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6 720 642 636 (2014/07) DE/CH/AT/LU
Kaminheizeinsatz
Installationsanleitung
KA316
Vor Montage und Wartung sorgfältig lesen.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
1
Symbolerklärung und Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.1
Symbolerklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
1.2
Allgemeine Sicherheitshinweise . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2
Angaben zum Produkt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.1
Lieferumfang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.2
EG-Konformitätserklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.4
Typschild . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
2.5
Produktbeschreibung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.6
Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.7
Werkzeuge, Materialien und Hilfsmittel . . . . . . . . . . . . . . 5
2.8
Technische Daten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
3
Vorschriften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.1
Normen und Richtlinien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.2
Brennstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.2.1 Zulässige Brennstoffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3.2.2 Brennstoffe richtig lagern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
4
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
5
Installation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
5.1
Aufstellbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
5.1.1 Anforderungen an den Aufstellraum . . . . . . . . . . . . . . . . 8
5.1.2 Kaminheizeinsatz aufstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
5.2
Mindestabstände einhalten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
5.3
Fußboden vor und neben dem Kaminheizeinsatz . . . . 10
5.4
Zierbalken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
5.5
Heizkammer einrichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
5.5.1 Elektrische Leitungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
5.5.2 Aufstellfläche in der Heizkammer einrichten . . . . . . . . 11
5.5.3 Heizkammer isolieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
5.5.4 Dehnungsfuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
5.5.5 Prüföffnungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
5.6
Feuerraumauskleidung einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
5.7
Rohrleitungen installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
5.7.1 Sicherheitswärmetauscher anschließen . . . . . . . . . . . 17
5.7.2 Kombi- oder Pufferspeicher anschließen . . . . . . . . . . 17
5.7.3 Abschließende Arbeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
5.8
Kesseltemperaturfühler installieren . . . . . . . . . . . . . . . 19
5.9
Heiz- und Abgasanschlüsse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
5.10 Luftumwälzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
5.11 Verbrennungsluftversorgung herstellen . . . . . . . . . . . 20
5.11.1 Kaminofen raumluftabhängig betreiben . . . . . . . . . . . 20
5.11.2 Kaminheizeinsatz mit externer
Verbrennungsluftversorgung betreiben . . . . . . . . . . . . 20
5.11.3 Verbrennungsluftleitung dimensionieren und
installieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
2
6
Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.1
Erstinbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.2
Komplettstation in Betrieb nehmen . . . . . . . . . . . . . . .
6.2.1 Hydraulische Anschlüsse auf Dichtheit prüfen . . . . . .
6.2.2 Luftfreiheit der Ofenanlage kontrollieren . . . . . . . . . .
6.2.3 Betriebsdruck einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.3
Anheizen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.4
Heizleistung anpassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.5
Glut halten (Teillastbetrieb) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.6
Kaminheizeinsatz außer Betrieb nehmen . . . . . . . . . .
20
20
21
21
21
21
21
22
23
23
7
Umweltschutz/Entsorgung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
8
Pflege, Reinigung und Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
9
Störungen beheben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Symbolerklärung und Sicherheitshinweise
1
Symbolerklärung und Sicherheitshinweise
1.1
Symbolerklärung
Warnhinweise
Warnhinweise im Text werden mit einem grau hinterlegten Warndreieck gekennzeichnet und umrandet.
Bei Gefahren durch Strom wird das Ausrufezeichen im
Warndreieck durch ein Blitzsymbol ersetzt.
Signalwörter am Beginn eines Warnhinweises kennzeichnen Art und
Schwere der Folgen, falls die Maßnahmen zur Abwendung der Gefahr
nicht befolgt werden.
• HINWEIS bedeutet, dass Sachschäden auftreten können.
• VORSICHT bedeutet, dass leichte bis mittelschwere Personenschäden auftreten können.
• WARNUNG bedeutet, dass schwere Personenschäden auftreten
können.
• GEFAHR bedeutet, dass lebensgefährliche Personenschäden auftreten können.
Wichtige Informationen
Wichtige Informationen ohne Gefahren für Menschen
oder Sachen werden mit dem nebenstehenden Symbol
gekennzeichnet. Sie werden durch Linien ober- und unterhalb des Textes begrenzt.
Weitere Symbole
Symbol
▶

•
–
Bedeutung
Handlungsschritt
Querverweis auf andere Stellen im Dokument oder
auf andere Dokumente
Aufzählung/Listeneintrag
Aufzählung/Listeneintrag (2. Ebene)
Tab. 1
1.2
1
Allgemeine Sicherheitshinweise
Das Nichtbeachten von Sicherheitshinweisen kann zu schweren Personenschäden - auch mit Todesfolge - sowie Sach- und Umweltschäden
führen.
▶ Sicherstellen, dass die Installation und der Abgasanschluss, die Erstinbetriebnahme sowie die Wartung und Instandhaltung nur ein
Fachbetrieb ausführt.
▶ Sicherstellen, dass die Abnahme der Ofenanlage durch den BezirksSchornsteinfegermeister erfolgt.
▶ Reinigung und Wartung mindestens einmal jährlich durchführen. Dabei die Gesamtanlage auf ihre einwandfreie Funktion prüfen. Aufgefundene Mängel umgehend beheben.
▶ Vor Inbetriebnahme des Kaminheizeinsatzes Sicherheitshinweise
sorgfältig durchlesen.
Brandgefahr durch explosive und leicht brennbare Materialien
▶ Keine brennbaren Materialien oder Flüssigkeiten in der Nähe oder
auf dem Kaminheizeinsatz lagern oder ablegen.
▶ Bevor in der Nähe des Kaminheizeinsatzes mit explosiven oder leicht
brennbaren Materialien gearbeitet wird, den Kaminheizeinsatz ausbrennen und abkühlen lassen.
▶ Keine brennbaren Gegenstände (z. B. Möbel, Teppiche, Blumen) vor
der Feuerraumöffnung aufstellen. Die Mindestabstände im Kapitel
5.2, Seite 9 (Abstände zu brennbaren Gegenständen) einhalten.
▶ Beim Öffnen der Feuerraumtür können Funken aus dem Feuerraum
auf den Boden fallen. Funkenschutzplatte vor den Ofen legen.
Gefahr durch Nichtbeachten der eigenen Sicherheit in Notfällen
z. B. bei einem Brand
▶ Sich niemals selbst in Lebensgefahr bringen. Die eigene Sicherheit
geht immer vor.
Verletzungsgefahr durch heiße Geräteteile
Feuerraumtür, Bediengriff, Ofenteile, Verbrennungsluft- und Scheibenspülluftschieber sind im Betrieb heiß.
▶ Beim Öffnen und Schließen der Feuerraumtür, beim Nachlegen von
Brennstoff und beim Bedienen des Verbrennungsluft- und Scheibenspülluftschiebers den mitgelieferten Schutzhandschuh verwenden.
Schäden durch Bedienfehler
Bedienfehler können zu Personenschäden und/oder Sachschäden führen.
▶ Sicherstellen, dass Kinder das Gerät nicht unbeaufsichtigt bedienen
oder damit spielen.
▶ Bei Anwesenheit von Kleinkindern Schutzgitter für Ofenanlagen verwenden.
▶ Sicherstellen, dass nur Personen Zugang haben, die in der Lage sind,
das Gerät sachgerecht zu bedienen.
Gefahr durch unzureichende Frischluftzufuhr
▶ Berechnung des Verbrennungsluftverbundes durchführen.
▶ Während des Heizbetriebs ausreichende Frischluftzufuhr zum Aufstellraum sicherstellen. Dies gilt auch für den zeitgleichen Betrieb
von Kaminheizeinsatz und weiteren Wärmeerzeugern.
▶ Wenn erforderlich, eine externe Verbrennungsluftzufuhr installieren.
Auch bei externer Verbrennungsluftversorgung wird ein erheblicher
Teil der Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum bezogen.
▶ Bei gemeinsamem Betrieb des Kaminheizeinsatzes und einer Wohnungslüftung oder Dunstabzugshaube die Beurteilungskriterien des
Schornsteinfegerhandwerks beachten.
▶ Luft frei halten von aggressiven Stoffen (Halogen-Kohlenwasserstoffe, die Chlor- oder Fluorverbindungen enthalten). Korrosion wird so
vermieden.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
3
2
Angaben zum Produkt
Gefahr von Anlagenschäden durch Überdruck
Um Überdruckschäden zu vermeiden, kann während der Beheizung
Wasser am Sicherheitsventil des Heizwasserkreises und der Warmwasserversorgung austreten.
▶ Sicherheitsventile keinesfalls verschließen.
Gefahr von Anlagenschäden durch Abweichungen vom Mindestförderdruck des Schornsteins
Bei höheren Förderdrücken steigen die Emissionen, wodurch der Kaminheizeinsatz stärker belastet wird und beschädigt werden kann.
▶ Sicherstellen, dass Schornstein und Abgasanschluss der DIN 18160
entsprechen.
▶ Sicherstellen, dass die Schornsteinhöhe, ausgehend von der Abgaseinführung, mindestens 4 m beträgt.
▶ Einhaltung des notwendigen Förderdrucks kontrollieren. Bei festgestellten Abweichungen Abhilfemaßnahmen durchführen
Einweisung des Kunden
▶ Inbetriebnahme- und Übergabeprotokoll in der Bedienungsanleitung
ausfüllen.
▶ Kunden Wirkungsweise und Bedienung des Geräts erklären.
▶ Technische Dokumente dem Kunden übergeben.
Originalersatzteile
▶ Nur Originalersatzteile und Zubehör von Buderus verwenden. Für
Schäden, die durch nicht von Buderus gelieferte Ersatzteile entstehen, kann Buderus keine Haftung übernehmen.
