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Betriebliches Gesundheitsmanagement - SVTI

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Sicherheit Sécurité Sicurezza
■ E ditor ial
1
■ HAUP TAR t I KE L
Geschätzte Leserinnen und Leser
Henry Ford sah sich 1909, in den Anfän­
gen der Fliessbandproduktion des «Ford
T», mit einer sehr hohen Mitarbeiterfluk­
tuation konfrontiert. Die Mitarbeitenden
liefen ihm buchstäblich vom Fliessband
weg, weil sie nicht einsahen, warum
sie sich den hohen Tempovorgaben von
Maschinen unterwerfen sollten. Mit einer
Verdreifachung des Lohnes und der Ein­
führung des Achtstundentages konnte
Ford die Mitarbeitenden ans Fliessband
zurückholen.
Rund 100 Jahre später und um zahlreiche
wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der
Arbeitspsychologie reicher, wissen wir,
dass Licht, Lärm, Arbeitszeiten etc. einen
grossen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit
und die Gesundheit der Mitarbeitenden
haben. Auch die Unfallraten konnten
merklich reduziert werden. Doch haben
wir begriffen, dass es nebst all diesen Prä­
ventionsbemühungen auch eine gesunde
Unternehmenskultur braucht? Sie bildet
die Grundlage, dass Mitarbeitende Freude
an der Arbeit haben, sich mit dem Arbeit­
geber identifizieren können und loyal sind.
Zudem steigen die Anforderungen an die
Leistungsfähigkeit, und unsere Arbeit
wird durch verschiedene Aspekte immer
komplexer. Werden Mitarbeitende da­
durch laufend überfordert, verlieren sie
die Freude an der Arbeit. Im schlimmsten
Fall kann dies zur Depression und damit
zum Langzeitausfall führen.
Unser Hauptartikel ist dem Betrieblichen
Gesundheitsmanagement (BGM) gewid­
met, welches diese Aspekte in unserer Ar­
beitswelt berücksichtigen und verbessern
soll. Gerne unterstützen wir Sie dabei, den
klassischen Ansatz der Arbeitssicherheit
und des Gesundheitsschutzes um die
ganzheitliche
Betrachtungsweise
des
BGMs zu erweitern.
Christian Häfelfinger, CEO Swissi AG
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Die klassischen Gebiete «Arbeitssicherheit» und «Gesundheitsschutz» werden
mehr und mehr vom integralen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM)
abgelöst. Eine Strukturierung der Aktivitäten in diesen Bereichen verlangt einiges
an Initiative, bringt jedoch grosse Vorteile.
■ Unsere Arbeit wird ständig komplexer
und verantwortungsreicher. Mitarbeitende
beklagen vermehrt Zeitdruck und Arbeits­
platzunsicherheit. Der Fachkräftemangel
ist absehbar und die Verschmelzung von
Arbeit und Freizeit ist weitverbreitet.
Um diesen Herausforderungen in Zukunft
zu begegnen, wird der Stellenwert des
­Betrieblichen Gesundheitsmanagements
(BGM) an Bedeutung gewinnen. Das BGM
dient als Koordinationsinstrument sämtli­
cher Massnahmen der Betrieblichen Ge­
sundheitsförderung (BGF). Die Luxem­
burger Deklaration zur Betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europä­
ischen
Union definiert BGF wie folgt: «Betrieb­
liche Gesundheitsförderung umfasst alle
gemeinsamen Massnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Gesellschaft
zur Verbesserung von Gesundheit und
Wohlbefinden am Arbeitsplatz.» Das BGM
möchte die betrieblichen Rahmenbeding­
ungen, Strukturen und Prozesse so ent­
wickeln, dass Arbeit und Arbeitsorgani­
sation gesundheitsförderlich gestaltet und
Mitarbeitende zu gesundheitsförderndem
Verhalten befähigt werden.
Dies geschieht durch eine ganzheitliche
Sicht auf das Unternehmen und die Parti­
zipation der Mitarbeitenden – unter Ein­
bezug einer entsprechend zielführenden
Systematik. Nur durch eine solche Syste­
matik können die Leistungsfähigkeit resp.
Leistungsbereitschaft, die Loyalität zum
Unternehmen, das Wohlbefinden am Ar­
beitsplatz und die Gesundheit der Mitar­
beitenden gefördert werden.
