbildungszentrum
der Kreishandwerkerschaft
auch der Besuch der SIHKGeschäftsstelle in Iserlohn. Q
Inklusionsberater beim Rehatalk mit Landesbehindertenbeauftragtem
sich unter anderem über das
Angebot des Forschungsinstitutes Technologie und Behinderung FTB aus Wetter zu
informieren.
Bei einer abschließenden
Talkrunde mit Vertretern der
Landschaftsverbände und Ministerien wurden die aktuell
schon vorhandenen Angebote für Unternehmen erläutert
und die Rolle der Kammern
bei der unternehmensnahen
Beratung zur Inklusion diskuQ
tiert.
(V. li.) Frank Schrapper (LWL Integrationsamt), Karin Fankhaenel
(LVR Integrationsamt), Norbert Killewald (Landesbehindertenbeauftragter NRW), Petra Spätling-Fichtner (BMAS), Christian
Münch (SIHK Hagen) und Christine Reichel (MAIS).
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Jc; privat
Im Rahmen eines bundesweiten Treffens von Inklusionsberatern bei Kammern
nahmen diese bei der Rehacare Messe an einer Talkrunde mit dem Landesbehindertenbeauftragten NRW,
Norbert Killewald, teil.
Bereits am Vortag tauschten sich die Berater bei der
SIHK zu Hagen über aktuelle
Entwicklungen und die Beratungsangebote der einzelnen
Kammern aus. Gemeinsam
fuhren sie zur Rehacare, um
November 2014
25
IHK-WELT
Regionalausschuss Hagen:
Oberbürgermeister Erik O. Schulz zu Gast
Russland-Embargo
verunsichert Unternehmen
Der
SIHK-Regionalausschuss Hagen hatte den
Oberbürgermeister der Stadt
Hagen, Erik O. Schulz, zu
Gast. Knapp 100 Tage im
neuen Amt, berichtete Schulz
über seine ersten Erfahrungen als Chef der Hagener Verwaltung und stellte seine Vorstellungen für die Zukunft der
Stadt Hagen dem Ausschuss
vor. Zwar seien angesichts
der angespannten Haushaltslage die Grenzen für kommunalpolitisches Handeln eng
gesetzt, er sei aber davon
überzeugt, dass die Stadt
sich weiter positiv entwickeln
werde. Unter der Moderation
von Vizepräsident Dr. HansToni Junius diskutierten die
Mitglieder des Ausschusses
mit Oberbürgermeister Schulz
unter anderem über die Entwicklung der Innenstadt, die
notwendige Sanierung der
Infrastruktur, verschiedene
Projekte, wie den Cargo-Beamer und die als viel zu hoch
empfundenen Hebesätze für
die Grund- und GewerbesteuQ
er.
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November 2014
Die Vorschriften der am
12. September 2014 verschärften EU-Sanktionen gegen Russland lösen derzeit
bei Unternehmen in Südwestfalen Verunsicherung aus.
Was darf exportiert werden
und was nicht? Dr. Wolfgang
Ehrlich, Anwalt für Internationales Wirtschaftsrecht aus
Herzogenrath, empfahl auf
einem Exportkontroll-Workshop der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer
eine gründliche Eigenprüfung
vor dem Export.
„Die Verunsicherung der
Unternehmen ist groß. Die
Rechtslage ist diffus. Beginnen Sie mit einer sorgfältigen
Eigenprüfung bevor Sie die
Unterlagen beim Bundesamt
für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen.
Wenn die Papiere erst einmal
dort liegen, liegen sie lange
dort und Verzögerungen der
Lieferung sind vorprogrammiert“, so Ehrlich.
Wichtig sei, im Unternehmen schnell zu handeln, um
nicht gegen das Sanktionsregime zu verstoßen. So sei
beispielsweise die Erbringung
von Dienstleistungen im Zusammenhang mit bestimmten
Erdöl- oder Gasprojekten verboten. Auch die Sanktionen
im Bereich der sogenannten
Dual-Use-Güter, Finanzsankti-
onen sowie die Liste der russischen Empfänger, die nicht
beliefert werden dürfen, wurden ausgeweitet, so Ehrlich.
Die Unklarheit beim Export
ist nicht die einzige Sorge,
die den Firmen Kopfzerbrechen bereitet: Der Verfall des
Rubels, der stetige Abzug von
Kapital aus Russland, die
Befürchtung, kein Geld mehr
für gelieferte Ware zu bekommen und künftige Aufträge an
die Konkurrenz aus anderen
Ländern zu verlieren, komplettieren das Bild der gegenwärtigen deutsch-russischen
Wirtschaftsbeziehungen aus
Sicht der Wirtschaft in Südwestfalen.
„Es versteht sich jedoch für
uns als Kammer, dass diese
Sanktionen notwendig sind,
wenn es nicht Schule machen
soll, sich fremde Territorien zu
eigen zu machen“, sagt Frank
Herrmann, Leiter des Fachbereiches International bei der
SIHK.
Eine Umfrage der Industrie- und Handelskammern in
Nordrhein-Westfalen im Sommer 2014 hatte ergeben, dass
es zwar für einzelne Unternehmen harte Einschnitte geben
werde, die Mehrheit jedoch
die angestebten Sanktionen
für richtig heiße. Etwa drei
Prozent des NRW-Exports ging
Q
2013 nach Russland.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar; We
SIHK-Vizepräsident Dr. Hans-Toni Junius, Erik O. Schulz und Andreas Lux (v. re.).
IHK-WELT
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Jc
Steuerschuldumkehr für Metalle:
Herausforderung für die Unternehmen
Rund 350 Teilnehmer informierten sich im Oktober in drei
Veranstaltungen bei der SIHK
zu dem Thema Steuerschuldumkehr (Reverse-Charge) bei
Metallen. Dr. Ahmet Yilmaz von
der Kanzlei Wehberg & Partner,
Hagen, erläuterte die Gesetzesänderung und gab hilfreiche Umsetzungshinweise. Mit
der Verabschiedung des Kroatien-Anpassungsgesetzes
wurde eine Erweiterung der
Steuerschuldnerschaft des
Leistungsempfängers – sog.
Reverse-Charge-Verfahren – beschlossen. Betroffen sind u. a.
auch Lieferungen von Edelmetallen und unedlen Metallen.
Ziel ist es, mit der Änderung
Steuerausfälle zu vermeiden.
Nach Feststellung der oberen
Finanzbehörden der Länder
ergeben sich insbesondere
bei der Lieferung von Stahl
und Stahlerzeugnissen Ausfälle, wenn der leistende Unternehmer (Lieferant) die vom
Leistungsempfänger (Kunde)
erhaltene Umsatzsteuer nicht
an das Finanzamt abführt, der
Kunde aber die gezahlte Umsatzsteuer entsprechend als
Vorsteuer geltend macht. Dies
wird bei der Steuerschuldner-
schaft des Leistungsempfängers vermieden. Die Neuregelungen gelten bereits ab dem
1. Oktober 2014. Auf Drängen der Wirtschaftsverbände
wurde zumindest eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2014 bewirkt. Auch der
SIHK-Steuerausschuss hatte
sich mit dem Thema befasst
und ein Forderungspapier für
die Politik verfasst. Die Ver-
anstaltungen machten aber
eindrucksvoll deutlich, dass
die gewährte Übergangsfrist
bis Jahresende zu knapp bemessen ist, betrachtet man
den doch teilweise erheblichen
Aufwand der Umstellung und
die Unsicherheit in den Betrieben. Weitere Infos im Internet
unter www.sihk.de (Dok.-Nr.
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November 2014
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Rubrik:
Text:
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28
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November 2014
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Firma
IHK-WELT
195 Auszubildende erreichten Bestnote „sehr gut“
195 Auszubildende haben
ihre Berufsausbildung in diesem Jahr mit der Bestnote
„sehr gut“ vor den Prüfungsausschüssen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK)
abgeschlossen.
In
einer
Feierstunde würdigte SIHKPräsident Harald Rutenbeck
die hervorragenden Leistungen der Auszubildenden und
überreichte ihnen Urkunde
und Geschenk der Kammer.
Gleichzeitig dankte er den
ausbildenden Unternehmen
für ihr großes Engagement für
den
Fachkräftenachwuchs.
Rutenbeck appellierte an alle
Unternehmen, auch künftig
Lehrstellen in ausreichender
Zahl anzubieten.
Bei der SIHK haben in diesem Jahr 3.671 junge Frauen
und Männer aus über 130 verschiedenen Berufen ihre Lehr-
abschlussprüfung bestanden.
In seiner Gratulation der Prüfungsbesten, von denen 126
eine kaufmännische und 69
einen technischen Beruf erlernt haben, betonte Rutenbeck, dass nur 5,3 Prozent
aller Prüfungsteilnehmer das
Gesamtergebnis „sehr gut“
erreichten. Präsident Rutenbeck appellierte an die jungen Menschen: „Die gute Aus-
gangsbasis, die Sie mit dem
sehr guten Lehrabschluss
gelegt haben, muss Ansporn
für Sie sein, sich beständig
weiterzuqualifizieren. Sie können nur dann beruflich weiterkommen, wenn Sie immer auf
dem neusten Wissensstand
bleiben.“
Bei den Ausbildungsunternehmen und den Berufskollegs bedankte sich Rutenbeck
für deren Engagement für die
berufliche Ausbildung. Die
Wirtschaft biete Lehrstellen
an, um ihren Nachwuchs zu
sichern und jungen Menschen die Chance für einen
guten beruflichen Start zu geben. Auch in diesem Herbst,
so Rutenbeck, haben über
3.463 Lehrlinge mit ihrer
Ausbildung in IHK-Berufen beQ
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29
IHK-WELT
BEKANNTMACHUNG
DIHK kritisiert Rechtsanspruch
auf Familienpflegezeit
Sachverständige
Im Rahmen der Wiederbestellung verlängert sich die
öffentliche Bestellung und Vereidigung für die nachstehend
aufgeführten Sachverständigen: Dipl.-Ing. (FH) Heico Ha-
genkötter, Herdecke; Sachgebiet: Schäden an Gebäuden.
Dipl.-Ing. (FH) Ludger Werminghaus, Lüdenscheid, Sachgebiet: Kraftfahrzeugschäden
Q
und -bewertung.
AUS BERLIN UND BRÜSSEL
Das Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie hat im
September einen Entwurf für
die Anpassung der erst ein
Jahr alten SpitzenausgleichEffizienzsystemverordnung
vorgelegt. Wie vom DIHK gefordert, werden damit unklare
und in sich teilweise widersprüchliche
Anforderungen
an die Nachweisführung behoben. Allerdings kann der
Vollzug der Verordnung für
Unternehmen und Behörden
wesentlich einfacher ausgestaltet werden, ohne das Ziel
der Effizienzsteigerung zu konterkarieren. Darauf weist der
DIHK in seiner Stellungnahme
hin. Zu den Vorschlägen des
DIHK gehören die Möglichkeit
der internen Auditierung für
KMU, die Anerkennung der
dreijährigen Gültigkeit der
DIN EN ISO 50001-Zertifikate bzw. EMAS-Registrierungsbescheide sowie der Verzicht
auf einen zusätzlichen Nachweis auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck. Seit
Anfang 2013 ist die Wahrnehmung des Spitzenausgleichs
für eine Entlastung bei der
Strom- und Energiesteuer an
die Einführung und den Betrieb eines Energie- (DIN EN
ISO 50001) oder Umweltmanagementsystems (EMAS)
bzw. eines Energieaudits gekoppelt. Mit der SpaEfV werden die Anforderungen an die
Effizienzsysteme selbst und
das Nachweisverfahren gereQ
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dar. Hieran ändere auch eine
Ausnahme für Betriebe bis 15
Beschäftigte wenig. Aus Sicht
des DIHK sind freiwillige, individuelle Vereinbarungen zwischen Betrieben und Beschäftigten der bessere Ansatz, um
eine bessere Vereinbarkeit
von Berufstätigkeit und Pflegeaufgaben zu erreichen. Q
Informations- und Transparenzpflichten
in EU-Förderprogrammen verhindert
Die Informationspflichten
bei den neuen EU-Finanzierungsinstrumenten konnten
eingedämmt werden. Das
konnten DIHK, ZDH, KfW, europäischer Bankenverband und
die Deutsche Kreditwirtschaft
jetzt gemeinsam erreichen.
Außerdem wurde die Veröffentlichung von Kreditdaten
für den Großteil der Unternehmen mit dem Hinweis auf
den besonderen Vertrauensschutz verhindert. Zunächst
waren zusätzliche Informationspflichten geplant, damit
Betriebe über den Ursprung
der Fördermittel, die sie über
ihre Hausbanken, Förder- und
Bürgschaftsbanken erhalten,
genau informiert sind. Zusätzlich sollten Informationen über
die geförderten Kredite im Internet veröffentlicht werden. Q
In dieser Ausgabe befinden sich
Teilbeilagen der Firmen
Kaffeekultur e.K., Lüdenscheid,
Remmel Vertriebscenter Zerspanung, Werdohl, und
H.-P. Wolschendorf Gabelstapler GmbH, Iserlohn.
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Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung
vereinfachen
In seiner Stellungnahme
zum Pflegevereinbarungsgesetz hat der DIHK den vorgesehenen Rechtsanspruch
auf Familienpflegezeit scharf
kritisiert. Dieser berücksichtige die betrieblichen Belange
nicht ausreichend und stelle
eine erhebliche zusätzliche
Belastung der Unternehmen
IHK-WELT
WEITERBILDUNG
Einstieg zum Aufstieg: Industriemeister-Lehrgänge gestartet
Insgesamt rund 70 Fachkräfte, darunter auch eine
weibliche Teilnehmerin, wollen es wissen. Sie sind in
die Lehrgänge mit dem Abschluss „Industriemeister“
bei der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer
zu Hagen (SIHK) gestartet, um
berufsbegleitend Kenntnisse
und Fertigkeiten zu erwerben,
mit denen sie ihre berufliche
Position im Unternehmen festigen und ausbauen können.
Begonnen haben drei Kurse
der Fachrichtung Metall in Hagen und Lüdenscheid. Zum
gemeinsamen Start hatte die
SIHK alle Teilnehmer nach Hagen eingeladen, um ihnen die
Fachgebiete und die Dozenten vorzustellen.
Die Dozententeams machten bei der Vorstellung der
verschiedenen Fächer kein
Hehl daraus, dass der erfolgreiche Abschluss „Industriemeister“ viel Lerneinsatz und
kontinuierliche Mitarbeit voraussetzt. „Schließlich geht
es darum, Ihnen Kenntnisse
zu vermitteln, die Sie in die
Lage versetzen, sich um Posi-
tionen auf der mittleren Führungsebene zu bewerben“, so
der Dozent für das Fach „Zusammenarbeit im Betrieb“.
SIHK-Bildungsgeschäftsführer Thomas Haensel freute sich, eine so große Zahl
an Fachkräften begrüßen zu
können, die bereit sind, sich
weiteres Wissen anzueignen
und dies zusätzlich zu den
Anforderungen aus Beruf und
Familie zu tun: „Die Nachfrage der Unternehmen in Südwestfalen nach gut ausgebildeten Mitarbeitern steigt. Wir
brauchen deshalb dringend
Menschen, die leistungsbereit sind und sich weiter
qualifizieren wollen. Sie werden dann optimal vorbereitet
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sein.“
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31
IHK-WELT
IHK-WELT
DIE NÄCHSTEN LEHRGÄNGE UND SEMINARE DER KAMMER AUF EINEN BLICK
01.12.14
08.12.14
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11.11.14
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28.11.14
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03.12.14
04.12.14
09.12.14
09.12.14
09.12.14
11.12.14
11.12.14
Der Baumängelprozess – Spezialwissen WEG-Verwaltung
Basiswissen für Ausbildungsbeauftragte im Unternehmen
Einkaufscontrolling
Der neue Auszubildende kommt –
Werkzeuge für Ausbildungsbeauftragte
und Unterweiser am Arbeitsplatz
Management-Training für Nachwuchsführungskräfte – Modul 1:
Kompetent führen von Anfang an
Die Reisekostenabrechnung – Das
Seminar für Neu- und Quereinsteiger
Bewerber gezielt interviewen
Warenursprung und Präferenzen
Was Exporteure wissen müssen
Beurteilungs- und Konfliktgespräche
zielorientiert vorbereiten und führen
Reklamations- und Beschwerdemanagement am Telefon
Konzeptionstechnik
Bilanzanalyse
Zoll, Ausfuhrkontrolle und Umsatzsteuer
kompakt – Was Exporteure wissen müssen
Business-Knigge – Stil- und
Imagecoaching, Erfolg anziehen!
Effiziente Meetings, Workshops
und Projekte durch Businessmoderation
GmbH-Geschäftsführung – Rechte,
Pflichten, Haftungsrisiken
Arbeitszeugnisse schreiben und lesen
Cash Management – vermeidbare Fehler
bei der Durchsetzung von Forderungen
C-Teile-Management
Einkauf – Aufbauseminar – Enorme
Kosteneffekte durch ein modernes
Beschaffungsmanagement
Wie senkt man wirksam die
Lagerbestände?
Internationalen Mitarbeitereinsatz
professionell und rechtssicher gestalten
Auffrischungsseminar für Ausbilder
und Ausbildungsbeauftragte (1 Tag)
Auszubildende fordern und fördern
Korrespondenz 2014 – 2. Teil:
Der Geschäftsbrief in der aktuellen
DIN 5008
Gewährleistung, Garantie, Produkthaftung – die aktuellen Entwicklungen
Management-Training für Nachwuchsführungskräfte – Modul 2:
Gesprächsführung – Verhalten –
Kommunikation
Hagen
Iserlohn
SPRACHEN
Hagen
Iserlohn
17.11.14
03.12.14
Hagen
EDV
Hagen
Hagen
Hagen
Iserlohn
Hagen
Hagen
Hagen
Hagen
22.11.14
Logistikmeister
Industriemeister Fachrichtung
Elektrotechnik plus
Industriemeister Fachrichtung
Metall plus
Hagen
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(Vollzeit 90 UStd.)
November 2014
13.11.14
18.11.14
25.11.14
02.12.14
11.12.14
Bewerbungsgespräche auf Englisch
Basic Business English II (36 UStd.)
Hagen
Hagen
Tabellenkalkulation mit Excel 2010
für Fortgeschrittene (2 Tage)
Facebook, Twitter, Xing & Co. – Wie
Sie Soziale Netzwerke beruflich nutzen
können (1 Tag)
Besser präsentieren mit MS-PowerPoint 2010 für Fortgeschrittene (2 Tage)
Praxisnah programmieren mit Excel
2010 (2 Tage)
Cloud – Gestalten, Verbinden,
Austauschen (2 Tage)
PDF-Dokumente professionell aufbereiten und optimal publizieren –
Grundlagen (1 Tag)
Iserlohn
Iserlohn
Iserlohn
Iserlohn
Iserlohn
Iserlohn
LEHRGÄNGE FÜR AUSZUBILDENDE
Hagen
Hagen
Hagen
Hagen
Hagen
ab 07.01.15 Prüfungsvorbereitung für Industrie-,
Büro-, Groß- und Außenhandels-,
Automobil-, Bank-, Speditions- u. Logistikdienstleistungs-Kfl. (40 UStd.)