2
Angaben zum Produkt
2.1
Lieferumfang
▶ Lieferumfang auf Unversehrtheit und Vollständigkeit prüfen.
Kamineinsatz: 1 Palette
• Feuerraumauskleidung und Blechteile in getrennten Verpackungseinheiten im Feuerraum eingelegt
• Schutzhandschuh
• Technische Dokumente
2.2
EG-Konformitätserklärung
Dieses Produkt entspricht in Konstruktion und Betriebsverhalten den
europäischen Richtlinien sowie den ergänzenden nationalen Anforderungen. Die Konformität wurde mit der CE-Kennzeichnung nachgewiesen.
Sie können die Konformitätserklärung des Produktes im Internet unter
www.buderus.de/konfo abrufen oder bei der zuständigen Buderus-Niederlassung anfordern.
2.3
Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Kaminheizeinsatz ist eine wassergeführte Ofenanlage nach DIN EN
13229 mit einer selbstschließenden Feuerraumtür.
Der Kaminheizeinsatz darf nur im eingebauten Zustand (nicht freistehend), immer mit Wasser gefüllt und nur mit geschlossener Feuerraumtür betrieben werden.
Bei Schornsteineignung ist eine Mehrfachbelegung des Schornsteins
möglich.
Der Kaminheizeinsatz kann raumluftabhängig oder ein Teil der Verbrennungsluft kann über eine externe Verbrennungsluftversorgung bezogen
werden.
Der Wohnraum wird durch Konvektion und über das Heizungssystem erwärmt. Weitere Angaben entnehmen Sie aus dem Kapitel 2.8, Seite 6.
Bei bestehenden Anlagen prüfen, ob die gestellten Anforderungen in
dieser Installationsanleitung für den Betrieb des Kaminheizeinsatzes erfüllt werden.
Der Kaminheizeinsatz und/oder die Heizkammer werden im Folgenden
auch Ofenanlage genannt.
2.4
Typschild
Das Typschild befindet sich auf der Vorderseite des Kaminheizeinsatzes.
Übertragen Sie die Werte des Typschildes in die Vorlage
der Bedienungsanleitung.
4
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Angaben zum Produkt
2.5
Produktbeschreibung
Die erforderliche Feuerraumauskleidung aus Schamottesteinen und Vermiculitplatten werden vom Ofenbauer
eingesetzt. Buderus übernimmt dafür keine Gewährleistung.
Der Kaminheizeinsatz besteht aus einem hochwertigen Stahlkorpus.
Hauptbestandteile des Kaminheizeinsatzes sind:
• selbstschließende Feuerraumtür [1] mit linkem oder rechtem Türanschlag. Der Türanschlag ist bei der Bestellung anzugeben und kann
bauseits nicht geändert werden.
• Feuerraum [2] mit einer Auskleidung aus Schamottesteinen und Vermiculitplatten
Der rostlose Feuerraum nimmt den Brennstoff auf. Die Asche verbleibt im Feuerraum.
Wir empfehlen, die Asche spätestens bei Erreichen der Zuluftöffnungen in der Rückwand zu entfernen.
• Kaminaufsatz [3]
Im Kaminaufsatz befinden sich die wasserführenden Rohre.
Der Kaminaufsatz kann bauseits nicht vom Kaminheizeinsatz getrennt werden.
• Scheibenspülluftschieber [4]
Der Scheibenspülluftschieber regelt den Luftweg über die Scheibe
und verhindert ein Schwärzen der Scheibe.
• Verbrennungsluftschieber [5]
Der Verbrennungsluftschieber regelt die Primärluft- und Sekundärluftzufuhr. Die Verbrennungsluft strömt über den unteren Luftanschluss zur Rückwand und wird über die Luftöffnungen der
Rückwandsteine der Verbrennung zugeführt.
Bild 1
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
2
Feuerraumauskleidung
Einbauteile oder Verkleidungen aus Schamotte, Keramik, Vermiculit
oder Feuerbeton dienen zur Isolierung und Heizgaslenkung. Diese Bauteile werden als Feuerraumauskleidung bezeichnet.
Die Bauteile können Risse aufweisen, die aus folgenden Gründen
entstehen können:
• Physikalische und produktionsbedingte Restfeuchte in den Bauteilen, die beim Heizen entweicht
• Hohe Temperaturunterschiede
Oberflächenrisse beeinträchtigen die Verbrennung nicht. Bei breiten
Rissen oder herausgebrochenen Stücken, die bis auf die Gerätekonstruktion gehen, muss die Feuerraumauskleidung ausgetauscht
werden. Hierdurch können Emissionen negativ beeinflusst werden.
2.6
Zubehör
Folgendes Zubehör ist für den Kaminheizeinsatz erhältlich:
•
•
•
•
•
•
thermische Ablaufsicherung
Aufstellsockel
Außenluftanschluss als Stutzen oder Bogen
Komplettstation
Abgasrohre
Kombi- oder Pufferspeicher
2.7
Werkzeuge, Materialien und Hilfsmittel
Für die Installation des Kaminheizeinsatzes benötigen Sie die Standardwerkzeuge aus dem Bereich Kamin- und Kachelofenbau.
Kaminheizeinsatz
Selbstschließende Feuerraumtür
Feuerraum
Kaminaufsatz
Scheibenspülluftschieber
Verbrennungsluftschieber
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
5
2
Angaben zum Produkt
2.8
Technische Daten
Bild 2
Abmessungen des Kamineinsatzes (Maße in mm)
Kaminheizeinsatz
Maßeinheit
KA316
Nennwärmeleistung (NWL)
kW
14
Nennwärmeleistung Luft
kW
7
Nennwärmeleistung Wasser
kW
7
Raumheizvermögen (Luft)
m³
ca. 120
Mindestverbrennungsluftmenge
m³/h
58
Gewicht
kg
190
Wasserinhalt
l
22
Erforderliche Größe des Pufferspeichers
l
500
Einfüllöffnung Höhe
mm
385
Einfüllöffnung Breite
mm
640
Ø Abgasstutzen
mm
200
Ø Verbrennungsluftstutzen
mm
120
Maximale Vorlauftemperatur
°C
95
Mindestrücklauftemperatur
°C
60
Maximaler Betriebsdruck
bar
3
Werksprüfdruck
bar
4
Leistung der thermischen AblaufsichekW
34
rung
Freie Querschnitte Zuluft/Umluft
cm2
> 850
Zulassung nach
EN 13229:2005-10
Tab. 2
Technische Daten
Schornsteinbemessung
Abgasmassenstrom
Abgastemperatur am Abgasstutzen
CO2-Gehalt
Mindestförderdruck bei NWL
Tab. 3
g/s
°C
%
Pa
15,9
240
8,1
13
Schornsteinbemessung nach DIN EN 13384-2
Beachten Sie für die Schornsteinbemessung die Sicherheitshinweise in Kapitel 1.2 auf Seite 3.
6
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Vorschriften
3
Vorschriften
3.1
Normen und Richtlinien
Beachten Sie für die Installation und den Betrieb der Anlage die landesspezifischen und örtlichen Normen und
Richtlinien!
Der Kaminheizeinsatz muss nach den geltenden Vorschriften angeschlossen werden. Vor der Installation und der Benutzung des Kaminheizeinsatzes die technischen Dokumente beachten!
Deutschland
• Kaminheizeinsätze für feste Brennstoffe nach DIN EN 13229/A1-W,
Kategorie 1c
• Schornsteinbemessung nach DIN EN 13384-1, DIN EN 13384-2
• Technische Regeln für die Trinkwasserinstallation
DIN 1988
• Sicherheitstechnische Ausrüstung von Wärmeerzeugungsanlagen
EN 12828
• VDE-Vorschriften
Nicht zugelassen sind folgende Brennstoffe:
• behandeltes Holz
• Spanplatten
• Hackschnitzel
• Briketts
• Kohle
• Koks
Holzarten unterscheiden sich im Heizwert.
• Laubhölzer sind besonders gut als Brennholz geeignet. Sie brennen
langsam mit ruhiger Flamme ab und bilden eine lang anhaltende Glut.
• Nadelhölzer sind harzreich, brennen schneller ab und neigen stärker
zur Funkenbildung.
3.2.2
Brennstoffe richtig lagern
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz fordert bei Scheitholz eine Restfeuchte unter 25 % bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht des Brennstoffes. Das erreichen
Sie durch ca. zwei Jahre Lagerung in der nachfolgend beschriebenen Weise.
Weitere Informationen entnehmen Sie aus dem Kapitel
„Vorschriften für Brennstoffe“ in der Bedienungsanleitung.
Österreich
• nach österreichischer Feuerungsanlagenverordnung § 15a B-VG
• Feuerstätte darf in Österreich nur in Nennlast betrieben werden.
Schweiz
• Luftreinhalteverordnung (LRV)
• Vorschriften der Vereinigung der kantonalen Feuerversicherungen
(VKF)
Beachten Sie beim Anschluss und dem Betrieb der Ofenanlage neben
den örtlichen feuerpolizeilichen und baurechtlichen Vorschriften (jeweils nach dem neuesten Stand):
3
Lagerung außerhalb von Gebäuden
▶ Scheitholz möglichst auf der Südseite eines Gebäudes, an einer vor
Niederschlag geschützten und belüfteten Stelle lagern.
▶ Scheitholz locker an einer Wand aufstapeln und mindestens an einer
Seite abstützen.
• die zuständige Landesbau- und Feuerungsverordnung,
• die technischen Regeln des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks,
• die örtlichen Baubestimmungen über die Aufstellbedingungen, z. B.
Feuerungsverordnungen der Bundesländer.
3.2.1
Zulässige Brennstoffe
GEFAHR: Brandgefahr durch Zündflamme und Verpuffung!
