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Berufseinstiegsbroschüre | 8. Auflage 2014 - Marburger Bund

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Berufseinstiegsbroschüre
20
8. Auflage /
Für Medizinstudierende und junge Klinikärzte
14
Impressum
Marburger Bund Bundesverband
Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e. V.
Reinhardtstraße 36 · 10117 Berlin
www.marburger-bund.de
Redaktion: 2
Gestaltung: Fotos: Druck: Hans-Jörg Freese, Ulrike Hahn, Gregor Klöcker,
Susanne Spohn, Christian Twardy
da vinci design GmbH, Berlin
fotolia, pixelio
Schenkelberg Stiftung & Co. KGaA, Druck und Medienhaus
Stand:
8. Auflage November 2014

Vorwort
Für den Berufseinstieg gilt ganz allgemein: Je besser man informiert ist, desto leichter fällt der Start ins Arbeitsleben. Schon vor
der ersten Bewerbung stehen Absolventen vor entscheidenden Fragen: Welches Krankenhaus passt zu mir? Welche Unterschiede gibt
es zwischen den einzelnen Krankenhausträgern? Was steht in den
Tarifverträgen?
Mit dieser Broschüre erhalten Sie eine Übersicht über die wichtigsten
Tarifverträge sowie Daten und Fakten über die tatsächliche Arbeitssituation in den Kliniken. Als Ärztegewerkschaft hat der Marburger
Bund mit öffentlichen und privaten Krankenhausträgern zahlreiche
arztspezifische Tarifverträge abgeschlossen, die zu besseren Arbeitsund Einkommensbedingungen für angestellte Ärztinnen und Ärzte
geführt haben.
Gerade Berufseinsteigern bietet der Marburger Bund ein starkes Leistungspaket. Für den Fall, dass Sie noch kein Mitglied sind, haben
wir dieser Publikation einen Aufnahmeantrag beigefügt. Als Mitglied
profitieren Sie nicht nur von den besonderen Finanz- und Versicherungsleistungen unserer Kooperationspartner, sondern auch von
unseren Fortbildungsangeboten und der Rechtsberatung durch unsere
Juristen in den 14 Landesverbänden des MB.
Diese Broschüre gewährt einen ersten Einblick, kann aber eine persönliche Beratung durch die jeweiligen MB-Landesverbände und
eigene Erfahrungen nicht ersetzen.
Im fortlaufenden Text wird zugunsten der besseren Lesbarkeit auf die weibliche Anredeform verzichtet. Frauen sind bei männlichen Berufsbezeichnungen selbstverständlich mit eingeschlossen.
3
Kommunale Krankenhäuser
Kommunale Krankenhäuser
Arbeitsfeld kommunales Krankenhaus
Die an der Bettenzahl gemessen größte Gruppe unter den Krankenhausträgern sind die von öffentlich-rechtlichen Körperschaften getragenen Kliniken. Kommunale Krankenhäuser weisen für
einen Berufseinstieg einige Vorteile auf: Ärzte aus diesen Häusern
berichten von einer guten klinischen Weiterbildung, in denen Rotationen und Fortbil­dungen zeitnah absolviert werden können. Der
Arbeitsalltag ist hauptsächlich von klinischer Patientenversorgung
geprägt. Umfang und Art der zu diagnostizierenden Fälle sind abhängig von den Patien­tenzuweisungen der niedergelassenen Ärzte. Entsprechend eng gestaltet sich die Zusammenarbeit zwischen behandelnden Klinik­ärzten und niedergelassenen Kollegen.
Die klinische Tätigkeit steht im kommunalen Krankenhaus im Vordergrund, Forschung spielt vielfach eine untergeordnete Rolle und ist
meist auf die Teilnahme an klinischen Studien begrenzt. Die Konzentration auf den klinischen Betrieb führt zu einer etwas geringeren
zeitlichen Belastung als in Universitätskliniken. Das Arbeitspensum
ist dennoch groß, wie auch aus den Ergebnissen der Mitglieder­­
befragung 2010 des Marburger Bundes ersichtlich ist:
50 % der befragten Klinikärzte beklagen eine Überschreitung
der Höchstarbeits­zeit.
„„ 35 % der Ärzte leisten samt Überstun­den und Bereitschafts­
diensten wöchent­lich 60 bis 79 Arbeitsstunden.
„„
Kommunale Krankenhäuser
5
55 % der Ärzte leisten pro Monat 5 bis 9 Bereitschaftsdienste.
„„ 45 % geben an, dass ihr Krankenhaus ausreichend Möglichkeiten
bietet, Familie und Beruf zu vereinbaren (zum Beispiel Kinder­
betreuung und Teilzeitstellen).
