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Das Schwarze Brett - grabbe-contacts.de

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Das Schwarze Brett
Die Themen dieser Seite:
Von der Faszination des „Tcheumens“
Das politische Alibi des Atheismus
„Geschlossene Gesellschaft“
Islam – Überflutung ohne Widerspruch?
Antworten auf die Fragen der Aktion „Christ in der Gegenwart“ vom
20.10.2014
Von der Faszination des „Tcheumens“
„Tcheume“ ist die akzentverklemmte Aussprache des Wortes „Träume“, weil Atmung,
Bewusstseinsenge und Sprechkünstelei verbale potemkinsche Dörfer aufbauen sollen.
Man träumt, wenn man schläft, wenn das steuernde Bewusstsein sich abgemeldet hat, wenn
das Hirn und die Psyche insgesamt sich ihre Energien zurückholen, die wir durch das
Tägliche oder gar Außergewöhnliche verschleudert haben.
Nur zu gern vertauscht man den Begriff des Wünschens mit dem des Träumens. Man
spricht dann vom „Tcheumen“, verbittet sich jede Anspielung auf Wünsche und lässt – zum
Entsetzen unseres Gewissens – „die Seele baumeln“. Das meint, wir geben uns völlig dem
„Zufall“ hin, wir kalkulieren mit dem „Glück“, wir zeichnen für das, was wir da in uns
rumoren lassen, nicht verantwortlich.
Phantasie kann man steuern, Wünsche sogar in ihrer Wirkung ausrechnen, planen und
verfolgen. Aber „tcheumen“ und nichts dafür können, was da so in einem hochgärt, das ist der
Kristall des bürgerlichen Hirntodes.
Wir „tcheumen“ von einer besseren Welt, von „ein bisschen Frieden“, so, als wenn man ein
Tier schlachtet und „ein bisschen Blut“ rauslaufen lässt (dann zappelt es so schön und noch
viel länger als „gewöhnlich“.). Wer sich den Frieden wünscht, begibt sich in die Verpflichtung, ihn auch ernsthaft zu wollen. Und das fordert dazu heraus, Ursache und Wirkung
gesellschaftlicher Fehlentwicklung zu erforschen. Man muss sich also persönlich einbringen.
Igitt! – Wofür dat dann?
Wie viel schöner ist es dann doch, wenn man „tcheumt“, mit den Leibeigenen kollektive
Unterwerfung zelebriert, flotte Liedchen trällert, fleißig eigens dafür destillierte Gebetchen
plaudert und den lieben Gott einen Unnahbaren sein lässt, der meist in Urlaub und damit
abwesend ist.
Was halten wir von der Phantasie – nicht Fantasie: wer die hat, hat gar keine! – und von den
daraus sich entwickelnden Wünschen und dem ganzen organisatorisch notwendigen Rattenschwanz an Vorbereitungen und Einsätzen?
Wie gern proklamieren die „Tcheumer“ ihre Anfälle von „Kcheatifität“ – wohl gemerkt:
nicht der schöpferischen Einfälle! – Denn Kreativität findet sich auch in der perversen
Fantasie der Folter- und Mordspezialisten weltweit! Phantasie hingegen lässt schöpferische
Ideen entstehen, bedeutet also Kulturfortschritt, der nichts anderes will, als die materiellen
und geistigen Lebensverhältnisse der Menschheit zu verbessern.
„Tchaumtänzer“ sind jene, die ihrer Phantasie folgen und deshalb aus den Normen ausscheren. Zu gern setzt man ihnen Grenzen, Mauern, sperrt sie weg, umstellt sie mit Normativen übelster Gesinnung. „Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander“ heißt tatsächlich:
Wer von Wahnsinnigen, also psychisch Kranken mit Zwanghaftigkeit zum Lebenseinschränkenden umstellt ist, kann von sich sagen, dass seine Phantasie und schöpferischen
Kräfte vom Prinzip boshaft Hemmender umgeben ist – sie „rücken ihm also auf die Pelle“.
Fernau bezeichnet politische „Tcheumer“ als „Romantiker“, also als Personen, die
zwanghaft dem Phantom der Blauen Blume des Unerfüllbaren bis ins eigene Verderben
folgen müssen. Nicht nur die „Kcheatiefen“ der Massenmorde des letzten Jahrhunderts
gehören zu ihnen; wir haben heute die optische Technik, durch Brillen schauen zu müssen,
die die Originalfarben in ihre Komplementärfarben umwandeln, auch die unbunten. So wird
aus schwarz plötzlich weiß, aus rot das landschaftserfrischende Grün, so dass uns entgeht, wer
nun in tiefroter Häme auf das Jesaja-Wort spekuliert, Gott werde die Täler erhöhen, die Berge
aber einebnen, und daraus ein politisches Konzept des kollektiven kleinsten gemeinsamen
Nenners in Denkanspruch und Lohnniveau strickt!
„I have a dream“ ist die Proklamation eines Bürgerrechtlers, in der Definition nicht exakt
getroffen, von den „Realpolitikern“ aber als Wunschvorstellung richtig eingeschätzt, so dass
man das Todesurteil vollstrecken konnte, um dieses Fieber der Menschenrechtseinforderung
rechtzeitig stoppen zu können.
Ahmen Sie das nicht nach! Haben Sie einen Traum, denken Sie daran, dass Ihr Wille daran
nicht beteiligt war, und konstruieren Sie daraus kein neues politisches Programm! Sie sehen
ja, wie gefährlich das wieder werden kann. Sollte Ihnen jemand erzählen, er „tcheume“ vom
Frieden, wünschen Sie ihm einen guten Tag und Weg. Sollte Ihnen jemand von seiner
Fantasiefähigkeit erzählen, lachen Sie ihn getrost aus: Damit ist es nicht weit her! Aber wenn
jemand in aller Stille sein Talent reifen lässt oder gar sein Genie pflegt, nehmen Sie allen Mut
zusammen und signalisieren Sie ihm, dass man auf ihn wartet.
Es kann sein, dass er sich nicht beeilt – diese Leute wissen, wann sie auf Widerstand stoßen
werden, und sie müssen deshalb taktieren. Aber er bewegt bereits etwas, indem er da ist. Die
KZ´s waren mit solchen Persönlichkeiten gespickt wie ein gebratener Hase. Ihnen galt der
konzentrierte Hass der „Tcheumer“ vom Großreich oder vom Sieg des Sozialismus oder vom
Endsieg der Rasse oder schlicht vom glorreichen Untergange der Vernunft.
Raten Sie mal, wo wir heute stehen!
Und Sie möchten „wählen“ gehen, was sich „auserwählt“ wähnt?
Gnade Ihnen Gott!
Der ist nicht abwesend! Den können Sie aber auch nicht wählen. Aber Sie können eine enge
Beziehung aufrecht erhalten, die Ihnen von Geburt an mitgegeben ist.
Kennen Sie das Schicksal eines solchen Menschen?