▶ Keine flüssigen Brennstoffe (z. B. Benzin, Petroleum) verwenden.
5-1
HINWEIS: Anlagenschaden- und Umweltschaden durch
unzulässige Brennstoffe!
▶ Keine Kunststoffe, Haushaltsabfälle, chemisch behandelte Holzreste, Altpapier, Hackschnitzel, Rinden- und Spanplattenabfälle zur Feuerung
verwenden.
0
N
5-1
W
Bild 3
Das Verbrennen nicht zulässiger Brennstoffe ist in
Deutschland ein Verstoß gegen das Bundes-Immissionsschutzgesetz, in der Schweiz gegen die Luftreinhalteverordnung (LRV).
0
O
20-30
Brennstoffe
S
3.2
Brennstofflagerung außerhalb von Gebäuden
Lagerung innerhalb von Gebäuden
▶ Bei Lagerung innerhalb eines Gebäudes einen möglichst trockenen
und gut belüfteten Raum wählen.
Als Brennstoff für den Kaminofen sind naturbelassenes, luftgetrocknetes Scheitholz zugelassen.
Wir empfehlen Buchenholz als den besten Brennstoff.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
7
4
4
Transport
Transport
WARNUNG: Verletzungsgefahr durch Tragen zu schwerer Lasten und unsachgemäße Sicherung beim Transport!
▶ Kaminheizeinsatz mit einer ausreichenden Anzahl
von Personen anheben und tragen.
▶ Geeignete Transportmittel verwenden, z. B eine
Sackkarre mit Spanngurt oder Hubwagen.
▶ Kaminheizeinsatz gegen Herunterfallen sichern.
Der Kaminheizeinsatz wird verpackt auf Palette geliefert.
▶ Sackkarre oder Hubwagen an die Rückseite des verpackten Kaminheizeinsatzes stellen.
▶ Kaminheizeinsatz mit einem Spanngurt am Transportmittel sichern.
▶ Kaminheizeinsatz zum Aufstellort transportieren.
▶ Beim Transport darauf achten, dass die Luftführungsbauteile an der
Unterseite des Kaminheizeinsatzes und der Zuluftkasten am Geräteboden nicht beschädigt werden.
5
Installation
Der Kaminheizeinsatz wird verpackt auf Palette geliefert.
▶ Lieferumfang ( Kapitel 2.1, Seite 4) auf Unversehrtheit und Vollständigkeit prüfen.
▶ Verpackung umweltgerecht entsorgen.
▶ Einbau des Kaminheizeinsatzes gemäß den technischen Regeln des
Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks unter Beachtung der Mindestabstände ( Kapitel 5.2) ausführen.
5.1
Aufstellbedingungen
5.1.1 Anforderungen an den Aufstellraum
Ofenanlagen mit Kaminheizeinsätzen dürfen nur in Räumen aufgebaut
werden, in denen durch den Betrieb des Kaminheizeinsatzes keine Gefahren entstehen.
GEFAHR: Brandgefahr durch Aufstellung des Kaminheizeinsatzes in ungeeigneten Räumen!
▶ Keine Ofenanlagen errichten in
– Treppenhäusern (außer in Wohngebäuden mit
mehr als zwei Wohnungen) sowie allgemein zugänglichen Fluren.
– Räumen, in denen leicht entzündbare oder explosive Stoffe oder Gemische hergestellt, verarbeitet
oder gelagert werden.
– Räumen oder Wohnungen, die durch Lüftungsoder Warmluftheizungsanlagen mithilfe von Gebläsen entlüftet werden.
Ausnahmen sind Ofenanlagen, die ausschließlich im
Umluftbetrieb arbeiten oder mit Sicherheitseinrichtungen ausgestattet sind, die einen Unterdruck im
Aufstellraum zuverlässig selbstständig verhindern.
Folgende weiteren Anforderungen müssen erfüllt werden:
• Die Aufstellfläche muss eine ausreichende Tragfähigkeit und Festigkeit besitzen.
• Der Aufstellraum muss trocken und frostfrei sein.
• Die Größe des Aufstellraumes muss einen ordnungsgemäßen Betrieb
gewährleisten.
• Der Aufstellraum muss mindestens haben:
– eine Tür ins Freie oder
– ein Fenster, das geöffnet werden kann.
• Der Aufstellraum muss mit anderen Räumen in direktem oder indirektem Verbrennungsluftverbund stehen.
5.1.2 Kaminheizeinsatz aufstellen
▶ Kaminheizeinsatz auf einer vorbereiteten ebenen Grundfläche aufbauen, z. B. Aufstellsockel oder gemauertem Sockel mit glatter Oberfläche.
GEFAHR: Brandgefahr durch brennbare Gegenstände
innerhalb der Sicherheitsabstände!
▶ Sicherheitsabstände einhalten
( Tab. 4, Seite 9 und Bild 6, Seite 9).
▶ Sicherheitsabstände frei von brennbaren Gegenständen und Materialien (Möbel, Textilien, Blumen
usw.) halten.
▶
▶
▶
▶
Holzverschlag und Verpackung entfernen.
Verpackung umweltgerecht entsorgen.
Schrauben [1] von der Palette entfernen.
Kaminheizeinsatz vorsichtig von der Palette heben.
▶ Beim Anheben mit Kran oder Hebezeug die Transportösen [2] benutzen.
8
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Installation
5.2
5
Mindestabstände einhalten
▶ Den Einbau des Kaminheizeinsatzes gemäß den technischen Regeln
des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks unter Beachtung der
Mindestabstände in Tab. 4 und Bild 6 ausführen.
▶ Vor dem Kaminheizeinsatz nachfolgende Abstände mindestens einhalten:
Mindestabstände
zur Wärmedämmung der Zwischendecke1)
zur Wärmedämmung der Rückwand2)
zur Wärmedämmung der
Seitenwand2)
zum Aufstellboden3)
Tab. 4
250 mm
120 mm
120 mm
mindestens 200 mm
Mindestabstände
1) Abstand zwischen oberstem Punkt Verbindungsstück (Heizgasrohr) und Zwischendecke. Wenn vom höchsten Punkt der Schürze zur Raumdecke ein Mindestabstand von 500 mm eingehalten wird, kann diese Schutzmaßnahme
(Abstand, Zwischendecke und Wärmedämmung der Zwischendecke) entfallen.
Die Luft kann innerhalb dieses Bereichs (oberhalb der Schürze bis zur Raumdecke des Aufstellraums) frei zirkulieren.
Bild 4
[1]
[2]
Kaminheizeinsatz aufstellen (Prinzipabbildung)
Schrauben
Transportösen
2) Die oben aufgeführten Mindestabstände zwischen der großflächigen Außenseite
des Kaminheizeinsatzes und der Wärmedämmung einhalten.
3) Mindestaufbauabstand zwischen Kaminheizeinsatz (Geräteboden) und Aufstellboden, gegebenenfalls der Tragplatte.
Kaminheizeinsatz auf Aufstellsockel (Zubehör) stellen
▶ Aufstellsockel aufstellen. Bodenfreiheit von 200 mm beachten.
▶ Kaminheizeinsatz auf Aufstellsockel stellen.
WARNUNG: Verletzungsgefahr durch Tragen von zu
schweren Lasten!
▶ Kaminheizeinsatz mit einer ausreichenden Anzahl
von Personen heben und tragen.
GEFAHR: Lebensgefahr durch Feuer!
▶ Mindestabstand von 200 mm zwischen Kaminheizeinsatz und Boden einhalten.
Bild 6
[A]
[B]
Bild 5
Aufstellsockel
▶ Kaminheizeinsatz in der Waagerechten und Senkrechten ausrichten.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
[C]
[E]
[T]
Mindestabstände zu brennbaren Teilen
Strahlungsbereich des Feuers ab Sichtfensterscheibe 80 cm
Sicherheitsabstand bei beidseitig belüftetem Strahlungsschutz
40 cm
Kaminheizeinsatzverkleidung (Schürze) zu brennbaren Teilen
5 cm
Fußbodenschutzvorlage zur Seite 30 cm
Fußbodenschutzvorlage nach vorne 50 cm
9
5
5.3
Installation
Fußboden vor und neben dem Kaminheizeinsatz
▶ Wenn der Fußboden aus brennbarem Material besteht, Fußboden
schützen oder ersetzen.
▶ Fußboden vor Funkenflug schützen.
Abstand T nach vorne
T: Höhe des Feuerraumbodens H über dem Fußboden plus 30 cm (mindestens 50 cm)
Seitenabstand E ( Bild 6)
E: Höhe des Feuerraumbodens H über dem Fußboden plus 20 cm (mindestens 30 cm)
5.5
Heizkammer einrichten
Die inneren Oberflächen der Heizkammer
( Bild 9, Seite 13) müssen glatt, sauber und abriebfest sein.
Nach den technischen Regeln des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks an den erforderlichen Stellen eine Isolierung anbringen.
HINWEIS: Anlagenschaden!
▶ Um eine Wärmerückstrahlung zum Kaminheizeinsatz
zu verhindern, keine Wärme reflektierenden Materialien zur Isolierung verwenden.
5.5.1 Elektrische Leitungen
▶ In oder an der Heizkammer keine elektrischen Leitungen verlegen
(siehe VDE-Vorschriften und die geltenden landesspezifischen Vorschriften).
5.5.2 Aufstellfläche in der Heizkammer einrichten
▶ Die Feuerstätten müssen auf einer Aufstellfläche aufgestellt werden,
die ihrem Gewicht entspricht. Wenn die Aufstellfläche den Anforderungen nicht entspricht, geeignete Maßnahmen (z B. Lastverteilung)
vornehmen.
