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DASROTEKREUZ - Österreichisches Rotes Kreuz

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DAS
P.b.b. 02Z031122M; Österreichisches Rotes Kreuz, Wiedner Hauptstr. 32, 1040 Wien | Retouren an Postfach 100, 1350 Wien
Nr. 4a A Nov. 2014
ROTE
KREUZ
BURGENL AND
Die mit dem Helfer-Gen
Tomas Arlemo Photography, www.arlemo.se
ROTKREUZ-MITARBEITER BRINGEN HILFE UND HOFFNUNG.
JUGENDKAMPAGNE Get social! Gemeinsam mehr.
MEINE SPENDE Wer hilft, gewinnt!
VENENGESUNDHEIT Stau im Körper
KATASTROPHENVORSORGE Das mitgebrachte Spital
BURGENLAND Einsatzreicher Sommer
I N H A LT
Nr. 4 | November 2014
4 Die mit dem Helfer-Gen
6 Get social! Gemeinsam mehr
Eine neue Kampagne soll
Jugendliche zu Botschaftern der
Hilfsbereitschaft machen.
7 Wer hilft, gewinnt!
Bei der großen Rotkreuz-Jubiläums­
lotterie geht niemand leer aus.
12 Stau im Körper
Blut soll nur in eine Richtung fließen.
Helfen Sie ihm dabei, tun Sie etwas
für Ihre Venengesundheit!
12SUDOKU
13 Das mitgebrachte Spital
Zur medizinischen Versorgung bei
Katastrophen bringt das Rote Kreuz
das Krankenhaus gleich mit.
14Kooperationen
15Medien
AUS IHREM LANDESVERBAND: BURGENLAND
8 Einsatzreicher Sommer
Der Sanitätsdienst des Roten Kreuzes hatte
keinen Urlaub.
9 Jede Sekunde zählt!
Spannende Rennen beim Einsatzkräfte-Teambewerb
von Land Rover.
10 Wenn Kids zu Leseratten werden
Vor knapp einem Jahr startete das Pilotprojekt
„Lesepaten“ auf der Rotkreuz-Bezirksstelle Mattersburg. Nun war es an der Zeit, die Lesepaten vor den
Vorhang zu bitten.
11 Ein besonderer Erfahrungsaustausch
Studenten aus den USA arbeiten freiwillig im
Roten Kreuz.
Integrität & Überparteilichkeit
IMPRESSUM
Herausgeber, Medieninhaber und Verleger: Österreichisches Rotes Kreuz (ÖRK Einkauf und Service GmbH), Wiedner Hauptstraße 32, 1041 Wien. ZVR-Zahl: 432857691.
Verlagsort: Wien. Vereinsvorstand: Dr. Werner Kerschbaum, Mag. Michael Opriesnig.
Vereinszweck: Das Österreichische Rote Kreuz bezweckt in seiner nationalen und internationalen Tätigkeit, menschliches Leid überall und jederzeit zu verhüten und zu lindern. Es ist bestrebt, Leben und Gesundheit zu schützen und der Würde des Menschen
Achtung zu verschaffen. Es fördert gegenseitiges Verständnis, Freundschaft, Zusammenarbeit und einen dauerhaften Frieden unter allen Völkern gemäß den Grundsätzen
der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung.
Gesamtleitung: Mag. Andrea Winter. Chefredaktion: Mag. Gabriela Poller-Hartig,
Telefon: 01/589 00-350, Telefax: DW 159, E-Mail: gabriela.poller-hartig@roteskreuz.
at. Homepage: www.roteskreuz.at. Schlussredaktion: Mag. Michael Achleitner.
Fotos: Österreichisches Rotes Kreuz, ÖRK/LV Burgenland. Für die Landesverbände:
Tobias Mindler, Sandra Nestlinger (B), Mag. Melanie Reiter (K), Mag. Sonja Kellner,
Andreas Zenker (NÖ), Stefan Neubauer (OÖ), August Bäck, Valentin Krause (Stmk.),
Mag. Ulrike Sperrer, Ulrike Breuß (V), Christian Listopad (W). Produktion: WortBild
Medienproduktion, Wien, Tel.: 01/523 69 49. Grafische Gestaltung: Mag. Andrea
Chadt. Lektorat: Mag. Sabine Wawerda. Druck/Herstellung: Leykam Druck GmbH & Co
KG, Bickfordstraße 21, 7201
Neudörfl. Gedruckt auf um­
ROTKREUZ-SERVICESTELLE
welt­­freundlichem Papier.
u
Auf die gleich­­zeitige Ver­wen­­
dung männ­li­cher und weib­li­
­cher Per­so­nen­­­be­grif­f e wird
verzichtet. Gemeint sind im
Zweifelsfall beide Ge­
schlech­­­ter.