13.01.15 Fachlagerist/Fachkraft für
Lagerlogistik (48 UStd.)
16.01.15 IT-System-Kaufleute und
Informatikkaufleute (40 UStd.)
Hagen/Iserlohn
Lüdenscheid
Iserlohn
Iserlohn
Hagen
Hagen
Iserlohn
Auskünfte und Anmeldungen für alle Lehrgänge/Seminare der Bereiche:
Wirtschaft, Sprachen, EDV, Informationstechnologien, Lehrgänge für Auszubildende:
Beate Paffrath, Telefon 02371 8092-20, Fax 02371 8092-31,
E-Mail: paffrath@hagen.ihk.de
Iserlohn
Hagen
11.11.14
Hagen
Hagen
15.11.14
22.11.14
02.12.14
06.12.14
Technik für Kaufleute – Aufbaustufe
(50 UStd.)
Grundlagen der Elektrohydraulik
Basiswissen der Hydraulik (1 Tag)
Zeichnungslesen für Kaufleute
Ablaufketten bei S7 in konventioneller
Art und Weise (2 Tage)
Hagen
Hagen
Hagen
Hagen
Hagen
Auskünfte und Anmeldungen:
Veronika Thoms, Telefon 02331 390-324, Fax 02331 390-334,
E-Mail: thoms@hagen.ihk.de
Iserlohn
Hagen
Hagen
LEHRGÄNGE FÜR AUSZUBILDENDE/PRÜFUNGSVORBEREITUNG TECHNISCHE BERUFE/SCHWEISSTECHNIK
Auskünfte und Anmeldungen:
Gunhild Krause, Telefon 02331 390-328, Fax 02331 390-334,
E-Mail: krause@hagen.ihk.de
AUSBILDUNG DER AUSBILDER –
AUSBILDEREIGNUNG (AEVO)
03.11.14
11.11.14
Hagen
AUFSTIEGSBILDUNGEN MIT IHK-PRÜFUNG
15.11.14
22.11.14
Hagen
Lüdenscheid
Lüdenscheid
Internetadressen:
www.sihk-weiterbildung.de und www.ihk-online-akademie.de/hagen
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © Picture-Factory - Fotolia.com
10.11.14
(Intensiv 70 UStd.)
(Intensiv 70 UStd.)
IHK-WELT
ERFAHRUNGSAUSTAUSCH
Exkursion der Gefahrgutbeauftragten
Südwestfälische Wirtschaft Foto: R; Mb; Ma
Einkäufer und Logistiker
besuchen Still GmbH in Hamburg
Die Still Unternehmenszentrale lud die Mitglieder
der Erfa-Gruppe Einkauf und
Logistik in die Welt von Still
nach Hamburg ein. Im Rahmen einer Unternehmenspräsentation erfuhren die
Mitglieder neben geschichtlichen Fakten zur Marke auch
Wissenswertes über die entwickelten Innovationen und
die neuesten Sicherheitsfeatures der Produktfamilie.
Produkttrainer Björn Grünke
bot den Erfa-Mitgliedern anschließend die Möglichkeit,
selbst in einem RX 60-25 Elektrogabelstapler Platz zu nehmen. „Besonders das neue
Still Safety Light und der neue
Joystick 4Plus stoßen auf ein
sehr positives Feedback“,
resümiert Grünke. „Während
die Kunden beim neuen Joystick die intuitive Bedienung
loben, zeigen sie sich beim
Safety Light vor allem davon
beeindruckt, wie sich mit einer
im Grunde simplen Idee die
Arbeitssicherheit deutlich erhöhen lässt.“ Das Safety Light
projiziert einen blauen Punkt
auf den Boden, der sich in die
Richtung bewegt, aus welcher
der Stapler kommt. So werden
Personen, die sich im Arbeitsbereich aufhalten, durch den
blauen Punkt einerseits auf
den nahenden Stapler aufmerksam, während ihr Blick
andererseits durch die Bewegung des Leuchtpunkts in die
Richtung gelenkt wird, aus welcher der Stapler kommt. Bei
der anschließenden Führung
durch die Hamburger Produktionswelt erhielten die Unternehmensvertreter zum Abschluss des Tages spannende
Informationen und imposante
Liveeindrücke zur Fertigung
der orange- und silberfarbenen Premiumfahrzeuge.
Nähere Informationen zur
Erfa-Gruppe Einkauf und Logistik erteilt bei der SIHK Claudia Reinke, Telefon 02331
Q
390-204.
Die Erfahrungsaustauschgruppe Gefahrgutbeauftragte war bei
ihrer diesjährigen Exkursion Gast der Analytischen Task Force (ATF),
einer Sondereinheit der
Berufsfeuerwehr Dortmund. Matthias Erve
(links im Bild), fachlicher
Leiter der ATF, erläuterte den
Anwesenden die Aufgaben der
ATF, die vor allem darin bestehen, an der Einsatzstelle Proben austretender, gefährlicher
Substanzen zu analysieren und
somit die Lage vor Ort zu erkunden und zu dokumentieren.
Dies geschieht in einem Radius
von ca. 200 km, sodass ganz
Deutschland durch die sieben
im Bundesgebiet vorhandenen
ATFs abgedeckt wird. Ferner
ist die ATF in der Lage, gro-
ße Areale per Fernerkundung
zu überwachen – wichtig zum
Beispiel bei Großbränden –,
aber auch die Dekontamination im Fall der Fälle zu unterstützen. Die Gefahrgutbeauftragten bekamen ABC-Übungen
der Feuerwehr zu sehen, so
zum Beispiel das Vorgehen bei
einer Leckage an einem Tank,
hatten aber auch die Gelegenheit, das rollende, komplett
ausgestattete Labor der ATF
in Augenschein zu nehmen. Q
Abstraktes Gebilde näher gebracht
Die
SIHK-Erfahrungsaustauschgruppe „Betriebliche
Sicherheit“ informierte sich über das
Thema „Die Bedeutung der Anlagen- und
Arbeitssicherheit als
Teil des integrierten
Managementsystems
(USGQ) in Industrie und Gewerbe“. Es referierte Klaus
Kurzeja (Foto), Inhaber der Fa.
GE-SI-BE Consulting.
Integrierte Managementsysteme (IMS) und die darin
verknüpften Zertifizierungsnormen für Umweltschutz, Sicherheit, Gesundheitsschutz und
Qualität sind in vielen Betrieben bei den Beschäftigten ein
abstraktes Gebilde, welches in
seiner Bedeutung viel zu we-
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mit jeder Applikation und mit jedem Endgerät
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nig bekannt ist. Parallel zum Wiederaufbau
in Deutschland nach
dem 2. Weltkrieg hat
der Begriff Arbeitssicherheit eine neue
Qualität erfahren, eine
neue „Kultur“ entstand. In allen Großunternehmen in Deutschland
und den meisten EU-Staaten
werden potenzielle Kontraktoren verpflichtet, sich einer
Auditierung mit Zertifizierung
zu unterziehen, als Voraussetzung zur Bewerbung für Aufträge in den Großunternehmen. Das heißt, ohne Zertifizierung keine Chance bei der
Auftragsvergabe. Dem Referenten ist es gelungen, dieses Thema in verständlicher
Q
Weise zu vermitteln.
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November 2014
33
IHK-WELT
ERFA-Gruppe PZS besucht
das Institut für Umformtechnik
WIRTSCHAFTSJUNIOREN
Grundschulen im Ennepe-Ruhr-Kreis
starten mit „Haus der kleinen Forscher"
Knapp 20 Mitglieder der
von der Lüdenscheider SIHKGeschäftsstelle gemeinsam
mit dem Institut für Umformtechnik betreuten Erfahrungsaustauschgruppe
Press-,
Zieh- und Stanzwerkzeuge informierten sich kürzlich über
werkstoffanalytische Möglichkeiten und Methoden des Instituts im Zusammenhang mit
Schadensuntersuchungen.
Claus
IfU-Geschäftsführer
Danisch stellte zunächst in
einem Vortrag grundsätzliche
Möglichkeiten des Instituts,
mit unterschiedlichen Untersuchungsverfahren und -anlagen Schadensursachen auf
die Spur zu kommen, vor. Dabei geht das Institut nach der
VDI-Richtlinienreihe 3822 zur
Schadensanalayse vor.
Anhand
verschiedener
Beispiele aus der täglichen
Untersuchungspraxis
berichtete Danisch dann über
die wichtigsten zu Schäden
führenden Einflussfaktoren
und deren Erscheinungsformen am Werkstück/Bauteil
als Ergebnis. Insbesondere
auch diese vielfältigen und
aus dem betrieblichen Alltag
stammenden Beispiele stie-
34
November 2014
ßen bei den Teilnehmern auf
großes Interesse. Das zeigte
sich später erneut bei dem
Rundgang durch das Labor,
bei dem an den verschiedenen Messeinrichtungen die
unterschiedlichen Analysearten und -möglichkeiten auch
mit Blick auf die betrieblichen
Erfordernisse der Teilnehmer
angesprochen wurden. Für
die Teilnehmer wurde schnell
deutlich, dass bei Schadensanalysen zwar jederzeit auch
Teiluntersuchungen möglich
sind, dass aber im Sinne
einer gesicherten Ursachenfindung die ganzheitliche
Betrachtung des Bauteils,
seines Einsatzes, der werkstofftechnologischen Eigenschaften sowie aller mit dem
Bauteil zusammenhängender
Informationen unabdingbar
sind.
Das IFU bietet in seinem
akkreditierten Laboratorium
werkstofftechnische Untersuchungen an Vormaterialien,
Bauteilen und Werkzeugen
als Dienstleistung an. Beratungen zur Werkstoffauswahl
und zu Prozessoptimierungen runden dabei das PortQ
folio ab.
einrichtungen (Kitas) an dem
Fortbildungsangebot des lokalen Netzwerks teilgenommen. Jetzt starten im EnnepeRuhr-Kreis die Fortbildungen
auch für die pädagogischen
Fach- und Lehrkräfte in Ganztagsgrundschulen.
Spannende Forscherideen
und pädagogische Hintergründe erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
der „Haus der kleinen Forscher“-Fortbildungen. Beim
praktischen Experimentieren
erfahren die pädagogischen
Fach- und Lehrkräfte, wie
sie den Forschergeist der Kinder entwicklungsangemessen begleiten können.
Mehr Informationen zu
den Fortbildungen für die
pädagogischen Fach- und
Lehrkräfte in Ganztagsgrundschulen und Kindertageseinrichtungen sind erhältlich
bei der lokalen Netzwerkstelle „Haus der kleinen Forscher“: Wirtschaftsjunioren
Hagen/Ennepe-Ruhr
e. V.,
Petra Gregg, Telefon 02331
390-468, E-Mail gregg@
hagen.ihk.de
und
unter
www.haus-der-kleinen-forQ
scher.de.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Hg; Mar
Geschäftsführer Claus Danisch (1. v. li.) führte die Teilnehmer
der Sitzung der Erfahrungsaustauschgruppe PZS durch Labor
und Technikum des Instituts für Umformtechnik in Lüdenscheid.
Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist
jetzt das lokale Netzwerk
„Haus der kleinen Forscher“
für den Grundschulbereich
gestartet. 50 interessierte pädagogische Fach- und
Lehrkräfte folgten der Einladung des Schulamtes für den
Ennepe-Ruhr-Kreis und der
Wirtschaftsjunioren HagenEnnepe-Ruhr e. V. und informierten sich über das „Haus
der kleinen Forscher“. Auch
die Praxis kam nicht zu kurz:
WDR-Wissenschaftsjournalist Joachim Hecker (Foto) ließ
es bei seiner ExperimentalShow „Heckers Hexenküche“
zischen, knacken und brodeln.
Bereits seit 2012 engagieren sich die Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr
e. V. gemeinsam mit der Südwestfälischen Industrie- und
Handelskammer zu Hagen
(SIHK) als lokales Netzwerk
der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ für die frühe
Bildung in den Bereichen
Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Hagen.
Bisher haben pädagogische
Fachkräfte aus Kindertages-
IHK-WELT
Kommunikation
mit der Generation Y
SPEDITION
Lagerung/Logistik
Autokrane
Betriebsumzüge
Maschinentransporte
Transport mit Mitnahmestapler
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Peter Dahlhaus, Lüdenscheid
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Ein Frühstück ist vielleicht
noch kein aufregendes Geschenk für die Ehefrau, aber
wenn dieses in Barcelona
stattfindet, sieht das schon
ganz anders aus: Das Erlebnis
ist das, was das Geschenk
zu etwas Besonderem macht.
Und positive Erlebnisse sind
das, was die sogenannte Generation Y, der zwischen 1977
und 1994 Geborenen, am
meisten motiviert – in der Freizeit genauso wie im Beruf und
beim Konsumverhalten. Das
war eine der Thesen, die Matthias Czech von der Werbeagentur David & Goliath beim
jüngsten Juniorenabend der
Lüdenscheider Wirtschaftsjunioren in Gasthaus „Zum
Schwejk“ in Lüdenscheid vorstellte.
Czech, selbst ein „digital
Native“, wie er die „Generation Y“ auch nannte, legte seinen Zuhörern dar, wie Männer
und Frauen in diesem Alter
ticken und vor allem, wie sie
kommunizieren und Kommunikation erleben. Die digitale
Technik durchzieht dabei alle
Lebensbereiche: Die Arbeit,
die Freizeit, den Urlaub. Einen
Alltag ohne Smartphone, Tablet oder wenigstens einem
Navigationsgerät können sich
die meisten gar nicht mehr
vorstellen. Und selbst Entspannung wird mit digitalen
Medien erreicht: Czech berichtete, dass er Musik gegen
Stress einsetze – und auch die
wird bei ihm digital vorsortiert
nach eigenem, bereits abge-
speichertem Geschmack.
Viele, aber eben nicht alle
seiner über 30 Zuhörer waren
im gleichen Alter wie der Referent, junge Leute, für die Lebensqualität vor allem bedeutet, unterhalten zu werden.
Das habe natürlich Konsequenzen für Werbebotschaften, aber auch für attraktive
Arbeitsplätze, betonte Matthias Czech. Auf der einen Seite
gehe es nicht mehr darum,
möglichst viele Informationen
über ein Produkt zu vermitteln,
sondern deutlich zu machen,
warum der Kunde genau dieses Teil oder diese Marke kaufen solle. Auch dabei gilt: Am
besten verbindet man das Produkt mit einem Ereignis bzw.
Erlebnis, das positiv wahrgenommen werde. Arbeitgeber,
die im Wettbewerb um gute
Fachkräfte bei dieser Generation punkten wollen, müssen
sich um mehr als das Gehalt
Gedanken machen: Die Generation Y können man am
besten mit Unterhaltung, positiven Erlebnissen und/oder
einer
Wohlfühlatmosphäre
überzeugen – und einer guten
Vereinbarkeit von Familie und
Beruf. Als Beispiel berichtete Czech unter anderem von
einem Unternehmen, das als
Angebot für die Mitarbeiter einen Friseur ins Haus kommen
lasse. Der Grundsatz ist einfach: Wo Menschen sich wohlfühlen, arbeiten sie gerne,
sind sie einsatzbereit und investieren auch viel Zeit, wenn
Q
nötig.
November 2014
35
IHK-WELT
Wirtschaftsjunioren KJU Iserlohn zu Gast bei ECO Schulte in Menden
25 Wirtschaftsjunioren und
Fördermitglieder des Kreises
Junger Unternehmer Iserlohn
kamen auf Einladung des
Unternehmens ECO Schulte
zum Firmenstammsitz nach
Menden.
Geschäftsführer
Heinz Schulte begrüßte die
Teilnehmer und erläuterte die
Entwicklung des mittelständischen Familienunternehmens,
das im Jahr 1926 unter dem
Namen Echt & Co. als metallverarbeitender Betrieb gegründet wurde. Heute ist das
in der dritten Generation geführte Unternehmen einer der
führenden Türsystemspezialisten und ein Markenproduzent mit internationaler Ausrichtung und über 500 Mitarbeitern weltweit. Am Standort
Menden sind derzeit ca. 140
Mitarbeiter beschäftigt.
Grundidee für die Produktentwicklung des Unternehmens ist die Rettung von Menschenleben durch intelligente
Schließsysteme für Feuer-,
Rauch- und Paniktüren basierend auf höchsten Sicherheitsstandards den europäischen
Normen entsprechend. Neben
Qualität und einwandfreier
Funktionalität der Produkte
spielt auch das Design eine
entscheidende Rolle für den
Erfolg des Unternehmens, was
zahlreiche internationale Auszeichnungen und Preise wie
der Red Dot und iF Award belegen. Vor Ort konnten sich die
Junioren einen umfassenden
Einblick über die Panik- und
Verriegelungstechnik der Türsysteme sowie den Logistikbereich und das Fertigwarenlager
im Betrieb machen. Produziert wird neben Luckenwalde
(Brandenburg) auch in einem
Werk in China. Befürchtete
Nachahmungen von Seiten der
Junioren im Rahmen der „Produktpiraterie“ sind für ECO
Schulte ein durchaus wichtiges Thema. Es trifft aber die
Produktpalette der Panik- und
Verriegelungstechnik nicht, da
diese als Brandschutzprodukte stets einer Zertifizierung
durch die MaterialprüfungsQ
behörde unterliegen.
Die
Wirtschaftsjunioren
und der Wirtschaftskreis Lüdenscheid haben ein kleines
Geheimnis gelüftet: Während
der Auftaktveranstaltung zum
„Haus der kleinen Forscher“
in den Räumen der Lüdenscheider Sparkasse, gaben
sie bekannt, dass sie künftig
nicht nur durch Schulungsangebote für Erzieher/-innen
und Grundschullehrer/-innen
zur stärkeren Technikorientierung für die Kinder in der Region beitragen möchten. Außerdem haben sie ein eigenes
zusätzliches Unterstützungsprojekt mit dem Titel „Albert –
Wissenschaftler der Zukunft“
gestartet, mit dem sie noch
mehr Aufmerksamkeit für
technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge
bei den Kindern erzeugen und
auch für noch mehr Nachhaltigkeit bei den Aktivitäten in
den beteiligten Bildungseinrichtungen beitragen wollen.