GEFAHR: Brandgefahr durch Verwendung nicht zulässiger Bau- und Isolierstoffe!
▶ Bodenbelag aus nicht brennbaren Baustoffen errichten.
▶ Unter Estrichböden keine brennbaren Isolierstoffe
verwenden.
5.5.3 Heizkammer isolieren
▶ Alle brennbaren Bauteile, Möbel, Bodenbeläge oder auch Dekostoffe
in der näheren Umgebung des Ofens gegen Hitzeeinwirkung schützen.
Bild 7
Fußboden vor Kaminheizeinsatz
5.4
Zierbalken
Wenn Folgendes erfüllt ist, sind Zierbalken auf der Verkleidung des Kaminheizeinsatzes im Abstand von mindestens 10 mm zulässig:
• Der Zierbalken darf kein Bestandteil des Gebäudes sein.
• Damit kein Wärmestau entsteht, müssen die Zwischenräume zur Verkleidung frei sein.
• Der Zierbalken darf nicht im Strahlungsbereich der Ofenanlage liegen.
Silikatische Dämmstoffe
▶ Wärmedämmung fugenlos stoßend und an den Seiten überlappend
anordnen.
▶ Wärmedämmschichten aus Mineralwolle oder Vergleichbarem zum
Aufstellraum und Konvektionsluftraum hin als Schutz vor Faserflug
dicht verkleiden.
▶ Zur Herstellung von Dämmschichten Matten Platten oder Schalen
mit folgenden Eigenschaften verwenden:
– silikatische Dämmstoffe (Stein-, Schlacke- sowie Keramikfasern)
der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 Teil 1
– obere Anwendungsgrenztemperatur mindestens 700 °C
– Nennrohdichte 80kg/m3
▶ Darauf achten, dass die Dämmschichtmaterialien eine entsprechende Dämmstoffkennziffer nach AGI-Q 132 haben.
▶ Wenn diese Dämmschichten nicht von angrenzenden Wänden, Verkleidungen oder Platten bauseitig gehalten werden, im Abstand von
maximal 30 cm Befestigungen anbringen.
Alukaschierte Platten
▶ Auch bei der Verwendung von alukaschierten Platten die vorgeschriebene Dämmstoffdicke entsprechend den geltenden Richtlinien für den Ofenbau einhalten. Die ummantelte Aluschicht wird
wärmetechnisch nicht berücksichtigt.
▶ Zwischen Aluschicht, Isolierung und Kaminheizeinsatz ein nicht reflektierendes Material einbauen.
Nur wenn sie eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des DIBT
(Deutsches Institut für Bautechnik Berlin) haben, gelten auch andere
Materialien ohne Dämmstoffziffer nach AGI-Q 132 als geeignet.
Bild 8
[1]
[2]
10
Zierbalken
Zierbalken
Tragrahmen
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Installation
Dämmstoffe
Gruppe
12
13
Tab. 5
Art
Steinwolle
Lieferform
Gruppe
Art
06
Matten
Schlackenwolle
07
Platten
08
Schalen
Wärmeleitfähigkeit
Gruppe
Art
01
Matten
Grenzkurve 1
02
Matten
Grenzkurve 2
10
Schalen
Grenzkurve 1
11
Schalen
Grenzkurve 2
20
Platten
Grenzkurve 1
21
Platten
Grenzkurve 2
obere AnwendungsGrenztemperatur
Gruppe
Art
70
700
75
750
80
800
85
850
90
900
5
Nennrohdichte
Gruppe
Art
08
80
09
90
10
100
11
110
12
120
13
130
–
–
–
–
–
18
–
180
Zulässige Dämmstoffe nach AGI-Arbeitsplatz Q 132
Zu schützende Wände
▶ Grundsätzlich alle zu schützenden Wände, Böden, Decken, Möbel sowie brennbaren Bauteile usw. des Bauwerks so dämmen und schützen, dass keine höheren Temperaturen als nach
Landesbauverordnung (LBO), in der Regel 85 °C, auftreten. Zugehörige Verordnungen (z. B. Feuerungsverordnung, technische Regeln
des Ofen- und Luftheizungsbauerhandwerks) einhalten.
zu schützende Wände
brennbare Wände, Wände aus brennbaren Bauteilen
tragende Wände aus Stahlbeton
Einbaumöbel rückseitig in eigenen Räumen1)
Einbaumöbel rückseitig außerhalb der eigenen
Wohneinheit1) (Wärmestau)
Tab. 6
Wärmedämmung
ja
10 cm Vormauerung
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
Zu schützende Wände
1) Wanddicke 10 cm oder größer aus nicht brennbaren Baustoffen, keine zusätzliche Vormauerung erforderlich.
Nicht zu schützende Anbauwände
▶ Anbauwände, die keine zu schützenden Wände sind, zur Minimierung der Wärmeverluste mit einer Wärmedämmung von mindestens
8 cm versehen, bei Anbau an eine Gebäudeaußenwand 10 cm. Die
Dämmstoffe müssen den Anforderungen der Tabelle 6 entsprechen.
nicht zu schützende Wände
Wanddicke 10 cm oder kleiner aus nicht brennbaren Baustoffen gemäß DIN 4102A
Wanddicke 10 cm oder größer aus nicht brennbaren Baustoffen gemäß DIN 4102A
Tab. 7
Wärmedämmung
ja
10 cm Vormauerung
ja
ja
nein
Nicht zu schützende Wände
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
11
5
Installation
Mindestwärmedämmung vor zu schützenden Bauteilen
Materialien gemäß
AGI-Q 132 und
EN 13229
zu schützende Stelle
Decke oder Wand
Vormauerung
über dem Kaminheizeinsatz
Wärmedämmung
Rückwand
Vormauerung
Dicke
(mm)2)
60
Material
Mauerziegel oder -steine
100
100
60
100
Stein- oder Mineralwolle
Mauerziegel oder -steine
Seitenwand
Wärmedämmung
Vormauerung
100
100
80
100
Stein- oder Mineralwolle
Mauerziegel oder -steine
Fußboden
Wärmedämmung
Bodenplatte
100
60
80
60
Stein- oder Mineralwolle
Stahlbeton
30
120
120
120
60
60
30
60
120
120
60
60
Stein- oder Mineralwolle
Promat Promasil 950 K u. a.
Wärmedämmung
zulässige alternative Decke oder Wand über dem Kaminheizeinsatz
Dämmstoffmaterialien
Rückwand
Seitenwand
Fußboden
Fußboden
Tab. 8
Dicke
(mm)1)
60
Stahlbeton
Code
DIN 18 895/
EN 13229
AGI Q 132
DIN 18895/
EN 13229
AGI Q 132
DIN 18895/
EN 13229
AGI Q 132
DIN 18895/
EN 13229
AGI Q 132
Lizenz DIPT
DIN 18895/
EN 13229
Mindestwärmedämmung vor zu schützenden Bauteilen
1) ohne Konvektionsmantel
2) mit Konvektionsmantel
12
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Installation
5
5.5.4 Dehnungsfuge
▶ Zwischen Kaminheizeinsatz und Verkleidung Dehnungsfuge vorsehen, die durch Dichtschnur oder Dichtungsband geschlossen wird.
Bild 9
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
[8]
[9]
[10]
[11]
[12]
[13]
[14]
Heizkammer mit Kaminheizeinsatz (Maße in mm)
Zu schützende Wand
Vormauerung
Dämmschutz (Wärmeschutz)
Konvektionsraum
Abgasführung durch die zu schützende Wand
Abgasanschluss Ø 200 mm
Decke über Kaminheizeinsatz
Umluftaustritt
Raumseitige Verkleidung des Kaminheizeinsatzes (Schürze)
Zuluft-/Umlufteintritt, Prüföffnung
Tragplatte
Aufstellsockel
Boden unter Kaminheizeinsatz
Verbrennungsluftklappe und Verbrennungsluftstutzen
5.5.5 Prüföffnungen
Alle bedien- und wartbaren Bauteile (Kaminzugregler, Absperrklappen,
Absperrhähne, Entlüfter usw.) müssen gut zugänglich installiert werden.
▶ Um die Zuluftöffnung am Boden des Kaminheizeinsatzes zu prüfen,
unter dem Kamineinsatz eine Prüföffnung einbauen.
▶ Bei Bedarf weitere Prüföffnungen einbauen.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
13
5
5.6
Installation
Feuerraumauskleidung einbauen
Alle Bauteile der Feuerraumauskleidung müssen sich
immer in der richtigen Position befinden und ohne
Abstand eingebaut sein.
▶ Schamottesteine nach der Reinigung wieder richtig
einlegen.
Die Feuerraumauskleidung wird nach Ende der Installationsarbeiten eingebaut. Sie besteht aus Schamottesteinen, Vermiculitplatten und Blechteilen. Der Feuerraum ist rostlos. Er nimmt den Brennstoff auf. Die
Asche verbleibt im Feuerraum.
▶ Bodensteine [1, 2] bis an die Rückwand des Kaminheizeinsatzes
schieben.
▶ Frontstein [4] und Ecksteine [3] einsetzen und zusammenschieben.
▶ Seitensteine links und rechts [5] bündig an die Ecksteine [3] schieben, so dass die unteren Rückwandsteine [6] noch hinter die Seitensteine passen.
Darauf achten, dass die Seitensteine an der Seitenwand des Kaminheizeinsatzes anliegen.
▶ Zwei Federbleche [10] jeweils seitlich hinter die Seitenwandsteine
[5] stellen.
Die Federbleche verhindern, dass sich ein Spalt zwischen den linken
und rechten Rückwandsteinen bildet.