ÖRK/LV Burgenland
Rotkreuz-Mitarbeiter haben sich der
Idee der Menschlichkeit verschrieben.
Mit ihr im Gepäck ziehen sie aus,
um zu helfen.
Erhalten Sie „DAS ROTE KREUZ“
mehrfach? Rufen Sie einfach
unsere Service-Nummer:
08000/80 144 (gebührenfrei)
Vorreiterrolle für das Rote Kreuz.
Ich
unterstütze das Rote
Kreuz seit vielen Jahren
aus tiefster Überzeugung.
Humanitäre Hilfe hat auch
in den komplexen Kon­
flikten unserer Zeit nur
Erfolg, wenn sie von Integrität und unwidersprochener Über­par­teilichkeit
getragen wird. Als ältester
und wohl bekanntester
Hilfsorganisation weltweit
kommt dem Roten Kreuz
hier eine absolute Vorreiterrolle zu.“
Dr. Thomas
Bachleitner-Hofmann
Der Chirurg Dr. Thomas
Bachleitner-Hofmann gibt seit Jahren als Musiker Konzerte
für den guten Zweck. Für sein Engagement erhielt er 2014
C
den Humanitätspreis des Roten Kreuzes. November 2014 | DAS ROTE KREUZ
3
Die mit dem Helfer-Gen
Rotkreuz-Mitarbeiter haben sich der Idee der Menschlichkeit verschrieben.
Mit ihr im Gepäck ziehen sie aus, um zu helfen.
W
arum reist eine Tiroler Psychologin in ein Kriegsgebiet
und setzt sich dort vielfachem Leid aus? Warum spenden wir
Geld und helfen damit Menschen,
die wir gar nicht kennen?
Ein gutes Gefühl
„Ich bin froh, wenn ich helfen kann und nicht untätig zuschauen muss. Es ist
ein gutes Gefühl, Menschen unmittelbar und direkt unterstützen zu können und sich nicht fragen
zu müssen, was man denn
bloß tun kann“, sagt Pia
Andretta über ihren Einsatz.
Die Tiroler Kriseninterventionsspezialistin war
vier Wochen lang im Gazastreifen, um die traumatisierten Helfer dort
notfallpsychologisch zu
un­ter­stützen.
4 DAS ROTE KREUZ | November 2014
Helfen ist ein wichtiger Wert, der
sich im menschlichen Ge­hirn festgesetzt hat. „Selbstloses Verhalten
belohnt das Hirn mit Wohlgefühlen“, beschreibt die amerikanische
Forscherin Naomi Eisenberger den
Mechanismus, der uns zur Menschlichkeit anleitet. „Wenn man ande-
Pia Andretta hilft
im Gazakonflikt
rerseits die Hilfe versagt, rächt sich
das mit schlechtem Gewissen.“
Der moralische Kompass
Die Natur hat uns mit einem „moralischen Kompass“ ausgestattet, der
uns dazu bewegt, Fremden in Notlagen beizustehen. Wir fühlen mit
dem anderen mit, der in einer misslichen Lage steckt.
Wir können uns vorstellen,
dass ein Unfall, Gebrechlichkeit im Alter oder Hilfsbedürftigkeit nach einer
schweren Krankheit auch
uns treffen könnten. Aus
diesen Faktoren entsteht
das „Verlangen, zu helfen“,
das uns anleitet.
In unserer Umgebung
fällt uns die direkte Hilfe
leicht. Allerdings nimmt
die Möglichkeit, tatkräftig
selbst zu helfen, ab, je weiter weg die Notsituation
auftritt. Für leidende Men-
Fotos: ÖRK, IKRK, IFRC
TITELTHEMA
KOMMENTAR
Die Rettung
ist für alle da!
Sie ist eine gemeinnützige und keine
wettbewerbliche Dienstleistung.
Ö
sterreich hat ein Rettungswesen, das flächendeckend und rund
um die Uhr bis in die entlegensten Orte funktioniert. Ohne den
unermüdlichen Einsatz von Zehntausenden Freiwilligen wäre das nicht
möglich. Ohne gemeinnützige, nicht auf Gewinn ausgerichtete Träger wie
das Rote Kreuz auch nicht. Für Menschen in Notfällen da zu sein ist kein
Geschäft. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Menschen, nicht das
wirtschaftliche Kalkül.
Hilfe für Menschen in Not
schen möchten wir dennoch etwas
tun. Dafür bieten sich Organisationen wie das Rote Kreuz als Stellvertreter an, denen Spenden helfen, die
Dinge zum Besseren zu wenden.
