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BAU 2015 - Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.

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www.bauindustrie-bb.de
November
11/2014
Baustoffe
Bausysteme
Baumaterialien
BAU 2015, München
Offizielles Organ des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
Kommentar
INFRASTRUKTUR
Eine v erläßliche Infr astruktur
für die w achsende Stadt
Mittlerweile ist es in aller Munde: Berlin wächst. Bis 2030 erwarten wir 250.000 zusätzliche Einwohner in unserer Stadt. Das ist
die Größenordnung eines neuen
13. Berliner Stadtbezirkes. Es
kommen Menschen zu uns die hier
arbeiten wollen, deren Kinder in
die Kita oder zur Schule gehen, die
natürlich für sie erschwingliche
Wohnungen brauchen und die auf
eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind. Wir
müssen also unsere Infrastruktur
nicht nur in der Substanz vorhalten,
sondern sie weiter ausbauen und
an die Bedürfnisse von immer mehr
Menschen anpassen.
Schon jetzt zeigt sich, daß uns die
wachsende Stadt und der wirtschaftliche Erfolg Berlins durch zusätzliche
Einnahmen endlich wieder finanzielle
Spielräume eröffnen. Das gilt auch für
den wichtigen Verkehrsbereich, in
dem bei Straße und Schiene in den
letzten Jahren viel auf den Weg gebracht wurde. Eine zügige und effiziente Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen erfordert dabei ein koordiniertes und partnerschaftliches Zusammenspiel der unterschiedlichen
Akteure wie Maßnahmenträger, Baufirmen, Genehmigungsbehörden etc..
Für alle zeigt sich zur Zeit, daß sie
sich besser auf die zunehmende Maßnahmendichte und -komplexität einstellen müssen, um den derzeitigen
Umsetzungsstau aufzulösen, für den
es verschiedene Gründe gibt. Auf der
einen Seite zum Beispiel die unzureichende Personalausstattung in den
Genehmigungsbehörden für verkehrsbehördliche Anordnungen (insbeson-
dere bei der Verkehrslenkung Berlin –
VLB), auf der anderen Seite werden
aber auch Planungsunterlagen eingereicht, die mangelhaft und damit nicht
genehmigungsfähig sind, was wiederum auf allen Seiten unnötige Mehrarbeit und Zeitverzögerungen nach sich
zieht.
Ich bin froh, daß dies von allen Beteiligten als gemeinsames Problem erkannt wurde und Vorhabenträger,
Bauwirtschaft, Kammern und das Land
Berlin intensiv und gemeinsam an einer Lösung der Probleme arbeiten.
Auf Seiten der VLB wird die Personalausstattung im Anordnungsbereich kontinuierlich verbessert und
durch Umorganisation kommt es zu
einer Straffung und Effizienzsteigerung bei den internen Abläufen. Das
wird auch zu einer Verbesserung der
Erreichbarkeit der VLB und der Kommunikation zwischen Antragstellern
und Genehmigungsbehörde führen.
Außerdem wird ein beschleunigtes
Verfahren mit frühzeitiger behördlicher Prüfung der Verkehrsregelungen
eingeführt. Analog dazu müssen mit
den Vorhabenträgern Maßnahmenpriorisierungen abgestimmt werden.
Die IHK und Bauverbände wollen zu
einer Verbesserung der Qualität der
Antragsunterlagen durch die Weiterentwicklung von Checklisten, Fortbildungen, Zertifizierungen, Workshops
u.a. beitragen. Dabei wird es auch
wichtig sein, zu einer kontinuierlichen
Verbesserung von IT-Anwendungen
im Genehmigungsverfahren im Rahmen des Verkehrsinformationssystems
Straße (VISS) zu kommen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen sind
die Beschleunigung von Maßnahmen
durch Koordinierung und eine verbes-
November 2014
Christian Gaebler
Staatssekretär für Verkehr und
Umwelt, Senat Berlin
serte Kommunikation und Information
der Öffentlichkeit im Vorfeld. Grundlage ist hier eine weitsichtige Vorabstimmung mit Leitungsverwaltungen
und BVG. Dabei soll ein Frühwarnsystem rechtzeitig vor erheblichen Verzögerungen warnen, um wiederum
andere Maßnahmen besser abstimmen zu können. Ein wichtiges Instrument zur Vermeidung von unnötigen
Baustellen und zur besseren Koordinierung ist außerdem die Wiedereinführung des Aufgrabeverbots Anfang
des Jahres. Auch die Einführung von
Baustellenstreifen zur besseren Überwachung von Dauerbaustellen bzw.
zur Vermeidung von »Schlafbaustellen« kann unterstützend sinnvoll sein.
Viele Maßnahmen konnten bereits
umgesetzt werden, andere sind in Vorbereitung und es wird noch etwas
dauern, bis sie voll wirksam werden.
Wenn wir den eingeschlagenen Weg
weitergehen und alle Akteure gemeinsam »an einem Strang ziehen«, dann
wird es schon zeitnah zu einer spürbaren Entspannung bei der Planung und
Umsetzung von wichtigen Infrastrukturmaßnahmen kommen. Deswegen
bin ich zuversichtlich, daß wir gemeinsam das wachsende Berlin fit machen
für die Anforderungen von heute und
morgen.
Christian Gaebler
3
Inhalt
BA U 2 0 1 5
I A A N u t z fa h r z e u g e 2 0 14
SCHLAGMANN
Forschungsprojekt
B a u s t o f fe
DAIMLER
ZEMENT
5
STOCRETEC
Schnell verarbeitet, dauerhaft dicht 7
Hervorragendes Messefazit
15
»bayernhafen Regensburg«
CAPAROL
Ve r a n s t a l t u n g e n
20
PUTZE
EUROSKILLS
Historische Fassaden
21
Baumaschinen
MISCHTECHNIK
Hybridtürme für Windenergie
22
RECYCLER
Keine Angst mehr vor Hagel
Integriertes Streumodul »S-Pack«
8
ERLUS
M a r m o m a c c 2 0 14
Europameisterschaften in Lille
16
Nationalteam ist Europameister
17
Europäische Leitmesse
24
MAHNWACHE
ELEKTROWERKZEUGE
9
Hilferuf der Bauwirtschaft
UZIN
Wohnbausanierung
MESSE VERONA
Bauindustrie
B a u g e rä t e
Hagelschlag erfolgreich abwehren
23
25
BAUKONJUNKTUR
10
August 2014
TECKENTRUP
26
BAUWETTER-COCKPIT
Service des Verbandes
27
BERUFSBILDUNG
»Funktionaler Analphabetismus«
28
RECHT
Angebot ausgebaut
11
Sicherheit auf allen Ebenen
12
6 Ah-Akkus für 18 Volt-Profigeräte 18
FVHF
Farbe ins Leben!
13
Effizient und zuverlässig
4
14
29
Wer bietet was/Impressum
30
Ko m m u n i k a t i o n
ÜBERWACHUNG
ESCO
Kein Sonderkündigungsschutz
App-Alarm bei Diebstahl
November 2014
19
Offizielles Organ des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg e.V.
BAU 2015
SCHLAGMANN
F orschungspr ojekt
Monolithisches Poroton-Ziegelhaus als Effizienzhaus Plus.
In Burghausen im Süd-Osten von
Bayern steht das zweigeschossige
»Effizienzhaus Plus Schlagmann/
BayWa«. Das konventionelle Einfamilienhaus mit Keller und Garage
produziert laut Definition »Effizienzhaus Plus« mehr Energie als für
seinen Betrieb im Jahresdurchschnitt notwendig ist. Basis des
Energieüberschusses ist neben innovativer Energiespeichersysteme
die optimale Gebäudehülle des
Hauses, die – in traditioneller, monolithischer Bauweise – aus hochwärmedämmendem Ziegelmauerwerk errichtet wurde.
Die überschüssige Energie steht –
ebenfalls eine Voraussetzung zur Teilnahme am Programm – vorrangig für
ein Elektroauto zur Verfügung. Das
Burghauser Ziegelhaus wird als eines
von 36 Konzepten in Deutschland vom
Bundesbauministerium im Rahmen
der Forschungsinitiative »Zukunft
Bau« gefördert. Schlagmann Poroton
hat zusammen mit dem Projektpartner
BayWa das Effizienzhaus Plus in massiver, einschaliger Bauweise errichtet,
das den Beweis antritt, möglicherweise das sparsamste Einfamilienhaus im
Forschungsprojekt zu sein. Seit Anfang Februar läuft dort die zweijährige
Evaluierungsphase, die in Erfahrung
bringen soll, inwieweit das Haus in der
Lage ist, die erzeugte Energie bedarfsgerecht seinen Bewohnern zur Verfügung zu stellen.
eingedecktes Satteldach mit einer
Steigung von 44°. Die Ausrichtung erfolgt zwecks einer höheren solaren Gewinnung nach Süden. Ebenso orientieren sich die Wohnräume, wie in unseren Breitengraden üblich, gegen Süden. Die Wohn- und Aufenthaltsräume
befinden sich im Erd-, die Schlafräume
und das Bad im Obergeschoß. Die
Raumaufteilung sowie die Wohnfläche
von 176 m2 genügen den Bedürfnissen
einer vierköpfigen Familie. Die Garage
steht an der Grundstücksgrenze, im
Abstand leicht versetzt zum Haus.
Wohngesundheit
Bei der Auswahl der Baumaterialien
wurden hohe Qualitätsmaßstäbe angesetzt. Neben Lebensdauer und
Wertbeständigkeit wurde größter Wert
auf möglichst geringe Emissionen gelegt. Eine moderne, energieeffiziente
Bauweise impliziert eine dichte Gebäudehülle. Damit kann zwar weniger
Wärme, aber auch weniger schadstoffhaltige Luft entweichen. Aus diesem Grund wurde das »Effizienzhaus
Plus Schlagmann/BayWa« nach den
Kriterien der Wohngesundheit errichtet sowie mit einer dezentralen Lüftungsanlage ausgestattet.
Bauteile
Die Außenwandkonstruktion des Effizienzhauses Plus bildet ein monolithisches (= einschaliges) Mauerwerk
mit einer Wandstärke von 49 cm. Der
verwendete Ziegelstein Poroton-T7
besteht aus einem massiven, stabilen
Ziegelgerüst mit einem Kern aus
hochwärmedämmenden Perlit, einem
natürlichen Gestein vulkanischen Ursprungs. Der Ziegel verfügt über einen
Wärmeleitwert (Lambdawert) von 0,07
W/(mK) und erreicht bei der ausgeführten Wandstärke einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von
0,14 W/(m2K). Die Innenwände wurden ebenfalls aus speicherfähigem
Ziegelmauerwerk errichtet. Die Geschoßdecken wurden in Stahlbeton
hergestellt. Das 44° geneigte Satteldach wurde als gut gedämmte Pfetten-Sparrendach-Konstruktion (UWert: 0,13 W/(m2K)) ausgeführt. Die
Dachdeckung auf der Nordseite erfolgte mit einer naturroten Flachdachpfanne, das Süddach erhielt eine Indachlösung mit sowohl thermischen
Solar- als auch Photovoltaik-Modulen.
Fenster wurden in einer Holz-AluKonstruktion mit dreifacher Wärme-
Rohbau in monolithischer Ziegelbauweise mit Außenwänden
aus Poroton-T7 in 49 cm Wanddicke. Der Ziegel verfügt über einen Wärmeleitwert (Lambdawert)
von 0,07 W/(mK) und erreicht bei der ausgeführten Wandstärke einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
von 0,14 W/(m2K).
Fotos: Schlagmann Poroton/Achitekt
Regionale Bauweise
Die Architektur des »Effizienzhaus
Plus Schlagmann/BayWa« ist regionaltypisch. Sie wurde in Verbindung mit
der vorherrschenden monolithischen
Ziegelbauweise von den Projektpartnern bewußt gewählt, um den Vorbildcharakter des Hauses für das heimische Handwerk zu steigern: Ein
schlichter weißverputzter, zweigeschossiger Baukörper, ein Keller über
die gesamte Grundfläche, ein naturrot
November 2014
5
BAU 2015
schutzverglasung und Dämmkammertechnologie eingebaut (U-Wert < 0,13
W/(m2K).
Wärmegewinnung
und Wärmespeicherung
Das Konzept zur Wärmespeicherung
bedient sich zweier Strategien. Zum
einen wird die gewonnene Sonnenenergie als Wärme in der Baukonstruktion, v.a. in den massiven Ziegelwänden, gespeichert, zum anderen in
einem Wasserspeicher.
Das Gebäude ist bereits allein durch
die hervorragende Wärmedämmung
der Hüllfläche und der Lüftungsanlage
hoch effizient. Die Heizverteilung im
Gebäude erfolgt über Flächenheizung
und Bauteilaktivierung, damit ist eine
kurzzeitige Wärmespeicherung über
die Bauteilmassen möglich. Die Wärmebereitstellung geschieht über eine
große thermische Indach-Solaranlage
mit saisonalem Wärmespeicher. 51 m2
solarthermische Kollektoren auf dem
Süddach ernten Sonnenenergie, die
direkt ins Heizsystem eingespeist
oder in die Betondecken eingespeichert wird. Überschüssige Sonnenenergie wird in einen zweiteiligen
Schichtenspeicher von 48 m3 Wasser,
in dem rund 4.000 kWh gespeichert
werden können, eingelagert. Bedarfsgerecht wird der solare Ertrag über eine innenliegende Wärmepumpe mit
Wärmetauscher an das Gebäude abgegeben. Dabei sind Arbeitszahlen
der Wärmepumpe von sogar 5 möglich. Auch das Warmwasser wird über
einen Wärmetauscher aus dem Schichtenspeicher entnommen. Insgesamt
wird so eine direkte solare Deckung
der Wärme von 85% erreicht.
Stromgewinnung und -verbrauch
Zur Stromgewinnung sind auf dem
südlichen Wohnhausdach 32 m2 Photovoltaik-Module mit einer Leistung
von 4,2 kWp (Kilowattpeak) integriert.
Damit läßt sich Strom in einer Höhe
von ca. 4.430 kWh (Kilowattstunden)
pro Jahr erzeugen. Auf dem Dach der
Garage, das nach Westen und Osten
gerichtet ist, wird zusätzlich eine 6,25
kWp Photovoltaik-Anlage mit einer
6
Stromgewinnung von ca. 5.800 kWh
pro Jahr installiert. Der gesamte
Stromertrag der Photovoltaik-Module
liegt somit voraussichtlich bei 10.230
kWh pro Jahr.
Insgesamt rechnet man mit einem
Jahresgesamtverbrauch von ungefähr
6.400 kWh. Davon wird der Haushaltsstrom mit 3.400 kWh pro Jahr angesetzt, die Haustechnik wird maximal
1.000 kWh/Jahr verbrauchen und der
Stromverbrauch für die E-Mobilität
überschreitet nicht mehr als 2.000 kWh/
Jahr. Eine Hochleistungsbatterie auf
Basis von Lithium-Eisenphosphat mit
einer schnellen Ladezeit und hohen
Zyklenzahl ist als Tagesspeicher integriert. Die Kapazität der Batterie beträgt 10,8 kWh.
Ein hauseigenes Energiemonitoring
durch den Sunny Home Manager
steuert bedarfsorientiert alle Anlagen
automatisch und sorgt so für eine optimale Solarstromnutzung.