„„
Dank des MB-Tarifvertrages werden mittlerweile in drei Viertel der
kommunalen Krankenhäuser sämtliche Arbeitszeiten systematisch
erfasst, in 45 Prozent inzwischen sogar elektronisch. Eine wissen­
schaftliche Karriere ist in kommunalen Krankenhäusern kaum möglich. Legt man jedoch mehr Wert auf eine gute klinische Ausbildung
und /oder strebt nach der Weiterbildung eine Niederlassung an, so
ist ein kommunales Krankenhaus ein interessanter Arbeitsplatz.
6
Kommunale Krankenhäuser
Nach dem Studium lag mein größtes Defizit­
bei den praktischen Fertigkeiten und der
Organi­sation des Klinikalltags; die Versorgung
der Patienten und das Spektrum meines Fach­
gebiets wollte ich schnellstmöglich lernen. Ich
habe mich als Berufsanfänger bewusst für ein
mittelgroßes kommunales Krankenhaus ent­
schieden. Mir war klar, dass Krankenhäuser
dieser Kate­gorie darauf angewiesen sind, ihre
Assistenzärzte rasch dienstfähig auszubilden.
Diese fundierte Grundausbildung hat sich
auch in meinem weiteren beruflichen Leben
immer wieder bezahlt gemacht.
Dr. C. Henze, Ludwigsburg
Kommunale Krankenhäuser
7
Tarifvertrag (TV-Ärzte/VKA)
Laufzeit 01.01.2014 bis 30.11.2014
Entgeltgruppe Arzt Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
ab dem
1. Jahr
4.023,08
1. Jahr
2. Jahr
4.251,13
4. Jahr
3. Jahr
4.413,99
7. Jahr
4. Jahr
4.696,31
9. Jahr
5. Jahr
5.032,94
11. Jahr
6. Jahr
5.171,38
13. Jahr
0
2.000
4.000
6.000
8.000
5.309,81
5.755,02
6.145,94
6.373,97
6.596,55
6.819,15
0
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
II
I
III
Arbeitsbelastung
0
bis 25%
mehr als 25%–40 %
mehr als 40 %–49 %
25
50
75
100
Vergütung (des Bereitschaftsdienstentgelts pro Stunde1)
60 %
75%
90 %
0
1
8
25
50
75
100
Bereitschaftsdienstentgelt pro Stunde für Arzt: € 25,73 / für Facharzt: € 29,84
Kommunale Krankenhäuser
Feiertagszuschlag bei Bereit­schaftsdiensten: 25 %
Nachtzuschlag bei Bereitschafts­diensten (21 Uhr bis 6 Uhr):
pro Stunde 15 % des Bereitschafts­dienstentgelts.
„„ Bereitschaftsdienstzuschlag ab der 97. Stunde im Monat: 5 %
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden; davon sind maxi­mal 8 Stunden
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feiertagen Verlängerung auf bis zu
24 Stunden bei ausschließlich Bereit­schaftsdienst.
„„ Die wöchentliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis
zu durchschnittlich 58 Stunden verlängert werden. Voraussetzung
ist eine individuelle Zustimmung.
„„
„„
Kommunale Krankenhäuser
9
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (21 bis 6 Uhr): 15 %
„„ Samstagsarbeit (13 bis 21 Uhr): 64 Cent
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
29 Arbeitstage, ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit 30 Arbeitstage.
Zwei Tage Zusatzurlaub zum Beispiel für Bereitschaftsdienste während der Nacht.
Weitere Vergütungsmerkmale
Zeiten ärztlicher Tätigkeit werden stufenrelevant berücksichtigt.
10
Kommunale Krankenhäuser
Universitätskliniken
Universitätskliniken
Arbeitsfeld Universitätsklinik
Die 33 Universitätskliniken in Deutschland stehen gleichermaßen
für Hochleistungsmedizin, Lehre und Forschung. Die klinische Tätigkeit umfasst ein breites Spektrum an Krankheitsbildern und häufig
seltene, komplexe „Fälle“. Es findet eine starke interdisziplinäre
Zusammen­arbeit mit anderen Fachgebieten statt. Eine herausragende
Rolle nehmen die Unikliniken bei der Einführung von Innovationen
im Gesundheitswesen ein, zum Beispiel bei der Anwendung von Forschungsergebnissen bei Patienten oder der Aus- und Weiterbildung
von Ärzten. Es gibt gute Forschungsmöglichkeiten, man muss dafür
aber Freizeit opfern. Die Mehrfachbelastung aus Stationsbetrieb,
Lehre und Forschung führt zu einem nicht unerheblich hohen Anteil
unbezahlter Überstunden, da man häufig noch nebenbei im Labor
arbeitet oder klinische Studien betreut.
Der Tarifvertrag gilt auch beim Wechsel in forschende Tätigkeiten,
wenn diese eine Dauer von 12 Monaten nicht übersteigen.