Ansporn für die Helfer
Staaten folgen der humanitären Tradition, indem sie Kriegsflüchtlinge
aufnehmen. Die aktuellen Krisen
in Syrien, dem Irak, in Gaza oder
der Ukraine fordern die Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der
Österreicher. „Schutz vor Krieg und
Verfolgung zu gewähren ist kein
Gnadenakt“, sagt Rotkreuz-Generalsekretär Werner Kerschbaum. „Österreich hat die Genfer Konvention
ratifiziert. Hier kommen Menschen,
die ein Recht haben, in einem Asylverfahren gehört zu werden.“
Die österreichische Bevölkerung
kann mit Stolz auf viele Beispiele
der Unterstützung von Menschen
in Not zurückblicken. Dem Aufruf
zur Menschlichkeit folgen auch Firmen, die sich mit ihrer wirtschaftlichen Kraft gegen das Elend in der
Welt einsetzen. Unternehmen wie
Vöslauer, Land Rover oder Accenture
finanzieren sogar ganze Hilfspro-
Über 80 Prozent der Österreicher möchten den Rettungsdienst weiterhin gemeinnützig organisiert haben. Das hat auch der EU-Gesetzgeber
erkannt und den Rettungsdienst als gemeinnützige statt als wettbewerbliche Dienstleistung eingestuft. Die Rettung ist kein Fall für Billigstbieter.
Eine Diskussion über die Kommerzialisierung kann nur zum Schaden der
Menschen in Österreich ausgehen.
Ihr
UNIV.-PROF. DDR. GERALD SCHÖPFER
Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes
Wenn Sie mehr über „die Rettung“ erfahren möchten: Das RotkreuzMagazin „henri“ widmet dem Thema die neueste Ausgabe (siehe S. 15).
jekte. Das Beratungsunternehmen
Accenture etwa unterstützt das Rotkreuz-Lernhaus. „Wir übernehmen
gesellschaftliche
Verantwortung
und engagieren uns, um Voraussetzungen für eine gute Ausbildung
zu schaffen“, erklärt Accenture-Geschäftsführer Klaus Malle.
Humanitärer Imperativ
Rotkreuz-Gründer Henry Dunant
war ein Pionier der „organisierten
AKTUELLE ROTKREUZ-HILFSPROJEKTE
Syrien, Irak, Sierra Leone, Südsudan oder Serbien –
es gibt leider viele Orte, an denen unsere Menschlichkeit gefordert ist. Das Österreichische Rote Kreuz
ist mit gut ausgebildeten Spezialisten in 14 Ländern
im Einsatz. Darüber hinaus werden zahlreiche internationale Hilfsprojekte und Katastropheneinsätze
finanziell unterstützt.
Wenn Sie mithelfen möchten, spenden Sie bitte an:
ERSTE BANK: BLZ: 20.111
IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
Kennwort: Katastrophenhilfe
Hilfe“. Im Jahr 1862 beschrieb er angesichts der Schlacht von Solferino
die Bedeutung einer unparteiischen
und freiwilligen Hilfe für die Verwundeten aller Seiten. Keinen Unterschied zwischen den Nationalitäten zu machen, allein aufgrund der
Verwundung zu helfen war die neue
Idee Dunants, die den Ursprung humanitärer Werte für Hilfsorganisationen markierte. Hilfsorganisationen
und Staaten bezeichnen ihre moralische Pflicht, zu helfen, heute als humanitären Imperativ.
Dieser Idee der Menschlichkeit haben sich viele Rotkreuz-Helfer verschrieben. Mit ihr im Gepäck reisen
sie in die Kriegswirren Gazas und
Syriens, in die Ebola-Gebiete Afrikas, in von Taifunen und Tsunamis
zerstörte Landstriche und bringen
neben der Hilfe den Menschen auch
die Hoffnung, vom Rest der Welt
nicht vergessen worden zu sein.
GABRIELA POLLER-HARTIG ,
PETRA GRIESSNER C
November 2014 | DAS ROTE KREUZ
5
Bädertour mit Erste-Hilfe-Check
sam m a
cht Helf
e n S p aß
r
Landesjugendbewerb in Kärnten
ÖRK/LV Kärnten/Marco Riebler
8000 Jugendliche engagieren sich in Jugendgruppen
Abenteuer helfen ler
Get social!
nen
MEDIArt I Andreas Uhe
JUGEND
Gemein
Gemeinsam mehr.
Eine neue Kampagne soll Jugendliche
zu Botschaftern der Hilfsbereitschaft machen.