„Seht, da kommt der Träumer!“
In die Grube gestoßen, als Sklaven verkauft (gilt auch heute wieder), von Potifars Weib
verleumdet, aber endlich zu Ehren und zu seinen Qualitäten erhoben, die man doch so gerne
weggeputzt hätte.
Lustig, wenn eines Tages der „Tcheumer“ die Lebensmittel verteilt, die zu lagern die
Normativen zu dämlich waren!
Es geht also nicht darum, den Hunger nach dem Unerreichbaren zu stillen, die „letzten
Geheimnisse dieser Welt“ zu lüften, sondern um die Sättigung derer, die, sobald sie geboren
sind, zum Gebrauch für allerlei herumgereicht und ausgenutzt werden.
Weihnachten ist und bleibt nicht das Fest für die beutegierigen und bestechungsfrivolen
Erwachsenen. Nur haben die Kinder nichts davon. Sie – als „die Tcheumer“ schlechthin
verachtet und als Lügner bezeichnet – sind nur der Lockstoff für Profit und Geschäftsbilanzen
der Kommerzstrategien.
Also stellen wir uns auf die Seite der „Tcheumer“ der ersten Stunde, heißen sie willkommen
und bitten darum, dass der Schöpfer uns Mittel offenbare, sie zu schützen.
Das wäre mein Friedenswunsch – das ist nicht mein „Tchaum“: den schenke ich Ihnen, die
Sie mir dennoch nicht glauben.
Friede sei mit ihnen!
Ihrhove, den 1. September 2013
Das politische Alibi des Atheismus
Theismus ist die krankhafte Übersteigerung eines Gottesbewusstseins. Dieses wirkt in der
Religion als die individuelle Auseinandersetzung des Verhältnisses eines Menschen mit dem
Geiste der Schöpfung, wie auch immer dieser sich definieren lasse.
Die Religion ist eine Erfahrung eines jeden menschlichen Wesens entsprechend seiner
unverwechselbaren Einmaligkeit und Unwiederholbarkeit. Wer aus seinem religiösen
Erlebnis Gesetze ableitet, die als das Verhältnis Mensch-Schöpfer auf festgelegten Bahnen
vorzuschreiben erdacht wurde, entwickelt eine Konfession. Deren Vertreter lassen daraus eine
Institution entstehen, die der jeweiligen Konfession zu dienen hat. Im christlichen Bereich
wird daraus die Kirche. In anderen Konfessionen schart man sich um die jeweiligen TempelLehren oder dient anderen hierarchischen Ordnungen.
Konfessionen übernehmen die Herrschaft ihres Gottes / ihrer Götter als Stellvertreter der
göttlichen Macht. Man beruft sich gerne auf Erleuchtungen, Offenbarungen oder leitet das
Sendungsbewusstsein aus Träumen oder Halluzinationen ab. Es ist offensichtlich, dass weder
Eidetik noch Religion in ihrer Individualität von Interesse sein können, weil die Freiheit, sich
mit dem Schöpfer persönlich auseinanderzusetzen, nur Einzelverbindlichkeiten implizieren
können. Macht aber braucht die Begründung einer Heilsidee, ihrer fest zugesicherten
Garanten und ihrer Schergen, um die Masse der Opferwilligen organisieren zu können.
Zu gern bekennen sich die Menschen des 20. und 21. Jahrhunderts gegen die Existenz
Gottes, ohne ihn verbindlich definieren zu wollen oder zu können. Nur allzu beliebt ist der
Spruch: „Ich bin überzeugter Atheist!“ – Was ist an diesem so mutigen Bekenntnis Überzeugung, was Utilitarismus?
Von den 88% Normativen sind die meisten „Selbstversorger“ in Sachen Religion, wie sie
meinen. Sie holen sich ihre Erkenntnisse aus dem Bedarf der ihnen zugänglichen Fakten,
ohne sich ethisch gebunden zu fühlen. Dabei kommen ihnen die Konfessionen in die Quere,
denen sie sich insgeheim durch ihre Kindheit und evtl. Zugehörigkeit zur Kirche (als Rückversicherung für alle Fälle) verbunden wissen. Sie erklären, es sei kein Gott bewiesen, und sie
verlangen Fakten und Beweise, und die Befürworter der Konfessionen mühen sich unablässig
um „Volksnähe“, um „Wunder“ und um „Heilige“, um die Brücke zu ihrer Institution nicht
verfallen zu lassen.
Aber die Normativen benötigen keinen Gott. Waren sie von Natur aus als Kinder religiös
begabt, wuchsen sie an ihrem persönlichen Bedarf in ihre Funktionen Leben, und im Vollbesitze ihrer Kräfte und angeeigneten Möglichkeiten fühlen sie sich autark, also stark genug,
um ohne einen persönlichen „Gott“ auszukommen.
Zwei Gegenmittel halten ihre Standpunkte bereit:
1. Wir lassen nur einen Gott zu, der für uns beschreibbar und in seinen Handlungen logisch
erkennbar ist. Da es zu viele unterschiedliche Interpretationen eines solchen Gottes gibt,
lehnen wir eine solche Figur ab – die Männer, weil sie ihrem Idealbilde des homo erectus
nicht entsprechen, die Frauen, weil Gott nicht als Frau definiert worden ist.
2. Wir schmälern die Macht der Konfessionen, indem wir möglichst viele unterschiedliche
fördern und gegeneinander ausspielen. Nach dem Darwinschen Prinzip werden die
überleben, die das größte Durchsetzungsvermögen vorweisen. Das bedeutet: Wer die
bestimmendste Hierarchie führt und am brutalsten gegen Ungehorsam, Andersgläubige
oder Überläufer vorgeht, hat den Sieg und damit die größte Glaubwürdigkeit.
Wir diskutieren dabei in sogenannten demokratischen Politsystemen – in Diktaturen jeglicher
Prägung entscheidet die Staatsführung über die „richtige“ (die ihnen dienlichste) Konfession.
Solange es Parteien gibt, die sich nach allgemein gesellschaftlichen Formen ihr Programm
schreiben, bleiben auch die primären Bemühungen politischer Natur. Aber ihre Bezeichnun-
gen verraten durch ihren Pleonasmus Unsicherheit, weil sie doppelt zu beschwören bemüht
sind, was im einen oder anderen Teil ihrer selbst gewählten Bezeichnung kränkeln mag.
Die markanteste Bekenntnisgruppe sind die Sozialdemokraten. Jeder weiß, dass man als
sozial engagierter Bürger nur demokratisch miteinander leben will, und jeder weiß auch, dass
jeder Demokrat im Kern sozial verlässlich eingestellt sein muss, um seiner Überzeugung
gerecht leben zu wollen.
Die Christlichen Demokraten haben die Betonung entweder auf Demokrat, dann sollten sie
ihrer Religion leben und nicht konfessionell utilitaristischen „Zwängen“ gehorchen, und legen
sie ihren Schwerpunkt auf „christlich“, dann sollten sie ihr Programm nicht der Konfession
unterstellen, sondern ihrem Gewissen, den vier Evangelien und darin der Kernbotschaft Jesu.