Dabei haben sich die Lüdenscheider Wirtschaftsjunioren aufbauend auf den bisherigen guten Erfahrungen
36
November 2014
mit einem ähnlichen Projekt
dazu entschieden, nun in enger Kooperation mit der SIHK
und der bundesweit engagierten Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ die Technikförderung in Kindertagesstätten
und Grundschulen auf eine
noch breitere Basis zu stellen. Bei der Auftaktveranstaltung mit rund 80 Erziehern
und Lehrern demonstrierte
der Wissenschaftsjournalist
Joachim Hecker einige faszinierende Experimente, die
bei den Anwesenden schnell
Spaß an Naturwissenschaft
und technischem Wissen
weckten. Dr. Jutta Moschner,
Referentin für HdkF-Netzwerke aus Berlin, hatte die Aufgabe übernommen, die Struktur
der Stiftung, deren Schirmherrin Bundesbildungsministerin
Prof. Dr. Johanna Wanka ist,
vorzustellen und den anwesenden Erziehern/-innen und
Lehrern/-innen einen Überblick über die Schulungsinhalte zu geben. „Man muss
selbst nicht alles wissen“, betonte Moschner dabei. Denn
WJL-Arbeitskreisleiter Manuel
Büxenstein stellt Albert vor.
interessant sei es vor allem,
gemeinsam mit den Kindern
Fragen zu formulieren sowie
Antworten und Ideen zu finden.
Weit mehr als 60 Teilnehmer meldeten sich direkt für
die ersten Fortbildungsveranstaltungen an, nachdem Manuel Büxenstein, Leiter des
Wirtschaftsjuniorenarbeitskreises „Wirtschaft hautnah“,
das Zusatzangebot „Albert –
Wissenschaftler der Zukunft“
vorgestellt hatte. Das Projekt
zielt nicht nur darauf ab, Kindern besondere Experimentierfreude und Neugier auf
wissenschaftliche Phänomene zu vermitteln. Zum Konzept gehört zum Beispiel
auch, den Jungen und Mädchen an außerschulischen
Lernorten – und das gilt für
Kindertagesstätten gleichermaßen – die Vielfalt dessen,
was mit technischem sowie
naturwissenschaftlichem
Wissen hergestellt und gestaltet werden kann, direkt
vor Ort zu zeigen. Solche
Besuche sind eine Anerkennung für Kindertagesstätten
und Grundschulen, die nachweislich und nachhaltig mit
Kindern „geforscht“ und entdeckt haben. In Kooperation
mit Unternehmen und Institutionen werden beispielsweise Ausflüge in Betriebe oder
auch Besuche von Technikern
und Wissenschaftlern in den
jeweiligen Einrichtungen anQ
geboten.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: KJU; Bettina Görlitzer, Lüdenscheid
Haus der kleinen Forscher nun auch in Lüdenscheid
IHK-WELT
100 Tage Oberbürgermeister Erik O. Schulz
Ende September war es
so weit: Hagens amtierender
Oberbürgermeister Erik O.
Schulz (2 v. li.) hat im Kreise
der Wirtschaftsjunioren Hagen/Ennepe-Ruhr seine ersten 100 Tage im Amt Revue
passieren lassen. Durch was
wurden die ersten 100 Tage
im Amt bestimmt? Welche
Chancen und Herausforderungen haben sich bislang ergeben? Was sind die persönlichen Eindrücke und konnten
schon erste Etappensiege für
die gesteckten Ziele erreicht
werden?
Oberbürgermeister Schulz
hat sehr viel mehr Feedback
erhalten als er erwartet hatte
– sowohl aus der Verwaltung
als auch von Bürgern. Eins
der prägenden Themen der
ersten hundert Tage war mit
Erik O. Schulz (2. von links) im Gespräch mit den Wirtschaftsjunioren.
Sicherheit das Verhängen der
Haushaltssperre, die er als
Oberbürgermeister
zusammen mit seinem Kämmerer
wegen wegbrechender Gewerbesteuern anordnen musste.
„Unpopulär war das Verhängen der Haushaltssperre si-
cherlich – selbst in einer Nothaushaltskommune die absolute Notbremse. Diese Entscheidung ist auch ein Teil der
im Wahlkampf versprochenen
Ehrlichkeit und Authentizität
und macht den Alltag sicherlich nicht lustiger“, so Schulz,
stellte aber auch ganz klar
dar: „Wirtschaftliche Entwicklung hängt nicht nur von Gewerbeflächen, Standortmarketing und prosperierender
Entwicklung ab, sondern vor
allem von der Zufriedenheit
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der Menschen.“
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November 2014
37
38
November 2014
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © pressmaster - Fotolia.com
SPEZIAL
Duftende Blaufichte mit
echten Kerzen und in Rot
Südwestfälische Wirtschaft Foto: privat
Auch wenn das Geschäft mit Weihnachtsbäumen ein
sehr starkes Saisongeschäft ist, ist Weihnachtsbaumanbauer
Dirk Heimhard das ganze Jahr über gut beschäftigt.
Gut Kuhweide in Hagen-Delstern ist
seit 1824 im Besitz der Familie Heimhard,
die hier seit je her Land- und Forstwirtschaft betrieben hat. Der Betrieb hat
seinen Sitz vor den Toren des Ruhrgebietes, an der Pforte des Sauerlandes.
„Bis 1950 hatten wir hauptsächlich
Rotfichten im Bestand, dann wurde mit
der Anpflanzung von Weihnachtsbäumen
begonnen. Nach und nach wurden die
landwirtschaftlichen Flächen mit Blaufichten und Nordmannstannen sowie mit
verschiedenen Nadelgehölzen bepflanzt
und in Weihnachtsbaumkulturen umgewandelt“, erzählt Dirk Heimhard, der den
Betrieb Kuhweider Weihnachtsbäume
nun bereits in der siebten Generation
führt.
Die Hochsaison in der Weihnachtsbaum-Kultur beginnt Anfang November.
Und den Rest des Jahres? „Bei einem
land- und forstwirtschaft geprägten Betrieb gibt es immer was zu tun. Mulchen
im Januar, fräsen und neu pflanzen im
März und April“, so Heimhard. Weil er sich
für den ökologischen Anbau entschieden
hat und somit auf chemische Hilfsmittel
verzichtet, müssen Heimhard und sein
Team, um die Kulturen sauber zu halten,
Dirk und Traute Heimhard.
regelmäßig seine gut 50 Hektar mähen.
Übers Jahr beschäftigt die Familie Heimhard zwei festangestellte Mitarbeiter. Vor
Weihnachten – und da gilt Urlaubssperre
für die ganze Familie – werden bis zu
einem Dutzend Hände mehr verpflichtet.
Zusätzlich betreibt Heimhard nach-
haltige Forstwirtschaft und legt da den
Schwerpunkt auf Stamm- und Kaminholz.
„Insgesamt hat der Betrieb eine Gesamtgröße von 150 Hektar“, so Dirk Heimhard. Mit dem Saisongeschäft allerdings
erwirtschaftet er gut 80 Prozent seines
Umsatzes und nur allzu ungern erinnert er
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39
SPEZIAL
sich an 2007, als er durch Kyrill in einer
einzigen Nacht den Jahreseinschlag von
zehn Jahren verlor.
Wie viele Bäume er in seinem Bestand
hat, das lässt sich nur grob schätzen.
„Man sagt, dass pro Hektar gut 8.000
Bäume wachsen und bei 50 Hektar
wären es dann gut 400.000 Bäume“,
so Heimhard. Während heutzutage der
Lieblingsweihnachtsbaum der Kunden
mit einem Marktanteil von 80 Prozent
eindeutig die Nordmannstanne ist, setzt
Heimhard daheim auf die Blaufichte. „Die
duftet so herrlich“, schwärmt Heimhard.
Ansonsten ist der private Baum daheim
auf Gut Kuhweide mit roten Kugeln und
Holzschmuck dekoriert: „Und es kommen
natürlich nur echte Kerzen in den Baum.“
Apropos Baum: In der Woche vor dem
ersten Advent ist bei Heimhard stets
die Hölle los, denn dann müssen auch
in viele Unternehmen der Region Weihnachtsbäume teilweise mit einer Höhe
von vier bis sechs Metern geliefert werden. In der Vorweihnachtszeit finden auf
dem Gut Kuhweide aber auch zahlreiche
Firmen- und Bürofeiern in „weihnachtli-
chem“ Ambiente statt. „Dieses Angebot
nutzen derzeit immer mehr Unternehmen
und bedanken sich bei ihren Mitarbeitern zugleich auch noch mit einem frisch
geschlagenen Baum aus unserem Bestand“, so Dirk Heimhard.
Ab dem 15. November können in der
Zeit von 9 bis 18 Uhr (auch samstags
und sonntags) auf Gut Kuhweide Weihnachtsbäume und Schmuckgrün gekauft
werden. „Jeweils am dritten und vierten
Adventswochenende, samstags und
sonntags, laden wir zu unserem romantischen Weihnachtsmarkt in der einmaligen Gutshofatmosphäre ein. Dann
können unsere Gäste ein paar schöne
Stunden rund um unser Knusperhaus,
der rustikalen Halle und ausgesuchten
Verkaufsständen genießen“, so Heimhard. Für ihre Kunden hält die Familie
auch in diesem Jahr eine riesige Auswahl an frisch geschlagenen Bäumen aus
den eigenen Schonungen bereit. Wer
möchte, kann aber auch zu Axt und Säge
greifen und sich einen Baum schlagen.
Mit den Jahren hat Dirk Heimhard auch
viel über die Psyche des Weihnachtsbaumkäufers gelernt. „Frauen zum Beispiel“, sagt Heimhard, „sind viel wählerischer als Männer. Und einer unserer
Kunden nimmt immer und zu jedem Baum
noch ein paar Äste zusätzlich mit. Weil
für ihn das „Verdichten” – Löcher bohren und zusätzliche Äste einsetzen – zu
Weihnachten gehört wie der Hase zu
Ostern“, bemerkt Heimhard mit einem
Q
verschmitzten Lächeln.
Thomas Marotzke
Neue Wege gehen, das ist für Thomas
Klosinski, Inhaber von TomToons Präsenzwerbung aus Iserlohn, die Triebfeder
seiner Kreativität. Mit dem Slogan „Anywhere and Anytime” und der neuartigen
mobilen Präsenzwerbung hat er seine Vision verwirklicht, effektive und zeitgemäße Werbung anzubieten. „Wir schaffen
die Möglichkeit, Werbung großflächig in
Bereichen mobil einzusetzen, die für die
meisten Fahrzeuge unzugänglich oder
verboten sind“, so Thomas Klosinski.
Mit seinen Trikes bietet er eine so
einfache wie effiziente Möglichkeit, Werbung direkt an die Zielgruppe seines
Auftraggebers zu richten. „Die Werbung
wird im Großformat gedruckt, auf den
hochwertigen, gebürsteten AluminiumRahmen unserer 3-rädrigen Trikes montiert und dann zu einem beliebigen Zeitpunkt über eine vom Kunden definierte
Strecke geführt“, sagt Thomas Klosinski.
Die beiden Werbeflächen ragen mit einer
Höhe von 2,5 m aus allen Menschenmengen heraus und transportieren die
Werbung direkt ins Auge der neugiergen
Passanten.
„TomToons hat die ‚Triple A‘-Zulassung
40
November 2014
– All Areas Access”, sagt Klosinski mit
einem verschmitzten Lächeln, denn egal
ob Fußballderbys, Reittuniere, Konzerte,
Kirmes, Festivals, Volksfeste oder auf
der Eisfäche der Iserlohn Roosters, ob
Shopping Mall, Golfplatz, Schwimmbäder, Uni-Campus, Messe oder Zoo, die
Einsetzbarkeit des TomToons-Trikes ist
aufgrund der Wendigkeit und der schma-
len Breite nahezu unbegrenzt. Die „mobile-Präsenzwerbung“ hat in diesem Jahr
noch weiteren Zuwachs bekommen. „Mit
dem TomToons-eCart können wir zukünftig auf Groß-Events die Werbemessage
unserer Kunden besser platzieren und
für einen noch größeren „EyecatcherEffekt“ sorgen“, freut sich Thomas KloQ
sinski über sein neues „Golf-Kart“.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: privat (2)
Anywhere and Anytime: Mobile Werbung sorgt für Aufsehen
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Die Großen fressen die Kleinen oder die
Schnellen die Langsamen? Beides trifft zu
aber in erster Linie zählt: Wissen ist Macht.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © vege - Fotolia.com
Maschinenständer inklusive Bearbeitung
Trotz des gebremsten Verkaufsflächen- und Umsatzwachstums im Handel
drängen immer neue Anbieter auf den
Markt. Jeder will ein Stück vom Kuchen
abhaben. Dabei werden die Stücke für die
Einen immer größer, andere bekommen
nur noch Krümel ab. Im Lebensmittelsegment teilten sich die drei führenden
Unternehmen in Deutschland – Edeka,
Rewe und die Schwarz-Gruppe – im Jahr
2013 einen Umsatz von rund 120 Milliarden Euro. Die drei führenden Unternehmen im deutschen Textileinzelhandel,
die Otto Group, H&M und C&A, machen
rund ein Fünftel des Textilumsatzes in
Deutschland aus. Im digitalen Geschäft
hält der Onlineriese Amazon im Jahr
2013 einen Marktanteil von rund einem
Viertel des deutschen Onlinehandelsumsatzes. Daneben bahnen sich neue
Vertriebsformen wie die Factory Outlet
Center den Weg. Konkurrenz herrscht
zwischen den einzelnen Distributionskanälen und Vertriebsformen sowie zwischen den Standorten. Letzteres lässt
sich zumindest dahingehend planerisch
steuern, dass eine Entwicklung auf der
Grünen Wiese begrenzt wird. Trotzdem
gehen der kleinbetriebliche Fachhandel
und die Kauf- und Warenhäuser als Verlierer aus diesem Verdrängungswettbewerb heraus.
Die Großen fressen die Kleinen oder
die Schnellen die Langsamen? Beides
trifft zu, aber in erster Linie zählt: Wissen
ist Macht. Schaut man sich die großen
Gewinner im Handel an, so haben sie alle
eines gemeinsam: Sie sind groß geworden, weil sie schnell waren und ihr Wissen über den Kunden effektiv eingesetzt
haben. Dabei gibt es keinen Unterschied
zu seinerzeit den SB-Märkten, den Kaufund Warenhäusern oder den Shoppingcentern auf der Grünen Wiese: Sie gehen
gezielt auf Kundenbedürfnisse ein und
bieten dem Kunden Mehrwerte entweder
über niedrige Preise, ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis, eine besonders
breite und vielfältige Sortimentsauswahl,
überraschende Kundenservices oder die
Nutzung technologischer Entwicklungen.
Heute sowie gestern und morgen gilt das
Motto: Der Kunde ist König. Der Händler
muss immer auch Trendforscher sein und
seine Zielgruppe genau kennen. In unserer immer stärker pluralisierten Gesellschaft wächst die Herausforderung stetig
seine Zielgruppe zu finden und in dieser
Nische eine Strategie zu entwickeln.
E-Commerce oder E-Motion? In der digitalisierten Welt geht kein Weg an der
Nutzung der neuen Medien und technischen Innovationen vorbei. Bei den vielfältigen Möglichkeiten muss jeder Händler die für ihn passende Medienstrategie
finden und sich darauf konzentrieren, um
nicht den Überblick zu verlieren. Gerade
in der Verzahnung der verschiedenen Kanäle liegt viel Potenzial. Die Zukunft des
stationären Handels liegt in der Digitali-
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sierung des Point of Sale. Erste Entwicklungen zeigen sich auf der Serviceseite
durch die Nutzung neuer Online Payment
Formen (z. B. Payleven) oder im Bereich
des Warenmanagements im Einsatz von
RFID (Radio Frequenzy Identification). Onlinebewertungen durch Kunden, z. B. über
Social Media-Kanäle, dienen als Multiplikator oder werden als Beschwerdema-
nagementstelle genutzt. Viele Geschäfte
integrieren neben dem Handel weitere
Nutzungen, beispielsweise in Form eines
Cafés, um die Aufenthaltsdauer und den
Wohlfühlfaktor zu erhöhen. Dadurch wird
der Handel zur Marke, das Produkt steht
nicht mehr im Mittelpunkt, sondern das
Einkaufserlebnis und die Servicestrategie. Darauf wird auch der Onlinehandel
künftig nicht verzichten können. So errichten Onlinehändler wie Zalando oder
Rakuten stationäre Anlaufstellen. E-Plus
hat gerade ein virtuelles Schaufenster
eingeführt, um die Online- und OfflineKanäle zu verknüpfen. Emotionalisiert
wird dieses Schaufenster über die virtuQ
elle Beraterin „Anna“.
Stephanie Erben
Auf Kohle gemolken: „Ruhrkäse“ kommt aus Hagen
Er ist außen schwarz, innen würzig
und die erste Käsespezialität des Ruhrgebiets: Der „Ruhrkäse“ soll das Revier zur
Käseregion machen. Hergestellt wird die
neue Spezialität in Brikett-Optik von der
Käserei Käse-Deele in Hagen. „Auf Kohle
gemolken“, werben die „Ruhrkäse“-Erfinder für ihr Produkt. Die Idee kam den
drei „Ruhrkäse“-Unternehmern bei einem Grillabend. „In Baden-Württemberg
hat fast jedes Dorf seinen eigenen Käse,
im Ruhrgebiet gibt es jedoch keine regi-
onale Sorte, ist uns aufgefallen“,
erklärt Mitinhaber Christian
Schalthöfer.
Drei Jahre dauerte die Entwicklung der Idee und des Produktes. „Wir haben eine Käserei
in Hagen gefunden, die Milch der
eigenen Kühe verarbeitet und keine
Konservierungs- oder andere Zusatzstoffe nutzt“, erklärt Schalthöfer, der hauptberuflich in der Werbebranche arbeitet.
Das Interesse am „Ruhrkäse“ sei
gleich groß gewesen, berichtet
der Unternehmer. Unter anderem unterstützte das NRWLandwirtschaftsministerium
das regionale Produkt. Auch im
Handel ist die Idee gut angekommen: Seit kurzem werden unter der Marke „Ruhrkäse“ der Schnittkäse „Grubentaler“ sowie der Frischkäse
„Ruhrpöttchen“ unter anderem in den
Rewe-Filialen im Ruhrgebiet verkauft.
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Südwestfälische Wirtschaft Foto: Expert Ellinghaus; SIHK; Carmen Möller-Sendler, Ennepetal
Ein Klick und schon ist die neue Waschmaschine bestellt. Oder der Kühlschrank.
Oder der Fernseher. Der Onlinehandel, auch im Elektronikbereich, ist ein Thema,
mit dem sich die Einzelhändler vor Ort immer mehr beschäftigen müssen.
„Man muss mit den Themen Online
und Offline heutzutage spielen. Nur mit
dem stationären Handel wird man in Zukunft kein Wachstum mehr erzielen“, sagt
Peter Berlet, Geschäftsführer der Fernseh Berlet GmbH & Co. KG mit Stammsitz
in Hohenlimburg. Dies müsse auch in die
Köpfe der Verkäufer, die Vorinformation
sei bei den Käufern bereits da, wenn sie
in den Laden kommen. „Es ist wichtig,
richtig mit dem kritischen Kunden umzugehen. Auch das Thema Preis muss
im Verkauf aktiv angegangen werden“,
so das SIHK-Vollversammlungsmitglied.