Defi-Chall
eb
enge im W
fällen. Wenn Ihnen dieses Jahr
auffällig viele junge Menschen
in Rotkreuz-Kleidung untergekommen sind, dann liegt das
vermutlich an „Get social – gemeinsam mehr.“
Jugendkampagne
Auch die Kleinsten sind dabei
J
ugendliche, die Bürgermeistern eine Auffrischung in Sachen Erster Hilfe angedeihen lassen.
Junge Leute, die in Freibädern die
wichtigsten
Erste-Hilfe-Maßnahmen zeigen. Innenstädte, die ganz
im Zeichen von Jugendbewerben
stehen: Gruppen in Rotkreuz-Montur versorgen dabei die Opfer von
gestellten Betriebs- und Verkehrsun-
6 DAS ROTE KREUZ | November 2014
Unter diesem Motto hat das Rote
Kreuz eine Werbekampagne durchgeführt, die sich an junge Menschen richtet. Und bei der junge,
aktive Rotkreuz-Mitarbeiter ausgeschwärmt sind, um als „Botschafter
der Hilfsbereitschaft“ Gleichaltrige
zu begeistern.
Bei über 200 Veranstaltungen im
ganzen Land haben sie gezeigt, dass
sich soziales Engagement auf viele
Arten sinnvoll, lustig und spannend
gestalten lässt. Dem Sommerfeeling
entsprechend hatten sie Sonnenbrillen, Liegestühle und gewebte Armbänder im Gepäck. Die Mitbringsel
fanden zum Beispiel beim Novarock
im Burgenland, beim Frequency-Festival in St. Pölten, bei der Bädertour
in ganz Österreich, bei der Staatsmeisterschaft der Beachvolleyballer
am Attersee und beim Erste-HilfeJugendbewerb in Kärnten reißenden
Absatz.
Ein voller Erfolg
Bereits das Zwischenergebnis zeigt,
dass die Kampagne mit dem OnlineSchwerpunkt ein Erfolg war: Etwa
40 Prozent der Jugendlichen ist sie
aufgefallen. „Das Helfen liegt den
Jungen am Herzen“, freut sich Kampagnenleiterin Andrea Winter vom
Roten Kreuz. „Laut einer Umfrage
liegt die Bereitschaft, anderen zu
helfen und Freunde oder Familienmitglieder zu unterstützen, bei den
15- bis 29-Jährigen bei 93 Prozent.“ C
DIE SPONSOREN
Ermöglicht wurde die Kampagne, die
bereits im Juni startete und rund um
den Schulbeginn ihren zweiten Höhepunkt hatte, durch die großzügige
Unterstützung vonseiten der Spon­
soren Hansaplast und Wüstenrot.
MEINE SPENDE
Wer hilft, gewinnt!
Bei der Rotkreuz-Jubiläumslotterie geht niemand leer aus.
D
ie Idee einer Lotterie zugunsten des Roten Kreuzes ist sehr
alt. Bereits 1882 brachte die „Oesterreichische Gesellschaft vom rothen
Kreuze“ unter dem „Protektorat Ihrer
Majestäten des Kaisers und der Kaiserin“ ein „Lotterie-Anlehen“ zum
Preis von 10 Gulden heraus. „Neu
entstanden ist die Idee dann im
Jahr 2004, mit der Absicht, unseren
Spendern etwas zurückzugeben“,
erinnert sich Manfred Kumer, Leiter
der Unternehmenskooperation des
Österreichischen Roten Kreuzes.
Kumer über den Erfolg. Jedes Jahr
nehmen über 100.000 Personen an
der größten Wertlotterie Österreichs
teil. Mittlerweile können die Loskäufer den Lospreis auch als Spende
steuerlich absetzen!
Jubiläumslotterie
Am 8. September 2014
startete die zehnte,
die Jubiläums-Rotkreuz-Lotterie. Mit
Toller Zuspruch
Die Rotkreuz-Lotterie hat sich in den
letzten Jahren rasant entwickelt.
„Aufgrund des tollen Zuspruchs
haben wir die Losauflage und damit die Anzahl der Treffer dramatisch erhöht. Gab es 2005 mehr als
21.000 Gewinne im Gesamtwert
von 787.500 Euro, spielen wir heuer
bereits über 100.000 Gewinne mit
einem Gesamtwert von 4,5
Millionen Euro aus“, freut sich
ROTKREUZ-LOTTERIE 2014
Lose der Rotkreuz-Lotterie können unter
www.rotkreuzlotterie.at oder unter der kosten­
losen Hotline 0800/400 100 bestellt werden.
