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Berliner Morgenpost (03.11.2014) - Die Onleihe

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Berliner
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Redaktionsschluss: 0.05 Uhr | H | Nr. 300 / 45. W.
Morgenpost
M O N TA G , 3 . N O V E M B E R 2 0 1 4
Preis 1,10 Euro
WDR/HERBY SACHS
Ranga Yogeshwar in Fukushima
Der TV-Journalist war einer der ersten Ausländer, die in Japans Unglücksgebiet filmen durften. Seite 10
SERIE 25 JAHRE MAUERFALL
Die Originalseiten der Morgenpost von
1989 zum Herausnehmen. Seiten 5–6
Kritik an Gauck
nach Äußerungen
zu Links-Bündnis
FUSSBALL-BUNDESLIGA
Bundespräsident Joachim
Gauck stößt mit seiner Kritik an einer
möglichen Koalition unter Führung der
Linkspartei in Thüringen auf Widerstand.
Linkspartei-Chef Bernd Riexinger warf
dem Staatsoberhaupt vor, mit seiner Einmischung in die Parteipolitik Grenzen
überschritten zu haben. Ko-Parteichefin
Katja Kipping sagte der „Bild am Sonntag“: „Ein Präsident muss seine Worte
sehr wägen.“ Sobald er sich dem Verdacht
aussetze, Parteipolitik zu machen, sei
„seine Autorität beschädigt“. Gaucks
Zweifel „an der demokratischen Gesinnung“ der Linken-Parteimitglieder und
Wähler weise sie „in aller Form zurück“.
Gauck hatte im ARD-„Bericht aus Berlin“
vom Sonntag mit Blick auf die mögliche
Wahl des Linken-Politikers Bodo Ramelow zum Ministerpräsidenten gesagt:
„Menschen, die die DDR erlebt haben und
in meinem Alter sind, die müssen sich
schon ganz schön anstrengen, um dies zu
akzeptieren.“
Seiten 2 und 3
SC Paderborn –
Hertha BSC
Hertha unterliegt Paderborn
Fünf Tage nach dem bitteren Pokal-Aus
bei Arminia Bielefeld unterliegt Hertha
BSC am 10. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn mit 1:3.
BERLIN –
1. FC Köln –
SC Freiburg
..................................................................................
Borussia Mönchengladbach –
1899 Hoffenheim
..................................................................................
Berichte und Tabellen auf den Seiten 21 und 22
Keine
freie Wahl
BERLIN – Erneut sorgt ein Zwischenfall
beim Bau der U-Bahnlinie 5 für Verkehrsbehinderungen auf der Straße Unter den
Linden in Mitte. Bereits am Sonnabendabend hatte Druckluft aus dem Tunnelbohrer „Bärlinde“ die Fahrbahndecke des
Boulevards aufgerissen. An der Ecke zur
Schadowstraße entstand deshalb ein
mehrere Meter langer Riss. Am Sonntag
haben Experten mit der Suche nach den
Ursachen begonnen. Das Ergebnis wird in
den kommenden Tagen erwartet. Nach
Angaben der Projektgesellschaft U5 ist
man trotz der erneuten Störung beim
Tunnelbau im Zeitplan für die Fertigstellung der neuen Linie. Auch am Montag
soll der Straßenabschnitt zwischen Schadow- und Wilhelmstraße in Fahrtrichtung Brandenburger Tor noch gesperrt
bleiben. Die Flughafenbusse der Linie
TXL und die Busse der Linie 100 werden
über die Neustädtische Kirchstraße und
Dorotheenstraße umgeleitet.
Seite 11
Hertha BSC verbietet
Hooligan-Symbole
im Olympiastadion
Berlin droht der Pflegenotstand
Kliniken suchen im Ausland nach Personal. Gesundheitssenator will Ausbildung reformieren
T VON ANDREAS ABEL
UND LAURA RÉTHY
BERLIN – Die Berliner Krankenhäuser
haben zunehmend Schwierigkeiten,
gut ausgebildete und qualifizierte
Pflegekräfte zu finden. Vor diesem
Hintergrund fordern Experten Reformen bei der Ausbildung und der Festschreibung der für Krankenschwestern und -pfleger zulässigen Aufgabenfelder. Dazu seien auch Gesetzesänderungen notwendig, hier sei vor allem die Bundespolitik am Zuge, so die
Berliner Pflegeexperten.