Auch die Meinungsbildung über bestimmte Produkte sei durchaus bereits im Internet erfolgt, worauf in der Beratung gezielt
eingegangen werden muss. Hier stimmt
ihm Ralf Strümpel, Inhaber von Expert Ellinghaus in Gevelsberg, zu. „Die Kunden
kommen und prüfen im Vorfeld die Preise
im Internet. Diese möchten unsere Kunden dann auch bei mir erhalten. Natürlich
muss man offen sein und fragen, warum
sie jetzt nach ausgiebiger Beratung nicht
kaufen wollen. Hier muss das Thema des
Preises auch ganz klar von den Verkäufern
angesprochen
werden. Wie man
sich dann mit dem
potenziellen Käufer einigt, muss
man sehen“, so
Ralf
Strümpel,
der bis vor drei
Jahren noch Geschäftsführender
G e s e l l s c h a f t e r Ralf Strümpel
Innovativer HALLEN-
zweier Saturn-Häuser mit insgesamt
knapp 9.000 Quadratmetern in Düsseldorf war. Der gebürtige Hamburger sieht
die persönliche Beratung als ganz klaren
Vorteil des stationären Einzelhandels.
„Man muss sich Zeit nehmen für jeden
einzelnen Kunden.
SERVICE
VOR ORT
Die Menschen wollen beraten werden
und brauchen diese Beratung im Zeitalter
der sich immer schneller entwickelnden
Technik.“ Hier sieht er auch einen Unterschied zu den großen Ketten. „In den
kleineren und inhabergeführten Läden ist
es persönlicher. Man kennt sich untereinander und weiß, was die Kunden wollen.“
„Der stationäre Einzelhandel
muss auf seine
Stärke setzen, direkt am Kunden zu
sein“, sagt auch
Peter Berlet. Seit
nunmehr 50 Jahren ist sein Unternehmen am Ort, Peter Berlet
„das ist ja auch
eine Tradition.“ Besonders der Servicebereich sei ein Pfund, mit dem man vor Ort
punkten könne. „Nehmen Sie doch zum
Beispiel die zahlreichen Arbeitsgeräte im
Haushalt. Da ist man mit relativ wenig Leidenschaft dabei, wenn es darum geht, sie
selber anschließen zu müssen. Wir müssen unsere Qualität und auch Kontinuität
beim Kunden beweisen. Dazu muss er uns
aber natürlich erst einmal die Chance
geben.“ Vertrauen sei das Zauberwort,
teilweise beschäftigt Berlet Verkäufer,
die seit mehr als 20 Jahren im Unternehmen sind.
Auch Björn Garthe sieht seinen
Familienbetrieb,
den er bereits in
der dritten Generation in Hagen
betreibt, als beratungsintensives
Fa c h g e s c h ä f t .
Wie auch in den Björn Garthe
anderen beiden
Fachmärkten, wird das Personal regelmäßig geschult und weiterqualifiziert. Auch
er sieht die Herausforderung künftig
darin, den Onlinehandel und den Handel
vor Ort zu verknüpfen. „Natürlich informieren sich die Kunden online, aber das
‚echte‘ Einkaufserlebnis ist für sehr viele
Kunden noch immer wichtig.“ Wie auch
Ellinghaus in Gevelsberg gehört Garthe
dem Einkaufsverbund Expert an. Hierin
sieht er einen Vorteil gegenüber einem
„richtigen“ Einzelkämpfer. „Ich denke,
wenn man ganz alleine am Markt ist, hat
man auf Dauer nur mit Nischenprodukten
eine Chance, nicht mehr mit der breiten
Masse an Angeboten.“ Ab November
startet Expert eine neue Onlineoffensive.
„Dann können sich die Kunden unter anderem auch Ware im Internet reservieren
und sie hier bei uns vor Ort abholen“, so
Björn Garthe, der das Geschäft zusammen
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43
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mit seinem Vater Manfred betreibt. 20 Mitarbeiter hat das Unternehmen momentan.
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Ein weiterer Grund, warum das Internet immer stärker wird, ist die Bequemlichkeit bei der Bestellung. Man muss
sich nicht groß um die Anlieferung und
ähnliches kümmern. „Dabei ist die
schnelle Verfügbarkeit ja gerade beim stationären Einzelhandel gegeben“, so Peter
Berlet. „Die Kunden können kommen,
gucken und im besten Fall mitnehmen.“
440 Mitarbeiter sind derzeit bei Berlet
beschäftigt. Davon 150 in Hagen. „Früher
hatten wir eine ähnliche Situation wie
heute mit dem Internet mit den großen
Versandhäusern“, erinnert Ralf Strümpel. „Wenn die Kataloge bei uns Zuhause eintrafen, wurde erst einmal geguckt.
Der Versandhandel hat zu Spitzenzeiten
30 Prozent Marktanteil ausgemacht.
Der Onlinehandel liegt heute etwa bei
20 Prozent“, sagt Strümpel, der aktuell
insgesamt 25 Mitarbeiter beschäftigt.
Auch vor der Herausforderung, der
Ansiedlung großer Elektromarktketten
in den Innenstädten, scheuen sich die
inhabergeführten Fachmärkte nicht. Im
Gegenteil. „Jede Aktivität im Bereich Einzelhandel ist gut. Schließlich soll ja in
einer Stadt die Attraktivität des Gesamtpaketes gut sein“, so Peter Berlet. Björn
Garthe sieht es ähnlich. „Ein Geschäft
wie Saturn zieht natürlich die Massen
nach Hagen. Aber das ist ja auch für uns
positiv. Wir merken eine stärkere Frequenz seit der Eröffnung in der RathausGalerie“, so Garthe. In einem sind sich am
Ende jedoch alle drei einig: Erfolgreicher
Einzelhandel geht nur kundenorientiert.
„Wir müssen nah am Kunden sein und
bleiben und uns um das Vertrauen unseQ
rer Kunden bemühen.“
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Das kommt an: Individuelle
und kreative Geschäftsideen
Sich am Markt zu positionieren und seine Geschäftsidee durchzusetzen,
ist eine Herausforderung. Viele kleine Läden schaffen dies mit kreativen
und individuellen Ideen. Und sie werten gleichzeitig die Innenstädte auf.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: We (3)
Um mit diesen individuellen und kreativen Geschäften den Leerstand von
32 Ladenlokalen in der Innenstadt zu
bekämpfen, haben Tourismusförderung
und Stadtmarketing in Altena Geschäfte
auf Zeit, die sogenannten PopUp-Stores,
in die Innenstadt geholt. Sie zeichnen
sich durch ausgefallene Verkaufsideen,
besonderes Ladendesign, ungewöhnliche Waren oder Marketing-Aktionen aus
und sollten so das Interesse für die Innenstadt wecken. Dies ist gelungen, wie
die Tourismusmanagerin der Stadt Altena
Julia Hußmann und die Vorsitzende des
Stadtmarketing Vereins Corina Turner
berichten. „Das Interesse der Bevölkerung und der Medien an dem Projekt ist
riesengroß“, so Hußmann. Auch andere
Städte schauen nach Altena, um zu erfahren, wie die Idee umgesetzt wurde.
Und von den Geschäften, die es auf Zeit
versucht haben, bleiben sogar fünf Läden
dauerhaft. Zum Beispiel Sandra Heisler,
die ihre Stoffe, Nähzubehör und -arbeiten
vorher nur über das Internet vertrieben
hat. Jetzt ist sie auch mit einem eigenen
Ladenlokal in der Lennestraße in Altena
vertreten. „Eigentlich war es für mich zu
anfangs nur eine Werbemaßnahme für
die Online-Aktivitäten. Es lief dann aber
so gut, dass ich geblieben bin“, berichtet
Heisler, die gebürtig aus Altena kommt.
Für die Ladenbesitzer auf Zeit bietet
das Projekt klare Vorteile: Sie erhalten
unter anderem eine vergünstigte Ladenmiete und Marketingmaßnahmen werden
vom Stadtmarketing organisert. Beispielweise wurden zwei große Events für die
Sandra Heisler hat in Altena erfolgreich ihren Nähladen eröffnet.
Innenstadt durchgefürt – ein Karneval in
Venedig und ein historischer Jahrmarkt –
die viele Besucher in die Innenstadt gebracht haben. Auch der Erlebnisaufzug
zieht Kunden an. „Seit der Eröffnung
im April waren 55.000 Besucher dort“,
berichtet Corina Turner. Davon profitieren
auch die kleinen Geschäfte. „Für 2015
planen wir eine dritte Phase der PopUpStores zur weiteren Attraktivitätssteigerung. Möglicherweise noch einmal mit
einem etwas neuen Konzept, wie einer
PopUp-Mall, in einem der größten Leerstände der Innenstadt“, so Hußmann.
PRODUKTE MIT HEIMATBEZUG
Sie sind zu dritt. Sie haben Kommunika-
tionsdesign studiert. Sie sind aus Hagen.
Keiner wollte für sich alleine arbeiten und
schon gar nicht in irgendeiner anonymen
Großstadt. Daher haben Christian Köhler,
Jessica Nitsche und Martina Döbler vor
fünf Jahren beschlossen, gemeinsam das
Designbüro Tiefschwarz und Edelweiß mit
eigenem Laden in der Frankfurter Straße
65 in Hagen zu eröffnen. Im Laden gibt
es Selbstkreiertes zu kaufen, aber auch
Dinge, die andere Künstler und Designer
hergestellt haben. Ihre eigenen Produkte
haben meist einen Heimatbezug. Tassen, T-Shirts oder Frühstückbrettchen,
Kalender – wer ein besonderes Stück
aus Hagen und seinen Stadtteilen sucht,
ist hier richtig. „Und gerade die Hagenartikel verkaufen wir im Shop sehr gut“,
. Bauwerksabdichtungen
. Beschichtungen (WHG § 19)
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November 2014
45
SPEZIAL
In ihrem Ladenlokal in Hagen verkaufen Christian Köhler, Martina Döbler und Jessica
Nitsche (v. li.) viele Produkte mit Heimatbezug.
neue Veranstaltungsformate, die sie gemeinsam mit Partnern ins Leben gerufen
haben. „Wir führen die Veranstaltungen
auch im kommenden Jahr fort, da sie allesamt gut angekommen sind“, berichtet
Jessica Nitsche.
ALTES IN NEUER FASSUNG
Kirsten Sorg hatte eigentlich nur
nach einer Beschäftigung gesucht, die
Die Kunden von Kirsten Sorg können ihr beim Herstellen ihrer Produkte über die
Schulter gucken.
Pfingsten Feuerverzinkung GmbH & Co. KG
Groß- und Kleinteil-Verzinkungsanlagen
Verwaltung und Betrieb 1:
Voerder Straße 53/55
58135 Hagen (Haspe)
Betrieb 2:
Tiegelstraße 12 · Industriegebiet Lennetal
58093 Hagen (Halden)
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46
November 2014
sie neben her machen konnte. Dabei
hat sie ihre Vorliebe für selbstgemachten Schmuck entdeckt und irgendwann
standen die Freundinnen Schlange, um
ihre Kreationen zu bekommen. Das hat
dann den Startschuss zum eigenen kleinen Laden gegeben. Seit mehr als drei
Jahren verkauft sie Ketten, Ringe und
andere Accessoires in ihrem kleinen Laden in Iserlohn – Am Dicken Turm 41. Der
Hinterhof liegt direkt am Marktplatz und
ist schön gestaltet mit Boutiquen und
kleinen Lädchen. Zu Kirsten Sorg gelangt
man über den Modeladen Vonuns. Sie
hat dort ihren Verkaufsraum auf 15 Quadratmetern untergebracht. Hier stellt sie
auch gleichzeitig ihre Produkte her. Jeder,
der zum Einkaufen kommt, kann ihr über
die Schulter schauen. „Die Verbindung
zum Modeladen ist für mich natürlich
optimal. Dort können die Kunden die Kleidung kaufen und bei mir den passenden
individuellen Schmuck“, erzählt Kirsten
Sorg. Und das Konzept geht auf. Sie
hatte es auch schon im Internet probiert
und ihre Produkte über einen Online-Shop
verkauft. „Das war aber nichts für mich“,
erzählt sie. Der direkte Kontakt zu ihren
Kunden ist ihr sehr wichtig. Neben dem
selbstgemachten Schmuck bietet sie ihren Kunden auch an, alten Schmuck wie
Erbstücke, Perlen etc. umzuarbeiten. Die
alten Dinge in neue Fassungen zu bringen. Da sie selbst nur ungern Sachen
wegschmeist, ist diese Idee entstanden
und sie kommt damit bei den Kunden gut
an. „Viele haben zuhause Schmuck, den
sie so nicht mehr tragen würden, aber
umgearbeitet bedeutet er dann vielen
Q
doch wieder etwas“, erzählt sie.
Daniela Wessely
Südwestfälische Wirtschaft
erzählt Martina Döbler, Mitinhaberin bei
Tiefschwarz und Edelweiß. „Wir stellen
auf unseren Produkten Hagen so dar, wie
es ist – eben nicht nur alles in Hochglanz,
aber gerade das kommt gut an“, berichtet
sie. „Die Leute identifizieren sich mit ihrem Stadtteil und das können sie mit unseren Produkten zum Ausdruck bringen“,
so Christian Köhler. Neben ihrem Laden
und der Werbeagentur sind die drei sehr
aktiv, was neue Veranstaltungsformen
angeht. Der „Liebes BISSCHEN – Markt
der schönen Dinge“ hat sich in Hagen
bereits etabliert. Zum vierten Mal fand
er in diesem Jahr in den Elbershallen
statt. Geboten wird hier regelmäßig eine
Mischung aus Mode-, Schmuck- und
Produktdesign. Kombiniert mit der alten
Industriehalle und Musik- und Essensangeboten entsteht eine besondere Atmosphäre, die zum Shoppen und Verweilen
einlädt. In Großstädten wie Berlin und
Hamburg sind Designmärkte schon lange
da gewesen. „Wir haben die Märkte in
anderen Städten gerne besucht und uns
daher gedacht, warum holen wir sie nicht
auch in unsere Stadt“, erzählt Döbler.
Und es hat funktioniert. Der Floh&Eule
Nachtflohmarkt im Kulturhof auf Emst
oder 5/8 für Hagen (5 Minuten/8 Redner
für Hagen) im Kulturzentrum Pelmke waren in diesem Jahr weitere Beispiele für
SPEZIAL
Warten auf die
ersehnte Eröffnung
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Jc
Es ist ein komisches Gefühl, wenn man durch die neue Rathaus-Galerie in Hagen geht.
Die Geschäfte haben noch geschlossen, aus der geplanten Eröffnung ist nichts geworden.
Trotzdem verspricht die neue Galerie optisch schon viel. Nur die Türen müssen sich noch öffnen.
Mehr als 70 Shops wird es künftig
in der neuen Hagener Rathaus-Galerie
geben. Seit der Grundsteinlegung im
Herbst 2012 war der stetige Baufortschritt des Shopping-Centers am Friedrich-Ebert-Platz zu beobachten. Kurz
vor der geplanten Eröffnung am 14. Oktober kam es jedoch zu Problemen
im Bereich des Brandschutzes, was
die Eröffnung verzögerte. Bisher durfte
nur der Saturn, der zweitgrößte in NRW,
seine Türen für die Besucher öffnen.
Denn nur dort und auf den Flanierachsen funktionierte die Sicherheitstechnik einwandfrei. Erst in der Nacht vor
der Eröffnung wurde von den Verantwortlichen entschieden, die Galerie vorerst geschlossen zu lassen. Hagens
Oberbürgermeister Erik O. Schulz: „Ich
habe bis zuletzt wirklich alles daran gesetzt, dass wir eine Lösung finden, die
zu einer Eröffnung führt. Aber nach Duisburg und Düsseldorf kann die Verantwortung von uns unmöglich getragen
werden.“ Trotz alledem warteten am Tag
der Eröffnung morgens um sechs Uhr
knapp 1.000 Besucher darauf, die neue
Galerie – in diesem Falle Saturn – betreten zu dürfen. Insgesamt waren es am
ersten Tag rund 60.000 Neugierige, die
die Galerie besuchten.
UMFASSENDES
ANGEBOT
Mitte November sollen die Shops in
der Galerie – zur Freude der Einzelhändler
und der Besucher – nun eröffnen. Den
größten Teil des Branchenmix nehmen
dann Modeanbieter wie Zara, Esprit,
Schuhhaus Hammerschmidt, Kult, CCC
Schuhe und Colloseum ein. Ergänzt wird
der Branchenmix durch weitere Marken
wie Saturn, Kaufpark, Wajos und Xenos.
Der Gastronomiebereich bietet eine
breite Auswahl an internationalen Gerichten. Über 95 Prozent der Einzelhandelsfläche sind bereits vermietet. Die
Kernöffnungszeiten aller Shops sind von
Montag bis Samstag jeweils von 9.30
bis 20 Uhr.
AKTIONEN UND
EVENTS GEPLANT
Gut 20 Meter hoch und 22.000 Quadratmeter groß ist die Galerie, die große
Lichthöfe und eine säulenfreie Ladenstraße bietet. Die Eingänge zur V-förmigen Mall sind am Friedrich-Ebert-Platz,
an der Mittelstraße und der Rathausstraße, jeweils durch großzügige Eingänge
mit großen Lichtbögen hervorgehoben.
Viele Aktionen und Events in und um
die Galerie befinden sich bereits in der
Planung durch die Werbegemeinschaft
und das Centermanagement der Galerie.
Mit einem Investitionsvolumen von ca.
120 Millionen Euro entwickelte die GedoGruppe aus Grünwald bei München das
Q
Shopping-Center.
Desirée Jacobi
November 2014
47
BÖRSEN/REGISTER
EXISTENZGRÜNDUNG
Angebote
HA-717-A: Einzelhandelsunternehmen der
Hobby- und Kreativbranche sucht einen tätigen
Nachfolger/Teilhaber. Das Ladenlokal befindet
sich in einer Kreisstadt mit ca. 80.000 Einwohnern des südlichen Ruhrgebietes. Beste Lieferantenkontakte, Mitglied in diversen Einkaufsorganisationen, motiviertes Personal, günstige
Mietkonditionen.
HA-718-A: Im Rahmen einer Geschäftsaufgabe wird ein Nachfolger für einen Schuhreparaturservice/Schlüsseldienst in Hagen (NRW)
gesucht.
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HA-719-A: Fachgeschäft für junge Damenund Herrenmode in einem Stadtteil von Hagen
(Westfalen) zu verkaufen. Das Ladenlokal hat
Mittelstr. 5
58332 Schwelm
Karl-Arnold-Str. 27
58644 Iserlohn
eine Verkaufsfläche von 115 m² plus Nebenräume. 20.000 € VB (für die Einrichtung) plus Ware
zum EK am Stichtag.