Die Ziehung findet am 23. DEZEMBER 2014 unter
notarieller Aufsicht bei den Österreichischen
Lotterien statt. Alle Teilnehmer erhalten ab
2. Jänner eine Gratis-Ziehungsliste.
Euro, zehn Audi-A3-Limousinen, tolle Traumreisen und Urlaube sowie
viele wertvolle Sachpreise. Zudem
gibt es als Dankeschön einen Sofortgewinn für alle Teilnehmer.
Spendenzweck
Über 29 Mio. Euro sind in den letzten neun Jahren von den RotkreuzSpendern gegeben worden. Mit dem
Reinerlös sichert das Rote Kreuz
die Aufrechterhaltung seiner
vielfältigen Leistungen – von
Erste-Hilfe-Kursen
über
die Ausbildung freiwilliger Mitarbeiter bis hin zu
Katastrophenhilfe, Pflege
und Betreuung, Rettungsdienst und Aktivitäten des
Jugendrotkreuzes. Das Gefühl, geholfen zu haben, ist deshalb für viele bereits ein Treffer, ob das Los nun
gewinnt oder nicht.
Attraktive Preise
Die Reichholfs
haben bereits
gewonnen
dem Kauf eines
Loses um 1,80 Euro
warten so attraktive
Preise wie noch nie:
Bargeld in der Höhe
von bis zu 250.000
Die Freude über einen Gewinn ist
dennoch immer groß. Gerade weil
bisher bei jeder (!) Lotterie Haupttreffer gezogen wurden. Siebenmal
wurde ein Fertigteilhaus ausgespielt,
zweimal Bargeld.
So wie im Vorjahr, als der 28-jährige Familienvater Christoph Reichholf aus dem Pinzgau ein Sparbuch
mit 100.000 Euro Einlage gewann.
„Ich konnte mein Glück kaum fassen!
Mit dem Geld haben wir den lang ersehnten Umbau unserer Wohnung
finanzieren können“, so der Glückspilz.
C
November 2014 | DAS ROTE KREUZ
7
Fotos: iStockphoto.com/Artfoliophoto, fotolia.de
GESUNDHEIT
Volkskrankheit geworden. Neben der
persönlichen Neigung zu Venenleiden geht es auch um den Lebensstil.
Viel Bewegung
Neben maßvoller Ernährung ist die Bewegung
besonders
wichtig. „Gehen Sie
viel! Überlegen Sie,
welche Wege Sie zu
Fuß erledigen können. Stiegensteigen
statt Rolltreppe oder
Lift fahren wirkt“, rät
die Chefärztin. „Wenn
Sie länger sitzen, aktivieren Sie die ,Wadenpumpe‘. Sitzen
Sie mit ausgestreckten Beinen und
stellen
Sie die Füße abwechselnd
Blut soll nur in eine Richtung fließen.
auf die Zehenspitze und auf die Ferse.
Helfen Sie ihm dabei, tun Sie etwas für
Wechseln Sie das Tempo. Geben Sie
RK-Chefärztin
Ihre Venengesundheit!
sich dafür eine Minute.“
Prim. Dr. Katharina Pils
„All diese Tipps sind hilfreich und
nser Körper ist eine effiziente, die viel sitzen. Denn Sitzen knickt
können Venenleiden abwenden oder
auf Dauerbetrieb ausgeleg- die Venen in den Kniekehlen und in
verzögern“, meint Katharina Pils.
te Maschine. Aber auch er braucht
der Leiste.
„Reden Sie trotzdem mit Ihrem Arzt,
Pflege und Wartung. Manche Teile
Wie bei vielen Krankheiten sind
ob Sie zusätzlich ein Medikament
leiden mit der jahrzehntelangen Be- die einen eher für Venenleiden an- brauchen, das den Blutfluss verbeslastung – wie die Venenklappen.
fällig, die anderen weniger. Frauen
sert. Leiden Sie unter ausgeprägten
Sie sind die Ventile, die den Fluss
ab 40 und Männer ab 70 sind beson- Krampfadern, kann in bestimmten
des Blutes in die richtige Richtung
ders betroffen. In diesem Alter sind
Fällen eine Operation, das ,Venenlenken, nämlich zum Herzen.
Krampfadern und Throm­bosen zur
stripping‘, erfolgreich sein.“
C
Funktioniert die Venenklappe
nicht mehr gut, wird der Blutfluss
langsamer, erklärt Rotkreuz-Chefärztin Katharina Pils: „Das Blut
beim großen ROTKREUZ-SUDOKU
fließt zum Teil zurück, das Herz
8
muss mehr arbeiten, um das Blut
3 7
durch den Körper zu pumpen.“
Senden Sie die Auflösung bis
6
Stau
im Körper
U
GEWINNEN SIE
Nicht zu viel essen
Das bedeutet schwere Beine sowie
ge­schwollene Unterschenkel und
Knöchel, besonders bei Menschen,
ENTSCHLACKEN IM HERBST
Die Öl-Zieh-Kur.