„„ 62 % der nach der MB-Mitgliederumfrage befragten Ärzte in
Unikliniken sagen, dass ihre Höchstarbeitszeitgrenzen nicht
eingehal­ten werden.
„„ 40 % der Ärzte in Unikliniken leisten wöchentlich samt Über­
stunden und Bereitschaftsdiensten 60 bis 79 Arbeits­stunden.
„„ Bei 47 % der Uniklinikärzte werden die Arbeitszeiten nicht syste­
matisch erfasst.
„„ Bei unverschuldetem Überschreiten der Mindestweiter­bildungszeit
um ein Jahr wird eine Zulage zum Facharzt­entgelt gewährt.
„„
Universitätskliniken
In der Uniklinik finden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen statt.
Man bekommt zudem die Chance, an nationalen und internationalen Kongressen teilzunehmen, um dort eigene Forschungsarbeiten zu
präsentieren oder neue Therapiekonzepte kennen zu lernen. Außerdem erhalten Ärzte hier neben der praktischen klinischen Ausbildung
die Möglichkeit zu habilitieren und eine wissenschaftliche Karriere in
der Medizin einzuschlagen.
Nach der Mitgliederbefragung 2010 des Marburger Bundes haben drei
Viertel der Ärzte in Unikliniken einen befristeten Arbeitsvertrag. Es
gibt aber in der Regel keine Kurzzeit-Arbeitsverträge unter zwei Jahren wie an anderen Kliniken. Die auf die erste Befristung folgenden
Arbeitsverträge sollen mindestens bis zum Ende der Weiterbildungszeit gelten. Teilzeitangebote gibt es an den Unikliniken indes weniger als an anderen Häusern. Auch die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden von Ärzten in den Unikliniken als
vergleichsweise gering eingeschätzt.
Universitätskliniken
13
Was mir bei meiner Arbeit an der Uni­klinik
Spaß macht? Tägliche Herausforderung und
tägliche Abwechslung. Hier kann ich die
Zukunft der Medizin aktiv mitgestalten.
Hier gibt es nichts, was es nicht gibt; das
gilt aber auch für die notwendige Leistungs­
bereitschaft.
Dr. P. Ivanyi, Hannover
Universitätskliniken
Tarifvertrag (TV-Ärzte/TdL)
Laufzeit 01.03.2014 bis 31.01.2015
Entgeltgruppe Arzt Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
ab dem
1. Jahr
4.219,62
5.569,21
1. Jahr
2. Jahr
4.458,80
3. Jahr
4.629,62
6.036,17
4. Jahr
6.446,17
7. Jahr
4.925,74
4. Jahr
5. Jahr
5.278,80
6. Jahr
5.416,50
0
2.000
4.000
6.000
10. Jahr
6.676,57
13. Jahr
6.802,16
0
8.000
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
II
I
Arbeitsbelastung
bis 25%
mehr als 25%–49%
0
25
50
75
100
Vergütung (des individuellen Stundenentgelts 1)
60 %
95%
0
25
50
75
100
1 Das individuelle Stundenentgelt errechnet sich aus dem monatlichen Tabellenentgelt geteilt
durch das 4,348-fache der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (hier 42 Stunden).
Universitätskliniken
15
Erhöhung der Bewertung der Bereitschaftsdienste an Feiertagen
um 25 %
„„ Stundenzuschlag für Bereitschaftsdienste in der Nacht
(21 bis 6 Uhr): 20 % je Stunde
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden; davon sind maximal 8 Stun­den
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feier­tagen Verlängerung auf bis zu
24 Stunden bei ausschließlich Bereitschaftsdienst
„„ Die wöchentliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst der
Stufe I auf bis zu durch­schnittlich 58 Stunden, mit Bereitschaftsdienst der Stufe II auf bis zu durchschnittlich 54 Stunden verlängert werden. Voraussetzung ist eine individuelle Zustimmung.
„„
16
Universitätskliniken
Arbeitszeit
42 Wochenstunden
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (21 bis 6 Uhr): 20 %
„„ Samstagsarbeit (13 bis 21 Uhr): 10 %
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
29 Arbeitstage, ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit 30 Arbeitstage.
Universitätskliniken
17
Private Träger
Private Träger
Arbeitsfeld Privatklinik
Private Kliniken sind im Besitz gewinnorientierter Unternehmen, ihr
Marktanteil liegt bei knapp 33 Prozent. Die Vergütung der Beschäftigten orientiert sich vielfach stärker an der Leistung und am
betrieblichen Erfolg. Außerdem organisieren die Unternehmen einen
hausübergreifenden Wissenstransfer, von dem alle Kliniken gleichermaßen profitieren.