Evaluierung: Monitoring
Ziel des Förderschwerpunktes der
Forschungsinitiative »Zukunft Bau« ist
die Evaluierung möglichst unterschiedlicher Gebäudelösungen hinsichtlich Energiebilanz, Nachhaltigkeit
und Wirtschaftlichkeit. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Energiemanagement zu. Es ist zu evaluieren,
wie eine möglichst hohe Eigennutzung der gewonnenen Energie bei
gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit
erreicht werden kann.
Die Forschungsgruppe der Hochschule Deggendorf unter der Leitung
von Josef Pauli zeichnet seit Monitoringbeginn im Februar alle Verbrauchs- und Klimadaten des Hauses
genau auf und zieht Vergleiche von
prognostiziertem Wärme- und Strom-
bedarf mit dem der realen Nutzung.
Bei einer ersten vorläufigen Zwischenbilanz war Pauli bezüglich der Projektziele überaus positiv gestimmt.
Nach einem ersten Auswertungszeitraum von fünf Monaten lag das Burghauser Effizienzhaus Plus mit einer
Stromautarkie von 82% sogar weit
über den Erwartungen. Nach einem
mehr als gelungenen Start geht es
nun in die Bewährungsrunde eines
jeden Effizienzhauses Plus. Denn die
bevorstehenden Monate mit kurzen,
oft auch trüben Tagen und folglich
auch weniger Sonnenstunden werden
zeigen, wie gut Speicherung und Verbrauchsmanagement zusammenspielen. Die Projektpartner sehen dieser
Zeit mit Spannung, aber dennoch gelassen entgegen, denn die bisherigen
Ergebnisse und das Wissen um Mauerwerk und verbaute Technik geben
allen Grund dazu.
Die Projektbeteiligten sehen in
diesem Forschungsprojekt einen
Beitrag zu Klimaschutz und
Energiewende, sie erwarten sich
daraus neue Erkenntnisse für die
Zukunft im energieeffizienten
Wohnungsbau.
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A3, Stand 411 + 511
Sabine Heinrich-Renz
www.schlagmann.de
Am Projekt beteiligte Unternehmen:
Bauherr: Schlagmann Poroton GmbH & Co.KG
Ziegeleistraße 1, 84367 Zeilarn, T. 08572-17-0, info@schlagmann.de, www.schlagmann.de
Kooperationspartner: BayWa AG
Arabellastraße 4, 81925 München, T. 089-9222-0, baustoffe@baywa.de, www.baywa.de
Planung und Energetisches Konzept: Dipl. Ing. (FH) Georg Dasch,
Architekturbüro Dasch, Straubing
Bauunternehmen: Gumpendobler Bau GmbH, Tann
Monitoring:
Dipl.-Ing. (FH) Josef Pauli, FH Deggendorf, Technologiecampus Freyung
Gebäude-Kennwerte
Gebäude-Energiestandard, KfW-Effizienzhaus 40
Gebäudenutzfläche nach EnEV 389 m2, Wohnfläche beheizt 176 m2
Heizwärmebedarf nach EnEV
6.147 kWh/Jahr
Heizwärmebedarf spezifisch nach EnEV 15,8 kWh/m2 Jahr
Heizwärmebedarf spez. pro Wohnfläche 35 kWh/m2 Jahr
Warmwasserwärmebedarf nach EnEV
3.894 kWh/Jahr
Ertrag thermische Solaranlage, Solare Deckung Wärme: 85%
Wärme netto: 8.500 kWh/Jahr, Speicherkapazität Wärme: 4.000 kWh/Jahr
Ertrag elektrischer Strom aus PV Anlagen
10.230 kWh/Jahr
Speicherkapazität Elektrobatterie
10,8 KWh
Speicherkapazität Autobatterie
13,3 KWh
Endenergiebedarf (Strom) Gebäudetechnik
1.000 kWh/Jahr
(incl. Heizung, Lüftung, Warmwasser)
Haushaltstromverbrauch
3.400 kWh/Jahr
Elektromobilität 10.000 km
2.000 kWh/Jahr
Gesamt-Stromverbrauch
6.400 kWh/Jahr
Technische Verluste Eigenstromversorgung
600 kWh/Jahr
Stromüberschuß
3.230 kWh/Jahr
Solare Deckung Strom (Eigenverbrauch)
50%
November 2014
BAU 2015
STOCRETEC
Schnell v er arbeitet, dauerhaft dicht
Balkonbschichtung: zuverlässiger Schutz bei jeder Witterung.
Balkone gehören aufgrund ihrer exponierten Lage zu den am stärksten
beanspruchten Teilen eines Bauwerks.
Sie sind durch die Einwirkung von Hitze, Wasser, Frost und UV-Strahlung
besonders belastet. Reinigungsmittel
– oft aggressive –, Balkonmöbel und
schwere Pflanzenkübel belasten die
Balkonböden zusätzlich. Zur dauerhaften Werterhaltung sind daher leistungsstarke Schutzsysteme notwendig. Diese sollten mit ansprechender
Optik zudem für eine hohe Wohnqualität sorgen.
Hybrid mit Doppelfunktion
Speziell für diese anspruchsvolle
Aufgabe wurde StoPur EB 200 entwickelt. Die Beschichtung vereint hohe mechanische Belastbarkeit (im
Sommer) mit einer ausgeprägten Rißüberbrückungsfähigkeit (im Winter).
Diese Doppelfunktion basiert auf einer mehrphasigen Polymermatrix
(Hybrid), welche die jeweils erforderliche Eigenschaft im jeweiligen Temperaturbereich bereitstellt. Während der
balkontypischen Nutzungsbedingungen
des Sommers sorgt die Polymermatrix
für hohe mechanische Widerstandskraft. Bei sinkenden Temperaturen
vermieden. Außerdem bietet StoPur
EB 200 bequemen Gehkomfort und
hohe Rutschsicherheit, die Flächen
lassen sich gut reinigen. Mit der
großen Farbtonvielfalt und mehreren
Oberflächenvarianten liefert die Beschichtung auch eine breite Auswahl
optisch ansprechender Gestaltungsmöglichkeiten.
überwiegen die elastischen Eigenschaften der sogenannten Weichsegmentphase. Die sich bei Abkühlung in
der Balkonplatte öffnenden Risse werden wirkungsvoll überbrückt, und die
Beschichtung behält ihre Dichtigkeit.
So werden Wassereintritt und daraus
entstehende Folgeschäden dauerhaft
Der Turbo für eine schnelle
Balkonbeschichtung
Unvorhersehbare Witterungseinflüsse erschweren oftmals eine präzise
Planung von Beschichtungsarbeiten
im Außenbereich. Mit dem Additiv
StoDivers EBQ wird die Reaktivität von
StoPur EB 200 beschleunigt, wodurch
die Beschichtung bereits nach wenigen Stunden regenfest und begehbar
ist. Somit kann das Schlechtwetter-Risiko verringert und der Balkon schneller wieder genutzt werden.
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A6, Stand 412
www.stocretec.de
Fotos: StoCretec
Widerstandsfähig gegen Witterung und mechanische Belastung,
rißüberbrückend und langlebig –
das zeichnet eine moderne Balkonbeschichtung aus. Damit sie
sich sicher verarbeiten läßt, sollte
sie zudem schnell regenfest sein –
wie die Polyurethanbeschichtung
StoPur EB 200. Durch ihre Hybridfunktion ist sie bei höheren Temperaturen besonders robust. Bei
Kälte ist sie dagegen besonders
elastisch und überbrückt so zuverlässig Risse. Mit einem Additiv
sinkt zudem die Zeit bis zur Regenfestigkeit bzw. zur Begehbarkeit auf wenige Stunden.
November 2014
7
BAU 2015
CAPAROL
K eine Angst mehr v or Hagel
Carbonfasern machen gedämmte Fassaden hagelsicher.
Eine Fassade muß viel aushalten:
Wind und Wetter, Temperaturschwankungen, angelehnte Fahrräder und
stramme Fußballschüsse des Nachwuchses. Eine besonders tückische
Gefahr sind Hagelschauer in den
rial, das auch in der Formel 1 erfolgreich eingesetzt wird.
High-Tech gegen Hagel
Carbonfasern sind besonders leicht
und robust und kommen deshalb in
vielen Hightech-Branchen zum Einsatz, u.a. seit vielen Jahren auch in der
Formel 1. Von dem mittlerweile bewährten Werkstoff profitieren auch
Hausbesitzer, denn Carbon macht
Fassaden besonders widerstandsfähig
und schützt so effektiv vor Hagelschäden. Das Geheimnis: Die Carbonfasern
im CarbonSpachtel bilden zusammen
mit einem Armierungsgewebe eine
elastische Schutzschicht für die Fassade. Selbst golfballgroße Hagelkörner prallen ab, ohne Schäden zu verursachen. Nebenbei schützen carbon-
Fotos: Caparol
Wer nach einem Hagelschauer
Risse und Dellen in seiner Fassade
findet, muß sich auf eine teure Reparatur einstellen. Jetzt nicht
mehr. Hausbesitzer und Bauherren
können sich vor solchen Schäden
und unliebsamen Rechnungen
schützen, wenn sie sich für eine
besonders robuste Fassade entscheiden. Das Mittel der Wahl sind
dabei carbonfaserverstärkte Fassaden. Sie schützen das Haus effektiv vor Hagelschäden.
Auf der BAU 2015 in München vom
19. bis zum 24. Januar 2015:
Caparol läßt auf seinem Stand
Hagelkörner auf gedämmte
Fassaden schießen.
mungen von Caparol tausendfach bewährt und Hausbesitzern eine hagelsichere Fassade verschafft.
Schluß mit Hagelschäden:
Carbonfaserverstärkte Fassaden machen Häuser hagelsicher.
Sommermonaten. Sie können verheerende Schäden am Haus anrichten –
von abplatzendem Putz bis hin zu Rissen und Dellen in der Fassade. Früher
mußten Hausbesitzer mit dieser Gefahr leben, heute kann man sich effektiv davor schützen – mit einem Mate-
8
faserverstärkte Fassaden auch besonders gut vor temperaturbedingten
Spannungen, die bei starker Sonneneinstrahlung entstehen. Das ist besonders wichtig, wenn die Fassade mit
dunklen Farben gestaltet werden soll.
Hagelschutz vom Carbon-Pionier
Die größte Erfahrung mit carbonfaserverstärkten Dämmungen hat ein
Unternehmen aus dem hessischen
Ober-Ramstadt. Mit den Systemen der
Carbon-Klasse hat Caparol als erster
Hersteller die höchste Hagelwiderstandsklasse (HW 5) am eidgenössischen Prüf- und Forschungsinstitut
Empa erreicht. »Daß man sich als
Hausbesitzer immer noch Sorgen um
Hagelschäden machen mußte, war
uns ein Dorn im Auge«, erklärt Oliver
Piontkowsky, Leiter Marketing Caparol. »Unsere carbonfaserverstärkten
Dämmungen machen Schluß mit dieser Unsicherheit.« Inzwischen haben
sich die carbonfaserverstärkten Däm-
November 2014
Genormte Hagelkörner und
Hagelschußmaschinen
Bei der Entwicklung der hagelsicheren Fassade hat sich Caparol nicht auf
natürliche Hagelschauer verlassen.
Für die Belastungstests kam eine Hagelschußmaschine des Institutes für
geprüfte Sicherheit zum Einsatz. Sie
feuert genormte Hagelkörner mit Luftdruck auf gedämmte Fassaden und
stellt so realistisch die Belastungen
bei einem echten Hagelschauer nach.
Wer diese Hagelschußmaschine live
im Einsatz sehen will, sollte sich die
BAU 2015 in München vom 19. bis
zum 24. Januar 2015 vormerken. Dann
läßt Caparol auf seinem Stand Hagelkörner auf gedämmte Fass aden
schießen und zeigt, daß sich mit einer
carbonfaserverstärkten Fassade niemand mehr vor Hagel sorgen muß.
Selbst im Internet informieren
Wie mache ich mein Haus hagelsicher? Viele Informationen zu geprüften Dämmsystemen und zertifizierten
Handwerkern sowie interaktive Angebote zum Selbermachen finden Bauherren und Hausbesitzer auf der Website www.caparol-daemmung.de. Wer
sich für eine energetische Sanierung
entschieden hat, kann sich unter Telefon 06154/717 776 zusätzlich telefonisch zu den Themen Energieeinsparung und Dämmung beraten lassen.
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A6, Stand 421
www.caparol.de
BAU 2015
ERLUS
Hagelschlag erf olgr eich ab w ehr en
Höchste Hagelwiderstandsklasse 4 oder 5 beim Tondachziegel erreicht.
Nun hat der Großflächenziegel Konkurrenz aus dem eigenen Haus bekommen. Auch die 18 mm starken
Erlus Kirchenbiber glänzen mit der
Hagelwiderstandsklasse 5. Eine BiberObjektanfertigung von Erlus erzielte
jetzt sogar die maximale Hagelwiderstandsklasse 5+. Auch weitere Dachziegel aus dem Sortiment wurden inzwischen dem Härtetest unterzogen
und erhielten durchgehend die Widerstandsklasse 4. Das bedeutet: Sie halten dem Aufschlag von Hagelkörnern
bis zur Größe eines Tischtennisballes
von 4 cm Durchmesser bei einer Geschwindigkeit von bis zu 99 km/h erfolgreich stand.
Der König unter den
Widerständlern
Als bisher einziger Dachziegel konnte
der 23 mm starke Sinterbiber der Erlus
AG, der für die neugotische Pfarrkirche
St. Paul in München hergestellt wurde,
die Hagelwiderstandsklasse 5+ erzielen.
120 Jahre trotzten die ursprünglichen
nur 18 mm starken Biberziegel weitestgehend Wind und Wetter – selbst der
massive Hagelschlag mit einer Geschwindigkeit von weit über 100 km/h
des Jahres 1984 konnte ihnen nur wenig anhaben. Neben den Denkmalbestimmungen ein weiterer Grund für
Erlus, den König unter den Hagelwiderständlern für die Sanierung der
Fotos: Erlus
Der E58 Plus® von Erlus ist einer
der robustesten Ziegel bei Hagel.
Als bisher einziger Tondachziegel
in Europa überzeugt er durch die
Hagelwiderstandsklasse 5. Dies
ergab Anfang des Jahres eine Prüfung des Instituts für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung
(IBS) in Linz.
Als bisher einziger Dachziegel konnte der 23 mm starke Sinterbiber
die Hagelwiderstandsklasse 5+ erzielen.
Pfarrkirche in einer Sonderanfertigung
zu reproduzieren - exakt nach der gotischen Kontur des Originals.
Hagelwiderstand wird zum
Kaufkriterium
»Wir waren von der Qualität und
Stabilität unserer Produkte immer
überzeugt und freuen uns, daß jetzt
gleich mehrfach von offizieller Seite
bestätigt zu bekommen«, so Guido
Hörer, Gesamtleiter Marketing und
Vertrieb der Erlus AG. Man werde weiter sukzessive das gesamte Sortiment
prüfen lassen. »Wir gehen davon aus,
daß die Hagelwiderstandsklasse zunehmend ein Kriterium bei der Auswahl des Dachziegels sein wird«, zeigt
sich Hörer überzeugt. Denn die Folgen
des Hagelschlags auf einem nicht widerstandsfähigen Dach können verheerend sein.
