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BWagrar 43-2014 Beratung.pdf - Infodienst - Landwirtschaft

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POLITIK + LANDWIRTSCHAFT
43 . 2014 BWagrar
Landwirtschaftliche Beratung im Land
wird neu aufgestellt
::
MEPL 13: Alle Betriebe sollen
von den Beratungsangeboten
profitieren können
Wie kann ich den Betrieb wettbewerbsfähig und zukunftsorientiert aufstellen? Wie
setze ich meine Arbeitskraft optimal ein?
Gibt es Energiesparpotenziale? Wie gebe
ich Natur und Umwelt mehr Raum? Die
Herausforderungen nehmen zu. Zudem
pocht die EU auf Trennung von Kontrolle
und Beratung. Deshalb baut das Land
das Beratungssystem um.
werden die Kapazitäten für Beratung an den
Landwirtschaftsämtern immer knapper.
Und: Die EU-Kommission besteht auf einer
strikten Trennung von Kontrolle und Beratung. Das führt dazu, dass die Kontrollkräfte
der Landwirtschaftsverwaltung in Zukunft
keine Beratung mehr ausüben dürfen. Das Beratungssystem muss also weiterentwickelt und
an einigen Stellen erneuert werden, um den
Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Durch die bisherige Förderung der Beratungsdienste profitierten zuletzt fast 5000 Betriebe aus Landwirtschaft, Garten- und Weinbau jedes Jahr von dauerhafter Beratung.
Katalog mit 64 Modulen ab 2015
äuerliche Familienbetriebe müssen nicht
nur gesetzliche Vorgaben und Umweltstandards erfüllen. Sie müssen sich auch im
Wettbewerb behaupten und gesellschaftliche
Anforderungen berücksichtigen, um dauerhaft wirtschaftlichen Erfolg zu haben. Dafür
benötigen sie über fundierte Aus- und Fortbildung hinaus ständig aktuelles und praxisnahes Know-how aus der Beratung.
Gleichzeitig hat sich die Beratungslandschaft in Baden-Württemberg verändert.
Nicht erst seit der Verwaltungsreform 2005
B
Î
Die MEPL-Serie in BWagrar und bwagrar.de,
Webcode 4434356 (oben rechts eingeben):
1 | 31/14, S. 12 Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg MEPL
2 | 32/14, S. 12 Agrarinvestitionsförderung AFP
3 | 33/14, S. 10 Marktstrukturverbesserung
4 | 34/14, S. 12 Ausgleichzulage Landwirtschaft
für benachteiligte Gebiete AZL
5 a | 35/14, S. 12 Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl FAKT, Teil 1:
Flächenbezogene Maßnahmen
5 b | 36/14, S. 10 FAKT, Teil 2: Tierbezogene
Maßnahmen
6 a und b | 37/14, S. 12 a) Umweltzulage Wald
UZW und b) Nachhaltige Waldwirtschaft NWW
7 | 38/14, S. 12 Integrierte Ländliche Entwicklung
8 | 39/14, S. 28 Landschaftspflegerichtlinie LPR
9 | 40/14, S. 10 Europäisches Förderprogramm EIP
10 | 40/14, S. 11 Innovative Maßnahmen für
Frauen im ländlichen Raum IMF
11 | 41/14, S. 10 EU-Förderprogramm LEADER
12 | 42/14, S. 12 Förderprogramm Naturparke
13 | 43/14, S. 14 Landwirtschaftliche Beratung
14 und Schluss | 43/14, S. 15 Naturnahe
Gewässerentwicklung
Künftig sollen alle rund 42.000 Betriebe in
Baden-Württemberg auf neutrale, kompetente und preiswerte Beratung zugreifen können.
Deshalb verdoppelt das Land nahezu die Finanzausstattung der Beratung.