Nach wie vor bieten viele private Kliniken im Vergleich zu öffent­
lichen Einrichtungen häufig ein engeres spezialisiertes Leistungsspektrum und konzentrieren sich auf eine Auswahl an Erkrankungsarten.
Der Forschung kommt in privaten Klinikkonzernen im Vergleich zu
den Universitätskliniken meist eine geringere Bedeutung zu, sieht
man von einigen größeren Kliniken ab. Der wirtschaftliche Erfolg
steht im Vordergrund. Entsprechend hohe Bedeutung haben effi­
ziente, kostensparende Arbeitsstrukturen. Darüber hinaus werden
Ärzte oftmals in ihrer Verwaltungstätigkeit, der Blutabnahme und
auch in speziellen Therapiemaßnahmen von Arztassistenten unterstützt. Bei der Ausstattung mit neuen Produkten und Geräten befinden sich private Kliniken gegenüber öffentlichen und gemeinnützigen Einrichtungen häufig noch im Vorteil.
Private Träger
19
Ergebnisse der MB-Mitgliederbefragung 2010
29 Prozent der befragten Ärzte bezeichnen ihre Arbeitsbedingungen
als gut bis sehr gut. Eine große Mehrheit von 70 Prozent besitzt
einen unbefristeten Arbeitsvertrag.
52 % der befragten Ärzte in privaten Kliniken sagen, dass ihre
Höchstarbeits­zeitgrenzen nicht eingehalten werden.
„„ 34 % der vollzeitarbeitenden Ärzte leisten wöchentlich samt
Überstunden und Bereitschaftsdiensten 60 bis 79 Arbeitsstunden.
„„ Bei 44 % der Ärzte werden die Arbeitszei­ten nicht systematisch
erfasst.
„„ 47 % leisten monatlich 5 bis 9 Bereitschaftsdienste.
„„
20
Private Träger
Bei Krankenhäusern in privater Trägerschaft
schaut die Geschäftsführung darauf, dass
es im Krankenhaus rund läuft. Fehlentwick­
lungen, die zum Beispiel aufgrund nicht
besetzter Arztstellen entstehen, werden
schnell und kon­sequent angegangen.
Dr. H.-O. Koderisch, Germersheim
Private Träger
21
Rhön-Klinikum AG
Laufzeit 01.01.2014 bis 31.12.2015
Entgeltgruppe Arzt
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
ab 01.01.2014
ab 01.01.2015
4.101
4.215
1. Jahr
4.342
4.463
4. Jahr
3. Jahr
4.508
4.634
7. Jahr
4.736
4.869
5.121
5.265
6. Jahr
0
2.000
4.000
5.764
5.923
6.193
6.364
6.403
6.580
9. Jahr
4.945
5.084
5. Jahr
5.346
5.493
1. Jahr
2. Jahr
4. Jahr
ab 01.01.2014
ab 01.01.2015
ab dem
6.000
11. Jahr
6.662
6.847
13. Jahr
6.804
6.993
0
8.000
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
I
II
III
Arbeitsbelastung
0
bis 15 %
mehr als 15%–30 %
mehr als 30 %–49 %
25
50
75
100
80 %
75
100
1
Vergütung (des individuellen Stundenentgelts )
45%
60 %
0
1
22
25
50
Das individuelle Stundenentgelt errechnet sich aus dem monatlichen Tabellenentgelt exklusive
der garantierten Strukturzulage geteilt durch das 4,348-fache der regelmäßigen wöchentlichen
Arbeitszeit (hier 40 Stunden).
Private Träger
Zeitzuschlag bei Bereitschafts­diensten pro Stunde: 25 %
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden, dabei sind höchstens 8 ­Stunden
Vollarbeit – wenn alle Ärzte einer Abteilung zustimmen 10 Stunden – zulässig.
„„ An Wochenenden und Feier­tagen Verlängerung auf bis zu
24 Stunden bei ausschließlich Bereitschaftsdienst. Wenn hierbei
Visitendienst geleistet wird, ist dieser vergütungstechnisch mit
4 Stunden Vollarbeit anzuset­zen. Mit individueller Zustimmung
Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit bis durchschnittlich
maximal 56 Stunden.
„„
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 25 %
„„ Nachtarbeit (20 bis 6 Uhr): 20 %
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 35 %
Urlaub
29 Arbeitstage, ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit 30 Arbeitstage
Positiv
„„ Sämtliche ärztliche Vortätigkeiten wer­den bei der Vergütung
stufenrelevant berücksichtigt.