Täten sie das, hätten wir eine andere Bildungs- und Sozialpolitik. Sie sind aber bestrebt, in
dieser Richtung Politik zu machen.
Freie Demokraten sind in ihrem Pleonasmus so abergläubisch, dass sie der Demokratie
allein nicht vertrauen, sondern über sie die Freiheit ihrer Entscheidungen zu stellen scheinen.
Liberalismus jedoch ist ebenso eine krankhafte Übersteigerung der Gewissens- und Gedankenfreiheit wie der Sozialismus, der von sich behauptet, er vereine Demokratie und Soziales –
aber der Sozialismus ist die Konfession des Neides, ebenso wie der Kommunismus, und zugleich die Form der Bürgerbevormundung. Da man sich aber „sozial“ zu geben wünscht,
überlässt man die Drecksarbeit offensichtlich der Schwesterpartei, als die Komplementärfarbe: Was der Neid nicht öffentlich einschränken und wegnehmen kann, besorgt dann der
Club der sozialistischen Heuchler – von Partei wollen wir nicht reden, ebenso wenig wie von
dem Haufen der Piraten, deren Programm so unverblümt auf den Tisch des Hauses geknallt
wird wie vormals das Vorweisen der Folterwerkzeuge, um den Delinquenten zum Einlenken
zu bewegen.
Die Parteien der Ismen fühlen sich dem Atheismus mit dem Sozialismus eng verbunden.
Der Grund: Man braucht keinen Gott, wenn man im Spiegel sein Ebenbild bewundern möchte
und die Öffentlichkeit zwingen will, diese Selbstverehrung zu befürworten. Normative sind
sich selbst der wahre Gott, denn der existiert, solange man lebt und herrscht, und da alle
Geschäfte sowieso über den Tisch der Macht laufen, stört ein Gott testamentlicher Prägung
nur. Er wird abgeschafft.
Die Konfessionen haben die Wahl: Sind sie in der Hand der Regierenden, sprechen sie von
einem Gottesstaat. Dümpelt ihr Gottverehrungsbetrieb abseits des aktuellen Geschehens, verlangt man von ihnen dekorative Dienste und ideelle Unterstützung – mindestens aber, dass sie
den Mund halten und sich nicht einmischen. Mit der Kunst ist es ebenso: Solange sie verkündigt, wird ihr der Brotkorb öffentlicher Förderung immer höher gehängt. Verkommt sie zur
Dekoration der Selbstdarsteller, schwimmt sie in der Protektionsbrühe.
Der Atheismus also bestimmt, ohne erkennbare Konfessionszugehörigkeit – denn er braucht
keine spezifische Institution, er beherrscht die bestehende Politik des Wegsehens und Unterlassens durch Sperrung finanzieller und personeller Mittel.
Die Wahl steht an. Natürlich beruft sich jede Partei auf ihr Programm. Was sie verspricht,
muss sich damit decken. Zusätzlich ist gar nichts möglich. Also lenkt man den Blick auf
Kandidaten, die suggerieren müssen, dass man auf sie gewartet hat wie auf den Messias. Das
Wohl des Volkes steht für diese Zeit im Mittelpunkte des Stimmenpokers. Nach der Wahl
beruft sich jeder auf seinen Sieg und den „Wählerauftrag“, den er getreulich zu erfüllen hoffe.
Das nennt man auch „heiße Luft“ für einen Ballon der kurzen bunten Hoffnung.
Die Wahrheit ist: Gäbe es keine Regierung, könnte das Volk dennoch nicht aus der Spur
laufen: Die Administration, die Verwaltungen aller Orten lenken und überwachen die
Geschicke. Es geht nichts verloren, was nicht von Interesse wäre. Und Wirtschaft und
Industrie legen überall dort Hand an, wo man mal wieder „nicht genau hingeschaut“ hat – zu
mehr reicht es sowieso nicht. Die Entscheidung heißt also nicht: Welchen Kandidaten, welche
Partei wähle ich, sondern: Wer plant was und warum mit meinem Leben und meinen mühsam
Erwirtschafteten?
Der Sozialismus sagt offen: Alles Vermögen gehört in Wahrheit dem Volke. Es ist nur für
die Dauer eines Menschenlebens geliehen. Um es wieder dem Kreislaufe zuzuführen, muss
man den Bürger zwingen, es flüssig zu machen. Deshalb dessen Flucht in Steueroasen,
deshalb auch die horrenden Kosten in der Versorgung jener, die nicht mehr für sich selbst
sorgen können.
Zur Tiefenpsychologie des Sozialismus gehört die totale Überwachung, die Kontrolle aller
handlungsauslösenden Gedanken und Wünsche. Lenin, der Gott des Neides und der rächenden Habgier Benachteiligter, formuliert: Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser. Der Sozialismus unserer Tage korrigiert: Vertrauen ist Dreck – Kontrolle bis ins kleinste Detail ist die
wahre Staatsführung! (Nicht die Treue zum Betrieb, zur Firma, zu den Kollegen als Team
Gleichgesinnter zählt, sondern gefragt ist durch das Management die lückenlose Kontrolle
über die evtl. noch ausbeutbaren Kraftreserven des Arbeitnehmers!)
Das ist der Kaperbrief für alle Geheimdienste und die „Staatssicherheitsdienste“, gleich,
welcher Prägung!
Indem die Wirtschaft dafür sorgt, dass die soziale Zelle Familie zermürbt und zerschlagen
wird, indem die Arbeitsverhältnisse mit Dumpinglöhnen gegen die Menschenrechte verstoßen, zwingt man den Nachwuchs in die kollektive Aufbewahrung und Beeinflussung aller
Art und verbündet sich mit dem AlibiAtheismus.
Kapitalismus und Sozialismus, den es nirgend als realisierte Staatsform gibt, sondern als
Phantom herumspukt, bilden die erschreckende eine Union.
Die zweite beruft sich auf Christentum und Soziales in einer Demokratie. Ob sie es halten
wird? Sie muss den Atheismus auf überkonfessioneller philosophischer Ebene die Argumente
aus der Hand schlagen, und sie muss dem Raubtierkapitalismus in die Speichen greifen
können, sie muss der Ideologie des Sozialismus wie auch des Nationalismus argumentativ
überzeugend entgegentreten und im Sinne Europas die national gesunde Partnerschaft dieses
Volkes überzeugend verbessern können. Möglicherweise könnte man aus dem Fundus der
Gesinnungen, wenn nicht aus den Parteien, Persönlichkeiten ins Geschehen führen, denen
diese Aufgaben am Herzen liegen und denen die Argumente gegen das Unwesen des Kulturverfalls geläufig sind. Das bisherige mühevolle Ausbalancieren der Machtzugriffe von allen
Seiten kann man nur durch Überlegenheit der Parlamentsitze Gleichgesinnter beenden und die
Verantwortung für angezettelte Fehlentscheidungen von der Legislative fordern, nicht etwa
erst von der Administration!
Eine andere Möglichkeit sehe ich nicht, das Absterben des Demokratie durch die manipulierten Plebiszite der jeweils mobilisierten Masse dank der Medien aufzuhalten.