Gerade in der Herbstzeit sind Entschlackungs- und Entgiftungskuren
hilfreich. Sie stärken das Immunsystem, das in dieser Jahreszeit
vermehrt strapaziert wird, erklärt
Josef Schantl. Der Biohersteller
empfiehlt die Öl-Zieh-Kur: „Das ist
eine einfache, aber sehr wirksame
Entgiftungskur für den Organismus
und beruht auf drei hochwertigen Ölen. Sie entziehen dem Blut
Krankheitserreger und geben dem
Körper die Kraft der Natur zurück.“
12 DAS ROTE KREUZ | November 2014
9. Jänner 2015 per Postkarte
an die Redaktion „Das Rote Kreuz“,
Wiedner Haupt­straße 32,
1041 Wien. Unter den richtigen
Einsendungen werden 21 Preise
verlost.
Hauptpreis ist eine RotkreuzTaschenlampe. Weiters verlosen wir
20 Rotkreuz-Teddybären.
Die Ziehung erfolgt unter Ausschluss des
Rechtsweges. Über dieses Preisrätsel kann
kein Schriftverkehr geführt werden. Die
Preise können nicht bar abgelöst werden.
LÖSUNG UND GEWINNER
DER LETZTEN AUSGABE
5
7
3
6
4
3
1
2
2
5
9
3
6
9
1
4
2
5
8
3
9
1
8
4
7
6
Lösung: 684372519. Den er­sten Preis, eine Rotkreuz-Taschenlampe, ge­wann Markus Perischa,
1110 Wien. Je ein Rotkreuz-Teddybär geht an: Anna Höffle, 2516 Tribuswinkel; Ancuta Szabo,
3180 Marktl; Thomas Dötzl, 1030 Wien; E. Winterleitner, 1120 Wien; Walter Rüpschl, 8010 Graz;
Alois Lischka, 4432 Ernsthofen; August Pichler, 8643 Allerheiligen im Mürztal; Eva Lorentschitsch,
8403 Lebring; Gerhard Glanznig, 9853 Gmünd; Michael Logar, 9125 Kühnsdorf; Robert Scharf,
6844 Altach; Albin Tomic, 6850 Dornbirn; Anna-Maria Gebauer, 6890 Lustenau; Elfriede Gunz,
6858 Bildstein; Annelies Bezler, 6972 Fußach; Paul Pippan, 9344 Weitensfeld; Josef Janota,
8241 Dechartskirchen; Roland Weihs, 2020 Hollabrunn; Gertraud Kotzian, 1140 Wien.
Wir gratulieren den Gewinnern!
Spital
KATASTROPHENHILFE
Das mitgebrachte
bundesweit koordiniert. Wichtig
ist die Zusammenarbeit im Team.
„Selbstverständlich haben wir gemeinsam angepackt, haben zusammen die Zelte auf- und am Ende auch
wieder abgebaut und das Equipment
aufgestellt“, erzählt Notärztin Dr.
Bettina Wiesinger aus Steyr.
Auch bei der Versorgung der Patienten ist gemeinsame Hilfe gefragt,
denn die Feldambulanz ist auf den
Katastrophenfall und die Behandlung vieler Menschen ausgelegt. Bei
der Großübung in Wels mussten 150
geschminkte
Patientendarsteller
„verarztet“ werden.
Reif für den Einsatz
„Internationale Beobachter und VerZur medizinischen Versorgung bei
antwortliche des InnenministeriKatastrophen bringt das Rote Kreuz
ums konnten sich davon überzeugen,
das Krankenhaus gleich mit.
dass das österreichische RotkreuzTeam auch für Einsätze im Rahmen
as passiert, wenn ein Erd- Aufbau und Betrieb einer Feldambu- des Europäischen Zivilschutzmechabeben nicht nur Städte und
nismus reif ist. Das Lob für die prolanz absolviert.
Dörfer zerstört hat, sondern auch
fessionelle Arbeit freut uns besondringend benötigte medizinische Zusammenarbeit im Team
ders. Das ist den hochmotivierten
Einrichtungen nicht mehr funkti- „Die vorwiegend jungen Mitarbei- Mitarbeitern zu verdanken“, sagt
ter sind erfahrene Notfallsanitäter, Markus Glanzer, der im Österreichionieren? Dann schlägt die Stunde
Techniker, Feldköche, Kranken­ schen Roten Kreuz für den Bereich
der Rotkreuz-Sondereinheit AMP
schwestern und -pfleger sowie
(Advanced Medical Post). Übersetzt
Einsatz, Innovationen und Beteiliwird das mit „vorgeschobener Be- Ärzte“, erklärt der Oberösterreicher
gungen verantwortlich ist. handlungsplatz“. Darunter kann Andreas Hattinger, der die Einheit
GERALD CZECH C
man sich mehrere Zelte
vorstellen, in denen medizinisches Personal Verletzte und Kranke behandelt.