Meteorologen prognostizieren
Zunahme der Hagelschäden
Die Statistiken im Wirtschaftsraum
Deutschland-Österreich-Schweiz geben Hörer recht. Hagelschlag findet in
den letzten Jahrzehnten nicht nur
häufiger statt, sondern auch immer intensiver. Schäden durch große Hagelkörner von beispielsweise 4 cm Durchmesser sind heute keine Seltenheit
mehr. Die Folge: kontinuierlich steigende Hagelschäden. Allein im Juli
2013 verursachten Hagelschauer in
diesem Wirtschaftsraum Schäden von
über 2,7 Mrd. €. So gewähren bereits
manche Versicherungen in Österreich
und der Schweiz auch Rabatte beim
Einsatz von widerstandsfähigen Produkten. Dafür werden Bauprodukte
etwa im Hagelregister der Vereinigung
Kantonaler Feuerversicherungen
(VKF) klassifiziert. In Deutschland
gibt es das noch nicht, doch ein
widerst andsfähige s Dach gegen
Hagel wird immer wichtiger, um das
eigene Haus vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Denn in einigen Gegenden in Deutschland rechnen Versicherungsexperten in den
nächsten 15 bis 25 Jahren mit einem
weiteren Anstieg von Hagelschäden
von 20 bis 30%. 120 bis 130 Hageltage
im Jahr werden dann die Regel sein.
Entspannt zurücklehnen kann
sich nur der, dessen Dachziegel
das ohne Schaden aushält.
Die Kamera im Testaufbau dokumentiert die Hagelsicherheit des E58 Plus®.
November 2014
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A3, Stand 403
www.erlus.com
9
BAU 2015
UZIN
W ohnbausanierung
Trittschallschutz und Höhenregulierung in einem.
Bei der Komplettsanierung von
drei Wohngebäuden aus den
1930er-Jahren in Stuttgart mußte
der Boden nicht nur Höhenunterschiede flexibel ausgleichen, sondern auch leicht und tragfähig sein
und vor allem den Trittschall
dämpfen.
Nach Probeverlegungen und Messungen eines unabhängigen Ingenieurbüros vor Ort machte ein Leichtbausystem von Uzin als Problemlöser
das Rennen. Die drei direkt angrenzenden fünfgeschossigen Gebäude in
der Reinsburgstraße im Stuttgarter
Westen wurden zwischen 1929 und
1931 errichtet. Auf einer überbauten
Fläche von ca. 60 m x 11 m folgen sie
dem Prinzip des städtischen Geschoßwohnbaus mit überwiegend Drei-Zimmer-Wohneinheiten. Um den Mietern
einen deutlichen Mehrwert zu bieten,
entschied sich der Bau- und Heimstättenverein Stuttgart für eine umfassende Modernisierung der 28 Wohnungen. Die Gebäudehülle wurde
energetisch saniert, die Haustechnik
und Badinstallationen komplett erneuert, Grundrisse nutzerfreundlich optimiert und die Wohnungen durch moderne Verschlußloggien erweitert. Im
Zuge der Sanierung mußten auch die
Fußbodenaufbauten der Geschoßtrenndecken geändert werden. Dazu
kamen die Erneuerung der Gartenanlage und der Ausbau der Dachgeschosse. Insgesamt wurde durch die
Umbaumaßnahmen der Wohnwert erheblich gesteigert und zwei zusätzliche Wohnungen in attraktiver innerstädtischer Wohnlage geschaffen.
Schallschutz als Thema
Als weitere Maßnahme wurden
sämtliche Hauseingangs- und Wohnungseingangstüren erneuert, neue
Fenster mit Fensterlüftern und entsprechender Schallschutzklasse eingebaut und nach Absprache mit den
Nachbarn eine Außendämmung ausgeführt. Bei der Modernisierung der
Innenräume waren neben neuen
10
Wand- und Bodenbelägen die Schallschutzmaßnahmen der Geschoßdecken ein zentrales Anliegen. Trotz
der statischen Probleme – die ZiegelHohlkörperdecken lassen eine große
Auflast nicht zu – sollte dabei der Trittschall so weit wie möglich verbessert
werden. Der Bauherr wünschte außerdem eine einheitlich ebene Bodenfläche innerhalb der neu renovierten
Wohnungen, denn das Problem waren
große Höhenunterschiede zwischen
den einzelnen Räumen, die schon aufgrund der unterschiedlichen Bestandsbeläge entstanden waren. Insbesondere die Übergänge von den
Fluren in die Zimmer, zu Bad, Küche
und Loggien, die neu gestaltet und
voll verglast dem Wohnraum direkt zugeordnet wurden, sollten flächenbündig verlaufen. Ziel war eine barrierefreie Gestaltung innerhalb der Wohnungen.
Bodensanierung schnell und unkompliziert ausgeführt.
Ebener und leichter Boden mit
gutem Trittschallschutz
Um die bestmögliche Lösung für geringe Aufbauhöhe, geringe Tragfähigkeit der Decke und eine deutlich verbesserte Trittschalldämmung zu finden, beschlossen der Bauherr und das
planende Ingenieurbüro Fisch Trittschallmessungen mit unterschiedlichen Bodensystemen durchzuführen.
Die Besonderheit dabei: Die ZiegelHohlkörperdecken der Gebäude
konnten im Labor nicht nachgestellt
werden, da die nötige Masse dort nicht
erreicht wird. Daher kamen nur Probeflächen am Objekt vor Ort infrage. In
Musterräumen wurden Fußbodenaufbauten verschiedener Hersteller aufgebaut und mit zwei verschiedenen
Belagsaufbauten versehen. Ein unabhängiges Prüfinstitut für Bauphysik
bestimmte meßtechnisch die jeweils
erreichbare Trittschalldämmung der
Wohnungstrenndecke und beurteilte
zusammen mit Architekt und Bauherr
die gemessenen Werte.
November 2014
Leichtbausystem von
Uzin erzielt beste Werte
Der Vorschlag des Bodenlegers, das
Uzin Turbolight-System, schnitt im
Vergleich zu allen Wettbewerbern mit
den besten Werten im Trittschallschutz
ab, die in der vorhandenen Bausubstanz zu erzielen waren. Mit 59 dB
liegt es nur knapp über den Anforderungen für Neubauten. Das Verbundsystem überzeugte zudem alle
Beteiligten in bezug auf Flexibilität,
Schnelligkeit und Tragfähigkeit. Es
kann in verschiedenen Schichtdicken
bis herunter auf 5 mm ausgezogen
werden, deckt Heizrohre und Installationen ab und läßt sich rund um bestehende Einbauten schnell und flexibel ausbringen. Es entsteht eine völlig
ebene Fläche, die zudem alle Anforde-
rungen an Wärme- und Trittschalldämmung erfüllt, die im Wohnungsbau wichtig sind. Das patentierte Turbolight-System besteht aus einem
tragfähigen Leichtausgleichsmörtel
als Unterbau. Dieser überträgt die auftretenden Lasten auch bei unterschiedlichen Schichtdicken gleichmäßig an den Untergrund. Ein Armierungsgewebe aus hochzugfesten
Langglasfasern (Renoviervlies) verbindet sich mit dem darauf folgenden
Dünnestrich als dritter Komponente.
Die aufeinander abgestimmten Verlegewerkstoffe bilden so einen hochfesten Faserverbundstoff, der einen
großflächigen Niveau-Ausgleich vom
Korndurchmesser von 5 mm bis zu
300 mm ermöglicht. Dank der großen
Lastaufnahmefähigkeit ergeben sich
auch keine Einschränkungen bei der
Wahl des Bodenbelags. Großformatige
Fliesen konnten problemlos in Bädern
und Küchen verlegt werden, wo Fertigteilestriche sich als Untergrund
nicht eignen. In diesen Bereichen war
zudem ein feuchteunempfindlicher
Bodenaufbau notwendig.
Systemaufbau
in den Wohngebäuden
Zunächst wurde der bestehende,
nur 3 cm dicke Magnesit-Estrich entfernt, der durch jahrzehntelangen Gebrauch abgenutzt war. Insgesamt
stand nur eine Aufbauhöhe von 4 bis
4,5 cm zur Verfügung. Um Schallbrücken zu vermeiden, wurden Randfugen freigelegt und Randdämmstreifen an allen aufgehenden Bauteilen
BAU 2015
gelegt werden und im Anschluß der
Dünnestrich Uzin NC 195 als dritte
Komponente aufgebracht werden.
Nach zwei Tagen Trocknungszeit begannen die Bodenleger mit der Verlegung von Fliesen und Eiche-Fertigparkett im wilden Verband. Das Mehrschichtparkett wurde mit dem hartelastischen Einkomponentenklebstoff
Uzin MK 150 verklebt, der sich gut
verstreichen läßt und schnell anzieht.
Auch Klebstoffreste auf der Parkettoberfläche lassen sich gleich wieder
entfernen. Der lösemittelfreie Parkettklebstoff sorgt für ein gutes Raumklima, er ist sehr emissionsarm und
mit Emicode EC1 R Plus und Giscode
RS 10 ausgezeichnet. Thomas Hahn
vom Bau- und Heimstättenverein
Stuttgart eG resümiert: »Der Boden ist
in allen Räumen eben und stabil, was
mit einem schwimmend verlegten
Trockenestrich nicht erreicht wird. Die
Geschwindigkeit ist erstaunlich und
ein weiterer Vorteil.«
Schneller und
ungestörter Baufortschritt
Das Uzin Turbolight-Systems punktet mit seinen kurzen Einbauzeiten.
Mit dem Pumptruck lassen sich die
verschiedenen Komponenten schnell
und rationell auf großen Flächen aufbringen. »Mit maximal 72 Stunden ist
die Trocknungszeit sehr kurz, die Flächen können schon nach einem Tag
betreten werden«, bestätigt der Boden- und Estrichspezialist Steffen Tröger von RM Bodenbeläge. Auch für
Bauleiter Roland Kern liegt der Vorteil
de s Bodensystems eindeutig im
schnellen und gut kalkulierbaren Bau-
TECKENTRUP
Angebot ausgebaut
Transparente, hoch wärmedämmende Industrietore.
Mit Vierfach-Verglasung und 80mm-Dämmkern baut Teckentrup
sein Angebot an hoch wärmedämmenden Industrie-Sectionaltoren
weiter aus. Zur BAU, München
stellt der Bauelemente-Hersteller
mit den Typen »SL 80« und »SLW
80« seine zwei neuen Tortypen vor,
die durch den hohen Glasanteil
den Blick in und aus der Halle erlauben, Tageslicht nach innen lassen und mit dem neuen Gesamtaufbau die Wärme im Innenraum
halten.
Energiesparen – dieser Trend hält
seit Jahren an und wird sich in der
Zukunft eher verstärken. Kein Wunder,
daß die Energie- und Ressourceneffizienz auch ein Leitthema auf der BAU
2015 sein wird. In diesem Segment
baut Teckentrup seine Palette an wärmedämmenden Toren weiter aus. Die
Technologie des Industrie-Sectionaltors mit 80 mm dicken Paneelen, die
sich schon seit langem im »Dämmtor«
SW 80 bewährt haben, wurden auf die
Typen »SL« und »SLW« übertragen.
Wärmedämmung auf einem
neuen Niveau.
Fotos: uzin
angebracht. Danach erfolgte der Bodenaufbau mit dem Turbolight-System, das hier für noch besseren Trittschallschutz auf einer Ethafoam SDMatte eingebaut wurde. Der Leichtausgleichsmörtel Uzin NC 194 Turbo
wurde fertig gemischt vom Trans-MixLaster in die Räume gepumpt und danach mit einer Abziehlatte planeben
gezogen. Nach einem Tag konnte bereits das Renoviervlies vollflächig aus-
fortschritt. »Wir konnten problemlos
von Stockwerk zu Stockwerk und von
Bauabschnitt zu Bauabschnitt weiterarbeiten. 2.700 m2 Bodenfläche in drei
Hauseinheiten sind pünktlich fertiggestellt. Neue Mieter und ehemalige
Mieter, die zwischenzeitlich in anderen Liegenschaften der Genossenschaft wohnten, können wie geplant
einziehen.«
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A6, Stand 502
Dr. Norbert Arnold, www.uzin.de
Damit stehen nun auch sehr transparente Tore mit verbesserter Wärmedämmung zur Verfügung (»SL 80« und
»SLW 80«).
Optimale Tor-Konfiguration
Der transparente Tor-Teil wird dabei
aus einer thermisch getrennten Aluminiumkonstruktion gebildet, die mit
einer Drei-, optional sogar mit einer
Vierfach-Verglasung aus Acryl gefüllt
wird. Der Tortyp SL 80 ist dabei vollverglast, beim Tortyp SLW 80 wird die
Bodensection – wahlweise auch die
zweite Section – aus 80 mm dicken,
Polyurethan gefüllten Paneelen gebildet. Je nach Anforderungsprofil läßt
sich so das optimale Tor konfigurieren.
Wie schon beim »SW 80« sind auch bei
den neuen Typen je nach Torgröße
Verbesserungen des Dämmwerts von
bis zu 50% möglich. Die weiteren Eigenschaften und Design-Optionen
bleiben erhalten: passende Antriebe,
Die thermisch getrennte
Aluminiumkonstruktion ist mit
einer Vierfach-Verglasung aus
Acryl besonders effizient.
November 2014
11
BAU 2015
robuste Tor-Sectionen, widerstandsfähige Oberflächen in vielen Farbtönen und Dekoren, langlebige Bodendichtungen etc.
Insgesamt steht nun eine umfassende Sectionaltor-Familie in 40
bzw. 80 mm Dicke bereit, bei der
aus Werkstoff, Dämmwert, Transparenz und Oberfläche wie in einem Baukasten das genau anforderungsgerechte Tor abgeleitet
werden kann.
Das Industrie-Sectionaltor SLW 80
(Teckentrup) vereint Transparenz und
Ästhetik, Wärmedämmung und
Wirtschaftlichkeit.
TECKENTRUP
Sicherheit ...
... auf allen Ebenen.
Sicherheit am Bau reicht vom
Brand- und Einbruchschutz bis zur
Planungs- und Liefersicherheit.
Um dies auf allen Ebenen zu bieten, hat der Türen- und Tore-Spezialist Teckentrup (Verl) ein umfassendes Konzept entwickelt, das
sowohl Produkte als auch den Service umfaßt. Auf der BAU 2015
stellt das Unternehmen dieses
Programm für Partner aus Handwerk und Planung detailliert vor.
Das Feuerschutztüren-Programm von Teckentrup steht für Multifunktionalität.
In diesem Beispiel ist die Tür feuerhemmend nach EN 1634-1 (DIN 4102)
und rauchdicht (DIN 18095). Ebenso sind unterschiedliche Niveaus des
Einbruchschutzes (bis RC 4) möglich.
che Online-Tools im Profi-Portal des
Unternehmens zählen zu den Modulen. »Services ausbauen, Lieferzeiten
kurz halten – das ist für uns ebenso
wichtig wie die hohe Produktqualität«,
meint Funkenmeier.
Sicherheit vor …
Mit Blick auf neue Produkte stehen
klassische Sicherheitsaspekte im Vordergrund, unter anderem
• Ausführungs-Sicherheit: Ausgeklügelte Wandanschlüsse und verbesserte Befestigungsdetails ver
einfachen die Montage und reduzieren Fehlerquellen.
• Brandschutz: Hier stellt Teckentrup
multifunktionelle Feuerschutztüren
vor, die besonders hohe ästhetische
Ansprüche erfüllen und so auch in
repräsentativen Räumen zum Einsatz kommen können.
• Öffentliche Sicherheit: Die neuen
Haftraumtüren verhindern das Entkommen von Häftlingen. Langlebigkeit und Funktionalität wurden hier
optimiert.