▶ Untere Rückwandsteine [6] auf die Bodensteine in den Raum hinter
den Seitensteinen gegen die Federbleche [11] schieben. Darauf
achten, dass die Löcher in den Rückwandsteinen deckungsgleich mit
den Löchern in der Rückwand des Kaminheizeinsatzes sind.
▶ Obere Rückwandsteine [7] auf die unteren Rückwandsteine [6] setzen. Darauf achten, dass die Löcher in den Rückwandsteinen deckungsgleich mit den Löchern in der Rückwand des
Kaminheizeinsatzes sind.
▶ Das auf der langen Seite abgewinkelte Heizgasverteilblech
( Bild 11, [2], Seite 14)
– mit der breiten Seite im Feuerraum nach oben zwischen die Reihen der Wärmetauscherrohre schieben,
– über die unteren Wärmetauscherrohre drehen,
– auf die unteren Wärmetauscherrohre legen und
– bis zum vorderen Anschlag schieben.
– Die Aussparungen an den Winkeln müssen nach unten zeigen. Sie
verhindern das Verschieben des Heizgasverteilbleches. Nur bei
richtiger Positionierung des Heizgasverteilblechs ist die bestmögliche Wärmeübertragung gewährleistet.
▶ Heizgaslenkbleche ( Bild 12, [1], Seite 14 ) auf die Halterungen
im Kaminaufsatz ( Bild 12, [2], Seite 14) und an die Wärmetauscherrohre legen. 25 °-Schräge des Heizgaslenkblechs muss nach
unten und zur Feuerraumtür zeigen.
▶ Abstandshalter [12] auf die Rückwandsteine [7] legen.
▶ Zwei Federbleche [10] jeweils auf die Schräge des linken und rechten Seitensteins [5] legen.
▶ Umlenksteine [7, 8] auf Rückwandsteine aufsetzen. Darauf achten,
dass die Umlenksteine in der Mitte keinen Spalt bilden.
▶ Das Winkelblech [9] dient zur Auflage und Stabilisierung der Umlenksteine. Winkelblech seitlich in die Aufnahmeschlitze zwischen den
Seiten- und Umlenksteinen schieben.
Bild 10 Anordnung der Feuerraumauskleidung
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
[8]
[9]
[10]
[11]
Bodenstein links
Bodenstein rechts
Ecksteine
Frontstein
Seitensteine
Untere Rückwandsteine
Obere Rückwandsteine
Umlenksteine
Winkelblech
Federbleche
Abstandshalter
Bild 11 Heizgasverteilblech
[1]
[2]
14
Wärmetauscherrohre
Heizgasverteilblech
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Installation
5
▶ Um das Rohrsystem und die Bauteile zu entleeren, an der tiefsten
Stelle einen Füll- und Entleerhahn [5] installieren.
Bild 12 Heizgaslenkbleche
[1]
[2]
5.7
Heizgaslenkblech
Halterungen im Kaminaufsatz
Rohrleitungen installieren
Um die Installation zu vereinfachen und die Wärmeabgabe an das Heizsystem zu steuern, kann der Heizwasseranschluss über eine Komplettstation erfolgen. Lesen Sie hierzu die Installationsanleitung der
entsprechenden Komplettstation.
Wenn Einzelkomponenten zur Anbindung an das Heizsystem benutzt
werden, müssen die entsprechenden Bauteile die Sicherheitsfunktionen und Betriebsbedingungen gewährleisten
(z B. Rücklauftemperaturanhebung, Sicherheitsventil, Membranausdehnungsgefäß).
Allgemeines zur Verrohrung
Die Ofenanlage, die Komplettstation und der Speicher [ Bild 13, Seite
15] müssen mit Rohrleitungen verbunden werden, die bis 150 °C temperaturbeständig sind.
Bei Leitungslängen von 15 – 20 m empfehlen wir Kupferrohre
22 x 1 mm zu verwenden.
Bild 13 Verrohrung Ofenanlage
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
Speicher
Kesselfühlerleitung
Kaminheizeinsatz
Komplettstation
Füll- und Entleerhahn
Rohrleitungen verbinden
▶ Wenn die Rohrleitungen bis 160 °C temperaturbeständig sind, alle
Verbindungen durch Löten, mit Klemmringverschraubungen oder
mit Pressfittings herstellen.
Alle bedien- und wartbaren Bauteile (Kaminzugregler,
Absperrklappen, Absperrhähne, Entlüfter usw.) gut zugänglich monieren.
▶ Bei Bedarf Prüföffnungen einbauen.
Bei noch größeren Leitungslängen oder bei vielen Leitungsbögen muss
eine Rohrnetzberechnung durchgeführt und der Rohrdurchmesser den
Gegebenheiten der Ofenanlage angepasst werden.
Statische Anlagenhöhe
Die Höhendifferenz zwischen dem obersten Punkt des
Rohrleitungssystems (Kaminheizeinsatz) und der Komplettstation darf bei den mitgelieferten Komponenten
maximal 15 m betragen (sogenannte “statische Höhe”).
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
15
5
Installation
5.7.1 Sicherheitswärmetauscher anschließen
Die Ofenanlage ist mit einem Sicherheitswärmetauscher (Kühlschleife)
ausgestattet. Die Anschlüsse sind in Bild 14 dargestellt.
GEFAHR: Gesundheitsgefahr durch Verunreinigung des
Trinkwassers!
▶ Landesspezifische Vorschriften und Normen zur Vermeidung von Verunreinigung des Trinkwassers beachten (z. B. durch Wasser aus Heizungsanlagen).
▶ EN 1717 beachten.
Bei älteren Fußbodenheizungen (kein diffusionsdichtes
Rohr) ist Systemtrennung mithilfe eines Wärmetauschers erforderlich.
Funktionsprüfung thermische Ablaufsicherung
WARNUNG: Verbrühungsgefahr durch heißes Wasser!
▶ Sicherstellen, dass eine Funktionsprüfung nur geschultes Personal durchführt.
Der Sicherheitswärmetauscher gewährleistet den sicheren Betrieb des
Kaminheizeinsatzes bei einer Störung der Ofenanlage.
Thermische Ablaufsicherung gemäß den Herstellerangaben prüfen.
Beispiele für solche Störungen sind das Einfrieren der Heizungsanlage
oder ein fehlerhafter Heizwasserablauf.
▶ Fühlerelement aus der Tauchhülse entnehmen.
▶ Temperaturfühler in ein Gefäß mit Wasser tauchen.
▶ Wasser im Gefäß zum Sieden bringen.
Vor Erreichen des Siedepunktes muss die thermische Ablaufsicherung den Kühlwasserdurchfluss öffnen.
▶ Durchfluss von Kühlwasser am Kühlwasserablauf ( Bild 14, [1],
Seite 16) prüfen. Nach Abkühlen des Wassers im Gefäß muss die
thermische Ablaufsicherung den Kühlwasserdurchfluss wieder
schließen.
▶ Nach erfolgreicher Funktionsprüfung Temperaturfühler in die Messstelle der thermischen Ablaufsicherung wieder einsetzen.
Bei nicht erfolgreicher Funktionsprüfung (thermische
Ablaufsicherung öffnet den Kühlwasserdurchfluss nicht oder dichtet
nicht genügend ab) ist ein Austausch der thermischen Ablaufsicherung
erforderlich.
Jegliche Veränderung der Einstellungen ist unzulässig!
5.7.2 Kombi- oder Pufferspeicher anschließen
Betreiben Sie den Kaminheizeinsatz immer in Verbindung mit einem
Kombi- oder Pufferspeicher. Wir empfehlen als Mindest-Speichergröße
einen Kombi- oder Pufferspeicher mit 500 l Inhalt.
Bild 14 Rückansicht der Anschlüsse des Sicherheitswärmetauschers
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
[8]
Anschlüsse Thermische Ablaufsicherung
Entleerung
Tauchhülse – ¾ “ für Temperaturfühler der Regelung
Tauchhülse für Temperaturfühler thermische Ablaufsicherung
Heizungsrücklauf
Entlüftung
Sicherheitsventil
Heizungsvorlauf
Der Kaltwasserzulauf und der Ablauf der thermischen
Ablaufsicherung dürfen nicht absperrbar sein!
Die thermische Ablaufsicherung vor Eintritt in den Sicherheitswärmetauscher montieren (trockene Anbindung des Sicherheitswärmetauschers).
Der Anschluss des Vor- und Rücklaufes sowie der Sicherheitsleitungen muss nach jeweils gültigem Anschlussschema erfolgen ( Bild 14, Seite 16
und Bild 15, Seite 17).
Befüllen und Entlüften der Ofenanlage:
Alle Teile bei absolutem Betriebsdruck bis 2,5 bar auf
Dichtigkeit prüfen.
Heizungsvorlauf – Heizungsrücklauf
▶ Heizungsvorlauf ( Bild 14, [8], Seite 16) und Heizungsrücklauf
( Bild 14, [5], Seite 16) mit geeignetem Rohrmaterial mit der
Komplettstation und dem Speicher verbinden.
▶ Anschlüsse an Komplettstation und Kombi- oder Pufferspeicher
nach Anschlussschema vornehmen.
▶ Entleerungs-, Entlüftungs- und Ausblaseleitung so verlegen, dass sie
austretendes Wasser ungehindert abführen können.
▶ Sicherheitswärmetauscher entsprechend dem hydraulischen Anschlussplan mit einer thermischen Ablaufsicherung (Zubehör) anschließen.