HA-720-A: Aus Altersgründen wird ein Nachfolger für einen alteingesessenen Werkzeugbau
im südlichen Märkischen Kreis gesucht. Langjähriger, solider Kundenstamm vorhanden. Maschinell gut ausgestattet. Es werden Spritzgieß-,
Duroplast- und Druckgusswerkzeuge aus allen
Bereichen hergestellt. Für einen qualifizierten
Nachfolger bietet das Unternehmen Ausbaupotenzial. In den vergangenen Jahren wurden ausschließlich gute Gewinne erwirtschaftet – mit
steigender Tendenz. Eine Einarbeitung durch den
Inhaber wird gewährleistet.
HA-721-A: Nachfolger/Teilhaber für einen Betrieb aus dem Bereich Stanz-/Umformtechnik
und Blechbearbeitung gesucht. Beide Bereiche
haben einen festen Kundenstamm, der weiter
ausgebaut werden kann. Der Interessent sollte
Kenntnisse aus dem Bereich Stanztechnik haben und ein fundiertes betriebswirtschaftliches
Wissen aufweisen. Auch eine Immobilie kann auf
Wunsch mit übernommen werden. Das Unternehmen befindet sich im Ennepe-Ruhr-Kreis.
HA-739-A: International agierendes mittelständisches Produktionsunternehmen für Präzisionsstanzteile in Südwestfalen mit sehr guter
Kundenstruktur und höchsten Qualitätsstandards (Zertifizierungen: ISO/TS 16949 und DIN
EN ISO 9001) sucht einen Nachfolger. Vorhanden
sind Immobilien, hochwertiger Maschinenpark
sowie eigener Werkzeugbau.
HA-740-A: Zum Verkauf steht ein mittelständisches Reisebüro mit Schwerpunkt Touristik,
welches seit über 15 Jahren besteht. Sehr guter
Stammkundenanteil. Zum umfangreichen Sortiment gehören alle führenden Reiseveranstalter.
2 Markenrechte können ggfls. mit veräußert werden. Das gemietete Ladenlokal befindet sich in
bester Innenstadtlage im südlichen Märkischen
Kreis (80 m² mit großem Schaufenster). Eine
umfangreiche Einarbeitung ist möglich.
HA-742-A: Obst- und Gemüsegeschäft im
EN-Kreis abzugeben. Das Geschäft befindet
sich in einer Markthalle, die seit 10 Jahren besteht. Die Verkaufsfläche beträgt ca. 100 qm
zzgl. Lagerräumen und einem Außenlager bei
einem jährlichen Netto-Mietpreis von 9.600 €.
Eine hochwertige Ladeneinrichtung sowie ein
Kühlhaus sind vorhanden. Eine Einarbeitung ist
möglich. Die Preisvorstellung liegt bei 50.000 €.
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48
November 2014
Nachfragen
HA-1416-N: Zur Erweiterung eines modernen Immobilien-Dienstleistungsunternehmens
wird kurz-, mittel- oder langfristig eine Hausverwaltung oder Liegenschaftsverwaltung (auch
Maklerbetrieb) zur Übernahme gesucht. Eine
diskrete Behandlung von Angeboten wird garantiert. Das gesuchte Unternehmen sollte im
Ennepe-Ruhr-Kreis, dem Märkischen Kreis oder
dem Großraum Dortmund liegen.
HA-1417-N: Sportmanager mit kaufmännischem Hintergrund sucht ein Einzelhandelsoder Großhandelsunternehmen im Märkischen
Kreis. Mehrjährige Berufserfahrung mit Personalverantwortung im Bereich Verkauf und Akquise vorhanden.
HA-1418-N: Gesucht wird ein Unternehmen
in 58256 plus 50 km, mit dem man bei intensivem Arbeitseinsatz auch seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Erfahrungen in Produktion
(Automotive-Bereich),
erklärungsbedürftigen
Produkten bei OEM und After-Sales, Mitarbeiterführung, Buchhaltung und Vertrieb sind
vorhanden. Eine längerfristige Einarbeitung/
Zusammenarbeit mit dem jetzigen Inhaber ist
wünschenswert. Kein Sanierungsfall.
HA-1437-N: Gelernter Kaufmann mit technischem und handwerklichem Verständnis sucht
ein inhabergeführtes Unternehmen im Raum
Ennepe-Ruhr-Kreis, Hagen oder Wuppertal. Gerne Großhandel/Einzelhandel mit erklärungsbedürftigen Artikeln bzw. Waren mit technischem
Hintergrund. Umfangreiche Erfahrungen im
Außendienst u. a. für Haushaltsgeräte/Haushaltswaren sind vorhanden. Auch ein nicht zulassungspflichtiger Handwerksbetrieb/kleinerer
Produktionsbetrieb ist denkbar. Bitte keine Angebote von Telekommunikation/Gebäudereinigung/Marketing oder außerhalb der genannten
Regionen.
HA-1438-N: Maschinenbau-Ingenieur (Fachrichtung Fertigungstechnik) und Executive MBA
mit mehr als 15-jähriger Erfahrung als Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen sucht
einen Betrieb/ein Produktionsunternehmen
im Bereich Maschinenbau, Metallverarbeitung
oder Herstellung von Verbindungselementen zur
Nachfolge oder Beteiligung. Der Unternehmensstandort sollte im Ruhrgebiet, Ennepe-RuhrKreis oder Sauerland liegen. Gesucht wird eine
Beteiligung mit späterer Komplettübernahme
oder eine Altersnachfolge.
HA-1439-N: Erfahrerner Kaufmann sucht zur
Nachfolge ein Handelsunternehmen aus der
Branche Spielwaren und/oder Geschenkartikel.
Über 10-jährige Branchenerfahrung im nationalen und internationalen Vertrieb sowie Einkauf/
Import von Handelsgütern sind vorhanden. Bitte
keinen Einzelhandel anbieten!
HA-1440-N: Etabliertes Familienunternehmen im Märkischen Kreis sucht zwecks Erweiterung eine Alu-Gießerei (Druckguss, Niederdruck, Kokillenguss) zur Übernahme/Beteiligung
bis max. 15 Mio. Umsatz. Auch Sanierungsfall
ist möglich.
HA-1441-N: Junger, engagierter Meister im
Bereich Kunststoff und Betriebswirt sucht kleines, ordentliches Kunststoffunternehmen mit
solidem Kundenstamm und stabiler Wirtschaftslage. Vorstellbar ist ein Einstieg als Gesellschafter mit späterer Option zur Übernahme. Eine
mehrjährige Einarbeitungs- bzw. Übergangsphase ist erwünscht.
Südwestfälische Wirtschaft
Mit der Existenzgründungsbörse will die SIHK
(zukünftigen) Unternehmern die Suche nach einer Teilhaberschaft oder einer Betriebsübernahme erleichtern. Angebote und Nachfragen werden
von Sabine Schnober im Geschäftsbereich 3 der
SIHK zu Hagen, Postfach 4265, 58095 Hagen,
Telefon 02331 390-337, E-Mail schnober@
hagen.ihk.de, unter Chiffre veröffentlicht. Interessentenzuschriften sind ebenfalls an diesen Geschäftsbereich zu richten.
Unter www.nexxt-change.de erscheinen Angebote und Nachfragen bundesweit. Bei Inseraten gelten die AGB der jeweiligen Börse.
BÖRSEN/REGISTER
Mit den nachfolgend veröffentlichten Kooperationswünschen sollen die zwischenbetriebliche
Zusammenarbeit gefördert und Rationalisierungsvorteile realisiert werden, die in der gemeinschaftlichen Ausübung von Unternehmensfunktionen liegen, ohne dass dabei die wirtschaftliche
Selbstständigkeit der beteiligten Unternehmen
verloren geht. Ihre Zuschriften (mit Vermerk der
Chiffre-Nummer, deren Buchstaben den Kfz-Bereich anzeigen, in dem sich das Unternehmen
befindet) sind an die Südwestfälische Industrieund Handelskammer (SIHK) zu Hagen, Sabine
Schnober, Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen,
Postfach 4265/4267, 58085 Hagen, Telefon
02331 390-337, Telefax 02331 390-362, E-Mail
schnober@hagen.ihk.de, zu richten. Bei den Inseraten gelten die AGB der jeweiligen Börse. Diese
finden Sie auf der Homepage der IHK-Kooperationsbörse unter dem Register AGB bzw. unter
dem Link www.ihk-kooperationsboerse.de/agb.
B-107-2030: International tätiger Groß- und
Außenhandel, der erfolgreich Bau- und Industriebedarfsprodukte vertreibt und sich momentan
vornehmlich klassischer Vertriebsmethoden bedient, möchte seinen Internetvertrieb stärken.
Es handelt sich um exzellente Produkte, sodass
sich für Internet-Vertriebspofis sehr gute Absatzmöglichkeiten bieten.
DD-144-90: Importeur/Lieferant sucht zum
Verkauf seiner ungarischen Produkte (Käse,
Wurst, eingelegte Produkte, Weine, Spirituosen,
Textilien u.v.m.) die Zusammenarbeit mit Handelsunternehmen. Auch die Mitarbeit bei der
Vermarktung von Waren in Ungarn ist möglich.
H-133-2432: Onlinehandel-Kooperationspartner gesucht, der Interesse hat, eigene (bestehende) Projekte weiterzuentwickeln, den Aufbau neuer Geschäftsfelder zu übernehmen und eigene
Ideen zu verwirklichen. Komplette Infrastruktur
ist vorhanden (z. B. Transport- und Versandlogistik, Lager, Büroräume). Raum Hannover.
HA-130-2615: Spritzguss-Unternehmen mit
angegliedertem, eigenen Werkzeugbau und freien Kapazitäten sucht Kooperationspartner. Zu
unseren Stärken zählen die CAD-gestützte Planung und Entwicklung sowie der Bau von Kunststoffformwerkzeugen unter Verwendung von CNCBearbeitungsmaschinen. Unser Maschinenpark
umfasst moderne Maschinen im Bereich zwischen 40 t und 500 t mit einem Aufspannmaß
bis zu 800 mm². Verarbeitet werden können alle
gängigen Thermoplaste.
Südwestfälische Wirtschaft
HA-130-2494: Wir suchen Kooperationspartner, die mit uns zusammenarbeiten möchten.
Wir verfügen über folgende Maschinen: 2 Stück
Battenfeld BA 250 CDC und 1 Stück Arburg
270 M. Weitere Maschinengrössen stehen jederzeit zur Verfügung.
HA-130-2473: Personaldienstleister vermittelt qualifizierte Ingenieure aus Griechenland mit
deutschen Sprachkenntnissen, die sich auf folgende Bereiche spezialisiert haben: Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik, Computerelektronik, Telekommunikation, IT/EDV und
Chemie. Zwecks zukünftiger Zusammenarbeit/
Kooperation wird nun eine in Deutschland ansässige Personalvermittlungsagentur gesucht.
HA-130-2464: Seit über 25 Jahren vertreiben wir Produkte und Dienstleistungen an die
Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Uns sind die Vertriebswege, Einkaufsgesellschaften und die Entscheider bekannt.
Es bestehen langjährig gepflegte Kontakte zu
systematisierten Gastronomen, Hotelketten
und Catering Unternehmen. Wir arbeiten mit
Kunden persönlich, telefonisch (branchenerfahrene Mitarbeiter am Telefon) und auf Messen.
Ein CRM-System unterstützt unsere Dienstleistungen. Wir suchen Produkte und Dienstleistungen, die unser Sortiment ergänzen oder eine
weitergehende Kooperation mit einem Hersteller
oder Importeur.
HA-130-1821: Suche Kooperation zu Handelsvertretern für Produkte im Bereich Heiztechnik, wie u. a. Öl- und Gas-Brenner, Öl- und
Gas-Kessel, Brennwertgeräte, Wärmepumpen,
BHKW, PV, Fußbodenheizung, Heizungsrohr PEX
und PERT, Aluminiumheizkörper, Solarthermie,
Wasserspeicher etc.
HA-130-1848: Agentur für Webdesign, Webentwicklung und Medienproduktion sucht Kooperation mit Webagenturen, Werbe- und PRAgenturen. Wir sind stark in der Entwicklung von
CMS-getriebenen Websites, die über alle aktuellen Endgeräte hinweg funktionieren (Responsive
Webdesign) und haben langjährige Erfahrung im
Copywriting.
K-140-253: Wir unterhalten einen Groß- und
Versandhandel/Onlinevertrieb mit einem stetig
wachsenden Vertriebsnetz. Zusätzlich haben wir
gute Kontakte zu diversen Handelsvertretern,
wodurch wir für ein neues Produktsortiment mit
einem Alleinvertriebsrecht für Deutschland sehr
großes Potenzial sehen. Gesucht wird ein Lieferant/Hersteller für den Alleinvertrieb in Deutschland.
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49
November 2014
49
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etablierten Internetvertrieb von hochwertigen
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designorientierten Herstellern aus Italien im
Bereich Badkeramik, Badarmaturen, Badewannen und Luxus-Duschen, Designheizungen für
Saunen und Spas. Eine Kooperation eignet sich
besonders für Unternehmen der Branche, die im
traditionellen Vertriebsweg tätig sind und eine
Expansion im Produktsortiment und/oder in den
Onlinehandel anstreben.
LU-149-2261: Erfolgreicher Internetunternehmer such Kooperationspartner im Bereich Baumarkt/Garten/IT zur gemeinsamen professionellen Vermarktung von Produkten. Oder Unternehmer mit Expansionsinteressen im E-Commerce.
Arnsberg, HRB 4966 eingetr. Balver Reisecenter
GmbH, Balve (Alte Gerichtsstr. 1), vertr. d. d.
GF Sylvia Kowalik, Neuenrade wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am
15.09.2014, um 09:51 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund
des am 26.06.2014 bei Gericht eingegangenen
Antrags der Schuldnerin. Zugleich werden die
Verfahren 10 IN 89/14 und 10 IN 99/14 unter
Führung des zuerst genannten miteinander verbunden (§ 4 InsO, § 147 ZPO). Insolvenzverwalter: RA Andreas Schoß, Arnsberg.
d. GF Sylvia Springorum, Ennepetal ist der am
16.06.2014 bei Gericht eingegangene Antrag
des Schuldners vom 12.06.2014 auf Eröffnung
des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen
durch Beschluss vom 18.09.2014 mangels
Masse abgewiesen worden.
N-158-1911: Inneneinrichter mit eigenem
Kundenstamm sucht Kooperationsmöglichkeit
jeglicher Art – auch branchenübergreifend.
INSOLVENZEN
103 IN 206/10 – 11.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG
Hagen, HRB 6648 eingetr. Schwelmer Tafelfreuden GmbH, Schwelm (Hauptstr. 184), vertr. d.
d. GF Kai Weidner, Schwelm wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO).
106 IN 210/08 – 15.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG
Hagen, HRB 6989 eingetr. XenErgon gemeinnützige GmbH, Hagen (Martin-Luther-Str. 3), vertr.
d. d. GF Thomas Hammermeister-Kruse, Hagen
ist am 15.09.2014, um 13:22 Uhr nach Anzeige
der Masseunzulänglichkeit (§ 211 InsO) eingestellt worden.
10 IN 89/14 – 15.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des AG
109 IN 70/14 – 17.09.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen des
im HR des AG Iserlohn, HRB 7670 eingetr. CityTaxi UG (haftungsbeschränkt), Iserlohn (Engelbertstr. 11), vertr. d. d. GF Peter Heck, Iserlohn
ist der am 22.05.2014 bei Gericht eingegangene Antrag einer Gläubigerin vom 14.05.2014
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch
Beschluss vom 17.09.2014 mangels Masse
abgewiesen worden.
100 IN 104/14 – 18.09.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
des im HR des AG Iserlohn, HRB 6985 eingetr. Gastro Service Sauerland UG (haftungsbeschränkt), Iserlohn (Gravemannring 5), vertr. d.
TREPPENTURM | Hamm
109 IN 273/04 – 19.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen des verstorb.
Günter Dorau, Hagen, ehemaliger Inh. des im
HR des AG Hagen, HRA 1122 eingetr. Metallbau
Bonn & Profft, Hagen (Schwerter Str. 97) vertr.
d. d. Nachlasspfleger Notar Jörg Habenstein,
Herdecke wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO).
109 IN 43/12 – 22.09.2014: Über das Vermögen der im HR des AG Iserlohn, HRB 6660
eingetr. Audax Gewerbeimmobilien GmbH, Plettenberg (Bülter Weg 6), vertr. d. d. GF Pavel
Tsetoskho, Plettenberg wird wegen Zahlungsunfähigkeit heute, am 22.09.2014, um 15:13 Uhr
das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung
erfolgt aufgrund des am 29.02.2012 bei Gericht eingegangenen Antrags einer Gläubigerin.
Insolvenzverwalter: RA Manfred Gottschalk,
Herdecke.
109 IN 45/14 – 22.09.2014: Über das Ver-
planen
entwickeln
bauen
J. Lehde GmbH
Sassendorfer Weg 8
59 494 Soest
Tel. 0 29 21 / 89 06 - 0
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50
November 2014
Südwestfälische Wirtschaft
256 IN 40/14 – 26.08.2014: Über das Vermögen der im HR des AG Hagen, HRB 9230
eingetr. Jim Versand GmbH, Hagen (Feithstr.
37a), vertr. d. d. GF Nicola Miscione, Hagen
wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am 26.08.2014, um 12:15 Uhr
das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung
erfolgt aufgrund des am 30.04.2014 bei Gericht
eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalterin: RA Dr. Vera Mai, Dortmund.
BÖRSEN/REGISTER
mögen der im Register des AG Iserlohn, HRB
6977 eingetr. I & M GmbH Immobilien & Medien,
Hemer (Bergstr. 8), vertr. d. d. GF Stefan Franzen, Hemer wird wegen Zahlungsunfähigkeit
und Überschuldung heute, am 22.09.2014, um
11:52 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die
Eröffnung erfolgt aufgrund des am 04.04.2014
bei Gericht eingegangenen Antrags einer Gläubigerin sowie eines am 06.05.2014 eingegangenen Antrags der Schuldnerin. Zugleich
werden die Verfahren 109 IN 45/14 und 109
IN 60/14 unter Führung des zuerst genannten miteinander verbunden (§ 4 InsO, § 147
ZPO). Insolvenzverwalter: RA Christof Köhling,
Iserlohn.
109 IN 31/09 – 23.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR
des AG Iserlohn, HRB 3774 eingetr. Schwellnus Bau GmbH, Lüdenscheid (Volmestr. 101),
vertr. d. d. GF Bernd Schwellnus, Halver ist am
23.09.2014, um 8:38 Uhr nach Anzeige der
Masseunzulänglichkeit (§ 211 InsO) eingestellt
worden.
109 IN 150/09 – 24.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des
AG Hagen, HRB 7646 eingetr. SecuraConcept
GmbH, Hagen (Elberfelder Str. 89), vertr. d. d.
GF Jörg Lenzmann, Dortmund wird mangels kostendeckender Masse eingestellt (§ 207 InsO).
106 IN 117/14 – 26.09.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
des im HR des AG Iserlohn, HRB 7226 eingetr.