12
November 2014
Fotos: Teckentrup
Zur BAU, München wird Teckentrup
nicht nur die jüngsten Produktinnovationen präsentieren, sondern auch
das deutlich erweiterte Service-Programm für die Partner in Handwerk
und Planung. »Sicherheit heißt auch
Sicherheit für unsere Partner. Deshalb
engagieren wir uns in der Beratung
und haben dafür neue Module entwickelt«, kündigt Teckentrup-Geschäftsführer Meinolf Funkenmeier
an. Ein umfassendes Seminar-Angebot, geschulte Berater, die im Handwerk oder in der Architektur zuhause
sind, ein spezielles Partnerprogramm
für die Wartung von Toren und hilfrei-
»Mit Sicherheit mehr Service«,
sagt Teckentrup Geschäftsführer
Meinolf Funkenmeier.
• Wärmeschutz: Industrie-Sectionaltore stehen nun durchgängig mit
80-mm-Wärmedämmkern zur Verfügung, auch in einer transparenten
Version als vollverglastes Tor.
Abgerundet wird das MesseProgramm mit sehr breiten Rolltoren (bis 18 m Breite) sowie der
neuen Generation für GaragentorAntrieben »X.2«.
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle B3, Stand 321
www.teckentrup.biz
BAU 2015
FVHF
15. Deutscher Fassadentag:
Alles wie geplant?
Theorie und Praxis im Dialog.
F arbe ins L eben!
Langfristig farbenfrohe Fassadengestaltung mit
vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF).
Bewährtes in neuen, bunten Kleidern
Bei der energetischen Sanierung
des 100 m langen und 10 Etagen hohen Sozialwohnungsbaus »Tchécoslovaquie« in Nantes setzten Nomad Architekten ebenfalls auf Dynamik. Ziel
des Bauvorhabens war es, den Komfort der Bewohner zu erhöhen, die
Wärmeverluste an der Gebäudehülle zu
Die Wirkung von Farben auf uns
Menschen ist wissenschaftlich erwiesen. Farbe trägt stark zum ersten, intuitiven Eindruck bei, den
uns ein Objekt oder Gebäude vermittelt.
Foto: Luc Boegly
Speziell an der Fassade können
kräftige Töne für eine freundliche, attraktive Umgebung sorgen und so
ganze Straßenzüge und Viertel aufwerten. Bei der Entscheidung für helle
oder intensive Farben schwingt stets
auch die Frage nach der Langlebigkeit
mit. Damit farbenfrohe Fassaden ihre
Strahlkraft langfristig behalten, sind
zeitgemäße Materialien und Konstruktionsweisen notwendig. Als bewährtes
System in Neubau und Sanierung
schafft die VHF langfristige Gestaltungsstärke bei geringem Wartungsaufwand. Der modulare Aufbau des
Systems ermöglicht nicht nur individuell wählbare Dämmstoffdicken und jeden Standard bis zu höchsten energetischen Anforderungen, sondern auch
den Einsatz unterschiedlichster Bekleidungsmaterialien. So stehen das
gesamte Farbspektrum und eine Vielzahl von Oberflächen, Formaten und
Verlegearten zur Auswahl. Einen Eindruck, welche Gestaltungsfreiheiten
damit möglich sind, zeigt die folgende
»bunte Mischung« von Wohnbauten:
Bewegung war eines der Entwurfsthemen von Margot-Duclot Architectes Associés bei ihrem Neubau in Paris. Die schmale Nordfassade liegt an
einer stark befahrenen Verkehrsachse.
Um der exponierten Fläche Wärme
und Identität zu verleihen, wählten die
Planer eine VHF mit Aluminiumverbundplatten. Kleinformatige Elemente
in intensiven Blau- und Goldtönen bilden ein abwechslungsreiches Mosaik.
Abhängig von der Lichtstimmung und
Position des Betrachters sorgt die
glänzende Oberfläche für blitzende Effekte.
Am 26. November 2014 lädt der
Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassaden (FVHF) zum 15. Deutschen Fassadentag® in das Deutsche Architekturzentrum (DAZ)
nach Berlin ein. Die Besucher erwartet ein spannendes und vielseitiges Programm rund um die Prozeßqualität in der Fassadenplanung.
Mit dem Bund Deutscher Architekten (BDA) konnte der FVHF einen
prominenten Kooperationspartner
gewinnen, dem die hohe technische
und gestalterische Qualität von Fassaden ebenfalls am Herzen liegt.
Anmeldung: www.FVHF.de
Nomad Architekten, Wohnbau, Nantes.
Foto: Lander BV
minimieren und diese kreativ zu gestalten. Der umweltfreundliche Werkstoff
Zink wurde in traditioneller Stehfalztechnik verarbeitet. So entstand ein
dreidimensionales Relief, das sich mit
dem Lauf der Sonne wandelt.
Vor seiner energetischen Sanierung
war das Mehrfamilienhaus in Hannover grau und ohne Esprit. Wie bereits
der Projektname »Haute Couture« verrät, hat sich das nun grundlegend verändert. Die Idee der Architektin Larissa Kozjak, das Gebäude in einen
fröhlich bunten und gleichzeitig wärmenden Schal zu wickeln, führte zu
der Entwicklung eines »Strickmusters«
für die Gebäudehülle. Dabei kam eine
vorgehängte hinterlüftete Fassade mit
Foto: Manuel Panaget
Margot-Duclot
Architectes
Associés,
Wohnbau,
Paris.
180 mm Steinwolle-Dämmung und
besonders witterungs- und lichtbeständigen Fassadentafeln aus Basaltgestein zum Einsatz.
Kräftige Töne – starker Eindruck
Hans van Heeswijk Architects standen beim Projekt »Waterlandplein« in
Amsterdam auch vor der Aufgabe,
Wohnbauten aus der Nachkriegszeit
für heutige Ansprüche fit zu machen.
Die bestehenden Wohnblocks wurden
teilweise demontiert, die verbleibenden drei Bauten in das neue städtebauliche Konzept integriert und energetisch saniert. Für die vorgehängten
hinterlüfteten Ziegelfassaden ent-
November 2014
Foto: Jonas Lencer
Foto: ROCKPANEL Group
wickelten die Planer ein horizontales
Streifenmuster in vier verschiedenen
Erd-Nuancen.
Ebenfalls beispielhaft ist der Neubau mit 31 Wohneinheiten in London,
für den dRMM Architects den begehrten »Public Housing Architect of
the Year« Award erhielten. Die Architekten wollten die Identität des Gebäudes selbstbewußt nach außen tra-
gen. Im nebligen London lag es nahe,
dafür eine robuste Fassade mit kräftigen Farben einzusetzen. Die vertikale
Boden-Deckel-Schalung aus schmalen Faserzementpaneelen ist nuancenreich in Tönen von Kanariengelb
über kräftiges Orange bis zu Zinnoberrot abgestuft.
Referenzen wie diese zeigen, welche enormen gestalterischen, technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten das Bauen mit vorgehängten
hinterlüfteten Fassaden bietet. Engagierten Planern und Bauherren können sie Ansporn sein, das ganze Farbspektrum mit VHF zu erkunden und so
für langfristig attraktive Wohnquartiere zu sorgen.
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle A2, Stand 519
Ronald Winterfeld
13
BAU 2015
ESCO
Effizient und zuv erlässig
Mit »systeQ« auf der sicheren Seite.
Im Fokus des neuen Standkonzepts der »esco Metallbausysteme
GmbH« steht die Eigenmarke
»systeQ«. Systeq steht für effiziente und einfache Fertigung.
Die integrierten Beschlaglösungen
für Türen und Fenster bieten dem Verarbeiter Komplettlösungen, die auf alle
gängigen Profilsysteme abgestimmt
sind. Systeq ist somit das System für Systeme: effizient, zuverlässig und normgerecht.
Nicht nur Standard, sondern auch
individuelle Lösungen
Systeq Produkte werden nicht nur in
Standardanwendungen eingesetzt, sondern auch in vielen individuellen Sonderlösungen. Dabei spielen die Esco Systeq Fensterantriebe eine wichtige Rolle. Sie können sowohl für Rauch- und
Wärmeabzug als auch zur automatisierten Lüftung eingesetzt werden. Zu den
herausragenden Produkteigenschaften
gehören deren intelligente Antriebstechnologie, eine kontinuierliche Kraftentfaltung der Antriebe, kleine Dimensionen und robuste Ketten aus besonders hochwertigem rostfreiem Edelstahl. Die Kettenantriebe stehen in vielen Varianten zur Verfügung.
Die intelligente Antriebstechnologie
Esco Systeq Fensterantriebe.
Lösungen für die Türautomation.
Fotos: Esco
Neue Wege in der
Gebäudeautomatisierung
Die Erfahrung und hohe Kompetenz
im Bereich der Gebäudeautomatisierung möchte das Unternehmen an
seine Kunden weitergeben. Zusammen mit den Experten der Muttergesellschaft VBH wurden verschiedene
Anforderungen bezüglich automatischem Bewegen, Öffnen und Schließen
von Eingangstüren, Fenstern und Beschattungen erarbeitet und die jeweils
passenden Produktpakete zusammengestellt. Esco und VBH wollen sich
nicht auf die Lieferung der Produkte
beschränken, sondern werden den
derstellung im Markt erarbeitet. In enger Zusammenarbeit mit Orgadata
sind im Esco-Modul die Systeq-Produkte für wichtige Systeme erfaßt. Mit
den Konfiguratoren für Kettenantriebe
und Haustürfüllungen – eine weitere
Planungshilfe wird auf der BAU 2015
vorgestellt werden – spart der Kunde
nicht nur wertvolle Zeit und Kosten,
sondern hat auch die Sicherheit, geprüfte und zertifizierte Produkte zu
verarbeiten.
14
Verarbeiter auch bei der Projektierung,
Montage sowie bei Wartungs- und
Serviceleistungen (auch beim Endverbraucher) unterstützen.
Komfort, Effizienz und Sicherheit:
Esco überzeugt Architekten, Planer und Verarbeiter gleichermaßen
mit einem Rundum-Sorglos-Paket.
Sorglos mit Esco-Dienstleistungen
Gerade durch das umfassende Paket an Dienstleistungen hat sich Esco
Metallbausysteme GmbH eine Son-
BAU, München, 19.01.-24.01.2015,
Halle C1, Stand 528
November 2014
Gabriele Zannini, www.esco-online.de
IAA Nutzfahrzeuge 2014
DAIMLER
Herv orr agendes Messef azit
Fotos: Daimler
250.000 Besucher in der Daimler-Halle.
• Mercedes-Benz Future Truck
2025 als absoluter Publikumsmagnet.
• Mercedes-Benz untermauert
Technologieführerschaft.
• 66 Nutzfahrzeuge der Marken
Mercedes-Benz, Setra und Fuso
in Halle 14/15.
• Show-Teil dicht umlagert.
• Ganztägig großer Andrang bei
der Driving Experience.
Mit knapp einer Viertel Million Besucher hat die 65. IAA Nutzfahrzeuge
die unangefochtene Position als Leitmesse der Logistik- und Mobilitätsbranche erneut unter Beweis gestellt.
Für die Lkw, Omnibusse und Sonderfahrzeuge aus der internationalen
Nutzfahrzeugwelt von Daimler Trucks
sagte Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Trucks: »Die IAA in Hannover ist die Leitmesse der gesamten
Nutzfahrzeugbranche. Daimler Trucks
hat hier erneut seine Position als Technologieführer untermauert. Unser autonom fahrender Mercedes-Benz Future Truck 2025 hat sich mit seiner
richtungsweisenden Technologie und
seinem futuristischen Design als absoluter Publikumsmagnet erwiesen.
Zudem haben wir in der Halle 14/15
unsere komplette Euro VI-Palette von
Mercedes-Benz, Setra und Fuso gezeigt. Neben diesen Produkten sind
vor allem die Gesamtbetriebskosten,
von der Beschaffung bis zum Wiederverkauf, ein Schwerpunkt unseres
Messeauftritts. Insgesamt kann ich
ein hervorragendes Fazit dieser IAA
2014 ziehen!«
Neben den genannten Fahrzeugmarken zeigte die Truck-Sparte zudem
Fahrzeuge aus dem weltweiten Nutzfahrzeug-Portfolio. Ein US-amerikanischer Western-Star zog mit starker
Optik und dabei zugleich ausgefeilter
Aerodynamik die Blicke ebenso auf
sich wie ein BharatBenz aus Indien,
Bundesverkehrsminister Dobrindt
besucht die Daimler AG und unterstützt autonomes Fahren im
Straßengüterverkehr..
der massive Stabilität ausstrahlte. In
der Daimler-Doppelhalle 14/15 des
hannoverschen Messegeländes versammelten sich insgesammt 18.000
PS in 66 Nutzfahrzeugen vom kompakten Citan über den brandneuen
Vito. Ebenso waren die Canter-Modelle von Fuso inklusive dem neuen 8,55Tonner sowie dem rein elektrisch angetriebenen Canter E-Cell vertreten.
Auch die komplette »A-Famile« von
Mercedes-Benz (Atego, Antos, Arocs
und Actros) sowie die Sonderfahrzeuge Zetros, Unimog und Econic waren zu besichtigen. Bei den MercedesBenz Omnibussen standen neben den
bewährten Modellen der Reisebus
Travego mit Active Brake Assist 3 und
der Citaro G Gelenkbus mit dem kompakten und liegend eingebauten Reihensechszylinder OM 936 h als Neuheiten im Mittelpunkt. Bei Setra waren
alle Baureihen vertreten und es hatten
Weltpremiere: die neue Setra ComfortClass 500 MD, die neuen Setra Reisebusvarianten S 511 HD und S 519
HD sowie der neue Setra MultiClass
LE business.
November 2014
Geballte Information
auf 16.000 m2 Ausstellungsfläche
Mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter kümmerten sich an jedem
der acht Messetage um die wißbegierige Kundschaft. Das Spektrum des
Informations- und Unterhaltsangebots
war zugleich weit gespannt. Sechs mal
täglich trat Judith van Hel, Teilnehmerin der Castingshow Voice of Germany, bei der »Vito Show« in der Messehalle auf, während es das ebenso
häufig angesetzte Truck Forum mit
Claudia Kleinert ruhiger und dafür
umso informativer angehen ließ. Im
Drivers Inn fand alle zwei Stunden eine Show mit Live-Music für Trucker &
Friends statt. Neben der geballten Information in der 16.000 m2 großen
Ausstellungshalle informierte der
Daimler Konzern im fußläufigen Nahbereich um die Haupthalle über Truck
Works und die Mercedes-Benz Bank.
Eine viertelstündige Shuttle-Fahrt genügte schließlich, um die ganz aktiven
unter den Besuchern in Action zu
bringen. Die Driving Experience auf
einem Trainingsgelände, in diesem
IAA-Jahr erstmals auch mit Omnibussen und dem Fuso Canter am Start,
war permanent gut gebucht. Insgesamt besuchten über 2.000 Gäste das
Fahrsicherheitszentrum.
Eigenhändig absolvierte OffRoad-Fahrten von A (Arocs) bis Z
(Zetros) und Fahrsicherheitseinlagen mit Actros und Vito standen
dort ebenso auf dem fahrpraktischen Programm wie Wissenswertes aus dem allumfassenden Pofiwissen der Mercedes-Benz Fahrertrainer. Die in diesem Jahr erweiterte Driving Experience hat
deutlich die Wünsche der Kunden
getroffen.
Daimler Presseabteilung
Nutzfahrzeuge
15
Veranstaltungen
EUROSKILLS
E ur opameisterschaften in Lille
Goldmedaille für Stuckateure Valmir Dobruna und Marc Armbrüster.