16
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Installation
5
Bild 15 Anschlussschema an Kombi- oder Pufferspeicher
[1]
[2]
[3]
[4]
[5]
[6]
[7]
[8]
[9]
[10]
5.7.3
Kaminheizeinsatz
Komplettstation (bauseits)
Kombi- oder Pufferspeicher
Thermische Ablaufsicherung
Automatischer Entlüfter
Sicherheitsventil
Abfluss (sichtbar Trichter und Siphon)
Ausdehnungsgefäß
Absperrventil
Füll- und Entleerhahn
Abschließende Arbeiten
Rohrleitungen verlegen und erden
Um elektrische Potenzialunterschiede zu vermeiden,
müssen die Rohrleitungen zwischen Ofenanlage und Speicher geerdet
sein. Diese Arbeiten dürfen nur von einem autorisierten Fachbetrieb
nach den gültigen Vorschriften ausgeführt werden.
Rohrleitungen dämmen
▶ Rohrleitungen entsprechend den gültigen Vorschriften dämmen.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
17
5
5.8
Installation
Kesseltemperaturfühler installieren
5.9
▶ Kesseltemperaturfühler des Regelgerätes in die bereits eingedichtete Tauchhülse des Kaminheizeinsatzes einschieben.
▶ Kesseltemperaturfühler mit der Fühlersicherung fixieren.
▶ Anschlussleitung mit der Verlegeart entsprechender Elektroleitung
(mindestens 1,0 mm²) bis zum Regelgerät verlängern.
Heiz- und Abgasanschlüsse
GEFAHR: Lebensgefahr durch Brand!
▶ Wenn Heiz- und Abgasrohre durch Bauteile mit
brennbaren Baustoffen führen, im Umkreis von
20 cm um die Rohre alle brennbaren Baustoffe durch
nicht brennbare, formbeständige Baustoffe nach
DIN 18160 ersetzen.
▶ In mehrschaligen Wänden die Zwischenräume zwischen den Wandschalen im Bereich der Rohre mit
nicht brennbaren, formbeständigen Baustoffen
schließen.
▶ Heizgas- oder Abgasrohre nicht durch Zwischendecken oder sonstige unzugängliche Hohlräume sowie
nicht durch Einbaumöbel führen.
Alle elektrischen Leitungen so verlegen, dass sie keine
heißen Bauteile berühren.
▶ Alle Teile der Verbindung zwischen dem Kaminheizeinsatz und dem
Abgassystem mindestens in 2 mm Blechstärke ausführen.
Abgasrohre müssen zu brennbaren Baustoffen folgende Mindestabstände haben:
• 15 cm zu Türverkleidungen und ähnliche untergeordnete Bauteile
aus brennbaren Baustoffen
• 25 cm zu anderen Bauteilen aus brennbaren Baustoffen
Wenn die Abgasrohre aus mineralischen Baustoffen bestehen und mindestens 2 cm dick mit nicht brennbaren Baustoffen ummantelt sind, reduzieren sich die oben genannten Abstände auf ein Viertel.
Bei undichten Anschlüssen und Verbindungen besteht
die Gefahr, dass Abgas austreten kann.
▶ Alle Anschlüsse und Verbindungen zwischen Kaminheizeinsatz und Schornstein dicht ausführen. Wir
empfehlen den Einsatz von Dichtungsmanschetten.
Bild 16 Kesseltemperaturfühler installieren
[1]
[2]
[3]
[4]
Kesseltemperaturfühler
Tauchhülse für Kesseltemperaturfühler
Fühlersicherung
Einbau Tauchhülse für thermische Ablaufsicherung
Bild 17 Dichtungsmanschette
5.10
Luftumwälzung
▶ Zuluft- und Umluftöffnungen so bemessen, dass eine einwandfreie
Erwärmung der zu beheizenden Räume sichergestellt ist.
▶ Austrittstellen der Umluft (Warmluft) so anordnen, dass sich innerhalb eines seitlichen Abstands von 30 cm bis zu einer Höhe von
50 cm über den Austrittsöffnungen keine Bauteile mit brennbaren
Baustoffen, keine derartigen Wandverkleidungen und keine Einbaumöbel befinden.
▶ Umluftöffnungen (Warmluft) unmittelbar unter oder in der Heizkammerdecke einbauen.
▶ Zuluft- und Verbrennungsluftöffnungen (Kaltluft) unmittelbar unter
dem oder im Heizkammerboden einbauen.
18
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Inbetriebnahme
5.11
Verbrennungsluftversorgung herstellen
GEFAHR: Lebensgefahr durch Vergiftung!
Unzureichende Luftzufuhr kann zu gefährlichem Abgasaustritt führen.
6
Inbetriebnahme
6.1
Erstinbetriebnahme
HINWEIS: Anlagenschaden durch unsachgemäße Erstinbetriebnahme!
▶ Sicherstellen, dass ein zugelassener Fachbetrieb die
Erstinbetriebnahme ausführt.
▶ Vorkehrungen zur Verbrennungsluftversorgung nicht
verändern.
▶ Verbrennungsluftöffnungen der Ofenanlage während des Betriebes frei halten.
▶ Ofenanlage nur in einwandfreiem Zustand betreiben.
GEFAHR: Lebensgefahr durch Schornsteinbrand!
▶ Vor Erstinbetriebnahme Schornstein vom BezirksSchornsteinfegermeister kontrollieren lassen.
▶ Wenn sich Ruß entzündet, alle Luftzuführungen zum
Kaminheizeinsatz sowie Feuerraumtür schließen.
▶ Abgasrohr auf Dichtheit prüfen.
▶ Keine baulichen Veränderungen an
der Ofenanlage vornehmen.
5.11.1 Kaminofen raumluftabhängig betreiben
Der Kaminheizeinsatz bezieht seine Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum. Über die untere Verbrennungsluftöffnung wird die Verbrennungsluft dem Feuerraum zugeführt.
Der Anschluss eines Verbrennungsluftrohrs entfällt.
5.11.2 Kaminheizeinsatz mit externer Verbrennungsluftversorgung betreiben
Die externe Verbrennungsluftversorgung erfüllt nicht die
Anforderungen der raumluftunabhängigen Betriebsweise.
Der Kaminheizeinsatz bezieht seine Verbrennungsluft hauptsächlich
über eine externe Verbrennungsluftversorgung. Ein Teil der Verbrennungsluft wird immer aus dem Aufstellraum bezogen. Das Verbrennungsluftrohr kann von unten am Kaminheizeinsatz angeschlossen
werden.
Externe Verbrennungsluftversorgung herstellen
▶ Wenn erforderlich, Wandbohrung für das Verbrennungsluftrohr herstellen.
▶ Verbrennungsluftversorgung am Verbrennungsluftstutzen (Zubehör) anschließen und mit einer Schelle befestigen.
Der Durchmesser des Verbrennungsluftstutzens beträgt
120 mm.
6
Die Feuerraumauskleidung muss an den Wänden des Kaminheizeinsatzes anliegen. Achten sie darauf, dass zwischen den Steinen keine Lücken entstehen. Bei den
Rückwandsteinen muss die Flucht der Bohrungen in den
Steinen mit den Bohrungen der Rückwand übereinstimmen.
▶
▶
▶
▶
Eventuell vorhandene Aufkleber vor Erstinbetriebnahme entfernen.
Zubehörteile aus dem Feuerraum entnehmen.
Oberflächen, Bediengriff und Feuerraumtür mit einem Tuch reinigen.
Ausreichende Luftzufuhr zum Aufstellraum sicherstellen.
WARNUNG: Verletzungsgefahr durch selbstschließende Feuerraumtür
(gemäß DIN EN 13229, Kategorie 1c)!
▶ Beim Einlegen von Brenngut die selbstschließende
Tür beachten.
▶ Kaminofen anheizen ( Kapitel 6.3, Seite 20).
5.11.3 Verbrennungsluftleitung dimensionieren und installieren
▶ Höhere Widerstände durch Verwendung von Bögen, Umlenkungen
oder langen Leitungsstücken bei der Auslegung des Verbrennungsluftrohrs besonders berücksichtigen.
Die Gesamtlänge des Verbrennungsluftrohrs darf maximal 5 m betragen. Je 90 °-Bogen reduziert sich die Länge
des Verbrennungsluftrohres um einen Meter.
▶ Vorhandene Wärmeerzeuger in die Berechnung und Auslegung der
Ofenanlage mit einbeziehen.
▶ Verbrennungsluftrohr so verlegen, dass es einfach zu reinigen ist.
▶ Verbrennungsluftrohr mit geeigneten Befestigungen gegen Verschieben sichern.Wenn erforderlich, Verbrennungsluftrohr mit Wärmedämmung versehen.Sicherstellen, dass Stellung der Absperrklappe
für den Betreiber gut erkennbar ist.
▶ Materialeigenschaften von Verbrennungsluftrohr und Befestigungsmaterial sicherstellen:
– korrosionsbeständig
– abriebfest
– formbeständig
– nicht brennbar
– leicht zu reinigende, glatte Oberfläche
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Während der Erstinbetriebnahme trocknet die verwendete Schutzfarbe aus. Dabei kann eine Geruchsbelästigung durch austretende Gase entstehen.
▶ Um die Ausgasung der Schutzfarbe zu ermöglichen, Ofenanlage die
ersten zwei Stunden mit Nennleistung betreiben.
▶ Während der Ausgasungsphase:
– Aufstellraum und alle angeschlossenen Räume gut durchlüften.
– Darauf achten, dass sich während der Ausgasungsphase keine
Personen dauerhaft in diesen Räumen aufhalten.
HINWEIS: Anlagenschaden durch geöffnete Feuerraumtür während des Heizbetriebes!
▶ Feuerraumtür während des Heizbetriebes immer geschlossen halten.
▶ Geschlossene Feuerraumtür zusätzlich mit Bediengriff verriegeln.
19
6
6.2
Inbetriebnahme
Komplettstation in Betrieb nehmen
Wenn eine Komplettstation eingebaut ist, gehen Sie bei der Inbetriebnahme nach deren technischen Dokumente vor.