Am Universitätsklinikum Charité
arbeiten zurzeit etwa 4200 Pflegekräfte. Zwischen dem Charité-Vorstand
und der Dienstleistungsgewerkschaft
Verdi wurde vereinbart, in diesem Jahr
80 zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Doch bislang sind nicht alle Stellen besetzt. Es sei schwer, junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, weil die Rahmenbedingungen
nicht attraktiv erschienen, sagte Evelyn Möhlenkamp der Berliner Morgenpost. Sie ist seit 1. Februar dieses Jahres Pflegedirektorin der Charité. „Jun-
lotet werden, welche Tätigkeiten Pflegekräfte ausführen dürfen und welche
Ärzten vorbehalten bleiben. „Wenn
Pflegende in Zukunft erweiterte Aufgaben übernehmen sollen, müssen sie
dafür qualifiziert werden“, sagte Möhlenkamp. Zum einen müsse die Ausbildung verbessert werden, zum anderen
seien für die Patientenversorgung
auch Mitarbeiter notwendig, die wissenschaftsbasiert arbeiten können, also Bachelor- und Masterabsolventen.
Der Deutsche Wissenschaftsrat hatte
ebenfalls gefordert, dass 10 bis 20 Prozent der Gesundheitsfachberufe auf
Grundlage einer akademischen Ausbildung ausgeübt werden sollten.
Auch Gesundheitssenator Mario
Czaja (CDU) unterstützt den Ruf nach
Reformen. Dazu gehöre die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen
Berufen in der Alten-, Kranken- und
Kinderkrankenpflege sowie eine für
die Auszubildenden kostenfreie Altenpflegeausbildung. Pflegekräfte würden neben ihrer eigentlichen Tätigkeit
immer mehr zu Managern und strategisch planenden Organisatoren, so
Czaja.
ge Menschen müssen erleben, dass sie
sinn-erfüllende Aufgaben haben. Sie
sollten für sich einschätzen, was der
Wert ihrer Arbeit ist“, erklärte Möhlenkamp. Zwar sei eine angemessene
Bezahlung wichtig, doch hätten Studien belegt, dass für Pflegende nicht das
Geld an erster Stelle stehe. Wichtiger
seien Arbeitszufriedenheit, Entscheidungsspielräume sowie Möglichkeiten
zur Weiterbildung.
Mit der Bundesärztekammer und
auf bundespolitischer Ebene diskutierten Fachleute aus den Kliniken,
dass Pflegekräfte weitergehende Aufgaben übernehmen können als bisher,
so die Pflegedirektorin. Dazu müsse
auch auf gesetzgebender Ebene ausge-
„Wir bekommen
hochkarätiges
Personal aus Spanien,
Italien und Portugal“
Evelyn Möhlenkamp,
Pflegedirektorin der Charité
WhatsAppitis im Handgelenk
Wer zu viel mit dem Smartphone hantiert, kann krank werden
BERLIN – Ein Leben ohne Smartpho-
ne ist ein verkorkstes Leben. 13 Prozent der Frauen und acht Prozent der
Männer behaupten, ohne nicht mehr
leben zu können, fand die Versicherung AachenMünchener heraus. Das
Ergebnis überrascht, denn Handys liefern weder Sauerstoff zum Atmen,
noch enthalten sie Kalorien.
Viele leiden dagegen unter den Apparaten: Auf der Straße oder in der
Bahn sieht man Menschen, die gramgebeugt dünne Rechtecke in Händen
halten. Das kann zu schweren gesund-
INHALT
BELGIEN € 1,90 / DÄNEMARK DKK 14,50 / GRIECHENLAND
€ 1,90 / ITALIEN € 1,90 / ÖSTERREICH € 1,90 / POLEN
PLZ 8,00 / SCHWEIZ CHF 2,40 / SPANIEN € 1,90 /
SLOWAKEI € 1,90 / TÜRKEI TL 4,60 / UNGARN FT 570
Nachrichten rund um die Uhr
STUDIE
Deutschland hinkt bei der
Gleichberechtigung hinterher
Deutschland hat sich bei der Gleichberechtigung von Frauen und Männern
zwar vom 14. auf den 12. Platz verbessert,
rangiert aber hinter Entwicklungsländern
wie Nicaragua und Ruanda. Das geht laut
„Bild am Sonntag“ aus einer Studie des
Weltwirtschaftsforums hervor. An der
Spitze der Rangliste stehen Island, Finnland und Norwegen. In Deutschland
klafft die Lücke vor allem bei der Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern.
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BERLIN – Bundesligist Hertha BSC rea-
giert auf das Auftreten von Hooligans und
die Debatte um den mittlerweile abgesagten Aufmarsch in Berlin: Der Fußballverein erließ am Sonntag ein Stadionverbot
für solche Fans, die Kleidungsstücke mit
den Aufdrucken „HoGeSa“ (Hooligans
gegen Salafisten) oder „Gnuhonnters“
tragen. Auch andere Vereine haben dies
schon beschlossen. Hertha BSC beruft
sich dabei auf die Olympiastadionordnung, wonach das Zeigen von Symbolen
und Schriftzügen mit eindeutig rassistischen, gewaltverherrlichenden oder diskriminierenden Tendenzen verboten ist.