Die 4. EuroSkills 2014 – die Europameisterschaften der Berufe –
endeten am 5. Oktober, für das
Team Germany mit einem grandiosen Ergebnis. 5 Gold-, 3 Silberund 2 Bronzemedaillen sowie 2
»Medaillen for Excellence«.
Best of Nation
»Das war sehr beeindruckend: 18 unserer 21 deutschen Teilnehmer erhielten Edelmetall. Beim deutschen Ergebnis ist es sehr bemerkenswert, daß wir
in der Gesamtleistung, also dem Verhältnis Medaillenpunkte zu Teilnehmern, mit Abstand die Nummer 1 waren. Zumal wir nicht vergessen dürfen,
daß sich in Lille die berufliche Elite Europas gemessen hat«, freut sich Hubert
Romer, Geschäftsführer der WorldSkills Germany. Europameister im Wettbewerb der Stuckateure wurden der
amtierende Deutsche Meister Marc
Armbrüster und Valmir Dobruna im
Team. Die beiden Stuckateure wurden
zudem als »Best of Nation« für die
deutschen Teilnehmer mit der höchsten Punktzahl geehrt und haben sich
in einem spannenden Finale gegen die
Teams aus Österreich und der Schweiz
durchgesetzt.
Fotos: Schwenk
Der dreitägige Wettbewerb war ein
außergewöhnliches Schaufenster für
technisches und handwerkliches
Know-how und wurde mit einer Abschlußzeremonie gebührend gefeiert.
Insgesamt wetteiferten in den zurückliegenden Tagen 420 beruflich bestens
qualifizierte Fachkräfte im Alter bis 25
Jahre aus 25 Ländern um EM-Titel und
Medaillen.
Valmir Dobruna (rechts) und Mark Armbrüster (Mitte) haben sich bei der EM der
Berufe gegen eine starke Konkurenz aus Österreich und der Schweiz durchgesetzt.
18 Stunden Wettbewerb
Vor den Augen tausender Zuschauer fertigten Armbrüster und Dobruna ein beeindruckendes Werkstück aus Putz- und Gipsprodukten
des exklusiven Sponsors »SCHWENK
Putztechnik«. In den 18 Stunden Wettbewerb hatten die beiden Stuckateure
eine Trockenbaukonstruktion mit Fenster und Türöffnungen zu errichten,
die mit Stuckelementen und einem
sog. Free Style Element verziert werden mußte. Hierbei brachten die beiden jungen Gesellen als Höhepunkt
ihre Gesichter und Arme als Gipsabdrücke am Werkstück an und dekorierten dieses zusätzlich mit den aufgemalten deutschen und französischen Flaggen. Begleitet wurde der
Wettkampf auch durch das gesamte
Nationalteam der Stuckateure und deren Angehörigen, sowie Kollegen und
Mitarbeiter des Fach- und des Bundesverbandes. Eigens hierfür hatte die
SCHWENK Putztechnik als Sponsor des
Nationalteams einen Fan-Bus organisiert, um das Team vor Ort lautstark zu
unterstützen. Marc Armbrüster ist 23
Jahre alt und stammt aus Baienfurt
(Baden-Württemberg). Er arbeitet für
die Firma Thomas Geßler GmbH, die
bereits seit vielen Jahren als treuer
SCHWENK Kunde bekannt ist. Er und
sein Nationalteam Kollege Valmir Dobruna freuen sich über ihren TeamSieg: »Ein Traum ist wahr geworden!«,
so die beiden Stuckateure.
SCHWENK gratuliert den beiden
Europameistern zu ihrem grandiosen Erfolg und bedankt sich für
einen spannenden Wettkampf –
bis zur letzten Sekunde.
Sowohl der exklusive Sponsor SCHWENK Putztechnik, als auch die Mitglieder
des Deutschen Nationalteams Stuckateure waren mit von der Partie.
16
November 2014
www.schwenk-putztechnik.de
www.nationalteam-stuckateure.de
Veranstaltungen
EUROSKILLS
Nationalteam ist E ur opameister
Goldmedaille für Stuckateur-Team im französischen Lille.
Höchstleistung vom Training bis
zum Wettkampf
Daß ein Trockenbauschrauber mit
zu den wichtigsten Werkzeugen der
Stuckateure zählt, hatte Europameister Valmir Dobruna schon bei der
Wettkampf-Vorbereitung im Ausbildungszentrum für Stuckateure im
schwäbischen Leonberg erklärt. Hier
wurde der GSR 18 V-EC TE Professional mit bürstenlosem EC-Motor für
das Training genutzt und kam bei seriellen Verschraubungen in Gipskarton
zum Einsatz. Gerade bei Arbeiten an
engen Stellen oder über Kopf konnte
das Gerät seine Leistungsstärke unter
Beweis stellen: Der hohe Wirkungsgrad des bürstenlosen EC-Motors
sorgt dafür, daß pro Akkuladung bis
zu 30% länger gearbeitet werden
kann. So dreht der GSR 18 V-EC TE
Professional mit nur einer Ladung des
4 Ah-Akkus bis zu 3.400 Schrauben
von 3,5 mm Durchmesser und 35 mm
Länge in Gipskarton auf Metallprofilen
ein. Das geschieht mit einer Geschwindigkeit von 4.200 Umdrehungen pro Minute. Darüber hinaus verfügt der GSR 18 V-EC TE Professional
über eine besonders kompakte und
leichte Bauweise, die er seinem bürstenlosen EC-Motor verdankt. Mit nur
207 mm Kopflänge ist er der kürzeste
Akku-Trockenbauschrauber der 18
Volt-Klasse und wiegt trotz robustem
Metallgetriebe und inklusive 4 AhAkku nur 1,6 Kg.
Valmir Dobruna im Wettkampf.
Gold für das Team Deutschland! Bei
der diesjährigen Europameisterschaft
der Berufe hat das deutsche Nationalteam der Stuckateure sein WettkampfMotto »Wir rocken Lille« beeindruckend unter Beweis gestellt.
Können auf höchstem Niveau
Die Stuckateure Valmir Dobruna
und Marc Armbrüster zeigten in allen
Wettkampf-Disziplinen Können auf
höchstem Niveau und setzten sich mit
Leidenschaft für ihr Handwerk durch.
Unterstützt wurden sie dabei von Profi-Elektrowerkzeugen von Bosch, von
denen insbesondere der GSR 18 V-EC
TE Professional auf entscheidende Art
und Weise zum Sieg beitrug: »Der
Akku-Trockenbauschrauber hat nicht
nur kostbare Wettkampfzeit gespart,
sondern war auch Rettung in letzter
Sekunde«, kommentiert StuckateurMeister Frank Schweizer, der das Nationalteam bei den EuroSkills 2014 als
Experte begleitet hat, die letzten Wettkampf-Minuten. Im Eifer des Gefechts
ging ein entscheidendes »Free Style«Element zu Bruch – konnte aber kurz
vor Schluß mittels Akku-Trockenbauschrauber repariert werden.
GSR 18 V-EC TE
Professional im
Einsatz.
Christina Scholz
www.bosch-pt.de
Fotos: Bosch
• Vom 2. bis zum 4. Oktober beeindruckte das Nationalteam im
französischen Lille.
• Goldmedaille für die Stuckateure Valmir Dobruna und Marc
Armbrüster.
• Nationalteam der Stuckateure
setzt auf Profi-Elektrowerkzeuge
von Bosch.
• Akku-Trockenbauschrauber GSR
18 V-EC TE Professional begleitet Team zum Sieg.
Valmir Dobruna (vorne), Marc Armbrüster (Mitte)
und der Ersatzmann des Teams Maximilian Petter (hinten).
November 2014
17
Baugeräte
ELEKTROWERKZEUGE
6 Ah-Akkus für 18 Volt-P r ofiger äte
Weltweit die ersten Akkus mit dieser Laufleistung.
Bosch baut sein Akku-Programm
für Profis weiter aus und setzt neue
Maßstäbe bei Lithium-Ionen-Akkus. Mit den neuen 6 Ah-Akkus
bietet Bosch als erster Hersteller
weltweit die bislang höchste Akku-Nennladung in der 18 VoltKlasse. Die 6 Ah-Akkus haben im
Vergleich zu den im April 2014 eingeführten 5 Ah-Akkus eine 20%
längere Laufzeit.
Weiterentwicklung
der Akkutechnologie
Weitere Vorteile für den Anwender
sind das geringe Gewicht und die geringe Größe der Akkus. Sie haben mit
11,5 x 7,5 x 5,5 cm dieselben Abmessungen wie die bestehenden 18
Volt-Akkus mit 3 Ah, 4 Ah oder 5 Ah
von Bosch und mit 620 g nahezu das
gleiche Gewicht. Das macht die 6 AhAkkus zu den kompaktesten, leichtesten und gleichzeitig leistungsstärksten Akkus der 18 Volt-Klasse. Mit
Blick auf höhere Flexibilität und Leistung wird Bosch die Weiterentwicklung der Akkutechnologie mit hohen
Investitionen auch zukünftig vorantreiben.
Volle Kompatibilität
zum 18 Volt-Programm
Wer einen Akku von Bosch kauft,
kann diesen sofort einsetzen, ohne
sich Gedanken machen zu müssen,
ob er in der entsprechenden VoltKlasse paßt. Diesen Vorteil bietet auch
der 6 Ah-Akku mit 18 V. Das bewährte »Flexible Power System« stellt die
Kompatibilität zu allen bestehenden
Elektrowerkzeugen und Ladegeräten
einer Volt-Klasse sicher. Diese umfassende Kompatibilität bietet kein ande-
18
Fotos: Bosch
Vergleicht man sie mit den in der
breiten Anwendung üblichen 4 AhAkkus, so erhöht sich die Laufzeit sogar um 50%. Um Handwerkern kontinuierliches Arbeiten zu ermöglichen,
bieten die neuen 6 Ah-Akkus die
längste Laufzeit in diesem Segment.
Darüber hinaus halten die Akkus dank
der Bosch CoolPack-Technik doppelt
so lange wie solche ohne CoolPack.
Für Handwerker bedeutet dies eine
Erhöhung ihrer Produktivität.
rer Hersteller. Handwerker profitieren
von einem flexiblen System, mit dem
sie unterschiedlichste Aufgaben mit nur einem Akku
erledigen können.
Kompakt-Ladegerät für
unterschiedliche VoltKlassen
Zusammen mit den 6 AhAkkus bietet Bosch auch das
neue Ladegerät GAL 3680
CV Professional an. Handwerker, die
auf Baustellen Bosch Akku-Werkzeuge verschiedener Volt-Klassen einsetzen, brauchen nur noch dieses
Ladegerät mitzunehmen. Aufgrund
seiner Kompatibilität kann es alle
Bosch Lithium-Ionen-Akkus von 14,4
V bis 36 V laden. Im
Vergleich zum bisherigen Ladegerät
November 2014
AL 3640 CV
Profe ssional für
36 V-Akkus ermöglicht
es eine doppelt so schnelle
Ladezeit bei gleichzeitig halber
Größe. Unabhängig von der Volt-Klasse lädt das GAL 3680 CV Professional einen 4 Ah- beziehungsweise 6 AhAkku in 35 beziehungsweise 50 Minuten vollständig auf. Weitere Merkmale sind seine robuste Bauweise inklusive einer integrierten Kabelaufnahme.
Die 6 Ah-Akkus mit CoolPackTechnik werden ab Januar 2015 für
18 Volt-Profigeräte im Fachhandel
angeboten.
Christina Scholz
www.bosch-pt.de
Kommunikation
ÜBERWACHUNG
App-Alarm bei Diebstahl
Elektronisches Siegel überwacht Werkzeug und Baumaterial.
Für Diebe sind Baustellen längst
kein Geheimtip mehr. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2013 registrierten Bund und Länder im vergangen
Jahr 13.617 Straftaten in Neu- und
Rohbauten, Baubuden und Baustellen.
Die Dunkelziffer wird vermutlich weitaus höher sein, da es bei vielen kleineren Diebstählen häufig nicht zur Anzeige kommt. Die Aufklärungsquote
lag bei 9,1%. Neben Baumaschinen
und –materialien stahlen die Diebe
auch persönliche Gegenstände der
Bauarbeiter während der Arbeitszeit.
Ein grundsätzliches Problem beim Tatort Baustelle: Der Diebstahl ist von
Außenstehenden nicht unmittelbar als
solcher erkennbar. So berichtete beispielsweise die Deutsche HandwerksZeitung Anfang des Jahres von einem
Fall, der sich im Oktober/November
2013 in Halle an der Saale ereignete.
Mitten in der Innenstadt hatten Diebe
ein 250 m2 großes Baugerüst am hellichten Tag entwendet. Zeugen haben
den fachgerechten Abbau und Abtransport des Gerüsts nicht als Diebstahl erkannt. Geschätzter Schaden:
12.000,- €. Um genau solchen Fällen
vorzubeugen, bietet sich Strype als
Sicherungsmaßnahme an.
Kontrolle per Smartphone
Strype besteht aus einer handlichen
Sendeeinheit, einem speziell entwickelten Klebeband, und einer App.
Die Abmessungen der Sendeeinheit
entsprechen etwa denen einer Com-
Fotos: Telekom
Baustellen sind für Diebe das
reinste Eldorado. Kupferkabel, Maschinen, Baugerüste und Werkzeuge liegen häufig unbewacht innerhalb eines großen Areals. Um
Arbeits- und Baumaterial besser
zu sichern, hat die Telekom gemeinsam mit ihrem Partner Ingram
Micro das Alarm-Siegel Strype
entwickelt. Sobald sich jemand an
dem gesicherten Gegenstand zu
schaffen macht, alarmiert die
Strype App den Besitzer.
putermaus. Das Gerät läßt sich einfach in einer Tasche verstauen und
transportieren. Vor der ersten Anwendung muß der Nutzer die Sendeeinheit einmalig auf seinem Smartphone
einrichten. Anschließend kann er das
Strype Klebeband in die dafür vorgesehene Einbuchtung des Geräts einlegen und mit dem Sichern beginnen.
Hierfür wird Strype am einen Ende des
zu sichernden Bereichs fixiert und am
anderen Ende mit dem Klebeband
kombiniert. Das bedeutet: Um ein Objekt zu überwachen, ziehen die Nutzer
das Klebeband einfach darüber. Sobald die Klappe der Sendeeinheit geschlossen ist, startet die Überwachung. Eine Nachricht in der App bestätigt den Vorgang. Wird das Klebeband ab diesem Zeitpunkt gedehnt,
abgezogen, oder getrennt, sendet die
Einheit unmittelbar einen Alarm an die
App. Das Resultat: »Die Benutzer können sofort reagieren, sobald das System einen Eingriff in ihr gesichertes
Hab und Gut registriert. Wenn der
Handwerksbetrieb sein Werkzeug in
der Mittagspause sichert und im Café
in der Nähe der Baustelle den Alarm
empfängt, kann er schnell nach dem
Rechten sehen«, sagt Conrad Riedesel, Leiter Marketing & Commercial
Management M2M Telekom Deutschland. Auch Hilfsmittel wie Gerüste, die
über einen längeren Zeitraum auf der
Baustelle bleiben, lassen sich mit
Strype einfach überwachen. Sobald
der Besitzer des Gerüsts die AlarmMeldung empfängt, kann er die Polizei
benachrichtigen. Da der Abbau mit erheblichem Zeitaufwand verbunden ist,
könnte die Polizei den Täter auf frischer Tat ertappen. Der eingebaute
Akku der Sendeeinheit ermöglicht im
November 2014
Ruhezustand eine Betriebszeit von
sechs Monaten. Aufladen läßt sich
das Gerät über Micro-USB.
