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2014-11-04_KIS_12.pdf - DLR

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Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
Dienstsitz Bad Kreuznach
Gruppe Oenologie und Kellertechnik
Telefon Zentrale 0671 / 820 -0
Bamberger -333, Hamm -334,
Gaugler -335, Schick -336 Fax –301
www.dlr-rnh.rlp.de
Kellerwirtschaftlicher
Informations-Service (KIS)
Nr. 12
04.11.2014
NAHE UND MITTELRHEIN 2014
DORNFELDER - MINDESTMOSTGEWICHT
ERHÖHTE ANREICHERUNG
KELLERBUCH / MENGENREGULIERUNG
JUNGWEINPROBEN
Dornfelder
Im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Rheinland- Pfalz vom 31.10. 2014 wird nund erstmals
darauf hingewiesen, dass für Dornfelder des Jahrganges 2014 der
natürliche Mindestalkohl
auf 65° Oe
abgesenkt worden ist.
Die Verordnung gilt rückwirkend mit Wirkung vom 01.8.2014 und bezieht sich ausschließlich auf
Weine aus Trauben des Jahrgangs 2014. Verschnittanteile aus anderen Jahrgängen müssen das
ursprüngliche Mindestmostgewicht von 68 ° Oechsle a ufweisen, das gilt auch für die Bestandteile
zur Süßung aus älteren Jahrgängen.
Die Verordnung bewirkt eine Ausnahme nur für den Jahrgang 2014, d.h. für die Folgejahrgänge gilt
ebenfalls wieder das Mindestmostgewicht von 68 ° Oe chsle für Qualitätsweine der Rebsorte
Dornfelder.
Erhöhte Anreicherung
Der aktuelle Stand zur erhöhten Anreicherung ist unverändert. Es gibt nach wie vor keine EU Veröffentlichung, aus der hervorgeht, dass die Anreicherungsspanne auf 28 g/l erhöht worden
wäre. Allerdings fand am 29.10. eine Abstimmung in Brüssel zu dem Thema statt, in der diese
Erhöhung von den Mitglidsstaaten positiv beschieden wurde. Man kann jetzt also noch eher davon
ausgehen, dass die Erhöhung auf 28 g/l kommen wird. Bevor aber keine Veröffentlichung des
Textes vorliegt, gilt immer noch der bisherige Stand. Wir unterrichten Sie über das Datum der
Veröffentlichung. Sollte die Verordnung auch rückwirkend gelten – so war es bisher immer – so
wären auch die Anreicherungsvorgänge, die vorschnell um 28 g/l erfolgten, „juristisch geheilt“.
Im Ausblick auf das, was dann erwartet werden kann, sollte aber aus kellerwirtschaftlicher Sicht
noch Folgendes beachtet werden:
Eine erneute Anreicherung im Spätstadium macht keinen Sinn – sie ist sogar gefährlich, wenn der
nachträglich zugegebene Zucker nicht direkt weiter gärt. Schnell können Bakterien unerwünschte
Prozesse einleiten und aus dem Zucker direkt Flüchtige Säure (möglich sind 0,3 g aus 1 g Zucker)
produzieren. Aus rechtlicher Sicht muss auch darauf hingewiesen werden, dass nachträglich
zugesetzter Zucker gären muss und nicht dazu genutzt werden darf, die Süße im Wein zu erhöhen.
Rechtlich wäre dies eine Süßung und diese darf nur durch Zugabe einer Süßreserve durchgeführt
werden. Damit scheidet auch die noch spätere Zugabe des Zuckers aus. Im allerletzten Stadium
zugegebener Zucker führt zu Differenzen bei der Analyse Zucker vor/nach Inversion und würde
sogar bei der AP – Analyse ins Auge fallen. Selbst für den Fall, dass der Zucker doch noch
invertiert wäre, ergäben sich Probleme bei der Darstellung der Süße. Invertierter Zucker hat ein
Glucose – Fructose – Verhältnis von 1:1 und liegt damit im gleichen Verhältnis wie zugegebene
Süßreserve. Süßreserve wäre in diesem Fall aber nicht zugegeben worden. Restsüße aus der
Gärung hat dagegen in der letzten Gärphase ein mehr oder weniger stark zur Fructose hin
verschobenes Verhältnis, so dass auch hier die Weine wieder bei der Darstellung der Süße auf dem
AP – Antrag von der Norm abweichen würden. Aus den vorgenannten Gründen ist es also ratsam,
auf eine nachträgliche „Anreicherung“ zu verzichten!
Kellerbuchführung / Mengenregulierung
Ein Seminar „Kellerbuchführung / Gesamterntemeldung“ wird auch wieder zum Jahrgang 2014
aktuell durchhgeführt. Der Termin ist festgelegt auf
7. Januar 2015 – 14:00 in der Weinprobierstube des DLR
Wir bitten um verbindliche Anmeldung
per mail an: achim.schick@dlr.rlp.de
per Fax: 0671 – 820301
Telefon. Rückfragen zum Thema / zu den Inhalten bei Herrn Schick: Tel. 0671 - 820336
Jungweinproben
Für Winzer aus den Gemeinden, in denen wie in den letzten Jahren keine Jungweinproben
mehr durchgeführt werden, bieten wir bereits jetzt wieder die Gelegenheit, sich am
10. Dezember 2014
11. Dezember 2014
ab 14°° mit ihren Weinen bei uns zu melden. Wir wer den die Weine im Einzelnen
besprechen und Behandlungsratschläge dazu abgeben. Bitte melden Sie sich aber vorher
unter o.a. Telefon Nr. bei uns an, damit auch genügend Berater zur Verfügung stehen.
Onlinebefragung zur Erzeugungspraxis
Ist seit dem 3.11. 2014 beendet
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Bildung
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