Der 22. September ist nicht die Lösung – eher ein Symbol, eine Wegmarkierung. Das Ziel
bedarf einer sicheren Analyse und erstklassiger Praktiker, die Erkenntnisse als sozial ideal
wirksame Demokratie gegen alle Selbstsucht der Pseudo-Atheisten umzusetzen.
Den wahren Atheismus gibt es nicht: Er funktioniert wie das Peitschen des Meeres mit
Ruten. Denn alles, sagt Schweitzer, ist belebt – in allem wohnt der Schöpfungsgeist, eines
jeden Schöpfungskernes Wohnung ist Materie. Wer das leugnet, muss seine Existenz
bestreiten. Warum sollte er das wollen?
Wir wünschen – im Sinne der glücklichen Zukunft unserer Verstoßenen – einen
gelingenden Wechsel der herrschenden Absichten.
Ihrhove, den 15.September 2013
Nachdem die Wahl am 22. September die absolute Mehrheit verfehlt hat, die nötig ist, um
das allgemeine Kulturstreben der Humanitätsgesinnung dem Sozialismus nachdrücklich
gegenüberstellen zu können, müssen wir die Eckpunkte festmachen, von denen aus die
einzelnen Messpunkte politischer Eindeutigkeit auszumachen sein werden.
Der große Fehler der öffentlichen Meinungsmacher liegt im Beschnüffeln der
Parteiprogramme, deren verkürzte Aussagen eher verwirren als von den Personen ablenken,
die sie nicht garantieren können, und dem Röntgen der „tragenden Figuren“ des Wahlgeschehens.
Entgegen der Taktik der „Sportarenen“, auf Sieg oder Niederlage um sich zu schlagen, muss
die Politik führenden Köpfen anzuvertrauen sein, die sich nicht nur mit Fakten, sondern auf
der Basis hoher Ethik und im Einvernehmen mit den Grundwerten einer Gesellschaft befassen
können.
Folgende Themen stehen auf Dauer an, die stets auf dem Prüfstande solider Argumentation
bestehen können müssen:
- Der Sozialismus muss seine Luft herausgelassen bekommen, indem man
konsequent das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit gegen das höhere der sozial
sicheren Versorgung aller Bürger austauscht.
- Die Bildung kann nicht ein bloßes Übertragen des Lehrmaterials auf den Intellekt
der Schüler bedeuten: Bildung umfasst alle Formen der Intelligenz und setzt
zunächst die Erkenntnis der Begabungen und sodann ein treffsicheres Förderungskonzept derselben voraus
- Die Rahmenbedingungen einer Gesellschaft sind der Schutz und die uneingeschränkte Förderung der Kinder und der aus dem Berufsleben Ausgeschiedenen.
Jede Form der Vermassung, vor allem der planmäßig vorangetriebenen Unterversorgung humanitärer Grundbedürfnisse, ist als Angriff auf die Würde und die
Rechte des Menschen zu verhindern. In der Individualität muss sich der Wille lebendig erhalten, zum Wohle aller seine Gesinnung in das Kulturstreben einzubringen. Das heißt: Schule wie Altersversorgung bis hin zur Pflege Todkranker
sind der Sorge jener Persönlichkeiten zu empfehlen, die sich ihrer Aufgaben auf
Dauer als würdig erweisen. Die These von der Ausführung eines Jobs meint, eine
Gelegenheitsarbeit gegen die nächste andere tauschen zu können. Beruf und
Begabung sind zur Zeit Fremdwörter und werden vorsätzlich Fehldeutungen unterworfen und fehlgelenkt, damit ihre Ansprüche wirkungslos werden.
- Den Christdemokraten bedeutet ihre Bezeichnung eine Erhöhung ihres demokratischen Denkens in Richtung auf höchste Ethik – anders hätten sie keine Berechtigung, sich als solche zu bezeichnen. Darin ist der soziale Aspekt selbstverständlich zu sehen. Auf dieser Ebene fehlt ihnen ein Bündnispartner, der von sich behauptet, er habe die gleichen Ziele, zumindest auf dem sozialen Sektor. Da es
keine wirklich glaubwürdigen Atheisten geben kann, wird man miteinander eine
Politik der gleichen Interessen mit unterschiedlichen Akzenten parallel fahren
können, wenn die Beratungen und Zielfassungen auf höchsten geistigen Niveau
geführt werden.
- Wir raten zu einem Bündnis der Christ- und Sozialdemokraten mit der sich neu
etablierenden Linken, weil in dieser Partei neben notorischen Schaumschlägern
sehr intelligente Meinungsbildner ihre Marschroute festzulegen gesonnen sind. Die
Führung der großen Bürgerparteien wird sich mit jener der Linken auf Sektoren
einig werden können, wo sich kleine Gemüter um Prinzipien und Durchführungsstarrsinn schlagen werden.
- Da sich die Sozialisten mit dem Kapitalismus verbündet haben, um die Familien zu
zwingen, ganztägig in Arbeit gehalten zu werden, so dass ihre Kinder den
Ideologien einer Staatserziehung unterworfen werden können, besteht für die
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Union, selbst oder gerade mit den politisch hochintellektuellen Linken, die lösbare
Aufgabe, der Sozialdemokratie eine solide dauerhafte Grundlage zu schaffen.
Denn Sozialdemokraten der historischen Prägung sterben aus, und die moderne
Methode, an das Geld anderer zu kommen, hat mit sozialem Engagement gar
nichts zu tun: Sie ist eine wachsen-de Gefahr der Uninformierten.
Einmalig in der Geschichte, jener Partei heimzuleuchten, die sich als Wortführer
und Siegelbewahrer der Sozialdemokratie selbst immer wieder beweihräucherte
und im Verbunde mit den sich stimmenauszehrenden Gewerkschaften zu den
ethischen Skandalen in der Welt der Wirtschaft und der Industrie das große
Schweigen inszeniert haben!
Im Mittelpunkte bleibt das national genährte Interesse am Wohle jedes einzelnen
Staatsbürgers, seine Würde privat und auf dem Arbeitsmarkte zu garantieren und
dafür zu sorgen, dass nicht die Richtlinien für „Grundversorgung“ von gewissenlosen Gruppierungen ausgeklügelt und als Heilmittel getarnt den Parlamentariern
unter den Sitz zum Ausbrüten gelegt werden! Die Christ- und Sozialdemokraten
haben die große Chance, die Weichen im Verbunde mit den etwas eng gefassten,
aber groß gedachten Zielen der Linken zu stellen.
Wenn man sich an Personen orientieren möchte, dann sollte man nicht vergessen,
welche großartigen Köpfe es in dieser Republik zu rekrutieren gilt und welche von
ihnen als scharfsinnige Analytiker und zugleich schöpferisch überraschende
Erfinder neuer Sozial- und Wirtschaftsbedingungen dem Vasallentum dieser
Republik ein Ende bereiten müssen. Partnerschaft hat mit Unterwerfung nichts zu
tun, und für andere ohne eigene indirekte Betroffenheit jahrzehntelang Krieg mit
Systemen zu führen, die wir hier durch demokratische Mittel in die Schranken
verweisen könnten, wird von den Linken zu Recht angegriffen und als politisches
Mittel ausgeblendet.