Eine gemeinschaftliche
Entwicklung
Die technische Grundlage für Strype
bildet die Machine-to-Machine Kommunikation (M2M), der automatische
Datenaustausch zwischen Geräten
untereinander oder mit einer Leitstelle.
Jede Strype Sendeeinheit ist mit einem Funkmodul und einer M2M-SIMKarte der Telekom ausgestattet. »Der
Datenaustausch via Mobilfunk bietet
den Vorteil, daß keine Kabel verlegt
werden müssen und das Sicherungssystem auch in abgelegenen Gegenden verläßlich funktioniert«, sagt
Riedesel. Strype ist zertifiziert nach
Schutzklasse IP 44 und läßt sich dadurch bei jedem Wetter und bei Temperaturen von -10° bis +40° einsetzen.
Entstanden ist die Lösung im
Rahmen der M2M Innovationsautobahn der Telekom. Die Initiative zielt darauf, vielversprechende
Produkte, Dienste und Lösungen
rund um die Maschinenkommunikation gemeinsam mit Partnern
schnell umzusetzen. Bei Strype
agiert die Telekom als Lizenzgeber
und Entwicklungspartner. Alleiniger Lizenznehmer ist Ingram Micro, Deutschlands größter Distributor für Informations- und Kommunikationstechnologie. Aufgrund
der vielfältigen Einsatzbereiche ist
Strype nicht nur für Unternehmen
geeignet. Auch Privatleute können
damit beispielsweise die Dachgepäckbox ihres Autos besser überwachen.
Diane Schulte
19
Baustoffe
ZEMENT
»bay ernhaf en Regensbur g«
Cemex weiht Zementverladeanlage ein.
Am 24. September 2014 empfing
die Cemex Deutschland AG Kunden, Geschäftspartner, Vertreter
der Stadt und der Genehmigungsbehörden zur offiziellen Inbetriebnahme der Siloanlage an der Osthafenstraße. Die Anwesenheit von
Bürgermeisterin Gertrud MaltzSchwarzfischer unterstrich die Bedeutung der neuen Anlage für die
Wirtschaftsregion Regensburg.
Mit der modernen Verladeanlage
will das Unternehmen seinen Zementumschlag in Regensburg technisch
optimieren und eine neue Qualität der
Zementlogistik für Bayern erreichen.
»Wir sind entschlossen, die Liefersicherheit für unsere Zementkunden in
der Region auch in Zukunft sicherzustellen. Diese Investition tätigen wir
zum Nutzen unserer Kunden«, erklärte
der Vorstandsvorsitzende der Cemex
Deutschland AG Eric Wittmann. »Dabei legen wir bei allen Schritten unserer Wertschöpfungskette von der Produktion bis zur Auslieferung unserer
Produkte den größten Wert auf ein
nachhaltiges Handeln. Unseren Zement transportieren wir weiterhin umweltfreundlich per Eisenbahn von unserem Zementwerk in Rüdersdorf bei
Berlin in den Bayernhafen Regensburg.«
Andreas Rotermund, Vice President
Commercial & Logistics der Cemex
Deutschland AG, betonte, die Einrichtung der neuen Zementverladeanlage
sei das Ergebnis einer engen Kooperation: »Unser Partner bei diesem Projekt ist die Karl Mossandl GmbH & Co.,
Hauptspediteur von Cemex in Bayern.
Mossandl ist der Investor und Betreiber der neuen Siloanlage und wird
den Weitertransport des Zements zum
Endabnehmer sicherstellen. Das
Grundstück, auf dem diese Anlage
steht, gehört dem Bayernhafen Regensburg. Mit beiden Unternehmen
verbindet uns eine vertrauensvolle Zusammenarbeit über viele Jahre hinweg. Das hat uns die notwendige Zuversicht für dieses herausfordernde
Projekt gegeben.«
Baurecht geschaffen und vorhandene Bahninfrastruktur verbessert
Joachim Zimmermann, Geschäftsführer der Bayernhafen Gruppe, zu der
Regensburg gehört, erklärt: »Die bayernhafen Gruppe und die Bauwirtschaft sind von Natur aus Partner. Als
Standort-Architekt schaffen wir optimale Ansiedlungsbedingungen für
Unternehmen der Bauwirtschaft.« So
20
Im Beisein von Eric Wittmann, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG
(3.v.l.) und Vice President Commercial & Logistics Andreas Rotermund (2.v.l.)
durchschnitt Andreas Moßandl, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Karl
Mossandl GmbH & Co. (Mitte) das rote Band.
wurde im Bayernhafen Regensburg
nach den spezifischen Anforderungen
der Firmen Mossandl und Cemex ein
Grundstück zur Verfügung gestellt,
Baurecht geschaffen und die vorhandene Bahninfrastruktur um ein weiteres Ladegleis ergänzt. Während anderswo Privatgleisanschlüsse stillgelegt oder abgehängt werden, haben
die Bayernhafen-Standorte elektrifizierten Gleisanschluß ans DB-Netz.
Seit zehn Jahren transportiert die Cemex Deutschland AG Zement aus dem
Werk Rüdersdorf ihrer Tochtergesellschaft Cemex OstZement GmbH auf
der Schiene in den Bayernhafen Regensburg. Die neue Verladeanlage allerdings bedeutet eine logistische Innovation. Denn bisher wurde der
Zement vom Zug direkt auf LKW umgeschlagen. Die auf Gleisen im Hafen
Regensburg abgestellten Zweiachswaggons mit einem Fassungsvermögen von je 27 t dienten als mobiles
Zwischenlager. Das System des Direktumschlags ist heute nicht mehr
praktikabel. Zweiachswaggons dieser
Bauart werden nicht mehr gefertigt,
und die Instandhaltungskosten für die
noch im Einsatz befindlichen sind extrem gestiegen.
November 2014
Anlage mit einen
Fassungsvermögen von 6.000 t
»Wir mußten also umdenken und
ein neues Konzept entwickeln«, erklärte Michael Schulte, Director Logistics
der Cemex Deutschland AG. »2013
haben wir gemeinsam mit der Firma
Mossandl entschieden, eine moderne
Siloanlage zur Zementverladung zu
errichten. Diese Anlage hat ein Fassungsvermögen von 6.000 t. Wir beliefern sie mit modernen Vierachs-Aluwaggons, was eine höhere Zugauslastung bedeutet. Mit jedem Zug können wir künftig 2.000 statt 1.500 t Zement aus Rüdersdorf nach Regensburg transportieren – wir bewegen
dieselbe Tonnage mit weniger Zügen.
Dadurch fallen ein geringerer spezifischer Treibstoffverbrauch und weniger
Lärmemissionen an.«
Mit der Einrichtung der neuen Zementverladeanlage wolle Cemex weder Lieferkapazitäten noch Marktanteile steigern, hob Andreas Rotermund
hervor. »Es geht uns vielmehr darum,
die bestehende Vertriebssituation und
unsere bestehenden Kundenbeziehungen absichern. Wir wollen unseren
Standort Regensburg langfristig erhalten und die Liefersicherheit für unsere
Baustoffe
Kunden auch künftig gewährleisten.
Die Baubranche in Bayern soll auch in
Zukunft mit Rüdersdorfer Qualitätszement hochwertige Bauwerke herstellen können, und dazu trägt diese neue
Zementverladeanlage bei.«
»Mit diesem Projekt stellen wir unsere Kompetenz im Bereich spezieller
Logistiklösungen unter Beweis. Die
Siloanlage in Regensburg ist beispielhaft dafür, daß mit innovativen Logistiklösungen die Erreichung ökologischer Ziele unter Beachtung wirtschaftlicher Gesichtspunkte möglich
ist. Und das alles mit einer neuen
Qualität der Zementversorgung in
Bayern«, stellt Andreas Moßandl, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Karl Mossandl GmbH & Co.,
zufrieden fest.
PUTZE
Historische F assaden
Heck Wall Systems auf der Denkmal 2014.
Wenn vom 6. bis 8. November auf
dem Messegelände Leipzig die
Denkmal – Europäische Messe für
Denkmalpflege, Restaurierung und
Altbausanierung – ihre Tore öffnet,
ist Heck Wall Systems wieder mit
vor Ort.
und Allergiker. Die Kalkputze regulieren das Raumklima auf natürliche
Weise, bieten Schutz vor Schimmel
und gewährleisten zudem höchste
Brandsicherheit.
Live-Vorführung am Stand
Daneben präsentiert Heck innovative Systeme zur Bauwerksabdichtung,
Mauerwerkssanierung sowie denkmalgerechte Innendämm- und Fassadendämmlösungen. Mit der geballten,
Auch 2014 werden Architekten, Restauratoren, Handwerkern, Denkmalpflegern und privaten Bauherren mit
der traditionsreichen Marke Rajasil
zahlreiche Facetten der ReEin neues Rajasil Kalkputzsystem,
staurierung, Sanierung und
Live-Vorführungen
Modernisierung gezeigt.
und vieles mehr
Kalkputz-Lösungen
erwartet die
im Fokus
Denkmal-Gäste
Im Mittelpunkt der Mesin diesem Jahr.
sepräsentation von Heck
Wall Systems am Stand
B02 in Halle 2 werden historische Fassaden und die
Rajasil Kalkputz-Lösungen stehen. Rajasil Kalkund Kalkleichtputze sorgen
in Alt- wie in Neubauten
für gesunde Wände, ideal
beispielsweise für Kinder
November 2014
Logistische Innovation:
Von der neuen Verladeanlage aus
kann Bayern effektiver mit Zement
versorgt werden.
www.cemex.de
80jährigen Erfahrung in Forschung
und Entwicklung haben sich RajasilSysteme seit Jahrzehnten als technologische Marktführer etabliert. Interessenten soll dies während der Denkmal 2014 unter anderem mit LiveVorführungen aktueller Top-Produkte
wie dem Sanierputz Rajasil SP4 und
historischen Oberflächen demonstriert
werden.
Austausch unter Experten
Daneben werden verschiedene weitere Lösungen, etwa zur Innendämmung, Fachwerk- und Natursteinsanierung vorgestellt. Am 8.11. referiert
Dipl.-Ing. Heike Pfaff von der Rajasil
Bauberatung zudem im Forum der Halle 2 über »Historische Putze mit Werktrockenmörtel-Materialien«.
Außerdem können sich
Gäste anhand anschaulicher Exponate und im Gespräch mit den Rajasil-Experten vor Ort am Stand
B02 während der gesamten Messe einen intensiven Überblick über die
Produktvielfalt und Leistungsfähigkeit der Rajasil
Bausanierung verschaffen.
Foto: Heck Wall Systems
Fotos: Cemex Deutschland
Die Cemex Deutschland AG gehört zu Cemex S. A. B. de C. V., einem weltweit operierenden Unternehmen mit Hauptsitz in Monterrey, Mexiko.
Denkmal, Leipzig, 6.11.8.11.2014, Halle 2, St. B02
www.wall-systems.com
21
Baumaschinen
MISCHTECHNIK
H ybridtürme für W indener gie
Neuer Liebherr-Mischturm produziert Hochleistungsbeton für Windkraftanlagen.
• Großes Lagervolumen.
• Zwei Ringtellermischer.
• Betonübergabe an Kübelbahn.
Die Firmengruppe Max Bögl nahm
in Osterrönfeld (Deutschland) einen
neuen Liebherr-Mischturm in Betrieb.
Mit einer Einweihungsfeier wurde am
16. Juli 2014 das neue Fertigteilwerk
und die Betonmischanlage in Betrieb
genommen. Hier werden Hybridtürme
für die Windenergie aus besonders
anspruchsvollen Betonfertigbauteilen
hergestellt.
Aufwendige
Mischversuche
Fotos: Liebherr
Die Hybridtürme für Windkraftanlagen aus dem Hause Max Bögl sind bis
zu 140 m hoch und bestehen aus 17
Betonringen und 3 Stahlsegmenten.
Die erforderliche Betonfestigkeit ist
besonders hoch und die Rezeptur entsprechend anspruchsvoll. Ende 2013
wurden bei Liebherr in Bad Schussenried im werkseigenen Versuchstechnikum aufwendige Mischversuche mit neuen Rezepturen erfolgreich
durchgeführt. Für das Mischen dieser
besonderen Betonsorten hatte sich
der neue Liebherr-Ringtellermischer
RIM 2.5-D als optimal erwiesen.
Bis zu 875 m3 Gesteinskörnungen
Die Firmengruppe Max Bögl hatte
sich für einen Mischturm vom Typ Betomat V / 875 entschieden. In 8 Kammern können bis zu 875 m3 GesteinsDer Ringtellermischer
eignet sich dank
Doppelwirblersystem perfekt
für die Herstellung von
Sonderbetonen.
Übergabe des Liebherr-Mischturms bei der Eröffnungsfeier.
V.l.n.r.: Reinhold Kletsch (Liebherr), Michael Barthel (Liebherr), Stefan Bögl,
Johann Bögl, (beide Bögl) Mark Figel (Liebherr), Anton Gloßner (Bögl).
körnungen gelagert werden, diese
Menge reicht für 2 Produktionstage.
Die gesamte Mischanlage, inklusive
Ringtellermischer, Verwiegung von
Gestein, Zement, Wasser und Zusatzmittel, ist redundant ausgeführt. Beide
Systeme produzieren synchron und
entleeren direkt in die Kübelbahn für
den Weitertransport in die Produktionshallen.
Besondere Ausstattungsmerkmale sind Probeentnahmestellen
an den Ringtellermischern, eine
Reinigungsplattform, die Möglichkeit der alternativen Betonabgabe
in Fahrmischer und eine Restbetonrecyclinganlage.
Klaus Eckert
www.liebherr.com
22
Oktober 2014
Baumaschinen
RECYCLER
Integriertes Str eumodul »S-P ack«
Wirtgen WR 240/WR 240i und WR 250.
Ob auf Autobahnen, in Wohn- oder
Gewerbegebieten oder schwerem Gelände – die Rahmenbedingungen für
den Einsatz von Recyclern und Bodenstabilisierern könnten unterschiedlicher nicht sein. Häufig stellen sogar
strenge Emissionsrichtlinien – zum
Beispiel in Naturschutzgebieten –
Baufirmen vor zusätzliche Herausforderungen. Mit dem »S-Pack« für die
Modelle WR 240/WR 240i/WR 250 hat
Wirtgen auch für diese Anwendungen
eine Lösung.
Der
»S-Pack«
erweitert
das Lösungsangebot für das Kaltrecycling und die Bodenstabilisierung.
Staubfreies,
wirtschaftliches Streuen
Dabei legt der WR in der »S-Pack«Ausführung über das integrierte
Streumodul das Bindemittel unmittelbar vor dem Fräs- und Mischrotor ab,
der es sofort in den Boden einmischt.
Aufgrund des geschlossenen Walzengehäuses und eines zusätzlichen,
Die Regulierung der Streumenge
erfolgt mit nur wenigen Knopfdrücken über das klar
strukturierte Steuerungsdisplay.
Der Bindemittelbehälter ist direkt über dem
Fräs- und Mischrotor positioniert.
doppelt ausgeführten, Gummimattenumhangs entsteht kein Staub und die
Streumenge wird präzise in der Frässpur gehalten. Dank des integrierten
Streumoduls erfolgt das Streuen damit
unabhängig von Wind und Wetter und
ohne Verwehungen oder Verdrängung
des Bindemittels durch voraus- bzw.
vorbeifahrende Fahrzeuge. Gerade an
sensiblen Orten – beispielsweise in
Gewerbegebieten mit Auflagen aufgrund von Lebensmittelproduktionen
oder nahe Flughäfen – ist es wichtig,
daß das Streugut wie Zement oder
Kalk exakt und sicher aufgetragen
und ohne Emissionen verarbeitet wird.