Aqua Resources AG, Iserlohn (In der Bräke 8),
vertr. d. d. V. Klaus-Dieter Arndt, Offenbach ist
der am 01.08.2014 bei Gericht eingegangene
Antrag des Schuldners vom 31.07.2014 auf
Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein
Vermögen durch Beschluss vom 26.09.2014
mangels Masse abgewiesen worden.
103 IN 95/14 – 29.09.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
der im Register des AG Hagen, HRB 9306 eingetr. K+K Automobile Pflege und Service UG (haftungsbeschränkt), Hagen (Enneper Str. 33), vertr. d. d. GF Peter Rolf Korte, Wetter sind die am
24.07.2014, 26.07.2014 und 30.07.2014 bei
Gericht eingegangenen Anträge von Gläubigern
vom 16.07.2014, 24.07.2014 und 29.07.2914
auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch
Beschluss vom 29.09.2014 mangels Masse
abgewiesen worden.
Südwestfälische Wirtschaft
100 IN 169/09 – 30.09.2014: Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der im HR des
AG Hagen, HRB 7684 eingetr. Wolski Garten
und Landschaftsbau GmbH, Hagen (Schlesierstr. 6), vertr. d. d. GF Ralf Wolski, Hagen wird
mangels kostendeckender Masse eingestellt
(§ 207 InsO).
100 IN 164/14 – 02.10.2014: Über das
Vermögen des im HR des AG Hagen, HRB 8806
eingetr. YÖRÜK OBASI Hagen GmbH, Hagen
(Elberfelder Str. 91), vertr. d. d. GF Nevzat Ercetin, Dortmund wird wegen Zahlungsunfähigkeit
und Überschuldung heute, am 02.10.2014, um
11:29 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die
Eröffnung erfolgt aufgrund des am 28.08.2014
bei Gericht eingegangenen Antrags des Schuldners. Insolvenzverwalter: RA Ernst Wiesner,
Herdecke.
103 IN 39/14 – 02.10.2014: Über das Vermögen der im Register des AG Iserlohn, HRA
4021 eingetr. Udo Hoffmann Intercoiffeur-Team
e.K., Nachrodt-Wiblingwerde (Wiesenstr. 2),
vertr. d. d. Inh. Michaela Kortmann, NachrodtWiblingwerde wird wegen Zahlungsunfähigkeit
heute, am 02.10.2014, um 12:31 Uhr das
Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund des am 03.04.2014 bei Gericht
eingegangenen Antrags einer Gläubigerin. Insolvenzverwalterin: RA Christine Buchheister,
Lüdenscheid.
103 IN 87/14 – 09.10.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
des im HR des AG Iserlohn, HRB 7289 eingetr.
AURUM GmbH, Iserlohn (Erich-Nörrenberg-Str.
5), vertr. d. d. GF Nouredine Sadik Cherabi,
Bergkamen ist der am 12.07.2014 bei Gericht eingegangene Antrag einer Gläubigerin
vom 08.07.2014 auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss vom 09.10.2014
mangels Masse abgewiesen worden.
103 IN 151/13 – 09.10.2014: In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen
des im HR des AG Iserlohn, HRB 7289 eingetr.
AURUM GmbH, Iserlohn (Erich-Nörrenberg-Str.
5), vertr. d. d. GF Nouredine Sadik Cherabi,
Bergkamen ist der am 12.10.2013 bei Gericht eingegangene Antrag einer Gläubigerin
vom 07.10.2013 auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss vom 09.10.2014
mangels Masse abgewiesen worden.
10 IN 122/14 – 09.10.2014: Über das Vermögen der im HR des AG Arnsberg, HRB 4872
eingetr. GBV Glas + Beschlag Vertriebsgesellschaft mbH, Menden (Winkelstraße 9), vertr. d.
d. GF Monika Bölling, Menden wird wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung heute, am
09.10.2014, um 14:38 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Eröffnung erfolgt aufgrund
des am 21.08.2014 bei Gericht eingegangenen
Antrags der Schuldnerin. Insolvenzverwalter:
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November 2014
51
BÖRSEN/REGISTER
Verbraucherpreisindex
im September 2014
Südwestfälische Wirtschaft
ISSN 0039-4637
Verbraucherpreisindex für NRW
NRW
September 2014
August 2014
2010=100
107,4
107,4
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen,
Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen,
Telefon 02331 390-0
Telefax 02331 13586
E-Mail: sihk@hagen.ihk.de
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Internet: www.sihk.de
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Verbraucherpreisindex für Deutschland
Deutschland
September 2014
August 2014
2010=100
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gegenüber Vorjahr
107,0
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HAGEN
Gevelsberg
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Neuenrade
Altena
Werdohl
Ennepetal
Schalksmühle
Breckerfeld
Weitere Informationen auf der Internetseite www.sihk.de unter
der Dokument-Nr. 2632.
Balve
NachrodtWiblingwerde
ENNEPERUHR
Schwelm
Hemer
MÄRKISCHER
KREIS
Plettenberg
Lüdenscheid
Halver
Herscheid
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Löschungen im Handelsregister und
Genossenschaftsregister können bei
verschiedenen Anbietern im Internet
abgerufen werden.
Für Recherchen bieten sich unter
anderem folgende Datenbank-Betreiber an: www.handelsregister.de, www.
dufa-index.de, www.handelsblatt.com
Amtliche Bekanntmachungen über
Insolvenzen finden Interessenten unter
www.e-bundesanzeiger.de
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52
November 2014
Meinerzhagen
Geschäftsstellen
Staberger Straße 5, 58511 Lüdenscheid,
Telefon 02351 9094-0, Telefax 02351 9094-21
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Telefon 02371 8092-0, Telefax 02371 8092-80
Pregelstraße 2, 58256 Ennepetal
Telefon 02333 6030820, Fax 02333 6030902
Impressum
Herausgeber:
Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen,
Bahnhofstraße 18, 58095 Hagen, Telefon 02331 390-0
Redaktion:
Pressereferent Thomas Marotzke (verantwortlich für den
Inhalt), Desirée Jacobi und Daniela Wessely. Die mit dem
Namen des Verfassers oder seinen Initialen gezeichneten
Beiträge stellen die Meinung des Verfassers dar, aber nicht
unbedingt die Ansicht der Kammer.
Die „Südwestfälische Wirtschaft“ ist das offizielle Organ
der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu
Hagen. Kammerzugehörige erhalten sie im Rahmen ihrer
Mitgliedschaft ohne besonderes Entgelt. Erscheint elfmal
jährlich. – Nachdruck und Vervielfältigung jeder Art sind
nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Südwestfälischen
Industrie- und Handelskammer zu Hagen zulässig.
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Friedhelm Schröder Media 1898, Auf dem Graskamp 25,
58099 Hagen, Telefon 02331 60001, Fax 02331 60043,
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Zurzeit ist Anzeigenpreisliste Nr. 45 gültig.
Verlag:
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Verantwortlich: Olaf Fritzsche
Technische Gesamtherstellung:
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verbreitete Auflage: 31.514 (IVW 3. Quartal 2014
).
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Im freien Verkauf jährlich für 24,40 Euro. Zu bestellen unter Telefon 02331 390-309.
Beilagenhinweis
In dieser Ausgabe befinden sich Teilbeilagen der Firmen
Kaffeekultur e. K., Lüdenscheid, Remmel Vertriebscenter
Zerspanung, Werdohl, und H.-P. Wolschendorf Gabelstapler
GmbH, Iserlohn.
Südwestfälische Wirtschaft
Handelsregister-Meldungen
im Internet abrufbar
Heft 11, November 2014
70. Jahrgang
REGIONALE WIRTSCHAFT
Made in Südwestfalen
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar
Hawker GmbH: Partner für
Energiespeicher-Lösungen
Ursprung der Hawker GmbH ist die
„Accumulatoren-Fabrik Tudorschen Systems Büsche & Müller oHG“, die am
27. Dezember 1887 in Hagen-Wehringhausen von Adolph Müller gegründet
wurde. 1888 begann das Unternehmen
mit der industriellen Fertigung von ortsfesten Bleiakkumulatoren. Das Werk
wuchs kräftig in den Zeiten der Hochkonjunktur und firmierte bald als AFA
Akkumulatoren-Fabrik AG, heute noch
manch alteingesessenem Hagener unter dem Spitznamen „Akku“ ein Begriff.
Mehrfach verkauft gehört heute Hawker,
die ehemalige Sparte der Varta-Industriebatterien, zum Enersys-Konzern.
Nach eigenen Angaben ist Enersys Weltmarktführer für Industriebatterien. „Unser Unternehmen produziert und liefert
komplette Energie- und Servicelösungen
für alle Anwendungsbereiche – Traktion,
Notstromversorgung und Sonderbatterien. Unsere Angebotspalette beinhaltet
neben der kompletten Technik für Industriebatterien und Ladestationen auch die
Schulung des Servicepersonals“, sagt
Hawker-Geschäftsführer Magnus Becker. Konzernweit arbeiten über 9.000
Mitarbeiter für das Unternehmen, an den
insgesamt drei Standorten in Deutschland sind es mehr als 500, davon 370
allein in Hagen-Wehringhausen.
„Seit 95 Jahren steht der Hagener
Standort zu seiner Ausbildungsverantwortung und legt großen Wert auf die
Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs“, betont Becker, der selbst vor 16
Jahren seine Karriere im Unternehmen
als Werksstudent startete. „Wir bilden
in erster Linie bedarfsorientiert aus. Das
bedeutet auch, dass wir über Kooperationen mit anderen Unternehmen sogar
in Berufen qualifizieren können, die bei
uns eher selten vorkommen. Seit vergangenem Jahr wird auf diesem Weg sogar
ein dringend benötigter Chemielaborant
ausgebildet.“
Das Werk in Hagen produziert hauptsächlich Gabelstaplerbatterien. Hawker
bietet aber auch komplette Systemlösungen an. Das Produktionsportfolio
deckt folgende Bereiche ab: Batterien,
Geschäftsführer Magnus Becker setzt bei der Hawker GmbH auf die eigene Ausbildung
im Hinblick auf sein Fachkräftepersonal.
Monoblöcke, Ladegeräte, Batteriekontrolle, Batteriemanagement und Batteriehandhabungssysteme. „Zu den Handhabungssystemen gehören Batterie-Wechsel-Anlagen für Flurförderfahrzeuge und
Sicherheitseinrichtungen“, so Becker.
Im Segment der Ladestationen bietet
Enersys Hawker seinen Kunden einen
umfassenden Leistungskatalog vom
Entwurf über die Projektabwicklung bis
zur Installation an. „Unser Anspruch ist
es, weltweiter Marktführer in dem von
uns gewählten Bereich für Energiespeicher-Lösungen zu sein.“
Als eine Investition in die Zukunft
und in den Standort Hagen ist der Bau
und die Inbetriebnahme des über 1 Mio.
Euro teuren firmeneigenen Blockheizkraftwerks in diesem Jahr zu sehen.
„Aufgrund der steigenden Energiekosten
haben wir so nun mehr Planungssicherheit und erwarten jährliche Einsparungen in Höhe von circa 500.000 Euro. Q
Thomas Marotzke
November 2014
53
REGIONALE WIRTSCHAFT
Inklusion im Arbeitsleben
bei der Ewald Dörken AG
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54· Straßenbau
November 2014
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Die Ewald Dörken AG Herdecke stellte ihre unternehmerische Sicht auf das Thema
Inklusion vor. Andreas Lux,
stellvertretender
Hauptgeschäftsführer der SIHK zu Hagen, begrüßte die Gäste im
Werner Richard Saal in Herdecke. Ingo Quent, Geschäftsführer der Dörken GmbH & Co.
KG, zeigte auf, wie umfassend
der Ansatz im Hause gelebt
wird. Prävention und Gesundheitsschutz sind Teil der Firmenphilosophie. Dies wurde
schon mit dem Anfang der
Veranstaltung deutlich, als der
werkseigene Chor, ein Angebot zur Gesundheitsförderung,
mit einem Beatles-Medley die
Gäste begrüßte. Ingo Quent
führte aus, wie wichtig für ein
mittelständisches Unternehmen mit 750 Mitarbeitern ein
breites Angebot der Gesundheitsförderung ist. Dabei geht
es nicht nur um die Gesundheit an sich, sondern auch um
Unternehmensentwicklung
in einem enger werdenden
Markt von Fachkräften. Auch
im Schadeneintrittsfall ist gewährleistet, dass der einzelne Mitarbeiter eine optimale
Begleitung durch das Unternehmen erfährt. Mit diesem
umfassenden Unterstützungsprogramm sichert sich die
Ewald Dörken AG ihre Innovationskraft und bindet so ihre
Mitarbeiter an das Unternehmen. Die vorhandenen Systeme bilden darüber hinaus die
Grundlage, auch Menschen
mit einer Behinderung neu
einzustellen. Die passende
Qualifikation des Bewerbers
bleibt so im Fokus und gerät
gegenüber Vorbehalten wegen möglicher behinderungsbedingten Einschränkungen
nicht in den Hintergrund. Deutlich wurde darauf hingewiesen,
dass die Systeme dabei helfen, die Potenziale von Menschen mit Behinderung weiter
zu entwickeln. Die Gewissheit,
im Schadensfalle nicht alleine
gelassen zu werden, steigert
zudem die Zufriedenheit aller
Mitarbeiter.
Frank Auferkorte, Vorsitzender des Landesarbeitsgerichtes Hamm, ergänzte dies bei
seinem Vortrag mit arbeitsrechtlichen Aspekten bei der
Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen in Unternehmen. Dabei beschränkte er
sich nicht auf die Regelungen
des besonderen Kündigungsschutzes. Vielmehr verband
er in seinen Ausführungen die
Anforderungen an Arbeitgeber
bei der Bereitstellung von Arbeitsplätzen mit der heute bei
richterlichen Urteilen genutzten Auslegung des Behindertenbegriffes. Das Können und
die Expertise betroffener Mitarbeiter auch für die Zukunft
zu erhalten, stelle eine der
großen Herausforderungen an
Führungskräfte gleich welcher
Ebene, aber auch an Betriebsräte, dar. In Kooperation mit
der Integrationsberatung der
SIHK bekamen die Teilnehmer
praxisbezogene Informationen
über Chancen und Grenzen bei
der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen. Q
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Ra
(V. li.) Andreas Haase (Vorsitzender des Betriebsrates), Dr. Gerhard Reusmann (Geschäftsführer Dörken MKS Systeme GmbH
& Co. KG), Christian Münch (Integrationsberater SIHK), Ingo
Quent (Geschäftsführer Dörken GmbH & Co. KG), Frank Auferkorte (Vorsitzender Richter LAG Hamm)
REGIONALE WIRTSCHAFT
Dorma investiert 40 Millionen Euro
den Jahren wollen wir auch wieder verstärkt in den reiferen
Märkten wachsen. Das wollen
wir nicht zuletzt durch eine
Innovationsoffensive
sowie
durch massive Investitionen
am Standort Deutschland erreichen“, so Thomas P. Wagner, CEO der Dorma Gruppe.
Den Auftakt zur Innovationsoffensive bildet die BAU 2015.
Unter dem Motto „Access to
Innovation“ präsentiert das
Unternehmen neue vertriebsfähige Produkte. Um in Zukunft
noch stärker auf den Kunden
fokussiert zu sein, stehen
auch an den deutschen Standorten Ennepetal, Wuppertal
und Zusmarshausen eine
ganze Reihe an Investitionen
auf der Agenda. „Die geplanten Investitionen belaufen sich
auf insgesamt rund 40 Millionen Euro“, so Wagner. „Damit
sprechen wir in Summe von
der höchsten Bauinvestition
in der mehr als 100-jährigen
Geschichte.“ Die jetzt anstehenden Erweiterungen und
Umbauten sind ein klares Bekenntnis – insbesondere der
Gesellschafterfamilie Mankel
– zu Dormas Wurzeln und zum
deutschen Heimatmarkt. Am
Standort Wuppertal wird das
Regionale Logistik Centrum
(RLC) zu einem Europäischen
Logistik- und Ersatzteilzentrum (ELC) ausgebaut. Zusätzlich zum Kauf des bestehenden Grundstücks von knapp
20 Tausend Quadratmetern
wurden weitere 13 Tausend
Quadratmeter erworben, um
die Logistikkapazitäten zu er-
weitern. Außerdem soll hier in
den nächsten Jahren ein zusätzliches Bürogebäude entstehen.
In Ennepetal wird der Fokus noch stärker auf Innovation und modernste Produktion gelegt. Bereits im Januar
2015 wird die Elektronikfertigung von Bonn nach Ennepetal
verlagert. Durch den Umzug
der Sondertürenfertigung von
Ennepetal an den Standort
Zusmarshausen, der zurzeit
zum europäischen Türenwerk
innerhalb der Gruppe erweitert
wird, ist eine Halle am Stammsitz freigeworden. In dieser
entsteht nun auf 2.400 Quadratmetern ein Herzstück des
europäischen Technologiezentrums am Standort Ennepetal. Direkt neben der künftigen
Elektronikfertigung ist mit dem
Design & Innovation Center etwas ganz Besonderes geplant:
Eine architektonisch ansprechende Kombination aus Ausstellungs- und Veranstaltungsort wird ab nächstem Jahr ein
absoluter Blickfang direkt am
Ennepetaler Werkstor sein. Außerdem werden in Ennepetal
zwei Bürogebäude renoviert
beziehungsweise neu gebaut
und der Parkplatz soll zeitnah
Q
neu gestaltet werden.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Dorma-Gruppe, Ennepetal
Für das Geschäftsjahr
2013/14 gibt die Dorma
Gruppe aus Ennepetal folgende vorläufige Geschäftszahlen
bekannt: Im Vergleich zum Vorjahr hat die Gruppe währungsbereinigt einen Umsatzanstieg
von 7,3 Prozent verzeichnet.
Das enstspricht einem Umsatzplus von 2,6 Prozent auf
rund 1.060 Mio. € (Vorjahr:
1.032 Mio. €). Ein wesentlicher Treiber für das Umsatzwachstum im abgelaufenen
Geschäftsjahr sind die getätigten sechs Akquisitionen
in England, Italien, USA und
Australien. Das Ergebnis vor
Steuern (EBT) ist im Vergleich
zum Geschäftsjahr 2012/13
signifikant gestiegen. Die Zahl
der Beschäftigten erhöhte sich
im Geschäftsjahr 2013/14
auf durchschnittlich 7.555
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir sind insgesamt zufriedenen mit den Ergebnissen
des abgelaufenen Geschäftsjahres. Die Akquisitionen und
das weiterhin gute Wachstum
in den Schwellenländern machen sich positiv bemerkbar.
Die massiven Währungsverluste durch den starken Euro
haben unseren Jahresumsatz
jedoch um rund 50 Millionen
Euro belastet. In den kommen-
November 2014
55
REGIONALE WIRTSCHAFT
Qualified European Photographer:
Fotostudio Tölle ausgezeichnet
Aus der Hand des Präsidenten der europäischen Fotografenvereinigung Jorgen
Brand (Dänemark, im Bild
rechts) erhielt Lutz Tölle auf
der Photokina die höchste
Europäische Auszeichnung in
der Fotografie, die an Berufsfotografen vergeben wird, den
Master QEP. Lutz Tölle ist erst
der dritte Deutsche, der diese
hohe Auszeichnung erhält.