Krieg sei Politik mit anderen Mitteln, ist eine verlogene Doktrin und dem
Apostulat eines Uniformgläubigen entsprungen. Wer den Frieden will, darf nicht
tatenlos zusehen, wie man seine Kinder aus dem Hause holt und in ideologische
Zwangsjacken stopft! (Wer sich dem widersetzt, wird in den Suizid gemobbt).
Aus der Stärke der Stimmenmehrheit mit einer solide geführten Minderheit eine
gleichberechtigte Partnerschaft zu führen, sollte als Nahziel die Voraussetzung für
vier Jahre Bündnispolitik dieser Republik bilden. Gehen Sie also getrost zu Rate!
Wir wünschen dazu alles Glück der Einsichtigen!
23.September 2013
„Geschlossene Gesellschaft“
Mit dieser Überschrift hat sich die Gruppe Ehemaliger der Odenwaldschule
gegen das Prinzip Lehrerschaft gestellt, deren Gesamtheit nichts bemerkt und
nichts verändert haben wollte. Es klagen die Opfer gegen diese verordnete und
großenteils auch willentlich übernommene Blindheit eines privaten Gymnasiums, das auf eine gewisse Tradition des Widerstandes gegen Allgemeingültiges von sich reden machte.
Es war nicht der Alleintäter Gerold Becker, es war die ideologische Crew der
Wegbereiter und pädagogisch-wissenschaftlich Geharnischten, die den Geleitzug in die Verbannung der Menschenwürde gegen Späher und Kläger verteidigte. Odenwaltschule war also ein politik-energetisch versorgtes Kloster sich
selbst überlassener Charakterdeformierter und weniger „Unparteiischer“, in
Unwissenheit belassener Lehrer, die ihre Arbeit ungewollt auch als Alibitätigkeit für den guten Ruf der Odenwaldschule präsentierten = Sie taten ihre Pflicht,
wie man es sie gelehrt hatte, die anderen waren die Marodeure, die über die
Opfer das Los warfen und sich gegenseitig zuspielten.
Man spricht von Dauertätern und von jenen Reuigen der einen Tat, danach war
Ruhe. Die war nötig, um nicht „aufzufliegen“. Nehmen wir sie aus dem Sumpfe
ihrer Gesinnungsdümpler heraus, so sollten wir ihre Chance prüfen, sich hernach
rehabilitieren zu wollen. War ihnen das überhaupt möglich?
Pädagogische Fehlentscheidungen sind für die Boten des Schöpfers ihr täglich
schimmeliges Brot des Leidens. Wer es ihnen dauernd reicht, ist lebenslänglich
an ihnen schuldig. Wer es ihnen aber einmal gereicht, von der Wirkung seines
Tuns aufgerüttelt und angesichts des nun mitzuerlebenden Leidens seine Persönlichkeit wiederfindet, hatte seine Chance – es fragt sich, wie er sie nutzte.
An dem Vorwurfe der nur einmaligen Tat leidet der Gewissensträger ein
Leben lang – es wird ihn nicht entschulden. Was kann er, jenseits aller Straf-,
also Rachegier der „Gerechten“, selber aus freien Stücken und grundlegend
gewonnener Einsicht, jetzt ändern? Wie urteilen die Betroffenen über ihn?
Ihm steht offen, den Wert allen Kindseins zu ermitteln, um ihm gerecht
werden zu können. Er kann zukünftig allen ihm anvertrauten Schutzbedürftigen
die Wege zu eigener Sicherheit ebnen und sichern, ihnen Lasten abnehmen, sie
in ihrer Bedrücktheit trösten, ihr Leiden lindern. Er kann ihnen ihre Würde
garantieren und muss sich dafür von den Ungerührten verhöhnen oder gar
maßregeln lassen. Er muss bereit sein, der Kompass auf ihrem Lebenswege
werden zu wollen, bereit, bei eigener Missweisung mit ihnen alle Konsequenzen
aus diesem Fehlkurs zu tragen. Er kann sich in Demut sammeln und zum Lauschenden der kindlichen Psyche werden, kann sie verteidigen, wenn er sie versteht, er muss um ihre Herzen ringen und darf sich beschenken lassen, ist er nur
fähig und willens, sich ihrer eigenen Bedeutsamkeit zu unterstellen.
Die sicherste Orientierung, Fixpunkt aller Erkenntnisse, ist die Erkenntnis der
Jesuanischen Kernaussage in Matthäus 18, 1-11. Daraus die Konsequenz zu
ziehen, heißt, sich der Bedeutung eines jeden Kindes zu unterstellen, aber nicht
in einem hierarchischen Verständnis, sondern in der horizontalen Weite menschenmöglicher Liebe. Sie ist ohne Eigennutz, sie verlangt nichts zurück. Aber
die Kinder, denen sie lächelt, verstehen dieses Signal als das sie belebende Element für künftige Tage und kommen, sich in der Nähe des Lichtes niederzulassen, das ihnen leuchtet.
Wenden wir uns den Opfern jener Lehrer und „Erzieher“ zu, den Kindern, die
mit ihrem Erlittenen ohne Perspektive fertigzuwerden hoffen! Das Überwinden
in die Zukunft hinein ist schon ein außergwöhnlicher Kraftakt – es wundert, dass
er überhaupt gelingt. Aber da es nicht nur „Missbrauch“ Schutzbefohlener in
den Schulen und anderen Aufbewahranstalten ist, sondern in sehr vielen Familien lebenslange Schäden verursacht, muss zwischen ihnen allen ein Konsens
geschaffen werden, der sie zu einer besonderen Gemeinschaft erhebt, deren
Fundament auf Leidenserfahrungen beruht, über deren Verursachung strenges
Schweigen gebreitet liegen soll, aber nicht darf.
Von der Gesellschaft ist keine Rettung zu hoffen: Sie ist ein Konglomerat aus
Interesse am Eigennutz und Neid gegenüber dem, was man aus eigenen Kräften
nicht (mehr) haben kann. Sie funktioniert nach dem Hühnerleiter-Prinzip, und
die Küken, die Schutzbedürftigsten, stehen unten im Mist, während ihre Aufpasser und die sie „Gebrauchenden“ auf sicherer Stange hocken, zuoberst die
herrschende Macht, bevor sie in den Kochtopf wandern.
Mit der Erkenntnis des Evangelientextes Matthäus 18 und ihrer umwälzenden
Botschaft Vers 10 ändert sich der bislang installierte Stellenwert des Kindes
grundlegend. Es sind nicht mehr die „Zwerge“, „Mäuse“, „Flöhe“ oder sonstige
„Überflüssige“ unter dem Spielzeuge Erwachsener (Puppen oder Haustiere sind
da viel pflegeleichter und mühelos zu entsorgen), sondern es sind die Favoriten
im Bewusstsein der Humanitätsgesinnung. Sie haben den bedeutendsten Status
unter den Lebewesen, und sie sind dem Schöpfer unmittelbar Gegenwärtige!