GEFAHR: Gesundheitsgefahr durch Verunreinigung des
Trinkwassers!
▶ Landesspezifische Vorschriften und Normen zur Vermeidung von Verunreinigung des Trinkwassers beachten (z. B. durch Wasser aus Heizungsanlagen).
▶ EN 1717 beachten.
WARNUNG: Anlagenschaden durch trocken laufende
Pumpe!
▶ Erst das Rohrleitungssystem mit Leitungswasser füllen. Dann Pumpe über den Netzstecker der Komplettstation in Betrieb nehmen.
HINWEIS: Anlagenschaden!
Die Ofenanlage darf nicht ohne ausreichendes Wasservolumen betrieben werden.
▶ Wenn das Heizwassersystem der Ofenanlage mit einem anderen Heizwassersystem verbunden ist, die
entsprechenden Anleitungen beachten.
6.2.1
Hydraulische Anschlüsse auf Dichtheit
prüfen
Vor der Dichtheitsprüfung und vor dem Füllen der Ofenanlage mit Leitungswasser darauf achten, dass die
Schwerkraftbremse, die Kugelhähne mit integriertem
Thermometer sowie alle anderen Absperrvorrichtungen
geöffnet sind.
▶ Vor dem Füllen der Ofenanlage Vordruck des
Membranausdehnungsgefäßes (MAG) auf die Anlagenverhältnisse
einstellen.
▶ Ofenanlage über den bauseitigen Füll- und Entleerhahn am Rücklaufrohr des Speichers mit Leitungswasser bis zu einem Druck von 2,5
bar füllen. Dabei alle zulässigen Drücke aller Komponenten beachten.
▶ Während des Füllvorgangs das Leitungssystem entlüften.
▶ Ofenanlage auf Dichtheit kontrollieren.
▶ Bei Bedarf undichte Stellen abdichten.
▶ Dichtheitsprüfung wiederholen, bis keine Undichtigkeiten mehr vorhanden sind.
▶ Um Wärmeverluste zu vermeiden, Schwerkraftbremse schließen.
6.3
Anheizen
GEFAHR: Verbrennungsgefahr durch heiße Geräteteile!
Feuerraumtür, Bediengriff, Ofenteile, Verbrennungsluft- und Scheibenspülluftschieber sind im Betrieb heiß.
▶ Beim Öffnen und Schließen der Feuerraumtür, beim
Nachlegen von Brennstoff und beim Bedienen des
Verbrennungsluft-und Scheibenspülluftschiebers
den mitgelieferten Schutzhandschuh verwenden.
HINWEIS: Anlagenschaden durch zu große Brennstoffmengen!
Kaminheizeinsätze sind Zeitbrandfeuerstätten. Gemäß
DIN EN 13229/A1-W,
Kategorie 1c beträgt eine Abbrandperiode 45 – 60 Minuten. (Bei einer vorgeschriebenen Brennstoffmenge
von 3 – 4 kg/h Holz). Eine Streckung der Abbrandperiode (Dauerbrand) durch Auflegen größerer Holzmengen
ist nicht zulässig. Es kann zu Schäden am Gerät und zu
Schornsteinversottungen kommen. Außerdem verringert sich bei zu großen Brennstoffmengen der Wirkungsgrad des Kaminheizeinsatzes und die
Schadstoffemissionswerte erhöhen sich.
▶ Am Ende der Abbrandperiode kann bei Bedarf wieder Holz nachgelegt werden.
Regulierung der Verbrennungs- und Scheibenspülluft
Um ein schnelles und emissionsarmes Entzünden zu ermöglichen, muss
in der Anheizphase und nach dem Wiederauflegen der Verbrennungsluftschieber ganz geöffnet sein ( Bild 19, [a], Seite 21).
Der Verbrennungsluftschieber ( Bild 19, [2], Seite 21) dient zur Einstellung der Primär- und Sekundärluftzufuhr. Im Heizbetrieb kann über
den Verbrennungsluftschieber die Leistung des Kaminheizeinsatzes angepasst werden. Verbrennungsluftschieber nach rechts bedeutet Verbrennungsluft auf.
Der Scheibenspülluftschieber ( Bild 19, [1], Seite 21) regelt die
Scheibenspülluft. Die Scheibenspülluft sorgt im Betrieb für eine verschmutzungsfreie Sichtscheibe.
Er dient nicht zur Verbrennungssteuerung.
Schließen Sie den Scheibenspülluftschieber nur im kalten Zustand.
6.2.2 Luftfreiheit der Ofenanlage kontrollieren
▶ Netzstecker der Komplettstation oder der Pumpensteuerung einstecken.
▶ Im Handbetrieb des Regelgerätes die Pumpe mehrmals an- und ausschalten und das Leitungssystem entlüften.
6.2.3 Betriebsdruck einstellen
▶ Über den bauseitigen Füll- und Entleerhahn die Ofenanlage mit so
viel Leitungswasser füllen oder entleeren, bis der Betriebsdruck eingestellt ist.
20
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Inbetriebnahme
▶ Feuerraumtür [2] öffnen.
▶ Der Heizbedarf ist abhängig von der Raum- und Heizwassertemperatur. Nur die Brennstoffmenge auflegen, die für den momentanen
Heizbedarf erforderlich oder möglich ist.
6
▶ Feuerraumboden und Feuerraumwände regelmäßig entaschen.
▶ Darauf achten, dass die Primärluft- und die Sekundärluftöffnungen in
der Rückwand frei sind.
▶ Zwei bis drei Holzscheite sowie Kleinholz und handelsübliche Zündhilfen (z. b. Buderus Feuerwürfel) auf Feuerraumboden legen.
▶ CO-armes Anheizen: Unten zwei normale Holzscheite (zusammen
ca. 1,8 kg) legen. Darauf einen Feuerwürfel legen und darum dünne
Holzscheite stapeln. Feuerwürfel anzünden.
Bild 20 Holzscheite schichten
GEFAHR: Brandgefahr durch Zündflamme und Verpuffung!
▶ Keine flüssigen Brennstoffe (z. B. Benzin, Petroleum) verwenden.
Bild 18 Feuerraum
[1]
[2]
Feuerraum
Feuerraumtür
Um das Einschwärzen der Scheiben zu vermeiden,
Schnittflächen des Holzes nicht in Richtung Scheibe legen.
Die Zündflamme muss mit Kontakt zu den Holzscheiten
frei nach oben brennen können.
Die optimale Holzscheitlänge für den Kaminheizeinsatz beträgt 30 cm.
▶ Verbrennungsluftschieber [2] und Scheibenspülluftschieber [1]
nach rechts schieben [a].
▶ Feuerraumtür schließen und mit Bediengriff verriegeln.
WARNUNG: Verbrennungsgefahr aufgrund unsachgemäßer Bedienung!
Während des Entgasungsprozesses bei der Verbrennung von Holz können beim Öffnen der Feuerraumtür
Rauch und Flammen austreten.
▶ Nur wenn keine Flammen mehr zu sehen sind, Tür
öffnen.
▶ Wenn eine Grundglut entstanden ist, weiteren Brennstoff auflegen.
6.4
Heizleistung anpassen
Die Heizleistung hängt stark vom Förderdruck des
Schornsteins ab. Sie können auftretende Schwankungen ausgleichen, indem Sie die Stellung des Verbrennungsluftschiebers während des Heizbetriebs
anpassen.
Bild 19 Verbrennungsluft- und Scheibenspülluftschieber
[1]
[2]
[a]
[z]
Scheibenspülluftschieber
Verbrennungsluftschieber
Stellung rechts „auf“
Stellung links „zu“
WARNUNG: Verletzungsgefahr durch selbstschließende Feuerraumtür
(gemäß DIN EN 13229, Kategorie 1c)!
▶ Beim Einlegen von Brenngut die selbstschließende
Tür beachten.
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
▶ Kleine Holzscheite (6 cm Durchmesser) für schnellen Abbrand und
kurzzeitig hohe Leistung verwenden.
▶ Große Holzscheite (10 cm Durchmesser) für langsamen, gleichmäßigen Abbrand verwenden.
Im Heizbetrieb kann über den Verbrennungsluftschieber die Leistung
der Ofenanlage angepasst werden.
▶ Verbrennungsluftschieber nach rechts ( Bild 19, [a], Seite 21)
schieben.
Verbrennungsluft ist geöffnet.
21
7
6.5
Umweltschutz/Entsorgung
Glut halten (Teillastbetrieb)
Teillastbetrieb oder Gluthaltung ist mit dieser Ofenanlage nicht möglich.
7
Umweltschutz/Entsorgung
Nachdem die Glut erloschen ist:
Umweltschutz ist ein Unternehmensgrundsatz der Bosch Gruppe.
Qualität der Erzeugnisse, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz sind für
uns gleichrangige Ziele. Gesetze und Vorschriften zum Umweltschutz
werden strikt eingehalten. Zum Schutz der Umwelt setzen wir unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bestmögliche Technik
und Materialien ein.
▶ Verbrennungsluftschieber nach links ( Bild 19, [z], Seite 21)
schieben.
▶ Kaminheizeinsatz reinigen und Asche entsorgen.
▶ Bei Frostgefahr alle wasserführenden Leitungen der Ofenanlage entleeren.
Verpackung
Bei der Verpackung sind wir an den länderspezifischen Verwertungssystemen beteiligt, die ein optimales Recycling gewährleisten. Alle verwendeten Verpackungsmaterialien sind umweltverträglich und
wiederverwertbar.
6.6
Kaminheizeinsatz außer Betrieb nehmen
Altgerät
Altgeräte enthalten Wertstoffe, die einer Wiederverwertung zuzuführen
sind.