Das gilt insbesondere auch für Autobahnen, wo Verwehungen zu vermeiden sind, um den fließenden Verkehr
nicht zu beeinträchtigen.
Einfaches Arbeiten
in schwerem Gelände
Der WR 240/WR 240i und der WR
250 sind die leistungsstärksten WRModelle von Wirtgen und kommen
vorwiegend in unwegsamem Gelände
sowie auf wenig tragfähigen Böden
zum Einsatz. Gerade dort, wo andere
Maschinen an ihre Grenzen stoßen,
spielen die beiden Recycler und Bodenstabilisierer ihre enorme Geländegängigkeit jetzt auch in Kombination
mit dem integrierten Streumodul aus.
So ist eine schnelle Baustellenabwicklung mit minimalem Maschinen- und
Personaleinsatz und damit auch zu
geringen Transportkosten möglich.
Technische Finessen für höchste
Qualität beim Einmischen
Für das optimale Streuergebnis sorgen zahlreiche technische Finessen.
So realisieren Dosierzellen die exakte
volumetrische Dosierung des Bindemittels, die kontinuierliche Streumengenkontrolle ist dank der mikroprozeßgesteuerten Abläufe ebenso genau. Eine zweiteilige Querförderschnecke, zu der das Bindemittel über
eine Fördereinheit kontinuierlich
transportiert wird, sorgt für das gleichNovember 2014
mäßige Ausbringen auf die gesamte
Arbeitsbreite von 2,40 m. Durch das
separate Zu- und Abschalten der jeweils 80 cm breiten Verschlußklappen
kann die maximale Streubreite zudem
in Stufen auf 1,60 m und 80 cm variiert
werden. Je nach Anwendung reicht
die Streuleistung von 1,5 bis 40 kg/m2.
Besonders feinfühlige Sensoren erfassen an verschiedenen Positionen den
Füllstand (max. 5,5 m3 brutto) des Bindemittelbehälters und zeigen diesen
jederzeit exakt im Steuerungsdisplay
Einsatzgebiete sind überwiegend
kleinflächige Anwendungen mit
besonderen Auflagen.
Fotos: Wirtgen
In der Sparte Recycling und Bodenstabilisierung bietet Wirtgen
das größte mobile Maschinenangebot und Lösungen für unterschiedlichste Anwendungen. Mit
dem »S-Pack« (Spreader-Pack)
für das staubfreie Streuen von Bindemitteln erweitert der Baumaschinenhersteller sein Produktprogramm und schafft neue Möglichkeiten, Einsatzspektrum und Wirtschaftlichkeit weiter zu optimieren.
an. Über das Display erfolgt gleichzeitig die Kalibrierung der Streumenge
mit Eingabe der Schüttdichte des Bindemittels. Darüber hinaus ermöglichen 10 Abluftfilter mit automatischer
Selbstreinigung dank des hohen Luftdurchsatz nicht nur eine effektive Reinigung der Abluft, sondern zusammen
mit dem leicht zugänglichen Füllstutzen auch eine vollständige Befüllung
des Bindemittelbehälters in weniger
als 5 Minuten.
Übersichtliche Bedienung
und Prozeßkontrolle
Die Bedienung des integrierten
Streusystems und Diagnose des Arbeitsprozesses sind denkbar einfach
und erfolgen intuitiv über das vorhandene Steuerungsdisplay in der Fahrerkabine. Der Maschinenbediener hat
jederzeit die Kontrolle über den Einmischprozeß und kann die Dosierung
situativ anpassen.
www.wirtgen.de
23
Marmomacc 2014
MESSE VERONA
E ur opäische L eitmesse
Mit einem weiteren Anstieg der
ausländischen Besucher auf über
65.000 Fachleute schloß die diesjährige internationale Fachmesse
für Steindesign und Technologien
in Verona (24.-27.09.2014). 145
Nationen aus aller Welt besuchten
die europäische Leitmesse der Natursteinbranche und bestätigten
hiermit deren Führung als Fachveranstaltung im Bereich Naturstein in Kombination mit Design
und Technologien.
Insgesamt stieg der Anteil der Fachbesucher um 15 Prozentpunkte, wobei
54% der Fachbesucher aus dem Ausland anreisten. Wie gewohnt waren
auch in diesem Jahr die deutschen
Fachbesucher besonders zahlreich in
24
Verona vertreten und repräsentierten
nach Indien die zweitstärkste Besuchernation, gefolgt von der Türkei,
Spanien und Frankreich. Mit über
1.400 Ausstellern konnte man einen
leichten Anstieg an Ausstellern verzeichnen. Die Unternehmen kamen
aus knapp 60 Ländern, wobei neue
Teilnehmer aus Singapur, Slowenien
und Irland begrüßt werden konnten.
16 Ländergemeinschaftsstände präsentierten sich während der vier Messetage, erstmals war Tunesien mit einer Gruppe von Unternehmen mit von
der Partie. Den Weg von Deutschland
nach Verona unternahmen 46 Betriebe.
Die Möbelmesse »Abitare il tempo«
wurde erstmals im Rahmen der Marmomacc organisiert und zeigte ausgewählte Produzenten exklusiver Wohneinrichtungen. Diese Verknüpfung
zwischen Naturstein und Design wurde in diesem Jahr ganz bewußt gestärkt und wendete sich an Architekten, Planer, Einkäufer und Contract.
Die Auslandsnachfrage kommt in
Verona wie schon in der Vergangenheit größte Bedeutung zu in Anbetracht der Tatsache, daß 71,5% der
Produktion des italienischen Natur-
November 2014
Fotos: Peter Knaak
internationale Messe für Marmor, Natursteindesign und Technologien.
steins bzw. der Maschinen und Ausrüstungen exportiert werden. Dieser
Nachfrage kommt der Veranstalter mit
der Organisation von Einkäuferdelegationen entsprechend nach. Dank ihres Netzes an weltweiten Vertretungen, der Zusammenarbeit mit Confindustria Marmomacchine sowie dem
italienischen Institut für Außenhandel
wurden internationale Delegationen
aus Einkäufern und Architekten aus
dem Naturstein- und Contract-Bereich zur Marmomacc eingeladen. Vor
Ort nahmen sie an Seminaren, B-to-BGesprächen mit den ausstellenden
Unternehmen sowie an Treffen mit
ausländischen Gemeinschaftsständen
teil.
Die nächste Marmomacc findet
vom 30. September bis zum 3. Oktober 2015 in Verona statt. Informationen von der deutschen Vertretung der Messe Verona:
Italienische Handelskammer für
Deutschland, Heike Schmidt, Tel.
069/971452-63 oder per E-Mail:
hschmidt@itkam.org.
Peter Knaak, www.marmomacc.com
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
MAHNWACHE
Hilf eruf der Bauwirtschaft
Mit stillem Protest haben rund
70 Bauunternehmen vor der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Anfang Oktober
auf die massiven Auswirkungen
des Investitionsstaus in der Bundeshauptstadt hingewiesen. Und
das in der Hauptverkehrszeit zwischen sechs und zehn Uhr am
Morgen.
die Misere: »Die Verkehrslenkung Berlin ist wie alle Verwaltungen Opfer von
Sparmaßnahmen und Personalabbau
und kann deshalb die anfallende Arbeit derzeit nicht schaffen. Aber die
Firmen stehen mit dem Rücken an der
Wand – und das im eigentlichen Bauhauptmonat September!«, erklärt Axel
Wunschel, Hauptgeschäftsführer des
Bauindustrieverbands Berlin-Brandenburg. Auch sei die Bearbeitung der
Projekte seitens der VLB durch hohe
bürokratische Auflagen und vermehrte Klagen durch Bürger wesentlich
komplizierter geworden. Teilweise vergehen bis zur verkehrsrechtlichen An-
ordnung durch die VLB bis zu zwei
Jahre. »Wir brauchen schnelle,
unbürokratische Lösungen«, forderte
deshalb auch Bauunternehmer Thomas Frisch.
Noch während der Veranstaltung
bekräftigte Staatssekretär Christian
Gaebler sein Verständnis für die Aktion und sicherte Abhilfe zu: Acht
neue Stellen werden in der nächsten
Zeit neu- oder wiederbesetzt, um den
Stapel der derzeit rund 2.000 bei der
VLB liegenden offenen Anträge rasch
zu bearbeiten.
Tina Lohmann-Wolters
Fotos: FG Bau
Etwa 100 Bagger, Fräsen, Radlader
und Tieflader standen einfach still –
besser hätten die Bauunternehmen die
derzeitige Situation ihrer Branche
kaum darstellen können, als sie ihre
schweren Geräte an einem Montagmorgen Anfang Oktober direkt vor der
zuständigen Senatsverwaltung geparkt
haben. Hintergrund der Aktion sind die
brisante Lage und die massiven Auswirkungen auf die Existenzfähigkeit der
regionalen Bauunternehmen: »Erteilte
Aufträge im Gesamtvolumen von etwa
100 Millionen Euro – größtenteils von
Seiten der öffentlichen Hand - können
derzeit nicht begonnen werden, weil
die notwendigen Genehmigungen und
verkehrsrechtlichen Anordnungen
nicht ausgesprochen werden«, erläutert Bauunternehmer Rüdiger Rausch.
In der Folge: Kurzarbeit, Zwangsurlaub
und Entlassungen der Mitarbeiter mit
all den daraus entstehenden Konsequenzen.
Dabei ist aus Sicht der Bauwirtschaft die für die verkehrsrechtlichen
Anordnungen zuständige Senatsverwaltung nicht allein verantwortlich für
November 2014
25
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
BAUKONJUNKTUR
A ugust 2014: Rote Zahlen in der
eigentlichen Hauptsaison
Sommerzeit gleich Bauzeit?
Nicht so im August dieses Jahres:
Sowohl beim baugewerblichen
Umsatz, der Zahl der Auftragseingänge als auch bei den geleisteten
Arbeitsstunden wurden rote Zahlen geschrieben. Im Wirtschaftsbau konnte allerdings ein Plus von
44 Prozent beim Auftragseingang
verzeichnet werden.
Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden fiel im August im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,2
Prozent auf 5,663 Millionen Stunden.
Insgesamt wurden bis August in der
Region 41,156 Millionen Stunden geleistet. Das entspricht einem Minus
von 0,3 Prozent.
Dagegen hat sich die Lage auf dem
Bauarbeitsmarkt im August 2014 im
Vergleich zum Vorjahresmonat verbessert. Die Baufirmen beschäftigten insgesamt 39.053 gewerbliche Arbeitnehmer. Das sind 2,2 Prozent mehr als
im August 2013. Im Vergleich zur Vorjahresperiode arbeiteten von Januar bis
August 2,6 Prozent mehr gewerbliche
Arbeitnehmer im Bauhauptgewerbe.
Der baugewerbliche Umsatz lag
im August 2014 mit 594 Millionen
Euro um rund 4 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahresmonats. Lediglich
der Bereich »sonstiger Tiefbau« weist
ein negatives Ergebnis von 16,7 Prozent auf. Das größte Plus weist im August im Vergleich zum Vorjahr der
Straßenbau mit 12,8 Prozent auf. In
der kumulierten Betrachtung fällt das
Gesamtergebnis positiv aus. Der baugewerbliche Umsatz in der Region
Berlin-Brandenburg liegt von Januar
bis August mit 2,4 Prozent über dem
Vorjahresumsatz. Im Wirtschaftsbau
(- 2,3 %) und im öffentlichen Hochbau
(- 7,1 %) wurde hingegen ein negatives Ergebnis erzielt.
Der Auftragseingang fällt im August in Höhe von 346 Millionen Euro
um 8,1 Prozent höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres aus. Und
das, obwohl im Straßenbau (- 22,6%),
im öffentlichen Hochbau (- 20 %), und
im sonstigen Tiefbau (- 37,8 %) zum
Monatsende ein negatives Ergebnis
festgehalten werden mußte. Im Gesamtergebnis hat sich der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe von Januar bis August 2014 um 2,5 Prozent
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
verbessert.
Tina Lohmann-Wolters
26
Bauhauptgewerbe Berlin-Brandenburg
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.
Ihr kompetenter
p
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g in der Bauwirtschaft
BERUFSFÖRDERUNGSWERK E.V.
DES BAUINDUSTRIEVERBANDES
BERLIN - BRANDENBURG E. V.
Karl - Marx - Straße 27
14482 Potsdam
Tel: 0331 / 74 46 168 Fax: 0331 / 74 46 166
Internet: http://www.bfw-bb.de
/
November 2014
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allen Bereichen der Bauwirtschaft
• Lehrgänge für Fach- und Führungskräfte
• PC - Kurse
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Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
AUS DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN
Wenn es um das Thema Schiene
geht ist die Sersa Group – der Name steht für »Soudage électrique
des rails S.A.«– ein gefragter Ansprechpartner: 1948 gegründet,
gehört das Unternehmen mit
Hauptsitz in der Schweiz heute zu
den führenden Bahntechnikunternehmen. Rund 1.000 Mitarbeitende sind für öffentliche und private
Bahninfrastrukturbetreiber weltweit tätig.
In Deutschland ist die Sersa, ein Unternehmen der Rhomberg Sersa Rail
Group, seit 1992 am Markt vertreten.
Mit mittlerweile sieben Firmen deckt
der Gleisbauspezialist sämtliche Arbeiten im Gleisoberbau und Straßenbahngleisbau ab. Ob Kleinbaustellen
für Industriebahnen oder Großprojekte bei der Deutschen Bahn, die Kunden profitieren von Komplettlösungen.
Je nach Bedarf tritt das Unternehmen
als alleiniger Auftragnehmer oder in
Arbeitsgemeinschaften mit Ingenieur-
und Tiefbaufirmen auf. Aufgrund von
Spezialitäten und Nischenprodukten,
wie der SLS Sersa Schraubenlochsanierung®, Schienenschweißen und
Schienenfrästechnik, hat sich die Sersa in Deutschland zu einem der erfolgreichsten Gleisbauunternehmen entwickelt.
Durch die dezentrale und regionale
Verteilung der einzelnen Niederlassungen (Sersa GmbH - Niederlassungen in Dresden und Berlin, Klenk
Gleis- und Tiefbau GmbH & Co. KG in
Mühlacker, Eurogleis GmbH in Dresden, SIT GmbH in Rostock und Berlin,
SWT GmbH in Berlin, Alpha Rail Team
GmbH & Co. KG in Berlin und Hamburg und metrico GmbH in Göppingen) ist es möglich, Leistungen in allen Gebieten Deutschlands kostengünstig anzubieten. Die Personalstärke und die differenzierten Fähigkeiten
und Kenntnisse der einzelnen Mitarbeiter ermöglichen eine eigenständige
Bearbeitung von Komplettleistungen.
Firmenübergreifend wird eine mög-
Foto: Sersa
Die Sersa GmbH bietet K omplettlösungen
»rund ums Gleis« aus einer Hand
lichst optimale Auslastung von Personal, Maschinen und Geräten innerhalb der Gruppe geplant und realisiert.