Damit solch komplexe
ganz ohne fremde Hilfe!
medizinische Einsätze
Für gehbehinderte, bewegungsreibungslos ablaufen, ist
eingeschränkte und gebrechliche
einiges an Vorbereitung
Menschen ist ein Bad in der Wanne oft nicht so einfach möglich!
und Übung notwendig.
Das Problem kann man sich leicht
Mitte September fand
vorstellen – wenn man versucht
in Wels eine einwöchige
ohne die tatkräftige Unterstützung der Beine sich langsam in
Ausbildung für den interdie Badewanne hineingleiten zu
nationalen Einsatz statt.
lassen und nur mit Hilfe, der oft
30 Rotkreuz-Mitarbeiter
auch schon geschwächten Arme
aus ganz Österreich haDie Behandlung der
wieder aus der Wanne herauszukommen.
Patienten erfolgt im Zelt
ben das Training für den
W
Endlich wieder
sicher baden –
AMP – „ADVANCED MEDICAL POST“
Die Spezialeinheit kommt im Rahmen der EU-Katastrophenschutz-Module zum Einsatz. Aufgaben der
Feldambulanz sind die Sichtung am Katastrophenort
sowie die Stabilisierung des Zustands von Patienten
und deren Vorbereitung für den Weitertransport.
Die Ambulanz-Module können mindestens 20 Patienten pro Stunde sichten, 50 Patienten pro Tag stabilisieren und täglich 100 Patienten mit leichteren Verletzungen behandeln.
Hier können Badewannen-Luftkissen wieder helfen, sicher und
leicht zu baden. Einem richtigen
Badevergnügen – mit Sicherheit
und Komfort – steht mit diesem
Hilfsmittel nichts mehr im Wege.
Keine Montage notwendig ●
passt praktisch in jede Badewanne ● TÜV-geprüft ● senkt
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November 2014 | DAS ROTE KREUZ
13
Die Gewinner des EinsatzkräfteTeamwettbewerbs 2014
Helden des Alltags
Land Rover bewegt Österreichs Einsatzkräfte.
Bereits zum sechsten Mal unter- Das Team der Freiwilligen
stützt Land Rover Österreich die
freiwilligen Einsatzkräfte mit einer
ganz besonderen Veranstaltung:
dem Einsatzkräfte-Teamwettbewerb.
30 Teams traten beim Finale Ende
August im ÖAMTC-Offroad-Zentrum
in Stotzing gegeneinander an.
„Der Einsatzkräfte-Teamwettbewerb
vermittelt fahrtechnisches Knowhow, das im Ernstfall entscheidend
ist“, sagt Markus Glanzer, operativer
Bereichsleiter Einsatz, Innovation
und Beteiligungen des Österreichischen Roten Kreuzes.
Feuerwehr aus Ampass/Tirol konnte das
Finale 2014 für sich entscheiden. Die
Gewinner freuen sich über Verstärkung für ihre Heimorganisation: Ein
Land Rover Discovery (im Wert von
60.000 Euro) wird ihnen für ein Jahr
zur Verfügung gestellt.
Auch zwei Rotkreuz-Teams haben
es unter die besten zehn geschafft.
Den 7. Platz belegten Thomas Horvath
und David Weintritt vom Roten
Kreuz in Neusiedl am See, den 8. Platz
Marcel Siller und Christian Maier
vom Roten Kreuz in Bludenz. C
KO O P E R AT I O N E N
100.000 Euro für Kinder und Familien
Lidl Österreich
Lidl Österreich sammelt für Kinderburg und Jugendarbeit.
Verkaufsaktion von Kinderspielsachen der Kinderburg
Rappottenstein
und der außerschulischen
Jugendarbeit zugute. In
allen 202 Filialen von Lidl
Österreich wurde während
der Aktion die beachtliche
Summe von 100.000 Euro
gesammelt.