„„ Zusätzliche variable Ergebnisbeteili­gung
Private Träger
23
Sana Kliniken AG
Laufzeit 01.01.2014 bis 31.12.2015
Entgeltgruppe Arzt in Euro/Monat (brutto)
in Euro/Monat (brutto)
ab 01.10.2014
ab 01.06.2015
ab dem
4.389
4.558
4.849
5.196
6.345
6.428
6.581
4.000
6.667
6.945
11. Jahr
5.264
2.000
6.019
9. Jahr
4.913
5. Jahr
5.941
7. Jahr
4.618
4. Jahr
5.553
4. Jahr
4.447
3. Jahr
5.481
1. Jahr
4.209
2. Jahr
ab 01.10.2014
ab 01.06.2015
ab dem
4.154
1. Jahr
0
Entgeltgruppe Facharzt
6.000
0
8.000
7.036
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
I
II
Arbeitsbelastung
0 %–40 %
mehr als 40 %–49 %
0
25
50
75
100
Vergütung (des Bereitschaftsdienstentgelts pro Stunde 1)
65%
75%
0
25
50
75
100
Ab 01.10.2014: Bereitschaftsdienstentgelt pro Stunde je nach Stufe für Arzt: € 26,24 bis
€ 27,65 / für Facharzt: € 31,88 bis € 37,66
Ab 01.06.2015: Bereitschaftsdienstentgelt pro Stunde je nach Stufe für Arzt: € 26,58 bis
€ 28,00 / für Facharzt: € 32,29 bis € 38,15
1
24
Private Träger
Zusätzliche Zeitzuschläge bei Bereitschaftsdiensten in Nacht­
stunden (20 bis 6 Uhr; 25 % beziehungsweise 40 %) und an Sonnund Feier­tagen (50 %)
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden, dabei sind höchstens 10 Stunden
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feier­tagen Verlängerung auf bis zu 24 Stun­
den bei ausschließlich Bereitschaftsdienst. Mit indivi­dueller
Zustimmung Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit bis
durchschnittlich maximal 64 Stunden.
„„
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 25 %
„„ Nachtarbeit (20 bis 6 Uhr): 15 %
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
30 Arbeitstage
Positiv
Sämtliche ärztliche Vortätigkeiten werden bei der Vergütung
stufenrele­vant berücksichtigt.
„„ Bei unverschuldetem Überschreiten der Mindestweiterbildungszeit
um ein Jahr wird eine Zulage zum Facharztent­gelt gewährt.
„„ Zusätzliche variable Ergebnisbeteiligung
„„
Private Träger
25
Asklepios Kliniken GmbH
Laufzeit 01.01.2014 bis 31.12.2015
Entgeltgruppe Arzt
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
ab 01.01.2014
ab 01.01.2015
4.070
4.180
1. Jahr
5.375
5.515
1. Jahr
2. Jahr
4.305
4.420
4. Jahr
3. Jahr
4.470
4.590
7. Jahr
4.750
4.875
4. Jahr
ab 01.01.2014
ab 01.01.2015
ab dem
5.825
5.980
6.215
6.380
6.450
6.620
9. Jahr
5. Jahr
5.090
5.225
11. Jahr
6.670
6.845
6. Jahr
5.220
5.360
13. Jahr
6.800
6.980
0
2.000
4.000
6.000
8.000
0
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
I
II
III
Arbeitsbelastung
0
bis 25%
mehr als 25%–40 %
mehr als 40 %–49%
25
50
75
100
75%
75
100
1
Vergütung (des festgelegten Stundenentgelts je Entgeltgruppe )
50%
65%
0
1
26
25
50
2014: Stundenentgelt für Arzt: € 26,38 / Facharzt: € 35,51
2015: Stundenentgelt für Arzt: € 27,07 / Facharzt: € 36,43
Private Träger
Bereitschaftsdienste
Zusätzliche Zeitzuschläge werden bei Bereitschaftsdiensten in Nachtstunden (20 bis 6 Uhr; 25 % beziehungsweise 40 %) und an Sonnund Feiertagen (50 %) gezahlt. Die tägliche Arbeitszeit kann mit
einem Bereitschaftsdienst auf bis zu 24 Stunden verlängert werden,
dabei sind höchstens acht Stunden Vollarbeit zulässig. An Wochenenden und Feiertagen ist eine Verlängerung auf bis zu 24 Stunden
ausschließlich bei Bereitschaftsdienst möglich. Mit individueller
Zustimmung kann eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit
durchschnittlich auf maximal 60 Stunden erfolgen.
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (20 bis 6 Uhr): 20 %
„„ Samstagsarbeit (13 bis 21 Uhr): € 1,28
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
2014: 28 bis 30 Arbeitstage je nach Berufserfahrung
ab 2015: 30 Arbeitstage
Anmerkungen
Für die Asklepios Kliniken in Hamburg (ehemaliger Landesbetrieb
Krankenhäuser) gilt der TV-Ärzte KAH des Marburger Bundes Hamburg und des Krankenhausarbeitgeberverbandes Hamburg.