Wie lässt sich die Betriebliche Gesund­
heitsförderung in eine moderne Unterneh­
mensstrategie einbinden, wo soll ange­
setzt werden? Oftmals zeigen Kennzahlen
wie Absenzen aufgrund arbeitsbedingter
Erkrankungen, Stress, Berufskrankheiten
5/14
2
Sicherheit Sécurité Sicurezza
und Arbeitsunfälle den Handlungsbedarf
auf. Ergänzend dazu dienen weiterführen­
de Analysemethoden (unter anderem die
Stressanalyse) zur Bedarfsermittlung von
Massnahmen der betrieblichen Gesund­
heitsförderung.
Anschliessend geht es darum, mit gezielten
Massnahmen Ausfällen am Arbeitsplatz
vorzubeugen. Durch entsprechende Ange­
bote soll das vorhandene Gesundheitspo­
tenzial gestärkt werden. Konkrete Beispie­
le solcher zu fördernden Ressourcen sind:
■■ personenbezogen: Bewegung/Fitness,
Essen/Trinken
■■ sozial: Teambedingungen, Führungsbe­
dingungen
■■ situativ: ergonomische Arbeitsplatzge­
staltung
■■ betrieblich: Schichtarbeit, Work-LifeBalance
Das Koordinieren all dieser Aktivitäten
mittels BGM kann das Wohlbefinden am
Arbeitsplatz verbessern.
Bei der Massnahmenumsetzung gilt ein
besonderes Augenmerk den Führungsper­
sonen wie Abteilungsleitern und Teamlei­
tern. Mit ihrer BGF-gerechten Arbeits­
organisation und ihrer Vorbildfunktion
3
Sicherheit Sécurité Sicurezza
können diese Schlüsselpersonen zu einer
Wertschätzungskultur im Unternehmen
beitragen. Dank der engen Zusammen­
arbeit mit den Personalverantwortlichen
wird eine gesundheitsfördernde Personal­
entwicklung ermöglicht. Ein weiteres
wichtiges Handlungsfeld der Zusammen­
arbeit zwischen Führungskräften und Per­
sonalabteilung stellen die Früherkennung
von gesundheitsgefährdeten Mitarbeiten­
den und deren Betreuung dar.
der Einführung eines BGM aus? Mit den
sechs unten stehenden Kriterien erarbeitet
und gestaltet man in der Regel ein modernes BGM:
1. Unternehmenspolitik
2. Aspekte des Personalwesens und der
Arbeitsorganisation
3. Planung
4. Soziale Verantwortung
5. Umsetzung
6. Gesamtevaluation
Der Nutzen der Einführung des Betriebli­
chen Gesundheitsmanagements ist viel­
schichtig und lässt sich mit den passenden
Komponenten der Betrieblichen Gesund­
heitsförderung auf den unterschiedlichen
Wirkungsebenen wie folgt beschreiben:
Sobald die Daten der Ausgangslage erho­
ben und diese Ergebnisse interpretiert
sind, werden Massnahmen festgelegt und
umgesetzt. Das Kriterium 5 bildet das
Kernstück bei der Umsetzung des BGM.
Die Gesamtevaluation des Systems erfolgt
laufend mittels definierter Kenngrössen.
■■ Mitarbeitende: Verringerung von Be­
schwerden und Krankheiten, verbes­
serte Lebensqualität
■■ Arbeitsteam: Belastungsoptimierung,
Ressourcenstärkung
■■ Unternehmen: Verbesserung von Quali­
tät und Produktivität, Kosteneinsparun­
gen
■■ Gesellschaft: Rückgang volkswirtschaft­
licher Krankheits- und Invaliditätskos­
ten
Wie sieht die konkrete Vorgehensweise bei
BGM wird weiter an Bedeutung gewinnen,
denn es koordiniert und strukturiert di­
verse Aktivitäten im Bereich Arbeits­
sicherheit und Gesundheitsschutz und un­
terstützt Unternehmen darin, diese weiter
auszubauen.
Andreas Köng, Sicherheitsfachmann EigV
und Brandschutzfachmann CFPA-E
■ AUSBILDUNGSANGEBOT
Kurs
Typ*Nr.