„Lidl Österreich trägt
mit dieser Aktion maßgeblich dazu bei, Familien in Krisensituationen
Werner Kerschbaum, Generalsekretär des ÖRK,
unbeschwerte Tage mit
bei der Übergabe des Spendenschecks durch
kompetenter
Betreuung
Alexander Deopito (links), den Vorsitzenden der
auf der Kinderburg zu erGeschäftsleitung von Lidl Österreich
möglichen. Wir freuen uns
Schon seit 2012 unterstützt Lidl Ös- sehr über die langjährige, gute Zuterreich die Arbeit des Österreichi- sammenarbeit“, bedankt sich Peter
schen Roten Kreuzes. Auch heuer
Kaiser, Landesgeschäftsführer des
kommt der gesamte Reinerlös der
Roten Kreuzes Niederösterreich. C
14 DAS ROTE KREUZ | November 2014
bereits zum neunten Mal auf, einen
Teil ihrer Gutscheine bis 31. Jänner
2015 an das Österreichische Rote
Kreuz zu spenden. Dazu senden Sie
einfach Ihre Gutscheine an Edenred,
Kennwort „Gutscheinspende“.
Für zahlreiche Familien in Not
können so Heizkosten, offene Rechnungen, dringend nötige Medikamente, Ausbildungskosten u. v. m.
bezahlt werden.
C
STAMAG
Das Rotkreuz-Brot
Die Firma STAMAG gilt als führende
Mälzerei Österreichs. Sie bittet noch
bis Ende des Jahres im Rahmen einer Sonderaktion ihre Bäcker, ein
spezielles Vollkornbrot für den guten Zweck zu kneten. Das „RotkreuzVollkornbrot“ ist in Bäckereien in
ganz Österreich erhältlich.
Pro verkauftem Laib Brot gehen 20
Cent an das Rote Kreuz. C
Rotkreuz-Lotterie
Noch schnell Lose sichern!
Zum 10. Jubiläum warten so attraktive Preise wie noch nie: Bargeld in
der Höhe von bis zu € 250.000, zehn
Audi-A3-Limousinen, tolle Traumreisen und Urlaube sowie viele wertvolle Sachpreise. Als Dankeschön
gibt es für alle Teilnehmer außerdem einen Sofortgewinn.
Der Reinerlös der Lotterie kommt
der Arbeit des Roten Kreuzes zugute.
Lose können Sie unter der kostenlosen Hotline 0800 400 100 oder
unter www.rotkreuzlotterie.at bestellen.
Die Ziehung findet am 23. Dezember 2014 statt. Alle Teilnehmer erhalten ab 2. Jänner eine Gratis-Ziehungsliste.
Wir wünschen Ihnen viel Glück.C
Nadja Meister
Land Rover/Alexander Seger
Edenred
Armut mildern –
Gutscheine spenden
Edenred ruft seine Kunden heuer
Die Rettung kommt. Oder? Ja, die Rettung kommt. Aber
welche Rettung? Und kommt genug davon, wenn es darauf ankommt? Sterben anderswo die Menschen, weil die
Rettung kommerziell ist? Und warum ist uns die Rettung
in Ostdeutschland um zehn Jahre voraus? Woher kommt
das „Tatü“? Warum sollen Patienten Sanitätseinsätze
selbst bezahlen? Sind Freiwillige Amateure oder Profis?
Spielen Leitstellendisponenten gerne Schach? Und welchen Rettungsdienst wollen die im Parlament vertretenen Parteien?
C
FRAGEN ÜBER FRAGEN – 70 INSGESAMT
Beantwortet werden sie von Experten für
Rettungsdienst und Daseinsvorsorge.
Im neuen „henri. Das Magazin,
das fehlt“. Kostenlos zu bestellen unter:
service@roteskreuz.at
Schönes Spiel
Golfturnier für den guten Zweck.
Bereits zum neunten Mal lud das Rote Kreuz gemeinsam
mit Canon zum Golfen für den guten Zweck. Über 100
geladene Gäste folgten der Einladung in den Colony Club
Gutenhof in Himberg. Neben dem Turnier gaben internationale Golfprofis wertvolle Tipps und Tricks preis: Joe
Miller, Weltrekord-Halter für eine Ballgeschwindigkeit
von 362 km/h, Golf-Le­
Das Wohltätigkeitsturnier
gen­de Ian Woosnam,
brachte 10.600 Euro ein
die junge Spielerin Bea­
triz Recari und MajorGewinnerin Cristie Kerr
begleiteten die Spieler.
Das Wohltätigkeitsturnier brachte 10.600
Euro ein, die über die
individuelle Spontanhilfe österreichischen
Familien in Not zugute­
kommen.
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AUSTRIA
November 2014 | DAS ROTE KREUZ
15
Fotos: Canon/Markus Wache
Der neue „henri“ über
die schnellste Hilfe Österreichs.
Nadja Meister
MEDIEN
Wir sind die Rettung
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Reisen
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