Private Träger
27
HELIOS Kliniken GmbH
Laufzeit 01.01.2014 bis 31.12.2014
Entgeltgruppe Arzt
Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
1. Jahr
4.204,38
2. Jahr
4.311,77
3. Jahr
4.473,87
1. Jahr
5.422,34
2. Jahr
5.476,02
3. Jahr
5.583,39
5.874,99
4. Jahr
4. Jahr
5. Jahr
4.797,04
5.173,90
6. Jahr
0
5. Jahr
6.036,04
6. Jahr
6.144,47
4.958,10
2.000
4.000
7. Jahr
6.000
8.000
8. Jahr
6.629,76
9. Jahr
6.683,44
10. Jahr
6.737,13
11. Jahr
6.844,50
12. Jahr
6.899,23
0
28
6.360,27
2.000
4.000
6.000
8.000
Private Träger
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
II
I
III
Arbeitsbelastung
bis 25%
mehr als 25%–40 %
mehr als 40 %–49%
25
50
0
75
100
Vergütung (des festgelegten Stundenentgelts je Entgeltgruppe1)
60 %
75%
90 %
25
0
1
50
75
100
Stundenentgelt für Arzt: € 26,32 / Facharzt: € 30,52 (ab dem 7. Jahr: € 33,68)
Der Nachtzuschlag bei Bereitschaftsdiensten (21 bis 6 Uhr) beträgt pro Stunde 15,36 % des Stundenentgelts.
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden, dabei sind höchstens 8 Stunden
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feier­tagen Verlängerung auf bis zu 24 Stunden bei ausschließlich Bereitschaftsdienst. Mit individueller
Zustimmung Ver­längerung der wöchentlichen Arbeitszeit bis
durchschnitt­lich maximal 60 Stunden
„„
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Private Träger
29
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (21 bis 6 Uhr): 15,36 %
„„ Samstagsarbeit (13 Uhr 21 Uhr): 64 Cent
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 135 % (ohne Frei­zeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
Urlaub
29 Arbeitstage, ab dem 7. Jahr ärztlicher Tätigkeit 30 Arbeitstage
zuzüglich zwei Tage Zusatzurlaub für 288 Stunden nächtlichen
Bereitschaftsdienst
Anmerkung
Ärztliche Vortätigkeiten werden bei der Vergütung stufenrelevant
berücksichtigt.
30
Private Träger
Kirchliche Träger
Kirchliche Träger
Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund bemüht sich, für kirchliche
Krankenhäuser tarifliche Vereinbarungen zu treffen, die den ArztTarifverträgen in den öffentlichen Einrichtungen und privaten Kliniken entsprechen. Die Angleichung an die tarifpolitischen Ergebnisse
anderer Träger gestaltet sich in den kirchlichen Häusern allerdings
schwierig. Das Grundgesetz räumt den Kirchen Sonderrechte zur eigenständigen Gestaltung der Arbeitsbedingungen ein („Dritter Weg“).
Daher gibt es keine Tarifverträge, sondern sogenannte Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Je nach Landeskirche bestehen allerdings
unterschiedliche Tarifstrukturen. Für viele Ärzte gelten im Vergleich
zu den Einkommensmöglichkeiten in Häusern mit arzt­spezifischem
Tarifvertrag bis dato niedrigere Vergütungen. Die jeweiligen Regelungen finden ausschließlich Anwendung über eine Vereinbarung im
Arbeitsvertrag. Generell sollten Medizinstudierende und Ärzte Arbeitsund Einkommensbedingungen genau prüfen und sich gegebenenfalls
von den Experten der MB-Landesverbände beraten lassen.
Kirchliche Träger
Ergebnisse der MB-Mitgliederbefragung 2010
Fast zwei Drittel der befragten Ärzte besitzen einen unbefristeten
Arbeitsvertrag. 28 Prozent sind mit ihren Arbeitsbedingungen zufrieden und bezeichnen diese als gut bis sehr gut.
59 % der befragten Ärzte in kirchlichen Einrichtungen geben an,
dass die Höchstarbeitsgrenzen nicht eingehalten werden.
„„ 36 % der Vollzeit arbeitenden Ärzte leisten im Durchschnitt
50 bis 59 Arbeitsstunden pro Woche, inklusive Überstunden und
Bereitschaftsdiensten.
„„ 54 % leisten monatlich 5 bis 9 Bereitschaftsdienste.
„„ 59 % der Ärzte erhalten keine Vergütung der Überstunden.
„„
Kirchliche Träger
33
Die Tariffindung erfolgt nach dem „Dritten­
Weg“, durch eigene arbeitsrechtliche Kom­
missionen. Dadurch ergeben sich in der
Bezahlung zum Teil erhebliche Unterschiede.