1999 hat Lutz Tölle als einer
der ersten deutschen Berufsfotografen die Auszeichnung
als QEP (Qualified European
Photographer) im Bereich der
Werbefotografie erhalten. Der
Master QEP ist Lutz Tölle im
Bereich Commercial Photo-
graphie/Digital Art verliehen worden. Die Jurymitglieder aus zehn
Nationen haben die 20
eingereichten Arbeiten
des Iserlohner Fotografen als hervorragend
bewertet. Lutz Tölle:
„Das ist eine Hommage an unsere Arbeit.
Wir haben kein künstlerisch freies Thema
bei dem Wettbewerb
eingereicht, sondern
Bildwelten aus unserem Tagesgeschäft bewerten lassen. Alle Arbeiten sind im Kundenauftrag
erstellt worden. Das macht
mich und das Team sehr stolz,
wenn die kritischste Jury unsere Arbeit als ‚Outstanding‘
Q
bezeichnet.“
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56
November 2014
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte die Hagener Buchhandelsgruppe Thalia erneut erfolgreich wachsen
und hat verstärkt in Zukunftsthemen investiert. Der Fokus
lag dabei insbesondere auf
dem Ausbau und der CrossChannel-Verknüpfung der beiden großen Vertriebskanäle
stationärer Buchhandel und
E-Commerce. Darüber hinaus
konnte insbesondere die
nachhaltige Positionierung im
Bereich eReading weiter vorangetrieben und gestärkt werden. Trotz der nach wie vor
herausfordernden Situation in
der Branche blickt Thalia zuversichtlich in eine langfristig
erfolgreiche Zukunft. Um sich
den Veränderungen des Kaufverhaltens und damit einhergehend auch denen des Marktes
aktiv zu stellen, hatte Thalia
die Weichen für eine erfolgreiche Neuausrichtung des Unternehmens bereits früh gestellt.
Damit ist es dem Unternehmen gelungen, im abgelaufenen Geschäftsjahr qualitatives
und quantitatives Wachstum
zu generieren und seine führende Marktposition weiter
auszubauen. So konnte der
Umsatz im Vergleich zum Vorjahr auf vergleichbarer Fläche
deutlich gesteigert werden.
Thalia investiert hierbei gezielt
weiter in den Zukunftsmarkt Digitales Lesen und in ihre CrossChannel-Ausrichtung.
Größter Wachstumstreiber
ist das sich weiterhin positiv
entwickelnde Digitalgeschäft,
in dem Thalia zusätzliche
wichtige Marktanteile gewonnen hat. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Buchhändler
die eBook-Umsätze deutlich
über dem Marktwachstum
steigern. Laut GfK stieg der
Marktanteil von Thalia bei
eBook-Umsätzen im ersten
Halbjahr 2014 im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum von 13
auf 17 Prozent. Den Kern des
Geschäftsmodells von Thalia
bilden nach wie vor die stationären Buchhandlungen. Hier
hat das Unternehmen seine
Fokussierung auf das Kernsortiment Buch und buchnaher
Produkte (wie z. B. Kalender)
mit einem Sortimentsanteil
von rund 80 Prozent geschärft.
Ergänzende Sortimente wie
Spiele, ausgewählte Spielwaren, CDs oder DVDs haben
sich bei einem Anteil von rund
20 Prozent eingependelt. Aber
nicht nur bestehende Flächen
wurden erfolgreich optimiert,
Thalia hat im abgelaufenen
Geschäftsjahr auch in neue
Standorte investiert. Zum einen in Form von Umzügen auf
neue Flächen, wie beispielsweise in Recklinghausen (450
qm). Zum anderen aber auch
in Form von Neueröffnungen
wie in Wien (Vösendorf, 600
qm), Waiblingen (130 qm) und
Essen (120 qm). Im wettbewerbsintensiven
Onlinebereich hat sich Thalia ebenfalls
erfolgreich aufgestellt und
wird damit der wachsenden
Relevanz des E-Commerce
gerecht. Seit Oktober 2013
verzeichnet die E-CommercePlattform www.thalia.de ein
deutlich zweistelliges Wachstum und liegt damit nach wie
vor oberhalb des MarktdurchQ
schnitts.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: privat
Thalia wächst nachhaltig und
investiert in Zukunftsthemen
REGIONALE WIRTSCHAFT
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Mar
Weltneuheit bei RUD-Schöttler im Einsatz:
Erster Linearhammer mit Servo-Technologie
Beim Hagener TraditionsSchmiedeunternehmen RUDSchöttler ist von der Firma
Schuler aus Göppingen der
erste Linearhammer mit Servo-Technologie installiert worden. „Bislang werden Schmiedehämmer entweder hydraulisch, pneumatisch oder über
Flachriemen
angetrieben.
Unsere Neuentwicklung hat
dagegen einen Linearmotor
als Herzstück, wie er zum Beispiel auch im Transrapid zum
Einsatz kommt“, so SchullerGeschäftsführer Jochen Früh.
„Mit dem neuen Antrieb wird
der Hammer nicht nur absolut genau gesteuert, sondern
auch präziser als jemals zuvor
geregelt betrieben.“ Thomas
Hüttenhein,
Geschäftsleitung RUD-Schöttler, freut sich
über die Weltneuheit in seiner Produktion: „Die exakte
Positionierbarkeit sowie die
flexible Ansteuermöglichkeit
des Bären eröffnen völlig
neue Perspektiven nicht nur
für das Präzisionsschmieden,
sondern auch hinsichtlich
der Energieeffizienz.“ Hierzu
läuft derzeit ein Pilotprojekt
bei RUD-Schöttler, das vom
Bundesumweltministerium
gefördert wird.
Der patentierte HammerAntrieb erlaubt durch seine
Schlagenergie-Dosierung und
Wegsteuerung Schmieden in
höchster Präzision: Die Reproduzierbarkeit der Schmiedeschläge weist eine Streuung
von unter einem Prozent auf.
„Die neue Antriebstechnik
macht sogar ein maßgenaues
Schmieden ohne Aufschlagflächen möglich“, so Thomas Hüttenhein und betont: „Dadurch
entfallen die bisher üblichen
Prellschläge zum Ausgleich
von Temperatur- und Einsatzmaterialschwankungen.“
Die elektronische Steuerung passt dabei den Energieanteil und die Anzahl der
erforderlichen
Schmiedeschläge nach jedem Schlag
automatisch dem tatsächlich
erreichten Schmiedeergebnis an – bis die vorgewählte
Bauteilstärke erreicht ist. Der
Einfluss, den der Verschleiß
in den Schmiedegravuren auf
die Bauteilgenauigkeit hat,
ist somit durch eine Regelung in der Energiedosierung
kompensierbar. Dies führt zu
einer Verbesserung der Produktqualität mit der Möglichkeit, die Prozessdaten fortlaufend zu dokumentieren.
Die neue Antriebstechnologie von Schuller ermöglicht
damit eine maximale Anpassungsfähigkeit auf die zunehmend spezialisierten Anwendungsbereiche und -prozesse
der Schmieden. Durch den
Wegfall der Prellschläge sind
insgesamt weniger Schmiedeschläge erforderlich, womit sich die Zykluszeit und
der Energieeinsatz zur Umformung reduzieren. Ergänzt
durch den berührungslosen
und wartungsfreien Linearantrieb, bei dem die elektrische Energie direkt in die
mechanische Bewegung des
Hammerbärens umgewandelt
wird, beträgt das Potenzial zur
Energieeinsparung bis zu 20
Prozent. Die Energieeffizienz
erreicht damit einen Wert von
über 90 Prozent.
Durch die präzise Ansteuerung der Hublage des Oberbärs sind auch Reck- und
Rollschläge sowie Biegeoperationen in den eigentlichen Schmiedeablauf unter
dem Hammer integrierbar.
Für niedrige Schlagenergien
kann der Linearmotor von jeder Position aus starten und
verringert damit ebenfalls die
Zykluszeit, unnötig lange Bärhübe entfallen. Das Einsatzspektrum wird somit deutlich
erweitert. Durch den präzise
regelbaren Linearantrieb ist
der neue Linearhammer ideal
für die Automatisierung mit
Robotern geeignet.
Darüber hinaus entfallen alle bislang bekannten
Bauteile zur Erzeugung von
Druckluft oder hydraulischer
Speicherenergie. Damit ist
auch der Hammer nahezu
wartungsfrei. „Weil die harten Prellschläge auf die Aufschlagflächen vermieden werden, reduzieren sich die Belastung für Gesenk und Hammer
deutlich. Dies führt zu einer
Geräuschreduzierung, die zusammen mit einer konventionellen Schallschutzisolierung
sogar einen dreischichtigen
Einsatzbetrieb erlaubt“, erklärt Hüttenhein, der etwas
mehr als eine Million Euro in
den neuen Linearhammer investiert hat. Das 174 Jahre
alte Unternehmen Schöttler,
seit 2013 unter dem Dach
der Rud-Gruppe (deshalb RudSchöttler), schmiedet Produkte, von denen eine besondere
Festigkeit erwartet wird. Lasthaken etwa für die Kranindustrie, Gehäuse für Hydraulik und
Behälterbau, Achsschenkel
Q
für Lkw.
November 2014
57
November 2014
57
REGIONALE WIRTSCHAFT
NEUE PRODUKTE · NEUE PRODUKTE · NEUE PRODUKTE
Variotherme Temperierung bei Großwerkzeugen
etabliert. Für Großwerkzeuge
gab es bisher jedoch noch
keine geeignete Lösung. Die
immer größer werdenden Anwendungen, die zum Tragen
kommen, benötigen entsprechende Anlagen. Dieser sich
entwickelnde Trend setzt voraus, dass die Energieströme
größer werden und die damit
benötigten Heiz- und Kühlenergien in ausreichender Dimension vorgehalten werden.
Die Firma Wenz nahm dies
zum Anlass, um das Cycle
Temp Vario-System zu modifizieren. Die Systematik wurde
adaptiert, um erforderliche
Funktionen erweitert sowie
Prozesse optimiert. Qualität,
Wirtschaftlichkeit, Effektivität, Zuverlässigkeit und Bedienerfreundlichkeit
waren
die treibenden Punkte bei
der Entwicklung der Anlage.
Das sich daraus entwickelte
Cycle Temp Vario XL-System
kann nun auch Großwerkzeuge variabel zyklisch in
extremer
Geschwindigkeit
temperieren. Die eingebaute
Direktkühlung garantiert die
bestmögliche
Kühlleistung
und sorgt zusätzlich für einen
kontinuierlichen Wasseraustausch, der dem Werkzeug regelmäßig frischen Korrosionsschutz zuführt und damit einer
Versottung und Korrosion der
Kühlkanäle entgegenwirkt. Q
Assmann präsentiert
mobiles Klangvergnügen
Hydraulikölbehälter aus Aluminiumguss
mit 123 Litern Nutzvolumen
Die Assmann Electronic
GmbH hat gleich drei neue
Produkte für exzellentes,
mobiles Musik-Vergnügen im
Programm: Der ednet Bluetooth Audio Receiver macht
jede Musikanlage Bluetoothfähig und punktet mit hoher
Soundqualität. Die Color
Splash Special Edition Lautsprecher machen aus jedem
normalen Smartphone oder
Tablet eine moderne, digitale
Soundanlage mit Lichteffekten. Und das ednet Ambient
LED-Stimmungslicht mit Blue-
Die R+L Hydraulics GmbH in
Werdohl hat einen
Serienbehälter
aus Aluminiumguss mit einem
Nutzvolumen von
123 Litern im Lieferprogramm. Der
Hydrauliktank der
Nenngröße
NG
130 zeichnet sich
durch geringes
Gewicht und einfache Handhabung aus und
macht die Verwendung eines
Ölkühlers in vielen Einsatzfällen überflüssig. Damit hat
R+L Hydraulics die Produktreihe seiner bekannten AluBehälter der Nenngrößen NG
3,5 bis NG 70 um eine von
Anwendern lang erwartete
Baugröße erweitert. Die unlackierten Alu-Behälter der
Nenngröße NG 130 haben
ein geringes Gewicht von nur
25 kg. Sie sind einfach in
58
November 2014
tooth lässt sich ganz nach Belieben als stylische Licht- und
Soundmaschine nutzen. Der
kleine, unauffällige Bluetooth
Audio Receiver macht jegliche Art von Musikwiedergabegerät schnell und einfach
Bluetooth-fähig. So können
Musikfans die Wiedergabe
ihrer Lieblingslieder bequem
von ihrem Smartphone oder
Tablet zum Beispiel aus steuern. Der kabellose Musikgenuss funktioniert mit einer
Reichweite von bis zu zehn
Q
Metern.
der Handhabung und stapelbar, erlauben den Einbau
von Schwallblechen und zeichnen sich durch ein günstiges
Preis-Leistungsverhältnis
aus.
R+L Hydraulics produziert
und vertreibt eine große
Auswahl an Ölbehältern und
Zubehör, Wärmetauschern,
Öl-Luftkühlern, starren und
gedämpften Pumpenträgern
sowie Kupplungen für die
Antriebs- und Fluidtechnik. Q
Südwestfälische Wirtschaft Foto: WENZ Kunststoff GmbH & Co. KG, Lüdenscheid; Assmann, Lüdenscheid; R+L Hydraulics GmbH, Werdohl
Bereits im vergangenen
Jahr hat die Wenz Kunststoff
GmbH & Co. KG in Lüdenscheid als einer der führenden Zulieferspezialisten im
Bereich der Temperiertechnik das innovative System –
Cycle Temp® Vario – als neues zyklisches Verfahren auf
den Markt gebracht. Damit
konnte man den neuen Anforderungen an die Qualität
und die Zykluszeit des Spritzgießens gerecht werden und
ein Optimum an Leistung und
Qualität erzielen. Dieses System ist bisher für Kleinwerkzeuge ausgelegt und hat sich
in diesem Segment bereits
durchgesetzt und erfolgreich
MAGAZIN
SPORT
Aus den Schwelmer
Baskets wurden die
EN Baskets Schwelm
Spieltermine im Überblick:
08.11., 18:30 Uhr, Phoenix Hagen – Löwen Braunschweig
16.11., 17:00 Uhr, Phoenix Hagen – Alba Berlin
23.11., 16:30 Uhr, Iserlohn Roosters – Adler Mannheim
28.11., 16:30 Uhr, Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt
28.11., 20:00 Uhr, Phoenix Hagen – Medi Bayreuth
05.12., 19:30 Uhr, Iserlohn Roosters – Schwenninger Wild Wings
09.12., 19:30 Uhr, Iserlohn Roosters – Hamburg Freezers
14.12., 20:30 Uhr, Phoenix Hagen – BG Göttingen
Ticket-Infos unter: www.phoenix-hagen.de und www.iserlohnQ
roosters.de.
Südwestfälische
Wir t sch a f t
Anzeigenschluss für die nächste
Ausgabe ist am 12. November 2014
Südwestfälische Wirtschaft Foto: Jürgen Michels, Ennepetal
Titelthema im Dezember: Tierisch
Aus der ehemaligen Schwelmer Baskets Event UG wurde
im Juli eine GmbH. Gleichzeitig wurden neben der Änderung der Gesellschaftsform
auch der Name sowie das
Logo geändert. Mit dieser Änderung sollen vor allem die
benachbarten Städte des ENKreises in das Projekt Basketball einbezogen werden. Auf
wirtschaftlicher Ebene leitet
die neue Führung einen Weg
ein, der mittelfristig eine erheblich sicherere finanzielle
Basis schaffen soll, um aus
dieser stabilen Ausgangssituation dann den sportlichen
Erfolg zu erarbeiten. Eine konzeptionell regionale Ausrichtung aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht sollen die
Chancen für die ambitionierte
Zielsetzung deutlich erhöhen.
Der EN-Kreis wird einen eigenen Basketball-Bundesligisten haben, der sich durch die
Neuorientierung auch verbesserte Vermarktungschancen
für potenzielle Sponsoren
und für sich verspricht. Der
sportliche Erfolg soll verstärkt
durch die Integration von
gute Geschäfte
Nachwuchskräften aus der
eigenen Jugend und Spielern
aus dem nahen Umfeld erzielt
werden. Die Zusammenarbeit
zwischen den EN Baskets und
dem Hauptverein RE Baskets
Schwelm sowie anderen Vereinen aus dem EN-Kreis soll
intensiver gelebt werden. Die
„Hölle West“, Spielstätte der
EN Baskets, war in den vergangenen Jahren nicht immer
ausverkauft. Sie bietet ca.
680 Zuschauern Platz, ihr
Team anzufeuern. Die neue
Halle, die derzeit in Schwelm
errichtet wird, soll mindestens
1.500 Plätze haben. Kurz- und
mittelfristige Ziele mit der neuen Mannschaft sind bei den
EN Baskets klar definiert.
„Wir wollen in diesem Jahr die
Play-Offs erreichen. Was dann
passiert, steht bekanntlich in
den Sternen. Da kann jeder
jeden schlagen. Wenn wir aber
darüber hinaus die ProA erreichen wollen, brauchen wir die
Unterstützung der regionalen
Wirtschaft. Diese müssen wir
von unserem Vorhaben überzeugen“, sagt GeschäftsfühQ
rer Omar Rahim.
November 2014
59
MAGAZIN
KULTUR
Freizeitführer erschienen
Am ersten Adventswochenende,
28., 29. und 30. November, öffnet der
Landschaftsverband
We s t f a l e n - L i p p e
(LWL) für drei Tage
die Tore seines Hagener
Freilichtmuseums, um mit dem „Romantischen
Weihnachtsmarkt“
stimmungsvoll den Advent zu
beginnen. Die anheimelnde
Atmosphäre zwischen den illuminierten Fachwerkhäusern
und den geschmückten Weihnachtsmarkthütten macht ihn
jedes Jahr zu einem Besuchermagneten in der Region.
Das Angebot ist groß: Etwa
85 sorgfältig ausgesuchte
Aussteller zeigen in den historischen Häusern und kleinen
Hütten anspruchsvolle handwerkliche und kunsthandwerkliche Textilien und schöne Dinge aus Papier, Holz, Glas und
Metall. Zu sehen und zu kaufen gibt es feine weihnachtliche Dekorationen, kreativen
Schmuck, wollige Kleidung
und Accessoires, liebevoll
gearbeitetes Holzspielzeug,
handgezogene Bienenwachskerzen sowie unterschiedlichste Krippen und Weihnachtsschmuck. „Alle Stücke
sind einzeln in handwerklichen
Techniken gefertigt und keinesfalls aus Massenproduktionen“, so LWL-Museumsleiter
Dr. Uwe Beckmann.