Ort
CHF
■ Brandschutz
Lehrgang BrandschutzL
15.1001
Lehrgang zum Zertifikat «Brandschutzfachmann/Brandschutzfachfrau SWISSI»
und zum Diploma «Fire Protection Manager CFPA-E»
L
15.1002
Aktuelles aus dem Brandschutz
2. – 5. März 2015
Zürich
10900
16. – 19. März 2015
13. – 16. April 2015
18. – 21. Mai 2015
7. – 10. September 2015
Zürich
10900
21. – 24. September 2015
19. – 22. Oktober 2015
9. – 12. November 2015
W
W
15.1008
15.1009
7. Mai 2015
29. Oktober 2015
Zürich
Zürich
G
G
G
G
15.1151
15.1152
15.1153
15.1154
23. – 25. März 2015
4. – 6. Mai 2015
1. – 3. Juni 2015
24. – 26. August 2015
Zürich
Zürich
Zürich
Zürich
Die neuen Brandschutzvorschriften
W
14.1021
8. Dezember 2014
Olten
Fire Safety EngineeringL
14.1012
10. – 13. November 2014
Wallisellen
3200
Baulicher Brandschutz
W
15.1621
19. – 20. August 2015
Zürich
1520
Technischer Brandschutz
W
15.1741
24. – 25. Juni 2015
Zürich
1520
Brandschutz für Sicherheitsbeauftragte
W
W
W
14.1159
15.1157
15.1158
20. November 2014
26. Februar 2015
18. Juni 2015
Zürich
Zürich
Zürich
Projektierung von Sprinkleranlagen
F
15.1721
11. – 12. März 2015
Zürich
4200
19. März 2015
25. – 26. März 2015
Prüfung im Mai 2015
Weiterbildungskurs
Hauptkurs Brandschutz
Kurs zum Zertifikat «Sicherheitsbeauftragte(r) für Brandschutz SWISSI»
850
850
2280
2280
2280
2280
350
Fachkurs zur Ausbildung von Fachpersonen für Wasserlöschanlagen VKF
Planung von Sprinkleranlagen
F
15.1725
Fachkurs für den Fähigkeitsausweis Technische(r) Sachbearbeiter(in) für Sprinkleranlagen
■ ak tuell
Datum
Aktuelles zu Wasserlöschanlagen
850
850
850
11. – 12. März 2015
Zürich
3700
19. März 2015
25. – 26. März 2015
Prüfung 14. April 2015
W
W
15.1728
15.1729
9. Juni 2015
17. September 2015
Zürich
Zürich
850
850
F
F
15.1781
15.1782
5. Februar 2015
16. April 2015
Zürich
Zürich
850
850
Umgang mit gefährlichen Stoffen
G
G
14.4282
15.4281
10. – 11. Dezember 2014
26. – 27. August 2015
Balsthal
Balsthal
Sachkenntnisträger u. Ansprechpersonen gemäss ChemV
G
15.1291
30. März 2015
Zürich
850
SiBe & Gefahrstoffe
W
15.4440
30. März – 1. April 2015
Zürich
2400
SecuritybeauftragteL
L
14.1502
15.1501
24. – 28. November 2014
8. – 12. Juni 2015
Balsthal
Balsthal
3900
3900
Einbruch- und Diebstahlschutz
G
15.1531
16. – 17. September 2015
Balsthal
1520
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
G
G
G
G
14.1669
15.1665
15.1666
15.1667
5. – 6. November 2014
20. – 21. Januar 2015
25. – 26. März 2015
17. – 18. Juni 2015
Zürich
Zürich
Olten
Zürich
1520
1520
1520
1520
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
G
G
G
15.1661
15.1662
15.1663
19. März 2015
23. Juni 2015
21. Oktober 2015
Zürich
Olten
Zürich
850
850
850
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
W
15.1646
15. April 2015
Zürich
850
■ Integrales Risikomanagement
■ Brandschutz
■ Integrales Risikomanagement
Weiterbildung für «Fachpersonen Wasserlöschanlagen VKF»
Ereignisbewältigung und
Wiederaufnahme des
Betriebes
Kurs 14.1021 «Die neuen
Brandschutzvorschriften»
Krisenstabsarbeit – Führung
in Krisensituationen
Sprinkleranlagenkontrolle
Ausbildung zum Sprinklerwart
■ Chemikaliensicherheit
1520
1520
■ Security
Lehrgang zum Diploma «Security Coordinator CFPA-E»
■ Während und nach einem Schadener­
eignis sind auf verschiedenen Ebenen in
der Organisation rasch Entscheidungen zu
treffen und notwendige Massnahmen ein­
zuleiten. Präventiv empfiehlt sich der Auf­
bau eines Notfall-, Krisen- und BusinessContinuity-Managements, um ein solches
Ereignis möglichst rasch bewältigen und
das Unternehmen in das Tagesgeschäft
zurückführen zu können. Informationen
unter: www.swissi.ch > Integrales Risiko­
management.