Die propagierte „Dienstgemeinschaft“ wäre
gut, wenn auch die Dienstgeber in die Pflicht
genommen würden.
Dr. K. Kurfeß, Simmern
34
Kirchliche Träger
Katholische Krankenhäuser
Vergütung (Anlage 30 AVR Caritas Bundesmittelwerttabelle 2014)
Entgeltgruppe Arzt Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
ab dem
1. Jahr
4.023,08
2. Jahr
4.251,13
4. Jahr
3. Jahr
4.413,99
7. Jahr
4. Jahr
4.696,31
5.032,94
11. Jahr
6. Jahr
5.171,38
13. Jahr
2.000
4.000
5.755,02
6.145,94
6.373,97
9. Jahr
5. Jahr
0
5.309,81
1. Jahr
6.000
8.000
6.596,94
6.819,15
00
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
II
I
III
Arbeitsbelastung
0
bis 25%
mehr als 25%–40 %
mehr als 40 %–49%
25
50
75
100
Vergütung (des Bereitschaftsdienstentgelts pro Stunde 1)
60 %
75%
90 %
25
0
1
50
75
100
Bereitschaftsdienstentgelt pro Stunde für Arzt: € 25,73 / für Facharzt: € 29,84
Kirchliche Träger
35
Die Tarife an katholischen Krankenhäusern orientieren sich am
Tarifvertrag der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
(­TV-Ärzte/VKA; Stand 2014). Die Beschlüsse der Bundeskommission
der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes
wurden für diese Tarifrunde von allen Regionalkommissionen mit
unterschiedlichen Zeitpunkten des Inkrafttretens, zuletzt von der
Regionalkommission Ost zum 1. August 2014, übernommen.
Die regionalen arbeitsrechtlichen Kommissionen können von
diesen Mittelwerten um bis zu 20 % nach unten oder oben
­ab­­wei­chen.
„„ Feiertagszuschlag bei Bereit­schaftsdiensten: 25 %
„„ Nachtzuschlag bei Bereitschafts­diensten (21 Uhr bis 6 Uhr):
pro Stunde 15 % des Bereitschafts­dienstentgelts.
„„ Bereitschaftsdienstzuschlag ab der 97. Stunde im Monat: 5 %
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden; davon sind maxi­mal 8 Stunden
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feiertagen Verlängerung auf bis zu
24 Stunden bei ausschließlich Bereit­schaftsdienst.
„„ Die wöchentliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis
zu durchschnittlich 58 Stunden verlängert werden. Voraussetzung
ist eine individuelle Zustimmung.
„„
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
36
Kirchliche Träger
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (21 bis 6 Uhr): 15 %
„„ Samstagsarbeit (13 bis 21 Uhr): 64 Cent
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
29 Arbeitstage, nach dem vollendeten 55. Lebensjahr 30 Arbeitstage.
Zwei Tage Zusatzurlaub zum Beispiel für Bereitschaftsdienste während der Nacht.
Kirchliche Träger
37
Evangelische Krankenhäuser 1
Stand: 1. Januar 2014
Entgeltgruppe Arzt Entgeltgruppe Facharzt
in Euro/Monat (brutto)
in Euro/Monat (brutto)
ab dem
1. Jahr
2. Jahr
ab dem
4.023,08
1. Jahr
4.251,13
4.413,99
7. Jahr
4. Jahr
4.696,31
9. Jahr
5.032,94
0
2.000
4.000
6.145,94
6.373,97
11. Jahr
5.171,38
6. Jahr
5.755,02
4. Jahr
3. Jahr
5. Jahr
5.309,81
6.596,55
13. Jahr
6.000
8.000
6.819,15
0
2.000
4.000
6.000
8.000
Bereitschaftsdienste
nach Bereitschaftsdienst-Stufen
II
I
III
Arbeitsbelastung
0
bis 25%
mehr als 25%–40 %
mehr als 40 %–49 %
25
50
75
100
Vergütung (des Bereitschaftsdienstentgelts pro Stunde 2)
60 %
75%
90 %
0
25
50
75
100
1
Trotz beschlossener Ost-West-Angleichung der Gehälter kann es im Geltungsbereich der AVR
des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) regional nach wie vor
Unterschiede bei der Bezahlung geben.
2 Bereitschaftsdienstentgelt pro Stunde für Arzt: € 25,73 / für Facharzt: € 29,84
38
Kirchliche Träger
Feiertagszuschlag bei Bereit­schaftsdiensten: 25 %
„„ Nachtzuschlag bei Bereitschafts­diensten (21 Uhr bis 6 Uhr):
pro Stunde 15 % des Bereitschafts­dienstentgelts.
„„ Bereitschaftsdienstzuschlag ab der 97. Stunde im Monat: 5 %
„„ Die tägliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis zu
24 Stunden verlängert werden; davon sind maxi­mal 8 Stunden
Vollarbeit zulässig.