„Personen oder Gruppen, die diese Symbole tragen oder diese Gesinnung repräsentieren, haben keinen Zutritt“, teilte
der Verein mit. Wie unterdessen bekannt
wurde, planen Hooligans nun am 15. November einen Aufmarsch in Hannover.
Eine geplante Demonstration in Berlin
wurde dagegen abgesagt.
Seite 11
morgenpost.de
AP/DMITRY LOVETSKY
Die Wahlen in der
Ostukraine finden
unter der Kontrolle
schwer bewaffneter
Separatisten statt.
Seite 4
Bau der Linie U5:
Unter den Linden
reißt der Asphalt auf
3:1
0: 1
3:1
..................................................................................
Wissen
Seite 9
Berlin
11–14
Brandenburg
15
Jugend
16
Kultur
17
TV-Programm
20
Sport
21–24
Leserbriefe
25
Rätsel/Horoskop 25
Leute
26
sentasche impotent macht, ist nicht
erwiesen. Lediglich, dass einige der
neuen Geräte sich biegen vor Lachen,
wenn sie in der Hose sind.
Vieltelefonierer unterschätzen die
Nomophobie: die Angst, kein Handy
dabeizuhaben. Sie unterscheidet sich
von der Fomophobie, der Furcht,
etwas in sozialen Netzwerken zu verpassen. So raten Ärzte vom übermäßigen Netzwerkeln ab. Nur um einen
Termin bei Orthopäde, Handchirurg
oder Psychotherapeut zu bekommen,
sollte man zum Handy greifen.
BM
heitlichen Problemen führen. Den
Smartphone-Nacken erkennt man etwa an gesenktem Kopf und gekrümmtem Rücken. Im Extremfall bildet sich
eine iPhone-Schulter. Fehlbildungen
nennt die Medizin Samsung-Dysplasie. Immer öfter begegnet man orientierungslosen Menschen, die nicht
mehr ansprechbar sind, während sie
auf das Display starren. Schmerzen im
Handgelenk deuten auf eine WhatsAppitis hin, eine Sehnenentzündung,
die entsteht, wenn man in kurzer Zeit
zu viel tippt. Ob ein Handy in der Ho-
WETTER Wechselhaft bei 17 Grad
KONTAKT
Viele Wolken bedecken heute den
Himmel, nur manchmal kommt die
Sonne durch. Zwischendurch kann es
auch regnen. Die Temperaturen erreichen immerhin Werte bis 17 Grad.
Seite 26
Anschrift: Kurfürstendamm 21-22, 10874 Berlin
E-Mail: redaktion@morgenpost.de
Redaktion: 030-25 91 736 36
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Aboservice: 030-58 58 58
+
Um einem Fachkräftemangel vorzubeugen, sucht die Charité verstärkt
im Ausland nach qualifiziertem Pflegepersonal. Dabei habe man nicht nur
die Schweiz und Österreich im Auge,
sondern ebenso Italien, Spanien und
Portugal. Dort gebe es Ausbildungssysteme, die dem deutschen ähnlich
seien, sagte Möhlenkamp. Über das
Internetportal der Charité würden
sich zudem derzeit auffällig viele Pflegekräfte aus Finnland bewerben.
In den Berliner Vivantes-Krankenhäusern sind knapp 4600 Mitarbeiter
in der Pflege beschäftigt. Da Berlin als
Arbeitsort sehr attraktiv sei, sei der
Fachkräftemangel in der Hauptstadt
noch nicht so stark zu spüren wie in
anderen Regionen, sagte VivantesSprecherin Kristina Tschenett. Allerdings werde es auch für Vivantes immer wichtiger, die Attraktivität zu
stärken. So ermögliche das eigene Institut für Fort- und Weiterbildung eine
Karriereplanung. Außerdem sei der
Klinikkonzern mit mehr als 800 Ausbildungsplätzen einer der größten
deutschen Ausbilder in Gesundheitsberufen, sagte Tschenett.
Seite 12
Berlins
Erste Adressen
❖
Miele Primus
Kasupke sagt...
...wie es ist
War det’n Wettachen am Wochenende?
Trude und ick haben jestan nochmal
eenen uff Frühling jemacht und den
Stadtbummel im leichten Jäckchen jenossen. Sojar Kaffee & Kuchen im Freien
war nochmal drin. Am Potsdama Platz
kamen wa ooch vorbei – und det war der
Höhepunkt des Tajes. Da haben die doch
tatsächlich schon die Rodelbahn uffjebaut! Wintavagnügen bei fast 20 Grad?
Nee, det würde meene innere Uhr völlich
durchnandabringen. Wenn Petrus so jut
druff is, hab ick eha Lust zum Grillen uff
Balkonien und Weizenbier-Durscht. Für
Glühwein, Lebkuchen und Rodeln is
späta noch jenuch Zeit.
Kasupke@morgenpost.de
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