Zum Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe gehören gewerblicher
und maschineller Gleisbau, Schienenschweißen, –fräsen und –schleifen,
Schraubenlochsanierung und Kranarbeiten.
www.sersa-group.com
BAUWETTER-COCKPIT
Service des Bauindustriev erbandes
Schlechte Wetterbedingungen behindern geplante Arbeitsabläufe und
führen zu Verzug, da bestimmte Leistungen nicht durchgeführt werden
können. Zur besseren Planbarkeit der
Ausführungen bietet der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg seinen Mitgliedsunternehmen seit kurzem die Möglichkeit, sich frühzeitig
und nach Gewerken aufgesplittet über
das prognostizierte Bauwetter zu informieren.
Gemeinsam mit dem privaten Wetterdienst MeteoGroup wurde dafür das
webbasierte Planungssystem »Bauwetter-Cockpit« herausgegeben. Damit ist
es allen am Bau beteiligten Akteuren
möglich, eine bessere Planung der
Bauphasen, eine lückenlose WetterDokumentation und eine Minimierung
von Wetterrisiken vorzunehmen. Nutzer
haben die Möglichkeit, ihre Wetterinformationen zusammenzustellen, individuell zu konfigurieren und mit eige-
nen Daten zu ergänzen. Auf diese Weise wird das ganz nach persönlichem
Bedarf angepaßte Bauwetter-Cockpit
zu einer Spezialanwendung für Planung und Risikomanagement in der
Bauindustrie. Darstellungen wie die
Wetterampel interpretieren bis zu 15
verschiedene Parameter für bestimmte
Bautätigkeiten. In den Vorhersagen
werden beispielsweise Niederschlagswerte, die relative Feuchtigkeit, Taupunkte, Temperaturen, der UV-Index,
das Auftreten und die Dauer von Frost
und Windgeschwindigkeiten und -richtungen (auf Bodenniveau und auf Höhe eines Krans) dargestellt.
Das Wettercockpit ist ein Service für
die Mitglieder des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg. Den persönlichen Voucher-Code zur Aktivierung des Wettercockpit-Accounts erhalten interessierte Unternehmen vom
Bauindustrieverband (per E-Mail an:
milena.madaus@bauindustrie-bb.de).
Tina Lohmann-Wolters
Grafik: MeteoGroup
In der Bauwirtschaft sind Termine eng gesetzt und Preise knapp
kalkuliert. Es ist wichtig, Personal
und Material effizient einzusetzen.
November 2014
27
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
BERUFSBILDUNG
»F unktionaler Analphabetismus« –
Unternehmen sollen sensibilisiert wer den
In Deutschland können 7,5 Millionen Menschen zwischen 18 und
64 Jahren keine zusammenhängenden Texte lesen oder schreiben
und verstehen. Welche Auswirkungen dieser sogenannte »funktionale Analphabetismus« auch auf die
Unternehmen der Baubranche hat,
darauf weist das Berufsförderungswerk (BFW) des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg jetzt hin. Das BFW nimmt an
einem vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung (BMBF)
unterstützten Förderprojekt im Bereich »Arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung
Erwachsener« teil, mit dem Ziel,
die Sensibilisierung in den Unternehmen zu stärken und Betroffenen Hilfestellung zu geben.
Das Problem fällt meistens gar nicht
auf, denn die Betroffenen haben jahrelang trainiert, um ihre Defizite zu
vertuschen. Dabei ist fast jeder achte
Erwerbstätige vom funktionalen Analphabetismus betroffen. Menschen
aller Altersgruppen haben Basisbildungsbedarfe: Junge Erwachsene, die
trotz Schulbesuchs keine ausreichenden Basisbildung haben, um am Erwerbsleben teilzunehmen, sowie
Menschen, die bereits viele Jahre gering qualifiziert beschäftigt sind. Auch
in so genannten einfachen Tätigkeiten
können sie häufig mit den schriftsprachlichen Anforderungen, die in
den vergangenen Jahren stark gestiegen sind, nicht mithalten. Die zunehmende Komplexität der Arbeit, auch in
der Baubranche, verlange aber von je-
dem Beschäftigten mehr ab: »Wer
heute kein Tablet bedienen kann und
noch nicht einmal eine Gebrauchsanweisung versteht, steht schlecht da«,
erklärt Karen Schmidt, zuständig für
Weiterbildung am Kompetenzzentrum
für Nachhaltiges Bauen in Cottbus.
Das BFW hat sich deshalb der Initiative »Strategien zur Personalentwicklung gewerblicher Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen« (SPIN.PRO) angeschlossen. Das Vorhaben SPIN.PRO
möchte Unternehmen der Baubranche
in Berlin und Brandenburg dafür gewinnen, Grundbildung in die betriebliche Weiterbildung aufzunehmen und
mit Elementen aus der unternehmensinternen Qualifizierung zu verknüpfen.
Von der arbeitsplatzbezogenen Grundbildung sollen vor allem gering qualifizierte Beschäftigte profitieren. Hintergrund des Projektes sind die aktuellen
Zahlen aus der von der Universität
Hamburg durchgeführten leo – Level
One Studie –, die für Deutschland belegt, daß 14 Prozent der Erwerbstätigen funktionale Analphabeten sind
und somit keine zusammenhängenden
Texte lesen oder schreiben und verstehen können. Mehr als die Hälfte von
ihnen steht aktiv im Erwerbsleben.
Doch das Bewußtsein für dieses Problem ist noch lange nicht geschärft.
Viele Unternehmen sehen sich auch
nicht in der Verantwortung, gegen das
Problem vorzugehen. Sie sehen den
Bildungsauftrag und die Vermittlung
von Basiswissen beim Staat, bedauert
Schmidt.
Dabei ist Aus- und Weiterbildung,
vor allem für gewerbliche Mitarbeiter
und Mitarbeiterinnen, ein zentrales In-
strument, um die Wertschöpfung in
Unternehmen zu erhöhen, betriebliche
Ressourcen optimal zu nutzen und die
Beschäftigten für zukunftssichere Tätigkeiten zu qualifizieren.
Insgesamt 50 Teilnehmer konnten
in dem seit Februar dieses Jahres laufenden Projekt bereits durch das BFW
geschult werden. In einem speziellen
Workshop werden Mitarbeiter, die unmittelbar mit den Betroffenen innerhalb der Aufstiegsfortbildungen zum
geprüften Vorarbeiter, Polier und Meister zusammenarbeiten, zum Thema
Basisbildungsdefizite sensibilisiert.
Der Workshop informiert über die
Hintergründe zur Entstehung von Basisbildungsdefiziten, setzt sich mit
den Auswirkungen auf Ausbildung,
Beruf, Betrieb und Unternehmen auseinander und zeigt typische Verhaltensweisen und Täuschungsstrategien Betroffener. Den Teilnehmern
werden auch konstruktive Ansprechund Beratungsmöglichkeiten für
»Outingsituationen« von Mitarbeitern
präsentiert.
»Wir suchen aber weitere Unternehmen, die das Projekt unterstützen und
bereit sind, beispielsweise eine Arbeitsplatzbeobachtung zuzulassen«,
erklärt die Projektbeauftragte Karen
Schmidt. Pauschale Lösungsansätze
gibt es nicht. Betroffene sollten individuell gefördert werden, denn der
Schlüssel zur Sicherung ihrer Beschäftigungsfähigkeit ist das Lesen und
Schreiben.
Informationen zum Projekt gibt es
im Internet unter www.spinpro.info.
Tina Lohmann-Wolters
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg e.V.
Hausadresse:
Karl-Marx-Straße 27, 14482 Potsdam
Postanschrift:
Postfach 60 15 62, 14415 Potsdam
Telefon:
0331/74 46-0, Fax: 0331/74 46-166
lnternet:
www.bauindustrie-bb.de
Gründung:
9. Mai 1990
Präsident:
Dipl.-Ing. Marcus Becker, Geschäftsführer Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH,
Kronprinzendamm 15, 10711 Berlin, Telefon: 030/81 03 10-402, Fax: 030/81 03 10-411
Vizepräsident:
Dipl.-Ing. Wolfgang Frey, Geschäftsführer TRP Bau GmbH,
Stahnsdorfer Straße 107, 14513 Teltow, Telefon: 033 29/60 44-0, Fax: 033 29/60 44-11
Hauptgeschäftsführer: RA Axel Wunschel, Telefon: 0331/74 46-142, Fax: 0331/74 46-166
Pressesprecherin:
28
Tina Lohmann-Wolters, Tel.: 0331/74 46-161, E-Mail: Tina.Lohmann-Wolters@bauindustrie-bb.de
November 2014
Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg
RECHT
Bundesarbeitsgericht: K ein Sonderkündigungsschutz für W ahlv orstandsbew erber
Das Bundesarbeitsgericht (BAG)
hat entschieden, daß ein Bewerber
für den Wahlvorstand zur Durchführung einer Betriebsratswahl
keinen Sonderkündigungsschutz
genießt. Das BAG stellt fest, daß
Arbeitnehmer, die für das Amt des
Wahlvorstands zur Durchführung
einer Betriebsratswahl kandidieren oder vorgeschlagen werden,
keine Wahlbewerber im gesetzlichen Sinne sind. Sie genössen damit nicht den Sonderkündigungsschutz gemäß § 15 Absatz 3 Satz 1
KSchG, der für Wahlbewerber vorgesehen sei.
Im konkreten Fall war die fristlose
Kündigung des Bewerbers mangels
wichtigen Grundes unwirksam. Das
Gericht bewertete die Meinungsfreiheit des Bewerbers höher als seine arbeitsvertragliche Loyalitätspflicht.
Sachverhalt
Im R ahmen einer Betriebsversammlung sollte ein Wahlvorstand zur
Durchführung einer Betriebsratswahl
bestellt werden. Nach einem unübersichtlichen Verlauf der Versammlung
wurde der Kläger nach dem Verständnis der Parteien nicht wirksam
gewählt. Zwei Wochen später stellte
ver.di beim Arbeitsgericht den Antrag,
einen Wahlvorstand zu bestellen. In
der Antragsschrift schlug sie als eines
der Mitglieder des Wahlvorstands erneut den Kläger vor. An einem der folgenden Tage gab der Kläger in einer
von ver.di produzierten Videoaufzeichnung eine Erklärung darüber ab, daß
es im Betrieb »Probleme« gebe: An
einzelnen Maschinen fehlten Sicherheitsvorkehrungen. Man könne »fast
behaupten«, keine Maschine sei »zu
100 Prozent ausgerüstet«. Das Problem sei, daß »keine Fachkräfte vorhanden« seien und »das Beherrschen
der Maschinen nicht zu 100 Prozent
erfüllt« werde.
Das Video wurde ins Internet gestellt, war bei »YouTube« zu sehen und
wurde bei »Facebook« eingestellt. Mit
Blick hierauf kündigte der Arbeitgeber
das Arbeitsverhältnis fristlos. Das BAG
führt aus, daß bei der Beklagten viele
Facharbeiter beschäftigt sind.
Fristlose Kündigung unwirksam
Anders als die Vorinstanzen hat das
BAG die fristlose Kündigung für unwirksam erachtet.
Die außerordentliche Kündigung sei
aber mangels wichtigen Grundes
unwirksam. Zwar dürfe auch im Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratswahl ein Arbeitnehmer nicht
wissentlich falsche, geschäftsschädigende Behauptungen über die betrieblichen Verhältnisse aufstellen und
über digitale Medien verbreiten oder
verbreiten lassen. Sachliche Kritik an
den betrieblichen Gegebenheiten sei
jedoch erlaubt. Für die Grenzziehung
komme es auf den Inhalt und den
Kontext der Äußerungen an. Die Erklärungen in dem Video seien erkennbar darauf gerichtet gewesen zu verdeutlichen, weshalb der Kläger die Bildung eines Betriebsrats als sinnvoll
angesehen habe. Der Kläger habe
nicht behaupten wollen, die Beklagte
beschäftige überwiegend ungelernte
Kräfte.
Das BAG hat den Rechtsstreit an
das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen, das nun die Wirksamkeit einer
ebenfalls erklärten ordentlichen Kündigung zu klären hat.
Ergebnis
Das BAG stellt zu Recht fest, daß ein
Kandidat für das Amt des Wahlvorstandes zur Durchführung einer Betriebsratswahl nicht mit einem Wahl-
Rechtsanwalt Mathias Kahrs
Telefon: 030/212 86-200
bewerber für den Betriebsrat gleichzusetzen ist. Nach dem klaren Wortlaut des § 15 Absatz 3 Satz 1 KSchG
beginnt der besondere Kündigungsschutz der Mitglieder des Wahlvorstands erst mit dem Zeitpunkt ihrer
Bestellung. Der Kläger ist weder im
Rahmen der Betriebsversammlung,
noch durch das Arbeitsgericht als Mitglied des Wahlvorstands bestellt worden.
Im Hinblick auf die ins Internet gestellten Behauptungen ist fraglich, ob
es sich hierbei noch um eine sachliche
Kritik handelt. Auch wenn die Äußerungen im Zusammenhang mit der
Bildung eines Betriebsrats getätigt
wurden, so könnte es sich gleichwohl
um falsche und geschäftsschädigende
Äußerungen handeln. Bei der Frage,
ob eventuell bestehende betriebliche
Probleme im Internet veröffentlicht
werden dürfen, kann man die Rechtsprechung des BAG zum »Whistleblowing« heranziehen. Danach muß der
Mitarbeiter eingehend prüfen, ob zunächst eine innerbetriebliche Klärung
angezeigt ist. Das gilt erst Recht bei
einer Veröffentlichung im Internet mit
einer nicht einzugrenzenden Öffentlichkeit.
RA Mathias Kahrs, Bauindustrieverband
Berlin-Brandenburg e.V., Geschäftsstelle Berlin
Geburtstage leitender Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen im November 2014
Dipl.-Ing. Michael Schneider, Techn. Bereichsleiter
Dipl.-Bauing. Bernd Sonntag, Geschäftsführer
Josef Dalhoff, Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Andreas Schmidt, Prokurist
Steffen Pelz, Technischer Leiter
Dipl.-Ing. Dirk Rehaag, Geschäftsführer
Dipl.-Bw. Jan Christoph Michel, Geschäftsführer
Carla Simon, Kaufmännische Bereichsleitung
Dipl.-Ing. Klaus Richter, Technischer Leiter
Bilfinger Construction GmbH, Reg. Westeu., NL. Dt./B. Ost
SONNTAG Baugesellschaft mbH
Dalhoff GmbH, Straßen-, Garten- und Landschaftsbau
Deisen Bau GmbH
SONNTAG Baugesellschaft mbH
HOCHTIEF Building GmbH, Niederlassung Berlin
MICHEL Spezialtief- und Verkehrsbau GmbH
STRABAG AG, Direktion Berlin/Brandenbg./Mecklbg-Vorp.
BAM Deutschland AG
02.11.1962
07 .11.1959
09.11.1950
09.11.1961
10.11.1965
11.11.1967
11.11.1966
11.11.1952
30.11.1961
Präsidium
Dipl.-Ing. Wolfgang Frey, Geschäftsführer
TRP Bau GmbH
30.11.1953
November 2014
29
Wer bietet was
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Zentrallabor, Akkreditiertes Laboratorium für
Boden- und Wasseruntersuchungen (DAP/OFD),
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G a ra g e n
I m p re s s u m
ISSN 1435-1714, A 46108,
17. Jahrgang
Verlag:
KNAAK Verlag,
Kaiserstraße 8, 13589 Berlin,
Telefon: 030/375 15 15,
Fax: 030/375 44 24,
E-Mail: PeterKnaak@aol.com
Chefredakteur:
Peter Knaak
Anzeigen und Herstellung:
Roger Ferch
Erscheinungsweise:
monatlich
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Anzeigenschluß:
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30
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November 2014
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