„„ An Wochenenden und Feiertagen Verlängerung auf bis zu
24 Stunden bei ausschließlich Bereit­schaftsdienst.
„„ Die wöchentliche Arbeitszeit kann mit Bereitschaftsdienst auf bis
zu durchschnittlich 58 Stunden verlängert werden. Voraussetzung
ist eine individuelle Zustimmung.
„„
Arbeitszeit
40 Wochenstunden
Kirchliche Träger
39
Zuschläge (je Vollarbeitsstunde)
„„ Überstunden: 15 %
„„ Nachtarbeit (21 bis 6 Uhr): 15 %
„„ Samstagsarbeit (13 bis 21 Uhr): 64 Cent
„„ Sonntagsarbeit: 25 %
„„ Feiertags: 135 % (ohne Freizeitausgleich),
35 % (mit Freizeitausgleich)
„„ 24.12. und 31.12. (ab 6 Uhr): 35 %
Urlaub
29 Urlaubstage, nach einer Beschäftigungszeit von 4 Jahren 30 Urlaubs­
tage. Zwei Tage Zusatzurlaub zum Beispiel für Bereitschaftsdienste in
der Nacht.
Arbeitsbedingungen
Die Tarife an evangelischen Krankenhäusern orientieren sich ebenfalls
am Tarifvertrag der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
(TV-Ärzte/VKA; Stand 2014). Je nach Landeskirche bestehen unterschiedliche Tarifstrukturen. Die dargestellten tariflichen Bedingungen
gelten nur für Einrichtungen, die der Diakonie Deutschland angeschlossen sind. Sie gelten damit nur für einen Teil der evangelischen
Krankenhäuser. Je nachdem, um welches gliedkirchliche diakonische
Werk es sich handelt, kann es Abweichungen geben. Dort gelten teilweise im Vergleich zu den Einkommensmöglichkeiten in Häusern mit
arztspezifischem Tarifvertrag deutlich niedrigere Vergütungen.
Keine direkte Einflussmöglichkeit des MB auf die Ausgestaltung
der Arbeitsbedingungen (Dritter Weg).
„„ Teilweise schlechtere Einkommensbedingungen im Vergleich zu
nichtkonfessionellen Kliniken.
„„ Unterschiedliche Vergütung in Ost und West.
„„
40
Kirchliche Träger
Kirchliche Träger
41
Anschriften des Marburger Bundes
Marburger Bund Bundesverband
Reinhardtstraße 36 · 10117 Berlin · Tel. 030 7468460 · Fax 030 74684616
E-Mail bundesverband@marburger-bund.de
42
Marburger Bund Treuhandgesellschaft mbH
Tel. 030 24083030 · Fax 030 240830329
E-Mail treuhand@marburger-bund.de
Marburger-Bund-Stiftung
Tel. 030 74684628 · Fax 030 74684626
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LV Baden-Württemberg
Stuttgarter Straße 72 · 73230 Kirchheim
Tel.
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Fax
07021 923923
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LV Niedersachsen
Berliner Allee 20 · 30175 Hannover
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Fax
0511 54306699
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LV Bayern
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Tel.
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089 452050110
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LV Nordrhein-Westfalen/Rheinland-Pfalz
Wörthstraße 20 · 50668 Köln
Tel.
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0221 7200386
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LV Berlin /Brandenburg
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LV Saarland
Faktoreistraße 4 · 66111 Saarbrücken
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LV Bremen
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LV Sachsen
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LV Hessen
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Anschriften des Marburger Bundes
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Die Mitgliederdaten werden elektronisch erfasst und nur für die Leistungen im Rahmen der
satzungsgemäßen Aufgaben des Verbandes verwandt.
Per Fax bitte an: 030 74684616 oder als frankierte Antwortkarte
Ort, Datum, Unterschrift
 Sonstiges
Hiermit beantrage ich meine Aufnahme in den Marburger Bund. Die Mitgliedschaft soll in dem
jeweils für meinen Tätigkeitsort zuständigen Landesverband und im Bundesverband gelten.
 Teilzeitbeschäftigt
 CA
 Facharzt
Frauen sind in der männlichen Berufsbezeichnung selbstverständlich mit eingeschlossen.
 Niedergel. Arzt
 CA-Stv.
 Arzt
Anschrift
Name
Arbeitgeber/Universität
 Oberarzt
Tätig als:
E-Mail
 PJler
PLZ, Ort
Telefon
 Student
Straße, Hausnummer
Vorname
Appr.-Datum
Geburtsdatum
Titel, Name
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www.marburger-bund.de
BEB
Absender
Titel, Name
Vorname
Straße, Hausnummer
PLZ, Ort
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