5/14
■ Der Kurs «Die neuen Brandschutzvor­
schriften» richtet sich an Sicherheitsbe­
auftragte, Planer, Architekten, Ingenieure,
Versicherer, Mitarbeitende von Brand­
schutzfachfirmen und Feuerwehrkader.
Nach dem Kurs kennen Sie die wichtigsten
Änderungen der neuen Brandschutzvor­
schriften, die 2015 in Kraft treten. Der
Kurs findet am 8. Dezember 2014 in Olten
statt. Weitere Informationen finden Sie
unter www.swissi.ch > Weiterbilden >
Kursangebot.
■ Eine Krisensituation kann sich massiv
auf Ihr Unternehmen auswirken. Um
nachhaltigen Schäden entgegenzuwirken,
sind präventive Massnahmen, wie der
Aufbau eines Krisenstabs, notwendig. Die­
ser stellt das strategische Vorgehen für die
Krisenbewältigung sicher, erstellt Ent­
scheidungsgrundlagen und führt das Un­
ternehmen zurück in einen akzeptablen
Normalzustand. Informationen unter:
www.swissi.ch > Integrales Risikoma­
nagement > Krisenstabsarbeit.
■ Arbeitssicherheit
INSOS-Grundkurs
5/14
4
Sicherheit Sécurité Sicurezza
■ A USB ILDUNGSANGEBOT
Kurs
Typ*Nr.
Datum
Ort
CHF
Evakuationsplanung
W
W
W
W
14.1253
14.1254
15.1251
15.1252
29. Oktober 2014
12. November 2014
5. März 2015
25. Juni 2015
Zürich
Zürich
Zürich
Zürich
850
850
850
850
Krisenmanagement
W
14.4251
19. – 20. November 2014
Zürich
1520
SiBe & Notfall Risikoanalyse NRA
W
15.4261
20. – 21. Januar 2015
Wallisellen
1600
14.1991
2400
5. – 6. November 2014
Zürich
26. November 2014
Prüfung 10. Dezember 2014
SiBe & Notfall Risikoanalyse NRA
20. – 21. Januar 2015
1600
■ Integrale Sicherheit/Risikomanagement
Business Continuity ManagementL
Lehrgang zum Zertifikat «Business Continuity Manager SWISSI»
W
15.4261
Integrales RisikomanagementL
15.1911
Lehrgang zum Diploma «Risk Manager CFPA-E»
Wallisellen
350
10. – 12. März 2015
Zürich
4300
19. – 21. Mai 2015
Prüfung 24. Juni 2015
350
Die Dienstleistungen der Swissi AG sind der MWST unterstellt. Den publizierten Kurspreisen wird die MWST aufgerechnet.
Allgemeine Geschäftsbedingungen für Kurse > www.swissi.ch > Weiterbildung > Kurse in Deutsch
Programmänderungen vorbehalten.
Detaillierte Auskunft und Anmeldung via Website www.swissi.ch > Weiterbildung > Kurse in Deutsch
* Kurstypen
E = Experimentalvortrag, F = Fachkurs, G = Grundkurs, L = Lehrgang, P = Prüfung, T = Tagung, W = Weiterbildungskurs
Weitere Seminare zum Thema Sicherheit finden Sie bei der Swiss TS Akademie unter www.swissts.ch/aka
■ P l akat
Tragen Sie Ihre persönliche Schutzausrüstung!
Sicherheitsplakat 8, www.swissi.ch
■ I M PRESSUM
Herausgeber: Swissi AG, Richtistrasse 15, CH-8304 Wallisellen, Tel. 044 217 43 77, Fax 044 211 70 30, www.swissi.ch Redaktion: Christian Häfelfinger,
Franco Brunner, H. Veysel
5/14
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