Und das heißt, dass Charakterdeformierte wie Becker und seine Helfershelfer
nicht bloß „Kinder missbraucht haben“, sondern sie haben der Schöpfung insgesamt den Krieg erklärt. Das muss zu Konsequenzen einer Wertigkeit ihrer
Lebensleistungen führen: Korrekturen allerseits und –orten sind zu vollziehen!
„Die Opfer von St. Vincent“ bedurften einer zweimaligen Bloßstellung: Vor
ihren Peinigern wie vor der heutigen Öffentlichkeit, die nicht glauben mag, was
ihr da häppchenweise an Brechreizmitteln auf den Teller geklatscht wird. Als ob
es den Betroffenen, die darüber zu berichten sich überwinden mussten, gefreut
hätte! Sie sind also zweimal das Opfer des „Das kann doch gar nicht sein! Da
wart ihr doch selbst mit bei!“ Um diese Fälle wissen wir – es mindert nicht die
Greuel jener, die verdunkelt bleiben können, weil man es so will!
Diesen Opfern ist zuzurufen: „Opfer der Willkür bösartiger Lüste: Es schien
nur im Verborgenen, weil man Euch hilflos und ohne Wert Eurer Lebensbedeutung schuf und Euch so unterwarf – mit Wissen einer Unzahl jener, die um
Euer Leben wussten! Man hat es nicht im vermeintlich Verborgenen mit euch
getrieben, sondern vor dem Angesicht der Schöpfung in der Unmittelbarkeit
seine Würdenträger mit Füßen getreten und ihre Unschuld geschändet, weil es
ihnen Freude machte, euch zu sich hinabzuzerren, weil sie Euer in ihrem Dünkel
von sich und ihrer Weltsicht sicher sein wollten!
Ihr seid größer in Eurer inneren Weite gewesen, als es je ein Haus, eine Institution oder ein politisches System erfassen könnte. Sie haben sich an der Schöpfung vergriffen, indem sie Euch demütigten und Euer Wesen in den Schmutz
gezerrt haben.
An diese Eure von Anfang Eures Lebens verliehene Größe reichen sie nicht
heran, und jeder, der sich gleiches mit Kindern herausnimmt, besiegelt seine
Erbärmlichkeit, für die er sich entschieden hat.
Wer solche Charaktere deckt, entschuldigt oder ihnen Würde angedeihen lässt,
ist Euer nicht würdig und verdient nicht, Euer Licht zu schauen, das bezeugt,
woher Ihr genommen seid, was Eures Auftrages hier sei und wohin Ihr wiederum geladen seid, wenn Euer Werk vollendet sein wird.
Wir alle sind nicht ohne Fehl und Tadel. Wären wir es, dürften wir uns mit
reinem Herzen vor Euch verneigen. Denn das Leiden wird nicht enden, solange
es Hassende gibt, die Euch und Euren Nachfolgern nachstellen werden. Wir sind
mit Trauer erfüllt, wo wir nichts ändern können!
Man wollte Euch nicht hören. Man will auch das neue Leiden mit neuen
Fratzen nicht hören noch wahrnehmen, aus welchem Unrate sie zeugen. Wem
Umkehr noch möglich, werde Euer Fürsprecher und halte mit Euch den Bund
des Lebens. Wer nichts wissen will, sondern nur sich selbst und seinen Lastern
genügt, falle der Entdeckung anheim. Mehr droht ihm hier nicht. Was war er
auch, bevor er zu dem wurde, was Euch schrecken muss?
Ehrfurcht dem Leidenden, den sich mühsam Aufrichtenden, wirksame Hilfe
den Verzagten und Lebensmüden, die ihr Joch nicht ertragen können!
Was des Höchsten ist, sei des Himmels gewiss!“
Ihrhove, den 07.Oktober 2014
Islam – Überflutung ohne Widerspruch?
Der Krieg bedeutet die Kapitulation der Politik. Er rekrutiert Elemente einer
Streitlust, deren ethischer Zustand den Trümmerblumen gleicht: Sie leuchten
Lebenskraft auf Totenhügeln.
Alle Gewalt, alles Quälen und Töten muss sich von der gleichen Lust des
Machtrausches herleiten. Dazu dienen sich jene Befürworter an, denen bei der
Verteilung der Beute etliche Happen zugereicht werden sollen. Findig führt man
Rechtsmeinungen, Rückgewinn der Ehre nach „Beleidigungen“ und etliches
andere Fadenscheinige ins Feld. Sie alle berechtigen nicht zu Übergriffen gegen
die Menschenwürde.
Immer wieder scheint diese einer Definition zu bedürfen – die Kämpfer
jedenfalls füllen sie mit ihren Inhalten, ihren Scheinidealen, um vor der
Geschichte später als gerechte und fromme Kämpfer für das Gute dastehen zu
können. Glaubenslehrer jedenfalls werden sich für diese Lügen ausreichend
finden lassen.
Wir müssen uns in der Erkenntnis als Volk von einigen Brüdern sammeln,
dass jede Lehre, jede Konfession ihren Anspruch auf Geltung verliert, sobald sie
favorisiert bzw. ausschließt, solange sie Hierarchien anordnet und sich ihnen zu
Häupten setzt, die ihr Credo in die Tat umsetzen lassen.
Auf die Jahre der Existenzbehauptung haben sich Juden- und Christentum mit
den „gemäßigten“ Moslems arrangiert. In gegenseitigem Respekt lässt man sich,
je älter diese Konfessionen werden und sich in demokratischen Staatsformen zu
rechtfertigen haben, ungeschoren und arbeitet sich in humanitären Fragen zu.
Wir haben insgesamt vom Mittelalter bis zur Gegenwart enorme Verbesserungen in der Beschreibung und Wirkung der Humanitätsgesinnung durchsetzen
dürfen, und dennoch ist Mangel in vielen Detailfragen einer Überarbeitung
bedürftig.
Die Orthodoxie jedoch hat sich gegenüber allem Fortschritte in der Frage der
Humanität vereist und ist nicht verhandlungsbereit.
Solange man in Systemen mit barbarischer Willkür hantiert, durch die Außenstehende nicht beeinträchtigt oder geschädigt werden, ist es eine Frage der
globalen Umorientierung, wie weit man das gegenüber den Bedürfnissen einer
zu befriedenden Zivilisation tolerieren muss. Wenn aber die Barbarei expansive
Bestrebungen als „religiöse Notwendigkeit“ predigt, muss der infernalischen
Mordlust generaliter der einmütige Wille der zivilisierten Völker entgegentreten.
Keine Barbarei ist mit „eigener Kultur“ schönzureden, denn Kultur bedeutet
das unablässige Streben nach materieller wie geistiger Verbesserung der
Lebensverhältnisse (A.S.) Wer mit verlogenen Gründen abzutauchen gesonnen
ist, darf nicht unter die Kulturvölker gerechnet und nicht den Naturvölkern mit
einer hohen Sozialform vorangestellt werden.