Die Baugruppen sind leicht zu trennen und die Kunststoffe sind gekennzeichnet. Somit können die verschiedenen Baugruppen sortiert und
dem Recycling oder der Entsorgung zugeführt werden.
8
Pflege, Reinigung und Wartung
WARNUNG: Verletzungsgefahr durch heiße Anlagenteile!
▶ Vor der Reinigung Kaminheizeinsatz abkühlen lassen.
Alle Bauteile der Feuerraumauskleidung müssen sich
immer in der richtigen Position befinden und ohne
Abstand eingebaut sein.
▶ Schamottesteine nach der Reinigung wieder richtig
einlegen.
Zusätzlich zur regelmäßigen Reinigung warten Sie die Ofenanlage mindestens einmal jährlich. Die Wartungsintervalle sind von dem verwendeten Brennstoff und der Nutzungsintensität abhängig.
▶ Gesamtanlage, inklusive der wasserseitigen Komponenten, auf ihre
einwandfreie Funktion prüfen.
▶ Mängel umgehend beheben.
▶ Alle Komponenten des Kaminheizeinsatzes und der Heizgaszüge von
Schmutz und Ruß reinigen.
▶ Heizgasumlenkung an der Oberseite des Feuerraums sowie das Abgasrohr (zum Schornstein) besonders berücksichtigen.
▶ Zustand der Tür- und Glasdichtungen kontrollieren und bei Bedarf erneuern.
▶ Wärmetauscherrohre reinigen:
– Winkelblech und Umlenksteine ausbauen.
– Heizgaslenkbleche und Heizgasverteilblech ausbauen.
– Wärmetauscherrohre mit einer Bürste reinigen.
▶ Zuluft-, Verbrennungsluft- und Umluftwege kontrollieren und bei Bedarf reinigen.
Weitere Hinweise zur Reinigung und Pflege entnehmen
Sie aus der Bedienungsanleitung.
▶ Thermische Ablaufsicherung prüfen ( Kapitel 5.7.1, Seite 16).
22
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Störungen beheben
9
9
Störungen beheben
Erstinbetriebnahme
Störung
Es riecht nach Lack und raucht.
Tab. 9
Ursachen
Verwendete Schutzfarbe trocknet aus.
Abhilfe
▶ Kaminheizeinsatz mindestens zwei Stunden
mit Nennleistung betreiben.
▶ Aufstellraum gut lüften.
Störungen beheben bei Erstinbetriebnahme
Betrieb
Störung
Ursachen
Kaminheizeinsatz heizt nicht mehr ausreichend. Brennstoff ist zu feucht.
Der Raum wird nicht warm.
Abhilfe
Feuchtes Holz hat einen schlechteren Heizwert.
▶ Nur trockenes Holz verwenden.
▶ 3 – 4 Holzscheite mit ca. 300 mm Länge und
100 mm Stärke nachlegen.
Zuluftgitter geschlossen oder verstopft.
▶ Alle vorhandenen Luftöffnungen im Heizbetrieb öffnen.
Zu geringer Schornsteinförderdruck
▶ Schornstein ist zu kalt. „Lockfeuer“ mit Feueranzünder oder geknüllter Zeitung im Feuerraum anzünden.
▶ Verbindungsstücke prüfen und bei Bedarf
reinigen und abdichten.
▶ Offenstehende Türen anderer an den
Schornstein angeschlossenen Feuerstätten
schließen.
▶ Schornsteinfeger zurate ziehen.
▶ Schornsteinförderdruck prüfen.
▶ Reinigungstüren des Schornsteins auf Dichtheit prüfen.
Feuerraumtür undicht.
▶ Feuerraumtür dicht schließen.
▶ Bediengriff fest verriegeln.
▶ Dichtung der Feuerraumtür prüfen und bei
Bedarf ersetzen.
Unzureichende Wärmeabgabe an das Heizwas- ▶ Wärmetauscherrohre reinigen.
ser.
▶ Rohrsystem entlüften.
▶ Pumpenleistung ändern.
▶ Schornsteinzug prüfen.
Primärluftöffnungen mit Asche oder Brennstoff ▶ Asche entfernen.
verschlossen.
▶ Primärluftöffnung freihalten.
▶ Korrekte Position der Rückwandsteine prüfen.
Zu hoher Schornsteinförderdruck.
▶ Rücksprache mit Schornsteinfeger.
▶ Eventuell Nebenlufteinrichtung einbauen.
Feuerraumtür undicht.
▶ Feuerraumtür dicht schließen.
▶ Türgriff fest verriegeln.
▶ Dichtung der Feuerraumtür prüfen und bei
Bedarf ersetzen.
Zu viel Brennstoff.
▶ Nur die Brennstoffmenge auflegen, die für
den momentanen Heizbedarf erforderlich
oder möglich ist.
Zu wenig Brennstoff
Kaminheizeinsatz heizt zu stark.
Tab. 10 Störungen beheben im Normalbetrieb
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
23
9
Störungen beheben
Störung
Feuer brennt schlecht.
Sichtfensterscheibe wird schwarz.
Rauchbelästigung
Betrieb
Ursachen
Brennstoff ist zu feucht.
Falscher/zu viel Brennstoff.
Abhilfe
▶ Nur trockenes Holz verwenden.
Zu dickes Holz verkohlt aber brennt nicht richtig.
▶ Holz mit maximal 100 mm Stärke verwenden.
▶ Nur unbehandeltes und unbeschichtetes
Holz verwenden.
▶ Nicht mehr als 3 – 4 Holzscheite nachlegen.
Frischluftzufuhr reicht nicht aus.
▶ Wenn vorhanden, Frischluftklappe öffnen.
▶ Bei Bedarf Frischluftkanal und Außenluftgitter prüfen.
▶ Fenster und Türen öffnen.
Verbrennungsluftzufuhr reicht nicht aus.
▶ Verbrennungsluftschieber prüfen und bei Bedarf reinigen.
Zu geringer Schornsteinförderdruck.
▶ Schornstein ist zu kalt. „Lockfeuer“ mit Feueranzünder oder geknüllter Zeitung im Feuerraum anzünden.
▶ Verbindungsstücke prüfen und bei Bedarf
reinigen und abdichten.
▶ Schornstein reinigen.
▶ Schornsteinverhältnisse prüfen.
Reinigungstüren des Schornsteins undicht oder ▶ Reinigungstüren des Schornsteins auf Dichtnicht geschlossen.
heit prüfen.
▶ Reinigungstüren schließen.
Primärluftöffnungen mit Asche oder Brennstoff ▶ Asche entfernen.
verschlossen.
▶ Primärluftöffnung freihalten.
▶ Korrekte Position der Rückwandsteine prüfen.
Brennstoff ist zu feucht.
▶ Nur trockenes Holz verwenden.
Falscher/zu viel Brennstoff.
Zu dickes Holz verkohlt aber brennt nicht richtig.
▶ Holz mit maximal 100 mm Stärke verwenden.
▶ Nur unbehandeltes und unbeschichtetes
Holz verwenden.
▶ Nicht mehr als 3 – 4 Holzscheite nachlegen.
Scheibenspülluft nicht ausreichend.
▶ Scheibenspülluftschieber öffnen.
▶ Verschmutzung an den Öffnungen für die
Scheibenspülluft entfernen.
Zu geringer Schornsteinförderdruck.
▶ Schornstein ist zu kalt. „Lockfeuer“ mit Feueranzünder oder geknüllter Zeitung im Feuerraum anzünden.
▶ Verbindungsstücke prüfen und bei Bedarf
reinigen und abdichten.
▶ Schornstein reinigen.
▶ Schornsteinverhältnisse prüfen.
Reinigungstüren des Schornsteins undicht oder ▶ Reinigungstüren des Schornsteins auf Dichtnicht geschlossen.
heit prüfen.
▶ Reinigungstüren schließen.
Zu geringer Schornsteinförderdruck.
▶ Schornsteinfeger zurate ziehen.
▶ Schornsteinförderdruck prüfen.
▶ Schornsteinverhältnisse prüfen.
Stau oder Rückstrom im Schornstein.
▶ Schornsteinfeger zurate ziehen.
▶ Schornsteinverhältnisse prüfen.
Zu viel Brennstoff oder Brennstoff noch nicht
▶ Nur die Brennstoffmenge auflegen, die für
vollständig abgebrannt.
den momentanen Heizbedarf erforderlich
oder möglich ist.
▶ Holz erst im Glutstadium nachlegen.
Tab. 10 Störungen beheben im Normalbetrieb
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Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
Störungen beheben
Störung
Verpuffung
Abgasrohr wird rot.
Risse in der Feuerraumauskleidung
9
Betrieb
Ursachen
Abhilfe
Zeitweiliger Stau oder Rückstau im Schornstein ▶ Schornsteinfeger zurate ziehen.
oder zu geringer Schornsteinförderdruck.
▶ Schornsteinförderdruck prüfen.
▶ Schornsteinverhältnisse prüfen.
Zu viel Brennstoff
▶ Nur die Brennstoffmenge auflegen, die für
den momentanen Heizbedarf erforderlich
oder möglich ist.
Brennstoff zu feinkörnig.
▶ Richtigen Brennstoff auswählen.
Überhitzung.
▶ Sofort Brennstoffaufgabe einstellen.
▶ Verbrennungsluftschieber schließen.
▶ Langsam ausbrennen lassen.
▶ Gut lüften.
▶ Ursache suchen.
Restfeuchte in Bauteilen
Bei breiten Rissen oder herausgebrochenen
Stücken, die bis auf die Gerätekonstruktion
reichen:
▶ Feuerraumauskleidung austauschen lassen.
Tab. 10 Störungen beheben im Normalbetrieb
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
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9
Notizen
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Notizen
Kaminheizeinsatz KA316 – 6 720 642 636 (2014/07)
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