60
November 2014
Die
Organisatoren des Weihnachtsmarktes im Hagener
LWL-Freilichtmuseum
legen größten Wert
darauf, das Ambiente
sehr liebevoll zu gestalten. Deshalb gibt
es auch keine Musik
aus der Konserve, sondern
nur winterlich-stimmungsvolle
Live-Musik mit traditionellen
Chören und Orchestern aber
auch Jazz und Folk.
An allen drei Tagen besucht
zwischen 17 und 19 Uhr Sankt
Nikolaus im feierlichen roten
Bischofsornat das Freilichtmuseum und hat eine süße Überraschung für die kleinen Besucher im Sack. Im Beiprogramm
für die kleinen Besucher liest
der Märchenerzähler vor und
alle singen gemeinsam alte
und neue Lieder. Der Hagener Kinderschutzbund bietet
einen Babysitterservice an.
Der Eintritt beträgt 5 Euro
für alle über 14 Jahren. Von
den Ausweichparkplätzen am
Stadtrand fahren kostenlose
Pendelbusse bis zum Museum.
Der Romantische Weihnachtsmarkt ist geöffnet:
Freitag, 28. November, von
14 bis 21 Uhr, Samstag, 29.
und Sonntag, 30. November.
jeweils von 11 bis 21 Uhr.
Weitere Informationen unter www.lwl-freilichtmuseumQ
hagen.de.
Sauerland und Siegerland“ ist
jetzt vom WasserEisenLand
e. V. herausgegeben worden.
Autor Lorenz C. Töpperwien
bringt dem Leser auf 240 Seiten mit zahlreichen farbigen
Abbildungen und Karten die
Region näher.
Klartext Verlag, Essen,
ISBN
978-3-8375-1106-2,
Q
Preis 14,95 Euro.
„Mick und Muck“
im Parktheater Iserlohn
Mit Mick und
Muck wird es
nie langweilig,
denn die beiden
lebhaften Hundebrüder sorgen immer für
Unterhaltung ,
Spannung, Spiel und Spaß.
„Mick und Muck“ sind derzeit
große Stars bei den Kindern.
Die Ausstellung im Parktheater Iserlohn zeigt Originalzeichnungen der bekannten
Kinderbuchillustratorin Dorothea Ackroyd, ausgewählt aus
den Bilderbüchern über die
Abenteuer und Streiche von
Mick und Muck den quirligen
Hundebrüdern.
Die Ausstellungseröffnung
findet am 30. November um
11 Uhr statt und alle Kinder
dürfen sich auf eine spannende Lesung aus dem neuesten Abenteuer von Mick und
Muck „Mick und Muck und
das geheimnisvolle Päck-
chen“ freuen.
Lesen wird Boris Leisenheimer, ein Sänger mit langjähriger Erfahrung im Kindertheater. Natürlich haben Mick und
Muck auch eine kleine Überraschung für alle jungen Zuhörer
mit dabei. Die Künstlerin und
ihre Schwester Lissy Kramer,
die Autorin der Bücher, sind
ebenfalls vor Ort.
Die Ausstellung ist von
Sonntag, 30. November, bis
zum 23. Dezember an allen
Vorstellungstagen – jeweils
eine Stunde vor Beginn – sowie nach Absprache mit dem
Kulturbüro unter Tel. 02371
2171820 im Parktheater IserQ
lohn zu sehen.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: LWL-Freilichtmuseum Hagen, privat (4)
Weihnachtsmarkt im
Freilichtmuseum
Südwestfalen ist eine der
stärksten und zukunftsfähigsten, aber auch ältesten Industrieregionen Europas. Der
Wald-, Wasser- und Erzreichtum dieser Mittelgebirgslandschaft begünstigte die Entwicklung dieses WasserEisenLandes mit seiner einzigartigen Industriekultur. Bergwerke, Eisenhütten, Drahtziehereien, Schmiedehämmer und
weitere „Fabrikskes“ lassen
sich an über 50 originalen
Schauplätzen und oft im Vorführbetrieb erleben. Eingebettet sind diese eindrucksvollen Technikdenkmäler und
Museen in eine Urlaubslandschaft mit Talsperren, Gebirgsbächen, Wanderwegen und
Burgen, die zugleich die Kulisse für eine moderne mittelständische Industrie abgibt.
Der Freizeitführer „Heiße
Eisen. Technikerlebnisse im
MAGAZIN
Hundertwasser im
Osthaus-Museum
Das Recht auf die freie
Gestaltung des persönlichen
Umfelds, ökologisches Denken, der Austausch unterschiedlicher Kulturen: Viele
Impulse Friedensreich Hundertwassers
(1928-2000)
sind heute hochaktuell. Einen
repräsentativen
Überblick
über das gesamte Schaffen
des österreichischen „Universalkünstlers“ liefert die Ausstellung im Osthaus Museum
Hagen vom 1. Februar bis
10. Mai 2015. Mit circa 130
Werken aller Schaffensperioden spiegelt die Schau die
Anekdoten über die Schilderung
der Straßenbahngeschichte
inneren Welten und äußeren
Handlungen einer Ausnahmepersönlichkeit, die bis heute
zum Hinterfragen alltäglicher
Selbstverständlichkeiten herausfordert.
Das Osthaus Museum
Hagen widmet Friedensreich
Hundertwasser in Kooperation mit der Hundertwasser
Stiftung und „Die Galerie
Frankfurt“ eine umfassende
Ausstellung, die alle Tätigkeitsbereiche würdigt: Malerei, Druckgraphik, angewandte Kunst, Architektur und ÖkoQ
logie.
Südwestfälische Wirtschaft
Traditionsbetriebe
im Mittelpunkt
Hagen hat als Wirtschaftsstandort Tradition; neben den
großen Namen, gibt es zahlreiche Traditionsbetriebe, die die
wirtschaftliche Entwicklung
der Stadt prägten und zum
Teil noch immer prägen. Das
aktuelle „HagenBuch 2015“
nimmt dies zum Anlass, einige
vorzustellen, um so die Vielfalt
des Wirtschaftslebens in Gegenwart und Vergangenheit zu
präsentieren. Da ist die „Hagener Brotfabrik“, die einst überregional bekannte Weinhandlung „Voss & Hesse“ oder die
traditionsreichen Autohäuser
Ford Könneker und Mercedes
Jürgens; nicht zu vergessen
die Hagener Ziegeleien oder
die Süßwarenfabrik Villosa
mit ihren bekannten Produkten „Hustelinchen“, „Sallos“
oder „Villosa-Mintjes“.
Natürlich kommt auch im
„HagenBuch 2015“ die Kultur nicht zu kurz. Dr. Elisabeth
May stellt Leben und Wirken
von Dr. Herta Hesse-Frielinghaus vor, der die Hagener den
erfolgreichen Neubeginn des
Osthausmuseums nach dem
2. Weltkrieg verdanken.
Hubert Köhler setzt sei-
nen Rundgang durch die
Hagener Gastronomie mit
einem Beitrag über die Eisdielen der Stadt fort; Uli
Weishaupt lädt im Rahmen
seiner Kinogeschichte(n) ins
„Capitol“ ein. Beiträge über
die erste Fahrschule Feldberg
in Hagen, den Sessellift am Inselgasthof und neue „Bunkergeschichten“ von Johannes
Müller-Kissing sorgen für ein
attraktives Jahrbuch.
Info: HagenBuch 2015,
ISBN
978-3-942184-41-0,
Preis 15,00 Euro, 304 Seiten,
Hrsg. Hagener Heimatbund
Q
e. V., ardenkuverlag.
„Bitte zusteigen – Mit der
Linie 4 von der Volme an die
Ruhr“ ist das dritte Buch der
Autoren zur Geschichte der
Hagener Straßenbahn. In gewohnter Manier präsentieren
Dirk Göbel und Jörg Rudat anhand zahlreicher historischer
– oftmals bisher unveröffentlichter – Fotos Verlauf und
städtebaulichen Kontext der
Straßenbahnlinie 4, die einst
von Hagen-Selbecke bzw. Hagen-Ambrock über Herdecke
bis nach Wetter, für kurze Zeit
sogar bis Wengern, führte. Wie
schon in den beiden vorangegangenen Bänden stellen
die Autoren nicht lediglich
Verlauf und Geschichte der
Straßenbahnlinie vor, sondern
erinnern mit zahlreichen Abbildungen auch an die wesentlichen Entwicklungen längs der
Strecke in Hagen, Herdecke
und Wetter, wie z. B. den Bau
der Altenhagener Brücke.
Indem Dirk Göbel und Jörg
Rudat ausgehend von ihrem
reichhaltigen Archiv und ihrer
über vierzigjährigen Forschung
den Schwerpunkt auf den Zeitraum der fünfziger, sechziger
und siebziger Jahre legen, wird
das Buch mit seinen Bildern
und zeitgenössischen Anekdoten über die Schilderung
der Straßenbahngeschichte
hinaus zu einem ebenso informativen wie unterhaltsamen
Zeitdokument zu Nachkriegsentwicklung, Wiederaufbau
und Wirtschaftswunder in Hagen, Herdecke und Wetter.
Info: „Bitte zusteigen – Mit
der Linie 4 von der Volme
an die Ruhr“, ISBN 978-3942184-13-7, Preis 39,00
Euro, Autoren Dirk Göbel/Jörg
Q
Rudat, ardenkuverlag.
Rademacher Kühlturmservice GmbH
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Verfahrenstechnik
November 2014
61
MAGAZIN
REISEN
Lufthansa baut
Reiseangebot aus
Neue Eisenbahnstrecke
von Thailand nach China
hat dafür nun Investitionen in
Höhe von umgerechnet 17,4
Milliarden Euro genehmigt.
Das Projekt ist, wie die Tageszeitung „Shanghai Daily“ weiter berichtet, Teil einer 5.000
Kilometer langen transasiatischen Eisenbahnstrecke, die
Kunming via Bangkok dann
auch mit Kuala Lumpur und
Q
Singapur verbindet.
Schweiz: Politik für
zweiten Gotthard-Tunnel
Bus-Boom
Die Deutschen fahren auf
Linienfernbusse ab: 2013 waren damit 8,2 Millionen Reisende unterwegs – 5,2 Millionen mehr als im Jahr zuvor.
Insgesamt stieg die Zahl der Liniengenehmigungen im ersten
Jahr der Liberalisierung von 86
auf 221. Dabei erhöhten die
Buslinien, deren Kunden im
Schnitt 330 Kilometer an Bord
saßen, 2013 ihren Marktanteil
im Fernverkehr von 2,2 auf 5,9
Prozent. Die Auslastung der
Fahrzeuge lag bei 55 Prozent.
Deutschlands Eisenbahnen
zählten laut Statistischem
Bundesamt im vergangenen
Jahr 131,4 Millionen ReisenQ
de, so viele wie 2012.
Gute Nachricht für Autotouristen auf dem Weg in den
Süden: Der Schweizer Nationalrat bewilligt einen zweiten
Tunnel durch den Gotthard. Ab
2030 soll der Verkehr durch
zwei Röhren rollen, die Bau-
62
November 2014
Chef Carsten Spohr. Vor allem
am Wochenende steige die
Nachfrage nach Privatreisen
im Flugzeug unvermindert.
Beim Ausbau ihres Tourismusprogramms hofft LH auch
auf eine wachsende Nachfrage von jenseits der Grenzen:
32 Prozent aller Touristen aus
dem Ausland kommen mittlerweile mit dem Flugzeug in die
Q
Bundesrepublik.
kosten betragen umgerechnet
2,3 Milliarden Euro. Das letzte
Wort zum Ausbau des – mit
16,9 Kilometern – längsten
Alpentunnels haben aber die
Bürger: Es kommt darüber zu
Q
einem Volksentscheid.
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © TTstudio/Petair/Sergey Furtaev/Angelika Bentin - Fotolia.com
Thailand und China bauen
gemeinsam eine neue Zugstrecke von Bangkok ins südchinesische Kunming. Die Planungen sehen vor, bis 2021 eine
Hochgeschwindigkeitsverbindung über die laotische Hauptstadt Vientiane nach Kunming
in China einzurichten. Der Bau
soll schon 2015 beginnen,
die thailändische Regierung
Deutlich mehr Auswahl
haben Urlauber bei Deutschlands größter Fluggesellschaft
im Sommer 2015: Dann nimmt
die Deutsche Lufthansa (LH)
Kurs auf 67 sogenannte touristische Destinationen, 23
Ziele mehr als 2014. Neu
sind beispielsweise Sevilla,
Reykjavik oder Calgary. „Die
Hemmschwelle für Flugreisen
ist geringer geworden“, so LH-
MAGAZIN
Ausflugstipp
Im Herzen Frankreichs soll bis
2025 auf 80
Hektar ein
gigantischer
Freizeitpark
entstehen –
mit einem riesigen begrünten Dach, das
wie eine natürliche Landschaft wirkt. Darunter warten
2.700 Hotelzimmer, Restaurants auf 20.000 Quadratmetern Fläche, Konzertsäle, ein
Erlebnisbad, ein Flohmarkt
und ein „Schneepark“ mit
Skipisten und Liften. „Europacity“ in Gonesse, knapp
Zons am Rhein
Südwestfälische Wirtschaft Foto: © hanseat (2)/NJ - Fotolia.com
Wer das Mittelalter live
erleben will, sollte einen
Ausflug in das mittelalterliche Städtchen Zons am
Rhein machen. Zons liegt
am Niederrhein bei Dormagen im Rhein-Kreis Neuss,
fast genau in der Mitte zwischen Düsseldorf und Köln
und freut sich jährlich über
mehr als 600.000 Besucher,
Tendenz steigend. Zons am
Rhein ist eine der wenigen
derart einzigartig erhaltenen mittelalterlichen Städte
mit einer sehr gut erhaltenen Befestigungsanlage aus
dem 14. Jahrhundert und
wird deswegen häufig das
Rothenburg des Rheinlands
genannt. Tore, Türme und
Mauern sind heute noch gut
erhalten. Zons bietet für Jung
Frankreich: Skipiste bei Paris
und Alt viele Erlebnismöglichkeiten. An schönen Tagen,
vor allem am Wochenende,
werden die Parkplätze knapp
rund um den kleinen anmutigen Ort mit der bekannten
in die Stadtmauer intrigierten
Windmühle. Die Zonser Mühle
gehört zu einigen der Wahrzeichen der Zonser Altstadt.
Von 2008 bis 2010 wurde sie
aufwendig renoviert. Sehenswert ist eigentlich das ganze
kleine Örtchen mit seinen
teilweise schmalen Gassen,
den gut erhaltenen Häusern
und den Denkmalen aus dem
Mittelalter. Die Rheinauen
und die Umgebung von Zons
laden zu langen Spaziergängen ein. Weitere Informationen im Internet unter www.
Q
zons-am-rhein.info.
20 Kilometer nördlich von Paris, soll an das
U-Bahn-Netz der Metropole
angeschlossen werden und
fast zwei Milliarden Euro kosten. Die Planer rechnen mit
jährlich 30 Millionen BesuQ
chern.
Zeche Zollverein bekommt Hotel
Eines der größten Industriedenkmale Europas bekommt
ein eigenes Hotel: Bereits
Ende 2017 wartet neben dem
alten Schacht 1/2/8 der Zeche Zollverein ein 130-Zimmer-Haus. Außerdem entsteht
dort auch ein Neubau der Folkwang Universität der Künste.
Dazu kaufte die Entwicklungsgesellschaft des Welterbes
nun auf dem Gelände des geschützten Industriekomplexes
zwei Grundstücke. Insgesamt
fließen in die beiden Projekte
Q
rund 50 Millionen Euro.
Kanada: Auswahl
für Flugreisende
nimmt ab
Weniger Auswahl haben
Urlauber mit Ziel Kanada:
Air Transat, bisher viermal
pro Woche zwischen Frankfurt am Main und Calgary
sowie Vancouver unterwegs,
streicht Deutschland ab Sommer 2015 komplett aus dem
Flugplan. Bereits ausgestellte Tickets werden umgebucht.
Die kanadische Airline, die nur
während der Sommersaison
zwischen der Bundesrepublik
und ihrem Heimatland pendelte, kapituliert vor „der großen
Konkurrenz“ durch die zum
Luftfahrtbündnis „Star Alliance“ gehörenden Fluggesellschaften Lufthansa und Air
Q
Canada.
November 2014
63
ZU GUTER LETZT
Die Branche boomt: Knapp vier Milliarden Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Haustierfutter und Zubehör
wie Kauknochen, Katzenstreu und Nagerhäuschen aus, so der Zentralverband
Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands.
Auch Unternehmen aus dem Märkischen
Südwestfalen mischen in diesem wachsenden Markt kräftig mit. Egal, ob es um Hundebetten geht, die den Vierbeiner vor Stauballergie schützen sollen, Bio-Nahrung für
Hunde und Katzen oder spezielles Futter
für Zierfische, die Wirtschaft in Südwestfalen macht „Tierisch gute Geschäfte“.
Die Deutschen lieben Heimtiere: In über
einem Drittel der Haushalte in Deutschland leben 28 Millionen Katzen, Hunde,
Kleinsäuger und Ziervögel. Das Lieblingstier der Deutschen ist die Katze. Insgesamt gibt es 11,5 Millionen Katzen in 19
Prozent der Haushalte. An zweiter Stelle
folgen 6,9 Millionen Hunde in 14 Prozent
der Haushalte. Darüber hinaus gibt es 6,1
Millionen Kleinsäuger in sechs Prozent der
Haushalte. Das mit Abstand beliebteste ist
64
November 2014
Das Allerletzte
Notorischer Dieb darf
25 Jahre keine Londoner
Kneipe betreten
das Zwergkaninchen; insgesamt gibt es
in Deutschland drei Millionen Exemplare.
Wer in Deutschland gewerbsmäßig mit
Tieren handelt, ist ab dem 1. August 2014
laut dem geänderten Tierschutzgesetz
dazu verpflichtet, jedem Tierfreund beim
Erstkauf eines Wirbeltieres eine schriftliche Information über die Bedürfnisse
des Tieres mitzugeben. Darauf weist der
Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe
e. V. (ZZF) hin. Zoofachhändler händigen
ihren Kunden deshalb ein entsprechendes Infoblatt oder einen Steckbrief zu der
jeweiligen Art aus. Der Berufsverband der
Heimtierbranche hält zudem eine umfassende Beratung der Tierhalter vor dem
Q
Tierkauf für erforderlich.
Ein Brite ist von
einem Richter
aus sämtlichen
Kneipen, Bars
und Klubs im
Großraum London verbannt
worden. Damit sind für den 34-Jährigen rund 35.000 Wirtschaften tabu.
Wie der britische „Independent“ berichtet, wurde der Mann in zwölf Fällen wegen Diebstahls schuldig gesprochen. Neben einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verhängte der Richter
das Kneipenverbot. Denn: Der 34-Jährige war im April in einer Londoner Bar
erwischt worden, als er eine Handtasche stahl.
Q
Quelle: www.spiegel.de
Südwestfälische Wirtschaft Grafik: Design Scholemann; Foto: © aleksandr/arahan - Fotolia.com
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