Das Ministerium für Ländlichen Raum und
Verbraucherschutz (MLR) hat in Zusammenarbeit mit rund 150 Beratern einen Katalog
mit 64 Beratungsmodulen erarbeitet, den die
Landwirte ab 2015 in Anspruch nehmen können. Die Module umfassen die Bereiche Unternehmen und Familie, Einkommenskombinationen, Ökolandbau, Pflanzenbau einschließlich Garten- und Weinbau, Tierhaltung sowie Umwelt und Energie.
Einstiegsförderung bis 100 Prozent
Die Beratung erfolgt durch die bisherigen Beratungsdienste und private Beratungsorganisationen. Beratungen werden aufgrund der
Förderung, an der sich die EU mit Mitteln aus
dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für
die Entwicklung des Ländlichen Raums
(ELER) beteiligt, für Landwirte zu stark vergünstigten Konditionen angeboten.
Die Module stellen jeweils abgeschlossene
Beratungsleistungen dar und werden als Paket
von Beratungsorganisationen angeboten.
■ Einstiegsmodule eignen sich für Betriebe,
die neu in die Beratung einsteigen. Diese
sollen in den Bereichen Betrieb, Einkommenskombination, Ökoumstellung, Milch,
Schweine und Biodiversität angeboten und
durch Förderung von 50 bis 80, in Einzelfällen bis zu 100 Prozent unterstützt werden.
■ Grundmodule, die mit 80 Prozent gefördert
werden sollen, eignen sich vor allem für die
Beratung zu spezifischen Aspekten des Ge-
samtbetriebs oder Fragestellungen innerhalb eines Produktionsbereiches. Sie gibt es
für pflanzenbauliche und tierische Produktionsverfahren, Unternehmensführung,
Öko-Landbau und Qualitätssicherung.
■ Spezialmodule zur Begleitung von Projekten oder vertieften Spezialberatung werden
mit 50 bis 100 Prozent bezuschusst.
■ Alle Beratungsmodule sind miteinander
kombinierbar, sodass Landwirte, Gärtner
oder Winzer sich die Beratung individuell
zusammenstellen können. Es gibt dabei keine Einschränkung hinsichtlich der Zahl der
Module, die ein Betrieb in Anspruch nehmen kann. Landwirtschaftliche Unternehmer wählen aus dem vorliegenden Katalog
diejenigen Module, die für ihren Bedarf am
besten passen.
■ Der Betriebs-Check, das Einstiegsmodul
zur betrieblichen Standortbestimmung,
wird ein wichtiges Beratungsangebot sein.
Er soll ebenfalls ab 2015 als Regelangebot
abrufbar sein. Es ist geplant, den Check für
die Betriebe weitgehend kostenlos durch
erfahrene Beratungskräfte anzubieten.
Da die Umsatzsteuer nach EU-Vorgaben nicht
gefördert werden kann, ist sie bei einem
Fördersatz von 100 Prozent vom beratenen
Betrieb zu tragen.
Immer auf dem Laufenden
Der Beratungskatalog steht im Infodienst
Landwirtschaft unter www.beratung-bw.de
zur Verfügung. Dort sind auch die vorläufigen
Fördersätze und Förderhöchstbeträge genannt, die den Beratungsorganisationen gewährt und an die Landwirte weitergegeben
werden sollen.
Die Beratungsorganisationen sind verpflichtet, qualifizierte und regelmäßig fortgebildete Beratungskräfte einzusetzen. Damit ist
sichergestellt, dass die Beratungskräfte immer
über den jeweils aktuellen Wissensstand verfügen und diesen auch weitergeben können. |
Rita Mager, Wolfgang Arnoldt, MLR
■
Î
Weitergehende Informationen zum Beratungssystem erhalten Sie bei der Landesanstalt
für Entwicklung der Landwirtschaft und der
ländlichen Räume (LEL), Oberbettringer Straße
162, 73525 Schwäbisch Gmünd. Dort sind eine
zentrale Telefonnummer (07171 / 917-200) und
ein zentrales E-Mail-Postfach eingerichtet: Beratung@lel.bwl.de.
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Bildung
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