Wir haben diese (durch die missionarisch angetriebenen Gewalttäter) Betroffenen zu schützen. Der beste Lehrmeister bei sich duckendem „Pazifismus“ sind
die Konsequenzen des Nichtstun und der verordneten Ohnmacht, die zu
Massakern der überfallenen Opfer führen.
Die großen Konfessionen – von der Lehre Buddhas einmal abgesehen, die
damit keine Probleme hatte – haben sich aus ihrem Gerechtigkeitswahn
göttlicher Strafgerichtlichkeit mit irdischen Auftraggebern zu Humanitätsdenken
überreden lassen. Der Islam jedoch hält sich in einem Splitterparteienprinzip
selbst entscheidungsohnmächtig. Es gibt keine offizielle Instanz mit Weisungsbefugnis. Jeder Staat mit „religiöser“ Polit-Führung erklärt sich zu einem
Gottesstaat, sobald er den Koran als Grundlage seines Rechtsverständnisses
bekennt. Die Gebräuche, mit Menschen zu verfahren, die sich aus Gründen aller
Art aus den Rechtsverpflichtungen abgemeldet haben, sind immer noch dem
Mittelalter-Verständnis verbunden.
Globalisierung ist einerseits ein Begriff der wirtschaftlichen Plünderung der
Masse Mensch. Dem Islam wohnen Kräfte inne, sich dagegen intern zu wehren.
Aber mit der Vernetzung der Staaten weltweit muss auch die Gesinnung der
einzelnen Konfessionen abzustimmen sein, weil das globale Interesse nicht den
barbarischen Einzelinteressen philosophisch-ethisch rückständiger Humanitätsblockierer überlassen bleiben kann. Denn die Überwindung der humanitären
Schädigung durch egomanische Bereicherung einzelner kann nur durch die
gemeinsame Stärke einer funktionierenden Humanitätsgesinnung überwunden
bzw. in Schranken gehalten werden.
Der Islam in seinen positiven Denkern und Bewahrern konfessionell edelster
Motive muss Verbündeter im Widerstand gegen Ausbeutung und Gesetzesmissbrauch werden. Dazu braucht er die geballte Kraft seiner besten Köpfe. In
diesem Verbunde müssen die schädigenden Einflüsse konfessioneller Eiferer mit
charakterlichen Defekten von den schöpferischen Kräften unterschieden und
diese letzteren gefördert werden. Denn auf der Basis einer weltweit geltenden
islamischen Friedenssicherung können auch jene militanten nicht-islamischen
Interessensvertreter in den Zaum genommen werden.
Europa ist das Ziel islamischer Unterwanderung großen Ausmaßes. Das ist,
bei der Hilflosigkeit christlich-konfessioneller Zersplitterung und der Ratlosigkeit vieler Zweifelnder, eine Alternative, die nur deshalb an Zahlen gewinnt,
weil sich gewisse Elemente wieder als Wort- und Ideologieführer breit machen
können, denen sich hier die Zuhörer genervt verschließen.
Radikalität ist nirgend stubenrein. Sie ist die Trümmerblume, deren Blätter
brennen und deren Samen hochgiftig das Leben bedroht. Wir brauchen eine
islamisch weltweit gültige Instanz, mit der sich bindend verhandeln lässt, deren
Zielfassung demokratische Entwicklung zulässt und die sich weigern wird, sich
in die nicht missionarisch um Frieden mühenden anderen Konfessionen einzumischen.
Aus einem Interessens- wird ein Friedensvertrag, sicherlich auch mit Klauseln,
die die üblichen Geschäftetricks, die ohne den Islam üblich sind, nicht mehr
zulassen werden. Wir müssen vermuten, dass es nicht nur um die Zurückhaltung
islamischer Glaubensvertreter geht, sondern dass auch womöglich aus anderen
Lagern die Verhandlungsbereitschaft noch keine breite Mehrheit wird finden
können.
Einem solchen ideellen Verbunde muss eine Grundlage garantiert sein, die der
Humanitätsgesinnung keinerlei Einschränkungen auferlegen wird.
Die Kraft des Islam ist, entsprechend den jüdisch-christlichen Zusammenschlüssen, die schon hier und da zaghaft erblühen, eine weitere verlässliche
Lebenskraft, weil sie ihre Eigenständigkeit kämpferisch untermauert. Sie wird
sich bewähren, sobald sich die Konfessionen als gleichberechtigt verständigen,
nicht etwa als politische Interessensvertreter, denn deren Regierungen verändern
ihre Konzepte zumeist, um auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren zu
können.
Wirtschaftsmacht ist ebenfalls eine Energiequelle, aber sie bündelt nicht die
Friedenswilligen, sondern die Zahlungsresistenten gegenüber dem weltweiten
Bedarf nach gerechter Verteilung. Diese Phalanx bricht niemand auf, weil sonst
die Handelsbeziehungen zusammenbrächen und die Krisen weltweite Ausmaße
annähmen. Das weiß man. Die Ideen, die Stärke der Gewissheit, das wahrhaft
erwiesen Gute zu wollen, bilden den Dünger für die Äcker des Friedens. Aber
will man ihn?
Antworten auf die Fragen der Aktion
Christ in der Gegenwart
vom 20.10.2014
1. „Der Islam ist eine friedliche Religion. Extremisten … missbrauchen ihn
nur.“
Antwort: Ich unterscheide zwischen Religion ( ) und Konfession,
welche die jeweiligen religiösen Erfahrungen und Erkenntnisse in Regeln,
Rituale und Gesetze schmieden und sie anderen als Joch auf den Rücken
packen.
1. Jede Konfession, die Gewalt, Lohn und Strafe und die Unterdrückung der
Gedanken- wie Gewissensfreiheit fördert sowie die freie Ausübung der
Kunst unterdrückt, ist es nicht wert, nach etwaigen anderen Vorzügen für
die Gesellschaft der Menschen hinterfragt zu werden.
2. Friedfertigkeit ist keine Frage eines etwaigen Nutzens, sondern Ausdruck
der Liebe zu den Geschöpfen insgesamt.
2. „Alle glauben an ein und denselben Gott.“
Antwort: Die Gottesvorstellungen sind auf den Erfahrungen einzelner
mit dem Schöpferwillen gewachsen und jedes Menschen eigener
Sichtweise verpflichtet. Daneben gibt es die lesenswerten Berichte der
Propheten über ihre Gotteserfahrungen, die jedoch stets die jeweils private
Auseinandersetzung desjenigen enthalten, die ihn zu Denken und Handeln
veranlassten. Wer sich berufen fühlt, sich davon zu eigenem ethischen
Wirken leiten zu lassen, beachte, dass Ethik Maßstäbe setzt, deren Wert
sich dem Schöpferwillen unterstellen wollen. Liebe verabscheut die Rute,
Ketten und Schwerter – auch Raketen.
3. „Es ist richtig, wenn Waffen für die irakischen Kurden zum Kampf gegen
ISIS geliefert werden.“
Antwort:
Es ist nicht richtig, die Verzweiflung um das Überleben zum Büttel einer
Politik zu machen, die weltweit nicht an der Behebung aller Übel an ihren
Wurzeln interessiert ist.
4. „Die westlichen Staaten sollten die verfolgten Christen des Orients
bevorzugtund großzügig aufnehmen.“
Antwort:
Vgl. Antwort 3
5. „Der Islam gehört zu Deutschland.“
Antwort:
Wir haben den Mangel an Philosophie, im einzelnen an klaren
Definitionen als die Hauptursache aller Denkirrtümer zu beklagen.
Wer eine solche Behauptung aufstellt, muss zuvor die Begriffe Islam und
nationale Interessen aller Bürger unzweideutig klären.
Der Islam lässt nicht mit Definitionen an sich heran, weil er dann in seiner
Substanz einer Analyse unterzogen werden müsste. Die bloße
Beschreibung, was er von Fall zu Fall für jeden einzelnen gelten soll,
beherrscht den Tenor der Auseinandersetzungen in den nicht islamischen
Konfessionen.
Also lest den Koran: Schon zu Beginn trennt Mohammed zwischen den
erleuchteten Gläubigen und ihren Widersachern, und danach richtet sich
das Feld seiner Aktionsabsichten.
Dass der Islam so großartige kulturelle Beiträge leistet, liegt an jenen
großen Köpfen und Charakteren, die abseits aller Konfessionen auf dem
Boden ungestört herangewachsener Begabungen ihr ethisches Wollen
über alle niederen Gesinnungen zu erheben vermochten.
6. „Die Gefahr durch Dschihadisten in Westeuropa wird unterschätzt.“
Antwort:
Man muss die Tümpel und Sümpfe der Gesinnungen trocken legen, um
die Krankheitsüberträger zum Aufgeben zu zwingen.
Europa befindet sich, wie alle Länder dieser Erde, in einer Phase rapiden
Kulturverfalls. Da alle Mittel illegal hervorragend gebraucht werden,
greift jeder nach den Mitteln, die ihm den größten Erfolg in der
Niederwerfung und Ausbeutung anderer Interessen sichern.
Dschihad ist eines der bequemsten Werkzeuge, ohne jeden weiteren
erbärmlichen Versuch einer Pseudorechtfertigung über seine Nächsten
und Nachbarn herzufallen, und er erlaubt die Freisetzung der niedersten
Absichten, wie dies in allen Gewaltherrschaftsformen der Fall war und
sein wird.
Der ernstzunehmende Moslem, also Gottgläubige, wird das Gespräch
suchen und mit Güte und Weitsicht die Unsicherheit des Nachbarn zu
beheben versuchen. Dazu bedarf es keiner Konfession, sondern der
Stimme des Gewissens.
7. „Die islamische Geistlichkeit sollte sich stärker von Radikalen
distanzieren.“
Antwort:
Lest den Koran! Der weise Imam wird sich der Fragenden tröstend
annehmen und ihren Fragen wertvolle Stütze bleiben – wie ein weiser
Pfarrer. Ich fürchte, der orientalisch Denkende hat die höhere Bildkraft!
8. „Christen können Mohammed durchaus als Propheten anerkennen.“
Antwort:
Was ist ein Prophet? Wird nicht der Streit über die des Alten Testamentes
schon entbrennen, die manchen Konflikt mit der Waffe „lösten“?
Das Judentum hat über die Jahrhunderte hinweg auf den Erfahrungen
ihrer Propheten eine Entwicklung zu hoher humanitärer Gesellschaftsform
ohne Verlust ihres Glaubens vollziehen können. Die Vorschriften des
Koran bleiben verbindlich festgeschrieben seit des Mittelalters, für das sie
formuliert wurden.
In aller Prophetie steckt der Kern zur Metamorphose, zur Verwandlung
des augenblicklich Notwendigen in das Prinzipielle des Schöpferwillens,
und dieser leitet sich nicht aus Hierarchie ab, sondern aus der horizontal
sich ausbreitenden Liebe: die „funktioniert“ nun mal nicht anders, damit
sie jeden auf Augenhöhe erleuchte und erhebe!
Kann die „Prophetie“ eines Mohammed dieses – kann sie sich mit der
Gestalt Jesu gleichsetzen, die ja für den Islam auch als Prophet anerkannt
ist – oder pocht sie in dieser Liebe auf Haus-, Schlüssel- und
Bestallungsrecht?
Ich sehe allenthalben Blut, das verspritzt wird, weil es der Prophet so
angeordnet habe.
8. „Wir brauchen auch mehr religiösen Dialog mit dem Islam.“
Antwort:
Religion ist reine Privatsache und keinem Rechenschaft schuldig. Sobald
sie jedoch in Handlungen tritt, muss sie sich vor der Ethik und dem
eigenen Gewissen und dem Betroffener rechtfertigen können. Kann sie es
nicht, müssen wir an der Echtheit dieser religiösen Bekenntnisse zweifeln
und sie zurückweisen.
Dialoge sind rhetorisches Treibgut: Sie unterliegen hierarchischen
Maßstäben und müssen sich vor der Perfidie der gespaltenen Zunge in
acht nehmen.
Die besten Dialoge sind das friedfertige nachbarschaftliche
Zusammenleben mit gegenseitiger Unterstützung und Rücksichtnahme
auf zwischenmenschliche Konfliktbewältigung beider Seiten. Hierarchie
der Muskeln oder des falsch genutzten Intellekts bildet die eigentlichen
Störfelder.
10. „Wir brauchen mehr Mut zur Mission unter Muslimen.“
Antwort:
Was wollt ihr Öl in eure Osterfeuer gießen? Die Kinder der Wüstenländer
vertragen mehr Hitze, als ihr bei solchen Aktionen je löschen könntet.
Mission will den Dialog? Seid dankbar, wenn man euch die
Gastfreundschaft zusichert und an euch praktiziert, aber lasst wachsen,
was ihr nicht düngen und ernten könnt! Und mit welchem Recht?
Im Augenblick missioniert der Islam das Abendland in die Defensive, und
dies mit immer größerem Erfolg. Denn die sog. Christen können nicht
einmal mehr auf sich selber aufpassen und vertrödeln ihre Schätze
kostbarer religiöser Erkenntnisse auf den Basaren orientalischer
Selbstsicherheit und merkantiler Gewitztheit. Lasst euch den Schneid
nicht abkaufen: Je fester ihr in Eurer Religiösität den Notwendigkeiten
des Alltages durch Nächstenliebe antwortet, desto mehr Achtung könnt
ihr vor euren Skeptikern erwerben.
In der Hoffnung, Ihnen damit erschöpfend Auskunft gegeben zu haben, darf ich
zwecks weiterer Fragen Ihrerseits auf meine homepage verweisen:
www.grabbe-contacts.de. Dort habe ich weitere Fragen für meine Schüler
beantwortet.
In diesem Sinne danke ich Ihnen für Ihr Vertrauen und wünsche Ihnen
Gelassenheit, aber vor allem den nüchternen
Enthusiasmus eines Menschen in der Gottesgewissheit.
Mit freundlichen Grüßen
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